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P.B.B. ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z034581 M, NR. 161/APRIL 2018

#161

UNIONNEWS Das Magazin der SPORTUNION Salzburg Nr. 161 April 2018

Severin Kiefer EISKUNSTLAUF Das Olympia-Ticket für PyeongChang 2018 Seite 2

MAGNESIUM Wie wichtig ist dieses Element für uns? Seite 36

HAFTUNG des Betreibers einer Sportstätte Seite 40


M I T TA G S B U F F E T | A B E N D B E T R I E B | F E I E R N | E V E N T L O C AT I O N

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INHALT

Liebe Freunde der SPORTUNION! Die Anforderungen und Erwartungen, die heute an ehrenamtliche Funktionäre gestellt werden, sind vielfach und verlangen Kenntnisse in unterschiedlichen Bereichen.

SPORT im Bild

02 Serverin Kiefer - Eiskunstlauf

UNION unterwegs VEREIN im Bild

08 Judo Union Raika Flachgau

Berichte aus den Vereinen

Es freut mich ganz besonders, dass zahlreiche Vereinsvertreter in den vergangenen Wochen an unseren kostenlosen Funktionärsschulungen teilgenommen haben um sich über Datenschutz, Finanz- und Rechtsfragen zu informieren.

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UNION Thema

15 "I belive in you" 16 Golf 19 "Bewegt im Park" 20 Streusalz 22 Sport für alle 24 Sport verein(t) 25 Safe Sports 28 Ugotchi 30 inspire English Camps 31 Soccer Academy

Wir unterstützen Sportvereine aber auch dabei sich für neue Zielgruppen zu öffnen. Speziell im Bereich Gesundheitsförderung durch Bewegung bieten sich Sportvereine mit ihrem vielfältigen Angebot als regionale Partner an. Ab April können sich Vereine dafür bis zu € 500,- als Finanzierungsbeitrag für Personal-, Bewerbungs- oder Hallenkosten holen.

SPORT & Gesundheit 32 Augengesundheit 34 Auf der Ölspur 36 Magnesium

SPORTAKADEMIE

38 SPORTUNION Akademie

VEREIN im Fokus

Informieren Sie sich regelmäßig auf unserer Homepage, über unseren Newsletter oder in unserer Unionnews über unsere Angebote und Serviceleistungen und bleiben Sie unser Partner wenn es darum geht möglichst viele Salzburger zu einem „bewegten“ Leben zu motivieren.

40 Haftung

UNION Thema

43 Nachwuchsförderpreis 2018

PERSONALIA

44 Die SPORTUNION gratuliert Gewinner

Viel Spaß beim Lesen der neuen Unionnews!

Ernähnungstipp

45 Blütenbracht auf dem Teller 46 Bestellformular Impressum

Michaela Eva Bartel - Präsidentin

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Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form in Ausführung des Art. 7 B-VG für Frauen und Männer in gleicher Weise.

Um unsere Vereine bei der Professionalisierung ihrer Arbeit zu unterstützen holen wir uns die kompetentesten Fachleute als Referenten unserer Sportunionakademie.

07 Der UNION Landesverband unterwegs

UNIONNEWS


SPORT im Bild

Severin Kiefer Eiskunstlauf

Er ist mehrmaliger österreichischer Juniorenmeister im Einzel. Seit 2013 startet Severin Kiefer mit Miriam Ziegler im Paarlauf. Bei der Nebelhorn Trophy 2017 in Obersdorf holten sich Miriam Ziegler und Severin Kiefer das Olympia-Ticket für PyeongChang 2018. Das Eiskunstlaufen gilt als sehr anspruchsvoller und intensiver Leistungssport. Neben den physischen Fähigkeiten gehören viel Disziplin und Konzentration dazu. Inwiefern stärkt euch das Training für andere Bereiche des Lebens? Ich denke, dass ich vor allem im Paarlaufen durch das aufeinander Eingehen und den psychologischen Aspekt sehr viel für mein späteres Leben gelernt habe. Gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, auch wenn man manchmal nicht der gleichen Ansicht wie die Partnerin oder der Trainer ist, hat mich vor allem in Sachen Teamwork sehr viel weiter gebracht. Wie lange trainierst du schon auf dem Eis? Das erste Mal war ich mit zwei Jahren schon auf dem Eis, wirklich zu trainieren habe ich aber erst mit vier oder fünf begonnen. Beim Eiskunstlauf gibt es Figuren, die eine besondere Herausforderung darstellen. Wie fühlt es sich an, eine Figur, die ihr lange trainiert habt, zum ersten Mal sicher zu stehen? Das fühlt sich natürlich super an! Aber gerade im Paarlaufen ist es manchmal so, dass wenn man an der Technik arbeitet, sich ein Element plötzlich ganz komisch anfühlt, der Trainer aber gerade dann sagt, dass es so stimmt. Nur weil sich etwas gut anfühlt ist es nicht automatisch richtig. Im Eiskunstlaufen ist aber das Erlernen neuer Figuren oder Elemente noch nicht unbedingt das Ausschlaggebende. Man muss dieses Element dann in einer Kür darbieten können. Der nächste Schritt ist es dann, das Erlernte auch im Wettkampf zu zeigen. UNIONNEWS

Wie viele Trainer habt ihr und wofür sind diese zuständig? Unser Haupttrainer ist Knut Schubert in Berlin. Er ist technisch einer der absolut Besten in seinem Fach und wir haben so gut wie alles was wir jetzt können, bei ihm gelernt. Besonders bei Trainingslagern im Sommer aber auch unter der Saison betreut uns Jean-Francois Ballester, der französische Trainer der Olympiasieger im Paarlaufen Savchenko/Massot und gibt uns wichtige Impulse bei Elementen, die uns noch Probleme bereiten. Immer wenn wir in Salzburg sind, trainieren wir bei meiner Schwester, Julia Kiefer. Sie hilft uns besonders bei den Einzelsprüngen. In Berlin haben wir neben

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Herrn Schubert noch Frau Striegler, die uns beim Sprungtraining unterstützt und Frau Marina Winkler für den Ballettunterricht. Unseren kanadischen Choreographen Mark Pillay sehen wir etwa drei Mal pro Jahr. Er erstellt die Konzepte für die Wettkampfprogramme und stellt die Choreographie mit uns zusammen. Die Musikauswahl treffen wir mit ihm und unseren Trainern gemeinsam. Welche Rolle spielt eure Trainer bei der Motivation? Womit kann er euch am besten unterstützen? Herr Schubert ist ein sehr erfahrener Trainer und er findet meist die richtigen Worte in Situationen, in denen es vielleicht mal nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen. Am Ende der Woche haben wir auch meistens ein Gespräch mit ihm und er gibt uns ein kurzes, meist positives, Fazit über die Woche.


SPORT im Bild

Severin Kiefer Geburtsdatum: 11.Oktober 1990 Geburtsort: Kuchl Verein: Eisunion Salzburg Trainer: Knut Schubert Größte Erfolge: 8 Siege bei österreichischen Meisterschaften, 4 Top-Ten Platzierungen bei Europameisterschaften, 6 Teilnahmen bei der Weltmeisterschaft und 2 mal Olympia.

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SPORT im Bild Inwieweit legt ihr Wert auf mentales Training und wie kann so ein Training aussehen? In welchen Bereichen wird diese Art von Training angewandt? Wir arbeiten mit einer Sportpsychologin hier in Berlin zusammen. Die Arbeit mit ihr hat uns über die letzten Jahre geholfen, im Training produktiver und im Wettkampf gelassener zu sein, um unsere Leistung abzurufen. Dabei geht es viel um den Umgang miteinander. Motivation und Wettkampfnervosität sind auch immer wieder Thema. Wie viele Stunden in der Woche trainiert ihr gemeinsam beziehungsweise alleine? Trainiert ihr nur auf dem Eis oder habt ihr auch Trockentraining? Unter der Saison trainieren wir eigentlich fast nur gemeinsam. Da verbringen wir im Schnitt 2 Stunden

am Eis mit jeweils einer Stunde Aufwärmen bzw. Hebungen am Trockenen davor. Das ganze 6 Mal pro Woche, wobei wir Mittwoch und Samstag etwas weniger machen, plus Ballett ergibt das etwa 20-24 Stunden Training pro Woche. Im Frühling und Sommer außerhalb der Wettkampfsaison, trainieren wir nochmal um einiges mehr. Da kommt zusätzlich eine Stunde Eis pro Tag, sowie Krafttraining und Ausdauertraining dazu. Kraft und Ausdauertraining machen wir dann nicht immer gemeinsam.

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Welchen Stellenwert hat im Eiskunstlauf das Material? Werden diese maßgeschneidert und wie werden sie serviciert? Gibt es darüber hinaus bestimmte Vorgaben für Wettkampf Eislaufschuhe? Bei den Eislaufschuhen und Kufen muss jeder das Richtige für sich finden. Wir haben mit Edea (Schuhe) und John Wilson (Kufen) tolle Partner gefunden, die ihre Produkte auf uns maßschneidern. Die Schlittschuhe wechseln wir etwa im 6 Monats-Takt während die Kufen etwas langlebiger sind. Die wechseln wir alle 1-2 Jahre. In Berlin haben wir mit Jürgen Bertko

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einen Fachmann, der uns die Kufen auf die neuen Eislaufschuhe montiert und alle 1-2 Monate schleift. Dabei geht er immer auf unsere Bedürfnisse ein. Mir sind keine Regeln bezüglich des Aussehens der Schlittschuhe bewusst. Probleme diesbezüglich hatten wir jedenfalls noch nie. Gibt es Unterschiede im Eis, beziehungsweise in der Eisbeschaffenheit? Beeinflusst das die Performance und inwieweit kann man so etwas trainieren? Ja, die Unterschiede gibt es ganz bestimmt wobei manche Läufer


SPORT im Bild sensibler sind, was so etwas angeht, als Andere. In Berlin haben nicht das schnellste Eis, was das Training zwar nicht unbedingt erleichtert, aber einen Vorteil im Wettkampf bringen kann, wenn das Eis dort schneller ist, weil wir Zuhause quasi unter erschwerten Bedingungen trainieren. Für uns macht es jedoch den größten Unterschied, wenn eine Eisbahn andere Maße als die offiziellen Olympischen hat (60m x 30m). Oft ist das in Nordamerika der Fall, wo die

NHL-Größe die Norm ist, welche etwas länger aber bis zu vier Meter enger ist. Da wird es mit den Laufwegen bei Hebungen schon manchmal etwas knapp. Wie war es für dich bei Olympia teilzunehmen? Olympia ist, denke ich, das Größte für jeden Sportler. Ich durfte jetzt schon zwei Mal teilnehmen, Miriam sogar schon drei Mal und es ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Unsere erste Teilnahme vor vier Jahren hat uns viel Erfahrung gebracht, die uns über die letzten Jahre unglaublich geholfen hat. Wir wissen es wirklich zu schätzen, Teil von so einem großen und beeindruckenden Event sein zu dürfen.

Bist du mit eurem Ergebnis bei Olympia zufrieden? Wir sind absolut nicht zufrieden, wissen aber auch woran es gelegen hat. Am Ende reichte es nur für den 20. Platz und wir hatten uns den 15. vorgenommen. Mein Fehler im Kurzprogramm nahm uns jede Chance auf eine Finalteilnahme und eine Platzierung weiter vorne. Besonders ärgerlich ist, dass der Fehler bei einem unserer Paradeelemente passierte. Ich bin vor dem Einzelsprung in eine Rille gelaufen, die mich aus der Balance warf. Ich habe dann noch versucht irgendwie den dreifachen Toeloop zu absolvieren,

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konnte ihn auch rotieren aber bin dann leider gestürzt. Wäre dieser Fehler nicht passiert, wären wir auf Kurs gewesen, unser selbst gestecktes Ziel zu erreichen. Am Ende waren wir traurig, nicht die Kür laufen zu dürfen (nur die Top 16 qualifizieren sich), aber uns war von Anfang an klar, dass wir keine realistische Medaillenchance haben. In dem Fall hätte der Fehler noch viel mehr geschmerzt. In vier Jahren wollen wir aber bei der Vergabe der Medaillen eine ernst zu nehmende Rolle spielen.

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SPORT im Bild

Danach geht es zurück ins Olympische Dorf. Bei den Spielen in PyeongChang waren die Wettkampfzeiten auf das amerikanische Fernsehpublikum ausgelegt, was für uns bedeutete, dass wir am Vormittag starten mussten. Dies ist bei internationalen Wettkämpfen eher unüblich und hat den negativen Nebeneffekt, dass zwischen Training am Wettkampftag und Wettkampf nur sehr wenig Zeit ist.

Kontakt: Wie kann man sich einen Wettkampftag bei den Olympischen Spielen vorstellen? Vom Ablauf her unterscheidet sich ein Wettkampftag bei Olympischen Spielen nicht dramatisch von anderen Wettkämpfen. Wir haben einige Stunden vor Wettkampf ein Training am Eis, dann kommen wir nochmal zurück in die Unterkunft, essen nochmal was Kleines und ruhen uns so gut wie möglich aus, ohne dass wir die Spannung ganz verlieren. Miriam beginnt dann etwas

über eine Stunde vor Abfahrt in die Eishalle sich die Haare zu machen und zu schminken. Wir fahren so in die Eishalle, dass wir etwas über eine Stunde vor unserem Wettkampf da sind, um uns gut aufwärmen zu können. Zwanzig Minuten vor dem Wettkampf gehen wir in die Kabinen um unsere Kostüme und die Schlittschuhe anzuziehen und dann geht es auch schon los. Nach dem Wettkampf gibt es eventuell Dopingkontrollen und nach dem Kurzprogramm die Auslosung für die Kür.

