JubelMoments MAGAZIN | Frühling/Sommer 2020

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wie wir unseren negativen Glaubenssätzen auf die Schliche kommen und beginnen können, sie aufzulösen: Schritt 1: IST-Analyse In welchem Bereich unseres Lebens gibt es immer wieder dieselbe Blockade? Wo haben wir das Gefühl, uns im Kreis zu drehen oder anzustehen? Dort ist es sinnvoll, mit der Recherche zu beginnen! Das kann unsere Arbeit sein, unsere Beziehung, unsere Gesundheit, unsere Finanzen – jeder Bereich unseres Lebens! Die IST-Analyse ist deshalb so wichtig, weil sie uns die Motivation liefert, wirklich etwas zu verändern! Schritt 2: Zauberwort ACHTSAMKEIT Wenn wir uns für eine gewisse Zeit gut selbst beobachten und dabei auch gut in uns hineinspüren, werden wir rasch merken, welche Sätze sich immer wiederholen, die uns Energie kosten und uns demotivieren. Dazu ist es wichtig, immer wieder aus dem Alltagstrubel auszusteigen und uns selbst Zeit zu schenken – denn je ruhiger es um uns herum ist, umso leichter fällt es uns, unsere Gedanken wahrzunehmen und in uns hineinzufühlen. Schritt 3: Aufschreiben! Eine Art Glaubenssatz-Tagebuch für eine gewisse Zeit (mind. 2 Wochen) hilft uns, uns selbst einen Überblick zu verschaffen und klar zu erkennen, wo es sich lohnt, etwas zu verändern! Schritt 4: Neu definieren! Wenn wir uns von altem Ballast verabschieden, dann entsteht Raum für Neues, den es zu füllen gilt. Wenn wir also negative Glaubenssätze loslassen, ist es wichtig, zu definieren: Was wollen wir denn stattdessen denken? Zum Beispiel statt: „Andere schaffen immer alles besser als ich“ könnten wir uns sagen: „Ich höre auf, mich mit anderen zu vergleichen und fokussiere mich auf all meine Stärken und darauf, was mir schon

richtig gut gelingt“. Auch, wenn uns der Satz anfangs sehr ungewohnt vorkommt und wir ihn (noch) nicht glauben können, gilt: Die Energie folgt unserer Aufmerksamkeit! Und wenn wir dranbleiben, können wir schon bald die positive Veränderung in uns selbst und in unserem Leben deutlich wahrnehmen. Schritt 5: Wiederholen! Unsere alten Glaubenssätze haben uns oft schon richtig lange begleitet und in unserem Gehirn sogenannte „neuronale Autobahnen“ (vgl. Gerald Hüther) gebildet. Wenn wir nun die alten Autobahnen verlassen wollen, um auf neuen Wegen zu gehen, dann braucht es natürlich mehr als einen Versuch – es braucht Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung. Sie lohnt sich! Die Verankerung von neuen, positiven Denkweisen kann uns so viel neue Leichtigkeit, Freude und Energie in unser Leben bringen. Auch wenn es im Alltag manchmal nicht so scheint, aber: Wir dürfen jederzeit und immer wieder entscheiden, was wir denken und welche Glaubenssätze in unserem Leben wirken sollen! Wie auch in unserem Kleiderschrank, lohnt es sich auch in unseren Gedanken, regelmäßig auszusortieren und neue Ordnung zu schaffen! Als Eltern dürfen wir damit übrigens auch gleich unseren Kindern ein Vorbild sein!

Übrigens: Wir müssen diese 5 Schritte selbstverständlich nicht alle alleine gehen – mein persönlicher POSITIVER Glaubenssatz lautet „Es darf leicht gehen!“ – und mit etwas Unterstützung geht es oft viel leichter ... und wir bekommen neue Perspektiven, die wir so vielleicht noch nie gesehen haben.