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Ausgabe 25 (April 2012) www.noirmag.de

Generation Europa Balancieren lernen

reportage

Thema

Thema

Nepalesische Novizen lernen Englisch

Erbseneintopf von der OccupyBewegung

Entfßhrt von Zeus – Europas Ursprung


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Editorial

Eisbecher Europa

Mein Rucksack war gepackt, der Weg zum Hostel ausgedruckt und das Ticket lag bereit: Einen Tag vor meinem Flug nach Island vergangenen Sommer war ich komplett startklar – dachte ich. Doch dann kam mir siedend heiß: Die Isländer haben keinen Euro. Und ich keine Isländischen Kronen. Mein Unterbewusstsein hatte beschlossen, wer innerhalb Europas reist, braucht kein Geld zu wechseln. Seit ich alt genug bin, selbst zu reisen, musste ich nur wenige Male Geld wechseln. Für mich ist das einer der großen Vorteile der Europäischen Union: Reisefreiheit. Die Schattenseiten einer gemeinsamen Währung dagegen werden fast jeden Tag in diversen Medien diskutiert. Aber Europa ist viel mehr als Euro und offene Grenzen: Europa, das sind 23 verschiedene Amtssprachen, noch mehr verschiedene Nationalgerichte und Traditionen. Pathetisch formuliert: Es sind schmelzende Kugeln im Eisbecher Europas. Die Sorten Kultur, Tradition und Erdbeer – wir präsentieren sie euch in der NOIR. Übrigens: Wir haben genau so wie die Europäische Union den Anspruch, transparent und offen für Kritik zu sein. Susan Djahangard, Chefredakteurin

Mehr dazu auf Seite 12.

aUS DEM rEDAKTIONSLEBEN ...

Niklas rätselte, was die Occupy-Bewegung heute macht. In Frankfurt stellte er fest: Die Aktivisten sind noch da –  trotz klirrender Kälte. Prompt setzte man ihm im Gemeinschaftszelt einen Teller Erbsentopf vor. Er zieht seinen Hut vor den Unverfrorenen, bleibt aber selbst lieber »Schönwetteraktivist«. Seite 18-19

Sabines Reportage über ein buddhistisches Kloster spielt in Nepal. Vor Ort wurde die 21-Jährige umworben: drei Heiratsanträge auf einen Streich! Angenommen hat sie keinen. Dafür gibt sie uns die Ehre in der Chefredaktion. Wir hoffen, dass sie hier ihre große Liebe findet und freuen uns auf viele NOIRs mit ihr!

»Das Gute am Norden, man bekommt immer, was man will«, sagt Nelly. Dort fruchtete auch ihre lange Suche nach einem Interviewpartner: Eine Professorin der Uni Flensburg rief ohne Ankündigung zurück. Nelly meisterte ihr erstes Stegreif-Interview professionell – und im Adrenalin-Rausch. Seite 4-5 NOIR Nr. 25 (April 2 012)

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Inhalt

InhaltsĂźbersicht

15 Kulinarische Vielfalt

20 Abenteuer VIS A VIS

07 EU im Kleinformat

0 8 IM Kloster In Nepal

01 03 04 06 07 08

Editorial. RedaktionsGeschichten Kommentar. Ausgekriselt Titelthema. Auf den Spuren Europas Titelthema. Vom Stier und der Europa

Titelthema. EU im Kleinformat

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Reportage. Im Kloster in Nepal

NOIR Nr. 25 (April 2 012)

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Pro und Contra. Vereintes Europa?

18 20 20

Reportage. Die Letzten OCCUPANER?

Wissen. Affen hinter der Kamera

Querbeet. Abenteuer Vis A Vis

Leserbriefe. Atheistisch und Sinnlos?

Impressum. Wer steckt hinter NOIR?

Wissen. Kulinarische VIelfalt

Lifestyle. Kuriose Erlebnisse


Kommentar

Die EuroKrise als Chance! Irina Blesch appelliert: Wir müssen die Europakrise endlich in einem anderen Licht sehen, als Chance für eine Wende zum Positiven! Ein hoffnungsvoller Kommentar. Text: Irina Blesch | Layout: Luca Leicht

»F

ür Griechenland wird die Zeit knapp«, »Schuldendrama spitzt sich zu«, »SchockPrognose für das Euroland« –  die Schlagzeilen auf den Titelseiten der Zeitungen haben Krisencharakter. Scheinbar unaufhaltsam rollt der Euro den Olymp hinunter. Keine griechische Gottheit, sondern der Finanzminister Papakonstantinou beweist am 20. Oktober 2009 Mut zur Transparenz und setzt damit den entscheidenden Impuls für die Eurokrise: Er korrigiert das Haushaltsdefizit der Hellenischen Republik um das Doppelte auf zwölf Prozent nach oben. Die Währungsunion stellt er damit auf den Kopf, doch das Leben im finanziellen Krisengebiet geht weiter. Bis heute ist »die Krise« ein medialer Dauerbrenner  –  und ein gefundenes Fressen für EU- und Euro-Gegner. Doch die Krisenwelle macht auch vor dem Rest der Gesellschaft nicht halt. Das Misstrauen gegenüber dem Euro wächst und lässt befürchten, dass es nicht nur der Währungsunion, sondern bald auch uns Bürgern an den Kragen geht. Wir jammern, klagen und der beschuldigende Zeigefinger deutet beständig in Richtung Südosteuropa. Unser wehleidiges Verhalten legitimieren wir unreflektiert durch die platten Überschriften der Zeitungen und Magazine. Doch wie viel von der Krise steckt tatsächlich in Europa – und wie viel in unseren Köpfen? Sicherlich gibt es innerhalb der Europäischen Union einige Herausforderungen, denen wir uns annehmen müssen; auch das Finanzsystem

hat gewiss Verbesserungsbedarf. Zur Schwarzmalerei sollten wir deshalb trotzdem nicht neigen. Die großen Mengen an Krisenmeldungen lassen die Krise schlimmer erscheinen, als sie in Wirklichkeit ist. Wir sollten die Krise als einen produktiven Zustand sehen – voller neuer Chancen! »Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen«, meinte der Schweizer Schriftsteller Max Frisch. Eine Devise, an der sich die Boulevardblätter im Umgang mit der Finanzkrise orientieren sollten, anstatt sich wie die Raubtiere auf Krisenmeldungen zu stürzen. Die Kunst liegt also darin, die Chance der Krise wahrzunehmen, in ihr nicht nur einen Tief-, sondern auch einen Wendepunkt zum Positiven zu sehen. Immerhin ist der Euro mehr als nur ein Zahlungsmittel: Er ist auch ein Symbol, das heute schon einen Großteil Europas friedlich vereint. Es wäre nicht in unserem und dem griechischen Interesse, die europäische Arche Noah zu verlassen und uns von einer monetären Sintflut überspülen zu lassen.

