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Alsterblatt

Jung. Dynamisch. Hanseatisch. – Das Magazin der Jungen Union Hamburg Nr. 3 | März 2012

Ganz schön alt und trotzdem jung Die JU Hamburg feiert Jubiläum

www.ju-hamburg.de

Rückblick auf 65 Jahre Junge Union Hamburg Ehemalige Landesvorsitzende berichten

Gipfel der norddeutschen Landesverbände Bundesvorsitzender bei der Nordkonferenz

Hamburgtag 2012 zu Gast in Altona Die Vorschau auf den Landestag am 21. April


Seite 3 Moin Moin des Landesvorsitzenden

Editorial

65 Jahre JU Hamburg Liebe JU’ler, liebe Freunde, liebe Leser, das Jahr 2012 hat begonnen. Am „Tag der CDU“ Ende Februar haben wir mit unserer „Steuertaler-Aktion“ auf die verantwortungslose Schuldenpolitik des SPD-Senats aufmerksam gemacht. Verkleidet als Olaf Scholz verschenkten JU’ler Steuertaler in der Mönckebergstraße, um zu zeigen, wie der Erste Bürgermeister die öffentlichen Kassen auf Kosten der jungen Generation belastet. Zahlreiche Bilder findet ihr auf unserer Fotoseite „JU in Aktion“. Die Redaktion - Jascha Wagner, Antonia Am 24. März sollen die neuen Leitlinien der Niecke und Johannes Liefke CDU Hamburg beschlossen werden. Der neue Entwurf enthält dank der JU die explizite Forderung nach einer soliden Studienfinanzierung. In dieser Ausgabe wird herausgearbeitet, warum Studiengebühren nicht nur die effektivste Finanzierungsmethode, sondern vor allem auch die gerechteste darstellen. Darüber hinaus müssen die Themen Bildung und Wissenschaft im neuen CDU Programm stärker als bisher betont werden. An unserem Hamburgtag in Altona werden wir das 65-jährige Jubiläum unseres Landesverbandes feiern. Auch wir als JU wollen uns an diesem Tag ein neues Grundsatzprogramm geben. Die Themen und Werte, die unser politisches Handeln in den nächsten Jahren leiten sollen, werden dort festgeschrieben. Auf diese Weise können wir noch akzentuierter und effektiver der inhaltliche Motor unserer Mutterpartei sein. Das neue Alsterblatt nimmt euch mit auf eine Zeitreise durch die 65 Jahre unseres Landesverbandes. Viel Spaß dabei wünscht euch die Redaktion! Antonia, Jascha und Johannes

Inhalt

Bildung und Wissenschaft in Hamburg

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Titelthema: 65 Jahre JU Hamburg

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Grußwort der Bundeskanzlerin

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JU in Aktion

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Gipfeltreffen der norddeutschen Landesverbände

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Kampagnenfabrik „Hamburg mitgestalten“

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Nein danke, Herr Scholz!

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Hamburgtag 2012 in Altona

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Ein Jahr sozialdemokratische Innenpolitik

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Neumitglieder + Neues aus dem Leinpfad

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Politik und Moral

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Junge Union Hamburg | Alsterblatt | Nr. 3 | März 2012

Liebe JU‘ler, liebe Freunde in Euren Händen haltet Ihr die 3. Ausgabe unseres Alsterblatts, die im Zeichen unseres 65. Jubiläums steht.

JU im Herbst auf die drastischen Kürzungen des SPD-Senats im Wissenschaftsbereich reagierte und die Universität in ihren Protesten ausdrücklich unterstützte. Aktuell werden die Themen Bildung und Wissenschaft neben vielen anderen Punkten im Rahmen der Diskussion um die „Neuen Leitlinien der CDU Hamburg“ diskutiert. Bedauernswert ist jedoch, dass im aktuellen Entwurf der Leitlinien die aus genannten Gründen so wichtigen Themen Bildung und Wissenschaft als Unterpunkte von „Solidarität und Gerechtigkeit“ fast schon ein wenig versteckt sind. Hochschulfragen werden unter dem Punkt „Wissenschaft als Standortvorteil nutzen“ auf lediglich etwas mehr als zweieinhalb (!) von insgesamt momentan rund 50 Seiten behandelt.

Neue Leitlinien der CDU Hamburg

Bildung und Wissenschaft in Hamburg – es bleibt viel zu tun!

Seit der letzten Ausgabe ist viel passiert. Wir blicken zurück auf eine sehr erfolgreiche Nordkonferenz mit unserem Bundesvorsitzenden Philipp Mißfelder MdB in Hamburg, auf unsere traditionelle Weihnachtsfeier, auf die erste Kampagnenfabrik sowie auf einen medial turbulenten Jahresanfang. In den letzten Wochen rückten inhaltliche Themen eher in den Hintergrund. Im Mittelpunkt der Schlagzeilen stand stattdessen Bundespräsident a.D. Christian Wulff. Mit akribischer Genauigkeit wurde jede Handlung, jede Initiative, jede Aussage des höchsten Mannes im Staat durchleuchtet und bewertet. Politiker sollen auch Vorbild sein. Doch was macht denn ein Vorbild aus, und wie viel Transparenz braucht ein System eigentlich? Die ZEIT fragte kürzlich, ob nicht zu viel Transparenz eher zu höherem Misstrauen, statt zu einer besseren Gesellschaft führt. Fakt ist: Wir alle sind fehlbar. Und doch muss es vorausgesetzt werden können, dass öffentliche Ämter und Mandate von Menschen ausgefüllt werden, die nach Recht und Moral korrekt handeln. Die Kunst besteht darin, seine Fehler rechtzeitig einzugestehen und aus ihnen zu lernen. Für 2012 hat sich unser Landesverband viel vorgenommen. Zum Hamburgtag wollen wir ein neues Grundsatzprogramm verabschieden, und wie gewohnt werden wir uns mit aktuellen Themen in die CDU einbringen. Wir wollen mit vielen Veranstaltungen unseren Landesverband weiter beleben und neue Mitstreiter für uns gewinnen. Seid dabei, bringt Euch ein! Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe und hoffe, wir sehen uns alle zum Hamburgtag, am 21.04.2012 in Altona. Herzliche Grüße Euer Carsten

Vor einigen Wochen titelte der Spiegel: „Wo die klugen Deutschen leben“ und widmete dem Thema Bildung zahlreiche Seiten. Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Unsere Stadt soll nicht zu den Orten gehören, wo das der Fall ist. Das Magazin berief sich auf neueste, über Jahre erarbeitete Ergebnisse des „Deutschen Lernatlas 2011“ – einer außergewöhnlich breit angelegten Studie der Bertelsmann Stiftung, die die Lebens- und Lernbedingungen in Deutschland detailliert untersuchte. Hierbei wurde nicht nur auf Fragen aus einem eingegrenzten Bereich wie der Schul- oder Hochschullandschaft eingegangen, sondern das Bildungsniveau in einzelnen Regionen insgesamt bewertet. Hamburg landete im Bundesländervergleich auf Platz elf, also im schlechten Mittelfeld – weit abgeschlagen hinter den süddeutschen Ländern. Die Ergebnisse der Studie sind nur ein Beispiel dafür, wie viel Handlungsbedarf in unserer Stadt trotz der Strukturreform im Schulbereich hin zum zweigliedrigen System sowie verschiedener Projekte für die Hochschulen wie der Landesexzellenzinitiative weiterhin

besteht. Natürlich: erst in den letzten Jahren durchgeführte Projekte und Reformen brauchen Zeit, um Ergebnisse vorzuweisen, die sich dann auch in derartigen Studien niederschlagen. Trotzdem darf nicht vergessen werden, welch hohen Stellenwert gerade die Bereiche Bildung und Wissenschaft für die Entwicklung und Zukunft unserer Stadt haben: Es sind wichtige Ressourcen, aus denen die Metropole schöpfen muss, um den Wohlstand nachhaltig zu sichern und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Dieser Blick in die Zukunft gilt auch umgekehrt aus Sicht des einzelnen jungen Menschen: Es werden immer mehr Fachkräfte gebraucht, die Angebote auf dem Arbeitsmarkt werden zunehmend spezieller. Somit ist eine gute Bildung – optimalerweise gekrönt durch einen akademischen Abschluss – die beste Möglichkeit, sich beruflich für die Zukunft abzusichern. Die Junge Union Hamburg hat immer wieder darauf hingewiesen und dies in zahlreichen Anträgen, Aktionen und Positionspapieren betont. Nur beispielhaft soll die Aktion „Geplatzte Träume“ erwähnt werden, mit der die

Vor allem auf Drängen der Jungen Union setzt sich der überarbeitete Entwurf nun zumindest auch mit dem Thema der Studienfinanzierung auseinander. Da auch der Einzelne von seinem Studium auf dem Arbeitsmarkt profitiert, ist es ein Gebot der Gerechtigkeit, dass Studenten auch einen Eigenbeitrag zu dieser Ausbildung erbringen. Die Junge Union setzt sich daher dafür ein, dass allen Hamburger Hochschulen die Einführung von Studiengebühren ermöglicht wird. Optimiert würde das Hamburger Studiengebührenmodell durch einen umgekehrten Generationenvertrag. Nach diesem weiterentwickelten Modell müssen Studenten, die sich Studiengebühren nicht direkt leisten können, diese erst nachgelagert zahlen, sobald sie ein bestimmtes Einkommen erzielen. Auf diese Weise kann jedem Abiturienten auch ein Studium ermöglicht werden. Der SPD-Senat unter Olaf Scholz entschied aus ideologischen und populistischen Gründen, die Studiengebühren wieder abzuschaffen, und gefährdet damit die Zukunft sowie Entwicklung unserer Hochschulen. Nicht zuletzt deswegen sollte die CDU gerade diesem Thema wieder mehr Aufmerksamkeit widmen und insgesamt dazu beitragen, Hamburg als Wissenschaftsstandort attraktiver zu machen. Die Wiedereinführung von Studiengebühren ist hierbei natürlich nur einer von sehr vielen Bausteinen, jedoch ein wichtiger, um die Situation der Studenten in unserer Stadt langfristig zu verbessern – damit sich in Zukunft wieder mehr „kluge Deutsche“ in Hamburg bilden und in unserer Hansestadt leben wollen. Katharina Schuwalski Bezirksvorsitzende Süderelbe und Beisitzerin im Landesvorstand

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„Wer guten politischen Nachwuchs möchte, muss diesen jungen Kräften von Anfang an ein Betätigungsfeld geben.“

ten sparen!“ Ja, da war er erst mal still. Er war ein äußerst schwieriger Zeitgenosse.

