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2/2012

Jubla - s端chtig?


Impressum Herausgeber:

Blauring & Jungwacht Kanton Zürich Chnopf-Redaktion Auf der Mauer 13 8001 Zürich

Tel.: 044 266 69 66 Fax: 044 266 69 67

Homepage: www.jublazueri.ch e-Mail: info@jublazueri.ch

Redaktion:

chnopf@jublazueri.ch Irene Meier, Melanie Meyer, Carla Périsset Reto Gmür, Alex Fauceglia, Laurin Bertozzi

Mitarbeiter:

Freie Mitarbeiter und diverse Personen aus den Arbeitsgruppen.

Druck:

Druckerei Sieber Kemptnerstrasse 9 8340 Hinwil Telefon: 044 938 39 40

Auflage:

800 Exemplare

Erscheint:

alle 3 Monate

Abonnement:

Fr. 20.– auf PC 80-35507-3


Inhalt Persönlich Verstärkung für die Kalei! Kursclub GLK A GK GK Safari SLK GLK B Im Rampenlicht Interview Magersüchtig Interview Fachfrau Schar on Stage JuBla Thalwil Im Rampenlicht Interview Leiter von Streetwork Projekt Sichtbarkeit Zwischenstand Chnopfgeflüster Drogen und Süchte in der Jubla Story Süchtig oder nicht? Kursclub Herbstkurse 2012 Jubla ABC J wie Joystick AG Animation Leitertreff Pinnwand Vorstellung kala-OK Kursclub Anmeldung Herbstkurse Programm - Quartalsplan Adressen

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vozieren, sondern, um zu informieren, da wir der Ansicht sind, dass Wissen die beste Grundlage dafür ist, um selbstverantwortlich mit schwierigen Themen – wie Sucht umzugehen. Glücklicherweise haben wir dazu verschiedene Leute gefunden, die sich sehr gut mit Sucht auskennen, und bereit waren, uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Ich möchte an dieser Stelle jedoch nicht noch mehr Worte dazu verlieren, sondern den Inhalt des Hefts für sich sprechen lassen.

Bevor Ihr nun aber mit dem Stöbern beginnt, möchten wir euch ein paar sehr zentrale Websites zum Thema Sucht und Jugend präsentieren, die zu besuchen es sich in jedem Fall lohnt:

www.saferparty.ch Die offizielle Website der Jugendberatung Streetwork (mehr dazu im Heft). Alles zum Thema Drogen, Drogenkonsum und Sucht auf einer Seite.

www.mamatrinkt.ch www.papatrinkt.ch Immer mehr Jugendliche (man geht inzwischen von bis zu jedem fünften! in der Schweiz aus) haben zuhause einen Elternteil, der alkoholsüchtig ist. Diese Situation ist für die Betroffenen meist sehr sehr schwierig. Um ihnen zu helfen, wurde das Projekt mama / papa trinkt, ins Leben gerufen, das den betroffenen Kindern und Jugendlichen (ca. 8-20 j.) eine Anlaufstelle und Unterstützung bietet. Check it out and spread the word, d.h. schaus dir an und sags weiter! Wir wünschen euch viel Spass und hoffentlich auch ein paar Erkenntnisse bei der Lektüre! Euer Chnopfteam

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Da ister wieder, der Chnopf. Euer Lieblingsheft (hoffentlich), voll mit Wichtigem und Spannendem (sicher), in Farbe (eine) und 2D. Dieses Mal sind wir das Thema Sucht angegangen. Wir haben versucht, das so breit wie möglich zu tun, also nicht nur (aber auch) in Bezug auf Drogen. Es ist uns dabei ein Anliegen, die Dinge so darzustellen, wie sie sind, nicht nur so, wie wir sie als Leiter, Freunde, Kinder, Eltern, etc. gerne hätten. Wir machen das nicht, um zu pro-

Inhalt

Jubla - süchtig?

Liebe Leser


Kalei

Verstärkung für die Kalei! persönlich

Laurin Bertozzi, Kalei

Nadja

Name der Person:

21

Alter:

angehende Primarlehrerin Widder

Beruf: Sternzeichen: Hobbys: Mein grösster Traum:

Jubla, Schwimmen, Freunde, Musik, … eine eigene Insel ☺

Hoi Nadja, wie geht es dir? Mir geht es gut, merci. Dein Eintritt in die Kalei liegt nun auch bereits ein paar Wochen zurück. Wo hast du deine Jubla-Zeit davor verbracht? Meine Jubla-Zeit hat erst als Leiterin angefangen. Mit einer anderen Kaleierin bin ich ins Gymi und sie hat mich angehauen, ob ich nicht Lust hätte in die Jubla zu kommen. So wurde ich Leiterin im Blauring Winti. In den letzten fünfeinhalb Jahren habe ich verschiedene Ämtlis gehabt, bis Ende 2011 die Scharleitung. Was ist deine schönste Erinnerung aus deiner Zeit bei der Schar? Das war eindeutig das 75-Jahre-Jubiläum in Luzern. Mein erstes Mini-Jubla-Lager. Hast du dich in der Kalei bereits ein wenig eingelebt? Ja, ich würde schon meinen. Als Viel-Quatscherin fühlt man sich in diesem Team schnell wohl =) Du wirst im Sommer Karin Erni als Teamleitern der Kalei Zürich ablösen. Hast du für dein Amt Schwerpunkte überlegt? Oder Dinge, die du gerne ausprobieren möchtest? Mir ist es wichtig, dass die Kalei kein ominöses Grüppchen ist, das hinter verschlossenen Türchen Pläne schmiedet. Ich finde es wichtig, dass wir Kaleier Menschen mit Händen und Füssen sind, mit denen man als Leiterin oder Leiter in Kontakt kommen kann. Viel Wahnsinniges können wir in nächster Zeit nicht ausprobieren, ich denke unsere Ressourcen sind ganz klar für das Kala reserviert.

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Wie verbringst du deine Jubla-freie Zeit? Irgendwo draussen, am Käfele, in der Ikea, auf dem Velo, mit Schwimmen, mit Telefonieren...


GLK A

Aileen Geers, Caroline Kuratle

Wir, 32 topmotivierte Teilnehmer, trafen uns, um unsere Kenntnisse in den Gebieten Biwakbau, Seilkunde, Erste Hilfe und Kartenkunde zu verbessern und zu prüfen. Einige Wochen zuvor hatten wir das Kursmotto erfahren: 3ndlich 3nd3. Unsere Leiter, die Mayagötter, hatten vor, die Welt zu zerstören und wir, die Auserwählten, sollten in unseren Berufungsgruppen Natur, Technik, Medizin und Sekte einen passenden Plan ausarbeiten. Nachdem wir also im Vorweekend einige Grundlagen des Leiterseins kennengelernt hatten und viele Unterlagen mit nach Hause gebracht hatten, versammelten wir uns vier Wochen später am Hauptbahnhof Zürich und fuhren gemeinsam ins wunderschöne Lenz. Da unsere Prüfungen schon bald bevorstanden, konnten wir während den Pioniertechnikblöcken zu Beginn des Kurses unser Wissen noch einmal auffrischen. Die angespannte Prüfungsstimmung löste sich jedoch in den Gruppenblöcken schnell auf. Wir lachten viel und teilten unserer Erfahrungen und Erlebnisse aus unseren jeweiligen Scharen miteinander.

Damit wir auch das Gelernte anwenden konnten, führten wir jeweils in kleinen Gruppen einen Sportblock durch, in welchen wir viel leisteten, lachten und lernten. Doch ohne das aufmerksame Auge unserer heissgeliebten Küche wäre der Kurs nur halb so gut gewesen. Der eigentliche Höhepunkt der Woche war die selbstgeplante Wanderung mit Übernachtung im Zelt. Egal ob auf 1800 M.ü.M. im Schnee, oder am See, es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Am nächsten Tag kehrten wir dreckig, erschöpft, aber bei bester Laune nach fünf Stunden Wanderung ins Kurshaus zurück. Zum Glück konnten wir uns danach mit Massagen und Gesichtmasken am Ego Easy Abend enstpannen. Am Freitag war es dann soweit: Der Abschlussabend stand bevor. In unseren Berufungsgruppen mussten wir uns nun das letzte Mal in einigen Games beweisen und für die Verpflegung sorgte unsere Küche mit einem ausgezeichneten Vier Gang Menü. Am späten Abend stand dann fest, die Gruppe Sekte hatte gewonnen und ihre Mitglieder wurden zu neuen Mayagöttern gekürt. Gefeiert wurde danach gemeinsam bis spät in die Nacht.

Am nächsten Morgen starteten wir zwar müde, aber immer noch topmotiviert in den Tag und putzten, was das Zeug hielt. Später am Nachmittag kehrten wir dann nach Zürich zurück und verabschiedeten uns schweren Herzens.

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Am Wochenende vom 24. – 25. März fand das Vorweekend des GLK A 2012 im Pfadiheim Winterthur statt.

kursclub

3ndlich 3nd3?


GK

GK-Bericht 2012 kursclub

Sandro, Sandro & Nadja Alles Begann mit einem ominösen Brief… In dem Brief stand, dass wir von Journalisten gebraucht werden. Genaues wurde uns nicht gesagt, nur dass wir uns am Samstag den 28.04.2012 um 8.30 Uhr am Hauptbahnhof treffen sollten und unser Ziel Gysenstein in Bern sei. Man versprach uns eine spannende Story und diese bekamen wir auch! Kurz vor unserer Ankunft in Bern bekamen einige Teilnehmer eine ominöse Nachricht, dass wir uns auf den Bundesplatz begeben sollten, um dort etwas Spannendes zu sehen. Was genau wurde uns nicht gesagt. Wir schwärmten also aus und trugen alles Verdächtige zusammen. Wir kamen dann zum Schluss, dass der anonyme Informant wohl einen Streit zwischen 2 Personen gemeint hatte.

In den BG Gruppen wurden dann andere Themen behandelt, wie zum Beispiel: Was tun, wenn man mal nicht motiviert ist? Wie gestalte ich eine spannende, abwechslungsreiche Gruppenstunde für meine Gruppe? Was macht einen guten Leiter aus? Etc. Natürlich mussten wir uns dann auch in der Praxis beweisen. Deshalb wurde jede BG Gruppe in 2 Gruppen aufgeteilt, welche dann zur gleichen Zeit mit je einer Hälfte des GK’s eine Gruppenstunde durchführten. Dazu gehörte viel Planung und Vorbereitung, doch haben alle die Gruppenstunden mit Bravour gemeistert!

Nach unserer Ankunft im Haus in Gysenstein wurde zuerst einmal „iipuffet“, danach wurde eine zweite Vorstellrunde des ganzen Rudels durch ein Game veranstaltet, man musste den Frisbee werfen und seinen Namen sagen, der nächste warf weiter und sagte seinen Namen und so weiter. In unserer Zeit in Gysenstein lernten wir viel, an einem Tag gab es einen Postenlauf mit den Posten: Sani 1, was tun, wenn sich ein Kind verletzt? Sani 2, was tun bei Notfällen etc. Kartenkunde und den Seil- und Knotenkunde–Posten, in dem man lernt wie man Knoten macht.

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Natürlich haben wir auch viel gespielt! Und wir haben durch ein Geländegame einen Trailer fürs KaLa gedreht (btw. S KaLa isch SUPER!!!)


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GK

Der GK näherte sich langsam dem Ende zu und wir erhielten unsere riesen Story: Beni Thurnheer wurde von Sven Epiney erpresst. Grund dafür war ein Moderatorenjob bei Benissimo. Beni ist untergetaucht und Epiney trägt nun eine Fussfessel. Der GK endete mit dem Schlussabend, an dem die einzelnen BGs verschiedene Aufträge bekamen, z.B. musste man einen 10-minütigen Sketch vorstellen oder eine Artistenshow etc. Später am Abend, zwischen den verschiedenen Gängen des Gala-Dinners, wurden dann die Swiss Show Awards verteilt. Glücklicherweise hat jeder Teilnehmer einen Award bekommen. Dann war das Lager auch schon fertig. Wir werden diese Zeit niemals vergessen. Es war einfach super! An dieser Stelle noch einmal einen Dank an die Leiter, die Küche und die Teilnehmer, die dieses Lager so unvergesslich machten!

