Page 1

s w e N . JUngle

10

abe I/20 en • Ausg sd re D n io n U gen

gazin der Jun

Mitgliederma

0 1 0 2 g n a f p m e JU-Frühjahrs hoch! u z e d r ü H e in esden - Ke Politik, Sport Sportstadt Dr

Am 26. März 2010 ist es wieder soweit: wir veranstalten unseren traditionellen Frühjahrsempfang. Dieses Jahr steht die Veranstaltung ganz im Zeichen des Sports. Im Heinz-Steyer-Stadion werden wir über Chancen und Notwendigkeiten der Sportpolitik in Dresden diskutieren. Insbesondere

die Situation um die lange geplante Sanierung des maroden Heinz-Steyer-Stadions steht hierbei im Fokus. Wir freuen uns mit Prof. Dr. Roland Wöller den zuständigen Staatsminister als Ehrengast zu begrüßen. Wie jedes Jahr werden wir mit einer Verbindung aus

lt: Aus dem Inha

nzclub mit Fina 1. JU-Debattier Vorjohann bürgermeister Seite 3

und Unterhaltung eine Kommunikationsplattform der besonderen Art schaffen. Neben vielen Mitgliedern aus JU und CDU erwarten wir an diesem Abend wieder zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport. Mit herzhaftem Buffet, reichhaltigem Getränkeangebot und sportlichem Umfeld verspricht das Heinz-Steyer-Stadion als Veranstaltungsort einen kurzweiligen Abend in angenehmer Atmosphäre. Bei Tischkicker und Torwandschießen hast Du zudem die Gelegenheit Dich sportlich zu betätigen.

Die Junge Union freut sich, Dich an diesem Abend begrüßen zu dürfen! Termin im Überblick: Freitag, 26. März 2010, 18.30 Uhr (Einlass) Ort: Casino im Heinz-Steyer-Stadion

m LanNeues aus de desverband Seite 4

TrockeUni auf dem nen? Seite 6


JU Dresden

JUngle.DDrum Sportstadt Dresden – Keine Hürde zu hoch! Wirtschaftskrise, sinkende Steuereinnahmen, weniger Landesmittel - wir leben in Zeiten knapper Kassen! Sparen ist angesagt. Die Stadtspitze hat eine Prioritätenliste vorgestellt. Alle noch nicht begonnenen Investitionsprojekte für den kommenden Doppelhaushalt stehen auf dem Prüfstand. Klar, dass wir als JU uns aktiv in die Diskussion zum Haushalt und zur Zukunft unserer Stadt einmischen. Neue Schulden darf es im Interesse der jungen und noch nicht geborenen Dresdnerinnen und Dresdner nicht geben! Da sind wir uns einig mit der CDU-Stadtratsfraktion. Aber bei knapper Kassenlage dürfen bestimmte Dinge nicht unter den Tisch fallen. Mit unseren Prioritäten beteiligen wir uns als JU offensiv an der öffentlichen Diskussion. Klar ist: Sport ist Teil der Kultur und Lebensqualität einer Stadt. Er darf nicht unter den Tisch fallen. Die lang angepeilte Sanierung des maroden Heinz-Steyer-Stadions gehört endlich finanziell untersetzt. Das ist die politische Botschaft des diesjährigen JU-Frühjahrempfangs. Auch das Schwimmhallenprojekt am Freiberger Platz gehört nicht auf die lange Bank. Im Sinne einer bildungs- und familienfreundlichen Stadt macht sich die JU weiter für den Zoo stark. Auch bei knappen Finanzen darf die Sanierung und Entwicklung nicht still stehen. Es wird spannend! Mischen wir uns ein! Mischen wir mit! Eure Anke

JU-Club, Facebook, StudiVZ Vieles neu und doch bekannt. Nach unserem Umzug ist der neue JU-Club ins Leben gerufen worde. Zukünftig wollen wir uns am 2. Donnerstag und am letzten Freitag jeden Monats zum gemeinsamen Diskutieren, Brainstormen und geselligem Beisammensein im JU-Club treffen. Für die nächsten JU-Clubs stehen vor allem die zukünftige Gestaltung der JUngle.News und Ideen für die Belebung unserer JU-Tube-Kampagne auf dem Programm. Seit Februar 2010 sind wir mit eigener Seite bzw. Profil bei StudiVZ und Facebook vertreten. Nun kann sich jeder auch in den Netzwerken über Veranstaltungen und vieles mehr informieren und natürlich auch Kontakt mit uns aufnehmen.

