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editorial. Volle Bandbreite des Sports: Die All Mountains ab Seite 36 verbinden Uphill- und Downhill-Qualitäten wie keine andere Bike-Kategorie.

INTERN

Früher war nicht alles besser JOSH WELZ

Fotos: G. Grieshaber, J. Spaniol, W. Watzke

Chefredakteur

Das Gedächtnis ist ein sonderbares Sieb. Nur jene Momente rieseln nicht hindurch, die man als Erinnerung erhalten will. Denken Sie einmal an früher: Die Sommer waren sonniger, die Winter schneereicher, jeder Urlaub war ein großes Abenteuer, und das Leben war unbeschwert und aufregend. War es wirklich so? In meiner Erinnerung waren die 90er-Jahre die Boom-Jahre des Mountainbikens: bahnbrechende Erfindungen in einem prosperierenden Markt. Doch die nüchterne Realität war eine andere: 1996 vermeldete BIKE die erste Flaute in der Branche: 20 Prozent Verkaufsrückgang, Preiskampf in den Shops, erste Konkurse bei Herstellern. Das Mountainbike in der Krise. „Neuheit ist gleich Downhill“, analysierte BIKE-Herausgeber Uli Stanciu damals die Wurzel allen Übels, und fragte: „Aber wer bitte fährt eigentlich nur Downhill?“ Zur Rettung des Mountainbikens engagierte BIKE den Stardesigner Richard Seymour. Der Engländer sollte den Irrwegen der Branche die richtige Wendung geben. In Stancius Überzeugung hatte das Mountainbike mit dem DownhillTrend seine Bodenständigkeit verloren. Mit dem Auftrag, den Gigantismus zu domestizieren, griff Seymour also zum Zeichenstift

und Stanciu folgerte: „Vorbild für das moderne Mountainbike ist die Enduro beim Motorrad.“ Peng, der Begriff war gesetzt. Fortan tüftelten die Entwickler an Bikes, die gleichwohl mit viel Federweg bestückt wurden, aber dennoch tourentauglich blieben. Die freudige Erkenntnis heute: Egal ob Enduro-Bike, Marathon-Rakete oder Touren-Allrounder, der Einsatzbereich aller Mountainbikes hat sich in den letzten Jahren enorm erweitert. Jedwede Bike-Kategorie bietet bessere Downhill und bessere Uphill-Qualitäten als die SpezialistenBikes von damals. Beispiel: Die All Mountains in dieser Ausgabe: 150 Millimeter Federweg bei 13 Kilo Gesamtgewicht erlauben fast die gesamte Bandbreite des Sports. Das Ur-Enduro von Specialized aus dem Modelljahr 2000 wog ähnlich wenig, offerierte dem Fahrer aber nur 110 Millimeter. Doch was ist nun vom momentanen Hype ums Enduro zu halten? Nüchtern betrachtet wird es diese Kategorie trotz des jüngsten Marketing-Schubs der Branche schwer haben, aus der Nische ins Rampenlicht zu treten. Eben jener Blick auf Gewichte und Federwege zeigt ja: Das All Mountain von heute ist längst das Enduro von gestern. Was sich in Sachen Enduro diese Saison tut, lesen Sie auf unseren News ab Seite 18, den All-Mountain-Test finden Sie ab Seite 36. Viel Spaß mit dieser Ausgabe.

Laut BIKE-Umfrage wiegen unsere Leser sieben Kilo weniger als der Bevölkerungsdurchschnitt. JÖRG SPANIOL liegt mit seinen knapp 70 Kilo noch deutlich darunter. Für seinen Artikel ab Seite 110 konnte unser Autor also nicht auf eigene Erfahrungswerte setzen. Sein Thema waren nämlich jene Biker, die Schuhgröße 50 vergeblich suchen und denen XXL-Trikots am Bauch spannen. Eine Kaufberatung also für eine kleine Randgruppe, deren Probleme umso schwerer wiegen.

Um diesen Job hatte er sich gewiss nicht gerissen, doch seine Fachkompetenz empfahl PETER NILGES für den Laufradtest ab Seite 134. Zwei Wochen verbrachte der BIKE-Redakteur in Prüflabors, um Rundlauf, Trägheit, Steifigkeit und Stabilität der unterschiedlichen Laufradmodelle auf den Grund zu gehen. Nun behauptet Nilges, er könne sogar die Speichenspannung eines Laufrads an dessen Freilaufgeräusch erkennen. Das würde ihn freilich nicht nur für den nächsten Test, sondern auch für einen Auftritt bei „Wetten, dass ...?“ empfehlen. 05-13 BIKE 3


RUCKSĂ&#x201E;CKE Zehn clevere Modelle zwischen 11 und 17 Litern Volumen im Test

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ALLESKĂ&#x2013;NNER AB 2500 EURO Breiter Einsatzbereich, top Preis/Leistungs-Mix: All Mountains mit 150 Millimetern Federweg liegen laut Umfrage ganz oben in der Gunst unserer Leser. Zehn neue Modelle im Test.

Fotos: M. Greber, W. Watzke, C. Margot, J. Reuter, S. Doerk, P. Schieder

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inhalt. 134 mai.13

LAUFRÄDER

Zehn aktuelle Modelle im Crash-Test

TEST & SERVICE

188 KITZBÜHELER ALPEN Fleckalm-Trail: die Streif für Mountainbiker

8 AHNENFORSCHER René Wildhaber auf den Spuren der ersten Biker

36 Î Fullys: All Mountain Plus ab 2500 Euro Zehn Preis/Leistungs-Schlager in 26 Zoll, mit 150 Millimetern Federweg 52 Innovations-Check: Surly Krampus Null Federweg, drei Zoll breite Reifen; das neue Sorglos-29er der Amis? 56 Einzeltests Drei neue Modelle von Intense, Kona und Centurion in der Solo-Wertung 62 Î Der Notfallplan zum Saisonstart In einer Woche fit für die erste Tour 72 Î 29er-Hardtails um 1500 Euro Endlich mehr Ausstattung fürs Geld; neun Modelle im Test 84 Î Im Test: 12 Tagesrucksäcke Organisationstalente im Vergleich 94 Î Navigieren mit dem Smartphone Das leisten die mobilen Multitasker 110 Î Hilfe für schwere Jungs Bikes und Parts außerhalb der Norm 134 Î Im Test: 10 aktuelle Laufräder Breite Felgen, steife 29er; die neuen Konzepte im Vergleich 182 Dauertest Der Langzeit-Check für Bikes & Parts

   NACHRICHTEN 18 Î Aktuell/Nachrichten Enduro-Trend: alle Teams, alle Events; Alpenverein plant Bikepark in Lindau 32 Aktuell Technik Bergamont Fastlane Carbon 29er 34 Aktuell/Leserpost Unsere Leser haben das Wort

UNTERHALTUNG 8

108

120

200

72 29ER-HARDTAILS Große Räder, günstiger Preis: Wer bietet dasbeste Paket

Buffalo Soldiers Die Wiege des Bike-Sports liegt im Wilden Westen des 19. Jahrhunderts Interview: Florian Wiesmann Rahmenbauer und Bike-Philosoph auf Sinnsuche Trans Europa Ein Freiburger Pärchen durchquert auf dem Weg nach La Palma die schönsten Reviere des Kontinents Endspurt – die Kolumne Randaspekte des Biker-Lebens

Î Unsere Titelthemen | Cover: Markus Greber, Fahrer: Angie Hohenwarter, Tibor Simai, Location: Salzburger Land

FITNESS & RENNSPORT 130

184

90-Tage-Challenge Stress für die Kandidaten: Schweiß und Qualen beim Kraft- und Radtraining Fitness-Journal Mountainbike und Rennrad: der kleine Unterschied beim Tritt

REISE & TOUREN 180

Supertrail: Palm Canyon Im Rucksack Serum gegen Schlangenbisse: Bobby Roots Haus-Trail 186 Reise-Journal Die besten Alternativen zur Transalp 188 Î Revier-Guide: Kitzbüheler Alpen Die schönsten Touren im Revier der Marathon-Weltmeisterschaften

STANDARDS 3 148 202

Editorial Impressum Vorschau

ALLE BIKES IM HEFT Hardtails 80 Bulls Copperhead 29 Plus 80 Conway Q-MLC 629SE 81 Cube Reaction Pro 29 81 Ghost HTX Actinum 2972 82 GT Zaskar 9 R Elite 82 Poison Lithium T XT 82 Radon ZR Race 29 8.0 83 Rocky Mountain Vertex 930 83 Rose Mr. Ride 2 78 Stevens Stoke 52 Surly Krampus Fullys 42 Bergamont Threesome 8.3 56 Centurion Trailbanger 42 Cube AMS 150 Race 44 Fatmodul ANT EC-03 44 Ghost AMR Plus 5900 46 Giant Reign 1 58 Intense Spider 29 Comp 60 Kona HeiHei Supreme Carbon 29 46 Lapierre Zesty 314 47 Merida One-Forty 1500 48 Specialized Stumpjumper FSR Comp 48 Trek Remedy 8 49 Votec VM 150 Pro


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Gary Fisher hat das Mountainbike erfunden, doch der erste Geländeradler war er nicht. Freerider René Wildhaber reiste auf den Spuren der wahren Bike-Pioniere ein Jahrhundert in der Zeit zurück. Text: Henri Lesewitz Fotos: Christophe Margot

Als die Rücktrittbremse durchgegart den Dienst verweigerte, geriet das Nervenköstüm von René Wildhaber kurz ins Wanken. Dass ein angeblich unzerstörbares Schweizer Militärfahrrad wegen ein paar Spitzkehren havariert, war eine gleichsam interessante wie erschreckende Erkenntnis. Denn, wenn es die Karre nicht mal vom Flumser Berg bis runter ins Tal schaffte, wie sollte sie dann eine Abenteuer-Tour durch Amerikas wilden Westen überstehen? Denn das war der Plan: ein Trip auf den Spuren der Fahrrad-Soldaten namens „Buffalo Soldiers“, den weltersten Geländeradlern überhaupt – damals, um 1890. Wildhaber kennt sich aus mit den Tücken gravitationsunterstützter Fortbewegung. Er gehört zu den Stars der Freeride-Szene. Doch der Gedanke an die geplanten Etappen mit historisch korrektem Material ließ ihn plötzlich nervös werden. „Während meines Grundwehrdienstes bei einem Schweizer Fahrrad-Regiment banden wir bergab manchmal Steinplatten an die Rahmen. Als Schleppanker. Für den Fall, dass die Bremsen versagen“, schmunzelt Wildhaber, der sich nach dem Schrecken aber wieder Mut zufächelte: „Na ja, in Amerika sind die Berge zum Glück nicht ganz so hoch wie in der Schweiz.“ Wochen nach der Probefahrt steht Wildhaber nun neben seinem amerikanischen Bike-Kumpel Ross Schnell am Fuße der Rocky Mountains im US-Bundesstaat Colorado. Beide tragen alte Militär-Uniformen. Doch irgendwie sehen sie mit ihren sackförmigen Baumwollmänteln und den Filzhüten aus wie Förster. Die federwegprallen Fullys haben die beiden im Fahrzeug der Film-Crew

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gelassen. Wildhaber und Schnell sitzen auf plumpen, ungefederten Militärfahrrädern, die sie in Denver für ein paar hundert Dollar erstanden haben. Der Trip von Silverton ins 400 Kilometer entfernte Moab soll mit einer puren, authentischen Retro-Bike-Etappe beginnen. Die Gleise der historischen Bahnstrecke zwischen Silverton und Durango scheinen dafür ideal geeignet. „Die Buffalo Soldiers sind damals oft in den geschotterten Gleisbetten gefahren, weil die normalen Wege durch Regen meist zu schlammig waren“, weiß Wildhaber aus dem Buch „Iron Riders“, das er zur Vorbereitung des Projekts im Internet aufgetrieben hat. „Heiliger!“, stöhnt er, als sein Stahlfahrrad Minuten später über die Schwellen bockt, wie ein störrischer Presslufthammer. Es rumpelt, es holpert. Dann fällt Wildhaber die Kurbel vom Bike.

STEINPLATTEN ALS SCHLEPPANKER? WILDHABER WIRD NERVÖS. René Wildhaber bei der Generalprobe am heimischen Flumser Berg. Das alte Militärrad offenbarte dabei eine gewisse Bremsschwäche.

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FOTOSTORY

DER VORTEIL VON BIKES GEGENÜBER PFERDEN? BIKES WIEHERN NICHT. UND SIE HABEN NIE HUNGER.

In der Geisterstadt Animas Forks lebten einst 4000 Minenarbeiter. Der perfekte Ort für knisternde Abenteurer-Romantik.

„Diese Buffalo Soldiers sind für mich die wahren Biker“, keucht Ross Schnell, sichtlich froh über die Reparaturpause. Die Krempe seines Filzhuts ist vollgesogen mit Schweiß. Wenn es um die Pionierzeit des Geländeradelns geht, dann fallen stets die Namen von Gary Fisher, Joe Breeze und Co. Was im Grunde genommen auch richtig ist. Schließlich besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass der Mountainbike-Sport seine Wurzeln in der Clunker-Szene von Marin County hat. Dennoch wurde schon Jahrzehnte zuvor in einer Art durch die Prärie geradelt, die dem heutigen

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FOTOSTORY

DIE ALTEN BIKES PRÜFEN BANDSCHEIBEN UND PSYCHE.

Die Trails rund um Grand Junction waren zu verlockend, um mit den bleischweren Militärrädern drüberzubocken (o.). Ebenfalls Pflicht: eine Fahrt mit der Westernbahn.

Touren-Biken nicht ganz unähnlich ist. Wildhaber war erstaunt, als ihm Freeride-Pionier Hans Rey während eines gemeinsamen Fluges von den Buffalo Soldiers erzählte. Die Indianer damals bezeichneten die Fahrrad-Kavallerie der Unionsarmee als „Büffelsoldaten“, wegen den gekräuselten Haarprachten der zumeist afroamerikanischen Truppenmitglieder. Die Einheiten konnten 75 Kilometer am Tag zurücklegen und waren billiger als die Reiter-Kavallerie, da unabhängig von Pferdefutter. Die Büffelsoldaten wurden von den Weißen rassistisch unterdrückt. Reggae-Held Bob Marley setzte ihnen in den Achtzigern mit dem Lied „Buffalo Soldier“ ein musikalisches Denkmal. „Ich wollte unbedingt wissen, wie sich das damals angefühlt hat“, erklärt Wildhaber die Grundidee des Abenteuers. Ein Jahr dauerte die Planung. Wildhaber begeisterte noch Kumpel Ross Schnell sowie zwei Kameraleute für den Trip. Das Abenteuer ist auch ein Filmprojekt. Das Fahren mit den alten Stahl-Bikes prüft Bandscheiben und Psyche. Die Herzen pumpen am Anschlag, doch die Laune bleibt stabil. „Letztlich ist der Unterschied zu den heutigen Mountainbikes gar nicht so groß“, resümiert Wildhaber beim Zwischenstopp in der verlassenen Minenstadt Animas Forks: „Das Gefühl von Angst und Anstrengung ist immer noch dasselbe.“ Schnell nickt zustimmend. „Ja, an der Grundidee hat sich in hundert Jahren offenbar nicht das Geringste geändert.“ Weiter geht die wilde Fahrt. Zunächst nach Durango, den Austragungsort der ersten Mountainbike-WM. Dann rüber nach Grand Junction inmitten des Backofens Grand

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FOTOSTORY

WILD WEST

Gelände-Passagen wie die in Fruita (o.) meisterten die Buffalo Soldiers schon vor über einhundert Jahren. Das Buch „Iron Riders“ lieferte Wildhaber die Idee für das Abenteuer.

Valley, wo sich Wildhaber und Schnell ihrer Uniformen entledigen, um verwöhnt von Funktionskleidung und Vollfederung auf sagenhaften Trails dem Sonnenuntergang entgegenzucruisen. Der Lagerfeuerversuch am Abend endet allerdings fast mit einer Explosion. In einem Anfall von Heißhunger wirft Ross Schnell die zu erhitzende Konservendose kurzerhand ungeöffnet ins Lagerfeuer, was der Büchse wegen des heftig ansteigenden Innendrucks beinahe die Eigenschaften von TNT verleiht. Wildhaber rettet das Abendessen in letzter Sekunde. Am nächsten Tag geht es mittenrein in das kantige Felsmassiv La Sal Mountains. Eine Cowboy-Ranch wird besucht und natürlich das Örtchen Fruita. Dann folgt der finale Höhepunkt. Der tagfüllende Super-Trail „The Whole Enchilada“, der – es ist kaum zu glauben – direkt im sagenumwobenen Mountainbike-Mekka Moab endet. Es ist natürlich kein Zufall, dass Wildhaber pünktlich zum Beginn des weltgrößten Freeride-Spektakels Rampage dort eintrifft, das an diesem Wochenende in der Nähe ausgetragen wird. Die Fahrer katapultieren sich über gigantische Klippen und Schanzen, während sie die sehr, sehr langen Flugphasen zur Darbietung akrobatischer Kunststücke nutzen. Es ist ein bisschen so, wie mit einem Stahlrad vom Flumser Berg zu fahren. Bei den Teufelsritten garen die Nervenkostüme so mancher Fahrer durch. Die Bremsen jedoch, die halten.

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Buffalo Soldiers Ende des 19. Jahrhunderts begann die Armee der amerikanischen Nordstaaten damit, FahrradKompanien aufzustellen. Sie waren Teil der Buffalo Soldiers, die sich vor allem aus Rekruten afroamerikanischer Herkunft zusammensetzten. Wegen ihrer meist lockigen Haarpracht wurden sie von den Indianern „Büffelsoldaten“ genannt. Die Fahrrad-Kompanien waren ein Versuch, abseits der Straßen und unabhängig von Pferden mobil zu sein. René Wildhaber Der Schweizer René Wildhaber gilt als erfolgreichster Freeride-Rennfahrer, er hat unzählige Downhill-Marathons gewonnen. Wildhaber, der früher eine zeitlang mit Schlafsack in der Natur lebte, interessiert sich für Geschichte. Als er vor zwei Jahren von den Buffalo Soldiers hörte, begann er sofort mit der Planung des Abenteuer-Trips. Freeride-Kumpel Ross Schnell wurde Wildhabers Reisebegleiter. Der Trip Durango in Colorado ist ein Bike-Mekka, Moab in Utah ist ein Bike-Mekka. Dazwischen liegt eine Wüste. 400 Kilometer durch Traumlandschaften. Die perfekte Route. Das Material Der Trip war ein Mix aus Retro-Radeln und modernem Biken. Die Suche nach den benötigten Oldtimern führte Wildhaber zu einem Antik-Händler nach Denver, wo er original Schweizer Militärfahrräder fand. Der Film Das Abenteuer gibt es auch als Film. Die vier aufwändig gefilmten und geschnittenen Episoden finden Sie auf tv.bike-magazin.de. »ZUM VIDEO Webcode auf www.bike-magazin.de eingeben, oder den QR-Code mit dem Handy einscannen.

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BIKE NEWS

Berge erklimmen, Trails fahren, Bier trinken: Die einst zwanglose Disziplin wird mit den Profi-Teams ernsthafter.

Ein paar wenige Spaßveranstaltungen verteilt auf ganz Deutschland – so fing es an. Nun entwickelt sich ums Thema „Enduro“ ein wahrer Hype. Enduro hier, Enduro da. Teams, Veranstaltungen, Rennserien, Bikes und Zubehör. Alles mit Zusatz Enduro wächst und gedeiht wie im Zeitraffer. Was letztes Jahr mit einer ersten deutschen Enduro-Rennserie und dem Engagement einiger bekannter Rennfahrer begann, hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem richtigen Hype entwickelt. Hersteller formieren Teams, die Zahl der Rennen wächst, die Starterlisten füllen sich im Nu. Doch woher kommt der starke Trend zu üppig gefederten Allroundern? Über Enduro-Bikes spricht man schon seit Ende der Neunziger, endgültig hat Specialized 2001 den Begriff mit seinem Enduro FSR etabliert.

Jahrelang waren Enduros nicht Fisch, nicht Fleisch, führten ein Schattendasein neben den dominanten Race- und Touren-Bikes. Nun das plötzliche Erwachen aus dem Dornröschenschlaf. Spielen die schrumpfenden Gewichte die entscheidende Rolle? Der Spaßfaktor bergab steht beim Enduro-Biken im Vordergrund, doch moderne Enduros sind so leicht, dass man sie auf normalen Touren einsetzen kann. Das schärft die Abgrenzung zu Freeride-Bikes und lässt neue Rennformate zu, in denen Uphills mit Downhills kombiniert werden können. Wie sich die Professionalisierung letztendlich auf die Disziplin und auch auf die Verkaufszahlen in diesem Segment auswirken wird, bleibt abzuwarten. Wird der Trend von den Bikern akzeptiert, oder zerplatzt er als Marketing-Blase?

BIKER DER ERSTEN STUNDE Wie siehst Du den aktuellen Hype ums Enduro-Biken? Grundsätzlich gut, auch wenn die Idee dahinter so alt wie das Biken selbst ist. Positiv, weil es den BikeSport wieder ins Gespräch bringt. Auch die Tourismusregionen werden merken, dass sich bei den Bikern etwas tut und den ein oder anderen Trail dafür schaufeln. Ganz überzeugt klingt das nicht. Was stört Dich? Bei den Rennformaten muss sich schon noch einiges tun. Jedes Rennen und jedes Land hat seine eigenen Regeln, das sorgt für Verwirrung. Da muss ein einheitliches Reglement her. Noch ein Verbesserungsvorschlag: Ich würde das Training auf der Strecke streichen, das macht’s spannender. Und wenn es mehr Profis und einen Worldcup gibt? Dann besteht die Gefahr, dass der Unterschied im Fahrerfeld zu groß wird und Hobby-Fahrer den Spaß daran verlieren.

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DIE WICHTIGSTEN ENDURO-TERMINE Saisonauftakt ENDURO-SERIE Sieben Rennen in vier Ländern: Nach dem Auftakt Ende April folgt das Event beim BIKE-Festival am Gardasee. Schnell anmelden unter: www.enduroseries.net 18 BIKE 05-13

Newcomer ISCHGL OVERMOUNTAIN Das Gondel-Mekka Ischgl präsentiert vom 13. bis 15. September mit Cannondale die ersten European Enduro Open. www.ischgl-overmountain.com

Genuss-Biken SCHNITZELJAGD Kein Rennen oder Wettkampf, sondern ein unkomplizierter, spaßiger Enduro-Event. Vom 28.-30. Juni im Ötztal. www.soelden.com/schnitzeljagd

In Etappen TRANS SAVOIE Das neue Etappenrennen vom 18.-23. August führt in sechs Tagen und 24 Prüfungen (120 km) von Val d’Isere nach Chamonix. www.trans-savoie.com

Profis unter sich WORLD SERIES Der „Worldcup“ der EnduroPiloten feiert sein Premierenjahr. Mit sieben Stationen in Italien, Frankreich, den USA und Kanada. www.enduroworldseries.com

Fotos: C. Stewart, M. Carroux, R. Niedring, M. Greber

Enduro, oder was?

INTERVIEW MIT HOLGER MEYER


Sporternährung!

Die besten Teams Das Sprungbrett in die Enduro-Elite: Fast jeder namhafte Hersteller setzt auf ein hochkarätiges Werks-Team und mischt im internationalen Rennzirkus mit. Canyon Enduro Team FABIEN BAREL & CO.

Ä Das neu gegründete Canyon Factory Enduro Team startet in die erste

Ä

Saison. Neben dem Zugpferd Fabien Barel (im Bild) werden Joe Barnes, Marco Bühler und Eugen Maxi Dickerhoff auf dem Canyon-Strive in die Pedale treten. Außerdem wird Ines Thoma, die Zweitplatzierte der Specialized Enduro Series 2012, für den Versender starten. BMC-Enduro-Team Ä NÄF AUF ABRUF Francois Bailly-Maître (FRA, links), zweifacher Gewinner der Transvésubienne, und Florian Golay bilden die Basis. Auch Ralph Näf und Julien Absalon (rechts) werden dazustoßen.

Radon Enduro Racing DIE UNDERDOGS Der Bonner Versender formiert für 2013 eine Enduro-Truppe. Julia Fleischer, Oliver Fuhrmann, Jessica Schmulbach und Julian Gerhardt (von links) bringen BMX-, Fourcrossund Downhill-Erfahrung mit. Andi Sieber (Mitte) fährt hauptsächlich Downhill. Cannondale Team Overmountain DOMINATOR CLEMENTZ Der Franzose Jérôme Clementz (2. v. l.) zählt nicht erst seit letztem Jahr zu den Besten des Sports. Dem 28-Jährigen gelangen Siege bei den wichtigsten EnduroRennen auf der ganzen Welt. Neben Clementz treten die drei Kalifornier Mark Weir, Ben Cruz und Jason Moeschler (von links) auf einem Cannondale Jekyll an.

intelligent & schmeckt!

Cube Action Team DIE ZWEITE SAISON Trans Provence, Megavalanche und jede Menge Erfolge auf nationaler Ebene: Der Franzose Nicolas Lau (24) räumte in der Saison 2012 groß ab. Im Bild: Ludwig Döhl, Nicolas Lau, André Wagenknecht. Laura Brethauer, Valerie Priem-Schandene (von links). Neu und nicht im Bild: Gusti Wildhaber.

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GT Factory Racing Ä DAN ATHERTON Mit seinem Sieg beim Superenduro in Finale Ligure 2012 hat der Brite gezeigt, dass mit ihm im EnduroZirkus zu rechnen ist. Neben Atherton wird sich für GT der 15-jährige Belgier Martin Maes auf die Enduro World Series spezialisieren.

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ROSE Vaujany Gravity AUS GANZ EUROPA Das international besetzte Team wird vom ehemaligen Fourcrosser Joost Wichman geleitet. An der Seite des Niederländers wird der 23-jährige Petrik Brückner an den Start gehen.

…wir haben, was Aktive suchen!


BIKE NEWS

Die skurrilsten Bikes Utopische Federwege, abenteuerliche Rahmenkonstruktionen, eiernde Kettenblätter – Visionen und Irrwege prägen die Bike-Historie. Bike-Urgesteine stellen die markantesten Beispiele der letzten 20 Jahre vor.

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CHRISTOPH LISTMANN (BIKE-TESTLEITER)

Monolith Exo

Ich weiß nicht, ob ich dieses Monstrum in die Schublade „gruselig“ oder „zukunftsweisend“ einordnen soll. Ganz sicher war das Monolith Exo seiner Zeit voraus. Es stammt aus der Feder von Designer und Konstrukteur Spencer Owyang, der heute Teile für den Motorrad-Rennsport entwickelt. Mit 12,3 Kilo, rund sechs Zentimeter Federweg, elevated Chainstays und eigentümlicher Luftfederung sorgte das Exo 1991 auf der International Bicycle Show für Furore. In Europa hatte Butch Gaudy den Mut, das Monolith-Konzept unter seinem Label MTB Cycletech zu vertreiben.

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PETER DENK (BIKE-KONSTRUKTEUR)

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MARKUS GREBER (EX-BIKE-TESTCHEF)

Cannondale Pong Super 4000

Das Bike war revolutionär und seiner Zeit weit voraus, als es auf der Interbike 1993 präsentiert wurde. Entwickelt von CNC-Fräspapst Alex Pong von Magic Motorcycles. Die frühen 90er-Jahre waren ja die Hochzeit des CNC-Fräsens und Eloxierens. Es wurde alles gefräst: Kurbeln, Vorbauten, Naben – vieles davon brach. Joe Montgomery, der damalige Präsident von Cannondale, hatte kurz vorher die Firma von Alex Pong gekauft und versprach, dieses Rad innerhalb eines Jahres in Serie zu bringen – sonst würde er seinen Hut essen. Leider war das Bike völlig unfahrbar, und es gibt tatsächlich Fotos, auf denen Montgomery seinen Hut isst.

