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Inside Das Magazin des Zürcher Tourismus Ausgabe Herbst 2010

 Zürcher Tourismus 2030  Tourismus-Wachstumsstrategie

des Bundesrates  Zürcher Hotellerie 2030

www.ztextra.ch www.zuerich.com


Liebe Leserinnen und Leser Die Zukunft des Tourismus – ein sehr präsentes Thema im Zürcher Tourismus. Unter welchen strategischen Stossrichtungen sich der nationale Tourismus zukünftig weiterentwickeln soll, formuliert der Bundesrat im seit wenigen Wochen vorliegenden Bericht «Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz». Die Studie «Zürcher Tourismus 2030. Entwicklungsperspektiven.» des Gottlieb Duttweiler Institutes GDI zeigt in vier Extremszenarien, wie die Zukunft des Zürcher Tourismus aussehen könnte und gibt damit interessante Denkanstösse. Mehr dazu und zu den Zielen, Grundsätzen und Überzeugungen, die Zürich Tourismus daraus ableitet, lesen Sie ab Seite 4. Auch die Entwicklungspotenziale der Zürcher Hotellerie werden aktuell diskutiert. Der Zürcher HotelierVerein hat beim Institut für Tourismuswirtschaft ITW der Hochschule Luzern eine Studie zur Entwicklung der Hotellerie der Tourismusregion Zürich beauftragt, deren Resultate 2011 präsentiert werden. Mit diesen Zukunftsperspektiven verabschiede ich mich von Zürich Tourismus und bei den Lesern des Insides. Mit Zufriedenheit blicke ich auf sieben erfolgreiche Jahre zurück. Zürich Tourismus ist zum Benchmark in der Branche geworden und kann als starke und professionelle Organisation künftige Herausforderungen angehen. Ich wünsche Zürich Tourismus und meiner Nachfolgerin dabei viel Erfolg. Viel Spass bei der Lektüre und beste Grüsse

Frank Bumann Direktor Zürich Tourismus

Inhalt Im Fokus ............................................................................................................................................................................... 4 GDI-Zukunfts-Studie: Zürcher Tourismus 2030 Im Fokus Zürich Tourismus intern ............................................................................................................. 6 Abschied nach 7 Jahren Zürich Tourismus Regional: Stadt und Flughafen .................................................................................................................... 8 Die neue Hoteldimension: Renaissance Zürich Tower Hotel Regional: Winterthur Tourismus ................................................................................................................ 9 Barrierefrei zum Kulturerlebnis dank moderner Technologie Tourismus Entwicklung ..................................................................................................................................... 10 Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz Forum ................................................................................................................................................................................... 12 Die Hotellerie der Tourismusregion Zürich im Jahr 2030 Tourismus in Zahlen .............................................................................................................................................. 14 Halbjahreszahlen 2010

Profitieren Sie von unseren vielfältigen Dienstleistungen – wir sind 365 Tage im Jahr für Sie da: Tourist Service: Im Hauptbahnhof CH-8021 Zürich Information: Tel. +41 44 215 40 00 Fax +41 44 215 40 80 Hotelreservation: Tel. +41 44 215 40 40 Fax +41 44 215 40 44

Kehrseite ........................................................................................................................................................................... 16

Impressum Das Magazin von Zürich Tourismus erscheint zweimal jährlich (Frühling & Herbst) Herausgeber: Zürich Tourismus Redaktion: Sandra Merayo Auflage: 1’500 Exemplare I Gedruckt in der Schweiz

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Klimaneutral gedruckt mit myclimate.

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GDI-Zukunfts-Studie: Zürcher Tourismus 2030 Das Gottlieb Duttweiler Institute GDI erforscht Megaund Gegentrends, trägt Wissen zusammen und leitet daraus Zukunftsszenarien ab. So auch für den Zürcher Tourismus. Die Trendforscher zeigen in ihrer Studie «Zürcher Tourismus 2030. Entwicklungsperspektiven.» mächtige Treiber und Trends auf, analysieren Umweltfaktoren und leiten daraus vier Entwicklungsszenarien ab. Sie zeigen auf, was in Zukunft sein könnte. Die Benennungen der Szenarien geben dabei ihre Kernideen in möglichst kondensierter und prägnanter Form wieder. Es versteht sich von selber, dass sie kein politisches Programm sein sollen. Eine Untersuchung, die Denkanstösse gibt und die Szenarien in das Extreme zuspitzt. Vier Extremformen für die Zukunft des Zürcher Tourismus Bleisure Hub: Zürich in der Corporate World Die Weltwirtschaft erholt sich, das Business zieht wieder an. Zürich erkennt, dass die neue kreative Klasse in ihrem Verhalten kaum mehr zwischen Arbeit (Business) und Freizeit (Leisure) unterscheidet. Und bietet den modernen Nomaden deshalb das Beste aus beiden Welten: Bleisure. Zürich wird zur angenehmsten Business-Destination Europas. Hilfreich werden neuartige Bleisure-Hotspot wie das Kongresszentrum oder der «Circle at Zurich Airport». Wichtige Multiplikatoren der neuen Kunden der Bleisure-Hochburg Zürich werden unter anderem auch die Gäste selber sein – denn als wichtige Meinungsmacher geniessen sie in ihren Kreisen weitaus mehr Glaubwürdigkeit als offizielle Hochglanzprospekte und Imagebroschüren. Premium-Boutique: Zürich für die Happy Few Die Zeiten werden für den Normalbürger härter. Nur noch Privilegierte – die sogenannten «Happy Few» – können sich Zürich leisten. Die Bankenstadt wird auch damit fertig und spezialisiert sich noch stärker.

