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Fotostory: Ein Tag mit unserem Rektor Wer ist Karl-Peter Pfeiffer

Wissenschaftsministerin Beatrix Karl zur Zukunft der Fachhochschulen

Headhunter: Profis am Arbeitsmarkt Experten geben Bewerbungstipps f端r Studierende

Die erste eigene Wohnung Suche, Vertragsabschluss und K端ndigung


Die Steiermark muss wieder Bundessieger werden! In Zeiten stetigen Wandels und einer unaufhörlichen Dynamisierung wirtschaftlicher Abläufe ist es unabdingbar, auch den Wirtschaftsstandort Steiermark permanent am Puls der Zeit zu halten und fit für anstehende Herausforderungen zu machen. Konsequenterweise müssen dabei die Stärken des Standorts weiter ausgebaut und gleichzeitig die erkannten Schwächen sukzessive verkleinert werden.

Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut!

UNSERE STÄRKEN. UNSERE CHANCEN.

wko.at/stmk

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EDITORIAL

JOIN. Deine ÖH an der FH JOANNEUM

Editorial. Hallo! Was du in den Händen hältst, ist die erste Ausgabe von Joe, dem Magazin für Studierende der FH JOANNEUM. Auf 20 Seiten findest du Fotostorys, Interviews und Reportagen, geschrieben und produziert von Studierenden und jungen Journalisten. In Joe geht es um wichtige Themen rund ums Studium – angefangen von Jobchancen über Auslandssemester bis hin zu nützlichen Servicetipps und Ereignissen in der (Fach-)Hochschulpolitik. Die Redaktion und das Team von JOIN verfolgen mit diesem Magazin zwei Ziele. Einerseits sollen dich die Beiträge dabei unterstützen, dein Studium so interessant und erfolgreich wie möglich zu gestalten. Andererseits hinterfragen wir bildungspolitische Entscheidungen, die dich betreffen. Themen dieser Ausgabe In Reportagen erzählen wir, wie sich Studierende in bestimmten Situationen fühlen – zum Beispiel als Demonstranten in einem Protestzug oder als Gladiatoren in einem Forschungsprojekt. In der Rubrik „Study abroad“ schreibt Lisa Leitner über ihr Auslandssemester in Spanien. Für das Karrierefeature interviewte Christine Drechsler Headhunter und Personalvermittler. Die Servicetipps helfen dir, Stolpersteine im Studierendenleben zu umgehen. Für die erste Ausgabe sprachen wir außerdem mit Wissenschaftsministerin Beatrix Karl über ihre Pläne für die österreichischen Fachhochschulen. Eine Fotostory gibt euch einen Einblick in den Arbeitsalltag unseres Rektors. Und in einem Interview zieht Sabina Paschek Bilanz über dreieinhalb Jahre an der FH JOANNEUM und sagt, wie sich der Fachhochschulsektor in Zukunft entwickeln könnte. Diese und weitere Themen erwarten dich in Joe – wir wünschen dir eine spannende und aufschlussreiche Lektüre! Wenn du selbst Themenvorschläge für das Magazin hast oder journalistische Erfahrung sammeln möchtest, melde dich bei uns!

Liebe Leserin, lieber Leser! Wir sind stolz, dir die erste Ausgabe von Joe präsentieren zu dürfen. Dieses Magazin für Studierende wird von JOIN – deiner ÖH an der FH JOANNEUM – herausgegeben. Daher können wir unabhängig und kritisch über Themen berichten, die dich als Studiernende/n unmittelbar betreffen. JOIN steht für ein Miteinander an der Fachhochschule. Unsere Hauptaufgaben lassen sich in zwei Bereiche gliedern: Politik, die wirkt JOIN setzt sich in verschiedenen Gremien für deine Anliegen ein. Wir bringen die Sicht der Studierenden bei wichtigen Entscheidungen ein, die uns alle betreffen. Wir nehmen deine Ideen und Kompetenzen ernst und wissen, an welcher Stelle man sie einbringen muss. Service, das hilft JOIN ist deine Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund ums Studium, bei Anliegen bezüglich Stipendien, aber auch wenn du beispielsweise eigene Ideen als Projekt umsetzen möchtest. Wir helfen dir gerne! Dein JOIN/ÖH-Vorsitzteam

Deine Joe-Redaktion

MO 8-12 Uhr | MI 10-14 Uhr | FR 12-17 Uhr Urban Box, 8020 Graz mail: join@fh-joanneum.at web: www.fh-joanneum.at/join skype: join-oeh

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INHALT

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Editorial

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Impressum und Inhalt

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Was ihr denkt

FH-Studierende über ihre Standorte

Auslandssemester in Spanien

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Reportage:

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Servicetipps: Wie soll ich wohnen?

Mitten in der Demo

16-17 Job und Weiterbildung: Was tun, wenn der Headhunter anruft? 18-19 Study abroad Lisa Leitner berichtet aus ihrem

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Interview:

Wechsel nach Wien: Sabina Paschek zieht Bilanz über ihre Zeit an der FH JOANNEUM

10-11 Fotostory:

Ein Tag mit unserem Rektor

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Anders Studieren:

Hochschüler werden zu Gladiatoren

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Tacheles:

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Tipps für Wohnungssuche, Mietvertrag – und Kündigung

TechSprech: Personalisieren des Online-Stundenplans

10-11 Fotostory: Ein Tag mit unserem Rektor 22

Standortkolumnen aus Bad Gleichenberg und Kapfenberg

Wissenschaftsministerin Beatrix Karl über FH und Sparmaßnahmen

14-15 So sind wir:

Hebammen an der FH JOANNEUM

Impressum Joe Nr 1 Medieninhaber: Österreichische HochschülerInnenschaft, Taubstummengasse 7-9, 1040 Wien

Autorinnen und Autoren: David Donnerer, Christine Drechsler,

Herausgeber: Stefan Krausler, Vorsitzender JOIN

Sophie Hausberger, Stefan Krausler, Lisa Leitner, Nils-Leo Nienstedt, Michael Pillwein, Marina Vartschenko, Katja Winkler, Levin Wotke

Chefredakteur: Mag. (FH) Hannes Fromm

Art Director: Christopher Eder

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Fotografen und Illustratoren: Adnan Mujadzic, Nils-Leo Nienstedt, Wolfgang Schnuderl, Daniel Schütter Druck: Servicebetrieb ÖH-Uni Graz GmbH. Anzeigen und Backoffice: Karina Theiss, MA

Sämtliche personenbezogene Beschreibungen gelten sinngemäß für beiderlei Geschlecht. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen inhaltlich nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Lektorat: Mag. (FH) Karin Raffer

JOIN - deine ÖH an der FH JOANNEUM Eggenberger Allee 11 8020 Graz join@fh-joanneum.at tel:+43 (0) 316/5453 8503


WAS IHR DENKT

Was ihr denkt Was haben Bad Gleichenberg, Kapfenberg und Graz gemeinsam? – Richtig! Alle drei sind Standorte der FH JOANNEUM, die allerdings unterschiedlicher nicht sein könnten. Uns hat interessiert: Wie denkt ihr darüber? Interviews: Sophie Hausberger

Patrick Lampl (22) studiert ETM in Kapfenberg

Nina Bärtel (26) studiert GMT in Bad Gleichenberg

„Die gute Ausstattung erleichtert vieles“

„Wir feiern genauso unsere Partys!”

