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DeinDing Jugendbildungspreis Baden-W체rttemberg

Projekte Preistr채ger 2012


Impressum Durchführung und Organisation: Jugendstiftung Baden-Württemberg Schlossstraße 23 74370 Sersheim www.jugendstiftung.de www.DeinDing-BW.de

Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Verantwortlich: Miriam Schmid, Jugendstiftung Baden-Württemberg Redaktion: Carola Henck, Miriam Schmid und Pia Schmidt, Jugendstiftung Baden-Württemberg Lektorat: Anna Hoeffler Bilder: Alle verwendeten Fotos wurden den jeweils dargestellten Projekten entnommen und mit Einverständnis der Projektträger veröffentlicht. simon (Projektbild „Schüler mit Verantwortung – wir sind dabei – 8. Landesschülerkongress“, S. 17); Paul Stritt (Projektbild „Schüler mit Verantwortung – wir sind dabei – 8. Landesschülerkongress“, S. 17); Hans-Jürgen (Projektbild „Hartplatz und Eisfläche“, S. 22); Rolf Schultes (Projektbild „Mitmachen Ehrensache war ein Riesenerfolg!“, S. 22); Claudia Kanik (Projektbild „Ankommen in Deutschland“, S. 24); Martha Weishaar (Projektbild „Musicalproduktion Nachhall“, S. 24); Christoph (Projektskizzen „Reute skatet durch“, S. 25); Martin Wagenhan (Portraitfotos „BerufsTraumWirklichkeiten“, oben, S. 29); Pfadfindergruppe Stamm David Bad Krozingen e. V. (Projektbild „35 Jahre Stamm David Bad Krozingen“, S. 31); Manuela Behrendt (Projektbild „Zirkus Festival Baldolino“, S. 32); Marc Doradzillo (Projektbild „Kick im Park“, links, S. 34); Sebastian (Projektbild „Globalisierung – Wir in der Welt“, S. 36); Ines Rosner (Projektbild „Improtheatergruppe DU“, S. 37); Olaf Steenken (Projektbild „Das Nathan-Experiment“, S. 39); Tschöpe (Projektbilder „Log In“, S. 42); Matthias Hellmann (Projektbild „Zivilcourage­ preis“, S. 44); JH Hochstätt (Projektbilder „Ausbildung zum Supporter im Jugendhaus Hochstätt“, S. 45); Ling Zhou (Projektbild „memoartis®.dialog“, S. 45); Leon Franzen (Projektbild „Ashoka“, S. 46); Bernd Hentschel (Projektbilder „Heimat weit weg von der Heimat“, S. 47) sowie Thinkstock/Lifesize (S. 13, Mitte); Thinkstock/iStockphoto („Schülerhilfe der Kooperationsklasse“, S. 15, oben/„Tanzmusical ‚My Live, My Art‘“, S. 27/„Integration durch Qualifizierung“, S. 38); Fotolia/Yuri Arcurs („Christlich-Islamische Begegnung Jugendlicher“, S. 26); Thinkstock/Purestock („Lern- und Jobpaten im Landkreis Sigmaringen“, S. 34); Thinkstock/Good­shoot („Hast Du den richtigen Durchklick?“, S. 36); Thinkstock/Monkey Business („Mittagstisch der Kinder-Vesperkirche“, S. 44).

Gestaltung: Oliver Müller – Visuelle Kommunikation, Mainz Druck: Printmedien Karl-Heinz Sprenger, Vaihingen an der Enz

Februar 2013


Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser, der Jugendbildungspreis Baden-Württemberg ist eine

vergeben, die mit ihrem Projekt „Jungsein im Land“

gute Gelegenheit, um Jugendlichen in Baden-Würt-

eine Wanderausstellung organisierte. Dabei präsen-

temberg Wertschätzung und Anerkennung entgegen

tierten Personen unterschiedlichen Alters ihre ganz

zu bringen. Mit dem Preis würdigt die Landesregie-

persönlichen Erinnerungen an ihre Jugend in Baden-

rung das Engagement und den Einsatz Jugendlicher,

Württemberg.

die sich aktiv in das gesellschaftliche Leben einbringen.

In diesem Jahr erstmalig vergeben wurde der Preis der Jugendstiftung Baden-Württemberg. Er ging an

Junge Menschen setzen sich für Andere ein, aus eige-

die Grund- und Werkrealschule Frommern, die die

nem Antrieb und mit großer Motivation. Dieser per-

Jury mit gleich drei hervorragenden Projekten beein-

sönliche Einsatz ist beeindruckend und ich bin des-

druckte. Mit den Projekten „Schülerhilfe der Koope-

halb froh, dass er mit der Preisverleihung auch öffent-

rationsklasse“, „Frühstücksclub an der GWRS From-

lich gewürdigt wird.

mern“ und „We are the world“ konnten die Jugend­ lichen die Jury überzeugen.

Die Jury hatte auch in diesem Jahr aufgrund der Vielzahl der hervorragenden Projekte wieder keine leichte

Ich gratuliere allen Gewinnern sehr herzlich und be-

Arbeit – insgesamt wurden 121 Projekte ein­gereicht.

danke mich bei all denjenigen, die sich am Jugend-

Durchsetzen konnte sich schließlich das Projekt

bildungspreis beteiligt haben. Schon heute freue ich

„Stuggi TV“, das den 1. Preis gewann. Dennoch: Alle

mich auf die nächsten interessanten Projekte im

eingereichten Projekte konnten inhaltlich über­zeugen.

kommenden Jahr.

Die Bandbreite dabei war groß: So gab es bspw. Projekte zu Integration und kulturellem Dialog oder zu

Ihre

Ökologie und Ökonomie. Alle Projekte hatten jedoch eines gemeinsam: Die Jugendlichen konnten ihre Stärken weiterentwickeln und Kompetenzen erwerben, die ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg helfen

Katrin Altpeter MdL

werden. Und sie hatten Spaß dabei. Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Unter dem Leitgedanken „Wir und Baden-Württem-

Familie, Frauen und Senioren

berg“ stand der Sonderpreis. Er wurde an eine Gruppe

Baden-Württemberg

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

1


Inhaltsverzeichnis

Die Projekte

4

Die Preistr채ger

5

Nominierte Projekte

17

Weitere Teilnehmer und

20

Teilnehmerinnen

Jugendbildungspreis Baden-W체rttemberg

3


Die Projekte

Die Projekte Hier sind alle 121 Projekte, die am Jugendbildungspreis Baden-Württemberg „DeinDing 2012“ teilgenommen haben, aufgelistet. Es beginnt mit der ausführlichen Vorstellung der Preisträger und Preisträgerinnen ab Seite 5. Danach werden ab Seite 17 die weiteren nominierten Projekte dargestellt und schließlich werden dann ab Seite 20 sämtliche anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen präsentiert.

Landkarte mit Projekten

In der nebenstehenden Landkarte ist die Verteilung der Teilnehmer an „DeinDing 2012“ auf die Stadtund Landkreise in Baden-Württemberg dargestellt.

=

4 und mehr Teilnehmer/-innen im Stadt- oder Landkreis 1

2 – 3 Teilnehmer/-innen = im Stadt- oder Landkreis

=

weniger als 2 Teilnehmer/-innen im Stadt- oder Landkreis

=

nominierte Projekte im Stadt- oder Landkreis

S

S

1

Preisträger/-innen im = Stadt- oder Landkreis 1 = 1. Preis, 2 = 2. Preis, 3 = 3. Preis, S = Sonderpreis

3

4

DeinDing

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Die Projekte – Die Preisträger

1. Preis STUGGI.TV Stuttgarter Onlinesender von Jugendlichen für Jugendliche Ralf Recklies, Stuttgarter Zeitung vom 13. November 2012

David Rau sitzt entspannt an seinem Schreibtisch

STUGGI.TV, Stuttgart www.stuggi.tv STUGGI.TV zeigt Stuttgart aus einer jungen Perspektive, informiert die Zielgruppe der 14bis 26-Jährigen über spannende Ereignisse und lässt sie an interessanten Projekten teilhaben. Die Nachrichten von STUGGI.TV sind von Jugendlichen für Jugendliche und auch auf der Online-Plattform haben die jungen Zuschauer die Möglichkeit, bei Themen mitzudiskutieren.

im Degerlocher Jugendhaus. Der Gründer und Chefredakteur des noch jungen Stuttgarter Internetsenders Stuggi.tv, der hier seit wenigen Wochen sein Zuhause hat, lächelt zufrieden, wenn er über die Entwicklung des im Januar gestarteten Projektes berichtet. Gleichzeitig schüttelt er über die rasante Entwicklung ein wenig ungläubig den Kopf. „Ich hätte nicht geglaubt, dass es uns gelingt, mit Stuggi.tv so schnell einen so großen Erfolg zu haben“, sagt Rau. Und wenn er von „uns“ spricht, meint er das inzwischen 15-köpfige Team, das die Stuggi.tv-Sendungen produziert. Schließlich sei der Erfolg dem Team zu verdanken – „denn jeder, der hier aktiv mitwirkt, trägt seinen Teil dazu bei, dass der erste von Jugendlichen für Jugendliche produzierte Internetsender in BadenWürttemberg inzwischen Tausende Zuschauer hat“. Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Die Preisträger

Bewegtbilder werden immer wichtiger David Rau, einst Schüler der Vaihinger Michael-BauerSchule, hat sich schon früh für bewegte Bilder interessiert. „Ich habe bereits im Alter von 14 Jahren meinen ersten Dokumentarfilm über den damaligen VfB-Trainer Matthias Sammer gedreht“, sagt der heute 22-Jährige, der zuletzt in Dresden bei dem Jugendmedium „Spiesser“ sein Volontariat gemacht hat. Dass er nach dem Ende seiner Ausbildung in der alten Heimat einen Internetsender aus der Taufe gehoben hat, ist seiner Begeisterung für das Medium Film zu verdanken und seiner Überzeugung, „dass das Bewegtbild in Zukunft immer wichtiger wird“.

werden über alle wichtigen Dinge informiert und bekommen viele Interviewangebote“, sagt Rau. Die

Mindestens sechs Videos werden derzeit pro Monat

höchste Zuschauerzahl hatte Stuggi.tv aber mit sei-

zu aktuellen Themen produziert. Außerdem gibt es

nem Bericht über die Facebook-Party in Backnang.

regel­mäßige Zusatzinformationen in Wort und Bild

„Diesen Beitrag wollten so viele sehen, dass der Ser-

zu wichtigen Ereignissen in der Region Stuttgart, dies

ver an seine Grenzen gestoßen ist“, sagt Rau.

vor allem über Facebook und Twitter. Über diese sozialen Netzwerke erreiche Stuggi.tv seine Zielgruppe, die

Die Kosten für das bislang komplett werbefreie Pro-

Rau vor allem bei den 15- bis 25-Jährigen sieht. „Aber

jekt trägt das Team von Stuggi.tv selbst. „Wir bekom-

es gibt auch viele Ältere, die unser Angebot regelmäßig

men nur für die Produktion der Sendung ‚Jugendrat

nutzen“, sagt er. Was ihn besonders freut: „Wir werden

aktuell‘ von der Stadt Stuttgart einen Zuschuss“, sagt

wahr- und als Medium auch ernst genommen.“

Rau. Gleichzeitig gibt er aber auch zu, sich bisher kaum um andere Mittel bemüht zu haben. Schließ-

Authentizität wird großgeschrieben

lich wolle man attraktive Sendungen machen und keine Förderanträge schreiben.