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Cheers’n’aoi!!


Grundkurs Safari 2012

Supermär(l)io - rette Rapunzel! kursclub

Tim Hug, Sarah Erni Die Anreise und die ersten Tage Am Samstag 21 . April trafen sich in Zürich einige Vertreter der Toad, Peach und Yoshi-Familien um gemeinsam auf Super Mario zu warten. Nachdem seine erste Aufgabe gut gelöst wurde, ging es auf nach Luzern zu einem Stadtgame. Danach schnürten wir unsere Wanderschuhe und genossen das noch schöne Wetter bei einer gemütlichen Wanderung. In den nächsten zwei Tagen lernten sich die Teilnehmer gegenseitig kennen und verbrachten ihre Theoriestunden in den Basisgruppen. Neben Themen wie, verschiedene Kindertypen, sahen die Teilnehmer auch einen Mustersportblock, der ihnen später in der Woche helfen sollte, ihre eigenen Blöcke zu gestalten. Am Sonntagabend weihte uns Super Mario endlich in seine geheime Mission ein: Er versuchte gerade Rapunzel zu finden und zu befreien. Bevor es dann am Dienstag losging, verbrachten alle noch einen lustigen Abend bei einem chaotischen Dessertgame miteinander. Der Tag an dem die Kinder kamen... Da an diesem besagten Dienstag die Kinder kamen, mussten die Teilnehmer noch ein paar Dinge vorbereiten. Am Morgen erhielten wir den Auftrag eine Figur zu basteln. Man hatte die Auswahl zwischen einem Mario, einem Luigi, einem Gumba oder einem Pilz. Für diese Figuren hatten wir nur wenig Zeit, weshalb wir uns beeilen, und einander helfen mussten.

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Kurze Zeit später brachen wir in Richtung Bahnhof auf. Dort erschienen die Kinder in voller Pracht und Würde. Dann stellte sich kurz jeder Teilnehmer vor und sagte wer seine Göttikinder sind. Nachdem sich dann die Göttis und die Kinder gefunden hatten, spazierten alle zusammen zurück zum Lagerhaus, dem St. Raphael Ferienhaus. Bei unserem Lagerhaus angekommen, gab es zuerst ein Riesenchaos, weil jeder als Erster in sein Zimmer wollte. Als das Chaos langsam aufgelöst war, hatte schon jedes Kind mit seinem Götti seine Tasche ausgepackt, und sassen dann gemeinsam im Esszimmer, um ein feines Mahl zu erwarteten. Am Nachmittag fand dann ein Programm mit dem gestiefelten Kater, von der Gruppe Peach organisiert, statt. Trotz dem Stress, den die Gruppe durchstehen musste, gelang das Programm und alle Kinder hatten Spass. Nach dem deliziösen Abendessen wurde noch lautstark gesungen, bis es ein brillantes Dessert gab, das alle sehnsüchtig erwartet hatten. Danach wurden die Kinder ins Bett geschickt. Die Teilnehmer nahmen dann noch an der Tagesauswertung teil, bis sie dann schlussendlich auch ins Bett gingen.


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Grundkurs Safari 2012

In den nächsten Tagen organisierten die verschiedenen Basisgruppen Programmblöcke für die Kinder. Am Mittwoch mussten wir bei einem Nachtgame dem Froschkönig helfen, genug Küsse zu sammeln, um ein Festmahl herzurichten. Tags darauf brachte uns Super Mario die Nachricht, dass die Hexe von Hänsel und Gretel einen entscheidenden Hinweis für den Aufenthaltsort von Rapunzel habe. Deshalb trennten sich am Nachmittag die Teilnehmer von den Kindern und machten sich auf die Suche nach der Hexe. Dabei machten sie einen gemütlichen Spaziergang und genossen ein Glace um sich ein bisschen zu erholen. Währenddessen waren die Kinder fleissig gewesen und hatten mit leckeren Zutaten Häuschen für die Hexe gebastelt. Prompt konnten wir vor dem Z’Nacht die Hexe damit anlocken und Super Mario ihr daraufhin den Hinweis klauen. Mit genügend Energie konnten wir nun am Freitagnachmittag den sieben Zwergen und somit auch Schneewittchen helfen, verschiedene Aufgaben zu erledigen. Als Dankeschön fanden wir den endgültigen Hinweis auf Rapunzels Versteck. Und siehe da, Rapunzel hatte doch tatsächlich die ganze Zeit in einem Turm, just neben dem Lagerhaus, auf ihre Rettung gewartet. Nachdem nun seine Mission beendet war, bedankte sich Super Mario bei uns für unsere Hilfe und machte sich danach auf den Heimweg. Den Abend verbrachten wir bei einem spannenden Märchenrätsel, bei dem vor allem die Kinder erstaunlich viele Antworten richtig hatten. Einen Tag später traten auch wir die Heimreise an. Wegen des starken Windes erwog die Kursleitung kurz per Fallschirm oder ähnlichen Flugmitteln nach Zürich zu fliegen, entschied sich dann aber nach längeren Diskussionen doch für den sicheren Weg mit der Bahn.

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Die zweite Wochenhälfte


SLK 2012 – 360° Glückseligkeit

Wer findet die 360° absolute Glückseligkeit?

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Nicole Bulliard, Amina Hug Vor einigen Monaten wurden vom Sender 3+ auswanderungswillige Personen gesucht, die (bald) volljährig sind. Über ein langes Castingverfahren wurden schließlich 7 verschiedene Familien gefunden: Eine Drogenbaronin mit 2 Gehilfen und einem bissigen Hund, 3 Models und ihr allzeit präsenter Spiegel, zwei „Möchtegernspitzensportler“ und ihr Papagei, eine Missionarsfamilie mit ihrem Glücksschwein, eine Schweizer Rockband, ein Saunaverkäufer mit seinem Tresor und eine alleinerziehende Mutter mit ihren zwei nervenden Söhnen. Sie alle versuchen, im Ausland ihre Glückseligkeit zu finden.

An einem wunderschönen Wochenende im März trafen sich alle Kandidaten mit den Staffelverantwortlichen und drehten die erste Sendung. In Zürich bereiteten sie sich auf das Verlassen ihrer Heimat vor und machten viele Erinnerungsfotos. Sie wurden dann mit ihrem Flugticket wieder nach Hause entlassen, um sich auf das große Abenteuer einzustellen.

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Die einen genossen die Hinreise entweder in der First Class oder auch auf dem Fahrrad. Trotz den bequemen Reisemitteln, konnte eine anstrengende zweitägige Wanderung nicht vermieden werden. Total verschwitzt und verschneit kamen schlussendlich alle an ihrem Ziel an: Das typische Pfadiheim in Gysenstein. Logischerweise waren neben den fehlenden Treppen im Haus auch keine zwei gleichen Teller vorhanden…., aber zurück zum Thema: Am Ziel angekommen mussten Land und Haus gekauft und gebaut werden. Tolle Gebäude wie Kathedralen, Wolkenkratzer mit integriertem Pool und Showbühne auf dem Dach bis hin zu Strohhütten sind je nach Budget entstanden. Arbeitsbewilligungen mussten eingeholt werden und die Kandidaten wehrten sich vehement gegen die haarsträubenden Vorurteile der Presse. Gegen Ende der Staffel kamen alle ihren 360° Grad Glückseligkeit sehr nahe.


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SLK 2012 – 360° Glückseligkeit

Um sich gegenseitig besser kennen zu lernen und ein wenig Paranoia zu verbreiten, wurde unter den Kandidaten und dem Serienteam, durch ein Spiel, sämtliches Vertrauen zerschmettert. Es wurde ein knallharter Überlebenskampf geliefert und zum Schluss hatten sie alle Todesqualen ausgestanden. Nun ruhen sie alle in Frieden.

Zum Schluss noch Hans Musters* Lebensweisheit: „Nicht jeder, der dich in die Scheisse reitet ist dein Feind und nicht jeder, der dich rauszieht ist dein Freund!“

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Herzlichen Dank an unsere völlig durchgedrehte Fernsehcrew, an alle motivierten und weniger motivierten Kandidatinnen und Kandidaten und an unsere Ernährungscoaches, die uns mit zu feinem Essen überhäuft haben.


GLK B

Bericht aus dem Bundeshaus kursclub

Gabor Wehrmüller, Tibor Wehrmüller, Linus Hany Für die Session vom 28. April bis zum 5. Mai 2012 traf sich die neugewählte Bundesversammlung in Bundes-Lenz, genauer in der Anlage Don Bosco. Doch nicht wie sonst sollten die Repräsentanten des ehrenvollen Schweizer Volkes ihre Hintern weiter flachsitzen. In der diesjährigen Frühjahrssession zeigte der Bundesrat (KuLei) den NationalrätInnen (TN), wie sie sich möglichst unbeschadet durch das Innere des Bundeshauses kämpfen sollen. Dazu wurden die vier Parteien des Landes (BGs) in differenzierten Disziplinen gelehrt und geprüft. Die leicht nach Achselschweiss stinkenden Bauern, die zutiefst betrübten EMOs, die geldgierige Chaos-Partei und die friedliebenden Öko-Futzis eigneten sich dabei so viel Wissen an, dass es sich kaum auf die wenigen Zeilen dieses Textes „quetschen“ lässt. Ein paar exemplarische Situationen wollen wir Ihnen aber nicht vorenthalten:

Sollte sich ein Nationalrat so tief in den Katakomben des Bundeshauses verlaufen, dass er die Nacht dort verbringen muss, ist dies nicht weiter schlimm. In der letzten Session in Bundes-Lenz erhielt er nämlich ein multifunktionelles Portemonnaie, aus dem er nicht nur eine originalgetreue Nachfertigung des Speers der Helvetia, sondern auch acht 1 .25 Kg schwere Blachen, vier 2 Meter lange Zeltschnüre, elf Zeltpflöcke, zwölf Heringe und eine Taschenberta zaubern kann. Mit diesen Utensilien gelingt es dann, einen Berliner zu bauen und darin die Nacht ohne ungewünschten Regeneinfluss zu überstehen.

Des Weiteren wissen unsere Nationalräte nun, wie man den dufourspitzähnlichen Papierberg in den Knopf kriegt. Dafür eignet sich am besten Polypropylenseil oder eine gewöhnliche Reepschnur. Mit Hilfe eines Bretzels, Spanners und einem Maurerknoten ist die Papierlawinengefahr dann vorerst gebannt. Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, wissen sich die Nationalräte nun zu helfen: Die extrem gefährlichen und heimtückischen Papierschnitte zwischen den Fingern etwa, können mit der Schocklagerung und einem Druckverband behandelt werden. Um sich endgültig aus der misslichen Lage zu befreien, geht man hingegen einfach durch die Tür.

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Wir sind uns sicher, dass der Nationalrat die laufende Legislaturperiode dank dem neu angeeigneten Wissen ohne Mühe meistern wird. Das Schweizer Volk kann stolz sein!