Ich fühle mich in Kapfenberg sehr wohl. Neue Kontakte knüpft man hier nicht so schnell wie woanders, denn Kapfenberg ist doch etwas abgelegen. Was aber für unseren Standort spricht, ist das FH-Gebäude. Die gute Ausstattung erleichtert uns Elektronikern vieles. Bei Projekten ist es angenehm, vieles direkt „im Haus“ zu haben.

Bei uns kennt jeder jeden, das beeinflusst die Zusammenarbeit zwischen Studierenden und FH-Personal sehr positiv. Studieren auf der grünen Wiese, das hat gewiss nicht jeder! Und wer glaubt, es sei langweilig bei uns, der irrt! Wir feiern genauso unsere Partys. Ein Nachteil von Bad Gleichenberg ist die schlechte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.

Kathrin Hausberger (23) studiert AMD in Graz

Mathias Pascottini, 18 studiert JPR in Graz

„Studentenstadt mit vielfältigem Angebot“

„Reinschnuppern in die Medienbranche“

Ich finde es schade, dass die FH nicht zentraler liegt. Trotz der guten Anbindung an die öffentlichen Verkehrs­mittel nimmt der Weg zur FH viel Zeit in Anspruch. Ich bin froh, dass mein Studiengang in einer Studentenstadt wie Graz angeboten wird. Neben vielen Fortgehmöglichkeiten hat die steirische Landeshauptstadt auch kulturell einiges zu bieten.

Graz ist der ideale Standort für „Journalismus und Public Relations“. Den Studiumssitz direkt in der zweitgrößten Stadt Österreichs zu haben, erleichtert das Reinschnuppern in die Medienbranche sehr. Als kleines Manko sehe ich das direkt angrenzende Betriebsgebäude sowie die wenigen Lokale in der Nähe unserer FH.

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REPORTAGE

Trillerpfeifen Text: Hannes Fromm Illustration: Adnan Mujadzic

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REPORTAGE

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s ist kälter als sonst. Tausende von Studierenden wickeln sich noch fester in ihre Mäntel, Jacken und Westen ein. Direkt vor dem Hauptgebäude der Uni Graz parkt ein klappriger Lastwagen mit Anhänger. Darauf kontrollieren ein paar erfahrene Demonstranten ihr Equipment; zuerst das Megafon, dann die Stereoanlage. Zufrieden lassen sie den Blick über die Transparente schweifen: „Ich will nicht demonstrieren, ich muss“, steht auf einem. Etwa um vier Uhr wirft der Demo-Routinier den Motor an und zeigt seinem Kollegen auf der Ladefläche einen erhobenen Daumen. Es kann losgehen. Musik dröhnt durch die Attemsgasse, irgendetwas zwischen Rock, Techno und Electronic. Der Wagen fährt los und die Masse stapft hinterher wie bei einer Prozession. Anfangs sind es einzelne Gruppen von Studierenden, die sich unsicher umschauen und sich fragen: Was machen die anderen? Wann geht’s los? Dann weicht ihre Schüchternheit lautem Protest. Aus gemurmelten Zustimmungen werden zornige Rufe. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“ Die Parole, die der Mann am Lastwagen in sein Megafon brüllt, findet immer mehr Anhänger. Fenster werden geöffnet und Menschen schauen auf die Demonstranten herunter. Ein Mann in Anzug und Krawatte lässt hektisch die Rollläden herunter. Ein Haus weiter beugt sich ein älteres Ehepaar eng aneinandergedrückt aus dem Fenster. Die beiden fangen die Blicke einiger Demonstranten auf, lächeln milde und nicken ihnen ermutigend zu. Sie haben schon anderes mit­ erlebt. Plötzlich sieht mir die Frau in die Augen. Sollte ich nicht auch schreien? Während ich diese Zeilen auf meinen Block kritzle, beiße ich auf einer Trillerpfeife herum, die ich von einem ÖH-Helfer bekommen habe. Ich halte kurz inne, setze den Stift ab. Der Protestchor dröhnt in meinen Ohren, die Musik lässt meinen Brustkorb vibrieren. Ich hole tief Luft und puste in die Pfeife. Das ist befreiend. Noch während ich Luft aus meinen Lungen presse, dreht sich ein junger Mann zu mir um. Wir kennen uns aus einem Praktikum. „Ich brauche nur noch ein oder zwei Jahre. Das letzte Semester hab’ ich im Ausland verbracht“, sagt er mir. „Es war schön. Allerdings zahle ich noch immer die Reise­schulden zurück.“ Er blickt verlegen zu Boden. „Wäre die Familien­beihilfe jetzt wirklich weg, müsste ich mir noch einen Neben-

job suchen – und dann schaff’ ich es erst nicht in zwei Jahren.“ Wolfgang verabschiedet sich. Er möchte noch zu Freunden, die etwas weiter vorne demonstrieren. In der Menschenmenge stößt er fast mit einem zehn- oder zwölfjährigen Mädchen zusammen, das an der Hand seines Vaters geht und ein Transparent mit dem Satz „Ich will auch studieren“ hochhält. Zehn Minuten später sind die Gassen rund um das Uni-Gelände verwaist und die protestierende Menge weitergezogen. Zurück bleiben ein paar am Boden verstreute Trillerpfeifen, zertretene Coffee-to-go-Becher und die Hoffnung, dass die Bundesregierung noch einmal in sich gehen wird.

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INTERVIEW

Ein bisschen wie Heimkommen Sabina Paschek war bis 2010 kaufmännische Geschäfts­ führerin der FH JOANNEUM. Nach dreieinhalb Jahren nimmt sie die nächste Heraus­ forderung in Angriff – eine Stelle an der FH Campus Wien. Joe hat mit ihr über den Jobwechsel und ihre Zeit an unserer FH gesprochen. Interview: Hannes Fromm Foto: Wolfgang Schnuderl

Studiengebühren schließe ich in der Zukunft nicht aus.

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rau Paschek, Sie wechseln mit Dezember 2010 von der FH JOANNEUM an die FH Campus Wien und werden dort ebenfalls die kaufmännische Geschäftsführung übernehmen. Wie kam es dazu? Mein Vertrag mit der FH JOANNEUM läuft demnächst aus und ich bekam ein Angebot von der FH Campus Wien. Ich habe mich vor allem aus zwei Gründen dafür entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen: Erstens habe ich schon zuvor wegen anderer Jobs siebzehn Jahre in Wien gelebt, daher ist es ein bisschen wie Heimkommen. Und zweitens macht mir die Arbeit an Hochschulen Spaß. Die Zeit an der FH JOANNEUM habe ich genossen und ich bin froh, dass ich in dieser Zeit vieles erreichen konnte.

vergessen, dass das Land Steiermark Eigentümer der FH JOANEUM ist. Dementsprechend ist sowohl das Land Steiermark als auch der Aufsichts­ rat der FH JOANNEUM in die Ent­ scheidungsfindung eingebunden, wie beispielsweise bei der Neuein­führung oder der Umstrukturierung von Studien­gängen.