Ohne Anzug und Krawatte - Der Dresscode war leger Die JU in den Achtzigern

Von Rockern und Hansebolschewiken

Sven Hielscher kannte ich bisher nur aus der heutigen Zeit als berüchtigten Kommunalpolitiker. Schnell wurde mir jedoch bewusst: berüchtigt war er wohl schon immer. Der bunte Hund in der CDU. Sven, wie wurdest Du JU-Landesvorsitzender? Mich hat damals sehr Susanne Rahardt-Vahldieck geprägt. Ich habe sie sehr geschätzt, sie hatte Mentorenfunktion für mich. Auch bei heiklen Fragen konnte ich mich immer an sie wenden. Susanne war die erste weibliche JULandesvorsitzende in ganz Deutschland. Auch ließ ich mir den Spaß an der Sache nicht nehmen. Ich hatte keine Lust auf verklemmte und ideologische Wollhöschenpolitik. Wie war das Verhältnis zu der CDU? Wir waren gegenüber der Mutterpartei immer der liberale offene Gegenpol. Wer bei uns mit Anzug und Krawatte kam und nur Parteikarriere machen wollte, hatte nicht viel zu melden. Ein junger Esprit lag in der Luft; der Drang nach Veränderungen wurde stark. In der CDU hatte sich auch viel zu dieser Zeit durch Jürgen Echternach geändert, dessen Intellekt und analytischen Verstand ich bewundert habe, der aber gleichzeitig ein überharter Hund war. Er hatte alte Mauern eingerissen und parteiintern die Honorationen-CDU aufgerollt. Es sollte möglich sein, sich auch ohne

„Standesdünkel“ in der Partei zu engagieren und Karriere zu machen. Dennoch vermied er weitestgehend Demokratie in der Horizontalen und Vertikalen. Der Magdalenenkreis war maßgebend für den Erfolg in der Partei und sein Führungszirkel. Weder als Landesvorsitzender noch danach gehörte ich diesem Kreis an. Auch versuchte ich, die JU aus CDU-Konflikten heraus zuhalten. Man war entweder ein Freund oder Feind für Jürgen Echternach und wir blieben unergründlich. Die JU war nicht käuflich. Es war schwierig mit ihm, weil sich mit der Zeit seine Politik als Modernisierer der Partei langsam abnutzte. Was Jürgen Echternach als Landesvorsitzenden gut beschreibt, ist dieses Erlebnis mit ihm: Als ich bereits mit der Schule und Ausbildung fertig war und im elterlichen Betrieb in Neumünster arbeitete, rief mich einmal Jürgen Echternach wutentbrannt an und schrie ins Telefon. Das einzige was ich ihm entgegnete, war: „Sie können Ihr Fenster im Leinpfad öffnen, dann höre ich Sie auch ohne Telefon bis nach Neumünster und sie können Telefonkos-

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…und wie war das Verhältnis zu der Jungen Union auf Bundesebene? Auf Bundesebene wurden wir nur die Hansebolschewiken genannt. Es gab oft Meinungsverschiedenheiten; das wurde immer auf den Deutschlandtagen deutlich. Wir sprachen uns „großstadtoffener“ in vielen Debatten aus, aber waren mit unserer Meinung sehr alleine. Es war nicht selten, dass Anträge 280 zu 7 abgestimmt wurden. Es waren immer unsere sieben Delegierten, die dafür oder dagegen stimmten. Wir hatten eine eiserne Disziplin, was die Anwesenheit betraf, auch wenn sie oftmals nur physisch war. [Ein verschmitztes Lächeln] Wir waren die bunten Hunde zu jener Zeit, ich erwähne nur den Artikel in der Bremer Zeitung, der uns als „Rocker“ bezeichnete. Ich muss gestehen der 0-8-15 CDU/JU‘ler waren wir nicht, aber ob Rocker ich weiß nicht… uns war der Inhalt wichtig, nicht die Form. Eine kleine Anekdote aus Deiner JU Zeit? Ich habe Christian Wulff mal eine verpasst. Wie bitte? Ja, zu Zeiten der Schüler Union. Es war auf einer Fachtagung in einer Debatte über die Einführung der Gesamtschule als Regelschule, ob dieses Modell langfristig eine gute Idee ist. Reinhard Grindel, zu damaligen Zeiten Vorsitzender der Schüler Union Hamburg, und ich waren gegen die Gesamtschule (heute vertrete ich eine andere Position). Der Bundesvorsitzende der Schülerunion, Christian Wulff, hingegen kämpfte für die Gesamtschule. Die Debatte wurde immer hitziger und Christian erhob sich gegen Reinhard. Da musste ich dazwischen gehen und schlug Christian Wulff gegen die Brust. Er fiel sofort um. Die JU heute, wie siehst Du sie? Heute ist der Dialog zwischen JU und CDU viel offener, genauso die Themenbehandlung. Man kann offener über Dinge sprechen. Auch sehe ich eine sehr ambitionierte Junge Union, die sich vielfältig mit Themen beschäftigt. Man sollte nie vergessen: Viele handelnde und ergraute Aktive in der heutigen Politik waren auch mal JU‘ler! Sven Hielscher JU-Landesvorsitzender von 1987 bis 1990 Interview: Antonia Niecke Bezirksvorsitzende Altona und Beisitzerin im Landesvorstand

noch heute auf ihre Umsetzung. Personelle Veränderungen gab es damals kaum, da der Wille vieler handelnder Personen zu wirklichen Veränderungen gering war.

Klaus-Peter Hesse auf dem CDU-Grundsatzprogrammparteitag 1994 in Hamburg Neue Impulse

Die JU Hamburg in den Neunzigern – Das Jahrzehnt der Reformen Die neunziger Jahre gehen als das Jahrzehnt der Reformen in die Geschichte der Jungen Union und der CDU-Hamburg ein. Viele engagierte JU‘ler aus dieser Zeit sind noch heute politisch aktiv und leiten die Geschicke der CDU-Hamburg. Aus der jetzigen Bürgerschaftsfraktion lernten damals Dietrich Wersich, Roland Heintze, Robert Heinemann, André Trepoll, Thilo Kleibauer, Viviane Spethmann, Ralf Niedmers, Heiko Hecht, Jörg Hamann und ich die ersten Tricks und Kniffe. Viele aktive JU‘ler von damals wie Sven Hielscher, Jörn Frommann und Lars Dietrich gehören auch weiterhin zu den Aktivposten der Union an der Elbe. Politisch war das Jahrzehnt natürlich geprägt von der Wiedervereinigung, die für mich und viele andere JU‘ler sicherlich die größte politische Bedeutung und Prägung hatte. In besonderer Erinnerung sind mir der Wiedervereinigungsparteitag der CDU in Hamburg 1990 sowie der Grundsatzprogrammparteitag 1994 mit der legendären, von der JU-Hamburg organisierten Party im Cocoon beim Rathaus. Helmut Kohl war auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen Landesvorsitzenden hatten wir schon damals die eine oder andere kontroverse Diskussion über die Zukunft der Partei mit ihm. Für die JU in Hamburg bedeutete die Wiedervereinigung auch Wahlkampfunterstützung und Aufbauarbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Unzählige Reisen nach Schwerin sind

mir noch lebhaft in Erinnerung, viele mit dem damaligen JU-Bundesvorsitzenden und jetzigen CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, der die Gründung der neuen JU-Landesverbände koordinierte. Auf dem JU-Deutschlandtag in Leipzig 1990 wurde dann die Junge Union für ganz Deutschland zusammengeführt. Andere Weggefährten aus dieser Zeit haben in Berlin mittlerweile Karriere gemacht. Eckart von Klaeden, Norbert Röttgen, Ronald Pofalla und Markus Söder sind nur einige davon. Der Beginn der Neunziger war in Hamburg von heftigen Streitereien innerhalb der CDU geprägt. Die Bürgerschaftswahl 1991 musste 1993 wiederholt werden, weil das Hamburgische Verfassungsgericht der Klage von CDU-Mitgliedern stattgegeben hatte und das Kandidatenaufstellungsverfahren der Union für undemokratisch erklärte. In der Folge trat auch durch Druck der Jungen Union Hamburg der damalige CDU-Landesvorsitzende, Jürgen Echternach, zurück. Sein Nachfolger auf dem Posten als CDU-Landesvorsitzender, Dirk Fischer, versuchte, die Union zu reformieren, was nur teilweise gelang und sehr kritisch von der Jungen Union begleitet wurde. Viele der guten Reformvorschläge von damals warten

