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Februar 2014 Österreich: 1,20 € Schweiz: 2,00 SFR C 8750

Für Eltern, Erzieher und Kinder

1€

Auswahl Die besten Familienautos

Hoffnung Ranzen

„Mein Paul hat einen Herzschrittmacher“

6 für

Seiten die Kleinen

nd eine Rätselspaß u he romantisc um Geschichte z Vorlesen

Welcher am besten passt

Deftig Rezepte, die schön durchwärmen

Jetzt Urlaub buchen Neu in den Katalogen: traumhafte Sonnenziele für den Sommer

Wir sind eine tolle Familie

Der Traum vom glücklichen Miteinander ist machbar


AUFTAKT

News

Tipp des Monats

Im Januar aktuell:

Von der Redaktion ausgewählt und empfohlen

Macht Laune

Kinder hüpfen durch den Märchenwald, helfen Frau Holle beim Brotbacken und erobern das Räuberhaus der Bremer Stadtmusikanten. Bei der Ausstellung „Erzähl mir doch kein Märchen“ im Berliner Mitmachmuseum gibt’s viel Zauberhaftes zu entdecken. 2. Januar bis 7. Dezember 2014, www.machmitmuseum.de Mehr Veranstaltungstipps unter www.wireltern.de/familie/tipps-trends

Bloß kein Wintergrau! Das farbenfrohe Outfit des dänischen Labels „Knast by Krutter“ verscheucht im Nu trübe Stimmung. Baumwollshirt: Größe 56 bis 140, etwa 30 Euro; Baumwollhose: Größe 92 Aufgetischt bis 140, etwa 47 Euro; Gemeinsame Mahlzeiten sind wichtig Fliege: etwa 16 Euro für den Familienzusammenhalt. Und: Sie www.krutter.dk fördern ein gesundes Essverhalten der Kinder und beugen Essstörungen vor. Ernährungswissenschaftlerin Sonja Fahmy von der Initiative „In Form“ gibt Tipps, wie Familienmahlzeiten gelingen: Jeder macht mit: Einkaufen, Salat waschen, Pizza belegen – wenn alle mithelfen, geht es schneller und macht mehr Spaß. Wunschtag: Fischstäbchen müssen nicht immer sein, aber einmal die Woche am Wunschtag. Piep, piep, piep – guten Appetit! Tischreime sind schöne Rituale und läuten die Mahlzeit ein. Probieren … kann jeder, auch wenn das Stückchen noch so klein ist – schließlich steckt viel Mühe im Essen. Handy aus! Kein Spielzeug, kein Radio, kein Fernsehen – einfach nur Zeit für das Essen und die Familie. www.in-form.de

Die Hauptlast tragen die Mütter Kinder, Haushalt und der Hund – dafür ist Mama zuständig. An der häuslichen Arbeitsteilung hat sich laut der „Vorwerk Familienstudie 2013“ in den letzten Jahren wenig geändert. Zwar sind 35 Prozent der befragten Väter der Meinung, die Hälfte der häuslichen Arbeiten zu übernehmen – aber aus Sicht der befragten Mütter sieht das ganz anders aus: Drei Viertel von ihnen geben an, den Großteil der täglichen Haus- und Familienarbeit selbst erledigen zu müssen.

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SCHULRANZEN-EXTRA

Welcher Ranzen passt zu meinem Kind? Worauf freuen sich die Schulanfänger am meisten? Genau, auf einen richtig coolen Schulranzen. Den Eltern sind Passform und Sicherheit wichtiger. Mit diesen Modellen werden alle glücklich – Papa, Mama und die Kleinen.

Für Träumerinnen Ergo Style Plus „Prinzessin Lillifee“ Gewicht: 1.200 Gramm Volumen: 20,5 Liter Ergonomie: gepolstertes Rückenteil, abnehmbarer Brustgurt Sicherheit: zehn Prozent retroreflektierendes Material; erhältlich auch als Modell nach DIN 58124 mit 20 Prozent fluoreszierendem und zehn Prozent retroreflektierendem Material Platzangebot: separates Innenfach für Bücher, große seitliche Außentaschen Extras: Stundenplan im Deckel, Handyfach, Schlüsselanhänger Pluspunkte: wasserdicht, leichtes Öffnen und Schließen durch Magnetschnalle Passt zu: verspielten Mädchen, die ihr Kuscheltier am liebsten mit einschulen würden. Verzaubert mit viel Rosa und netten Extras.

