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Straßenkinder

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Mitteilungen des Vereins

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JUGEND EINE WELT

Straßenkindern ein Zuhause schenken! Wenn Edgar heute fröhlich lächelnd in seiner Zahnarztpraxis steht sieht man ihm nicht an was für eine schwierige Kindheit er hatte. Edgar war unterernährt, schuftete schon als siebenjähriger Bub als Hilfsarbeiter in landwirtschaftlichen Betrieben. In der Zeit die er nicht arbeitete streunte er durch die Straßen des Elendsviertel in Belo Horizonte/Brasilien, in dem er mit seiner armen Oma lebte. Edgar hat eine Chance bekommen! Mit 14 Jahren bot ihm Don Bosco die Möglichkeit an, eine Ausbildung zu machen. Und Edgar nutze seine Chance! Heute ist er 46 Jahre alt, arbeitet als Zahnarzt, ist verheiratet und hat eine Tochter. Kinder wie Edgar gibt es viele. 33 Millionen Mädchen und Buben leben weltweit auf der Straße. Alleine kämpfen sie sich durch die Widrigkeiten des Alltags - sie haben Hunger, schlafen auf der Straße und haben Angst! Straßenkinder brauchen unsere Hilfe! Im Geiste des Jugendheiligen Don Bosco unterstützt Jugend Eine Welt Kinder und Jugendliche in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. In Don Bosco Bildungs- und Straßenkinderprojekten erhalten diese Mädchen und Buben die Zuwendung, die sie benötigen, um eine Schulund Berufsausbildung absolvieren zu können. Ihre Spende macht diese Hilfe möglich! Bitte helfen Sie!

Reinhard Heiserer Geschäftsführer Jugend Eine Welt

Gemeinsam können wir Kinder von der Straße in ein besseres Leben führen! Ihre Spende hilft!

Was macht Kindsein aus? Ein warmes, liebevolles Heim. Jemand der da ist und sich kümmert. Die Freiheit unbeschwert spielen und lernen zu können. Millionen Kindern auf der Welt fehlt all das: sie sind Straßenkinder. Der Gehsteig ist ihr Zuhause, Angst ihr täglicher Begleiter. Sie müssen oft hart arbeiten um zu Überleben. Jugend Eine Welt und Don Bosco setzen sich für diese Kinder ein! In den weltweiten Don Bosco Zentren bekommen Edgar war ein Straßenkind Mit Hilfe Don Boscos schaffte er es aus dem Armenviertel in die Zahnarztpraxis. Seite 3

Straßenkinder einen Platz zum Schlafen, täglich etwas zu Essen und sie werden medizinisch versorgt. Sie dürfen spielen und es ist immer jemand für sie da. Am wichtigsten: Die Kinder bekommen die Möglichkeit eine Schul- oder Berufsausbildung zu machen. Damit ebnet sich ihnen der Weg in eine bessere Zukunft. Bitte helfen Sie Straßenkindern mit Ihrer Spende! Tag der Straßenkinder Gemeinsam Kindern ein Zuhause schenken. Seite 4

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DON BOSCO WELTWEIT

Edgar. Vom Elendsviertel in die Zahnarztpraxis Die Geschichte eines Kindes von der Straße. Wie Millionen ihrer Landsleute gingen sie in die Großstadt auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie landeten in einer Favela in Belo Horizonte. Favela, so werden die Elendsviertel in Brasilien genannt. Wohl auf Grund der vielen Schwierigkeiten in der Stadt trennten sich meine Eltern. Daraufhin nahm mich meine Oma bei sich auf. Damals war ich fünf Jahre alt. Ich war ein 4-jähriger Bub als meine Eltern das Landesinnere Brasiliens verließen. Dort haben sie als Landarbeiter auf einem Großgrundbesitz gelebt und hart gearbeitet.

Meine Oma war schon sehr alt, trotzdem arbeitete sie von früh bis spät. Sonst hätten wir nicht überlebt! Sie wusch für andere Leute die Wäsche, übernahm jede Art von Hilfsdiensten und ich musste ihr

dabei behilflich sein. Das verdiente Geld war wenig. Es reichte für unsere täglichen Mahlzeiten. Zumindest musste ich damals keinen Hunger leiden! Nach meinem siebenten Geburtstag musste ich dann richtig zupacken, als Hilfsarbeiter in den bäuerlichen Betrieben am nahen Stadtrand. Ich arbeitete einige Jahre lang wirklich sehr hart. Dabei war ich noch ein ganz kleiner Bub! Als ich 13 wurde, tauchte mein Vater wieder auf. Ich hatte jahrelang nichts von ihm gehört. Er nahm mich wieder zu sich. Mit seiner neuen Frau lebte er in einer

