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Don Bosco-Aktion Austria

JUGEND EINE WELT

Jahresbericht 2003

Weltweit beitragen, damit das Leben junger Menschen gelingt


Aus dem Inhalt Seite

Organisation Jugend Eine Welt ..........................................4 PartnerInnen und Netzwerke ..............................................6 Blitzlichter 2003........................................................................9 Arbeitsbereiche im Jahr 2003 ..........................................16 Bildungs- und Informationsarbeit ..................................28 Durchgeführte int. Finanzierungsprojekte 2003 ......31 Durchgeführte Volontariatseinsätze 2003 ..................37 Finanzdarstellung 2003 ......................................................40

Impressum: Jugend Eine Welt – Don Bosco Aktion Austria St. Veit-Gasse 25, A-1130 Wien Tel: 01/87839-531 Fax: 01/87839-515 E-Mail: info@jugendeinewelt.at Für den Inhalt verantwortlich: Ing. Reinhard Heiserer Redaktion: DI Erwin Hinterholzer, Mag. Josef Mitschan

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1. Vorwort des Geschäftsführers: Danke, dass Sie Jugend Eine Welt unterstützen! Auch wenn die Berichte, Zahlen und Fakten dieses Jahresberichtes am deutlichsten den Umfang des Erreichten veranschaulichen, möchte ich nicht darauf vergessen, die persönlichen Beiträge der vielen Menschen zu erwähnen, die mit dafür verantwortlich sind, was Jugend Eine Welt im Jahr 2003 geleistet hat.

Spenderinnen und Förderer schenken uns Vertrauen Unser Erfolg misst sich letztlich an der Hilfe, die wir für junge Menschen mobilisieren können. Es sind die Einzelschicksale von Straßenkindern, von Jugendlichen ohne Berufsausbildung und von ganzen Familien in materieller Armut, die uns motivieren und uns zusammenbringen mit jenen Menschen, die mit uns die Arbeit der Salesianer Don Boscos in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa fördern wollen. Daher möchte ich vor allem unseren SpenderInnen danken, die mit ihrer finanziellen Unterstützung die Grundlage dafür legen, dass Jugend Eine Welt sich weltweit dafür einsetzen kann, dass das Leben junger Menschen gelingt! Vergelt´s Gott!

Teamarbeit verstärkt die Hilfe Danken möchte ich auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Vereins, gemeinsam mit der großen Zahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern, allen voran den jungen Menschen, die mit Jugend Eine Welt einen Volontariatseinsatz leisten. Dieses immer größer werdende Team von engagierten Menschen arbeitet im Geist Don Boscos auf der ganzen Welt und engagiert sich konkret für benachteiligte Kinder und Jugendlichen. Wie Don Bosco wollen wir, dass diese jungen Menschen eine wirkliche Chance im Leben erhalten und mit Freude ihren Weg in eine bessere Zukunft gehen können.

Solidarität braucht Vernetzung Im Jahr 2003 ist es uns auch gelungen die Zusammenarbeit mit Institutionen zu vertiefen, die sich ebenso wie Jugend Eine Welt dafür einsetzen, dass solidarische Netzwerke für den Nord-Süd-Dialog entstehen und lebendig bleiben. Es macht mich auch stolz, dass wir mit den staatlichen Stellen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit eine dauerhafte Kooperation vertraglich vereinbaren konnten. Ihre Spende wird dadurch mehr wert - wir können sie mittels dieses Rahmenvertrages vervierfachen! Zur Verbesserung der Kommunikation und Vernetzung tragen auch die gegenseitigen Besuche von Projektpartnern in Österreich und von Vertretern von Jugend Eine Welt in den von uns geförderten Projekten bei. Gegenseitiges Verständnis, Problembewusstsein und die gemeinsame Lösungssuche werden nachhaltig erleichtert. Ich lade Sie ein, uns in diesem Jahresbericht in die Welt der Don Bosco Kinder- und Jugendförderung von Jugend Eine Welt zu begleiten und sich von unserer Arbeit zu überzeugen! Wenn Sie noch zusätzliche Fragen haben, stehen wir gerne für Sie zur Verfügung. Herzlichen Dank an Sie alle, die mitmachen, sich engagieren, uns ermuntern, fördern und finanziell unterstützen! Gemeinsam bieten wir jungen Menschen eine hoffnungsvollere Zukunft!

Reinhard Heiserer – Geschäftsführer reinhard.heiserer@jugendeinewelt.at

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2. Organisation Jugend Eine Welt (J1W) 2.1. Entstehung und Organisationsform Am 28.6.1997 fand die Gründungsversammlung des Vereines Jugend Eine Welt – Don Bosco Aktion Austria im Don Bosco Haus in Wien statt. Jugend Eine Welt ist ein rechtlich unabhängiger und eigenständiger Verein mit Sitz in Wien. Der Verein ist Mitglied mehrerer nationaler und internationaler Netzwerke und Träger des österreichischen Spendengütesiegels seit dessen Einführung im Jahre 2001.

2.2. Zweck des Vereines (Aus: Statuten Verein Jugend Eine Welt, §2) ◆ Der Verein ist eine gemeinnützige, nicht auf Gewinn ausgerichtete Vereinigung natürlicher und juristischer Personen, die ausschließlich Humanitäts- und Wohlfahrtsziele verfolgt. ◆ Der Verein möchte durch entwicklungspolitische Arbeit in Österreich zur Solidarität im Sinne einer christlich geprägten Verantwortung einzelner Menschen, Gruppen und ganzer Völker füreinander beitragen. ◆ Der Verein bezweckt die Förderung von nationaler und internationaler Jugendhilfe und Entwicklungszusammenarbeit von vor allem von Salesianern Don Boscos in aller Welt unterhaltenen Einrichtungen und Programmen zur Erziehung und Ausbildung der dortigen Jugend, wie Jugendzentren, Waisenhäusern, Lehrwerkstätten, Bildungs- und Berufsausbildungszentren, Schulen, Kinder- und Jugendwohnheimen, Straßenkinderprogrammen, Arbeitsvermittlung, Familienfürsorge, Gemeinschaftswerkstätten, Sozialzentren. ◆ Der Verein versteht sich als Beratungs- und Vermittlungsstelle zwischen ProjektpartnerInnen und kirchlichen Hilfswerken und anderen Organisationen zur Förderung von sozialen Projekten im Bereich der nationalen und internationalen Jugendhilfe und Entwicklungszusammenarbeit. ◆ Daneben will der Verein in Zusammenarbeit mit PartnerInnen vor Ort Projekte planen, durchführen und evaluieren, sei es auf eigene Rechnung sowie auch auf Rechnung Dritter. ◆ Der Verein macht inhaltliche Vorschläge und entwicklungspolitisches Lobbying. Ebenso fördert er den Prozess der Bewusstseins- und Meinungsbildung durch einschlägige Bildungs- und Informationsarbeit in Österreich. ◆ Der Verein will als gemeinschaftsfördernde Maßnahme interkulturelle Kontakte und das gegenseitige Kennenlernen über Grenzen hinweg durch die Organisation von Schul- und Pfarrpartnerschaften, etc. fördern. ◆ Der Verein plant, organisiert und begleitet Sozialeinsätze von Jugendlichen im Bereich der Sozial- und Jugendarbeit in Einrichtungen der salesianischen Familie. ◆ Der Verein fördert den internationalen Jugendaustausch durch die Planung, Organisation und Durchführung von Solidaritäts- und Arbeitseinsätzen u.a. im Rahmen des „Internationalen Salesianischen Volontariates“, durch Ermöglichung eines freiwilligen sozialen Jahres auf nationaler und internationaler Ebene und durch Vermittlung Zivildienstpflichtiger bei Einsatzstellen von PartnerInnen im Ausland.

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2.3. Vereinsmitarbeiter im Jahr 2003 2.3.1. Vorstand (ehrenamtlich) Der Vorstand des Vereins setzte sich im Berichtsjahr 2003 wie schon im Vorjahr aus nachstehenden Personen zusammen. Vorstandssitzungen von Jugend Eine Welt fanden regelmäßig alle 6 bis 8 Wochen statt. Vorsitzender: Stv. Vorsitzende: Weitere Mitglieder:

P. Petrus Obermüller SDB Ruth Heiserer-Radatz Mag. Karin Hintersteiner Mag. Barbara Wininger P. Dr. Josef Keler SDB P. Dr. Karl-Heinz Salesny SDB

2.3.2. Angestellte MitarbeiterInnen AnstellungszeitFunktion Name raum i. Jahr 2003 Geschäftsführung Ing. Reinhard Heiserer ganzjährig Büro- und Projektleitung Mag. Hannes Velik ganzjährig Assistentin des Geschäftsführers Mag. Bernadette SÜSSENBEK ganzjährig Projekt- und Büroleiterassistenz Nina FRITSCHE ganzjährig Projektpartnerschaften DI Erwin HINTERHOLZER seit 15.05.2003 Volontariat Brigitta BAUCHINGER ganzjährig Fundraising Mag. Josef MITSCHAN ganzjährig Webmaster DI Gernot LANDSKRON seit 01.07.2003 Büroassistenz Engelbert BRANDSTÄTTER ganzjährig * Ab 1.2.2003 mit 24 Stunden angestellt.

Ausmaß der Anstellung 20 h 40 h 20 h 40 h 40 h 40 h 20 h* 8h 12 h

Für die Verwendung der Spenden und Spendenwerbung ist der Vorsitzende P. Petrus Obermüller gemeinsam mit dem Geschäftsführer Ing. Reinhard Heiserer verantwortlich. Für den Datenschutz ist Mag. Josef Mitschan in Zusammenarbeit mit SAZ-Marketing Services Ges.m.b.H. Wien verantwortlich. P. Petrus Obermüller stand dem Verein als Volontariatsbeauftragter der Salesianer Don Boscos unentgeltlich zur Verfügung. Mag. Erwin Uhrmann unterstützte Jugend Eine Welt auf Werkvertragsbasis bei der Pressearbeit. Zusätzlich wurden wir im Büro auch laufend von Monika Fazekasova unterstützt.

2.3.3. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen An dieser Stelle sei auch herzlich allen namentlich bekannten und vielen ungenannten HelferInnen und Förderern/-innen, SpenderInnen und WohltäterInnen, Firmen und Organisationen und RückkehrerInnen (Volontariat) gedankt. Vor allem RückkehrerInnen haben die Vereinsarbeit durch Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten wie Mithilfe bei Büroarbeiten, Durchführung von Diavorträgen, Anwesenheit bei Informationsveranstaltungen, Übersetzungen, etc. unterstützt. Insgesamt wurden im Verein Jugend Eine Welt im Jahr 2003 geschätzte 2.570 Freiwilligenstunden geleistet. Nur durch ehrenamtliche Tätigkeiten kann die Vereinsarbeit gewährleistet und ausgebaut werden. Dafür allen, die persönlich die Vereinsarbeit aktiv unterstützen, ein herzliches Dankeschön!

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3. PartnerInnen und Netzwerke Salesianer Don Boscos (SDB) Die Salesianer Don Boscos in den Projektländern sind PartnerInnen von Jugend Eine Welt für fast alle Projekte, die Jugend Eine Welt abwickelt. Ihre oft langjährige Präsenz vor Ort und ihre Kenntnisse der Rahmenbedingungen garantieren erfolgreiche Projektzusammenarbeit. Ihre Präsenz erspart Jugend Eine Welt den Aufbau einer eigenen teuren Vorortstruktur. In Österreich unterstützen die Salesianer die Arbeit von Jugend Eine Welt durch Bereitstellung von Personal, Räumlichkeiten und Kommunikationsmitteln. www.donbosco.at

Missionsprokur der Salesianer Don Boscos in Wien Zwischen Jugend Eine Welt und der Missionsprokur der Salesianer Don Boscos in Wien gibt es eine enge Zusammenarbeit. Der Missionsprokurator, P. Josef Keler SDB, hat einen ständigen Sitz im Vorstand von Jugend Eine Welt. Die Missionsprokur unterstützt pastorale Projekte und die Aktivitäten der österreichischen Don Bosco - Missionare. www.missionsprokur.at

Don Bosco Schwestern (FMA) Wie die Salesianer, gehören auch die Don Bosco Schwestern zu den bevorzugten TrägerInnen der von Jugend Eine Welt unterstützten Projekte. Auch sie verfügen weltweit über ein dichtes Netz an erfolgreichen Projekten. Ihren Sitz in Österreich haben sie in Innsbruck. www.donbosco.at

Missionsprokur der Salesianer Don Boscos in Bonn/Deutschland Die Missionsprokur in Bonn ist eine der größten Missionsprokuren der Salesianer weltweit und übernimmt bei größeren Projekten die Koordination der Hilfeleistungen. Damit ist gewährleistet, dass genau die Hilfe ankommt, die wirklich gebraucht wird. Jugend Eine Welt steht in direktem und ständigen Kontakt zur Missionsprokur und ist über Entwicklungen in Salesianerprojekten stets aktuell informiert. www.missionsprokur.de

Jugend Dritte Welt (J3W) in Bonn/Deutschland J3W ist die Partnerorganisation von Jugend Eine Welt in Deutschland. Als Nicht-Regierungs-Organistion (NRO), ähnlich wie Jugend Eine Welt, unterstützt der eingetragene Verein weltweit Schul- und Ausbildungsprojekte sowie Sozialprojekte der Salesianer Don Boscos – z.B. Straßenkinderprojekte. www.jugenddrittewelt.de

Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission (KOO) Jugend Eine Welt ist Mitglied der KOO. Wie auch die anderen Mitglieder (Caritas, Dreikönigsaktion, Fastenaktion der Diözese Eisenstadt, Familienfasttag der Kath. Frauenbewegung, ENCHADA/Kath. Jugend Österreichs, Missio, MIVA und Sei so Frei/Aktion Bruder und Schwester in Not) ist Jugend Eine Welt von der Kath. Kirche Österreichs als spendensammelnde Organisation für Anliegen der Menschen in der sogenannten „Dritten Welt” empfohlen. Einige der angeführten Organisationen unterstützen seit Jahren Projekte der Salesianer Don Boscos und stehen in engem Kontakt mit Jugend Eine Welt. www.koo.at

Im Laufe des Berichtsjahres kam es zu weiterführenden Kontakten mit der für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Abteilung im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten. Diese hat im Jahr 2003 je ein Berufsbildungszentrum in Mosambik und Nicaragua zur nachhaltigen Armutsbekämpfung durch Ausbildung und Produktion sowie ein Projekt zur Ausbildung und Gewaltprävention in Äthiopien unterstützt. „Aufgrund der herausragenden Tätigkeit” (KOFI-Bulletin 08/2003) erhält Jugend Eine Welt außerdem ab 1.1.2004 eine Rahmenvereinbarung mit der ab diesem Zeitpunkt für die Abwicklung von öffentlichen Kofinanzierungen zuständigen Austrian Development Agency (ADA). www.bmaa.gv.at/eza

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Bundesministerium für Inneres (BMI) Jugend Eine Welt ist seit 1998 vom Innenministerium anerkannte Trägerorganisation für Sozialdienste im Ausland gem. §12b, Zivildienstgesetz. Für das Berichtsjahr waren 3 Einsatzorte in Ghana, Ecuador und Mexiko mit insgesamt 6 vollfinanzierten Einsatzplätzen (die wir auf 12 aufteilen konnten) anerkannt. Für die Abwicklung der Einsätze beauftragte das BMI den Verein zur Förderung von Auslandsdiensten, der auch Ansprechpartner für Jugend Eine Welt ist. www.bmi.gv.at

Interessensvertretung österreichischer gemeinnütziger Vereine (IÖGV) Jugend Eine Welt ist seit 1999 Mitglied der IÖGV. Sie ist eine Lobbying-Plattform, die sich um eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Non-Profit-Organisationen in Österreich bemüht. www.iogv.at

Don Bosco Network (DBN) Jugend Eine Welt ist Gründungsmitglied des am 18. Oktober 2003 gegründeten Netzwerkes von NichtRegierungs-Organisationen (NRO) aus Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Österreich. DBN vereinigt Organisationen, die die Arbeit der Salesianer Don Boscos in den Ländern des Südens und in Osteuropa ideell und finanziell unterstützen. Die Vereinigung soll dazu beitragen, die Aktivitäten der Mitglieder zu koordinieren, um die Unterstützung für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu verbessern und zu steigern.

