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Exportschlager

Mondorf und Dalheim?

Von Splatter, Erotik und Kung-Fu

PORTRAIT Seite 06

UECHTER D'LAND Seite 19

ZOOM Seite 22

LËTZEBUERGER

Mëttwoch, 3. Oktober 2012

63. Joergang N°192

Politik, Finanzen a Gesellschaft

Politik auf Pump

AM FOKUS

Budget 2013: 720,6 Mio. Euro Defizit. 4,5 Mrd. Euro Neuverschuldung. Punktuelle Sparmaßnahmen treffen Konsumenten, Familien, Rentner und öffentlichen Transport.

POLITIK

Stichwort Deontologie

Greco weist auf die stärkere Rolle der Integrität hin und untersucht Korruption von Justiz und Politik k Seite 10

MEENUNG, POLITIK, WIRTSCHAFT

UECHTER D‘GRENZREGIOUN

Fusionen anderswo

Auch in Rheinland-Pfalz gibt es Stress um das Thema Fusionen k Seite 12

WIRTSCHAFT

Georgien: Milliardär Augen zu und runter wird Präsident OPGEPIKT

Augen zu und durch, wird sich Fi- gel“ mit Interesse entnehmen. Zunanzfuchs Luc Frieden gestern getragen hat sich das Ganze in Afrimorgen wohl bei der Vorstellung ka, wo Asselborn, der auch hier seines nächstjährigen Werbung für seinen UNHaushaltsdings gedacht Sicherheitsratssitz machte haben, ist dieses doch - einmal das Auge eines derart arg katastrophal, Hammels serviert wurde. dass sich sogar der sonst „Da habe ich nur gedacht, so diskrete CSV-PräsiAugen zu und runter“. Andent Wolter „erschütschließend hat er, „der keitert“ zeigte. Erschüttert ne harten Drinks mag“, soüber das Unvermögen gar noch einen Wodka beder Regierung, wieder zu stellt. Nicht schlecht... PASCAL Vermögen zu kommen. „So richtig ernst nehmen“ STEINWACHS Wenn das so weiter geht, würden viele den 63-Jähriist auch verweigert er dem Dings gen trotz seiner Dienstälterschüttert. noch seine Zustimmung. lichkeit als EU-AußenmiAugen zu und durch nister aber immer noch kommt für Chefdiplomat nicht. Weil Asselborn „selJean Asselborn indes nicht in Fra- ten große Reden hält“ - „außerdem ge: Bei ihm heißt das Motto viel- steht er im Schatten seines Premehr „Augen zu und runter“, wie mierministers“. Die Welt ist ungewir dem dieswöchigen „Der Spie- recht... journal.lu

TIFLIS Er hat eine Leidenschaft für exotische Tiere, kauft unschätzbare Kunstwerke und erklärt, Psychoanalytiker zu sein: der Unternehmer und Milliardär Bidsina Iwanischwili gehört sicherlich nicht zum üblichen Typus des Berufspolitikers. Er war als Kind so arm, dass er barfuß laufen musste, weil kein Geld für Schuhe da war. Heute besitzt der exzentrische Philanthrop Milliarden und soll nach dem Wahlsieg vom Montag der neue Regierungschef in Georgien werden.

Ehemals Unterstützer von Präsident Saakaschwili Präsident Michail Saakaschwili gestand gestern seine Niederlage bei der Parlamentswahl ein. Seine Partei Vereinte Nationale Bewegung gehe in die Opposition, sagte er. Das Parteienbündnis Georgischer Traum von Iwanischwili habe das Recht, eine Regierung zu bilden. Der 56-jähri-

Das Journal immer up-to-date im WEB, Highlights auf FACEBOOK und per TWITTER

ge Iwanischwili hat in Russland während der turbulenten Zeiten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein Vermögen gemacht. Im Jahr 2003, kurz vor der sogenannten Rosenrevolution, die Saakaschwili an die Macht brachte, kehrte er in sein Heimatland zurück. Jahrelang unterstützte er heimlich die Reformen Saakaschwilis mit seinem Geld: Er kaufte neue Stiefel für die georgischen Soldaten, stattete die Polizei mit Fahrzeugen aus und half die Bezahlung von Abgeordneten und Mitarbeitern der Ministerialbürokratie anzuheben, damit diese keine Bestechungsgelder annehmen. Doch das Verhältnis Iwanischwilis zum Präsidenten kühlte deutlich ab, nachdem dieser hart gegen Dissidenten durchgriff. DAPD

Reaktionen auf den Haushaltsentwurf

Die Meinungen sind klar: Die Regierung hat wieder versagt k Seite 23

LIFE & STYLE

Ab in die Tiefe

„Torchlight 2“ entführt Spieler in unbekannte Tiefen, wo Dämonen und Schätze warten. k Seite 26

1,20 EUR

9 771560 590003 10192


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

HAUT AM JOURNAL PANORAMA

Gandhi reloaded

Selbst heute inspiriert die Symbolfigur für Frieden die Massen Seite 07

POLITIK

Der Druck steigt

Die Atomgegner begrüßen den EUStresstest als Weckruf Seite 10

UECHTER D'LAND

Schnellen Check

Duerch d’Escher Kontrollstatioun an enger Stonn. E Bericht Seite 20

LIFE & STYLE

Evolutionen bei Intel

Der Chiphersteller enthüllt Neuheiten Seite 26

PEOPLE

Gute Technik für guten Wein

Minister Schneider zu Besuch in der neu ausgestatteten Kellerei Grevenmacher Seite 28

Service Seite 08 / ZOOM Seite 22 / Horoskop Seite 27 / People Seite 28

EDITORIAL

Geradewegs in die Mauer Lange geht das nicht mehr gut. Wenn ein Land jedes Bankenplatz wirft längst nicht mehr so viel Steuern ab Jahr Anleihen von mehreren Milliarden Euro aufneh- wie vor der Krise. Gleichzeitig werden bereits zu Bemen muss, um seine Schulden zu bedienen und seine ginn der kommenden Legislatur Einnahmen aus dem Defizite zu decken, fehlt ihm irgendwann die Luft, um elektronischen Handel und dem Tanktourismus nach Politik zu machen. Wie schmerzhaft das im Endeffekt und nach einbrechen. ist, kann ein jeder am Beispiel Griechenland nachvollErsatz für das Milliardengeschäft ist leider keiner in ziehen. Dort liegt die Staatsverschuldung derzeit mit Sicht. Will Luxemburg aber im internationalen Wettetwa 180 % des BIP zwar ungleich höher als in Luxem- bewerb ganz vorne mit dabei sein, muss es das auch fiburg. So freut sich der Finanzminister in seiner Bud- nanzieren können. Ewig auf Pump - das geht natürlich getvorlage, dass der Schuldenstand Ende schief. Sagte nicht der Finanzminister selbst 2013 mit voraussichtlich fast 11,8 Milliarden vor ein paar Jahren, Luxemburg dürfe eine Euro oder knapp 25% in Luxemburg europaStaatsverschuldungsquote von 30% des BIP weit am niedrigsten und weit unter der Maasnicht überschreiten, ein Limit, bei dem jährtricht-Grenze von 60% liegt. lich knapp 360 Millionen Euro SchuldzinWas er aber nicht sagt, ist dass sich die sen- damit könnte man drei neue Lyzeen Staatsverschuldung seit 2004 quasi vervierbauen - anfallen würden? Heute bleibt die facht hat und ein immer bedeutender Teil Regierung weiterhin die Antwort auf die Frader Staatseinnahmen für die Rückzahlung ge schuldig, wie sie es denn anstellen will. von Zinsen auf den Anleihen verwendet werWill sie überhaupt noch etwas anstellen in CLAUDE den muss. dieser Legislatur? Das Null-Defizit-Ziel für KARGER Ein Ende der Verschuldungs-Fahnenstan2014 aufgegeben, Indexfrage und Gehälterreglaubt nicht, ge ist leider nicht abzusehen. Die Staatsausform auf die kommende Regierung verschodass diese gaben werden munter weiter steigen. Nicht ben wie auch die Gehälterreform im öffentliRegierung nur weil „das Land größer“ wird, wie Luc chen Dienst, die angeblich so notwendige noch was Frieden gestern morgen wohl mit Blick auf Steuerreform ebenfalls. „anpackt“ die wachsende Bevölkerung erklärte, sonFehlt nur noch, dass die heiße Kartoffel Rendern auch weil es altert und die Kosten dafür tenreform auch noch weiter gereicht wird. in den kommenden Jahrzehnten so ansteigen werden Derweil treten wichtige Strukturreformen weiter auf wie in keinem anderen EU-Land. der Stelle. Kaum zu fassen, wie CSV- und LSAP-SpreDass die Staatseinnahmen in Zukunft nicht mehr so cher gestern wieder über Schulden und Defizite lasprudeln werden wie in den letzten Jahrzehnten, kann mentierten, so als ob die Finanz- und Wirtschaftskrise jeder nachvollziehen, der sich etwas mit Wirtschaft be- für alles verantwortlich wäre und sie nichts weiter tun schäftigt. Die Desindustrialisierung des Landes könnten, als an der Steuerschraube zu drehen. Nicht „schleicht“ längst nicht mehr, sondern hat sich in den klagen, anpacken! Aber dafür reicht der Zusammenvergangenen Jahren unübersehbar beschleunigt. Der halt dann wohl doch nicht. FUSIONEN RELOADED

ARCELORMITTAL

Die tapferen Vier

Wer will schon weniger?

PATRICK WELTER

Der Berg hat ziemlich lange gekreißt und dann ein Mäuslein geboren. Vor einem Jahr als „Taskforce“ gestartet und nun als „Cellule“ gelandet. Was nach einer Deformation des Raum-Zeit-Kontinuums klingt ist Luxemburger Verwaltungsrealität. Wobei ich keinem der vier (!) Mitglieder der nun vorgestellten „Arbeitsgruppe Fusionen“ den guten Willen, das Engagement oder die fachliche Eignung absprechen will. Im Gegenteil. Nur sollen jetzt die tapferen Vier das rausreißen, was seit den 70er Jahren nur mühsam im tiefen Morast des falsch verstandenen „Wir wollen bleiben was wir sind“ voran kriecht? Der Innenminister mag zu Recht stolz sein auf die Gemeinden, die sich zu Beginn dieses Jahres zusammengeschlossen haben. Er darf aber nicht vergessen, dass hinter diesen Fusionen quasi die kommunalpolitische Avantgarde steckt. Egal ob Fusionen im Ernztal oder im kleinstädtischen Bascharage, dort wurden die Zeichen der Zeit erkannt. Die Einsicht ist aber nicht weit verbreitet, lieber liebt man seinen eigenen Kirchturm zu Tode. Ein paar Gemeinden werden vielleicht noch freiwillig fusionieren. Der Minister will aber über 50 Gemeinden zum Heiraten bewegen, darunter dürften ganz schön störrische Bräute sein. Die tapferen vier aus der Arbeitsgruppe, die anregen, beraten und begleiten sollen, sind alles - aber wirklich nicht zu beneiden.

MARCO MENG

Während zahlreiche Werke abgeschaltet sind und die Arbeiter um ihren Arbeitsplatz bangen, spendet Lakshmi Mittal für rund 27 Millionen Euro der Stadt London einen „Orbit Tower“. Hat er sich selbst oder seinem Unternehmen damit ein Denkmal errichten wollen? Wahrscheinlich sich selbst. Jetzt wurde das Aus für die Hochöfen im französischen Florange bekannt gegeben. Ein ähnliches Szenario könnte demnächst auch die zwei („vorläufig“) stillgelegten Werke in Luxemburg heimsuchen. Die Stahlbranche weltweit ist in einer der tiefsten Krisen der letzten Jahrzehnte. Trotzdem verkündet Lakshmi Mittals Sohn Aditya, 2006 mit nur 30 Jahren Finanzvorstand von Mittal Steel geworden und inzwischen operativer Kopf des Konzerns, der Gewinn solle um eine Milliarde gesteigert werden. 2011 machte das Unternehmen einen Gewinn von 2,26 Milliarden USDollar - immer noch bedeutend mehr als Luxemburg in seinen besten Jahren in der Kasse hatte. Als Jugendlicher soll Aditya Biografien großer Wirtschaftslenker verschlungen haben, die Lebensgeschichte des Sony-Gründers Akio Morita und die von Bill Gates. Reich und immer reicher werden scheint es ihm angetan zu haben die zahlreichen Übernahmen der letzten Jahre sind ein Indiz dafür. Ohne jeden Zweifel hat er auch das

Recht auf Reichtum. Der Unterschied zu den vorgenannten Wirtschaftslenkern ist allerdings der, dass die Erfinder und Entwickler waren… Wenn man ein Londoner Taj Mahal mit zwölf Schlafzimmern braucht, ist das natürlich Privatsache. Luxemburg lieferte 900 Tonnen zu dem Londoner Mittal-Stahlknäuel. Als Lakshmi Mittal vor der Kamera dazu befragt wurde und erklärte „Oh yes, Belval is verrrry imporrrtant“ war eigentlich jedem sofort klar, dass er überhaupt nicht wusste, wer oder was zum Teufel Belval ist. Warum auch sollte er es wissen? Und warum am „Standort Luxemburg“ interessiert sein? Überdies ein Logistikstandort, auf dessen Straßen man allenthalben im Stau steht, aber das nur nebenbei. Dass man damals, als Mittal mit Arcelor verschmolz, Wirtschaftsund Außenhandelsminister Jeannot Krecké in den Verwaltungsrat entsandte, wurde das als Hinweis auf Misstrauen zwischen dem Staat Luxemburg als zweitgrößtem Einzelaktionär und dem Hauptanteilseigner Mittal gewertet. Dass Krecké immer noch im Verwaltungsrat sitzt, obwohl er aus dem Staatsdienst ausgetreten ist, könnte man nun so deuten: Der Konzern ArcelorMittal macht sowieso, was er will, und dem Staat ist es auch mittlerweile egal. Der Realität sollte man ins Auge sehen: Niemand gründet oder betreibt ein Unternehmen, weil er Menschen beschäftigen will.


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

WO STEHEN WIR?

In der Wachstumsfalle Immer mehr Ausgaben — immer mehr Schuld Zwei Drittel Sparen - ein Drittel mehr Einnahmen. Das ist das Rezept, mit dem die Regierung die Staatsfinanzen sanieren will. Klingt einfach. Ist allerdings recht kompliziert. Bis auf weiteres rückt das Null-Defizit-Ziel jedenfalls immer weiter in die Ferne. Der Etatentwurf für 2013, den Luc Frieden gestern im Parlament einbrachte, spricht Bände. Auch im kommenden Jahr werden die Ausgaben deutlich stärker anwachsen als die Einnahmen. Hinzu kommt eine heftige Ausweitung der Schuldenlast des Staates.DiesewirdaufeinRekordniveauvon25Prozent des Bruttoinlandprodukts anwachsen. ZweiMilliardenEurofürdieRefinanzierungder BGL-Rettung, 1,5 Milliarden für die Gegengewichtung des Defizits des Zentralstaats, eine Milliarde sozusagen als Reserve für bestehende (und kommende?) europäische Krisenbekämpfungsinstrumente, das sind insgesamt 4,5 Milliarden Euro. Esfehlt eineMenge Geld... Die Krise fordert ihr Tribut. Ja. Aber eben nicht nur. „Weil das Land wächst, wachsen auch die Ausgaben“, argumentiert Frieden. Das ist nachvollziehbar. Doch wann wird konsequent anderFragenachderQualitätdesWachsensgearbeitet? Was ist nachhaltig überhaupt verträglich für das Großherzogtum? Mehr Einwohner, mehr Arbeitsplätze, mehr Wachstum - das alles birgt erhebliche systemischeRisiken insich. Es geht schlichtweg um die Zukunftsfähigkeit des Landes, das endlich strukturelle Reformen braucht. Einige Pisten für den Reformweg hatte die EU-Kommision im vergangenen Mai vorgezeichnet. Dies aufgrund des Stabilitätsbe-

richts, den Luxemburg im Monat zuvor eingereicht hatte. Die Brüsseler Behörde rät, jede Abweichung von einem mittelfristigen Haushaltsziel,dasdielangfristigeTragfähigkeitderöffentlichen Finanzen gewährleistet, zu korrigieren, insbesondere unter Berücksichtigung der implizit mit der Bevölkerungsalterung verbundenen Verbindlichkeit. So sollte die Wirkung der vorgeschlagenen Pensionsreform verstärkt werden. Maßnahmenzur Senkungderaltersbedingten Ausgaben müssten beschleunigt und zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer eingeleitet werden; insbesondere durch die Erschwerung desvorzeitigen Ruhestands. Neue konkrete Schritte erwartet Brüssel auch inderIndexfrage.„UmdieWettbewerbsfähigkeit der Luxemburger Wirtschaftauflängere Sichtzu erhalten, soll zunächst das derzeitige einjährige Indexierungsintervall über 2014 hinaus beibehalten und die Auswirkungen des Energiebereichs und anderer volatiler Posten auf den Referenzindexeingedämmtwerden“,sodieKommission, die weitere Anstrengungen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit einfordert. Luxemburg müsse ferner dafür sorgen, dass die Zielvorgaben für die Verringerung der Treibhausgasemissionen in den Wirtschaftszweigen, die nicht unter das Emissionshandelssystem fallen, eingehalten werden, insbesondere durch einen ökologischen UmbaudesSteuersystems. Frage: Was passiert mit den frommen Wünschen aus Brüssel, die Luxemburg gut tun würden? MARC GLESENER

PRO A CONTRA

Muss das Gehälterabkommen beim Staat auf Eis gelegt werden? Vor dem Hintergrund der klammen Staatsfinanzen hatte LCGB-Präsident Patrick Dury kürzlich bei einer Pressekonferenz die Frage aufgeworfen, ob sich der Staat überhaupt noch ein Gehälterabkommen für den öffentlichen Dienst leisten könne. Im April hatten sich CGFP und Regierung nach langem Hin und Her unter anderem darauf geeinigt, die im Juli 2011 beschlossene Jahresprämie von 0,9% und die Punktwerterhöhung von 2,2% erst Mitte 2014, respektive zum 1. Januar 2015 anzuwenden.

„Ohne Gehälterabkommen kann es auch keine Gehälterreform geben“

ROMAIN WOLFF Für den Generalsekretär der Staatbeamtengewerkschaft ist klar, dass beide Dossiers als ein Ganzes zu betrachten sind. Mit seiner Zustimmung, das Gehälterabkommen um zwei Jahre zu verschieben, habe der öffentliche Dienst, nicht zuletzt aufgrund seiner besonderen Stellung zu seinem Arbeitgeber Staat und im Interesse des Landes, einen deutlich sichtbaren Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen geleistet. Für die CGFP ist aber auch sicher, dass mit der Unterzeichnung dieses Zusatzabkommens bis zum Ende seiner Laufzeit im Dezember 2015 die von Regierungsseite kurzzeitig öffentlich in Frage gestellten sozialen Errungenschaften der öffentlich Bediensteten längerfristig abgesichert bleiben.

„Die schwierige Finanzlage gebietet eine Aussetzung“ PIERRE BLEY Der Direktor der Dachorganisation der Patronatsverbände sieht mit dem Abkommen sowohl

die soziale Kohäsion als auch die politische Kohärenz im Land in Frage gestellt. Die versprochene Gehälteranhebung stehe im starken Widerspruch zum Sparkurs der Regierung und insbesondere zum Anspruch, den Anstieg der Funktionskosten beim Staat abzubremsen. Bley verweist auf die sich verschlechternde Lage beim Staatshaushalt, der ab 2015 noch zusätzlich unter dem Wegfall von Einnahmen aus dem elektronischen Handel leiden werde.


Schlechter, als angenommen Finanzminister Frieden stellt Budgeteckwerte für 2013 vor LUXEMBURG PASCAL STEINWACHS

D

ass Luc Frieden (CSV) sich gestern bei der Vorstellung der Eckwerte des Etatentwurfs 2013 nicht wohl fühlte, war deutlich zu sehen. So dauerte die Haushaltspräsention nicht mal eine halbe Stunde, auf langwierige makroökonomische Exkursionen, wie sie in den Jahren zuvor mitVorliebe durchexerziert wurden, wurde gestern bewusst verzichtet. Ausgaben von 14,2 Milliarden Euro sollen 2013 beim Zentralstaat Einnahmen in Höhe von 12,9 Milliarden entgegen stehen, so dass hier ein Defizit von 1,3 Milliarden Euro entsteht, was 2,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts entspricht. Was nun den Gesamthaushalt anbelangt, d.h. den Zentralstaat zusammen mit den Gemeinden und der sozialen Sicherheit, so wird hier ein Defizit von rund 680 Millionen Euro (1,5% des BIP) verzeichnet. „Jeder Kredit wurde überprüft“ Luc Frieden gab dann auch zu, dass es „schlechter laufe als angenommen“. Mit einem Wirtschaftswachstum sei in diesem Jahr jedenfalls nicht mehr zu rechnen, für 2013 wird derweil ein Wachstum von 1,7 Prozent erwartet. Bei der Vorstellung der Sparmaßmahmen (siehe nebenstehend), zu denen in zwei Wochen ein separater Geseztentwurf deponiert

werden soll, gab der Finanzminister an, jeden einzelnen Kredit überprüft zu haben. Die Funktionskosten sollen indes um 0,8 Prozent gesenkt werden, wie Frieden nicht ohne Stolz verkündete. Dass die Ausgaben indes immer noch anwachsen, erklärte der Minister damit, dass das Land eben-

ben werden ihrerseits gegenüber 2012 um 7,7 Prozent reduziert. Dann nimmt die Regierung auch noch eine weitere Anleihe auf, und zwar in Höhe von 4,5 Milliarden Euro, von denen 2,5 Milliarden fPr die Nettoneuverschuldung sind. Anfang Dezember soll das wichtigste und teuerste Gesetz des Jah-

„Die Ausgaben wachsen, weil das Land wächst“ Luc Frieden, Finanzminister

falls wachse. Als Beispiele nannte er den Beschäftigungsfonds (+92 Millionen), die Kinderbetreuung (+66 Mio.), die Gehälter (+64 Mio.) den Klimafonds (+38 Mio.), die Universität (+40 Mio.), den öffentlichen Transport (+15 Mio.), die Pflegeversicherung (+47 Mio.), die Entwicklungshilfe (+13 Mio.) und die Zinslast des Staates (+22 Mio.). Steuereinnahmen sinken Weniger hoch als ursprünglich geschätzt sind derweil die Steuereinnahmen, so bei der Körperschaftssteuer (-3%), bei der Gehältersteuer (-2%) und bei der „Taxe d‘abonnement“ (-5%). Die Investitionsausga-

res im Parlament verabschiedet werden. Die Mitglieder des parlamentarischen Finanz- und Budgetausschusses kamen ihrerseits gestern Nachmittag zusammen, um den Etatentwurf gemeinsam mit Finanzminister Frieden ein erstes Mal unter die Lupe zu nehmen. Da Kommissionspräsident Michel Wolter (CSV) sich knapp drei Stunden zuvor in einer ersten Reaktion „enttäuscht“ und „erschüttert“ gezeigt hatte, dürfte die Stimmung nicht die beste gewesen sein. Am nächsten Dienstag kommt die Finanz- und Budgetkommission dann zu ihrer nächsten Sitzung zusammen. w

Bekommt die Enden nicht mehr beieinander: Finanzminister Luc Frieden Foto: Pierre Matgé

k Mehr Seite 9 und Seite 23

ZUR GRAFIK

Open Data Die nebenstehende Grafik wurde mithilfe der von der Piratepartei betriebenen Webseite Staatsbudget.lu erstellt und zeigt die Aufteilung des Staatshaushalts 2013 nach Ministerien. Die Partei hat die Initiative vor Kurzem ins Leben gerufen weil es an staatlichen Initiativen fehle, um die Staatshaushalte so transparent zu gestalten, dass jeder Bürger sie leicht einsehen kann. Während Länder wie Grossbritannien oder die USA längst „Open Data“-Plattformen anbieten, publiziert die Luxemburger Regierung die Budgets immer noch in einem unabänderbaren PDF-Format, was detaillierte Analysen und die Darstellung von Grafiken extrem umständlich mache. Die Piratenpartei betreut übrigens auch die Webseite Depuwatch.lu, auf der das Abstimmungsverhalten der einzelnen Abgeordneten im Parlament verfolgt werden kann.


