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Tätigkeitsbericht 2014 MITGLIEDER: ALPENVEREINSJUGEND SÜDTIROL – JUNGE GENERATION IN DER SVP – KATHOLISCHE JUNGSCHAR SÜDTIROLS – KOLPINGJUGEND – SÜDTIROLER BAUERNJUGEND – SÜDTIROLS KATHOLISCHE JUGEND – SÜDTIROLER PFADFINDERSCHAFT – VEREIN FÜR KINDERSPIELPLÄTZE & ERHOLUNG – WEISSKREUZJUGEND – KVW-JUGEND – ASGB-JUGEND MITGLIEDER IM BEOBACHTERSTATUS: ANIMATIVA


Der Südtiroler Jugendring (SJR) ist die Dachorganisation der Kinder- und Jugendverbände Südtirols und ist seit seiner Gründung 1977 als Interessengemeinschaft der Südtiroler Jugendarbeit aktiv. Ihm gehören zurzeit 12 Mitgliedsorganisationen an und er vertritt ca. 50.000 Mitglieder. Als Arbeits- und Aktionsgemeinschaft bemüht sich der Jugendring, über die Anliegen der Verbände hinaus, der gesamten Jugend in Südtirol zu dienen und gemeinsam mit allen Trägern der Jugendarbeit anfallende Probleme zu lösen. Schwerpunkte setzt der SJR zurzeit dabei in den Bereichen Beratung und Vernetzung, Förderung des Ehrenamtes, Jugendpolitik, Arbeit und Bildung, Partizipation und internationale Jugendarbeit. Er gibt den Jugendorganisationen Hilfestellungen, bietet Information und Beratung, arbeitet bei Projekten mit, ermöglicht nationale und internationale Kontakte und koordiniert gemeinsame Aktionen und Weiterbildungen. Der SJR versteht sich als Sprachrohr der Jugendarbeit und der in ihr ehrenamtlich engagierten Menschen. Er startet gesellschaftspolitische Initiativen und arbeitet auf Landesebene als politischer Ansprechpartner zu Jugendfragen. Dabei agiert der Jugendring parteipolitisch und wirtschaftspolitisch unabhängig.

Mitgliedsorganisationen

im Beobachterstatus

Stand: 31.12.2014

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 2


Rundschreiben | Politische Bildung

Inhaltsverzeichnis

Seite

Wer wir sind 4 Was wir tun Ehrenamt

6

Interessenvertretung

10

Politische Bildung

14

Öffentlichkeitsarbeit

18

Qualitätsentwicklung, Aus- und Weiterbildung 22 Internationale Kontakte

24

Förderung von sozialem Engagement

26

Dienstleistungen

30

Wie wir arbeiten Gremien

32

Netzwerkarbeit

34

Unsere Fachstellen

Impressum Herausgeber: Südtiroler Jugendring Redaktion: Monika Tomas, Kevin Hofer, Michael Peer, Michael Reiner, Patrizia Pergher Layout: Ulrike Redolfi Bilder: Archiv Südtiroler Jugendring, www.shutterstock.com, www.fotolia.com, istockphoto

Servicestelle Partizipation

36

Young+Direct

42

Südtiroler Jugendring (SJR) / Andreas-Hofer-Straße 36 / 39100 Bozen Tel. 0471 060430 Fax 0471 060439 info@jugendring.it – www.jugendring.it Öffnungszeiten: Mo–Do: 9.00–12.30/14.30–16.30 Uhr/Fr: 9.00–12.30 Uhr Jugendberatungsstelle Young+Direct / Andreas-Hofer-Straße 36 / Bozen Tel. 0471 060420, WhatsApp 345 0817 056, Facebook: Young+Direct Beratung Consulenza, Skype: young.direct, E-Mail: online@young-direct.it - www.young-direct.it Jugendtelefon (Grüne Nummer) Tel. 8400 36 366 (Mo–Fr: 14.30–19.30 Uhr)

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Wer wir sind | Vorstand und ehrenamtliche Vorsitzende

Der ehrenamtliche Vorstand des Südtiroler Jugendrings

Martina De Zordo

Lukas Nothdurfter

Vanessa Macchia

Daniel Trafoier

Martin Cigana

Vorsitzende

Stellvertretender

Vorstandsmitglied

Vorstandsmitglied

Vorstandsmitglied

Vorsitzender

Die ehrenamtlichen Vorsitzenden unserer Mitgliedsorganisationen

Judith Bacher, AVS-Referatsleiterin Jugend & Familie Alpenvereinsjugend Südtirol

Lisa Huber, 1. Vorsitzende Katholische Jungschar Südtirols

Kurt Nagler, Landesjugendleiter Weiß-Kreuz- Jugend

René Tumler, Landesjugendreferent Junge Generation

Christian Mair, Diözesanvorsitzender Südtiroler Pfadfinderschaft

Hannes Dosser, SBJ-Landesobmann Christine Tschurtschenthaler, SBJ-Landesleiterin

Ancilla Lechner, 1. Landesleiterin Katholische Jugend

Fernanda Tschager, Landesvorsitzende Verein für Kinderspielplätze und Erholung

Mirco Turato, Vorsitzender Kolpingjugend

Alexander Wurzer, Vorsitzender ASGB-Jugend

Olav Lutz, Landesvorsitzender KVW-Jugend

Christian Bassani (Landesvorsitzender der KVW-Jugend von 2010 bis 2014) und Manuel Raffin (Landesjugendreferent der JG von 2010 bis 2014)

Reinhard Demetz, Vorsitzender Animativa

Mitglied im Beobachterstatus

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 4


Rundschreiben Wer wir sind |

Aus der Vollversammlung Bei der 87. Vollversammlung stand die Aufnah-

ten Dienstes für Kinder- und Jugendpsychiatrie

erhalten, damit sie den Wiedereinstieg ins Leben

me der ASGB-Jugend als Vollmitglied sowie des

und Psychotherapie. Als Interessenvertreter hat

schaffen und gegebenenfalls eine ambulante

Zirkusvereins Animativa als Mitglied im Beob-

der SJR über viele Jahre hinweg die Kinder- und

Weiterbetreuung in Anspruch nehmen können.

achterstatus im Mittelpunkt. Die Young Greens

Jugendpsychiatrie gefordert und zeigte sich er-

Landesrat Philipp Achammer überbrachte den

haben hingegen den SJR auf eigenen Wunsch

freut über das Ergebnis. Alessandro Ghirardo,

Anwesenden seine Grußworte und betonte, dass

verlassen. Der SJR setzt sich seither aus 12

Mitarbeiter der Einrichtung, stellte den Anwe-

besonders ehrenamtlichen Vereinen im vorpo-

Mitgliedsorganisationen zusammen und vertritt

senden den Dienst und einige Zahlen des ersten

litischen Raum eine besondere Bedeutung zu-

rund 5.000 Ehrenamtliche sowie 50.000 Mitglie-

Arbeitsjahres vor. Die Station für Kinder- und Ju-

kommt. Er begrüßt dabei das Engagement, das

der. Die Vollversammlung bot den Vereinsvertre-

gendpsychiatrie im Meraner Krankenhaus ist Teil

der SJR und seine Mitgliedsorganisationen an

tern, Netzwerkpartnern und Gästen Raum einen

des landesweiten Dienstes für Kinder- und Ju-

den Tag legen, um sich für die Interessen und

guten Überblick über die Tätigkeitsfelder des

gendpsychiatrie und Psychotherapie. Sie bietet

Anliegen der Kinder und Jugendlichen stark zu

SJR zu bekommen. Ein weiter Punkt auf der Ta-

einen geschützten Rahmen, in dem Jugendliche

machen. Die Vollversammlung klang mit gemüt-

gesordnung war die Vorstellung des landeswei-

professionelle und multidisziplinäre Behandlung

lichem Beisammensein bei einem Buffet aus.<

Geschäftsstelle

Die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen

Michael Peer

Stefan Brunner

Monika Tomas

Kevin Hofer

Geschäftsführer

Assistenz der

Mitarbeiterin

Mitarbeiter

Geschäftsführung

der Geschäftsstelle

der Geschäftsstelle

Young+Direct

(in Mutterschaft)

Das Young+Direct-Team v.l.n.r. Michael Reiner / Leiter von Young+Direct, Patrizia Pergher, Margit Gasser, Evi Ladurner, Piero Balestrini

Praktikum beim Südtiroler Jugendring Matteo Graiff hat im Rahmen seines Studiums

Umsetzung des Projekts „72 Stunden ohne

Aktionen der politischen Bildung bekommen.

der Sozialpädagogik an der Uni Brixen sechs

Kompromiss“ begleitet. Zudem war er bei

Vielen Dank, Matteo, für deinen wertvollen

Wochen beim SJR als Praktikant gearbeitet.

der Planung und Durchführung eines Parti-

Beitrag und deine tatkräftige Unterstützung.<

Dabei hat er vor allem die Vorbereitung und

zipationsprojekts dabei und hat Einblick in

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WAS WIR TUN

Ehrenamt Wenn sich Jugendliche freiwillig und selbstorganisiert zusammenfinden, um gemeinsam aktiv zu sein, braucht es auch engagierte Ehrenamtliche, welche die Organisation in die Hand nehmen. Es geht beim Ehrenamt darum, dass Menschen sich bereit erklären, ein Amt und damit für andere Verantwortung zu übernehmen sowie die dabei anfallende Arbeit ohne Bezahlung zu machen. Ein Schwerpunkt in der Tätigkeit des Südtiroler Jugendrings ist die öffentliche Aufwertung und Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements von Jugendlichen, damit es auch in Zukunft gelingen kann, möglichst viele junge Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen.

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Rundschreiben | Was wir tun | Ehrenamt

Come together – ’s junge Ehrenamt Die Ehrenamtskampagne für unser junges Ehrenamt Es gibt sie nun schon seit mehreren Jahren, die Ehrenamtskampagne, die der SJR gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen entwickelt hat, und die deutlich aufzeigt, welchen großen und wichtigen Beitrag das junge Ehrenamt und die Kinder- und Jugendorganisationen des SJR für Südtirol leisten. Alle Infos unter http://ehrenamt. jugendring.it.

