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Ortsleben

AK Historie m 25. 1. 2003 fand die erste Zusammenkunft zum "Stammtisch zur Geschichte Münzbach" im GH. Fuchs statt. Eingeladen dazu wurden alle interessierten MünzbacherInnen. Das

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Ziel dieser Stammrunden ist es, geschichtliche Informationen über den Ort zusammenzutragen. Der Arbeitskreis "Historie" möchte anlässlich der 900 Jahrfeier ein Münzbacher Heimatbuch gestalten und herausgeben. Weiterer Termin: 5. April, 14.00 Uhr, Gh. Bründl

Betreubares Wohnen Eine Initiative des Arbeitskreises Soziales iele alte Menschen möchten auch im Alter und bei zunehmendem Hilfebedarf lieber in einer eigenen Wohnung leben. Wenn die eigene Wohnung so entlegen ist, dass man nicht selbst einkaufen kann oder so wenig altersgerecht, dass auch mit mobilen Diensten (Hauskrankenpflege, mobile Betreuung und Hilfe) eine Pflege zu Hause sehr schwierig ist, bleibt oft nur der Eintritt in ein Alten- und Pflegeheim. Betreubares Wohnen soll die selbstständige Lebensführung solange wie möglich innerhalb der eigenen barrierefreien, behindertengerecht ausgestatteten Wohnung ermöglichen.

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Was bietet Betreubares Wohnen? lSicherstellung von Betreuungsleistungen in Kombination mit altersgerechtem Wohnen, d.h. barrierefreie und behindertengerecht gestaltete Kleinwohnung (ca. 50 m²) lPflege- und Betreuungsleistungen bei Bedarf (Wahlleistungen) l Soziale Betreuung durch eine fachlich geeignete Ansprechperson (Beratung, Vermittlung, Gestaltung gemeinsamer Aktivitäten etc.)

lBetreuungssicherheit rund um die Uhr (Notrufanlage) l Die besonders attraktive Förderung des Landes (100% Wohnbauförderung statt der üblichen 75%) ermöglicht günstige Mieten; damit ist der Bereitstellungszuschlag zur Miete (mit dem die Kosten des Notrufs und der Betreuungsperson abgedeckt werden) auch bei kleinem Einkommen leistbar. Bedarf, Wohnungsanzahl Ausschlaggebend für die Genehmigung durch das Land OÖ ist eine bestimmte Zahl von Wohnungen. Es ist eine konkrete Bedarfserhebung durchzuführen. Grundsätzlich werden nur Neubauten gefördert. Ein solches Projekt soll zumindest 8 - 9 Wohnungen umfassen. Ansprechpartner Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Projekt haben, wenden Sie sich direkt an das Gemeindeamt Münzbach. Die Mitglieder des Arbeitskreises werden sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen und Sie im Detail informieren.

AK Tourismus

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Kulturverein "Dominikanerkloster" gegründet rst kürzlich wurde der Kulturverein "Dominikanerkloster" durch ein Proponentenkomitee gegründet. Der Verein versteht sich als Trägerverein für die Sanierung und Revitalisierung des Klosterareals. Auch die Ideen der Ortsgestaltung und das Konzept für das Wandererlebnis Mühlental sind in den Vereinsstatuten eingearbeitet. Dem Slogan "Münzbach ist (er)lebenswert" als Marketingkonzept soll so voll Rechnung getragen werden. Die Firma AREV-Immobilien Ges.m.b.H. hat ein Nutzungskonzept für das ehemalige Dominikanerkloster erstellt. Im Erdgeschoss finden sich Räumlichkeiten für Gastronomie, für einen Bauernladen und für einen Jugendtreff. Das erste Obergeschoss, welches vom Kirchenparkplatz ebenerdig erreicht werden kann, bietet Platz für Räumlichkeiten der Blasmusik und der öffentlichen Bücherei. Im zweiten Obergeschoss wird das Kammerorchester ihr Probenlokal behalten können. Zusätzlich werden neben einem Arichivraum für dieses Orchester Seminarräume für örtliche Vereine und Weiterbildungsveranstaltungen geschaffen. Die Kellerräume sollen für Heizräume genutzt werden. Die Nahwärme Münzbach zeigt Interesse, eine Hackschnitzelheizungsanlage einzubauen. Schlüssel für das Vorhaben "Dominikanerkloster" ist ein Sinnepark im ehemaligen Klostergarten. Bis Ende Februar wird durch Willi Patri und Christoph Lettner dafür ein Konzept ausgearbeitet, welches bei den zuständigen Stellen des Landes und der EU eingereicht wird. Für die heurige Ausstellungsperiode wurde der Titel "Kunst (er)leben" gewählt. Fünf Künstler mit fünf verschiedener Kunstrichtungen werden dabei ihre Werke präsentieren. Neben der Ausstellung soll heuer die Mühlentalwanderung auch für Münzbacher/innen verstärkt angeboten werden. Sie sehen, der neue Verein hat sich einiges vorgenommen. Wir alle hoffen, dass die Arbeit die Akzeptanz der Bevölkerung findet.

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Ve r e i n s l e b e n

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Musikverein mit neuer Führung ei der Jahreshauptversammlung am 31. Jänner 2003 wurde Kommerzialrat Franz Greisinger zum Obmann des MV Münzbach gewählt. Damit löst er Josef Gartlehner, der 7 Jahre lang dem Musikverein voranstand, ab. Gartlehner ist nun gemeinsam mit Johann Lettner, Obmann-Stellvertreter. Weitere Funktionäre: Kapellmeister: Anton Mayrhofer Kapellm.Stv: und Schriftführer: Raab Andreas Stabführer: Berger Franz StabführerStv: Buchmayr Elisabeth Jugendreferent: Lettner Monika Kassier: Tagwerker Alfred und Neuhauser Franz

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Hubert Zimmerberger wurde für seine Verdienste um den Musikverein mit der Ehrenmitgliedschaft und Josef Panhofer für seine 40-jährige Aktivzeit mit dem silbernen Ehrenzeichen des OÖ.BV gedankt. Franz Berger dankte in seiner Rede allen MusikerInnen für die Unterstützung in den zehn Jahren, in denen

er als Stabführer agierte. In dieser Zeit beteiligte sich die Musikkapelle Münzbach an 8 Marschwertungen; 5 konnten davon mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen werden. Terminaviso: Am 6. Juli 2003 findet das Wunschkonzert statt!