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JOE BREEZE (BREEZER)

Breezer Kite x-frame

Mein Gedanke beim Breezer Kite im Jahr 1988: Ein Alu-Rohr flext am wenigsten, wenn es entlang der Verwindungsachse platziert wird. Denn im Wiegetritt bergauf sollen die Räder in der Spur bleiben, ohne dass sie sich kräfteraubend hin und herwinden. Also konstruierte ich das Hauptrohr um die Verwindungsachse zwischen Lenker und Hinterachse. Doch die Kurbel musste natürlich mit dem Sattel verbunden werden. Problem: In den Knotenpunkt dieses nun X-förmigen Rahmens wirken vier Kraftmomente. Nicht gut. Daher die Drahtseile. Sie leiten die Kräfte um und sorgen für weniger Stress auf den Rahmen. Das Bike fährt, aber beim Sturz möchte man nicht in den Draht fallen …

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MICHAEL STAAB (CANYON)

220 mm Federweg sind heute State of the Art bei DownhillBikes. 1996 war das Utopie (zum Vergleich: Rock Shox’ DownhillGabel Judy DH hatte 80 mm Hub). Allerdings nicht für HotChili-Konstrukteur Peter Denk. Er schraubte eine Jugend-Cross-Gabel von Kawasaki und zwei aneinandergeschweißte Dämpfer an einen X-Rage-Rahmen. Ich brauchte einen Helfer, um das Point and kill it am Startpunkt der Teststrecke am Gardasee zu besteigen. Das Ding war mehr hoch als lang. Und so fuhr es sich auch. Mit Radstand und Winkeln eines Cross-Country-Bikes. Doch dass über 20 cm Federweg in ferner Zukunft Realität sein würden, war mir nach den ersten Metern schon klar.

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Muddy Fox: zentrales Federelement

Ich rede ja ungern schlecht über Produkte von Mitbewerbern, aber das erste selbst konstruierte Fully von Muddy Fox aus dem Jahre 1995 war echt skurril: Es hatte ein zentrales Federelement, welches über ein Gestänge angelenkt wurde – so weit ganz schlau, da sehr gewichtssparend. Nur hatte das zur Folge, dass Vorder- und Hinterrad immer gleichzeitig einfederten. War man damit also auf dem Trail unterwegs und wagte einen eher frontlastigen Sprung, dann hat das Kettenblatt immer schön den Boden aufgefräst, denn das Hinterrad hatte ja schon vor dem Aufschlag (dem Vorderrad folgend) seinen Federweg hergegeben.

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Hot Chili Point and kill it

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THOMAS FRISCHKNECHT (RENNFAHRER)

Ritchey Softbike Beam

Beim Worldcup 1993 in Mt. Snow fuhr mein Team-Kollege Tim „Captain“ Rutherford mit einem RitcheySoftride-Beam-Bike. Der Sattel war auf eine am Oberrohr befestigte Carbon-Schwinge montiert. Das hatte Nachteile: Erstens waren die Beams zu weich und das Bike daher schwammig zu fahren. Zweitens verlängerte sich die Sattelhöhe zum Tretlager beim Ausfedern über die gewohnte Höhe. Unser Trick: Ich drückte den Sattel nach unten, um den Beam vorzuspannen, und Tim fixierte mit einem Spann-Set zur Kettenstrebe seine Sattelhöhe. Leider löste sich das SpannSet unterwegs. Der Sattel schoss nach oben, und Tim konnte nicht mehr aufsteigen.

Fotos: M. Knoll, O. Soulas, R. Niedring, mombat.org

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BIKE Digital Die volle Ladung BIKE â&#x20AC;&#x201C; egal, auf welchem Endgerät und mit welchem Betriebssystem. Mit BIKE digital haben Sie von Ăźberall Zugriff aufs Magazin.

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FrĂźhjahrsCheck Mit Ihrem E-Bike sicher in die Saison

Alles unter Strom NEUE E-BIKE Die Test-Institution fĂźr E-Bikes: Dank zwei neuer PrĂźfstände kann die E-Bike als erstes und einziges 37 'Ě&#x2DC;$+-'5+/6'56 Magazin reproduzierbare Aussagen zur Fahrstabilität von Pedelecs bzw. E-Bikes treffen. Ergebnis: Viele Pedelecs neigen zu gefährlichem LenkerďŹ&#x201A;attern. Die erste Ausgabe im neuen Design mit den Schwerpunkten Kaufberatung, Service und Tests liegt seit 14. März am Kiosk. REISE

E-Bike-Traumtour in der Provence

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BIKE NEWS

Handliche Helfer Wer will schon mit der halben Hobby-Werkstatt auf Tour gehen? Moderne Mini-Tools helfen aus der Patsche, sind dabei aber auch kompakt und leicht. Sechs clevere Pannenhelfer im Kurztest. EINSATZ

Das schlanke Birzman-Tool liegt gut in der Hand und bietet die wichtigsten Tools, inklusive 25er-Torx. Einzig ein zweier Inbus wäre noch wünschenswert.

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LEZYNE Carbon 10 Das wohl leichteste Tool mit Kettennieter kommt im schicken Alu-Döschen und ist hervorragend ausgestattet. Das Luxus-Tool mit Carbon-Schale hat aber seinen Preis.

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TOPEAK Mini 9 MT Drei Torx- und die wichtigsten Inbus-Schlüssel hat das Mini 9 MT an Bord. Es liegt sehr gut in der Hand und kommt mit Neopren-Hülle für den Transport.

INFOS/PREIS GEWICHT/TOOLS FUNKTION HANDHABUNG

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www.topeak.de/17,95 Euro 94 g/Kreuzschlitz, T10/T15/T25, 2/3/4/5/6er-Inbus OOOOOO OOOOOO

Leicht und handlich. Ein Mini-Tool gehört neben Pumpe und Ersatzschlauch zur Grundausstattung für jede Bike-Tour. Dabei müssen keine 40 Werkzeuge unhandlich an zwei Stahlachsen baumeln. Und das Weißbier danach bekommen richtige Biker auch ohne Flaschenöffner am Mini-Tool geknackt. Das Wesentliche muss zwar dran, aber das Gewicht auch so niedrig wie möglich sein. Die sechs Tools im Test liegen mit einer Ausnahme alle unter 100 Gramm und sind somit voll trikottaschentauglich. Das winzige Blackburn würde sich mit seinen 40 Gramm auch bestens als Halskettchen eignen. Die Ausstattung fällt hier leider auch sehr minimalistisch aus. Ein paar Inbus-Schlüssel, ein Schraubendreher, das war’s. Das Tool von XLC verfügt zwar gleich über eine ganze Batterie an Inbus-Schlüsseln, einen 25er-Torx, den man mittlerweile für einen Großteil der Bikes braucht, fehlt aber. Die üppigste Auswahl bieten Specialized und Lezyne. Beide haben sogar einen Kettennieter an Board, verlieren aber Punkte beim Gewicht. Topeak bietet einen guten Werkzeug-Mix und liegt auch noch hervorragend in der Hand. Welches Tool bietet also den besten Kompromiss? Auf dieser Seite finden Sie es heraus.

BLACKBURN Toolmanator 5 Dieses winzige Tool fühlt sich sogar in der Trikottasche wohl. Spartanisch bestückt, wirklich nur für den absoluten Notfall. Ein Torx 25 würde die Ausstattung aufwerten.

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SPECIALIZED EMT Pro MTB Das handliche Tool bietet ganze 13 Werkzeuge: die wichtigsten Inbus-Schlüssel, 25erTorx und Kettennieter. Für eine längere Lebensdauer wurde das Tool verchromt, die Werkzeuge sind zur Gewichtsersparnis hohlgebohrt.

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XLC Nano TO-M08 Ein Tool im klassischen Stil. Das kompakte Nano beinhaltet sieben InbusGrößen und zwei Schraubendreher, allerdings keinen Torx-Schlüssel.

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Fotos: Georg Grieshaber

BIRZMAN Feexman E-5


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BIKE NEWS

Viererkette Zwei Jahreszeiten, zwei Sportgeräte und alles in einer Staffel: Beim Nordkette Quartett treten Skifahrer und Biker im Team an. Während im April Innsbrucker Biker bereits die Sonnenhänge an den Zirlerberg-Trails genießen, stürzen sich Skifahrer in steile Rinnen an der Nordkette. Nun soll ein neuer Vierkampf am 20. April das Beste aus beiden Welten vereinen: das Nordkette Quartett. Jedes der maximal 100 Teams besteht dabei aus einem Mountainbiker, der die 700 Höhenmeter hochkurbelt, einem Skibergsteiger, einem Freeskier (oder Snowboarder) und einem Mountainbike-Downhiller. Von der Hungerburg sprintet das Biker-Feld im Massenstart steile Forststraßen hinauf bis zur Dreierstütze und übergibt dort an den Skibergsteiger. Der läuft im Zickzack und später seilgesichert mit Ski am Rucksack bis hinauf ins Hafelekar. Dort wechselt er an den Freerider, der die Karrinne hinunterschwingt und an der Dreierstütze an den Downhiller übergibt. Über Trails und Skipisten geht es hinab ins Ziel zur Hungerburg. Wer Team-Partner sucht, findet auf der Facebook-Seite des Events eine Fahrerbörse.

Je 700 Höhenmeter müssen die einzelnen Team-Mitglieder mit Bike, Touren-Ski, Freeride-Ski und Downhill-Bike zurücklegen. Anmeldung: www.nordkette-quartett.at

30%

unserer Leser treten laut Web-Umfrage dieses Jahr bei Marathon-Rennen an. Enduro-Wettkämpfe stehen dagegen nur bei 6 % auf dem Terminplan, 37 % genügen Touren.

Frühjahrsfeilschen Günstige Tuning-Teile schießen oder Vestaubtes loswerden? Am besten geht das auf einem der vielen Radl-Flohmärkte im Frühjahr.

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Magura tauscht aus Die schwäbischen Hydraulik-Experten rufen Bremsgriffe der Modelle MT6 und MT8 zurück. Die Bremse kann bei niedriger Temperatur und langer Belastung ausfallen. Betroffen sind MT6- und MT8-Bremsen mit Produktionsnummern bis 20531, Die Produktionsnummer findet man gelasert auf der Bremszange. Infos zur Abwicklung: www.magura.com/de/austausch-mt

Foto: Robert Niedring

Wenn die Frühjahrssonne die Biker nach draußen lockt, beginnt auch die Flohmarkt-Saison. Beste Gelegenheit, Schnäppchen zu schießen oder selber olle Kamellen an den Mann zu bringen. Bestes Beispiel ist der Rasenmäher-Flohmarkt am 13. April in München. Alle Termine von Berlin bis Stuttgart findet Ihr unter www.bike-magazin.de, Web-Code: #14909


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BIKE NEWS

Stark wie ein Bär Die Alternative zu klebrigen Gels und zähen Riegeln: süße Energie-Gummibärchen versprechen Leistungsschübe in Raten. Naschen erlaubt, oder?

POWERBAR

SPONSER

JELLY BELLY

SQUEEZY

HARIBO

60 Gramm – 1,50 Euro Die weichen PowerbarBärchen mit Schaumboden und flüssiger Gel-Füllung schmecken erfrischend, supersüß und gehen leicht runter. Je nach Variante zitronig oder wie Cola. Wie Gels und Riegel besitzen die „Shots“ denselben Glucose/Fructose-Mix (C2Max), der für eine erhöhte und schnelle Glucose-Aufnahme ins Blut sorgt.

75 Gramm – 2,30 Euro Riechen wie Red Bull, schmecken künstlich: Schuld daran ist der Inhaltsstoff Taurin. Zusammen mit der Portion Koffein treten die labberigen Power Gums als wahre Wachmacher auf. Die Mischung aus Glucose, Saccharose und Maltodextrin versprechen einen langen Energieschub. Schmecken leicht bitter und nicht nach Fruchtgummi.

28 Gramm – 1,99 Euro Die hochgezüchtete Sportversion der beliebten US-Geleebohnen schmecken vollmundig und fruchtig. Die mit Vitaminen angereicherten Bohnen kommen im wiederverschließbaren Beutel. Zwei der sechs Geschmachsrichtungen sind mit Koffein angereichert. 60 Prozent Einfachzucker stehen schnell als Energie bereit. Ohne Gelantine.

50 Gramm – 0,99 Euro Wer nicht auf Zuckersüßes steht, bekommt mit den Squeezy-Talern eine fruchtige, zitronige Alternative. Anders als die Konkurrenz steckt in den zähen Fruchtgummis als Hauptbestandteil Maltodextrin. Das Kohlenhydrat-Gemisch aus Mono- und Polysacchariden verspricht eine lange Energiezufuhr. Curcuma sorgt für einen Push-Effekt wie Koffein.

300 Gramm – 0,99 Euro Der Geheim-Tipp eines Sportwissenschaftlers und Ex-Triathletens. Die Tropifrutti enthalten zwar keine „Aufputschsubstanz“ und sind in der Zusammensetzung für den Sport sicher nicht perfekt. Doch die zähen, süßen Fruchtgummis schmecken unvergleichlich. 62 Prozent Zucker bei 81 Prozent Kohlenhydraten kommen in Powerbar ebenfalls vor.

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Dr. Asker Jeukendrup von der Universität Birmingham hat in einer Studie* belegt, dass der Körper bis zu 50 Prozent mehr Kohlenhydrate aufnehmen kann, wenn Glukose und Fructose kombiniert zugeführt werden. Der Körper wandelt maximal 60 Gramm Glucose pro Stunde um. Wenn der Einfachzucker im Verhältnis 2:1 mit Fructose vorkommt, sind es bis zu 90 Gramm. Das verbessert die Ausdauerleistung um bis zu acht Prozent. *erschienen 2008 im Journal „Medicine and Science in Sport and Exercise“ des American College of Sports Medicine.

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Foto: fotolia

Energie-Cocktail Studie zur Aufnahme von Glucose in Kombination mit Fructose


BIG.NINE TEAM

Gut zu wissen, dass es echte Profis gibt, auf deren Urteil man sich zu 100 Prozent verlassen kann. Die Frage etwa, welche Laufradgröße für Cross-Country-Rennen die ultimative ist, hat das MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM rund um José Hermida und Gunn-Rita Dahle Flesjå mehrfach eindrucksvoll mit „29 Zoll“ beantwortet. Und wenn die Wahl auf ein Hardtail fällt, lautet sein Name BIG.NINE CARBON TEAM. Das ist Fakt.

FEEL THE HEAT

WWW.MERIDA.COM


BIKE NEWS TICKER

Falsche Bewertung Bei der Bewertung der Regenjacken in BIKE 4/2013 ist uns ein Fehler unterlaufen. Die Herrenmodelle von Endura, Northwave und Protective haben beim Punkt Dampfdurchlässigkeit keine Bewertung erhalten. Die aktualisierten Testbriefe mit den korrekten Werten finden Sie unter dem Webcode #14945 auf unserer Homepage. www.bike-magazin.de

Wenn im Juni die X-Games in München Station machen, feiert das Slopestyle-Mountainbiken seine Premiere. Wir wollten von Mitorganisator Tarek Rasouli wissen, was uns am Olympia-Berg erwartet. Tarek, was bedeutet die Aufnahme zu den X-Games fürs Freeride-Mountainbiken? Die Top-Athleten haben schon lange auf diesen Schritt gewartet. Mit der FMB-World Tour, der Weltmeisterschaft der Freerider, hat sich der Sport in den letzten Jahren sehr professionalisiert. Die Aufnahme zu den X-Games ist nun ein weiterer Meilenstein. Die gelten als Olympische Spiele des Extremsports, das hebt den Sport auf ein ganz neues Level. Was wird uns bei der Premiere in München erwarten? Das wird ein Riesen-Spektakel! Die 16 weltbesten Fahrer werden auf einem spektakulär angelegten SlopestyleParcours gegeneinander antreten. Wer die besten Sprünge und Tricks ins Ziel bringt, gewinnt. Das Besondere: Die X-Games sind dieses Jahr

das einzige europäische FMB-Event mit „Diamond-Status“. Das bedeutet, es gibt viele Punkte für die Gesamtwertung zu holen. Die Fahrer werden dafür alles geben. Wer sind Deine Favoriten auf den Sieg? Martin Söderström und der amtierende Champ Brandon Semenuk werden sicherlich vorne mitmischen. Sie sind zur Zeit die dominierenden Fahrer. Ansonsten ist alles offen. Die Strecke wird am Olympia-Berg gebaut. Bietet das Gelände überhaupt genügend Potenzial? Auf jeden Fall. Der Olympia-Berg bietet optimale Voraussetzungen für einen 400-500 Meter langen Slopestyle-Kurs. Für den Zieleinlauf wird eine Plattform im Olympia-See errichtet, sie wird Landezone für einen XXL-Zielsprung sein. Wie kann man sich das Spektakel anschauen? Tickets gibt’s online zwischen 14 und 29 Euro. Wer nicht live dabei sein kann, kann das Event auch online als Livestream verfolgen.

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MITMACH-TERMINE Zillertal Bike Challenge BIS ZUM GLETSCHER Zum fünften Mal geht’s vom 5.-7. Juli beim dreitägigen Etappenrennen um die Krone. Hohes Ziel: der Hintertuxer Gletscher. www.zillertal-bikechallenge.com 28 BIKE 05-13

Vor der Rennsaison CC-TECHNIK-CAMP Race-Technik-Workshop vor der Worldcup-Sause: Bereits Sabine Spitz profitierte von Stefan Herrmanns Expertise in Sachen Fahrtechnik: www.mtb-academy.de

MTB-Bundesliga FRÜHJAHRSKLASSIKER An 13./14. April trifft sich die Cross-Country-Elite zur zweiten Station der MTB-Bundesliga in Münsigen. Mit Sprint-Eliminator. www.mtb-cup.de

Mit Mike Kluge BIKEN IN DER TÜRKEI Vom 24.-31. Mai lädt WorldcupSieger Mike Kluge zum Fahrtechnik-Camp in den Robinson Club Camyuva im türkischen Kemer ein. www.mike-kluge.de

Troy Lee A1 Freeride-Spezialist Troy Lee bringt mit dem A1 endlich auch einen Helm für Touren- und Enduro-Biker. Die 320 Gramm schwere Schale gibt es in Grau oder Gold und in drei Größen für 175 bzw. 190 Euro. Beim ersten Test überzeugte der Helm bereits mit perfekter Passform. www.jaehnproducts.com Canyon startet Recycling Nach Stevens arbeitet jetzt auch der Versender Canyon in Sachen Carbon-Recycling mit der CFK Valley Stade zusammen. Durch einen Pyrolyse-Prozess gelingt den Experten eine hundertprozentige Rückgewinnung der hochwertigen Kohlefasern. Die lassen sich später bei Spritzgussteilen wiederverwenden. Die CFK Valley Stade verwertet beschädigte Canyon-Carbon-Rahmen sowie allerlei Carbon-Teile, die während des Entwicklungsprozesses, dem Prototypenbau oder in den vielfältigen Prüfverfahren anfallen. www.canyon.com

Illustration: Th. Thiesen Fotos: J. Greune, D. Simon, Ph. Schieder

Im X-Games-Fieber


TRAUM-BIKES ZU ERSTEIGERN! Tuning ĂźberďŹ&#x201A;Ăźssig: In die zwei von Crank Brothers gepimpten Traum-Bikes von Focus und Haibike muss man keinen Euro zusätzlich investieren. Neugierig? Dann schauen Sie ab dem 18. April auf unsere Website und steigern Sie mit. Denn dann bringen wir die beiden Edel-Bikes unter den Hammer. Das Haibike Sleek RC samt 30-Gang-XT-Schaltung (RahmengrĂśĂ&#x;e 49) und feinsten Crank-Teilen kostet satte 4400 Euro, das Focus Project 1.0-All Mountain (RahmengrĂśĂ&#x;e 48) sogar 100 Euro mehr. Der ErlĂśs geht zu 100 Prozent an die â&#x20AC;&#x17E;Wheels for Lifeâ&#x20AC;&#x153;-Stiftung von Hans Rey. Zur Versteigerung: Webcode #14949 unter www.bike-magazin.de

PAPIERLOSES GEOCACHING

MEIN RUNDKURS

FOTOWETTBEWERB: â&#x20AC;&#x17E;Singletrail-Actionâ&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;&#x201C; so lautet das Motto des groĂ&#x;en BIKE-Fotowettbewerbs. -5)/7;82*36 82(53(8/744

MTB

Wandern

Geocaching

LUX, der Allrounder. Einfach auf alles vorbereitet. )40%27)3()564327%2)385 $88A3()51-7()1%,55%( 43570-',3()5)2764%227  "%6-11)5868',678&)/31167)6 #D2()7.)()2")+)0&67(%:3/)-2)5-67

Falk Kartenkompetenz und die beste Outdoor-Technik. LUX 22 Schnappen Sie sich Ihr Bike, einen Kumpel und Ihre KameraausrĂźstung und schieĂ&#x;en Sie auf Ihrem Lieblings-Trail spektakuläre Action-Bilder. Und bitte anstrengen, denn es winkt nicht nur der Abdruck Ihres Fotos in der BIKE. Die drei besten Motive prämieren wir mit brandneuen Evoc-Rucksäcken, natĂźrlich mit speziellen Funktionen fĂźr Fotografen. Schicken Sie uns Ihre besten Bilder, die zu unserem Motto â&#x20AC;&#x17E;Singletrail-Actionâ&#x20AC;&#x153; passen, an: leserfoto@bike-magazin.de. Maximal drei Bilder pro Einsender, Einsendeschluss ist der 30. September 2013. Alle Infos und Teilenahmebedingungen auf www. bike-magazin.de, Webcode #14991

   

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Typen-Talk 1. PAVEL ALEKHIN Der 22-jährige Russe mischt derzeit die Dirt-Szene auf. Schon beim White Style Contest in Leogang überraschte er die Jury mit souverän gelandeten Backflip Tailwhips und bis zu dreifachen Barspins. Damit zählt der Moskauer bei der FMB World Tour zu den Favoriten. 2. BASTIAAN THIJS war in den letzten zehn Jahren für Design und Konstruktion der Marke Ghost zuständig und wurde in der Zeit sogar zwei Mal mit einem Design-Preis ausgezeichnet. Jetzt wechselt Thijs zur deutschen Schmiede Drössiger. 3. BRITTA VOGEL Raucherin, untrainiert, noch nie auf dem Bike gesessen – man könnte sich bessere Voraussetzungen für eine Alpenüberquerung vorstellen. Doch Britta Vogel trägt eine Motivation in sich, mit der sie Berge versetzen könnte: Brittas Freundin Ines ist an Leukämie erkrankt. Um der Mutter von drei kleinen Kindern Kraft und Hoffnung zu geben, will Britta mit dem Bike 480 Kilometer und 12000 Höhenmeter über die Alpen strampeln. Infos: www. alpencross2013.de. 4. ALBAN LAKATA und ROBERT MENNEN haben Ende Februar das Andalucia Bike Race 2013 gewonnen. Das deutsch-österreichische Team kam bei dem sechstägigen Etappenrennen mit dem Wintereinbruch und der Streckenverlegung besser zurecht als die hochklassige Konkurrenz wie Hermida, Genze, Kaufmann und Litscher. Ob sie ihre Form bis zur Transalp Challenge halten können? 5. RALPH NÄF kuriert noch immer den Trümmerbruch seines Schlüsselbeins aus. Nach seinem Trainingssturz Mitte März in Südfrankreich musste der Schweizer Sprint-Weltmeister seinen Cape-Epic-Start absagen.

Knack den Kurschat Wer ist schneller bergauf als Wolfram Kurschat? Das kann man beim 20. BIKE-Festival vom 3.-5. Mai am Gardasee selbst austesten, beim Side-Event „Knack den Kurschat“. Das Bergzeitfahren schlängelt sich über 300 Höhenmeter den Monte Brione hinauf. Wer der Zeit von Kurschat am nächsten kommt, gewinnt. Wer sie sogar schlägt, räumt einen fetten Jackpot ab. Fleißig trainieren! www.bike-festival.de Count Solo LE Beim Test der Versender-Hardtails für 1000 Euro aus BIKE 4/13 haben wir eine Modellbezeichnung vertauscht. Das auf Seite 46 getestete Rose-Hardtail heißt Count Solo LE, nicht Count Solo 1. www.roseversand.de Axon Werx F SR Suntours brandneues Flaggschiff entert 2014 den Markt. An der Federgabel kommt das bewährte Carbon-MagnesiumUnterteil zum Einsatz. Damit gewann Julie Bresset bei den Olympischen Spielen in London Gold. Neu dagegen ist das CarbonOberteil, für das Schaft und Krone aus einem Stück gefertigt werden. Trotz Standrohren mit 32 Millimetern und Titan-Steckachse bringt die Gabel nur 1380 Gramm auf die Waage. www.srsuntour-cycling.com

INTERVIEW MIT JOHANNES BINNER SCHWALBE-MARKETING UND JURY-MITGLIED

Unser Account ist relativ jung, und wir wollten mal etwa Neues probieren. Natürlich hatten wir anfangs Bedenken, dass es nicht angenommen wird. Aber die haben sich nicht bewahrheitet. Mit 3514 Vorschlägen, die wir am Ende hatten, war das Interesse schon enorm.

Eure Reifen hören auf Namen wir Hans Dampf oder Furious Fred, welche Vorgaben hattet Ihr? Wir wollten so viel Freiheit wie esgeht. Die typische Alliteration haben trotzdem sehr

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viele aufgegriffen. Die meisten haben ihre Idee, die dahinter steckt, auch detailliert beschrieben.

Gab es irgendwelche Ausreißer und peinliche Vorschläge? Nicht viele. Unter den 3500 Namensvorschlägen konnten wir nur zehn nicht freischalten, weil sie zu vulgär waren.

Was sind Deine Favoriten? Schwierig, bei so vielen guten Vorschlägen. Aber ich finde Bolter Bill gut, mit der Anspielung auf Supersprinter Usain Bolt. Oder Gatschhupfer, wie in Österreich Enduro-Bikes genannt werden. Auch die Wahlkampf-Hymne von Barack Obama fand im Vorschlag Condition Can Einzug. Aber am Ende entscheidet die sechsköpfige Jury.

Fotos: R. Niedring, D. Simon, G. Grieshaber

Ihr sucht einen Namen für einen neuen EnduroReifen über Facebook. Ist das nicht etwas gewagt?


THE NEW S PA R K 9 4 0

Unsere 29er-Modelle der Spark-Reihe sind das Nonplusultra für alle Marathon- und Trailbiker. Ausgestattet mit derselben preisgekrönten Geometrie und dem Fahrkomfort seiner Carbon-Pendants überzeugt das leichte Spark 940 als unzerstörbares Alu-Fully nicht nur auf Rennstrecken, sondern auch auf deiner Hausrunde – eine Trail-Rakete mit sehr guten Komponenten zum erschwinglichen Preis.


TECHNIK NEWS

Bergamont Fastlane Von 26 Zoll und Alu springen die Hanseaten nun zu 29 Zoll und Kohlefaser. Fastlane heißt das neue Marathon-Fully. Das schicke Chassis des 100-Millimeter-Racers wiegt konkurrenzfähige 1950 Gramm (ohne Dämpfer) und setzt auf dasselbe Geometrie-Konzept wie das Revox-Hardtail: Ein tiefes Tretlager und ein kurzes Steuerrohr sorgen für eine sehr angenehme, tiefe Sitzposition zwischen den großen Laufrädern. Die kurzen Kettenstreben (440 mm) und ein 69,5er-Lenkwinkel ergeben ein agiles Handling, dem es aber auch an Laufruhe in schnellen Abfahrten nicht mangelt. Der sportlich straffe Hinterbau zeigte sich bei unseren ersten Ausfahrten schluckfreudig und effizient – auch ohne PlattformModus. Für die erste Saison bietet Bergamont das Fastlane in drei Varianten an: vom Vernunftmodell mit XT für 3200 Euro bis zur MGN-Version mit XX-Edel-Parts und Kashima-Fahrwerk von Fox für 5000 Euro. Leichte Tubeless-Alu-Laufräder von Reynolds sorgen in den beiden teuren Modellen für satte Beschleunigung.