Irina Blesch ist 19 Jahre alt. Sie macht gerade ihr Abi in Eberbach und möchte danach Medienwirtschaft in Stuttgart studieren.

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titelthema

Spurensuche nach Europa Die Europäische Union ist seit der Eurokrise noch stärker in den Blick der Politik, Medien und Bürger gerutscht. Kaum jemand beschäftigt sich aber tiefer mit dem System der EU. Wo bleibt die EU nur in unserem Alltag? Text: Nelly Dinkelaker | Layout: Tobias Fischer

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er im hohen Norden, in Flensburg oder Sonderburg studiert und wohnt, kann jeden Tag Europa mit Händen greifen, auch wenn er die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark passiert. »Dass ich mich keiner Kontrolle unterwerfen muss, wenn ich zum Arbeiten nach Dänemark fahre, sondern einfach an der Grenze Gas geben kann, macht Europa für mich alltäglich greifbar«, findet Prof. Dr. Charlotte Gaitanides, Professorin an der Universität Flensburg und Leiterin des Studiengangs »European Studies«. Dieser interdisziplinäre Studiengang beschäftigt sich vor allem mit Europa als politischer Union und mit den europäischen Grenzregionen – wie zum Beispiel der dänisch-deutschen Grenze – und wie sie zusammenwachsen. Nicht nur mit grenzübergreifenden Hochschulabschlüssen, sondern auch durch den Euro, das Guinness im Irish Pub, den Eurovision Songcontest und durch Erasmus-Austauschprogramme wird Europa für uns im Alltag greifbar. Doch was hinter der Europäischen Union steht – ihre Verfassung, Ziele, Geschichte und vor allem ihre Institutionen  –  ist vielen Bürgern der Mitgliedsstaaten nur vage bekannt. Dennoch werden mittlerweile 70 Prozent unserer Gesetze nicht auf nationaler, sondern auf europäischer Ebene gemacht, die geringe Identifikation mit der EU ist also doch sehr fragwürdig. »Die Wirtschaftsgesetzgebung ist zu fast 100 Prozent supranational organisiert, dementsprechend beeinflusst die EU die nationale Ebene hier also fast vollständig«, erklärt Prof. Dr. Charlotte Gaitanides. Ist die EU vielleicht zu kompliziert und zeitaufwendig, ist sie schlichtweg zu bürokratisch für

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unseren Alltag? Kompliziert sei die EU nicht, davon ist Gaitanides überzeugt. Allerdings heißt das nicht, dass es zu viele Bürokraten in Brüssel gibt. Die Zahl der Mitarbeiter angesichts der Fülle an Aufgaben sei eher zu wenig. Gaitanides sieht das Problem auch in der Aufgabenverteilung zwischen den EU-Mitgliedsstaaten: Es ist nicht abschließend geklärt, wer was macht, wer welche Rechte hat. Ursprünglich sei Europa als supranationales Projekt angetreten. Doch heute ist laut Gaitanides davon eher ein vielstimmiger Chor von Mitgliedsstaaten übriggeblieben. Ihre Einheiten behindern sich gegenseitig und ihre Handlungsspielräume sind auf europäischer Ebene stark eingeschränkt worden. Schaut man auf die europäische Geschichte, enthüllt sich die ursprüngliche supranationale Idee: 1950 als Zusammenschluss von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden gegründet, hatten die Gründungsväter das Ziel, sich politisch und wirtschaftlich zu einen und kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Nachbarstaaten zu verhindern, wie sie der Zweite Weltkrieg drastisch vor Augen geführt hat. Die daraus entstandene Europäische Wirtschaftsgemeinschaft schaffte einen gemeinsamen Markt. In den folgenden Jahren wurde der Europäische Gerichtshof, die Europäische Atomgemeinschaft und eine gemeinsame Agrarpolitik ins Leben gerufen. 1965 schlossen sich all diese Institutionen zusammen zur Europäischen Gemeinschaft mit gemeinsamen Organen. Der Maastrichter Vertrag von 1992 veränderte die Europäische Gemeinschaft: Er begründete die Europäische Union. Jetzt gibt es eine gemeinsame


titelthema

Außenpolitik, internationale Kriminalität wird zusammen bekämpft und zollfreie Grenzen erleichtern uns das Leben. Seit damals hat sich einiges getan: Der Euro wurde 2002 eingeführt, die EU auf 27 Mitgliedsstaaten erweitert und 2007 kam der Lissaboner Vertrag, der einerseits mehr Transparenz brachte und andererseits der Gemeinschaft mehr Kompetenzen gab, Probleme wie den Klimawandel und die internationale Sicherheit gemeinsam zu lösen. Aktuelles Thema der Europäischen Gemeinschaft ist die Eurokrise. Die Strukturen der EU sind renationalisiert worden, das heißt, die Nationalstaaten haben seit dem Lissaboner Vertrag starken Einfluss auf europäischer Ebene bekommen. Laut Gaitanides sei dieser mittlerweile zu groß. Dadurch sei ein vielstimmiger Chor an Mitgliedsstaaten entstanden. »Es müssten mehr europäische Themen angesprochen und gemeinsam entschieden werden. Dazu könnten europäische Parteien helfen.

Europäische Probleme könnten so auf nationale Ebene gebracht und dort diskutiert werden. Das könnte die Bürger für europäische Fragen und Probleme sensibilisieren. Um eine Renationalisierung zu verhindern, bräuchte man zum Beispiel auch eine politische Führungsperson in der EU und eine klare politische Linie«, so Gaitanides. Die Ansätze, weiter an dem Projekt der Europäischen Union zu arbeiten, sind da. Wie sie in Zukunft aussehen soll, ist nicht geklärt. Wir, als in Europa lebende Bürger, sollten uns aber bewusst machen, dass unser Alltag durchaus sehr europäisch ist, mehr als es auf den ersten Blick scheint: Bei Reisen innerhalb der EU darf man ohne weitere Erklärungen 110 Liter Bier und 400 Zigarillos mit sich führen. Die EU macht uns das Leben leichter: Sie sorgt für einheitlich sauberes Trinkwasser, niedrige Handygebühren im europäischen Ausland und die Senkung der Treibhausgas-Emissionen. NOIR Nr. 25 (April 2 012)

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Titelthema

Auf den Stier gekommen Ein Mann verwandelt sich in einen Stier, um seine Angebetete zu gewinnen. Was sich anhört wie eine der letzten Eskapaden des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, wurzelt tiefer und führt uns direkt zu den Anfängen Europas. Autor: Christian Alexius | Layout und Illustration: Luca Leicht