Flohmarkt rstmals unter ihrem Obmann Peter Huber organisierte der Elternverein einen Flohmarkt. Neben Kleidung gab es auch Schiausrüstungen, Fahrräder, Inline-Skater, und vieles mehr günstig zu kaufen. Spiele aller Art, Bücher und Stofftiere ließen so manches Kinderherz höher schlagen. Der Reinerlös kam dem EV zugute, der dies wiederum für die Projektwoche, den Schwimmkurs und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellt.

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Neue Kindergärtnerin iel Spaß haben die Kinder mit ihren neuen Kindergärtnerin Birgit, die die Leiterin Silke Bauernfeind in der Integrationsgruppe unterstützt. Da Sandra Buchmayr mit Dezember 2002 ihren Mutterschaftsurlaub antrat, wurde Birgit Viertlmayr aus Mitterkirchen eingestellt. Die Kinder haben sich schnell an sie gewöhnt, denn ihre nette Art und ihr sonniges Gemüt sind sehr gewinnbringend.

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Ve r e i n s l e b e n

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Sportareal Neubau as Projekt, die Sportplätze und das Clubhaus neu zu errichten nimmt nun konkrete Formen an. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Münzbach wurde ein Konzept erarbeitet, das eine Realisierung an der Arbingerstraße möglich macht. Die Grundverhandlungen und die vielen notwendigen Genehmigungsverfahren sind nahezu abgeschlossen. Die nächste schwierige Aufgabe wird in den Finanzierungsgesprächen liegen. Als echtes Weihnachtsgeschenk war jedenfalls schon die Zusage vom Land OÖ (Büro Ackerl) für den Grundkauf zu verstehen. Nach Vorsprache bei den weiteren Förderungsstellen, wie der Sportunion-Landesleitung, dem Fußballverband und bei der Sportabteilung des Landes OÖ ist uns ein gemeinsames Finanzierungsgespräch in Aussicht gestellt worden. Für die Sportunion Münzbach stehen in Zukunft bestimmt sehr umfangreiche Aufgaben an, dieses Millionenprojekt auch erfolgreich bewältigen zu können. Mit entsprechendem Zusammenhalt und einem guten Vereinsklima sollte die Eröffnung im Jahre 2006 denkbar sein.

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Disco

und lustigem


Aktivitäten

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Kammerorchester Münzbach ie Neujahrskonzerte des Kammerorchesters Münzbach konnten heuer mit neuen Besucherrekorden aufwarten. Die Teilnahme am Ball der Oberösterreicher in Wien (19. Jänner 2002) hob den Bekanntheitsgrad des Streichorchesters. Die Konzertbesucher waren von den beschwingten Straußmelodien begeistert, besonders in Bad Kreuzen zeigte sich das Publikum überaus dankbar. Für 3 junge Musikerinnen war es das erste Konzert: Daniela Achleitner und Cornelia Langeder aus Münzbach sowie Theresa Langeder aus Rechberg. Sie schafften ihr Konzertpremiere ausgezeichnet. Die Proben für das Frühlingskonzert 2003 haben bereits wieder begonnen. Im Mittelpunkt stehen zwei bekannte Komponisten: Wolfgang A. Mozart und Franz Schubert. Das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 von W.A. Mozart wird die Musikstudentin Maria Riegler aus Bad Kreuzen am Klavier bestreiten. In der zweiten Konzerthälfte wird die 6. Symphonie von Franz Schubert (C-Dur) aufgespielt.

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Konzerttermine: Freitag, 23. Mai 2003, 20.00 Uhr in Pabneukirchen Samstag, 24. Mai 2003, 20.00 Uhr in Münzbach, Turnhalle Samstag, 31. Mai 2003, 20.00 Uhr in Pregarten, Bruckmühle Kartenvorverkauf:

10,-8,-- unterstützende Mitglieder 12,-- Abendkasse Karten gibt es bei den Raiffeisenbanken des Bezirkes Perg

10 Jahre HobbyGeigenbau udolf Fischer entdeckte das in Münzbach in Vergessenheit geratene Geigenspiel wieder. Der kulturell interessierte Mensch sucht sein Leben lang immer wieder neue Herausforderungen. Ein Buch über den Geigenbau weckte in ihm den Wunsch, selber einmal eine Violine zu bauen. Den Plan für dieses Vorhaben hat er selber gezeichnet, nachdem er eine alte ungarische Geige zerlegt hatte. Unterstützt mit den erforderlichen technischen Daten aus dem gelesenen Sachbuch wurde die erste Violine aus einfachem Tischlerholz gefertigt. Nach über 200 Arbeitsstunden erklang sein erstes selbstgebautes Instrument mit wunderbarem Ton. Das anfängliche Interesse wurde zum Hobby. Zu seinem 50. Geburtstag schenkten ihm die Freunde des Kammerorchesters Münzbach einen 2-tägigen Workshop bei einem Geigenbauer in Puch bei Hallein. Dort bekam er einen tiefen Einblick in den Geigenbau, vor allem wurden seine offenen Fragen beantwortet und darüber hinaus konnte er verschiedene Pläne abzeichnen. Diese Erfahrungen beim Geigenbaumeister setzte er gleich mit dem Bau eines Cellos, welches Ende 2002 fertig wurde, um. Dieses Cello wurde von der Orchestersolistin Malva Hatibi bei den Neujahrskonzerten gespielt. Gleichzeitig wurde auch die Violine für Andrea Langeder fertig. Bisher hat der HobbyGeigenbauer 10 Violinen, 2 Violas (Bratschen), 1 Cello und einen Kontrabaß gebaut. Beim Kammerorchester Münzbach spielen bereits 6 Instrumente aus der Geigenwerkstatt von Rudolf Fischer.

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Gefragt nach den Voraussetzungen für ein gutes Instrument, sagt Rudolf Fischer: "Für den Geigenbau ist ein spezielles Holz erforderlich: Riegelahorn für den Boden und den Hals, sowie Fichte für die Decke. So habe ich aus dem Holz des alten Presshauses des Gasthauses Fuchs eine Violine für meine Tochter Barbara gebaut. Weiters sind gute Pläne wesentlich und vor allem sind Eifer und Ausdauer vonnöten. Viele Stunden beanspruchen ein schöner Hals sowie eine gute Decke." Die Redaktion wünscht dem Hobby-Geigenbauer weiterhin viel Freude und Eifer beim Musizieren und beim Geigenbau.


