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des Hauses errichtet werden (siehe Plan). Mit dem Schreiben vom 25. November 1929 brachte Julius Geissler der Marktgemeindevorstehung zur Kenntnis, dass sein Haus fertiggestellt sei und ersuchte um Kollaudierung und um Erteilung der Bewohnungs- und Benützungserlaubnis. Bei der Begehung am 22. Februar 1930 waren der Bauwerber Julius Geissler, der Bauführer Ing. Hubert Schinner, der Sachverständige Anton Valentin und die Gemeindevertreter Josef Nacal und Alois Zehetgruber anwesend. Am 24. Februar erhielt Julius Geissler die gewünschte Genehmigung4: „Auf Grund des kommissionell eingenommenen Lokal-Augenscheines wird dem Bittsteller der Konsens zur Bewohnung, resp. Benützung da der Bau nach den vorgelegten Bauplane ausgeführt wurde, erteilt.“ Aus dem am 10. Oktober 1931 ausgestellten Landesgebäudesteuerbescheid5 lässt sich herauslesen, dass der Neubau des Hauses bereits mit 1. Oktober 1929 in Betrieb genommen worden war. Nach dem Ableben des kinderlosen Ehepaares Julius und Josefine Geissler hatte die Schwester von Josefa, Frau Bertha Vogel, eine Hälfte des Hauses geerbt, die zweite Hälfte erbte Frau Racher. Von diesen beiden Damen erwarb 1972 Franz Scheichelbauer das Haus. Er war von 1960 bis 1968 bei der Firma Lindwurm beschäftigt – danach machte er sich selbstständig. Seinen ersten Geschäftsraum hatte er im

07-09 Valentins Möbelpläne für Geissler, März 1931.

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Anton Valentin - Bauten und Bauherren  

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