Interview

Melanie Meyer, Chnopf-Team

Hallo *Claudia, mit welcher Art von Sucht bist du im Laufe deiner Jugend konfrontiert worden? Magersucht. Kannst du dir heute erklären wie es dazu gekommen ist? Schwierig zu sagen. Ich habe mir oft Gedanken darüber gemacht, was möglicherweise der Auslöser dazu gewesen sein konnte… die Pubertät, eine neue Schulklasse, in der ich mich am Anfang nicht wohlfühlte… vielleicht auch unrealistische Ideale? Ich habe es bisher nicht geschafft, die Ursache zu finden. Was für ein Verhältnis zu deinem Körper hattest du während deiner Pubertät? Ich würde es als „nicht das beste“ beschreiben. Ich hatte Schwierigkeiten, zu akzeptieren, dass mein Körper sich verändert. Wann hast du gemerkt, dass du an Magersucht leidest? Es ist ja am Anfang ein schleichender Übergang, von „ich will ein bisschen abnehmen“ bis zum „Kontrollverlust“. Das Seltsame ist, dass ich selbst gemeint habe, alles unter Kontrolle zu haben. Es waren die Leute um mich herum die mich darauf aufmerksam gemacht haben, oder dies zumindest versucht haben. Selbst wirklich einzusehen, dass man krank ist, ist schwierig. Ich habe mir mit einer Höhe von 164 cm und einem Gewicht von 35 kg immer noch eingebildet, dass man mir doch nichts ansehen kann. Wie hat dein familiäres und kollegiales Umfeld auf deine Krankheit reagiert? Meine Familie, besonders mein Vater, hat mich auf dem ganzen Weg aufgefangen und unterstützt. Der Freundeskreis hat sich allerdings extrem verändert. Beinahe alle meiner „Freunde“ haben mir den Rücken zugedreht. Zu einem

gewissen Grad habe ich auch Verständnis dafür, denn von mir aus kamen sehr oft nur negative Antworten auf die Frage, ob wir was unternehmen wollen. Andererseits war es aber auch sehr schwierig. Meinen „Freundeskreis“ habe ich durch die Krankheit definitiv verloren. Ich mag mich noch gut erinnern, als eine Klassenkollegin, mit der ich im Grunde genommen nie etwas zu tun gehabt habe, geschlossen mit meinen vermeintlichen Klassenfreunden zu mir kam und mir gesagt hat „Wir finden es nicht mehr passend, dass du hier bist, es wäre besser, wenn du in eine Klinik und weg von dieser Schule gehst“. Dies tat weh und hat alles nur noch schlimmer gemacht. Gleichzeitig findet man aber auch heraus, wer zu einem steht und damit, welches die wirklichen Freunde sind. Wie hast du es geschafft davon loszukommen? Hattest du professionelle Hilfe? Um von der Magersucht loszukommen, braucht man einen starken Willen. Es muss eine „Gedankenrevolution“ im eigenen Kopf geschehen. Es ist wie mit Drogen, nur schon Zigaretten… es hilft nichts, wenn man tausend Mal hört, wie schlecht das Ganze ist etc., man kommt erst davon weg, wenn man es wirklich selbst will. Ganz alleine habe ich es allerdings nicht geschafft. Meine Mutter hatte irgendwann mal genug vom „Zuschauen“ und hat mich bei einer Ärztin angemeldet. Diese hat mich auf dem Weg zurück in ein normales Leben medizinisch in die richtigen Bahnen geleitet. Im Weiteren waren meine Eltern, meine Sportlehrerin und mein Musiklehrer die wertvollsten Stützen. In einer Klinik war ich nie. Ich habe den vielleicht etwas steinigeren, dafür aber auch realitätsnäheren Weg gewählt… oder besser gesagt, ich hatte den Luxus und die notwendige Unterstützung der oben genannten Personen, diesen Weg wählen zu dürfen. Ich glaube für mich wäre der Weg durch eine Klinik nicht optimal gewesen. Ich habe das Gefühl, dass man da in eine geschützte Welt kommt und wenn man dann raus kommt, gibt’s eine Art Realitätscrash.

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Eine betroffene Person erzählt uns wie es dazu kam, dass sie magersüchtig wurde und wie sie von dieser schwierigen Krankheit wieder losgekommen ist.

im rampenlicht

Wenn Kalorien zählen zur Sucht wird


Interview

im rampenlicht

Spürst du heute noch Auswirkungen von dieser Krankheit? Die Gedanken rund ums Essen und Kalorien verschwinden nie ganz. Aber über die Jahre hinweg bin ich so weit gekommen, dass das Thema nicht mehr Mittelpunkt jedes einzelnen Tages ist. Es macht wieder Spass ein gemeinsames Essen mit Freunden oder Familie zu haben und die negativen Gedanken halten sich im Grossen und Ganzen in Schach. Gibt es sogenannte Risikogruppen bei der Magersucht? Im Grunde genommen kann jeder in eine solche Krankreit hineinrutschen. Ich denke allerdings generell, dass Mädchen in der Pubertät eine Risikogruppe darstellen. Auch Sportler, speziell Leute die Sport auf einem hohen Niveau betreiben, sind eine Risikogruppe. Ich denke dabei auch nicht nur an Frauen, sondern auch an Männer.

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Was kann/sollte man unternehmen, wenn man feststellt das eine Kollegin/ein Kollege ein krankhaftes Essverhalten hat? Wenn ich heutzutage jemanden treffe und beobachte, dass die Person ein krankhaftes Essverhalten hat, spreche ich ihn/sie darauf an. Ich erkläre normalerweise was ich beobachtet habe und dass ich mir Sorgen um die betreffende Person mache. Was diese Person mit meinen Informationen anstellt, ist dann ihre Aufgabe. Ich glaube auf jeden Fall, dass es wichtig ist, das Thema anzusprechen, wenn man misstrauisch ist. Oft erhält man in einem ersten Versuch eine negative Rückmeldung, und da denke ich, dass es wichtig ist, nicht aufzugeben. Es ist nicht unbedingt einfach, eine Person auf eine solche Problematik anzusprechen. Es ist aber viel einfacher für eine betroffene Person, direkt angesprochen zu werden, als dass man das Gefühl bekommt, dass andere hinter dem eigenen Rücken über einen sprechen. Für mich war es zum Beispiel sehr wertvoll, dass ich einige wenige „enge“ Kontaktpersonen hatte, zu denen ich ein Vertrauen aufbauen konnte und wusste, dass ich zu jemandem gehen konnte, der mich verstand oder auf jeden Fall zu verstehen versuchte. Ich denke aber auch, gerade wenn man in einem Verein ist oder ähnliches, ist es wichtig, dass jemand sich bereit erklärt, diese Aufgabe, die Person anzusprechen, aktiv übernimmt und einen Dialog unter vier Augen aufbaut. Plötzlich einer Gruppe gegenüberzustehen, so wie ich es erlebt habe, ist in der Regel extrem unangenehm für den Betroffenen.

Warst du während deiner Jugendzeit in einem Verein tätig? Was hattest du sonst für Hobbys? Ich spielte Tennis, war dabei in diversen Schulsportaktivitäten und spielte Saxophon. Das Tennisspielen gab ich mit der Zeit mehr und mehr auf und bin zum Ausdauersport, besonders Rad, übergegangen. Hast du das Gefühl, das dir diese Freizeitaktivitäten eher geholfen haben die Magersucht zu besiegen, oder hatten sie eher negative Auswirkungen auf dich? (Zum Beispiel das Betreiben von Sport, Vergleichen mit anderen Mädchen…) Beides. Für mich war letzten Endes der Sport die beste Medizin und er ist es auch heute noch. Er hat mir geholfen ein besseres Verhältnis zu meinem Körper aufzubauen. Am Anfang war es allerdings schwierig…ich hatte wenig Energie, um mich überhaupt bewegen zu können. Konnte ich mich allerdings nicht bewegen, war es schwierig zu Essen („Kaloriendenken“). Das war dann ein bisschen ein Teufelskreis und auch der Sport wurde zu einem ewigen Kampf des Kalorienzählens. Eine gewisse Zeit lang muss ich einräumen, dass ich trainiert hab, um Kalorien zu verbrennen und wegen des Aussehens. Heute kann ich allerdings sagen, dass der Sport zu einer Lebensphilosophie geworden ist. Ich trainiere, weil ich Spass daran habe. Dieser Übergang geschah schleichend. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal an Kalorien und nicht an Leistung gedacht habe ☺ Der Fokus hat sich definitiv verändert. Generell denke ich, dass Freizeitaktivitäten helfen, weil sie den Gedankenfokus verändern und erlauben, an was anderes als Essen zu denken. Es ist jedoch wichtig, dass man sich in einem unterstützenden Milieu bewegt.

Vielen herzlichen Dank, das du dir die Zeit genommen hast, um mit mir über diese schwierige Zeit zu sprechen und uns deine Erfahrungen mitzuteilen. *Name von der Redaktion geändert


Interview

Carla Périsset, Chnopf-Team Im Gespräch mit Christiane Jacquier, Dipl. Sozialarbeiterin & Psychotherapeutin, Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich.

Was bedeutet für Sie “Sucht”, ab wann ist ein junger Mensch abhängig? Das ist nicht so einfach zu beantworten. Ein junger Mensch ist dann abhängig, wenn sein Alltag durch eine Tätigkeit oder Substanz so dominiert wird, dass der normale Alltag darunter leidet oder nicht mehr zu bewältigen ist. Von welcher Sucht sind am meisten Jugendliche zwischen 15-25 Jahren betroffen? Vermutlich nach wie vor vom Alkohol. Das ist gesamthaft immer noch die Droge Nr. 1 und leider bei Jugendlichen durch all diese Süssgetränke (Softdrinks/Alcopops ) sehr aktuell. Kann gesagt werden, ob junge Menschen, die in einem Verein sind, wie z.B. die Jubla, stärker oder weniger gefährdet sind? Ganz grundsätzlich kann gesagt werden, dass Jugendliche, die sich für etwas i n t e r e s s i e r e n und engagieren können, über Voraussetzungen verfügen, die sie befähigen, weniger zu Abhängigkeiten zu neigen. Wenn ein junger Mensch in eine Abhängigkeit gerät - wie könnte dies das Umfeld der Betroffenen merken /feststellen?

Diese Symptome müssen aber nicht unbedingt ein Indiz für eine Abhängigkeit sein. Sie können durchaus auch für eine andere Problematik stehen.

im rampenlicht

Dies rät die Fachfrau

Wie könnte ein Leitungsteam darauf reagieren, wenn bemerkt wird, dass etwas nicht stimmt? Bei jedem auffälligen Verhalten sollte das Leitungsteam die betroffene Person ansprechen, d.h. ihr mitteilen, dass eine Veränderung wahrgenommen wurde, ohne zu moralisieren. Gut ist, wenn eine Person aus dem Leitungsteams diese Aufgabe übernimmt, welche eine gute Beziehung zur Betroffenen hat. Sie könnte nach allfälligen Problemen fragen und ein Hilfsangebot machen, wie bespielsweise Adressen von professioneller Hilfe angeben. Sie könnte auch die Sorge um diese Person ausdrücken und fragen, ob sie etwas für sie tun könne. Sind Leiter die eine Drogenabhängigkeit haben noch fähig mit Kindern zu arbeiten? Das ist sehr von der Persönlichkeit abhängig. Es gibt Leute, die von einer Substanz abhängig sind und weiterhin gute Eltern, Lehrer, Aerzte etc. sind und andere, die das überhaupt nicht können, weil sie zu sehr mit sich selber beschäftigt sind.

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Oftmals reagieren diese Menschen mit Rückzug, Leistungsabfall, depressivem Verhalten und mehr.

