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t r o p e R st e st i x a r P o t u A Ausgabe 29 J a n u a r 2018 Jahrg. 65

Aktueller Test: Skoda Octavia Combi

Weitere Themen Tipps zum Fahren im Winter

Autos von frĂźher: in Bildern

Test Renault Clio Tipp: Auto- und Verkehrsblog mit Tests und Themen


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29

Januar 2018

Themen rund um Auto und Verkehr fürs reine Elektroauto ist die Nachfrage zwar besser geworden, aber nach wie vor sehr gering. Den Meldungen aus Dezember 2017 nach wird die staatliche Anschaffungsprämie bislang wenig genutzt.

für weniger Lärm und Abgase sorgen. Die Post ist mit ihren E-Scootern schon einmal einen guten Weg gegangen. Die weitere Entwicklung für die leisen und emissionsarmen E-Fahrzeuge bleibt abzuwarten.

Hindernisse für den Absatz von Elektroautos werden neben den Preisen nach wie vor teils relativ geringe Reichweiten und die Zahl der Ladestationen sein. Im öffentlichen Nahverkehr zum Beispiel könnten sie

Diesel-Tauschprämie Öfter hört man schon einmal: „Wir haben unseren alten Diesel abgegeben und uns einen neuen Benziner zugelegt. Durch die Prämie von mehreren Tausend Euro hat

sich das für uns gelohnt.“ Wer auch so denkt, sollte in den Markenbetrieben nachfragen, was möglich ist und ob das Programm noch nicht ausgelaufen ist. Klar, Dieselmotoren sind deshalb nicht schlecht. Sie sind drehmomentstark und sparsam. Wir haben es auch wieder im Test beim Skoda Octavia TDI erlebt. Der kräftige Zweiliter-Turbodiesel-Motor zeigte sich sehr zurückhaltend im Verbrauch: Tankstopps waren selten. Immer gut fürs Budget.

Der Winter hat bis vor Weihnachten 2017 bereits mehrere Gastspiele mit dickem Schnee gegeben. In manchen Regionen wird er sich wahrscheinlich auch wieder zurückmelden. Das kann bis spät in den März gehen. Lesen Sie unsere Tipps zur Winterausrüstung und zum Fahren auf glatten Straßen. Seite 6

Lesen Sie in dieser Ausgabe

Vorschau Ausgabe 30

* Im Blickpunkt: Praxistest Skoda Octavia Combi, S. 3 - 5 * Tipps zu „Fahren im Winter“, S. 6 * Praxistest Dacia Logan MCV Stepway Tce 90, S. 7 - 9

Allgemein zu Autonomem Fahren Langzeit-Test VW Polo, Teil 3 Autos von früber: Ford 20M - 26M

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Skoda Octavia Combi Style 2,0 TDI brachte richtig Fahrfreude

Kombilimousine mit viel Platz und geringem Verbrauch

Klare Konturen, bequemer Einstieg, großzügiger Innenraum mit viel Platz für Passagiere und Gepäck machen den Skoda Octavia Combi zu einem praktischen Auto für Familien und Geschäftsreisende. Fotos: presseweller

Siegen. 5. Januar 2018 (DiaPrw). Mit schnörkellosem Äußerem und geschmackvoll-schickem Interieur präsentierte sich uns der Skoda Octavia Combi an einem Regentag zum Teststart. Im September 2017 nahmen wir ihn in der Ausstattungsversion Style mit dem gut abgestimmten Zwei-Liter-Turbodieselmotor und Sechsgang-Schaltgetriebe ausführlich unter die Lupe. Der Octavia ist in der Skoda-Palette sehr beliebt. Feines Interieur, haptisch passende Materialien, übersichtliches Cockpit und intuitive Beschalterung machten den Kandidaten, im Test als „Combi“, also Kombilimousine, zu einem angenehmen Begleiter. Zwar neigen wir ungern zu Übertreibungen, aber das fühlte sich alles, einschließlich der kraftvollen Motorisierung und der Laufruhe, wie „erste Sahne“ an. So sehen es auch wohl Leute, die den