Eisunion Salzburg Hermann-Bahr-Promenade 2 5020 Salzburg eisunionsalzburg@gmail.com Tel. +43 650 3860603 Kontakt Kindergärten und Schulen Raphaela Putz eisunionsalzburg@gmail.com Tel: +43 664 4232332

Angebot der Eisunion Salzburg Leistungstraining Unsere Leistungssportler trainieren 4-6 Mal pro Woche und nehmen an nationalen sowie internationalen Wettkämpfen bis hin zu Europameisterschaften und Olympischen Spielen teil. Synchroneiskunstlauf Synchroneiskunstlaufen ist die jüngste Disziplin im Eiskunstlaufen, bei der mindestens 12 Eisläufer gemeinsam am Eis stehen und Formationen und Elemente präsentieren. Dafür braucht man nicht nur solide Eiskunstlaufkenntnisse, sondern auch die Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten und gemeinsame Ziele zu erreichen. Breitensport & Nachwuchstraining Es gibt auch die Möglichkeit im Nachwuchs- und Breitensportbereich unser Angebot in Anspruch zu nehmen. Eissternchen Eislauf Kinderkurs Informationen zu unseren Anfänger- und Fortgeschrittenenkursen finden Sie auf www.eisunion.club

„Vom Anfänger bis zum Olympiateilnehmer trainieren Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer bei der Eisunion Salzburg auf höchstem Niveau. Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse, Trainingsgruppen in allen Leistungsstufen, Einzel, Paarlauf und Synchroneiskunstlauf werden von staatlich ausgebildeten TrainerInnen unterrichtet. Wir unterstützen auch gerne Kindergärten und Schulen mit professioneller Betreuung am Eis.“ Julia Kiefer, staatlich geprüfte Trainerin für Eiskunstlauf

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UNION unterwegs

UNION-LANDESVERBAND UNTERWEGS

Ehrung Brigitte Langwallner UNION TC Nußdorf

Brigitte Langwallner - Obfrau Sabine Mayrhofer - SPORTUNION Vorstand

Empfang Olympia-Teilnehmer Bgm. Dipl Ing. Harald Preuner Mario Seidl Bernhard Gruber LH. Dr. Wilfried Haslauer

GF. Bernd Frey Präs. SUSbg Michaela Bartel LH. Dr. Wilfried Haslauer Präs. SUKtn/ÖOC Mag. Ulrich Zafoschnig

Neuer Vorstand Union TC Nußdorf

Ganz links: Sabine Mayrhofer Ganz rechts: GF. STV Erich Mild Mitte: Obmann Andreas Hopferwieser samt neuem Vorstand

Scheckübergabe 50 Jahre USV Scheffau Herbert Steinhagen - SPORTUNION Vorstand Stefan Ritter - Obmann

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VEREIN im Bild

Judo Union Raika Flachgau Ein Verein stellt sich vor:

Die Judo Union Raika Flachgau wurde 1952 gegründet und hat ungefähr 180 Mitglieder. Der Hauptstandort befindet sich in Straßwalchen, eine Zweigstelle gibt es in Sankt Gilgen.

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osef Fink beschloss 1952 mit ein paar Visionären eine eigene Sektion Judo im SV Straßwalchen zu gründen – trainiert wurde zuerst im ehemaligen Bierdepot. Benno Rigger war der erste Bundesmeister, Staatmeister und Europameisterschaftsdritte. Seither hat sich viel getan. Ein eigener, fix eingerichteter Trainingsraum (Dojo) bietet in der Neuen Mittelschule Straßwalchen optimale Voraussetzungen für Trainingseinheiten. Nicht nur die kleinsten Judokids können hier die ersten Schritte auf der Matte tun und das richtige Fallen üben, sondern auch international hoch dekorierte Sportler wie der Straßwalchner Ausnahmesportler Ludwig „Lupo“ Paischer trainieren unter der fachkundigen Anleitung von TrainerUrgestein Gerhard Dorfinger und seinem Trainerteam für nationale und internationale Bewerbe. Die Marktgemeinde Straßwalchen benannte die neu errichtete Sporthalle „Gerhard-Dorfinger-Halle“ als Wertschätzung für die jahrzehntelange Trainertätigkeit. Als Draufgabe wurde nach dem Olympiaerfolg der Platz davor zum „Ludwig Paischer Platz“. Die unzähligen Erfolge der Sportler in den letzten Jahrzehnten sprechen für sich. In den letzten 18 Jahren erreichte das Männerteam in der 1. Bundesliga ganze 16mal das Siegespodest, und davon wurden sie neunmal Österreichischer Meister. Die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 krönt

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natürlich Ludwig Paischers Kariere, aber dabei hat er in den letzten Jahren noch zwei Weltmeisterschaftsmedaillen, zwei Europameisterschaftstitel, zahlreichen internationaler Turniererfolge und Grand Prix Siege und auch unglaubliche 12 Titel bei Österreichischen Meisterschaften gesammelt. Auch Roswitha Hartl, Thomas Schleicher, Florian und Alexandra Rinnerthaler, Christine Dorfinger, Christoph Stangl, Roland Stegmüller, Max Schirnhofer und Christoph Kronberger holten internationale Titel und Medaillen nach Straßwalchen.

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Diese großartigen Erfolge sind aber nur durch eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit, die im Verein schon immer ganz groß geschrieben wurde, möglich. Basierend auf den traditionellen Judowerten Respekt, Bescheidenheit, Ernsthaftigkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Freundschaft, Höflichkeit, Mut, Selbstbeherrschung und Wertschätzung wird den Kindern in den unterschiedlichen Trainingsgruppen in Straßwalchen und St. Gilgen durch ausgebildete Übungsleiter, Lehrwarte und staatliche Trainer die Freude am Judo und der Spaß an Bewegung mit viel Engagement


VEREIN im Bild

Europacupbewerben erste große Medaillen auf internationaler Ebene erkämpfen. Zwei große internationale Trainingslager, eins im Sommer für die Kids und ein weiteres zu Jahresbeginn für die Erwachsenen, locken jedes Mal hunderte Judokas aus ganz Europa nach Straßwalchen. Auch das österreichische Nationalteam ist dabei schon jahrelang zu Gast im Straßwalchner Dojo. Die Gerhard-Dorfinger-Halle bietet aber auch optimale Voraussetzungen für nationale und internationale Judoturniere. Der Höhepunkt ist das Pfingstturnier, das 2018 zum 24mal von der Judo Union Raiffeisen Flachgau ausgetragen wird. Es zählt mit über 500 Einzelsportlern und über 20 Teams zu den stärksten Nachwuchsturnieren in Österreich. 2018 wird die Union Bundesmeisterschaften wieder von der Judounion Raiffeisen Flachgau in der Gerhard Dorfinger Halle in Straßwalchen ausgerichtet.

vermittelt. Die Flachgauer Judokids nehmen an den Wochenenden an zahlreichen Turnieren im In- und Ausland teil, erweitern in den Trainingseinheiten kontinuierlich ihr Technikprofil oder trainieren zielstrebig für die nächste Kyu-Prüfung (Gürtelprüfung). Den Zusammenhalt stärken natürlich auch gemeinsame Trainingslager in den Ferien und Aktivitäten außerhalb der Judohalle. Gerade die junge Truppe der „jungen Wilden“ (unsere Jugendlichen und JuniorInnen) rund um Franziska Kaiser, Daniel Herzog, Miriam Pfeifenberger, Andreas Nagl, Aleksandra und Aleksandar Seslic, Andreas und Tobias Modl, die ihre ersten Einsätze bei Europacups und Europameisterschaften in ihrer Altersklasse hatten, klopfen schon an der internationalen Spitze an. So konnten Franziska Kaiser und Daniel Herzog im letzten Jahr jeweils mit 3. Plätzen bei U18

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VEREIN im Bild

Highlights 2018: Teams: Teilnahme an folgenden Ligen Österreichische Bundesliga Herrn (Heimbegegnungen) • Reichraming am 23.3. • Wimpassing 15.6. • Pinzgau 7.9. • Galaxy Tigers Wien 13.10. Salzburger Landesliga Herrn (Heimbegegnungen) • Pinzgau 30.6. • PSV Salzburg 28.4. • Bischofshofen 28.4.

Stolz blicken wir zurück:

Salzburger Schülerliga (Heimbegegnung) • Pinzgau 30.6.

Oberösterreichische Damen Liga (leider keine Heimbegegnung)

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auf die gute Breitensportbasis und die erfolgreiche Spitzensportausrichtung auf die lange Vereinsgeschichte und sehr engagierte Vereinstrainer und Funktionäre auf die langjährige und erfolgreiche Nachwuchsarbeit auf die Bundesligateams (Herrn 9 x Meister seit 2000), (Frauen 5 x Meister) auf Olympia Teilnehmer (Roswitha Hartl, Thomas Schleicher, Christoph Stangl, Ludwig Paischer 4 mal) auf zahlreiche Spitzensportler, die in Straßwalchen mit dem Judo ihre ersten Schritte auf der Matte gemacht haben und große internationale Erfolge erzielen konnten (Ludwig Paischer, Benno Rigger, Roswitha Hartl, Christoph Kronberger, Alexandra Rinnerthaler, Florian Rinnerthaler, Roland Stegmüller, Thomas Schleicher, Max Schirnhofer, Christoph Stangl, Christine Dorfinger, Josef Rosenlechner,….) auf die erfolgreiche Ausrichtung von zahlreichen nationalen und internationalen Turnieren und Trainingslagern - auf die guten internationalen Kontakte auf Ludwig Paischer Vize Olympiasieger 2008 in Peking, WM Silber 2005, Europameister 2004 und 2008, zahlreiche Weltcupmedaillen

Sonstige Veranstaltungen in Straßwalchen: • 16. Internationales Wintertrainingslager 2. bis 5.1. • Österreichische Meisterschaft U16 und U21 am 14. u. 15.4. • Salzburger Nachwuchscup 29.4. • 24. Pfingstturnier 19. und 20.5. • Talentecamp 20. und 21.5. • Sommertrainingslager für Schüler 30.7. bis 2.8. • Bezirksrandori für Judokids 16.6. • Union Bundesmeisterschaften 21.10.

Vereinsname: Judo Union Raika Flachgau Gegründet: 1952 Mitglieder: ca. 180 Sektionen: Hauptstandort in Straßwalchen Zweigstelle in St. Gilgen

Obfrau: Karin Dorfinger, 3. DAN ehemalige Nationalteamkämpferin Mitglied Landessportrat Salzburg

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Kontakt: info@judo-austria.com www.judo-austria.at www.facebook.com/judoflachgau


Berichte aus den Vereinen AMERICAN FOOTBALL Über 550 begeisterte Zuseher machten im republic und der Escobar die Nacht zum Tag bei der Super Bowl Party der Salzburg Ducks. Unter den Gästen waren auch zahlreiche Politiker. Die Fans, darunter auch zahlreiche Amerikaner, die durch die Football Dekoration rund um die Escobar angelockt wurden, waren von der Location und der Stimmung begeistert und verfolgten bis in die frühen Morgenstunden eine der spannendsten Super Bowl Begegnungen der letzten Jahre. Wie gewohnt boten die Ducks dabei perfekte Unterhaltung und verkürzten so die Wartezeit für die Gäste. Die Band FarQ, zahlreiche Challanges und die große Pregame Area in der Escobar sind nur einige Beispiele dafür. Zum Ende des Spieles hielt es niemanden mehr auf den Sitzen und die Stimmung im Saal war auf ihrem Höhepunkt. Sport Landesrätin Martina Berthold zeigte sich begeistert und versprach die Ducks beim dreifachen Heimspieltag am 29.4. in Anif zu besuchen, bei dem die First Salzburg Ducks Ladies erstmals auch als Damenteam antreten werden.

SHOWDANCE Am 20.1.2018, fand in Künzell / Deutschland ein internationales EC - Showdance Turnier statt. Bei diesen zweitem Europacup Turnier gingen Emma Wischenbart, Kerstin Herbek, Muriel Mora und Lisa Marie Zapf an den Start. Kerstin Herbek (Sbg) konnte erneut die Jury überzeugen und  siegte in der Disziplin Youth Show Solo. Somit ist Kerstin auch weiterhin Führende im Europacup. Muriel Mora (Sbg) erreichte in dieser Kategorie, in der die Konkurrenz sehr schwer war, einen guten 4. Rang. Lisa Marie Zapf (Sbg) ertanzte sich mit ihrem ausdrucksstarken Show Solo "Malala" den 2. Platz und konnte sich  nun in der Rangliste der EFDO - Europacup Reihe von Rang 3 auf Rang 2 verbessern. Emma Wischenbart (Wals) wurde mit ihrem Show Solo "Feed the Birds" in der Kategorie Juniorinnen Vierte. Gratulation an unsere jungen Damen und viel Erfolg für die nächsten Turniere, wo es ev. bereits um den EC - Gesamtsieg bei Kerstin Herbek gehen könnte.

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Berichte aus den Vereinen

SQUASH Der Salzburger Aqeel Rehman setzte mit dem Sieg bei der Squash Staatsmeisterschaft von 9.-11. Februar in Graz seine Siegesserie fort und hält nun bei 12 Titeln. Eindrucksvoll und ohne Satzverlust gewann der Mozartstädter im Finale ebenso mit 3/0 (11/6, 11/6, 11/6) gegen den in Wien lebenden Salzburger Jakob Dirnberger. Beide sind seit Jahren die unangefochtene Spitze in Österreich.

TAEKWANDO Der Salzburger Binay Karki vom Taekwondo Verein Oberndorf nutzte die Weihnachtsfeiertage für einen Turnierbesuch inkl. Heimatbesuch in Nepal, wo er bei den "INTERNATIONAL OPEN FRIENDSHIP TAEKWONDO CHAMPIONSHIPS" antrat und dort mit 4 gewonnenen Kämpfen den Turniersieg in der Juniorenklasse bis 51 Kilogramm holte.Zusätzlich konnte er sogar im Formenlauf die Bronzemedaille gewinnen. In Turniervorbereitung findet sich Aleksandar Radojkovic, aktuell im deutschen Friedrichshafen u.a. beim Wintercamp mit zahlreichen Olympiamedaillengewinnern und WM Titelträgern aus aller Welt.

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Berichte aus den Vereinen

Ski - Alpin UGOTCHI Kinderskirennen

Am Donnerstag 08.02. hat der Sport Klub Maishofen das Ugotchi Kinderrennen für Kindergartenkinder durchgeführt. Bei angenehmen Temperaturen und besten Pistenbedingungen konnte das Ugotchi Kinderrennen am Übungslift Schloß Kammer durchgeführt werden. 42 Kindergarten Kinder waren der Einladung des SKM gefolgt und bewältigten die Strecke mit viel Ehrgeiz und ohne Sturz. Jedes startende Kind durfte am Ende einen Pokal und ein Überraschungssackerl mit nach Hause nehmen.

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Berichte aus den Vereinen

BEACHVOLLEYBALL Sensationelle Top Ten Platzierung auf CEV Tour (Confédération Européenne de Volleyball) Beim zweiten Indoor Turnier der Saison belegt das Beachvolleyballteam Winter/Hörl beim CEV Masters in Pelhrimov (CZE) den 9. Platz. Der Saalfeldner Julian Hörl und der Aschbacher Tobias Winter konnten sich in der stark besetzten Qualifikation gegen Thiercy/Gauthier (FRA) und Varenhorst/Bouter (NED) durchsetzen und sicherten sich somit einen Startplatz im Hauptbewerb. In der Gruppenphase musste sich das österreichische Duo gegen das Top-Team Smedins/Samoilovs (LAT) 2:0 geschlagen geben. Winter/Hörl setzten sich im zweiten Gruppenspiel gegen die Franzosen Krou/ Aye klar in zwei Sätzen (21:18; 21:16) durch und sicherten sich somit den Aufstieg in die Zwischenrunde. Leider konnten die beiden die bisher gezeigte Konstanz im Spiel gegen Beeler/Krattiger (SUI) nicht abrufen und unterlagen den Schweizern in zwei Sätzen (-17,-18). Der Salzburger und der Niederösterreicher geben sich mit dem Ergebnis aber mehr als zufrieden und sind gespannt auf die kommenden Herausforderungen. „Wir sind glücklich bei einem so stark besetzten Turnier mit Teams aus der absoluten Weltspitze mithalten zu können! Das gibt uns Selbstvertrauen und Motivation für die nächsten Turniere!” Im Februar geht es für die beiden auch schon weiter nach Dubai, Kish Island & Doha.