Österreichisches Spendengütesiegel/Kammer der Wirtschaftstreuhänder Österreichs Am 14. 11. 2001 erhielt Jugend Eine Welt von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder das erste österreichische Spendengütesiegel verliehen. Auch für das Jahr 2003 wurde Jugend Eine Welt erneut dieses Gütesiegel für vorbildlichen Umgang mit Spendengeldern nach eingehender Wirtschaftsprüfung gemäß den Richtlinien des Spendengütesiegels verliehen. www.osgs.at

Plattform Onlinespenden Jugend Eine Welt ist Mitglied des Netzwerkes österreichischer Non-Profit-Organisationen, für die via Internet gespendet werden kann. www.meinespende.at

Netzwerk für Friede und Gewaltfreiheit Das österreichische Netzwerk für Frieden und Gewaltfreiheit zählt Jugend Eine Welt zu seinen Mitgliedern, denn „Friede ist viel mehr als kein Krieg!”. www.friedensnetzwerk.at

AGEZ – Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit Ist eine Plattform von 29 entwicklungspolitischen Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO). Sie wurde 1988 von zunächst zehn Organisationen gegründet, um die gemeinsamen Anliegen gegenüber der Öffentlichkeit und der Regierung besser vertreten zu können. Jugend Eine Welt ist seit 6.11.2001 außerordentliches Mitglied. www.agez.at

BAOBAB Jugend Eine Welt ist Trägerorganisation der entwicklungspolitischen Bildungs- und Schulstelle. Zu den Aufgaben von BAOBAB zählen: Dokumentation, Verkauf und Verleih von Materialien und Medien für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Fachberatung, Vernetzung von Initiativen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und die Koordination des österreichweiten Netzwerkes entwicklungspolitischer Infotheken. www.baobab.at

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Don Bosco Youth Net (DBYN) Ziel dieses Neztwerks ist die Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der salesianischen Jugendarbeit und die internationale Vernetzung von Organisationen und Jugendlichen. Jugend Eine Welt ist Mitglied des Don Bosco Youth Net und pflegt insbesonders im Bereich der Europäischen freiwilligen Dienste (EFD) intensivem Kontakt mit den Mitgliederorganisationen. www.donboscoyouth.net

ECPAT – Österreichische Plattform gegen kommerzielle, sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Prostitution, Pornographie und Kinderhandel (angegliedert an ECPAT International) Jugend Eine Welt ist seit deren Gründung im November 2003 Träger der Plattform. Die Plattform versteht sich primär als Netzwerk, welches die Aktivitäten der Mitgliederorganisationen gegen kommerziellen Kindesmissbrauch bündelt und die Umsetzung von Kinderrechten zum Ziel hat. Die Aktivitäten der Mitgliederorganisationen in der Bekämpfung von „Kommerzieller, sexueller Ausbeutung von Mädchen und Buben” sollen durch geeignete Strategien (Lobbying) in der Öffentlichkeit, bei den Medien und bei öffentlichen Stellen sichtbar gemacht werden. www.ecpat.at

0,7% Kampagne Im Oktober 2003 starteten 38 österreichische Organisationen, darunter auch Jugend Eine Welt, gemeinsam die „Nullkommasieben Kampagne”. Die Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, politische Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass mindestens 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus steuerlichen Geldern für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt werden müssen. 1970 verpflichteten sich die Mitgliedstaaten der UNO zu dieser Maßnahme zur Minderung der weltweiten Armut. Österreich gab 2001 nur 0,29 Prozent des BIP für Entwicklungszusammenarbeit aus. www.nullkommasieben.at

Clean Clothes Kampagne Jugend Eine Welt ist Trägerorganisation der Clean Clothes Kampagne Österreich. Die Clean Clothes-Kampagne wird von vielen Organisationen und ArbeiterInnenvereinigungen rund um die Welt unterstützt. Die Kampagne setzt sich für die Rechte der ArbeiterInnen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der internationalen Bekleidungs- und Sportartikelindustrie ein. Jugend Eine Welt engagiert sich unter anderem mit einem fair gehandelten Fußball gegen Kinderarbeit und für faire Arbeitsbedingungen für Erwachsene. www.oneworld.at/cleanclothes/

Weitere PartnerInnen: Netzwerke und wichtige Organisationen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der internationalen Kinder- und Jugendförderung finden Sie auch auf der Link-Liste unserer Homepage: www.jugendeinewelt.at

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4. Blitzlichter 2003 4.1. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Damals: Schwabenkinder, heute: Straßenkinder Anlässlich der Ausstrahlung des Spielfilms „Schwabenkinder” startete der Verein Jugend Eine Welt eine Kampagne für Straßenkinderprojekte der Salesianer Don Boscos. Am Mittwoch, 16. April 2003, strahlte der ORF das hochkarätig besetzte Historiendrama „Schwabenkinder” von Regisseur Jo Baier mit Tobias Moretti in einer Hauptrolle aus. Anhand der Geschichte des 9jährigen Kaspar wird im Film vom Schicksal armer Bergbauernkinder erzählt, die noch am Beginn des vorigen Jahrhunderts als Saisonarbeiter an reiche Bauern ins Schwabenland verkauft wurden. Jugend Eine Welt zeigte u. a. mit einer eigenen Internet-Homepage auf, dass Straßenkinder heute ein ähnliches Schicksal haben. Materielle Armut, Mangel an Perspektiven und der tägliche Kampf ums Überleben bestimmen das Leben tausender Straßenkinder der armen Länder unserer Welt.

Pressegespräche mit Don Bosco-Persönlichkeiten Don Francis Alencherry, oberster Verantwortlicher für Mission und Entwicklung der Salesianer Don Boscos, besuchte von 28. bis 30. Juni 2003 den Verein Jugend Eine Welt und das Don Bosco Haus in Wien. Der aus Indien stammende Pater spricht 14 Sprachen und lenkt seit zwei Jahren das weltweite Engagement der Salesianer Don Boscos im Bereich Mission und Entwicklung. Dieses Thema ist auch in Europa aktuell. Sein Hauptanliegen ist es, tolerant und mit großem Respekt vor dem Menschen, Jugendliche für die Anliegen Don Boscos zu begeistern. Auch der Salesianerbruder Raymundo Mesquita, UNICEF-Preisträger und Kinderrechtsexperte aus Brasilien, sowie der ehemalige Fernseh-Bösewicht Thomas Astan, der heute Salesianerpater und Initiator eines Straßenkinderprojektes in Berlin ist, berichteten österreichischen Journalisten begeistert von ihrem Engagement.

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Reinhard Heiserer mit dem Salesianerpater Don Francis Alencherry, dem Verantwortlichen für Mission und Entwicklung.

UNICEF-Preisträger Salesianerbruder Raimundo Mesquita aus Brasilien im Gespräch mit Hannes Velik.

Kampagne „Fußball für Straßenkinder” Die Kampagne „Fußball für Straßenkinder” wurde im Jahr 2002 von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos ins Leben gerufen. Mit Spenden und dem Verkaufserlös von fair gehandelten Fußbällen werden Bildungs- und Freizeiteinrichtungen der Salesianer Don Boscos für Straßenkinder in Lateinamerika und Afrika unterstützt. Im Jahre 2003 gab es einige Highlights: Weltmeister unterstützen Straßenkinder Bei der ersten Obdachlosen-Weltmeisterschaft in Graz im Juli 2003 errang das österreichische Team den heiß begehrten Siegertitel. Gespielt wurde mit fair gehandelten Don Bosco Fußbällen, die vom Verein Jugend Eine Welt zur Verfügung gestellt wurden. Während der Weltmeisterschaft stellten Jugend Eine Welt-VolontärInnen einen Weltrekord im Verkauf von fair gehandelten Fußbällen auf. „Ein Wahnsinn, wie uns die Leute die Bälle aus den Händen gerissen haben”, so Matthias Holzmann, Volontär bei Jugend Eine Welt. Über 300 fair gehandelte Fußbälle wurden verkauft.

Die gesamte Obdachlosen-Streetsoccer-Weltmeisterschaft wurde mit fair gehandelten Bällen der Kampagne „Fußball für Straßenkinder” von Jugend Eine Welt gespielt. (Foto: Arie Kievit)

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Österreichische Fußball-Nationalmannschaft unterstützt „Fußball für Straßenkinder” Die Österreichische Fußballnationalmannschaft unterstützt die Kampagne „Fußball für Straßenkinder”. Vor dem Länderspiel gegen Costa Rica am Mittwoch, dem 20. August 2003 im Ernst Happel-Stadion, trafen die Fußballer und Trainer Hans Krankl mit Vertretern der Kampagne von Jugend Eine Welt zusammen. Die Spieler bekundeten ihre Sympathie für die Straßenkinderprojekte und signierten fair gehandelte Don Bosco Fußbälle. Der salesianische Spitzensportseelsorger P. Bernhard Maier und Nationaltrainer Hans Krankl, Freunde seit vielen Jahren, betonten, wie wichtig es ist, Straßenkinder anhand von Sport eine neue Chance zu geben.

Die österreichische Fußball Nationalmannschaft vor dem Länderspiel gegen Costa Rica mit P. Bernhard Maier SDB, sowie Reinhard Heiserer und P. Petrus Obermüller von Jugend Eine Welt. (Foto: Kathbild)

Jugend Eine Welt unterstützt weltweit Projekte unter dem Motto: Bildung überwindet Armut Über 100 internationale Projekte konnten im Jahr 2003 von Jugend Eine Welt durch die Hilfe zahlreicher Spenderinnen und Spender unterstützt werden. Zu vielen dieser Projekte gab es Presseaussendungen, Berichte auf Homepages und in Printmedien.

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4.2. Volontariat „Damit das Leben junger Menschen gelingt” ist das Motto des Volontariats an dem sich im Jahr 2003 junge Menschen aus Österreich engagiert haben. Insgesamt waren es 40 VolontärInnen, die in Projekten der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern einen Beitrag dazu geleistet haben. 18 Jahresvolontärinnen und -volontäre haben Ihren Einsatz in Kenia, Dem. Rep. Kongo, Sambia, Gabun, Ecuador, Mexiko und Brasilien weitergeführt oder begonnen. 18 Zivilersatzdiener haben in Projekten in Mexiko, Ecuador und Ghana mitgearbeitet und 5 Sommervolontärinnen waren in Mexiko, Dem. Rep. Kongo und Russland auf Einsatz. Bei allen Einsätzen dreht es sich in erster Linie um die Begleitung von Kindern und Jugendlichen, sei es in Straßenkinderprojekten, in Berufsbildungszentren oder in Pastoralprojekten. Drei junge Menschen haben über den Europäischen Freiwilligendienst einen Einsatz begonnen, davon zwei in Österreich, eine in Schottland.

31 VolontärInnen haben sich 2003 gemeinsam mit Jugend Eine Welt auf ihren internationalen Einsatz vorbereitet. Im Bild: TeilnehmerInnen der entwicklungspolitischen Woche Sommer 2003.

Projektreisen – Besuche bei VolontärInnen Projektbesuche gehören zu den wichtigsten Wegen, die Beziehungen zu unterstützten Projekten und zu den Volontären im Einsatz optimal zu gestalten. Im Jänner 2003 war Geschäftsführer Reinhard Heiserer in Ecuador. Neben zahlreichen Projektbesuchen waren der Kontakt zu den Projektpartnern, die VolontärInnen aufnehmen, sowie die Gespräche und Diskussionen mit den VolontärInnen ein wichtiges Ziel dieser Reise. Im November 2003 war Brigitta Bauchinger, Mitarbeiterin im Volontariatsbüro, in Gabun und Kamerun. In erster Linie war es ein Besuch der beiden Volontärinnen in Libreville, die seit Oktober dort im Schul- und Jugendprojekt mitwirken. Der Besuch der anderen Einrichtungen der Don Bosco Schwestern in Gabun (Oyem und Port Gentil) führte dazu, dass ab Herbst 2004 zwei weitere VolontärInnen in Port Gentil tätig sein werden.

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In Yaounde, der Hauptstadt Kameruns, wurden ebenfalls Vorgespräche mit den Don Bosco Schwestern geführt. Sie haben bereits Erfahrungen mit dem Volontariat und nehmen gerne zwei Österreicherinnen auf.

Brigitta Bauchinger beim Besuch im Kindergarten der Don Bosco Schwestern in Yaounde (Kamerun).

Europäischer Freiwilligendienst (EFD) Im Februar 2003 begann der Slowake Pavol Macko seinen einjährigen EFD-Einsatz im Don Bosco Haus in Wien. Sarah Mayer aus Krems ist die erste Volontärin, die über Jugend Eine Welt auf EFD-Einsatz ist. Sie arbeitet seit September 2003 im Projekt Bosco-Juniors in Glasgow/Schottland. Im Berichtszeitraum wurde das Ansuchen um Anerkennung als Aufnahmeorganisation für eine Einrichtung der Don Bosco Schwestern (FMA) in Klagenfurt gestellt. Insgesamt sind nun 5 Don Bosco Einrichtungen in Österreich als mögliche Einsatzorte für einen EFD-Einsatz eingetragen. (Abrufbar im Internet auf der Datenbank von „Youth for Europe”: www.sosforevs.org) Don Bosco Youth Net (DBYN) Vom 21. bis 23 März 2003 waren 15 RepräsentantInnen von internationalen Don Bosco Jugendorganisationen aus Deutschland, Holland, Belgien, England, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Italien und Polen im Don Bosco Haus in Wien. Jugend Eine Welt hat die Organisation dieses Treffens übernommen. Ziele waren Austausch, Verbesserung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Europäischen Freiwilligendienstes sowie die Planung neuer gemeinsamer länderübergreifender Aktivitäten. Ein daraus resultierendes Projekt ist die Aufnahme von italienischen VolontärInnen in Einrichtungen der Salesianer Don Boscos in Deutschland, Großbritannien und Österreich.

Aktuelle Neuigkeiten und nähere Informationen gibt es auf unserer Homepage:

www.jugendeinewelt.at Jahresbericht J1W 2003

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4.3. Projektarbeit von Jugend Eine Welt Auch im Jahr 2003 förderte Jugend Eine Welt zahlreiche ausgewählte Projekte der Salesianer Don Boscos in vielen Ländern der Welt.

4.3.1. Förderung von Straßenkinderprojekten Soziale und wirtschaftliche Probleme zwingen Millionen von Kindern und Jugendlichen in den armen Ländern des Südens zu einem Leben auf der Straße. Staatliche und öffentliche Einrichtungen der Erziehung, Ausbildung und sozialen Fürsorge sind damit vollkommen überfordert. Aus diesem Grund benötigen Straßenkinder Hilfe und Unterstützung wie sie die Salesianer Don Boscos geben. Don Bosco, der große Sozialpionier und Jugendapostel betonte immer wieder, dass es wohl das Wichtigste sei, für und mit den Kindern und Jugendlichen zu leben und ihnen beizustehen. Für ihn war es ein wichtiges Anliegen, eine Atmosphäre des Wohlbefindens, der Freude und des fröhlichen Beisammenseins zu schaffen. „Bildung überwindet Armut”, ist ein wichtiger Leitsatz der Salesianer weltweit, wonach sie vielen Straßenkindern eine helfende Hand reichen. Über Bildungs- und Freizeitangebote bieten sie den Kindern und Jugendlichen eine hoffnungsvollere Alternative zum harten Leben auf der Straße. Im Jahr 2003 förderte Jugend Eine Welt insgesamt 28 Straßenkinderprojekte der Salesianer Don Boscos.

Verpflegung und Bildungsangebote geben Straßenkindern Hoffnung auf ein besseres Leben abseits der Straße – hier in Quito in Ecuador.

4.3.2. Unterstützung von Berufsbildungsprojekten Ein großes Problem, mit dem viele Länder zu kämpfen haben, ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Aufgrund mangelnder Ausbildungsmöglichkeiten stehen für junge Menschen die Chancen, eine Arbeit zu finden sehr schlecht. Viele Kinder haben nicht einmal die Möglichkeit, eine Grundschule abzuschließen. Oft landen sie auf der Straße und arbeiten im informellen Sektor ohne arbeitsrechtlichen Schutz. Der hohen Jugendarbeitslosigkeit soll mit Berufsbildungsprojekten, wie sie die Salesianer Don Boscos anbieten, entgegengewirkt werden. Eine fundierte Berufsausbildung in Bereichen wie Schlosserei, Tischlerei, Elektrotechnik, Schneiderei, Haarpflege, Maurerei oder Landwirtschaft soll SchulabgängerInnen die Möglichkeit geben, sich nach Abschluss der Ausbildung selbständig zu machen oder bei lokalen Firmen unterkommen zu können. Damit die AbsolventInnen nicht wieder auf der Straße landen, wenn sie keine geeignete Stelle

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gefunden haben, oder beim Aufbau eines eigenen Mikrounternehmens Schiffbruch erlitten haben, werden sie auch nach ihrem Schulabschluss von den Salesianern Don Boscos weiterhin begleitet. Jugend Eine Welt unterstützte im Jahr 2003 insgesamt 30 Projekte im Bereich Berufsausbildung.

Eine gute Berufsausbildung in einem Don Bosco Ausbildungszentrum eröffnet gute Chancen zum Einstieg in die Arbeitswelt.

