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Ausgabe 4/2016  I  3,90 Euro

Auslandspreise: A 4,50 € • B 4,50 € • CH 7,90 CHF • E 5,30 € • F 5,30 € • I 5,30 € • L 4,50 €

EXKLUSIV

Knaus Sky Wave 650 MF

Voll am Limit! Malibu T 410

Langstreckentest über 4500 km

Dethleffs 4Travel 6966

S. 20

NEUE IM TEST LMC Cruiser Premium

Die ersten Neuheiten vom Caravan Salon S. 16

Neuer Winnebago Brave S. 66

MEHR SERVICE GEHT NICHT! ¤ MATRATZEN Große Kaufberatung S. 120 ¤ WERKZEUGKISTEN Nicht alle halten durch S. 124 ¤ HANDYHALTER Der Billigste gewinnt S. 130 ¤ JOBS BEIM WOMO-BAUER

Leser zeigen ihre

SUPERSCHNÄPPCHEN S. 142

Neuer Adria SLS S. 40

Neuer Bürstner City Car S. 34

Kaufpreis

4700 ¤

10 SEITEN SPEZIAL

COOLE BULLIS

Talente gesucht S. 116

¤ GRILLEN WIE DIE PROFIS So kann’s jeder S. 126

Gebraucht-Check

 Pössl unter 10 000 Euro S. 144

Geniale Ausbaulösungen ab 699 Euro S. 52

SURFEN

wie Gott in Frankreich S. 154

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Die 50 besten

Stellplätze für

Tierfreunde

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Kaufpreis

6500 ¤ S. 83


EDITORIAL

„Camper vom Designer – das klingt teuer. Und ist in Wahrheit sehr cool und lebensnah“ Trumm mit Aussicht: Auf dem Dach des gut elf Meter langen Offroaders befindet sich ein 15 Quadratmeter großes Sonnendeck

Gepanzerter Straßenschreck aus Asien

Christian Steiger Chefredakteur

‡‡ Zwölf Tonnen Gewicht, Offroad-Optik, 480 PS: Der Traum chinesischer Camper sieht nicht nur aus wie ein Truppentransporter, er trägt auch den sehr passenden Namen Armadillo Conquistador F, „gepanzerter Eroberer“. Hinter dem martialischen Äußeren verbirgt sich der reine Luxus: Sitzlounge mit aus dem Boden ausfahrbarer Hi-Fi-Anlage, XXL-Bad – und eine riesige Terrasse auf dem Dach für Sonnentage. Auf die Aussichtsplattform führt eine innen liegende Treppe. Der fette Straßenschreck für fünf Reisende kostet 1,2 Millionen Euro und wird ausschließlich in China verkauft. Dort boomt Camping wie nie. Mehr dazu auf Seite 12.

1 500 000 000 ¤ Campingplätze melden Rekordeinnahme ‡‡ Den vergangenen Sommer haben die deutschen Campingplatz-Betreiber in liebevoller Erinnerung: Denn das Jahr 2015 brachte ihnen eine Rekordeinnahme. 1,5 Milliarden Euro ließen Camper laut Reiseportal www. camping.info auf bundesdeutschen Plätzen, die Zahl der Übernachtungen stieg auf 29 220 430. 85 Prozent der Campinggäste kommen aus dem Inland, stärkste ausländische Gruppe sind die Niederländer mit acht Prozent.

Operntenor Klaus Florian Vogt (46) tourt im Concorde nach Bayreuth oder Barcelona – wegen des Zuhause-Gefühls:

MINI-ALKOVEN

„So blöd das klingt: Es ist gut, im vertrauten Bett zu schlafen, mit dem eigenen Kopfkissen. Und ich muss nicht jeden Tag essen gehen.“

‡‡ Die spinnen, die Engländer. Zumindest Tüftler Andy Saunders aus Poole. In mühevoller Kleinarbeit hat er den kleinsten Alkoven der Welt gebaut. In dem zwei Meter kurzen Pedal-Vehikel hat der 53-Jährige alles untergebracht, was Camper brauchen: Tisch, vier Stühle, Herd, Spüle – und ein Alkovenbett.

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FOTOS: S. HABERLAND, UWE ARENS/SONY, HGM-PRESS, PRESS-INFORM - DAS PRESSEBUERO

Liebe Leser, kurz bevor das Heft gedruckt wird, gehen wir in der Redaktion noch mal alle Seiten durch und reden über unsere Lieblingsgeschichten. Ich habe diesmal gleich drei: das Zehn-Seiten-Spezial mit den Bullis vom Designer (ab Seite 52). Einfach deshalb, weil mich der Eigensinn und die Kreativität der Ausbauer begeistern. Der eine macht den VW Bus mit einem System aus Normkisten bewohnbar, ein anderer baut eine pfiffige Outdoor-Küche zum Ausklappen ein. Und der Dritte ist ein bekannter Möbeldesigner mit Hang zur genialen Reduktion. Teuer, das alles? Nicht unbedingt. Abgehoben? Nein: voll alltagstauglich! Wollten Sie, liebe Leser, unterwegs so wohnen? Und wie wünschen Sie sich das Interieur Ihres nächsten Mobils? Schreiben Sie’s uns. Ihre Lieblingsgeschichten interessieren uns natürlich auch. Wie immer.


INHALT

BULLIS

VOM DESIGNER

Deutschlands billigstes Wohnmobil Jetzt wird geputzt, geschrubbt und neu gepolstert  S. 136

Kurz und edel

Dieser Laika macht was her  S. 46

Der ganz andere Bulli

Ruhiges Fahrwasser Startfoto 6 Matsch Fun!

Warum Camping bei jedem Wetter rockt

Nachrichten 10 Neuer B-DL auf der Kippe

Interview mit Hymer-Chef Bernhard Kibler 11 Stau-Vorschau Auf diesen Strecken wird es jetzt eng 14 Oldie unter Strom VW T1 mit Elektroantrieb 16 Exklusiv eingesammelt Die ersten Neuheiten vom Caravan Salon

Test & Technik 20 Härteprüfung über 4500 Kilometer

Drei Teilintegrierte im Vergleich 32 Sparsamer und leiser Erste Fahrt im gelifteten Ford Transit 34 Stadt-Streicher Einzeltest: Bürstner City Car 40 Der Kurze mit der Kuschelkammer Einzeltest: Wie gut ist der Adria mit Slide-out?

46 Leckerchen aus Italien

Einzeltest: neuer Laika Ecovip 300 52 Spezial: coole neue Bullis Pfiffiges von Skippy, Tonke und Moormann 62 Doppelter Dauerlauf Dauertest-Update von Knaus und Malibu 66 Campen wie die Amis Wir sind den neuen Winnebago Brave gefahren

Ratgeber 83 Die Camper und das liebe Vieh

Die besten Plätze für Tierfreunde 116 Hier beginnt die Zukunft! Ausbildungsberufe der Camping-Industrie 120 So liegen Sie richtig Der große Matratzen-Kaufberater 124 Krach, bumm, kaputt Werkzeugkästen im Härtetest 126 Grillen wie die Profis Das geht auch unterwegs 130 Kipp und weg Der ultimative Handyhalter-Test 136 Großer Waschtag Unser Billigmobil macht sich fein 144 Bis dass der Rost euch scheidet Was taugt ein gebrauchter Pössl?

Alle Marken im Heft:

eportage R 72 Glücksmobile unserer Leser

Vom Surf- bis zum Luxusbus 108 Ein Mann im Grenzbereich Niels-Peter Jensen: Extrem-Biker und Camper 112 Heavy-Metal-Mobil Hobby-Azubis wollen nach Wacken 150 Millionen mit dem Mückenschutz Besuch bei Erfinder Eugen Seitz 162 Unser traumhaftes Wohnmobil Ein Schlösschen geht auf Reisen

Kleine Fluchten

Krankentransporter wird Surfmobil  S. 72

Seite Adria��������������������������� 40 Bedford��������������136, 162 Bürstner���������������� 17, 34 Carthago��������������18, 150 Chausson���������������������74 Dethleffs��������19, 20, 142

Ford������������������������������ 32 Globe���������������������������� 19 Hobby������������������� 19, 112 International Harvester������������������� 80 Karmann������������������� 143 Knaus���������������������20, 62 Laika��������������������������� 46 La Strada��������������������� 16 LMC������������������������������� 18 Malibu�����������20, 64, 170

Mercedes������������ 76, 143 Moormann����������������� 60 Pössl���������������������������144 Renault������������������������ 72 Schirner���������������������� 19 Skippy�������������������������� 52 Sunlight���������������������108 Tonke���������������������������56 Toyota����������������� 78, 143 Volkswagen���14, 52, 154 Winnebago�����������������66

Reise 154 Surfergruß aus Frankreich

Wir zeigen die heißesten Reviere 170 Ostsee mal anders Warum Litauen eine Reise wert ist

8 Leserbriefe 134 Kreuzworträtsel 178 Vorschau/Impressum

Wie im Märchen

Dieses Mobil dient als Hausersatz  S. 162

4  www.autobild.de/reisemobil

Immer in Action

Niels-Peter Jensen zeigt uns, was er draufhat S. 108 www.autobild.de/reisemobil  5

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FOTOS: C. BÖRRIES, G.V. STERNENFELS, KAJO, S. BALDVINSSON, S. KRIEGER, T. RUDDIES, WE MAKE THEM WONDER

Ein Möbelbauer und sein High-End-T6  S. 60

Litauen hat Naturliebhabern viel zu bieten  S. 170


DAS FOTO ZUM START

‡ Es ist eine trügerische Ruhe, die über diesen Wiesen liegt. Wir befinden uns auf dem Campingplatz des Deichbrand-Festivals in Nordholz bei Cuxhaven. Eingeweihte wissen: Camping auf Musik- oder Motorsportevents, das ist kein Kindergeburtstag. Die schlammbespritzte Front des Alkovenmobils auf unserem Foto erzählt uns davon. Es ist eine Geschichte voller Übermut und Lebenslust. Dürfen wir ein bisschen mut­ maßen? Da hat ein Motorradfahrer, vermutlich unter dem Gejohle der sich zuprostenden Party-Jugend, das Hinterrad seines Bikes gaaanz tief in den Schlamm gegraben. Und einen Dreckregen auf die Front des Wohnmobils prasseln lassen. Ein lautstarker, aber harmloser Streich. Denn zum Glück lässt sich das Malheur mit einem Hochdruckreiniger schnell wieder beheben. Aber in diesem Moment liegt Stille über dem Gelände. Die Gardinen sind zugezogen, die Zelte bis obenhin verschlossen. Auch eine Party-Armee braucht Ruhepausen. Und was erwartet die Besucher in diesem Jahr (21. bis 24. Juli)? Illustre Bands, die Trümmer, Schrottgrenze oder Killerpilze heißen. Die Älteren unter uns erfreuen sich an den Fantastischen Vier. Oder kennt noch jemand Phillip Boa and the Voodooclub? Schluss mit der Ruhe! Keep on rocking!

FOTO: IMAGO/MANNGOLD

Die Stille nach dem Dreck

6  www.autobild.de/reisemobil

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OXMOX LESERBRIEFE

Kopfschütteln und Verunsicherung: Das sind die Leser-Reaktionen auf Hymers strauchelnde B-Klasse. Außerdem in unserem Postfach: Fragen zu Stellplätzen, Heizsystemen – und komischen Geräuschen im Mobil Wahl, die sich das Prädikat „neu“ wirklich verdient haben. Einfache Facelifts berücksichtigen wir nicht. Je nach Angebot an Neuheiten fällt die Zahl der Mobile je Kategorie darum Die kippelige B-Klasse ist der beste Beweis dafür, wie wichtig mal größer, mal kleiner aus. es ist, gerade auch Nullserien zu testen. Nach dem Test von AUTO BILD REISEMOBIL arbeitet Hymer nun daran, das Fahrzeug sicherer zu machen, bevor die Modellreihe Es ist sehr interessant, wie heuauf die Straße kommt. Die te Wohnmobile ein ähnliches neuesten Entwicklungen bei Fahrverhalten wie Personenwa­ der B-Klasse lesen Sie auf S. 10. gen aufweisen. Allerdings schei­ nen es die einen etwas besser zu lösen als andere. Daher interes­ siert mich, mit welchen Test­ parametern Sie vor allem die Kurventests durchführen. Voller Freude habe ich zu AUTO Oliver Reuther, Bergatreute (BW) BILD REISEMOBIL gegriffen und bin über die Leserwahl ge­ Im Test simulieren wir ein stolpert: Wie erklärt es sich, dass plötzliches Ausweichen vor in Kategorie C 20 Fahrzeuge zur einem Hindernis mit Tempo Wahl stehen, in Kategorie A 16 80. Die Hymer B-Klasse Mobile – und ansonsten acht bis hob sogar schon beim Slalom neun Modelle? Nicht nachvoll­ mit 45 km/h die Räder. ziehbar ist bei den Linern die hohe Präsenz von Vario Mobil. Riepert, Concorde oder Volkner hätten sich dort auch gut ge­ macht. Das könnt Ihr besser! An­ sonsten gefällt mir die gute und Anbei ein Foto unseres Lord. Es ausgewogene Berichterstattung. ist im letzten Bretagne-Urlaub Bitte genau so weitermachen! entstanden, wohin uns unser Matthias Massow, mittlerweile 29 Jahre alter Lord Stahnsdorf (BB) Liberty mit zornigen 75 PS ge­ bracht hat. Wir haben ihn vor Beim Goldenen Reisemobil zwei Jahren in fast rostfreiem stellen wir nur Mobile zur Zustand mit einem Kilometer­

Neue B-Klasse: Peinliche Panne für den Marktführer

FOTOS: AUTO BILD SYNDICATION, HERSTELLER, MARCUS KARP

So kommt es, wenn „Ausbauer“ die Fahrphysik nicht berück­ sichtigen. Eine tolle Sache, so ein Doppelboden, der die Radkästen fast verschwinden lässt. Leider verlagert sich damit der Schwer­ punkt des Fahrzeugs nach oben, und die ganze Sache wird ver­ dammt kippelig. Man kann na­ türlich entsprechend anders fah­ ren – oder bei der Entwicklung die Techniker nicht einsparen. Peinlich für Marktführer Hymer, dass die Wettbewerber schon vorgemacht haben, wie es richtig geht. Ich denke da an Carthago (der auch noch fast 300 Kilo­ gramm leichter ist) sowie LMC. Roland Rademacher, Gosheim (BW)

Goldenes Reisemobil: Riepert und Volkner fehlen

My Sweet Lord: Mit 29 Jahre altem Liberty auf Tour

mechanischer Defekt sei und die Funktion nicht beeinflusst sei. Ich wäre sehr froh, wenn Sie mir bei der Problematik weiter­ helfen könnten. Stephan Stein, per E-Mail

Suche nach der optimalen Standheizung fürs Mobil

unsicherte potenzielle Kunde. Welchen Sinn machen solche Tests in diesem Stadium? Thomas Müller, Kirchheim (BW)

Wie funktioniert der Ausweichtest genau?

triebe nicht infrage kommt. Es wäre schön, wenn Sie mehr dar­ auf eingehen könnten. Benno Winiarz, Ingolstadt (BY)

Der Zahn der Zeit nagte bisher kaum am Liberty von Leser Marcus Karp stand von 112 000 für 4999 Euro erstanden. Mit sehr gepflegter Inneneinrichtung und sechs Schlafplätzen hat er uns schon viel Freude bereitet. Nachgerüs­ tet haben wir noch den Fahrrad­ träger und die Markise. Marcus Karp, Wedemark (NI)

Als Leser der ersten Stunde habe ich mir inzwischen ein Abo zu­ gelegt, damit ich keine Ausgabe Ihres sehr gut gemachten und informativen Heftes verpasse. Mich interessiert das Thema Selbstausbau. Ein Problem, das mich hier immer wieder beschäf­ tigt, ist die optimale Standhei­ zung. Eine Übersicht aller mög­ lichen Heizungsarten, Brenn­ stoffe, ihr grundsätzlicher Auf­ bau sowie Vor- und Nachteile würden mich interessieren. Andreas Walther, Bonn (NRW)

Wir haben einen großen Ratgeber zum Thema Heizen im Mobil in Arbeit.

Test von Kastenwagen bis sechs Meter Länge

Es gibt zu wenig günstige Stellplätze in Deutschland

Ich habe bisher jede Ausgabe von AUTO BILD REISEMOBIL gelesen. Leider vermisse ich et­ was: Könnten Sie einmal einen Test von Kastenwagen mit einer Länge von bis zu sechs Metern starten, und zwar speziell für zwei Personen? Heißt: keine Sitzbank – dieser Platz sollte sinnvoller genutzt sein – und Betten in Längsrichtung. Peter Paap, Bergisch Gladbach (NRW)

Meine Frau und ich sind begeis­ terte Mobilisten. Es freut uns, dass von Jahr zu Jahr mehr Menschen zum Wohnmobil fin­ den. Leider nimmt die Stell­ platzdichte nicht in dem Maße zu, um alle Reisefreudigen auf­ zunehmen. Wenn neue Stell­ plätze entstehen, dann oft teuer bis überteuert. Es muss doch nicht immer ein Stellplatz mit allem Komfort sein. Oft reicht ein einfacher, nett gelegener Platz nur zum Stehen. Und war­ um dann 10 Euro und mehr da­ für berappen? Viele Orte haben

Danke für die Anregung. Wir haben das Thema für eine unserer nächsten Ausgaben vorgemerkt.

Wie sinnvoll ist es, Nullserien-Autos zu testen?

Bitte noch mehr Infos zu Automatikgetrieben

Beim Studium des Vergleichs der „feinen Vans“ und der neu­ en Hymer B-Klasse stelle ich mir einige Fragen: Warum testet Ihr Prototypen oder VorserienFahrzeuge? Warum geben sich Hersteller die Blöße, ein unfer­ tiges Produkt testen zu lassen? Elchtest vergeigt oder lauter Aufbau wie im VorserienKnaus: Angeblich wird zur Serie alles gut. Zurück bleibt der ver­

Seit Kurzem habe ich AUTO BILD REISEMOBIL im Abo. Ich möchte mich kundig machen, welches Wohnmobil in ein paar Jahren für mich und meine Frau infrage kommt. Ihre Tests sind gut und verständlich, und ich habe schon einiges vormerken können. Ich vermisse jedoch Hinweise auf mögliche Automa­ tikgetriebe und deren Bewer­ tungen, da für uns ein Schaltge­

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Ihre Beschreibung weist ziemlich eindeutig auf ein defektes Ausrücklager hin. Lassen Sie es bitte überprüfen!

Gibt es bezahlbare Alkoven unter fünf Meter Länge? gar keine Stellplätze. Wäre es da nicht an der AUTO BILD REISE­ MOBIL, eine Lanze zu brechen? Marion und Georg Mosel, Billerbeck (NRW)

Das tun wir mit jeder Ausgabe unseres Stellplatz-Ratgebers. Erfreulicherweise erkennen viele Gemeinden von ganz allein, wie wichtig ein guter Stellplatz für die Entwicklung des örtlichen Tourismus ist.

Im Leerlauf macht das Mobil scheppernde Geräusche Ich besitze seit einem Jahr ein Knaus-Wohnmobil, Basis Fiat Ducato (148 PS). Das Fahrzeug hat jetzt eine Laufleistung von knapp 9000 Kilometern. Seit ei­ niger Zeit stelle ich bei lau­ fendem Motor im Leerlauf ein schepperndes, rasselndes Ge­ räusch fest. Wenn ich dann die Kupplung durchtrete, verschwindet das Geräusch sofort. Leider bekomme ich von der Werkstatt nur die Auskunft, dass dies kein

Die Redaktion ist nicht nur klassisch per Post oder Mail zu erreichen, sondern ab sofort auch auf Faceboo k! Besuchen Sie uns auf ww w. facebook.com/autobild reisemobil André Schwalk ≥ AUTO BILD REISEMOBIL 13. Mai um 10: 03 Vielleicht finden wir hie Uhr r ja Gleichgesinnte. Wir fah ren die in Deutschland seh r seltene französische Ma rke Fleurette/Florium. Zu rzeit wissen wir von vier Fa hr­ zeugen in Deutschlan d. Wir würden uns freuen, no ch andere Fleurette/Flori umBesatzungen kennenle rnen zu dürfen. Und wer no ch Lust hat, kann sich ja ma l un­ sere Seite angucken. Do rt berichten wir unter an derem von unseren Reisen. https://m.facebook.com / AndreLena601/

Seit zwei Jahren bin ich mit einem Eura Mobil 500 MMS auf Fiat Talento unterwegs, gekauft als „Schnuppermobil“. Nach zwei Jahren hat sich jetzt zwei­ erlei herausgestellt. Erstens: Womo-Urlaub ist toll! Zwei­ tens: Etwas mehr Leistung wäre schön. Mein 500 MMS ist superwendig (besser als mein Volvo V70), und ich vermisse außer etwas mehr Leistung und etwas Außenstauraum ei­ gentlich nichts. Das Womo hat genügend Platz für zwei, ein großes Bett, je 100 Liter Frisch- und Abwasser, ein ausreichendes Bad, Fahrrad­ träger und Markise. Was will man mehr? Gut, eine Klima­ Michael Lübbeck ≥ AUTO BILD anlage wäre nicht schlecht! REISEMOBIL ≥ Werkzeug ­ Frage: Gibt es (Alkoven-)Mo­ kasten-Test 4. Juni um 18: 08 delle für zwei, die bis fünf Für den Anfang sind die Uhr Meter lang sind, genannte  Werkzeuge von Proxxon sehr Ausstattung haben und eini­ gut. Ich habe einen Ka sten germaßen bezahlbar sind? von Facom und Carol us/ Burkhard Osthoff, Gedore und einzelne We rk­ Rietberg (NRW) zeuge von Hazet. Mit billigem Werkzeug-Schrott ver murkst Alkoven unter fünf Metern man nur die Muttern und gibt es leider nicht. Doch kann sich böse verletzen . unter sechs Meter Länge lässt sich sicher etwas Horst Knorz ≥ AUTO BIL für Sie finden. Hier ist D REISEMOBIL 22. Mai um auch die Auswahl an Ge7:20 Uhr Hallo aus Würzburg, ich brauchten ziemlich fahre einen Miller Erie, groß, die teilweise recht über den ich bei Euch noch günstig zu haben sind. nichts gelesen habe. Ich bin Leser der ersten Stund e. Sie haben Fragen, AUTO BILD REISEMOBIL ≥ Kommentare oder Anregungen? Horst Knorz 22. Mai um 11:40 Uhr Schreiben Sie uns! Guten Tag, Herr Knorz , vielen Zuschriften an: Dank für die Nachrich t. Wi r sind immer auf der Su reisemobil@autobild.de che nach interessanten Fa hr­ oder zeugen und den Erfah rungen AUTO BILD REISEMOBIL damit. Schicken Sie un s Brieffach 39 10, 20350 Hamburg. gerne eine Mail mit Bil dern und Infos zum Mobil an Bitte geben Sie auch bei reisemobil@autobild.de Zuschriften per E-Mail immer Ihre Postanschrift an.

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NACHRICHTEN

KIPPE

20 PROZENT MEHR BAUSTELLEN

„Sicherheit ist für uns mehr als ein Wort“ Dieser Test war anders: Beim Ausweichen kippt der Hymer B-DL plötzlich, rollt auf zwei Rädern. Im alltäglichen Verkehr wäre es womöglich zum Unfall gekommen. Wir haben Hymer-Chef Bernhard Kibler zum aktuellen Stand befragt AUTO BILD REISEMOBIL: Hand aufs Herz: Was haben Sie gedacht, als Sie hörten, der Hymer B-DL sei beim Ausweichtest von AUTO BILD REISEMOBIL beinahe umgekippt? Bernhard Kibler: Ich war überrascht über das Ergebnis. Und ich persönlich habe mich geärgert, dass wir ein Vorserienfahr­ zeug zum Test geschickt haben – also eines, das bei uns noch getestet wird. Denn das Ergebnis wäre bei unseren Tests ebenfalls herausgekommen, zumal wir allergrößten Wert auf Sicherheit legen. Für mich ist die Konsequenz klar: Ein Vorserienfahrzeug geht nicht noch einmal zum Test. Und wie denken Sie heute darüber? Ich sehe es positiv. Denn wir können damit nochmals unsere Anstrengungen zum Thema Fahrsicherheit nachweisen. Was genau ist der aktuelle Stand? Aktuell finden die letzten Fahrwerksab­ stimmungstests mit unseren Zulieferern Fiat und AL-KO statt. Wir werden alle Fahr­ zeuge bis zum Sommer so weit haben, dass sie unsere Sicherheitsansprüche erfüllen. Was muss am B-DL verändert werden? Das wissen wir nach Abschluss aller Fahr­ werksabstimmungstests und -prüfungen. Wie sieht der Zeitplan aus? Wir handeln schnell. Im Sommer sollen unsere Kunden mit dieser neuen Baureihe in den Urlaub fahren können. Wie konnte es passieren, dass das Thema mangelnde Fahrsicherheit nicht auffiel? Wir kooperieren sehr eng mit Fachzeit­ schriften mit dem Ziel, unsere neuen Mo­

Hier drohen dicke Sommerstaus

KIPPGEFAHR! Dieser Test von AUTO BILD REISEMOBIL (Ausgabe 3/2016) brachte alles ins Rollen: Die B-Klasse steht beim Ausweichen plötzlich auf zwei Rädern

delle frühzeitig bei ihnen im Heft vor­ zustellen. In diesem Rahmen haben wir AUTO BILD REISEMOBIL vorab bereits den neuen Hymer B-DL588 zur Verfügung gestellt. Allerdings waren unsere Fahr­ werksabstimmungen noch nicht ganz ab­ geschlossen. Heute wissen wir: Da waren wir etwas vorschnell. Welche Rolle spielen bei der Entwicklung die Hymer-Tochter Goldschmitt bzw. die Zulieferer AL-KO, Bosch und Fiat? Durch die Eingliederung von Goldschmitt in unsere Gruppe verfügen wir über Knowhow im Bereich Fahrwerksoptimierung. Goldschmitt hat eine Schlechtwegestrecke errichtet, auf der unsere Fahrzeuge um­ fangreich auf ihr Fahrverhalten getestet werden. Das hat außer der Erwin Hymer Group niemand in der Branche. Unsere Fahrwerkslieferanten AL-KO und Fiat ge­ ben uns ihre Anforderungen, die wir in der Konstruktion berücksichtigen. Wie sähe Ihrer Meinung nach künftig das ideale Prozedere in Bezug auf Fahrwerksentwicklung und -abnahme aus? Wir verfügen über einen strukturierten Pro­ duktentwicklungsprozess, der in der Bran­ che federführend ist. An verschiedenen Meilensteinen werden Prüfungen und Tests durchgeführt. Alle Fahrzeuge durch­ laufen ein umfassendes Testprogramm. Dazu gehen wir etwa auf die Rüttelstrecke, in die Kältekammer und auch in die Berie­ selungsanlage. Für Fahrwerkstests greifen wir – wie vorhin erwähnt – auf unseren Fahrwerksspezialisten Goldschmitt zurück.

Bernhard Kibler (43), Geschäftsführer der Hymer GmbH & Co. KG, beantwortete unsere Fragen

Schmal und hoch: War das Risiko dieser speziellen Bauform nicht von Anfang an zu hoch? Nein, das ist nicht so. Es ist alles eine Frage der Fahrwerksabstimmung. Sonst hätten z. B. hohe Alkovenfahrzeuge, Teilintegrier­ te mit Hubbett oder Kastenwagen mit Hochdach ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Sie loben die Leichtbauweise der neuen Hymer B-Dynamic Line. Aber unser Testwagen wog 3150 kg. Bleibt da nicht zu wenig Zuladung? Der Wagen war gut ausgestattet. Betrach­ tet man die Restzuladung, reicht dies für zwei Personen und noch für viel Reisege­ päck. Man muss den Vergleich zu anderen Premium-Integrierten mit Doppelboden, Premium-Aufbautechnik mit Alu/AluWänden und einem vergleichbaren Aus­ stattungsniveau ziehen. Stimmt es, dass alle Fahrzeuge der neuen Baureihe aktuell nicht gefahren werden dürfen? Ja. Wir geben die Fahrzeuge erst nach Ab­ schluss aller Tests frei. Sicherheit ist für uns mehr als ein Wort. Ursprünglich sollte der Hymer B-DL im Mai in den Handel kommen – ist ein neues Datum derzeit absehbar? Ansehen kann man sich die Hymer B-DL Dynamic Line schon im Handel. Die ersten Kundenreaktionen sind sehr positiv. Markt­ start ist für Sommer geplant.

‡‡Runterfahren oder nicht? Diese Frage werden sich Reise­ mobil-Urlauber in diesem Sommer wohl häufiger stellen, wenn sie auf der Autobahn unterwegs sind. Denn nach Prognosen des ADAC wird es in der Ferienzeit rekordverdächtig eng auf den deutschen Fernstraßen. Der Grund: Ausgerechnet in der Hauptreisezeit gibt es 20 Prozent mehr Baustellen als im ver­ gangenen Jahr – und damit auf einigen Strecken fast schon so etwas wie eine Staugarantie. Zum Beispiel auf den wichtigen Nord-Süd-Achsen. Besonders heftig wird es Autofahrer auf der A 7 im Großraum Hamburg treffen, voll wird es außerdem auf der A 9 Nürnberg–München, im Ruhrgebiet – und fast schon traditionell auf der A 5 zwischen Darmstadt und Basel (gr. Karte). Auch im Alpenraum kommt es zeit- und strecken­ weise dicke (kl. Karte). Darum unbedingt Ferienbeginn und -ende in den Bundesländern bei der Reiseplanung berück­ sichtigen und die Mega-Stautage meiden! Voll wird es beson­ ders an den vier Wochenenden zwischen 15. Juli und 7. August.

Die größten Staufallen im Sommer 2016 besonders staubelastete Autobahnabschnitte Baustellen

Staustrecken im Ausland

Hier wird es in der Hauptreisezeit eng: Österreich: Tauern- und Brennerautobahn, Inntalautobahn A 12, Westautobahn A 1 Linz– Wien, Fernpassroute B 179. Schweiz: Gotthardtunnel A 2 Luzern–Chiasso. Italien: Brenner­ autobahn bis Gardasee. ADAC-Stau-Hotline aus dem Ausland (mit Infos über Grenzwartezeiten +49-89-76 76-14 44 An diesen Grenzübergängen sind Wartezeiten wahrscheinlich: 1. Reschenpass (B 180/SS 40), 2. Brenner/Bundesstraße (B 182/SS 12), 3. Brenner/ Autobahn (A 13/A 22), 4. Innichen/Sillian (B 100/SS 49), 5. Kiefersfelden/Bundesstraße, 6. Kiefersfelden/Autobahn (A 93/A 12), 7. Walserberg (A 8/A 1), 8. Freilassing, 9. Passau/ Suben (A 3/A 8), 10. Chiasso (A 2), 11. Tarvisio/Arnoldstein (A 23/A 2), 12. Spielfeld (A 9)

NEUE VERSICHERUNG

MOBILES ABENTEUER

Womo-Police für Privatvermieter

Botswana – Afrika wie im Bilderbuch

‡‡Der Reisemobilmarktplatz Cam­ panda bietet eine spezielle Versicherung für Reisemobileigentümer an, die ihr Fahrzeug privat vermieten möchten. Kooperationspartner ist die Allianz. Die Wohnmobil-Sharing-Police gilt jeweils immer nur für die Zeit, in der das Mobil vermietet wird, und enthält eine Haft­ pflicht- und Kaskoversicherung. Wegen der zeitlichen Befristung auf die Mietzeit ist die Police vergleichsweise günstig. Infos unter www.campanda.de

‡‡Ein Jahr aussteigen und die Welt ent­ decken: Die Schmiders aus Korb bei Stutt­ gart leben ihren Traum. Seit Januar tourt die fünfköpfige Familie im alten Deutz durch Afrika (wir berichteten). Aktuell ma­ chen die Schmiders Station im dünn be­ siedelten Botswana. „Wir haben das Ge­ fühl, im richtigen Afrika angekommen zu sein“, notieren sie im Blog www.familien zeit-in-afrika.de – und genießen die Bil­ derbuch-Sonnenuntergänge, die Einsam­ AUSZEIT Die Schmiders haben für sich und den alkeit und den grandiosen Sternenhimmel. ten Deutz ein schattiges Rastplätzchen gefunden

10 www.autobild.de/reisemobil

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FOTOS: ADAC MOTORWELT, HERSTELLER, M. GLOGER, SCHMIDER

NEUER HYMER B-DL AUF DER


IN KÜRZE

Erster Campingführer mit Gästebewertungen

Verstärkung für Knaus Tabbert

‡‡ Kurze Anfahrt, gutes Wetter, kleine Preise: Kroatien erlebt gerade einen Campingboom. Dazu passt der druckfrische Campingführer (278 Seiten, 9,90 Euro) für Kroatien und angrenzende Balkanländer des Reiseportals Camping.Info. Er enthält Beschreibungen von 347 auch kleinen Campingplätzen und ist damit der umfangreichste Führer für die Region. Besonderheit: Als Infobasis dienten mehr als 7000 Online-Bewertungen von Campinggästen. Zu beziehen über www.camping.info/buch oder den Buchhandel.

‡ Reisemobil- und Caravanhersteller Knaus Tabbert mit Hauptsitz im niederbayrischen Jandelsbrunn baut sein Team um. Jürgen Thaler (links), der bisher als Projektleiter der Sparte Wohnmobile tätig war, rückt zum Knaus-Produktmanager auf. Armin Mäder (Mitte) wird Produktmanager der Premiummarke Tabbert. Die Position des Markenmanagers übernimmt Klaus-Peter Bolz (rechts).

REISEN AUF RÄDERN Die Gäste der „All in Caravaning“ sind auf den Camping-Geschmack gekommen

MOBILREISE-BOOM IN FERNOST

China – ein Riesenland lernt campen ‡‡Die Chinesen sind auf dem Weg zur Camping-Nation. Große Messen wie die „All in Caravaning“ im Juni in Peking oder die chinesische Schwester der Stuttgarter Touristikmesse CMT Ende April verzeichnen Jahr für Jahr mehr Besucher. Die Chinesen interessieren sich längst nicht mehr nur für Reisen nach Europa oder in die

USA, sondern immer häufiger auch für Camping und Caravaning. So spielt etwa jeder achte der rund 40 000 Besucher der CMT China mit dem Gedanken, sich einen Caravan oder ein Reisemobil zuzulegen. „Die Urlaubsform Caravaning hat sich in China stark entwickelt“, bestätigt Alexander Ege von der CMT. Ein Ende des Booms

MOBILES HAUS AM SEE Kanada und der Norden der USA locken Camper mit wilder Natur und viel Ruhe

SATTE RABATTE

Nordamerika-Touren zum halben Preis

‡‡Der Sommer 2016 legt gerade erst richtig los, da gibt es schon die ersten dicken Preisnachlässe fürs nächste Jahr. Zum Beispiel beim Nordamerika-Spe­ zialisten Canusa Touristik: Wer jetzt einen Trip im Mobil durch die USA oder die kanadische Wildnis bucht, spart bis zu 50 Prozent des Reisepreises. Infos gibt es unter www.canusa.de, „Wohnmobile für Frühbucher“ ins Suchfeld eingeben.

FOTOS: HERSTELLER (7), PRIVAT (4), ALL IN CARAVANING

Türkeil macht richtig Alarm ‡‡ Bei Einbruch Lärm: Dieser Türkeil für die Einstiegstür des Reisemobils vertreibt Einbrecher mit einer schrillen, 120 Dezibel lauten Sirene. Der Stopper X4-Life 701 376 wird nur eingeschaltet und auf den Boden vor die Tür gelegt – fertig. Der elektronische Wachhund ist für 14,99 Euro bei www.conrad.de zu haben.

Magnet-Trick: Rutschfeste Gläser für mobiles Reisen ‡‡ Diese Trinkgefäße wirft so schnell nichts um. Denn sie haben einen magnetischen Boden und werden mit ebenfalls magnetischen, rutschfesten Gel-Untersetzern geliefert. Stehen Gläser darauf, lassen sie sich auch auf glatten Tisch­ flächen nicht mehr so leicht verschieben. Selbst bei mäßigen Slalomfahrten mit dem Mobil sind sie praktisch unumkippbar. Preis für das Gläser-Set PC silwy Hub, bestehend aus je zwei Gläsern und Untersetzern: 29,95 Euro bei www.movera.com

Neuer AL-KO-Chefentwickler ‡ Neuer Mann an Bord der AL-KO-Fahrzeugtechnik: Dr. Frank Sager (51) hat am 1. Juni die Leitung für Forschung und Entwicklung übernommen. Zugleich ist Sager für das Innovations- und Performance-Management des Entwicklungsbereichs verantwortlich. Er löst Dr. Klaus Wilhelm ab, der die Alois Kober GmbH auf eigenen Wunsch verlässt.

sei nicht abzusehen, zumal im Reich der Mitte gerade eine Vielzahl neuer Stellplätze entstehe. Auch das bringe immer mehr Chinesen auf den Camping-Geschmack. Kein Wunder, dass längst auch viele renommierte deutsche Reisemobilhersteller wie Hymer, Knaus, Hobby oder LMC auf dem chinesischen Markt mitmischen.

MICHELIN-NEUHEIT

BUNTE FLOTTE Das ist ja schon eine richtige kleine Wagenburg geworden: Franz Marschall, der sein Geld künftig als Wanderarbeiter in Afrika verdienen will, ist nicht mehr allein. Mit Kumpel Roland soll im September die Überfahrt nach Marokko gelingen. Dumm nur, dass der auch noch ein Auto hat …

Nur ein Reifen für Winter und Sommer ‡‡Alle Wetter: Michelin bringt mit dem CrossClimate den ersten Sommerreifen auf den Markt, der auch als Winterreifen zugelassen ist. Das Umziehen der Pneus im Herbst und Frühjahr könnten sich ­Mobilisten damit sparen, verspricht der Reifenhersteller. Die Lauffläche passe sich bei jeder Temperatur an den Fahrbahnbelag an und biete gleichermaßen Grip auf schneebedeckter, nasser oder trockener Straße. Der Ganzjahresreifen ist derzeit in 23 Größen von 15 bis 17 Zoll erhältlich. Für welche Reisemobile sich der neue Pneu konkret eignet, lässt sich anhand der Angaben in den Fahrzeugpapieren unter www.michelin.de checken.

NEUES VOM AFRIKA-AUSWANDERER

Franze hat endlich einen Mitfahrer ‡ Die Suche war erfolgreich! Zimmermeister Franz Marschall (55), der die nächsten 25 Jahre mit seinen beiden Mercedurch Afrika FRANZE des-Mobilen touren will (AUTO BILD REISEMOBIL 2/2016), hat einen Mitstreiter gefunden. Der heißt Roland und ist 61 Jahre alt. Gemeinsam wollen die beiden im September nach Marokko aufbrechen. Derzeit befinden sie sich noch auf einem

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Reisemobil-Stellplatz in der Nähe von Yecla (bei Murcia, Spanien). Franz’ ursprüngliches Problem, einen Fahrer zu wenig zu haben, bleibt indes bestehen. Denn Roland hat auch ein Fahrzeug mitgebracht, einen Fiat Doblò. Abhilfe soll nun Ingrid schaffen, die Marschall 2014 kennengelernt hat. Sie hat angeboten, den Fiat im Juli für zehn bis 14 Tage in Richtung Fährhafen zu fahren. Auf dem Weg dorthin können Franz und Roland noch zwei Dächer neu eindecken, um die Reise­

kasse zu füllen. Außerdem basteln die beiden noch an einem Anhänger für den inzwischen ebenfalls bunt bemalten Doblò. Basis ist ein ausgedientes ROLAND Boot, das, auf 5,50 Meter gekürzt, auf ein Fahrgestell geschraubt werden soll. Das Boot gibt es schon, der Anhänger wird noch gesucht. Wer einen übrig hat, schreibt an zimmermeister-franze@web.de www.autobild.de/reisemobil 13

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+++ SUPERKURZ +++ Schneller

SAUBERER OLDTIMER

Dieser VW Bulli fährt mit Strom ‡‡David Bernado hat seinen Kreativjob im Silicon Valley (USA) aufgegeben und verpflanzt Elektromotoren in alte VW-Käfer- und -Bulli-Modelle. Klassik-Puristen mögen die Nase rümpfen, doch die Nachfrage wächst, denn VW-Klassiker sind Kult in Kalifornien. Bernado fährt mit einem weiß-mintgrünen VW Bulli vor und winkt aus dem Seitenfenster. Am Heck fällt die weit geöffnete Motorraumklappe des 60erJahre-Bullis auf. Statt des Boxermotors KEIN BOXERPRASSELN MEHR glänzt dort ein Elektrotriebwerk mit der Der T1 summt leise und umweltfreundlich Aufschrift „Zelectric Motors“. „Hauptsächlich modifizieren wir Modelle der Baujahre 1958 bis 1967. Die Technik ist denkbar einfach. Boxermotor raus – Elektromotor rein. Vorne 12 Akkus, 25 unter die Rückbank und dann noch die neue Bordelektrik. Das ist es schon“, erzählt David Bernado. Wenn alle Teile vorhanden sind, dauert der Umbau zwei bis drei Wochen. Preis: rund 50 000 Dollar. Das 22-kWh-Akkupaket ermöglicht 128 km/h Spitzentempo und eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometern. Danach geht es wieder an die hauseigene Steckdose, wo sich das Retromobil in zähen 13 Stunden MODERNER ANTRIEB Im Heck des Bulli ist ein Elektromotor untergebracht, der knapp 90 PS leistet genügend Energie holt.

WOHNMOBIL-UNFÄLLE

Wenn’s kracht, dann meistens auf der Autobahn ‡‡ Unfälle mit Beteiligung von Reisemobilen sind laut ­einer Studie der Unfallforschung der Versicherer selten. 2014 gab es nur 505 Womo-Crashs mit Verletzten oder Toten, das sind 0,17 Prozent aller Unfälle mit Personen­ schaden. Unfallschwerpunkt bei Mobilen: die Autobahn.

Wohnmobil-Unfälle mit Personenschaden nach Unfalltyp und Ortslage* Unfälle im Längsverkehr Einbiegen-/ Kreuzungs-Unfall Sonstiger Unfall Fahrunfall

innerorts außerorts ohne BAB BAB

FOTOS: S. GRUNDHOFF (3), HERSTELLER

Abbiege-Unfall Unfall durch ruhenden Verkehr Unfälle mit Fußgängern

WOMO-CRASH Häufigste Ursache ist Auffahren

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Start mit einem intelligenten Batterie­ ladegerät: Das CTEK CT5 Time To Go zeigt beim Laden an, wann die Batterie genügend Energie für einen Startversuch liefert. Das Gerät gibt es im Fachhandel zum Preis von ca. 107 Euro. Guter Klang Caratec bietet ab sofort das Soundsys­ tem Audio CAS200D mit Verstär­ ker und Subwoofer zur Klang­ optimierung von Fiat-Lautspre­ chern an. Weite Reise Finn­ landurlauber können ab sofort in­ formative Texte, Fotos und Videos in einem digitalen Magazin unter www.dein-finnland.de abrufen. Betreiber der Seite ist die staat­ liche Tourismusagentur Visit Finland, die auch Hilfestellung bei der Reiseplanung anbietet. Mobil e Pflege Tipps für die Fahrzeugreinigung, Infos zu Wasserfiltersystemen, Pflege von Tanks und Toiletten und vieles mehr enthält eine kos­ tenlose MultiMan-Broschüre. Sie ist im Internet unter www. multiman.de/aktuelles abrufbar. Großer Preis für den Caravaning Industrie Ver­ band (CIVD): Er darf sich ab so­ fort Verband des Jahres nennen. Die Auszeichnung erhielt der CIVD für seine Caravaning-Imagekampagne von der renommier­ ten Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement. Offen es Dach Acrylglas-Spezialist Polyplastic geht mit PolyLux, dem ersten vollautomatischen Schiebedach für Reisemobile, in Serienpro­ duktion. Es kann nachträglich in Fahrzeuge eingebaut werden. Gutes Geschäft Die Fachhand elskette Inter Caravani ng hat 2015 ihren Marktanteil bei Neuzulassungen von Reisemobilen mit den Part­ nern Bürstner, Hobby, Knaus, Weinsberg und Sunlight um drei auf nun 25 Prozent gesteigert. Neue Spitze Nach dem Rückzug von Vorstandsboss Rüdiger Zipper haben die Mit­ glieder des Euromotorhome Clubs (EMHC) ihren bisherigen Vizepräsidenten Dieter Stein­ acker an die Spitze gewählt.

* Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV); Unfallforschung der Versicherer (UDV)

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DEIN CAMPINGGLÜCK MIT TWERCS

GUTE-LAUNE-QUARTETT

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DIE SAISON IST ERÖFFNET! VORWERK PRÄSENTIERT DAS MUST-HAVE FÜR ALLE CAMPER UND GLAMPER. Die neuen Akku-Werkzeuge der Vorwerk Marke Twercs machen das Leben unter freiem Himmel perfekt. Leistungsstark und extrem gut aussehend lassen sich mit der Stichsäge, dem Bohrschrauber, der Heißklebepistole und dem Tacker handwerkliche Arbeiten im Nu erledigen. P.S.: Am VW Bulli schrauben, Liegestühle aufbauen oder den Grill präparieren? Mit Twercs ein Kinderspiel. Also, auf geht’s, und nimm Twercs mit auf deine Tour! Mehr Infos online unter vorwerk-twercs.de und facebook.com/twercs sowie in allen Vorwerk-Shops.


NEUHEITEN

Die ersten Neuheiten 2017

Die weltgrößte Messe für die mobile Freizeit findet in diesem Jahr vom 27. August bis 4. September statt. Wer sich über die neuesten Wohnmobile informieren möchte, ist auf dem Caravan Salon genau richtig. Hier zeigen wir Ihnen schon mal ein paar Leckerbissen

BÜRSTNER CITY CAR ‡‡Bürstner drängt zurück auf den Kastenwagen-Markt: Nach Einführung des City Car C 600 (ab 41 990 Euro, erster Test ab Seite 34) erweitert der Hersteller aus Baden-Württemberg die Baureihe auf je zwei Kompakt- und zwei Komfortmodelle. Neu ist der C 602 mit 5,99 Meter Länge sowie der C 640 mit 6,36 Meter, beide mit Längsbett. Und weil der urbane Name zur Kurzware verpflichtet, erscheint im Herbst der kompakte C 540 mit 5,41 Meter Länge und Querbett. Außen sind sie am typischen Dekor mit rotem Bumerang-Zierelement zu erkennen, innen sorgen verschiebbare LED-Spots und indirekte Deckenbeleuchtung für Atmosphäre. Alle Grundrisse kommen mit Nasszelle und fester Toilette.

FAMILIENZUWACHS Bürstner macht den City Car zur Modellreihe, erkennbar an elegantem Dekor und schicken Rahmenfenstern

FOTOS: HERSTELLER (8)

Caravan Salon Düsseldorf

LA STRADA AVANTI MEHR SCHUB Basismotor ist jetzt der Diesel mit 130 PS

WOHNKULTUR Wie gehabt tadellose Verarbeitung

SCHON GEFAHREN ‡‡Im Jahr des 30-jährigen Jubiläums schickt La Strada seinen Dauerbrenner Avanti L komplett renoviert in die Saison 2017. Der Startpreis steigt auf voraussichtlich gut 48 000 Euro, weil der hessische Hersteller künftig auf den Basis-Ducato mit 115 PS verzichtet und gleich mit dem 130-PS-Diesel beginnt. Mit dem lässt sich im knapp sechs Meter langen Avanti L stressfrei cruisen, aber natürlich stehen wahlweise noch die Motoren mit 148 oder 178 PS zur Verfügung. Der lange Radstand des Ducato ermöglicht jetzt den Einbau

eines größeren Doppelbetts (1,97 x 1,45 Meter) mit Kaltschaummatratzen. Darunter befinden sich Stauraum sowie Platz für die Bordtechnik mit Wassertanks, Batterien, Elektrik und Gasflaschen. Zudem lässt sich die hintere Hälfte des Bettes senkrecht aufstellen, sodass hier sogar ein Fahrrad mitreisen kann. Erreichbar ist der Stauraum über die beiden Heck-Flügeltüren oder eine Klappe im Wohnraum. Ganz neu konzipiert hat La Strada den Sanitärbereich mit seinen Flügeltüren sowie der Keramiktoilette und Staumög-

MEHR VARIABILITÄT Sitzgruppe wie gewohnt – nur: Neuerdings ist hier ein dritter Schlafplatz machbar BADEZIMMER mit Flügeltüren und Keramiktoilette lichkeiten. In der Küche erweitert eine klappbare Arbeitsfläche den Aktionsradius von Koch oder Köchin, die sich aus einem 80-Liter-Kühlschrank in Griffhöhe bedienen. Der neue Tisch mit seiner schwenkbaren Verlängerung schafft nicht nur mehr Komfort für die Sitzgruppe, sondern ermöglicht es gleichzeitig, zwischen Küchen­ block und Vordersitzen eine 1,85 x 0,60 Meter große Liegefläche zu bauen und so einen dritten Schlafplatz quer zum Fahrerhaus zu schaffen.

MEHR PLATZ Neuer, größerer Esstisch

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STAURAUM mit Platz für ein Fahrrad

MEHR BETT Jetzt 1,97 x 1,45 Meter Liegefläche www.autobild.de/reisemobil 17

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LMC CRUISER PREMIUM

SCHON GEFAHREN

‡‡Nach dem Start der Plattformstrategie im Wohnwagenbereich zieht LMC zur Saison 2017 bei den Reisemobilen nach. So stehen identische Grundrisse der Modellreihen Cruiser (teilintegriert) und Explorer (integriert) in den Ausstattungsvarianten Sport, Comfort und Premium zur Wahl. Völlig neu ist die Premium-Baureihe: Wir fuhren den Cruiser Premium T 731 G (ab 63 890 Euro) auf Fiat Ducato mit 130-PS-Motor (Euro 6) – für einen Teil­ integrierten, zwei Einzelbetten über der Garage im Heck, von 7,55 Meter Länge gerade noch ein adäquater Antrieb. Abgerundete Schrankklappen in weißer Hochglanzoptik und dunkles Möbeldekor dominieren den Wohnraum. Griffe in Chromoptik setzen erfrischende Akzente,

dazu wird der Premium von AmbienteLED-Leuchtbändern erhellt. Ein prak­ tisches Detail ist der Jackenschrank rechts vom Einstieg, aus dem sich zusätzlich ein Einzelsitz herausziehen lässt. Nettes und lebensnahes Detail in der Küche: Der

BLING! Weiße Oberflächen, viel Chrom, LED-Bänder

Kocher besitzt nebeneinanderliegende, doch unterschiedlich große Flammen, sodass drei verschieden große Töpfe gleichzeitig genutzt werden können. Ferner erhalten alle Premium-Reisemobile ein komplett neues Heckdesign, das sich von den einfacheren Baureihen deutlich abhebt. Und weil Konnektivität auch bei Freizeitautos ein immer wichtigeres Argument ist: Mit dem Truma-iNet-System lassen sich per App vom Smartphone oder Tablet-PC der Ladezustand von Wohnraum- und Startbatterie, die Innenraumtemperatur, die Füllhöhe des Frisch- und Abwassertanks sowie die aktuelle Gasfüllung abfragen. Und USB-Steckdosen bietet der neue LMC auch. Damit ja keiner da draußen offline bleibt.

CARTHAGO CHIC C-LINE T

WUCHTIGER AUFTRITT dank neuer Kühlermaske und neuem Stoßfänger

FOTOS: HERSTELLER (7), K. SCHWARTEN (2), R. RÄTZKE

IMPOSANTE ERSCHEINUNG Der neue Cruiser Premium T 731 G mit großer Heckgarage misst 7,55 Meter

GLOBE TRAVELLER ACTIVE Z

SCHIRNER EB 540

AUSSEN KOMPAKT Trotzdem mit ausreichend Platz im Innenraum

EINZELBETTEN werden zur Sitzgruppe

‡‡Die in Polen produzierten Globe-Traveller-Modelle werden über das Autohaus Markötter in Herford vertrieben. Neu ist der Active Z (rund 50 000 Euro) auf Fiat Ducato oder Peugeot Boxer aus der Active-Serie. Besonderes Merkmal des Kastenwagens: fehlende Heck-Flügeltüren. Sie werden durch eine Heckwand aus GFK-Laminat ersetzt, die dem Innenraum zu zehn Zentimeter mehr Länge verhilft. Die Rückleuchten bleiben original Ducato, auch die Gesamtlänge von 5,99 Metern bleibt gleich. Der 3,5-Tonner kommt mit Einzelbetten, Bad, Küche sowie einer Sitzgruppe.

‡‡Aus der ReisemobilManufaktur Schirner in Sohland an der Spree kommt der neue EB 540 als 3,5-Tonner auf Citroën Jumper oder Fiat Ducato. Und sorgt bei seiner Kürze von nur 5,40 Metern für Aufsehen: Denn NIMM ZWEI Wahl­ er bietet zwei längs stehende Einzelbetten. weise auf Fiat Ducato Tagsüber dienen sie als Sitzgruppe, wobei oder Citroën Jumper sich die Tischplatte pfiffigerweise aus dem Nachttisch zwischen den Betten herausziehen lässt. Und der Kleiderschrank hängt über dem Fußende des linken Bettes. Küche und kompakte Nasszelle in der Fahrzeugmitte komplettieren die Innenausstattung. Preis: ab 54 172 Euro.

DETHLEFFS GLOBEBUS GT

HOBBY CONNECT

SPORTLICH SITZEN Gediegene Wohnlandschaft in der GT-Version ‡‡Carthago macht den Chic c-line T zur Saison 2017 ein bisschen markanter: Wie die Integrierten der Baureihe erhalten jetzt auch die Teilintegrierten (ab 74 520 Euro) die Kühlermaske im sogenannten v-face-Design, das – zusammen mit dem speziell geformten Stoßfänger – die Wiedererkennbarkeit erhöht. Das Angebot des Chic c-line T konzentriert sich auf drei ausgesuchte Grundrisse: T 4.8 und T 4.9 mit Längseinzelbetten und T 5.0 mit Queensbett. Bietet der 7,34 Meter lange T 4.8 ein Kompaktbad mit Ankleidezimmer, so zeichnen sich die 7,40 Meter großen T 4.9 und T 5.0 durch ihr Raumbad mit separater Duschkabine aus. Alle Modelle lassen sich mit einem Zentralhubbett ausstatten, sodass vier Schlafplätze zur Verfügung stehen. Als Basisfahrzeug der 3,5-Tonner dient bei allen Modellen der Fiat Ducato mit AL-KO-Tiefrahmen-Chassis.