Bild: www.fotocommunity.com


Interview

im rampenlicht

Was ist das wichtigste, wenn man weiss, dass ein Teammitglied in der Schar ein Suchtproblem mit Drogen hat? Unterscheidet sich dies, wenn man weiss, dass der Betroffene in Behandlung ist? Als MitleiterInnen sollte man die Person unbedingt ansprechen, vorallem, wenn man weiss, dass die betroffene Person in Behandlung ist. Ich denke, dass man von Fall zu Fall beurteilen muss, was zu unternehmen ist und ob die Behandlung genügend unterstützend ist, so dass die Leitungsfunktion weiterhin übernommen werden kann. Da kommt es sehr darauf an, ob man denkt, dass dieses Teammitglied die Verantwortung für seine Aufgabe genügend übernehmen kann. Die erste Priorität haben die ihr anvertrauten Kinder/Jugendliche. Es sollte aber unbedingt bei Unsicherheiten eine Fachperson beigezogen werden, welche auch das Team unterstüzen kann. Was heisst es eigentlich, eine Therapie zu machen? Ist man da in einer Klinik? Oder gibt es auch Jugendliche, die eine Therapie machen und Zuhause bleiben können? Und zum Schluss, was raten Sie den einzelnen Teammitglieder, wie sie sich verhalten sollen, wenn jemand übermässig Drogen konsumiert z.B. in einem Lager wo es grundsätzlich verboten wird? Auch da ist die Antwort nicht einfach - leider! Eine Therapie kann sowohl stationär in einer Klinik sein als auch ambulant, wie z.B. Psychotherapie. Es kann aber auch eine medikamentöse Substitutionsbehandlung sein. In der Regel ist es ein sehr langer Weg, der Jahre dauern kann. Die Substanzabhängigkeit ist in den meisten Fällen ein Symptom für eine Grundproblematik, die bewältigt werden muss. Es gibt leider nicht einfach die Therapie, die für alle gilt und zum Erfolg führt. Es muss von Fall zu Fall abgeklärt werden, welcher Weg für die betroffene Person der richtige ist. Meistens braucht es dabei viele Umwege. Herzlichen Dank für das Gespräch.

16 Bild: www.fotocommunity.com


JuBla Thalwil on Stage

Seit Anbeginn der Zeit war es das Ziel des Menschen, neben dem Land und dem Wasser auch die Lüfte zu beherrschen. Mehrmals scheiterte er kläglich, nehmen wir nur schon das Beispiel der griechischen Mythologie, als Ikarus in seinem Versuch den Tod fand. Als man dann ab dem 17. Jahrhundert langsam in die Höhe stieg, waren die Reichweiten klein und die Kosten demgegenüber enorm. Heutzutage fliegt man weit für einen kleinen Betrag (wobei es dann nicht einmal gratis Erdnüsse während des Fluges gibt) doch fehlt nun der Stil. Die ganze Welt scheint von stillosen Fluggeräten beherrscht zu sein. Die ganze Welt? Nein! Ein kleines Dorf am Zürichsee wiedersetzt sich diesem Trend. Jährlich findet hier in Thalwil ein Flugtag der Extraklasse statt. Die besten (Seidenpapier) Heissluftballonbauer der Welt versuchen die Dominanz der lokalen Ballonbauer zu übertreffen. Doch wie kommt diese Dominanz zustande? Wo werden die Aviatik-Experten ausgebildet? 1944 wurde in Thalwil der Verein der Jungen Ballonbauer (kurz JuBla) gegründet, die nicht

nur die meisten der Preise am Heissluftballonrennen (HeLuBaRe) abräumen, sondern auch für die Organisation desjenigen zuständig sind. Seit wann dieses Rennen besteht, ist selbst den JuBlaStammesältesten nicht bekannt, doch es handelt sich zweifelsohne um einen der traditionellsten JuBla Anlässe überhaupt. Für die Thalwiler JuBla, bestehend aus 13 erfahrenen Ballonbauern und ca. 30 Aspiranten, ist es jeweils eine Chance ihr Bastelkönnen unter Beweis zu stellen und ihre Kreativität auszuleben. Beim Anblick der Seidenpapierkunstwerke wird es selbst den härtesten Männern warm ums Herz. So stieg schon eine Kirche, Homer Simpson oder auch ein Toi Toi WC Ende Januar in den Himmel über Thalwil. Übrigens, am 19. Januar 2013 sollte, sofern Petrus mitspielt, dann das nächste HeLuBa-Re stattfinden, an welchem jeder versuchen kann das Unmögliche zu bewerkstelligen: die Thalwiler bei ihrem Heimspiel zu schlagen. Doch spätestens bei der Vergabe der Preise wird jedem klar: Die Herrscher der Lüfte sind die JuBlaner aus Thalwil!

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Tobias Vuillemin

schar on stage

JuBla Thalwil – Die Herrscher der Lüfte


Interview

Interview mit Donald Ganci, Ex – Jublaner, Leiter von Streetwork

im rampenlicht

Alex Fauceglia, Chnopf-Team Gebrauchsanleitung für dieses Interview: Wir sind uns im Klaren, dass dies ein sehr langes Interview ist. Wenn du nicht alles lesen willst: schau dir doch zuerst die Fragen an (kursiv), dann kannst du entscheiden, welche Antworten du lesen möchtest. Viel Spass!

Du bist Leiter von Streetwork, einer Fachstelle der Stadt Zürich. In wenigen Worten: Was macht ihr genau? Das kann man nicht in wenigen Worten sagen. Wir haben sehr viele verschiedene Angebote. Da wäre die aufsuchende Sozialberatung. Unsere Mitarbeiter gehen raus und sprechen jüngere Leute an, wenn sie den Eindruck haben, diese könnten Probleme haben, z.B. keine Tagesstruktur, keine Ausbildung, Probleme in der Familie etc., und versuchen zu helfen. Unser berühmtestes Angebot ist sicher das Pillentesting, das wir nun seit 10 Jahren anbieten. Wir gehen dort zusammen mit dem Berner Kantonsapotheker und einem mobilen Labor an Veranstaltungen und testen Substanzen (Drogen, Anm. der Redaktion) darauf, was sie genau beinhalten, und wie hoch die Dosierung ist. Mittlerweile können wir zu fast allem innert 20 Minuten eine genaue Aussage machen. Verbunden wird das ganze mit einem anonymen, freiwilligen Präventionsgespräch.

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Weil wir damit aber v.a. Partyvolk ansprechen, haben wir 2006 das Drogeninformationszentrum Zürich (Konradstrasse 1, Tel. 043 300 54 77) gegründet. Dieses ist jeden Dienstag von 17:30 bis 20:30 geöffnet, extra nach den Arbeitszeiten. Man kann auch dort Substanzen zum Testen bringen, das dauert jedoch 3 Tage, da wir selbst kein Labor haben. Natürlich ist das alles auch kostenlos, freiwillig und anonym.

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Ein anderer Punkt ist unsere Öffentlichkeitsarbeit. Wenn wir eine Substanz entdecken, die gefährlich ist, geben wir jeweils Warnungen in den Zeitungen und auf www.saferparty.ch, unserer Homepage raus. So können wir die Bevölkerung breit ansprechen und warnen. Dazu kann man noch sagen dass es seit 2001, also seit wir testen, in der Stadt Zürich keinen (Designer-) DrogenToten mehr gegeben hat. Wir werten auch jede durchgeführte Beratung und jedes Pillentesting aus. und können so sehr frühzeitig erkennen, wenn sich ein Trend entwickelt oder das Konsumverhalten verändert. Wir geben dann entsprechende Hinweise an Präventionsstellen. Wir führen auch Lektionen in 40 - 60 Klassen der Kantonsschulen und Berufsschulen mit über 15 jährigen Schülern durch. Dies zu diversen Themen rund um Sucht und Drogen. Weil wir wollen, das dort offen geredet wird, sind die Lehrer nicht dabei. Das funktioniert grundsätzlich sehr gut. Auf saferparty.ch bieten wir auch online – Beratungen an, sowie hier in unseren Büros Einzelberatungen, diese sind jedoch allgemein orientiert. Suchtmittelkonsum kann da ein Thema sein, muss aber nicht. Wir haben auch einen kleinen Treffpunkt mit Internetanschluss hier, wo man sitzen, Bewerbungen schreiben, Wohnungen suchen (v.a. ein Thema für Obdachlose) etc. kann. Ich glaube, das ist so ziemlich alles.


Das kommt darauf an, ob wir wie beim Pillentesting nur auf Drogen bezogen beraten, oder eine umfassende Beratung machen, wie bei der aufsuchenden Sozialarbeit. Zu den Veränderungen im Konsum – die grosse Veränderung fand 1994 - 96 statt, aufgrund einer Veränderung in der Szene, weg von Null-Bock, Scheiss auf die Leistungsgesellschaft, Ausstieg, hin zu neuen Szenen, v.a. die Technoszene und Hip Hop. Vorher waren die sog. „Downers“, wie z.B. Heroin, sehr in, da sie zur Haltung in der Szene gepasst haben. Die neuen Szenen haben dann aber genau das Gegenteil von Ausstieg propagiert, sie wollten stark und leistungsfähig sein. Dazu passen ganz andere Drogen, eher sog. „Upper“ wie Ecstasy, Speed, Amphetamin, Kokain. Heroin war – entgegen der Meinung der Öffentlichkeit – zu diesem Zeitpunkt für die Jungen schon lange kein Thema mehr, und ist es auch heute nicht. Die Spitzen im Konsum machen aber immer die gleichen Drogen aus: Nikotin, Alkohol, Kokain, Cannabis und Ecstasy. Der Konsum von Nikotin und Cannabis ist dabei rückläufig, was ich auf die sehr gute Präventionsarbeit und Versachlichung der Diskussion in den letzten Jahren zurückführe. Es ist einfach nicht mehr so spannend, zu kiffen, wie noch vor ein paar Jahren. Daneben gibt es so einzelne Spitzen – im Moment liest man z.B. viel von GHB (K.O. Tropfen), diese erreichen aber niemals das Niveau der Renner. Man kann also sagen, dass seit dem Umbruch in den 90ern alles mehr oder weniger beim gleichen geblieben ist. Drogen gehören also zur Gesellschaft? Ich glaube ja. Gerade im Genuss/Freizeit/Festbereich gibt es wahrscheinlich kein Fest (ausser ein Kindergeburtstag ohne Eltern), an dem nichts konsumiert wird.

Du sprichst den Konsum an. Was ist für dich eine Droge, und was ist für dich Sucht? Eine Droge ist eine Substanz, die man zu sich nimmt. Ein Handy kann also z.B. keine Droge sein. Man hört ja aber immer mehr auch von Handysucht, Spielsucht etc. – das sind sog. Verhaltenssüchte. Wenn man hingegen etwas zu sich nimmt ist das eine Drogensucht. Diese hat jedoch auch einen grossen Einfluss auf das Verhalten. Zur Sucht: Häufig wird ja auch der Begriff Abhängigkeit benutzt, mit einem negativen Beigeschmack. Das müsste man aber absolut wertfrei sehen, denn abhängig (z.b. von Wasser, Luft, Essen..) sind wir alle. In diesen Fällen ist die Abhängigkeit sinnvoll, da wir diese Substanzen zum Leben brauchen. Die Sucht beginnt meiner Meinung nach dort, wo eine Abhängigkeit zu Problemen führt. Meist ist hier nicht die Substanz selbst das Problem, sondern die Menge, die man davon zu sich nimmt. Als Beispiel: 1 Apfel am Tag ist sehr gesund. Nimmt man 20 Äpfel am Tag, ist das sicher nicht mehr gesund. Das verhält sich mit vielen Substanzen ganz ähnlich. Wenn ich also immer wieder zu viel davon zu mir nehme, und mir damit schade, dann sprechen wir von Sucht. Was für Gründe stehen hinter dem Konsum von Drogen bei Jugendlichen (Ausprobieren, Spass, Sucht..?) Da gibt’s ganz verschiedene. Wenn man den Einstieg anschaut, den Probierkonsum, steht da sicher jugendliche Neugierde, Abenteuerlust und Leichtsinn dahinter. Sie wollen die Welt ausprobieren. Hier, aber nicht nur hier, spielt sicher auch der Gruppendruck eine Rolle. Gerade bei Alkohol und der Menge, die man davon zu sich nehmen kann, was häufig dazu benutzt wird, um vermeintliche Männlichkeit und Stärke zu zeigen. Wenn man den regelmässigen Konsum betrachtet, können Entspannung vom Alltag (Kiffen), Unterstützung, wenn man z.B. etwas scheu ist, oder Leistungsfähigkeit, wenn z.B. jemand Kokain konsumiert, um eine ganze Nacht durcharbeiten

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Habt ihr viel mit Jugendlichen, die Drogen nehmen, zu tun? Hat sich das im Lauf der Zeit verändert? Welche Drogen werden konsumiert?