4.3.3. Nothilfe Neben Ausbildungs- und Straßenkinderprojekten leistet Jugend Eine Welt auch Not- und Katastrophenhilfe. 2003 leistete Jugend Eine Welt einen finanziellen Beitrag zur Aufbauhilfe im durch den Bürgerkrieg zerstörten Liberia. Viele der Heime der Salesianer Don Boscos wurden durch die Kämpfe zerstört. Jugend Eine Welt unterstützte die Salesianer bei den Wiederaufbauarbeiten und in ihrem Engagement bei der Aufnahme und Betreuung von ehemaligen Kindersoldaten und durch den Bürgerkrieg traumatisierter junger Menschen. Katastrophenhilfe wird von Jugend Eine Welt nur dann geleistet, wenn Salesianer Don Boscos vor Ort die zielgerichtete Mittelverwendung garantieren können. Jugend Eine Welt unterstützte im Jahr 2003 insgesamt 2 Projekte im Bereich Not/Katastrophenhilfe.

Zur materiellen Not in Liberia kommt auch noch die menschliche Not: Viele der Kinder und Jugendlichen sind traumatisiert von den Ereignissen des Bürgerkrieges und brauchen eine spezielle Betreuung.

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5. Arbeitsbereiche im Jahr 2003 5.1. Durchführung von Finanzierungsprojekten 5.1.1. Grundsätze der Projektarbeit: Der Schwerpunkt der Arbeit von Jugend Eine Welt liegt in der Unterstützung von Sozial- und Ausbildungsprojekten der Salesianer Don Boscos in aller Welt. Die von Jugend Eine Welt unterstützten Projekte werden eigenverantwortlich von den ProjektpartnerInnen vor Ort geplant und durchgeführt. Bei Jugend Eine Welt eingehende Projektanträge werden in Zusammenarbeit mit der Missionsprokur bearbeitet und für ausgewählte bzw. akzeptierte Projekte wird nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. Da Jugend Eine Welt und der Missionsprokur nur eine begrenzte Anzahl an Spenden und Förderungen zur Verfügung stehen, können nicht alle eingegangenen Projekte gefördert werden. Daher bemüht sich der Verein, Anträge an andere Organisationen oder Förderer/-innen weiterzuleiten bzw. vermittelt Projekte auch an private Gruppen sowie an kirchliche und staatliche Stellen weiter. Gefördert werden Betreuungseinrichtungen für Straßenkinder, Berufsbildungszentren, Lehrwerkstätten, Jugendzentren sowie Familienförderungsprogramme und Aktivitäten zum Schutz von Kindern und Frauen. Zu den wichtigsten Förderungsrichtlinien zählen: Das Projekt muss sich eines Problems annehmen, das für viele Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts von Wichtigkeit ist und dem Wohl der ärmsten Bevölkerungsschicht dient. Die Selbsthilfekapazität der Bedürftigen muss aufgebaut und gefördert werden. Überdies soll die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Bevölkerung durch das Projekt gefördert und deren Situation nachhaltig verbessert werden können. Schließlich kommt, gemäß dem Grundsatz von Don Bosco „Bildung überwindet Armut“ Ausbildungsprojekten ein sehr hoher Stellenwert zu.

5.1.2. Begegnung mit ProjektpartnerInnen Projektreisen und Besuche von ProjektpartnerInnen in Österreich sind eine wichtige Basis unserer Projektarbeit und ein wichtiger Beitrag zum Aufbau einer dauerhaften Projektpartnerschaft. 2003 fanden Projektbesuche in Ecuador (Reinhard Heiserer), Namibia, Nepal (Hannes Velik) und Gabun/Kamerun (Brigitta Bauchinger) statt. Im vergangenen Jahr waren auch wieder einige ProjektpartnerInnen in Wien zu Gast. Der persönliche Kontakt mit den MissionarInnen und Projektverantwortlichen ist für die Arbeit von Jugend Eine Welt sehr wichtig, es können nicht nur Informationen über den Projektverlauf ausgetauscht werden, sondern es werden auch Finanzierungsabläufe und -möglichkeiten besprochen. So begrüßten wir P. Albert Saminedi und Gabriel Lelube aus dem Sudan, Br. Raymundo Mesquita aus Brasilien, Fr. Thomas Chenginiyaden aus Namibia, den aus Österreich stammenden Br. Günter Mayer, der seit längerer Zeit in Ghana im Einsatz ist, die österreichischen Don Bosco Schwestern Hildegard Litzlhammer und Christine Lengauer, die in Afrika arbeiten, Fr. Robert Simon aus Tamil Nadu (Indien), Frau Dr. Ninjee aus der Mongolei, Fr. Gopu Ananda Reddy und Fr. Davis Aricatt aus Indien und P. Thomas Astan aus Berlin. Aus Rom besuchte Jugend Eine Welt der Generalrat für Mission und Entwicklung P. Francis Alencherry. Auch MitarbeiterInnen von unseren Partnerorganisationen Jugend Dritte Welt in Deutschland und Jugendhilfe Lateinamerika in der Schweiz kamen zu einem Arbeitstreffen.

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Fr. Thomas Chenginiyaden zu Besuch aus Namibia.


Afrika-Mission aus weiblicher Perspektive, Sr. Christine Lengauer FMA Jungen Frauen ein eigenständiges Leben ermöglichen will Schwester Christine Lengauer FMA. Die Don BoscoSchwester arbeitet mit ihren Kolleginnen in Libreville, der Hauptstadt von Gabun, in einem von Jugend Eine Welt unterstützten Projekt, das es Frauen ermöglicht, einen Beruf zu erlernen und auf eigenen Beinen zu stehen. „Es kommt darauf an, jede Frau, in welcher Lage sie auch ist, zu akzeptieren und zu verstehen.” Auch wenn die Frauen ihre Ausbildung abbrechen, haben sie die Möglichkeit, wieder einzusteigen. Die gebürtige Oberösterreicherin Christine Lengauer weiß nach 12 Jahren Missionsarbeit um die Probleme von Frauen in afrikanischen Gesellschaften. Am 26. August beantwortete sie bei einem Pressefrühstück die Fragen von JournalistInnen und erzählte von den Don Bosco Projekten in Gabun. Jugend Eine Welt unterstützt die Arbeit der Don BoscoSchwestern in Libreville in zweifacher Hinsicht. Seit September 2003 arbeiten zwei Jugend Eine WeltVolontärinnen für ein Jahr im Frauenprojekt mit. Außerdem wird mit Spendengeldern ein Ausbau der Bildungseinrichtungen ermöglicht.

Die Don Bosco Schwester Christine Lengauer aus Oberösterreich ist seit 12 Jahren als Missionarin in Afrika im Einsatz.

5.1.3. Beispielsprojekte 5.1.3.1. Liberia: Nothilfe nach Bürgerkrieg und Rehabilitation von Kindersoldaten „Jugendliche, Kranke und Flüchtlinge stehen mit praktisch nichts vor unserer Tür“ berichtete der irische Salesianerpater Harry O´Brien aus Liberia. Mit seinem amerikanischen Mitbruder Larry Gilmore betreut er die „Don Bosco Nightshelter“, einfachste Unterkunftsmöglichkeiten für Straßenkinder, entwurzelte Jugendliche und ehemalige Kindersoldaten in Monrovia. Im Sommer 2003 erreichte eine neue Welle des jahrelangen Bürgerkriegs in Liberia die eine Million Einwohner zählende Hauptstadt Monrovia. Rebellen belagerten die Stadt und nahmen sie Ende August ein; kurz danach kamen internationale Friedenstruppen ins Land, um die Beendigung der Kampfhandlungen und die Verteilung von Hilfsgütern abzusichern. Die Salesianer Don Boscos sind seit 1979 in Liberia tätig und arbeiten in Pfarren und eigenen Don Bosco Zentren. Besonders wichtig ist die ganzheitliche Betreuung von ehemaligen Kindersoldaten. Die meisten Einrichtungen der Salesianer wurden während der Kampfhandlungen in Monrovia beschädigt und geplündert. Dennoch konnten sie lebensrettende Hilfe für die ärmsten unter den Kriegsopfern leisten und wurden zu wichtigen Partnern von Hilfsorganisationen bei der Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten. Jugend Eine Welt hat für den Wiederaufbau der Jugendarbeit in Monrovia und zur Unterstützung der Soforthilfe 20.000 Euro zur Verfügung gestellt.

In den „Don Bosco Nightshelter” finden Straßenkinder und entwurzelte Jugendliche Unterkunft.

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5.1.3.2. Südafrika: Ein neuer Anfang für jugendliche Straßenkinder „Unser Programm verlangt den Jugendlichen eine komplette Neuordnung ihrer Identität ab” erklärt Pater Patrick Naughton, der die „Don Bosco School of Life“ in Kapstadt leitet. In den 18 Monaten, die die unterschiedlichen Module insgesamt dauern, werden Jugendliche, die bis zu 10 Jahren auf der Straße gelebt haben und meist auch schon im Gefängnis waren, zu neuen Menschen. „Es ist ein großartiger Erfolg, dass 80 Prozent der Teilnehmer das gesamte Programm abschließen und nicht bei den offenen Toren hinausgehen, um mit ihrer „Gang” Drogen zu nehmen, Autos zu stehlen u.s.w.”

Sie haben es geschafft. Nach einem 18monatigen Spezialprogramm sind diese Jugendlichen reif für einen neuen Anfang abseits der Straße.

Der Erfolg basiert auf der Don Bosco Pädagogik, die auf den guten Kern jedes Menschen vertraut. Dieses Vertrauen ist für die meisten der jungen Burschen eine völlig neue Erfahrung, die sie im Laufe des Programms schätzen lernen und die ihnen die Kraft gibt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen und die ersten Schritte in eine eigenständige Zukunft zu machen. Bei Beendigung der „School of Life” erhalten die Jugendlichen einen amtlichen Personalausweis und ein Diplom für eine Berufsausbildung, das vielen unmittelbar den Einstieg in die Arbeitswelt ermöglicht.

Jugend Eine Welt hat 2003 die Straßenkinderarbeit der Salesianer Don Boscos in Kapstadt mit 10.000,– Euro unterstützt.

5.1.3.3. Nicaragua: Armutsbekämpfung durch Berufsausbildung Die Salesianer Don Boscos sind seit über 40 Jahren in der Berufsausbildung der Jugend in Nicaragua tätig. Das Ziel ist seit jeher die Integration von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien in den Arbeitsmarkt, um so zu einer nachhaltigen Armutsbekämpfung beizutragen. Dabei wird nicht nur auf die solide Kenntnis im jeweiligen Fachbereich (derzeit sind es 15 Berufsbilder) geachtet, sondern ein ganzheitliches Erziehungskonzept verfolgt. Um die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu fördern und ihre Verantwortungsbereitschaft für die Gemeinschaft zu stärken, werden Kultur- und Sportprogramme durchgeführt. Alle Aktivitäten versuchen dem Vorbild Don Boscos gerecht zu werden, der sagte: „Das Wohl der Gesellschaft beruht auf einer guten Erziehung.” Jugend Eine Welt finanziert mit Unterstützung der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten die Ausweitung des Lehrbetriebes und den Ankauf von neuen Maschinen: Die Hälfte der Projektkosten von 145.345,- Euro übernimmt Jugend Eine Welt.

Derzeit wird eine Ausbildung in 15 verschiedenen Berufsfeldern angeboten. Produkte der Stickerei sind in Österreich über EZA3 Welt zu beziehen.

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Diese Unterstützung versteht sich im besten Sinne als Hilfe zur Selbsthilfe, weil mit den neuen Maschinen und der besseren Computerausstattung die Selbstfinanzierung der Lehrbetriebe derart gesteigert werden kann, dass eine zukünftige Förderung der laufenden Kosten nicht notwendig sein wird. Als Beispiel sei der Produktionsbetrieb der Stickerei genannt, die auch für den Export z.B. individuell bestickte Poloshirts u. Kappen herstellt. In Österreich sind diese Artikel über die EZA 3. Welt GmbH zu beziehen.


5.2. Vermittlung von ausgewählten Projekten Nicht immer reichen unsere eigenen finanziellen Mittel, um alle wichtigen Projekte zu fördern, daher vermitteln wir auch ProjektpartnerInnen an andere Hilfsorganisationen. Wir stellen dazu die nötigen Hintergrundinformationen zur Verfügung, holen Meinungen unserer Don Bosco-Partner-Organisationen ein und bemühen uns um laufenden Kontakt zu den ProjektpartnerInnen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Partnerorganisationen von Jugend Eine Welt, die dazu beigetragen haben, dass das Leben junger Menschen gelingen kann! Wenn auch Sie Interesse an der Förderung eines ausgewählten Projektes haben, laden wir Sie ein sich auf unserer Homepage zu informieren: www.jugendeinewelt.at/projekte oder mit uns persönlich in Verbindung zu treten: JUGEND EINE WELT – Don Bosco Aktion Austria St. Veit-Gasse 25 A-1130 Wien/AUSTRIA Tel: ++43/1/87839-531 Fax: ++43/1/87839-515 E-mail: info@jugendeinewelt.at Internet: www.jugendeinewelt.at

Sie wollen ein Projekt fördern?

Rufen Sie uns an!

5.3. Volontariatseinsätze 5.3.1. Internationales Salesianisches Volontariat Das Volontariat ist ein wichtiger Aufgabenbereich von Jugend Eine Welt. Junge Menschen werden für und in ihrem Einsatz in Projekten der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in Lateinamerika, Afrika Asien und Osteuropa begleitet. Neben der Möglichkeit eines 14monatigen Freiwilligeneinsatzes, der als Zivilersatzdienst (Auslandsdienst gemäß § 12b ZDG) angerechnet wird, findet das Jahresvolontariat (12 Monate) besonders starken Zulauf. In geringem Umfang bietet Jugend Eine Welt auch ein Sommervolontariat (2 Monate) an. Beim Salesianischen Volontariat handelt es sich in erster Linie um einen Einsatz für die ärmeren und benachteiligten Kinder und Jugendlichen. Die VolontärInnen arbeiten, unter Anleitung und Begleitung einheimischer Fachkräfte in Bildungseinrichtungen, Berufsbildungsprojekten sowie in offenen Jugendzentren. Die VolontärInnen leisten unterstützende Lehrtätigkeit und engagieren sich in der Freizeitbetreuung und für die ganzheitliche Erziehung der Kinder. Die VolontärInnen leben und arbeiten in den Projekten der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern und sind aufgefordert, je nach Fähigkeiten und Ausbildung Mitverantwortung zu übernehmen. Die Rolle als Bezugsperson für die Jugendlichen vor Ort erfordert von den VolontärInnen viel Gespür für die Situation der Kinder und Jugendlichen, deren Umfeld von Armut und Marginalisierung gekennzeichnet ist.

Eine fundierte persönliche Auseinandersetzung und eine intensive Vorbereitung in Österreich auf den Auslandseinsatz ist wichtiger Bestandteil des Volontariatsprogramms von Jugend Eine Welt.

Die VolontärInnen bringen sich dabei mit ihren kulturellen und sozialen Erfahrungen über einen längeren Zeitraum ein, sodass Beziehungen entstehen und ein voneinander Lernen als Resultat gesehen werden kann. Diese gelebte Solidarität führt zu einer Vertiefung des Bewusstseins für die „Eine Welt”.

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Ziele des Volontariatseinsatzes: ◆ Jungen Menschen die Gelegenheit bieten, die Situation benachteiligter Kinder und Jugendlicher kennenzulernen und durch den persönlichen Kontakt sowie das miteinander Leben für eine bestimmte Zeit, konkret solidarisch zu handeln. ◆ Persönliches Erfahren von Alltagssituationen in den Einsatzländern sollen die VolontärInnen sensibilisieren und motivieren für ein konkretes entwicklungspolitisches Engagement in Österreich ◆ Kinder und Jugendliche aus den Zielländern erhalten durch den Kontakt zu VolontärInnen die Möglichkeit, ihrerseits bestehende Vorurteile gegenüber EuropäerInnen abzubauen. ◆ Aufwertung der ehrenamtlichen Tätigkeit im gesellschaftlichen Leben in den Einsatzländern und in Österreich. ◆ Zurückgekehrte VolontärInnen sollen durch ihre Erfahrungen auch in Österreich zu MultiplikatorInnen für entwicklungspolitische Arbeit und Solidarität werden.

5.3.2. Voraussetzungen: ◆ Mindestens einjährige Vorerfahrung in der Leitung von Kinder- und Jugendgruppen ◆ Gute Grundkenntnisse in der Sprache des jeweiligen Einsatzlandes ◆ Die Bereitschaft für eine längere Vorbereitungszeit in Österreich ◆ Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit Land, Projekt und Kultur ◆ Bereitschaft für einen Einsatz in einem Projekt der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos bzw. der Don Bosco Schwestern ◆ Mindestalter: 19 Jahre Der Großteil unserer VolontärInnen kommt aus dem Bereich der kirchlichen Jugendarbeit. Diese KandidatInnen bringen Erfahrungen mit, die sie in der Jungschar und Jugendarbeit erworben haben, und die ihnen in der konkreten Arbeit im Einsatz von großem Nutzen sind.