‡‡Die dritte Generation des Globebus (ab 48 999 Euro) kann auch als sportliche GT-Variante bestellt werden. Zu ihr gehören die Außenfarben Weiß, Silber oder Schwarz/Graphit, Aluräder, ein hoher Heckleuchtenträger mit Dachreling sowie Rahmenfenster. Im Innenraum kommen ein Lederlenkrad, Cockpit mit Alu-Applikationen sowie die chromfarbene Instrumententafel zum Einsatz. Das GT-Paket bietet laut Hersteller eine Ersparnis von 2588 Euro gegenüber den Einzelpreisen. WINDSCHNITTIG Das heruntergezogene Dach nimmt dem Globebus die optische Schwere

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‡‡Heizung an, Gasflaschen und Batterien voll? Bei der Option HobbyConnect (698 Euro) kann man künftig solche Funktionen per App mit dem Smartphone steuern. Hobby setzt dabei auf ein M2M-System (Machine-to-Machine). Das damit ausgestattete Fahrzeug (Router mit SIM-Karte und GPSModul gehört zum Lieferumfang und wird installiert) wählt einen speziellen Webserver an und kommuniziert mit den Endgeräten des Nutzers. Dieser erhält eine sofortige Rückmeldung auf die ausgewählte Funktion.

BEQUEM über das Smartphone die Funk­ tionen des Mobils kon­ trollieren und steuern

Fazit Die Branche boomt und füllt mit hoher Kreativität jede Nische des Markts. Das gefällt uns und lässt zum Caravan Salon einiges erwarten. Was noch alles in Düsseldorf steht, lesen Sie in der nächsten Ausgabe von AUTO BILD REISEMOBIL. Kai Schwarten www.autobild.de/reisemobil 19

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VERGLEICH

DREI POPULÄRE TYPEN hinterm Ende des Asphalts. Von links: Dethleffs 4Travel 6966, Knaus Sky Wave 650 MF, Malibu T 410

Langstreckentest

Vergleich Drei Teilintegrierte auf den schlechtesten Pisten Tschechiens

Das ist  die Härte!

Hamburg Berlin POLEN DEUTSCHLAND

Frankfurt

Warschau

Leipzig Prag

In acht Tagen quer durch Osteuropa.

TSCHECHIEN

Budweis Krumau München

Brünn

SLOWAKEI

Bratislava Wien

ÖSTERREICH

Budapest UNGARN

RUMÄNIEN

Fogarasch Bukarest

OST-PROBE Bis nach Fogarasch (Rumänien) ging die Test-Tour. Allein die Maut kostete fast 140 Euro. Wobei die Slowakei am teuersten ist: 65 Kilometer Autobahn kosten 30 Euro

D

ie flüssige Autobahnfahrt nach Europas Südosten endet abrupt nahe dem tschechischen Teplice. Auf dem Teilstück, das eigentlich schon vor vier Jahren fertig sein sollte, scheint die Arbeit zu ruhen. Der Verkehr quält sich über verstopfte Landstraßen. Und natürlich erweist sich auch Prag als zuverlässiges Nadelöhr, von einer Umgehung träumen selbst die Einhei-

4500 Kilometer auf teils fiesen Straßen. Das übersteht nur Wertarbeit mischen seit Jahrzehnten. Doch dann: Kaum auf der Autobahn hinter Prag angelangt, martern die Fugen der Betonplatten das Fahrwerk. Wofür, so fragt sich der Tourist, blechen wir eigentlich pro Auto 14,20 Euro Maut? Während das nervige Bo-Bopp, Bo-Bopp die Stoßdämpfer fordert, freuen wir Tester uns auf den Campingplatz nahe Cˇeský Krumlov, dem böhmischen Krumau.

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Dort gönnen wir den Testkandidaten eine erste Rast an der Moldau und können die drei Teilintegrierten Malibu T 410, Knaus Sky Wave 650 MF und Dethleffs 4Travel 6966 einer zweiten Inspektion unterziehen. Die erste fand in Hamburg beim DEKRA statt (siehe Seite 29), dort wurden die Kontrahenten vor der Reise gründlich gecheckt. Der Schnelldurchgang zeigt, dass

die tschechischen Pisten ganze Arbeit leisten. Beim Knaus springt öfter eine Belüftungsklappe auf, Bretter im Schrank und unter dem Hubbett klappern. Allerlei Geräusche auch im Dethleffs, dessen fragiler Mülleimer sich öfter zerlegte. Der Malibu fiel mehr durch seinen – im Vergleich – schwachen Motor auf. Lesen Sie mal, wer am Ende gewinnt! www.autobild.de/reisemobil 21

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Knaus Sky Wave 650 MF

Knaus Sky Wave 650 MF

Fast schon zu flott

STATTLICHER TYP Modisch-elegante Erscheinung, doch Seitenwind mag der Knaus nicht so gern

RICHTIG LIEGEN Das Bett ist 1,42 m breit, unten mit kleiner Stütze (r.) neue Hymer B-Klasse Abmessungen in Millimetern

Breite: 2320 mm

Knaus Sky Wave 650 MF

Länge 6990 mm / Breite 2320 mm

Länge: 6990 mm

DAS IST ER: Der Preis von 58 990 Euro klingt verlockend, aber da ist ja noch die Aufpreisliste. Das „Fiat-Paket“ für 1990 Euro sollte mindestens drin sein, schon wegen der 16-Zoll-Räder. Außerdem gehören Klimaanlage, Tempomat, elektrische Spiegel und Beifahrerairbag dazu. DAS HAT ER: Platz für vier, auch wenn offiziell sechs Leute übernachten können. Nun ja: 540 Kilogramm Zuladung setzen das Limit. Die vier Schlafplätze im Heck und auf dem Hubbett sind akzeptabel, das Heckbett ist hier mit 1,96 Metern aber das kürzeste. Die beiden Zusatzbetten unter dem Hubbett kosten 100 Euro extra und sind nur Schlanken zu empfehlen. Fürs Heckbett sollte unbedingt die pfiffige Fußraumverbreiterung (Foto im Kreis) für 121 Euro geordert werden. Das Hubbett lässt sich leicht manuell herabziehen, wer es elektrisch möchte, bitte schön: plus 676 Euro. Was es auch gegen Aufpreis nicht gibt, ist eine größere Aufbautür. Mit 54 Zentimetern fällt sie sehr schmal aus. SO FÄHRT ER AUF DER TESTSTRECKE: Über das ESP sollte keiner mehr reden müssen. Alle drei Testkandidaten haben es serienmäßig dabei – sehr gut. Beim Knaus wird es aber auch kaum gefordert, denn das Ducato-Fahrwerk ist brav untersteuernd ausgelegt. Die im Vergleich kleinen 15-Zoll-Räder machen den Knaus zum Sprinter des Trios. Auf Tempo 100 braucht er weniger als 20 Sekunden, wobei sein Tacho dann unehrliche 112 km/h anzeigt. Die Elastizitätswerte sind die besten in diesem Vergleich. Dass der Sky Wave beim Bremsen patzt, liegt daran, dass ihn Knaus auf Winterrädern lieferte. Auf Sommerreifen lassen sich die 52,3 Meter Anhalteweg sicher locker unterbieten. SO FÄHRT ER AUF DER LANGSTRECKE: Wehe, Sie überholen mit Tacho 170 (das sind echte 145) einen Lastwagen und werden dabei auf der dreispurigen Bahn von einem fetten SUV vernascht. Die Wind­ wirbel zerren am Aufbau und fordern die volle Konzentration des Fahrers. In der Ruhe also liegt die Kraft, zumal der Geradeauslauf auch unter normalen Umständen nicht toll ist. Tempo 120 passt zum Erholungsmodus, auch in puncto Fahrwerks- und Geräuschkomfort.

Länge: 6,99 m Sitzplätze: 4 Schlafplätze: 6* ab 58 990 Euro www.knaus.de

KOCHEN Dreiflammenherd, ausreichend Fläche

KLETTERN Mit kleiner Leiter leicht ins Hubbett

* optional

LUFTIG Durch das vordere Dachfenster fällt viel Licht in den Wohnraum des Knaus. Der Sitzkomfort passt

ERHELLT DEKRA-Ingenieur auf Fehlersuche

ERÖFFNET Praktisches Staufach im Boden

ERFRISCHT Wer Budweis bes

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ucht, stoppt für Bier

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Dethleffs 4Travel 6966

Dethleffs 4Travel 6966

Großes Bett, kaum Zuladung

www.dethleffs.de

PRAKTISCH Liebevoll konstruierte Kochecke

PINGELIG DEKRA-Ingenieur schaut in die Ecken

GROSSZÜGIG WohnzimmerAtmosphäre im Dethleffs. Seine Sitzgruppe bietet am meisten

FOTOS: S. KRIEGER (9)

Breite: 2330 mm

DAS IST ER: Schon wieder einer, der mit psychologischen Tricks arbeitet. Denn vermutlich wird kein 4Travel zum Basispreis von 59 890 Euro rausgehen. Schon deshalb, weil es dafür nur die 115-PS-Version gibt. Den Basismotor würden wir nicht nehmen: Mit 3,1 Tonnen Leergewicht wiegt der Dethleffs hier am meisten. Also neu rechnen, was sich auch bei der Zuladung empfiehlt: 380 Kilogramm sind nicht üppig. DAS HAT ER: Von Konzernschwester Bürstner guckte sich Dethleffs das Hubbett ab, das hier in Fahrtrichtung unterm Dach hängt. Clevere Sache, so fällt kein Wandschrank dem Schlafkomfort zum Opfer. Die elektrische Betätigung wirkt ausge­ ABSEITS-FALLE Fahrwerk und Unterboden haben solche Sprint-Zwischenprüfungen gut überstanden klügelt und ingeniös, unlecker ist nur die sichtbare Kunststoff-Kette (siehe rundes Foto links), an deren Anblick man sich gewöhnen muss. Dafür klappt beim Absenken eine Art Verdeck überm Kopfteil hoch – ein nettes Detail, das Kuschel­ atmosphäre erzeugt. Und die Sitzgruppe unter dem Hubbett lässt sich zum Doppelbett umbauen. Dank dieser cleveren Lösung gibt’s im Aufbau sehr viel Platz zum Wohnen und Kochen. Besonders der Sitzraum fällt geradezu verschwenderisch aus: Acht Personen passen mit etwas gutem Willen aufs Gestühl. Störend em­p­ fanden alle Mitfahrer die Stolperstufen im Innenraum. Bei jedem Hängenbleiben guckten sie erstaunt – wie der Butler in „Dinner for One“. SO FÄHRT ER AUF DER TESTSTRECKE: Sicher und unkritisch, obwohl er beim Ausweichen ganz kurz mit dem Heck zuckt, bevor ihn das früh regelnde ESP HUBBETT MIT VERDECK Behagliche und platzsparende Schlaflösung Dethleffs 4 Travell 6966 Länge 6990 mm / Breite 2330 mm einbremst. Auch die geringe Wankneigung Dethleffs 4Travel 6966 Abmessungen in Millimetern und das präzise Pedalgefühl beim Bremsen tragen zum ausgewogenen Eindruck bei. Der Bremsweg von 47,8 Metern aus Tempo 100 geht in Ordnung. SO FÄHRT ER AUF DER LANGSTRECKE: Der Dethleffs federt komfortabler als der Knaus, sein Geradeauslauf ist tadellos – allerdings hausen unter den Sperrhölzern und Ablagen allerlei Klappermänner. Der funktionslose Rückspiegel in der Mitte hat alle Testfahrer irritiert. Und richtig nervig ist das optionale Pioneer-Radio: Ohne Lenkradtasten ist es während der Fahrt Länge: 6990 mm praktisch nicht bedienbar.

Länge: 6,99 m Sitzplätze: 4 Schlafplätze: 4 ab 59 890 Euro

PACKEN Die großen Schubladen bieten viel Platz PEILEN Allzu eng dürfen Alt

stadtgassen nicht sein

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PLATZ NEHMEN Nicht sehr bequem: die Rückbank www.autobild.de/reisemobil 25

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Malibu T 410

Malibu T 410

Leise, aber durstig

SCHLANKE LINIE Der Malibu ist 2,27 Meter breit und der Schmalste im Vergleich – das sieht man

GUTER ZUGANG Das Bett ist leicht erreichbar (o.). Geräumige und helle Nasszelle malibu Reisemobil T 410

Länge 6657 mm, Breite 2270 mm

FOTOS: S. KRIEGER (9)

Breite: 2270 mm

Malibu T 410

6657 mm

DAS IST ER: Einer mit teurem Namen, preislich aber – wie seine Konkurrenten – gerade noch erreichbar. Nach dem exklusiven Hausstrand von Hollywood benennt Hersteller Carthago seine Einstiegsmarke. Für 59 950 Euro liefern die Schwaben die Ducato-Basis mit 130-PS-Diesel unter der Haube. Mit 6,66 Metern ist der T 410 gut 30 Zentimeter kürzer als seine Mitbewerber, auch wiegt er leer natürlich etwas weniger (nämlich 2895 kg), was bei der Handlichkeit allerdings kaum ins Gewicht fällt. DAS HAT ER: Zuerst mal einen guten Ruf, den sich die Mutter Carthago über Jahre mit Luxusmobilen erarbeitet hat. Die Basisausstattung kommt mit nur einem Doppelbett quer im Heck daher, für 1990 Euro gibt es ein zusätzliches Hubbett. Die Verarbeitung macht einen erstklassigen Eindruck, Scharniere und Schlösser bestehen durchweg aus stabilem Material. Sehr angenehm der durchgehende Fußboden ohne Stolperfallen, dafür aber mit zwei Staufächern. Große Leute sollten auf die Stehhöhe im Bad des Malibu achten: Bis maximal 1,89 Meter können sie aufrecht stehen. Da bieten die beiden anderen Mobile mehr. SO FÄHRT ER AUF DER TESTSTRECKE: Fast tadellos: guter Komfort, das Kurvenverhalten unaufgeregt untersteuernd, bis das sehr feinfühlig regelnde ESP eingreift. Allerdings irritierte der Testwagen mit seinen fadingempfindlichen Bremsen. Beim ersten Mal stand er aus 100 km/h nach 46,79 Metern – ein guter Wert. Doch je wärmer die Bremsen sind, desto schlechter greifen sie: 57,76 Meter beim zehnten Versuch. Allerdings hatte der Malibu erst 1000 Kilometer auf dem Tacho. SO FÄHRT ER AUF DER LANGSTRECKE: Das größte Problem ist der fest im Boden angebrachte Tisch. Entweder drückt er groß gewachsenen Fahrern in den Rücken, oder Fondgäste haben ihn vor dem Bauch. Lob für die Verarbeitung: Nichts klappert, der Malibu fährt auch nach Messwerten am leises­ten. Und das, obwohl sein 130-PSMotor am härtesten arbeiten muss. Das zeigt sich auch beim Verbrauch: Während Knaus und Dethleffs mit ihren 148 PS 11,2 und 11,4 Liter Diesel verbrauchten, schluckte der Malibu einen Liter mehr.

Länge: 6,66 m Sitzplätze: 4 Schlafplätze: 4* ab 59 950 Euro www.malibu-carthago.com

ZUDREHEN Gut erreichbare Gashähne in der Küche DRAUFLEGEN Das Hubbett kostet 1990 Euro extra

* optional

GEMÜTLICH Die Sitzgruppe bietet viel Platz. Und bei Bedarf dient der Hocker rechts auch als Beinauflage

DAS STÖRT Die Tischverstellung ist nicht optimal

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DAS GEHT Der Malibu ist handlich genug

für die City DAS SITZT Der DEKRA-Mann hat wenig zu bemängeln www.autobild.de/reisemobil 27

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BUDWEIS Das Rathaus erbaute Martinelli von 1727 bis 1730, der Marktplatz ist einer der größten Europas

SÜDBÖHMEN empfängt die Reisenden mit Musik

FOTOS: S. KRIEGER (11)

1 SICHT SEITLICH Rahmen der Verdunkelungen von Remis erschweren die Sicht nach schräg hinten

2 HANDBREMSE Sie liegt links unten quasi im Eingangsschacht und ist nur schwer zu erreichen

unter die Autos: ein paar kleine Steinschläge, sonst alles intakt. Also hinein in die Wohnräume, und da gibt es größere Unterschiede. Der Knaus hat am meisten geschwächelt. Seine komplizierten Dachfenster besitzen eine Verriegelung mittels zweier Haken, die sich über dem hinteren Bett nur noch mit viel Feingefühl einrasten lassen. Auch hat sich die Arretierung der Trennwand zum Bad gelöst, ein Einlegeboden des Kleiderschranks ist herausgefallen, und der Umleimer der Stehwand an der vorderen rechten Sitzbank ist abgescheuert, woraufhin der Deckel laut klappert. Auch die Sperrholzplatte unter dem Hubbett macht Geräusche. Beim Dethleffs monieren die Prüfer abgefallene Holzsichtblenden im Hängeschrank neben der Dunstabzugshaube. Dass die acht Kilogramm schwere Schranktür sich mitsamt ihrer acht Schrauben aus dem Pressspan gelöst hat, kann mit vergessener Verriegelung zusammenhängen. Applaus für den Malibu: Die Prüfer beanstanden nur ein loses Schräubchen neben dem Verdunkelungssystem der rechten Tür.

Südböhmen: mehr als Bier und Knödel ‡ Nicht weit von Deutschland und Österreich eröffnet sich eine liebliche, hügelige Landschaft, der Naturpark Böhmerwald. Am Zusammenfluss von Moldau und Maltsch liegt Budweis (Cˇeské Budˇejovice), berühmt wegen seiner Universität, des historischen Stadtzentrums und – natürlich – wegen des Bieres. Wanderer, Rad- und Wassersportler finden im Böhmerwald ideale Bedingungen, hinzu kommt das günstigere Preisniveau zumindest außerhalb der Touristikzentren. Sehr sehenswert ist die etwas südlicher liegende Stadt Krumau (Cˇeský Krumlov), rund 30 Autominuten entfernt: Sie gehört zu den elf UNESCO-Kulturerbestätten Tschechiens. Berühmt sind die Burg und das zweitgrößte Schloss Tschechiens, in dem sich ein original erhaltenes Barock­ theater aus dem 17. Jahrhundert befindet. Idyllisch die Lage, die Altstadt von Krumau ist zu drei Vierteln von der Moldau umschlossen. Etwas östlich von Budweis lockt das Dorf Holašovice zum Einkehren. Die heute noch bewohnten barocken Bauernhäuser und die historische Dorfmitte sind vollständig erhalten. Auch sie gehören zum Weltkulturerbe.

Hallo, Fiat: So wird der Ducato besser! ‡ Jeweils 4500 Kilometer auf drei Ducato, da zeigt auch ein bewährtes Basisauto seine Schwächen. Für fast unbedienbare Nachrüst-Radios (besonders von Pioneer) kann Fiat nichts. Aber warum muss sich die Handbremse nur mit extratiefer Verbeugung greifen lassen? Warum erlischt die Kilometeranzeige bei geöffneter Tür? Wieso 1 piept der Gurtwarner schon beim Rangieren und geht auch beim Halten nicht aus? Wann wird der Tacho besser ablesbar? Und 6 wann lässt sich Waschwasser vernünftig in den Behälter gießen?

Weil wir es mal wieder genau wissen wollen ‡ Was für ein Ritt! 4500 Kilometer in acht Tagen, dazu auf Strecken, die normale Reisemobilisten nur selten unter die Räder nehmen. Was liegt da näher, als den DEKRA mal prüfen zu lassen, wie Aufbau und Mechanik das vertragen? Kurz vor der Abfahrt schauen sich der Sachverständige Siegfried Stüber und sein Kollege Matthias Wittmüß, beide privat erfahrene Camper, die drei Teilintegrierten von allen Seiten an. Von unten fällt nur beim Dethleffs der Grauwasserablauf ins Auge: Er ist ziemlich tief in Wagen­ mitte platziert, da droht auf welliger Piste Abbruchgefahr. Passierte aber nicht, das Testteam war auf dieses Teil nun sensibilisiert. Und natürlich sind bei den fast sieben Meter langen Knaus und Dethleffs die hinteren Überhänge ein Thema: Obacht beim Rangieren auf schlechter Wegstrecke! Zum Glück passiert auch hier nichts. Danach schauen sich die Prüfer alle Spaltmaße genau an, unternehmen ausführliche Funk­tions­ prüfungen an Schubladen, Türen sowie Klappen und entlassen das Testteam auf die große Reise. Nach der Rückkehr dann die spannende Nachprüfung, ein neuer Blick

MOLDAU Kleiner Campingplatz neben der Brücke

KRUMAU Mittelalter-Idylle, wohin man schaut

Der DEKRA prüfte die drei Reisemobile vor und nach der Fahrt

Stunde der Wahr- und Klarheit beim DEKRA: Die Prüfingenieure Siegfried Stüber (re.) und Matthias Wittmüß checken die Teilintegrierten durch

5 3

4

2 3 TACHOMETER Der wichtige km/h-Bereich zwischen Tempo 50 und 70 ist bei Tag nicht gut abzulesen

4 LENKRAD Die Längsverstellung ist gut, eine Kippmöglichkeit des Lenkrads wäre wünschenswert

5 INNENSPIEGEL Stört im Mobil nur. Stattdessen bitte einen Haltegriff rechts zum Aussteigen

6 SITZLEHNEN Ablagetaschen hinten an den Sitzlehnen wären nützlich für den Papierkram

DIE EINFACHEN DINGE Kein Luxus, aber grandioser Moldau-Blick auf dem Campingplatz Kuˇcer˚u (www.kempukuceru.cz) im südböhmischen Zlatá Koruna

28 www.autobild.de/reisemobil

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Fahrzeugdaten

Malibu

Dethleffs

Knaus

Fiat MultiJet 130 Diesel/in Reihe/vier vorn quer 2287 cm3 96 (130) bei 3600 320 bei 1800 143 km/h Sechsgang manuell Vorderradantrieb Scheiben/Scheiben 225/75 R 16 CP Michelin Agilis Camping 90 l/Diesel 2000/750 kg 6657/2270/2890 mm 3800 mm

Fiat MultiJet 150 Diesel/in Reihe/vier vorn quer 2287 cm3 109 (148) bei 3600 350 bei 1500 140 km/h Sechsgang manuell Vorderradantrieb Scheiben/Scheiben 225/75 R 16 CP Michelin Agilis Camping 90 l/Diesel 2000/750 kg 6990/2330/2980 mm 4040 mm

Fiat MultiJet 150 Diesel/in Reihe/vier vorn quer 2287 cm3 109 (148) bei 3600 350 bei 1500 145 km/h Sechsgang manuell Vorderradantrieb Scheiben/Scheiben 215/70 R 15 C Hankook Winter RW06 90 l/Diesel 2000/750 kg 6990/2320/2800 mm 3800 mm

Malibu

Dethleffs

Knaus

  5,8 s 14,2 s 25,2 s 25,1 s (4. Gang) 49,9 (letzter Gang) 2895 kg 605 kg/3500 kg 13,6/14,2 m 46,8 m 48,5 m 61 dB (A) 65 dB (A) 70 dB (A) 12,3 l D – 326 g/km 732 km

  5,6 s 12,6 s 20,1 s 14,0 s (4. Gang) 29,0 (letzter Gang) 3120 kg 380 kg/3500 kg 14,5/14,7 m 47,8 m 49,9 m 63 dB (A) 68 dB (A) 72 dB (A) 11,4 l D – 302 g/km 789 km

  5,9 s 12,9 s 19,9 s 12,0 s (4. Gang) 19,1 (letzter Gang) 2960 kg 540 kg/3500 kg 13,7/14,0 m 52,3 m 54,5 m 61 dB (A) 67 dB (A) 71 dB (A) 11,2 l D – 297 g/km 804 km

Malibu

Dethleffs

Knaus

Alu/GFK/GFK

Alu/GFK/Alu

Alu/GFK/GFK

RTM/RTM/RTM

XPS/XPS/XPS

XPS/XPS/XPS

33/33/41 mm

30/30/50 mm

31/32/40 mm

4 4 1985/2205 mm 1780–2025 x 1100 mm – 2050 x 1400 mm 3 Flammen 130/12 l Thetford C260 4/4 Truma Combi 6 1/3 23 80 Ah 110 l 100 l 2 x 11 kg

3 4 1975/2190 mm 2015 x 1385 mm 2100 x 1550 mm – 3 Flammen 142/12 l Thetford C260 4/4 Truma Combi 6 2/4 13 90 Ah 120 l 90 l 2 x 11 kg

4 4 2110/2185 mm 1925 x 1400 mm – 1960 x 1250–1425mm 3 Flammen 184/35 l Thetford C260 4/4 Truma Combi 6 1/3 14 80 Ah 100 l 95 l 2 x 11 kg

Kosten/Garantien

Malibu

Dethleffs

Knaus

Abgasnorm Steuer pro Jahr Versicherungen (HPF/VK)** Werkstattintervalle Garantie Basis/Durchrostung Garantie Aufbau/Dichtheit Mobilitätsgarantie

Euro 5 240 Euro 370/960 Euro 48 000 km oder 24 Monate 2/8 Jahre 2/5 Jahre 2 Jahre

Euro 5 240 Euro 370/833 Euro 48 000 km oder 24 Monate 2/8 Jahre 2/6 Jahre 2 Jahre

Euro 5 240 Euro 370/960 Euro 48 000 km oder 24 Monate 2/8 Jahre 2/6 Jahre 2 Jahre

Preise

Malibu

Dethleffs

Knaus

Grundpreis (mit Basismotor) Testwagenpreis

59 950 Euro 72 115 Euro

59 890 Euro 69 999 Euro

58 990 Euro 74 416 Euro

Motorisierung Motor/Bauart/Zylinder/ Einbaulage Hubraum kW (PS) bei U/min Nm bei U/min Höchstgeschwindigkeit Getriebe Antrieb Bremsen vorn/hinten Testwagenbereifung Reifentyp Tankinhalt/Kraftstoffsorte Anhängelast gebr./ungebr. Länge/Breite/Höhe Radstand

Messwerte Beschleunigung 0–50 km/h  0–80 km/h  0–100 km/h Elastizität 60–100 km/h  80–110 km/h Masse fahrbereit* Zuladung/zul. Gesamtgew.* Wendekreis links/rechts Bremsweg aus 100 km/h kalt  aus 100 km/h warm Innengeräuschbei 50 km/h  bei 80 km/h  bei 100 km/h Testverbrauch – COπ Reichweite

Aufbau

FOTOS: S. KRIEGER (3)

Außenmaterial Wand/Dach/Boden Isoliermaterial Wand/Heck/Dach/Boden Wandstärke Wand/Dach/Boden Fenster Dachhauben Max. Innenhöhe/Innenbreite Bettenmaß Front (L x B) Bettenmaß Mitte (L x B) Bettenmaß Heck (L x B) Herd Kühlschrank/Frosterfach Modell Toilette Sitzplätze/m. Dreipunktgurten Heizung Steckdosen 12/230 V Leuchten Aufbaubatterie Frischwassertank Abwassertank Gasvorrat

* Basisversion; ** VK SB 300 Euro inkl. TK SB 150 Euro, jährliche Zahlweise

30 www.autobild.de/reisemobil

Alle Angaben ohne Gewähr

PLATZIERUNG 1

Malibu T 410

Sehr gut verarbeitet, leise und komfortabel: So schiebt sich der Malibu an seinen Wettbewerbern vorbei. Abzüge gibt’s für relativ hohen Verbrauch und Bremsfading.

Urteil

11114 2

Dethleffs 4Travel 6966

Das schlaue (und große) Längs-Hubbett schafft viel Platz, auch Fahrwerksabstimmung und Verhalten im Grenzbereich sind okay. Die Geräusche aus dem Aufbau stören.

Urteil

11154 3

Knaus Sky Wave 650 MF

Spritzig und fahrsicher, der Knaus, aber auch nicht klapper­ frei. Außerdem: kürzestes Bett, schmalste Aufbau-Tür, die meisten Aufbau-Mängel nach DEKRA-Schlussprüfung.

Urteil

11144

Fazit Die gute Nachricht: Geräumig und sicher sind sie heute alle. Aber selbst der Testsieger ist kein Null-Fehler-Mobil. Er müsste verarbeitet sein wie der Malibu, das Bett des Dethleffs haben und spritzig sein wie der Knaus. Es gibt also noch was zu entwickeln, liebe Hersteller! Diether Rodatz 

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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TEST

GUTE GRÖSSE Modellgepflegt kämpft der kompakte Ford Transit Custom gegen VW Transporter und Mercedes Vito, die kürzlich als neue Modelle auf den Markt kamen

st om Nu gg et Fa hr be ri ch t Fo rd Tr an si t Cu

Sauberer, stärker – aber etwas bockig

ZWEI TANKS Diesel mit AdBlue-Einspritzung

MODERNER Mehr Assis im aufgeräumten Cockpit

NEUE MOTOREN Mehr Kraft für alle drei Diesel

­ ache, schlafft bei mittleren Drehzahlen S aber wieder deutlich ab. Der starke Antritt untenrum überfordert die Traktion des Fronttrieblers, was zu heftigem Zerren in der Lenkung führt. Im Übrigen prägt die ausgezeichnete Handlichkeit das Fahren mit dem Kasten­ wagen. Er lenkt sich direkt und mit gerin­ gem Kraftaufwand, Sechsgangschaltung und Kupplung bereiten ebenfalls keine Mühe. Auch beim Ansprechen der Fede­ rung verzeichnen wir Fortschritte. Aller­ dings benimmt sich das Fahrwerk beim Überfahren größerer Unebenheiten – zumindest in unbeladenem Zustand –

immer noch bockig. Ab Herbst soll es ­gegen Aufpreis zusätzliche Luftfedern für die Hinterachse geben, die ein Absinken des Hecks bei Zuladung verhindern. Außerdem bietet der Transit nun zeit­ gemäße Helfer wie ESP mit Seitenwind­ assistent, Verkehrsschilderkennung und einen adaptiven Tempomaten mit auto­ matischer Bremsenbetätigung bei Kolli­ sionsgefahr. Und ab Herbst soll eine neue Sechsstufenautomatik zur Verfügung ste­ hen. Vorbildlich: Ford streckt die Service­ intervalle auf bis zu 60 000 Kilometer oder 24 Monate. Daran könnte sich die Kon­ kurrenz ein Beispiel nehmen.

Fazit

Die aufgefrischte Variante von Fords Transporter kommt im Herbst

FOTOS: A. EMMERLING (6)

A

n Tradition fehlt es dem Ford Transit wahrlich nicht. Seit 1961 macht er seine Arbeit, eigentlich sogar schon seit 1953, auch wenn er sei­ nerzeit nur nüchtern FK 1000 hieß. In­ zwischen wuchs der Nützling zu einer vierköpfigen Modellfamilie heran, vom kleinen Transit Courier bis zum FullsizeTransit. Interessant für Camper: der ­Transit Custom, im Format ein VW-T6Konkurrent und Basis für die beliebte Reise­mobilvariante namens Nugget. Ausstaffiert von Westfalia, bietet der Ford-Camper die Besonderheit einer se­ paraten Küche im Heck. Was ihm bislang fehlte, war Feinschliff in den Fahreigen­ schaften. Und genau hier setzt die Auffri­ schung an: Sie bringt dem Transit neue Diesel, überarbeitetes Fahrwerk und ver­ besserte Ausstattung, nun auch mit den gängigen Assistenzsystemen und moder­ nisiertem Infotainment. Die erste Fahrmöglichkeit beschränkt sich auf die Transporterversion des Tran­ sit Custom. Drei Leistungsstufen bietet 32 www.autobild.de/reisemobil

der neue Zweiliterdiesel („EcoBlue“), der den 2,2-Liter-TDCi-Motor ablöst: 105 PS, (zuvor 100 PS), 130 PS (zuvor 125 PS) und 170 PS (zuvor 155 PS). Sparsamer sollen die drei natürlich auch sein, die genauen Werte stehen aber noch aus. Und vor al­ lem sauberer: Dank SCR-System mit Harn­ stoffeinspritzung schafft der Diesel nun die Euro-6-Einstufung. In der gerade ak­ tuellen Stickoxid-Diskussion trumpft Ford mit einer Reduktion um bis zu 55 Prozent auf. Fortschritte verspricht Ford aber auch im Drehmomentverlauf der Motoren, im Ansprechverhalten sowie in Sachen Lauf­ kultur. Unterwegs zeigt sich: Das ist nicht übertrieben. Wir bewegen die 130-PSVariante, für Nugget-Käufer die wohl ­interessanteste, und der Rückgang des Lärmpegels in der Kabine übertrifft die Erwartungen. Der Rüpel verwandelt sich in einen Flüsterdiesel. Zudem verkleinert sich das Turboloch, die Anfahrschwäche reduziert sich auf ein akzeptables Maß. Der neue Diesel kommt kraftvoll zur

Etwas Chrom, ein größerer Bildschirm: Die optische Veredelung des Transit Custom hält sich in Grenzen. Technisch hat sich viel mehr getan, stärkere und gleichermaßen saubere Motoren, moderne Assistenten. Gut so. Denn das bringt mehr Sicherheit und Komfort ins Wohnmobil. Wolfgang König 

Urteil

11114

ENDLICH SANFTER FAHREN – EINFACH NACHRÜSTEN!

Ford Transit Custom Nugget

Länge: 4,97 m Sitzplätze: 5 Schlafplätze: 4 ab 52 479 Euro

BESTE

MARKEN

2016

www.ford.de

1. PLATZ AL-KO Fahrwerkstechnik

Kurven. Kanaldeckel. Echter Komfort beim Fahren. AL-KO Federsysteme Reisen kann so unbeschwert sein, federleicht quasi. Wir geben unser Bestes für Ihr Mehr an Fahrkomfort. Mit Federungssystemen für die Erstausrüstung, die wir auch zum einfachen Nachrüsten Ihres Fahrzeugs entwickelt haben: dem AL-KO Comfort Suspension (ACS) Vorderachs-Komfortfederbein für spürbare Verbesserungen während der Fahrt. Dem AL-KO Level Controller (ALC) für optimales Fahr-

BLICKDICHT Wir fuhren die Transporterversion

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

niveau an der Hinterachse. Und Air Premium X2 und X4, Vollluftfederungen der Extra-Klasse. Das muss einfach drin sein. Wenn Sie besser ankommen wollen.

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www.al-ko.com


TEST

Einzeltest Bürstner City Car C 600

Sommer in der Stadt Der urbane Name täuscht, dieser Typ will auf die große Tour. Bürstner gibt ihm viel Stauraum und eine geräumige Küche mit auf die Reise. Was kann der City Car sonst noch?

N

och ein Hersteller da draußen ­ohne Sechs-Meter-Kastenwagen? Viele können es nicht sein, Bürstner jedenfalls schließt die Lücke mit dem City Car. Deutlicher als mit dem Namen lässt sich nicht sagen, wer ihn kaufen soll: Alltagsfahrer, denen es egal ist, ob sie einen fetten SUV oder einen etwas längeren Kastenwagen auf dem Supermarkt-Parkplatz rangieren. Wobei der Bürstner mit 41 990 Euro Basispreis weniger kostet und mehr Aufenthaltsqualität bietet. DAS IST ER: Kein besonders origineller Typ, aber das stört gar nicht. Denn trotz des konventionellen Querbett-im-HeckGrundrisses bleibt der Bürstner mit ein paar Details in Erinnerung, die es nicht überall gibt. Wer öfter mit großer Garderobe reist und die heimische Speisekammer nicht vermissen mag, wird ihn mögen:

Kleiderschrank (mit Stange sowie zwei tiefen Fächern) und Küchenblock fallen großzügig aus. Überhaupt fehlt es nicht am Stauraum: Zu den sechs großen Küchen­schubladen kommen – neben den Oberschränken – noch ein Fach unterm Kühlschrank, ein breiter Kleiderspeicher über der Fahrerkabine und zwei Kleinkram-Kammern in der Garage. Nicht klassenüblich ist auch, dass die gut gekleideten Gourmets knapp 1,90 Meter groß sein dürfen, ohne mit dem Kopf an die Decke zu stoßen. Doch beim Duschen wird’s knapp. Leute über 1,85 Meter kommen nur mit offener Dachluke in der Nasszelle unter, in der es zwar ein riesiges und stabiles Klappwaschbecken gibt, aber zu wenig Ablagen. Und auch die versprochenen 1,97 Meter Liegefläche im Bett sind zu optimistisch: Der Tester ist zehn ¤

Bürstner City Car C 600

FOTOS: C. BÖRRIES, S. KRIEGER

Länge: 5,99 m Sitzplätze: 4 Schlafplätze: 2 ab 41 990 Euro www.buerstner.com

BADEN-WÜRTTEMBERG-CONNECTION Bürstner baut den City Car nicht in Kehl, sondern lässt bei Hymer in Bad Waldsee produzieren

SIEHT TEUER AUS Ist aber nur Kunstleder auf den Sitzen. Zenec-Navi mit Kamera für 1959 Euro extra 34 www.autobild.de/reisemobil

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DUSCHEN Wenig Kopf­ freiheit und Ablage­ fläche, aber großes Klappwaschbecken

TIPP: HEIZEN MIT

DIESEL

ALLES SO SCHÖN HELL HIER Es gibt nicht viel zu entscheiden beim Möbel­ dekor, „Ginger Teak“ ist der einzige Holzton. Die Stufe im Boden stört, der Esstisch könnte stabiler sein

RÄUMEN Matratze zur Seite, Gitterrost hoch – das freut den Freizeitspediteur

NEU GEGEN SOMMERHITZE: EBERCOOL PORTABLE Der tragbare Verdunstungskühler sorgt überall für eine angenehm kühle Brise!

12 V 230 V

REDUZIEREN SIE IHREN GASVERBRAUCH – HEIZEN SIE MIT DIESEL! Zentimeter kürzer und passt g ­ erade so rein. Der Liegekomfort auf der dreiteiligen Kaltschaum-Matratze und dem wegklappbaren Lattenrost ist allerdings tadellos. Das Bett lässt sich mit einem Handgriff hochstellen und arretieren, die Abtrennung zum Wohnraum sogar einhändig herausziehen, was nicht nur beim Transportieren von Surfbrettern hilft, sondern auch im städtischen Lieferverkehr. SO FÄHRT ER: Flüssig und sicher, wie es sich für einen 148-PS-Ducato gehört. Allerdings kostet der stärkere Motor – inklusive Auflastung von 3,3 auf 3,5 Tonnen – gleich 2700 Euro mehr. Unsere Ducato-

SCHLAFEN Bequeme Betten, aber nichts für Hünen Praxis zeigt, dass auch der 130-PS-Motor reicht: Aufpreis 1200 Euro gegenüber dem 115-PS-Diesel. Ansonsten gibt sich der City Car nicht so klapperfrei, wie es der gewissenhafte Möbelbau verspricht. Der Soundcheck auf unserer Lieblings-Marterstrecke entlarvte den Küchenblock als Quelle des Hintergrundklöterns. Allerdings hatten wir ein ganz frühes Exemplar zum Testen. Probefahren und Hinhören werden sich trotzdem lohnen. DAS HAT ER: Bei aller Hochglanzgediegenheit mit Holz in „Ginger Teak“ und cremefarbenen Kunstlederpolstern – es gibt da ein paar Details, die sich besser ¤

BUNKERN Sehr viel Stauraum im Küchenblock

ABHÄNGEN Großer Kleiderschrank innen, Staufach für Kleinkram im Heck

Eine Heizung von Eberspächer sorgt für komfortable Wärme, ohne den begrenzten Gasvorrat anzugreifen. Sie deckt ihren Energiebedarf direkt – und außerordentlich sparsam – aus dem fahrzeugeigenen Dieseltank. So benötigen Sie Gas nur noch zum Kochen und für den Betrieb des Kühlschranks. Das spart Gewicht, schafft Stauraum und sorgt für unbeschwerte Urlaubstage, weil Sie weniger Gasflaschen schleppen müssen.

DURCHLADEN Die Abtrennung zur Garage ist nur einge­ steckt – praktisch

KURVE KRATZEN Standfeste Bremsen, gutmütige Fahreigenschaften

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www.autobild.de/reisemobil  37 © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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FOTOS: S. KRIEGER (9), C. BÖRRIES

KOCHEN Nur zwei Flammen, großes Spülbecken

www.eberspaecher-reisemobile.de


Fahrzeugdaten Motorisierung Motor/Bauart/Zylinder/ Einbaulage Hubraum kW (PS) bei U/min Nm bei U/min Höchstgeschwindigkeit Getriebe Antrieb Bremsen vorn/hinten Testwagenbereifung Reifentyp Tankinhalt/Kraftstoffsorte Anhängelast gebr./ungebr. Länge/Breite/Höhe Radstand

MultiJet 150 Diesel/in Reihe/ vier/vorn quer 2287 cm3 109 (148) bei 3600 350 bei 1500 155 km/h Sechsgang manuell Vorderradantrieb Scheiben/Scheiben 225/75 R 16 CP Continental Vanco Camper 90 l/Diesel 2500/750 kg 5990/2080/2580 mm 4035 mm

Messwerte   5,2 s 11,7 s 18,8 s 12,9 s (4. Gang) 22,1 (letzter Gang) 2840 kg 660 kg/3500 kg 14,7/15,0 m 44,3 m 45,4 m 61 dB (A) 68 dB (A) 72 dB (A) 10,7 l D – 284 g/km 841 km

Aufbau

Bürstner City Car C 600

Länge 5990 mm / Breite 2080 mm

Bürstner City Car C 600

Abmessungen in Millimetern

Stahlblech/Stahlblech/ Stahlblech PE/PE-Styrodur-Verbund/PE 20/20/20 mm 5 3 1895/1875 mm 1855 x 1445 mm 2 Flammen 80/5 l Thetford C200 4/4 Truma Combi 4 2/3 10 90 Ah 100 l 90 l 2 x 11 kg

Kosten/Garantien Abgasnorm Steuer pro Jahr Versicherungen (HPF/VK)** Werkstattintervalle Garantie Basis/Durchrostung Garantie Aufbau/Dichtheit Mobilitätsgarantie

Euro 5 240 Euro 370/690 Euro 48 000 km/24 Monate 2/8 Jahre 2/5 Jahre 2 Jahre

Preise Grundpreis (mit Basismotor) Testwagenpreis

41 990 Euro 54 136 Euro

* Basisversion; ** VK SB 300 Euro inkl. TK SB 150 Euro, jährliche Zahlweise Alle Angaben ohne Gewähr

38 www.autobild.de/reisemobil

Breite: 2080 mm

Außenmaterial Wand/Dach/Boden Isoliermaterial Wand/Dach/Boden Wandstärke Wand/Heck/Dach/Boden Fenster Dachhauben Max. Innenhöhe/Innenbreite Bettenmaß Heck (L x B) Herd Kühlschrank Modell Toilette Sitzplätze/ mit Dreipunktgurten Heizung Steckdosen 12/230 V Leuchten Aufbaubatterie Frischwassertank Abwassertank Gasvorrat

NEUSILBER Der Metalliclack kostet natürlich Aufpreis – 590 Euro. Ansonsten bündelt Bürstner die meisten Extras in Paketen

FOTO: C. BÖRRIES

Beschleunigung 0–50 km/h  0–80 km/h  0–100 km/h Elastizität 60–100 km/h  80–110 km/h Masse fahrbereit* Zuladung/zul. Gesamtgew.* Wendekreis links/rechts Bremsweg aus 100 km/h kalt  aus 100 km/h warm Innengeräuschbei 50 km/h  bei 80 km/h  bei 100 km/h Testverbrauch – COπ Reichweite

Länge: 5990 mm

machen lassen. Die versteckte Heizungsbetätigung über der Rückbank gehört ­dazu, die Stolperstufe im Boden oder der Esstisch, der hier so verletzlich wirkt, als stamme er aus einem Gebrauchten. Sonst ist es nicht viel, was gegen den Sommer im City Car spricht. Bis auf die Tatsache vielleicht, dass 41 990 Euro der branchenübliche Appetizer zum Einstieg sind. Nicht nur Klima, Metallic und Markise kosten extra, sondern auch Beifahrer-Airbag, ESP und elektrische Trittstufe. Knapp unter 50 000 Euro wird’s nett an Bord des City Car. Kleiner Trost: immer noch günstiger als ein fetter Alltags-SUV.

Fazit Der Bürstner City Car zeigt trennscharf, wer ihn kaufen soll: stilbewusste Paare, die weder bei der Kleidung noch beim Kochen knausern wollen. Außerdem ist der kleinste Bürstner nicht nur elegant, sondern auch alltagstauglich. Große Leute sollten vor dem Kauf Probe liegen und duschen. Christian Steiger 

Urteil

11114

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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TEST

Einzeltest Adria Compact Plus SLS

FOTOS: H. PIEZUG, S. KRIEGER

Der Kurze mit der  Kuschelkammer

Adria Compact Plus SLS

Länge: 5,99 m Sitzplätze: 4 Schlafplätze: 2 ab 56 999 Euro www.adria-mobil.com

Das ist einzigartig: Adrias neues Sechs-MeterMobil Compact Plus SLS kommt mit Slideout, der auf Knopfdruck 71 Zentimeter aus dem Heck ausfährt. So entsteht ein LängsDoppelbett mit reichlich Platz zum Kuscheln

K

leines Mobil, große Show: Leise summend fährt der Anbau aus dem Adria-Heck. Elektrisch, versteht sich, und mit einer kleinen Markise als Schutz vor Schmutz. Was sonst nur die ganz dicken Reisebrummer bieten, steht dem nur 5,99 Meter kurzen Slowenen richtig gut. Denn die Kunden wollen die eierlegende Wollmilchsau: ein kom-

paktes Mobil mit viel Platz und allem Komfort. Diesem Ideal kommt der teilintegrierte Adria ziemlich nah – sogar den Wunsch nach Längs-Einzelbetten (die sich freilich auch als Doppelbett nutzen lassen) kann er bedienen. DAS IST ER: Ein wendiger kleiner Teilintegrierter der 3,5-Tonner-Klasse; Basis ist der Fiat Ducato mit Tiefrahmenchas- ¤

HOHER SCHLAFKOMFORT tro tz

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kompakter Außenmaße

www.autobild.de/reisemobil 41


Adria Compact SLS: Doppelbett auf Knopfdruck

6 5

KEINE SICHT in den Weitwinkelspiegel durch die zu hohe Rollo-Kassette

1

3

sis und 15-Zoll-Rädern. Das Grundmodell kommt mit 130-PS-Diesel, der 148-PSMotor im Testwagen kostet 1600 Euro extra. Der Preis von dann 58 599 Euro beinhaltet Fahrer- und Beifahrerairbag, ABS/ ESP, die Berganfahrhilfe sowie Traction plus. SO FÄHRT ER: Auf der Teststrecke macht der SLS richtig Spaß. Sein 148-PS-Diesel beschleunigt den Kurzen auf maximal 160 km/h, doch Obacht: Dann brüllt der

4

2 EINSTIEGSHILFE Immer wieder ein charmantes Detail: Der solide Griff vor der Tür des Adria ist beleuchtet

3 GASKOCHER Dank nebeneinander liegender Flammen bleibt davor noch etwas Arbeitsfläche

Motor so laut, dass der Gasfuß automatisch leicht wird. Das entspannte Reisetempo liegt zwischen 110 und 130 km/h. Die Sprints auf 50 km/h in 5,7 Sekunden und auf 80 km/h in 12 Sekunden sind für die Klasse flott, ein aus zehn Vollbremsungen ermittelter Durchschnitts-Bremsweg von 46,87 Metern ist ordentlich. Der Wendekreis von 12,7 Metern passt zur Länge des Compact Plus SLS, die Lenkung

vermittelt – typisch Ducato – guten Straßenkontakt. Und das serienmäßige ESP spricht bei Slalom und Elchtest schnell und sicher an. DAS HAT ER: Ein modernes, ansprechendes Design innen wie außen. Eine Heckgarage mit Türen auf beiden Seiten. Und ein Bordtechnik-Management, das sehr einfach über das zentrale Panel oberhalb der Aufbautür zu bedienen ist. Mit ihrer ¤

IHRE PERFEKTEN REISEBEGLEITER

2

1 AUFBAUTÜR Schmal geraten! Öffnet und schließt mithilfe des Schlüssels und der Zentralverriegelung

TAGESLICHT Helles Bad. Das Waschbecken wird aus dem Schrank geklappt

4 KLEIDERSCHRANK Die Kleidung kommt unters Bett. Darüber: Schalter zum Ein- und Ausfahren des Slide-out

5 SLIDE-OUT Matratze und Lattenrost senken sich beim Ausfahren ab, die Couch wird zum Doppelbett

6 STERNENHIMMEL Hach, wie romantisch! Die Leuchte unter dem Dach des Slide-out simu­ liert funkelnde Sterne

BEST PRODUCT

999,-

Spitzenklasse

FOTOS: H. PIEZUG (4), S. KRIEGER (2)

Z-E3726 Naviceiver für Fiat Ducato, Peugeot Boxer und Citroën Jumper

EXTRASITZ Der seitliche Einzelsitz erweitert die Runde auf fünf Sitzplätze

SCHLAFSCHUBLADE Großes Heck-Doppelbett bei ausgefahrenem Slide-out

6/2015

Fortschrittliche Navigation und innovatives Multimedia – ZENECs Naviceiver passen sich perfekt in die Fahrzeugoptik ein und lassen sich einfach über den großen Touchscreen bedienen. Erleben Sie Musik und Videos von CD/DVD, USB, iPod, iPhone oder Smartphone. Genießen Sie Ihre Lieblingsradiosender via DAB+, UKW und MW. Telefonieren Sie komfor tabel während der Fahrt. Dank des EU-Kartenpakets, der Camping Datenbank und 6 Millionen P.O.I. kommen Sie sicher ans Ziel. Durch die Eingabe von Fahrzeugprofil und Fahrzeugmaßen können Sie Ihre Route effektiv planen.

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Vertrieb: ACR AG · Bad Zurzach · Schweiz · www.zenec.com © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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Z-E4626 Naviceiver für Mercedes Sprinter II, Vito und Viano Erleben Sie ZENEC vom 27.08. bis 04.09.2016 auf dem Caravan Salon in Düsseldorf in Halle 13/Stand D20

Bezug über den Movera- und ACR-Fachhandel


Fahrzeugdaten Motorisierung Motor/Bauart/Zylinder/ Einbaulage Hubraum kW (PS) bei U/min Nm bei U/min Höchstgeschwindigkeit Getriebe Antrieb Bremsen vorn/hinten Testwagenbereifung Reifentyp Tankinhalt/Kraftstoffsorte Anhängelast gebr./ungebr. Länge/Breite/Höhe Radstand

MultiJet 150 Diesel, in Reihe, vier, vorn quer 2287 cm3 109 (148) bei 3600 350 bei 1500 160 km/h Sechsgang manuell Vorderradantrieb Scheiben/Scheiben 215/70 R 15 CP Michelin Agilis Camping 90 l/Diesel 2000/750 kg 5990/2120/2780 mm 3450 mm

Messwerte Beschleunigung 0–50 km/h  0–80 km/h  0–100 km/h Elastizität 60–100 km/h  80–110 km/h Masse fahrbereit* Zuladung/zul. Gesamtgew.* Wendekreis links/rechts Bremsweg aus 100 km/h kalt  aus 100 km/h warm Innengeräuschbei 50 km/h  bei 80 km/h  bei 100 km/h Testverbrauch – COπ Reichweite

  5,7 s 12,0 s 18,1 s 10,5 s (4. Gang) 15,1 s (letzter Gang) 2730 kg 770 kg/3500 kg 12,7/13,0 m 46,0 m 46,9 m 62 dB (A) 67 dB (A) 71 dB (A) 11,3 l D – 299 g/km 796 km

Aufbau

Adria Compact Plus SLS

GFK/GFK/GFK

FOTOS: R. RÄTZKE, S. KRIEGER

Abmessungen in Millimetern

EPS/EPS/EPS 31/31/42 mm 4 4 1985/2002 mm – – 1845 x 477/1985 x 670 mm 3 Flammen 96/6 l Thetford C200 4/4 Truma Combi 4 1/3 20 100 Ah 100 l 85 l 2 x 11 kg

Kosten/Garantien Abgasnorm Steuer pro Jahr Versicherungen (HPF/VK)** Werkstattintervalle Garantie Basis/Durchrostung Garantie Aufbau/Dichtheit Mobilitätsgarantie

Länge 5990 mm, Breite 2120 mm

Adria Compact Plus SLS

Euro 5 240 Euro 370/833 Euro 48 000 km/24 Monate 2/8 Jahre 2/7 Jahre 2 Jahre

Preise Grundpreis (mit Basismotor) Testwagenpreis

56 999 Euro 61 099 Euro

* Basisversion; ** VK SB 300 Euro inkl. TK SB 150 Euro, jährliche Zahlweise Alle Angaben ohne Gewähr

44 www.autobild.de/reisemobil

Breite: 2120 mm

Außenmaterial Wand/Dach/Boden Isoliermaterial Wand/Dach/Boden Wandstärke Wand/Dach/Boden Fenster Dachhauben Max. Innenhöhe/Innenbreite Bettenmaß Front (L x B) Bettenmaß Mitte (L x B) Bettenmaß Heck (L x B) Herd Kühlschrank Modell Toilette Sitzplätze/ mit Dreipunktgurten Heizung Steckdosen 12/230 V Leuchten Aufbaubatterie Frischwassertank Abwassertank Gasvorrat

DER PACKT DAS ESP ist serien­ mäßig – sehr gut. Es spricht beim Slalom auf der Teststrecke schnell und sicher an

5990 mm

Breite von nur 51 Zentimetern fällt die allerdings arg schmal aus. Sowohl das Dach als auch die Wände und der Boden sind aus wetterfestem GFK gefertigt. Als Isolierungsmaterial verarbeitet Adria EPS, eine Mischung aus Hartschaum und Styropor. Ärgerlich: Die hohen Kassetten für die Seitenrollos im Fahrerhaus versperren die Sicht auf den rechten Weitwinkelspiegel. Da muss also jedes Mal der Beifahrer helfen, sofern einer an Bord ist. Davon abgesehen lässt sich der Adria aber leicht und sicher durch den Verkehr lenken. Die große Show beginnt ja erst, wenn er steht.

