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BlattGrün

0|2011

Das Gartenmagazin für Berlin und Brandenburg

Oasen in der Stadt

Men at Work

Garten Menschen

Vom Reihenhausgarten zur Wohlfühlinsel

Die besten Gartengeräte

Blythen-Träume aus Schöneiche

Dossier Heiliger Boden

+ Welches Obst und Gemüse in Berlin und Brandenburg gut wächst

+ Tolle Verstecke im Kinder-Garten

+ Rosige Zeiten für sandiges Terrain

Der

Sommer beginnt jetzt

Großer Gartenmarkt mit vielen Kleinanzeigen, Terminen und Neuigkeiten


ALBA Consulting GmbH Wittestraße 30 N 13509 Berlin

ALBA KLIMASCHUTZ plus Ein neues Konzept für die Wohnungswirtschaft

KLIMASCHUTZ plus: Die Wertstoff-Offensive von ALBA Auch nach der Durchführung von Abfallmanagement besteht für Wohnungsunternehmen in Berlin weiterhin ein hohes Potenzial zur Ausweitung der Wertstoffsammlung. Mit klassischem Abfallmanagement (bedarfsgerechte Anpassung der Behälterkonfigurationen) können an vielen schon optimierten Standorten keine weiteren Einsparungen mehr erzielt werden. Um hier auch zukünftig weitere Kostenoptimierungen zu erzielen, hat ALBA für die Berliner Wohnungsunternehmen das Konzept KLIMASCHUTZ plus entwickelt. Kern des Konzepts KLIMASCHUTZ plus ist die intensive und ganzheitliche Betreuung der Müllplätze mit dem klaren Ziel der nachhaltigen Ausweitung der Wertstoffsammlung und einer weiteren Reduzierung der Betriebskosten. Bestandteile des Konzepts KLIMASCHUTZ plus sind Wertstoffentsorgung, Betreuungsdienstleistungen (Serviceplus, Behältermanagement, Müllplatzreinigung) und Zusatzleistungen (Müllplatzschilder, Hausmeisterschulungen, Mieterinformationen, Müllpass, CO2-Zertifikat).

Wählen Sie das für Ihr Unternehmen passende KLIMASCHUTZ plus-Paket. Wir beraten Sie gern.


BlattGrün 4/5.2011

Liebe Leserinnen und Leser, halt, schmeißen Sie uns nicht gleich zum Altpapier! Wir versprechen Ihnen: BlattGrün ist keines der üblichen Anzeigenblätter in Ihrem Briefkasten. BlattGrün ist anders und – wir sind so selbstbewusst zu sagen – besser. BlattGrün ist das Gartenmagazin für unsere Stadt.

Wir kennen uns aus mit den speziellen Bedürfnissen der Berliner und Brandenburger Gärtner. Erfordernisse, die zugegeben nicht immer die leichtesten sind. Deshalb widmen wir uns in dieser Ausgabe den speziellen Bodenverhältnissen in und um unsere Stadt – und wir sagen Ihnen, was bei uns in Berlin besonders gut und üppig grünt und gedeiht. BlattGrün ist Berliner Lebenslust. Berlin ist vielfältig.

Berlin ist abwechslungsreich. Berlin setzt Trends. Wir finden die Ideen, die Menschen dahinter und deren individuellen Stil. Wir zeigen Ihnen die schönsten Seiten des Gartenlebens in unserer Stadt. So lassen wir Sie diesmal von Blüten träumen, in Düften schwelgen und Blumiges schmecken. BlattGrün ist Inspiration. Impressum Redaktion all on cover Agentur für Medien und Marketing Jungfernstieg 21 b, 12207 Berlin Telefon: 0 30 - 76 80 44 34 Telefax: 0 30 - 76 80 44 34 e-mail: mail@alloncover.de www.alloncover.de Berlin: Julia Richter Brandenburg: Mara Kaemmel (beide v.i.S.d.P.) Anzeigenleitung Melanie Musick Telefon: 01 73 - 7 46 43 82 Art Direction Sabine Nieter Herstellung Henke Pressedruck GmbH & Co. KG Plauener Straße 160, 13053 Berlin Telefon: 0 30 - 98 30 92 0 Telefax: 0 30 - 98 30 92 20 www. henkedruck.de Die Redaktion übernimmt keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos, und Illustrationen. Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion gestattet. Dieses gilt auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken und Vervielfältigungen. Aufnahme in elektronische Pressespiegel nur mit vorheriger schriftliche Genehmigung.

Wir begleiten Sie nicht nur kompetent durch das Gartenjahr. Wir schaffen Visionen privater, grüner Freiräume und liefern traumhafte Gestaltungsideen. Und: Wir zeigen Ihnen Architekten, Handwerker und Designer aus Berlin und der Umgebung, die diese Ideen in die Tat umsetzen. Wie die Gartendesignerin Jenny Schröder, die einen schnöden Reihenhausgarten in eine Stadtoase verwandelt hat. Alle zwei Monaten werden wir Ihnen ab jetzt eine Mischung aus Reportagen, Ratgeberthemen, Trend- und Stilberichten, Portraits und Kreativanleitungen liefern. Wir lassen Sie über die Zäune in die Traumgärten der näheren Umgebungen schauen und geben Tipps zu lohnenswerten Gartenveranstaltungen und Gartenreisen in der Region. Kurzum: BlattGrün zeigt Ihnen die schönsten Seiten des Gartenlebens in Berlin und Brandenburg. Also, versuchen Sie es mit uns! Wir freuen uns in jedem Fall auf diese Herausforderung. Ihre BlattGrün-Redaktion

Editorial | 3


4 | Inhalt

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8

Stadtoase

Inhalt

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2 Editorial Impressum 6 Grünes Leben

Wollen wir auch

Schönes – Praktisches – Ausgefallenes

Geranium

8 Grünes Leben

Stadtoase

Wunderbare Wandlung eines Reihenhausgartens

Pflanze des Monats: der Storchenschnabel

Garant für ein farbiges Blütenmeer

14

14 Grüner Daumen

Blythen-Träume

Erlesenes zum Essen, Trinken und Wohlfühlen aus Kräutern und Blüten

15 Dossier

Verborgen im Berliner Sand

Das Geheimniss eines fruchtbaren Gartens

Blythen-Träume

6

Schöööön!

Fotos: Richter, Bund der Staudengärtner, von Blythen, architonic

12 Grüner Daumen


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22 Pesto

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Dossier Boden

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20 Grünzeug

Man at Work – die 5 Besten

High-Tech für die Gartenarbeit

22 Grüne Küche

Prima Pesto

Leckere Rezepte und Tipps zum Ausprobieren

24 Kinder Garten

Wir sind dann mal weg

Naturverstecke für Kinder – mit Bauanleitung zum Selbermachen

26 Grünes Wissen

Ratgeber Gartenrecht

Kein Ärger mit Hecken und Co.

Foto: Senat Berlin, Richter , Kaemmel, Archiv

27 Gartenmarkt 28 Termine

30 Marudes Gartenabenteuer

Wildschweinalarm

oder wie ich lernte, Dinge positiv zu sehen

Inhalt | 5

Recht

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Nachmachen


6 | Grünes Leben

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Wollen wir auch! Es gibt Sachen, die sind einfach schön. Und es gibt Dinge, die fallen unter die Kategorie: absolut begehrenswert. Entscheiden Sie selbst.

Baumbastisch

Süüüüüüüß!