Foto : ©FIVB

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UNION Thema

"I believe in you"

Immer mehr Vereine sammeln Geld über Crowdfunding Mit der Crowdfunding Plattform „I believe in you” wurde eine moderne Möglichkeit für Vereine und Sportler geschaffen, zu neuen finanziellen Mitteln zu kommen. Ob für den Bau des neuen Sportplatzes, das Trainingslager oder die Anschaffung neuer Turnmatten: Die Plattform kann für alle sportlichen Ziele genutzt werden.

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rowdfunding ist eigentlich nichts Neues für Sportler oder Sportvereine. Zum Erreichen eines sportlichen Zieles oder für den Ankauf dringend benötigter Sportgeräte mussten immer schon größere oder kleinere Sponsoren gesucht werden. Durch die Plattform „I believe in you“ ist das Suchen jetzt in der digitalen Welt angekommen und das Finden von Geldgebern ist dadurch deutlich einfacher und moderner geworden. Die Website kann von Vereinen, Sportlern und Sportveranstaltern genutzt werden. Rund 70% aller eingereichten Projekte erreichen auch ihr Finanzierungsziel, wie das Beispiel der erst 18 Jährigen Sieben-Kämpferin Andrea Obetzhofer zeigt: Andrea benötigte € 5.000,-für diverse Trainingslager, Laufschuhe und Physiotherapie. Innerhalb von 80 Tagen hatte sie die Zielsumme erreicht und konnte ihre Ziele umsetzen. Als Gegenleistungen für die Unterstützer bot sie neben einer persönlichen Dankeskarte auch einen selbst gebackenen Kuchen sowie ein privates Training und natürlich einen Platz für Firmenlogos auf ihrer Kleidung an. Rund 40 Unterstützer, teilweise auch anonym, fühlten sich von Andrea´s Engagement angesprochen und zahlten dafür zwischen € 10,- und € 400,-. Die Gemeinde ließ sogar € 1.000,- springen. Auch Vereine greifen auf Crowdfunding als dritte Finanzierungsmöglichkeit, neben herkömmlichem Sponsoring und Förderungen, zurück:

Der Ruderclub Lia beispielsweise konnte über € 10.000,- für seine beiden Aushängeschilder Ferdinand Querfeld und Christoph Seifriedsberger sammeln. Dabei zeigte sich einer der großen Vorteile, den die Plattform „I believe in you“ bietet: Mit nur einem Klick kann man sein Projekt auf facebook oder anderen sozialen Medien teilen und dadurch viele potentielle Unterstützer erreichen. Auch Sponsoren können so gezielt angesprochen werden, indem Gegenleistungspakete angeboten werden, die für Sponsoren attraktiv sind. Beim Verein Lia konnte man beispielsweise eine Rudereinheit für die Mitarbeiter buchen. Aufwendige Sponsorentermine und Vertragsverhandlungen können somit entfallen. Auch Teilfinanzierungen sind natürlich möglich: Der Union Ringerclub Mörbisch brauchte einen neuen Vereinsbus für die Jugendmannschaft. Rund € 4.500,- konnten über Crowdfunding beigesteuert werden und der Bus wurde schließlich angeschafft.

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Factbox: Wie funktioniert Crowdfunding: Sportler, Vereine, Verbände oder Sportveranstalter formulieren ein konkretes Projekt samt Kosten, also beispielsweise den Bau des neuen Tennisplatzes oder das Trainingslager der Jugendmannschaft. Vereinsmitglieder, Freunde, Bekannte und Fans können dafür mit einem Betrag ihrer Wahl spenden. Die Laufzeit beträgt entweder 30, 50 oder 80 Tage. Einfach auf www.ibelieveinyou.at gehen und „Starte dein Projekt“ anklicken. Das Projekt ist nach Hochladen geeigneter Fotos, einer kurzen Projektbeschreibung und weniger weiterer Schritte innerhalb von kürzester Zeit online. Hier findest du die Beschreibung, wie dein eigenes Projekt in wenigen Schritten angelegt werden kann: www.ibiyblog.com/single-post Das Team von „I believe in you“ steht außerdem kostenlos für alle Anfragen zur Verfügung: Mag. Gernot Uhlir Mobil: 0664 614 80 29 gernot.uhlir@ibelieveinyou.at www.ibelieveinyou.at UNIONNEWS


UNION Thema

GOLF

Fokus zwischen den Schlägen Golf ist ein Sport, der bei der Ausführung ein hohes Maß an mentaler Energie abverlangt. Es ist dementsprechend wichtig, die Golfeinheiten zu planen, genügend Pausen einzuhalten und bewusst auf die mentale Belastung einzugehen. Dr. Thomas Wörz ist Mental Coach, Sportwissenschaftler und Psychotherapeut und hat sich in seinem Buch „Mentales Golf“ genau diesem Thema gewidmet. Pausengestaltung „Die Pause zwischen den Schlägen“ Nach einem misslungenen Schlag wird der Ärger meist in die Vorbereitung des neuen Schlages transportiert. Das heißt, dass die Aufmerksamkeit in die unmittelbare Vergangenheit wandert und dadurch Grübelgedanken und unerwünschte Emotionen ausgelöst

MASSNAHMEN UND TIPPS Um die geistige Energie über einen möglichst langen Zeitraum aufrecht erhalten zu können, ist es wichtig, zwischen den Schlägen Beruhigungsphasen einzubauen, bei denen Energie aufgetankt wird und der Aufmerksamkeitsfokus optimal auf den neuen Schlag gelenkt wird. Sie benötigen eine klare Struktur in Ihrem Pausenverhalten, da ansonsten der Zeitraum zwischen den Schlägen keinem stabilen Vorbereitungsrhythmus unterliegt und mitunter sehr viel Energie kosten kann. Darum eignet sich das sogenannte Vierphasenprinzip für die notwendigen Regenerationsphasen zwischen den einzelnen Schlägen, um für jeden Schlag den optimalen Leistungszustand abrufen zu können.

werden. Genauso gut kann der Fokus aber nach vorne, in die Zukunft gehen. Angst, dass ähnliche misslungene Schläge wieder auftreten werden. Wird über 18 Loch dieses Vergangenheits- und Zukunftsdenken kombiniert mit den dazugehörigen Emotionen wie Ärger, Freude, Enttäuschung, Angst usw. aufrechterhalten, dann geht es auf Kosten der psychophysischen Energie und führt unweigerlich zum Einbruch. Das Geheimnis, diese kostbare Energie über die Gesamtdauer eines Turniers aufrecht erhalten zu können, liegt in einer effizienten Pausengestaltung. Diese ist wiederum die notwendige Voraussetzung, um die Philosophie „Neuer Schlag, neues Spiel“ umsetzen zu können. UNIONNEWS

Die Phasen sind: Erstens: Beruhigungsphase. Zweitens: Analysephase. Drittens: Strategieplanung und Verinnerlichungsphase. Viertens: Übergang in die Pre-ShotRoutine-Phase. Beruhigungsphase Für jeden Golfer gilt nach jedem Schlag die Regel: sich beruhigen, Abstand gewinnen von Emotionen. In dieser Phase sollte der Golfspieler kurzfristig seine Aufmerksamkeit vom Golfspiel weglenken. Von den Emotionen des Spiels soll schnell auf die Landschaft, die Natur, das Gefühl beim Weitergehen umgeschalten werden. Muskelgruppen und Verhaltensweisen, die im Stress zu

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UNION Thema Verkrampfungen und typischen Verhaltensmustern führen, beispielsweise steifer Nacken und hochgezogene Schultern, sollen über eine verlängerte Ausatmung gelockert bzw. gesenkt werden. Auch das Ruhebild, die Vorstellung an eine entspannende Situation, kann in dieser Phase sehr nützlich sein. Analyse- und Strategiephase Nach der Beruhigungsphase folgt die Analyse der bestehenden Situation. Sie nehmen wahr, wo und wie der Ball liegt. Dann überlegen Sie strategisch, wie und wohin Sie den Ball spielen wollen und beziehen Faktoren wie Wind, Gefälle, prinzipielle Beschaffenheit des Rasens in Ihre Überlegungen mit ein. Dann nehmen Sie die Schlägerwahl vor. Verinnerlichungsphase und Pre-Shot-Routine Beruhigungs-, Analyse- und Strategiephase sollen in die Verinnerlichungsphase übergehen. Nun spielen Sie mental unter Einbeziehung sämtlicher Sinnesorgane den Schlag durch und versuchen dabei auch, die notwendigen positiven Gefühle abzurufen.

CHECKLISTE • Können Sie unmittelbar nach einem Golfschlag in einen entspannten, gelassenen Zustand übergehen, Ihre Atmung und Ihre Körperhaltung • kontrollieren? • Können Sie Ihre Aufmerksamkeit kurzfristig vom Golfspiel weglenken und in einer Analysephase wieder auf das Wesentliche umschalten, um die • notwendigen Strategien für den neuen Schlag festzulegen? • Können Sie sich in das Gefühl eines Golfschlages sowohl kinästhetisch als auch emotional dermaßen hineinversetzen, dass Sie diese Handlung mental verinnerlichen? • Kennen Sie Ihren optimalen Spannungszustand, den Sie in der Pre-Shot-Routine einregeln sollen, überhaupt? • Haben sie Ihren Rhythmus für den konkreten Ablauf in der unmittelbaren Schlagvorbereitung schon gefunden?

Die Verinnerlichungsphase geht nun über in die Pre-Shot-Routine-Phase. Wir sprechen hier von der unmittelbaren Schlagvorbereitung. Die Vorbereitungsrituale wie zum Beispiel Imitationsübungen, sollen auch den optimalen Aktivierungszustand für den tranceähnlichen optimalen Leistungszustand erwirken. Das Spannungs- bzw. Erregungsbarometer ist nun im Soll-Bereich. Rhythmische Bewegungen, die den Schlag vorbereiten, sollen die Funktion einer meditativen Technik erfüllen. Der Golfer akzeptiert in diesem Moment jegliche Störfaktoren - je besser er die Technik beherrscht, desto zielorientierter ist sein Fokus auf die bevorstehende Handlung gerichtet. Angestrebt wird, dass die zielgerichtete Aufmerksamkeit des Golfers durch nichts und niemanden gestört werden kann. Die Aufmerksamkeit ist nun im Hier und Jetzt.

Dr. Thomas Wörz Sportwissenschafter/Psychotherapeut/MentalCoach ehem. MentalCoach des österreichischen Golf Nationalteams Buchautor: Wörz, T. (2016): Die Mentale Einstellung. Wien egot.. Wörz, T.( 2003): Mentales Golf. München blv.

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UNION Thema KONKRETE ANWENDUNG • Nachdem der Schlag physisch und psychisch abgeschlossen ist, beginnt die Beruhigungsphase. Diese kann eingeleitet werden, indem Sie drei Mal entspannt durchatmen. Anschließend folgt eine kurze muskuläre Anspannung, indem die Schultern nach oben gezogen und die Arme fest angespannt werden. Halten Sie diese Position zirka für fünf Sekunden, lassen Sie anschließend wieder abrupt los und nehmen Sie das neue Spannungsgefühl bewusst wahr. Versetzen Sie sich jetzt für wenige • Sekunden in Ihr Ruhebild. • Während Sie sich auf dem Weg zum Golfball befinden, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Gefühl in den Fußsohlen und wechseln Sie • dann mit der Aufmerksamkeit auf die Umgebung, auf die Natur. Nehmen Sie dabei Details Ihres Umfeldes ganz präzise wahr, wie Äste, Steine, Pflanzen etc. • Noch während des Gehens beginnen Sie mit einer sachlichen Einschätzung zur Position des Balls, Entfernung zum Green, denken über die Schlägerwahl nach und stellen strategische Überlegungen an. Nun verinnerlichen Sie die Strategie durch gedankliches Nachvollziehen des Schlagers in der Innenperspektive. • In der Pre-Shot-Routine-Phase soll es Ihnen nun gelingen, in einen meditativen Zustand zu gelangen, indem Sie nur mehr auf sich selbst und auf die Handlung fokussiert sind, äußere Faktoren einfach akzeptiert und gelassen zur Kenntnis genommen werden könnnen. Sie gelangen nun in den optimalen Aktivierungs- und Erregungszustand • (siehe Kapitel Pre-Shot-Routine).

Herzlich Willkommen in der Welt des Golfsports! Liebe Mitglieder und Sportfreunde, wir dürfen Euch darüber informieren, dass wir ab sofort jeden Sonntag in der Zeit von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr auf der Golfanlage in Hallein Rif ein GRATIS GOLFSCHNUPPERN für unsere Mitglieder anbieten können. Sie erfahren interessante Details über den Golfsport und werden nach einer kurzen Einführung mit entsprechender Ausrüstung ausgestattet. Jeder Teilnehmer am Schnupperkurs erhält einen persönlichen "Golfpass" der zur künftigen freien Nutzung der Übungsanlagen der Golfanlage Rif inkl. Leihschläger berechtigt. Verbringen Sie eine entspannte Stunde gemeinsam mit Ihren Freunden, Familie, Arbeitskollegen oder Nachbarn. Einfach in bequemer Freizeitkleidung und flachen Schuhwerk an einem Sonntag bis Ende Oktober Rif besuchen.

Kontakt: Golfclub Salzburg, Schlossallee 50a, 5400 Hallein, Tel. 06245/76681 rif@golfclub-salzburg.at, www.golfclub-salzburg.at (Bei Gruppen ab 8 Personen können Sie auch jederzeit gerne einen Wunschtermin für ein "Gratis Golfschnuppern" vereinbaren.)

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"BEWEGT IM PARK" Neues Kursprogramm von Juni bis September 2018 in öffentlichen Parkanlagen im Bundesland Salzburg – kostenlos und unverbindlich.

Das vielfältige Programm von „Bewegt im Park“ bietet ein allgemein zugängliches Bewegungsangebot für Jedermann/-frau. Mit Spaß und Motivation werden sowohl Sportbegeisterte als auch Bewegungsneulinge gemeinsam in Bewegung gebracht. Gleichzeitig helfen die Kurse an der frischen Luft fit und gesund zu bleiben.

