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Exkursion Arosa R ü c k b l i c k a u f S k i f r e i z e i t Snowkiten d e r A S t A - A G

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Start-Up Alpletics f ü r G r ü n d e r

T i p p s

Olympiasche Doublette S p o r t g e s c h i c h t e Kölner Nightline b i e t e t o f f e n e s O h r

A D R E N A L I N

Die sportliche Hochschulzeitung AStA | DSHS Schnee, Sonne und Winterpanorama. In dieser Ausgabe wollen wir noch einmal in den Erinnerungen an die vergangenen Ferien schwelgen.

Ausgabe Ausgabe SoSe SoSe 2018 2018 II

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#Wirfueryannic g e g e n D e p r e s s i o n

K a m p f


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A Herausgeber AStA der Deutschen Sporthochschule Köln Titelbild Snowkite-AG Redaktion Julia Heßler | Benedikt Kaninski | Luise Kropff | Sabine Lerche | Lea Rostek Gastautor Kevin Nothnagel Layout Julia Heßler | Omid Mostofi Kontakt (Adrenalin) E-Mail: julia@asta-spoho.de Kontakt (AStA) E-Mail: info@asta-spoho.de - Internet: www.asta-spoho.de Telefon: (0221) 4982 3360

Foto Ob Skifahren, Snowboarden oder Snowkiten – die Liebe zum Wintersport eint viele SpoHos.

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EDITORIAL Liebe Kommiliton*innen, herzlich Willkommen zur neuen Ausgabe unserer AStA-Zeitschrift Adrenalin! Wir hoffen, ihr hattet alle eine schöne vorlesungsfreie Zeit und seid gut in das neue Semester gestartet! Manch eine*r versucht vielleicht gerade noch, die Abdrücke seiner Skibrille mit frischer Sommerbräune zu überdecken. – Derweil präsentieren wir, rückblickend auf die Ferien, diese Ausgabe unter dem Titelthema „Wintersport“. Neben einem Bericht von der Ski-Exkursion nach Arosa findet ihr in diesem Heft eine Vorstellung der Snowkite-AG aus dem AStA-Sportprogramm, einen kritischen Blick auf die vergangenen Olympischen Winterspiele und ein Deutsch-Österreichisches Wörterbuch, das sich auch hervorragend beim kommenden Wanderurlaub gebrauchen lässt. Neben den Beiträgen rund um das Titelthema erhaltet ihr in dieser Ausgabe einige Tipps für die Start-Up-Szene, die immer mehr SpoHo-Absolvent*innen anlockt. Redakteur Benedikt Kaninski führte hierzu ein Interview mit den Gründern der bayrischen Sportartikelmarke Alpletics. Für die Rubrik „Erzähl doch mal“ traf sich Sabine Lerche dieses Mal mit dem SpoHo-Studenten Julian, der in seiner Freizeit eine außergewöhnliche Uhrensammlung hegt und pflegt. Nicht immer läuft im Leben und im Studium alles rund. Aus diesem Grund möchten wir in dieser Adrenalin auch das Thema Sorgen und psychische Probleme ansprechen, indem wir das Hilfsangebot der Kölner Nightline sowie die Initiative „WirfuerYannic“ vorstellen. Zum Einstieg findet ihr auf den Seiten sechs und sieben eine Kurzvorstellung des neuen AStAs, der im Laufe der vorlesungsfreien Zeit durch das Studierendenparlament – abgesehen vom Projekt „Diversity“ – komplett besetzt wurde. Neben vielen bekannten Gesichtern findet ihr dort auch einige Neulinge. Auf den Posten der Referate „Finanzen“, „Hochschulpolitik und Lehre“, „Events und Support“ und „Internationales“ begrüßen euch neue studentische Vertreter*innen.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen euch Julia, die Adrenalin-Redaktion und das gesamte AStA-Team

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I n h a l t s verzeichnis

Die AStA-Familie......................6 Foto des Semesters.....................8 SpoHo-Wahlen...............................10 Das neue StuPa....................................12 Wahlergebnisse......................................14 Rückblick: AStA-Adventsmarkt................15 Helden des Alltags: Matthias Oschwald.........16 Entweder...oder?.................................................18 Film Review...............................................................25 Die SpoHo und ich: Rapper Jolle..................................26 Professor Nolte Orientierungslos?...............................28 Team Köln..............................................................................30 Kreuzworträtsel.......................................................................32 Campusplan........................................................................33 Die Adrenalin-Redaktion...................................................................34

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I n h a l t s verzeichnis

Die AStA-Familie .........................6 Snowkite-AG .....................................8 Startup: Alpletics ...............................10 Initiative „WirfuerYannik“ ...................12 Infobox: Depressionen ..............................13 Kölner Nightline ..............................................14 Video-AG des AStAs .............................................15 Olympische Doublette .............................................16 SpoHo-Exkursion nach Arosa ....................................18 Kreuzworträtsel ..............................................................20 Alm-Rezepte ...........................................................................21 Schattenseite von Olympia .....................................................22 Der Uhrensammler .......................................................................24 Deutsch-Österreichisches Wörterbuch ........................................26 HoPo-News ..............................................................................................28


AStA-Familie Text

AS ASTA

Referentin für Soziales und Sozialpolitik

Sophia

Allgemeiner Studie

22 Jahre, Lehramt (2. FS)

WIR REFERENTEN SIND AUCH

Lieblingsort: Basketballfreiplatz Bestes Mensa-Essen: Schweizer Leckerli E-Mail: sophia@asta-spoho.de Sprechstunde: nach Vereinbarung

Referent für Bildungspolitik und politische Außenbeziehungen

Referent für Hochschulsport

Kevin

27 Jahre, M.A. Lehramt (2. FS)

Stefan

27 Jahre, DEV (4. FS) Lieblingsort: AStA und Playa Bestes Mensa-Essen: Pistazienpudding E-Mail: kevin@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwoch 12-13 Uhr

Lieblingsort: Orte mit Ausblick aufs FC-Stadion Bestes Mensa-Essen: Rheinischer Sauerbraten E-Mail: stefan@asta-spoho.de Sprechstunde: nach Vereinbarung

Referent des Vorsitzes

Referent für Erstsemester*innen

Bastian

Kisolo

39 Jahre, Lehramt (18. FS)

25 Jahre, B.A. Lehramt (7. FS)

Lieblingsort: AStA-Café Bestes Mensa-Essen: Milchreis E-Mail: basti@asta-spoho.de Sprechstunde: Montag 16.30-18 Uhr

Lieblingsort: AStA-Café Bestes Mensa-Essen: Germknödel E-Mail: kisolo@asta-spoho.de Sprechstunde: nach Vereinbarung

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AStA-Familie Text

TA ASTA

Referent für Hochschulpolitik und Lehre

Janne

erendenausschuss

22 Jahre, SUL (2. FS)

H NUR SPORTSTUDENTEN...

Lieblingsort: Basketballfreiplatz und Playa Bestes Mensa-Essen: Kaiserschmarrn E-Mail: janne@asta-spoho.de Sprechstunde: Montag 14-15 Uhr

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Referent für Finanzen

Julia

Max

25 Jahre, MKF (4. FS)

24 Jahre, SMK (5. FS)

Lieblingsort: AStA und Playa Bestes Mensa-Essen: Berner Rösti E-Mail: julia@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwoch 16-17.30 Uhr

Lieblingsort: Halle 21 Bestes Mensa-Essen: Gemüsebällchen E-Mail: max@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwoch 11-12 Uhr

Referentin für Internationales

Referentin für Events und Support

Steffi

Dimitra

20 Jahre, SGP (2. FS)

19 Jahre, SEB (2. FS)

Lieblingsort: Balkon von Wohnheim D Bestes Mensa-Essen: Waffeln E-Mail: steffi@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwoch 17-18 Uhr

Lieblingsort: Playa Bestes Mensa-Essen: Milchreis E-Mail: dimi@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwoch 14-15 Uhr

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Snowkite-AG Text

Snowkiten – ein Sport, der begeistert von SABINE LERCHE Du bist ein Schneefan und hast Lust auf eine Herausforderung und eine echte Trendsportart? Dann ist dieser Sport genau das Richtige für dich: Snowkite wurde bisher über fünf Jahre lang an der Deutschen Sporthochschule Köln angeboten. Leiter der AG ist Tom Zeidler, der selbst schon in Patagonien als Kitesurf-Lehrer ein Praktikum gemacht hat. In Adrenalin gibt er einen Einblick in diese Wintersportart, die in den frühen 2000ern populär geworden ist.

