Issuu on Google+

Gemeinderundschreiben

5. Ausgabe September/Oktober 2010 Elul/Tischrej 5770/5771

JÜDISCHE GEMEINDE IN HAMBURG HAMBURG JÜDISCHE GEMEINDE IN HAMBURG

Jüdische Gemeinde in Hamburg Körperschaft des öffentlichen Rechts

Grindelhof 30 · 20146 Hamburg Tel.: (0 40) 44 09 44-0 · Fax: (0 40) 4 10 84 30 info@jghh.org Postvertriebsstück Deutsche Post AG Gebühr bezahlt 65297


Jüdische Gemeinde in Hamburg

Verwaltung und Gemeindezentrum in Hamburg Grindelhof 30, 20146 Hamburg, Telefon: (0 40) 44 09 44-0, Fax: (0 40) 4 10 84 30, www.jghh.org Sprechzeiten: Montag–Donnerstag 10:00–12:00 Uhr, Donnerstag 15:00–17:00 Uhr Frau Irina Fogel Telefon-Zentrale Telefon: 44 09 44-42, fogel@jghh.org

Frau Elena Gourevitch Buchhaltung Telefon: 44 09 44-45, gourevitch@jghh.org

Frau Regina Kieseler Sekretariat Telefon: 44 09 44-47, kieseler@jghh.org

Frau Judith Landshut Soziales, Sterbefälle Telefon: 44 09 44-43, landshut@jghh.org Montag bis Donnerstag 9:00–17:00 Uhr

Frau Deborah Schulze Mitgliederverwaltung Telefon: 44 09 44-46, schulze@jghh.org

Frau Faina Wechsler Wohnungen, Erholungswesen, Grabpflege Telefon: 44 09 44-13, wechsler@jghh.org Montag, Dienstag, Donnerstag 10:00–15:00 Uhr

Frau Katrin Wiemer Sekretariat Telefon: 44 09 44-15, Telefon: 44 09 44-48, wiemer@jghh.org

Kantor Arieh Gelber Genehmigung der Grabsteine Telefon: 4 50 57 83, cantorariehgelber@arcor.de

Kindergarten Frau Judith Jacobius Telefon: 43 09 45 25, jacobius@jghh.org

Schule Frau Liat Golan Schulsekretariat Telefon: 44 09 44-11, schulbuero@jcsh.de Herr Gerd Gerhard Schulleitung gerhard@jcsh.de

Wir sind für Sie da: Sprechstunden im Gemeindezentrum Hamburg Sprechstunden des Vorstands mit Herrn Dr. Anatoli Levit im September und Oktober 2010. Jeweils von 13:00–15:00 Uhr an folgenden Tagen: am 01., 15. und 16. September 2010 am 05. und 06. Oktober 2010 Sprechstunden mit dem Beiratsmitglied Frau Larissa Tsytsyna im September und Oktober 2010. Jeweils von 13:00–15:00 Uhr an folgenden Tagen: am 01., 15. und 16. September 2010 am 13., 20. und 27. Oktober 2010 Bitte um vorherige Anmeldung bei Frau Irina Fogel unter der Telefonnummer: (0 40) 44 09 44-42 Bitte teilen Sie der Gemeindeverwaltung schriftlich Adressänderungen, Umzüge im Inland sowie ins Ausland, Geburten, auch nach der Brith Milah, mit. Bitte denken Sie an die Vorlage der Geburtsurkunde. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Frau Deborah Schulze, Telefon: (0 40) 44 09 44-46 E-Mail: schulze@jghh.org

Gemeinderundschreiben Herausgeber und V.i.S.d.P.: Vorstand der Jüdischen Gemeinde in Hamburg Grindelhof 30 20146 Hamburg Telefon: (0 40) 44 09 44-0 Telefax: (0 40) 4 10 84 30 E-Mail: info@jghh.org Redaktion: Karin Feingold Anzeigen und Übermittlung von Textbeiträgen: Regina Kieseler Telefon: (0 40) 44 09 44-47 E-Mail: kieseler@jghh.org Übersetzung: Faina Wechsler Telefon: (0 40) 44 09 44-13 E-Mail: wechsler@jghh.org Titelfoto: Grundsteinlegung Synagoge Hohe Weide am 9. November 1958 Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Namentlich gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung 2

der Redaktion oder des Herausgebers. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe und Manuskripte zu kürzen. Für unaufgeforderte Texte gibt es keine Veröffentlichungsgarantie. Es gilt das im deutschen Text geschriebene Wort. Redaktionsschluss für die Ausgabe November/Dezember 2010 ist der 27. September 2010. Danach können keine Manuskripte mehr angenommen werden. Auflage: 2200 Gesamtherstellung: Lothar Schwarzer Druck & Werbung Berlin Telefon: (0 30) 4 01 89 39 E-Mail: info@schwarzer-druck.de Bankverbindungen: Dresdner Bank, BLZ 200 800 00, Mitgliedsbeitragskonto: 451 397 601 Haspa, BLZ 200 505 50, Kto.-Nr. 1001 300 001 Postbank Hmb, BLZ 200 100 200, Kto.-Nr. 140 36-202

Inhaltsverzeichnis Grußwort/Editorial Dr. Lutz Mohaupt Präsident der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg Aus dem Vorstand Aus der Gemeinde Anmeldung zur Bar-/Bat-Mizwa Und lehret sie eure Kinder Religionsunterricht Gebetszeiten Joseph-Carlebach-Schule Jugendzentrum Chasak „Young Shabbaton“ Termine der ZWST Winterferienlager der ZWST 2010/2011 Happy Birthday – Tibor Lendvai Kulturprogramm des Seniorenklubs Renata Sojfers Kulturprogramm „Treffen“ für Oktober 2010 Seniorenreisen der Gemeinde Grußbotschaft von Dr. h.c. Charlotte Knobloch Europäischer Tag der Jüdischen Kultur Kurzmeldungen

3

4–9

10

Organisationen 11–12 Chabad Lubawitsch Hamburg Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg


Grußwort/Editorial Grußwort

Ein Fundament für Verständigung

Liebe Mitglieder der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, am 8. September begehen Sie in diesem Jahr das jüdische Neujahrsfest „Rosch haSchana“ und zehn „ehrfurchtsvolle“ Tage später den Versöhnungstag „Jom Kippur“. Es ist ein Zeitraum des fröhlichen Feierns und zugleich ein Abschnitt der Besinnung, der Selbstbeobachtung und -prüfung. Damit nehmen die Hohen Feiertage den wichtigsten Platz im jüdischen Jahr ein. Sie sind der Beleg für ein traditionsreiches Leben, das sich in der jüdischen Gemeinde in Hamburg widerspiegelt. Sie erinnern uns alle aber auch daran, wie sehr unsere Existenz im-

mer vom Bewusstsein für die deutsch-jüdische Geschichte geprägt sein muss. Wir leben zwar im Hier und Jetzt. Wer aber die Vergangenheit vergisst, verliert die Zukunft. „Erinnern, das heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, dass es zu einem Teil des eigenen Innern wird.“ So formulierte es der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Erst aus der Erinnerung an Schuld und an erlittenes Unrecht, an Verbrechen und deren Opfer entsteht jenes Gefühl der Identität und der Orientierung, das uns als Maßstab für die Gestaltung dieser Welt dient – ein Fundament für eine neue Verständigung. Knapp 10.000 Hamburger Jüdinnen und Juden sind von Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und ermordet worden. Die Erinnerung daran wachzuhalten, sich immer wieder dieser Vergangenheit zu stellen, die Nazi-Verbrechen als einen Teil der Geschichte unserer Stadt zu begreifen – all das erfordert Anstrengung und Initiative. Darin dürfen wir nicht nachlassen. Hamburg hat sich seiner Geschichte im Nationalsozialismus zugewandt und hat in den vergangenen Jahrzehnten Beachtliches in der wissenschaftlichen Erforschung und Dokumentation geleistet: Ausstellungen, Mahnmale und Denkmäler machen in unserer Stadt Vergangenheit sichtbar und ein öffentliches Erinnern und Gedenken möglich. Nehmen Sie die Talmud-Thora-Schule und den Joseph-Carlebach-Platz, wo bis zur Pogromnacht im November 1938 die große Synagoge stand; oder den Platz der Deportierten, an dem der Leidensweg der in den Vernichtungslagern ermordeten Hamburger Jüdinnen und Juden seinen Anfang nahm: Sie alle zeugen als öffent-