Foto: Mc Neill

Im Set etwa 200 Euro, www.coppenrath.de

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AUTO

OPEL MERIVA

Die Qual der Wahl Das passende Auto für Ihre Familie So viele Automarken, so viele Modelle – wie soll man da das beste Familienauto finden? KINDER-Autor Roland Löwisch fragte Hersteller und Importeure, welches sie für das optimale Familienauto im eigenen Portfolio halten. Und warum …

„Opel Meriva 1.4 Selection“ Opel schickt sein seit 2003 gebautes Modell Meriva ins Familienrennen, das nun bereits in der zweiten Generation fährt und im Januar 2014 ein Facelift bekommt. Der kleine Van will überzeugen, zum Beispiel durch sein innovatives Türkonzept: Die hinten angeschlagenen Türen der zweiten Sitzreihe öffnen je Seite gegenläufig und unabhängig von den Fronttüren und erleichtern einerseits den Ein- und Ausstieg, andererseits auch das An- und Abschnallen der Kinder. Das Türkonzept soll auch eine „Sicherheitszone“ bilden, die Eltern und Kinder beim Ein- und Aussteigen räumlich nicht trennt. Ein ausfallsicheres System soll dafür sorgen, dass die Türen ab vier Kilometer pro Motor: Vierzylinder-Benziner Stunde sicher verriegelt sind. Leistung: 74 kW (100 PS) Das Sitzkonzept für die hinteren Plätze sorgt für VariabiGetriebe: Fünfgang-Handschalter lität. Gerade Kinder werden es zu schätzen wissen, Antrieb: Front wenn sie hinten höher als normal sitzen und soKofferraumvolumen: 400 bis 1.500 Liter mit auch mehr sehen, was draußen passiert. Sitzplätze: 5 32 Ablagen nehmen den Kleinkram des Sprint 0–100 km/h: 14,0 Sekunden Alltags auf. Der Einstieg in den FamilienTop-Speed: 177 km/h Van des Jahrgangs 2014 kostet 15.990 Verbrauch kombiniert: 6,0 Liter Euro – das sind 700 Euro weniger als Preis: 15.990 Euro bisher. Chapeau.

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Der Hauptpreis geht nach Lübeck

„Hurra, unsere Kita ist so schön geworden“ Über 50 Einrichtungen haben sich bei unserer Kita-Hilfsaktion beworben – die Jury wählte eine in Lübeck aus, deren Gruppenraum komplett renoviert wurde.

Der Umbau

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ie bei einer Bescherung ist das. Die Tür bleibt so lange geschlossen, bis das Fest beginnt. Kinder und Eltern dürfen nicht hineingucken und erleben dann die große Überraschung: Der Gruppenraum präsentiert sich im schönen neuen Glanz – mit frischen bunten Farben und lustigen Gemälden auf komplett renovierten Wänden. Mit praktischen Holzregalen, Bänken und Schubkästen. Mit flauschigen Teppichen und nagelneuem Spielzeug für die Kids. „Wie toll ist das denn“, rufen dann auch die Eltern morgens, als die Tür nach fünf Umbautagen aufgeht und sie ihre Kleinen zum ersten Mal in den Gruppenraum im Familienzentrum „Willy-Brandt“ bringen. Und ihre Kinder strahlen einfach nur. Der Gruppenraum wurde vorbereitet Die Lübecker Kita ist Teil eines großen Familienzentrums im Stadteil Sankt Lorenz, das von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betrieben wird. 61 Kinder kommen

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täglich hierher. Zwölf Mitarbeiter betreuen neben zwei Krippengruppen mit den ganz Kleinen zwei Elementargruppen mit je 20 Kindern unterschiedlichster Nationen von drei bis sechs Jahren. „Uns ist der partizipative Ansatz wichtig“, er-

läutert Kita-Leiterin Rica Rupp die pädagogische Arbeit. Die Kinder sollen – mehr als früher – den Alltag in der Einrichtung mitbestimmen. Und so haben die Eltern und Kinder vorher die Tapeten entfernt – und in den neugestalteten Ecken, Sitzecken und an den Wänden wurde Raum gelassen für weitere Bilder und Basteleien von Derya, Alanur, Mimi, Sean und www.wireltern.de


Jetzt aber nichts wie raus! Lukas zog sich so schnell an, dass er gar nicht merkte, wie er seine Stiefel vertauschte und seine Mütze verkehrt herum aufsetzte. Aber das war ja auch ganz egal! Er rannte zur Haustür und sprang hinaus in den Schnee. „Es schneit, es schneit!“, rief er und tanzte mit den wirbelnden Flocken über die weiße Wiese. Lukas’ kleine Schwester Emma kam aus der Tür. „Hallo Emma!“, rief Lukas und warf einen Schneeball nach ihr, der sie nur um Haaresbreite verfehlte. „Knapp daneben ist auch vorbei!“, rief Emma.