Das Rezept zum Snowkiten Man nehme eine gute Portion Lust auf Neues, viel Gleichgewichtssinn und das Gefühl für das perfekte Timing. Dazu mischt man eine Kite-Ausrüstung, die aus dem Trapez (einer Art Klettergurt), der Bar (das ist die Längsstange zum Festhalten), einer 25 Meter langen Leine und dem Kite (einem großen Tuch mit vernähten Kammern, in denen sich der Wind sammelt) besteht. Dazu noch Skier oder ein Snowboard. Jetzt sucht man sich noch ein schönes Skigebiet, hofft auf viel Schnee und genügend Wind und schon kann es losgehen mit dem Kitesurfen. Von der Theorie zum Snowkite-Mekka Ganz so einfach ist es dann doch nicht, aber „man muss sagen, der SpoHo-Studierende ist ein Schnellchecker“, versichert Tom. Alle rund zehn AG-Teilnehmer*innen sind absolute Neueinsteiger und deshalb geht es auch ganz am Anfang los, und zwar mit Theoriestunden an der Sporthochschule. Die vier bis sechs Stunden orientieren sich an den Inhalten einer professionellen Kitesurf-Einsteigerausbildung. Man lernt

also alles über Wetterbedingungen, das Material und die Sicherheitsbestimmungen. Sogar Vorfahrtsregeln gilt es beim Kiten zu beachten. Im Anschluss folgen die ersten Trockenübungen auf den rechtsrheinischen Pollerwiesen in Köln. „Nur ein alter Kiter ist auch ein guter Kiter“, erklärt Tom, denn nur wer alle Regeln beherrscht und sein Kite steuern kann, der wird damit auch alt werden. Insgesamt bestehen 80 Prozent des Kitesurfens aus der Steuerung. Damit man also ein Gefühl für den Wind, seine Stärke und die Steuerung des Kites bekommt, wird noch ohne Fortbewegung zweimal auf den Pollerwiesen geübt. Danach ist man bereit für den Feldberg, Deutschlands Snowkite-Mekka. Zusammen mit dem Kurs geht es im Winter auf Exkursion in den Schwarzwald. Da auf dem Feldberg der Schnee meist gewährleistet ist und auch genug Wind weht, ist dort eine richtige Snowkitefläche mit Beschilderungen eingerichtet worden. Die perfekten Bedingungen also, um zum ersten Mal wirklich im Schnee zu kiten. Und siehe da, nach nur zwei Tagen können die meisten Teilnehmer*innen schon ihre ersten Meter fahren.

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Gemeinsame Begeisterung verbindet Mit der AG ist der Einstieg ins Snowkiten geschafft und genau das ist auch Toms Intention: „Damit haben wir unser Ziel, den Spirit weiterzugeben, erreicht.“ Wie begeistert die AG-Teilnehmer*innen den Sport weiterverfolgen, zeigt auch die Snowkite-Community, die sich im Laufe der Jahre über Facebook entwickelt hat: Ehemalige Teilnehmer*innen verabreden sich zu Kite-Exkursionen, bilden Fahrgemeinschaften und verbringen Wochenenden zusammen im Schnee oder auf dem Wasser. Denn auch wenn Snowkiten wegen des geringeren Widerstands auf dem Schnee für den Einstieg einfacher ist, das ursprüngliche Kiten macht man auf dem Wasser. Deshalb organisiert Tom jedes Jahr in den Pfingstferien eine Kite-Exkursion nach Dänemark. Vielleicht hat manch eine*n der Kite-Spirit schon jetzt gepackt. Ansonsten könnt ihr euch auch noch ein paar Inspirationen für diese außergewöhnliche, neue Sportart auf der Facebookseite „Crazy for Kites“ holen.


Snowkite-AG Text

Foto Erst die Theorie, dann die Praxis. So lernen SpoHos das Snowkiten in der AG.

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Start-Up-Szene Text

Von der „Couch-Idee“ zur eigenen Marke Ein bayrisches Start-Up geht voran von BENEDIKT KANINSKI Dass sich Heimatverbundenheit und die neuesten Modetrends nicht ausschließen müssen, beweisen derzeit drei junge Männer aus Niederbayern, die mit ihrem eigenen Sport-Label eine echte Marktlücke entdeckt haben. Unter dem Namen Alpletics verkaufen die Gründer Shirts, Pullis und Accessoires, die mit ihren regionaltypischen Aufdrucken begeistern. Auch viele SpoHo-Studierende sind bestrebt, in der Start-Up-Szene Fuß zu fassen. Bereits zahlreiche Unternehmen, Marken und Produkte sind von ehemaligen SpoHos auf den Markt gebracht worden. Doch wie meistert man den Schritt von der Idee bis hin zur tatsächlichen Umsetzung? Die Gründer von Alpletics berichten von ihrem Weg bis zur eigenen Sport-Marke.

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ass uns Pausen im Alltag produktiver machen, ist in den letzten Jahren hinlänglich belegt worden. Doch daran wird der 19-jährige Philipp Bauer wohl kaum gedacht haben, als er 2016 die „Couch-Idee“ hatte, Sportklamotten einen regionalen Touch zu verleihen. Seinen Einfall wollte der junge Mann jedoch auch seinem besten Freund und Nachbarn Lukas Beckerbauer nicht vorenthalten und erzählte ihm von seinen Vorstellungen. Völlig unbedarft und energiegeladen entwickelten die beiden ihre ersten Pläne. „Wir stellten aber schon bald fest, dass wir uns in vielen Geschmacksfragen nicht einig waren“, erklärte uns der 22-jährige Lukas Beckerbauer im Gespräch. Für beide war jetzt klar, dass es für eine ernstzunehmende Umsetzung ihrer Idee noch an Knowhow fehlte. Aus diesem Grund holten sie sich mit dem 27-jährigen Thomas Rieder, einen erfahreneren Produktdesigner, ins Boot. Im Januar 2017 war es dann soweit und Alpletics wurde von der „Couch-Idee“ zum Handelsregistereintrag. Koa pain koa gain“ - ein Schriftzug wird zum Leitbild Das Besondere an den Sportmoden ist der bayrisch-regionale Stil, den die Motive und Schriftzüge zeigen. Die Silhouette einer Bergkette, ein Steinbock oder ein Alpenhirsch-Motiv, sind nur einige der vielen Ideen, die die Gründer auf ihrer Bekleidung umsetzen konnten. Für jede Gelegenheit und besonders beim Training sollen die Sportsachen ein hohes Maß an Komfort bei gleichzeitigem Heimatgefühl

geben. Schriftzüge wie „Koa pain koa gain“ unterstreichen diese Kombination und erschließen damit eine Marktlücke. Doch auch für die Gründer, die nebenbei auch im Studium zielstrebig ihren Karriereweg verfolgen, ist das genannte Motto zum Leitbild geworden. „Vom Internetauftritt, über die Produktion bis zur Verpackung der Ware soll alles professionell und nicht provisorisch wirken“, fasst Philipp Bauer die eigenen Ansprüche zusammen. Deswegen sind die Aufgabenbereiche im Dreierteam klar verteilt und orientieren sich an den Kernkompetenzen der Jungs.

Die drei Köpfe hinter Alpletics: Thomas Rieder, Philipp Bauer und Lukas Beckerbauer (v.l.n.r.). © Alpletics Ohne Kontakte - keine Produktion Auf dem Weg zum eigenen Label taten sich aber schon bald neue Herausforderungen auf, wie uns Beckerbauer berichtete: „Wegen der Qualität und der Arbeitsbedingungen wollten wir die Kleidung in Europa herstellen lassen.“ Doch einen geeigneten Produktionshändler zu finden war schwierig, bis die Gründer durch Zufall einen Zwischenhändler in München trafen, der in Portugal Arbeitsbekleidung fer-

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tigen ließ. Mithilfe des Händlers konnte man dann schon bald die ersten eigenen Produkte in den Händen halten. „Wir hatten am Anfang schon etwas Zweifel, da der Sportmarkt doch sehr groß und umkämpft ist. Als wir aber nach genauerer Recherche erkannt haben, dass es unsere Idee bzw. die Art der Umsetzung auf dem Markt noch nicht gibt und wir dadurch eine Nische belegen könnten, stieg die Motivation noch mehr“, erklärte der 22-Jährige. Aus Bayern in die Welt Für die Zukunft hoffen die drei Jungs aus Bayern, dass sich ihr Label über die Region hinaus verbreitet und viele Sportler mit ihrer Kleidung glücklich gemacht werden können. „Klar, dass wir keine große Sportartikelkette beliefern werden. Aber vielleicht finden wir ja Einzelhändler, bei denen wir kleine Mengen unserer Produkte absetzen können“, wagt Thomas Rieder den Blick nach vorn. „Bis jetzt haben wir ja alles ganz gut hingekriegt“, fügt er hinzu. Einmal ganz von der Firma leben zu können, war für keinen der drei Gründer das Ziel. Philipp Bauer ist dennoch froh, mit seinen Kumpels seine Couch-Idee verwirklicht zu haben, und auch Lukas Beckerbauer weiß, dass die kleine Firma aus Bayern schon einiges erreicht hat: „Aus unserer Sicht hat jeder, der eine gute Idee, ein hohes Maß an Motivation und Durchhaltevermögen sowie starke Nerven mitbringt, die Möglichkeit, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Das wichtigste ist ein gutes Team, das sich durch keinerlei Diskussionen aus der Ruhe bringen lässt. Dies ist nämlich eine noch größere Gefahr, als das tatsächliche Scheitern der Idee.“


Start-Up-Szene Text

Wahlergebnisse

Das Sportlabel DER ALPEN

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Depression Text im Sport

42 Kilometer durch den Schnee von LUISE KROPFF

Wirfueryannic e.V. will das Thema Depression im Sport enttabuisieren. Dafür nimmt der Verein am Engadin Skimarathon in der Schweiz teil.