5.3.3. Informationen für InteressentInnen und Auswahl der VolontärInnen Bei Erstanfragen werden InteressentInnen an unsere Homepage verwiesen, die unter dem Menüpunkt „Volontariat” die wichtigsten Informationen gibt und Bewerbungsunterlagen zur Verfügung stellt. Im Jahr 2003 wurden allein im Don Bosco Haus in Wien 5 Diavorträge von Jugend Eine Welt zur Information von Interessierten veranstaltet. Darüber hinaus haben VolontariatsrückkehrerInnen in ihrem privaten Umfeld Informationen weiter gegeben und Diavorträge abgehalten. Für jene InteressentInnen, die sich bereits schriftlich beworben hatten, fanden 3 ganztägige Informationstage in Wien statt, die für die BewerberInnen die Möglichkeit boten, sich aufgrund zahlreicher Informationen und persönlicher Gespräche ein Bild zu machen und eine Entscheidung zu treffen. Für das Team von Jugend Eine Welt sind diese Treffen – als Ergänzung zu den schriftlichen Bewerbungsunterlagen – ein wichtiger und notwendiger Schritt in der Auswahl der KandidatInnen. Insgesamt haben sich im gesamten Jahr 181 BewerberInnen angemeldet. An den Infotagen haben jeweils zwischen 25 und 30 Interessierte teilgenommen.

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5.3.4. Vorbereitung Um für alle Beteiligten eine möglichst positive Entwicklung des Einsatzes zu gewährleisten, ist es unerlässlich, neben den Vorabsprachen mit den ProjektpartnerInnen in den Einsatzländern die VolontärInnen bereits in Österreich so gut als möglich auf die bevorstehende Herausforderung im Einsatz vorzubereiten. Im Jahr 2003 wurden 2 Vorbereitungskurse in Modulform abgehalten. Diese an drei Wochenenden stattfindende intensive Gruppenvorbereitung wird großteils von ehemaligen VolontärInnen ehrenamtlich vorbereitet und durchgeführt. Insgesamt haben in diesem Jahr 31 Personen an den Vorbereitungskursen teilgenommen. Die Vorbereitung ist für die VolontärInnen verpflichtend. Die Module sind wie folgt: 1. Wochenende: interkulturelles, entwicklungspolitisches Lernen, eigene und fremde Werte erkennen, Literatur zu Straßenkinderproblematik und Don Bosco, Anregungen zur entwicklungspolitischen Auseinandersetzung. 2. Wochenende: Don Bosco und seine Pädagogik, Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Don Boscos, Umsetzung seiner Arbeit in das Heute, Umgang mit Kindern in der heutigen Zeit, Straßenkinderproblematik in den diversen Einsatzländern. 3. Wochenende: Organisation – Eigenverantwortung, Abrunden und Vorbereiten der Ausreise, Überprüfen der Sprachkenntnisse, Präsentation von themenspezifischen Referaten zu den Einsatzgebieten und Spezialthemen. Ein Grundprinzip der Vorbereitung ist, die Eigenverantwortlichkeit der VolontärInnen zu fördern, indem alle TeilnehmerInnen Beiträge zum Gruppengeschehen leisten und die Erfahrungen und Erkenntnisse ausgetauscht und weitergegeben werden. Jugend Eine Welt beginnt bereits nach positiver Auswahl der KandidatInnen die Suche bzw. Absprache mit den PartnerInnen bezüglich geeignetem Einsatzplatz. Nach Feststehen des Einsatzlandes werden die VolontärInnen angehalten, die persönliche Vorbereitung, wie das Erlernen bzw. Auffrischen oder Vertiefen der jeweiligen Landessprache, das Einholen von Informationen zu Einsatzland und Projekt etc. in Angriff zu nehmen. Die Entwicklungspolitische Woche steht am Ende der gemeinsamen Vorbereitung auf das Volontariat. In dieser Woche werden vorrangig entwicklungspolitische Elemente eingebracht, wie z.B. Weltbevölkerung, Globalisierung, Geschichte der Entwicklungzusammenarbeit und Entwicklungspolitik etc. Der offizielle Abschluss der Vorbereitung der VolontärInnen wird in der Sendungsfeier gesehen. Zu dieser Feier werden Eltern und Bekannte der VolontärInnen eingeladen. Sie erhalten Informationen zu den verschiedenen Einsatzprojekten von Jugend Eine Welt und lernen die MitarbeiterInnen des Vereins kennen. In einer gemeinsamen Messfeier werden die VolontärInnen „ausgesendet”. Nach dieser Sendungsfeier erfolgt, in Absprache mit den ProjektpartnerInnen, die Ausreise zu den jeweiligen Einsatzorten. Mittelaufbringung Für die notwendige Sensibilisierung, Auswahl, gezielte und fundierte Vorbereitung, Reisemanagement, Versicherungswesen, Einsatzbegleitung sowie Nachbereitung und Begleitung nach der Rückkehr vom Einsatz entstehen Jugend Eine Welt Kosten, die durch Förderungen und Spenden aufgebracht werden müssen. Um inhaltlich und organisatorisch diese Einsätze bestmöglich abzuwickeln, hat Jugend Eine Welt ein Büro, in dem sich eine Mitarbeiterin im Ausmaß von 40 Stunden um die Abwicklung dieser Aufgaben annimmt. Jugend Eine Welt ist bei der Finanzierung dieser Stelle auf Spenden und Förderungen angewiesen. Gemeinsam mit den VolontärInnen werden Sponsoren gesucht, die teilweise die direkten Einsatzkosten (Versicherungen etc) übernehmen, teilweise auch das Volontariatsprogramm mitfinanzieren. Im Jahr 2003 konnten auf diese Weise insgesamt ca. 20% der Kosten für das Volontariat aufgebracht werden.

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5.3.5. Orte der Projektdurchführung: Im Jahr 2003 wurden in folgenden Projekten Volontariate durchgeführt: (ZED= Zivilersatzdienst, VOLJ = Jahresvolontariat, VOLS= Sommervolontariat) ◆ Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Tijuana, MEXIKO, (ZED, VOLJ, VOLS) ◆ Straßenkinderprojekt in Quito, Sto. Domingo, Esmeraldas und Ambato, ECUADOR, (ZED und VOLJ) ◆ Berufsbildungszentrum Sunyani, GHANA, (ZED) ◆ Straßenkinderprojekt in Kinshasa, Dem. Rep. KONGO, (VOLJ, VOLS) ◆ Straßenkinderprojekt in St. Petersburg, RUSSLAND, (VOLS) ◆ Schul- und Jugendzentrum in Libreville, GABUN, (VOLJ) ◆ Schulzentrum und Waisenhaus für Mädchen in Lusaka, SAMBIA, (VOLJ)

Doris Buchmayr als Jahresvolontärin im Einsatz in Libreville (Gabun).

5.3.6. Nachbereitung des Einsatzes Nach der Rückkehr aus dem Einsatz kommen die VolontärInnen zu ausführlichen Gesprächen ins Volontariatsbüro, berichten von ihren Erfahrungen, und geben Anregungen für ihre Nachfolger. Hier ist auch die Möglichkeit, Veränderungsvorschläge für die Vorbereitung zu machen. Als gruppenorientierte Nachbereitung wurde im Jahr 2003 ein Wochenendseminar abgehalten, in dem zurückgekehrte VolontärInnen ihre Erfahrungen austauschen und mit weiteren ehemaligen VolontärInnen besprechen konnten.

5.4. VolontärInnen berichten vom Einsatz Die nachstehenden Beiträge sind Ausschnitte aus Berichten von VolontärInnen. Sie zeigen die Vielfalt der Aufgaben und Tätigkeiten während eines Einsatzes, Beobachtungen und Arbeitsweisen auf.

5.4.1. Sommervolontariat Auszug aus dem Bericht von Dagmar Weidinger aus Linz Sie war vom 27.6. bis 13. 8. 2003 im Projecto Salesiano Tijuana (Mexiko) auf Einsatz Ich verbrachte meinen sechswöchigen Arbeitseinsatz im Oratorium „La Lupita”, das sich an der Grenzlinie zwischen den beiden Stadtvierteln Cumbres und Flores Magon befindet. Unsere Aufgabe war es am sogenannten „Repaso escolar” als Lehrer mitzuwirken. Der Repaso escolar, der jeden Tag in zwei Einheiten am Vormittag organisiert war, bot ca. 210 Kindern zwischen 5 und 17 Jahren die Möglichkeit den Schulstoff des vergangenen Jahres zu wiederholen. Nach der Mittagspause, die von den Kindern zumeist genutzt wurde, um zu ihren Familien zum Mittagessen nachhause zu gehen, begannen um 16.00 Uhr die Freizeit-Workshops. Diese erstreckten sich von sportlichen Aktivitäten (Volleyball, Fußball, Basketball) über künstlerische Tätigkeiten (Theater, Tanz) bis hin zu Bastelstunden. Als Lehrer bzw. Kursleiter fungierten nicht nur die Volontäre sondern vor allem zahlreiche Hausfrauen sowie Jugendliche aus den beiden Stadtvierteln. Das Kursangebot richtete sich demzufolge stark nach den persönlichen Vorlieben und Kenntnissen beider Gruppen.

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Über den Umweg der Kinder konnte ich auch noch eine weitere sehr interessante Beobachtung machen, die ich gerne erzählen würde. Wir ließen die Kinder oft mit Farbkreiden auf dem Fußballplatz zeichnen. Einmal kamen auch einige Jugendliche hinzu, die sonst nicht ins Oratorium kommen und aufgrund ihrer problematischen Verhältnisse, wohl auch weniger gerne dort gesehen werden. In Tijuana allgemein als „cholos” bekannt, handelt es sich hierbei um Jugendliche, die zumeist aus schwierigen Familien kommen, selbst Alkoholprobleme oder Depressionen haben und oft keine Arbeit finden. Abends trifft man sie gemeinsam herumlungernd in den Straßen. Nicht selten sind auch sie der Anlass für Prügeleien zwischen den beiden Stadtvierteln Flores und Cumbres. Eben diese Jugendlichen griffen nun neben den Kindern auch zu den Farbkreiden und begannen am Boden zu zeichnen. Wie erstaunt war ich zu sehen, wie innerhalb kürzester Zeit beeindruckende Zeichnungen auf dem Asphalt entstanden. Im Gespräch mit einem der Jugendlichen stellte sich heraus, dass er bereits 20 Jahre alt sei und gerne eine Ausbildung in künstlerischer Richtung machen würde, aber eben nicht die Möglichkeit dazu hätte. Ich erfuhr, dass er nicht der einzige sei, der sich gerne auf diese Art und Weise ausdrücken würde. Als Sommervolontär sind einem natürlich die Hände gebunden – rein zeitlich gesehen schon lässt sich in sechs Wochen wenig für diese Jugendlichen tun. Außerdem sieht man sich mit einer Vielzahl an Vorurteilen gegen diese Gruppe konfrontiert, die es erst einmal zu überwinden gälte – eine Aufgabe, die jedoch bestimmt ganz im Sinne Don Boscos wäre! Abschließend möchte ich mich bei allen, die dieses Volontariat durch ihren – wiederum oft freiwilligen – Einsatz möglich machten, bedanken. Ich meine im besonderen Brigitta und Petrus, die immer auf den Vorbereitungswochenenden für uns da waren und nie müde wurden unsere Fragen zu beantworten. Vor allem aber möchte ich ihnen danken für ihr Vertrauen, dass sie uns schenkten, dass uns ein solcher Einsatz gelingen kann. Danke auch an Lisi und Margit, die nicht nur drei sehr informative sondern vor allem auch lustige und gemeinschaftsfördernde Wochenenden organisierten: erst im Projekt lernte ich wirklich zu schätzen, wie wertvoll diese Gemeinschaft sein kann

Dagmar Weidinger beim Basteln mit Kindern während ihres Sommereinsatzes 2003 in Tijuana (Mexiko).

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5.4.2. Jahresvolontariat Auszug aus dem Bericht von Monika Juranek aus Innsbruck Sie ist seit 10.9.2003 auf Einsatz im Projekt „City of Hope” der Don Bosco Schwestern in Lusaka (Zambia) Die Idee ein Center für „Mädchen in Gefahr” (girls at risk) wurde im Jahre 1993 geboren und 1995 wurde City of Hope eröffnet. Anfangs gab es nur eine einfache Unterkunft für 4 oder 5 Mädchen und die Don BoscoSchwestern. Mit der Zeit wurde das Projekt jedoch ausgebaut und besteht jetzt aus: 1. einem „Waisenheim” 2. einer Schule und 3. einem Ausbildungszentrum für verschiedene Berufe. Für all das wurden Häuser gebaut. Dazu gibt es noch eine Halle, den Konvent und Häuser für die Volonäre. Wenn man das Projekt nun betrachtet, kann man sich kaum vorstellen, wie viel in dieser relativ kurzen Zeit geschaffen wurde. Momentan befinden sich ca. 80 Mädchen im „Waisenheim”, wobei die Zahl der Mädchen, um welche sich die Schwestern von City of Hope kümmern, weit größer ist. Die Schule wird von 580 Mädchen und 230 Buben besucht. Im Ausbildungszentrum wurden 58 junge Frauen in den Kursen Landwirtschaft, Nähen und Hausverwaltung unterrichtet. Im nächsten Jahr werden auch ein paar junge Männer aufgenommen werden. Das Hauptziel von City of Hope ist, jungen Menschen Hoffnung und Zukunftsperspektiven zu schenken. Das wird durch Liebe, Vertrauen und vor allem harte Arbeit umgesetzt. Im Waisenheim Mein Arbeitsfeld, meine Aufgaben und die damit verbundenen Kompetenzen werden Großteils von mir selbst bestimmt. Sr. Maria lässt mir bei der Auswahl der Aktivitäten mit den Kindern vollkommen freie Hand. Die einzige Bedingung ist, dass die 9 kleinen Mädchen (Alter 7 bis 11) von 14:00 bis 16:00 Uhr beschäftigt werden sollten. So arbeite ich also, versuche verschiedene Aktivitäten von Bänder knüpfen bis zum Ein-Mal-Eins und verfolge das Hauptziel, das ich mir selbst gesetzt habe: Den Mädchen die Nähe und Wärme zu vermitteln, die ihnen so oft vollkommen fehlt. Ich empfinde die eigentlichen Aktivitäten oft als nebensächlich und das Beschäftigen mit den Mädchen als vordergründig. Bei all meinem Idealismus ist das jedoch immer wieder schwer, denn es gibt viele kulturelle Unterschiede. Auch die Sprache stellt immer wieder eine Barriere dar. Mein Sprachproblem Meine anfängliche Freude in ein englischsprachiges Land gekommen zu sein, ist schon in der ersten Woche verflogen: Ich verstand kein Wort. Auch wenn ich mich selbst nie als Englischgenie angesehen habe, war ich doch der Ansicht, dass ich mehr verstehen sollte, aber dieses afrikanische Englisch ist zum Durchdrehen. Inzwischen bin ich soweit, dass ich viel verstehe, aber trotz allem gibt es genügend Kommunikationsprobleme – vor allem hab ich Verständigungsschwierigkeiten mit jenen, die gar kein Englisch sprechen und das sind leider viel zu viele. In Lusaka besteht nicht eine Sprache, sondern eine tolle Mischung aus den 72 Nationalsprachen.

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Monika Juranek beim Unterrichten.


5.4.3. Zivilersatzdienst nach § 12 b ZDG Auszug aus dem Bericht vom Zivilersatzdienst vom 20.10.2002 bis 20.12.2003 im Berufsbildungsprojekt in Sunyani (Ghana) von Thomas Weissensteiner aus Seekirchen Das Don Bosco Training Centre ist ein Berufsausbildungszentrum für ca. 300 jugendliche Ghanaerinnen und Ghanaer, welche während ihres 2jährigen Aufenthalts die Grundlagen des von ihnen gewählten Berufsbildes erlernen. Angeboten werden die Ausbildungszweige Metallverarbeitung, Tischlerei, Bautechnik, Batik-Workshop, Kente-Stoffherstellung, Graphics & Arts und Typing and Computing. Neben der Ausbildung der Jugendlichen steht als weiteres großes Ziel auch die Wirtschaftlichkeit dieser privaten Institution, wozu jede Abteilung ihren Beitrag leisten muss. Dadurch wird ermöglicht, das Schulgeld niedrig zu halten, weshalb auch den ärmsten Schülern der Weg zu einer Schul- und Berufsausbildung offen steht. Don Bosco Vocational Training Centre – Metal Works In der Abteilung, in der ich tätig bin – der Metallverarbeitung – sind momentan (Schuljahr 2003) 28 Schüler, die sowohl im theoretischen als auch im praktischen Bereich ausgebildet werden. 7 Schüler sind im zweiten Lehrjahr und 21 befinden sich im ersten Ausbildungsjahr. Im Ersten Jahrgang unterrichte ich Technisches Zeichnen, wo die Schüler die Grundbegriffe und Grundnormen einer Technischen Zeichnung lernen. Der Gegenstand ermöglicht es, den Unterricht an der Tafel sehr anschaulich und bildnerisch abzuhalten. Die Schüler zeichnen natürlich auch selbst bei den Übungen mit, so dass man am Ende meistens ein recht schönes Ergebnis erhält. Auch der zweite Jahrgang wird von mir in Technischem Zeichnen unterrichtet. Hier wurde der Unterricht im dritten Trimester von einem frontalen zu einem projektorientierten Unterricht umgestellt. D.h. die Schüler arbeiten selbständig an von mir vorbereiteten Übungsprojekten, erstellen Werkstättenzeichnungen, entwerfen ihre eigenen Möbel und Tore und berechnen für diese realistische Kostenvoranschläge. Am Ende jedes Projekts findet eine kleine Präsentation vor der Klasse statt. Diese Unterrichtsart hat sich in den letzten Monaten sehr bewährt, da die Kreativität und Selbstständigkeit der Schüler sehr gefördert wird.