IM DETAIL Wartungsfreundlich: Nur die Schaltzüge zum Umwerfer laufen im Rahmen, der übrige Kabelsalat kuschelt sich ans Unterrohr (o.). Das eingeschraubte Ausfallende der X12-Steckachse lässt sich leicht austauschen.

SHIMANO-DEORE-UPGRADE

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Shimanos Einsteigergruppe erhält ein umfangreiches Update und übernimmt viele nützliche Details der höherwertigen Gruppen. So setzt Shimano nun auch bei der Deore-Bremse (1/4) auf die hitzereduzierende Ice-Tec-Scheibe in Sandwich-Bauweise. Der überarbeitete Bremssattel kommt mit normalen Belägen, funktioniert aber auch mit Ice-Tec-Belägen. Das Schaltwerk (3) gibt es nun auch mit Shadow-Plus-Technologie. Dadurch soll Kettenschlagen wirkungsvoll unterbunden werden. Bei den Kurbeln (2) stehen nun neben der Dreifach-Variante (42/32/24) auch drei Modelle mit Zweifach-Übersetzung (40/28, 38/26, 38/24) zur Auswahl. Für die Baugruppen XT, SLX und Deore stellt Shimano des Weiteren eine kompakte Dreifach-Kurbel (40/30/22) vor, die speziell für den Einsatz auf 29- oder 27,5-Zoll-Bikes abgestimmt wurde.

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LIMITIERTES BIG-BIKE: ROTWILD R.G1 Rotwilds neues Gravity-Bike baut auf dem bestehenden Enduro-Fahrwerk auf und wirkt optisch wie ein E1 auf Steroiden. FĂźr die hĂśheren Belastungen dimensioniert Rotwild die Rohre grĂśĂ&#x;er. Dank Hydroforming konnte zusätzlich auf Gussets verzichtet werden. Mit 200 Millimetern hinten und einem 64er-Lenkwinkel gibt sich das neue Arbeitsgerät von Richie Schley voll und ganz abfahrtsorientiert. Wahlweise ist das auf nur 25 StĂźck limitierte Rahmen-Kit auch mit einer 180er-Gabel fahrbar. Den Rahmen mit 440 Millimeter langen Kettenstreben gibt es in drei RahmenhĂśhen von S bis L.

RADON SLIDE 130 29'' Mit einem aufwändig produzierten Eiskanal-Video hat Radon sein neues All-Mountain-29er eingefĂźhrt. Mit 130 mm Hub empďŹ ehlt sich das 13,2 Kilo schwere Bike fĂźr ruppiges Gelände. Zwei Steckachsen, ein Lenkwinkel von 68,7° und eine Reverb-StealthVario-StĂźtze (nicht im Bild) rĂźsten das Slide fĂźr forsche Einsätze. Testen kĂśnnen Sie es erstmals beim BIKE-Festival am Gardasee. Ab August sind beim Versender dann fĂźnf Modelle ab 1999 Euro verfĂźgbar.

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PYGA INDUSTRIES Die neue Marke von Patrick Morewood ist ab sofort Ăźber www.eaven-cycles.com erhältlich. Schwerpunkt sind funktionelle Trail-Bikes. 29- und 27,5-Zoll-Fullys und auch ein 27,5-Zoll-Carbon-Hardtail ďŹ nden sich im Programm.

FULCRUM 650B Auch Fulcrum bietet ab sofort zwei unterschiedliche 27,5-Zoll-Laufräder an. Das Red Metal XRP 650B soll mit Carbon-NabenkÜrper nur 1525 Gramm auf die Waage bringen. Die preisgßnstigere Alternative: das Red Power XL 650B wiegt 1816 Gramm. www.fulcrumwheels.com

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BIKE POST besser aber der Trainingslagerbericht für Hobby-Sportler ab Seite 87. Geht’s eigentlich noch? Und während man sich fragt, ob man noch ein richtiger Biker ist oder nur ein Radler im Gelände, schlägt man das Heft zu und liest: „Be a Leader. Not a Follower.“ Schuld seid sicher nicht Ihr, aber ein Magazin ausschließlich für Racer geht ja wohl auch nicht. Beschäftigt Euch doch mal damit, was die vielen, teuren Teile nach zwei Jahren noch taugen. Selbst im Fachhandel wird einem ab XT aufwärts abgeraten, wenn es um Haltbarkeit geht. Der ganze Carbon-Kram. Immer noch keine Lösung zur Entsorgung! Mein Wunsch: mehr Touren, um dem stressigen Alltag zu entkommen. Oder mal sinnvolle Fahrtechnik. Nicht in der Beilage, sondern im Heft. Wie manche durch den Wald stolpern, ist ja grausam, da hilft auch kein Doping. Heiko Seidel

Probleme bei Fox-Gabeln

Mit Wasser und Brot aufs Podest? Viele Leser glauben nicht an den sauberen (Hobby-)Sport. Doping ist auch ein gesellschaftliches Problem.

Doping im Hobby-Sport Liebe BIKE-Redaktion, man muss noch unterscheiden zwischen normalem Mountainbiken und Rennfahrern. Die Hobby-Rennen sind meiner Meinung nach genauso von Doping betroffen wie der Rennradbereich. Alle wollen mit weniger Energie, sprich Training, noch mehr erreichen. Das hat auch was mit der gesellschaftlichen Situation zu tun. Montags kann man den Arbeitskollegen berichten, wie gut man am Wochenende beim Rennen war. Die sportlichen Leistungen, die real erreicht werden, muss man natürlich auch anerkennen. Im sogenannten Hobby-Bereich fahren ja einige für diverse Radläden, Radfirmen oder auch Bekleidungsfirmen Diese Fahrer werden mit Bikes, Bekleidung, Startgebühren und so weiter gesponsert. Diese Fahrer müssen Leistung bringen. So wie wir alle wussten, dass Armstrong nicht nur Wasser zu sich genommen hat, wissen wir auch, dass im Hobby-Sport nicht alles ganz sauber ist. Ich hätte diesen Brief auch nicht geschrieben, wenn ich nicht zufällig, passend zu Eurem Bericht, erfahren hätte, wer zu Hause den Schrank voll hat. Können diese Sportler eigentlich noch in den Spiegel schauen? Grüße aus Sachsen, anonym Hallo BIKE-Team, Ihr fragt Euch, warum Doping in den Hobby-Sport kommt? Wegen dem Nachbar oder einer Ananas? Nicht Zweiter sein zu wollen, ist sicher eine Sache der einzelnen Persönlichkeit. Woher der Drang kommt, immer vorne mitzuspielen, hat viele Seiten. Genauso, wie die BIKE. Laufradgrößenvergleich: Was ist schneller, 26" oder 29"? Sind die Schaltwerke perfekt, kommt eben ein „schaltet einen Tick schneller“. Bike X perfekt, aber Y beschleunigt besser. Für den Leser muss immer alles schneller sein. Immer vorne, immer gewinnen. Und das in einer Regelmäßigkeit, dass man gar nicht lange suchen muss. Im Drogenheft 3/13, Seite 34: Eine Spaß-App wird vorgestellt mit den Worten: „Man wird zum gläsernen Sportler und kann sich fortan nicht mehr leisten, einen Tritt auszulassen.“ Noch 34 BIKE 05-13

Liebes BIKE-Magazin-Team, ich habe im Oktober 2012 zwei 2013er-Specialized Stumpjumper 29 gekauft. Eines funktioniert einigermaßen. Beim zweiten musste wegen des Ausfalls der CTD-Funktion noch vor der ersten Tour die Gabel getauscht werden. Nach 20 km mit der neuen Gabel gab es einen erneuten Totalausfall der CTD-Funktion. Seither ist das Bike zur Reparatur beim Händler. Inzwischen seit drei Monaten! Aussage Händler: Es gibt keine Lösung. Wenn getauscht wird, bekommt man zwar neue Kartuschen, aber die haben meist die gleichen Probleme. Außerdem ist, entgegen Eurer Darstellung, nicht nur die Serie „Evolution“ betroffen. Auch bei den hochwertigeren Serien gibt es Probleme. Ich war mittlerweile in mehreren Bikeshops und habe selbst festgestellt, dass zirka die Hälfte aller neuen Bikes mit CTD schon im Laden nicht funktionieren. Die Händler können einem nur Leid tun. Sie werden mit dem ganzen Schrott alleine gelassen. Ich würde mir wünschen, dass das BIKEMagazin hier noch dranbleibt, bis das Problem wirklich gelöst ist. Mit freundlichen Grüßen, Robert Hartan, München

Vielfalt im Bike-Sport Hallo Redaktion, das Thema „Vielfalt am Bike“ (nicht nur bei der Laufradgröße) scheint uns ja alle derzeit schwer zu beschäftigen. Mir fällt generell auf, dass in unserer Überflussgesellschaft in wirklich allen wesentlichen Lebensbereichen eine quasi nicht mehr durchschaubare Produktvielfalt herrscht. Ich bringe mal ein paar Beispiele: O Wie viele Haarshampoos stellt ein Drogeriemarkt in die Regale? O Welches der 100 Müslis im Supermarkt soll man kaufen? O VW hat auf der Homepage 26 Automodelle im Angebot. Und dann gibt es zehn Marken in diesem Konzern, von denen sich mindestens vier bis fünf gegenseitig Konkurrenz machen. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Ich habe vor zehn Jahren ein Haus gebaut. Wart Ihr mal in einem Fliesenladen? Da kapituliert man geradezu und wünscht sich Zeiten zurück, wo es drei oder vier verschiedene Fliesen gab. Da macht das Bike also keine Ausnahme, sondern hat eher noch Aufholbedarf. Das Ganze scheint ein Naturgesetz unserer Gesellschaft zu sein, gegen das sich keiner wehren kann. Weder die Hersteller, noch die Händler, und auch wir Kunden nicht. Um in diesem Umfeld das passende Produkt zu finden, braucht es mehr Information und Zeit als früher noch. Schöne Grüße, Joachim Stegmaier


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29

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www.mavic.com


Du, dein Bike, dein Trail

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TEST ALL MOUNTAINS

Nutella, VW Golf, Lego-Steine: Da weiß man, was man kriegt. Auf bewährte Dinge ist Verlass, das gilt auch für die Klassiker aus der All-Mountain-Kategorie. Zehn Dauerbrenner-Fullys um 2700 Euro im Vergleich. Text: Christoph Listmann Fotos: Wolfgang Watzke

36 BIKE 05-13

Fotos: O. Sxxxxxxxxx Platter, M. Greber, V. Lucasxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

DAUERBRENNER


Fotos: O. Sxxxxxxxxx Platter, M. Greber, V. Lucasxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

D

Das Schweizer Messer, die Miele-Waschmaschine, der VW Golf. Produkte, die jeder kennt, Produkte, auf die man sich verlassen kann – Klassiker eben. Wer genervt ist von der Diskussion um die beste Laufradgröße, wem die jährlichen Modellwechsel stinken, und wer nach einem Neukauf nicht schon wenige Monate später das Gefühl haben will, ein altes Modell zu fahren, sollte jetzt dringend weiterlesen: Vorhang auf für die Klassiker unter den All Mountains. Wenn man sich die zehn Test-Bikes anschaut, hält man den Begriff „Modellwechsel“ für eine Erfindung. Die 150-Millimeter-Fullys von Cube, Specialized, Bergamont, Giant, Trek, Ghost, Fatmodul und Lapierre gibt es in dieser Optik seit mehreren Jahren. Sie haben schon zahlreiche Vergleichstests hinter sich und über die Jahre viele Fans gewonnen. Sie scheinen frei vom Stigma Auslaufmodell. Sie flüstern: „In der Modellwechsel-Spirale sollen sich andere drehen – nicht mit mir!“ Brandneu sind nur Merida und Votec in diesem 26-ZollZehnkampf. Stichwort „Laufradgrößen“: Die für den Test geplanten 27,5-Zoll-Neuheiten von Haibike und Stevens konnten nicht rechtzeitig geliefert werden, 29er standen mangels passender Modelle erst gar nicht zur Debatte. Gemäß unserer Leserbefragung steht in der Kaufabsicht ein All Mountain um 2700 Euro ganz oben auf der Wunschliste. Kein Wunder, denn hier beginnt der Bereich, der auch Produkt-Managern Spaß macht (siehe Kasten „Test kompakt“). Bewährte Fahrwerke (ausschließlich Alu), ausgeklügelte Geometrien, funktionelle Ausstattung und dem Einsatzbereich entsprechende Details (Teleskop-Stützen, Kettenführungen, Reifenwahl) fügen sich zu einem durchschnittlich 13,7 Kilo schweren Allrounder. Allrounder heißt: Diese Bikes können alles, was man einem Mountainbike per definitionem verlangt. Nur für den Einsatz im Bikepark und für Marathon-Rennen gibt es spezialisiertere Sportgeräte. Der Testrunde am Gardasee sind die Fahrwerke locker gewachsen, und sie halten den Adrenalinspiegel bei den Testern selbst in den kniffligen Schlüsselstellen auf erträglichem Niveau. Allerdings darf die Sportlichkeit in dieser Klasse nicht auf der Strecke bleiben, die Klettertauglichkeit entscheidet schließlich darüber, ob man auch auf langen Touren an diesen Bikes Freude hat. Auf den Downhills im Mittelgebirge kommt man mit 150 Millimetern Federweg eher nicht an seine Grenzen. Nach zehn Testrunden fällt die Crew ein erstes Urteil: Sie könnten ihren Liebling anhand der 05-13 BIKE 37


TEST ALL MOUNTAINS

Fahren, vergleichen, diskutieren: Betrachtet man isoliert Handling-Qualitäten der zehn Test-Bikes, fallen die Unterschiede gering aus.

+ Shimano SLX

+ Specialized

+ Votec

Tip top Ergonomie, Verstellbarkeit und Funktion. Die SLXHebel sind eine gute Wahl, den Unterschied zur XT-Gruppe spürt man kaum.

Zweifach-Kurbel mit 36/22 Zähnen, also einem echten Berggang. Die sehr geräuscharme Kettenführung macht einen guten Job.

Eine TeleskopSattelstütze, hier auch noch fernbedient, ist ein sehr nützliches Tool für ständig wechselnde Topografie.

BLAU: Stiffness-to-weight (STW), der Quotient aus Steifigkeit und Rahmengewicht. GRAU: Absolute Steifigkeit in Newtonmeter pro Grad Auslenkung.

38 BIKE 05-13

63,1 18,9

74,7 20,8

62,2 21,1

76,6 21,9

78,7 22,2

72,3 22,6

67,6 22,9

teurer (je nach Hersteller). Wer sich für Shadow Plus entscheidet, muss also den Preis erhöhen oder an anderer Stelle sparen. Beliebte Sparteile sind Sättel, Kurbeln, Griffe oder ein billigeres Reifenmodell. Produkt-Manager stehen außerdem vor dem Problem der Außenwirkung bestimmter Bauteile und den Erwartungen, die die Kunden daran haben. Shimano-XT-Schaltwerk oder -Kurbel zum Beispiel stehen in der Gunst der Käufer weit vor Shimano SLX – obwohl eine SLX gleichwertig funktioniert, wie sich in unseren Tests immer wieder beweist. Wir meinen: Ein Schaltwerk ist schneller ausgetauscht als eine Federgabel. Dennoch greifen viele Produkt-Manager, beispielsweise bei Fox, zur preisgünstigen Evolution-Linie, die weniger gut funktioniert als eine Gabel aus der nächsthöheren Performance-Linie. Eine Performance-Gabel kostet den Erstausrüster allerdings etwa 35 bis 40 Prozent mehr – in der Kalkulation unmöglich.

Giant Specialized Cube Trek Merida Ghost Bergamont Fatmodul Votec Lapierre

Wie baut man ein gutes Bike? Na, geht doch ganz einfach: Man nimmt ein gutes Fahrwerk, stattet es mit den TopFahrwerkskomponenten aus, nimmt ein Paar der bekannt leichten und schnellen Laufräder, griffige Reifen und vervollständigt es mit, sagen wir, Shimano-XTR-Gruppe. Jetzt noch eine Teleskop-Stütze in den Rahmen gesteckt, eine edle Vorbau/Lenker-Kombination drauf, und fertig ist die Spaßmaschine. Produkt-Manager haben es leicht – denkste! Produkt-Manager rechnen mit spitzer Feder und kalkulieren mit den Zahlen hinter dem Komma. In der hart umkämpften Preisklasse um 2700 Euro muss man bei jeder Baugruppe die richtigen Entscheidungen treffen. Das begrenzte Budget lässt wenig Platz für Luxus, dennoch soll es an nichts fehlen. Ein Shimano-Shadow-Plus-Schaltwerk kostet in der Erstausrüstung etwa 15 Euro mehr als ein StandardWechsler und macht das Bike im Verkauf bis zu 40 Euro

75,1 23,2

Schwere Fahrer sollten eine hohe absolute Steifigkeit dem STWWert vorziehen. Das Ghost liegt absolut gesehen vorne.

69,7 23,4

STEIFIGKEITEN

Je preisgünstiger ein Bike, desto schwerer fällt Produkt-Managern die optimale Balance aus Kosten und Nutzen der Ausstattung.

67,8 23,5

TEST KOMPAKT Die Qual der Wahl


Optik auswählen, denn es gibt kein wirklich schlechtes Modell. Klüger wäre aber, genau zu überlegen, welche Eigenschaften Sie wirklich benötigen und welcher Charakter am besten zu Ihrem Einsatzbereich passt. Dabei hilft unsere Punktetabelle (ausführliche Tabelle als PDF-Download). Die zwei wichtigsten Einzelkriterien unserer Bewertung lauten: Handling bergauf und Handling bergab. Wenn ein Bike hier fünf Punkte kassiert, fährt es ausgesprochen gut. Damit Sie sich bei der Kaufentscheidung nicht im Kauderwelsch der Merkmale verirren, haben wir die wichtigsten Fachbegriffe übersetzt: Die Niveau-Regulierung heißt Talas bei Fox, Dual Position bei Rock Shox. Eine solche Gabelabsenkung hilft beim Erklimmen von steilen Anstiegen, weil man das Körpergewicht nach vorne verlagert. Shadow Plus (Shimano) beziehungsweise Type 2 (SRAM) bezeichnen Schaltwerke mit erhöhter Spannung. Sie reduzieren das Kettenklappern sehr effektiv. Kettenführung/ISCG: Die Abkürzung ISCG steht für International Standard Chainguide. An eine ISCG-Aufnahme kann man eine Kettenführung anschrauben (Serie bei Giant). Dadurch springt die Kette nicht mehr ab. CTD: In der Saison 2013 muss man dieses Kürzel kennen, es steht bei Fox-Federelementen für

„Climb, Trail, Descend“ und bezeichnet die unterschiedlichen Dämpfungsabstimmungen, die man über einen kleinen Hebel wählt. Teleskop-Stütze: Eine abgesenkte Sattelstütze bringt Sicherheit bergab. Wer vorm Downhill nicht absteigen will, um die Stütze zu verstellen, braucht ein vom Lenker aus fernbedienbares Modell. Mehrgewicht des Systems: zirka 350 Gramm. Zweifach- vs. Dreifach-Kurbeln: Während sich Mountainbikes ursprünglich durch eine enorme Übersetzungsbandbreite ausgezeichnet haben, gibt es einen Trend zu weniger Gängen am Bike. Die Vor- und Nachteile sind ein eigenes Thema. Checken muss man primär, ob einem der kleinste und größte Gang für den eigenen Einsatzbereich ausreicht. Reifenbreite: Die geläufige Gleichung „Schmal ist gleich schnell“ geht nicht auf, denn es kommt dabei auf die Gummimischung an. „Breit ist gleich sicher“ trifft dagegen zu. Die Fox-Evolution-Gabeln funktionierten auch in diesem Test wieder unterschiedlich, die Kartusche im Lapierre gab während des Tests den Geist auf. Einstimmige Tester-Meinung: Shimano-Schalthebel haben in dieser Preisklasse die Nase gegenüber den SRAM-X9 oder -X7-Hebeln vorn. Und passend zum Service-Thema für XXLBiker (S. 110) sollten Sie das vom Hersteller

– Lapierre

Bergauf braucht man beim Hinterbau des Zesty die DämpferPlattform. Das System pumpt besonders im Wiegetritt spürbar.

FAKTEN 5300 HÖHENMETER sammelte die Testmannschaft beim Praxistest mit den zehn Bikes auf der klassischen Runde am Gardasee.

EINE VON ZEHN Gabeln stammt in diesem Vergleich von Rock Shox. Fox beherrscht offensichtlich das Erstausrüstergeschäft.

800 GRAMM Unterschied gibt es bei den Laufrädern. Hier lohnt ein genauer Blick auf die rotierenden Massen (Tabelle S. 40).

14 KILO wiegen die Bikes im Schnitt, wenn man Pedale und die teilweise fehlenden Teleskop-Stützen addiert. Ausstattungsbereinigt stammt das leichteste Bike von Fatmodul, das schwerste von Bergamont.

+ Cube

+ Fatmodul

Die fetten Schwalbe Hans Dampf in 2,25 Zoll sind in steinigem Gelände eine sichere Bank. Im Rollverhalten gibt es aber bessere (schnellere) Modelle.

Die Münchener rüsten ihr Bike mit Kettenführung, Bashguard und ZweifachÜbersetzung aus. Sinnvolle Wahl für Trail-Liebhaber.

PUNKTETABELLE Tolle Bikes gibt’s ab 2499 Euro Das komplett ausgestattete Giant Reign sammelt die meisten Punkte. Durch seine konsequente All-Mountain-Ausrichtung ist es jedoch nicht für jeden Biker die beste Wahl. Wer es noch sportlicher mag, greift zu Votec oder Cube. Den meisten Fahrspaß bergab bieten Giant, Trek, Specialized und Lapierre. Unter dem Preis/Leistungs-Aspekt ist das Versender-Bike von Votec konkurrenzlos stark. ALL MOUNTAIN PLUS

Bergamont

Cube

Fatmodul

Ghost

Giant

Lapierre

Merida

Specialized

Trek

Votec

2699

2599

2699

2499

2699

2799

2599

2699

2899

2499

BERGAUF (MAX. 60)

37,5

41

42,5

38,5

42

40

39,5

40,5

41

41

BERGAB (MAX. 60)

(Fullys mit 140-150 mm Federweg)

PREIS (IN EURO)

50,5

50,75

46,75

48,25

52,25

45,75

52,5

48,5

52,25

52

PRAXISWERTUNG (MAX. 120)

88

91,75

89,25

86,75

94,25

85,75

92

89

93,25

93

SONSTIGES¹ (MAX. 30)

23

25

25

22

26

25,5

24

23

24,5

26

GESAMT (MAX. 150)

111

116,75

114,25

108,75

120,25

111,25

116

112

117,75

119

sehr gut

sehr gut

sehr gut

gut

sehr gut

sehr gut

sehr gut

sehr gut

sehr gut

sehr gut

BIKE-URTEIL²

¹Unter Sonstiges fallen die Kriterien Ausstattung, Verarbeitung, Lackqualität und Gewährleistung. ²Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

05-13 BIKE 39


TEST ALL MOUNTAINS

empfohlene Gewichtslimit und die absolute Steifigkeit beachten. Bergamont, Lapierre, Trek und Votec melden auf unsere Abfrage: ohne Gewichtsbeschränkung. Specialized erlaubt 136 Kilo Zuladung, Merida und Giant nennen dazu 120 Kilo. Ghost begrenzt das Systemgewicht aus Bike, Fahrer und Ausrüstung auf 120 Kilo. Bei Cube und Fatmodul liegt es bei 115 Kilo. Die absolut gesehen steifsten Bikes kommen von Ghost, Bergamont, Cube und Votec.

www.bike-magazin.de WEBCODE #14937 DIE PUNKTETABELLE: FAZIT CHRISTOPH LISTMANN, BIKE-TESTLEITER

Nimmt man unsere aktuelle Leserbefragung als Grundlage, bedient diese Testgruppe die größte Zielgruppe – wie ein VW Golf. Es sind zeitlose, ausgereifte Bikes, eine gute Geldanlage mit dem Zeug zum Klassiker. In dieser Federwegskategorie sind Allrounder gefragt, ein Bike muss alles drauf haben. Einen echten Fehlkauf kann man innerhalb der zehn Modelle nicht landen. Nach Punkten liegen Giant, Votec und Trek vorne.

Merida und Lapierre zeichnen sich aus durch eine gelungene Geometrie, die bergauf wie bergab gut funktioniert.

+ Giant Niveau-Regulierung plus CTDSystem ermöglichen bei Fox-Gabeln die perfekte Anpassung auf das Terrain. Einen Lockout bietet das System aber nicht.

+ Bergamont

+ Lapierre

Große Bremsscheiben (mind. 180 mm, hier 200 vorne) und Hebel mit externer Verstellung gehören in dieser Klasse zum guten Ton.

Der Schlagschutz aus Carbon ist eine nette Idee. Noch sinnvoller ist aber das ShadowPlus-Schaltwerk für hohe Kettenspannung. Klappert weniger.

WIPPEN

MITTLERES KETTENBLATT

PEDALRÜCKSCHLAG

WIPPEN

GROSSES KETTENBLATT

PEDALRÜCKSCHLAG

WIPPEN

Bergamont

Bergamont

Bergamont

Cube

Cube

Cube

Fatmodul

Fatmodul

Fatmodul

Ghost

Ghost

Ghost

Giant

Giant

Giant

Lapierre

Lapierre

Lapierre

Merida

Merida

Merida

Specialized

Specialized

Specialized

Trek

Trek

Trek

Votec

Votec

Votec

PEDALRÜCKSCHLAG

Je geringer der Ausschlag der Balken von der Mittellinie aus, desto antriebsneutraler verhält sich das Bike im jeweiligen Gang. Umgekehrt: je länger der Balken, desto mehr Antriebseinflüsse hat das Bike. Das Optimum läge auf der Mittellinie. Die Antriebseinflüsse errechnen wir mit der Igorion-Software. In der Praxis können die theoretischen Einflüsse durch Dämpfertyp, Luftdruck und Plattformsysteme reduziert werden.

Bergamont Cube Fatmodul* Ghost* Giant* Lapierre Merida* Specialized Trek Votec

kg

g

13,9 13,45 13,3 14,2 13,85 13,4 14,1 13,1 13,6 13,85

3195 2901 2712 3205 2626 3063 2909 2698 2609 3266

Laufräder5

KLEINES KETTENBLATT

Gabel4

Ausstattungsbereinigt bietet Fatmodul das leichteste Bike, denn hier muss man das Mehrgewicht der Teleskop-Stützen beachten. Dämpfer

Je länger die Federwege sind, desto deutlicher spürt man Antriebseinflüsse in Form von Pedalrückschlag oder Wippen. Dabei muss man diese vom Schaukeleffekt unterscheiden, der bei weichem Fahrwerk alleine durch die Bewegungen des Fahrers im Sattel entsteht.

Rahmen3

GEWICHTE¹

Komplett2

EFFIZIENZ Vier Bikes mit Zweifach-Kurbel

g

g

g

1803 1789 1795 1887 1907 1805 1880 1913 1873 1783

4345 4418 4074 4118 4406 4151 4626 3868 4267 4160

298 333 238 338 257 267 293 284 342 318

¹BIKE-Messung, ²mit Pedalen (350 g), ³ohne Dämpfer, 4mit Schrauben und Lockout, 5mit Reifen, Kassette und Schnellspanner. *Mit Teleskop-Sattelstütze (Mehrgewicht!)


