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...Jugendarbeit, die Kreise zieht

JAHRESBERICHT

2013


Inhaltsverzeichnis 1. Organisation Vorstand Jugendverbände Geschäftsstelle

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2. 40jähriges Jubiläum des Jugendring Enzkreis Festakt 8 3. Aktionen Ausgezeichnete Jugendarbeit 10 Arbeitskreis Juleica 11 Qualipass 12 Dachverband Landesjugendring 13 4. Internationale Begegnungen Begegnung mit C.A.I. 14 Internationales Jugendcamp / EU-Net 16 Deutsch-polnisch-ungarische Begegnung 18 Europax 20 5. Zuschüsse 22 6. Zeltverleih 23 7. Freizeitheim Beuren 30jähriges Jubiläum 24 Arbeitseinsätze 26 Belegung 27

Die Geschäftsstelle des Jugendrings

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1. Organisation Der Jugendring Enzkreis fördert die gemeinsamen Interessen seiner Mitgliedsorganisationen und dient dem Wohle der Jugendlichen im Enzkreis. Er vertritt die einzelnen Organisationen und die Interessen von Kindern und Jugendlichen gegenüber dem Kreistag und dem Jugendhilfeausschuss des Enzkreises, der Kreisverwaltung und der Öffentlichkeit.

Alena Kemm wird neue Beisitzerin beim Jugendring Enzkreis: 1. Vorsitzender Hagen Klee (Links), Beisitzerin Alena Kemm (Mitte), 2. Vorsitzender Jürgen Prchal (Rechts).

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1.1 Vorstand Der Vorstand des Jugendring Enzkreis e. V. berät und beschließt Aufgaben und Angelegenheiten in seiner Eigenschaft als Interessenvertretung der Jugendverbände im Enzkreis. Er ist an Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden. Einmal jährlich legt der Vorstand eine Haushaltsplanung vor, die von der Mitgliederversammlung diskutiert und beschlossen wird.

begrüßten wir als neues beratendes Mitglied der Kreisjugendpflege Moritz Haupt.

Die Arbeit in den Vorstandssitzungen war geprägt von den Jubiläums-Veranstaltungen des JUGENDRING ENZKREIS e.V. und des Freizeitheims Beuren. Nach der Sommerpause ist Hagen Klee krankheitsbedingt bis Ende Dezember ausgefallen. Seine Vertretung hatte der 2. Vorsitzende In 2 Mitgliederversammlungen und 8 Vorstands- Jürgen Prchal übernommen. sitzungen wurden die Weichen für die Arbeit des Vorstands und der Geschäftsstelle im Jahr 2013 Die traditionelle Klausurtagung wurde in Form gestellt. Im Frühjahr, bei der ersten Mitglieder- eines langen Nachmittages im Tagungsraum der versammlung, wurde Alena Kemm als Beisitzerin Geschäftsstelle abgehalten, wobei hier die Planachgewählt. Alena Kemm ist dem Jugendring nungen zum Festakt im Fokus standen. Enzkreis e.V. sehr verbunden, sie ist langjährige Teilnehmerin und Mitarbeiterin des Jugendcamps. Der Vorstand wird alle zwei Jahre gewählt und Im Mai 2013 hat Florian Hennig seinen Dienst setzte sich im Jahr 2013 wie folgt zusammen: beim Kreisjugendamt beendet. Im September

1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Finanzreferent Beisitzer Vorsitzender des Heimausschusses Kreisjugendpfleger

Hagen Klee 1. Vorsitzender

Hagen Klee Jürgen Prchal Moritz Schütz Michael Gutekunst Cornelius Wasmund Alena Kemm Stefan Lehrer Moritz Haupt

Jürgen Prchal 2. Vorsitzender

Moritz Schütz Finanzreferent 5


1.2 Jugendverbände Zwei Mal im Jahr wird die Mitgliederversammlung einberufen. Jeder Verband entsendet hierfür entsprechend seine Delegierten. Die stimmberechtigten Vertreter beschließen den Haushalt des Jugendrings, entlasten und wählen den Vorstand und befassen sich mit grundsätzlichen Angelegenheiten der Jugendarbeit. • Akkordeon-Jugend Im Kalenderjahr 2013 fanden die Mitgliederver• Alevitische Jugend sammlungen am 25.04.2013 und am 14.11.2013 • Bläserjugend statt. Zur ersten Mitgliederversammlung waren • Chorjugend im Chorverband Enz wir vom Mitgliedsverband SJD Die Falken in der • DLRG - Jugend Alten Fabrik in Pforzheim eingeladen. Dieses alte • Evangelische Jugend Fabrikgebäude im Stadtzentrum Pforzheim stand • Hundesportjugend jahrelang leer. Die Falken haben sich im Jahr 2012 • JEnz - Jugendarbeit im Enzkreis vorgenommen, das alte Gemäuer wieder mit Le• Jugendfeuerwehr Sportjugend ben zu füllen. In Eigenregie schafften die Verbands• Jugendrotkreuz mitglieder die Renovierungs- und Umbauarbeiten • Jugendwerk der ev. meth. Kirche für die heutige Verbandszentrale. Regelmäßig • Junge Union finden dort die Volxküche, Kinoabende und Vor• Jungsozialisten träge statt. Hier soll ein solidarisches Miteinander • Katholische Jugend (BDKJ) erfahrbar werden. In dieser Versammlung wurde • Kleintierzüchter-Jugend ein Antrag zur JULEICA-Richtlinien-Änderung des • Naturfreundejugend Landratsamt Enzkreis und Jugendring Enzkreis • Naturschutzjugend e.V. beschlossen. Bisher ist das zuschussfähige • Ring deutscher Pfadfinder Mindestalter auf 16 Jahre festgelegt. Der Antrag • Ring deutscher Pfadfinderinnen an den Jugendhilfeausschuss empfiehlt dieses • SJD - Die Falken Alter auf 14 Jahre abzusenken. Eine Richtlinie• THW-Jugend nänderung gemäß Antrag wurde vom Kreistag beschlossen ist seit 2013 in Kraft getreten. Diese Verbände bilden und stützen den Dach- Die zweite Mitgliederversammlung fand in den Taverband Jugendring Enzkreis e.V. um sich ge- gungsräumen der Geschäftsstelle am 14.11.2013 genseitig besser auszutauschen, beraten und zu statt. Der Vorstand berichtete von seinen aktuelunterstützen und um die gemeinsame Stärke des len Aufgaben und Tätigkeiten. Ein zweiter RechZusammenschlusses nutzen zu können. nungsprüfer, Max Zeuner, wurde gewählt. Dem Jugendring Enzkreis e.V. gehören insgesamt 22 Mitgliedsverbände an. Das breite Spektrum reicht von den konfessionellen über musische und kulturelle bis hin zu politischen Verbänden und den Jugendverbänden im Hilfebereich (z. B. Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz, THW-Jugend).