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ie mythologischen Ursprünge Europas sind wild: Der umtriebige Göttervater Zeus, ein großer Verehrer weiblicher Schönheit, erspäht am Strand des Mittelmeers sein Objekt der Begierde: die Königstochter Europa. Um sie unbemerkt aus dem Kreis ihrer Gefährtinnen zu entführen, verwandelt er sich in einen schneeweißen Stier. Mit Hilfe dieser List schafft Zeus es schnell, das Zutrauen der Königstochter zu gewinnen. Sie gewinnt das schöne Tier lieb, streichelt es, steckt ihm Blumen an die Hörner und erklärt sich bald darauf bereit, auf seinen Rücken zu steigen. Zeus stürzt sich mit ihr in die Fluten und bringt sie auf die griechische Insel Kreta, wo er sich ihr als Göttervater Zeus zu erkennen gibt. Sie gebährt ihm drei Söhne und Zeus benennt den Erdteil, auf dem sie sich befinden, nach ihr: Europa. Trotz dieses romantisch angehauchten Entstehungsmythos stehen sich die Europäer nicht freundlich gegenüber. Die philosophischen Griechen breiten sich im gesamten Mittelmeerraum aus. Die Römer tun es ihnen gleich und nehmen sich ganz Europa zur Brust. Daran können auch die Elefanten Karthagos nichts ändern. Im Mittelalter kennen die streitlustigen Europäer zum ersten Mal einen gemeinsamen Feind: die Pest macht vor keiner Landesgrenze Halt. Eine Strafe Gottes? Das weiß niemand so genau – auch nicht, was er von der von Luther losgetretenen Reformation halten soll. Die gibt genügend Zündstoff für weitere Glaubenskriege, inklusive der Bartholomäusnacht. Europa ist vielen europäischen Adelshäusern nicht genug. Sie packt das Fernweh  –  der Beginn der Kolonialisierung. Diese bekommt einen Dämpfer, als die Amerikaner sich kurzerhand von England lossagen und die eigene Unabhängigkeit feiern. »Das können wir auch«, sagen die Franzosen und stürmen die Bastille. Trotzdem kann sich

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die liberale Bewegung nur schwer durchsetzen. Auf den Schlachtfeldern kehrt erst einmal ein Jahrhundert lang Ruhe ein, nachdem sich Napoleon nach St. Helena zurückgezogen hat. Doch die Ruhe trügt. Es gibt noch zu viele offene Rechnungen, die der Erste Weltkrieg begleichen soll. Der darauffolgende Friede von Versailles erweist sich als neues Pulverfass, das im darauf folgenden Zweiten Weltkrieg explodiert. Endlich ist Diplomatie das Wort der Stunde. Es wird verhandelt, neue Bündnisse werden geschlossen und Organisationen wie die Nato und die UN gegründet, die kriegerische Auseinandersetzungen im Keim ersticken sollen. Eins der schillerndsten Staatenbündnisse, die Europäische Union, hat noch einen langen Weg vor sich. Der Ostblock muss zusammenbrechen, bis die Europäische Union das Licht der Welt erblickt. Die EU besteht aus 27 Mitgliedstaaten, Tendenz steigend. Schließlich will jeder am europäischen Geschehen teilhaben. Und dazu gehört natürlich auch der gerade in Verruf geratene Euro. An »Ode an die Freude« denkt gerade niemand, wenn er in seinen Geldbeutel schaut. Aber Zeus wird schon gewusst haben, was er da anstellt. Oder wollte er einfach nur auf der Zwei-Euro-Münze landen?


Titelthema

Die EU im Kleinformat Junge Leute der »Mission Europe« organisieren Diskussionen und Begegnungen, um die Jugend in Europa anzunähern. Sie geben der Untergangsstimmung in der EU kräftig kontra. Text: Corinna Vetter | Layout: Tobias Fischer

»E

uropa ist am Ende« steht auf vielen Titelblättern. Man könnte meinen, Europa sei ein einziger Krisenherd, dessen Bewohner nichts miteinander gemein haben. Wo sind sie, die EU-Bürger, die neue Generation von Europäern, die nicht national sondern europäisch denken? Es gibt sie zuhauf. Sie organisieren intereuropäische Treffen, Seminare und Freizeiten. Ihre Verkehrssprache ist Englisch. Sie vernetzen sich über Facebook und Twitter und haben Meetings via Skype. Sie treten ein für interkulturellen Austausch, Toleranz und Verständnis. Einer von ihnen ist Jasper Ysebart aus Belgien, Mitorganisator des Projektes »Mission Europe«. »Meiner Meinung nach sollte jeder Jugendliche mindestens eine interkulturelle Erfahrung machen«, sagt er. »Nur so merkt man, dass es auch Menschen außerhalb des eigenen Landes gibt, die anders sind, aber zugleich auch sehr ähnlich.« Er selbst hat 2009 an einem Projekt namens »Youth Understanding Politics« teilgenommen. Dort traf er Paulien und Sarah aus Belgien sowie Alma und Armin aus Deutschland. »Wir waren so von dem interkulturellen Aspekt beeindruckt, dass wir so etwas selbst starten wollten«, erklärt Ysebart. »Mission Europe« war geboren. Dieses Projekt bringt achtzehn junge Europäer aus Belgien, Deutschland und Luxemburg zusammen, um gemeinsam politische Debatten zu führen und die anderen Länder besser kennenzulernen. Die Teilnehmer verbringen jeweils ein Wochenende in einer der Hauptstädte. Das Programm besteht aus Sightseeing, Fahrradtouren, Museumsbesuchen und vor allem aus politischen Diskussionen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit geführt werden. Eine tiefe europäische Überzeugung und eine großen Prise Idealismus spielen bei »Mission Europe« mit. »Wenn man sich die Geschichte Euro-

pas ansieht, dann ist die EU-Periode die längste Periode des Friedens und der Stabilität auf unserem Kontinent«, sagt Sarah Declerq, die wegen ihres Einsatzes für interkulturelles Verständnis für den Titel »Europäer des Jahres 2012« nominiert ist. »Vor siebzig Jahren noch haben wir uns gegenseitig umgebracht und jetzt können wir miteinander Zeit verbringen und voneinander lernen.« Die Organisation eines Projektes, das drei Länder umfasst, zeigt ihnen aber auch die Schwierigkeiten, die die EU kulturell mit sich bringt. »Luxemburger haben gerne die Kontrolle. Die Deutschen arbeiten hart und die Belgier sind zu spontan«, sagt Paulien. Dies führt manchmal zu Missverständnissen zwischen den Organisatoren. Hinzu kommt ein Sprachenwirrwarr aus drei verschiedenen Muttersprachen und gewöhnungsbedürftigen Akzenten im Englischen. Am schwierigsten ist, die Kommunikation über

» Vor 70 Jahren haben wir uns noch gegenseitig umgebracht « die Landesgrenzen hinweg aufrecht zu erhalten. »Es ist die Hölle, Dinge auf internationalem Level zu organisieren«, sagt Sarah. »Ich liebe Skype, aber ich hasse abbrechende Internetverbindungen, schlechte Mikrofone und wenn Jasper anfängt zu singen.« Aber trotzdem: »Es ist eine so tolle Möglichkeit, die Welt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen«, sagt Sarah. »Das Wenigste, was ich tun kann, ist, das anderen Menschen weiterzugeben.« So gibt es auch im kommenden Jahr wieder eine Edition von »Mission Europe«, inklusive eines Aufenthaltes bei den französischen Nachbarn.