Ortsleben

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Faschingsumzug Dienstag, 4. März 2003, 14 Uhr m Faschingsdienstag findet alljährlich, schon traditionellerweise ein Faschingsumzug statt, der in erster Linie von den Kindern der VS und deren Eltern gestaltet wird. Doch heuer ist unter der Federführung des Musikvereines eine Ausweitung des Umzuges unter Einbeziehung von Vereinen geplant. Beim Stand des Elternvereines wird eine Stärkung angeboten. Die Kinder werden nachher sicherlich wieder mit lustigen Spielen und den tollen Verkleidungen den Saal im GH Eckerwirt prägen. Die Musik dazu kommt von der Musikkapelle Münzbach, die den Kindern - aber auch den Eltern - tüchtig einheizen wird und bereits am Nachmittag zum Tanze animiert. Die Musik begleitet die Närrinnen und Narren danach zum GH Bründ´l. Ab 19.00 Uhr können Sie sich da bei einem Ripperlessen für den Abend wappnen, der heuer im GH Fuchs ausklingen soll. Beim Fuchs soll es dann noch einmal so richtig rund gehen. Tanz und Fröhlichkeit sollen im Saal vorherrschen und ausgelassene Stimmung vermitteln. Die Initiatoren hoffen natürlich sehr, dass möglichst viele Münzbacher beim Faschingsausklang dabei sind, beginnt doch mit dem Aschermittwoch gleich anschließend wieder die sehr ernste Zeit des Fastens.

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Frauenfasching Mittwoch, 19. 2, 19.30 Uhr, GH Eckerwirt Die KFB lädt alle Frauen dazu recht herzlich ein

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Auf zum Rockasitz am Rosenmontag

3. 3. 2003, Beginn 20.00 Uhr Im "Gasthaus zum Bründ'l" Maskenprämierung um 22.00 Uhr Es spielen für sie: "Die lustigen Fünf" Info bei Erich Buchmayr Tel. 07264/4614


Aktuelle Infos

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Politiker am Wort - Wie gehts weiter? SPÖ Münzbach: Dr Joh. Huber

ÖVP Münzbach: Ferd. Ratzinger ch bedanke mich bei Ihnen für das große Vertrauen bei der letzten Nationalratswahl im November 2002. Nun, da die Wahlen vorbei sind, geht es an die Arbeit. Die Sondierungsgespräche werden bereits intensiv geführt, wobei große Reformen anstehen und es daher wichtig ist, eine stabile Koalition zu bilden. Eine der Aufgaben der neuen Regierung wird die Neustrukturierung des Gesundheitswesens sein. Damit wir uns auch in Zukunft beste medizinische Versorgung leisten können, ist möglicherweise ein geringer Selbstbehalt mit sozialer Abfederung erforderlich, wobei dieser Selbstbehalt einen gewissen Lenkungseffekt bewirken würde. Ein weiteres großes Thema der neuen Regierung wird die Neugestaltung des Pensionssystems sein. Es muss uns gelingen, ein gerechtes Pensionssystem zu finden, das für alle tragbar und langfristig auch leistbar ist. Weiters haben wir es uns zum Ziel gesetzt, die Steuerlast zu reduzieren. Obwohl sich die Wirtschaft derzeit in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld befindet, muss über ein effizientes Steuersystem nachgedacht werden, welches die BürgerInnen steuerlich entlastet. Die ÖVP ist nun bestrebt, diese und andere wichtige Reformen möglichst bald und mit einem verlässlichen Partner anzugehen.

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euer stehen wieder die Landtags- und Gemeinderatswahlen bevor. In den Wahlprogrammen lässt sich nachlesen, wo eine Partei ihre politischen Schwerpunkte setzt. Böse Zungen behaupten, dass der einzige Unterschied zwischen Wahlversprechen und Horoskopen darin besteht, dass bei Horoskopen wenigstens ein Teil des Vorausgesagten eintrifft. In einer kleinen Landgemeinde wie Münzbach geht es nicht darum, große Wahlversprechen zu machen. Die finanzielle Gebarung lässt gar nicht soviel Spielraum, hier groß aufzutreten. Es geht aber darum, Mittel und Wege für ein lebenswertes Münzbach zu finden. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt "Pro Nahversorgung" wieder zum Leben erweckt. Im Bereich der Selbständigen ist die Beteiligung an diesem Projekt leider noch sehr gering. Wenn wir erkennen, dass etwas nicht mehr funktioniert, ist es für ein Umdenken meist zu spät. Eines ist aber sicher, mit Jammern stellen wir keine Weichen für die Zukunft. Wo innerhalb unseres Ortes der Schuh drückt, ist hinreichend bekannt. Sei es das Klostergebäude, das Amtsgebäude, die Marktplatzgestaltung oder der Straßen- und Güterwegebau, usw. Tatsache ist, dass unsere Gemeinde auf finanzielle Mittel unter anderem des Landes angewiesen ist. Wie ich selbst immer wieder erfahren habe, sind Finanzzusagen von den Landespolitikern immer dann zu erwarten, wenn durchdachte und gut geplante Projekte präsentiert werden können. Wie Landesrat Ackerl in einer Besprechung in Münzbach mehrmals betont hat, muss - was die Errichtung und Sanierung von Gebäuden betrifft - klar sein, welchem Verwendungszweck sie zugeführt werden. Wenn sich dann die Erhaltung zumindest teilweise selbst finanziert, kann wohl am ehesten mit finanziellen Mitteln gerechnet werden. Ein sehr wichtiges Ziel ist auch der Zugang zu den Bildungseinrichtungen für alle. Bildung muss für alle leistbar sein. Eine entscheidende Qualifikationsanforderung ist die Medienkompetenz. Der Zugang zu den neuen Techniken muss allen Menschen ermöglicht werden, um eine Spaltung der Gesellschaft in "Wissende" und "Nicht-Wissende" zu verhindern und das Prinzip der Chancengleichheit zu erhalten.

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Eheverträge und Scheidung

us Filmen, welche meistens die amerikanischen Verhältnisse wiederspiegeln, glauben wir, dass Eheverträge im Hinblick auf eine allfällige Scheidung alle wechselseitigen Unterhalts- und Vermögensansprüche regeln können. Das österreichische Recht nimmt jedoch an, dass hinsichtlich des Vermögens, das Brautleute in die Ehe einbringen, Gütertrennung besteht, d.h. jeder von ihnen auch nach Scheidung Eigentümer dessen

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bleibt, was er in die Ehe eingebracht hat oder ihm von dritter Seite (z.B. Eltern) zugewendet wurde. Weiters geht das österreichische Recht davon aus, dass das Vermögen, welches während der Ehe erworben wurde, von beiden Ehegatten stammt und im Falle einer Scheidung auf beide aufzuteilen ist. Ausnahme von der Gütertrennung bilden die Ehewohnung und der Hausrat, welche auch dann, wenn dieses Vermögen nur von einem der Brautleute kommt, der Aufteilung durch das Gericht unterliegen. Ein Ehevertrag, der - damit er gültig wird - vor einem Notar abgeschlossen werden muss, kann in Österreich folgendes regeln:

a) Zwischen den Vertragsparteien kann (z.B. zu Beweiszwecken) klar gestellt werden, welches Vermögen von wem eingebracht wurde b) Hinsichtlich der Ersparnisse (z.B. Bankguthaben und sonstige Wertanlagen) der Ehegatten kann eine auch für die Scheidung verbindliche Vereinbarung getroffen werden. Bezüglich Ehewohnung, Gebrauchsvermögen und Unterhalt zwischen den Ehegatten und den Kindern kann bei uns vorweg keine für die allenfalls ins Haus stehende Scheidung rechtsgültige Vereinbarung getroffen werden. Darüber kann erst im zeitlichen Zusammenhang mit der Ehescheidung entschieden werden.