Mit Don Bosco Kindern ein Zuhause geben! Bitte helfen Sie mit! Ihre Spende an Jugend Eine Welt ist steuerlich absetzbar! Spendenkonto RLB 24000, BLZ 36000 IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000 SWIFT/BIC-CODE: RZTIAT22

www.tagderstrassenkinder.at

Jugend Eine Welt Don Bosco Aktion Österreich St. Veit-Gasse 21, 1130 Wien Tel. 01-879 07 07 info@jugendeinewelt.at Symbolfoto: © Birgit Koell Grafik: Atelier Am Stein

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JUGEND EINE WELT Favela. Wie sehr habe ich gehofft, mit seiner Hilfe meine Träume verwirklichen zu können. Ich wollte endlich zur Schule gehen und etwas lernen. Doch aus den Träumen wurden Albträume. Ich arbeitete ja schon als Gehilfe auf den Baustellen, aber mein Vater wollte mehr. Ich sollte noch mehr arbeiten und Geld verdienen um damit die Familie – meinen Vater und seine Frau – finanziell zu unterstützen. Das war eine sehr schwere Zeit für mich.

Was mir an Don Bosco am meisten gefiel, war, dass sie an mich, diesen 14-Jährigen glaubten. Einen Buben, der fast nichts zum Anziehen hatte – sie gaben mir die Möglichkeit zu arbeiten und zu lernen – ohne mich zu kennen. Sie schenkten mir Vertrauen, sie öffneten mir die Türen, sie ermutigten mich und sagten: „Du schaffst es!“

Ich verbrachte meine Zeit auf den Straßen des Elendsviertels und arbeitete auf Baustellen. Zuhause bei meinem Vater, der mich schlecht behandelte, war ich kaum. Ich lebte wie ein Straßenkind!

Da ich gute Noten hatte, vermittelte mir Don Bosco eine Anstellung bei einer Bank. Damals wohnte ich noch bei meinem Vater und wir hatten ständig Streit. So zog ich mit 15 Jahren aus und wohnte in einer Wohngemeinschaft. Da bei der Bank Leute entlassen wurden, suchte ich eine neue Arbeit. Ich bewarb mich bei einem Labor zur Herstellung von Zahnprothesen. Genau das Richtige für mich, da ich schon immer gerne Sachen aus Ton oder Holz gemacht habe. Ich merkte, dass sich für mich endlich die Türen zur Verwirklichung meiner Träume öffneten.

Ich war 14 Jahre alt, klein, mager und rachitisch wegen mangelnder Ernährung. Um das Hungergefühl los zu werden, habe ich oft Speiseöl oder Zucker auf Brot gegeben oder Mehl mit Zucker vermischt. Eines Tages bat ich bei einem Verkaufsstand um Arbeit. Die Frau im Geschäft sagte zu mir: „Ich habe leider keine Arbeit für dich. Aber mein Neffe war ein Straßenbub, genau wie du. Doch dann nahmen in die Salesianer Don Boscos in ihre Schule mit. Dort hat er gelernt und heute ist er Filialleiter einer Bank. Dort ist ein guter Platz. Ich ruf meinen Neffen an, damit er mir die Adresse gibt.“ So kam es, dass ich tagsüber zu Don Bosco ging: Dort besuchte ich die Schule – ich lernte gerne – und bekam täglich eine Jause.

Vom ersten Tag meiner Ausbildung bei Don Bosco ging es in meinem Leben bergauf.

Mit 19 Jahren verdiente ich als Zahntechniker schon sehr gut. Ich sparte fleißig und wagte viel: Ich übernahm ein Zahnlabor. Da mir aber die erforderlichen Studienabschlüsse fehlten, wurde ich von den Zahnärzten regelrecht fertig gemacht. Ich verlor alles. Mit 40 Reais, das sind etwa 15 Euro, in der Tasche zog ich mit meiner Frau - ja in der Zwischenzeit habe ich auch geheiratet - nach Rio.

Dort suchte ich nach einer neuen Arbeit. Ich hatte Glück, einer der besten Zahnärzte stellte mich ein um für ihn zu arbeiten. Ich habe nächtelang und an den Wochenenden für die Zulassungsprüfung an der Universität gelernt. Ich wollte Zahnarzt werden. Ich bestand die Prüfung und habe schließlich promoviert. Heute arbeite ich als Zahnarzt. Ohne die Chance, die mir Don Bosco gegeben hat, wäre mein Leben ein anderes geworden. Ich bin froh, dass sie mir damals, als ich an ihre Tür geklopft habe gesagt haben: Du schaffst das! Das Leben hat mich gelehrt, dass das Wichtigste ist, niemals aufzuhören zu lernen. Das war meine Lektion für‘s Leben! Edgar ist heute 46 Jahre alt. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Ihre Hilfe trägt dazu bei, dass Kinder wie Edgar eine Chance auf ein besseres Leben erhalten! Ihre Spende schenkt Kindern eine Ausbildung! Ihre Spende schenkt Kindern eine Zukunft!

