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T채tigkeitsbericht 2012

Verein Jugendinformation Liechtenstein 1


Inhalt Worte des Präsidenten

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Vereinsvorstand 4 aha-Team 5 Jugendinformation 6 Eurodesk (inkl. Erfolgsrechnung)

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Projekte 9 Kooperation & Vernetzung

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JUBEL - Jugendbeteiligung Liechtenstein

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Erfolgsrechnung Verein Jugendinformation

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EU-Programm «Jugend in Aktion»

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Forschungsnetzwerk RAY

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Erfolgsrechnung «Jugend in Aktion»

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Öffentlichkeitsarbeit 23 Dank 23

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Tätigkeitsbericht 2012 Worte des Präsidenten

Die Finanzen beschäftigen Europa, die Finanzen beschäftigen das aha. Seit Jahren sind die Sorgen um die Not der öffentlichen wie der privaten Haushalte ein alles beherrschendes Thema. Diese Woge ist nun auch über unseren Verein hereingebrochen. Seit der Gründung des aha stand unsere Finanzierung auf drei Säulen: den staatlichen Zuwendungen, Geldmitteln einer staatlichen Stiftung und privaten Sponsoren. Die Stiftung, die statutarisch gemeinnützige Förderungen im Jugendbereich hätte durchführen sollen, war über Jahre untätig gewesen. Sie wurde mit Hilfe der Regierung reaktiviert und mit der Zweckbestimmung beauftragt, einen Teil der Betriebs- und Projektkosten des aha zu übernehmen. Das Modell funktionierte mehr als 10 Jahre ausgezeichnet. Es erlaubte dem aha, seinen Auftrag in umfassender Weise wahrzunehmen und schonte gleichzeitig das Staatsbudget. Die Finanzkrise 2008 liess auch die finanzielle Ausstattung der Stiftung dahin schmelzen, und das Ende der Ausschüttungsmöglichkeiten war mangels Kapital absehbar. Wir haben die Regierung schon vor Jahren auf diese Entwicklung aufmerksam gemacht und auch Vorschläge unterbreitet, wie man Ersatz für die entfallenden Mittel finden könnte, ohne den Staatsbeitrag erhöhen zu müssen. In der Tat wurden die letzten Mittel der Stiftung 2012 ausbezahlt; und daraufhin wurde mangels Kapital die Auflösung der Stiftung durch die Regierung planmässig beschlossen. Anlässlich seines Besuches im aha im November 2010 sprachen wir den Regierungschef - er war ressortmässsig für das aha zuständig - mit Besorgnis auf die zu Neige gehenden Stiftungsmittel an; immerhin fehlen dem Verein dadurch 60‘000 Franken pro Jahr. Er beruhigte uns, indem er in Aussicht stellte, dass der Landesbeitrag fürs aha um diesen Betrag erhöht werde. Ende letzten Jahres wurde es zur Gewissheit, dass die in Aussicht gestellten Ausfallzahlung durch die Regierung nicht erfolgen würde. Der Verein sollte sich selbst um den Ersatz der ausfallenden Stiftungsgelder kümmern. Um es auf den schmerzhaften Punkt zu bringen: Wir haben dadurch einahmenseitig eine massive Budgetreduktion zu verkraften. Manch einer ist vielleicht geneigt, diese Situation mit dem Sparzwang der Öffentlichen Hand zu erklären. Die Frage, warum das eigene Unternehmen im Vergleich zu andern stärker betroffen ist, mag eine quälende für einen selbst sein, führt aber in den seltensten Fällen zu erhellenden Erkenntnissen. Die Erklärung, dass die Ausfallzahlungen aufgrund der Sparmassnahmen des Staates nicht erfolgen konnte, hält einer Überprüfung kaum Stand. Denn, wenn es im Interesse der Regierung gelegen wäre, das aha weiterhin auf dem bisherigen Stand zu halten, wären die erforderlichen Mittel auch durch die Öffnung brachliegender staatlicher Stiftungen zugunsten des aha möglich gewesen. Dieser wiederholt vorgebrachte Alternativvorschlag scheint jedoch schubladisiert worden zu sein. Das worst-case-Szenario befürchtend, begann das aha bereits in den letzten beiden Jahren, Einsparungen wo irgend möglich zu machen, um damit Rückstellungen zu bilden, um die laufenden Projekte und Aufgaben durchführen und um seinen Verpflichtungen als Arbeitgeber nachkommen zu können. Deshalb wurden Projekte zurückgestellt, Weiterbildungen abgesagt, die Ausgaben für Material reduziert und infrastrukturelle Anschaffungen gestrichen. Die daraus erzielten Ersparnisse können zwar nicht den gesamten Fehlbetrag ausgleichen, federn jedoch zumindest einen Teil der 2013 anfallenden Kosten ab. Um projektmässig am Puls der Jugend bleiben zu können, und damit die Qualität landesweiter Jugendarbeit zu sichern, braucht der Verein bzw. das aha jene Grundstruktur, die in den vergangenen 13 Jahren nie Anlass zu Klagen gab oder gar hinterfragt wurde. Klar ist, dass der Verein diesen Aderlass nicht kompensieren kann. Es fehlen CHF 40‘000.- für den Betrieb des aha und CHF 20‘000.- für das Programm JUBEL. Wir können nicht bedeutend mehr Geld von Sponsoren auftreiben als bisher. Stiftungen, Spender und Sponsoren sind dem Verein gut gesonnen, 3


wenn es um Projektförderungen geht. An Struktur- und Personalkosten hingegen beteiligen sich private Sponsoren, wenn überhaupt, nur ausnahmsweise. Das ist zu volatil, als dass sich damit eine solide Betriebsführung planen liesse. In der Konsequenz sehen wir uns gezwungen, unsere Leistungen zu reduzieren. Daran führt unter den gegeben finanziellen Bedingungen kein Weg vorbei. Die genaue Analyse unserer Handlungsalternativen hat uns zur Erkenntnis gelangen lassen, dass wir unter diesen Voraussetzungen das Programm JUBEL nicht mehr weiterführen können. Das von der Regierung in Aussicht gestellte Budget für JUBEL deckt gerade mal rund die Hälfte der jährlich auflaufenden Kosten. Das bedeutet, dass JUBEL noch bis Mitte 2013 durchgeführt werden kann. Dass nunmehr die finanzielle Basis für JUBEL fehlt, schmerzt uns besonders, weil wir alle von JUBEL überzeugt sind: die vergangenen fünf JUBEL-Jahre haben mehrfach gezeigt, dass Jugendliche sich gerne engagieren und etwas auf die Beine stellen wollen und können, wenn die Rahmenbedingungen dafür vorhanden sind. Das Wegbrechen dieser Grundstruktur für JUBEL stellt einen jugendpolitischen Tsunami dar, der den gesamten Verein, vor allem aber die Jugendlichen trifft. Damit der Verein sowohl das Programm JUBEL als auch die weiteren an ihn gestellten Aufgaben im nationalen und internationalen Kontext umsetzen kann, ist er darauf angewiesen, dass die Grundstrukturen gesichert sind. Nur damit kann das aha mit gut geschultem Personal, der notwendigen Infrastruktur sowie entsprechender Rahmenbedingungen am Puls der Jugend tätig sein. Und damit seinen Beitrag zu gut informierten, engagierten und selbstbewussten Jugendlichen beitragen. Deshalb bauen wir darauf, mit der Regierung das Gespräch und eine gemeinsame Lösung zu finden, welche diesem Auftrag gerecht wird. Für die engagierte und zuverlässig Arbeit spreche ich dem gesamten Team meinen herzlichen Dank aus. Die Geschäftsführerin kümmerte sich umsichtig, sowohl um die Sachgeschäfte als auch um die Personalangelegenheiten; sie trug wesentlich dazu bei, dass bezüglich Dienstleistungen und Finanzen wiederum ein erfreuliches Jahresergebnis vorgelegt werden konnte. Ich danke meinen Vorstandskolleginnen und Vorstandskollegen für ihren grossen, notabene unentgeltlichen Einsatz. Die angespannte Finanzlage war keine unerhebliche Herausforderung im vergangenen Jahr. Hervorheben möchte ich die gemeinsame Weiterentwicklung des Leitbilds zusammen mit dem Team. Wir, Vorstand und Belegschaft, schätzen die zuverlässige und treue Unterstützung unserer Vereinsmitglieder, wofür wir dankbar sind. Wir danken dem Amt für Soziale Dienste für die stets gute Zusammenarbeit. Und nicht zuletzt sei unseren staatlichen Geldgebern sowie den privaten Donatoren gedankt. 27. März 2013 Dr. Marcus Büchel