Doch plötzlich wurde sie ganz still. „He Lukas, schau mal da!“, flüsterte sie und zeigte mit ausgestrecktem Arm in den fallenden Schnee. Zuerst sah Lukas nichts als einen dichten weißen Schleier aus Schneeflocken. Doch dann glaubte er, eine leise silberhelle Stimme zu hören, die seinen Namen rief. Und als er noch einmal genauer hinschaute – sah da nicht eine der Schneeflocken aus wie eine klitzekleine Fee, ganz in Silber und Weiß gekleidet? Lukas lief schnell hinüber, um die Schneeflocke einzufangen. Doch da kam

ein Windstoß und wirbelte alle Flocken durcheinander, und Lukas konnte nichts mehr erkennen. „Egal!“, rief er. „Das war ja doch nur ein Traum!“ Er lief zurück zum Haus, holte den Schlitten aus dem Keller und bepackte ihn mit einer ganzen Ladung frischer, runder Schneebälle. „Was willst du damit?“, fragte Emma. „Ich will die Nachbarskinder wecken!“, rief Lukas. „Die kriegen alle einen Schneeball ans Fenster!“ Und so zog er los mit seinem Schlitten, und bald schon hatte er seinen Traum von der Schneeflockenfee vergessen …

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GESUNDHEIT Draußen eiskalt und drinnen warme Heizungsluft: Jeder Vierte leidet im Winter unter trockener Haut. Kinder trifft es besonders – vor allem bei Neurodermitis.

Richtige Pflege in der kalten Jahreszeit

Sanfte Hilfe für trockene Haut Foto: Thinkstock

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ürde man die Haut eines Erwachsenen ausbreiten, wäre sie zwei Quadratmeter groß. Dieses flächenmäßig riesige Organ muss ganz schön viel schaffen: Es schützt vor Angriffen, vor Schäden durch Sonnenstrahlen, behütet uns vor zu viel Hitze und vorm Austrocknen. Um das hinzukriegen und dabei geschmeidig zu bleiben, muss unsere Haut ständig ein Gemisch aus Wasser und Fett produzieren. Jetzt im Winter ist das nicht immer einfach. Draußen ist es kalt. Wir schwitzen weniger, produzieren weniger Feuchtigkeit und können das auch drinnen im Warmen nicht ausgleichen. Im Gegenteil: Dort ist die heizungserwärmte Luft besonders trocken. Neurodermitis-Kinder leiden vor allem, weil sie selten an der frischen Luft sind und meistens in (zu) gut geheizten Räumen drinnen spielen.

Mit rauer Haut fühlen wir uns nicht wohl Bei den Erwachsenen trifft es jeden Vierten. Wenn die Haut spannt, rau ist und juckt, fühlen wir uns nicht mehr wohl. Je älter ein Mensch wird, desto häufiger leidet er unter trockener Haut. Das kann eine Folge von Krankheiten wie Neurodermitis, Diabetes oder Nierenproblemen sein; oft ist es jedoch auch genetisch bedingt. Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder sehr zarte und feine Haut. Während die Haut der Großen Kälte einiger-

maßen aushalten kann (sie ist schließlich fünfmal so dick wie Kinderhaut), brauchen die Kleinen draußen Zusatzschutz. Die sogenannte Hornschicht, also die

Die Haut braucht für draußen Zusatzschutz oberste Hautschicht, ist bei ihnen noch nicht so stark ausgebildet wie bei Erwachsenen. Der natürliche Fettfilm, der die Haut nach außen schützt, ist noch so dünn, dass Wind und Kälte schneller > Kinder 1-2/2014

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REISE-EXTRA

Ewiger Frühling mit Ventilator Frische Brise statt brütender Hitze KiNDER-Autorin Marie Johannson mag eigentlich keine langen Flüge in den Urlaub. Doch für die Sonneninsel Teneriffa machte sie eine Ausnahme.