B

ereits seit 2016 bietet die SPORTUNION Salzburg im Rahmen des Projektes „Bewegt im Park“ kostenlose Kurse zu den unterschiedlichsten Sportarten an. Im vergangenen Jahr nahmen an den 23 wöchentlichen Angeboten über 5.500 begeisterte Aktive teil. Bei den 344 Einheiten waren im Durchschnitt 16 TeilnehmerInnen pro Kurs sportlich aktiv. Salzburg erzielte damit die höchste durchschnittliche Teilnehmerzahl österreichweit. Zu den beliebtesten Angeboten zählten Yoga in der Stadtgemeinde Oberdorf mit bis zu 65 Aktiven und funktionelles Ganzkörpertraining am Glanspitz mit bis zu 47 Sportbegeisterten.

Die Vorteile im Überblick: • • • • • •

Wöchentliche, fixe Termine Für alle Menschen von jung bis alt Mit erfahrenen Kursleiterinnen bzw. -leitern Kostenlose Teilnahme Ohne Anmeldung Bei jedem Wetter

Auch 2018 werden wieder zahlreiche Bewegungsangebote in Stadt und Land Salzburg organsiert. Geplant sind unterschiedlichste Kurse wie Pilates, BauchBeinePo, Rückenfit, Stretching, Body Power und vieles mehr. Von Juni bis September kann jede und jeder Interessierte unter zahlreichen Kursangeboten etwas Passendes wählen und jederzeit etwas Neues ausprobieren. Die Teilnahme an den Bewegungseinheiten ist absolut unverbindlich und eine Anmeldung ist nicht notwendig! Alle Details zu den Kursen finden Sie unter: www.bewegt-im-park.at

Mag. Martin Neuwirth SGKK, Michaela Eva Bartel, Bernd Frey, Andrea Füreder (alle SPORTUNION)

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FUSSBALL

Hat immer Saison Streusalz, das mobile Jugendteam der Stadt Salzburg, hat gemeinsam mit der SPORTUNION Salzburg, einen weiteren SOCCERCUP für Jugendliche organisiert. Dieses Mal fand er am 16. Februar im Sportzentrum Nord statt. Mitgemacht haben Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren aus den verschiedensten Stadtteilen Salzburgs. Die Veranstaltung fand unter dem Motto „FAIR PLAY“ statt. Die Teilnahme war kostenlos.

Fußball spricht alle Sprachen Fußball bietet optimale Voraussetzungen um Jugendliche unterschiedlicher Herkunft miteinander Sport treiben zu lassen. Beim Sport, und speziell beim Fußball, sind alle gleich. Der runde Ball ist der gemeinsame Nenner und man begegnet sich immer auf Augenhöhe.

Mit insgesamt 16 Mannschaften und rund 150 Spielern, war der SOCCERCUP wieder sehr gut besucht. Spannende Spiele auf sehr hohem Niveau erfreuten nicht nur die ZuseherInnen sondern auch die anwesenden Sozialarbeiter der einzelnen Stadtteile Salzburgs. „Fußball funktioniert einfach immer und die Motivation der Jugendlichen ist extrem hoch, wenn sie bei einem solchen Turnier dabei sein dürfen“, so Tom Notdurfter – Sozialarbeiter aus Itzling.

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Fußball – verbindet! Dieses Mal fand der SOCCERCUP unter dem Motto „Fair Play“ statt. Die TeilnehmerInnen wurden bei der Anmeldung über die „Fair-PlayRegeln“ informiert und mussten sogar einen „Fair-Play-Vertrag“ unterzeichnen. Während des

Turniers wurde dann beobachtet, welches Team den „Fair-Play-Gedanken“ am besten praktizierte. Somit ging es beim Turnier nicht nur um den Sieg, sondern es wurde auch das Team prämiert, welches die wenigsten Fouls machte und sich während des

Turniers am kooperativsten zeigte. Als „Fair-Play-Preis“ gab es für das Team „Die Fußball Stars“ einen Besuch im Red Bull Stadion, beim Schlager FC Red Bull Salzburg gegen SK Rapid Wien.

Kontakt Mag. Alexander Schaar alexander.schaar@sportunion-sbg.at Tel. 0664 / 9208023

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SPORT für ALLE

Jugendliche sind schnell begeistert Im Zuge des Projekts „Sport für alle“ werden in Kooperation mit unseren Sportvereinen gezielt Bewegungsangebote für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche organisiert. Um diese Zielgruppe und deren Bedürfnisse besser verstehen und letztendlich erreichen zu können, wird dabei eng mit Partnern und Experten aus dem Sozial- und Jugendbereich zusammengearbeitet. Zu den Projektpartnern zählen unter anderem die Stadt Salzburg mit dem Projekt Streusalz, der Verein Spektrum, Akzente Salzburg, Rettet das Kind und karikative Organisationen wie die Caritas Salzburg, der Integrationsfond Salzburg und der Verein Kinder haben Zukunft.

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in weiterer wichtiger Partner im Projekt ist AVOS-Prävention & Gesundheitsförderung mit dem gemeinsam im Zuge des Projekts „Sport für alle“ immer wieder Bewegungsangebote für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche umgesetzt werden. AVOS bietet eine Vielzahl an Programmen und Initiativen im Bereich Kinder- und Erwachsenengesundheit, Schwerpunkt Zahn und regionale Gesundheitsförderung wie z.B. die Aktion „Gesunde Gemeinde“ an. Dabei arbeitet AVOS mit ausgewiesenen Experten überwiegend im Auftrag der Salzburger Landesregierung und der Krankenkassen. Eine dieser Expertinnen ist die AVOS-Gesundheitsreferentin Simone Meidl. Sie ist im Bereich

gesundheitliche Chancengerechtigkeit tätig und verrät im folgenden Interview, wie Menschen und vor allem sozial UNIONNEWS

benachteiligte Jugendliche motiviert werden, selbst etwas für ihre Gesundheit zu tun. Sie sind bei AVOS Expertin für den Bereich der sozioökonomisch benachteiligten Menschen. Was bedeutet das? Das bedeutet einfach, dass die Leute mit denen ich arbeite, dieser Gruppe zuzuordnen sind. Dazu zählen etwa Menschen mit geringem Einkommen, geringer Bildung oder Migrationshintergrund. Meine Aufgabe hier ist zu schauen, was diese Leute brauchen und wie man sie erreichen, motivieren und für die Gesundheit begeistern kann. Dabei arbeite ich immer nach dem Grundsatz: „Selbst etwas für die eigene Gesundheit zu tun, soll für

alle möglich sein – unabhängig vom sozialen Status.“ Ich liefere einen Anstoß, ohne den Menschen ihre

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Selbstverantwortung zu nehmen. Es wird niemandem etwas aufgezwungen, aber es werden unter anderem Ideen geliefert. Dabei arbeitet AVOS auch intensiv mit „Sport für alle“ – dem Projekt der SPORTUNION Salzburg –zusammen. Wo ist hier die Schnittstelle? Eigentlich sind es zwei Projekte, die sich gut übereinander legen lassen und perfekt ergänzen. AVOS steuert hier zum Beispiel ein umfangreiches Netzwerk bei und hat einen guten Draht zu Jugendbetreuungs- und Sozialeinrichtungen. Zudem komme ich selbst auch aus dem Sozialbereich, was ein Querdenken möglich macht. Auch Besuche vor Ort – von den Einrichtungen bis hin zu Trainingseinheiten – zählen dazu. Wir versuchen stets, die zeitlichen Ressourcen dafür zu schaffen. Generell ist AVOS ja hauptsächlich als Umsetzer diverser Initiativen und Projekte tätig. Studien zeigen auf, dass es einen Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und der Gesundheit gibt. Wie lässt sich das erklären? Hier gibt es gleich mehrere Ansätze, aber leider keine einfache Erklärung. Es geht immer um die jeweiligen Menschen und ihre persönliche Situation. Statistiken zeigen zwar, dass meist einkommensschwache Familien ihre Prioritäten nicht automatisch auf Sport und Gesundheit legen bzw. legen können.


UNION Thema Hier nur von Zahlen zu sprechen wäre meiner Meinung nach aber zu einfach. Gesundheitsprobleme gibt es ja quer durch alle Gesellschaftsschichten. Wo liegen dabei Ihre Haupt-Ziele? Am coolsten finde ich es, dass sich hier so viel verändern lässt. Ein Input oder ein paar Ideen im Bereich der Gesundheitsförderung können sehr viel bewirken – und das nachhaltig. Herauszufinden, was die Menschen wirklich brauchen und was sie wirklich motiviert, ist eines meiner größten Ziele. Es geht nicht darum den Leuten zu sagen, was wir glauben, dass sie brauchen könnten. Wir wollen die Begeisterung in jeder einzelnen Person wecken. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass hier vor allem Jugendliche besonders gut darauf ansprechen: Sie lassen sich normalerweise relativ schnell begeistern und motivieren. Zudem sind sie offen für Neues. Was den Schwerpunkt Jugend in der Stadt Salzburg betrifft, haben wir mit dem Jugendbüro einen starken Förderer im Hintergrund. Doch nicht nur diese Art der Unterstützung bringt uns dabei wirklich weiter: Wichtig ist, dass auch die Betreuer in den jeweiligen Jugendeinrichtungen eine Begeisterung für Bewegung vermitteln. Ideal also, wenn unsere wesentlichen Kooperationspartner wie das Jugendbüro, selbst über Mitarbeiter mit einer großen Sport-Affinität verfügen. Salzburgs Jugendbeauftragte, Veronika Horn, geht hier mit gutem Beispiel voran. Wie halten Sie sich selbst fit? Was sind Ihre Lieblings-Sportarten? Für mich ist Bewegung mittlerweile ein ganz zentrales Element in meinem Leben geworden. Es hält nicht nur fit, sondern ich nehme Sport darüber hinaus als Achtsamkeitstraining

wahr. Man muss fokussiert sein und betreibt damit auch Selbstfürsorge. Ich übe verschiedene Sportarten aus – nichts davon perfekt, aber es macht mir Spaß und ich setze lieber auf Vielfalt. Zu meiner Morgenroutine zählen Yoga, Atemübungen und eine

kleine Laufrunde. Zusätzlich gehe ich Bouldern, spiele Basketball und nehme gerne auch an ParcoursTrainings teil. Für Sport ist es nie zu spät: Ich selbst habe erst im Erwachsenenalter damit begonnen und auch dann erst die Motivation

gefunden, regelmäßig dran zu bleiben. Irgendwann merkt man, dass es genau in stressigen Zeiten bitter nötig ist, für sich selbst etwas zu tun – und nicht zu sagen, dass sich ein Training nicht ausgeht.

AVOS-Gesundheitsreferentin Simone Meidl liefert den Menschen passende Anstöße, ohne ihnen ihre Selbstverantwortung zu nehmen. (Foto: AVOS/Manuel Bukovics)

Ausbildungs-Tipp 2018 Praxisworkshop: SPORT VERBINDET Im und durch Sport Sozialkompetenz und Integration von Kindern und Jugendlichen fördern Termin: Samstag, 21. April 2018, 9:00-16:00 Uhr Weitere Infos: UNIONnews Seite 38 und www.sportunion-akademie.at

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SPORT VEREIN(T) 2018 Projektförderung für soziales Engagement im Verein! Das erfolgreiche Förderprojekt SPORT VEREIN(T) wird auch im Jahr 2018 fortgeführt. Mit der Aktion unterstützt und fördert die SPORTUNION bereits das dritte Jahr das soziale Engagement jener Vereine, die den Sport nutzen, um sich für andere zu engagieren! Unterstützt werden Aktivitäten und Maßnahmen in den folgenden Bereichen: • INKLUSION VEREIN(T) – Projekte, die für und mit Menschen mit mentaler oder körperlicher Beeinträchtigung angeboten werden. • GENDERGERECHTIGKEIT VEREIN(T) - Projekte, die zu mehr Chancengleichheit von Frauen und Männern führen. • SOZIALE VERANTWORTUNG VEREIN(T) – Projekte, die sich mit dem Thema soziale Verantwortung im Verein beschäftigen. • INTEGRATION VEREIN(T) – Projekte, die für Zugewanderte bzw. für und mit Menschen mit Migrationshintergrund angeboten werden. Die Förderhöhe von bis zu € 500,- richtet sich nach folgenden Kriterien: • Vollständigkeit des Anmeldeformulars sowie Beachtung der Einreichfrist • Dauer des Angebots • Anzahl der beteiligten Personen • Sicherung der Nachhaltigkeit

Abrechnungsrichtlinien Gefördert werden bereits laufende oder noch geplante Projekte im Jahr 2018 in der Höhe von max. € 500,pro Verein. Leistungs-/ und Abrechnungszeitraum ist das Jahr 2018. Es können alle Kosten (z.B. Trainerkosten, Hallenmieten, Materialien, etc.), die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem eingereichten Projekt stehen abgerechnet werden, sofern diese den gesetzlichen Bestimmungen und den aktuell gültigen Förderungsrichtlinien der Bundes-Sport GmbH entsprechen.

Ablauf: 1. Anmeldung bis spätestens 23. April 2018 mittels Anmeldeformular. 2. Spätestens ein Monat nach der Einreichfrist erhält der Verein Rückmeldung über die Fördervergabe. 3. Nach Projektende, spätestens bis zum 31. Oktober 2018 müssen alle Abrechnungsbelege an Landesverband übermittelt werden. 4. Ende 2018 ist zur Evaluierung ein kurzer Online-Fragebogen auszufüllen, der inkl. Projektfotos zur Dokumentation retourniert werden muss. Kontakt:

Interesse?

Mag. a Martina Braun martina.braun@sportunion-sbg.at Tel. 0662/842688-15

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Dann melden Sie sich bei uns und schicken uns ihr Anmeldeformular (siehe Website). Gerne stehen wir für Auskünfte zur Verfügung!

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SAFE SPORTS Im November letzten Jahres waren Missbrauchsvorwürfe aus vergangenen Tagen Auslöser für intensive Diskussionen, wie Kinder in Sportvereinen und Institutionen, in denen es besondere Abhängigkeitsverhältnisse gibt, geschützt werden können.

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ie durch das Training bedingte körperliche Nähe und Bindung, die im Sport entsteht, kann ausgenutzt werden und birgt Risiken, die es zu verhindern gilt. Gleichzeitig müssen aber auch Trainer geschützt werden, die durch manche mediale Darstellung unbegründet in ein dunkles Licht gestellt werden.