Ehrenamtspreis für Gemeinden Initiative. Es sollen gelungene Modelle Gemeinsam mit seinen MitgliedsJede prämierte Gemeinde erhält neben der Unterstützung aufgezeigt werden organisationen hat der SJR im dem Preis und der Anerkennung durch den DIE EHRENAMTSKAMPAGNE FÜRS JUNGE EHRENund weitere Gemeinden angeregt werden vergangenen Jahr mit der Ausarbeitung SJR und dessen Mitgliedsorganisationen BAUSTEINE DER EHRENAMTSKAMPAGNE FÜRS AMT VERFOLGT INSBESONDERE VIER ZIELE: das junge Ehrenamt zu unterstützen. des „Ehrenamtspreis „´s junge Ehrenamt“ auch Präsenz in den Medien. Dadurch JUNGE EHRENAMT: den Beitrag, den junge Ehrenamtliche für die GeNeben der Auszeichnung zur für die Gemeinden Südtirols“ begonnen. wird die wertvolle Arbeit• der prämierten • Erhebung zum jungen Ehrenamt und Veröffentliehrenamtsfreundlichen Gemeinde enthält Durch die Vergabe des Preises soll Gemeinde einer breiten Öffentlichkeit sellschaft leisten, aufzeigen chung derselben auf der Homepage: der Preis auch eine Weiterbildung, jedes Jahr aufs Neue der Öffentlichkeit bekannt gemacht und kann Modell sein • das Image der Jugend dadurch in der Öffentlich http://ehrenamt.jugendring.it die den Ehrenamtlichen in der bewusst gemacht werden, dass sich für andere. Auch die aktiven Vereine in keit verbessern • Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche Siegergemeinde vom SJR und seinen sehr viele junge Menschen ehrenamtlich den prämierten Gemeinden sollen in der • weitere junge Menschen fürs Ehrenamt begeis• Kooperation mit Wirtschaft (z.B. EhrenamtsnachMitgliedsorganisationen angeboten in Vereinen engagieren und dabei Öffentlichkeit Platz und Anerkennung tern weis für Bewerbungen, Freistellungen etc.) wird. Dadurch soll der Preis auch Verantwortung für die Gesellschaft bekommen. • die Kompetenzen, die junge Menschen durch ihre zu einer • Kooperation mit Schule (z.B. Ehrenamtsnachweis zusätzlichen Stärkung der Kinder- und übernehmen. Es soll damit aufgezeigt Die positiven und gelungenen Modelle der ehrenamtlichen Tätigkeiten erwerben, aufzeigen Jugendverbandsarbeit vor Ort führen.< werden, für Maturapunkte, Kooperation Schule mit Kinder- dass das Bild der Jugend, Unterstützung des „Jungen Ehrenamts“ und Jugendverbandsarbeit stärken) durch eine Gemeindeverwaltung, welche welches in der Öffentlichkeit von den • sehr Information und Sensibilisierung der Gemeinden letztlich zur Prämierung geführt haben, Medien oft negativ gezeichnet wird, • Aufwertung der Ehrenamtskarte stehen mit im Mittelpunkt dieser nicht der Realität entspricht. • Plakataktion zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit • Testimonials fürs junge Ehrenamt • Radiospots, Printmedien, social networks • Dankeschön für Ehrenamtliche zur stärkeren Identifizierung mit ihren Verbänden und dem SJR Bereits seit Jahren gibt der Südtiroler Jugendring für die Ehrenamtlichen seiner Jugendverbände die „Ehrenamtskarte“ heraus. Mit dieser Karte erhalten die Ehrenamtlichen Vergünstigungen bei verschiedenen Freizeit-, Bildungs- und Kultureinrichtungen. Dadurch bekommen die Karteninhaber nicht nur einen kleinen finanziellen Vorteil, sondern vor allem ein Zeichen der Wertschätzung und der Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement - ganz im Sinne von: „Eure wichtige Arbeit bleibt nicht unbeachtet und wird geschätzt“. Auch für das Jahr 2015 konnten weitere Partner gewonnen werden. So sind nun auch das Planetarium in Gummer, das Theater in der Altstadt in Meran und das See- und Freibad Gretl am See in Kaltern sowie der Fotograf Peter Grund und das Museum ArcheoParc Schnalstal mit dabei. In Bruneck konnten zudem der Weltladen, das Stadttheater und das Odeon-Kino als Partner der Ehrenamtskarte gewonnen werden. Es werden jährlich ca. 2900 Ehrenamtskarten vergeben.<

Die Ehrenamtskarte

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Was wir tun | Ehrenamt

Euregio-Jugendfestival: Potenziale im Ehrenamt Im April 2014 fand die dritte Auflage des Euregio-Jugendfestivals statt. Rund 100 Schüler und Schülerinnen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren aus Tirol, Südtirol und dem Trentino beschäftigten sich mit der Entdeckung der eigenen Potenziale für ein Studium, die Berufswahl und ein Engagement im Ehrenamt. Auch der SJR war in die Initiative eingebunden und arbeitete einen Vormittag lang

mit den Jugendlichen zum Thema „Potenziale im Ehrenamt“. Zuerst konnten sich dabei die Teilnehmenden einen Überblick über die Vielfalt des Ehrenamts und der ehrenamtlichen Tätigkeit verschaffen bevor dann in Kleingruppen weitergearbeitet wurde. Die Jugendlichen bekamen den Auftrag einen fiktiven Verein zu gründen, Aufgaben und Ziele zu definieren und

sich konkret damit auseinanderzusetzen, was sie durch ehrenamtliche Tätigkeit in ihrem Verein leisten möchten und welche Kompetenzen die Ehrenamtlichen ihres Vereins auszeichnen. Allen Teilnehmer/ innen wurde dabei bewusst, wie wertvoll im Ehrenamt gesammelte Erfahrungen für das eigene Leben und die Gesellschaft sein können.<

Landesbeobachtungsstelle für die ehrenamtliche Tätigkeit Die Landesbeobachtungsstelle für die ehrenamtliche Tätigkeit ist unter anderem dafür zuständig: • Aus- und Fortbildungsinitiativen für ehrenamtliche Mitarbeiter in Hinsicht auf die zu erbringenden Dienstleistungen vorzuschlagen, zu unterstützen und umzusetzen, • Informationen über die ehrenamtliche Tätigkeit zu verbreiten, und zwar auch durch die Massenmedien und bei öffentlichen Veranstaltungen, • zur Förderung und Entwicklung der ehrenamtlichen Tätigkeit beizutragen, • Vorschläge zur Förderung des freiwilligen Zivildienstes in Südtirol zu erarbeiten,

• Stellungnahmen zu den Programmvorschlägen und zur Ausbildung der freiwilligen Zivil- und Sozialdienst Leistenden zu unterbreiten. Im Rahmen der Sitzung der Landesbeobachtungsstelle wurde vom SJR auf bestehende Erschwernisse für das Ehrenamt hingewiesen. So unter anderem das bestehende Verbot von Sponsoring für Onlus-Vereine, das gerade in Zeiten knapper werdender finanzieller Mittel in dieser Form nicht nachvollziehbar ist. Im Rahmen der „Riforma del Terzo Settore“ soll versucht werden entsprechende Änderungen zu erwirken. Zudem wurde von der Landesbeobachtungsstelle eine

Projektgruppe zur Erarbeitung eines Ehrenamtsnachweises für alle ehrenamtlich tätigen Vereine ins Leben gerufen, in die der SJR seine Erfahrungen mit dem Ehrenamtsnachweis der Kinder- und Jugendvereine einbringt. Die Landesbeobachtungsstelle hat sich außerdem mit dem Versicherungsschutz für die Ehrenamtlichen, die in den Vereinen und Verbänden tätig sind, anhand eines Expertenberichtes näher beschäftigt. Weiters wurde beschlossen, die freiwilligen Dienste, d.h. den Landeszivildienst, den Sozialdienst und den Feriendienst für Schülerinnen und Schüler zu stärken und auszubauen.<

Reform des Non-Profit-Sektors – „riforma del Terzo Settore“ Im Mai hat der Ministerrat in Rom eine Reform des „Terzo Settore“ angekündigt und dazu Konsultationen aufgrund der vom Ministerrat veröffentlichen Leitlinien ermöglicht. Der SJR hat sich daher intensiv mit den Leitlinien zur Reform des NPO-Sektors

auseinandergesetzt und im Sommer seine Forderungen und Anliegen dazu dem Ministerrat geschickt. Dabei haben wir uns vor allem darauf konzentriert, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt zu optimieren, Bürokratieabbau zu forcieren und das Ehrenamt in

den Vereinen aufzuwerten bzw. mit jenen des nationalen Zivildienstes gleichzustellen. Im Rahmen der Reform wurde zudem das Verbot von Sponsoring für Volontariatsvereine und der damit zusammenhängende Verlust der ONLUSEinstufung thematisiert.< Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 8


Was wir tun | Ehrenamt Rundschreiben |

Innovatives Ehrenamt: Vernetzt denken – gemeinsam handeln Leitfaden zur Förderung der Freiwilligenarbeit in Gemeinden Der Leitfaden ist das Ergebnis des Interreg-Projekts Italien-Schweiz zum innovativen Ehrenamt, in dem sich Wissenschaftler mit dem Wandel ehrenamtlicher Tätigkeiten in Südtirol und Graubünden auseinandergesetzt haben. Ziel war es, nach einer Bestandsaufnahme und Analyse des Ehrenamts, Handlungsempfehlungen für Gemeinden auszuarbeiten, um neben den traditionellen auch neue flexiblere Formen des Ehrenamts zu fördern. Die durchgeführte Erhebung macht deutlich, dass das Ehrenamt in Südtirol immer noch einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft besitzt. Ehrenamtlich engagierte Menschen tragen zur

Erhaltung und Weiterentwicklung des gesellschaftlichen und kulturellen Erbes sowie einer höheren Lebensqualität in den Gemeinden bei. Sie fördern die Integration und die Identifikation mit der Gemeinde und sind ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung vor Ort. Trotzdem machen der demografische Wandel, der Wertewandel in der Gesellschaft sowie der Trend zur Professionalisierung auch vor dem Ehrenamt nicht halt. Das Ehrenamt muss darauf reagieren etwa mit dem Ausbau der Weiterbildungsangebote und der Beratung, einer stärkeren Vernetzung innerhalb der Vereine sowie einer noch gezielteren Förderung der Jugendarbeit.

Laut den Verfassern der Studie ist es besonders wichtig, die Jugend für das Ehrenamt zu begeistern und diese Begeisterung auch zu halten. Nach der Präsentation der Studie folgte eine Diskussion zur Zukunft des Ehrenamts mit Vertretern der Südtiroler Vereine und Verbände. Daran nahmen teil: Andreas Schatzer, Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, Simonetta Terzariol der Dienststelle für das Soziale Ehrenamt im Dachverband für Soziales und Gesundheit, Günther Andergassen, Obmann des Verbands der Sportvereine Südtirols, Barbara Siri, Vizepräsidentin des Weißen Kreuzes und Martina De Zordo, Vorsitzende des Südtiroler Jugendringes.<

Auszeichnung fürs ehrenamtliche Engagement – Verdienstkreuz für die Kinder- und Jugendverbandsarbeit Kathia Nocker, ehemalige Vorsitzende des Südtiroler Jugendringes, ist im August mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol für ihr Engagement in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit ausgezeichnet worden. Sie ist mit 39 Jahren die bisher jüngste Trägerin des Verdienstkreuzes. Sie hat das Verdienstkreuz stellvertretend für die über 5000 Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit Südtirols entgegengenommen. „Die Ehrung hilft die Kinder- und Jugendverbandsarbeit sichtbar zu machen und zeigt auf, dass es auch eine Vielzahl an jungen Menschen gibt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen

und dabei für ihre Mitmenschen Verantwortung übernehmen“, zeigte sich Kathia erfreut. Die beiden Landeshauptleute betonten in ihren Festreden die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft und drückten den Ehrenamtlichen ihre Wertschätzung aus. „Menschen wie Sie wirken meist im Hintergrund; Sie gehören nicht zu denen, die das Rampenlicht suchen“, erklärte LH Kompatscher. „Heute sorgen wir dafür, dass wir sie vor den Vorhang holen, denn sie sind Vorbilder und sollen als solche auch wahrgenommen werden.“< Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 9


WAS WIR TUN

Interessenvertretung Der Südtiroler Jugendring (SJR) ist der Dachverband der Kinder- und Jugendorganisationen Südtirols. Er nimmt gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen einen gesellschaftspolitischen Auftrag wahr und setzt sich für die Rechte, Anliegen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen ein, damit diese in einem positiven Lebensumfeld heranwachsen können. Als Sprachrohr der Kinder und Jugendlichen in Südtirol sowie als Dienststelle übernimmt der Südtiroler Jugendring auch selbst Verantwortung. Einen großen Stellenwert nimmt dabei die politische Arbeit im Interesse der Kinder und Jugendlichen ein, die sich in aktivem politischen Lobbying durch den Südtiroler Jugendring ausdrückt.