Persönliches

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"Bescheidenheit, Genügsamkeit und Selbstdisziplin sind die Gründe dafür, dass ich bis heute körperlich und geistig gesund bin". Wer ihn kennt weiß, dass der achtundachtzigjährige, flinke Kopfrechner nicht auf Taschenrechner und Technik angewiesen ist. lorian Langthaler wurde am 4. 1. 1915 in Windegg bei Schwertberg geboren. Sein Vater war Steinmetz und die Mutter Hausfrau. Herr Langthaler ist der jüngste von drei Buben. Nach der Volksschule besuchte er die Bürgerschule in Perg, die im heutigen Gasthaus Seyr untergebracht war. Eine Bürgerschule hatte damals schon Mittelschulniveau. Im Winter fuhr er mit dem Zug, im Sommer ging er zu Fuß. Schon damals wollte er Kaufmann werden. 1929 begann er mit der Lehre in Schwertberg. 1935 bis 1938 arbeitete er als Geselle in Pregarten. Dann kam der Krieg. Einberufen zum Militär wurde er nach Linz. Den Krieg erlebte unser Kaufmann in der Slowakei, Frankreich, Polen und Russland als Fernsprecher und Fahrer beim Nachrichtenzug. Die schrecklichsten Erinnerungen verknüpft er mit Russland, wo sein Arm durchschossen wurde. Auch Splitter in der Schulter machten ihm schwer zu schaffen. Am 22. Juni 1944 wurde er gefangen genommen und kam in die Nähe von Orel, wo er Hunger litt und bis auf 48 Kilo abmagerte. Am 31. 1. 1948, als ihn schon alle für tot hielten, kehrte er nach Schwertberg heim. Seiner Schwägerin verdankt er, dass er überhaupt wieder zu Kräften kam. Am 16. Mai 1953 heiratete er die Kaufmannstochter Franziska Freinschlag. Sohn Josef kam 1955 und Tochter Maria 1957 zur Welt. Das Kaufhaus Langthaler/Freinschlag wurde seit eh und je als Gemischtwarenhandlung geführt. Unter seiner Verantwortung wurde das Geschäft drei Mal umgebaut. Es entwickelte sich von einer Greißlerei, in der alle Waren noch eingewogen wurden zum Selbstbedienungsladen. 1976 ging er in Pension. Noch heute arbeitet der Senior jeden Tag mit und verblüfft die Kunden mit seinen Rechenkenntnissen.

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enige wissen, dass Herr Langthaler eine große Liebe zum Reisen hat. Er erzählt von mehrmaligen Amerikaaufenthalten (Boston, New York, Niagarafälle, Los Angeles, Grand Canyon, ...). In Israel besuchte er alle Heiligen Stätten, in Ägypten befuhr er den Nil. Auch Finnland und Russland hat er bereits gesehen. Mehrmals war er in England und Schottland. Höhepunkt aus seiner Sicht war eine mehrwöchige Chinareise, wo er u.a. Peking, die chinesische Mauer, Shanghai und buddhistische Klöster sah. "Einen größeren Reisewunsch habe ich noch", so Herr Langthaler. "Australien habe ich noch nicht gesehen".

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"Zufriedenheit ist das Wichtigste" sagt er und ist mit seiner körperlichen und geistigen Beweglichkeit der lebende Beweis dafür.


Ortsleben ch Tolles Brau

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Krampusse in Münzbach Am 5. Dezember, dem Krampustag war in den vergangenen Jahren nicht wirklich was los. Doch am 5.12.2002 war Schluss mit lustig. rampustag in Münzbach! 20 Krampusse (Fußballer der U-19) laufen in tollen Kostümen durch den Markt und ca. 150 Kinder haben einen Riesenspaß mit den Gesellen der Finsternis. Das FORUM Münzbach hat sich im Vorfeld Gedanken gemacht - wie kann man den Brauch des Krampustages wiederbeleben. In der Folge wurde ein Programmablauf entworfen. Treffen der Krampusse an 3 Punkten rund um den Markt. Aufbau einer Bühne vor dem Haus Huber. Dort hielt anfangs der Nikolaus Hof, um den Kindern die Geschichte des Heiligen Nikolauses näher zu bringen. Nach Verteilung kleiner Geschenke stürmten die Krampusse von der Loisl Gasse, von der Kirchenkurve und vom Gasthaus Fuchs her das Zentrum. Den Kindern gelang es, die fürchterlichen Pelzebuben aus dem Ort zu "vertreiben" und feierten dies mit Kinderpunsch. Die begleiten-

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den Eltern erwärmten sich am FORUMStand. Ein besonderer Dank ergeht an die Familie Emhofer (Hofwirt), die dem FORUM erlaubte, ihre Küche zu benützen. Auch 2003 werden die "Kramperl in Münzbach wieder aktiv sein!" Lassen Sie sich überraschen!

Adventmarkt 2002 ei eisiger Kälte aber strahlend blauem Himmel und Sonnenschein fand am 8. Dezember 2002 der nun schon zu einer kleinen Tradition gewordene "Münzbacher Advent" statt. Der weihnachtlich geschmückte Ortskern lockte diesmal besonders viele Besucher an, denn es gab Allerhand zu sehen und zu hören: Einen Schmied, der sein Können vor Ort zeigte, den Nikolaus hoch zu Ross, ein Krippenspiel, weihnachtliche Gedichte und Lieder, viele kleine Geschenksideen und auch für das leibliche Wohl wurde natürlich bestens gesorgt.