Vereinsvorstand

Dr. Marcus Büchel, Präsident (3. v.l.), Hansjörg Frick, Vizepräsident (links), Monika Paterno (2. v.l.) und Christina Binder. Der Vorstand tagte im Jahr 2012 fünf Mal zur personellen, finanziellen und inhaltlichen Begleitung des aha - Tipps & Infos für junge Leute. Ausserdem fanden im Mai und Dezember zwei Klausuren mit dem Team statt, in welchen gemeinsam das Leitbild weiterentwickelt wurde. 4


Vereinsmitglieder Nancy Barouk-Hasler, Christina Binder, Monica Bortolotti Hug, Dr. Marcus Büchel, Peter Caminada, Peter Dahmen, Hansjörg Frick, Ludwig Frommelt, Manuela Haldner-Schierscher, Magnus Hassler, Daniel Jäggi, Achill Kind, Stefan Mathies, Virginie Meusburger-Cavassino, Margit Näscher, Sarina OspeltMendes Machado, Iris Ott, Monika Paterno, Patrizia Strub-Wohlwend, Leo Veit, Sabrina Wachter, Katalin Wenaweser, Dr. Andrea Willi.

Das Team

Iris Ott, Geschäftsleitung, Öffentlichkeitsarbeit & Projekte Peter Caminada, Buchhaltung & Administration (Teilzeit) Sabrina Wachter, Projekte, Jugendinformation & Öffentlichkeitsarbeit (Teilzeit) Sarina Ospelt-Mendes Machado, Jugendinformation & eurodesk (Teilzeit, ab Juli in Karenz) Stefan Mathies, Jugendinformation & Projekte (Teilzeit) Debora Risch, Praktikantin bis Juni 2012 Désirée Müssner, Praktikantin seit Juli 2012 Achill Kind, Jugendbeteiligung Liechtenstein (Teilzeit, bis August 2012) Magnus Hassler, Karenzvertretung Jugendinfo (ab Juli) & Jugendbeteiligung Liechtenstein (ab September; Teilzeit) Virginie Meusburger-Cavassino, Koordination Nationalagentur EU-Programm «Jugend in Aktion» (Teilzeit) Katalin Wenaweser, Nationalagentur EU-Programm «Jugend in Aktion» (Teilzeit) Andrea Elmer, Aushilfe Nationalagentur EU-Programm «Jugend in Aktion» Im Juli trat Sarina OspeltMendes Machado ihren Mutterschaftsurlaub an. Mitte August kam ihre kleine Tochter zur Welt. Wir wünschen der jungen Familie hier nochmals alles Gute und freuen uns, dass Frau Ospelt-Mendes Machado im Februar 2013 ihre Tätigkeit in der Jugendinfo wieder aufnehmen wird. Nach fünfjähriger Tätigkeit als Projektleiter von JUBEL wollte sich Achill Kind in seinem angestammten Beruf als Oberstufenlehrer vermehrt einsetzen und hat deshalb das aha per Ende September verlassen. Mit viel Freude und Engagement, welches Achill Kind auf die Jugendlichen sowie Netzwerkpartner übertragen konnte, hat er mit JUBEL aus einem 2-jährigen Pilotprojekt einen eigenständigen Bereich für landesweite Jugendpartizipation geschaffen. Wir bedanken uns bei Herrn Kind für seinen grossen Einsatz für die Beteiligung Jugendlicher herzlich und wünschen ihm alles Gute. Praktikum Ende Juni schloss Debora Risch ihr einjähriges Praktikum im aha ab und begann im September ihr Studium im Sozialbereich. Wir freuen uns sehr darüber, dass Debora uns nebst Studium, ab Februar 2013 als Aushilfe bei der Nationalagentur zur Verfügung stehen wird. Die Praktikumsnachfolge in der Jugendinfo trat im Juli Désirée Müssner an. Ein Praktikum im aha steht in erster Linie jungen Leuten offen, die für sich klären wollen, ob eine berufliche Tätigkeit im Jugend- und Sozialbereich für sie in Frage kommt. 5


Jugendinformation

Das Jugendinformationszentrum steht Jugendlichen – mit Ausnahme der Weihnachtsferien – das ganze Jahr offen. Viele junge Leute, aber auch Eltern und Multiplikator/innen gelangen mit ihren Anfragen ans aha. Das Internet stellt eine wichtige Informationsquelle für junge Leute dar. Dabei suchen Jugendliche vielfach Orientierung sowie Hilfe und zusätzliche Unterstützung bei ihren Recherchen im medialen Informationsdschungel. 2012 gab es in der Jugendinfo insgesamt 1'761 Anfragen bzw. Besuche. Da das Statistiksystem geändert wurde, kann die aktuelle Zahl nicht mit der vom Vorjahr verglichen werden (inkludiert sind neu die Anfragen aller Abteilungen des aha sowie die Informationsweitergabe an externen Veranstaltungen wie bei Schulprojekten und Kursen zu verschiedenen Themen). Bei den Anfragen entfallen rund 930 auf Leute zwischen 14 und 26 Jahren. Allen voran verzeichnen die Bereiche «Auslandaufenthalte» mit 310 und «Freizeit & Soziales» mit 202 die meisten Anfragen. Nach wie vor zeichnete sich in der Jugendinfo – und das europaweit – eine Abnahme bei den Direktbesuchen ab. Der Bedarf an persönlichen, zeitintensiveren Infoberatungsgesprächen hingegen hat zugenommen: Dabei geht es oftmals um Orientierungshilfen. Obwohl die technischen Fortschritte es Jugendlichen zunehmend einfacher machen, schnell an «einfache» Informationen zu gelangen, benötigen sie Unterstützung, wenn es um komplexere Fragestellungen geht. Um den verschiedenen Ansprüchen an die Informationsweitergabe gerecht zu werden, legt das aha sein Augenmerk auf einen gute Mischung aus gut geschulten Mitarbeitenden, auf Inputs Peer to Peer (Erfahrungen von jungen Leuten an junge Leute) sowie auf informative, gut strukturierte und barrierearme aha-Webseiten, die nach wie vor sehr gut besucht werden. Um der technisch versierten Lebenswelt der Jugendlichen gerecht zu werden, wurde an der Umsetzung für eine Smartphone-optimierte Homepage gearbeitet. Damit ist die einfache Nutzung der ahaWebseiten auch auf iPhone & Co möglich. Die meisten Klicks auf www.aha.li verzeichneten Eurodesk (92'172) und dessen Jugendportal (92'125) sowie JUBEL (92'104) und «Jugend in Aktion» (88'117). Neben den oben genannten Bereichen werden die News auf unserer Startseite am häufigsten angeklickt. Das sogenannte Rechercheteam (Jugendliche, die sich in der Jugendinfo sowie in anderen Bereichen des aha einbringen) und damit das Gesicht und die Inhalte des aha mitbestimmen, gibt es seit Herbst 2006. Erfreulicherweise nehmen die Mitglieder des Rechercheteams ihre Aufgaben sehr ernst und «arbeiten» durchschnittlich zwischen einem und vier Jahren im aha mit. Im Sommer 2012 haben drei Recherchlerinnen ihr Studium aufgenommen bzw. ihren Wohnort gewechselt, sodass sie sich verabschieden mussten. Seit Herbst hat das aha wieder zwei engagierte Jugendliche – Sophia und Sara bringen sich mit neuen, kreativen Ideen ein. Infoveranstaltung Nach wie vor gut besucht ist die Infoveranstaltung «Ab ins Ausland», welche am 28. März bereits zum 5. Mal durchgeführt wurde. Diese gemeinsame Veranstaltung der Jugendinfo, Eurodesk und der Nationalagentur für das EU-Programm «Jugend in Aktion» bietet eine Plattform für Auslandaufenthalte unterschiedlichster Art an: Vertreter/innen von Sprachschulen und Au PairVermittlungsstellen werden ins aha eingeladen, um junge Leute über die vielfältigen Angebote zu informieren. Zusätzlich werden die Möglichkeiten des EU-Programms «Jugend in Aktion» sowie des europäischen Informationsnetzwerkes Eurodesk aufgezeigt. Dieser Anlass wurde von 30 Interessierten besucht. 6