Octavia schon länger fahren. Wie ein Bekannter, der beim Dienstwagenwechsel darum bat, für ihn wieder einen Skoda vorzusehen. Hat geklappt. Auch wer sich im näheren Wohnumfeld umsieht, wird nicht selten auf Skoda-Fahrzeuge treffen. Wohnzimmergefühl Gegenüber der Vorgängerversion hat der Octavia nochmals an Schliff gewonnen. Er wirkt von der Frontund Leuchtengestaltung über klare Seitenansichten bis zur Heckpartie sympathisch. Außen in dezentem Grau, überraschte uns der Combi im Innenraum mit einer feinen hellbeigen Stoff-/ Leder-Ausstattung, die Wohnzimmergefühl vermittelte. Im zigfach elektrisch verstellbaren Fahrersitz des Testwagens war die richtige Sitzposition schnell gefunden - das übersichtliche Cockpit mit den Bedienelementen im Blick und das griffige höhen- und längsverstell-

bare Multifunktionslenkrad fest in der Hand. Die Bedienung mit „schlüssellosem“ System und Start-Stopp-Knopf klappte prima. Im rund 4,67 Meter langen und über 1,81 Meter breiten Skoda konnten sich auch Mitfahrer über viel Platz freuen. Das Gepäckabteil ist dank des variablen Laderaumbodens locker eben beladbar. Bei dem NormFassungsvermögen von 610 Litern kann so einiges an Gepäck oder Einkauf mit.Wenn es mal nicht reicht: die Rücksitzlehnen sind geteilt umlegbar. Dann gibt’s Platz satt! Sicherheit und Komfort Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mit elektronischem Querdifferenzial, ASB und Antriebsschlupfregelung sowie Bremsassistent, Isofix-Einrichtungen für die Kindersitzbefestigung im Fond seitlich … Fortsetzung nächste Seite


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Skoda Octavia Combi Style 2,0 TDI brachte richtig Fahrfreude … und sieben Airbags sind bereits im Basismodell „Active“ vorhanden sowie elektrische Fensterheber vorn, Musiksystem und vieles mehr. Der Testwagen auf Basis der Version „Style“ verfügte zum Beispiel noch über Zwei-ZonenKlimaanlage, Climatronic, kühlbares Handschuhfach, elektrisch öffnende und schließende Heckklappe, beheizbare Vordersitze, Geschwindigkeitsregelanlage, Frontradarassistent mit CityNotbremsfunktion, ParkdistanzSensoren vorne, hinten und seitlich, Rückfahrkamera sowie Navi und Connect-System mit Bluetooth und vielem anderen. Verschiedene elektronische Helfer, nützliche Assistenzsysteme, unterstützen den Fahrer, zum Beispiel der Spurwechselassistent mit optischer Anzeige und auch mit Warnton, wenn's mal knapper werden sollte. Zum komfortablen Fahren trugen ebenfalls die hohe Lauftruhe sowie die Fahrwerksabstimmung bei. Dank der adaptiven Fahrwerksregelung hatten wir die Wahl unter vier Modi: Eco, Sport, Komfort und

In den großzügigen, ebenen Laderaum passt schon so einiges.