TEST ALL MOUNTAINS FACHHANDEL

BERGAMONT THREESOME 8.3

www.bergamont.de

Das Threesome ist mittlerweile ein Klassiker in der Bergamont-Palette, einer, der einen klaren Charakter hat: abfahrtsorientiert. So robust, wie das Bike ausschaut, ist es auch. Das wuchtige Alu-Geröhr harmoniert mit den robusten Laufrädern und den fetten Schlappen. Die Waage sagt: dreieinhalb Kilo fürs Fahrwerk, knapp 14 fürs Komplettrad – das begrenzt den Einsatzbereich automatisch. Hier zippt man jedenfalls eher eine Enduro-Startnummer an den Lenker als eine für ein Marathon-Rennen. Die Hangabtriebskraft kann Freund oder Feind sein, je nachdem, in welche Richtung das Vorderrad zeigt. Die gute Sitzposition ändert nichts an der trägen Beschleunigung, immerhin bleibt das Heck bergauf unauffällig. Bergab dreht man den Spieß um. Das Threesome wird zur Dampfwalze, Lenker festhalten und Vollgas. Die Fox-Gabel aus der Performance-Serie funktionierte spürbar besser als die Pendants mit Evolution-Label und nutzt mehr Federweg aus. Fazit: ein All Mountain mit Nehmerqualitäten. Bergab ist es in seinem Element, je schneller, desto lieber.

MATERIAL/GRÖSSEN

Keine Teleskop-Stütze, unpräzise SRAM-X7-Schalthebel, üppiges Gewicht RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Threesome SL 9.3 heißt das neue Modell mit 27,5-Zoll-Laufrädern (2999 Euro). Das neue Laufradmaß ist mit Rock-Shox-Fahrwerk und Shimano-XT-Bremsen einen Versuch wert. Als SL 7.3 für 1999 Euro.

SEHR GUT* REACH STACK BB-DROP

111 Punkte

427 mm 607 mm -3 mm

75 607

135

490

+ Type-2-Schaltwerk, zum Einsatzbereich passende Ausstattung

Alu/S/M/L/XL (49 cm) 2699 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 13,55 kg GABEL/DÄMPFER Fox 32 Talas Fit CTD/Fox Float CTD KURBELN/SCHALTUNG SRAM S1400/SRAM X7, X9 ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 38/24; 11-36/700 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid Elixir 3/200/180 mm LAUFRÄDER Sun Ringlé Charger CompSystemlaufräder, Schwalbe Nobby Nic 26x2,4-Reifen PREIS

150 152

73,6°

67,3°

1161 433 2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

335

150 mm 146 mm Das Heck bietet

zwei Federwege,

121 mm

152 mm der Unterschied ist

mm 60

30

120

90

150

jedoch nicht groß. Insgesamt viel nutzbarer Federweg mit Reserven.

180

FACHHANDEL

CUBE AMS 150 RACE

www.cube.eu

Viel zitiert, aber zutreffend: Das Cube AMS ist der Golf unter den Mountainbikes. Klassisches Design, vielseitig einsetzbar, vermutlich das meist verkaufte Fully überhaupt. Mit dem Zusatz 150 spielt das AMS in der All-Mountain-Klasse, Cube hat den Diamantrahmen-Look mit mächtig Federweg aufgemotzt. Solider Alu-Rahmen, robuste Ausstattung, souveräne Geometrie – was kann man da falsch machen? Eben, nichts. Man sitzt sportlich genug für lange Strecken (marathontauglich), schaltet bergan die Plattform am Dämpfer zu und senkt nach Gusto die Gabel ab. Mit dem breiten Cockpit behält man auch auf den üblen Downhill-Passagen der Testrunde die Übersicht, das Bike ist enorm laufruhig und souverän. Einzig das kettenklappernreduzierende Shadow-Plus-Schaltwerk fehlt zum kompletten Glück. Schade, dass trotz großem Rahmendreieck nur ein Flaschenhalter reinpasst. Fazit: Durch die klassische Optik sieht man dem AMS 150 seine enorme Potenz nicht an. Das Bike ist eine solide Bank mit extrem breitem Einsatzbereich.

MATERIAL/GRÖSSEN

Alu/16/18/20/22" (52 cm) 2599 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 13,1 kg GABEL/DÄMPFER Fox 32 Talas CTD/Fox Float CTD KURBELN/SCHALTUNG Shimano XT/Shimano SLX, XT ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/750 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Formula RC/180/180 mm LAUFRÄDER DT Swiss AM 1.0 CSW-Systemlaufräder, Schwalbe Hans Dampf 26x2,35-Reifen PREIS

SEHR GUT* REACH STACK BB-DROP

116,75 Punkte

419 mm 604 mm -3 mm

70 603 52 0

150 150

73,2°

67,5°

1145 434

+ Gutes Cockpit, verlässliche Fahreigenschaften, sinnvolle,

hochwertige Ausstattung, Dreifach-Kurbel Keine Teleskop-Stütze, mäßige Bremskraft RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Carbon statt Alu, Rock Shox statt Fox. Das Modell AMS 150 SHPC Race für 2899 Euro bietet das gleiche Konzept mit KohlefaserFahrwerk, das Bike soll dadurch 700 Gramm leichter sein.

140

2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

333

Den Federweg 150 mm 150 mm am Heck nutzt 121 mm

mm 30

60

90

120

150

180

man voll aus, die Kennlinie ist, wie sie sein soll. Bergauf braucht man die Plattform am Dämpfer.

Federkennlinien: Q vorne Q hinten. *Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

42 BIKE 05-13


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FATMODUL ANT EC-03

www.fatmodul.de

Hinter der Münchener Schmiede Fatmodul steht eine Crew von Trail-Bikern, denen Fahrspaß über alles geht. So wurde mit dem ANT ein Singletrail-Spaßgerät auf die Räder gestellt und an alles gedacht: Kettenführung, Bashguard, ISCG-Aufnahme mit Chainsuck-Schutz, Teleskop-Stütze, breites, aufgeräumtes Cockpit, kompakte Übersetzung und leichte Laufräder zum attraktiven Preis. Das geringe Gesamtgewicht unterstützt bergauf, die geringen rotierenden Massen verleihen dem Bike ein flinkes Handling. Die kurze Geometrie sorgt für eine gute Übersicht (Größe M fällt klein aus). Aus der Gabel quetschten alle drei Testfahrer nur 125 Millimeter heraus, sie arbeitet jedoch sehr sensibel und lässt sich einfach bedienen. Die Absenkung hilft an steilen Rampen. Im High-Speed-Einsatz am Gardasee kommt das Bike ans Limit: Bei groben, schnellen Schlägen verhärtet der DT-Dämpfer, und der kurze Radstand sorgt hier für Nervosität. Fazit: durchdachte Singletrail-Fahrmaschine mit Vollausstattung. Liebt verspielten Fahrstil mehr als Vollgas-Passagen.

MATERIAL/GRÖSSEN

gut gewählte Ausstattung. Preiswerter Rahmen, clevere Details Nur drei Rahmengrößen, straffe Dämpferabstimmung, mäßiger Nass-Grip der Reifenmischung

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Fatmodul bietet in dieser Saison nur eine Version des ANT an. Für 2014 sind weitere Varianten geplant. Der Rahmen eignet sich jedoch zum Custom-Aufbau, das abgebildete Set kostet 1599 Euro.

SEHR GUT² REACH STACK BB-DROP

114,25 Punkte

415 mm 594 mm 6 mm

75 592

120

485

+ Relativ leicht (Laufräder), dem Einsatzbereich entsprechend sehr

Alu/S/M/L (48,5 cm) 2699 Euro (1199 Euro) GEWICHT OHNE PEDALE 12,95 kg GABEL/DÄMPFER RS Revelation RL/DT Swiss M212 KURBELN/SCHALTUNG SRAM S1400/SRAM X9 ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 38/24; 11-36/760 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid Elixir 7/180/180 mm LAUFRÄDER DT Swiss M 1700-Systemlaufräder, Continental Mountain King 26x2,4-Reifen PREIS¹ (RAHMEN)

150 152

73,8°

67,6°

1138 428 2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

345

150 mm 123 mm

30

60

120

90

Das Heck fühlt sich störrischer an 152 mm als die Kennlinie aussieht, das liegt an einer hohen Druckstufendämpmm fung. Federweg 150 180 nicht genutzt.

FACHHANDEL

GHOST AMR PLUS 5900

www.ghost-bikes.com

Im All-Mountain-Sektor sind die Modelle der AMR-Plus-Baureihe eine sichere Bank. Robust, ausgereift, breiter Einsatzbereich, sehr gute Geometrie. Wir haben mit dem 5900 die preisgünstigste Variante mit zeitloser und pflegeleichter Alu-Optik zum Test geladen. Das Fahrwerk ist steif genug für schwere Piloten, allerdings recht schwer. Bei der Ausstattung setzt Ghost auf einen Mix aus Shimano-Deore-Hebeln mit SLX-Umwerfer und XT-Schaltwerk. Ergonomisch gefallen die Deore-Teile gut und funktionieren präzise. Durch das recht hohe Gewicht bleibt die Agilität auf der Strecke, dafür freut man sich bergab über hohe Spurstabilität und Präzision. Von der Federung waren wir überrascht: Weder Gabel noch Dämpfer geben den vollen Federweg frei, speziell der X-Fusion-Dämpfer konnte uns nicht begeistern. Der an und für sich sehr komfortable und feinfühlige Ghost-Hinterbau funktioniert mit Fox-Shock besser. Fazit: solides Touren-Bike mit breitem Einsatzbereich. Vernünftig ausgestattet. Das Dämpfer-Setup ist aber nicht optimal.

MATERIAL/GRÖSSEN

Geometrie Dämpfer-Setup, schweres Fahrwerk

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Wer 500 Euro mehr in das AMR Plus 7500 investiert, kriegt eine hochwertigere Ausstattung (Shimano XT), einen besseren Dämpfer (Fox Float) und spart etwa 300 Gramm.

GUT²

108,75 Punkte

REACH STACK BB-DROP

420 mm 589 mm -7 mm

70 593

125

480

+ Teleskop-Stütze, fünf Rahmengrößen, Dreifach-Kurbel, ausgereifte

Alu/40/44/48/52/56 cm 2499 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 13,85 kg GABEL/DÄMPFER Fox 32 Talas CTD/X-Fusion O2 RCX KURBELN/SCHALTUNG Shimano M552/Deore, SLX, XT ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/740 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Shimano Deore/180/180 mm LAUFRÄDER Shimano SLX-Naben, Alexrims XED 44-Felgen, Schwalbe Nobby Nic 26x2,35-Reifen PREIS

145 150

74°

67,8°

1151 436 2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

335

145 mm 121 mm 150 mm

mm 30

60

90

120

150

Auf dem Kennlinien-Prüfstand top, in der Praxis kostet der Dämpfer Fahrkomfort: bei schnellen Schlägen überfordert.

180

Federkennlinien: Q vorne Q hinten. ¹Preis ggfs. zzgl. Kosten für Lieferung, Verpackung und Abstimmung. ²Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

44 BIKE 05-13


©

SMG/Daniel Geiger

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Die Südtiroler Bike-Region Gröden/Seiser Alm bietet 33 Biketouren auf einem Tourennetz von insgesamt über 1000 Kilometern und 35000 Höhenmetern.

SÜDTIROLER GUSTOSTÜCKL DIE SEISER-ALM-HÜTTENTOUR VOM DOLOMITENTAL GRÖDEN MIT DEM BIKE AUF EUROPAS GRÖSSTE HOCHALM

„Hier beginnt unsere Feinschmeckertour“, verkündet unser Grödner Bikeguide, während wir die frische Luft, das Adrenalin, die Aussicht und die köstlichen Vorschläge in der Speisekarte bei der Sanon Hütte auf uns wirken lassen. Die Straße nach Saltria führt uns weiter zur Rauchhütte. Über den

Auf der rauschenden Abfahrt Richtung Tirler vernichten wir knapp 300 Höhenmeter. Auf der Schotterstraße zum Zallinger sammeln wir sie rasch wieder ein. Der Ausblick auf Plattkofel, Schneiden, Molignon und Rosszähne in der Nachmittagssonne und die 1620 zurückgelegten Höhenmeter machen diese Tour zu einem unvergesslichen Südtirolerlebnis.

„SELLA RONDA HERO“ SHORT STAY AB 328 € Vitalpina Hotel Dosses++++ in St. Christina/Gröden 19. bis 23. Juni 2013 - 4 Übernachtungen mit HP Erkundung und Analyse der verschiedenen Streckenabschnitte des Sella Ronda Hero MTB-Marathon mit unserem MBT-Guide und mehrmaligem Event-Teilnehmer Andrea.

EVOC SINGLE TRAIL WOCHE AB 1.274 €

Matzhof Ferienwohnungen in Welschnofen/Eggental 16. bis 23. Juni 2013 - 7 Übernachtungen für 2 Personen Spezielles Techniktraining und geführte Biketouren: Rosengarten-Latemar-Tour, Dolomiten-Panorama-Tour, Krauti’s Singeltrail; Taxi- und Liftfahrten, Evoc-Messenger Bag.

DOLOMITEN - BIKEPAUSCHALE AB 440 €

Hotel Pider+++S in Wengen/Alta Badia 4. Mai bis 30. Juni 2013 - 7 Übernachtungen HP Die Radlegende Maria Canins und unsere Bikeguides machen die 4 geführten Touren zum Erlebnis. Das Panorama zwischen Weltnaturerbe Dolomiten und Alpenhauptkamm lässt jedes Bikerherz höher schlagen. Weitere Urlaubsangebote für Mountainbiker von unseren Profi-Bike-Guides: www.bikehotels.it SMG/Daniel Geiger

Am Wanderweg von Wolkenstein nach St. Christina ist es noch ruhig. Der Grödner Bach und die mächtigen Bergmassive des Puez Geisler Naturparks begleiten uns beim warm-up bevor wir die Auffahrt nach Monte Pana nehmen. 240 Höhenmeter haben wir im Nu in die Pedale versenkt. Im Jendertal schlagen wir einen weiten Bogen um die sanfte Erhebung des Wolfsbühels und schon bald gleitet unser Blick über die Weite der Seiser Alm.

Hans- und Paula Steger-Weg kommen wir zur urigen Almrosenhütte und noch weiter zur Mahlknechthütte – dem höchsten Punkt unserer Tour. Hier gönnen wir uns Gerstsuppe und Schüttelbrot und genießen den Dolomitenblick.

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Abwechslungsreiche Trails, traumhafter Dolomitenblick und urige Südtiroler Berghütten: Die größte Hochalm Europas ist ein faszinierendes MTB-Paradies – von Frühjahr bis Herbst.

BikeHotels Südtirol


TEST ALL MOUNTAINS FACHHANDEL

GIANT REIGN 1

www.giant-bicycles.com Alu/S/M/L/XL (48 cm) 2699,99 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 13,5 kg GABEL/DÄMPFER Fox 32 Talas CTD/Fox Float CTD KURBELN/SCHALTUNG Shimano SLX/Shimano SLX ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 38/26; 11-36/730 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Shimano SLX/180/180 mm LAUFRÄDER Giant-Naben, DT Swiss E540Felgen, Schwalbe Nobby Nic 26x2,25-Reifen MATERIAL/GRÖSSEN PREIS

SEHR GUT* REACH STACK BB-DROP

Kettenführung, lebenslange Garantie, leichtes Fahrwerk Stramme Übersetzung (38/26), flacher Sitzwinkel, keine Steckachse hinten, wilde Zugverlegung am Rahmen

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Ein komplett ausgestattetes All Mountain für 1999 Euro? Gibt’s beim Reign 2. Tele-Stütze, RockShox-Fahrwerk, günstige SRAMKomponenten genügen unter dem Fahrspaß-Aspekt voll und ganz.

80 607

150 150

155 72,4°

TIPP

+ Komplette All-Mountain-Ausstattung mit Teleskop-Stütze &

120,25 Punkte

445 mm 620 mm -37 mm 480

Jeder Tester reagierte ähnlich: Aufs anerkennende Nicken für die Optik folgte zustimmendes Gemurmel über die Ausrüstung mit Kettenführung, Teleskop-Stütze, breitem Cockpit. Giant stellt mit dem Reign-Fahrwerk das leichteste der Testgruppe (2,8 Kilo), am Maestro-Federungssystem gibt es einmal mehr nichts auszusetzen, es funktioniert antriebsneutral, sensibel und bietet enormen Fahrkomfort. Eins der Besten dieser Klasse. Durch den flachen Sitzwinkel sitzt man hecklastig, an steilen Rampen hilft die Absenkung der Gabel. Bergab gibt das Reign keine Rätsel auf, lässt sich über die Fels-Passagen prügeln, bleibt in verwinkelten Trails souverän. Wir meinen, eine ehrliche Shimano-SLX-Gruppe mit der ergonomischen Bedieneinheit taugt mehr als ein wüster Komponenten-Mix mit XT-Schaltwerk. Also: Daumen hoch für die Ausstattung. Lediglich die schmalen Reifen passen nicht ins All-Mountain-Bild, sie könnte man gegen fettere tauschen, das hängt aber vom Einsatzbereich ab. Fazit: Giant stellt mit dem Reign 05/2013 ein voll ausgestattetes, enorm leistungsfähiges All Mountain auf VERSENDER die Räder. Kaufempfehlung!

67,2°

1156 436 2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

350

Viel Federweg am Heck, den man voll nutzen kann. Antriebseinflüsse spürt man nicht.

150 mm 121 mm 155 mm mm 30

60

120

90

150

180

FACHHANDEL

LAPIERRE ZESTY 314

www.bikes-lapierre.de

„Aus dem Zesty könnte man ein Enduro-Race-Bike machen“, lautete ein Tester-Zitat. Das Bike hat zwei Gesichter: Es besitzt gewisse Enduro-ähnliche Anlagen (flacher Lenkwinkel, langer Radstand) und paart diese mit sportlichen Attributen: steiler Sitzwinkel für gutes Klettern (das macht die NiveauRegulierung entbehrlich), schmale Mischbereifung, geringes Gewicht. Lange Strecken machen ebenso Freude wie trickreiche Singletrails und grobes Felsengerumpel. Am Gardasee fühlt sich das Zesty deshalb pudelwohl. Die langen Asphaltanstiege dort meistert man mit aktivierter Dämpfer-Plattform, das Heck neigt zum Schaukeln. Auf groben, schnellen Schlägen registrierten wir ein Verhärten am Heck, außerdem verabschiedete sich das CTD-System der Evolution-Gabel – ein bekanntes, ärgerliches Problem. Für die Wahl der Ausstattung und das gelungene Erscheinungsbild gab’s von allen Testern Lob. Fazit: sportives Trail-Bike mit breitem Einsatzbereich. In schwerem Gelände und auf langen Touren gleichermaßen zu Hause.

MATERIAL/GRÖSSEN

Alu/S/M/L/XL (50 cm) 2799 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 13,05 kg GABEL/DÄMPFER Fox 32 Float CTD/Fox Float CTD KURBELN/SCHALTUNG Shimano XT/Shimano SLX, XT ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/710 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Formula RX/180/180 mm LAUFRÄDER Mavic Crossride Disc-Systemlaufräder, Schwalbe Nobby Nic/Rocket Ron 26x2,25-Reifen PREIS

SEHR GUT* REACH STACK BB-DROP

111,25 Punkte

443 mm 637 mm -33 mm

90 619 5 00

151 150

74,7°

66,8°

1170 452

+ Sportliches Handling, hohe Laufruhe, Dreifach-Kurbel,

Performance-Reifenmischung, CTD-System an Gabel defekt, keine Teleskop-Stütze, mäßige Bremsleistung RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Spannende Alternative ist das Zesty 314 mit dem EI-ShockFahrwerk. Die Elektronik kann hier automatisch über die Fahrwerksregelung entscheiden, eine nette Spielerei. Preis: 3299 Euro.

120

2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

338

150 mm

30

60

90

120

Trotz 140erWerksangabe bringt 151 mm der Hinterbau 150 mm Hub. Bei Highspeed wird das Heck etwas bockig mm (Druckstufe). 150

180

Federkennlinien: Q vorne Q hinten. *Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

46 BIKE 05-13


FACHHANDEL

MERIDA ONE-FOURTY 1500

www.merida.de

Merida hat bei der Ă&#x153;berarbeitung des One-Fourty an den richtigen Schrauben gedreht: Man hat den Rahmen mit Steckachse bestĂźckt, die Steifigkeit erhĂśht, die Geometrie abfahrtstauglicher konzipiert und auf ein VPP-Federungssystem umgestellt. Die Ausstattung mit Shadow-Plus-Schaltwerk, Teleskop-StĂźtze und breiteren Reifen zielt in die gleiche Richtung. Dennoch findet sich im Testbrief das Zitat: â&#x20AC;&#x17E;Eins der Besten bergauf.â&#x20AC;&#x153; Die Sitzposition gefällt durch ihre Langstreckentauglichkeit, dabei vergisst man fast das Ăźppige Gewicht. Bergab heiĂ&#x;t es: â&#x20AC;&#x17E;Laufruhig, aber wendig genug.â&#x20AC;&#x153; Das Fahrwerk fĂźhlt sich sehr komfortabel an und passt zur Gabel, die innerhalb der Evolution-Vergleichsgruppe zu den gut Funktionierenden zählt. Gegen den Einsatz der Shimano-SLX-Gruppe gibt es nichts zu sagen, sie steht einer XT in Ergonomie und Präzision kaum nach. Das Gesamtpaket ist gelungen, mit 120 kg Zuladung und hoher Steifigkeit dĂźrfen auch schwere Biker zugreifen. Fazit: stimmiges TourenAll-Mountain zum gĂźnstigen Preis. Leistungsfähiger als der Vorgänger mit deutlich mehr FahrspaĂ&#x;.

MATERIAL/GRĂ&#x2013;SSEN

â&#x20AC;&#x201C;

120 Kilo Zuladung Schwere Laufräder, Wippen im Wiegetritt, Performance-Reifenmischung

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Wenn der FahrspaĂ&#x; beim OneFourty 1500 schon stimmt, kann er beim Modell XT-Edition fĂźr 3399 Euro nur hĂśher sein. Der Mehrwert liegt u. a. in leichteren Laufrädern und Shimano-XT-Komponenten.

SEHR GUT* REACH STACK BB-DROP

2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

345

Auf dem Trail wirkt 145 mm

151 mm das Fahrwerk

mm 30

60

 1-- 1

0 %&' $""# ##("#&$##)$%,(%## &'(%' .

67,1°

1165 433

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135 151

73,7°

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75 602

145

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the next generation

116 Punkte

429 mm 592 mm 3 mm 480

+ Teleskop-Stßtze, souveränes Handling, effektives Fahrwerk,

Alu/15,1/17/19/21" (48 cm) 2499 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 13,75 kg GABEL/DĂ&#x201E;MPFER Fox 32 Float CTD/Fox Float CTD KURBELN/SCHALTUNG Shimano SLX/Shimano SLX, XT Ă&#x153;BERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/720 mm BREMSANLAGE/DISC-Ă&#x2DC; VO./HI. Shimano SLX/180/180 mm LAUFRĂ&#x201E;DER Shimano SLX-Naben, Mavic EN321-Felgen, Schwalbe Nobby Nic 26x2,35-Reifen PREIS

90

120

150

180

harmonisch, nutzt vorne wie hinten ähnlich viel Hub. An der Gabel heiĂ&#x;t das: 135 mm auf der Lago-Runde.


TEST ALL MOUNTAINS FACHHANDEL

SPECIALIZED STUMPJUMPER FSR COMP

www.specialized.com Alu/S/M/L/XL (47 cm) 2699 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 12,75 kg GABEL/DÄMPFER Fox 32 Float CTD/Fox CTD Autosag KURBELN/SCHALTUNG SRAM S1250/SRAM X7, X9 ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 36/24; 11-36/720 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid Elixir 5 RSL/200/180 mm LAUFRÄDER Specialized Hi Lo Disc-Naben, Roval Disc-Felgen, Spec. Purgatory/ Ground Control 26x2,3-Reifen MATERIAL/GRÖSSEN

+ Geometrie und Handling top, Kettenführung, durchdachte Details,

konsequentes Konzept Keine Teleskop-Stütze, unpräzise SRAM-X7-Schalthebel

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Gleicher Preis, größere Räder: Auch das 29er-Stumpjumper zeigt prima All-Mountain-Anlagen, wenn sich auch ein gewisses Mehrgewicht systembedingt nicht vermeiden lässt.

PREIS

SEHR GUT¹ REACH STACK BB-DROP

112 Punkte

456 mm 594 mm -8 mm

100 611

140

470

Wer keine Lust auf den jährlichen Modellwechselwahn hat, ist beim Stumpjumper auf der sicheren Seite. Das Bike ist schon fast Legende, glänzt mit 26-Zoll-Laufrädern genauso wie im TwentyninerFormat (beide Versionen stehen zur Wahl) und passt konzeptionell in fast jedes Terrain. Die lange Sitzposition verleiht dem Bike einen sportlichen Charakter, das Cockpit liegt durch das lange Steuerrohr hoch. Die Tester wünschten sich einen kürzeren, tieferen Vorbau. Das ist aber auch die einzige Kritik am Stumpjumper, dessen ausgewogene Geometrie Vorbild für zahlreiche andere Bikes ist. Es überrascht, wie gut das Bike klettert (leichtes Alu-Fahrwerk, leichte Laufräder) – dass es sich in schwierigem Gelände souverän bergab dirigieren lässt, überrascht nicht. Schließlich haben die Produkt-Manager dem Stumpjumper ausstattungsmäßig Fahrspaß eingeimpft (Übersetzung, Kettenführung, Reifenwahl). Fazit: auch in der preisgünstigen Version ein Garant für Trail-Vergnügen. Das Stumpjumper ist ein zeitloses Spaßgerät.

140 144

75,6°

68,3°

1152 419 2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

333

140 mm 144 mm mm 30

120

90

60

150

Trotz nominal weniger Federweg als bei der Konkurrenz hält das Fahrwerk vorne mit. Die Gesamtabstimmung passt einfach gut.

180

FACHHANDEL

TREK REMEDY 8

www.trekbikes.com

Obwohl es etwas teurer ist, gehört das Trek Remedy in diesen Vergleichstest. Das Bike gilt schließlich seit Jahren als Definition dessen, was ein All Mountain ausmacht. „Draufsetzen und wohlfühlen“ passt hier ganz besonders. Mit dem Trek-exklusiven DRCV-Fahrwerk (zwei Luftkammern in Dämpfer und Gabel) verfügt man über das perfekte Werkzeug, um dem Terrain die Härten zu nehmen. Lineare Kennlinien versprechen viel nutzbaren Federweg. Das Remedy ist in dieser Vergleichsgruppe eins der besten bergab: Festhalten und dirigieren – den Rest erledigt das Bike unter kräftiger Mithilfe der fetten Reifen. Mit der angenehmen Sitzposition verlieren lange Anstiege den Schrecken, am fein ansprechenden Fahrwerk muss man fürs Klettern nichts verstellen, es bietet Traktion, Komfort und wippt nicht. Die Zusammenstellung der Komponenten ist nüchtern, aber funktionell (SLX-Hebel). Fazit: ausgereifte Geometrie, gute Sitzposition und ein sattes Fahrwerk sind die Kernkompetenzen des Remedy.

MATERIAL/GRÖSSEN

Alu/15,5/17,5/18,5/19,5/21,5" (47) 2899 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 13,25 kg GABEL/DÄMPFER Fox 32 DRCV/Fox DRCV KURBELN/SCHALTUNG Shimano M552/Shim. SLX, XT ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24/; 11-36/720 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Shimano SLX/180/180 mm PREIS

LAUFRÄDER

Bontrager Duster-Systemlaufräder, Bontrager XR3 26x2,35-Reifen

SEHR GUT¹ REACH STACK BB-DROP

117,75 Punkte

434 mm 579 mm 14mm

80 601 470

157 151

74,2°

66,9°

1164 433

+ Fünf Rahmengrößen, 40 Jahre Garantie, Geometrieverstellung,

Dreifach-Kurbel, keine Gewichtsbeschränkung Keine Teleskop-Stütze, gemessen am Preis schwache Ausstattung

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Der Remedy-Fahrspaß fängt beim Modell 7 an. Für 2499 Euro vertraut man auf das bekannt souveräne Alu-Fahrwerk, die Ausstattung mit Shimano Deore/ SLX geht in Ordnung.