1997 kam es dann für die Elbunion zu einem wegweisenden Personalwechsel. Endlich hatten auch viele CDU‘ler erkannt, dass es mit dem alten Personal so nicht weiter gehen konnte und sich schon gar nicht Wahlen gewinnen ließen. Mit Unterstützung der Jungen Union wurde Ole von Beust Fraktionsvorsitzender der Bürgerschaftsfraktion und Hoffnungsträger vieler junger Politiker, die bis dahin mit den alten Seilschaften kämpfen mussten. Im selben Jahr feierte die Junge Union auf der Cap San Diego eine große 50 Jahre Jubiläumsfeier mit Volker Rühe und vielen anderen hochrangigen Gästen. Rühe war als CDU-Generalsekretär und Bundesverteidigungsminister eines der letzten großen politischen Hamburger Schwergewichte auf Bundesebene. In guter und lebhafter Erinnerung sind mir auch die vielen JU-Landestage, die im Kampf um bessere Konzepte neben inhaltlichen Diskussionen häufig auch personelle Auseinandersetzungen beinhalteten. Da war es manchmal nebensächlich, wenn sich Ole von Beust und Christian Wulff im Interview mit mir über die Zukunft unseres Landes austauschten. Im Hintergrund wurde fleißig telefoniert und auch schon mal ein Mitgliederbus zur Urwahl des Landesvorsitzenden von einem Lager bestellt und vom anderen Lager wieder abbestellt. Die Junge Union hat die neunziger Jahre genutzt, um sich politisch und personell neu aufzustellen. Es waren turbulente, aber schöne und prägende Jahre. Wir konnten die JU erfolgreich auf das neue Jahrtausend vorbereiten. Klaus-Peter Hesse MdHB JU-Landesvorsitzender von 1993 bis 1998

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Die JU und die Wiedervereinigung

Aufbruch in eine neue Zeit In den 1980er Jahren war es bei Jugendlichen nicht gerade angesagt, sich für die Deutsche Einheit zu engagieren. Die Junge Union gehörte zu den wenigen Jugendorganisationen, die sich nicht mit der deutschen Teilung abfinden wollte. Jahr für Jahr erinnerte sie durch Aktionstage und Foto-Ausstellungen an Menschenrechtsverletzungen und die Unterdrückung der Freiheitsbewegung in der DDR.

für die Privatisierung ostdeutscher Kombinate nach Leipzig. Auch aus der JU Hamburg gingen Fachkräfte in die neuen Bundesländer: Mehrere JU-Mitglieder gingen zur Treuhandanstalt nach Berlin oder Leipzig. Der ehemalige DV-Sprecher Michael Voß wechselte vom NDR in die Nachrichtenredaktion des MDRFernsehens nach Sachsen-Anhalt und Landesvorstandsveteran Tomas Spahn übernahm die Öffentlichkeitsarbeit der Senatsverwaltung für Verkehr in Berlin.

Eine Aktion erzielte besonders hohes Medienecho: Zum Besuch des DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker 1987 in der Bundesrepublik forderte die JU Bundeskanzler Kohl auf, den Sänger Udo Lindenberg zum Treffen hinzuzuladen. Udo hätte durch seine Musik wie „Sonderzug nach Pankow“ die deutsche Frage im Bewusstsein junger Leute wachgehalten. Hamburger Radiostationen sendeten daraufhin Berichte, in denen der Rocksänger die Idee begrüßte und ein Vertreter des Bundeskanzleramtes sein diplomatisches Geschick zum Ausdruck brachte. Trotz allem war die JU überrascht, als sich die Grenzen am 9. November 1989 öffneten. Zwei Tage später brach die JU zu einem lange geplanten Berlin-Trip auf. Doch das Bildungsprogramm fiel aus. Stattdessen fanden wir uns auf den verstopften Straßen Berlins inmitten tanzender Menschen wieder und erlebten bewegende Szenen der Freude und der Hoffnung. Viele Christdemokraten hatten jahrzehntelang die deutsche Einheit propagiert. Doch als die Vision in Erfüllung ging, war niemand darauf vorbereitet. Im März 1990 fanden die ersten freien Wahlen in der DDR seit 57 Jahren statt. Während die CDU noch zwei Monate vor der Wahl ihren Partner in der DDR suchte, waren es die jungen Menschen, die ohne taktische Überlegungen sofort zur Sache gingen: Die JU Hamburg unterstützte den Wahlkampf des bürgerlichen Lagers von Ost-CDU, Deutsche Soziale Union (DSU) und Demokratischer Aufbruch (DA) in Mecklenburg und Brandenburg. Oft wurden die Wahlkämpfer mit den Worten begrüßt: „Wurde auch Zeit, dass ihr kommt.“ Noch Anfang 1990 hatte alles nach einem Wahlsieg der SPD ausgesehen. Doch die SPD kam am Wahltag nur auf 20%; die bürgerliche Allianz erreichte über 50% der Wählerstimmen. Im April 1990 saßen beim Landestag der JU

JU-LaVo mit Madeleine Göhring

Hamburg erstmals Demokraten aus Rostock, Ost-Berlin und Brandenburg neben Demokraten aus Bonn und Hamburg auf dem Podium und diskutierten über das Thema „Deutschland in Europa“. Die JU forderte die Neuordnung Europas unter demokratischen Bedingungen, die Abkehr der NATO von einer Konfrontationsstrategie und die Unterstützung Gorbatschows. Das Positionspapier musste in der Vorbereitungszeit mehrmals den Ereignissen angepasst werden. Mitinitiator Tomas Spahn erinnert sich: „Stand ursprünglich in dem Papier, in Polen stehe die Demokratisierung bevor, war diese Zukunftsvision schon von der Realität überholt. Warf das Papier der SED vor, die Ostdeutschen zu unterdrücken, konnten wir nach Ende unserer

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Stürmische Zeiten in Berlin

Sitzung am 9. November hören, dass sich die Bürger der DDR ihre Pressefreiheit erkämpft hatten. Kritisierte das Papier den Stalinismus der Tschechoslowakei, wurde fast über Nacht die Prager Burg von Vaclav Havel erobert.“ – Fast überall in Mittel- und Osteuropa hatte die Demokratie ihren Siegeszug angetreten. Gleichwohl gab es auch Mahner: So warnte die JU im April 1990 vor dem Umwelt-Kollaps der DDR und forderte auf Antrag von Rüdiger Kruse eine Umweltverträglichkeitsprüfung für jede Investition, um Fehler bei der Infrastrukturentwicklung zu vermeiden. Im September 1990 – nicht einmal ein Jahr nach der Öffnung der Mauer – gründete sich in Leipzig die Junge Union (Gesamt-)Deutsch-

lands. Drei Jugendorganisationen, die zum Teil aus den Bürgerrechtsbewegungen der DDR hervorgegangen waren, fanden hier ihre neue politische Heimat: Die Ost-CDU Jugendorganisation CDJ, die DSU-Jugend und die Jugend des Demokratischen Aufbruchs. Der Vereinigungsparteitag der Mutterpartei CDU fand einen Monat später in Hamburg statt. In vielen Bereichen wich die Euphorie der Wiedervereinigung bald der Ernüchterung. Die Herstellung der deutschen Einheit war schwieriger als erwartet. Die „blühenden Landschaften“, von denen Bundeskanzler Helmut Kohl gesprochen hatte, waren noch nicht in Sicht. Stattdessen waren auch viele westdeutsche Politiker überrascht von der geringen Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Wirtschaft. Viele hatten gehofft, dass die DDR als leistungsfähigste Volkswirtschaft des „Ostblocks“ zumindest in Teilen konkurrenzfähig sei. Schnell wurde deutlich, dass selbst die CDU, die jahrzehntelang die Deutsche Einheit proklamiert hatte, die volkswirtschaftliche

Lage der DDR falsch eingeschätzt hatte. Neben guten und wegweisenden Entscheidungen gab es in der Umbruchszeit auch Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen. Ganze Wirtschaftszweige brachen schneller zusammen als erwartet. Die Volkswirtschaft der DDR erwies sich als künstlich gestützte Scheinwelt. Trotz großer Schwierigkeiten war auf beiden Seiten der Wille zusammen zu wachsen groß. Das Ziel, neben Demokratie und einheitlicher Währung auch die Einheit in den Köpfen der Menschen und in den Lebensbedingungen herzustellen, ließ viele Schwierigkeiten überwinden. Die JU Hamburg veranstaltete in den 1990er Jahren Sommercamps zur Bildungs- und Umweltpolitik in Mecklenburg und pflegte den Kontakt zu den neuen JU-Kreisverbänden. Zum Aufbau effizienter Verwaltungsstrukturen gingen Verwaltungsexperten aus Westdeutschland in die neuen Bundesländer: Kurt Biedenkopf wurde 1990 sächsischer Ministerpräsident und der ehemalige Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi ging 1990 zur Treuhandanstalt

Nicht alle Politiker der ehemaligen Bürgerrechtsbewegung der DDR konnten oder wollten sich in der gesamtdeutschen Politik dauerhaft durchsetzen. Eine von denen, die es geschafft hat, ist Angela Merkel. 1991 wurde die damals 36-jährige ins Bundeskabinett berufen. Nach der gesamtdeutschen Bundestagswahl hatte die CDU mit der Einrichtung des Bundesministeriums für Frauen und Jugend einer JU-Forderung entsprochen. Über Arbeitsmangel konnte das neue Ministerium nicht klagen: „Der Aufbau der freien Jugendarbeit in der ehemaligen DDR, die zunehmende Gewaltbereitschaft junger Leute aber auch die Schaffung eines Rechtsanspruchs auf Kindergartenplätze stellt unser Ministerium vor große Herausforderungen“, sagte Angela Merkel 1991 auf einer Veranstaltung der Jungen Union am Großneumarkt vor hundert Gästen aus Hamburger Jugendverbänden. Einen Schwerpunkt der politischen Jugendarbeit lag beim internationalen Jugendaustausch. Denn gerade in der Jugendarbeit sahen wir die Chance, Unterschiede zu überwinden und gemeinsam an unserer Zukunft im neuen geeinten Europa zu arbeiten. Madeleine Göhring JU-Landesvorsitzende von 1991 bis 1992

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endnächten im Jahr 2003. Hier forderte die JU einen durchgängigen Fahrtbetrieb der U- und S-Bahnen in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag. Damit traf sie mitten ins Herz der jungen Menschen, die am Wochenende auch abends die Hamburger Innenstadt besuchen und danach sicher nach Hause kommen wollten. Wir sammelten über 10.000 Unterschriften und seit 2004 können nun alle Hamburger vom 24-Stunden-Angebot des HVV an den Wochenenden profitieren.