Nun wird es so wichtig wie noch nie, Seriosität, Solidität und Exklusivität aufs allerhöchste Niveau zu bringen. Individuelle Erlebnisse für die High-BankingZirkel dieser Welt zählen mehr als alles andere. Zürich schafft vermehrt Members-Only- und VIP-Zonen und bietet den zahlungskräftigen Besuchern grenzenlosen Service, was aber Konfliktpotenzial bei der eigenen Bevölkerung birgt. Rückzugsort: Zürich im Zeitalter des Weniger Die Zeiten werden richtig hart. Die Reisetätigkeit ist grundsätzlich im Rückgang, der Geschäftstourismus bricht ein. Jetzt werden Natur, der See, die Berge zu den Stars. Die grosse Herausforderung: Wie kann in Zürich Geld verdient werden mit einer Kundschaft, die am liebsten gar keines ausgeben möchte? Was, wenn die Stadt zum Ausflugsziel für den Tagestourismus verkümmert? Ein Stress-Szenario für die Wertschöpfung. Die Chance: Weil Nähe mehr als alles andere zählt, kann man sich auf Märkte in den umliegenden Ländern einstellen. Das erspart Streuverluste im Marketing. Es erspart aber nicht die Denkarbeit, welche Produkte jetzt gefragt sein könnten – und wem man sie anbieten soll. Smart Spot: Zürich in der Wissensgesellschaft Der Finanzplatz ohne Bankgeheimnis leidet, dafür strahlt der Wissens-Standort umso heller. Zürich ist eine Science-City, welche die Ressource Wissen als Katalysator für nachhaltiges Wachstum nutzt. Das Beste für den Touristiker: Das Wissen verbreitet sich nicht nur in Insider-Kreisen an Kongressen, sondern es schafft auch Innovation für den Gast: Crowdsourcing-Hotels oder Modelle für leicht transportierbare Hotel-Module, die am Theaterspektakel, an der Street Parade oder am Freestyle.ch-Event eingesetzt werden können. Wichtig wird, dass sich die Stadt selber auf den allerhöchsten Stand bringt in Sachen Wissenschaft. Denn Intelligenz macht bekanntlich sexy.

Interpretation mit Grundsätzen & Entwicklungszielen von Zürich Tourismus Die in der GDI-Studie formulierten vier Szenarien sind keine Prognosen oder Entwicklungsperspektiven. Sie sind vielmehr überzeichnete Bilder, die zum Denken anregen und in ihrer Überzeichnung die extremen Konsequenzen verschiedener monothematischer Entwicklungsrichtungen aufzeigen. Zürich Tourismus orientiert sich für die Entwicklung des Tourismus in Stadt und Region in den nächsten Jahren an den vom Präsidenten und Vorstand definierten Zielen, Grundsätzen und Überzeugungen. 1. Der Tourismus von Zürich stärkt mit seinen positiven Bildern und emotionalen Botschaften die Marke Zürich, was für den ganzen Standort von unschätzbarem Wert ist. 2. Der Tourismus stellt mit seiner Wertschöpfung und dem Angebot an guten Arbeitsplätzen einen der wichtigsten Wirtschaftssektoren unserer Region dar und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur. 3. Der Tourismus in Stadt und Region besitzt – obwohl Zürich schon heute in der Schweiz die bedeutsamste Destination darstellt – ein grosses Entwicklungspotenzial. Der Städtetourismus wächst international pro Jahr mit rund 4 % und damit deutlich am stärksten. Eine Steigerung der volkswirtschaftlich relevanten Umsätze in der Grössenordnung von einer Milliarde Franken in zehn Jahren ist auch in Zürich möglich. 4. Dank dem hervorragenden Wissens- und Forschungsstandort, einem starken Finanzplatz, einem im internationalen Vergleich hervorragenden Gesundheitswesen und einer aussergewöhnlich hohen Lebensqualität bestehen vor allem für den Kongresstourismus mit seiner hohen Wertschöpfung grosse Entwicklungspotenziale. Unabdingbare Voraussetzung für Fortschritte in diesem attraktiven Segment ist der baldige Bau eines neuen Kongresszentrums. Zürich Tourismus wird nach Kräften die Realisierung eines qualitativ hochstehenden Projektes unterstützen. 5. Wir setzen uns ein für eine massvolle Entwicklung unseres Flughafens, die Rücksicht nimmt auf die verschiedenartigen Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft. Ohne gut funktionierenden Qualitätshub ist insbesondere die touristische Entwicklung der Schweiz in Frage gestellt. 6. Wir legen grosses Gewicht auf einen nachhaltigen Tourismus und werden auch in den nächsten Jahren eine Pionierrolle im Bereich «Green Travel» wahrnehmen. Dazu gehört die bereits vollzogene Unterschrift bei der NachhaltigkeitsCharta des Schweizer Tourismus und die entsprechende Zertifizierung unserer Organisation. Auch die CO2-Neutralität von Zürich Tourismus als Unternehmen ist ein erklärtes Ziel unserer Geschäftspolitik.

GDI-Studie downloaden: ztextra.ch/2030 4

7. Auch wenn wir grossen Wert auf einen qualitativ hochstehenden Tourismus mit grosser Wertschöpfung legen, wollen wir auch in Zukunft Zürich so positionieren, dass unsere Destination für alle reisefreudigen Einkommensgruppen attraktiv und erschwinglich ist und interessante Angebote bereithält. 8. Wir streben an, die Promotion des Tagestourismus in unser Pflichtenheft aufzunehmen, auch wenn dadurch kaum Logiernächte generiert werden. Schon heute besuchen jedes Jahr rund 16 Mio. Menschen unsere Stadt und Region. Sie stellen für das Gastrogewerbe, den Kultursektor, den Detailhandel und den öffentlichen Verkehr ein äusserst wichtiges Kundensegment dar. Dafür müssen jedoch neue Finanzierungsquellen erschlossen werden. 9. Wir wollen in den nächsten Jahren mit unseren regionalen Partnern noch enger zusammenarbeiten und in der Promotion der ganzen Destination Zürich neue Kooperationswege einschlagen. 10. Wir arbeiten intensiv daran, das Verständnis für die volkswirtschaftliche Bedeutung der Tourismuspromotion im Bewusstsein der Bevölkerung und insbesondere der Politik besser zu verankern und Zürich Tourismus als professionelle und leistungsfähige Organisation auch vor Ort sichtbar zu machen. 11. Wir setzen uns für eine starke Aus- und Weiterbildung und dafür ein, dass in allen Unternehmungen, die sich für den Tourismus engagieren und daran partizipieren, qualitativ gute, sichere und soziale Arbeitsplätze angeboten werden können.