Normal. Wir haben alle ausprobiert, sind meist aber gut mit „Normal“ -Einstellung zurechtgekommen. Es sind auch weitere Details, die Freude machen: Brillenfach vorne, Regenschirmfach unter dem Beifahrersitz, Regen-

Alle Instrumente und Anzeigen im Blick und gut bedienbar.

schirm inklusive!, das seitliche Kofferraumlicht als herausnehmbare Taschenlampe und mehr. Pfiffig! Saubere Straßenlage Der Octavia zeigte sich bei schnellen Autobahnfahrten und auf kurvenreichen Straßen mit einer souveränen Straßen- und Kurvenlage. Wir nahmen ihn unter anderem über zig teils enge Alpenpässe zur Brust. Der Fronttriebler, vorne McPersonFederbein-Achse, hinten Verbundlenker-Achse, erwies sich als gut abgestimmt. Da mussten auf trockener Fahrbahn noch nicht einmal die Helferlein ran. Er liegt stabil und hat nur geringe Seitenneigung. Bei einem Test mit vier Personen befanden die Mitfahrer, dass er „spielend durch Kurven ging“. Vor allem freuten sie sich auch über … Fortsetzung nächste Seite


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Skoda Octavia Combi Style 2,0 TDI brachte richtig Fahrfreude … die komfortablen Platzverhältnisse: „Da kann man es auch auf längeren Fahrten gut aushalten.“ Fühlt sich gut an - Kraftvoll voran Der Zweiliter-Turbodiesel-Motor leistet 150 PS (110 kW). Das sorgt im Zusammenspiel mit dem Sechsganggetriebe für ausgiebige Lauffreude, neudeutsch Fahr-Fun. Im Stadtverkehr geht es noch so gerade im fünften Gang. Lockerer dafür ist der vierte. Beim 0-auf-100-Sprint kamen wir im Testschnitt nicht unter knapp 10.5 Sekunden, was einerseits noch recht flott ist, aber doch über der Werksangabe liegt. Rasanter waren da schon die Zwischenbeschleunigungen in den Überholdistanzen: 4,7 Sekunden von 60 auf 100 km/h im dritten Gang und 9,2 Sekunden von 80 auf 120 km/h im fünften. Die Höchstgeschwindigkeit über einen längeren Zeitraum auszutesten, ist angesichts der Autobahnbaustellen und -staus nicht mehr so leicht möglich. Zumindest tasteten wir uns bis 215 km/h an das Spitzentempo heran. Sparsamer Diesel Mit dem Octavia konnten wir uns einmal mehr von den Qualitäten moderner Dieselmotoren überzeugen. Sie punkten mit guter Leistung, einschließlich des früh einsetzenden höchsten Drehmoments und insgesamt relativ niedrigen Drehzahlen sowie verbrauchsbezogen mit geringem CO2Ausstoß. Den 150-PS-KombiSkoda fuhren wir über lange Strecken mit ab 4,7 Litern pro 100 Kilometern. Im Testschnitt mit einzelnen Hoch-Tempo-Fahrten

Ausgesprochen schick und viel Bewegungsfreiheit im Fond.

und Beschleunigungstests zeigte sich im Endeffekt ein Schnitt von gut 5,2 Litern. Das ist ordentlich! Was heißt das für Verbraucher? Zum Dieselpreis, einmal hochgegriffen 1,17 Euro pro Liter – teils auch niedriger –, zahlt man für 1000 Kilometer an der Tanke 60,84 Euro. Und das bei Zwei-Personenbesetzung, wenig mehr bei drei oder vier Personen: individuell und bequem von Haus zu Haus! Unabhängig vom Rasten muss man auch nicht oft nachtanken. Gut, gut!

stehen verschiedene Motorisierungen und Versionen zur Auswahl. Bei Interesse sollte man sich beim Skoda-Händler informieren und gegebenenfalls eine Probefahrt machen. Mehr zu Skoda auf der Webseite www.skoda-auto.de (jw) Einige Technische Daten* Motor: 1968 ccm; 150 PS (110 kW), 4000 U; Drehm.: 340 Nm bei 1750 – 3000 U Beschleunigung/ Spitze: 8,5 Sek. 0 auf 100 km/h, 216 km/h L x B x H in m: rund 4,67 x 1,814 x 1,461 Laderaum in l: 610 - 1740 Verbrauch l/ 100 km komb/ CO2 komb.: 4,4/ 4,3; 114/ 112 g/km; Euro 6 *Lt. Fahrzeugpapieren/ SkodaUnterlagen

Fazit: Ja, wir fahren seit Jahrzehnten viele verschiedene Autos. Explizit konnten wir bei diesem Skoda Octavia Combi 2,0 TDI, Version Style, nichts negativ bewerten. Er war ein rundum angenehmer Begleiter. Alle Angaben beziehen sich auf Kräftig, geräumig, bequem, das gefahrene Modell zum Zeitlaufruhig und sparsam. Es punkt des Tests. Irrtum vorbehalten.