Foto Wirfueryannic e.V. engagiert sich bei vielen verschiedenen Sportveranstaltungen, um auf die Krankheit Depression aufmerksam zu machen. So auch beim 23. Fari-Cup in Hamburg vergangenes Jahr. © Patrick Pilz

Die Initiative Wirfueyannic e.V. in den sozialen Medien Homepage

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Instagram

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Im Jahr 2017 ist der Engadin Skimarathon die zweitgrößte Skilanglaufveranstaltung der Welt. Zum 50. Jubiläum haben sich knapp 15.000 Teilnehmer*innen angemeldet. Das ist Rekord. Teilnehmen kann jede*r, vom Laien bis zum Langlaufprofi. Ob alleine im Kampf gegen die Kilometer oder in einer Gruppe. Zum ersten Mal mit dabei war ein Team in einheitlichen grauen T-Shirts und dem orangefarbenen Aufdruck #wirfueryannic. Wirfueryannic e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Dialog, Aufklärung und Hilfe rund um die Volkskrankheit Depression fördert. Unterstützt werden Sportteams und deren Gemeinschaften, die einen Beitrag zur Enttabuisierung von Depressionen leisten möchten. Das Motto: gemeinsam physische und psychische Gesundheit fördern und ein gesellschaftliches Umdenken ins Rollen bringen. Liegt die Geschichte des Engadin Skimarathons bereits 50 Jahre zurück, hat die von Wirfueryannic e.V. erst begonnen. Im Jahr 2016 begeht Yannic Suizid. Der Grund für seinen Selbstmord ist die Krankheit Depression. Freunde von Yannic gründeten daraufhin den Verein Wirfueryannic, um die Erkrankung in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Mission in der Schweiz: #wirfueryannic möch-

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te seine Geschichte erzählen. Depression ist immer noch ein Tabuthema. Mit der Gründung des Vereins wurde die Problematik verstärkt thematisiert. So berichteten der WDR, das Hamburger Abendblatt, die Badische Zeitung und der SWR. Dadurch, dass Wirfueryannic e.V. bei Sportwettkämpfen in der ganzen Welt teilnimmt, wird die Unternehmung präsent. Auf 42 Kilometern setzt das #wirfueryannic-Team ein Zeichen. Vom Startpunkt in Maloja über die zugefrorenen Oberengadiner Seen, die Olympiaschanze in St. Moritz hinauf, durch die engen Gassen des Ortes Chamues-ch, bis hin zur Zieleinfahrt in S-Chanf sagen die orangefarbenen Logos auf den grauen T-Shirts: Depression ist keine Schwäche, sondern eine Krankheit. Patrick Pilz, Student der Deutschen Sporthochschule Köln, ist Mitinitiator des Vereins. Gemeinsam mit vielen aktiven und ehemaligen Spitzensportler*innen engagiert er sich und macht auf Depressionen im Sport aufmerksam. Der Dialog soll das Thema enttabuisieren, Aufklärung die Stigma brechen, die in der Gesellschaft vorhanden sind, und Hilfe für kranke Sportler*innen angeboten werden. Dafür kämpfen sich die Unterstützer gemeinsam durch den Schnee.


Depresson Textim Sport

Infobox: Depression

– eine Krankheit, die jede*n treffen kann

„Ach, mir geht es nicht so gut, ich bin etwas depri in letzter Zeit wegen der Arbeit“. Die umgangssprachliche Verwendung des Begriffs „Depression“ und ihr inflationärer Gebrauch können irreführend sein. Hinter einer Depression im medizinischen Sinne steckt nämlich weitaus mehr als nur ein vorübergehendes Stimmungstief, durch das jede*r ab und zu einmal geht. Bei einer Depression handelt es sich um ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das mit Störungen von Körperfunktionen einhergeht und das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen stark beeinflusst. Eine Depression verursacht erhebliches Leid. Um sie zu heilen, bedarf es dringend Hilfe. Nur selten können die Erkrankten selbst dem Kreis aus negativen Gedanken, gedrückter Stimmung und Antriebslosigkeit entkommen. Mit Hilfe von Psychotherapie und Medikamenten sind Depressionen jedoch in der Regel gut heilbar.

pektive. Im schlimmsten Fall kommt es zu Todesgedanken und Suizidgefährdung. Treten über zwei Wochen oder länger mindestens zwei der drei Hauptsymptome und zusätzlich mindestens zwei Nebensymptome auf, wird die Diagnose Depression gestellt. Für Freunde und Angehörige ist eine Depression nicht immer leicht zu erkennen. Eine ausgeprägte Veränderung im Verhalten, Unruhe, Schlafstörungen, Grübeln und sozialer Rückzug können Hinweise sein. Doch auch die Selbstdiagnose ist nicht leicht. Viele Menschen fragen sich: Bin ich betroffen? Der Online-Selbsttest der Stiftung Deutsche Depressionshilfe kann ein erster Schritt sein. Nach neueren Studien ist im Durchschnitt jede vierte Frau und jeder achte Mann im Laufe des Lebens von einer Depression betroffen. Eine Depression ist also eine Krankheit, die uns alle treffen kann. Als Auslöser lässt sich meist kein einzelner Grund benennen. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel verschiedener bio-

Eine Depression ist durch bestimmte Symptome gekennzeichnet. Dabei wird zwischen Haupt- und Zusatzsymptomen unterschieden, anhand derer man den Schweregrad einer Depression festlegt. Zu den Hauptsymptomen zählen eine depressive und getrübte Grundstimmung, Interessen- und Freudlosigkeit, Antriebsminderung und Energieverlust. Zusätzlich hierzu können die Konzentration und Aufmerksamkeit, aber auch das Selbstwertgefühl der Betroffenen sinken. Es kann zu Schlafstörungen und Appetitverlust kommen. Häufig entwickeln Betroffene eine pessimistische Zukunftspers-

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von JULIA HEßLER

logischer, psychosozialer und umweltbezogener Faktoren, die bei der Entstehung einer Depression eine Rolle spielen: einerseits Veränderungen im Körper und insbesondere neurobiologische Veränderungen im Gehirn, andererseits Ereignisse und Erfahrungen im direkten persönlichen Umfeld. Depressionen und Sport Sport macht Spaß und wirkt sich positiv auf das körperliche und seelische Wohlbefinden aus. Durch Bewegung vermehrt sich die Freisetzung von Botenstoffen im Gehirn, die einen positiven Einfluss auf die Stimmung haben. Zugleich werden weniger Botenstoffen des Immunsystems freigesetzt, denen eine negative Wirkung auf Depressionssymptome zugeschrieben wird. Das Erreichen selbstgesteckter Ziele und die Verbesserung der Fitness steigern darüber hinaus die Zufriedenheit und das Selbstvertrauen. Beim Sporttreiben selbst bleibt meist keine Zeit für negative Gedanken, in denen sich Depressive oft gefangen sehen. Bewegung kann daher bei Menschen mit gedrückter Stimmung eine sinnvolle Maßnahme sein. Im Leistungssport hingegen stellen verschiedene Ereignisse eine erhöhte Gefahr für die Entwicklung depressiver Erkrankungen dar: Verletzungen und Übertraining, aber auch Misserfolge und Konflikte im sportlichen Umfeld sowie das Karriereende können kritische Phasen einleiten. Im Fall einer Depression ist es wichtig, frühzeitig einen Arzt zu Rate zu ziehen. Denn je früher eine Depression erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden.


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Kolner Text Nightline

Ein offenes Ohr Stress im Studium? Prüfungsangst, Geldprobleme oder Streit in der Beziehung, aber niemand ist da, der dir gerade zuhört? Unter der 0800/4703500 findest du ein offenes Ohr für deine Sorgen. von JULIA HEßLER Die Nightline Köln e.V. ist ein Angebot von Studierenden an alle Studierenden der Kölner Universitäten und Hochschulen. Anrufer*innen können am Telefon über alles sprechen, was ihnen Kummer bereitet. Die Mitarbeiter*innen der Nightline begegnen den Anrufer*innen vorurteils- und wertungsfrei. Entsprechend der Prinzipien der Verschwiegenheit und Anonymität behandeln sie das Gespräch außerdem streng vertraulich. Die Nightliner am anderen Ende der Leitung sind für die Studierenden da, und das zu einer Zeit, zu der die Einsamkeit häufig am deutlichsten spürbar wird: nachts. Während der Vorlesungszeit ist die kostenlose Nummer der Nightline immer montags, dienstags, donnerstags, freitags und sonntags von 21 bis 1 Uhr besetzt. Ein ehrenamtliches Projekt Am 28. Februar 2018 war Carsten Schneider zu Besuch in der AStA-Sitzung, um das Angebot der Nightline vorzustellen. Carsten arbeitet selbst seit mehreren Jahren als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Nightline. Das Projekt Nightline gibt es nicht nur in Köln, sondern inzwischen an 18 Hochschulstandorten in Deutschland. Die Idee des Zuhörtelefons von Studierenden für Studierende stammt ursprünglich aus Großbritannien. Die Kölner Nightline besteht aktuell aus 30 studentischen Mitarbeiter*innen. Zwei davon kommen von der SpoHo.