Das Festlegen und Praktizieren von Richtlinien zu denen sich ein Verein bekennt wie z.B. ein Sechsaugenprinzip kann hier Abhilfe schaffen. Die SPORTUNION ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Sensibilisierung im Sport“ über die die Dachverbände gemeinsam mit dem Jugendressort und dem Sportressort der Stadt Salzburg, der Landessportorganisation, Hilfestellungen und Fortbildungen für Vereine und Sportler anbieten. Die Arbeitsgruppe arbeitet stark vernetzt mit der Bundeseinrichtung "100% Sport" und unterstützt deren Kampagne „Schweigen schützt die Falschen“. Fr. Mag. Chris Karl ist Sportwissenschafterin, Psychologin und Kindertrainerin und leitet die neu eingerichtete Fachstelle des Landes „Safe Sports“.

Sie unterstützt bei Verdachtsfällen von Machtmissbrauch und berät Sportverbände und -vereine beim Aufbau einer zielgerichteten Präventionsarbeit. Wieso gingen Sie zum Studieren in die USA? Sind die Möglichkeiten bei uns nicht ausreichend zur Ausbildung in diesem Bereich? In Österreich gibt es den Studienzweig „Forensische Psychologie“ nicht. Zuerst wollte ich diesen Bereich nur in mein Dissertationsstudium der Sportwissenschaften einbauen, ich war aber von den Angeboten der Lehrveranstaltungen in den USA so begeistert, dass ich beschlossen habe das ganze Studium zu absolvieren. Nach dem Studium absolvierte ich mein Praktikum am „National Center for Missing and Exploited Children“, also in jener Behörde der USA, die zuständig ist für die Fälle von vermissten und ausgebeuteten Kindern.. Ich arbeitete zunächst in der Abteilung für internationale Entführungen, später im „International Centre for Missing and Exploited Children“, die weltweit operieren. Mit beiden Institutionen arbeite ich bis heute zusammen. Was sind die Beweggründe für Ihre Arbeit mit den Kindern? Ich habe während meiner Laufbahn als Hochleistungssportlerin als Kindertrainerin gearbeitet. Auch mein erster Job nach dem Studium der Sportwissenschaften lag im Bereich der Jugendarbeit. Es hat sich irgendwie ergeben und ich habe immer gerne mit Kindern gearbeitet. Was ist das Ziel Ihrer Arbeit? Wenn ich nur in einem einzigen Fall einen Übergriff verhindern kann, hat die Arbeit schon Sinn gehabt.

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Wie viele Schulen, Verbände und Sportvereine betreuen Sie? Das ist schwer in Zahlen zu fassen. Durch die Fachstelle für Safe Sports, die jetzt im Land Salzburg installiert wurde, bin ich für alle 57 Fachverbände im Land Ansprechperson. Außerdem betreue ich zwischen 10 und 20 Schulen jedes Jahr und dazu kommen einige Verbände außerhalb von Salzburg, die Beratung und Unterstützung in Verdachts- und Missbrauchsfällen benötigen. Wie reagieren die Kinder auf das Workshop-Angebot? Die Kinder reagieren durchaus alle sehr aufgeschlossen und interessiert.

Kann man eine Grenze zwischen „Hilfestellung bei einer Übung“ und „sexueller Belästigung“ ziehen beziehungsweise wie kann man Trainer und Athleten diesbezüglich schulen? Selbstverständlich. Manche Vereine demonstrieren sogar bei Elternabenden wie in der jeweiligen Sportart richtig gesichert wird, sodass Abweichungen erkannt werden können. Hier geht es nicht um einen einmaligen versehentlichen Griff an eine „falsche Stelle“ sondern um gezielte, systematische Übergriffe. Die betroffenen Kinder kennen immer den Unterschied.

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Informationen online auf der Seite von 100% Sport und des Land Salzburg. Dort kann man auch das Plakat „Wir achten aufeinander“ herunterladen. Was kann und muss im Land Salzburg noch alles getan werden um Missstände in Schulen, Zuhause und in Vereinen zu vermeiden? Das Land Salzburg ist im nationalen Vergleich sehr gut aufgestellt. Dennoch muss man sich bewusst sein, dass die Dunkelziffer enorm ist. Bevor ein Täter erwischt wird, kann er bis zu 100 Übergriffe begangen haben. Die beste Prävention ist, die Kinder zu bestärken sich im Falle einer unangenehmen Situation an ihre Vertrauensperson zu wenden. Gibt es konkrete Richtlinien und Guidelines für Trainer und Vereine; welche Empfehlungen können Sie geben? Es gibt klare Regeln, die derzeit in Österreich langsam Einzug in die Sportwelt finden. Die kann man in wenige Bereiche zusammenfassen: • Das 6-Augen-Prinzip, nachdem ein Trainer nie mit einem Schüler alleine sein soll, • Kommunikationsregeln zwischen Trainern und Sportlern, • Übernachtungsregeln bei Trainingslagern und Wettkämpfen. Alle Beteiligten also Trainer, Eltern und Sportler müssen über diese Regeln aufgeklärt werden. Man findet alle

Kontakt: Chris Karl, Salzburger Fachstelle für SAFE SPORTS Beratungshotline: 0664/3365365 safesports@salzburg.gv.at www.100sport.at

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Signale erkennen und handeln! Wir achten aufeinander! TrainerInnen, BetreuerInnen und Vereinsverantwortliche achten darauf, dass Kinder und Jugendliche ihren Sport ohne Übergriffe und Gewalt ausüben können und stehen als Vertrauenspersonen zur Verfügung. In folgenden Situationen ist zu handeln: • • •

• •

Kinder oder Jugendliche werden verspottet, zu Außenseitern oder lächerlich gemacht, „Fotostreiche“... (Bullying oder Mobbing). Einzelne SportlerInnen werden immer wieder für bestimmte Aktionen ausgewählt, erhalten Geschenke oder besondere Zuwendung. SMS oder What’s App/Messenger/Facebook Nachrichten mit persönlichen Inhalten, die nicht unmittelbar mit dem Sport zu tun haben, werden an nur das Kind oder den/die Jugendliche/n geschickt. Private Trainingseinheiten oder Treffen außerhalb der Trainingszeiten häufen sich. Der Trainer oder die Trainerin ist oft mit dem Kind alleine. Kinder und Jugendliche werden in einer Art berührt, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Sport steht. „Versehentliche“ Berührungen im Badehose-/Badeanzug- Bereich wiederholen sich. TrainerIn BetreuerIn begrüßt die junge Sportlerin oder den jungen Sportler mit einem Kuss. Sexuelle Witze und Geschichten mit sexuellem Hintergrund werden den Kindern oder vor den Kindern/Jugendlichen erzählt. Bemerkungen über körperliche Erscheinung eines Kindes ohne unmittelbaren Zusammenhang zum Sport werden gemacht. Kinder/Jugendliche verändern sich und zeigen Auffälligkeiten: zum Beispiel im Nähe- und Distanzverhalten, negative oder überkritische Körperwahrnehmung, exzessives Sporttreiben oder plötzliches Meiden von Sport, Rückzug aus der Gemeinschaft/Team

„Ethikkodex“ für die sportliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen 1. Respekt Kinder und Jugendliche und deren Gefühle werden respektiert. Gleichzeitig wird eine wertschätzende und gewaltfreie Atmosphäre gefördert. Mit Hierarchie und Macht wird bewusst und achtsam umgegangen. Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern wird gelebt. 2. Kommunikation In der Kommunikation zwischen TrainerInnen und jungen SportlerInnen stehen nur jene Themen im Vordergrund, die einen Bezug zum Sport haben. Eltern sind über die Kommunikation zwischen TrainerIn und Kind informiert, egal ob SMS, Telefon oder Social Media. 3. Aufsicht und 6-Augen-Prinzip Die Garderobenaufsicht erfolgt – wenn überhaupt notwendig – durch gleichgeschlechtliche TrainerInnen; idealerweise durch zwei Personen. Dabei wird die Intim- und Privatsphäre der Kinder gewahrt. TrainerIn/BetreuerIn und SportlerIn sind nie alleine. Es sind entweder mindestens zwei Kinder oder zwei Erwachsene anwesend. TrainerIn und SportlerIn übernachten bei Reisen nie im gleichen Zimmer. 4. Sportliche Hilfestellungen – Berührungen Grundsätzlich wird jede Berührung in der „Badehose oder Badeanzug Zone“ vermieden, außer es ist zur Hilfestellung/ Technikerklärung notwendig und sinnvoll.

Werden Sie aktiv! Setzen Sie sich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein. Holen Sie sich Unterstützung und Beratung (kostenlos und vertraulich), wenn Sie Übergriffe beobachten oder sich nicht sicher sind, ob ein bestimmtes Verhalten (sexuelle Gewalt) ist. Wenden Sie sich an die SALZBURGER FACHSTELLE für SAFE SPORTS Chris Karl, 0664 3365 365, safesports@salzburg.gv.at

"Prävention vor sexualisierter Gewalt im Sport und vor allem auch die Sensibilisierung für dieses Thema ist für uns ein Schwerpunkt den wir schon seit längerem bearbeiten. Die Aufklärung in den Vereinen und Verbänden sowie das Sichtbarmachen der Problematik soll auch potentielle Täter und Täterinnen abschrecken, wenn sie sehen, hier schaut man hin." Walter Dungl, Koordinator der Arbeitsgruppe "Sensibilisierung im Sport" Quelle: Landessportbüro Abteilung 9 | Referat 9/04 Ein Auszug aus dem Leitfaden "Signale erkennen". Oberst-Lepperdinger-Str. 21, 5071 Wals-Siezenheim | Telefon +43 662 8042 2524 | E-Mail: sport@salzburg.gv.at

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UGOTCHI

Wenn sich Kinder bewegen, lernen sie leichter. Die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung im Gehirn werden angeregt und die Kinder werden aufmerksamer und können sich besser konzentrieren.

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PORTUNION und UNIQA machen im Jahr 2018 gemeinsame Sache und vereinen zwei der erfolgreichsten Initiativen für die Schule. UGOTCHI wird zum Vital4Brain Trainer in der Volksschule und bringt diese wirkungsvollen Übungen als Teil des Gesundheitsprogramms Punkten mit Klasse in die Schule. Bei Punkten mit Klasse dreht sich alles um das beliebte Punktesammeln rund um regelmäßige Bewegung und richtige Ernährung. Teilnehmen kann jede Volksschulklasse Österreichs. Die LehrerIn meldet dazu ihre Klasse kostenlos im Onlineportal www.ugotchi.at an und bekommt dann zeitgerecht alle Unterlagen in die Schule zugesandt. Die Kinder sammeln über einen Zeitraum von vier Wochen für gesunde Tätigkeiten Punkte und das Ergebnis der gesamten Klasse wird in den drei Kategorien Gold, Silber und Bronze gewertet.  Schon seit Jahren ist UGOTCHI das Maskottchen der SPORTUNION für Kinderaktivitäten. Das kleine gelbe Küken begleitet Kinder nicht nur in der Schule sondern auch im Verein und steht für Bewegung, Spaß und Spiel.

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Rund um UGOTCHI gibt es etliche Artikel und Materialien für die SPORTUNION Vereine zur kostenlosen Ausleihe. So wird aus Festen und Veranstaltungen schnell ein tolles Event für Kinder. Übungsleiter profitieren zusätzlich von den kostenlos zur Verfügung stehenden Downloadmaterialien auf der Website www.ugotchi.at. Diese Skripten und Drucksorten sollen eine Bereicherung der Vereinseinheiten sein und die praktische Arbeit der Trainer und Trainerinnen unterstüzen. UGOTCHI Materialien für SPORTUNION Vereine zum Ausleihen: • Beachflags und Banner • UGOTCHI Airtrack • UGOTCHI Schwungtücher Kleinmaterialien (wie etwa Jongliersachen, Wurfspiele, Geschicklichkeitsspiele etc.) • UGOTCHI Kostüm UGOTCHI Downloadmaterialien unter www.ugotchi.at: • Spielesammlungen • Stationsplakate • Urkunden • Punktepässe etc. Für SPORTUNION Vereine auf Anfrage im Landesverband verfügbar (solange der Vorrat reicht): • UGOTCHI Übungsleiter T-Shirts • UGOTCHI Sportbeutel • Sticker „Wir freuen uns, wenn wir die Vereine in ihrer Arbeit unterstützen können. Dafür stellen wir Materialien, Spielesammlungen und vieles mehr zur Verfügung.“

Kontakt: Mag. a Mariella Bodingbauer mariella.bodingbauer@sportunion-sbg.at Tel: 0662 / 842688-17

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LERNEN

Mit Bewegung geht`s leichter Bereits eine geringe Belastung wie beispielsweise bei einem Spaziergang verhilft dem Gehirn zu einer merklich verbesserten Durchblutung. Dies ist mitunter der Grund warum immer öfters Angebote wie Sprachcamps auf den Bewegungsdrang der Kinder ausgelegt werden.

inspire English Camps Die Kombination von Lernen und Bewegung kann zu einem optimalen Ergebnis in beiden Belangen führen. Es werden hier zwei verschiedene Camps, die sich diesem Thema gewidmet haben, vorgestellt. Zum einen das „inspire English Camp“, welches viele verschiedene Sportarten beinhaltet, die den Kids in Englisch nähergebracht werden, zum anderen das „Soccercamp“, welches sich auf Fußball spezialisiert hat.