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Was wir tun | Interessenvertretung Rundschreiben |

9. Maretscher Gespräch zur Synode Die Jugend hat der Kirche was zu sagen Südtiroler Jugendring, Katholische Jungschar Südtirols und Südtirols Katholische Jugend organisierten die Podiumsdiskussion, bei der es vor allem darum ging, was sich junge Menschen von der Kirche erwarten und wie Kirche Kinder und Jugendliche erreichen kann. Die sechs Podiumsteilnehmer/innen, allen voran Bischof Ivo Muser, diskutierten mit rund 60 Jugendlichen über die Synode. Bischof Muser forderte die Jugend auf sich einzumischen und lästig zu sein. Es gehe darum als Christen aktiv zu werden,

sich einzubringen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dies ganz im Sinne der christlichen Werte. Zugleich hat Kirche die Aufgabe, auf die Sehnsucht der Menschen zu reagieren. Kirche müsse nicht automatisch alles gutheißen, aber respektvoll mit unterschiedlichen Meinungen und Haltungen umgehen. Für Stefan Rainer, Vertreter von Südtirols Katholischer Jugend, komme es darauf an, die Kernbotschaften der Kirche so zu vermitteln, dass sie auch im täglichen Leben gelebt werden können. Zwischen

der Lehre der Kirche und dem praktischen Leben ergeben sich oft unüberbrückbare Differenzen, wodurch Kirche für junge Menschen nicht mehr zugänglich ist. Die Vertreter der Jugend waren sich darin einig, dass sich Kirche bewegen und den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen muss. Demnach komme es darauf an im Zuge der Synode konkrete Maßnahmen zu setzen, um als Kirche Kinder und Jugendliche zu erreichen und gleichzeitig darauf zu achten authentisch zu bleiben.<

Arbeit, Bildung und Jugend Der Arbeitskreis „Arbeit und Bildung“ hat sich auch im Jahr 2014 wieder intensiv mit der Situation junger Menschen am Arbeitsmarkt beschäftigt. Im Fokus standen dabei vor allem die Notwendigkeit bereits bestehende Informationsangebote für Arbeitsuchende zu bündeln und mit der Online-Arbeitsbörse des Landes jugendgerecht aufgearbeitet zur Verfügung zu stellen. Denn arbeitssuchende Jugendliche erwarten sich vor allem übersichtliche Information aus einer Hand. Es gilt eine Arbeitsbörse zu entwickeln, die als un-

komplizierte und effektive Schnittstelle zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern dem Phänomen der Jugendarbeitslosigkeit entgegenwirkt. Informationen zu Berufsbildung und Berufsförderung des Landes sind ebenfalls zu berücksichtigen und durch Auskünfte über Berufschancen, Aus- und Weiterbildungen, Arbeitsintegration, Arbeitsverträge und Arbeitsmodelle, Arbeitsrecht, Möglichkeiten finanzieller Unterstützungsmaßnahmen, Bewerbungshilfen, Altersvorsorge und Anlaufstellen zu ergänzen. Zudem wurde

auch das Modell des Bausparens über die Zusatzrente im Arbeitskreis behandelt, wodurch jungen Menschen die Realisierung des Eigenheims und eine damit zusammenhängende finanzielle Absicherung im Alter ermöglicht werden soll. Auch der Generationenpakt wurde eingehend besprochen, mit dem es gelingen soll verstärkt Jugendliche in Arbeit zu bringen, indem Landespersonal, das kurz vor der Versetzung in den Ruhestand steht, die eigene Arbeitszeit zugunsten Jugendlicher reduziert.<

Wählen mit 16 – SJR und Landesjugendbeirat in Rom Seit Jahren setzt sich der SJR für eine Herabsenkung des aktiven Wahlalters auf 16 Jahre ein. Im Zuge der Verfassungsänderung haben der SJR und der Landesjugendbeirat sich deshalb mit den Südtiroler Abgeordneten und Senatoren sowie Vertretern des Gruppo Interparlamentare Giovani des PD getroffen. In der Geschichte Italiens wurde das Wahlrecht bereits mehrfach ausgeweitet und an die Bedürfnisse der Zeit angepasst.

Der Bedarf an zusätzlichen Möglichkeiten der direkten Einflussnahme Jugendlicher ist immer stärker spürbar. Die Gesprächspartner waren der Wahlaltersenkung grundsätzlich alle offen eingestellt, bezweifelten aber, dass es auf gesamtstaatlicher Ebene in absehbarer Zeit zu einer Senkung kommen wird, auch wenn das Thema in den letzten Jahren politisch verstärkt diskutiert wurde.< Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 11


Was wir tun | Interessenvertretung

Mit Entscheidungsträger/ innen im Gespräch Als Dachverband der Kinder- und Jugendvereine setzen wir uns für die Interessen und Anliegen der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit, der Ehrenamtlichen und der Kinder und Jugendlichen generell ein. Aus diesem Grund ist uns der Austausch mit Entscheidungsträger/innen ein großes Anliegen. Dabei ging es vorwiegend um die Arbeitsschwerpunkte des SJR wie das junge Ehrenamt, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Young+Direct, die Schwierigkeiten junger Menschen am Arbeitsmarkt, Initiativen zur politischen Bildung.

Landesrätin - Martha Stocker

Kammerabgeordnete - Alfreider und Gebhard

Landeshauptmann - Arno Kompatscher

Landtagspräsident - Thomas Widmann

Landesrat - Philipp Achammer

Landtagsfraktion der Grünen - Heiss, Foppa, Dello Sbarba

Landesrat - Florian Mussner

Präsident des Gemeindenverbandes - Andreas Schatzer Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 12


Rundschreiben | Was wir tun | Interessenvertretung

Landtagsfraktion M5S - Paul Köllensperger

Senatoren - Berger und Palermo

„Aktiv werden gegen Abwanderung im ländlichen Raum“ Dank intensiver und konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Gemeindenverband gelang es mit rund 30 Jugendlichen aus betroffenen Gemeinden Südtirols und Bayerns an zwei sehr intensiven Wochenenden spannende und innovative Strategien zu entwickeln, die der Abwanderung entgegen wirken. Mit einer Präsentation haben Vertreter des SJR und der Südtiroler Bauernjugend den Anwesenden das Projekt und die konkreten Maßnahmen vorgestellt.

Vizepräsident der Abgeordnetenkammer - Luigi Di Maio (M5S)

Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit - Klotz, Knoll, Zimmerhofer

In folgenden Gemeinden war der Südtiroler Jugendring 2014 aktiv

Der direkte Kontakt mit den Gemeinden, insbesondere den Gemeindejugendreferent/innen, liegt dem SJR besonders am Herzen. Daher war er 2014 wieder landauf, landab unterwegs, um die Jugendarbeit vor Ort zu unterstützen sowie Projekte und Beteiligungsprozesse zu begleiten. Dabei setzt der SJR stets auf eine enge Zusammenarbeit mit den Trägern der Jugendarbeit vor Ort. In erster Linie mit den Jugenddiensten, den Kinder- und Jugendvereinen und der offenen Jugendarbeit. 2014 war der SJR in folgenden Gemeinden aktiv: Algund, Andrian, Bozen, Bruneck, Kurtatsch, Lana, Niederdorf, Olang, St. Martin in Passeier.

Landtagsfraktion der SVP - Dieter Steger

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring13 13 Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring


WAS WIR TUN

Politische Bildung Politische Bildung hat das Ziel Menschen zu demokratischen, verantwortungsbewussten und kritischen Bürgern/innen zu erziehen. Dabei erfüllt politische Bildung gleichzeitig drei Funktionen: • Demokratie lernen, um in Zukunft bewusst demokratisch handeln zu können • Demokratie leben, d.h. an einer demokratischen Gesellschaft teilhaben, um demokratische Umgangsformen zu erwerben • Demokratie als Lebensform mitgestalten, um eine transferfähige Erfahrung für die Gestaltung eines demokratischen Gemeinwesens zu machen Politische Bildung umfasst idealerweise drei Formen des Lernens: • bewusste Aneignung von Wissen • lebendige Erfahrung • partizipatorische Mitgestaltung

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 14


Was wir tun | Politische Bildung Rundschreiben |

Wahl zum Europäischen Parlament am 25. Mai 2014 Anlässlich der EU-Wahlen vom 25.Mai hat der SJR mehrere Initiativen umgesetzt:

Mobilisierung der Jungwähler/ innen durch die Neuauflage der Postkartenaktion Hierfür haben wir die von Jugendlichen aller drei Sprachgruppen auf Einladung des Südtiroler Jugendrings und des Deutschen Landesjugendbeirats entwickelten Werbemaßnahmen anlässlich der vergan-

genen Landtagswahlen weiterentwickelt und an die Wahlen zum Europäischen Parlament angepasst.

Infos zur Wahl auf wahllokal.it Alle Infos rund um die Wahl wurden auf wahllokal.it online gestellt. Dadurch war es möglich sich schnell einen Überblick über die anstehende Wahl zu verschaffen. Fragen wie „Wann wird eigentlich gewählt?“, „Welche Dokumente benötige

ich, um wählen zu können?“, „Wer steht zur Wahl?“ u.v.m. wurden dort beantwortet und an die Wahlen zum Europäischen Parlament angepasst.

Jugendchecks für Kandidat/innen Allen Spitzenkandidat/innen bzw. deren Vertreter/innen aus Südtirol der antretenden Listen im Wahlkreis Nord-Ost (Trentino-Südtirol, Venetien, Friaul und Emilia Romagna) wurde ein Fragebogen geschickt, um deren Einstellung zu verschiedenen Themen zu erfahren.

Dabei ging es uns um Bildung, Arbeitsplätze, Europa als Friedensprojekt, Datenschutz und einiges mehr. Die Antworten wurden auf wahllokal.it veröffentlicht.

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 15


Was Was wir wir tun tun | | Politische Politische Bildung Bildung

Wählen mit 16 – Dialog Jugendforschung „Dialog Jugendforschung on tour“, nennt dich die Veranstaltungsreihe des österreichischen Bundesministeriums für Familie und Jugend. Auf Einladung des Landesamtes für Jugendarbeit, des Südtiroler Jugendrings und des Landesjugendbeirats für die deutsche Sprachgruppe hat Sylvia Kritzinger von der Universität Wien die Ergebnisse der akademischen Wahlstudie AUTNES vorgestellt. In anschaulicher Weise präsentierte Kritzinger die Ergebnisse der Studie über das Wahlverhalten der 16 bis 17-Jährigen Erstwähler nach der Wahlalterabsenkung in Österreich im Jahr 2008.

Interessant das Ergebnis: Die Wahlbeteiligung der 16-Jährigen Erstwähler lag etwas höher als jene der 18 bis 21-Jährigen. In der Studie wurde zudem festgestellt, dass bei den Lehrlingen aufgrund geringeren Wissens und bei jungen Frauen, wegen geringerer positiver Selbsteinschätzung die Wahlbeteiligung geringer ausgefallen ist. Zwei Erkenntnisse, denen es laut Kritzinger in Zukunft Rechnung zu tragen gilt, indem gezielte Maßnahmen gesetzt werden. Für eine Wahlaltersenkung spricht die Tatsache, dass bei jungen Menschen der Glaube an politische Gestaltungsmöglichkeiten noch groß sei. Außerdem fin-

de in diesem Alter noch verstärkt eine inhaltliche Auseinandersetzung mit politischen Themen in der Familie statt. Dies führt dazu, dass Erstwähler unter 18 Jahren verstärkt vom Wahlrecht Gebrauch machen, was sich positiv auf die Wahrscheinlichkeit, dass auch bei späteren Wahlgängen teilgenommen wird, auswirkt. Wichtig seien allerdings begleitende Maßnahmen und verstärkte Aufmerksamkeit auf die Erstwähler sowie ein breiter Ansatz der politischen Partizipation, denn für junge Menschen sei vor allem das Erleben von Demokratie wichtig, betonte Kritzinger.<

Volksabstimmung zur Bürgerbeteiligung Im Februar fand die Landesvolksabstimmung zur Bürgerbeteiligung in Südtirol statt. Um den Wähler/innen einen Überblick über die unterschiedlichen Meinungen zu verschaffen, haben wir die Position der Promotoren der Volksabstimmung und der im Landtag vertretenen Parteien zum Thema eingeholt und im Internet veröffentlicht. Zudem haben wir generelle Informationen und Bestimmungen zur Abstimmung sowie weiterführende Links für jene bereitgestellt, die es genauer wissen wollen.< Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 16