Das Konzept der Nightline ist sehr erfolgreich und es konnte schon sehr vielen Studierenden am Telefon geholfen werden, berichtet Carsten. Im Jahr 2004 wurde die Nightline Heidelberg sogar vom Deutschen Studentenwerk mit dem „Studentenwerkspreis für besonderes soziales Engagement im Hochschulbereich“ ausgezeichnet. Diesen Preis erhalten Studierende, die sich in besonderer Weise für andere Studierende in ihrem Hochschulraum eingesetzt haben. Gespräche auf Augenhöhe Bei der Nightline helfen Studierende ihren Kommiliton*innen. Das Gute daran ist, dass sie den Anrufer*innen auf Augenhöhe begegnen und außerdem ihre Lebenswelt als Studierende kennen. Die Nightliner wissen, wie es sich anfühlt, wenn die Prüfungsphase naht und man noch nicht ausreichend zum Lernen gefunden hat. Sie haben selbst erlebt, wie es ist, neu an einer Uni zu sein und sich erst einmal zurechtfinden zu müssen. Oft können die Nightliner deshalb im Gespräch entdecken, dass die Hilfesuchenden bereits Lösungsansätze in sich tragen, die sie nur noch nicht wahrnehmen. Die Hemmschwelle, bei einem anonymen Sorgentelefon anzurufen, sei außerdem niedriger, als die Hürde, einen Psychologen aufzusuchen, erklärt Carsten. Dennoch kann ein Anruf bei der Nightline einen Besuch beim Psychologen nicht

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ersetzen: „Die Nightliner sind in Gesprächsführung geschult, aber sie geben keine psychologische Beratung. Dafür sind wir schlicht nicht ausgebildet. Wir hören zu und versuchen bei Bedarf, geeignete Institutionen oder Einrichtungen für weitere Hilfe zu nennen.“ Die Nightline sucht Verstärkung Aktuell ist die Nightline auf der Suche nach neuen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Als Nightliner erwirbt man Erfahrungen im Bereich des sozialen Lernens, wie sie einem sonst im Hochschulraum und während ihres Studiums kaum geboten werden. Als zukünftiger Nightliner ist man etwa drei bis fünf Abende pro Semester im Telefondienst tätig, jeweils immer zusammen mit einem/-r Partner*in. Dabei wird man als Neuling aber nicht einfach ins kalte Wasser geschmissen, sondern lernt an zwei Schulungen die Grundlagen der Gesprächstechnik. Neben dem Telefondienst erklären sich Mitarbeiter*innen der Nightline dazu bereit, sich in einer der Arbeitsgruppen, wie z. B. dem Technik-, PR-, Bewerberteam etc., zu engagieren. Falls du noch weitere Fragen hast, informiere dich unter http://www.nightline-koeln.de der kontaktiere die Nightline per E-Mail unter bewerberteam@nightline-koeln.de.


AStA-Video-AG Text

AStA-Video-AG Hast Du Lust, selbst TV-Beiträge über Sport, das Studierendenleben, die SpoHo und eigene Themen zu erstellen? Möchtest du lernen, wie man einen spannenden Beitrag aufbaut, richtig mit der Kamera arbeitet und Clips schneidet? Dann bist du richtig in der neuen Video-AG des AStAs! Die AG soll einen Raum zum Lernen und zum gegenseitigen Austausch bieten. Die Videos werden auf den Plattformen der AStA-Videoredaktion Adrenalink[L]ick veröffentlicht und dienen den Studierenden als Arbeitsproben für ihr späteres Berufsleben. Neben der Redaktionssitzung sowie Workshops zu verschiedenen Themen im Bereich Videoproduktion bleibt Zeit zur selbständigen oder gemeinsamen Projektarbeit. Die Kooperation der AG mit der Landesanstalt für Medien NRW ermöglicht bei Nachfrage die Ausstrahlung deiner Beiträge im TV. Außerdem erhältst du professionelles Feedback zu den selbst erstellten Beiträgen von der LfM. Gelegentlich können Ausflüge zu bekannten TV-Sendungen u.ä. organisiert werden. Teilnehmer*innen mit und ohne Vorerfahrungen sind herzlich willkommen! • Teilnehmerzahl begrenzt • Regelmäßige Teilnahme erforderlich • Voranmeldungen per E-Mail an julia@asta-spoho.de

Mittwochs, 18-20 Uhr PC-Schulungsraum 3

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Olympische Text Doublette

Die Olympische Doublette Im Sommer 1971 errichtet die BRD anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 den ersten künstlichen Wildwasserkanal der Welt. Im Frühjahr 1972 eröffnet der zweite künstliche Wildwasserkanal der Welt. In Zwickau-Cainsdorf. In der DDR. Eine Geschichte mit genügend Potenzial für eine Spionage-Story. von LUISE KROPFF

Ein knackig frischer Wind weht durch die DDR. Die Kälte der Nacht hat das Laub in Sachsen mit einer leichten Frostschicht überzogen. Werner Lempert stapft in Zwickau-Cainsdorf die „Mulde“ entlang. Bei jedem seiner Schritte geben die fragilen Mikroeisplättchen mit einem leichten Knacken nach. Drei Monate Bauzeit liegen hinter dem ehemaligen Bauherren. Noch sechs Monate Trainingszeit liegen vor dem Kanu-Verbandstrainer der Deutschen Demokratischen Republik bis zu den Olympischen Sommerspielen 1972.

Im 330 Kilometer entfernten Zwickau-Cainsdorf, exakt nach westdeutschem Vorbild. Doch der DDR fehlten wichtige Details der Strecke. Lempert erinnerte sich 40 Jahre später in der „München 1972“ Talkshow des Bayerischen Rundfunks: „Wir hatten damals nicht die Pläne, wir hatten leider nur diese Modellaufnahmen, die den internationalen Verbänden zur Verfügung gestellt wurden. Allerdings hatten wir keine Details darüber, wo die Hindernisse saßen. Und da dachten wir, dann müssen wir nachgucken, wie das dort aussieht.“ Ende 1971 vervollständigt Lempert den Bauplan einfach selbst.

Im Kalten Krieg befand sich das geteilte Deutschland inmitten des Konflikts zwischen den Westmächten und dem sogenannten „Ostblock“. Nicht nur die physische Spaltung beider Systeme 1961, sondern auch auf der internationalen olympischen Ebene des Sports separierten sich die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik. 1972 in München wollten beide Staaten ihre nationale Souveränität unter Beweis stellen. Der Sport wird zum politischen Werkzeug. Der Medaillenspiegel eine Messskala für Souveränität.

Ausgestattet mit einem 50 Meter langen Maßband, Kamera, einem großen Block und Bleistift reiste der Verbandstrainer mehrmals in den Westen und verschaffte sich inkognito Zugang zum Augsburger Olympiagelände. „Ich habe gesagt, dass ich vom Kanuverband komme und mich über den Stand der Entwicklung der Wettkampfstätte informieren muss“, so Lempert im Bayerischen Rundfunk. Zurück in Zwickau-Cainsdorf ließ er die Ergebnisse seiner Reise als Wintermaßnahme des Autobahnkombinats direkt in Beton gießen. „Durch die Informationen haben wir versucht, die Wettkampfstrecke aus Augsburg in Zwickau in ähnlicher Form nachzubauen“, so der selbst ernannte Vermessungstechniker weiter. Dass er „ziemlich zuverlässig“ in Augsburg nachgeschaut hatte, kam nach dreimonatiger Bauphase in Zwickau-Cainsdorf zur Geltung.

Der Kanuslalom feierte bei den XX. Olympischen Sommerspielen in München seine Premiere. Die BRD baute eigens dafür in Augsburg am Lech den ersten künstlichen Wildwasserkanal der Welt. Mitte 1971 fertiggestellt, fanden dort im Sommer vorolympische Testwettkämpfe statt. Die Bundesrepublik Deutschland kam auf dem 660 Meter langen und mit 36 Hindernissen gespickten Kanal hervorragend zurecht. Anders der „Klassenfeind“. Für die Kanuten der DDR war die ungewohnte Betonrinne ein Kampf. Das ernüchternde Wettkampf-Ergebnis von zwei Bronzemedaillen stellte weder die Fahrer, noch die Funktionäre der DDR, noch Werner Lempert zufrieden.

Am 28. Februar 1972 konnte der DDR Kanuverband mit dem Training in der „Mulde“ beginnen, erzählte Werner Lempert 2017 bei einem Vortrag vor dem DDR-Kabinett-Bochum. Die DDR-Athleten erlitten zu Beginn noch Hautabschürfungen durch den frischen Beton. Doch das sechsmonatige Training auf der Augsburger Doublette erbrachte den erwünschten Lohn. Als ab dem 28. August 1972 die Wettbewerbe

Die Lösung des Leistungsproblems: Der zweite künstliche Wildwasserkanal der Welt sollte errichtet werden.

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Olympische Text Doublette

Foto Die Kanustrecke der DDR im Jahr 2016. © VIMUDEAP.info, Fotograf: ThomasKemnitz.de im Kanuslalom der Männer und Frauen in Augsburg ausgetragen wurden, gewann die Deutsche Demokratische Republik souverän alle vier möglichen Goldmedaillen. DDR-Olympiasieger Siegbert Horn wird später schmunzeln: „Das war für uns in Augsburg wie ein Spaziergang mit dem Dackel im Park.“ Der vierfache goldene Gewinn und das viermalige Intonieren der DDR-Hymne im Land des „Klassenfeindes“ übertrifft das Ziel des Verbands aus der DDR, so René Wiese und Jutta Braun in Ästhetik und Politik. Deutsche Sportfotografie im Kalten Krieg.

ginn der Spiele erfuhr Brümmer von der ostdeutschen Trainingsstätte. Als Spion sieht Lempert sich bis heute nicht. Nach wie vor ist er stolz auf die Originalität seines Planes und betonte in Bochum: „Gewonnen haben die Sportler der DDR nicht wegen der geklauten Strecke, schließlich hatten die BRD-Kanuten den Vorteil ihrer Heimstrecke. Die Strecke in Zwickau half, den großen Heimvorteil der Gastgeber zu verringern. Gewonnen haben die Sportler, weil sie mit Begeisterung bei der Sache waren, weil sie hervorragend trainiert haben (und) weil sie von sehr guten Trainern und Wissenschaftlern betreut wurden.“

Für die Westdeutschen Kanuten bedeutete das Ergebnis eine Schmach. Siegessicher seien sie zwar nicht gewesen, sagte BRD-Nationaltrainer Günter Brümmer 2011 gegenüber dem Spiegel, „aber eine Enttäuschung war das Resultat dennoch“. Erst kurz vor Be-

Und weil letztendlich 2,2 Millionen Mark für die Verringerung eines Heimvorteils investiert wurden.