Was der zentralstaat 2013 ausgibt

2013: Was sich ändern wird • Die Zug- und Bustarife werden erhöht • Der Parktarif für Staatsbeamte wird auf 60 Euro ansteigen

• Die Autoprämie CAR-e wird nur noch beim Kauf von Elektroautos gewährt alle anderen Prämien werden gestrichen

Angaben in Prozent

7,4

12,2

20,1 5,3

10,5

1,5

9,1

7,6

26,3

Gehälter

Sozialtransfers (Renten, Familienzulagen...)

Subsidien (öffentlicher Busdienst, Wohnungsbeihilfen...)

Transfers an Kommunen

Zinsen

Andere Transfers

Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, RMG...)

Konsumausgaben Direkte und indirekte Investitionen

entWicklung des staatsdefizits (vergleich mit den nachbarländern) Angaben in Prozent des BIP

• Die Kilometerpauschale wird abgeändert

und gilt in Zukunft erst ab fünf Kilometer

• Bei den „Chèques-services“ fallen ab

nächstem Jahr die ersten drei Gratisstunden für Besserverdiener weg

• Die „Mammerent“ erhalten in Zukunft nur noch diejenigen Mütter, die keine eigene Rente haben

• Die Rentenanpassung wird 2013 ausgesetzt • Die Akzisen auf Diesel und Tabak werden angehoben

• Die in der Steuererklärung abschreibbare Zinslast für Konsumkredite wird um die Hälfte reduziert

Luxemburg

Deutschland

Belgien

Frankreich

einnahmen und ausgaben des zentralstaats Angaben in Millionen Euro

• Die Solidaritätssteuer für Privathaushalte

wird von vier auf sechs Prozent heraufgesetzt

• Für Betriebe wird eine Mindeststeuer zwischen – je nach Größe - 500 und 10.000 Euro eingeführt

• Die staatlichen Subventionen für Gemeinden

werden angepasst und dem finanziellen Spielraum der Kommunen auch wirklich Rechnung tragen

Gesamtausgaben

Gesamteinnahmen

Finanzierungsbedarf

Der Zentralstaat umfasst sämtliche Ministerien, Institutionen, Verwaltungen, Staatsdienste, Fonds und öffentliche Einrichtungen. Zum Zentralstaat gehören weder die lokalen Träger (Gemeinden, Syndikate) noch die Verwaltungen und Einrichtungen der Sozialen Sicherheit. Zur Berechnung der gesamten Staatsverschuldung (Maastricht-Kriterien) müssen letztere berücksichtigt werden. Grafiken: LJ / Quellen: Budgetentwurf 2013


Das Vibrafon

Das Vibrafon ist ein Schlaginstrument, dessen Platten aus einer Metalllegierung bestehen.

Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Big in Japan Vibrafonist Pascal Schumacher über Jazz in Asien und Blaskapellen in Luxemburg

Foto: Monday Night Productions

LUXEMBURG PATRICK VERSALL

müsse sich insgesamt besser vermarkten, so Musiker Pascal Schumacher.

in luxemburgischer Jazz-Musiker, der nach mehreren erfolgreichen Auftritten im japanischen Fernsehen in den Straßen von Tokio von Passanten erkannt wird, hat zweifelsohne Seltenheitswert. Im asiatischen Raum ist Pascal Schumacher kein unbeschriebenes Blatt mehr. Asien, so der preisgekrönte Vibrafonist, sei gerade dabei den Jazz für sich zu entdecken.

Studium der klassischen Perkussion Dazu gehört eben ein ausgeklügeltes visuelles Konzept: qualitativ hochwertige Pressebilder, kunstvolle Albumcover, eine übersichtliche Webseite. Der Hörer kaufe heute eben viel mit dem Auge, so Schumacher. Ist die Hülse inhaltslos, dann lässt weder in Japan, noch irgendwo anders eine Platte absetzen. Die internationale Musikszene wird heute unaufhaltsam von jungen, guten bis sehr guten Talenten überschwemmt, die um die Gunst der Hörer und Konzertveranstalter buhlen. Dass das beste Vermarktungskonzept sprichwörtlich für die Katz ist, wenn der Musiker frei von Talent ist, steht außer Frage.

E

Jazzeroberung „Es ist der Jazz der 50er, 60er und 70er Jahre, in den sie sich versuchen hineinzudenken.“, erklärt der Jazzmusiker Pascal Schumacher. Zurück von einem Japan-Auftritt mit seinem Pascal Schumacher Quartett sitzt der Musik-Dozent zwischen zwei Musikkursen in der Mensa des hauptstädtischen Konservatoriums. Es dauere noch eine Weile, bis sie bei dem Jazz ankommen würden, der heute in Europa produziert wird. Die Menschen stünden dem Jazz allerdings sehr offen entgegen; „ich bin beispielsweise überrascht, in wie vielen Sushi Bars oder Kneipen Jazz läuft.“ Schumacher führt seinen Erfolg in Asien jedoch nicht nur auf seine Kompositionen zurück, sondern in erster Linie auf das Instrument, das auf all seinen Alben zu hören ist: das Vibrafon. Die Musik seines Pascal Schumacher Quartetts würden die Menschen in Asien vermutlich - vielleicht unbewusst - an ihre eigene traditionelle Musik erinnern,. Man müsse wissen, dass in Asien eine starke MarimbaKultur gepflegt wird. Darüber hinaus gibt es in diesem Teil der Welt an und für sich keine Jazz-Vibrafonisten vom Schlage eines Pascal Schumacher Seine aktuelle CD beschert dem Luxemburger mehr als achtbare Verkaufszahlen, in der kommenden Woche steht wieder ein Sprung über die Kontinente an: Schumacher folgte der Einladung eines renommierten japanischen Jazzfestivals. TV- und Festivalauftritte hin oder her. Der 34-Jährige möchte auf dem asiatischen Markt verankert bleiben und auf eine nachhaltige Präsenz setzen. Als Popstar lässt sich der Vibrafonist jedoch nicht feiern. „ Jazz ist global betrachtet nach wie vor eine musikalische Nische“. Eine Nische, die, mit Blick auf die Tonträgerverkaufszahlen, Rückenwind hat. Dass man mit dem vom Grafiker Michel Welfringer für Schumacher ausgearbeiteten visuellen Konzept auch einen Popmusiker gut vermarkten könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Der Jazz

„Ich kümmerte mich um allerlei Getrommele und Gebimmele“ Pascal Schumacher über seine Zeit in der Musikkapelle

Pascal Schumacher und sein Management stecken regelmäßig die Köpfe zusammen, um die Etappen der Karriere sorgfältig vorzubereiten. Dieser Plan wird im Lauf der Zeit verfeinert „wir beraten uns immer, auf welche Länder wir uns konzentrieren wollen“. Ratschläge nimmt Pascal Schumacher, der alles andere als ein Novize in der Jazz-Szene ist, auch gerne von Patrice Hourbette, dem Boss des luxemburgische Musikexportbüros music:LX entgegen. Schumacher tanzt auf vielen Hochzeiten. Auf der Bühne steht er abwechselnd mit dem im Jahr 2002 gegründeten Pascal Schumacher Quartett und dem belgischen Jazz-Pianisten Jef Neve. Den Jazz entdeckte Schumacher in der „Cider“-Band es Stater Kolléisch; „damals besaß ich auch schon einige Jazzalben“. Weltenspringer Am Konservatorium der Stadt studierte er klassische Perkussion, ehe er diesen Studiengang in Strasbourg fortsetzte. Ein Studium der klassischen Perkussion impliziert das Studieren zeitgenössischer Musik, die sich durch Improvisationselemente kennzeichnet. Sein Dozent Emmanuel Séjourné in Straßbourg

schlug ihm während des Studiums vor, Jazzkurse zu belegen. Den direkten Draht zur Musik hatte er schon in jungen Jahren. Seine ersten Schritte in der Musikwelt unternahm er in den Reihen der Dorfkapelle aus Schüttringen, „da kümmerte ich mich um allerlei Getrommele und Gebimmele“. Die Musikkapelle war für Schumacher eine prägende Erfahrung. „Als Perkussionist lernt man in einer Kapelle sich durchzubeißen“. Heute versucht der Dozent seinen Schülern die Mitgliedschaft in einem solchen Dorfverein schmackhaft zu machen, ein Unterfangen , dass sich oft als schwierig erweist, da die luxemburgischen Musikgesellschaften an Attraktivität eingebüßt haben: „Ich sag den Schülern immer, dass meine Zeit in der Schëtter Musëk eine wertvolle Erfahrung für mich gewesen ist“. Pascal Schumacher ist ein musikalischer Weltenbummler, der auf dem europäischen und asiatischen Kontinent zuhause ist. Das Hin- und Herspringen zwischen den beiden Welten möchte er keinesfalls missen. Er sei schnell wieder geerdet, wenn er von einer Tournee aus Japan zurückkomme und er vor einer Klasse unterrichte. „Die geografische Abwechslung tut gut, auch wenn sie auch physisch nicht immer gut zu verkraften ist“. Er möchte außerdem dem luxemburgische Publikum treu bleiben. „ Ich versuche alle vier bis fünf Monaten mit meiner Band in Luxemburg aufzutreten, um den Kontakt zu den Leuten aufrechtzuerhalten.“ w k www.pascalschumacher.com ZUR PERSON

Pascal Schumacher, Jahrgang 1979, studierte Musik in Luxemburg, Straßburg, Den Haag und Brüssel. Mit seinem Pascal Schumacher Quartett und im Duett mit dem Pianisten Jef Neve spielt er Platten ein und gibt Konzerte. Schumacher komponiert für sein Quartett und für Kammerensembles; zurzeit arbeitet er an einem Soundtrack für einen Marlene Dietrich Stummfilm. Der Luxemburger unterrichte als Dozent am Konservatorium Luxemburg und an der Hochschule für Musik in Saarbrücken. Schumacher bekam Anfang des Jahres den deutschen Musikpreis ECHO in der Kategorie „Instrumentalist International-sonstige Instrumente/Vibrafon“ für das Album „Bang my Can“.


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Ghandis Gewand und Brille sind weltbekannt und stehen für den friedlichen Protest

Foto: Ajit Solanki/AP/dapd

Marsch gegen Gewalt

AHMADABAD Mahatma Gandhis

markantes Aussehen mach es einfach, ihn zu imitieren. Zum Ge-

Die Untersuchungen dauern an

denken an seinen Geburtstag und seinen Einsatz für friedlichen Protest und gegen die Gewalt ist er zu

Foto: Kin Cheung/AP/dapd

101 Menschen gerettet HONGKONG Beim schwersten Schiffsunglück seit mehr als 40

Jahren sind mindestens 38 Menschen umgekommen. DAPD

einem Symbol für den friedlichen Protest geworden und wird gefeiert. Ghandi wurde am 2. Oktober

1869 geboren und kam am 30. Januar 1948 ums Leben. Der 2. Oktober ist ein nationaler Feiertag in

Das Shikara Festival begeistert die Touristen

Indien. Am „Ghandi Jayanti“ genannten Tag wird der „Vater der Nation“ dann geehrt. SVEN WOHL

Foto: dapd

Entzückende Touristenfalle SRINAGAR Um den Tourismus in der Region anzukur-

beln, organisiert das Jammu Kashmir Tourismus Büro ein mehrtägiges Shikara Festival. Bei Shikara handelt es sich um hölzerne Schiffe, die traditionell in Indien benutzt werden. Sowohl für den

Transport als auch für die Fischerei kommen die Boote noch zum Einsatz. Mittlerweile haben sie sich zu einer Attraktion entwickelt. Den Touristen scheint es auf jeden Fall zu gefallen. SVEN WOHL MIT AP


UEFA Champions League: Live. Gruppe D, 2. Spieltag: Manchester City FC Borussia Dortmund Kommentar: Oliver Schmidt

Mëttwoch, 3. Oktober 2012

TV-PROGRAMM VOM MITTWOCH

ARD

ZDF

RTL Television

TF1

FRANCE 2

9.00 Die Sendung mit der Maus Spezial:Zum Türöffnertag 9.25 Mit Armin unterwegs 10.25 Die beliebtesten Klassiker des Kinderfernsehens 11.55 Tagesschau 12.00 Festakt zum Tag der Deutschen Einheit 13.05 Zwei übern Berg 14.35 Pfarrer Braun 16.05 Tagesschau 16.15 Eine Liebe in St. Petersburg 17.45 Die göttliche Sophie 19.15 Einheits-Check

8.30 Aschenputtel 10.00 Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit 11.00 heute 11.05 Die verschwundene Mauer 11.35 Im Wald der Wälder 11.50 Die Feuerzangenbowle 13.25 Es geschah am helllichten Tag 15.00 heute 15.05 Rebecca Ryman - Wer Liebe verspricht 16.50 heute 16.55 André Rieu - 25 Jahre 18.58 Lottoziehung am Mittwoch

5.55 Like Mike II - Das Spiel mit der Magie 7.20 Der Prinz und der Bettelknabe 9.15 French Kiss 11.15 Businessplan zum Verlieben 12.55 Dance! Jeder Traum beginnt mit dem ersten Schritt 15.00 Verrückt nach Mary 17.10 Toy Story III

6.10 Sandra détective 6.35 La famille Cro 6.45 Tfou 11.05 Au nom de la vérité 11.35 Mon histoire vraie 12.00 Les 12 Coups de Midi! 12.50 L’affiche du jour 13.00 Journal 13.40 Petits plats en équilibre 13.55 Julie Lescaut 15.35 Diane, femme flic 16.30 Diane, femme flic 17.25 4 mariages pour 1 lune de miel 18.20 Une famille en or

10.55 Motus 11.30 Les Z’Amours 12.00 Tout le monde veut prendre sa place 12.50 Une idée de ton père 12.55 Météo 13.00 Journal 13.45 Météo 13.50 Consomag 14.00 Toute une histoire 15.10 Comment ça va bien! 16.10 Le jour où tout a basculé 16.35 Le jour où tout a basculé... 17.05 Seriez-vous un bon expert? 17.48 CD’aujourd’hui 17.50 On n’demande qu‘à en rire

20.00 Tagesschau 20.15 Der Turm Drama (D, 2012, 90‘) (1/2) Mit Jan Josef Liefers, G¢tz Schubert und Sebastian Urzendowsky 21.45 Der Turm - Die Dokumentation Dresden in den 1980er-Jahren ist die Kulisse des ARD-Fernsehfilm-Highlights „Der Turm“. Im Film durchleben die Hauptfiguren ein Jahrzehnt der Stagnation, sie leiden an der Mangelwirtschaft und den Zumutungen des SED-Regimes. 22.30 Tagesthemen

23.00 Kirschblüten-Hanami 1.00 Nachtmagazin 1.20 Der Turm 2.53 Tagesschau 2.55 Kirschblüten-Hanami

19.00 heute 19.18 Wetter 19.20 Fußball 19.30 Küstenwache 20.15 UEFA Champions League Live. Gruppe D, 2. Spieltag: Manchester City FC - Borussia Dortmund Kommentar: Oliver Schmidt Direkt aus Manchester (GB) Moderation: Jochen Breyer Experte: Oliver Kahn gegen 21.30 heute-journal 23.15 Die Bayern-Story 23.45 Markus Lanz 1.00 heute 1.05 Lottoziehung am Mittwoch 1.10 Champions League 2.45 Romney gegen Obama 4.40 Art of Animation

RTL Télé Lëtzebuerg

19.05 Bauer sucht Frau 20.15 Operation Walküre Das Stauffenberg-Attentat Drama (USA, 2008, 130‘) von Bryan Singer Mit Tom Cruise, Carice Van Houten, Kenneth Branagh und Bill Nighy Deutschland 1944: Überzeugt, dass Hitler Deutschland ins Verderben stürzt, schließt sich Oberst Graf von Stauffenberg einer militärischen Widerstandsgruppe an. Sie plant ein Attentat, bei dem Hitler in der Wolfschanze sterben soll. Am 20. Juli lässt Stauffenberg die Bombe hochgehen. 22.25 From Paris with Love

19.05 Le juste prix 19.45 Nos chers voisins 20.00 Journal 20.40 Nos chers voisins 20.50 Esprits criminels „Epilogue“ L‘équipe d’Esprits Criminels est appelée en Californie, dans l’immense forêt d‘ ’Angeles National‘, après que trois cadavres aient été récupérés dans le lac du Ridge Canyon, une zone récréative très populaire. Les victimes sont trois hommes musclés, à la chevelure foncée... 21.35 Esprits criminels

0.15 Operation Walküre - Das StauffenbergAttentat 2.15 From Paris with Love 3.45 Verrückt nach Mary

OperationWalküre

06:00 De Magazin 06:30 De Journal 07:00 RTL Radio Web TV 08:00 HabiterTV 09:00 RTL Shop 11:00 HabiterTV 12:00 RTL Radio Web TV 13:05 HabiterTV 14:05 RTL Radio Web TV 15:10 Planet Battle 15:40 20vir - de Planet Magazin 16:00 RTL Radio Web TV 17:00 HabiterTV 18:00 Planet Battle 18:30 „5 minutes“ 18:35 20vir - Spezial Kino 18:58 Newsflash 19:00 Top Thema Magazin 19:13 Météo 19:15 De Magazin - Kapital 19:30 De Journal 19:56 Bourse a Météo 20:00 De Magazin 20:30 De Journal 21:00 De Magazin... 00:35 Bis 6.00: Rediffusioune vum 5 Minutes, Magazin & Journal

20.15 RTL Film Nachdem er von der Front in Nordafrika verletzt nach Deutschland zurückgekehrt ist, schließt sich Claus Schenk Graf von Staufenberg einer Gruppe ranghoher Offiziere an die planen, Adolf Hitler zu töten.

18.50 Volte-face 19.40 Roumanoff et les garçons 19.45 Météo 20.00 Journal 20.40 Tirage du Loto 20.45 La disparition Avec Géraldine Pailhas et Thierry Godard Un dimanche matin Betty disparaît, laissant des traces aussi énigmatiques que mystérieuses. S’agit-il d’une fugue? 22.22 D’art d’art! 10 ans

22.25 Esprits criminels 23.15 Fringe 0.05 Fringe 0.50 Fringe 1.45 50 mn Inside 2.40 Aimer vivre en France 3.40 Sur les routes d’Ushuaïa 4.05 Histoires naturelles

22.25 Un jour/un destin 23.48 Dans quelle étagère 23.50 Journal de la nuit 0.00 Météo 0.05 Des mots de minuit 1.40 Toute une histoire 2.40 Les chemins de la foi 3.35 24 heures d’info 3.45 Météo 3.50 Dans le secret de nos assiettes

M6

DOK

6.00 M6 Music 6.25 Météo 6.30 M6 Kid 7.45 Disney Kid CIub 9.00 Météo 9.05 M6 boutiquei 10.10 Face au doute 11.00 Face au doute 11.45 Drop Dead Diva 12.40 Météo 12.45 Le 12 45 13.00 Scènes de ménaces 13.40 Météo 13.45 Pas à pas vers son destin 15.40 Un mal pour un bien 17.35 Un dîner presque parfait 18.45 100% mag 19.45 Le 19 45 20.05 Scènes de ménages 20.50 Desperate Housewives 21.40 Desperate Housewives 22.30 Belle toute nue 0.00 Belle toute nue 1.55 The Cleaner 2.40 The Big Game

1.00 - 17.00 .dok random 17.00 Faszination Motorsport 17:40 Auto Moto Show 18.00 KIA KREMER Sport Talk 18.25 BGL BNP PARIBAS Open 18.45 AstridLulling TV 18.55 Relax-DH 23.00 Mäin Hobby, mäi Beruff 23.10 MATV - Mamer Televisioun 23.40 Televisioun Steesel 0.10 Ouverture vun der Maartsaison an der Stad

AUSSER HAUS MERSCH

ECHTERNACH

LUXEMBURG-GRUND

Ausstellung

Konzert

Konzert

19.00 bis 21.00 „Mat Spatzer Fieder an frechem Humor“ im Nationalen Literaturzentrum. 2.400 politische Zeichnungen von Albert Simon.

Ab 20.00 Das Pascal Schumacher Quartett spielt im Trifolion. Schumacher ist ein junger Jazz-Musiker und Komponist. Eintritt: 35 od. 25€.