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Schnee, Eis und rutschige Straßen mahnen Verkehrsteilnehmer zu Vorsicht

Nur mit Winterausrüstung: Fahren bei Glätte Schnee gab es in den vergangenen Monaten 2017 bereits und damit auch schon glatte Straßen. Wenn auch die Räumdienste fleißig im Einsatz sind, kann nicht zu jeder Zeit überall bereits der Schnee auf der Straße abgeräumt und/ oder abgestreut sein. Wie andere Verkehrsteilnehmer, muss man sich als Autofahrer darauf einstellen. Das beginnt mit der jahreszeitlich gemäßen Ausrüstung des Fahrzeugs und vorsorglicher Maßnahmen. Auf den Internetseiten der Automobilclubs wie zum Beispiel AvD und ADAC findet man meist Hinweise, auch zu rechtlich relevanten Vorschriften gemäß der Straßenverkehrsordnung! Der Winter ist eine besondere „Fahr-Zeit“. Bei nahezu sämtlichen Witterungsbedingungen waren wir mit eigenen Fahrzeugen und Testwagen kreuz und quer auf den Straßen unterwegs. Mal waren die Autos als „Laternenparker“ abgestellt, mal in der Garage, was zweifellos vorteilhaft ist. Gibt es keine Garage, ist es ratsam, zumindest die Frontscheibe nachts

abzudecken und tagsüber, wenn das Auto während der Arbeit am Parkplatz steht. Wenn das Anbringen und Abnehmen auch ein paar Minuten Zeit kostet, ist eine so genannte Halbgarage, meist aus Kunststoffplanen, besser. Damit ist das gesamte Oberteil des Wagens geschützt, vom Dach bis zu allen Fenstern. Es ist weit angenehmer, solch eine Plane abzunehmen und nach Schneefall gründlich auszuschütteln, als alles mit einem Handbesen abzuräumen und Eis von den Scheiben zu kratzen. Es geht auch schneller. Da die Autofahrer in Deutschland schon das ganze Jahr über mit Staus zu tun haben, kann es im Winter noch krasser sein. Eine Decke im Auto, Handschuhe, eine Thermoskanne mit Kaffee oder Tee oder eine Flasche Wasser können nützlich sein. Der Kraftstofftank sollte gut gefüllt sein. Sanft fahren Generell geht es darum, möglichst sanft zu fahren: Da wo es möglich ist, sanft bremsen, langsam und aufmerksam durch Kurven, sachte beschleunigen, sonst drehen die Antriebsräder durch. Die modernen

Die Räumdienste sind fleißig. Oft schneit es aber gleich wieder.