Fazit Slide-out für alle! Mit dem Compact Plus SLS demokratisiert Adria ein Detail der Luxusklasse. Beim Testwagen hat das Ausfahrbett prima funktioniert, die Prozedur dauert jeweils gut zwei Minuten. Und jetzt sind wir vor allem gespannt, ob die Technik auch auf Dauer haltbar ist. Kai Schwarten

Urteil

11114

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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TEST

Laika Ecovip 300

Länge: 5,99 m Sitzplätze: 4 Schlafplätze: 4 ab 55 300 Euro www.laika.it/de

SAUSEWIND Der kurze Laika lässt sich gut fahren und trotz des hohen Aufbaus leicht beherrschen

Ganz schön lecker, dieser Florentiner Schöne Autos kommen aus Italien, gut verarbeitete aus Deutschland – ein Vorurteil, das Laika mit dem Ecovip 300 eindrucksvoll widerlegt

D FOTO: C. BÖRRIES

c o v ip 3 0 0 E in ze lt e st L a ik a E

olce Vita auf nur sechs Metern? Wie geräumig kann ein so kurzes Wohnmobil denn sein? Ganz schön geräumig, wenn man den Platz clever nutzt! Laika, ansässig in der Nähe von Florenz, zau­bert auf diesem begrenzten Raum gleich drei Betten, ein geschmackvolles Bad und eine ordentliche Heckgarage. Das kann sich sehen lassen! Ohnehin ist die Optik ein wichtiges Argument dieses gut ge­ bauten Italieners, dessen GFK-Formteile einen perfekten Übergang zwischen Fahrerhaus und Wohnaufbau schaffen: Er wirkt nicht wie der Fiat, sondern eher wie der Alfa Romeo unter den Teilintegrierten.

46 www.autobild.de/reisemobil

DAS IST ER: Clever und durchdacht wie ein Schweizer Offiziersmesser. Der Laika vereint viele Funktionen auf kleinem Raum und gefällt mit seiner stilsicheren, gut verarbeiteten Inneneinrichtung: helles Holz, satinierte Griffe und sandfar­bene Bezüge. Im Heck schläft man auf einer bequemen Latexmatratze. Leider ist die so schmal geschnitten wie die schönen italienischen Schuhe: 1,34 Meter Breite reichen für zwei erwachsene Teutonen nicht aus. Etwas knapp auch das im Prinzip geniale elektrische Hubbett (1266 Euro) in der Mitte. Es misst einen Meter in der Breite und lässt sich mit Trennnet-

zen sichern, wenn kleine Kinder mitreisen. Das Problem: Die Matratze ist zu dünn gepolstert und liegt direkt auf dem harten Untergestell. Gut: Dicke, blickdichte Vorhänge separieren die Betten ein wenig. Und es gibt eine dritte Schlafmöglichkeit: Sie entsteht, wenn man es schafft, aus dem Polster-Puzzle der Sitzgruppe eine Liegefläche zu basteln. Richtig bequem ist das allerdings auch nicht – und auch der Sitzkomfort leidet, je mehr Personen sich um die große, verstellbare Tischplatte gruppieren. Aber okay: Wenn sich alle eng zusammenkuscheln, reicht der Platz für sechs. Nicht vergessen: ¤ www.autobild.de/reisemobil 47

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Camping UND FREIZEIT

HOCKEN Der Kühlschrank ist platzsparend unter dem Herd eingebaut

KLETTERN Per Leiter lässt sich das Ein-Mann-Hubbett leicht erklimmen

STAUEN Über dem Fahrerhaus tun sich praktische Fächer fürs kleinere Gepäck auf

Außen kurz und knackig, innen geräumig und hochwertig eingerichtet

10

CHILLEN ist auch in der Sitzgruppe möglich

Für SIe

FOTOS: S. KRIEGER (8), C. BÖRRIES

GeSchenKt!*

ABSTIMMEN AUTO BILD REISEMOBIL-Testfahrer Jan Tietjen (l.) und Tim Dahlgaard diskutieren, was der Laika besonders gut kann – und was nicht

KUSCHELN Im Heckbett (1,34 m breit) liegt man recht eng beieinander

KOCHEN Der Herd ist so kompakt, dass nur zwei Töpfe nebeneinanderpassen

VERSTECKEN Garage mit doppeltem Boden Das hier ist ein Sechs-Meter-Mobil! Vermisst haben wir allerdings einen richtigen Kleiderschrank zum Aufhängen von Jacken und Hemden. Deckenfächer sind dagegen reichlich vorhanden. SO FÄHRT ER: Locker und leicht wie eine Vespa wieselt der Laika durch den dichten Stadtverkehr. Klar, das Auto ist kurz, auch der Hecküberhang hält sich in Grenzen. Das hilft. Geld für eine Rückfahrkamera (699 Euro) sollte man aber trotzdem ausgeben. Sicher ist sicher und das Heck eher unübersichtlich! Apropos Sicherheit: Der Laika stürmt trotz seines vergleichsweise hohen Aufbaus völlig problemlos durch den Hütchen-Parcours. Auch der scharf gefahrene Ausweichtest bringt den Italie-

WÄSSERN Das kompakte Bad bietet allen Komfort ner nicht aus der Fassung. Das Mobil wankt zwar deutlich spürbar, fährt davon abgesehen aber ähnlich gutmütig wie ein Kastenwagen. Auch die Bremswerte sind völlig in Ordnung. Weniger Vertrauen weckt die Befestigung der beiden Gasflaschen: Beim Ausweichtest rissen die Halter ab. Liebe Laika-Leute, so was darf nicht passieren! Im Testwagen war der für ein Sechs-Meter-Mobil eher üppige 148-PS-Diesel eingebaut – für 2832 Euro Aufpreis. Wer’s übrig hat, bekommt Fahrleistungen, die gut zum agilen Wesen des Laika passen. Einschränkungen beim Blick auf den Verkehr gibt’s für groß gewachsene Fahrer ab 1,80 Meter Körpergröße: Der Rahmen der Frontscheiben-Verdunkelung liegt voll im Sichtfeld. ¤

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Standorte finden Sie im Internet oder im Katalog. Gutschein an der Kasse abgeben!


Fahrzeugdaten Motorisierung Motor/Bauart/Zylinder/ Einbaulage Hubraum kW (PS) bei U/min Nm bei U/min Höchstgeschwindigkeit Getriebe Antrieb Bremsen vorn/hinten Testwagenbereifung Reifentyp Tankinhalt/Kraftstoffsorte Anhängelast gebr./ungebr. Länge/Breite/Höhe Radstand

Fiat Multi Jet 150 Diesel/in Reihe / vier/ vorn quer 2287 ccm 109 (148) bei 3600 350 bei 1500 145 Km/h Sechsgang manuell Vorderradantrieb Scheiben/Scheiben 225/75R16 CP Michelin Agilis Camping 120 l 2000/750 Kg 5990/2300/2920 mm 3450 mm   5,8 s 12,7 s 21,1 s 13,7 s (4. Gang) 32,6 (letzter Gang) 2895 kg 605 kg/3500 kg 13,0/13,0 m 46,1 m 47,6 m 62 dB (A) 67 dB (A) 71 dB (A) 11,2 l D – 297 g/km 804 km

KLARE KANTE Das hohe Heck macht eine Rückfahrkamera wünschenswert Laika Ecovip 300 Laika Ecovip 300

FOTO: C. BÖRRIES

Messwerte Beschleunigung 0–50 km/h  0–80 km/h  0–100 km/h Elastizität 60–100 km/h  80–110 km/h Masse fahrbereit* Zuladung/zul. Gesamtgew.* Wendekreis links/rechts Bremsweg aus 100 km/h kalt  aus 100 km/h warm Innengeräuschbei 50 km/h  bei 80 km/h  bei 100 km/h Testverbrauch – COπ Reichweite

Länge 5990 mm, Breite 2300 mm Abmessungen in Millimetern

Aufbau Alu/GFK/GFK Styrofoam/Styrofoam/Styrofoam 35/40/55 mm 5 5 2105/2170 mm 1890 x 1500 mm 1910 x 1000 mm 2125 x 1335 mm 3 Flammen 100/9 l Thetford Kassette 4/4 Truma Combi 6 3/2 15 100 Ah 100 l 110 l 2 x 11 kg

Kosten/Garantien Abgasnorm Steuer pro Jahr Versicherungen (HPF/VK)** Werkstattintervalle Garantie Basis/Durchrostung Garantie Aufbau/Dichtheit Mobilitätsgarantie

Breite: 2300 mm

Außenmaterial Wand/Dach/Boden Isoliermaterial Wand/Dach/Boden Wandstärke Wand/Dach/Boden Fenster Dachhauben Max. Innenhöhe/Innenbreite Bettenmaß Front (L x B) Bettenmaß Hubbett (L x B) Bettenmaß Heck (L x B) Herd Kühlschrank Modell Toilette Sitzplätze/ mit Dreipunktgurten Heizung Steckdosen 12/230 V Leuchten Aufbaubatterie Frischwassertank Abwassertank Gasvorrat

Euro 5 240 Euro 370/833 Euro 48000 Km oder 24 Monate 2/8 Jahre 2/5 Jahre 2 Jahre

Preise Grundpreis (mit Basismotor) Testwagenpreis

55 300 Euro 60 101 Euro

* Basisversion; ** VK SB 300 Euro inkl. TK SB 150 Euro, jährliche Zahlweise Alle Angaben ohne Gewähr

50 www.autobild.de/reisemobil

Länge: 5990 mm

DAS HAT ER: einen selbstbewussten Preis. Los geht es erst bei 55 300 Euro – mit dem mauen 115-PS-Diesel, den wir schon wegen des Fünfganggetriebes nicht empfehlen mögen. Aber immerhin packen die Laika-Leute ordentlich Serienausstattung ein: Fahrer- und Beifahrer-Airbag, ESP, Traction+, Klimaanlage, Tempomat und Panoramadach sind mit drin. Allerdings hält die Preisliste noch so manche praktische Verlockung bereit, etwa ein Radio (381 bis 1691 Euro), Aluräder (357 bis 965 Euro), Luftfederung (625 Euro), Komfort-Fahrerhaussitze (2083 Euro) oder gar die italienische Leder­ polsterung (2814 Euro). Wir lernen: Feines Design kostet. Und: Klein muss nicht zwangsläufig günstig sein.

Fazit Der Laika Ecovip 300 ist ein kurzer, aber überraschend geräumiger und komfortabler Reisebegleiter. Unstimmigkeiten im Wohnmobil wie der eingeschränkte Schlafkomfort, die im Test herausgerissenen Gasflaschen-Halterungen und der hohe Preis verhindern am Ende eine noch bessere Bewertung. Axel Sülwald 

Urteil

11114

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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BULLIS

TEST

VOM DESIGNER

M u lt i P r o py ip k S 6 T n e g a sw V o r st e ll u n g V o lk

Der Trick mit den Kisten

Skippy Campingmodul

Länge: 4,90 m Sitzplätze: 5 bis 9 Schlafplätze: 2 bis 3 Ausbau: ab 699 Euro www.skippycampingmodul.de

Wahre Unabhängigkeit klappt unterwegs nur mit einfachen, soliden Lösungen. Das Ausbausystem Skippy ist so eine – und sie überzeugt dazu mit ihrem günstigen Preis

VOM DESIGNER

ssiker, Der VW Bus ist ein Kla erden­ Qu m der sich prima zu n drei ise we be ken eignet: Das er, au sb Au lle unkonventione n he lic üb s de die ihren Stil abseits n. be ha n Geschränks gefunde TONKE Drehbare Küche und geniale Reduktion vom Kleinserienhersteller aus Holland.

Seite 56

MOORMANN Und das kommt heraus, wenn ein bekannter Möbeldesigner am liebsten im Bulli schläft.

Seite 60

FOTOS: G.V. STERNENFELS, S. HABERLAND, WE MAKE THEM WONDER

BULLIS

E

infachheit begeistert immer, wenn sie aus einer Haltung und nicht aus Not entsteht. Erhard Rau (55), Profi­ musiker aus Königswinter (NRW), liebt nicht nur simple Lösungen, sondern reist auch bewusst so. Oft war er früher in der Sahara, und zwar stets in Allradlern, die er selbst ausgebaut hatte. Motto: je mini­ malistischer, desto besser. Inzwischen nutzt Rau Hochdachkom­ bis wie VW Caddy oder Citroën Berlingo, weil die so wunderbar flexibel sind und unterwegs nicht so dick auftragen. „Die meisten können sich ein Wochenende in einem solchen Auto vorstellen“, sagt er, „ich bin sechs Wochen damit unterwegs.“ Wer seinen Genuss so findet, ist gut or­ ganisiert und denkt pragmatisch, sonst klappt das nicht mit dem Leben an Bord. Rau war irgendwann auf die Idee gekom­ men, Euronorm-Behälter als Basis für ei­ nen Ausbau zu verwenden. Das taugte so gut, dass er ein System daraus entwickel­ te, es Skippy nannte (genau: nach dem TV-Klassiker mit dem Buschkänguru) und seit vergangenem Jahr auch passend für den VW Bus produziert. Ein riesiger Vorteil des Konzepts: Die Campingausstattung ist in wenigen Mi­ nuten ein- und ausgebaut, und der Bus bleibt zu 100 Prozent so alltagstauglich und variabel, wie er es von Haus aus ¤

LUXUS IST SO EINFACH Wer Wert nicht an Glamour misst, ist hier exakt richtig: Erhard Rau (links) hat ein ziemlich cleveres Campingsystem entwickelt

52 www.autobild.de/reisemobil

www.autobild.de/reisemobil 53 © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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BULLIS

VOM DESIGNER

NACH WUNSCH Als Basis dienen T5- und T6-Modelle

KLO-BOX Sogar eine Toilette passt in die Kisten

KÜCHE Spüle, Kocher, Dusche – und vier Kanister

WEITE Kein Mobiliar schränkt die Liegefläche ein

WINKEL Der Tisch nutzt die Isofix-Bügel

VARIABEL Alu- und Isolierboxen gibt es passend

PRAKTISCH Im Heck wird eine Klappe zur Bank

CLEVER Vorne halten die Kopfstützen den Tisch

Der Ausbau ist simpel – und dabei sogar pistentauglich

FOTOS: G.V. STERNENFELS (21)

KINDER Für Kleine gibt’s ein Bett vorne quer

BEQUEM Die Matratze besteht aus PUR-Schaum

GESTECKT Eine Platte erweitert den Tisch

AUSGENUTZT Unter die Bank passen zwei Boxen

PASST Platten und Boxen füllen den Raum

KOMPAKT Die Küche steht hinter der Schiebetür

NACH BEDARF Im Alltag steht hier die VW-Bank

VERPACKT Alles findet sicher seinen Platz

ist. Günstig ist Skippy dazu: Das EinsteigerSet Basic (s. Seite 54) gibt es ab 699 Euro, wobei sich Ergänzungen wie ein Küchenmodul, Kühlbox, Toilette und Heckzelt anbieten. Doch für rund 1700 Euro ist dann alles an Bord, was es zum Reisen braucht. In Kürze, so Rau, wird ein System für den Vorgänger-Bus T4 folgen. Neben diesem simplen Basic-Ausbau gibt es die komfortableren Varianten Multi und Multi Pro (ab 1790 Euro). Hier hausen sechs Boxen in einem Korpus, wo sie sich wie Schubladen öffnen lassen und wahlweise durch Iso- oder Alu-Boxen ersetzt werden können – auch sie gibt es heute in Euronorm-Maßen. Der Auszug für eine Kompressor-Kühlbox ist bereits serienmäßig montiert, ein Kinderbett kostet 159 Euro Aufpreis. Auch fein geschrei­nerte Holzboxen gibt es auf Wunsch (plus 100 Euro), doch damit entwickelt sich Skippy schon weg von seiner radikalen Einfachheit, die zudem zu Hause wie auf Reisen wesentlich praktikabler ist: Kunststoff ist viel günstiger, viel leichter, viel besser zu reinigen. Richtig clever eben. Es gebe Kunden, sagt Erhard Rau, die ihrem Nachwuchs zum Packen eine Box ins Zimmer stellen – oder zwei. Groß­zügig­ keit ist machbar: Ein Bus mit normalem Radstand schluckt bis zu 13 davon.

GRÖSSE Der Tisch ist zwar niedrig, dafür groß

Für Einsteiger bietet sich diese Lösung an

Fazit

‡‡ So guerillamäßig einfach lässt sich ein Camper denken: Die Einsteiger-Variante Skippy Basic bietet für aktuell 699 Euro eine Grundplatte, die mit vorhandenen Befestigungspunkten verschraubt wird und in der sechs Kunststoff­boxen sicher sitzen. Mit dabei sind der Tisch auf der Rückseite der mittleren Banklehne samt Verlängerungsplatte sowie eine aufblasbare Matratze. Damit ergibt sich eine ebene Schlaf­ fläche von 1,40 auf 2,00 Meter. Aufrüsten lässt sich das Basic-System nach Wunsch mit Küchenboxen (349 bis 749 Euro), Heckzelt (249 Euro), Kompressor-Kühlbox und Che- VIEL STAURAUM mietoilette – und fertig ist ein superflexibles, höchst funkDie Boxen eignen sich für Einkäufe wie Gepäck tionales Reisemobil.

Zugegeben: Nicht jedem sagt die Ästhetik grauer Kunststoffboxen zu. Doch wer auf fest eingebaute Holzmöbel gerne verzichtet, dafür lieber maximal flexibel reist, für den wird selbst so etwas Schnödes wie das System der Euronorm-Kisten plötzlich verdammt sexy. Ich find’s klasse.  Thomas Wirth

54 www.autobild.de/reisemobil

SCHAUMKEIL Auch maximal einfache Lösungen funktionieren

GROSSES BETT Die riesige Schlaffläche überzeugt mit Komfort

LUFTPUMPE In wenigen Minuten ist die Matratze gefüllt

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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Urteil

11111 www.autobild.de/reisemobil 55


BULLIS

TEST

VOM DESIGNER

Vorstellung Tonke Van

Bei ihm klappt alles

FOTOS: S. HABERLAND (6)

Bulli geht auch anders, wie diese Lösung aus den Niederlanden zeigt: mit zwei Schiebetüren und einer schicken Küche, die sich rasch ins Freie drehen lässt. Zudem überzeugt der Ausbau mit hoher Qualität

EINE SACHE VON SEKUNDEN Statt umzubauen, genügen beim Tonke Van ein paar Handgriffe, wie Maarten van Soest zeigt. Dann ist die Küche im Freien

K

ochen ist ja gerade das große ­Thema. Überall wird im Jahr 2016 vor- und nachgekocht, zumindest gerne lecker gegessen. Und was früher im Reisemobil nur am Rande eine Rolle spielte, rückt jetzt ins Zentrum des In­ teresses: die Küche. Und das sogar beim kompakten VW Bus, der ja vieles richtig gut kann. Nur üppige Raumreserven bietet er keine. Macht aber nichts, sagte sich Maarten van Soest aus den Niederlanden. Seit 2005 baut er in Terheijden in seiner Tonke-Manufaktur Reisemobile mit Luxus-Bauwagen-Charme (AUTO BILD Reisemobil 1/2016), sehr aufwendig und sehr erfolgreich. Dann kam ihm eine Idee für den VW Bus: Wenn so viele Menschen gerne im Freien kochen und essen, wäre eine Küche gut, die sich ohne Aufwand von draußen bedienen ließe.

Sein Gedanke war simpel: Es braucht nur einen Bus mit zweiter Schiebetür – und ein starkes Scharnier für den Küchenblock, damit dieser nach außen schwenken kann. Gut, damit das alles auch funktioniert (und das auf Dauer), steckt doch noch eine Menge Tüftelei in der Sache. Aber der Testwagen beweist: Es klappt alles bestens. Und die Idee ist tatsächlich famos. Das Schwenken der Küche mit ihrem Zweiflammenkocher und der Spüle gelingt narrensicher, problemlos und schnell, und das solide Scharnier ist so üppig dimensioniert, dass es den Block sicher und ohne Spiel trägt. Anschließend ist alles sofort bereit zum Kochen, weder Kabel noch Schläuche müssen umgesteckt werden. Die Leitungen sind so geführt, dass sie der Bewegung folgen können. Ziemlich tief durchdacht hat Maarten van Soest seinen Tonke Van, wie er das

Modell nennt. Letztes Jahr startete die Produktion, und der Erfolg gibt ihm recht: Rund ein Dutzend ausgelieferte Fahrzeuge sind für einen Kleinstbetrieb, der rein handwerklich fertigt, eine bemerkenswerte Zahl. Schließlich läuft auch die Produktion der großen Tonke-Mobile weiter. Was am Van fasziniert, ist nicht nur die clevere Küche. Es ist ebenso die Wahl der Materialien, zum Beispiel Birke-MultiplexPlatten für den Möbelbau, dazu viel Edelstahl. Oder die Formensprache, die mit ihren großen Radien und mancher Finesse überzeugt. Auch die Verarbeitung stimmt bis ins Detail. Klar, dass das kein Zufall, sondern Konzept ist: Maarten van Soest ist bekennender Fan der legendären Westfalia Campingbox aus dem Jahr 1951, die simpel, praktisch und flexibel war, hochwertig zudem. „Ich wollte diese Qualität zurück“, sagt Maarten van Soest, ¤

Der Tonke Van liegt mit seiner OutdoorKüche voll im Trend. FREILUFT-KÜCHE Wer draußen kochen will, schätzt diese Lösung

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BULLIS

VOM DESIGNER

SERVICE Im Heck sitzt der Frischwasserkanister

STROM Ein 230-Volt-Anschluss kostet 585 Euro

LICHT Zwei Zusatzleuchten sind Serie

SCHRANK Der Zugang gelingt problemlos vom Bett

SCHUBLADE Wahlweise ist Platz für ein Surfbrett

FÜR DREI Die breite, schwere Sitzbank bietet drei Gurte. Richtig clever ist der Klapptisch

SMARTE KÜCHE Die Kompressorkühlbox ist Serie wie die Küche. Soll sie schwenken, kostet das extra

„diese Besinnung auf das Wesentliche. Ohne irgendeinen Schnickschnack.“ Das leistet sein Van. Als Basis nimmt er einen leeren Fensterbus, das Dach setzen die Spezialisten von SCA auf. Es besteht aus Kunststoff und ist zudem etwas höher als das extrem flache Aludach des California – geschlossen, aber auch in geöffnetem Zustand. Oben schläft es sich auf einer hochwertigen Matratze, die immerhin 195 x 120 Zentimeter misst. Die Bank liefert der deutsche Hersteller Reimo zu. Sie lässt sich ausbauen, wiegt allerdings 70 Kilogramm. Doch sie bietet besten Schlafkomfort, weil die Reimo-Lösung nicht nur 125 Zentimeter breit ist, sondern ihre Matratze auf der Rückseite trägt. Als Liegefläche müssen so nicht die konturierten Sitze dienen, und auch eine extra Auflage braucht es nicht. Zudem können, ein weiterer Vorteil, drei Personen im Fond mitreisen. Wer vorn statt Einzelsitzen zudem die (inzwischen auf Wunsch sogar drehbare) Sitzbank ordert, darf sogar zu sechst unterwegs sein. Tonke liefert den Van nur als Neufahrzeug, die Preise starten bei charmanten 39 995 Euro. Dafür gibt es den Basis-TDI mit 84 PS, Möbel samt Sitzbank und Küche, Gasflasche, Wassersystem, Kühlbox und einen Batteriewächter. Das Hubdach kostet 5570 Euro extra, die zweite Schiebetür samt Klappmechanismus der Küche addiert weitere 1606 Euro zu dieser Summe. Auf Wunsch baut Tonke den Van auch auf dem langen Radstand. Die Lösung gefällt so vielen, dass die Nachfrage den kleinen Betrieb nahe der belgischen Grenze derzeit überrollt. Beliebig hochschrauben kann Maarten van Soest die Produktion allerdings nicht, und so müssen Käufer mittlerweile bereits zwölf Monate auf ihren neuen Van warten. Auch Qualität und Erfolg kommen eben nicht ohne Schattenseite aus.

Fazit Die Lösung gefällt mir gut: Mit dieser Ausklappküche ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Bei gutem Wetter macht Outdoor-Kochen Spaß, zudem ließe sich sogar ein eigenes Vorzelt dar­ überbauen. Absolut überzeugt haben mich Qualität und Design des Tonke-Ausbaus. Thomas Wirth 

FOTOS: S. HABERLAND (10), G. VON STERNENFELS

Tonke Van

Länge: 4,90 m Sitzplätze: 5 Schlafplätze: 4 ab 39 995 Euro EINFACH Der Tonke Van konzentriert sich auf das Wesentliche, ohne dabei an Qualität zu sparen 58 www.autobild.de/reisemobil

www.tonke.eu

VIEL PLATZ Das schnell gebaute Bett ist mit 200 x 125 Zentimetern groß – und vollkommen eben 1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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Urteil

11115 www.autobild.de/reisemobil 59


BULLIS

TEST

VOM DESIGNER

Vorstellung VW T6 von Moormann und Custom-Bus

Was heißt hier Holzklasse?

Dieser VW T6 treibt die Schönheit des Schlichten auf die Spitze. Erfunden

E

platte der kleinen Küche besteht samt Spüle aus einem Stück Edelstahl mit einer Beschichtung, die aussieht wie sandgestrahlt. Und für die schwarzen S ­ chränke hat er ein seidenmattes Nanotech-Laminat ausgewählt, das sich wie sehr fein ­geschliffener Gips anfühlt. „Hat beim Anfassen kein bisschen Plastiktouch“, sagt Moormann (62), „und ist sehr pflegeleicht.“ Denn auch das war ihm wichtig: Die Holzklasse nutzt er als Arbeits- und Reiseauto, mit dem er in den ersten zehn Wochen über 12 000 Kilometer unterwegs MOORMANNS MEISTERSTÜCK Der Designer mag Hotels so wenig wie Materialien, die so tun als ob. Der schwarze T6 namens Holzklasse ist die logische Folge: schlaue Reduktion, aber keine Kompromisse bei Funktion und Qualität. Von links: Küche mit Edelstahl-Arbeitsplatte aus einem Stück, Jachtboden und Deckenverkleidung aus geöltem Eichenholz, Merinowolle als Polsterstoff, Außendusche (optional), Fußbank mit magnetischem Kehrbesen. Die Bettwäsche liefert eine kleine Firma aus Schwaben, nur das Klapprad gehört nicht zur Serienausstattung

war. „Ich mag kleine Räume“, sagt er d ­ azu. Und merkt an, dass er auch große Mobile der Linerklasse besichtigt hat. Er hätte sie bezahlen können, aber mochte sie nicht: „Zu viel Fake überall. Und Glasschränke mit Sektkelchen drin. Unmöglich für einen Designer.“ Die Holzklasse ist nicht Moormanns erstes Reisemobil, aber zum ersten Mal denkt er über eine Serienfertigung nach. Sein erstes Auto war ein Toyota Land Cruiser, den er Anfang der Achtziger für Fernreisen ausgebaut hat und immer noch besitzt. Einer Fahrradperiode folgte die Zeit der Motorradreisen, bevor der gebürtige Schwabe mit Wohnsitz am Chiemsee wieder auf bewohnbare Autos kam. Auf einen Chevrolet-Van („damit bin ich 400 000 Kilo­ meter gefahren“) folgten mehrere Renault Espace in Langversion, schließlich ein VW

Bus. Kein California, denn auch der ist dem Gestalter nicht konsequent genug. Er findet ihn durchaus vernünftig, aber atmosphärisch zu kühl. Seinen eigenen Wohnbus entwickelte Moormann nachts, wenn er nicht schlafen konnte. „Das ist so ein 3-D-Denken“, sagt er und meint nicht die Neuerfindung des typischen VW-Bus-Grundrisses, sondern die Optimierung des kleinen Wohnraums. Speziell die Küche beschäftigte ihn dabei, wo es ihm, der unterwegs gern mit frischen Zutaten kocht, auf möglichst große Abstell- und Arbeitsfläche ankam. Und auf Details wie den Wasserhahn, der im Verhältnis am meisten Arbeit machte: Weil der Zentimeter zählt, darf er nicht zu groß sein. Aber auch nicht aus Kunststoff mit falschem Chromglanz, weil Moormann keine Materialien akzeptiert, die den

­ etrachter täuschen. „Bei den CampingB zulieferern gab’s so was nicht“, sagt der Designer, „also war die nächste Stufe das Schiffszubehör. Und dann fand ich die Haushaltsarmatur, die eine kleine italienische Firma für Gäste-WCs herstellt.“ Und kleine Firmen mag Moormann besonders. Custom-Bus in Langenhagen gehört dazu, seit ihm das Unternehmen seinen ersten Bulli ausgebaut hat. Jetzt würden sie die Holzklasse auch anderen Kunden verkaufen, Preis auf Anfrage. Der günstigste Custom-Bus kostet rund 35 000 Euro, das Moormann-Modell ist deutlich teurer. Speziell die Nanotech-Oberflächen und die Arbeitsplatte treiben laut Moormann den Preis, auch das Licht sei aufwendiger als üblich, weil die gewünschte Wärme und Brillanz nur mit umgebauten Lösungen aus dem Haushaltsbereich

machbar sei. Doch viele andere Teile des Ausbaus lägen im üblichen Rahmen. Das macht Hoffnung. Darauf, dass so viel schöne Schlichtheit am Ende auch noch bezahlbar sein könnte.

Fazit Was für ein cooler Camper, einfach und funktional, aber edel im Detail: Moormann liefert den Gegenentwurf zum Wohn­ zimmerstil vieler Mobile. Das gefällt sicher nicht jedem, schließt aber eine Lücke auf dem Markt. Und beweist, dass Designer­ mobiliar gar nicht kühl wirken Christian Steiger muss.

Urteil

11111

FOTOS: WE MAKE THEM WONDER (8), J.R.ROTTER

ines seiner Betten heißt „Tagedieb“, die Truhe, die gut dazu passt, nennt er „Trude“. So viel zu Nils Holger Moormann, den spitzfindigen Namen seiner Möbel und dem VW T6 Campingbus. Der heißt „Holzklasse“, so wie die alten Eisenbahnabteile ohne Polstersitze. Was für eine Untertreibung! Denn natürlich sucht der Designer Nils Holger Moormann die maximale Einfachheit. Aber die hat so gar nichts mit Entsagung zu tun. Sein schwarzer Wohnbulli sieht nur auf den ersten Blick schlicht aus. Außenanschlüsse mag Moormann nicht, Alu­räder findet er an sachlichen Autos untragbar eitel. Aber dann: Schiffsboden und Decke aus geöltem Eichenholz, natürlich massiv, keine Kunststofffolie, die nur so tut, als ob. Einfache graue Stoffbezüge auf der Klappbank, aber aus Merinowolle. Die Arbeits-

hat ihn Nils Holger Moormann, einer der besten deutschen Möbeldesigner

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1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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TEST

Dauertest Knaus Van i

Jetzt kommt er richtig auf Tour

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Unter den Reisenden der Redaktion ist der Dauertest-Knaus schwer gefragt. In zehn Wochen hat er 10 000 Kilometer abgerissen

B

einahe wäre die Dienstfahrt vorbei gewesen. Zählerstand 26 320, ­Autobahn 27 vor Bremen: Kollege Malte Büttner setzt Anfang Mai den Blinker, um zu überholen, der Fahrer des VW Caddy sieht das anders, zieht mit 140 km/h rechts rüber – und schon knallt’s. Zu s­ ehen ist wenig: zerbeulter Kotflügel am Caddy, schwarzer Plastikabrieb an der Flanke des Dauertest-Knaus. Glück gehabt – denn die nächsten Dienstfahrer warten sehnlichst auf den Van i. Nur zehn Wochen hat er seit Mitte März für die letzten 10 000 Kilometer gebraucht, 30 000 Kilometer sind abgespult. Nach wie vor lässt er sich das Öl schmecken, 0,2 Liter sind es auf 1000 Kilometer. Und jedes

Mal muss zum Nachfüllen die Motorhaube runter – fummelig und kräftezehrend, bei aller Routine. Überhaupt, die Klappen und Türen: Redakteur Claudius Maintz hält bei Tachostand 27 766 den morschen Öffnungshaken für die Serviceklappe der Wassertanks in der Hand. Und Andreas Borchmann klagt 3000 Kilometer später über die haltlose Tür des Gasflaschenfachs: „Kein Wunder, wird nur von Madenschrauben gehalten.“ Lob gibt’s auch. Sogar einstimmiges: für die Handlichkeit des Sieben-MeterMobils, die geringen Aufbaugeräusche und die „extrem komfortablen Betten“ (O-Ton Fahrtenbuch). Passt. Denn wir hätten da noch ein paar Dienstfahrten.

„Ich hätte gern weniger Garage und mehr Schlafzimmer.“ ‡ Sehr gewöhnungsbedürftig ist die Fronthauben-Entriegelung. Für mich nur eine Frage der Zeit, bis jemand beim Aus- oder Einhaken abrutscht und die Frontscheibe zerschmettert. Die Raumaufteilung finde ich so lala: Ich könnte auf etwas Garage zugunsten eines richtigen Schlaf­ zimmers verzichten. Extrem komfortabel sind die Betten: Ich habe im Knaus besser geschlafen als in ­vielen Hotels. Claudius Maintz, Redakteur

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UNTER BULLIS Klassikersuche in den Niederlanden WEISSE FLOTTE Dienstfahrt nach Friesland

FOTOS: T. RUDDIES (4), PRIVAT (2), S. HABERLAND

DAUMEN HOCH für die vorderen Sitze – der Komfort auf der Rückbank ist nicht so toll

KLAPPE HALTEN Allein ist das echt mühsam

Knaus Van i 650 MEG

Länge: 7,00 m Sitzplätze: 4 Schlafplätze: 4 ab 65 990 Euro

BRÜSSELER SPITZE Unglaublich, aber das Atomium ist wirklich 57 Jahre älter als unser rollendes Redaktionsbüro: Baujahr 1958

www.knaustabbert.de

FAMILIENFREUND Viel Platz für drei, und in die Heckgarage würden auch fünf Buggys passen 62 www.autobild.de/reisemobil

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Malibu T410

Länge: 6,66 m Sitzplätze: 4 Schlafplätze: 2 ab 59 950 Euro www.malibu-carthago.com

OSTSEE-IDYLL Hier macht der Malibu einen Stopp auf Fünen (Dänemark)

KOMPAKT Trotz schmaler Bauform gibt es viel Platz

Dauertest Malibu T410

Der neue Langläufer Nach erfolgreichem Einzeltest (Heft 3/2016) steigt der Malibu jetzt in den Dauerlauf ein

D

ie kürzeste Testfahrt der Welt ist schon nach zwei Sekunden vorbei: Ich starte den Motor. Erst läuft er, dann geht er aus. Und im Display erscheint: „Bitte Motor überprüfen lassen!“ Bei einem nagelneuen Wohnmobil? Wir bringen den Wagen in eine Fiat-Werkstatt, ein Sensor für den Partikelfilter wird getauscht. Ist der Fehler damit behoben? Nein! Schon nach 14 Tagen das gleiche Problem. Wieder wird der Sensor am Partikelfilter getauscht. Dieses Mal in einer anderen Fiat-Werkstatt. Und dieses Mal mit Erfolg! Die erste Dienstreise, sie führt den Malibu nach Wien und ins schöne

Burgenland, kann starten. Das kompakte Mobil erweist sich dabei auf langen wie auf kurzen Strecken als idealer Wegbegleiter, mit dem man auch vor Städtetouren keine Angst haben muss. Kleine Einschränkung: Beim Rückwärtsfahren sollte man sich einweisen lassen – sonst endet man am Baum und beschädigt den Kunststoffspoiler oben am Dach! Das ist dem Kollegen (wir wollen nicht verraten, wer es war) bis heute peinlich. Dafür hat er ein paar Notizen im Fahrtenbuch hinterlassen, die man sich bei Malibu anschauen sollte: Das Absperrventil für den Wassertank befindet sich

Stärken & Schwächen sicheres Fahrverhalten hoher Reisekomfort so gut wie keine nervigen Geräusche aus dem Aufbau ordentliche Verarbeitung (Ausnahmen s. u.) gutes Raumgefühl für so ein kompaktes Mobil doppelter Boden mit Stauraum keine Stolperfalle im Wohnbereich freundliche Einrichtung, gehobene Ausstattung zu Beginn gleich zwei Besuche in der Fiat-Werkstatt komplizierte Lösung zum Ablassen des Brauchwassers Undichtigkeit am vorderen Dachfenster fummelige Jalousien im Fahrerhaus Griff an der Wohnraumtür löste sich anfangs Probleme beim Einfahren der Trittstufe Dichtung an der Garagentür löst sich die zu dünnen Unterlegkeile verbiegen sich

SCHATTENSUCHER Schon nach wenigen Übernachtungsstopps wächst bei den Testern der Wunsch nach einer Markise

unter der zweigeteilten Bodenabdeckung – unter Betttreppe und Kofferraum-Trenntür! Der Hahn muss mit einem beiliegenden Verlängerungshebel in einem engen Rohr gedreht werden. Sehr speziell, diese Lösung. Und ohne Taschenlampe hat man keine Chance! Nach einem Starkregenschauer auf der Autobahn tropft es über dem Lenkrad. Das Wasser kommt vermutlich durch die vordere Dachluke rein – sollte man auf die nicht besser verzichten? Und: Die Jalousien im Führerhaus springen öfter aus der Halterung und müssen wieder eingefädelt werden. Das geht doch sicher besser.

„Ein (fast) perfektes Wohnmobil.“ ‡ Eigentlich ein perfektes Wohnmobil, das mich von Anfang an begeistert hat: großer Kofferraum, großer Kleiderschrank, viele Fächer und Schubladen, großer Spiegel im Bad und genug Kleiderhaken, um Handtücher und Jacken aufzuhängen. Eigentlich! Wenn da nicht die Kleinig­ keiten gewesen wären, die dann doch nicht so ganz überzeugen konnten. Zum Beispiel das Absperrventil des Wassertanks. Ich bin gespannt, was andere Kollegen dazu sagen.  Martin Klug, Redakteur

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malibu Reisemobil T 410 - L 665 x B 227 x H 289 cm Malibu T410

Länge 6650 mm, Breite 2270 mm

Abmessungen in Millimetern

Breite: 2270 mm

so um die Pylonen

Motorisierung MultiJet 150 Leistung 109 kW (148 PS) bei 3600/min Hubraum 2287 cm3 Drehmoment 350 Nm bei 1500/min Höchstgeschwindigkeit 146 km/h Getriebe/Antrieb Sechsgang manuell/Vorderradantrieb Tankinhalt/Kraftstoffsorte 90 l/Diesel Länge/Breite/Höhe 6657/2270/2890 mm Radstand/Bereifung 3800 mm/215/70 R 15/Michelin Agilis Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) 2710/790 kg Anhängelast (gebremst/ungebremst) 2000/750 kg Material Wand/Dach/Boden Alu/GFK/GFK Stärke Wand/Dach/Boden 33 mm/33 mm/41 mm Isolierung Wand/Dach/Boden RTM/RTM/RTM Liegefläche Heck L x B 2060 x 1390 mm Kühlschrankvolumen 134 l Herd 3 Flammen Aufbaubatterie 80 Ah Frisch-/Abwassertank 110/100 l Gasvorrat/Heizung 2 x 11 kg/Truma Combi 6 Preis/Testwagenpreis ab 59 950 Euro/69 605 Euro

Länge: 6650 mm

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FOTOS: S. KRIEGER (2), F. STANGE, M. KLUG, PRIVAT

AGIL Der Malibu wieselt nur

Technische Daten


TEST

W in n e b a g o B r a v e

Ein ganz großes

COMEBACK Die Amis beleben ihr Kultmobil der 60er wieder. AUTO BILD REISEMOBIL-Mitarbeiter Lukas Hambrecht zog schon mal zur Probe in den riesigen Retro-Cruiser ein

Winnebago Brave 31C

Länge: 10,08 m Sitzplätze: 6 Schlafplätze: 4 ab 97 896 Dollar*

FOTO: C. HERB

www.winnebagoind.com *rund 87 000 Euro

DIE WULSTIGE STIRN kennzeichnet frühe Winnebago – die Amis sprechen von „Brow“, also Braue 66 www.autobild.de/reisemobil

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GRAND TOUR Winnebagos Wohlfühl-Klasse

‡ John K. Hanson gründet Winnebago 1958 in Forest City im Winnebago County (US-Bundesstaat Iowa). Nach einem holprigen Start mit finanziellen Turbulenzen macht sich Winnebago Industries bald einen Namen mit Camping­ zubehör. Das erste Reisemobil, die Amis sagen „Motor Home“, rollt 1966 aus der Fertigungshalle. Mit einem Basispreis von nur 4000 Dollar sind die Winnebago nur halb so teuer wie die Konkurrenz – das Geschäft läuft. Nach und nach baut Winnebago sein Modellprogramm aus. In den 70er- und 80er-Jahren ist der Hersteller mit

den Modellen Brave, Indian, Chieftain und Warrior erfolgreich. Einstiegsmodell wird der Winnebago Minnie Winnie auf Basis des Dodge-B-Series-Vans. In Old Germany ist der Name Winnebago bis heute so etwas wie ein Synonym für fette US-Mobile. Das stimmt nur halb, denn das Sortiment reicht von Wohnanhängern aller Größen über den Winnebago Travato auf Dodge Ram ProMaster (bei uns besser bekannt als Fiat Ducato) bis hin zu fetten 42-Fuß-Class-A-Mobile-Homes (hey: 12,8 Meter!).

LANDHAUSKÜCHE in „Cream Soda“ mit Backofen, Mikrowelle und Kühlschrank samt Eiswürfelautomat

FOTOS: C. HERB (2), HERSTELLER (2)

Hippie-Lieder als offizielle Farbbezeichnungen in einem Verkaufsprospekt voller psychedelischer Floralmuster? Haben die bei Winnebago in Idaho was geraucht? Ob man das erste Retro-Reisemobil chic oder albern findet – getraut hat sich so was vorher keiner. Wie VW Beetle und Ford Mustang zitiert der Brave ein Kultauto der 60er. Mit den hochgezogenen Augenbrauen über der geteilten Frontscheibe und dem dicken „Flying W“ an den Flanken war der alte Brave ab ¤

TRAVATO US-Interpretation des Ducato-Themas

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DER ALTE BRAVE MIT SEINEN AUGENBRAUEN IST FÜR DIE AMIS KULT

Historie

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elten so gegrinst beim Durchblättern eines Reisemobil-Prospekts. „We brought back the style. You supply the lava lamp“, steht da. Ernsthaft! Frei übersetzt: „Wir haben dir den Stil der 60er zurückgebracht, die Lavalampe in­ stallierst du.“ Während sich der Sales Manager des Winnebago-Dealers im kalifornischen Montclair noch schnell ein Eis am Stiel holt, es ist verdammt heiß heute, amüsiert sich das Team von AUTO BILD REISEMOBIL über die lustigen Namen der Farbtöne, mit denen sich das Weiß des Brave 31C kombinieren lässt: Mellow Yellow, Crimson ’n’ Clover, Woodstock. Die meinen das echt ernst.

X I S R EI F E

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1966 ein Kultmobil der Baby-Boomer-Generation. Der Retro-Brave zielt jetzt auf die Vorruheständler der Upper Middle Class. Nein, nicht des gehobenen Mittelstands: Denn bei uns ist der kantige Typ nicht zu bekommen. Auch nicht beim sonst so gut sortierten Grauimporteur. Das ist schade, er würde sich als Erstwohnsitz prima eignen. Sooo viel Platz, es ließe sich da drinnen sogar bowlen. Unser Brave kommt mit einem riesigen Queensize-Bett im Heck, dazu gibt es ein absenkbares Studioloft-Bett über dem Cockpit, das für einen Erwachsenen oder zwei Kin- SLIDE-OUT auf der Beifahrerseite für mehr Platz im Wohn- und Essbereich (li.), Queensize-Bett im Heck (Mitte li.), der taugt. Die zweifarbigen Kunstlederbezüge in Creme und Eisblau zieren die Sitzcouches der Essnische sowie das längs eingebaute Sofa an der linken Innenwand, das sich zu einem Bett, einem Tisch oder auch komplett einfalten lässt: herrliche US-Diner-Ästhetik, fehlen nur noch Blondinen auf Rollschuhen, die Shakes und Baconburger servieren.

Toilette und Dusche, räumlich durch den Mittelgang getrennt (Mitte re.), drehbare Captain-Chairs und extrabreite Mittelkonsole im Cockpit (re.)

DIE FÜNFSTUFENAUTOMATIK SCHALTET WEICH WIE ERDNUSSBUTTER Plötzlich taucht Coleton, der Verkäufer, doch wieder auf und weckt den mächtigen 6,8-Liter-V10 im Souterrain des Schlafzimmers. Der Brave ist kein Auto, das einfach so losfährt: Dieser Typ setzt sich in Bewegung. „Keine Angst, der lässt sich fahren wie ein großer Van“, meint Coleton und nuckelt an seinem Wassereis. Die Klimaanlage regelt die Raumtemperatur angenehm herunter, tatsächlich lässt sich das Zehn-Meter-Trumm fingerleicht lenken, die TorqShift-Automatik schaltet weich wie Erdnussbutter. Und vor allem: In seiner Heimat wirkt der Achttonner kein bisschen unhandlich oder übergroß. „The Home of the Brave“ ist nun mal Amerika und nicht die Alte Welt.

Fazit

Urteil

11114

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FOTOS: C. HERB (7), H. NEU

In seiner Heimat ist der Brave kein Erfolgsmobil: Junge Käufer lieben ihn, können ihn aber nicht bezahlen. Und Senioren fürchten, man könnte sie für Gebrauchtmobil­­käufer halten. Mir wäre das egal: Dieser Typ ist cool und erfrischend anders. So was können leider nur die Amis! Lukas Hambrecht SCHATTENPARKER Der neue Ford Mustang Shelby GT350 passt problemlos unter die Brave-Markise www.autobild.de/reisemobil 71

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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REPORTAGE

Der eine baut sich eine Festung auf Rädern – so groß, dass er irgend­ wann selbst erschrickt und das Monstermobil verkleinert. Anderen reicht ein alter Kranken­ transporter zum Glück­ lichsein. Oder einfach

Torsten Tillert und sein Renault Trafic II

„Wenn ich nicht surfen kann, werde ich unruhig“

Die Klappbank stammt aus dem VW T5, auf ihr lässt es sich bequem zu zweit schlafen

Menschen und ihre Mobile (10)

ein Alkovenmobil, wie es auf vielen Händler­ höfen steht. Aber jedes dieser Freizeitautos erzählt eine eigene Geschichte vom Glück unterwegs. Bei Ihnen auch? Dann schreiben Sie uns: reisemobil@ autobild.de. Bis bald auf diesen Seiten!

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E Die Flügeltüren erleichtern das Stauen, lobt der Besitzer

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Clevere Details: 1) selbst gebaute Halterung für die Rücklehne der T5-Bank, 2) angepasster Schrank aus dem T3 und 3) Montage des Surfbrettregals an Befestigungspunkten der Dreipunktgurte für maximale Stabilität

in Bus mit Frontantrieb, langem Radstand, getönten Panoramascheiben und einer maximalen ­Höhe von 1,90 Metern sollte es sein. Da bleibt nur die Wahl zwischen Opel Vivaro, Nissan Primastar und Renault Trafic. Doch warum diese Kriterien? „In Südfrankreich stehen an den Surfspots Schranken, die laut Schild 1,70 Meter, in Wirklichkeit aber 1,90 Meter hoch sind. Das soll die dicken Wohnmobile vom Strand fernhalten“, erklärt Torsten Tillert, dessen Renault Trafic gerade so unter der Höhenbeschränkung durchschlüpft. Tillert ist passionierter Surfer und verreist nie ohne Segel. Beim kleinsten Windhauch wird er unruhig, ohne Brett unausstehlich. Ganzjährig surft der diplomierte Physiker auf dem Mittelmeer oder braust am Wochenende über den Gardasee. „Mein Studium erleichtert mir zwar, Verständnis für meine Frau zu haben, den Wind kann

Flott unterwegs: Der Trafic II verbraucht etwa acht Liter bei konstanten 160 km/h

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ich damit aber auch nicht besser berechnen“, sagt Tillert schmunzelnd. Neben dem Verständnis für das schöne Geschlecht war es ihm auch bei den Umbauten in seinem Surferbus von großem Nutzen. Ursprünglich war sein Renault Trafic ein Krankentransporter mit Fahrtrage und Rollstuhlbefestigung, was einen entscheidenden Vorteil hat: Während der Boden in der Personenwagenversion wellenförmig ist und im Nutzfahrzeug nur nacktes Blech glänzt, ist er im Krankentransporter eben und verkleidet. Beste Voraussetzungen für ein bewohnbares Auto. Doch die Ambulanz hat auch einen Nachteil: Sie darf nicht auf Privatpersonen zugelassen werden. Innerhalb von vier Wochen reißt Tillert die medizinischen Vorrichtungen raus, bastelt einen Dachhimmel aus Regalrückwänden, sägt den Schrank aus seinem ehemaligen VW T3 zurecht und installiert einen Kocher im Heck. Besonders stolz ist er auf die selbst konstruierte Surfbretthalterung, die wie ein auf den

(5), PRIVAT

glücklich

Auf der Hecktür steht immer noch Ambulance. Doch Torsten Tillert kuriert hier nur sein Fernweh

Am liebsten surft Tillert in Südfrankreich Kopf gestelltes großes L am Schrank und an der Seitenwand verschraubt ist. Zwei Surfbretter kann Tillert so bequem transportieren. Dank der L-Form findet die große Sitzbank aus dem VW T5 darunter auch noch Platz. Vier Anläufe beim TÜV brauchte es, bis der Krankentransporter endlich zum Wohnmobil wurde. Die Frage nach einer sanitären Mindestausstattung erübrigt sich. „Ich bin den ganzen Tag im Wasser!“ Tillert lacht. „Wer braucht da ’ne Dusche?“ Das schöne Geschlecht vielleicht. Hang loose!  Margret Meincken

Das Mobil Renault Trafic II Baujahr 2006 Kaufpreis: 5600 Euro (2010) www.autobild.de/reisemobil 73

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FOTOS: S. BALDVINSSON

Die machen uns


Über der kunstledernen Sitzgruppe schwebt das Hubbett inklusive Flachbild-TV

FOTOS: S. BALDVINSSON (4), PRIVAT

Ist das Bett unten, hat der Kopf oben Platz

Petra und Roland mit ihrem Chausson 610 Welcome

„Unkraut jäten kann ich auch mit 70“

G

roßzügiges Bad, Sitzgruppe mit beigefarbenem Kunstlederbezug, Doppelbett und Flachbild-TV. Nein, das ist nicht die Ausstattungsliste eines Viersternehotels. Das ist das Innenleben eines Chausson 610. So mancher Münchner träumt von wenigstens 15 Quadratmetern eigenem Wohnraum. Petra und Roland haben ihn einfach gekauft. Für 45 000 ­Euro. Ihr Apartment auf vier Rädern, allerdings ohne feste Meldeadresse. Auf den Geschmack gekommen sind die beiden in Neuseeland und Kanada, wo sie jeweils drei Wochen mit einem Mietmobil über die Highways brummten.

„Es macht süchtig, frei zu sein wie ein V ­ ogel“, verrät Roland. Und das ist wörtlich gemeint, denn seine Lebensgefährtin Petra und er sind passionierte Gleitschirmflieger. Als junger Mann war Roland acht Jahre lang Funker bei der Luftwaffe. Er kam rum, genoss die Vogelperspektive. 2003 dann der erste Tandemflug mit dem Gleitschirm. „Da war er wieder, der Traum vom Fliegen“, schwärmt er. „Mit 47 hab ich endlich den Schein gemacht.“ Vor sechs Jahren hat auch Petra ihre Lizenz zum Gleiten erworben. Seitdem springen, Pardon: schweben die beiden

Roland freut sich über ausreichend Stauraum im Bad

Mit ihrem Chausson 610 fahren die beiden gern zum Gleitschirmfliegen

von sämtlichen Alpengipfeln, deren ­Basisstationen motorisiert zu erreichen sind. Mit 51 legte Petra noch einen drauf und machte ihren Motorradführerschein. Anschließend erkundete sie die USA auf dem Rücken einer geliehenen HarleyDavidson. Und die hat mächtig Eindruck hinterlassen. „Ich wollte unbedingt so eine kaufen. Aber ich musste mich entscheiden zwischen einem Wohnmobil und einer Fat Boy.“ Petra lacht. Es ist das Wohn­mobil geworden. Und das genießen die beiden. 2017 planen sie eine Rundreise auf Island. Und irgendwann werden sie auch noch heiraten. Irgendwo, wo es schön ist.  Margret Meincken

Das Mobil Das Apartment auf Rädern verfügt sogar über einen integrierten Grill

Chausson 610 Welcome auf Ford Transit Baujahr: 2015 Kaufpreis: 45 000 Euro

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Für die Dusche spitzte Herz 30 cm Boden raus. Im Mittelteil behandelt er verletzte Filmcrew-Mitglieder

Beeindruckende Maße: 12 Meter lang und 3,60 Meter hoch – wenn man die vier Klimaanlagen mitrechnet Erik Herz lenkt seinen 12 Meter langen Wohnbus durch ganz Europa

Erik Herz und sein Mercedes O 404

E

s ist eine Begegnung der dritten Art. Auf einem Schotterparkplatz hinter Schloss Elmau, wo einst die G7 tagten, verdunkelt sich der Himmel. Ein 18 Tonnen schweres, silberschwarzes Ungetüm schiebt sich vor die Sonne. Das Ungetüm ist ein Mercedes O 404, der ehemalige Konferenzbus der Rennsportschmiede AMG, in dem Hans Werner Aufrecht mit seinen Ingenieuren einst Testläufe und Rennen der DTM analysierte. Heute wohnt darin Erik Herz. Der 47-Jährige springt aus der hinteren Tür wie Neil Armstrong aus der Kapsel. Herz

arbeitet gerade am Filmset für „Jugend ohne Gott“. Der ausgebildete Rettungsassistent ist zufällig in die Filmbranche gerutscht. 1997 vermietete er zwei amerikanische Rettungswagen an ein Filmstudio. Als er am Set auftauchte, hielt man ihn für den „Set Medic“, die medizinische Betreuung für die Crew. „Coole Idee“, dachte Herz, nahm drei Wochen Urlaub und betreute Leslie Nielsen bei den Dreharbeiten zu „Durchgeknallt im All“. Danach blieb er im Geschäft. In über 20 Jahren arbeitete er mit Orlando Bloom, Milla Jovovich und Christoph Waltz.