Mitgliederversammlung in der Alten Fabrik Pforzheim beim SJD Die Falken

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1.3 Geschäftsstelle In enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand galt es dem Jubiläumsjahr 2013 zu einen würdigen Rahmen zu verleihen. Große Projekte wurden vom hauptamtlichen Mitarbeiter-Team in Kooperation mit dem Vorstand geplant, abgestimmt und organisiert. Gemeinsam schafften wir: Eine Festschrift „40 Jahre Jugendring“ in Teamwork mit Hanne Gerhardt, die die Geschichte des Jugendrings lebendig werden ließ und etliche Anekdoten aus ihrer langjährigen Arbeit erzählte und zu Papier brachte. Festakt 40-jähriges Jubiläum JUGENDRING ENZKREIS e.V. mit Podiumsdiskussion. In aufwändiger Planungsarbeit wurde die Konzeption der Veranstaltung ausgearbeitet, Gäste eingeladen und gebührend im Landratsamt gefeiert. Das Europax-Festival fand auf dem Festplatz im Mühlacker statt. Mit dem Jugendhaus PRO ZWO aus Mühlacker hatten wir einen zuverlässigen Veranstaltungspartner an unserer Seite. Alle Verwaltungsaufgaben und Absprachen wurden vom Jugendring übernommen. Das PRO ZWO kümmerte sich um Speisen, Getränke und jede Menge Helfer. C.A.I.-Reise: dieses Jahr war die italienische Gruppe zu Gast in Deutschland. Die Organisation der Reise und Aktivitätsplanung lag in Händen der Geschäftsstelle. Ein Selbstversorgerhaus, Burg Wilenstein, in der Pfalz war das Ziel. 30-jähriges Jubiläum Freizeitheim Beuren, hierzu veranstaltete der Heimausschuss in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle einen Kindernachmittag und einen Tag der offenen Tür. Zahlreiche Freunde und Gönner des Freizeitheims konnten an diesem Wochenende begrüßt werden. Gemeinsam mit der Pressestelle des Landratsamtes Enzkreis wurde ein Ausflugspaket, für die Gäste des Deutschkurses, im Enzkreis, Pforzheim und Stuttgart organisiert und begleitet. Internationales Jugendcamp: Julia Ziegler war federführend für die Organisation und Durchführung des Jugendcamps 2013 in Maulbronn verantwortlich. Nach wie vor versteht sich die Geschäftsstelle als Bindeglied zwischen Vorstand und Mitgliedsverbänden des JUGENDRINGS ENZKREIS e.V. Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehören weiterhin: Vergabe von Zuschüssen, Verwaltung des Freizeitheim Beuren, Abwicklung des Zeltverleih, Finanzbuchhaltung, allgemeine Administration.

Eure Ansprechpartner in der Geschäftsstelle: Andrea Stark und Dirk Feierbach

Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind täglich von 8.00 - 12.00 Uhr erreichbar. Kontakt Jugendring Enzkreis e.V. Geschäftsstelle Hohenzollernstr. 34 75177 Pforzheim Telefon: Telefax: eMail:

07231 33799 07231 351145 info@jugendring-enzkreis.de

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2.

40jähriges Jubiläum des Jugendring Enzkreis

Festakt am 10. April 2013

Jugendring kommt ins Schwabenalter

Bericht der Pforzheimer Zeitung von Julian Zachmann

„Hi zusammen, oberaffengeil, euch hier begrüßen zu können!“ - So heißt Jürgen Prchal die rund 80 Festgäste, darunter einige Jugendliche, willkommen, die dem Jugendring Enzkreis im Landratsamt zum 40. Geburtstag gratulieren. Damit verdeutlicht der zweite Vorsitzende gleich zu Beginn: Der Jugendring ist jetzt zwar ins Schwabenalter gekommen, fühle sich aber nach wie vor jung, dynamisch und für die Zukunft gerüstet. „Dass nur wenige Monate zwischen Kreisreform und Jugendring Gründung liegen zeigt, wie zukunftsorientiert damals gedacht wurde“, gratuliert Landrat Karl Röckinger und erinnert sich stolz an die Gründungsversammlung, an der er als damaliger Vorsitzender des Stadtjugendrings Mühlacker selbst teilgenommen hat. Jugendarbeit sei heute so nötig wie vor 40 Jahren, ob als Sportverein, Musikorchester, als Pfadfinder oder kirchliche Jugendgruppe. Wie sieht die Zukunft der Jugendarbeit aus? Dieser Frage geht Nanine Delmas bei einer Podiumsdiskussion nach. Thomas Schmidt, Bildungsreferent des Landesjugendrings, sieht die Aufgabe darin, vorhandene Strukturen von Vereinen und Verbänden zu stärken, damit sich die Jugendlichen mit ihrer Gemeinde identifizieren können. „Wir haben 8

sehr lange Zeit verpasst, die Integration richtig zu definieren - viele Jugendliche glauben nicht daran, dass sie willkommen sind“, muss Hasan Özer von den muslimischen Gemeinden Mühlacker feststellen. Elene Schwegler vom Pforzheimer Integrationsverein miteinanderleben hat herausgefunden: „Jugendliche brauchen Zeit und müssen wieder anfangen, an ihre Stärken zu glauben.“ „Jugendarbeit ist auch Bildungsarbeit“, betont Roland Hübner. Der Enzkreis-Dezernent für Familie, Bildung und Soziales will die Überschneidungen von Schule und Jugendarbeit noch stärker nutzen und die Institutionen zusammenarbeiten lassen. Dabei wünsche er sich, dass Jugendarbeit keine Jugendvolkshochschule sei, sondern die Pozenziale der jungen Generation erkenne und fördere. Unbedingt weiter festhalten will Alena Kemm an Auslandsaustauschen wie dem internationen Jugendcamp. Komplexer als heute sieht der Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle die Jugendarbeit in 20 Jahren. „Das Miteinander ist unter Druck geraten. Wir betreiben seit langem Übersozialisierung, nehmen den Menschen zu viel Verantwortung ab und erdrosseln die Eigenverantwortung“, hat der Rathauschef herausgefunden und fördert mehr Energie sowie Eigeninitiative,