Autos haben oft Antriebsschlupfregelung (ASR), sind aber der Glätte nicht immer gewachsen. Das Antiblockiersystem (ABS) ist hilfreich. Hierbei ist es bei dringendem Bedarf meist besser, die Bremse voll durchzutreten, weil das System ein Stotterbremsen ausführt, das zum schnelleren Halt beitragen kann. Es entspricht der früheren Empfehlung, die Bremsen bei Glätte „stotternd“ zu betätigen statt voll. Das Regel-System kann das schneller und besser. Mit dem Gasfuß agiert man stets locker, weil sonst die Räder durchdrehen können. Beim Fahren ist ein höherer Gang meist besser als ein kleiner. Früher fuhr man auf glatter Straße teils gleich im 2. Gang an. Wer Kurven auf glatter Straße zu schnell angeht, landet je nach Antriebsart vielleicht auf der Gegenfahrbahn oder im Aus neben der Fahrbahn. Die Systeme wie elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) oder elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) verbessern zwar deutlich das Fahrverhalten, können aber nicht immer voll und ganz helfen. Alle elektronischen Helferlein haben ihre physikalischen Grenzen! Bei Glatteis zu fahren ist wieder eine andere Welt. Da läuft so gut wie gar nichts. Man lässt besser das Auto stehen oder fährt einen Parkplatz an und wartet, bis die Räumdienste gefahren sind. Winterlich kann’s von O bis O sein, von Oktober bis Ostern und länger. Wir wünschen gute und sichere Fahrt! (jw)


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Pfiffiger Renault mit gutem Antritt und ordentlich Platz

Wendig und hübsch: Clio im sportlichen Look Der Renault Clio, hier mit GT-Lineund Techno-PlusPaket, ist optisch ansprechend. Der Testwagen rollte auf 17-ZollRädern durchs Land. Auch sonst hatte er einiges zu bieten, was das Fahren angenehm machte.

Alle Fotos/ Repros: Presseweller Siegen. 7. Oktober 2017 (DiaPrw). In der Renault-Palette ist der Clio schon längst kein unbekannter. Vorgänger hatten wir ebenfalls bereits im Test. Das aktuelle Modell nahmen wir im August 2017 unter die Lupe, den Clio in der Version Energy Intense dCi 110. Das steht für den 110-PS-Turbodieselmotor. Der blaue Kleine „GT-Line“ mit Sechsgang-Schaltgetriebe, der sich gar nicht so klein zeigte, wartete mit einem hübschen Interieur, geräumigem Innenraum und guten Fahreigenschaften auf. Aber lesen Sie selbst. Mit Front- und Heckspoiler und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen zeigte sich der Clio im sportlichen Look. Das setzte sich im Innenraum mit Alu-Pedalen und Vordersitzen mit zusätzlichem festem Seitenhalt fort. Grund dafür war das GT-PlusPaket, das freilich noch viel mehr

zu bieten hatte. Auf fester und gut einstellbarer Bestuhlung gab es für den Fahrer einwandfreie Cockpitübersicht mit gut ablesbarer Instrumentierung. Im Fond gingen die Sitzverhältnisse, einschließlich der Beinfreiheit, klassengemäß ebenfalls in Ordnung: viel Platz bei Außenmaßen von gut 4,06 mal 1,73 Metern. Trotz fester Fahrwerksabstimmung rollte der Fronttriebler mit McPherson-Achse vorne und Verbundlenkerachse hinten selbst auf holprigen Wegstrecken komfortabel ab. Mit 300 (Norm-) Litern zeigte sich das Laderaumvolumen für diese Klasse großzügig. Durch geteilt mögliches Umlegen der Rücksitzlehnen kann es bis auf über 1100 Liter erweitert werden. Ein bisschen störend wirkte aber der tiefe Laderaumboden. Alles in allem waren wir beim Probepacken erstaunt, was da alles so ins Kofferraumabteil hineinpasst.

Rundum-Ausstattung Der fünftürige Clio ist in der Basisausstattung unter anderem mit ABS, elektronischem Stabilitätsprogramm und vier Airbags ausgerüstet sowie mit elektrischen Fensterhebern vorn, Zentralverriegelung mit Fernbedienung sowie elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln. Der Testwagen mit GT-Line- und Technik-Plus-Paket wusste beispielsweise noch mit OnlineInfotainment-System, inklusive Navi und Soundsystem, Klimaautomatik, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, Key-Card für schlüssellose Bedienung und mehr zu gefallen. An Bord waren ebenfalls vordere und hintere Abstandssensoren sowie die auf dem Sieben-ZollBildschirm gut einsehbare … Rückfahrkamera. Die … Fortsetzung nächste Seite