Sie waren zuvor in der Privatwirtschaft tätig. Was war im Bildungssektor neu für Sie? An Entscheidungen sind zum Beispiel wesentlich mehr Parteien beteiligt. Das ist einerseits sinnvoll, da alle Betroffenen eingebunden sind. Anderer­ seits dauert es manchmal sehr lange, bis Entschlüsse gefasst werden. In der Privatwirtschaft müssen Entscheidungen schnell getroffen werden, da die Gewinnerzielung im Vorder­ grund steht. An Hochschulen steht die Weitergabe von Wissen an vorderster Stelle.

Gab es auch unvorhersehbare Hürden? Definitiv. Nachdem der ehemalige Rektor Michael Klees im November 2008 frühzeitig sein Amt zurückgelegt hatte, führte ich die FH JOANNEUM für ein knappes Jahr alleine. Das war für mich eine große Herausforderung und ich bekam einen Einblick in den akademischen Bereich.

Wer fällt Entscheidungen an der FH JOANNEUM? An der FH versteht sich die Geschäfts­ führung als Team. Man darf aber nicht

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Was waren für Sie bedeutende Ereignisse während Ihrer Zeit an der FH JOANNEUM? Auf jeden Fall die Fachhochschul­ werdung 2007. Auch die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studien war – und ist noch immer – ein arbeits­ intensiver Prozess. Die Vollauslastung aller Standorte empfinde ich unter anderem als großen Erfolg.

Hat es auch schwierige Situationen für die FH JOANNEUM gegeben? Ja, und zwar die geplante Verlagerung von einigen Studiengängen von Graz nach Kapfenberg. Diese Ent­scheidung wurde damals ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien ge­troffen. Aus heutiger Sicht war sie nicht zielführend.


INTERVIEW

Zielgerichtet. Um den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden, müssen sich FH-Studiengänge bei Bedarf auch inhaltlich weiterentwickeln, sagt Sabina Paschek.

Sie bleiben nach wie vor im Fachhochschulsektor – welche Fragen werden Ihrer Meinung nach in Zukunft auf die österreichischen FHs zukommen? Viele FHs befinden sich derzeit in einer Konsolidierungsphase. Der Bund hat für die nahe Zukunft kein Budget für neue Studienplätze angekündigt. Ich glaube aber langfristig an einen quantitativen und qualitativen Ausbau, denn aufgrund der zunehmenden beruflichen Anforderungen und des rasanten Fortschritts ist die Wirtschaft mehr denn je auf hochqualifizierte Absolventen und Absolventinnen angewiesen. Auch Doktoratsstudien für FH-Absolventen und FH-Absolventinnen sind ein wichtiges Thema, wobei die Durchlässigkeit im gesamten

Bildungssektor eine immer bedeutendere Rolle spielen wird.

sich bei Bedarf auch inhaltlich weiter­ entwickeln müssen.

Wie könnten die FHs Sparmaßnahmen von Bund und Land zu spüren bekommen? Die FH JOANNEUM ist sehr gut ausgestattet. Dennoch schließe ich auch Studiengebühren in der Zukunft nicht aus. Die Finanzierung durch das Land unterstützt die FH, und das ist eine gute Basis. Doch bei allen Spar­maßnahmen darf nicht vergessen werden, dass Bildung noch immer die beste Investition in die Zukunft ist. Um die Qualität unserer Studiengänge sicherzustellen, orientiert sich die FH an der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt. Das heißt, dass Studiengänge

Sie waren nun dreieinhalb Jahre bei der FH JOANNEUM beschäftigt. Wenn Sie selbst noch einmal wählen könnten, welches Studium würden Sie am liebsten beginnen wollen? Eine schwierige Entscheidung bei diesem vielfältigen Angebot. Ich denke, ich würde wieder zu einem Wirtschaftsstudium tendieren. Auf der anderen Seite würde mich aber auch Industrial Design sehr interessieren. Das wäre etwas Neues für mich. Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen für Ihre neue Stelle an der FH Campus Wien alles Gute!

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FOTOSTORY

Ein Tag mit dem Rektor Kurz nach halb acht biegt ein grauer Wagen mit Innsbrucker Kennzeichen in die Einfahrt neben der Haltestelle „Alte Poststraße“. Aus dem Auto steigt Karl-Peter Pfeiffer; gebürtiger Steirer, ehemaliger Universitätsprofessor in Innsbruck – und seit Juni 2009 Rektor der FH JOANNEUM. Bericht: Hannes Fromm Fotos: Wolfgang Schnuderl

Nicht nur wir Studierenden kämpften uns durch strenge Aufnahmeverfahren, sondern auch der Rektor: „Ich habe eine Annonce im Standard gelesen und mir gesagt: Da könntest du dich ja bewerben.“ Zunächst musste er ein Konzept mit Ideen für die Zukunft der FH vorlegen. Nach einem Assessment Center, in dem die Bewerberzahl von 20 auf 8 reduziert wurde, gab es ein Hearing mit dem Aufsichtsrat. „Eine Dame platzte herein und beschwerte sich – ich musste sie beruhigen, was nicht ganz einfach war“, erinnert sich Pfeiffer.

Afrikanische Kunstwerke sind ein großes Hobby. „Vieles habe ich vor Ort gekauft, zum Beispiel in Burkina Faso“, erzählt Pfeiffer, während er seine Assistentin bittet, ihn für die Veranstaltung „Styria meets Morocco“ anzumelden. Er hielt als Professor bereits über 100 Vorträge an ausländischen Unis (u.a. in Japan oder den USA).

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„Wir möchten die Kompatibilität von FH-Bachelorstudiengängen mit Master-Studien an Universitäten verbessern.“

11:23 Uhr – Karl-Peter Pfeiffer trifft Beate Salchinger, Leiterin des Studiengangs „Physiotherapie“. Dieser Studiengang ist einer von 18 an der FH JOANNEUM, die kurz vor der Re-Akkreditierung stehen.

07:47 Rektor Pfeiffer betritt sein Büro

09:13 Treffen mit Sabina Paschek

08:30 Durchgehen der Tagestermine

11:51 Treffen mit dem Team des Studiengangs Physiotherapie

10:43 Spaziergang über den Campus und Joe-Interview


FOTOSTORY

14:07 Uhr – Während eines Spaziergangs über den Campus spricht Pfeiffer über die Standorte: „Natürlich wäre einer einfacher zu managen, andererseits sind die bestehenden Standorte sehr sinnvoll gewählt“, betont der Rektor. „Es gab bereits einen Unesco-Preis für ein regionales Projekt in Bad Gleichenberg. In Kapfenberg profitieren FH und Industrieunternehmen von der Zusammenarbeit.“

„Ich kann mir vorstellen, dass man Studiengebühren einhebt“, sagt Pfeiffer. „Auf der anderen Seite brauchen wir ein gutes Stipendien­system.“ Der Rektor spricht von einer möglichen Staffelung. Je stärker die Absolventen eines Studiengangs von der Wirtschaft nachgefragt werden, desto geringer wären dann die Gebühren für dieses Fach. Ziel dieser Maßnahmen wäre es, Bewerberströme zu Studiengängen mit besseren Jobchancen zu lenken.