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Exkursion TextArosa

„Grüezi miteinand - dies ist - die SpoHo zu Gast im sch Am 26. Februar machte sich der diesjährige Wintersportkurs auf die lange Reise in Richtung Schweiz. Mit an Bord viel Gepäck und eine enorme Vorfreude auf die folgenden elf Tage. Am frühen Abend traf dann auch endlich der mit SpoHos beladene Zug im verschneiten und vor allem kalten Arosa ein, wo im Hotel schnell die Zimmer gefunden waren und sich alle einleben konnten. Am nächsten Morgen stieg die Motivation, endlich wieder auf den Ski oder dem Snowboard zu stehen, noch einmal, denn trotz frostiger Temperaturen um -20 Grad sah man beim Blick aus dem Fenster die sonnig verschneite Berglandschaft. Nach einem guten Frühstück ging es zunächst mit dem Shuttlebus und anschließend mit dem Lift hinauf ins Skigebiet. Es folgte eine kurze Aufwärmung und schon stand man in Kleingruppen auf den Brettern, um sich am ersten Tag zunächst einmal einzufahren und das Gebiet kennenzulernen. An den folgenden Skitagen wurde dann besonders an der Technik gefeilt und im Rahmen der polysportiven Ausbildung bekamen die SpoHos Einblick in den Langlauf, das Telemarkskifahren, Schneeschuhwandern oder Snowboarden. Bei meist perfekten Pistenverhältnissen und gutem Wetter fragte sich der ein oder andere schnell, ob dies wirklich noch zur universitären Ausbildung gehöre oder schon eher Urlaub sei. Der Gedanke war jedoch auch den Dozierenden nicht fremd, die geduldig, aber bestimmt ihre Inhalte vermittelten und allen Schneesportler*innen noch einiges beibringen konnten. So ergab sich eine tolle Atmosphäre in der gesamten Gruppe und beim ein oder anderen Kaltgetränk am Abend wurden die Skier oder Boards gewachst – oder für die Klausur gelernt.

Zum Wochenende hin wurden dann auch die eisigen Temperaturen milder und beim Schneeschuhwandern im frischen Schweizer Pulverschnee konnte nicht nur die anstehende Klausur einen kurzen Augenblick vergessen werden. Das anschließende Lawinentraining erforderte dann aber wieder die vollste Aufmerksamkeit und die Studierenden erkannten, welche Gefahren mit dem Wintersport einhergehen können. Nach der geschriebenen Klausur am Montagabend wurde es am Dienstag beim „Arosa-Supercup“ auch sportlich das erste Mal ernst. Im Riesentorlauf bot sich die Möglichkeit mit einem schnellen Schwung allen davon zu fahren und sich die heiß begehrten Preise zu sichern. Diese wurden bei einer legendären Preisverleihung in der „Losbar“ übergeben und anschließend ausgelassen gefeiert. Dabei vergaß jedoch niemand, dass auch die praktische Prüfung noch ins Haus stand und so wurde sich trotz widrigenr Bedingungen und starkem Schneefall konzentriert vorbereitet. Erneut zeigte sich dabei, dass sich auch die Ausbilder viele Gedanken gemacht hatten und mit großem Engagement und Einsatz bei der Sache waren. Der letzte Tag versprach dann nicht nur aufgrund der praktischen Prüfung ein besonderer zu werden. Bei strahlendem Sonnenschein und einem tollen Alpenpanorama zeigten alle Studierenden ihre Qualitäten im Wintersport auf teils schwierigen Abfahrten. Am Nachmittag durfte dann noch einmal die Sonne genossen werden und einige Studis nutzten das tolle Wetter für die letzten Kurven des Winters. Am Abend machte sich die Gruppe dann auf den Heimweg, diesmal ebenfalls mit viel Gepäck, aber vor allem mit unglaublichen Erfahrungen und Erinnerungen in den Köpfen.

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Exkursion TextArosa

st eine Lehrveranstaltung“ hweizerischen Arosa von BENEDIKT KANINSKI

Foto Beim LVS-Training zeigte sich, dass Wintersport auch ein hohes Maß an Verantwortung fordert. © Benedikt Kaninski

Foto Bei der Exkursion nach Arosa kam auch der Spaß in der Gruppe nicht zu kurz. © Benedikt Kaninski

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Text .. Kreuzwortratsel

Kreuzworträtsel 1. Anzahl der deutschen Goldmedaillen in Südkorea 2. Wer führte in Pyeongchang den Medaillenspiegel an? 3. Name des deutschen Fahnenträgers in Pyeongchang 4. Höchster Berg in den Alpen 5. Bekanntes Skigebiet in Österreich 6. Paradeiser auf Deutsch 7. Schweizer Uhrenmarke 8. Kältester Monat Deutschlands 9. Eine Wintersportart 10. Nachname einer deutschen Olympiasiegerin 2018 11. Frühlingsblüher 12. Synonym für kalt 13. Trainer der Kölner Haie 14. Vollständiger Name des DEL-Team: Nürnberg … 15. Ein Wintervergnügen

Erstellt mit XWords, dem kostenlosen Online-Kreuzwort-Generatur

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Rezepte Text

Alm-Rezepte Reiberdatschi

von Julia Heßler

Mit leckeren Reiberdatschi, zu Deutsch Kartoffelpuffer, zaubert man sich schnell das Gefühl von der Österreichischen Alm ins eigene zu Hause. Und sie sind leichter zubereitet als gedacht! Das Gericht kann man sowohl süß, mit Apfelkompott oder Preiselbeeren, als auch deftig mit Kräuterquark genießen. Zutaten für 2 Portionen 800 g große Kartoffeln (mehlig kochend) • 1 TL Salz • 2 EL feine Haferflocken (oder Semmelbrösel) • 2 Eier • 1 kleine Zwiebel • Muskatnuss • Schwarzer Pfeffer • Reichlich Öl zum Braten Die Kartoffeln waschen, schälen und reiben (nicht zu fein). Die Kartoffelmasse in einem sauberen Küchentuch gut ausdrücken. Mit dem Salz, den Haferflocken und den Eiern gründlich verrühren. Die Zwiebel fein reiben und unter den Kartoffelteig mischen. Mit Muskat und Pfeffer würzen. In einer großen Pfanne reichlich Öl nicht zu stark erhitzen. Für jeden Reiberdatschi etwa einen gehäuften Esslöffel Kartoffelmasse hineingeben und mit einem Pfannenwender flach drücken. Die Puffer so lange braten, bis sie auf der Unterseite goldbraun sind. Danach wenden und auch auf der anderen Seite goldbraun backen. Die fertigen Reiberdatschi auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und den übrigen Teig verbraten. So heiß und frisch wie möglich servieren, dann schmecken sie am besten!

Schiwasser Das rosarote Erfrischungsgetränk aus den Alpen gilt als das Lieblingsgetränk der Skifahrer*innen. Früher bereiteten die Almwirte das Getränk angeblich nur mit aufgetautem Schnee zu. Auch wenn das Skiwasser heute mit Mineralwasser aufgegossen wird, ist der meist teure Preis auf der Alm unangemessen. Sieht man sich das Rezept des Kultgetränks nämlich genauer an, stellt man fest, es ist total simpel. Zutaten für 1 großes Glas 4 cl Himbeersirup • 6 cl Zitronensaft • 0,5 l kühles Wasser Zur Zubereitung einfach die Zutaten in einem großen Glas vermischen. Das Mengenverhältnis kann je nach Geschmack, ob man es süßer oder saurer mag, auch etwas angepasst werden. Zur Dekoration eignen sich Zitronenscheiben, Himbeeren und Eiswürfel. Klassischerweise verbindet man mit dem Schiwasser zwar den Himbeergeschmack, mit verschiedenen Sirup-Sorten lassen sich aber auch weitere leckere Varianten des Schiwassers zaubern. Eine weitere Variante erhaltet ihr, wenn ihr Sirup und Zitronensaft mit heißem statt mit kaltem Wasser aufgießt. So bereitet ihr ganz leicht anstelle eines kühlen Durstlöschers ein Schiwasser als Tee zu.