Dies hat David Rau vor allem bei der Stuttgarter OBWahl gemerkt. „Wir haben im Rathaus das erste Inter-

Wichtig ist dem Jungredakteur Rau, dass die Professio­

view von Fritz Kuhn erhalten, nachdem bekannt ge-

nalität bei Stuggi.tv großgeschrieben wird. Jeder Mit-

wesen ist, dass er die OB-Wahl gewonnen hat“, sagt

arbeiter sei vorab über seine Aufgaben gut informiert,

Rau mit sichtlichem Stolz. Überhaupt sei diese Wahl

die Vorrecherche spiele stets eine große Rolle. „Denn

die Feuertaufe gewesen, da man topaktuell berich-

nur wenn wir professionell und authentisch arbeiten,

tet und direkt an den Wahlabenden Tausende Zu-

werden wir auch von den Zuschauern ernst genom-

schauer erreicht habe. Auch Ministerpräsident Win-

men“, sagt Rau. Hier, da ist der 22-Jährige überzeugt,

fried Kretschmann habe dem ehrenamtlich betriebe-

machten viele andere Medien gravierende Fehler.

nen Online-Sender bereits Rede und Antwort gestanden. „Wir sind inzwischen in vielen Presseverteilern,

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DeinDing

www.stuggi.tv


Die Projekte – Die Preisträger

2. Preis Jugend-Vielfalt-Tage von Deniz Herkert

Mangelnde gesellschaftliche Partizipation junger Menschen, vor allem derer mit Migrationshintergrund, ist ein viel diskutiertes Thema in den deut-

Jugend-Vielfalt-Tage, Stuttgart www.dtf-stuttgart.de Bei den „Jugend-Vielfalt-Tagen 2011“ setzten sich drei Tage lang Jugendliche intensiv mit den Themen Integration und kultureller Dia­ log in Deutschland auseinander und konnten ihre Erfahrungen und Ideen in Workshops zusammentragen und diskutieren. Am Ende stellte sich heraus, dass das Thema Vielfalt sehr facettenreich ist und das Ergebnis wurde in einer Abschlussveranstaltung dem Bürgermeister, Herrn Werner Wölfle, vorgestellt.

schen Medien. Um diesem medial vermittelten Bild entgegenzutreten, organisierten Jugendliche aus dem Jugendrat Stuttgart, dem neunten Landesschüler­ beirat Baden-Württemberg und dem Jugendforum des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e. V. mit Unter­ stützung des Stadt­jugendrings Stuttgart die JugendVielfalt-Tage 2011. Die Jugend-Vielfalt-Tage 2011 setzten sich an drei Tagen intensiv mit den Themen Integration und kultureller Dialog in Deutschland auseinander. Diese Möglichkeit der Auseinandersetzung bot sich in drei durch Experten und Expertinnen moderierten Workshops sowie einem Planspiel und einer Zukunftswerkstatt. Abschließend wurden die erarbeiteten Ergebnisse dem Bürgermeister für Allgemeine Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Die Preisträger

mittag fanden zwei weitere Workshops statt, die sich sehr stark auf das Erleben der Thematik fokussierten. Die Jugendlichen konnten sich entweder in einem Planspiel mit dem Thema „Einführung von Islam­ unterricht an deutschen Schulen“ beschäftigen oder an einer Zukunftswerkstatt zum Thema „Was bedeutet Stuttgart für die Jugend? Ideen, Befürchtungen und Zukunftsvisionen“ teilnehmen. Um eine gemeinsame Handlungsempfehlung zu erarbeiten, wurden am Sonntag die Erfahrungen und Ideen aus den Workshops in einer großen Runde zusammengetragen und diskutiert. Dabei stellte sich Verwaltung und Krankenhäuser der Stadt Stuttgart,

für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen heraus,

Herrn Werner Wölfle, während einer Podiumsdiskus-

dass das Thema Vielfalt unterschiedliche Facetten

sion vorgestellt.

hat, welche man durch Engagement verändern kann. Mithilfe der beiden Leitfragen „Was bedeutet Integra-

Um einen Überblick über das bestehende Engage-

tion für uns?“ und „Was fordern wir von der Politik?“

ment der Jugendlichen in Baden-Württemberg zu

wurde die Diskussion mit dem Bürgermeister für All-

geben, stellte Selman Özen zu Beginn den Jugend-

gemeine Verwaltung und Krankenhäuser der Stadt

survey 2011 vor, aus dem unter anderem hervorging,

Stuttgart, Herrn Werner Wölfle, vorbereitet. Einer der

dass sich Jugendliche gesellschaftlich mehr enga-

Schwerpunkte der Diskussion war die Umsetzbar-

gieren als allgemein angenommen. Einen musika-

keit von verschiedenen Projektideen sowie den Er-

lischen Einstieg lieferte Toba Borke zusammen mit

gebnissen der gemeinsamen Handlungsempfehlung.

Beat­boxer Pheel, indem sie die Erwartungen der Teil-

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zeigten sich in

nehmer an das Projektwochenende durch einen

der anschließenden Abschlussrunde von den Jugend-

Freestyle-Rap vortrugen. Dabei betonte Toba Borke

Vielfalt-Tagen 2011 sehr angetan und signali­sierten

insbesondere die Bedeutung solcher Projekte für

den Wunsch nach weiterem Engage­ment.

diese Gesellschaft. Anschließend referierte Kerim Arpad, als Mitglied des Internationalen Ausschusses, über die Lage der Integrationspolitik in Stuttgart. Nach diesem einführenden Abend kamen die Jugendlichen am Samstag in den Workshops zusammen. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin hatte die Möglichkeit, sich zwischen den Workshops „Bedeutung ausländischer Fachkräfte für die deutsche Wirtschaft“, „Rolle der Kulturvereine in der deutschen Gesellschaft“ und „Vielfaltcoach“ zu entscheiden. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin konnte jeweils zwei Workshops nach­ einander besuchen. Am Nach-

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DeinDing

www.dtf-stuttgart.de


Die Projekte – Die Preisträger

3. Preis Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel des Kartoffelanbaus von Pia Schmidt

Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel des Kartoffelanbaus, Bad-Säckingen www.rudolf-graber-schule.de

Nachhaltige Entwicklung ist ein sehr interessantes und facettenreiches Thema, das uns immer mehr beschäftigt, da die natürlichen Lebensgrundlagen und die wirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten für künftige Generationen in der heutigen Zeit immer

Unter dem Leitgedanken „erleben – begreifen –

wichtiger werden. Komponenten der ökonomischen,

verstehen – handeln und reflektieren“ erfahren

sozialen und ökologischen Dimension sollen berück-

die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und

sichtigt werden und die Schülerinnen und Schüler

8 der Rudolf-Graber-Schule in Bad-Säckingen am

der 5. und 8. Klassen der Rudolf-Graber-Schule in Bad

Beispiel des Kartoffelprojektes, wie Nachhaltig-

Säckingen wollten sich intensiver mit dem Thema

keit praktisch funktioniert. Ziel des Projektes

Nachhaltigkeit beschäftigen. Die Jugendlichen lern-

ist der Kartoffelanbau mit Markterforschung

ten am Beispiel des Kartoffelanbaus inclusive Markt-

und Vermarktung im Sinne einer nachhalti-

forschung und Vermarktung das Thema nachhaltige

gen Entwicklung (BNE). So wurden den Schü-

Entwicklung näher kennen und aktiv zu gestalten.

lern Nachhaltigkeitskriterien der Ökologie und Ökonomie praktisch vermittelt.

Den Schülern und Schülerinnen wurde ein Kartoffelfeld von 4 Ar mit einem Ernteertrag von 400 kg zur Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Die Preisträger

Verfügung gestellt. Die Praxis ver-

Das Projekt war nachhaltig: Da

langt ihnen schwierige Entschei-

die Kartoffeln beispielsweise

dungen ab. So galt es, beim Töten

als Bio-Kartoffeln geerntet wur-

der Kartoffelkäfer ethische Prob-

den, musste darauf geachtet wer-

leme zu lösen, ein Vlies über den

den, dass die Kartoffeln nicht ge-

Acker zu legen, um den ökonomi-

spritzt werden. Geld lässt sich

schen Vorteil nutzen zu können,

mit den Kartoffeln auch nur ver-

oder zu hinterfragen, ob sich auch

dienen, wenn man die Ware auf

ein Sozialhilfeempfänger Biofrüh-

dem Natur­markt sauber verkauft,

kartoffeln für 4,- € pro Kilogramm

genau abwiegt und die Schale der

leisten kann. Durch das Helfer-

Kartoffel nicht verletzt. Nachhal-

system „ältere Schüler helfen

tig ist dabei, dass aus einer Kartof-

jüngeren Schülern“ konnten die Sozialkompetenzen

felpflanze immer mehrere Kartoffeln entstehen und

der Mit­wirkenden erweitert und in Vollversammlun-

dass Nachhaltigkeit Bio ist.

gen demo­kratische Entscheidungen über den Fortlauf des Projekts getroffen werden. Dabei wurde der Entwicklungsstand der Jugendlichen berücksichtigt und ein Lernen mit allen Sinnen ermöglicht.

Interview mit Schülern und Schülerinnen der 8. Klasse: Was habt Ihr innerhalb des Kartoffelprojekts erlebt? Es ist viel Arbeit ökologisch, biologisch und umwelt­

Interview mit Schülern und Schülerinnen der 5. Klasse:

bewusst zu arbeiten. In den Ferien ging es bei Regen auf den Acker und körperlich wurde man gefordert.

Was habt ihr beim Kartoffelprojekt gelernt, was ihr

Das Schönste jedoch war das Kartoffelfest, bei dem

ohne dieses Projekt nicht erfahren hättet?

alle Beteiligten verschiedener Nationen einge­laden

Ein Kartoffelfeld zu düngen ist keine leichte Arbeit,

wurden. Dabei konnten verschiedene Kartoffel­gerichte

aber eine effektive und umweltfreundliche Methode,

gekostet werden und es wurde ein Kartoffel-Rap

um einen ausreichenden Ertrag zu erzielen, ist dabei

wurde vorgeführt. Der Besuch der Chipsfabrik Zweifel

das Einsetzen von Hornmehl. Bei der Feldarbeit

war ein weiteres Highlight, bei dem ungewürzte lau-

wurde klar, wie gepflanzt werden muss und, dass

warme Chips probiert werden konnten.

der Bauer auch bei Regen auf das Feld soll. Des Weiteren galt es, sich mit der Plage der Kartoffelkäfer

Wart ihr stolz darauf, beim Kartoffelprojekt mit zu

auseinanderzusetzen, und dabei kam die Erkennt-

arbeiten und habt ihr anderen Leuten davon erzählt?

nis, dass man zur Bekämpfung nicht nur Gift ein­

Stolz kann man auf die geleistete Arbeit wirklich sein

setzen kann.

und vor allem, dass alle zusammen so viel geschafft haben. Trotz Regen stand man auf dem Feld und hat

Glaubt ihr, dass die Mitarbeit beim Kartoffelprojekt

das Kartoffelprojekt durchgezogen. Nicht nur Eltern,

für euer späteres Leben wertvoll ist?

sondern auch Freunde waren begeistert von den

Auf jeden Fall konnte bei dem Projekt einiges gelernt

Jugend­lichen und ihren Klassen.

werden und man weiß nun, wenn man einen eigenen Garten hat, wie man Kartoffeln am besten anbaut.

Wie fandet ihr das Lernen beim Projekt?

Ausdauer ist bei der Arbeit auf dem Feld sehr wichtig

Das Lernen hat Spaß gemacht und man lernte auch,

und es gibt nicht nur eine Kartoffelart, sondern ganz

mit anderen Menschen umzugehen. Viele Leute fin-

viele unterschiedliche Kartoffelsorten.

den Bio-Kartoffeln zu teuer, aber durch das Kartoffelprojekt ist klar geworden, warum die Bio-Kartoffeln

War das Kartoffelprojekt für Euch ein nachhaltiges

ihren Preis haben.

Projekt? Und wie habt ihr die Nachhaltigkeit anderen vorgestellt?

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DeinDing

www.rudolf-graber-schule.de


Die Projekte – Die Preisträger

Sonderpreis

Sonderpreis

„Wir und Baden-Württemberg“

Jungsein im Land – Geschichten und Erinnerungsstücke Nachwuchsjournalisten und -journalistinnen der Jugendpresse Baden-Württemberg machen sich auf den Weg,

Jungsein im Land, Stuttgart www.lpb-bw.de/jungsein.html Die Wanderausstellung „Jungsein im Land“ ist 2012 anlässlich des Landesjubiläums bei der Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der JPBW entstanden. Personen unterschiedlichen Alters mit unter­ schiedlichen Hintergründen präsentieren ihre ganz persönlichen Erinnerungen an ihre Jugend in Baden-Württemberg.

Geschichten von Personen, die ihre Jugend in BadenWürttemberg verbrachten haben, zu sammeln. Diese Erinnerungsstücke werden – von der Landeszentrale für politische Bildung anlässlich des 60-jährigen Landesjubiläums initiiert – in einer Wanderausstellung gezeigt. Ganze 16.940 Kilometer – so weit wie von Stuttgart über Niger, Äthiopien und Tansania bis nach Kapstadt – führte die fünf Autorinnen und drei Fotografen ihre Reise quer durchs Ländle. von Miriam Kumpf und Leonie Müller

Nach einer langen Vorbereitungsphase geht es im Dezember 2011 los: Die ersten der 45 Interviews warten auf uns. Aus der anfänglich ungewohnten Situation, Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Die Preisträger

fremde Menschen in ihren Wohnzimmern oder Büros

stalten andere die Pinnwand in wenigen Minuten, als

nach ihrer Jugend zu befragen, entsteht schnell Be-

hätten sie nie etwas anderes gemacht.

geisterung für die vor uns liegende Aufgabe. Anfangs dauert manch ein Interview noch zwei Stunden und das Zusammenschreiben des Textes sowie das Aus-

Lebendige Eindrücke von 60 Jahren Baden-Württemberg

wählen des besten Fotos ein Vielfaches davon. Mit

Die Jungsein-Ausstellung war nicht nur für die in ihr

der Zeit kommt Routine rein: Internet und Geschichts­

Verewigten ein besonderes Projekt, auch wir Autorin­

bücher nach Person und Epoche durchforsten, Fragen­

nen und Fotografen haben aus dieser speziellen Auf-

katalog im Kopf oder auf dem Papier zusammen­

gabe viel mitgenommen. Dazu zählen nicht nur das

stellen. Was hat der/die wohl erlebt? Wie hat das sein/

manchmal endlose,

ihr Leben beeinflusst? Mit jedem neuen Termin prägt

aber letztlich erfolg­

sich das Gefühl dafür weiter aus, was den Menschen

reiche Arbeiten mit

und seine Geschichte ausmacht und was die Besucher

den entstandenen

und Besucherinnen der Ausstellung davon später mit

Texten und Fotos oder

nach Hause nehmen sollen.