Was wir tun | Politische Bildung Rundschreiben |

Politik konkret – das politische Aktionspaket • ist ein Projekt des Südtiroler Jugendrings (SJR) in Zusammenarbeit mit dem n.e.t.z., der AGJD, dem JUKAS und dem deutschen Landesjugendbeirat mit Unterstützung des deutschen sowie des italienischen Amtes für Jugendarbeit der Autonomen Provinz Bozen • enthält 17 jugendgerechte politische Aktionen in den unterschiedlichsten Bereichen, die überparteilich sind und das Ziel haben, Jugendliche für Politik zu begeistern • stellt die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt: junge Menschen gestalten, organisieren und entscheiden selbst • wird in insgesamt fünf Jahren umgesetzt

Die 17 Aktionen: 1. Charaktersachen – Musik, Positionen und Parolen 2. Befragung zur politischen Bildung 3. Gemeinsame Geschichte 4. Multikulti Redaktionsteam – auf www.giovani.bz.it 5. Charaktersache – Kurzfilme von und über Jugendliche(n)

Ein Projekt des:

6. Politisches Jugendstatement der Woche 7. Politik ist cool am T-Shirt 8. Politik-Zeltlager für Kids 9. Politik-Checks 10. Senkung des Wahlalters 11. Mobilisierung der Jungwähler/innen - Landtagswahlen 2013 12. A (Anarchistisches) – Sommercamp für Teenies 13. Menschenrechte aus der Sicht von Kindern erklärt 14. Jugend forscht zur Geschichte 15. Spiel: die Geschichte Südtirols 16. Jugend’ Politisches Handbuch 17. PoBi-Bus 2011 wurde damit begonnen die ersten Aktionen umzusetzen. Bis Ende 2014 wurden bereits neun Aktionen abgeschlossen. Drei Aktionen befanden sich Ende des Jahres in Umsetzung. Dazu gehörten die Befragung zur politischen Bildung, das Politik-Zeltlager für Kids und das A (Anarchistisches) – Sommercamp für Teenies.<

in Zusammenarbeit mit:

Faltblatt „Rechte und Pflichten“

• zweisprachiges Faltblatt zu den Rechten und Pflichten minderjähriger Südtiroler/innen • Information, was sich mit der Volljährigkeit ändert • Themen z.B.: Ausgehzeiten; Taschengeld; Schulpflicht; Ausbildung und Arbeit; Sexualität; Wohnen • Von dem Faltblatt, das auch als Poster aufgehängt werden kann, wurden auch 2014 sehr viele Exemplare insbesondere von Gemeinden, Schulen und Verbänden angefordert. Sie wurden z.B. im Unterricht verwendet oder bei Jungbürger/innenfeiern der Gemeinde verteilt. Das Faltblatt ist im Südtiroler Jugendring kostenlos erhältlich.<

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 17 Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring

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WAS WIR TUN

Öffentlichkeitsarbeit Der Südtiroler Jugendring ist im Rahmen seiner Arbeit bemüht, die gesamte Gesellschaft – Jugendliche wie Erwachsene – für jugendrelevante Themen zu sensibilisieren. Der SJR versucht Entwicklungen im Jugendbereich offen zu legen, Probleme zu benennen und Alternativen aufzuzeigen. Er erhebt öffentlich seine Stimme, wann immer es für die Kinder- und Jugendarbeit dienlich ist.

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 18


Was wir tun | Öffentlichkeitsarbeit Rundschreiben |

Presseaussendungen 2014 • SJR zur neuen Landesregierung.

Der Südtiroler

und deutsches und ladinisches Schulamt plädieren

tät und den mangelhaften Schutz der Privatsphäre

Jugendring (SJR) gratuliert Philipp Achammer zur

dafür, ehrenamtliches Engagement bei der Berech-

von Kindern und Jugendlichen in der medialen Be-

Wahl zum Landesrat, zu dessen Kompetenzen auch

nung der Maturapunkte zu berücksichtigen. Mit dem

die Kinder- und Jugendarbeit zählt.

vom SJR entwickelten Ehrenamtsnachweis können

• Sich gemeinsam für Kinder- und Jugendanliegen

• Kulturträger unterstützen das junge Ehrenamt der

Oberschüler/innen, die in Kinder- und Jugendver-

stark machen. Vertreter des Südtiroler Jugendrings

Kinder- und Jugendverbandsarbeit. Vereinigten

bänden aktiv sind, ihre im Ehrenamt erworbenen

(SJR) und die Kinder- und Jugendanwältin Paula Ma-

Bühnen Bozen, Stiftung Stadttheater und Konzert-

Kompetenzen bescheinigen.

ria Ladstätter haben sich getroffen, um gemeinsame

richterstattung fest.

haus Bozen und Kleinkunsttheater Carambolage

• Wahl der Kinder- und Jugendanwältin: Der SJR zeigt

Bozen Partner für die Ehrenamtskarte des Südtiroler

sich erfreut, dass trotz der Startschwierigkeiten,

• Entwicklungen im Ehrenamt in Südtirol: ASTAT legt

Jugendrings (SJR).

mit der Wahl von Dr. Paula Maria Ladstätter, die

Daten vor. Südtiroler Jugendring (SJR) von positi-

Anliegen zu besprechen.

• Kinder- und Jugendverbände im Austausch mit Lan-

vakante Stelle der Kinder- und Jugendanwaltschaft

desrat Achammer. Eigenverantwortung stärken, Mit-

nachbesetzt wurde. Er bedauert jedoch, dass vor der

• Wählen mit 16 endlich in Italien umsetzen! Die Ver-

bestimmung ausbauen und Ehrenamt fördern waren

Abstimmung der Zugehörigkeit zu einer Partei mehr

fassungsänderung und die geplante Änderung des

zentrale Gesprächsthemen.

Bedeutung geschenkt wurde, als den Kompetenzen

Wahlgesetzes sind für den Südtiroler Jugendring

der Kandidat/innen.

(SJR) und den deutschen Landesjugendbeirat (LJB)

• Südtiroler Jugendring (SJR) trifft neuen Präsidenten

ven Zahlen erfreut.

des Gemeindenverbandes - mehrere gemeinsame Ak-

• Mit Transparenz und Partizipation von Jugendlichen

Anlass, um eine Wahlaltersenkung bei allen Wahlen

tionen geplant. Junge Menschen ernst nehmen und

Vertrauen in die Politik zurückgewinnen. Der Vor-

und Abstimmungen in Rom zu fordern. Eine Jugend-

ins Gemeindegeschehen einbinden: Abwanderung im

stand des Südtiroler Jugendrings (SJR) hat sich vor

delegation hat sich deshalb mit Abgeordneten und

ländlichen Raum, Unterstützung der Beteiligungs-

kurzem mit dem Landtagsabgeordneten Paul Köl-

gremien auf Gemeindeebene und ein Ehrenamtspreis

lensperger und zwei weiteren Vertretern des Movi-

für Gemeinden waren zentrale Gesprächsthemen.

mento 5 Stelle getroffen, um sich über Tätigkeiten,

• Infos zur Volksabstimmung auch unter wahllokal.

Schwerpunkte und gemeinsame Vorstellungen und

Senatoren getroffen und das Thema diskutiert. • Generationenpakt und Bausparen schnellstmöglich umsetzen. • Volksabstimmung Brixen: Jugend will mitbestim-

it. Südtiroler Jugendring (SJR) stellt seine Internet-

Ziele in Politik und Jugendarbeit auszutauschen.

men. Bei der Volksabstimmung in Brixen haben 69%

plattform „wahllokal.it“ in den Dienst der Volksab-

• Südtiroler Jugendring (SJR) und die Südtiroler Bau-

der 16- und 17-Jährigen abgestimmt. Damit war die

ernjugend (SBJ) stellen bei der Vollversammlung des

Wahlbeteiligung der Jugend um 10% über jener der

stimmung. • Südtiroler Jugendring unterstützt den Landesbeirat der Schüler/innen in seiner Forderung nach Stundenkürzung.

Gemeindenverbandes das Strategiepapier gegen Abwanderung im ländlichen Raum vor.

Gesamtbevölkerung. • Vorsitzendentreffen: Jungen Menschen mehr Selbst-

• Südtiroler Jugendring (SJR): Infos zur EU-Wahl un-

ständigkeit zutrauen, Zusammenleben der Kulturen

• Instrumente der Direkten Demokratie auch Jugend-

ter wahllokal.it. Neben allgemeinen Informationen

fördern, Bürokratieabbau umsetzen und finanzielle

lichen zugänglich machen! Das Ergebnis der Volks-

zur Wahl werden auf der Seite die Spitzenkandidat/

Absicherung der Jugendverbandsarbeit garantieren

abstimmung und die anstehende Überarbeitung des

innen bzw. Listenvertreter/innen aus Südtirol vor-

Gesetzes stellt für den Südtiroler Jugendring (SJR)

gestellt.

eine Chance dar, in Zukunft auch Minderjährige ab-

waren dabei die Kernthemen. • Tagung zur Stärkung der Jugendbeteiligung vor Ort.

• Anliegen und Sorgen junger Menschen ernst neh-

Der Südtiroler Jugendring (SJR) hat gemeinsam mit

men! Die Tätigkeit der Jugendberatungsstelle

dem Südtiroler Gemeindenverband am Samstag,

• Jungen Menschen eine Stimme geben und sie in

Young+Direct des Südtiroler Jugendrings (SJR) und

den 4. Oktober zur ersten Tagung für Gemeindeju-

ihren Anliegen und Sorgen ernst nehmen! Eine De-

die angespannte Situation am Arbeitsmarkt für Ju-

gendbeiräte geladen. Rund 40 Teilnehmer/innen,

legation des SJR traf sich vor kurzem mit Landesrat

gendliche waren einige der Themen, die der Vor-

darunter Jugendliche, Gemeindepolitiker/innen und

Mussner, um die Jahresschwerpunkte des SJR vor-

stand des SJR bei einem kürzlich stattgefundenen

Begleitpersonen der Beiräte aus der Jugendarbeit

zustellen und sich über die Herausforderungen der

Austausch mit Landesrätin Martha Stocker bespro-

Zeit auszutauschen, denen sich Jugendliche stellen

chen hat.

stimmen zu lassen.

müssen.

• Vollversammlung des Südtiroler Jugendringes (SJR):

• Politikerrenten: Südtiroler Jugendring (SJR) appelliert an das Verantwortungsbewusstsein aller Parteien gegenüber der Jugend und den demokratischen Institutionen. Mit Unverständnis hat der SJR die

Neue Mitglieder aufgenommen und Tätigkeit der Kinder- und Jugendpsychiatrie vorgestellt. • Nur wer wählt, bestimmt mit: Südtiroler Jugendring ruft zum Wählen auf

vor Ort sind der Einladung gefolgt. • Internationaler Tag der Kinderrechte. 25 Jahre UNKinderrechtskonvention - Grund zu feiern? • Neues Bildungsgesetz: Die Vorsitzenden der Mitgliedsorganisationen des Südtiroler Jugendrings (SJR) haben sich eingehend mit dem Gesetzentwurf zur Anerkennung der außerschulischen Bildungsan-

vom Regionalrat getätigten Rentenvorauszahlungen

• Jugendring trifft Fraktion der Grünen: Mitbestim-

gebote beschäftigt und die möglichen Auswirkungen

verfolgt und ist besorgt über die damit verbundenen

mung stärken und Beratung für Migranten zugäng-

des Gesetzes reflektiert. Die große Mehrheit spricht

Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft.

lich machen.

sich gegen diesen Gesetzentwurf aus.

• Jahresstatistik von Young+Direct vorgestellt: Lebenskrisen,

psychische

Probleme,

mangelndes

Selbstvertrauen und Selbstverletzendes Verhalten finden sich auf Platz eins, gefolgt von Einsamkeit, Suizidgedanken, Problemen mit dem eigenen Äußeren, depressive Verstimmungen, Ängste, Trauer.

