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VERLUST

// HERBST 2019 ZERRISSENE GEFÃœHLE // BITTE LEBE! // LIEBESKUMMER


EDITORIAL VERLUST

Auch wenn der Herbst viel Schönes hat, macht er uns doch bewusst, dass nichts ewig ist. Vergänglichkeit gehört zum Leben dazu. Damit beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe. Was ist, wenn plötzlich jemand stirbt? Warum nimmt sich ein junger Mensch das Leben? Wer ist da, wenn Hiobsbotschaften überbracht werden? Und wie kommt man mit Liebeskummer klar? Wir haben ein Team von Fachpersonen zusammen getrommelt, die versuchen uns auf diese Fragen Antworten zu geben.

CORINNA PETER Chefredaktion, PR & Kommunikation

Auch im Werkbrief findet ihr Nützliches zum Thema Verlust: einen Jugendgottesdienst zum Abschied eines/r Jugendlichen und einen Kindergottesdienst zum Abschied eines Haustiers. Die Dreikönigsaktion hat dieses Mal die Gruppenstunde beigesteuert. Natürlich warten auch allerlei andere hilfreiche Infos auf euch. Viel Spaß beim Lesen! //

IMPRESSUM MEDIENINHABER: KATHOLISCHE JUGEND UND JUNGSCHAR A-6800 Feldkirch, Bahnhofstraße 13 T 05522 / 3485 - 127, F 05522 / 3485 - 5 ZVR: 056876760 DVR: 0029874/1200 anstoesse@junge-kirche-vorarlberg.at www.kathfish.at

BANKVERBINDUNG: BTV - 3 Banken Gruppe IBAN: AT22 1633 0001 3314 3025 BIC: BTVAAT22 Empf.: Kath. Jugend und Jungschar Vorarlberg Verwendungszweck: anstösse

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CHEFREDAKTION: Corinna Peter REDAKTION: Brigitte Dorner, Ute Thierer, Klaus Abbrederis, Mona Pexa, Fabian Jochum LEKTORAT: Nadin Hiebler TITELBILD: pexels FOTOS: pexels

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Verfasserin bzw. des Verfassers wider und müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. DRUCK: DRUCKEREI SCHURICHT Ges.m.b.H A-6700 Bludenz, Alte Landstraße 39 www.schuricht.cc Die OFFENLEGUNG gemäß §25 Mediengesetz ist unter www.kathfish.at/anstoesse abrufbar.


04 // ZERRISSENE GEFÜHLE 06 // BITTE LEBE! 08 // PLÖTZLICH BIST DU NICHT MEHR DA 10 // IMMER DA - KIT 12 // BISCHOFSBLOG 13 // DÍA DE LOS MUERTOS 14 // LIEBESKUMMER JUNGS 15 // LIEBESKUMMER MÄDCHEN 16 // JUGENDGOTTESDIENST 20 // KINDERGOTTESDIENST 23 // DREIKÖNIGSAKTION 2020 24 // GRUPPENSTUNDE 27 // BUCHTIPP 28 // FIRMUNG 30 // MINIAUSWEIS 31 // PASTA TALK 32 // FREIGEIST 33 // KJJS NEWS 34 // TERMINE 36 // RÜCKBLICK 38 // TEAMNEWS 39 // TEAMLISTE

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ZERRISSENE GEFÜHLE HOKI - HOSPIZ FÜR KINDER UND JUGENDLICHE KÖNNTEST DU DIR BITTE FÜR EINEN MOMENT EINEN MENSCHEN VORSTELLEN, DEN DU SEHR GERN HAST. WENN DU DIR KURZ ZEIT NIMMST, FÄLLT DIR BESTIMMT EINE SITUATION AUS EUREM LEBEN EIN – ETWAS, WAS IHR GERNE HABT, WAS IHR TEILT, ETWAS SCHÖNES - DER GRUND, WARUM GERADE DIESER MENSCH FÜR DICH SO WICHTIG IST. AUCH WENN EURE BEZIEHUNG VIELLEICHT NICHT IMMER PROBLEMLOS IST, SO HABT IHR DOCH ETWAS GANZ BESONDERES MITEINANDER – EUER LEBEN.

Wie würdest du dich wohl fühlen, wenn dieser Mensch plötzlich nicht mehr da wäre? Wie groß wäre die Leere neben dir? Wie groß wohl der Schmerz?

BEI HOKI (HOSPIZBEGLEITUNGEN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE) BEGLEITEN WIR MENSCHEN, DIE GENAU SOLCHEN SCHMERZ ERLEBEN. Zum Beispiel unterstützen wir Familie M. Die kleine Monika (3 Jahre alt, Name geändert) leidet an einer Krebserkrankung. Die Diagnose dieser lebensbedrohlichen Erkrankung ist ein Schock. Da gibt es viele Sorgen und schlaflose Nächte, Fahrten zu Kliniken und schmerzhafte Behandlungen, unvorstellbare Belastungen für die ganze Familie. Und dann ist da auch noch der kleine Bruder (6 Monate alt), der sich nach Nähe und Geborgenheit sehnt. Unsere HoKi-Begleiter/innen entlasten, spielen, trösten, singen Kinder in den Schlaf, hören zu und sind da, wenn die Not und die Trauer groß sind. Mit der Familie teilen sie aber auch die Freude über Heilung und die Hoffnung, dass am Ende vielleicht doch alles gut wird. Wir kommen aber nicht nur dann in eine Familie, wenn schwer erkrankte Kinder und Jugendliche Betreuung benötigen, wir sind auch für trauernde Kinder und Jugendliche da. Der

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13-jährige Philipp (Name geändert) hat so die Möglichkeit, endlich mit jemandem ganz offen und ehrlich über den Suizid seines Vaters zu sprechen. Da alle in der Familie sehr traurig und mit ihren eigenen Themen beschäftigt sind, bleibt kaum Raum und Zeit für Philipp. Unsere HoKi-Begleiterin ist für ihn da, unterstützt ihn und hilft ihm, gute Schritte auf dem Trauerweg zu gehen.

UNTERSTÜTZUNG Der Abschied von sterbenden Eltern, Großeltern oder Geschwistern kann für Familien sehr belastend sein. Wir unterstützen bei der Gestaltung von Trauerfeiern oder Abschiedsritualen, beraten und helfen. Kinder und Jugendliche werden behutsam miteinbezogen. Die Familie trauert gemeinsam und nimmt gemeinsam Abschied. So können neben all den bedrückenden Erfahrungen auch solche gesammelt werden, die mit Gemeinschaft, Zusammenhalt und Aufgehobensein zu tun haben. Auch in den Wochen danach sind wir für Anund Zugehörige, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene da und begleiten in der Trauer. Unser Aufgabengebiet ist vielfältig. Bei Trauer in der Schule, im Kindergarten und überall, wo Kinder und Jugendliche leben, stehen wir beratend zur Seite. In unseren Trauertreffs für Volksschulkinder nützen wir die Kraft des Waldes zur Trau-


erbewältigung und schaffen auch trauerfreie Räume, die für Kinder so wichtig sind. Bitte besuche uns auf unserer Homepage (www.hospiz-vorarlberg.at), wenn du mehr über uns erfahren möchtest. Dort kannst du auch eine Ausgabe der Zeitschrift „Lebenszeit“ herunterladen, die sich mit besonderen Themen und Fragen zu Tod und Trauer bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Solltest du für dich oder einen nahen Menschen Hilfe wünschen, kannst du uns auch gerne anrufen oder uns eine E-Mail schicken. Wenn du bis hierher gelesen hast, danke ich dir für dein Interesse! Möchtest du noch einmal an den Menschen denken, den du gerne hast, mit dem die ersten Zeilen oben begonnen haben? Vielleicht ist dir durch diesen Artikel bewusst geworden, wie kostbar die Zeit ist, die ihr gemeinsam erlebt. Hier eine kleine Anregung für dich: Gestalte einen schönen gemeinsamen Augenblick. Nimm dir Zeit zum Reden, Spielen und für das, was euch Freude bereitet und euch gut tut. Das ist im Grunde auch das, was wir in unseren Hospizbegleitungen tun. So miteinander leben, dass wir einander stützen und wir gute Erinnerungen sammeln – bis zum Schluss. Viel Freude dabei! //

FACTS: HOKI - HOSPIZBEGLEITUNG FÜR KINDER UND JUGENDLICHE Mehrerauerstraße 72 6900 Bregenz T 0676 88420-5112 hospiz.kinder@caritas.at www.hospiz-vorarlberg.at Unsere Begleitungen sind kostenlos und werden zur Gänze aus Spenden finanziert.

BEATRIX BERTHOLD

Hospizkoordinatorin für Kinder und Jugendliche

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BITTE LEBE!

SUIZID IM JUGENDALTER SUIZIDALES VERHALTEN IST BIS HEUTE MIT TABUS UND UNSICHERHEITEN BELEGT. AUS ANGST, ETWAS FALSCH ZU MACHEN, TRAUEN SICH VIELE NICHT DAS THEMA ANZUSPRECHEN UND WISSEN NICHT, WIE SIE REAGIEREN SOLLEN.

„Ich verbrachte mein Leben damit, gegen den Wunsch anzukämpfen, es zu Ende zu bringen“, so lautet ein Zitat einer jungen Frau, welche einen Suizidversuch überlebt hat. Seit den 1980er Jahren ist zwar ein deutlicher Rückgang der Suizidhäufigkeit zu beobachten, dennoch ist die Zahl der Suizidtoten mehr als dreimal so hoch, wie etwa jene der Verkehrstoten. In Österreich sind laut Suizidstatistik jährlich etwa 30 bis 40 Suizide bei jungen Menschen zu beklagen, womit in Österreich vollendete Suizide zur häufigsten Todesursache bei den 10-14-Jährigen und zur zweithäufigsten bei den 15-19-Jährigen aufgestiegen ist. Zudem liegt die Zahl der Suizidversuche gegenüber den vollendeten Suiziden im Mittel um einen Faktor 10 bis 30 höher. Wenngleich durchgeführte Suizidhandlungen bei uns glücklicherweise seltene Ereignisse sind, sind Gedanken über den Tod auch in der Kindheit und Jugend keine Seltenheit. Fast alle Jugendlichen erleben pubertäre Krisen. Die körperliche Entwicklung, die gesellschaftlichen Erwartungen, die Planung der eigenen Zukunft und die gleichzeitige Ablösung vom Elternhaus stellen gewaltige Herausforderung für Jugendliche dar. Dazu kommen, aufgrund des sich ändernden Hormonhaushaltes, bisher unbekannte Empfindungen und Gefühle. Ein Großteil der Jugendlichen meistert dies alles recht gut, viele erleben diese Phase aber eher als Lebensfrust denn Lebenslust.

SCHEINBARE AUSWEGSLOSIGKEIT Bis zu 20% der Jugendlichen erleben längerfristige Phasen, in welchen sie den Eindruck gewinnen, dass die auftretenden Probleme und täglichen Herausforderungen für sie nicht mehr zu bewältigen sind. Dies führt oft zu Hilflosigkeit, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und dem Eindruck, nichts wert zu sein. Suizidversuche und Suizide sind oft ein Anzeichen für eine dramatisch zugespitzte, scheinbare Ausweglosigkeit, für großes psychisches Leid und die Einengung auf einen unumkehrbaren „Lösungsversuch“. Meist handelt es sich um eine sehr

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komplex erlebte Lebenssituation, die die Betroffenen in der aktuellen Lebenssituation ganz einfach überfordern. Das Fass voller Probleme, Enttäuschungen, Ängste und Hoffnungslosigkeit läuft über. Menschen deren „Fass bald überläuft“ machen typische Phasen durch und senden zumeist Signale aus, zeigen bestimmte Merkmale. Sie sind darauf angewiesen, dass diese von aufmerksamen Erwachsenen und Gleichaltrigen wahr und ernst genommen werden, und dass sie eine geeignete Unterstützung erfahren. Das rechtzeitige Gesprächsangebot, das angemessene Reagieren kann Leben retten! Denn wenn der Sog negativer Gedanken zu stark wird, ist es schwer, alleine aus dieser Abwärtsspirale wieder heraus zu finden.