die Aufregung vor den Terminen und erst

Jugend lässt Interviewpartner aufblühen

recht der Ausstellungseröffnung. Obwohl

Trotz Routine: Langweilig wird es nie! Jeder Mensch

längst nicht so alt wie

hat seine eigene Geschichte, jeder Termin ist anders.

der Durchschnitts-

Manchmal stehen wir um sechs Uhr morgens auf

Interview­partner,

oder sind erst um Mitternacht wieder zu Hause,

dachten auch wir

manchmal sind es sechs Stunden Autofahrt oder

wieder an unsere

nur zehn Minuten mit dem Bus in den benach-

Kindheitsjahre und

barten Stadtteil, um das nächste spannende Ge-

-erlebnisse zurück und bekamen ganz neben­bei einen

spräch zu erleben. Egal ob bekannte Persönlich-

leben­digen Eindruck von 60 Jahren Landes­geschichte.

keit oder vermeintlicher Otto-Normal-Bürger – alle Interviewpartner/-innen blühen auf, wenn sie über ihre Jugend reden. Im Gespräch gibt es auch ruhige

Große Liebe, Schulabschluss, Auszug von zu Hause

Phasen und für alle Beteiligten neue Erkenntnisse:

Und so vieles kam uns bekannt vor: die aufregende

„Da habe ich so noch nicht drüber nachgedacht!“

erste große Liebe, der Freudentaumel nach dem bestandenen Schulabschluss, das Entdecken der neuen

Pinnwand-Aufbaurekorde

Welt nach dem Auszug aus dem elterlichen Hause. Das war in den 1950-ern schon spannend und auf­

Zu Begleitern der besonderen Art werden die hell-

regend und ist es bis heute geblieben. Nach vier Mo-

blauen Pinnwände, auf denen die Interviewten ihre

naten, 16.940 Kilometern, unzähligen vollgekritzelten

Kindheitserinnerungen festpinnen. Anfangs werden

Notizblöcken, vielen Telefonaten und Nachtschich-

diese oft wegen ihrer Unhandlichkeit und diversen

ten, ist eins klar: So unterschiedlich wir sind – unsere

Kleinteilen als nerven­raubend verschrien. Später wer-

Jugend prägt uns alle! Das ist wohl die wichtigste Er-

den mit ein bisschen Übung Pinnwand-Aufbaurekorde

kenntnis, die man mitbringt von 16.940 Kilometern,

aufgestellt und das an Tetris erinnernde Unterbringen

die man quer durchs Ländle gefahren ist: Die Jugend

der Pinnwand im Kofferraum des Autos wird perfek­

als prägende Zeit ist der gemeinsame Nenner auf

tioniert. Auch die Interviewpartner und -partnerinnen

einer Reise, die so lang ist wie 42 Prozent des Äquator-

bauen ihre persönliche Beziehung zu der Pinnwand

umfangs.

auf: Während manche sehr sorgfältig in aller Ruhe ihre Fotos, Bücher und Gegenstände platzieren, ge-

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DeinDing

www.lpb-bw.de/jungsein.html


Die Projekte – Die Preisträger

Sonderpreis

Sonderpreis der Jugendstiftung Baden-Württemberg

Die Grund- und Werkrealschule Frommern von Pia Schmidt

Die Grund- und Werkrealschule Frommern ist eine sehr engagierte Schule, die vor allem auf soziale

Projekt: Frühstücksclub an der Grund- und Werkrealschule Frommern

Werte achtet. Der „Frühstücksclub“ bringt die Grundschüler und -schülerinnen gut gestärkt in den Tag

Dreimal in der Woche heißt es bei der Grund- und

und fördert die soziale Verantwortung bei den älte-

Werkrealschule Frommern „Kommt zu unserem Früh-

ren Schülern und Schülerinnen der 8. Klasse. Des

stücksclub!“ und schaut, was alles Leckeres auf den

Weiteren zeigt das Projekt „Schülerhilfe der Koope-

Tischen zu finden ist.

rationsklasse“, was soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten der Werkrealschüler bewirken können, indem

Neun Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse haben

die Schüler/-innen eine Paten­schaft für einen Jun-

sich zusammen getan, um den Grundschülern ein

gen aus Dormaa/Ghana übernommen haben. Zuletzt

schmackhaftes Frühstück zu servieren. Verantwor-

kann man ein großes allgemeines soziales Engage-

tungsvolle Aufgaben wie die Planung, der Einkauf

ment an der Schule spüren, indem alle Schüler und

und die Organisation des Frühstücks werden dabei

Lehrer bei der Sozialen Woche aktiv einen Beitrag

eigen­ständig von den Werkrealschülern und -schüle­

leisten. Durch „We are the world“ werden soziale

rinnen übernommen. Die Zubereitung des Frühstücks

Aktionen auf die Beine gestellt, die als Spende einer

sowie eine ansprechende Dekoration der Tische ge-

Organisation zugute kommen oder anderen Men-

hören ebenfalls zu den Herausforderungen, die von

schen Freude bereiten sollen.

den Achtklässlern gemeistert werden. Wichtig ist es, Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Die Preisträger

tionsklasse 9 k der GWRS Frommern für das Patenkind Justice. Die Kosten für Kleidung, Bücher, Material und vor allem eine warme Mahlzeit am Tag übersteigt bei vielen afrikanischen Familien das finanzielle Budget, weshalb das Projekt bessere Bildungschancen für ihr Patenkind, den 12-jährigen Jungen Justice, in Dormaa/Ghana erreichen soll: Die Fundkiste der GWRS Frommern enthält gut erhaltene Fundsachen, die zu schade sind, um sie wegzuwerfen. So kamen die Werkrealschüler und -schülerinnen auf die Idee, vor den ein gesundheitsorientiertes und ausgewogenes Früh-

Ferien die Fundkiste zu leeren und die Gegenstände

stück auf die Tische zu zaubern, bei dem ein selbst

und Kleidungsstücke für einen sozialen Zweck zu ver-

hergestelltes Knuspermüsli, frisches Obst, Brot mit

kaufen. Dazu gehört auch, dass die Schüler und Schü-

Wurst und Käse, eigens produzierte Marmelade, aber auch Spezialitäten wie Waffeln mit Apfelmus oder Rührei serviert werden. Die Wünsche der jüngeren Grundschüler werden dabei berücksichtigt und auf die Esskultur wird großen Wert gelegt. Das anschließende Aufräumen wird von den Werkrealschülern tatkräftig und eigenständig übernommen und in den großen Pausen wird das Geschirr gespült. Für die Schule, die Eltern und auch den Förderverein der GWRS Frommern ist das Projekt ein Gewinn, bei dem sie auf die außerordentliche tolle Leistung der beteiligten Werkrealschüler stolz sind und eigens für die Schüler und Schülerinnen eine Urkunde zur An­ erkennung ihrer Leistung angefertigt haben. Durch den Frühstücksclub gelingt es, für die Grundschüler und -schülerinnen einen guten Start in den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück zu realisieren und die sozialen Kompetenzen der Werkreal­schüler und -schülerinnen zu stärken.

Frühstücksclub an der GWRS Frommern, Balingen-Frommern www.ghwrs-frommern.bl.schule-bw.de Dreimal die Woche heißt es in der Grund- und Werkrealschule Frommern „Kommt zu unserem Frühstücksclub.“ Die verantwort­lichen Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse laden die Grundschüler zu einem abwechslungs­ reichen und gesundheitsorientierten Früh-

Projekt: Schülerhilfe der Kooperationsklasse Kindern aus schwächsten Verhältnissen in Afrika soll der Zugang zur Bildung ermöglicht und Kindergartenund Schulbesuche gesichert werden. Hand in Hand en­gagiert sich nun schon seit vier Jahren die Koopera-

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DeinDing

stück ein und sind für die Planung, den Einkauf, die Organisation und für die Zubereitung des Frühstücks verantwortlich.


Die Projekte – Die Preisträger

lerinnen die Fundsachen sortieren, waschen, trock-

Die Schülerinnen und Schüler der GWRS Frommern

nen, bügeln und eventuell ausbessern. Bei der „Klei-

leisten hiermit einen wertvollen Beitrag zur Zukunfts-

derbörse“ kann man die Fundstücke anschließend

sicherung von Justice in Ghana und unterstützen ihn

für einen symbolischen Preis von mindestens 1,- €

in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales

erwerben. Durch viel Fleiß kommt eine erstaunliche

durch ihre Spende.

Summe zusammen, bei dem die Schüler und Schülerinnen nebenbei fachliche, personale und soziale Kompetenzen für ihren persönlichen Alltag mitnehmen können. Sie lernen Textilien nach Rohstoffarten

Projekt: We are the world – Jeder Mensch ist wichtig und du hilfst dabei!

einzuteilen oder bspw. etwas über Pflege von Materia-

Seit dem Jahr 2007 wird von der SMV der Grund-

lien sowie Fleckenentfernung.

und Werkrealschule Frommern eine soziale Woche organi­siert, bei der alle Schülerinnen und Schüler der 1.-10. Klasse und das Lehrerkollegium Geld sammeln oder Aktionen auf die Beine stellen, die anderen Menschen Freude bringen sollen. Dabei soll die Aktion „Schüler helfen Leben“ unterstützt werden und die Schülerinnen und Schüler erwerben durch die aktive Teilnahme am Projekt zahlreiche wichtige Kompetenzen.

Schülerhilfe der Kooperationsklasse, Balingen-Frommern

We are the world, Balingen-Frommern

www.ghwrs-frommern.bl.schule-bw.de

www.ghwrs-frommern.bl.schule-bw.de

Die Schülerinnen und Schüler der Kooperati-

Von der SMV der Grund- und Werkrealschule

onsklasse 9 k der GWRS Frommern engagie-

Frommern wird seit dem Jahr 2007 jedes Jahr

ren sich für ihr Patenkind Justice in Ghana.

eine soziale Woche organisiert. Alle Klassen der

Seit 2008 besteht die Schülerpatenschaft, bei

Schule sammeln durch ihre Aktionen Geld oder

dem Kinder aus schwächsten Verhältnissen

machen Menschen eine Freude. Von der Pla-

mit Hilfe von Paten und Sponsoren durch Kin-

nung bis zur Umsetzung liegt dabei die meiste

dergarten- und Schulbesuche den Zugang zur

Verantwortung in den Händen der Jugend­

Bildung ermöglicht bekommen.

lichen. Auch wenn nicht bei jeder Aktion Geld verdient wird, zeigt das Projekt: „Jeder Mensch ist wichtig“ und kann etwas verändern.

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Die Preisträger

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln zahlreiche interessante Ideen, die teilweise einen enormen Zeitaufwand mit sich bringen. Die Vorschläge werden anschließend von der SMV zusammengeführt und aufeinander abgestimmt. So entstanden vielfältige Aktionen wie Pantomime in der Fußgängerzone, eine Kleiderbörse, ein Barfußparcours, eine Saftbar, ein Flohmarkt und Vorsingen im Altenheim. Schülerinnen und Schüler aller Klassen werden integriert und können einen Beitrag leisten. So haben die gesamten 6. Klassen schon eine Autowaschaktion gestartet, bei der mit Begeisterung geputzt, gewaschen und geschrubbt wurde. Wichtig ist nicht, dass bei jeder Aktion Geld verdient wird, sondern dass ein sozialer Beitrag geleistet wird, der für jeden eine unschätzbare Erfahrung mit sich bringt. Die soziale Woche ist für die gesamte Schule ein Gewinn und wurde bereits im Jahr 2009 fest in das Schulcurriculum ver­ankert. www.ghwrs-frommern.bl.schule-bw.de

Mitglieder der Jury von „DeinDing 2012“, der Jugend­bildungspreis Baden-Württemberg sind: · Andreas Bender Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg e. V. · Miriam Kumpf Jugendpresse Baden-Württemberg e. V. · Selman Özen Landesschülerbeirat Baden-Württemberg · Ezgi Sapinar Deutsch-Türkisches Forum Stuttgart e. V. · Vera Dettenborn Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg Die Jury bewertete u. a. nach folgenden Kriterien: · Engagement der beteiligten Jugendlichen · Beteiligung Jugendlicher unterschiedlicher Herkunft · Projektidee: Originalität, Bedeutung des Projekts für die Gemeinde, Projektdarstellung · Sonderpreis „Wir und Baden-Württemberg“: zusätzlich zu den oben genannten Kriterien noch thematischer Bezug zum Sonderthema „Wir und Baden-Württemberg“ · Sonderpreis der Jugendstiftung Baden-Württemberg: Dieser Preis geht an eine Jugendgruppe, deren Projekt es zwar nicht auf Platz 1 bis 3 geschafft hat, aber dennoch herausragend und besonders anerkennenswert ist.

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DeinDing


Die Projekte – Nominierte Projekte

Dialog mit der Politik, wurde die Struktur der Schüler­

Nominierte Projekte

beteiligung in Baden-Württemberg nachhaltig gestärkt und weiter vorangebracht.