Alexander Liebing JUngle.News - Ausgabe I/2010

Seite 2


JU Dresden 1.JU-Debattierclub mit Finanzbürgermeister Vorjohann: „Sparen kann man immer und überall“ Unter dem Motto „Kürzen, Kappen, Köpfen“ Ganz im Sinne der Veranstaltung musste sich fand am 20. Januar erstmals der neugeschaf- der Finanzbürgermeister nun auch kritischen fene JU-Debattierclub statt. Anlässlich der Fragen stellen. An erster Stelle stand dabei Beratungen im Stadtrat zum Doppelhaushalt natürlich die Problematik, an welcher Stel2011/2012 hatte Finanzbürgermeister Hart- le konkrete Einschnitte zu erwarten wären. mut Vorjohann angekündigt. Unter Modera- „Sparen kann man prinzipiell immer und übertion von Stadtrat Lars Röher gab der Ehren- all“, gab sich der Ehrengast salomonisch. Die gast zunächst einen kompetenten Überblick jungen Politikinteressierten gab sich damit über die Finanzlage der Stadt und stellte die aber längst noch nicht zufrieden und konnten anschließende Diskussion auf eine sachlich schließlich doch noch die ein oder andere Infundierte Grundlage. Schnell wurde dabei deutlich, dass die Spielräume für Investitionen in angesichts der aktuellen Wirtschaftslage, die Vorjohann als „Krise epochalen Ausmaßes“ bezeichnete, eng gesteckt sein werden. Durch Steuerausfälle und sinkende Einnahmen aus dem kommunalen Finanzausgleich werden der Landeshauptstadt in den kommenden beiden Jahren rund 200 Millionen Euro fehlen. In Anbetracht derartiger Einnahmeverluste ging ein hörbares Raunen durch die Runde der interessierten Zuhörer. Dresdens oberster Herr über die Finanzen konnte die Anwesenden allerdings insofern beruhigen, als dass die Stadt unter allen Umständen von der Aufnahme neuer Schulden absehen werde. Das drohende Defizit solle vielmehr mit radikalen Kürzungen bei den Investitionstätigkeiten ausgeglichen werden. „Da wird jedes Ressort Kürzungsvorschläge bringen müssen. So manches Prestigeprojekt dürfte dabei auf der Strecke bleiben“, erläuterte Vorjohann in ernstem Ton.

formation aus ihm herauskitzeln. Vor allem in Sachen Schulsanierung wird wohl mit den aktuell laufenden Projekten die Spitze der Fahnenstange erreicht worden sein. Vorjohann verwies auf die Tatsache, dass wir als junge Generation durchaus stärkere Lobbyarbeit betreiben müssen, um für mehr finanzpolitische Nachhaltigkeit zu werben. Anhand dieser These entbrannte dann auch endlich ein in Teilen durchaus kontrovers geführter Diskurs über die Bedeutung und Ansichten der Jugend hinsichtlich ihrer kollektiven finanziellen Zukunft. Besonders der Vorschlag mit dem Rückkauf der Drewag ... (Fortsetzung auf Seite 4)

JUngle.News - Ausgabe I/2010

Seite 3


JU Sachsen (Fortsetzung von Seite 3) ... neue Einnah-

mequellen zu erschließen, um unter anderem den absehbaren Rückgang der Gelder aus auslaufenden Solidarpakt zu kompensieren, sorgte für weiteren Zündstoff. Am Ende wurde das Potential des JUDebattierclubs als Forum des bunt gemischten Meinungsaustauschs deutlich. Ab sofort wartet der Debattierclub regelmäßig mit spannungsgeladenen Themen auf, die speziell uns als junge Generation betreffen. Schaut doch beim nächsten Mal einfach vorbei, mischt euch ein und redet mit. Alexander Seedorff

Impressum Redaktionsteam: Chefredakteur & Layout: Alexander Liebing Stefan Birnbaum Antje Kutzner Alexander Seedorff Anke Wagner Ulrich Walther JUngle.News Rähnitzgasse 10 01097 Dresden Druck & Anzeigenvertrieb: BLICK.PUNKT event & marketing GmbH