130

2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

353

157 mm Fahrwerksqualität 151 mm

mm 30

60

90

120

150

180

sichtbar gemacht: Viel nutzbarer Federweg am Heck, Wippen kennt das Hinterbausystem nicht. Gabel ohne Niveau-Regulierung.

Federkennlinien: Q vorne Q hinten. ¹Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend. ²Preis ggfs. zzgl. Kosten für Lieferung, Verpackung und Abstimmung.

48 BIKE 05-13


VERSANDHANDEL

VOTEC VM 150 PRO

www.votec.com

Schon in BIKE 1/13 hat das komplett neu entwickelte VM 150 Elite die Tester beeindruckt. Das hat unseren Blick auf das 2499 Euro günstige VM 150 Pro gelenkt. Kurios, dass auch dieses Modell mit einer 2012er-Ausstattung zum Test rollt. Der Grund: Die Rahmenentwicklung verzögerte sich, und das neue Bike rollt statt 2012 erst jetzt auf den Markt – die Komponenten waren allerdings schon eingekauft. Zu spüren ist der Unterschied nicht wirklich – das führt die jährlichen Modellwechsel irgendwie ad absurdum. Bergauf gehört das Votec mit seiner sportlichen Geometrie zu den besten, das Heck spricht feinfühlig an, arbeitet effektiv und braucht keine Plattform zur Beruhigung. Eher spurtreu und fahrstabil als wendig verspielt rumpelt man mit dem VM 150 über die Schlüsselstellen bergab. Es bleibt ein sicheres Fahrgefühl. Bei Votec hat man es mit einem Versender zu tun – Stichworte: Probefahrt, Wartung etc. Fazit: sehr gute Fahreigenschaften, Top-Fahrwerk, hochwertig ausgestattet. Für 2500 Euro findet man 05/2013 kaum ein besseres Gesamtpaket am Markt.

MATERIAL/GRÖSSEN

Alu/41/46/51/55 cm 2499 Euro GEWICHT OHNE PEDALE 13,5 kg GABEL/DÄMPFER Fox 32 Talas RL/Fox Float RP2 KURBELN/SCHALTUNG Shimano XT/Shimano XT ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/710 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Formula RX/203/180 mm LAUFRÄDER Sun Ringlé Charger ExpertSystemlaufräder, Schwalbe Nobby Nic 26x2,4-Reifen PREIS²

SEHR GUT¹ REACH STACK BB-DROP

5 15

Rahmen-Details, keine Gewichtsbeschränkung Lenkerkröpfung unergonomisch, kein Shadow-Plus-Schaltwerk, schweres Fahrwerk, Bremshebel ohne externe Verstellung TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Viel Bike fürs Geld gibt’s beim VM 150 Comp (1999 Euro). FoxFahrwerk, Shimano XT/SLX und robuste Laufräder versprechen viel Fahrspaß, nur auf eine TeleskopStütze muss man hier vezichten.

140 152

73,6°

68,2°

1156 437

+ Teleskop-Stütze, gute Ausstattung, zehn Jahre Garantie, clevere

RACE/MARATHON

90 610

150

TIPP –

119 Punkte

429 mm 597 mm 8 mm

2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

350

150 mm 121 mm 152 mm mm 30

60

90

120

150

180

Durch die lineare Kennlinie nutzt man den Federweg am Heck aus. Die Gabel verhält sich etwas straffer, gibt auf der Testrunde nur 125 mm frei.

MEHR VITALITÄT

hotBOND

MAN SPÜRT, DASS MAN NICHTS SPÜRT MIT hotBOND BIKEWEAR VON LÖFFLER - 100% MADE IN AUSTRIA. Hier drückt und reibt dank verschweisster Nähte garantiert nichts. Das Resultat: extrem elastische Bikewear, die dauerhaft hält und jede Bewegung „reibungslos” mitmacht.

www.loeffler.at


innovations

check Nicht alles, was neu ist, muss besser sein. BIKE fühlt Innovationen auf den Zahn. Diesmal:

SURLY KRAMPUS

VOR- UND NACHTEILE + Gigantischer Grip, insbesondere bergauf + Enorme Laufruhe auch in Kurven + Massig Komfort bei wenig Luftdruck + Komponenten-Kompatibilität dank Standard-Maßen + Sorglos-Technik + Ungewöhnliche Optik – – Hohes Gewicht – Dreifach-Kurbeln gar nicht, Zweifach nur bedingt möglich – Reifen ersetzen Federung nicht – Original-Reifen und -Schläuche nicht überall verfügbar


MÄCHTIG SOFT Die kleine US-Marke Surly stemmt sich gegen den Mainstream aus Leichtbau, Federweg und Modellwechseln. Kann es das ungefederte Krampus dank monströser 30,5-Zoll-Reifen mit Fullys aufnehmen? Oder besser: Wie innovativ kann Retro sein? Text: Sebastian Brust lager und Standard-Naben. Dreifach vorne funktioniert dennoch nicht. Die Kette würde am dicken Reifen schleifen. Der Stahlrahmen schlägt mit 2644 Gramm zu Buche (Größe M), die Starrgabel mit weiteren 1076 Gramm. Komplett ausgestattet bringt unser Test-Bike üppige 13,85 Kilogramm auf die Waage. Ohne Pedale! Trotz der nur 700 Gramm pro gelochter 50-mm-Felge geht fast die Hälfte davon auf das Konto der 6,3 Kilo schweren Laufräder. Mit dem alternativ erhältlichen Knard Faltreifen (29 x 3,0) ließen sich dank feiner und flexibler 120-TPI-Karkasse zumindest 300 Gramm je Laufrad einsparen. Auch arbeitet Surly an einem Tubeless-Kit zum Nachrüsten. Ohne den mehr als 400 Gramm schweren Schlauch dürfte sich die enorme Massenträgheit der Monsterräder deutlich reduzieren. Durch das große Volumen bietet der Reifen gegenüber seinen schmaleren Verwandten ein deutliches Plus an Federweg. Mangels nennenswerter Dämpfung ist er aber kein echter Ersatz. Hindernisse im einstelligen Zentimeterbereich sind aber kein Problem. Wegen der großen Räder baut der Rahmen niedrig, um die Schrittfreiheit zu gewährleisten. Dafür sorgen ein kurzes Steuerrohr und das stark abfallende Oberrohr. Letzteres

Da ist noch Luft. Die Krampus-Gabel mit 483 mm Einbaulänge korrigiert 120 mm Federweg. Federgabeln, die den großen Knard-Reifen aufnehmen, gibt es allerdings (noch) nicht.

GEOMETRIE-FACTS REACH STACK BB-DROP

422 mm 594 mm -60 mm

80 611

72,6° 1125 448

Fotos: Georg Grieshaber

26 x 2,4¹ 29 x 2,25² 29 x 3,0³ AUSSENDURCHMESSER

680 mm

735 mm

770 mm

Reifenbreite

57 mm

55 mm

77 mm

Reifenhöhe

53 mm

50 mm

65 mm

Laufrad vo. komplett

1777 g

1974 g

2948 g

Laufrad hi. komplett

2089 g

2553 g

3407 g

Trägheitsmoment

1249 kg x cm² 1643 kg x cm² 2762 kg x cm²

95

455

Was hat man denen bei Surly jetzt schon wieder in die Drinks getan? Ein Stahl-Bike ohne Federung als bahnbrechende Innovation? Zugegeben, ganz offensichtlich ist der Neuheitsgrad des puristischen Surly Krampus nicht: null Federung, rustikaler Stahlrohrrahmen und vorne nicht mal ein Umwerfer. Doch da ist noch etwas: diese riesigen Räder. Das Krampus rollt auf monströsen drei Zoll breiten 29er-Reifen daher, weswegen es genau genommen gar kein 29er mehr ist, sondern ein 30,5er! Das ist neu. Die US-Boys von Surly bringen nicht oft neue Modelle auf den Markt, haben aber einen guten Riecher für Nischen-Trends. So geschehen 2002, als Surly mit dem Karate Monkey eines der ersten massengefertigten Twentyniner auf den Markt brachte. Oder das 2005 präsentierte Pugsley, das weltweit erste SerienFatbike, das als Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit verstanden werden wollte. Weiter fahren, wenn andere Bikes an ihre Grenzen stoßen, so die Idee. Das Surly Krampus vereint nun beide Konzepte. Es ist das erste 29er mit Monsterreifen. Das Grundkonzept hat es mit allen anderen Surly-Modellen gemeinsam: unverwüstliche, simple Technik zum bezahlbaren Preis. Das Krampus ist eine zarte Kampfansage an Fullsuspensions. Komfort und Traktion, jedoch ohne teure, störanfällige Technik. Kann das funktionieren? Surly nennt das Konzept „29+“ und grenzt es entschieden vom Fatbike ab. Wichtiger Unterschied: Das Krampus kommt ohne Spezial-Parts aus. In den Rahmen passen ein 73 mm breites Tret-

69,5° 323

GRÖSSENVERGLEICH Im Vergleich zum KrampusLaufrad mit 50-mm-RabbitHole-Felge und Knard-29x3,0Reifen sieht ein 26-Zoll-Rad wie ein Kinderspielzeug aus. Die Einbaumaße sind Standard: 100 mm Nabenbreite vorne, 135 mm hinten.

¹Schwalbe Nobby Nic auf Sun Ringlé Charger Pro Carbon-Systemlaufradsatz bei 1,8 bar ²Schwalbe Nobby Nic auf Mavic Cross Ride-Systemlaufradsatz bei 1,8 bar ³Surly Knard auf Rabbit Hole-Felge bei 1,2 bar

05-13 BIKE 53


innovations

check wurde verlängert. Man fährt das Krampus mit kurzem Vorbau und ultra breitem Lenker. Die Geometriedaten ähneln denen moderner Hardtails. Das Krampus gibt es nicht geschenkt: Das Rahmen-Set kostet 869 Euro, Komplett-Bikes sind für 1999 Euro zu haben. Felgen gibt es für 159 Euro, die Knard-Reifen für 109 Euro (27 TPI) und 149 Euro (120 TPI). FAZIT SEBASTIAN BRUST, BIKE-REDAKTEUR

„Das Krampus von Surly ist herrlich verrückt – und doch die konsequente Umsetzung der Ursprungsidee der Ballonräder, aus dem das Mountainbike einst hervorging. Das Gewicht ist hoch, doch der Spaß auf dem Trail dennoch groß. Die Kompatibilität mit Standard-Parts ist vorhanden, aber eingeschränkt. Die Optik polarisiert. Es ist die Strahlkraft des Unperfekten, die das Bike für Individualisten interessant macht. Kann es ein Fully ersetzen? Meiner Meinung nach nicht.“

INTERVIEW THOR SHELLUM, ENTWICKLUNGS-INGENIEUR SURLY BIKES Wie kommt man auf die Idee, so ein Monsterbike zu bauen? 29er funktionierten prima, Fatbikes auch. Warum sollte eine Reifengröße dazwischen nicht funktionieren? Die große Herausforderung war, das Gewicht auf erträglichem Niveau zu halten. Gibt es nicht schon genug Laufradgrößen? Es ist ja nicht wirklich eine neue Laufradgröße. Felgen und Reifen entsprechen den Standard-Normen. Lediglich der Außendurchmesser hebt die Größe rein rechnerisch auf 30,5 Zoll. Also Twentynine plus. Solange wir in einem Konzept Vorteile sehen und wir die üblichen Standards nutzen, sehen wir da keine Grenzen. Wer kauft sich so ein Bike? Alle, die nach mehr Traktion und mehr Spaß suchen. Mit der speziellen Geometrie kann man flott unterwegs sein. Die großen Räder passen aber auch gut zu großen Leuten, die große Rahmengrößen benötigen. Schluss mit Zirkusbär auf Dreirad.

Was am Krampus ist innovativ? Die eigentliche Innovation des Krampus’ ist die Möglichkeit, diese großen, fetten Reifen verbauen zu können und trotzdem ein sportliches Rad zu haben. Ich habe haufenweise FEM-Simulationen durchlaufen lassen und mit dem 3D-Plotter unzählige Muster erstellt, um die optimale Konstruktion zu finden. Dicke Reifen waren in der Vergangenheit schwer und meist nur für Downhills gedacht. Unser Knard-Reifen ist leicht, flexibel und funktioniert großartig. Kann das Krampus ein normales Fully ersetzen? Nicht wirklich. Klar, die Reifen federn etwas mehr. Aber die eigentlichen Vorteile kommen vom riesigen Reifendurchmesser und der enormen Aufstandsfläche. Die Räder rollen einfach mit Leichtigkeit über jedes Hindernis, während der breite Reifen stets seine Spur hält. Ein paar der Vorteile gleichen denen von Fullys. Aber Federung bleibt Federung. Man darf nicht vergessen: Die Reifen federn zwar, haben aber keine einstellbare Dämpfung.

DAS SURLY KRAMPUS IM FAHRBERICHT

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WEBCODE #14917

54 BIKE 05-13

Ich schwinge das Bein über die dünnen Rahmenrohre und packe das Krampus bei seinen riesigen Hörnern. 780 Millimeter misst der ultra breite Lenker, der die monströsen Räder bändigen soll. Die Sitzposition: sehr angenehm, leicht gestreckt, dem langen Oberrohr und dem niedrigen Cockpit sei Dank. Aus dem Stand fährt die Fuhre stoisch in die angepeilte Richtung. Doch von Trägheit in der Lenkung keine Spur. Kontrolle ist das richtige Wort, auch bergauf. Gewicht und Übersetzung setzen die Limits, doch der Grip ist gigantisch. Zumindest, solange es nicht zu nass wird. Dann setzt sich das Reifenprofil schnell zu. Ein Gedanke genügt, das Krampus setzt die Line um. Aber es hoppelt mir etwas zu stark. Ich reduziere den Luftdruck auf 0,8 bar. Der schreckliche Unhold ist gezähmt. Wie eine Sänfte schwebt es über Wurzeln und Spurrillen, die Riesenräder walzen über alles hinweg, ohne merklich zu verzögern. Der Flow-Zustand setzt augenblicklich ein, die Gedanken schweifen ab. Das ist nicht ungefährlich, denn man vergisst, wie schnell man gerade unterwegs ist. Und die Bremsen wollen kräftig gezogen werden. Auf diesem archaischen Gefährt kommt der Spirit vergangener Tage zurück. Rock ’n’ Roll, kann ich nur sagen!

Foto: R. Kiaulehn

Die Laufruhe der Riesenräder ist Wahnsinn. Der Luftdruck entscheidet, ob das Krampus wie ein wilder Stier bockt oder wie ein Luftkissenboot dahingleitet.


EINZELTEST

CENTURION TRAILBANGER ULTIMATE 2 Schon der Name ist ein Versprechen: Centurions neues Enduro Trailbanger im harten Gardasee-Test.

Wuchtig, massiv, vertrauenerweckend: Die mächtigen Rohre fügen sich zu einem sensibel ansprechenden Federungssystem (VPP-Technik) mit mächtig Federweg zusammen. Unten: For experts only: Die Fox-Gabel bietet sehr viele Abstimmungsmöglichkeiten, mit denen man umgehen können muss.

robuste Ausstattung (große Bremsscheiben) Kettenführung fehlt (ISCG-Aufnahme ist vorhanden), stramme Übersetzung (26-36)

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Das Trailbanger 800 kostet 2699 Euro. Dafür kriegt man Shimanos SLX-Gruppe, X-Fusion-Federelemente und eine Teleskop-Stütze ohne Fernbedienung. Laut Hersteller wiegt es ein halbes Kilo mehr.

MATERIAL/GRÖSSEN

Alu/41/46/51/56 cm

PREIS

4649 Euro

GEWICHT OHNE PEDALE

14,6 kg

GABEL/DÄMPFER

Fox 36 Talas 170 Fit RC2/Fox Float

KURBELN/SCHALTUNG

Shimano XT/Shimano XT

ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 38/26; 11-36/740 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Shimano XT/203/180 mm LAUFRÄDER Fulcrum Red Zone-Systemlaufräder,

Schwalbe Fat Albert front/rear 26x2,4-Reifen

SEHR GUT*

122,25 Punkte

416 mm 605 mm 2 mm

REACH STACK BB-DROP

70 593

125

170 160 74,2°

65,7°

1173 440

2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

337

131 mm

30

60

90

120

170 mm

Die Gabel gab auf der Testrunde 150 mm Federweg frei, 160 mm zwei cm bleiben als Reserve. Am linearen Heck nutzt man den mm Federweg voll aus.

150

180

Federkennlinien: Q vorne Q hinten. *Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

56 BIKE 05-13

Fotos: M. Greber, G. Grieshaber

+ Gabel vielseitig einstellbar, feinfühliges Heck,

FACHHANDEL

www.centurion.de

510

Wer sein Bike Trailbanger nennt, ist sich seiner Sache sicher, sollte man meinen. Sonst hätte er es ja auch Blümchenwiese nennen können. Gleich vorweg: Centurions neues Enduro IST ein Trailbanger, das machen schon das erste Aufsitzen, die ersten Meter im Gelände und natürlich das wuchtige Erscheinungsbild klar. Das Bike ist so stark, wie es aussieht. Heavy Duty statt Leichtbau mündet in einer enorm hohen Rahmensteifigkeit (91,8 Nm/Grad), aber auch einem Fahrwerksgewicht von 3,5 Kilo. Schwer wiegt auch die Gabel: 2,5 Kilo für das mächtige, vielseitig verstellbare Trumm von Fox. Eine Teleskop-Stütze, die über alles erhabene Shimano-XT-Gruppe mit kräftigen Bremsen und rappelfreiem Shadow-Plus-Schaltwerk, sowie dicke Schlappen runden das Bike ab. Zur Perfektion fehlt die Kettenführung, die man dank ISCG-Aufnahme aber selbst montieren kann. Schon vor der Testrunde am Gardasee steht fest, dass man die Schlüsselstellen mit dem Trailbanger nicht fürchten braucht. Eher den Weg bis dorthin. Bergauf muss man sich eben Zeit lassen, den Trail-Modus am Dämpfer aktivieren und an steilen Rampen die Gabel absenken. Das Klettern an und für sich geht erstaunlich easy: Eine All-Mountain-Sitzposition mit steilem Sitzwinkel verpackt in viel Federweg. Zehn Minuten später rumpelt man mit versenktem Sattel in die erste Fels-Passage rein. Das Fahrwerk bringt Sicherheit und vor allem Freiheit in der Linienwahl. Das Bike bleibt bei hohem Tempo cool, landet Sprünge satt, der breite Lenker verleiht Kontrolle. Viel nutzbarer Federweg und ein sensibles Ansprechen zeichnen die Konstruktion aus. Federweg ist eben durch nichts zu ersetzen. Mit 120 Kilo Zuladung verträgt das Bike auch kräftige Fahrer. FAZIT Ideal für Lago-Touren ohne Furcht: Das Trailbanger besitzt alle Eigenschaften, die ein Enduro braucht. Durch die Touren-taugliche Geometrie vielseitig einsetzbar.


www.kreidler.com

S T H NIC FÜR . R E I E H C WEI

2.799,– €*

Stud carbon 2.0 SRAM XO 3x10

Kreidler Dealer || Fahrradsalon Döbeln | 04720 Döbeln || Marco‘s Zweiradshop | 04916 Herzberg-Elster || Bike In | 06108 Halle || Becker´s Radhaus | 06844 Dessau-Roßlau || Fahrradhandel Klaus | 15517 Fürstenwalde || Bike Market Rostock | 18069 Rostock-Schutow || Elba-Rad | 21365 Adendorf || Rad+Service Niendorf | 22455 Hamburg || Fahrradhaus Zitho | 23795 Bad Segeberg || Fahrrad und Meer | 25335 Elmshorn || Zweirad Hackmann | 26892 Dörpen || Meyer´s Fahrrad & Freizeitcenter | 26935 Rodenkirchen || Fahrradscheune | 29649 Wietzendorf || Bike-Infection | 30890 Barsinghausen || Bunny Hop | 31785 Hameln || Der Bike Profi | 34266 Niestetal || Ulli‘s Radshop | 35260 Stadtallendorf || Touren Harz / Bikes & Parts | 38871 Ilsenburg || Fahrradlager | 40668 Meerbusch || Zweirad Strößer | 46485 Wesel || Bikepark Dissen | 49201 Dissen || bm bikes and more | 51145 Köln || Fahrrad Hackländer | 51645 Gummersbach || Zweirad Bülke | 52353 Düren-Birkesdorf || mp2radshop | 55294 Bodenheim || Friedrich KG | 57290 Neuenkirchen-Salchendorf || Radsport König | 63500 Seligenstadt || Freetime Fahrräder | 64331 Weiterstadt || Das Radhaus Böhn | 67069 Ludwigshafen-Oppau || Schell E-Motion-Bike | 67551 Worms || Schmitt Reinhessen Bikes | 67578 Gimbsheim || Radland Weinstadt | 71384 Weinstadt || Bikemax Pforzheim | 75179 Pforzheim || eBike Station1 | 76275 Ettlingen || Zweirad Kern | 76770 Hatzenbühl || Rocco der Fahrradladen | 78467 Konstanz || Bike Sport World Sütterlin | 79249 Freiburg-Merzhausen || Alpenrausch | 80796 München || BIKEMAX | 81241 München || Radlalm | 83109 Großkarolinenfeld || Bike Service Gruber | 83527 Haag i. OB || M BIKE STORE | 83250 Marquartstein || Radsport Schaich | 87527 Sonthofen || Radsport Christian Rieger | 87616 Marktoberdorf || 's Radlgschäft | 87727 Babenhausen || Jausovec Radsport | 88131 Lindau || Radsport Greiner | 88161 Lindenberg || Weidemann-Fahrrad + E-Bike Center | 88662 Überlingen * unverbindliche Preisempfehlung | Technische Änderungen und Druckfehler vorbehalten.


EINZELTEST

INTENSE SPIDER 29 COMP Ein Bike als Statussymbol? Willkommen beim Edel-Twentyniner aus Carbon. Begehrlichkeitsfaktor 100!

Das Logo am Steuerrohr, die ausgefallenen Rohrformen und die edle Ausstattung machen das Intense zu etwas Besonderem. Das Fahrverhalten hält, was die Optik verspricht. Unten: Der VPP-Hinterbau bietet zwei Federwege und auswechselbare Ausfallenden für verschieden breite Achsmaße.

Ausfallenden (Achsoptionen), Abschmiernippel am Hauptlager, zwei Federwege Nur zwei Jahre Gewährleistung

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Alu statt Carbon: Das Spider 29 rollt mit Alu-Fahrwerk aus dem Shop, der Rahmen kostet 2399 Euro und passt für 100-120-Millimeter-Gabeln. In 19 Farben erhältlich.

MATERIAL/GRÖSSEN

Carbon/S/M/L/XL (46,5 cm)

PREIS (RAHMEN)

7499 Euro (3149 Euro)

GEWICHT OHNE PEDALE

12,0 kg

GABEL/DÄMPFER

Fox 32 F29 Fit CTD/Fox Float CTD

KURBELN/SCHALTUNG

SRAM X0/SRAM X0

ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 36/22; 11-36/690 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid X0/180/180 mm LAUFRÄDER

Acros-Naben, Enve Carbon-Felgen, WTB Bronson 29x2,2-Reifen

SEHR GUT*

121,5 Punkte

REACH 419 mm STACK 615 mm BB-DROP – 31 mm

90 602

100

132 128 73,6° 1155 446

2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

68,3° 340

Den Federweg am Heck nutzt man voll aus, die Gabel gibt auf der Testrunde 120 mm frei. Der kurze Federweg am mm Heck ist bei der 150 180 Gabel überflüssig.

115 mm 128 mm 132 mm

30

60

90

120

Federkennlinien: Q vorne Q hinten. *Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

58 BIKE 05-13

Fotos: M. Greber, G. Grieshaber

+ Geringes Gewicht, leichte Laufräder, wechselbare

FACHHANDEL

www.shocker-distribution.com

465

BIKE-Tester sind ein verwöhntes Pack. Abgestumpfte Typen, die nur wenig wertschätzen, weil sie stets das Neueste, Beste, Schnellste unterm Hintern haben. Manchmal jedoch blitzt auch in den Augen dieser Kerle Begierde auf: wenn zum Beispiel ein Test-Bike wie das Intense Spider 29 Comp ins Büro rollt. Mit seinem edlen Look, dem formschönen Carbon-Rahmen und der prächtigen Ausstattung packt einen das Spider sofort. Der Zusatz „Comp“ weist auf das brandneue CarbonModell hin. 3149 Euro kostet das Rahmen-Set. Im BIKE-Labor zeigt die Konstruktion gute Werte. Gewicht (2,8 Kilo mit Dämpfer) und Steifigkeit (68 Nm/Grad) gehen in Ordnung, der Rahmen ist sehr gut gegen äußere Einflüsse geschützt. Er besitzt Steckachsen, ISCG-Aufnahme für Kettenführung, und es steckt eine Reverb-Stealth-Stütze mit verborgener Zugführung im Sitzrohr. Die Geometrie steht dem 29er sehr gut: nicht zu lang, wendig genug, sportliche Sitzposition. Die Spinne krabbelt leichtfüßig bergauf dank der leichten, steifen Carbon-Laufräder. Auch bergab brettert das Bike souverän über die Gardasee-Testrunde und zeigt keine Schwächen. Nun ja – den Pedalrückschlag auf dem kleinen Kettenblatt kennt man von Intense und drückt beide Augen zu. Da man bei Intense den Rahmen selbst komplettieren muss, ist die Ausstattung eine individuelle Sache. Am gelieferten Modell fehlt es an nichts. Innerhalb der über 100 Test-Bikes, die im Jahr durch unsere Hände gehen, gibt es nur wenige, die man als Tester selbst gern besitzen würde. Das Spider ist so eins. Eine luxuriöse TrailRakete mit großem Einsatzbereich. FAZIT Ein Bike wie eine Visitenkarte. Das Intense verbindet coole Optik mit Top-Handling. Die Begehrlichkeiten kriegen beim Blick aufs Preisschild leider einen Dämpfer. Wohl dem, der es sich leisten kann!


LEICHT GENUG RENNEN ZU GEWINNEN. STEIF GENUG FÜR DEN SCHWERSTEN TRAIL.

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Neue Servicecenter: D/A: Blackforest Cycles Tel: +49 176 56233521 CH: service.switzerland@ritchey.ch

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©2013 Ritchey Design, Inc./Ritchey International Ltd.


EINZELTEST

KONA HEI HEI SUPREME Konas leichtes und schnelles 29er-Fully ist wie geschaffen für den Marathon-Startblock. 3, 2, 1 – Peng!

Der abgestützte Eingelenk-Hinterbau funktioniert, wie man es von einem Race-Fully erwartet. Sportlich straff mit genau dem Fahrkomfort, den man braucht. Gut: einfach bedienbare Steckachse. Unten: Die Maxxis-Reifen beherrschen in Nordamerika die Rennstrecken und zeigen im Gelände gute Traktion bergauf.

Garantie, konsequent sportlich ausgerichtet. Angemessener Preis. Mäßig steif, nicht empfehlenswert für schwere Fahrer. Kein Sattelschnellspanner.

RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

DIE ALTERNATIVE Preisgünstiger als das Supreme ist das Hei Hei Deluxe. Für 2499 Euro erwirbt man ein Alu-Fahrwerk mit 100 Millimetern Federweg (Reba-Gabel), SRAM-X9/X7-Ausstattung und Easton-Laufrädern.