Im neuen Jahrtausend

Die JU Hamburg zur CDU-Regierungszeit Als ich 1993 – trotz jahrzehntelanger SPD Herrschaft in Hamburg – hoffnungsvoll meine Beitrittserklärung zur Jungen Union Hamburg beim CDU-Büro in Neugraben abgab, war ich begeistert von der Regierung Kohl. Ich konnte nicht verstehen, warum der Kanzler der Einheit in der Öffentlichkeit so schlecht gemacht wurde. Deshalb wollte ich dagegen etwas unternehmen. Wie dynamisch sich die Zukunft gerade der JU Hamburg gestalten würde, ahnte ich nicht im Geringsten. Schon vor meiner Wahl zum Landesvorsitzenden im November 2002, als ich noch stellv. Landesvorsitzender und Chefredakteur der „for ju“ (Vorgängermagazin des Alsterblattes) war, zeichnete sich aber ab, dass die JU mit

der Initiative jedes Einzelnen auch in einem bis dato SPD-dominierten Bundesland viel bewegen könnte: So konnten wir mit einem engagierten Wahlkampf nach dem Auseinanderbrechen unserer Koalition mit FDP und Schill-Partei der CDU Hamburg im Jahr 2004 zur absoluten Mehrheit verhelfen! Mit unserem „Ole-Team“ begleiteten wir Ole von Beust in der ganzen Stadt. Dieser Erfolg, der sich auch in der Zusammensetzung der Hamburger Bezirksversammlungen widerspiegelte, ermöglichte vielen JU‘lern parlamentarische Erfahrungen. Ob als Abgeordnete oder als zugewählte Bürger in einem der zahlreichen Ausschüsse – mit diesem sichtbaren Engagement unserer Mitglieder konnten wir als politische Jugendorganisation in Hamburg insgesamt viel zusätzliche Strahlkraft gewinnen. Landesweit große Aufmerksamkeit erregte auch die Unterschriftenaktion zur Ausweitung des HVV-Angebotes in den Wochen-

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Aber auch bei auf den ersten Blick weniger jugendbezogenen Themen hat die JU zu CDU-Regierungszeiten stets Weitblick bewiesen: So befassten wir uns früh mit einer möglichen Koalition mit der GAL auf Landesebene. Diese unkonventionelle Regierungsoption war nicht nur Thema eines Leitantrags, sondern wurde auch mit führenden Politikern aus CDU und GAL kontrovers diskutiert. Obwohl die parteipolitischen Differenzen letztlich doch (noch?) nicht überbrückbar waren, kann uns hier ein Gespür für politische Themen und Entwicklungen der Zukunft nicht abgesprochen werden. Auch in anderen Bereichen – nicht zuletzt bei den Diskussionen um Wahlrechtsänderungen, den Abbau der Landesverschuldung und das CDU-Leitbild „Wachsende Stadt“ – konnten wir als JU während der CDURegierungszeit inhaltlich wichtige Impulse setzen. Im Jahr 2005 unterstützten wir aus Hamburg tatkräftig den Wahlkampf von Angela Merkel, dessen Ausgang wir bundesweit als großen Erfolg verbuchen konnten. Von ihrer anhaltend verantwortungsvollen Regierungsarbeit können CDU wie JU auch auf Landesebene profitieren. Für die JU bedeutet dies in Oppositionszeiten einerseits eine inhaltlich fundierte und kreative Auseinandersetzung mit den Perspektiven unserer Metropole. Andererseits müssen wir auf die Versäumnisse des politischen Gegners mit Worten und Taten aufmerksam machen und durch eine offene Diskussionskultur noch mehr Jugendliche für konservative Politik begeistern. Wenn das gelingt, werden sich Berichte über die JU zur CDU-Regierungszeit in Zukunft nicht auf die Vergangenheit beschränken müssen! André Trepoll MdHB JU-Landesvorsitzender von 2002 bis 2007

Die JU von morgen

Ein Blick in die Zukunft Unsere Junge Union Hamburg begeht in diesem Jahr ihr 65. Jubiläum – ein passender Moment, um inne zu halten und einen Blick sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft zu werfen. In der Chronik „20 Jahre Junge Union Hamburg“ von 1967 ist zu lesen: „Zuerst war es nur ein Arbeitskreis innerhalb der CDU, (...) doch schon bald wurden diese zwanglosen Zusammenkünfte des „CDU-Jugendausschusses“ in eine fest Form gebracht. Man schuf eine eigenständige Organisation mit dem Ziel, innerhalb der Partei als geschlossene Gruppe eine ganz bestimmte Zielrichtung zu vertreten. Die Junge Union war (...) ein politischer Faktor, der neben seiner eigenen Organisation auch stets eine eigene Meinung hatte, für die er von der Partei Aufmerksamkeit und Rücksicht beansprucht.“ Eigentlich ist mit diesem Zitat schon alles gesagt, fast alles. Auch heute kennzeichnet die Junge Union Hamburg vor allem ihre eigene Meinung. Die CDU ist und bleibt unsere Mutterpartei, an der wir uns orientieren. Zugleich nehmen wir uns aber das Recht heraus, bei bestimmten Themen gegensätzliche Ansichten zu äußern. Gerade dann, wenn es unsere Generation besonders angeht, wie bei der Netzpolitik, den Freiheitsrechten oder der zukünftigen Gestaltung Europas, bringen wir unsere eigenen Gedanken ein. Reibung erzeugt Wärme: Die Junge Union Hamburg hat in den

vergangenen 65 Jahren immer gut daran getan, sich nicht verbiegen zu lassen. Nur mit Mut und klaren politischen Aussagen können wir weiter die größte politische Jugendorganisation Europas bleiben und Politik aktiv mitgestalten. Wir wollen Verantwortung tragen in unserer Stadt, für unser Land, in Europa. Dafür gilt es auch in Zukunft Wahlen zu gewinnen und unsere Mutterpartei, die CDU, stets thematisch und personell zu erneuern. JU und CDU werden sich stärker gen Europa ausrichten. Gemeinsam mit unseren benachbarten Bundesländern müssen wir Hamburger als starke Stimme auf die Brüsseler Politik einwirken. Neue Bündnisse werden sich ergeben, innerhalb Deutschlands und auch in Europa. Die jüngste Zusammenarbeit von CDU und der französischen UMP stellt dabei erst den Anfang einer neuen Epoche der europäischen Politik dar. Wir als junge Generation, als JU Hamburg, haben die Chance, diesen Prozess aktiv mitzuentwickeln. Packen wir es an! Carsten Ovens JU-Landesvorsitzender seit 2011

Grußwort der Vorsitzenden der CDU Deutschlands, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, MdB, zum 65-jährigen Jubiläum der Jungen Union Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe JU-Mitglieder, gerne überbringe ich Ihnen auf diesem Wege persönlich und im Namen der CDU Deutschlands die herzlichsten Grüße und besten Wünsche zum 65-jährigen Bestehen der Jungen Union Hamburg. Mit Stolz können Sie heute auf Ihre erfolgreiche politische Arbeit in sechs Jahrzehnten zurückblicken und daraus Kraft für die Aufgaben der Zukunft ziehen. Zugleich möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Ihnen für Ihr Engagement zu danken, denn wir brauchen junge und aktive Menschen in der CDU, die andere ebenfalls für die politische Arbeit begeistern. Politik braucht die Stimme der Jugend und wir müssen Jugendlichen frühzeitig Beteiligungsmöglichkeiten bieten. Nur so können sie verantwortungsbewusst an Entscheidungen mitwirken. Die Junge Union ist hierbei als größter politischer Jugendverband für die CDU ein wichtiger Partner und Stütze. Zugleich hat die Junge Union der CDU immer wieder programmatische Impulse gegeben und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die CDU die große Volkspartei der Mitte ist, die in allen Bevölkerungs- und Altersgruppen verankert ist. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Jubiläumsjahr und darüber hinaus alles Gute für Ihre weitere politische Arbeit. Mit freundlichen Grüßen

Zukunft: Europa

Dr. Angela Merkel


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Die Fotoseite

JU in Aktion Das Alsterblatt präsentiert an dieser Stelle Impressionen aus dem JU-Alltag. Du hast ein tolles Foto von einer gelungenen Veranstaltung und möchtest, dass es hier erscheint? Schicke einfach eine E-Mail an info@ju-hamburg.de mit der Bilddatei und einer kurzen Beschreibung im Anhang.

