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Familie Back St. Pölten Ein Jahr nach Beendigung der Arbeiten bei Familie Dr. Geist wurde Anton Valentin von Elsa und Ing. Wilhelm Back beauftragt, die Haus- und Wohnungsplanung für sie zu übernehmen. Elsa stammte aus Wieselburg und war die Tochter des gut situierten Kaufmannes Moritz Greger und seiner Frau Julie. Ing. Wilhelm Back (*22.Jänner 1885) war Regierungsoberbaurat. 1938 wohnte er mit seiner Frau Elsa (*17. September 1889) im Haus Theresienstraße 13 in St. Pölten. Elsa Back wurde am 17. Juli 1942 direkt von Wien nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ing. Wilhelm Back war bereits 1941 gestorben. Wahrscheinlich war das Ehepaar Back kinderlos.1 Über die Arbeiten Valentins bei Familie Back gibt das Tagebuch des Jahres 1937 Auskunft:2 Am 28. August 1937 reiste Anton Valentin nach St. Pölten, um das von Back gekaufte Haus und die Wohnung persönlich anzusehen. Es folgten ausführliche Gespräche über die Möblierung, über Heizung, Malerei, etc. An diesem Tag notierte Valentin wieder einmal die Uhrzeit, wie er es immer machte, wenn er meinte, dass seine Geduld und Zuwendung überbeansprucht wurden: 4:30 Uhr bis 21:30 Uhr! Das erschien sogar dem arbeitsamen

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02 Die Wohnungseinrichtung für Familie Back, 31. August 1937.

01 Vorne v.l.n.r.: Gitta Kohn (Tochter der Arztfamilie Kohn in Purgstall), Adelheid Geist (geborene Greger) und Elsa Back (geborene Greger). Dahinter stehend: Richard Führer, der Mann der Greger-Tochter Gisela, und Ing. Wilhelm Back im Jahre 1917.

03 „Ätztafeln für die Schiebetüre“, 12. Oktober 1937.

Anton Valentin - Bauten und Bauherren  

Anton Valentin - Bauten und Bauherren

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