BITTE LEBE! „Suizidalität“ ist leider nach wie vor ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Aufgrund von Vorurteilen, falschen Annahmen und Mythen bzw. der Angst, etwas falsch zu machen, trauen sich viele nicht das Thema anzusprechen und wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Deshalb wurde von der SUPRO – Gesundheitsförderung und Prävention im Auftrag des Landes Vorarlberg und der VGKK die Webseite www.bittelebe.at produziert. Diese Webseite


MAGAZIN WERKBRIEF ORGANISATION TERMINE TEAMNEWS unterstützt Freunde, Bezugspersonen und Eltern von suizidalen oder gefährdeten Jugendlichen dabei, mögliche Signale zu erkennen, bietet Gesprächs- und Verhaltenstipps und listet die wichtigsten Anlaufstellen in Vorarlberg auf. Zusätzlich gibt es bei der SUPRO ein Vielzahl an Materialien (Flyer, Plakate, Broschüren, …) zu diesem Thema, die kostenlos bestellt werden können (siehe auch https://www.supro.at/ wissenswertes/suizidpraevention) //

SUIZIDALE MENSCHEN WOLLEN NICHT STERBEN. SIE KÖNNEN NUR NICHT SO WEITERLEBEN. Gespräche können Leben retten! Webseite: www.bittelebe.at Notrufnummer Telefonseelsorge Vorarlberg: 142

ANDREAS PRENN SUPRO

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PLÖTZLICH BIST DU NICHT MEHR DA… TEAM „VERGISS MEIN NICHT“ DER JUNGEN KIRCHE

DER TOD FRAGT NICHT, OB EIN MENSCH ZU JUNG IST, UM IHN ZU ERFAHREN. WENN EIN JUNGER MENSCH STIRBT, LÖST DAS NICHT NUR BEI NAHEN ANGEHÖRIGEN, SONDERN AUCH BEI FREUNDINNEN UND FREUNDEN EINE TIEFE BETROFFENHEIT AUS. JUNGE MENSCHEN IN IHRER TRAUER ZU BEGLEITEN, IST DAS ZIEL DES TEAMS „VERGISS MEIN NICHT“.

ABSCHIEDSRITUAL

SEGEN

In der ersten Zeit nach Eintritt des Todes bieten wir ein Abschiedsritual für Kinder- und Jugendgruppen an. Zum Beispiel für Schulklassen, Firmgruppen, Freundeskreise, Wohngruppen… Mit Hilfe von vielen Symbolen können sich Kinder, Jugendliche und die erwachsenen Begleiter/innen erinnern, dem/der Verstorbenen all das Unausgesprochene mitteilen und beten. Symbolische Handlungen helfen dabei: der Weg durch ein Labyrinth, das Abstellen von Kerzen, das Schreiben eines Briefes und nicht zuletzt das Setzen von Blumensamen. Denn wenn die Trauer vorbei ist, blüht in uns die Erinnerung. Und wir behalten die Erlebnisse mit der/m Verstorbenen wie einen kostbaren Schatz in uns.

Gesegnet sei deine Trauer, so dass du Abschied nehmen kannst. Gesegnet sei dein Klagen und Weinen, dass du herausschreien kannst was notwendig ist. Gesegnet sei deine Einsamkeit, damit Vergangenes geordnet werden kann. Gesegnet seist du, dass du die Unsicherheit des Todes aushalten kannst; dass du wieder festen Grund spürst unter deinen Füßen. Es segne und begleite uns Gott, der uns Vater und Mutter ist. Jesus, der uns das Licht der Hoffnung zeigen wird, und der Heilige Geist, der uns die Kraft gibt, nach vorne zu schauen. (Segen aus dem Abschiedsritual“ Vergiss mein nicht“)

Kinder und Jugendliche und erwachsene Begleitpersonen reagieren dankbar auf die Angebote des Rituals. So viele Gefühle sind da und dürfen einfach sein. Wut, Trauer, Ratlosigkeit, … . Wenn so viele Fragen und Gefühle da sind, tut es auch einfach gut, angeleitet zu werden. Ins Tun zu kommen und die erste Starre zu überwinden.

ERINNERUNGSRITUAL Auch nach längerem Abstand zu Tod und Beerdigung ist ein solches Ritual möglich. Mögliche Anlässe für ein Erinnerungsritual können Todestag, Geburtstag des/r Verstorbene/n oder der Ausbildungsabschluss der Hinterbliebenen sein.

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EINE BITTE: Bitte helft uns dabei, unser Angebot bekannt zu machen und erzählt davon. Unser Angebot steht wie ein Erste Hilfe Koffer allen bereit. Im Notfall kann man sich an uns wenden. //


KONTAKT:

BEHELFE:

Dominik Toplek (Priester, ehemaliger Jugend- und Jungscharseelsorger) 06876 83240 8193 Brigitte Dorner (Team Junge Kirche) 0676 83240 7132 Ute Thierer (Team Junge Kirche) 0676 83240 2134

TRAUERARBEIT MIT JUGENDLICHEN: JUNGE MENSCHEN BEGLEITEN BEI ABSCHIED, VERLUST UND TOD. Stephan Sigg / Beate Alefeld-Gerges, 2017.

w w w. ka t h - k i rc h e - vo ra r l b e rg . a t / jugend/themen/trauerarbeit-vergiss-mein-nicht/im-anlassfall

PLÖTZLICH BIST DU NICHT MEHR DA. TOD UND TRAUER VON JUGENDLICHEN. Magdalena Rheintaler / Hannes Wechner, 2010. VOM UMGANG MIT TOD UND TRAUER – EINE ARBEITSHILFE FÜR DIE SCHULE. Uta Martina Hauf / Jürgen Karasch, 2015. FÜR IMMER ANDERS. DAS HAUSBUCH FÜR FAMILIEN IN ZEITEN DER TRAUER UND DES ABSCHIEDS. Mechthild Schroeter-Rupieper, 2012. Die Behelfe sind in der Medienstelle im Diözesanhaus in Feldkirch erhältlich.

BRIGITTE DORNER

Orientierungstage, Firmung

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IMMER DA KIT

THOMAS STUBLER ARBEITET BEIM KRISENINTERVENTIONSTEAM (KURZ KIT). ER GIBT EINEN EINBLICK IN SEINE ARBEIT.

Ein ganz normaler Sonntagnachmittag. Er sitzt auf dem Bett in seinem Zimmer und schaut Youtube am Handy, die Eltern sind im Wohnzimmer und die Schwester ist mit Freundinnen unterwegs. Es klingelt an der Haustür, er nimmt kaum Notiz davon. Ein paar Augenblicke später ein verzweifelter Schrei seiner Mutter. Er wirft das Handy aufs Bett, stürzt aus seinem Zimmer und bleibt nach ein paar Schritten wie angewurzelt stehen. Im engen Flur stehen Mama und Papa, zwei Polizisten und zwei Frauen in grünen Jacken. Mama hält sich die Hände vors weinende Gesicht und schluchzt laut. Papa steht seltsam versteinert daneben, noch die Fernbedienung in der Hand. Aus dem Wohnzimmer hört man leise den Kommentator eines Fußballspiels im Fernsehen. Papa dreht sich ganz langsam, wie in Zeitlupe zu ihm um und sagt fassungslos mit leerem Blick jene vier Worte, die sein Leben für immer verändern: „deine Schwester ist tot.“

DIE ANDERE SEITE Ein ganz normaler Sonntagnachmittag. Sie sitzt mit ihrem Mann und ihrer Tochter am Esstisch bei Kaffee und Kuchen, im Fernsehen läuft Fußball. Plötzlich ein schrilles Piepsen auf der Kommode, ihr Pager schlägt Alarm. Sie hat heute KIT-Bereitschaft. Hastig wischt sie sich mit der Serviette über den Mund und liest die Nachricht am kleinen Display des Pagers: „weiblich, 16 Jahre, tödlicher Mopedunfall, Überbringung der Todesnachricht“. Seit so vielen Jahren schon ist sie im Kriseninterventionsteam aktiv, aber eine Meldung wie diese lässt sie dennoch nicht kalt. Ein kurzer Schauer fährt ihr durch die Glieder. Sie atmet tief durch, sammelt sich und setzt das übliche Procedere in Gang: ein Anruf bei der Leitstelle um erste Infos einzuholen, dann kontaktiert sie ihre KIT-Kollegin, die heute mit ihr Bereitschaft hat. Danach streift sie sich die grüne Einsatzjacke über, verabschiedet sich von ihrem Mann und ihrer Tochter und verlässt das Haus.

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Nachdem sie sich mit ihrer KIT-Kollegin auf dem Polizeiposten getroffen hat und alle wichtigen Informationen eingeholt wurden, machen sich die beiden Frauen in ihren grünen Jacken mit zwei Polizisten auf den Weg zur Wohnung der betroffenen Familie. Sie stehen vor der Haustür. Der Polizist schließt kurz die Augen und schluckt, bevor er die Klingel betätigt. Sie weiß: Jetzt, in dieser Sekunde ist die Welt hinter der Tür noch in Ordnung. Doch sobald sich die Türe öffnet, wird für die Menschen dahinter nichts mehr so sein wie es war. Dann wird der Polizist zu einer fassungslosen Mutter jene vier Worte sagen, die ihr Leben für immer verändern: „Ihre Tochter ist tot.“ Und sie und ihre KIT-Kollegin werden für die Familie da sein.

DAS KIT Es sind Situationen wie diese, in denen die rund 90 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vorarlberger Kriseninterventionsteams (KIT Vorarlberg) zum Einsatz kommen. Nach traumatischen Ereignissen wie plötzlichen Todesfällen oder schweren Unfällen leisten sie psychosoziale Akuthilfe – oder anders formuliert: Erste Hilfe für die Seele. Die KIT-Mitarbeiter/innen stehen den Betroffenen bei, hören einfühlsam zu und fangen die Emotionen und den Schmerz in den ersten Stunden nach einem Schicksalsschlag auf. Sie versuchen quasi ein Leuchtturm zu sein. Ein Leuchtturm, der felsenfest in der tosenden Brandung steht, der dem größten Sturm trotzt, der den höchsten Wellen standhält und der mit seinem Licht auch die finsterste Dunkelheit ein wenig

zu erleuchten vermag. Okay, vielleicht ein etwas schwülstig beschriebener Vergleich… Es geht einfach darum, dass in Vorarlberg niemand alleine sein muss, wenn ihn eine furchtbare Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel trifft. Die KIT-Mitarbeiter/innen sind da. Jederzeit. Rund um die Uhr stehen regionale 2er-Teams im ganzen Land in Bereitschaft. Alarmiert werden die Teams per Pager von der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle. Pro Jahr wird KIT Vorarlberg zu 200 bis 230 Einsätzen gerufen.

MITHELFEN Das nötige Knowhow für diese Betreuungseinsätze, die auch für die Helfer/ innen selbst sehr belastend sein können, erlernt man in der KIT-Ausbildung. Alle zwei bis drei Jahre wird ein Ausbildungslehrgang angeboten, der Lehrgang dauert knapp vier Monate und man muss mindestens 25 Jahre alt sein um teilnehmen zu können. Die nächste Ausbildung findet voraussichtlich im Jahr 2021 statt – Details dazu und weitere Infos zu KIT Vorarlberg gibt’s online auf www.kit-vorarlberg.at //

THOMAS STUBLER

KIT

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BISCHOFSBLOG DIE HOFFNUNG VERLIEREN – UND WIEDERFINDEN VERLUSTE BLEIBEN NIEMANDEM ERSPART. MANCHMAL SIND ES NUR KLEINIGKEITEN: EIN ARMBAND, AN DEM DAS HERZ GEHANGEN HAT; ODER DIE GELDBÖRSE MIT SÄMTLICHEN AUSWEISEN. DINGE WIE DIESE ZU VERLIEREN, IST ZWAR ÄRGERLICH, ABER SCHLUSSENDLICH BRICHT DIE WELT NICHT ZUSAMMEN.

Dann gibt es aber noch andere Verluste – sie tun richtig weh: Eine Freundschaft oder eine Liebesbeziehung gehen in die Brüche. Die eigene Großmutter erkrankt an Demenz und zieht sich immer mehr in ihre eigene Welt zurück. Persönlich denke ich an jenen Tag zurück, an dem mein Elternhaus abgebrannt ist und ich in den Flammen nicht nur viele Gegenstände, sondern auch ein Stück Heimat verloren habe. Da geht eine Welt unter und man fragt sich: Wie soll es weitergehen?

SEHEN SO SIEGER AUS? Der christliche Glaube ist manchmal nicht ganz einfach zu verstehen. Ich denke gar nicht so sehr an die großen Themen wie Dreifal-

tigkeit oder Jungfrauengeburt, sondern an ganz simpel scheinende Fragen wie: Warum steht im Zentrum unseres Glaubens eine Person, die in den Augen der Welt als Verlierer gelten würde? Mit unseren Maßstäben gemessen, ist Jesus mit einer Botschaft des Reiches Gottes gescheitert. Seine Predigten wurden von den Mächtigen abgelehnt, seine Taten haben ihm Spott, Verachtung und schlussendlich den Tod am Kreuz eingebracht. Seine Jünger, die ihn begleiteten, machten sich aus dem Staub. Sieger sehen anders aus.