Zum Piepen

Wer sagt, dass Pflanzenkästen immer eckig sein müssen? Eben! Dieser Kübel im Muffinförmchen-Design ist ein Allrounder, zu benutzen als Hundekorb, Pflanzkübel, Sandkasten, Kinderplanschbecken, Gartenteich, ... „Sweet Cake” besteht aus robustem, sechs Zentimeter dickem Kunststoff und ist sowohl indoor als auch outdoor tauglich. Die Idee stammt vom niederländischen Designer Beerd van Stokkum. Über www.dhusg.de

Endlich landen die Kippen nicht mehr in den Geranien und die Zigarettenasche auf der Kochwäsche des Nachbarn. Das Untergestell des Balkon-Aschenbechers „Rohrspatz” krallt sich sicher an Rundrohre zwischen 35 und 55 Millimeter Durchmesser. Darauf ruht eine durch einen starken Neodymmagnet gesicherte Edelstahlkugel. Noch mehr amüsante und praktische Accessoires gibt es zu bestaunen und beschmunzeln unter  rephorm.blogspot.com

Fotos: architonic, rephorm

Eigentlich ist der Entwurf des toskanischen Unternehmens arketipo fast zu schön, um es unter Mänteln und Jacken zu begraben. Die astförmigen Metallstäbe, an denen Kleidungsstücke hängen, erinnern an Birkenwälder. Von arketipo über  www.architonic.de


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Kirschblütenfest Die „Gärten der Welt” präsentieren am 18. April das vierte Kirschblütenfest in und an der außergewöhnlichen Kulisse des Japanischen Gartens, des Koreanischen „Seouler Gartens” und des Chinesischen Gartens. Die einzigartige Kirschblüte im Japanischen Garten und Chinesischen Garten wird mit prachtvoll gekleideten Löwen, Tänzern und Flötisten sowie Handwerkskunst und kulinarischen Genüssen aus den einzelnen Ländern gefeiert.

Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn Eisenacher Straße 99 12685 Berlin 18. April 2011 12:00 Uhr - 17:00 Uhr Eintritt:  5,00 €/2,50 € mehr Termine auf Seite 28

Fotos: Dorling Kindersley, Rüdiger Eichhorn

Pippa weiß Bescheid Pippa Greenwood zählt zu den bekanntesten Gartenexpertinnen Großbritanniens. Wenn sie nicht gerade schreibt oder TV-Sendungen produziert, ist sie damit beschäftigt, in ihrem Garten zu arbeiten. Und hier warten so manche Probleme auf sie. In ihrem Buch „Clever gärtnern” verrät die Expertin, wie man mit einfachen Mitteln den am häufigsten auftretenden Gartenwehwehchen vorbeugen kann. „Clever gärtnern” Dorling Kindersley ISBN 978-3-8310-1578-8 14,95 €

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8 | Grünes Leben

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Stadtoase Kleine Gärten sind Gegebenheiten, denen man mutig ins Auge blicken muss. Für die Gartenarchitektin Jenny Schröder sind sie mehr Herausforderung, denn Schwierigkeit. Wie das Reihenhausgärtchen der Familie König beweist. Ihre Planung verzauberte eine 0-8-15-Parzelle in eine

Foto: Mara Kaemmel

individuelle Stadtoase.


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Foto: Mara Kaemmel; Zeichnung: Jenny Schröder

etter Versuch, so nennt Jasmin König ihre jahrelangen Bemühungen, aus den knapp 100 Quadratmetern Grundbesitz so etwas wie einen Garten zu machen. „Ich habe hier einen Lavendel gepflanzt und dort eine Pfingstrose gesetzt – aber schön war das alles nicht”, sagt die Steglitzerin. Mit den eigenen Vorstellungen von einem Traumgarten hatte das nichts gemein. Sie war sich mit ihrem Mann einig: Da muss ein Profi ran! In der Gartenarchitektin Jenny Schröder fanden sie eine perfekte Partnerin. Die ambitionierte Berlinerin verstand die Wünsche der Königs auf Anhieb.

Aufgereiht wie Perlen auf einer Kette: Buchsbaumquader

Gradlinig, schnörkellos, pflegeleicht sollte die grüne Oase am südlichen Stadtrand werden. Sie sollte Platz zum Toben für die beiden Kinder lassen, aber auch eine Einladung an alle Freunde und Verwandten sein. Es sollte ein geschützter Raum sein, der nicht überladen wirkt aber dennoch wohnlich, und aufgeräumt aber nicht steril. Und: Es sollte unbedingt einen Obstbaum im Garten geben. Eine Menge Vorgaben, die für die Architektin aber weniger eine Einschränkung, denn ein Gerüst für ihre eigenen Ideen waren. „Es macht Sinn, sich genau zu über-

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legen, welchen Zweck der Garten erfüllen soll”, sagt Jenny Schröder. Auch die Antworten auf die Fragen, wie viel Zeit in die Pflege investiert werden soll, welche Pflanzen in jedem Fall und welche nicht unbedingt Platz im Garten finden sollen, helfen bei der Planung. „Ich rate gerne dazu, eine Collage des Traumgartens aus verschiedenen Zeitschriftenbeispielen zu basteln”, erläutert die Gartenarchitektin. Mit diesem Bild kommt man dem Traum vom Garten nämlich ein greifbares Stück näher. Familie König hat bei ihrer Planung alles richtig gemacht. „Ich liebe es, auf der Bank


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in der windgeschützten Ecke am Haus meine Zeitung zu lesen. Das ist für mich Entspannung pur”, schwärmt Jasmin König. Die Kinder spielen am liebsten auf den eingelassenen Trittplatten auf der Wiese Hüpfekästchen. Und Gartenbesitzer Frank König genießt seine Auszeit auf der schattigen Terrasse versteckt hinter hohem Gras. „Das Rauschen des Windes in den Halmen hat fast etwas meditatives”, so der Gartenbesitzer. Der Garten, einst schmuckloses Einerlei, hat sich für alle in eine wahre Oase in der Stadt verwandelt.

Aus einem beliebigen Garten wird eine individuell gestaltete Stadtoase:  Gute Proportionen, graphische, symmetrische Gestaltung, ein kurz gehaltener Rasen, klar in Form geschnittene Hecken, gerade Wege und gerahmte Ausblicke führen das Auge und erschaffen einen Raum im Grünen.

Gartenplanung

Fotos: Julia Richter

Dendron Exterior Design Jenny Schröder Karl-Marx-Allee 103a 10243 Berlin Tel.: 0179 9155502 www.dendronexteriordesign.de eMail: js@dendronexteriordesign.co


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Bei der Gartenplanung beachten: 1. In Ruhe angehen Planen Sie in Ruhe. Überlegen Sie, welchen Zweck Ihr Garten erfüllen soll. Fragen Sie sich, wie viel Zeit Sie in die Pflege investieren wollen. Erarbeiten Sie eine Liste mit Ihren Lieblingspflanzen. Stellen Sie eine Collage Ihres „Traumgartens“ aus verschiedenen Zeitschriftenbeispielen zusammen.

2. Gesamtplanung machen Erst die Gesamtkomposition lässt einen Garten harmonisch wirken. Selbst wenn Sie aus finanziellen Gründen zunächst nur einen Teil der Planung verwirklichen wollen oder können, brauchen Sie für den ganzen Garten einen Plan.

3. Nach und nach realisieren Lassen Sie sich eine Gartenplanung in mehrere Bauabschnitte einteilen. So können Sie entscheiden, wie viel Sie in Ihren Traumgarten investieren wollen.

4. Kleine Räume schaffen Je kleiner der Garten, desto mehr Gedanken muss man sich über die verschiedenen Gestaltungselemente machen. Mit optischen und räumlichen Unterbrechungen erscheinen sogar kleine Gärten groß.

Foto: Mara Kaemmel; Zeichnung: Jenny Schröder

5. Finden Sie Ihren Stil Formaler oder natürlicher Garten: Natürlicher wirken Wege, Mauern, Terrassen oder Beete in gerundeten Formen. Formale Gärten haben gerade Linien und einen reduzierten Bewuchs.

