JubelMoments MAGAZIN | Frühling/Sommer 2020

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JubelMoments MAGAZIN AUSGABE Frühling/Sommer 2020 8,90 EURO

Good Vibes O N LY


COMING SOON: Die JubelMoments APP & ausgewählte Beiträge aus dem Magazin als Earspiration von den AutorInnen eingesprochen. Zum Anhören immer dann, wenn keine Zeit zum Lesen bleibt. Jetzt zum Newslett er anmelden, um den Start nicht zu verpassen: www.jubelmoments.at

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„Nur keine halben Sachen!“ „Entweder ganz oder gar nicht.“ Glaubenssätze, die viele von uns in ihrer Kindheit gehört haben. Mit diesen Worten im Ohr und den schillernden Fotos der Social Media Apps auf unseren Smartphones sind wir täglich in Versuchung, nach Perfekti on zu streben. Vor allem dann, wenn es um persönliche Weiterentwicklung oder unser Business geht. Auf dem Weg dorthin vergessen wir viel zu oft , das zu feiern, was uns wirklich voranbringt: die kleinen, unperfekten Schritt e! Die Kraft dieser Erfolgs-JubelMomente bildet die stabile Basis für unsere großen Ziele und befl ügelt uns enorm darin, nicht aufzugeben. Trendige Lifestyle-Konzepte aus Fernost wie „Kaizen“ oder „Wabi-Sabi“ zeigen es vor: egal, ob es darum geht, ein Business zu starten, mehr Gemüse in den Speiseplan unserer Familien zu integrieren, mehr Bewegung zu machen oder weniger Müll zu produzieren. Wir schaff en es leichter, dran zu bleiben, wenn wir unseren Perfekti onismus hintenanstellen. Diese neue

© Der Unmuthige Fotograf

EDITORIAL

Nadja Rathmanner & Karin Graf-Kaplaner

Sichtweise ermöglicht es, uns gegenseiti g zu bestärken, indem wir auch bei anderen Frauen die kleinen Erfolge bewusst wahrnehmen und ihnen auf die Schulter klopfen. Mit dem unvoreingenommenen Blick von außen können wir die Fortschritte erst richti g erkennen und mit einem „Sei stolz auf dich!“ unglaublich viel Mut machen. Suchen wir weniger nach Perfekti on und den großen Sprüngen. Lernen wir statt dessen, die Mini-Schritt e in die richti ge Richtung als JubelMomente zu feiern! Denn so steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass wir die nachhalti gen Veränderungen, die wir uns alle so sehr wünschen, tatsächlich in die Tat umsetzen! Wir sind dankbar, wenn euch diese Ausgabe des Magazins im Herzen dazu inspirieren kann.

Folgt uns für DAILY GOOD VIBES auf Instagram: @jubelmoments_magazin Unter dem Hashtag #jubelmoments teilen wir eure persönlichen JubelMoments.

Unabhängig von großen Verlagsstrukturen ist es uns möglich, frei und authenti sch über unsere Inhalte zu besti mmen. Dabei ist es uns besonders wichti g, kleine Labels und MomPreneurs vor den Vorhang zu holen. Wir sehen es als kleinen Beitrag, sie mit GOOD VIBES bei der Verwirklichung ihrer Träume zu unterstützen.

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INHALT DAS LEBEN FEIERN 09 27 60 66 74 82

Not instagram worthy – Die Liebe zu den unperfekten Dingen 40 & 10 – Zwei Jubeltage auf einen Streich Down to Earth – Die neue Natürlichkeit DIY Trockenblumen Hoop Mallorca – Familieninsel für entspannte Tage am Meer Classic Blue – Trend-Farbe des Jahres

BODY 32 42 50 56 68

Good Food & Good Vibes am Familientisch Endlich wieder fit! Mit kleinen Schritten zu neuem Körpergefühl Food-Trend Selbstversorger-Garten Wunderwaffe Oxymel – Altes Heilmittel für unser Wohlbefinden Zero Waste – Weniger Müll als Lebensphilosophie

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SOUL 17 88 100 102 106

Florale Inspirationen Moon Power – Die Mondphasen als Kraftquelle „Ich aspetiere mich!!!“ – Positive Affirmationen zum Schmunzeln „Glaub nicht alles, was du denkst!“ Wie wir negative Glaubenssätze loslassen Lifestyle aus Fernost – Mit Ikigai, Kintsugi, Wabi Sabi & Co zu mehr Achtsamkeit

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MINDFUL BUSINESS 20 1 123 131 136 140

Nimm deinen Akkustand genauso wichtig wie den deines Smartphones Kundalini Yoga – Wirksamer Booster für den Business-Erfolg #bettertogether mit Socialmoms.de Business Mum Bianca Kolarik und ihre Urban Lodge Shout out – „Was war dein Business JubelMoment?“

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DIE

Frauen HINTER DIESER AUSGABE

Wir möchten Frauen dazu inspirieren, das Leben zu feiern, aber auch neue Perspekti ven aufzeigen und Themen eine Plattf orm bieten, denen, unserer Meinung nach, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Aus diesem Grund arbeiten wir mit unterschiedlichen AutorInnen und ExpertInnen zusammen. Das macht die Vielfalt und die hohe Qualität unserer Beiträge aus. Das Herz von JubelMoments bildet dabei ein kleines Kernteam mit ungebremstem Enthusiasmus, GOOD VIBES in der Welt zu verbreiten.

Tina Wasenegger Art Direktorin, Illustratorin und Buben-Mama www.tiwa-design.at @tinatiwadesign

Cornelia Czaker Lektorin, Trainerin und Mama von 2 www.schreibamt.at @schreibamt

Mirjam Kneisl Redakteurin, Mädchen-Mama und Hobbygärtnerin

Alva Sokopp Autorin, Cranio-Sacral Practi ti oner www.alva-sokopp.at

Michaela Titz Foodbloggerin, GemüsegartenSpezialisti n und Küchenfee www.littlebee.at @littlebee_wien 6 - JubelMoments

Verena Schill Ernährungspädagogin und Bubenmama www.verahood.com @vera_hood


Isabelle Flandorfer Bloggerin, Stil-Expertin und Mama von 3en www.mothersfinest.me @mothers_finest

Ruth Theuermann-Bernhardt Kinesiologin, Mentaltrainerin und MasterMum-Gründerin www.mastermum.com @bemastermum

Anja Fischer TEH-Kräuterpraktikerin, Bloggerin und Gastgeberin www.gaensebluemchensonnenschein.com @gaensebluemchensonnenschein

Ulrike Göbl Fitnessexpertin, Autorin und Zweifachmama www.fitundgluecklich.net @fitgluecklich

Carla Langner Gartenbloggerin, Farn-Freundin und Ideenmaschine www.faunundfarn.de @faunundfarn

Ellen Holzschuster Sternenflüsterin, MoonGuide & MoonJournal-Designerin moonguide.teachable.com www.ellenholzschuster.com @mein_moonguide_ellen

Caterina Hoffmann Fotografin, Kundalini Business Mentorin, Spirituelle Lehrerin und Mädchen-Mama @thewildandmindful, www.thewildandmindful.com @catehoffmannimages, www.catehoffmann.com JubelMoments - 7



NOT INSTAGRAM WORTHY DIE LIEBE ZU DEN UNPERFEKTEN DINGEN Text: Karin Graf-Kaplaner & Nadja Rathmanner Fotos: Karin Graf-Kaplaner

Hand aufs Herz, wie oft ertappen wir uns bei dem Wunsch nach einer Auszeit von dem alltäglichen Chaos, den herumliegenden (Spiel-)Sachen, den Wäschebergen und dem sich stapelnden Geschirr? Einfach mal kurz wegbeamen in ein „Pinterest-Haus“ – superstylisch, aufgeräumt und blitzeblank – das wär‘s! In Zeiten von Airbnb™ wird das sogar möglich, denn wir können uns im Urlaub ein anderes Zuhause, ja beinahe ein anderes Leben auf Zeit ausleihen und dabei erstaunlicherweise erkennen, dass unser eigenes, unperfektes einfach nur wunderschön ist.

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» Ausgeglichene, entspannte Mütter haben vielleicht schmutzige Fenster, einen überfüllten E-Mail-Posteingang, Unkraut im Garten, unlackierte Nägel, sich türmende Wäscheberge, aber sind genauso glücklich wie ihre Kinder. « Wenn wir unser Leben betrachten, sehen wir viele unvollkommene Dinge. Wir selbst sind nicht fehlerfrei, wären gerne straffer, sportlicher, erfolgreicher. In unseren Beziehungen läuft nicht immer alles glatt, wir streiten, missverstehen uns, verletzen einander. Pläne, die wir gemacht haben, entwickeln sich ganz anders, als wir es uns wünschen und bringen unser Selbstvertrauen ins Wanken. Wenn wir einen Blick in die Social Media Apps unserer Smartphones werfen, scheint es allerdings überall anders nicht so zu sein. Im direkten Foto-Vergleich auf Instagram & Pinterest scheinen andere Frauen und Mütter ganz klar vorne zu liegen. Sie haben die glücklicheren Kinder (die immer toll und fleckenfrei angezogen lächeln), die erfolgreicheren Karrieren (selbstverständlich mühelos), das gestyltere Eigenheim (allzeit insta worthy und für einen „spontanen“ Schnappschuss bereit) ... Wie ein Pinterest-Haus, das wir uns für kurze Zeit auf einer Reise gönnen, sehen wir auch auf Social Media nicht die Realität, sondern nur einen klitzekleinen (bildbearbeiteten) Ausschnitt. Wir wissen das. Umso faszinierender ist es, dass diese Wahrheit im Alltag trotzdem immer wieder in Vergessenheit gerät.

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Der eigentliche Grund, warum wir Social Media nutzen – und toll finden – ist, dass wir Inspirationen und Ideen erhalten, unsere Kreativität beflügelt wird und wir durch den Austausch mit anderen wertvolle, neue Perspektiven erkennen können. Es ist ein unglaublicher Segen, dass wir uns nicht die Köpfe zerbrechen müssen, wie denn wohl die Geburtstagseinladung im „Meerjungfrauen-Shape“ aussehen könnte, weil es auf einen Klick unzählige perfekte Beispiele gibt. Das spart Zeit. Enorm. Allerdings bekommen wir nicht nur eine Fülle von Ideen geliefert, sondern ganz nebenbei auch eine unangenehme Art von Druck. Selbst wenn wir kein kompetitiver Charakter sind, fragen wir uns: „Muss unser Kindergeburtstag jetzt auch so fancy werden wie auf den Fotos? Sollten die

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in Tierform ausgestochenen Pausensnacks nicht auch täglich am Speiseplan meiner Kinder stehen? Ist meine Einrichtung trendig genug? Warum bekomme ich es nicht hin, meine Smoothie-Bowl so kunstvoll zu dekorieren wie auf den Fotos der Influencerin? Wieso sehen mein Garten oder meine Terrasse aus wie ein Schlachtfeld und nicht wie die Greenhouse-Inspiration auf dem Pinterest-Pin?“ Was so ganz schnell passiert ist, dass sich unser Blick auf das fokussiert, was wir nicht haben, das was vermeintlich so erstrebenswert aber so unerreichbar scheint. Wir fühlen uns im Mangel, wir sehnen uns nach der Perfektion, die wir gefühlt überall präsentiert bekommen. Ein Realitätscheck kann unsere Perspektive wieder geraderücken und uns unglaublich guttun.


» Würden wir mit einem Hollywood Star tauschen wollen? Ja, vielleicht für einen Abend am roten Teppich. Aber spätestens am nächsten Morgen, wenn wir beim Wocheneinkauf von Fotografen belagert würden und unsere Privatsphäre gefährdet wäre, nicht mehr. «



Bei unserem Urlaub im „Pinterest-Greenhouse“ wird klar, dass wir diese Inspirati on auf Zeit lieben, aber eigentlich im Alltag gar nicht haben möchten. Hier wollen wir die Kinder ohne Sorge über umgeworfene Blumentöpfe spielen lassen. Vielleicht lassen wir die Terrassenpfl anzen dahinvegeti eren, weil wir einen dringenden Abgabetermin haben, bekommen dadurch aber ein paar Stunden mehr Schlaf, was uns ausgeglichener macht. Das Playmobil-Land im Miniaturformat in der Wohnküche ist zwar alles andere als pinterest-like, macht ermöglicht es uns aber, beim Kochen mit unseren Kindern zu plaudern. Wir möchten uns ohne Gedanken über Fettf lecken mit der ganzen Familie und einer Schüssel Popcorn auf die Couch kuscheln und einen Film schauen. Wie wäre es also mit einer ausgewogenen Balance? Gönnen wir uns zwischendurch gerne einen Ausfl ug in die Perfekti on – das tut uns gut und führt uns vor Augen, dass in unserem unperfekten Alltags-Chaos genau die wertvollen JubelMomente versteckt sind, die wir so sehr lieben.

Das wunderschöne Greenhouse auf den Fotos, hat Karin mit ihrer Familie auf einem Roadtrip durch Schweden entdeckt. Es gehört zum Lilla Grönas Bed & Garden und liegt in Tvååker, umgeben von üppigem Grün nur 11 km von Varberg entfernt. Gastgeberin Viktoria legt ihre ganze Hingabe in ein Ambiente zum Wohlfühlen und den umliegenden, weitläufi gen Garten. Zu buchen auf: www.lillagrona.se

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EIN SONNENUNTERGANG VOLLER HYGGE „Bald ist es wieder soweit, da können wir die lauen Abende wieder im Freien verbringen“ – freuen sich Anna und Clara. Die Schwestern lieben es, viele Freunde und die Familie in Ihren Garten zu einem gemütlichen Beisammensein einzuladen und dabei den Tisch mit naturbelassenen Akzenten zu dekorieren. „Schmücken Sie den Tisch mit Gaben der Natur. Von einer solch farbenfrohen Tafel werden Ihre Gäste begeistert sein“, erklärt Clara. DIY Tipp: „Legen Sie das Besteck mit einer Serviette in eine praktische, transparente Hülle und dekorieren Sie diese mit Blumen und Blättern“, empfi ehlt Anna. Die Blätt er lassen sich auch als Tischkarten verwenden. Mit den Kreidesti ft en der Schwestern können Sie sie mit den Namen der Gäste beschrift en. Blumen und Blätt er können ganz einfach im Garten oder am Wegrand gesammelt werden, freut sich Anna. „Außerdem können mit Kreidesti ft en auch ganz einfach Gläser und Flaschen verziert werden.“

Wo findet man Søstrene Grene in Wien? SCS Shop 220, Galerie 88, 1 OG, nahe Eingang 5 Vösendorfer Südring, 2334 Vösendorf Donauzentrum Shop 705a, EG, direkt beim großen Kletterturm Wagramerstrasse 94, 1220 Wien

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Folgen Sie der wunderbaren Welt von Anna und Clara auf Facebook und Instagram @sostrenegrene


Florale INSPIRATIONEN

Carla Langner bloggt seit 2017 auf www.faunundfarn.de über ihren Balkongarten, das Leben als Kreative in Berlin und wie man die japanische Ikigai-Methode anwendet, um sein Lebensglück zu finden. In ihren Bildern sucht sie Inspiration und setzt sich künstlerisch mit dem Verlauf der Natur auseinander. Ihre Ideen findet sie bei ausgiebigen Spaziergängen am Kreuzberger Landwehrkanal, auf ihrem

Balkon oder im Garten ihrer besten Freundin. Um die Formensprache der Pflanzen besser zu verstehen, legt sie ihre Funde auf einem weißen Leinentuch aus. Diese Herangehensweise hilft ihr dabei, sich von ihrem anspruchsvollen Arbeitsalltag zu erholen und neue Kraft zu tanken. Ihre Eindrücke teilt sie mit ihrer pflanzenbegeisterten Community auf Instagram unter @faunundfarn und in dieser Ausgabe des Magazins mit uns.



FREIHEIT

Die meisten Pflanzen auf diesem Bild erinnern an die wilde Flora im Rheinland. Weizen, Klee und als einzige Ausnahme die Bougainvillea, die sich farblich perfekt einfügt, obwohl sie nicht zu den Wildpflanzen zählt und eher auf Stadtbalkonen zu Hause ist. Die architektonische Blüte in mondänem Pink fügt sich nahtlos in die Komposition aus Freiblühern ein und verstärkt den Kontrast zum Wildweizen. Im Frühling sprießen die Gräser noch leuchtend grün, um sich im Spätsommer goldgelb zu verfärben. Wenn der Wind über ein Feld fährt und Wogen erzeugt, erinnern die hypnotischen Bewegungen an eine Wasseroberfläche.

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KLATSCHMOHN

Der Klatschmohn, so wie er wild bei uns gedeiht, blüht zwar nur kurz – im Mai und Juni – dafür in einem intensiven Scharlachrot, so dass man ihn von Weitem sieht. Auch wenn für viele der Klatschmohn zum gewohnten Anblick während eines Spaziergang dazugehört, so stammt er eigentlich aus dem Mittelmeerraum und ist während der Jungsteinzeit zusammen mit dem Getreide nach Nordeuropa gewandert. Die feinen Blätter, der zarte Halm, der die feuerrote Pracht trägt, überraschen immer wieder. Denn die surreal anmutende Samenkapsel und nicht zuletzt die mythische Aura, die den Mohn aufgrund seiner medizinischen Wirkstoffe umgeben, und natürlich die köstlichen Samen machen den Mohn zu einer ganz besonderen Pflanze.

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FRÜHLING

Wohl kaum eine andere Blüte wird so stark mit dem Frühling assoziiert wie die der Kirsche. Das ist nicht nur bei uns so, auch im fernen Japan feiert man mit Hanami, dem Kirschblütenfest, den Frühling. Dieses Fest ist so beliebt, dass sogar die japanischen Medien über den Verlauf der Blüte berichten, denn Japan erstreckt sich über mehrere Klimazonen, die den Blütezeitpunkt beeinflussen. Im Gegensatz zu unseren europäischen Kirschen trägt die japanische Kirsche aber keine Früchte. Ihr einziger Zweck besteht darin, zu blühen. Damit hat das Fest um die Kirschblüte auch einen melancholischen Anstrich, denn nach nur zehn Tagen ist die rosafarbige Pracht vorbei und wird abgelöst von anderen Blühpflanzen.

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GRÜN

Grün ist nicht gleich Grün. Es gibt so viele unterschiedliche Schattierungen dieser Farbe. Aber im Vergleich zu anderen Farben spielt es bei Grün keine Rolle, ob es sich um Farben aus ähnlichen Farbfamilien handelt, wenn man sie miteinander kombiniert. Im Fall von Grün passen immer alle Töne zusammen, vom trüben Tannengrün über das gelbstichige Maigrün bis hin zu kühlen Blaugrüns.

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VI ER ZIG &

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ZWEI JUBELTAGE AUF EINEN STREICH ODER „A LITTLE PARTY NEVER KILLED NOBODY!“ Zwei runde Jubeltage und das in einem Jahr, da galt es für Kamelia Wiesinger umfangreiche Vorbereitungen zu treffen. Feierten doch ihr Mann Daniel den 40. und ihr Sohn Kevin den 10. Geburtstag. Fotos: Fotos: Caterina Hoffmann www.catehoffmann.com Papeterie: Nani Unmuth www.nani.graphics Torte: Andrea Kargl www.tortenstudio.at Organisation & Dekoration: Kamelia Wiesinger www.blooments.com Text: Mirjam Kneisl Music: www.deladigo.com Kinderbetreuung: www.schlaraffenlandkids.com Location & Catering: www.kursalonevents.at Donutwall: www.eve-bridal.com Möbel: wien.eventwide.com

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Âť A little Party never killed nobody! ÂŤ

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„Wir lieben unser Business und arbeiten viel, da bleibt manchmal für Freunde und Familie nicht so ausgiebig Zeit übrig, wie wir gerne hätten. Deshalb ist es umso wichtiger, die JubelMomente so zu feiern, wie sie fallen. Auch wenn man dabei mitunter jemanden zu seinem Glück ein wenig überreden muss.“ Ehemann Daniel war nämlich von einem ganz großen Fest zunächst nicht sonderlich begeistert, freute sich aber nach ein wenig Überzeugungsarbeit sehr auf den 40+10 Doppelgeburtstag. Als liebevoller Ehemann und Vater ist Daniel immer für die Familie da und unterstützt Kamelia auch in ihrem Business, wo er kann. Deshalb wollte die Floristin, die sich in ihrem beruflichen Alltag auf die Dekoration verschiedenster Anlässe spezialisiert hat, dieses Mal ein Fest für ihren Mann organisieren und damit zeigen, wie viel er ihr, der Familie und den gemeinsamen Freunden bedeutet. Die Tatsache, dass Daniel zunächst nicht groß feiern wollte, machte sie nach seiner Zustimmung zugleich zum Motto für die beiden Jubeltage: „A little Party never killed nobody!“

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» Highlight des Abends war das Lied, welches Kevin in Begleitung seines Freundes an der Gitarre und DJ Deladigo für seinen Papa Daniel performte. « Kein runder Jubeltag ohne besondere Torte. Aber müssen es zwei Geburtstagstorten für einen Doppelgeburtstag sein? Nicht zwingend, wenn Andrea Kargl in ihrem Tortenstudio ein echtes Unikat für die 40+10 Party designt – eine stilvolle Kreation mit zwei Seiten, die genau Kamelias Anforderungen und – ganz wichtig – den Wünschen des großen Starwars-Fans Kevin entsprach. Mit Rücksicht auf die jüngeren Gäste startete das familiäre 40+10 BBQ am späten Nachmittag, sodass genügend Zeit für Freunde und die spannende sowie abwechslungsreiche Unterhaltung blieb, für die das Team der Kinderbetreuung Schlaraffenland mit einer Zaubershow und lustigen Animationen sorgte. Gegen Abend konnten sich die kleinen Gäste in einer speziell für sie vorbereiteten „Kiss & und Good Night Zone“ langsam auf das Ende der Feier vorbereiten, während die Erwachsenen noch bis spät in die Nacht entspannt weiterfeierten. Manchmal braucht es einen kleinen Schubs zu seinem Glück. Denn spätestens als Sohn Kevin ein eigens für seinen Papa umgeschriebenes Lied performte, war klar, dass nicht nur Kamelia sondern auch ihre Liebsten und alle Gäste noch lange mit einem Lächeln an diese JubelMomente zurückdenken werden.