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JU Eimsbüttel mit Rüdiger Kruse MdB am Tag der CDU Die Mannschaft vom zentralen JU-Infostand in der Mönckebergstraße 3 Let‘s talk about mit Weißbier und Marcus Weinberg MdB 4 „Olaf Scholz“ verschwendet Steuertaler 5 Thomas Mühlenkamp und Philipp Heißner 6 Podiumsdiskussion „Zukunft Europa“ mit Dr. Georg Jarzembowski, Carsten Ovens, Birgit Schnieber-Jastram MdEP und Benedict Pöttering 7 Neumitglied Vivien Jarema am Tag der CDU 8 Grünkohlwandern mit der JU Oldenburg: Antonia Niecke, Carsten Ovens, Veronika Faltermeier und Frederik Heinz 9 JU Altona/Elbvororte bei ihrem traditionellen Kartturnier 10 Infostand der JU Fuhlsbüttel-Langhorn-Alsterdorf: Julia Renner, Sebastian Huff und Tobias Lücke 1

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Gemeinsam für den Norden

Neue Impuplse

Gipfeltreffen der norddeutschen Landesverbände am 17.12.2011 in Hamburg Die sieben norddeutschen Landesverbände begingen den politischen Jahresabschluss dieses Mal auf besondere Weise: Die geschäftsführenden Vorstände trafen sich in Hamburg, um gemeinsam Denkanstöße für länderübergreifende Politikkonzepte zu diskutieren. Für die norddeutschen Länder ist in den letzten Jahren die Bedeutung der Zusammenarbeit sowohl auf Bundesebene wie auch in Europa gestiegen. Unter dem Titel „Perspektive Norddeutschland – Gemeinsam für den Norden“ wurde einstimmig ein Papier mit Themen beschlossen, welche zukünftig stärker und gemeinsam aus norddeutscher Perspektive voran gebracht werden sollen. Als Ehrengäste mit von der Partie waren u.a. Philipp Mißfelder MdB (Bundesvorsitzender), Benedict Pöttering (Vizepräsident YEPP) sowie René Spiegelberger (Bundesvorsitzender Wirtschaftsrat Juniorenkreis). Rüdiger Kruse MdB (stellv. Landesvorsitzender CDU Hamburg) gab dazu spannende Einblicke, welche Chancen die Energiewende für Deutschland bietet. Gemeinsam wurden aktuelle tagespolitische Themen aus Brüssel und Berlin durchaus kontrovers diskutiert.

Neue Rubrik:

Kampagnenfabrik „Hamburg mitgestalten“

Meinungsbild

Der Jahresauftakt der Jungen Union Hamburg begann mit der Kampagnenfabrik „Hamburg mitgestalten“ im Ludwig-Erhard-Haus. Diese sollte eine Grundlage für zukünftige Kampagnen im neuen Jahr bilden und uns Mitgliedern die Möglichkeit geben, aktiv die JU mitzugestalten.

Philipp Mißfelder MdB und Carsten Ovens

Dabei ließ es sich einer der stellv. Landesvorsitzenden aus Hamburg nicht nehmen, diesen Diskussionen per Livestream beizuwohnen. Er befindet sich zur Zeit im Dienste der Bundeswehr in Afghanistan. Inhaltlich standen insbesondere Energieund Infrastrukturpolitik auf der Tagesordnung. So sprachen sich die Landesverbände geschlossen für ein norddeutsches Hafenkonzept aus und betonten damit auch die Relevanz der Häfen für die gesamtdeutsche Wirtschaft. Die mittelund langfristige Planung der Verkehrswege zu Wasser, auf der Schiene und auf der Straße bestimmt den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands und damit auch die Sicherung von Arbeitsplätzen. Die feste Fehmarnbeltquerung, der Ausbau der A7, der A20 mit zweitem Elbtunnel und der A39, sowie die Y-Bahntrasse von Hannover nach Bremen und

Hamburg seien dabei nur exemplarisch genannt. Die CDU-geführte Bundesregierung hat mit der Energiewende ein neues Kapitel in der Geschichte der Energieerzeugung aufgeschlagen. Mit der Gewinnung von Windenergie an den deutschen Küsten, aber auch mit der Nutzung von Wasserkraft hat der Norden nun die Chance, Deutschland als Exportnation voranzutreiben. Die Nordverbände wollen sich diesen Herausforderungen stellen und fordern die Regierungen ihrer Bundesländer zum gemeinsamen Handeln auf. Im Anschluss bat der gastgebende Hamburger Landesvorsitzende Carsten Ovens alle Gäste zum gemeinsamen Abendessen mit Marcus Weinberg MdB (Landesvorsitzender CDU Hamburg). Auch auf der nachfolgenden Weihnachtsfeier der JU Hamburg wurde die Kernaussage des abendlichen Gesprächs, „die CDU braucht die Impulse der Jungen Union“, noch lange diskutiert und mit neuen Ideen gefüllt.

Zu Beginn begrüßte der Landesvorsitzende Carsten Ovens uns Teilnehmer zu der Veranstaltung. Zur Einführung präsentierte dann unser Landesgeschäftsführer Marcel Stepanek aktuelle Umfragen, die zeigten, wofür sich unsere Zielgruppe heute interessiert und einsetzt. Anschließend folgten drei sehr interessante und informative Vorträge von Spezialisten: Roland Heinzte MdHB (Faktenkontor), Joachim Schmidt (Intensive Senses) und Christian Jourdant (Hamburger Beratung). Es ging im Wesentlichen um die Funktionsweise der Pressearbeit und des digitalen Marketings sowie konkret um die effektive Gestaltung einer Kampagne. Nach den vielen Impulsen aus den Vorträgen bildeten die Teilnehmer Gruppen von drei bis fünf Personen. Unsere Aufgabe war es nun, für eine der drei Kategorien „Mitgliedergewinnung“, „Positionierung eigener Themen“ oder „Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner“ eine Kampagne zu entwickeln. Eine der wichtigen Aufgaben war die Entwicklung eines Slogans, welcher die Kernbotschaft darstellt und daher von äußerst großer Bedeutung ist. Außerdem lag es im Ermessen der einzelnen Gruppen, inwieweit Flyer und Plakate, Aktionen und Auftritte sowie Kommunikationskanäle, zu denen heute insbesondere soziale Netzwerke gehören, mit in ihre

Kampagne eingebaut werden sollten. Wichtig dabei war, stets das zentrale Thema, das Ziel und den Zweck der Kampagne im Auge zu behalten. Jede Gruppe hatte ein festes Budget zur Planung der Kampagne, die insgesamt sechs Wochen dauern soll. Nach etwa drei Stunden intensiver Arbeit trafen alle wieder im Plenum zusammen, um die entworfenen Kampagnen vorzustellen. Im Ergebnis lagen sechs verschiedene, kreative Kampagnen vor, die von den Teilnehmern bewertet wurden. Jeder hatte drei Stimmen, die er für die drei nach eigener Ansicht am besten gelungensten Kampagnen abzugeben hatte. Die Kampagnenfabrik „Hamburg mitgestalten“ war rückblickend eine sehr gelungene Idee. Sie bot für uns Mitglieder die Möglichkeit, die Junge Union sowie das neue Jahr 2012 aktiv mitzugestalten. Für die Neumitglieder war es ebenso eine sehr gute Gelegenheit, die Arbeit in der JU hautnah zu erleben und neue Leute kennenzulernen. Die drei erstplatzierten Kampagnen wurden dann vom Landesvorstand diskutiert. Als Sieger ging hervor die Kampagne „Stolz auf Hamburg“ – denn das sind wir doch alle.

Konstruktive und ideenreiche Debatten

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Unter dem Stichwort „Meinungsbild“ wird uns der Landesvorstand in jeder Ausgabe eine Frage von bundes- oder landespolitischer Relevanz stellen, zu der die JU Hamburg eine Position finden sollte. Danach haben JU‘ler wie Außenstehende die Möglichkeit, die Frage bis zum Erscheinen der nächsten Ausgabe auf unserer FacebookSeite zu diskutieren und uns ihre persönlichen Meinungsstatements per Mail an diskussion@alsterblatt. de zu schicken. Die Redaktion wird die Debatte moderieren, in der nächsten Print-Ausgabe die spannendsten Statements und kontroversesten Kommentare abdrucken und so ein möglichst repräsentatives „Meinungsbild“ zusammenstellen. Dabei sind wir auf eure Stimmen angewiesen: Diskutiert mit und sorgt so dafür, dass es in Zukunft nicht mehr heißen muss: „Dazu haben wir keine Position…“ Nun aber zur ersten Frage: Sollen Ehepaare mit Kindern zukünftig finanziell besser gestellt werden als kinderlose Paare (z.B. durch Wegfall des Ehegattensplittings für kinderlose Paare)? JA, NEIN, JA ABER…Was meint ihr?

Die Nordkonferenz in Hamburg hat klar gezeigt: Die norddeutschen Landesverbände ziehen an einem Strang und wollen die Zusammenarbeit ausbauen. Die JU Hamburg war gerne Gastgeber der Veranstaltung. Bereits im Sommer treffen sich die Nordverbände erneut, dann im Landesverband Oldenburg. Johannes Liefke stellv. Landesvorsitzender und Pressesprecher

Vivien Jarema Mitglied im Kreisverband Bergedorf

Damit die inhaltliche Diskussion in unserem Landesverband sich in Zukunft nicht auf LDV, Kreis- und Bezirksversammlungen beschränken muss, gibt es ab jetzt eine neue Kategorie in unserem Magazin:

Also: Gleich die Alsterblatt-Seite auf Facebook liken und mitdiskutieren!

Präsentation der neu entworfenen Kampagnen

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Ausblick

Kreisverband Wandsbek

Präsenz bei eisigen Temperaturen Es ist der 28. Januar 2012. Hamburgs Thermometer zeigen -5 Grad Celsius an diesem Samstag an. Für die Junge Union waren die Temperaturen allerdings noch für einen Infostand auf dem Wandsbeker Markt ausreichend.

Am Samstagnachmittag gegen 16:00 Uhr versammelten sich einige Mitglieder der Wandsbeker Bezirke, um gemeinsam unsere Jugendorganisation und unsere Vorhaben vorzustellen. Dieses Engagement wurde von vielen Bürgern positiv bewertet. Über unser Magazin, das Alsterblatt, kamen wir mit vielen Menschen ins Gespräch und konnten die JU gut repräsentieren. Außerdem wurde das Alsterblatt unter interessierten jungen Menschen ausgeteilt. Der gut zwei Stunden andauernde Infostand konnte als Erfolg und Kontaktschmiede zwischen JU‘lern und den Menschen in Wandsbek gewertet werden. Auch in Zukunft werden wir auf diese Art die Bürgernähe wahren und ausbauen. Mit weiteren Aktionen wird der Kreisverband Wandsbek auch in den wärmeren Jahreszeiten in der Öffentlichkeit präsent sein. Thomas Mühlenkamp stellv. Landesvorsitzender und Bezirksvorsitzender Alstertal

Das Alsterblatt war auch mit dabei!