MATERIAL/GRÖSSEN

Carbon15/17/18/19/20/21" (48,5cm)

PREIS

4299 Euro

GEWICHT OHNE PEDALE

11,2 kg

GABEL/DÄMPFER

Fox 32 F100 Fit CTD/Fox Float CTD

KURBELN/SCHALTUNG

Truvativ X0/SRAM X0

ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 38/26; 11-36/720 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid X0/180/160 mm LAUFRÄDER

Easton EA90 XC-Systemlaufräder, Maxxis Ikon 29x2,2-Reifen

SEHR GUT*

122 Punkte

REACH 458 mm STACK 606 mm BB-DROP – 29 mm

90 624

125

102 103 74,6°

70,2°

1157 444

2400 N 2000 1600 1200 800 400 0

343

102 mm 103 mm

mm 30

60

90

120

150

Fazit der Testrunde: Federweg am Heck voll genutzt. Die Gabel gibt 96 der 102 mm frei, das nennen wir effektiv.

180

Federkennlinien: Q vorne Q hinten. *Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

60 BIKE 05-13

Fotos: M. Greber, G. Grieshaber

+ Sechs Rahmengrößen, geringes Rahmengewicht, lebenslange

FACHHANDEL

www.konaworld.com

485

Schlank, austrainiert, Bräunungsstreifen an Armen und Beinen, enge Klamotten mit FirmenLogos – im Marathon-Startblock ist man umgeben von solchen Typen. Für genau diese Klientel hat Kona das Hei Hei Supreme in 29 Zoll entwickelt. Es besitzt ebenfalls eine schlanke Figur und bringt kaum was auf die Waage: Das brandneue Kohlefaser-Fahrwerk (Carbon-Hauptrahmen und -Hinterbau, Alu-Wippe) wiegt nur 2300 Gramm, das Bike liegt komplett bei elfeinhalb Kilo. Dazu passt die sportlich lange Geometrie und die Race-Ausstattung mit sehr leichten Laufrädern, schmalen Pneus und strammer Übersetzung. Die Steifigkeitsmessung im BIKE-Testlabor schränkt den Einsatzbereich ebenfalls auf den oben genannten Fahrertyp ein. Der Flex von 61 Nm/Grad sperrt schwere Fahrer aus. Wir sagen: Bis gut 85 Kilo passt das. Dass sich der Rahmen verwindet, spürt man auch in der Praxis. Auf den schweren Gardasee-Trails (zugegebenermaßen nicht das Heimrevier des Supreme) fehlt dadurch etwas die Lenkpräzision, und ohnehin fühlt man sich mit ausgezogener Sattelstütze über hohen Stufen nicht sehr wohl. Andererseits schlängelt man sich dank der gelungenen Geometrie und der großen Laufräder überall sicher durch. Zeit auf die Konkurrenz verliert man hier nicht. Bergauf ist das Bike dann in seinem Element, wird zur Rakete. Kona sagt: „Das schnellste Race-Fully, das wir je gebaut haben.“ Wir sagen: Stimmt! Sitzposition und Kraftübertragung sind optimal, die Räder beschleunigen gut und halten das Tempo. Das Zusammenspiel von Gabel und Hinterbau funktioniert gut, mehr Fahrkomfort brauchen Marathonisti nicht. FAZIT Je länger, desto lieber: Das Hei Hei Supreme ist eine Rennmaschine. Egal, ob bei Marathons oder schnellen Trainingsrunden, das Bike verleitet zum Heizen.


Euer Kampfgeist ist unsere Inspiration. Wir haben das Cagua 650B für die Laufradgröße 27,5“ optimiert: Kurze Kettenstrebe, tiefes Tretlager und ein flacher Lenkwinkel sorgen für noch mehr Wendigkeit bei konstanter Kontrolle. Das Cagua 650B geht nicht mit der Zeit. Es gibt sie vor.

GHOST-BIKES.COM


OUT NOW I!

DAS BIKE DAS BERGAUF GEBREMST WERDEN MUSS I


SERVICE SAISONSTART

GroรŸe Panik! In 7 Tagen wollen Ihre Freunde auf Bike-Tour.

Der `Notfall Plan Sie haben aber seit 3 Monaten nicht

trainiert. BIKE zeigt Ihnen,

wie Sie Ihr Bike und Ihre Form im

Schnelldurchgang aufmรถbeln. 62 BIKE 05-13


1 BLITZ-SERVICE

Fotos: M. Greber, D. Simon

Nach drei Monaten Dornröschenschlaf kann nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem treuen Gefährten die Luft ausgehen. Ein kurzer Check bringt Sie in Startposition.

FEDERELEMENTE

REIFEN

Überall, wo Luft drinsteckt, geht auch Luft verloren. Spätestens alle drei bis vier Wochen sollten Sie daher den Luftdruck der Federelemente überprüfen. Wer ohne Gewichtsschwankungen aus der Winterpause kommt, kann seinen vorher notierten Optimaldruck einstellen. Wer sich mit Jan-Ullrich-Genen aus der Schneepause zurückmeldet, muss eventuell ein paar PSI mehr in Gabel und Dämpfer pumpen. Bevor Sie den richtigen SAG von etwa 25 Prozent einstellen, sollten Sie Ihren TourenRucksack bereits gepackt haben, um das Zusatzgewicht zu berücksichtigen. Kontrollieren Sie ebenfalls, ob die Dämpfung noch mit dem neuen Luftdruck harmoniert.

Auch ein normaler Butyl-Schlauch verliert mit der Zeit Luft. Alle ein bis zwei Wochen sollten Sie den Druck überprüfen. Wer gar schnell rollende Latex-Schläuche fährt, muss ohnehin täglich zur Pumpe greifen. Passen Sie den Reifendruck auf Ihr aktuelles Fahrergewicht inklusive Zuladung an. Nur so können Sie wirkungsvoll Durchschläge vermeiden. Wer noch genügend Zeit hat, sollte vor der Tour den Reifen mit Latex-Milch auf Tubeless umrüsten. Das erfordert zwar etwas MontageAufwand, bietet aber einen höheren Schutz gegen Durchstiche und vor allem: Es rollt sich etwas leichter und spart dadurch wertvolle Körner auf der ersten Tour. Als weiteren TuningTipp können Sie hinten einen leicht rollenden Semislick montieren.

Wer zehn Minuten in ein sorgfältiges Setup investiert, hat keinen Stress mehr auf der anschließenden Tour. Wer Körner sparen muss, setzt hinten auf einen leichten Semislick mit Latex-Milch.

05-13 BIKE 63


SERVICE SAISONSTART

WASCH DEIN FAHRRAD SCHAMPONIEREN Um dem eingetrockneten Schmodder zu Leibe zu rücken, reicht meist ein Eimer warmes Wasser mit ein paar Spritzern Spüli und ein Schwamm. Hartnäckigen Schmutz sprühen Sie am besten mit einem Bike-Reiniger ein und lassen diesen ein paar Minuten einwirken. Achten Sie besonders auf saubere Standrohre an Gabel und Dämpfer.

1

KETTENREINIGUNG Der Kette samt Kettenblättern und Kassette rücken Sie am besten mit einem fusselfreien Lappen auf die Pelle. Entfetter oder gar Kettenreinigungsger��te entfernen meist die komplette Schmierung aus den Gelenken. Den hartnäckigen Schmutz an den Schaltröllchen können Sie mit einem Reifenheber abschaben.

2

SCHMIERUNG Nachdem die Kette wieder blitzt und blinkt, muss frisches Öl drauf. Drehen Sie die Kurbel dabei rückwärts und tragen Sie das Öl sparsam von der Innenseite her auf. Anschließend mehrfach zurückkurbeln, bis sich das Öl richtig verteilt. Das überschüssige Öl nehmen Sie mit einem Lappen auf.

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2 7-TAGE-TRAINING In einer Woche erreichen Sie keine Top-Form, aber etwas Ausdauer können Sie aufbauen. Wir zeigen, wie es funktioniert.

RICHTIG TRINKEN Beim Sport verlieren Sie durchschnittlich 40 mg Calcium und 20 mg Magnesium pro Liter Schweiß. Mit Mineralwasser gleichen Sie die Verluste besser aus als mit reinem Leitungswasser. Wichtig: Mineralwasser sollte ein 2:1-Verhältnis von Calcium und Magnesium haben.

BRENNSTOFF Wer seinen Fettstoffwechsel kurzfristig anheizen möchte, isst kohlenhydratarme Kost. Anstatt Brot, Pasta oder Müsli greifen Sie zu Gemüse, Obst, Nüssen und Eiern. Auch dunkle Schokolade darf in Maßen den Speisezettel ergänzen. Auf den Trainingseinheiten bieten sich Bananen oder Mandeln an.

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RECOVERY-DRINKS

ROLLENTRAINING

Nach dem Training helfen Shakes, Elektrolyt-, Kohlenhydrat- und Eiweißverluste auszugleichen. Zudem verursachen die Shakes einen hohen Insulinausstoß: Das ist nach dem Sport gut, da Insulin (das anabolste Hormon in unserem Körper) hier das Immunsystem stärkt.

Allein die Vorstellung lässt Sie gruseln, aber Sie haben keine Zeit für lange Einheiten? Dann treten Sie auf der Stelle, anstatt die Natur zu genießen. Was Sie dafür bekommen, ist ein radikaler Fitness-Zuwachs, denn beim Rollentraining nutzen Sie jeden Tritt effektiv. Eine Stunde konzentriertes Training, gespickt mit verschiedenen Intervallen, kann locker eine Zwei-StundenAusfahrt ersetzen. Ihren frischen Wind simulieren Sie mit einem Ventilator, damit die Schweißflecken auf dem Wohnzimmerboden nicht allzu groß werden. Welche Rollenprogramme Sie dabei in Form bringen, finden Sie bei uns im Internet. Webcode: #2151


DIE HOLZHAMMER-METHODE Wer drei Monate faulenzt, kann nicht in einer Woche fit werden. Dennoch können Sie Ihre Form aufpolieren. Aber Achtung: Das wird kein Spaziergang.

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EINROLLEN Der erste Tag nach drei Monaten Bike-Pause. Gewöhnen Sie Ihren Körper an die Bewegung und fahren Sie ganz locker zwei Stunden mit dem Bike. Ihre Herzfrequenz liegt bei 70 Prozent Ihres Maximums.

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LANG Zwei Stunden sollten Sie heute biken. Essen Sie davor und während der Tour kaum Kohlenhydrate. Stattdessen greifen Sie zu gekochten Eiern, Mandeln oder Käse. Nach der Fahrt gönnen Sie sich einen Teller Nudeln.

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LÄNGER Drei Stunden fahren Sie heute. Ihr Puls liegt bei 75 Prozent des Maximums. Fahren Sie während der Tour zwei mal 20 Minuten mit 80 Prozent des Herzfrequenzmaximums. Essen sollten Sie wie am Vortag.

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AM LÄNGSTEN Dreieinhalb Stunden stehen auf dem Programm. Ihr Puls liegt bei 75 Prozent des Maximums. Fahren Sie während der Tour einmal 30 Minuten mit 80 Prozent des Herzfrequenzmaximums. Essen sollten Sie wie am Vortag.

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BEINE HOCH Ruhen Sie sich wirklich aus. Vermeiden Sie lange Spaziergänge, Treppenstufen und exzessive EinkaufsTouren. Lesen Sie lieber ein gutes Buch und essen Sie ausgewogen (auch Kohlenhydrate).

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EINMAL GAS GEBEN Beginnen Sie den Tag locker. Trinken Sie ausreichend Mineralwasser und essen Sie einen guten Mix aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fett. Biken Sie für eine Stunde, in der Sie zwei Minuten Vollgas fahren.

MONTAG

DIENSTAG

MITTWOCH

DONNERSTAG

FREITAG

Illustrationen. Th. Thiesen, Fotos: fotolia

SAMSTAG

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SONNTAG

AUF BIKE-TOUR Jetzt zeigt sich, ob Ihr Mini-Trainingslager etwas gebracht hat. Wie Sie die Tour perfekt überstehen, finden Sie auf den nächsten Seiten.

Vertrieb Deutschland MERIDA & CENTURION GERMANY GMBH vertrieb@merida-centurion.com SIDI Händlerliste unter http://mcg-parts.de/SidiHaendler oder direkt über den QR-Code downloaden.


SERVICE SAISONSTART

ROTE BEETE TANKEN Der Saft der roten Rübe gilt als echter Bio-Booster. Einen halben Liter vor der Belastung, und schon soll Ihre Leistung emporschnellen.

RASIEREN Der Pelz muss weg. Damit Sie glatt durch den Fahrtwind rasen, gilt es, die Klinge zu zücken. Bei zu viel Bewuchs mähen Sie erst einmal mit dem Langhaarschneider über das Beinkleid. Danach mit Seife, Rasierer und Wasser die Keulen freilegen.

Schlürfen Sie Rote-Beete-Saft: Das soll die Ausdauerwerte um 16 Prozent verbessern. Die Wissenschaftler der Uni in Exeter verabreichten Probanden sechs Tage lang einen halben Liter Rote-Beete-Saft. Danach absolvierten sie Belastungstests auf dem Fahrrad-Ergometer. Einige Wochen später wurde der Versuch mit Johannisbeersaft wiederholt. Ergebnis: Die Teilnehmer hielten mit Rote-Beete-Saft 92 Sekunden länger durch. Der Grund dafür: Der hohe Nitratgehalt der Rüben verringert den Sauerstoffbedarf. Zudem erweitert Nitrat die Gefäße und verbessert den Blutfluss. Von täglichem Trinken sollten Sie aber absehen, da sich ungesunde Nitrosamine bilden können. Tipp: 2,5 Stunden vor dem Sport 0,5 Liter Rote-BeeteSaft trinken.

Forscher haben herausgefunden, dass sporadische Langschläfer ihrem Körper etwas Gutes tun: Eine lange Nachtruhe in der Woche zeigt viel Wirkung aufs Immunsystem.

RICHTIG SCHLAFEN VIEL SCHLAFEN Die meisten gesunden Erwachsenen benötigen zwischen sieben und neun Stunden Schlaf pro Tag, um ihre körperlichen und geistigen Kräfte zu regenerieren. Wer kaum ausschlafen kann, sollte zumindest einmal in der Woche sehr lange schlafen. DER RICHTIGE ZEITPUNKT Timing entscheidet über einen guten Schlaf. Man muss wissen: Es gibt biologische Rhythmen, die die Zeitpunkte festlegen. Der durchschnittliche Deutsche schläft von 23:04 Uhr bis 6:18 Uhr. Das ist in etwa auch die Zeit, in der Nachtschlaf erholsam ist. BESSER ESSEN, BESSER SCHLAFEN Essen Sie abends Fleisch, Gemüse und Nüsse. Das dort enthaltene Tryptophan wandelt der Körper in Serotonin um, das Sie perfekt schlummern lässt. LICHT Schummeriges Licht am Abend sorgt für einen steigenden Melatoninspiegel und somit für einen gesunden Schlaf. MILCH Trinken Sie abends ein Glas Milch: Auch hier lässt uns Melatonin schlafen.

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Foto: Ch. Kaufmann

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RUMPF STĂ&#x201E;RKEN Ein kräftiger Rumpf fährt schneller bergauf. Mit diesen Ă&#x153;bungen werden Sie ďŹ t fĂźrs FrĂźhjahr.



RHYTHM 

 

SUPERMANN Legen Sie sich bäuchlings auf den Boden und heben Beine, Kopf und Arme an. Die Arme werden neben den Kopf gehoben. Halten Sie diese Position so lange Sie kĂśnnen. FĂźhren Sie diese Ă&#x153;bung acht Mal durch, gerne im Wechsel mit dem SeitstĂźtz. Dabei halten Sie die Position fĂźr 30 Sekunden und entspannen sich danach fĂźr 30 Sekunden. Drei Mal in der Woche genĂźgt schon.

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SEITSTĂ&#x153;TZ Sie sind in Seitlage, stĂźtzen sich auf den Ellbogen, die Beine liegen aufeinander. Heben Sie nun das Becken ab, bis Ihr KĂśrper eine gerade Linie bildet. Bleiben Sie in dieser Position, bis Sie nicht mehr kĂśnnen. FĂźhren Sie diese Ă&#x153;bung acht Mal durch. Dabei halten Sie die Position fĂźr 30 Sekunden und entspannen sich danach fĂźr 30 Sekunden. Drei Mal in der Woche genĂźgt schon.

HĂ&#x2013;HENPROFIL CHECKEN

Kenne deinen Gegner, oder besser die Berge, die auf dich warten. Wer sich am Tag vorher schon einmal die Strecke anschaut, fährt entspannter und weiĂ&#x;, wie er seine Kräfte einteilen sollte. Schauen Sie nach den längsten Anstiegen und legen Sie sich eine Marsch-Route zurecht, mit der Sie die Tour packen kĂśnnen. Wichtig: Sagen Sie sich selbst, dass Sie locker fahren mĂśchten. Packen Sie entsprechend Ihren Rucksack â&#x20AC;&#x201C; vor allem genug zu essen. Tipp: Nehmen Sie nur so viel wie nĂśtig mit, da jedes zusätzliche Kilo etwa 7 bis 9 Watt mehr Aufwand benĂśtigt.

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3 TAG X Sie haben sich in sieben Tagen etwas Form antrainiert: Jetzt gilt es, sie umzusetzen. So funktioniert es garantiert.

EINE FRAGE DES TIMINGS Am Touren-Tag muss alles nach Stechuhr ablaufen – vor allem Ihr Essverhalten. Starten Sie den Tag mit viel Rührei, Paprika und Bohnen. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie keinen hohen Insulinausstoß provozieren, indem Sie massig Kohlenhydrate futtern. Eine halbe Stunde vor dem Start essen Sie aber eine Banane. Da Sie Ihren Körper die letzten Tage auf Fettverbrennung umgepolt haben, wirken Kohlenhydrate jetzt wie Supertreibstoff. Beginnen Sie eine halbe Stunde nach dem Touren-Start mit einem Stück Riegel und etwas zu trinken (200 ml). Halten Sie sich ab jetzt an folgendes Schema: alle 20-30 Minuten einen kleinen Snack. Alle 15 Minuten einen kurzen Schluck aus der Pulle. Falls Sie eine Hütte zur Rast ansteuern, finden Sie den Essensfahrplan hierfür auf Seite 70.

KOFFEIN KURBELT DIE AUSDAUERWERTE KRÄFTIG AN. DAS IST WISSENSCHAFTLICH BEWIESEN. WER DEN AUFPUTSCHER NUTZEN MÖCHTE, SOLLTE IHN 30 MINUTEN VOR DER TOUR TRINKEN. NACH EINER HÜTTENRAST FOLGT DIE ZWEITE LADUNG.

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Nehmen Sie Bewährtes mit auf Tour: Wer zu neuen Riegeln greift, kann Probleme bekommen. Besonders konzentrierte Kohlenhydratprodukte mit Fructose können in Ihrem Magen zwicken. HÖR’ AUFS HERZ Ihr Herz sollten Sie den ganzen Tag fest im Blick behalten. Mit der Pulsfrequenz, die auf Ihrem Handgelenk blinkt, haben Sie einen perfekten Drehzahlbegrenzer mit auf dem Bike. Dabei sollten Sie Folgendes beachten: Lange Bike-Touren bestreiten Sie am besten bei 70 bis 80 Prozent Ihrer maximalen Herzfrequenz. Aber Vorsicht: Besonders am Anfang kann Ihre Pumpe nicht direkt anzeigen, wie viel Leistung Sie gerade aufs Pedal pressen. Der Puls reagiert besonders bei kurzfristigen Leistungsanstiegen sehr träge. Auf Ihre Tour übertragen bedeutet das nichts anderes, als dass Sie mit angezogener Handbremse fahren sollten. Zu Beginn eines langen Anstieges deshalb nicht gleich mit den Ersten reinpreschen und nach fünf Minuten das Überdruckventil pfeifen hören. Rollen Sie locker in den Berg und schauen Sie, dass Ihr Herz nach zehn Minuten den gewünschten Bereich erreicht. Falls Ihr Herz während der Tour mehr pumpen muss als zu Beginn, ist das ein natürliches Anzeichen von Erschöpfung. Ein plötzlicher Anstieg der Herztätigkeit kann aber auch auf sehr starken Flüssigkeitsverlust hindeuten. Richten Sie sich deshalb einen Essens- und Trinkfahrplan ein, damit die Leistung nicht plötzlich absackt. Wichtig: eine ungewohnt hohe Frequenz schon zu Beginn der Fahrt, kann unter Umständen auch ein Anzeichen für eine Erkältung sein.


WENN SIE BERGE FAHREN, MÜSSEN SIE SICH ZWISCHEN HOHER ODER NIEDRIGER TRITTFREQUENZ ENTSCHEIDEN. WAS SIE WÄHLEN, IST TYPENABHÄNGIG. HOHE FREQUENZEN BENÖTIGEN MEHR SAUERSTOFF, NIEDRIGE BELASTEN KNIE UND MUSKELN STÄRKER.

TEMPO BESTIMMEN Der beste Schutz, nicht gleich am Berg abgehängt zu werden: Bestimmen Sie das Tempo der Gruppe. Das machten schon so manche Tour-de-France-Helden. Einfach vorne einreihen, gemütlich den Gang hochspulen und mit den anderen reden. Versuchen Sie, die Gruppe zu kontrollieren. Ihr eigenes, gleichmäßiges Tempo verkraften Sie dabei besser als ein aufgezwungenes. Wieso Sie dafür am besten vorne fahren? Erstens ist es motivierender, in Front zu sein, als als Schlusslicht hinterherzuzuckeln. Zweitens können Sie so Tempowechseln entgehen, denn diese rauben viel Kraft. Vorsicht: Wer die Führung übernimmt, neigt schnell dazu, ein zu hohes Tempo anzuschlagen. Schauen Sie deshalb immer mal wieder auf Ihren Pulsmesser, damit Sie nicht in den roten Bereich drehen. Falls die anderen schneller fahren möchten, lassen Sie reißen und fahren Ihren Tritt hoch.


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DIE HÜTTE: SCHLAPPMACHER UND JUNGBRUNNEN Zur ersten Berg-Tour gehört die Hüttenrast dazu. Damit Ihnen die Leckereien im Alpenpanorama auch Kraft geben, gibt es kleine Grundsätze zu beachten: Wählen Sie ein Gericht, das eine gute Mischung aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fett bereithält. Also lieber keinen Schweinebraten mit Knödel verspeisen. Auf der Speisekarte bieten sich Kaiserschmarrn oder eine Brotzeit an. Das Ganze können Sie mit Mineralwasser oder einem alkoholfreien Bier runterspülen. Wer nicht auf einer Hütte strandet, sondern an der Tankstelle, der greift zu Brötchen (weiß) mit Frischkäse. Zu trinken gibt es hier, je nach Länge der Rest-Tour, Mineralwasser oder Apfelschorle (lang), Cola (noch 40 Minuten), oder eine Trinkschokolade (kurz vor oder nach Ende der Fahrt).

Nein, dass ist jetzt kein dämlicher Scherz: Salz in der Trinkflasche kann beim Elektrolythaushalt helfen. Damit dieser während der Tour ausgeglichen bleibt, sollte man etwa 1,5 Gramm Kochsalz je nach Schwitzstärke, Jahreszeit (im Frühjahr mehr) und nach Wärme auf ein Liter Getränk geben. Natrium ist dabei wichtig für den Wasserhaushalt und die Muskelfunktionen. Bei intensiver Trainingsbelastung oder an warmen Tagen können Sie bis zu 3000 Milligramm Natriumchlorid in einer einzigen Stunde ausschwitzen. So eine hohe Verlustrate kann problematisch sein, da Salz eine essenzielle Rolle für die Hydrierung spielt. Bei wem zu wenig Salz in der Blutbahn fließt, den zwicken Krämpfe.

Foto: Maria Knoll

SPAREN SIE ENERGIE, AM BESTEN IM WINDSCHATTEN: WER IM WINDSCHATTEN HINTEN HÄNGT, KANN BIS ZU 40 PROZENT AN LEISTUNG EINSPAREN. DAS ZAHLT SICH BEI LÄNGEREN STRECKEN WIRKLICH AUS. KLEMMEN SIE AM BESTEN AUF FLACHSTÜCKEN, BESONDERS BEI SCHNELLEN ASPHALTFAHRTEN, HINTER DEN ANDEREN FAHRERN. DIE BESTEN EFFEKTE HABEN SIE ALS VIERTER FAHRER.

SALZ IN DER FLASCHE

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TEST HARDTAILS

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EIN GUTER

JAHRGANG Erst belächelt, dann verflucht und am Ende doch durchgestartet: Nach drei holperigen Jahrgängen sind die Twentyniner in der Gunst der Käufer ganz oben angelangt. Mit Recht, wie unser Test von neun Volks-29ern um 1500 Euro beweist. Text: Stefan Loibl, Fotos: Markus Greber, Daniel Simon

Sorglos-Paket: Die robusten 29er-Hardtails erfordern weniger Zuwendung als Fullys mit komplexen Fahrwerken.

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TEST HARDTAILS

Cross-Country-Racer oder Touren-Fahrer: Mit den 29er-Hardtails und den passenden Trails werden beide glücklich.

– GHOST Einen Schönheitspreis gibt es dafür nicht: Die fetten Schweißnähte fallen besonders am Sitzrohrknoten auf.

A

Am Ende ist man immer schlauer. Als wir im Frühjahr 2010 erstmals zum Vergleichstest von 29er-Hardtails aufriefen, meldete sich nur eine Hand voll Hersteller. Aber schon nach diesem ersten Test war uns klar: 29er bieten ganz spezielle Vorteile, die für eine breite Zielgruppe interessant sind. Freilich war das Echo in unserer Leserschaft erst geteilt, doch drei Jahrgänge später hat sich das Blatt gewendet. Viele Biker haben in dieser Zeit die Gelegenheit genutzt, ein 29er selbst auszuprobieren, und viele sind von den Fahreigenschaften überzeugt. Die Nachfrage bei den Herstellern geht seitdem steil nach oben. Beispiel Canyon: Beim Koblenzer Ver-

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– CONWAY & CUBE

Fast fünf Kilo Beschleunigungsmasse: Schwere Laufräder sind versteckte Bremsanker und verleihen den 29ern ein unnötig träges Fahrverhalten.

sender führte jahrelang das 26-Zoll-Hardtail für 1000 Euro die Verkaufs-Charts an. Bis zu dieser Saison. Nun steht ein 29er an der Spitze. Die Nachfrage bestimmt das Angebot – und das hat Folgen: Besonders unter den höherwertigen Hardtails haben die 29er die 26-Zoll-Bikes in die hintersten Ecken der Radläden verbannt, und nahezu jeder Hersteller setzt auf ein breites 29er-Fundament. Von Alu bis Carbon. Von 700 bis 7000 Euro. Vom abgespeckten Einsteiger-Bike bis zum edlen Worldcup-Racer. Und der Durchmarsch des anfangs belächelten US-Spleens geht weiter: Von einigen großen Firmen wissen wir bereits, dass sie auch bei Einsteiger-Hardtails komplett auf das

– ROSE & GT

Die Klemmung an der Crank-BrothersSattelstütze muss man zuknallen, bis der Torx-Schlüssel knirscht.