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MINI-MEDITATION AUS MEINER KÜCHE, UM AM FAMILIENTISCH RUHIG UND GELASSEN ZU BLEIBEN: Frisches Kräuterblatt wie Basilikum abzupfen, fühlen und tasten, Augen schließen und daran riechen. Woran erinnert dich der Duft? Die Bilder kommen lassen und genießen. Ich versetze mich damit sofort an den italienischen Sandstrand. Die Kombination aus dem Duft und der Erinnerung bringt meine Sinne zum Tanzen. Ich bin dann gelassener, wenn ein „Das schmeckt mir heute nicht, Mama!“ kommt.


G OOD F O OD UN D G OOD VI BE S AM FAMIL I E NTIS CH Frühling und Sommer locken mit verführerischen Düften, bunten Farben, einer großen Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Ein Einkauf am Markt wird zum köstlichen Vergnügen und gleichzeitig zu einem wertvollen Erlebnis für Kinder. Frühling und Sommer sind eine ideale Jahreszeit, um den Kindern vorzuleben, welch wertvolle Köstlichkeiten unsere Natur zu bieten hat. Welche Möglichkeiten wir Mamas noch haben, um den Kindern die unterschiedlichsten, ausgewogenen Speisen schmackhaft zu machen, erzähle ich hier. Darüber hinaus zeige ich einfache, kostbare Rezepte und gebe wertvolle Tipps für viel beschäftigte Working-Moms, die dazu inspirieren sollen, hochwertige, frisch gemachte Speisen selbst zuzubereiten. Text: Vera Hood Fotos: Vera Hood & Carolin Anne Fotografie

Gemeinsames Essen als sozialer Event Gemeinsames Essen mit der Familie, mit seinen Liebsten, mit Freunden ist ein wunderbarer sozialer Event und Balsam für die Seele. Man nimmt sich Zeit für die Pflege wertvoller Beziehungen und versorgt dabei auch noch den Körper mit köstlichen Speisen. In den warmen Monaten von Frühling bis Sommer bekommt der gemeinsame Genuss am Tisch noch einen weiteren wohltuenden Aspekt: nämlich dann, wenn die Tische im Garten oder auf der Terrasse gedeckt werden, gemeinsames Grillen zelebriert wird, man von innen mit kostbaren Gerichten gewärmt wird und von außen von leuchtenden Sonnenstrahlen, wenn gute Musik und verführerische Düfte die Sinne zum Tanzen bringen. Wenn die Familie ein Picknick am See oder auf einer bunten Blumenwiese genießen kann.

Herausforderungen am Familientisch Gemeinsames Essen am Familientisch kann aber auch zur nervenzehrenden Herausforderung werden. Man investiert Zeit und Liebe, um eine ausgewogene Mahlzeit auf den Tisch zu bringen. Der Tag war stressig. Die Kinder meckern und die Teller bleiben voll. In solchen Fällen sind besonders viel innere Ruhe und Gelassenheit gefordert, um nicht verärgert den Raum zu verlassen. Engagement und Frust wechseln sich ab. Immer wieder geben Mamas auf, erzählen resignierend, dass die Kinder jegliches Gemüse verweigern und nur die typischen Kindergerichte wie Pizza, Pasta, Fischstäbchen, süße Knödel und Co. eine Chance haben.

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Zur Rolle der Eltern und der Kinder beim Essen Um die notwendige innere Gelassenheit zu gewinnen, kann der folgende Zugang zum Thema hilfreich sein: „Als Mama sehe ich eine meiner wesentlichen Aufgaben darin, meinen Kindern eine gesunde Grundlage fürs Leben zu ermöglichen und sie auch in ihrem aktiven Alltag zu unterstützen. Ich möchte ihnen viele Jubelmomente ermöglichen. Um die dafür geforderte Energie zu erhalten, werden ausreichend wertvolle Nährstoffe benötigt (das gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene). Eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten über den Tag verteilt ist wichtig.“ Eine „richtige, gesunde Ernährung“ bildet für Kinder die Grundlage für Wachstum, Entwicklung und Gesundheit und ist Basis für die körperliche als auch geistige Leistungsfähigkeit. Unsere Aufgabe ist es, die Ernährungsgewohnheiten unserer Kinder schon frühzeitig positiv zu beeinflussen,

damit sie lernen können, auf ihren Körper zu achten, nur das zu essen, was ihnen guttut, was ihr Körper braucht und auch lernen, mit dem Überangebot an Nahrung umzugehen zu können. Wir sind die „Leader“, wir zeigen unseren Kindern den Weg zu Gesundheit und Genuss. Die Basis für gesundes Ernährungsverhalten wird im Kindesalter geschaffen. Die Vorbildwirkung der Eltern spielt eine große Rolle. In erster Linie sollten die Eltern den Kindern vorleben, WIE richtiges Ernährungsverhalten aussieht. Wir sind nicht nur dafür verantwortlich, WAS täglich auf den Tisch kommt, sondern auch dafür, eine angenehme Atmosphäre am Familientisch zu schaffen, bei der gewisse Verhaltensregeln und fixe Essenszeiten eingehalten werden. Die Kinder dürfen selbst entscheiden, OB und bei WELCHEN der angebotenen Speisen sie zugreifen möchten, und WIE VIEL sie davon essen.


SOMMERSNACK FÜR DEN NACHMITTAG: FRISCHE ERDBEEREN MIT BIRCHER-MÜSLI

4 Portionen / 10 Minuten Zutaten: 250 g Frische Erdbeeren 200 ml Joghurt 2 TL Honig 1 Spritzer Zitronensaft 1 EL geriebene Haselnüsse 5 EL Haferflocken Feinblatt 1 TL Leinöl pro Portion 1 Stk. Apfel, gerieben 1 Handvoll Rosinen

Zubereitung: Den Apfel waschen und reiben. Joghurt mit Honig und Zitronensaft abrühren. Haferflocken, Haselnüsse, Rosinen und Apfel unterrühren. Das Müsli in Schüsseln geben und jeweils einen 1 TL Leinöl unterrühren (1 TL Leinöl = 1 gr. Omega-3 Fettsäuren = Tagesbedarf an Omega-3) Reife, süße Erdbeeren gut waschen und gemeinsam mit dem köstlichen Müsli genießen. Das Rezept zum Ausdrucken downloaden auf www.jubelmoments.at

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AUSGEWOGENES, KINDERTAUGLICHES MITTAGESSEN NATURREIS-WILDLACHS-KUGEL

4 Portionen / 30 Minuten Zutaten: 3 Stück Wildlachsfilets (TK) 1 große Tasse Reis (Naturreis und Basmatireis 1:1 gemischt) 1 Zitrone 1 EL Rapsöl 100 g Vogerlsalat 3 Stk. Karotten orange 1 Stk. Karotten gelb ½ Stk. Gurke 1 EL Schnittlauch, klein gehackt Salz, hochwertiges Öl, Essig 1 Lorbeerblatt

Das Rezept zum Ausdrucken downloaden auf www.jubelmoments.at

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Vorbereitung: TK Lachsfilets noch in der Hülle in ein kaltes Wasserbad legen und ca. 30 Minuten auftauen lassen. Zubereitung: Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Den Reis in einem Sieb unter fließend Wasser waschen. Das kochende Wasser leicht salzen, Hitze reduzieren, Reis dazugeben und das Lorbeerblatt für 10 Minuten mitköcheln lassen. Reis ca. 25 Minuten köcheln lassen (je nach Reissorte, lt. Packungsanleitung). In der Zwischenzeit Karotten waschen, schälen und raspeln. Gurke waschen und in Streifen schneiden. Vogerlsalat waschen und in eine Schüssel geben. Nach Belieben mit hochwertigem Öl, Salz, und Essig zubereiten. Sobald der Lachs aufgetaut ist, die Filets aus der Folie nehmen und die Filets in Würfel schneiden. Pfanne erhitzen, Rapsöl hinzugeben und die Filetwürfel darin braten. Mit Zitronensaft und Salz würzen. Sobald die Würfel Farbe annehmen, Hitze reduzieren, Reis hinzugeben, alles gut durchmischen und nochmal kurz mitbraten. Vom Herd nehmen. Um eine Kugel auf dem Teller zu formen, die Reis-Lachs Mischung in einen großen Schöpfer füllen, mit einem Löffel andrücken und auf einen Teller stürzen. Mit Schnittlauch garnieren.


SO GELINGT DIE ENTSPANNTE ATMOSPHÄRE AM FAMILIENTISCH Das klingt jetzt erstmal alles einleuchtend, nicht wahr?! Aber wie schafft man es nun, dass sogar Gemüse- und Obstverweigerer bei den angebotenen Speisen zugreifen und die Stimmung am Tisch entspannt bleibt, auch wenn die Kinder mal nicht essen wollen? Meine Antwort darauf lautet: Die Kinder an der Essensauswahl und -zubereitung beteiligen! Speisenauswahl Eine gute Möglichkeit bietet die gemeinsame Erstellung eines Wochenplans. Jedes Familienmitglied kann seine Vorlieben einbringen. Jeder wird gehört. Das Ergebnis sind gewünschte, beliebte Gerichte, zubereitet unter ausgewogenen Rahmenbedingungen. Einkauf Der Einkauf ist ein zentrales Element der Miteinbeziehung der Kinder in der Küche. Der Einkauf am Markt, beim Bauern oder im Supermarkt ist für Kinder ein genussvolles Erlebnis. Sie dürfen hier mitbestimmen, welches Obst und Gemüse im Einkaufskorb landet. Wenn man öfter mal direkt beim Bauern einkauft, bekommen sie einen Bezug für die Wertigkeit von Lebensmitteln. Hilfreich dafür ist auch, wenn man zuhause selbst etwas anpflanzt, wofür die warme Jahreszeit ja besonders geeignet ist. Entweder im Garten, im Hochbeet, oder falls nicht so viel Platz vorhanden ist, können die Kinder den Bezug auch über das Sprossenziehen auf der Fensterbank lernen. Dies ist spannend und braucht wenig Platz.

Gemeinsam kochen Kinder können bereits im Kleinkindalter kleine Aufgaben beim Kochen übernehmen. Die Zutaten eines Teiges verrühren, Banane schneiden, Apfel schälen, Eier aufschlagen, Energyballs im Topping wälzen, frische Beeren oder Tomaten im Garten pfücken und waschen, etc. Natürlich dauert der gesamte Prozess dann etwas länger, ist aber auch unheimlich wertvoll und für mich der beste Tipp, wie man Kinder zu einem gesunden Essverhalten motivieren kann. Mit allen Sinnen genießen Die Welt der Sinne bestimmt die Auswahl der beliebten Speisen neben dem Angebot am stärksten. Sehen, Riechen, Tasten, Schmecken und Hören sind hier die Schlüsselbegriffe. Bei uns am Tisch ist es ein bereits lieb gewonnenes Ritual, dass wir alle erstmal an den Gerichten riechen und über den Duft sprechen, bevor wir zu essen beginnen. Die Neugier der Kinder ist groß und sie sind dann motivierter, etwas Unbekanntes zu probieren. Die MiniMeditation mit den Kräutern ist bei meinen Jungs auch sehr beliebt.


AUSWAHL ERMÖGLICHEN FÜR GEMÜSEUND OBSTVERWEIGERER Bei hartnäckigen Gemüse- und Obstverweigerern empfehle ich, mindestens zwei unterschiedliche Sorten Obst oder Gemüse in unterschiedlicher Darbietungsform (siehe Rezeptbild Reis-Lachs-Kugel) am Tisch anzubieten. Kinder wollen sich als kompetent erleben. Ein „Das esse ich nicht!“ kann häufig auch ein Ausdruck des eigenen starken Willens sein. So wird das Essen am Tisch regelrecht zum Machtkampf. Wenn die Mama aber eine Auswahl anbietet und fragt: „Magst du lieber die Karotten oder die Gurken essen?“ oder „Du darfst dir ein Gemüse aussuchen, das du heute weglässt!“ hat das Kind eine Entscheidungsfreiheit und isst aber trotzdem Obst oder Gemüse. Weitere Möglichkeiten sind, Obst und Gemüse in Kuchen zu verpacken, in Smoothies oder ganz klein gehackt in Saucen. Der Vorteil ist, dass sie sich so an den Geschmack gewöhnen können. Geschichten über die Zutaten erzählen Kinder lieben Geschichten. Geschichten über die Herkunft der Zutaten am Tisch sind hier nicht ausgeschlossen. Woher kommt beispielsweise die Milch, wie wird sie produziert, wie kommt sie in den Supermarkt und wie kommt sie in unseren Kühlschrank? Eine Geschichte, bei der die Kinder regelrecht an den Lippen hängen. Und so kann man es auch mit allen anderen wertvollen Nahrungsmitteln handhaben, Geografieunterricht und Wirtschaft gleich miteinbezogen.

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Der Einfluss von Süßigkeiten Süßigkeiten gehören zum Leben unserer Kinder mit dazu. Verbote bewirken hier, wie so oft, genau das Gegenteil. Supermärkte, Werbung, Freundes- und Bekanntenkreis, Familie, Kindergarten, etc – dass die Kinder nie mit Süßigkeiten in Berührung kommen, ist unmöglich. Wichtig ist, ihnen einen kompetenten Umgang damit beizubringen, damit sie mit dem Überangebot auch zurechtkommen, wenn sie größer sind und selbst entscheiden, was sie einkaufen. Wichtig finde ich aber, dass der Umgang reguliert wird. Wenn Kinder zu den Hauptmahlzeiten nicht essen wollen, liegt das häufig daran, dass sie keinen Hunger haben, weil sie kurz davor genascht haben. Ein Fruchtriegel, Schokolade, Gummibären, Milchschnitte, Fruchtzwerge und Co, oder ein Stück Kuchen am Nachmittag kurz vor dem Abendessen sättigen den kleinen Kindermagen natürlich. Meine Kinder dürfen nach einem ausgewogenen Mittagoder Abendessen eine Kleinigkeit naschen. Die Bedingung ist, dass sie die gesunde Hauptmahlzeit ordentlich gegessen haben. Wenn Sie keinen Hunger haben und keine Hauptmahlzeit essen wollen, müssen sie nicht essen. Der Hunger wird aber später nicht durch Süßigkeiten gestillt. Mittlerweile setzen sich auch immer mehr hochwertige Alternativen zu industriell gefertigten Süßigkeiten, wie z.B. Energyballs durch. Und eine süße Nachspeise können ja auch einfach mal nur frische Himbeeren aus dem Garten sein. Gemeinsam pflücken und essen macht Spaß und ist gesund. Frisch gepflückte Himbeeren sind eine gesunde und köstliche Nascherei.


SCHNELLES, KÖSTLICHES ABENDESSEN: BUNTE FRÜHLINGS- UND SOMMEROMELETTE

Für 4 Personen / 15 Minuten Zutaten: 1 Bund grüner Spargel (250 g) 6 Stück Eier 80 ml pflanzliche Sahne (z.B. Reis) oder 50 g Creme Fraîche 1 TL Thymian (getrocknet oder frisch) 1 Prise Salz 1 El Rapsöl 1 TL hochwertiges Pflanzenöl

Das Rezept zum Ausdrucken downloaden auf www.jubelmoments.at

Zubereitung: Den Spargel waschen, Enden abschneiden und aus dem Rest längliche Stücke schneiden (Schälen ist bei grünem Spargel nicht notwendig). Pfanne erhitzen, Rapsöl hinzugeben und den Spargel darin ca. 5 – 7 Minuten braten. Thymian hinzugeben. In der Zwischenzeit die Eier mit der pflanzlichen Sahne oder der Creme Fraîche verrühren, leicht salzen. Den Spargel aus der Pfanne geben und zur Seite stellen. Die verquirlten Eier nun in die noch heiße Pfanne geben, Hitze reduzieren und ca. 8 – 10 Minuten am Herd lassen, bis eine feste Omelette entsteht. Anschließend den Spargel hinzugeben und nochmal eine Minute am Herd lassen. Die Pfanne mit der Omelette vom Herd nehmen, mit Himbeeren dekorieren und genießen. Dazu passend ein frisches Vollkornbrot oder -Gebäck, gekochte Kartoffeln und/oder ein knackiger Salat. Die Omelette vor dem Genuss noch mit einen TL Leinöl, Walnussöl oder Olivenöl beträufeln.

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FRISCH KOCHEN FÜR VIEL BESCHÄFTIGTE BUSINESS-MOMS Kochen ist sehr zeitaufwendig und diese Zeit steht nicht zur Verfügung, lautet die gängige Einstellung von vielen berufstätigen Mamas. Und die Wahrheit ist: Kochen IST zeitintensiv. Weil zum Kochen viel mehr dazu gehört, als das Kochen selbst. Die Auswahl von Gerichten, der Einkauf, das Verstauen des Einkaufs, die Vorbereitung, das Kochen selbst, die Zeit zum Essen und Genießen und schließlich das Wegräumen der schmutzigen Teller, Pfannen und Töpfe. Wenn man als Mama auch an seiner beruflichen Erfüllung arbeitet, viele Projekte und Termine hat, vielleicht manchmal auch noch nach Dienstschluss Einsatz zeigt, kann es sein, dass frisch gekochtes Essen nicht die höchste Priorität hat. Es gibt nichts, was uns wertvoller sein sollte, als unsere Gesundheit. Und da meine Kinder die wertvollsten Wesen in meinem Leben sind, achte ich darauf, dass auch sie gesund sind. „Die Gesundheit meiner Familie ist das wertvollste Gut, das ich zu beschützen habe!“ Bei meinen Rezepten achte ich darauf, dass sie mit wenigen Zutaten auskommen und schnell zuzubereiten, trotzdem aber ausgewogen sind und köstlich schmecken. Außer an Wochenenden ist es mir wichtig, dass ein Gericht in weniger als 30 Minuten fertig ist. Die Aufgaben rund ums Kochen fallen aber trotzdem an. Natürlich gibt es auch Tage, wo ich diese 30 Minuten nicht aufbringen kann oder möchte. Dann helfe ich mir mit folgenden Tricks:

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10 Minuten Gemüsecremesuppe aus TK-Gemüse Das ist eine ideale, schnelle und kerngesunde Abendmahlzeit, die auch meine Kinder lieben. Ich habe immer gekauftes, geschnittenes Gemüse (Gemüse pur, ohne Saucen oder Zusätze) auf Vorrat im Tiefkühler. Ich stelle einen Topf mit Wasser auf den Herd, gebe das TK-Gemüse hinzu, bringe den Inhalt zum Kochen, würze es (entweder mit Salz und Kräutern oder mit einem hochwertigen Gemüsebrühepulver), lasse die Suppe ca. 10 Minuten köcheln und püriere dann das Gemüse. Dazu gibt es Vollkorngebäck, manchmal Kichererbsen als Topping (aus dem Glas) und über die Suppe wird dann noch jeweils ein TL hochwertiges Pflanzenöl (Leinsamen-, Oliven-, Walnuss- oder Rapsöl) geträufelt. Langes Putzen und Schneiden von Gemüse fällt weg, weniger Geschirr, kaum Zeitaufwand.


Eine Bio-Tomatensauce mit Vollkornnudeln oder Gnocchi Fertiggerichte haben zurecht einen schlechten Ruf, da die meisten sehr viele Zusätze, schlechte Fette und auch Zucker enthalten. Dafür aber kaum Nährstoffe. Dennoch gibt es Produkte, die besser sind als ihr Ruf. Ich kaufe für den Vorratsschrank oft eine hochwertige Tomatensauce, die neben Tomaten auch anderes Gemüse wie Karotten enthält, keinen Zucker beigesetzt hat und mit Kräutern gewürzt ist. Wenn es mal flott gehen muss, gibt es Gnocchi oder Vollkornnudeln mit Tomatensauce und Gemüsesticks dazu. Auch bei den Gnocchi gibt es Bio-Produkte, die mit einem hohen Kartoffelanteil und ohne Zusätze hergestellt werden. Nichts für täglich, aber ab und an sehr ok. Hülsenfrüchte aus Glas oder Dose Hülsenfrüchte zu essen, ist aus gesundheitlichem Aspekt sehr empfehlenswert, weil sie uns mit hochwertigem Eisen und Proteinen versorgen. Beim Konservieren bleiben die meisten wertvollen Nährstoffe erhalten, deshalb sind sie in dieser Form für die schnelle Küche sehr gut geeignet. Kombiniert mit Getreide und Ofengemüse zaubert man in kurzer Zeit eine ausgewogene Mahlzeit. Gemüsesticks und Käsebrote sind schnell gezaubert Wenn man hier ein paar Kleinigkeiten beachtet, gestaltet man ein ausgewogenes Abendessen. Das Brot sollte Vollkorngetreide enthalten, damit Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe aufgenommen werden und nicht nur leere Kalorien. Falls die Kinder bisher nur Weißmehlprodukte mochten, kann man mit einem Grahamweckerl starten. Das schmeckt auch noch sehr ähnlich, enthält aber mehr Nährstoffe. Frisches Gemüse dazu anzubieten (am besten Rohkost-Gemüsesticks), ist ebenfalls wichtig, um den Vitaminbedarf des Tages zu decken.

Meal-Prep Wenn es immer schnell gehen muss, ist es empfehlenswert, sich mit „Meal-Prep“ zu beschäftigen. Hier gibt es online auf diversen Blogs sehr gute Ideen. Beispielsweise kann man Getreide mit langen Garzeiten (Hirse, Reis, Nudeln) bereits am Sonntag für die Woche vorkochen. Sie halten sich gut im Kühlschrank. Mit dem Getreide lassen sich dann während der Woche schnell ausgewogene Gerichte kreieren.

Das Schönste für mich ist, meine Kinder glücklich zu sehen. Sie in ihrer Entwicklung und ihrem Aufwachsen zu begleiten, ist ein besonderes Privileg. Dies alles ist nur möglich, weil wir gesund sind. Dafür bin ich unfassbar dankbar. Und dafür lohnt es sich auch, dem Kochen die verdiente Wertschätzung entgegenzubringen, nicht wahr?

Mag. Verena Schill Die Ernährungspädagogin und Bubenmama teilt auf ihrem Foodblog www.verahood.com ihre Begeisterung für ganzheitliche Gesundheit. Mit ihren einfachen, aber hochwertigen Kompositionen bringt sie die Sinne ihrer Leserinnen zum Tanzen.