Neues aus dem Landesverband Staatsministerin von Schorlemer zu Gast bei der Jungen Union Zu seiner ersten Sitzung im Jahr 2010 gastierte der Landesvorstand der Jungen Union Sachsen & Niederschlesien am 19. Januar in Dresden. Dem Landesvorstand war es eine besondere Ehre, Staatsministerin Frau Prof. Sabine Freifrau von Schorlemer begrüßen zu dürfen. Die am 30. September 2009 für das Ressort „Wissenschaft und Kunst“ berufene Ministerin sprach in ihrem Antrittsbesuch bei der Jungen Union über die aktuelle Lage der sächsischen Hochschullandschaft und die Ziele ihrer Politik. Von Studienfinanzierung über Hochschulentwicklungsplanung und Hochschulgesetz bis hin zum Bologna-Prozess und zur Lehrerausbildung ließ sie kein Thema der sächsischen Hochschulpolitik aus. Ihr „Nein“ zu Studiengebühren war ebenso deutlich wie das „Ja“ zum Erhalt der sächsischen Studienlandschaft in jetziger Form. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage gelte es, „Aufgebautes zu bewahren“, so von Schorlemer. In der sich anschließenden Diskussionsrunde mit dem Landesvorstand bestach die Staatsministerin und Hochschullehrerin mit Gespür für den Hochschulalltag, praxisorientierten Lösungsansätzen und zeigte sich offen für neue Ideen. JU Dresden stellt Jahresplan vor Als gastgebender Kreisverband der Landesvorstandssitzung am 19.Januar berichtete die Junge Union Dresden über ihren Jahresplan 2010. So wurden die neue Veranstaltungsreihe „JU Debattierclub“ und das offene Diskussionsforum „JU Club“ vorgestellt. Außerdem luden die Dresdner den Landesvorstand und alle Kreisverbände zur Teilnahme an der Menschenkette am 13. Februar und zum nun schon traditionellen Frühjahrsempfang unseres JU-Kreisverbandes unter dem Motto „Sportstadt Dresden – Keine Hürde zu hoch!“ ein. Deutschlandrat tagt in Sachsen Im Sommer kommt auf die Junge Union Sachsen & Niederschlesien ein weiteres Highlight zu: Am Wochenende vom 9. bis zum 11. Juli wird ... (Fortsetzung auf Seite 5)

JUngle.News - Ausgabe I/2010

Seite 4


JU Sachsen (Fortsetzung von Seite 4) ... die Junge Union Deutschlands in unserem Freistaat zu Gast sein. Auf Anfrage des Bundesvorstands hat der Landesvorstand beschlossen, den Deutschlandrat im Juli 2010 in unserer schönen Landeshauptstadt auszurichten. Der Deutschlandrat ist das zweithöchste Organ der Jungen Union. Er setzt sich u. a. aus Vertretern der Landesverbände und dem Bundesvorstand zusammen.

Hier findest Du uns:

32. JU-Landestag in Chemnitz

weitere Infos unter www.ju-dresden.de

• 07. April, 19 Uhr: Kreisvorstandssitzung Gesellschaftsraum, Rähnitzgasse 10, 01097 Dresden • 15. April, 19 Uhr: Podiumsdiskussion „Zukunft der Hochschulfinanzierung“ TU Dresden (näheres unter www.ju-dresden.de) Gäste: Rektor Prof. Dr. Kokenge, Staatssekretär König, Aline Fiedler MdL • 17. April: Klausurtagung N.N. • 27. April, 18.30 Uhr: Mitgliederversammlung Thema: „Sport“ Gesellschaftsraum, Rähnitzgasse 10, 01097 Dresden

Am 8. Mai 2010 findet in Chemnitz der 32. Landestag der Jungen Union Sachsen & Niederschlesien statt. Unter dem Motto „Endstation Mitte. – Nicht mit uns!“ wollen wir u. a. mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden des Sächsischen Landtages und dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU Sachsen, Steffen Flath, kritisch und konstruktiv über das Profil unserer Mutterpartei debattieren. Diskussionsgrundlage bildet ein Impulspapier unter dem gleichen Titel, das den JU-Kreisverbänden bis Ende März zugehen wird und dann zum Landestag beschlossen werden soll. Termine 27. März AG Bundeswehr „Konzept für Afghanistan“ Weitere Informationen www.ju-sachsen.de

unter

Ulrich Walther JUngle.News - Ausgabe I/2010

Seite 5


Hochschulpolitik

Uni auf dem Trockenen? – Zukunft der Hochschulfinanzierung Übervolle Hörsäle, gestresste Professoren und unterbezahlte wissenschaftliche Hilfskräfte. Kein Platz in der Bibliothek zum Lernen, die wichtigsten Zeitschriften vergriffen und das aktuellste Buch von vor zwei Jahren. Sieht so die Realität der höheren Bildung aus? Sind unsere Universitäten und Fachhochschulen zu mittelklassigen Bildungseinrichtungen verkommen, in denen die Rahmenbedingungen nicht stimmen und für deren Verbesserung während der Studienzeit gestreikt werden muss? Die Qualität und Zukunft der sächsischen Hochschulen sind immer wieder heißes Thema in der öffentlichen Diskussion. Insbesondere die Finanzierung steht dabei ständig auf der Agenda. Studiengebühren: Ja oder Nein? Die CDU-FDP-Regierung sagt in ihrem Koalitionsvertrag, dass sie keine gesetzlichen Studiengebühren festschreiben wird. Dies gilt allerdings nicht für die deutliche Überschreitung der Regelstudienzeit. Zudem strebt sie