6. Fachleute zu Rate ziehen Suchen Sie sich kompetente Partner. Landschafts- und Gartenarchitekten helfen bei der Gestaltung. Möglich ist, Teile oder die gesamte Ausführung in Eigenregie zu übernehmen.

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Pflanze des Monats:

Der Storchenschnabel

[Geranium]

schnabel in nur einer Saison den Garten. Als Beiwerk zu Rosen, Lückenfüller in Staudenbeeten oder Bodendecker an schattigen Plätzen – das Geranium verwandelt jeden Ort in ein farbenprächtiges Blütenmeer.

Foto: Bund deutscher Staudengärtner

Er ist wie eine Wundertüte: Fast unscheinbar beim Kauf, verzaubert der Storchen-


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ie Staudenpflanzen sind meist pflegeleicht, recht anspruchslos und langlebig. Sie sind anpassungsfähig, brauchen nur geringe Pflege und werden nicht von Schädlingen befallen. Selbst von Schnecken werden sie verschont. Von Mai bis Oktober schmückt der Storchenschnabel die Beete in zartem Rotviolett, kräftigem Pink, feurigem Zinnober- bis tiefdunklem Purpurrot. Bei den meisten der 300 verschiedenen Arten ist es sinnvoll, die Blütenstände nach Ende der Blüte abzuschneiden. Dadurch wird eine zweite Blüte gefördert. Bei einem vollständigen Rückschnitt treiben die Pflanzen noch einmal durch und es bilden sich neue Blattschöpfe. Storchenschnäbel passen als Begleitpflanze sowohl in naturnahe wie auch in formale Gärten. Vor allem für Gärtnerinnen
und Gärtner, die wenig Dünger oder Pflanzenschutzmittel einsetzen wollen, ist es die passende Pflanze. Die wilden Storchenschnäbel lieben magere Böden, die gezüchteten Blütenwunder brauchen nur etwas Kompost. Der Storchenschnabel hat es von daher mehr als verdient, im Garten beachtet zu werden.

Was uns noch blüht:

Fotos: Archiv BlattGrün

Ab Mitte April können auch die Knollen und Zwiebeln der

nicht winterharten Zierpflanzen in den Boden gebracht werden.

Zuerst werden Gladiolen, Montbretien, Tigerblumen, Sommerhyazinthen, Gartenfreesien, Sterngladiolen gepflanzt und Ende des Monats kommen die Dahlien in die Erde.

Außerdem werden jetzt die einjährige Sommerblüher wie

Sonnenblumen, Schmuckkörbchen (Cosmea), Lein (Flachs, Linum), Ringelblume, Studentenblume (Tagetes), Sommerastern, Pantoffelblume Nelke, Lobelie und Fleißiges Lieschen ausgesät.

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14 | Grüner Daumen

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Serie: GartenLeute Martina Kabitzsch Martina Kabitzsch verwandelt den Duft und das Aroma von Blüten in erlesene Produkte zum Essen, Trinken und Genießen um.

Blythen-Träume ngefangen hat das zweite Berufsleben von Martina Kabitzsch mit einem Kochbuch, das sie von ihrer Großmutter erbte. Darin fand sie Rezepte für Blüten- und Kräuterliköre, die sie alsbald selbst ansetzte. Was im Bekanntenkreis helle Begeisterung auslöste: Die Ratafias, in denen sie das wundervolle Aroma von Holunder-, Lavendel- oder Orangenblüten einfängt, gehören heute zum festen Sortiment ihrer Manufaktur von Blythen. In einem stillgelegten Postamt aus der Gründerzeit im Berliner Vorort Schöneiche stellt die ehemalige Kinderkrankenschwester und Mutter zweier Mädchen inzwischen in sorgfältiger Handarbeit allerlei Erlesenes zum Essen, Trinken, Wohlfühlen aus Blumen und Kräuter her. Was sie an Blüten so fasziniert? „Sie sprechen alle unsere Sinne an.“ Es ist die Kombination aus Schönheit, Duft, Geschmack und die heilende Wirkung vieler in den Blüten enthaltener ätherischer Öle, die sie begeistert. Mit dem Duft und dem Aroma von Rosen, Lavendel oder Veilchen parfürmiert und würzt sie deshalb nicht nur Gelees, Konfitüren, Zucker, Pfeffer und Tees, sondern auch Tinten, Briefpapier und feine Badeöle.

Die Inspiration für die Produkte kommt ihr häufig beim Studium alter Quellen. Schon der Name ihrer Firma steht für ihre Traditionsverbundenheit. So ist „Blythen“ lediglich das mittelalterliche Wort für Blüten. „Vor 400 Jahren hatte die Blütenküche ihre Hochzeit, vieles von dem alten Wissen über die Verwendung von Blüten ist seither leider in Vergessenheit geraten“, sagt sie. Mit ihrer Arbeit holt sie den versunkenen Schatz in die Gegenwart zurück.  Mara Kaemmel PS: Auf ihren Internetseiten verrät Martina Kabitzsch immer wieder neue Blumenrezepte. Ein Klick darauf lohnt:  www.manufaktur-von-blythen.de

Manufaktur von Blythen
 Brandenburgische Straße 65
D 15566 Schöneiche bei Berlin
 Telefon 030 / 648 49 027

Fotos: Manufaktur von Blythen

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Dossier | 15

Verborgen im Sand:

Das Geheimnis eines fruchtbaren Bodens Auf welchem Boden steht Berlin? Manche sagen respektlos Dreck dazu. Die Erde im Berliner Stadtgebiet fordert eben ambitionierte Gärtner, die sich mehr als eine Queckewiese mit Löwenzahn und ein Spargelbeet wünschen. Denn Sandböden sind mager, Wasser versickert in Windeseile und schwemmt Nährstoffe schnell mit sich weg.

Grafik: www.stadtentwicklung.berlin.de

Schön kann ein Berliner Garten dennoch aussehen. Es hängt nur davon ab, wie Sie mit dem Boden umgehen.


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Boden- pH-Werte für Berlin

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osen und Hortensien in majestätischer Pracht – auf Berliner Boden meist ein Wunschtraum. Reichlich Ernte an Gurken und Tomaten – im Hauptstadtgarten oft ein frommer Wunsch. Unsere Stadt-Erde macht es dem gewillten Gärtner schwer, zu pflanzen und zu ernten. Sie zerbröckelt wie Staub in unseren Fingern. Gegen die Dürre im Garten wird gehackt, um die Bodenkapillare zu unterbrechen, die die Wasserverdunstung aus dem Boden verlangsamen soll. Es wird gemulcht, um die Bodenfeuchte länger zu halten. Es wird gedüngt. Es bleibt ein magerer Boden. „Viel hilft viel“ gilt nicht im Garten. Voraussetzung für das gesunde, kräftige Wachstum von Pflanzen ist eine optimale Versorgung mit Nährstoffen. Um die zu finden, muss man den Zustand seines Bodens kennen.