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Reportage

Ab ins Kloster! Die Novizen im Kloster Karma Lekshey Ling in Kathmandu leben überraschend unkonventionell: Sie trinken Cola und spielen Fußball, wenn auch nach ganz eigenen Regeln. Josh Walker versucht, ihnen während seines Freiwilligendienst Englisch beizubringen. Text und Fotos: Sabine Kurz | Layout: Tobias Fischer

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anchmal setzt sich Josh aufs Dach und spielt Gitarre. Dann bleiben die Mönche unten stehen und schauen nach oben. Ganz Kathmandu kann er von dort oben sehen. Die Stadt, eine einzige staubige Wolke. Chaotisch angeordnete Häuser, umgeben von engen Gassen und dunkelgrünen Bäumen. Kleine Reisfelder unterhalb des Klosters. Ein Hang dahinter ist mit bunten Gebetsflaggen behängt. Und irgendwo in der Ferne der Himalaya. Josh Walker ist schon seit ein paar Wochen in Nepal. Er kommt aus Großbritannien, hat vor einem Jahr sein Abitur gemacht und will jetzt etwas erleben. Und dabei etwas Gutes tun. Er will reisen, aber von den Einheimischen nicht –  wie er das nennt – als »übergroßer Geldbeutel« betrachtet werden. Darum hat er sich für Freiwilligenarbeit im buddhistischen Kloster Karma Lekshey Ling am Rande der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu entschieden. Mit 200 Mönchen und zwei anderen freiwilligen Helfern aus Europa, sogenannten Volunteers, lebt er nun in der chaotischen Ansammlung von gelben Gebäuden, die wie gefallene Würfel am Hang kleben. Fast die Hälfte der Klosterbewohner sind Kinder und Jugendliche zwischen acht und 19 Jahren, die in der Schule des Klosters ausgebildet werden. Neben der buddhistischen Lehre werden ihnen auch Fächer wie Biologie, Englisch und Mathematik näher gebracht. Die meisten Kinder kommen aus entlegenen Gebieten des Himalayas; der Besuch der Klosterschule ist für sie die einzige Möglichkeit, eine solide und umfassende Ausbildung zu erhalten. Obwohl sie alle die roten Roben der buddhisti-

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schen Mönche tragen, sind sie doch noch Kinder. Sie lernen und meditieren nicht den ganzen Tag. Sie verhalten sich auch nicht immer ehrfurchtsvoll, wenn sie vor der Buddha-Statue im Kloster sitzen und Mantras rezitieren – manchmal leeren sie dabei auch schlürfend einen Tetrapack Mangosaft. Sie trinken Coca-Cola und lesen Comics, erzählen Witze und ihre große Leidenschaft ist der Fußball. »Die buddhistische Ausbildung ist nicht so streng wie die anderer Religionen«, erklärt Acharya Karma D.M., der Vorsitzende der Schule. »Buddhisten können immer und überall lernen. Sogar beim Fußball. Die Kinder denken, sie interagieren, sie erfahren Sieg und Niederlage, werden sich über ihre Gefühle klar. Also lernen sie.« Auch Josh lernt jeden Tag etwas Neues. Das Leben im Kloster ist nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Denn im Karma Lekshey Ling hat die Moderne schrittweise Einzug gehalten. Einige der Mönche haben Handys, sie fahren wie der Großteil der nepalesischen Bevölkerung Motorrad, schreiben E-Mails und telefonieren über Skype. Doch selbst ein vor dem Computer sitzender Mönch macht hier einen ruhigen, in sich versunkenen Eindruck. Eile und Hast gibt es nicht. Wenn etwas zu lange dauert, dann dauert es eben zu lange. Josh wohnt in einem neuen Gebäudekomplex – dem Gästehaus, das extra auf westliche Besucher ausgerichtet ist. Vor allem für die westliche Toilette und den kleinen Klostershop, in dem man Toilettenpapier kaufen kann, ist Josh dankbar. Nur die Blutegel, die ab und zu in der Dusche auftauchen, erinnern daran, dass sich der junge Mann ▶ nicht in Europa befindet.


Reportage

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ReportagE

Den Weg von Großbritannien nach Nepal ging er mit Unterstützung einer Hilfsorganisation. Ihr zahlte Josh eine Gebühr, dafür wird ihm der Arbeitsplatz im Kloster, Unterkunft und Verpflegung sowie ein Einführungsprogramm gestellt. Immer mehr solcher Organisationen gibt es in Nepal. Keshab Acharya ist der Vorsitzende von »Nepal Volunteers Council« (NVC). Er ist davon überzeugt, seinem Land helfen zu können: »Nepal braucht Hilfe, in jedem Sektor. Die politische Situati10

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on ist nicht gut, um nicht zu sagen, schrecklich, also wollten wir selbst etwas auf die Beine stellen.« Bevor er den NVC vor drei Jahren gründete, war er Schulleiter einer Privatschule, doch dort konnte er nicht genug für die ärmeren Schüler tun. Also gründete er seine eigene Hilfsorganisation. »Ich verdiene jetzt viel weniger. Aber schau dir mal die Menschen an, denen wir versuchen zu helfen, die haben noch weniger!« Nepal ist ein relativ kleines Land. 30 Millionen Einwohner. Ein

Land mit Dschungel, dem flachen Terai –  einer fruchtbaren Tiefebene  –  und den höchsten Bergen der Erde. Ein Land, in dem Rituale und Spiritualität einen enormen Stellenwert einnehmen. Wo an jeder Straßenecke ein Tempel steht und wo heilige Kühe die Straßen blockieren. Und trotz des spirituellen Reichtums ist Nepal ein armes Land: Ungefähr die Hälfte der Bevölkerung lebt von weniger als einem Euro pro Tag. Selbst in einem Land, in dem eine Tasse Tee umgerechnet zehn Cent