liche Gedenkorte von jüdischem Leben und Leid und stehen auch als Mahnung für unser künftiges Handeln. Der Hamburgischen Bürgerschaft ist es ebenso ein wichtiges Anliegen, neue Zugänge zum Nachdenken über die Opfer des Nationalsozialismus zu finden. Seit zwölf Jahren präsentiert der Künstler und Theatermacher Michael Batz mit Text- und Musik-Collagen szenische Lesungen – zuletzt in einer ergreifenden Inszenierung über die Deportationen ins lettische Riga. In Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme illustrieren die jährlichen Ausstellungen im Rathaus unterschiedliche Aspekte. Im Jahr 2010 wurde die Verfolgung von Widerstandsbewegungen in Hamburg thematisiert. Beide Veranstaltungen finden anlässlich des Internationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Als Repräsentant der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg werde ich auch in Zukunft nach neuen, nach angemessenen, nach ermutigenden Formen des Erinnerns suchen. Denn aus diesem Bewusstsein begründet sich unser Einstehen gegen Intoleranz, Hass und Unrecht, für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit. Kurz gesagt: Für eine Gesellschaft, in der das Verbindende und Verbindliche mehr zählen als ethnische, religiöse oder soziale Differenzen.

unsere Gemeinde. Frau Frank war ebenfalls aus Miami angereist, um die Feierlichkeit zur Einweihung der Torarollen gemeinsam mit uns zu begehen. Ihr gebührt großer Dank!

Ebenfalls Grund zur Freude stellt zudem eine neue Initiative junger Mitglieder dar. Schon seit einigen Wochen treffen sich junge Gemeindemitglieder regelmäßig am Freitagabend, um

Auf diesem Wege wünsche ich Ihnen ein „gutes neues Jahr“ – Schanah towah! Dr. Lutz Mohaupt Präsident der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg

Aus dem Vorstand Liebe Gemeindemitglieder, dieser Tage gibt es viel Grund zur Freude für uns! Nicht nur, dass wir dieses Jahr das 50jährige Jubiläum unserer Synagoge begehen, wir durften vor wenigen Tagen auch feierlich zwei neue Torarollen für unsere Synagoge einweihen. Dank der großzügigen Spende von Frau Elisabeth Frank und der Hilfe von Rabbiner Karro aus Miami war uns dies möglich. Herr Rabbiner Karro hatte den Auftrag, eine in die Jahre gekommene Torarolle unserer Gemeinde zu restaurieren. Hierfür reiste er extra aus Miami an, um die Torarolle abzuholen, die er uns schließlich am 09. August in einwandfreiem und koscherem Zustand wiederbrachte. In der Synagoge gab es hierzu eine sehr bewegende Feier, bei der alle anwesenden Gemeindemitglieder zum Abschluss die letzten Buchstaben durch Anleitung von Rabbiner Karro in die Torarolle einfügten und diese damit fertigstellten. Die zweite Torarolle ist ein Geschenk von Frau Elisabeth Frank in Andenken an ihren verstorbenen Ehemann sel. A. und ihrer Familie für

3


Aus der Gemeinde nach einen gemeinsamen G’ttesdienst in der Hohen Weide den Schabbat mit einem Kiddusch und einem gemeinsamen Essen zu empfangen. Die Veranstaltungen sind erfolgreich und werden zahlreich besucht. Vor allem dank der Organisation und des Einsatzes von Mirjam Kohan und Roy Naor ist dies der Fall. Dies alles sind weitere Meilensteine auf dem Weg zum Wiederaufbau und der Stärkung jüdischen Lebens in Hamburg. Liebe Gemeindemitglieder, für das nun anstehende Rosch Haschana wünschen wir Ihnen

und uns, dass wir auch im kommenden Jahr viel Grund zur Freude haben und ein süßes und erfolgreiches Jahr für uns und die Gemeinde erleben werden. Schana Tova, Chag Sameach und K’tiva ve Chatima Tova Ihr Vorstand Karin Feingold, Aviad Halbani, Ruben Herzberg, Dr. Anatoli Levit, David Tichbi

„5771 gemeinsam beginnen“ Die Jüdische Gemeinde und Chabad Lubawitsch laden alle herzlich zur diesjährigen

Rosh Haschana Feier mit Buffet in die Hohe Weide ein.

Mittwoch, 8. September 2010 (nach dem G’ttesdienst) Anmeldungen zur

Bat-/Bar-Mizwa müssen zwölf Monate vor dem 12. bzw. 13. Geburtstag erfolgen. Anmeldungen bitte bei Kantor Arieh Gelber. Telefon: (0 40) 4 50 57 83, E-Mail: cantorariehgelber@arcor.de

Und lehret sie eure Kinder „Und lehret sie eure Kinder, daß du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst …“ (5.B.M. 11:19) Dieser für die jüdische Lebensführung wesentli-

che Toravers führt uns das Gewicht des jüdischen Lernens vor Augen. Für Jung und Alt ist es eine dauerhafte Verpflichtung sich in der Thematik des Judeseins fortzubilden. Um dem nachzukommen, haben alle Eltern die Möglichkeit, ihre

Kinder bei uns in die jüdische Elementarschule zu schicken, wie auch in den einmal monatlichen Sonntags-Unterricht der gymnasialen Oberstufe, in dem das Fach „Jüdische Religion“ als 4. Prüfungsfach im Abitur gewählt werden kann.

ihre Kinder zu diesem staatlich anerkannten Unterricht schicken würden. Die Kinder lernen mit großem Eifer und Interesse.

Über weitere Anmeldungen zum Religionsunterricht würde sich Frau Tichbi sehr freuen. Anmeldungen bitte bei: Frau Fogel, Telefon: (0 40) 44 09 44-0 oder (0 40) 44 09 44-42

Religionsunterricht inmal wöchentlich am Nachmittag findet im Gebäude der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, Grindelhof 30, 20146 Hamburg, 1. Stock, Religionsunterricht für Schüler und Schülerinnen der ersten bis zehnten Klasse statt. Frau Miriam Tichbi unterrichtet seit vielen Jahren die SchülerInnen im Fach „Jüdische Religion“ und vermittelt den Kindern und Jugendlichen fachkundig und liebevoll alle Sitten und Gebräuche der jüdischen Religion. Die Teilnahme wird je nach Alterstufe benotet. Der Unterricht ist kostenlos. Die Schüler und Schülerinnen der Klassen eins bis zehn können jederzeit am Unterricht teilnehmen, auch wenn das Schuljahr bereits begonnen hat. Das Angebot nehmen bereits viele wahr, aber es wäre wünschenswert, wenn noch mehr Eltern