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Abschied nach 7 Jahren Zürich Tourismus Frank Bumann, seit 2003 Direktor von Zürich Tourismus, verlässt die Tourismus-Organisation per Ende Jahr. Noch einmal lässt er die sieben Jahre Revue passieren und gibt spannende Einblicke in die Zukunft. Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Städtetourismus in den letzten sieben Jahren – sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene? Der Städtetourismus in Europa ist eine führende Wachstumsbranche mit mehr als vier Prozent durchschnittlichem Wachstum. Auch in Zürich haben die Hotellogiernächte im Kanton in den letzten sieben Jahren um mehr als 30 Prozent zugenommen und erzeugen eine überdurchschnittliche Wertschöpfung mit breiter volkswirtschaftlicher Wirkung bei Tausenden KMU. Der Erfolg in Zürich ist primär auf den deutschen Markt zurückzuführen, aber auch auf breit abgestützte neue Märkte wie China, Russland oder Indien. Wichtigster Treiber der Entwicklung waren die Low Cost Airlines mit den tiefen Flugpreisen, die Städtereisen zum Trend gemacht haben. Mit unserem fokussierten Destinationsmarketing haben wir das Potenzial erkannt und in den letzten Jahren erfolgreich für Zürich umgesetzt.

Und wie hat sich Zürich Tourismus in den letzten sieben Jahren verändert? Vor sieben Jahren war Zürich Tourismus mit 37 Mitarbeitern ein eher schwerfälliger und unterfinanzierter Verein mit heruntergekommenen Büros im Globus-Provisorium. Die Wirtschaftskrise nach 9/11 hat auch den Zürcher Tourismus getroffen und der Verein sah sich mit Mitgliederschwund und knappen finanziellen Verhältnissen konfrontiert. Schneller technologischer Wandel und veränderte Bedürfnisse in den Märkten zeigten einen hohen Handlungsbedarf und Innovationsdruck auf. Gestützt von einem motivierten Team konnte Zürich Tourismus bis heute zu einer schlagkräftigen Marketingorganisation mit rund 60 Mitarbeitern neu ausgerichtet werden. Heute ist Zürich Tourismus in vielerlei Hinsicht zu einem Benchmark in der Branche geworden. Was waren die wichtigsten Meilensteine und Erfolge für Zürich Tourismus? Nun, die Liste ist im Rückblick lang: Zielorientierte Führung mit MBO und BSC, hoher Anspruch an die Servicequalität mit zertifiziertem Qualitätsmanagement, Aufbau einer professionellen internen Kommunikationsagentur, Einführung eines Partnermarketings und Produktmanagements, Einführung von neuer Kostenrechnung und Controlling, und vieles mehr. Wichtige Meilensteine waren auch der Umzug in neue Büroräumlichkeiten mit neuen IT-Systemen, die Einführung des Tiefenmarketings in Deutschland und Italien mit eigenen Vertretungen im Markt, die Coolcapitals-Kooperation im US-Markt, die Gründung des Zürich Spirit Clubs sowie des Zürich Excellence Clubs für Mitarbeitende im Kundenkontakt der ganzen Branche. Jüngst ist natürlich die Umsetzung eines Nachhaltigkeitsmanagements mit der CO2-Neutralität für Zürich Tourismus zu erwähnen. Wichtigster Impulsgeber aber war sicher die EURO 2008 und die Einführung der CityTax, welche den Ausbau und die Dynamisierung von Zürich Tourismus erst erlaubte.

Sie haben das integrierte Standortmanagement nicht angesprochen? Ja, hier kann man wohl kaum von einem Erfolg sprechen, wenn auch eine Sensibilisierung zum Thema stattgefunden hat in den letzten fünf Jahren. Auf Initiative von Zürich Tourismus wurden verschiedene Teilkonzepte über Inhalt und Strukturen eines Integrierten Standort- und Destinationsmanagements (ISDM) mit externer Beratung und Einbezug der öffentlichen Hand entwickelt. Zudem konnten im Rahmen der EURO 2008 und der Umsetzung der «Themenwelten» zusammen mit der Greater Zurich Area GZA wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Leider konnte dieser Schwung zum Aufbau einer langfristigen Strategie, Finanzierung und Trägerschaft nicht genutzt werden und wertvolle Pfeiler eines ISDM, wie das gemeinsame «Zürich Magazin» sind leider mit grossem Bedauern unsererseits von anderen Akteuren eingestellt worden. Welche Herausforderungen warten in den kommenden Jahren auf Zürich Tourismus? Nun, die Herausforderungen bei Zürich Tourismus bleiben mannigfaltig: Man wird den selbstbestimmten Leistungsauftrag überprüfen und eine regionale touristische Destinationsstrategie entwickeln müssen. Die Tourismusregion Zürich hat in den nächsten 20 Jahren ein Wachstumspotential von zwei bis drei Millionen zusätzlichen Übernachtungen. Dies ist eine einmalige Chance und natürlich Herausforderung zugleich. Zudem muss das obengenannte Thema ISDM in die breite politische Diskussion gehen und eine langfristige Trägerschaft und Finanzierung sichergestellt werden. Zürich Tourismus ist grundsätzlich bereit, sich zu einer Gesellschaft «Zürich-Marketing» zu wandeln und als stärkste Organisation auf dem Platz Zürich sich dem Thema anzunehmen. Die politischen Institutionen müssen sich aber entscheiden, ob man überhaupt eine integrierte Dachmarke und ein Imagemarketing mit entsprechenden Kosten für den Standort Zürich will, oder ob man mit der heutigen Situation zufrieden ist und darauf verzichtet. Die internationale Konkurrenz hat sich häufig schon entschieden!