Kaiserschmarrn Bergluft, ein toller Ausblick, eine Almhütte und eine große Portion Kaiserschmarrn! Was gibt es Besseres? Zutaten für 2 Portionen 40 g Rosinen • 2 EL Rum (oder Wasser) • 3 Eier • 1 Packung Bourbon-Vanillezucker • 1/2 EL Zucker • 1/2 Prise Salz • 125 g Mehl • 250 ml Milch • 25 g Butter • Etwas Butter für die Pfanne • 2 TL Puderzucker Die Rosinen mindestens eine halbe Stunde, bevor ihr mit der Zubereitung beginnt, in Rum einlegen. Wenn ihr keinen Alkohol mögt, nehmt ihr einfach die entsprechende Menge an Wasser, um die trockenen Rosinen etwas einzuweichen. Die Eier trennen. Das Eigelb in eine Schüssel geben und mit dem Vanillezucker, einem halben Esslöffel Zucker und einer Prise Salz mit dem Handrührgerät innerhalb von einigen Minuten schaumig aufschlagen. Nach und nach rührt ihr nun abwechselnd immer jeweils einen Löffel Mehl und einen guten Schuss Milch ein, bis Mehl und Milch aufgebraucht sind. Die Butter in einem Topf oder (vorsichtig) in der Mikrowelle zerlassen und in den Teig gießen. Das Eiweiß zu einem festen Eischnee aufschlagen und diesen mit einem Löffel langsam aber gründlich unter die Teigmasse heben, bis sich eine homogene, luftige Masse daraus ergibt. Danach rührt ihr die (Rum-) Rosinen – ohne die Flüssigkeit – unter die Masse. Und schon ist der Teig fertig! Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und den Teig circa 1 cm hoch eingießen. Die Hitze reduziert ihr etwas und lasst den Teig goldgelb anbacken. Um den richtigen Moment zu erwischen, schaut ihr am besten hin und wieder darunter. Hat der Teig eine schöne goldgelbe Farbe erreicht, viertelt ihr die Masse und wendet die Stücke einzeln, um sie von der anderen Seite anzubacken. Zum Schluss zerrupft ihr den Teig mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke und bestreut den Pfanneninhalt mit 2 TL Zucker. Den Zucker auf dem fertigen Kaiserschmarrn lasst ihr noch kurz karamellisieren. Nun ist der Kaiserschmarrn bereit, um auf Tellern mit etwas Puderzucker und – je nach Geschmack – z.B. Apfel-, Pflaumenkompott oder Vanilleeis angerichtet zu werden. Guten Appetit!

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Schattenseite Text von Olympia

Die Schattenseite von Olympia von LEA ROSTEK

Olympia – des einen Freud, des anderen Leid. Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Februar dieses Jahres tauchten hinter der Fassade einige Probleme auf. Während die Athleten und Athletinnen in den einzelnen Disziplinen um einen Platz auf dem olympischen Siegertreppchen kämpften, gab es auch abseits der Sportstätten viele Verlierer. Besonders die ortsansässigen Ski- und Snowboardverleiher wurden durch die Olympischen Winterspiele benachteiligt. Das Skigebiet musste bereits ab dem 21. Januar geschlossen werden, obwohl die Saison normalerweise bis in den März andauert. Aufgrund des fehlenden Skitourismus konnten die Verleiher fast zwei Monate keine Geschäfte machen, das fehlende Einkommen bereitet ihnen nun Sorgen in Hinblick auf die Zukunft. Denn im Gegensatz zu den Hoteliers und Gastronomen in dem Skigebiet, die eine Entschädigung bekamen und mit den Winterspielen sogar Geld verdienten, gingen die Ski- und Snowboardverleiher leer aus. Der Austragungsort brachte noch ein weiteres Problem mit sich, und zwar den extrem starken Wind. Dieser zwang die Veranstalter sogar dazu, vier Wettbewerbe aus dem Bereich des Skirennens zu verschieben, darunter die Abfahrt der Männer, der Slalom und Riesen-Slalom der Frauen sowie das Einzelrennen der Biathlon-Frauen. Viel schlimmer ist jedoch, dass manche Wettbewerbe trotz extremer Windverhältnisse stattfanden. Im Snowboard-Slopestyle der Frauen gab es aufgrund orkanartiger Böen zahlreiche Stürze. Die Gesundheit der Athletinnen schien in diesem Moment nur zweitrangig zu sein, die Einhaltung des Plans stand hingegen an erster Stelle. Doch der Wind war kein urplötzlich

auftretendes Problem, vielmehr war mit ihm aufgrund der geographischen Lage des Austragungsortes sogar zu rechnen. Pyeongchang liegt im kältesten und windigsten Gebiet von Südkorea. Die Abfahrt der Herren fand auf dem 1.561 Meter hohen Berg Gariwang statt. Dort kann der Wind eine Geschiwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern erreichen. Kein Wunder also, dass dieser Wettbewerb aufgrund zu starken Windes verschoben werden musste. Neben den ortsabhängigen Problemen wurden die Spiele erneut durch Dopingfälle überschattet. Bereits vor den Spielen kamen Mängel an den Flaschen auf, die für die Aufbewahrung der Dopingproben genutzt werden. Diese konnten ohne weitere Umstände geöffnet werden, wodurch eine Manipulation der Proben ungesehen stattfinden konnte. Für Pyeongchang musste der Mechanismus der Flaschen schnell verbessert werden. Des Dopings überführt wurde zunächst der slowenische Eishockeyspieler Ziga Jeglic, später auch der japanische Shorttracker Kei Saito. Für großes Aufsehen sorgten aber die zwei Dopingfälle unter den olympischen Athlet*innen aus Russland. Der russische Curler Alexander Kruschelnizki musste sogar seine Bronzemedaille aus dem Mixed-Wettbewerb abgeben. Seine Teamkollegin, die russische Bobpilotin Nadeschda Sergejewa, wurde lediglich Zwölfte im Zweierbob-Rennen. In einem YouTube-Video, das sie Anfang des Monats postete, trug sie noch einen Pullover mit dem Statement “I don’t do doping“. Dass nach dem Ausschluss Russlands wegen des Staatsdopings nun zwei olympischen Athlet*innen aus Russland das Einnehmen verbotener Substanzen nachgewiesen wurde, ist ein Desaster für das Image des IOC. In der Ansicht, dass

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die Einladung der sauberen russischen Athlet*innen als Alternative zur Kollektivstrafe eine falsche Entscheidung war, sehen sich jetzt viele Sportsfreunde bestätigt. Doch auch für die Aufbesserung des Images des IOC wurde vorgesorgt. Die Annäherung von Süd- und Nordkorea durch die olympischen Winterspiele in Pyeongchang ging weltweit durch die Presse. Bei der Eröffnungszeremonie liefen die Athleten und Athletinnen des gespaltenen Landes unter der gesamtkoreanischen Flagge ein. Darüber hinaus gab es eine gemischte Eishockey Damenmannschaft, die jedoch wenig Erfolg hatte. Die südkoreanische Regierung verbucht die Annäherung zu Nordkorea über den Sport als Erfolg. Vor und während der Spiele fanden Treffen der Regierungsmitglieder statt, aber ob die Gespräche nach


Schattenseite Text von Olympia

den Spielen weitergeführt werden und eine Annäherung über den Sport hinaus stattfinden kann, ist fraglich. Viele Kritiker sehen die Annäherung als cleveren Schachzug des IOC, um sein zerrüttetes Image aufzupolieren. Des Weiteren trat das altbekannte Problem der explodierenden Kosten in Pyeongchang auf. Mit einer Summe von 8,3 Milliarden Euro lagen die Gesamtkosten aber weit unter der Rekordsumme von 40,8 Milliarden Euro in Sotschi 2014. Der Olympia-Etat, der nur die direkten Kosten für die Spiele und keine infrastrukturellen Maßnahmen erfasst, stieg von 1,22 Millionen Euro auf 1,7 Milliarden Euro an. Zurückzuführen war dieser rasante Zuwachs auf die Übernahme der Kosten für die Medal-Plaza, das teure internationale TV-Übertragungszentrum

und Probleme bei der Vermarktung, weil sich militärische Provokationen Nordkoreas negativ auf den Ticketverkauf ausgewirkt haben. Neben diesen großen Problemen gibt es zahlreiche andere Kritikpunkte, die fast bei jeden Olympischen Spielen angesprochen werden. Ein häufig diskutiertes Thema ist die Nutzung der Sportstätten nach Olympia. Auch in Pyeongchang gibt es für dieses Problem noch keine konkrete Lösung. Der Austragungsort liegt in der ärmsten und am geringsten besiedelten Region Südkoreas. Zudem ist Wintersport in dem Land nicht sehr populär. Bleibt also die Frage, wer die Sportstätten in Zukunft nutzen soll. Auch die schlechte Versorgung der Volunteers sorgte in Pyeongchang für Aufsehen. Neben ungenießbarem Essen war auch die Unterkunft

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der freiwilligen Helfer unwürdig. In einem Vierer-Zimmer wurden teilweise bis zu zehn Volunteers untergebracht. Da die Spiele ohne das Engagement der freiwilligen Helfer nicht zu stemmen sind, sollten diese eigentlich eine angemessene Versorgung erwarten können. Darüber hinaus entpuppten sich diese Winterspiele als wahrer Graus für Naturfreunde. Allein für den Bau einer Skisprung Schanze wurden 60.000 Bäume gefällt. Einen Plan zur Wiederaufforstung nach den Spielen gibt es nicht. Zu guter Letzt wurden die häufig leeren Tribünen in Pyeongchang beklagt. Die Faszination für den Wintersport scheint in der Region noch nicht richtig angekommen zu sein. Die Meinung zu Olympia ist gespalten, wie das Land selbst auch.