VERLUST UND GEWINN Doch die Lebensgeschichte Jesu hat eine Stärke: Sie ist ehrlich und wahrhaftig. Jesu ganzes Leben zwischen Krippe und Kreuz täuscht über die Brüchigkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens nicht hinweg. Da ist nichts geschönt oder zurechtgebogen. Ja mehr noch: Der Verlust gehört wesentlich zum Glauben dazu. Der christliche Glaube beginnt nämlich am Grab eines geliebten Menschen. Er fängt an bei der Erfahrung, dass der Tod Jesu, d.h. der Verlust eines Menschen, nicht das Ende ist. Das Grab, der Ort des Abschied-Nehmens schlechthin, ist Ursprung der hoffnungsvollen Überzeugung: „Er ist auferstanden.“

Verlust und Gewinn sind mehr als nur Begriffe aus der Wirtschaft. In der Logik der Ökonomie zählen nur das Gewinnen und das Immer-Mehr und Immer-Schneller. Für Verluste ist da kein Platz. Der Satz aus einem Gedicht von Andrea Schwarz bringt den Seufzer vieler Menschen ins Wort: „Manchmal träume ich davon, dass ich nicht immer nur blühen muss“. Existentielle Verluste zeigen einem rasch die Grenzen des Lebens auf. Da ist dann nicht die Zeit des Blühens und Wachsens. Vielmehr brauchen Trauer und Tränen ihren Raum. In solchen Momenten sind zwei Sachen besonders wichtig: nicht allein zu sein und glauben zu können: Da ist einer, Jesus, der das Verlieren und Verloren-Sein ebenso kennt wie ich. Der Blick auf ihn hilft mir, auch im größten Verlust inneren Frieden und kleine Schritte der Hoffnung wiederzufinden. //

BENNO ELBS

Bischof

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MAGAZIN

DIA DE LOS MUERTOS

WERKBRIEF ORGANISATION

DER TAG DER TOTEN

TERMINE TEAMNEWS

„DER TOD IST GROSS…“ „DER TOD IST GROSS. WIR SIND DIE SEINEN LACHENDEN MUNDS. WENN WIR UNS MITTEN IM LEBEN MEINEN, WAGT ER ZU WEINEN MITTEN IN UNS.“

Lachen und weinen gleichzeitig? Was der Dichter Rainer Maria Rilke in seinen Zeilen auf den Punkt bringt, klingt verrückt. Aber: Beschreibt diese widersprüchliche Verrücktheit der Gegensätze nicht das Leben ganz echt, so, wie es ist? Der Tod ist groß – und doch gibt es Hoffnung. Das ist Leben pur und entspricht auch der christlichen Hoffnung, die im Leben, im Tod und in der Auferstehung Jesu Christi gründet. Tod und Leben, Abschied und Hoffnung gemeinsam: Ich denke dabei auch an Valentin Alge, der vor einem Jahr tödlich verunglückt ist und uns, als er sich als Zivildiener von der Jungen Kirche verabschiedet hat, ganz ähnliche Gedanken von Johann Wolfgang von Goethe mit auf den Weg gegeben hat: „Heute geh ich. Komm ich wieder, Singen wir ganz andre Lieder. Wo so viel sich hoffen lässt, Ist der Abschied ja ein Fest.“

ablegen und aus der Rolle fallen. Aber wir haben die Hoffnung, dass hinter allen Masken und Rollen des Lebens und auch des Todes sich mehr als nur das Nichts verbirgt. Dass wir durch alle Abschiede und Tode hindurch sein können, wer wir sind. Persönlich. Lebendig. Im Leben über die Grenze des Todes hinweg. Vielleicht ist das Auferstehung. Wenn sich also jemand beschwert, was die Junge Kirche da für ein „Theater“ an Halloween macht: Dieses Theater erzählt kein Märchen, sondern vielleicht die tiefste Wahrheit unseres Lebens. Sei dabei und feiere mit uns das Leben pur beim „Día de los muertos” am Vorabend von Allerheiligen! //

DÍA DE LOS MUERTOS: WAS FÜR EIN THEATER! Heuer lädt die Junge Kirche wieder zu „Día de los muertos” ein. „Was für ein Theater zu Halloween”, denken sich manche. Aber nein, wir machen nicht einfach nur eine Party, sondern haben uns dabei etwas gedacht. Wir lassen eine Tradition mexikanischen Ursprungs hochleben, die Leben und Tod in ihrem Zusammenhang feiert. Das ist Leben pur und Religion im besten Sinne des Wortes: Wir begehen mit einem fröhlich-tiefsinnig-ernsten Ritual, was wir mit Worten nicht erklären können. Der „Día de los muertos“ ist in Mexiko eigentlich ein Maskenball. Die Griechen und Römer nannten die Masken, mit denen sie Theater spielten, „ persona“ . Ja, manchmal ist unser persönliches Leben ein Theater. Wir können nur die Maske

FABIAN JOCHUM Jugend- & Jungscharseelsorger

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LIEBESKUMMER JUNGS

ÜBER KEIN GEFÜHL IN UNSERER GESELLSCHAFT WIRD SO VIEL DISKUTIERT, GEREDET, PHILOSOPHIERT ODER GESUNGEN: DIE LIEBE. EIN ZUSTAND, DER SO SCHÖN UND „BERAUSCHEND“ SEIN KANN. DOCH WENN ES MIT DER LIEBE EINES TAGES VORBEI IST, KANN AUF DIE WUNDERSCHÖNEN EMOTIONEN GANZ SCHNELL VERZWEIFLUNG, WUT UND LIEBESKUMMER FOLGEN. UND WER BEREITS EINMAL SO EINE „HERZSCHMERZ-PHASE“ DURCHGEMACHT HAT, KENNT DIE VERSCHIEDENEN VERHALTENSWEISEN BEI LIEBESKUMMER. MÄDELS, ICH MÖCHTE EUCH MEINE LIEBESKUMMER-WOCHE PRÄSENTIEREN UND ZEIGEN, DASS WIR JUNGS AUCH GANZ EMOTIONAL WERDEN KÖNNEN:

TAG 1:

TAG 4:

Natürlich kommen solche Nachrichten immer unerwartet und im ersten Moment bricht eine kleine (oder große) Welt zusammen. Ich versuche, die Tränen zu halten und im nächsten Augenblick frage ich mich, was man falsch gemacht hat. Ich möchte nur noch alleine sein, niemanden sehen und mit niemandem reden.

Vier Tage ist es nun her. Ich gehe nochmal alles durch: Warum hat sie das nur gemacht? Immer wieder kommt die Frage, was man falsch gemacht hat. „Lieber Gott, warum tust du mir das nur an?“.

TAG 2:

Nach einem weiteren Ausgang mit dem besten Freund (diesmal ohne Liebes-SMS), geht es mir schon ein bisschen besser. Was heißt ein bisschen… ich bin voller Euphorie! Ich möchte bereits selber wieder auf die Suche gehen und melde mich bei himmlisch-plaudern.at (Christliches Tinder) an ;-).

Der zweite Tag nach dem Aus mit der großen Liebe beginnt damit, zu versuchen zu akzeptieren, dass alles okay ist und es für beide das Beste ist. Doch am Abend, bei einem Bier mit dem besten Freund kommt alles nochmal hoch. Ich denke an die schöne gemeinsame Zeit und darüber nach, warum die große Liebe einem das antut. Nach dem dritten Bier komme ich dann auf die Idee, Liebesnachrichten an die „Geliebte“ zu schreiben (obwohl der beste Freund davon abrät).

TAG 3: Der nächste Morgen ist oft mit Scham überdeckt. Ich schau auf mein Handy und die Nachrichten, die ich noch in der Nacht zuvor versendet habe. Am liebten möchte ich alles rückgängig machen und mich unter der Bettdecke verstecken. Dann beginne ich zu überlegen, was die nächsten Schritte sind. Jetzt hilft nur noch ein Gebet! Und nachdem ich meine Bitten an den lieben Gott geschickt habe, versuche ich, die Gedanken an mein Herzblatt zu vergessen. Doch es hilft nichts… immer wieder kommen die Erinnerungen hoch und mit ihnen auch die Tränen.

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TAG 5:

TAG 6: Ein Tag, nachdem ich mich bei himmlisch-plaudern.at ausprobiert habe, komme ich drauf, dass man dort wohl nicht seine neue große Liebe trifft und melde mich wieder ab. Mit dem besten Freund gehe ich dann am Abend in einen Club. Ich möchte zwar mit einem Mädchen tanzen, doch die Gedanken an „sie“ sind noch immer nicht ganz verschwunden.

TAG 7: So kann es nicht weitergehen. Es wird Zeit, dass das „Liebesgejammer“ aufhört. Ich beschließe mit Freunden etwas zu machen und mich nicht vom „Liebeskummer“ aufhalten zu lassen. Und wer weiß, vielleicht kommt eines Tages eine neue „Liebe des Lebens“.


LIEBESKUMMER MÄDCHEN

HEULEN, SCHNULZEN ANSCHAUEN, DABEI TONNENWEISE SCHOKOLADE IN SICH REINSCHAUFELN, WEITERHEULEN, AUSGEHEN, ABLENKEN UND WIEDER HEULEN. JEP, SO SCHAUT ES AUS, WENN ICH LIEBESKUMMER HABE. ZUGEGEBEN IST DER ANBLICK NICHT SCHÖN, ABER ES GIBT AUCH WIRKLICH GAR NICHTS SCHÖNES AN EINEM GEBROCHENEN HERZEN. JUNGS, SO LÄUFT EINE WOCHE LIEBESKUMMER BEI MIR (UND DEN MEISTEN ANDEREN FRAUEN) AB:

TAG 1 & 2: Bis jetzt war es immer so, dass ich einen Tag gebraucht habe, bis die Botschaft ganz bei mir angekommen ist: „Es ist aus!“ oder „Du bist in der Friendzone!“ Wenn ich allerdings realisiere, was das bedeutet, dann schlägt die Nachricht ein wie eine Bombe - eine „Rotz-undWasser-Heul-Bombe“. Die besten Hausmittelchen bei solchen Gefühlen sind Liebesfilme aus den 90ern und Schokolade.

TAG 3: Heute muss die beste Freundin herhalten. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass kein Typ der Welt es wert ist, so dermaßen traurig zu sein. Aber die Gefühle müssen trotzdem raus. Und das Feeling des Tages ist Wut. Was die Lieblingsbezeichnung für den Verflossenen in dieser Zeit, ist kann sich jede/r selbst denken. Vor dem ins Bett gehen sind dann wieder Tränen angesagt. „Oh Gott, warum tust du mir das an?“

TAG 4: Neuer Tag, neues Glück! Und man kann auch nicht Gott für alles die Schuld geben. Es ist Freitag und andere Mütter haben bekanntlich auch schöne Söhne. Also geht es mit Freunden raus in die nächste Bar. Das Leben ist schön, aber mit Freund wäre es halt noch schöner…

Der nächste sentimentale Gefühlsausbruch lässt nicht lange auf sich warten. Tempo macht das Geschäft des Jahres mit mir.

TAG 5 UND TAG 6: Ich fahre Achterbahn – huiiii – es geht rauf und gleich wieder runter. Meine beste Freundin kennt mittlerweile alle Hochs und Tiefs und alles dazwischen auswendig. In dieser Zeit ist Freundin sein ein Vollzeitjob, und ich bin froh, dass sie das mitmacht.

TAG 7:

So, jetzt reicht‘s aber! Das Leben geht weiter! Die fünfte Tempobox ist leer, ein Zeichen dafür, dass man nun endgültig mit der Heulerei aufhören sollte. Es ist Zeit für ein neues Abenteuer und das kann man auch alleine bestreiten. Da braucht es keinen festen Freund dazu, denn selbst ist die Frau! Mit ein bisschen Hilfe von oben ist alles möglich! Gott hat seine Gründe und vielleicht hat alles einfach so kommen müssen.

THOMAS ERLACHER Jugendliturgie & Projekte

P.S.: TAG 205: Die beste Freundin wurde sitzen gelassen und dreht den Spieß nun um. Da müssen nun wir beide durch :P

CORINNA PETER Chefredaktion, PR & Kommunikation

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JUGENDGOTTENSDIENST „FLY WITH ME“

EIN GOTTESDIENST ZUM ABSCHIED EINES MÄDCHENS

Wenn ein Mensch von uns geht, dann fällt der Abschied nie leicht. Besonders schwer und bitter ist er, wenn jemand mitten aus einem bunten und fröhlichen Leben gerissen wird, und wenn die Ordnung der Dinge, mit der man für gewöhnlich im Leben rechnet, durcheinander gerät - wenn zum Beispiel Eltern mit dem Tod ihres Kindes konfrontiert sind. Der folgende Gottesdienst hat eine solche Situation zum Ausgangspunkt: Ein Kind im Schulalter ist verstorben. Die einzelnen Elemente sind teilweise authentisch. Sie sind in realen Situationen von Verlust und Abschied entstanden. Das Mädchen, das hier konkret mit Namen genannt wird, ist allerdings ausgedacht. Der Name „Luna” bedeutet „Mond”. Der Mond leuchtet in dunkler Nacht. Er ist da, auch wenn wir ihn manchmal nicht sehen. Er spiegelt das Licht der Sonne und bewahrt für uns gleichsam dieses Licht, während wir uns auf der von der Sonne abgewandten Seite der Erde befinden. Der Mond und sein Licht: Ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes.