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Mit diesem gelungenem Adventmarkt 2002 möchte sich das Adventmarktteam, das bisher den Adventmarkt organisierte, (siehe Foto rechts) verabschieden und sich bei allen "Standlleut" und anderen Mitwirkenden für die gute Zusammenarbeit bedanken. Es wäre natürlich überaus begrüßenswert, wenn jemand die Idee aufgreift um auch im heurigen Jahr den "Münzbacher Advent" wieder stattfinden zu lassen. Denn der Gedanke der Gruppe war von Anfang an: Einfach ein wenig vorweihnachtliche Stimmung in den Ort Münzbach bringen!

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Landwirtschaft

äuerinnen sind vielseitig, sie sind starke, selbstbewusste Frauen mit Zielen, Grundsätzen und Werten, die in anderen Berufsschichten oft nicht mehr vorhanden sind. Bäuerinnen haben den Mut, mit ihrer Freiheit umzugehen, sich ihre Zeit einzuteilen und Arbeit zu deligieren. Denn nur so ist es möglich, Zeit für sich selbst und für die Familie zu finden. Bäuerinnen sind Hauptträger von Kultur, Tradition, Brauchtum und Glauben und tragen zur Erhaltung der Kulturlandschaft und des Gesellschaftsleben bei. Deshalb werden Bäuerinnen auch in Zukunft eine entscheidende Rolle in unserer Gesellschaft beibehalten.

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Ziegenhaltung im Aufwind ie Ziege gehört neben dem Hund zu den ältesten Haustieren, die überaus schlau und neugierig sind. Sie ist ein Feinschmecker und bevorzugt blattreiche Futterpflanzen. Die Familie Greisinger entschied sich bereits 1993, Milchziegen als zweiten Betriebszweig einzustellen. 10 Muttertiere wurden aus Holland importiert. Die ersten Jahre gestalteten sich schwierig. Einerseits mussten die Ansprüche und Eigenheiten der Ziegen erlernt und bewältigt werden, andererseits die Vorurteile und das Lächeln der Mitmenschen widerlegt werden. In jüngster Zeit jedoch gewinnt die Ziege immer mehr an Bedeutung in der Ernährung, der Medizin und der Naturheilkunde. Die Milch enthält leicht verdauliche Fette, bekämpft hartnäckige Hauterkrankungen, beseitigt Verdauungsstörungen, trägt zur Besserung bei Asthmatikern bei, führt zum Abbau von Nervosität und Konzentrationsstörungen und sie ist ein ideales Hausmittel gegen Neurothermitis. Am Hof der Familie Greisinger werden derzeit 75 Mutterziegen, 4 Böcke und die eigene Nachzucht der Rasse Saanenziegen gehalten. Die produzierte Milch wird von einer Privatmolkerei abgeholt und zu Käse verarbeitet. Das Fleisch der Ziege wird als Diät- und Krankennahrung eingesetzt und steht bei gesundheitsbewussten Personen durchs Jahr am Speiseplan.

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Stolz auf unsere Bäuerinnen Bäuerin sein im 21. Jahrhundert! Seit mehr als einem Jahr sind wir nun in der Bäuerinnenarbeit als Ortsbäuerin und deren Stellvertreterinnen tätig. Jeder Beruf hat seine Vor- und Nachteile - auch der der Bäuerin - wir möchten nun einige Gedanken zu diesem Thema aufzeigen. F man hat die Natur F man kann sich die Arbeit selbst einteilen F man ist sein eigener Herr F man hat den Arbeitsplatz zu Hause bei der Familie ls Bäuerin muss man aber auch akzeptieren, dass ein Arbeitstag oft mehr als 8 Stunden dauert und dass auch an Sonn- und Feiertagen alltägliche Tätigkeiten verrichtet werden müssen. Im letzten Jahrzehnt hat sich das Bild und der Aufgabenbereich der Bäuerin stark verändert. War es früher selbstverständlich, dass man an Haus und Hof gebunden war und nie von zu Hause weg konnte, so ist es heute sicherlich möglich, durch gute Koordination am Betrieb auch einmal Urlaub zu machen. Dazu bietet der Maschinenring eine Betriebshilfe an, die während der Abwesenheit die täglichen Arbeiten am Betrieb übernimmt. Natürlich ist es auch möglich, einen Nebenjob auszuüben, aber bei den meisten Nebenerwerbslandwirten ist es heutzutage so, dass der Mann arbeiten geht und die Frau die Führung des Betriebes übernimmt. Dadurch ist Bäuerin sein zu einer abwechslungsreichen und interessanten Tätigkeit geworden.

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Sehr wichtig ist auch, wie man über den Beruf Bäuerin denkt. Man darf nicht alles negativ sehen wenn man das Positive sucht, wird es überwiegen - denn Bäuerin sein ist mehr als ein Job, es ist eine Lebenseinstellung. Nur so können wir auch der nächsten Generation Mut für die Zukunft machen. In diesem Sinne wünschen wir uns für die Zukunft, dass unsere Kurse und Veranstaltungen von Bäuerinnen und natürlich auch von Nicht-Bäuerinnen gerne angenommen werden. Berta Greisinger, Maria Käferböck, Gerlinde Strasser


Nachrufe

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Aus dem Leben geschieden Nachruf an Ludwig Gumpenberger udwig Gumpenberger - Jahrgang 1925 - stammte aus Schwarzenberg im Oberen Mühlviertel. Mit 17 Jahren musste er einrücken, kam später in amerikanische Gefangenschaft und konnte im Herbst 1945 nach Hause zurückkehren. Bald darauf trat er in den Gendarmeriedienst ein. Im Jahre 1947 lernte er seine Frau kennen. 1950 wurde im Dom zu Linz geheiratet. Dieser Ehe entstammen 3 Söhne. Seine erste Dienststelle war der Gendarmerieposten in Schwertberg. 1959/60 besuchte er die Fachschule in Mödling. Mit der Ablegung der Beamtenaufstiegsprüfung (B-Matura) schuf er sich die Voraussetzung für seinen weiteren beruflichen Aufstieg.

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Nachruf an Franzl Franz m 6. Dezember 2002 verlor der überaus sympathische und gesellige Franzl Franz im Alter von 54 Jahren seinen langjährig, verbissen geführten Kampf gegen den Krebs. Der gebürtige Windhaager verbrachte seine Kindheit beim "Floh" in Holzmann 2, besuchte von dort aus die Schule und arbeitete auch einige Jahre in

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der Landwirtschaft mit. 1969 begann er mit der Schichtarbeit in der Vöest, die er bis zu seiner Krankheit äußerst gewissenhaft ausführte. Zu dieser Zeit zog er nach Münzbach, Priehetsberg 16, wo er bis zum Tode in Lebensgemeinschaft mit Hilde Hintersteininger wohnte. Der fleißige und sparsame Franz richtete das Wohnhaus zu einem wahren Schmuckkästchen her. Zu seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen zählte das Wandern - besonders in den Bergen - und das Rad fahren. An seinem Begräbnis nahmen 60 Arbeitskollegen teil. Dies ist bester Beweis dafür, dass er für viele gerne als Kollege und Freund gesehen wurde.

benso unerwartet und viel zu früh wurde Alfred Aschauer, Vater von 5 Kindern im 61. Lebensjahr aus dem Leben abberufen. Infolge eines Sturzes wurde er ins Krankenhaus gebracht und starb dort kurze Zeit später an seiner Kopfverletzung. Unsere Anteilnahme gilt seiner Gattin und seinen Kindern.