Ab 20.00 Der katalanische Sänger Raimon tritt in der Abtei Neumünster auf. Eintritt: 25 Euro (mit Ermäßigung 15 Euro)

MÉTÉO LUXEMBOURG

STOCKHOLM 13°/14°

EUROPE DEUTSCHLAND

MOSKAU 12°/14° CLERVAUX 12°/13°

BASTOGNE 11°/14°

DUBLIN 10°/13°

BITBURG 14°/16°

BERLIN 17°/20°

LONDON 13°/15°

BELGIQUE

MERSCH 12°/14°

KIEW 22°/25°

CHTERNACH ECHTERNACH 14°/17° PARIS 16°/18°

TRIER 14°/17°

ARLON 13°/15°

NIZZA 20°/22°

ESCH-SURALZETTE 14°/16°

MERZIG 15°/16°

FRANCE

LISSABON 22°/25°

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

12°/14°

12°/13°

13°/14°

ROM 21°/24°

MADRID 18°/24°

DUBROVNIK 22°/24°

ISTANBUL 25°/27°

PALMA 26°/26°

SAARBRÜCKEN ARBRÜCKEN 14°/16°

THIONVILLE 14°/16°

VERDUN 15°/17°

WIEN 18°/22° ZÜRICH 15° 15°/18°

LUXEMBOURG UXEMBOURG 12°/14°

LONGWY 14°/16°

WARSCHAU 16°/18°

ALGIER 27°/29°

ATHEN 28°/30°

TUNIS 28°/29°

METZ 15°/18°

sonnig

wolkig

bedeckt

Schauer

Regen

Gewitter

Schneeregen

Schnee

Nebel

Frost


Korruption im Wandel

Streit um Gemeindefusionen in Rheinlandpfalz

Georgischer Traum

Seite 10

Seite 12

Seite 13

Auf dem Weg in den Schuldenstaat Reaktionen auf die Haushaltsvorlage 2013

CLAUDE MEISCH, DP-Fraktionschef MICHEL WOLTER CSV-Präsident

ALEX BODRY, LSAP-Präsident

„Ich bin verblüfft, fast erschüttert und möchte Erklärungen von der Regierung, warum sie den Weg zum Null-Defizit verlassen hat“

„Dass die Investitionen fast ganz über Schulden gegenfinanziert werden müssen, zeigt, dass strukturelle Probleme bestehen“

„Trotz Steuerhöhungen und Leistungsdeckelung steigt das Defizit. Bald haben wir keinen Sputt mehr, sondern zahlen nur noch Schulden ab“

LUCIEN LUX, LSAPBudgetberichterstatter

SERGE URBANY, Déi Lénk JACQUES-YVES HENCKES, adr

„Eine weitere Etappe, die kleinen Lohnempfänger die Zeche zahlen zu lassen – die Reichen und die Betriebe müssten höher besteuert werden“

„Ich bin erstaunt, dass die Regierung bei den Ausgaben nicht alles im Griff hat. Der Staat macht auch nicht genug Sparanstrengungen“

„Kein Land ist schuldenfrei, aber die Entwicklung bei uns bereitet doch Sorgen. Das Null-Defizit-Ziel muss mittelfristig erreicht werden, um der Jugend nicht Wege zu verbauen“

FRANÇOIS BAUSCH , Déi GréngFraktionschef

„Dass wir auf Kosten der nächsten Generationen leben, ist dramatisch. Diese Zweckkoalition hatte nie Elan, möchte nur bis 2014 über die Runden kommen“

„Das Defizit ist besorgniserregend, aber es ist eben ein Kompromiss von zwei Regierungsparteien, die ganz unterschiedliche Sichtweisen haben“

ROMAIN WOLFF, CGFP-Generalsekretär

„Es heißt, breite Schultern müssten mehr tragen, die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen gehen aber ganz klar auf Kosten der Mittelschicht“

Fotos: Editpress

MARC SPAUTZ, CSV-Fraktionschef


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Kontrolle ist besser Greco in Luxemburg: Prävention von Korruption von Parlamentariern, Richtern und Anwälten LUXEMBURG

U

nter dem englischen Begriff „corruption“ versteht man sowohl „Bestechlichkeit“ wie auch „Verdorbenheit“. Greco, der Staatenverbund gegen Korruption fühlt Luxemburg dieser Tage auf den Puls, wie es um Integrität, Bestechung und Interessenkonflikte steht.

Prävention vor Bekämpfung „Les valeurs changent“, erklärt Christophe Speckbacher, Sektionschef des GrecoSekretariats. Es gebe heute allmählich ein Bewußtsein für die problematische Vermischung von Eigen- mit öffentlichen Interessen, was noch vor einigen Jahren nicht der Fall gewesen sei. Das erklärt, warum es in erster Linie um Präventionsarbeit geht. „L’idée c’est d’être pragmatique“, sagt Speckbacher. Darüber hinaus sei Korruption heute als ein Verbrechen anerkannt und werde dementsprechend mit Gefängnisstrafen geahndet. Die Arbeit der Greco, der Staatenverbund gegen Korruption, wird im vierten Zyklus seit seiner Gründung 1999 die Prävention Zum Group of States against Corruption von Korruption von Parlamentariern, Richtern und Neue Herausforderungen Anwälten beinhalten und in diesem Kontext auch das Thema „Code de déonGreco, der Staatenverbund gegen die Korruption, ist tologie“ in Justiz und Poliein Organ des Europäischen Rates. Das „Monitoring“ tik aufgreifen. Zu diesem der europäischen Korruptionsbehörde funktioniert in Zweck ist Speckbacher seit zwei Phasen. Die „horizontale“ Bewertung für alle gestern zu Gesprächen in Staaten legt nach einer Analyse in den 49 Luxemburg. Der SektionsMitgliedsländern eventuelle legislative chef des Greco-SekretariVerbesserungen und Reformen für die Einzelnen fest. ats sprach bereits gestern In einem zweiten Schritt wird die Anwendung der mit Vertretern der Justiz ausgearbeiteten Vorschläge beurteilt. Im letzten und den einzelnen Höfen Zyklus widmete sich Greco der Transparenz der über Unparteilichkeit, VerParteienfinanzierung. haltensregeln und Transparenz. Heute trifft sich die Parteifinanzierung - ein Erfolg vierköpfige internationale Die 1999 gegründete GRECO hat es sich zum Ziel Gruppe mit Experten der gesetzt, seine Mitglieder im Kampf gegen die Universität Luxemburg, Korruption zu unterstützen. Zu diesem Zweck setzt Vertretern der Rechtsandas in Straßburg basierte Organ auf 20 Leitprinzipien, wälte, dem nationalen Abdenen sich die Mitglieder des GRECO verschreiben. leger von Transparency InIm Bericht von Juni 2012 kam Greco zum Schluss, ternational sowie dem dass Luxemburg sich um 13 von 17 Vorschlägen Presserat. ausreichend gekümmert habe. Zum Thema Transparenz der Parteienfinanzierung habe das Land durch die Offenlegung ihrer Konten Fortschritte gemacht. Ungeklärt bleibe aber nach wie vor die Frage der juristischen Verantwortlichkeit der Parteien. Luxemburg, das seit Gründung der Greco zugehört, wird durch Jean Bour, Doris Woltz, Claudine Konsbrück und Sophie Hoffmann vertreten.

Stärkeres Bewußtsein in der Politik Donnerstag steht die Politik auf dem Plan: Gespräche mit Vertretern einzelner Parteien und unter anderem dem Bureau de la

Jean Bour (li.), Claudine Konsbrück (re.), in der Mitte Christophe Speckbacher vom Greco-Sekretariat Foto: Alain Rischard

Chambre. Hier geht es um das Problem des Interessenkonflikts, der in vielerlei Formen und in besonderem Maße auch für Luxemburg von Relevanz ist. Die frühere problemlose Absetzung von Reisekosten beispielsweise für Politiker treffe heute auf ein kritisches Bewußtsein. Integrität und Transparenz spielen eine wichtigere Rolle. Die im dritten Greco-Zyklus umgesetzte Vereinheitlichung und Offenlegung der Parteikonten verbucht Speckbacher deshalb auch als Erfolg. Ob und inwiefern konkrete Themen wie Interessenkonflikte bei mehreren Mandaten oder zwischen Politik und Wirtschaft analysiert werden, bleibt offen. Man wolle sich auf die Parlamentsarbeit beschränken. Am Freitag treffen sich die Experten mit der Ombudsfrau Lydie Err. Die Finalisierung des Berichts wird erst für Anfang 2013 erwartet. Die einzelnen Mitgliedsstaaten können über eine Veröffentlichung entscheiden. Nach Fertigstellung des Berichts bleibt den Ländern dann eine Frist von 18 Monaten, die im Plenum in Straßburg diskutierten Änderungen umzusetzen. Das übe einen gewissen Druck unsererseits aus, sagt Speckbacher. Vom 15. bis zum 19. Oktober wird sich das Plenum in Straßburg wieder zusammenfinden. Greco funktioniert auf Basis der der gegenseitigen Druckausübung, Überwachung und Gleichbehandlung. Eine gegenseitige Inschutznahme gebe es nicht, MEHR IM NETZ versichert Speckbacher. Eine ausgewogene Die Greco-Berichte und die Anwendung von Zahl an öffentlichen Organen könne ebenfalls Verbesserungsvorschlägen in Luxemburg unter zur Reduzierung von Korruption beitragen. w k http://tinyurl.com/yfwk4j9Politik

Die Bombe vor unserer Tür LUXEMBURG Nach dem vernichten-

den Bericht der EU-Kommission über die Sicherheitsvorkehrungen bei den Kernkraftwerken in Europa steigt erneut der Druck auf die Politik für einen kompletten Atomausstieg zu sorgen. Die EU-Experten kamen zum Schluss dass fast alle europäischen Atommeiler Sicherheitsmängel aufweisen und nachgerüstet werden müssen. „Es zeigt sich einmal mehr, dass die Situation, rund 18 Monate nach der Katastrophe in Fukushima, auch in Europa allen Grund zur Sorge gibt“, entrüstet sich die Umweltgewerkschaft „Mouvement Ecologique“ in einer Pressemitteilung. Sie verweist auf einen Bericht der französischen Zeitung „Le Figaro“ laut dem alle 58 französischen Atomreaktoren teils gravierende Sicherheitsmängel aufweisen. Vier französische Atomzentralen, darunter die nahe an der luxemburgischen Grenze

liegenden Cattenom und Chooz, wurden von den europäischen Experten nochmals gesondert unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass die Kritikpunkte an Cattenom zum Beispiel noch zahlreicher sind als an der - viel älteren - Zentrale von Fessenheim im Elsass, welche ja bis spätestens 2016 geschlossen werden soll. „Spiel mit dem Leben von Millionen ein Ende setzen“ Der Bericht der EU-Kommission kritisiert zum Beispiel dass Management-Richtlinien für schwere Unfälle nicht für alle Meiler umgesetzt sind. Auch die belgischen Atomzentralen von Tihange und Doel in Belgien weisen zahlreiche Sicherheitsmängel auf. „Es ist nun definitiv an der Zeit, diesem Spiel mit dem Leben von Millionen Menschen in Europa ein Ende zu bereiten. Diese Atomkraftwerke gehören ein für alle Mal ge-

schlossen!“, unterstreicht der Mouvéco, der erneut einen Appell an die Luxemburger Regierung richtet, sich sowohl auf bilateraler wie europäischer Ebene konsequent für die Schließung der Atomkraftwerke Cattenom/Chooz/Fessenheim (F), Tihange/Doel (B) und Biblis/Philippsburg (D) einzusetzen. Ferner soll die Regierung die Zivilgesellschaft ohne Aufschub über den Stand der Dinge zu informieren, unter anderem betreffend die Gutachten, inwiefern Luxemburg auf juristischer Ebene eine Verlängerung der Laufzeit von Cattenom verhindern könnte. „Wenn die Atomzentrale von Fessenheim 2016 vom Netz gehen kann, dann muss dies auch für Cattenom gegenüber der französischen Regierung durchgesetzt werden. Eine Verlängerung der Laufzeit dieser tagtäglichen Gefahr für Mensch und Umwelt wäre inakzeptabel“, heißt es. LJ

CHRISTIAN BLOCK

„Statut étudiant“ weiter vermisst LUXEMBURG Im Moment werden

Studenten, die aus dem Ausland kommen oder nicht bei den eigenen Eltern in der Krankenkasse sind, bei der gesetzlichen Krankenkasse mit 98,42 Euro besteuert. Das ist genau so viel, wie jemand, der den Mindestlohn bezieht. Das stellt die „Association des Cercles d‘Etudiants Luxembourgeois“, kurz ACEL, fest und fordert, dass der eigentlich vorgesehene „statut étudiant“ für gesetzliche Krankenkassen auch eingeführt wird. Bereits im April 2011 hatte sich die Vereinigung zusammen mit anderen Gruppen einen Brief diesbezüglich an die Gesundheitskasse geschrieben. Für eine gerechtere Besteuerung Der Betrag von 98,42 Euro, der jeden Monat für Studenten anfällt, wird als viel zu hoch eingeschätzt.

Das begründet sich unter anderem aus der Tatsache, dass die meisten Studenten eben über kein Einkommen verfügen. Zusätzlich wird eine Privatversicherung von der Vereinigung abgelehnt. Im letzten akademischen Jahr wurde das Problem durch die Universität Luxemburg selbst gelöst, wobei es sich jedoch nur um eine Notlösung handelte. Deshalb fordert der ACEL, dass die Besteuerung auf einem Drittel des sozialen Mindestbeitrags berechnet wird. Desweiteren stellt die Vereinigung die Frage, wer eigentlich für die Besteuerung zuständig ist, da das hierfür verantwortliche Gesetz immer noch nicht gestimmt geworden ist. Zusätzlich gilt noch zu klären, wo Studenten überhaupt versichert sind und welche Leistungen sie dort erhalten. SVEN WOHL


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Diesel bei 1,3 Euro

Diesel kostet ab sofort 1,3 Euro, Normal-Heizöl 0,872 Euro und schwefelarmes Heizöl 0,835. Alles wird 2,3 Cent teurer.

Kein Bedarf

Offene Schiene

Spanien dementiert Antrag auf weitere Finanzhilfen

EU-Kommission will Konkurrenz auf Bahnstrecken erzwingen

MADRID Der spanische Minister-

präsident Mariano Rajoy hat Spekulationen über einen unmittelbar bevorstehenden Antrag auf weitere Finanzhilfen gestern zurückgewiesen. Auf die Frage von Journalisten, ob die Regierung bereits am Wochenende unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen werde, antwortete Rajoy mit „Nein“. Die Ratingagentur Moody’s kündigte unterdessen an, in diesem Monat eine neue Bewertung von Spaniens Bonität abzugeben. Eigentlich wäre der Bericht bereits Ende September fällig gewesen. Analysten gingen davon aus, dass die Kreditwürdigkeit des Landes auf Ramschniveau herabgestuft wird. Das würde die Rekapitalisierungskosten für Spanien weiter in die Höhe treiben. Zur Stabilisierung seiner Banken hat Madrid schon vor der Sommerpause einen Hilfsantrag gestellt. Dafür sind 100 Milliarden Euro bereitgestellt, von denen aber wohl weit weniger als 60 Milliar-

BRÜSSEL DAPD

Die EU-Kommission will nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ mehr Konkurrenz auf Europas Eisenbahnmärkten erzwingen.

Muss Spanien unter den Rettungsschirm? „Nein“ sagt Premierminister Rajoy Photo: Bloomberg den Euro tatsächlich benötigt werden. Doch könnten die Notkredite für die Banken alleine Madrid nicht retten: Das Land muss wegen seiner immensen Verschuldung und der katastrophalen Wirtschaftslage so hohe Zinsen für neue Kredite

zahlen, dass die Refinanzierung kritisch wird. Seit Monaten wird deswegen hinter verschlossenen Türen beraten, ob der Staat nicht ganz unter den Rettungsschirm EFSF oder seinen Nachfolger ESM schlüpfen sollte. AP

sucht …

Journalist(in) Eine(n) hauptberufliche(n)

„Ein Schlüsselvorhaben der EUBehörde“ Binnenmarktkommissar Michel Barnier habe die „Öffnung des heimischen Personen-Bahnverkehrs für Anbieter aus anderen Mitgliedstaaten“ als ein Schlüsselvorhaben der EU-Behörde eingestuft, schreibt das Blatt in seiner gestrigen Ausgabe. Die Zeitung weist auf einen Zwölf-Punkte-Plan zum Ausbau des europäischen Binnenmarktes hin, den Barnier in dieser Woche vorstellen will. Noch vor Jahresende will die Kommission danach einen entsprechenden Gesetzesvorschlag

vorlegen. Durch die erzwungene Öffnung der nationalen Schienennetze sollen „Qualität und Preiseffizienz“ verbessert werden, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Die Kommission kündigt an, es solle reichen, in einem Land als Anbieter zertifiziert zu sein, um in einem anderen Strecken betreiben zu dürfen. Kosten von vier Milliarden Euro im Jahr sparen Darüber hinaus sieht der Plan vor, dass Schiffe aus EU-Ländern „nicht länger denselben Zoll- und Verwaltungsvorschriften unterworfen werden“ wie solche, die Waren aus Übersee transportieren. Außerdem soll ein einheitlicher europäischer Luftraum geschaffen werden, der umständliche Routen abschafft. Den Fluglinien soll auf diese Weise geholfen werden, „geschätzte Kosten von vier Milliarden Euro im Jahr“ zu sparen.


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Fusionen sorgen auch jenseits der Sauer für Unruhe Die Ideen der Mainzer Landesregierung stoßen nicht überall auf Gegenliebe LUXEMBURG PATRICK WELTER

F

usionen sind nicht nur in Luxemburg ein Thema, auch im benachbarten Bundesland Rheinland-Pfalz geht die Diskussion heiß her, allerdings ist es dort so, dass die Kommunalverwaltungen zum Teil zu ihrem Glück gezwungen werden können - manchmal gegen den erbitterten Widerstand der Bürger. Landesstatistik ist das eine, die Situation vor Ort ist oftmals eine ganz andere. Dies wurde in den letzten Wochen durch Demonstrationen und Bürgerentscheide deutlich, die in eine ganz andere Richtung gingen als es sich das Mainzer Innenministerium vorgestellt hat. Verschärfend kommt hinzu, dass die Frist für freiwillige Fusionen im Nachbarland schon abgelaufen ist… Im Gegensatz zu Luxemburg gibt es bei einer Fusion nur 150 Euro pro Neueinwohner, hierzulande sind es 2.500 Euro pro Kopf der Gesamteinwohnerschaft.

Demografische Entwicklung In Mainz argumentiert man nicht in erster Linie mit dem Bürgerservice wie in Luxemburg, sondern mit der demografischen Entwicklung, weil die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz merklich schrumpft, um 3,2% bis 2020 bis 2050 sogar um 14,9%. Wobei sich die Regionen ganz unterschiedlich entwickeln werden. Entlang der so genannten Rheinschiene von den Vororten Bonns über Koblenz und Mainz bis hinunter nach Ludwigshafen und Speyer wird der Rückgang weniger deutlich ausfallen, als auf den Eifelhöhen oder in der schon jetzt strukturschwachen Südwestpfalz. Tabula rasa in der Region Trier Mit Veröffentlichung des Gesetzes wurde einigen Verbandsgemeinden aus der Region Trier die Auflösung empfohlen: Kröv-Bausendorf, Manderscheid, Neumagen-Dhron, Thalfang (alle Kreis Bernkastel-Wittlich; WIL), Irrel, Kyllburg, Speicher (alle Eifelkreis Bitburg-

Die an Echternach grenzende Verbandsgemeinde Irrel soll zugunsten der Verbandsgemeinden BitburgLand und Neuerburg zerschlagen werden Quelle: Wikimedia

Prüm; BIT), Hillesheim, Kelberg und Obere Kyll (alle Vulkaneifelkreis; DAU). Die Fusionen sollen aber keine Auswirkungen auf internationale Verflechtungen wie die Mitgliedschaft in grenzüberschreitenden Abwassersyndikaten haben. Die Verbandsgemeinde Irrel, Nachbar von Echternach soll nach den Vorstellungen der Landesregierung in Mainz zwischen den Verbandsgemeinden Neuerburg und Bitburg-Land aufgeteilt werden. Irrel hat die Frist für eine freiwillige Fusion verstreichen lassen und muss nun abwarten was das Innenministerium entscheidet... Gesetzeslage Auf der Internetseite des Ministeriums für Inneres und Sport wird die gesetzliche Situation so geschildert „ Das Landesgesetz über die Grundsätze der Kommunal- und Verwaltungsreform (…) geht davon aus, dass in der Regel verbandsfreie Gemeinden mit mindestens

Die Ortsmitte von Irrel. Die Verbandsgemeinde Irrel soll aufgelöst werden 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und Verbandsgemeinden mit mindestens 12.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine ausreichende Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft haben, die sie in die Lage versetzen, auch künftig die eigenen und die übertragenen (staatlichen) Aufgaben fachlich fundiert und wirtschaftlich wahrzunehmen. Nach dem Landesgesetz können Unterschreitungen der Mindesteinwohnerzahlen unbeachtlich sein. So sind Unterschreitungen der Mindesteinwohnerzahl von 12.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in der Regel bei Verbandsgemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, einer Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern und mehr als 15 Ortsgemeinden unbeachtlich. Außerdem können Unterschreitungen der Mindesteinwohnerzahlen aus besonderen Gründen unbeachtlich sein. (...) als besondere Gründe beispielsweise landschaftliche und topografische Gegebenheiten, die geografische Lage einer kommunalen Gebietskörperschaft unmittelbar an der Grenze zu einem Nachbarstaat oder einem Nachbarland, die Wirtschafts- und Finanzkraft, die Erfordernisse der Raumordnung (...). Das Landesgesetz gibt vor, dass Zusammenschlüsse von verbandsfreien Gemeinden oder Verbandsgemeinden innerhalb desselben Landkreises und als Ganzes erfolgen sollen.“ Kritische Masse von 10.000 bzw. 12.000 Einwohnern In seiner prinzipiellen Argumentation unterscheidet sich das Gesetz nur in den Mindesteinwohnerzahlen von den Vorstellungen von Innenminister Halsdorf, wo in Rheinland-Pfalz 10.000 bzw. 12.000 Einwohner verlangt werden, sind es in Luxemburg 3.000. Auch die vom Mainzer Ministerium aufgezählten Ausnahmen sind im großen und ganzen auf Luxemburg übertrag bar. Ärger mit den Bürgern Mit dem letzten Abschnitt ihres Gesetzes haben sich die Mainzer aber schon Ärger eingefangen, weil einige Verbandsgemeinden zwar bereit sind zu fusionieren, aber mit Partnern die sie sich selbst ausgesucht haben und die können jenseits der Kreisgrenzen liegen. Beispielsweise haben sich die Einwohner von AlsenzObermoschel (Donnersbergkreis) in einer Abstimmung deutlich gegen eine Zusammenlegung mit der Verbandsgemeinde Rockenhausen ausgesprochen und für einen Wechsel in die Verbandsgemeinde Meisenheim votiert die zum Landkreis Bad Kreuznach gehört. Eine Regelung die das Gesetz nur im Ausnahmefall vorsieht.