Die Mischung macht´s Bei einem guten Boden macht es die richtige Mischung. Ein guter Boden hält genug Nährstoffe bereit, speichert ausreichend Wasser und lässt sich einfach bearbeiten. Gut wird durch den richtigen Mix aus Sand, Lehm, Ton und Humus definiert. Leider nur, im Berliner Stadtgebiet gibt es

hauptsächlich Sand mit geringem Humusgehalt, wie die Bodenkarte der Berliner Senatsverwaltung zeigt: Jede Farbe steht für eine andere Bodenart. Jede Bodenart wird bestimmt durch die Korngröße ihrer mineralischen Bestandteile. Bei Feinböden wie Ton, Lehm, Schluff und Sand sind die Körner im Durchmesser kleiner als zwei Milli-

Staudenempfehlungen für sandige Böden Blauroter Steinsame (Buglossoides purpurocaerulea), der 20 bis 40 cm hohe Bodendecker blüht mit azurblauen Sternchen von April bis Mai. Da die Pflanze den Wurzeldruck von Bäumen gut erträgt, kann man sie auch unter Bäume und an Gehölzränder setzen. Echte Schlüsselblume (Primula veris), gehört zur Gattung der Primeln. Sie wird 10 bis 20 cm hoch. Blüht von April bis Juni mit einer dottergelben, stark duftenden Blütendolde am Ende des Stängels. Diese Art liebt Kalk und wächst auf trockenen Wiesen und in lichten Wäldern oder Gehölzrändern. Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata), 30 bis 60 cm hoch, violett blühend von Mai bis Juli an sonnigen Standorten mit durchlässigem Boden. Sie ist anspruchslos. Eine schöne Begleitstaude für anderer Glockenblumen und Rosen. In der freien Natur kommt sie auf Bergwiesen und lichten Laubwäldern vor. Großblättriges Immergrün (Vinca major), dankbarer, 10 bis 30 cm hoher Bodendecker mit immergrünen Laub und violettblauen Blüten von April bis Mai. Verträgt Sonne ebenso wie Schatten, mag durchlässige, mittelmäßig nährstoffreiche Böden. Dreimasterblume (Tradescantia), auch bekannt als Gottesauge und für magere Gärten ein dankbares Gewächs. Sie bildet ca. 30 bis 50 cm hohe Horste und bildet ausdauernd unzählige blaue, rosa oder weiße Blüten. Sie mag feuchte Böden, kommt aber auch mit Trockenheit bestens zurecht. Vermehrt sich schnell, was auch zur Plage werde kann.

Sommer Blutroter Storchenschnabel (Geranium sanguineum), eignet sich hervorragend als pflegeleichter, anspruchsloser Bodendecker für neutrale bis schwach saure, mäßig trockene Böden. Er blüht von Mai bis Juli rosa. Bergwald-Storchenschnabel (Geranium nodosum), dieser Schnorchenschnabel blüht sogar im Schatten auf trockenen Böden. Die Blüten (Juli bis September) sind zwar relativ klein, aber haben einen hübschen lilarosa Ton. Dornige Bärkenklaue (Acanthus spinosus), 70 cm hoch wachsende Staude mit imposanten, violettrosa Blütenähren, die sich von Juli bis August zeigen. Gedeiht an sonnigen und halbschattigen Stellen, bevorzugt gut durchlässige Böden mit neutralem ph-Wert, also im Bereich um 7. Niedrige Ödlandaster (Aster sedifolius ’Nanus‘), wie ihr Name schon sagt, fühlt sich diese niedrige, knapp 20 bis 40 cm hohe Aster auf trockenen Böden wohl. Sie blüht in leuchtendem Violett von August bis September. Pfirsichblättrige Beet-Glockenblume (Campanula persicifolia grandiflora), diese wunderschöne, 80 cm hohe, blaue Glockenblume blüht von Juni bis August und bevorzugt einen sonnigen Standort auf trockenem Boden. Besonders schön wirkt sie in kleinen Gruppen von 3 bis 5 Stück. Die Pflanze bildet allerdings Ausläufer und verbreitet sich von selbst weiter. Krautige Waldrebe (Clematis integrifolia ’Arabella‘), 150 cm hoch wachsend, horstbildend. Blüht von Juni bis August mittelblau und kommt auf einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit trockenem, durchlässigem, ph-neutralem Boden gut zurecht.

Grafik: www.stadtentwicklung.berlin.de

Frühling


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meter, bei Grobböden größer. Sie enthalten mehr oder weniger große Steine. Dort, wo sich Wasser staut, gibt es Torfe, die aus halbverotteten Pflanzenresten entstehen. Insgesamt wurden in Berlin 34 Arten von Feinböden kartiert. Vom Feinsand, über schluffigen Lehm bis zum reinen Schluff, in der Hauptsache Sand. Es gibt noch eine wichtige Größe für das Pflanzenwachstum: den ph-Wert. Er gibt an, ob ein Boden sauer, neutral (ph-Wert 7) oder alkalisch ist. Bei einem stark sauren Boden-pH-Wert 4 können die Pflanzen wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und Bor nur schwer aufnehmen. Andererseits bewirkt ein alkalischer Boden mit hohem Kalkgehalt und einem pH-Wert um pH 8, dass die Pflanzen sich nicht ausreichend mit Eisen, Mangan und Magnesium versorgen können. Warum

das so wichtig ist? Die meisten Pflanzen bevorzugen neutralen oder leicht sauren Boden. Einige brauchen ein saures Milieu wie Hortensien, Rhododendron, Erdbeeren oder Kartoffeln. Kohl gedeiht auf alkalischer, kalkhaltiger Erde besser. Wie es um den Säurewert in unserer Stadt steht, zeigt ebenfalls die Berliner Bodenkarten: Es herrschen sehr schwach alkalische bis sehr schwach saure Böden vor. In den Forstgebieten und den großen Parks wie dem Tiergarten und der Wuhlheide haben die Böden dagegen einen sauren bis stark sauren ph-Wert. Auch, wenn der Boden in Frohnau ein anderer ist als in Dahlem, in Köpenick ein anderer als in Pankow, haben alle Berliner Gartenflächen eins gemeinsam: Sie sind nicht leicht zu beackern. Wenn es regnet, bilden sich kaum Pfützen, denn das Was-

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ser sickert sofort hindurch. Mit ihm die Nährstoffe, die sich dadurch nie lange an der Oberfläche halten. Die Erde heizt sich bei Sonneneinstrahlung sehr schnell auf und kühlt auch rasch wieder ab. Ideal ist alles andere. Doch Sandböden haben tatsächlich auch ihre Vorzüge: Diese sogenannten leichten Böden sind tiefgründig, gut durchlüftet, für die Pflanzen also leicht zu durchwurzeln und sie bilden keine Staunässe. Außerdem sind Sandböden relativ neutral und schwanken in der Regel nur im Bereich zwischen schwach alkalisch und schwach sauer, werden also von vielen Pflanzen vertragen. Nachhilfe für den Boden Mit ein bisschen Nachhilfe kann man denn auch einen Berliner Boden so verbessern, dass im Sommer die Pflanzen nicht Hunger

Foto:

geordnet nach Blühzeiten Sonnenhut (Rudbeckia), unermüdlicher Dauerblüher mit großen, leuchtend gelben Blüten und schwarz-braunen Zentrum. Sonnenhüte blühen von August bis September, lieben durchlässigen Boden und einen sonnigen Standort. Tigerglocke (Codonopsis clematidea), wird ca. 50 cm hoch. Sie schmückt sich von Juni bis Juli mit hellblauen Blüten, die wie kleine Glocken aussehen. Sie liebt trockenen, phneutralen, durchlässigen Boden und kommt auch im Halbschatten zurecht. Kaukasus-Storchschnabel (Geranium renardii ’Phillipe Vapelle‘), hat wintergrüne, wildlederartige Blätter und attraktive zartrosa Blüten (Juni bis Juli). Die langlebige, horstig wachsende Pflanzen wächst sogar auf Schotter. Stinkende Schwertlilie (Iris foetidissima), riecht zwar nicht besonders gut, macht diesen Mangel aber durch ihre violett-grauen Blüten von Juli bis August und später den orangeroten Fruchtschmuck wieder wett. Die Pflanze wird bis zu 60 cm hoch, mag einen sonnigen Standort auf trockenen, ph-neutralen, durchlässigen Boden. Heimische Buschmalve (Lavatera thuringiaca), sie wird 120 cm hoch und schmückt sich von Juli bis September mit zartrosa Blütenkelchen. Sie gedeiht an sonnigen, aber auch halbschattigen Standorten auf durchlässigen, trocken bis frischen Böden. Rückschnitt der Stängel im Herbst empfohlen. Schneemarbel (Luzula nivea), gehört zu den schönsten Ziergräsern für den Garten und eignet sich als Blickpunkt im lichten Schatten oder am Gehölzrand. Das bis zu 60 cm hohe Schattengras blüht von Juni bis August weiß. Mögen durchlässigen Böden und vertragen den Wurzeldruck von Bäumen.