Podiumsdiskussion im Rahmen des Festaktes. Die Teilnehmer von links: Nanine Delmas (Stadt Kehl), Roland Hübner (Sozialdezernent im Enzkreis), Andreas Felchle (Bürgermeister Stadt Maulbronn), Hagen Klee (1. Vorsitzender Jugendring Enzkreis), Alena Kemm (Internationales Jugendcamp), Hasan Özer (Muslimische Gemeinden Mühlacker), Elena Schwegler (Miteinanderleben e.V.), Thomas Schmidt (Bildungsreferent Landesjugendring)

mit der sich die Jugend selbst in die Gesellschaft einmischen kann: „Wir müssen die Jugendlichen laufen lassen!“ Kaum eine Chance allerdings haben die Jugendlichen, sich bei der Geburtstagsfeier selbst zu Wort zu melden: Nachdem auf das plötzliche Angebot, Fragen an die Runde zu stellen, nicht in Sekundenschnelle jemand anspringt, geht die Diskussion im selben Atemzug in die nächste Runde und lässt auch anschließend keinen Raum für Fragen, die der eine oder andere nach kurzer Bedenkzeit dennoch gerne gestellt hätte, wie sich später herausstellt. Umso mehr betont Vorsitzender Hagen Klee beim Stehempfang, dass der Jugendring stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Jugend habe. Der Enzkreis sei ein guter großer Bruder, weshalb ihm zum Geburtstag nur zu wünschen bleibe, dass es so weitergeht und dass auch von Seiten der Jugend die eine oder andere Idee zur Ausarbeitung an den Verein herangetragen werde.

Landrat Karl Röckinger gratuliert dem 2. Vorsitzenden vom Jugendring Enzkreis Jürgen Prchal zum 40jährigen Jubiläum

Zahlreiche Gäste kamen zum Festakt in den Großen Sitzungssaal

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3. Aktionen 3.1 Ausgezeichnete Jugendarbeit Das Landratsamt Enzkreis und die Stadt Pforzheim sprachen ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, welche sich - oft im Stillen - ehrenamtlich in Bürgerinitiativen, Hilfsorganisationen, Kirchengemeinden, lokalen Projektgruppen, Rettungsdiensten, Selbsthilfegruppen und Vereinen engagieren im Rahmen des „Internationalen Tag des Ehrenamts“ am 5. Dezember 2013 in der Würmtalhalle in Pforzheim-Würm ihren herzlichen Dank und Anerkennung aus.

Bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement zahlreicher freiwilliger aktiver Bürgerinnen und Bürger machen unsere Gesellschaft reicher und sind oft in ihren menschlichen Anteilen nicht durch Geld und Staat zu ersetzen.

Der Jugendring Enzkreis präsentierte sich an diesem Abend im Foyer der Würmtalhalle mit einem Informationstisch. Der 2. Vorsitzende Jürgen Prchal und Geschäftsstellenleiterin Andrea Stark standen mit Rat und Tat für die Fragen der vielen Ehrenamtlichen gern zur Verfügung.

Geschäftsstellenleiterin Andrea Stark am Informationstisch des Jugendring Enzkreis

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3.2 Arbeitskreis Juleica Was ist eigentlich „Die Juleica“? Juleica steht für JUgendLEIter/in-CArd und ist ein amtlicher Ausweis, der in Deutschland für ehrenamtlich Tätige in der Jugendarbeit ausgestellt wird. Die Juleica kann jeder erhalten, der mindestens 16 Jahre alt ist und nach bestimmten Standards ausgebildet und ehrenamtlich tätig ist. Der Ausweis kann auch für neben- und hauptamtliche Mitarbeiter ausgestellt werden, soweit sie wie Jugendleiter tätig werden. Durch die Juleica wird das Engagement und die Qualifikation der Jugendleiterinnen und Jugendleiter dokumentiert, die in Kinder- und Jugendgruppen, Projekten, Ferienfreizeiten, Kinder- und Jugendzentren, Seminaren und Veranstaltungen aktiv sind, sowie Interessenvertretungen und Leitungsfunktionen wahrnehmen. Doch die Juleica soll mehr sein! Die Card soll für die Inhaber/-innen auch mit einer Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit verbunden sein.

Bundes- und landesweit gibt es für Inhaber/-innen der Juleica schon viele Vergünstigungen. Um die Attraktivität der Juleica auch regional zu verbessern, hat der Jugendring einen „Arbeitskreis Juleica“ ins Leben gerufen. Zusammen mit Vertretern aus den Jugendverbänden arbeiten wir an einem Konzept um langfrige Partner zu gewinnen, die den Card-Inhabern Vergünstigungen anbieten können. Habt Ihr diesbezüglich Anregungen oder wollt ihr auch aktiv im Arbeitskreis mitarbeiten, dann meldet euch bei uns in der Geschäftsstelle.

Aktuelle Vergünstigungen können unter www.myjuleica.de abgerufen werden.

© Jugendarbeit Rems-Murr-Kreis

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3.3 Qualipass Der Qualipass für Schülerinnen und Schüler ist Im Jahr 2013 hat der Jugendring ingesamt 375 eine Sammelmappe, in der sämtliche Qualifikati- Qualipassmappen ausgegeben. onsnachweise von ehrenamtlichen Tätigkeiten, Praktika, usw. gesammelt werden können. Informationen unter www.quali-pass.de Bei Bewerbungen kann der Qualipass über das persönliche Engagement des/der Bewerber/in Auskunft geben.

Herausgeber:

Suche dir die Zertifikate aus deinem Qualipass heraus, die zur Ausbildungsstelle passen und für den Betrieb interessant sind. Lass dich dabei von deinen Eltern, Lehrern oder Freunden beraten!

Jugendstiftung Baden-Württemberg Postfach 11 62 74370 Sersheim

Gut sind Bescheinigungen, die zeigen, dass du schon erste Erfahrungen in dem Berufsfeld gesammelt hast. Arbeitgeber legen aber auch viel Wert auf Ausdauer, Zuverlässigkeit, Team- oder Kommunikationsfähigkeit. Das kannst du prima mit einem Qualipass-Zertifikat zeigen, das im ganzen Land bekannt ist.

qualipass@jugendnetz.de www.qualipass.info

Die ausgewählten Zertifikate kommen als Kopie zu den Anlagen deiner Bewerbung. Denk daran, sie im Lebenslauf und Anschreiben zu erwähnen.