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Interview


Interview

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zu können, Gründe sein. Der Konsum erfolgt dann also häufig geplant mit einem bestimmten Ziel, was sehr gefährlich ist, denn es funktioniert eine Zeit lang. Dann wird’s aber gefährlich, denn der Konsum mergelt den Körper aus, und führt irgendwann wohl in eine Sucht. Ebenso ein Grund sind Selbsttherapieversuche von Leuten, die vielleicht eine versteckte Psychose haben und sich durch den Substanzenkonsum wohler fühlen. Schlussendlich gibt’s halt einfach auch Leute, die Spass daran haben. Zu welchen Problemen kann der Konsum von Drogen führen? Das ist sehr sehr individuell. Die Situation und damit die Probleme, die Drogenkonsum verursachen kann, wird durch 3 Faktoren bestimmt: Set, Setting und Substance. Also durch den individuellen Mensch selbst, sein Umfeld, und die Substanz selbst. Je nach Kombination dieser 3 Faktoren kann der Konsum von Drogen für den einzelnen zu einem grossen Problem führen, oder er kann ihn als angenehm empfinden. Zur Substanz – Die Unterteilung in harte und weiche Drogen ist davon abhängig, welchen Aspekt ihres Wirkungsspektrums man ins Auge fasst. Je nachdem ob man das Abhängigkeitspotential einer Droge, ihr physisches oder psychisches Schädigungspotential oder die Gefahr (bei) einer Überdosierung betrachtet, muss man

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andere Drogen als hart oder weich bezeichnen. Bezüglich der physischen Schädigung ist sicher Alkohol eine der härtesten Drogen, die es gibt. Sauber verabreichtes Heroin hingegen greift den Körper kaum an, müsste also als weiche Droge bezeichnet werden. Dort ist jedoch z.B. die Gefahr einer tödlichen Überdosierung sehr gross. Nikotin ist die Droge, die am schnellsten abhängig macht. Sie kann jedoch nur sehr schwer überdosiert werden. Der Mensch ist der 2. Faktor. Es kommt auf seine physische wie auch psychische momentane und generelle Verfassung an. Zusätzlich reagiert noch einmal jeder Mensch anders auf eine Droge. Auch sein Alter, Gewicht, Stress und viele andere Faktoren spielen eine Rolle. Als Beispiel: Jemand, der eine versteckte Psychose hat, die niemals ausgebrochen wäre, hat durch Kiffen eine bis zu 7 Mal höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Psychose eben doch ausbricht. Ein anderer, der psychisch stabil ist, mag hingegen sein ganzes Leben lang kiffen, sich dabei vielleicht seine Lunge ruinieren, aber ansonsten keine psychischen Probleme davontragen. Der 3. Faktor ist das Umfeld in dem auch der Status der Substanz eine grosse Rolle spielt. Bei einer Substanz wie Alkohol, die in der Gesellschaft akzeptiert ist, hat das absolut keine Auswirkung aufs Sozialleben oder sonst irgendetwas wenn man ab und zu ein wenig konsumiert,. Eine andere Substanz wird möglicherweise abgelehnt und kriminalisiert, ihr Konsum kann deshalb – je nach den Kreisen, in denen er stattfindet – zu grossen Problemen für den einzelnen führen. Ebenso wichtig ist es, ob das Umfeld für den Konsumenten angenehm oder unangenehm ist. Zuhause, wo er sich sicher fühlt, mit Freunden, mag jemandem der Effekt von GHB gefallen. An der Streetparade bei 30 Grad und inmitten von einer Million Leuten findet er es hingegen gar nicht lässig.


D. Ganci: Gibt es, aber ganz viel verschiedene. Generell kann man sagen, dass ein höheres Bildungsniveau eher zu einem gesundheitlichen Bewusstsein führt im Sinne von Vorsor-ge durch gesunde Ernährung, Sport, etc, und diese Leute dann auch weniger gefährdet sind, gerade auch in Bezug auf Medikamentenmissbrauch o.ä. Daneben gibt es auch altersspezifische Vorlieben. Die Jugend konsumiert eher mehr – je nach Szene unterschiedliches, so wird im Umfeld von Fussballfanclubs eher Alkohol und Aggressordrogen wie Kokain oder Amphetamin konsumiert, während Emos generell lieber kiffen und das Partyvolk eher Ecstasy konsumiert. Diese Drogen „passen“ ja auch sehr gut zu der jeweiligen Szene. Ein Vorurteil, dass man oft hört, lautet: „In der Jubla / Pfadi / CEVI lernt man saufen und kiffen.“ Trifft das deiner Meinung nach zu, und wenn ja, ist das ein Problem? Oder haben Jugendverbände wie die genannten vielleicht sogar präventive Wirkung? Beides. Da bin ich ziemlich sicher. Ich glaube, dass auch bei den Jugendverbänden Pfadi/ Cevi/Jubla ein gewisser Gruppendruck herrscht, „es“ mal auszuprobieren, allerdings glaube ich auch, dass gerade dort auch eine soziale Kontrolle in den Leitergremien besteht, die die Art des Konsums ein wenig steuert. Das soziale Umfeld und die sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die man als Leiter hat, sind ganz ganz wichtig dafür, dass der Konsum nicht überbordet. Leute, die sich entscheiden, Leiter in einem Jugendverband oder auch Trainer in einen Fussballklub zu werden, verfügen tendenziell eher über eine mittlere bis höhere Bildung, was sehr präventiv wirkt. Für mich kommt dann noch der Inhalt der Aufgabe als Leiter dazu, die u.U, eine sehr grosse Verantwortung mit sich bringt, gerade wenn man Lager leitet. Es fühlen sich also eher Leute angespochen, die auch über ein gewisses Verantwortungsgefühl und ein Mass an Selbstkontrolle verfügen. Dies hilft, den Konsum in einer solchen Gruppe

– trotz allfälligem Gruppendruck - im Mass zu halten. Ich glaube, dass dieser präventive Effekt explizit in den Jugendvereinen Jubla und co. sehr stark ist, stärker als in einem Sportverein. Natürlich gibt es davon aber auch Ausnahmen. Gibt es einen „gesunden“ Umgang mit Drogen? Wenn ja, wie sieht dieser aus? Dass ist mehr eine philosophische Frage. Nehmen wir vom Psychiater verschriebene Psychopharmaka auch dazu, – z.B. Ritalin: Gewisse Menschen haben ein schwieriges Leben, weil sie eine psychische Auffälligkeit wie zum Beispiel ADHS haben. Diese kann jedoch Vor- und Nachteile haben kann. Auf der einen Seite sind diese Leute im Erwachsenenalter dann zu enormen Leistungen fähig. Als Kinder hingegen waren sie hyperaktiv und unausstehlich. Gute Beispiele sind Einstein, John F. Kennedy und Salvador Dali. Jetzt kann man sich überlegen – ist das gesund oder nicht gesund, wenn ein solcher Mensch Ritalin nimmt? Nehmen wir einmal an, man hätte Einstein ab 8 Ritalin verschrieben – vielleicht hätte er die Relativitätstheorie niemals aufgestellt. Vielleicht kann ein anderer aber keine sozialen Kontakte knüpfen, war als Kind – obwohl sehr clever - schlecht in der Schule, weil er sich nicht konzentrieren konnte, hat Mühe in seiner Beziehung etc., weil er ADHS hat. Da kann ihm eine Droge wie Ritalin helfen. Es besteht dann einfach ein extrem hohes Risiko, dass die Person davon nicht mehr wegkommt. Ich finde, man muss da immer offen sein und die gesamte Situation sowie den Menschen, der darin steht, betrachten. Auf der anderen Seite muss man klar sagen, dass man wohl bei jeder Substanz irgend eine positive Wirkung findet. Dieser positive Effekt, den eigentlich jede Substanz hat, lässt sich jedoch immer durch etwas anderes auch herbeiführen, das zugleich weniger oder keine schädlichen Nebeneffekt hat. Es stimmt, dass das berühmte Glas Wein am Tag, vor Herz/Kreislaufkrankheiten schützt. Aber ein Apfel hat die gleiche Funktion, und ist sicher gesünder. Es kommt aber auch hier wieder sehr auf die Menge, die Substanz und den Menschen an.

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Genauer zum Faktor Mensch: Gibt es „Risikogruppen“, die besonders anfällig sind für Drogensucht? Wie kann man das Suchtrisiko für sich und andere minimieren?

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Interview

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Interview

im rampenlicht

Wie stehst du zum Spasskonsum? Ich finde das eine schwierige Frage. Jeder ist ein Individuum, und muss das für sich selbst entscheiden. Ich für mich selbst habe es nicht gern, wenn ich irgendwie psychisch verändert bin. Aber ich bin ja nicht alle anderen. Wenn jemand den Konsum im Griff hat, es geniesst und keine körperliche, psychische, soziale oder funktionale etc. Probleme hat – wieso nicht, wenn es für ihn ein reiner Genuss ist? Ein banales Beispiel: 2 Freundinnen verabreden sich an einem Sommernachmittag in einer Gartenbeiz und trinken ein zwei Gläser gespritzten Weissen. Für sie ist es ein Genuss, beide kommen etwas mehr aus sich heraus, haben eine gute Zeit und gehen nacher wieder nach Hause. Ist doch ein schönes Bild und absolut kein Problem, solange es dabei bleibt. Da könnte man einfach darüber diskutieren, wieso das nur mit Alkohol der Fall sein kann, und nicht auch mit anderen Substanzen. Was für Überlegungen stehen hinter der gesetzlichen Ordnung von Drogen in legale und illegale? Warum ist also z.B. Alkohol mit seinem hohen Schädigungspotential legal, währenddem z.B. Canabis und Heroin, die ein geringeres Schädigungspotential haben, illegal sind?

Wie kann es ein Drogensüchtiger schaffen, aus der Sucht herauszufinden? Das ist von Mensch zu Mensch total verschieden. Es braucht eine angepasste Lösung auf den spezifischen Mensch, seine Situation und seine Psyche, wie auch immer die dann aussehen mag. Was es aber sicher braucht ist einen wirklichen Willen der Person, von der Sucht wegzukommen. Grundsätzlich sagt man, dass jede dritte Therapie (Entzug) funktioniert. Jemand, der also schon 2 Therapien hinter sich hat, und wieder rückfällig wurde, hat bei der 3. höhere Chancen, von der Sucht wegzukommen als vorher. Mittlerweile sagt man den Leuten auch, wenn sie nach einer Therapie wieder rückfällig werden, dass so ein „Versagen“ normal ist und zum Weg aus der Sucht dazugehört. Das unterstützt sie darin, mit der Therapie fortzufahren, und sich nicht gehen zu lassen, nur weil sie es einmal nicht geschafft haben. Das ist ok und normal, und gehört dazu. Ich halte das für einen sehr interessanten Ansatz. Vielen Dank für das interessante Gespräch.

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Dahinter steckt keine rationale Überlegung. Alkohol ist eine der giftigsten Substanzen, die es gibt (auf der WHO Liste an 5. Stelle aller Drogen) – ich persönlich würde ihn noch höher einordnen. Es geht jedoch um die Zielsetzung, mit der konsumiert wird. Alkohol ist primär ein Genussmittel, währenddem illegale Substanzen mit dem Ziel einer psychoaktiven Wirkung konsumiert werden. Der Genuss hat jedoch wie schon gesagt auch eine Kehrseite. Was wäre, wenn man auch anderen Substanzen Geschmack beifügen würde? Zusätzlich ist es halt einfach Tradition, Alkohol zu trinken. Es hat sich darum auch eine riesige legale Wirtschaft darum herum gebildet. Deshalb ist es undenkbar, Alkohol zu verbieten, auch wenn man – wollte man die Gesellschaft wirklich schützen – schon lange die Prohibition wieder hätte einführen müssen.