Foto: Zwank

Zu den Gemeinden die sich freiwillig neu strukturiert haben gehören in der Nachbarschaft von Luxemburg einige Moselorte. So hat sich die Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron durch die Eingliederung der Ortsgemeinden Neumagen-Dhron, Minheim und Piesport in die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues (Kreis BernkastelWittlich) und die Eingliederung der Ortsgemeinde Trittenheim, in die Verbandsgemeinde Schweich (Landkreis Trier-Saarburg) selbst aufgelöst. w

Wie funktioniert‘s bei den Nachbarn?

Ortsgemeinde, Verbandsgemeinde, Landkreis... Vielleicht eine kurze Erklärung zur Verwaltungsstruktur jenseits der Sauer: Die Landkreise entsprechen etwa unseren Kantonen. Sie haben aber noch eine konkrete Funktion. In den Zuständigkeitsbereich der Landkreise fallen u. a. Abfallentsorgung, ÖPNV und Soziales. An ihrer Spitze steht ein Landrat oder eine Landrätin, politische Wahlbeamte die sich alle acht Jahre zur Wahl stellen müssen. Verbandsgemeinden werden aus mehreren Ortsgemeinden mit ehrenamtlichen Bürgermeistern gebildet, die eigentliche Verwaltung dieser Gemeinden stellt die Verbandsgemeinde mit einem hauptberuflichen Bürgermeister an der Spitze. Größere Orte oder Städte können verbandsfrei sei. An einem Beispiel wird es deutlicher: Der Ort Mesenich an der Sauer gehört zur Ortsgemeinde Langsur, die wiederum zur Verbandsgemeinde Trier-Land gehört, die Teil des Landkreis Trier-Saarburg ist. Die Stadt Trier ist eine „kreisfreie“ Stadt. Soweit das rheinland-pfälzische Modell. Im Saarland kennt man dagegen nur die Gesamtgemeinde mit nur einem hauptamtlichen Bürgermeister, so steht der Bürgermeister von Perl an der Spitze von 16 Dörfern. Eine Ausnahme bildet der Stadtverband Saarbrücken, eine planungstechnische Einheit. PW


USA: Vor TV-Duell

Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Obama und Romney rüsteten sich gestern schon für die erste, heutige TV-Debatte vor der US-Wahl.

Ja zum Wechsel Milliardär Iwanischwili triumphiert bei Parlamentswahl in Georgien TIFLIS

G

eorgien hat den Wechsel gewählt: Knapp neun Jahre nach der von Präsident Michail Saakaschwili mitangeführten Rosenrevolution ist dessen Vereinte Nationale Bewegung (ENM) bei der Parlamentswahl in die Opposition geschickt worden. Nach vorläufigen Wahlergebnissen von gestern kommt nun das Parteienbündnis Georgischer Traum des Milliardärs Bidsina Iwanischwili in der ehemaligen Sowjetrepublik an die Macht. Saakaschwili, der seine Niederlage einräumte, bleibt noch bis zur Präsidentenwahl im Oktober 2013 Staatsoberhaupt. Die ENM wolle in der Opposition weiterkämpfen, sagte Saakaschwili laut der Nachrichtenagentur GHN. Iwanischwili griff Saakaschwili nach der Bekanntgabe der vorläufigen Wahlergebnisse heftig an. Dessen Reformen seien

Jubel auf den Straßen von Tiflis wie nach einem Fußballspiel

Foto: AP

ein Scherz gewesen. Die Ideologie des Präsidenten „basiert auf Lügen“, sagte Iwanischwili. Er erklärte, er wolle das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen. Iwanischwili hatte nicht selbst für ein Abgeordnetenmandat kandidiert. Forbes führt den 56Jährigen auf der Liste der reichsten Menschen der Welt auf Platz 153. Teil seiner Wahlversprechen war, die seit dem Kaukasuskrieg 2008 frostigen Beziehungen zu Russland zu verbessern. Moskau begrüßt Wahlergebnis und neue Perspektive In Moskau begrüßte die kremltreue Parlamentssprecherin Valentina Matwienko das Wahlergebnis. „Wir sind hoffnungsvoll und bauen darauf, dass Veränderungen in Georgien stattfinden und positiven Einfluss auf unsere Beziehungen haben“, sagte Matwienko. Wahlbeobachter sprachen von einem fairen Ablauf der Wahl. Saakaschwilis Partei war seit 2003 in Georgien an der Macht. In seiner Amtszeit ging Saakaschwili erfolgreich gegen organisierte Kriminalität und Korruption vor und setzte Wirtschaftsreformen durch. Dennoch sind Armuts- und Arbeitslosenrate weiterhin hoch. Die Unterstützung für Saakaschwili nahm vor allem in Tiflis, wo ein Drittel der rund 4,4 Millionen Georgier lebt, zuletzt massiv ab. Ihm wurde ein autoritärer Führungsstil vorgeworfen. Zudem belastete ein Skandal um Folter in georgischen Gefängnissen den Präsidenten. Das Eingeständnis der Niederlage durch Saakaschwili sorgte für Ruhe in den Straßen der Hauptstadt Tiflis, die zu den Hochburgen der Opposition zählt. Kurz nach Schließung der Wahllokale am Montagabend hatten sich noch beide Lager als Wahlsieger gesehen. Saakaschwili verspricht reibungslose Machtübergabe Das vorläufige Ergebnis der Wahl zeige, dass das Bündnis Georgischer Traum eine Mehrheit hat, erklärte Saakaschwili in einer Fernsehansprache. Die Mehrheit solle auch die Regierung stellen. Er werde als Präsident sicherstellen, dass das Parlament seine Arbeit aufnehmen könne und dann einen Ministerpräsidenten wähle. Saakaschwili bleibt noch bis Oktober kommenden Jahres im Amt, wenn seine zweite und letzte Amtszeit endet. Gemäß einer Verfassungsänderung geht ein Großteil der bisherigen Macht des Präsidenten dann auf den Ministerpräsidenten über. DAPD

„Vatileaks“: Teilgeständnis Ex-Papst-Kammerdiener weist Vorwurf des schweren Diebstahls zurück ROM Teilgeständnis im „Vatileaks“-Prozess: Der angeklagte frühere Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. hat den Vorwurf des schweren Diebstahls päpstlicher Dokumente von sich gewiesen. Gleichzeitig räumte Paolo Gabriele gestern vor dem Vatikan-Tribunal aber ein, die Papiere kopiert und weitergegeben zu haben. Er fühle sich schuldig, das Vertrauen des Papstes missbraucht zu haben, sagte er weiter.

Bosheit und Korruption Laut Staatsanwaltschaft hatte Gabriele indes zuvor gestanden, während seiner Tätigkeit im Vatikan vertrauliche Papiere gestohlen und an den italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi weitergegeben zu haben. Dieser ließ die Informationen in ein im Mai erschienenes Buch einfließen, das ein Schlaglicht auf Machtkämpfe, Intrigen und Skandale innerhalb der höchsten Führungszirkel des Vatikans warf. Nach Angaben der Staatsanwälte

Papst und Diener (u.l.) hatte Gabriele seinen tiefen Glauben als Tatmotiv angegeben. So ha-

Foto: AP

be er „Bosheit und Korruption“ innerhalb der katholischen Kirche

aufdecken wollen. Auch wenn er gewusst habe, dass der Diebstahl der Dokumente falsch sei, habe er sich doch vom Heiligen Geist inspiriert gefühlt, „die Kirche wieder auf den richtigen Pfad zu bringen“, hieß es in einem Verhör Gabrieles vom 5. Juni weiter. In Gabrieles Wohnung stellten vatikanische Ermittler nach seiner Festnahme zudem 82 Kisten mit Dokumenten sicher, darunter einen Scheck über 100.000 Euro, den eine Katholische Universität in Spanien dem Papst ausgestellt hatte. Auf die Frage des Richters, ob er zu seinem Geständnis stehe, antwortete Gabriele vor Gericht mit „Ja.“ Als ihn seine Anwältin Cristiana Arru mit dem Vorwurf schweren Diebstahls konfrontierte, sagte der Angeklagte: „Was das betrifft, erkläre ich mich für unschuldig. Ich fühle mich schuldig, das Vertrauen des Heiligen Vaters missbraucht zu haben, den ich liebe wie ein Sohn es tut.“ Er habe keine Komplizen gehabt, beteuerte Gabriele. AP

NEWS Frauen protestieren in Tunesien

TUNIS Hunderte Menschen haben

gestern in Tunesien bei einem Protestmarsch ihre Unterstützung für eine Frau bekundet, die nach eigenen Angaben von Polizisten vergewaltigt wurde. Ihr wird unmoralisches Verhalten vorgeworfen. Abgeordnete, Schüler, Lehrer und Anwälte protestierten vor dem Gerichtsgebäude in Tunis. Mit den unbegründeten Vorwürfen gegen sie solle nur versucht werden, sie zur Aufgabe ihrer Anschuldigungen gegen die Polizei zu bringen. Der Fall hat in ganz Tunesien für Aufmerksamkeit gesorgt. DAPD

Entrüstung in Tunis Foto: AP

Nigeria: Tödlicher Angriff auf Studenten

MAIDUGURI Bei einem Angriff in

der Nähe einer Hochschule in Nigeria sind nach Angaben der Rettungskräfte mindestens 20 Studenten getötet worden. Einige der Opfer wurden bei dem Überfall, der am späten Montagabend begann und sich bis in den Dienstagmorgen hineinzog, erschossen, andere erstochen. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe einer Polytechnischen Schule in der Stadt Mubi im Nordosten des Landes. Einwohner sprachen gegenüber der BBC sogar von mehr als 40 Toten. DAPD

UN-Vollversammlung: Nordkorea greift USA an

NEW YORK In einer Rede vor der

UN-Vollversammlung hat der nordkoreanische Vizeaußenminister die USA heftig angegriffen. Washingtons „feindselige“ Politik gegenüber Pjöngjang sei für einen „Teufelskreis aus Konfrontation und Verschärfung der Spannungen“ verantwortlich. So sei die koreanische Halbinsel der gefährlichste Brennpunkt der Welt geworden, wo ein Funke genügen könne, um einen Nuklearkrieg auszulösen, sagte er zum Abschluss der Generaldebatte. Zudem warf er den USA vor, die gewaltsame Besetzung der gesamten koreanischen Halbinsel anzustreben, um letztlich ganz Asien kontrollieren zu können.

Früh übt sich, besonders in Nordkorea Foto: AP


Zurück in die Gegenwart Die Kulturkneipe Ancien Cinéma in Vianden knüpft an den Glanz vergangener Tage an

VIANDEN PATRICK VERSALL

D

ie schmale Gasse, in der sich in den Sommermonaten Touristen aus allen vier Ecken der Welt die Füße platt treten, um über das Kopfsteinpflaster zum Viandener Schloss hinauf zu mühen, duckt sich an diesem Spätseptembertag unter den dunklen Wolken, die in Richtung deutsche Grenzen ziehen. Lediglich vor einem kleinen, 200 Jahre alten Haus sind einige Stühle unter einer breiten Stoffmarkise besetzt. Hinter der Terrasse erleuchtet eine grellgelbe Neonlampe den Eingangsbereich des Ancien Cinéma, dem 2008 Maciej Karczewski wieder Leben einhauchte. Im Séparé, dem einstigen Projektionsraum das alten Kinos, lächelt Audrey Hepburn in schwarz-weiß von der Kinoleinwand. 30 Jahre stand das Gebäude leer, bis die Familie des polnischen Marketingspezialisten entschloss, das Haus zu erwerben und zu sanieren. 600-Kilo Erbe Der Charme der Verganenheit konnte mitErfolg in die Gegenwartgerettet werden. Eine Spaß-Kneipe, wiees derer mehrerer in der Tourismushochburggibt, mochte Manager Karczewkski nicht führen; die Familie aus Polen wollte eine Kulturgaststätte eröffnen, wie man sie wie Sand am Meer in Großstädten wie Berlin oder Brüssel findet. Das historische Mobiliar - u.a 120 alte Kinosessel- wurden einer Frischzellenkur unterzogen - und um Kino und Musik-Deko-Memorabilien wie alte Vinylplatten ergänzt. Die beiden, zusammen 600 Kilo wiegenden Filmprojektoren hat Maciej Karczewski ebenKOMMENTAR

Nachahmer gesucht Patrick Versall

Frischer Ostwind durchlüftete vor fünf Jahren nicht nur die Tourismushochburg Vianden, sondern die gesamte luxemburgische Kulturszene. Eine polnische Familie stürzt sich kopfüber in ein Abenteuer, das bei machen Luxemburgern wohl nur Kopfschütteln ausgelöst hat. Mit Mann und Maus zogen die Auswanderer ins luxemburgische Nirgendwo - die Viandener mögen dies überlesen - und krempelten eine alte Bauruine in ein kulturelles Highlight um. Dabei hätte sich die Erfolgsgeschichte Ancien Cinéma schnell zu einem Fass ohne Boden entwickeln kön-

nen. Die Besitzer steckten nämlich integral Privatgelder in das Projekt. Wäre das Konzept gescheitert, wäre das investierte Geld futsch gewesen. Nun hatte die Betreiberfamilie ein zweites berufliches Standbein und war somit nicht nur auf die Einnahmen ihres Kunsteilands angewiesen. Ihre Vorgehensweise ist jedoch vorbildhaft und nachahmenswert. Umso mehr, da man in diesem Land die Handvoll derer, die überhaupt privatfinanzierte Kultur-Risiken eingehen, an der berühmten einen Hand abzählen kann. Das Publikum seinerseits weiß das Engagement der Osteuropäer jedenfalls zu schätzen.

Schwarzes Gold im alten Kino

Fotos: Tania Feller

falls geerbt. Das Konzept ist in Karczewski Augen nicht so revolutionär, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Solche Lokale seien im Ausland keineswegs eine Ausnahmeerscheinung. „Wir haben einen Ort erschaffen, an dem wir uns wohlfühlen und hoffen, dass es anderen genauso ergeht“, so Maciej Karczewski . Schnittpunkt der Kulturen Neu für Luxemburg sind die thematischen Schwerpunkte der privaten Kulturinstitution. Das Ancien Cinéma ist der Schnittpunktt, an dem sich die osteuropäische Kultur mit der luxemburgischen trifft. Entstanden ist eine Plattform, wo die Zusammenarbeit zwischen der lokalen und polnischen, ungarischen oder tschechischen Kultur koordiniert wird. Nach fünf Jahren könne man behaupten, dass dies funktioniert, erklärt Karczewski. Berührungsängste seitens der nationalen Kulturszene gab es keine, ganz im Gegenteil. Nach der Eröffnung seien Künstler an sie herangetreten, die an einer Zusammenarbeit Interesse zeigten. Dazu zählten der Fotograf Raymond Clement und die Musiker Jitz Jeitz und Sascha Ley. „Raymond Clement war im Januar 2008 der erste Künstler, der in unserem Hause ausgestellt hat“. Das Ancien Cinéma begrüßt zu seinen Lesungen, Konzerten und Ausstellungen ein Stammpublikum, das nicht unbedingt um die Ecke wohnt. Die Leute nähmen gerne eine etwas längere Anreisezeit in Kauf, so der Manager. Der Erfolg stachelt das gesamte Team zu neuen Abenteuern an. Ein zukünftiger thematischer Schwerpunkt des Ancien-Cinéma-Programms soll auf Wunsch des Managers auf dem luxemburgischen Film liegen. „Wir haben diesbezüglich schon Gespräche mit dem Centre National de l’Audiovisuel geführt“, gibt sich Maciej Karzewski optimistisch. Das Kino spielt sowieso seit der Renaissance des Hauses eine Hauptrolle. Karzewski ist eine der treibenden Kräfte hinter dem CinEast-Festival. Seit drei Jahren ist das Ancien Cinéma eines der Festivalkinos, in denen die Filme aus Osteuropa projiziert werden. w k www.anciencinema.lu


Mondorf: Kommt die Fusion?

PrinzenPorzellan vorgestellt

Ein winterfester Wagen

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Das Motto heißt Zusammenarbeit Mondorf verfügt nicht nur über eine neues Gemeindeund Kulturhaus, sondern mit dem „Brill“ auch über eine moderne und lebendige Stadtmitte. Dass man in Mondorf etwas weiter denkt als anderswo, zeigt auch die Bereitschaft des Schöffen- und Gemeinderates, sich in vielen Bereichen aktiv für die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen einzusetzen.


Neue Ausgabe der Jugendzeitschrift „Den Insider“ LUXEMBURG „Wie steht es eigentlich

um mein Selbstvertrauen?“, „Wie erreiche ich meine Ziele?“, „Bin ich konfliktfähig oder konfliktscheu?“ und „Was kann ich tun, um Freunde zu gewinnen?“ Antworten auf solche Fragen erhalten Jugendliche in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Den Insider“ mit dem Titel „Yes, you can!“ Passend zu diesem Titel finden sich in dem Jugendmagazin neben drei Selbst-Tests auch viele Mut machende Tipps - etwa für mehr 112948

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Il est porté à la connaissance du pu-

„Yes, you can!“

Procédure: européenne ouverte Type de marché: Travaux Modalités d’ouverture des offres: Date: 09/11/2012 Heure: 10:00 Lieu: Administration communale d’Esch-sur-Alzette, Hôtel de Ville, Place de l’Hôtel de Ville, L-4138 Esch-sur-Alzette, Service Secrétariat (1er étage) SECTION II: OBJET DU MARCHÉ Intitulé attribué au marché: Construction d’une auberge de jeunesse et construction-extension du bâtiment voyageurs CFL à Esch-sur-Alzette Description succincte du marché: Travaux de gros-oeuvre Lot 1: Auberge de jeunesse - Description succincte: - Démolition: 160 m3 - Décapage tarmac: 1.300 m2 - Terrassement: 2.700 m3 - Pieux: 1.375 m1 - Béton pieux: 950 m3 - Armatures pieux: 95.000 kg - Béton: 1.850 m3 - Coffrage: 9.200 m2 - Armatures: 225.000 kg - Structure mét.: 21.000 kg - Bardage: 500 m2 - Etanchéité: 330 m2 - Revêtement: 450 m2 - Informations complémentaires: Début / durée des travaux: décembre 2012 / 215 jours ouvrables Lot 2: Construction-extension du bâtiment voyageurs CFL - Description succincte: - Démontage complet d’un hall métallique (hall voyageurs de la gare) aux dimensions: LxBxH= 27 m x 15 m x 10 m - Réalisation de micropieux de diamètre de 114 à 270 mm: Longueur totale environ 1400ml - Portiques en acier de 15,50 m de portée reprenant les charges des étages : environ 115.000 kg - Ossature métallique de la superstructure: environ 140.000 kg - Planchers collaborants: environ 2.800 m2 - Travaux de béton armé: environ 1000 m3 - Acier pour ferraillage: environ 140.000 kg - Informations complémentaires: Début prévisionnel / durée des travaux: 2013 / 220 jours ouvrables SECTION IV: PROCÉDURE Conditions d’obtention du cahier des charges: Les firmes intéressées devront poser leur candidature par fax au moins 1 j.o. avant de retirer le dossier de soumission auprès de BENG architectes associés 12, avenue du Rock’n Roll L-4361 Esch-sur-Alzette fax: 54 94 33 et ce à partir du 03 octobre 2012. Il ne sera procédé à aucun envoi de bordereau. Les offres établies sur des bordereaux qui n’ont pas été retirés à l’adresse indiquée ci-avant ne seront pas prises en considération. SECTION VI: RENSEIGNEMENTS COMPLÉMENTAIRES Autres informations: Conditions de participation: - Effectif minimum en personnel requis: 120 personnes - Chiffre d’affaires annuel minimum requis: 15.000.000 EUR - 3 références pour des ouvrages analogues et de même nature Modalités visite des lieux/réunion d’information: Une visite des lieux obligatoire aura lieu le mercredi 17 octobre 2012 à 10h30 sur site, dans le hall de gare. Réception des offres: Les offres portant l’inscription „Soumission pour...“ sont à remettre à l’adresse prévue pour l’ouverture de la soumission conformément à la législation et à la réglementation sur les marchés publics avant les date et heure fixées pour l’ouverture. Date d’envoi de l’avis au Journal officiel de l’U.E.: 01/10/2012 La version intégrale de l’avis no 12001090 peut être consultée sur www.marches-publics.lu Le Collège des Bourgmestre et Echevins Lydia Mutsch, Jean Huss, Vera Spautz, Jean Tonnar, Henri Hinterscheid

Avis au public L’administration communale de la Ville de Grevenmacher cherche un exploitant pour son futur pavillon à vins actuellement en projet et qui sera achevé pour le mois de juin 2013 au plus tard conformément au cahier des charges à retirer obligatoirement auprès de l’administration communale de la Ville de Grevenmacher, 1. Exigence préalable à la candidature: - être en possession de diplômes et/ou certificats attestant des connaissances du métier de cuisinier et de la branche de la restauration. 2. Pièces à produire avec la candidature: - déclaration portant acceptation du cahier des charges, - certificat médical d’aptitude à exer-

Das Cover von „Den Insider“ Nr. 51 Foto: Fondation Cancer

cer la profession datant de moins d’une année, - extrait du casier judiciaire datant de moins de trois mois, - documents nécessaires en vue de l’obtention de l’autorisation d’établissement, - copie de certificats attestant une expérience professionnelle et des connaissances de la branche, - concept d’exploitation pour le futur pavillon à vins, - évaluation du chiffre d’affaires. 3. Conditions d’exploitation: - l’exploitation doit être garantie par l’exploitant pendant toute l’année, - l’exploitation est à garantir sous forme d’un pavillon à vins avec petite restauration, - l’exploitant s’engage à offrir exclusivement les produits des caves Bernard-Massard et Domaines Vinsmoselle, - l’exploitation met à disposition le personnel nécessaire pour la vente et les dégustations - l’exploitant est tenu à mettre gratuitement à disposition aux caves locaux précités les lieux du pavillon à vins pour des manifestations de dégustations.