Graffiti-Combo, Karlsruhe www.farbschall.de Der eingetragene Verein Farbschall feiert sein 10-jähriges Jubiläum mit Veranstaltungen, bei denen HipHop-Elemente, Breakdance, Rap und Grafitti gezeigt werden. Junge Graffitimaler/-innen aus Karlsruhe und der Region gestalteten diese Events künstlerisch mit Bühnenbild, Hallendekoration, Live-Aktivitäten und Ausstellungen. Graffiti ist außerdem eine multi­ kulturelle Bewegung, bei der der kulturelle Hinter-

Schüler mit Verantwortung – wir sind dabei – 8. Landesschülerkongress, Stuttgart www.wir-ernten-was-wir-saeen.de/ landesschuelerkongress

grund der Aktivistinnen und Aktivisten keine Rolle spielt und Gefühle, Stimmungen, Erlebtes und Erfahrungen zum Ausdruck gebracht werden.

Auf dem 8. Landesschülerkongress konnten sich engagierte Jugendliche vernetzen und kon­trovers über die aktuelle Bildungspolitik aus­ tauschen. Durch interaktive Workshops und dem direkten

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Nominierte Projekte

Studenten, Jugendlichen mit Migrationshintergrund, Hartz-IV-Empfängern, Abiturienten, Hauptschülern und Sehbehinderten bestehen, stellten sich die Frage: Wie kann man die Jugend Europas durch nichtformale Lernmethoden mobil machen, um gemeinsam etwas an der demokratisch-politischen Situation zu verbessern?

Jugend informiert, Tübingen Heimat Europa? Du ergreifst Partei!, Mannheim www.starkmacher.eu

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www.ak-leben.de Durch Informations- und Präventions­veranstaltungen an verschiedenen Schulformen, Bildungsträgern sowie in Konfirmations- und Firmgruppen verfolgt das Pro-

Das Projekt „Heimat Europa? Du ergreifst Partei!“

jekt „Jugend informiert“ das Ziel, offen über das Tabu­

will die Grundwerte der Demokratien Italiens und

thema Suizid bei Jugendlichen zu sprechen. Dabei soll

Deutschlands hinsichtlich Migration und Heimat

den Jugendlichen Raum gegeben werden, über das

vergleichen. Vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Thema Suizidalität zu sprechen und die Möglichkei-

im Alter zwischen 14 und 30 Jahren, die aus Politik-

ten zur Hilfe aufgezeigt werden.

DeinDing


Die Projekte – Nominierte Projekte

Fellbach sucht das Supertalent www.svfellbach.de Bei „Fellbach sucht das Supertalent“ hatten Menschen unterschiedlichen Alters die Möglichkeit, ihr Talent zu zeigen. Es wurden eindrucksvolle Darbietungen gezeigt. Interessant war außerdem die Teilnahme verschiedener Nationalitäten, welche es letztendlich auch zu einem Integrationsprojekt machten.

Akzeptanz für alle, Böblingen www.jugendgemeinderat-bb.de Die Projektgruppe

Verfilmung des selbstentwickelten Theaterstückes „Black & White“, Rottenburg www.rsro.de

„Akzeptanz für alle“ befasst sich mit dem Thema Akzeptanz und Toleranz und

Zur Verleihung des Siegels „Schule ohne Rassismus –

wird von Jugendlichen

Schule mit Courage“ haben sich die Schüler­mentoren

aus ganz Deutschland

und -mentorinnen der Realschule Rottenburg im Ok-

unterstützt. Es wur-

tober 2010 eigenständig ein Theaterstück zum Thema

den Flyer verteilt und

Rassismus ausgedacht. Das Bühnenspiel haben sie

in den Schulheften

vorgeführt und im Oktober 2011 auch verfilmt.

von Böblinger

Im Film werden verschiedene Alltagssituatio-

Jugendlichen kleben Sticker mit der Aufschrift „Akzep-

nen dargestellt, bei denen Menschen dis-

tanz für alle“. Unter diesem Motto plant die Projekt-

kriminiert werden. Schlussendlich kön-

gruppe verschiedene Veranstaltungen, um Talen­te

nen die Menschen, die mit ihrem

auf die Bühne zu bringen und ein Zeichen zu setzen,

Verhalten andere demütigen, nur

dass Menschen mit oder ohne Migrations­hintergrund

durch eine „Antirassismus-

und/oder Behinderung zusammen Spaß haben kön-

pille“ geheilt werden.

nen.

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

ligen Stangen, Walzen, Rädern, Riemen, Seilen und

Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

vielem mehr besteht und von den Besuchern kon­ struiert wird. Im Rahmen der Erfinderwerkstatt können Kinder die Maschine mit eigenen Ideen und Konstruktio­nen erweitern und verändern. So wird durch aktives forschendes Erkunden und Entwerfen das Interesse für Technik geweckt und spielerisch Grundlagenwissen zu Mechanik, Reibung, Kraft, Drehung und den Hebelgesetzen vermittelt.

Glücksmomente, Engen www.engen.de In der Kurzfilmdokumentation „Glücksmomente“ setzen sich Jugendliche mit dem Thema Glück auseinander. Was bedeutet eigentlich Glück und was macht mich wirklich glücklich? Eine schwere Frage, die die Jugendlichen in der Gruppe diskutierten. Auffallend war für sie, dass Glück nicht für jeden das Gleiche ist und besonders auch von den unterschiedlichen Kulturen abhängt.

Tanztheater „Generation X“, Engen www.engen.de Zur „Generation X“ gehören 18 Jugendliche, die wegen ihres Umgangs mit Alkohol, Drogen, Diebstahl, Verhaltensauffälligkeiten und Körperverletzung in ein sozial­ pädagogisches Lager geschickt werden. Die Jugend­ lichen suchen nach Anerkennung sowie einer Zugehörigkeit in Familie und Gesellschaft und müssen lernen, mit Trauer, Unverständnis und Ängsten umzugehen. Diese „Generation X“ arbeitet 6 Monate schul-, altersund herkunftsübergreifend, um sich selbst, ihren Körper und ihre kreativen Fähigkeiten und Talente besser kennen zu lernen.

Erfinderwerkstatt „MitMachMaschinenbau“, Stuttgart www.kindermuseum-stuttgart.de Die „MitMachMaschine“ ist eine große, begehbare Spiel-, Kunst- und Technikmaschine, die aus unzäh-

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DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Ausdrucksstark, Ellwangen www.drk-aalen.de Beim Projekt „Ausdrucksstark“ wurde auf spieleri-

Spielplatz-Vorleser, Offenburg www.lesewelt-ortenau.org

sche Art und Weise und mit den unterschiedlichsten

Während der Sommerferien

theater­pädagogischen Ansätzen die Sprach- und Aus-

gehen die „Spielplatz-Vor­

drucksfähigkeit von Kindern gefördert, die besonders

leser“, Schüler und Schülerinnen zwischen 12 und

bildungsbenachteiligt sind. Dazu wurden in Abspra-

16 Jahren, auf ausgewählte Spielplätze in Offenburg

che mit den Kindern verschiedene Alltagsszenen ein-

und lesen Kindern Geschichten vor. Jeden Tag treffen

geübt und zur Aufführung gebracht. Wesentliche Un-

sich die Jugendlichen zur Teamsitzung und bespre-

terstützung bekam das Projekt dabei durch ehren-

chen den Einsatz, suchen Bücher aus und packen ihre

amtlich tätige ältere Schülerinnen.

Rucksäcke, um Kindern an Spielplätzen, Baggerseen oder in Schwimm­bädern vorzulesen.

ZELTissimo – 1. Heidelberger Kinderund Jugendzirkusfestival 2011 www.circus-peperoni.de „ZELTissimo – das 1. Heidelberger Kinder- und Jugend­zirkusfestival 2011“ hat mit 169 Kinder aus

Zwischenstopp – ein interkulturelles Theater­projekt mit Jugendlichen, Jettingen www.waldhaus-jugendhilfe.de/ jugendreferatjettingen.htm

vier Städten ein buntes Zirkusprogramm auf die

„Zwischenstopp“ ist ein von 34 Schülern und Schüle-

Beine stellen können. Bei den unterschiedlichen

rinnen selbst entworfenes Theaterstück, bei dem vor

Vorführungen war vom Zirkus für Kinder bis hin

allem die aktuelle Situation als Jugendlicher mit Mig-

zur Vorstellung in Varieté-Art alles dabei. Die Kinder

rationshintergrund auf die Bühne gebracht wird. Die

und Jugend­lichen konnten verschiedene Zirkus­

Schülerinnen und Schüler machen einen Zwischen-

disziplinen wie Akrobatik, Trampolin, Vertikalseil,

stopp zwischen Schulabschluss und ihrer weiteren be-

Trapez und Vertikaltuch kennen lernen und darüber

ruflichen und persönlichen Entwicklung und können

hinaus etwas über das Gestalten von Auftritten mit

außerdem ihre individuellen Erfahrungen reflektieren

Kostümen und Schminken erfahren.

und neue Handlungsspielräume für sich entdecken. Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Hartplatz und Eisfläche, Bitz www.kinderunserezukunft.jimdo.com „Hartplatz und Eisfläche“ heißt das Projekt, bei dem

Norway.Today, Ludwigsburg www.jugendtheater-lb.de

ein Hartplatz in der Größe 33 x 18 Meter gebaut wurde,

Das Jugendtheaterstück

um den Jugendlichen Hockeyspielen zu ermöglichen.

„NO[R]WAY.TODAY“ basiert auf

Mit sehr viel Eigenleistung wurde der Hartplatz mit

einer wahren Begebenheit, auf die

Bande, Fangnetzen und einer Flutlichtanlage, mit der

Igor Bauersima durch eine Zeitungs-

die Eisfläche auch im Winter benutzt werden kann,

notiz im Spiegel aufmerksam wurde. In dem Stück

installiert. Auch eine Hockey-Ausrüstung wurde be-

geht es um das Dilemma der Internet-Generation

reit gestellt.

und einen gemeinsamen Selbstmord eines 24-jährigen Norwegers und einer jungen Österreicherin.

Mitmachen Ehrensache 2011 war ein Riesen­erfolg!, Ravensburg www.jukinet.de „Mitmachen Ehrensache – Jobben

Soccer Sistaz – Mädchenfußball meets HipHop, Ludwigsburg www.tragwerk-lb.de

für einen guten Zweck“ war am

Mit den jungen Fußballerinnen der SpVgg Schlößles­

05.12.2011 im Landkreis Ravens-

feld entstand pünktlich zur Frauen-Fußball-WM in

burg ein Riesenerfolg. Über 800

Deutschland ein eigener Song mit Musikvideo. Die

Jugend­liche aus 16 beteiligten

Teilnehmerinnen sind zwischen 12 und 18 Jahre alt

Schulen nahmen daran teil und

und kommen aus unterschiedlichen sozialen Milieus

konnten durch die Aktion über

mit und ohne Migrationshinter-

20.000 Euro für soziale Zwecke

grund. Im entstandenen Song spie-

einnehmen.

len Fair-Play, Mut, Teamgeist, Zusammenhalt, Sieg und Niederlage eine große Rolle.

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DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Jugendtreff Oberreichenbach, Calw

Seelenzustände, Gomaringen

www.jugendagentur-calw.de

www.gomaringen.de/data/jugendbuero.php

Im März 2010 fand das 1. Oberreichenbacher Jugend-

Beim Projekt „Seelen­zustände“ setzten sich Jugend-

forum mit über 70 Teilnehmern und Teilnehmerinnen

liche im Alter von 14 bis 16 Jahren mit ihrer eigenen

statt, das inzwischen (Stand 27.06.2012) einen fest

Lebenswelt auseinander. Ihre emotionalen Grenz­

etablierten Jugendtreff in Oberreichenbach gegründet

erfahrungen versuchten sie nach ihrem Schema

hat. Kinder und Jugendliche können sich dort zweimal

zu verarbeiten: Trommeln

die Woche treffen und inzwischen wurden auch ver-

= Rhythmus = vernehmbare

schiedene Programmpunkte wie Schlittschuhlaufen

Ansage an die Welt. Dazu fan-

oder gemeinsames Übernachten im benachbarten

den sie eigene Rhythmen,

Jugendhaus Schömberg durchgeführt.

Texte und Szenen, was Selbstvertrauen, Motivation, soziale und emotionale Kompetenzen sowie ein stärkeres Gruppengefühl förderten.

Junge sein – Mädchen sein. Genderangebote auf der Schülermesse, Stuttgart www.jugendhaus.net Die interaktive Schülermesse vom 07.-09. Juni 2011 richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen drei bis zehn und wollte Kindern und

KreAktiv, Mannheim www.changes-verein.de

Jugend­lichen die Vielfältigkeit an Angeboten ihrer

Unter der aktiven Beteiligung von Kindern, Jugend­

Stadt zum Thema „Kinder- und Jugendhilfe“ zeigen.

lichen und jungen Erwachsenen entsteht in gemein-

Die Fach AG Gender Stuttgart bietet Mädchen und

samen Workshops ein Musical. Die Teilnehmer und

Jungen zielgruppenspezifische Angebote an und ver-

Teilnehmerinnen bestimmen dabei selbst die Thema-

steht sich als praktische Umsetzung der Leitlinien

tik, den Inhalt und die Inszenierung des Stücks und

zur geschlechterbewussten Kinder- und Jugendhilfe

sind für die Projektorganisation und für das Erschlie-

in Stuttgart.

ßen von Präsentationsmöglichkeiten verantwortlich.