Der zwölf Meter lange Bus ist aber nicht nur Wohnung, sondern auch Praxis auf Rädern. Auf dem massiven Granitfuß­ boden stehen schwarze Lederbänke, dazwischen ein großer Tisch mit Wurzelholzfurnier. Davor eine Behandlungsliege und ein Regal, vollgestopft mit Kanülen, Pflastern und Desinfektionsmitteln. Herz führt hier keine Versuche an Erdlingen durch, sondern versorgt verletzte Crewmit­ glieder. 280 Tage im Jahr ist er auf Achse, arbeitet, lebt und behandelt in seinem Bus. Da müssen 28 Quadratmeter Wohnfläche so komfortabel wie möglich sein. Der Besprechungsraum im Heck dient heute als großzügiges Schlafzimmer. Die kleine Toilette, von außen mit einer Funkfernbedienung verriegelt, war zu AMGZeiten dem Vorstand vorbehalten. Den

280 Tage im Jahr arbeitet, isst und schläft Herz in seinem Bus – da darf es ruhig etwas komfortabler sein

FOTOS: S. BALDVINSSON (7)

„Auf diesen Bus habe ich lange spekuliert“

Steinboden im ehemaligen Einzelbüro mit Faxgerät und Festnetztelefon be­ arbeitete Herz mit der Hilti. So kann er jetzt aufrecht stehen, wenn er in der violett beleuchteten Teleportationskabine duscht. Doch Erik beamt sich nicht von Ort zu Ort – er fährt. Im Schnitt 23 Liter

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schluckt das Schiff auf 100 Kilometer. „Mit 680 Liter Tankvolumen bekommst du an der Tanke immer einen Gratiskaffee.“ Herz grinst. Er plant gerade seinen Urlaub. Das Ziel kennt er noch nicht. Mal sehen, wo er landet. Vielleicht begegnet er Ihnen ja auch. Margret Meincken

Das Mobil Mercedes O 404 Baujahr: 1991 10,5-l-V6 mit 340 PS Kaufpreis: „geheim“ www.autobild.de/reisemobil 77

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FOTOS: S. BALDVINSSON (4), K. BÖCK

Klaus Böck hat eine Schwäche für alte Land Cruiser. Während er schraubt, schreibt seine Freundin Annette Romane

Die Sportsitze von König geben Halt, wo der Asphalt endet, der Vierliterdiesel hat ausreichend Kraft schraubt, tüftelt sie an ihren Texten. Ihr aktuelles Werk, veröffentlicht unter dem Pseudonym Ann MacRose, schrieb sie im Rucksack der Lisl. Für den neuen Roman geht es auf Recherchereise nach Schottland, in die Highlands. Natürlich wieder mit der Lisl. Margret Meincken

Klaus Böck und sein Toyota Land Cruiser

D

die sich Kleiner Wohnkoffer für zwei,

mögen

Klaus Böck hat seine Lisl 2015 gekauft und kraxelt seitdem mit ihr und seiner Freundin Annette vorzugsweise durch das unwegsame Gelände Albaniens. Und weil die Albaner sehr gastfreundlich sind, müssen sie nicht einmal Ameisen jagen. Einheimische bringen ihnen regelmäßig Schnaps, frisch geerntete Gurken und selbst gemachten Joghurt ans Auto. Nachts schlafen die beiden in Lisls Rucksack. Den hat der Vorbesitzer aus ­einem Alurahmen und einfachen Sandwichplatten selbst gebaut. Das Dach, verkleidet mit Solarzellen, lässt sich schräg nach hinten aufstellen. So kann der To­yota sogar eigenen Strom erzeugen. Im Wohnaufbau geht es – typisch Offroader – spartanisch zu. Längs zwei Liegen, am Kopfende ein Kühlschrank, am Fußende eine Spüle mit Petroleumkocher. Die Notlatrine befindet sich im Freien. Oder „hast du in deinem Wohnzimmer

Toyota Land Cruiser BJ75, Bj. 1987 Wohnaufbau: selbst gebaut Kaufpreis: 14 000 Euro (2015) Umbaukosten: keine

Albanien ist ein Offroader-Paradies – weil man überall fahren darf

CARATOUR der ne

„Mit der Lisl fahre ich am liebsten durch Albanien“ ie „Blaue Elise“ kennen Kinder als Zeichentrick-Figur, aber hier ist es ein Toyota Land Cruiser BJ75, Baujahr 1987. Dabei ist er nicht mal blau, doch mit seinem stämmigen Körperbau und dem Luftansaugrohr sieht der Offroader dem Erdferkel tatsächlich ähnlich.

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etwa ein Klo?“, fragt Böck. Ein Killerargument. Keine weiteren Einwände. Seine Liebe zum Toyota-Offroader entflammte mit dem Hilux, den sich der KfzMeister 1995 zur bestandenen Meisterprüfung schenkte. Heute ist seine Elise nur einer von drei Land Cruisern. Liegen geblieben ist er bisher mit keinem. Nur einmal war ein Berg zu steil. Nach drei Versuchen wollte er aufgeben. Eigentlich. Beim vierten krepierte das Kardangelenk. Böck fuhr mit Frontantrieb weiter, dem zuschaltbaren Allrad ohne Zentraldifferenzial sei Dank. Seit elf Jahren schon reisen Annette und Klaus gemeinsam durch Europa, donnerten mit ihren Land Cruisern rund um Island, durch die Ukraine und viele Male über die wilden Berge des Balkans. „Manchmal dreht es sich etwas zu sehr ums Auto“, sagt Annette. Doch sie weiß sich zu helfen. Während Böck an der ­Karre

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„Ich liebe es, völlig neue Sachen zu bauen“

Keine Angst vor wuchtigen Projekten: Rob Gray (62) aus Gin Gin nördlich von Brisbane (Australien)

I

rgendein alter Bus hätte es eigentlich auch getan, sagt Rob Gray. Damals, 1997, hat der Computerspezialist genug vom Hocken vor Tastatur und Bildschirm. Er und seine Frau Chris wollen dem Hamsterrad des Alltags entkommen. Ein Fluchtfahrzeug muss her. „Ich liebe es, neue Sachen zu entwerfen und zu bauen.“ Darum kommt für den heute 62-jährigen Australier nur eines infrage: ein Eigenbau, ganz nach seinen Vorstellungen. Mitten in der Bauphase kommt der „Wothahellizat“ (zu deutsch: „Was zur Hölle ist das?“) zu seinem Namen. Rob läuft gerade aus einer Tankstelle, da hört er diese Worte von einer Frau, der vor dem Fahrzeug stehend dieser Satz entfährt. Und 2001 ist dann endlich alles fertig: ein 10,5 Meter langes, vier Meter hohes Monstrum auf Basis eines ausgedienten Militärtransporters mit drei angetriebenen Achsen. An Bord ist Platz für zwei Motorräder, 600 Liter Diesel, 650 Liter Frischwasser und Vorräte für drei Monate. Perfekt für das australische Hinterland, wo zwischen zwei Dörfern auch mal m ­ ehrere Hundert Kilometer liegen können. Schnell erwirbt Rob den Ruf, das ­größte Reisemobil Australiens gebaut zu haben. Menschentrauben um ihn, seine Frau und das Vehikel an den Orten, an denen sie eigentlich Ruhe suchen, lassen den ­Tüftler 2007 wieder zu Reißbrett, Flex und Schweiß­ gerät greifen. Er kürzt das ursprünglich um 2,5 Meter verlängerte Chassis etwas und entwirft einen kompakteren Aufbau. Ein Leichtgewicht ist die zweite Version des vollständig mit Aluminiumblech ummantelten Wothahellizat mit 14 Tonnen aber noch immer nicht. Die Reisegeschwindigkeit von 60 km/h reduziert den Spritverbrauch und die nötige Kraft, um das Lenkrad festzuhalten. „Ich liebe das Teil“, sagt Rob, der mit seinem Wothahellizat längst quer durch ganz Australien gefahren ist. Dennoch hat das Monstrum derzeit Pause. Rob baut näm­ ­lich gerade etwas Neues. Dieses Mal ohne Räder: ein Haus aus alten Schiffscontainern. Auch dafür kann Rob seinen Wotha­hel­lizat gut gebrauchen. Die Solaranlage auf dem Fahrzeugdach produziert den nötigen Strom fürs Haus. Und kommen Gäste, dürfen die drin schlafen. Roland Kontny

FOTOS: R. GRAY (11)

Rob Gray und sein Wothahellizat II

„Wothahellizat I“ ist 2001 fertig (links). 2007 hebt Rob die Kabine wieder vom Rahmen

Auf dem gekürzten Chassis entsteht eine komplett neue Wohnkabine im, nun ja: kompakteren Format Kraftwerk: Die zehn Solarzellen auf dem Dach liefern bis zu 1650 Watt Leistung

Geblieben sind die Heckterrasse und eine Inneneinrichtung, die eher an ein normales Wohnhaus erinnert

Kleine Panne: Das Gewicht von 150 Kilogramm je Reifen macht den Wechsel zur Schwerstarbeit

Chassis: International ACCO Mk5 Baujahr 1971 (Chassis)/2007–2008 (Aufbau) Preis inklusive Umbau: ca. 150 000 Euro

FOTOS: R. GRAY (11)

Das Mobil Ausspannen am Blowering Reservoir (New South Wales, Australien). Im Hintergrund der Kosciuszko-Nationalpark

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RATGEBER

JETZT ZUM HERAUSTRENNEN IN DER HEFTMITTE!

Die 50 besten

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FOTO: R. RÄTZKE

KOMISCHES TIER AUF RÄDERN Beim Anblick eines Reisemobils machen die Giraffen im Serengeti-Park einen langen Hals

Weiße Löwen, dicke Grunzochsen, blonde Wildschweine: Hier sind die schönsten Zoos und Tierparks mit ihren tierischen Stars – und passendem Stellplatz für die Nacht 1. WESTERLAND

oder -krabbeln. Alles am besten zu den Fütterungszeiten: Die rund 1000 Bewohner der Nordsee- und Tropenaquarien werden Was ist fünf Zentimeter kurz und leuchtet immer um 15 Uhr von einem Meeresbiologen gefüttert. Zudem gibt es Führungen blau und gelb? Da kommen Sie nie drauf! durch die Unterwasserwelt Westerlands. Die Azur-Demoiselle. Der bunte MiniBarsch paddelt gewöhnlich durch die war- Extras für Kinder: ein Abenteuerspielplatz direkt vor dem Aquarium mit Tipi-Zelt und men Lagunen und Korallenriffe Indone­ siens und Australiens. Seit einigen Jahren Hüpfburg und eine Minigolfanlage mit 18 zieht der kleine Planktonfresser aber auch Bahnen – natürlich auch für Erwachsene. ◊◊Gaadt 33, 25980 Westerland, Tel. seine Bahnen durch die tropischen Aqua­ rien in Westerland. Zu seinen Nachbarn ge- 0 46 51-8 36 25 22, www.syltaquarium.de hören viele weitere Schuppentiere mit teils ◊◊Öffnungszeiten: täglich 10–18 Uhr ◊◊Eintritt: 10 Euro (Kinder bis 15 J.) bzw. seltsam klingenden Namen: Zitronen13,50 Euro, Familienticket ab 35,50 Euro Segelflossen-Doktorfisch, Picasso-Drü­ ckerfisch und Kuhnasenrochen zum BeiDÜNEN CAMPING SYLT spiel. In Deutschlands nördlichster Tropen1,3 Kilometer fisch-WG leben auch gefährliche Mitbewohner wie Muränen oder Schwarzspitzen- Vom komplett ausgestatteten Platz aus Riffhaie. Besucher können sie von einem sind es nur wenige Schritte bis in die Dügläsernen Tunnel aus beobachten – oder nen und ans Wasser. Auch das Aquarium die vielen heimischen Fische, Krebse und ist zu Fuß in zehn Minuten erreichbar. Bis Kraken ansehen, die in den Becken des in Westerlands Fußgängerzone (FriedrichNordsee-Aquariums herumschwimmen str.) sind es nur wenige Schritte mehr.

Sylt Aquarium

Entfernungsangaben: Angegeben ist jeweils die Distanz zwischen Stellplatz und Tierpark

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Wichtig für Sylt-Urlauber im Womo: Die Bahn hat größere Mobile über sechs Meter Länge mit Dachluken oder Panoramadächern bis auf Weiteres von der Überfahrt ausgeschlossen. Infos unter www.syltshuttle.de. Als Alternative ist die Fahrt mit der Fähre (www.syltfaehre.de, Telefon 04 61-86 46 01) von der dänischen Insel Rømø möglich. ◊◊Rantumer Str., 25980 Sylt/ OT Westerland, Tel. 0 46 51-83 61 60, www.campingplatz-westerland.de ◊◊Preis: ab 13 Euro

2. WARDER

Nutztierpark Arche Der Parkbetreiber legt sehr großen Wert auf Tierschutz und artgerechte Haltung seiner seltenen Haus- und Nutztierrassen. Zum Beispiel des Mangalitza-Wollschweins, einer Art blondem Wildschwein, das im Sommer nichts lieber tut, als sich im Schlamm zu suhlen. In Warder darf das Borstenvieh halt noch so richtig die Sau rauslassen. Wegen seines sehr fetten Fleischs kam das beleibte Zotteltier Mitte des vergangenen Jahrhunderts außer Mode und gilt seitdem als gefährdet – ebenso die meisten anderen zehn Schweinerassen in Warder und viele weitere sehr spezielle Parkbewohner. Die Lockengans zum Beispiel, das Ungarische Zackelschaf oder das Schleswiger Kaltblutpferd. Sie alle sind in Warder zu bestaunen. Hinzu

kommen allenfalls Zoologen bekannte Eselsrassen, kaum noch gezüchtete Rinder, Ziegen, Schafe und eine kaum überschaubare Menge Klein- und Federvieh. Besonderheit: Ganz nach dem Motto des Tierparks „Schützen durch Essen“ gibt es im Hofladen einige der Parkbewohner als Wurstdelikatesse zu kaufen, produziert nach besonders strenger Neuland-Bioqualität. Die Nachfrage steigt – und mit ihr die Chance, dass die alten Rassen nicht ganz verschwinden. ◊◊Langwedeler Weg 11, 24646 Warder, Tel. 0 43 29-9 13 40, www.arche-warder.de ◊◊Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet, im Sommer täglich 10–18 Uhr ◊◊Eintritt: 4 Euro (4–14 Jahre) bzw. 8 Euro (Erw.) STELLPLATZ AM BRAHMSEE

700 Meter

16 Mobile können auf dem ganzjährig nutzbaren Kiesplatz vor dem eigentlichen Campingareal stehen. Das Gelände verfügt über WLAN und lässt auch sonst keine Mobilisten-Wünsche offen. Strom (2,50 Euro), Wasser (1 Euro für 80 Liter) und der Zugang zum Sanitärhaus (2,50 Euro) kosten allerdings extra. Mit dem Rad sind Camper in einer Minute am Tierpark. ◊◊Mühlenstr. 30, 24631 Langwedel, Tel. 0 43 29-15 67, www.caravanpark-am-brahmsee.de ◊◊Preis: 10 Euro für 2 Pers. u. Mobil ¤ www.autobild.de/reisemobil 83


Die 50 besten

StelTielprfrläeuntzdee für

3. STRALSUND

◊◊Öffnungszeiten: täglich 9.30–20 Uhr, von Oktober bis Mai jeweils bis 18 Uhr ◊◊Eintritt: ab 7 Euro (4–16 Jahre) bzw. ab 17 Euro

ken Sohn Fiete (1). Die Kleinfamilie wohnt wie die Pinguine im Pola­rium. Sehr empfehlenswert: Die Schaufütterungen, zum Beispiel der Geparden (im Sommer täglich Auf der Hafeninsel der alten Hansestadt um 11 Uhr) oder der Seebären (14 Uhr). Auf Stralsund können Besucher trockenen FuSTELLPLATZ AN DER RÜGENBRÜCKE keinen Fall sollten Besucher auch das Darßes in den Atlantik abtauchen. Das größ2,3 Kilometer wineum verpassen. Hier ist eine virtuelle te Aquarium des Ozeaneums macht’s möglich. Hinter einem riesigen PanoraAuf dem Schotterrasen-Gelände im Schat- Zeitreise zu den Anfängen des Lebens auf der Erde möglich. Im Herzstück des Darwimafenster aus Panzerglas dreht die drei ten der Rügenbrücke ist Platz für bis zu Meter lange Sandtigerhai-Dame Niki 45 Mobile. Strom- und Wasseranschlüsse neums, der Tropenhalle, wird das ganze Spektrum dessen sichtbar, was die Evolutiim Becken „Offener Atlantik“ ihre Runsowie Entsorgungsmöglichkeiten, WLAN den. Sie kam auf einem japanischen und Duschen sind vorhanden, kosten aber on in Jahrmillionen hervorgebracht hat: bizarre Schlammspringer und Schnabeligel, Fischmarkt zur Welt und hat den Ozean teilweise ein paar Euro extra. Falls der kolossale Galapagos-Riesenschildkröten – nie kennengelernt. Nikis ständige Be­ ganzjährig geöffnete Stellplatz einmal und enge Verwandte von uns: Gorillas und gleiter: große Makrelenschwärme, Rochen, belegt sein sollte: Gegenüber, neben Orang-Utans. Thun- und Drückerfische. Am Grund des einem Caravan-Center, ist Platz für ◊◊Barnstorfer Ring 1, 18059 Rostock, riesigen Beckens ruht ein großes Pott­ wei­tere 60 Fahrzeuge. Tel. 03 81-2 08 20, www.zoo-rostock.de walskelett, in dem sich Ammenhaie tum- ◊◊Werftstr. 9, 18439 Stralsund, ◊◊Öffnungszeiten: täglich ab 9 Uhr meln. Tipp: Immer montags, mittwochs Tel. 0 38 31-6 67 97 77, und freitags um 11 Uhr findet jeweils eine www.caravanstellplatz-ruegenbruecke.de ◊◊Eintritt: 9,50 Euro (4–16 J.) bzw. 16 Euro (Erw.), Familienkarte ab 24,50 Euro kommentierte Fütterung der Seeräuber ◊◊Preis: 15 Euro für 2 Personen statt. Neben dem Atlantik-Aquarium könSTELLPLATZ FERIENHOF DUBBERKE nen sich Besucher in weiteren Becken 7,1 Kilometer auch einen Eindruck verschaffen, was so 4. ROSTOCK alles in Nord- und Ostsee herumAuf dem denkmalgeschützten Bauernhof schwimmt. Die Nordsee-Tour führt durch der Familie Dubberke sind Mobilisten nach einen Glastunnel unter dem Aquarium Voranmeldung willkommen. Bis zu zehn Seit Herbst vergangenen Jahres darf sich hindurch. So lässt sich das große Paddeln der Zoologische Garten offiziell bester Fahrzeuge stehen auf einem Wiesengelänauch aus ungewöhnlicher Perspektive de. Zur Ausstattung gehört ein SanitärZoo Europas nennen. Die Auszeichnung vom Meeresgrund aus beobachten. verdanken die Rostocker den durchgehend haus (Duschen: 1 Euro), Stromversorgung Besucher sind buchstäblich mittendrin ist im Preis enthalten. guten Online-Bewertungen der Zoobesustatt nur dabei. cher. Auf dem weitläufigen Gelände leben ◊◊Alt Sievershagen 16, 18106 Lambrechts◊◊Hafenstr. 11, 18439 Stralsund, hagen, Tel. 03 81-7 68 00 46, rund 4500 Tiere und 320 Arten, darunter Tel. 0 38 31-2 65 06 10, www.deutscheswww.ferienhof-mv.de auch die alleinerziehende Eisbär-Dame meeresmuseum.de/ozeaneum Vilma (13) mit ihrem inzwischen halbstar- ◊◊Preis: 10 Euro

Ozeaneum

Zoo & Darwineum

5. TRASSENHEIDE

8

Schmetterlingsfarm

Zoo am Meer

STELLPLATZ YACHTLIEGER 10,2 Kilometer Bis zu 20 Mobile können im Privathafen auf der Halbinsel Gnitz auf Schotterrasen stehen. Ver- und Entsorgung sind im Preis enthalten, am Platz gibt es zudem Brötchenservice, Duschen und Radleihstation. ◊◊Kirchstr. 5, 17440 Lütow, Tel. 03 83 774 05 75, www.yachtlieger-achterwasser.de ◊◊Preis: 1 Euro pro Mobilmeter am Tag plus 1 Euro pro Person am Tag

6. NEUMÜNSTER

Zoologischer Garten

FOTOS: J.-M. SCHLORKE/OZEANEUM STRALSUND (2), ARCHIV ZOO ROSTOCK, HAGENBECK, DPA

Stralsund

STELLPLATZ TANTE HENNI 12,9 Kilometer

Hagenbecks Tierpark

Tierpark

3

◊◊Am Erlenbruch 20, 19061 Schwerin, Tel. 01 73-8 30 50 16, www.freizeitanlage-kaspelwerder.de ◊◊Preis: 11,50 Euro für 2 Pers. und Mobil

Der familiengeführte Platz vor den Toren Hamburgs liegt mitten im Grünen. Alle nötigen Ver- und Entsorgungseinrichtungen sind vorhanden, ein Supermarkt und 8. HAMBURG mehrere Gaststätten liegen in der Nähe. Eine citynahe Alternative ist der Wohn­ mobilhafen Hamburg (Grüner Deich 8, Der traditionsreiche Zoo ist familienge20097 Hamburg, Tel. 0 40-30 09 18 90, führt und gehört zu den größten und mowww.wohnmobilhafen-hamburg.de). dernsten Europas. Sein besonderes MarPreis: 19 Euro inkl. Strom, Dusche sowie kenzeichen sind die vielen gitterlosen GeVer- und Entsorgung. hege inmitten eines wunderschönen Parks ◊◊Garstedter Weg 36a, 25474 Hasloh, – und natürlich das Eismeer, die Polarwelt Tel. 0 41 06-79 89 66, www.tante-henni.de mit Eisbären, Pinguinen, Seebären und ◊◊Preis: 17 Euro inkl. Strom und Nutzung Walrossen. Dank Unterwasser-Panoramader Sanitäranlage fenstern lassen sich die Tiere auch beim ◊◊Öffnungszeiten: je nach Jahreszeit Tauchen beobachten. Oder eben klassisch dern und großzügig bemessen. Das gilt 9–18 Uhr, im Winter nur bis 16 Uhr ganz besonders für die drei Hektar große, beim Dösen in der Sonne. Sensationelles ◊◊Eintritt: ab 4 Euro (4–14 J.) bzw. ab aus einem Moor hervorgegangene Teich- Highlight: die tropische Erlebniswelt mit 9. BREMERHAVEN 7 Euro (Erw.), Familien ab 20 Euro landschaft, die sich Flamingos, Pelikane, großem Aquarium. Leider kostet ein Besuch in der feuchtwarmen Tropenwelt Marabus und Störche mit exotischen STELLPLATZ BAD AM STADTWALD und heimischen Enten und Gänsen teilen. extra, doch das Geld ist gut angelegt. Die Der große Star des wirklich direkt am 1,6 Kilometer Tiere leben in einer fantasievoll gestalte- Meer gelegenen Zoos ist noch sehr klein: Besucher können das Areal komplett umwandern. Sehenswert sind außerdem ten Welt. Kleine Nager, Reptilien, Amphi- Lili, das kleine Eisbär-Mädchen, kam kurz Betreiber des ganzjährig nutzbaren Platbien, Spinnen und Insekten finden Unter- vor Weihnachten 2015 auf die Welt und erzes für 22 Mobile sind die Stadtwerke Neu- die Breitmaulnashorn-ZwergziegenWG, der Tigerberg und der Bauernhof mit schlupf in Bambushütten, alten Schränken lebt gerade ihre erste Sommerfrische an münster. Er liegt ruhig am Schwimmbad oder rascheln durch das tropische Unter- der Nordsee – natürlich unter der Aufsicht Streichelgehege. direkt neben einem Naturschutzgebiet. holz. Nilkrokodile lauern im flachen Was- ihrer Mama Valeska. Das Aquarium unter Sämtliche Ver- und Entsorgungsmöglich- ◊◊An der Crivitzer Chaussee 1, ser eines Sees, darüber flattern afrikanidem Eisbärgehege ist wie ein Fenster zur keiten sowie Duschen und WLAN sind vor- 19061 Schwerin, Tel. 03 85-39 55 10, sche Vögel. Im Aquarium sind Besucher www.zoo-schwerin.de Nordsee: Durch eine dicke Plexiglasscheihanden. Check-in ist täglich ab 6 Uhr an dank einer riesigen Panoramawand buch- be können Besucher Seepferdchen, See◊◊Öffnungszeiten: 9–17 Uhr, an Wochender Badkasse. Bis zum Tierpark sind es stäblich auf Augenhöhe mit schillernden enden bis 18 Uhr, im Winter kürzer wolf und Seehase und etliche durch Klimanur wenige Minuten zu Fuß. Tropenfischen und gefährlichen Jägern wandel und weltweiten Schiffsverkehr ein◊◊Hansaring 177, 24534 Neumünster, Tel. ◊◊Eintritt: 4 Euro (3–17 J.) bzw. 12 Euro wie Muränen und Riffhaien. Nicht zu vergewanderte Arten beobachten. Nach 0 43 21-20 25 80, www.bad-am-stadtwald.de (Erw.), Familienticket 28,50 Euro gessen: Hagenbecks Elefanten. In HamSchätzungen kommen täglich etwa 3000 ◊◊Preis: 10 Euro STELLPLATZ KASPELWERDER burg lebt eine der größten Herden asiati- Tier- und Pflanzenarten als blinde Passa5,7 Kilometer scher Dickhäuter in Europa. giere in die Nordsee. Der Zoo informiert ◊◊Lokstedter Grenzstr. 2, 22527 Hamburg, auch darüber, welche Folgen das für das 7. SCHWERIN Auf der Freizeitanlage am Ostdorfer See Ökosystem hat. können 20 Mobilisten auf einer Wiese un- Tel. 0 40-5 30 03 30, www.hagenbeck.de ◊◊Öffnungszeiten: im Sommer täglich ◊◊Hermann-Heinrich-Meier-Str. 7, ter hohen Bäumen campen. Badestrand, Bootsverleih und eine Gaststätte sind auf 9–19 Uhr, im Winterhalbjahr bis 16.30 Uhr 27568 Bremerhaven, Tel. 04 71-3 08 41 41, Neben dem sehr sehenswerten Schloss www.zoo-am-meer-bremerhaven.de gehört der weitläufige Zoo zu den Haupt- dem Gelände, das von Mai bis September ◊◊Eintritt: Tierpark 15 Euro (4–16 J.) bzw. 20 Euro, Familienticket 70 Euro; Aquarium ◊◊Öffnungszeiten: täglich, im Sommer geöffnet ist. Bis auf WLAN hat der Platz attraktionen Schwerins. In dem großen, 10, 14 und 49 Euro. Kombi­karten mit Ein- 9–19 Uhr, übrige Jahreszeiten kürzer parkartigen Gelände leben rund 1150 Tie- alles zu bieten, was für Mobilisten praktisch und wichtig ist – natürlich auch tritt in Tierpark und Aquarium 21, 30 bzw. ◊◊Eintritt: 5 Euro (4–14 J.) bzw. re und insgesamt 160 Arten. Und zwar 98 Euro für Familien 8,50 Euro (Erw.), Familienticket 21 Euro ordentliche Duschen (1 Euro extra). recht komfortabel. Die Gehege sind mo-

Ei, Raupe, Puppe, Falter – in Europas größter Schmetterlingsfarm können Besucher alle Entwicklungsstufen der farbenprächtigen Insekten beobachten. Allein in der tropisch-warmen Freiflughalle mit Wasserfällen und exotischen Gewächsen flattern rund 2000 Schmetterlinge aus aller Welt um die Köpfe der Farmbesucher. Absolutes Highlight: der Atlas-Seidenspinner. Mit 30 Zentimeter Flügelspannweite ist er der größte Schmetterling der Welt. ◊◊Wiesenweg 5, 17449 Trassenheide, Tel. 03 83 71-2 82 18, www.schmetterlingsfarm.de ◊◊Öffnungszeiten: März bis Oktober 10–19 Uhr, übrige Zeit bis 16.30 Uhr ◊◊Eintritt: 8 Euro (Kinder) bzw. 14 Euro (Erw.)

Von der Maus bis zum Eisbär ist hier so ziemlich alles versammelt, was krabbeln, laufen oder klettern kann: 700 europäische Wild- und historische Nutztiere leben in dem Naturpark, einige von ihnen lassen sich hautnah erleben. Streicheln und Füttern (mit im Park erhältlichem Futter) ist erlaubt. Besonderes Highlight ist das begehbare Damwildgehege, durch das sich ein langer Pfad schlängelt. Hier kommen die Tiere den Besuchern ganz nah – wenn sie Lust haben. Und das ist mit Ausnahme der Brunftzeit im Herbst und Winter immer der Fall. Das Motto „Bitte anfassen!“ gilt auch für Zwergziegen, diverse Schweinerassen, asiatische Sikahirsche, verschiedenes Federvieh und die besonders liebesbedürftigen Minischafe. Sie alle sind an den Menschen gewöhnt. Etwas mehr Abstand ist dagegen beim Besuch der Affenbande, bestehend aus Weißbüschel-, Lisztund Berberaffen, angesagt, die in einem großen Haus und einem angrenzenden Affenwald herumklettern. Noch etwas mehr Distanz ist natürlich beim Besuch der Eis- und Braunbären geboten, wenn auch Braunbär-Dame Big Mac fast 30 Jahre alt und schon etwas ruhiger ist. ◊◊Geerdtstr. 100, 24537 Neumünster, Tel. 0 43 21-5 14 02, www.tierparkneumuenster.de

Hamburg

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Rostock

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Wildpark Lüneburger Heide

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vieh ist in Walsrode versammelt, so zum Beispiel der Riesenseeadler, der neugie­ rige Mindanao-Hornvogel und der Schneekranich. Auf der Flugshow-Wiese können Besucher einige der Vögel in Aktion erleben, darunter Carlos, den NachwuchsCondor, und seinen Bruder Macho. ◊◊Am Vogelpark, 29664 Walsrode, Tel. 0 51 61-6 04 40, www.weltvogelpark.de ◊◊Öffnungszeiten: täglich bis 30. 10. jeweils ab 10 Uhr, Schließzeit je nach Jahreszeit 17, 18 oder 19 Uhr STELLPLATZ NATURSCHUTZPARK ◊◊Eintritt: 15 Euro (4–12 J.) bzw. 20 Euro 9,8 Kilometer (Erw.), Familienticket 62,50 Euro Zugegeben: Was die Ausstattung angeht, STELLPLATZ AM VOGELPARK ist der Platz für 30 Mobile alles andere als 0 Meter ein Hit. Er hat nämlich keine. Dafür liegt er wunderschön und sehr ruhig unter teils Der große Wiesenstellplatz für 20 Mobile hohen Bäumen im Naturschutzgebiet am ist von März bis Ende Oktober geöffnet Rande des Heide-Ausflugsdörfchens Unund kostenfrei nutzbar. Acht Stunden deloh. Hier locken Restaurants mit Schnu- Stromversorgung kosten 1 Euro, auch die ckenbraten, hier starten Kutschfahrten Wasser- und Abwasseranlage ist für kleiauf sandigen Wegen quer durchs Heidenes Geld nutzbar. Ein Restaurant ist nicht kraut ins autofreie Wilsede. Camper, was weit entfernt im Parkhotel Luisenhöhe willst du mehr? (www.luisenhoehe.de). Hier gibt es Abend◊◊Wilseder Straße, 21274 Undeloh, essen à la carte oder ein Buffet und morTel. 0 51 98-98 70 30, www.undeloh.de gens ab 7 Uhr Frühstück. ◊◊Preis: 6 Euro zwischen 18 und 9 Uhr, ◊◊Am Vogelpark, 29664 Walsrode, Tel. weitere 6 Euro von 9 bis 18 Uhr 0 51 61-6 04 40, www.weltvogelpark.de testen Orten im Park – und das nicht nur bei den jungen Zoobesuchern. Streicheln entspannt eben nicht nur die Ziegen, Kaninchen und Schafe, sondern auch den, der sie streichelt. ◊◊Wildpark 1, 21271 Nindorf-Hanstedt, Tel. 0 41 84-8 93 90, www.wild-park.de ◊◊Öffnungszeiten: 8–19 Uhr, November bis Februar 9.30–16.30 Uhr ◊◊Eintritt: 9 Euro (3–14 J.) bzw. 11 Euro (Erw.), Familienticket 38 Euro

12. WALSRODE

13. EBERSWALDE

Statistisch gesehen hat jeder Sechste der knapp 24 000 Walsroder einen Vogel. Dafür sorgt der Weltvogelpark, in dem 4000 Vögel leben – vom winzigen Kolibri bis zum Andenkondor mit einer Flügelspannweite von 3,20 Metern. Zu den Stars des weltgrößten Vogelparks mit seinen 675 Arten gehört neben dem flugunfähigen Kiwi auch die Harpyie, der stärkste Greifvogel der Welt. Der aus Mittel- und Südamerika stammende Räuber kann im Flug mühelos Faultiere von Ästen reißen. Seine bis zu zehn Zentimeter langen Krallen gehören zu den tödlichsten Greifwerkzeugen der Vogelwelt. Auch viel seltenes Feder-

Die Höhle des Löwen gibt es wirklich, und zwar in Eberswalde. Durch einen Tunnel gelangen Besucher in eine vollverglaste Höhle mitten im Löwengehege – Auge in Auge mit dem König der Wildnis. Weitere Besonderheit: Im Zoologischen Garten sind die Affen los. Weißbüscheläffchen, Makis und Lemuren flitzen frei über das Gelände und treiben ihre Späßchen mit den Besuchern. Und noch etwas macht Eberswalde zu einem ganz speziellen Tierpark: Braunbären und Wölfe bilden die wohl ungewöhnlichste Zoo-WG Deutschlands. Besucher können beobachten, wie respektvoll Wölfe sein können – und wie

Weltvogelpark

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Rosengarten

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◊◊Eintritt: 24 Euro (3–12 J.) bzw. 30 Euro (Erw.)

das Wolfsrudel die starken, aber behäbigen Bären immer wieder austrickst. ◊◊Am Wasserfall 1, 16225 Eberswalde, Tel. 0 33 34-2 27 33, www.zoo.eberswalde.de ◊◊Öffnungszeiten: ganzjährig von 9 Uhr bis zur Dämmerung ◊◊Eintritt: 5 Euro (4–17 J.) bzw. 10 Euro (Erw.), Familienticket 25 Euro

Walsrode

Park mit seinen 17 Freigehegen rollen. Jedes einzelne bildet einen geografischen Lebensraum mit seinen typischen tierischen Bewohnern ab. Die zehn Kilometer lange Safari geht quer durch Afrika, Nordund Südamerika, Europa bis nach Asien. Nashörner, Löwen, Antilopen – Besucher sind sofort mittendrin in der afrikanischen Savanne oder dem asiatischen Dschungel STELLPLATZ MARINA EISVOGEL – und plötzlich Auge in Auge mit Tigern 10,7 Kilometer und Leoparden. Insgesamt leben rund 1500 Wildtiere in Hodenhagen, darunter Das idyllisch und ruhig gelegene Wiesengelände am alten Finowkanal ist von April auch seltene weiße Löwen. Wer will, kann auch über Nacht im Park bei den Wildtiebis Oktober geöffnet und bietet Platz für ren bleiben. Einfach das eigene Mobil vor sechs Mobile. Bis auf WLAN ist das Areal komplett für Camper ausgerüstet, zudem dem Park abstellen und in einer mobilen Ranger-Lodge (Pick-up mit Wohnkabine, gibt es einen Spiel- und Grillplatz, eine Feuerstelle sowie einen Kräutergarten zur drei Schlafgelegenheiten, Sitzecke, Nasszelle, WC) übernachten. Ein Ranger weist Selbstbedienung. ◊◊Hubertusmühle 11, 16244 Schorfheide, Campern ein passendes Plätzchen im Tel. 0 33 35-3 02 03, www.schippelschute.de Park zu und bleibt über Nacht immer in der Nähe. Schließlich wimmelt es rund ◊◊Preis: 8 Euro plus je 2 Euro pro Person um den Pick-up von wilden Tieren. Darum inkl. WC-Nutzung und Müllentsorgung dürfen Mobilisten ihr Gefährt aus Sicherheitsgründen nachts auch nicht mehr verlassen. Alles wie in Afrika. 14. HODENHAGEN ◊◊Am Safaripark 1, 29693 Hodenhagen, Tel. 0 51 64-9 79 90, www.serengeti-park.de Eine Weltreise ist im Serengeti-Park ganz ◊◊Öffnungszeiten: Hauptsaison 9.30– einfach: In den Safaribus, das eigene Auto 18.30 Uhr, sonst 10–17 bzw. 18 Uhr, von oder das Reisemobil setzen und durch den November bis Mitte März geschlossen

Serengeti-Park

Für Strom und Wasser werden 4 Euro extra fällig. Frühstück gibt es im SavanneLodge-Restaurant für 8 Euro pro Person. STELLPLATZ SERENGETI-PARK Wichtig: Stellplatznutzung nur für Mobilis0 Meter ten, die mindestens einen Tag Eintritt für den Park bezahlen. Vom Mobil aus Giraffen und Spießböcke ◊◊Am Safaripark 1, 29693 Hodenhagen, beobachten? Kein Problem, die 40 Stellplätze liegen direkt neben der Masai-Ma- Buchungshotline: Tel. 0 51 64-97 99 90, ra-Anlage. Das Gelände ist mit modernen www.serengeti-park.de, Menüpunkte „Übernachten im Park“ und Ver- und Entsorgungseinrichtungen aus„Wohnmobile“ gestattet, Duschen und WCs sind in der ◊◊Preis: 19 Euro für bis zu 4 Personen Rezeption untergebracht und kostenlos. 14

Hodenhagen

FOTOS: HERSTELLER, WELTVOGELPARK WALSRODE, WILDPARK SCHWARZE BERGE

Fisch- und Zwergotter, Waschbären. Die STELLPLATZ DOPPELSCHLEUSE 2,3 Kilometer Liste ist lang: Im Wildpark leben rund 1000 Tiere und 100 verschiedene Arten. Der moderne Womo-Hafen ist das ganze ◊◊Am Wildpark 1, 21224 Rosengarten, Jahr über geöffnet und liegt hübsch mariTel. 0 40-81 97 74 70, tim direkt hinterm Weserdeich an der www.wildpark-schwarze-berge.de Flussmündung in die Nordsee. Alle nöti◊◊Öffnungszeiten: täglich 8–18 Uhr, im gen Ver- und Entsorgungseinrichtungen Herbst und Winter 9–17 Uhr sind gegen geringen Aufpreis nutzbar, ◊◊Eintritt: 8 Euro (ab 3 J.) bzw. 10 Euro ebenso die Duschen. Die 63 Standflächen (ab 15 J.) sind eben, geschottert und von flachen WILDPARK-CAMPING Hecken umgeben. Brötchenservice am 0 Meter Platz. ◊◊An der Neuen Schleuse, Von April bis Oktober können Mobilisten 27570 Bremerhaven, Tel. 04 71-80 93 61 51, direkt vor den Toren des Wildparks www.bremerhaven.de campen. Im Preis eines der lauschigen ◊◊Preis: 10 Euro 72 Stellplätzchen sind Wasser, Strom sowie die Nutzung von Entsorgungsstation und Waschhaus enthalten. Am Platz ist 10. ROSENGARTEN außerdem das Wildpark-Restaurant. Einen Wecker müssen Camper übrigens eher nicht stellen: Mit ein wenig Glück hört man im Morgengrauen die Wölfe im nahen Der Legende nach soll es Tierfreunde Park heulen. geben, die es immer nur wenige Meter in ◊◊Am Wildpark 1, 21224 Rosengarten, den 50 Hektar großen Wildpark hinein Tel. 0 40-81 97 74 70, schaffen. Der Grund dafür ist klein, www.wildpark-camping.de schwarz und quiekt herzerweichend: frei ◊◊Preis: 18 Euro laufende Hängebauchschweine. Sie empfangen Parkbesucher schon direkt hinter den Kassenhäuschen. Wer sich mit genü11. HANSTEDT gend Futter eindeckt, kann den Rundgang durch das naturbelassene Wald-und-Wiesen-Gelände mit grunzender, schwanzwedelnder Eskorte durchziehen. Alternative: Einfach auf eine Bank am Eingang fallen Nicht nur wegen der Tiere ist der Wildpark lassen und den Tag damit verbringen, um- ein kleines Paradies für Kinder. Neben zingelt von Borstenvieh Leckerlis zu vertierischen Attraktionen wie Braunbären, teilen und dabei schwartige SchweineSchneeleoparden, Polarwölfen, Sibiriplauzen zu kratzen. Könnte ein Tag entschen Tigern sowie Moschusochsen oder spannender sein? Wer sich aber ganz sol- Vielfraßen gibt es im Park ein halbes Dutchen Schweinereien hingibt, verpasst die zend Spielmöglichkeiten, darunter Trakvielen anderen Parkbewohner. Luchse torbahn und Wasserspielplatz. Trotz des zum Beispiel, Esel, Elche, Rehe, Wölfe, verlockend großen Vergnügungsangebots Braunbären, große Greifvögel, verspielte gehört das Streichelgehege zu den belieb-

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STELLPLATZ MARINA LANKE ◊◊Adenauerallee 3, 30175 Hannover, 11,7 Kilometer Tel. 05 11-28 07 40, www.erlebnis-zoo.de ◊◊Öffnungszeiten: Hauptsaison täglich Das Gelände für 15 Mobile liegt ruhig und 9–18 Uhr Der erste Tiergarten Deutschlands (eröff­ trotzdem verkehrsgünstig im Stadtteil ◊◊Eintritt: Sommer 13,50 Euro (3–5 J.), net 1844) ist zugleich der artenreichste Spandau außerhalb der Umweltzone. Die 17 Euro (6–16 J.), 19 Euro (17–24 J.) bzw. Zoo der Welt! Mehr als 18 600 Tiere und Stellflächen sind von Mai bis Mitte Okto­ 25 Euro (Erw.), 9 Euro (Hunde) insgesamt rund 1400 Arten tummeln sich ber nutzbar, Strom, Wasser, Entsorgung auf dem 33 Hektar großen Areal im Ber­ sowie die Nutzung von Duschen, WCs und STELLPLATZ AM NDR liner Westen. Ein Tag allein reicht nicht 3,7 Kilometer Grillplatz sind mit der Tagespauschale ab­ aus, um alles zu erkunden. Zu den High­ gegolten. Fahrradverleih, Waschmaschi­ lights zählt das modernste Vogelhaus Leider ist Hannover gar kein gutes Pflas­ nen und Trockner befinden sich am Platz. Europas mit mehreren Freiflughallen, in ter für Mobilisten. Die wenigen Stellplätze ◊◊Scharfe Lanke 109–131, 13595 Berlin, denen Besucher Aras und viele andere liegen entweder ungünstig, oder es man­ Tel. 0 30-3 62 00 90, www.marina-lanke.de Exoten vom Baumwipfelpfad aus beobach­ gelt an der Ausstattung. Oft trifft beides ◊◊Preis: je nach Länge des Mobils ab ten können. Weitere Anziehungspunkte zu. Der inoffizielle Stellplatz beim Nord­ 7,50 Euro plus 3,50 Euro pro Person sind das Flusspferdhaus – und natürlich deutschen Rundfunk liegt immerhin unsere Verwandtschaft: Gorillas, Orangzen­tral am Maschsee und zehn Minuten Utans und Schimpansen. Ein absolutes zu Fuß von der City entfernt. Aus16. HANNOVER Muss ist zudem das Aquarium von 1913. stattung am Stellplatz? Fehlanzeige. Wie der Zoo zählt es zu den bedeutends­ Dafür ist er aber auch kostenlos. ten seiner Art weltweit. Hier leben Haie, ◊◊Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22, In den letzten Jahren sind viele Millionen Anemonenfische („Nemos“), Würgeschlan­ Euro in den Hannoveraner Zoo geflossen. 30173 Hannover, Tel. 05 11-12 34 51 11, gen, diverse Echsen und – in einer eigeErgebnis: ein supermoderner Tierpark mit www.hannover.de, Stichwort nen Halle – Schildkröten und Krokodile. „Wohnmobil“ in Suchmaske eingeben großzügig gestalteten Themenwelten. ◊◊Zoologischer Garten: Hardenbergplatz 8, Glanzlichter sind die Sambesi-Flussland­ 10787 Berlin, Tel. 0 30-25 40 10, www. schaft mit Flusspferden, Flamingos, Giraf­ zoo-berlin.de; Aquarium Berlin: Budapester fen und Löwen, der Gorillaberg und der 17. OSNABRÜCK Str. 32, 10787 Berlin, Tel. 0 30-25 40 10, indische Dschungelpalast, vor dem Elefan­ www.aquarium-berlin.de ten im See baden und Leoparden auf der ◊◊Öffnungszeiten: Hauptsaison 9–17 Uhr, Lauer liegen. Nicht zu vergessen auch die Er malt farbenfrohe Bilder, ist Hobbyim Winterhalbjahr bis 15.30 Uhr spektakuläre Themenwelt Yukon Bay mit Handwerker und zischt im Sommer gern ◊◊Eintritt Zoo oder Aquarium: 7,50 Euro Eisbären, Robben und Pinguinen. Auf kei­ mal ein Malzbier weg: Buschi ist ein Orang(4–15 J.) bzw. 14,50 Euro (Erw.), Familien­ nen Fall verpassen: eine kostenlose Boots­ Utan, hochbegabt, gutmütig – und das Ge­ ticket ab 25 Euro. Preis für den Besuch von fahrt auf dem nachgebauten Sambesi – sicht des Osnabrücker Zoos. Darum geht Zoo und Aquarium: 10, 20 bzw. ab 33 Euro. mitten durchs niedersächsische Afrika. an seiner „Wohnung“ im Zoo auch kein

Zoologischer Garten

Erlebnis Zoo

Zoo

Besucher einfach nur vorbei. Eine Visite bei dem echten Osnabrücker Jung, Jahr­ gang 1971, ist Pflicht – und ein tierisches Vergnügen. Übrigens für beide Seiten. Denn Buschi liebt die Menschen, schließ­ lich wurde er in den ersten Lebensmona­ ten in einem ganz normalen Kinderkran­ kenhaus von ganz normalen Kinderkran­ kenschwestern aufgepäppelt, weil seine Mutter ihn nicht wollte. Kein Wunder, dass nicht nur die Osnabrücker ihren Buschi fest ins Herz geschlossen haben. Doch auch Buschis Untermieter in der Maul­ wurfshöhle sind einen Besuch wert. Hier leben Feldhamster, Präriehunde, Nacktund Graumulle; Besucher können sich in dem unterirdischen Zoo ansehen, wie die lichtscheuen Nager durch ihre Gänge und Höhlen flitzen. Und natürlich hat Osna­ brück auch Klassiker zu bieten: Elefanten, Tiger, Nashörner, Zebras. Alles in allem 3600 Tiere und 300 Arten. ◊◊Klaus-Strick-Weg 12, 49082 Osnabrück, Tel. 05 41-95 10 50, www.zoo-osnabrueck.de ◊◊Öffnungszeiten: Sommer 8–18.30 Uhr, übrige Zeit 9–17 Uhr ◊◊Eintritt: Hauptsaison 12 Euro (3–14 J.) bzw. 19 Euro (Erw.) STELLPLATZ AM NETTEBAD

8 Kilometer

Auf dem Gelände sind alle für Camper nötigen Ver- und Entsorgungseinrichtun­ gen vorhanden, nur WLAN gibt es nicht. Die Mobile stehen am Ende des NettebadParkplatzes auf Rasengittern. Der Platz hat zwei kleine Haken: Das Gelände liegt innerhalb der Umweltzone, Zufahrt daher nur mit Umweltplakette. Und: Für große Mobile wird’s eng, es ist kaum Platz zum Rangieren. ◊◊Im Haseesch 6, 49090 Osnabrück, Tel. 05 41-20 02 22 70, www.nettebad.de, Menüpunkte „Information“ und „WomoStellplätze“ ◊◊Preis: 5 Euro, Nachlass auf den Eintritt ins Nettebad

18. MAGDEBURG

Zoo

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Hannover

◊◊Zooallee 1, 39124 Magdeburg, Tel. 03 91-28 09 00, www.zoo-magdeburg.de ◊◊Öffnungszeiten: täglich 9–19 Uhr bzw. bis zur Dämmerung (Oktober bis März) ◊◊Eintritt: 5 Euro (4–15 J.), 7 Euro (Schüler), 9,50 Euro (Erw.), Familienticket ab 18 Euro

Hergerts große Leidenschaft sind Schlan­ gen. In einer Vorführhalle zeigen der Schlangenflüsterer und sein Team, wie spannend und hochinteressant die Exoten sind und wie man sich ihnen gegenüber am besten verhält. Auch das weiß Hergert sehr genau. Schließlich ist er Weltrekord­ halter im Schlangen-Sit-in: Er verbrachte STELLPLATZ WEISSE FLOTTE 100 Tage und Nächte auf nur sechs Qua­ 5,8 Kilometer dratmetern mit Giftschlangen. Ohne Pau­ se. Und ohne gebissen zu werden, obwohl Das Gelände für 50 Mobile ist ganzjährig er seine Schlafliege mit wärmeliebenden geöffnet, an Fischmarkt-Sonntagen aber Kobras teilen musste. Der intensive Mag­ für Camper gesperrt. Darum: Termine vorab telefonisch erfragen! Ver- und Ent­ gi-Geruch seiner Kobras in Schladen erinnert den Harzer jeden Tag an dieses sorgungsmöglichkeiten sind vorhanden verrückte Abenteuer. und für je einen Euro nutzbar. Nur ◊◊Im Gewerbegebiet 5, 38315 Schladen, Duschen und WLAN fehlen, öffentliche Tel. 0 53 35-17 30, www.schlangenfarm.de Toiletten sind in der Nähe – ebenso der ◊◊Öffnungszeiten: März bis Oktober Magdeburger Dom und die Innenstadt. werktags 10–17 Uhr, sonntags bis 18 Uhr, ◊◊Petriförder 1, 39104 Magdeburg, übrige Zeit 10–17 Uhr Tel. 03 91-5 32 88 90, www.weisseflotte◊◊Eintritt: 5 Euro (5–13 J.) bzw. 8 Euro magdeburg.de (Erw.), Familienticket 24 Euro ◊◊Preis: 8 Euro je Mobil und 2 Personen

19. SCHLADEN

Schlangenfarm Was zischt und riecht streng nach Maggi? Die Antwort können Besucher der Schla­ dener Schlangenfarm selbst erschnüffeln – oder diesen Text bis zum Ende lesen. Hier, am nördlichen Harzrand bei Braun­ schweig, leben 58 verschiedene Schlan­ genarten, 48 davon sind hochgiftig. Farm­ gründer Jürgen Hergert (73) weiß das selbst am besten. Der Biss einer Schwarzen Mamba im Jahr 2000 hat ihn fast das Le­ ben gekostet. Doch Hergert ist nicht nach­ tragend. Er habe beim Griff ins Terrarium eines der hochgiftigen Reptilien über­ sehen. „Mein Fehler“, sagt er. Solche Zwi­ schenfälle müssen Besucher der Farm natürlich nicht fürchten. Die rund 1000 Tiere schlängeln sich durch große gläser­ ne Terrarien, darunter auch heimische, teilweise vom Aussterben bedrohte Arten wie Kreuzotter, Ringel-, Würfel- und Äsku­ lapnatter. Auch viele Echsenarten, Skorpio­ ne, Spinnen und sogar ein Krokodil leben auf Europas größter Schlangenfarm. Doch

Die Weißen Löwen sind los! Löwenmutter Kiara hat Ende April Zwillinge zur Welt ­gebracht – eine Sensation! Derzeit werden die von der Mutter verstoßenen MiniRaubtiere mit der Flasche aufgepäppelt. Geht mit den schneeweißen Babys alles gut, tapsen sie schon bald unter den Au­ gen der Zoobesucher durchs Freigelände. Die Hauptrolle im Magdeburger Zoo spie­ len allerdings nicht die Löwen, sondern Vögel. Schließlich war Zoogründer Alfred Hilprecht leidenschaftlicher Ornithologe. So watscheln Rosapelikane durch die Frei­ anlagen, durch die Volieren flattern Aras und Sittiche – und Schnee-Eulen gehen auf lautlose Jagd nach ahnungslosen Nagern.