E

Melden Sie Ihre Kinder an. 4


Aus der Gemeinde dùùsb

Gebetszeiten Hamburg Synagoge Hohe Weide 34 Tag Freitag Schabbat

Datum 03. 09. 2010 04. 09. 2010

Jüd. Datum 24. Elul 25. Elul

Mittwoch Donnerstag

08. 09. 2010 09. 09. 2010

29. Elul 01. Tishrej

Freitag

10. 09. 2010

02. Tischrej

Schabbat

11. 09. 2010

03. Tischrej

Sonntag Freitag

12. 09. 2010 17. 09. 2010

04. Tischrej 09. Tischrej

Schabbat

18. 09. 2010

10. Tischrej

Mittwoch Donnerstag

22. 09. 2010 23. 09. 2010

14. Tischrej 15. Tischrej

Freitag

24. 09. 2010

16. Tischrej

Schabbat

25. 09. 2010

17. Tischrej

Mittwoch

29. 09. 2010

21. Tischrej

Donnerstag

30. 09. 2010

22. Tischrej

Freitag

01. 10. 2010

23. Tischrej

Schabbat

02. 10. 2010

24. Tischrej

Freitag

08. 10. 2010

30. Tischrej

Schabbat

09. 10. 2010

01. Cheschwan

Freitag Schabbat

15. 10. 2010 16. 10. 2010

07. Cheschwan 08. Cheschwan

Freitag Schabbat

22. 10. 2010 23. 10. 2010

14. Cheschwan 15. Cheschwan

Freitag Schabbat

29. 10. 2010 30. 10. 2010

21. Cheschwan 22. Cheschwan

Sonntag

31. 10. 2010

23. Cheschwan

Ereignis/Ein- und Ausgangszeiten Erew Schabbat, Lichtzünden 19:49* Uhr Paraschat Nizawim-Wajelech, Ausgang 21:00 Uhr Mincha/Se’uda Schlischit Beginn der Slichot Erew Rosch Haschana 5771, Lichtzünden 19:37* Uhr Rosch Haschana 1. Tag Schofar Taschlich Mincha/Ma’ariw, Lichtzünden nach 20:47 Uhr Rosch Haschana 2. Tag Schofar Mincha/Ma’ariw, Erew Schabbat, Lichtzünden 19:32 Uhr Paraschat Haasinu, Schabbat Shuwa, Ausgang 20:41 Uhr Mincha Fasttag Zom-Gedalija, Fastenende 20:21 Uhr Erew Jom Kipur, Slichot/Schacharit Mincha Lichtzünden 19:15 Uhr Kol Nidrej Jom Kipur, Jiskor ca. 12:30 Uhr Mincha Feiertag endet/Fastenende 20:23 Uhr Erew Sukkot, Lichtzünden 19:03 Uhr Sukkot 1. Tag, vier Arten Mincha/Ma’ariw, Lichtzünden nach 20:10 Uhr Sukkot 2. Tag, Mincha/Ma’ariw, Erew Schabbat, Lichtzünden 18:58 Uhr Schabbat Chol Hamoed Mincha/Ma’ariw, Ausgang 20:05 Hoschana Raba (Frühstück in der Sukka) Erew Schmini Azeret, Lichtzünden 18:46 Uhr Schmini Azeret Jiskor Mincha Erew Simchat Tora (Hakafot 19:30) Lichtzünden nach 19:53 Uhr Simchat Tora, Hakafot Kiddusch Mincha/Ma’ariw Erew Schabbat, Lichtzünden 18:41 Uhr Paraschat Bereschit, Ausgang 19:48 Uhr Neumondverkündung Mincha/Se’uda Schlischit/Maariw Rosch Chodesch Cheschwan, 1. Tag Erew Schabbat, Lichtzünden 18:24 Uhr Rosch Chodesch Cheschwan, 2. Tag Paraschat Noach, Ausgang 19:31 Uhr Mincha/Se’uda Schlischit/Maariw Erew Schabbat, Lichtzünden 18:08 Uhr Paraschat Lech-Lecha, Ausgang 19:15 Uhr Mincha/Se’uda Schlischit/Maariw Erew Schabbat, Lichtzünden 17:52 Uhr Paraschat Wajera, Ausgang 19:01 Uhr Mincha/Se’uda Schlischit/Maariw Erew Schabbat, Lichtzünden 17:37 Uhr Paraschat Chaje-Sara, Ausgang 18:47 Uhr Mincha/Se’uda Schlischit/Maariw Ende der Sommerzeit

G’ttesdienste während der Woche:

Sonntag Montag und Donnerstag *Die Schabbat-Lichter müssen vor dem G’ttesdienst gezündet werden. 5

9:00 Uhr in der Synagoge 7:30 Uhr im Chabad Zentrum

G’ttesdienst 19:30 09:30 19:30 19:30 08:30 19:00 19:30 08:30 19:30 09:30 19:30 09:00 07:00 13:30 19:30 09:00 17:30 19:10 09:30 19:10 09:30 19:10 09:30 19:00 07:30 18:50 09:30 18:50 09:30 18:50 09:30 18:40 07:30 18:30 09:30 18:20 18:15 09:30 18:00 18:00 09:30 17:45 17:45 09:30 17:30 09:00


Aus der Gemeinde Verehrte Damen der Gemeinde! Es werden dringend Damen gesucht, die bereit sind die ehrenvollen und ehrenamtlichen Aufgaben der TAHARA für Frauen zu übernehmen. TAHARA ist ein vorgeschriebenes Gebot der Halacha und bezeichnet die rituelle Waschung und Bekleidung der Verstorbenen mit den Totengewändern (Tachrichin), die in ihrer Gleichheit für alle, Reinheit, Bescheidenheit und Würde symbolisieren. TAHARA gilt als eine heilige religiöse Handlung und wird von mindestens zwei Perso-

nen mit größter Ehrfurcht und in weihevoller Stimmung, in der Regel von religiös-traditionellen Mitgliedern vollzogen. Damen (gerne Krankenschwestern oder Ärztinnen von Beruf, aber nicht unbedingt notwendig), die sich bei uns melden, können wir zu einem Kurs der ZWST zur Einarbeitung nach Bad Sobernheim schicken, die Kosten dafür trägt die Gemeinde. Sie können aber auch von anderen Mitgliedern, die seit langem diese Aufgabe mit achtungsvoller Rücksicht erfüllten und die bestens mit dem Ri-

tual der TAHARA vertraut sind, hier in der Gemeinde unterrichtet und eingewiesen werden. Bei Interesse und weiteren Fragen bitten wir Sie, sich bei Frau Judith Landshut unter der Telefonnummer (0 40) 44 09 44-43 zu melden. Helfen Sie bitte mit, diese große und wichtige Mitzwa zu erfüllen! Wagen Sie sich! Eine Unterstützung der Gemeinde hinsichtlich der Taxifahrten zum Friedhof, sowie Berücksichtigung bei verschiedenen Gemeindeaktivitäten wird gewährleistet.

Joseph-Carlebach-Schule Staatlich genehmigte jüdische Ganztagsgrundschule mit Vorschule Grindelhof 30 · 20146 Hamburg · Tel./Fax: (0 40) 44 09 44-11 LZ 745/8004 · E-Mail: gerhard@jcsh.de Liebe Gemeindemitglieder, als mich Ihr Gemeindevorstand vergangenes Frühjahr angefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, zum 01. 08. 2010 die Leitung der Joseph-Carlebach-Schule zu übernehmen, hat mich das als Mensch katholischer Glaubensherkunft persönlich sehr berührt. Nach intensiven Gesprächen im Vorfeld und der Freigabe durch meinen Dienstgeber, die Schulbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, freue ich mich darauf, diese besondere und verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Mein Name ist Gerd Gerhard. Ich bin 51 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern im Alter von 14 bis 22 Jahren. Seit 25 Jahren bin ich in Hamburg im Schuldienst tätig: zunächst als Lehrer, von 1993 als stellvertretender Schulleiter, dann ab 1998 als Schulleiter an verschiedenen Schulen, u.a. bis 2006 als Leiter der Schule Altonaer Straße. Bis zum Sommer diesen Jahres habe ich eine Haupt- und Realschule in Barmbek geleitet und die künftige Stadtteilschule Barmbek mit auf den Weg gebracht. Meine Kindheit habe ich am Bodensee verbracht, mein Abitur habe ich in Bayern gemacht

und anschließend mein Studium für das Lehramt an der pädagogischen Hochschule in Kiel absolviert. Neben meinem Lehramtsstudium habe ich noch eine schauspielerische Ausbildung an der Schauspielschule Kiel-West erhalten. Zu meinen Studienfächern Germanistik, Theologie und Erziehungswissenschaften gesellen sich die weiteren Fachbereiche Biologie, Arbeitslehre und meine Hobbies Musik, Lesen und Malen. Die Hamburgische Schullandschaft ist seit Jahren im Umbruch, ein besonders einschneidendes Erlebnis ist die Volksabstimmung vom 18. Juli gewesen. Sie stellt uns vor die besondere pädagogische Aufgabe, die Joseph-CarlebachSchule für die Zukunft auszugestalten, die Weitergabe und Weiterentwicklung des jüdischen Lebens auch über den Schuljahrgang Vier hinaus zu sichern. Die Schule strahlt einen positiven Geist aus. Mein Vorgänger, Herr Hibbeler, hat mit einem hochqualifizierten und engagierten Pädagogenteam ein tragfähiges Fundament geschaffen für ein Bildungshaus der Zukunft. Ich möchte meine Kraft dafür einsetzen, mit meinem Kollegium und Ihnen gemeinsam dieses Haus zu gestalten. Ich freue mich auf viele Begegnungen mit Ihnen

und ich bin gespannt darauf, was an Neuem auf mich zukommt. Mit den Wünschen auf eine gute gemeinsame Zeit und ein gedeihliches Miteinander verbleibe ich mit besten Grüßen als neuer Schulleiter der Joseph-Carlebach-Schule Ihr Gerd Gerhard

Jugendzentrum Chasak Liebe Gemeindemitglieder, liebe Eltern, liebe Kinder und Jugendliche, endlich wieder Jugendzentrum! Wir hoffen, ihr habt in den Ferien neue Energie getankt und laden Euch herzlich ein in die Talmud Tora Schule jeden Sonntag und Dienstag Nachmittag! Unser aller Ziel ist es, dass wir zusammen kommen, gemeinsam Spaß haben, unvergessliche Abenteuer und Augenblicke miteinander erleben und richtige Freundschaften knüpfen. Wir wollen, dass jüdische Kinder und Jugendliche in Hamburg vereint mit einem positiven

Gefühl für Judentum aufwachsen und mit einem nachhaltigen jüdischen Bewusstsein in die Welt hinaus gehen. Liebe Eltern – jeder von uns kann dazu beitragen, dass unsere Kinder eine positive jüdische Identität aufbauen, die sie eines Tages an ihre Kinder weiter geben werden.