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

für Europa zu verbessern sowie die Beteiligung junger Menschen zu verstärken. Einblicke in das Europaparlament in Straßburg und ein Gespräch mit dem Vizepräsidenten des Parlaments gab Jugendlichen die Gelegenheit, sich selbst einzubringen und das Thema mitzugestalten.

Ankommen in Deutschland, Freiburg www.element3.de Im Langzeit-Rechercheprojekt von Element 3 und dem Jungen Theater Freiburg setzt man sich mit der Frage „Wer ist Deutschland?“ auseinander. Jugendliche, vornehmlich aus dem arabischen oder afrikanischen Kulturkreis, sind zum Teil ohne ihre Familien aus Kriegsgebieten von ihrer Heimat nach Deutschland geflohen und versuchen, ihre Geschichte in einem Theaterstück zu verarbeiten. Dabei haben sie ihre

Mobile Skateanlage für Altdorfer Skater und Inliner www.waldhaus-jugendhilfe.de

Kultur im Herzen und die Hoffnung auf ein freund­

Die Altendorfer Schüler und Schülerinnen der Klassen

liches Willkommen in Deutschland.

fünf bis zehn wünschten sich eine Skateanlage in der Gemeinde und zehn Jugendliche erklärten sich dazu bereit, bei der Planung und Umsetzung mit­zuhelfen. Im März 2011 stellten die Jugendlichen erstmals ihre Ideen vor und im gleichen Jahr nach den Sommer­ ferien wurde mit der Umsetzung der Skateanlage begonnen. Die Jugendlichen imprägnierten die funbox und seitdem steht auf dem Festplatz vor der PeterCreuzberger-Halle eine Skateanlage.

Talk im Turm – Hoch hinaus im strukturierten Dialog, Mannheim www.starkmacher.eu Das Projekt „Talk im Turm – Hoch hinaus im strukturierten Dialog“ sollte junge Menschen ansprechen und deren Bereitschaft zu Diskus­ sionen fördern und ihr Interesse an Themen wie z. B. Bildung wecken. Ziel war es, Jugend­lichen

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Musicalproduktion „Nachhall“, Bonndorf www.lets-fetz-chor.de

die Möglichkeiten zur Förderung

Der Jugendchor Let’s Fetz Kids und Let’s Fetz Teens

der Toleranz junger Menschen

unterhält schon seit geraumer Zeit eine Kooperation

aufzuzeigen und das Bewusstsein

mit dem Bildungszentrum Bonndorf. Im Rahmen des

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Projektes „raus und ran“ mit nahezu 40 Einzelvorhaben

schaftsschichten. Sie vernetzen sich punktuell mit

wird Jugendlichen und Kindern die Teilnahme an Chor-

Schulen und Jugendeinrichtungen, an denen Work-

projekten ermöglicht. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist das

shops zum Thema Handyfilm stattfinden. Die

Musicalprojekt „Nachhall“.

Macher und Macherinnen der Handyfilme werden zudem gefilmt und interviewt; die gesammelten Filme werden geschnitten, aufbereitet und thematisch gebündelt.

Reute skatet durch – Kinder und Jugend­ liche gestalten den Skateplatz www.reute.de Die Kinder und Jugendlichen von Reute wurden aktiv an der Gestaltung des öffentlichen Skaterplatzes beteiligt, der den Interessen und Anliegen der jugend­

WIR und ICH – unsere WIRklICHkeit auf die Bühne, Stuttgart www.jugendhaus.net/feuerbach/camp/

lichen Zielgruppe entspricht. Das ehrenamtliche Pla-

Mit dem Projekt „WIR und ICH – unsere WIRklICHkeit

nungsteam investierte viel Zeit und Engagement in

auf die Bühne“ sollen bei Jugendlichen Vorurteile ab-

das Projekt und erarbeitete kreative Lösungen zur

gebaut und Begegnungsmöglichkeiten untereinander

Finanzierung. Nach der Fertigstellung der Anlage

geschaffen werden. In einem Theaterprojekt reflek-

Mitte September 2011 kamen weitere Aufgaben auf

tieren Jugendliche mit vielfältigen sozialen und kul-

die Gruppe zu, da u. a. Anfängerkurse angeboten wer-

turellen Hintergründen das eigene Leben. Das „ICH“

den und regelmäßige Veranstaltungen beim Skater-

der einzelnen Teilnehmer und Teilnehmerinnen soll

platz stattfinden sollen.

dabei in den Mittelpunkt gestellt und das „WIR“ begreif- und erlebbar gemacht werden.

Deutschland von unten – ein JugendHandy­filmprojekt, Riegel www.black-dog-ev.de Eine Gruppe Jugendlicher und ein Filmpädagoge reisen kreuz und quer durch Baden-Württemberg und sammeln Handyfilme von Jugendlichen aller Gesell­ Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

und mit jungen Menschen zu entwickeln und damit mittel- und langfristig die Umgebung für eine Beteiligungstradition vor Ort zu schaffen. Kinder und Jugendliche können sich somit aktiv beteiligen und erhalten eine Stimme, können Ideen entwickeln und werden ernst genommen.

Christlich-Islamische Begegnung Jugendlicher, Neckartenzlingen Um christlichen Jugendlichen zu zeigen, dass der islami­sche Glaube nicht nur aus Kopftuch und strenger Religiosität besteht, trafen sich Jugendliche und Eltern zu einem Abend mit dem Motto „Gott – Allah verbindet“. Die Jugendlichen sollten durch die Nutzung einer Plattform Vorurteile abbauen und die Gemeinsamkeiten der beiden Religionen bei einem Abendessen und gemeinsamen Musizieren heraus-

Junior-JugendbegleiterTechnik – JJTechnik-Projekt, Heilbronn www.faszinationtechnik-bw.de

finden.

Die Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 des JustinusKerner-Gymnasiums Heilbronn werden zu JJT-Mentoren ausgebildet, damit sie technische Workshops mit Schülern und Schülerinnen der Unter- bzw. Mittelstufe eigenständig durchführen können. Es werden verschiedene Bausätze, die unterschiedliche tech­ nische Themen ansprechen, gebaut und mit diesen experimentiert.

Jugend BeWegt in Ammerbuch! Politik konkret. lokal. wirksam. vernetzt. www.ammerbuch.de Das Projekt soll die Beteiligung junger Menschen im kommunalen Lebensraum nachhaltig fördern und verankern. Ziel soll es sein, lokale Beteiligungskulturen für

MediaMobil Schwetzingen Teil II www.jugendbuero-schwetzingen.de In drei medienpädagogischen Workshops im Jugendbüro Schwetzingen lernen Jugendliche in ihrer Freizeit eine kritisch-reflexive Mediennutzung kennen. Dabei

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DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

entstand das Fotoheft „Willkommen in der Welt der Minimen!“, ein Bilderband mit kreativen Flashmobs und ein Doku-Film sowie Machinima-Filme.

Integration im Fußballsport – Wunsch oder Wirklichkeit?, Karlsruhe www.badfv.de

Tanzmusical „My Live, My Art“, Wertheim www.jugendarbeit-wertheim.de

„Integration im Fußballsport – Wunsch oder Wirklichkeit“ ist ein Projekt, das eine nachhaltige Gewinnung und Bindung von Jugendlichen mit Migrations-

In Wertheim gibt es viele Tanzinteressierte, die die

hintergrund im Fußballsport untersucht. Dazu sol-

Möglichkeit bekommen sollen, mehr über Tanz und

len Analysen und Fragebogenaktionen durchgeführt

Theater zu erfahren. Auch für diejenigen, die nicht

und anschließend die Ergebnisse in Vereinen vor­

gerne auf der Bühne stehen, gibt es bei der geplan-

gestellt sowie Best Practice Modelle ermittelt werden.

ten Musicalshow die Möglichkeit, sich mit kreativen Ideen und Beiträgen zu beteiligen. Durch das Projekt soll Gemeinschaft entstehen und Sozialisations- und Integrationsprozesse sollen angeregt werden.

ChillohFestival 2011, Gammertingen Zeitzeugen-Film zum Anwerbeabkommen, Stuttgart www.youngvoicetgd.de

www.chilloh.de Das „Chilloh Festi­val 2011“ soll ein musisch-kul-

Der Zeitzeugen-Film hatte zum Ziel, dass sich die

turelles Angebot

Jugend­lichen mit der Thematik „50 Jahre Anwerbe­

für Jugendliche

abkommen“ auseinandersetzen und dabei auch ihre

und junge Erwachsene in Gammertingen und Um­

eigene Position in der Gesellschaft reflektieren. Höhe-

gebung sein. Junge Nachwuchsmusiker und -musi-

punkt war ein Interview mit einem Gastarbeiter der

kerinnen aus der Region können dabei ihr Können

ersten Stunde. Mit Foto- und Filmkamera haben die

unter Beweis stellen und sind während der gesamten

Jugendlichen ihr Projekt begleitet und anschließend

Planung und Durchführung der Veranstaltung gleich-

ihren Film zum Anwerbeabkommen gedreht.

berechtigt am Erfolg des Chilloh Festivals beteiligt. Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

geführt und es wurden fünf teilnehmende Aktivspielplätze sowie eine Kinder- und Jugendeinrichtung neu konzipiert.

Kurzfilm Feuerprobe, Mannheim www.oliverkrause.com Das Ziel des Projekts war es, junge Menschen, insbesondere Nachwuchsfilmemacher, Filminteressierte und etablierte Medienschaffende aus der Metropol­ region Rhein-Neckar zusammen zu bringen, um die

Zukunfts-Mobilität, Stuttgart www.jukus.kulturserver.de

gemeinsame Kreativität für Filmprojekte zu nutzen.

Im Jahr 2011 feierte das Land Baden-Württemberg

So konnte ein kreatives Filmprojekt umgesetzt wer-

das 125-jährige Jubiläum der Erfindung des Auto­

den, um gerade den Nachwuchsfilmemachern und

mobils. Aus diesem Anlass überlegten sich Kinder

-macherinnen den Sprung in die Professionalität

und Jugendliche der Jugendkunstschule, wie und mit

aufzuzeigen. Bei Kurzfilmabenden in Mannheim und

was man sich in der Zukunft fortbewegen könnte:

Heidelberg wurden die Ergebnisse anschließend ver-

Das Projekt „Zukunfts-Mobilität“ entstand. Kinder

öffentlicht.

und Jugendliche wurden dazu angeregt, unter der Berücksichtigung von Umwelteinflüssen über die künftige Mobilität nachzudenken und entwarfen facet­tenreiche Fortbewegungsmittel.

Konzepte zur Nachwuchsförderung auf Abenteuerspielplätzen und Jugendfarmen, Stuttgart www.jugendhaus.net Das Projekt „Konzepte zur Nachwuchsförderung

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Berufeportrait, Pfullendorf www.jugendbuero.kilu.de

auf Abenteuerspielplätzen und Jugendfarmen“

Zusammen mit zwei Filmemachern arbeiteten Jugend-

umfasste viele innovative und zukunftsorientierte

liche am Ende ihrer Sommerferien intensiv an einem

Ideen, um mit Leuten aus verschiedenen Milieus

Berufeportrait. Sie produzierten einen Videoclip über

und unterschiedlicher Altersgruppen etwas um­

das Berufsbild des Konstruktionsmechanikers und

zusetzen. Hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbei-

lernten zugleich in der Praxis die technischen Grund-

terinnen sowie ehrenamtlich Engagierte wurden

lagen des Videodrehs und des Schneidens eines Films

bei einem Auftakt-Workshop in die Thematik ein-

am PC kennen.

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

schaften der Gefangenen der Jugendjustizvollzugsanstalt in Pforzheim. Die beiden Jugendmannschaften können so ihre überschüssige Energie und ihre Frustration abbauen. Unterstützt durch eine Musik­ anlage versuchen die Tanzgruppen der Elterninitia­ tive zudem, den jugendlichen Gefangenen zu zeigen, wie sie weitere Freizeitangebote nutzen können, um ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

BerufsTraumWirklichkeiten, Waghäusle www.bolandenschule.de Bei der Ausstellung „BerufsTraumWirklichkeiten“ wurden acht Schülerinnen und Schüler auf ihren Schritten in die Berufswelt begleitet. Nach neun Jah-

MUT gegen rechte Gewalt, Ehningen www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

ren Schulzeit standen neue Herausforderungen an,

Der Jugendausschuss des TSV Ehingen Abteilung Fuß-

die neben Erfolgen und Stärken auch Rückschläge

ball kam in einer ihrer Jugendausschusssitzungen

bedeuteten. Der persönliche Einsatz jedes einzelnen

zum Beschluss, aktiv zu werden und den Kampf gegen

für den jeweiligen Berufstraum und eine gute Unter-

die rechte Gewalt zu unterstützen. So entstand das

stützung seitens Dritter trugen zur Umsetzung der

Projekt „MUT gegen rechte Gewalt“ und die D-Jugend

Berufswünsche bei. Diese Erfahrungen wollen die

des Vereins ließ ihre Trikots mit diesem Logo beflo-

ehemaligen Schülerinnen und Schüler nun durch die

cken. Darüber hinaus soll auch für alle D-Jugend-

Ausstellung an zukünftige Berufseinsteiger/-innen

lichen ein Infoabend stattfinden, in dem sie alters-

weitergeben.

gerecht über das Thema Rechtsextremismus auf­ geklärt werden.