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Projekt Sichtbarkeit

Nicole Egger

Was? Im Herbst 2011 wurde das Projekt Sichtbarkeit ins Leben gerufen. Ziel ist es eine erhöhte Sichtbarkeit von Jungwacht Blauring gegen innen und aussen zu erreichen. Dass heisst, man soll uns auf der Strasse anhand unseres Äusseren wieder erkennen. Das Projekt wurde in Hinblick auf das Kala 2013 gestartet. Bis dahin soll „das Ding“ erschaffen sein.

sichtbarkeit

Zwischenstand Projekt Sichtbarkeit

Zum Projektteam gehören Sarah Bless, Gio Cettuzzi und Nicole Egger. Begleitet wird es von Nathalie Fullin und Laurin Bertozzi von der Kalei.

Ihr erreicht uns per Mail: sichtbarkeit@jublazueri.ch Oder über Facebook unter „Projekt Sichtbarkeit“ Was der Gewinn sein wird steht noch offen, aber er hat sicher mit unserem „Ding“ zu tun... Wo stehen wir? Nachdem bereits verschiedene Personen befragt wurden, möchten wir hier den Zwischenstand der Dinge aufzeigen. Im untenstehenden Diagramm findet ihr die gewichteten Vorschläge der Kantonskonferenz-Teilnehmer:

Zurzeit werden noch die Rückmeldungen der Kurse ausgewertet. Alle weiteren Infos werden auf der Facebook Seite veröffentlicht. Wie geht es weiter? Sobald wir alle Anforderungen zusammengetragen haben, werden wir mit dem kreativen Teil der Arbeit beginnen. Eure Anforderungen werden in ein Produkt umgewandelt. Sobald erste konkrete Vorschläge vorhanden sind, werden diese ebenfalls auf der Facebookseite und im Chnopf veröffentlicht.

Wettbewerb Erschafft mit eurer Gruppe „ein Ding“ dass eure Sichtbarkeit erhöht und macht ein Fotoshooting. Sendet eure Fotos an: sichtbarkeit@jublazueri.ch

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Wie? In den Schaffungsprozess möchten wir euch von Anfang an mit einbeziehen. Wir möchten, dass ihr aktiv mitdiskutiert. Denn der Erfolg des Projekts hängt davon ab, ob ihr am Schluss hinter dem Produkt steht und „das Ding“ auch benutzt.


Drogen und Süchte

Drogen und Süchte – ein Thema in der Jubla?

chnopf - geflüster

Irene Meier, Chnopf-Team Vor allem Alkohol und Tabak sind in der Jubla vorkommende Arten von Drogenkonsum, die speziell vor Lagern thematisiert werden müssen. Wie gehen Leiterinnen und Leiter damit um? Welche Regeln werden im Bereich Drogen in verschiedenen Scharen durchgesetzt? Hier ein kleiner Auszug aus dem ganz normalen Scharalltag. Befragt wurden Leiterinnen und Leiter der Jubla (aus Datenschutzgründen werden diese nicht namentlich erwähnt). Frage 1: Welchen Drogen/Süchten bist du in der Jubla schon begegnet?

Frage 2: Welche Drogen können (oder haben bereits) in der Jubla/deiner Schar zu Problemen geführt? Weshalb? Was könnte man in einem SoLa machen, wenn einige LeiterInnen z.B. ein Alkoholproblem haben?

Frage 3: Habt ihr in eurer Schar klare Regeln für den Umgang mit Alkohol, Tabak etc.? Welche?

Frage 4: Du bist süchtig nach der Jubla, weil...

Person 1: 1 . Alkohol, Tabak, Cannabis : es handelt sich dabei nicht um problematische Begegnungen in der Schar, da wir klare Regeln bezüglich Suchtmitteln haben. 2. Wir hatten noch nie wirkliche Probleme mit Drogen in der Schar. Wir haben strenge Regeln und wenn diese verletzt werden, führen wir Geldstrafen durch. Aber auch von privaten Problemen mit Drogen habe ich keine Kenntnis.

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3. Ja, wir haben strenge Regeln. Im Lager gilt: Kein Konsum von Suchtmitteln vor Kindern, keine illegalen Drogen, keine illegalen Drogen in der Nähe des Jungwacht-Geländes, mässi-ges Trinken von Alkohol, kein Hochprozentiges. 4. ...ich mich hier wohl und verstanden fühle. Ich kann mich austoben und meiner Fantasie freien Lauf lassen.


Person 2: 1 . Alkohol, Zigaretten, Spielrausch, Marihuana. 2. Das grösste Problem ist bei uns das Rauchen während dem Tag (ausserhalb des Programms). Dies wäre laut Leiter-Lagerregeln verboten, wird aber trotzdem gemacht, auch vom Lagerleiter. Ich bin der Meinung, man sollte diese Regel den Umständen entsprechend anpassen. Bei einem ernsthaften Alkoholproblem würde ich ein kollegiales Gespräch mit der/dem entsprechenden LeiterIn suchen und versuchen einen Kompromiss zu finden. Ist dies nicht möglich, würde ich ihn/ sie heimschicken. 3. Ja, klar. Die Tabakregelung ist wie oben beschrieben nicht so gut und konsequent. Beim Alkohol ist es folgendermassen: der Lagerleiter ist nüchtern, mind. ein zusätzlicher Fahrer ebenfalls, alle LeiterInnen sind immer zurechnungsfähig, alle sind am Morgen fit am Programm dabei. 4. … man sich dort mit den Leuten trifft, die den gleichen Ecken ab haben!

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Drogen und Süchte

Person 3: 1 . Leiter die rauchen und trinken: Tabak und Cannabis, Alkohol. Vor allem bei Kindern die „Aufmerksamkeitssucht“. Eine Leiterin litt an Bulimie. 2. Drogen, im speziellen illegale, dürfen nicht vor Kindern konsumiert werden, da man als Leiter in gutes Vorbild sein soll. Wenn das trotzdem passiert, kann man auch grosse Probleme mit Eltern und Pfarrei bekommen. Das kann bis zum Ausschluss der betroffenen Personen führen. Man muss klare Regeln abmachen (vor dem Lager), die den Alkoholkonsum einschränken und ordnen. Falls Leiter sich nicht an die Regeln halten und nicht mehr tragbar sind, muss man sich überlegen, wie man das Lager ohne sie durchführen kann. 3. Ja, vor Kindern darf nicht geraucht werden und während dem Lager und der Gruppenstunde müssen alle immer nüchtern sein. 4. … sie eifach s’Bescht isch!

Person 4: 1 . Durch Leiter konsumiert: Tabak, Alkohol, Cannabis. 2. Alkohol: Leiter sind unzurechnungsfähig, was zum Programmabbruch führen kann. Es müssen entsprechende Regeln getroffen werden. Cannabis ist schon von Gesetzes wegen verboten. 3. Jein, es darf so viel getrunken werden wie man will, man muss am nächsten Tag aber ohne Probleme aufstehen und am Progi teilnehmen könne. Cannabis ist verboten!

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4. …s’de geilst Verein uf Erde isch!


Drogen und Süchte

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Person 5: 1 . In meiner Schar sind/waren Rauchen, Ordnungswahn, Fresssucht, Alkohol, Cannabiskonsum und Gamesucht anzutreffen 2. Zu Problemen geführt haben in meiner Schar Alkohol- und Cannabiskonsum. Zwei Leiter haben einmal vor den Kindern gekifft, die Kinder gingen nach Hause und erzählten dies ihren Eltern. Die Eltern wiederum drohten, ihre Kinder aus der JuBla zu nehmen. Wir haben dann im Leitungsteam entschieden, diese Leiter aus der JuBla wegzuschicken. Leiter, die Alkoholprobleme haben, soll man nach Hause schicken, wenn sie nicht zwei Wochen ohne können. 3. Bei uns ist es so, dass allgemein Suchtmittel während dem Programm verboten sind. Wenn ein Leiter während einer Pause raucht, muss er anschliessend Hände waschen und einen Kaugummi nehmen, evtl. auch noch Deo einsprayen. 4. … man früh damit anfangen kann, die Sau rauslassen darf und mich selbst sein kann!

Person 6 : 1 . Ich habe in meiner Schar schon Alkoholkonsum, Cannabiskonsum und Rauchen angetroffen. 2. Ich hatte bis jetzt noch keine Probleme. Wenn Leiter in einem SoLa Alkoholprobleme haben, würde ich versuchen, ein striktes Alkoholverbot einzuführen. 3. Ja: Kein Tabak- und Alkoholkonsum während dem Programm und den Höcks. 4. …man hier Kollegen trifft, Spass hat und “Scheiss” machen kann. Für mich ist die Jubla wie eine zweite Heimat!

Person 7: 1 . Ich bin schon auf Raucher, Schnupfer, Alkoholkonsum und Gamer gestossen in meiner Schar. 2. Zu viel Alkoholkonsum und Rauchen während den Höcks kam bei uns in der Schar schon vor. Nach mehrfacher Regelmissachtung würde ich Alkohol gänzlich verbieten. 3. Sicher! Es dürfen sicher zwei LeiterInnen nichts trinken, damit sie im Notfall Auto fahren könnten. Rauchen darf man bei uns nicht vor den Kindern und nur am Abend. 4. …mein Freundeskreis da gut vertreten ist, und weil es Spass macht

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Person 8: 1 . Ich bin auf Leiter, die schnupfen, rauchen, kiffen und Alkohol trinken gestossen. 2. Einmal ist ein Leiter betrunken von Eltern gesehen worden. Eine andere Gruppe hat im Lager gekifft und wurde nach Hause geschickt. Um Probleme im Lager zu vermeiden, darf sicher niemand im Suff ans Programm kommen. Es muss auch immer jemand fahrtauglich sein. Schlimmstenfalls müssen Personen mit Problemen vom Lager ausgeschlossen werden. 3. Unsere Regeln sind: es darf nicht vor den Kindern geraucht werden, wenn geraucht wird, nur abseits vom Platz und ausserhalb des Programms. Alkohol gibt es nur so viel, wie die Küche einkauft, kein harter Alkohol und es muss immer eine Person fahren können. 4. …man mit vielen coolen Leuten Kontakt hat und es lässige Aktivitäten in der Natur gibt!

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Drogen und Süchte

Person 9: 1 . Betrunkene Leiter mit Kater danach. 2. So lange alles im Mass geschieht, finde ich es okay, auch ein Rausch oder wenn jemand mal kifft, finde ich persönlich nicht schlimm – wenn er dies ausserhalb der Jubla tut. Drogen oder übermässigen Konsum lehne ich ab. Im Lager wird nur Bier oder Wein getrunken – wenn überhaupt. Zigaretten sind auch erlaubt, aber nur so, dass es die Kinder nicht bemerken oder sehen. Für die Leiter, die nüchtern sind, ist es eine zusätzliche Last, betrunkene Mitleiter zu haben, da man diese dann nicht brauchen kann. 3. Illegale Drogen sind ganz klar verboten. Die Regeln werden bei uns eigentlich eingehalten. Es gab auch schon Leiter, die gekifft haben, jedoch nur einzelne. Ich finde es daneben im Lager zu kiffen.

Person 10: 1 . Vor allem legale Drogen wie Tabak und Alkohol.

3. Der Konsum von legalen Drogen wird grundsätzlich nicht verboten, wenn man am nächsten Tag voll und ganz auf die Person zählen kann. Illegale Drogen sind Tabu. Falls eine Person trotzdem erwischt wird, muss diese nach Hause gehen.

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2. Konsum von Suchtmitteln könnten zu einem Gruppendruck werden – ich habe in solchen Situationen immer klar Nein gesagt, es ist schliesslich mein Entscheid, was ich konsumieren möchte. Der Konsum von Drogen kann in der Jubla zu mühsamen Diskussionen führen. Dabei handelt es sich meist um die Konsumregeln für die älteste Gruppe oder das Leitungsteam nach der Nachtruhe.