auch darum, möglichst viel Bewegung in den Alltag der Kinder zu bringen. Geschäftsführer Mag. Andreas Kreil dazu: „Neben dem Englischunterricht am Vormittag achten wir darauf, dass die Kinder möglichst viel draußen sind. Die Kombination aus Sport und Lernen fördert die Konzentrationsfähigkeit und sorgt dafür, dass die TeilnehmerInnen im Unterricht auch viel aufnahmefähiger sind.“

finden in kleinen Gruppen zu maximal 11 TeilnehmerInnen statt. Neben Vokabular und Grammatik steht vor allem der Spaß am Englisch sprechen im Vordergrund. „Wir achten bei unseren Camps ganz bewusst auf kleine Lerngruppen. Wir möchten Ob Bouldern, SUP, Tubing, Beach kein Massencamp, sondern den -Volleyball, Survival-Training oder Kindern eine möglichst individuelle Bogenschießen – das Sport- und I like to move it! Betreuung bieten“, so Andreas Kreil. Freizeitprogramm ist abwechsEnglisch, Sport und Abenteuer Die inspire English Camps finden lungsreich und bietet für jede/n erleben bei den inspire English 2018 in St. Gilgen am Wolfgangsee, etwas. Camps Wagrain und in Worksop/England „Go for it!“, ruft Nate Clark, Betreuer statt. Gebucht werden können bei den inspire English Camps 1-3 Wochen. Die Unterbrinund 20 Kinder laufen los. gung erfolgt in ausgeSPORTUNION-Mitglieder Heute steht Hockey auf dem wählten Jugendhotels erhalten 10% Rabatt auf die Camps in Österreich und Programm. Die Anweisungen bzw. im renommierten € 100,- Rabatt auf die Camps in England. erfolgen auf Englisch, die Worksop College in Vokabeln dazu haben die Nottinghamshire. VollVorteilscodes bei Online-Buchung: TeilnehmerInnen am Vorpension und alle Lernunion10% und union100 mittag gelernt. An Deutsch materialien sind im Preis Mehr Informationen erhalten Sie unter denkt gerade keiner mehr. inkludiert. www.inspire-camps.com Das Sprachinstitut inspire oder unter der Tel. +43(0)662 62 78 85 70 bietet bereits seit 2009 EngEnglisch lernen im British lischcamps im Salzburger Land College Betreut werden die Kinder und Juan. Dabei steht nicht nur Englisch Seit letztem Jahr werden die inspire gendlichen von muttersprachliEnglish Camps auch in England chen TrainerInnen, welche angeboten. Dort erleben die Teilnehden ganzen Tag mit den merInnen British College Life wie TeilnehmerInnen Engaus dem Bilderbuch. Neben tollen lisch sprechen. Diese Ausflügen u.a. nach York oder zum vermitteln den Kids Bogenschießen à la Robin Hood dann nicht nur ihre bietet das 1895 erbaute College vielSprache und kulturelles fältigste Freizeitmöglichkeiten wie Hintergrundwissen, z.B. Tennisplätze, ein Theater, eine sondern zeigen ihnen Schwimmhalle und einen Golfplatz. auch neue Sportarten aus „Da darf man sich mal ganz wie ihren Heimatländern. Harry Potter fühlen“, meint Andreas Die Lernworkshops am Vormittag im Vordergrund, sondern es geht Kreil. UNIONNEWS

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UNION Thema Soccer Academy Fußball & Englisch in den Ferien

soccer academy Bereits zum 13. Mal wird in Hallein bei der „Soccer Academy“ im August wieder gemeinsam trainiert, gespielt, gelernt und gefeiert. Wer Lust hat mit Spielern aus ganz Österreich im selben Alter zu trainieren der sollte unbedingt dabei sein. Die einzigartige Kombination aus Fußball und Englisch – Sport und Schule – und jeder Menge Spaß und Action erwartet die Teilnehmer. Bereits zum dreizehnten Mal lautet das Motto „Alles Fußball - 24 Stunden am Tag, eine ganze Woche lang“. Die Trainer, ein Physiotherapeut und Betreuer stehen rund um die Uhr zur Verfügung und sind bei allen Aktivitäten mit dabei. Kompakte, aufbauende und auf Jugendspieler angepasste Trainingseinheiten stehen im Vordergrund. Side Events & Englisch Zahlreiche Aktivitäten wie Sommerrodeln, Carrera Rennbahn, MopedSchnupper-Stunde, Freibadbesuch, Geschicklichkeitsspiele sowie Turniere (Tischtennis, Wuzeln, Billard) und ein sportmotorischer Test/Check runden das Wochenprogramm ab. In den von „native Speakern“ betreuten Englisch Einheiten (täglich 2 Stunden) wird das in der Schule erlernte gefestigt und immer wieder der Bezug zum Fußball hergestellt. Trainiert wird auf der modernen Sportanlage des FC Hallein mit Kunst- und Naturrasenplätzen. Die Soccer-Kids wohnen im

Landesberufsschülerheim in Mehrbettzimmern (max. 4 Kinder). Die Unterkunft bietet neben modern eingerichteten Zimmern eine Sportanlage mit Beachvolleyball-, Hart- & Rasenplatz, Turnhalle, Tischtennis, Billard, Tischfußball, Internetanschluss u.v.m. Der Trainingstag Der Tag beginnt mit einem Vitalfrühstück, anschließend Bustransfer zum Trainingsgelände. Stabilisations- und Koordinationstraining sowie Technikund Englischeinheiten sorgen für optimale tägliche Be- und Entlastung. Zu Mittag wird auf dem Trainingsgelände frisch aufgekocht; bei allen Mahlzeiten wird besonders auf eine ausgewogene trainingsorientierte Ernährung geachtet. Jeden Freitag gibt es ein kleines Abschlussturnier (Fans willkommen) kombiniert mit

Technikeinheiten sowie eine Grillparty mit Übergabe der Soccer- und Englischdiplome. Mitmachen können alle fußballbegeisterten Mädchen und Buben von 8 bis 15 Jahren. Schnell informieren und anmelden, limitierte Teilnehmerzahl! Alle Infos unter: www.socceracademy.at

Bildnachweis: SN / NMC

INFOS www.socceracademy.at • Camp I 29. Juli - 03. August 2018 • Camp II 05. August - 10. August 2018 Teilnahmepaket: • 5 Übernachtungen im Landesberufsschülerheim • Verpflegung all-inclusive • Fußball-Trainingseinheiten • Sportmotorik & Koordinationstraining inkl. Test • 2 Stunden täglich Englischunterricht (in:sp:i:re) • Fußball-Regelkunde • Alle Side-Events (Rahmenprogramm) • Betreuung von professionellen Trainern & Pädagogen • Shuttleservice (zu den Programmpunkten) • Soccer Academy-Geschenk Kosten: Sonderpreis pro Woche für Mitglieder eines SPORTUNION Vereins € 320,- satt € 395,Anmeldung: office@nmc.ac, Stichwort "SPORTUNION" Kontaktdaten: nmc GmbH Felix-Dahn-Straße 1a 5020 Salzburg Tel.: 0662/6356530

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SPORT & Gesundheit

AUGENGESUNDHEIT

Ein ernstzunehmendes Thema für die Zukunft unserer Kinder Wie hängen Augengesundheit am Beispiel Kurzsichtigkeit mit Sport, Bewegung und Frischluft zusammen? Ganz einfach: Die neuesten Studien haben ergeben, dass zum Beispiel in Seoul 96,5 % der jetzt 19 jährigen Männer kurzsichtig sind. Myopie also Kurzsichtigkeit wird im Jahr 2050 der Hauptgrund für Erblindung sein. Dies hängt von verschiedensten Faktoren ab. Einerseits die mehr und mehr werdende Digitalisierung die wir einerseits brauchen aber für unsere Augen (wenn immer der gleiche Abstand vom Auge zum Gerät vorherrscht, ungünstig ist, genetische Gründe und Umweltfaktoren spielen hier eine Rolle. Klingt erschreckend, das Gute daran man kann dagegen ganz einfach vorgehen und das Thema auch weitgehendst eindämmen. Mit zwei Stunden Bewegung in der frischen Luft ist die Augengesundheit trotz Tablets, Computer, Handy & Co Benutzung zu erhalten!

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urch den ständigen Aufenthalt in Räumen hervorgerufenen Tageslichtmangel und die Fokussierung der Augen in die Nähe stimuliert das Längenwachstum der Augen wodurch es verstärkt zur Entstehung von Kurzsichtigkeit kommt. Je höher die Kurzsichtigkeit ist umso höher ist auch das Risiko an anderen Augenkrankheiten zu erkranken. Prognosemodelle auf Basis epidemiologischer Daten sehen die

Kurzsichtigkeit bereits im Jahr 2050 als weltweit häufigste Ursache für Sehbehinderungen und Erblindungen. Für Kinder und Jugendliche wie auch junge Erwachsene stellt der dauernde Aufenthalt in geschlossenen Räumen und der Mangel an Tageslicht ein Risiko für die Augengesundheit dar. Schon zwei Stunden im Freien pro Tag können das Risiko einer Kurzsichtigkeit stark reduzieren.

"Weltweit zeigt sich ein Trend zur Kurzsichtigkeit von jungen Menschen. Diese wird durch Tageslichtmangel und Fokussierung der Augen in die Nähe verursacht. In bestimmten Regionen Südost Asiens sind über 90 Prozent der 19 Jährigen bereits kurzsichtig. Bereits zwei Stunden Aufenthalt im Freien pro Tag kann das Risiko einer Kurzsichtigkeit deutlich senken." sagt Prim. Univ.Prof. Dr. Reitsamer Kurzsichtigkeit kann man mit Brillen oder Laseroperationen optisch korrigieren. Dadurch senkt man aber nicht das durch das Längenwachstum des Auges erhöhte Risiko an Augenkrankheiten zu erkranken. Zu diesen gehören der grüne Star, der graue Star, verschiedene Formen der Netzhautdegeneration und die Netzhautablösung. "Kinder die viel studieren und lernen sollen bewusst mehr Zeit im Freien verbringen um das Risiko der Entstehung einer Kurzsichtigkeit zu reduzieren. Zwei Stunden pro Tag im Freien schützen bereits davor eine Kurzsichtigkeit durch zu viel Fokussierung in der Nähe und Tageslichtmangel zu entwickeln." sagt Michaela Eva Bartel, ÖVP Gesundheitssprecherin

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SPORT & Gesundheit

Wer als Elternteil kennt sie nicht, die abgedunkelten Räume unser pubertierenden Kinder ? Begeistert vor dem Fernseher, chattend auf dem Handy oder vertieft in die faszinierende Welt der Spielekonsolen." Es kann nicht dunkel genug sein, um die volle Wirkung der multimedialen Welt genießen zu können. Am besten noch bei geschlossenen Fenstern um die Soundkulissen in ihrem vollen Spektrum zu erfahren. Alles völlig in Ordnung, solange der Ausgleich nicht fehlt.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Reitsamer, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg

Michaela Eva Bartel

Um eine gesunde Entwicklung sicher zu stellen, bedarf es einer ausreichenden Versorgung mit diesen natürlichen „Gesundheitsboostern“   Wie nun wissenschaftliche Studien belegen, hatten unsere Eltern und Großeltern Recht, indem sie uns in die Natur schickten.   Auch wir können uns nun auf diese „Rezepte“ verlassen und mit deren Umsetzung unseren Kindern und Enkeln eine gesunde Entwicklung sicher stellen.

Bewegung, Sauerstoff und das volle natürliche Lichtspektrum gehören ebenso in die Welt der neuen Generationen wie technische Errungenschaften.

"Frischluft und Sport treiben die Kurzsichtigkeit fort."

Michaela Eva Bartel, Präsidentin der SPORTUNION und ÖVP Gesundheitssprecherin

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2 Stunden im Freien pro Tag schützen Ihre Augen vor Augenerkrankungen durch Kurzsichtigkeit.

2050 wird die Kurzsichtigkeit mit Ihren Folgeerkrankungen die häufigste Ursache für Erblindungen weltweit sein.

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SPORT & Gesundheit

Auf der Ölspur

Welches Fett für welchen Zweck? Dem vielfältigen Angebot an Fetten und Ölen stehen ratlose Konsumenten gegenüber. Eines ist klar: Einen Allrounder unter den Fetten und Ölen gibt es nicht. Doch welche Vertreter sind am besten für die jeweilige Zubereitungsart geeignet? Ausschlaggebend, welche Fette und Öle für ein Gericht optimal sind, ist die Fettsäurezusammensetzung, also das Verhältnis zwischen gesättigten, einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Für die kalte Küche Vom gesundheitlichen Blickwinkel aus haben Raps-, Lein- oder Walnussöl eine besonders gute Fettsäurezusammensetzung: Sie weisen einen hohen Gehalt an essentiellen Omega3-Fettsäuren auf. Diese Fettsäuren sind jedoch auch sehr empfindlich gegenüber Hitze und werden für unseren Körper unbrauchbar, wenn sie sich bei hohen Temperaturen zersetzen. Daher werden diese Öle am besten in der kalten Küche verwendet, um ihr volles Gesundheitspotenzial ausschöpfen zu können. Als Streichfette eignen sich sowohl Butter als auch qualitativ hochwertige Margarinen. Letztere können mit einem niedrigeren Gehalt an gesättigten Fettsäuren punkten. Wärmstens zu empfehlen Leinöl findet wirklich nur in der kalten Küche seinen Platz. Natives Oliven- und Rapsöl kann beim Kochen, Dünsten und Schmoren von Gerichten verwendet werden, da durch die ausreichende Flüssigkeit die Zubereitungstemperatur unter 100°C bleibt. Außerdem enthalten beide Öle einen erheblichen Anteil an einfach ungesättigten Ölsäuren, die strapazierfähiger als mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind. Auch natürlich vorkommende Fettbegleitstoffe wie Lecithin, schützen die nativen Öle um auch bei etwas höheren Temperaturen glänzen zu können. Natives Rapsöl kann dadurch etwas über 100°C erhitzt werden, natives Olivenöl bis zu 180°C. UNIONNEWS

Es geht heiß her ... Beim Braten und Frittieren entstehen bis zu 200 °C, beim Grillen sogar bis zu 250 °C. Die Kandidaten Butter und Margarine halten diesen Temperaturen nicht stand: Milcheiweiß verbrennt bei der Butter. Auch die ungesättigten Fettsäuren in der Margarine überstehen die Hitzewelle nicht. Zum Frittieren und Braten eignen sich Öle mit einer großen Zahl an gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Zu diesen gehört raffiniertes Oliven- oder High-Oleic-Sonnenblumen- oder Rapsöl. Dabei handelt es sich um Öle von speziellen Sonnenblumen- oder Rapsölsorten, die durch Züchtung einen höheren Ölsäureanteil haben. Im Handel sind diese Öle meist mit der Abkürzung „HO" versehen.

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Ölige Kostbarkeiten In ausgesuchten Läden kann man auch unbekannte Ölschätze finden, die Gerichte mit außergewöhnlichen Geschmacksnuancen verfeinern können. Schwarzkümmelöl etwa eignet sich hervorragend zum Würzen von Brotteig und Aprikosenöl veredelt Salate, Müslis und Nachspeisen. Auch das gute Verhältnis zwischen Distel-, Pistazien- oder Pinienkernöl und Salaten könnte mehr gepflegt werden. Neben den geschmacklichen Vorzügen weisen diese Öle auch ernährungsphysiologisch einen besonders hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf.


SPORT & Gesundheit

Richtige Lagerung Durch falsche Lagerung verderben Fette und Öle schnell. Betroffen sind davon vor allem ungesättigte Fettsäuren, da sich bei Kontakt mit Sauerstoff und Wärme die Fettsäureverbindungen in unerwünscht riechende und schmeckende kleinere Teile spalten. Das sind kurzkettige Fettsäuren, Aldehyde, Ketone, Lactone und andere chemische Verbindungen. Außerdem entstehen Sauerstoffradikale, die weitere Fettsäuren angreifen und zerstören. Öle bewahrt man daher am besten in einer lichtundurchlässigen, gut verschlossenen Flasche kühl oder noch besser im Kühlschrank auf. Fest gewordenes Öl wird übrigens gleich wieder flüssig, wenn man es unter lauwarmes Wasser hält. Fazit Mit einer Sorte Öl oder Fett ist der Haushalt eindeutig unterversorgt. Zumindest ein hochwertiges Öl für die kalte Küche, wie kaltgepresstes Raps- oder Olivenöl, und eines für die warme Küche, wie High-Oleic-Sonnenblumenöl, sollten vorrätig sein. Zusätzliche Öle bringen Abwechslung, wollen aber nicht im Schrank vergessen werden. Am besten lagert man sie kühl und dunkel und verbraucht sie innerhalb von vier bis acht Wochen.