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n jungen Jahren aus dem Leben gerissen wurde Franz Prinz, der 48-jährige Sohn von Josef und Josefa Prinz, Mollnegg 12. Franz lernte Koch und Kellner und verbrachte die meiste Zeit auf Saison. Vor ca. 20 Jahren wurde er in Deutschland sesshaft und arbeitete dort im Gasrgewerbe. Ein Herzversagen machte seinem Leben ein jähes Ende.

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Von 1960 bis 1973 war er Postenkommandant in Münzbach. Inspektor Gumpenberger war dann 2 Jahre Kommandant-Stellvertreter am Gendarmerieposten Perg, anschließend im Bezirksgendarmeriekommando Perg tätig. Von 1984-88 stand er an der Spitze der Gendarmerie des Bezirkes Perg. Auch in der Pension war sein Wissensdurst groß. Er lernte fleißig italienisch und war äußerst belesen. Ausflüge mit seiner Frau im Kreise der Senioren machten ihm viel Freude. Als Seniorenbund-Obmann kümmerte er sich bis zuletzt um die Anliegen und Belange der älteren Generation. Ludwig Gumpenberger verstarb am 1. Dezember 2002. Wir werden ihn stets in Erinnerung behalten.

Nachruf an Moser Renate m 3. Jänner 2003 erlag Frau Renate Moser, geb. Hochstöger im 44. Lebensjahr einer Gehirnblutung. Die gebürtige Saxnerin war seit 7 Jahren bei der Gemeinde Münzbach als Raumpflegerin beschäftigt und sie galt nicht nur bei den Arbeitskollegen, sondern bei der gesamten Bevölkerung als sehr humorvolle Person. In seiner Abschiedsrede würdigte Bürgermeister Strasser die besonders fürsorgliche und mütterliche Fähigkeit der Verstorbenen. Ihr Begräbnis wurde so zu einer Trauerkundgebung, an der sich auch sehr viele Bewohner aus Saxen beteiligten. Die Anteilnahme gilt dem Gatten und den Kindern Daniela, Reinhard und Markus.

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Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit, der Tod ist nur die Wende.


Umfrage

Neues Pensionssystem Brückler Michaela Man muss in jungen Jahren vorsorgen, weil das einfach notwendig sein wird. Meiner Meinung nach sollte der Pensionsbeitrag nach dem Einkommen gestaffelt sein, eine Einheitspension würde ich nicht begrüßen.

Loisl Roland Ich persönlich glaube, dass ich und meine Alterskollegen eine geringe staatliche Pension erhalten und deshalb selbst vorsorgen müssen. Meiner Meinung nach sollte jeder das, das er einbezahlt hat, auch herausbekommen, aber dies ist in der Realität nicht umzusetzen, da die sozial Schwächeren durch den Rost fallen würden.

Riegler Mario Ich finde, dass man immer mehr einzahlen muss, aber nicht weiß, ob man selbst überhaupt noch eine Pension erhält. Jeder sollte gleich viel einzahlen und je nach Bedarf für später privat vorsorgen.

Neugschwandtner Astrid Natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn ich meine eingezahlten Beiträge im wohlverdienten Ruhestand in Form der derzeit üblichen Pensionshöhe zurückbekäme. Realistisch gesehen wird Österreich finanziell dazu aber nicht in der Lage sein. Deshalb wird es wichtig sein, privat vorzusorgen.

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as soll diese Pensionsdiskussion? Soll doch jeder denselben Betrag einzahlen und später jeder das Gleiche erhalten, denn der, der mehr verdient, kann auch mehr privat vorsorgen, um später seinen Lebensstandard zu halten. Ist diese Aussage in Ihren Augen richtig, bzw. wie würden Sie die Regelung unserer Pensionen gestalten? Bekommen Ihrer Meinung nach die heute 20-30 Jährigen später überhaupt noch eine Pension?

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Kastner Johann Wahrscheinlich erhalten wir alle weniger und die heute 30 Jährigen müssen selbst vorsorgen. Außerdem muss eh schon jeder bis 65 Jahre arbeiten. Diese Pensionsdiskussion ist ein leidiges Thema, aber keiner traut sich darüber.

Aigner Erich Ich wäre für eine Volkspension, wie es auch in anderen Ländern z.B. in Kanada ist. Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben z.B. am Bau sollen auch eine ordentliche Pension erhalten. Andere wiederum erhalten bis zu fünf Pensionen, weil sie in fünf Aufsichtsräten gesessen sind.

Buchberger Christian Meiner Meinung nach sollte von einer gewissen Bemessungsgrundlage ausgegangen werden und später jeder das Gleiche erhalten, egal ob Arbeiter, Angestellte oder Beamte. Ich denke, dass die heute 20-30 Jährigen ohnehin schon vorsorgen, da es außer dem staatlichen System zusätzlich viele Möglichkeiten des Pensionssparens gibt.


Sport und Spaß

Eisstock-Ortsmeisterschaft "Heiß auf's Eis" - waren viele MünzbachInnen am 11. Jänner. Schließlich konnte sich der Veranstalter die Sektion Fußball - über eine äußerst rege Teilnahme an der Eisstockmeisterschaft erfreuen. Kämpften doch 31 Herren- und 7 Damenmannschaften um den Ortsmeistertitel 2003 im Eisstockschießen. uf den bestens vorbereiteten Stockbahnen der Raab-Mühle im Naarntal, lieferten sich die vielen Moarschaften spannende Duelle. Mit höchstem Einsatz und Kampfgeist konnten sich letztendlich im Finale der Herren die routinierten “D'Schneiderbuam” gegen "Die Unbestechlichen" - Max Hemberger, Karl Königshofer, Wolfgang Astleitner und Ludwig Brandstätter - durchsetzen. Bei den Damen hatten 2003 die "Golden Girls" den Eisstock am besten in der Hand, denn sie verwiesen im Endspiel die "Schnee Hasen" - Maria Holzer, Astrid Berger, Christine und Sandra Langthaler - auf Platz 2.