4. Critères d’attribution: - une expérience en matière de restauration au Grand-Duché de Luxembourg et en vins et crémants luxembourgeois constitue un avantage certain, - une connaissance des langues luxembourgeoise, allemande et française constitue un avantage certain. 5. Personne de contact auprès de l’administration de la Ville de Grevenmacher Tout renseignement supplémentaire est foumi par: Monsieur Jean-Marie SADLER de 8.30 à 11.40 heures et de 14.00 à 16.00 heures jean-marie.sadler@grevenmacher.lu Téléphone: 75031153 Fax: 75031182 Les candidatures incomplètes ou non conforme au cahier des charges ne sont pas prises en considération. Les candidatures sont à remettre avant le 24 octobre 2012 au Secrétariat communal de la Ville de Grevenmacher, 6, place du Marché, L-6755 Grevenmacher. Grevenmacher, le 28 septembre 2012 Le collège des bourgmestre et échevins: Léon Gloden, Marcel Lamy, Monique Hermes

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Service Architecture, Urbanisme, Espaces Verts Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL) AVIS DE MARCHE

Selbstvertrauen, für den Umgang bei Streit oder für Situationen, in denen man „Nein“ sagen möchte, auch wenn Freunde großen Druck ausüben. Die Zeitschrift der „Fondation Cancer“ kann auch für Erwachsene sehr hilfreich sein. Die aktuelle Ausgabe „Den Insider“ Nr. 51 können Interessierte von www.cancer.lu herunterladen oder kostenlos bei der Fondation Cancer erhalten (Tel.: 45 30 331, fondation@cancer.lu). F.C.

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AVIS AU PUBLIC

blic qu’une deuxième réunion d’information aura lieu en date du vendredi 5 octobre 2012 à 11h00 à la Mairie de Mondercange, au sujet de la modification partielle du plan d’aménagement général (PAG) de la Commune de Mondercange portant sur le reclassement de différentes zones sises aux abords de la rue d’Esch et de la rue Arthur Thinnes à Mondercange. le secrétaire communal, Marc BIEVER pour le collège échevinal, le bourgmestre, Dan Kersch

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Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Avis au public

Avis au public

Avis au public

Il est porté à la connaissance du public que la délibération du conseil communal du 7 mai 2012, portant adoption du projet d’aménagement particulier couvrant un ensemble de terrains sis entre la rue de Strasbourg, la rue Adolphe Fischer, la rue de Hollerich et la rue de la Fonderie, inscrits au cadastre de la section HoA de Hollerich, Commune de Luxembourg sous les numéros 393/6192, 394/5555, 395/6545, 395/6546, 397/5425, 397/5426, 397/6581, 397/6774, 397/6775, 397/7754, 397/7755, 403/7756, 403/7757, 403/7758, 403/7759, 403/7760 et 403/7761, d’une contenance totale de quelques 90 ares, a été approuvée par Monsieur le Ministre de l’Intérieur et à la Grande Région en date du 27 août 2012, sous le numéro 16468/26 C. Cette décision a été publiée et affichée en date du 26 septembre 2012, ceci en application de l’article 31 de la loi modifiée du 19 juillet 2004 concernant l’aménagement communal et le développement urbain et conformément à la procédure prévue pour les règlements communaux par l’article 82 de la loi communale modifiée du 13 décembre 1988. Le plan d’aménagement particulier dont question, qui revêt un caractère réglementaire, est devenu obligatoire trois jours après cette publication du 26 septembre 2012. Luxembourg, le 1er octobre 2012 Le collège échevinal.

Il est porté à la connaissance du public que la délibération du conseil communal du 7 mai 2012, portant adoption définitive du projet d’aménagement particulier dit « Monopol – route d’Esch », portant sur des terrains sis aux abords de la route d’Esch d’une contenance totale de quelques 162 ares, inscrits au cadastre de la section HoD de Cessange, Commune de Luxembourg, sous les numéros 4/1669 (partiellement) et 55/3179 (partiellement), a été approuvée par Monsieur le Ministre de l’Intérieur et à la Grande Région en date du 10 septembre 2012, sous le numéro 16539/26 C. Cette décision a été publiée et affichée en date du 26 septembre 2012, ceci en application de l’article 31 de la loi modifiée du 19 juillet 2004 concernant l’aménagement communal et le développement urbain et conformément à la procédure prévue pour les règlements communaux par l’article 82 de la loi communale modifiée du 13 décembre 1988. Le plan d’aménagement particulier dont question, qui revêt un caractère réglementaire, est devenu obligatoire trois jours après cette publication du 26 septembre 2012. Luxembourg, le 1er octobre 2012 Le collège échevinal.

Il est porté à la connaissance du public que la délibération du conseil communal du 7 mai 2012, portant adoption du projet d’aménagement particulier dénommé « Réimerwee Ouest », portant sur un ensemble de terrains sis au plateau du Kirchberg, aux abords de la rue Richard Coudenhove-Kalergi et du boulevard Konrad Adenauer, inscrits au cadastre de la section EC de Weimerskirch, Commune de Luxembourg, sous le numéro 1014/5684, d’une contenance totale d’environ 6 hectares , a été approuvée par Monsieur le Ministre de l’Intérieur et à la Grande Région en date du 31 août 2012, sous le numéro 16540/26 C. Cette décision a été publiée et affichée en date du 26 septembre 2012, ceci en application de l’article 31 de la loi modifiée du 19 juillet 2004 concernant l’aménagement communal et le développement urbain et conformément à la procédure prévue pour les règlements communaux par l’article 82 de la loi communale modifiée du 13 décembre 1988. Le plan d’aménagement particulier dont question, qui revêt un caractère réglementaire, est devenu obligatoire trois jours après cette publication du 26 septembre 2012. Luxembourg, le 1er octobre 2012 Le collège échevinal.


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Auf dem Weg zur Fusion? Gemeinderat Mondorf: Wir arbeiten schon jetzt eng mit Dalheim zusammen MONDORF CLAUDE STEPHANY

B

ei der letzten Sitzung des Mondorfer Rates, der ersten Sitzung im neuen Bürger- und Kulturhaus, begrüßte Maggy Nagel ganz offiziell den Schöffen Frank Steichen der Gemeinde Dalheim im Saal.

Enge Zusammenarbeit mit Dalheim Neben bereits bestehender Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dalheim (z.B. Feuerwehr) wird mit der Nachbargemeinde eine gemeinsame Kehrmaschine angeschafft die jeweils zur Hälfte in den beiden Gemeinden eingesetzt und in Mondorf stationiert wird. Desweiteren wird geplant, ein gemeinsames Recyclingzentrum auf dem Gebiet der Gemeinde Dalheim zu betreiben. Entsprechende Gespräche fanden bereits statt und werden weiter geführt. Auch über ein gemeinsames Einsatzzentrum (CIS) für die neuen Rettungsdienste (inklusive Krankenwagen) wird laut nachgedacht, so die Bürgermeisterin. Es sei nicht logisch, dass Mondorf und seine Nachbargemeinden vom Einsatzzentrum Schengen abhängig sein sollen. Auch mit der Gemeinde Frisingen wurden bereits Gespräche für gemeinsame Projekte aufgenommen (gemeinsamer Late Night Bus an den Wochenenden). Auf eine konkrete Frage von Rätin Sonja Zbinden (LSAP) die eine Zusammenarbeit begrüßt, bestätigte Maggy Nagel, dass im Falle einer intensiven Zusammenarbeit mit Dalheim sicherlich eine Fusion der nächste Schritt darstellen könnte, sollten die Bürger bei einem Referendum dafür stimmen.

„Andere Ministerien werden sich freuen, wenn die Pläne wieder von vorne beginnen müssen“ MAGGY NAGEL, Bürgermeisterin von Mondorf

Ein Rettungsdienst Nachdem der aktuelle Kommandant der Mondorfer Feuerwehr aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt einreichte, fand ein Gespräch zwischen dem Schöffenkollegium und den beiden Feuerwehrkorps aus Mondorf und Ellingen statt. Man kam zur allgemeinen Einsicht, so die Bürgermeisterin, dass es zu-

Das neue Gemeindehaus in Mondorf zeigt sich von jeder Seite spektakulär künftig nur noch einen „Service d’Incendie et de Sauvetage“ (SIS) in der Gemeinde geben wird. Die beiden Wehren werden in die neu zu gründende Asbl SIS Mondorf integriert. Als normale Vereine bleiben die Korps aus Mondorf und Ellingen bestehen. Die Einsätze, das Materiel, Formation usw. werden demnächst ausschließlich über das neue SIS laufen. Auch wird über eine weitere Professionalisierung nachgedacht und um im Rahmen der landesweiten Reorganisation der Rettungsdienste eventuell ein gemeinsames CIS mit Dalheim zu gründen. Maggy Nagel wies deshalb schon darauf hin, dass der Posten in der Haushaltsvorlage betreffend das Rettungswesen für 2013 beachtlich steigen wird. Zwei Bebauungspläne in der administrativen Sackgasse Es wurden ebenfalls fünf Defibrilatoren bestellt wovon drei in öffentlichen Gebäuden angebracht werden sowie zwei im Freien in speziellen Säulen installiert werden, die mit der Notrufzentrale 112 in Verbindung stehen.

Foto: pw

Der bereits vom Rat bewilligte Teilbebauungsplan „Hinter der Kirch“ (131 Wohneinheiten) wurde nicht vom Minister genehmigt, weil keine Einigung mit einem Einspruchführer gefunden wurde und damit die ganze Prozedur wieder am Anfang steht. Die Bürgermeisterin befürchtet, dass im Falle eines neuen Verfahrens wieder reklamiert wird, offensichtlich aus prinzipiellen Gründen. In naher Zukunft finden Gespräche zwischen den privaten Bauträgern statt, um zu erörtern wie eine neue Vorgehensweise aussehen könnte. Der bereits vom Minister im PAG genehmigte Teilbebauungsplan Franz Clement 1 wird durch 3 gleich lautende Reklamationen gebremst. Auch Ministerin Oktavie Modert mischt sich jetzt in diesen PAP ein, indem sie erwägt, die Villa Marie-Louis unter Denkmalschutz zu stellen. Andere Ministerien werden sich freuen, so Maggy Nagel, sollte dadurch die fertige Planung wieder neu beginnen und die ganzen Projekte um acht Jahre verzögert werden. Auch hier findet noch eine klärende Versammlung sämtlicher Beteiligter statt w

Schüttringen: Die neue Sporthalle ist fertig

Die Einweihung der neuen Halle erfolgt am 28. November

Foto: CdS

SCHÜTTRINGEN Am Anfang der Ratssitzung berichtete Bürgermeister Nicolas Welsch

(DP) über die Ereignisse der letzten Monate. Er informierte anschließend über die fristgerechte Inbetriebnahme der neuen Sporthalle und deren geplante Einweihung am 28. November. Die Messe zur „Journée de la Commémoration Nationale“ am 6. Oktober findet dieses Jahr, wegen der Bauarbeiten in der Kirche, im Kulturzentrum auf dem Campus „An der Dällt“ statt. Des weiteren gab Bürgermeister Nicolas Welsch (DP) Informationen über eine Baugenehmigung in der „rue de Canach“. Diesbezüglich wurde eine Reklamation

eingereicht, die der Schöffenrat zur Begutachtung an den Juristen der Gemeinde weitergeleitet hat. Anschließend präsentierten zwei Mitarbeiter des technischen Dienstes den Verlauf der Umbauarbeiten in der alten Schule in Munsbach, in der Sporthalle in Munsbach und in der Kirche in Schüttringen. Dann beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem vom Schöffen Jean-Pierre Kauffmann (DP) vorgetragenen Vorschlag des Kulturministeriums, die Kirche in Schüttringen als nationales Denkmal einzustufen. Dieser Antrag wurde einstimmig vom Gemeinderat angenommen. In Antwort auf eine schriftliche Frage von Rat Jean-Marie Altmann (LSAP) zur Parkplatzsituation in der „rue Principale“ und in der „rue du Château“ in Münsbach, antwortete Bürgermeister Nicolas Welsch, dass im Jahr 2009 eine Verkehrsstudie gemacht wurde mit dem Resultat, dass genügend freie Parkplätze im „Parc d’Activité Syrdall“ vorhanden sind, die aber nicht besetzt werden weil sie kostenpflichtig von den einzelnen Firmen angeboten werden. In dem Zusammenhang soll in naher Zukunft eine weitere Unterredung mit den Firmen aus dem Gewerbegebiet stattfinden, um über dieses Anliegen zu diskutieren und schnellstmöglich eine Lösung zu finden. Schlussendlich diskutiert der Gemeinderat über die Ampelanlage an der Kreuzung „rue Principale“/“rue de Beyren“ in Münsbach. Während der viermonatigen Testphase wurden einige Verbesserungen an der Ampelschaltung vorgenommen. Die Lage ist aber noch nicht befriedigend. Um einen breit gefächerten Meinungsaustausch zu bekommen, schlägt Bürgermeister Nicolas Welsch (DP) eine gemeinsame Arbeitssitzung des Gemeinderates und der Transportkommission mit den Experten vor. LJ


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

ÄR MEENUNG

Eis Sprooch an eis Verfassung

Dem sproochleche Wirrwarr en Enn setzen Här President, dir Dammen an dir Häre vun der Verfassungskommissioun, Dir sidd mat enger Verfassungsännerung befaasst. Ënner anerem soll iwwer d’Verankerung vun der Lëtzebuerger Sprooch als Sprooch vum Land an eiser Konstitutioun berode ginn. Wéint dem sproochleche Wirrwarr hei am Land wär dës Verankerung vu gréisster Wichtegkeet. Mir hu bekanntlech e Gesetz, nodeem d’Lëtzebuergescht d’Nationalsprooch vun de Lëtzebuerger ass. Doniewent hu mer dräi administrativ Sproochen: Däitsch, Franséisch a Lëtzebuergesch. Dat Gesetz gëtt awer net applizéiert. D’administrativ Sproochen, virun allem Franséisch, ginn zu Ëmgangssproochen ëmgemodelt, an da gëtt fälschlecherweis behaapt, mir hätten dräi offiziell Sproochen. Mir kënnen duerfir eis Sprooch am Alldag quasi net méi gebrauchen.

Kompetitivität

Foto: Archiv

Dës Situatioun ass eemoleg op der Welt, mee d’Lëtzebuerger hunn net de Courage sech dergéint ze wieren. Et ass net ze verstoen, datt een sech an engem Land néierléisst, an d’Sprooch vun deem Land ignoréiert . Dobäi ginn zweedausend Wierder an Ausdréck duer, fir eng Sprooch ze schwätzen. Eis Regierung setzt sech net genuch an, fir där Saach opzehëllefen. Si misst den néidegen Drock ausüben - wéi an anere Länner (Schweden, Holland, …) - an deenen d’Léiere vun der Landessprooch d’Bedingung ass, fir eng Aarbechtsplaz ze behalen. Bleift ze hoffen, datt eis Chamber richteg handelt an eis Sprooch endlech an eis Konstitutioun setzt. Solle mer dat, wat Generatioune virun äis dacks a battere Situatiounen opgebaut hunn, einfach fale loossen ! Mat menge beschte Gréiss FERNAND WATGEN

In den Krisenländern Irland, Griechenland und Spanien sind die Lohnstückkosten massiv gesunken. Ökonomen bewerten dies als ersten Erfolg der Sparpolitik dieser Länder. Gleichzeitig sind die Arbeitslosenzahlen dramatisch gestiegen. Der Zusammenhang ist offensichtlich: Die hohe Arbeitslosigkeit führt dazu, dass die von den Betrieben gezahlten Löhne sinken. Denn der einzelne Arbeitnehmer ist bereit, weniger Lohn zu beziehen, um eine Arbeit zu bekommen oder seine Stelle zu behalten, beziehungsweise die Gewerkschaften sind mit Nullrunden und sogar Lohnrückgang einverstanden, um Aufträge und Arbeitsplätze zu sichern. Was die Betriebe (und deren Aktionäre) erfreut und laut Volkswirtschaftlern die Krisenstaaten im globalen Wettbewerbkompetitivermacht,istdasselbeSpiel,daswirschonvon der Bankenrettung kennen: Profite werden privatisiert, hier durch Absenkung des Lohnniveaus, während die Kosten auf die Allgemeinheit abgewälzt werden, hier auf die staatliche Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe. ArcelorMittal, Luxguard, Cargolux und andere: Auch in Luxemburg verspüren wir den Druck auf die Löhne und Arbeitsplätze, messbar an den Abzugsdrohungen der Betriebe und dem Anstieg der Arbeitslosenstatistik. Und dies ist wohl erst der Anfang, denn die Lobbyisten des Finanzsektors stoßen ins gleiche Horn. So lange sich die europäischen Staaten mit dem Argument der Kompetitivität von den internationalen Konzernen erpressen und gegeneinander ausspielen lassen, wird die Allgemeinheit für die sozialen Folgen zahlen müssen, während die Investoren immer sattere Gewinne einfahren. Auch um dem entgegen zu treten, brauchen wir ein starkes, vereinheitlichtes Europa: Nicht ein Europa der Konzerne, sondern ein Europa der sozialen Mindeststandards und der gemeinsamen Steuerpolitik CHRISTIAN KMIOTEK

Bestellschein Hiermit abonniere ich das „Lëtzebuerger Journal“ für 3 Monate zum Preis von 39,00 € 6 Monate zum Preis von 74,00 € 12 Monate zum Preis von 136,00 € Ich habe ______ € auf das CCPLLULL IBAN LU60 1111 0000 0707 0000 der Éditions Lëtzebuerger Journal S.A. überwiesen. Name: ____________ Straße: ______________________ Ortschaft: ______________ Unterschrift: _____________ Zurücksenden an: Lëtzebuerger Journal • B.P. 2101 • L-1021 Luxembourg oder über unsere Abo-Hotline 265 333-1

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Mëttwoch, 3. Oktober 2012

NOCH

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TAGE

Fotos: Villeroy & Boch

Villeroy & Boch gratuliert zur „Hochzeit des Jahres“ LUXEMBURG

Eleganz in Gold und Platin, streng limitierte Sonderedition: Anlässlich der Vermählung von Erbgroßherzog Guillaume mit der belgischen Comtesse Stéphanie de Lannoyam20. Oktober 2012 in der Kathedrale Notre-Dame hat Villeroy & Boch eine Sonderedition der besonderen Art aufgelegt: Kreiert als pure Eleganz in Gold und Platin stellt die exklusive Sonderedition eine wunderschöne Hommage an das Brautpaar dar. Die einmalige Serie umfasst eine Carré-Schale, eine Rechteckschale, eine Bonbonnière und einen Henkelbecher in einer weltweit streng limitierten Auflage von nur 200 Exemplaren pro Artikel. Bei der Herstellung wurden ausschließlich beste Materialien wie das hochfeine Premium Bone Porcelain verwendet. Der zeitlos-elegante Dekor, der eigens in Luxemburg entwickelt wurde, veredelt die in einer reduziert-modernen Formensprache gehaltenen Liebhaberstücke mit echtem Gold und Platin. Ein zartes Gitterrelief bildet den Fond für das Hauptmotiv: die ineinander verschlungenen Initialen G und S des Brautpaares, die von einer goldenen Krone gekrönt werden. Kunstvolle Ornamentbordüren, Gold- und Platinbänder verleihen den Porzellanteilen zusätzlich eine feine Noblesse, die sehr zurückhaltend anmutet. Alle Artikel der Hochzeitsedition werden in einer hochwertigen Verpackung und mit Zertifikat angeboten. DasZertifikat,dasvonNicolasLuc Villeroy,Vorstand Tischkultur bei Villeroy & Boch, unterzeichnet ist, bestätigt, dass es sich bei den Artikeln um Originale aus der Villeroy & Boch-Hochzeitseditionanlässlichder HeiratdeskünftigenGroßherzogsGuillaumevonLuxemburgundGräfinStéphaniedeLannoy handelt. Unter dem Motto „Mitfeiern und Mithelfen“ lädt Villeroy & Boch mit dieser exquisiten Porzellanedition ein, auf besonders schöne Art Gutes zu tun. Denn von jedem verkauften Artikel kommen 5 € der „Fondation Du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse“ zugute. Die im Jahr 2001 im Rahmen der Thronbesteigung von Großherzog Henri aus der Taufe gehobene Stiftung unterstützt, gemäß ihrer Grundprinzipien Solidarität, Integration und Respekt der Menschenwürde, Menschen in Luxemburg oder in weniger begünstigten Regionen der Welt, die mit materiellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Doppelgänger von Guillaume und Stéphanie gesucht Lucil Film, die Macher der neuen Luxemburger Sitcom „Comeback“, suchen - zwecks Einbindung von aktuellen Themen und Ereignissen - nach Doppelgängern von ErbgroßherzogGuillaumeundStéphaniedeLannoy.Wersichberufenfühltoderdenbeidenähnlichsieht,kannsichuntercasting@lucil.lumelden. w k Die streng limitierte Sonderedition ist ausschließlich in den drei Villeroy & Boch Geschäften in Luxemburg erhältlich: in The House of Villeroy & Boch, 2, rue du Fossé, 1536 Luxembourg, in The House of Villeroy & Boch im Shopping Center la Belle Etoile, Route d’Arlon, 8050 Luxembourg und im Magasin d’usine-Outlet, 330, rue de Rollingergrund, 2441 Luxembourg.

Venez signer la carte de voeux géante exposée le jeudi 4 octobre 2012 de 14h00 à 18h00 au Parc de Mondorf Domaine Thermal,

pour se joindre aux félicitations à SAR le Prince Guillaume, Grand-Duc Héritier et à la Comtesse Stéphanie de Lannoy à l´occasion de leur mariage qu´ils célébreront le 20 octobre 2012. L´Union Commerciale et Artisanale de Mondorf-les-Bains et ses partenaires vous invitent à passer un moment inoubliable dans le cadre exceptionnel du Parc du Domaine Thermal.