26-Zoll-Maß verzichten werden – das spart Entwicklungs- und Logistikkosten. Doch wer baut es nun, das beste Alu-29er um 1500 Euro? Dazu haben wir neun der beliebtesten Volks-29er in die Redaktion bestellt: Darunter die erschwinglichen AluReplicas der Team-Race-Bikes von Bulls, Rocky Mountain und Rose. Sie müssen sich mit dem stylischen GT-Klassiker Zaskar und den beiden bayerischen Fachhandelsgrößen Cube und Ghost messen. Das traditionell starke Versenderlager ist vertreten mit dem ZR Race 29 von Radon und mit Poisons Lithium 29er. Eine Sonderrolle spielt das Conway Q-MLC, das für 1600 Euro mit einem Carbon-Rahmen


anrollt. Dafür haben die Niedersachsener an der Ausstattung gespart. Betrachtet man den Jahrgang 2013 genauer und wirft einen Blick auf unsere Laborwerte, wird schnell klar: Es gibt deutlich weniger Ausreißerwerte als in den vergangenen Jahren. Kurze Steuerrohre habe sich bei Längen um die 110 Millimeter eingependelt, Lenkwinkel um die 70,5 Grad, und breite Lenker mit 680 Millimetern ziehen sich durchs komplette Testfeld. Auch bei den Rahmengewichten kommen die 29er den klassischen 26-ZollModellen mittlerweile bedrohlich nahe. Im Schnitt beträgt die Differenz zwischen einem 26er- und einem 29er-Chassis nur noch 150 Gramm. Auch konifizierte Steuerrohre, Direct-

RAHMENGEWICHTE, ANBAUTEILE, ÜBERSETZUNGEN – DIE ENTWICKLUNGSRÜCKSTÄNDE ZU 26-ZOLL-BIKES SIND GESCHMOLZEN. Mount-Umwerfer und Postmount-Aufnahmen gehören heute zum Status quo. Hintergrund der Aufholjagd: Fast alle Hersteller investierten in den vergangenen Jahren das Gros der Entwicklungs-Budgets in Bikes mit großen Laufrädern. Freilich sind die Hersteller auch auf die Zulieferer angewiesen. Beispiel: Laufräder. Leichte Laufräder bringen einen größeren Spaßzugewinn als ein leichter Rahmen. Sie kompensieren das bauartbedingte, trägere Handling der Bikes am besten. Während in den Anfangsjahren noch Werte knapp unter der Fünf-Kilo-Marke (für Laufräder inkl. Reifen, Kassette, Bremsscheiben) die Regel waren, rollen die aktuellen 29er mit 500 Gramm weniger über die Trails. Das kompensiert die Beschleunigungsnachteile gegenüber 26-Zöllern und qualifiziert die Sportler in diesem Testfeld – wie Rose oder Bulls – sogar für den Marathon-Einsatz. Ein weiterer wunder Punkt in der Vergangenheit: unpassende Übersetzungen. Auch hier haben die Produkt-Manager aus den Fehlern der Vorjahre gelernt: 44 Zähne am großen Kettenblatt treten im Gelände eben nicht einmal Cross-County- oder Marathon-Profis. Wichtiger für Touren-Fahrer ist die richtige Wahl des kleinsten Ganges. Ein 24er-Kettenblatt, kombiniert mit einer 11-36er-Kassette, macht steile, lange Anstiege für jedermann bezwingbar. Grundsätzlich muss man vorsichtig sein,

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wenn man bewährte 26-Zoll-Übersetzungen übernimmt, vor allem bei Zweifach-Kurbeln klappt das nicht 1:1. Die SLX-Kurbel am GT und das Race-Face-Modell am Rose zeigen mit 38/24-Zähnen aber, wie eine passende 29er-Übersetzung aussieht. Sprünge nach vorne beim Rahmen und der Geometrie sind das Eine, aber wenn die Ausstattung nicht stimmt, ist der Vorsprung schnell aufgebraucht. Fakt ist: Auch bezüglich des Ausstattungs-Niveaus schmilzt der Unterschied zwischen 26- und 29-Zöllern weiter. Insgesamt bekommt man in dieser Preisklasse eine solide Ausstattung auf SLX/XT-Niveau, obgleich quer durch alle Bike-Kategorien das Ausstattungs-Niveau preisbereinigt gegenüber 2012 etwas abgenommen hat. Wer im Jahr 2013 also ein 29er mit unausgereifter Geometrie oder allzu schwacher Ausstattung präsentiert, hat schlichtweg seine Hausaufgaben nicht gemacht. Eine gute Nachricht für Biker, die auf eins der neun 29er-Hardtails aus unserem Test schielen: Kein Touren-Fahrer muss mehr unpassende Übersetzungen oder zickige Federgabeln fürchten, kein Marathon-Pilot muss träge Laufräder oder hohe Cockpits beklagen. Die Zeitenwende im 29er-Segment ist in vollem Gange.

Sichere Kurvenlage: Breite, tiefe Cockpits und die großen Laufräder bieten souveränen Grip.

+ ROCKY MOUNTAIN Schnell, griffig und mit überragender Dämpfung: Die teure Race-Sport-Version der Conti-Pneus spendiert dem Rocky einen Extra-Schub.

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Super Detail: Das Shadow+Schaltwerk von Shimano sorgt für absolute Ruhe am Antrieb des Mr. Ride.

Versender Poison zeigt, dass Kohlefaser-Parts nicht allein für Edel-Racer reserviert sind. Spart zwar kaum Gewicht, sieht aber schick aus.

BIKE-CHECK-LISTE Federgabel, Bremsen und Laufräder: Diese Details entscheiden über Hauptgewinn oder Fehlgriff. Sie trimmen ein Hardtail zum Marathon-Sportler oder komfortablen Touren-Untersatz. 1 Rahmen Auf Carbon (z. B. Conway) kann man in dieser Klasse guten Gewissens verzichten. Die Alu-Rahmen wiegen im Schnitt 1900 Gramm. Wer später aufrüsten will, sollte auf ein konifiziertes Steuerrohr und eine Steckachse hinten achten. 2 Federgabel Für Marathon-Piloten macht eine LockoutFernbedienung am Lenker Sinn. Mit einer Rock Shox Reba machen Sie nichts verkehrt. Sie ist ein langlebiger und unkomplizierter Begleiter. 3 Schaltung Es muss keine lupenreine XT-Gruppe von Shimano sein, eine SLX tut es auch. Achten Sie bei Zweifach-Kurbeln auf eine angepasste 29er-Übersetzung (38/24). Vorteil XT: Mit den Schalthebeln lassen sich zwei Gänge auf einmal schalten. 4 Laufräder Für den Kampf gegen die Uhr und eine leichtfüßige Beschleunigung zählen leichte Laufräder doppelt. Zudem lässt sich mit Reifen und Latex-Milch viel herausholen. Richtwert: unter 4,5 Kilo. 5 Bremsen Die XT-Stopper glänzen in Sachen Dosierung und Ergonomie. Bei Elixier 1/3 und Formula besser 180er-Scheiben fahren.

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FAZIT STEFAN LOIBL, BIKE-TESTREDAKTEUR

„Meine Freundin nennt es krankhaft, für mich ist es ganz normal: Immer wenn ich einen Biker sehe, wandert mein erster Blick auf den Rahmen. Blitzschnell scanne ich: Welcher Hersteller, welches Modell? Immer öfter fahren mir 29-Zoll-Hardtails über den Weg. Auf der IsarRunde, im Gebirge oder bei der Trainingsrunde in meinem Radsportclub. Berechtigt, wenn man sieht, wie sich die 29er-Hardtails um 1500 Euro in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Für gemäßigte Touren und Langstrecken-Biker bietet sich aus unserem Testfeld der Hingucker von GT, das Zaskar 9R, an. Wer sich auch mal eine Startnummer an den Lenker heften mag, erhält mit Radon und Rose leichte Einstiegssportler, die ihren 26-Zoll-Pendants in nichts nachstehen. Das sind nur drei Empfehlungen aus einem durchweg qualifizierten Testfeld.“

Sauber bleiben – egal in welchem Gelände Auf diese stabilen MTB-Schutzbleche mit breitem Schmutzfänger für optimalen Schutz können Sie sich auch im unwegsamsten Gelände stets verlassen.

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Für 1600 Euro darf man bessere Reifen erwarten als die Active-Line-Mischung von Schwalbe: wenig Dämpfung und bei Nässe wenig Grip.

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Bulls Conway Cube Ghost GT Poison Radon Rocky Mountain Rose

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Laufräder4

Gabel3

Rahmen

Komplett2

Trotz Carbon-Rahmen bleibt Conway das schwerste Bike im Feld. GT und Poison zeigen mit unter zwölf Kilo, was man in dieser Preisklasse maximal erwarten darf.

in kg

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in g

in g

12,3 13,0 12,5 12,55 11,85 11,85 12,1 12,65 12,1

1975 1880 1873 2023 1832 2095 1897 2107 1790

1702 2091 1637 1645 1841 1712 1691 1747 1800

4716 4894 4939 4630 4429 4212 4527 4526 4419

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WENN JEDES GRAMM ZÄHLT Unter dem Druck von 29 und 27,5 Zoll droht dem 26er-Hardtail ein Dasein als Ladenhüter. Doch diese Spezies hat ihr Haltbarkeitsdatum längst nicht überschritten – wie Bikes vom Format eines Stevens Stoke beweisen. FACHHANDEL

STEVENS STOKE

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26''

Alu/16/18/20/22'' (46 cm) 1599 Euro/11,1 kg (o. P.) FEDERWEG 102 mm GABEL Fox 32 Float CTD KURBELN/SCHALTUNG Shimano XT/Shimano XT, SLX ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24;11-34/620 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid Elixir 3/180/160 mm LAUFRÄDER Easton XC 26-Systemlaufräder, Continental X-King-Reifen 26x2,2 MATERIAL/GRÖSSEN PREIS/GEWICHT

SEHR GUT* REACH STACK BB-DROP

114,75 Punkte

413 mm 560 mm -26 mm

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Auch wenn die Entwicklung von 26-Zoll-Hardtails fast eingeschlafen ist, noch bieten die meisten Hersteller eine breite Palette ausgereifter Alu-Modelle an. Für einen direkten Vergleich mit den Volks-29ern haben wir das sportliche Stevens-Hardtail herausgepickt. 400 Gramm bis 1,5 Kilo sparen kleinere Laufräder, Federgabel und die XT-Schaltung im Vergleich ein. Für Marathon-Jünger eine Welt, die bei den 29ern nur mit teurem Tuning aufzuholen wäre. Fehlender Ballast, den die Beine am ersten langen Anstieg der Testrunde unmittelbar spüren. Die Sitzposition fällt im Vergleich zu den meisten 29ern überhöht und kompakt aus. Im Downhill bricht in der ersten kniffligen Passage Hektik aus: Die Schuld am überagilen Handling trägt der schmale Lenker (620 mm). Nach einem Wechsel auf einen breiteren Riserbar zirkelt das Stevens flink durch dieselbe TechnikSektion. Nur die günstige, wenig griffige Gummimischung der Reifen sorgt für kurze Schreckmomente. Fazit: Bei der Zeitenjagd bergauf hat das 26er die Nase vorne, bergab steuern die 29er deutlich souveräner durch jedes Gelände.

72,8° 1089 424 RACE/MARATHON

68,8° 310

TOUR/ALL MOUNTAIN

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*Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

+ BULLS Ein asymmetrischer Hinterbau sorgt für Reifenfreiheit am Copperhead. Zudem wachsen Kettenstreben und Tretlagerhöhe mit der Rahmengröße.

+ GT

+ RADON

Runden den stimmigen Gesamteindruck am durchgestylten GT ab: die griffigen, leicht rollenden Ikon-Pneus von Maxxis. Sorgen zudem für viel Komfort.

Die XT-Stopper sind zur Zeit das Maß der Dinge in dieser Klasse. Die gruppenungebundenen StahlBremsscheiben fallen nicht negativ auf.

TEST KOMPAKT Bessere Ausstattung als im Vorjahr 2013 wird ein guter Jahrgang: Im Vergleich zu den Vorjahren muss man für 29er keinen TrendAufschlag mehr bezahlen und bekommt fürs gleiche Geld dieselben Komponenten wie bei 26-Zoll-Hardtails. Auch die Geometrien sind nun alle stimmig. Das macht sich in den BIKE-Urteilen bemerkbar: Sechs Bikes mit einem „Sehr gut“ sind in dieser Preisklasse über dem Durchschnitt. CC-HARDTAILS (29er-Hardtails mit 100 mm Federweg)

Bulls

Conway

Cube

Ghost

GT

Poison

PREIS (IN EURO)

1499

1599,95

1599

1599

1499

BERGAUF (MAX. 81)

61 30,75 91,75 21,5 113,25

52,75 27,25 80 22,5 102,5

55 29 84 24,5 108,5

58,25 28,25 86,5 23 109,5

62,25 31,25 93,5 21 114,5

SEHR GUT

GUT

GUT

GUT

BERGAB (MAX. 39) PRAXISWERTUNG (MAX. 120) SONSTIGES¹ (MAX. 30) GESAMT (MAX. 150)

BIKE-URTEIL²

Radon

Rocky Mtn.

Rose

1499

1499

1499

1549

57 30,75 87,75 24,5 112,25

59,25 32,5 91,75 25,5 117,25

60,75 30,5 91,25 19,5 110,75

60,25 29 89,25 25 114,25

SEHR GUT SEHR GUT SEHR GUT SEHR GUT SEHR GUT

¹Unter Sonstiges fallen die Kriterien Ausstattung, Verarbeitung, Lackqualität und Gewährleistung. ²Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

78 BIKE 05-13


MICHELIN SAISONERÖFFNUNG*

RENNRAD

02/2013 · Fotos: Photothèque MICHELIN - Fotolia iStockphoto · Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA · Michelinstraße 4 · 76185 Karlsruhe

DER RICHTIGE REIFEN MACHT DEN UNTERSCHIED

MTB CITY-TREKKING

** 03/13

Abbildung kann vom Original abweichen

Beim Kauf eines Reifensatzes aus dem PERFORMANCE oder PRO Segment der Michelin Produktgruppen CITYTREKKING, RENNRAD oder MTB gibt es jetzt die limitierte isolierende Michelin Trinkflasche gratis dazu! (Nur so lange der Vorrat reicht!) * Aktionszeitraum bis 31.07.2013 im teilnehmenden Fahrrad Fachhandel in Deutschland ** Mountainbike Reifentest 03/2013, 29“ Race Reifen, MICHELIN Wild Race‘R Ultimate 29“ / 2.0

www.michelin-fahrrad.de


TEST HARDTAILS

BIKE-WISSEN: KOMFORTMESSUNG Nur weil Hardtails auf die Heckfederung verzichten, heißt das nicht, dass jeder Schlag stumpf in Gesäß und Rücken einschlagen muss. Unsere Messung im Labor zeigt, wie komfortabel Hardtails sein können.

4,37

Rose

3,71

4,56

Conway

Poison

4,66

Bulls

4,70

GT

Rocky Mountain 5,64

5,68

Ghost

6,20

Radon

DIE MESSWERTE variieren je nach Rahmen, Sattelstützendurchmesser und Material erheblich. Beispielsweise flexen dünne 27,2er-Stützen deutlich besser als dicke Modelle mit 31,6 Millimetern. Auch Carbon-Sattelstützen erzielen in der Regel bessere Messwerte als Alu-Varianten. Bei gleichem Modell entscheidet der Sattelstützenauszug: je weiter herausgezogen, desto mehr Komfort. Extremwerte: 9 mm beim Marin Indian Fire Trail 2009 (Carbon, 27,2), 2,5 mm beim Drössinger HTA 1.5 D 2011 (Alu, 31,6).

6,29

IM PRÜFSTAND WIRD die Sattelstütze mit einem Messadapter bestückt, der Mess-und Aufhängepunkt des Gewichtes und der Messuhr befindet sich 70 Millimeter hinter dem Mittelpunkt des Sattelgestellklemmkopfes. Der Abstand von Mitte Tretlager bis Mitte Sattelgestell-

klemmung beträgt bei Rahmenhöhen von 16-19" immer 700 Millimeter. Dann wird mit einer Last von 102,7 kg am Messadapter gezogen und die Auslenkung der Sattelstütze gemessen.

Cube

STÄNDIGE ERSCHÜTTERUNGEN führen bei stundenlangen Bike-Touren zum vorzeitigen Ermüden und mindern die Leistungsfähigkeit. An der Front federt die Gabel die gröbsten Schläge ab, am Heck bleiben dem Hardtail-Fahrer nur Reifen, Laufrad und Rahmen. BIKE-Messungen haben gezeigt, dass zwei Drittel der Hinterreifen „wegfedert“, ein Drittel die Sattelstütze. Zum Vergleich müssen alle Rahmen im BIKE-Testlabor zur Komfortmessung antreten.

Maximale Auslenkung in Millimetern bei 102 Kilogramm Belastung am Sattel.

BULLS COPPERHEAD 29 PLUS

FACHHANDEL

Alu/41/46/51/56 cm 1499 Euro/11,95 kg (o. P.) FEDERWEG 100 mm GABEL Rock Shox Reba RL Pushloc KURBELN/SCHALTUNG Shimano M552/Shimano XT ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/660 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid Elixir 5/180/180 mm LAUFRÄDER Shim. XT-Naben, Mavic TN319Felgen, Schwalbe RaRa/NN 29x2,25 MATERIAL/GRÖSSEN

PREIS/GEWICHT

SEHR GUT* REACH STACK BB-DROP

113,25 Punkte

389 mm 635 mm -58 mm

100 593

72,4° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Hochwertige Ausstattung, große Bremsscheiben, schicker Rahmen

1087 452

Kurze Sattelstütze, Superlight-Schläuche

CONWAY Q-MLC 629SE

FACHHANDEL

71,5° 312

www.conway-bikes.de Carbon/43/48/53 cm 1599,95 Euro/12,65 kg (o. P.) FEDERWEG 106 mm GABEL Rock Shox Recon Silver TK Poploc KURBELN/SCHALTUNG Shimano M552/Shim. XT, SLX, Deore ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/680 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid Elixir 1/180/160 mm LAUFRÄDER SRAM 506-Naben, Mach 1-Felgen, Schwalbe Racing Ralph P. 29x2,25 MATERIAL/GRÖSSEN PREIS/GEWICHT

GUT* REACH STACK BB-DROP

102,5 Punkte 420 mm 637 mm -56 mm

90 610

100

74,0° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Gutes Cockpit, komfortable Geometrie

Schwache Ausstattung, schwere Laufräder, schwere Federgabel

110

480

Wie sinnvoll ist ein Carbon-Rahmen in dieser Preisklasse? Wenig, denn in Sachen Gewicht holt das steife Monocoque-Chassis (1880 g) nichts auf die Konkurrenz heraus. Zudem leidet die Ausstattung unter dem höheren Rahmenpreis. Trotz gelungener Geometrie und stimmigem Cockpit erstickt das hohe Gesamtgewicht jegliche Race-Ambitionen. Dafür bekommt man einen gutmütigen Touren-Untersatz, der souverän und laufruhig durch technisches Gelände zirkelt. Die schwere Recon-Gabel mit Stahlstandrohren hinkt der Reba im harten Einsatz allerdings hinterher. Zudem hatten wir beim Test mit wechselnden Druckpunkten an der Elixir-1-Bremse zu kämpfen. Unser Tipp: lieber 150 Euro drauflegen und das etwas sportlichere Conway Q-MR 729 mit Alu-Rahmen, Shimano-SLX-Schaltung und Rock-Shox-Reba-Gabel nehmen. Fazit: schwerer Carbon-Tourer mit mäßiger Ausstattung. Gelungene Geometrie und souveränes Handling bergab.

115

460

Das 29er-Copperhead tritt ein schweres Erbe an: Der 1000-Euro-Bruder hat gerade mit überragender Ausstattung den Testsieg in BIKE 2/2013 abgeräumt. Wie von Bulls-Hardtails gewohnt, nimmt man mit viel Sattelüberhöhung sportlich auf dem Alu-29er Platz. Extra lange, mit der Rahmenhöhe mitwachsende Kettenstreben halten das Vorderrad sogar im Steilgelände am Boden. Beste Voraussetzungen für lange Kletterorgien also. Der gute Schwalbe-Reifen-Mix und die sensible Reba-Gabel (mit Lockout am Lenker) halten das agile Copperhead in rumpligen Singletrails auf Kurs. Trotz der pannenanfälligen SuperlightSchläuche gehören die Laufräder (4716 g) nicht zu den leichtesten. Große Fahrer müssen eine längere Sattelstütze nachrüsten. Top: Rahmenverarbeitung. Fazit: agiler Marathon-Sportler mit hochwertiger Ausstattung und schickem Rahmen. Die nur zweijährige Gewährleistung kostet Punkte.

www.bulls.de

1105 347

71,0° 310

*Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

80 BIKE 05-13


CUBE REACTION PRO 29

FACHHANDEL

Alu/15/17/19/21/23'' (47 cm) 1599 Euro/12,15 kg (o. P.) FEDERWEG 102 mm GABEL Fox 32 Float CTD KURBELN/SCHALTUNG Shimano XT/Shim. XT, SLX, Deore ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/720 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Shimano M 505/180/160 mm LAUFRÄDER Sun Ringlé Radium MA-Laufräder, Schwalbe Rapid Rob Active 29x2,25 MATERIAL/GRÖSSEN PREIS/GEWICHT

GUT* REACH STACK BB-DROP

108,5 Punkte 411 mm 613 mm -65 mm

90 600

100

73,0° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Tiefes, breites Cockpit, hoher Komfort (Rahmen)

1101 438

Schwere Laufräder, schwache Bremsen, Reifenwahl

GHOST HTX ACTINUM 2972

FACHHANDEL

70,3° 305

www.ghost-bikes.com Alu/16/17,5/19/20,5/22'' (48 cm) 1599 Euro/12,2 kg (o. P.) FEDERWEG 100 mm GABEL Rock Shox Reba RL Poploc KURBELN/SCHALTUNG Shimano XT/Shim. XT, SLX, Deore ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/680 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid Elixir 1/180/180 mm LAUFRÄDER Shim. M525-Naben, Ghost XD-Felgen, Schwalbe Rocket Ron 29x2,25 MATERIAL/GRÖSSEN PREIS/GEWICHT

GUT* REACH STACK BB-DROP

109,5 Punkte 399 mm 631 mm -72 mm

90 587

100

73,6° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Komfortable Sitzposition

4.

Schwerer Rahmen, billige Bremse

Bike Day 08. September 2013

Zh[_CJ8Ijh[Ya[d(.ac,-&>C"*&ac/,&>C",(ac',&&>C

110

480

Ghost ist auf den 29er-Zug spät aufgesprungen, für 2013 erweitern zumindest zehn Hardtails mit großen Laufrädern das Sortiment. Mittendrin das Actinum-Alu-Modell mit XT-Ausstattung und zuverlässiger Reba-Gabel. Durch das kurze, stark abfallende Oberrohr und eine hohe Front nimmt man sehr aufrecht Platz – also eher etwas für TourenKilometer statt für den Startblock. Zudem sorgt der Sattelstützen-Flex für Komfort auf langen Ausritten. Im Downhill schlängelt sich das Ghost trotz flachem Lenkwinkel souverän durch den Fichtenslalom unserer GardaseeTestrunde. Nur die Elixir-1-Bremse packte erst nach ein paar Mal „pumpen“ am Hebel richtig zu. Die dicken Schweißnähte am massiven Sitzrohrknoten kann man diskutieren, das hohe Rahmengewicht nicht. Fazit: Mehrstündige Touren sind das Spezialgebiet des gutmütigen Ghost-29ers. Die Ausstattung ist ordentlich, nur der Rahmen könnte leichter und schöner sein.

100

470

Seine Rennsport-Gene kann das Cube-29er nicht verstecken: Die Sitzposition fällt gestreckt und tief aus, der schicke Rahmen (1873 g) flext dank filigraner Sitzstreben wie ein Carbon-Chassis, und die Schaltzüge laufen im Unterrohr. Auch die Gabel von Fox (beim Test-Bike CTD-System defekt) und der SLX-XT-Schalt-Mix fügen sich ins Bild. Doch mit den schwersten Laufrädern im Testfeld (4939 g) wird man keinen Sprint gewinnen. Etwas aus der Ruhe im sonst so unaufgeregten Handling bringen einen nur die einfachen Schwalbe-Pneus. Schuld daran ist die harte, günstige Reifenmischung (Active Line), die auf losem Geläuf wenig Grip bietet. Die gruppenlosen ShimanoStopper verzögern zuverlässig, kommen in Sachen Ergonomie und Bremskraft aber nicht an eine Avid Elixir 3 oder 5 heran. Fazit: gutmütiger Sportler, den die übergewichtigen Laufräder etwas einbremsen. Außer bei Reifen und Bremsen sehr gute Ausstattung.

www.cube.eu

1092 432

69,5° 297

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TEST HARDTAILS

GT ZASKAR 9R ELITE

FACHHANDEL

Begehrt und bezahlbar: Es kommt selten vor, dass in unserem Testkeller ein Bike dieser Preisklasse von so vielen Kollegen umschwärmt wird. Der Grund: das farbenfrohe Styling des Zaskar-Klassikers. Das Bike ist cool! Von Sattelklemme bis Gabel-Dekor alles Ton in Ton. Auch auf dem Trail überzeugte uns der sinnvoll ausgestattete Race-Klassiker: Draufsetzen, wohlfühlen. Leichte Laufräder mit griffigen Maxxis-Pneus sorgen für einen schnellen Antritt, die Recon-Gold-Gabel bügelt souverän Wurzelteppiche glatt, und die passende Zweifach-Übersetzung macht das dritte Kettenblatt entbehrlich. So entsteht ein ausgewogener Fahreindruck, den nur Details wie die Sattelklemmung (s. S. 74), die etwas schwachbrüstige Formula-RX-Bremse oder die gesetzliche Gewährleistung (zwei Jahre) stören. 05/2013 Fazit: Optisch wie fahrtechnisch knüpft das Zaskar an alte Erfolge an. FACHHANDEL Ausstattung, Geometrie und Fahreindruck sind absolut stimmig.

www.gtbicycles.com Alu/S/M/L/XL (47 cm) 1499 Euro/11,5 kg (o. P.) FEDERWEG 106 mm GABEL Rock Shox Recon Gold TK Pushloc KURBELN/SCHALTUNG Shimano SLX/Shim. XT, SLX ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 38/24; 11-36/700 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Formula RX/180/160 mm LAUFRÄDER All Terra-Naben, Alexrims MD19Felgen, Maxxis Ikon EXC 29x2,2 MATERIAL/GRÖSSEN PREIS/GEWICHT

SEHR GUT¹ REACH STACK BB-DROP

114,5 Punkte

405 mm 637 mm -66 mm

90 602

100

470

TIPP

73,3° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Perfekt durchgestylt, sinnvolle Ausstattung, gutes Handling

1100 442

Sattelklemmung mit Torx, kein Sattelstützen-Schnellspanner

POISON LITHIUM T XT

VERSANDHANDEL

70,8° 303

www.poison-bikes.de Alu/42/46/50/54 cm 1499 (399) Euro/11,5 kg (o. P.) FEDERWEG 100 mm GABEL Rock Shox Reba RL QR15 Poploc KURBELN/SCHALTUNG Shimano XT/Shimano XT ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/670 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Shimano XT/180/180 mm LAUFRÄDER Novatec-Naben, BOR XMD 388-Felgen, Schwalbe Racing Ralph 29x2,25 MATERIAL/GRÖSSEN

PREIS² (RAHMEN)/GEWICHT

SEHR GUT¹ REACH STACK BB-DROP

112,25 Punkte

420 mm 636 mm -48 mm

100 624

100

72,5° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Lupenreine Shimano-XT-Gruppe, Carbon-Anbauteile, leichte Laufräder

1112 437

Hohe Front, schwerer Rahmen

RADON ZR RACE 29 8.0

VERSANDHANDEL

71,2° 320

www.radon-bikes.de Alu/16/18/20/22'' (46,5 cm) 1499 Euro/11,75 kg (o. P.) FEDERWEG 102 mm GABEL Fox 32 Float CTD QR15 KURBELN/SCHALTUNG Shimano XT/Shim. XT, Deore ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/700 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Shimano XT/180/160 mm LAUFRÄDER Mavic Crossride- Laufräder, Schwalbe Nobby Nic 29x2,25 MATERIAL/GRÖSSEN

PREIS²/GEWICHT

SEHR GUT¹ REACH STACK BB-DROP

117,25 Punkte

417 mm 603 mm -52 mm

90 600

100

TIPP

73,6° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Hochwertige Ausstattung, XT-Bremsen, ausgewogenes Handling

Harter, schmaler Sattel

95

465

Nur bei den wenigsten Bikes bekommt man für sein Geld so viel geboten wie beim 29er-Hardtail des Bonner Versenders. Die Ausstattung mit kompletter XT-Gruppe (außer Bremsscheiben), MavicSystemlaufrädern und Fox-CTD-Gabel mischt ganz vorne mit. Im Trail-Einsatz bleibt man dank gutem Cockpit, tiefer Front (95-mm-Steuerrohr) und den griffigen Nobby-Nic-Reifen immer Herr der Lage. Die Fox-Gabel nutzt bei richtigem Luftdruck (Körpergewicht in PSI) den kompletten Hub und bietet durch den ganzen Federweg gutes Ansprechverhalten. Wenn es richtig steil wird, hilft dabei ein Klick in den Trail-Modus. Wer im Startblock lieber auf Understatement statt auf grelle Optik setzt, greift zum komplett schwarzen Modell. Mit zwei Steckachsen und viel Sattelstützen-Flex auch für späteres Tuning 05/2013 und Hobbyracer ein gute Wahl. Fazit: Testsieger ohne echte SchwäVERSENDER chen: gutmütiger Sportler mit top Ausstattung und Fahrspaß-Garantie.