Uhrensammler Text

Erzähl doch mal! Die Welt steckt voller Geschichten. Jede*r von uns hat seine ganz eigenen Erfahrungen und Erlebnisse. Spektakuläres und Aufregendes, Trauriges und Lustiges. Aber alles ist einzigartig, so einzigartig und individuell wie wir selbst. Eigentlich muss man nur fragen, denn jede*r hat etwas zu erzählen. Genau das will ich tun. Für jede neue Adrenalin-Ausgabe werde ich eine neue Geschichte in der Serie „Erzähl doch mal!“ vorstellen.

Der Uhrensammler von SABINE LERCHE Wenn ihr bei euren Großeltern auf dem verstaubten Kisten wühlt, dann andere Sammlung. BriefmarSammeln ist nicht nur etwas Studierenden habe ich hat Julian angefangen, großen Flohmarkt

Julian: „In Dresden habe ich übers Wochenende meine Freundin besucht. Wir gehen gerne auf Flohmärkte, weil das ein netter Tagesausflug ist, und

Dachboden oder im Keller in alten, findet sich bestimmt die eine oder ken, Sondermünzen, Modellautos. Aber für die ältere Generation, auch unter uns einen Sammler gefunden. Vor eineinhalb Jahren Armbanduhren zu sammeln. Begonnen hat alles auf einem in Dresden...

nebenbei lernt man auch die Stadt ein bisschen kennen. Auf dem Flohmarkt war ein Stand, der neben vielen anderen Waren vereinzelt Uhren angeboten hat. Es war auch eine aus den 1940er Jahren dabei. Der hat man den Zahn der Zeit auch schon eindeutig angesehen, aber, ich weiß nicht warum, ich wollte sie unbedingt haben. Ich habe sie einfach mitgenommen, obwohl sie nicht gelaufen ist, was eigentlich ein Fehler ist. In Köln habe ich sie aufbessern lassen und jetzt läuft sie wieder. Natürlich besitze ich sie noch, denn diese Uhr ist mir einfach heilig und eigentlich auch mein Lieblingsstück. Ich trage sie allerdings nicht all-

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zu oft, weil alte Uhren sehr empfindlich sind. Sie sind nicht stoßgesichert und so kann bei einem Schlag schnell mal was im Werk kaputtgehen. Aber der ideelle Wert ist hoch und ich würde sie nie weggeben.“ Bei der einen Uhr ist es aber nicht geblieben. Mittlerweile ist Julian stolzer Besitzer von rund 100 Uhren. Davon zählt er 70 zu seiner Sammlung. Den Rest versucht er weiterzuverkaufen und einen kleinen Profit zu machen, denn natürlich ist das ganze kein billiges Hobby. Julian: „Das meiste, was ich kaufe, ist im Rah-


Uhrensammler Text men von 20-70 Euro. Das kann man mal im Monat für sein Hobby lockermachen. Aber wenn ich auf eine Uhr spare, dann kann das auch mal ein bisschen mehr werden. Dafür muss ich mich aber auch gedulden. Wenn der Preis günstig ist, kaufe ich auch Uhren, die mir eigentlich nicht so gut gefallen, poliere sie auf oder tausche das Band aus. Dann kann ich sie wieder zu einem besseren Preis verkaufen und habe ein bisschen Profit. Das Geld nutze ich dann für meine Sammlung. Uhren werden über die Jahre immer wertvoller. Das ist also ein sicherer Markt, denn es ist nicht abzusehen, dass er irgendwann einmal einbricht, genauso wie bei Oldtimern. Warum sollten die irgendwann einmal nichts mehr wert sein? Man muss das ein bisschen beobachten und sich einlesen, Preise vergleichen, kennenlernen, beobachten und natürlich kaputte Uhren meiden, die sind immer die Katze im Sack.“

an der Uhr ist der Chronograf. Das Werk und die Mechanik sind komplizierter. Sie hat eine integrierte Stoppuhr und verschiedene Skalen für Entfernungen und Geschwindigkeiten. Andere Händler hatten sie mir für 500-700 Euro angeboten, ich habe sie auf der Uhrenbörse für 350 Euro bekommen. Ich dachte erst, der Händler hätte sich im Preis geirrt. Das war schon eine kleine Überraschung.“

Als Julian mit dem Sammeln begann, ging er noch ziemlich wahllos vor und kaufte einfach, was ihm gefiel. Das ist jetzt nicht mehr so. Er hat sich auf die Firma Junghans, Deutschlands ältesten Uhrenhersteller, spezialisiert.

Wer Julian besucht, kann seine stilvoll eingerichtete Uhrenvitrine bestaunen. Er besitzt ein Glasregal mit drei Etagen. Ganz oben stehen zwei Koffer mit jeweils zehn Uhren. Darin befinden sich die Lieblingsstücke des Sammlers. Eine Etage tiefer sind die Uhren der gleichen Firma auf Acrylständern aufgerichtet – so wie in einem Schaufenster. Im Hintergrund hat Julian alte Uhrenwerbungsblätter in Rahmen aufgestellt. Auf dem Regal daneben stehen seine antiken Wecker. Julian verwahrt all seine Uhren in einer Vitrine oder am eigenen Handgelenk. Seine Sammlung zeigt Julian Besuchern recht gerne, aber wer genau hinschaut, entdeckt auch immer eine seiner Uhren an seinem Handgelenk:

Julian: „Mir ist irgendwann einfach aufgefallen, dass viele Uhren aus meiner Sammlung von Junghans sind, so acht oder neun auf jeden Fall, und wenn man

Julian: „Ich kaufe mir keine Uhr, die nur im Kasten liegen soll. Ich würde mir also nie eine hässliche Uhr kaufen, auch wenn sie viel wert wäre. Jede Uhr, die ich kaufe, will ich auch anziehen.

sich nur am Optischen orientiert, weiß man bei der Menge an Ware auf den Märkten gar nicht, wo man anfangen soll. Man muss sich spezialisieren, nur dann kann man mit Scheuklappen über den Markt gehen und ohne Ablenkung etwas Schönes finden. Die Firma Junghans gefällt mir qualitativ und optisch super. Ich mag es, dass sich ihre neuen Uhren am alten Design orientieren. Das machen die wenigsten Hersteller. Die neuen Uhren der Marke kann ich mir zwar nicht leisten, aber ich sammele ja auch gerne die alten, das ist nicht weniger schön. Alle Uhren in meiner Sammlung laufen mechanisch. Ich kann mit neuen Uhren einfach nichts anfangen. Ich finde das Design von alten Uhren einfach schöner, die Verarbeitung ist auch wertiger. Diesen Charme hat keine neue Uhr.“

Meistens entscheide ich das dann nach meinem Outfit: Bin ich schwarz-weiß angezogen, dann nehme ich eine schwarze Uhr, eine goldene etwa würde nicht so gut passen. An verregneten Tagen ziehe ich lieber nicht die beste oder teuerste Uhr an. Oder ich wähle die Uhr nach Anlass aus. Ich habe zum Beispiel ganz neue, die ich nur sehr selten anziehe, aber auch zwei, drei Alltagsuhren, die ich jeden Tag anziehen könnte.“

Auch Julians zweite Lieblingsuhr ist von der Firma Junghans. Er hat sie erst vor Kurzem auf einem Markt gefunden. Julian: „Auf der letzten Uhrenbörse habe ich eine Uhr von Junghans gesehen, bei der ich erst dachte, dass ich sie mir nicht leisten kann. Die Uhr ist nämlich relativ alt, 1955-60. Das tolle

Die Uhren erhält Julian im Internet oder auf Antik- und Trödelmärkten. Es gibt auch richtige Uhrenmärkte im edlen Ambiente, die Eintritt kosten und von Security bewacht werden, da es dort Uhren im Wert von mehreren Tausend Euro gibt. Manchmal nimmt ein Händler aus Nippes Julian auch mit zu einem Markt nach Holland oder Belgien. Er hilft ihm dann beim Aufbau und passt auf seinen Stand auf. Der Händler spielt natürlich in einer viel höheren Liga, aber auch Julian hat so seine Träume: Julian: „Ich habe ein Vorbild. Das ist ein Privatmann, der auch schon Bücher über Junghans geschrieben hat. Er hat tatsächlich jedes

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Uhrwerk, das jemals von Junghans produziert wurde, in seiner Sammlung. Auch jede Ziffernblattvariante, die es mal gab. So möchte ich natürlich nicht werden, aber er ist die Quelle meiner Information. Ich selbst möchte meine Sammlung einfach stetig wertvoller machen und auch ausgefallene Uhren dabeihaben, bei denen selbst Kenner staunen. Zwei habe ich sogar schon, wie eine Wertanlage auf kleiner Ebene.“ Es gibt aber auch Momente, in denen sich Julian richtig ärgert, denn nicht immer bekommt man eine Uhr, die man sich gewünscht hat: Julian: „Mir ist es einmal passiert, dass eine Frau auf ebay ein Paket von 15 Uhren angeboten hat für 50 Euro. Ich habe auf den Fotos schon gesehen, dass da ein oder zwei Kracher dabei sein könnten. Zu der Zeit hatte ich aber schon mega viele Uhren, die ich eigentlich wieder verkaufen wollte, und deshalb wollte ich nicht das ganze Paket kaufen. Ich habe dann gefragt, ob sie auch einzelne Uhren verkaufen würde. Sie hat zugestimmt und mir Bilder geschickt, da habe ich entdeckt, dass eine Uhr dabei war, die locker mehrere 100 Euro wert ist von einer richtigen Luxusmarke. Der Deal stand schon fast, aber dann kam ein Kunde, der das ganze Paket nehmen wollte. Und dann hat sie alle Uhren an ihn verkauft. Das hat mich ganz schön geärgert. Ich habe ihr aber dann gesteckt, wie wertvoll eine der Uhren ist. Sie war mir dafür auch echt dankbar und so habe ich wenigstens etwas für mein Karma getan. Aber trotzdem hat mich das noch wochenlang belastet. Das wäre echt eine Hausnummer gewesen.“ Aber zum Glück gibt es die meisten Uhren mehrmals und eine Sammlung entwickelt sich schließlich nicht von heute auf morgen, sondern über Jahrzehnte. Also kann Julian noch lange ganz entspannt über die Märkte schlendern und nach Uhren Ausschau halten. Vielleicht trefft ihr ihn ja auch einmal…