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34, avenue des Bains L-5610 MONDORF-LES-BAINS Tél.: 27 68 70 38

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Mëttwoch, 3. Oktober 2012

„Contrôle Technique“ an enger Stonn E positiven Erfarungsbericht vun der Kontrollstatioun zu Esch ESCH/ALZETTE

U

m 9.08 fir d‘éischt emol Erféieren. D‘ Autosschlaang zitt sech bis hannert d’Gebai vun der Kontrollstatioun zu Esch. Camionen, Drecksween a Busser sti bis vir an d’Rue Jos Kieffer. Et hëlleft näischt. Ech setzen alles op de Rendezvous, deen ech beim zweete Versuch selwer iwwer Internet festsetze konnt. Et geet eemol ronderëm den Terrain, an der zweeter Kéier virum Parking vum Haaptgebai ass da kuerzzäiteg Schluss, bis ee realiséiert: „Déi do hunn all kee Groussen Udrang, schnell Kontroll gëschter zu Esch Foto: Archiv Rendez-vous“. Gemeechlech, awer sécher dëmpelt ee laanscht d’Kolonn mat den Autoen, wou vous“ sinn et nach ëmmer déi selwecht wéi virun enger 20 Miiwwerall emol d’Dieren opstinn oder verschidde Leit mat nutten. Fënnef Minutten drop leien e ganze Koup Aen op enger Kaffi oder Zigarett rëmtrëppelen. Dofir bleift an der rouder Luucht. Kuerz op 10 dann ass et endlech souwäit. D’Sand„Rdv“-Schlaang keng Zäit. Déi sechs Autoe virun der klen- weiler vum Süden léisst mech eran. Un 10.10 sinn d’Luuchte geger Receptiounshal si schnell duerch. Schonns heescht et checkt. E puer Minutten drop gëtt op d’Rieder geklappt, d’Auto„Moto uloossen! Moien! Pist 4! Äddi!“. Et ass 9.19, d’Sonn en hiewe sech, Bremse gi getest. Um 10.12 da gëtt schonn e schéischéngt. Um 9.28 huet sech nach net vill gedunn, et geet Au- nen Dag gewënscht, aus dem klenge Keesenhaische gëtt den Ziedel gereecht. No enger Stonn duerch d’Sandweiler vum Süden. to fir Auto weider, der Paart ëmmer e Stéck méi no. Um 9.37 stinn nach fënnef Autoen do, an der „Agréati- De Claude Wiseler gëtt säin „Ok“. E berouegend Gefill, zuminCHRISTIAN BLOCK on“-Schlaang sinn et der genau sou vill. Bei de „Sans-Rendez- dest bis d’nächst Joer.

KUERZ NOTÉIERT DIDDELENG

Basar vum Déiereschutz

D’Société pour la Protection des Animaux Dudelange (SPAD asbl) invitéiert op hiren traditionelle Basar e Sonndeg, de 7. Oktober vun 11.00 bis 18.00 am Veräinshaus zu Diddeleng(bei der Kierch). Tombola mat Superpräisser, risege Flou- a Bichermaart, Verkafsstänn, Kaffisstuff mat Pâtisserie a Schampesbar. Am Nomëtteg nostalgesch Ambiance mat „Les Gavroches“. Den Erléis vum Basar ass integral fir den Diddelenger Déierenasyl. Wien net ka kommen, kann en Don op de Postscheck CCPL LU52 1111 0026 3011 0000 iwwerweisen. GRÉIWEMAACHER

Mini-Tennis

Den Tennis-Club Gréiwemaacher organiséiert Mini-TennisCoursë fir Kanner vu véier bis sechs Joer. Den Training gëtt ofgehalen a Gruppen ënner der Leedung vun diploméierten Trainer. Gespillt gëtt all Samschdeg vu 9.00 un an der Sportshal vum Maacher Lycée (Kellereistrooss). De Präis fir d’ganz Wantersaison (Oktober 2012 bis Abrëll 2013) ass 145 Euro. Umeldungen an Informatiounen iwwer Telefon 26 74 55 37 oder per E-Mail: comite@tcg.lu ELLENG

Friturefest

„Lëtzebuerg de Lëtzebuerger“ En Exkurs iwwer eis Identitéit mam Pierre Puth d’Kopp wéi d’Mumm Séiss fir Broscht a Been nach huet gesponnen war d’Ursaach eng Paschtéit direlireleng mir huele gär dick dick dak eng Schlippche Muselgreechen e Stéck vum Gléck mäin Daach vu Stréi am Uewe potert d’Feier léiwer Herrgottsblieschen spreng deng Ketten d’Féiss ginn ons kal hei kann ech net bleiwen wat d’Heemecht ass ech weess et net ze son Saachen allerhand an en Zoossisswupp wann e pecht“. Op dës Manéier versicht de Pierre Puth, dem Stacklëtzebuerger a senger Séil op de Fong ze goen, vum Grof Siegfried bis bei de Lex Roth a vun der Melusina bis bei d’Lea Linster. En interessante Virtrag vum Pierre Puth e Freideg, den 12. Oktober ëm 17.00 am Club House „Am Becheler“ zu Bäreldeng (15A, Am Becheler, Tel. 33 40 10-1). P.P..

Sti fir eis Identitéit: de Lëtzebuerger Fändel (l.) an de Wopen (r,) BÄRELDENG „Zwee Kinnekskanner o quel malheur loossen hire Kaffi ston o du do uewen Gottlieb Hurra der Mamma Manyla hire Jong Kättche Kättchen du mäi Kapriss aus der Rue des Fleurs sief gutt gekleet léif Munni Munni Mausekaz mir si glécklech mir si fräi an d’Hierz bis an de Kier d’Hechtercher aus der Stad ee Pond zwee Pond si Plättelefeeër fir de Mo ze stäipen léif Gefuedesch loosst mer lëschteg sinn vu Spuenien bis a Polen no alle Säiten hin do sinn déi Weiber frou tra la la la d’Josefinn vum Théiwesbuer tra la la la mat senger stupp’ger Nies-

Fotos: LJ-Archiv

chen mengem Iddi geet oho oho o Hämelmaousketti de Spillmann ass do op der Knippchen d’Meedche vu Gëtzen du meng hierzeg Séilchen mat der wäisser Kollrettchen mécht den Dribsal lëschteg a fiert de Bockel voll Gepäck mam Kanonéier an der Hesperkutsch den Houwald erop onse Fändel héich ze halen Roude Léif bewaach ons Geld Speck an Ierbessen vun der rouder Geess fei Leit ginn ze Fouss vu mengem Dueref Butschebuerg o Bauer Péitche Lauer looss all deng Kanner ëm dech sinn d’Siweschléifer o Mamm o Kanner setzen d’Kréibänk nuets op

De Fëscherveräin „Déi vun der Aalbaach“ Munneref organiséiert e Friturefest e Sonndeg, de 7. Oktober am „Centre Martialis“ zu Elleng . Vun 11.00 u gi Frituren a Paschtéiten zerwéiert. Reservatioune ginn ugeholl iwwer Telefon 691 458 103 oder 691 677 303 oder per E-Mail: margotk@pt.lu HOUWALD

Keen Telefon

D’Post deelt mat, dass en Dënschdeg, den 9. Oktober um Houwald zäitweis keen Telefon funktionéiert. Betraff vun dësen Aarbechte sinn d’Rue Joseph Felten an d’Route de Thionville. BECH-MAACHER

Lëtzebuerger Owend

D’„Amis du Possenhaus et du folklore mosellan“ invitéieren op e Lëtzebuerger Owend e Samschdeg, de 6. Oktober um 19.30 an der Wäistuff vum Possenhaus. Den Thema vum Owend bezitt sech op „Dëst an Dat vum an iwwert de Pir Kremer mat an ouni Musek“, presentéiert vum Pierre Puth. Op Bestellung iwwer Telefon 23 698 233 gëtt e Menu zerwéiert fir 20 Euro. ESCH-UELZECHT

Generalversammlung

De grousse Wope vu Lëtzebuerg

De „Cercle Escrime Sud“ invitéiert op seng Generalversammlung en Donneschdeg, de 4. Oktober um 19.00 am Cipa Op der Leier (visà-vis vum „Centre hospitalier Emile Mayrisch“).


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Arbeitsunfall

MÜLLENDORF Bei Montagearbeiten an einer Solaranlage trat ein Mann gestern Morgen auf das Plexiglasdach und brach durch die Lichtglasplatte. Er stürzte etwa fünf bis sechs Meter tief in einen Stall. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er ins Krankenhaus eingeliefert.

Jetzt das Auto winterfest machen

OPGEPASST ERMITTLUNGSERFOLG

Räuber verhaftet

Licht, Reifenprofil, Batterie und Frostschutz vor der Kälte überprüfen

MERSCH Dem SREC Mersch gelang es nach längeren und intensiven Untersuchungen einen Täter zu identifizieren, welcher in der Zeit vom September 2009 bis zum April 2010, fünf Brieftaschendiebstähle in luxemburgischen Großflächenkaufhäusern begangen hatte. Mit den entwendeten Kreditkarten wurden erhebliche Geldsummen abgehoben. Der Täter konnte aufgrund von Kamera- überwachungsbildern erkannt. Der Osteuropäer wurde durch schwedische Behörden verhaftet und den Luxemburger Behörden übergeben.

BRAND

Tischdecke fängt Feuer

ESCH/ALZETTE Polizisten stellten gestern am frühen Morgen fest, dass in einer Wohnung auf der Place des Sacrifiés eine abgebrannte Kerze eine Tischdecke in Brand gesetzt hatte. Der Bewohner wurde zwecks Kontrolle ins Krankenhaus gebracht.

Frostschutz ist unentbehrlich und auch Lampen sollten entsprechend eingestellt sein

LUXEMBURG INGO ZWANK

Der ein und andere hat es bereits gemerkt - der Winter steht so gut wie vor der Tür. Wer in den nächsten Wochen nicht von den ersten Kälteperioden überrascht werden möchte, sollte sein Auto frühzeitig winterfest machen. Dabei sollten laut Automobilclub folgende Punkte unbedingt beachtet werden: Profil prüfen: Für Winterreifen gilt zwar wie für Sommerreifen eine empfohlene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Nach Ansicht der Automobilclubs ACL und ADAC sind allerdings Winterreifen mit einer Profiltiefe von unter vier Millimeter nur sehr bedingt wintertauglich und sollten durch neue ersetzt werden. Rechtzeitig bestellen ist wichtig, denn die Topprodukte - zum Beispiel aus dem hier im Journal veröffentlichten Test - sind schnell ausverkauft. Auch auf das Reifenalter kommt es an: Älter als zehn Jahre sollten sie nicht sein. Beleuchtung testen: Auf die Beleuchtungsanlage muss gerade in der dunklen Jahreszeit Verlass sein. Ob alle Leuchtmittel in Ordnung sind, kann jeder Autofahrer selbst kontrollieren. Die korrekte Einstellung am besten in einer Fachwerkstatt oder beim ACL kontrollieren lassen . Durchblick haben: Scheiben innen gründlich vom Sommerschmutz befreien. Das sorgt für gute Sicht und mindert die Beschlagneigung. Marode Wischerblätter, die bereits Schlieren bilden und kein einwandfreies Sichtfeld mehr bieten, gegen neue tauschen. Gerade wenn die Sonne tief steht, wird man leichter geblendet. Kraftquelle fit halten: Ältere Autobatterien versagen beim ersten Frost häufig ihren Dienst, insbesondere dann, wenn die Kraftspender älter als vier Jahre sind. Deshalb: Batterie prüfen

Fotos: ADAC

Kontrolltermine des Automobilclubs Während der Verkehrskampagne „Beleuchtung und Reifen“ bietet der Automobilclub ACL im Diagnostic Center (54, route de Longwy in Bartringen) von Montags bis Freitags von 8.30 bis 18.00 eine Überprüfung des Fahrzeugs an. Andere Kontrollmöglichkeiten bieten sich im Monat Oktober an folgenden Stätten (jeweils von 11.00 bis 19.00): 11.10. – Cactus Bascharage 12.10. – Gemeng Stroossen 13.10. – Cactus Redingen 15.10. – Cactus Esch/Lallingen 16.10. – Cactus Remich 18.10. – Cactus Kayl 20.10. – Cactus Ingeldorf 23.10. – Cactus Howald 25.10. – Cactus Echternach 29.10. – Cactus Windhof 30.10. – Cactus Mersch

lassen und gegebenenfalls eine neue kaufen. Frostschutz checken: Eis im Kühlsystem führt zu Motorschäden. Am besten in der Werkstatt oder an der Tankstelle prüfen lassen, ob der Frostschutz noch ausreicht. In die Scheiben-/Scheinwerferwaschanlage Winter-Reiniger einfüllen - nicht nur wegen des Frostschutzes, sondern weil er auch besser mit Winter-Schmutz fertig wird. Außerdem die Türdichtungen mit einem hierfür geeigneten Pflegemittel behandeln, damit sie nicht so schnell zufrieren. Scheiben kratzen: Darüber hinaus empfiehlt der ACL jetzt schon für alle Fälle einen Eiskratzer, Handschuhe und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe ins Auto zu legen. Der Türschloss-Enteiser sollte im Haus oder Büro bereit liegen, wenn das Auto noch mit dem Schlüssel aufgesperrt wird. Eine warme Decke und ausreichend Flüssigkeit sollten bei jeder längeren Reise mit an Bord sein - denn Staus gibt es mehr als genug, und dies aus den unterschiedlichsten Gründen... w

Zeugenaufruf der Polizei LUXEMBURG Fünf Täter versuchten gestern Morgen gegen 4.00 in eine Firma in der Rue Christiophe Plantin einzubrechen. Hierbei wurden sie gestört und flüchteten. Drei Täter waren dunkel gekleidet, ein Tä-

ter trug eine beige Jacke, ein zweiter ebenfalls eine beige Jacke und eine dunkle Hose mit markanten weißen Streifen. Zeugen werden gebeten sich beim Notruf 113 zu melden..

Foto: LJ-Archiv

ARREST

Nacht in Ausnüchterungszelle verbracht LUXEMBURG Ein Mann war in seinem betrunkenen Zustand auf der Straße gefallen und hatte sich mit Hilfe eines Passanten bis ins Krankenhaus geschleppt. Dort ging ihm dann alles zu langsam, er regte sich auf und rauchte dann eine Zigarette, welche er nicht ausmachen wollte. Da er öffentlich Ärgernis erregt hatte, eine Gefahr für sich selbst und andere darstellte, wurde er im Passagearrest untergebracht. Ein Arzt stellte ein Haftfähigkeitsattest aus.

ZEUGENAUFRUF

Steinattacke

RODINGEN Der Kläger stieg in der Rue de Longwy aus dem Bus und begab sich zum „Kressiwee“, einer Abkürzung, zur Rue des Romains . Er hörte Musik mit seinem iPhone. Als er dann in der Hälfte des Weges war, schlug ein Unbekannter mehrmals mit einem Stein auf ihn ein. Das Opfer drehte sich hieraufhin um. Der Täter muss sehr überrascht gewesen sein, denn er trat die Flucht an Hier kamen ihm zwei Jugendliche entgegen. Diese und weitere Zeugen sind gebeten sich zwecks Zeugenaussagen beim Notruf 113 zu melden. Beschreibung des Täters: 1,60 m groß, korpulente Statur, weiße Hautfarbe, braune Augen, er trug eine lila Jacke, eine Jeanshose und war mit einer grünen Kapuze im Tarnmusterlook vermummt.


NEWS

LUXEMBURG-STADT

After-Work Das d:qliq veranstaltet zum ersten Mal ein „eklektisches“ AfterWork. Rapper Hot Rox leitet das Ganze. Köstliche Mojitos gibt es günstig für 5 Euro. Eintritt frei.

LUXEMBURG-STADT

Party

Foto: Simon Larosche

Skurrile Lichtblicke

21.00 Im Palais ist heute DJ Double P von der Radio Ara-Sendung „Clubzone“ für die Mucke zuständig. Seit 1988 ist er Kenner der Electro-Szene. Eintritt frei.

Jacques Molitor und Govinda Van Maele von Filmreakter über ihre Faszination für Trash-Filme und den Aufreger „Innocence of Muslims“ mit „The Woman“ aus den USA, der als „feministischer Survival Splatter“ beschriebenwird. SeitMai2011fandendieseAbende schonelfMal unterdemNamen platter, 80er Action, Snuff, Blaxploitation, Spaghetti Wes- „Double Feature“ statt, allerdings nur einmal im Monat und, wie der tern, Kung-Fu? Oder wie wär’s mit italienischer Vampir- Namen es schon sagt, mit je zwei Filmen in Folge. Warum nun der Erotik? Während der übliche Kinogänger für diese Art von Wechsel? „Wenn man zwei aufeinander folgende Filme zeigt, müssen Filmen nur Verachtung empfindet, lassen solche Low-Bud- diese schon einen gewissen schnellen Rhythmus haben, um die Zuget Produktionen die Herzen von Jacques Molitor, 32 und Govinda schauer zu befriedigen“, behauptet Molitor, „mit dem neuen Format Van Maele, 29 höher schlagen. Die beiden Luxemburger Jungregis- könnenwirjetztnochmehrwagen.“ZumBeispielEuro-Smut,einweiseure, die der Gruppierung „Filmreakter“ angehören, sind nämlich teres dubioses Genre. „Wir streben eine Mischung an, aus klassischen Experten der bizarren Seite des Horrorfilmen, wie „Hellraiser“ Weltkinos. Von Filmen also, die etwa, und weitaus unbekanntees nie in die großen Kinos schafrenRaritäten“,ergänztVanMaefen und , wenn überhaupt, ledigle, „alles, was man nie an einer lich auf DVD erscheinen. Filmschule gezeigt bekommen würde.“ Anders als bei einem Mischung aus Klassikern und klassischen Kinoabend, an dem seltsamen Raritäten man nach dem Film in der Regel Wer den beiden bei ihren Dissofort nach Hause gehe, soll das kussionen über Trash-Filme zuPublikumnachden„CinéLunatiGovinda Van Maele hört, wird in eine Welt jenseits que“-Vorführungen ein Weile des Hollywood-Glamours katapultiert. Es geht um unbekannte Fil- länger in der Cinémathèque bleiben, um sich untereinander oder mit me, die so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind. Diese witzige den Veranstaltern über den ausgewählten Film auszutauschen. „Wir Leidenschaft teilen Molitor und Van Maele liebend gerne mit der wollen ein Art Ciné-Club schaffen.“ Mittlerweile gebe es schon eine breiten Öffentlichkeit. Jeden Samstag organisieren sie die „CinéLu- richtigeGemeinschaftvontreuenAnhängern. natique“-Abende in der hauptstädtischen Cinemathèque, an denen obskure Streifen aufgeführt werden, angefangen an diesem Samstag „Innocence of Muslims“ ist ungesundes Hetzmaterial Es kam auch nie in Frage die „CinéLunatique“-Abende in irgendeinemanderenKinozuveranstalten.„DieaufgeführtenFilmegehören alle der Cinémathèque“, erklärt Van Maele, „davon abgesehen ist es immer noch das schönste Kino im Land.“ Dem kann Molitor nur zustimmen und schwärmt über die prächtige, alte Einrichtung im ehemaligen Vox, die sich für ihre Abende perfekt eignen würden. UndwashaltenzweiKenner desTrash-KinoseigentlichvomAufregerfilmchen „Innocence of Muslims“, der weltweit für Ausschreitungen und sogar Tote geführt hat. „Er ist nicht nur erbärmlich, sondern peilt ausschließlich Provokation an“, meint Molitor, „anders als bei South Park zum Beispiel, ist bei diesem Film ein eindeutig böser Wille nicht zu übersehen. Ich finde man soll schon einen Film zeigen können, in dem Frauen oder Männer schlecht wegkommen, weil das dann bloß die Meinung des Regisseurs ist. Ein Film, der aber gezielt gegen eine Religion Hetze macht, muss aber nicht unbedingt aufgeführtwerden.“ w k Das ausführliche Programm von „CinéLunatique“

LUXEMBURG SIMON LAROSCHE

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„Es ist der PunkGeist des Kinos“

Fotos: www.wrongsideoftheart.com

unter www.cinematheque.lu

LUXEMBURG-KIRCHBERG

Sound Installation

18.30-20.00 Im Mudam Café hat heute Cristophe H. alias Cool Chris die Ehre Musik aufzulegen. Sein erster Mix nennt sich „Tanz“. Eintritt frei.

GRATIS-MP3

Gold-Kehlchen

Ellie Goulding verzückte nicht nur die Gäste auf der royalen Hochzeit von William und Kate, auch die Fachpresse kann die junge Britin mit ihrem Talent überzeugen. Ihr zweites Album kündigt sie mit einer Gratis-Remix-Fassung des Titels „Anything Could Happen“ an. k www.facebook.com/ellie.goulding.germany


Dënschdeg, 20. Juli 2012

KULTUR

Gewinne an Mehr Anteile Börse Madrid an Editus

EU plant Bankenspaltung

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Mehr Ausgleich für Europa IMD-Professor Stéphane Garelli zu Gast bei der BIL LUXEMBURG NIC. DICKEN

S

téphane Garelli kennt die Weltwirtschaft und ihre Entwicklung sehr gut. Der Mann ist Professor am Institute for Management Development (IMD) in Lausanne und auch Professor an der dortigen Universität. Darüber hinaus hat sich Stéphane Garelli international einen Namen gemacht als Direktor des „Centre pour la Compétitivité Mondiale“ und ist als solcher auch maßgeblich beteiligt an der jährlichen Erstellung des „World Competitiveness Yearbook“. Wettbewerbsfähigkeit ist ein breites Spektrum von Faktoren Auf Einladung der BIL-Direktion hielt Stéphane Garelli gestern Abend eine Konferenz über die Perspektiven der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit und ih-

ren Wirkung auf Luxemburg, bzw. auf Europa. Im Vorfeld hatte er die Presse zu einem kurzen Gespräch empfangen, bei dem es um die wesentlichen Aspekte der Thematik ging, die deutlich breiter gesehen werden muss als nur im Hinblick auf die reine Wettbewerbsfähigkeit der Produktionskosten. Sowohl bei den Haushaltsdefiziten als auch bei der Gesamtverschuldung stünde Luxemburg derzeit noch relativ gut dar, so der Befund von Stéphane Garelli, der sich allerdings auf die Zahlen des Jahres 2012 beschränkte und somit den gestrigen Katastrophenmeldungen aus dem Finanzministerium keine Rechnung tragen konnte. Sehr unterschiedliche Grundlagen Die Entwicklung der Weltwirtschaft sei derzeit sehr stark fragmentiert und biete unterschiedliche Trends für die verschiedenen Weltregionen. Allgemein verbreitet sei allerdings das Phänomen des öffentlichen Finanzierungsbedarfs,

der aktuell weltweit bei 10.500 Milliarden Dollar liege, währen die Unternehmen weltweit über enorme Liquidität verfügen, die sie in erster Linie für eventuelle Ankäufe oder Übernahmen bereitgestellt hätten. Sehr unterschiedlich verteilt seien auch die Währungsreserven, von denen allein die Schwellenländer im Umfang von fast 6.000 Milliarden Dollar gehortet hätten. Problematisch für die meisten Volkswirtschaften sei die Tatsache, dass sie rund 50% ihres BIP an Steuernerheben und diese über den Haushalt wieder verteilen. Dieser Anteil lasse kaum noch Spielraum zu, um durch höhere Steuern neue Bedürfnisse zu kompensieren. In Luxemburg liege der Anteil derzeit noch bei erfreulichen 42%, in den USA gehen dagegen gerade mal 24% des BIP in die Staatskasse. Große Herausforderungen Eine neue Herausforderung sei das Wachstum der Weltbevölkerung, das in den nächsten 30 Jahren vor

allem in Afrika stattfinden werde. Dieser Kontinent werde ein Wirtschaftsmodell finden müssen, das die Verwertung der enormen Bodenschätze in den Genuss der Bevölkerungen bringen müsse, so Garelli, der davon ausgeht, dass über den Zeitraum von einer bis zwei Generationen auch in derzeitigen Schwellenländern die Lohnbedingungen sehr schnell ansteigen werden. Wichtigster Rohstoff der Zukunft sei das Wasser, das nicht nur zum Leben, sondern auch in allen landwirtschaftlichen und industriellen Produktionsprozessen unverzichtbar sei.

der Herausforderung einer massiven Reeindustrialisierung, weil eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur zwischen Produktionsund Dienstleistunbgssektor unverzichtbar sei. Dabei spiele die Größe der Unternehmen eine zweitrangige Rolle, wichtig sei vor allem ein gesunder Ausgleich zwischen den Sparten. Sowohl die USA als auch Europa müssten verstärkt wieder selbst die Produkte herstellen, die sie auch selbst entwickelt haben. In Europa müsse, ebenfalls aus Gründen der Ausgewogenheit, eine Art Union der kleinen Staaten verhindern, dass allein die großen Nationen die Führungsrolle übernehmen. Staat dass Europa mit Europa braucht nur eine Stimme Vor allem Europa, wo in den letzten einer Stimme spricht, spiele der 20 Jahren sehr viel Industriesubs- Bilateralismus immer noch eine tanz verloren ging, stehe derzeit vor übergeordnete Rolle. 