Federmohn (Macleaya cordata), eine krautige Pflanze, die bis zu 250 cm hoch wird. Sie besticht in den Monaten Juli bis August durch ihre federartigen Blütenrispen. Breitet sich über Rhizome aus. Trockner Boden, mittlerer Nährstoffbedarf. Zierliches Sandkraut (Arenaria gracilis), hübscher, immergrüner Bodendecker mit weißen Blütenschalen. Blüht von Mai bis Juni. Mag kalkhaltigen, durchlässigen Boden. Braucht wenig Pflege.

Herbst Glatte Aster (Aster laevis), stammt aus Nordamerika und wächst dort in lichten, trockenen Mischwäldern. Daher kommt sie auch hier auf trockenen Böden am Gehölzrand und unter Laubbäumen mit lichtem Schatten zurecht. Sie wird etwa 150 cm hoch und blüht mit leuchtend violettblauen Blüten von Oktober bis November. Der Boden sollten ein wenig mit Lehm aufgebessert werden, aber nicht zu nährstoffreich sein. Wild-Aster (Aster ageratoides var. ovatus fo. yez ’Asran‘), diese großblütige, 70 bis 80 cm hohe Wild-Aster ist besonders robust und übersteht auch längere Trockenperioden. Die hellvioletten entfalten sich von August bis Oktober an gut verzweigten Blütenständen. Herbst-Kopfgras (Sesleria autumnalis), robustes, dekoratives Gras, das Trockenheit und Wurzeldruck erträgt. Trägt von September bis Oktober silbrigweiße Blütenrispen.


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und Durst leiden müssen: Ein saurer Boden kann durch die Zugabe von Kalk verbessert werden, zu viel Kalk im Boden lässt sich dagegen schwer neutralisieren. Um den Nährstoffgehalt und die Speicherfähigkeit zu erhöhen, ist es das Beste jahrelang immer wieder Kompost aufzubringen. Er enthält fast alles, was die Pflanze braucht – und ist darüber hinaus Lebensraum für unzählige Mikroorganismen. Fällt im Herbst Laub an, sollte es nicht in Plastiksäcken oder der Biomülltonne entsorgt , sondern auf dem Kompost getan oder einfach unter die Hecke gekehrt werden. Es kann dort als Mulchschicht dienen und zerfällt langsam zu nahrhafter Lauberde. Stickstoff kann über Gründüngung zugeführt werden, das heißt durch die Aussaat bestimmter schnellwüchsiger, einjähriger

Pflanzen wie Wicken, Lupinen oder Klee. Leguminosen bilden an ihren Wurzeln Knöllchen mit Stickstoff. Im Herbst werden sie abgemäht und untergegraben. Im nächsten Jahr kann ein so vorbereitetes Beet bepflanzt werden. Damit die Nährstoffe nicht gleich wieder ausgewaschen werden, empfiehlt es sich dem Boden zusätzlich Steinmehl oder Bentonit zuzugeben, eine Mischung aus verschiedenen Tonmaterialien. Immer wieder wird auch Torf verwendet, um den Boden zu verbessern. Doch Torf hat Nachteile, er enthält wenig Nährstoff, hat einen geringen ph-Wert, ist also sauer. Durch den Torfabbau gehen wertvolle Lebensräume verloren. Um den Boden feucht zu halten, kann man Mulch aufbringen. Mulch unter-

Sandpflanzen sind Hungerkünstler. Sie lieben gerade die nährstoffarmen, trockenen, lockeren Böden. Sie brauchen daher weder Dünger noch organisches Material, um Wasser zu binden. Dabei sind sie robust und pflegeleicht. Wer nach dem Hausbau vor einer Wüste steht, kann in Handel sogenannte „Häuslebauermischun-

gen“ kaufen, die vor allem Samen von Pflanzen enthalten, die auf mageren Böden gedeihen – und die Wüste in eine Blumenwiese verwandeln. Auch ganz gezielt, lässt sich die Not in eine Tugend verwandeln. Sandige Stellen im Garten eignen sich für ein naturnahes Sandbeet. Folgende Schönheiten siedeln hier gern:

Nachtkerze (Oenothera biennis), zweijährig, etwa 100cm hoch. Sie wurde um 1620 als Zierpflanze aus Nordamerika eingeführt und ist heute über ganz Europa verbreitet. Sie bildet eine lange Pfahlwurzel aus. Wo sie sich wohlfühlt, blüht sie in schönstem gelb von Juni bis September. Die Blätter und Wurzeln sind essbar, letztere werden wir Schwarzwurzeln zubereitet. und Im Volksmund heißt sie deshalb auch Schinkenwurz. Silbergras (Corynephorus canescens), Pionierpflanze auf humusfreien Sandböden, wächst in Büscheln, 10 bis 35 cm hoch. Die Pflanze bildet fein verzweigte, 2 bis 8 cm lange Blütenstände. Die Wurzeln dringen bis zu 15 cm in den Boden ein. Berg-Sandglöckchen (Jasione montana), ein wunderschönes blaublütiges Blümchen aus der Familie der Glockenblumengewächse. Die 1990 zur Blume des Jahres gekürte Halbrosettenpflanze wird 20 bis 60 cm hoch und

reicht mit seinen Wurzeln bis zu einem Meter tief ins Erdreich. Die Pionierpflanze auf mageren, sandigen Brachflächen gilt als gefährdet. Strandgrasnelke (Armeria maritima), wird bis zu 50 cm hoch und wächst in dekorativen Polstern und bildet eine Vielzahl purpurner bis rosa Blütenköpfchen. Die Blätter werden wie Gras nur 1 bis 3 mm breit. Mit ihrer rübenartigen Wurzel wächst sie sogar auf Dünen am Meer. Sand-Thymian (Thymus serpyllum), der immergrüne Halbstrauch ist ein Bodendecker, der gerade mal 2 bis 10 cm hoch wird. Seine kleinen zartvioletten Blüten zeigen sich von Juli bis September und dienen als Bienenweide. (Helichrysum arenarium). Besenginster (Cytisus scoparius) ist eine ein 1 bis 2 Meter hoher Strauch mit besenartigen Zweigen an dem sich von Mai bis Juni zitronengelbe, schiffchenförmige Blüten bilden. Der Besenginster eignet sich für den Hintergrund einer