Unterstützen Sie durch Ihre Spende dieses und ähnliche Projekte in aller Welt und die Arbeit von Jugend Eine Welt! Spendenkonto RLB 24.000, BLZ: 36.000, Kennwort: Tag der Straßenkinder Seite 3


DON BOSCO WELTWEIT

JUGEND EINE WELT

Schenken Sie Straßenkindern ein Zuhause! Mit Ihrer Spende helfen Sie Straßenkindern auf der ganzen Welt!

Helfen macht Freu(n)de! Wir freuen uns sehr über die Treue und Großzügigkeit unseres Freundeskreises

72 Stunden ohne Kompromiss

Weltweit leben 33 Millionen Kinder und Jugendliche auf der Straße. Hunger, Kälte und Angst sind ihre ständigen Begleiter. Sie werden Opfer von Drogendealern, Zuhältern, Mördern, Menschen- und Organhändlern. Mindestens zwei Millionen Kinder weltweit werden zur Prostitution gezwungen.

Ich muss nie wiede r auf der Straße schl afen!

Straßenkinder brauchen unsere Hilfe! Gemeinsam können Sie mit uns die Kinder von der Straße in ein besseres Leben mit Zukunft führen.

31. Jänner: Tag der Straßenkinder

Einst in Turin kam Don Bosco Kindern und Jugendlichen zur Hilfe. Der Jugend- heilige sah den guten Kern in jedem Kind und war überzeugt davon, dass durch Aus- bildung Kinder vor dem Weg in die Kriminalität und in die Verwahrlosung bewahrt werden können. Heute wollen wir zusammen für die Straßenkinder eine Stütze sein. Jugend Eine Welt, die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern kümmern sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche in der ganzen Welt. Straßenkinder bekommen einen Platz zum Schlafen und täglich zu essen. Sie erfahren Sicherheit und Geborgenheit, die sie bisher nicht kannten. Und am aller wichtigsten: Sie erhalten eine Ausbildung und damit die Chance auf eine bessere Zukunft! Widmen wir den 31. Jänner, den Gedenktag Don Boscos, den Straßenkindern! Gemeinsam können wir für Straßenkinder Vieles bewirken.

Die Raststation in Flauchauwinkl/Salzburg ist eine der meistfrequentiertesten Autobahnraststätten in Österreich. Die TeilnehmerInnen schlüpften im Rahmen der Aktion “72 Stunden ohne Kompromiss“ in die Rolle von Straßenkindern. Sie putzten Autoscheiben und Schuhe und informierten über die Situation von Straßenkindern in Ecuador. Die Spenden kommen benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Ecuador zugute. Danke für die tolle Aktion!

Äquatorgang: Einmal um die ganze Welt “Wir sind mit den Straßenkindern dieser Welt auf den Straßen und laufen, egal auf welcher Seite, alle auf dem gleichen Erdball herum,” sagt Sr. Mirjam Dinkelbach, Altäbtissin des Klosters Marienkron. Von ihr stammt die Idee zum Äquatorgang 2012/2013. Ziel der Aktion ist es bis Oktober 2013 gemeinsam 40.000 km Fußweg zu sammeln und damit ein Zeichen der Solidarität mit den Straßenkindern dieser Welt zu setzen. Jeder Kilometer zählt! Machen Sie mit. Mehr Infos dazu finden Sie im Internet unter www.jugendeinewelt.at

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie dieses Projekt und die wichtige Arbeit von Jugend Eine Welt.

Bitte helfen Sie! RLB Kto.Nr. 24.000

IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000 SWIFT/BIC: RZTIAT22

Online Spenden unter www.jugendeinewelt.at Impressum: Don Bosco Weltweit Nr.1/2013; Medieninhaber, Herausgeber, Verleger und Redaktion: Verein „Jugend Eine Welt“, 1130 Wien, St. Veit-Gasse 21; E-Mail: spenden@jugendeinewelt.at; Verlags- & Herstellungsort: Wien; ZVR-Nr.: 843744258;RLB Kto.Nr. 24.000; Danke für Ihre Spende!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Seite 4

Don Bosco Weltweit - Jänner 2013  

Straßenkindern ein Zuhause schenken! Gemeinsam können wir Kinder von der Straße in ein besseres Leben führen! Ihre Spende hilft!

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