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Von 2002 bis 2012 wurden über 385.000 Qualipässe an Jugendliche und Erwachsene ausgegeben!

Bilder: kuzzie – Fotolia, Thinkstock – iStockphoto

So geht’s bei der Bewerbung

Für alle, die mehr können als im Zeugnis steht.


3.4 Unser Dachverband der Landesjugendring Der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. ist der Zusammenschluss der Jugendverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft auf Landesebene. Derzeit sind 26 Organisationen Mitglied im Landesjugendring. Unter der AG Anschlussverbände sind weitere Organisationen vereinigt, die die Voraussetzungen für eine volle Mitgliedschaft nicht erfüllen. Über die regionalen Arbeitsgemeinschaften der kommunalen Jugendringe sind dem LJR ca. 100 Stadt- und Kreisjugendringe angeschlossen. Der Landesjugendring fördert die gemeinsamen Interessen seiner Mitgliedsorganisationen und dient dem Wohle der gesamten Jugend des Landes.

Landes Baden-Württemberg und des Landesjugendrings. Des Weiteren stand das Thema „U18 Kommunalwahl - wählen ab 16“ auf der Tagesordnung. Im November hielt Niko Midasch ein Impulsreferat zu diesem Thema.

Eine weitere große Veranstaltung des Landesjugendrings ist die Ringtagung, an der alle Ringe des Landes Baden-Württemberg teilnehmen. Hier treffen sich hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitende. An zwei Tagen werden Neuigkeiten aus der Jugendpolitik berichtet und deren Bedeutung für die Verbände und Vereine besprochen. In 2013 fanden ausnahmsweise zwei RingtagunDer Jugendring Enzkreis nahm an allen drei Sit- gen statt. Im Frühjahr stand die Veranstaltung zungen der AG-Nordbaden teil. In diesen kleinen unter dem Thema „Beteiligungsstrategien im Sitzungen treffen sich die Ringe zum Informations- Jugendring“. Der Herbst beinhaltete das Motto austausch und berichten über Aktuelles aus ih- „Ganztägige Bildungssettings und die Rolle der rem Verband. Einberufen werden die Treffen vom Jugendringe“. Landesjugendring der zudem die Sitzungsleitung Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Andrea Stark übernimmt. und Dirk Feierbach konnten viele neue Impulse für Ein wichtiger Themenpunkt war die Umsetzung die Arbeit beim Jugendring Enzkreis mitnehmen. des Paragraphen §72a Sozialgesetzbuch. Der Landesjugend berichtete über den aktuellen Stand der Handlungsempfehlungen zum Bundeskinderschutzgesetz und über die Aktivitäten seitens des

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4.

Internationale Begegnungen

4.1 Internationale Begegnung mit dem C.A.I. (Club alpino italiano) in den Pfingstferien 2013 in Trippstadt in der Pfalz Für den Besuch unserer italienischen Freundinnen und Freunde vom C.A.I. (Club alpino italiano) aus Reggio Emilia hatte sich der Jugendring Enzkreis in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht. 15 Italiener, 1 Schweizerin, 1 Engländer und 15 Deutsche bezogen Quartier auf der mittelalterlichen Burg Wilenstein bei Trippstadt in der Pfalz. Die Anreise war für die Italiener eine ziemliche Strapaze, die ersten Ankömmlinge trafen nach 12-stündiger Reise (quer durch die Schweiz und Frankreich) auf der Burg ein, alle andern fielen den zahlreichen Staus auf deutschen Autobahnen zum Opfer und brauchten für die 850 Kilometer satte 15 Stunden. Da mussten wir uns beim Programm schon was einfallen lassen, um diese lange Anreise vergessen zu lassen. Dies versuchten wir am ersten Abend mit einem leckeren Maultaschenessen und anderen Köstlichkeiten aus deutschen Landen. Gleich am ersten Tag machten wir uns auf, das wildromantische Karlstal zu durchqueren, eine Wanderung, die bei Allen großen Eindruck hinterließ. Am Ende der Schlucht trennte sich die Gruppe, und so konnte jede/r eine seinen Möglichkeiten entsprechende Wandertour wählen. Am Abend sorgten die Italiener (sprich: Italienierinnen) für ein unnachahmliches Spaghetti-Erlebnis. Immer wieder kann man sich nur wundern, was unsere Freunde aus Reggio Emilia mit den auch bei uns erhältlichen Zutaten für ein unvergleichlich leckeres Ergebnis erzielen. Frischer Parmigiano und Lambrusco durften natürlich nicht fehlen.

Auf Schuster‘s Rappen

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Am zweiten Tag besuchten wir das Deutsche Schuhmuseum in Hauenstein, eine beeindruckende Dokumentation des deutschen Handwerks. Eine deutsch-italienische Führung sorgte dafür, dass alle notwendigen Informationen zu den Ausstellungsstücken und Vorführmaschinen auch verstanden wurden.

Felsbesteigung: Inge, Manne und Tiziana

Wer danach noch nicht genug Schuhe gesehen hatte, konnte sich im örtlichen Schuh-Outlet Markenschuhe und Sportkleidung zu günstigen Preisen erwerben. Hier wurde schon klar, dass die Autos auf der Rückreise nach Reggio Emilia auf jeden Fall nicht leerer sein würden. Die zweite Gruppe machte sich auf zu einer Wanderung zum Hühnerstein, wo eine Leiter zum Aufstieg auf den spektakulären Felsen einlud. Die Mutigsten waren schon oben, als starker Regen einsetzte und die Gruppe zu einer Pause zwang. Und er sollte nicht mehr aufhören, so dass die Tour leider abgebrochen werden musste. Auch diese Gruppe besuchte noch das Schuhmuseum – und so war auch hier der Tag gut ausgefüllt. Ein Besuch der Stadt Kaiserslautern stand auf dem Programm, und wir hatten es eilig, in die unterirdischen Gänge unter dem Stadtzentrum zu kommen (8 Grad garantierte Temperatur). Hier