* native Olivenöle: erhitzbar bis 180 °C, raffinierte Olivenöle erhitzbar bis 210 °C.

Kontakt: Diätologin Alexandra Braun alexandra1.braun@gmail.com

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MAGNESIUM

Wie wichtig ist dieses Element für uns? Wenn man von einer ausreichenden Nährstoffversorgung spricht, kommt man an Magnesium nicht vorbei. 90% der Menschen leiden unter Magnesiummangel. Dieser kann unterschiedliche Ursachen haben, so steigt zum Beispiel unter Stress der Magnesiumbedarf enorm an.

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agnesium ist an 300 biochemischen Reaktionen im Körper beteiligt, einschließlich Energieerzeugung, der Synthese von Proteinen und Nucleinsäuren, dem Zellwachstum, der Zellteilung und dem Schutz der Zellmembran. Als Calciumantagonist reguliert es die Neurotransmitter, die Muskelkontraktion und -

entspannung und beeinflusst so unter anderem psychische Funktionen, die (Herz-) Muskelfunktionen, die neuromuskuläre Steuerung, den Muskeltonus und den Blutdruck. Es ist das zweithäufigste Element in der Zelle und wir haben etwa 25g Magnesium im gesamten Körper. Hohe Trainingsbelastungen sind ein Magnesiumsenker. Gerade Kraft

und Schnelligkeit gehen schnell verloren, wenn Magnesium fehlt. Das zentrale Nervensystem ist auf Magnesium angewiesen. Wenn dieses fehlt, folgen Muskelzuckungen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Ängstlichkeit, Unsicherheit, Kraftlosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Tinnitus und Kälteempfinden.

Magnesium… • ist ein Co-Faktor für ATP (Adenosintriphosphat = Energie) • ist ein wichtiger Membranstabilisator • sorgt für die strukturelle Integrität zahlreicher Körpereiweiße • wird als Co-Faktor zur Aktivierung hunderter Enzyme benötigt • steuert Ionenkanäle, vor allem die der anderen zentralen Elektrolyte Kalzium, Natrium und Kalium • ist selbst ein wichtiges intrazelluläres Signalmolekül • ist direkt an der Nervenleitung beteiligt • ist maßgeblich an den Muskelfunktionen beteiligt Wichtigste Anwendungsgebiete: • Allergisch bedingte Erkrankungen (Antihistaminika) • Diabetes mellitus (Risikoreduktion des Typ-2 Diabetes durch Verbesserung der HbA1c – HOMA – IR- Werte) • Herzkrankheiten, Schlaganfallprävention (Herzrhythmusregulierung, blutdrucksenkend) • ADHS, Hyperaktivität bei Kindern • Migräne (Regulierung der initialen Gefäßkrämpfe) • Osteoporose (Magnesium erhöht die Knochendichte) • Prämenstruelles Syndrom (Regulierung von Spannungszuständen und emotionellen Schwankungen) • Stress (körperlicher und psychischer Stress sind Magnesium-Senker) UNIONNEWS

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SPORT & Gesundheit

Vorkommen in der Nahrung (pro 100g) Alle Angaben sind dargestellt in mg pro 100 g eines Lebensmittels. Ein hoher Magnesium-Gehalt ist in vielen Sorten getrockneter Gewürze, Hülsenfrüchte, Samen und Vollkorn-Getreide zu finden. Es gibt viele weitere Lebensmittel, die zwar einen hohen prozentualen Anteil an Magnesium aufweisen, gewöhnlich aber nicht in großen Mengen verzehrt werden.

Lebensmittel

Eigenschaft

Magnesiumgehalt pro 100 g

Hanfsamen Weizenkleie Kürbiskerne Paranüsse Sesamsamen

geschält unverarbeitet getrocknet unverarbeitet unverarbeitet

700 mg 611 mg 592 mg 376 mg 351 mg

Dosierempfehlung als Substitution 500 -1500mg / Tag am besten 60 Minuten vor dem Schlafengehen als „Schlaforganisator“ oder zwei mal am Tag 500 -600 mg in Form von Magnesium-Glycinat oder Magnesium-Aspartat (Apotheke). Die ab und zu auftretende abführende Wirkung von Magnesiumpräparaten wird häufig durch Hilfsstoffe (z.B. in Kautabletten, Brausetabletten, Sachets) hervorgerufen. Insbesondere Sorbit, das als Süßungsmittel eingesetzt wird, ist oft für diese Nebenwirkung mitverantwortlich. Auch der Co-Faktor Vitamin B6 sollte in seiner aktiven Form vorliegen und zwar als Pyridoxal5-Phosphat. Diese Form wird besser aufgenommen als normales B6. Vitamin B6 unterstützt die Funktion des Magnesiums bei der Energieversorgung der Muskeln, stärkt das Nervensystem, trägt zu seelischer Ausgeglichenheit bei und fördert die Erholung bei Erschöpfung. Zusätzlich sind Glycin und Taurin wichtige Synergisten.

TIPP: Muskelkrämpfe (auch Bronchialkrämpfe bei Asthma), Wadenkrämpfe, Muskelzuckungen, Menstruationskrämpfe, Ameisenlaufen, erhöhte Reizbarkeit, Unruhe und Schlafstörungen lassen sich meist erfolgreich mit Magnesium behandeln.

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SPORTAKADEMIE

SPORTUNION AKADEMIE

Die SPORTUNION Akademie bietet attraktive Aus- und Fortbildungsangebote für Übungsleiter und Funktionäre. Folgende Angebote gibt es von April bis Juni: PRAXISWORKSHOP: SPORT VERBINDET

VERLETZUNGSPROPHYLAXE IM SPORT UNTERE EXTREMITÄTEN Teilnehmer aber auch so mancher Trainer von Gruppentrainings leiden oft an kleineren Verletzungen wie beispielsweise Knieproblemen oder Rückenschmerzen. Als Übungsleiter ist es oft schwierig individuell auf die Beschwerden einzelner Kursteilnehmer einzugehen, zum Teil auch aus Angst etwas falsch zu machen. Trotzdem ist es wichtig als Trainer fundierte Übungen oder Varianten von Übungen anbieten zu können. Bei der Fortbildung wird genau hier angesetzt. Der Referent Daniel Königer bringt mit seinem Knowhow aus der Trainingstherapie hilfreiche Inputs und Übungsvarianten zur Vorbeugung der häufigsten Verletzungen der „unteren Extremitäten“ im Sport, mit dem Schwerpunkt auf den drei großen Gelenken: Sprunggelenk, Knie und Hüfte. Es wird fundiertes Grundwissen in Theorie und Praxis vermittelt.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verläuft nicht immer reibungslos. Unterschiedliche Wertevorstellungen, Umgangsformen und die elterliche Prägung beeinflussen den Charakter der Kinder und Jugendlichen und können zu herausfordernden Situationen führen. Ein gezielter Einsatz von Bewegung und Sport kann dabei helfen, soziale Kompetenzen aufzubauen und Regelbewusstsein, Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit zu fördern. Bei diesem Praxisworkshop werden Themen wie Förderung von Sozialkompetenz, Integration im und durch Sport sowie Gewaltprävention in Theorie und Praxis behandelt. Die Workshopteilnehmer erhalten wertvolle Inputs, um mit herausfordernden Situationen besser umgehen zu können.

Termin für SPORT VERBINDET Samstag, 21. April 2018 Uhrzeit: 09:00 bis 18:00 Uhr Zielgruppe: Betreuer, Übungsleiter, Trainer, Interessierte mit und ohne Vorbildung Referenten: • Jugendbeauftragte der Stadt Salzburg, Veronika Horn, M.A. • Experte für Gewaltprävention, Mag. Valentin Stelzer • SPORTUNION Salzburg Projektteam „Sport für alle“ Kosten: € 20,- inkludiert Kursgebühr, Kursunterlagen und Mittagessen. Die Fortbildung wird aus Mitteln des Projekts „Sport für alle“ gefördert. Meldeschluss: 11.April 2018

Termin für VERLETZUNGSPROPHYLAXE IM SPORT UNTERE EXTREMITÄTEN Samstag, 21. April 2018 Uhrzeit: 09:00 bis 12:30 Uhr Zielgruppe: Übungsleiter, Vorturner und aktive und sportlich interessierte Personen Referent: Daniel Königer (Physiotherapeut) Kosten: € 40,- für SPORTUNION-Mitglieder, € 65,- Normalpreis, inkl. Kursgebühr und Kursunterlagen. Meldeschluss: 11. April 2018 UNIONNEWS

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SPORTAKADEMIE

MTB – TECHNIKTRAINING Mit diesem Mountainbike Technik Training erhält man mehr Sicherheit am Bike und am Trail! An zwei separaten Terminen (einmal für Anfänger und einmal für Fortgeschrittene) gibt es zuerst ein Techniktraining am Übungsplatz. Anschließend geht´s dann gleich an die Umsetzung des Gelernten im Gelände. Durch kleine Gruppengrößen bzw. zwei Trainer werden die Inhalte individuell auf die Teilnehmer abgestimmt.

Level 1/2: Sportliche Radfahrer, die in Zukunft von der Schotterstraße auf den Singletrail wechseln wollen bzw. sich auf den Trails noch nicht richtig wohl fühlen. Inhalt: Gewöhnung ans Bike, Körperposition, Gleichgewicht, Basics im geneigten Gelände mit leichten Hindernissen, sicher bergauf/bergab, Linienwahl, Basics der Kurventechnik, Bremstechniken.

Termin: Level 1/2: 20.-21. April 2018 und Level 2/3: 08.-09. Juni 2018 Jeweils FR 16:00 bis 19:00 Uhr & SA 09:00 bis 12:00 Uhr Zielgruppe: Mountainbiker, die ihre Technik verbessern und Sicherheit am Trail gewinnen möchten. Referent: trailproof Trainerteam - Manuel Reichenpfader (trailproof.com) Kosten: € 40,- für SPORTUNION Mitglieder, € 60,- Normalpreis pro Wochenende. Meldeschluss: 13. April 2018

Level 2/3: Sportliche Biker, die bereits regelmäßig im Gelände unterwegs sind. Inhalt: Verbesserung der Technik am Trail, Kurven/Steuern sowohl bergab als auch bergauf, Linienwahl, Kurventechnik advanced, Stufen bergauf/ bergab, Balance.

Details, Preise und Informationen zu den Kursen finden Sie unter: www.sportunion-akademie.at oder telefonisch bei der Landesgeschäftsstelle der SPORTUNION Salzburg, Ulrike-Gschwandtner-Straße 6, 5020 Salzburg Tel. 0662/84 26 88, kurse@sportunion-sbg.at • Alle drei Kursangebote finden im Sportzentrum Mitte statt.

Kinder gesun

d bewegen

Foto: Fit Sport

Austria

KONGRESS 2018

13. – 14. April Wr. Neustad t

Der von den dr ei Sport-Dachv erbänden ASKÖ ist in erster Lin , ASVÖ und SP ie eine Informa ORTUNION ko tions- und Fo Kinder gesund nzipierte Kong rtbildungsvera bewegen enga ress nstaltung für gie rte n Übungsleiter die wichtigste die in der Ini n Erkenntniss Innen. Mit einem tiative e üb vielfältigen Prog er die Entwick kreisen viele Pr lung von Kinde ramm werden axisideen für rn beleuchtet die spiel- und Des Weiteren und in zahlreic bewegungsor soll der Kongre hen Arbeitsien tierte Arbeit in ss auch die Mö Kindergärten glichkeit für ein Anmeldungen und Volksschu en angeregten unter www.fi len präsentiert. Erfahrungsaus tsportaustria.a Geschäftsstelle tausch bieten t. Für weitere per Mail office . Informationen @fitsportaustr wenden Sie sic ia.at oder telefo h bitte an die nisch unter 01 Fit Sport Austr  / 504 79 66 - 2 ia10.

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VEREIN im Fokus

Haftung

des Betreibers einer Sportstätte (Veranstalter) Sportvereine als Veranstalter - welche Pflichten und Haftungen ergeben sich als Betreiber einer Sportstätte (= Veranstalter)? Mag. Gernot Schaar, Rechtsanwalt

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iele Sportvereine nutzen oder haben (eigene) Sportanlagen, welche ihren Mitgliedern zur Sportausübung (Training, Wettkampf) zur Verfügung stehen. Daraus ergeben sich für Sportvereine auch (weitere) Haftungen, auf welche im folgenden Artikel näher eingegangen wird. Trotz des im Sport grundsätzlich geltenden Grundsatzes, dass derjenige, der sich selber einer Gefahr aussetzt, auch das Risiko für allfällige Schäden, die in dieser Gefahr liegen, selbst zu tragen hat, kann es zu einer Haftung Dritter, sei es aus Verschulden des Schädigers (Verschuldenshaftung) oder aus der Gefährlichkeit der Tätigkeit selbst (Gefährdungshaftung), kommen. Dies betrifft im Sport neben anderen Sportlern vor allem Betreiber von Sportstätten bzw. Veranstalter von Sportveranstaltungen.

Betreiber ist grundsätzlich der Eigentümer, Besitzer bzw. Nutzungsberechtigte der Sportstätte. Wird im allgemeinen Sprachgebrauch vom Betreiber gesprochen, wird im rechtlichen Sinn meist der „Veranstalter“ gemeint.

Der Wortdefinition nach ist eine Sportstätte „ein Ort, an dem man Sport treiben kann, zum Beispiel ein Stadion oder eine Sporthalle“, wobei die Definition für eine zivilrechtliche Haftung nicht wesentlich ist. Entscheidend ist vielmehr, dass durch das befugte Zugänglichmachen zur Sportstätte ein Verkehr eröffnet wird, welcher eine besondere Haftung auslösen kann.

„Veranstalter“ im Rechtssinn ist, wer die Gefahrenlage schafft, indem er eine Veranstaltung oder - dem gleichzuhalten - ein Training organisiert und durchführt, damit also einen gefährlichen Zustand herbeiführt und andauern lässt.