Hintergrundinfos zum Thema Sucht

Süchtig oder nicht? story

Melanie Meyer, Chnopf-Team Wann spricht man eigentlich von einer Sucht, wie kann sie entstehen, welche Faktoren begünstigen eine Sucht und welche Risikogruppen gibt es? Wie geht man im Leitungsteam mit dem Thema Sucht um? Hier folgt eine kleine Zusammenfassung aus den Unterlagen eines SPOIZ (Suchtprävention ohni Zwang) Handouts, die als Kursunterlagen zur Ausbildung für MultiplikatorInnen (Kursleiter) angewendet werden. Die alte SpoizAusbildung gibt es ab diesem Jahr für LeiterInnen nicht mehr.

Das Wort Sucht geht auf das althochdeutsche siechen, „an einer Krankheit leiden“, zurück. Daraus wird auch klar, dass es sich bei Suchtformen nicht um „Charakterschwächen“ sondern um Krankheiten handelt. Man unterscheidet zwischen substanzgebundenen Abhängigkeiten (Alkohol, Nikotin, Heroin etc.) und Verhaltensabhängigkeiten (Glücksspiele, Medienkonsum etc.). Die Grenze zwischen Missbrauch (z.B. Alkoholmissbrauch) und Sucht ist nicht scharf abgrenzbar. Immerhin gibt es sog. Suchtkriterien. Wenn für jemanden mehrere dieser Kriterien gleichzeitig und über längere Zeit zutreffen, dann muss von einer Sucht gesprochen werden:

Wiederholungszwang/Abstinenzunfähigkeit Ein Verhalten (bzw. ein Konsum) wird immer wieder ausgeübt, auch wenn dessen Schädlichkeit erkannt wurde.

Kontrollverlust Die Kontrolle über die konsumierte Menge, oder die verbrauchte Zeit etc. geht verloren.

Toleranzbildung Um dieselbe Wirkung (Entspannung, Anregung, high sein) zu erzielen, muss immer mehr konsumiert werden.

Entzugserscheinungen Kann das Verhalten / der Konsum nicht ausgeübt werden, treten unangenehme Gefühle auf. Diese können sich physisch (Schmerzen, Zittern etc.) oder psychisch (Unruhe, Stimmungstief etc.) äussern.

Interessenabsorption Das Verhalten / der Konsum nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert im Leben ein. Andere Bedürfnisse und Interessen (Beziehungen, Hobbies, Pflichten) verlieren an Bedeutung.

Körperliche, soziale und/oder seelische Schädigung Langfristig ist das Fortsetzen des Konsums / des Verhaltens mit einer Schädigung verbunden und verringert somit die Chance auf ein gesundes, schmerzfreies, glückliches Leben.

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Es gibt persönliche, familiäre sowie gesellschaftliche Aspekte, die Leute in eine Sucht führen können. Hier einige Beispiele von Risikofaktoren: • • • • • • •

Mangelnde Zukunftsperspektiven Ausgrenzung, Mobbing Fehlendes soziales Netz Überforderung, Stress Unterforderung, Langeweile Fremdbestimmung, Ausbeutung Gruppendruck

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Hintergrundinfos zum Thema Sucht

Der Schwerpunkt der Präventionsarbeit liegt auf der Förderung der Schutzfaktoren. Hier einige Beispiele, von Schutzfaktoren, die eine positive Auswirkung auf Jugendliche haben können: • • • • • • • • • • • • • • •

Stabile emotionale Bindung zur Leiterin Soziale Unterstützung innerhalb und ausserhalb der Gruppe Gutes Klima währen den Anlässen Die Leiterin als Vorbild Kognitive Kompetenzen („wahrnehmen – denken - erkennen“) Leistungsorientierung Kommunikative Fertigkeiten Freiraum erhalten, mit Freiraum umgehen können Positives Selbstkonzept, Selbstvertrauen Körperpflege Belohnung, Anerkennung mit Grenzen und Regeln umgehen können und Grenzen akzeptieren Mitbestimmung gesunde Ernährung / risikoarmer Umgang mit Genussmitteln Unfallverhütung und Risikokompetenz (Wahrnehmen – bewerten – entscheiden“)

Um bei der Arbeit mit Jugendgruppen Schwierigkeiten im Umgang mit Suchtmitteln (z.B. Verletzung der Jugendschutzgesetze, riskanter Konsum, Unfälle etc.) zu vermeiden, ist eine gemeinsame Haltung im Team zum Thema Suchtmittelkonsum wichtig. Zu einer gemeinsamen Haltung gehört ein klarer Umgang mit Regeln. Grundvoraussetzung dafür ist die Festsetzung von Regeln mit denen sich alle Teamleiter einverstanden erklären können. 1.

Das Leitungsteam sollte sich überlegen, welche Regeln wichtig sind, um den gesetzlichen Jugendschutz einzuhalten.

2.

Das Leitungsteam sollte sich Gedanken dazu machen, welche Regeln wichtig sind, um riskanten Konsum zu vermeiden. Gegebenenfalls können diese Regeln auch mit den Jugendlichen gemeinsam vereinbart werden. • Möchten wir den Konsum von Alkohol erlauben? Wenn ja: Ab welchem Alter wollen wir ihn erlauben? In welchen Mengen wollen wir ihn erlauben? Welche Alkoholika wollen wir erlauben?

3.

Möchten wir den Konsum von Tabak erlauben?

Das Leitungsteam sollte entscheiden, welche Konsequenzen es hat, wenn die Regeln von den Jugendlichen nicht eingehalten werden. Auch dies kann mit den Jugendlichen gemeinsam ausgehandelt werden (bevor eine Regelübertretung stattgefunden hat!).

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Hintergrundinfos zum Thema Sucht

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4.

Die Leitenden sollten besprechen, wie sie selbst mit Alkohol und Tabak während der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen umgehen. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Gedanken zum Thema Vorbildfunktion sowie zu den gesetzlichen Grundlagen sind an dieser Stelle unabdingbar.

Im Kanton Zürich gibt es verschiedene Fachstellen, die Beratung und Unterstützung für Leiterinnen in Jugendverbänden anbieten. Für allgemeine Probleme mit Jugendlichen bieten sich Jugendberatungen an. Welche Jugendberatung für welche Gemeinden zuständig ist, erfährt man auf www. jugendberatung.me („Erwachsene“ anklicken). Bei Fragen und Problemen, die explizit mit Suchtmitteln oder Suchtverhalten zu tun haben, empfehlen sich die Regionalen Stellen für Suchtprävention (RSPS). Im Kanton Zürich gibt es acht von diesen Stellen, auf www.suchtpraevention-zh.ch findet man deren Kontaktdaten. Die vollständigen Unterlagen können auch auf: http://www.okaj.ch/projekte/spoiz-suchtpraeventionsprogramm/downloads heruntergeladen werden.

Selbsttest zu eigenen Verhaltenssüchten Wir kennen es alle – nach Hause kommen von einem anstrengenden Tag, man ist todmüde und möchte nur noch entspannen: die einen greifen zur Schoggi, die andern gehen joggen oder setzen sich vor den Fernseher… Ganz normaler Alltag. Doch ab wann wird ein solches Verhalten zum Zwang? Wo sehen wir die eigenen Grenzen und Gefahren in unserem alltäglichen Verhalten? Hier ein kleiner Test um das eigene Verhalten zu reflektieren und eigene Tendenzen zu hinterfragen. Nimm dir ein paar Minuten Zeit…

Anleitung „wie häufig tue ich etwas?“: Trage ein, was für dich zutrifft! Wähle zuerst die Häufigkeit (wie oft du die angegebene Tätigkeit ausübst) mit den entsprechenden Spalten: sehr oft, oft, selten, nie. Tätigkeiten, die du - - -

zu deinem Genuss machst, markierst du mit einem Kreuz (+) solche die du machst, damit es dir danach besser geht, mit einem (x) und solche die du „halt einfach machst“ mit einem Kreis (O)

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Umrahme am Schluss die Punkte, die du selbst heikel findest, die dir zu denken geben oder die du ändern möchtest! Falls du bei oft oder sehr oft Punkte mit O hast: Was bringen dir diese Tätigkeiten? Tätigkeiten Beispiel: in die Jubla gehen Beispiel: in die Kirche gehen arbeiten putzen Musik hören reisen fernsehen (Video) Bücher, "Heftli" lesen mich schön machen nichts tun, faulenzen küssen, schmusen kreativ sein beten, meditieren spielen, Sport treiben Kleider kaufen essen, schlemmen diskutieren mit andern etwas unternehmen lachen, fröhlich sein mit Computer spielen mich zurückziehen, allein sein (wollen) andere beeindrucken Süssigkeiten (..........) essen politisieren mit Worten oder handgreiflich streiten Beziehungen pflegen Diätkur einhalten tagträumen

sehr oft +

oft

selten

story

Hintergrundinfos zum Thema Sucht

nie

O

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Tabelle aus: http://www.okaj.ch/projekte/spoiz-suchtpraeventionsprogramm/downloads


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Herbstkurs 2012 kursclub

Kursclub

Auch in diesem Herbst bieten wir wieder die Gelegenheit, einen Gruppenleitungskurs zu besuchen: Gruppenleitungskurs (J+S Leiterkurs Teens LS/T) Dieser J+S-Kurs im Sportfach Lagersport/Trekking gibt dir neben der Ausbildung zum/zur J+S-Leiter/in Impulse und Ideen zur Arbeit in Jungwacht Blauring. Als Teilnehmerin oder Teilnehmer beteiligst du dich aktiv an der Programmumsetzung. Für die Teilnahme in diesen Kursen werden Grundkenntnisse im Kartenlesen, Seiltechnik, Zeltbau und Erster Hilfe empfohlen. Nach bestandenem Kurs erhältst du die Anerkennung als J+S Leiter Stufe Teens. Teilnehmerprofil: • • •

Du leitest in deiner Schar eine Gruppe und möchtest Tipps für diese Arbeit. Du gestaltest im kommenden Lager das Programm mit. Du möchtest deine Ideen austauschen und so dein Repertoire erweitern.

Kursschwerpunkte • • • •

Du lernst, wie man eine Gruppenstunde sorgfältig plant und durchführt. Du erfährst vieles zum Umgang mit Kindern und die Verantwortung, die du dabei trägst. Du lernst, wie man einen Lagersportblock, eine Aktivität und eine Wanderung plant, durchführt und auswertet. In den Bereichen Pioniertechnik und Orientierung erwirbst du wichtige Grundkenntnisse. Diese werden im Kurs überprüft.

Gruppenleiterkurs C :

Vorweekend: Kurswoche:

15./16. September 2012 06. - 13. Oktober 2012

Teilnahmebedingungen:

mind. Jahrgang 1995, absolvierter Grundkurs oder Grundkurs Safari und/oder Erfahrung als Leiter/-in

Kurskosten:

CHF 250.--

Wichtig: Im Gruppenleitungskurs müssen sowohl das Vorweekend als auch die Kurswoche komplett besucht werden. Abwesenheiten werden nur in Ausnahmefällen durch die Kursleitung bewilligt.