Ferienjobbörse Die Ferienjobbörse ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auf der Suche nach einem Job zur Aufbesserung ihres Taschengeldes sind und / oder Berufsluft schnuppern wollen, sehr beliebt. Zwischen Januar und Dezember 2012 wurde die Börse rund 55'000-mal aufgerufen. Leider besteht eine grosse Differenz zwischen den Nachfragen und den Angeboten: rund 250 Klein-, Mittel- und Grossbetriebe sowie Ämter und Gemeindeverwaltungen wurden angeschrieben. Gemeldet jedoch wurden lediglich 40 Ferien- bzw. Gelegenheitsjobs; dies nicht nur von Betrieben, sondern auch von Privatpersonen. Arbeitsmarktservice Mitte 2012 hat die Jugendinfo Kontakt zum Arbeitsmarktservice Liechtenstein (AMSFL) aufgenommen und sie ins aha eingeladen. Die Personalberaterinnen Marlen Jehle und Fabienne Ederer sind dieser Einladung gerne gefolgt und es gab im September ein Treffen im Schaaner Bahnhof. Dabei ging es darum Synergien auszuloten, sich gegenseitig über die Schnittstellen der Aufgaben zu informieren sowie darum, sich inhaltlich auszutauschen, damit beide Organisationen die für Jugendliche wichtigen Informationen entsprechend weitergeben können. Ferienspasskoordination Aufgrund vielfachen Wunsches von Eltern sowie von Seiten der Kinderorganisationen wurde der Ferienspass 2012 erstmalig für Kinder im Alter von 3-12 Jahren ausgerichtet. 13 Organisationen bzw. Privatpersonen haben 24 Aktionsangebote gemacht, welche von 868 Kindern aus allen Gemeinden Liechtensteins in Anspruch genommen wurden (bisher waren es jährlich durchschnittlich 200 Kinder). Bei Ferienspass übernimmt das aha hauptsächlich die Koordinationsaufgaben (Plakaterstellung und Versand, Anmeldungen, Abgabe von Informationen an Eltern etc.). Das aha ist bei einzelnen Sitzungen der Kinderlobby Liechtenstein vertreten, um gemeinsam auszuloten, in welcher Form der «Ferienspass» auf weitere aha-Ferienspass für Kinder- & Jugendliche Schulferienzeiten mit Behinderungen... ausgeweitet werden kann. Anfragen, die eine solche Ausweitung betreffen, hat das aha bereits seit einigen Jahren und zunehmend zu verzeichnen. ...und andere waren auf Entdeckungsreise durch‘s Landesarchiv.

ERYICA ERYICA (European Youth Information and Counselling Agency) ist die europäische Vereinigung der Jugendinformationsstellen. Die Mitgliedsorganisationen kommen aus 28 verschiedenen Ländern und treffen sich einmal jährlich in einem der Mitgliedsstaaten. Zu den Schwerpunkten gehören die Qualitätssicherung der Jugendinformationsstellen in Europa, die Festlegung der Standarts sowie der Austausch zu aktuellen Themen in Sachen Jugendinformation. Das aha war beim Treffen vom 19. - 22. April in Malta vertreten. 7


Eurodesk

Seit 2005 ist das aha von der Regierung mit der Partnerschaft im europäischen Informationsnetzwerk Eurodesk beauftragt. Seither ist das aha einer von über 900 regionalen Partnern in über 30 Ländern. Mit Eurodesk soll Jugendlichen und Jugendarbeitenden der Zugang zu Europa erleichtert werden – Fragen von jungen Leuten aus Liechtenstein können direkt über die Partner der entsprechenden Länder beantwortet werden. Eurodesk ist ausserdem zuständig für die Beantwortung der Fragen, die von Jugendlichen aus dem Ausland ans aha gelangen sowie für die Aktualisierung der liechtensteinischen Informationen auf dem europäischen Jugendportal (www.europa.eu/youth). Ein Netzwerktreffen fand vom 29. März bis 01. April in Sofia/ Bulgarien statt. Hauptthema dieses Treffens waren vor allem die Neuerungen des europäischen Jugendportals, welche besonders für kleinere Länder eine grosse Herausforderung darstellen. Dies vor allem deshalb, weil das Jugendportal de facto wie eine hauseigene Webseite betreut werden soll, was bedeutet, dass alle jugendrelevanten Informationen der aha-Webseiten auch auf die Jugendportalseiten hochgeladen werden sollen. Das dies jedoch auch noch in englischer Sprache sein muss, übersteigt dies die personellen Ressourcen von 15% bei weitem. Ausserdem stellt sich die Frage, welche Inhalte für Jugendliche aus andern Ländern überhaupt von Interesse sind. Das aha ist diesbezüglich in Kontakt mit der zuständigen Person in Brüssel.

Erfolgsrechnung 2012 EURODESK Aufwand Betrag in CHF Personalaufwand 11 295.55 Veranstaltungen/Informationen/Konferenzen 2 501.70 Total Aufwand 13 797.25 Ertrag Landesbeitrag 7 000.00 EU-Beitrag 6 789.60 Sonstiger Ertrag 7.65 Total Ertrag 13 797.25

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Projekte Jugendaustausch

Dem aha ist es ein besonderes Anliegen, Liechtensteins Jugend die Chance zu bieten, mit Gleichaltrigen aus den verschiedensten europäischen Ländern in Jugendaustauschprojekten aktive und erfahrungsreiche Tage zu erleben. Alle Projekte werden in Zusammenarbeit mit dem Verein Europäische Jugendbegleiterinnen/Jugendbegleiter Liechtenstein (EJL) durchgeführt, dessen Mitglieder sich durch nationale und internationale Ausbildungen speziell auf diese anspruchsvolle Tätigkeit vorbereiten.