Eine Veranstaltung im Sinne des Art 15 Abs 1 B-VG liegt vor, wenn sie öffentliche Darbietungen oder öffentliche Belustigungen sind, worunter auch Sportveranstaltungen fallen. Träger der (Veranstalter) Verkehrssicherungspflichten ist sohin derjenige, der die entsprechenden Sicherungsvorkehrungen treffen kann. Das wird bei Sportveranstaltungen in der Regel der jeweilige Veranstalter und nicht der Betreiber der Sportstätte sein. Entscheidend ist nicht, wer Betreiber der Sportstätte ist, sondern wer unmittelbaren Einfluss auf den Ablauf und die Organisation der Veranstaltung (Training, Wettkampf …) hat. Bei Veranstaltungen (Sportwettkämpfe, Training etc) trifft den Veranstalter eine sogenannte allgemeine Verkehrssicherungspflicht gegenüber Teilnehmern und Zuschauern! UNIONNEWS

Bei der Verkehrssicherungspflicht eines Veranstalters von Sportereignissen kommt es darauf an, welche Maßnahmen zur Abwehr vorhersehbarer Gefahren notwendig und zumutbar sind. Die einschlägigen Richtlinien von Sportverbänden und allfällige behördliche Anordnungen sind dabei Mindestanforderungen bzw. Sorgfaltsmaßstab. Der Veranstalter hat eigenverantwortlich zu prüfen, welche Vorkehrungen zu treffen sind, damit niemand zu Schaden kommt (z.B. Beistellung entspre-

Verkehrssicherungspflicht: Der Veranstalter hat bei der Durchführung einer Veranstaltung alle ihm zumutbaren Sicherheitsvorkehrungen und Organisationen zum Schutze der körperlichen Unversehrtheit und Eigentums dieser Personen zu treffen. Verkehrssicherungspflichten treffen nicht nur denjenigen, der eine Gefahrenquelle schafft, sondern auch denjenigen, der eine Gefahrenquelle in seiner Sphäre bestehen lässt.

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VEREIN im Fokus

chender Abgrenzungen, geeigneter Sportgeräte oder Hilfskräfte). Neben der Beurteilung der geschaffenen gefährlichen Situation oder Gefahrenquelle spielt auch die Einsichtsund Urteilsfähigkeit der potentiell betroffenen Personen eine wesentliche Rolle. Der Umfang der jeweils den Betreiber/Veranstalter treffenden Verkehrssicherungspflichten ist von Fall zu Fall zu entscheiden, sodass keine allgemeinen Aussagen getroffen werden können. Letztlich beziehen sich Gefahrenabwendungsmaßnahmen im Allgemeinen nur auf die vorgesehene Art der Benutzung. Darüberhinausgehende Vorkehrungen sind jedoch dann in Betracht zu ziehen, wenn die Möglichkeit naheliegt, dass sich Gefahren infolge unerlaubten Verhaltens bei Benützung der Anlage ergeben. Hierbei hat der Betreiber der Anlage jedoch jedenfalls nur im Rahmen des Zumutbaren auch gegen unerlaubtes Verhalten bei Benützung der Anlage angemessene Maßnahmen zu bewerkstelligen.

und trifft ihn die erhöhte Pflicht zur Gefahrenabwendung. Dem Eigentümer der Sportstätte obliegt es lediglich, eine dem Vertrag und der ortsüblichen Sitte entsprechende Anlage zur Verfügung zu stellen. Aufgabe des Veranstalters des Wettkampfes, Trainings ist es, die Teilnehmer im Rahmen des Zumutbaren vor Gefahren zu schützen oder zumindest darauf hinzuweisen. Dazu hat dieser auch für die Einhaltung der entsprechenden Regeln bei einem Wettkampf oder Training zu sorgen (z.B. durch einen

Referee, geeignete Trainer oder Hilfs-/Aufsichtskräfte). Bei Schaffung einer gefährlichen Situation oder eine Gefahrenquelle ist wesentlich, ob eine solche für den Organisator erkennbar war bzw. ob er eine solche erkannt hat und hätte sichern müssen. Z.B. wurde eine Haftung bei einer zu nahe am Spielfeldrand aufgestellten Werbung und einer daraus resultierenden Verletzung bejaht. Haftungsbeschränkungen des Veranstalters gegenüber Sportlern und Zuschauern sind denkbar, wobei

auch diesen gegenüber immer die (allgemeinen) Verkehrssicherungspflichten und die darauf beruhende Haftung für daraus resultierende Schäden gelten. Auch durch Vereinbarung, Aushang oder Aufdruck auf Eintrittskarten können diese vertraglich nicht bzw. nur eingeschränkt ausgeschlossen werden. Vor allem nicht gegenüber Konsumenten und Personenschäden, wobei Mitglieder und Zuschauer gegenüber dem Verein als Konsumenten gelten.

Die Ansprüche gegenüber dem Veranstalter können auf einem Vertrag beruhen (z.B. Statuten bei Mitgliedern, Start-/Nenngelder, Eintrittskarten bei Zuschauern) oder sich aus dem Gesetz ergeben. Im Sport ist zumeist das Szenario gegeben, dass der Verein auf Grund eines Vertrages befugt ist, auf der Sportstätte ein Training oder einen Wettkampf für seine Mitglieder abzuhalten. Es obliegt dann dem Verein die Veranstaltung zu organisierten, zu planen und zu leiten.

Ein Veranstalter verletzt seine Verkehrssicherungspflicht z.B. dann, wenn er es unterlässt, eine ausreichende Zahl an richtig postierten

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VEREIN im Fokus

und zutreffend instruierten Ordnern zur Streckensicherung abzustellen und bei Veranstaltungen mit Publikumsinteresse notwendige Maßnahmen zu treffen (z.B. Zielgitter), um den Schutz der Zuschauer gewährleisten zu können. Da sich der Betreiber das Verhalten seiner Mitarbeiter oder für ihn tätigen Personen zurechnen lassen muss, ist für seine Haftungsvermeidung eine umfassende, entsprechend dokumentierte Gefahrenevaluierung der jeweiligen Sportstätte oder Veranstaltungen wesentlich. Alle behördlichen Genehmigungen und Auflagen bzw. Richtlinien der

jeweiligen Sportverbände sind einzuhalten bzw. erforderlichenfalls auch mit weiteren Maßnahmen entsprechend des Standes der Technik zu ergänzen. Mitarbeiter sind entsprechend, insbesondere hinsichtlich des Verhaltens in Notfällen, zu schulen. Unfähige Mitarbeiter oder durch ihr Verhalten andere Personen gefährdende Sportausübende oder Zuseher sind umgehend zu entfernen, insbesondere da die Verkehrssicherungspflicht bereits dann verletzt wird, wenn der Veranstalter Anzeichen einer drohenden Gefahr ignoriert.

Sinnvolle Maßnahmen zur Gefahren-/Haftungsvermeidung sind insbesondere • Evaluierung des Ortes, an dem Sport ausgeübt wird (Turnsaal, Straße samt Streckenführung) in sicherheitstechnischer (für Teilnehmer, Besucherschutz, elektronisch, brandtechnisch) und sportlicher Hinsicht (Nachweisbarkeit, dass die Streckenführung den sportlichen Vorgaben des Verbandes entspricht bzw von sich aus kein überdurchschnittliches Gefahrenpotential begründet hat) samt Prüfung, ob eine behördliche Genehmigung erforderlich ist. • Erstellung eines vollständigen Sicherheitskonzeptes samt Positionierung von Absperrungen und Ordner. • Sicherstellung ausreichender medizinischer Versorgung bzw ausreichender Infrastrukturmaßnahmen (Ordner, Absperrungen, Funkgeräte etc). • Abschluss einer ausreichenden Veranstalterhaftpflichtversicherung. • Erstellung von Teilnahmebedingungen (samt Wettkampfordnung, Haftungsausschluss/-einschränkung und Verhaltensmaßregeln (samt Ausschluss vom Bewerb) und Sicherstellung, dass die Teilnahmebedingungen von allen Teilnehmern (und bei Entgelt auch von Zuschauern) bestätigt werden. • Erstellung von Checklisten für Mitarbeiter (insbesondere Verhalten im Schadensfall). • Nominierung eines Verantwortlichen/Rennleiters (welcher auch über Abbruch des Trainings/Rennens oder Ausschluss/Verweis einzelner Sportler entscheiden kann/muss).

Rechtsanwalt Mag. Gernot Schaar, ist Experte für Datenschutz, Sport- und Vereins(haftungs)recht, sowie allgemeines Zivilrecht. Er berät die Bundessportorganisation, die Dach- und Fachverbände sowie Sportvereine.

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UNION Thema

NACHWUCHSFÖRDERPREIS 2018

Auch heuer wird wieder der Nachwuchsförderpreis vergeben und es wurden bereits viele erfolgreiche AthletenInnen zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr eingereicht.

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ieser Förderpreis wurde zur Unterstützung des Nachwuchsleistungssports ins Leben gerufen. Er wird an den Verein ausbezahlt und soll speziell zur Optimierung des Trainingsumfeldes der eingereichten SportlerInnen verwendet werden. Die Vorauswahl der zehn Nominierten für die Vergabe des Nachwuchsförderpreises 2018 wird Anfangs April durch unsere Jury getroffen. Das Online Voting läuft ab 11. April, wo Sie Stimmen für Ihren Favoriten abgeben können. Mit dem Online-Voting, der medialen Berichterstattung und der Verleihung des Nachwuchsförderpreises im Rahmen der Landeskonferenz am 27. April 2018 wird den jungen SportlerInnen eine tolle Möglichkeit geboten auf sich aufmerksam zu machen. Sie können salzburgweit viel an Bekanntheit und Popularität dazu gewinnen, vor allem für junge SportlerInnen die Randsportarten ausüben ist dies besonders wichtig!

Worauf warten Sie noch! Helfen Sie mit Ihrer Stimme Ihrem Favoriten zum Sieg: Voten können Sie auf der Homepage der Salzburger Nachrichten unter www.sn.at oder auf unserer Homepage www.sportunion-sbg.at

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UNIONNEWS


PERSONALIA

Die SPORTUNION gratuliert GANZ HERZLICH ZUM RUNDEN GEBURTSTAG

Maria Feldbacher 60 Jahre Obfrau SU-Bergheim Stockschützen Ferdinand Pohl 80 Jahre UNION-Ehrensenat

Hans-Peter Hettegger 50 Jahre Obmann ESV-St. Veit

Walter Svoboda 60 Jahre Obmann UTC-Oberalm

Ivo Vukovic 50 Jahre Obmann Karateunion Shotokan Pinzgau

Eduard Hatzl 50 Jahre Obmann USC-Eugendorf Leonhard Wörndl-Aichriedler 70 Jahre Obmann Union-Golfclub Römergolf

Die SPORTUNION gratuliert den Gewinnern aus der UNIONNEWS #160

REDAKTIONSSCHLUSS

5 x 2 Tageskarten für das Aqua Salza gingen an:

Je 1 Tageskarte vom Skiparadies Zauchensee erhielten:

UNIONNEWS #162

Maria Schipflinger Johann Fuchshofer Josef Struber Alfred Evers Carina Zarfl

Johann Kremser Anna Eichenseder Andreas Walkner Herbert Reinthaler Dagmar Weiß

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Claudia Seifter Gertraud Neuhofer Sonja Hana Erica Sekan-Müller Florian Ebner

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Sie wollen mit Ihrem Verein auch in der UNIONNEWS vertreten sein? Schicken Sie uns einen kurzen Text über Ihre Aktivitäten inklusive druckfähiger Fotos bis 31. Mai 2018 an: office@sportunion-sbg.at


Ernährungstipp

Blütenpracht auf dem Teller

Nach dem langen, grauen Winter ist es wieder an der Zeit, Farbe auf unsere Teller zu bekommen. Am besten geht das mit essbaren Frühlingsblumen.

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lüten in der Küche zu verwenden hat lange Tradition. Schon die alten Römer haben mit Rosenblüten hochprozentige Getränke gesüßt und Veilchen verwendet um den Kater zu kurieren. Jetzt erlebt das Superfood, welches vor unserer Haustür wächst, wieder ein Revival. Blumen sehen nicht nur toll aus, sondern stecken voller wichtiger sekundärer Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Farbstoffe und geben unserem Immunsystem den richtigen Kick. Jedoch nicht alle Blüten sind essbar. Deshalb sollten nur bekannte Pflanzen gepflückt werden. Wichtig ist zudem, dass nur unbehandelte Blüten in der Küche zum Einsatz kommen. Eine Auswahl der Top essbaren Frühlingsblumen sind: Gänseblümchen schmecken leicht scharf, eignen sich für Tee, Kräutersalz, fürs Butterbrot oder Salat. Die Blüten wirken immunstärkend. Veilchen sind kleine intensiv duftende Blüten, die sich für Sirup und Salat eignen. In der Antike wurden sie gegen Melancholie, heute im Kampf gegen Erkältungen eingesetzt. Taubnesseln schmecken süßlich, alle Pflanzenteile sind essbar und können für Salate, Öle, Saucen, Kräuterbutter und für Tees verwendet

werden. In der Naturheilkunde werden sie bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Löwenzahnblüten schmecken angenehm süßlich, die Blätter schmecken herb und würzig. Löwenzahn wirkt unter anderen appetitanregend, entwässernd, krampflösend, magensaftanregend, stoffwechselanregend und entzündungshemmend. Auf Grund des steigenden Oxalsäuregehaltes sollten die jungen Blätter bevorzugt werden. In der Küche eignen sich die Blüten zum Herstellen von Sirup, Marmelade und Gelee, die Blätter verfeinern Pestos, Smoothies und Aufläufe.

Selbstgemachter Löwenzahn-Honig Zutaten 400 Stück 2 Liter 2 Stk. 2 kg

Löwenzahnblüten Wasser Zitronen (unbehandelt) Zucker

Kontakt: Diätologin Alexandra Braun alexandra1.braun@gmail.com

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Zubereitung Blüten bei Sonne (April/Mai) pflücken, unter fließendem Wasser gründlich abspülen. Blüten in einen großen Kochtopf geben, mit Wasser aufgießen und entkernte, in dünne Scheiben geschnittene Zitronen hinzugeben. 15 min aufkochen und dann 24 h (am besten über Nacht) ruhen lassen. Masse durch ein Leinentuch sieben, ausdrücken und den gewonnenen Saft mit Zucker sirupartig einkochen. Dabei immer gut umrühren. Der Vorgang kann einige Stunden dauern. Die Masse sollte auf kleiner Flamme simmern. Zur Kontrolle der Festigkeit gelegentlich einen Löffel voll auf einer Untertasse abkühlen lassen. Der Honig ist perfekt, wenn er im abgekühlten Zustand Fäden zieht. Honig noch heiß in Schraubgläser füllen.

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Nr.

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nion NION Salzburg

News

Nr. 159 Novembe r 2017 / / / / /

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