Die international erfahrene Marketingexpertin Marlis Ackermann tritt auf den 1. Januar 2011 als neue Direktorin von Zürich Tourismus an und übernimmt somit nahtlos das Amt vom scheidenden Frank Bumann. Der Vorstand von Zürich Tourismus ist überzeugt davon, dass es dank der sympathischen und kompetenten Art von Marlis Ackermann gelingen wird, den Tourismus in Zürich und Umgebung in den nächsten Jahren, im Interesse der Bevölkerung und der Wirtschaft, weiterzuentwickeln und diesem für Zürich wichtigen Wirtschaftszweig neue Impulse zu verleihen. Er wünscht Frau Marlis Ackermann viel Erfolg und wird sie in ihrer Arbeit nach Kräften unterstützen.

Frank Bumann hat in den letzten Jahren Zürich Tourismus äusserst erfolgreich geführt und nach innen und aussen Akzente gesetzt. Der Vorstand dankt ihm bereits jetzt für seinen grossen Einsatz und wünscht ihm für seine Zukunft weiterhin alles Gute.

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Die neue Hoteldimension: Renaissance Zürich Tower Hotel Im Mobimo Tower, einem skulpturalen Bau, der die Dächer von Zürich-West überragt, entsteht mit dem Renaissance Zürich Tower Hotel ein einzigartiges Hotelerlebnis. Im Wechselspiel mit dem bewegten Leben im Kreis 5 entfalten sich ein Spiel der sinnlichen Erfahrung und ein ganz neues Hotelbewusstsein. «Reisen bedeutet bei Renaissance, dass die erlebten Momente den Alltag überwinden und es bei jedem Aufenthalt etwas Neues zu entdecken gibt. Wir freuen uns sehr, unseren zukünftigen Gästen diese Momente der Entdeckungen bieten zu können», erläutert Peter Schickling, General Manager des Hotels. Mit dem Mobimo Tower wird das Basler Architekturbüro Diener & Diener ein unverwechselbares Zeichen in Zürich-West setzen. Für das Innendesign des Hotels konnte der renommierte Interior Designer Claudio Carbone gewonnen werden. Hoteldesign reflektiert Standort Die Marke Renaissance Hotels mit über 140 Hotels in 28 Ländern entwickelt für jedes Haus ein stilvolles, einzigartiges und einladendes Design. Das Interior Design von Renaissance reflektiert die jeweilige Umgebung und Kultur des Standorts. Die Zimmer sind grosszügig. Der Luxus «Luft zu haben» zeigt

Winterthur Tourismus baut die Informationskompetenz weiter aus und setzt dabei auf moderne Technologie und neue Informationsträger. Wer in Winterthur einen kulturellen Anlass besuchen will, erhält nicht nur die Veranstaltungshinweise, sondern gleich auch die Buchungsmöglichkeit. Geplant sind weitere Ausbauschritte, um das Kulturerlebnis ohne Barrieren zugänglich zu machen: zum Beispiel mit einem RSS-Feed.

sich nicht nur bei der Raumhöhe, sondern auch durch die Panoramafenster. Die 300 Zimmer sind aufgeteilt in 153 Zimmer mit Kingsize-Betten, 35 Superior Zimmer mit Kingsize Betten, 77 Twin-Zimmer, elf Junior Suiten, elf Executive Suiten, eine Grand Suite mit 88,5 Quadratmetern und eine Presidential Suite mit 136 Quadratmetern sowie elf barrierefreie Zimmer mit Kingsize-Betten. Das Spiel mit den Gegensätzen: die öffentlichen Bereiche In der Lobby und Réception spielt Hoteldesigner Claudio Carbone mit Gegensätzen: Sie sind reduziert und gleichzeitig verspielt, übersichtlich, aber dennoch geheimnisvoll. Gegensätze sind auch im Restaurant und in der Bar zu finden. Der Gast ist zwar in der Öffentlichkeit, hat aber gleichzeitig Privatsphäre. Die Bereiche für Frühstück, zwangloses Essen und gehobene Küche gehen fliessend ineinander über, sind jedoch voneinander getrennt. Die Executive Lounge im 14. Obergeschoss, wo sich auch der Fitnessbereich befindet, besticht durch Lage und Ausstattung. Über 1000 Quadratmeter Konferenzfläche mit Blick auf die Stadt Alle sieben Konferenz- und Ballsäle verfügen über Tageslicht und sind mit modernster Technik ausgestattet. Alle Räume sind wandelbar und an die Bedürfnisse der verschiedensten Anlässe anpassbar. Insgesamt stehen über 1000 Quadratmeter Konferenzfläche zur Verfügung, die über 700 Personen bequem Platz bieten. Im Einklang mit der Positionierung des Hotels als individuelles Erstklass-Haus strebt das Renaissance Zürich Tower Hotel keine Sterneklassifikation an. Das Hotel wird im Sommer 2011 eröffnet.