Karl-Peter Pfeiffer, der sich als Statistiker im Gesundheitswesen einen Namen gemacht hat, findet durchaus Zugänge zum Kreativzweig der FH. „Studiengänge wie IND und JPR machen viel in Richtung neue Medien“, so der Rektor, der selbst ein i-Pad besitzt und sich Zeitungen auch gerne mal herunterladet. „Ich finde das schon relativ fortschrittlich. Aber mein Sohn liest sogar Bücher auf dem Kindle.“

19:51 Uhr Rektor Karl-Peter Pfeiffer verlässt das Hauptgebäude nach der Podiumsdiskussion – und hat bis zu diesem Augenblick seit dem Frühstück noch nichts ge­ gessen. 17:50 Uhr – Karl-Peter Pfeiffer notiert sich Stichworte für seine fünfzehnminütige Eröffnungsrede bei der Podiumsdiskussion „Auslandserfahrung – wozu?“ um 18:00 Uhr.

15:09 Präsentation des studiengangübergreifenden Projekts Ökotopia 14:00 Besprechung der Geschäftsführung

18:10 Podiumsdiskussion

16:42 Treffen mit PTO-Studiengangsleiter Johannes Haas

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KURZMELDUNG

Die Klausur am Kampfplatz Termin: 08:30 Uhr im Amphitheater. Mitzubringen sind Schild, Helm, Leder­ sandalen – und dein Schwert. Die Aufgaben­ stellung: Wälze deinen Gegner in den Staub. So etwa sah der Stundenplan einer Gruppe deutscher Studierender im August 2010 aus. Text: Katja Winkler

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Bild: www.berwein.at

Anders. In diesem Seminar lernen Studierende kämpfen.

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Bild: www.berwein.at

Real. Für einige Tage wurden die Studierenden zu Gladiatoren. ANZEIGE

twa 20 Studierende der Universität Regensburg in Nordbayern nutzten die Sommerferien für ein ganz besonderes Experiment: Im Rahmen eines archäologischen Forschungsprojekts schlüpften die Männer vom 2. bis zum 27. August in die Rolle von Gladiatoren und versuchten, das Leben der antiken Schwertkämpfer so echt wie möglich nachzustellen. Die Mannschaft wurde im Amphitheater Bad DeutschAltenburg in originalgetreuen Zelten untergebracht. Auch ihre Ernährung orientierte sich am römischen Vorbild. Für die Studierenden bedeutete das 25 Tage lang reichlich Bohnen und andere Hülsenfrüchte mit Olivenöl, aber wenig Fleisch. Diese Diät „zielte einerseits darauf ab, Fett anzusetzen, um Arterien zu schützen, andererseits sollten Knochen so schneller heilen“, erklärt Josef Löffl, Althistoriker der Universität Regensburg und Leiter des Experiments. Die „Gladiatoren“ absolvierten regelmäßig ein authentisches Trainingsprogramm, bei dem sie in originalnachgebildeten Ausrüstungen ein intensives Kraftund Bewegungstraining absolvieren mussten. Am Nachmittag standen Trainingskämpfe in der Arena auf dem Programm, bei denen es auch immer wieder zu Verletzungen kam. Gegen Ende des Projekts waren die 20 Akteure doch wieder froh, Arena und Rüstungen gegen Hörsaal und Bücher zu tauschen. Ein Gladiator im antiken Rom erreichte schließlich selten das Alter von 30 Jahren.


TACHELES

Für die erste Ausgabe von Joe haben wir Beatrix Karl, Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung (ÖVP) zur Zukunft der österreichischen Fachhochschulen befragt. Text: David Donnerer

Tacheles-Frage: Frau Karl, werden Sie trotz Sparmaßnahmen im Budget mehr Geld für die Fachhochschulen bereitstellen, damit mehr Studienplätze und Master-Studien entstehen? Ja, es wird zusätzliche Mittel für die Fachhochschulen geben. Von den 80 Millionen Euro, die ab 2011 jährlich zusätzlich in die Hochschulen investiert werden, wird ein Teil den Fachhochschulen zugutekommen, damit die Anzahl der Studienplätze erhöht werden kann. Von einer Bedarfserhebung hängt ab, ob wir den Schwerpunkt auf Bachelor- oder MasterStudiengänge legen. Es ist mir wichtig, beim Einrichten neuer Studiengänge darauf zu achten, ob deren Absolventen am Arbeitsmarkt auch gefragt sind. Bei Änderungen oder dem Einführen von neuen Studiengängen sollten die inhaltlichen Schwerpunkte des jüngst beschlossenen FH-Plans berücksichtigt werden. Beatrix Karl zum Verhältnis zwischen FH und Universitäten: Ich bin für mehr Kooperation zwischen Universitäten und Fachhochschulen und will die Durchlässigkeit zwischen den Bereichen verstärkt fördern. Es ist für mich unverständlich, dass manche Universitäten den FH-Bachelorabsolventen das Master-Studium verweigern. Da sollte es keine Probleme geben. Bei einigen Universitäten funktioniert die Anrechnung des

FH-Bachelors schon. Ich werde mich aber dafür einsetzen, dass in Zukunft jeder FHBachelorabsolvent die Chance hat, ein Master-Studium an einer Universität anzuhängen. Bei den Fachhochschulen gibt es keine Probleme mit der Anrechnung eines Bache­ lorabschlusses einer Universität. Beatrix Karl zu FH-Studiengebühren: Für die Einhebung von Studienbeiträgen an den Fachhochschulen sind jeweils die unterschiedlichen Träger verantwortlich. Es ist ihre Entscheidung, ob sie für das Studium 363 Euro einheben. An manchen Fachhochschulen ist es der Fall, manche verzichten darauf. Internationale Vergleiche zeigen jedenfalls, dass moderate Studienbeiträge, verbunden mit transparenten Aufnahmeverfahren nachweislich zu einer besseren sozialen Durchmischung von Studierenden sowie kürzeren Studienzeiten bei gleich­ zeitig erhöhter Motivation aller Beteiligten führen.

Beatrix Karls Plan für die österreichischen Fachhochschulen Der vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung erstellte FH-Plan wird auf dessen Homepage als „Planungsinstrument für die Entwicklung“ österreichischer Fachhochschulen beschrieben. Er trat mit dem aktuellen Wintersemester in Kraft und gilt bis zum Wintersemester 2012/13. Der Plan sieht beispielsweise vor, dass Technik-Studien aufgrund der

ungebrochenen Nachfrage finanziell stärker unterstützt werden sollen als andere. Das bedeutet, Studienplätze in Studiengängen mit mindestens „50 % Technikanteil“ werden vom Bund mit bis zu 1.430 Euro mehr gefördert als andere. Weitere Ziele sind die Förderung von Auslandsaufenthalten und die Steigerung der Frauenanteile, sowohl unter den Studierenden als auch am

Lehrpersonal. Eine Vermehrung von Studienplätzen sieht der FH-Plan nur in sehr geringem Ausmaß vor. So soll es unter bestimmten Voraussetzungen im kommenden Studienjahr maximal 500 und im Studienjahr 2012/13 noch einmal 900 neue Studienplätze geben. Dem FH-Plan zufolge gäbe es in zwei Jahren also maximal 5,8 % mehr Studienplätze als jetzt. Hannes Fromm

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SO SIND WIR

Und, wie war deine letzte Geburt? Hebammen an der FH JOANNEUM

Mit der Serie „So sind wir“ stellt euch Joe in jeder Ausgabe einen der Studien­ gänge der FH JOANNEUM vor. Für das erste Heft nahmen Nils-Leo Nienstedt und Clara Mössinger das Bachelor-Studium „Hebammen“ in Graz unter die Lupe. Text: Nils-Leo Nienstedt, Clara Mössinger Illustration: Adnan Mujadzic