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as hat Teneriffa, dass es einen Viereinhalbstundenflug mit lebhaften Kindern rechtfertigt? Das fragte ich mich ehrlich gesagt auch, bis meine Mutter unverhofft mit einer Überraschung winkte: zehn Tage auf der Kanareninsel. „Mit Sonnengarantie“, versprach sie. „Ja, meinst du denn, die freuen sich auf der Rentnerinsel, wenn wir mit deiner Enkelhorde einfallen?“, war meine erste Reak-

Fotos: Thinkstock

Die Sonne scheint fast das ganze Jahr lang

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tion. Aber unsere Kinder (12, 9 und 6 Jahre alt) hingen ihrer „liiiiebsten Omi von allen“ schon am Hals. Endlich mal große weite Welt statt Camping. „Und ein Wellness-Spa hat das Hotel auch“, lockte sie mich. Überredet! Was sind schon vier Stunden Flug? Und tatsächlich. Sie vergehen schneller als gedacht. Plötzlich ragt am Horizont mitten aus dem Meer ein mächtiger

Gipfel auf. Der Vulkan Pico del Teide, mit 3.718 Metern höher als jeder andere Berg in Spanien, begrüßt uns majestätisch mit einem Kragen aus Wolken. Nach der Landung und 20 Minuten Taxifahrt sind wir endgültig angekommen. Unser Hotel, das hübsch verschachtelte Iberostar Anthelia, liegt an der langen Promenade der Costa Adeje direkt am Sandstrand. Dank der guten Belüftung bleibt Energie für Ausflüge Wir sind da. Die Sonne, wie versprochen, auch. Sie soll hier im Süden Teneriffas sage und schreibe 360 Tage im Jahr scheinen, behaupten die Einheimischen. Aber was noch wichtiger ist: „Die Sonne hat einen Ventilator eingebaut“, erklärt unsere Tochter das Phänomen. Denn statt brütender Hitze weht immer eine frische Brise auf der größten Insel der Kanaren. Und die macht den gesamten Aufenthalt so angenehm, dass damit auch das Geheimnis gelüftet wäre, was sie trotz der längeren Anreise so besonders anziehend www.wireltern.de


REISETIPPS

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So viel Schnee Warum nicht mal im Winter Urlaub auf dem Bauernhof machen? In Südtirol freuen sich Skifans über unzählige Pisten in Top-Skigebieten. Wer es ruhiger mag, stapft mit Schneeschuhen durch die verschneite Landschaft oder zieht mit dem Schlitten los. Für einen guten Start sorgt ein kräftiges Frühstück mit vielen Leckereien direkt vom Hof. Eine Ferienwohnung für vier Personen kostet rund 70 Euro pro Tag. www.roterhahn.it

Unterwegs mit Oma und Opa Das „Familotel Allgäuer Berghof“ bietet perfekte Bedingungen für einen Großeltern-EnkelUrlaub. Zwischen Gunzesried und Ofterschwang auf 1.200 Meter Höhe genießen die Großen das Alpenpanorama und die reine Luft. Die Kleinen balancieren über einen Dschungelparcours, entern das Piratenschiff und werden abends beim Kinderbuffet fürstlich verköstigt. Bei den „Enkele Wochen“ wohnen alle Enkel unter sieben Jahren im Zwei-ZimmerApartment der Großeltern gratis. www.allgaeuer-berghof.de Zum Träumen Der nächste Sommer kommt bestimmt: Höchste Zeit, sich mit dem „Vamos Sommerkatalog 2014“ auf die nächste große Familienreise einzustimmen. Fast 70 Reisen des Sommerangebots bieten eine Kinderbetreuung an. Im andalusischen Cuevas la Granja am Fuße der Sierra Nevada werden Kinder ab drei Jahren sogar zweisprachig betreut und lernen ganz nebenbei Spanisch. www.vamos-reisen.de

Nichts für Couch-Potatoes Im Kärntner „Hotel Brennseehof“ in Feld am See können sich sportliche Familien so richtig auspowern: Bei Regen in der 100 Quadratmeter großen Sporthalle, bei Sonnenschein zum Beispiel auf einem von neun Tennisplätzen. Unter fachkundiger Anleitung lernen kleine Gäste schwimmen, surfen, segeln oder kajaken. Wer seinen Nachwuchs dabei im Auge behalten will, legt einen Schwitzgang in der Natursauna im „Ruhepavillon“ mit Blick auf den See ein. www.brennseehof.com