Sport hinter den Gittern, Pforzheim www.eibhh.de Ein ehemaliger Leistungssportler und Mitglied der Eltern­initiative trainiert zwei Volleyball-Mann­ Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

KULT! EINE PERFORMANCEOPER, Karlsruhe www.diehappyfew.de/projects/KULT!/ „KULT!“ ist ein Musiktheaterstück mit Tanz und Performance-Elementen, bei dem Schülerinnen und Schülern aus der Region Karlsruhe, die aus einem unterschiedlichen sozialen und kulturellen Umfeld kommen, die Chance haben, gemeinsam auf der Bühne

Projekt Sinnesgarten in der Nikolauspflege (Blindenheim) Weinheim

zu stehen.

www.weinheim.de · www.nikolauspflege.de Bei dem Projekt des Sinnesgartens haben 25 junge Männer überwiegend türkischer Herkunft am Bau des Dachgartens im Blindenheim der Nikolauspflege Weinheim mitgewirkt und auch rund ums Haus mitgearbeitet.

Eine Reise durch die Kulturen unseres Kinder­gartens, Friedrichshafen www.sport-fn.de Bei der „Reise durch die Kulturen unseres Kindergartens“ begeben sich Kindergartenkinder, Eltern und

Bist du Ausländer? Nein, Türke!, Stuttgart www.youngvoicetgd.de „Bist Du Ausländer? Nein, Türke!“ ist ein Filmprojekt, in dem Jugendliche aus Deutschland mit Migrationshintergrund ihre Erfahrungen im Umgang mit anderen selbst dargestellt haben. Ziel ist es, die deutsche Gesellschaft für die Thematik zu sensibilisieren und integrationspolitische Fragen zu klären.

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DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

ein Sportverein auf eine gemeinsame Entdeckungsreise. Jede Woche gehen sie zusammen mit einem gepackten Koffer auf die Reise in ein anderes Herkunftsland und am Ende des Projekts wird das Fest der Kulturen gefeiert.

Zirkus macht stark – Kompetenzen sichtbar machen, Ludwigsburg www.jugendfoerderung.de Das Projekt hat das Ziel, den

„Mit-Wirken und Bewegen!“, Lahr www.lmdr.de/landes-und-ortsverbande/badenwurttemberg/lahr/ Kinder und Jugendliche der Ortsgruppe Lahr der

Teilnehmenden einen Raum zu geben, in dem eigene Fähigkeiten trainiert und erweitert werden können. Durch Unterstützung von Zirkuspädagogen der

LMDR e. V. haben anlässlich des Chrisanthemenfests

Kulturwelt e. V. werden Zirkus-

die Gelegenheit genutzt, die während des Unterrichts

nummern im Bereich der Jong-

in der Malgruppe der Landsmannschaft entstandenen

lage, Akrobatik, Balance, Clow-

Bilder zu verkaufen und den Erlös an krebskranke

nerie und Zauberei erlernt und

Kinder zu spenden.

einem Publikum präsentiert.

35 Jahre Stamm David Bad Krozingen

Sprayen gegen Vorurteile und Rassismus, Laupheim

www.stamm-david.de Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes

www.fus-laupheim.de

David aus Bad Krozingen veranstalten über das Jahr

Die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Uhlmann-

verteilt jede Woche Gruppenstunden mit Gelände-

Werkrealschule in Laupheim informierten sich über

spielen, Drachenbasteln, Geschichtsabenden, einem

das Thema Rassismus und Ausgrenzung und wollten

Kochduell oder einer Schatzsuche. Darüber hinaus

ihrem Projekt ein Bild geben. Sie sprayten an den Ein-

werden auch Hüttenwochenenden, Zeltlager und

gangsbereich der Schule ein Graffiti, das für Toleranz,

Lehrgänge geplant und durchgeführt.

Courage und Respekt wirbt.

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Pandamonium Festival, Karlsruhe www.werkraum-ev.de Das Jugendfilmfestival „PANDAMONIUM“ ermöglichte Jugendgruppen sowie Hobbyfilmern und Hobby­ filmerinnen aus dem Landkreis und der Stadt Karlsruhe, sich mit ihren Kurzfilmen für den „Goldenen Panda“ zu bewerben. Alle Genren und Darstellungsformen waren dabei vertreten – von der historischen Dokumentation über Trickfilme und Komödien bis zu persönlichen Dramen und Filmessays.

Girls’ Day-Akademie, Sigmaringen www.ju-max.de Über ein gesamtes Schuljahr hinweg bekommt eine feste Gruppe von Mädchen der Klassenstufen acht und neun die Möglichkeit, sich mit „mädchenuntypischen“ Berufen auseinanderzusetzen. Neben Betriebsbesichtigungen und theoretischem Wissen über die Berufs­ bilder gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich selbst handwerklich und technisch auszuprobieren.

Karatbestimmung von Edelsteinen, Nagold www.jugendforschungszentrum.de Das Pforzheimer Schmuckmuseum hat mit dem Jugendforschungszentrum NordschwarzwaldSchönbuch zusammen­gearbeitet, um die Masse der Edelsteine von antiken Schmuckstücken zu bestimmen, die man nicht aus ihrer Fassung nehmen darf. Mithilfe von hochauflösenden Fotografien gelang es mit dem Computer dreidimensionale Modelle der Schmuck-

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Zirkus Festival Baldolino, Durmersheim www.klawue.de

stücke zu erstellen, um somit deren Volumen zu

Für die Klamotte Würmersheim e. V. war das Zirkus-

berechnen.

Festival Baldolino das größte Ereignis in seiner Ge-

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

schichte. Kinder lernten in Workshops von professio-

gen. Die Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis

nellen Künstlern beeindruckende Kunststücke und ak-

14 Jahren werden durch ein Theaterstück im Klassen-

robatische Nummern. Die Sternenreise war dabei eine

zimmer, durch ein geschlechtergetrenntes Gespräch,

ganz besondere Erfahrung: Hier wurden Feuerspucken,

eine Nachbereitung mit dem Tempus fugit Team sowie

Diabolo, Jonglage, Trapezübungen und Clownerie-

durch einen Besuch beim Arbeitskreis Sexualpädago-

Einlagen eingeübt und anschließend vor Publikum

gik und durch junge externe Multiplikatoren für das

präsentiert.

Thema sensibilisiert.

Mit der Brille der Nachhaltigkeit durch Stuttgart – nachhaltige Stadtführung durch Stuttgart

W(D)as geht?! – Projektideen und Veranstaltungsformen in der Mädchen­ arbeit, Stuttgart

www.wir-ernten-was-wir-saeen.de/nachhaltige-

www.ejwue.de

stadtfuehrung

Das Gesamtprojekt „W(D)as geht?!“ hat das Ziel, neue

Die moderne Stadttour durch Stuttgart für Schul-

Formen der außerschulischen Arbeit mit Mädchen

klassen, Jugendgruppen und andere Interessenten

zu entwickeln und zu multiplizieren. Das Besondere

soll die nachhaltige Entwicklung mit seinen unter-

dabei ist, dass diese Formen ausschließlich von eigen-

schiedlichen Aspekten greifbar machen. Die Führung

ständigen Projektteams in den jeweiligen Orten und

bietet dabei die Möglichkeit, die Selbstverständlich-

Gemeinden, unter Berücksichtigung ihrer spezifischen

keiten des Alltags in einem neuen Licht zu betrach-

Herausforderungen, entwickelt wurden bzw. umge-

ten.

setzt werden.

Was heißt hier Liebe?, Lörrach www.fugit.de Das Projekt „Was heißt hier Liebe?“ behandelt Themen wie die erste Liebe und Sexualität mit all ihren Missverständnissen, Unsicherheiten und VerwirrunJugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

8. Klasse helfen, herauszufinden, wie es nach der Schule weitergehen kann und ihnen unterstützende Paten zur Seite stellen. Die Paten sollen den Jugend­ lichen beim Übergang Schule-Beruf begleiten und bei der Suche eines Ausbildungsplatzes behilflich sein.

Jugendmedienwoche 2012, Sigmaringen www.ju-max.de In Sigmaringen sowie in den Einrichtungen der offenen Jugendarbeit im ganzen Landkreis werden wäh-

Skatement, Freiburg www.skatement.de Skatement nennt sich die Beteiligung von Jugend­

rend der Jugendmedienwoche 2012 Workshops zu den Themenbereichen Film, Foto, Kamera-Acting, VFX-Producing, Web 2.0, Tontechnik und vieles mehr angeboten.

lichen und jungen Erwachsenen zu einer Initiative für einen Skatepark in Freiburg. Das Engagement der Ini­tiative existiert bereits seit mehreren Jahren und es werden die Interessen von über 2000 jugendlichen Skateboardern vertreten.

Kick im Park, Freiburg www.kick-for-girls.de Durch ein freiwilliges, wöchent-

Lern- und Jobpaten im Landkreis Sigmaringen www.efbz-sig.de

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liches Fußballangebot werden Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund aus sozial prekären Familienverhältnissen in ihrem

Das Projekt „Lern- und Jobpaten im Landkreis Sig-

Sportengagement und in ihrer Ent-

maringen“ soll Schülerinnen und Schülern ab der

wicklung gefördert. Im Mittelpunkt

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

der Arbeit stehen dabei der interkulturelle Austausch und eine nachhaltige Netzwerkbildung der Mädchen untereinander.

Berufeportraits, Sigmaringen www.ju-max.de Jugendliche suchen sich ein Berufsbild aus und drehen darüber einen kleinen Videoclip. Dazu sind technische Fähigkeiten im Bereich des Filmens notwendig

MediaMobil Ravensburg: abgedreht – das Filmfestival für junge Amateure www.jukinet.de

und die intensive Auseinandersetzung mit einem Be-

Das Motto des Jugendfilmfestivals 2012 in der Linse

rufsbild. Die Jugendlichen informieren sich über die

in Weingarten lautete „Das Geheimnis“. Junge Ama-

Tätigkeitsfelder eines Berufs, suchen einen Betrieb, in

teurinnen und Amateure zwischen 12 und 24 Jahren,

dem es diesen Beruf gibt und drehen dort einen Clip.

die Spaß und Interesse an der Filmerei haben, konn-

So können auch andere Jugendliche sehen, um was es

ten ihre Beiträge ein­reichen. Die nominierten Filme

im jeweiligen Beruf geht und wie der berufliche Alltag

wurden einem breiten Publikum vorgestellt und prä-

aussehen kann.

miert.

Clip? – Na, klar!, Stuttgart

KuRT Talentpool, Reutlingen

www.jsdr.de

www.ku-rt.de

Mit dem selbstgeschriebenen und produzierten Kurz-

Der „KuRT Talentpool“ bietet Jugendlichen zwischen

film „Clip? – Na, klar!“ präsentiert sich der Jugend-

16 und 25 Jahren in den Bereichen Poetry Slam, Graf-

und Studentenring der Deutschen aus Russland, Lan-

fiti oder Fotografie eine Gelegenheit, ihr Talent zu

desverband Baden-Württemberg. Ziel des Projekts ist

zeigen. Dabei werden die Jugendlichen auf der Suche

es, kulturelle Vielfalt als Bereicherung wahrzunehmen

nach Auftritts- bzw. Präsentationsmöglichkeiten un-

und sichtbar zu machen.

terstützt.

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

35


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

same Planung und Durchführung eines Gesangswettbewerbs kennenlernen. Junge Menschen aus unter­schiedlichen Kulturen sollen miteinander kommuni­zieren und organi­sieren, um das Projekt aktiv zu gestalten.

Hast Du den richtigen Durchklick?, Sigmaringen www.ju-max.de Die Medienwelt ist mit ihren Sozialen Netzwerken, Internetdiensten, Downloads etc. eine völlige Selbstverständlichkeit für die jüngere Generation. Das Projekt „Hast du den richtigen Durchklick?“ will daher eine breite und vor allem jugendgerechte Aufklärungsarbeit betreiben und über die Gefahren des Internets aufklären.

Filmfestival gegen Mobbing, Ausgrenzung, Vorurteile und Rassismus, Laupheim www.clg-laupheim.de Bei dem dreitägigen „Filmfestival gegen Mobbing, Ausgrenzung, Vorurteile und Rassismus“ wurden Filme gezeigt, die die Jugendlichen für diese Themen sensibilisieren sollten. Die Vorführungen wurden mit kurzen Erklärungen eingeleitet und nach dem aufmerksamen Ansehen der Filme konnten die Jugendlichen Quizfragen zu den Beiträgen beantworten.

Sing your Song – Ludwigsburgs interkultureller Gesangswettbewerb www.ludwigsburg-sing.de „Sing your Song“ ist ein Kooperationsprojekt, durch das sich Deutsche und Migranten durch die gemein-

Globalisierung – Wir in der Welt, Stuttgart www.jpbw.de Welche Bereiche des alltäglichen Lebens von Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch die Globalisierung beeinflusst sind, versuchten die Jugendmedientage 2010 in Stuttgart herauszufinden. Unter dem Motto „Globalisierung – Wir in der Welt“ lernten über

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DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

300 Jugendliche etwas über die Welt von morgen. In

Picassos „Guernica“ hat. Die Malenden liefern mit

eigenen Film-, Foto-, Audio- und Textbeiträgen konn-

ihrer Kreativität und Vorstellungskraft ausdrucks-

ten sich die Jugendlichen in Diskussionen mit aus-

starke Beweise von Friedensbotschaften und einem

gebildeten Referenten und Teamern der Jugendpresse

vielfältigem Miteinander.

ihre eigenen Meinungen zum Thema bilden.