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OsterreichischText fur Anfanger

Österreichisch für Anfänger Eigentlich ist es ja gar nicht so weit weg: Österreich. Fast Deutschland, schließlich wird da ja auch Deutsch gesprochen… oder zumindest so etwas Ähnliches. Denn im Skiurlaub stolpern wir dann doch über das ein oder andere Wort, das uns als Deutschen nicht geläufig ist. Damit es im Urlaub – ob auf der Piste oder beim Après-Ski, beim Wandern oder Mountainbiken – nicht zu Missverständnissen kommt, haben wir ein kleines Wörterbuch für euch zusammengestellt. Die Kenner*innen unter euch, können sich ja einmal selbst testen, wie viele Ausdrücke sie verstehen. von SABINE LERCHE Im Gespräch Da möchte man sich mit einem/-r Einheimischen unterhalten und versteht nicht mal die Hälfte – ganz schön blöd. Damit der Smalltalk oder Urlaubsflirt problemlos klappt, findet ihr hier ein paar nützliche Begriffe. A Spuckerl entfernt = ganz in der Nähe Backrohr = Backofen Bärig = toll, super Batzerl = kleine Menge Batzig = aufgeweicht Dam = Daumen einen Drahra machen = Durchfeiern fadisieren = langweilen gach = kurz, schnell Gaudi = Spaß, Vergnügen Haberer = Kumpel UND Liebhaber Irtag = Dienstag Jänner = Januar Kasten = Schrank Larifari = Blödsinn Manderl machen = Widerstand leisten Nackert = nackt Obi = hinunter Pappen = Mund Piefke = der Deutsche (etwas abwertend) Quargel = Blödsinn Raunzert = schlecht gelaunt Schädelweh = Kopfschmerzen Sich zerkugeln = heftig lachen Taugen = gefallen Über die Häuser hauen = verschwinden, weggehen Verkühlt = erkältet Waschelnass = völlig durchnässt Zah au! = Beeil dich! Zapfen = Saukälte

Unterwegs Nicht nur im Gespräch, auch auf der Straße können einem mal die ein oder anderen seltsamen Begriffe unterkommen: Almer = Almhirte Bäck = Bäcker Campieren = campen, zelten Dalängs und daquer = der Länge nach und der Breite nach Eichkatzerl = Eichhörnchen Fleischhacker = Metzger Gelse = Stechmücke Hackler = Arbeiter I-Tüpferlreiter = Kleingeist, Kleinkrämer Jause = Imbiss, Fingerfood Kiberer = Polizist Lacke = Pfütze, Lache Mautpickerl =Autobahnvignette Nächtigung = Übernachtung Odl = Jauche Parasol = Regenschirm Quetsche = Ziehharmonika Ratz = Ratte Rauchfangkehrer = Schornsteinfeger Ringelspiel = Karussell Schnürlregen = Nieselregen Taxler = Taxifahrer Untertags = tagsüber, am hellichten Tag Viech = Tier Wegscheid = Gabelung, Abzweigung Zwickel = 2 Euro Münze

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OsterreichischText fur Anfanger

Im Restaurant Gar nicht so einfach, wenn man die Speisekarte durchblättert und sich bei jedem zweiten Wort fragt, was das denn wohl sein mag. Damit ihr nicht etwas bestellt, was euch am Ende gar nicht schmeckt, gibt’s zum Abschluss noch ein kleines Essens-ABC: A Hüsn zwickn = ein Bier trinken Blunzn = Blutwurst Dampfl = Vorteig Erdapfel = Kartoffel Fisolen = Bohnen Fleischkas = Leberkäse Gabelroller = Rollmops Gugaruz = Mais Häferl = große Tasse Jause = Zwischenmahlzeit Kaisersemmel = Brötchen Kalbsbeuschel = Kalbslunge Karfiol = Blumenkohl Letscho = geschmortes Paprikagemüse Marille = Aprikose (Schlag-)Obers = Sahne Palatschinken = Pfannkuchen Paradeiser = Tomate Quargel = strak riechender Käse Radi = Rettich Ribisel = Johannisbeere Rote Rohnen = rote Beete Schwammerl = Pilz Topfen = Quark Unternessen = Imbiss Vogerlsalat = Feldsalat Wammerl = Bauchfleisch vom Schwein Zeller = Sellerie

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+++ HOPO-NEWSticker +++ von KEVIN NOTHNAGEL Hochschulpolitik geht uns alle etwas an. Hier präsentieren wir euch die aktuellen hochschulpolitischen Themen in aller Kürze. Solltet ihr weitere Fragen oder Anregungen zu einzelnen Themen haben, zögert nicht, den AStA zu kontaktieren.

DSHS

KÖLN

Studierendenvollversammlung im Sommersemester 2018 am 16. Mai, 14-16 Uhr. Der AStA und das StuPa freuen sich auf euer Kommen! Ein bestimmtes Problem oder Anliegen? Dann schreib vorab eine Mail an janne@asta-spoho.de! AStA-Projekt Diversity – StuPa plant die Besetzung des sechsmonatigen Projektes in Kürze. Calisthenic Park – “Antrag auf Errichtung eines Calisthenic Parks (Outdoor Body Weight Station) an der DSHS”. Das Rektorat stimmt dem Antrag des Hochschulsports und des AStAs auf Errichtung eines Calisthenics Parks an der DSHS Köln zu. Die Umsetzung soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt gemäß dem vorgelegten Konzept erfolgen. NIGHTLINE besucht AStA – die NL ist ein studentisches Informationstelefon (21 bis 1 Uhr nachts) und bietet Studierenden ein offenes Ohr. Das Angebot ist anonym. Die NL besteht seit sieben Jahren und hat 30 Mitarbeiter*innen (u.a. zwei SpoHo-Studierende). Neuer AStA seit Mitte Februar im Amt: Mischung aus “frischem Blut” und “alten Hasen”. AStA-Fahrradwerkstatt sucht nach freiwilligen Schraubern. Bei Interesse melde dich per Mail an basti@asta-spoho.de. Baustelle oder Campus? Diese Frage werden sich vermutlich Studis ab Ende 2018 häufiger stellen. Grund dafür ist die beginnende IG1-Sanierung. SpoHo-Flohmarkt soll auch in diesem Sommersemesters wieder stattfinden. Infos folgen! AStA-Helfer*innen für den Eignungstest (24.-25. Mai) gesucht! Anmeldung über die Homepage des AStAs.

Pressemitteilung “Novelle des Hochschulgesetzes [ab SS 2019] – Zurück in die Vergangenheit: AStA der Uni Köln befürchtet mit neuem Hochschulgesetz die Rückkehr zu einer falschen Freiheit”. Diskussion zu den Studiengebühren- und Hochschulgesetzplänen am 4. Mai an der UzK.

NRW Studierende treffen NRW-Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen. Auszüge: • “Die Anwesenheitspflicht ist aus meiner Sicht nicht besonders heikel. Das derzeitige Gesetz verkennt die Lebensrealität an den Hochschulen. Anwesenheitspflichten ergeben vielerorts Sinn: Nicht nur in Laboren oder praktischen Übungen und Exkursionen, sondern eben auch besonders in Seminaren”. • “Streiten Sie vor Ort für eine bessere Lehre! - Das Ministerium ist da doch der falsche Ansprechpartner.” •“Es gibt in NRW derzeit viel zu viele Studienabbrecher*innen. [...] bessere Beratung und Betreuung durch Online-Tests in Zukunft” [vor Beginn des Studiums]. • “Ab der Hälfte des Studiums sollten 1/3 der Credit-Points erreicht sein. Diese Grenze ist da sehr sanft. Studierende, bei denen dies nicht der Fall ist, werden angeschrieben. Die daraufhin folgende Studienberatung wäre dann verpflichtend”. • „Ich bleibe dabei: Für eine Diskussion auf Augenhöhe werden keine [Gremien-] Mehrheiten gebraucht. • Studierende werden doch als gleichwertig angesehen.” [trotz fehlender Parität in Zukunft] •

Die Medien des AStAs im Überblick

Bleib auf dem Laufenden! Homepage: www.asta-spoho.de Kontakt: info@asta-spoho.de

Besuch uns auch auf Facebook! AStA-Seite Videoredaktion Adrenalink[L]ick:

Adrenalin Sommersemester 2018  

Herzlich Willkommen zur neuen Ausgabe unserer AStA-Zeitschrift "Adrenalin"! In diesem Heft findet ihr unter anderem einen Rückblick auf die...

Adrenalin Sommersemester 2018  

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