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Luxus für alle Wellness für die Großen, Action für die Kleinen: Im Fünf-Sterne-Hotel „Princesa Yaiza Suite Hotel Resort“ auf Lanzarote kommen alle Familienmitglieder auf ihre Kosten. Während die Eltern am schneeweißen hoteleigenen Sandstrand oder bei einer Thalassomassage relaxen, toben sich die Kids im Kinderpark „Kikoland“ beim Schwimmen, Theaterspielen oder Tennis aus. www.princesayaiza.com

Tipp der Redaktion Ready for boarding? So klappt das Fliegen mit Kindern Wartezeit verkürzen: Zu Hause online einchecken, dann muss man am Flughafen nur noch die Koffer abgeben. Manche Airlines bieten eine Gepäckabgabe am Vortag an (Vorabend-Check-in). Kinderwagen schieben: Wer einen Kinderwagen oder Buggy dabeihat, kann ihn meistens bis zum Flugzeug mitnehmen und bekommt ihn nach der Landung wieder ausgehändigt. Familien mit Kindern dürfen übrigens bei vielen Airlines als Erste in den Flieger einsteigen. Reiseübelkeit dämpfen: Vor dem Start nur etwas Leichtes essen. Zur Vorbeugung gibt es zudem spezielle Akupressur-Bänder fürs Handgelenk, Globuli oder Ingwer-Tabletten. Auf den Plätzen in der Mitte auf Höhe der Flügel spürt man Turbulenzen am wenigsten. Für Ablenkung sorgen: Ist die erste Aufregung verflogen, wird’s Kindern beim langen Sitzen schnell langweilig. Daher Malbücher, Reisespiele oder Hörbücher mitnehmen – und das Lieblingskuscheltier nicht vergessen. Viele Airlines verteilen Sticker, Stifte oder Plüschtiere für die Kleinen. Ängste nehmen: Fliegt der Nachwuchs zum ersten Mal, bereiten Bilderbücher zum Thema Flugzeug auf die ungewohnte Situation vor. Tipp für einen Familienausflug: einen Nachmittag am Flughafen Flugzeuge beobachten.

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GLOSSE

Ich möchte auch noch mal was sagen …

Eltern im Kindergarten

Illustration: Angelika Neiser

Eigentlich muss nur die Tagesordnung abgearbeitet werden – doch wehe, wenn Mütter und Väter den Elternabend zur Selbstdarstellung nutzen. KiNDERAutorin Stefanie Albert kennt die Zeitfresser-Eltern allzu gut.

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o lästig sie sind, Elternabende müssen sein. Ist ja eigentlich auch ganz nett, wenn Mama und Papa mal erfahren, was im Kindergarten alles los ist. Doch leider enden die Veranstaltungen immer zu spät, weil einige Eltern die Gelegenheit nutzen, mal eine richtige Performance in Sachen Selbstdarstellung hinzulegen. Schließlich gibt es keine bessere Möglichkeit, vor Publikum zu zeigen, aus welch wertvollem Umfeld das eigene Kind kommt und was die Großen zu Hause alles für ihre Kleinen tun. Vielleicht kommen Ihnen diese Typen bekannt vor:

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Der Typ „Auf-alles-Aufpasser“ Sie wollen nur das Beste für ihr Kind und plädieren deshalb für alles Vorbildliche: kein Zucker, kein Plastikspielzeug, kein Auto, kein Fleisch, kein Gluten. Das

Das Kind ist ebenso hochbegabt wie hochsensibel eigene Kind hat nach ihren Angaben jede Zeitgeisterscheinung und alle erdenklichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten – zumindest besteht der Verdacht darauf. Weil es keine Zitrusfrüchte verträgt und wahrscheinlich ebenso hochbegabt wie

hochsensibel ist, muss es das mit Hyperaktivität kompensieren. Wer dem im Kindergarten widerspricht, kriegt’s schriftlich. Gutachten werden nachgereicht. Nach ihrem Auftritt denken die anderen: Sag jetzt bloß nichts. Die Super-Pädagogen Bei ihnen bleibt nichts dem Zufall überlassen. Denn wo ein Kind etwas lernen kann, muss das nicht nur mitgenommen, sondern gleich zum Programm gemacht werden. Ein Trödel-Spaziergang mit Käfergucken steht als Achtsamkeitstraining auf dem Lehrplan. Die Biomöhrchen mit www.wireltern.de

KiNDER im Februar 2014  

Für Eltern, Erzieher und Kinder

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