Teilnehmer aus FL

Jugendaustausch/Camp

Gastgeber

Create the fate Dialog im Quadrologue European Culture Week Culture Point Mediencamp Zirkuscamp GlobalCamp

Liechtenstein Georgien Deutschland Luxemburg Luxemburg Frankreich England

Teilnehmer/innen total aus Liechtenstein

3 4 6 (+2) 3 (+3) 3 2 0 (+9)

Teilnehmer Nationen total 22 4 22 4 45 6 50 8 13 4 32 6 200 15

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Das Mediencamp konnte trotz wenigen Anmeldungen durchgeführt werden, da die Hauptleitung für das Camp in Luxemburg ein erfahrender, liechtensteinischer Jugendbegleiter übernahm und die Begleitung der drei Jungs nach Luxemburg sichern konnte. Beim Zirkuscamp gab es eine ähnliche Situation. Eine junge Erwachsene erhielt die Chance erste, Erfahrungen als Jugendbegleiterin zu machen und begleitete zwei Jugendliche nach Frankreich. Für das Globalcamp meldeten sich – trotz intensiver Werbung – keine Teilnehmer/innen aus Liechtenstein, sodass die Jugendbegleiterin aus Liechtenstein mit 9 jungen Leuten aus Vorarlberg nach England reiste. Dieses Jahr wurden die Camps einzeln mit einem Nachtreffen abgeschlossen. Für März 2013 ist ein Treffen für alle Camp-Teilnehmer/innen 2012 geplant. Dort sollen die aktuellen Camp-Angebote des nächsten Sommer präsentiert und schmackhaft gemacht werden. Zu dieser Vorschau sind auch alle Freunde, Geschwister und Eltern herzlich eingeladen.

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Jugendprojekt-Wettbewerb

Der Interregionale Jugendprojekt-Wettbewerb wurde zusammen mit Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen bereits zum 8. Mal durchgeführt. Liechtenstein war 2012 Austragungsort für das Finale und somit für die Leitung des interregionalen Wettbewerbs verantwortlich. Wiederum konnten sich die vier besten Projekte aus Vorarlberg, dem Kanton St. Gallen und Liechtenstein an den regionalen Wettbewerben für das Finale im TAK in Schaan qualifizieren. In Liechtenstein wurden vier Projekte eingereicht. Drei davon qualifizierten sich am regionalen Präsentationsabend in Planken für das Finale. «Swaro Social for ATD» konnte als Projekt von Lernenden gemäss Reglement nicht für den interregionalen Wettbewerb nominiert werden. Die Initianten des Projektes «Café Alte Post» gingen nicht nur als Sieger in Liechtenstein hervor, sondern setzten sich auch beim interregionalen Finale gegen die besten Projekte aus Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen durch. Die Jugendlichen der heimischen Teams «Planka tschillt» und «Voices without limits» erhielten beim Finale für ihre tollen Projekte je einen Anerkennungspreis. Der Jugendprojekt-Wettbewerb wird durch die Liechtensteinische Regierung getragen und durch das aha – Tipps & Infos in Kooperation mit dem Amt für Soziale Dienste umgesetzt.

Rangierung beim regionalen JugendprojektWettbewerb am 02.11.12 in Planken: 1. Rang: Café Alte Post

Rangierung beim interregionalen Jugendprojekt-

2. Rang: Planka tschillt

Wettbewerb am 17.11.12 in Schaan:

3. Rang: Voices without limits

1. Rang: Café Alte Post (Liechtenstein)

4. Rang: Swaro Social for ATD

2. Rang: out@school (Vorarlberg) 3. Rang: Natural Addiction und Filmprojekt "In the Park" (beide Kanton St. Gallen)

IBK-Ideenwettbewerb

Im Sommer 2012 startete die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) einen Ideenwettbewerb für Jugendbegegnungsprojekte in der Bodenseeregion, mit dem sie Jugendliche über die Grenzen der Bodenseeregion hinweg zusammen bringen und deren Kreativität und Engagement unterstützen möchte. Die Liechtensteinische Regierung beauftragte das aha – Tipps & Infos für junge Leute als regionale Anlaufstelle des IBK-Ideenwettbewerbs. Die IBK-Geschäftsstelle entwickelte zusammen mit den regionalen Anlaufstellen einen Wettbewerbsablauf und plant für den 19. Januar 2013 eine öffentliche Präsentationsveranstaltung im Konstanzer Konzil. Dort werden dann die besten der eingereichten Ideen aus der ganzen Bodenseeregion vorgestellt und von einer internationalen Jury 10


prämiert. Die Jury, aus vier Jugendlichen und vier Vertretern der IBK-Mitgliedsländer, werden die Projekte in den Kategorien Begegnungsaspekt, Nachhaltigkeit und Symbolwert bewerten. Für die besten drei Ideen stehen Preisgelder zur Verfügung. Beim anschliessenden Umsetzungsprozess werden alle Teams bei der Verwirklichung ihrer Ideen unterstützt und begleitet, dabei wird die IBK den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen und stellt weitere 11'000 Euro zur Förderung der Projekte bereit.

Eurolager

Wir bzw. Liechtenstein war 2012 Gastgeber für das Pfingstlager für Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderungen. In einer eigens dafür aufgebauten Zeltstadt in Ruggell fanden sich rund 100 junge Leute aus Deutschland, Südtirol, der Schweiz und Liechtenstein ein und haben gemeinsam gebastelt, gesungen, gespielt und die gemeinsame Zeit sehr genossen. Die Gesamtleitung von liechtensteinischer Seite hatten Doris Batliner, Debora Risch, Nicole Pfeiffer-Frommelt und Alex Kalb. Sie alle arbeiteten ehrenamtlich und haben mit Unterstützung des Helferteams das Eurolager auch 2012 zu einem tollen Erlebnis gemacht. Für ihren engagierten Einsatz ein herzliches Dankschön!

Schulprojekte

Die Schulendtage mit den Abschlussklassen der Weiterführenden Schulen finden nach wie vor gute Akzeptanz bei den Schüler/innen und Lehrpersonen. Insgesamt hat das aha mit 14 Klassen (180 Schüler/innen) während jeweils zwei Tagen gruppenpädagogisch und mit ihnen, an - von den Klassen selbst gewählten - Themen gearbeitet. Aus Kostengründen (Einsparungen im Gymnasium) fanden 2012 keine Inputtage mit den Erstklässler/innen des Gymnasiums statt. Betreffend den sogenannten «Ich & Wir»Tagen für ein gutes Klassenklima will das aha 2013 auf die Schulsozialarbeit zugehen, um einerseits den personellen Einsatz aufzuteilen und andererseits die Impulshalbtage nachhaltiger aufzugleisen. Die Schulsozialarbeit hat ihr Interesse bereits bekundet.

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Kooperation & Vernetzung Plattform

Die Plattform ist ein Netzwerk von 26 Organisationen aus 22 europäischen Ländern bzw. Regionen. Ziel der Plattform ist die Realisierung von verschiedenen Jugendprojekten wie Feriencamps, Jugendaustauschprojekten, Austausch im Bereich «Europäischer Freiwilligendienst», Weiterbildung von Jugendbegleiter/innen etc. sowie die regelmässige Evaluation der genannten Projekte. Alljährlich treffen sich die Mitglieder in einem der beteiligten Länder. Die Plattformkonferenz 2012 fand vom 28. November bis 02. Dezember in Würzburg (Deutschland) statt und befasste sich nebst der Auswertung der Projekte 2012 mit den geplanten Kooperationsprojekten 2013. Schwerpunktthema der Konferenz war die Zukunft des Plattform Netzwerkes unter dem Motto «Old Times – Good Times?! New Times – be prepared!». Liechtenstein war von 1986 – 1991 durch das Amt für Soziale Dienste (ASD) in diesem Netzwerk vertreten. Seit 2000 nimmt das aha im Auftrag des ASD die Vertretung bei der Plattform wahr. Nach 1987 wird 2014 Liechtenstein zum zweiten Mal Gastgeberland der Plattformkonferenz sein.