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SO SIND WIR

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as machen die Kolleginnen vom HebammenStudium später mal? Klar, Babys zur Welt bringen. Wenn sie nicht gerade bei Hausgeburten riskante Gebärmanöver koordinieren, gelten Hebammen als ruhige, selbstbewusste Frauen, die tagaus, tagein im Kreissaal arbeiten. Man kennt das ja aus Filmen: Die Schwangere liegt mit rotem Kopf auf dem Bett und keucht. Die Hebamme, unerschütterlich wie Chuck Norris, hält ihre Hand und weist sie an, sie möge ordentlich pressen und nur immer schön atmen. Und wenn das Kind dann da ist, verschwindet die Hebamme plötzlich im Nirgendwo oder sie wird zur Krankenschwester, denn dann übernimmt die Mutter. Das ist doch alles Quatsch? Stimmt, denn die Realität sieht nämlich etwas besser aus – für Mutter, Kind und Hebamme!

“Hebammen” studieren Clara Mössinger studiert seit über zwei Jahren am Studiengang „Hebammen“ an der FH JOANNEUM und weiß einiges darüber zu berichten. Für Joe hat sie den Studienalltag beschrieben: „Man hört uns in unseren versteckten Seminarräumen laut lachen oder sieht uns spätabends durch die Gänge huschen, wenn wir in die nächste Vorlesung müssen. Aber meistens bleiben wir für die anderen Studierenden unsichtbar“, sagt die Hebammenstudierende im fünften Semester. „Wir haben einen wöchentlichen Workload von etwa 45 Stunden, wenn man unsere Praktika und die Anwesenheitspflicht an der FH aufsummiert“, berichtet Mössinger. In den Semesterferien machen viele Hebammenstudierende Volontariate, um Erfahrungen zu sammeln. Für die Einsatzfreude der angehenden Geburtshelferinnen gibt es triftige Gründe. „Wir tun es, weil wissenschaftliches Arbeiten und evidenzbasierte Kompetenz hilft, Gerüchten von Laien, die nicht wissen was sie tun, den Garaus zu machen“, erklärt Clara Mössinger.

Die vielen Jobs einer Hebamme Ich lebe in einer WG mit zwei Hebammenstudierenden. Am Tisch tauschen sich meine Mitbewohnerinnen gerne über ihre letzten Geburten oder über den weiblichen Unterleib aus. Selbst nach einigen Flaschen Fachfrau (oder -mann) für die Schwangerschaft Wein wechseln sie das Thema leider nicht. Aber das In der Vergangenheit war der Zuständigkeitsbereich hat auch seine guten Seiten, denn in so einer der Hebammen wesentlich größer. Es gab WG lernt man(n) viel Neues: Die Arbeit einer deutlich mehr Hausgeburten. Häufig wurden Hebamme umfasst zum Beispiel nicht nur die diese ausschließlich von Hebammen begleitet. Geburt, sondern auch die Vor- und Nachsorge. Heute finden die meisten Geburten in KranWir sehen uns So betreut sie die Frau im Optimalfall von Bekenhäusern statt. Einen Großteil der Aufginn der Schwangerschaft an bis zu einem Jahr gaben, die zuvor den Hebammen zufielen, als selbstständig nach der Geburt. übernehmen nun Ärzte. In Österreich ist die arbeitende Während dieser langen Zeit sind Hebammen Familienbeihilfe an ärztliche SchwangerenFachfrauen für nicht nur Geburtshelferinnen. Sie fungieren vorsorge gekoppelt. Hebammen wollen deSchwangerschaft, shalb nicht mit der Ärzteschaft konkurrieren. auch als Therapeutinnen, Beraterinnen oder Geburt und sogar Freundinnen. Hebammen helfen bei „Im Gegenteil. Wir wollen mit Gynäkologen Übelkeit und geschwollenen Beinen, sie unkooperieren und sehen uns dennoch als selbstWochenbett. terstützen Geschwister und Väter dabei, mit ständig arbeitende Fachfrauen für Schwangerdem Ungeborenen Kontakt aufzunehmen und können schaft, Geburt und Wochenbett“, sagt eine Kollegin mit ihren Händen das Kind im Bauch ertasten. Wenn von Mössinger. Hebammen dürfen eine physiologisch es notwendig ist, geben sie auch Stillhilfe. Sie zeigen komplikationslos verlaufende Geburt alleine begleiten. außerdem, wie man richtig wickelt und erklären der Kommt es aber zu Komplikationen, ist es ihre die AufSchwiegermutter, dass sie ihre Ratschläge besser für gabe, diese früh genug zu erkennen und einen Arzt zu ihre Freundinnen aufheben soll, als das frischgebackinformieren. In jedem Fall bleibt sie als Vertrauensperene Elternpaar damit zu bereichern. son für die Frau bis zur Geburt dabei. In Österreich hat Am Arbeitsmarkt gibt es für Hebammen zwei möglijede Schwangere das Recht auf die Betreuung durch eine che Wege: Angestellte Hebammen arbeiten meist in Schwangerschaftsexpertin. Der Bachelorstudiengang Krankenhäusern. Im Kreissaal leiten sie Geburten ein, „Hebammen“ sorgt für gut ausgebildete Fachkräfte in im Wochenbett zeigen sie den Müttern den Umgang diesem Beruf. Die bis dato aus­schließlich weiblichen mit dem Kind. Die selbstständige Hebamme hingegen Absolventen können auch weiterführende Studiengänge arbeitet in ihrer Praxis oder macht Hausbesuche bei im Gesundheitswesen besuchen. Einen der schönsten Schwangeren und Müttern. Vor der Geburt erklärt sie Gründe, sich für den Hebammenberuf zu entscheiden, der Frau ausführlich, worauf sie sich einstellen muss. nennt die Lehrbeauftragte Beate Schütz in einem InterDanach besucht die Hebamme sie und sieht nach, ob view auf der Website des Studiengangs: „Ich darf dabei es Mutter und Kind gut geht. sein, wenn ein Leben beginnt.“

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JOB UND WEITERBILDUNG

Köpfejagd am Arbeitsmarkt Ein Headhunter kontaktiert dich? Keine Angst! Es wird dich nicht den Kopf kosten. Ganz im Gegenteil: Vielleicht findet man dich bald in den Headquarters eines Weltkonzerns. Sylvia Grote und August Kotzmaier geben Einblick in die Welt der Personalvermittler. Text: Christine Drechsler Foto: Wolfgang Schnuderl

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m eines vorweg klarzustellen: Headhunter sind keine Kopf­ geldjäger. Sie werden zwar nach Köpfen bezahlt, aber nicht nach toten, sondern nach gut ausgebildeten. Headhunter suchen extern für Unter­ nehmen nach neuen Mitarbeitern. „Bekommen wir von einer Firma einen Auftrag, erstellen wir zuallererst ein Anforderungsprofil für den zu vergebenden Job“, erzählt August Kotzmaier von der Headhunting-Agentur SAM. Mit dem Auftraggeber stimmt Kotzmaier auch die Suchstrategie ab, nach der er den passenden Bewerber