Reportage

kostet, reicht das nicht zum Überleben. Doch die Situation scheint sich ein wenig zu bessern. Inzwischen besuchen neun von zehn Kindern eine Grundschule –  diese Entwicklung ist zum Teil auf ausländische Finanzhilfe zurückzuführen. Und immer mehr Volunteers bieten ihre Hilfe an. So wie Josh, der den Mönchen Englisch beibringt. Sein Stundenplan umfasst oft nur drei oder vier Stunden am Tag, die Kinder aber sind von morgens bis nachmittags in der Schule. Sie sitzen auf

starren Holzbänken zwischen unverputzten Wänden, während draußen vorm Fenster die Kühe blöken. An einer Wand hängt eine alte Tafel, von der Josh ausgiebig Gebrauch macht, denn manchmal ist eine kurze Zeichnung der einzige Weg, um mit den Schülern zu kommunizieren. Die Jüngsten sprechen nur einige Brocken Englisch, und beantworten gerne auch mal eine Frage auf Nepali oder Tibetisch. Die Novizen zeigen selten Eigeninitiative, geschweige denn Kreativität –  daran sind sie

einfach nicht gewöhnt. Das passiert nur beim Sport. In jeder freien Minute spielen die Kinder im Speisesaal Fußball. Der Ball besteht aus einem Knäuel Socken, als Tore dienen zwei Gummischlappen. Teams gibt es nur selten, alle spielen zusammen – mit dem Ziel, den Ball irgendwie ins Tor zu bekommen. »Spirituelles Fußballspielen« sagt Josh dazu. Er steht am Spielfeldrand und schaut seinen Schülern zu. Und strahlt, als einer von ihnen glücklich »Goal!« schreit.

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Titelthema

Vereinigte Staaten von Europa? Layout: Tobias Fischer und Luca Leicht

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Pro: Ein vereinigtes Europa würde jeden Staat stärker machen!

Contra: Die Nationalstaaten sind zu unterschiedlich!

Text: Kevin Weber

Text: Susan Djahangard

Rhode Island war das Großbritannien seiner Zeit: Als sich die 13 Gründerstaaten der USA vor über 200 Jahren zusammenschlossen, weigerte sich Rhode Island, seine Souveränität abzugeben. Am Ende ließ es sich doch überzeugen. Viele Staaten pochen auf ihre nationale Souveränität. Zu viele stellen sich quer –  arbeiten gegen den europäischen Traum eines geeinten Europas. Doch gerade in Zeiten der Eurokrise ist das Modell der »United States of Europe« (USE) erstrebenswerter denn je. Ohne die Währungsunion wären Griechenland, Spanien und Co. längst untergegangen. Nicht umsonst stehen die Euro-Länder bei ihren Schulden besser da als Japan oder die USA. Institutionen wie der Europäische Gerichtshof und die Europäische Zentralbank bieten heute eine hervorragende Grundlage für die USE. Bildet Europa politisch eine Einheit, lassen sich auch die sozialen Ungleichheiten und Probleme im Bildungswesen besser bekämpfen. Das ist dann aber Sache der Nationalstaaten. Denn nach dem Vorbild des Föderalismus bewahren die Länder eine gewisse Eigenständigkeit.

Vereinigte Staaten von Europa als politisches Gegengewicht zu den USA, China und anderen Weltmächten: Das klingt verlockend. Vereinigte Staaten von Europa werden aber ein unrealistischer Traum bleiben. Anders als die USA besteht Europa aus zahlreichen Staaten, die eigene Kulturen haben und eigene Sprachen sprechen. Wie soll ein Einheitsstaat nach nordamerikanischem Vorbild organisiert sein, in dem es 23 Amtssprachen gibt, in dem der eine Verwaltungsbeamte nicht mit dem anderen kommunizieren kann? Auch einheitliche Feiertage würde es in den »USE« nicht geben: In Westeuropa würde man katholische und protestantische feiern wollen, in Osteuropa orthodoxe und muslimische. Und nicht zuletzt unterscheiden sich die politischen Systeme der einzelnen Staaten. England würde die Queen kaum den USE opfern, Frankreich ist stolz auf seinen mächtigen Präsidenten und Deutschland auf den Föderalismus. Eine Kooperation auf europäischer Ebene, wie sie innerhalb der Europäischen Union stattfindet, ist wichtig. Für »United States of Europe« fehlt aber die Basis.

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Wissen

Affen hinter der Kamera Cindy sieht die Welt ein bisschen anders. Für sie ist das Gras länger und der Himmel näher. Die Seile, die an den durcheinander stehenden Pfosten hängen, sind ihr Zuhause. Und ganz oben auf einer Säule schläft sie in einem Nest aus Zweigen und Stofffetzen. Cindy ist eine Schimpansin, die uns die Welt aus ihrer Perspektive zeigt. Mit einer Videokamera. Text: Sabine Kurz | Layout: Luca Leicht

Eine Dokumentation der BBC über das Projekt »Chimpcam« und weitere Videos sind auf Youtube zu finden unter dem Suchwort »Chimpcam«.

D

ie Doktorandin Elizabeth Herrelko hat das Projekt »Chimpcam« zusammen mit der schottischen University of Stirling, dem Edinburgher Zoo und einem Filmproduzenten ins Leben gerufen. Unterstützt wird sie von der BBC, die das Projekt filmisch dokumentiert. Die Grundidee hinter »Chimpcam« ist, Affen eine Kamera zu geben und sie damit experimentieren zu lassen. Wie bringt man ihnen das Bedienen einer Videokamera bei? Verstehen sie das Konzept Film überhaupt? Und wenn ja, was werden sie filmen? Warum aber gibt man Schimpansen Videokameras, und nicht Objekte, die auch in der freien Natur vorzufinden sind? »Schimpansen sind sehr intelligente Individuen. Wenn sie in Gefangenschaft leben, hat man die Verantwortung, ihnen auch mentale Stimulation zu bieten«, ar-

gumentiert Herrelko. »Obwohl man niemals einen Schimpansen mit einer Videokamera oder einem Touchscreen in der Wildnis sieht, kann man sie doch dabei beobachten, wie sie über ihr Verhalten und ihre Pro­ bleme nachdenken.« Im Edinburgher Zoo leben elf Schimpansen friedlich zusammen – mit Ausnahme einiger kleiner Rangstreitigkeiten. Nicht nur im Alter unterscheiden sie sich, auch die Persönlichkeiten sind komplett verschieden. Es gibt eine altehrwürdige Oma, einen Jüngling mitten in der schwierigen Phase zwischen Kindheit und Erwachsensein und eine junge Frau, die von den Männern heiß begehrt, aber nie erobert wird. Cindy ist die älteste und auch mit Abstand neugierigste Affendame im Zoo. Sie ist es, die den kleinen Kasten, der plötzlich im Gehege steht, als erste untersucht. Das neue Spiel-

zeug ist orange und fühlt sich fremd an. Sie nimmt den Kasten in beide Hände, dreht und wendet ihn, beißt darauf herum und setzt sich drauf. In der Box ist eine Digicam, an der Seite ein stabiler Bildschirm, der zeigt, was gerade aufgezeichnet wird. Die Ergebnisse der Forschung stehen noch aus – ob die Schimpansen die Kamera verstehen, da ist sich Elizabeth Herrelko nicht so sicher. Aber selbst wenn sie keinen Zugang zum Konzept Videokamera haben, kann sich das von den Schimpansen gefilmte Video sehen lassen. Plötzlich sieht man das Gehege aus der Sicht der Affen: Die schwindelerregenden Höhen der Kletterseile, die riesig erscheinenden Artgenossen, das Gras aus der Vierfüßlerperspektive. Und den Schimpansen scheint es Spaß zu machen. Besonders Cindy.