Metallverarbeitung ist einer der Berufsausbildungszweige der in Sunyani in Ghana jungen Menschen bessere Zukunftsperspektiven gibt.

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Die Vorbereitung der Stunden, die Korrektur der Tests und Hausaufgaben beansprucht einen beachtlichen Zeitaufwand, da für jede unterrichtete Periode (80 Minuten) ein so genannter „lesson plan” angefertigt werden muss. Eine wichtige Aufgabe liegt immer noch darin, dem ersten und zweiten Jahrgang praktische Fähigkeiten zu vermitteln und Produkte aller Art für die Schule und für externe Kunden herzustellen. [...] In den letzten Monaten war es eine meiner großen Aufgaben, den Produktionsablauf etwas zu digitalisieren und einen Lehrer und einen Arbeiter am Computer einzuschulen. Werkstattzeichnungen, Kostenvoranschläge und andere Formulare werden nun am Computer angefertigt und archiviert. Das brachte am Anfang zwar keinen Zeitgewinn, ist aber auf längere Sicht sehr wichtig. Da die Pädagogik Don Bosco’s nicht nur die Ausbildung von jungen Leuten, sondern auch die Freizeitgestaltung inne hat, gibt es in der Schule eine Sports- and Entertainment Commission, die auf dem Fußballplatz sowie auf den 2 Volleyball- und Basketballplätzen ständig nach Schulschluss Programme organisiert und durchführt.

Auszug aus dem Bericht von Georg Krizmanics aus Baden der von 27.11.2002 bis 27.1.2004 im Straßenkinderprojekt der Salesianer Don Boscos in Ecuador mitgearbeitet hat Seit etwa 20 Jahren schafft das Proyecto Salesiano „Chicos de la Calle” mit der Institution „Accion Guambras” Anlaufstellen und Jugendzentren, um eine bessere Unterstützung der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Die „Accion Guambras” stellt dabei eine weitere Kommunikations- und Informationskomponente in der Verknüpfung der verschiedenen Lebensbereiche der Kinder dar. Die Erzieher agieren als Vermittler, bzw. Bindeglied zwischen den schulischen, familiären und beruflichen Aktivitäten der Kinder, was durch ihre Präsenz in der unmittelbaren Umgebung der Jugendlichen ermöglicht wird. Es wird somit eine systematische und professionelle Unterstützung, bzw. Begleitung im schulischen, familiären sowie beruflichen Bereich gewährleistet. Derzeit gibt es in Quito 5 Jugendzentren bzw. Anlaufstellen für Kinder, die von den Salesianern betreut werden. Eines befindet sich im Norden der Stadt am „Mercado Iñaquito”, ein weiteres im Zentrum von Quito, das als Herberge und Wohnstätte für obdachlose Kinder fungiert. Ferner gibt es ein Zentrum am „Terminal Terrestre” (Busbahnhof). Im Stadtteil „La Marin”, der eine wichtige Drehscheibe für den stadtinternen Busverkehr ist, befindet sich ebenfalls ein „Centro de Referencia”. Im Stadtviertel „Chillogallo”, wurde im Frühjahr diesen Jahres ein neues Zentrum in Betrieb genommen. Ergänzend zu diesen Jugendzentren ist Quito in Sektoren aufgeteilt, denen jeweils ein Erzieher zugeteilt ist. In der Regel fallen auf einen Erzieher ca. 200 zu betreuende Kinder. Ich arbeite gemeinsam mit dem Erzieher Benjamin Pinto, am „Terminal Terrestre – Cummanda” (Busbahnhof). Benjamin ist dort bereits seit etwa drei Jahren tätig. Meine Begleittätigkeit besteht darin, im Jugendzentrum „Estacion 21” am Terminal für die Kinder da zu sein. Hauptklientel dabei sind Schuhputzerkinder („Betuneros”) und Straßenverkäuferkinder („Voceadores”), die am Terminal selbst arbeiten, aber nicht zur Schule gehen, sowie Kinder die zur Schule gehen und arbeiten, in den eben genannten Berufen, ebenfalls großteils am Terminal.

Schuhputzer-Kinder am Busbahnhof von Quito sind die Zielgruppe der Don Bosco-Streetworker.

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Die Kinder kommen in die Station um zu spielen, einmal eine kurze Auszeit zu nehmen vom harten Alltagsleben. Die Station stellt dabei für sie einen neutralen, sicheren Ort da, an dem sie sich, ohne Angst vertrieben oder misshandelt zu werden, in Ruhe aufhalten können. Ich verborge Spielsachen, bzw. spiele selbst mit den Kindern und kann somit meinen Einfluss auf sie geltend machen.


Über Spiele ist es sehr leicht den Kindern Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens zu vermitteln. Außer zum Spielen kommen die Jugendlichen auch um ihre Hausaufgaben zu machen. Ich helfe ihnen dabei und gebe Nachhilfe, wo sie noch Probleme haben. Das Projekt schenkt aber nicht nur den Kindern besonderes Augenmerk, sondern der ganzen Familie, denn eine Verbesserung der Situation des Einzelnen, kann nur durch die Verbesserung der Gesamtsituation, in diesem Fall der Familie erreicht werden. Um dies zu erzielen, veranstalten wir monatlich einen „Taller de Padres de Familia” (Workshop für Eltern). [...] Die Themen bereiten wir mit Unterstützung von Medien auf und behandeln sie dann in Form von Brainstorming und Diskussionen, sodass Probleme erkannt und analysiert, als auch Lösungsvorschläge gefunden werden können. Gleichzeitig organisieren wir auch monatlich einen Workshop mit den Kindern und versuchen somit einen „learning by doing – Prozess” einzuleiten, der sich nicht nur auf unsere Präsenz beschränkt, sondern auch im Alltagsleben seine Fortsetzung findet. Schließlich und endlich muss jeder für sich selbst die Entscheidung treffen, ob er eine Veränderung bzw. Verbesserung wünscht, aber auch bereit ist, etwas dafür zu leisten. Unser Teil der Arbeit besteht darin, den Familien die Werkzeuge zur Lösung ihrer Probleme in die Hand zu geben und sie im Lösungsprozess zu begleiten, bzw. zu animieren: „Wo ein Wille, da auch ein Weg!” Aus einem E-Mail von Sophia Mayer, seit Juli 2003 auf Einsatz in Tijuana Mexiko

in jedem menschen seinen schmerz zu sehen sein leid seine hoffnungslosigkeit und seine einsamkeit das tut weh das macht einen traurig macht einen hart

noch so gut wie gar nichts vom leben weiß lasst einen in ein leeres loch fallen und verzweifelt nach der starken hand suchen die einem halt gibt obwohl man doch selbst diese einem hinhalten sollte

in jedem menschen seine fröhlichkeit zu sehen seine ausgelassenheit seine lebensfreude und seine stärke das ist schön das macht einen glücklich macht einen frei sich selbst zu sehen in dieser welt mit seinen problemen seinen gedanken und seinen gefühlen das ist fast unverständlich das macht einen nachdenklich macht einen klein lasst einen spüren dass man aus einer anderen welt kommt ein anderes leben gelebt hat, lebt und immer leben wird dass man obwohl man viel studiert hat

Alle Informationen zum Volontariat finden Sie auch auf unserer Homepage:

www.jugendeinewelt.at Jahresbericht J1W 2003

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6. Bildungs- und Informationsarbeit Homepage Jugend Eine Welt hat eine eigene sehr informative, ständig aktualisierte Homepage, die unter www.jugendeinewelt.at abrufbar ist. Die Homepage bietet Basisinformationen zum Verein, Projektinformationen, Pressemeldungen, einen Shop, Links und vor allem auch Informationen für Personen, die am Volontariat interessiert sind. Weiters betreut Jugend Eine Welt seit Herbst 2001 die Homepage www.strassenkinder.at. Sie bietet Hintergrundinfos zum Thema Straßenkinder und soll vor allem auch PädagogInnen wertvolle Tipps für die Verwendung im Unterricht, bei Workshops oder ähnlichen Aktionen bieten. Auf der Seite www.schwabenkinder.at, die von Jugend Eine Welt im Jahre 2003 eingerichtet wurde, finden sich Informationen zur Kampagne „Damals Schwabenkinder - heute Straßenkinder”. Das Schicksal der einstigen Kindersklaven, die noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Westösterreich in den Allgäu und nach Oberschwaben gezogen sind um zu arbeiten, wiederholt sich noch heute bei den Straßenkindern in den großen Städten armer Länder. Präsenz im Fernsehen Insgesamt 28 Mal wurde Jugend Eine Welt und Don Bosco in elektronischen Medien (TV, Radio, exkl. Internet) thematisiert. Dazu zählen Beiträge im ORFReligionsmagazin „Orientierung”, verschiedene Sendungen auf Ö1 und Ö3 und Beiträge auf Privatradiostationen (z.B. Life Radio, Radio Arabella). 16. März 2003: ORF 2, (Wiederholung am 17. April 2003), Orientierung: „Ecuador - Moderne Schwabenkinder”, Beitrag von Klaus Ther, 6 Minuten. 18. Mai 2003: ORF 2, (Wiederholung am 19. Mai 2003), Orientierung: „Kapstadt – Wege von der Straße”, Beitrag von Marion Mayer-Hohdah,11 Minuten. 20. August 2003: ORF 1, Live-Übertragung des Fußballspiels Österreich – Costa Rica: Vorstellung der Aktion „Fußball für Straßenkinder” durch Robert Seger. 1. November 2003: ORF 2: Feierabend „Don Bosco Chancen fürs Leben”, Beitrag von Christian Rathner, 20 Minuten

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Videos Jugend Eine Welt bietet zum besseren Einblick in internationale Projekte und in die Arbeit der VolontärInnen und Zivilersatzdiener zahlreiche Videos, die sich Interessierte auf Anfrage gerne ausborgen können. Radioberichte (Auswahl) In mehreren Radiosendern wurde über Jugend Eine Welt berichtet. Darunter Ö1, Ö3, Radio Stephansdom, Radio Arabella, Radio Vatikan, Radio Maria und Life Radio. Hier eine Auswahl: 16. März 2003: Life Radio (Oberösterreich), Berichterstattung über Zivildienst in Tijuana 25. März 2003 : Religion aktuell (bundesweit), Interview mit Br. Raymundo Mesquita 17. Juli 2003 : Radio Stephansdom (Wien), Thema, „Bruder Günter Mayer” 22. Juli 2003: Religion aktuell (bundesweit), Liberia 20. August 2003: Radio Arabella (Wien), Interview mit Reinhard Heiserer, Verlosung von Don Bosco Fußbällen Dezember 2003: Ö3 (bundesweit), Versteigerung eines Don Bosco Fußballes 18. Dezember 2003: Religion aktuell (bundesweit): Interview mit P. Thomas Astan Präsenz in Printmedien In mehreren Zeitungen und Zeitschriften wurde über die Arbeit und die Projekte von Jugend Eine Welt berichtet. Beiträge erschienen unter anderem in den Printmedien Kurier, Kronen Zeitung, U-Express, Neues Volksblatt, Tiroler Tageszeitung, Oberösterreichische Nachrichten, Kirchenzeitungen, Alle Welt, Südwind Magazin, Niederösterreichische Nachrichten, Oberösterreichische Rundschau, Wiener Bezirksblatt uvm. Hier eine Auswahl: Kathpress, 4. April 2003: „Weihbischof würdigt Einsatz für Straßenkinder” U-Express, 8. April 2003: „Ein Mönch malt für Straßenkinder” Kronen Zeitung, 16. April 2003: „Alles für die Kinder” Oberösterreichische Rundschau, 6. Juli 2003: „Eferdinger in Ghana” Oberösterreichische Nachrichten, 19. August 2003: „Vom Kaufmann zum Missionar” Kurier, 20. August 2003: „Costa Rica: Aktion für Straßenkinder” Wiener Bezirkszeitung, August 2003, „Hilfe für Liberia” Austria Presse Agentur, 27. August: „Kinderprostitution in Gabun: Ausbildung als Ausweg” Neues Volksblatt, 09. Dezember: „Waisenkinder in Afrika freuen sich schon auf „Tante Sarah” Kirchenzeitung Kärnten, 14. Dezember: Herbergsuche im Armenviertel Medienberichterstattung über Jugend Eine Welt 2003 Im Jahr 2003 erreichte Jugend Eine Welt 224 Presseclippings. Diese streuen sich von Tages- über Wochenzeitungen bis zu Special Interest-Medien. Thematisch konnten Gespräche mit Don BoscoPersönlichkeiten (Bsp: Bruder Günter Mayer, Missionar in Ghana) und die Kampagne „Fußball für Straßenkinder” punkten.

Jahresbericht J1W 2003

29


Spenderzeitung „Don Bosco Weltweit” Das Wirken der Salesianer Don Boscos in der heutigen Zeit aus dem Grundverständnis der Pädagogik und Spiritualität Don Boscos heraus wird in der regelmäßig erscheinenden Zeitung „Don Bosco Weltweit” dargestellt. Mindestens sechs mal jährlich informiert Jugend Eine Welt seine Förderer und InteressentInnen mit diesem Infoblatt über Projekte, die finanzielle Unterstützung von Jugend Eine Welt erhalten. Mit der Berichterstattung über die aktuelle Situation in unterschiedlichen Don Bosco Einrichtungen auf der ganzen Welt ist immer auch ein Spendenaufruf verbunden. Ebenso wird über besondere Spendeninitiativen von Gruppen und Einzelpersonen und die erreichten Erfolge durch unsere Unterstützung berichtet.

Info-Stände bei Veranstaltungen Durch Partnerschaften und Vernetzung im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit erhält Jugend Eine Welt immer wieder die Möglichkeit bei Veranstaltungen einen Informationsstand zu betreuen, um über die Projektarbeit, die Kampagnen und das Volontariatsprogramm zu informieren. Im Jahr 2003 war Jugend Eine Welt u.a. beim Südwind Straßenfest der Südwind Buchwelt in Wien, bei der Fußballaktion „MYSA meets Jungschar” in Oberösterreich, beim Upper Austria Cup in Wels, beim Straßentheaterfestival „La Strada“ in Graz, bei der Eröffnung der neuen MIVA-Zentrale in Stadl Paura und beim Fair is Fun-Day an der Wiener Wirtschaftsuniversität vertreten. Workshops im Rahmen der „Fairen Wochen” Im Dezember 2003 wurden in Wien zum zweiten Mal „faire Wochen” veranstaltet – eine Reihe von Bildungsangeboten und Veranstaltungen rund um den Fairen Handel. Gemeinsam mit ReferentInnen der Südwind Agentur wurden an 10 Wiener Schulen Workshops zum Thema Fußball und Fairness abgehalten. Auch die Jugend Eine Welt-Kampagne „Fußball für Straßenkinder” wurde jeweils vorgestellt.

Diavorträge von VolontariatsrückkehrerInnen Auch im Jahr 2003 fanden wieder Diavorträge von den zurückgekehrten VolontärInnen in verschiedenen Orten in Österreich statt. Neue InteressentInnen für einen Volontariatseinsatz konnten dadurch einen ersten Einblick gewinnen. Diese Vorträge sind eine besondere Art der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, denn hier wird auf sehr persönliche Weise die Möglichkeit vorgestellt, mit konkretem solidarischen Handeln die Welt mitzugestalten.

Informations- und Vorbereitungstreffen für neue VolontärInnen Neben den drei Informationstagen in Wien für Interessierte am Volontariat gab es im Jahr 2003 auch wieder Vorbereitungstreffen für die tatsächlichen KandidatInnen am Volontariat. Pro Jahr gibt es 2 Vorbereitungskurse, die jeweils mit einer „entwicklungspolitischen Woche” abgeschlossen werden.

Aktuelle Neuigkeiten und Termine können unserer Homepage entnommen werden:

www.jugendeinewelt.at 30

Jahresbericht J1W 2003


7. Durchgeführte internationale Finanzierungsprojekte 2003 Land

Kategorie

Projekt-Nr.