Reaktionen aus der Wirtschaft Vorgelegter Staatshaushalt stößt auf Ablehnung Während die Staatseinnahmen in diesem Jahr um 270 Millionen niedriger als erwartet lagen, stiegen dennoch die Ausgaben um 230 Millionen. Die Solidaritätssteuer soll nun für Unternehmen von5% auf 7% angehoben werden. So scheint das, was der Finanzminister gestern vorstellte, eher dazu geeignet, die Lohnkosten in die Höhe zu treiben und den Bemühungen des Wirtschaftsministers zur Verbesserung des Wirtschaftsstandorts Luxemburg konträr entgegen zu laufen. Die neue Steuer, eine sogenannte Betriebssteuer, die eingeführt werden soll, stößt bei der Wirtschaft auf Unverständnis. Norry Dondelinger von der Chambre des Métiers: „Wir sind enttäuscht. Die Regierung hat keinen Mut und keine Courage, das Steuer herumzureißen. Was mit diesem „Wahlbudget“ als Sparmaßnahmen vorgestellt wurde, sind ja nur Peanuts. Umgekehrt führt man eine Mindeststeuer für Betriebe ein, so dass bald auch der kleine Bäcker, der kaum Gewinn macht, zahlen muss.“ Pierre Bley, Direktor des Unternehmensverbands UEL: „In Zeiten, wo es schlecht geht, muss man da durch. Wir sind aber ziemlich enttäuscht: Der Haushalt ist eine Katastrophe. Der Staat müsste vor allem bei sich selbst

sparen, statt Steuern zu erhöhen. Die Regierung hat die eigenen Vorgaben aufgegeben. Wir haben jetzt ein Defizit von 25% des BIP, vor ein paar Jahren waren es noch unter 10% gewesen. Die sieben Million Einsparungen, die Frieden plant, zum Beispiel, indem Staatsangestellte Parkgebühren zahlen sollen, sind lächerlich.“ Nicolas Soisson von der Unternehmerföderation Fedil: „Das ist einfach gesagt eine Katastrophe. Die Regierung bringt es nicht fertig, ihre Ausgaben im Griff zu halten. Denen fällt nichts anderes ein, als an der Steuerschraube zu drehen. Zur geplanten Betriebssteuer fehlen mir noch die Details, aber wenn das umgesetzt wird, was mir bekannt ist, entbehrt das jeder ökonomischen Basis. Die Regierung stärkt damit nicht die Wirtschaft, was das richtige Signal wäre, im Gegenteil, sie schreckt Menschen davon ab, Unternehmen zu gründen.“

Carlo Thelen

Pierre Bley

Nicolas Soisson

Norry Dondelinger

Die Chambre de Commerce wird die Regierungspläne analysieren und im November dazu Stellung nehmen. Direktionsmitglied Carlo Thelen liess aber durchblicken, es sei enttäuschend, wenn die Regierung nicht mehr fertigbringe als Steuern zu erhöhen. MARCO MENG FOTOS: EDITPRESS


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

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8,701

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ArcelorMittal ne

EUR

11.31 i

11.48 i

17,855

10,7

515 165

BIP pe

EUR

51.39 t

51.4 t

54,9

46,12

Dexia Luxpart c p+ne (nd)

EUR

98.54 i

96.96 i

101,52

83

0

Dexia Luxpart d p+ne (nd)

EUR

61.26 i

60.27 i

74,09

51,6

0

EUR

0.21 i

0

Dexia p+n (nd) ErsteAbwicklung

4,5% 04-14 16/01

pe

EspiritoSanFin

EUR

0.23 i

0,345

0,13

105.881 i

105,881

105,881

5,65

5

0 221

EUR

5.45 i

5.4 i

Foyer p+n (nd)

EUR

45.02 t

45.0 t

48

42,06

IdBHoldings ne

EUR

7.0 t

7,05

5,1

85.5 i

91,74

74,5

60.0 t

60

47,5

ImmoLux-Airport

EUR

IntlGolfLeis p+n

EUR

KBCGroupe pe+ne

81.23 t

100

EUR

19.375 i

19.275 i

21,72

9,101

0

EUR

103.975 i

103.975 i

105,629

103,5

0

Luxempart p+n

EUR

24.79 t

23.74 t

24,79

21,2

6991

Luxiprivilege Cl A d p+n

EUR

56.1 i

56,23

52,46 106,03

Luxembourg

3,75% 08-13 04/12

pe

Luxiprivilege Cl B c p+n

EUR

113.38 i

113,64

Quilvest p+n

USD

108.95 t

109.0 t

115

100

10

ReinetInvest ne

EUR

14.45 t

14.88 t

15,545

12,04

4952

Robeco p+n

EUR

24.31 i

24.31 i

24,8

21,33

0

Rolinco ord p+n

EUR

20.34 i

20.26 i

20,77

17,72

0

Rorento p+n

EUR

53.45 i

53.44 i

53,45

49,76

0

RTLGroup p+n

EUR

75.0 t

74.0 i

80

67,2

156

270

SEO .prvB p+n

EUR

270.0 t

428

SEO 1/5prvB p+n

EUR

55.0 t

75

55

SESG FDR pe

EUR

21.34 t

21.185 i

21,39

17

1950

Socfinaf p+n (nd)

EUR

21.53 t

22.3 t

24,45

18,51

2200

EUR

33.7 t

33.65 t

34,9

24,1

297

EUR

38.25 i

40.0 t

40,94

24,69

0

+ haut du mois

+ bas du mois

Die Börsen in Europa haben den Handel am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt moderat schwächer beendet. Die Börse in Madrid erwies sich als Ausnahme und schloss mit den höchsten Gewinnen in Europa. Spekuliert wurde am Markt auf ein formelles Hilfeersuchen des hoch verschuldeten Landes. Dem erteilte Ministerpräsident Mariano Rajoy am Abend jedoch eine Absage. Eine Hilfeersuchen stehe nicht unmittelbar bevor, sagte er. „Es handelt sich insgesamt um eine schwierige Zeit für die Anleger, was auch das niedrige Handelsvolumen erklärt“, stellte Vermögensverwalter David Hussey von Manulife Asset Management in London fest. Die Wirtschaft werde sich zwar irgendwann erholen, sagte er, aber der Zeitpunkt bleibe unklar. Zwischenzeitlich werde auf Handelsspannen gesetzt, was Schwankungen insgesamt verstärke. Der Stoxx Europe 50 ging um 0,4 Prozent leichter bei 2.544,32 Punkten aus dem Handel und der marktbreitere Stoxx Europe 600 sank 0,3 Prozent auf 271,62 Zähler. Der Euro Stoxx 50 verlor 0,2 Prozent auf 2.493,59 Punkte. An der Börse Frankfurt schloss der Dax etwa 0,3 Prozent schwächer bei 7.305,86 Zählern. Im Dax schlossen die Aktien der Deutschen Telekom AG mit der Aussicht auf einen unmittelbar bevorstehenden Zukauf in den USA um 1,3 Prozent fester. Titel von Infineon Technologies AG wechselten von klaren Gewinnen am Morgen zu schweren Verlusten -die Aktie ging als Schlusslicht um 2,7 Prozent geschwächt aus dem Handel. Für das Tagesgespräch sorgte der Börsengang des Versicherers Talanx, der mit einem deutlichen Aufschlag auf den Ausgabepreis aus dem Handel ging. Der Schweizer Benchmarkindex SMI war bei 6.613,54 Punkten zum Vortag kaum verändert. In Zürich waren Swiss Re AG und Cie Financiere Richemont SA die größten Gewinner mit Kursaufschlägen von zwei Prozent und mehr. In Paris gaben Alstom SA nach einer Kapitalerhöhung im Volumen von 350 Mio. Euro zuletzt um 4,9 Prozent nach. Finanziert werden soll damit eine Übernahme in Russland, und zwar trotz der explizit üppigen Barausstattung von Alstom. „Aus unserer Sicht handelt es sich um exzessiven Konservativismus‘‘, schrieb Morgan-Stanley-Analyst Ben Uglow in einer aktuellen Studie zur unerwarteten Kapitalerhöhung. Der Luxemburger LuxX sank um 0,4 Prozent auf 1.211,87 Punkte. Aktien von Socfinaf verloren 3,5 Prozent. BLOOMBERG

Foto: Shutterstock

Socfinasia p+n SocFinCaoutchcs p+n (nd)

Börse Madrid mit höchsten Gewinnen

i = indicatif t = transactions REnDEMEnts oBLiGAtAiREs

du jour

Emprunt EURO Etat luxembourgeois long terme Indice Lux GDRs India (base 1.000 au 1.01.09)

Précédent

+ haut de l'année

1,474

1,4813

1,4976

1,4536

2,2556

1,3916

1306,3519

1310,2671

1310,2671

1289,3461

1322,1125

992,2889

du jour

Précédent

+ haut du mois

+ bas du mois

+ haut de l'année

+ bas de l'année

inDicEs DEs Actions LUXEMBoURGEoisEs Indice LuxX cours (base 1.000 au 4.01.99)

1216,2842

1223,4882

1189,3429

1281,5363

1036,9121

17,485

Indice LuxX returns (base 1.000 au 4.01.99)

1683,1713

1693,1406

1645,8881

1726,7378

1429,1139

17,855

Cours de changes* au: 02.10.2012 DEVisEs ZonE EURO

coURs DE conVERsion EURO

DEVisEs

ACHAT

VENTE

ACHAT

VENTE

ATS*

13,7606

AUD

1.2472

1.2587

1.1672

1.3387

BEF/LUF

40,3399

CAD

1.2619

1.2723

1.2024

1.3317

DEM

1,95583

CHF

1.2048

1.2149

1.1956

1.2241

ESP*

166,386

DKK

7.4259

7.4857

7.1506

7.7609

FIM

5,94573

GBP

0.7956

0.8021

0.7798

0.8179

FRF

6,55957

JPY

100.2988

101.1630

93.52

107.95

GRD

340,75000

NOK

7.3528

7.4181

7.0472

7.7235

coURs coMPtAnt EURO/DEviSE

coURs BiLLEts EURO/DEviSE

IEP

0,787564

NZD

1.5489

1.5628

1.4651

1.6466

ITL*

1936,27

SEK

8.4619

8.5351

8.1182

8.8786

NLG

2,20371

USD

1.2854

1.2959

1.2580

1.3232

PTE*

200,482

ZAR

10.7582

10.8669

9.5577

12.0671

* communiqués par BGL BNP PARiBAS

Foto: Bloomberg

+ bas de l'année

P&T erhöht Beteiligung an Editus P&TLuxembourg hat 38,92 Prozent der Aktien am Tochterunternehmen Editus von Pages Jaunes übernommen und steigert damit seinen Aktienbestand von 51 auf nunmehr 89,92%. Für P&TLuxembourg sei diese zusätzliche Beteiligung an Editus Teil seiner Strategie zur Weiterentwicklung und Verstärkung seiner Leistungen für Kunden in Luxemburg, teilte das Unternehmen mit. Claude Strasser, Generaldirektor von P&T, begrüßt, dass PagesJaunes Groupe mit 10,08% weiterhin Aktionär von Editus bleibt, um die Umstellung der Geschäftsbereiche auf das elektronische Format zu begleiten. „Wir freuen uns sehr über die Erhöhung der Beteiligung von P&TLuxembourg, die es uns ermöglicht, unsere luxemburgische Identität zu betonen und gleichzeitig unsere Geschäfts- und Privatkunden an den zahlreichen Synergien innerhalb des P&T-Konzerns teilhaben zu lassen“, so Hugues Langlet, Generaldirektor von Editus SA. 94% der Luxemburger Bevölkerung nutzen Editus. Seine Websites zählen eigenen Angaben zufolge zu den am häufigsten besuchten Websites Luxemburgs und werden jeden Monat über 1,3 Millionen Mal aufgerufen. Der Übergang von der Nutzung gedruckter Verzeichnisse hin zu einem Angebot im Internet und für Mobiltelefone werde unterstützt durch eine neue Angebotspalette, so P&T. MM


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

INTERNATIONAL OIL PRODUCTS SA SPF Société Anonyme-Société de Gestion de Patrimoine Familial Route d’Esch, 7 L-1470 LUXEMBOURG RCB: 38.630 Les actionnaires sont priés de bien vouloir assister à

l’Assemblée générale ordinaire Qui se tiendra au siège social, en date du 17 octobre 2012 à 11 heures, avec l’ordre du jour suivant:

Ordre du jour 1) Discussion et approbation des comptes annuels arrêtés au 30 juin 2011 et au 30 juin 2012; 2) Discussion et approbation du rapport du Commissaire afférent aux exercices clôturés le 30 juin 2011 et le 30 juin 2012; 3) Octroi de la décharge, telle que requise par la loi, aux Administrateurs et au Commissaire pour les fonctions exercées par ceux-ci dans la société durant les exercices clôturés le 30 juin 2011 et le 30 juin 2012; 4) Affectation du résultat réalisé au cours des exercices clôturés le 30 juin 2011 et le 30 juin 2012; 5) Le cas échéant, décision conformément à l’article 100 des L.C.S.C. pour les exercices clôturés au 30 juin 2011 et au 30 juin 2012; 6) Divers. 110429

LG LUX S.A. Société Anonyme Siège Social: 3 route de Longwy L-4830 Rodange R.C. Luxembourg B n 43.530 Mesdames et Messieurs les Actionnaires de la société anonyme LG LUX SA, prédésignée, sont convoqués à l’Assemblée Générale Ordinaire annuelle de ladite société anonyme qui se tiendra exceptionnellement le jeudi 11 octobre 2012 à 14 heures au siège social sis à L-4830 Rodange, 3 route de Longwy, à l’effet de délibérer sur l’ordre du jour suivant: 1. rapport de gestion et rapport du commissaire aux comptes sur les comptes annuels au 31 décembre 2011 2. approbation des comptes annuels au 31 décembre 2011 3. allocation du résultat pour la période s’achevant le 31 décembre 2011 4. quitus aux administrateurs 5. quitus au commissaire aux comptes 6. démission du commissaire aux comptes et nomination d’un nouveau commissaire aux comptes 7. pouvoirs à donner 8. questions diverses Le Conseil d’Administration

EU plant Bankenrahmen

E

ine von der Europäischen Union beauftragte Arbeitsgruppe arbeitet an umfassenden Plänen zur Reform des Bankensektors. Diese sehen eine Aufspaltung der Handelsaktivitäten in getrennt kapitalisierte Einheiten und besondere Bonusvorschriften vor. Der vom EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen geleitete Ausschuss fordert auch eine Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften gemäß Basel III für Banken und die Ausgabe von Banken-Schuldverschreibungen, die in Krisen abgeschrieben werden können. Die Empfehlungen gehören zu einem Reformpaket, das die Steuerzahler vor den Kosten von Bankenrettungen schützen soll. Übermäßige Risiken der Vergangenheit „Die Studie unterstreicht die übermäßigen Risiken, die Banken in der Vergangenheit eingegangen sind“, schrieb Michel Barnier, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen. Die Europäische Kommission „wird sich die Auswirkungen dieser Empfehlungen sowohl auf das Wachstum als auch auf die Sicherheit und Integrität“ der Kreditinstitute ansehen. US-amerikanische und britische Aufsichtsbehörden haben ebenfalls strukturelle Verbesserungen bei den Banken vorgeschlagen, um die Risiken einzudämmen. Der britische Schatzkanzler George Osborne plant, große Banken zu zwingen, ihr Verbraucher- und Investmentbankengeschäft zu trennen. Der Vorsitzende der britischen Labour Party, Ed Miliband, sagte am 30. September, er würde wohl noch weiter gehen und die Banken zerschlagen, wenn er die nächsten Parlamentswahlen 2015 gewinnt.

Siège social: Centre Descartes 287, rte d’Arlon L-1150 Luxembourg R.C. Luxembourg B 43571

101924

Foto: Bloomberg

Separate Kapitalisierung Laut den Plänen der LiikanenGruppe würden die Banken die Handelsgeschäfte, die sie auf eigene Rechnung tätigen, und andere Aktivitäten mit „hohem Risiko“ in eine eigenständig kapitalisierte Sparte verlagern. Das geht aus Dokumenten hervor, die die Kommission per E-Mail verschickt hat. Diese so genannte Handelssparte müsste von anderen Teilen der Bank „rechtlich getrennt“ sein. Den Dokumenten zufolge wäre es ihr auch nicht gestattet, Aktivitäten über durch Staatsgarantien gedeckte Einlagen zu finanzieren. Sie könnte aber zur selben Holdinggesellschaft gehören wie die anderen Bereiche. Aktivi-

BLOOMBERG

Société d’Investissement à Capital Variable (SICAV) Registered office: L-2633 Senningerberg, 6A, route de Trèves R.C.S. Luxembourg B.144.896 NOTICE is hereby given that the ANNUAL GENERAL MEETING of Shareholders of Allianz Global Investors Opportunities (“the Company”) will be held at its registered office at 6A, route de Trèves, 2633 Senningerberg, Luxembourg, at 3.00 p.m. CEST on 12 October 2012 for the purpose of considering and voting upon the following matters: 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Messieurs les actionnaires sont priés d’assister à l’assemblée générale ordinaire qui aura lieu le 12 octobre 2012 à 11.00 heures, au siège social, avec l’ordre du jour suivant: 1. Rapport de gestion du Conseil d’Administration et rapport du commissaire. 2. Approbation des comptes annuels et affectation des résultats au 30.06.2012. 3. Décharge à donner aux administrateurs et au commissaire. 4. Divers. Pour le Conseil d’Administration

Erkki Liikanen will in Sachen Bankenrisiken und Bonuszahlungen nicht mit sich spaßen lassen.

Allianz Global Investors Opportunities

111595

CHENONCEAU SPF S.A.

Im Visier sind Aufspaltungen und Bonuszahlungen

Agenda: To accept the Directors’ and Auditor’s reports and to adopt the financial statements as well as the use of income (if any) for the year ended 30 June 2012. To exonerate the Directors from their responsibilities for all actions taken within their mandate until 30 June 2012. To re-elect Mr. George McKay and Mr. Daniel Lehmann as Directors. To co-opt Mr. Markus Nilles as Director. To re-elect PricewaterhouseCoopers S.à r.l., Luxembourg, as Auditor. To decide on any other business which may properly come before the Meeting. Voting:

Resolutions on the Agenda may be passed without a quorum by simple majority of the votes cast thereon at the Meeting. The quorum and majority requirements shall be determined in accordance to the shares outstanding on 7 October 2012 midnight CEST (the “Record Date”). The voting rights of the Shareholders shall be determined by the number of shares held at the Record Date. Voting Arrangements: Authorized to attend and vote at the meeting are shareholders who are able to provide a confirmation from their depository bank or institution showing the number of shares held by the Shareholder as per the Record Date to the Transfer Agent RBC Investor Services Bank S.A., Domiciliary Services, 14, Porte de France, 4360 Esch-sur-Alzette, Luxembourg, to arrive in Luxembourg by 11:00 a.m. CEST on 10 October 2012. Any shareholders entitled to attend and vote at the meeting shall be entitled to appoint a proxy to vote on his/her behalf. The proxy form, in order to be valid, must be duly completed and signed under the hand of the appointer or his/her attorney or if the appointer is a corporation, under its common seal or under the hand of a duly authorised officer, and sent to the Transfer Agent RBC Investor Services Bank S.A., Domiciliary Services, 14, Porte de France, 4360 Esch-sur-Alzette, Luxembourg, to arrive in Luxembourg by 11:00 a.m. CEST on 10 October 2012. Proxy forms for use by registered shareholders can be obtained from the Transfer Agent RBC Investor Services Bank S.A., Domiciliary Services, 14, Porte de France, 4360 Esch-sur-Alzette, Luxembourg. A person appointed a proxy need not be a shareholder of the Company. The appointment of a proxy will not preclude a shareholder from attending the meeting. Senningerberg, September 2012

The Board of Directors

täten mit hohem Risiko würden unter anderem unbesicherte Kredite an Hedgefonds und PrivateEquity-Investments beinhalten. Aktivitäten, die außerhalb der Handelssparte verbleiben könnten, wären beispielsweise Interbankenkredite, Hypotheken und Kredite an Kleinunternehmen sowie gewisse Absicherungsgeschäfte für Nicht-Banken-Kunden. Die Trennungsregel würde für Banken gelten, deren zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 100 Mrd. Euro oder eine Quote von 15 bis 20 Prozent der gesamten Vermögenswerte der Bank überschreiten. Die „kleinsten Banken“ wären davon ausgenommen.