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So manchen Schnappschuss können Sie auf der Homepage der Union Münzbach unter www.union-muenzbach.at finden.

Snow & Fun "Alles was rutscht außer Ski u. Snowboard" war bei der Snow & Fun Meisterschaft am Start. Der Einsatz der Nachwuchsfußballer, die dieses Spaß und Action Event zum zweiten Mal veranstalteten, wurde mit traumhaften Winterwetter und damit zahlreichen Teilnehmern und Zuschauern belohnt. usgetragen wurde diese Meisterschaft in drei Klassen für Schlitten und Bobs und der Klasse "originellstes Gefährt". Die Kinderklasse gewann Patrik Buchberger, bei den Jugendlichen setzte sich Markus Krichbaumer durch und bei den Erwachsenen errang überraschend der “Flachländer” Roland Trinkl den Sieg. Höhepunkt waren die originellen Gefährte wie Elche, Sautrog, Streufahrzeug, "Sepp Schnorcher", einer Kuh und ein Formel I-Bolide. In allen Fahrzeugen steckte viel Ideenreichtum und Bastelarbeit - ein großes Kompliment an die Teilnehmer. Vor allem der Ferrari von Ambros Burian & Co-Piloten hatte es den Zuschauern und der Jury angetan und wurde einstimmig zum Sieger erklärt. Bei der Siegerehrung wurden die Teilnehmer mit tollen Sachpreisen prämiert. Die "Jungkicker" können wieder auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken, oder um es mit den Worten unseres Gastgebers "Gruaba" Heinrich zu sagen: "Es hod wida olles passt"!

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Sport-allgemein

Ski Aktivitäten

Schacherfolge on Oktober bis März wird auch in Münzbach alljährlich im Meisterschaftsbetrieb Schach gespielt. Münzbach 1 in der Kreisliga Nord und Münzbach 2 in der 1. Klasse Nordost. Das Schachspiel hat seine eigene Faszination. So ist es auch zu verstehen, dass die Spieler immer wieder von weit her (z.B. von Wien) extra zu den Spielrunden anreisen. Das Spielniveau ist teilweise sehr abwechselnd. So hatte Münzbach 1 in der heurigen Saison einen fulminanten Start. Hohe Siege, sogar gegen höher eingeschätzte Mannschaften ließen mehr erwarten. Doch wie in vielen anderen Sportarten so ließ die Form bei einigen Spielern nach. Momentan ist die Mannschaft am 5. Tabellenplatz zu finden. Münzbach 2 hat ebenfalls gut begonnen. Es reichte leider ganz knapp

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uch wenn es in den Bergen lange Zeit nicht viel Schnee gab, haben die Skifahrer bereits einige Rennen hinter sich. Natürlich ging man nicht unvorbereitet in den Strudengaucup, bei dem sich die besten Skifahrer der Region (unteres Mühlviertel und angrenzendes Niederösterreich) messen. Von Mitte Oktober bis Anfang Februar stand - erstmals unter der Leitung von Martina Stockinger - jeden Freitag Skigymnastik am Programm. Bereits Anfang Dezember ging es für drei Tage auf die Reiteralm, wo man gemeinsam die ersten Schwünge in den noch raren Schnee zog.

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Bei den beiden Strudengaucup-Rennen in St.Georgen/W. und Allerheiligen konnten vor allem durch die jüngsten Münzbach Starter einige Stockerlplätze erreicht werden. Angesichts der Konkurrenz aus den Gebieten mit Schneekanonen und Liften, die natürlich viel mehr Skitage in den Beinen hatten, sehr beachtlich. Die Bezirksmeisterschaft und weitere Rennen zum Strudengaucup finden erst nach Redaktionsschluss statt.

nicht zur Teilnahme am oberen PlayOff. Der Abstieg ist allerdings kein Thema mehr. Schach ist eben wie das Leben - ein ständiges Auf und Ab!

Ausständig ist noch der Kinderskikurs. Dieser fiel am schon traditionellen Termin vor dem Dreikönigstag dem Schneemangel zum Opfer, wird jedoch am 22. und 23. Februar auf der Postalm nachgeholt.

Fußballer in Gosau om 17. - 19. Jänner machten sich die Fußballer auf zum "Gosausspektakel", um gemeinsam wieder einmal abseits des Fußballplatzes etwas zu unternehmen. Empfangen wurde die Partie in Gosau mit wunderschönem Winterwetter, das nicht nur zum Skifahren, sondern auch zum Besuch von Schirmbars und Aprés-SkiVeranstaltungen eingeladen hat. Dabei haben die Sportler auch hervorragende Ausdauer bewiesen. Ob das aber genau die Art von Kondition ist, die auch bei der bevorstehenden Frühjahrssaison benötigt wird, steht in den Sternen. Auf jeden Fall ein gelungener Ausflug mit viel Spaß und dem Beweis, dass die Kameradschaft unter den Fußballern mehr als in Ordnung ist.

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Sport - allgemein

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Schwimmkurs m Herbst startete der Elternverein mit einem Schwimmkurs unter der fachlichen Anleitung von Christian Diwold. 12 Kinder hatten viel Spaß daran und erlernten auf spielerische Weise das Schwimmen. Zum 2. Mal organisiert nun der EV einen Schwimmkurs für Anfänger im Hallenbad Perg. Der Kurs findet jeweils am Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr statt, Erster Kurs am Freitag, 28. 2. 2003 (10 Einheiten). Der Kursbeitrag wird vom Elternverein mit 7 gestützt. Er kostet 39 und 14 für die Benützung des Hallenbades. Für den Transport sind wiederum Fahrgemeinschaften von Eltern geplant.

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Jahreshauptversammlung des Elternvereines

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m Freitag, den 28. 3. 2003 findet die alljährliche Jahreshauptversammlung des Elternvereines um 19.30 Uhr im Gh Bründl statt. Die zahlreichen Aktivitäten dieses Vereines werden in Erinnerung gerufen und Neuwahlen stehen auf der Tagesordnung. Als absoluten Höhepunkt dieses Abends referiert Mag. Bachler zum Thema "Lernen lernen".