KERZENRITUAL UND GEBET Mit nachdenklicher Instrumentalmusik haben wir uns zum Abschied von Luna in der Kirche versammelt. Nach der Begrüßung und der Eröffnung mit dem Kreuzzeichen entzündet eine Mitschülerin von Luna die Osterkerze mit den Worten: Luna schenkte uns jeden Tag ihr Lächeln. Sie brachte uns dabei zum Strahlen und schenkte uns Licht und Freude. Deshalb zünden wir für dich, Luna und für uns, unsere Osterkerze an.

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Anschließend erzählen weitere Freundinnen und Freunde, Mitschülerinnen und Mitschüler aus dem Leben von Luna, zum Beispiel: • Wenn ich an Luna denke, dann sehe ich eine wundervolle Tochter, Schwester, Freundin. • Sie war das coolste Mädchen der Welt. • Wenn ich an Luna denke, dann denke ich an viele Zeichnungen, die ich mit ihr gemalt habe. • Wenn ich an Luna denke, dann denke ich an die Lachanfälle mit ihr. • Wenn man mit ihr redete, hörte sie immer zu. • Wenn jemand traurig war, hat sie einen immer zum Lachen gebracht. • Sie war immer da, wenn man etwas gebraucht hat. • Wenn ich an Luna denke, dann denke ich daran, dass ich meine Mittagspause mit ihr verbracht habe. • Wenn ich an Luna denke, dann denke ich daran, dass wir zusammen nach Hause gegangen sind. WIR WOLLEN BETEN: Lebendiger Gott, Luna ist auf ihre letzte Reise gegangen – hin zu dir. Wir vermissen sie sehr. Wir fragen uns: Warum musste sie so jung sterben? Wir können es nicht begreifen – aber wir dürfen darauf vertrauen, dass du sie aufnimmst und in deine Arme schließt. Du hast Luna zu dir in dein Licht genommen, wo es keine Tränen, keinen Schmerz und keinen Tod mehr gibt. Umschließe du sie mit deinen Armen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Freund und Bruder, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schenkt, heute und in Ewigkeit. Amen.

GESCHICHTE VOM SCHMETTERLING Flieg, Schmetterling, flieg! Und wenn die Kraft nicht reicht, dann lass uns deine Träume träumen und wir begleiten dich zu andren Räumen, wo alles zeitlos wird und frei und leicht. Und wenn die Kraft nicht reicht, dann werden unsere Wünsche neue Wege weben und unsere Kraft wird deiner Seele Flügel geben ganz zarte, wie ein Schmetterling vielleicht. Und wenn die Kraft nicht reicht, dann werden Wut und Trauer sich vereinen und manchmal hört man dann auch Schmetterlinge weinen, ganz oben in den Wolken – unerreicht. Und wenn die Kraft nicht reicht, dann wird ein Lachen nun in unsren Herzen leben und immer, wenn die Schmetterlinge schweben, dann hat dein Lächeln uns im Hier erreicht.

LIED: „FLY WITH ME“ Wir hören miteinander den Song „Fly with Me“ www.youtube. com/watch?v=Bb9EU_JqIOw&t=12s) Wenn ein Mensch stirbt, dann sind wir fassungslos und traurig. Aber wir bleiben nicht ohne Hoffnung. Wir vertrauen darauf, dass Lunas Weg ein Ziel hat, und dass sie bei Gott zuhause sein wird. Und wir sind dankbar für das Helle und Gute aus ihrem Leben, das in unseren Herzen bleibt. Ihr, liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, liebe Freundinnen und Freunde von Luna, habt vorher, als wir die Osterkerze angezündet haben, ja schon von euren wertvollen Erinnerungen erzählt.

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Das Lied, das wir gehört haben, singt vom Himmel und vom Fliegen. Beides sind große Bilder für die Hoffnung, die wir im Herzen tragen. „Fly with me and take the Sky. Close your eyes and feel the wind. You and I will live to see. When you leave the sky, you will find.“ Es gibt noch viele weitere Hoffnungsbilder: Zum Beispiel der Schmetterling, der aus einer kleinen Larve entsteht und schließlich zum Himmel fliegt, wie wir vorher in der Geschichte gehört haben. Von einem ähnlichen Hoffnungsbild erzählt Jesus einmal: Die Geschichte eines kleinen Samenkorns, das zu einem großen Baum wird.

EVANGELIUM UND GEDANKEN DAZU Das Gleichnis vom Senfkorn (Mt 13,31f.) 31 Er legte ihnen ein weiteres Gleichnis vor und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. 32 Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.“ Jesus vergleicht das Reich Gottes, die neue Wirklichkeit Gottes mit einem kleinen Samenkorn, das in die Erde fällt. Aus dem kleinen Korn wird ein großer Baum. Wenn man das kleine Korn sieht, dann glaubt man gar nicht, was alles einmal daraus werden kann. Dieses Gleichnis ist auch ein Bild für unser Leben. Und vielleicht ganz besonders für das Leben von Luna. Ein Leben, das viel zu kurz war. Viel zu früh musste sie sterben. Ein Leben wie ein kleines Samenkorn. Aber: Aus etwas Kleinem wird etwas Großes. Genauso wie die kleine Larve zum großen, wunderschönen Schmetterling wird, der seine Flügel ausbreitet und davonfliegt. Im kurzen Leben von Luna ist unendlich viel gewachsen und geschenkt worden. Wir haben es gehört: Mit ihrer Lebensfreude, mit ihren Ideen, mit ihrem Optimismus und mit ihrer Liebe hat sie uns bereichert. Unser Leben ist groß. Auch wenn uns seine Begrenztheit schmerzlich bewusst wird. Unser Leben ist reich, auch wenn wir so vieles loslassen müssen. Das kleine Samenkorn wird zu einem großen Baum. Die Vögel des Himmels nisten in ihm.

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MAGAZIN WERKBRIEF ORGANISATION TERMINE TEAMNEWS Wir sind in unserem Leben gerufen zu wachsen und zu einem großen Baum zu werden – ein Baum, der anderen Lebensraum gibt. Lunas Leben war viel zu kurz. Aber sie hat unendlich viel Raum für andere gegeben. Sie hat an andere gedacht, sich um andere gesorgt, anderen Liebe weitergeschenkt. Luna ist gerne in Rollen geschlüpft und hat sich verkleidet. Dazu passt eine Faschingsgeschichte, die ich kürzlich gehört habe: Eine Schulkasse veranstaltete ein Faschingsfest. Alle hatten ihre Kostüme mitgebracht: Sie kamen als Prinzessinnen, Ritter und Cowboys. Eine Schülerin allerdings hatte keine Verkleidung. Ihre Familie war arm und konnte ihr nichts zum Verkleiden kaufen. Da schnitten sich ihre Mitschülerinnen und Mitschüler von ihren Verkleidungen ein Stück herunter. Und diese Stücke nähten sie zusammen und machten für das kleine Mädchen eine Verkleidung. So bekam das Mädchen sein Kostüm, zusammengesetzt aus all den Stücken. Es war das bunteste und lustigste Kostüm des ganzen Faschings. Wir sind heute hier mit unseren Erinnerungen an Luna im Herzen. Unsere Erinnerungen sind viele kleine Stücke, die zusammen ein großes, ein buntes und schönes Kostüm geben. Vielleicht wird es einmal so sein: Wenn wir in den Himmel kommen, wird Luna uns entgegenkommen. Singend, lachend und tanzend, in einem wunderschönen bunten Kleid.

SEGENSGEBET

Der Herr segne eure Trauer, damit ihr nicht erstarrt vor Schmerz, sondern Abschied nehmen und euch behutsam lösen könnt, ohne euch selbst verloren zu geben. Der Herr segne eure Klage, dass ihr nicht verstummt vor Entsetzen, sondern herausschreien könnt, was über eure Kraft geht und euch das Herz zerreißt. Der Herr segne eure Enttäuschung, dass die Entmutigung euch nicht überwältige, sondern die Kraft in euch wachse, für euch zu kämpfen, trotz allem euer Leben zu wagen. Der Herr segne eure Einsamkeit, dass ihr Raum findet, Vergangenes zu ordnen, ohne Furcht und ohne Flucht, mit Ruhe und mit Frieden. Der Herr segne euer Fremdsein, dass in eurem Zusammensein die stille Kraft wachse, einander Vertraute zu werden, ohne auf alles eine Antwort zu haben. Der Herr segne und behüte euch, dass ihr Unsicherheiten aushalten und Ängste bestehen könnt, bis ihr wieder festen Grund spürt unter euren Füßen und ein neuer Tag euch sein Licht schenkt. //

FABIAN JOCHUM Jugend- & Jungscharseelsorger

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KINDERGOTTESDIENST

MEIN HAUSTIER IST GESTORBEN…

„JEDES GESCHÖPF BESITZT EINE EIGENE GÜTE UND VOLLKOMMENHEIT (…). DIE UNTERSCHIEDLICHEN GESCHÖPFE SPIEGELN IN IHREM GOTTGEWOLLTEN EIGENSEIN, JEDES AUF SEINE ART, EINEN STRAHL DER UNENDLICHEN WEISHEIT UND GÜTE GOTTES WIEDER…“ (PAPST FRANZISKUS, ENZYKLIKA „LAUDATO SI“ 69)

Der Verlust einer geliebten Katze oder auch eines Meerschweinchens kann ein Kind schwer treffen. Wie können Erwachsene adäquat reagieren? Erwachsene sollten die Trauer des Kindes unbedingt ernst nehmen. Mit dem Haustier verliert das Kind jemanden, der immer da war, mit dem man Spaß haben konnte, dem man Geheimnisse anvertrauen konnte. Die Aufforderung: „Es ist doch nur ein Tier, du musst nicht traurig sein,“ bringt nichts. Was das Kind braucht, ist Zeit, in der es wirklich traurig sein darf. Da darf auch mal das Fußballtraining abgesagt werden. Wenn das Kind mag, bekommt es eine Umarmung, eine heiße Schokolade und weinen ist sowieso erlaubt. Trauer tut weh. Eltern lieben ihr Kind und wollen ihr geliebtes Kind fröhlich sehen. Sie sollten trotzdem nicht dem Impuls nachgeben und schnell einen „Ersatz“ für ihr Kind kaufen. Trauer ist ein wichtiger Prozess der Verarbeitung von Verlusten.

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KOMMT MEINE KATZE IN DEN HIMMEL? Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn Erwachsene nicht über alles Bescheid wissen. Es ist gut, wenn sie zugeben, dass sie zu manchen Fragen einfach unsicher sind. Die ehrliche Antwort ist, niemand kann wissen, wie es genau sein wird nach dem Tod. Jesus ist auferstanden und wir glauben, dass der Tod nicht das Letzte sein wird. Dass es weiter gehen wird. Die christliche Theologie war über die Jahrhunderte hinweg meist sparsam


MAGAZIN WERKBRIEF ORGANISATION TERMINE TEAMNEWS darin, den Tieren eine Seele zuzuerkennen. Der Apostel Paulus hat die Vision, dass auch die (von Gott geschaffene) Natur einst erlöst wird. Röm 8,22 „Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.“ Die Wirklichkeit der Auferstehung, die uns Menschen Hoffnung gibt, steht vermutlich auch Pflanzen, Tieren und der unbelebten Materie offen.

KÖNNEN WIR UNSER HAUSTIER BEERDIGEN? RECHTLICHE FRAGEN: „Grundsätzlich sind tote Tiere aus seuchenhygienischen Gründen entsorgungspflichtig. Die Eigentümerin / der Eigentümer ist verpflichtet, tote Tiere an eine zugelassene Einrichtung zu übergeben (z.B. Sammelstelle in den Gemeinden, Tierkörperbeseitigung, Tierfriedhof, Heimtierkrematorium). Jedoch ist das Vergraben eines einzelnen Haustieres (Hund, Katze, Kleintiere) auf dem eigenen Grund des Tierhalters gestattet, sofern es sich nicht um eine seuchenverdächtiges Tier handelt.“ oesterreich.gv.at

EIN ABSCHIEDSRITUAL FÜR DAS GELIEBTE TIER Eine Erdbestattung im Garten ist schön, wenn das möglich ist. Aber auch, wenn diese Gelegenheit fehlt, und man gezwungen ist, das Tier zum Bauhof zu bringen, kann man Abschied feiern.