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EN DLICH WIEDER FIT! MIT KLEINEN SCHRITTEN ZU EINEM NEUEN KÖRPERGEFÜHL Text: Ulrike Göbl Fotos: Miriam Mehlman Fotografie


Mit warmen Wollsocken, einer Tasse Tee und einem guten Buch ging es hyggelig durch den Winter. Bewegung an der frischen Luft kam bei der Kälte eher zu kurz. Nun werden die Tage wieder länger, die Vögel zwitschern und die Blumen sprießen. Während viele Menschen von der wiedergewonnenen Energie profi ti eren, spüren andere vom Energieschub eher wenig, im Gegenteil: Sie fühlen sich schlapp und müde, und daran ändern auch die wärmeren Temperaturen nichts. Sie sind von der Frühjahrsmüdigkeit betroff en. Fitness-Experti n und 2-fach-Mama Ulrike Göbl zeigt uns, wie wir unseren Körper aufwecken und bald mit den anderen um die Wett e hüpfen!

U L L I S T I PP : unter dem Hashtag #jedentagfit poste ich auf Instagram (@fi tgluecklich) täglich eine Übung! Davon mache ich mindestens 10 Wiederholungen. Der Sinne der Sache? Anzufangen! Ist man einmal in Bewegung, fällt es auch leichter, noch mehr davon zu machen. Ausprobieren, es wirkt! Bald gibt es auch wieder ein ganzes Monat mit meinen Jeden Tag Fit Mini Workouts – am besten meinen Newslett er unter www.fitundgluecklich.net abonnieren und nichts verpassen!

Keine Chance für Müdigkeit Die Natur erwacht aus der Winterruhe, es wird wärmer und heller und der Körper muss sich an die veränderten Temperaturen erst wieder gewöhnen. Stoff wechsel und Hormonhaushalt stellen sich um. Dieser Vorgang kann bis zu ein paar Wochen dauern. Zwischen Mitt e März und Mitt e April kommen daher viele Menschen einfach nicht in Schwung, fühlen sich schlapp, müde und antriebslos. Kitzeln uns die ersten stärkeren Sonnenstrahlen, löst das positi ve Gefühle in uns aus. Die Temperatur steigt und das Glückshormon Serotonin kommt ins Spiel. Der Winterschlaf steckt uns noch in den Knochen, gleichzeiti g giert der Körper nach Akti vität – das kostet Kraft . Die Umstellung auf die wärmere Jahreszeit dauert etwa zwei bis vier Wochen, dann ist alles wieder im Lot. Eine Begleiterscheinung dieser Umstellung von Winter auf die wärmeren Jahreszeiten ist die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit, deren Ursachen noch nicht zur Gänze geklärt sind. Vermutet wird ein Bündel an Faktoren, das zu diesen Symptomen führt: die jahreszeitliche Umstellung auf die wärmeren Monate mit unbeständigem

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Wett er, wenig Bewegung und Licht beziehungsweise eine ungünsti ge Ernährung spielen hier zusammen. Doch es gibt auch positi ve Nachrichten: Wir können unseren Körper bei der Umstellung auf die warme Jahreszeit mit ein paar kleinen Tricks unterstützen und so schneller wieder in unsere volle Kraft kommen!

tung des Hormons wirkt wie ein natürlicher Wecker und Sauerstoff gibt den Körperzellen zusätzlich Energie. Neben Tageslicht versorgt Bewegung im Freien das Gehirn mit Sauerstoff und erhöht die Leistungs- und Konzentrati onsfähigkeit. Außerdem wird das Herz-Kreislauf-System auf Touren gebracht.

Mit Schwung in die wärmere Jahreszeit Den Tag mit einfachen Gymnasti kübungen bei off enem Fenster zu starten, beispielsweise noch im Bett abwechselnd die Beine heben oder „Rad fahren“, bringt den Kreislauf in Schwung und beugt Müdigkeit vor. Nach dem Aufstehen die Arme bei der Einatmung über die Seiten nach oben bringen, zusammenführen und mit der Ausatmung vor der Brust wieder nach unten kommen lassen. Wir machen das ein paar Atemzüge lang und spüren mit, wie Luft und Energie unseren Körper durchströmen. Generell gilt: so viel Zeit wie möglich im Freien zu verbringen, idealerweise tagsüber beziehungsweise bei Sonnenschein. Spaziergänge und Sport in der Natur helfen uns, so viel Tageslicht wie möglich zu tanken. Unter Lichteinfl uss produziert der Körper den Glücks-Botenstoff Serotonin und hemmt gleichzeiti g die Produkti on des Schlafh ormons Melatonin. Die Ausschüt-

Das Mott o sollte lauten: Jede Bewegung zählt. Man muss nicht gleich einen Marathon laufen, sondern kann auch Gelegenheiten, die sich im Alltag bieten, für einen kurzen Spaziergang nutzen: sei es ein Ausfl ug mit dem Rad, den Weg in die Arbeit zu Fuß zu bestreiten, oder sich einfach in der Mitt agspause die Füße zu vertreten.

U L L I S T I PP : Das beste, was du tun kannst? Gehen! Gehe 15 – 20 Minuten mehr pro Tag als sonst. Du wirst dich nicht nur umgehend besser fühlen, du stärkst auch deine Beine, die Körpermitt e, dein Herz-Kreislaufsystem und verbrennst ganz nebenbei ein paar Kalorien.


Leichte Kost beflügelt Die Fastenzeit bietet sich an, um auf eine leichtere, vitaminreiche Ernährungsweise umzusteigen. Das schwere Winteressen ist nun zu viel für den Körper und sollte durch proteinreiche Kost mit einem hohen Gemüseanteil ersetzt werden. April und Mai ist Spargelzeit! Jede Menge wertvolle Inhaltsstoff e machen die Stangen sehr gesund. Neben vielen wichti gen Vitaminen enthält das Gemüse auch viele Mineralstoff e. Grüner Spargel ist dabei sogar hochwerti ger als weißer, da er mehr Vitamin C enthält. Auch sonst haben in den Frühlings- und Sommermonaten viele Vitaminbomben Saison: Blatt gemüse wie Feldsalat, Mangold und Spinat oder auch frischer Brokkoli. Das vielseiti g verwendbare Zwiebelgemüse Lauch kommt ebenso frisch auf den Tisch wie der fruchti ge Rhabarber. Ab Mai gibt es dann auch endlich wieder heimisches Obst. Die ersten Erdbeeren werden jetzt im Freiland reif. In heimischen Gewächshäusern reifen unter anderem die bereits Tomaten, Chicoree und Gurken. Im Vergleich zu Freiland-Produkten schneiden Obst- und Gemüsesorten aus Gewächshäusern zwar was die Inhaltsstoff e betrifft nicht so gut ab, sie punkten jedoch gegenüber Importware hinsichtlich kurzer Transportwege und weisen meist weniger Rückstände von Pesti ziden auf. Achtet unbedingt darauf, genug zu trin-

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ken! Flüssigkeit bringt den Kreislauf ganz automati sch in Schwung. Dabei sollte Wasser bevorzugt und auf zu viel Alkohol verzichtet werden. Mein Tipp ist aromati siertes Wasser, so kommen Geschmack und Abwechslung nicht zu kurz. Ich gebe dazu einfach klein geschnitt enes frisches Obst, Gemüse und Kräuter in eine große Kanne, fülle sie mit Wasser auf und lasse alles ein Weilchen ziehen. Das Wasser mit Geschmack dann einfach über den Tag verteilt genießen. Im Frühling bieten sich vor allem Gurke, Zitrone, Erdbeeren und erste frische Minze oder Basilikum vom Fensterbrett zur Zubereitung an. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Umsetzung meiner Übungen und Tipps. Kommt gut und energiegeladen durch die warme Jahreszeit!

U L L I S T I PP : Fit & Glücklich meets Kräuterwunderzeit: ganz viel Bewegung gepaart mit den Schätzen der Natur gibt es bei diesem Exklusiv-Wochenende zum Wohlfühlen in den Salzburger Bergen! Von 5. bis 7. Juni 2020 in Altenmarkt. Achtung: nur 6 Plätze verfügbar, also schnell sein und gleich informieren unter www.fitundgluecklich.net


BUNTE GEMÜSEQUICHE MIT KAROTTEN & ZUCCHINI

Anzeige | Fotos: Tante Fanny

ZUTATEN für 1 Quicheform mit 24 cm Durchmesser:

1 Pkg. Tante Fanny Frischer Quiche- & Tarteteig 300 g 3 Karotten, geschält, mit dem Sparschäler in dünne Streifen gehobelt 1 Zucchini, längs halbiert, in dünne Streifen geschnitten 1 längliche Kartoffel, geschält, längs halbiert, in dünne Streifen geschnitten 1 Fleischtomate, halbiert, in Scheiben geschnitten 250 g Sauerrahm 3 Eier 1 EL Petersilie, fein gehackt Salz und Pfeffer Etwas Muskatnuss, gerieben 1 EL Butter zum Befetten der Form

ZUBEREITUNG Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen und Teig laut Packungsanleitung vorbereiten. Teig entrollen, Backpapier abziehen und Teig in die befett ete Form legen (bei einer beschichteten Form entf ällt dies). Mit dem überstehenden Teig den Rand verstärken. 3 – 4 Scheiben Karott en und Zucchini abwechselnd übereinander legen und von außen beginnend nach innen aufgestellt, kreisförmig in die Form schlichten. Kartoff el und Tomatenscheiben danach dazwischen abwechselnd einstecken. Eier mit dem Sauerrahm und der Petersilie vermengen, mit Salz, Pfeff er und Muskat abschmecken und über das Gemüse gießen. Im Backofen auf unterster Schiene ca. 55 Minuten goldbraun backen. Tipp: Für diese Quiche eignen sich auch Melanzani oder Pastinaken wunderbar. Weitere köstliche Rezepte sowie grati s Rezeptheft e zum Bestellen oder Downloaden, fi ndest du unter www.tantefanny.at


MEIN TAG

Unsere Herausgeberin Karin hat den „Traumlook Tag“ bei KLIPP getestet und sich dabei nicht nur äußerlich verändert. Text: Karin Graf-Kaplaner Fotos: Dieter Schaufl er Graf-Kaplaner

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DELUXE-ZEIT NUR FÜR MICH Ein ganzer Tag nur für mich. Als Zweifach-Mama die absolute Ausnahme. Trotz der großen Vorfreude war ich tatsächlich ein wenig aufgeregt. Man möchte ja glauben, dass ich es als Bloggerin liebe, im Mitt elpunkt zu stehen – weit gefehlt. Außerdem hatt e ich die Befürchtung, mich vielleicht zu einem Schnitt oder einer Farbe überreden zu lassen und mich anschließend im Spiegel nicht mehr wiederzuerkennen. Mein Fazit: Alles total unbegründet. Mich selbst wichtig nehmen Zugegebenermaßen begann mein Traumlook Tag schon Tage zuvor, nämlich bei mir zuhause. Im Hinblick auf die Veränderung suchte ich online nach angesagten Frisuren und Haarfarben, die ich toll fand. Beim Surfen ertappte ich mich bei einem Wohlfühlmoment: „Wow, nur für mein Äußeres im Internet zu stöbern, das habe ich schon sooo lange nicht mehr gemacht!“

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Somit begann die Veränderung, mich endlich wieder mehr mit mir selbst und meinem Look zu beschäft igen, nicht erst im KLIPP Salon. Volles Wohlfühlprogramm Dann war mein Traumlook Tag da und ich habe mich die ganze Zeit über rundum wohl gefühlt. Rückblickend bin mir sicher, dass ich diesen Genuss zum überwiegenden Teil den einfühlsamen und kompetenten Mitarbeiter/innen von KLIPP zu verdanken habe: der herzliche Empfang im Salon mit Sekt und Brötchen, die spannende Typberatung, die Gesichts-, Haar- und Kopfh autanalyse. Nach der Schnitt -Besprechung folgte der Teil, vor dem ich ehrlich gesagt etwas Respekt, um nicht zu sagen Angst hatt e. Meine neue Haarfarbe. Die KLIPP Friseurin, die mir den ganzen Tag beratend zur Seite stand, hat sich sehr viel Zeit für mich und meine Anliegen genommen. Ihr Wunsch war ja zum Glück nicht,


die „größte Veränderung aller Zeiten“ zu erwirken, sondern mit mir gemeinsam meinen persönlichen Wohlfühl-Look zu kreieren. Nach dem Schneiden haben wir besprochen, wie die Haare gestylt werden und ich wurde von einer Visagisti n geschminkt. Auch hier habe ich mich niemals angemalt gefühlt – bei meiner hellen Haut gar nicht so einfach.

J E T Z T D EN T R AU M LO O K-TAG O N L I N E B U C H EN : www.traumlook.at

Entspanntes Fotoshooting Nein, vor der Kamera zu stehen, ist jetzt nicht gerade meine Lieblingsbeschäft igung. Da braucht es schon ein sehr angenehmes Umfeld, damit ich mich dabei ganz locker zeigen kann. Nach dem schönen Tag im KLIPP Salon war das aber überhaupt kein Problem für mich. Neuer Haarschnitt , neue Haarfarbe im Kupferton, neues Make-up – ich fühlte ich mich einfach toll. Übrigens: Einige der Fotos sind bereits im Salon selbst entstanden. Sollte also das Wett er mal nicht mitspielen, besteht die Möglichkeit, indoor zu shooten.

MEIN TAG. MEIN NEUES ICH. MEIN TRAUMLOOK. Sektempfang und Brötchen umfassende Typberatung mit Gesichtsanalyse Haar- & Kopfh autanalyse All Inclusive Haarstyling: Farbe, Haarschnitt , Pfl egebehandlung & Styling typgerechtes Make-up von einer Visagisti n professionelles Fotoshooti ng & Traumlook Package EXTRAS: Drei von Ihnen ausgewählte Profi fotos inkl. Fotomappe + CD mit allen Fotos vom Fotoshooti ng Grati s Produktproben friseurexklusiver Markenprodukte Gutscheine von KLIPP Frisör www.traumlook.at


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FOO D -T R E ND SEL BST VE RS ORGE RGARTE N GEMÜSE SELBST ZIEHEN LEICHT GEMACHT Dass Food-Bloggerin und AFBA (Austrian Food Blog)-Gewinnerin Michaela Titz in einem 800 m2 großen Garten mit altem ObstbaumBestand landen würde, war eine Überraschung und so nicht geplant. Die Idee, ihr eigenes Gemüse anzubauen, begleitet sie allerdings schon sehr lange. Am Stadtrand von Wien bewirtschaftet sie eine kleine Oase, die mittlerweile zu ihren größten Leidenschaften geworden ist. Obst und Gemüse selbst anzubauen, liegt nicht nur im Trend, sondern ist gleichzeitig eine tolle Möglichkeit, mehr Achtsamkeit und einen bewussten Lifestyle in unseren Alltag einzubauen. Michaela verrät uns, wie auch wir ohne großen Garten den Pflänzchen beim Wachsen zuschauen und uns über geerntete Früchte freuen können. Text & Fotos: Michaela Titz Portraits: Miriam Mehlman

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Der Selbstversorgergarten ist ein großes Thema geworden. Die Ernte und Verarbeitung von selbst gezogenem Gemüse ist für viele kaum noch wegzudenken. Wer kann, bewirtschaftet (s)einen Gemüsegarten auf dem eigenen Grund, mietet sich bei Nachbarn und Freunden ein oder hat eine Selbstversorger-Parzelle, die von vielen heimischen Gärtnereibetrieben zur Saisonmiete angeboten wird. Das Thema Selbstversorgung ist nicht nur trendy, sondern in Zeiten der Schnelllebigkeit auch gesund. Sie ermöglicht uns, durch die Arbeit im Gemüsegarten ein Stück weit Achtsamkeit zu leben und „zur Ruhe zu kommen“. Und wir können genau sehen und beobachten, was mit dem Einsatz der eigenen Arbeitskraft alles möglich ist – die eigene Ernte macht uns glücklich und stolz. Und zudem ist das Ziehen von eigenem Gemüse gesund – zu wissen, woher es kommt, bringt zusätzlichen Spaß und Kreativität in die Küche. Um sich mit frischem Gemüse selbst zu versorgen, ist ein großer Garten oder eine Selbstversorger-Parzelle nicht zwingend notwendig. Schon auf kleinen Balkonflächen ist es möglich, selbst Gemüse anzubauen und zu ernten, denn viele Sorten wachsen und gedeihen auch in Töpfen, Kisten oder Balkonkästen ganz großartig. Wer einen Selbstversorgergarten im großen Stil betreiben möchte, der sollte sich Anbaupläne zeichnen und genau durchdenken, wie die Ernte später aussehen soll, um am Ende der Saison nicht mit zu viel oder zu wenig Ertrag überrascht zu werden. So hat man einen besseren Überblick darüber, was man anbauen möchte und wie viel man für den Eigenbedarf braucht.

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Außerdem lässt sich so ganz genau festlegen, wann welche Sorte angebaut werden muss, um die Beete optimal zu nutzen.

GEMÜSESORTEN, DIE AUCH AUF BALKON & TERRASSE GUT WACHSEN

Ein wichtiger TIPP: auf die richtigen Beetpartner achten! Nicht alle Gemüsesorten passen zueinander. Bestimmte Gattungen sollten gar nicht zusammen gepflanzt werden und wieder andere unterstützen sich optimal. Außerdem kann so auch gleich auf eine optimale Fruchtfolge geachtet werden. So werden die Beete in jeder Saison durchgehend bepflanzt, ohne sie leer stehen zu lassen.

– Mangold – Spinat – Radieschen – Zucchini – (Cocktail-) Tomaten – (Mini-) Gurken – Salate wie Ruccola oder Asia Salate – Kräuter (Minze, Schnittlauch, Petersilie und Co) – Bohnen – kleine Kürbis- und Melonensorten

Wer keinen Garten oder keine GemüseParzelle nutzen kann, kann sich auf dem heimischen Balkon einen kleinen Naschgarten anlegen. Salate und Kräuter können bequem in Balkonkästen angesät werden, viele Gemüsesorten sogar in Miniform, wie Gurke und Cocktailtomate. So kann eigenes Gemüse bei Bedarf und ganz nach Lust und Laune auch auf dem Balkon geerntet werden. Eigenes Gemüse schmeckt nicht nur großartig - die Arbeit im Garten und auf dem Balkon bringt uns auch ein Stück weit mehr Ruhe und macht uns glücklich.

Buchempfehlungen – „Abenteuer Garten – mein erstes Jahr im Schrebergarten“ von Engwert Carolin, Kosmos Verlag – „Dein fantastischer Balkongarten – Ernten bis zum Abheben“ von Fühl dich Löwenzahn, Löwenzahn Verlag – „Der Biogarten für Einsteiger – Basis wissen und Praxis“ von Kreuter Marie-Luise, BLV Verlag

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5 FRAGEN

AN DIE SELBSTVERSORGER-GÄRTNERIN: Michaela, wie müssen wir uns deinen Garten vorstellen? Reicht die Ernte aus, um deine Familie komplett zu versorgen? Nein, leider (noch) nicht, aber ja, es wäre natürlich toll, komplett unabhängig zu sein. Mein Gemüsegarten hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Am Anfang gab es 3 Hochbeete für Tomaten, Salat und Zucchini, heute habe ich eine Fläche mit ca. 60 m2, aufgeteilt auf mehrere Gemüsebeete, zusätzlichen Platz für Kräuter und Salat und seit Neustem auch ein kleines Gewächshaus. Was baust du alles an? Bist du auf etwas spezialisiert oder gibt es einfach alles querbeet? Ich beschäftige mich mittlerweile intensiver mit der Fruchtfolge und auch der Bewirtschaftung rund ums Jahr. Und es gibt fast alles in meinem Gemüsegarten, von Blattspinat über Brokkoli bis hin zu Kohlrabi und Tomaten ist alles dabei und mit jeder Saison wird man ein wenig schlauer und optimiert die Anbaupläne fürs Folgejahr. Wie verarbeitest du deine Ernte? Ich versuche alles, was geerntet wird, zu verarbeiten. Ich koche mit frisch Geerntetem. Je nachdem, was gerade anfällt,

verarbeite ich meine Ernte aber auch für den Winter zu Marmeladen, eingelegten Salaten und Gemüse. Aber auch Sirup, Essig und z.B. Apfelmus sind immer in unserer Vorratskammer. Du lebst nach dem No-Foodwaste-Prinzip. Was bedeutet das? Das Prinzip ist einfach erklärt – kein Abfall in der Küche. Das bedeutet, dass alles von der Knolle bis zum Blatt – verarbeitet wird. Es soll nichts übrigbleiben, das noch verwertet werden kann. So entstehen aus Blättern oft Pesto und Salat, oder aus Gemüseschalen Suppenbrühe, und selbst die Apfelschalen werden bei uns zu Essig weiterverarbeitet. Was ist deine Inspirationsquelle? Woher nimmst du die Ideen für deine Rezepte? Meine Quelle der Inspiration ist tatsächlich mein Garten. Ich liebe es, mich in meinem Gemüsegarten zu bewegen, zu werken und zu beobachten. Mit jeder Pflanze kommen auch neue Ideen für Rezepte.

www.littlebee.at @littlebee_wien

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WUNDERWAFFE

OXYMEL

ALTES HEILMITTEL FÜR UNSER WOHLBEFINDEN Text: Anja Fischer Fotos: Stephanie Pollard

Es grünt so grün, wenn draußen endlich wieder die Blüten blühen ... Jetzt, wo es wieder wärmer wird, zieht es uns vermehrt hinaus in die Natur. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und alles beginnt langsam zu wachsen. Gänseblümchen, Löwenzahn und Vogelmiere sind die ersten Boten, die uns von der Wiese aus entgegenlächeln. Dabei sind diese wilden Wiesenblumen mehr als nur hübsch anzusehen. Sie sind auch ganz tolle Heilpfl anzen mit sehr vielen Wirkstoff en, die wir positi v für uns nutzen können. Nicht nur die Natur erwacht wieder, auch unser Körper möchte erwachen. Wieder in Gang kommen. Da hilft viel Bewegung an der frischen Luft , aber auch die Natur kann uns wunderbar unterstützen. Zum Beispiel dabei, den Darm wieder auf Vordermann und den Körper in Schwung zu bringen.

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ALTES HEILMITTEL NEU ENTDECKT

Oxymel ist auch als Sauerhonig bekannt. Ein kleines Wundermitt el, direkt aus dem Vorratsschrank. So ist es keine Überraschung, dass die Kombinati on aus Essig und Honig gerade einen Trend erlebt und in aller Munde ist. Durch die Fermenti erung in Honig und Essig unterstützt das alte Heilmitt el Sauerhonig großarti g unseren Darm. Und eine gesunde Darmfl ora wirkt sich positi v auf unser Immunsystem aus. Apfelessig besitzt anti bakterielle Eigenschaft en und soll helfen, den Körper zu entschlacken und zu entgift en.

» Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet « Johann Wolfgang von Goethe Oxymel hört sich ziemlich kompliziert an, dabei steht der Begriff lediglich für die zwei Hauptbestandteile dieses alten Heilmitt els: Oxy = sauer mel = Honig

OXYMEL HAT EINE LANGE TRADITION Oxymel liegt zwar im Trend,

aber es ist keineswegs eine Neuerfi ndung, ganz im Gegenteil – es hat eine lange Geschichte. Bereits in der Anti ke gab es Aufzeichnungen über die Zubereitung und Verwendung von Sauerhonig und seiner Wirkung.

SAUERHONIG SELBER MACHEN

Sauerhonig kann man auch ganz einfach selbst machen. Man braucht gar nicht viel, denn die Hauptbestandteile sind unerhitzter Apfelessig (sehr wichti g!) – sprich Gärungsessig und guter Honig vom Imker des Vertrauens. Dazu kommen dann noch Kräuter nach Wunsch und Bedarf.

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DAS REZEPT

Psssst: Den Sauerhonig kann man ganz einfach mit Kindern machen! Viele Kinder lieben ihn! Grundrezept: • 1 Teil hochwertiger Apfelessig (unerhitzt!) – Beim Kauf ist darauf zu achten, dass der Essig nicht pasteurisiert wurde • 3 Teile guter Honig (nach Geschmack, flüssiger eignet sich besser als Cremehonig. Bei Verwendung von Cremehonig diesen zuvor erwärmen. Max. 38 Grad Celsius) • verschiedene Frühlingskräuter • 1 Marmeladeglas • 28 Tage Geduld • • • • • •

Kräuter in das gut gereinigte und ausgekochte Marmeladeglas geben. Das Glas bis zu etwa 1/4 mit dem unerhitzten Essig befüllen (Kräuter sollen bedeckt sein). Das Glas verschließen. Diesen Ansatz eine Woche stehen lassen, sodass der Essig die Wirkstoff e gut herausziehen kann. Nach einer Woche den Honig dazugeben. Weitere 3 Wochen stehen lassen. Kräuter nicht abgießen! Erst danach Kräuter abseihen und den Sauerhonig in saubere Gläser füllen.

Haltbarkeit: Mindestens 1 Jahr Gesamt Ansatzzeit: 28 Tage. So hat das Oxymel einen Mondzyklus lang Zeit, sich zu entf alten. Die Verwendung von Tipps, Rezepten und Empfehlungen unterliegt eurer Eigenverantwortung und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Ich übernehme keine Haftung. Bei Unsicherheiten, Risiken und Nebenwirkungen fragt bitte Arzt/ Apotheker.

DIE KRAFT DES MONDES

Wenn man die Wirkung des Mondes miteinbeziehen möchte, dann empfi ehlt es sich, den Ansatz bei Neu- oder Vollmond zu machen – je nachdem, was man gerade benöti gt: Neumond zu Neumond: für einen kleinen Neubeginn, reinigend oder, wenn man etwas aufb auen möchte. Vollmond zu Vollmond: Detox, loslassen, entgift en.

VERWENDUNGSMÖGLICHKEITEN Elixier-Kur Den Sauerhonig als Stärkungsmitt el und Elixier in Kurform nutzen: Zweimal täglich für einen Zeitraum von 21 Tagen ein Stamperl (2 cl) pur oder mit Wasser eine halbe Stunde vor dem Essen trinken. Erfrischungsgetränk Großarti ger Saft ersatz für Groß und Klein. Statt Sirup einfach Oxymel mit Wasser aufspritzen. Das Getränk schmeckt leicht säuerlich-süß. In der Küche Wunderbar zum Marinieren von Salaten und Fleisch oder für Soßen. Das gibt ein wundervolles Aroma und man nimmt die gesunden Wirkstoff e vom Sauerhonig ganz natürlich zu sich, integriert ins Gericht.


IDEEN FÜR OXYMEL-MISCHUNGEN

Ein paar Beispiele für selbstgemachtes Oxymel. Beim Sammeln der Zutaten ist darauf zu achten, dass man nur jene Kräuter und Beeren pflückt, die man mit Sicherheit kennt und von denen man weiß, dass sie zum Verzehr geeignet sind. Frühlings-Oxymel Mit diesem Frühlings-Oxymel komprimiert man die gesamte Kraft des Frühlings in nur einem Glas. Zum Apfelessig und dem Honig (siehe Grundrezept) fügt man noch wilde junge Frühlingskräuter, die man im Garten oder auf Wiesen findet, hinzu: Gänseblümchen, Löwenzahn, Vogelmiere, Brennnessel, Giersch, Günsel, Schlüsselblume, Spitzwegerich, ... Frauenpower-Oxymel Folgende Kräuter geben speziell Frauen Extrapower und können dabei helfen, den Hormonhaushalt zu regulieren: Frauenmantel, Schafgarbe, Melisse, Himbeerblätter, Salbei, Kamille, roter Klee, ... Beeren-Oxymel Ideal für den Sommer und sehr beliebt bei Kindern: Im Garten gesammelt oder vom Spaziergang mitgenommen: stibitzte Ribisel, Himbeeren, Erdbeeren, Schwarzbeeren, Brombeeren, Preiselbeeren, ... Erkältungs-Oxymel Dafür eignen sich alle möglichen Erkältungskräuter wie Quendel, Thymian, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Fichtenwipferl, Hagebutten, Hollerblüten, Lindenblüten, Lavendel, Malve, u.v.m. Oder man stellt sich sein ganz persönliches Oxymel mit seinen eigenen Lieblingskräutern zusammen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Anja Fischer

TEH-Kräuterpraktikerin und Bloggerin www.gaensebluemchensonnenschein.com Über die Autorin: Anja Fischer, 39 Jahre, lebt mit ihrer kleinen Familie im Salzburger Land. Sie ist Natur- und Familienbloggerin auf dem erfolgreichen Blog www.gaensebluemchensonnenschein.com und ausgebildete TEHKräuterpraktikerin. Da das alte, überlieferte Wissen über heimische Kräuter und ihre Wirkung in Hausmitteln leider immer mehr in Vergessenheit gerät, hat Anja es sich zum Ziel gemacht es weiterzugeben. Sie teilt ihre Kräuterliebe und ihr Kräuterwissen mittlerweile auch bei Workshops im Rahmen ihrer „Kräuterwunderzeit“. Nicht nur in Salzburg sondern auch an anderen Standorten in ganz Österreich finden regelmäßig Kräuterworkshops für Groß und Klein statt. Aktuelle Workshop-Termine online.

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DOWN TO EARTH HOLZ, RATTAN & LEINEN ALS INTERIOR-TREND FÜR NEUE NATÜRLICHKEIT Text: Nadja Rathmanner Fotos: Bureaux


Jetzt holen wir uns die Natur ins Haus. In einer digitalen, schnelllebigen Welt erden wir uns indoor mit Materialien wie Stroh, Bast, Jute und Bambus. Getrocknete Elemente in organischen Formen bringen uns down-to-earth. Wenn wir wieder mit unseren Händen flechten, filzen, binden und dabei unsere eigenen Dekorationen herstellen, kommen wir zur Ruhe. Die dabei entstandenen Kunstwerke haben aber nicht nur meditativen Charakter, sie sind auch voll im Trend!

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Als fröhliche Tischdeko ersetzen Naturmaterialen jetzt auch frische Blumen und wirken dabei trotzdem leicht und luftig. Mühelos gesellen sich puristische DekoHäschen und Eier in unterschiedlichsten Formen für das Sonntagsfrühstück dazu. Um hier visuelle JubelMomente zum gemeinsamen Genießen zu schaffen, bedarf es verschiedenster Eyecatcher aus Naturfasern. Wie zum Beispiel ein filigranes Flechtwerk aus dünnen Weidezweigen oder Stroh in Form von Nestern. Auf dem Esstisch wirken Platzsets aus Leinen einerseits sehr stimmig, bilden aber auch einen wohltuenden, optischen Kontrast. Steht uns am Sonntagvormittag der Sinn eher nach „Couching“ am Sofa als nach Outdoor-Aktivitäten, holen wir uns das „Open-Air-Feeling“ einfach ein Stück weit ins Wohnzimmer. Viele Zimmerpflanzen, passende Kissen und Pflanzenbilder sorgen für den Greenery-Effekt. Dabei spielen vermeintliche Kleinigkeiten eine besondere Rolle, um die nötige Atmosphäre zu schaffen. Die Liebe liegt im Detail und in der richtigen Auswahl von Vasen und Übertöpfen.



Damit im Gegensatz dazu minimalistischere Dekorationen nicht zu geradlinig und kühl ausfallen, braucht es verspielte Elemente, die einen Gegenpol zum Purismus darstellen. Hier können wir zum Beispiel mit einer saisonalen Dekoration aus kleinen, süßen Wachteleiern den nötigen Touch verleihen. Am besten wirken diese unter einer großen Glaskuppel auf rustikalem Holz. Der Naturtrend lässt Kombinationen aus Schwarz, Weiß, Grautönen und Grün in allen Schattierungen zu. Denn wer sich auf wenige Farben beschränkt, kann dafür alle möglichen Formen und Designs miteinander kombinieren. Nicht nur Deko wird hier gemixt, sondern auch die Pflanzenwelt: Heimische Grünpflanzen, Pflanzen im Miniformat stehen vermischt mit trendigen Trockenblumen.

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Aber auch exotische Pflanzen wie getrocknete Lotusblüten in ihrem unverkennbaren holzähnlichen Design, getrocknete Kokosblätter, Hornschoten oder Banksie kommen hier hervorragend zum Einsatz. Frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian eigen sich mit kleinen Zweigen perfekt als Umrandung saisonaler Highlights. So entsteht ein einzigartiger Mix aus Ethno-Art, Skandi-Stil und Boho-Look, ohne dabei chaotisch zu wirken. Inmitten dieser grünen Oase, die so unaufdringlich mit ihrer Natürlichkeit glänzt, lässt sich bestimmt auch eine gewisse Entschleunigung feststellen. Das Handy bleibt hierbei jedenfalls ganz lange auf Flugmodus ...



Fotos: Michael Schreiber


DIY TROCKENBLUMEN HOOP Mit Naturmaterialien lassen sich wunderschöne Hoops binden, die auch lange halten.

Benötigte Materialen: Einen Ring (ca. 35 – 40 cm) Trockenblumen (z.B. Lunaria, Pampasgras, Baumwolle, Schafgarbe, Eukalyptus …) Bindedraht Floristen-Tape Schere So geht’s: • Trockenblumen auf die gewünschte Länge zuschneiden. • Den halben Ring mit dem Floristentape umwickeln, das erleichtert das Arrangieren. • Den Draht nun seitlich am linken oder rechten Endpunkt des Tapes anbringen. • Die Trockenblumen nach Lust und Laune arrangieren und immer wieder mit Draht umwickeln. • Bei einem Viertel des Rings den Draht abtrennen und so befestigen, dass er sich nicht mehr lösen kann und nicht absteht. • Den Draht am anderen Endpunkt des Hoops anbringen und Schritt 4+5 wiederholen, bis sich die Stiele in der Mitte überlappen. • Anschließend die Mitte des Hoops mit Gräsern und Trockenblumen bedecken. Wieder den Draht fixieren.

Tipp: Sollte das Material am Mittelstück mit dem Draht nicht gut halten, nicht verzweifeln und einfach die Heißklebepistole verwenden, das funktioniert immer.

Floristin Kamelia Wiesinger veranstaltet regelmäßig in ihrem Atelier florale DIY-Workshops zu saisonalen und trendigen Themen. Man kann bei ihr z.B. lernen, Hoops zu gestalten, Kopfkränze zu binden oder einen Adventkranz zu arrangieren. Mehr Infos und aktuelle Termine unter: www.blooments.com/workshops

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ZERO WASTE

WENIGER MÜLL ALS LEBENSPHILOSOPHIE Klimaschutz, Klimawandel und Abfallvermeidung – Themen, die sich durch alle Bereiche unseres Lebens ziehen. Themen, die so viel Gehör in unserer Gesellschaft bekommen, wie noch nie. Doch was verbirgt sich hinter diesem Zero-Waste-Lifestyle? Was bedeutet Müllvermeidung für uns und für unsere Gesellschaft? Wie einfach ist es tatsächlich, Müll zu vermeiden? Text: Michaela Titz Illustrationen: Tina Wasenegger

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Müllvermeidung fängt bei den kleinen Dingen des Alltags an. Es ist letztendlich ein Umdenken unserer eigenen Handlungen und Gewohnheiten. Eine kleine, faltbare Tasche, die immer mit dabei ist, um für die alltäglichen Einkäufe gerüstet zu sein. Die Edelstahl-Box, in der Kinder ihre Jause transportieren, anstatt sie in Alufolie einzupacken. Der Coffee-to-go-Becher, der täglich neu und nicht mit Kaffee aus Kapseln befüllt wird. Es sind viele kleine Schritte notwendig, um das große Ganze zu sehen und um in einem Haushalt weniger Müll zu verursachen oder ihn sogar müllfrei zu bekommen. Zugegebenermaßen ist es nicht gerade einfach, alle Bereiche des Lebens auf einen nachhaltigen Lifestyle umzustellen. Aber es IST möglich, sich mit den Alternativen wie festen Shampoos und Seifen im Badezimmer auseinanderzusetzen. Waschbare Kosmetikpads anstatt Einmalpads zu verwenden, ja sogar im Bereich der Monatshygiene für Frauen finden sich Produkte, die keinen Müll produzieren. In Österreich beschäftigt sich der gemeinnützige Verein „Zero Waste Austria“ mit den Themen, die rund um das Thema „Müll“ entstehen. (www.zerowasteaustria.at) Ein ressourcenschonender Umgang mit der Welt und mit Innovationen, die einen Mehrwert für Mensch und Umwelt bieten – das ist die Vision. Das 4-köpfige Kernteam und die zahlreichen Botschafter/ innen in ganz Österreich bieten Workshops für Kinder und Erwachsene, Vernetzungstreffen, aber auch die Möglichkeit zur ehrenamtlichen Mitarbeit an. Zero WasteThemen sollen die Menschen verbinden und Nährboden für die Entstehung neuer Ideen und Konzepte sein.

No Foodwaste in der Küche Ein großes Thema, wenn es um Müllvermeidung geht, ist die Vermeidung von Abfällen in der Küche. „No Foodwaste“ ist eines der wirksamsten Müllvermeidungsprinzipien, auf das es sich lohnt, großen Fokus zu legen. In Österreich und Deutschland landen jährlich Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, die noch genießbar bzw. noch nicht verdorben sind. Durch das durchdachte Einkaufen von Lebensmitteln und die ressourcenschonende Lagerung zu Hause könnte dieser Müllberg vermieden werden. Außerdem könnte durch Ein- und Verkochen von Lebensmitteln vieles haltbar gemacht werden und müsste nicht in den Müll. An der Spitze der Lebensmittel, die am häufigsten in der Tonne landen, stehen vor allem Brot und Gemüse. Doch gerade Produkte dieser beiden Gruppen könnten durch die richtige Zubereitung vom Wegwerfen verschont werden. Altes Brot lässt sich perfekt in Würfel schneiden, um später in einer Suppe gegessen oder zu Semmelknödel verarbeitet zu werden. Aus schrumpeligem Gemüse lässt sich hervorragend eine Gemüsesuppe oder ein Eintopf zaubern. Selbst aus Gemüseschalen kann man noch eine Suppenbrühe herstellen, die als Ansatz für Saucen oder ein für ein Risotto Verwendung findet. Ein bewusster Umgang mit den Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, und mehr Achtsamkeit, das wären die wünschenswerten Maßnahmen, für die wir uns alle im Rahmen unserer Möglichkeiten einsetzen können.

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E IN K A U FS T A SC H E A U S ST O FF

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W IE D E RB E FÜ LL BA RE T RI NK G E FÄ SS E

J A U SE NB O X A U S S BU M E T A LL O D E R BA M

Zero Waste NA C H H A LT IG E ST RO H H A LM E

PL A ST IK FR E IE R SC H RU BB E R

I NS PI RATI ON EN

ST O FF SE RV IE T T E N

K O M PO ST IE RT E E SS E NS RE ST E

BI E NE N- W A C H STÜCHER Z U M A BD E C K E N R AUS V O RR A T SB E H Ä LT E A LL G LA S O D E R M E T


FA KT E N Jedes Jahr werden rund 587.000 Tonnen genießbares Essen alleine in Österreich weggeworfen. In Deutschland sind es sogar 18 Millionen Tonnen. Der überwiegende Teil sind vermeidbare Abfälle! Umgerechnet wirft jede Österreicherin bzw. jeder Österreicher, jede Deutsche, jeder Deutsche Lebensmittel im Wert von rund 250 – 300 EUR pro Jahr in den Müll, obwohl diese noch problemlos hätten verzehrt werden können. Lebensmittelverschwendung verursacht noch dazu 3,3 Gigatonnen CO² Emissionen und ist somit der drittgrößte Klimasünder unseres Planeten. (Quelle: www.toogoodtogo.at)

TO P 5

gegen Foodwaste Gut planen Vor dem Einkauf prüfen, welche Lebensmitt el noch vorräti g sind und überlegen, was in den nächsten Tagen gekocht werden soll. Bedarfsorientiert einkaufen Schon beim Einkaufen entscheiden wir über Lebensmitt elabfälle. Große Mengen zu günsti geren Preisen wirken verlockend, landen aber dann oft im Müll. Richtig lagern Lebensmitt el werden schnell ungenießbar, wenn sie falsch gelagert werden. Auch im Kühlschrank auf die Kältezonen achten. Und: Den Kühlschrank so einräumen, dass alles gut sichtbar ist. MINDESThaltbarkeitsdatum beachten Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum. Lieber auf die eigenen Sinne vertrauen – Geruch und Geschmack sind die besseren Gradmesser für die Genießbarkeit als eine Zahl. Reste verwerten Oma wusste es schon: Wenn man einlegt, einfriert oder trocknet, haben wir noch sehr lange was davon!

Die Ilustrati onen von Tina Wasenegger alias TIWA Design gibt´s auf www.jubelmoments.at zum Downloaden und Ausdrucken.


SUPPENBRÜHE AUS GEMÜSERESTEN Zutaten: Gemüsereste und Schalen Salz Lorbeerblatt Pfefferkörner Zubereitung: Eine Suppenbrühe aus Gemüseresten und Schalen ist eine einfache Möglichkeiten, Reste zu verwerten. Egal ob Schalen von Karotten, Pastinaken oder Reste von Kraut und Zwiebeln und Co - in die Suppenbrühe darf alles hinein, was übrigbleiben würde. Die Reste können sofort zur Suppenbrühe verarbeitet, aber auch in einer Box im Tiefkühler gesammelt werden, bis eine größere Menge vorhanden ist. Die Gemüsereste einfach in einen Topf geben und mit Wasser bedecken, salzen sowie ein Lorbeerblatt und einige Pfefferkörner zugeben. Für ca. 1 Stunde auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Danach die Brühe durch ein Sieb abgießen, Schalen und Gemüsereste können nun entsorgt werden. Die Suppenbrühe kann Flaschen oder in Gläser mit Schraubdeckel gefüllt werden und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wer den Geschmack seiner Brühe intensiver haben möchte, kann sie nach dem abgießen noch ein wenig einreduzieren lassen. TIPP: Suppenbrühe in einen Eiswürfelbehälter füllen und bei Bedarf einzeln entnehmen, zum Beispiel als Basis für einen Sauce.

www.littlebee.at @littlebee_wien

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MALLORCA FAMILIENINSEL FÜR ENTSPANNTE TAGE AM MEER Mallorca – für viele die schönste Urlaubsinsel der Welt, für Bloggerin Isabelle Flandorfer und ihre Familie seit vielen Jahren ein ganz besonderer Platz! Seit ihrem sechsten Lebensjahr kommt sie jedes Jahr in den Sommerferien auf die Balearen-Insel. Ihre Großeltern haben in den späten 70er Jahren Mallorca auf einem Segeltörn entdeckt und sich sofort in die damals noch verschlafene Insel und ein ganz spezielles Eck im Südwesten verliebt. Da gab es im Hafen noch keinen Supermarkt, keine Hotels, keine Autobahnverbindung nach Palma und die Küsten waren nur locker bebaut. Viel hat sich seitdem verändert, doch manches ist ganz genauso geblieben wie damals. Isabelle nimmt uns mit auf eine Reise zu ihrem Mallorca und verrät uns dabei echte Insider-Tipps. Fotos und Text: Isabelle Flandorfer

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Mit Mallorca verbinde ich so viele schöne Kindheitserinnerungen, Sommerferien mit der ganzen Familie, entspannte Tage am Meer, erste Urlaubsflirts, unbeschwerte Zeiten mit Freunden, die wir hier jedes Jahr wiedergetroffen haben. Vieles von dem, was ich jetzt mit meiner eigenen Familie hier erlebe, hat für mich lange Tradition. Ich genieße es immer wieder sehr, mit meinen Lieben die schönsten Wochen des Jahres in der Sonne, an den Plätzen meiner Kindheit, verbringen zu dürfen. Hier machten alle Kinder ihre ersten Schwimmversuche und unbeholfenen Schritte am Strand, bauen genauso die Burgen im Sand und hüpfen in den Wellen, wie ich es getan habe und wir versuchen, zusammen in lauen Augustnächten so viele Sternschnuppen wie möglich zu zählen, genau wie damals! Es ist interessant zu beobachten, wie sich Mallorca über die Jahre gewandelt hat. Nach dem großen Boom, einer Unmenge an Bausünden und ausuferndem Billigtourismus hat die Politik vor Ort Maßnahmen ergriffen, die zu Baustopps und zum Vorgehen gegen Ballermann-Exzesse geführt haben.