Wir haben in diesem Jahr viel vor, und das ist ein kleiner Ausblick auf die kommenden Monate: – Sportspass (Bowling, Tischtennis, Kicker, Fußball), Israelische Tänze und Songs – Theaterkurse, eigene Filme drehen, Kino und Spannende Spiele 6

– Diskussionen rund um jüdische Traditionen, G’tt und die Welt – Jüdische Feiertage, Hebräisch Unterricht Sie wissen es sicherlich selbst, das jüdische Leben für junge Menschen in Hamburg muss gestärkt werden. Viele jüdische Kinder und Jugendliche sehnen sich nach jüdischen Freunden, wollen mehr über Judentum erfahren und wünschen sich einen lebendigen Bezug zu anderen Juden in Hamburg. Die Zukunft der Kinder und Jugendlichen in Hamburg liegt in Ihren und unseren Händen!


Aus der Gemeinde Seit mehreren Jahren engagiere ich mich – neben meinem Psychologie- und JournalistikStudium- in der Jugendarbeit für das jüdische Leben in Hamburg und freue mich nun das Jugendzentrum gemeinsam mit Ihnen aufzubauen! Ich glaube fest daran, dass wir zusammen ein richtiges, warmes und schönes Zuhause für alle Kinder und Jugendlichen in Hamburg schaffen können.

Kinder und Jugendliche – von 6 bis 16 Jahren – kommt ins Jugendzentrum! Start am So, 22. August WANN??? Jeden SONNTAG ab 14:00 Uhr und jeden DIENSTAG ab 16:00 Uhr (mit Hausaufgabenhilfe)

WO??? Talmud Tora Schule – Grindelhof 30, 2. Stock Bei Fragen, rufen Sie an Tel.: (01 63) 8 33 36 24 oder schreiben Sie an: Annabereg@yahoo.de „Wir sind stark für Jüdisches Leben in HAMBURG!“ Dein Jugendzentrum Chasak – Anna Beregova

„Young Shabbaton“ ist eine Veranstaltungsreihe für jüdische Studenten und junge Erwachsene. Etwa einmal im Monat wollen wir gemeinsam Shabbat feiern. Das Besondere dabei: Alles, was dazugehört, wird von jungen Leuten selbst organisiert und gestaltet. • Zünden der Shabbat-Kerzen

• Gebet mit viel Gesang • Kiddush mit festlichem Menü • Viel Geselligkeit und gute Stimmung Die nächsten Termine für Young Shabbaton (Änderungen vorbehalten): Freitag, 03. 09. 2010

Freitag, 08. 10. 2010 Freitag, 05. 11. 2010 Freitag, 03. 12. 2010 Jeder ist willkommen! Die ideale Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen! Kontakt: young.shabbaton@jghh.org Mirijam Kohan & Roy Naor

Die Sozialabteilung informiert

Termine der ZWST Fortbildung Jugendarbeit Anfänger V 15. 10. 2010–17. 10. 2010

Fortbildung für Lehrer und Erzieher 12. 11. 2010–14. 11. 2010

Vorbereitungsseminar für Madrichim der Winter-Machanot 05. 11. 2010–07. 11. 2010

Treffen Kindergartenleiter 12. 11. 2010–14. 11. 2010

Treffen der Jugendzentrumsleiter 08. 10. 2010–10. 10. 2010

Bildungsfreizeit für Menschen mit Behinderung 28. 10. 2010–02. 11. 2010

Interessierte wenden sich bitte an: Frau Judith Landshut, Tel.: (0 40) 44 09 44-43, E-Mail: landshut@jghh.org

Besuchen Sie auch die Website der ZWST www.zwst.org

Winterferienlager der ZWST 2010/2011 Die ZWST veranstaltet in diesem Winter folgende Machanot für Kinder und Jugendliche: 10–13 Jahre: Bad Sobernheim 23. 12. 2010–02. 01. 2011

14–18 Jahre: Natz/Italien 23. 12. 2010–02. 01. 2011 Der Selbstkostenbeitrag kann sich bei diesen Reisen je nach Einkommen ermäßigen. Bar/Batmizwa Reise in Israel (11–14 Jahre) 23. 12. 2010–02. 01. 2011

Bitte benutzen Sie den beigefügten Anmeldebogen, um Rücksendung bis zum 22. 09. 2010 wird gebeten. Die Anmeldung bedeutet noch keine Teilnahmebestätigung!

zurück an: Jüdische Gemeinde in Hamburg, z. Hd. Frau Wechsler, Grindelhof 30, 20146 Hamburg

Anmeldung für das Winterferienlager in Name

Vorname

Geburtsdatum

Straße

PLZ/Ort

Telefon

Regelmäßige Beitragszahlung: ja

nein

Einkommen/Sozialhilfeempfänger (mit Bestätigung)

(Name und Anschrift bitte in Block- oder Maschinenschrift)

Unterschrift 7


Aus der Gemeinde

Happy Birthday – Tibor Lendvai

Dem am 21. Juli 1925 im damaligen Pressburg, wo der Vater als angesehener Arzt wirkte, geborenen Tibor Lendvai wurde es wahrlich nicht an der Wiege gesungen, dass er einmal in Hamburg zu einem Eckstein der durch die Schoah zerstörten Jüdischen Gemeinde werden würde. Und der Weg in die Hansestadt war qualvoll und erregend: Ghetto, Deportation, Ermordung von Vater und Bruder, Befreiung in Auschwitz-Birkenau. Nach der Errettung studierte Tibor Lendvai an der Technischen Hochschule in Pressburg das Ingenieurfach Statik mit Abschluss zum Dr. Dipl.-Ing. Neben dem Studium lernte Tibor auch seine Iveta kennen und das junge, gut aussehende Paar heiratete schon bald, im Mai

1950, in der Pressburger Synagoge. In den folgenden vier Jahren wurde die Familie durch die Geburt der beiden Söhne komplett. Wegen der politischen Umstände flüchtete die junge Familie mit Unterstützung durch den JOINT zunächst nach Wien, um dann über Nürnberg in Hamburg eine feste Bleibe und berufliche Erfüllung zu finden. Hamburg war für die Lendvais kein unbekannter Ort; denn hier diente bereits ein Großonkel Tibor’s, David Leimdörfer, als Rabbiner und Religionswissenschaftler im Tempelverein an der Oberstraße (heute NDR). Nach dem frühen Tod der Mutter, nach den Leiden der Verfolgung war die Familie immer Tibor’s höchstes Gut und wertvollstes Kapital. Seine beiden Söhne Thomas (Dr. der Chemie und Anwalt für amerikanisches Patentrecht) und Robert (seit langem Direktor einer wohlbekannten Bank) haben zur mächtigen Freude der Grosseltern die Familie mit je 2 Enkeltöchtern erweitert und bereichert. Familie war für Tibor immer auch unsere Jüdische Gemeinde in Hamburg. Über 4 Jahre war er als Sekretär der (in Hamburg nicht mehr bestehenden) B’nai B’rith Loge. Mehr als 10 Jahre widmete Tibor seine Aufmerksamkeit der Ar-

beit im Beirat zu und hat 4 Jahre die Geschicke der Gemeinde und ihren enormen Aufgaben als Vorsitzender des Beirats geleitet. Mit seinen spezifischen Kenntnissen hat er als treibende Kraft etliche Projekte erarbeitet. Nicht zu vergessen die gepflegten Kaffee-Nachmittage und anregenden Ausflüge, die zwar Iveta Lendvai über viele Jahre organisierte, aber neben der temperamentvollen Iveta half Tibor auch hier und unterstütze tatkräftig seine Frau nicht nur mit klugem Rat und beiläufiger Diplomatie. Die tiefe Verbundenheit mit den Traditionen und der jüdischen Gemeinschaft, die seine kultivierte Haltung bezeugt, ist am 85. Geburtstag ein Anlass mehr, Tibor Lendvai für seine Arbeit, sein volontäres Engagement, eher einem ehrenamtlichen „Fulltime-Job“ vergleichbar, wieder von ganzem Herzen zu danken. Der Gemeinde dienen und die Menschen zu lieben – Jüdischkeit durch Humanität erlebbar zu machen – das können wir von ihm und seiner Vita lernen. Wir wünschen Tibor Lendvai alles Gute im Kreise seiner Familie: Glück & Naches und einiges mehr an Gesundheit. Mazzal Tov bis 120 – lieber Tibor! Für den Vorstand: K. Feingold