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Leserbriefe

en u nd H er rn , S eh r ge eh rt e D am ft ab e de r Z ei ts ch ri m en sg u ra be em ov N e T he ic h be ka m di ss hi er ki rc hl ic he r T ex t "D ie da f, au el fi ir M ch de "N O IR ". te ll t w er de n. A u r A th ei st in , is t es rg da g ti ei ns ei ne se hr ge sc hr ie be n vo n ei Ju ng fr au en ge bu rt ",r ei ne n gl äu bi ge n K at ho li ke n. H ie r ei ne F re ch he it fü ei ne D ar st el lu ng z. B . ei ne s P ri es t fe hl t al s G eg en p ol ro - u nd K on tr a –  D is ku ss io n" ze igne r te rs . A u ch di e "P ge ge n di e K ir ch e ag ie rt w ir d. K ei au f, da ss w ie de r n is t le hr am ts tr eu . D ie ei ne P erch t de r be id en P er so nee w il l u nd di e an de re P er so n br au so n gl au bt w ie si G la u be n. ke in e K ir ch e zu m t: E s sc he in t da s ig ät st be s ne ei r ie de M ir w u rd e nu r wnk s- li be ra le n P re ss e zu se in  –  z u e zu li W ic ht ig st e de r G la u be n u nd di e rö m - K at h. K ir ch ve rs u ch en  –  d en be sc hi eß en . ß F re u nd li ch er G ru be ka nn t kt io n (( Au to r de r Re da

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n un d He rr en , Se hr ge eh rt e Da me ell e Au s­ e ha be ich die ak tu mi t gr oß em Int er ess sch on au f en . Vo r all em de r ga be vo n No ir ge les er Ki no kü nd igt e Be ric ht üb de r Ti te lse ite an ge ge lad en . ch zu r Le kt ür e ein in Ru mä nie n ha t mi lla ge , die wa r ich üb er die Co Um so en tt äu sch te r t. de n Ar tik el illu str ier nie n an zig Ja hr e in Ru mä Ich sel bs t ha be zw . De r fl ieß en d Ru mä nis ch ge leb t un d spr ec he de r so fe hle rh af t, da ss ru mä nis ch e Te xt ist Da wä re Si nn me hr ma ch t. ga nz e Sa tz ke ine n rz ich te n. e Te xt e ga nz zu ve es be sse r, au f so lch el an ge ­ r be i de m im Ar tik Äh nli ch er gin g es mi

spr oc he n Fil m ut sch e he n, 2 Ta ge ", die de "4 M on at e, 3 W oc da ss Eig en ­ r seh r sch lec ht , so Sy nc hr on isa tio n wa er ke nn ba r W or te nic ht me hr na me n un d an de re sin d. en , die en seh r vie le M en sch In De ut sch lan d leb vie lle ich t ra ch e mä ch tig sin d, de r ru mä nis ch en Sp zie he n. Vo rf eld mi t ein be ka nn ma n jem an d im in die sem tu n, fa lls Si e als o Ich wü rd e da s ge rn h nic ht , be n, sch eu en Si e sic Be re ich Be da rf ha n. mi ch zu ko nt ak tie re rü ße n M it fr eu nd lic he n G Elk e En ge lm an n

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NOIR Nr. 25 (April 2 012)

Leserbriefe in NOIR... t von Vielfalt. Der Jou rnalismus leb als wenn eiNichts ist eintöniger, nu r eine Pernem als Leser im mer mmtes Thema spektive auf ein besti s finden wi r präsentiert wi rd. Da Anspruch an auch: Wir haben den ir eine große uns selbst, in der No und Meinu nBa ndbreite an Themen freuen wi r alb gen da rzustellen. Desh ief br e, wie den uns im mer über Leser ch ein Appell folgenden. Dieser ist au en n euch ein an alle NOIR-Leser: W en Artikel unThema feh lt, ihr ein ch ein Layout möglich findet oder eu reibt uns. Wir nicht gefäl lt, da nn sch auch über Lob. freuen uns natü rlich nim mt Susa n Vi rtuelle Leserbriefe @noir mag.de. an: su san.djah angard alter LeserWen n ihr uns in guter richtigen Brief brieftrad ition einen sch ickt ihn an: sch reiben wollt, da nn n-Württemberg,  Jugendpresse Bade Stuttgart. Fuchseckstraße 7, 70188  

Die Reda ktion


Wissen

Europa à la carte Text und Fotos: Harriet Hanekamp | Layout: Luca Leicht

M

änner und Frauen, die wild mit Händen und Füßen gestikulieren und rufen: »La baguette, des oeufs et de la salade à moitié prix, achetez chez moi ici!«, Französisch für »Baguette, Eier und Salat zum halben Preis, kaufen Sie hier bei mir!« Verkäufer, die sich hinter ihrem Stand die Seele aus dem Leib schreien: »Salumi e Pasta, da nessun‘altra parte sono migliori che da me!«, Italienisch für »Salami und Nudeln, nirgends ist es günstiger als bei mir!«. Oder Menschen, die einfach hinter ihrem Stand sitzen und darauf hoffen, dass die Kunden von alleine zu ihnen kommen. Ein kläglicher Versuch: »Kartoffeln und Möhren, zwei Kilogramm zum Preis von einem!«. Die Art, wie man verkauft, ist so vielfältig wie Europa. Besonders beim Essen kann man deutliche Unterschiede erkennen. In Frankreich, einem der beliebtesten Gastländer deutscher Austauschschüler, wird viel Wert auf das Essen mit allen Sinnen gelegt. Crème brûlée, eine Eier-Sahne mit Karamellüberzug, oder Camembert –  diese Köstlichkeiten repräsentieren die französische Küche. Italien hat mehr zu bieten als Gelati, also Eis, Spaghetti und Pizza. Die Esskultur der Italiener ist viel bunter: Mit Minestrone, einer Gemüsesuppe, Pasta und Lasagne oder Cannelloni beweisen die Italiener jedes Mal aufs Neue, dass sie hervorragende Köche sind.