Ausbildungsnetzwerk Transfrontalier

Transfrontalier ist ein Netzwerk mit Partnern aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und Liechtenstein. Die jährliche Ausbildungswoche – als Vertiefung für den in Liechtenstein angebotenen Jugendbegleiterkurs – fand vom 09. bis 14. April in Eisenborn, Luxemburg statt. Es nahmen 3 junge Erwachsene aus Liechtenstein teil. Das Netzwerk Transfrontalier bietet darüber hinaus jährlich ein Jugendaustauschprojekt an. Beide Angebote finden alternierend in einem der Partnerländer statt.

Kooperation der aha

Die kontinuierliche Zusammenarbeit der aha Vorarlberg, Ravensburg und Liechtenstein steht seit vielen Jahren für eine gelungene, grenzüberschreitende Kooperation. Im vergangenen Vereinsjahr gab›s nebst regelmässigem Austausch und einzelnen Treffen der Bereichsleitungen das gemeinsame Projekt «Smartphone-Optimierung». Um der zunehmenden Nutzung von Smartphones Rechnung zu tragen wurden die Websites www@aha.or.at, www.aha-ravensburg.de und www.aha.li technisch so umgebaut, dass Darstellung und Nutzung auf iPhone, Galaxy und Co. optimaler funktionieren. Ausserdem fand Ende September ein Kooperationsworkshop mit dem Titel «Optimierung Einbezug von Multiplikator/innen» statt. Andreas Prenn von der SUPRO aus Vorarlberg gab einen Input zum Thema, welches anschliessend in Kleingruppen bearbeitet wurde.

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Vernetzung im VLJ

Als Mitglied des Vereins Liechtensteiner Jugendorganisationen (VLJ) ist das aha in der Kerngruppe vertreten und arbeitet bei verschiedenen Projekten mit. Die Kerngruppe des VLJ, darin vertreten ist jeweils ein Jugendarbeiter pro Organisation, trifft sich monatlich zur Planung der Inhalte sowie zum Austausch unter den Jugendarbeitenden Liechtensteins. Zusätzlich werden jeweils Themenschwerpunkte gesetzt, die als Plenumsveranstaltung allen Jugendarbeiter/innen offen stehen. Das aha war 2012 in folgenden Arbeitsgruppen für Plenumsveranstaltungen bzw. das Jahresprojekt vertreten: • «Qualitätsmanagement» • «Workshop zum Thema mit Jugendlichen über Sexualität sprechen» • «5-Länder-Fachtagung»

JUBEL – Jugendbeteiligung Liechtenstein

Das landesweite Jugendbeteiligungsprogramm JUBEL wurde, basierend auf den Erfahrungen von Beteiligungskonzepten aus den umliegenden Regionen / Ländern, zwischen 2002 und 2004 entwickelt und 2007 als Umsetzungsmodell der UNKinderrechtskonvention und dem Kinder- und Jugendgesetz Liechtensteins ausgewählt. Letztes Jahr konnte JUBEL nun seinen 5. Geburtstag feiern. Ein umfangreicherer Rückblick über JUBEL 2007 – 2012 wurde in einem separaten Bericht gemacht (siehe www.aha.li). Erfreuliches Resümee ist, dass Jugendliche motiviert sind und Ergebnisse erreichen wollen: Über die fünf Jahre gesehen, wurden 65% der Projekte umgesetzt. In diesem Bericht werden wir den Schwerpunkt auf aktuelle Entwicklungen 2012 setzen. Vollversammlung vom Februar (Bild oben) und Klassensprecher-Ausbildungswochenende vom November 2012.

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Beteiligte Schulen 2011/12 2011 schieden die International School und die Realschule Balzers aufgrund fehlenden Interesses seitens der Lehrerpersonen und der Schüler/innen aus. Die Waldorfschule in Schaan zeigte seitens Lehrpersonen Interesse, es kam bisher jedoch zu keiner Zusammenarbeit.

Oberschule Eschen Realschule Eschen Gymnasium Vaduz Oberschule Triesen Realschule Triesen Formatio Triesen Oberschule Vaduz Realschule Vaduz

JUBEL-Projekte 2011/2012 Aus Gründen besserer Nutzung von Synergien wurde die Themensammlung gemeinsam von JUBEL mit dem Kinder- und Jugendbeirat (Kijub) und der Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche (OSKJ) durchgeführt (Oktober 2011). Da der Kijub und die OSKJ einen Kinder- und Jugendbericht über die Situation der Jugendlichen in Liechtenstein verfassten, lag es nahe, damit auch die «brennenden Themen» der Jugend Liechtensteins zu beleuchten. Der Fragebogen ging an die Schüler/innen aller Schulen des Landes und hatte einen Rücklauf von über 800 Fragebögen. Mittels dieser Ergebnisse konnten die Klassensprecher/innen die Themen für die Vollversammlung 2012 auf einer guten Basis vorbereiten. Die endgültige Themenauswahl wurde schliesslich vom JUBEL-Vorstand im November 2011 getroffen: • «Ich filme mit» - JUBEL-TV: Das Interesse für dieses Thema war sehr gross, dennoch konnte die Projektidee nicht umgesetzt werden. Zwei Jugendliche aus dieser Gruppe haben allerdings die Idee 2012/2013 weiterentwickelt und waren als Filmer und Fotografen bereits beim Klassensprecherausbildungswochenende dabei. Ihr Ziel ist es, zusammen mit Fachleuten, ihre filmischen und fotografischen Fähigkeiten auszubauen, um danach selbstständig kleinere Beiträge medial umsetzen zu können. • Party: JUBEL-Eventmanagement: Diese Gruppe war aufgrund der Grösse und des Altersunterschied in zwei Gruppen aufgeteilt. Diese trafen sich einige Male um ihre Ideen auszuformulieren. Leider liess jedoch bei beiden die Motivation relativ rasch nach, und die Angebote der Coachs entsprachen nicht ihren Vorstellungen. Einige der Jugendlichen setzten sich mit den Jugendarbeitenden «ihrer» Gemeinden zusammen, um eigenständige Events innerhalb der Treffs abzuklären. • «Fertig jetzt» - Ausziehen mit 16: In dieser Gruppe waren zwei Mädchen vertreten, die für sich persönliche Lösungen finden wollten. In Zusammenarbeit mit der Ombudsfrau Margot Sele, wurden den Jugendlichen die Wohnungsmöglichkeiten für unter 18-Jährige sowie Lösungswege zur Konfliktlösung aufgezeigt. • All different, all equal – Schuluniform: Eine Gruppe von Mädchen wollte mit ihrem Projekt etwas gegen das sogenannte «Kleidermobbing» unternehmen und einheitliche T-Shirts sowie Kleiderregeln an Schulen einführen. Die Jugendlichen merkten bald, dass dies nicht nur ein sehr zeitintensives Projekt sein würde, sondern auch, dass es innerhalb ihrer Altersgruppe auch einige Widerstände gegen eine einheitliche Kleidung gab. Dies und der Umstand, dass etwa die Hälfte der Gruppe kurz 14