Fotos: Mara Kaemmel, Archiv Graffito

Pflanzen für einen naturnahen Garten auf Sand


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drückt zudem das Aufkeimen von Unkraut und hält die Erde warm. Als Mulchmaterial gibt es im Baumarkt Rindemulch zu kaufen. Er entzieht dem Boden beim Verrotten Stickstoff, deshalb empfiehlt es sich, vor dem Aufbringen die Beete mit Hornspänen zu düngen. Viel billiger ist es Grasschnitt als Mulch zu verwenden. Das Gras sollte vor der Blüte der Wiesenkräuter gemäht werden, damit die Samen nicht in den Beeten keimen. Außerdem muss das Gras antrocknen bevor es aufgebracht wird, damit es nicht stinkt und schimmelt. Sandverträgliche Partner Wenn dann noch Pflanzen in den Garten geholt werden, die mit mageren Böden und weniger Wasser zurecht kommen, kann

auch ein Hauptstadtgarten glänzen: Sandverträglich zeigen sich zum Beispiel Akelei, Fetthenne, Hartriegel, Lavendel, Roter Sonnenhut, Bartfaden, Mädchenauge und sogar einige Rosensorten (siehe unten rechts). Eine ganze Reihe Apfelsorten kommen für einen Garten mit Sandboden in Frage wie zum Beispiel der Gelbe Bellefleur. Der Pomologen Verein empfiehlt: Celler Dickstiel, Stina Lohmann, Apfel aus Lunow, Gravensteiner, Martens Sämling, Jakob Fischer, Echter Prinz, Dülmener Herbstrosenapfel, Harberts Renette, Pontoise, Martini, Coulons Renette, Charlmowski. Selbst einem Gemüsegarten steht nichts entgegen. Auf Sand lassen sich Knoblauch, Rote Beete, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln und Speiserüben anbauen wie Teltower Rübchen und Schwarzwurzeln. Auch Kräuter wie Salbei,

Dossier | 19

Rosmarin und Thymian entwickeln sich an einer warmen, sonnigen Stelle prächtig. Und wer gar nicht auf die Tomate aus dem eigenen Garten verzichten will: Nahrhafte Erde findet sie in einem Topf oder Kübel. Text: Mara Kaemmel Quelle: Umweltatlas Senatsverwaltung Berlin

Informationen zu Bodenarten, ph-Werten und Wasserdurchlässigkeit bietet der Berliner Umweltatlas auch straßengenau unter der Internetadresse: www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/ umweltatlas/kb106.htm

Fotos: Mara Kaemmel, Archiv Graffito

Rosen für sandige Böden

Sandrabatte. Er wächst schnell, wird jedoch nur circa 12 Jahre alt. Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium), die aromatisch duftende Blume wird circa 30 cm hoch. Sie bildet von Juli bis Oktober zitronengelb leuchtende, doldentraubige Blütenstände. Die Pflanze ist inzwischen sehr selten geworden, gilt als gefährdet und ist daher von der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Sie lässt sich gut für Trockensträuße verwenden. Heidenelke (Dianthus deltoides), die ebenfalls seltene und unter Naturschutz stehende Pflanze gedeiht auf saueren Sandböden gut. Sie verträgt keinen Kalk. Sie wird 10 bis 40 cm groß. Sie hat kelchförmige, dunkelrosa Blüten mit gezahnten Blütenblättern.

Sandboden und Rosen, das geht nicht sagen die einen. Geht doch, behaupten die anderen. Letztere haben Recht. Natürlich blühen Rosen auf lehmhaltigen, nährstoffreichen Böden besonders üppig, da sie Starkzehrer sind. Sandböden sind in der Regel mager, weil Nährstoffe schnell weggeschwemmt werden. Doch es gibt auch Sorten, die auf sandigen Böden gut gedeihen, wenn er richtig vorbereitet ist. Ob eine Rose sich an ihrem Standort wohlfühlt, hängt darüber hinaus vom ph-Wert des Bodens ab. Rosen mögen eher neutrale Böden (ph-Wert 6,5 bis 7,5) - und von der Sonnendauer. Nicht alle Sorten vertragen pralle Sonne, manche bevorzugen eher ein halbschattiges Plätzchen. Zu den Rosen, die Sandboden gut vertragen, gehören zuerst einmal einige Wildrosen-Arten und deren Hybriden, bzw. Rosen, die auf einer Wildrosenwurzel veredelt wurden. Rosa rugosa und ihre Hybriden kommen auch mit etwas saurem Boden zurecht. Folgende Rosen lassen sich daher erfolgversprechend auf Berliner Sandboden kultivieren:

Kartoffelrose (Rosa rugosa), starker Duft, Farbe kräftigrosa, Blütezeit Juni-August, einmalblühend, Standort Sonne bis Halbschatten, Höhe 150 cm, Besonderheiten: kompakt, sehr gesund, schöne Hagebutten.

Sandrose (Rosa carolina), schwacher Duft, Farbe hellrosa, Blütezeit Juni-August, einmalblühend, Standort Sonne bis Halbschatten, Höhe 100 – 150 cm, Besonderheiten: strauchartig, dicht, schöne Hagebutten. Vielblütige Rosa (Rosa multiflora), starker Duft, Farbe weiß, Blütezeit Juni-August, einmalblühend, Standort Sonne bis Halbschatten, Höhe 150 – 250 cm, Besonderheiten: lange, bogig überhängende Triebe, Blütenmeer, viele kleine Hagebutten, als Hecke geeignet.


20 | Grünzeug

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Men at Work 69 Prozent der Männer macht Gartenarbeit grundsätzlich Spaß. Dennoch wagen sie sich selten an alle Aufgaben, die im heimischen Eden so anfallen. Neue und schicke Geräte sollen das (hoffentlich) ändern.

rische Luft, abschalten, sich bräunen lassen: diese drei Argumente treiben Männer laut einer Umfrage in den Garten. Doch wenn es um die Gartenarbeit geht, verlässt die Herren der Schöpfung schnell die Lust am heimischen Grün. Unkraut jäten oder Laub rechen sind eher nicht ihr Ding. Lieber entscheiden sie über die technische Ausstattung. Und selbst da haben die Kerle ihre Vorlieben: Sollen Gartengeräte in erster Linie einen Zweck erfüllen, wollen Männer mehr als nur bewässern, schneiden und pflegen. Richtig begeistern können sie nur Gartenutensilien, die auch haptisch und optisch herausragen. Nach dem Motto: Was im Wohnbereich der Flachbildfernseher, sind draußen die modernsten Gartenutensilien. Und die müssen sich definitiv sehen lassen können. Für das Outfit der Geräte sorgen mittlerweile zahlreiche Designer, die das Potential Garten erkannt haben. Apropos: Wie beim Fernseher oder Computer denken sich die Macher immer neue Technologien aus, die die Gartenarbeit erleichtern sollen. So sorgt die Lithium-Ionen-Akkutechnik – bei Handys und Notebooks bereits vielfach bewährt – dafür, dass die klassischen Gartengeräte nicht nur gewichtsmäßig um vieles leichter, sondern auch wesentlich leistungsstärker sind. Es besteht also Hoffnung auf eine Änderung dieser manchmal unfreiwilligen Arbeitsverteilung im Garten.

Grafik: Julia Richter

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Grünzeug | 21

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Die Besten

Der Gesündeste Durch den 26-Grad-Hebe-Winkel wird die Beanspruchung von Rücken und Schultern minimiert. Der 17-Grad-Neigungs-Winkel des Griffs bringt die Hand des Benutzers in eine komfortable, natürliche Position. Der große D-Griff ist für alle Handgrößen, mit oder ohne Handschuh, passend gestaltet und ergonomisch geformt. Der breite Fußtritt des Spatens ermöglicht ein kraftvolles Umgraben ohne unnötige Anstrengung.  Von Fiskars www.fiskars.com

Sie ist leicht, ergonomisch ausbalanciert und dank Lithium-IonenTechnologie ausdauernd. Mehr Bewegungsfreiheit, ohne die Gefahr ein Kabel zu durchtrennen, hat man eh mit dieser Akku-Heckenschere AHS 54-20 LI.  Von Bosch www.bosch-pt.de

Die Männlichste

Die Stärkste

Die Feinste

Hände sind so unterschiedlich wie Männlein und Weiblein. Also braucht es eine Schere, die wie maßgeschneidert in der eigenen liegt. Diese Ambossgartenschere gibt es gleich in drei Größen.  Von Wolf www.wolf-garten.de

Fotos: Hersteller

Die Schickste Das dänische Designer-Duo Henrik Holbæk und Claus Jensen entwickelt seit 1989 praktische und schicke Produkte. Ihre Ideen wurden schon mehrfach und international ausgezeichnet. Das Pflanzset ist denn eben nicht nur schön anzusehen, sondern auch brauchbar.  Von Eva Solo www.evasolo.com

Gefertigt nach historischem Vorbild in der Werkzeugschmiede Sneeboer in Nordholland. Geräteköpfe aus geschmiedetem und anschließend gewachstem Kohlenstoffstahl. Die Griffe – am hinteren Ende mit Zierrillen versehen – aus mit Leinöl behandeltem Eschenholz. Die Köpfe von einer Messingzwinge gehalten. Gartenwerkzeuge wie diese wurden in England bis in die 1930er Jahren noch hergestellt.  Von Manufactum www.manufactum.de

Was man(n) wirklich braucht Eine Hacke zum Lockern des Bodens.