» Das Image der Insel hat sich gewandelt. Mallorca ist bekannt für seine Vielfältigkeit und die unzähligen wunderschönen Ecken, die vor allem in der Nebensaison, wenn nicht so viel los ist, abseits des Trubels, ihren wahren Charme offenbaren können. «



Ich liebe die Gegensätze Mallorcas – Ferienorte voller Leben und malerische Dörfer in den Bergen, lokale Märkte mit Kunsthandwerk und coole Shops in Palma, verschlungene Küstenstraßen und lässige Beachclubs. Mallorca ist voller Kontraste und für jeden Geschmack ist etwas dabei! Jedes Jahr eröffnen auf der Insel neue coole Lokale oder Beachclubs es gibt immer wieder etwas zu entdecken und ich freue mich jeden Sommer darauf, meine Family über die Insel zu „jagen“, mit ihnen Ausflüge zu machen und neue Lieblingsplätze zu finden. Die Hochsaison von Anfang Mai bis Ende September ist sicherlich die beliebteste Zeit, um Mallorca zu besuchen. In den Sommermonaten Juli/August ist natürlich High Season und immer sehr viel los. Wer kann, verlegt deshalb seinen MallorcaUrlaub besser auf die Monate Mai und Juni oder in den September. Vor allem der Herbst kann eine der schönsten Jahreszeiten auf der Insel sein. Während es in Österreich schon kalt und nass war, haben wir auf Mallorca Ende Oktober/Anfang November noch traumhafte Herbstferien verbracht, sind am Strand in der Sonne gelegen und waren sogar im Meer schwimmen. Für mich ist Mallorca viel mehr als nur eine leicht zu erreichende Urlaubsinsel in der Sonne mit tollen Stränden, Lokalen und mallorquinischem Flair. Die Insel ist unser Familienort, ein Stück Kindheit, Summerfeeling pur, unzählige schöne Erinnerungen und sie steht für die beste Zeit mit meinen Liebsten!

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MALLORCA MUSTS Typische mallorqinische Tapas essen – mit viel Aioli, Pan con Tomate y Aceitunas, Chipirones (kleine frittierte Tintenfische), Datteln im Speckmantel und mehreren Gläsern Cava oder kühlem Rosado von der Insel.

Zum Frühstück eine für Mallorca typische Ensaimada mit Café con Leche genießen. Verboten gut sind die mit Crema, einer Art Vanillepudding. Die Westküste der Insel erkunden und den Blick aufs Meer und die Steilküste genießen. In Valldemossa auf Spuren Chopins durch die malerischen Gassen spazieren, im Künstlerort Deià Kaffee trinken mit Blick auf die Hügel des Tramuntana Gebirges, von Soller aus durch die Orangenhaine mit der Straßenbahn bis Port Soller fahren. In Port d’Andratx an der Hafenpromenade in einer der vielen Bars bei einem Drink beobachten, wie die Sonne langsam hinter den Hügeln versinkt. Danach im Eisgeschäft am Hafen Mango und Cherry Choco probieren, meine Lieblingssorten! An der Playa de Muro im Norden den Sandstrand entlang spazieren, in die Wellen springen und mit den Füßen im Sand ein spätes Mittagessen genießen. In den Salinen von Es Trenc erfahren, wie das berühmte Flor de Sal geerntet wird. Ein perfektes Mitbringsel von der Insel für die Lieben zu Hause!

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Die Stimmung des Wochenmarktes in Santanyi, Arta oder Sineu erleben. Ich kaufe gerne Nüsse, Oliven, kleine bunte Schälchen aus Ton, Käse, Fuet Salami, Armbändchen und bedruckte Pareos. Ich liebe die typisch mallorquinischen Stoffe im Ikat-Muster! In Pollenca kann man bei Teixits Vicens durch die Stoffe stöbern und sich mit Tischsets, Servietten und Kissenbezügen eindecken.

Mit Kindern die Tropfsteinhöhlen von Porto Christo besuchen, das Palma Aquarium, die vielen Strände der Inseln mit ihren Wassersportmöglichkeiten oder einen der vielen Kletterparks oder Rummelplätze. Ein Besuch in der Hauptstadt Palma muss sein! Palma ist wunderschön und bietet viele nette Shops und tolle Lokale. Durch die Altstadt flanieren, aber auch das hippe Viertel Santa Catalina mit seinen Bars und kleinen Geschäften besuchen. An einem der unzähligen Strände bis zum Abend bleiben (oder überhaupt erst am Abend kommen), in einem Chiringuito zu Abend essen und während die Kinder spielen, die nackten Füße in den Sand bohren, aufs Meer schauen und mit weißem Sangria in der Hand die Abendstimmung genießen. Die besten Mitbringsel von der Insel: Salz (gibt es in den verschiedensten Sorten), Olivenöl, mallorquinischer Käse und Honig, Hierbas (Kräuterlikör), Marmeladen und viele Erinnerungen an schöne Insel-Momente!

Isabelle Flandorfer Die 3-fach Mama schreibt auf ihrem Lifestyle-Blog für Mütter, die Freude an den schönen Dingen des Lebens rundum Kinder haben, die sich inspirieren lassen und Neues entdecken wollen. www.mothersfinest.me @mothers_finest

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CLAS SIC BLUE SELECTED BY ISABELLE FLANDORFER | @mothers_finest

Der klassische Blauton wurde 2020 von Pantone zur Trend-Farbe des Jahres erklärt. Classic Blue erinnert an die Blaue Stunde, an einen Tag am Meer, das Blau Yves Kleins, den Sommer und an die grenzenlose Weite des Himmels. Klassisches Blau vermittelt uns Vertrautheit, Ruhe und Sicherheit. Holen wir uns mit blauen Farbtupfern – egal ob durch Möbel, Accessoires oder Mode – ein beruhigendes Gefühl von Geborgenheit und Harmonie nach Hause.


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(1) Badeanzug Tooshy bei smallable.com € 225,00 (2) Tasche bei rivedroite-paris.com € 65,00 bei rivedroite-paris.com € 65,00 (3) Sweatshirt Mansel bei isabelmarant.com € 230,00 (4) Haarband bei lovestoriesinti bei lovestoriesinti mates.com € 45,00 (5) mates.com € 45,00 Sonnenbrille Navy Blue bei izipizi.com € 35,00 (6) Notizbuch Octaevo bei dekorati v-wohnen.de € 6,50 (7) (7) T-Shirt Flowers bei bobochoses.com € 50,00 (8) T-Shirt Denim-Rock bei etrececile.com € 205,00 (9) T-Shirt Sunchild bei smallable.com € 51,00 Sunchild bei smallable.com € 51,00 (10) Bikiniunterteil Sunchild bei smallable.com € 30,00 (11) Overall Sunchild bei smallable.com € 91,00 (12) Keramikkorb Octaevo bei dekorati Octaevo bei dekorati v-wohnen.de € 52,00 (13) Tasse SCS bei kinto-europe.com € 20,00 (14) Teller Lave Bleu bei villeroy-boch.at € 14,90 (15) Beistelltische bei smallable.com € 149,00 JubelMoments - 83


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(16) Hocker bei sofacompany.com € 91,00 (17) Teller-Set Jubiläum bei villeroy-boch.at € 55,90 Jubiläum bei villeroy-boch.at € 55,90 (18) Bettbezug Navy bei smallable.com € 219,00 (19) Küchentuch Petroleumblau bei smallable.com € 23,00 Petroleumblau bei smallable.com € 23,00 (20) Bank bei peti tefriture.com € 595,00 (21) Vase Butt oms Up bei connox.at € 57,00 (22) Tischlampe von Bloomingville bei livingandcompany.com € 89,10 (23) Korb Mika Tolvanen bei madeindesign.de € 79,00 (24) Vase Jolie Bleue bei villeroy-boch.at € 15,90 84 - JubelMoments


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Blue felilu.at Claudia setzt auf Qualität und Individualität aus Wien. Mit diesem bezaubernden Ringordner bringt man ganz einfach und stylisch Ordnung in sein Leben. Ein weiterer Vorteil: Man kann die Ordner aus Leinen auch ganz einfach personalisieren lassen. Erhältlich um € 24,00.

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Elisabeth hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und das lässt sich sehen. Das bezaubernde Modell CLARA in trendigem Blau kombiniert mit echtem Kyanit ist neben vielen anderen Designs in ihrem Online Shop erhältlich, um € 149,00.

Evas Halstücher überzeugen durch hervorragendes Material. Dieses Prachtstück in der Farbe blue shadow ist aus fein gewebtem Musselin. Erhältlich in unterschiedlichen Farben und zwei Größen, € 14,90 – € 29,90.

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Petras Yumbox – Panino eignet sich ideal für den Transport einer ausgewogenen Jause. Ob Brote, Obst, Gemüse, Joghurt, Dipsaucen oder Knabbereien, die auslaufsichere und schadstoff freie Box ist der perfekte Begleiter. Erhältlich in verschiedenen Farben um € 32,90.

Teresas Marke steht für wunderbar verspielte und vor allem personalisierte Makramee- Handarbeit aus Wien, jeder RainWow ist ein Unikat. Ihre Produkte sind individuell bestellbar, sowohl in Farben als auch in Größen. Diesen XXL RainWow gibt es um € 45,00.

saintsavoy.com Nach einigen Fehlkäufen und viel Recherche eröff nete Rani-Patricia ihren eigenen Laden, der Schuhe führt und produziert, in denen sie selbst gerne tanzt! Der Schuh ist dank der niedrigen Absatzhöhe auch für den Alltag bestens geeignet. Erhältlich um € 220,00.

ohlovelybox.com Ein Kompliment hört jeder gern. Dieser Sti ckrahmen erinnert uns jeden Tag daran, dass wir für jemanden ein sehr wertvoller Mensch sind. Erhältlich mit Wunschtext, in Andrea‘s und Brigitte‘s Online-Shop um € 25,00.

tunibelle.at

Die königsblaue Tunika „Ocean“ von Denise, hergestellt aus natürlichen Materialien, ist der perfekte Sommerbegleiter – und sorgt für herrlichen Tragekomfort, auch an heißen Tagen. Einige der Modelle gibt es auch für Kinder. Dieses Prachtstück gibt es um € 58,00.

meinkleinesich.at In Petras Online-Shop lässt es sich gut stöbern. Das Sorti ment umfasst trendige Baby- und Kindermode, kreati ves Spielzeug und originelle Kinderzimmer-Einrichtung aus hochwerti gen Materialien. So auch dieses prakti sche 2 in 1 Scooter-Laufrad um € 99,00. JubelMoments - 87


MOON POWER WIE SICH UNS IM EINKLANG MIT DEN MONDPHASEN EINE NEUE KRAFTQUELLE ERSCHLIESST Der Mond – La Luna, auch liebevoll die Mondin genannt, ist in aller Munde. Der Mond ist (fast) nur in der deutschen Sprache männlich, in jeder anderen weiblich. Er wird zelebriert wie zu Urgroßmutt ers Zeiten und übt wahrlich eine Faszinati on aus! Wir müssten die Erde knapp 10 Mal umrunden, bis wir endlich auf ihm landen, doch gefühlt ist er viel näher und spürbar! Was ist dran am Mythos Mond? Inwiefern beeinfl usst uns der Mond wirklich? Was hat er mit uns als Frauen, unserem Leben, unserem Business und unseren Zielen zu tun? Mondexperti n Ellen Holzschuster nimmt uns mit auf eine Reise zu den Sternen und erklärt, wie wir die Mondphasen nutzen können, um unsere Träume zu verwirklichen. Text: Ellen Holzschuster Illustrationen: Detailors Studio

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Die Frau und der Mond – eine starke Verbindung

Der Mond, seine vielen Rätsel und die Wissenschaft Seit Menschengedenken gibt der Mond viele Rätsel auf. Durch seine sich permanent verändernde Form gab er von Anfang an Anlass für Spekulati onen, Interpretati onen und Mythen. Mondmythen erzählen von einer höheren Geburtenrate bei Vollmond, mehr verübten Gräueltaten oder von schlafraubenden Nächten. Mag alles sti mmen, oder auch nicht. Unabhängig von allen Mythen sind die Fragen, die wir uns stellen sollten, viel eher: „Wie erleben wir die unterschiedlichen Mondphasen? Wie fühlen wir uns, wenn der Mond voll oder nicht sichtbar ist?“ Klar ist, dass durch die Gravitati on des Mondes die Gezeiten entstehen. Mehr noch. Durch die Anziehungskraft des Mondes „atmet” unser Planet. Die Erdkruste hebt sich dadurch in Europa bis zu 80 cm. Diese Bewegungen sind auf der Erde spürbar.

Das (alte) Wissen, dass Frau und Mond durch starke Bande verbunden sind, wird gerne belächelt oder angezweifelt. Fakt ist: Wie auch der Mond durchleben wir Frauen Monat für Monat einen Zyklus. Jede Phase unseres Menstruati ons- aber auch des Mondzyklus hat ihre eigene Qualität und ihre eigene Dynamik. Wenn wir diesen Phasen auf den Grund gehen, können wir sie als neue Kraft quelle für uns erschließen und unseren Alltag dahingehend anpassen. Das ist ein Prozess, in dem wir uns langsam selbst kennenlernen und nichts, was über Nacht geschieht. Im Gegenteil, es bedeutet die konti nuierliche Bereitschaft , uns mit uns selbst, unserem Leben und unseren Wünschen auseinanderzusetzen. Hinzuhören. Hinzuspüren. Mit allen Sinnen. Und dabei die eine oder andere Erfahrung zu machen. Dabei ist es essenti ell, wieder (zurück) zu unserem Gefühl und unserer Körperwahrnehmung zu fi nden.

Das Leben ist auch: » Ich fühle, also bin ich! « Das Leben besteht nicht nur aus Fakten und Wissenschaft . Alles, was unser Kopf nicht gleich einsorti eren und beweisen kann, fällt unter die Rubrik: Humbug, esoterischer Blödsinn, Hexerei, Mysti k. Dabei ist es weit mehr als nur: „Ich denke, also bin ich!” Das Leben ist: übersinnlich. Gefühlvoll. Liebevoll. Rati o und Intuiti on. Ordnung und Chaos.

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» Die Mondphasen sind ein Spiegel für dein Leben und erinnern dich an deinen eigenen, rhythmischen Lebenszyklus: ein Tanz zwischen Chaos und Struktur. Zwischen Aktion und Passion. «

Die Sprache der Seele (wieder) verstehen lernen

Der Mond als Symbol der Beziehung zu uns und anderen

Der Mond oder irgendein anderer Planet „machen” rein gar nichts mit uns. Sie wollen uns weder Gutes noch Schlechtes. Es geht vielmehr darum, diese Symbole in der von Logik und Verstand geprägten Alltagswelt wieder aufb lühen zu lassen. Symbole wie auch Sonne, Mond und Sterne waren schon immer ein wichti ger Bestandteil im Leben der Menschen. Vor allem jener, die im natürlichen Rhythmus, im Einklang mit Kosmos und Natur gelebt haben. Mensch zu sein, bedeutet: zu sein wie der Mond. Immer noch wir selbst, egal in welcher Phase wir uns gerade befi nden. Mal strahlend und opti sch präsent. Mal im Hintergrund. Mal im Tanz mit unseren Emoti onen und dann wieder ganz klar. Diese Vielschichti gkeit in den Alltag zurückholen, ist die Kunst eines gut gelebten Lebens. Das gilt für Frau und Mann gleichermaßen! Der Mond kann uns dabei sehr gut unterstützen.

Wenn es um das Thema Beziehung in unserem Leben geht, ist der Mond DER Planet in der Astrologie. Noch vor der Venus. Er symbolisiert die Beziehung zu uns selbst, unserem Körper, unserer Weiblichkeit, aber auch zu unseren Herzensmenschen. Er entspricht unserem nährenden, hegenden und pfl egenden Aspekt. All das, was eine fürsorgliche Mutt er ausmacht – ohne eine Glucke oder Übermutt er zu sein. Sie steht für unser Bauchgefühl, unsere innere Sti mme, unsere Intuiti on. Der Mond in unserem Horoskop erzählt darüber, was wir brauchen, damit es uns gut geht. Er erzählt davon, was unsere Triggerpunkte sind und was uns auf die Palme bringt.

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Die Mondphasen & unser Lebenszyklus Die vier Hauptphasen des Mondes, die innerhalb von 29,5 Tagen statt fi nden, erleben auch wir – vor allem als Frau. Monatlich und sogar täglich. Die Phasen werden auch gerne mit den Jahreszeiten verglichen oder mit dem weiblichen Zyklus in Verbindung gebracht! Die Mondphasen erinnern uns daran, dass wir alles andere als nur lineare Wesen sind. Die Sonne stellt in unserem Horoskop unsere (Ego-) Persönlichkeit dar. Sie entspricht unserem linearen Wesensanteil. Der andere Anteil ist chaoti sch, gefühlvoll und zyklisch. Dieser Teil braucht Raum. Unser gefühlvollere Mondanteil ist unsere kreati ve

Spielwiese. Aus diesem Chaos, das gerne mit der Dunkelheit in Verbindung gebracht wird, entwickelt sich Veränderung, entsteht Neues! Selbst dem scheinbaren Chaos obliegt eine ureigene Ordnung. Der Mondzyklus beinhaltet ebenso eine lineare Struktur. So wie der Zyklus der Sonne. Den linearen Anteil der Mondphasen erkennen wir daran, dass sie allmonatlich wiederkommen. Wir können quasi unsere (innere) Uhr danach stellen. Uns selbst mehr zu vertrauen und uns auf den eigenen (Mond-)Zyklus wieder einzulassen, kann uns im ganz normalen Alltagswahnsinn sehr viel Stabilität und Kraft geben.

Viele Frauen möchten gerade im Mondjahr 2020 ihren eigenen Rhythmus erforschen und lernen, mit den Impulsen der Mondphasen durch Business und Alltag zu navigieren. Ellen Holzschuster bietet gemeinsam mit Nives Gobo – Autorin von Mondschön – einen Online-Kurs in Weiblichkeit an! Weitere Infos und Anmeldung auf www.ellenholzschuster.com

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MONDPHASEN WIE WIR IN EINKLANG MIT IHNEN LEBEN UND SIE FÜR UNS NUTZEN KÖNNEN Jede Mondphase hat ihre besondere Qualität, die uns in unterschiedlichen Bereichen (seelisch, körperlich, beruflich) unterstützen kann.

NEUMOND ZUNEHMENDER MOND VOLLMOND ABNEHMENDER MOND

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Erste Phase:

NEUMOND Kosmisch: YIN PHASE Jahreszeit: WINTER

Neumond entspricht kosmisch gesehen der Konjunkti on. Der Mond befi ndet sich zwischen Sonne und Erde und ist somit nicht sichtbar. So wie manche unserer Intenti onen und Ziele für den kommenden Monat noch nicht sichtbar sind. Auf weiblicher Ebene entspricht dies unserer Blutungsphase. So ist jeder Neumond eine “Neuausrichtung”. Ein Rekalibrieren. Zu Neumond sind wir besonders empfänglich für unsere Intuiti on und unser Unterbewusstsein. Diese Phase eignet sich besonders dazu, uns zu reinigen und zu regenerieren. Sie ist eine Einladung zur Innenschau.

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Unsere Aufgabe: Einkehr – Ausatmen – uns selbst (aus)halten Rituale: • Schreiben & mediti eren, Intenti onen setzen, indem wir die Samen für den kommenden Monat aussäen. • Ein Waldspaziergang kann übrigens genauso eine Art von Meditati on sein, wie in Sti lle sitzen! • Mehr schlafen. Weniger reden. Einfach mal für 30 oder 60 Minuten den Mund halten. Archetypin – Weise „Alte“ Frau – sagenhafte Erscheinungen: Ceridwen, Baba Jaga, Perchta, Kali


Zweite Phase:

ZUNEHMENDER HALBMOND Kosmisch: YANG PHASE Jahreszeit: FRÜHLING

Sonne und Mond haben eine „ums Eck“ Beziehung. Wie bei einer Tischordnung sitzt die Sonne am Kopfende und der Mond ums Eck. Der 90 Grad-Winkel entspricht der „Reifungsphase“ und bedeutet einen Ansti eg der Energie. Beide haben uns auf ihre Weise etwas zu sagen. Da kann es schon mal zu Versti mmungen kommen. Diese Anspannungen sind unsere Entwicklungshelfer und -felder. Aus weiblicher Sicht entspricht diese Phase jener vor dem Eisprung. Wir haben innovati ve Ideen & Gedanken – Freiheit & Unabhängigkeit sind unsere Zweitnamen.

Unsere Aufgabe: im (Selbst-)Vertrauen üben. Rituale: • Auf unsere Planung fokussieren – vor allem auf jene Bereiche, die wir in den Neumondnächten als besonders wichti g identi fi ziert haben. • Was wollen wir wirklich in diesem Zyklus erschaff en? • Grandiose Zeit für Visionboard! Archetypin – Die Jung(e)Frau – sagenhafte Erscheinungen: Brigid, Diana, Artemis, Ostara, Rhiannon, Freya, Venus

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Dritte Phase:

VOLLMOND Kosmisch: YANG dominierend – mit YIN ausbalancierend Jahreszeit: SOMMER

Sonne und Mond sind „räumlich“ am weitesten voneinander entf ernt. 180 Grad. Auf Augenhöhe - oder eben in Oppositi on. (An-)Spannungen können auft reten, müssen aber nicht. Die höchste Form der Kommunikati on ist das Hinhorchen und von beiden Anteilen lernen. Von dem akti ven, egogetriebenen Sonnenanteil, ebenso wie von dem fürsorglichen Mondanteil. Beide Anteile wollen (er)lebt und gel(i)ebt werden. Die Zeit der sexy Lady in uns – voller Energie – „on fi re“ und zyklisch in der Eisprungphase.

Unsere Aufgabe: Der kosmische Energiekick lädt uns ein, Gas zu geben! Rituale: • Ein Mondbad nehmen – ob drinnen oder draußen • Uns mit Seelenfreundinnen und „Schwestern“ treff en • Tanzen, singen, aus uns rausgehen • Ein Dankbarkeitstagebuch führen • Vergebung und Versöhnung als Ritual prakti zieren Archetypin – Die Mutter – sagenhafte Erscheinungen: Maria, Selene, Gaia, Tara, Hathor, Eartha

Über die Autorin: Ellen Holzschuster ist Sternenfl üsterin & Intuiti ve Astrologin. Vor allem für jene Kreati ven, die eine Erinnerung daran brauchen, dass ihr verrückter Lebenspfad völlig in Ordnung ist! Wenn sie gerade mal nicht am Planen, Kreieren oder Videoaufnehmen ist, dann streift sie mit ihrem Hund & ihrer fi tt en Frau Mama durch die österreichische Almenlandschaft oder räkelt sich auf der Yogamatt e. www.ellenholzschuster.com | @mein_moonguide_ellen Infoblätter und weitere Materialien zum Downloaden auf www.jubelmoments.at

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Vierte Phase:

ABNEHMENDER HALBMOND Kosmisch: YIN dominierend - mit YANG reduzierend Jahreszeit: HERBST

Sonne und Mond haben (wieder) eine „ums Eck“ Beziehung. Beide haben auf ihre Weise wertvolle Impulse für uns – das kann sich in innerlicher Zerrissenheit bemerkbar machen und zu (Miss-) Sti mmungen führen. Wir befi nden uns im zyklischen Herbst, dem Zeitraum zwischen Eisprung und Periode. Diese Phase wird häufi g verkannt, denn sie ist oft von einem reizbaren Nervenkostüm geprägt und dem Wunsch, innerlich auszumisten. Die Anspannungen sind unsere Entwicklungshelfer und Entwicklungsfelder.