• Young+Direct: Beratung auch über Facebook, WhatsApp und Skype möglich. • Jugendring und Fraktion der Süd-Tiroler Freiheit treffen sich zum Gedankenaustausch • Südtiroler Jugendring fordert Schutz von Minderjährigen in Medienberichterstattung. Der Südtiro-

• Ehrenamtliches Engagement bei Berechnung der Ma-

ler Jugendring (SJR) und dessen Beratungsstelle

turapunkte anerkennen. Südtiroler Jugendring (SJR)

Young+Direct stellen erneut die fehlende Sensibili-

• Junges Ehrenamt anerkennen und stärken. Unterstützung für all jene jungen Südtiroler/innen, die 100% Leistung für 0 Cent erbringen, aber nicht umsonst. • 9. Maretscher Gespräch zur Synode - Die Jugend hat der Kirche was zu sagen.

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 19


Was wir tun | Öffentlichkeitsarbeit | Auszüge aus der Presseschau

SJR auch auf Facebook: www.facebook.com/suedtirolerjugendring SJR auch auf Twitter: twitter.com/Jugendring_SJR „Rundschreiben“ – das Magazin des SJR Im Jahr 2014 erschienen erneut zwei Ausgaben des „Rundschreiben“. Die Mai-Ausgabe widmete sich dem Projekt „72 Stunden ohne Kompromiss“, jene im November hatte die Tagung der Gemeindejugendbeiräte zum Schwerpunkt. Beide Ausgaben sind digital auf der Homepage des SJR verfügbar.

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Was wir tun | Öffentlichkeitsarbeit | Auszüge aus der Presseschau Rundschreiben |

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 21


WAS WIR TUN

Qualitätsentwicklung, Aus- und Weiterbildung Ein großes Anliegen ist dem Südtiroler Jugendring die Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie die Aus- und Weiterbildung in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit. Ziel ist, die praktische Erfahrung in den Verbänden durch ein verstärktes theoretisches Fachwissen zu ergänzen, um ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter/innen in die Lage zu versetzen, in ihrer täglichen Verbandsarbeit selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln. Der SJR bietet seinen Mitgliedsorganisationen dabei seine Hilfe, auch in Form von professioneller Begleitung durch seine Mitarbeiter/innen, an. Was der SJR für seine Mitgliedsvereine macht: • Moderation von Sitzungen, Klausuren • Coaching • Weiterbildung • Unterstützung bezüglich Strukturaufbau • Begleitung bei der Erarbeitung bzw. Änderungen des Statuts / der Geschäftsordnung • Beratung in vereinsrechtlichen und organisatorische Fragen • Unterstützung bei Ansuchen und Abrechnungen • u.a.m.

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Rundschreiben Was wir tun | |Qualitätsentwicklung, Aus- und Weiterbildung

„Dschungel der Jugendarbeit“ – ein Seminar im JUKAS Das JUKAS (Jugendhaus Kassianeum), wesentliches Standbein der Aus- und Weiterbildung in der Kinder- und Jugendarbeit, bietet laufend unterschiedlichste Seminare für ehrenamtliche und

hauptberufliche Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit an. Das Seminar „Dschungel der Jugendarbeit“ soll neuen hauptberuflichen Mitarbeiter/innen eine Hilfestellung und einen Überblick über den

Aufbau der Kinder- und Jugendarbeit sowie über deren Werte und Inhalte bieten. Der SJR unterstützt dieses Angebot und stellte für einen Teil der Weiterbildung auch 2014 wieder einen Referenten.<

Arbeitskreis Fortbildung (AKF) im JUKAS Die Kinder- und Jugendarbeit setzt auf Weiterbildung der hauptberuflichen wie auch der ehrenamtlichen Mitarbeiter/ innen. Das Jugendhaus Kassianeum (JUKAS) erstellt dazu jedes Jahr ein Bildungsprogramm, welches bestrebt ist, sich an den Trends und Herausforderungen der Zeit zu orientieren. Dieses Programm wird in Zusammenarbeit

mit dem Arbeitskreis Fortbildung (AKF) erarbeitet, dem neben JUKAS-Mitarbeiter/innen auch folgende Mitglieder angehören: die drei Dachorganisationen der Kinder- und Jugendarbeit Südtirols (Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Netzwerk der Jugendtreffs/zentren, Südtiroler Jugendring), Vertreter/innen der Kinder- und Jugendvereine, das Amt

für Jugendarbeit, die ladinische Jugendarbeit, das Forum Prävention und die Arbeitsgemeinschaft der Südtiroler Heime. Im AKF wird der Fortbildungsbedarf der Südtiroler Kinder- und Jugendarbeit erhoben und in regen Diskussionen verschiedene Bildungsthemen besprochen.<

Referent/innen-Schulung - Neues Konzept erarbeitet Bei der Referent/innen-Schulung geht es um die Ausbildung von vereinsinternen Referenten/innen der Mitgliedsorganisationen des SJR. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter/innen der einzelnen Jugendverbände sollen in dieser Schulung ihren Kompetenzbereich für

ihre Tätigkeit als Referent/in ausbauen und erweitern können. Organisiert wird die Referent/innen-Schulung vom SJR in regelmäßigen Abständen nach Bedarf. Das Konzept der Referent/innen-Schulung wurde im vergangenen Jahr von Grund auf neu geschrieben und den ak-

tuellen Bedürfnissen angepasst. Neben einem Pflichtteil und einem Praxisprojekt sind auch Projektsupervisionen und fakultative Zusatzangebote zur Vertiefung verschiedene Themenblöcke vorgesehen.<

Begleitung von Mitgliedsorganisationen Im Jahr 2014 wurden mehrere Mitgliedsorganisationen begleitet. Dabei handelte es sich um Moderationen von Vorstandsklausuren und von Leitungsgremien. Die Inhalte reichten von einfachen Pro-

grammplanungen bis zur Reflexion der eigenen Rolle im Leitungsgremium und der damit zusammenhängenden Aufgaben, Funktionen und Kompetenzen. Zudem wurde nützliches Know-how vermit-

telt. Die Palette reicht dabei von Fragen der Personalführung über Haftungs- und Finanzfragen sowie den Umgang mit Konflikten und Spannungen im Team bis zu organisatorischen Fragen.<

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 23


WAS WIR TUN

Internationale Kontakte Jugendverbände und SJR pflegen auch internationale Kontakte zu Jugendlichen anderer Länder. Ein Schwerpunkt des SJR ist dabei der Austausch mit Jugendlichen anderer Minderheiten Europas. Ziel der internationalen Arbeit ist es, zu einem besseren Verständnis zwischen den vielfältigen Kulturen und Religionen beizutragen und im Sinne der Satzung des SJR militaristischen und totalitären Bewegungen entgegenzuwirken.

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 24


Was wir tun | Internationale Kontakte

Rundschreiben Was wir tun | |Internationale Kontakte

Jugend Europäischer Volksgruppen - JEV Der Arbeitskreis JEV (Jugend Europäischer Volksgruppen) im SJR beschäftigt sich mit dem Thema Minderheiten und der Mitgliedschaft des SJR innerhalb der JEV. Die JEV ist das größte, nichtstaatliche Netzwerk von Jugendorganisationen der europäischen Minderheiten/ Volksgruppen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern und zahlreichen Jugendorganisationen diskutieren Jugendliche über Rechte und Situationen der Minderheiten. Durch gemeinsame Artikulation und verstärkte politische Partizipation wollen die Jugendlichen eine Sensibilisierung und Entwicklung für die Belange von Minderheiten erreichen.

2014 nahm der SJR am Osterseminar in Oppeln (Polen) teil, bei dem das 30-jährige Jubiläum der JEV begangen wurde. Weiters fand in Ohrid (Mazedonien) das von der JEV organisierte Roma-Event statt, bei dem es um die Situation der Roma in Europa ging. Zeitgleich wurde dort auch das Voices of Europe organisiert, bei dem Jugendliche verschiedener europäischer Minderheiten unter Leitung eines erfahrenen Chordirigenten eine Woche lang gemeinsam in verschiedenen Sprachen Lieder singen. Gemeinsames Singen wird dabei zum Mittel sich anderen Sprachen zu nähern, die eigene Sprache vorzustellen und sie gemeinsam

im Chor für andere hörbar und erlebbar werden zu lassen. Im Herbst fand noch im rätoromanischen La Punt Chamues in der Schweiz ein Seminar statt. Dort nutzen die Arbeitsgruppen der JEV die Tage, um an ihren spezifischen Themen und Projekten weiterzuarbeiten. So wurde zum Beispiel die Kooperation der JEV mit dem No Hate Speech Movement eingeleitet und der Slogan der Kampagne des Europarats in unterschiedliche europäische Minderheitensprachen übersetzt. <

Südafrika und USA zu Besuch in Südtirol Carel Boshoff, von der afrikaanssprachigen Volksgruppe in Südafrika, hat im Jahr 2014 am Institut für Minderheitenrecht der EURAC ein Praktikum absolviert, um das Südtiroler Autonomiemodell näher kennenzulernen. Zeitgleich war auch die

US-Amerikanerin Starla Coffee in Südtirol und hat für ihre Abschlussarbeit am Connecticut Collegee ein Praktikum beim Südtiroler Schützenbund gemacht. Wir haben uns mit beiden getroffen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede

sowie Identität, Geschichte, Traditionen, Sprache und Kultur im Allgemeinen ausgetauscht.<

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 25


WAS WIR TUN

Förderung von sozialem Engagement Der Südtiroler Jugendring ist der Überzeugung, dass unsere Gesellschaft nur dann funktionieren kann, wenn jede/r auch seinen/ihren ganz persönlichen Beitrag dazu leistet. Es geht dem SJR also darum, die Gesellschaft zu sensibilisieren und die/den Einzelne/n zu motivieren verstärkt soziale Verantwortung zu übernehmen. Der SJR ist aus diesem Grund auch selbst Mitinitiator und Träger konkreter sozialer Projekte.

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 26


Rundschreiben |

ppe mit deiner Gru Mach auch du en) oder mit hr Ja 16 ab (Jugendliche bei enleiter-Team deinem Grupp it! m TZ EINSA einem TAGES

Der VFA wird getragen von:

Tätigkeitsbe-

KONTAKTIERE UNS JETZT! richt Südtiroler Jugendring 27

Tel. +39 0471 999 309 info@bergbauernhilfe.it www.bergbauernhilfe.it

Förderung von sozialem Engagement Verein Freiwillige Arbeitseinsätze - www.bergbauernhilfe.it Der SJR hat 1997 den „Verein Freiwillige Arbeitseinsätze“ mitgegründet. Schon vorher hatten verschiedene Jugendeinrichtungen Freiwillige auf Bergbauernhöfen vermittelt. Mittlerweile hat sich der Verein zu einer starken Südtiroler Realität entwickelt, die aus dem Leben von vielen Bergbauern und Freiwilligen nicht mehr wegzudenken wäre: der Verein vermittelt freiwillige Helfer/innen, um Bergbauern und Bergbäuerinnen bei der Ernte, im Haushalt, bei der Betreuung von Kindern sowie älteren und behinderten Menschen

zu unterstützen. So wird es den Bauernfamilien ermöglicht, weiterhin auf ihren Höfen arbeiten und leben zu können. Und den Helfer/innen erschließt sich eine neue Welt, in der harte körperliche Arbeit, der Dienst am Nächsten und ein Leben in Ruhe und im Einklang mit der Natur tiefe Zufriedenheit und Freude hinterlassen.

und nur gegen Kost und Logis Bergbauernfamilien unter die Arme gegriffen. Dabei sind 32 Prozent der Helfer unter 34 Jahre alt. War im Jahr 2013 noch die Schallmauer von 20.000 Einsatztagen durchbrochen worden, zählt der Verein 2014 über 21.000 Tage, was einem wirtschaftlichen Gegenwert von über 1,65 Millionen Euro entspricht. <

2014 waren so viele Freiwillige wie noch nie auf einem Bergbauernhof im Einsatz. Über 2400 Helfer haben sich gemeldet