Westfalen die Nachzucht seltener, vom Aussterben bedrohter heimischer oder früher bei uns heimischer Wildtiere am Herzen. Hauptattraktionen sind Braunbä­ STELLPLATZ GASTSTÄTTE IBERG ren, Luchse, Wisente – und ganz besonders 5,7 Kilometer die frei im Park laufenden Alpenmurmel­ tiere. Toll für Kinder: der runderneuerte Das kleine Gelände für 20 Mobile liegt Spielplatz, es gibt Streichel- und Haustier­ herrlich oberhalb der Hornburg. Auf dem gehege, einen fantasievollen Fachwerk­ Platz in einem Wäldchen gibt es Stromkäfig für Eichhörnchen und ein Zimmer, in und Wasserversorgung gegen geringen dem Ratten und Mäuse herumflitzen. Aufpreis, in der Iberg-Gaststätte tischt Fa­ ◊◊Dornberger Str. 151, 33619 Bielefeld, milie Mielke bis 21.30 Uhr warme Speisen Tel. 05 21-51 29 56, www.bielefeld.de, auf. Lokales Wolters-Bier vom Fass gibt Menüpunkt „Sehenswürdigkeiten“ es, bis der letzte Gast gegangen ist. ◊◊Öffnungszeiten: täglich rund um die Uhr ◊◊Schützenallee 1, 38315 Hornburg, Tel. ◊◊Eintritt: frei 0 53 34-12 39, www.iberg-gaststaette.de STELLPLATZ AM JOHANNISBERG ◊◊Preis: 2 Euro 900 Meter

20. BIELEFELD

Heimat-Tierpark Keimzelle des Tierparks ist eine Rehkitz­ betreuungsstation, die der Bielefelder Stadtförster anno 1930 im östlichen Teu­ toburger Wald eingerichtet hatte. Nach und nach wurde das Gelände auf ins­ gesamt 16 Hektar Fläche erweitert. Das schuf den nötigen Lebensraum für die heute 450 Tiere und 90 verschiedenen Arten, die im Bielefelder Stadtteil Older­ dissen leben. Ganz besonders liegt den

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Schladen

Münster

Zoobewohnern sind natürlich auch viele Großtiere wie Elefanten, Nashörner, Tiger, Leoparden und Bären. Zudem gibt es ei­ nen Pferdepark mit Haustieren und Spiel­ geräten – und etliche Tierbabys. So haben die Trampeltiere Nachwuchs, ebenso die sehr seltenen Sulawesi-Erdschildkröten. Die kleinen Krabbler sind ungefähr so groß wie ein Tischtennisball. Aber nicht so schnell. ◊◊Sentruper Str. 315, 48161 Münster, Tel. 02 51-8 90 40, www.allwetterzoo.de ◊◊Öffnungszeiten: täglich ab 9 Uhr, Kassenschluss je nach Einbruch der Dämmerung zwischen 16 und 18 Uhr ◊◊Eintritt: 8,90 Euro (3–14 J.) bzw. 16,90 Euro (Erw.), im Winter günstiger STELLPLATZ AM CAMPINGPLATZ 9,3 Kilometer

Auf dem ganzjährig geöffneten Gelände im Grünen können bis zu zehn Mobile gleich­ zeitig stehen. Ver- und Entsorgungseinrich­ tungen sind teils gegen eine geringe Ge­ bühr nutzbar, die Innenstadt lässt sich schnell mit dem Bus erreichen. Der Tierpark ist nur einen kurzen Fußweg entfernt. ◊◊Dornberger Str. 53, 33615 Bielefeld, Tel. 05 21-51 69 99, www.bielefeld.de; Menüpunkte „Tourismus“, „Übernachten“, „Wohnmobil-Stellplätze“ ◊◊Preis: 5 Euro

Vor dem Campingplatz sind 20 parzellier­ te, ganzjährig nutzbare Stellflächen für Mobile auf einer Schotterwiese eingerich­ tet. Teilweise spenden Bäume Schatten. Strom, Müllentsorgung und die Nutzung der Sanitärgebäude für zwei Personen sind im Preis enthalten. ◊◊Laerer Werseufer 7, 48157 Münster, Tel. 02 51-31 19 82, www.campingplatz-muenster.de ◊◊Preis: 15 Euro

21. MÜNSTER

22. HOFGEISMAR

Durch das Parkgelände ziehen sich ein Rundweg für Sonnen- und ein überdachter für Regentage – darum ist der Zoo am Aasee wirklich für alle Wetter gerüstet und immer einen Besuch wert. Dafür sor­ gen Publikumslieblinge wie die Brillenpin­ guine, denen man am liebsten den ganzen Tag beim Schnäbeln zuschauen möchte. Bei Kindern punktet Münster außerdem mit der idyllisch gestalteten Streichel­ wiese, auf der Zicklein grasen und kleine Nager mümmeln. Doch unter den 3490

Wisente, Wölfe, Wildpferde – der Park setzt vorwiegend auf heimische Tiere. Un­ ter den 80 Arten sind aber auch einige echte Exoten. Humboldt-Pinguine zum Beispiel. Seit Kurzem strampeln vier noch etwas unbeholfene Küken durch die Pin­ guin-Wasserwelt des Tierparks. Der Gang ihrer Eltern ist allerdings kaum eleganter. In vielen Gehegen sind sogenannte Kon­ taktbereiche eingerichtet, in denen sich Mensch und Tier buchstäblich hautnah kommen. Besonders Zwergziegen und

Allwetter-Zoo

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FOTOS: ALLWETTERZOO MÜNSTER, ERLEBNIS-ZOO HANNOVER , DPA

15. BERLIN

Tierpark Sababurg

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Die 50 besten

StelTielprfrläeuntzdee für

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◊◊Eintritt: 4,50 Euro (4–15 J.) bzw. 8 Euro (Erw.), Familienticket 21 Euro STELLPLATZ SÄLBER TOR

Auf dem Gelände sind 22 Stellflächen eingerichtet, und die Mobile stehen auf Rasengittern neben noch jungen Bäumen mitten im Grünen. Camper können Strom und Frischwasser gegen eine kleine Gebühr zapfen, die Entsorgungsstation ist kostenlos nutzbar. Auf die Saunaund Solelandschaft nebenan erhalten Mobilisten drei Euro Nachlass, der Eintritt für das Frei- und Wellenbad ist im Sommer frei. ◊◊Feldmarkstraße 209, 45883 Gelsenkirchen, Tel. 02 09-95 70 52 75, www.revierpark-nienhausen.de, Menüpunkte „Park“ und „Reisemobilstellplatz“ ◊◊Preis: 7 Euro

Zoo

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Hängebauchschweine suchen ständig Kontakt, denn die gefräßigen Parkbewohner wissen ganz genau: Jeder Zweibeiner ist ein potenzieller Futterlieferant. Sehenswert sind die täglich drei Flugshows mit Bussarden, Eulen und Adlern. Nur montags haben die großen Greifvögel ihren freien Tag. Tipp: Nach Voranmeldung können ­Besucher einen Tag als Falkner arbeiten. Preis für das einmalige Erlebnis: 85 Euro. ◊◊Sababurg 1, 34369 Hofgeismar, Tel. 0 56 71-7 66 49 90, www.tierpark-sababurg.de ◊◊Öffnungszeiten: 8–19 Uhr (April bis September), übrige Zeit kürzer

STELLPLATZ GESUNDHEITSPARK NIENHAUSEN 8,1 Kilometer

24. DORTMUND

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Orang-Utans, Schleichkatzen, Flughunde, Languren und kleine Pandas. Überall raschelt und wimmelt es von Tieren. Weitere große Themenbereiche beschäftigen sich mit den Tierwelten Alaskas und Afrikas. Tierische Highlights: Eisbären, Löwen, Hyänen, Zebras, Antilopen. ◊◊Bleckstr. 64, 45889 Gelsenkirchen, Tel. 02 09-9 54 50, www.zoom-erlebniswelt.de ◊◊Öffnungszeiten: April bis September 9–18.30 Uhr, März und Oktober bis 18 Uhr, sonst 10–17 Uhr ◊◊Eintritt: 12,50 Euro (4–12 J.) bzw. 19,50 Euro (Erw.)

14,1 Kilometer

Der kostenlose Platz ist ganzjährig nutzbar, nur bei Großveranstaltungen wie dem Viehmarkt ist das Gelände gesperrt. Am Sälber Tor können bis zu 50 Mobile ruhig und stadtnah stehen, Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten sind am Platz und können jeweils gegen eine geringe Gebühr genutzt werden. Nur Duschen gibt es nicht.

Dicke Backenwülste, großer Kehlsack: Das sind Walters Markenzeichen, an denen jeder Zoobesucher den Orang-Utan schnell erkennt. Walter ist gebürtiger Frankfurter, war schon in Schweden und Leipzig, bis er vor zehn Jahren in Dortmund sesshaft wurde. Walter macht auf schüchtern, hat aber drei Kinder von verschiedenen Frauen. Und längst ist er nicht mehr nur Liebling der Orang-Damen, sondern auch der Zoobesucher. Über Walters Leben als Orang-Mann berichten seine Pfleger jeden Tag um 14 Uhr im Regenwaldhaus des Zoos. Neben Walter sind natürlich noch viele weitere Zoobewohner einen Besuch ◊◊Sälber Tor, 34369 Hofgeismar, Tel. 0 56 71-5 07 04 00, www.reinhardswald.de wert. Die Nashörner zum Beispiel, aber auch die Angola-Giraffen, die Großen Ameisenbären – und ein hübsches Tier, dem wir Menschen leider einen üblen 23. GELSENKIRCHEN Namen verpasst haben: den Schabrackentapir. Wer möchte so heißen? Bottrop, Castrop – Tropenwelt im Gelsen- ◊◊Mergelteichstr. 80, 44225 Dortmund, Tel. 02 31-5 02 85 93, www.zoo.dortmund.de kirchener Zoo: Nirgendwo sonst in ◊◊Öffnungszeiten: täglich 9–18.30 Uhr Deutschland ist ein Trip in die Tropen so (März bis Oktober), Frühjahr/Herbst und einfach wie im Ruhrgebiet. Durch Winter bis 17.30 bzw. 16 Uhr den Tropen-Dschungel der Erlebniswelt ◊◊Preise: 4,50 Euro (ab 4 J.) schlängelt sich ein 1,3 Kilometer langer Pfad. In dem Regenwald rundherum leben bzw. 8 Euro (Erw.) 46

Zoom Erlebniswelt

26. BOCHUM

Tierpark

Tiere und Besucher haben in Bochum mehr Ruhe als in anderen Parks oder Zoos. Das Gelände ist mit zwei Hektar recht klein, dafür geht es im Bochumer Tierpark aber sehr entspannt zu. Das macht ihn zum idealen Ausflugsort für ­Familien auch mit kleineren Kindern, die hier ohne Gedränge und Geschiebe vor den Gehegen stehen und die Tiere beobachten können. Zu den Publikumslieblingen zählen diverse Affen, Erdmännchen, Kattas und Nasenbären und natürlich die Ziegen und Schafe im Streichelzoo. Besondere Attraktion sind aber die Nordseewel27 Duisburg ten, die sich die Seehunde mit den eigentlich nur auf der Südhalbkugel lebenden Pinguinen teilen. Aber die WG funktioniert STELLPLATZ FÄHRSTRASSE prima. Zusammen mit Terrarienhaus und 1,1 Kilometer STELLPLATZ WISCHLINGEN Aquarium leben in Bochum 4300 Tiere 11,9 Kilometer Auf dem ganzjährig nutzbaren und mehr als 330 Arten. ◊◊Klinikstr. 49, 44791 Bochum, Tel. Gelände können drei Mobile stehen. Der recht große, voll ausgestattete Platz 02 34-95 02 90, www.tierpark-bochum.de Strom sowie Ver- und Entsorfür 46 Mobile ist durch Büsche und Bäume ◊◊Öffnungszeiten: April bis September gungsmöglichkeiten auch für Chemiein mehrere Bereiche gegliedert und wirkt 9–19 Uhr, andere Zeiten bis 18 bzw. WCs sind am Platz. Gutes Essen dadurch beschaulicher. Das ganzjährig 16.30 Uhr gibt es nebenan im Gasthof Zum Mohr nutzbare Gelände am Rande des Revier◊◊Eintritt: 3,50 Euro (3–17 J.) bzw. oder in der Gosenschänke keine parks Wischlingen ist beleuchtet, der 7 Euro (Erw.) zwei Fußminuten vom Stellplatz ent­Boden eben und befestigt. fernt. WOHNMOBILSTELLPLATZ RUHRTAL ◊◊Wischlinger Weg 50, 44149 Dortmund, ◊◊Fährstraße 1, 06114 Halle/Saale, 13,6 Kilometer Tel. 01 72-2 31 48 34, www.wischlingen.de Tel. 03 45-12 27 90, ◊◊Preis: 8 Euro für 2 Personen www.stadtmarketing-halle.de 15 Mobile können auf der ruhigen Schot◊◊Preis: 50 Ct./Std., max. 4,50 Euro/Tag terrasenfläche am Ufer der Ruhr stehen.

Ver- und Entsorgungseinrichtungen sind auf dem ganzjährig geöffneten Platz vorhanden und können gegen geringe Gebühr genutzt werden. Nur auf WLAN und Duschen müssen Camper verzichten. Dafür können sie sich hier im Sommer im benachbarten Biergarten am Minigolfplatz erfrischen. ◊◊Ruhrdeich 24, 45525 Hattingen, Tel. 0 23 24-50 65 84, www.wohnmobilstellplatz-ruhrtal.de ◊◊Preis: 7 Euro

27. DUISBURG

Zoo

20 Stunden schlafen, vier Stunden auf ­Eukalyptusblättern herumkauen – bei den Koalas im Duisburger Zoo geht es sehr ­beschaulich zu. Trotzdem wollen alle die graubraunen Beuteltiere sehen. Zwei ­Gehege sind durch raumhohe Scheiben perfekt einsehbar, dahinter liegen noch einige Ruhezonen für die niedlichen Einzelgänger. Deutlich mehr Action ist im nicht unumstrittenen Delfinarium. Die Kachelarchitektur vergangener Jahrzehnte ist inzwischen einer großzügig gestalteten Anlage gewichen. Vorsicht: In den Reihen eins bis sieben wird’s bei Vorführungen nass! Besucher können nach Voranmeldung einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Delfinariums werfen: Pfleger ­erklären Futterzubereitung, Pflege, Zucht

25. HALLE/SAALE

Zoologischer Garten Mit 1700 Tieren und 250 Arten liegt der Hallenser Zoo von der Größe her zwar nur im deutschen Mittelfeld. Doch landschaftlich kann dem Zoologischen Garten auf dem Reilsberg kaum ein Zoo das Wasser reichen. Er gilt als einziger echter Bergzoo Deutschlands und bietet Besuchern beim Rundgang herrliche Aus­blicke auf die Stadt und die alten Burgen in der Umgebung. Tiere gibt es natürlich auch zu sehen, und zwar aus spannenden Blickwinkeln: Elefanten und Löwen lassen sich perfekt von einer erhöhten Besucherterrasse beobachten. Zoolo­ gische Schwerpunkte sind aber Bergtiere und die Fauna Südamerikas. Von dort stammt auch der älteste Zoo­bewohner: Die Zweifingerfaultier-Dame Paula kam 1971 schon als Erwachsene nach Halle. Sie geht also mindestens stramm auf die 50 zu, aber ihr genaues Alter kennt keiner. Wie das bei Damen manchmal so ist. ◊◊Reilstraße 57, 06114 Halle/Saale, Tel. 03 45-5 20 33 00, www.zoo-halle.de ◊◊Öffnungszeiten: April bis Oktober 9–17 Uhr (Sa., So., feiertags bis 18.30 Uhr), ­übrige Zeit bis 16 Uhr ◊◊Eintritt: 4,50 (4–17 J.) bzw. 9,50 Euro (Erw.), Familienticket ab 14,50 Euro

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Gelsenkirchen

FOTOS: HERSTELLER, DPA

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Die 50 besten

StelTielprfrläeuntzdee für

◊◊Öffnungszeiten: Mai bis September 9–19 Uhr, übrige Zeit bis 18 bzw. 17 Uhr ◊◊Eintritt: 11 Euro (4–14 J.) bzw. 18,50 Euro (Erw.), Familienticket 47 Euro

Zoo Landschaftspark

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Leipzig

Thomas-Müntzer-Höhe, Flügel 3, 09117 Chemnitz ◊◊Öffnungszeiten: April bis September 9–17 Uhr, übrige Zeit bis 17 bzw. 16 Uhr ◊◊Eintritt: 3 Euro (3–16 J.) bzw. 6 Euro (Erw.), Familienticket ab 9 Euro

Gangelt

STELLPLATZ MELINENBURG 5,7 Kilometer

Das Gelände für 30 Mobile liegt außerhalb der Umweltzone am Rand des Abtnaun­ dorfer Parks. Die Fahrzeuge stehen unter Bäumen auf Schotter oder Wiese, die City ist gut drei Kilometer entfernt. Bis auf ­Duschen ist auf dem Platz alles verfügbar, STELLPLATZ RUHRORTER YACHTCLUB was Reisemobilisten brauchen. 8,2 Kilometer ◊◊Stöhrerstr. 3, 04347 Leipzig, Tel. 03 41Der Club bietet zwölf Mobilisten Stellflächen 2 34 61 25, www.stellplatz-leipzig.de ◊◊Preis: 12 Euro für 2 Personen auf Gras und Pflaster. Camper können Strom und Wasser gegen geringe Gebühr beziehen und auch das Sanitärgebäu­de 29. WUPPERTAL des Clubs nutzen. Dienstags und freitags gibt es frisch gezapftes Bier im Clubhaus. ◊◊Am Eisenbahnbassin 42, Am Anfang waren der Park, weite Wiesen47119 Duisburg-Ruhrort, Tel. 02 03-8 24 09, flächen und Teiche. Das war anno 1879. www.ruhrorter-yachtclub.de Später kamen die für den Wuppertaler Zoo ◊◊Preis: 8 Euro charakteristischen großen Tierhäuser hinzu, die in kurzem Spaziergang-Abstand voneinander entfernt auf dem historischen Park28. LEIPZIG gelände verteilt stehen. Mittlerweile wurde der Zoo umfassend modernisiert, doch die Park­anlage aus der Gründerzeit mit inzwiOobi-Ooobi ist keine neue Figur aus „Star Wars“ und auch kein Baumarkt. Oobi-Ooobi schen uralten Bäumen ist weitgehend erhalist ein Koala aus Belgien, der seit Kurzem in ten geblieben. Diese Idylle ist seit Kurzem Heimat der tapsigen Elefantendame Tuffi. der neuen Leipziger Beuteltier-Residenz wohnt. Das Gehege gehört zu einer der vie- Das Kalb kam im März zur Welt und ist derzeit die größte Attraktion im Zoo. Obwohl len großzügig und authentisch gestalteten sie viel Konkurrenz hat: Löwen und Tiger Panoramawelten des renommierten Zoos, zum Beispiel, Menschenaffen, Eisbären, der Weltruf genießt. Dank der weitgehend Wölfe, tropische Vögel und Pinguine, um gitterlosen Bereiche haben Besucher den perfekten Blick auf die 4500 Tiere – und um- nur einige der knapp 470 Arten zu nennen. gekehrt. In Pongoland, der Menschenaffen- ◊◊Hubertusallee 30, 42117 Wuppertal, Tel. anlage mit Schimpansen, Bonobos, Gorillas 02 02-5 63 36 00, www.zoo-wuppertal.de ◊◊Öffnungszeiten: täglich 8.30–18 Uhr, und Orang-Utans, ist wirklich nicht mehr ganz klar, wer hier wen beobachtet: Wir die Winterzeit bis 17 Uhr ◊◊Eintritt: 7 Euro (4–16 J.) bzw. 14,50 Euro Affen oder die Affen uns? Ansichtssache. (Erw.), Kleingruppenticket ◊◊Pfaffendorfer Str. 29, 04105 Leipzig, (2 Erw., bis zu 3 Kinder) 37 Euro Tel. 03 41-5 93 33 85, www.zoo-leipzig.de

Zoo

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FOTOS: D. URBAN, HERSTELLER, R. SCHLOSSER/ZOO KÖLN, DPA

und Training der Flippers. Preis für die fünfstündige Tour: 50 Euro. Der Rest des Zootages reicht dann sicher nicht mehr aus, um die mehr als 6300 Zootiere von Afrikanischer Elefant bis Zwergotter anzusehen. In Duisburg leben aktuell über 400 Arten. ◊◊Mülheimer Str. 273, 47058 Duisburg, Tel. 02 03-30 55 90, www.zoo-duisburg.de ◊◊Öffnungszeiten: März bis Oktober 9–18.30 Uhr, übrige Zeit bis 16 Uhr ◊◊Eintritt: 9,90 Euro (3–17 J.) bzw. 16,90 Euro (Erw.)

WOHNMOBILOASE BARMEN bar und komplett ausgestattet. Die Du16,6 Kilometer schen sind allerdings 250 Meter entfernt in der City-Herberge. Hier gibt es auch Die zehn Stellflächen auf Schotter liegen Frühstück. Buffet: 6,50 Euro. auf dem Betriebsgelände von Rheingold◊◊Zinzendorfstraße, 01069 Dresden, Reisen. Der ganzjährig geöffnete Platz Tel. 03 51-4 85 99 00, verfügt über Ver- und Entsorgung, Strom www.wohnmobil-dresden.de ist im Preis enthalten. ◊◊Preis: 14 Euro ◊◊Linderhauser Str. 70, 42279 Wuppertal, Tel. 02 02-76 96 30, www.rheingoldbus.de ◊◊Preis: 15 Euro 31. GANGELT

Hochwild-Freigehege

30. DRESDEN

Zoo

Was der sprichwörtliche Löwenhunger wirk­ lich bedeutet, können sich Besucher täglich um 12.30 Uhr im Dresdner Zoo ansehen. Die Mähnentiere können bis zu 40 Kilo Fleisch auf einmal verschlingen, da fliegen manchmal buchstäblich die Fetzen. Zuerst bedient sich der Rudelchef, dann darf der Rest des Rudels an Brust oder Keule – oder was halt gerade auf dem Speiseplan steht. Und was der Boss übrig gelassen hat. Da geht es bei der Fütterung der Elefanten (täglich um 13.30 Uhr) nebenan demokra­ tischer zu. Jeder darf mal rüsseln, bis alle Eimer leer sind. Nicht verpassen: Die Mantelaffen haben im Mai Nachwuchs bekommen. Das Geschlecht stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Fest steht dagegen, dass das Mini-Äffchen auf der Niedlichkeitsskala von AUTO BILD REISEMOBIL die Höchstwertung 10 erhält. ◊◊Tiergartenstr. 1, 01219 Dresden, Tel. 03 51-47 80 60, www.zoo-dresden.de ◊◊Öffnungszeiten: im Sommer 8.30–18.30 Uhr, sonst bis 17.30 bzw. 16.30 Uhr ◊◊Eintritt: 4 Euro (3–16 J.) bzw. 12 Euro (Erw.), Familienticket 30 Euro

Die Bären sind los im Wildpark! Die Braunbärinnen Sava und Tara haben Nachwuchs, und seit einigen Wochen trauen sich die Jungen auch aus der Höhle. Natürlich nur unter mütterlicher Aufsicht. Neugierig tapsen die Kleinen durch das große Freigehege, dösen in der Sonne – oder nerven Mutti. Ziel des Wildparks nahe der niederländischen Grenze ist es, europäische Wildtiere in ihrem natürlichen ­Lebensraum zu zeigen. Darunter fallen ­neben Braunbären 50 weitere Arten wie Wisente, Wölfe, Fischotter, Murmeltiere, Elche und verschiedene Greifvögel. Besonderheit sind die täglichen Flugshows (außer Freitag) von Steinadler, Rotmilan oder Kappengeier. ◊◊Schinvelder Str., 52538 Gangelt, Tel. 0 24 54-24 59, www.wildpark-gangelt.com ◊◊Öffnungszeiten: März bis Oktober 9–19 Uhr, übrige Zeit 9–17 Uhr ◊◊Eintritt: 4,50 Euro (4–15 J.) bzw. 7,50 Euro (Erw.), Familienticket 22,50 Euro REISEMOBILHAFEN RODEBACHTAL 5 Kilometer

Hier stehen bis zu 40 Mobile sehr komfortabel: Wasser- und Stromversorgung, Duschen, Entsorgung inkl. Chemie-WC-Entleerung, Waschmaschinen, Trockner – im STELLPLATZ AM BLÜHERPARK mittelalterlichen Gangelt erwartet Camper 1,3 Kilometer das volle Programm, teilweise gegen ein Das Gelände für 50 Mobile liegt in der Nähe paar Cent Aufpreis. Das ganzjährig geöff­ nete Areal ist ruhig gelegen und videoüberdes Volksparks Großer Garten und der Dresdner Altstadt. Es ist ganzjährig nutz- wacht. Voranmeldung wird empfohlen.

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◊◊Am Freibad 13, 52538 Gangelt, Tel. 0 24 54-93 63 41, www.gangelt.de, Menüpunkte „Tourismus“ und „WomoStellplatz“ ◊◊Preis: 10 Euro

Köln

33. CHEMNITZ

Tierpark

Aus dem einstigen Heimattierpark der 1960er-Jahre ist über die Jahrzehnte ein großer Zoo mit 200 Arten und 1000 Tieren aus aller Welt geworden. Löwen und Zebras leben in Chemnitz, Tiger, Kamele 32. ERFURT und Bären – um nur einige Highlights zu nennen. 15 europäische Arten kommen Der mit 63 Hektar Fläche drittgrößte deut- im knapp vier Kilometer entfernten Wildsche Zoo lockt mit natürlich nachempfun- gatter Oberrabenstein hinzu. Europaweit einzigartig ist das sogenannte Vivarium denen, begehbaren Lebensräumen. Be­ sucher können durch einen Lemurenwald mit rund 500 Amphibien im Tierpark. Zu oder das Känguruland spazieren, den Ber- sehen sind Schleichen-, Frosch- und berberg erklimmen oder den Zootieren in Schwanzlurche – teilweise sehr bizarre Wesen. Unbedingt ansehen! der Ibisvoliere und dem Hirschwald ganz nah sein. Knapp 350 Arten leben im Park, ◊◊Tierpark: Nevoigtstr. 18, 09117 Cheminsgesamt sind es rund 2300 Tiere. Darun- nitz, Tel. 03 71-85 00 28, www.tierparkchemnitz.de, Wildgatter Oberrabenstein: ter ist auch der schnellste Landjäger der Welt, der Gepard. Und kuriose Nutztiere wie Grunzochsen. Diese Haus-Yaks sind für die Menschen in der Himalaja-Region so etwas wie eierlegende Wollmilchsäue: Sie sind Lastenträger, Woll- und Milchlieferanten zugleich. ◊◊Am Zoopark 1, 99087 Erfurt, Tel. 03 6175 18 80, www.zoopark-erfurt.de ◊◊Öffnungszeiten: März bis Oktober 9–18 Uhr, übrige Zeit 9–16 Uhr ◊◊Eintritt: 5 Euro (3–18 J.) bzw. 9,50 Euro (Erw.), Familienticket 25 Euro

Thüringer Zoopark

gängen unter Wasser beobachten können. Und das, was da in der afrikanischen Flusslandschaft an der Wasseroberfläche treibt, sind keine alten Baumstämme, sondern gefährliche Nilkrokodile, die auf Beute lauern. Beruhigend für Besucher: Sie können Klein-Afrika im Kölner Zoo sicher und troSTELLPLATZ AM STADTPARK ckenen Fußes durchwandern. Außerdem 6,8 Kilometer unbedingt ansehen: das sensationelle Aquarium mit 70 (!) geografisch geordneZwei Mobile können auf einem kleinen ten Becken, den XXL-Elefantenpark, den umzäunten Areal am Therapiezentrum mitten im Stadtpark stehen. Ver- und Ent- bergischen Bauernhof mit vielen Nutz­ tieren – und die Erdmännchen. Auch die sorgung sowie Strom sind am Platz vorhaben gerade viermal Nachwuchs be­ handen. Ausweichmöglichkeit: Stellplatz „Zum Braumeister“ (Dr.-Salvador-Allende- kommen. Bei gutem Wetter springen die Kleinen schon im Freigelände herum. Str. 166a, 09120 Chemnitz, Tel. 03 7122 68 65, www.braumeister-chemnitz.de). ­Natürlich streng bewacht und behütet von älteren Geschwistern, Tanten, Onkeln, Hier ist Platz für vier Mobile neben dem Gasthaus, Strom und Wasser gibt es auch. Großeltern, Eltern. Kurz: Die ganze Erdmännchen-Sippe hat ein Auge auf sie. Preis: 4 Euro ◊◊Riehler Str. 173, 50735 Köln, ◊◊Beckerstr. 16, 09120 Chemnitz, Tel. 03 71-38 27 40, www.rehaklinik-online.de Tel. 02 21-56 79 91 00, www.koelnerzoo.de ◊◊Öffnungszeiten: Sommer 9–18 Uhr, ◊◊Preis: 11 Euro Winter bis 17 Uhr ◊◊Eintritt: 9 Euro (4–12 J.) bzw. 19,50 Euro 34. KÖLN (Erw.)

Zoo und Aquarium

Ein Flachlandgorilla, ein Asiatischer Elefant, vier Kurzkrallenotter – das sind einige der aktuellen Neuzugänge im Kölner Zoo. Alle Babys kamen im Frühjahr zur Welt und tapsen darum noch etwas unbeholfen durch die Gehege – zur Freude der Besucher. In Köln heißen die Gehege übrigens zu Recht Tierwelten, denn sie sind zumeist sehr großzügig geschnitten und den natürlichen Lebensräumen ihrer Bewohner nachempfunden. Zum Beispiel der Hippodom mit Flusspferden, die Zoobesucher dank großer Glasflächen auch bei Spazier-

REISEMOBILHAFEN KÖLN

1,2 Kilometer

Gleich neben der Jugendherberge und direkt am Rhein liegt das Gelände mit Platz für 64 Mobile. Strom- und Wasserversorgung sowie Entsorgungsmöglichkeiten sind vorhanden, nur wenige Schritte entfernt ist der Kölner Zoo. In die vier Kilometer entfernte City fährt eine U-Bahn, die Halte­ stelle liegt 200 Meter neben dem Platz. ◊◊An der Schanz, 50735 Köln, Tel. 01 784 67 45 91, www.reisemobilhafen-koeln.de ◊◊Preis: 10 Euro

WOHNMOBILPARK TRAUTMANN 10,2 Kilometer Auf dem terrassenförmig angelegten Gelände in einem Wohngebiet können bis zu 20 Mobile auf drei Ebenen stehen. Der Schotterplatz ist videoüberwacht, die Ausstattung lässt keine Wünsche offen: Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, Duschen und WLAN sind am Platz und gegen geringe Gebühr nutzbar. ◊◊Rottenbacherweg 11, 99097 Erfurt, Tel. 03 61-41 39 80, www.caravan-trautmann.de ◊◊Preis: 9 Euro inkl. Kulturbeitrag

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Erfurt

www.autobild.de/reisemobil 93 © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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NšchškeiššEdelstahlZubehššššššššššššš Euregio-Zoo Lisztäffchen, Totenkopfäffchen, Krallen-, Berber- und Kapuzineraffen – und jährlich 360 000 menschliche Besucher: Im Aachener Tierpark wimmelt es nur so von Primaten – und diversen Attraktionen für Kinder! Über den Zoo verteilt sind mehrere große Spielplätze, es gibt einen Kinder-Bauernhof mit vielen Nutztieren, Streichel-Gehege, Ponyreitplatz und eine begehbare Wellensittich-Voliere. Spezia­ lität der bunten Vögel von „Down Under“: auf den Köpfen der Besucher landen und deren Haare mit dem Schnabel kreativ umgestalten. Mit völlig neuer Frise geht’s danach weiter zu den Gehegen von Kleinen Pandas, Pelikanen, Stachelschweinen, Pinguinen und Geparden. ◊◊Obere Drimbornstr. 44, 52066 Aachen, Tel. 02 41-5 93 85, www.euregiozoo.de ◊◊Öffnungszeiten: Februar bis November 9–18.30 Uhr, übrige Zeit bis 17.30 bzw. 16.30 Uhr ◊◊Eintritt: 3 Euro (ab 3 J.) bzw. 6 Euro (Erw.)

◊◊Branderhofer Weg 11, 52066 Aachen, Tel. 02 41-6 08 80 57, www.aachen-camping.de ◊◊Preis: 15 Euro

STELLPLATZ LINDENHOF

sive einer U-Bahn-Station in der Nähe. 14,2 Kilometer Der Haken: Zum Grundpreis (unten) kommen deftige 7 Euro pro Person und Tag Kurzurlaub beim Bauern! Am Lindenhof sowie 3 Euro Strompauschale. zwischen Wiesen und Feldern ist Platz für ◊◊An der Sandelmühle 35, drei Mobile. Entsorgungsmöglichkeiten und 60439 Frankfurt, Tel. 0 69-57 03 32, Wasserversorgung sind vorhanden, im Café www.city-camp-frankfurt.de und Hofladen gibt es Hausmacher-Wurst◊◊Preis: ab 8 Euro je nach Mobilgröße waren und viele Produkte direkt vom Bauern. Wichtig: Anmeldung erforderlich. ◊◊Jakob-Lengfelder-Str. 152, 61352 Bad 40. DARMSTADT Homburg v. d. Höhe, Tel. 0 61 72-4 32 83, www.land-partie.de, „Lindenhof Bad Homburg“ in Suchfeld eingeben Der mit 1500 Tieren und 170 Arten rela◊◊Preis: 10 Euro tiv kleine Zoo hat in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich bedrohte Tiere gezüchtet, allen voran Schopfmakaken. 39. FRANKFURT In ihrer Heimat Indonesien sind sie selten geworden, in Darmstadt turnen die Meerkatzen in einem großen Freigehege 65 Tonnen Äpfel, 36 Tonnen Karotten, 16 Tonnen Fisch und 20 Tonnen Fleisch ver- sowie im Makakenhaus herum. Ihre Nachbarn sind Stumpfkrokodile und viefüttern die Tierpfleger im Frankfurter le Exoten mit sehr seltsam klingenden Zoo pro Jahr an ihre Schützlinge. BesonNamen. Zum Beispiel die Krokodil­ ders kräftig hauen Flusspferd Petra schwanz-Höckerechsen und Binturongs, (wiegt zwei Tonnen) und Giraffen-Bulle Hatari (ist 5,50 Meter hoch) rein – gern auch kleine Schleichkatzen. Besonderheit ist unter Zeugen. Besucher können dabei sein, das begehbare Kängurugehege. Keine wenn Zoo-Größen wie Nashörner oder Kro- Angst, die Beuteltiere tun nichts, die wollen nur spielen. Meistens. kodile sowie 4500 weitere Zootiere (450 Arten) ihren Hunger stillen. Der Frankfurter ◊◊Schnampelweg 5, 64287 Darmstadt, Zoo wurde 1858 eröffnet und gehört zu den Tel. 0 61 51-13 33 91, www.zoo-vivarium.de ◊◊Öffnungszeiten: April bis September ältesten der Welt. Weltruf erlangte er vor allem wegen seiner Menschenaffen, die seit 9–19 Uhr, übrige Zeit bis 18 bzw. 17 Uhr ◊◊Eintritt: 1,50 Euro (ab 2 J.) bzw. 6 Euro einigen Jahren im neu gestalteten großen Borgori-Wald leben. Mittlerweile wurden im (Erw.), Familienticket ab 12,50 Euro Zoo mehr als 100 Menschenaffen-Babys geSTELLPLATZ KURALPE KREUZHOF boren – Weltrekord. 20,1 Kilometer ◊◊Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt/Main, Tel. 0 69-21 23 37 35, Auf dem ganzjährig nutzbaren Gelände www.zoo-frankfurt.de für sechs Mobile gibt es Strom ◊◊Öffnungszeiten: Sommerzeit 9–19 Uhr, und Wasser, aber keine EntsorgungsWinterzeit bis 17 Uhr möglichkeiten. Strom sowie ein ◊◊Eintritt: 5 Euro (6–17 J.) bzw. 10 Euro 10-Euro-Verzehrbon fürs Restaurant (Erw.), Familienticket 25 Euro sind im Preis enthalten. Im Hofladen gibt es frische Brötchen und CITY CAMP FRANKFURT hausgemachte Produkte. 7,7 Kilometer ◊◊Kuralpe 2, 64686 Lautertal, Tel. 0 62 54-9 51 50, www.kuralpe.de Das Gelände liegt an einem See und hat alles, was für Mobilisten wichtig ist, inklu- ◊◊Preis: 15 Euro

36. WEILBURG

Wildpark & Tiergarten

Dort, wo heute der Wildpark ist, hielt schon Graf Albrecht von Nassau vor 500 Jahren Damwild. Eine alte Ringmauer erinnert an die Anfänge des Tiergartens. Auch heute ist hier Damwild zu sehen, hinzu kamen über die Jahrhunderte knapp zwei Dutzend weitere Arten wie Wisente, Auerochsen, Steinböcke oder Luchse. Jüngste Tierart in Weilburg: Braunbären. Die beiden Petze stammen aus der Tatra, wo sie mutterlos in der Wildnis umherliefen. Inzwischen sind sie drei Jahre alt – und die Stars in Weilburg. Aber auch der Park mit seinen uralten Eichen, historischen Gebäuden und Einkehrmöglichkeiten ist eine echte Sehenswürdigkeit. ◊◊Tiergartenstraße, 35781 Weilburg, Tel. 0 64 71-62 62 84, www.wildpark-weilburg.de PLATZ FÜR CAMPING AACHEN ◊◊Öffnungszeiten: Sommer 9–19 Uhr, 2 Kilometer übrige Zeit bis 17 bzw. 16.30 Uhr ◊◊Eintritt: 3 Euro (4–14 J.) bzw. 6 Euro Das eingezäunte Gelände für 46 Mobile (Erw.), Familienticket 17 Euro ist ringförmig angelegt, parzelliert und bietet fast alles, was ein moderner STELLPLATZ AN DER LAHN Stellplatz so haben kann. Nur WLAN 6,6 Kilometer gibt es nicht. Strom ist im Preis enthalten, die Fahrzeuge stehen auf RasenDas ganzjährig nutzbare Gelände für gitter. In die Innenstadt gibt es eine 80 Mobile liegt direkt an der Lahn in Altgute Busverbindung. stadtnähe. Ver- und Entsorgungseinrich-

Zoo Vivarium

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Neuwied

Zoologischer Garten tungen sind vorhanden, ebenso ein WC. Strom ist im Grundpreis enthalten. ◊◊Hainallee, 35781 Weilburg, Tel. 0 64 71-3 14 67, www.weilburg.de ◊◊Preis: 8 Euro

37. NEUWIED

Zoo

Über die weitläufige Wiese im Zentrum des Zoos hüpft die größte Herde Grauer Riesenkängurus der Welt – Australien einmal ausgenommen. Dazwischen laufen Emus herum. Trotz etlicher großer Wildkatzen wie Löwen, Tigern und Geparden sind die Beuteltiere die unangefochtenen Stars des größten Zoos in Rheinland-Pfalz.

Nichts für Arachnophobiker: das große Krabbeln an der sehr interessanten Insekten- und Spinnenwand. ◊◊Waldstr. 160, 56566 Neuwied, Tel. 0 26 22-9 04 60, www.zoo-neuwied.de ◊◊Öffnungszeiten: Sommerzeit 9–18 Uhr, Winterzeit bis 17 Uhr ◊◊Eintritt: 7 Euro (3–13 J.) bzw. 14 Euro (Erw.) STELLPLATZ AM MOTOR-YACHT-CLUB 9,5 Kilometer Das umzäunte Gelände mit Rheinblick ist komplett ausgestattet und bietet auf zwei Ebenen Platz für 40 Mobile. Camper melden sich beim Hafenmeister an. ◊◊Rheinstr. 180, 56564 Neuwied, Tel. 0 26 31-35 36 37, www.mycn.de ◊◊Preis: 7 Euro

38. KRONBERG/TAUNUS

Opel-Zoo

Kronberg/Taunus

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Kein Problem.

FOTOS: ARCHIV OPEL-ZOO, W. FAUST, DPA

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Füttern verboten? Nicht im Opel-Zoo. Hier gehört es dazu, dass Besucher Rothirschen, Mufflons oder Elefanten ein paar leckere Snacks reichen und die Tiere hautoder fellnah erleben. Munition für das große Fressen – Möhren und Trockenfutter – gibt es im Zoo. Kinder lieben den Zoo aber auch aus anderen Gründen. Einer ist der Streichelzoo mit Bruthaus. Ein weiterer sind die Ponys, auf denen der Nachwuchs ein paar Runden drehen kann. Zudem gibt es jede Menge Spielplätze, Riesenrutschen und Lehrpfade. Sehenswert sind die Afrika-Savanne mit Giraffen, Gnus und Impalas sowie das Elefantenhaus und das neue Gelände für die Brillenpinguine. Tipp: Täglich um 14 Uhr stellen Tierpfleger Besuchern ihre jeweiligen Schützlinge vor. ◊◊Königsteiner Str. 35, 61476 Kronberg/ Taunus, Tel. 0 61 73-3 25 90 30, www.opel-zoo.de ◊◊Öffnungszeiten: Sommer 9–19 Uhr, übrige Zeit bis 18 bzw. 17 Uhr ◊◊Eintritt: 7,50 Euro (3–14 J.) bzw. 14 Euro (Erw.)

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35. AACHEN

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39

Frankfurt

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46

Neuschönau

STELLPLATZ SOLYMAR THERME Alpenmurmeltiere, der Schau-Bauernhof 5,7 Kilometer und der „Kleine Adler“. Die Eisenbahn rattert für einen Euro einmal längs durch Das Gelände für 20 Mobile liegt am Kur­ den gesamten Tierpark. park und ist das ganze Jahr geöffnet. ◊◊Am Tiergarten 30, 90480 Nürnberg, Wasser, Strom und Entsorgungsmöglich­ Tel. 09 11-5 45 46, keiten sind am Platz, nebenan ist das www.tiergarten.nuernberg.de Erlebnisbad Solymar. ◊◊Öffnungszeiten: 8–19.30 Uhr ◊◊Erlenbachweg, 97980 Bad Mergent­ ◊◊Eintritt: 6,50 Euro (4–13 J.) heim, Tel. 0 79 31-57 48 15, bzw. 13,50 Euro (Erw.), www.bad-mergentheim.de, Menüpunkte Familienticket ab 18 Euro „Unterkünfte“ und „Campingplätze“ STELLPLATZ ZUM BREZ’NWIRT ◊◊Preis: 5 Euro plus Kurtaxe 6,4 Kilometer

42. NÜRNBERG

Tiergarten 41. BAD MERGENTHEIM

für Familien. Wer sie bucht, hat das Rie­ sen-Rudel eine Nacht zum Nachbarn. Ge­ schlafen wird im Zelt auf Stroh – wenn man denn wirklich ein Auge zutun kann. Wenn es dämmert in dem großen Wald­ Denn das nahe Wolfsgeheul geht durch gebiet südöstlich von Bad Mergentheim, geht es wieder los: Wölfe bringen sich mit Mark und Bein. 2016 sind leider schon alle acht Wolfsnächte ausgebucht. Mehr als lautem Geheul in Stimmung für die Jagd. Rund 30 der Raubtiere leben im Wildpark ein kleiner Trost sind die vielen weiteren – so viele wie in keinem anderen Tierpark Attraktionen im Park: die Braunbären und die Greifvögel, aber auch die begehbare des Kontinents. Besucher können dem Biberburg, in der Besucher den Nagern in XXL-Rudel ganz nah kommen. Zum Bei­ deren Bau auf den Pelz gucken können. spiel, wenn sie einen Tierpfleger bei der täglichen Fütterungsrunde durch den Park ◊◊Wildpark 1, 97980 Bad Mergentheim, Tel. 0 79 31-56 30 50, www.wildtierpark.de begleiten. Dann traut sich das Rudel aus dem Unterholz und steht plötzlich mitten ◊◊Öffnungszeiten: bis 6. 11. tägl. 9–18 Uhr auf dem Rundweg vor den Besuchern! Eine ◊◊Eintritt: 6,50 Euro (3–14 J.) bzw. 10 Euro (Erw.) besondere Mutprobe ist die Wolfsnacht

Wildpark

41

Bad Mergentheim

Früher versprühte das alte Delfinarium den Charme eines gekachelten Schwimm­ bads, doch endlich hat der Park aufgerüs­ tet: Seit 2011 tummeln sich die Großen Tümmler in der Delfinlagune mit Außen­ becken – so etwas hat kein anderer deut­ scher Tierpark. Das gilt auch für den riesi­ gen Landschaftspark mit Wäldern, Auen und Weihern, in den der Zoo eingebettet ist. Die Stars in Nürnberg sind aktuell Aljo­ scha und Volodya, zwei Tiger-Kleinkinder, die im vergangenen Jahr im Raubtierhaus zur Welt gekommen sind. Unbedingt anse­ hen: die Wasserlandschaft für Pinguine, Eisbären, Otter und Seelöwen, die sensa­ tionelle Tropenhalle Manatihaus – und die idyllisch gelegene Waldschänke mit regio­ nalen Spezialitäten. Großartig für Kinder sind die frei im Zoo herumlaufenden

Wer beim Brez’nwirt einkehrt, kann den ganzjährig geöffneten Stellplatz für vier Mobile kostenlos nutzen. Alle anderen zahlen zehn Euro. Fränkische Köstlichkei­ ten wie Schäufele mit Kloß und Salat (11,80 Euro) gibt’s bis 22 Uhr. Der Platz verfügt nur über Stromanschlüsse, eine U-Bahn-Station ist 100 Meter entfernt. ◊◊Ziegelsteinstr. 195, 90411 Nürnberg, Tel. 09 11-52 20 20, www.breznwirt.de

43. HEIDELBERG

Zoo

Dickes Zottelfell, 300 Kilogramm Gewicht, würziger Atem – in Heidelberg wartet das erste Zoo-Highlight schon am Ein­ gang: der bedrohte Syrische Braunbär. Ein paar Schritte weiter: die ebenfalls seltenen asiatischen Goldkatzen, Riesen­ seeadler und Roloway-Meerkatzen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Zoo schrittweise und konsequent auf Artenschutz spezialisiert und bietet bedrohten Tieren in Zusammenarbeit mit der Stiftung Artenschutz ein Zuhause. Spektakulär: die große Heidelberger Jungbullen-Elefantenherde und das aben­ teuerlich gestaltete Löwengelände. Heidelberg hat mit 2700 Tieren und rund 180 Arten nicht den größten Zoo. Aber einen der interessantesten. ◊◊Tiergartenstr. 3, 69120 Heidelberg, Tel. 0 62 21-6 45 50, www.zoo-heidelberg.de ◊◊Öffnungszeiten: April bis September 9–19 Uhr, übrige Zeit bis 18 bzw. 17 Uhr ◊◊Eintritt: 5,10 Euro (3–18 J.) bzw. 10,20 Euro (Erw.), Familienticket ab 18 Euro, in der Nebensaison günstiger

44. SAARBRÜCKEN

Knorpelohren und der kleinen Plauze be­ zaubert der Nilpferdjunge die Karlsruher Zoobesucher. Bezaubernd sind auch etliche andere Tierkinder. Zum Beispiel Gibbons gelten nicht nur als die besten die drei im vergangenen Jahr geborenen Kletterer der Welt, sie lieben es auch, Schneeleoparden und die wenige Wochen früh am Morgen zu singen. Wer eine Kostprobe der heimlichen Popstars unter alten Luchskinder. Wie seine Tiere ist auch der Zoo auf Wachstumskurs: Derzeit den Affen hören möchte, sollte deshalb entsteht in Karlsruhe der Himalaja schon vor 9 Uhr am Affenhaus sein. im Kleinformat. Bauabschnitt 1 ist abge­ Der Gesang der Saarbrücker Gebrüder Gibb ist allerdings recht speziell. Er liegt schlossen, die Schneeleoparden und Roten Pandas wohnen schon in der künst­ irgendwo zwischen US-Polizeisirene lichen Bergregion, die nun schrittweise und Auto-Alarmanlage. Mindestens ge­ erweitert wird. Weitere Highlights sind wöhnungsbedürftig, was die Gibbons das Affenhaus mit dem Freigelände für da morgens abliefern. Wer den Heul­ susen nicht zuhören möchte, hat in Saar­ Schimpansen, das nagelneue Exotenhaus und die Polarregion, in der Besucher brücken genügend Alternativen: Im durch Unterwasserscheiben den Eisbären Zoo leben 150 Arten, insgesamt rund 1000 Tiere, darunter weitere Menschen­ beim Wassertreten zusehen können. Toll nicht nur für Kinder: eine kleine Pause affen, Giraffen, Leo- und Geparden. bei einer Gondoletta-Bootstour durch ◊◊Graf-Stauffenberg-Straße, 66121 Saarbrücken, Tel. 06 81-9 05 36 00, den herrlichen Park. ◊◊Ettlinger Str. 6, 76137 Karlsruhe, Tel. www.zoo.saarbruecken.de 07 21-1 33 68 15, www.karlsruhe.de/zoo ◊◊Öffnungszeiten: Sommerzeit ◊◊Öffnungszeiten: Mai–September 8.30–18 Uhr, Winterzeit 9–17 Uhr 8–18 Uhr, übrige Zeit bis 17.30/17/16 Uhr ◊◊Eintritt: 5 Euro (Kinder u. Jugendliche) ◊◊Eintritt: 5 Euro (6–15 J.) bzw. 8 Euro (Erw.) bzw. 10 Euro (Erw.) WOMOPARK IM SAARLAND 14,1 Kilometer STELLPLATZ AZUR CAMPING 7,4 Kilometer 61 großzügig parzellierte Stellflächen, sehr ruhig im Biosphärenreservat Blies­ Im Eingangsbereich des Campingplatzes gau und neben der Saarland-Therme gele­ sind acht Stellplätze auf Schotterrasen gen: Für Camper lohnt die kurze Fahrt eingerichtet, die von April bis Oktober zum komplett ausgestatteten Womopark. nutzbar sind. Bis auf WLAN haben Camper ◊◊Zum Bergwald 8, 66271 Kleinblitters­ alles am Platz – inklusive Restaurant. dorf, Tel. 01 63-7 95 53 63, Ein Supermarkt ist gut 500 Meter entfernt. www.womopark-saar.de ◊◊Tiengener Str. 40, 76227 Karlsruhe, ◊◊Preis: 10 Euro Tel. 07 21-49 72 36, www.azur-camping.de ◊◊Preis: ab 6,50 Euro

45. KARLSRUHE

Zoologischer Stadtgarten

Der süßeste Einwohner Karlsruhes heißt Karl-Wilhelm und ist gerade ein Jahr alt geworden. Mit seinen hochstehenden

46. NEUSCHÖNAU

Tierfreigelände

Besucher wandern auf einem sieben Kilo­ meter langen Rundweg quer durch den 200 Hektar großen Bergwald, der Teil des Natio­nalparks Bayerischer Wald ist. Zu bei­

WOMO-STELLPLATZ MEHRMANN 7,4 Kilometer

FOTOS: HERSTELLER (2), ERLEBNIS AKADEMIE AG, WILHELMA STUTTGART

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Zoologischer Garten

tischer Botanischer Garten. Aber der Rei­ he nach. Mit etwa 11 000 Tieren und 1200 Arten gehört der Zoo zu den artenreichs­ ten der Welt. Hinzu kommen 7000 Pflan­ zenarten im historischen Park und in den Gewächshäusern, die für sich allein ge­ nommen schon einen längeren StuttgartBesuch wert sind. Einst zog sich Schwa­ benkönig Wilhelm I. hierhin zurück, heute kommen jährlich zwei Millionen Besucher, um den Artenreichtum zu bestaunen. Die Wilhelma an einem einzigen Tag zu durch­ streifen ist unmöglich. Darum: Schwer­ punkte setzen oder zwei bis drei Tage für den Besuch einplanen. Zu jedem Besuch gehört aber unbedingt ein Abstecher zu den Gorillas und Bonobos im noch neuen Affenhaus. Es gilt als bestmögliche Unter­ kunft, die nach aktuellem Kenntnisstand für Menschenaffen möglich ist. Welche Tierarten hat die Wilhelma sonst noch zu bieten? So ziemlich alles, was fliegen, laufen, klettern, schwimmen, kriechen oder wühlen kann. Einen schönen Über­ blick gibt’s im aktuellen Wimmelbuch „Die Wilhelma wimmelt“, Preis: 9,90 Euro. ◊◊Wilhelmaplatz 13, 70376 Stuttgart, Tel. 07 11-5 40 20, www.wilhelma.de ◊◊Öffnungszeiten: 8.15–18 Uhr bzw. 16 Uhr im Herbst und Winter ◊◊Eintritt: im Sommer 8 Euro (6–17 J.) bzw. 16 Euro (Erw.), Familienticket ab 24 Euro, im Winter günstiger

STELLPLATZ AM FREIBAD

STELLPLATZ AM FREIZEITBAD 5,6 Kilometer

15,2 Kilometer

47. STUTTGART

Zoo Wilhelma

Die Wilhelma ist nicht einfach nur ein Zoo, sondern eine Institution – und ein gigan­ 45

96 www.autobild.de/reisemobil © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

den Seiten der Route leben etwa 40 heimi­ sche Tierarten in weitläufigen Gehegen oder Volieren. Zu sehen sind u. a. Wolf, Luchs, Braunbär, Auerhuhn, Elch und Fisch­ otter. Nicht immer lassen sich die oft scheu­ en Bergwaldbewohner gut beobachten, denn der Park ist so konzipiert, dass sich die Tiere jederzeit ins Unterholz zurückzie­ hen können. Das macht den Ausflug für Besucher zu einer Art Pirsch und damit zum ganz besonderen Erlebnis. Tipp: Fernglas mitnehmen. Für kleine Kinder kann der Streifzug dennoch etwas frustrierend sein. Mehr als ein Trost ist in dem Fall der sensa­ tionelle Baumwipfelpfad Bayerischer Wald. Mit 1,3 Kilometer Länge ist er der längste der Welt. Der Steg endet auf einer 44 Meter hohen Plattform mit grandiosem Rundblick. ◊◊Tierfreigelände: Böhmstr. 39, 94556 Neuschönau, Tel. 0 88 52-9 60 00, www.neuschönau.de, Menüpunkte „Nationalpark“ und „Tierfreigelände“ ◊◊Baumwipfelpfad: Böhmstr. 43, 94556 Neuschönau, Tel. 0 85 58-97 40 74, www.neuschönau.de, Menüpunkt „Baumwipfelpfad“ ◊◊Öffnungszeiten Freigelände: ganzjährig 24 Stunden; Öffnungszeiten Baum­ wipfelpfad: Sommer 9.30–19 Uhr, übrige Zeit bis 18 bzw. 15.30 Uhr ◊◊Eintritt Freigelände: kostenlos; Eintritt Baumwipfelpfad: 7 Euro (6–14 J.) bzw. 9 Euro (Erw.), Familienticket 21 Euro

Der kostenlose Platz für zwölf Mobile hat keinerlei Ausstattung, liegt aber zen­trumsnah am Freibad Freyung. ◊◊Zuppinger Str., 94078 Freyung, Tel. 0 85 51-58 81 50, www.freyung.de

Das Gelände für 35 Mobile liegt sehr ruhig im Grünen mit Blick auf den Odenwald. Strom und Frischwasser sind gegen gerin­ ge Gebühr zu haben, die Entsorgung ist im Preis für den Platz enthalten. Pizzeria, Bäckerei und Eisdiele sind 300 Meter entfernt. ◊◊Heidelberger Str. 56, 68526 Ladenburg, Tel. 01 73-2 75 87 10, www.wohnmobilstellplatz-ladenburg.de ◊◊Preis: 10 Euro

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Karlsruhe

Stuttgart

Neben dem Pkw-Parkplatz am Fellbacher Erlebnisbad sind sieben Stellflächen für Mobile ausgewiesen. Es gibt Ver- und Ent­ sorgungseinrichtungen, die Stadtbahn nach Stuttgart fährt in 200 Meter Entfer­ nung. Das Zen­trum von Fellbach ist in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. ◊◊Esslinger Str. 102, 70734 Fellbach, Tel. 07 11-57 56 10, www.fellbachtourismus.de, Menüpunkte „Gastro/Hotel“ und „Übernachten in Fellbach“ ◊◊Preis: 5 Euro www.autobild.de/reisemobil 97


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München

49. MÜNCHEN

STELLPLATZ DULIPPHOF

Tierpark Hellabrunn

12,4 Kilometer

Die acht ganzjährig nutzbaren Stellflächen auf dem Ferienhof der Familie Maier haAfrika, 9 Uhr, Morgentau: Die Löwenmähne sitzt. Asien, 10.30 Uhr, leichte Bri- ben gleich mehrere Vorteile: Der Tierpark se: Dem Tigerfell schadet’s nicht. Austra- ist von hier aus gut erreichbar, Biergarten, lien, 13 Uhr, pralle Sonne: Das Känguru- Bäcker und Supermarkt sind auch in der haar liegt tadellos. In vier Stunden durch Nähe – und vom Womo aus haben Camper einen tollen Alpenblick. Ver- und Entsordrei Kontinente zu reisen ist in Hella­ gungseinrichtungen sind vorhanden. brunn ganz einfach. Das Tierwelten◊◊Hochstr. 11, 82024 Taufkirchen, Konzept macht’s möglich: In natürlich Tel. 0 89-6 12 12 66, www.dulipphof.de gestalteten Biotopen leben 770 Tier◊◊Preis: 11 Euro arten – vom nördlichen Polargebiet bis zum unteren Ende der Südhalbkugel. Geozoo nennen das Fachleute. Der 50. SALEM 40 Hektar große Tierpark gehört nicht nur zu den renommiertesten Europas, sondern auch zu den schönsten. Er Auf einem Wald-Rundweg begegnen Be­ liegt im Südwesten Münchens mitten im ◊◊Brehmplatz 1, 86161 Augsburg, Tel. sucher mehr als 200 sehr quirligen BerLandschaftsschutzgebiet der Isarauen, 08 21-5 67 14 90, www.zoo-augsburg.de beraffen, die frei auf dem 20 Hektar grodie allein schon einen Besuch wert ◊◊Öffnungszeiten: Sommer 9–18.30 Uhr, ßen Gelände herumlaufen und -klettern. übrige Zeit gestaffelt bis 18, 17, 16.30 Uhr sind. Aber natürlich auch die knapp Ihre Lieblingsnahrung: Popcorn, das für 20 000 Tiere. Toll für Kinder: der ◊◊Eintritt: 5 Euro (3–15 J.) bzw. 10 Euro Parkbesucher gratis zu haben ist. Die Tierspaziergang mit Lamas und Ponys, (Erw.), Familienticket 54,50 Euro Tiere sind an den Menschen gewöhnt und der bei gutem Wetter täglich um 11.15 STELLPLATZ WERTACH fressen den Spaziergängern buchstäblich Uhr startet. Während des Rundgangs 6,1 Kilometer aus der Hand – ein besonderes Erlebnis beantworten Tierpfleger Fragen zu ihren nicht nur für Kinder. Wie auch die zehn Der ganzjährig geöffnete Platz für 25 Mo- Schützlingen. Zum Beispiel, wie weit täglichen Schaufütterungen der AffenbanLamas spucken können. Wenn Lamas bile bietet bis auf Duschen und WLAN de, bei denen es drunter und drüber geht. alles, was Camper brauchen. Ein Discoun- richtig sauer werden, hält man besser Tipp: Wer schnell ist, kann die im Mai drei Meter Sicherheitsabstand … ter ist in der Nähe, die Entsorgung im geborenen Berber-Babys bewundern, Preis enthalten. Einziges Manko: Der Platz ◊◊Tierparkstr. 30, 81543 München, bevor sie erwachsen sind. Tel. 0 89-62 50 80, www.hellabrunn.de liegt an einer recht lauten Ausfallstraße. ◊◊Mendlishauser Hof, 88682 Salem, ◊◊Öffnungszeiten: März bis Oktober ◊◊Bürgermeister-Ackermann-Str. 1, Tel. 0 75 53-3 81, www.affenberg-salem.de 9–18 Uhr, übrige Zeiten bis 17 bzw. 16 Uhr 86152 Augsburg, Tel. 08 21-55 16 86, ◊◊Öffnungszeiten: März bis Oktober ◊◊Eintritt: 5 Euro (4–14 J.) bzw. 14 Euro, www.augsburg-wohnmobil.de täglich 9–18 Uhr Familienticket ab 17 Euro ◊◊Preis: 8 Euro ◊◊Eintritt: 5,50 Euro (6–15 J.) bzw. 8,50 Euro (Erw.), Familienticket 22 Euro

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48. AUGSBURG

Zoologischer Garten Zwei im Februar geborene Nashorn-Babys und sechs kleine Erdmännchen sind derzeit die großen Stars im Zoo der Fuggerstadt. Schwerpunktmäßig kümmert sich der Zoo jedoch um den Erhalt besonders bedrohter Vögel, sehr sehenswert ist außerdem das Afrika-Panoramagehege. Tipp: die Dschungelnacht am 29. Juli mit prächtigen Lichtinstallationen, Kleinkunst und kulinarischen Köstlichkeiten. Super Idee für Kinder: ein 30-minütiger Besuch beim Lieblingstier (nach Voranmeldung). Nur die Afrikanischen Elefanten und einige andere der 1250 Zoobewohner sind vom Besuchsprogramm ausgenommen.