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Winterthur und Region: Barrierefrei zum Kulturerlebnis dank moderner Technologie

Neue Stadtführung und Facebook Stadtführungen erwecken die Geschichte und schlagen Brücken zur heutigen Ausprägung einer Stadt. Die Stadtführerinnen und Stadtführer von Winterthur Tourismus arbeiten an einer neuen thematischen Stadtführung. Im Zentrum stehen die wirtschaftliche Entwicklung und Pionierleistungen Winterthurs, welche die Eulachstadt zur sechstgrössten Stadt der Schweiz mit wichtiger Zentrumsfunktion werden liessen. Recherchen, persönliche Gespräche, Treffen mit Geschäftsführern und Betriebsbesichtigungen stehen während der thematischen Erarbeitung an. Im April 2011 wird die neue Führung Premiere feiern und Touristen wie Einheimischen die dynamische Hightech-Stadt Winterthur näher bringen. Nicht nur der Stadtführungsinhalt muss geplant werden, auch die Bekanntmachung der neuen Führung wird frühzeitig angegangen. Dabei stehen klassische Marketingmassnahmen wie Inseratewerbung, Informationsbroschüren und ein Versand genauso zur Diskussion wie Facebook, Kurzfilme auf YouTube und Xing-Einladungen. Heute spielt Winterthur Tourismus auf der ganz breiten Klaviatur der Marketingkanäle. Tourismusorganisationen nutzen neue Medien selbstverständlich und erreichen damit mehr Wertschöpfung für die Destination.

Information und Ticket aus einer Hand Was früher mit einem Spiessrutenlauf zur nächsten Vorverkaufsstelle begann, ist heute dank der OnlineTicket-Plattform einfacher als je zuvor. Ticket.winterthur.ch ist eine Online-Vorverkaufsplattform, die Winterthur Tourismus erfolgreich lancierte und sich damit als kompetenter Ansprechpartner für Freizeitund Veranstaltungstipps in der Stadt und Region Winterthur behaupten konnte. Ziel war von Anfang an, dem Kunden einen unkomplizierten und benutzerfreundlichen Ticketverkauf anzubieten sowie für den Veranstalter eine günstige Vorverkaufsmöglichkeit zu schaffen. Auf dieser Vorverkaufsplattform sind vorwiegend Veranstaltungstickets der Stadt und Region Winterthur erhältlich. Winterthur Tourismus arbeitet dabei eng mit den Winterthurer Kulturhäuser zusammen. So sind das Musikkollegium Winterthur, das Theater Winterthur und das Casinotheater Winterthur Hauptpartner. Das Angebot auf ticket.winterthur.ch ist nicht ausschliesslich auf kulturelle Events beschränkt. Im Gegenteil: Auch Eintrittskarten für Messen oder Public Viewings sind buchbar. Mit der Vorverkaufsplattform alleine gibt sich Winterthur Tourismus nicht zufrieden. Als nächstes stehen die Integration der wichtigsten Veranstaltungstipps inklusive Buchungslink auf den Hotelreservationsbestätigungen von Winterthur Tourismus und ein RSS-Feed an. winterthur-tourismus.ch

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Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz Autor: Richard Kämpf, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Leiter Ressort Tourismus Der Bundesrat formuliert mit dem Bericht «Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz» strategische Stossrichtungen zur Weiterentwicklung des Schweizer Tourismus. Der Bericht weist auf die Stärken und Schwächen des Tourismuslandes Schweiz hin und zeigt auf, wo die Herausforderungen liegen. Der Bericht erläutert die Vision und die Zielsetzungen der nationalen Tourismuspolitik. Er zeigt auf, wie der Schweizer Tourismus in Zukunft seine Wachstumspotentiale nutzen kann. Vision, Leitsätze und tourismuspolitische Ziele Im Rahmen der «Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz» formuliert der Bundesrat die Vision und die Leitsätze der Tourismuspolitik neu. Die Vision sieht die Schweiz als eines der attraktivsten und erfolgreichsten Tourismusländer der Welt. Der Tourismusstandort Schweiz soll seine volkswirtschaftliche Bedeutung in der Schweiz behaupten und im europäischen Alpenraum Marktanteile gewinnen. Der Schlüssel zum Erfolg sind die Tourismusunternehmen. Sie stellen ein touristisches Angebot von höchster Qualität bereit. Der Tourismusstandort Schweiz ist beispielhaft nachhaltig, weil er laufend seine Ressourceneffizienz steigert.

Kernstrategien und Handlungsfelder der neuen Tourismuspolitik Zur Erreichung der tourismuspolitischen Ziele des Bundes stützt sich die Tourismuspolitik auf vier Kernstrategien. Strategie 1: Strategisches Issue Management Mit einem strategischen Issue Management will der Bund tourismuspolitische Themen frühzeitig aufgreifen und weiterentwickeln. Der Bund soll vermehrt die Themenführerschaft im Tourismus übernehmen. Er wird auch die Grundlagen für die Tourismuspolitik, namentlich die statistischen Grundlagen, verbessern. Ein wichtiges Projekt ist der Aufbau des «Tourismus Forums Schweiz» (TFS). Schliesslich wird er die internationale Zusammenarbeit im Tourismus verstärken. Strategie 2: Koordination und Kooperation verstärken (Querschnittsaufgaben) Die zweite Strategie besteht darin, die Schnittstellen zu allen anderen Politikbereichen aktiv zu betreuen. Die Bundespolitik soll besser koordiniert werden. Die Tourismuspolitik soll dafür sorgen, dass diese Politiken in der Summe die Chancen der Tourismusunternehmen erhöhen.