eine größere finanzielle Handlungs- und Entscheidungsfreiheit für die sächsischen Hochschulen an. Am 15. April 2010 wird die Junge Union dazu eine Podiumsdiskussion an der Technischen Universität Dresden ausrichten. Als Gesprächspartner konnten wir dazu bislang Herrn Staatssekretär König sowie Herrn Professor Dr. Kokenge, den Rektor der TU Dresden, gewinnen. Moderiert wird die Veranstaltung von Aline Fiedler MdL. Sie ist Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien und wird zudem mit einem kurzen Impulsreferat in das Thema einführen. Weitere hochkarätige Referenten sind angefragt. Eine spannende Diskussionsrunde dürfte also gewiss sein! Antje Kutzner

Und hier der Termin im Überblick: Was: Podiumsdiskussion: Zukunft der Hochschulfinanzierung Wann: Donnerstag, 15. April 2010, 19 Uhr Wo: TU Dresden: Raum HSZ/401/H JUngle.News - Ausgabe I/2010

Seite 6


Hochschulpolitik

„POT 81“ und der Traum vom Bildungs-Schlaraffenland „Bildung als Selbstzweck“, „Reduzierung von Pflichtveranstaltungen und Prüfungslast“ oder „Abschaffung von Studiengebühren weltweit“ – was sich liest wie der Wunschzettel an den Weihnachtsmann, sind in Wirklichkeit drei abstruse Forderungen der bildungsstreikenden Studenten unserer sächsischen Landeshauptstadt. Diese besetzten von Anfang November 2009 bis Mitte Januar 2010 den Hörsaal 81 des Gerhart-Potthoff-Baus der Technischen Universität Dresden.

Die Initiatoren der Aktion „POT 81“ hatten zum Ziel erklärt, der Erstellung Ihres Forderungskatalogs für bessere Bildungsbedingungen an Dresdens Hochschulen durch diesen sogenannten Bildungsstreik Nachdruck zu verleihen. Während in Medienberichten von 200 und mehr Studenten die Rede war, konnte sich jeder Besucher des Hörsaals selbst davon überzeugen, dass es nicht einmal 20 waren. Doch um einen Hörsaal auf den Kopf zu stellen und der Außenwelt eine geschlossene Studentenschaft vorzugaukeln, reichte das offensichtlich. Mit der Besetzung des Hörsaals – der in

diesem Zeitraum nicht für Lehrveranstaltungen genutzt werden konnte – maßte sich ein Dutzend Studenten an, die Studentenschaft Dresdens und deren Interessen zu vertreten. Ist das nicht eigentlich die Aufgabe der Studentenräte (StuRa’s)? Der Hörsaal war gerade zur Suppenküche und zum Schlaflager verkommen, da erklärten sich ebendiese reihenweise mit den Besetzern solidarisch. Nicht unbedingt logisch, aber praktisch. Was wollte man auch anderes tun, wenn einem die Butter vom Brot genommen wird?! Was die StuRa’s in den letzten Jahren nicht geschafft haben, sollte nun also eine unstrukturierte, nicht gewählte oder in irgendeiner Weise legitimierte Besetzergruppe richten. Man wolle basisdemokratisch und unpolitisch sein, hieß es aus Kreisen der Besetzer. Einige Besucher fragten sich aufgrund dieser Aussage zu Recht, weshalb denn dann ein beschmiertes Wahlplakat von Aline Fiedler (CDU-Landtagsabgeordnete) über dem Eingang hinge. Vermutlich aus dem gleichen Grund, weswegen auf Plakaten im Foyer durch die linksextreme „AntiFa“ zu „Aktionen gegen Gedenken und Nazis“ am 13. Februar 2010 aufgerufen wurde. Zunächst aber sorgte die Gründung unzähliger Arbeitsgruppen oder zumindest deren Bezeichnungen für Abwechslung: Von der AG Weihnachtsbaum über die AG Ziele und Forderungen bis hin zur AG Volksküche war für jeden Geschmack etwas dabei. Immerhin: Nach anfänglicher inhaltlicher Leere gab es dann nicht mehr nur blinden Aktionismus, sondern auch erste konkrete Forderungen. Viele davon waren nicht neu, aber wenigstens utopisch. Letzteres kommt genau dann zustande, wenn nur Forderungen ... (Fortsetzung auf Seite 8)