Michail Turovsky – der Bücherzauberer Im August 2010 hatten die LeserInnen der Russischen Bibliothek allen Grund zur freudigen Gratulation: der treue Leser und ständige Helfer der „Bibliotheka“ Michail Turovsky beging seinen 80. Geburtstag. Bücher und ein hoher Anspruch auf Kultur stehen im Mittelpunkt seines Lebens. Das führte ihn gleich nach seiner Ankunft mit Frau und Tochter in Hamburg vor 15 Jahren in die Russische Bibliothek der Gemeinde. Gleichzeitig begann er mit der Reparatur zerlesener Bücher. Ein großer Nachteil der russischen Bücher ist die mangelhafte, wenig benutzerfreundliche Qualität der Einbände und des Papiers. So bringt Michail Turovsky alle zwei Monate ein großes Paket fachgerecht eingeschlagener Bücher und nimmt die gleiche Anzahl beschädigter Bücher wieder mit in seine Buxtehuder Bücherwerkstatt. Die von ihm bearbeiteten

Bücher sehen verlagsneu aus, als seien sie soeben erst erschienen und haben eine wesentlich längere Haltbarkeit und Stabilität als die meisten neuen Bücher. Es heißt, wenn der Mensch über ein Talent verfügt, ist er in vielen Bereichen talentvoll. Dieses russische Ondit trifft auch auf Michail Turovsky zu. Er ist ein ausgezeichneter Fotograf, Karikaturist, als Holzschnitzer fertigt er humorvolle Figuren und auch als Sportler qualifizierte er sich in verschiedenen Disziplinen: Boxen, Wasserski, Tauchen, Ski und Rodel. Skilauf und Radfahren praktiziert er bis heute mit Begeisterung. In Charkow absolvierte Michail Turovsky erfolgreich das Polytechnische Institut, schrieb eine Inaugural-Dissertation, wurde beauftragt ein Speziallabor zu gründen, dessen Leiter er viele Jahre war. Nicht nur in den akademischen Zeitschriften der ehemaligen UdSSR, auch im

Ausland, einschließlich Deutschland, wurden seine wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht. Darüber hinaus verband er stets seine Forschungsarbeit mit ehrenamtlichem Engagement. In Charkow besaßen die Turovskys eine eigene umfangreiche Bibliothek mit mehr als 10 000 Bänden. Leider konnte er nur einen geringen Teil seines Bücherschatzes mit nach Buxtehude bringen. Nach dem Tod seiner wunderbaren Frau Natalja ist die Russische Bibliothek der Gemeinde noch mehr zu einem zweiten Zuhause geworden. Im Namen aller LeserInnen der „Bibliotheka“, des Vorstandes – aller Bücherfreunde – gratulieren wir Michail Turovsky von ganzem Herzen zum 80. Geburtstag. Wir wünschen Gesundheit und Wohlergehen, Glück und Naches bis 120! Minna und David Khaikin (Bibliothek) Karin Feingold (Vorstand)

Renata Sojfers Kulturprogramm Am 3. Oktober 2010, um 14:30 Uhr im Gemeindesaal (Hohe Weide 34): Konzert „Russische Vokalmusik“. Am Konzert werden russische Lieder aus seltenen und bekanntesten russischen Romanzen der Komponisten Gurilev, Aljabjev, Donaurov, Spiro, Varlamov, Glinka ertönen. Grosses Vergnügen werden Ihnen auch die Arien aus den Opern von Dargomyschski, Tschaikowski und andere Komponisten bereiten. Die Vokalwerke der russischen Komponisten stellt Ihnen Ljudmila Bokalina vor. Begleitung Jelena Dorfman. Über russische Romanzen und Komponisten erzählt Renata Sojfer.

Am 31. Oktober 2010, um 14:30 Uhr in der Talmud-Tora-Schule (Grindelhof 30): Konzert „Von Offenbach bis zu den Musicals“. Offenbach hat das Genre der Operette nicht erfunden. Er befand sich aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort – neben dem richtigen Vater der Operette. Dieses Genre hat ihm so gefallen, dass er begann, eine Operette nach der anderen zu schaffen. Die Pariser haben sich in Offenbach verliebt, später hat er Wien bezaubert. Auch wenn die Pariser sich nicht immer rechtmäßig zu Jacques Offenbach verhalten haben, 8

so blieben die Wiener ihm bis zum Ende seines Lebens treu. Später kamen viele andere Operettenautoren: von Suppe, Lenok, Millöcker, Straus, Lehar, Kalman, Stolz u. a. Man hat viele wunderbare Operetten, eine schöner als die andere, geschaffen. Später erfand man die Musicals. Das Hauptziel in der Operette – das glückliche Ende, der Sieg des Guten und der Gerechtigkeit. Über Operettenkunst, über die Schöpfer des Genres erzählt Renata Sojfer. Die Arien aus den Operetten und Musicals singt Iolanta Busch, begleitet von Larissa Bumagina.


Aus der Gemeinde

Kulturprogramm des Seniorenklubs „Treffen“ für Oktober 2010 Leitung: Polina Izkovitsch Sehr geehrte Damen und Herren, ab Oktober 2010 werden wir unsere Tanznachmittage am Dienstag von 15:00 bis 18:00 Uhr im Gemeindesaal fortführen. Den Teilnehmern des Programms werden Getränke, Gebäck und Früchte angeboten. Also noch einmal, wir laden Sie herzlich am 5., 12., 19. und am 26. Oktober zum Diskosound der 70ger und 80ger Jahre ein! Am Sonntag, 10. Oktober 2010, um 14:30 Uhr, im Gemeindesaal Anna Sukalskaja (Geige) und Natalia Selber (Klavier) aus Bremen mit dem Programm „Ach, Operette, Operette!“ Kalman, Lehar, Offenbach, Straus. Es werden Fragmente aus den Operetten gespielt.

Anna Sukalskaja, Absolventin des Donezker und des Hamburger Konservatoriums. Sie arbeitet im Heidelberger Kammerorchester, mit dem sie in den Ländern Europas gastiert. Natalia Selber Absolventin des Leningrader Konservatoriums mit Fach Klavier und Nebenfach Gesang. Gesang, Moderatorin und Autorin des Programms – Natalia Selber. Am Sonntag, am 17. Oktober 2010, um 14:30 Uhr, im Gemeindesaal Als Gast aus Dortmund – Lew Mirkin mit dem Programm „Ich singe über die Liebe. Liebe!“ Dieses ewige, schöne Gefühl begleitet die Menschen lebenslang und ist in der Malerei,

Literatur und Musik verewigt. In der Oper, der Operette, den Romanze und den Volksliedern – die Liebe wird überall besungen. Lev Mirkin wird aus Dortmund ein musikalisches Programm mitbringen, in dem verschiedene Genres der Vokallyrik vorgestellt sind: Operette, russische Romanze, ukrainische, italienische und jüdische Lieder. Lev Mirkin ist ständiger Teilnehmer verschiedener Wettbewerbe, in denen er mehrmals Preisträger wurde. Als Konzertmeister Inna Haitina, die lange Zeit mit professionellen Vokalisten gearbeitet hat. Klub „Treffen“ bekundet tief empfundenes Beileid für Faina Wechsler wegen des Ablebens ihres Vaters Iossif Papisch.