Bonuszahlungen nur im Rahmen von Gesamtvergütung Bei der Vergütung sollten die Aufsichtsbehörden die Festlegung eines „absoluten Niveaus der Gesamtvergütung“ erwägen, einschließlich des Verbots von Bonuszahlungen, die die Festvergütung überschreiten, heißt es in den Dokumenten. Die Gruppe fordert zudem, dass ein Teil der Bonuszuteilung in Schuldverschreibungen erfolgt, die abgeschrieben werden können, wenn die Bank in Schwierigkeiten gerät. „Dies ist ein wichtiger Bericht, der als Grundlage für unsere Maßnahmen zur Reform des Finanzsektors dienen wird“, erklärte Barnier.

Blummbesch Investissements S.A. Société Anonyme

VINCOURT S.A.

Siège Social: 3, Avenue Pasteur, L-2311 Luxembourg R.C.S. Luxembourg B 164.556 Le Conseil d’Administration a l’honneur de convoquer Messieurs les actionnaires par le présent avis, à l’Assemblée Générale Annuelle, qui aura lieu le 11 octobre 2012 à 00.00 heures au siège social, avec l’ordre du jour suivant :

Ordre du jour 1. Approbation des rapports du Conseil d’Administration et du Commissaire aux Comptes. 2. Approbation du bilan et du compte de profits et pertes au 30 juin 2012, et affectation du résultat. 3. Décharge à donner aux Administrateurs et au Commissaire aux Comptes pour l’exercice de leur mandat au 30 juin 2012. 4. Divers. Le Conseil d’Administration 111042

Siège social: 6, rue Adolphe, L-1116 Luxembourg R.C.S. Luxembourg: Section B no 162870 Les actionnaires sont priés d’assister à

l’Assemblée générale ordinaire qui se tiendra au siège social 6, rue Adolphe, L-1116 Luxembourg, extraordinairement le 22 octobre 2012 à 14.30 heures, pour délibérer sur l’ordre du jour conçu comme suit:

Ordre du jour 1. Présentation des comptes annuels, du rapport du conseil d’administration et du rapport du commissaire aux comptes pour l’exercice clos au 31 décembre 2011, 2. Approbation des comptes annuels au 31 décembre 2011 et affectation du résultat, 3. Décharge à donner aux administrateurs et au commissaire aux comptes, 4. Nominations statutaires, 5. Divers. Le Conseil d’administration 112947


Fotos: Screenshots

Beutesuche im Fackellicht „Torchlight 2“ wird angespielt LUXEMBURG SVEN WOHL

K

erker zu erforschen, um dort unzählige Monster zu besiegen und sagenumwobene Schätze zu finden gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen zahlloser Videospieler. Packend dabei ist, dass die eigene Figur an den Herausforderungen wächst und dank der Ausrüstungsgegenstände, die gefunden werden, auch immer mehr an Individualität gewinnt. „Torchlight 2“ hat dies, genau wie schon beim Vorgänger, zum Fokus erklärt und bietet perfekte Unterhaltung für diese Zielgruppe. Trotz der übermächtigen Konkurrenz aus dem Hause Blizzard.

Kein Grund zur Scheu Der Vergleich mit „Diablo 3“ drängt sich bei „Torchlight 2“ immer sofort auf. Das hat seine Gründe: Gleiches Genre, Teile der Mannschaft haben an den ersten beiden „Diablo“-Teilen gewerkelt und beide Spiele fühlen sich ähnlich an. Doch wo Blizzard mit dem dritten Teil der Erfolgsreihe teilweise stark aneckte, weil Online-Zwang bestand und ein Auktionshaus mit realem Geld eingeführt wurde, macht „Torchlight 2“ in denen Bereichen Boden gut, bei denen der Erstling nicht überzeugte. Ja, endlich kann das Spiel zu viert gespielt werden! Zu mehr Leuten spielen macht ja immer mehr Spaß, als es alleine zu tun. Praktisch ist, dass die Gegenstände, die zu Boden fallen immer nur für den sichtbar sind, für den sie auch bestimmt sind. Damit fangen Streitereien um die Beute gar nicht erst an.

Ansatzweise mehr Mühe gaben sich die Entwickler mit der Geschichte, die von den meisten Spielern im ersten Teil noch ignoriert wurde. Zwischensequenzen, die leider an billige Flash-Filme erinnern, versuchen das Narrativ zu vermitteln, sind aber reichlich unspektakulär. Da danach das Narrativ nur noch selten im Vordergrund steht, geht das Interesse dafür leider auch sehr schnell verloren. Gigantische Probleme Monster gibt es ja auch genug, das sowohl in der Variation als auch in der schieren Masse, die hier präsentiert wird. Es gibt wesentlich mehr verschiedene Arten an Monstern, mehr einzigartige Bosse, die meistens ziemlich gigantisch sind. Die stecken natürlich auch umso mehr ein, wobei das Spiel im normalen Schwierigkeitsgrad schon fast zu zahm ist. Profis

sollten sofort in die höheren Schwierigkeitsgrade einsteigen, um auch eine Herausforderung zu haben. Apropos Herausforderung: Die Figur steigt natürlich mit diesen. Sind genug Erfahrungs- oder Ruhmpunkte gesammelt, können Attribute und Fähigkeiten erlernt und verbessert werden. Zusammen mit den immer neuen Gegenständen, die in den Zufallsgenerierten Kerkern zu Boden fallen, gibt es immer etwas Neues, das einen dazu anspornt, noch ein paar Minuten länger zu spielen. Genau dafür wurde ja auch die „Diablo“-Reihe bekannt. Stop and Go Abseits der Probleme mit der Umsetzung der Geschichte lässt sich an Torchlight 2 kaum etwas aussetzen. Zwar ist es immer noch nervig, den Rucksack alle zehn Minuten zu entlehren, nur weil dieser sich komplett mit diversem magischen Kram gefüllt hat, aber wenigstens können die Spieler das, was sie nicht brauchen, an ihr Haustier weiterreichen. Dieser treue Gefährte lässt sich in das nächste Dorf schicken, damit dort die Waren verkauft werden und das Tier mit einem prallen Geldbeutel wieder zurückkehrt. Wäre es doch in Wirklichkeit auch so einfach... Was spannend wird, wäre wie weit Fans auch hier wieder an Modifizierungen basteln. Denn einer der größten Reize des Originals waren die Eigenkreationen der Community. Das Spiel ist zwar schon darauf ausgerichtet, doch können die Entwickler dies immer nur bis zu einem Punkt beeinflussen. Lohnen tut sich die Anschaffung von „Torchlight 2“ aber auf jeden Fall (Erhältlich auf Steam für 20 Euro). w

Intel plant den großen Wurf Neue Architektur soll Vorsprung erweitern SAN FRANCISCO Im Rahmen des Intel Developer Forums (kurz IDF) 2012 hat die amerikanische Chipschmiede Intel neue Details zu ihrer kommenden Prozessorengeneration und dem damit zusammenhängenden Produktangebot bekannt gegeben. Das mit dem Codenamen „Haswell“ versehene Portfolio ist nach „Nehalem“ und „Sandy Bridge“ die nunmehr vierte Variante der beliebten Core-Familie. Demnach wird es sich bei den Prozessoren um eine verbesserte Architektur auf Core-Basis handeln und nicht um einen sogenannten „Die-Shrink“, bei dem die Architektur in einem verkleinerten Verfahren hergestellt wird.

Mehr Leistung für weniger Strom Um den Stromhunger der Recheneinheit weiter zu reduzieren kann die Architektur fortan einzelne Kerne des Prozessors abschalten wenn diese nicht benötigt werden, selbst wenn auf dem Bildschirm noch eine Anzeige läuft. Auch die integrierte Grafikeinheit, die sich wie seit „Westmere“ gewohnt auf dem Prozessor-Paket selbst befindet, hat einige Verbesserungen erhalten: So beherrscht die neue Generation (endlich) sämtliche gängigen Grafikschnittstellen und kann somit auch ohne Leistungseinbrüche moderne Medieninhalte wiedergeben. Auch hier sind weitere Leistungssteigerungen und Stromersparnisse zu erwarten.

Großer Leistungsanstieg Das Resultat für den Kunden dürfte wie üblich so ausfallen, dass die Leistung beim gleichen Preis stark ansteigen wird, während gleichzeitig die Leistungsaufnahme weiter sinken dürfte. Die „Haswell“-Architektur wird eine stark verbesserte Leistung pro Takt und Kern aufweisen als seine Vorgänger und darüber hinaus neue Befehlssätze verarbeiten. Diese sollen die Leistung auf mehreren Kernen drastisch verbessern. Dementsprechend wurde auch an dem Aufbau der Kerne geschraubt, um beispielsweise den Cache zu erweitern.

Perfekt für Notebooks Normale Nutzer werden die integrierte Grafik wohl auch weiterhin hauptsächlich in mobilen Rechnern nutzen, etwa bei der Wiedergabe von Medieninhalten. Das Notebook-Portfolio, insbesondere das Ultrabook-Portfolio, wird von der neuen Foto: dapd Generation enorm profitieren: Neue, stromsparende Prozessoren werden die Akkulaufzeiten erhöhen und gleichzeitig eine verbesserte Leistung aufweisen. Darüber hinaus versucht Intel auch verstärkt im Tablet-Markt Fuß zu fassen und dürfte mit Windows 8, dessen Bedienung auf Geräten mit Touchscreen gegenüber seinem Vorgänger verbessert wurde, einen starken Verbündeten gefunden haben. DANIEL OLY


Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Horoskop WIDDER

21.03. – 20.04.

Ein echt harter Bursche Der vitaminreiche Feldsalat hält sogar Minusgrade aus

Für kurze Zeit tauchen Sie in eine Traumwelt ein. Ihre Fantasie ist angeregt und Ihre Leistungsfähigkeit vermindert. Ein bisschen Romantik und die Möglichkeit, Gefühle zu zeigen, würden Ihnen guttun.

STIER

21.04.– 21.05.

Heute laufen Ihnen die Dinge nicht davon. Sie können in Ihrem ganz persönlichen Tempo arbeiten und den Tag genießen. Die größte Befriedigung gewinnen Sie, wenn Sie die eigenen Kräfte und Mittel bedachtsam nutzen.

ZWILLING

22.05. – 21.06.

Ein gestärktes Selbstvertrauen lässt Sie Grenzen überschreiten. Was Sie auch angehen, es gelingt, denn Sie tun es aus innerer Überzeugung.

KREbS

22.06. – 22.07.

Verletzt jemand Ihre Gefühle? Oder reagieren Sie aus einer Laune heraus mit Emotionen, wo eigentlich Sachlichkeit angebracht wäre?

LÖWE

LUXEMBUrG

23. 07. – 23.08.

Ihre Großzügigkeit kennt heute kaum Grenzen, und dies sowohl im Geben als auch im Nehmen. Sie stellen hohe Erwartungen an Ihre. Hüten Sie sich aber vor allzu großer Maßlosigkeit!

JUNGFRAU

24.08. – 23.09.

Das Blut pulsiert jetzt gleichsam schneller durch die Adern. Energisch und tatkräftig treten Sie der Welt entgegen. Was die anderen denken, kümmert Sie heute weniger als sonst.

WAAGE

24.09. – 23.10.

Sie haben gute Chancen, wenn Sie sich jetzt für Ihr Wohlbefinden einsetzen. In Belangen, die Sie persönlich ansprechen, sind Sie aktiv. Aber Achtung: Sie reagieren unbeschwerter und unüberlegter als sonst.

SKORPION

24.10.– 23.11.

Dies ist ein Tag der Tat, der Entscheidungen und, falls Sie nicht selbst in die Hände spucken und loslegen, des Ärgers. Wenn Sie Ihre Kräfte direkt und effizient einsetzen, bleibt die Wirkung nicht aus.

SCHÜTZE

23.11.– 21.12.

Sind Sie in einer überschwänglichen Stimmung? Sie haben jetzt den Mut, Dinge zu wagen, die Sie bisher nicht für möglich hielten. Sie dürften heute mehrheitlich positive Erfahrungen machen.

STEINbOCK

22.12. – 20.01.

Haben Sie den Eindruck, das Leben verläuft nicht so, wie Sie es wollen? Wenn Sie sich nicht so selbstbewusst und stark zeigen können, wie Sie möchten, so mag dies daran liegen, dass Sie sich bezüglich Ihrer Absichten und Ziele selbst nicht im Klaren sind.

WASSERMANN

21.01.– 19.02.

Ihre verträumte, schwärmerische Stimmung kann ein paar Stunden zu zweit mit dem wunderschönen Gefühl des Einsseins verzaubern. Sie sind offen für alles Romantische.

FISCH

20.02.– 20.03.

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Am besten schneidet man vorsichtig die Wurzelenden ab, so dass die Rosette ganz bleib

W

enn die kalten Herbsttage kommen und die meisten heimischen Salate schlappmachen, beginnt seine Saison erst: Der Feldsalat ist ein feiner heimischer Wintersalat und verträgt Frost bis minus zwölf Grad. Geerntet wird von Oktober bis April. „Das ist bei kalter Witterung richtig mühsam, denn die kleinen Salatblätter wachsen nah am Boden und müssen vorsichtig abgeschnitten werden. Das ist bei uns noch liebevolle Handarbeit“, erzählt Gärtnermeister Thomas Sannmann aus Hamburg-Ochsenwerder. Seit über 30 Jahren baut er in der familieneigenen Gärtnerei Feldsalat an. Der kleine Salat braucht Beobachtung und Zuwendung, um sich gegen bodennahes Unkraut durchzusetzen, dann ist er aber genügsam und wächst auf freiem Feld oder im unbeheizten Folientunnel.

Feldsalat ist reich an Vitamin C und Eisen Feldsalat wurde bereits im Mittelalter als Wildpflanze gesammelt und spendete den Menschen im langen Winter, wenn frisches Gemüse knapp war, wertvolle Vitamine. Heute werden zahlreiche Arten des Wintersalates europaweit gezüchtet,

großer breitblättriger Feldsalat aus Holland und Belgien oder der kleine, dunkelgrüne, vollherzige aus Deutschland. „Das ist bei uns die beliebteste Sorte, die Blätter sind widerstandsfähig und harmonieren im Geschmack gut mit Nüssen“, berichtet Bio-Gärtner Thomas Sannmann und ergänzt: „Der frostharte Feldsalat ermöglicht uns einen energiesparenden und umweltschonenden Anbau und ist eine regionale und gesunde Alternative zu importierten Salaten.“ Außerdem ist Feldsalat reich an Vitaminen. Er enthält reichlich Kalium, Vitamin B6 und A und hat von allen Salatarten den höchsten Gehalt an Vitamin C und Eisen. „Interessant ist, dass er zur Familie der Baldriangewächse gehört und man ihm auch eine leicht beruhigende Wirkung nachsagt“, erzählt Thomas Sannmann. Feldsalat muss baden Ein paar Kilometer weiter an der Elbe bereitet Chefkoch Antonius Hilgersom im „Zollenspieker Fährhaus“ Feldsalat zu. „Das ist kein einfacher Salat in der Verarbeitung“, sagt er: „Vor dem Kauf überprüfe ich immer, ob er erdig oder noch sandig ist, damit macht man sich keine Freude. Feldsalat muss baden und dann vorsichtig abtropfen.“ Er empfiehlt die kurze robuste Sorte: Sie lasse sich besser verarbeiten.

Foto: Archiv/LJ

„Gerade in der Gastronomie müssen die Blätter auch nach dem Zubereiten gut aussehen. Am besten schneidet man vorsichtig die Wurzelenden ab, so dass die Rosette ganz bleibt“, empfiehlt der Küchenchef. Wegen der Optik richtet er Feldsalat auf einer Gurkenscheibe an: „Die Scheibe in der Mitte anschneiden und den Feldsalat dort gerade reinstecken, dann bleiben die kleinen Blättchen aufgerichtet und sehen auch angerichtet gut aus.“ In der Küche zart behandeln Gästen serviert Antonius Hilgersom den Feldsalat gerne klassisch mit einer Vinaigrette und fein gebratenen Schinkenwürfeln, garniert mit gerösteten Croutons. Aber auch als Beilage zur Entenbrust mit Orangensauce macht sich der zarte Salat gut. Als Besonderheit gibt es den winterharten Salat im „Zollenspieker Fährhaus“ auch mit feiner Krebsmousse. Grundsätzlich ist der Wintersalat vielseitig: Man kann ihn gut mit anderen Salaten kombinieren und mit unterschiedlichen Soßen servieren. Weil sein herzhaft würziger Geschmack an frische Nüsse erinnert, wird er auch gerne mit Walnüssen serviert. DAPD

Rezept der Woche: Feldsalat mit Schinkenwürfeln und Croutons Zutaten für 2 Personen: Etwa 200 g Feldsalat, 50 g geräucherter Schinken, 1 Schalotte 1 Scheibe Toastbrot, 2 Champignons 2 Esslöffel Weißweinessig 4 Esslöffel Sonnenblumenöl oder Walnussöl, Prise Zucker, Salz, Pfeffer Die Zubereitung: Feldsalat waschen und zupfen. Schinken fein würfeln und anbraten. Toast in Butter anbraten und anschließend in feine Croutonwürfel schneiden. Champignons waschen und in feine Scheiben schneiden. Schalotte in feine Würfel schneiden. Für das Dressing Essig und Öl mischen mit Schalotten vermischen und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Salat mit Champignons auf Tellern anrichten, Schinkenwürfel und Dressing darübergeben und mit Croutonsbestreuen. IZ MIT DAPD

Auch eine Variante: Feldsalat mit Birne und Nüssen

Foto: dapd


Shakira

Sängerin Shakira bekommt einen Sohn. In einem Interview verriet die im sechsten Monat schwangere Kolumbianerin: „Ja, es wird ein Junge“.

Talents 2011

NEWS

Clearstream stellt Fotografien in der Abtei Neumünster aus LUXEMBURG MARCO MENG

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ehr als hundert Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen gestern zur Vernissage „Talents 2011“ in die Abtei Neumünster. Es war das erste Mal, dass diese Ausstellung der Deutsche Börse Gruppe in Luxemburg gezeigt wurde. Jeffrey Tessler, CEO von Clearstream International, selbst passionierter Liebhaber der Fotografie, konnte sein Frankfurter Mutterhaus davon überzeugen, diesesmal die Vernissage in Luxemburg stattfinden zu lassen. Talents nennt sich das Programm der Nachwuchsförderung, das junge Fotografen und Kunstkritiker zusammen bringt. Zusammen mit dem Gründungspartner Deutsche Börse richtet C/O Berlin jährlich einen internationalen Wettbewerb aus, aus dessen Bewerbungen eine Fachjury anschließendvierGewinnerpositionenauswählt. Die Gewinner 2011, die gestern ausgestellt wurden, waren Iris Jahnke, Mirko Martin und Anne Schumann. w

Mëttwoch, 3. Oktober 2012

Kerkeling: „Dirk Bach war einer unserer Allerbesten“ BERLIN Mit großer Trauer

hat Entertainer Hape Kerkeling auf den Tod von Schauspieler und Moderator Dirk Bach reagiert. „Dirk Bach war einer unserer Allerbesten“, sagte Kerkeling am Dienstag in einem Statement. Bachs plötzlicher Tod auf dem Höhepunkt seines wunderbaren Lebens bestürze ihn zutiefst. „Sein begnadetes schauspielerisches Talent, seinen Feinsinn, seinen Mut, seine Klugheit und vor allem seine außergewöhnliche Herzlichkeit und menschliche Wärme werde ich schmerzlich vermissen. Seinem Lebenspartner und seiner Familie wünsche ich viel Kraft in dieser schweren Zeit. Dicki, was machen wir jetzt bloß ohne Dich!?“, sagte Kerkeling. DAPD

Die Arbeiten der jungen Talente kamen gut an

Fotos: Tania Feller

Belmondo beendet Beziehung zu Ex-Model Gandolfi Foto: dapd

PARIS Der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo hat sich von seiner mehr als 40 Jahre jüngeren Freundin Barbara Gandolfi getrennt, die ihn ausgenommen haben soll. „Ich weiß sehr gut, was passiert ist und habe Jean-Paul darin bestärkt, dieses Abenteuer zu beenden“, zitierte die Zeitung „Le Parisien“ am Dienstag aus einer Mitteilung von Belmondos Anwalt Michel Godest. Das frühere Playboy-Model Gandolfi ist in eine Finanzaffäre um die Nachtclubs ihres Ex-Mannes Frédéric Vanderwilt verstrickt. Die Belgierin wurde bereits mehrfach von der belgischen und der französischen Justiz vernommen. Die belgische Justiz wirft der 37-Jährigen außerdem vor, Belmondo 200.000 Euro als Darlehen abgeknöpft zu haben. DAPD

Guter Wein braucht gute Technik Weinbauminister Schneider zu Gast in der Kellerei Grevenmacher

Roby Ley, Léon Gloden, Georges Schaaf, Henri Streng, Weinbauminister Romain Schneider, Norbert Schill, Aly Leonardy, und Kellermeisterin Charlène Muller GREVENMACHER Am Montagnachmittag besuchte Landwirtschafts- und Weinbauminister Romain Schneider die technisch vollkommen neu ausgestattete Genossenschaftskellerei der Do-

maines Vinsmoselle in Grevenmacher. Eine Veranstaltung die selbstverständlich nicht ohne einen entsprechenden Umtrunk mit gutem Crémant enden konnte. LJ

Adele singt für Bond-Film „Skyfall“ LONDON Die britische Popsängerin Adele hat am Montag bestätigt, dass sie den Titelsong für den neuen James-Bond-Film „Skyfall“ geschrieben und gesungen hat. Sie sei sich erst unsicher gewesen, ob sie das Angebot annehmen solle, hieß es am Montag in ihrem Eintrag auf der offiziellen James-BondSkyfall-Internetseite. Fotos: Shutterstock „Wenn es um den Bond-Titelsong geht, steht man sofort im Rampenlicht und der Druck ist enorm groß“, schrieb sie. Doch sie habe sich in das Drehbuch verliebt und es habe enormen Spaß gemacht, eine Auftragsarbeit umzusetzen. Mit dem Produzenten Epworth hatte Adele bereits 2010 ihren Hit „Rolling in the deep“ produziert. Der Titelsong wurde in den traditionsreichen Abbey Road Studios in London mit einem aus 77 Musikern bestehenden Orchester aufgenommen, was sie ungemein stolz gemacht habe, schrieb Adele. „Wenn ich sechzigbin, werdeich mir lässigdasHaar zurückstreichenund den Leuten erzählen, dass ich früher mal einBond-Girl war“, fuhr dieSängerin fort. DAPD


Journal - 08