Abbildung 2: Tourismuspolitik des Bundes – Überblick Wachstumsorientierte Tourismuspolitik

Verbesserung der Rahmenbedingungen

TourismusStandortförderung

Strategie 1: Strategisches Issue Management betreiben

Strategie 2: Querschnittsaufgaben verstärken

Strategie 3: Attraktivität des touristischen Angebots steigern

Strategie 4: Marktauftritt des Tourismuslandes Schweiz stärken

1.1 Grundlagen der Tourismuspolitik

2.1 Einbettung der Tourismuspolitik in die Standort- und Wirtschaftspolitik

3.1 Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau (Innotour)

4.1 Touristische Landeswerbung (Schweiz Tourismus)

2.2 Koordination und Kooperation in der Bundespolitik

3.2 Förderung der Beherbergungswirtschaft (SGH)

1.2 Internationale Zusammenarbeit

4.2 Koordination und Kooperation in der Standortpromotion des Bundes

Strategie 3: Attraktivität des touristischen Angebots steigern Die Attraktivität des touristischen Angebots ist zunächst eine Aufgabe der Tourismusunternehmen.

Abbildung 1: Vision und Leitsätze

Der Bund kann mittels Innovations-, Kooperationsund Investitionsanreizen diese Aufgabe erleichtern und die Unternehmen unterstützen. Zu diesem Zweck soll das Bundesgesetz über die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus (Innotour) in ein unbefristetes Gesetz umgewandelt werden. Bei der Förderung der Beherbergungswirtschaft setzt der Bundesrat weiterhin auf die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit.

Die Schweiz: ein attraktiver und erfolgreicher Tourismus-Standort

Erfolgreiche Tourismusunternehmen

Höchste Qualität und beispielhafte Nachhaltigkeit Herausragende Wettbewerbsfähigkeit

Strategie 4: Stärkung des Marktauftritts Für Kontinuität sorgt der Bundesrat auch bei der touristischen Landeswerbung (Schweiz Tourismus). Das Tourismusland Schweiz braucht einen überzeugenden und geschlossenen Marktauftritt. Das Destinationsmarketing soll insbesondere durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem touristischen Landesmarketing und weiteren Instrumenten des Bundes zur Promotion des Wirtschaftsstandortes Schweiz verstärkt werden.

Umsetzung der Tourismuspolitik des Bundes ab 2012 Die Wachstumsstrategie ist mittel- bis langfristig ausgelegt. Für die Konkretisierung werden vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO – in Konsultation mit der Tourismuswirtschaft sowie den Tourismuskantonen und -regionen – Umsetzungsprogramme erarbeitet, das erste für die Periode 2012 bis 2015.

Die Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz kann kostenlos beim BBL, Verkauf Bundespublikationen, 3003 Bern, www.bundespublikationen.admin.ch (BestellNr. 710.530.d) bezogen werden.

Aufbauend auf Vision und Leitsätzen will der Bundesrat die Rahmenbedingungen für die Tourismusunternehmen verbessern und den Tourismusstandort Schweiz gezielt fördern. 10

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Die Hotellerie der Tourismusregion Zürich im Jahr 2030 Der Zürcher Hotelier-Verein setzt sich mit der Zukunft auseinander und hat sich Fragen bezüglich der Entwicklung der Zürcher Hotellerie und deren Struktur im Jahr 2030 gestellt. Zur Klärung dieser Fragen hat der Zürcher HotelierVerein das Institut für Tourismuswirtschaft ITW der Hochschule Luzern beauftragt, eine Studie über die Hotellerie der Tourismusregion Zürich im Jahr 2030 zu verfassen. Die Ziele der Studie sind vielseitig. Zum einen soll eine Grundlage für das politische Lobbying des Zürcher Hotelier-Vereins geschaffen werden, die Begründungen zur Entwicklung der Hotellerie liefert. Zum andern ist geplant, aus den Grundlagen der Studie eine Dokumentation für Investoren zu gestalten. Es soll aufgezeigt werden, welche Infrastruktur die Zürcher Hotellerie benötigt, damit potenzielle Investoren im Sinne der Hotellerie investieren und nicht Hotelprojekte geplant werden, die nicht der Nachfrage in Zürich entsprechen. Es wird eine circa 20- bis 30-seitige Broschüre angestrebt, die die wich-

tigsten Resultate bezüglich benötigter Infrastruktur aufzeigen soll. Weiter soll die Studie Inputs für die Hoteliers zur Entwicklung der bestehenden Angebote aufzeigen. In einem Workshop unter der Leitung des ITW wurden die Grundlagen für die zukünftige strategische und politische Arbeit erarbeitet. Nebst den Vorstandsmitgliedern des Zürcher Hotelier Vereins haben am Workshop zwei Vorstandsmitglieder des Regionalverbandes der Basler Hoteliers sowie Guglielmo L. Brentel, Präsident Hotelleriesuisse teilgenommen. Als Informationsgrundlage für den Workshop wurde eine Dokumentation mit den wichtigsten Fakten und vier möglichen Zukunftsszenarien erstellt. Die Dokumentation basiert auf verschiedenen Eckdaten des Zürcher Hotelier Vereins sowie der Studie «Zürcher Tourismus 2030. Entwicklungsperspektiven.» (siehe dazu auch S. 4 und 5). Im Zentrum standen die vier dort vorgeschlagenen Zukunftsszenarien Premium Boutique, Bleisure Hub, Rückzugsort und Smart Spot.

Während des Workshops wurden strategische Inhalte in einem partizipativen Prozess und unter Anwendung geeigneter Visualisierungstechniken erarbeitet. Die Visualisierung ermöglichte eine Fokussierung aufs Wesentliche, eine hohe Flexibilität in der Themenbearbeitung sowie die Vernetzung verschiedener Themen und Inhalte. Es hat sich klar gezeigt, dass die heutige Abhängigkeit vom Finanzsektor reduziert werden soll, indem andere Bereiche aufgebaut werden. Vor allem im Leisure-Bereich und in der Kombination von Arbeit und Freizeit, im Bleisure-Bereich, ist grosses Potenzial vorhanden. Das Potenzial muss aufgegriffen und konkretisiert werden. Die Themenfelder Finanzplatz, Bildung, Wissen und Forschung, Gesundheit sowie Kongresse, Seminare und Messen sind im Business-Bereich zu verfolgen. Im Leisure-Bereich stehen die Themenfelder Shopping, Kultur, Gesundheit, Events, Wissenschaft, Ferien sowie Natur, Outdoor und Adventure im Vordergrund.