Aufgabe: Energien (aus)balancieren – alle Seiten an uns l(i)eben lernen Rituale: • Zeit der Klärung • Aufräumen – innerlich und äußerlich • Vorbereitung von Detox-Phasen • Die Frage stellen: Was lässt mich so intensiv fühlen? Archetypin – Die Wilde Frau – sagenhafte Erscheinungen: Hekate, Sheela-Na-Gig, Arrianrhod, Dana, Morrigan, Hel, Holle, Lilith

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Portraitfoto: © Daniel Willinger

MOON DRAWINGS Stefanie Salge alias „Nini“ arbeitet als selbstständige Grafikerin mit dem Schwerpunkt auf Corporate Design, Brushlettering und Aquarell Illustration. Dabei hat sie ein besonderes Faible für den Mond entwickelt, den sie in ihren Werken künstlerisch in Szene setzt. Wie bist du zur Aquarell Illustration gekommen? Durch meine Ausbildung als Grafik- und Kommunikationsdesignerin haben die Malerei und auch die Illustration schon während meiner Schulzeit oft meinen Weg gekreuzt, aber mich persönlich nie ganz in ihren Bann gezogen, vermutlich aufgrund der Materialien und Werkzeuge, die wir damals verwendet haben. Vor einigen Jahren hatte ich dann leider mit einer starken Depression zu kämpfen. Es gab Tage, an denen ich mein WG-Zimmer einfach nicht verlassen wollte. Das war wohl der härteste Teil der damaligen Prüfung: herauszufinden. womit ich wieder JubelMomente in mein Leben zaubern kann. Ich versuchte mich daran zu erinnern, was mir schon als Kind Spaß gemacht hat und womit ich mich heute noch frei fühle. So fand ich mich abseits meines damaligen Studentenlebens in der Natur oder an meinem Schreibtisch wieder. Ich malte und schrieb und malte und schrieb. Tag für Tag und immer, wenn ich

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Zeit dafür fand. Denn durch das selbstständige Erlernen des Brushletterings und der Aquarell Illustration hatte ich die Möglichkeit, meinen Kopf und Körper zu entspannen und den Stress und die Sorgen zu vergessen. Man könnte sagen, ich bin durch eine Art „Selbstherapie“ zur Aquarellmalerei und Illustration gekommen und durfte in dieser kreativen Tätigkeit meinen persönlichen meditativen Ausgleich finden, der es mir heute ermöglicht, meine Selbstständigkeit zu leben und zu genießen. Es gibt keinen Tag, an dem ich mir wünsche, dass meine Vergangenheit anders verlaufen wäre. Du malst ja besonders gerne Monde in Kombination mit geometrischen Elementen. Was hat es mit deinem Faible für Monde auf sich? Mein Faible für Monde hat sich über einige Jahre entwickelt. Schon als Kind war bei meiner Tante, die eine absolute Pflanzenliebhaberin ist, immer wieder die Rede davon, dass Pflanzen an bestimmten (von Mond abhängigen) Tagen gegossen werden sollten. Je älter ich wurde, desto


mehr habe ich mich auch mit spirituellen Themen auseinandergesetzt und ich würde fast behaupten: An dieser Stelle kommt man um den Mond gar nicht herum. „In welcher Art und Weise der Mond unseren Alltag, Zyklus oder auch unsere Stimmung und Emotionen beeinflussen kann, hatte auf mich eine besonders große Faszination.“ Irgendwann war es für mich dann glasklar, dass ich meine persönlichen Interessen auch in meine Bilder integrieren und somit meiner Community ein Stückchen mehr davon zeigen möchte, wer ich bin. Mittlerweile sind die Monde bzw. Planeten mit metallischen, geometrischen Formen und manchmal auch mit floralen Elementen zu einem meiner Markenzeichen geworden. Spielen der Mond und seine Zyklen in deinem Leben eine große Rolle? Man kann definitiv sagen, dass der Mond in meinem Leben eine Rolle spielt. Einerseits, weil ich persönlich oftmals Stimmungsunterschiede wahrnehme, je nachdem, in welcher Phase sich der Mond derzeit befindet. Andererseits richte ich einige meiner Tagesabläufe wie das Gießen meiner Pflanzen oder auch das Schneiden meiner Haare nach dem Mond. Aber auch Vollmond- bzw. Neumondrituale gehören zu meinem Leben, auch, wenn ich für diese nicht immer Zeit finde.

Wie kam es dazu, dass du seit letztem Jahr einen „Monde & Planeten - Aquarell Illustration“ Workshop anbietest? Wenn ich ehrlich bin, kam dieser Impuls aus meiner Community. Ich habe einige Anfragen auf Social Media erhalten, ob ich nicht einen Workshop mit dieser Thematik anbieten könnte. Also dachte ich mir: Warum nicht? „Das Malen von Monden und Planeten kann besonders meditativ sein, da man hierbei mit der Nass-in-Nass-Technik arbeitet und den Aquarellfarben oftmals dabei zusehen kann, wie sie ineinander verlaufen und sich ruhig über dem Blatt ausbreiten.“ Die Workshop-Teilnehmer/innen haben also die Möglichkeit, den Stress und die Hektik des Alltags zu vergessen und sich im Malen zu verlieren. Außerdem kommt dazu, dass man hierbei mit den richtigen Kniffen sehr schnell unglaublich tolle Ergebnisse erzielen kann und wirklich jede/r Teilnehmer/in die Möglichkeit hat, ein einzigartiges, selbstgemachtes Werk mit nach Hause zu nehmen. Deshalb tauche ich bei meinen Workshops gemeinsam mit den Teilnehmer/innen ganz tief in die Welt der Aquarell Illustration ein, erkläre wichtige theoretische Basics und zeige die Erstellung von unterschiedlichen floralen & botanischen Motiven, aber auch das Malen von Monden & Planeten.

Wer Lust bekommen hat, in die Welt des Malens und der Monde einzutauchen, findet Offline-WorkshopTermine und den neuen Online-Aquarell-Kurs unter: www.detailors.at/workshops Mit dem Code „jubelmoments5“ erhalten JubelMoments-Leser/innen –5% Rabatt auf jede Workshop-Buchung.


„ICH E R E I T A SE P MICH!!!“ Text: Alva Sokopp Illustration: Susanne Binder

Hinterfragen war gut. Ich hinterfragte von Zeit zu Zeit eine Menge. Auch meine Erziehungsmethoden. Vor allem in diesen „Geschwisterstreitphasen“. Und dann war ich sehr anfällig für Neues. Und als ich auf ein Buch mit positiven Affirmationen gestoßen war, war es um mich geschehen. Positive Affirmationen konnte man ja gar nicht genug haben, sagen, denken. Und meine Kinder erst recht nicht, damit sie ein gutes Selbstbewusstsein entwickelten. Natürlich wusste ich, dass das alleine nicht reichte, aber so als kleiner Zusatz? Also setzten wir uns am Abend nach dem Buchvorlesen in einen Kreis und ich erklärte ihnen mein Vorhaben. Die Mittlere verdrehte schon vorab die Augen und die Große kommentierte: „Oh nein, Mama hat wieder eines dieser Bücher gelesen.“

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Gemeint waren Erziehungsratgeber oder „pseudopsychologisch angehauchte“ Bücher jeglicher Art, die mir immer eine Menge Input boten, den ich dann versuchte weiterzugeben. Ich sprach tapfer weiter. Dass ich ihnen in Zukunft vor dem Buchvorlesen Sätze vorsagen würde und sie sie doch bitte wiederholten. Dass es wichtig war, dass man nette Dinge zu sich selbst sagte und auch dachte. Und so weiter und so fort. Ich war mir sicher: Die Aufmerksamkeitsspanne war bereits überschritten, als sie gemerkt hatten, dass ich ihnen keine neuen Elfenabenteuer erzählen würde. Aber ich hielt durch und sagte den ersten Satz vor: „Ich bin beschützt!“ Gut, den wiederholten die drei nacheinander noch mit einem kleinen Funken an Interesse, was denn passieren würde. Da aber kein Drache auftauchte, an dem sie überprüfen konnten, wie beschützt sie denn nun tatsächlich waren, wurde der nächste Satz schon mit weniger Enthusiasmus wiederholt. „Ich werde geliebt.“ Die weiteren „Ich bin in Sicherheit.“ und „Ich liebe und akzeptiere mich.“ wurden mit verdrehten Augen begleitet, hervorgepresst, um endlich das geliebte Vorlesen zu beginnen. Aber ich war sicher, ich war am richtigen Weg. Nun musste ich diese Sätze nur mit ein bisschen Konsequenz ins Abendritual einbauen und schon waren sie dabei. Mein Plan funktionierte auch. Wenngleich mäßig. Abend für Abend wurden vor den Lieblingsbüchern die paar Sätze wiederholt und dabei die Augen verdreht. Bis auf dieses eine Mal, an dem wir zu viel Zeit verplempert hatten und ich darum nur ein kurzes Buch vorschlug.

Da riefen die drei wie wild durcheinander. „Wir sagen die Sätze schneller als sonst, vielleicht geht sich dann ein langes Buch aus!“ „Wir lieben uns!“ Die Große schrie: „Wir sind beschützt!“ Die Mittlere brüllte: „Und in Sicherheit, vergesst die Sicherheit nicht!!!“ Und die Jüngste jodelte dazwischen „… und wir lieben und aseptieren uns!“, schaute mich mit großen Augen an und sagte: „Und Mama, ich würde mir echt leichter tun bei den Sätzen, wenn ich wüsste, was aseptieren ist.“ Ich glaube, ich muss mein Konzept überdenken. Oder schmeißen. Ich bin mir noch nicht sicher.

Anmerkung: Diese Geschichte erschien in der Reihe der Freitagsgeschichten auf dem Blog: www.diekleinebotin.at Illustratorin: www.illustration-susannebinder.at

Alva Sokopp Autorin, Stresspräventionstrainerin und Craniosacral Practicioner www.alva-sokopp.at

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» GLAUB nicht alles, was du DENKST! « WIE WIR NEGATIVE GLAUBENSSÄTZE LOSLASSEN – UND DAMIT NEUE LEICHTIGKEIT GEWINNEN! „Das schaff e ich nie!“ „Ich werde garanti ert wieder scheitern! „Ich bin einfach nicht gut genug!“ Nur einige von vielen Glaubenssätzen, die Mag. Ruth TheuermannBernhardt häufi g in ihrer Arbeit mit Mütt ern hört. Nicht zuletzt deshalb hat die Kinesiologin und Dipl. Mentaltrainerin ihr EmpowermentProgramm „MasterMum“ gegründet, mit dem sie Mütt er gezielt dabei unterstützt, wieder zu mehr Selbstvertrauen und Leichti gkeit im Alltag zu fi nden. Die zweifache Mama weiß aus der Erfahrung ihrer täglichen Arbeit und aus ihrer eigenen Geschichte, wie oft wir mit einschränkenden Glaubenssätzen konfronti ert sind, die wir irgendwann (unbewusst) übernommen haben. Und: wie lebensverändernd und befreiend es sein kann, wenn wir sie endlich loslassen können! Text: Ruth Theuermann-Bernhardt Fotos: Nikki Harris Fotografi e Illustrationen: Tina Wasenegger

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Das Tonband in unserem Kopf Glaubenssätze sind tief in uns verwurzelte Überzeugungen, Einstellungen, Meinungen und Aussagen, von denen wir selbst glauben, dass sie wahr sind. Wir haben diese Sätze so sehr verinnerlicht, dass sie in unserem Alltag das Steuer übernommen haben. Wir können uns das vorstellen wie ein Tonband, auf dem immer wieder das Gleiche abläuft und unser Unterbewusstsein immer wieder dieselbe Botschaft erhält. Dabei können wir zwischen positiven Glaubenssätzen – die uns bestärken und Kraft geben und negativen Glaubenssätzen, die uns einschränken, Schuldgefühle verursachen oder durch die wir uns selbst sabotieren, unterscheiden. Die gute Nachricht ist aber: Genauso, wie man ein Tonband neu bespielen kann, können wir auch unsere limitierenden Glaubenssätze – und damit unser ganzes Mindset – verändern! Wir können uns darauf fokussieren, was wir wirklich denken wollen und unsere Gedanken quasi neu programmieren – darauf, was uns guttut, uns stärkt und uns Mut und Kraft gibt, um unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten!

» Ein Gedanke ist harmlos, solange wir ihn nicht glauben « Byron Katie Viele unserer Glaubenssätze entstehen in unserer Kindheit Oft sind Glaubenssätze in unserem Unterbewusstsein an ein belastendes Ereignis gekoppelt und bestehen dann fortan – selbst, wenn wir inzwischen Erwachsene sind und das Ereignis, aus dem der Glau-

benssatz vielleicht entstanden ist, längst vorbei ist. Wie z.B. unsere Schulzeit. Sehr gerne werden Glaubenssätze übrigens auch von Generation zu Generation weitergegeben – völlig unbewusst! Wenn wir uns da auf die Suche machen, entdecken wir fast immer den einen oder anderen Glaubenssatz, den wir von unserer eigenen Mutter oder Großmutter noch mitschleppen. In meiner Arbeit erzählen mir Frauen z.B. immer wieder von dem Satz „Ich muss alles alleine schaffen“, den sie von ihren eigenen Müttern gehört haben und der sie jetzt in ihrem Alltag davon abhält, sich Unterstützung zu suchen oder nach Hilfe zu fragen – selbst dann, wenn sich unsere eigene Lebenswelt heute vielleicht massiv von der unserer Mutter unterscheidet, weil wir ganz anderen Herausforderungen oder Mehrfachbelastungen ausgesetzt sind als früher. Wenn wir mit einem Glaubenssatz leben, dann wird dieser Satz unser Leben maßgeblich beeinflussen. Er wird unsere Realität gestalten und uns steuern. Egal, was wir machen: Wir werden unseren Glaubenssatz am Ende immer bestätigt finden – die berühmte „self-fulfilling prophecy“ – denn unsere Energie folgt immer unserer Aufmerksamkeit! Deshalb ist es so wichtig, sich dieser Gedanken bewusst zu werden – denn dann können wir sie auch wirklich verändern! Sobald wir uns selbst viel Aufmerksamkeit im Alltag schenken und uns selbst sehr achtsam zuhören, finden wir heraus, welche Gedanken immer wieder in uns kreisen und welche Sätze wir auch immer wieder laut aussprechen: zu uns selbst, zum Partner, zu den Kindern, zu den Arbeitskolleg/ innen. Damit ist der wichtigste Schritt zur Veränderung bereits getan!

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Gedanken mit großer Wirkung Wenn wir es schaff en, den negati ven Gedankenkreis zu durchbrechen und uns immer wieder bewusst für positi ve, stärkende Gedanken wie z.B. „Ich schaff e das!“, „Ich bin eine wundervolle Frau und Mutter“, „Ich bin genau richti g, so wie ich bin“ entscheiden – dann hat das auch positi ve Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefi nden, denn wir reduzieren damit das Stresslevel in unserem Körper! Gerade für uns Mütt er ein wesentlicher Beitrag, damit wir unseren Alltag entspannt meistern können! Die Perspektive wechseln Ich vergleiche einen Glaubenssatz gerne mit einer Farbbrille: Wenn wir eine blaue Brille aufh aben, erscheint die ganze Welt blau. So lange, bis wir sie abnehmen und die Welt durch eine andere Brille betrachten. Und plötzlich merken wir: Hey, die Welt muss ja gar nicht blau sein, sie kann auch rosa, grün oder gelb sein – ich muss dazu nur meine Brille wechseln! Genauso ist es mit Glaubenssätzen: So lange sie uns nicht bewusst sind, steuern sie unsere Handlungen, unsere Ziele, unsere Absichten, ja - auch unsere persönlichen Grenzen und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Und wir haben kaum Einfl uss auf sie. Nehmen wir die Brille erst einmal ab, gibt’s oft einen unglaublichen AHA-Eff ekt und ich verspreche euch: Der lohnt sich!

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MASTERMUM ZUM HÖREN In ihrem bekannten Podcast „raw and real – wie du als Mama wirklich erfüllt leben kannst“ spricht Ruth Theuermann-Bernhardt mit starken Frauen über ihren Familienalltag aber auch über ihr Business. Dabei hat sie keine Berührungsängste mit Tabuthemen, im Gegenteil – möchte inspirieren und mit authenti schen Geschichten Mut machen. Zu hören auf: iTunes, Spoti fy, Youtube & auf www.mastermum.com


5 S C HR I T T E

wie wir unseren negativen Glaubenssätzen auf die Schliche kommen und beginnen können, sie aufzulösen: Schritt 1: IST-Analyse In welchem Bereich unseres Lebens gibt es immer wieder dieselbe Blockade? Wo haben wir das Gefühl, uns im Kreis zu drehen oder anzustehen? Dort ist es sinnvoll, mit der Recherche zu beginnen! Das kann unsere Arbeit sein, unsere Beziehung, unsere Gesundheit, unsere Finanzen – jeder Bereich unseres Lebens! Die IST-Analyse ist deshalb so wichtig, weil sie uns die Motivation liefert, wirklich etwas zu verändern! Schritt 2: Zauberwort ACHTSAMKEIT Wenn wir uns für eine gewisse Zeit gut selbst beobachten und dabei auch gut in uns hineinspüren, werden wir rasch merken, welche Sätze sich immer wiederholen, die uns Energie kosten und uns demotivieren. Dazu ist es wichtig, immer wieder aus dem Alltagstrubel auszusteigen und uns selbst Zeit zu schenken – denn je ruhiger es um uns herum ist, umso leichter fällt es uns, unsere Gedanken wahrzunehmen und in uns hineinzufühlen. Schritt 3: Aufschreiben! Eine Art Glaubenssatz-Tagebuch für eine gewisse Zeit (mind. 2 Wochen) hilft uns, uns selbst einen Überblick zu verschaffen und klar zu erkennen, wo es sich lohnt, etwas zu verändern! Schritt 4: Neu definieren! Wenn wir uns von altem Ballast verabschieden, dann entsteht Raum für Neues, den es zu füllen gilt. Wenn wir also negative Glaubenssätze loslassen, ist es wichtig, zu definieren: Was wollen wir denn stattdessen denken? Zum Beispiel statt: „Andere schaffen immer alles besser als ich“ könnten wir uns sagen: „Ich höre auf, mich mit anderen zu vergleichen und fokussiere mich auf all meine Stärken und darauf, was mir schon

richtig gut gelingt“. Auch, wenn uns der Satz anfangs sehr ungewohnt vorkommt und wir ihn (noch) nicht glauben können, gilt: Die Energie folgt unserer Aufmerksamkeit! Und wenn wir dranbleiben, können wir schon bald die positive Veränderung in uns selbst und in unserem Leben deutlich wahrnehmen. Schritt 5: Wiederholen! Unsere alten Glaubenssätze haben uns oft schon richtig lange begleitet und in unserem Gehirn sogenannte „neuronale Autobahnen“ (vgl. Gerald Hüther) gebildet. Wenn wir nun die alten Autobahnen verlassen wollen, um auf neuen Wegen zu gehen, dann braucht es natürlich mehr als einen Versuch – es braucht Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung. Sie lohnt sich! Die Verankerung von neuen, positiven Denkweisen kann uns so viel neue Leichtigkeit, Freude und Energie in unser Leben bringen. Auch wenn es im Alltag manchmal nicht so scheint, aber: Wir dürfen jederzeit und immer wieder entscheiden, was wir denken und welche Glaubenssätze in unserem Leben wirken sollen! Wie auch in unserem Kleiderschrank, lohnt es sich auch in unseren Gedanken, regelmäßig auszusortieren und neue Ordnung zu schaffen! Als Eltern dürfen wir damit übrigens auch gleich unseren Kindern ein Vorbild sein!

Übrigens: Wir müssen diese 5 Schritte selbstverständlich nicht alle alleine gehen – mein persönlicher POSITIVER Glaubenssatz lautet „Es darf leicht gehen!“ – und mit etwas Unterstützung geht es oft viel leichter ... und wir bekommen neue Perspektiven, die wir so vielleicht noch nie gesehen haben.



Lifestyle

AUS FERNOST MIT IKIGAI, KINTSUGI, WABI SABI & CO ZU MEHR ACHTSAMKEIT In den letzten Jahren haben wir uns in Sachen Lifestyle ganz stark am Norden orienti ert. Hygge und Lagom waren allgegenwärti g. Nicht zuletzt deshalb, weil die Skandinavier zu den glücklichsten Menschen der Welt gehören. Neuerdings schweift unser Blick immer öft er nach Fernost. Spätestens seit Marie Kondo mit ihrer KonMari-Methode die Ordnung in unserem Eigenheim revoluti oniert hat, wird klar: Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, denn die Philosophien aus Asien bieten uns unglaublich wertvolle Inspirati onen für ein bewusstes und achtsames Leben. Text: Karin Graf-Kaplaner Shooting-Konzept: Claudia Fitzinger www.claudiafi tzinger.com Fotos: Caterina Hoff mann Photography www.catehoff mann.com Styling: Mademoiselle Fée www.mademoiselle-fee.at Kalligraphie: Sarah Zemlyak www.zarah.at Make-up & Haare: Marion Pail marionp.at Fächer: Bohoquarti er www.bohoquarti er.com Tee & -service: Tete a Tee-Teesalon www.teesalon.at Kimono: Japan Kimono www.japankimono.at Model: Madina Location: Setagaya Park Wien

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Ikigai jap. 生き甲斐

In Japan hat die Suche nach dem Ikigai – übersetzt „Wofür es sich zu leben lohnt“ – eine große Bedeutung. Was treibt uns an, was macht uns glücklich und zufrieden? Viele von uns leben in einem täglichen Automatismus, in dem wir einfach funktionieren. Wir stehen jeden Tag auf und freuen uns schon am Weg zur Arbeit auf den Feierabend oder sind gedanklich noch oder bereits wieder im Wochenende. Bei Ikigai geht es ganz stark darum, unsere innere Motivation und das zu finden, wofür wir brennen. Das können wir tun, indem wir vier Fragen beantworten. Frage Frage Frage Frage

1: Was liebe ich? 2: Was kann ich gut? 3: Womit kann ich Geld verdienen? 4: Was braucht die Welt?

