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Haus Geissler Wieselburg Der Friseur Julius Geissler, geboren am 7. Dezember 1892 in Theresienfeld bei Wr. Neustadt ehelichte am 5. Mai 1919 in St. Pölten Josefine Vogel (geboren am 31. Oktober 1885 in Wieselburg, verstorben am 2. Februar 1967 in Wieselburg). Josefine war die Tochter von Franz Vogel (geboren 1847 in Kladno in Böhmen), Bahnmeister der k.k. Staatsbahn, und dessen Frau Josefine (geboren 1858, geborene Mraz). Das Paar hatte vier Kinder Wendelin (geboren 1882 in Wieselburg), Josefine (geboren 1885 in Wieselburg), Bertha (geboren 1887 in Wieselburg) und Franz (geboren 1897 in Wieselburg, verehelicht mit Stefanie aus Ratzenberg)1. Julius Geissler war, so erzählte mir Fritz Riegler, als Friseur ins Kriegsgefangenenlager Wieselburg gekommen. Diese Aussage wird durch den Eintrag im Melderegister, dass Geissler im Februar 1915 aus Salzburg kommend nach Wieselburg zugezogen war, bestätigt. Nach Auflösung des Lagers quartierte er sich mit seinem neu gegründeten Geschäft am Hauptplatz 14, früher Haus Nummer 20, ein. Das Haus war in Besitz von Rosina Bittersberger. Als sich diese in den Zuckerbäcker Karl Reschinsky aus Scheibbs verliebte und ihn heiratete, richtete dieser im Jahre 1924 im Haus eine Zuckerbäckerei ein und der Platz wurde für Friseur und Zuckerbäcker 50

02 Das Bild des Scheibbser Malers Grausgruber zeigt das neue „Gemeindezentrum“ mit der 1950 angebauten Raiffeisenbank, dem Geissler-Haus und den daran anschließenden Geschäften im Rathaus.

01 Auf dem Bild vom Rathausbau zeigt sich, dass das Haus des Julius Geissler bereits vor der Vollendung des Rathauses fertiggestellt war. Rechts im Vordergrund ist durch das frühere „Friseurlogo“ – die goldene metallische Scheibe – noch der frühere Standort des Friseurgeschäftes im Hause Bittersberger (heute Reschinsky) erkennbar.

Anton Valentin - Bauten und Bauherren  

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