Um den Bedürfnissen der neuen Generation Bleisure-Touristen gerecht zu werden, ist ein nachhaltiger Ausbau des Hotelangebotes anzustreben. Bestehende Angebote sollen keinesfalls konkurrenziert werden, sondern bestehende Lücken mit neuen Angeboten gefüllt werden. Vor allem im Bereich Business-Stadthotels, im Budget-Hotel- wie auch Jugend-/ Bed & Breakfast-Hotelbereich aber auch im Leisure/ City Resort-Bereich besteht noch grosses Ausbaupotenzial. Da erwartet wird, dass sich der Anteil Reisende, die sich aufgrund von Nachhaltigkeitsüberlegungen für ein Hotel entscheiden, bis 2030 auf circa 20 bis 30 Prozent steigen wird (heute: 1 bis 5 Prozent), wird auch dem Nachhaltigkeitsaspekt eine grosse Rolle zukommen. Das Institut für Tourismuswirtschaft ITW der Hochschule Luzern arbeitet auf Basis der Resultate aus dem Workshop nun das Bleisure-Szenario in seinen Details aus und erstellt eine 20- bis 30-seitige Dokumentation. Geplant ist, die Resultate der Studie an der GV des Zürcher Hotelier-Vereins am 22. März 2011 im Widder Hotel in Zürich zu präsentieren.

Momentan sind einige Hotelprojekte in Planung oder bereits im Bau, die ab 2011 die Hotellandschaft in der Region Zürich bereichern werden. Nachfolgend eine Auswahl der aktuellen Hotelprojekte:

Boutique Hotel B2 im Hürlimann Areal (Eröffnung Sommer 2011) **** Hotel mit 55 Zimmern, 8 Suiten, Seminarräumen sowie einem SPA und Thermalbad

Flemings Hotel an der Flüelastrasse 47 (Eröffnung 2. Quartal 2011) **** Hotel mit 70 bis 80 Zimmern

Ramada Hotel Zürich City an der Badenerstrasse 537 (Eröffnung Frühling 2011) **** Hotel mit 165 Zimmern und Seminarräumen

25hours Hotel im Hard Turm Park-Areal (Eröffnung 2012) Boutique-Hotel mit 120 Zimmern und Seminarräumlichkeiten

Renaissance Zürich Tower Hotel im Mobimo Tower (Eröffnung Sommer 2011) International Chain Hotel mit 300 Zimmern (siehe dazu auch Seite 8)

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Die vollständige Liste mit allen bekannten Hotelprojekten kann beim Zürcher Hotelier Verein über info@zhv.ch oder Zürich Tourismus über marketing@zuerich.com angefragt werden.

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Halbjahreszahlen 2010 Der Tourismus in der Subregion Zürich auf Wachstumskurs Der Tourismus in der Region Zürich zieht wieder an. Im ersten Halbjahr 2010 hat jeder Monat eine Zunahme der Hotelübernachtungen gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Im Juni hat die Stadt Zürich mit 244‘084 Logiernächten sogar einen neuen Rekord aufgestellt. Total konnten im ersten Halbjahr in der Stadt Zürich 1,18 Millionen Logiernächte verzeichnet werden, was einer Abnahme von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorhalbjahr entspricht. Ein gutes Ergebnis weist die Subregion Zürich (Stadt Zürich, Flughafen und Limmattal) aus. Diese hat im ersten Halbjahr mit 1,68 Millionen Logiernächten ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Der Kanton Zürich lag ebenfalls über den Vorhalbjahreszahlen und kam auf 2,06 Millionen Logiernächte. Die Flughafenregion übertraf die Vorhalbjahreszahlen erneut und verzeichnete mit einem Plus von 19,4 Prozent einen neuen Rekordwert von 461‘522 Logiernächten. Gesamtschweizerisch nahmen die Logiernächte von 17,1 Millionen auf 17,46 Millionen zu und lagen somit 2,1 Prozent über dem Vorhalbjahr.

Besucher im Tourist Service auf Vorjahresniveau Der Anstieg der Logiernächte hatte im ersten Halbjahr 2010 noch keinen direkten Effekt auf Zürich Tourismus. Es konnten etwas gleich viele Besucher im Tourist Service empfangen werden. So blieben die Besucherzahlen auf Vorhalbjahresniveau bei rund 260‘000. Auch die Teilnehmerzahlen von Führungen blieben im Vergleich mit dem Vorjahr stabil. Die Anzahl Führungen nahmen dagegen leicht zu und verzeichneten 1‘702 Führungen, was einem Plus von 5,3 Prozent entspricht. Die Anzahl vermittelten Hotelbuchungen stiegen im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich mit dem Vorhalbjahr leicht an und kamen auf 7‘621. Das sind 1,4 Prozent über dem Vorhalbjahr. Die Anzahl vermittelte Logiernächte waren dagegen um 8,4 Prozent rückläufig und kamen auf 22‘745. Das bedeutet, dass im Vorhalbjahresvergleich die Gäste durchschnittlich nur noch 3,0 Nächte blieben, statt wie im 2009 3,3.