Hamburgtag 2012 in Altona

In diesem Jahr werden wir uns als Junge Union auf dem Hamburgtag am 21. April 2012 ein Grundsatzprogramm geben. Das 65-jährige Gründungsjubiläum bietet einen geeigneten Anlass, sich inhaltlich präzise und auf den Punkt gebracht einzunorden.

Tagungsort: Altonaer Rathaus

Dieser „inhaltlichen Einnordung“ wollen wir als JU Kreisverband Altona / Elbvororte einen würdigen Rahmen geben. Unser Tagungsort soll das zweitschönste Rathaus Hamburgs sein – das Altonaer Rathaus. Dort werden wir im berühmten Kollegiensaal zusammenkommen, diskutieren und abstimmen. Im Anschluss an

die Tagung planen wir eine Andacht in der benachbarten Christianskirche. Ich hoffe insbesondere, dass viele JU‘ler an diesem Programmpunkt teilnehmen werden. Wir jungen Christdemokraten und zukünftige Verantwortungsträger in der Gesellschaft sollten uns der Wichtigkeit des christlichen Glaubens als Grundlage unseres christde-

Ehre, wem Ehre gebührt

Vergewaltiger in der Nähe von Kitas? Totschläger mitten im bürgerlichen Wohngebiet? Der Reflex des gesunden Menschenverstandes ruft sofort: “Auf gar keinen Fall!“ – Dennoch geschieht dies gerade.

Rund 65 Jahre ist es her, dass die Junge Union Hamburg gegründet wurde. Ebenso lang ist es her, dass einer ihrer Gründerväter der CDU Hamburg beitrat: Botschafter a.D. Dr. Christian Feit. Der Auswärtige Dienst führte Dr. Feit im Laufe der Jahrzehnte zu beruflichen Stationen in die USA, nach Chile, Spanien, Paris und schließlich als Botschafter der Bundesrepublik Deutschland nach Brüssel.

In der Straße Elfsaal im Stadtteil Jenfeld hat der Hamburger Senat drei Schwerverbrecher untergebracht, von denen zwei durch die Polizei in „Manndeckung“ genommen werden – keinen Schritt ohne Bewacher aus Angst, dass etwas passieren könnte. Die Freilassung der Männer ist Folge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte. Er hat die nachträgliche Sicherheitsverwahrung, wie sie in Deutschland praktiziert worden ist, für menschenrechtswidrig erklärt. Beim Ersten Bürgermeister Olaf Scholz und seinen Senatoren zeigt sich arge Hilflosigkeit, wenn sie auf das genannte Urteil dergestalt reagieren, dass sie Schwerverbrecher dort unterbringen, wo eine Gefährdung der Bürger akut ist. So mussten sich drei Senatoren auch

auf einer öffentlichen Veranstaltung Proteste von Jenfelder Anwohnern anhören. Aus Überzeugung! Jeder, der die Örtlichkeiten kennt, weiß sehr gut, dass die Straße Elfsaal stets von Kindern als Abkürzung zum benachbarten Gymnasium Marienthal genutzt wird. Seitdem die Schwerverbrecher dort eingezogen sind, machen die Kinder einen großen Bogen um die Straße Elfsaal. Die Anwohner wehren sich unterdessen energisch mit zahlreichen Protestaktionen. Mahnwachen bei tiefen Minusgraden, Demonstrationen, ein Autokorso und eine spektakuläre Menschenkette beim Bezirksamt Wandsbek zählen bis jetzt dazu. Der SPD-Senat hat das ihm gestellte Problem nicht gelöst und die Situation verschlimmert. Es kann nur die Möglichkeit einer Kooperation

Frank Döblitz Carsten Ovens Dr. Diana Siebert mokratischen Handelns bewusst sein.

Schwerverbrecher im Wohngebiet

Nein Danke, Herr Scholz!

In den letzten Monaten konnten wir im Freundes& Förderkreis begrüßen:

Für die Feier am Abend haben wir ein Schiff auf der Elbe gechartert. Gestartet wird ab den Landungsbrücken mit Getränken und Snacks zu günstigen Tarifen, einem einheizenden DJ, der seinen Job versteht, sowie Gästen aus Bürgerschaft und Bundestag. Auf dem Schiff wird Platz sein für 230 Personen. Hoffentlich ist der Kahn voll mit Euch und Euren Freunden! Wir sehen uns am 21. April! Nils Langhein Kreisvorsitzender Altona/ Elbvororte

Herzlichen Glückwunsch, Herr Dr. Feit!

Tobias Hagen und Axel Kukuk

mit den benachbarten Bundesländern geben. Die entlassenen Schwerverbrecher müssen weit weg von Wohnsiedlungen angesiedelt werden. Weder den Schwerverbrechern selbst noch den Anwohnern ist ein gemeinsames Miteinander zuzumuten. Der SPD-Senat hat angekündigt, dass die Unterkunft im Elfsaal zum 30.11.2012 wieder aufgegeben wird. Herr Scholz, halten Sie Wort! Tobias Hagen Bezirksvorsitzender Wandsbek/Jenfeld und Beisitzer im Landesvorstand

Ende November 2011, im Anschluss an den 46. NRW-Tag der Jungen Union in Mönchengladbach, nahm unser Landesvorsitzender Carsten Ovens gemeinsam mit Philipp Lerch, Kreisvorsitzender der CDU Bonn, sowie dem Bonner Landtagsabgeordneten Benedikt Hauser die Gelegenheit wahr, dem Jubilar an seinem Wohnort Bonn für sein jahrzehntelanges Engagement zu danken. Philipp Lerch überreichte eine Urkunde der CDU Deutschlands zusammen mit einer eigens geprägten Medaille. Carsten Ovens überbrachte Grußkarten mit knapp 80 Unterschriften der Hamburger JU-Delegiertenversammlung sowie Dankschreiben der CDU aus der Hansestadt. Ein bewegender Moment, nicht nur für den

90-jährigen Jubilar, der aus diesem Anlass gemeinsam mit seiner Ehefrau den engsten Familienkreis zu einer kleinen Feierstunde nach Bonn geladen hatte. Mit beeindruckender Genauigkeit erinnerte sich unser Gründungsmitglied an die Entstehungsphase unserer JU Hamburg vor nunmehr über 65 Jahren. Verschiedene Strömungen habe es gegeben und die Vereinigung in einem Landesverband unter Achim von Beust als erstem Landesvorsitzenden sei anfangs gar nicht so einfach gewesen. Im Gespräch über die Grundwerte der Partei antwortete Dr. Feit auf die Frage, warum er damals die JU Hamburg mit ins Leben gerufen hatte, kurz und klar: „Wir wollten etwas Neues schaffen und es musste christlich sein!”

Gratulation!

Johannes Liefke stellv. Landesvorsitzender und Pressesprecher

La feuiscin henisl ullummy nulla augiat, conulla ndipissisi ea feugait, quat vel elenim quat.

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Eine Bilanz

Ein Jahr sozialdemokratische Innenpolitik Der Tod der elfjährigen Chantal an einer Methadon-Vergiftung Mitte Januar hat Hamburg zutiefst erschüttert. Das Kind wurde in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben, die vom Jugendamt und einem freien Träger ausgewählt und begleitet wurde. Die ersten Entdeckungen der Presse im Zuge der Aufklärungen des Todes führten zum Verdacht, dass das Jugendamt in Hamburg-Mitte seiner Aufsichts- und Kontrollpflicht nicht nachgekommen war. Dabei hatte der für das Jugendamt in Hamburg-Mitte zuständige Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) bereits 2009 nach dem Tod des Säuglings Lara-Mia Verbesserungen in der Arbeit des Jugendamtes angekündigt. Trotz dieser vollmundigen Versprechungen war bereits damals für viele unverständlich, warum er an der Jugendamtsleiterin Pia Wolters festgehalten hatte. Der erneute Tod eines Kindes in Hamburg-Mitte hat zwei Sachen sehr deutlich gemacht: Der Bezirksamtsleiter Markus Schreiber war zu keinem Zeitpunkt politisch fähig, eine angemessene Arbeit des Jugendamtes zu gewährleisten. Das System des einflussreichen SPD-Kreisvorsitzenden Kahrs, das auf einer Versorgung seiner Anhänger beruhte, hat Hamburg-Mitte in eine der schlimmsten politischen Krisen unserer Zeit geführt. Der Bezirksamtsleiter Markus Schreiber war bekannt für seine öffentlichkeitswirksamen Auftritte. Von vielen als CityBürgermeister gesehen regierte er Hamburg-Mitte durch die Unterstützung des SPD-Kreisvorsitzenden Johannes Kahrs unangefochten. Wenn es dabei um die eigentliche Verwaltungsarbeit des Bezirksamtes ging, war Markus Schreiber schon lange überfordert und der politischen Verantwortung nicht gewachsen. Er hatte nach dem tragischen Tod von Lara-Mia an seiner Jugendamtsleiterin festgehalten und

Vorsitz des Jugendhilfeausschusses erklärt.

Vanessa Clavien und Philip Plath Mein Name ist Vanessa Clavien und ich bin 22 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Ort in der Lüneburger Heide, den ich für meine Ausbildung zur Immobilienkauffrau 2009 verlassen habe, um in Hamburg zu leben und zu arbeiten.

erste Aufgabe bereits versäumt hat, bleibt zu hoffen, dass er sich nun im parteiinternen Krieg mit dem System Kahrs durchsetzt und im Sinne unserer Stadt für das Bezirksamt Hamburg-Mitte einen geeigneten Kandidaten ins Gespräch bringt.