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Jubla - ABC

Markus Holzmann, Kantonspräses Interview mit Marcel Küng, Beratung und Prävention Neue Medien, Jugendseelsorge ZH

Lieber Marcel, Du arbeitest seit Herbst letzten Jahres auf der Jugendseelsorge. Kannst Du kurz etwas zu deinem Arbeitsfeld sagen? Gerne. Ich bin Teil des Jugendberatungsteams und darf Jugendliche, junge Erwachsene und deren Bezugspersonen (also ihre Eltern, Lehrpersonen, Jugendarbeitende usw.) in sozialen Fragen und zum Thema Neue Medien beraten. Ab und zu gebe ich auch Weiterbildungen oder referiere an Infoveranstaltungen.

jubla - abc

J wie Joystick

Ich habe gelesen, dass z.B. zwanghafte Computerspieler ganze Tage im virtuellen Universum verbringen. Psychologen stufen diese Abhängigkeit mittlerweile als ernste Gefahr ein. Siehst Du das auch so und handelt es sich dabei wirklich um eine Sucht? Ich spreche eher von Abhängigkeit als von Sucht, wenn das exzessive Spielen starken Einfluss auf das Leben des Spielenden ausübt. Die Gefahr sich im Spielen und am Computer zu verlieren besteht aber auf jeden Fall. Gibt es Zahlenwerte, die belegen wie viele Jugendliche in der Schweiz Computerspiele spielen und ab wann spricht man von Abhängigkeit? Die JAMES-Studie belegte 2010, dass 79% aller befragten Schweizer Jugendlichen (zw. 12 und 19 Jahren) Computerspiele spielen. 36% täglich oder mehrmals pro Woche. Es sind mehr Jungs als Mädchen. Als Abhängigkeitsanzeichen gelten z.B. das unwiderstehliche Verlangen immer wieder am Computer zu sein/spielen, die Abstinenzunfähigkeit, Entzugserscheinungen, der Rückzug aus anderen Lebensbereichen (z.B. bricht der Kontakt zu Freunden ab oder bisher ausgeübte Hobbys werden aufgegeben) oder auch der Kontrollverlust in Bezug auf Beginn, Beendigung oder Dauer des Computerspielens. Wer ist besonders gefährdet? Sozial ängstliche, depressive Jugendliche oder solche mit einem geringen Selbstwertgefühl sind stärker gefährdet. Insgesamt sind eher Jungs von Computerspiel-Abhängigkeit betroffen. OnlineAbhängigkeit nimmt aber tendenziell bei den Mädchen zu. Was sind die Folgen? Längerfristige Folgen können z.B. abfallende Leistungen in der Schule, ein sozialer Rückzug, Übermüdung als Folge von Schlafmangel, die Vernachlässigung von Freunden oder auch fehlendes Interesse an anderen Freizeitaktivitäten sein.

Von Dienstag bis Freitag via E-Mail: marcel.kueng@jugendseelsorge.ch oder während den BüroÖffnungszeiten auch telefonisch auf der Jugendseelsorge 044 266 69 69

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Wenn Jugendliche oder Eltern an Dich konkrete Fragen haben, wie können sie Dich erreichen?


Leitertreff

Fotos, Aperò & Kursklatsch ag animation

AG Animation Wieder einmal war es soweit. Rund 70 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus allen Frühlingskursen trafen sich auf der Ast zum Leitertreff. Wobei das Wort „Treff“ dieses Jahr eine sehr wörtliche Bedeutung annahm. Die Diashow und der Aperò fanden nämlich im oberen Stock der Ast statt und dort herrschen (wenn man es sehr moderat bezeichnen möchte) eher suboptimale Platzverhältnisse. Doch wir wären keine richtigen Jublaner und Jublanerinnen, wenn wir uns nicht auch in dieser Situation zu helfen wüssten…

So wurde trotz (oder gerade wegen) der Enge viel gelacht, getratscht, gegessen, gequatscht und Diashow geschaut. Ein Highlight der Diashow bildeten dabei neben den sehr amüsanten Kursfotos, sicher die Kala-Werbefilme, welche in allen Kursen produziert wurden. Wer bei dieser tollen Werbung nicht ins Kala kommt, ist selber schuld.

Nachdem dann alle die Diashow gesehen hatten, zogen die Kurse schliesslich von dannen und setzten ihre Wiedersehensfeier an anderen Orten fort.

Wir von der AG Animation bedanken uns herzlich für euer Erscheinen. Es war wieder einmal toll mit euch!

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…Apropos toll: Die Ansprache auf dem Balkon werden wir definitiv wiederholen!


kala 2013

kala-OK Es geht langsam in Richtung Anmeldeschluss fürs kala. Mit jeder angemeldeten Schar steigt die Motivation im OK zusätzlich. Jetzt wissen wir: Das kala stösst auf Interesse und wird ein immer grösseres Thema bei den Scharen! Im April war das OK in einem Weekend, das fast nur aus einem sehr langen Höck bestand. Hier einige Eindrücke und eine kleine Vorstellungsrunde.

pinwand

Das kala-OK stellt sich vor

Ressorts Koordination und Finanzen, Ex Blauring Bülach. Arbeitet in einer Schoggimaschinenfabrik, produzierte ein feines Schoggimousse und kümmert sich um das Fundraising.

Steffi K.

Unsere Projektangestellte, Ex Jubla Vorderamt. Ja, mit Jubla kann man Geld verdienen! Die Politologie-Studentin hat sich am Weekend gut eingelebt und steht ab sofort für eure Fragen zur Verfügung.

Lydia Ressort Programm, Ex Blauring Bülach. Ist Sportlehrerin und strotzt vor Ideen für das Motto und die kAläss.

Ressort Koordination, Ex Jubla Embrach. Er studiert soziokulturelle Animation und animiert uns als OK-Chef zu Höchstleistungen.

Lampi

Ressort Kommunikation, Ex Jungwacht Wädenswil/Au Stöbert im Archiv des Kantons Schwyz und hatte schon den ersten Medien-Auftritt im Entlebucher Anzeiger (siehe Homepage).

i Wich Ressort Finanzen, Ex Jubla Uster. Ihr Arbeitgeber ist die Rega, jetzt sind in der Finanzierung des kalas noch «Gönner» gesucht.

Ale x

Übrigens: die Gewinnerinnen des Kreuzworträtsels heissen Nicole «Giggi» Egger aus Rüti und Kathrin und Sophie Vogt aus Hinwil. Sie erhielten einen Schoggiosterhasen und einige kala-Gadgets.

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Dodo Ressort Infrastruktur/Logistik, Ex Jubla Dietikon. Der Landschaftsgärtner und Maurer hat schon alle Häuser und Zeltplätze reserviert und baut an Plänen für den Hauptplatz.

Check it out... www.kala2013.ch und www.facebook.com/kala2013

Steffi H.


Anmeldung Herbstkurse

kursclub

Organisatorische Weisungen (Chnopf 2/12)

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt immer schriftlich! Das Formular kann beliebig oft kopiert werden. Telefonische Anmeldungen werden nicht entgegengenommen. Alle unvollständigen Anmeldungen werden zurückgeschickt!

Geburtsdatum und J+S-Personennummer

Bei allen Anmeldungen ist zwingend das Geburtsdatum anzugeben, die J+S-Personennummer sofern bekannt.

Anmeldebestätigung

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangsdatums berücksichtigt. Alle Angemeldeten, die am Kurs teilnehmen können, erhalten nach Anmeldeschluss eine Anmeldebestätigung. Die weiteren Informationen werden den Teilnehmenden dann rechtzeitig vor dem Kurs direkt von der Kursleitung versandt. Die Kursanmeldung verpflichtet zur Anwesenheit während der ganzen Kursdauer. Einzelne Urlaubstage können nicht gewährt werden. Ferien oder Jugendurlaub sind deshalb frühzeitig mit dem Arbeitgeber abzusprechen.

Abmeldung

Bei Abmeldung nach Erhalt der Anmeldebestätigung bis spätestens 10 Tage vor Kursbeginn (Datum: Eingang der Abmeldung auf der Arbeitsstelle) unter Angabe einer schriftlichen Begründung werden 50 % der Kurskosten in Rechnung gestellt. Bei später eingegangenen Abmeldungen oder einer unentschuldigten Nichtteilnahme werden die vollen Kurskosten erhoben. Vorbehalten bleibt die Abmeldung unter schriftlicher Geltendmachung von wichtigen Gründen wie Krankheit oder Unfall (immer mit ärztlichem Zeugnis): In diesem Fall werden die Kurskosten weiterhin vollumfänglich erlassen.

Kursverweis

Personen, die gegen die Kursregeln verstossen, dürfen von der Kursleitung nach Hause geschickt werden. Da Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter 18 Jahren in einem solchen Fall von einem Mitglied der Kursleitung begleitet werden müssen, werden diese zusätzlichen Reisekosten derjenigen/demjenigen Teilnehmer/-in angelastet.

Versicherung

Versicherung (gegen Unfall, Krankheit, Haftpflichtansprüche, etc.) ist Sache der Teilnehmenden. Im Kurs besteht für die Teilnehmenden keine zusätzliche Versicherung und die Kursleitung lehnt jegliche Forderungen ab.

Jugendurlaub

Lehrlinge und jugendliche Arbeitnehmende bis 30 Jahre haben Anrecht auf eine Woche unbezahlten Jugendurlaub, sofern sie ihr Gesuch bis spätestens zwei Monate vor Kursbeginn bei ihrem Arbeitgeber einreichen. Das Urlaubsformular kann unter www.jugendurlaub.ch heruntergeladen werden. Benütze diesen im Jugendförderungsgesetz verankerten Jugendurlaub! Die Arbeitsstelle ist dir bei Unklarheiten oder Unsicherheiten gerne behilflich und bestätigt dir die Teilnahme an einem Ausbildungskurs auf dem Urlaubsformular.

Verwendung von Kursfotos

Mit der Anmeldung erklärst du dich einverstanden, dass im Kurs gemachte Fotos von Jungwacht Blauring Kanton Zürich weiterverwendet werden dürfen, insbesondere für die Leiterzeitschrift Chnopf und die Homepage unter www.jublazueri.ch.

Kurskosten

Gruppenleitungskurs C:

Anmeldeschluss Weitere Infos

CHF 250.--

30. Juni 2012

Arbeitsstelle Jungwacht Blauring Kanton Zürich, Auf der Mauer 13, 8001 Zürich Tel. 044/266 69 66, Fax 044/266 69 67, Email: info@jublazueri.ch

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kursclub

Anmeldung Herbstkurse

Anmeldeformular (Chnopf 2/12)

Name

Vorname

Strasse

PLZ/Ort

Telefon P

Natel

Email

Geschlecht:

J+S-Personennummer

Geburtsdatum

Beruf

Schar

Leiter/-in seit

Alter der Kinder

q W

q M

LS/T-Anerkennung ___________________________________________________________________________________ Bereits besuchte Kurse _______________________________________________________________________________ Bemerkungen _______________________________________________________________________________________

Ich bin Vegetarier/-in

q ja

q nein

Ich besitze ein

q Halbtaxabo

q Generalabo

Ich besitze einen Sozialzeitausweis

q ja

q nein

Ich besitze einen Schub-Ordner

q ja

q nein

q keines von beiden

Ich melde mich für folgenden Kurs an:

q

Gruppenleitungskurs C

Anmeldeschluss:

06. – 13. Oktober 2012 è Obligatorisches Vorweekend: 15./16. September 2012

30. Juni 2012

Ich habe die organisatorischen Weisungen und die Informationen der Ausschreibung zur Kenntnis genommen! Ort, Datum:

Unterschrift: (unter 18 Jahren Unterschrift der Eltern)

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hier abtrennen

Senden an: Jungwacht Blauring Kanton Zürich, Auf der Mauer 13, 8001 Zürich


Quartalsplan BR/JW-Daten Juli - September 2012 programm

Juli: 07. – 08. 14. – 19.08.

Wahlmodul Wasserspiele Sommerferien

Kalei / Kursclub Kanton Zürich

Sommerferien Abenteuerlager Sicherheitsmodul Bergtrekking

Kanton Zürich Kalei/Kursklub Kalei/Kursklub

Kantonaler Werbetag Zonentreff Zone Stadt und Glatt Vorweekend GLK C Vorweekend SLK B Vorweekend Vauk B Zonentreff Zone Oberland Zonentreff Zone Stadt und Glatt Präsideskurs Zonentreff Zone Albis

AG Animation AG Zone Kalei St. Gallen Bulei Bulei AG Zone AG Zone Bulei AG Zone

August: 14.07. – 19. 10. – 18. 16. – 19.

September: 08. 13. 15./16. 15./16. 15./16. 18. 20. 21 ./22. 25.

... weitere Daten in der nächsten Ausgabe!!!

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Sp a s s G e me i n s ch af t

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Chnopf 2/2012