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Fortsetzung … Wendig und hübsch:Clio im sportlichen Look … seitlichen Abstandssensoren mit akustischer und optischer Rückmeldung erwiesen sich als sehr praktisch bei engen Durchfahrten oder nahen Vorbeifahrten! Insgesamt halten wir diese Technik mit Rückfahrkamera für rundum nützlich. Unabhängig davon sollte man sich dennoch stets auch selbst mit eigenem Blick vergewissern! Der Clio geht gut zur Sache Startknopf drücken, losdüsen. Der Renault kommt vom Start weg gut zur Sache. Der Turbodieselmotor mit 110 PS entwickelt bereits ab knapp 1500 Touren zusätzlichen Zug, knapp darüber setzt bei 1750 Umdrehungen das höchste Drehmoment von 260 Newtonmetern ein. Selbst im sechsten Gang geht es aus diesem unteren Drehzahlbereich zügig vorwärts. Im Stadtverkehr rollt man im fünften Gang mit. Die Beschleunigung

Großzügiges Ladeabteil.

Attraktiv und praktisch gestaltet, übersichtlicher Cockpitbereich. geht in Ordnung. Mit 11,9 Sekunden im Test verfehlten wir den Werkswert nur knapp, die 60 auf 100 km/h im dritten Gang hakte der Clio in knapp 6,4 Sekunden ab, und von 80 auf 120 km/h im fünften Gang waren es nur rund 9,1 Sekunden. Klasse! Bei der Ermittlung der Spitzengeschwindigkeit hatten wir Glück, weil es auf einer unserer üblichen längeren Autobahn-Teststrecken in einem Teilbereich mal für einige Zeit ohne hohes Verkehrsaufkommen und Staus abging. Im Schnitt unserer Messungen stoppten wir knapp über 190 km/h. Passt! Verbrauch okay Was verbraucht der denn? Wir fuhren ihn mit ab knapp 4,9 Litern pro

100 Kilometer und erreichten schließlich einen Gesamttestschnitt von leicht über 5,1 Litern. Das halten wir für angemessen, wenn auch der Kombiwert mit 3,5 Litern angegeben ist. Zum großen Teil nutzten wir den zuschaltbaren Eco-Modus, wodurch unter anderem die Motorcharakteristik verändert wird. Zügiges Fahren war dennoch möglich. Ergebnisse wie mittleren Kraftstoffverbrauch und gewonnene Kilometer konnten wir im Display nachlesen. Beschleunigungstests und Co. wickelten wir im Normalmodus ab. Astreine Straßenlage Der Fronttriebler lag sauber auf der Straße, rollte gut ab und nahm die schnell angegangenen Testkurven einwandfrei unter die Räder: ein feines, unproblematisches Fahrverhalten, das durch Wendigkeit und gutes … Fortsetzung nächste Seite


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Fortsetzung … Wendig und hübsch:Clio im sportlichen Look … gutes … Handling unterstützt wurde. Mit diesem Auto waren wir auf allen Strecken gut unterwegs, von der Autobahn bis zu diversen sehr kurvenreichen Mittelgebirgsstrecken. Fazit: Der Renault Clio Intens dCi 110 ließ sich gut fahren, er war spritzig und flott sowie zurückhaltend im Verbrauch. Der Platz für Passagiere und das Laderaumvolumen sind für diese Klasse ordentlich: ein hübscher und wendiger Begleiter. Für die gefahrene Version müssen einige Tausender mehr auf den Tisch als für das Basismodell. Es stehen aber ganz nach eigenem Wunsch mehrere Benzin- und Dieselmotoren sowie Ausstattungsversionen und Zusatzpakete zur Auswahl. Bei Interesse sollte man sich beim Renault-Händler informieren, sich selbst ein Bild vom Auto machen und gegebenenfalls eine Probefahrt vereinbaren. (jw)