vor dem Schulschluss standen, waren die Hauptgründe, dass das Projekt nicht umgesetzt wurde. Allerdings konnte das Thema in einigen Klassen und Schulleitungen diskutiert werden. • «Zu teuer» – Schülerrabatt: Diese Projektgruppe traf sich mehrmals mit Alex Hasler (zuständig für die Jugendkarte EYCA) und diskutierten die bereits bestehenden Ermässigungen, die Jugendliche haben. JugendEnergy Bei der JUBEL-Vollversammlung 2011 als «Jugendsolar» gestartet, entwickelte sich dieses Projekt, mit dem Ziel öffentliche Gebäude mit Solarzellen zu versehen, zum bisher grössten. Bald schon wurde klar, dass «Jugendsolar» den zeitlichen und strukturellen Rahmen von JUBEL bzw. des aha sprengen würde, weshalb im November 2011 ein eigener Verein namens JugendEnergy gegründet wurde. Die JUBELLeitung übernahm das Präsidentenamt des Vereins, um so die Partizipation der Jugendlichen weiterhin zu gewährleisten. JugendEnergy gelang es, mit Hilfe von über 400 Spender/innen aus der Bevölkerung, grösseren Sponsoren und Förderungen der Gemeinde Schaan und des Landes Liechtenstein, eine Anlage für das Schaaner Postgebäude im Wert von 187'000 CHF selbst zu erwerben. Dadurch kann JugendEnergy das Geld in den Folgejahren in neue Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien investieren. Anfang Juni 2012 montierte JugendEnergy gemeinsam mit der Oberschule Vaduz und in Zusammenarbeit mit der Lenum AG und den Liechtensteinischen Kraftwerken 255 Module auf dem Dach des Postgebäudes in Schaan. Die Photovoltaik-Anlage hat eine Grösse von 403 Quadratmetern mit einer Leistung von 59,7 kWp und einem Anlagenertrag von 49'024 kWh pro Jahr. Das entspricht Nettoeinnahmen von 9'256 CHF pro Jahr. Die Anlage konnte dank breiter Unterstützung durch Land und Gemeinden, durch Firmen sowie Privatpersonen zu 100% von JugendEnergy übernommen werden – die Nettoeinnahmen können somit von JugendEnergy wiederum in Projekte mit erneuerbaren Energien reinvestiert werden.

«Ab aufs Dach!» - die Mitglieder von JugendEnergy montieren ihre ersten Solarzellen auf dem Dach des Schaaner Postgebäudes (Juni 2012).

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Engagierter JUBEL- Vorstand Der Vorstand engagierte sich über die Planungssitzungen hinaus bei den verschiedenen Anlässen. So bereiteten sie das Ausbildungswochenende in Tschagguns vor und übernahmen Leitungs- und Moderationsaufgaben. Mit Unterstützung eines Moderationsfachmannes moderieten sie die JUBELVollversammlung, was sie mit Bravour meisterten. 50 Klassensprecher/innen nutzten die 5. Vollversammlung vom 14./15. Februar als Plattform, um sich mit Ihresgleichen und mit Vertreter/innen aus Politik und Wirtschaft über ihre Anliegen auszutauschen. Die Gesprächsrunden wurden von den Schulsprecher/innen aus dem JUBEL-Vorstand begleitet, welche auch Moderations- und Organisationsaufgaben übernahmen. Die Themen wurden in mehreren Gruppen bearbeitet und die ersten Ergebnisse im Plenum vorgestellt. Ein kurzer Austausch zwischen den Fachleuten bzw. Politiker/innen und den Jugendlichen bildete den Abschluss der Vollversammlung und zugleich den Auftakt für die Projektphase. Für Letztere zeigt sich immer wieder, wie wichtig es ist, den Gruppen Coachs zur Seite zu stellen, die Inputs geben, wenn's beim Projekt «klemmt» und die Motivation dadurch nachlässt. Über JUBEL hinaus Positiv hinsichtlich Umsetzungskraft und Nachhaltigkeit wirkt sich auch das Engagement von ehemaligen Mitgliedern des JUBEL-Vorstandes aus. Sie haben sich über mehrere Amtsperioden mit der Jugendpartizipation identifiziert und entwickelten und verwirklichten eigene Projekte. So führten sie einen Jugendaustausch mit Jugendlichen eines Jugendparlamentes in Irland durch. Das erste Treffen fand in den Osterferien in Irland und der Gegenbesuch Anfang August 2012 in Liechtenstein statt. Ehemalige und aktuelle Vorstandsmitglieder hatten bereits Ende 2011 die Idee, dass es für Jugendliche ab 16 und junge Erwachsene ein weiteres Beteiligungsprogramm geben soll und entwickelten die Idee für einen Jugendrat Liechtenstein. Für diese Jugendinitiative reichten sie am 01. Oktober 2012 einen Antrag bei der Nationalagentur für das EU-Programm «Jugend in Aktion» ein, welchem im Dezember stattgegeben wurde. Voller Tatendrang sind die jungen, das meiste davon Lernende, bei der Umsetzung ihrer Projektidee und stellten diese im Dezember der Öffentlichkeit vor. Ausbildungswochenende 2012 Mit dem neuen Projektkoordinator Magnus Hassler, der seine Aufgabe im September übernahm, machte sich Mitte November eine Gruppe von rund 40 Jugendlichen auf ins Vorarlberger Schulsportzentrum Tschagguns zum Ausbildungswochenende für Klassensprecher/innen. Dabei ging es einerseits um folgende Fragen: Was ist ein guter Klassensprecher? Was muss er können? Wofür ist er zuständig? Innerhalb von JUBEL sind die wichtigsten Aufgaben der Klassensprecher/innen das Sammeln von Anliegen, Wünschen und Vorstellungen in der eigenen Klasse sowie die gemeinsame Auswahl von Themen. Zu diesen werden beim Ausbildungswochenende erste Inputs zum Projektmanagement gegeben und das Auftreten vor einer Gruppe eingeübt. Das Ausbildungswochenende wurde vom EU-Programm «Jugend in Aktion» co-finanziert.

Vollversammlung 2012: Die JUBELJugendlichen standen im Interesse von zahlreichen politischen Vertreter/innen.

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Erfolgsrechnung 2012 Verein Jugendinformation Liechtenstein

