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zu kleinen Gruppierungen zusammengeschlossen wurden. Leider kam dieser perfekt auf das Rathaus abgestimmte Anbau in dieser Form nie zur Ausführung. Nachdem in den 1980er Jahren feststand, dass ein Postzubau erfolgen sollte, war klar, dass ein neuer Plan erstellt werden müsste – nicht alleine wegen der geänderten Ansprüche an die Räumlichkeiten, sondern auch aufgrund des geänderten Architekturstils. DI Johannes Scheruga fand eine gute Lösung für den Rathauszubau, den er einerseits zeitgemäß gestaltete und bei dem er andrerseits auf den historischen Bau und seine Stilelemente Rücksicht nahm. So griff er beispielsweise die spitzen Eckerker des Rathauses auf und setzte diese Form bei den Fenstern der beiden Obergeschoße ein. Auch die Gruppierungen der Fenster und deren optischer Zusammenhalt durch die verbundenen Fensterbänke zeigen eine starke Affinität zum Rathausbau. Die Form der nach oben hin halbrund abschließenden Fenster, hinter denen sich heute das Bürgerbüro befindet, wandelte er in hohe Fensteröffnungen um, die dem Untergeschoß einen arkadenähnlichen Charakter verleihen. All diese Elemente und auch die an das Rathaus angepasste Traufhöhe verleihen dem Gebäudekomplex ein harmonisches Aussehen.* Wie aus den diversen Gemeinderatsprotokollen hervorgeht, schuf Valentin, sozusagen als „Draufgabe“ zum Rathausbau das Wappen der Marktgemeinde Wieselburg. Dieses 48

60-61 Pläne vom Rathausbau.

Anton Valentin - Bauten und Bauherren  

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