Ein Spaten; unverzichtbar zum Pflanzen größerer Gewächse und zum Ausgraben von Pflanzen und Wurzeln.

Eine Handschaufel, kein billiges Blechspielzeug, sondern stabil aus solidem Stahl.

Eine Handschere, um Zweige und Triebe zu kappen.

Eine Heckenschere, es gibt sie als Handmodell oder motorbetrieben.

Eine Amboss-Schere für dickere Büsche und Sträucher.

Eine Teleskop-Astschere für alles, was außer Reichweite wächst.


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Prima Pesto Auch wenn und der Supermarkt das ganze Jahr über frische Kräuter anbietet – erst wenn es Frühling wird, schmecken Petersilie, Ruccola, Löwenzahn und Co richtig gut. Ihre kräftige Würze und Frische zaubern selbst in minimaler Dosierung einen Hauch von Sonne an alle Gerichte. Pesto passt nämlich nicht nur zu Nudeln, sondern auch zu Gemüse wie Zucchini vom Grill oder zu gebratenem Fisch.

Scharfes Kresse-Pesto Zutaten 3 El Walnusskerne 1 Knoblauchzehe 40 g junger Pecorino 100 g Kresse 1 getrocknete Chili, ohne Öl 60 ml Traubenkernöl 40 ml Olivenöl Salz, Pfeffer 2 El Zitronensaft Für den Pesto Walnüsse und Knoblauch hacken. Pecorino mit der Reibe fein reiben. Kresseblätter von den Stielen zupfen und grob zerschneiden. Getrockneten Chili klein schneiden. Walnüsse, Knoblauch, Pecorino, Kresse, Chili, Traubenkernöl und Olivenöl mit dem Schneidstab grob pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lecker: Passt prima zu Nudeln, am besten zu Linguine!

Foto: Ernst Rose, pixelio.de

22 | Grüne Küche


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Minze Pesto

Pesto primavera

Zutaten 1 Bund Minze 1 Bund Petersilie 1 Knoblauchzehe 100 g Walnusskerne 150 ml Olivenöl 20 ml Walnussöl Salz, Pfeffer, Zucker 50 g fein geriebener Parmesan 5 El Zitronensaft

Zutaten 75 g verschiedenste Frühlingskräuter 30 g Mandelkerne 1 Knoblauchzehe 8-10 El Olivenöl 30 g geriebener Parmesan Salz, Pfeffer

Minze und Petersilie abspülen. Knoblauch grob hacken. Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, dann mit dem Blitzhacker oder Pürierstab fein mahlen. Die anderen Zutaten zugeben. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und fein pürieren. Parmesan und Zitronensaft untermischen.

Grüne Küche | 23

Frühlingskräuter wie Schnittlauch, Bärlauch, Ruccola oder Löwenzahn grob hacken. Die Mandeln ohne Fett in einer Pfanne kurz anrösten. Die Zutaten zusammen mit dem Öl und dem Knoblauch mit dem Pürierstab zerkleinern. Anschließend den Käse unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lecker: Schmeckt am besten auf frischem Baguette!

Lecker: Verfeinert vor allem Lammgerichte!

Ruccola Pesto Zutaten 125 g Ruccola 1 Knoblauchzehe 40 g Parmesan 40 ml Olivenöl Salz, Pfeffer 30 g Haselnusskerne

Fotos: Graffito

Den Ruccola waschen und grob mit dem Messer zerkleinern. Käse mit der Reibe fein reiben. Haselnüsse in der Pfanne kurz anrösten. Alle Zutaten und das Olivenöl mit dem Schneidstab grob pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lecker: Pesto unter gekochte und geviertelte Kartoffeln heben und mit groben Meersalz würzen!

Küchentipp Kräuter sollten erst kurz vor dem Gebrauch gehackt oder gezupft werden, um das volle Aroma zu erhalten.

Vor Gebrauch die Kräuter auf dem Kopf und unzerkleinert unter dem starken Wasserstrahl abspülen und auf einem Tuch leicht abtrocknen.

Kräuter sollten wenn möglich nicht erhitzt werden, damit die wertvollen Inhaltstoffe erhalten bleiben. Je feiner die Kräuter geschnitten werden, desto schneller können die Inhaltstoffe auf die Speisen

übergehen – dazu sollten unbedingt sehr scharfe Messer verwendet werden.

Pesto lässt sich am besten in einem Glas im Kühlschrank aufbewahren. Dazu nach dem Abfüllen eine Schicht Olivenöl über den Pesto gießen.


24 | Kinder Garten

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Verborgen unter Weiden: ein Naturversteck f端r Kinder

Foto: Freitag Weidenart

Wir sind dann


Kinder Garten | 25

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Ein Grundgerüst aus Weidenruten lässt sich mit Tüchern oder Ästen in ein Tipi verwandeln.

Kids wollen spielen, toben und entdecken. Im eigenen Garten können sie dabei ihre sinnlichen Wahrnehmung trainieren und Erfahrungen sammeln.Wie hoch kann ich schaukeln, wie weit von oben sehen – und wo kann ich alleine sein: In einem Tipi können die Kinder sich verstecken, sich treffen und Geheimnisse austauschen.

mal weg Fotos: Freitag Weidenart, Weidenprofi, Richter (1)

F

ür das Weidentipi ist jetzt, im zeitigen Frühjahr, die ideale Bauzeit. Noch zeigen die Weiden keine Blätter. Weidenruten, die Sie von Weidenbäumen schneiden können, stehen häufig an den Ufern von Gewässern oder auf Feuchtwiesen. Fragen Sie den Besitzer, meist ist das die Gemeinde, bevor Sie zur Säge greifen, damit gehen Sie auf Nummer sicher. Ideal für den Bau sind schmalblättrige, strauchförmige Weidenarten. Sägen Sie die Weiden mit einer scharfen Säge knapp über dem Boden ab und verarbeiten Sie das Material schnell. So wird‘s gemacht Egal, ob es ein Weidentipi, ein Bohnentipi oder ein Tipi aus Stoff werden soll: Zunächst braucht es ein Grundgerüst. Dazu steckt man einen Kreis aus festen aber biegsamen Weidenruten 30 bis 40 Zentimeter tief in den Boden und befestigt die Stangen

am oberen Ende mit einem stabilen Strick oder Seil. Flechten Sie anschließend dünnere, etwa fingerdicke Weidenruten waagerecht durch die Zeltstangen – entweder dicht an dicht, oder mit einigem Abstand, so dass genügend Licht eindringen kann. Zum Schluss das Weidentipi gut wässern. Die Weidenruten bilden nach dem Einpflanzen rasch Wurzeln und treiben aus. Überstehende Ästen arbeiten Sie am besten in das Gerüst mit ein – so entsteht schnell ein dichtes Zelt. Wer sich diesen Aufwand sparen möchte oder auch kein dauerhaftes Objekt in seinem Garten will, opfert für die Plane des Tipis am besten ein paar Bettlaken. Zum Quadrat zusammen nähen, in der Mitte ein Loch für die Zeltstangen hineinschneiden und für den Eingang einen Schlitz vorsehen. Fertig!