Nicht so bekannt wie italienische Gerichte sind bei uns Gerichte aus Irland. In der irischen Geschichte wurden die Landsleute mehr als nur einmal von Hungersnöten heimgesucht, nicht umsonst gilt die irische Esskultur also als »ArmeLeute-Küche«. Charakteristisch für diese sind die »Pies«. Das sind im englischsprachigen Raum alle Speisen, die unter ihrer Teigdecke eine Mischung aus geschmorten und gebackenen Zutaten verstecken. Eine lange Tradition hat der »Irish Stew«, ein herzhafter Eintopf. Auch Fisch- und Lammgerichte mit Kartoffeln werden oft gekocht. In Großbritannien gelten die sagenumwobenen »Fish & Chips« als absolutes Must-Have, in Spanien läuft einem schon beim Geruch von frisch gemachten Tapas und Oliven das Wasser im Mund zusammen. Und weil die türkische Gastronomie unter anderem von China, Russland, dem Balkan, Armenien, Persien und Indien geprägt ist, bedeutet das: Formen- und Geschmacksreichtum pur! Eben nicht nur Döner Kebab, türkische Pizza und Pide. Aber warum den Blick in die Fremde richten? Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich gibt es viele Essensvariationen. Neben Sauerkraut und Schweinshaxen, wie die Amis immer denken, gibt es Weißwurstfrühstück, Wiener Würstchen mit hausgemachtem schwäbischem Nudelsalat, Sahneheringe, Spätzle, Zwiebelkuchen und Schwarzwälder Kirschtorte –  Rezeptvorschläge, die jede »deutsche Großmutter« in ihrer Küchenschublade versteckt hat. Und trotzdem: Manchmal muss man einfach mal über den Tellerrand schauen und was anderes ausprobieren. NOIR Nr. 25 (April 2 012)

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Reportage

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Lifest yle

Stop talking european! Auch wenn Europa ein zusammenhängender Kontinent ist, klaffen überall kulturelle Schlaglöcher. Wer die Landesgrenzen verlässt, begibt sich auf unsicheres Gebiet. Autor: Elisabeth Brauch | Layout: Luca Leicht

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in Auslandsjahr in Amerika. Zusammen mit einer dänischen Freundin sitzt du in der Mensa der High School. Ihr versteht euch gut, aber sie spricht kein Deutsch und du kein Dänisch. Deshalb unterhaltet ihr euch auf Englisch. Mitten in eurem Gespräch kommt ein amerikanischer Schüler genervt an euren Tisch: »Can you please stop talking European?« Lustige, peinliche oder einfach nur merkwürdige Momente –  die Wahrscheinlichkeit, in ein Fettnäpfchen zu treten, ist im Ausland hoch. Heinz war in Italien im Urlaub und bestellte sich eine Pizza in einem Restaurant. Als die dann kam, ließ er sie gleich wieder zurückgehen, weil er meinte, dass der Pfannkuchen total versalzen sei. Andrea war mit ihrer Freundin in England. Nachmittags gingen sie in ein vornehmes Café und bestellten einen »tea for two«. Der wurde dann auch serviert in zwei Kannen mit zwei Tassen. Andrea nahm eine davon, um sich Tee einzugießen, aber statt Tee floss nur heißes Wasser in ihre Tasse. Überrascht wandte sie sich an die Bedienung: »Sorry, I think you’ve forgotten the tea.« Die Bedienung sah sie an, als käme sie vom Mond. In England ist es Sitte, den Teebeutel, der dort keine Schnur hat, in der Tasse zu lassen. Heißes Wasser bekommt man dazu serviert, damit man den Tee verdünnen kann, wenn er zu stark wird.

Joel lernte in Granville/Frankreich die Liebe der Franzosen zum Autofahren kennen.

Auch das Verhalten der Einheimischen im Straßenverkehr kann einen ganz schön irritieren. Irina war in Nizza und hat sich dort über die Bereitwilligkeit zum Stoßstangenkuscheln gewundert: »Jedes Auto wurde ausnahmslos mit Delle eingeparkt«, erzählt sie. Dass Franzosen eine besondere Liebe zum Autofahren entwickelt haben, kann auch Joel bestätigen. Er war für drei Monate in Frankreich und durfte nicht mit dem Rad zur drei Kilometer entfernten Schule fahren, weil seine Gastmutter das als zu gefährlich empfand. »Das ist dort so üblich. Es stehen vielleicht drei Räder auf dem Schulhof, noch ein paar Roller, der Rest kommt mit dem Auto, ein paar mit dem Bus.« Dafür seien dann die Franzosen im Gegenzug bei uns mit den vielen Fahrradfahrern überfordert: »Der Bruder meines Austauschschülers wurde in Deutschland von einem Fahrradfahrer angefahren, weil er das nicht gewohnt war.« Es sind also wohl nicht nur wir Deutschen, die auf Probleme in anderen Ländern und Kulturkreisen stoßen.

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Reportage

Die letzten Occupaner? Im Protest gegen Finanzhaie, Politiker und die Ohnmacht der BĂźrger: Die Occupy-Bewegung hat noch nicht aufgegeben. In Frankfurt trotzten die Aktivisten dem eisigen Winter. Jetzt planen sie ein neues Protestjahr. NOIR-Autor Nicklas Zehner war vor Ort. Text und Fotos: Nicklas Zehner | Layout: Andreas Spengler

Auch das Spielen will gelernt sein

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Reportage

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ie ein Stahlriese ragt die Europäische Zen­ tralbank in den Himmel auf. Zu ihren Füßen eine Ansammlung bunter Zelte, dazwischen kahle Bäume. Ein matschiger Pfad führt durch das eingeschneite Camp. Es wirkt tot. Ist das Projekt »Occupy Frankfurt« gescheitert? Im November hatte das Feuer der Euphorie noch geglüht. Hunderte hatten den Platz vor der Europäischen Zentralbank besetzt, als die OccupyWelle mit ihrem Slogan »Wir sind die 99 Prozent« nach Deutschland schwappte. Im eisigen Griff der Kälte und dem ausbleibenden Erfolg scheint der Enthusiasmus erloschen zu sein. »Gescheitert?«, Andreas winkt lachend ab. »Die Occupy-Bewegung ist noch lange nicht am Ende.« Er gehört zum harten Kern der Bewegung, der seit November hier ausharrt. »Natürlich setzt die Kälte uns zu«, gesteht er. »Aber dank der Unterstützung der Bevölkerung mit Decken, Essen und Geldspenden können wir es hier aushalten.« Betritt man das Gemeinschaftszelt, taucht man in eine Parallelwelt ein: Der Geruch von Erbseneintopf liegt in der Luft, Gasbrenner heizen. Einige lesen Zeitung oder unterhalten sich leise. Eingerostet

oder erstarrt vor Kälte? So wirkt die Bewegung in keiner Weise. »Diskussionsrunden finden abends und vor allem an Wochenenden statt«, erklärt Andreas. Jeder kann kommen, jeder hat das gleiche Stimmrecht. Einen Anführer sucht man hier vergeblich. »Das ist gelebte Basisdemokratie«, sagt ein Camp-Bewohner grinsend. Im IT-Zelt deutet ein Informatikstudent auf eine Reihe flimmernder Bildschirme. »Im Internet finden ebenso Diskussionen statt und über unsere eigene Webseite, Twitter und Facebook informieren wir über geplante Protestaktionen.« Auch mit anderen Bewegungen, wie Attac, ist man vernetzt. Das Camp wird zum Sammelbecken der verschiedensten Strömungen. Nachmittags geht es hinaus in die klirrende Kälte – ein ARD-Team ist eigens angerückt. Fünf Aktivisten eröffnen spontan ihren eigenen Bankschalter am Ausgang der EZB. »Money for free«, rufen sie und verteilen 500-Euro-Scheine zusammen mit Flugblättern an verdutzte Passanten. »Wir haben in Griechenland keine Schulden- sondern eine Zinskrise«, erklärt eine Aktivistin vor laufender Kamera. »Warum gibt die EZB nicht