Projekt-Kurzbeschreibung

Projektpartner/ Antragsteller

Argentinien Äthiopien Äthiopien

P K E

ABB-02-7066 AET-00-7010 AET-02-7016

P. José Kindslehner Br. Cesare Bullo

14.000,00 35.000,00

Br. Cesare Bullo

29.072,68

Belgien

P

BEN-03-7001

Bolivien

E

BOL-03-7067

Brasilien

E

BBH-02-7070

Missionsarbeit P. Kindslehner, Trelew Dürrekatastrophenhilfe Äthiopien Jugendsozialarbeit und Gewaltprävention, Gambela Soziale Jugendarbeit allgem. Beihilfe Don Bosco Youth Net, Oud-Heverlee Nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen durch landwirtschaftliche Ausbildung, Escoma Hilfe für straffällige Jugendliche, Urucum

Brasilien

E

BCG-00-7060

Chile Ecuador

P E

CIL-03-7024 ECU-00-7027

Ecuador

E

ECU-01-7019

Ecuador

E

ECU-01-7020

Ecuador Ecuador

E E

ECU-01-7026 ECU-01-7027

Ecuador Ecuador

E E

ECU-01-7033 ECU-01-7059

Ecuador

E

ECU-01-7060

Ecuador

E

ECU-01-7061

Ecuador

E

ECU-01-7063

Ecuador

P

ECU-01-7088

Ecuador

E

ECU-01-7091

Ecuador

E

ECU-02-7008

Ecuador

E

ECU-02-7032

Ecuador

E

ECU-02-7038

Ecuador

E

ECU-03-7008

Ecuador

E

ECU-03-7009

Ecuador

E

ECU-03-7010

Ecuador

E

ECU-03-7018

Guido Stoop

P. Dino Oselladore Br. Raymundo Mesquita Straßenkinderbetreuung in Campo Grande P. Carlos Rey Estremera Kauf Fahrzeug, Santiago P. Rodrigo Carranza Hilfe für Straßenkinder und benachteiligte Jugendliche in Esmeraldas Br. Sandro Gavinelli Unterstützung für bedürftige Jugendliche, Quito P. Javier Herrán Unterstützung für bedürftige Jugendliche, Zumbagua P. Luis Ricciardi Bau von Oratorien in Esmeraldas P. Javier Herrán Bau von Unterkunft für Waisenkinder auf der Straße in Guayaquil P. Javier Herrán GOLASO, Sportschule für Straßenkinder P. Javier Herrán Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle (ZED) - B. DROSG P. Javier Herrán Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle (ZED) - R. FLUCH P. Javier Herrán Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle (ZED) - R. PENEDER P. Javier Herrán Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle (ZED) - F. TEUBL P. Javier Herrán 2 KFZ für Zumbahua P. Esteban Ortiz González Bau von Klassenzimmern in „Alina Campaña” -Cayambe P. Pío Baschirotto Ayuda ninos campesinos, Hilfe für Landkinder, Cayambe P. Pío Baschirotto Volontariatseinsatz bei SDB, Casa Inspectorial Salesiana, Quito G. KRIZMANICS (ZED) P. Javier Herrán Volontariatseinsatz bei SDB, Casa Inspectorial Salesiana, Quito A. SCHILD (VOLJ) P. Javier Herrán Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle (ZED)- T. BINDER P. Javier Herrán Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle (ZED)- J. KLINGESBERGER P. Javier Herrán Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle (VOLJ)- J. NEUHAUSER P. Javier Herrán Jugendwohnheim laufende Kosten „Centro Hospedería Don Bosco”, Chillogallo P. Javier Herrán

Summe der Auszahlungen in Euro

4.007,20

20.700,00 13.057,30 14.787,24 3.324,16 21.582,25 477,69 15.286,61 573,23 80,12 37.654,24 680,04 2.743,10 815,00 2.145,36 17.500,00 5.000,00 7.000,00

4.560,65

1.805,08 3.988,24 5.167,12 2.294,70 9.000,90

Jahresbericht J1W 2003

31


Land

Kategorie

Projekt-Nr.

Projekt-Kurzbeschreibung

Ecuador

E

ECU-03-7040

Ecuador

E

ECU-03-7041

Ecuador

E

ECU-03-7063

Ecuador

E

ECU-03-7065

Ecuador

P

ECU-03-7110

Ecuador

E

ECU-98-7002

Ecuador Ecuador

E E

ECU-98-7003 ECU-99-7011

Ecuador

E

ECU-99-7015

Gabun

P

AFO-03-7045

Gabun

E

AFO-99-7045

Gabun

E

ATE-03-7074

Gabun

E

ATE-03-7081

Ghana

E

GEK-01-7057

Ghana Ghana

E E

GEK-01-7077 GEK-02-7024

Ghana

E

GEK-02-7025

Ghana

E

GEK-02-7026

Ghana

E

GEK-02-7027

Ghana

E

GEK-03-7004

Ghana

E

GEK-03-7056

Ghana Ghana

P E

GEK-03-7060 GEK-98-7007

Ghana

E

GEK-99-7001

Großbritanien P

GBR-03-7062

Indien

E

INB-02-7019

Indien

P

IND-02-7082

Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle, St. RICHTER (ZED) Volontariatseinsatz bei Chicos de la Calle, Ch. EDELSBRUNNER (VOLJ) Grundausstattung Auffangheim Proyecto Don Bosco, Ambato Busgeld für SchülerInnen - Proyecto Don Bosco, Ambato Altarraumrenovierung in der Pfarrkirche Juan Montalvo Chicos de la Calle - Straßenkinderbetreuung in Quito Straßenkinderbetreuung in Ambato Berufsausbildung Jugendlicher in Esmeraldas Betreuung arbeitender Kinder u. deren Familien in Quito Volontariatseinsatz bei FMA Libreville, C. BRUCK (VOLJ) Straßenkinderpräventions- und Schulzentrum in Libreville Jugendzentrum Verbesserung Ausstattung, Oyem Bauliche Sanierungsarbeiten im Jugendzentrum der DB-Schwestern, Libreville Volontariatseinsatz bei SDB Sunyani R. KURTZ (ZED) Traktor für Berufsbildungsprojekt Sunyani Volontariatseinsatz bei SDB Sunyani Th. WEISSENSTEINER (ZED) Volontariatseinsatz bei SDB Sunyani J. LEDERER (ZED) Volontariatseinsatz bei SDB Sunyani H. BRANDSTÄTTER (ZED) Volontariatseinsatz bei SDB Sunyani J. MOSER (ZED) Volontariatseinsatz bei SDB Sunyani D. SCHWARZ (ZED) Don Bosco Cultural Centre - informelle Kurse und Kulturförderung, Sunyani Errichtung Noviziat, Sunyani Non-formale Berufsausbildung Laufende Kosten Non-formale Berufsausbildung - Boy´s Dormitory EVS-Einsatz-Bosco Juniors Glasgow, Sarah Mayer Netzwerk zur Suche nach vermissten Personen (Talaash) Kauf eines Jeeps für Tezpur

Indien

P

ING-02-7084

Indien

E

INH-03-7099

Kenia Kenia

E E

AFE-01-7004 AFE-01-7066

32

Jahresbericht J1W 2003

Finanzielle Unterstützung für KFZ, Guwahati Straßenkinderprogramm Navajeevan laufende Kosten, Secunderabad Straßenkinderbetreuung in Kuwinda Volontariatseinsatz bei SDB Kuwinda M. DORNETSHUBER (VOLJ)

Projektpartner/ Antragsteller

Summe der Auszahlungen in Euro

P. Javier Herrán

4.241,70

P. Javier Herrán

495,00

P. José Hidalgo Torres

2.425,85

P. José Hidalgo Torres

1.000,00

P. José Stalin

1.000,00

P. Javier Herrán P. José Hidalgo Torres

15.807,30 191,08

Br. Sandro Gavinelli

2.382,15

P. Eduardo Delgado Sr. Christine Lengauer Sr. Christine Lengauer

191,08 1.495,00 954,00

Fr. Joseph Khonde Sr. Christine Lengauer

15.000,00

Br. Günter Mayer Br. Günter Mayer

282,83 12.224,72

Br. Günter Mayer

5.632,69

Br. Günter Mayer

3.927,43

Br. Günter Mayer

4.831,83

Br. Günter Mayer

4.870,41

Br. Günter Mayer

3.841,37

Br. Günter Mayer Br. Günter Mayer

7.000,00 22.716,44

Br. Günter Mayer

13.212,20

Br. Günter Mayer

7.500,00

Paul Smith Fr. Godfrey D´sa Fr. Joseph Chemparathy Fr. Thomas Vattathara Fr. Gopu Anand Reddy Fr. Augustin Babu Fr. Augustin Babu

150,00

407,10 1.905,00 4.423,64 4.665,56 5.000,00 7.700,00 300,00


Land

Kategorie

Projekt-Nr.

Projekt-Kurzbeschreibung

Kenia

E

AFE-01-7067

Kenia

E

AFE-01-7084

Kenia

E

AFE-02-7034

Kolumbien

E

COM-99-7005

Kongo, Dem. Rep. Kongo, Dem. Rep. Kongo, Dem. Rep. Kongo, Dem. Rep. Kongo, Dem. Rep. Liberia Madagaskar Mexico

E

AFC-00-7031

Volontariatseinsatz bei SDB Kuwinda B. PROKESCH (VOLJ) Volontariatseinsatz bei SDB Kuwinda B. ETTL (VOLJ) Volontariatseinsatz bei SDB Kuwinda D. KOSTENWEIN (VOLJ) Berufsausbildung Jugendlicher im Hogar San Juan Bosco - Armenia Straßenkinderbetreuung in Kinshasa

E

AFC-02-7037

P

AFC-03-7012

P

Projektpartner/ Antragsteller

Summe der Auszahlungen in Euro

Fr. Augustin Babu

384,13

Fr. Augustin Babu

2.978,32 200,43

AFC-03-7025

Volontariatseinsatz, FMA Kinshasa R. HAUGENEDER (VOLJ) Einr. Diözese Uvira Kauf Fahrzeug SDB, Uvira Pastoralarbeit P. Kiesling, Sakania

Fr. Augustin Babu P. Jorge Eliuth López Sr. Hildegard Litzlhammer Sr. Hildegard Litzlhammer Bischof Jean Pierre Tafunga P. Johann Kiesling

P

ATE-02-7083

KFZ für Brazzaville

P. Raymond Gillet

K P P

GBR-03-7068 MDG-01-7107 MEG-00-7003

P. Harry O’Brien Sr. Elisabeth Schwarzl P. Alejandro Martinez Kemp

Mexico

E

MEG-00-7019

Mexico

P

MEG-01-7069

Mexico

P

MEG-01-7070

Mexico

P

MEG-01-7078

Mexico

P

MEG-02-7028

Mexico

P

MEG-02-7029

Mexico

P

MEG-02-7030

Mexico

P

MEG-02-7061

Mexico

P

MEG-02-7067

Nothilfe Liberia, Monrovia Leprahilfe, Ranotsara Unterstützung Cañon (Oratorium Miguel Magone), Tijuana Lehrwerkstätten, Jugend- und Sozialzentrum Chimalhuacan Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano Tijuana -E. HINTERHOLZER (ZED) Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano Tijuana -R. HAUDUM (ZED) Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano Tijuana -Irene SPORER (VOLJ) Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano Tijuana - A. HAGENEDER (ZED) Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano Tijuana - F. JOCHUM (ZED) Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano Tijuana - Ch. WIRGLER (ZED) Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano Tijuana - M. SPITALER (VOLJ) Fussballschule Tijuana

Mexico

E

MEG-03-7002

Mexico

P

MEG-03-7006

Mexico

P

MEG-03-7007

Mexico

P

MEG-03-7037

Mexico

P

MEG-03-7038

Mexico

E

MEG-03-7100

Mexico

E

MEG-98-7004

Mosambik

E

POR-99-7006

Mosambik

E

POR-99-7019

5.800,00 5.000,00 392,00 13.625,00 10.000,00

P. Miguel Cardiel P. Alejandro Martinez Kemp P. Alejandro Martinez Kemp P. Alejandro Martinez Kemp P. Alejandro Martinez Kemp P. Alejandro Martinez Kemp P. Alejandro Martinez Kemp P. Alejandro Martinez Kemp P. Alejandro Martinez Kemp Jugendzentrum allgem. Beihilfe P. Alejandro Oratorium Domingo Savio, Sanchez/Tijuana Martinez Kemp Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano P. Alejandro Tijuana - S. MAIER (VOLJ) Martinez Kemp Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano P. Alejandro Tijuana - B. LEHNER (VOLJ) Martinez Kemp Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano P. Alejandro Tijuana, St. PIESENBERGER (ZED) Martinez Kemp Volontariatseinsatz bei Proyecto Salesiano P. Alejandro Tijuana, D. RUSCHAK (VOLJ) Martinez Kemp Unterstützung Ciudad Juárez P. Javier Medina Prieto Kinder- und Jugendbetreuung in Tijuana P. Javier Medina Prieto Ausstattung Lehrwerkstätten u. P. Manuel Leal Wiederaufbau in Matola Gomes Ausbau einer techn. Schule in Tete P. Manuel Leal Gomes

3.250,00 20.000,00 28.520,82 1.090,00 2.167,56 2.187,85 587,85 335,69 4.409,35 5.476,60 4.755,15 114,06 10.000,00 2.743,20 302,00 500,00 692,94 495,00 5.000,00 1.024,45 35.701,00 5.000,00

Jahresbericht J1W 2003

33


Land

Kategorie

Projekt-Nr.

Projekt-Kurzbeschreibung

Namibia

E

ZMB-03-7032

Namibia

E

ZMB-03-7033

Nepal

E

INC-02-7074

Nepal Nicaragua

P E

INC-03-7048 CAM-02-7063

Peru Rumänium

E E

PER-02-7051 IVE-01-7094

Rumänium Rumänium

E E

IVE-01-7105 IVE-03-7102

Russische Föderation Sambia

E

EST-00-7038

Armutsbekämpfung durch Jugendbildung in der Region Kavango, Rundu Medikamente für ländliche Bevölkerung, Rundu Ausbildungszentren für ländliche Bevölkerung, Kathmandu Sozialarbeit - Kauf Fahrzeug, Kathmandu Nachhaltige Armutsbekämpfung durch Ausbildung und Produktion, Managua Schutz und Hilfe für Straßenkinder Jugend- und Berufsbildungszentrum, Constanza Posticum-DBHaus, Oradea Schul- und Berufsausbildung für Kinder und Jugendliche, Vatra Dornei Obdachlose Kinder in Jakutsk

E

AFM-03-7027

Sambia

E

AFM-03-7105

Serbien und E Montenegro (inkl. Kosovo und Vojvodina) Slowakei E Sri Lanka E

IME-03-7069

Südafrika

E

AFM-03-7035

Sudan Sudan Uruguay Venezuela

E E E P

AFE-02-7050 AFE-03-7029 URU-02-7022 VEN-00-7028

Länderübergreifend

P

AUS-01-7108

Projektpartner/ Antragsteller

Summe der Auszahlungen in Euro

P. Joseph Skowron Fr. Thomas Chenginiyaden

4.600,00

Fr. Vincent Mondol Fr. Vincent Mondol

16.687,82 10.000,00

P. Miguel Giorgio P. Pedro Dabrowski

73.436,11 477,69

P. Aldo Bort Imre Rencsik

10.000,00 10.850,00

Günther Timmel P. Andrej Porubcin

652,10

300,00 10.000,00

SLK-02-7052 INM-02-7080

Volontariatseinsatz bei „City of Hope” Lusaka - M. JURANEK (VOLJ) Schulausbildung in der „City of Hope” lfd. Kosten, Lusaka Berufliche Ausbildung in Pristina (Kosovo)

Bau eines Sportplatzes, Kosice Zentrum für sexuell misshandelte Kinder, Uswetakeiyawa Street Youth Projects im Salesian Institute, Cape Town Ausbildungszentrum El Obeid Nothilfe für Flüchtlingskinder, Wau Sportschule Tacurú, Montevideo Unterstützung Pastoralarbeit Don Bosco Schwestern projektbez. Don Bosco-WL weltweit

Sr. Piejko Ryszarda

500,00

Sr. Piejko Ryszarda

5.000,00

P. Gjolaj Nosh Gabriel Hornak P. Anthony Pinto Fr. Patrick Naughton Br. Jim Comino Fr. Albert Saminedi P. Pedro Incio

10.000,00 1.000,00 1.000,00 10.000,00 40.000,00 10.000,00 5.000,00

Sr. Maria Wachtler 13.660,77 Salesianer Don Boscos 12.740,00 Gesamt* 846.715,18 Alphabetische Ordnung nach Projektnummern

* Zusätzlich hat Jugend Eine Welt 2003 noch Bildungsarbeit in Österreich in der Höhe von 272.833,69 Euro und Pastoralarbeit im Inland in Höhe von 5.710,20 Euro geleistet.