Natürlich braucht es etwas Mut, sich solche Fragen zu stellen. Das Ergebnis dieses Denkprozesses könnte eine alte Sehnsucht aufdecken oder offenlegen, dass uns das, was wir täglich tun, nicht richtig glücklich macht. In dieser Erkenntnis steckt allerdings ein immenses Potenzial. Verantwortung für unser Leben zu übernehmen heißt, unsere Träume ernst zu nehmen. Nur, wenn uns bewusst ist, was wir uns wünschen, können wir einen mutigen Schritt hin zu mehr Ikigai – mehr Zufriedenheit und Lebenssinn – machen.


Kintsugi jap. 金継

Diese alte japanische Kunstf orm ist die allerschönste Form von Upcycling. Im Kintsugi wird zerbrochene Keramik nicht weggeworfen, sondern die Bruchstellen werden vergoldet und besonders schön in Szene gesetzt. Umgelegt auf unser Leben kann diese neue Denkweise, mit Verletzungen und Niederlagen umzugehen, sehr viel verändern. Manchmal läuft es einfach nicht so, wie wir es uns wünschen: Beziehungen und Lebenspläne entwickeln sich in eine andere Richtung oder wir werden gesundheitlich an unsere Grenzen geführt. Wenn ein Teilbereich unseres Lebens auseinanderbricht, bleiben ganz oft kleine oder größere (körperliche oder seelische) Narben, die uns an die herausfordernden Zeiten erinnern. Jetzt liegt es an uns, wie wir mit diesen vermeintlichen Makeln umgehen. Das japanische Wort kin bedeutet Gold, und tsugi bedeutet Verbindung d.h. wortwörtlich „Goldverbindung“. Wenn wir selbst Kintsugi-Meister werden und die Bruchstellen unseres Lebens nicht als Mängel, sondern als wichti ge Erfahrungen betrachten, erhalten diese plötzlich einen besonderen Wert für uns. Anstatt sie zu verdecken, sehen wir sie als goldene Lebenslinien und Zeichen unserer Heilung und Widerstandskraft .


Wabi Sabi jap. 侘寂

Wie oft erwarten wir von uns selbst (aber auch von anderen), perfekt zu sein. Auch in sozialen Medien wie auf Instagram wird uns jeden Tag Perfekti on präsenti ert. Perfekte Körper, mit Photoshop glatt gebügelte Gesichter, die schönsten Urlaubsorte, die perfekt eingerichteten Häuser, die immer lächelnden Kinder, die perfekte Partnerschaft . Wabi Sabi bildet hier einen Gegenpol, nämlich einerseits Gelassenheit und Gleichmut gegenüber dem Perfekti onismus und andererseits die Wertschätzung des Unvollkommenen. Was sich befreiend und entspannend anhört, ist es auch, hat aber auch noch einen anderen Eff ekt. Wabi Sabi lehrt uns zudem den Einfl uss der Zeit und die Vergänglichkeit aller Dinge. Alles ist in Veränderung und im Fluss, nichts bleibt, wie es ist.

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K onMari jap. 近藤 麻理恵

Über 10 Millionen Bücher hat die Aufräum-Expertin Marie Kondō bereits verkauft. Eine eigene Netflix-Serie hat sie auch. Die Japanerin hat Ausmisten zum Lifestyle-Trend gemacht und damit genau unseren wunden Punkt getroffen. Achtsamkeit und bewusstes Leben passen nämlich mit einem von materiellen Dingen überquellenden Eigenheim gar nicht zusammen. Ähnlich wie beim Ansatz von Ikigai geht es auch in der KonMari-Methode darum, nur die Dinge in unserem Leben zu behalten, die uns glücklich machen. Dazu nehmen wir uns den eigenen Hausrat kategorienweise vor und Stück für Stück in die Hand: Was uns nicht berührt, was beim Betrachten oder Benutzen keinen JubelMoment verursacht, darf weg. Was bleibt, wird liebevoll an einen guten Platz geräumt.

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Chadō jap. 茶道

Die japanische Teezeremonie, auch bekannt als Teeritual, steht der Grundphilosophie des Zen sehr nahe. Sie folgt einem ganz klaren Ablauf, der sich nur schwer in den Alltag integrieren lässt. Auf unsere Breitengrade übertragen, können wir aber mit Hilfe von Tee eine Mini-Meditati on genießen. Anstatt in Gedanken versunken den Teebeutel mit heißem Wasser zu übergießen, können wir den Genuss einer Tasse Tee wie einen kleinen JubelMoment zelebrieren. Schon bei der Auswahl des Tees können wir schnuppern, zu welcher Mischung es uns in diesem Moment hinzieht. Uns dann ein schönes Porzellan zur Hand zu nehmen und langsam das Wasser über den Tee zu gießen, zu hören, welche Geräusche das Wasser macht, wie der Duft des Tees in unsere Nase steigt, ist eine wirksame Achtsamkeitsübung. Wenn wir anschließend den ersten Schluck nehmen und spüren, wie sich der Geschmack verbreitet, wie sich das Schlucken anfühlt, können wir für einen Moment ganz bewusst den Stress loslassen und zur Ruhe kommen.

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Kaize jap. 改善

Niemand möchte gerne auf den Erfolg warten – nicht nur berufl ich, sondern auch in Bezug auf unsere persönliche Weiterentwicklung. Manchmal geht es uns einfach zu langsam! Wir wollen im Business schneller vorankommen, schneller abnehmen, schneller blockierende Muster ablegen, schneller gesunde Verhaltensweisen annehmen, schneller traurige Ereignisse wegstecken ... Da können wir uns die Lebens- und Arbeitsphilosophie Kaizen zu Hilfe nehmen. Darin geht es zwar um permanente Veränderung und Verbesserung, aber nicht in großen Sprüngen, sondern in kleinen Schritt en. So, wie wir lernen können, die kleinen JubelMomente stärker wahrzunehmen, können wir es uns auch zur Gewohnheit machen, Mini-Schritt e in die richti ge Richtung zu feiern. Sie sind wichti g. Und die kleinen Änderungen bilden immer die Basis für unser großes Ziel.


Buch-Empfehlungen: Céline Santi ni: Kintsugi – Wie uns Bruchstellen im Leben stark machen, Kailash Verlag, ISBN: 978-3-424-63180-7, € 20,00. Christi e Vanbremeersch: Ikigai – Lebe was dich glücklich macht, Anaconda Verlag, ISBN: 978-3-7306-0644-5, € 6,90. Marie Kondo: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert, Rowohlt Taschenbuch, ISBN: 978-3499624810, € 10,29 Beth Kempton: Wabi-Sabi: Die japanische Weisheit für ein perfekt unperfektes Leben, Ehrenwirth Verlag, ISBN: 978-3431041194, € 15,00


ACHTSAMES MORGENRITUAL: WARUM UNS EIN ACHTSAMES FRÜHSTÜCK SO GUTTUT Gerade wenn wir am Morgen zu wenig Zeit haben, tendieren wir dazu das Frühstück entweder ganz auszulassen oder schnell nebenbei zu essen. Dabei kann achtsames Essen uns dabei unterstützen, den Moment bewusst wahrzunehmen. Dass Achtsamkeit in unserem täglichen Tun und auch beim Essen wichtig ist, wissen auch die alten Zen-Meister. Zen-Weisheit neu interpretiert Einige Schüler fragten ihren Zen-Meister, warum er so zufrieden und glücklich sei. Er antwortete: „Wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich.“ Diese Überlieferung bringt es sehr gut auf den Punkt. Wir sind es mittlerweile gewohnt unsere Mahlzeiten mit Ablenkung einzunehmen. Entweder hören wir dabei Musik, der Fernseher läuft, wir blättern in einem Magazin oder surfen am Smartphone. Uns ganz bewusst auf das zu konzentrieren, was wir zu uns nehmen, wird immer seltener. Schade eigentlich, denn der Geschmack kommt dabei etwas zu kurz.

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Bewusst essen und trinken Im Alltag können wir achtsames Essen in ganz kleinen Schritten umsetzen. Eine kleine Übung, die auch dann möglich ist, wenn wir das Frühstück vielleicht aus Zeitgründen ausfallen lassen müssen, lässt sich mit unserem täglichen YakultFläschchen praktizieren. Dafür setzen wir uns hin und atmen tief ein und aus. Dann öffnen wir das Fläschchen und riechen erstmal daran, bevor wir den ersten Schluck nehmen. Welche Gerüche können wir wahrnehmen? Wie fühlt sich die Flasche in der Hand an? Erst danach nehmen wir den ersten Schluck. Wie schmeckt das Getränk? Welche Geschmacksrichtungen können wir wahrnehmen? Mit solch einfachen Ritualen können wir unser Bewusstsein für achtsames Essen schärfen. Wenn wir aufmerksamer essen, können wir nicht nur intensiver und vielfältiger schmecken, sondern empfinden gleichzeitig wieder mehr Freude am Essen und fühlen uns dadurch zufriedener und genährter. Die Übung können wir entweder nur mit dem Yakult-Fläschchen (und somit jeden Tag) machen oder aber wir kombinieren sie mit dem Frühstück.


BIRCHERMÜSLI MIT YAKULT, TAHINI UND HIMBEEREN

Yakult – Die kleine Flasche Wissenschaft. Berühmtes fermenti ertes Magermilchgetränk aus Japan Enthält Milliarden der einzigarti gen L. casei Shirota Bakterien, die den Darm lebend erreichen Weltweit trinken 40 Millionen Menschen in 40 Ländern Yakult Erhältlich in 3 Varianten: Yakult Original, Yakult Plus, Yakult Light Gluten- und fettf rei 85 Jahre Forschung Mehr Informati onen unter www.yakult.at

In eine Schüssel den geriebenen Apfel geben und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Haferfl ocken, Leinsamen, Zimt, Nüsse, Sonnenblumenkerne und Tahini dazugeben und mit Milch verrühren. Abdecken und über Nacht quellen lassen und am nächsten Tag das Joghurt, das Yakult und evtl. etwas Milch unterrühren. Mit Beeren servieren.

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© @b.eat.root

Zutaten (Für 4 Personen): • 160 g Haferfl ocken fein • 400 ml Milch deiner Wahl • 3 EL Leinsamen • 2 EL Sonnenblumenkerne • 1 Handvoll Nüsse gehackt (Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse) • 7 EL Joghurt • 1 EL Tahini • 2 Yakult Plus • 1 geriebener Apfel • 1 Handvoll Himbeeren • 1 Spritzer Zitrone • 1 Prise Zimt

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d n a t s u k k A genen n e n i e nimm d

n e d e i w ig t h c i w o s s e genau n o h p t r a m s s e in e d


M I ND FU L

BUSINESS Wenn wir in ein Flugzeug steigen, lauschen wir vor dem Start ganz aufmerksam der Sicherheitsanweisung des Bordpersonals. In ihr wird uns verdeutlicht, im Falle eines Druckabfalls immer zuerst uns selbst die Sauerstoffmaske anzulegen und erst dann unseren Kindern und Mitreisenden. Im Zusammenhang mit einem Druckabfall in luftiger Höhe hinterfragen wir diese überlebensnotwendige Maßnahme keinesfalls. Wir verstehen: Wenn uns die Luft ausgeht, können wir weder aktiv werden, noch für andere da sein. Umso verwunderlicher, dass wir diese Logik immer wieder ausschalten, wenn es um unser Business geht. Macht sich ein Abfall unserer Energie bemerkbar, werden wir nicht hellhörig, sondern erhöhen den Druck, schuften weiter, sparen am Schlaf. So lange, bis unser Akkustand gegen Null läuft. Wir haben uns deshalb ganz bewusst dafür entschieden, dass es in jedem JubelMoments Magazin einen Business-Schwerpunkt geben muss. Beruflichen Erfolg mit einem achtsamen Lifestyle zu verbinden, stellt für uns keinen Widerspruch dar. Im Gegenteil: genau darauf ein besonderes Augenmerk zu legen, macht unser inhaltliches Konzept einzigartig. Dabei möchten wir ohne erhobenen Zeigefinger Inspirationen zeigen, die Mut machen, nicht noch perfekter oder effizienter zu werden, sondern gut auf uns selbst zu achten. In dieser Ausgabe stellen wir deshalb drei Business Mums vor, die wir toll finden und die ganz ungeschminkt aus ihrem Alltag erzählen. Zwischen Windeln und Visionen, zwischen Realität und Größenwahn. Mit allen Facetten, die das Leben als Business Mum bietet. Außerdem haben wir ganz neu die Rubrik der Business JubelMomente ins Leben gerufen. Wir Frauen halten mit unseren beruflichen Erfolgen nämlich gerne hinter dem Berg und feiern sie, unserem Empfinden nach, viel zu wenig. Ganz nach dem Motto „Good Vibes Only“ haben wir sechs Business Mums danach gefragt, welche JubelMomente ihnen kürzlich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben!

Den wunderschönen, handgezeichneten Reminder von Tina Wasenegger alias TIWA Design gibt´s auf www.jubelmoments.at zum Downloaden und Ausdrucken. JubelMoments - 121



KUNDALINI YOGA WIRKSAMER BOOSTER FÜR DEN BUSINESS-ERFOLG Achtsame Selbstf ürsorge und Erfolg im Business hängen unmitt elbar zusammen. Das durft e Caterina Hoff mann aus eigener Erfahrung lernen. Die professionelle Fotografi n und Mutt er einer Tochter ist seit über 6 Jahren selbstständig und hat sich in dieser Zeit ein erfolgreiches Business aufgebaut. Als dann aber die ersten Anzeichen eines Burnouts bemerkbar wurden, fand Caterina zu Kundalini Yoga, das ihr Leben komplett verändert hat. Seither begleitet sie als Kundalini-Business-Mentorin Frauen und vor allem Unternehmerinnen dabei, mehr in Einklang mit sich selbst zu kommen und in ihre Energie zu fi nden. Ihre Aufgabe besteht darin, Frauen zu zeigen, wie sie ihr Business ganzheitlich und gesund aufb auen können. Mit der kraft vollen Technik des Kundalini Yoga können wir unser Stresslevel spürbar senken und gleichzeiti g unsere Projekte auf das nächste Level anheben. Fotos & Text: Caterina Hoff mann Illustrationen: Tina Wasenegger

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» Hätte ich gewusst, wie mir Kundalini Yoga & Energiearbeit dabei helfen können, mein Business ganzheitlich aufzubauen, als ich mein erstes Business gestartet habe, wäre ich nicht ausgebrannt. « Caterina Hoffmann

Kundalini Yoga ist das Yoga des tiefen Bewusstseins & der Transformation. Es ist eine „magische“ Wissenschaft, die Klang in Form von Mantren, Atmung, Körperübungen, Mudras und Mediation kombiniert, um Körper, Geist, Seele und unser Energiefeld zu heilen, zu reinigen und zu stärken. Kundalini bedeutet im Sanskrit „zusammengerollte Schlange“. In der frühen östlichen Religion wurde gesagt, dass die göttliche Energie, unsere Lebensenergie an der Basis der Wirbelsäule, schlafen würde. Kundalini Yoga arbeitet daran, „die Schlange, also unsere Lebensenergie, zu erwecken“, damit wir uns mit dieser verbinden können.

» Das Leben ist mit pulsierender Energie gefüllt alles und jeder, mit dem wir interagieren, ist Energie. « SCHNELLE WIRKSAMKEIT DURCH FLIESSENDE BEWEGUNGEN

Kundalini Yoga ist ein sehr meditatives und ganzheitliches Yogasystem, das von jeder Person und in jedem Alter praktiziert werden kann. Manchmal reicht es schon aus, nur eine bestimmte Übung oder Meditation für 3 Minuten auszuführen, was das Yogasystem sehr alltagstauglich macht. Extreme Spreizungen sowie Kopfstand und Übungen mit Hilfsmitteln gehören nicht dazu. Dafür beinhaltet Kundalini Yoga

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viele dynamische, fließende Bewegungen, die auf ein konkretes Ergebnis (Stressabbau, Gewichtsabnahme, Erfolg, Burnout-Prävention, …) abzielen und dadurch auch eine optimale Wirkung erzielen. Kundalini Yoga wirkt nicht nur am Körper, sondern mit der Hilfe von bewegten Meditationen auch durch den Körper. Diese bewegten Meditationen sind besonders für jene Personen hilfreich, denen es schwer fällt, in absoluter Stille und ohne jegliche Bewegung zu meditieren.

WIE HÄNGEN BUSINESS UND KUNDALINI YOGA ZUSAMMEN?

Ein Unternehmen aufzubauen und sich in dieser Phase selbst gut zu versorgen, ist absolut zentral, denn das Eine bedingt das Andere oder konkreter: Um einem berufsbedingten Burnout vorzubeugen, ist es wichtig, seine eigenen Bedürfnisse im Auge zu behalten. Man kann sagen, dass das Business die Energie der Unternehmerin in allen Belangen widerspiegelt, da jede Unternehmerin ihre individuelle Energie mitbringt. Alles, was in einem Business geschieht, ist die Reflexion des gegenwärtigen persönlichen, energetischen Zustands. Von energetischer Imbalance spricht man, wenn die äußeren Teile im Business blockiert sind und nicht fließen. Klopfen nicht genug Kunden an, bedeutet das, dass die Energie neu ausgerichtet werden muss. Auch nicht wertschätzende Kunden kön-


nen als Indikator für eine Neuausrichtung gesehen werden. Kundalini Yoga kann dabei helfen, die Energie im Business zu akti vieren und in Balance zu bringen. Die ersten Schritt e bei einem konventi onellen Businessaufb au sind meist die Erstellung einer Website, das Einrichten von Social Media Accounts, das Designen von Visitenkarten beziehunsgweise die Implementi erung von Strategie, Marketi ng und Werbung. In Wahrheit beginnt jedoch alles mit der Energie der Unternehmerin. Und wenn diese Energie im „Keller“ ist, bringt die beste Unternehmensstrategie nichts - der Erfolg wird auf lange Sicht ausbleiben. Schwingt die Energie hingegen hoch, ist sie gereinigt, gestärkt und magneti sch, dann ist dieser Zustand das beste Marketi ng überhaupt. Mit Kundalini Yoga & Meditati on kann man ein solides inneres, energeti sches Fundament erschaff en, indem Nerven- und Drüsensystem gestärkt und die Aura gereinigt werden. In der Folge werden sich innere Zufriedenheit, Glück und Dankbarkeit einstellen. Auf diesem „energeti schen Fundament“ kann nun mit Strategie & Struktur aufgebaut werden. Beides gemeinsam erlaubt ein Arbeiten mit mehr Leichti gkeit und ohne dabei auszubrennen.


WIE HELFEN KUNDALINI YOGA & MEDITATION? • Die eigene Energie kennenlernen, um mit mehr Leichti gkeit zu leben und zu arbeiten. • Die Aura für eine magneti sche Anziehungskraft reinigen, stärken und auf Erfolg ausrichten, um von innen heraus zu strahlen. Dieses Strahlen kann das beste Marketi ng sein. • Weibliche & männliche Energien ausbalancieren, um mehr Flow in sein Leben und ins Business zu bringen. • Innere Ressourcen wie das Drüsen- und Nervensystem stärken, um den Druck von außen besser und leichter bewälti gen zu können.

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ATEMÜBUNGEN – WIRKSAME UND SCHNELLE BOOSTER FÜR ZWISCHENDURCH Das Atmen durch nur ein Nasenloch kann die Energie und Sti mmung einer Person positi v beeinfl ussen. Yogis sagen, dass das Atmen durch das rechte Nasenloch die Sonnenenergie akti viert – es macht vital und wach. Das linke Nasenloch ist mit der Mondenergie verbunden. Das Atmen durch das linke Nasenloch wirkt daher beruhigend und stärkend. Und das Beste daran, die Übung kann jederzeit und überall prakti ziert werden.

Atemübung 1 – linke Nasenloch-Atmung, um Nervosität abzubauen 5 Minuten für mehr Gelassenheit

Atemübung 2 – rechte Nasenloch-Atmung für mehr Power 5 Minuten für mehr Kraft & Energie

Wenn bei Angespanntheit und Nervosität mehr Ruhe benöti gt wird, kann diese Atemübung schnelle Linderung bringen. Eingesetzt wird diese Nasenloch-Atmung beispielsweise vor einem Verhandlungsgespräch oder vor einer Präsentati on.

Bei Müdigkeit, Trägheit, Kraft - & Energielosigkeit kann diese Atemübung uns wieder auf die Sprünge helfen.

Position: In aufrechter Haltung hinsetzen, das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen verschließen, die restlichen Finger zeigen entspannt und gestreckt nach oben. Ausführung: 26 x lang und ti ef durch das linke Nasenloch einatmen, dabei zuerst den Bauch mit Luft , dann die Lungen von unten nach oben füllen. Wenn die Lungen voll sind, den Nabel in Richtung der Wirbelsäule einziehen, um die Luft beim Ausatmen herauszudrücken. Für etwa 5 Minuten wiederholen. Danach ruhig hinsetzen und beobachten, was sich verändert hat. Beim Atmen können wir im Geiste das Mantra „Sat Nam“ (Bedeutung: meine Wahrheit, meine Identi tät) reziti eren. Beim Einatmen „Sat“ und beim Ausatmen „Nam“ (länger gezogen „Naam“.

Position: In aufrechter Haltung hinsetzen, das linke Nasenloch mit dem linken Daumen verschließen, die restlichen Finger zeigen entspannt und gestreckt nach oben. Ausführung: 26 x lang und ti ef durch das rechte Nasenloch einatmen, dabei zuerst den Bauch mit Luft , dann die Lungen von unten nach oben füllen. Wenn die Lungen voll sind, den Nabel in Richtung der Wirbelsäule einziehen, um die Luft beim Ausatmen herauszudrücken. Für etwa 5 Minuten wiederholen. Danach ruhig hinsetzen und beobachten, was sich verändert hat. Mit dieser Übung werden das Energieniveau angehoben und die körperliche Energie sti muliert, um Arbeiten fokussiert erledigen zu können. Fazit: Man fühlt sich vitaler und aufgeweckter.

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KUNDALINI-GLOSSAR Aura Die Aura ist ein energeti sches Feld, das sich um unseren physischen Körper herum erstreckt. Man kann sie auch als „energeti sche Haut“ ansehen. Die Aura wirkt sich auf die „Ausstrahlung“ aus. Ist die Aura gereinigt, stark und im Gleichgewicht, wirkt sie wie ein Magnet für Freude, Zufriedenheit, Erfolg und Wohlstand. Durch Kundalini Yoga und Meditati on können negati ve Muster, Erlebnisse und Glaubenssätze leichter losgelassen und durch positi ve ersetzt werden.