Wieder mehr Logiernächte von Gästen aus Deutschland und Grossbritannien in der Subregion Zürich Der wichtigste Markt Deutschland verzeichnet ein Plus von 8,6 Prozent, was 295‘870 Logiernächten entspricht: ein absoluter Spitzenwert. In der Gesamtschweiz sind hingegen zur selben Zeit die Besucher aus Deutschland um 1,9 Prozent zurückgegangen. Jede zehnte Übernachtung von deutschen Gästen in der Schweiz wird in der Subregion Zürich verzeichnet. Auch die Märkte United Kingdom und China glänzen mit ihrem Resultat. In der ersten Jahreshälfte 2010 hat das Vereinigte Königreich um 9,6 Prozent zugelegt. Betrachtet man jedoch das Jahr 2008 im gleichen Zeitraum, so ist das Ergebnis für 2010 noch unter diesem Rekordjahr (2008: 151‘870 Logiernächte, 2010: 143‘670 Logiernächte). In der Schweiz ist die Anzahl an übernachtenden Gästen aus Grossbritannien 2010 im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent eingebrochen. Die Subregion Zürich war in den ersten sechs Monaten besonders beliebt bei den chinesischen Gästen. 30‘714 übernachteten im ersten Halbjahr 2010 in Zürich, das entspricht einem Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Halbjahr.

Die Webbesucher auf zuerich.com nahmen nach dem Einbruch im Jahr 2009 wieder stark zu. Die Besucherzahlen stiegen von 1,17 Millionen auf 1,28 Millionen an. Das entspricht einem Plus von 9,6 Prozent. Eine positive Bilanz weisen auch die durchgeführten Medienreisen im Halbjahresvergleich 2010 zu 2009 auf. Die aktuelleren Logiernächte-Zahlen von Januar bis Juli zeigten in der Subregion Zürich eine Zunahme von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei nahmen die inländischen Gäste mit einem Plus von 10,4 Prozent deutlich mehr zu als die ausländischen Gäste mit einem Plus von 8,0 Prozent. Die gesamte Tourismusregion Zürich verzeichnete während der gleichen Periode ein Wachstum von 7,5 Prozent. Ebenfalls konnten die Übernachtungen im Kanton Zürich gesteigert werden (plus 7,5 Prozent). Einen absoluten Spitzenwert verzeichnete die Flughafenregion mit einer Zunahme von 20,3 Prozent.

Halbjahreszahlen Besuchende Tourist Service

260’753

-1.7%

1’617

1’702

5.3%

1’173’113

1’285’408

9.6%

7’517

7’621

1.4%

24’833

22’745

-8.4%

127

142

11.8%

Logiernächte Subregion Zürich (nur Hotels)

1’560’646

1’677’960

7.5%

Logiernächte ausländische Gäste Subregion Zürich

1’202’597

1’286’902

7.0%

1.83

1.80

0.0%

2’152’678

2’293’144

6.5%

Anzahl Webbesucher Anzahl Hotelbuchungen total Anzahl Logiernächte total Anzahl Medienreisen

Aufenthaltsdauer ausländischer Gäste Subregion Zürich Logiernächte Tourismus-Region Zürich (nur Hotels)

Vergleich Halbjahres-Logiernächtezahlen in der Subregion Zürich

2010 Veränderung

265’360

Anzahl Führungen

Speziell fällt die Entwicklung der Logiernächte von Gästen aus Japan und China auf. In den vergangenen Jahren generierten die japanischen Übernachtungsgäste mehr Logiernächte als Gäste aus China. In diesem Jahr überholten die Chinesen die Japaner erstmals; China verzeichnete im ersten Halbjahr 30‘714 Logiernächte, Japan 23‘989.

2009

Entwicklung Logiernächte nach Herkunftsländer in der Subregion Zürich (Halbjahresvergleich)

2‘500‘000

350‘000 2006

2007

2008

2009

2010

2008

2009

2010

300‘000

2‘000‘000

250‘000 1‘500‘000 200‘000 1‘000‘000 150‘000 500‘000

100‘000

0

50‘000 Tourismusregion Zürich

Kanton Zürich

Subregion Zürich

14

en

a

n

at

pa G

ol

fs

ta

Ja

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ut

sc

hl

er

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d

a

0

15


Kehrseite 47. Lichterschwimmen: 800 Kerzen auf Limmatreise Am Donnerstag, 16. Dezember 2010, lädt Zürich Tourismus zum traditionellen Lichterschwimmen ein. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens von Zürich Tourismus sind zusätzliche Aktivitäten geplant. Ab 17.30 Uhr offeriert Zürich Tourismus auf dem Weinplatz Punsch und Züri-Tirggel. Neben diesen bekannten kulinarischen Weihnachtsboten erwarten die Besucher dieses Jahr zusätzliche weihnachtliche Aktivitäten. Um 18.00 Uhr werden mit dem Lichterlöschen um den Weinplatz 800 Schiffchen mit einer Kerze als Passagier am Stadthausquai zu Wasser gelassen. Diese Kerzenschiffchen basteln Schülerinnen und Schülern der 4. und 6. Klasse des Schulhauses Balgrist. Styropor dient den Schiffchen als Floss, als Lampenschirme werden Jogurtbecher montiert.

Mit dem Lichterschwimmen bedankt sich Zürich Tourismus bei der Zürcher Bevölkerung für ihre Gastfreundschaft und wünscht ihr frohe Festtage. Gerne begrüssen wir auch Sie am Donnertag, 16. Dezember 2010, ab 17.30 Uhr auf dem Weinplatz. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Key-Partner:

Flughafen Zürich AG Postfach CH-8058 Zürich-Flughafen Tel. +41 43 816 22 11 tourismus@flughafen-zuerich.ch www.flughafen-zuerich.ch

Kramer Gastronomie Herdernstrasse 56, Postfach 1767 CH-8048 Zürich Tel. +41 44 406 85 85 info@kramergastronomie.ch www.kramergastronomie.ch

Opernhaus Falkenstrasse 1 CH-8008 Zürich Tel. +41 44 268 64 00 info@opernhaus.ch www.opernhaus.ch

Zoo Zürich Zürichbergstrasse 221 CH-8044 Zürich Auskünfte: +41 848 966 983 zoo@zoo.ch www.zoo.ch

Das Magazin des Zürcher Tourismus  

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