Projektkategorien lt. KOO Kriterien:

E .......... Entwicklungszusammenarbeit P .......... Pastoral K .......... Katastrophenhilfe/Wiederaufbau

Im Jahr 2003 wurden Jugend Eine Welt insgesamt 49.112,17 Euro vom Ministerium für auswärtige Angelgenheiten zur Verfügung gestellt. Damit wurden Projekte in Äthiopien, Nicaragua und Mosambik unterstützt. Der Anteil an sonstigen öffentlichen Mittel im Jahr 2003 betrug 57.552,- Euro. Dies waren zum Großteil Kostenersätze für Zivilersatzdiener.

34

Jahresbericht J1W 2003


7.1. Länderschwerpunkte 2003 wurden bevorzugt Projekte gefördert, die von Jugend Eine Welt und der österreichischen Provinz der Salesianer Don Boscos bereits in der Vergangenheit unterstützt wurden und wo es aufgrund von Volontariatseinsätzen intensivere Kontakte gibt. Eine weitere Priorität erfahren Projekte in Ländern, die von der österreichischen EZA als Programmländer ausgewiesen sind. Bei Neuvorhaben wird auf Kontinuität und Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Aktionsbereichen von Jugend Eine Welt (z. B. Volontariat) und den deutschsprachigen Salesianerprovinzen besonderes Augenmerk gelegt.

7.2. Projektkategorien lt. Kriterien der KOO Entsprechend den Kriterien der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission (KOO) umfassten die Projekte von Jugend Eine Welt im Jahr 2003 folgende Bereiche: Projekte nach Bereichen Entwicklungszusammenarbeit (E) Pastoral (P) Katastrophenhilfe/Wiederaufbau (K) Bildung (B) Gesamt

2003 2002 2001 2000 77 43 58 37 34 53 20 21 2 3 2 2 5 2 2 2 118 101 82 62 Katastrophenhilfe/ Wiederaufbau…2

Bildung…5

Pastoral…34 Entwicklungszusammenarbeit…77

Projekte nach Kategorien 2003

7.3. Projekte pro Kontinent Projekte je Kontinent Amerika Afrika Asien Europa länderübergreifend Gesamt

2003 2002 2001 2000 54 54 40 33 39 33 31 21 7 7 2 4 17 7 8 2 1 0 0 0 118 101 81 60 Europa…17

länderübergreifend…1

Asien…7 Amerika…54 Afrika…39 Projekte nach Kontinenten 2003

Jahresbericht J1W 2003

35


7.4. Projektstatistik allgemein Projektstatistik allgemein Insgesamt bearbeitet Projekte finanziert zurückgestellt/weitergeleitet/abgelehnt

2003 2002 2001 2000 160 152 109 71 118 101 82 60 42 51 27 11

Gesamt 492 361 131

zurückgestellt/weitergeleitet/abgelehnt…42

Projektstatistik 2003 finanzierte Projekte…118

7.5. Projektarten Die von Jugend Eine Welt unterstützten Vorhaben lassen sich 2003 in folgende Gruppen einteilen: Projektart

Summe (Euro)

Not/Katastrophenhilfe 55.000,00 Straßenkinderprogramme 178.176,74 Pastorale Unterstützungen 163.433,59 Personaleinsätze 83.346,22 Ausbildungszentrum u. Lehrwerkstätten 372.468,83 Bildungsprojekte in Österreich 272.833,69 Gesamt 1.125.259,07

Anzahl

Bildungsproj. in Österreich…5

2 28 15 38 30 5 118

Not/Katastrophenhilfe…2 Straßenkinder…28

Ausbildungszentr. Lehrwerkst. .…30

Pastorale Unt.…15 Personaleinsätze…38

7.6. Gesamtentwicklung der bearbeiteten Projekte zwischen 1997 und 2003 Insgesamt wurden seit 1997 von Jugend Eine Welt 568 Projekte bearbeitet. Projekte, die über mehrere Jahre hinweg laufen werden nur einfach gewertet.

Anzahl der bearbeiteten Projekte 1997 1 1998 15 1999 60 2000 71 2001 109 2002 152 2003 160

152

160

109 71 60 15

1 1997 36

Jahresbericht J1W 2003

1998

1999

2000

2001

2002

2003


8. Durchgeführte Volontariatseinsätze 8.1. Aufstellung Volontariatseinsätze 2003 Projektort

Land

EinsatzBeginn

Wochen 2003

Tijuana

Mexiko

27.06.03

6

12.08.03

VolS Scholler, Rosemarie

Tijuana

Mexiko

27.06.03

8

29.08.03

3

VolS Schober, Bernadette

Tijuana

Mexiko

27.06.03

8

29.08.03

4

VolS Matejka, Elisabeth

Wien

St. Petersburg Russland

01.07.03

4

25.07.03

5

VolS Tavernier, Barbara

Kinshasa

Kongo

05.07.03

8

25.08.03

6

VolJ Ettl, Bernadette

Wien

Kuwinda

Kenia

10.07.02

9

01.03.03

7

VolJ Schild, Andreas

Sto. Dom.

Ecuador

10.07.02

28

10.07.03

8

VolJ Haugeneder, Rita

Stmk

Kinshasa

R.d.Congo

08.08.02

32

08.08.03

9

VolJ Spitaler, Monika

Tijuana

Mexiko

01.09.02

35

30.08.03

10

VolJ Kostenwein, David

Wien

Kuwinda

Kenia

02.09.02

11

15.03.03

11

VoLJ Krottmayr Christoph

Stmk.

Esmeraldas Ecuador

14.02.03

46

10.02.04

12

VolJ Maier, Sophia

Tijuana

Mexiko

15.07.03

24

15.07.04

13

VolJ Holzmann, Matthias

Joinville

Brasilien

17.08.03

20

17.08.04

14

VolJ Wiesler, Christoph

Stmk.

Sto. Dom.

Ecuador

01.09.03

18

01.09.04

15

VolJ Juranek, Monika

Tirol

Lusaka

Zambia

10.09.03

16

10.09.04

16

VolJ Neuhauser, Johanna

Ambato

Ecuador

15.09.03

15

15.09.04

17

VolJ Lehner, Bianca

Tijuana

Mexiko

15.09.03

15

15.09.04

18

VolJ Bruck, Cecilia

Sbg.

Libreville

Gabun

15.09.03

15

15.09.04

19

VolJ Buchmayr, Doris

Libreville

Gabun

15.09.03

15

15.09.04

20

VolJ Spitaler Monika

Tijuana

Mexiko

30.09.02

50

20.08.04

21

VolJ Edelsbrunner, Christine

Ktn.

Quito

Ecuador

14.11.03

7

14.11.04

22

VolJ Ruschak, Daniela

Tijuana

Mexiko

30.11.03

5

30.11.04

23

VolJ Rossmann, Sarah

Lusaka

Zambia

29.12.03

1

29.12.04

24

ZED Haudum, Rainer

Tijuana

Mexiko

11.12.01

6

11.02.03

25

ZED Hinterholzer, Erwin

Tijuana

Mexiko

11.12.01

6

11.02.03

26

ZED Drosg, Bernhard

Wien

Ambato

Ecuador

09.01.02

10

09.03.03

27

ZED Teubl, Florian

Stmk.

Esmeraldas Ecuador

09.01.02

10

09.03.03

28

ZED Fluch, Rainer

Stmk.

Quito

Ecuador

09.01.02

10

09.03.03

29

ZED Jochum, Fabian

Vbg.

Tijuana

Mexiko

10.07.02

37

10.09.03

30

ZED Wirgler, Christian

Tijuana

Mexiko

10.07.02

37

10.09.03

31

ZED Brandstätter, Hubert

Bgld.

Sunyani

Ghana

31.08.02

44

31.10.03

32

ZED Moser, Josef

Sunyani

Ghana

31.08.02

44

31.10.03

33

ZED Krizmanics, Georg

Quito

Ecuador

27.11.02

52

27.01.04

34

ZED Weissensteiner, Thomas

Sbg.

Sunyani

Ghana

20.10.02

51

21.12.03

Nr.

Typ Name

1

VolS Weidinger, Dagmar

2

Bundesland

(Gepl.)Ende

Jahresbericht J1W 2003

37


Bundesland

Projektort

Land

EinsatzBeginn

Wochen 2003

Tijuana

Mexiko

12.02.03

46

12.04.04

ZED Lederer, Jakob

Tirol

Sunyani

Ghana

01.08.03

22

01.10.04

37

ZED Binder, Tobias

Esmeraldas Ecuador

20.08.03

19

20.10.04

38

ZED Schwarz, Dominik

Sunyani

Ghana

02.09.03

17

02.11.04

39

ZED Richter, Stephan

Quito

Ecuador

06.10.03

13

06.12.04

40

ZED Piesenberger, Stephan

Tijuana

Mexiko

23.10.03

10

13.12.04

41

ZED Klingesberger, Josef

Esmeraldas Ecuador

01.11.03

9

31.10.04

42

EFD Pavol Macko

Slowakei DBH-Wien

Österreich

01.02.03

47

31.01.04

43

EFD Raphael Mazelin

Frankreich Klagenfurt

Österreich

01.08.03

4

31.08.03

44

EFD Sarah Mayer

Österreich Glasgow

England

01.09.03

17

30.08.04

Nr.

Typ Name

35

ZED Hageneder, Abraham

36

(Gepl.)Ende

907 830 Wochen VolJ = Jahresvolontariat, VolS = Sommervolontariat, ZED = Zivilersatzdienst, EFD = Europ. Freiwilligendienst

8.2. Gesamteinsatzdauer Volontariate 2003 Die VolontärInnen leisteten im Jahr 2003 insgesamt 907 Einsatzwochen. Diese teilen sich auf die Einsatzarten wie folgt auf: Einsatzart Sommervolontariat Jahresvolontariat Zivilersatzdienst Europ. Freiwilligendienst Gesamt

Dauer in Wochen 34 361 444 68 907

Anzahl der Volontäre 5 18 18 3 44

8.3. Volontariatseinsätze 2003 nach Ländern (Anzahl der VolontärInnen) Mexiko Ecuador Kenia Sommervolontariat 3 Jahresvolontariat 5 5 2 Zivilersatzdienst 6 7 EFD

Dem. Rep. Kongo Ghana Russland 1 1 1 5

Zambia Gabun Brasilien Österreich England 2

2

1 2

1

Gesamt 5 18 18 3

8.4. Entwicklung des Volontariats zwischen 1993 und 2003 (Anzahl der VolontärInnen) Sommervolontariat Jahresvolontariat Zivilersatzdienst Europ. Freiwilligendienst Gesamt:

38

2003 2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993 5 7 3 10 6 8 11 4 11 3 11 18 12 11 9 5 1 1 18 23 18 22 13 3 1 1 3 44 42 32 41 24 12 13 5 11 3 11

Jahresbericht J1W 2003


8.5. Entwicklung des Volontariats zwischen 1993 und 2003 (Einsatzwochen) Nach Arten des Volontariats: 2003 2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993 Sommervolontariat 34 56 33 80 48 64 88 32 88 24 88 Jahresvolontariat 361 274 329 194 102 52 52 Zivilersatzdienst 444 636 533 570 259 50 52 52 Europ. Freiwilligendienst 68 Gesamt: 907 966 895 844 409 166 192 84 88 24 88

Sommervolontariat Jahresvolontariat Zivilersatzdienst Europ. Freiwilligendienst

2003 2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993

8.6. InteressentInnen und BewerberInnen f체r das Volontariat Interessenten, Anfragen, Bewerber (durchschnittliche Kontakte) Monatlich 2003 Jahr 2003 Telefonische Anfragen ca. 30 360 Besuche auf der Homepage ca. 280 3360 schriftliche Anfragen ca. 25 300 Bewerbungen 181

Auswahl nach Art des Volontariats VOLS Bewerbungen 2003 41 Vorbereitung 2003 5 Ausreise im Jahr 2003 5 Ausreise im Jahr 2004 ausgestiegen

VOLJ 64 17 7 7 3

ZED 34 10 2 8

Jahr 2002 360 3960 300 153

EFD 42 3

Gesamt 181 31 17 15 3

VolJ = Jahresvolontariat VolS = Sommervolontariat ZED = Zivilersatzdienst EFD = Europ채ischer Freiwilligendienst

Informationen 체ber das Volontariat finden Sie auf unserer Homepage:

www.jugendeinewelt.at/volont.htm Jahresbericht J1W 2003

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9. Finanzdarstellung 2003: Im Jahr 2003 standen Jugend Eine Welt Mittel in der Höhe von EUR 1.402.985,49 zur Verfügung. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent. Diese Summe setzt sich zusammen aus Spenden von Einzelpersonen, Unterstützungen von Gruppen, Förderungen durch die Salesianer Don Boscos, Zinserträgen und zweckgewidmeten öffentlichen Mitteln. Die Darstellung der Finanzen erfolgt nach den im April 2003 beschlossenen neuen Verrechnungsrichtlinien der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO). Die neue Darstellung gibt einen besseren Einblick in die Mittelherkunft und Mittelverwendung und kann deshalb nicht unmittelbar mit dem Zahlenmaterial des Vorjahres verglichen werden. Nähere Informationen über die KOO finden Sie im Internet unter www.koo.at

9.1. Mittelaufbringung Die Mittelaufbringung zeigt die Summe aller Jugend Eine Welt im Berichtsjahr 2003 anvertrauten Mittel. Mittelherkunft (alle Angaben in Euro) Spendeneinnahmen

1.238.001,31

abzüglich zurechenbare Aufwendungen der Spendenwerbung, -bearbeitung und Spenderbetreuung

Spendennettoertrag

306.408,60

931.592,71

öffentliche Mittel

114.386,67

sonstige Leistungserträge (Mitgliedsbeiträge)

410,44

und Nichtleistungserträge: erhaltene Weiterleitungen von KOO-Mitgliedern sonstige (Zinsen, Ertäge aus Wertpapieren)

31.507,09 4.720,82

36.227,91

Gelder aus ordentlichen kirchlichen Budgets

13.959,16

Nettoertrag

1.096.576,89

3,34% sonstige Leistungs- und Nichtleistungserträge

1,27% Gelder aus ordentlichen kirchl. Budgets

10,43% öffentliche Mittel

84,95% Spendennettoertrag

40

36.638,35

Jahresbericht J1W 2003


9.2. Mittelverwendung Mittelverwendung (alle Angaben in Euro) Leistungen - Projektarbeit Projektmittel: Pastoralarbeit

201.992,38

Entwicklungsarbeit

595.433,00

Katastrophenhilfe

55.000,00

852.425,38

Projektvorbereitung und -durchführung

98.771,39

Leistungen der Bildungs-, Anwaltschafts- u. Informationsarbeit

938.456,77 272.833,69

Verwaltungsaufwand

77.530,70

Summe der Aufwendungen

1.301.561,16

5,96% Verwaltungsaufwand 20,96% Bildung, Info, Anwaltschaft

7,59% Projektvorb., Durchführung 65,49% Projektmittel

Definition der Verwendungskategorien lt. KOO-Kriterien Projektmittel Projektmittel sind jene Mittel, die Projektpartner im Rahmen ihrer Aktivitäten der Entwicklungszusammenarbeit, Pastoralarbeit und Katastrophenhilfe von Jugend Eine Welt erhalten haben. Projektvorbereitung und Durchführung Dieser Bereich umfasst alle Kosten, die die unmittelbaren Leistungen an die Projektpartner im Süden erst möglich machen. Sie beinhalten Projektfindung, -bewertung, und -auswahl, Überprüfung, Begleitung und Evaluierung der Projektdurchführung sowie die diesbezügliche Zusammenarbeit auf nationaler oder internationaler Ebene. Leistungen der Bildungs, Anwaltschafts- und Informationsarbeit Darunter sind die Aufwendungen der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit sowie Anwaltschaft und Lobbyarbeit zusammengefasst. Zielland dieser Leistungen ist in der Regel Österreich. Die Bildungsund Informationsarbeit will das Bewusstsein fördern, dass wir ein mitverantwortlicher Teil einer Weltgesellschaft sind, um daraus die Bereitschaft zu solidarischem Handeln entstehen zu lassen. Durch entwicklungspolitische Anwaltschaft und Lobbyarbeit soll den Anliegen der Benachteiligten des Südens im Rahmen unserer Politik mehr Gewicht verliehen werden. Verwaltungsaufwand Der Verwaltungsaufwand beinhaltet die administrativen Aufwendungen, die für den reibungslosen und ordnungsmäßigen Ablauf innerhalb des Vereins notwendig sind. Zurechenbare Aufwendungen der Spendenwerbung und Spendenbearbeitung und Spenderbetreuung Dieser Bereich umfasst alle Aufwendungen, die der Organisation jene Spendeneinnahmen verschaffen sollen, die ihr die Erbringung von Leistungen ermöglichen.