Anzahl der Anmeldungen Helfer/innen

Freiwillige Arbeitseinsätze Anzahl der Einsatztage

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 27


72 Stunden ohne Kompromiss 2014

Wer, wenn nicht wir? 23.–26. April 2014 72 Stunden lang… … die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam ein Ziel erreichen: ein soziales Projekt planen und umsetzen. Kompromisslos bis zur letzten Sekunde!

h

ohne Kompromiss senza compromessi zênza cumpromis

Jugendliche, die anpacken können, gesucht! Einreichung Projekte bis 31. Jänner 2014 Anmeldung Teilnehmer/-innen vom 21. Februar – 21. März 2014

Projektträger:

www.72h.it www.facebook.com/72h.it Projektpartner:

72 Stunden lang die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam ein Ziel erreichen: Ein soziales Projekt planen und umsetzen. Kompromisslos bis zur letzten Sekunde! Drei Jahre nach der letzten Ausgabe haben 2014 der Südtiroler Jugendring (SJR), Südtirols Katholische Jugend (SKJ), youngCaritas und Pastorale Giovanile Diocesana das Projekt „72 Stunden ohne Kompromiss“ durchgeführt. Insgesamt rund 300 Jugendliche von 14 Jahren aufwärts haben in Gruppen von jeweils fünf bis zehn Personen 36 verschiedene Projekte im sozialen bzw. ökologischen Bereich geplant und erfolgreich durchgeführt. Dabei konnten sie „fremde Welten“ kennenlernen und mit ihrem sozialen Engagement einen Beitrag zur Solidarität mit Schwachen, Benachteiligten und Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, leisten. Bis zum Beginn der 72 Stunden wussten die Jugendlichen nicht, welches von den vielen Projekten, die landesweit von

sozialen Einrichtungen eingereicht wurden, sie zugeteilt bekommen würden. Umso wichtiger war es dann für jede/n Einzelnen während der 72 Stunden flexibel zu sein und unterschiedlichste Rollen und Funktionen in der Gruppe zu übernehmen. Durch die gemeinsame Planung, Organisation und das Miteinander, konnten die Teilnehmer/innen ihre organisatorische, handwerkliche und kreative Kompetenz weiterentwickeln. Wo der eigene Eifer nicht mehr ausreichte, konnten die Gruppen auf die tatkräftige Unterstützung der Bevölkerung zählen, die über den Radiosender Südtirol 1 und Facebook zum Ablauf des Projekts informiert wurde und nach Bedarf und Möglichkeit verschiedenstes Material beigesteuert hat. Dadurch haben sehr viel mehr Menschen als nur die teilnehmenden Jugendlichen an diesem Projekt mitgewirkt.<

Zum Abschluss feierten alle Beteiligten im Kolpinghaus in Bozen. Das Fest wurde von einer eigenen Gruppe vorbereitet und beinhaltete neben einer kleinen Besinnung viele Eindrücke der 72 Stunden. Mit dabei waren Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrat Philipp Achammer, Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer sowie Amtsdirektor Klaus Nothdurfter. Mit einem Buffet und der Gelegenheit sich mit den anderen Gruppen auszutauschen, endete der offizielle Teil der 72 Stunden. Die gesammelten Erfahrungen und Erinnerungen werden bei allen Beteiligten sicherlich noch lange nachwirken.

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Rundschreiben Was wir tun | |Förderung von sozialem Engagement

Wer, wenn nicht wir? 23.–26. April 2014 72 Stunden lang… … die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam ein Ziel erreichen: ein soziales Projekt planen und umsetzen. Kompromisslos bis zur letzten Sekunde!

h

ohne Kompromiss senza compromessi zênza cumpromis

Jugendliche, die anpacken können, gesucht! Einreichung Projekte bis 31. Jänner 2014 Anmeldung Teilnehmer/-innen vom 21. Februar – 21. März 2014

Projektträger:

www.72h.it www.facebook.com/72h.it Projektpartner:

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WAS WIR TUN

Dienstleistungen Der S체dtiroler Jugendring bietet als Dachorganisation seinen Mitgliedsverb채nden Dienstleistungen an, die von Beratung bis zu Materialverleih reichen.

T채tigkeitsbericht S체dtiroler Jugendring 30


Was wir tun || Dienstleistungen Rundschreiben

Autoverleih

Zeltverleih

Der Südtiroler Jugendring besitzt ein Auto, welches von Kinder- und Jugendeinrichtungen ausgeliehen werden kann. Die entsprechenden Verleihbestimmungen können auf der Homepage heruntergeladen bzw. beim Jugendring angefordert werden.

Der Südtiroler Jugendring hat auch vier größere Zelte (als Dach für Präsentationsstände), die ebenso über die Geschäftsstelle ausgeliehen werden können. Die Außenmaße der Zelte sind 3x3m bzw. 3x6m.<

Außerdem besitzt der SJR einen kleinen Transporter, welcher vor allem bei Partizipationsprojekten zum Einsatz kommt.<

Moderationsmaterial Für die Moderation von Zukunftswerkstätten, Foren und Sitzungen stellt der Südtiroler Jugendring den Kinder- und Jugendorganisationen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. So können Pinnwände, Moderatorenkoffer und weitere Materialien ausgeliehen werden.<

Wanderausstellung gegen Ausgrenzung Die mobile Ausstellung gegen Ausgrenzung wurde mit Jugendlichen partizipativ erarbeitet und kann kostenlos im Südtiroler Jugendring ausgeliehen werden. Die professionelle Wanderausstellung verdeutlicht, dass „wir für eine Gesellschaft sind, die nicht ausgrenzt“. Aufgrund der großen Nachfrage ist eine Reservierung zu empfehlen.<

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 31


WIE WIR ARBEITEN

Gremienarbeit Als Dachorganisation der Kinder- und Jugendvereine baut der Südtiroler Jugendring auf eine enge Kooperation mit den Mitgliedsverbänden. In regelmäßigen Treffen werden aktuelle Themen diskutiert und weitere Schritte beschlossen. Hierfür wird in entsprechenden Gremien gearbeitet. Zusätzlich werden in Arbeits- und Projektgruppen Konzepte ausgearbeitet und umgesetzt.

Gremien und Arbeitskreise im Südtiroler Jugendring • Vollversammlung • Vorsitzendentreffen • Vorstand • Arbeitskreis Ehrenamt • Arbeitskreis Partizipation • Arbeitskreis Arbeit und Bildung • Arbeitskreis Jugend Europäischer Volksgruppen • Weiterbildungsgremium • Arbeitsgruppe Politische Bildung • Projektgruppe Politisches Zeltlager • Vernetzungstreffen der Moderator/innen für Beteiligungsprozesse

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 32


Rundschreiben Wie wir arbeiten | | Gremienarbeit

Was die Gremien gemacht haben Vollversammlung

Vorstand

Vorsitzendentreffen

Im Jahr 2014 fand eine Vollversammlung im Mai statt: • Aufnahme der ASGB-Jugend als Vollmitglied • Aufnahme der Animativa in den Beobachterstatus • Thematische Auseinandersetzung mit der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Meran • und anderes mehr

Der Vorstand hat sich im Jahr 2014 zu acht Sitzungen getroffen: • Planung verschiedener Projekte • Personalfragen • Finanzierungsfragen • Treffen und Aussprachen mit Entscheidungsträger/innen und Kooperationspartnern • Reflexion der laufenden Tätigkeit • und anderes mehr

Die Vorsitzenden der Mitgliedsorganisationen haben sich im Jahr 2014 vier Mal getroffenStandortbestimmung und Festlegung der Arbeitsschwerpunkte: • Standortbestimmung und Festlegung der Arbeitsschwerpunkte • Anerkennung außerschulischer Bildungsangebote • Referendum zum Landesgesetz zur Bürgerbeteiligung in Südtirol • Ehrenamtspreis für Gemeinden • Bestandsaufnahme zur Beteiligung in den MGOs • Treffen und Diskussion mit dem Landesrat für Jugend • und anderes mehr

AK Ehrenamt • Ausbau der Ehrenamtskarte – Gewinnung neuer Partner • Optimierung des Ehrenamtsnachweises • Ausarbeitung eines Ehrenamtspreises für Gemeinden • Aktualisierung der Ehrenamtshomepage • Beschäftigung mit der „Riforma del Terzo Settore“

AK JEV • Erarbeitung von didaktischem Material in Form eines „Minderheitenkoffers“ • Teilnahme an den Aktivitäten des europäischen Netzwerks „Jugend Europäischer Volksgruppen“ in Polen, Mazedonien und der Schweiz.

Weiterbildungsgremium • Erarbeitung eines neuen Konzepts für die Referent/innenSchulung der Mitgliedsvereine • Austausch über Bedarf an vereinsübergreifenden Weiterbildungsangeboten • Besprechung der Anliegen für das Fortbildungsprogramm des JuKas

AK Partizipation • Auseinandersetzung mit dem Mitbestimmungsgesetz an der Schule in Kooperation mit dem Landesbeirat der Schüler/innen • Planung und Durchführung der Tagung für Gemeindejugendbeiräte • Planung der Exkursion für die Moderator/innen für Beteiligungsprozesse • Planungsbeginn von Initiativen zur Gemeindewahl 2015

Arbeitsgruppe Politisches Zeltlager • Planungsbeginn der beiden Maßnahmen zur Vermittlung von Politischer Bildung im Rahmen von zwei Zeltlagern, einem für Mittelschüler und einem für Oberschüler.

Arbeitsgruppe Politische Bildung • Weiterarbeit an der Umsetzung des Aktionspakets zur Politischen Bildung (www.politischebildung.it)

AK Arbeit und Bildung • Beschäftigung mit dem Vorhaben der Neugestaltung und inhaltlichen Erweiterung der Online-Arbeitsbörse des Landes • Austausch mit Vertreter/innen der Jungen Wirtschaft • Auseinandersetzung mit dem Thema Bausparen • Auseinandersetzung mit dem Thema Generationenpakt

Vernetzungstreffen der Moderator/ innen für Beteiligungsprozesse • Vernetzung der Moderator/innen • Besprechung von Weiterbildungsbedarf • Informationen zu aktuellen Projektvorhaben

Allen Ehrenamtlichen ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz in den Gremien und Arbeitskreisen, für mehr als 3800 ehrenamtliche Stunden! 33 Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring


WIE WIR ARBEITEN

Netzwerkarbeit Die Kinder- und Jugendarbeit in Südtirol besteht neben den Kinder- und Jugendvereinen auch aus einem engmaschigen Netz vielfältiger freier Träger und Institutionen. Der SJR geht daher in seiner täglichen Arbeit Kooperationen mit Vertreter/ innen unterschiedlicher Einrichtungen auf Orts- und Landesebene ein. Das Erreichen der gemeinsamen Ziele zum Wohle der Kinder und Jugendlichen steht stets im Mittelpunkt. Der SJR entsendet in die unterschiedlichen Arbeitsgruppen und Kooperationstreffen dabei je nach Bedarf entweder Ehrenamtliche oder hauptamtliche Mitarbeiter/innen.

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Wie wir arbeiten| | Netzwerkarbeit Rundschreiben

Netzwerkarbeit

In folgenden Gremien, Arbeitskreisen usw. ist auch der SJR mit dabei:

www.fotolia.de

Arbeitsgemeinschaft Partizipation Die ARGE arbeitet im Auftrag der Landesjugendreferent/innen-Konferenz Österreichs. Es sind dort neben dem SJR für Südtirol alle österreichischen Landesjugendreferate, die Abteilung Jugendpolitik des Bundesministeriums für Jugend und die österreichische Bundesjugendvertretung vertreten.

Netzwerk für Partizipation im Südtiroler Bildungszentrum Im Netzwerk für Partizipation sammeln sich Menschen unterschiedlicher kultureller und sprachlicher Zugehörigkeit und beschäftigen sich überparteilich damit eine gesellschaftliche Struktur für Partizipation in Politik, Wirtschaft und alle weiteren Bereiche des Lebens zu initiieren.