JUngle.News - Ausgabe I/2010

Seite 7


Einwurf (Fortsetzung von Seite 7) ... formuliert werden,

ohne sich mit deren Umsetzung in der Praxis zu beschäftigen oder Lösungsansätze zu Ende zu denken. Wer populistisch Studiengebührenfreiheit fordert, muss im gleichen Atemzug auch realistische Vorschläge zur Hochschulfinanzierung anbieten. Aber das erfordert dann eben eine tiefgründigere Auseinandersetzung und ist nicht mehr all zu bequem und schnell zu bewältigen. Einige Forderungen legen zudem die Vermutung nahe, dass es den Aufständischen weniger um die Verbesserung der Bildung als vielmehr um die Verwirklichung eines von allen Zwängen befreiten Studentenlebens geht.

Die Vernunft am Boden Heiligtum Dynamo. So ungefähr könnte man die Stellung von Dynamo unter einem Großteil der Dresdner Städträte beschreiben. Dynamo muss unterstützt werden, Dynamo ist es wert, Dynamo ist Dresden. All dies hört und liest man von Städträten verschiedener Parteien und die Presse leistet das ihrige um dieses Bild zu festigen. Doch ist Dynamo wirklich Dresden? Ist Dynamo die Millionen an Zuwendungen pro Jahr wert und woher nimmt man sich das Recht Dynamo über andere Sportvereine zu stellen? Die Diskussionen um die Zuwendungen für die Stadionmiete zeigen aufs Neue auf erschreckende Weise, mit welcher Macht Dynamo durch seine Lobby Interessen durchsetzen kann. Ein Verein, der sportlich mit viel Wohlwollen noch Mittelmaß in Liga 3 ist, finanziell seit Jahren nicht auf die Beine kommt und darüber hinaus die Probleme mit der eigenen Anhängerschaft nicht in den Griff bekommt, bestimmt die Sportförderung der Landeshauptstadt Dresden.

Kritik und Verbesserungen an der Umsetzung des Bologna-Prozesses sind zweifellos erforderlich. Aber wo kämen wir hin, wenn übereifrige Minderheiten willkürlich Gebäude und Institutionen besetzten, nur weil sie mit Entscheidungen und Gesetzen nicht einverstanden sind? Vielleicht sollten die Besetzer Ihre Prioritäten überdenken Der Vorschlag von knapp 530 000 € Zuschuss seiund künftig getreu dem Motto „Erst den- tens der Stadt ist angesichts der Haushaltslage und ken, dann handeln“ agieren. der Verhältnissmäßigkeit bei der Vereinsförderung Bemerkenswert ist auch das (Re)Agieren mehr als grenzwertig, doch die Vorschläge von Lindes Rektors der TU: Anstatt dem unsäg- ken, Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen sind lichen Treiben ein sofortiges Ende zu be- unverschämt und vor allem unverantwortlich. Anreiten und den Hörsaal räumen zu lassen, dere Vereine und Spitzenathleten müssen in einem versteckte sich dieser lange Zeit hinter heruntergekommenen Heinz-Steyer-Stadion traiden rebellierenden Studenten unter dem nieren und spielen, Gelder für Kitas, Schulen und Vorwand gleicher inhaltlicher Interessen. die allgemeine Infrastruktur müssen en masse geMitte Januar erteilte er dann dennoch den strichen werden und zwei Drittel des Stadtrats wolBesetzern die längst überfällige Auffor- len indirekt über eine Million Euro an einen einziderung zur Räumung des Hörsaals. Es ist gen Sportverein ausschütten. Verantwortung sieht erfreulich und ganz im Sinne der Bildung, anders aus. dass der Hörsaal nach zwei Monaten der Zweckentfremdung endlich wieder der Lehre zur Verfügung steht. Diese füllt ihn allemal besser aus als der Zwiebelgeruch der AG Volksküche. Ulrich Walther

Nicht Dynamo ist Dresden, sondern die Menschen, die hier leben. Nicht Dynamo braucht eine Million Euro, sondern die Schulen und Kitas benötigen die Gelder für dringend notwendige Reparaturen.

JUngle.News - Ausgabe I/2010

Alexander Liebing Seite 8

JUngle.News I/2010  

Das Mitgliedermagazin der Jungen Union Dresden.

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you