Im Fond geht es, klassenbezogen, in Sachen Platz ordentlich zu. Einige Technische Daten* Motor: 1461 ccm; 110 PS (81 kW)/ 4000 U; höchst. Drehm.: 260/ 1750 U Fahrwerte: 0 – 100 km/h = 11,4 Sek.; Spitze: 190 km/h Länge x Breite x Höhe in m, Laderaum in Lit.: 4,063 x 1,732 x 1,448; 300 – 1146 Verbrauch (lt. VO/ EG) und CO2-Em. Komb.: 3,5 l/ 100 km; 90 g/ km; Euro 6 *laut Renault-Unterlagen/ Zulassung

Alles auch im Blog Auto + Verkehr

Schön, diese Ausstattung.

Unsere Tests und Tipps rund um Auto- und Verkehrsthemen finden Sie auch in unserem „autodialog“-Blog „Auto und Verkehr“. Sie können ihn ohne Anmeldung über unsere Interneteite „Auto“ auf www.presseweller.de aufrufen! Dort finden Sie eine Themenübersicht.

Impressum und Hinweise: Pressewellers Auto-Praxistest-Report erscheint bei Medienbüro + PR DialogPresseweller, Jürgen Weller, Lessingstr. 8, D-57074 Siegen, T. 0271 33 46 40, E-Mail dialog>at<dialog-medienbuero.de, Internet: www.presseweller.de. Alle Angaben beziehen sich auf Deutschland bzw. den deutschen Markt. Alle Rechte auf Titel, Fotos, Text © presseweller, Titelgestaltung wellSi-made. Bei „Autos aus früheren Zeiten“ werden teils Daten aus wikipedia.org verwendet. Es gilt deutsches Urheberrecht. Praxistests auf den uns von Herstellern und Importeuren zur Verfügung gestellten Fahrzeugen sowie allgemeine Texte geben unsere individuelle Meinung bzw. Messungen hinsichtlich Fahreindrücken, Komfort, Testverbrauch und allem anderen wieder. Alle offiziellen Leistungs-, Fahr- und Verbrauchsdaten sind den Fahrzeugpapieren bzw. den jeweiligen Technischen Daten entnommen. Alle Daten, Angaben und Bezeichnungen beziehen sich auf den Zeitraum des Tests. Zwischen Test und Lesezeitpunkt können sich Veränderungen jedweder Art ergeben haben, sodass keine Gewähr dafür übernommen wird. Unabhängig davon bleibt trotz sorgfältiger Bearbeitung Irrtum in allen Fällen vorbehalten. Gerichtsstand und Erfüllungsort ist D-Siegen, in 1. Instanz stets das Amtsgericht. Ergänzend gilt für diesen online erscheinenden Report das Impressum auf dem Autodialog-Blog bzw. auf der Internetseite www.presseweller.de


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Unsere Serie Autos von früher geht ab der nächsten Ausgabe weiter

Im Uhrzeigersinn nach Foto-

*Wegen Fotoalterung und Scans Bilder teils mit Unschärfe und schlechten Kontrasten. © ab 1958 presseweller. Es gilt deutsches Urheberrecht.

oder Fahrdaten: Mini 1994, Goggomobil Mitte 1950er, VW „Käfer“ 1962, Ford 20M TS Ende der 1960er, 26 M 1971, Glas Isar Ende der 1950er.

Skoda und Co.: Auto-Praxistest-Report 29  

Im aktuellen Auto-Praxistest-Report stellt Presseweller (presseweller.de) den Skoda Octavia Combi TDI in den Blickpunkt: sparsam, geräumig u...

Skoda und Co.: Auto-Praxistest-Report 29  

Im aktuellen Auto-Praxistest-Report stellt Presseweller (presseweller.de) den Skoda Octavia Combi TDI in den Blickpunkt: sparsam, geräumig u...

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