Das Tier kann man dazu in ein Tuch aus Naturmaterialien wickeln. Xxx ist gestorben. Wir hatten sie/ihn lieb. Das hat uns an xxx gefallen: … (alle Familienmitglieder, Freunde dürfen etwas sagen) Jetzt nehmen wir Abschied von xxx. DAZU HÖREN WIR EINE GESCHICHTE AUS DEM KLEINEN PRINZEN: KAPITEL 21: FREUNDSCHAFT MIT DEM FUCHS Da erschien plötzlich der Fuchs. »Guten Tag«, sagte der Fuchs. »Guten Tag«, antwortete der kleine Prinz höflich, der sich umdrehte, aber nichts entdecken konnte. »Ich bin hier«, sagte die Stimme unter einem Apfelbaum. »Wer bist du?«, fragte der kleine Prinz. »Du bist sehr hübsch …« »Ich bin ein Fuchs«, sagte der Fuchs. »Komm und spiel mit mir«, schlug der kleine Prinz vor. »Ich bin so traurig …« »Ich kann nicht mit dir spielen«, sagte der Fuchs. »Ich bin nicht gezähmt.« »Ah! Verzeihung«, sagte der kleine Prinz. Nachdem er kurz überlegt hatte, fügte er hinzu: »Was bedeutet ›zähmen‹?« »Du bist nicht von hier«, sagte der Fuchs, »was führt dich her?« »Ich suche die Menschen«, sagte der kleine Prinz. «Was bedeutet ›zähmen‹?« »Die Menschen«, sagte der Fuchs, »sie haben Waffen und sie jagen. Das ist ärgerlich! Sie halten sich auch Hühner. Das ist ihr einziges Interesse. Suchst du Hühner?« »Nein«, sagte der kleine Prinz. »Ich suche Freunde. Was bedeutet ›zähmen‹?« »Das wird oft ganz vernachlässigt«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet ›sich vertraut miteinander machen‹.« »Vertraut machen?« »Natürlich«, sagte der Fuchs. »Du bist für mich nur ein kleiner Junge, ein kleiner Junge wie hunderttausend andere auch. Ich brauche dich nicht. Und du brauchst mich auch nicht. Ich bin für dich ein Fuchs unter Hundertausenden von Füchsen. Aber wenn du mich zähmst, dann werden wir einander brauchen.

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Du wirst für mich einzigartig sein. Und ich werde für dich einzigartig sein in der ganzen Welt …« (…)

»Bitte … zähme mich!«, sage er. »Das würde ich gern tun«, antwortete der kleine Prinz, »aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge lernen.« »Man versteht nur die Dinge, die man zähmt«, sagte der Fuchs. »Die Menschen haben keine Zeit mehr, um etwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Da es aber keine Läden für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, dann zähme mich!« »Was muss ich machen?«, sagte der kleine Prinz. »Du musst sehr geduldig sein«, antwortete der Fuchs. »Du wirst dich zunächst mit einem kleinen Abstand zu mir in das Gras setzen. Ich werde dich aus den Augenwinkeln aus anschauen und du wirst schweigen. Sprache ist eine große Quelle für Missverständnisse. Aber jeden Tag setzt du dich ein wenig näher …« (…)(A. de Saint-Exupèry: Der kleine Prinz)

Dem kleinen Prinzen fiel der Abschied von seinem Fuchs später sehr schwer. Aber er war reicher um so viele Erinnerungen und Erfahrungen. Er sagte: „Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinen Freund gemacht und jetzt ist er einzigartig in der Welt.“

GEBET: Guter Gott, du hast xxx gemacht. Wir haben ihn/ sie uns vertraut gemacht. Danke, dass wir das Vertrauen von xxx gewonnen haben. Wir verstehen durch xxx wie schön deine Schöpfung ist. Danke für die schöne Zeit mit xxx. Leb wohl xxx (Nun können Blumen oder Steine abgelegt werden, oder ein Kerzchen angezündet werden). (Bei einer Erdbestattung im Garten wird das Grab nun geschlossen. Ist dies nicht möglich, wird das Tier noch eine Zeit liegen gelassen und später dann zum Bauhof gefahren.) //

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UTE THIERER

Kinderliturgie, JS- und Ministrantenpastoral


DREIKÖNIGSAKTION 2020

„HILFE ZUR SELBSTHILFE“ IM MUKURU-SLUM VON NAIROBI/KENIA NAIROBI, DIE HAUPTSTADT VON KENIA, IST EINE PULSIERENDE METROPOLE: WIRTSCHAFTLICHES ZENTRUM VON OSTAFRIKA, HOTSPOT FÜR DEN TOURISMUS, EINKAUFSZENTREN FÜR DIE REICHEN IM LAND. NAIROBI HAT ABER AUCH EIN ANDERES GESICHT: RUND 60 % DER 4 MILLIONEN EINWOHNER/INNEN LEBEN IN SLUMS AUF NUR 5% DER STADTFLÄCHE. 700.000 MENSCHEN SIND ES IM SLUM VON MUKURU. DIE HÜTTEN BIETEN KAUM SCHUTZ GEGEN HITZE UND REGEN. FEHLENDE TOILETTEN, KANALISATION UND MÜLLBESEITIGUNG VERURSACHEN KRANKHEITEN.

Leben im Slum ist für alle schwierig. Kinder leiden aber besonders an der Armut. 60.000 leben in Nairobi auf der Straße, kommen mit betteln, Müll durchwühlen oder Schuhe putzen gerade durch: keine Unterstützung von Eltern, jede Nacht einen unsicheren Schlafplatz suchen, bei der Suche nach Essen unzähligen Gefahren ausgesetzt sein. Und dazu kommt, dass die Kinder der Straße ohne Schulbesuch und Ausbildung in der bitteren Armut stecken bleiben. Unsere Projektpartner/innen von MPC (Mukuru Promotion Centre) stellen sich diesen Kindern engagiert zur Seite. Erstmal wird die Basis geschaffen, um überhaupt menschenwürdig und kindgerecht leben zu können. Mit einem Dach über dem Kopf, mit regelmäßigem Essen, mit medizinischer Betreuung. Und, ganz wichtig, mit einem Schulbesuch, um lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Und es wird weiter gedacht: Nur wenn die Jugendlichen einen Beruf erlernen, werden sie dauerhaft gut leben können. Jackson und Alex z.B. werden als Installateure ausgebildet. Das kommt natürlich einerseits ihnen selbst und ihren Familien zugute. Andererseits wird durch ihre Leistungen als Installateure später einmal auch die sanitäre Situation im Mukuru-Slum verbessert, was der ganzen Community nutzt. Sternsingen verwandelt zum Besseren. Für Jackson und Alex im Mukuru-Slum. Für die vielen anderen Kinder und Jugendli-

chen, die von unseren Projektpartner/innen in Nairobi betreut werden. Für all die Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die bei einem der rund 500 Sternsingerprojekte jährlich unterstützt werden. Auf diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ kann die Katholische Jungschar wirklich stolz sein. Danke an alle, die dazu beitragen! Mehr Infos und Materialien zu den beiden Sterningerprojekten auf www.sternsingen.at //

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GRUPPENSTUNDE DREIKÖNIGSAKTION AUF NACH KENIA

EINE GRUPPENSTUNDE UM DAS HEURIGE BEIPLIELLAND DER DKA DEN KINDERN NÄHER ZU BRINGEN.

MATERIALIEN: • • • •

Plakat mit Tiernamen in Englisch (Download auf www. sternsingen.at) Karten: Wichtig ist mir… (Download auf www.sternsingen.at) Kanga oder leichten Baumwollstoff (2 x 1 m) zum Ausprobieren (im Kenia Länderpaket der DKA) Singspiel Chaka chaka online auf www.sternsingen.at

Kenia ist den meisten Menschen in Österreich durch seinen Artenreichtum an Tieren bekannt und viele Österreicher/ innen, die in Kenia Urlaub machen, fahren oft der Safaris wegen dort hin. Gehen auch wir auf Safari!

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SPIEL: „MEIN RECHTER PLATZ IST LEER“ Und zwar mit den Namen der Tiere in Englisch. Die Kinder sitzen im Kreis auf Stühlen, wobei ein Stuhl mehr im Kreis steht als Mitspielende da sind. Die Kinder suchen sich Tiernamen vom Plakat aus, das ausgedruckt wurde. Beginnen darf jene Person, deren rechter Stuhl leer ist. Diese Person wünscht sich ihr „Lieblingstier“ auf den leeren, rechten Stuhl neben sich. Es darf auch das Wort Safari gerufen werden, dann wechseln alle die Stühle. HINTERGRUND: Swahili ist eine der meist gesprochenen Sprachen Ostafrikas und natürlich auch in Kenia verwenden Millionen von Menschen „Swahili“ als ihre Muttersprache. Auch das Wort Safari ist Swahili und bedeutet „Reise“.

Als Gruppenleiter/in fragst du nach Fertigstellung der Reihe, ob die Kinder zu diesen Karten Fragen haben. Lest zum Abschluss die Texte zu den Karten reihum, gegenseitig vor.

KLEIDER AUSPROBIEREN: DER KANGA In den Projekten der Dreikönigsaktion bekommen die Jugendlichen auch Berufsausbildungen, zum Beispiel als Schneider/ in. Besonders lässig finden es in Kenia viele Frauen, einen Kanga zu tragen. Versucht ihr es mal, so einen Kanga anzuziehen. Kangas befinden sich auch im Länderpaket Kenia von der Dreikönigsaktion, welches im JUKI-Büro entlehnbar ist.

Der Safaritourismus ist eine der Haupteinnahmequellen Kenias und viele Menschen finden in diesem Teil der Wirtschaft auch ihre Berufe. Einen guten Beruf zu bekommen, ist auch das Anliegen von tausenden Jugendlichen und Kindern, die in den Schulen der Projektpartner/innen ihre Ausbildung absolvieren. Das empfinden viele Kids als Privileg, endlich einen Schulplatz zu haben. Bedeutet er doch, bessere Chancen später auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Bilder zum Beispielprojekt aus Kenia anschauen Neben den Berufsausbildungen wird in den Projekten der Dreikönigsaktion noch viel mehr gemacht, dazu schauen wir uns die Bilder aus dem Länderpakte oder von der Webpage www.sternsingen.at an (und der/die Gruppenleiter/in liest die dazu gehörigen Texte vor.)

Die Kinder aus den Armutsvierteln, den sogenannten Slums, versuchen, ihr Bestes in der Schule zu leisten und freuen sich, täglich in die Schule zu kommen. Oft sind sie auch in den Ferien in der Schule, wenn sie in den Nachhilfestunden die Chance haben, das Erlernte nochmals zu vertiefen.

SINGSPIEL: CHAKA-CHAKA

ÜBUNG MIT KARTEN: Was glaubt ihr, ist den Kindern in Kenia besonders wichtig?

Wir beenden heute diese Gruppenstunde mit einem Singspiel aus Kenia. Dieses Singspiel aus Kenia ist bei Kindern sehr beliebt und kann alleine, zu zweit und auch in der Gruppe gespielt werden.

Macht bitte aus den vor euch liegenden Karten eine Reihe - dabei soll das ganz Wichtige ganz oben und das ganz Unwichtige ganz unten liegen.

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TEXT: Chaka, Chaka bum bum, Chaka, Chaka bam bam, Chaka bum, Chaka bam, Chaka, Chaka bum bam. HANDBEWEGUNGEN (VERSION ALLEINE): Die Mitspielenden sitzen nebeneinander im Kreis auf Stühlen. Chaka - mit den Handballen auf eigenen Oberschenkel klopfen Bum - mit den Handflächen auf die eigenen Oberschenkel klopfen Bam -– mit den Handrücken auf die eigenen Oberschenkel klopfen HANDBEWEGUNGEN (VERSION ZU ZWEIT): Die Mitspielenden stehen sich zu zweit gegenüber und legen auf Augenhöhe ihre Handballen aneinander. Chaka - mit den Handballen auf die Handballen des Gegenübers klopfen Bum - mit den Handflächen auf die Handflächen des Gegenübers klopfen Bam - mit den Handrücken auf die Handrücken des Gegenübers klopfen HANDBEWEGUNGEN (VERSION IM KREIS): Die Mitspielenden stehen im Kreis und legen auf Augenhöhe seitlich ihre Handballen aneinander. Chaka - mit den Handballen auf die Handballen der nebenstehenden Personen klopfen Bum - mit den Handflächen auf die Handflächen der nebenstehenden Personen klopfen Bam - mit den Handrücken auf die Handrücken der nebenstehenden Personen klopfen Je geübter die Mitspielenden sind, desto mehr kann das Tempo erhöht werden.