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Lüftungsfenster der linken Seitenwand hat eine Klappe. Durchdacht und funktionell präsentiert sich die rechte Seitenwand mit überdachtem Eingang mit doppelter Tür, bestehend aus einem Gazeeinsatz und einer Gewebeabdeckung sowie einem Lüftungsfenster. Die Rückwand mit variablem, abnehmbarem Windschutz lässt sich in zwei Breiten öffnen. Eine Verbindungsschleuse mit Hohlsaum für den Schleusenstab ist vorhanden. Wie für die meisten Buszelte von dwt gibt es für das Sprint II neben der Standardbefestigung drei weitere Befestigungsmöglichkeiten als Zubehör, so dass sich das Zelt an nahezu jedem Campingbus zuverlässig anbringen lässt. Das Longlife-Gestänge aus ummanteltem Fiberglas ist ebenso stabil wie leicht. Im Lieferumfang enthalten sind Zelthaut inklusive Zeltboden, Gestänge, Schleusenstab, Gardinen, Gestängepacksack und Tragetasche. Das optionale Sonnendach ist in Windeseile montiert und sorgt vor dem Zelt für Schatten. Auch ein Schlafzelt mit komplettem Gazeeinsatz in der Tür ist als Zubehör erhältlich.www.dwt-zelte.com

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Hamburg: Mobil-Stellplatz mit Rundfahrt-Anschluss Wer zum Besuch in der Freien und Hansestadt Hamburg mit seinem Mobil den „Wohnmobil-Hafen Hamburg“ anläuft, genießt neben der sehr verkehrsgünstigen Lage im Vorfeld der City sowie der Vollausstattung dieses Stellplatzes einen besonderen Vorteil. Denn direkt vom Platz starten die „Roten Doppeldecker“ der Stadtrundfahrt-Linie A mit ihren 28 Haltstellen – bequemer geht der Start zur großen Hamburg-Rundfahrt nicht. Das Prinzip der Rundfahrt heißt Hop on, hop

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Einer außer Rand und Band ProSieben-MaxxStar Niels-Peter Jensen erzählt von seinen riskantesten Aktionen – und warum er Urlaube im Reisemobil so schätzt

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FOTO: S. KRIEGER

FLUGVERKEHR Auch wenn seine Profi-Karriere zu Ende ist, lässt es Ex-Vize-Weltmeister Niels-Peter Jensen auf dem Mountainbike noch krachen. Privat mag er es unauffälliger: Jensen reist mit seiner Familie im klassischen Alkoven-Mobil, einem Sunlight A70

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it großen Sprüngen kennt Niels-Peter Jensen sich aus. Der frühere Profi-Mountainbiker flog mit dem Fahrrad bereits über eine elf Meter breite Hochhausschlucht und landete mit dem Fallschirm auf einem fahrenden Lastwagen. Spektakuläre Aktionen, mit denen er dieses Jahr für das TV-Action-Magazin „Extreme“ auf ProSieben Maxx die Zuschauer in Atem hielt. Ein Mann außer Rand und Band – und mit einem Faible für Reisemobile. Zwar bleibt sein bevorzugtes Fahrgerät das Mountainbike. Schließlich feierte der gebürtige Hamburger darauf seine größten Erfolge, wurde 2009 Europameister. Ein Wohnmobil war aber schon damals immer dabei. „Beim Sport war das ideal“, erzählt der Familienvater (vier Kinder zwischen 3 und 15 Jahren), der momentan einen Sunlight A70 fährt. „Während der Wettkämpfe hatte ich immer einen persönlichen Rückzugsort, konnte mein eigenes Essen mitbringen und zubereiten, zwischendurch auch mal relaxen.“ Gerade der Entspannungsfaktor ist beim Extremsport Mountainbiking sehr wichtig. Denn die körperliche und die psychische Belastung sind gigantisch: „Die Angst ist immer ein Thema, gerade bei Aktionen wie zuletzt für ,Extreme‘“, gibt Jensen freimütig zu. Wie er damit umgeht? „Ich versuche, mich vorher mit ihr ausein­ anderzusetzen, indem ich mir die Situation, in die ich kommen werde, so real wie möglich vorstelle. Dadurch gelingt es meist, die Angst so weit zu überwinden, dass ich die jeweilige Aktion durchzie- ¤ www.autobild.de/reisemobil 109

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„Reisemobile für junge Leute müssten cooler gestaltet sein – und preisgünstiger.“

STÄNDIGER BEGLEITER Jensen ohne Mountainbike? Geht ja gar nicht!

KURZE PAUSE Der Extrembiker schätzt die Privatsphäre im Reisemobil

FRISCHER WIND Jensen und Reporter fachsimpeln über die Belüftung

GUTER PLATZ Campingstühle raus und durchatmen: Stopp an der Ostsee

FREIE FAHRT Jensen genießt die Unabhängigkeit, die ein Wohnmobil verleiht. Seit 17 Jahren schwören er und seine Familie auf diese Art des Reisens

gentlich Mopeds mit 50- bis 125-cm3-Mo­ toren sind, aber aussehen wie Chopper. Damit tourte er durch die USA und grün­ dete 2012 seine Firma Liberta. Auch für die nächste Generation von Reisemobilen hat Designexperte Jensen unkonventionelle Ideen. „Es ist doch echt eine coole Art zu reisen“, schwärmt er. „Dafür müsste man viel mehr junge Leu­ te begeistern können. Leute, die sich viel­ leicht kein teures Mobil leisten können, die aber auch keinen Wert auf kostspieli­ gen Komfort legen. Man könnte zum Bei­ spiel auf die übliche Luxus-Dusche ver­ zichten, stattdessen draußen mit einer Art Duschsack unter freiem Himmel duschen. Solche kleinen, individuellen Gestaltungs­ möglichkeiten würden Reisemobile für Jüngere attraktiver machen.“ Fantasie und Kreativität hat „NPJ“ ge­ nug. Hatte er schon immer. Wenn auch nicht immer zur Freude seiner Eltern: Denen bescherte er bereits als Knirps zeitweise Panikzustände. „Einmal habe ich mit meinem jüngeren Bruder ein Mini-U-Boot gebaut“, erinnert er sich. „Die Testfahrt bei uns im Kanal konnten meine Eltern zum Glück in letzter Sekun­ de verhindern. Ein anderes Mal haben wir

Niels-Peter Jensen: Mountainbiker und TV-Star ‡ Niels-Peter Jensen kam 1974 in Hamburg zur Welt. Bis 2010 war er als professioneller ExtremMountainbikesportler aktiv. In dieser Zeit wurde er unter anderem Vizeweltmeister und Europameister – und Werbe-Promi beispielsweise für Nutella. Nach seiner Sportlerkarriere gründete er 2012 mit Freunden eine Firma, die Mopeds und Leichtmotorräder im Easy-Rider-Look baut. Nach TV-Engagements für MTV, Eurosport, Vox und Sport1 hatte Jensen seit 2015 auf ProSieben Maxx mit „Ex­treme“ und „ManMade“ zwei mehrteilige Action-Shows, in denen es um spektakuläre Stunts und typische Männerprodukte und ihre Herstellung ging. Jensen lebt mit seiner Lebensgefährtin und vier Kindern in der Nähe von Hamburg.

ein Kettcar in der Mitte durchgesägt, mit Metallstangen verlängert und den Motor vom Rasenmäher eingebaut. Damit woll­ ten wir nach Holland düsen. Nach zwei Stunden Suche hat mein Vater uns am Stadtrand von Hamburg eingefangen.“ Ein Mann außer Rand und Band. Da­ mals wie heute. Nur: Heute reist er be­ quemer.  René Weihrauch

FOTOS: S. KRIEGER (7)

hen kann.“ Scheint gut zu funktionieren. Denn auch vor anderen tollkühnen Ex­ perimenten scheut der 42-Jährige nicht zurück: Beispielsweise balancierte er für seine TV-Sendung zwischen zwei Heiß­ luftballons oder beschleunigte ein Snow­ mobil auf 100 km/h – allerdings nicht auf Schnee, sondern auf einem See. Die Campingleidenschaft von NielsPeter Jensen und seiner Lebensgefährtin Patricia (38) reicht weit zurück. Der Action-Sportler: „1999 waren wir das ers­ te Mal mit einem Bulli unterwegs. Seitdem verbringen wir jeden Urlaub im Reise­ mobil. Inzwischen haben wir wohl den ganzen Süden Europas bereist. Zuletzt zog es uns mehr nach Skandinavien.“ Aufwen­ dig planen mag das Paar solche Touren nicht. „Wenn wir uns einmal für ein Land entschieden haben, fahren wir mehr oder weniger der Nase nach. Übernachten an einem See unter freiem Sternenhimmel – das ist auch für die Kinder ein tolles Abenteuer.“ Frei sein, einfach machen, einfach los­ legen: Mit dieser Einstellung ging NielsPeter Jensen ab 2010 auch seine zweite Karriere nach der Zeit als Profisportler an. Er begann, Motorräder zu stylen, die ei­

COOLER STUNT Niels-Peter Jensen zeigt, dass er auf dem Mountainbike nichts verlernt hat

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REPORTAGE

BOCK AUF HÖRNER Das berühmte Wacken-Logo soll später auf dem Mobil zu sehen sein. Bis dahin wird auch die Gründungsjahreszahl 1990 noch fertig

SCHWARZE SERIE So sah der Vantana im Originalzustand aus. Im Vordergrund die Tische mit dem Material für die Neugestaltung

Schneller, härter, lauter!

Fans aus aller Welt kommen zum Wacken Open Air

Azubis bauen ihr Wackenmobil

‡ Steiler kann eine Erfolgsgeschichte kaum verlaufen: Beim ersten Wacken Open Air am 24. und 25. August 1990 kamen nur 800 Heavy-Metal-Fans in die Kiesgrube des 1800-Einwohner-Städtchens in Schleswig-Holstein. Die Bühne hatten die Veranstalter selbst zusammengezimmert, die sechs auftretenden Bands stammten alle aus der Region. Heute ist das „W:O:A“, das Wacken Open Air, das bedeutendste Heavy-Metal-Festival der Welt. Jedes Jahr pilgern bis zu 75 000 Besucher aus aller Herren Länder in die norddeutsche Provinz, die Tickets sind vorab meist innerhalb ­weniger Stunden ausverkauft. Auf mehreren HightechBühnen treten unter dem Motto „Faster, harder, louder“ (schneller, härter, lauter) regelmäßig die besten und berühmtesten Bands der internationalen Schwermetallszene auf. TV-Sender aus Japan und Australien haben bereits über das Festival berichtet, das seinen Reiz auch aus der länd­ lichen Lage bezieht – und aus der freundschaftlichen Beziehung vieler Dorfbewohner mit den nicht selten martialisch aussehenden und äußerst trinkfesten Besuchern. Das W:O:A findet jedes Jahr am ersten August-Wochenende statt.

Mit dem umgestalteten Hobby Vantana soll es im Sommer zum berühmtesten Heavy-Metal-Festival der Welt gehen

FOTOS: HERSTELLER (2), AUTO BILD SYNDICATION, DDP

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er will in Wacken schon schlafen? Also: das Bett hinten im Vantana – raus damit. „Da kommt ’ne ausklappbare Couch zum Chillen rein“, sagt Peer (21). „Das reicht. Davor stellen wir ein kleines Tischchen, gegenüber einen fetten Flachbild-TV. Und ’ne Hi-Fi-Anlage für den richtigen Sound.“ Einen Mangel an kreativen Ideen kann man den Azubis von Hobby in Fockbek (Schleswig-Holstein) nicht vorwerfen. Die Jungs und Mädels sind gerade dabei, in ihrer Lehrwerkstatt einen Kastenwagen vom Typ Vantana K65 T zum „Wackenmobil“ umzubauen. Ausgefallene Vorschläge inklusive: So soll im Inneren auch

Motörhead („Die Krankenversicherung, die mich nimmt, muss noch erfunden werden“). Anschließend noch dicke Räder mit Stollenreifen drauf, Bikehalter dran – und Anfang August rock ’n’ rollt der HeavyMetal-Hobby zum größten und lautesten Open-Air-Festival der Welt (siehe Kasten rechts). Das ist der Plan. AUTO BILD REISEMOBIL wird ihn bis zum Beginn der Schwermetall-Show im norddeutschen Flachland begleiten. GUTES TEAM Vier Jungs und zwei Mädchen Bis dahin ist noch viel zu tun. Der Umbasteln mit weiteren Azubis am Wackenmobil bau des Hecks zur Chill-Zone mit phoneine Lemmy-Kilmister-Gedenkecke ent- starker Bedröhnungsmöglichkeit macht stehen, zu Ehren des im Dezember 2015 weitere Veränderungen notwendig. „Heiverstorbenen Frontmanns der Kultband zung, Wasser- und Gasversorgung ¤

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Kein Job von der Stange – und kein Kastenwagen wie jeder andere

FOTOS: AUTO BILD SYNDICATION (5), HERSTELLER (3), DDP

ERST HOLZ, DANN SCHWERMETALL Oben links: Meister Klaus Stolley zeigt Azubi Evald an der Fotowand, wie vor zwei Jahren der Umbau des Wacken-Wohnwagens lief. Sein Kollege Tim Krüger und die Azubi-Truppe präsentieren Reporter René Weihrauch die aktuellen Pläne (daneben). Übrige Fotos: Wann immer Zeit ist, wird an dem neuen Wackenmobil geschraubt und montiert, es wird gezeichnet, getüftelt und gerechnet

müssen neu installiert werden. Die brauchen einen anderen Platz“, erklärt Meister Klaus Stolley (56), der die Aktion zusammen mit seinem Kollegen Tim Krüger (33) betreut. Pläne gibt es bereits. Änderungen tragen gerade Lisa Brumm (19) und Hannes Dierks (17) auf den Skizzen ein, die auf riesigen Tischen ausgebreitet sind. Insgesamt 25 Auszubildende machen bei Hobby zurzeit ihre Lehre zum Holzmechaniker für Innen- und Möbelausbau. In wechselnden Gruppen beschäftigen sich alle immer wieder mit dem Wackenmobil. Beim Besuch der AUTO BILDReporter sind zwei von ihnen gerade dabei, die Lattenroste des bisherigen Bettes zu entfernen. „Aber die Schlaffunktion muss erhalten bleiben!“, mahnt Meister Stolley. Deshalb also das Schlafsofa. Auch Rock ’n’ Roller machen manchmal Kompromisse. Einige der Azubis waren bereits vor zwei Jahren dabei, als sie bei Hobby einen Wohnwagen zum Heavy-Metal-Domizil umfunktioniert haben. Auch damit waren 114 www.autobild.de/reisemobil

sie im Sommer beim Festival. Der Premium 560 CFe wurde anschließend versteigert, die erzielten 36 500 Euro gingen an die Wacken Foundation für Nachwuchskünstler. Mit dem Kastenwagen haben sie diesmal etwas anderes vor. „Nach dem Fes­tival setzen wir ihn als ,Azubi-Mobil‘ ein“, sagt Hobby-Marketingleiter Thomas Neubert (41). „Wir touren damit zu den Schulen und Berufsmessen im Umland,

um junge Leute für eine Lehre bei uns zu begeistern.“ Nachwuchsakquise in Zeiten des Fachkräftemangels (siehe auch Seite 116): Wer hätte gedacht, dass Holzmechaniker beim Reisemobilbauer ein so abgefahrener Job sein kann? Das Innere des Vantana wird dazu bis ins kleinste Detail geplant. Blaues Licht, Wacken-Intarsien auf Schränken und ­Tischen, die volle Dröhnung. Und festival­ tauglich muss der Kasten natürlich auch von außen werden. Die typischen WackenHörner sollen per Folienbeklebung groß auf den Seitenflächen prangen. Bullenfänger und Scheinwerferleiste komplettieren das Heavy-Metal-Programm. Nur mit dem Kühlschrank müssen sich die Jung-Rocker noch etwas einfallen ­lassen. Mehr als eine Kiste Bier passt im Moment noch nicht rein. René Weihrauch

AUF NACH WACKEN Evald (19), Tim (20), Lisa (19), Hannes (17), Melanie (18) und Peer (21, v. l.) gehören zu dem Azubi-Team, das den Vantana K65 T (im Hintergrund) ins Wackenmobil verwandelt

Alles über Ausbildungsberufe rund ums Reisemobil ab Seite 116 © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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RATGEBER

Lehrberufe rund ums Reisemobil

WIR SIND DIE ZUKUNFT

Die Reisemobilbranche boomt und benötigt mehr und mehr Fachkräfte. Wir zeigen, welche Ausbildungsberufe die Hersteller anbieten

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ergessen Sie mal kurz das Gerede von Stagnation und Krise. Hier herrscht nämlich Wirtschafts­ wunder: Mit einem Rekordumsatz von 7,57 Milliarden Euro legte die Caravaning­industrie im Jahr 2015 ein Plus von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr hin. Der Reisemobilumsatz lag 2015 bei 3,29 Milliarden Euro, ein Plus von 26,7 Prozent gegenüber 2014. Nicht verwun­ derlich, dass viele Hersteller händerin­ gend Fachkräfte suchen. Allerdings sind die Anforderungen an neue Mitarbeiter sehr speziell, sodass die Reisemobilindustrie verstärkt auf eine hausinterne Ausbildung setzt. Sie ist be­ gleitet von Berufsschulunterricht sowie Lehrgängen, die von verschiedenen Hand­ werkskammern und in Zusammenarbeit mit dem DCHV (Deutscher Caravan Han­ dels-Verband e. V.) angeboten werden. Während die Hersteller in der Vergan­ genheit hauptsächlich Holztechniker – also Tischler – ausbildeten, ist das Ange­

Fachinformatiker/in für Systemintegration ‡‡ Hier lernen die Auszubildenden verschiedene Datenverarbeitungssysteme kennen. Sie analysieren, planen und realisieren Informations- und Telekommunikationstechnik, vernetzen die Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen. Daneben beraten und schulen

sie Benutzer. Voraussetzungen sind eine gute mittlere Reife, gute Noten in Mathematik und Datenverarbeitung, Interesse an betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen, überdurchschnittliches Interesse an Hard- und Software, Engagement, Eigeninitiative sowie Teamorientierung.

NETZWERKEN Das Überwachen der Kommunikationssysteme ist Aufgabe der Fachinformatiker

Fortbildungsangebote

Holzmechaniker/in ‡‡ In modern ausgestatteten Lehrwerkstätten mit aktuellem Maschinenpark bieten sich den gewerblichen Auszubildenden alle Voraussetzungen für eine gute und vor­ allem zukunftsorientierte Ausbildung. Es werden unter anderem Grundfertigkeiten der Holz­bearbeitung wie Sägen, Hobeln, Stemmen und die Bedienung entsprechender Holz-

bot an Ausbildungsberufen heute viel breiter gefächert. So sind Fachinformati­ ker genauso gefragt wie Industriekauf­ leute, Lagerlogistiker oder Kaufleute für Marketing und Kommunikation. Denn allein mit der Produktion von Reisemobilen ist es längst nicht mehr ge­ tan. Die Vermarktung der Fahrzeuge ge­ hört ebenso dazu wie die Organisation und Verwaltung der Lagerbestände, die Überwachung firmeneigener Informa­ tions- und Telekommunikationssysteme sowie das Personal- und Rechnungswesen. Die Ausbildungen dauern durchschnitt­ lich drei Jahre, Verkürzungen sind je nach Schulbildung möglich. Genau wie Spezia­

bearbeitungsmaschinen erlernt. Zudem bekommen die Auszubildenden eine Einweisung in die Oberflächenbehandlung von Holz. Bei der Bewerbung helfen mindestens ein­ guter Hauptschulabschluss, räumliches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis sowie selbstständiges und motiviertes Lernen.

Industriekaufmann/-frau ‡‡ Die Ausbildung für Industriekaufleute orientiert sich an den Anforderungen eines modernen Industriebetriebes. Den Auszubildenden werden Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen Materialwirtschaft, Logistik, Personal, Marketing/Vertrieb sowie Rechnungswesen vermittelt.

Zudem nehmen die jungen Kaufleute an inner- und ­überbetrieblichem Unterricht teil. Voraussetzungen sind mindestens eine gute mittlere Reife, Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, Selbstständigkeit sowie Spaß am Umgang mit dem Rechner.

‡‡ Nach der Ausbildung bieten sich zahlreiche Möglichkeiten der Spezialisierung. Vorreiter ist hier die Fahrzeugakademie Schweinfurt der Handwerkskammer Unterfranken. Bereits seit 20 Jahren b­ ildet sie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Caravaning Handels-Verband e. V. (DCHV) Fachkräfte für Caravan-Technik aus. Nach sieben je einwöchigen Modulen, die alle mit einer Prüfung abgeschlossen werden, erhalten die Teilnehmer einen staatlich anerkannten Abschluss. Weitere Fortbildungsmöglich­ keiten in Schweinfurt sind: Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten an 230-Volt-Anlagen von Reise­ mobilen, Auffrischungsseminar Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten an 230-V-Anlagen/-Geräten von Reisemobilen, CAN-Bus-Technik, Grundlagen zur fachgerechten Fahrzeugbewertung, Training für Führungskräfte oder der Expertenlehrgang Reisemobilverkauf, um nur einige zu nennen. Infos ­unter www.fahrzeugakademie.de oder www.dchv.de

HANDARBEIT Nicht alles lässt sich beim Reisemobilbau maschinell herstellen. Der Hobel hilft auch heute noch

FOTOS: HERSTELLER (3), ACTION PRESS

lisierungen durch zahlreiche Fortbil­ gungsangebote. Die Vergütungen liegen bei maximal 1000 Euro im Monat. Neben den Herstellern von Reisemo­ bilen bilden auch die Handelsbetriebe aus. Das Angebot richtet sich dabei nach der Größe sowie dem Bedarf des jeweiligen Betriebs. Im Einzelnen sind es Kfz-Mecha­ troniker, Automobilkaufleute, Fachlage­ risten, Einzelhandelskaufleute im Shop sowie Bürokaufleute. Die Ausbildungs­ dauer beträgt je nach Schulbil­ ZAHLEN, BITTE Die Büros der dung und Vorerfahrungen ¤ Boombranche brauchen junge Leute mit analytischem Talent www.autobild.de/reisemobil 117

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Fachkraft für Lagerlogistik ‡‡ Hier bekommen junge Leute in modern ausgestatteten Lagern die Grundfertigkeiten für eine sachgerechte Annahme, Kontrolle und Bevorratung von Gütern vermittelt. Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen sowohl im dispositiven als auch im kaufmännischen Bereich, also

dem Erstellen von Kennzahlen und dem Überwachen des Lagerbestandes. Voraussetzungen sind ein guter Hauptschulabschluss, Interesse an logistischen Abläufen, Ordnungssinn, logisches Denkvermögen, Genauigkeit und Zuverlässigkeit.

GENAU ZUR RICHTIGEN ZEIT Lagerbestände müssen jederzeit schnell abrufbar sein, um die Arbeit nicht zu verzögern

zwischen zwei und drei Jahren. Die Abschlussprüfungen finden wie die der Auszubildenden bei den Herstellern vor den jeweils zuständigen Industrie- und Handels- bzw. Handwerkskammern statt. Ausbildungsbeginn ist der 1. August eines jeden Jahres. Für einen Start in diesem Jahr gibt es allerdings nur noch wenige Lehrstellen. Wer einen Ausbildungsplatz ab 2017 sucht, sollte sich jetzt bewerben, natürlich auch per E-Mail. Über Hersteller und Handelsbetriebe, die ausbilden, geben Handels- und Handwerkskammern Auskunft. Ihre Adressen findet man im Internet leicht über die gängigen Suchmaschinen.

Duales Studium

Kaufmann/-frau für Marketing/Kommunikation ‡‡ Die Auszubildenden werden hauptsächlich in den ­Marketingabteilungen der Unternehmen eingesetzt. Dort ­erlernen sie den Umgang mit Marketing- und Kommu­ nikationsinstrumenten sowie das Erstellen von Pressemeldungen und den richtigen Umgang mit Medien. Ferner

ARBEIT AM IMAGE ist ein Wachstumszweig der Freizeitbranche. Auch Selbstläufer brauchen eine professionelle Außendarstellung

werden sie beim Organisieren von Kundenveranstaltungen und Messe­auftritten eingesetzt. Voraussetzungen sind eine gute ­allgemeine Hochschulreife, Interesse an Werbung und Marketing, kaufmännisches Denken, Selbstständigkeit sowie Spaß am Umgang mit dem PC.

‡‡ Das duale Studium unterscheidet sich von ­klassischen Studiengängen durch einen höheren Praxisbezug, der abhängig von Studiengang und Hochschule variiert. Es handelt sich um eine Kombination aus Praxisphasen im Unternehmen und theoretischen Vorlesungszeiten in einer Uni, Fachhochschule, dualen Hochschule oder Berufs­ akademie. Voraussetzung ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Das duale Studium ­dauert sechs Semester, wobei die beiden letzten der Spezialisierung der Studierenden dienen. Die Reise­mobilindustrie bietet derzeit vier verschie­ dene Studiengänge an: Industrie, International ­Business, Wirtschaftsinformatik und Holztechnik. Das ­Studium Industrie vermittelt Kenntnisse in ­betriebswirtschaftlichen Kernfächern wie Buch­ führung, Marketing, Unternehmensführung, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Material- und Produktionswirtschaft. Für die Studienrichtung ­International Business sind dagegen die Themen Intercultural Management und International Business Administration von großer Bedeutung. Der Bereich Wirtschaftsinformatik vermittelt Kenntnisse in den Fächern Wirtschaftsinformatik, Informationstechnologie, Mathematik, Volkswirtschaftslehre, Recht sowie Systementwicklung. Und im Studium Holztechnik werden Mathematik, technische ­Physik, technische Chemie, Werkstoffkunde und -prüfung, Konstruktionslehre, Elektrotechnik, Holzverwendung sowie Informationsverarbeitung gelehrt.

Fazit FOTOS: GETTY IMAGES, HERSTELLER, R. RÄTZKE

Die boomende Reisemobilindustrie bietet immer mehr Ausbildungsberufe an. Auch nach Ende der Lehrzeit sind die Jobs ­sicher, Fachkräfte werden in allen Unternehmen händeringend gesucht. Und fast jeder kann sich so zielsicher fortbilden, dass er unentbehrlich wird. Kai Schwarten  118 www.autobild.de/reisemobil © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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RATGEBER

Kaufberatung Matratzen

Liegekomfort für Ausgeschlafene Matratzenkauf ist schon beim heimischen Bett keine simple Sache. Wenn’s um die Nachtruhe im Mobil geht, gibt’s noch mehr zu wissen

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ichtig schön ausschlafen gehört zu einem gelungenen Urlaub dazu. Erholsamer Schlaf darf im Reisemobil kein Luxus sein. Doch wehe, wir schauen mal unters Bettlaken: Manch einer liegt auf einer Matratze, die gar nicht zu ihm und seinen Schlafgewohnheiten passt. Und das gilt keineswegs nur für Rückenleidende und Gebrauchtmobile der Günstig-Klasse. Lesen Sie mal, was es alles zu beachten gibt! DAS SIND DIE BESONDERHEITEN: Im Unterschied zum häuslichen Schlafzimmer muss eine Reisemobil-Matratze extrem gut gelüftet sein, ansonsten besteht Schimmelgefahr. Jeder Mensch verliert nachts circa einen Liter Feuchtigkeit. Und die lässt auch das Matratzenmate­rial schneller altern. Spezielle Kanäle im Matratzenkern helfen bei der Lüftung. Und

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wie so oft beim Wohnmobil spielt auch das Gewicht eine große Rolle. Daher sind zum Beispiel die sehr beliebten, aber schwereren Latex-Matratzen weniger gut fürs fahrbare Ferienhaus geeignet. Beim

Nachrüsten gibt’s häufig Probleme, weil viele Reisemobil-Betten keine Standardmaße haben. Hier hilft die Nachfrage beim Hersteller oder das Anfertigen von Maßmatratzen (siehe Infokasten Seite 123). DARAN ERKENNEN SIE EINE GUTE MATRATZE: In erster Linie gibt das persönliche Empfinden den Ausschlag. Also ruhig mehrere Matratzen ausprobieren und Probe schlafen! Besonders darauf achten, dass Schulter- und Hüftbereich einsinken und der Lendenbereich stabilisiert ist. DAS KOSTET EINE MATRATZE: Es geht auch viel billiger, doch gute Kaltschaummatratzen sind ab etwa 350 Euro zu bekommen. Wichtig dabei ist die Unterfederung (siehe Seite 122), denn wenn die nichts taugt oder verschlissen ist, hilft die teuerste Matratze nichts.

FOTOS: HERSTELLER (3), AUTO BILD SYNDICATION

Matratzenarten

Kaltschaum

Schaumfeder

Viskoelastischer Schaum

‡‡ Kaltschaum ist die beliebteste Matratzenart. Nicht nur wegen ihrer hohen Anpassungsfähigkeit und Langlebigkeit, sondern auch weil die großen Poren im Material eine gute Luftzirkulation ermöglichen. Das hilft gegen Wärmeund Feuchtigkeitsstau.

‡‡ Statt der altbewährten Taschenfedermatratze zu Hause empfiehlt sich im Reisemobil die metallfreie und damit leichtere Schaumfedermatratze. Die Schulterzonen sind besonders weich, die Rückenzonen hingegen stabilisierend ausgelegt.

‡‡ Dieser Matratzentyp eignet sich besonders für Menschen mit Rückenproblemen. Vorteile: hohe Anpassungsfähigkeit und guter Liegekomfort. Visco-Matratzen reagieren auf Körperwärme und Druck, sodass sie vor allem den belastungsempfindlichen Körperpartien wohltun.

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DER MORGEN BRINGT ES AN DEN TAG Neue Mobile der gehobenen Preisklasse kommen meist mit hochwertigen Matratzen und komfortabler Unterfederung. Aber was, wenn der Schlafkomfort nach Jahren schwächelt?

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Unterfederung

Alternativen zur herkömmlichen Matratze Manchmal braucht es individuelle Lösungen für den Liegekomfort im Mobil. Hier sind drei innovative Ideen für den erholsamen Schlaf.

Lattenrost

Tellerfedern

Klimamatten

‡‡ Der Lattenrost aus Holz ist die klassische Methode zur Auflage und Unterlüftung der Matratze. Nur Mobile der Billigklasse muten Reisenden starre Holzbretter zu.

‡‡ Tellerfedern bieten die bestmögliche punktelastische Abstützung und eine hohe Dauerbelastbarkeit. Sehr gut auch bei Nicht-Standard-Matratzengrößen.

‡‡ Die Klimamatte überzeugt durch eine geringe Aufbauhöhe, eine spezielle Antirutschbeschichtung und die Möglichkeit, jede Form problemlos zuzuschneiden.

Kleines Matratzen-Abc

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Härtegrad

Abstandsgewirke sind doppelflächige Der Härtegrad beschreibt, wie hart oder Textilien, die durch Abstand haltende weich eine Matratze ist. Auswählen sollFäden verbunden sind. Sie bieten eine te man nach persönlichem Empfinden. gute Durchlüftung.

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Belüftung

Matratzen müssen wegen der Schimmelgefahr gelüftet werden. Das Aufstellen der Matratze ist immer gut. Bezug

Matratzenbezüge sollten antibakteriell, abnehmbar und waschbar sein. Am besten geeignet ist Baumwolle. Gesamthöhe

Aus Kernhöhe und Bezug berechnet sich die Gesamthöhe einer Matratze.

Kernhöhe

Die Kernhöhe gibt an, wie hoch der Matratzenkern ist. Raumgewicht

Raumgewicht (RG) definiert das Gewicht des Schaumstoffs pro Kubik­ meter. Je höher die Zahl, desto elastischer und langlebiger ist die Matratze.

1

Rücksprung

1

Auflagenmatte

Stauchhärte

1 1 1

Tencel

Tencel ist ein hautfreundlicher Stoff, hergestellt aus Holzfasern. Unterlüftung

Belüftung der Matratzenunterseite. Wichtig, denn ohne Unterlüftung droht Schimmelbefall. Zonen

Rücksprungverhalten beschreibt, wie Körperzonen in der Matratze unterschnell eine gestauchte Matratze wieder stützen die Druckentlastung im Schulihre ursprüngliche Form zurückgewinnt. ter- und Beckenbereich.

Bürstner

Dethleffs

◊◊Bürstner baut Siebenzonen-Kaltschaummatratzen ein und setzt bei der Unterlüftung auf den klassischen Lattenrost aus Holz.

◊◊Dethleffs setzt auf EvoPoreHRC. Diese Matratze zeichnet sich laut Hersteller durch hohe Stützkraft, Materialstabilität und Leichtigkeit aus.

Carthago

Hymer

◊◊Carthago verwendet Siebenzonen-Kaltschaummatratzen, eine punktelastische Unterfederung und Heizungs­ kanäle rund um die Matratzen.

◊◊Hymer stattet seine Reisemobile mit MehrzonenKaltschaummatratzen und speziellen Matratzenauflagen aus.

‡‡ Wenn die Matratze noch gut, aber unbequem ist, kann die Matratzenauflage von Grosana helfen. Ausgerollt auf die vorhandene Matratze, verbessert sie den Liegekomfort.

Die Stauchhärte gibt an, mit wie viel Druck sich der Schaum zusammendrücken lässt. Je höher der Stauchwert, desto fester die Matratze.

Dachbettlösung ‡‡ Speziell für den VW Bulli T5/T6 hat Froli eine Komfortauflage für das Dachbett im Programm. Sie ist nur fünf Zentimeter dick, trotzdem optimal unterlüftet und erstaunlich bequem.

1

Was liefern die Hersteller ab Werk?

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1 1

1 Knaus und Weinsberg

oder doch viskoelastisch? Damit die neue Matratze passgenau sitzt, muss eine Schablone der alten Schlafunterlage angefertigt werden. Diese Schablone ist dann für den Mitarbeiter der Spezialfirma die Schnittvorlage. Der letzte Schritt ist das Nähen des Matratzenbezugs. Der Versand ist in der Regel unproblematisch, die meisten Firmen haben zudem Reisemobilstellplätze für Selbst­ab­holer auf dem Werksgelände. Und was ist mit den passgenauen Spannbetttüchern? Auch hier helfen gerne entweder die Hersteller direkt oder die Spezial­ firmen weiter.

SCHABLONE zeichnen mit der alten Matratze

ZUSCHNITT der neuen Matratze nach Schablone

‡‡ Diese Matratze von Gisatex braucht keine eigene Unterlüftung, da die Luft innerhalb der Matratze mit­ hilfe eines Abstandsgewirkes zirkuliert.

FOTOS: HERSTELLER (6), AUTO BILD SYNDICATION (2), S. KRIEGER

Abstandsgewirke

‡‡ Gründe für eine maßgefertigte Matratze gibt es einige: Der Hersteller des Neuen bietet nicht genügend Auswahl, im günstigen Gebrauchten liegen Uralt-Matratzen, auf denen niemand auch nur eine Nacht schlafen möchte, und immer geht es nicht um handelsübliche Standardmaße. Auf diese Problemfälle haben sich einige Firmen spezialisiert. Sie können ihre Kunden umfassend beraten und die Matratzen nach Wunsch herstellen (Adressen siehe Kasten unten). Zuallererst muss der Kunde sich darüber klar werden, welcher Matratzentyp ins Wohnmobil soll: Kaltschaum

Matratze mit Abstandsgewirke

Beim Matratzenkauf kommt’s auf viele Dinge an. Und immer sind Fachbegriffe im Spiel. Lesen Sie, was Stauchhärte und Raumgewicht im wirklichen Leben bedeuten

1

Wie funktioniert Maßanfertigung?

1

Z Z Z...

◊◊Knaus und Weinsberg bieten drei Matratzentypen an: Federkern, EvoPoreHRC und Kaltschaum, immer kombiniert mit Lattenrost und auf Wunsch beheizbar.

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Adressen BB Walder 56068 Koblenz Telefon 02 61-9 63 40 55 www.schlafsysteme24.de Calypso 59329 Wadersloh Telefon 0 25 23-95 33 41 www.calypso-schlafsysteme.de Cowan Textiles 03172 Guben Telefon 0 35 61-54 66 50 www.cowan.de Dami Schlafsysteme 32130 Enger Telefon 0 52 24-9 29 88 92 www.dami.de Fränkische Schlafmanufaktur 97903 Collenberg Telefon 0 93 76-14 45 www.sondermatratze.de

Froli 33758 Schloß Holte-Stukenbrock Telefon 0 52 07-9 50 00 www.froli.com Gisatex 72770 Reutlingen Telefon 0 71 21-9 09 03 90 www.gisatex.de Groll-Grosana 72766 Reutlingen Telefon 0 71 21-1 64 10 www.grosana.de Laroma Travel 24837 Schleswig Telefon 0 46 21-30 41 73 www.laroma-travel.de Ott’s Traumwelt 73642 Welzheim Telefon 0 71 82-65 10 www.otts-traumwelt.de

Fazit

Schaico 71254 Ditzingen Telefon 0 71 56-83 21 www.schaico.de Schaumstoff Kersten 25421 Pinneberg Telefon 0 41 01-3 29 04 www.schaumstoff-kersten.de Schaumstoffe Weiß 42853 Remscheid Telefon 0 21 91-2 72 55 www.reisemobilpolster.de Sippel 37293 Herleshausen Telefon 0 56 54-92 32 92 www.caravanausstatter-sippel.de Traum-Fabrik 70174 Stuttgart Telefon 07 11-12 09 33 90 www.traum-fabrik.de

11

Auch das gehört zu den Vorzügen des Reisemobils: Anders als im Hotel muss niemand die Matratze nehmen, die er im Bett vorfindet. Viele Hersteller haben schon sehr gute Unterlagen im Angebot. Doch für Reisende mit Rückenproblemen oder Aller­gien kann die maßgefertigte Matratze eine sinnvolle Investition sein.  Helene Schmidt www.autobild.de/reisemobil 123

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RATGEBER

Acht Werkzeugkästen im Test

Modell Preis Anbieter/Info Material L/B/H (cm) Platz für Werkzeug Kleinteilefach mit Deckel Zwischenboden Abschließbar Extras

DAS PACKEN SIE U

rlaub auf Rädern – was da alles kaputtgehen kann. Keiner weiß das besser als Reisemobilisten, die meistens mit einem kompletten Hausstand im Miniformat unterwegs sind. Kleine Reparaturen am und im Fahrzeug, nervige Probleme an der Urlaubsausrüstung oder einfach nur ein platter Reifen am Kinderfahrrad: Ohne das passende Werkzeug kann der erholsame Urlaub schnell zum Albtraum werden. Alles kein Problem: Ein stabiler, praktischer Werkzeugkasten im Reisemobil löst die meisten Probleme mit einem Handgriff. Wir zeigen hier, was eine gute Werkzeugkiste ausmacht und welches Material am besten hält.

FALLEN Den Härtetest aus einer Fallhöhe von 80 Zentimetern packten nicht alle Werkzeugkästen

gebrauchen. Bei vieren führte der Falltest zu so schweren Schäden, dass sie nur noch teilweise oder gar nicht mehr einsatzfähig waren. Die Tabelle rechts zeigt die Stärken und Schwächen im Detail. Tipp: Sparen Sie beim Reisewerkzeug nicht am falschen Ende. Qualität hat ihren Preis, das gilt auch für Werkzeug. Billiges und schlecht verarbeitetes Werkzeug kann bei zu starker Belastung nachgeben und im schlimmsten Fall zu Verletzungen führen. Im Zweifel ein paar Euro mehr ausge­ ben und auf Prüfsiegel achten, zum Beispiel vom TÜV. Auch das GS-Zeichen (geprüfPASSEN Die schwenkbaren Fächer der Stahlkiste te Sicherheit) sollte sich auf dem Werkzeug von Bauhaus bieten viel Platz für Werkzeug befinden. Und kontrollieren Sie, bevor es Insgesamt acht Schrauberkisten aus los geht, welche speziellen Werkzeuge für dem Baumarkt haben wir uns genau an- Ihr Reisemobil erforderlich sind. gesehen und gründlich getestet. Alle haben eines gemeinsam: Sie kosten weniger als 20 Euro. Neben dem aufklappbaren Klassiker aus Metall waren das sechs ­Plastikkisten sowie ein Alukoffer. Alle Testkandidaten wurden mit einem 5,2 Kilogramm schweren Normwerkzeugsatz bestückt und mussten zum Abschluss ­einen Falltest aus vier verschiedenen Höhen überstehen. Das Ergebnis: Nur einer, der Testsieger Rimax 20", beendete den Test ohne nennenswerte Beschädigungen. Drei wei- HALTEN Ist das Material zu dünn wie bei der Allit tere Kisten waren anschließend noch zu McPlus, kann schweres Werkzeug durchschlagen

So haben wir getestet

Bemerkungen

Vermessen, passen, fallen

Ergebnis Falltest

Drei Testbereiche haben wir beim Werk­zeugkistenVergleich definiert: 1. Kisten vermessen und die Aus­führung beurteilen: Hier wurde auf Verarbeitung und Ausstattung Wert gelegt. Ist eine Kiste abschließbar, oder hat sie einen variablen Zwischenboden? 2. Wie gut passt der Test-Werkzeugsatz (siehe Foto unten) in die Kästen? 3. Falltest: Im letzten Schritt mussten die befüllten Kandidaten einen Falltest bestehen. Dabei ging es für die Kisten immer höher hinaus: Aus 40, 60, 80 und 100 Zentimeter Höhe wurden sie über die Tischkante auf einen harten Steinboden fallen gelassen. Abschließend der Härtetest: aus einer Fallhöhe von 80 Zentimetern direkt auf eine Ecke.

Note Falltest Ausstattung Preis/Leistung

Testurteil Modell Preis Anbieter/Info Material L/B/H (cm) Platz für Werkzeug Kleinteilefach mit Deckel Zwischenboden Abschließbar Extras

Bemerkungen Ergebnis Falltest Note Falltest Ausstattung Preis/Leistung

Testurteil

Stanley 19"

Rimax 19"

Werkzeugkasten

16,95 Euro Hornbach/www.hornbach.de Kunststoff 50/24/22 Groß

19,99 Euro Hagebaumarkt/www.hagebau.de Kunststoff 49/26/25 Groß

9,00 Euro Hornbach/www.hornbach.de Kunststoff 47/23/22 Groß

19,95 Euro Bauhaus/www.bauhaus.info Stahlblech lackiert 44/20/21 Sehr groß

Ja, zwei separate Fächer

Ja, zwei separate Fächer

Ja, über den ganzen Deckel

Nein

Ja, zwei große, lange Fächer Vorbereitet Keine Sehr gute Verschlüsse, gute Verarbeitung, stabiles Material Keine schweren Beschädigungen am Korpus aus allen Fallhöhen, lediglich leichte Abschürfungen. Die Verschlüsse halten.

Ja, zwei große, lange Fächer Vorbereitet Keine Stabile Metallverschlüsse, guter Griff, gute Verarbeitung Besteht den Falltest aus allen Höhen ohne größere Beschädigungen, nur der Kunststoffverschluss eines Deckelfachs bricht ab.

Ja, aber nur ein flaches Fach Vorbereitet Keine Preis-Leistungs-Sieger. Einfache Ausführung, aber sehr stabil Die stabilen Plastikverschlüsse halten den Deckel immer dicht. Beim Fall aus einem Meter Höhe öffnet sich das ganze Deckelfach und bricht komplett ab.

Nein Vorbereitet Schwenkbare Fächer Übersichtlicher, großer Kasten, anfällige Scherentechnik Trotz leichter Dellen und angeschlagener Ecken immer noch brauchbar. Die Kiste öffnet sich aus jeder Fallhöhe – und das Werkzeug fällt heraus.

gut gut gut

gut gut befriedigend

befriedigend befriedigend gut

befriedigend ausreichend befriedigend

11114

11114

11144

11144

Wisent Toolbox 22–33

Allit McPlus Promo 20

Lux Toolbox

b1 Werkzeugkoffer

16,95 Euro Bauhaus/www.bauhaus.info Kunststoff 55/24/25 Sehr groß

16,99 Euro Toom/www.toom-baumarkt.de Kunststoff 50/22/24 Groß

15,99 Euro Obi/www.obi.de Kunststoff 48/24/23 Groß

9,90 Euro Toom/www.toom-baumarkt.de Alu/Kunststoff 40/30/13 Klein

Nein

Ja, zwei separate Fächer

Ja, über den ganzen Deckel

Nein

Ja, groß und sehr tief Nein Maßband auf und in der Kiste Sehr viel Platz, stabiler Korpus, gute Verarbeitung Der breite, große Plastikverschluss bleibt bei allen Falltests dicht. Ohne Griffbruch wäre ein besseres Ergebnis möglich gewesen.

Ja, tief mit vielen Fächern Vorbereitet Zwischenboden mit Maßband Guter Zwischenboden, dünnes Material am Korpus Bereits ab 60 cm Fallhöhe zerbricht der erste Verschluss am Deckelfach. Das Radkreuz durchschlägt die Seitenwand beim Fall aus einem Meter Höhe.

TESTWERKZEUG: Unser Normwerkzeug­satz besteht aus Radkreuz, Hammer, Schrauben­drehern, Zangen, Maulschlüsseln, einem Steckschlüsselsatz und einer Dose Rostlöser. Insgesamt 5,2 Kilogramm wiegt das Testwerkzeug

Ja, zwei große, lange Fächer Nein Vorbereitet Ja Keine Herausnehmbare Werkzeugtasche Dünner, glänzender Kunststoff, Korpus aus mit Alu verkleideter Holzder leicht ausdünstet faserplatte, dünstet stark aus Der Fall aus einem Meter Höhe ist hier Auch wenn der Koffer die ganze Zeit zu viel. Die Kiste springt auf, eine geschlossen bleibt, führt der Falltest zu Ecke bricht raus, die Seitenwand reißt ein, schweren Schäden: Eine Ecke ist komplett und selbst der Mittelboden bricht. offen, die Seitenwände beulen sich aus.

ausreichend ausreichend befriedigend

mangelhaft befriedigend befriedigend

mangelhaft befriedigend ausreichend

mangelhaft ausreichend befriedigend

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11544

11444

11444

11111 = sehr gut, 1111 = gut, 111 = befriedigend, 11 = ausreichend, 1 = mangelhaft FOTOS: R. TIMM (13), S. HABERLAND

Eine große, stabile Werkzeugkiste auf Reisen ist ein Muss. Kunststoff, Metall oder Alu? Lesen Sie, welches Material am besten hält

Rimax 20"

* Alle Angaben ohne Gewähr

Fazit Fünf Sterne haben wir hier gar nicht vergeben und vier Sterne nur zweimal. Warum? Weil nur zwei Kisten über Verschlüsse aus Metall und einen stabilen Korpus verfügen. Alle anderen sprangen entweder auf oder wurden schwer Bendix Krohn beschädigt. Auch wenn fast alle Kisten gleich viel kosten, sind die Qualitätsunterschiede hoch.

124 www.autobild.de/reisemobil

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RATGEBER

L e c k e r e R e ze pt e fü r u n te r w e g s

„Du grillst es doch auch!“ Auch im Urlaub exzellent grillen – das ist total einfach! Autor und Profi-Griller Michael Quandt (47) sagt, worauf es dabei ankommt

U

nd wenn es uns die TV-Werbung noch so penetrant einhämmert: Abgepackte Bratwürstchen vom Discounter locken keinen Hund mehr hinterm Grill hervor. Auch – oder besser: gerade – beim Reisemobil-Urlaub sollte man sich anständige Qualität gönnen: Fleisch vom vertrauenswürdigen Metzger, dazu frisches Obst und Gemüse, knackigen Salat. Von dort bis zum FeinschmeckerMenü ist es nur noch ein kurzer Weg – auch ganz weit weg von zu Hause. Wie es richtig geht, darüber hat BILD-Redakteur Michael Quandt, Koch-Experte und GrillWM-Teilnehmer (Sechster in der Königsdisziplin Pulled Pork), ein lesenswertes Buch geschrieben. „Du grillst es doch auch“ (s. Seite 128) zeigt eine Fülle leckerer Rezepte, die selbst für Laien leicht zuzubereiten sind. Dazu gibt er Tipps zum Umgang mit Fleisch, Fisch, Gemüse – ja, sogar Obst kommt bei ihm auf den Grill!