Aufwand Betrag in CHF Personalaufwand

568'702.35

Veranstaltungen

146'006.67

Gebäudeaufwand

32'135.15

Verwaltungsaufwand

23'209.12

Öffentlichkeitsarbeit

18'776.55

Anschaffungen/Unterhalt/Reparaturen

5'924.50

Abschreibungen

13'657.15

Bildung Rückstellungen

0

Bildung Reserven

48'000.00

Sonstiger Aufwand

8'597.83

Gewinn

635.96

Total Aufwand

865'645.28

Ertrag Landesbeiträge

393'000.00

Veranstaltungen

124'794.69

Spenden/Sponsoring

53'673.79

National-Agentur Verrechnung Löhne

126'300.70

National-Agentur Verrechnung Kosten

21'389.24

Eurodesk Verrechnung Löhne

11'295.55

Projekte Verrechnung Löhne

72'026.07

Projekte Verrechnung Kosten

10'792.02

Landesförderung Praktikumsplatz

3'300.00

Mitgliederbeiträge

439.79

Vermietung Betriebsfahrzeug

3'477.90

Auflösung Rückstellungen

44'500.00

Sonstiger Ertrag

655.53

Total Ertrag

865'645.28

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EU-Programm «Jugend in Aktion» Das aha - Tipps & Infos für junge Leute führt im Auftrag der Regierung die Nationalagentur für das EU-Programm «Jugend in Aktion» (20072013). Da sich in vielen Bereichen Synergien ergeben, arbeitet sowohl die Projektabteilung als auch die Jugendinformation eng mit der Nationalagentur zusammen. 2012 wurden erstmalig Projekte der Aktion 3.1, d.h. Projekte mit Partnern aus Nachbarländern der EU, eingereicht. Es gab zwei Jugendbegegnungen mit Schwerpunkt Osteuropa und Kaukasus. Prioritäten des Programms Jugend in Aktion hat vier ständige Prioritäten: «European Citizenship» (aktive Beteiligung in der Gesellschaft Europas), kulturelle Vielfalt, Einbezug Jugendlicher mit erhöhtem Förderbedarf und Partizipation von Jugendlichen. Beispiel eines Projekts für die Priorität «Partizipation von Jugendlichen» ist die nationale Jugendinitiative «Café Alte Post». Junge Leute haben einen alternativen Treffpunkt für Jung und Alt konzipiert und diesen drei Monate lang geführt. Neben dem Cafébetrieb organisierten sie verschiedene Anlässe, die von Ausstellungen über Themenbrunch bis hin zu Konzerten und familiengerechten Aktivitäten reichten. Das Programm «Jugend in Aktion» ermöglicht die Förderungen von sehr unterschiedlichen Arten von Projekten. Diese Förderungen sind in Aktionen unterteilt, deren Ziele unter www.aha.li beschrieben sind. Jugend für Europa - Aktion 1 2012 gab es in dieser Kategorie 7 Projekte. Von Jugendaustauschprojekten in Liechtenstein bis zu nationalen Jugendinitiativen rund um Café, Wohnerlebnis, Partys für 16-Jährige, Ideenwettbewerb sowie eine «Jugend-Alpinwoche». Als Beispiel führen wir hier das bilaterale Jugendaustauschprojekt von «JUBEL» in Zusammenarbeit mit dem Verein Europäische Jugendbegleiter/ Jugendalpinwoche mit innen Liechtenstein (EJL) mit einem prominentenen Gästen. Jugendparlament aus Irland an: die beide Gruppe konnten sich gegenseitig besuchen und ihre Partizipationsmodelle vor Ort kennenlernen und analysieren. Sie hatten zudem die Möglichkeit, Kurzfilme zum Thema Partizipation zu drehen.

Europäischer Freiwilligendienst - Aktion 2 Diese Aktion wird von immer mehr jungen Leuten entdeckt. Im Jahr 2012 nutzten sechs junge Menschen aus Liechtenstein die Chance, für einige Monate europäische Luft zu schnuppern: • René Wenaweser, 6 Monate in Wales, Grossbritannien • Jan Hendrik Ritter, 3 Monate in Wales, Grossbritannien • Noam Mayer, 3 Monate in Pori, Finnland • Jesse Mayr, 3 Monate in Pori, Finnland 18


• •

Chiara Hermann 6 Monate in Palencia, Spanien Moritz Mark, wird Anfang 2013 für einige Monate in Malta seinen EFD machen

Drei junge Leute aus dem europäischen Ausland machten ihren EFD in Liechtenstein: • Veronika Vitousova aus Tschechien, 9 Monate im Haus Gutenberg, Balzers • Elske Slabbers aus Irland, 10 Monate in der Sozialpädagogischen Jugendwohngruppe Vaduz • Siyana Timcheva aus Bulgarien, 10 Monate im Heilpädagogischen Zentrum, Schaan

Ehemalige und künftige Freiwillige beim Austausch.

Zusammenarbeit mit den benachbarten Partnerländern der EU – Aktion 3.1 Es gab zwei multilaterale Austauschprojekte in dieser Aktion: Für das Projekt «InclYOUTHsion» in Armenien fand ein Vorbereitungs- und Planungstreffen statt. Der eigentliche Austausch ist für Sommer 2013 geplant. «Dialog im Quadrologue»: Dieser Jugendaustauch in Georgien wurde mit Institutionen aus der Ukraine, Polen, Georgien und Liechtenstein organisiert und durchgeführt. Schwerpunktthemen waren Theater, Tanz und Kulturen. Die Gruppe nahm auch an einem Strassenfestival teil.

Unterstützungssysteme für junge Menschen - Aktion 4 2012 fanden zwei Projekte im Rahmen dieser Aktion statt: Die erfolgreiche 5-Länder-Fachtagung, organisiert vom Verein Liechtensteiner Jugendorganisationen, wurde von «Jugend in Aktion» gefördert. Das Seminar ermöglichte einen Erfahrungsaustausch und Weiterbildung unter Jugendarbeitenden aus deutschsprachigen Ländern. Verschiedene Referent/innen gaben Inputs auf die Fragestellung, wie die heutige Jugend mit den alltäglichen Herausforderungen, beispielsweise Medien, Leistung, Stress, Sucht und Gewalt usw. umgeht. Der Trainingskurs «Begegnungen in Liechtenstein», organisiert vom Haus Gutenberg Balzers, vermittelte Teilnehmer/innen aus ganz Europa theoretische und praktische Inputs über die Jugendförderung in Liechtenstein. Zudem lernten die Teilnehmenden, Kurzfilme als Tool in der Jugendarbeit zu benutzen. Begegnungen junger Menschen mit Verantwortlichen der Politik - Aktion 5.1 2012 gab es in Liechtenstein zwei Projekte. Eines davon ermöglichte ehemaligen «JUBLer/innen», weiter aktiv zu bleiben. Ein paar junge Leute wollten sich über das Jugendbeteiligungsprogramm JUBEL hinaus engagieren und ihrer sowie den Stimmen anderer Jugendlicher und junger Erwachsener Gehör verschaffen und gründeten den Verein «Jugendrat Liechtenstein». Die erste Aktivität war das Erstellen der Broschüre «Easy vote», welche junge Wähler/innen über die Landtagswahlen im Februar 2013 informiert sowie Tipps gibt, was man beim Wählen beachten soll.

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Kooperation mit anderen Ländern Im Rahmen der Kooperation mit den anderen aha wurde eine Begegnung zwischen ausländischen Europäischen Freiwilligen aus Ravensburg, Vorarlberg und Liechtenstein sowie ehemaligen Freiwilligen (Peer-Mentor/innen) organisiert. Das Wochenende fand im November in Schellenberg statt und hatte das Ziel, die Integration zu fördern. Evaluationsausschuss Der Evaluationsausschuss, der für die Beratung beim Genehmigungsverfahren sowie für die Aufsicht über die Umsetzung des Programms zuständig ist, hat sich drei Mal getroffen und insgesamt 21 Anträge bewertet. Regelmässig berichtet die Nationalagentur den zuständigen Stellen des Landes, dem ASD und der EWRStabsstelle sowie der EU-Kommission, über ihre Tätigkeiten. Die Revision wurde, wie jene des Vereins, von der Finanzkontrolle des Landes vorgenommen. Mitglieder des Evaluationsausschusses sind: • Kinder- und Jugendbeirat (KiJuB): Tanja Bless und Alexandra Neyer • Verein Jugendorganisationen Liechtenstein (VLJ): Herbert Wilscher • Pfadfinder und Pfadfinderinnen Liechtenstein (PPL): Andrea Walter Agenda • Teilnahme am Trainings- und Kooperationsplan-Meeting in Wien (September) • Teilnahme an den zwei Business Meetings (Treffen der Nationalagenturen) im Februar in Kopenhagen und im September in Larnaca • Teilnahme am Meeting der Nationalagenturen mit der Europäischen Kommission in Brüssel (November) • Weiterführung der intensiven Zusammenarbeit mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Luxemburg und Schweiz

Liechtenstein am Fachforum «Jugend für Europa» in Hamburg, vertreten durch Peter Frick (links). Erste Startversuche der Marsjugend als Vorbereitung auf das 3. Deutschsprachige Jugendforum in St. Gallen, einem Gemeinschaftsprojekt der Nationalagenturen «Jugend in Aktion» (CH, FL, D, A, L).

Auch gefördert wurde der Austausch zwischen den beiden Jugendbeteiligungsprogrammen Jugendparlament Irland und JUBEL.