Burg Wilenstein - multikulti Gruppe

erfuhren wir viel darüber, wie die Stadt früher ausgesehen hatte. Leider sind praktisch alle Gebäude außer zwei große Kirchen den kriegerischen Auseinandersetzungen über Jahrhunderte zum Opfer gefallen. Die Stadtführerin schilderte anschaulich die zentrale Lage der Pfalz in Europa, und man konnte sich bildlich vorstellen, wie vom Mittelalter bis in die Neuzeit immer wieder Truppen längs und quer durch die Pfalz gezogen waren und schwere Verwüstungen hinterließen, die Bomben des 2. Weltkriegs vollendeten diese Zerstörungen. Deshalb ist man in Kaiserslautern sehr glücklich, wenigstens einen Teil der unterirdischen Gänge und Fluchttunnel erhalten zu haben. Ein Teil unserer Gruppe machte sich zu Fuß auf den Heimweg Richtung Trippstadt. Der Weg allerdings gestaltete sich schwieriger als angenommen und nach einigen Umwegen wurden aus den geplanten 12 Kilometern deutlich mehr. Am Abend wurde deutsch gekocht. Rahmgeschnetzeltes und eine leckere Roy-Kieferle-Soße schmeckten hervorragend zu den 150 selbst zubereiteten Semmelknödeln. Italiener und Deutsche genossen ein köstliches Abendessen. Der Abend stand ganz im Zeichen gemeinsamen Singens. Bei einigen Liedern konnten die Verse abwechselnd deutsch und italienisch gesungen werden – und alle hatten ihren Spaß. Die 8jährige Camilla aus Reggio Emilia zeigte uns, was sie bereits auf der Flöte spielen konnte, am besten beherrschte sie die Europa-Hymne.

Am Samstag stand noch einmal eine Wanderung auf dem Programm. Der Dahner Felsenpfad bot herrliche Ausblicke und begeisterte alle Wanderer mit seinen spektakulären Felsformationen. Die kleinsten Kinder konnten im ersten Teil der Tour mithalten, danach trennte sich die Gruppe. Ein Teil genoss das schöne Dahner Badeparadies, eine kleine Gruppe besuchte das Biospärenhaus und den Baumwipfelpfad in Fischbach, die dritte Gruppe setzte die Wanderung entlang des Felsenpfads fort und bewunderte die zahlreichen Sandsteinfelsen dieser Gegend. Das Wetter blieb einigermaßen stabil, und sorgte für einen versöhnlichen Abschluss der Wanderwoche. Der letzte Abend stand im Zeichen von Gesprächen und Abschiedsgedanken, ein Teil der Gruppe konnte es sich nicht verkneifen, das Champions-League Finale in einem Trippstädter Gasthaus anzusehen. Am Ende waren wir wieder alle zusammen und richteten erste Gedanken an die Begegnung 2014. Die Italiener schlugen vor, sich im Trento zu treffen und gemeinsam zu wandern. Das hat noch ein wenig Zeit, zuerst blieb noch der Abschied, der wie immer sehr emotional war. Ein Gruppenbild vor der Burg bildete den Schluss unserer Begegnung, die dank der hervorragenden Organisation durch Andrea von der Geschäftsstelle des Jugendrings ein voller Erfolg war. Wir wünschten den Italienern eine stressfreie Heimfahrt und verabredeten uns zu gemeinsamen Tagen im nächsten Jahr – wo auch immer. 15


4.2 Internationales Jugendcamp

Das Internationale Jugendcamp wurde 2. - 19. August 2013 in Maulbronn veranstaltet. Überschriften der Pforzheimer Zeitung „Europa miteinander leben“ und des Mühlacker Tagblattes „Junge Menschen leben das neue Europa“ zeigen, wie junge Menschen verschiedenste Erfahrungen während des Camps erlernen können. Rund 60 Jugendliche aus Polen, Tschechien, Spanien, Italien, Deutschland, Ungarn, Kroatien und Frankreich verbrachten insgesamt 18 Tage gemeinsam und lernten in verschiedenen Workshops neue Fähigkeiten und neue Freunde kennen. Als Workshops wurden Tanz, Theater, Musik, Kunst, Video und Zirkus angeboten. Des Weiteren arbeitete eine Gruppe im Joyshop daran, Bilder, Videos und Kommentare zu sammeln und auf zuarbeiten. Das Jugendringteam organisierte das 25. Internationale Jugendcamp zusammen mit einem ehrenamtlichen europäischen Organisationsteam und stellte unter anderem sicher, dass alle Angebote sowie Ausflüge wie Wanderungen, ein Tag in Stuttgart, ein gemeinsames Fußballspiel mit der Muslimisch-Türkischen Gemeinde sowie ein Abend der Begegnung mit dem Jugendtreff der Stadt Maulbronn durchgeführt werden konnten und der gesamte Ablauf funktionierte. Während den ersten zwei Wochen der Sommerferien stellte die Stadt Maulbronn an der Schule am Silahopp Räume zur Verfügung und arbeitete 16

mit dem Jugendring Enzkreis zum Beispiel bei der Stadtralley und der Final Show eng zusammen. Partizipativ konnten die jungen Menschen schon im Vorfeld über die Facebook-Seite die Workshops sowie das Motto wählen - „(K)night life“: eine Kombination aus Ritter- und Nachtleben und ein Mix um die in Maulbronn allgegenwärtige Historie mit Aktuellem zu verbinden. „Wir wollen die Teilnehmer einbinden“, sagt Alena Kemm. „Das gilt ebenso für das Angebot der Workshops, das von Musik über Tanz und Theater bis zum Thema Video reichen.“ Das Internationale Jugendcamp 2013 sowie die Präsentation der Teilnehmer


bei der Final Show waren ein voller Erfolg und es konnte mit Hilfe des Europäischen Programms „Jugend in Aktion“ veranstaltet werden. Das ehrenamtliche Planungsteam traf sich in 2013 einmal in Deutschland um das Camp vor zu berei-

ten und einmal in Italien, um das Camp zu evaluieren sowie das Internationale Jugendcamp 2014 vorzubereiten. Dieses findet vom 1. bis 18. August 2014 in Montecavolo di Quattro Castella in Italien statt.