SUSANNE SCHAUDY

DKA, Globale Gerechtigkeit

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Eine Live-Version gibt es zu sehen unter: www.sternsingen.at // Geschrieben von Luggi Frauenberger, Bildungsreferent DKA


BUCHTIPP STERNENBOTE REINHARD EHGARTNER LINDA WOLFSGRUBER

EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE 32 S., durchg. farbig illustriert, 23 x 22,5 cm, gebunden ISBN 978-3-7022-3798-1 Tyrolia-Verlag, Innsbruck–Wien 2019 € 16,95 WENN DIR EIN STERN BESONDERS LEUCHTET, SOLLST DU IHM FOLGEN

DER AUTOR UND DIE ILLUSTRATORIN

REINHARD EHGARTNER, geb. 1960, studierte Germanistik und Theologie in Salzburg. Universitäts-Lektor und Ústí nad Labem (Nordböhmen), ab 1992 Lektor im Österreichischen Bibliothekswerk, seit 2004 Geschäftsführer. Ehrenamtlicher Leiter der Bücherei Michelbeuern, Projektleiter von www. rezensionen.at und „Buchstart Österreich“ (www.buchstart.at). LINDA WOLFSGRUBER, geb. 1961, absolvierte u. a. die Kunstschule in St. Ulrich (Italien) sowie die „Scuole del Libro“ in Urbino (Italien). Heute ist sie selbstständige Illustratorin und Malerin. Schon früh entdeckte sie ihre Freude an der Gestaltung von Kinderbüchern. Für ihre Werke erhielt sie bereits zahlreiche Auszeichnungen. www.lindawolfsgruber.at

Weihnachten – die Zeit, in der uns die Sterne besonders nah sind: in Form von Keksen, von Sternspritzern auf dem Christbaum, als Straßenbeleuchtung, als Schaufenster-Deko. Und als Himmelskörper, die Orientierung bieten, den Weg weisen. Bereits seit Jahrtausenden werden sie dazu genutzt. Auch vor über 2000 Jahren ließen sich drei Sterndeuter von einem solchen Stern zu einem besonderen, weltumkrempelnden Ereignis führen, zu einem Kind in einer Krippe. In dem berührenden Text nutzt der Autor die Sterne als Sinnbild für Beständigkeit, Wiederholung und Wiederkehr und zeigt, wie die irdischen Umlaufbahnen einer Familie dem Lauf der Gestirne gleichen. Die Autorin lässt die Welt mit ihren Bildern gucklochartig wie durch ein Teleskop betrachten und holt so weit Entferntes ganz nah.

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FIRMUNG

GEISTESBLITZ-SCHULUNGEN IM ÜBERBLICK FÜR ALLE ENGAGIERTEN IN DER FIRMVORBEREITUNG HABEN WIR UNSERE GEISTESBLITZ-SCHULUNGSREIHE INS LEBEN GERUFEN. ES SIND EINZELNE MODULE, DIE UNABHÄNGIG VONEINANDER UND KOSTENLOS BESUCHT WERDEN KÖNNEN. BITTE UM ANMELDUNG BIS JEWEILS EINE WOCHE VORHER UNTER: TEAM@JUNGE-KIRCHE-VORARLBERG.AT. WIR WÜNSCHEN EUCH VIELE GUTE GEISTESBLITZE!

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen unter meine-firmung.at/firmvorbereitung

GLAUBE LEBEN: SPIRITUALITÄT - SPIRI WAS? Mittwoch, 6. November 2019, 19:00 – 22 Uhr Pfarrzentrum Dornbirn Schoren Wie können Jugendliche in ihrem Leben Glaube erfahren? Wie kann Spiritualität - die Verbindung zu Gott, zum Einen entdeckt und gelebt werden? Mit Pass. Heidi Liegel und Pfr. Dominik Toplek

BEGEISTERUNG SPÜREN: DAS SAKRAMENT DER FIRMUNG Donnerstag, 16. Jänner 2020, 19:00 - 21:30 Uhr Diözesanhaus Feldkirch, Bahnhofstraße 13 Die Riten der Firmung (Handauflegung, Salbung,…): Was bedeuten sie? Mit Carmen Nachbaur, langjährige Erfahrung als Pastoralassistentin und Religionslehrerin, und Fabian Jochum, Jugendseelsorger

VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN: JUNG, MUTIG UND ENGAGIERT Dienstag, 21. April 2020, 19:00 - 21:30 Uhr

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Diözesanhaus Feldkirch, Bahnhofstraße 13 Warum ist es wichtig, dass junge Menschen sich sozial engagieren und was gibt es für Möglichkeiten? Mit Susanne Schaudy (DKA), Ingrid Böhler und Sabine Fulterer (youngCaritas)

GEMEINSCHAFT ERLEBEN: DIE NATUR ALS WIRKUNGSRAUM Samstag, 20. Juni 2020, 9:00 - 13.30 Uhr Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast Konkrete Impulse für die Arbeit mit Firmlingen, gruppendynamische und erlebnispädagogische Übungen in der Natur. Mit Mona Pexa und Marcelo Silveira Bubniak (Junge Kirche)

FIRMTAGUNG FÜR ALLE HAUPT- UND EHRENAMTLICHEN MITARBEITER/INNEN EN IN DER FIRM- UND JUGENDPASTORAL SOWIE INTERESSIERTE Samstag, 29. Februar 2020, 8.30 – 13 Uhr mit anschließendem Mittagessen, Bildungshaus Batschuns Referent: Dr. Christian Schröder, Pastoralreferent im Bistum Aachen, Leiter der Hauskirche „Kafarnaum“ für Jugendliche und junge Erwachsene, Co-Autor der Firmbehelfs „Firmung vernetzt“. Er hält einen Vortrag zum Thema „Mehr Drama bitte! - Storytelling in der Glaubenskommunikation“ sowie einen Workshop zum Thema „Die Heldenreise - Ein Firmkurs, der deine Geschichte erzählt“ Weitere Informationen folgen.


MAGAZIN WERKBRIEF ORGANISATION TERMINE TEAMNEWS

VERANSTALTUNGEN FÜR FIRMLINGE: CITYCHALLENGE 29. Oktober 2019 Die youngCaritas bietet Jugendlichen an diesem Tag spannende Einblicke in die soziale Arbeitswelt. Anmeldung und Information: sylvia.kink-ehe@caritas.at / www.citychallenge. youngcaritas.at

FAQ – ÜBER KIRCHE, GOTT UND DIE WELT FÜR FIRMLINGE AB 16 JAHREN 25. März 2020, 18.30 Uhr in St. Arbogast. Bischof Benno und anderen spannenden Talk-Gästen dürfen Löcher in den Bauch gefragt werden! Anmeldung erforderlich bei brigitte.dorner@junge-kirche-vorarlberg.at Achtung: begrenzte Teilnehmer/innenzahl!

formationen bei brigitte.dorner@junge-kirche-vorarlberg.at Diese Aktion kann auch von Pfarren eigenständig an einem Ort und Termin nach Wahl durchgeführt werden. Wir unterstützen euch mit unserem Material (Plakate, Servietten, Informationen zum Projekt…) und Know How! Infos: brigitte.dorner@junge-kirche-vorarlberg.at oder christina.thanner@junge-kirche-vorarlberg.at.

PASTA TALK Für alle Firmgruppen bzw. Hauskreise (ab 15 Jahren) bietet sich in diesem Jahr natürlich auch der Pasta Talk an! Herzliche Einladung, beim Kick-off am 12. Oktober dabei zu sein, aber auch während der Firmvorbereitung selber einen Pasta Talk durchzuführen. Weitere Infos: www.pastatalk.at //

POP UP WELTHOFFEN: KUCHEN VERTEILEN UND GUTES TUN Die PopUp Charity Aktion findet Samstag 18. April 2020 von 9 – 11 Uhr in der Martinskirche Dornbirn und rund um den Markplatz statt. Firmlinge bringen Selbstgebackenes mit und haben eine Stunde Zeit, so viele Leckereien wie möglich gegen freiwillige Spenden für ein Projekt in den Slums von Nairobi unter die Leute zu bringen. Die Teilnehmer/innenzahl ist begrenzt. Anmeldungen und In-

BRIGITTE DORNER

Orientierungstage, Firmung

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MINIAUSWEIS

DIE PICKERL FÜR 2020 SIND DA … UND KÖNNEN AB SEPTEMBER 2019 FÜR DAS KOMMENDE JAHR 2020 ABGEHOLT WERDEN.

MINIAUSWEIS - WIE FUNKTIONIERT DAS?

SO ERREICHT IHR DIE MEDIENSTELLE:

In den Miniausweis wird der Name des Ministranten oder der Ministrantin geschrieben, dazu der Name der Pfarre und der Pfarrstempel. Der Minigruppenleiter/ die Minigruppenleiterin oder der Pfarrer unterschreibt. Die Gültigkeit des Miniausweises wird von Jahr zu Jahr verlängert durch ein Pickerl mit der aktuellen Jahreszahl. Inhaber/innen des Miniausweises können an verschiedenen Aktionen der Katholischen Jugend und Jungschar teilnehmen. Infos zu den Veranstaltungen gibt es unter: junge-kirche-vorarlberg.at/miniausweis.

Medienstelle im Diözesanhaus; Bahnhofstr. 13; 6800 Feldkirch 05522/3485 – 142 oder – 208 . medienstelle@kath-kirche-vorarlberg.at

FRAGEN ZU VERANSTALTUNGEN: Andrea Gollob 05522/3485-7137 andrea.gollob@junge-kirche-vorarlberg.at

SO KOMMT IHR AN DEN MINIAUSWEIS: Ganz einfach. Der Minigruppenleiter / die Minigruppenleiterin ruft bei der Medienstelle an und gibt die Anzahl der benötigten Miniausweise sowie eine Lieferadresse durch. Das Team der Medienstelle verschickt die Ausweise zusammen mit einer Rechnung. Ein Miniausweis kostet 0,70 € plus Versandkosten. Die Pickerl sind gratis, Versandkosten werden aber verrechnet.

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ANDREA GOLLOB

JS und Ministrantenpastoral & Projekte


PASTA TALK

MIT PETER ALEXANDER HACKMAIR WE PROUDLY PRESENT: PETER ALEXANDER HACKMAIR! SPECIAL GUEST BEIM PASTA TALK KICK OFF AM 12. OKTOBER, WIFI/WIRTSCHAFT DORNBIRN

„UND WAS IST DEIN TRAUM?“

Eine Frage, die auch Peter Hackmair, 32, schon seit vielen Jahren begleitet. Bis 25 stand sein ganzes Leben im Zeichen des Fußballs - er lebte seinen Kindheitstraum! In insgesamt 120 Bundesligaspielen feierte er mit dem SV Ried und Wacker Innsbruck Erfolge wie den Vizemeistertitel 2007 oder den Cupsieg 2011 und war Teil des erfolgreichsten Nationalteams aller Zeiten, mit dem er 38 Länderspiele absolvierte. Dann kamen mehrere Verletzungen, das Ende seiner Profi-Fußball Karriere, eine 15 monatige Weltreise und schlussendlich die berufliche Neuerfindung des Peter Hackmair. Seitdem folgt er einem anderen Traum und man kennt man ihn zum Beispiel als ORF-Fußballexperten, als „Dancing Star“, als Autor, Coach, Blogger und Motivationstrainer.

IN JEDEM MENSCHEN STECKT EIN GROSSES POTENTIAL! Beim Pasta Talk Kick off am 12. Oktober in Dornbirn spricht Peter Hackmair in seiner Empowerment Story auch darüber, wie wir vom Träumen ist Tun kommen, wenn wir unser Potential entfalten und unserer Begeisterung und unseren Talenten folgen. Unsere Ideen, Visionen, Hirngespinste, Träumereien sind es wert, in die Realität umgesetzt zu werden, vor allem dann, wenn sie dazu beitragen, die Welt zu verbessern. „Das wahre Glück besteht nicht nur darin, dich selbst zu verwirklichen, sondern dich als Teil eines großen Ganzen zu verstehen und diese Welt ein bisschen besser zu machen,“ so Peter Hackmair in seinem Buch „Träum weiter“. Unter diesem Motto steht auch der Pasta Talk. Zum einen geht es um interessante Gespräche unter Freund/innen über Gott und die Welt , zum anderen auch darum, gemeinsam Ideen für eine gute Zukunft zu entwickeln. Bei der Umsetzung möchten wir dich/ euch unterstützen! Nimmst du die Herausforderung an? Weitere Infos unter www.pastatalk.at //

KICK OFF VERANSTALTUNG ZUM PASTA TALK SAMSTAG, 12. OKTOBER 2019 AB 10.15 UHR Welcome, Drink & Check in im WIFI Foyer 11 UHR: Empowerment Story mit Peter Hackmair anschl. Nudelbuffet (kostenlos) und Tischgespräche CA. 14 UHR Ende Damit uns die Nudeln nicht ausgehen, bitte um Anmeldung unter www.pastatalk.at! Pasta Talk Pakete gibt es direkt beim Kick off bzw. sind ab diesen Zeitpunkt kostenlos bei der Jungen Kirche bis Juni 2020 erhältich.

SPANNENDE BÜCHER VON PETER HACKMAIR: •

Träum weiter. 15 Fragen, die sich jeder Träumer stellen sollte. • Freigereist. 459 Tage auf Weltreise. • Träume verändern. Mehr als eine Biographie. www.peterhackmair.at www.traeum-weiter.at

PETER HACKMAIR

Fußballexperte, Autor

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FREIGEIST ARBOGAST NEWS

„DIE EINZIGE KONSTANTE IM UNIVERSUM IST DIE VERÄNDERUNG.“ (HERAKLIT) VERÄNDERUNG BEDEUTET IMMER AUCH ABSCHIED – DAS AUFGEBEN ALTER MUSTER, DER VERLUST DES VERTRAUTEN, DAS VERLASSEN DER EIGENEN KOMFORTZONE – SOWIE NEUANFANG – DAS AUFBRECHEN AN NEUE UFER, DAS NEUGIERIGE ENTDECKEN DES UNBEKANNTEN, DAS HERZÖFFNEN FÜR DAS, WAS KOMMT.