Tipis kaufen www.freitagweidenart.com www.weidenprofi.de


26 | Grünes Wissen

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Hecken dürfen nicht einfach wachsen und gedeihen

Ratgeber Gartenrecht

Kein Ärger mit Hecken, Sträuchern und Bäumen Welche Regeln das Nachbarschaftsgesetz in Berlin und Brandenburg vorschreibt

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geschnittenen Hecke dürfen also nicht dichter an das Nachbargrundstück heranreichen als der obere Teil der Anpflanzung. Wird also eine Hecke zwei Meter hoch, muss mindestens ein Abstand von 67 Zentimetern eingehalten oder die Hecke gestutzt werden.

Hecken

Bäume

Hecken fallen unter das Nachbarschaftsrecht – und das unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. So muss in Berlin eine Hecke mit einer Wuchshöhe von einem halben bis zwei Metern mindestens 50 Zentimeter vom Zaun entfernt stehen. Gemessen wird ab Heckenmitte. Wird die Hecke höher als zwei Meter ist ein Pflanzabstand von einem Meter einzuhalten. In Brandenburg dagegen gilt, dass jeder Teil der Pflanze einen Abstand zum Zaun von einem Drittel seiner Höhe halten muss. Die unteren Zweige einer in Form

Für das Pflanzen von Bäumen gelten in Berlin folgende Regelungen: Stark wachsende Bäume, die zehn Meter und höher werden, müssen mindestens drei Meter von der Grundstücksgrenze entfernt stehen. Obstbäume, etwa Halbstämme, dürfen anderthalb Meter entfernt vom Zaun gepflanzt werden. Buschbäume können bis zu einem Meter entfernt an den Zaun gerückt werde. Gemessen wird von der Stammmitte. In Brandenburg müssen Obstbäume zwei Meter Abstand halten, alle übrigen mindestens vier Meter.

Foto: Mara Kaemmel

S

eit dem Aufregerlied von Stefan Raab weiß jeder: So ein Knallerbsenstrauch am Zaun von Nachbars Garten kann richtig Ärger machen. Umso wichtiger sich vor dem Pflanzen einer Hecke über die gültigen Gesetze und die Wuchsfreudigkeit der gewünschten Pflanzen zu informieren.


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Gartenmarkt | 27

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28 | Gartenmarkt

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Wenn Otto Clairchen sagt...

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Zaun und Co.

Die unvergessenen Chansons und Couplets der Bühnenstars, Claire Waldoff und Otto Reutter, sie sind heute genau so aktuell wie damals und ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Besonders pikant ist die Geschichte, weil Clairchen von einem Mann gespielt wird und dieses alte Freundespaar durch alle Höhen und Tiefen ihrer zwischenmenschlichen Beziehung gehen. Präsentiert von Jürgen Müller als Clärchen und Hellmut Gaber als Otto. Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf Hultschiner Damm 333, 12623 Berlin Reservierung unter: 030 - 5 67 83 29 Eintritt: 13 Euro (inklusive Führung durch das Museum ab 16 Uhr) Sa. 7.5./So. 8.5. jeweils um 18 Uhr

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Vier Tage wird sich das Schloss Biesdorf in eine Blumenwiese verwandeln, auf der gefeiert werden darf. Vom 2. bis 5. Mai wird das Blütenfest begangen, die Maikrone verliehen und das Blütenprinzenpärchen gekrönt. Daneben gibt es reichlich Programm für Groß und Klein, Kulinarisches, hörens- und sehenswertes. Schloss Biesdorf Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin Beginn: 2. Mai ab 10.45 Uhr tägl. bis 22 Uhr Eintritt frei


BlattGrün

Redaktion/Anschrift Ansprechpartner BlattGrün Büro Berlin: Julia Richter all on cover T: 0 30/76 80 44 34 Jungfernstieg 21 b F: 0 30/76 80 44 63 12207 Berlin Büro Brandenburg: Mara Kaemmel T: 0 30/64 09 40 81 Anzeigenvertrieb: Melanie Musick T: 01 73/7 46 43 82

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30 | Marudes Gartenabenteuer

BlattGrĂźn 4/5.2011

Wildschweinalarm oder wie ich lernte, Dinge positiv zu sehen

rade ins Bett gelegt, denn eine Frau um die 40 braucht ihren Schlaf, und mein Mann wollte auf der Terrasse noch eine letzte Zigarette rauchen, da hĂśrte ich ihn schreien: „Maruuuuude, ein Schweeeeiiiiin.“ Ich fuhr hoch. Alarm! Wildschweine, Mistviecher, Saubande! Bei Wildschweinen endet meine Tierliebe. Da vergesse ich meine gutbĂźrgerliche Erziehung. Diese Dreckschweine, verdammt noch mal! Am Anfang dachten wir noch, dort, wo wir wohnen, wĂźrden marodierende Jugendliche nächtens LĂścher in unseren Maschendrahtzaun treten. Ha! Wissen Sie wie das ist, wenn man morgens aus dem Fenster

auf einen umgegrabenen Acker blickt statt auf eine Tulpenwiese. Ich ja. Jugendliche wĂźrden sich diese Arbeit nicht machen. Sorry fĂźr die Verdächtigungen. Inzwischen haben wir unseren Garten verbarrikadiert. Schweinesicher machen, nennt man das. Neuer Zaun vorn, neuer Zaun hinten. Statt hĂźbscher Heckenrosen haben wir Stacheldraht gepflanzt. Und was hat es genutzt? Nichts. Das Riesenvieh in unserem Garten war einfach beim Nachbarn durch den Zaun gestiegen. Mit wĂźtendem Blick und der Taschenlampe stand mein Mann dem Schwein gegenĂźber, „Du oder ich“, rief er, bereit in der Dunkelheit die letzten Tulpen, Kro-

kusse und das superteure Riesenlauch zu verteidigen. Das Vieh trollte sich. Die Krokusse hatte es bereits gefressen. Ich versuche diesmal nicht bĂśse zu sein. Ich Ăźbe mich darin, die Dinge positiv zu sehen. SchlieĂ&#x;lich hat das Wildschwein auch den Kompost umgegraben. Meinen Sohn hätte ich mit acht Euro die Stunde motivieren mĂźssen, das moderige Laub aus dem Vorjahr umzuheben, die Zwiebeln seien dem Tier gegĂśnnt. Nächstes Jahr bauen wir eine Mauer mit VideoĂźberwachung rund um das GrundstĂźck. Das haben wir uns fest vorgenommen. Denn fliegen kĂśnnen Schweine nicht. Gott sei Dank.

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Illustration: Mara Kaemmel

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ch mag Tiere, ehrlich. Mein Garten ist eine Katzenkreuzung, jeden Piepmatz kenne ich beim Namen und sogar die Blattläuse haben es bei mir gut: Ich rupfe eher die Blätter ab, an denen sie saugen, als dass ich sie mit Gift besprĂźhe. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Doch bevor ich mich in Rage rede: „Guten Tag! Ich heiĂ&#x;e Marude und seit ich einen Garten habe, geht es mir wie Menschen, die zu Eltern mutieren – man hat plĂśtzlich eine Menge Arbeit und täglich gibt es neue Ăœberraschungen. Ich weiĂ&#x;, wovon ich spreche: mein Sohn ist gerade aus dem GrĂśbsten raus.“ Also: Vor ein paar Tagen, es war Mitternacht, ich hatte mich ge-


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