Seniorenreisen der Gemeinde Aufgrund der stetig großen Nachfrage und der begrenzten Platzanzahl werden in erster Linie die Gemeindemitglieder bevorzugt und angemeldet, die noch nicht an einer solchen Reise teilgenommen haben. Besonders bevorzugt werden auch die Männer, die beim Minjan auf den Beerdigungen oder in der Synagoge teilnehmen.

EUROPÄISCHER TAG DER JÜDISCHEN KULTUR KUNSTHAUS FINKELS Jüdischer Kulturverein

JÜDISCHE GEMEINDE IN HAMBURG

31. August bis 5. September 2010 Konzerte · Vortrag · Führungen Tag der offenen Tür in Hamburg Informationen und alle Termine auf: www.tagderjuedischenkultur.de

Grußbotschaft von Dr. h.c. Charlotte Knobloch Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Gerne habe ich die Schirmherrschaft für den „Europäischen Tag der Jüdischen Kultur“ übernommen. Vielfach ist vergessen, dass in Europa vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert hinein die meisten Juden weltweit lebten. Sie haben die Geschichte Europas entscheidend mitgeprägt und die Kultur tiefgreifend beeinflusst.

Dieses Festival ruft jene jüdischen Einflüsse wieder in Erinnerung. Dafür danke ich den Veranstaltern und ihren zahlreichen Unterstützern von ganzem Herzen. Ist es doch die größte Herausforderung der Zukunft, dass es gelingt, die gemeinsamen Wurzeln aller Menschen in Europa wieder aufzuzeigen und im kollektiven Bewusstsein zu verankern.

Die universellen Werte des jüdischen Denkens, der abendländischen Philosophie und des Christentums weisen noch heute den Weg zu einem gelebten Miteinander in gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung. Charlotte Knobloch Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland

„WiIliam Stern“ von Martin Tschechne Jeder kennt den IQ, den Intelligenzquotienten, aber kaum einer seinen Erfinder: WIlliam Stern (1871–1938). Der Begründer der „differentiellen Psychologie“ hat die Sprachentwicklung von Kindern er-

forscht, die Intelligenz messbar gemacht und Eignungstests entwickelt. 1916 als Leiter des Psychologischen Instituts nach Hamburg berufen, hat er einen entscheidenden Anstoss zur Gründung der Hamburger Universität gegeben. William Stern emigierte 1933 aus Deutschland und lehrte bis zu seinem Tod an der Duke University in Durham/North Carolina. 9

Die biografische Studie von Martin Tschechne erzählt die Lebensgeschichte eines extrem vielseitigen Wissenschaftlers. Herausgegeben von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Ellert & Richter Verlag ISBN 978-3-8319-0404-4 € 14,90


Kurzmeldungen In September und Oktober 2010 bleibt die russische Bibliothek mittwochs (außer 29. September) von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet. Grindelhof 30. Geburtstagsgrüße Wir wünschen allen Gemeindemitgliedern, die in den kommenden beiden Monaten ihren Geburtstag feiern, alles Gute. Masal Tow und Gesundheit bis 120! Der Vorstand Wir gratulieren zum 100sten Geburtstag Das passiert nicht alle Tage. Unser Mitglied Frau Zinaida Silantyeva feierte am 12. August 2010 ihren 100sten Geburtstag. Frau Silantyeva lebt seit einigen Wochen im Senioren Zentrum im Stadtteil Wilhelmsburg. Während des Krieges überlebte Frau Silantyeva die schweren Jahre der Leningrader Blockade. Es folgten Jahre mit viel Fleiß, Arbeit und Sorge um die Familie. Seit 2003 lebt Frau Silantyeva mit ihrem einzigen Sohn Georgy und der Schwiegertochter Elena in Hamburg. Unsere Gemeinde gratulierte der Jubilarin mit einem schönen sommerlichen Blumenstrauß. Wir wünschen weitere gute Jahre. Mazal Tov – bis 120!!! Liebe Gemeindemitglieder, sollten Sie über eine E-Mail-Adresse verfügen, bitten wir Sie, diese auch der Gemeinde mitzuteilen. So können wir Ihnen Informationen schneller und aktueller zukommen lassen. Bitte schicken Sie uns eine Mail mit Ihren Daten an: schulze@jghh.org Sehr geehrte Gemeindemitglieder, die Sozialabteilung und der Sozialausschuss helfen Ihnen bei: • Begleitdiensten zum Arzt oder Ämtern (mit Übersetzung) • Hilfe beim Einkaufen • Besuche im Krankenhaus oder zu Hause • kleinere Reparaturen im Haushalt Rufen Sie uns an: Judith Landshut, Tel.: (0 40) 44 09 44-43 oder Faina Wechsler, Tel.: (0 40) 44 09 44-13 Liebe Gemeindemitglieder, bei Erhalt eines Schreibens von Kreiswehrersatzamt der Hansestadt Hamburg oder des Bundeslandes Schleswig-Holstein, betreffend Wehrdienst, bitten wir sich, wegen Befreiung bei Frau Judith Landshut, Tel.: (0 40) 44 09 44-43 oder landshut@jghh.org, zu melden.

Alle Mitglieder zwischen 18 und 28 Jahren, die sich dieses Jahr in der Schulausbildung, Lehre oder im Studium befinden, bitten wir, der Gemeinde eine entsprechende Bescheinigung zukommen zu lassen, damit wir Sie vom Gemeindegeld befreien können. Die Befreiung gilt jedes Mal für ein Jahr. Vergessen Sie nicht, die entsprechende Bescheinigung jährlich an die Gemeinde zu senden.

Wir suchen Mitglieder, die ehrenamtlich helfen wollen. Bei Interesse Tel.: (0 40) 44 09 44-29

Bitte teilen Sie Adressenänderungen, Umzüge In- und Ausland, Geburten mit Geburtsurkunde (auch nach der Brith Milah) umgehend der Gemeinde schriftlich mit. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Frau Schulze (0 40) 44 09 44-46

Hamburger Gesellschaft für jüdische Genealogie e.V. c/o Jüdische Gemeinde in Hamburg Grindelhof 30, 20146 Hamburg, 3. Geschoss Tel. (0 40) 44 09 44-44, E-Mail: info@hgjg.org Der kostenlose Beratungsdienst unserer Gesellschaft steht an jedem Montag von 14:00 bis 17:00 Uhr in einem Raum im 3. Geschoss des Jüdischen Gemeindezentrums zur Verfügung. Ein anderer Beratungstermin kann vereinbart werden. Wir helfen bei familiengeschichtlichen Nachforschungen und geben Ratschläge, auch wenn es sich um außerhamburgische Familien handelt. Jürgen Sielemann, 1. Vorsitzender Sylvia Steckmest, 2. Vorsitzende

Kurze Meldung – wichtige Mitteilung Wir bitten die Familienangehörigen, deren Eltern bzw. nähere Verwandte, die Gemeindemitglieder und in einem Altersheim/Pflegeheim untergebracht sind, um Mitteilung der entsprechenden aktuellen Anschrift. Auf der Mitgliederversammlung der DeutschIsraelischen Gesellschaft AG Hamburg (23.6.2010) wurde die Vorsitzende Heike Grunewald, 45 Jahre, mit 99 % der Stimmen erneut im Amt bestätigt. Sie ist seit 2008 Vorsitzende der DIG Hamburg. Grunewald war zuvor 7 Jahre für eine deutsche politische Stiftung in Jerusalem tätig und ist heute Geschäftsführerin der Dr. E. A. Langner-Stiftung. Sie engagiert sich seit 18 Jahren für die deutsch-israelischen Beziehungen. Als Stellvertretende Vorsitzende wurden der Hamburger Notar Jürgen Borchardt sowie die Hausverwalterin Andrea Hering gewählt. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft beherbergt bundesweit 4500 Mitglieder. Hamburg steht im bundesweiten Ranking – gemessen an der Mitgliederzahl – mit 431 Mitgliedern an 2. Stelle. Zu den erklärten Zielen der DIG AG Hamburg gehören nach Aussage von Heike Grunewald, – Begegnungsangebote für israelische und deutsche Jugendliche zu schaffen – interessante Veranstaltungen für junge Hamburgerinnen und Hamburger anzubieten, um diese über Land und Leute zu informieren sowie – eine Städtepartnerschaft zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und einer israelischen Stadt zu initiieren Rückfragen unter (01 51) 12 70 23 22.