Der Plenarsaal der Occupy-Bewegung: das Versammlungszelt.

direkt der griechischen Regierung Kredite zu null Prozent Zinsen?« Ihre Augen verengen sich. »Weil das Ganze ein großes Geschäft ist. Die Banken fahren extrem hohe Gewinne durch die Zinsen ein. Die kleinen Leute in Griechenland müssen dafür bluten.« Der Umgang mit der Krise in Europa ist das beherrschende Thema im Camp. Dass es so nicht weitergehen kann, ist allen klar. Doch wie man die Krise bewältigen soll, darüber gehen die Meinungen auseinander. Immer wieder kommt es zu hitzigen Diskussionen. Es sind utopische Ideen, die hier im Schatten des Stahlriesen gesponnen werden. Können die Aktivisten überhaupt etwas bewirken? »Ja«, erwidert Andreas ohne zu zögern. »Hier im Camp entsteht eine neue Kultur. Eine Kultur der Offenheit, Nächstenliebe und Solidarität. Wir werden das Bewusstsein der Menschen ändern. Auf lange Sicht werden wir Erfolg haben.« Wie lange er hier noch bleiben wolle? »Ich werde der Letzte sein, der geht.« Seine Augen leuchten bei den Worten. »Ich bleibe solange, bis sich die Gesellschaft verändert hat.« Die Kältewelle ist fast überstanden. Das Protestjahr 2012 hat begonnen.

Protest vor Ort: Infostände als Rednerpult.

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Querbee t

Abenteuer vis-à-vis! Text: Leonie Müller | Layout: Tobias Fischer

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ein grauer Sonntagmorgen im Januar. Beim Aufstehen ist mir ohne Umschweife klar: Mir droht ein Langeweile-Tag. Verstimmt suchen meine Augen die Europa-Karte ab, auf der Suche nach Abwechslung. Straßburg fällt mir ins Auge –  kurz hinter der französischen Grenze, keine eineinhalb Stunden mit dem Zug entfernt. Mit einem Schlag bin ich am Bahnhof, kaufe mir einen kleinen Straßburg-Reiseführer und setze mich in den TGV. Als ich wieder aussteige, bin ich in einer anderen Welt: Überall Menschen, die sich in einer eleganten Sprache unterhalten, Schilder, die ich

kaum entziffern kann, kleine außergewöhnliche Läden, Fußgängerzonen ohne die bekannten nervigen Ladenketten. Stattdessen bunte, historische Häuser, verstreute kleine Cafés, Schaufenster voller Pralinen. Keine drei Stunden nach meinem Einfall stehe ich oben auf dem Straßburger Münster, noch im 19. Jahrhundert das höchste Bauwerk der Menschheit. Der Blick raubt mir den Atem: In winterliche Sonne getaucht liegen mir die Stadt, die Vogesen und der Schwarzwald zu Füßen. Mit Crêpe in der Hand schlendere ich durch die Gassen, vorbei am Europaparlament und der historischen Altstadt  –  alles voll von französischem Charme. Warum immer nur im eigenen Garten bleiben, wenn doch das Abenteuer direkt hinterm Zaun liegt?

Impressum NOIR ist das junge Magazin der Jugendpresse BadenWürttemberg e.V. Ausgabe 25 – April 2012 Herausgeber Jugendpresse Baden-Württemberg e.V. Fuchseckstraße 7 70188 Stuttgart Tel.: 0711 912570-50 Fax: 0711 912570-51

www.jpbw.de buero@jpbw.de

Chefredaktion Susan Djahangardsusan.djahangard@noirmag.de (V.i.S.d.P., Anschrift wie Herausgeber) Andreas Spengler andreas.spengler@noirmag.de Anika Pfistereranika.pfisterer@noirmag.de Chef vom Dienst Alexander Schmitz alexander.schmitz@noirmag.de Lektorat Dominik Einsele

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dominik.einsele@noirmag.de

NOIR Nr. 25 (April 2 012)

Redaktion Christian Alexius (ca), Irina Blesch (ibl), Elisabeth Brauch (eb), Nelly Dinkelaker (nd), Susan Djahangard (sd), Harriet Hanekamp (hha), Sabine Kurz (sku), Leonie Müller (lm), Corinna Vetter (cv), Kevin Weber (kwe), Niklas Zehner (nz)  redaktion@noirmag.de Layout & Art Director Tobias Fischer

tobias.fischer@noirmag.de

Layout-Team Tobias Fischer, Luca Leicht, Andreas Spengler  layout@noirmag.de

Anzeigen, Finanzen, Koordination Miriam Kumpf miriam.kumpf@noirmag.de

Druck Horn Druck & Verlag GmbH & Co. KG, Bruchsal www.horn-druck.de

Titelbilder Titel: kallejipp / photocase.com Teaser-Fotos, v.l.n.r: Zavi / photocase.com, Fabian Engel / jugendfotos.de, bIO-54o / photocase.com Bildnachweise (sofern nicht auf der entspr. Seite vermerkt) S. 1 (oben): jmtwid / sxc.hu; S. 1 (unten): Privat (3x); S. 2 »Kleinformat«: Martin Fladerer / jugendfotos.de; »kulinarisch«: Emelina Michels / jugendfotos.de; »Straßburg«: Sebastian Olényi / jugendfotos.de; »Nepal«: Ram C PAUDEL / jugendfotos. de; S. 3: Privat; S. 5: lusi / sxc.hu; S. 12: Privat (2x); S. 13: Kevin Flay / chimpcam; S. 17: Privat; S. 20: lilas59 / flickr.com (CC-Lizenz)

NOIR kostet als Einzelheft 2,00 Euro, im Abonnement 1,70 Euro pro Ausgabe (8,50 Euro im Jahr, Vorauszahlung, Abo jederzeit kündbar). Bestellung unter der Telefonnummer 0711 912570-50 oder per Mail an abo@noirmag.de. Für Mitglieder der Jugendpresse BW ist das Abonnement im Mitgliedsbeitrag enthalten.


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