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10. Rechnungsprüfung, KOO Selbstverpflichtung, Spendengütesiegel Rechnungsprüfung: Die Finanzgebarung von Jugend Eine Welt wird mehrfach geprüft. Vereinsrechtlich erfolgt die Prüfung durch die beiden vereinsinternen Rechnungsprüfer: Monika Mlinar und DI Christian Pöschl. Zu Ihrer und unserer Sicherheit lassen wir unsere Finanzgebarung auch durch einen unabhängigen, beeideten Wirtschaftsprüfer prüfen. Wie in den Vorjahren ist dies Mag. Wilhelm Zmatlo. Prüfvermerk:

Spendengütesiegel: Jugend Eine Welt hat als eine der ersten österreichischen Non-Profit-Organisationen am 14. 11. 2001 das Spendengütesiegel erhalten. Auch für das Jahr 2003 wurde die Wirtschaftsprüfung nach den Richtlinien der Kammer der Wirtschaftstreuhänder durchgeführt.

Selbstverpflichtung der Koordinierungsstelle der österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) Jugend Eine Welt hat als Mitglied der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für Mission und Entwicklung die Selbstverpflichtung der katholischen Spendenorganisationen für die Menschen der „Dritten Welt” unterzeichnet. Diese Selbstverpflichtung beinhaltet bereits vieles, was jetzt auch bei den Gütestandards für das Spendengütesiegel festgeschrieben wurde. Die Koordinierungsstelle war auch maßgeblich an der Vorbereitung zum jetzigen Spendengütesiegel beteiligt.

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Eine Broschüre, die diese Selbstverpflichtung erläutert und weitere Organisationen anführt, die diese umfangreiche Selbstverpflichtung einhalten, kann kostenlos bei Jugend Eine Welt angefordert werden. Bei der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz erhalten Sie gegen Selbstkostenpreis die „Leitlinien für die Zusammenarbeit der katholischen Kirche in Österreich mit den Partnerinnen und Partnern in der „Dritten Welt””, an denen sich auch die Arbeit von Jugend Eine Welt orientiert.

Einige wichtige Adressen für Spender: www.osgs.at Informationen über das Österreichische Spendengütesiegel www.koo.at Informationen über Mitgliedsorganisationen und Tätigkeitsfelder der „Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz” www.iogv.at Interessensvertretung Österreichischer Gemeinnütziger Vereine” mit Informationen über das Spendengütesiegel und dessen Entstehung www.spendeninstitut.at „Österreichisches Spendeninstitut”; Dokumentation spendensammelnder Organisationen in Österreich

Jugend Eine Welt im Internet. Besuchen Sie uns:

www.jugendeinewelt.at Jahresbericht J1W 2003

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11. So können Sie uns helfen: Immer wieder sind wir begeistert über das Engagement von Schulen, Pfarrgemeinden und Eine Welt-Gruppen, die mit viel Phantasie und Kreativität Spendenaktionen für Jugend Eine Welt veranstalten. Auch zahlreiche Firmen und Einzelpersonen starten zum Teil regelmäßige Aktionen zugunsten von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Wenn wir rechtzeitig davon erfahren, tragen wir natürlich gerne mit Unterlagen, Präsentationsmedien (Fotos, Poster, Videos, Powerpoint-Präsentationen, Ausstellungsgegenständen…) und ReferentInnen zum Gelingen der Veranstaltungen bei. Für all die Bemühungen und für die lebendigen Zeichen einer weltumspannenden Solidarität für die Menschen in „Einer Welt” sagen wir ein herzliches „Vergelt’s Gott!”

Danke für Ihre Hilfe! Spendenkonto: PSK 92.083.767 11.1. Beispielhafte Spendenaktionen Fußballturnier der Pfadfinder Organisiert von der Pfadfindergruppe 5 fand am 22. Juni 2003 am Fußballplatz des Don Bosco Hauses in Wien ein Fußballturnier zugunsten der Kampagne „Fußball für Straßenkinder” statt. Der Erlös geht an Fußballschulen für Straßenkinder in Lateinamerika. Die Veranstaltung wurde durch die Teilnahme von zwei Mannschaften mit lateinamerikanischen Spielern und das Rahmenprogramm der Sambaschule Rot-Weiß-Rot zu einem temperamentvollen Nachmittag im Zeichen von Fairness und Solidarität. Vernissage und Bilderausstellung Der schweizer Karmelitenpater Meinrad Hugentobler ist akademisch ausgebildeter Maler und stellt seine Werke ausschließlich für wohltätige Zwecke zur Verfügung. Bereits 2002 wurden Bilder von P. Meinrad zugunsten von Jugend Eine Welt verkauft. Im April und Mai 2003 wurden im Rahmen einer Vernissage im Don Bosco Haus in Wien und bei einer Ausstellung in der nahen Filiale der ERSTE Bank eine große Zahl seiner Werke ausgestellt und zum Kauf angeboten. Der Reinerlös der gesamten Aktion (über 6.000,- Euro) kommt dem Straßenkinderprogramm der Salesianer Don Boscos in Constanta/Rumänien zu Gute. Gulasch für Ghana In Purbach am Neusiedlersee hat diese Benefizveranstaltung für das Don Bosco Berufsausbildungszentrum in Sunyani/Ghana schon einige Jahre Tradition. Federführend ist Familie Sandhofer, die sowohl das köstliche Gulasch zur Verfügung stellt, als auch den inhaltlichen Zusammenhang herstellen kann: Sohn Robert war selbst als Volontär von Jugend Eine Welt in der Ausbildung ghanaischer Lehrlinge 14 Monate im Einsatz.

Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Stronsdorf helfen durch „Schuhputzen für Straßenkinder”

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Jahresbericht J1W 2003

Schüler als Schuhputzer Angeregt durch das Engagement der Lehrer Christine Eigner und Josef Kindler, die in ihren Religionsstunden die Themen Kinderarbeit und Straßenkinder aufgearbeitet haben, wurde in der Hauptschule Stronsdorf das „Schuhputzen für Straßenkinder” zu einer Tradition. Jedes Jahr im Advent machen die Schülerinnen und Schüler in ihren Heimatpfarren nach der Sonntagsmesse mit Schuhputzen, Verkauf von selbstgebastelten Geschenken und Punschausschank Einnahmen, die Straßenkinderprojekten von Jugend Eine Welt zu Gute kommen.


Pfarrflohmarkt für „Proyecto Salesiano Tijuana” Zweimal jährlich veranstaltet die Pfarre Unter St. Veit in Wien einen Pfarrflohmarkt und spendet den Erlös an Sozialprojekte. Für das umfassende Don Bosco Projekt in den Armenvierteln der mexikanischen Grenzstadt Tijuana überwies die Pfarre 3.500,- Euro. Kranzspenden Immer wieder erfahren wir, dass bei Begräbnissen aufgrund des ausdrücklichen Wunsches der/des Verstorbenen oder der nächsten Angehörigen anstelle von Kränzen um Spenden zugunsten von Jugend Eine Welt gebeten wird. Dauerauftrag Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit legt Jugend Eine Welt großen Wert darauf, zu unterstützten Projekten langfristige Beziehungen aufzubauen. Daher sind wir besonders dankbar, wenn sich Förderer dazu entschließen, einen Dauerauftrag zur Förderung unserer Projektarbeit einzurichten.

11.2. Spendenkonten Jugend Eine Welt hat zwei Spendenkonten bei PSK (BLZ 60000) eingerichtet: Kto. Nr. 92 083 767 für Einzelspenden und Großspenden (händische Erfassung) und Kto. Nr. 7 030 303 für wiederkehrende Spenden (automatische Erfassung über Datenbankmanagement). Überweisungen auf diese Konten können als Einzelspenden oder als regelmäßige Unterstützung per Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung erfolgen. Den Informationssendungen von Jugend Eine Welt liegen normalerweise Erlagescheine bei. Im Internet können Sie einen Zahlschein anfordern oder das Formular für eine Einzugsermächtigung downloaden: www.jugendeinewelt.at Besonders dankbar sind wir für Großspenden, Vermächtnisse und Stiftungen. Gerne beraten wir Sie auch telefonisch und im persönlichen Gespräch über unterstützenswerte Projekte und Formen der Hilfe.

11.3. Ideelle Unterstützung – Beispiele für mediale Unterstützung Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der permanent eine unglaubliche Fülle an Nachrichten unsere Aufmerksamkeit beansprucht. Daher ist es oft nicht leicht, für die Anliegen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen, die in weit entfernten Ländern leben, Interesse und Mitgefühl zu wecken. Jugend Eine Welt ist sehr dankbar, wenn prominente Persönlichkeiten, angesehene Institutionen und Menschen, die einen breiten Wirkungskreis haben, für unsere Arbeit öffentlichkeitswirksam auftreten. Freilichtbühne setzt sich für die „Schwabenkinder von heute” ein Das engagierte Theaterteam der Geierwally-Freilichtbühne in Elbigenalp im Tiroler Lechtal spielt jedes Jahr im Sommer Stücke mit Regionalbezug. Die Gründerin der Bühne, Claudia Lang ist Autorin des Stückes „Schwabenkinder”, das sich mit dem harten Leben von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt, die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts von den tiroler und vorarlberger Tälern als Saisonarbeiter ins Schwabenland zogen. Die Parallelen zu den Straßenkindern, die heute in vielen Städten der Welt ähnliche Schicksale erleiden, veranlassten sie, die Jugend Eine Welt Kampagne „Damals Schwabenkinder – heute Straßenkinder” zu unterstützen. Auch der langjährige Dechant von Breitenwang, Monsignore Ernst Pohler bewarb die Aktion. Nationaltrainer signiert Fußbälle Fußballstars wie Herbert Prohaska, Toni Polster und Andi Herzog haben bereits im Jahr 2002 für unsere Kampagne „Fußball für Straßenkinder” Statements abgegeben und Fußbälle signiert. Im Jahr 2003 erhielten wir die Unterstützung vom Trainer der österreichischen Fußballnationalmannschft, Hans Krankl. Er signierte fair gehandelte Fußbälle, die als besonderer Preis bei Tombola und Gewinnspielen eingesetzt werden können. Diese Krankl-Bälle waren wiederholt die Attraktion von Verlosungen bei einem Jugend Eine Welt Infostand.

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11.4. Mitarbeit als VolontärIn Wer in einem Projekt als VolontärIn mitarbeiten möchte, kann sich am besten auf der Homepage von Jugend Eine Welt (www.jugendeinewelt.at) informieren und auch online bewerben. Mögliche Einsatzprojekte sind besonders offene Jugendzentren (Oratorien), Pastoralprojekte, Lehrwerkstätten und Berufsausbildungszentren, Straßenkinderprojekte und Familienförderprogramme, welche von den Salesianern Don Boscos geleitet werden. Grundsätzliche Voraussetzungen für einen Volontariatseinsatz ist ein Alter zwischen 19 und 35 Jahren, Bereitschaft, sich auf neue Situationen einzulassen, offen zu sein für eine umfassende Vorbereitung und Bereitschaft, in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter zu leben, zu arbeiten und sich einzugliedern.

11.5. Praktische Mitarbeit in Österreich Jugend Eine Welt sucht Personen jeden Alters, die durch ihr konkretes Engagement und je nach persönlicher Möglichkeit die Arbeit von Jugend Eine Welt zur Förderung und Bekanntmachung der Idee Don Boscos unterstützen. Solche konkreten Tätigkeiten können sein: Weiterleitung von Informationen an Interessenten, das Informieren von Redaktionen und Medien über unsere Arbeit, die Mithilfe bei der Gewinnung von Einzelpersonen und Gruppen, die unsere Arbeit finanziell unterstützen, die Betreuung unserer Spender und Förderer, Mithilfe und Übernahme konkreter Tätigkeiten in unserem Büro (Übersetzungen, Homepagebetreuung, Dokumentation, Versandarbeiten, Telefondienst und Bürohilfsdienste,…). Fragen Sie bitte bei uns an, wenn Sie konkretes Interesse an einer Mitarbeit haben.

12. Kontakt 12.1. Adresse JUGEND EINE WELT Don Bosco Aktion Austria St. Veit-Gasse 25 A-1130 Wien/AUSTRIA Tel: ++43/1/87839-531 Fax: ++43/1/87839-515 E-Mail: info@jugendeinewelt.at Internet: www.jugendeinewelt.at

12.2. AnsprechpartnerInnen (Stand Mai 2004) Vorsitzender: P. Petrus Obermüller SDB, Tel.: 01/87839-531, E-Mail: petrus.obermueller@donbosco.at Geschäftsführer: Ing. Reinhard Heiserer, Tel.: 01/8790707-10, E-Mail: reinhard.heiserer@jugendeinewelt.at Büroleitung und Projekte: Mag. Hannes Velik, Tel.: 01/87839-516, E-Mail: hannes.velik@jugendeinewelt.at Volontariatsassistent: Stefan Gusenleitner, Tel.: 01/87839-524, E-Mail: volontariat@jugendeinewelt.at Projektpartnerschaften: DI Erwin Hinterholzer, Tel.: 01/87839-519, E-Mail: erwin.hinterholzer@jugendeinewelt.at PR und Fundraising: Mag. Josef Mitschan, Tel.: 01/87839-518, E-Mail: pr@jugendeinewelt.at Pressearbeit: Mag. Erwin Uhrmann, Tel.: 01/87839-513, E-Mail: presse@jugendeinewelt.at „Bildung überwindet Armut”–Leitung: Thore Dohse, Tel.: 01/8790707-12, E-Mail: thore.dohse@jugendeinewelt.at „Bildung überwindet Armut”–Fundraising: Georg Bauernfeind, Tel.: 01/8790707-14 E-Mail: georg.bauernfeind@jugendeinewelt.at

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13. Wer Taten will, muss Träume haben! Johannes Bosco – Priester, Pädagoge, Ordensgründer, Heiliger Die Arbeit mit jungen Menschen aus ärmsten Schichten ist nicht immer einfach. Die Salesianer haben in ihrem Gründer Johannes Bosco ein besonderes Vorbild: Johannes Bosco (geboren am 16. August 1815) erlebte eine schwere Kindheit. Der Vater stirbt als er 2 Jahre alt ist. Von da an muss die Mutter allein für ihn und seine beiden Geschwister sorgen. Der kleine Johannes lernt bei einem pensionierten Pfarrer lesen und schreiben und besucht mit 15 Jahren zum ersten Mal eine Schule. Ein Jahr später zieht er zu Bekannten der Familie in die Nähe von Turin und bestreitet seinen Unterhalt selbst. Nach und nach lernt der junge Mann die Grundfertigkeiten als Schneider, Tischler, Schuhmacher, Schmied – ein wichtiges Kapital für seine spätere Arbeit. Nach dem Schulabschluss tritt Johannes Bosco im Herbst 1835 in das örtliche Priesterseminar ein und empfängt im Juni 1841 die Priesterweihe. Von nun an heißt er bei allen „Don Bosco”. Zur theologischen Weiterbildung zieht er anschließend nach Turin – und begegnet bei seinen Besuchen in Krankenhäusern, Hospizen und Gefängnissen dem ganzen Elend der beginnenden Industrialisierung. Immer wieder sind Jugendliche und Kinder unter dem verarmten „Gesindel”. Sie kommen aus den umliegenden Dörfern, um Arbeit zu finden und ihr Glück zu machen. Doch – damals wie heute – gehen viele von ihnen unter: Skrupellose Geschäftemacher nutzen sie als billige Arbeitskräfte aus oder sie verspielen ihr Geld in Wirtshäusern, so dass sie betteln und stehlen müssen. 1854 gründet Don Bosco mit engagierten Mitarbeitern die Ordensgemeinschaft der Salesianer. Ihr Ziel ist es, sich um ärmere, gefährdete und gestrauchelte Jugendliche zu kümmern.

Salesianische Pädagogik Vorbeugen – nicht strafen Johannes Bosco wird bald klar, dass die gefährdeten Kinder und Jugendlichen, die meist ohne eigenes Verschulden in ihre missliche Lage gekommen sind, nicht durch harte Strafen und Unterdrückung erzogen werden können. Don Bosco stellt dem seine „revolutionierende Pädagogik der Vorsorge” entgegen. Dieses System stützt sich auf Wohlwollen, Vernunft und Glauben. Heute, mehr als hundert Jahre nach dem Tode Don Boscos, sind seine erzieherischen Ideen noch immer von zukunftsweisender Modernität. Don Boscos Präventivsystem ist der bestimmende Faktor in der erzieherischen Praxis aller salesianischen Straßenkinderprojekte. Es hat zehntausenden Jugendlichen den Weg gewiesen und ist eine konkrete Hilfe in einem krank machenden Umfeld, das immer mehr Kinder in den Städten dieser Welt auf die Straße treibt. Es ist eine Hilfe, die täglich mehr gebraucht wird.

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Tun wir, was wir tun können. Gott fügt das Fehlende hinzu. Don Bosco

Spendenkonto: PSK 92.083.767 JUGEND EINE WELT - Don Bosco Aktion Austria St. Veit-Gasse 25 A-1130 Wien/AUSTRIA Tel: ++43/1/87839-531 • Fax: ++43/1/87839-515 E-Mail: info@jugendeinewelt.at • Internet: www.jugendeinewelt.at

Jugend Eine Welt Jahresbericht 2003  

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