Netzwerk Jugendarbeit Im Netzwerk Jugendarbeit sind die drei Dachverbände – SJR, Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste und Netzwerk der Jugendtreffs und –zentren sowie das Jugendhaus Kassianeum vertreten. Es ist beim Amt für Jugendarbeit angesiedelt und dient dem Austausch von Ideen, Visionen, Perspektiven, Erfahrungen und Konzepten.

Arbeitsgruppe für Prävention von sexuellem Missbrauch und von Gewalt Die Arbeitsgruppe unterstützt die Arbeit des Sachbereichs für Präventionsarbeit der Diözese, damit die Präventionsarbeit gezielt und professionell aufgebaut und die nötigen Maßnahmen in der Diözese durchgeführt werden können. Dadurch soll eine Kultur der Achtsamkeit sowie des Hinschauens und Hinhörens gefördert werden.

Arbeitskreis Kinder- und Jugendrechte der Kinder- und Jugendanwaltschaft In diesem Arbeitskreis, der unter der Federführung der Kinder- und Jugendanwaltschaft steht, sind neben dem SJR Südtirols Katholische Jugend (SKJ), Katholische Jungschar Südtirols (KJS), Verein für Kinderspielplätze und Erholung (VKE), Weißkreuzjugend (WKJ) die Kinderfreunde Südtirol und Unicef vertreten.

Berufsbildungskommission Die Berufsbildungskommission nimmt die Entwürfe der Ausbildungspläne unter die Lupe, die Jahr für Jahr auf der Grundlage von Nachfrage und Bedürfnissen am Arbeitsmarkt erstellt werden.

Arbeitskreis Fortbildung im Jugendhaus Kassianeum Im AKF werden der Fortbildungsbedarf der Südtiroler Kinder- und Jugendarbeit erhoben und verschiedene Bildungsthemen besprochen.

Projektgruppe und Entscheidungsgremium 72 Stunden ohne Kompromiss Planung und Durchführung des Projektes „72 Stunden“ gemeinsam mit YoungCaritas, Südtirols Katholischer Jugend und Pastorale Giovanile.

PIC (PraxisInterCultura) Die PIC-group ist eine Sprachgruppen übergreifende Arbeitsgruppe aus Vertreter/innen von Einrichtungen der Jugendarbeit in Südtirol. Die sich zum Thema interkultureller Jugendarbeit austauscht.

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring

Netzwerk Gewalt und Prävention Das Netzwerk Gewaltprävention setzt sich aus Trägern der Bildungs-, Beratungs-, Jugend- und Sozialarbeit zusammen. Ziel des Netzwerkes ist es, die Zusammenarbeit unter den Einrichtungen zu verstärken, bestehende Angebote auszubauen, die Bevölkerung für das Thema Gewalt zu sensibilisieren sowie Strategien der Gewaltprävention weiter zu entwickeln.

Verwaltungsrat des Sonderfonds des Ehrenamts In den Sonderfonds für die ehrenamtliche Tätigkeit fließen alljährlich Mittel, die von der Stiftung Südtiroler Sparkasse bereitgestellt werden. Die Mittel des Sonderfonds für die ehrenamtliche Tätigkeit sind für die finanzielle Unterstützung von Projekten bestimmt.

Landesbeobachtungsstelle fürs Ehrenamt Die Landesbeobachtungsstelle für die ehrenamtliche Tätigkeit ist unter anderem dafür zuständig Aus- und Fortbildungsinitiativen für ehrenamtliche Mitarbeiter vorzuschlagen, zu unterstützen und umzusetzen, Informationen über die ehrenamtliche Tätigkeit zu verbreiten, zur Förderung und Entwicklung der ehrenamtlichen Tätigkeit beizutragen und Vorschläge zur Förderung des freiwilligen Zivildienstes in Südtirol zu erarbeiten.

Landesjugendbeirat für die deutsche Sprachgruppe Landesjugendbeiräte sind beratende Organe der Landesregierung. In regelmäßigen Sitzungen beraten sie über alle möglichen Fragen in Zusammenhang mit der Jugend und der Jugendarbeit und geben entsprechende Stellungnahmen ab.

u.a.m. wie etwa Kooperationen mit Einrichtungen und Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 35 35


UNSERE FACHSTELLEN

Servicestelle Partizipation Partizipation darf nicht nur ein Schlagwort sein, sondern muss zur Grundeinstellung werden, die möglichst in vielen Bereichen unseres Alltags gelebt wird. Kinder und Jugendliche brauchen Lernfelder, in denen sie Beteiligung und Demokratie in der Praxis spüren, wahrnehmen und dadurch hautnah erleben können. Die Kinder- und Jugendverbände sind dabei eine wichtige und tragende Säule. Damit Mitbestimmung über die notwendigen Rahmenbedingungen verfügen kann, ist es wichtig, Unterstützer/innen zu haben und durch gelingende Beteiligungsprozesse davon zu überzeugen, dass Kinder und Jugendliche ihre Interessen selbst vertreten können. Die Kinder- und Jugendverbandsarbeit sieht daher ihre Aufgabe auch darin, aktiv Partizipationsprozesse zu initiieren und zu begleiten. Antworten auf Fragen rund ums Thema „Partizipation von Kindern und Jugendlichen“ gibt’s in der Servicestelle für Partizipation im Südtiroler Jugendring. Insbesondere verfügt die Servicestelle über einen Pool an Moderator/ innen, die eigens für Kinder- und Jugendpartizipationsprozesse ausgebildet worden sind. Bei Bedarf können sich Interessierte gerne beim SJR melden.

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 36


Unsere Fachstellen Rundschreiben | | Servicestelle Partizipation

Tagung für Gemeindejugendbeiräte Stärkung der Jugendbeteiligung vor Ort Wir haben gemeinsam mit dem Südtiroler Gemeindenverband im Oktober 2014 zur ersten Tagung für Gemeindejugendbeiräte geladen. Rund 40 Teilnehmer/ innen, darunter Jugendliche, Gemeindepolitiker/innen und Begleitpersonen der Beiräte aus der Jugendarbeit vor Ort sind der Einladung gefolgt. Schwerpunkt der Tagung war neben inhaltlichen Inputs die Arbeit in Workshops. Jugendliche, Gemeindepolitiker und Begleitpersonen hatten die Möglichkeit ihre Funktion und Aufgabe in Gemeindejugendbeiräten zu reflektierten.

Zudem wurden erfolgreiche Modelle für die Arbeit in und mit Gemeindejugendbeiräten aufgezeigt. Die Teilnehmer/ innen erhielten Informationen über rechtliche Rahmenbedingungen sowie Werkzeug für effizientes Arbeiten im Beirat. Den Teilnehmern war es ein großes Anliegen sich mit anderen auszutauschen und voneinander lernen zu können. So wurde den ganzen Tag viel und intensiv gearbeitet und neue Ideen für die Optimierung der Jugendbeteiligung entwickelt.<

Studienfahrt der Moderator/innen für Partizipationsprozesse In regelmäßigen Abständen organisieren wir für unsere Moderator/innen Weiterbildungen und Studienfahrten. Unsere Studienfahrt 2014 hat uns dabei in die Schweiz und nach Vorarlberg geführt. Der Fokus lag dabei auf parlamentarischen Beteiligungsformen und Gremienarbeit als Beteiligungsmöglichkeit. Auf dem Programm stand ein Treffen mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ) in Bern, der sich für mehr Mitsprache Jugendlicher einsetzt. Der DSJ bietet seinen Mitgliedern ein breites Angebot an Unterstützung, das von Austausch und Vernetzung bis zu Weiterbildungen und Hilfestellungen bei Gründungen reicht. Der DSJ ist zudem Träger des Projekts „easyVote“ – der neutralen Abstimmungsbroschüre, geschrieben von Jugendlichen für Jugendliche, die bereits eine schweizweite Auflage von über 75.000 Stück erreicht hat. Die zweite Station brachte uns zu Infoklick.ch - Kinder- und Jugendhilfe

Schweiz. Von Infoklick.ch wurde das Beteiligungsmodell „Jugend mit Wirkung“ entwickelt, das sicherstellen soll, dass Kinder oder Jugendliche zusammen mit Erwachsenen innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens konkrete Projekte umsetzen können. In Vorarlberg haben wir unter anderem mit Vertretern von Invo.at – Service für Kinder und Jugendbeteiligung Vorarlberg getroffen. Im Auftrag des Büros für Zukunftsfragen und in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und des „Jugendinformationszentrums aha“, unterstützt und fördert Invo Kinder und Jugendbeteiligung in Vorarlberg. Der Fokus liegt dabei auf Service, Lobbying, Aus- und Weiterbildung sowie Projekten. Abschließend fand noch ein interessantes Gespräch mit Heiko Moosbrugger statt, der die Umsetzung des Vorarlberger Spielraumgesetzes begleitet. Das Spielraumgesetz sieht vor, dass Gemeinden ein Spielraumkonzept beschließen und dabei die Bevölkerung und beson-

ders Kinder und Jugendliche in angemessener Weise einbeziehen. Diese Regelung hat in Vorarlberg dazu geführt, dass sich die Gemeinden ernsthaft mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen und bedarfsgerechte Kinderspielplätze und naturnahe Freiräume geschaffen wurden.< Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 37


Unsere Fachstellen | Servicestelle Partizipation | Beteiligungsprojekte

Beteiligungsprojekte 2014 Standortbestimmung der Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Niederdorf Bei der Standortbestimmung in der Gemeinde Niederdorf ging es darum zu erheben, was aus Sicht der geladenen Jugendlichen und Erwachsenen in der Kinder-und Jugendarbeit gut läuft und in welchen Bereichen es noch Verbesserungspotenziale gibt. Der Austausch zwischen Jung und Alt stand dabei im Mittelpunkt, um das gegenseitige Verständnis zu fördern und mögliche Reibungspunkte im Voraus auszuräumen.<

Weiterbildung Gemeindejugendbeirat Olang Für den Gemeindejugendbeirat Olang wurde eine Schulung zu den Themen Sitzungsleitung und Moderation durchgeführt. Nachdem die Teilnehmer/innen ihre bisherige Erfahrung in und mit Sitzungen, Klausuren und Versammlungen reflektiert und analysiert hatten, setzten sie sich vor allem mit effizienten Methoden zur Einbindung aller Sitzungsteilnehmer/innen auseinander. Dabei lernten sie einige wichtige Prinzipien und Elemente der VIPP Methode (Visualisierung in Partizipatiosprozessen) kennen und hatten außerdem die Gelegenheit, sich darin zu üben. Zudem setzten sich die Mitglieder und Begleitperson des Beirates mit den jeweiligen Aufgaben und Funktionen auseinander.<

Spielplatzgestaltung in Andrian In der Gemeinde Andrian hat 2014 als erster Schritt hin zu einem neugestalteten Spielplatz eine Zukunftswerksatt stattgefunden. Um die Ideenfindung möglichst kindgerecht zu gestalten, wurde die Erarbeitung in die Rahmengeschichte der Schlümpfe eingebettet. Beinahe 70 Kinder stellten während der sogenannten Kritikphase zuerst einmal fest, was ihnen bei ihren Freizeitaktivitäten in der Gemeinde fehlt. Anschließend wurden sie in die so genannten Phantasiephase entführt und beschäftigten sich intensiv mit ihrem Traumspielplatz. In der Realisierungsphase der Zukunftswerkstatt konnten die Kinder anschließend beim Modellbau ihre Ideen kreativ umsetzen. Abschließend wurden die Ideen und Modelle der Kinder den Eltern wie auch den Gemeindevertreter/innen vorgestellt. In weiteren Schritten werden die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt analysiert und aufgearbeiten, um dann gemeinsam mit den Kindern die Ideen zu konkretisieren und die Umsetzung in Angriff zu nehmen.< Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 38


Unsere Fachstellen Rundschreiben | | Servicestelle Partizipation | Beteiligungsprojekte