4.3 EU-Net - Etablierung eines europaweiten Netzwerks Im Jahr 2013 fanden zwei der insgesamt vier Konferenzen statt, eine davon in Italien und die Abschlusskonferenz des gesamten Projektes in Pforzheim. EU-Net verfolgt das Ziel, ein europaweites Netzwerk zu etablieren, den Austausch miteinander zu fördern und ermöglicht den nachhaltigen Aufbau internationaler Beziehungen. Der Jugendring Enzkreis e.V. brachte sich 2013 in der

Vorbereitung der Abschlusskonferenz und der Co-Moderation des Workshops Communication: „How to (better) inform and involve public and citizens“ ein. Die Strukturen, Themen und Ziele des Jugendring Enzkreis e.V. konnten dargestellt werden und die Projektgruppe EU-Net konnte ein durchweg positives Fazit des Projektes und der Abschlusskonferenz ziehen. 17


4.4 Deutsch-polnisch-ungarische Begegnung Jugendliche aus polnischen und ungarischen Partnerstädten lernen im Enzkreis Deutsch

Deutschkurs mit Familienanschluss: „Eine ganz tolle Erfahrung!“ 16 Jugendliche aus polnischen und ungarischen Partnerstädten zu Gast im Enzkreis.„Die Anja kann immer wieder kommen – jederzeit!“ Wenn auch nicht alle Gastfamilien so euphorisch sind wie Eva Zaudtke aus Pforzheim – im nächsten Jahr seien sie auf jeden Fall wieder bereit, eine Schülerin oder einen Schüler aus Myslowice oder Györ aufzunehmen: „Das ist für uns immer wieder eine tolle Erfahrung“, lautete der Tenor beim Abschied. 16 Jugendliche aus den beiden Partnerregionen des Enzkreises waren für zwei Wochen vom Jugendring und dem Landratsamt eingeladen worden, ihr Deutsch in einem Intensivkurs zu verbessern. „Fremdsprachen sind der Schlüssel im zusammenwachsenden Europa“, betonte Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, als er den Mäd-

chen und Jungen ihre „Zeugnisse“ überreichte. „Natürlich ist Englisch die erste und wichtigste Sprache“, sagte der Vize-Landrat, „aber nicht nur angesichts der direkten Nachbarschaft sind Deutschkenntnisse für Sie ganz sicher eine gute Investition in Ihre Zukunft.“ Während ihre Altersgenossen in Ungarn und Polen bereits die Sommerferien genießen konnten, drückten die Gastschüler täglich in der Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis die Schulbank. Dozent Attila Kovács sorgte jedoch engagiert dafür, dass dies alles andere als trockener Unterricht war – was sich auch in den Auswertungsbögen der Schüler ablesen ließ: Volle Punktzahl für den Lehrer – und die Bestnote fand eine Schülerin noch nicht einmal ausreichend: Sie malte ein zusätzliches Kästchen auf ihren Bogen. Und eine andere schrieb: „Ich lerne hier mehr in zwei Wochen als

Besuch der Wilhelma mit Blick hinter die Kulissen

Geschicklichkeit testen in der Naturschule Araneus

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zu Hause in drei Schuljahren.“ Dies wiederum liegt auch am Konzept des Aufenthalts: „Das Zusammenleben in der Familie spielt die zentrale Rolle“, weiß Stefanie Frey vom Landratsamt, „denn dort müssen die jungen Leute ja deutsch sprechen.“ Zudem hätten die jungen Polen und Ungarn die Möglichkeit, hautnah den Alltag in einer deutschen Familie mitzuerleben. Umgekehrt kam manche Familie in den Genuss, ein Stück polnische und ungarische Kultur mitzuerleben: „Unsere Dóra hat es sich nicht nehmen lassen, für uns alle zu kochen“, erzählen die Witschs aus Illingen. Eine Kutschfahrt die ist lustig Eine andere Familie berichtet, dass ihre Gäste kreis, ein umfangreiches Programm vorbereitet. sehr gut erzogen seien: Deren gutes Beispiel, Dazu gehörten ein Unterrichtsbesuch an der Gebeim Decken und Abräumen des Tisches oder org-Kerschensteiner-Schule in Mühlacker sowie beim Abwasch wie selbstverständlich den Anfang Besuche in den Schmuckwelten, der Naturschuzu machen, habe auf die eigenen Kinder abge- le Araneus und im Kloster Maulbronn. Eines der färbt… Highlights war ein Tagesausflug nach Stuttgart: Als Ausgleich und Ergänzung zum Deutschunter- Dort gab es eine Führung hinter den Kulissen der richt hatten die Organisatoren, allen voran Andrea Wilhelma – Elefanten füttern und sie danach duStark und Dirk Feierbach vom Jugendring Enz- schen inklusive.

Ausflug zum Weltkulturerbe - Kloster Maulbronn

Computerkurs in der Kerschensteiner Schule

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4.5 Europax am 1. Mai - Festplatz Mühlacker Friede, Freude, Festival

Bericht der Pforzheimer Zeitung von Alexander Jähne

Headliner Cris Cosmo zu Gast beim Europax

Friede, Freude, vereintes Europa: In Mühlacker scheint dieses Prinzip schon seit vielen Jahren zu greifen. Nicht umsonst heißt die Veranstaltung Europax-Festival, wobei die Endsilbe „pax“ für den bereits erwähnten Frieden steht. Seit der Einführung im Jahre 1995 und fortan in losen Abständen abgehalten, konnten auch in diesem Jahr wieder rund 1000 Besucher auf den städtischen Festplatz gelockt werden: „Das Europax ist und bleibt eine beliebte Wanderstation, um den ersten Mai entsprechend ausklingen zu lassen“, weiß Hagen Klee, Vorsitzender des Jugendringes Enzkreis, zu berichten. Gemeinsam mit dem Jugendhaus Pro Zwo und dem türkischen Kulturverein für Bildung und Integration galt es innerhalb von drei Monaten erneut eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, bei der vor allem die lokalen Bands eine tragende Rolle spielen sollten: „Im Gegensatz zur Vergangenheit ist dieses Mal leider keine einzige nicht-deutsche Musikgruppe dabei. Wir arbeiten aber daran, dass sich das wieder ändert“, berichtet Klee, der bereits beim allerersten Festival selbst mit einer musikalischen Formation names 20

„Chase the Bird“ aufgetreten war. Der allgemeinen Stimmung des vorwiegend jugendlichen Publikums tat dies keinen Abbruch, im Gegenteil: Schon von Weitem waren auf dem gesamten Festplatz laute Gitarrenklänge zu hören - kein Wunder, lag doch der Schwerpunkt eindeutig auf dem Punk- und Rockmetier. Insgesamt fünf Bands standen an diesem Tag auf der Bühne; beginnend mit „Let‘s Rock“, einem musikalischen Zusammenschluss von mehreren 16- bis 20-Jährigen aus Knittlingen, die vor allem Coverversionen