Wir trauern um: Elen Bassia Bluvsteine Riva Solomovych Yukhym Papisch Iossif Romanovskiy Moisey Neshatvil Yaghoob Barkan Mayina Kahan Samuiyl

verstorben am 02. 06. 2010 verstorben am 18. 06. 2010 verstorben am 18. 06. 2010 verstorben am 24. 06. 2010 verstorben am 04. 07. 2010 verstorben am 13. 07. 2010 verstorben am 17. 07. 2010 verstorben am 31. 07. 2010

Öffnungszeiten des Schachklubs: Jeden Mittwoch von 11:00–13:00 Uhr Alle am Schachspiel interessierten Gemeindemitglieder werden eingeladen, den Schachklub im 2. Stock der Jüdischen Gemeinde, Grindelhof 30 zu besuchen.

Deutschsprachkurs für Senioren, jeden Montag–Freitag von 10:00–15:00 Uhr. Anmeldung bei Frau Irina Berditchevskaya unter Tel.: (01 76) 49 43 88 03 oder bei Frau Landshut unter Tel.: (0 40) 4 09 44-43. Am 12. 09. 2010 wird Tom Segev, einer der bekanntesten und besten israelischen Journalistn, Historiker von Beruf, in Hamburg sein neues Buch Simon Wiesenthal – Die Biographie vorstellen. Die Veranstaltung findet um 19:00 Uhr im Pressehaus von Gruner & Jahr statt, und zwar im Rahmen des Harbour Front Literatur-Festival statt. Karten zu € 12,00 kann man hier bestellen: http://www.ticketonline.com/de/de/eventid/91 6479-Tom+Segev/?productionid=88582 Liebe Gemeindemitglieder! Wir laden Sie zu der Führung durch den historischen Jüdischen Friedhof Altona ein! Datum: am 2. September 2010 um 15:00 Uhr. Treffpunkt: Eingang zum Friedhof (der Kirche gegenüber), Eduard Duckesz Haus, Königsstraße 10A. (S-Bahnstation Königsstr.) Anmeldung: Bei Frau Fogel, Tel: (0 40) 44 09 44-42 vom 15. August 2010 Die Führung wird durchgeführt von: Sylvia Necker Historikerin Larissa Tsytsyna Dolmetscherin (deutsch–russisch) Der Friedhof Ilandkoppel ist geöffnet: Montag–Freitag 8:00–16:00 Uhr Sonntag 10:00–16:00 Uhr Am Schabbat und an jüdischen Feiertagen geschlossen. Friedhof – Herr Gerold Helmts E-Mail: helmts@jfhh.org Bei Sterbefällen bittet die Gemeinde um Mitteilung.

Den Angehörigen gilt unser Beileid und tiefes Mitgefühl. 10


Jüdische Organisationen

Seit über 30 Jahren Vereidigter Dolmetscher und Übersetzer für Hebräisch In dieser Eigenschaft bin ich der einzige Dolometscher und Übersetzer in Hamburg, der berechtigt ist, eigene Übersetzungen aus der hebräischen Sprache und in die hebräische Sprache zu beglaubigen. Meine Beglaubigungen werden von allen deutschen Gerichten und Behörden anerkannt. Michael K. Nathan Kimbernstieg 45 b · D-22455 Hamburg  (0 40) 53 30 39 47 (Büro) · (0 40) 57 70 94 93 (Privat) ·  (01 73) 6 94 00 81 (Mobil) · Fax: (0 40) 55 26 05 37 · michael.k.nathan@t-online.de

Chabad Lubawitsch Hamburg Rabbiner Shlomo Bistritzky · Jüdisches Bildungszentrum · Rentzelstraße 36–40 · 20146 Hamburg Tel.: (0 40) 41 42 41 90 · Fax: (0 40) 41 53 99 21 · E-Mail: ChabadHamburg@t-online.de und Publikum vorführten. Das fand natürlich sehr großen Applaus! Am Donnerstag, den 22. Juli stand ein Ausflug aller Kinder und Betreuer zum Magic Park nach Verden statt. Am letzten Freitag haben sich die Kinder auf den Schabbat vorbereitet und mit Rabbiner Bistritzky und ihren Eltern gemeinsam gefeiert. Die Gruppen wurden in diesem Jahr von Muschka und Zivi aus New York, von Devorah aus Manchester und Chaya aus Melbourne betreut; die Gesamtleitung hatte Frau Mika Harari.

Einweihung der neuen Tora-Rolle für Hamburg Am 31. August 2010 wird in Hamburg mit einem großen Freudenfest die neue Tora-Rolle eingeweiht. Da der Redaktionsschluss vor dem großen Ereignis liegt, können wir erst in der nächsten Ausgabe über die Zeremonie und die Prozession durch das Grindelviertel berichten. Rund einhundert Paten haben dieses schöne Projekt ermöglicht. Es ist das erste Mal seit der Shoah, dass in Hamburg wieder eine Tora mit großer öffentlicher Feier eingeweiht wird. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr auf dem Joseph-Carlebach-Platz, wo vor dem Holocaust die große Bornplatz-Synagoge gestanden hat. Dort werden alle Paten Gelegenheit haben, zusammen mit dem Sofer die letzten Buchstaben der Tora zu schreiben. Anschließend wird Rabbiner Bistritzky die Ehre haben, den letzten Buchstaben zu schreiben. Dann wird die ToraRolle feierlich mit Tanz und Gesang in einer Prozession zum Chabad-Zentrum getragen, wo sie geweiht wird. Beratungsseminar „Grundsicherung im Alter“ Ganz offenbar fehlten bisher Informationen über die Grundsicherung im Alter für jüdische Migranten aus Osteuropa. Am 7. Juli 2010 konnten alle sich überzeugen, welch große Bedeutung dieses Thema für ältere Mitglieder der

jüdischen Gemeinschaft hat, denn auf dem Seminar fand im Chabad-Zentrum in der Rentzelstraße keine Stecknadel mehr Platz – so viele interessierte Menschen waren gekommen. Das Seminar begann mit einem Vortrag des Juristen Vladimir Lamm, der über langjährige Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt verfügt. Er informierte zunächst über die allgemeine Situation zu dem Thema. Auf besonderes Interesse stieß der zweite Teil des Seminars, als alle Teilnehmer Gelegenheit hatten, sich kurz über ihr ganz konkretes Problem beraten lassen konnten. Nach diesem großen Erfolg sollen künftig weitere Seminare zu ähnlichen Themen organisiert werden. Wir werden Sie über die nächsten Treffen unterrichtet halten. GAN ISRAEL Sommerferienlager Gemeinsam haben Jüdische Gemeinde und Chabad Hamburg wieder ein GAN ISRAEL Sommerferienlager organisiert. Knapp 60 Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren haben teilgenommen und in den ersten beiden Wochen der Schulferien bei Super-Wetter viel Spaß miteinander gehabt. Auf dem Programm standen Ausflüge und viele Spiele in verschiedenen Gruppen. Den Höhepunkt bildete sicher der Besuch beim Circus Zaretti, wo die Kinder ein Programm vorbereiteten und dann für Eltern 11

Neuer Kalender 5771 Zurzeit wird bei Chabad wieder emsig an der Produktion des neuen Kalenders gearbeitet. Wie in jedem Jahr wird der jüdische Kalender in großer Auflage gedruckt und per Post an jüdische Familien geschickt. Vor Erew Rosch Haschana, der in diesem Jahr auf den 8. September fällt, müssen alle Kalender ihre Empfänger erreicht haben. Der Kalender ist für unsere jüdische Gemeinschaft von großer Bedeutung, weil sich alle Feiertage an ihm und nicht am gregorianischen Kalender orientieren. Darüber hinaus informiert er über Fastentage, über Beginn und Ende des Schabbats und vieles mehr, und mit seinen außergewöhnlichen Grafiken er ist ein dekorativer Wandschmuck. Wenn Sie keinen Kalender erhalten haben und einen zugeschickt bekommen möchten, schicken Sie uns bitte eine eMail mit Ihrer Anschrift an: info@ChabadHamburg.de oder rufen Sie Tora-Lernwoche bei Chabad Kurz vor der Sommerpause boten die langen Tage gute Gelegenheit zum Tora-Lernen. Rabbiner Bistritzky bot vom 12. bis 14. Juli 2010 jeweils um 19:30 Uhr Vortrag und Gespräche zu interessanten Themen an. So ging es am ersten Abend um die Frage, ob ich am Schabbat einen Goj mit etwas beauftragen darf, was mir selbst verboten ist. Am folgenden Abend ging es um den 15. Aw. Wir alle sind „zum Lieben verpflichtet“ – aber wer genau? Und wem gegenüber? Der letzte Abend behandelte das Thema Judentum und Welt. Der Rabbiner stellte das Thema Umwelt in der Tora vor. Bereits seit Tausenden von Jahren mahnt uns die Tora, die Umwelt zu schützen.