Für AUTO BILD REISEMOBIL gibt er zudem wichtige Hinweise, die Camper im Umgang mit dem Grill beachten sollten. Michael Quandt: „Halten Sie genügend Abstand zu Ihrem Fahrzeug. 1,50 Meter sollten es mindestens sein. So vermeiden Sie Hitze- oder Funkenflug-Schäden an Markise oder Vorzelt.“ Auch die Auswahl des richtigen Untergrundes gehört dazu. Michael Quandt: „Stellen Sie den Grill besser nicht auf einer Grasfläche auf. Das Gras könnte sich durch die Hitze entzünden. Bei sandigem Untergrund müssen Sie auf einen festen Stand des Grills achten. Am besten geeignet sind feuerfeste Untergründe wie Stein oder Lehm.“ Und falls doch mal etwas passiert, helfen Feuer­ löscher und Decke. Vorsicht: Wer Fettbrand mit Wasser löscht, riskiert eine Explosion!

Blättern Sie um zu den leckeren Rezepten von Michael Quandt

1 Nie mit Spiritus anzünden – Ex­plosionsgefahr! Sicherer und ef­fek­ tiver: Anzündkamin (ab 10 Euro). 2 Nicht die Kohle über den ganzen Grill verteilen. Eine Hälfte als indirek­ te Zone nutzen, in der das Grillgut in Ruhe garen kann.

ALLES GEHT! Moderne Grills sind echte Multifunktionsgeräte, mit denen Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse und Obst schnell und einfach gegart werden können

3 Bratwürste bei indirekter Hitze garen. Dann auf die Glut – so werden sie innen heiß und außen kross.

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4 Rindfleisch sollte fein mit Fett 8 Fleisch nicht anschneiden. durchzogen sein. Das schmeckt! Ob es gar ist oder nicht, lässt sich viel besser mit einem Fleisch-Thermo­5 Weniger ist mehr: Ertränken meter feststellen. Sie das Grillgut nicht in Marinaden und Gewürzmischungen! 9 Fertig gegartes Fleisch quer zur EigGa. Quodi Faserbearuntis schneiden. Sonst verliert es Saft 6 Wer XXXXXXXXXXXX mit der Gabel ins Fleisch etur autem. Itatatur? Net ommostinciet fusticht, riskiert, dass es trocken wird. und lässt sich schwer kauen. ga. Rae nihilicab inullitis nimolupis plitassiBesser mit Grillzange wenden. 10 Grillrost vor und nach dem mus eatumqu ibusaerias denimil litatum 7 Bier wird getrunken – und nicht Grillen reinigen – auf einem sauberen Rost bleibt nichts haften. übers Fleisch geschüttet.

FOTOS: GETTY IMAGES, H. ALMONAT, M. BASSLER

Diese zehn Grillregeln sollten Sie beachten

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Iberico-Koteletts mit Nusskruste

Vorbereitungszeit: 15 Minuten Marinierzeit: 1 Stunde Grillzeit: 6 bis 8 Minuten Zutaten für 4 Personen 12 Stangen grüner Spargel 12 Scheiben Parmaschinken 3 EL gemischte Nüsse 3 EL gutes Olivenöl 3 Zweige Thymian 1 Knoblauchzehe Zubereitung 1. Die Nussmischung grob hacken. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken, die Thymianblätter abzupfen. Alles zusammen mit dem Olivenöl in eine Schüssel oder Aluschale geben. 2. Den grünen Spargel waschen, den unteren Teil schälen und die holzigen Enden abschneiden. 3. Den geschälten Spargel zu der Nuss-Knoblauch-Olivenöl-Marinade geben, den Spargel darin wenden und dann für eine Stunde bei Zimmertemperatur marinieren. 4. Den Spargel aus der Marinade nehmen, abtropfen lassen und evtuell noch die Nüsse entfernen. Die Marinade aufheben. 5. Jede Spargelstange mit einer Scheibe Parmaschinken schräg einrollen, sodass die Spargelstangen bis auf die Spargelspitzen komplett bedeckt sind. 6. Die Spargelstangen bei ca. 180 bis 200 Grad direkter Hitze (wenn möglich mit Deckel) sechs bis acht Minuten grillen, dabei mehrmals wenden, damit der Parmaschinken von allen Seiten schön knusprig wird. 7. Den gegrillten Spargel auf Tellern anrichten und mit etwas Nussmarinade beträufeln.

Vorbereitungszeit: 10 Minuten Marinierzeit: entfällt Grillzeit: 12 bis 15 Minuten Zutaten für 4 Personen 4 Iberico-Koteletts à 180 bis 200 Gramm 1 Packung gemischte Nüsse ½ Bund Petersilie Pfeffer aus der Mühle Salz Zubereitung 1. Die Petersilie waschen, trocken schütteln, abzupfen und fein hacken. 2. Die Nussmischung in eine hohe Schüssel geben und mit einem Stabmixer zerkleinern. 3. Die fein gehackte Petersilie unter die Nussmischung geben, alles mit Pfeffer und Salz abschmecken. 4. Den Grill auf 200 Grad direkte Hitze vorbereiten, den Rost reinigen und einölen. 5. Die Iberico-Koteletts ca. vier bis fünf Minuten bei geschlossenem Deckel angrillen. 6. Die Koteletts wenden und auf der gegrillten Seite die Nuss-Petersilien-Mischung gleichmäßig verteilen. 7. Die Koteletts wieder vier bis fünf Minuten auf direkter Hitze und bei geschlossenem Deckel grillen. 8. Vor dem Servieren die Koteletts in der indirekten Zone des Grills vier bis fünf Minuten nachgaren lassen, bis die Kruste eine schöne Farbe angenommen hat.

Schoko-Bananen Vorbereitungszeit: 10 Minuten Marinierzeit: entfällt Grillzeit: 5 Minuten Zutaten für 4 Personen 4 Bananen 1 Tafel Zartbitter-Schokolade 1 Zitrone Zubereitung 1. Von den Bananen eine Hälfte der Schale abnehmen, das Fruchtfleisch längs einschneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln. 2. Die Schokoladentafel in Stücke brechen und die Bananen damit befüllen. 3. Bananen mit der Hautseite nach unten auf den sauberen Grillrost legen, bei mittlerer Hitze die Bananen langsam backen und die Schokolade leicht schmelzen lassen. 4. Nach Belieben mit Vanilleeis oder frisch geschlagener Sahne servieren.

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GROSSE AUSWAHL Camper brauchen einen Grill, der klein und leistungsstark ist. Platzfressende Säulen-Monster ergeben unterwegs keinen Sinn

K a u fb e r a tu n g M in i- G r il l

Grillen unterwegs Kleine Flamme, große Wirkung: Finden Sie den richtigen Mini-Grill

FOTOS: M. BASSLER (3), S. KRIEGER (2), GETTY IMAGES, H. ALMONAT

Gegrillter Spargel mit Parmaschinken

Das ist die neue Grill-Bibel ‡‡ Ausgezeichnet lesen – und speisen: „Du grillst es doch auch“ von Michael Quandt und Markus Bassler ist deutscher Gewinner des „Gourmand World Cookbook Award 2016“. Der Preis gilt als der „Oscar“ unter den Kochbüchern. Du grillst es doch auch   Piper Verlag, 114 farbige Abbildungen,   224 Seiten, Preis: 19,99 Euro

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ür viele Camper ist der Grill so wichtig wie Klapptisch und Markise. Die transportable Feuerstelle muss vielseitig einsetzbar sein, einfach zu reinigen und platzsparend zu verstauen. Und natürlich spielt auch das Gewicht eine Rolle, weil beim erlaubten Gesamtgewicht vieler Mobile jedes Kilogramm zählt. Da scheiden Gasgrills oftmals aus – sie sind zwar

schnell einsatzbereit und perfekt regulierbar, meist aber zu schwer. Der beliebte Holzkohlegrill braucht mehr Zeit, bevor das Grillen beginnen kann – aber spielt das im Urlaub eine Rolle? Dafür ist er leicht und auch günstig zu haben. Manchmal sogar richtig billig. Aber Vorsicht: Viele Discount-Angebote sind ihr Geld auf Dauer nicht wert.

Fazit

1. Der Besondere Als Grill- und Feuerstelle nutzbar; kann mit Holzkohle oder Feuerscheiten befeuert werden. Platzsparend, außer Tragetasche wenig Zubehör. Fummelig. Outwell Grill & Fire: Anbieter: www.campz.de Preis: 118,99 Euro

3. Der Schnelle Kocht, brät, grillt – mit Gas, daher schnell einsatzbereit. Das Dreifachtalent ist einfach aufzubauen und handlich in der Box verstaubar. Cadac Cook’n Grill 230: Anbieter: Berger Camping und Freizeit Preis: 69,99 Euro

5. Der Einfache Günstiger Holzkohle-Picknickgrill für minimale Ansprüche. Schnell montiert und flach zusammenklappbar. Wenig Zubehör. Picknickgrill Easy S: Anbieter: Schwarz Mobile Freizeit Preis: 38,95 Euro

2. Der Unkomplizierte Mit Kokosbrikett oder Holzkohle nutzbar; Gas möglich. Schnell einsatzbereit. Fett und Flüssigkeit werden abgeleitet. Viel Zubehör. Cobb Grill Easy to go: Anbieter: Schwarz Mobile Freizeit Preis: 99,95 Euro

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4. Der Langlebige Qualitativ hochwertiger Gasgrill für Einsteiger. Elektrische Zündung auf Knopfdruck. Geeignet für direktes und indirektes Garen. Rollwagen möglich. Weber Q 1200: Anbieter: Schwarz Mobile Freizeit Preis: 349 Euro

Im Baumarkt werden Camper meist nicht fündig. Ein guter Grill, der handlich und haltbar ist, kostet in der Regel etwas mehr als ein Billigmodell.  Birgit Meier 6. Der Vielseitige Mit Grillplatte, Grillrost, Fettpfanne, Topfständer, Wokpfanne. Praktische Transporttasche, gut verstaubar. Cadac Safari Chef 2: Anbieter: Berger Camping und Freizeit Preis: 129 Euro

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RATGEBER

Handyhalter im Test

FOTOS: R. TIMM (16), K. WEICHBRODT, PRIVAT

SICHERHEIT FÜR 7AEURO n jeder Ecke telefonieren unkonzentrierte Autofahrer mit ihrem Smartphone und tippen Nachrichten. Mit gesenktem Kopf starren sie an der Ampel stehend auf ihre Mobiltelefone und blenden dabei die Welt drumherum völlig aus. Das ist nicht nur gefährlich und verboten, sondern auch nervig für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Abhilfe schaffen hier Handyhalter aus dem Zubehörhandel. So wird die Bedienung des Telefons wenigstens nicht geahndet. Denn solange das Smartphone im Halter steckt, können Telefonnummern oder Naviziele auf dem Bildschirm eingegeben werden. Unser R ­ echtsexperte Uwe Lenhart warnt dennoch vor der Benut­zung beim Fahren (siehe Kasten

Das sagt der Anwalt ‡‡ Dem Fahrer ist die Benutzung eines Handys während der Fahrt untersagt, wenn er dieses aufnimmt oder hält. Zwar darf er das Display berühren und Nach­ richten ablesen, wenn das Telefon in einer Halterung steckt; aber auch solche Tätigkeiten führen während der Fahrt zur Ablenkung und somit Verkehrsgefähr­ dung. Also Hände weg vom Handy, während der Motor läuft!  Uwe Lenhart, AUTO BILDRechtsexperte

Zwölf Systeme zwischen 7 und 24 Euro im Vergleich: Können alle Kandidaten halten, was sie versprechen?

rechts). Wir haben uns zwölf Halterungen genau angesehen: Die Systeme werden an die Windschutzscheibe des Reisemobils geheftet, aufs Armaturenbrett geklebt, in die Lüftungsschlitze, ins CD-Laufwerk oder in die Zwölf-Volt-Steckdose gesteckt. Der Halter von Aukey überzeugt, da er sich fast überall anbringen lässt. Auch die Magnetsysteme von Puro und MPG punkten mit simplem Handling. Durchgefallen sind die Modelle von Ansmann (zu fragil) und Eufab (das Handy fällt runter).

KLEMMEN, CLIPSEN, KLEBEN Wie fest sitzt das Handy im Halter? Darüber hinaus haben wir Handhabung, Montage und Ausstattung bewertet

Getestet: zwölf Handyhalterungen – welche hält am besten?

Fazit

EMPFEHLU

Anbieter Befestigung:

Auto

NG!

AUKEY Windshield Car Mount Holder, Model HD-C4S

PURO Universal Smart Car Holder

KENU AIRFRAME Universal Kfz-Halterung

MPG 360° Universal Auto Halterung

GROOVECLIP CD2 Slider

HAMA UniversalMultihalter

WICKED CHILI Kfz-Halterung

MIDGARD TAOTRONICS Universal 360° drehbar Car Smartphone Kfz Auto Halterung Holder

CELLULARLINE Handy Clip

ANSMANN Smartphone Carholder

EUFAB Universal Handyhalterung

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Conrad

Windschutzscheibe

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Lüftung

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CD-Player-Schlitz

Conrad Windschutzscheibe, Lüftung und Armaturenbrett

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Zwölf-Volt-Steckdose

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Magnet

Klemmmechanismus

Magnet

Klemmmechanismus

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Ansteck-Clip

Klemmmechanismus

Klemmmechanismus

beliebig 14,99 Euro Schnelles Handling dank cleverem Magnetprinzip. Gummifuß passt sich gut den Lüftungsschlitzen an.

56 bis 74 mm Breite 14,99 Euro Simpel und schnell in die Lüftungsschlitze geklemmt, hält das Telefon sicher am Platz, kaum Vibrationen.

beliebig 7,99 Euro Etwas einfachere Ausstattung als der Puro-Magnethalter, dafür aber günstiger. Telefon sitzt ebenfalls sehr fest.

55 bis 89 mm Breite 19,99 Euro Wer auf sein CDLaufwerk verzichten kann, ist mit dieser Lösung gut bedient. Zuverlässiger Halt.

35 bis 100 mm Breite 9,69 Euro Flexible Montage, schwenkbarer Schwanenhals. Nett: Ein persönliches Foto kann mit auf Reisen gehen.

45 bis 75 mm Breite 15,90 Euro Festschraubbarer Schwenkkopf sorgt für stabilen Halt. Ordentliche Anleitung, aber miserable Verpackung.

45 bis 110 mm Breite 8,29 Euro Keine Anleitung. Wenig Wackeln dank des kurzen Armes, Handy rückt so jedoch weiter vom Benutzer weg.

50 bis 97 mm Breite 10,99 Euro Hochwertige Optik, Telefon steckt sicher in der Klemme. Aber eher wackliger Halt in den Lüftungsschlitzen.

beliebig 9,99 Euro Simple Montage, Befestigen und Lösen des Handys sind jedoch fummelig. Schlechter Kleber fürs Armaturenbrett.

40 bis 75 x 110 bis 140 mm 23,99 Euro Wackelige Angelegenheit, sprödes Plastik. Gut: USB-Lader plus Kabel für gängige Smartphones als Zubehör.

bis 63 mm Breite 13,49 Euro Schlecht: Mobiltelefon kann auf holpriger Piste schnell rausfallen. Plastikhalterung für die Lüftung schaukelig.

Telefon Klemmmechanismus Handy-Maße* Preis** Eindruck

Testurteil

45 bis 100 mm Breite 6,99 Euro Saugfuß sitzt auch auf dem Armaturenbrett felsenfest, Handy wackelt kaum, simple Handhabung und günstiger Preis.

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* Alle Angaben ohne Gewähr; ** Unverbindliche Preisempfehlung

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Es muss nicht immer das teuerste Modell sein – im Gegenteil: Der günstigste Halter gewinnt, der teuerste landet weit hinten. Gut: Auf Kopfsteinpflaster und bei wilden Manövern boten alle, bis auf die drei Letztplatzierten, dem Handy sicheren Halt. Christian Bruns, Tim Dahlgaard

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RATGEBER

BÜCHER

Nicht nur der neue VW T6 ist enorm gefragt: Diese fünf Bücher erzählen von den älteren Generationen des VW Bulli – vom Liebhaben, Restaurieren und Umbauen Texte: Frederik E. Scherer

Einer für alle Mal ‡‡ Ganz gleich, was den VW Bulli für Menschen so anziehend macht – der nützliche VW ist über alle Generationen hinweg Garant für „eine Liebesgeschichte mit immerwährendem Happy-End“, wie es auf den ersten Seiten dieses Bildbands heißt. Manche Geschichte ist authen­ tisch (etwa Seite 164), manch andere wenig geschmackvoll (S. 142), doch alle sind sie so vielfältig wie der VW Bus selbst. Edwin Baaske (Hg.): Bulli Love, Delius Klasing, 183 Abb., 200 Seiten, Preis: 49,90 Euro

Launig durch die Lande eumeln

‡ Er ist es, von dem alle träumen: Der VW Bulli der zweiten Generation T2 (1967 bis 1979) ist längst nicht mehr zum Schnäppchenpreis zu haben. Zu groß ist die Anziehungskraft der luftgekühlten Boxer-Nostalgie. Olli Merbt erinnerte sich gern an die Familienurlaube auf Elba und restaurierte sich deshalb einen T2 Westfalia – ohne Rücksicht auf die Kosten, perfekt bis ins Detail. Haarklein dokumentierte er sein Projekt, das VW-Fans mit Interesse verfolgten. Als er seinen „Emil“ gerade fertig hatte, traf er Autor Heiko P. Wacker: Der hatte seinerseits einen T2 mit nachträglichem Reimo-Hochdach-Ausbau in Arbeit, einen kreuzmaroden Scheunenfund. Im Gegensatz zu Ollis Westfalia ein „Low-Budget-Projekt“, denn: „Auch mit dem kann man sicher, launig und kultig durch die Lande eumeln.“ In seinem Buch stellt Wacker die beiden Herangehensweisen gegenüber – nicht im Sinne einer Restaurierungsan­leitung, sondern als lockeren, manchmal süffisantflapsigen Aufschrieb dessen, was einen erwarten kann, wenn der Lack ab ist. Das kann (inklusive umfangreichen Literaturanhangs) Lust auf ölige Finger machen, andererseits aber auch abschreckend sein. Leider rechnet der Autor nicht vor, was „Low Budget“ und „High-End“ wirklich gekostet haben; doch wichtiger sind ohnehin Weisheiten wie diese: „Wer die eigenen Möglichkeiten ehrlich einschätzt, wird möglicherweise schneller den fröhlichen Fahrtwind durchs Ausstellfenster fächeln spüren, als er es sich träumen möchte.“

Tiefgang 11144 Lesevergnügen 11111 Optik 11114

Heiko P. Wacker: Das Bulli-Projekt, Huber Verlag, ca. 550 Abb., 248 Seiten, Preis: 21,90 Euro

Alles nur bunte Theorie

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FOTOS: G.V. STERNENFELS (9)

Aus alt mach reisetauglich ‡‡ Lindsay Porter schreibt seit Jahrzehnten Restaurierungs- und Schrauberhandbücher. Selbst Campingfan, zeigt er in diesem schon 2004 erstmals aufgelegten Band, wie ausrangierte VW T3 und T4 zu Reisemobilen werden können. Porter hat dazu der Firma Leisuredrive in Manchester etwa beim sorgfältigen Aufsägen und Aufsetzen von Dächern, Einsetzen von Fenstern und Installieren von Gas und Wasser über die Schulter geschaut. Der große Unterschied zwischen T3 und T4 (Heck- bzw. Frontmotor) spielt dabei keine Rolle: Porter geht es ums Prinzip, weshalb er die Seiten mit Bildern, Arbeitsanweisungen und Hinweisen pflastert, die Selbermacher gut nachvollziehen können. Am Ende fehlt nur zweierlei: Eine vernünftige Kaufberatung für ein Basisfahrzeug und eine Anleitung, wie man selbst Möbel fertigt, wenn man nicht Leisuredrive heißt. Übrigens: Die Firma baut inzwischen nur noch VW T5 um – was Porter natürlich auch in ein Buch gefasst hat. (Kpl. auf Englisch) Lindsay Porter: How to convert Volkswagen Bus or Van to Camper, Veloce, über 800 Abb., 223 Seiten, Preis: ab 40 Euro Tiefgang 11114 Lesevergnügen 11444 Optik 11444

‡‡ Wer mit diesem Handbuch seinen VW T5 zum Camper umbauen will, wird sich tatsächlich selbst helfen müssen. Nicht nur dass es arg textlastig geraten ist: Man muss auch daran zweifeln, dass zum Verfassen des Buches tatsächlich ein T5 umgebaut wurde – so werden dem Leser zum Beispiel Werkzeuge gezeigt, nicht aber ihre Anwendung. Als Ergänzung zu Lindsay Porters T5Handbuch (siehe links) dennoch sinnvoll! Jetzt helfe ich mir selbst: VW T5 Bus/ Transporter Wohnmobil-Selbstausbau, Motorbuch Verlag, 300 Abb., 232 Seiten, Preis: 29,90 Euro

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Teilnahme nur aus Deutschland und ab 18 Jahren möglich. Mitarbeiter der Axel Springer Auto Verlag GmbH dürfen nicht teilnehmen. Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen. * 50 Ct./Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk deutlich teurer; ** 50 Ct./SMS

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Auflösung aus Heft 3/2016

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REPORT

NDS

DEUTSCHLA

S E T S G I L L I B L

Abenteuer mit dem Kiesplatz-Schnäppchen

Jetzt machen wir ihn hübsch!

Die jungen Kollegen von AUTO BILD REISEMOBIL, Lukas (26), Helene (29) und Frederik (29), wollten ein cooles Mobil für den Sommer, aber höchstens 5000 Euro ausgeben. Bei einem Opel Bedford Blitz von 1981 haben sie zum Knallerpreis zugeschlagen. Die Technik ist nach einem Werkstattaufenthalt wieder fit, nun soll der Aufbau schöner werden

REISEMOBI FOLGE 3

Lukas

Helene

Frederik

E

s wird allmählich Zeit. Nein, nicht für den Urlaub – ganz reisefertig ist der Billig-Bedford noch nicht –, sondern für eine Schönheitskur. Seit mindestens einem Jahr hat der Deutsch-Engländer draußen geparkt, entsprechend sieht er aus. Wenn ich Islandponys hätte, könnten sie Grünspan und Flechten vom Al­koven knabbern, so was mögen sie ja. Dass das auf Dauer keine Lösung sein kann, finden auch meine Kollegen Helene und Lukas und eilen aus Norddeutschland zur Nothilfe in die Pfalz: „Als Erstes schrub-

UNSER SCHÄTZCHEN! Opel Bedford Blitz CF 250 Baujahr 1981 Kilometerstand 104 617 km Kaufpreis 3400 Euro Bisher investiert

ben wir ihn mal richtig“, meint Helene und macht in Edingen-Neckarhausen einen Cleanpark mit Freiwaschplatz klar. Mit einem Sack Waschmünzen bewaffnet, greift Lukas zum Hochdruckreiniger, Helene zur Schaumlanze und ich zur Zahnbürste: In den Ecken ist Handarbeit angesagt, wollen wir die keimenden Landschaften am Erblühen hindern. Am Ende haben wir zweierlei gelernt. Erstens, dass wir noch jahrelang weiterschrubben könnten und der Bedford wahrscheinlich noch Dreck dazuerfinden würde, nur um uns zu ärgern. Und zweitens, dass Kollege Lukas mit seinem Wasserstrahl die mittlere Dachluke als ¤

FOTOS: G.V. STERNENFELS (2), C. HERB

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NEUEN TÜV hat der Bedford tatsächlich bekommen – und ein H-Kennzeichen. Das hebt die Putzlaune

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„Kleine Steinchen schaden dem PVC!“

Danach geht’s zu Hause weiter … ABGEZOGEN Der Ekel-Schaumstoff fliegt in den Müll, sobald er seine Maße verraten hat. Die Bezüge werden gewaschen und weiter verwendet

STAUBSAUGEN ist der erste Schritt bei einer Aufbereitung, feucht durchwischen der letzte

TIEFENPFLEGER von Armor All macht blasses Plastik wieder pechschwarz

FOTOS: G.V. STERNENFELS (12)

nicht ganz dicht entlarvt hat. „Ein Auto ist ja auch immer ein Spiegelbild der Seele Zum Putzen auf die Brücke seines Besitzers“, frotzelt er. Na, wir fahSAUBER war der Bedford seit einem ren dann mal wieder heim … Jahr nicht mehr. Warmes SeifenwasDort angekommen, ist Helenes Leidenser weicht den Dreck mit Hochdruck schaft für unseren Billig-Camper kaum auf. Die Brücke könnte höher sein noch zu bremsen: „Ich find ihn eigentlich ganz okay“, sagt sie. „Aber er müffelt.“ Also: raus mit den Polstern. Weil Karomuster in Stützstrumpf-Ockerbraun und Eiche-brutal-Furnierschränke einfach zusammengehören, ziehen wir die Bezüge zum schonenden Waschen ab und entsorgen nur den Ekel-Schaumstoff im Müll. Als Nächstes sauge ich den Wohnraum durch: Noch immer knirschen Sandkrümel vom Kiesplatz unter den Sohlen, was antike PVC-Böden binnen Kurzem zerstören kann. Das Müffel-Problem ist derweil nicht gelöst. Wie Anfang der 80er noch üblich, lag die Matratze ohne Unterlüftung im Alkoven. Darunter eine isolierende, filzbewehrte Styropormatte, die inzwischen nach klassischem Old Schweiß und sich auflösendem Kleber stinkt. Da müssen wir (buärgs!) wohl noch mal ran. Wenigstens habe ich schon eine neue Matratze besorgt: günstiger als die Unter„Da oben ist noch was! lagen, die Prinzessin Helene auf den Nein, weiter links!“ Seiten 120 bis 123 dieses Hefts empfiehlt, eine einfache Kaltschaum-Rollmatratze. Preis: 59,50 Euro inklusive Versand, gefunden auf Ebay. Na gut, sie ist 10 cm zu lang. Doch wir haben ein Wunderwerkzeug in Form eines elektrischen Brotmessers, das ohne einen einzigen Krümel präzise durch den Schaumstoff buttert. Inzwischen macht sich Dach-Luke, wie Lukas neuerdings heißt, wortlos ans Reinigen und Aufarbeiten der Schränke. Erst mit einem feuchten Tuch und sanftem Allzweckreiniger. Natürlich könnten wir es dabei bewenden lassen, doch das Holz ist über die Jahre grau geworden und ausEINSCHÄUMEN löst den Schmutz getrocknet. Das Problem: Herkömmliche fast wie zu Hause. Das Schrubben Möbelpolituren enthalten entweder Siligeht allerdings in die Arme kone (schlecht fürs Holz) oder dünsten giftige Chemikalien aus, die den Innenraum verpesten (schlecht für uns). Fündig werden wir bei der Berliner Manufaktur Hermann Sachse, die mit ihrer „Möbelpflege schleierfrei“ (8,95 Euro für 250 ml) sogar das Hotel Adlon beliefert. Aufgetragen wird sie – das ist ausnahmsweise kein Witz – mit einem „Argentinischen Fleischmull“, einem speziellen, weichen Gewebetuch. Wahnsinn: Plötzlich sehen die Möbel wieder wohnlich aus! Im Cockpit halte ich es ähnlich: Ein biss- DRECKECKEN hat ein Reisemobil überall. IRONIE ist, wenn der Besitzer schäumt, weil der chen von der in Bad und Küche be- ¤ Eine Zahnbürste hindert Biotope am Blühen Bedford nicht blitzt. ’nen Euro ins Phrasenschwein!

FLEISCHMULL und silikonfreie Möbelpflege geben blassen Möbeln Glanz

„Wieder gespart: eine Matratze für 60 Euro!“ MASSARBEIT Die Matratze ist 10 cm zu lang, der Abschnitt wird vorgezeichnet FUSSELFREI klappt das Abschneiden mit dem elektrischen Brotmesser

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Welches Schnäppchen haben Sie gefunden? ‡ Jetzt sind Sie dran, liebe Leser! Haben Sie auch mal ein cooles Mobil für ganz kleines Geld gekauft? Wann, wo, welches? Und wohin sind Sie damit gereist? Schreiben Sie uns: reisemobil@autobild.de, Kennwort: Schnäppchen

SCHEUERMILCH ist Standard im Haushalt und beseitigt auch wunderliche Flecken im Bedford-Bad

KLEBEBAND-RESTE lassen sich mit Petroleum oder dem Wundermittel Oranex entfernen

GESCHENKT waren die Campingstühle im authenti- UV-STRAHLUNG hat die Gummikeder in den Fens- SONDERANGEBOT 49,99 Euro für das schicke schen Blumen-Design. Bequem sind sie obendrein terrahmen hart werden lassen. Eine Fummelarbeit „Mobil WC Deluxe“ von Enders? Gefällt uns!

Was noch zu tun ist

„Buärgs! Der StyroporFilz-Horror muss raus!“

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KABELSALAT ist Bastlers Diätfrühstück und Billig-Campers Albtraum. So geht’s nicht!

UNGESUND ist die Mischung aus altem Kleber und mangelnder Matratzen-Unterlüftung ganz sicher. Der Alkoven muss renoviert werden

PAKETBAND ist nicht optimal, wenn es um das Verlegen der Heizungsrohre geht

RÄTSEL Warum der Bedford einen Stromzähler, aber keine einzige 220-Volt-Sicherung an Bord hat? Tja, wüssten wir auch gerne …

währten Viss-Scheuermilch auf den feuchten Lappen, und der klebrige Handschweißfilm verschwindet von Lenkradkranz und Blinkerhebel. Eine weitere Zahnbürste für die feinen Ritzen und zuletzt eine Behandlung mit dem Tiefenpfleger von Armor All – der soll Weich­macher und Glanz in die Kunststoffe zurückbringen –, schon sieht das Ganze aus wie neu. Ach ja, die Schonbezüge Marke „Mottenfiffi“ sind in der Wäsche gelandet. Zurück nach draußen. Wie im letzten Heft berichtet, mussten wir das Schloss der Gasflaschen-Klappe knacken. Leider haben wir zum Fixieren der Klappe billiges Panzertape verwendet, dessen Kleber unter Sonneneinstrahlung hängen geblieben ist. Ich versuche es mit Petroleum, doch Helene hat mit Oranex-Kraftreiniger mehr Glück: ein echtes Superzeug auf Basis von Orangenterpenen, einem natürlichen Lösungsmittel, das selbst verwahrloste Studentenküchen entfetten kann und den Kleber einfach ablöst. Bleibt mir nur, auf die Leiter zu steigen und rundum die Gummi-Flachkeder wieder in die Fensterrahmen zu fummeln. Sie decken die Schrauben der Fensterrahmen ab, sind aber über die Jahrzehnte so sehr durch UV-Strahlung geschrumpft, dass sie aus ihrer Schiene gerutscht sind. Irgendwann müssen sie mal neu, doch vorerst muss eine Kur mit Armor All reichen. Wieder ein paar Euros gespart. Wie übrigens auch im Bad, wo nun eine Enders-Chemietoilette parkt, die gerade mal 49,99 Euro gekostet hat – ein Sonderangebot aus dem lokalen Baumarkt. Nicht zu vergessen die todschicken Campingstühle aus den 70ern, die meine Freundin Ellen aus ihrem Keller geborgen und mir geschenkt hat. Sie passen perfekt zum Streifendekor des Bedford. Danke! Bleiben ein paar Fragen: Wieso hat der Bedford einen Stromzähler an Bord, aber keine einzige 220-Volt-Sicherung? Und wie kriegen wir die letzten verbliebenen Flechten vom Dach? Ach, egal – ein hungriges Pony auf dem Alkoven muss man als Billig-Camper einfach abkönnen.

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FEIERABEND Eine Dose Ravioli, gekocht im eigenen Camper – das ist zwar nicht sehr sättigend, aber voller Symbolik: Wenn wir wollten, könnten wir jetzt los

Fazit Unser Billig-Bedford fährt inzwischen zuverlässig. Doch seine Instandsetzung bleibt schwer kalkulierund planbar: Jeder Eingriff kann weitere unsachgemäße Basteleien und die Folgen unvermeidlicher Materialalterung offenbaren. Überraschend weit sind wir dennoch gekommen: mit cleveren Einkäufen und einfachen Haushaltsmitteln! Frederik E. Scherer Die Reisemobil-Schnäppchen der Leser – und was sie gekostet haben: ab Seite 142

NDS

DEUTSCHLA

BILLIGSTBEILS REISEMO

FOLGE 4

Lesen Sie im nächsten Heft: Die erste Nacht im Schnäppchen-Mobil www.autobild.de/reisemobil 141


REPORT

n e h c p p ä n h c Lesers

‡‡ Platz ist ja in der kleinsten Hütte. Deshalb entschied sich Familie Meyer aus Varel (Niedersachsen) für den kompakten MB 100 mit Karmann-Aufbau. „Günstig war er ja, aber es steckt auch viel Arbeit drin“, sagt Carsten Meyer (39). Und Ehefrau Silvia unterstützt: „Mein Mann hat den Benz komplett auf links gedreht.“ Das Bad wurde saniert, die Fronten neu gestrichen. Die undichten Wände hat Meyer abgedichtet und neu bespannt, dazu kamen viel frische Farbe sowie neue Sitzpolster. Und ein neuer Kühlschrank war auch fällig. Der friesische Techniker erneuerte auch teilweise den Holzboden und versiegelte ihn wasserdicht. Nun ist der einst in Spanien gefertigte MB 100 startklar für die nächste Tour. Wohin es diesmal geht? Mit den Söhnen Florian (4) und Malte (9 Monate) fahren Silvia und Carsten diesen Sommer nach Dänemark.

Campen und sparen

FOTOS: PRIVAT (10), CARSTEN MEYER, ANDRÉ TOLSKE, EHEPAAR KACZMAREK, PETER HEUBING

ebraucht G t. h ic n er ab ss u m , in se Kann Reisemobile sind teuer? heiten. Eine Auswahl unserer Leser gibt’s oft günstige Gelegen

MB 100 Karmann-Aufbau Baujahr 1993 Kilometerstand 202 386 km Kaufpreis 4700 Euro Bisher investiert

Dieter Kaczmarek und sein Fiat Ducato 290 Dethleffs Globetrotter

„Alles selbst renoviert“

‡‡ „Unser erstes Womo war ein alter Opel Blitz, ein ehemaliger Feuerwehrwagen, damit fiel man 1979 ganz schön auf“, schwärmt Dieter Kaczmarek. Der 61-jährige Beckumer (NRW) verbringt die Wochenenden gern mit Frau Angelika (58) in der freien Natur des flachen Münsterlands. Nach 15 Jahren ohne Reisemobil kaufte er spontan einen gut er-

haltenen Globetrotter auf Ducato-Basis. Viel war nicht zu tun am gepflegten Alkoven-Mobil: Die ausgeleierten Rollos der Fenster wechseln, einen neuen Wasserhahn in der Küche und LED-Leuchten einbauen. Größte Investition war eine automatische Digital­ antenne für den Fernseher. Als gelernter Handwerker erledigte Kaczmarek alle Arbei-

ten selbst: „Das macht Spaß, und man lernt sein Auto besser kennen.“ Immerhin 10 000 Kilometer sind die beiden jährlich mit dem Fiat-Youngtimer unterwegs. Meist mit den Fahr­rädern auf dem Heckgepäckträger. Und gern darf auch der vierjährige Enkel Leo mit. Dem macht Campen mit Oma und Opa nämlich auch schon richtig Spaß.

FOTOS: PRIVAT (10), CARSTEN MEYER, ANDRÉ TOLSKE, EHEPAAR KACZMAREK, PETER HEUBING

Carsten Meyer und sein MB 100 Karmann-Aufbau

2500 ¤

„Unser erstes Wohnmobil“

EIN MANN SIEHT ROT Die muffigen Polster hat Selbermacher Meyer ebenso wie die Bezüge erneuert. Das Bad bekam einen frischen Anstrich – unter anderem

Dethleffs Globetrotter 290 Baujahr 1994 Kilometerstand 123 000 km Kaufpreis 7600 Euro Bisher investiert

1400 ¤ Peter Heubing und sein Mercedes 508 D

„Mein Benzobil“

FÜR WIEDEREINSTEIGER Im Alkoven geht es etwas beengt zu. Dafür ist die Nasszelle komplett ausgestattet. Der Wasserhahn in der Kombüse kam neu

‡ Der holländische Vorbesitzer hat ganze Arbeit geleistet: „Das Benzobil sieht innen aus wie eine Jacht, viel Holz und Messing“, sagt Peter Heubing aus Hagen (NRW), der den Innenausbau liebevoll verfeinert hat. Mit Freundin Pia genießt er den Oldie als kleine Flucht für die Wochenenden. In drei Jahren kamen 15 000 Kilometer zusammen.

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Mercedes 508 D Eigenausbau Baujahr 1978 Kilometerstand 129 000 km Kaufpreis 6500 Euro Bisher investiert

600 ¤

André Tolske und sein Toyota Hilux Frankia 440

„Mobiles Gartenhaus“

‡ Toyota Hilux mit festem Campingaufbau sind selten, aber solide. Mehr als eine Dachluke und die Duschwanne musste nicht erneu­ ert werden. Der 48-jährige Frieseur­meis­ter aus Hameln (Niedersachsen) tourte schon durch Schweden, Polen und an die Ostsee. Am Wochenende steht der Toyota oft im eigenen Garten und dient als mobiles Wochenendhaus.

Toyota Hilux Frankia 440 HK Baujahr 1989 Kilometerstand 160 000 km Kaufpreis 1800 Euro Bisher investiert

500 ¤ www.autobild.de/reisemobil 143

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RATGEBER

EIN BETT IM RAPSFELD Der Pössl Duett ist ein perfekter Begleiter für Kurztrips. Ab 1994 gab’s die DucatoII-Basis, nahezu baugleich waren Peugeot Boxer und Citroën Jumper

Pössl Duett

Länge: 5,00 m Sitzplätze: 2 Schlafplätze: 2 9900 Euro www.poessl-mobile.de

K a u fb e r a tu n g P ö ss l D u e tt

Gibt es alltagstaugliche Reisemobile für unter 10 000 Euro? Durchaus, das beweist dieser Pössl Duett. Nur schweißen sollte man können

M FOTO: A. EMMERLING

FAST EIN GUTER KAUF

anche Angebote klingen verlockend. Zum Beispiel dieses: ein vollwertiger Camper, in diesem Jahrtausend vom Band gelaufen, mit kompletter Ausstattung für zwei Personen – und das zu einem Preis, der mit 9900 ­Euro unter dem eines neuen Fiat Panda liegt. Schnäppchenjäger werden da unruhig. Doch auch die Alarmsirenen sollten schrillen, denn die Chance, ein gutes Exemplar der begehrten Pössl zum Tiefstkurs zu ­angeln, ist äußerst gering. Und das, ob-

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wohl der hier gecheckte 2001er Duett auf Auf ganzen fünf Metern Außenlänge Basis des Fiat Ducato II neu mit 55 000 und zwei Metern Breite bietet der Duett Mark als echter Preisbrecher galt. neben Küchenzeile, Mini-Nasszelle (samt Fenster!) und zahlreichen prakWas ihn bis heute auszeichnet: Er ist voll alltagstauglich. Gebrauchtmobil tischen Schrankstaufächern soCHECK Der in Slowenien gebaute Camgar eine Rundsitzgruppe für vier per liegt mit seinen Abmessungen kaum Personen, die sich mit wenigen Handgrifüber gehobenem Pkw-Niveau. Er bietet fen zum Schlafabteil umbauen lässt. Das eine große Schiebe- sowie zwei Hecktüren, jedoch gerät für zwei ausgewachsene und auch nach 15 Jahren überzeugt das Nordeuropäer etwas knapp. Typisch für Raumkonzept des inzwischen im Allgäu ihre Zeit wirken die blauen Polsterstoffe beheimateten Herstellers Pössl noch. und Dekore, ebenso die aus heutiger ¤ www.autobild.de/reisemobil 145

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Sicht schwache Fahrzeugdämmung. Wer sich für ein günstiges Reisemobil dieser Epoche interessiert, sollte diese Punkte tolerieren können. Erfreulich ist, wie intakt der Pössl Duett selbst nach über 200 000 Kilometern Alltag und Urlaub noch wirkt. Kein Scharnier klemmt, keine Klappe zeigt Verzug, Schimmel oder gar Wassereinbrüche gibt es nicht. Obwohl die beiden Vorbesitzer das Scheckheft des Kasten-Campers nur lückenhaft geführt haben, dient ein daumendicker Stapel Rechnungen in der Bordmappe als gutes Argument für eine Vor-Ort-Prüfung. Mit ordentlichen Manieren überzeugt dabei der damalige Top-Diesel, ein 2,8 Liter großer Common-Rail-Vierzylinder mit Turbo, der immerhin 128 PS leistet. Die im Jahr 2000 eingeführten JTDMotoren sind zwar keine Leisetreter, empfehlen sich dafür mit einem bulligen Drehmoment von 300 Newtonmetern ab 1800/min und einem Verbrauch von unter zehn Litern als idealer Partner für ausgedehnte Touren. Selbst am Berg bieten sie ausreichende Kraftreserven, um entspannt im heutigen Verkehr mitzuschwimmen. Wichtig ist, dass die 90 000-KilometerIntervalle für den Zahnriementausch penibel eingehalten wurden, der Turbo den vollen Ladedruck aufbaut und sich das ¤

BLAUER SALON Die Möbel haben die vergangenen 15 Jahre besser überstanden als das Karosserieblech

WÄRMECHECK Die Heizung

funktioniert tadellos

STRAFF Die Sitze taugen noch zum Reisen

ENG Im Kombi-Bad lässt ein Fenster Licht herein 146 www.autobild.de/reisemobil

KURZ Wer groß ist, schläft hier besser diagonal

DUO 2000 Mit Extra-Hängebett an der Wand

2WIN Topseller mit Heckbett und Sitzgruppe

CONCORDE COMPACT Luxus im kleinen Kasten

Pössl bricht Preise – und etabliert den Kastenwagen als Basis ‡‡ Peter Pössl präsentiert 1989 sein erstes Reisemobil auf Kastenwagenbasis. Seine kleine Firma sorgt mit ihrer ­aggressiven Preisstrategie in der Branche rasch für Aufsehen: So bietet Pössl 1996 einen ausgebauten Peugeot ­Boxer zum Preis des nackten Transporters an. Es folgen weitere Typen auf Basis des Fiat Ducato und des Citroën Jumper. Pössl etabliert sich mit cleveren Lösungen als

Pössl Duett 2.8 JTD (94 kW/128 PS) UNTERHALT Testverbrauch 10,0 l Diesel/100 km 265 g/km CO2 Inspektion 400 bis 500 Euro 282 Euro Haftpflicht 1) 226 Euro Teilkasko 1) 570 Euro Vollkasko 1) Kfz-Steuer (Wohnmobil über 2,8 Tonnen) 300 Euro 1) Onlinetarif der HUK24-Versicherung: Zulassung in Hamburg, Fahrer nur Versicherungsnehmer und Partner (40 Jahre alt), jährliche Fahrleistung 15 000 km, Beitragssatz 100 Prozent

ERSATZTEILPREISE2) Lichtmaschine (AT) Anlasser (AT) Steuerkette  Wasserpumpe (AT) Bremsscheiben und -klötze, vorn 4 Sommerreifen 225/70 R 15 C

450 Euro 570 Euro 760 Euro 540 Euro 435 Euro 420 Euro

2) Preise inkl. Arbeitslohn bei Markenwerkstatt, freie Werkstätten günstiger

Stärken & Schwächen hohe Alltagstauglichkeit praxistaugliches Raumkonzept langlebiger Ausbau kräftige und wirtschaftliche Motoren moderate Betriebskosten korrosionsgefährdeter Unterboden beengte Nasszelle häufig Getriebeprobleme kaum Sicherheitsausstattung Partikelfilternachrüstung möglich, aber teuer

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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Kastenwagenspezialist und setzt mit dieser Gattung einen Trend, der bis heute ungebrochen ist. 2002 kauft die Glück-Gruppe das Unternehmen, die ab 2004 die Pro­ duktion von Adria in Slowenien zu Dethleffs nach Isny im Allgäu verlegt. Die Modellpalette des heutigen Kasten­ wagen-Marktführers ­besteht mittlerweile aus 18 Modellvarianten, Dauerbrenner ist der Typ 2Win.

Technische Daten

für die getestete Motorvariante

FOTOS: A. EMMERLING (7), HERSTELLER (2)

SPARTANISCH Lieferwagencockpit ohne Airbag

4FAMILY Platz für vier auf 5,50 Meter Länge

Kosten

Probefahrt Unser Testwagen Verloren wartet der gealterte Pössl Duett zwischen schicken California und Marco Polo im fränkischen Karlstadt auf einen neuen Besitzer. Seine gut 200 000 Kilometer sieht man ihm deutlich an, der Aufbau trägt neben Rost zahlreiche Kratzer und Ausbesserungen. Neben dem mürben Blech, verrotteten Bremsscheiben und abgefahrenen Reifen gibt es nur noch einen akuten Mangel – der kann jedoch brandgefährlich werden: Im Wohnbereich wurden zusätzliche Stromleitungen nicht fachgerecht verlegt. Immerhin ist der Ausbau weder feucht noch verwohnt. Mit seinen 128 PS schiebt der Turbodiesel gewaltig, jedoch ist die montierte Tuningbox zur Leistungssteigerung nicht in den Papie­ ren eingetragen und birgt zudem Verschleißrisiken. Unser Fahreindruck Nur moderates Klappern dringt von den Möbeln nach vorn, ansonsten wirken Karos­serie und Ausbau für die Laufleistung erstaunlich solide. Doch die müden Bremsen fallen auf. Airbags, ABS, Klima? Alles Fehlanzeige, damit punktete erst die Facelift-Version des Ducato II ab April 2002. Unser Urteil Das Ausbaukonzept überzeugt, doch leider dürfen nur zwei Personen mit auf Tour. Dieser Duett ist, wie sein Name schon sagt, ein Fall für Pärchen, die zu zweit auf Reisen gehen wollen – und zuvor bereit sind, umfangreiche Schweißaufgaben zu meistern. Dann taugt der flotte und zugleich alltagstaugliche Pössl als Reisemobil für kleine bis mittelgroße Touren.

Historie

Motor Reihenvierzylinder/vorn quer Ventile/Nockenwellen 2 pro Zylinder/1 Hubraum 2800 cm3 Leistung 94 kW (128 PS) bei 3600/min Drehmoment  300 Nm bei 1800/min Höchstgeschwindigkeit  150 km/h Getriebe/Antrieb Fünfgang manuell/Vorderrad Tankinhalt/Kraftstoffsorte  70 l/Diesel Länge/Breite/Höhe 5000/2000/2500 mm Radstand  3200 mm Wendekreis  12,1 m Leergewicht/Zuladung 2470 kg/780 kg Anhängelast (gebremst) 2000 kg Anhängelast (ungebremst)  750 kg Anzahl Sitzplätze  2 Liegefläche L/B  1,95/1,47 m (Heck) Frisch-/Abwassertank  75/60 l Kühlbox 60 l Zweiflammenkocher  Gasbetrieb Spülbecken mit Einhebelwassermischer Bordbatterie  12 V 88 Ah Externer Stromanschluss  230 V Neupreis 2001 ca. 55 000 Mark (28 000 Euro) www.autobild.de/reisemobil 147


Das macht Ärger: Auch gute Pflege ist kein Schutz vor Rost 8

9

6

11 12

10

4 7

5

3

1

2

NICHT LAHM Dank seiner 128 PS rauscht der Pössl noch sehr flott durch die Landschaft. Doch auf den neuen Besitzer warten einige Mängel

1 REIFEN Hohes Drehmoment und Gewicht strapazieren die Gummis

5

RADKASTEN Steinschläge und Streusalz fraßen hier Löcher ins Blech

6

3 UNTERBODEN Alles bröselig und braun! Die Sanierung geht ins Geld

7

MÖBEL Alles okay, auch wenn manche SCHIEBETÜR Die Mechanik des Schranktür sich etwas hakelig öffnet ­Schlittens hat eine Menge Spiel

4 VERSORGUNG Auch hier hat der ­Rostschutz über die Jahre versagt

8

BRIEF UND SIEGEL Das Scheck

heft hat Lücken, doch ein Sta

pel Rechnungen macht manch

9

10

BASTELEI Im Bad kann solcher Elek- STANDHEIZUNG Funktion unbedingt tro-Pfusch lebensgefährlich sein prüfen, denn Defekte sind oft teuer 148 www.autobild.de/reisemobil

11

Pössl Pössl Duett

Länge 5000 mmin / Breite 2000 mm Abmessungen Millimetern

DACHFENSTER Oft sind sie undicht, doch hier gibt es keine Wasserspuren

12

MOTOR Undichte Dieselpumpen und ZAHNRIEMEN Die Wechselintervalle Schläuche gelten als Schwachstellen sollten genau eingehalten werden

Länge: 5000 mm

1 mangelhaft • 11 ausreichend • 111 befriedigend • 1111 gut • 11111 sehr gut

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ABWÄRTS Ein Fall für leidensfähige Heimwerker

Breite: 2000 mm

FOTOS: A. EMMERLING (15), K. WEICHBRODT

FLICKWERK Das gepunktete Blech hält, sieht aber schauerlich aus

2

empfindliche Fünfganggetriebe sauber schalten lässt, dazu ohne auffällige ­Geräusche läuft. Besondere Vorsicht ist bei leistungsgesteigerten Exemplaren wie dem Foto-Ducato geboten: Eine billige Tuningbox manipuliert hier Sensorwerte, was zwar einige Zusatzpferde bringt, dafür Schäden an der ohnehin sensiblen Hochdruckdieselpumpe wahrscheinlicher werden lässt. Zudem ist die Änderung nicht in den Fahrzeugpapieren dokumentiert. Ab Werk erfüllte der Duett-Ducato nur die damals übliche Emissionsklasse EU3. Heute ist eine staatlich geförderte Aufrüstung mit einem Rußpartikelfilter möglich (ab rund 900 Euro, plus Einbau), sodass auch dieser ältere Diesel wieder legal durch grüne Umweltzonen fahren darf. Die Steuerlast bleibt allerdings auch nach dieser Anpassung unverändert. Bis zu diesem Punkt geht der besichtigte Duett also durchaus als guter Kauf durch. Doch dann der Blick aufs Blech – mit enttäuschendem Ergebnis: Am Unterboden und rund um die Versorgungsanschlüsse hat sich eine Menge Rost eingenistet. Einzelne Gegenmaßnahmen hat der Vorbesitzer zu zögerlich und halbherzig gestartet, was grobschlächtig angepunktete Reparaturbleche und reichlich Lacknebel zeigen. Ein talentierter Hobbyschlosser mit Lust aufs Schweißen kann diesen Pössl Duett durchaus retten, eine Fachwerkstatt allerdings müsste, wenn sie seriös kalkuliert, eine deutlich vierstellige Summe fordern, um den morschen Vorderwagen und die angegriffenen Radhäuser korrekt instand zu setzen. Am Ende ist dieses Pössl-Schnäppchen also keines. Zum Glück überwiegen im Angebot gepflegte Fahrzeuge ohne gravierende Korrosionsschäden. Sie kosten allerdings bis zu 5000 Euro mehr als dieses Exemplar, das immerhin noch einen Bastler glücklich machen dürfte.