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Das Europäische Forschungsnetzwerk RAY (Research-based Analysis of Youth in Action)

Das Programm «Jugend in Aktion» wird Ende Dezember 2013 auslaufen. Für die regelmässige Überprüfung und Weiterentwicklung des Programms schlossen sich 15 Programmländer zum RAYForschungsnetzwerk zusammen. Seit Beginn des Förderprogramms «Jugend in Aktion» im Jahr 2007 hat die begleitende Forschung einen zentralen Stellenwert: Das Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck ist Partner der österreichischen Agentur und implementiert die wissenschaftliche Begleitung des Programmes «Jugend in Aktion» für Österreich. Liechtensteins Nationalagentur durfte sich den Österreichern anschliessen bzw. die Erhebungen in Liechtenstein wurden ebenso über das Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck gemacht. Die wissenschaftliche Begleitung befasst sich mit folgenden Inhalten und führte Befragungen bei Projektteilnehmenden und Projektleiter/innen durch: Was leistet das EU-Programm «Jugend in Aktion»? Welche Wirkung hat es auf die beteiligten Jugendlichen und Jugendbetreuer/innen sowie auf die Projektumgebung? In welchem Ausmass werden die Ziele des Programms erreicht - also die Förderung von Partizipation, aktiver Bürger/innenschaft, Toleranz, Solidarität und Verständnis zwischen Jugendlichen aus verschiedenen Ländern sowie die Steigerung der Qualität und Vernetzung in der Jugendarbeit? Ob und wie trägt «Jugend in Aktion» zur Verwirklichung jugendpolitischer Ziele bei? Nebst Synthesenberichten für die einzelnen Länder wurde im August 2012 der länderübergreifende RAYPolicybrief mit den Wirkungen und Massnahmenvorschlägen zum Programm veröffentlicht. Der Bericht steht hier zum Download bereit: http://www.aha.li/europa/downloads/jugend-in-aktion-downloads/raystudie/view Mitglieder des RAY-Forschungsnetzwerk sind: Österreich, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg, die Niederlande, Polen, Schweden, die Slowakische Republik, die Tschechische Republik, Ungarn und die Türkei.

Zukunft des «Jugendprogramms» Im Hinblick auf eine neue Programmstruktur der EU-Bildungs- & Jugendprogramme ab 2014 hat das aha als Nationalagentur für «Jugend in Aktion» ab Herbst 2012 mit der nationalen Behörde (ASD), mit der Nationalagentur «Lebenslanges Lernen» (AIBA), mit der Stabsstelle EWR sowie dem Schulamt (EFTA-Vertretung) Gespräche zu den neuen Vorschlägen der Europäischen Kommission aufgenommen. Auch wenn per Ende 2012 weder Budget noch Programminhalte (2014-2020) von allen EU-Gremien genehmigt waren, sollen bereits Grundsteine gelegt werden, damit die Nachfolgeprogramme möglichst unterbruchsfrei implementiert werden können. Da die Programme ab 2014 stark ineinander verwoben sind, stellt der Aufbau einer künftigen Struktur eine grössere Herausforderung dar. Für Januar 2013 haben die NA «Lebenslanges Lernen» und die NA «Jugend in Aktion» einen gemeinsamen Workshop geplant, bei dem weitere Schritte und Möglichkeiten ausgearbeitet werden sollen.

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Erfolgsrechnung 2012 NATIONALAGENTUR EUProgramm «Jugend in Aktion»

Aufwand

Betrag in CHF

Personalaufwand

126'785.99

Veranstaltungen/Informationen/Konferenzen

11'194.32

Büroaufwand/Infrastruktur

20'797.97

Laufende EU Projekte

6'329.05

Abschreibungen

2'079.70

Sonstige Aufwände

168.92

Gewinn 2012

6'925.04

Total Aufwand

174'280.99

Ertrag Landesbeitrag

108'000.00

EU-Beitrag

51'132.31

Erträge aus EU Projekten

15'058.99

Sonstige Erträge

89.69

Total Ertrag

174'280.99

Genehmigte Anträge im Rahmen des EU-Programmes "Jugend in Aktion" Bewilligte Mittel 2011

€ 285'855.40

Bewilligte Mittel 2012

€ 371'738.05

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Öffentlichkeitsarbeit & öffentliche Veranstaltungen Die öffentlichen Auftritte und Medienberichte des aha beinhalten alle Abteilungen, Programme und Projekte. Schwerpunkt war 2012 JUBEL mit seinem 5-jährigen Jubiläum. Im Weiteren gab es verschiedene Anlässe, an denen das aha mit einer Standaktion vertreten oder Gastgeber im Bahnhof war. Dies waren u.a.: • • • • • • • • • • • • • • •

Infoabend «Neue Regeln bei Jugend in Aktion» Internationaler Jugendbegleiterkurs («Jugend in Aktion») Infoveranstaltung «Ab ins Ausland» (Jugendinfo, Eurodesk und «Jugend in Aktion») Internationale Elternkonferenz in Vaduz («Jugend in Aktion», JugendEnergy) Muttertagsbrunch mit der Jugendarbeit Eschen (Jugendinfo) Projektmanagementkurs («Jugend in Aktion») Generationenübergreifende Veranstaltungen («Jugend in Aktion») Online-Wettbewerb zu JUBEL Standaktion an den Feierlichkeiten «150 Jahre Landtag» (JUBEL & Jugendrat Liechtenstein) Schwimmbadaktion (Jugendinfo) Standaktion beim Staatsfeiertag (JUBEL & Jugendrat Liechtenstein) Infoveranstaltung im Café Alte Post («Jugend in Aktion») Skiller-Kurs «Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit» (Projektabteilung aha) Konfliktlösungskurs («Jugend in Aktion») Regionaler Abend und Finale Jugendprojektwettbewerb

Bei den öffentlichen Auftritten und Standaktionen darf das aha immer auf die engagierte Mitarbeit des Rechercheteams und von JUBELJugendlichen bauen – an dieser Stelle vielen Dank euch allen!

Die weiteren aha-Fenster nach aussen sind: •

www.aha.li

www.jubel.li

Soziale Medien

Jugendzeitschrift flash

Liechtensteiner Vaterland,

(vorwiegend facebook)

Liechtensteiner Volksblatt,

Dank

LIEWO •

Ein herzliches Dankeschön geht an folgende Institutionen & Organisationen für deren grosszügige finanzielle Unterstützung: • • • • • • • •

1FLTV und Radio Liechtenstein

AGIL (Arbeitsgruppe Industrielehre der LIHK), Interregionaler Jugendprojektwettbewerb Feuerwehr & Zivilschutz, St. Gallen (Feldküche), Eurolager Getränke Express, Ruggell, Eurolager Johann Schädler-Agra Stiftung, Betriebsbeiträge aha & JUBEL Lehner Akustik, Balzers, Eurolager Liechtensteinische Landesbank, Ferienspass, Ferienjobbörse, Feriencamps Stiftung Fürstl. Kommerzienrat Guido Feger, Eurolager Stiftung Propter Homines, Eurolager

(alphabetische Auflistung)

Im Namen des Teams sowie der Projektgruppen bedanken wir uns ausserdem bei allen, die ideell und/ oder finanziell dazu beigetragen haben, dass junge Leute ihre Ideen weiterverfolgen und umsetzen konnten. 23


aha - Tipps & Infos f端r junge Leute Bahnhof Postfach 356 LIE-9494 Schaan Tel. +423 239 91 10 Fax. +423 239 91 19 aha@aha.li www.aha.li

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Tätigkeitsbericht Jugendinformation Liechtenstein 2012  

Jahresbericht des aha- Tipps & Infos für junge Leute

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