Jüdische Organisationen

Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg e.V. Tel.: (0 40) 32 08 66 77 (Büro) · (0 40) 64 22 44 21 (Vorstand) · Fax: (0 40) 32 08 66 78 (Büro) E-Mail: gemeinde@davidstern.de · Adresse: Große Johannisstraße 13 · 20457 Hamburg Bürozeiten: Dienstags 10:00–14:00 und 18:00–20:00 Uhr; Freitags 10:00–13:00 Uhr Bankverbindung: Dresdner Bank, BLZ 200 800 00, Kto-Nr.: 762 070 600 Freitag, 24. 09. 2010 um 19:00 Uhr – V2 Kabbalat Schabbat und Sukkot mit Kantorin Emilija Mendelson aus Israel

Veranstaltungsorte: V1 – Große Johannisstraße 13 (U3 Rathaus) V2 – Simon-von-Utrecht-Straße 4a (U3 St. Pauli; S1, S3 Reeperbahn) Weitere Informationen sowie den aktualisierten Terminkalender finden Sie im Internet unter www.davidstern.de

Samstag, 25. 09. 2010, 11:00 Uhr – V2 Sukkot, Schabbat Chol ha mo’ed mit Kantorin Emilija Mendelson aus Israel

Mittwoch, 01. 09. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Lieder für Schabbat und Feiertage Probe mit Gala Jarkova

Sonntag, 26. 09. 2010 um 16:00 Uhr –V2 Kulturprogramm „Klezmerlech“ Das Konzert „Spiel Balalaika“ Leitung Alexander Paperny.

Freitag, 03. 09. 2010 um 19:30 Uhr – V2 Kabbalat Schabbat

Mittwoch, 29. 09. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Religionsunterricht für Anfänger

Mittwoch, 27. 10. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Religionsunterricht für Anfänger

Sonntag, 05. 09. 2010 um 15:00 Uhr – V2 Kinderfest Rosch ha Schana. Puppenworkshop, Geigen Ensemble, Süßer Tisch

Donnerstag, 30. 09. 2010 um 19:00 Uhr Simchat Tora/Sch’mini Azeret Sonninsaal der St. Michaeliskirche Krayenkamp 4c

Freitag, 29. 10. 2010 um 19:30 Uhr – V2 Kabbalat Schabbat

Mittwoch, 08. 09. 2010 um 19:00 Uhr Erew Rosch haSchana mit Rabb. van Voolen Danach Konzert mit Familie Lachmann Sonninsaal der St. Michaeliskirche, Krayenkamp 4c Anmeldung unter Tel.: (0 40) 32 08 66 77 bis zum 27. 08. 2010. Nur während der Bürozeiten

Datum nicht fest Reise der Jugendgruppe nach Amsterdam Anmeldung unter Tel.: (01 78) 2 71 11 11 bis zum 08. 09. 2010.

Donnerstag, 09. 09. 2010 um 10:00 Uhr Rosch haSchana – Morgengebet mit Rabb. van Voolen Sonninsaal der St. Michaeliskirche, Krayenkamp 4c Anschließend Taschlich, an der Elbe bei den Landungsbrücken

Mittwoch, 06. 10. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Lieder für Schabbat und Feiertage Probe mit Gala Jarkova

Freitag, 10. 09. 2010 um 19:30 Uhr – V2 Kabbalat Schabbat Mittwoch, 15. 09. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Religionsunterricht für Anfänger Freitag, 17. 09. 2010 um 19:00 Uhr – V2 Erew Jom Kippur (Kol nidre) mit Rabbiner van Voolen Samstag, 18. 09. 2010 Jom Kippur – V2 um 10:00 Uhr – Morgengebet und Mussaf um 16:00 Uhr – Nachmittagsgebet, Jiskor, Neila danach gemeinsames Fastenbrechen mit Rabbiner van Voolen. Anmeldung unter Tel.: (0 40) 32 08 66 77 bis zum 10. 09. 2010. Nur während der Bürozeiten

Freitag, 01. 10. 2010 um 19:30 Uhr – V2 Kabbalat Schabbat

Freitag, 08. 10. 2010 um 19:30 Uhr – V2 Kabbalat Schabbat Sonntag, 10. 10. 2010 um 16:00 Uhr Stadtteilrundgang „Jüd. Grindelviertel IV“ mit Michael Nüssen. Treffpunkt: Joseph-Carlebach-Platz Mittwoch, 13. 10. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Religionsunterricht für Anfänger Donnerstag, 14. 10. 2010 um 19:00 Uhr „ganz koscher“ Kosten inkl. Essen/Getränke € 20,00 Anmeldung bis zum 30. 09. 2010 an: Katholische Akademie Hamburg Tel.: (0 40) 36 95 2-0, Fax (0 40) 36 95 2-101 Mail: programm@kahh.de Freitag, 15. 10. 2010 um 19:30 Uhr – V2 Kabbalat Schabbat

Montag, 20. 09. 2010 um 16:00 Uhr – V1 Autorenclub „Wort“

Sonntag, 17. 10. 2010 um 16:00 Uhr – V2 Kulturprogramm „Klezmerlech“ Konzert unseres Chores und Tanzgruppe zusammen mit Tanzgruppe „Ahava Gdula“ (Bremen)

Mittwoch, 22. 09. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Lieder für Schabbat und Feiertage Probe mit Gala Jarkova

Mittwoch, 20. 10. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Lieder für Schabbat und Feiertage Probe mit Gala Jarkova 12

Freitag, 22. 10. 2010 um 19:30 Uhr – V2 Kabbalat Schabbat Samstag, 23. 10. 2010 um 10:00 Uhr – V2 Schacharit/„Lernender Minjan“ Sonntag, 24. 10. 2010 um 15:00 Uhr – V2 Puppentheater „Der Bär“ für Kinder 4 bis 11. Montag, 25. 10. 2010 um 18:30 Uhr – V1 Autorenclub „Wort“

Samstag, 30. 10. 2010 um 10:00 Uhr: Schacharit/ „Lernender Minjan“ Simon-von-Utrecht-Straße 4a um 15:00 Uhr: Jugendtreff Internet Cafe Große Johannisstraße 13

Israelische Tänze und Chor Klezmerlech. Leitung: Gala und Janna Jarkova nach Anmeldung unter Tel.: (0 40) 45 76 01 Deutsch für Anfänger und Fortgeschrittene Anmeldung unter Tel.: (0 40) 32 08 66 77 Kindergruppe Leitung Gala Jarkova Große Johannisstraße 13 Anmeldung (0 40) 68 99 60 65 Tanzen, Singen, Malen, Vorbereitung und Feiern von jüdischen Feiertagen jeden Freitag 16:00 Uhr 4–7 Jahre 17:00 Uhr 8–12 Jahre Sportgruppen: Rückengymnastik, Tischtennis, Volleyball Mit TuS Makkabi Hamburg Anmeldung unter Tel.: (0 40) 44 09 44-40, (0 40) 32 08 66 77, (01 75) 7 41 07 68 Internet-Cafe für Jugendliche 13–26 Jahre alt. Info Tel.: (0 40) 68 99 60 65 Computer für Anfänger Info Tel.: (0 40) 68 99 60 65 Kindertanzgruppe „Alica“ in Allermöhe (S-Bahn Nettelnburg) Dienstags von 18:00 bis 21:00 Uhr Anmeldung unter Tel.: (0 40) 68 99 60 65 Redaktionelle Verantwortung: Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg e.V.


Rundschreiben September / Oktober 2010