Fazit Schnäppchen sind rar, gerade in dieser Liga. Gemessen an den einst niedrigen Neupreisen erscheinen die Angebote ­heute teuer, doch Alltagstauglichkeit ist eben ein starkes Argument. ­Interessenten sollten gezielt nach einem gut gewarteten Exemplar ohne Rostschäden suchen. Lars Jakumeit

Urteil

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PORTRÄT

Camping-Pionier Eugen Seitz

EIN FREIER UNTERNEHMER Eugen Seitz auf dem Parkplatz am Stuttgarter Fernsehturm. Vier, fünf Monate im Jahr sind er und seine Frau Helga im Wohnmobil unterwegs. Am Heck eine Schlagerzeile aus den 70ern: „Wir zwei fahren irgendwohin“

Der Mann, der das Heki erfand

In neun von zehn Freizeitfahrzeugen stecken Ideen von Eugen Seitz (73). Dach- und Ausstellfenster machten ihn zum Millionär

N (2)

W

enn Eugen Seitz aus dem Fenster guckt, guckt er streng genommen gar nicht aus dem Fenster. „Schauen Sie sich mal diese Rahmen an“, sagt der 73-Jährige und streicht begeistert über das Fensterprofil. Draußen scheint die Sonne, Bienen summen – und der schwäbische Unternehmer möchte über Verdunklungsrollos, Schnakenschutzgitter sowie die Acrylglasscheiben seines Reisemobils sprechen. „Außerdem dürfen wir das Chemieklo nicht vergessen“, sagt Eugen Seitz, „da hab ich was Neues.“ Na denn. Eugen Seitz ist der Daniel Düsentrieb der Freizeitmobilbranche. „In neun von zehn Wohnwagen und Reisemobilen stecken Erfindungen von mir“, sagt der gelernte Autosattler. Darauf ist er stolz. „Wer hätte gedacht, dass aus einem kleinen Handwerker mal so etwas wird.“ Vom Kellerwäscher zum mehrfachen Millionär: Seitz’ Karriere beginnt im schwäbischen Kleinaspach ganz unten. „Ich war als Kind nicht gerade groß und daher ideal geeignet, in den Weinkellern die Fässer zu reinigen. Und zwar von innen.“ Gelegentlich habe ihn ein Winzer dort vergessen, sagt Seitz, er sei dann ­irgendwann allein wieder ans Tageslicht

FOTOS: AUTO BILD SYNDICATIO

»Meine Erfindergabe habe ich vom lieben Heiland geschenkt bekommen.«

gekrabbelt. Mit 13 verlässt Seitz die S ­ chule, die Eltern sind „ausgesprochen arm“. Sein Vater sucht ihm eine Lehrstelle als Autosattler. „Gern hingegangen bin ich da nicht“, sagt Seitz. Nach der Arbeit muss er Stachelbeeren für die Chefin pflücken. Aber so sind die Zeiten. Work-Life-Ba­lance ist noch nicht erfunden. Später zieht es ihn aus der Provinz nach Frankfurt am Main. Die große, weite Welt! Eugen widmet sich dort zwei Dingen: ­automobilen Oldtimern und der jungen Nichte seiner streng katholischen Vermieterin. „Nach einem Ausflug in die Rüdesheimer Drosselgasse mit dem Mädchen hat mich ihre Tante rausgeworfen“, sagt Seitz und lacht. „Dabei war da gar nichts.“ Er geht zurück nach Kleinaspach, lernt dort beim Fasching seine heutige Ehefrau

Helga kennen. Die beiden kaufen sich ­gebrauchte Nähmaschinen und fertigen Schaffell-Schonbezüge für Autositze, ­damals ein ganz großer Zubehörtrend vom Käfer bis hoch zum dicken Benz. Die ganze Familie ist eingespannt, „und wir haben gutes Geld verdient“, sagt Seitz. Schaffe, schaffe, Häusle baue. Dann der Durchbruch: Eugen fährt 1975 mit Helga, Kind und Käfer nach Italien. Beim Camping im Mietwohnwagen an der Adria macht Familie Seitz Urlaubsbekanntschaft mit Abertausenden ¤

STATIONEN Eugen Seitz als Sechsjähriger (li.). Bei der Autosattlerei Jungmann in Backnang begann er als 13-Jähriger seine Lehre (o.); Seitz sitzt am Steuer des BMW Dixi. Nach der Wende gehörte auch Queck zu den Kunden (ganz oben)

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Schnaken. „Eine Insektenplage, und das im Urlaub!“, sagt Seitz. Notdürftig dichtet er die Fenster mit Gaze ab. Praktisch ist das nicht. Und so kommt ihm die Idee für ein Rollosystem. Mückenschutz fürs Freizeitmobil! Man muss nur drauf kommen. Die ersten Modelle schraubt Seitz im Saal des Gasthofs Sonne in seinem Heimatdorf zusammen. Er entwickelt komplette Fenster mit fest eingebauten Fliegen- und Verdunklungsrollos. Damit geht er Autotürklinken putzen bei Tabbert, Knaus und all den anderen. Bei Harald Striewski hat der Schwabe Erfolg. Der Gründer von Hobby baut die Seitz-Fenster ab Werk in seine Freizeitmobile ein. „Da konnten die anderen nicht anders und zogen nach“, sagt Seitz. Zu seinen Kunden zählen Hersteller in ganz Europa. Sein Unternehmen wird zu einem der wichtigsten Ausrüster für die Branche. „Combi-Cassetten-Rollos“, das Rollladenfenster „Rolf“, das Hebe-Kippdach „Heki“. Für alle Öffnungen beim Freizeitmobil hat der schwäbische Erfinder eine Lösung. Es klappt mit den Klappen: Zu Hochzeiten arbeiten rund 400 Mitarbeiter für Eugen Seitz. Zwei Werke sind in Süddeutschland,

FRÜHER UND HEUTE Ein Schwerpunkt von Seitz’ Selbstständigkeit war ursprünglich das Nachrüsten von Fahrzeugsitzen (o.) mit einer integrierten, verstellbaren Kopfstütze – so wie sie heute Standard ist. Links: Einweihung des schwedischen Werks

eines in Schweden. Das Seitz-Fenster wird so etwas wie das Tempo unter den Taschentüchern: ein Standard. Dank „Einhandbedienung“ und „formschönen Aluprofilen“ (Seitz-Werbung), auf Wunsch mit Schneeabweiser, Dosenhalter und Wäschetrockner. Seine inzwischen drei Kinder kann Seitz zwar fürs Camping, aber nicht für den Ein-

»Ich spende gern. Es beruhigt mich, etwas zurückgeben zu können.«

MEISTVERKAUFT

stieg ins Geschäft begeistern. Im Jahr 2000 verkauft er sein Firmenimperium an den schwedischen Electrolux-Konzern. Fünf Jahre später gründet Seitz mit Tikro ­eine eigene Reisemobilmarke. Der Versuch scheitert im Zuge der Finanzkrise. Für Eugen Seitz spielt das keine große Rolle, er hat ausgesorgt. 2012 spendet er der Stadt Krautheim zwei Millionen Euro für eine Mensa. Krautheim war Standort seines größten Werks. „Und ich wollte mich für die jahrelange Unterstützung bedanken“, sagt Seitz. Geld sei ihm nicht wichtig. „Ich habe genug davon.“ Heute ist Seitz im Unruhestand. Vier, fünf Monate im Jahr fährt er mit Helga im Reisemobil durch Europa. Immer dabei sind Karopapier, Bleistifte, Lineale und Uhu. „Denn unterwegs kommen mir die besten Ideen“, sagt der Erfinder. So wie die von der Trucker-Toilette. Er habe das beobachtet, sagt Seitz: Die Lkw-Fahrer würden immer in die Rabatten pinkeln. Jetzt hat er einen Beifahrersitz mit eingebautem Chemieklo erfunden. Gerade war er deswegen beim Patentamt. Manchmal gehen die Ideen mit Eugen Seitz wirklich durch. Holger Karkheck

MIT REISEMOBILFENSTERN ZUM ERFOLG Erfinder Eugen Seitz (73) in seinem nagelneuen Carthago chic e-line mit Fußbodenheizung, Ledersitzen – und natürlich den besten Fenstern. 150 000 Euro hat er dafür bezahlt. „Gute Sachen kosten halt ihren Preis“, sagt Seitz

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FOTOS: AUTO BILD SYNDICATION (2)

DER ERFOLGREICHSTE TEILINTEGRIERTE DEUTSCHLANDS

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KNAUS SKY TI – UNSER UNIVERSALGENIE Ein echter Hingucker und dabei auch noch besonders praktisch. Das ist der neue SKY TI. Vom edlen perlmutt Dekor mit aufwändigem Kreuzschliff bis zur einzigartigen Servicebox, die alle wichtigen Anschlüsse beherbergt. Überzeugen Sie sich selbst unter: www.knaus.de/skyti

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Auf einer Wellenlänge mit den Profis: An Frankreichs Küste wachst die Surfelite ihre Bretter. AUTO BILD REISEMOBIL verrät die besten Spots

FOTO: A.LIER; SURFER: LILLY VON TREUENFELS / FOTO: ILKA VON TREUENFELS

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SAND ZWISCHEN DEN ZEHEN Auf dem Campingplatz Le Saint Martin in Moliets-et-Maa parken Reisemobilisten direkt hinter der Düne. Ein paar Schritte vom Stellplatz entfernt rauscht der Atlantik, was den kleinen Badeort zu einem Traumziel für Surfer macht

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„We’re all equal before a wave“ („Vor der Welle sind wir alle gleich“) Laird Hamilton, berühmter „Big Wave“-Surfer

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CAMPING DU CAP DE L’HOMY Drei-Sterne-Platz, knapp 130 Kilometer von Bordeaux entfernt. Seit Jahrzehnten gibt es hier Surfkurse, wegen der hohen Wassertemperaturen und des erstklassigen Wellengangs zählen die Strände der französischen Biskaya zu den besten Europas

W

Clubmitglied werden und exklusive Vorteile genießen! MIT DEM CARAVAN SALON CLUB FÄHRT MAN BESSER:

UNWEIT VON ARCACHON liegt Le Truc Vert. Das Bassin d’Arcachon zählt zu den reizvollsten Abschnitten der „Silberküste“ mit besten Windverhältnissen und mittleren bis hohen Wellen. In den Sommermonaten gibt es in den Sandbänken allerdings gefährliche Strö­mungen und in der Folge auch Surfverbote

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FOTOS: A.LIER (6); SURFER: LILLY VON TREUENFELS / FOTO: ILKA VON TREUENFELS

er in Meyers Neuem Lexikon* das Wort „Surfen“ nachschlägt, findet irgendwo zwischen Sup­ penschildkröte, Surenbaum und dem russischen Maler Wassili Iwanowitsch Surikow folgende Beschreibung: „Surfing (Surfen, Wellenreiten, Brandungsschwim­ men, Brandungsreiten), vor allem an der Westküste Nordamerikas, an der französischen Atlantikküs­ te, in Australien und in der Südsee ausgeübte Wassersportart poly­ nesischen Ursprungs; der Surfer lässt sich, auf einem flachen Brett aus Balsa­holz oder Kunststoff stehend, mit den Brandungswellen ans Ufer tragen.“ Das physische Erlebnis des Übers-Was­ ser-Gleitens lässt sich dagegen nicht nach­ schlagen; um es zu begreifen, muss man sich schon selbst aufs Brett wagen. Worauf es ankommt? Nun, der kalifornische Sur­ fer-Gott Phil Edwards formulierte es mal so: „The best surfer out there is the one having the most fun“, also: Der Beste da draußen ist der, der am meisten Spaß hat. Klingt so einfach. Die Wahrheit ist: Surfen gehört zu den schwierigsten Sport­ arten, die es gibt. Denn auch wenn das Wellenreiten herrlich spielerisch aussieht, weil ein Profi auf dem Board steht: Das ¤

* Ausgabe von 1980

 Vergünstigter Ticketpreis für den CARAVAN SALON Düsseldorf  Zutritt zur exklusiven Club-Lounge und Ruheinsel für Clubmitglieder auf der Messe  Ermäßigte Übernachtungen im CARAVAN CENTER, dem Stellplatz auf der Messe  Top-Angebote und Preisnachlässe bei über 30 Unternehmen  Zweimal jährlich das Clubmagazin kostenlos  Ein umfangreiches Online-Angebot mit Gewinnspielen, Reiseberichten, Clubforum, etc. Melden Sie sich jetzt an unter: www.caravan-salon-club.de Bitte beachten Sie, dass der Versand der Mitgliedskarte bis zu 6 Wochen dauern kann. Jetzt direkt online anmelden und sofort die Vorteile der Club-Internetseite nutzen:

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Der CARAVAN SALON Club wird unterstützt von den Zeitschriften REISEMOBIL INTERNATIONAL und C AMPING , C ARS & C ARAVANS .

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Der CARAVAN SALON Club ist eine Einrichtung der Messe Düsseldorf GmbH, Messeplatz, 40474 Düsseldorf.


Stellplätze an der Atlantikküste BORDEAUX

1

Arcachon Dune du Pilat

Atlantischer Ozean

Camping du Cap de l’Homy Camping Le Saint Martin Messanges Plage

2

FRANKREICH Mont-de-Marsan

3 4

Festival Hossegor „Mot & Arts" Camping Du Bord de mer

Sabres

Mimizan

Dax

Adour

Biarritz

5

Bayonne

Orthez

SAINT-JEAN-DE-LUZ liegt zwischen Arcachon und der spanischen Grenze im Département Pyrénées-Atlantiques. Der Campingplatz Bord de Mer hat einen eigenen Strandzugang, Surfen und Schnorcheln sind erlaubt, die Wellen sind für Anfänger und Profis geeignet

Boule- und Volleyballwettkämpfe sowie eine Golfanlage. ◊◊2655 Avenue de l’Océan, 40660 Moliets-et-Maa, www.camping-saint-martin.fr ◊◊Preise: 46,50 Euro pro Nacht in der Hauptsaison (mit Strom), Nebensaison ab 22,70 Euro Messanges Plage Stellplatz auf gemischtem Parkplatz, zwei Personen plus Reisemobil (max. sieben Meter) frei, Duschen und WC am Strand, ca. 200 Meter fußläufig, maximale Auf­ enthaltszeit 48 Stunden. Avenue de la Plage, 40660 Messanges Plage, Preise: kostenlos Camping Du Bord de Mer Drei-SternePlatz, zwei Kilometer vom Stadtzentrum von St.-Jean-de-Luz, im Grünen gelegen mit direktem Strandzugang, 78 Stellplätzen, Bar und Restaurant. ◊◊71 Chemin d’Erromardie, 64500 Saint-Jean-de-Luz, www.camping-le-bord-de-mer.fr, Internet vorhanden, im Shop gibt es frisches Brot zu kaufen ◊◊Preise: 35 Euro pro Nacht für einen Stellplatz in der Hauptsaison, Nebensaison ab 23 Euro

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Hossegor Mot & Arts Festival ‡‡ Für die Surfer-Szene ist Hossegor ein Hot Spot. Doch nicht nur für die. Weil die Gegend um Biarritz als das „Kalifor­nien Europas“ gilt, passt es, dass die Gemeinde jährlich das „Mot & Arts Festival“ veranstaltet. Mit Kunst, Musik, Custom Bikes und heißen Karren. Für einen Moment könnte man glauben, man würde tatsächlich am Venice Beach flanieren und nicht an der Promenade eines französischen Badeorts. Der Eintritt ist frei, die diesjährige Ausgabe findet am 17. und 18. September statt, weitere Infos auf www.hossegor.fr/fr/ decouvrir/les-grands-evenements/mot-arts/

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FOTOS: A.LIER (8); SURFER: LILLY VON TREUENFELS / FOTO: ILKA VON TREUENFELS

Camping Du Truc Vert

Camping Du Truc Vert Campingplatz unweit von Arcachon, nur 300 Meter vom goldenen Strand entfernt, Vier-Sterne-Standard, über zehn Hektar schattiger Pinienwald auf dem Stellplatz, eigener Shop und Bar auf dem Gelände. ◊◊Avenue du Truc Vert, 33970 LègeCap-Ferret-Océan, www.trucvert.com ◊◊Preise: 30,20 Euro pro Nacht (Stellplatz für zwei Erwachsene in der Hauptsaison), in der Nebensaison ab 24,20 Euro Plage du Cap de l’Homy Großer Platz unweit von Lit-et-Mixe am Golf von Biskaya. Die beiden Ortschaften Lit und Mixe liegen direkt hinter Sandstrand und Düne und sind bekannt für eines der weltgrößten Citroën2CV-Treffen, welches jährlich stattfindet — für den Fall, dass Sie nicht surfen. ◊◊600 Avenue de l’Océan, 40170 Lit-et-Mixe, www.camping-cap.com ◊◊Preise: 24,30 Euro pro Nacht in der Hauptsaison pro Stellplatz, in der Nebensaison ab 12,95 Euro ◊◊Camping Le Saint Martin Vier-SternePlatz mit eigenem Fischgeschäft, Bäckerei, Lebensmittelladen und Pool. WLAN vorhanden. Viele Freizeitangebote, darunter Kanufahren, Hochseilgarten, Kinder- und Jugendclub, im Sommer

Anpaddeln einer Welle, die richtige Position zum „Take-off“, das perfekte Timing zum Aufstehen und auch das Stürzen wollen gelernt sein. Es kann Hunderte Stunden dauern bis zum ersten halbwegs eleganten Ritt. Die Fotografin Alexandra Lier (38) aus Hamburg steigt zum ersten Mal vor über 20 Jahren in Kalifornien aufs Brett. Damals ist sie 18 und ruckzuck euphorisiert. Die schönsten Surfstrände Europas steuert sie heute mit ihrem VW T5 California an. Für sie ist Frankreich nicht das Eiffelturmland mit den knusprigen Baguettes, sondern vor allem Surfer-Dorado. Die 200 Kilometer Küste zwischen Arcachon im Norden und Saint-Jean-de-Luz im Süden bieten einige der schönsten Spots des Kontinents. Die Vielfalt der Wellen, die Atlantik- und Mittelmeerwinde hier vor sich her pusten, liefert für jeden Surfer-Typ die passende Stelle, für den blutigen Anfänger wie für den Vollprofi. „Surfen bringt mich in Einklang, ich liebe es, die Macht des Elements zu spüren, wenn das Adrenalin durch den Körper schießt und du dich auf einmal so klitzeklein fühlst“, sagt Lier. „Viele von ¤ VON PINIEN UMSÄUMT Das Areal des Campingplatzes Le Saint Martin bietet 673 Stellplätze zwischen 80 und 150 m2. Der Naturpark Courant d’Huchet ist gleich um die Ecke, der Hafen Capbreton, Biarritz, das Baskenland und Spanien sind ebenfalls nicht weit

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KOSTENLOS ÜBERNACHTEN Wenige Hundert Meter vom Ozean entfernt, geht das auf dem Wohnmobilstellplatz Messanges Plage. Nur die Düne trennt den kleinen Platz in der Natur vom langen Sandstrand. Achtung: maximale Aufenthaltszeit 48 Stunden!

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FOTOS: A.LIER (6), H. NEU

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uns sitzen ja ihr halbes Leben im Büro, beim Surfen bekommst du wieder so was wie ein Körpergefühl.“ Innerhalb der Saison kann es schon mal passieren, dass „Locals“, also einheimi­ sche Surfer, etwas grummelig auf Touris­ ten reagieren. Vor allem, wenn man ihnen die Welle droppt, also wegnimmt. In der Nebensaison geht es an den Stränden grundsätzlich entspannter zu. Um den richtigen Umgang mit dem Surfbrett zu lernen, empfiehlt es sich, einen Kurs zu besuchen, wie es sie in Frankreichs Surf­ gegenden zuhauf gibt. Die Weltelite der Surfer trifft sich jedes Jahr in Hossegor, zu Wettkämpfen oder einfach so zum Spaß. Es gibt eine Welle, die direkt vor dem Stadtstrand bricht: „La Nord“ erreicht dort bis zu acht Meter! Für Anfänger ist Moliets Plage besser geeignet, der längste Strand Europas bietet kon­ stante Wellen, an denen auch Fortge­ schrittene ihren Spaß haben. Außerdem gibt es hier einen Surfshop. Tradition hat das Surfen ebenfalls in Biarritz, dem „Kalifornien Europas“: Auch hier gibt es hin und wieder eine Riesenwelle, der An­ fänger lieber ausweichen sollten. Für sie hat das Traditions-Seebad andere Argu­ mente parat: zehn Surfschulen. Wem die Auswahl noch nicht schwer genug fällt: Im Süden des Landes zieht das tiefe Türkis der Bucht von Saint-Tro­ pez Myriaden von Surfern an. Und auch Korsika bietet eine traumhafte Kulisse, allerdings weniger konstante Wellen. Die südlichen Regionen sind vor allem im Herbst und Winter ein Geheimtipp. Und nun los: Immer an Phil Edwards denken, es geht vor allem um eines – Spaß. Sie können das Wort ja mal zur Sicherheit in Meyers Neuem Lexikon nachschlagen.

Fazit Frankreich zieht Surfer mit über 3400 Küstenkilometern magisch an. Wer kann, sollte in der Nebensaison reisen. Anfängern empfehlen wir zudem einen Surfkurs und entsprechende Trockenübungen, sonst stellt sich womöglich schon nach kurzer Zeit der Frust ein, wenn man zum fünften Mal in flachem Wasser vom Bord aufs Riff plumpst. Lukas Hambrecht  160 www.autobild.de/reisemobil © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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REPORTAGE

Einzigartiger Eigenbau

Die AutoBurg zum Falten

Justin, Jola und Piko wohnen anders als alle anderen: Ihr Zuhause ist eine motorisierte Burg. Am Ziel entfalten sie aus ihrem alten Bedford üppige 42 Quadratmeter Wohnfläche

G

FOTOS: KAJO (2)

anz langsam fahren die vier Stützen aus dem alten Bedford nach oben, in jeder Ecke sitzt eine. Sie stemmen das riesige Aluminiumdach Stück für Stück in Richtung Himmel. Hand in Hand geht die Arbeit. Justin (38) und Jola (32) heißen die beiden Neuseeländer mit ihrem, tja, was ist das nur? Kein Reisemobil, kein Wohnmobil, kein Haus. Eher eine motorisierte AufklappWohnburg.

Justin und Jola brauchen keinen Montageplan für ihre vielen Griffe. Jedes Detail ihres Wunderkabinetts genialer Ideen kennen sie, und so beginnt der erste Akt: Von den beiden Tonnen am Heck lösen sie den Gurt, schwenken sie nach außen und zupfen zwei Zipfeldächer nach oben. Steuerbord ziehen die beiden die Küchenzeile auf Schienen nach außen, stemmen das Vordach samt den Solarpaneelen mit Stäben hoch, klappen einen Fußboden ¤

LIFE IS ART „Leben ist Kunst“ lautet das Motto von Justin, Piko und Jola. Der selbst umgebaute Bedford ist ihr Zuhause 162 www.autobild.de/reisemobil

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herunter und schwenken zwei Wandteile aus, auf jeder Seite eines. In diesen wiederum warten zweiflüglige Türen darauf, ausgeklappt zu werden: Ist alles an Ort und Stelle, fügen sich die Elemente zu einer House Trucks haben in Neuseeland eine Tradition seit den 1970er-Jahren

SCHWERVERKEHR Der alte Bedford hat viel zu schleppen. Doch der große Diesel packt das – ohne Eile freilich

„Wir wollten ein Kunstwerk, das funktioniert.“

großzügigen Veranda. Ohne Muskelkraft fährt anschließend ein Elektromotor den Alkoven nach oben. So entsteht das Schlafzimmer für Jola und Justin. Ihr Bett ruht auf der bemalten Kleiderkammer. Rund 40 Minuten lang schieben, kippen, drehen, stecken, verriegeln Jola und Justin im Team, dann steht ihr Rolling Castle in seiner vollen Größe da. Es ist, als habe sich eine Knospe im Zeitraffer zur vollen Blüte geöffnet. Das Schauspiel beeindruckt alle, nur Piko nicht so sehr, er kennt das schließlich. Piko, zweieinhalb Jahre alt, wächst in dieser fahrenden Burg auf, die seine Eltern bauten, um auf Neuseeland reisend zu leben. Moderne Nomaden. Justin und Jola waren lange gemeinsam unterwegs, anschließend wohnten sie

eine Zeit lang in einem Bus. Dort reifte die Idee zu ihrem Traumschloss. „Um glücklich zu sein, brauchen wir nicht viel“, sagt Justin: „Wir wollen mobil sein, und wir wollen uns selbst versorgen.“ In Down Under bieten sich für solche Wünsche House Trucks an, eine sehr spezielle Mischung aus A ­ utomobil und Haus. Alles begann in den 1970ern, als immer mehr Hippies in House Trucks bewiesen, dass sich ein Leben auch ganz anders ­leben ließe, als in Häusern festzusitzen. Sie suchten mit viel Fantasie ihre Freiheit an immer neuen Orten, beständig auf der Flucht vor dem Konsumzwang. Re­cycling galt als ihre Zauberformel: Alte Türen und Fenster aus Abrisshäusern lebten in ihren Mobilen neu auf, oft waren wertvolle, stabile Hölzer wie das heimische Kauri dabei. Auch die dicken Sperrholzplatten der ­Exportkisten, in denen Toyota aus Japan Teile schickte, dienten als beliebtes Baumaterial. Günstig war es dazu. Bis Ende der 1980er-Jahre gehörten House­Trucks zum Straßenbild in Neuseeland. Dann griff ein Gesetz, das die ­üppigsten und spektakulärsten Gefährte

aus dem Verkehr zog. Einige Veteranen dieser zwangsstillgelegten Armada dämmern heute noch, vermoost und mit überwachsenen Reifen, vergessen hinter Farmhaushecken ihrem Verfall entgegen. So also ging es nicht mehr, das wusste Justin. „Doch es waren wahre Kunstwerke“, sagt er, „und so etwas wollten wir auch.“ Irgendetwas, was sich kompakt auf der Straße und großzügig beim Wohnen zeigt – eine Art House Truck zum Falten. Viele seiner Ideen hatte Justin damals schon in seinem Skizzenbuch festgehalten. Er hat es heute noch: Seine fantasievollen Zeichnungen zeigen eine magische Zu Beginn sammelte Justin seine magischen Ideen in seinem Skizzenbuch Burg, aus der alles Mögliche herauswachsen sollte – es wirkt so genialistisch, als sei Daniel Düsentrieb mit von der Partie gewesen. Oder Caractacus Pott, der nimmermüde Erfinder aus dem Filmklassiker „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“. Jola und Justin lebten ihren Traum. Doch ein paar Bleistiftskizzen sind noch lange kein fahrender House Truck, und ¤

FOTOS: HERSTELLER (7), KAJO

DER TRAUM WIRD WAHR Mit seinen Ideen fütterte Justin ein CAD-Programm, prüfte Höhen und Anschlüsse, konstruierte die Details. Das Projekt erforderte trotz seiner Größe eine Menge Präzision im Detail, weil sonst die vielen Klapp-, Falt- und Schiebemechanismen nicht funktioniert hätten. Als Basis wählten Jola und Justin einen alten Bedford-Viehtransporter mit einem starken, gutmütigen Diesel

HOCHBETT UND DREHSCHRANK Über mehrere Tritte führt der Weg zum Schlafzimmer. Unterm Bett lagern die Kleider 164 www.autobild.de/reisemobil

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so begann Justin, seine Zeichnungen in ein CAD-Programm zu übertragen. Am Bildschirm entwickelte er detaillierte ­Baupläne, und erst als digital alles passte, starteten die beiden mit Winkelschleifer, Schweißgerät und Kreissäge den Bau ihrer rollenden Klappburg. Das war 2011. Justin ist Klempner, mit Rohren und Häusern kennt er sich also aus. Als Basis wählte er einen betagten Bedford KDL C5, Baujahr 1976, der einst sogar in Neuseeland gefertigt wurde: Über vier Jahrzehnte transportierte er Vieh, lief so rund 800 000 Kilometer, vielleicht auch mehr. Sein bäriger 5,7-Liter-Sechszylinder-Diesel stapft mit rund 100 PS tapfer jeden Berg empor, allerdings eben sehr langsam. Sie wollten so unabhängig sein wie möglich. Das war das große Ziel Der alte Bullenkäfig des Bedford musste weichen. An seiner Stelle sitzt heute ein neues Stahlskelett, das die Tragstruktur des Aufbaus bildet. Das klingt einfacher, als es letztlich war: Die Profile mussten präzise geschnitten und geschweißt, die

Rollensysteme und Scharniere aufeinander abgestimmt und passgenau justiert werden. Damit die vielen trickreichen Details wie die Seilwinde in der Küchenecke, die über eine Armada von Umlenkrollen das Aludach nach oben ziehen sollte, auch funktionieren, tüftelten beide am Objekt weiter. Über ein Jahr Arbeit haben Jola und Justin letztlich in den Bau ihrer Burg gesteckt, außerdem Material für umgerechnet rund 15 000 Euro. Leichtbau war nicht ihr wichtigstes Ziel, Unabhängigkeit dagegen schon. Deswegen wandelt eine 300-Watt-Foto­voltaik­ anlage auf dem Vordach Sonnenlicht in Strom um, den eine 450-AmperestundenBatterie speichert. Justin, Jola und Piko kommen lange mit ihm aus, da nur einige LED-Lampen und Wasserpumpen Spannung benötigen. Alles andere funktioniert anders, die alte Singer-Nähmaschine zum Beispiel: Sie wird über ein Pedal angetrieben. Auch bei der Versorgung mit Wasser ist die Familie lange autark: 200 Liter fasst das Frischwasserfass, das im BedfordHeck unter dem Badturm sitzt, neben

­ inem zweiten Fass mit ebenso viel e Brauchwasser. Wenn alles voll ist, hat der arme Bedford freilich 7,8 Tonnen zu schleppen. Kein Wunder also, dass er es nicht so mit Hektik hat: Schon mit seiner Höhe von 3,80 Metern steht er aufrecht im Wind, und Rund ein Jahr bauten Jola und Justin an ihrer fahrenden Klappburg in der Breite nutzt die Konstruktion die 2,50 Meter voll aus, die Neuseelands Gesetze heute zulassen. Diese Maße umreißen die komplett eingefahrene, reisefertig verpackte Burg, die dann immer noch ­gewaltig wirkt – und auf der Straße für Kopfschütteln sorgt. Was ist das bloß für ein Gefährt? Welchen Zweck erfüllen die riesigen, von einem Spanngurt gesicherten Tonnen am Heck? Warum hängen die ­Solarpaneele an der Seitenwand – und nicht, wie üblich, auf dem Dach? Wie lässt es sich in diesem verschachtelten Holzgebirge nur wohnen? Jola, Justin und Piko wissen es. Sie wissen jedoch auch, dass nach der Entfal- ¤

KUSCHELIG Was im Standard-Reisemobil Alkoven heißt, ist hier ein lichter Raum mit einer großen Matratze zum Entspannen

FOTOS: KAJO (9)

PRAKTISCH Dusche, Handwaschmaschine und Kompostklo haben ihren Platz in den beiden Türmen am Heck des House Trucks

GERÄUMIG Die Wohnküche bietet viel Platz. Für gemütliche Wärme ist ein Holzofen zuständig, doch eine Gastherme gibt es auch

LUFTIG Jola ist Artistin, sie trainiert gern auf der Dachterrasse. Genial ist die Badewanne hier oben – mit bestem Ausblick

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tung ihrer Wohnhülle die eigentliche Ar­ beit erst beginnt. Es ist stets ein bisschen wie bei einem Umzug: Alles sicher Ver­ staute muss wieder an seinen Platz – die Küchenmesser an die Magnetleiste im Fenster, die Nähmaschine in den Vor­ raum, die Blumen in eigens gefertigte Hal­ terungen. Doch sie genießen auch diese Stunden, dieses bewusste Ankommen und Einrichten an einem neuen Ort. Wenn es schön ist und alles passt, blei­ ben die drei in ihrer Burg gern länger. Zum Beispiel auf einer Farm im Norden der Südinsel, wo sie mehrere Monate unter gewaltigen Walnussbäumen zu Hause ­waren. Ein magisches Bild – und doch der Alltag einer kleinen Familie. Ihr House Truck hat sich im täglichen Leben bestens bewährt. Hinter der breiten Verandafront liegt ein Vorraum mit ge­ mütlichem Sofa in Tigerfelloptik, von hier aus geht es hoch in die große, zentrale Auch im Alltag funktioniert der House Truck bestens

FOTOS: KAJO (2)

Wohnküche, die ein Puzzle aus Recycling­ ideen ist: Zersägte Telegrafenstangen aus australischem Hartholz verkleiden die Schränke, Baumate­rial eingestürzter Häu­ ser kam zum Einsatz – vieles stammt aus

Christchurch, das 2011 unter einem schweren Erdbeben litt. Aus alten Schrau­ benschlüsseln hat Jola zwei Stufen ge­ schweißt und einen Wasserboiler zum Geschirrschrank umfunktioniert. Rund um den Esstisch geht es über ein paar feste Stufen hoch in den Schlafraum. Viele Fenster bieten von dort einen Rund­ umblick, zwischen ihnen kleben Noten­ blätter als Tapete: „Das sind Liebes- und Gutenachtlieder“, verrät Jola, „und das ist unser Kleiderkarussell.“ Unter dem Bett verbirgt sich ein raffiniert konstruierter Drehschrank, um dessen rollengelagerte Innentrommel sich ein weiteres Regal sichelförmig drehen lässt. Sogar das Licht schaltet sich automatisch an und aus. Auf der alten, pedalbetriebenen SingerNähmaschine näht Jola Kostüme. Ge­ meinsam mit ihrer Zwillingsschwester Nele tritt sie als „Twisty Twinz“ auf, Luft­ akrobatiknummern sind ihre Spezialität. 1990 waren ihre Eltern mit Nele und Jola aus Norddeutschland nach Neuseeland ausgewandert, und schon als Kinder lieb­ ten die Zwillinge nichts mehr, als an Lia­ nen im Busch der kleinen Familienfarm ohne Ende hin- und herzuschwingen. Noch heute trainiert Jola täglich. Hoch in den Ästen eines nahen Walnussbaums

hat sie lange Tücher fixiert, und auch da­ heim im Truck nutzt sie jede greifbare Stange. Zum Beispiel auf der Dach­terrasse, die nicht nur über eine spezielle Anlage zum Obsttrocknen verfügt, sondern auch eine spektakuläre Open-Air-Badewanne aufweist. Wer hier baden darf, genießt ­einen fantastischen Ausblick in die Um­ gebung – wenn der Truck passend steht, sogar bis auf den Pazifik. Der schönste Ort der Faltburg ist die Badewanne auf dem Dach Zugegeben, das alles ist schwer zu top­ pen. Es ist zudem der Beweis, dass ver­ sponnene Träume nicht scheitern müs­ sen, wenn sie den Alltag erobern. Nur allein sind sie nicht mehr. Inzwi­ schen staunen viele Menschen über das schrullige Aufklappmobil von Jola, Justin und Piko, wie der Film (www.tinyurl.com/ BedfordCastle) eines Tiny-House-Blogs beweist: Weit über sieben Millionen Klicks zeigen die Zähler inzwischen. Egal, die drei sind ja weit weg. Und schauen nach vorn: „Piko braucht bald ein Kinderzimmer“, sagt Justin. Und er ist sich bereits sehr sicher, dass das kein nor­ maler Anhänger werden wird.  Karl Johaentges

HAPPY END Es war viel Arbeit, den House Truck zu bauen. Doch für die drei hat es sich gelohnt 168 www.autobild.de/reisemobil © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung

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REISE

Entdeckung im Osten Kaum Menschen, dafür umso mehr Natur: Litauen – zwischen Ostsee und

Weißrussland gelegen – begeistert als grandioses Reiseziel

o fern, so nah. Wenn die Fähre aus Kiel in Klaipe˙da anlegt, ist auf Deck kaum mehr als ein ent­ spannter Tag auf der Ostsee vergangen. Und hier in Klaipe˙da beginnt mit Li­ tauen der südlichste der drei Staaten des Baltikums. Es muss ja nicht immer Skandina­ vien sein. Schließlich gibt es auch öst­ lich der Ostsee dunkle Kiefernwälder, wilde Elche und weite Blicke in eine ru­ hige Landschaft zu entdecken. Seit 2004

des endlich Ruhe ein. Zudem gelang Klaipe˙da im Anschluss ein gewaltiger Aufschwung – nicht zuletzt, weil eine freie Wirtschaftszone für Umsatz sorgt. Doch die drittgrößte Stadt Litauens lockt Reisende nicht mit Zahlen. Sie reizt mit ihrem maritimen Flair, mit Werften, großen Hafenanlagen und einer Reihe von Kanälen, die bis in die hübsche Altstadt reichen. Die restaurierten Fach­ werkhäuser, davon viele mit Cafés und Restaurants, lassen die weiter draußen

S

ist Litauen Mitglied der EU, im Januar 2015 kam der Euro als Währung. Mehr als einen Personalausweis brauchen Reisende aus Schengenstaaten nicht. Als rollende Basis für die Erkundung dient ein Malibu 640 LE, ein talentierter 6,40-Meter-Van, der aus dem Hause Carthago stammt. Mit Duschbad, durchdachter Küchenzeile und reich­ lich Proviant in den Schränken eignet sich der komfortable Kastenwagen ­ideal für eine einwöchige Ost-Entdeckertour.

Für jeden, dessen Urlaubszeit be­ grenzt ist, bietet sich die Anreise mit der Fähre an. Immerhin trennen schier endlose 1400 Fernstraßenkilometer Klaipe˙da von Hamburg. Dazu kommt, dass diese Stadt den schönsten Start­ punkt für eine Reise ins Baltikum bildet: Direkt am Kurischen Haff liegt sie, und seit ihrer Gründung 1253 hat sie eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach viel Leid und Vertreibung kehrte erst 1990 mit der Unabhängigkeit des Lan­

Birzai Ven

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LITAUEN Klaipeda Silute

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VILNIUS

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FOTO: T. RUDDIES

Im C a r th a g o M a li b u 6 4 0 L E d u r c h L it a u e n

Trakai

herrschende Vorstadt-Tristesse mit ihren verwitterten Plattenbauten vergessen. Bis 1920 galt Klaipe˙da, das damals Memel hieß, als kultureller Mittelpunkt Nord-Ostpreußens, zugleich war es die nördlichste Stadt Deutschlands. Über­ all finden sich architektonische Zeugen dieser Epoche, auf dem Theaterplatz zum Beispiel: Ab 1912 stand das Änn­ chen von Tharau als Bronzefigur auf dem Simon-Dach-Brunnen. Dann bra­ chen zwei Kriege auch über diese ¤

VENEDIG? Nein, Minija. BilderbuchSonnenuntergang im Carthago Malibu am Ufer des 1873 eröffneten König-Wilhelm-Kanals

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FOTOS: T. RUDDIES (6)

ENTSPANNT Die Fähre von Kiel nach Klaipe˙da erspart 1400 Kilometer Anreise über Land Stadt herein, und 1945 verschwand die junge Frau vom Brunnen – zugunsten einer Stalin-Büste. Die thronte bis 1956 dort, doch erst 1989 konnten Klaipe˙das Bürger ihr Ännchen wiederauferstehen lassen. Simon Dach, der als Barockdichter seine Poesie im Akkord verfasste, würde es freuen, dass sein Ännchen heute die prominenteste Person der Stadt ist. Und das, obwohl sie nicht einmal aus Memel stammt.

Der zweite Höhepunkt der Reise beginnt hinter den Toren der Stadt: die Kurische Nehrung, ein 98 Kilometer langes UNESCO-Weltnaturerbe. Als Landzunge trennt sie die Ostsee vom Haff, was nichts anderes bedeutet als Lagune – und genauso schön ist es hier auch. Von Klaipe˙da erstreckt sich die Nehrung bis Kaliningrad, einst Königsberg. Befahrbar ist sie über eine alte, mautpflichtige Poststraße. Auf etwa halber Strecke liegt Nida, die alte kleine Künstlerkolonie, auf deren Dünen einst Literaturnobelpreisträger Thomas Mann residierte. Einen Teil seines Preisgeldes hatte er in ein Reetdachferien­ haus gesteckt, das ihm einen weiten Blick über das Kurische Haff gewährte. Heute freuen sich Touristen über den Charme der bunten, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs herausgeputzten Holzhäuser und Villen, die rund ein halbes Jahrhundert ohne sozialistische

Umbausünden überdauern durften und an die große Tradition ostpreußischer Seebäder und Fischerdörfer erinnern. Einige Kilometer südlich erstreckt sich eine gewaltige Wanderdüne, die auf natür­ liche Weise die Nehrung auf halber Länge teilt und gleichzeitig einen sandigen EU-Außenposten bildet: Hinter ihr beginnt die russische Oblast Kaliningrad. Hier ist für alle Reisenden Schluss, die nicht vorab in Deutschland ein Reisevisum beantragt haben. Doch in der russischen Exklave gäbe es ohnehin lediglich eine offizielle Stellplatzoption. Auf der litauischen Seite überrascht dagegen der Campingplatz in FOTO-MODEL Ännchen von Tharau auf dem historischen Theaterplatz in Klaipèda

Neringa mit hohem Komfort: Hallenbad, Sauna, Tennis- und Basketballplätze gehören samt Leihrädern zum Angebot der Drei-Sterne-Anlage. Schön ist es hier: Der litauische Mix aus landschaftlich imposanter Ostseeküste mit kilometerlangen, oft menschenleeren Sandstränden, alten Seebädern und üppigen Bernsteinvorkommen ist einzigartig. Zurück auf dem Festland empfiehlt sich ein Abstecher ins Memel-Delta, bevor die Route entlang des gleichnamigen Flusses (litauisch: Nemunas) ostwärts führt. Immer wieder finden sich am Wegesrand Spuren alter ostpreußischer Güter, und am Leuchtturm in Zemaitija lädt ein gastfreundlicher Reisemobil-Stellplatz samt Restaurant mit ausgezeichneter Küche zum Verweilen ein. Da der Landstrich kaum bevölkert ist, haben seltene Vögel hier ihre Heimat gefunden: Für Ornithologen aus aller Welt gilt er als Paradies. ¤

Ausprobiert: die besten Stellplätze in Litauen ‡‡ Reisende müssen sich in Litauen zwar auf eine geringere Stellplatzdichte als in Westeuropa einstellen: Im ganzen Land gibt es nur rund 40 Angebote. Dafür sind viele Anlagen jüngst modernisiert worden, Strom, Wasser und auch WLAN sind meist verfügbar. Besonders entlang der Ostseeküste, auf der Kurischen Nehrung und in der Region Vilnius gibt es attraktive Ziele. Die Preise hängen von Fahrzeuggröße und Lage des Platzes ab. Sie starten bei rund 15 Euro pro Nacht. ◊◊Camping Nidos Kempingas: Der gut ausgebaute Campingplatz lieg auf der Kurischen Nehrung zwischen Wald und Sandstrand, nur wenige Hundert Meter vom Touristenort Nida entfernt. Ausstattung: Strom, Wasser, S­ auna, Pool, Wi-Fi, Restaurant, Sport. www.kempingas.lt/de ◊◊Camping Paju–ryje: Elf Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Klaipe˙da gelegen stehen Reisemobilisten unter Kiefern inmitten der Natur. Bis zum Strand sind es nur rund 600 Meter, Hirsche oder Rehe auf dem Platz sind keine Seltenheit. Erst kürzlich wurde die Anlage roll-

stuhlgerecht modernisiert. Ausstattung: Strom, Wasser, Wi-Fi, Wassersport. www.campingklaipeda.lt ◊◊Wellness & Relax Park Sle·nis: Urlaubsanlage mit Campingplatz „Crazy Camping“ und umfangreichem SpaAngebot in der Nähe der Burg Trakai, auch geeignet als Startpunkt für Touren in die Hauptstadt Vilnius. Ausstattung: Strom, Wasser, Wi-Fi, Sauna, Restaurant, Wassersport. www.camptrakai.lt/en

ENTSPANNT Litauen bietet traumhaft gelegene Plätze mit modernisierter Infrastruktur

BAROCK In Klaipe˙das Rathaus (1782) residierte einst Friedrich Wilhelm III.

SEGLER MERIDIANAS Das einstige Schulschiff ist heute ein beliebter Treffpunkt in Klaipe˙da. Es liegt am Ufer des Flusses Dane vertäut BERNSTEIN Überall wird das „Gold der Ostsee“ zum Kauf angeboten 172 www.autobild.de/reisemobil

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Per Fähre geht es über die Memel. TOURISTENSCHIFFE In der Saison herrscht auf dem Wasser reger Betrieb

SAND UND MEER Noch gelten die Strände bei Nida als Geheimtipp

GROSSER Sommer -

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24,99 STATT SCHWEDEN Restaurierte Holzhäuser auf der Kurischen Nehrung Zum nächsten Ziel steuert das MalibuNavi unbarmherzig über sandige Marterpisten. Die Anfahrt meistert der solide Aufbau gut geschüttelt: Nach strapaziösen 15 Kilometern mit gefühlt zigtausend Schlaglöchern ist das Ufer des 1873 eröffneten König-Wilhelm-Kanals erreicht. Im Fischerdorf Minija (deutsch: Minge) entschädigt ein Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch für die mühsame Anreise. Statt der holprigen Landpartie bevor-

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HALT MAL Vor der Zufahrt zum UNESCO-Welterbe Kurische Nehrung wird kassiert

zugten die Bewohner schon früh das gut ausgebaute Wasserstraßensystem, was zum Spitznamen „Klein Venedig“ führte. Ostwärts schlängelt sich der Malibu entlang der Memel in Richtung Kaunas. Allmählich wirken die Dörfer und Kleinstädte grauer, intensive Holz- und Landwirtschaft dominiert die Szenerie. Hier zeigt sich, wie stark Küste und Metropolen vom Tourismus profitieren: Der Entwicklungsvorsprung dort ist riesig.

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Bei Vilkija wartet auf Reisemobilisten das nächste Abenteuer. Um über das unbefestigte Ufer auf die kleine Flussfähre zu kommen, ist genaue Kenntnis von Rampenwinkel und Bodenfreiheit gefragt. Mit Glück und Vorsicht gelingt das Manöver, und zur Entspannung folgen einige beschauliche Tempomat-Kilometer auf der schnurgeraden E85. Vollgas gibt das kleine Land dagegen beim HighspeedInternet: Da ist es nur konsequent, dass ¤

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ZU NEUEN UFERN Die Passage mit der kleinen Fähre bei Vilkija ist Teil des Litauen-Abenteuers

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KURISCHES HAFF Das Gewässer ist dreimal so groß wie der Bodensee. Hinter dem Malibu beginnt eine der größten Dünen Europas

FOTOS: T. RUDDIES (8)

Fisch und mehr ‡‡ Gutes und reichhaltiges Essen hat in Litauen T­ radition. Die Küche ist bodenständig, abwechslungsreich und schmackhaft. Pfannkuchen und Quarkspeisen, Eintöpfe, Buchweizen und Pilze sowie geräuchertes Fleisch, W ­ ürste und natürlich Fisch zählen zu den landestypischen Spezialitäten. Verglichen mit den in Deutschland üblichen Preisen ist das gastronomische Angebot verlockend ­günstig: Ein Hauptgericht mit Getränk für sechs bis zehn Euro verleitet zum Ausgehen und schont die Gasreserven an Bord des Reisemobils. ◊◊Memelis Das Brauhaus in Klaipe˙da nutzt einen restaurierten alten Speicher an der Memel (Foto), ist günstig und sehr lebendig. Manchmal legen abends DJs auf.

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Standorte finden Sie im Internet oder im Katalog.


GESCHICHTE Im Litauischen Freilichtmuseum locken alte Straßenzüge

ALTSTADT Die klassizistische Kathedrale von Vilnius wurde 1801 fertiggestellt

METROPOLE Vilnius, die litauische Hauptstadt, gibt sich betont europäisch

FRANKFURT? Nein, das moderne Vilnius – mit beeindruckender Skyline

TRAKAI IN DER ABENDSONNE Die berühmteste Burg Litauens fasziniert im späten Licht

FOTOS: T. RUDDIES (6), K. WEICHBRODT

Darauf sollten Sie in Litauen achten ◊◊Litauen ist seit 2004 Mitglied der EU und seit Ende 2007 Schengenstaat. Die Einreise für deutsche Staatsbürger ist visafrei. Gültige Ausweispapiere sind dennoch obligatorisch. ◊◊Geschwindigkeitsbegrenzungen: innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h (Gespanne bis 3,5 t 80 km/h, Gespanne und Lkw ab 3,5 t 70 km/h). Kraftfahrstraßen und Schnellstraßen: 110 km/h, Gespanne bis 3,5 t 90 km/h, Gespanne und Lkw ab 3,5 t 70 km/h. Autobah­ nen: 130 km/h (Sept. bis März 110 km/h), Gespanne bis 3,5 t 90 km/h, Gespanne und Lkw ab 3,5 t 90 km/h. ◊◊Die Blutalkoholgrenze liegt bei 0,4 Promille (0,2 Promille für Führerscheinanfänger). Betäubungsmittelverstöße werden mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet. ◊◊Die Europäische Krankenversicherungskarte sollte mitgeführt werden. Eine Auslandskrankenver­ sicherung ist zudem empfehlenswert.

Hotspots gern auf den Schildern vor Auto­ bahnraststätten angekündigt werden. Die spätmittelalterliche Wasserburg Trakai ist für Litauen-Urlauber so unver­ meidlich wie Schloss Neuschwanstein für Deutschland-Touristen. Allerdings spiel­ te der Bau tatsächlich seit Langem eine Rolle: 1377 wurde die Burg (erfolglos) vom Deutschen Orden angegriffen, und Ende des 14. Jahrhunderts residierte dort Fürst Gediminas, der spätere Gründer der heu­ tigen Hauptstadt Vilnius. Und ein richtiges Postkartenmotiv ist Trakai auch: Im späten Licht wirkt der rie­ sige rote Klinkerbau, als würde er glühen. Überwältigend ist der Fernblick übers Wasser auf ihn. Den bietet auch „Crazy Camping“, der örtliche Campingplatz, der zur Abwechslung mit zahlreichen Well­ nessangeboten lockt. Nur 30 Autominuten weiter (und nur 40 Kilometer vor der weißrussischen Gren­

ze) liegt die Hauptstadt Vilnius. Ihre mo­ derne Skyline gleicht westeuropäischen Metropolen, doch ungleich charmanter wirken die vielen Gassen und restaurier­ ten Gemäuer der Altstadt, die mit ihren immerhin rund 50 Kirchen Vilnius den Beinamen „Rom des Ostens“ einbrachte. Allein sie wäre ihre eigene Reise wert.

BERG DER KREUZE Die mystische Atmosphäre des Wallfahrtsortes bei Šiauliai lässt keinen Besucher kalt

Fazit Was für eine Überraschung! Wer Schweden und Finnland mag, dem dürfte Litauen gefallen. Ein tolles Urlaubsziel für Naturliebhaber und geschichtsinteressierte Reisende, noch nicht so überlaufen und deutlich preiswerter als Skandinavien. Einzig das Angebot an Campingplätzen dürfte größer sein. Lars Jakumeit

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FOTOS: C. BÖRRIES, C. MAGEE, G.V. STERNENFELS, H. ALMONAT, H. PIEZUG, HERSTELLER, R. RÄTZKE, DDP

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1) 0,14 €/min aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Anruf 2) 0,20 €/min aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,60 €/Anruf

Alle Neuen vom Caravan Salon Nur noch ein paar Wochen, dann ist 2017! Für Reisemobilisten jedenfalls, denn auf dem Caravan Salon steht der nagelneue Modelljahrgang. Was die Hersteller entwickelt haben: Wir zeigen’s im nächsten Heft.

IMPRESSUM HERAUSGEBER Bernd Wieland CHEFREDAKTEUR Christian Steiger (verantwortlich für den Inhalt) PROJEKTLEITUNG Roland Bunke, Axel Sülwald ART DIRECTOR Peggy Hiltrop, Henning Rucks REDAKTIONSMANAGER Andreas Borchmann CHEF VOM DIENST Mario Pukšec RATGEBER Jörg Maltzan (Ltg.), Bernd Volkens (Stv.) TEST UND TECHNIK Andreas May (Ltg.), Gerald Czajka (Stv., Leiter Testabteilung), Dirk Branke, Jan Horn, Manfred Klangwald, Henning Klipp, Mirko Menke, Berend Sanders, Dierk Möller LAYOUT Katrin Bredemeier PRODUKTION Jennifer Behrens, Laura Kluczny, Malte Matheus, Nadine Schulz KOORDINATION Thomas Lammertz REPRO Bernd Klinner, Rudolf Lösel, Heiko Loose, Marco Weidig INFOGRAFIK Manuela Heins DOKUMENTATION Wilfried Kock SCHLUSSREDAKTION Manfred Kolbe TESTKOORDINATION Gunnar Heisch LESERREDAKTION Stephan Puls WEITERE MITARBEITER DIESER AUSGABE Timo Ahrens, Malte Büttner, Christian Bruns, Tim Dahlgaard, Andreas Feßer, Sabine Franz, Stefan Grundhoff, Lukas Hambrecht, Lars Jakumeit, Karl Johaentges, Holger Karkheck, Wolfgang König, Roland Kontny, Bendix Krohn, Jens Lehmann, Birgt Meier, Diether Rodatz, Frederik E. Scherer, Helene Schmidt, Kai Schwarten, René Weihrauch, Thomas Wirth FOTOGRAFEN Harald Almonat, Sveinn Baldvinsson, Christian Bittmann, Christoph Boerries, Angelika Emmerling, Marcus Gloger, Steven Haberland, Bernd Hanselmann, Chris Herb, Karl Johaentges, Martin Klug, Sven Krieger, Alexandra Lier, Horst Piezug, Roman Rätzke, Thomas Ruddies, Götz von Sternenfels www.autobild.de Burkhard Knopke (Chefredakteur) REDAKTIONSANSCHRIFT AUTO BILD REISEMOBIL, Axel-Springer-Platz 1, 20350 Hamburg MARKETING-/ANZEIGENLEITUNG Wolfgang Berghofer (verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen), Stefan Müller ANZEIGENVERTRETUNG B&M Marketing GmbH, Wendelsteiner Str. 2a, 91126 Schwabach; E-Mail: info@bm-marketing.net, Telefon: 0 91 22-6 31 33 00, Fax: 0 91 22-6 31 33 01 DRUCK Evers-Druck GmbH, Ernst-Günter-Albers-Straße, 25704 Meldorf VERTRIEB (EINZELVERKAUF) Sales Impact GmbH & Co. KG, 20350 Hamburg; verantwortlich: Michaela Steen

VERLAG Axel Springer Auto Verlag GmbH, Axel-Springer-Platz 1, 20350 Hamburg GESCHÄFTSFÜHRER Dr. Hans Hamer VERLAGSLEITER Stephan Fritz OBJEKTLEITER Alexander Broch VERLAGSREFERENTIN Franziska Geertz Die Rechte für die Nutzung von Artikeln für elektronische Pressespiegel erhalten Sie über die PMG Presse-Monitor GmbH, Tel. 0 30-28 49 30 oder www.presse-monitor.de. Das Papier von AUTO BILD REISEMOBIL ist altpapierhaltig, umweltfreundlich und recyclingfähig. Zu seiner Herstellung wurde ausschließlich chlorfrei gebleichter Zellstoff verwendet.

Hymers cooler Kasten

Frischer Franzose

Test Ein Gesicht in der Menge: Der Hymercar Erster Test Oberklasse muss nicht immer aus Grand Canyon kommt mit kernigem Design, schickem Deutschland kommen: Mit dem neuen Rapido 9094 Innenraum und Doppelbett im Aufstelldach. machen die Franzosen ein verführerisches Angebot.

Küche zum Mitnehmen

Perfekt für Einsteiger

Der Profi packt aus Matthias Wilke, Tischlermeister Große Kaufberatung Kompakte Alkoven mögen und Experte für gut gebaute Camping-Küchen, er- nicht trendig sein, als Gebrauchte sind sie aber häufig klärt, worauf es beim Kauf und Selbstbau ankommt. Schnäppchen – so wie dieser Weinsberg A 540.

Baden wie die Briten

Erste Hilfe gegen Mief

Ja, Ballermann-Touristen sind auch da. Aber das stört Die Profi-Tipps Heikles Thema, aber einer muss ja nicht: Die britischen Seebäder sind ein tolles Ziel drüber reden: Mief im Mobil. Warum selbst gepflegte für Nostalgiker. Ein Insider zeigt die besten Ecken. Innenräume muffeln können, was dagegen hilft.

Das nächste Heft erscheint am 12. August 2016 Aktuelle Änderungen vorbehalten

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