» Deine Aura ist deine Anziehungskraft, und wenn diese Anziehungskraft stark und magnetisch ist, ist das dein bestes Marketing. « Caterina Hoff mann

Mantra Ein Mantra ist ein positi ver Klang bzw. ein gesungenes Lied. Durch das Singen des Mantras werden das Bewusstsein, die Sti mmung und der Geisteszustand positi v beeinfl usst. Mudra Mudras sind Handpositi onen, die Energie lenken können. Übersetzt bedeutet Mudra „Das, was Freude gibt“ – „Mud“ heißt Freude, „ra“ geben. Wie etwa bei der Akupunktur und in der chinesischen Medizin werden Mudras dazu verwendet, um jene Punkte am Körper zu akti vieren, die das zentrale Nervensystem, die Hormonprodukti on und vieles mehr beeinfl ussen. Das häufi gste Mudra beim Kundalini Yoga ist das Anjali Mudra. Es dient der Herstellung eines Energiekreises und verbindet die weiblichen und männlichen Energien miteinander. Ein beliebtes Mudra ist das Gyan Mudra. Man bringt Daumen und Zeigefi nger aneinander und übt Druck aus, wodurch die Fingerspitzen akti viert werden. Dieses Mudra akti viert Empfänglichkeit und Ruhe.

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Über die Autorin: Caterina Hoffmann Kundalini Business Mentorin für Unternehmehrinnen mit dem Fokus auf Energie-Akti vierung, Frau-Sein, Gesund-Sein & Erfolgreich-Sein www.thewildandmindful.com @thewildandmindful


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#bettertogether Die zwei absoluten Powerfrauen Tanya Neufeldt und Camilla Rando haben mit socialmoms.de eine digitale Community für Mamas gegründet. Sie erzählen uns, wie es dazu kam – außerdem von Jobsharing, Visionen und wie es ihnen gelingt, die Balance zwischen Alltagswahnsinn und Business zu halten. Portraitfotos: Chiara Doveri Fotos: Mujo Kazmi

JubelMoments: Mal ehrlich: Wie viel Schlaf erwischt ihr im Moment jede Nacht? Wollt ihr das wirklich wissen? Ganz ehrlich – natürlich zu wenig. Das liegt einerseits an Social Moms, weil wir ja erst vor 4 Monaten online gegangen sind und noch in den Kinderschuhen stecken – anderseits haben wir ja auch noch kleines Gemüse zuhause… Besonders Camilla kommt gerade in den Genuss mit einem fast Dreijährigen, der gerade trocken wird und ganz stolz auch nachts zur Toilette geht. Gerne auch mehrfach. Aber abgesehen davon haben wir auch einen gewissen Hang zum Größenwahn – das heißt, wir müssen uns immer wieder daran erinnern, uns nicht von links zu überholen, sondern einfach auch mal zu schlafen. JubelMoments: Was treibt euch an? Was inspiriert euch und lässt euch Berge versetzen? Unsere Vision, Mütter zu stärken, zu unterstützen und ihre Stimme lauter zu machen, ist der größte Treiber – wir

glauben fest daran, dass wir alle in einem Boot sitzen und einfach stärker sind, wenn wir uns verbünden, unser Wissen teilen und füreinander da sind. Und es ist immer eine so große Inspiration und Bestätigung, wenn man Feedback aus der Community bekommt, wie „Danke für den Support!“ JubelMoments: Wie seid ihr auf die Gründung von socialmoms.de gekommen? Wir sind beide Mütter und haben auch in der Vergangenheit mit unseren Blogs „Mummy Mag“ und „Lucie Marshall“ den Wunsch verfolgt, Mütter zu bestärken, zu unterhalten und zu informieren. Mit den Social Moms haben wir diesen Wunsch ausgebaut, größer gemacht und wollen mit gemeinsamer Power noch mehr und unterschiedliche Mütter erreichen. Wir wollen Müttern in allen Lebenslagen die bestmögliche Unterstützung geben, sie daran erinnern, wie kraftvoll sie sind und sie miteinander verknüpfen. Ganz wichtig ist es uns, dass wir unterschiedliche Perspektiven zulassen und nicht in die Bewertung gehen.

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JubelMoments: Büro, Kinder, Familienorganisation und das ewig schlechte Gewissen von uns arbeitenden Mamas – in welchen Situation steigt euer Stresslevel hier gern mal rasant an? Und was hilft dagegen? Mit Kindern kann man ja bekanntlich nicht planen. Und wenn dann alle krank sind – inklusive der Mitarbeiter, man Deadlines hat und selber kaum Schlaf, dann ist der Stresslevel wirklich enorm hoch. Es hilft, sich dann manchmal einfach daran zu erinnern, wo die Prioritäten liegen. Was muss wirklich gemacht werden? Welche Dinge sind in zwei Tagen auch fein und welchen Druck machen wir uns selbst? Das entzerrt meistens das Gefühl von Stress. Aber machnmal hilft auch nur Decke über den Kopf, mit den Kindern ins Bett und den Tag abhaken.

JubelMoments von Tanya: Meine Jubelmomente im Alltag sind ... ich liebe es, morgens mit meinem Sohn zusammen zur Schule zu radeln und dabei über den Tag zu erzählen, Cafe in Ruhe am Schreibtisch, ein inspirierendes Teammeeting mit den Social-Moms, lachen und weinen mit Camilla, Yoga (leider zu selten) und Abendessen mit meinen Liebsten. Das Leben zu feiern bedeutet für mich ... gutes Essen im Kreise meiner Liebsten – am besten am Meer! Meinen Kindern möchte ich unbedingt weitergeben, dass ... man vieles nicht in der Hand hat, aber man entscheiden kann, wie man auf Situationen reagiert und ob das Glas halb leer oder halb voll ist.

JubelMoments: Euer Claim ist #bettertogether – denn zu zweit ist man bekanntlich weniger allein. Wie plant ihr, diesen Support innerhalb der Community lebendig werden zu lassen? Wir wollen ja keinen Frontalunterricht machen, sondern im Austausch mit unserer wachsenden Community sein. Darum ist unsere Frage: Was braucht ihr? Wie können wir euch noch besser supporten? Wir produzieren gerade ganz viele tolle Video-Formate, auf die wir uns unglaublich freuen, weil sie sehr inspirierend sein werden. Und die Liste unserer CoffeeBreaks quer durch Deutschland wird immer länger, weil wir merken, wie sehr sich Mütter wünschen, zusammen an einem Tisch zu sitzen. Es gibt also viel Grund zur Freude!


JubelMoments: Ihr seid die absoluten Pioniere in puncto Jobsharing. Ihr teilt neben dem Geschäftsführungsposten auch die Stundenzahl, Gehalt, Sorgen, Freude, Ängste, Erfolge, Misserfolge. Wie funktioniert’s? Ja, wir sind Pioniere und wir stolpern dabei natürlich auch über Steine. Das gehört zum Pioniersein dazu. Wenn man hohe Ansprüche hat, ist man schnell versucht, sich die Arbeit nicht zu teilen, sondern einfach doppelt so viel zu arbeiten. Und dann landet man, egal auf welcher Ebene, in der Teilzeitfalle. Es erfordert viel Disziplin und auch gegenseitiges Erinnern, das wir 50% arbeiten. Das ist aber noch

ausbaufähig. Es macht einfach verdammt viel Spaß und auch das verleitet uns manchmal einfach dazu, weiterzumachen, obwohl das Stundenkontingent bereits ausgeschöpft ist. Was aber bei uns unglaublich gut funktioniert, ist unser Miteinander und das Teilen von Sorgen ebenso wie Freude. Gemeinsam Entscheidungen zu treffen, sich auszutauschen, ist einfach die ideale Kombination für uns. Aber auch das muss man wollen – man muss kommunizieren wollen und es als Bereicherung empfinden. Man muss wie in einer Beziehung Kompromisse eingehen und man muss auch konfliktfähig sein und unangenehme Dinge ansprechen können.

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JubelMoments von Camilla: Meine Jubelmomente im Alltag sind ... ich habe unglaublich viele kleine und große Jubelmomente im Alltag, weil ich eben diesen sehr bewusst lebe. Heute Morgen hat mein Sohn mein Gesicht in seine Hände genommen und gesagt „Mama, ich hab dich lieb!“ – mein Herz hat gejubelt. Aber auch der erste Kaffee am Morgen ist bei mir tagtäglich ein echter Jubelmoment. Das Leben zu feiern bedeutet für mich ... Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Denn die Menschen sind doch das, was das Leben erst großartig macht!

JubelMoments: Welchen Rat habt ihr für die Business-Moms unter unseren LeserInnen? Als Frauen, Mütter und Gründerinnen? Entwickelt eure Vision! Und entwickelt sie so lange wie möglich erstmal in einem kleinen Rahmen, bei dem man immer wieder schnell justieren kann. Denn es kommen garantiert Überraschungen, mit denen ihr nicht geerchnet habt. Recherchiert, tauscht euch aus, wägt ab, holt euch Verbündete und lasst euch inspirieren. Und wenn ihr für die Idee brennt, dann legt los! Und ganz wichtig: Denkt nicht, dass ihr alles alleine schaffen müsst – Hilfe ist in allen Bereichen des Lebens so wichtig! JubelMoments: Welche Pläne habt ihr noch mit socialmoms.de? Worauf dürfen wir uns freuen? Wie gesagt – wir produzieren gerade so tolle Video-Formate und die Coffee-Breaks gehen jetzt ja erst richtig los! Wir dürfen uns alle auf ganz viel Austausch freuen und wir freuen uns sehr, mit euch allen zu wachsen.

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Meinen Kindern möchte ich unbedingt weitergeben, dass ... ihre Stimme zählt – immer. Und dass eine einzelne Person immer einen Unterschied machen kann. Und dass – so kitschig es sich anhören mag – Liebe und Freundschaft die wichtigsten Dinge im Leben sind.

Die Community, die Mütter verbindet, weil Muttersein verbindet. www.socialmoms.de @wirsindsocialmoms


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BIANCA KOLARIK Hinter der URBAN LODGE in Wien steht eine Familie, die seit Generationen ihre Leidenschaft lebt. An vordersten Front Vollblutmama & Business Lady Bianca Kolarik. Die 3-fache Mama erzählt uns von ihrem Business Alltag ... JubelMoments: Bianca, dein jüngstes Baby ist gerade einmal 4 Monate – mal ehrlich: wie viel Schlaf erwischt du im Moment jede Nacht? Bianca: Ehrlich gesagt bin ich total happy, weil ich wirklich zu ausreichend Schlaf komme. Ich stille Lio zwar mehrmals in der Nacht, aber er ist ein schneller Trinker und schläft danach sofort wieder ein. Ich war immer schon Frühaufsteherin und gehe auch relativ früh schlafen, das hilft mir sehr um mein nötiges Schlafpensum zu erreichen.

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JubelMoments: Dein Businessleben mit Kindern ist eingespielt. Ist die Veränderung beim dritten Kind noch genauso stark oder hast du dich besonders auf diese Zeit vorbereitet? Bianca: Unsere neunjährigen Zwillinge waren eine gute Vorbereitung! Damals war es für uns eine große Herausforderung. Die erste Schwangerschaft, dann Zwillinge, nebenbei waren mein Mann und ich noch im jeweiligen Familienunternehmen tätig. Dagegen ist die Zeit jetzt richtig entspannt. Ich bin gut organisiert und wir haben uns


für den täglichen Ablauf in der Urban Lodge vor der Geburt noch Unterstützung dazu geholt. JubelMoments: Büro, Baby, Familienorganisation, Gutenachtgeschichten vorlesen, unerledigte ToDos – in welchen Situationen steigt dein Stresslevel mal gern rasant an? Bianca: Ich liebe es Mama zu sein, es ist der beste Job der Welt! Meine Leidenschaft ist es Gastgeberin zu sein! Trotzdem gibt es Momente, wo ich an meine Grenzen komme. Vor allem wenn die Großen krank zu Hause sind, der Kleine einen schlechten Tag hat, im Büro geht es drunter und drüber, mein Mann den ganzen Tag Termine hat und ich mir noch Gedanken übers Abendessen machen muss. Ich habe schnell gelernt, es muss nicht immer alles perfekt sein! Die Großen dürfen auch mal fernsehen, im Büro geht es mit guter Musik und leckerem Kaffee

gleich leichter von der Hand, bei meinem Mann darf ich telefonisch mal Frust ablassen und abends kann es auch mal eine kalte Jause oder der Zustelldienst sein. JubelMoments: Was ist deine größte Herausforderung im Alltag? Bianca: Die richtige Balance zwischen dem Dasein als Ehefrau, Mama, Chefin, Freundin und auch Frau zu finden ist spannend und nicht immer leicht. Ich möchte, dass sich unsere Gäste, Mitarbeiter und meine Familie wohlfühlen. Damit das gelingt, ist es sehr wichtig auf sich selbst zu schauen. Anfangs habe ich darauf zu wenig geachtet. Mittlerweile spüre ich sehr gut, wann mein Körper und Geist Ruhe braucht – die nehme ich mir dann. Auch nur kleine Pausen können eine Wohltat sein und helfen, den Energiespeicher schnell zu laden.

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Die Urban Lodge überzeugt mit einem “Wie zu Hause“-Gefühl, Familienfreundlichkeit, hochwertiger Ausstattung und einer Top-Lage in der Nähe des Wiener Praters und der Donauinsel im zweiten Bezirk. U2 Messe-Prater direkt vor der Tür, die für Sie immer offen steht. Wohnungsgrößen gibt es vom Studio, übers Ein- und Drei-Zimmer-Apartment bis hin zum 130 m2-Penthouse mit 20 m2 Terrasse. Mehr Informationen und Buchung auf: www.urbanlodge.at

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JubelMoments: Wenn man zu euch in die Urban Lodge kommt, hat man das Gefühl nach Hause zu kommen. Natürlich in ein sehr stylisches zu Hause. Wie kam dir die Idee dazu? Bianca: Gestartet haben wir mit der apartmentmäßigen Vermietung mit einer kleinen Wohnung im 20. Bezirk. Schnell haben wir gemerkt, dass der Kontakt mit den Gästen aus aller Welt für uns und unsere Kinder eine absolute Bereicherung ist und uns einfach Spaß macht. Nach und nach kamen weitere Wohnungen dazu. Unsere private Wohnung wurde zur Waschküche, Ersatzteil- und Putzmittellager. Der Wunsch daraus ein professionelles Business zu machen wurde immer stärker. Durch Glück, Zufall und unzählige Stolpersteine konnten wir dieses wunderschöne Haus in der Ausstellungsstraße erwerben. In der zweijährigen Sanierungsphase war ich täglich vor Ort und habe meine große Begeisterung für Baustellen entdeckt. Ein gemütliches und modernes Zuhause auf Zeit für Wiener, Geschäftsreisende oder auch Touristen, das war unser Traum. Wir wollen unseren Gästen durch viele Kleinigkeiten mehr als nur einen Raum zum Übernachten bieten. Nikolosackerl an der Wohnungstür, Osternester, Weihnachts- und Silvesterüberraschungen, Eis an Hitzetagen und viele weitere Aufmerksamkeiten wissen unter anderem auch unsere Stammgäste zu schätzen. Über eine komplette Baby- bzw. Kinderausstattung mit altersgerechten Spielsachen freuen sich die kleinen sowie die großen Gäste. Dank unseres tollen Teams ist es uns trotz mittlerweile siebzehn Apartments möglich, unsere Gäste sehr persönlich zu betreuen, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und

Zeit für einen nettes Gespräch bleibt auch noch. JubelMoments: Was würdest du gerne anderen Business Moms mit auf den Weg geben? Insbesondere auch Mompreneurs mit Babys? Bianca: Holt euch Unterstützung, wenn ihr sie braucht und setzt euch nicht unter Druck. So lange euer Baby gestillt wird, bestimmt es den Tagesablauf, und somit die Arbeitszeiten. Starr durchgeplante Arbeitstage sorgen in dieser Zeit nur für Frust. Lasst, neben der persönlichen Verwirklichung, genug Raum für das Mamasein! Die Zeit vergeht so schnell und die vielen unvergesslichen Momente mit euren Kids kann man nicht einfach irgendwann nachholen! Mit einem guten privaten und auch beruflichen Netzwerk, kreativen Ideen und viel Engagement kann beides funktionieren – Familie und Beruf!

JubelMoments von Bianca Kolarik: Meine Jubelmomente im Alltag sind ... unser tägliches Familienfrühstück – wenn es die Zeit zulässt – mit selbstgebackenem Brot Das Leben zu feiern bedeutet für mich ... mit meinen Kids im Sommerregen durch Wasserlachen zu springen! Meinen Kindern möchte ich unbedingt weitergeben … seid ehrgeizig, vergesst nie, euer Leben zu genießen und gebt euren Träumen Platz!


„SHOUT OUT“ WIR HABEN MOMPRENEURS GEFRAGT: „WAS WAR DEIN BUSINESS JUBELMOMENT?“

Mag. Vanessa Mucha-Trnavský | All about you – PR betreut mit ihrer PR-Agentur Unternehmen strategisch und operativ und unterstützt mit ihrer PR-Academy kleine Unternehmen, die ihre PR ohne Agentur betreiben wollen. „Dass auch kleine Unternehmen den Mut und die Motivation haben, mit ihrem Unternehmen medial vor den Vorhang zu treten, um Reputation für ihre Marke aufzubauen. Ich habe aktuell das Programm meiner PR-Academy um namhafte Speaker erweitert und freue mich, dass mein Herzensprojekt so angenommen wird.“ www.allaboutyou-pr.at @allaboutyoupr

© Melanie Nedelko Fotografie

Karin Schranz-Klippl | Autorin hat das Kinderbuch „Stella und die Wunschtraummuschel“ geschrieben. „Als ich im August 2019 mein erstes Kinderbuch im Regal bei Morawa entdeckt habe. Das war so ein tolles Gefühl, mein eigenes Produkt in die Hand zu nehmen und zu sehen! Verdient, weil ich nicht aufgab und stolz, nachdem der erste Verlag vor Jahren absprang. Hatte schon als Kind davon geträumt!“ www.mymorawa.com @stella.wunschtraummuschel

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Alexandra Scherer | Naturjuwelen und Stoffträume macht handgenähte Perlenohrringe aus Edelsteinen, Swarovski und Miyuki. „Als in meinem Postfach eine Mail aus Israel landete, wollte ich diese sogleich löschen. Ein genauer Blick verriet mir jedoch, dass eine Dame von ihrem Besuch in einer Boutique in Graz und dem Kauf meiner Ohrringe berichtete. Sie habe noch nie solch tolle Unikate erstanden. Ich hatte Tränen in den Augen!“ www.naturjuwelenundstofftraeume.at @scherer_alexandra

Tina Wasenegger | TIWAdesign ist davon übezeugt, dass Jeder malen kann und motiviert die Teilnehmer/innen in ihren Workshops den eigenen Stil zu finden. „Als ich meinen ersten Aquarell-Workshop veranstaltet habe. Meine Leidenschaft, meine Erfahrung und mein Wissen mit anderen zu teilen, lässt mein Herz höher schlagen. Ich schätze das direkte Feedback und freue mich jedes Mal sehr, wenn ich die Kreativität meiner Teilnehmer erwecken darf.“ www.tiwa-design.at | www.herz-an-herz.at @tinatiwadesign | @herzanherz_bytiwadesign © Maria Gadringer

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„WAS WAR DEIN BUSINESS JUBELMOMENT?“

Manu Christl, MA SinnKraft Psychologische Beratung & Coaching für Frauen e.U. begleitet & stärkt Frauen in all ihrem Sein & Tun. „Als mir eine Klientin Kuchen als Dankeschön mitbrachte, hab ich mich sehr gefreut. Ihre Worte „Danke, dass du mit mir arbeitest, es hat sich schon so viel verbessert!“, haben mich sehr berührt. Es hat mich bestärkt, dass mein Weg, Frauen zu begleiten, der richtige für mich ist! Das war ein echter JubelMoment!“ www.sinnkraft.com @sinnkraft

Birgit Parade | Cutz Schneiden – Backen – Fertig! So schnell hat man die besten Cookies von Cutz zubereitet! „Als ich nach langem Hin und Her die erste Bestellung von Rewe Deutschland im Postfach hatte. Das war eine große Freude. Alle Hindernisse überwunden zu haben und endlich ausliefern zu können, hat sich echt toll angefühlt. Jetzt kam die erste Nachbestellung und das freut natürlich doppelt!“ www.cutz.rocks @cutz.rocks © Christoph H. Breneis

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Die nächste Ausgabe des JubelMoments MAGAZINS erscheint im Oktober 2020 mit vielen Inspirati onen für einen Mindful Lifestyle und Ideen, die uns das Leben im Herbst & Winter feiern lassen. In der Zwischenzeit wünschen wir euch unzählige kleine und große JubelMomente mit (und ohne) unserem MAGAZIN und freuen uns, wenn ihr sie unter #jubelmoments mit uns teilt! Die schönsten JubelMomente zeigen wir auf Instagram und verbreiten dadurch mit euch gemeinsam GOOD VIBES in der Welt!

@jubelmoments_magazin Als Content Creator GOOD VIBES verbreiten Du fi ndest toll, was wir machen und möchtest gerne im nächsten Magazin mit einem Beitrag oder deinen Fotos dabei sein? Dann schreib uns! Wir freuen uns auf deine Nachricht an: redakti on@jubelmoments.at

IMPRESSUM: Medieninhaber & Herausgeber JubelMoments Graf-Kaplaner & Rathmanner GesBR, Vorgartenstraße 221, 1020 Wien verantwortlich für den Inhalt Mag. Karin Graf-Kaplaner & Mag. Dr. Nadja Rathmanner

Grafik / Illustrationen / Art Director TIWAdesign Werbeagentur Tina Wasenegger Herstellung / Druck Dataform Media GmbH, Julius-Raab-Straße 8, 2203 Großebersdorf

Titelfoto Mag. Karin Graf-Kaplaner, @jubeltage Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. E-Mail: redakti on@jubelmoments.at Im Web: www.jubelmoments.at Kundenservice +43 699 17 18 19 80


Immer und überall Good Vibes: Ob beim Warten während der Ballett stunde, in der U-Bahn, beim Kinderarzt oder zum „Auft anken“ zwischendurch. Das JubelMoments MAGAZIN am Handy oder Tablet lesen und hören. www.jubelmoments.at