Da wir sprichwörtliche Gewohnheitstiere sind, sind Veränderungen nicht unbedingt die liebsten Freunde des Menschen. Egal, ob ein Teammitglied geht, der Umzug bevor steht, die Schule zu Ende geht und somit Gefährten getrennte Wege gehen, ein Projekt, an dem man lange Zeit gearbeitet hat, ausläuft, eine Freundschaft im Sand verläuft,… All das sind meist schmerzliche Abschiede, die aber trotzdem ganz viel Hoffnung und Lebendigkeit in sich tragen. Es sind immer wieder neue Weggabelungen, neue Chancen und Gelegenheiten, neue Abenteuer, die sich auftun und [wären wir] allem Abschied voran, als wäre er hinter [uns] (Rainer Maria Rilke), würden wir erkennen, welcher Segen in diesen Veränderungen liegt. „Für irgendwas wird’s schon gut sein.“ „Wer weiß, wofür das gut war.“, sind die schon optimistischeren Versuche, sich selbst zu trösten, wenn sich das tatsächliche Glück noch nicht völlig offenbart. Zuversicht und Gottvertrauen sind starke Begleiter in dieser Zeit – und auch das Vertrauen in sich selbst und in das bisher Erfahrene. Wir alle haben schon viele dieser Veränderungen und Abschiede hinter uns und wir alle haben auch erfahren, dass es – manchmal schneller, manchmal langsamer – weitergeht und wir plötzlich das Schöne und Gute in der neuen Situation erkennen. So dürfen wir uns auch an diese positiven Er-

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fahrungen und Beispiele erinnern und uns gewiss sein, dass es immer weiter geht, dass das Glück, die Freude und die Hoffnung auf uns warten – hinter jeder Weggabelung.

Mi 20. Nov. oder Do 21. Nov. jeweils 8.45-11.30 Uhr oder 14-16 Uhr DIY NATURKOSMETIK für Jugendgruppen, Schüler/innen oder Lehrlinge ab 14

freigeist arbogast bietet Raum für Veränderung, für Weiterentwicklung und für Neues. Hier kannst du dich ausprobieren, lernen, abschalten. Es ist immer genug Platz für das persönliche Gespräch, für den Menschen. Unser Programm ist vielfältig und bunt, erfordert Neugierde und manchmal auch ein bisschen Mut. Bleib immer auf dem Laufenden unter freigeist.arbogast.at

Sa 23. Nov. 14.15-18.15 Uhr REDEN LERNT MAN DURCH REDEN. Vorbereitungsworkshop auf die Präsentation der VWA bzw. Diplomarbeit für Maturant/innen

EINIGE HIGHLIGHTS BIS ZUM JAHRESENDE:

INFO:

Sa 2. Nov. 14.15-18.15 Uhr EINFACH LOCKER BLEIBEN! Der Tag, an dem du lernst, den Stress zu besiegen, für Schüler/innen ab der 9. Schulstufe

Do 16. Dez. 9-17 Uhr WHAT’S YOUR LIFESTYLE? Workshop für Schüler/innen und Lehrlinge ab 15

Katharina Lenz, freigeist@arbogast.at, 05523/62501-848 HP: freigeist.arbogast.at; Fb: @freigeist.arbogast; Insta: freigeist.arbogast Anmeldung: willkommen@arbogast.at

Mo 11. Nov. oder Mo 9. Dez. jeweils 8.15-15.15 Uhr DIE KUNST DES STREITENS Konflikte identifizieren und Wege für ein besseres Miteinander

KATHARINA LENZ

freigeist


MAGAZIN WERKBRIEF

KJJS NEWS

ORGANISATION

KINDER HABEN RECHTE

TERMINE TEAMNEWS

SEIT GENAU 30 JAHREN SIND IN DER KINDERRECHTSKONVENTION DER VEREINTEN NATIONEN DIE RECHTE DER KINDER FESTGEHALTEN. JEDES JAHR HEBT DIE JUNGSCHAR EIN RECHT BESONDERS HERVOR. IN DIESEM JAHR STEHT DER ARTIKEL 3 DER UN-KINDERRECHTSKONVENTION, ALLE KINDER HABEN RECHTE, IM VORDERGRUND. DABEI GEHT ES DARUM, DASS BEI ALLEN MASSNAHMEN DIE KINDER BETREFFEN, DAS WOHL DES KINDES VORRANG HAT. RUND UM DEN 20. NOVEMBER, DEM INTERNATIONALEN TAG DER KINDERRECHTE, FÜHRT DIE KATHOLISCHE JUNGSCHAR ÖSTERREICHS JEDES JAHR EINE KINDERRECHTEAKTION DURCH, UM AUF DIESES WICHTIGE THEMA HINZUWEISEN.

VERTEILAKTION „ich hab‘ Recht!“ lautet unser diesjähriger Slogan zum Tag der Kinderrechte am 20. November. Genau vor 30 Jahren wurde von den Vereinten Nation die Konvention über die Rechte der Kinder beschlossen. Diese Konvention besagt, das jedes Kinder die gleichen Rechte habt. Dabei beruht die Konvention auf vier Grundprinizipien: •

Vorrang des Kindeswohls: Bei allen Entscheidungen, die Auswirkungen auf Kinder betreffen, muss das Wohl des Kindes immer vorrangig berücksichtigt werden. Recht auf Gleichbehandlung: Kein Kind darf aufgrund seines Geschlechts, Herkunft, Sprache, Religion, Hautfarbe, einer Behinderung oder politischer Ansichten benachteiligt werden. Recht auf Leben und Entwicklung: Alle Staaten sorgen dafür, die bestmögliche Entwicklung und Entfaltung von Kindern sicherzustellen, z.B. durch Existenzsicherung, medizinische Versorgung, Bildung und Schutz vor Gewalt. Achtung vor der Meinung des Kindes: Kinder haben das Recht auf eine eigene Meinung, die gehört und berücksichtigt werden muss.

WAS MACHEN WIR? Gemeinsam wollen wir öffentlichkeitswirksam das Thema „Kinderrechte“ nach außen tragen. Dabei wollen wir die Gesellschaft für das Thema sensibilisieren und informieren. Um auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen, gibt es in Vorarlberg am Christkönigsonntag, dem 24.11.2019 in vielen Pfarren nach der Messe eine Verteilaktion, bei der Schokoläd-

le und Postkarten an die Gottesdienstbesucher/innen verteilt werden sollen. WIE KANN ICH MITMACHEN? Jede Ministrantengruppe, Jungschargruppe, Jugendgruppe, etc. in Vorarlbergs Pfarren ist herzlich dazu eingeladen, die Aktion durchzuführen. Die Schokolädle, Postkarten und Plakate können bei der Jungen Kirche Vorarlberg kostenlos bestellt werden (Kontaktdaten siehe unten). Für die Pfarren und Jungschar-/Minigruppen gibt’s auch wieder Gruppenstundenvorschläge zum Thema „Kinderrechte“. BESTELLUNG UND INFORMATIONEN UNTER Mona Pexa mona.pexa@junge-kirche-vorarlberg.at T +43 5522 3485-124

MATERIAL UND BEHELFE Gerne stellen wir euch auch Material zum Thema „Kinderrechte“ zur Verfügung. 2019 widmet sich die Kampagne mit dem Slogan „ich hab‘ Recht!“ dem Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention. www.kath-kirche-vorarlberg.at/jugend/themen/kinderrechte/ material-und-behelfe //

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TERMINE Sonntag, 29.09.2019 | 18:00 Uhr „AN STOA HUPFA LO“ - JUGENDGOTTESDIENST Bregenz, Pipelinestrand Freitag, 04.10.2019 | 14:00 Uhr YOUKEY „STORYTELLING - HÖREN, VERSTEHEN, WEITERERZÄHLEN“ Götzis, Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast Samstag, 12.10.2019 | 10:15 Uhr PASTA TALK - KICK OFF Dornbirn, WIFI & wirtschaft Dornbirn Sonntag, 20.10.2019 | 18:00 Uhr CHEZ MON DIEU Jugendgottesdienst Feldkirch, Treffpunkt vor dem Dom Dienstag, 29.10.2019 | 09:00 Uhr YOUNGCARITAS CITY CHALLENGE - EINBLICK IN DIE SOZIALE ARBEITSWELT verschiedene Orte in Vorarlberg Mittwoch, 30.10.2019 | 14:00 Uhr YOUKEY „PLAYSTORE - SPIELE GEKONNT EINSETZEN“ Götzis, Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast Donnerstag, 31.10.2019 DÍA DE LOS MUERTOS Feldkirch

Mittwoch, 06.11.2019 | 19:00 Uhr „ICH ACHTE DEINE GRENZEN“ GEWALTSCHUTZ BEI KINDERUND JUGENDVERANSTALTUNGEN MIT ÜBERNACHTUNG Nenzing, Pfarrheim Mittwoch, 06.11.2019 | 19:00 Uhr GLAUBE LEBEN: SPIRITUALITÄT - SPIRI - WAS? Dornbirn, Pfarrzentrum Bruder Klaus, Schoren Sonntag, 10.11.2019 | 18:00 Uhr „AN STOA HUPFA LO“ - JUGENDGOTTESDIENST INDOOR Bregenz, noch offen Sonntag, 17.11.2019 | 18:15 Uhr FÜAROBAD Jugendgottesdienst Dornbirn, Pfarrsaal Schoren Samstag, 23.11.2019 | Ganztags GRUPPENLEITER/INNENSCHULUNG TEIL 1 Laterns, Jugendhaus Marienruh Sonntag, 24.11.2019 | Ganztags KINDERRECHTE 2019 VERTEILAKTION Vorarlberg Sonntag, 24.11.2019 | 18:00 Uhr CHEZ MON DIEU Jugendgottesdienst Feldkirch, Treffpunkt vor dem Dom Montag, 09.12.2019 | 18:00 Uhr ESCAPE ROOM - EINGESPERRT

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IM VATIKAN - EINSCHULUNG Dornbirn, Junge Kirche Büro Samstag, 14.12.2019 | Ganztags GRUPPENLEITER/INNENSCHULUNG TEIL 2 Laterns, Jugendhaus Marienruh Sonntag, 15.12.2019 | 18:00 Uhr CHEZ MON DIEU Jugendgottesdienst Feldkirch, Treffpunkt vor dem Dom Sonntag, 15.12.2019 | 18:15 Uhr FÜAROBAD Dornbirn, Pfarrsaal Schoren


MAGAZIN WERKBRIEF ORGANISATION TERMINE TEAMNEWS

ZIELLOS AUF SCHIENE

GRUPPENLEITER/INNENSCHULUNG FÜR JUNGSCHAR UND MINIGRUPPENLEITER/INNEN Du leitest seit Kurzem eine Gruppe in deiner Pfarre oder planst Gruppenleiter/in zu werden? Du suchst Ideen und Anregungen für erfolgreiche und spannende Gruppenstunden mit viel Spiel und Spaß? Du fragst dich, worauf muss ich achten, damit das Gruppenleben für alle Beteiligten zu einer schönen Erfahrung wird? Du willst wissen, warum Konflikte für Kinder wichtig sind und wie du damit umgehen kannst? Du möchtest dich mit anderen austauschen wie sie Kinder für sternsingen und ministrieren begeistern? Du möchtest die Projektpartner der Dreikönigsaktion aus Kenia kennen lernen? Antworten auf diese Fragen und die Möglichkeit zur Auseinandersetzung und Diskussion findest du auf dieser dreiteiligen Ausbildungsreihe. Die Ausbildung schließt mit dem Zertifikat „Leiter/in von Kinder- und Jugendgruppen“ ab.

26.10. bis 01.11.2019 TERMINE: Teil I: 23.11.2019 - 24.11.2019 Jugendhaus Marienruh Laterns Teil II: 14.12.2019 - 15.12.2019 Jugendhaus Marienruh Laterns Teil III: 01.02.2020-02.02.2020 Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast

ZIELGRUPPE: Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene REFERENT/INNEN: Schulungsteam der Kath. Jugend und Jungschar Vorarlberg; Silvia Berger, Andrea Gollob, Raphael Latzer, Simon Nesensohn, Fabian Jochum, u.a. KOSTEN: € 80,-- (inkl. Verpflegung und Unterkunft)

Für alle Ziellos-Narrischen und die Anhänger vom Reisen nach Egalwohin hebt sich das Unterwegssein in die Ungewissheit jetzt auf eine neue Ebene: Ziellos goes Interrail. Das bedeutet sieben Tage, ein Ticket für ganz Europa und alle notwendigen Utensilien zusammengepackt in einen Rucksack pro Nase. 2019 schreibt also Geschichte im siebten Jahr von Ziellos: Wir freuen uns auf ein neues Abenteuer und auf alle, die bei der neuen verrückten Ära von Ziellos dabei sein wollen. Bist du bereit für die neue Ziellosigkeit und zwischen 16 und 25? Dann gleich anmelden! Die Teilnehmer/innenzahl ist beschränkt: johannes.lampert@junge-kirche-vorarlberg.at Details folgen dann im direkten Austausch!