Faustball - Jugend Auch in der laufenden Hallenmeisterschaft des Bezirkes Perg ließen die Jugendmannschaften keinerlei Zweifel an ihrer derzeitigen Überlegenheit aufkommen. Ausschlaggebend dafür sind sicherlich ihr sportlicher Ehrgeiz und der großartige Einsatz der Trainer Karl Straßer sen. und Helmut Schatz. ie Jugend B (Faustballer bis 16 Jahre) liegt im Mittelfeld. Ein 2. Rang wird angestrebt. Die Jugend C (bis 14 J.) ist bereits Bezirksmeister, Die 3 Münzbacher Mannschaften der Jugend D (bis 12 J.) liegen nach dem Grunddurchgang auf den ersten 3 Tabellenrängen. Im Finale treffen daher nur mehr Münzbacher Mannschaften aufeinander, der Meistertitel für die Jugendfaustballer ist damit schon garantiert. Die nächste anspruchsvolle Aufgabe wird sich bei der OÖ. Landesmeisterschaft Mitte Februar ergeben. Hier werden die jungen Spieler ihre Stärke gegen die Spitzenmannschaften aus anderen Bezirken unter Beweis stellen müs-

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sen, vielleicht ist sogar bei etwas Glück eine Medaille drinnen. Als Vorbereitung dazu diente schon die Teilnahme von 2 Mannschaften an der Linzer Bezirksmeisterschaft Münzbach 1 gewann alle Spiele, Münzbach 2 (nur Volksschüler!) mehr als die Hälfte. Sie haben damit ihr deutlich erhöhtes Leistungsvermögen bewiesen und sie können zuversichtlich den kommenden Herausforderungen entgegensehen. Der seit Mitte Jänner parallel zur Meisterschaft laufende "Wintercup" dient auch dazu, das Leistungsvermögen der Spieler zu überprüfen und zusätzliche Spielpraxis zu gewinnen.


Sport-Faustball

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Weiterhin erstklassig Äußerst spannend verlief heuer die Meisterschaft in der ersten Bundesliga: Da nur die Hinrunde ausgetragen wurde, durfte man sich kaum Niederlagen gegen direkte Gegner im Abstiegskampf leisten. Münzbach schaffte den Klassenerhalt knapp! as erste Spiel der Meisterschaft brachte gleich eine unglückliche Niederlage gegen den Aufsteiger Froschberg, gegen Frohnleiten (Steiermark) landete man aber einen klaren 2:0 Sieg. Eine Vorentscheidung konnte in der vorletzten Runde gegen Graz und Schwanenstadt fallen. Gegen die Grazer fand die Mannschaft leider nie richtig ins Spiel und produzierte zu viele leichte Eigenfehler, sodass das Spiel verloren ging. Spielerwechsel aus dem 8Mann-Kader brachten aber zum Glück gegen Schwanenstadt einen Umschwung und machten einen wichtigen 2:0Sieg perfekt, der um so mehr Bedeutung bekam, da Graz überraschend gegen Schwanenstadt verlor. So lag Münzbach vor der letzten Runde an fünfter Stelle. Aber erst als Graz in der letzten Runde

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keine Punkte mehr holte, war der Klassenerhalt auch theoretisch fixiert und Münzbach konnte tags darauf befreit aufspielen und dem Titelfavoriten Kremsmünster sogar einen Satz abnehmen, ehe der dritte Satz mit 15:10 relativ knapp an den Favoriten ging. Mit dieser guten Leistung und dem wiederum erreichten Klassenerhalt in der ersten Bundesliga beenden die Faustballer diese erfolgreiche, wenn auch schwierige Spielzeit wie im Vorjahr auf dem 6. Rang der Tabelle. Die Meisterschaft der zweiten Mannschaft (2. Landesliga) ist noch im Gange. Immer wieder setzen die Spieler auch junge Talente ein und führen sie an den Spielbetrieb heran, das sehr positiv zu bewerten ist. Zur Zeit belegt das Team um Schläger Wolfgang Stadlbauer den 7. Rang.

Mit zwei Mannschaften nahm Münzbach auch am traditionellen Dreikönigs-Turnier in Schwertberg teil, wobei die Mannschaften den 2. bzw. 9. Rang (12 Mannschaften) belegten. Nächstes Ziel der Faustballer ist nun der Klassenerhalt in der

1. Bundesliga auf dem Feld. Zur Zeit liegt die Mannschaft zwar an letzter Stelle, hat aber genau soviel Punkte wie die Konkurrenten Frohnleiten und Polizei Wien, sodass bei Erfolgen gegen diese Mannschaften eine Rangverbesserung durchaus möglich ist.

Hofer und Veronika Ratzinger) kämpfen um jeden Punkt. Die Begeisterung ist zwar groß, doch der Trainingseifer hält sich in Grenzen. Derzeit belegen sie den 4. Rang in der Tabelle.

Der weibliche Nachwuchs ( bis 12 J.) spielt erstmals Meisterschaft. Nennenswerte Erfolge sind noch nicht zu verbuchen, doch ihr Trainingseinsatz lässt sicherlich ein gutes Ergebnis in der Feldmeisterschaft erhoffen.

Faustballkrimi in der Damen Landesliga er hätte das gedacht? 5. Platz im Vorjahr, heuer Anwärter auf einen Medaillenplatz in der Halle. Die erste Hälfte der Saison verlief ziemlich unspektakulär. Doch am Samstag 18. Jänner 2003 nahm der Krimi in der Pädak-Halle Dimensionen an. 2 Stammspielerinnen waren verhindert (Michaela und Stefanie B.) Der restliche Kader (bestehend aus nur noch 4 Spielerinnen) schaffte es gegen die stärksten Gegner (Ottensheim, Laakirchen und Vöest) zu siegen. Die Spielerinnen sind sich einig: "Wir haben als Team gewonnen. Es war ein Wahnsinn zu

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viert zu spielen und den Teamgeist hautnah zu spüren. Viel Dank gebührt auch unserem Trainer Gerhard, der unsere Schwäche erkannte und uns noch rechtzeitig konditionell auf Hochform brachte." Die Mädels hoffen aber, dass Michaela und Stefanie bald wieder einsatzbereit sind, denn dann sind ihre Spekulationen für die Zukunft klar: Ein Aufstieg in die Bundesliga!! Die noch sehr jungen Damen in der Bezirksklasse (Bild rechts, nicht im Bild Petra


Impressum Für den Inhalt verantwortlich: Prandstetter Florian und Elisabeth, Schmidtberger Karl Schartlmüller Monika, Hofer Cilli, Kroboth Manfred, Stockinger Stefan, Riegler Johannes, Pechböck Karl

Verlagspostamt: 4323 Münzbach, Erscheinungsort Münzbach, Herausgeber: FORUM Münzbach 4323 Münzbach, Taferlweg 27 Änderungen und Druckfehler vorbehalten, (b.A.) = bezahlte Anzeige Abgabeschluss für die nächste Ausgabe: 23. Mai 2003


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