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finden soll. „Geht es um Stellenanzeigen, die für mehrere Leute interes­sant sein könnten, inserieren wir zunächst im Internet. Wenn es der Kunde wünscht, inserieren wir auch gerne in Zeitungen, allerdings ist das um einiges teurer“, erklärt Kotzmaier, der seit zwei Jahren als Headhunter bei SAM in Wien arbeitet. Blinde Ansprache ohne Verhör Gesucht wird nach Bewerbern auch in den internen Karteien der Agenturen, in denen Initiativbewerber, aber auch ehemalige Anwärter gesammelt

sind. „Oft spreche ich Personen aber auch blind an“, ergänzt Sylvia Grote, Geschäftsführerin der Personalberatung Catro Süd (Interview rechts). „Durch eine Marktrecherche erfahre ich, wo Menschen, die ich suche, arbeiten könnten.“ Grote ruft diese dann an und fragt, ob sie Interesse an dem Jobangebot hätten. Besteht Interesse, wird der gefundene Be­ werber zu einem Gespräch eingeladen. Ein Vorstellungsgespräch sei nie ein Verhör, betont die Psychologin, sondern immer eine ausgewogene Unter­haltung: Schließlich müsse sich


JOB UND WEITERBILDUNG

Karriereorientiert. Viele Headhunter nehmen Lebensläufe kostenlos in ihre Karteien auf.

„Kompliment an die Studierenden der FH“ Ist es sinnvoll, sich blind bei Ihnen zu bewerben? Eine Initiativbewerbung ist nicht nur sinnvoll, wenn Sie arbeitslos sind, sondern auch, wenn Sie sich beruf­ lich verändern wollen. Gibt es ein passendes Stellenangebot, melden wir uns bei Ihnen. Wie groß sind die Chancen frischgebackener FH-Absolventen auf eine positive Vermittlung? Ich muss den Studierenden der FH ein Kompliment machen: Nicht nur ihre Bewerbungen sind sehr gut, sie präsentieren sich auch bei Vorstel-

lungsgesprächen selbstbewusst. Ich glaube, dass das an dem Praktikum liegt, in dem sie sicheres Auftreten und klare Jobvorstellungen entwickeln. Seit wann gibt es die Branche der Personalvermittler in Österreich? Die Geburtsstunde von Head­huntern liegt in den 50er-Jahren. Damals wurden aufgrund der Industrialisierung viele Fachkräfte gesucht. Seit vier Jahrzehnten boomt unser Geschäft. Im Gegensatz zu früher werden heute vermehrt Fachkräfte mit ganz spezifischem Wissen und Fähigkeiten gesucht.

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August Kotzmaier vom internationalen Personalberatungsunternehmen SAM gibt Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung.

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Ehrlichkeit zählt!

Nicht erfahrener machen, als man ist. Bei Praktika unbedingt Ort, Datum und Dauer angeben, damit der Arbeitgeber bzw. der Headhunter ein genaues Bild des Praktikums bekommt.

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Persönlichkeit zeigen!

Lebendig und engagiert sein, um zu veranschaulichen, wie interessiert man an dem Jobangebot ist. Ecken und Kanten um jeden Preis präsentieren, denn das schafft Glaubwürdigkeit.

der Bewerber auch ein Bild von dem Jobangebot machen. Für August Kotzmaier ist ein ausführliches Gespräch entscheidend: „Bewerbungsunterlagen können nie so viel über einen Menschen aussagen wie ein persönliches Gespräch.“ Gefunden: Rektor Pfeiffer „Viele Betriebe haben sich oft schon selbst auf die Suche nach dem passenden neuen Mitarbeiter gemacht“, so Kotzmayer. „Manchmal sei das aber wirklich schwierig – vor allem für Führungs­positionen.“ Deswegen

SAM- Headhunter August Kotzmaier

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Spezialisierung im Studium!

Sich beispielsweise durch individuelle Fortbildungen von den Studienkollegen unterscheiden. Meist merkt man schon im Studium, wo die eigenen Stärken liegen.

melden sich die Unternehmen dann bei uns“, erklärt der erfahrene Headhunter. Es gebe aber auch Firmen, deren Personalabteilung stark auf die Verwaltung fokussiert sei und deswegen keine Ressourcen für ein Bewerbungsverfahren habe, weiß Sylvia Grote. „Übrigens, wir haben durch den Auftrag der FH JOANNEUM Rektor Karl-Peter Pfeiffer gefunden“, erzählt die Geschäftsführerin von Catro Süd stolz. Headhunting ist eine Jagd, bei der es nur Gewinner gibt. Deshalb: Wenn der Headhunter bei dir klingelt, heb ab!

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STUDY ABROAD

Entspannt. Lisa Leitner tauschte für ein Semester den Studienstandort Graz gegen das spanische Zaragoza ein.

(K)ein spanischer Stundenplan Buenos días allerseits! Mein Name ist Lisa Leitner, ich bin Studentin des Studiengangs MIG und gerade auf Auslandssemester im schönen Zaragoza in Spanien. Bei meiner Ankunft glaubte ich, gut vorbereitet zu sein. Jetzt weiß ich: Die spanischen Uhren und die spanische Logik sind einfach unberechenbar! Text und Fotos: Lisa Leitner

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ls ich drei Wochen vor Semesterbeginn in Zaragoza ankam, war mein erster Weg natürlich gleich zur Uni, um mich anzumelden. Eine Mitarbeiterin teilte mir höflich mit, dass mein Koordinator erst in drei Wochen vom Urlaub zurückkommen würde. Bis dahin könnte man leider nichts für mich tun. Auf meine völlig entsetzte Frage, wie ich denn nun meinen Stundenplan zusammenstellen sollte und was ich sonst noch alles erledigen müsste, reagierte mein Gegenüber mit: „Tranquilo, dafür hast du noch genug Zeit.“ „Tranquilo!“ Obwohl ich erst die Hälfte meines Erasmus-Semesters hinter mir habe, bin ich mir jetzt schon sicher, dass dieses Wort wohl für eines der wichtigsten Dinge stehen wird, die ich in meinem Auslandssemester lernen kann. „Tranquilo“ bedeutet so viel wie „immer mit der Ruhe“ und spiegelt den spanischen Lebensstil perfekt wider. Der Kellner verwendet es, wenn man ihn nach der Rechnung fragt. Die Verkäuferin beruhigt auf

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diese Weise den Kunden, der seine Geldtasche nicht findet. Die Managerin sagt es zu ihrem Geschäftspartner, wenn er etwas verspätet zu einem Meeting erscheint. Zeit wird hier ganz anders wahrgenommen als in Österreich. Natürlich wird einem das zu Hause schon erzählt, man kennt schließlich die Stereotypen, man bereitet sich geistig darauf vor. Als ich es dann hautnah miterlebte, war ich trotzdem überrascht. Das kommt mir spanisch vor... Alle Bedenken, meine Spanischkenntnisse könnten nicht ausreichen, um ein halbes Jahr in Zaragoza zu überleben, wurden schon am Tag meiner Ankunft zerstreut. Maria aus dem Internationalen Büro der Uni hat mir geholfen, eine Wohnung zu finden. Sie ging mit mir alle Anzeigen durch, telefonierte mit den Vermie­ tern und vereinbarte Besichtigungstermine. Ich machte mich auf den Weg, schaute mir insgesamt vier Wohnungen an und hab’ mich gleich in eine verliebt. Einen