Helfer vom Jugendhaus Pro Zwo und dem türkischen Kulturverein


Über 1000 Besucher auf dem Festplatz

bekannter Songs vortrugen. Gefolgt von „Poverty for all“ - Armut für alle - die musikalisch eindeutig dem Punk zuzuordnen sind und von Klee als „echte Lokalmatadoren“ beschrieben werden. Ebenso wie „The Royal Tea Club“, die im vergangenen Jahr den regionalen Nachwuchswettbewerb Music Contest Nordschwarzwald für sich entscheiden konnten. Als echten Rock‘n‘Roll beschreibt der Vorsitzende des Jugendrings hingegen den Auftritt von „Fetzer and the Turbochargers“, die aus dem benachbarten Kreis Ludwigsburg stammen und musikalische Anleihen von AC/DC und anderen Hardrock-Größen nehmen.

Als finaler Headliner konnte der in Bretten geborene Cris Cosmo gewonnen werden, der im vergangenen Jahr vor allem durch seine Teilnahme am Bundesvision Song Contest (Pro7) auf sich aufmerksam machen konnte. Mit seiner Mischung aus lateinamerikanischen und deutschen Texten bildete der 35-Jährige einen echten Gegenpart zum sonst so gitarrenlastigen Hauptprogramm.

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5.

Zuschüsse 2013 Zuschüsse gemäß den gemeinsamen Richtlinien von Landratsamt Enzkreis und Jugendring Enzkreis e.V.

5.466 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Enzkreis waren 2013 bei 222 Maßnahmen auf Freizeiten, Internationalen Begegnungen, Lehrgängen und Projekten dabei. Neben den traditionellen Freizeitorten der Region auf dem Füllmenbacher Hof, im Freizeitheim Beu-ren oder den verschiedensten Gruppenhäusern der Vereine und Verbände, haben viele Organisationen wieder internationale Ausfahrten angeboten. So reisten die Kinder und Jugendlichen unter anderem nach Österreich, Schweiz, Frankreich, England, Italien, Spanien, Holland, Dänemark, Ungarn, USA und Kroatien.

Quelle: BDKJ Ferienwelt

Ein herzlicher Dank geht an die vielen ehrenamtlichen Betreuer und Mitarbeiter, welche die Kinder vor Ort betreut und versorgt haben und den Kleinen und Großen unvergessliche Erlebnisse ermöglicht haben.

Statistik Im Rechnungsjahr 2013 hat der Jugendring Enzkreis e.V. aus Mitteln des Enzkreises, Zuschüsse an Jugendorganisationen, Jugendgruppen, Schulen und Gemeinden u.a. gemäß Tabelle ausbezahlt. Betrag Wer 62.977,- € für Kinder- und Jugendfreizeiten, Intern. Begegnungen von Vereinen/Verbände 9.568,- € für Internationale Begegnungen von Schulen 2.740,- € für Städtepartnerschaften 2.666,- € für Lehrgänge 1.793,- € für Projekte

79.744,- € Gesamt Folgende Jugendverbände erhielten 2013 Zuschüsse. Genannt sind diejenigen, die die meisten Zuschussanträge einreichten.

Evangelisches Jugendwerk Pforzheim Land Katholische Jugend Zuschüsse Nichtmitglieder* Evangelische Jugendwerk Neuenbürg Sportkreisjugend Pforzheim Enzkreis

*z.B.SWD-EC-Verband, Araneus, Jugend im Schwarzwaldverein, Pegasus

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14.495,- € 9.742,- € 6.315,- € 4.426,- € 4.601,- €


6.

Zeltverleih 2013 Hervorragende Auslastung der Zelte und Feldbetten

Beim Zeltverleih 2013 kann der Jugendring auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Auslastung war sehr gut, sodass im Vergleich zum Vorjahr die Einnahmen aus dem Zeltverleih deutlich erhöht werden konnten. Insgesamt wurde der Zeltverleih 38mal in Anspruch genommen. Am Gefragtestens waren die großen Aufenthaltszelte (46mal ausgeliehen) und Gerüstzelte (43mal), die bei Kinder- und Jugendfreizeiten, Trainingslagern, Turnieren sowie an Straßenfesten zum Einsatz kamen. Erfreulich in 2013 die Ausleihstatistik des Zirkuszeltes, welches von Mai bis Juli im Dauereinsatz war. Das DRK Neuenbürg kümmerte sich in diesem Jahr erneut um die Ausgabe und Rücknahme der Zelte und Feldbetten. Im Juli und August musste der Jugendring aufgrund der großen Nachfrage auf Zelte des DRK Neuenbürg zurückgreifen. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Bereitstellung und Unterstützung. Wo waren die Zelte des Jugendrings im Einsatz? - 25. internationalen Jugendcamp des Jugendring Enzkreis in Maulbronn - internationalen Zeltlager der Jugendfeuerwehr Enzkreis - 21. Volti-Zeltlager vom Voltigier- und Reitverein Mühlacker „Pegasus e.V.“

Anschaffungen wurden in 2013 keine getätigt, da alle Zelte und Feldbetten sich in „guter Form“ befinden. Für das kommende Jahr gibt es die Überlegung einer Anschaffung eines weiteren Aufenthaltszeltes, damit der Jugendring der großen Nachfrage gerecht werden kann. Zahlen, Daten & Fakten Feldbetten 225 mal ausgeliehen Aufenhaltszelt 46 mal ausgeliehen Gerüstzelt 43 mal ausgeliehen Küchenzelt 11 mal ausgeliehen Zeltleuchte 6 mal ausgeliehen Zirkuszelt 5 mal ausgeliehen Hockerkocher 1 mal ausgeliehen

und viele weitere mehr.

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7.

Freizeitheim Beuren

7.1 30jähriges Jubiläum Vor 30 Jahren erwarb der Enzkreis eine ehemalige Gaststätte in Simmersfeld-Beuren und stellte dieses Gebäude dem Jugendring Enzkreis als Jugendfreizeitstätte zur Verfügung. Damit ging die lange Suche nach einem geeigneten Haus für ein eigenes Freizeitheim der Jugendverbände im Enzkreis zu Ende. Mit Unterstützung des Landratsamtes und der tatkräftigen Mitarbeit vieler Jugendverbände wurde das Haus in den darauffolgenden Jahren zu einem Jugendfreizeitheim umgebaut, dessen Vorzüge vor allem im großzügigen Raumangebot liegen. In Tausenden von ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurde das Haus in diesen 30 Jahren immer wieder umgebaut und renoviert, so dass sich das Freizeitheim Beuren im Jubiläumsjahr 2013 in sehr gutem Zustand präsentiert.