INFOS & ANMELDUNG: team@junge-kirche-vorarlberg.at oder silvia.berger@junge-kirchevorarlberg.at

ALLE INFOS UND WEITERE TERMINE FINDEST DU UNTER: WWW.JUNGE-KIRCHE-VORARLBERG.AT/TERMINE ODER MELDE DICH MIT DEM CODE KJJS BEI UNSEREM WHATSAPP-BROADCAST AN: 0676 832408179

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RÜCKBLICK

KREATIVE KÖPFE IN ST. ARBOGAST Wo wird Kreativität groß und Langeweile klein geschrieben? Genau, bei der musik.sommer.woche der Katholischen Jugend und Jungschar im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast. In der letzten Augustwoche ging es dort zum 15. Mal laut zu und her. Kein Wunder, denn 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bildeten einen stimmgewaltigen Haufen. Bei der musik.sommer.woche, die in Kooperation mit dem Chorverband Vorarlberg durchgeführt wurde, ging es um den Spaß beim Tun und ums Ausprobieren. Der offene Rahmen ließ Platz für Experimente und vor allem Platz, um sich selbst zu entfalten. Morgens probten alle gemeinsam beim Gesamtchor, in dem jede Stimme ihren Platz fand. Die Pop-Rock-Band, der Kinderchor und das Vocal Ensemble waren nur einige der weiteren musikalischen Workshops. Damit der Stimme auch eine Erholung gegönnt war, wurden auch nicht-musikalische Programmpunkte angeboten. Es wurde jongliert, der Wald um Arbogast erkundet, der Clown in sich zum Vorschein gebracht, getanzt, gehandwerkt und sogar T-Shirts wurden mit Siebdruck verschönert. Die zahlreichen Workshops wurden von neun fachkundigen Refe-

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rent/innen geleitet. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem auch von der Marktgemeinde Götzis, dem Land Vorarlberg und der Illwerke VKW AG. LEISTUNG OHNE DRUCK Dass ohne Leistungsdruck viel entstehen kann, zeigen die fünf Tage der musik.sommer.woche immer wieder. Die individuellen Talente jedes/jeder einzelnen stehen im Vordergrund, das stärkt das Selbstbewusstsein. Und weil die Ergebnisse der einzelnen Workshops offen sind, bleibt viel Raum für eigene Ideen – und die hat jede/r. Was bei so viel Freiraum herauskommen kann, präsentierten die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen voller Stolz bei der eineinhalbstündigen Abschlussaufführung, zu der Bekannte, Verwandte und Interessierte zahlreich erschienen. VON KLEIN BIS GROSS Das Angebot ist nicht nur breit gefächert, sondern auch frei kombinierbar. So findet jede Alters- und Interessensgruppe das passende Programm für sich. Das hat zur Folge, dass einige der jetzt schon jungen Erwachsenen bereits als Kind dabei waren. Natürlich kommen jedes Jahr auch neue Teilnehmer/ innen dazu. Diese Community an originellen Köpfen macht die musik.sommer. woche zu dem was sie ist: 5 Tage voller Musik, Kreativität, Gemeinschaft und voller guter Laune.. //


MAGAZIN WERKBRIEF ORGANISATION TERMINE TEAMNEWS

JUNGE KIRCHE AUF DEM SZENE Musik, Festival, Kirche. Moment mal, da kann was nicht stimmen – oder doch? Die Junge Kirche Vorarlberg war im Sommer beim Szeneopenair in Lustenau. Mit der PopUpChurch machten es sich die Mitarbeiter/innen und Freiwilligen Helfer/innen drei Tage lang mitten auf der Szenekilbi gemütlich, immer auf der Suche nach Antworten auf die Frage „Was globsch du?“ Das drei mal drei Meter große Pavillion aka PopUpChurch stach heraus wie ein bunter Hund. „Junge Leute gehen kaum noch in die Kirche, darum kommt die Kirche jetzt zu ihnen“, so Corinna Peter von der Jungen Kirche Vorarlberg. „Wir wollen einfach für die Menschen da sein, Rede und Antwort stehen und eine gute Zeit miteinander haben.“ Dass extrem viel Redebedarf bestand, stellte sich schnell heraus. Gespräche über Gott und die Welt mit einer Christin oder einem Christ zu führen, war für viele eine einmalige Gelegenheit.

Da entstand die eine oder andere lustige Diskussion zwischen Christ und Anhänger/innen dieser etwas anderen Glaubensgemeinschaft. Aus augenzwinkernden Unterhaltungen entwickelten sich des Öfteren aber tiefere Gespräche. Aber auch nicht immer: „Man darf sich selbst nicht zu ernst nehmen. Wir sind auf einem Festival und natürlich steht da der Spaß an erster Stelle. Wir wollen den Leuten einfach zeigen, dass man sich nicht für den eigenen Glauben schämen muss, und dass man mit dem Glauben nicht alleine ist“, erklärte Corinna Peter. ÜBERRASCHEND GUT Die Überraschung war auf beiden Seiten gelungen. Auf der einen, dass Kirche alles andere als verstaubt und langweilig ist, auf der anderen, dass Jugendliche sehr wohl glauben. Als Goodie gab es „Messiah Mints“, also kleine Mintdöschen mit Jesus im Vintagelook. Die Mints sorgten während des Festivals für frischen Atem und das Döschen ist eine kleine Erinnerung an ein Festival mit Kirche. Und genau dort gehört sie auch hin: mittendrin, unter die Leute. //

WAS GLOBSCH DU? Die Antworten auf die Frage, an was man glaubt, waren sehr breit gefächert: an sich selbst, an Gott oder auch an das fliegende Spaghettimonster.

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TEAMNEWS

THOMAS ERLACHER Jugendliturgie & Projekte

Seit Oktober 2017 arbeite ich bei der Jungen Kirche Vorarlberg. Zunächst für 9 Monate als Zivildiener und anschließend als hauptamtlicher Mitarbeiter für Projekte, Jugendliturgie und Social Media. Jetzt wird es leider Zeit Abschied zu nehmen! Ich werde ab Oktober mein Studium in Fachtheologie in Innsbruck beginnen und muss mich deshalb vom besten Team der Welt verabschieden. Ich möchte mich für die vielen schönen Erfahrungen, die tollen Gespräche und die tolle Gemeinschaft innerhalb des Teams bedanken. Es waren zwei wertvolle und erlebnisreiche Jahre… und wer weiß, vielleicht sehen wir uns bald wieder. Auch wir sagen DANKE und wünschen Thomas alles Gute fürs Studium!

Hallo zusammen, mein Name ist Andrea Gollob, ich bin 28 Jahre alt und komme aus Wolfurt. Der eine oder andere kennt mich vielleicht von meiner langjährigen ehrenamtlichen Arbeit in der Pfarre Wolfurt. Mit Mitte September bin ich bei der Jungen Kirche für die Themen Jugendliturgie und Projekt- und Veranstaltungsorganisation tätig. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und der Möglichkeit eine ehrenamtliche Passion als Hauptberuf auszuüben. Neben meinem freizeitlichen Engagement bei der KJ Wolfurt, bin ich gerne in der Natur und lese gerne Bücher.

ANDREA GOLLOB

JS und Ministrantenpastoral & Projekte

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Herzlich willkommen, liebe Andrea!


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T 05522 3485-129 | H 0676 83240 1129 nadin.hiebler@junge-kirche-vorarlberg.at

Nadin Hiebler | Leitung

Susanne Schaudy Dreikönigsaktion, Globale Gerechtigkeit

Christine Schmidle Office & Verwaltung

T 05522 3485-151 | H 0676 83240 7137 nadja.handlechner@junge-kirche-vorarlberg.at

Nadja Handlechner Finanzen, Förderungen

T 05522 3485-124 | H 0676 83240 1124 corinna.peter@junge-kirche-vorarlberg.at

Corinna Peter anstösse, PR & Kommunikation

T 05522 3485-127 christine.schmidle@junge-kirche-vorarlberg.at

STABSTELLEN

T 05522 3485-7132 | H 0676 83240 7132 brigitte.dorner@junge-kirche-vorarlberg.at

Brigitte Dorner Orientierungstage, Firmung

T 05522 3485-7131 | H 0676 83240 7131 daniel.ongaretto-furxer@junge-kirche-vorarlberg.at

Daniel Ongaretto-Furxer Junge Kirche Bregenz, Dreikönigsaktion

T 05522 3485-7133 | H 0676 83240 7133 susanne.schaudy@junge-kirche-vorarlberg.at

ute.thierer@junge-kirche-vorarlberg.at

Ute Thierer Kinderliturgie, JS- & Ministrantenpastoral T 05522 3485-7134 | H 0676 83240 2134

T 05522 3485-7131 | H 0676 83240 2131 silvia.berger@junge-kirche-vorarlberg.at

T 05522 3485-121 | H 0676 83240 1121 fabian.jochum@junge-kirche-vorarlberg.at

Fabian Jochum | Jugend- & Jungscharseelsorger

Silvia Berger JS- & Ministrantenpastoral, Schulungen

T 05522 3485-7137 | H 0676 83240 1109 marcelo.bubniak@junge-kirche-vorarlberg.at

Marcelo Silveira Bubniak Jugend & Pfarre, Hüttenmanagement

H 0676 83240 2823 karin.natter@kath-kirche-bregenz.at

Karin Natter

T 05522 3485-121 | H 0676 83240 2121 andrea.gollob@junge-kirche-vorarlberg.at

Andrea Gollob Jugendliturgie, Projekte

T 05522 3485-109 | H 0676 83240 2124 brigitte.scherrer@junge-kirche-vorarlberg.at

Brigitte Scherrer Junge Kirche Bludenz

T 05522 3485-124 | H 0676 83240 3124 mona.pexa@junge-kirche-vorarlberg.at

Mona Pexa Zivildienst, Projekte

H 0676 83240 2801 stefanie.krueger@junge-kirche-vorarlberg.at

Stefanie Krüger Junge Kirche Dornbirn

T 05522 3485-122 | H 0676 83240 1122 klaus.abbrederis@junge-kirche-vorarlberg.at

Klaus Abbrederis Jugendliturgie, Medien

T 05522 3485-151 | H 0650 3209 022 johannes.lampert@junge-kirche-vorarlberg.at

Johannes Lampert Junge Kirche Feldkirch

FOKUSBEREICH JUNGE LEBENSKULTUR

T 0522 3485-7801 | H 0676 83240 2802 linda.isele@kath-kirche-dornbirn.at

Linda Isele

H 0676 83240 2821 claudia.teichtmeister@kath-kirche-bregenz.at

Claudia Teichtmeister

Annamaria Lau T 05522 3485-7801 | H 0676 83240 7801 anna-maria.lau@kath-kirche-dornbirn.at

T 05522 3485-7131 | H 0676 83240 7131 daniel.ongaretto-furxer@junge-kirche-vorarlberg.at

Daniel Ongaretto-Furxer

Stefanie Krüger T 05522 3485-7801 | H 0676 83240 2801 stefanie.krueger@junge-kirche-vorarlberg.at

JUNGE KIRCHE BREGENZ

JUNGE KIRCHE DORNBIRN

FOKUSBEREICH JUNGE PFARRE

Marcelo Silveira Bubniak | kooptiert Klaus Abbrederis | kooptiert Nadin Hiebler | Geschäftsführerin Fabian Jochum | Jungscharseelsorger

JUGEND- & JUNGSCHARSEELSORGER

LEITUNG

junge-kirche@kath-kirche-vorarlberg.at www.junge-kirche-vorarlberg.at

JUNGE KIRCHE VORARLBERG

Michael Hämmerle | 1. Vorsitzender Simon Nesensohn | 2. Vorsitzender Theresia Egle | 3. Vorsitzende Sandro Wolf | 4. Vorsitzender

kj-und-jungschar@kath-kirche-vorarlberg.at, www.kj-und-jungschar.at

LEITUNGSTEAM DER KATHOLISCHEN JUGEND & JUNGSCHAR VORARLBERG


PostgebĂźhr bar bezahlt. Erscheinungsort: Feldkirch. Verlagspostamt: 6800 Felkdirch. GZ 02Z030073

Alle Kinder haben Rechte. Bei allen MaĂ&#x;nahmen, die Kinder betreffen, muss das Wohl des Kindes Vorrang haben. UN-Kinderrechtskonvention Art. 3

ich hab` Recht! In der Mittedie stehen die Kinder In der Mitte stehen Kinder

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anstösse Herbst 2019  

Verlust

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