Improtheatergruppe „DU“, Holzgerlingen

Filmprojekt „Traumhaft“, Ostfildern

www.waldhaus-jugendhilfe.de

www.traumhaft-film.de

Die Improvisationstheatergruppe „DU – bist doch nur

Das Filmprojekt „Traumhaft“

neidisch“ besteht seit Mai 2011 und war eine Initiative

ist das fünfte Teamprojekt

des Jugend- und Kulturzentrums W3 in Holzgerlingen.

der TeamTapes und für den

Durch unterschiedliche Formen des Theaterspiels wer-

Jugend­filmpreis 2012 in Baden-

den die Grundlagen der Theater­arbeit spielerisch er-

Württemberg nominiert. Fra-

lernt. Zusätzlich fördern Koope­rations- und Gruppen-

gen des Filmstoffs sind dabei:

spiele auch die Gemeinschaft, die Sozialkompetenz

Kann es überhaupt eine funk-

und das Verantwortungsgefühl innerhalb der Gruppe.

tionierende Liebesbeziehung zwischen besten Freunden geben? Inwiefern ist es richtig, oftmals nur den Moment zu leben und nicht an gestern oder morgen zu denken? Können sich zwei Menschen nach einer Beziehung genau gleich begegnen wie davor?

Kinder malen den Frieden – 3. Tübinger JugendKulturTage www.jukuta.de Kinder aus der Grundschule und Jugend­ liche aus weiterführenden Schulen mit und ohne Migrationshintergrund malen Bilder zum Thema Frieden auf eine Leinwand, die dieselbe Größe wie Pablo

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

verschiedener Migranten-Organisationen“ informieren und die Vereine dafür zu qualifizieren, eine eigenständige und nachhaltige Jugend- und Vereinsarbeit aufzubauen.

First Ukulele Band Filsbach, Mannheim www.firstukulelebandfilsbach.jimdo.com Das seit September 2011 bestehende Musikprojekt ist offen für junge Menschen aller Facetten und setzt sich für eine faire Welt ein. Die Ukulele symbolisiert für die Musiker und Musikerinnen alles, was die hochglanzpolierte Musikindus­trie nicht ist und mit einem klei-

GERMAN-GAMES 2012, Kirchberg www.german-games.info

nen Budget kann jeder und jede Mitglied der „First

GERMAN GAMES 2012 ist ein innovatives Freizeitpro-

Ukulele Band“ werden.

jekt unter dem Motto „go(D) – Demokratie begegnen – Deutschland erfahren – Gemeinschaft erleben“. Etwa 150 Jungs aus ganz Deutschland konnten dabei selbst aktiv werden und mussten in jedem Bundesland mindestens eine Stadt mit Zug und Bahn bereisen und sich auf die Spuren der deutschen Geschichte machen.

Mädchen-Augen-Blicke 2012, Stuttgart www.jugendhaus.net „Mädchen-Augen-Blicke 2012“ möchte Mädchen

Integration durch Qualifizierung, Heidelberg www.sjr-heidelberg.de

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Angebo­te zugänglich machen, die sich an den Interessen der Mädchen orientieren. Dabei baut es auf bereits vorhandene Programme auf und lädt Mäd-

In Heidelberg existieren zahlreiche Migranten-Organi­

chen ein, gemeinsam neue Ideen umzusetzen. Die

sationen als Erwachsenenverbände ohne eigenstän-

Abschlussperformance des Projekts zeigte Beiträge

dige Jugendarbeit. Das Projekt „Integration durch

aus den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Spiel, Film

Qualifizierung“ möchte zum Thema „Vernetzung

und Mode.

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Das Nathan-Experiment, Schwäbisch-Gmünd www.projektgruppe-newlimes.de Menschen verschiedener Nationalitäten versuchen

wortungsvollen Gebrauch von modernen Medien

Lessings Stück „Nathan der Weise“ aufzuführen. Die-

vertraut zu machen.

ses offene Theaterprojekt überwindet dabei religiöse Besonderheiten und Milieuunterschiede. Des Weiteren setzten sich die Teilnehmenden bei dem Projekt mit der Botschaft des Toleranzgedankens in der heutigen Gesellschaft auseinander.

„Auf die Plätze, Planung, Floß!“, Stuttgart www.moveanddo.de Sozial und kognitiv benachteiligten Kindern sollte die Möglichkeit gegeben werden, eine Floßtour eigen-

FAT-United, Meßstetten www.fat-united.de

ständig zu planen, vorzubereiten und durchzuführen. Mit kleinen Schritten wurde das Ziel erfolgreich gemeistert und die Kinder erkannten, dass sie durchaus

FAT United ist eine für Teenager attraktive Alternative

in der Lage sind, die von ihnen selbst gesetzten Ziele

zu den üblichen Faschingsveranstaltungen, bei denen

zu erreichen.

immer mehr der Alkohol, Drogen und Aggressio­nen gegen Gleichaltrige im Vordergrund stehen. Das Ziel von FAT United „Social Media – Fit für die Welt von morgen“ ist es, die Gruppe von bis zu 500 Jugend­ lichen mit dem ergebnisorientierten und verant­

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

schen Bereich, der interkulturelle Austausch mit anderen Vereinen und die Durchführung eines Projektmanagementseminars sind dabei wichtige Aspekte. Außerdem will das Projekt die Elternarbeit in der afrikanischen Gemeinde unterstützen, indem es die Selbsthilfekräfte stärkt und die Eltern als Bildungsmentoren befähigt.

Mädchenfreizeit Berlin, Stuttgart www.caferatz.de Über Politik und Geschichte reden ist das eine, Politik und Geschichte erleben das andere. Genau das wollte die Mädchengruppe des Kinder- und Jugendhauses CAFE RATZ. Sie machten sich auf den Weg, die vor Geschichte und Politik strotzende Stadt Berlin zu entdecken.

Lernwerkstatt, Stuttgart Das Projekt „Lernen macht Spaß – Lernwerkstatt der oberen Neckarvororte“ ist ein Angebot für Schüler und Schülerinnen der Klassen fünf bis sieben der Wilhelmsschule Wangen, der Luginslandschule und der Steinenbergschule. Den Kindern wird durch die Lernwerkstatt angeboten in kleinen Gruppen zu lernen. Ziel ist sowohl die Vermittlung der klassischen Lerninhalte als auch die Unterstützung bei den Hausaufgaben. Die Schüler und Schülerinnen werden spielerisch und kreativ gefördert.

Förderung der Integration von Menschen afrikanischer Herkunft, Stuttgart www.sompon-socialservice.org Das Projekt möchte afrikanische Kinder und Jugend­

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Gesichter, Lebenslinien, Schicksale – 20 Jahre russische Zuwanderung, Stuttgart www.fjbk-stuttgart.de

liche bei der Bewältigung ihres Alltags in Esslingen

Jugendliche interviewen zugewanderte Mitglieder

und Umgebung stärken. Unterstützung im schuli-

der jüdischen Gemeinde Stuttgart und nehmen die

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Interviews auf Video auf. Durch die Gespräche, die als Videos dokumentiert werden, soll sichtbar gemacht werden, was Aus- und Einwanderung bedeutet, welche Belastungen und welcher Mut dazu gehören. Über diesen Kontakt wird die Identifikation mit der Gemeinde bestärkt und Vorurteile werden bei den Jugendlichen abgebaut.

Herzflimmern, verliebt … – Filmwerkstatt für Mädchen, Tübingen www.profamilia-tuebingen.de Die Filmwerkstatt für Mädchen bot zwölf Mädchen zwischen 11 und 14 Jahren unter sexual- und medien­ pädagogischer Anleitung ein Projekt namens „Herzflimmern, verliebt…“ an. Dort lernten die Teilnehme­

Bücher Café, Heilbronn www.kevin-ferguson.de

rinnen, wie man unter der Berücksichtigung des Themas „Liebe/Freundschaft/Erwachsenwerden“ ein Drehbuch schreibt, nachspielt, die Filmaufnahmen gestal-

Durch den einmal im Jahr stattfindenden Gemeinde-

tet und schneidet. Die Teilnehmerinnen drehten einen

bazar hatte sich in der Martin-Luther-Kirche in Heil-

kleinen phantasievollen Film.

bronn eine größere Menge an Büchern angesammelt und so entstand die Idee, die ehemalige Empore der Kirche für ein „Bücher Café“ zu nutzen. Das Café soll ein Ort der Begegnung sein und vor allem Kinder an das Lesen heranführen. Finanziell schwachen Familien wird es ermöglicht, gute Bücher günstig zu erwerben.

Höhenverstellbarer Duschkopf, Bad-Mergentheim www.lorenz-fries-schule.de Die Idee zur Entwicklung eines elektrisch höhen­ verstellbaren Duschkopfes bekamen vier Schüler und Schülerinnen der Lorenz-Fries-Schule aus Bad Mergentheim, weil ein Vater immer wieder vergaß, nach dem Duschen den Duschkopf herunter zu stellen, damit auch die Tochter an diesen herankam. Durch Wasserdruck konnte eine Möglichkeit zur bedienerfreundlichen Höhenverstellung erreicht werden, die nun für verschiedene Personengruppen eine Erleichterung darstellt. Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Unsere Waldgruppe, Mannheim

Escape, Karlsruhe

http://joomla.p140062.mittwaldserver.info/

www.werkraum-karlsruhe.de

Zielgruppe des Projektes „Unsere Waldgruppe“ sind

Jugendliche zwi-

Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 14

schen 15 und

Jahren mit und ohne Migrationshintergrund und un-

21 Jahren aus

terschiedlicher sozialer Herkunft. Alle zwei Wochen

dem Kinder- und

findet ein Treffen am Waldhaus statt, bei dem der

Jugend­zentrum

Käfer­taler Wald erkundet wird. Die Kinder und Jugend­

Oststadt entwi-

lichen sollen dadurch auf experimentelle Weise die

ckelten ihren ei-

Artenvielfalt, natürliche Rohstoffketten, die Notwen-

genen Spielfilm.

digkeit von Natur- und Umweltschutz sowie die Auf-

Sie fertigten ihr

gabengebiete der Forstwirtschaft kennen lernen.

eigenes Drehbuch an, verteilten selbstständig die Rollen, legten die Proben- und Drehpläne fest und führten selbst Kamera und Regie. Das Ergebnis ist „Escape“, ein unterhaltsamer und humorvoller Kurzfilm über eine Truppe Superschurken, die versuchen, aus einem Gefängnis auszubrechen.

Log In, Freiburg „Log In“ ist aufsuchende Sexual­ pädagogik mit dem Fokus auf russlanddeutsche Jugendliche und die Themen Gender und Familien­ planung. „Log In“ erreicht russlanddeutsche Jugendliche in ihrem Umfeld und in ihren Cliquen. Es berät und informiert die Jugendlichen und unterstützt den Prozess der gesellschaftlichen Teilhabe und der Integration.

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DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Windenergie im Brettacher Wald, Bretzfeld www.emg.hn.schule-bw.de Im Schülerprojekt der Umwelt AG des Eduard-Mörike-

Typisch deutsch? – WSG gegen Rechts, Rheinstetten www.wsg-rheinstetten.de

Gymnasiums sollte untersucht werden, ob und inwie-

Bei der Luftballonaktion der

weit Windkraftanlagen am Brettacher Wald unter Be-

Politik AG in Rheinstetten wur-

rücksichtigung des Landschafts-, Natur- und Arten-

den Botschaften gegen Rechts

schutzes genehmigungsfähig sind und wirtschaft-

auf Postkarten festgehalten und

lich betrieben werden können. Die Schülerinnen und

durch Luftballons verbreitet.

Schüler erarbeiteten sich die physikalischen Grund-

Die Idee zum Projekt „Typisch deutsch?“ wurde ge-

lagen der Windenergie im Unterricht und lernten, im

meinsam im Kurs entwickelt, um eine politische Ak-

Windatlas zu recherchieren und die Landschafts- und

tion gegen Rechts ins Leben zu rufen. Ziel war es, der

Naturschutzkarten im Internet einzusehen.

(Schul)Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass vieles, was als „typisch deutsch“ angesehen wird, in Wirklichkeit einen fremdkulturellen Hintergrund hat.

Das Experiment: 1 Monat vegan, Stuttgart www.bundjugend-bw.de/ein-monat-vegan Im Mai 2012 hat eine Gruppe von 18 jungen Menschen aus Baden-Württemberg einen Monat lang vegan ge-

SchulHof am Listhof, Reutlingen www.sprangerschule.net/schulhof-am-listhof/

lebt. Sie trafen sich regelmäßig im Stuttgarter Um-

Beim Projekt „SchulHof am Listhof“ lernen die Schü-

weltzentrum zum Erfahrungsaustausch und um ge-

lerinnen und Schüler außerhalb der Schule viel über

meinsam zu kochen. Hintergrundinformationen be-

Tiere, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dieses Wis-

kamen sie dabei von Leuten, die bereits vegan leben.

sen können sie später in der Schule anwenden. So

Der Gruppe war es zudem wichtig, die Reaktio­nen des

vertiefen die Schüler und Schülerinnen bspw. ihre

persönlichen Umfelds wie Familie, Freunde, Schule

Mathematikkenntnisse, indem sie Berechnungen

oder Uni zu erfahren, zu diskutieren und zu doku-

für die Kaninchenställe anstellen oder Nistkästen

mentieren.

bauen.