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Der Jugendring Enzkreis ist stolz auf seine Jugendfreizeitstätte und hatte deshalb am 15./16. Juni 2013 zu einem zweitägigen Fest eingeladen. Begonnen wurde mit einem Tag der offenen Tür. Bei Kaffee und Kuchen sowie Leckerem vom Grill konnte das Freizeitheim besichtigt werden. Für die Kinder aus Beuren war eine Spielstraße aufgebaut und sorgte für Unterhaltung und viel Bewegung. Das offizielle „Geburtstagsfest“ mit vielen geladenen Gästen wurde am Sonntag gefeiert. Die Ruck-Zuck-Band eröffnete das Fest mit schmissigen Rhythmen. In den folgenden Grußworten kam vor allem immer wieder das große ehrenamtliche Engagement des Jugendrings Enzkreis zur Sprache.

Ohne den regelmäßigen Einsatz aller Mitglieder des Heimausschusses und sonstiger Freunde des Freizeitheims Beuren, wäre die bauliche Unterhaltung des Hauses nicht finanzierbar. Und so hörte man aus fast allen Ansprachen die Hoffnung, dass auch in den kommenden 30 Jahren genügend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Verfügung stehen werden, um das Freizeitheim Beuren in seinem jetzigen guten Zustand für die Jugendarbeit im Enzkreis zu erhalten. Bei herrlichem Wetter konnten die angebotenen bayerischen Schmankerl auf der Terrasse des Freizeitheims genossen werden; und in vielen persönlichen Gesprächen lebte manche Erinnerung aus der Geschichte des Freizeitheims wieder auf.

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7.2 Arbeitseinsätze 2013 Um das Haus in gutem Zustand an Jugendgruppen vermieten zu können, ist viel ehrenamtliches Engagement erforderlich. Auch 2013 traf sich das „Renovierungsteam“ im Frühjahr und im Herbst zu einem Arbeitswochenende. In 368 Arbeitsstunden arbeiteten 34 Personen daran, das Haus in Beuren in einem attraktiven Zustand zu erhalten. Es wurde geputzt, gestrichen, gewartet, ausgebessert, aussortiert, entrümpelt, beschriftet, erneuert, repariert, geschliffen, gesägt, geschnitten, überprüft, aufgelistet, ausgetauscht, gepflanzt, gekocht, gespült und vieles mehr. Die Liste der durchgeführten Arbeiten ist lang und kunterbunt. Jede und jeder fand eine Arbeit, die ihrem/seinem Können entsprach und in den meisten Fällen auch noch Spaß machte. Nach dem traditionell guten Essen am Abend blieb immer auch Zeit für Gespräche und das eine oder andere Spielchen mit Binokelkarten oder an der Dartscheibe.

Beim Arbeitswochenende im Herbst wurde das beim Jubiläum ausgefallene Geo-Caching für Beurener Kinder und Jugendliche nachgeholt. Alle waren eifrig bei der Sache und nach einer nicht einfachen Suche wurde zur Freude aller Beteiligten der „Schatz“ auch gefunden. Jugendring Enzkreis und Heimausschuss Beuren sind froh und dankbar für soviel ehrenamtlichen Einsatz, ohne den das Freizeitheim Beuren den Jugendgruppen im Enzkreis nicht zur Verfügung stehen könnte.

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7.3 Belegung

2013 war das Freizeitheim Beuren von 42 Gruppen belegt. 24 Gruppen kamen aus dem Enzkreis, 18 Gruppen aus Pforzheim oder aus dem süddeutschen Raum.

Insgesamt verbrachten 1.109 Kinder, Jugendliche und ihre Betreuerinnen und Betreuer schöne Ferientage im Freizeitheim - das bedeutete 3.157 Übernachtungen.

Das Freizeitheim Beuren ist das ideale Haus für Freizeiten, Lehrgänge und Seminare von Jugendgruppen, Schulklassen und Kindergärten. Sie alle finden ideale Bedingungen in einem Ort, an dem noch der Pulsschlag der Natur zu spüren ist.

Im Haus bieten drei Aufenthaltsräume und eine gemütliche Sitzecke viel Platz - vor allem bei schlechtem Wetter ein großer Vorteil.

In der gut eingerichteten Selbstversorgerküche macht das Kochen selbst Küchenmuffeln Spaß. Das Haus liegt am Rande des Ortsteils Beuren, Zum Übernachten stehen 37 Betten zur Verfüringsherum von Wäldern umgeben, wo man noch gung. Dusch- und Waschräume befinden sich im „Natur pur“ erleben kann, wo nachts der Stern- 1. OG. himmel noch klar ist und wo Kinder sehen können, dass Milch nicht aus der Flasche oder Tüte kommt Belegungsanfragen richten Sie bitte direkt an die und eine Kuh nicht lila ist. Geschäftsstelle des Jugendring Enzkreis. Für Sport und Spiel gibt es einen Spielplatz mit Fußballtoren, Volleyballnetz, Spielgeräten und einer Feuerstelle. Direkt vor dem Haus und im Dachgeschoss stehen Tischtennisplatten. 27


...Jugendarbeit, die Kreise zieht Termine 2014 22. Januar

Bildungsveranstaltung „Zuschüsse - Hier geht‘s um Geld“

12. März

Bildungsveranstaltung „Essstörungen... was ist das?“

3. April

Bildungsveranstaltung „Sicher essen auf Freizeiten“

10. April

1. Mitgliederversammlung Landratsamt Enzkreis - Caféteria

1. Mai Europax - Festival Festplatz Mühlacker 28. Juni Sportfest Freibad Remchingen 1. - 18. August

Internationales Jugendcamp in Montecavolo di Quattro Castella (Italien)

8. Oktober

Bildungsveranstaltung „Social Media in der Jugendarbeit“

20. November

2. Mitgliederversammlung Landratsamt Enzkreis - Caféteria

Jahresbericht 2013  

In einem Jahresbericht stellen wir, vom Jugendring Enzkreis e.V., jährlich unsere Arbeit bebildert und in Zahlen dar.