STUDY ABROAD

Tag später zog ich ein. Mein Studienkollege Iñigo be­ gleitete mich in einen Yoigo-Shop, den Telering-Shop der Spanier, um mir eine Sim-Karte zu kaufen. Ein älterer Herr, der neben mir an der Busstation wartete, erklärte mir das öffentliche Verkehrssystem. Mein Fazit: Auch mit bescheidenen Sprachkenntnissen kann man sich in Spanien durchschlagen. Man sollte sich bloß nicht davor scheuen, sie auch anzuwenden, auch wenn man, so wie ich, unzählige Fehler dabei macht. Dank meiner Tandempartnerin Ruth werden diese zum Glück immer weniger. Sie ist es auch, die mich immer wieder vor Peinlichkeiten bewahrt, indem sie mich auf meine Fehler aufmerksam macht. Einer ihrer wichtigsten Hinweise war wohl, dass „Korkenzieher“ „sacacorchos“ und nicht „sacaconchos“ heißt. Letzteres könnt ihr selbst googeln. Hier möchte ich nicht näher auf die Bedeutung meines Versprechers eingehen, sondern nur eindringlich darauf hinweisen, dass ein einzelner falscher Buchstabe unerwartete Reaktionen wie zum Beispiel schallendes Gelächter auslösen kann. Fiesta – das Oktoberfest in Zaragoza Am Anfang des Semesters kam ich in den Genuss meiner ersten berühmt-berüchtigten spanischen Fiesta – dem Oktoberfest. Oh ja, richtig gelesen! Das Münchner Oktoberfest wird hier „nachgefeiert“. Ich war zwar noch nie auf der Wiesn, aber als eine von drei in Tracht gekleideten Österreichern und Deutschen, war es hier mindestens genauso lustig. Für die restlichen zwei­tausend Leute schienen wir die Attraktion des Abends zu sein, wurden gefühlte zwei Millionen Mal fotografiert und schließlich von einem Fernsehsender interviewt. Das Interview bestand großteils aus Komplimenten seitens der Reporterin für unsere wunderschöne Tracht. Unser Part bestand darin, uns vorzustellen, von unserem Studium zu erzählen und von Zaragoza zu schwärmen. Zum Abschied sangen wir mit der Band und dem Rest des Zeltes „Fürstenfeld“ und ließen den Abend mit einer Maß ausklingen. Dieses und viele andere unbeschreiblich lustige Erlebnisse sind im Leben eines Erasmus-Studenten an der Tagesordnung – und ich genieße sie in vollen Zügen.

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Abwechslungsreich. Ein Erasmus-Semester in Spanien, so Lisa, bedeutet mehr als nur Fußball, Sangria und Paella.

Dont’s

Sich an das spanische Zeitgefühl anpassen und sich die Lebensweisheit „Tranquilo“ zu Herzen nehmen.

Gestresst sein und deshalb einen/e Spanier/in stressen. Das geht meistens nach hinten los und dauert noch länger.

Es ganz normal finden, dass die Vermieterin um 23:30 Uhr anklopft, um zu fragen, wie es einem geht und was es Neues gibt.

Erwarten, dass man zwischen 14:00 und 17:00 Uhr einkaufen gehen kann. (Siesta!)

Immer probieren, Spanisch zu sprechen, auch wenn man Anfänger ist. Wenn man sich bemüht, ihre Sprache zu sprechen, kann man von den Spaniern alles haben. Sich einen/e Tandempartner/in suchen und so seine Sprach­ kenntnisse unglaublich schnell verbessern.

Erschrecken, wenn dich Spanier/innen (Verkäufer, Tandempartnerin, Kellnerin) während eines Gespräches „Schätzchen“ nennen und absolut keine Berührungsängste haben. Eine Diskussion über heikle Themen wie den Stierkampf, Franco, den Bürgerkrieg oder die politischen Probleme mit Katalonien, dem Baskenland und Galicien führen.

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SERVICETIPPS

Hilfe, ich ziehe aus! Sanierungskosten und Kündigungsfristen – daran denken Studierende erst mal nicht, wenn sie eine Wohnung suchen. Joe-Redakteur Levin Wotke hat Jurist Christian Lechner gefragt, worauf man bei der Wohnungssuche und beim Vertrags­ abschluss achten sollte. Text: Levin Wotke Foto: Daniel Schütter

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ie studentische Wohnungssuche ist nicht ganz einfach und steckt voller Überraschung­ en. Das Spektrum reicht von „gemütlichen Küchenecken“, die sich als vom Rost halb zerfressene Kochplatten entpuppen, bis zu vor Feuchtigkeit schmatzenden Teppichböden. Wenn sich nach langer Suche endlich eine passende Wohnung findet, sind die Ansprüche oft schon niedriger – und man zieht überstürzt ein. Aus einer schnellen Entscheidung können sich im Laufe der Zeit jedoch unangenehme Probleme ergeben. Um euch zu helfen, Konflikte im Vorfeld zu vermeiden, hat Joe mit Christian Lechner gesprochen, der seit 2007 Geschäftsführer der steirischen Mietervereinigung ist. An Ort und Stelle Bei der Besichtigung einer Wohnung gibt es ein paar Dinge, die unbedingt zu beachten sind, sagt Lechner. Wichtig ist grundsätzlich die Dokumentation. Das heißt: Digicam einpacken und das potenzielle eigene Zimmer, aber auch Bad, Klo und Küche fotografie­ ren. Am besten nehmt ihr als Zeugen noch einen Freund oder einen Bekannten mit. Zeugenaussagen und Beweismaterial wie eben Fotos können im Fall von Verhandlungen und Streitigkeiten beim Auszug nützlich sein – beispielsweise wenn der Vermieter beim Auszug einen neuen Anstrich fordert. Ein weiterer wichtiger Punkt: Stellt so viele Fragen wie möglich, wenn ihr eine Wohnung besichtigt. So könnt ihr Missverständnisse vermeiden. Der Mietvertrag Obwohl Studentenwohnungen heiß begehrt sind, sollte man sich nicht zum Vertragsabschluss drängen lassen. „Es gibt Vermieter und Makler, die bei der Wohnungsbesichtigung permanent am Gaspedal stehen“, gibt Lechner zu bedenken. Den Vertrag sollte man erst einmal mitnehmen und in Ruhe durchlesen. Dabei ist es wichtig, Details zu prüfen, wie etwa das Datum der Errichtung des Hauses. Davon hängt nämlich ab, in welchem Ausmaß das Mietrecht zur An­wendung kommt. Bei Unklarheiten

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SERVICETIPPS

TechSprech:

Mein persönlicher Stundenplan

Jeder Studierende der FH JOANNEUM verwendet den Online-Stundenplan. Viele konsultieren ihn mehrmals am Tag und müssen sich jedes Mal erneut einloggen und dann Jahrgang und Gruppe auswählen. Da kommt es schon mal vor, dass die falsche Woche gewählt wurde – und man alleine im Hörsaal sitzt und sich wundert, warum niemand kommt. Um euch das zu ersparen, ruft ihr den Stundenplan unter stundenplan.fh-joanneum.at einfach gleich vorkonfiguriert auf. Dafür müsst ihr an die URL „stundenplan.fh-joanneum.at“ folgendes anfügen: ist es am besten, sich an einen Sachverständigen oder an die Mietervereinigung zu wenden. Ein nützlicher Leitfaden für das Prüfen eines Mietvertrags ist die Miet­­­­rechtsbroschüre Infobox Wo suchen? Umfangreiche Immobilienseiten findet ihr in den Printmedien „Kleine Zeitung“ und „Fundgrube“ sowie im Internet. www.willhaben.at www.sws.or.at (Studentisches Wohnservice) Mietervereinigung Die Mietervereinigung ist ein gemeinnütziger Verein, bei dem Studierende unter 27 gegen einen Beitrag von 40 Euro pro Jahr rechtliche Unterstützung bis zur Vertretung vor Gericht erhalten. (www.mietervereinigung.at). Christian Lechner hält monatlich Vorträge zum Thema Mietrecht am Sozialreferat der ÖH der Karl-FranzensUniversität in der Schubertstraße 6a/I. Details: oeh-ref-sozial.uni-graz.at AK-Mietrechtsbroschüre Um zur Mietrechtsbroschüre der Arbeiter­kammer Steiermark zu gelangen, geht auf die Homepage www.akstmk.at und tippt in der Suchfunktion „Mietrecht“ ein. Anschließend könnt ihr das PDF-Dokument unter der Rubrik „Mietrecht für Mieter“ herunterladen.

Schreibt zuerst „?login=Login“ dazu, um weitere Optionen verwenden zu können. Mittels „&“ könnt ihr Optionen anhängen, wie beispielsweise den Benutzernamen eures Studiengangs. Das funktioniert so: Ihr tippt nach dem „&“ die Passage „user=XXX“ ein. Die XXX ersetzt ihr durch das Kürzel eures Studiengangs. Mit einem weiteren „&“ könnt ihr die nächste Funktion anfügen, etwa das Passwort mit „pass=XXX“. Wenn ihr fertig seid, sollte die Adresse so aussehen: „stundenplan.fh-joanneum.at?login=Login&user=X XX&pass=XXX“. Speichert diesen erstellten Link in euren Favoriten! Weiterführende Infos findet ihr im JOIN Wiki (join.fh-joanneum.at). Stefan Krausler

der Arbeiterkammer Steiermark. Eine Anleitung zum Download findet ihr in der Infobox. Ich will raus! Besonders häufig treten Probleme bei der Kündigung des Vertrags auf. Studierende, die nach ein paar Semestern merken, dass Studium oder Standort doch nicht ganz passen, wollen oft schnell ausziehen. Um auf diesen Fall vorbereitet zu sein, sollte immer schon bei Vertragsabschluss geklärt werden, ob es sich um einen befristeten oder einen unbefristeten Vertrag handelt. Bei ersterem ist das Vertragsverhältnis auf mindestens drei Jahre beschränkt. Bis dahin kann der Vertrag nur einvernehmlich oder nach genau einem Jahr unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von in der Regel drei Monaten aufgelöst werden. Bei einem unbefristeten Vertrag ist die Aufkündigung immer möglich. Aber auch hier muss man die im Durchschnitt dreimonatige Kündigungsfrist einhalten. Probleme mit Vermietern können nie ganz ausgeschlossen werden, aber wenn ihr diese Punkte beachtet, ist den meisten Horrorszenarien schon einmal vorgebeugt.

Mag. Christian Lechner Österreichische Mietervereinigung

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STANDORTKOLUMNEN

Studieren am Puls der Wirtschaft Kapfenberg

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Live @ BG-Town Bad Gleichenberg

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m Ende der Bahnlinie zwischen einem Kurpark und ein paar Wäldchen liegt der kleinste Studien­ standort Europas: Bad Gleichenberg. Sieht man genauer hin, kann man auch einige der 350 Studierenden erkennen. Da gibt es gestiefelte zukünftige Wellness­profis, bei denen niemand genau weiß, was sie eigentlich studieren. Gesundheit oder Tourismus? Daneben wanken strebsame Michelinweibchen auf ihrem Selbst­ erfahrungstrip über die Wiese. Was es damit auf sich hat? Als Diätologin sollte frau schließlich wissen, wie sich ihre Patientin fühlt. So verschieden sie auch sind, die Studierenden in Bad Gleichenberg kommen gut mit­einander aus. Außer die ERGos gewinnen das Wuzzlturnier. Oder die GMTler prahlen mit ihrem Stundenplan. Oder die DIOs verweigern wegen Lernstress die Partys. Dann hilft nur ein entspannender Fair-TradeKaffee, garniert mit ein paar freundlichen Worten bei der Andrea in der Mensa oder ein Spritzer bei OasisBernd und Oasis-Charlie in der Dorfdisco. Denn in Gleichenberg, da ist die Welt noch in Ordnung.

er Standort Kapfenberg befindet sich in einem Industriezentrum neben zahlreichen namhaften Betrieben. Der Schwerpunkt liegt auf Technik, IT und Software. Rund 800 Studierende und 100 Mitarbeiter machen unsere Korridore unsicher. Als Treffpunkte gelten die Mensa und das dazugehörige Café. Wohnmöglichkeiten sind in Kapfenberg eher begrenzt, aber im WIST-Heim und im Brucker Wohnbau fühlen sich die meisten Studierenden wohl und lassen auch keine Langeweile aufkommen. Möglichkeiten zum Fort­gehen gibt es in der näheren Umgebung kaum. Die vielen von JOIN organisierten Partys machen das aber wett. Besonders toll ist das Angebot des FH-Sport Kapfenberg, eine Art Verein, der Sportveranstaltungen organisiert. Wenn der FH-Stress doch mal überwiegt, kann man dort mit Gleichgesinnten sporteln. Und für unsere Zugpendler wurden die Stundenpläne nach Möglichkeit an die Fahrpläne angepasst. Direkt vor der FH gibt es eine Haltestelle, die die Anreise aus der näheren Umgebung wesentlich erleichtert. Die Pendler unter uns wissen meist auch die Fahrzeit gut zu nutzen, sei es, um den fehlenden Schlaf nachzuholen oder um sich untereinander über Lernstoff auszutauschen. Wir freuen uns übrigens immer auf Besuch. Ihr könnt also gerne mal die „Weltreise“ in die entlegene Mittel-Obersteiermark antreten! Text: Marina Vartschenko

Text: Michael Pillwein

»  Ich will beim Shoppen ins Netz  und nicht in die Falle gehen. alles klar ? Konsumenten sollten nicht alles für bare Münze nehmen, sondern Kaufverträge prüfen lassen und auf Fallen im Internet achten. Wir beraten Sie gerne in allen Fragen rund um Ihre Rechte als KonsumentIn.

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AK-Hotline T 05 7799-0

Meine AK. Ganz groß für mich da.


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JOIN - deine ÖH an der FH JOANNEUM Graz / Bad Gleichenberg / Kapfenberg

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JOIN-ÖH-Servicecenter Öffungszeiten: Montag 8:00-12:00 Uhr Mittwoch 10:00-14:00 Uhr Freitag 12:00-17:00 Uhr

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Tel: +43 316 / 54 53 85 03 | mail: join@fh-joanneum.at | web: www.fh-joanneum.at/join | skype: join-oeh


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