Partizipative Erhebung zur Spielsituation von Kindern in Partizipative Erhebung zur Spielsituation von Kindern Kurtatsch in Zusammenarbeit mit dem VKE in der Gemeinde Kurtatsch in Zusammenarbeit mit dem VKE

Anknüpfend an die VKE-Kampagne „kinderfreundliche Gemeinde“ wurde mit Grundund Mittelschüler/innen der Gemeinde Kurtatsch eine Erhebung der Ist-Situation bezogen auf die Spielrealität von Kindern vorgenommen. Ein Teil des Projektes bestand aus einer Fragebogenerhebung, die an den Grundschulen Kurtatsch, Penon und Graun sowie an der Mittelschule Tramin durchgeführt wurde. Befragt wurden dabei ausschließlich die Kinder der Gemeinde Kurtatsch. In einem zweiten Teil wurde mit qualitativen Methoden der Sozialforschung gearbeitet. Es wurden mehrere Interviews mit jeweils einer Gruppe Grund- und Mittelschüler/innen der Gemeinde durchgeführt. Die Daten der bereits erfolgten Fragebogenerhebung bildeten hierfür die Grundlage. Ziel der gesamten Analyse ist es, mit den Kindern und Jugendlichen deren Spielrealität und Spielverhalten zu erheben, zu erfahren, welche Räume den Kindern für zweckfreies Spiel zur Verfügung stehen, zu hinterfragen, wie „Spiel- und Aktionsräume“ gestaltet werden sollten und zu erkunden, welche informellen Treffpunkte Jugendlichen zur Verfügung stehen. Die gesamte Erhebung wird im Frühjahr 2015 abgeschlossen.<

Beginn der Planung einer partizipativen und generationsübergreifenden Gestaltung einer Naherholungszone in Algund Die Gemeinde Algund möchte einen Teil einer Naherholungszone partizipativ und generationsübergreifend gestalten. Dabei sollen vor allem Vertreter/innen verschiedener Vereine und Institutionen in den Beteiligungsprozess eingebunden werden. Dabei werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene als Expert/ innen für hoch relevantes Lebenswelt–Wissen einbezogen und um Ideen, Verbesserungsvorschläge und Kritik gebeten. Die entsprechende Planung begann der SJR im Sommer 2014, mit der Umsetzung der ersten Schritte soll 2015 begonnen werden.<

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 39


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Spielplatzgestaltung in St. Martin in Passeier

In der Gemeinde St. Martin i. P. ist am Ostermontag der von Kindern mitgestaltete Spielplatz seiner Bestimmung übergeben worden. Kinder hatten sich an der Planung und Verwirklichung der Neugestaltung des Spielplatzes beteiligt und dabei jede Menge Einfallsreichtum, Begeisterung und Tatendrang bewiesen. Seit November 2012 beschäftigten sich rund 180 Kinder mit der Planung ihres neuen Spielplatzes. Auf eine Zukunftswerkstatt folgte ein Planungszirkel mit gewählten Vertreter/innen aus allen Klassen der Grundschule. Beim Planungsabschluss wurde das endgültige Modell von allen 180 Kindern gut geheißen und im Anschluss von der Gemeinde genehmigt. Die Kinder wurden dann auch während der Bauphase beteiligt. Mit Hilfe der Lehrpersonen und motivierter Gemeindearbeiter/innen gestalteten sie den Bachlauf in der Wasser-Sand-Landschaft, bauten an der Grillstelle mit und malten das „Kopfhaus“, eine geniale Rückzugmöglichkeit, kunstvoll an. Das nun fertig gestellte Projekt umfasst u.a. – ganz nach den Wünschen der jungen Nutzer/innen – eine einmalige Kletterlandschaft, bestehend aus „Wackelbude“, die mit einem „Hexenhut“ verbunden ist und über eine steile Rohrrutsche zum Boden zurückführt, ein Kopfbaumhaus, eine Tellerseilbahn, eine Sechseckschaukel, eine Wasser-Sand-Landschaft und eine gemütliche Grillstelle.<

Planung eines grenzüberschreitenden Mobilitätprojektes „SoMo-Days“

Auf Initiative des Klimabündnisses Tirol haben sich rund zehn Organisationen u.a. aus den Bereichen Jugendarbeit, Mobilität und Natur- und Umweltschutz zusammengeschlossen, um ein grenzüberschreitendes Beteiligungsprojekt zur sanften Mobilität (soft mobility) zu entwickeln. An mehreren Mobilitätstagen sollen Jugendliche die unterschiedlichen Facetten der Mobilität erarbeiten und für umweltschonende Mobilität sensibilisieren. Im Rahmen des Projektes werden zudem auch Tools für Fahrschulen entwickelt, die Mobilitätsbedürfnisse der Jugendlichen gemeinsam mit Expert/innen erhoben und reflektiert sowie die Frage der Mobilität der Zukunft erörtert. Die Umsetzung des Projekts soll 2015 beginnen.< Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 40


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Jugendforum Olang

In Olang war Anfang des Jahres 2014 ein Jugendforum, eine Bürger/innenVersammlung für Jugendliche, geplant. Dabei hätten der Jugendbeirat neu gewählt und Themen für die Arbeit des Beirates gesammelt werden sollen. Das Projekt kam allerdings nicht zustande, da ausschließlich sieben Jugendliche der Einladung gefolgt waren. Alternativ zum geplanten Ablauf wurde den Anwesenden die Arbeit des Jugendbeirats vorgestellt und es fand eine Themensammlung für den Jugendbeirat statt. Zudem einigten sich die engagierten Jugendlichen darauf, auf welche Art und Weise Kandidat/innen für den Jugendbeirat gesucht werden sollen.<

Begleitung der Einsetzung eines Jugendbeirates und Durchführung einer Ideenwerkstatt in Bruneck Unter dem Motto „Bruneck spinnt … Ideen“ fand in Bruneck eine Ideenwerkstatt statt. Ziel der Initiative war es, das Interesse der Jugendlichen für die Partizipation an der Gemeindepolitik zu wecken, um im Anschluss einen Jugendbeirat für die Stadtgemeinde Bruneck zu gründen. Organisiert wurde die Ideenwerkstatt von der Gemeinde Bruneck und der Arbeitsgruppe der Gemeinde zum Jugendbeirat sowie dem Jugenddienst Bruneck und dem Jugend- und Kulturzentrum UFO in Zusammenarbeit mit dem SJR. Die Jugendlichen beschäftigten sich im Rahmen der Ideenwerkstatt mit dem Thema „Jung sein in Bruneck“. Dabei ging es darum Bewährtes und Positives aufzuzeigen und Optimierungsvorschläge vorzubringen. In Kleingruppen wurden mögliche Lösungsansätze aus Sicht der Jugendlichen erarbeitet. Die Ergebnisse der Ideenwerkstatt bieten eine Grundlage für die Arbeit des zu gründenden Jugendbeirates und es fanden sich auf Anhieb mehrere Jugendliche, die sich bereit erklären im Jugendbeirat mitwirken zu wollen. Der SJR hat, neben der Planung und Durchführung der Ideenwerkstatt, als Teil der Arbeitsgruppe der Gemeinde Bruneck zum Jugendbeirat, die Vorarbeiten zur Einsetzung des Jugendbeirates begleitet.< Tätigkeitsbericht Tätigkeitsbericht Südtiroler Südtiroler Jugendring Jugendring41 41


UNSERE FACHSTELLEN

Young+Direct Vertrauliche und kostenlose Beratung für junge Menschen Young+Direct ist die Jugendberatungsstelle, die seit 1992 als Dienst des Südtiroler Jugendrings südtirolweit tätig ist. Ein Fachteam aus Psychologen und Pädagoginnen steht zur Verfügung und bietet jungen Menschen vertrauliche und kostenlose Beratung an. Egal, um welche Fragen, Probleme oder Zweifel es geht, die Jugendberater/innen haben stets ein offenes Ohr und helfen bei der Informationssuche und in Krisen- und Notsituationen schnell und unbürokratisch weiter.<

Tätigkeitsbericht Südtiroler Jugendring 42


Unsere Fachstellen | Young+Direct Rundschreiben |

Young+Direct Vertrauliche und kostenlose Beratung für junge Menschen

Young+Direct bietet … • Beratung am Telefon, per E-Mail, WhatsApp, Facebook, Skype und im persönlichen Gespräch • Vorträge und Workshops zu Jugendthemen in Schulen, Heimen, Jugendgruppen, Vereinen, … • Präventionsarbeit • Informationsbroschüren für Jugendliche (info@boys.bz, info!girls, Lollipop – Rund ums Essverhalten) • Vernetzung mit anderen Einrichtungen (Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinder- und Jugendanwaltschaft, Sozialdienste, Jugendgericht, …)

Beratung auch über Facebook, WhatsApp und Skype „Nichts ist so beständig wie der Wandel“, meinte Heraklit bereits vor über 2000 Jahren. Nicht ganz so alt ist die Jugendberatungsstelle Young+Direct, in einem ständigen Wandel befindet sie sich aber allemal. Während ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit hat die Stelle sich laufend verändert - sowohl inhaltlich als auch strukturell - und ihr Angebot immer wieder auf die Bedürfnisse und Lebenswelten der Jugendlichen abgestimmt. Das war und ist wichtig, denn nur so können die Jugendlichen in ihren Anliegen ernst genommen werden und nur so ist es möglich, ihnen die benötigte Unterstützung und Hilfe zu geben.

In den ersten Jahren von Young+Direct waren das Jugendtelefon, der Kummerkasten und die persönlichen Gespräche die Wege, über die der Austausch zwischen den Jugendlichen und den Berater/innen stattgefunden hat. Die zunehmende Verbreitung des Internets hat dann eine große Veränderung in der Kommunikation mit sich gebracht. Young+Direct hat darauf reagiert und im Jahr 2002 die E-Mail-Beratung ins Angebot aufgenommen. Dass das mehr als richtig war, zeigte die Flut an E-Mails, die die Beratungsstelle sofort erreichte. Inzwischen ist der Alltag der Jugendlichen vom Internet und den damit verbundenen Möglichkeiten und Ange-

boten komplett durchdrungen. Kommuniziert wird nun vorwiegend über Facebook, WhatsApp, Twitter, Hangout, Skype u.v.m.. Smartphones, Tablets & Co machen es möglich. Für die Jugendberatungsstelle war erneut klar das Angebot auch auf diese Kanäle auszuweiten. Anfang Juni 2014 fiel der Startschuss dazu. Seither können Jugendliche sich mit ihren Fragen, Sorgen und Problemen auch über Facebook, WhatsApp und Skype an Young+Direct wenden. Die neuen Kanäle werden von den Mitarbeiter/innen von Montag bis Freitag jeweils von 14.30 bis 19.30 betreut.<

Facebook: Young+Direct Beratung Consulenza WhatsApp: 3450817056 Skype: young.direct Weiterhin aktuell sind natürlich das Jugendtelefon unter 8400 36366, die E-Mail-Beratung unter online@young-direct. it oder unter www.young-direct.it und das persönliche Gespräch in der Andreas-Hofer-Straße 36 in Bozen (0471 060420).

Aktuelle Zahlen 2014

Detaillierte Zahlen gibt’s in der gesonderten Jahresstatistik von Young+Direct.<

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5‰ für die Kinder- und Jugendarbeit

Leisten auch Sie Ihren Beitrag für die Kinder- und Jugendarbeit. Alles was Sie dazu machen müssen, ist die Steuernummer des Südtiroler Jugendrings im dafür vorgesehenen Feld der Steuererklärung einzutragen:

80017320211

D����

Wir danken unseren Unterstützern Autonome Provinz Bozen-Südtirol

Ein Dank an die Gemeinden Abtei Andrian Bozen Bruneck Gais Leifers

Marling Meran Mölten Olang Rodeneck Tramin

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Tätigkeitsbericht 2014  

Jahrebericht des Südtiroler Jugendrings (SJR) 2014