Ob nun andere Personen aus dem Netzwerk von Johannes Kahrs in die Ämter des Bezirksamtsleiters und des Jugendhilfeausschussvorsitzenden gewählt werden, bleibt abzuwarten. Dabei wäre es die Aufsichtsfunktion über Bei all dieser politischen Verantjetzt viel wichtiger, das Bezirkdas Jugendamt insbesondere wortungslosigkeit bleibt zum samt Hamburg-Mitte schrittnach dem ersten tragischen Abschluss festzuhalten, dass die weise vom Roten Filz zu befreien Zwischenfall nicht wahrgenom- und einen erfahrenen VerwalJugendhilfe in Hamburg grundmen. Viel mehr gab er jetzt zu, sätzlich vor einer Neuordnung tungsexperten als Bezirksamtsbereits 2009 seine Jugendamts- leiter zu installieren, um das steht. Wir sind im Sinne aller leiterin für unfähig gehalten Jugendlichen aufgefordert, VerChaos nach Markus Schreiber zu und keine passende Stelle für besserungen in das bestehende beseitigen. Die Aufgabe unseres eine Versetzung gefunden zu Jugendhilfesystem einzubringen, Bürgermeisters Olaf Scholz wäre haben. Umso unverständlicher es gewesen, Markus Schreiber damit jeder weitere Tod präventiv erscheint es, dass eine fristlose schon viel früher für seine Fehler ausgeschlossen werden kann. Entlassung der Jugendamtslei- zur Rechenschaft zu ziehen terin Pia Wolters nun nach dem und einen ordentlichen BezirkLukas Skwiercz Tod von Chantal möglich war. samtsleiter in Hamburg-Mitte Kreisvorsitzender Sowohl in der Sondersitzung durchzusetzen. Während er die Mitte des Jugendhilfeausschusses als Anzeige auch im Familienausschuss der Bürgerschaft wurde aus den Äußerungen des Bezirksamtsleiters deutlich, dass er Kenntnis hatte von der desaströsen BARMER GEK verfügt über umfassende Erkenntnisse Arbeit des Jugendamtes und bis zuletzt durch sein WegseDie prognostizierten Entwicklungen u.a. im Bereich Demohen einen solchen Todesfall grafie bringen vielfältige Herausforderungen für die Geheraufbeschworen hatte. Sein sundheitsversorgung der Zukunft mit sich. Rücktritt war eine Konsequenz seiner politischen Verantwor„Auf Wirtschaftlichkeit und Qualität zu achten, bleibt dabei tungslosigkeit. eine Daueraufgabe und erklärtes Ziel der BARMER GEK!“, so der Landesgeschäftsführer Thomas Wortmann. Für die Bis zuletzt hatte der SPD-Kreiszukünftigen Versorgungsbedarfe und -anforderungen muss vorsitzende und Bundestagsabes differenzierte Antworten geben. geordnete Johannes Kahrs an Die Grundlagen dafür liefern der BARMER GEK umfassende seinem Freund Markus SchreiAnalysen, Auswertungen und Handlungsempfehlungen der ber festgehalten und wollte verfügbaren Daten von über 8,6 Millionen Versicherten, die ihm im Amt behalten. Er selbst in verschiedenen Reporten veröffentlicht werden. Aktuelles saß 18 Jahre dem JugendhilfeBeispiel ist der Arztreport, der die Versorgungssituation anaausschuss in Hamburg-Mitte lysiert hat und sich insbesondere dem Schwerpunkt „Kinvor und sorgte dafür, dass enordergesundheit“ widmet. Weitere Reports erscheinen zu den me Steuergelder für SPD-nahe Bereichen Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, Krankenhaus, Jugendhilfeträger aufgewendet Pflege und Zahnärzte. wurden. Durch seine patriarchalischen Führungsstil hat er Online abrufbar unter www.barmer-gek.de/107231 im Wesentlichen das Jugendhilfesystem, wie es jetzt erneut Persönlicher Kontakt: an seine Grenzen gestoßen ist, Politikreferent Dr. Wolfgang Stefinger, Telefon 0800 3320 6045 geprägt. Am 13. Februar hat 3030, E-Mail: wolfgang.stefinger@barmer-gek.de. auch er seinen Rücktritt vom

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Neumitglieder

Vanessa Clavien, Kreisverband Wandsbek

Schon seit vielen Jahren beobachte ich das politische Geschehen interessiert und habe mich Ende des letzten Jahres entschlossen, aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken. Die Richtung war immer klar: Fortschrittliches Denken gepaart mit der Aufrechterhaltung traditioneller Wertvorstellungen. Diese politische Herangehensweise hoffe ich in der Jungen Union zu finden. Im September 2011 bin ich aus dem Rheinland nach Hamburg gezogen – eine tolle Stadt, wie ich finde. Warum Politik? Politik! Ein Wort, mit dem viele in unserem Land nichts mehr anfangen können. In einer Zeit immer schneller werdender Entwicklungen, wachsender Bevölkerung, demographischen Wandels und wachsender Anonymität ist es wichtig, dass Werte und Moralvorstellungen wieder deutlich an Gewicht zunehmen. Es besteht sonst die Gefahr, dass der einzelne unterzugehen droht. Vielmehr bedarf er der Unterstützung seiner Mitmenschen. Um es christlich zu sagen, schlicht der Nächstenliebe.

Fortschritt gestalten

Philip Plath, Kreisverband Eimsbüttel

Die Interaktivität und die direkte Verbindung von Politik und Mensch, das Leben von christ-

Neben den lokalen Themen wie Stadtentwicklung und Schulpolitik liegen mir besonders auch überregionale Inhalte wie Integration, Arbeit und Soziales am Herzen. Gerade in Zeiten der Politikverdrossenheit brauchen wir authentische Persönlichkeiten – Persönlichkeiten, die ihrem Idealismus und ihren Zielen treu bleiben. Ich bedanke mich auf diesem Wege noch einmal für die herzliche Aufnahme in der Jungen Union Wandsbek und hoffe, in Zukunft die Politik Hamburgs aktiv mitgestalten zu können. Bereits jetzt habe ich viele nette Leute kennengelernt.

lichen Werten untereinander, die Chance mitzugestalten und zuletzt das Privileg menschliche Erfahrungen zu machen bestärkten mich auf die Suche nach Menschen zu gehen, die meine Interessen teilen und das Herz am rechten Fleck tragen. All dies glaubte ich in der Jungen Union zu finden und tat es auch. Bis heute ließ mich das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein, nicht im Stich und dazu hat die JU erheblich beigetragen. Ich hoffe, dass es noch viele junge Menschen gibt, die auf der Suche nach etwas größerem, erfüllenderem nämlich dem Menschsein sind, wo immer sie es auch finden mögen. Aus meiner Perspektive bietet die JU eine attraktive Möglichkeit dazu.

Neues aus dem Leinpfad…

Vom Arbeitskreis zum Forum Zu Beginn des Jahres hat sich der Landesvorstand dafür ausgesprochen, die inhaltlich Arbeit auf Landesverbandsebene neu zu organisieren: Die ehemaligen Arbeitskreise werden ersetzt durch sogenannte Foren. Hier können sich ab sofort alle Mitglieder zu inhaltlichen Themen einbringen und an Anträgen für die Landesdelegiertenversammlung mitarbeiten. Die ersten Veranstaltungen finden statt zum Themenbereich Innenpolitik und Sport sowie zum Themenbereich Soziales. Weitere inhaltliche Schwerpunkte

sind in Planung. Ihr habt eine konkrete Idee zu einem Forum oder möchtet einen neuen Themenbereich selbst in die Hand nehmen? Meldet Euch in der Landesgeschäftsstelle: info@ju-hamburg.de. Die genauen Termine und Treffpunkte werden jeweils rechtzeitig im E-MailNewsletter und auf unserer Internetseite www.juhamburg.de bekanntgegeben. Bist auch Du beim nächsten Forum dabei? Termin gleich eintragen!

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E-Mail:

Eure Ansprechpartner Carsten Ovens, Landesvorsitzender

Johannes Liefke, stellv. Landesvorsitzender (Pressesprecher, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit)

Thomas Mühlenkamp, stellv. Landesvorsitzender (Koordinator der Arbeitsgruppen, Fachsprecher Schule)

Sabastian Kothanikkel, stellv. Landesvorsitzender (Schatzmeister, Beauftragter für Mitgliederangelegenheiten) Nils Langhein, Kreisvorsitzender Altona Tobias Lücke, Kreisvorsitzender Nord (Fachsprecher Sport) Daniel Graumann, Kreisvorsitzender Harburg (Fachsprecher Gesundheit) Lukas Skwiercz, Kreisvorsitzender Mitte Philipp Heißner, Kreisvorsitzender Eimsbüttel Sören Niehaus, Kreisvorsitzender Wandsbek (Fachsprecher Wirtschaft) Tim Bienwald, Kreisvorsitzender Bergedorf Antonia Niecke, Beisitzerin (Medienbeauftragte) Katharina Schuwalski, Beisitzerin (Fachsprecherin Hochschule) Jascha Wagner, Beisitzer (Fachsprecher Inneres) Tobias Hagen, Beisitzer (Fachsprecher Norddeutsche Zusammenarbeit) Nikolaus Haufler, Beisitzer (Fachsprecher Integration) Martin Prehn, Beisitzer (Fachsprecher Finanzen) Florian Drebber, Präsident der Landesdelegiertenversammlung

*Nicht abgebildet: Julian Reichert, Beisitzer und Justiziar

Aufnahme in Bezirk:

Affären und der Umgang mit ihnen

Politik und Moral

Beitrittserklärung Rau,Beitrittserklärung Scharping, Özdemir, von Bötticher Datum / Unterschrift und in 2012 Wulff, Wulff, Wulff. Titelblätter, die großflächig Bilder gestrauchelter „Machen, meckern!“ ist unsere Devise. „Machen, nicht meckern!“ ist unsere Devise. Politiker zeigten, warennicht in den letzten Jahren wahrlich nicht selten. Der Tenor: Hiermit ermächtige ich die Junge Union Hamburg widerruflich Beitragszahlungen zu Lasten meines Girokontos einzuziehen. Da sich der Beitrag Werteverfall allenthalben! Der politische Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur Jungen Union Hamburg Hiermit und erkläre verpflichte ich meinen Beitritt mich zur Jungen zurUnion Zahlung Hamburg des und verpflichte für mich mich zur geltenden Zahlung des fürJahresbeitrages. mich geltenden Jahresbeitrages. nach dem Alter richtet, kann sich dieser im Laufe der Mitgliedschaft ändern. Diese Einzugsermächtigung gilt – bis auf Widerruf – auch für Betrieb als trüber Pfuhl, unter dessen längst nicht mehr glänzender OberfläName: Name:durch o.g. Möglichkeit Vorname: Vorname: einen erhöhten Beitrag. Wenn das Konto nicht die erforderliche Deckung aufweist, besteht seitens des kontoführenden che sich zu Prinzipienlosigkeit und kaum kaschierten Vorteilsnahme ein bunter ReiGeldinstitutes keine Verpflichtung zur Einlösung. Straße,Hausnummer: PLZ, Ort: PLZ, Ort: gen Straße,Hausnummer: an Verfehlungen gesellt. Dass früher alles besser war? Geschenkt! Vertrauen? Was soll Politik überhaupt mit Moral? Verspielt! Geboren am: Geboren am: Konfession: Konfession: Der Befund ist eindeutig: „Anstelle von AnTelefon: stand, Zurückhaltung und Tugend herrschen Dreistigkeit, Bestechung und Gier vor.“ Wer E-Mail: hat das gesagt? Egal. Stimmt doch sowieso. Sieht man doch. Weiß man doch. Tatsächlich stammen diese Gedanken von Sallust und sind demnach schon über 2000 Jahre alt. Also alles wie immer? Der Politik kann man nicht Datum / Unterschrif t trauen?

Alltagsgeschäft. Nobody is perfect!

Name des Kontoinhabers:

Kontonummer:

Telefon:

Handy:

Handy:

Ein Freibrief ist Nachsicht aber nicht. Denn E-Mail: Aufnahme in Bezirk: Aufnahme Politik braucht Moral! Gesetze alleine halten Bankleitzahl: Geldinstitut:in Bezirk: die Gesellschaft nicht zusammen. „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er – um der Datum / Unterschrift Freiheit Willen – eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er nur bestehen, wenn sich Zumindest müssteermächtige der Werteverfall schon Hiermit ich die Hamburg widerruflich Hiermit Beitragszahlungen ermächtige ich die Junge Union zu Hamburg Lasten widerruflich meines Beitragszahlungen Girokontos zu Lasten einzuziehen. meines GirokontosDa einzuziehen. sich der Da sich Beitrag der Beitrag dieJunge Freiheit, dieUnion er seinen Bürgern gewährt, von Datum / Unterschrift des Mitgliedes (wenn abweichend vom Kontoinhaber) frühnach eingesetztdem haben. Oder ist er nur eine innen, aus der moralischen Substanz des ein- der Mitgliedschaf Alter richtet, kann sich dieser im Laufe nach dem Alter richtet, t ändern. kann sich dieser Diese im Laufe Einzugsermächtigung der Mitgliedschaft ändern. Diesegilt Einzugsermächtigung – bis auf Widerruf gilt – bis auf Widerruf – auch – auch für für Schimäre? Politiker mit Moral? Was soll Politik zelnen und der Homogenität der Gesellschaft einen durch o.g. Möglichkeit erhöhten Beitrag. Wenn das Konto einen durch nicht o.g. Möglichkeit die erforderliche erhöhten Beitrag. Wenn Deckung das Konto auf nichtweist, die erforderliche besteht Deckung seitens aufweist, besteht des kontoführenden seitens des kontoführenden überhaupt mit Moral? Es gibt doch Gesetze. reguliert.“ Ohne Moral kann Politik nicht funkGeldinstitutes keine Verpflichtung zur Einlösung. Geldinstitutes keine Verpflichtung zur Einlösung. Entweder man hält sich an die Gesetze oder tionieren. Und deshalb braucht der Politiker man tut es nicht. Im letzteren Fall macht man einen moralischen Kompass, selbst und gerade des Kontoinhabers: Name des Kontoinhabers:Kontonummer: Kontonummer: sich Name strafbar und die Sache bedarf keiner wei- wenn die Weste einmal Flecken bekommt. teren Diskussion. Aber Moral? Woher soll die Niemand verlangt Unmenschliches. Wer aber überhaupt kommen? Wer definiert sie? Die als Repräsentant von Staat und Demokratie Bankleitzahl: Bankleitzahl: Geldinstitut: Geldinstitut: Datum / Unterschrift des Kontoinhabers öffentliche Meinung? Oder die veröffentlichfür eine bestimmte Zeit mit Amt, Macht und te? Und kann man wirklich danach handeln? Würde ausgestattet wird, muss es sich auch Auf dieser Grundlage Politik betreiben? Der gefallen lassen an höheren moralischen MaßBürger weiß es eigentlich besser, lässt er Der jährlich zu zahlende Beitrag beträgt: stäben gemessen zu werden. Das Verhalten den Datum Volksmund sprechen: „Politik ist eint des Mitgliedes / Unterschrif (wenn abweichend vom Datum Kontoinhaber) / Unterschrift des Mitgliedes (wenn abweichend vom Kontoinhaber) eines Bürgers wird anders bewertet als das schmutziges Geschäft.“ Kompromisse sind unter 18 Jahre 10 € (0,83 € / Monat) eines Abgeordneten, das eines Abgeordneten das Geschäft der Politik. Sie werden nicht in anders als das eines Bundespräsidenten. Wer unter 22 Jahre 20 € (1,67 € / Monat) den Elfenbeintürmen der Gralshüter reiner Fehler macht, muss Kritik aushalten. Das bleibt Lehren noch auf geduldigem Papier in den – trotz mancher Übertreibung – Aufgabe der Datumder / Besserwissenden Unterschrif t des Kontoinhabers Datum Unterschrift des€Kontoinhabers über 22/ Jahre 30 € (2,50 / Monat) Schreibstuben errunMedien. Der Bürger ist oft sogar nachsichtiger. gen, sondern im Wettstreit verschiedener Verzeihen und Vergeben gehört zur moraligesellschaftlicher Positionen. Politiker Der jährlich Der jährlich zu Der zahlende Beitrag beträgt: jährlich zu zu zahlende zahlendeBeitrag Beitragbeträgt: beträgt: schen Substanz unserer Gesellschaft. Nur eines vertritt diese Positionen für seine Wähler. Daund darf der Bürger erwarten: Offenheit. unter 18 Jahre 10 unter 18 Jahre 10 € (0,83 €kann / Monat) Jahre 10 €€ (0,83 (0,83€€//Monat) Monat) Bitte sende dieses Formular ausgefüllt und unterschrieben per Post oder Fax an die: bei zählt nicht nur das Argument; das InstruWer Fehler macht, sollte auch dazu stehen. unter 22 Jahre 20 € (1,67 € / Monat) unter 22 Jahre 20 € (1,67 € / Monat) 22 Jahre 20 € (1,67 € / Monat) mentarium zur Durchsetzung von Interessen Das liegt in der Regel sogar im Interesse des PoJunge Union ab 2222 Jahre 30Hamburg € (2,50 € / €Monat) 22 (2,50 € / Monat) über Jahre 30 € (2,50 / Monat) ist soüber breit wie die Jahre Kreativität 30 reicht€(und so litikers. Wie wenige sind über ihre eigentlichen eng wie die Gesetze es zulassen). Wie aber Affären gestolpert, wie viele aber über den Leinpfad 74 | 22299 Hamburg | Fon: 040 / 46 85 48 90 | Fax: 040 / 47 47 62 | info@ju-hamburg.de | www.ju-hamburg.de kannBitte die Weste sauber bleiben, wenn Formular das sende dieses ausgefüllt und unterschriebenBitte per sende Post dieses oder Formular Fax ausgefüllt an die: und unterschrieben per Post oder Fax an die: Umgang mit diesen? Geschäft doch schon schmutzig ist? Politik Junge Union Hamburg Junge Union Hamburg ist ein vermintes Feld. Selbst wenn mancher L e i n p f a d 74 | 2 2 2 9 9 H a m bMatthias u r g |Bange F o n : 0 4 0 / 4 6 8 5 4Leinpfad 8 9 0 74 | |F2229 a x :9 Hamburg 0 4 0 / | 4Fon: 7 4 04 70 /642 6 8|5 4i 8 n9 f 0o@j | Fax: u -0h 4 0a/m 47b47 u r62 g .| d info@jue | w hamburg.de w w. j u -| hwa wm w.jubu hamburg.de rg.de Politiker gerne glaubt, über den Dingen zu Mitglied im schweben, irgendwann einmal tritt er an Kreisverband Mitte der falschen Stelle auf. Fehler gehören zum

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Impressum V.i.S.d.P.: Junge Union Hamburg, vertreten durch den Landesvorsitzenden Carsten Ovens, Leinpfad 74, 22299 Hamburg-Winterhude. Redaktion: Johannes Liefke, Antonia Niecke, Jascha Wagner Auflage: 2.500 St端ck

KONTAKT: Telefon (040) 46854890 E-Mail info@ju-hamburg.de Internet: www.ju-hamburg.de Facebook: Junge Union Hamburg Twitter: JUHamburg

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