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Zivilcouragepreis, Ravensburg www.jukinet.de Der „Zivilcouragepreis“ soll verantwortungsvolles Verhalten junger Menschen fördern, öffentlich machen und honorieren. Entstanden ist der Preis aufgrund einer Initiative des Jugendhauses Leutkirch im Jahr 2008. Die Jugendlichen des Aktivenrates des Juze hatten zusammen mit den hauptamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Jugendhauses die Idee entwickelt, zivilcouragiertes Verhalten von Jugendlichen

Vom Fliegen im Windschatten der Großen, Herrenberg www.aerospace-lab.de/grundschulprojekte/

zu belohnen und über eine öffentliche Preisverleihung

Schülermentoren des Schickhardt-Gymnasiums

große Aufmerksamkeit dafür zu schaffen.

Herren­berg haben ein Grundschulprojekt konzipiert, das Kindern der Herrenberger Grundschulen das eigenständige Experimentieren zum Thema „Fliegen“ ermöglichen soll. In jedem Schulhalbjahr können zehn Grundschulkinder einmal in der Woche zu jungen Forschern werden. Die Schülermentoren dürfen diesen Kurs eigenverantwortlich durchführen und können so Ideen zu Experimenten, Aufgaben, Arbeitsblättern, usw. einbringen und umsetzen.

Südafrika zu Gast am KCG, Stuttgart www.kcg-stuttgart.de Mit dem Projekt „Südafrika zu Gast am KCG“ im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ soll den Jugendlichen der Umgang mit anderen Kulturen im persönlichen Erleben vermittelt werden. Die Klasse 10 b hat sich mit dem Thema Süd­afrika im Englischunterricht auseinandergesetzt. Durch einen Austausch über die südafrikanische Kultur wurde bei den Schülern Toleranz gegenüber anderen Lebensweisen entwickelt, Vorurteile wurden abgebaut, Zivil-

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Mittagstisch der Kinder-Vesperkirche, Worms www.kindervesperkirche.ekma.de

courage gezeigt und die Gemeinsamkeiten der Kultu-

Die beliebte Vesperkirche in Worms findet ihre

ren entdeckt.

Fortsetzung im Kindermittagstisch, der einmal

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

wöchentlich stattfindet. Es werden Schulklassen eingeladen, deren Lebenswelten sich unterscheiden, unabhängig von Konfession und Herkunft. Die Kinder kommen im Klassenverband zusammen, damit sie in der Gemeinschaft essen und im anschließenden Kreativangebot gestalterisch tätig werden können. Die Workshops werden dabei von Ehrenamtlichen angeleitet.

Abschaffung der Stadtbüchereigebühren bis 19 Jahre, Heilbronn www.jugendgemeinderat-heilbronn.de Der Heilbronner Jugendgemeinderat wollte das Interesse an Büchern und sonstigen Medien bei jungen Lesern nicht am Geld scheitern lassen und die Lust am Lesen wecken. Daher hat der Jugendgemeinderat im Oktober 2008 bei dem Heilbronner Gemeinderat den Antrag gestellt, für Schülerinnen und Schüler, Azubis, Studentinnen und Studenten bis zur Vollendung des 19. Lebens­ jahres die Büchereinutzungsgebühr abzuschaffen.

Ausbildung zum Supporter im Jugendhaus Hochstätt, Mannheim www.joomla.p131026.mittwaldserver.info Die pädagogischen Mitarbeiter/-innen des Jugendhauses Hochstätt bilden engagierte Kinder und

„memoartis®.dialog“ – Workshop für Streitschlichter“, Karlsruhe www.freie-kulturschule-ka.de/40.html

Jugend­liche ab neun Jahren durch mehrere Schu-

„memoartis®.dialog“ ist ein sozial-künst-

lungen innerhalb eines Jahres zu Supportern aus.

lerisches Spiel zur Prävention gegen Ge-

Die Supporter sind eine Gruppe von ehrenamtlich

walt, Sucht und Mobbing. Der Kooperati-

tätigen Kindern und Jugendlichen, deren Aufgabe

onspartner Interesse e. V. der Freien Kul-

darin besteht, die Aktivitäten des Jugendhauses zu

turschule e. V. hat Ende Januar 2011 einen dreitägigen

unterstützen. Lerninhalte der Ausbildung sind die

Workshop zu diesem Spiel im Atelier der Kulturschule

Organisation des Jugendhauses und des Förderver-

in Karlsruhe angeboten. Ziel war es, etwas über sich

eins, adäquates Verhalten gegenüber anderen, das

selbst und sein Gegenüber, über eigene und fremde

Erstellen von Werbematerial und Veranstaltungs-

Wünsche, Hoffnungen und Ängste zu erfahren und

planung.

sinnvolle Schritte der Streit-Prävention zu erproben. Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Ashoka, Friedrichshafen www.ashoka-jugendinitiative.de/ changemaker-school Die Ashoka Jugendinitiative Friedrichshafen ist eine

einen Jungen, der einen Mitspieler bei einem Fuß-

von Studentinnen und Studenten geführte Initiative,

ballspiel braucht, um gegen die gefürchtete Schul-

deren Ziel es ist, Jugendliche zu selbst­bestimmtem

Gang anzutreten.

sozialem Engagement zu animieren und bei der Gründung eigener Projekte zu unterstützen. Die Jugend­ initiative pflegt dabei die Partnerschaften mit zwei Real­schulen in Friedrichshafen und führt dort eine Vielzahl an Workshops durch. Übergeordnetes Ziel der Initiative ist die Bildung einer „Changemaker­ kultur“, in der jeder Jugendliche Ideen für eine bessere Gesellschaft entwickelt.

Pilgerreise nach Santiago de Compostela, Tübingen www.rsro.de Im Sommer 2012 machten sich sieben Jugend­ liche und drei Betreuer

Das große Spiel, Karlsruhe www.werkraum-karlsruhe.de

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aus Rottenburg und Umgebung auf, um 250 Kilometer auf dem Jakobsweg

Die spannende und actionreiche Geschichte des

zu wandern. Auf ihrer Pil-

Stücks „Das große Spiel“ wurde von Jugendlichen der

gerreise wurden sie von

fünften Klasse der Augartenschule gemeinsam mit

Videokameras begleitet

Filmemachern und Pädagogen von Werkraum Karls-

und der Film, der dabei

ruhe entwickelt. In einem einwöchigen Filmprojekt

entstanden ist, soll in

haben die Schülerinnen und Schüler die Charaktere

erster Linie ein Film von

angelegt, das Drehbuch geschrieben und mit Hilfe der

Jugendlichen für Jugend­

Profis die Story verfilmt. Bei dem Stück geht es um

liche sein. Es wurden

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

junge Menschen in schwierigen Situationen porträtiert

Garten, Obstbau und Landschaft Baden Württem-

und ein tieferer Blick in die Gedankenwelt dieser Ge-

berg und der Fachberatungsstelle für Obst- und Gar-

neration gezeigt.

tenbau im Landkreis Böblingen. Dabei werden u. a. auch verschiedene Produkte hergestellt und vertrieben.

Grundschultheatertreffen im Jugendhaus, Böblingen www.ejwbb.de Um mehr über das Theaterleben an Grund­schulen in Böblingen zu erfahren und einen Austausch unter­

Heimat weit weg von der Heimat, Karlsruhe www.werkraum-karlsruhe.de

einander zu ermöglichen, bot das evangelische

Thema des selbst­

Jugend­werk der Gesamtkirchengemeinde Böblingen

geschriebenen Thea­

das erste Grundschultheatertreffen im März 2012

terstücks „Heimat

an. Daran nahmen 80 Kinder aus drei Grundschulen

weit weg von der

der Stadt teil und lernten von einander Wissenswer-

Heimat“ ist das

tes über die unterschiedlichen Methoden, Möglich-

spannende,

keiten und Bedingungen für Theaterarbeit kennen.

fremde, irritierende Ausland in Deutschland. Durch Improvisationen, FußgängerBefragen und persönliche Recherchen der Jugend­ lichen wurde eine Collage aus Szenen erarbeitet, in denen

Obstwiesen AG, Leonberg www.psleo.de

die multi­kulturelle Theatergruppe ihre Beziehungen

Die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzischule

zum jeweiligen

Leonberg pflegen und bewirtschaften gemeinsam

Heimatland

mit einem Jugendbegleiter eine Streuobstwiese und

bearbeitet, ihren Bezug zu Traditionen

weitere einzelne Obstbäume in Leonberg. Sie befas-

und das Leben mit dieser fremden Kul-

sen sich intensiv mit der Thematik alter Obstsorten

tur in Deutschland reflektiert.

und kooperieren hierfür mit dem Landesverband für

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

soll pädagogisches und technisches Know-how Eltern und allen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, vermittelt werden.

MediaMobil Heidelberg www.jugendagentur-heidelberg.de Die Jugendagentur Heidelberg erhielt als Partner im Kindermedienland-Projekt „Im Netz. Vor Ort. Bei Dir. Mach mit!“ ein MediaMobil – ein rollendes Medien­ labor mit Laptop, Camcorder, Mikro, Film-Software

Mahlzeit, Lörrach www.fugit.de

und vielem mehr. Damit können medienpädagogische

Im Rahmen des Projekts „Mahlzeit“ der Stadt Lörrach

Jugendprojekte und Fortbildungen gefördert werden,

soll ein zehnminütiger Spielfilm entstehen. Die Schü-

wie zum Beispiel das Projekt eines Filmdrehs in der

lerinnen und Schüler im Alter zwischen 13 und 18 Jah-

Türkei von Schülerinnen und Schülern einer Förder­

ren drehen zusammen mit Tempus fugit eine kleine

schule.

Krimi-Persiflage, die über Missstände bei der Ernährung und in der Nahrungsmittelindustrie aufklärt.

„Komm spiel mit mir“, Erbach www.jad-kreis.de Das Projekt „Komm spiel mit mir“ zeigt Möglichkeiten auf, wie PC, Internet, Handy,

Girls’ Day Akademien im Landkreis Ludwigs­burg, Wiernsheim www.furiosa.org

Spielekonsole, Kamera und Fernseher posi­

Die Girls’ Day Akademie möchte junge Frauen für

tiv und innovativ genutzt werden können.

Technik begeistern und vertiefte Berufsorientierung

Mit dem Projekt soll ein Netzwerk von mög-

bieten. Schülerinnen, die sich für Naturwissenschaf-

lichst vielen Gemeinden im Alb-Donau-

ten und Technik interessieren, sollen gefördert wer-

Kreis aufgebaut werden, das von neuen

den und Einblicke in technische Ausbildungsbetriebe

(Medien)-Partnerschaften bis zur Entwick-

und Arbeitsplätze bekommen. Nebenbei sollen die

lung von Lesepatenschaften reicht. Dabei

Kenntnisse in den Bereichen Rhetorik, Präsentation und Projektmanagement vertieft werden und das Selbstbewusstsein im Hinblick auf die eigenen tech-

48

DeinDing


Die Projekte – Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen

nischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten gestärkt werden.

Ewiger Parkplatz von Carl Benz, Karlsruhe Bist du dabei? – Medien und mixed ability, Lörrach www.fugit.de

www.muehlburg-live.de Das Projekt, das von der Vogesenschule, dem Bürgerverein

In Kooperation mit der Theresia-Scherer-Fachschule

Mühlburg e. V.

für Heilpädagogik in Herten findet ein Multiplikato-

und einigen Firmen

ren-Projekt zum Thema Mediennutzung von Jugend-

unter­stützt wurde,

lichen mit geistiger und körperlicher Behinderung

wurde im Sommer

statt. Ausgehend von der Frage, inwieweit Menschen

2012 verwirklicht. Schülerinnen und Schüler fertigten

mit Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen

aus Stahlrohren einen Nachbau des ersten von Carl

Leben durch Mediennutzung verwehrt wird, arbeitet

Benz gefertigten Automobils an. Das fertige Auto­mobil

Tempus fugit gemeinsam mit den Auszubildenden

ist an der Geburtsstätte von Carl Benz, in der Rhein-

für Heilerziehung zusammen. Im Jahr 2011 haben

straße, in Karlsruhe-Mühlburg aufgestellt worden

daher bereits 33 Schülerinnen und

und ist seitdem der „ewige Parkplatz“

Schüler ein verfilmtes Projekt mit

von Carl Benz und kann von jeder­mann

behin­derten Jugendlichen initiiert.

besichtigt werden.

Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

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DeinDing Jugendbildungspreis Baden-Württemberg

Eine Aktion des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Realisiert von der Jugendstiftung Baden-Württemberg Postfach 11 62 74370 Sersheim Telefon: (0 70 42) 83 17- 0 E-Mail: info@jugendstiftung.de


"DeinDing 2012"- Jugendbildungspreis BW