125

495

Die im Haus eingespeichten Leichtbau-Laufräder katapultieren das Versender-29er von Poison im Gewichts-Ranking an die Spitze – trotzt 2,1 Kilo schwerem Rahmen. Zusammen mit der lupenreinen XT-Schaltung, den überragenden XT-Stoppern und den Carbon-Anbauteile von FSA scheint der Testsieg so gut wie im Sack. Doch die hohe Front und die komfortable Sitzposition kosten nicht nur bei steilen Rampen unnötig Körner, sondern verhindern auch im Downhill, dass man richtig Druck aufs Vorderrad bekommt. Das und die wenig profilierten Racing-Ralph-Pneus erfordern im Downhill mehr Einsatz vom Fahrer. Für sportliche Piloten sollte das aber kein Problem sein. Die schätzen den Alu-Rahmen wegen der hohen Steifigkeitswerte und die Steckachse an der Reba-Forke. Tipp: Vorbau drehen und Spacer nach oben setzen. Fazit: steifer Ausstattungs-Knaller mit Leichtbau-Laufrädern; nur die hohe Front kostet Punkte im Fahrverhalten.

110

1103 440

70,3° 318

¹Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend. ²Preis ggfs. zzgl. Kosten für Lieferung, Verpackung und Abstimmung.

82 BIKE 05-13


ROCKY MOUNTAIN VERTEX 930

FACHHANDEL

www.bikeaction.de Alu/15,5/17/18,5/20'' (47 cm) 1499 Euro/12,3 kg (o. P.) FEDERWEG 106 mm GABEL Rock Shox Recon Gold TK KURBELN/SCHALTUNG Shimano M552/Shim. SLX, Deore ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 42/32/24; 11-36/700 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Avid Elixir 3/180/160 mm LAUFRÄDER Shim. RM66-Naben, Sun Ringle-Felgen, Continental X-King/Race King 29x2,2 MATERIAL/GRÖSSEN PREIS/GEWICHT

SEHR GUT¹ REACH STACK BB-DROP

110,75 Punkte

422 mm 629 mm -53 mm

90 618

100

72,9° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Gute Reifen, sportliche Geometerie, gutes Cockpit

1115 435

Schwerer Rahmen, schwache Ausstattung

ROSE MR. RIDE 2

VERSANDHANDEL

70,3° 315

www.roseversand.de Alu/45/48/51/54 cm 1549 (690) Euro/11,75 kg (o. P.) FEDERWEG 100 mm GABEL Rock Shox Reba RLT QR15 Pushloc KURBELN/SCHALTUNG Race Face Evolve/Shimano XT ÜBERSETZUNG/LENKERBREITE 38/24; 11-36/680 mm BREMSANLAGE/DISC-Ø VO./HI. Formula RX/180/160 mm LAUFRÄDER Easton XC 29-Laufräder, Schwalbe Racing Ralph Perf. 29x2,25 MATERIAL/GRÖSSEN

PREIS² (RAHMEN)/GEWICHT

SEHR GUT¹ REACH STACK BB-DROP

114,25 Punkte

399 mm 634 mm -60 mm

80 594

100

72,9° RACE/MARATHON

TOUR/ALL MOUNTAIN

ENDURO

+ Geringes Gesamtgewicht, leichte Laufräder, Shadow-Plus-Schaltwerk

Wenig Flex am Sattel, Sattelklemmung mit Torx-Schlüssel

120

485

Bei der Geometrie des Alu-29ers von Rose spürt man den Einfluss des firmeneigenen Renn-Teams: Ein kurzes, stark abfallendes Oberrohr sorgt für eine kompakte Kletterposition, der supersteife Rahmen für möglichst direkte Kraftübertragung. Das Shadow-Plus-Schaltwerk, die XT-Shifter und die Zweifach-Kurbel erlauben leises, blitzschnelles Schalten – selbst in Rumpelabfahrten. Im Antritt kann dem Rose-Sportler keines der anderen Test-Bikes das Wasser reichen. Einzig die Performance-Reifenmischung der Schwalbe-Pneus passt nicht zum hochgezüchteten Rennsport-Setup des Mr. Ride. Ein Satz Reifen lässt sich allerdings unkompliziert austauschen. Für ambitionierte Marathonfahrer: Auch bei Renneinsatz erlischt die zehnjährige Gewährleistung nicht. Fazit: leichter, steifer Vollblut-Sportler mit guter Ausstattung. Sofort startklar für den ersten Marathon-Renneinsatz. Top: Shadow-Plus-Schaltwerk.

115

470

Die 930er-Alu-Version des Vertex bildet bei den Kanadiern den Einstieg in die sportliche 29erPalette. Mit derselben Geometrie wie beim Carbon-Racer nimmt man relativ gestreckt auf dem 2,1 Kilo schweren Chassis Platz. Der breite Lenker, eine tiefe Front und ein 70-Grad-Lenkwinkel sorgen für hohe Spurtreue im ruppigen Gelände. Bergauf fehlt dem Rocky wegen des hohen Gesamtgewichts ein wenig die Spritzigkeit. Dabei kitzeln die superschnellen und gut dämpfenden Conti-Pneus (Race-Sport-Ausführung) bereits alles heraus aus den Laufrädern. Der breite, bequeme Sattel verspricht auf langen Touren viel Komfort. Bei der Ausstattung hinkt Rocky erwartungsgemäß der Versender-Konkurrenz hinterher. Dafür bekommt man einen schicken, modernen Rahmen mit Kult-Schriftzug am Unterrohr. Fazit: Die Alu-Version des Race-Klassikers gleicht den Ausstattungsnachteil mit sportlicher Sitzposition und einem laufruhigen, unaufgeregten Handling aus.

1108 451

70,0° 310

www.vp-usa.com

VP-69378gr/pr Photo: Projekt Roam

Colt Maule, co-founder Projekt Roam Green River Utah Follow the Projekt Roam adventures DQGVHHWKHLULQFUHGLEOHÀOPVDW www.vp-usa.com

VP-VICE406gr/pr Extruded, CNC-machined aluminum body ݉ Full-length CNC-machined cromoly axle ݉ LSL and sealed cartridge bearings ݉Replaceable backout pins ݉ Rebuild kits available ݉ Forged titanium axle upgrade available ©2013 VP Components Co LTD.


TEST RUCKSÄCKE

»

Fotos: O. Sxxxxxxxxx Platter, M. Greber, V. Lucasxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

NUR, WENN SICH EIN RUCKSACK AUCH AUF VERWINKELTEN TRAILS NICHT AUS DER RUHE BRINGEN LÄSST, IST ER FÜR DEN BIKE-EINSATZ EMPFEHLENSWERT.

84 BIKE 05-13


ORDENTLICH BUCKELN

Fotos: M. Fredriksson, Ph. Schieder

Ein guter Tagesrucksack trägt seine Last sauber aufgeräumt in diversen Staufächern. 13 Modelle mussten zur Ordnungsprüfung. Koffer packen hat etwas von Müll rausbringen. Deckel auf, Inhalt reinstopfen, Deckel zu. So einfach ist das, denn ein Koffer wird in der Regel erst wieder geöffnet, wenn der komplette Inhalt entnommen wird. Das Befüllen eines Fahrradrucksackes ist dagegen eine höchst komplexe Angelegenheit. Schließlich will man auf Tour nicht minutenlang in einem Teich aus Kabelbinder, Ersatzschlauch, Brille, Werkzeug, Müsli-Riegel und Wechselwäsche herumwühlen, um das benötigte Kettenschloss herauszuangeln. Um alle wichtigen Utensilien mit einem Handgriff parat zu haben, muss man den Rucksack mit System packen. Und das erfordert entsprechende Fächer und Optionen: Hauptfach, Brillenfach, Werkzeugabteil und Platz für die Trinkblase müssen es schon sein. Obendrein muss ein Rucksack auch bei beherzter Gangart sicher am Rücken haften. Im Test mussten 13 Tagesrucksäcke mit Platz für elf bis 17 Liter beweisen, dass sie deutscher Ordnungsliebe gerecht werden und dabei noch den Rücken schonen. Dabei stellt sich auch die Frage, ob Ordnung eine Frage des Preises ist. Das günstigste Modell, es kommt von Bike-Hersteller Cube, kostet 50 Euro. Camelbak und Ergon verlangen für 15, beziehungsweise 17 Liter Stauraum 130 Euro. Um herauszufinden, wie viel Inhalt die Testkandidaten tatsächlich aufnehmen können, wurden sie mit sogenannten Prüfsäcken befüllt. Dabei zeigt sich: Nicht alle Hersteller berechnen das Volumen ihrer Produkte praxisgerecht. Dakine überschätzt seinen Nomad 18 um ganze vier Liter. Knapp dahinter liegt The North Face. Mit geschickter Stopftechnik passen 15 Liter in den Litho 18. Cube dagegen gibt seinen AMS mit elf Litern an. Wir bekamen einen Liter mehr unter. Auf der Waage beweist der Trail Light von Vaude wahre Modelmaße. 448 Gramm sind auch bei einem Volumen von gerade mal 12 Litern ein Top-Wert. Wie der erreicht wird, ist schnell klar. So abgemagert die Arme und Beine mancher Laufstegschönheit, so zierlich sind auch die Gurte und Straps am Trail Light. Gespart wird zudem an Material und Ausstattung: Hauptfach, Frontfach, fertig. Das Kontrastprogramm: Dakine und Ergon wollen mit echter KingsizeAusführung punkten, bringen aber auch 970 und 1066 Gramm auf die Waage. Die Ausstat-

tungsliste bei diesen Modellen ist dafür feudal: Sie reicht vom Abteil für die Trinkblase, über das Fleece-Fach für die Brille, bis zu Zurrgurten für Protektoren und Fullface-Helm. Ähnlich umfangreich sind nur noch die Modelle von Camelbak und Osprey ausgestattet. Ob sich die luxuriöse Ausstattung auch nutzen lässt, zeigt der Praxistest. Alle Modelle wurden mit derselben Ausrüstung bestückt. Dabei wird schnell klar: Viele Taschen allein machen auch nicht glücklich. In den kleinen, unübersichtlich angeordneten Fächern des Morro von Hydrapak findet man sich kaum zurecht. Camelbak, Dakine, Evoc, Osprey und Scott zeigen, dass es auch besser geht. Ihre Werkzeugfächer lassen sich weit aufklappen und halten in übersichtlich angeordneten Täschchen die verschiedenen Pannenhelfer bereit. Ein besonders praktischer Trend setzt sich zunehmend auch bei unseren kleinvolumigen Modellen durch: Hüftgurttaschen. Camelbak, Ergon, Platypus und The North Face besitzen mindestens eine dieser kleinen Zipper-Taschen, in denen Mini-Tool, Müsli-Riegel oder Münzgeld stets in Griffweite liegen. Ein weiteres Plus dieser großen Hüftflügel zeigt sich dann auf der Testrunde. Sie umschließen den Träger großflächig und sorgen dafür, dass

WAS & WO? WERKZEUGFACH Viele Rucksäcke besitzen ein extra Fach für Tool, Pumpe und Co. Clevere Unterteilungen sorgen für Übersichtlichkeit und einen schnellen Zugriff.

BRILLENFACH Brillengläser oder HandyDisplays vertragen sich nicht gut mit harten Gegenständen. Ein gepolstertes FleeceFach schützt die empfindlichen Oberflächen vor Kratzern.

HAUPTFACH In den Tiefen des Hauptfachs verschwinden z. B. Kleidung oder Brotzeit. Toll, wenn es ein extra Abteil für Wertsachen gibt. Hell ausgekleidet findet man schnell den gesuchten Inhalt.

TRINKRESERVOIR Die Trinkblase kommt am besten in ein separates Fach mit Aufhängevorrichtung. Schlauchführung und ein Halte-Clip sollten mittlerweile zur Grundausstattung gehören.

05-13 BIKE 85


TEST RUCKSÄCKE

Auf ruppigen Trails zeigt sich, ob ein Rucksack fest am Rücken sitzt. Breite Beckengurte sind mittlerweile auch bei kleineren Tagesrucksäcken üblich.

+ ERGON

+ OSPREY

+ CAMELBAK

Der breite, umlaufende Beckengurt wird per Klett und Clip geschlossen und sorgt für maximale Stabilität während der Abfahrt.

„Lidlock“ nennt Osprey seinen HelmClip. Einfach durch einen Lüftungsschlitz gezogen, und der Helm sitzt bombenfest. Einfacher geht’s kaum.

Vier bewegliche Rückenpolster sorgen dafür, dass sich der HAWG N.V. perfekt an den Rücken schmiegt. Zudem wird die Belüftung verbessert.

Rückenplatte vorhanden ist, kann der Inhalt des Hauptfachs schnell unangenehme Druckstellen verursachen oder sich nach hinten wölben. Die Hauptfächer bei Cube, Hydrapack und Vaude sollten darum sorgsam bepackt werden. Wie sich das Obermaterial auf die Stabilität auswirken kann, zeigt sich bei Ergon. Der breite Klettgurt sitzt zwar sehr sicher auf der Hüfte, doch die flexible Außenhülle schaukelt im Gelände bei jeder seitlichen Bewegung. Auch Vaude ist ein Wackelkandidat . Die leichte Hülle besitzt obendrein keine Spanngurte, die das Gewicht näher an den Rücken bringen könnten. Das relativ kleine Volumen hält das Problem aber in Grenzen.

ORDNUNG IST DAS HALBE LEBEN. WER WILL SCHON BEI EINER PANNE ERST DEN KOMPLETTEN RUCKSACK LEEREN, UM AN DAS MINI-TOOL ZU KOMMEN? 86 BIKE 05-13

FAZIT STEFAN FREY, BIKE-TESTREDAKTEUR

Osprey beweist: Viel Ausstattung muss nicht zwingend teuer sein. Für 75 Euro gibt’s einen sehr durchdachten Tagesrucksack. Wer Protektoren und viel Werkzeug unterbringen will, greift am besten zu Camelbak, Dakine und Ergon. Auch Evoc sorgt für Ordnung in der Stube, bietet aber keine Materialgurte. Cube und Deuter bieten mit ihren perforierten Schulterträgern sehr gute Belüftung. Minimalisten und Grammfuchser werden beim Federgewicht von Vaude fündig, müssen dafür Abstriche bei der Passform machen. »ZUM VIDEO Webcode auf www.bike-magazin.de eingeben, oder den QR-Code mit dem Handy einscannen.

WEBCODE #14875

Fotos: M. Greber, P. Schieder

der Rucksack stabil auf dem Beckenkamm aufliegt und auch in kniffligen Passagen nicht am Rücken schlabbert. Camelbak, Dakine, Deuter und Osprey sitzen im Gelände am sichersten. Dazu tragen nicht zuletzt die stabilen Rückenkonstruktionen bei. Deuter und Osprey sind über einen Rahmen vorgespannt. Das stabilisiert nicht nur die ganze Rucksackkonstruktion. Das darüber liegende Mesh-Gewebe sorgt auch dafür, dass der Rücken optimal belüftet wird. Camelbak verbaut vier bewegliche Strukturpolster, die sich der Krümmung der Wirbelsäule anpassen. Auch dieses System funktioniert sehr gut. Wenn allerdings keine ausreichend stabile


TEST RUCKSÄCKE

RUCKSACK KORREKT ANPASSEN Hüftgurt, Brustgurt und Schulterträger können ihre Funktion nur dann richtig ausspielen, wenn sie korrekt auf den Träger angepasst wurden. Wir zeigen in wenigen Schritten, wie der Rucksack perfekt auf Ihrem Rücken sitzt. Zur Anprobe sollten Sie den Rucksack immer mit realistischem Gewicht befüllen und zunächst alle Gurte lockern. Dann die Mitte der Hüftflossen auf Höhe des Hüftkamms platzieren und schließen (1). Zu hoch positioniert würde der Hüftgurt den Bauch einschnüren. Als nächstes werden die Schulterträger strammgezogen (2). Die Hauptlast sollte jedoch auf dem Hüftgurt liegen. Der Ansatz der Schulterträger sollte zwischen den Schulterblättern positioniert sein. Ist die richtige Position gefunden, wird der höhenverstellbare Brustgurt angepasst und geschlossen. Er sollte nur so fest sitzen, dass er die Atmung nicht einschränkt (3).

1

2

3

+ ERGON

+ NORTH

Als einziger Testkandidat bietet der BA3 eine Längenverstellung am Rücken. Somit sitzt der Rucksack immer korrekt auf Beckenhöhe.

FACE Kleine Taschen an den breiten Hüftflügeln halten wichtige Dinge wie Tool oder Riegel stets griffbereit, auch während der Fahrt.

– DAKINE Da kann das TaschenManagement noch so clever sein. Jedesmal die Kompressionsriemen öffnen, um ins Hauptfach zu gelangen, ist umständlich.

05/2013 ALLROUND

SO TESTET BIKE

TIPP

Neben den reinen Labor-Werten, wie Gewicht und Packvolumen, müssen die Rucksäcke vor allem in der Praxis, beim Beladen und auf der Testrunde – mit auf den Einsatzzweck angepasster Befüllung – ihre Stärken unter Beweis stellen.

CAMELBAK H.A.W.G. NV 14 PREIS/INFOS GEWICHT¹/VOLUMEN¹ RÜCKENSYSTEM AUSSTATTUNG

130 Euro/www.camelbak.com 882 Gramm/17 Liter Vier bewegliche Mesh-Polster Regenhülle, Helmhalter, Protektoren-Straps, FleeceFach, Rücklichthalter, Trinkschlauch-Clip, Trinkblase

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GEWICHT (15 %)

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TRAGEKOMFORT (30 %)

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Das Rückensystem mit vier beweglichen Polstern passt sich gut der Rückenform an und sorgt für gute Belüftung. Hüft- und Schultergurt umschließen den Oberkörper und stabilisieren gut im Gelände. Gelungene Taschenaufteilung mit großen Hüftgurtfächern.

SEHR GUT

¹BIKE-Messwerte. ²Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

88 BIKE 05-13

Fotos: D. Simon, P. Schieder

Die Hersteller ermitteln das Volumen ihrer Rucksäcke häufig per Computer und nicht in der Praxis. Das führt oft zu starken Abweichungen beim tatsächlichen Stauvolumen. Deshalb testen wir die Rucksäcke mit sogenannten Ausliter-Prüfsäcken (Prüflinge: 10, 5, 2, 1 und 0,5 Liter). Das Gewicht eines Rucksacks wird maßgeblich durch Materialwahl, Größe und Ausstattung bestimmt. Große Rucksäcke mit vielen Taschen sind schwerer als Leichtgewichte mit nur einer Tasche. Wir wiegen mit einer Präzisionswaage und bewerten die Ergebnisse mit dem Gewichts-/ Volumen-Index. Komplette Bewertungstabelle: www. bike-magazin.de, Web-Code #14875 In der Praxiswertung ermitteln wir Tragekomfort und Handhabung mit Hilfe verschiedener Tester, mit auf den Einsatzbereich angepasstem Test-Equipment (Pumpe, Schlauch, Tool, Jacke, Trinkblase etc.)


Getestet auf den härtesten Strecken der Welt

Rider: Grant Ferguson Event: Team training camp Location: Jonkershoek in South Africa, February 2013 Photo:

Team 29 Issue

Irmo Keizer, Adrenaline Media

Der Einstieg in die Elite-Gruppe der Top 15 des UCI MTB Teams ist nie einfach. Du musst nicht nur hervorragende Fahrer im Team haben sondern auch die richtige AusrĂźstung, perfekt abgestimmt auf die BedĂźrfnisse der einzelnen Fahrer. TRĂ&#x2019;CHDRDLĂ&#x2019;&QTMCĂ&#x2019;RHMCĂ&#x2019;VHQĂ&#x2019;HLĂ&#x2019;,{QYĂ&#x2019;M@BGĂ&#x2019;2Â&#x2021;C@EQHJ@Ă&#x2019;FDQDHRSĂ&#x2019;VNĂ&#x2019;HLĂ&#x2019;+@TEDĂ&#x2019;CDQĂ&#x2019;2@HRNMĂ&#x2019;CHDĂ&#x2019;4"(Ă&#x2019;6DKSLDHRSDQRBG@Č DMĂ&#x2019; RS@SSÇ˝MCDMĂ&#x2019;VDQCDM Unsere Mission war klar. Test der neuen Prototypen der Superior Carbon Bikes unter Bedingungen, mit denen TMRDQDĂ&#x2019;%@GQDQĂ&#x2019;V{GQDMCĂ&#x2019;CDQĂ&#x2019;2@HRNMĂ&#x2019;JNMEQNMSHDQSĂ&#x2019;VDQCDM Ă&#x2019;6HQĂ&#x2019;OQÂ&#x2021;Č DMĂ&#x2019;CHDĂ&#x2019;%@GQQ{CDQĂ&#x2019;@TEĂ&#x2019;DHMHFDMĂ&#x2019;CDQĂ&#x2019;G{QSDRSDMĂ&#x2019; Trails SĂźdafrikas. Jetzt kĂśnnen wir nach Hause fahren mit dem Vertrauen und dem Wissen, dass soweit es C@RĂ&#x2019;,@SDQH@KĂ&#x2019;ADSQHÇźS Ă&#x2019;VHQĂ&#x2019;EÂ&#x2021;QĂ&#x2019;CHDĂ&#x2019;2@HRNMĂ&#x2019;Ă&#x2019;ADRSDMRĂ&#x2019;@TRFDQÂ&#x2021;RSDSĂ&#x2019;RHMC Bart Brentjens Manager der Superior Brentjens MTB Racing Team SUPERIOR DISTRIBUTORS Deutschland: P.A. Rudolph Handelsvertretung Telefon: +49 212 81 85 06 Ă&#x2013;sterreich: Manfred Karner Telefon: +43 (0)699 / 1502 1427

Schweiz: Grandjean SA Telefon: +41 (0)32 843 04 02


TEST RUCKSĂ&#x201E;CKE 05/2013 ENDURO

TIPP

PREIS/INFOS GEWICHTš/VOLUMENš RĂ&#x153;CKENSYSTEM AUSSTATTUNG

CRANK BROTHERS Ascender

CUBE AMS 11 Blackline

DAKINE Nomad 18

89,90 Euro/www.crankbrothers.com 640 Gramm/11 Liter Strukturpolster Signalpfeife, Fleece-Fach, Trinkblase

49,95 Euro/www.cube.eu 677 Gramm/12 Liter Strukturpolster mit Mesh RegenhĂźlle, Fleece-Fach, RĂźcklichthalter

104,95 Euro/www.dakine.com 970 Gramm/14 Liter Strukturpolster Signalpfeife, Fullface-Halter, Protektoren-Straps, zwei Fleece-Fächer, Trinkschlauch-Clip, Trinkblase

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GEWICHT (15 %)

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Der schmale Ascender bietet wegen der geringen Auflagefläche wenig seitlichen Halt. Der Brustgurt sitzt sehr hoch, der Hßftgurt fällt sehr schmal aus. Ausstattung auf Basis-Niveau, wenig Fächer, die aber trotzdem fßr gute Ordnung sorgen.

Netzträger und Hßftgurt des AMS 11 sind sichtbar vom Deuter entliehen, belßften jedoch gut und sorgen fßr einen sicheren Sitz. Bei voller Beladung stÜrt die fehlende Rßckenstabilität, auch die Polster kÜnnen drßcken. Sehr beschränkte Fächeraufteilung.

Sehr durchdachte Fächeraufteilung, umfangreiche Ausstattung und stabiles Rßckensystem mit guter Passform und viel Stabilität im Downhill. Kleine Abzßge fßr etwas harte Schulterträger und fehlende Regenhßlle. Unser Tipp fßr den Enduro-Einsatz.

GUT

GUT

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Women CAMP

013 2 . 9 0 . 2 2 19.9. e e S m a n r Kalte

                 

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Ein Event von:


PREIS/INFOS GEWICHT¹/VOLUMEN¹ RÜCKENSYSTEM AUSSTATTUNG

DEUTER Race EXP Air

ERGON BA3 Superenduro

EVOC CC 16l Team

69,95 Euro/www.deuter.com 922 Gramm/14 Liter Vorgespannter Mesh-Rücken Regenhülle, Helmhalter, Volumenerweiterung

129,95 Euro/www.ergon-bike.com 1066 Gramm/15 Liter Strukturpolster mit Mesh Rückenlänge verstellbar, Regenhülle, Protektoren-Straps, Helmhalter, Hüftgurttasche, Volumenerweiterung

89,90 Euro/www.evocsports.com 739 Gramm/16 Liter Strukturpolster mit Mesh Signalpfeife, Helmhalter, Rücklichthalter, FleeceFach, Trinkschlauch-Clip

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TRAGEKOMFORT (30 %)

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VERARBEITUNG (15 %) FAZIT

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Dank vorgespanntem Netzrücken, Mesh-Schulterträgern und -Hüftgurt sehr gut belüftet. Seitlich gut stabilisiert, kann aber etwas hochrutschen. Hüftpolster drücken leicht. Ein zusätzliches Werkzeugfach wäre wünschenswert. Sehr gut verarbeitet.

Sitzt dank breitem Klettgurt sicher auf der Hüfte. Das flexible Obermaterial gibt jedoch wenig Stabilität. Am Stoff befestigte Schnallen lassen sich kaum bedienen. Umfangreich ausgestattet. Eignet sich dank Fullfaceund Protektoren-Straps gut für Enduro-Einsätze.

Evoc-typisch sehr gute Fächeraufteilung mit heller Innenauskleidung. Schultergurt kann im Nacken drücken. Schlauch-Clip und Netztasche über Trinkblasenfach etwas ungünstig positioniert. Angenehme Rückenpolsterung, liegt jedoch nicht flächig auf.

SEHR GUT

SEHR GUT

SEHR GUT

BIKE-URTEIL²

¹BIKE-Messwerte. ²Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

inventor of the clipless pedal

Vielfältige Talente, einzigartige Kräfte. Cross-Country, Enduro, All Mountain, dank dem innovativen, abnehmbaren Käfig-Konzept ist das S-Track Pedal das erste modulare MehrzweckMTB-Pedal auf dem Markt. Dank der großen Kontaktfläche (460mm²), des geringen Gewichts (ab 122g p.Pedal, S-Track Cabon Titan), des neuen Ein& Ausstiegssystem sowie dem neuen Dynamic Cleat System bietet die S-Track Pedallinie optimale Kraftübertragung, Effizienz gepaart mit beeindruckender Selbstreinigung. Erhältlich in 3 Versionen: S-Track Carbon Ti, S-Track Race, S-Track.

Made in France. Mehr Informationen www.lookcycle.com

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retra sport Handelsges. m.b.H. www.retrasport.at

UGD Sport Diffusion SA www.ugd.ch


TEST RUCKSÄCKE 05/2013 PREIS/LEISTUNG

TIPP

PREIS/INFOS GEWICHT¹/VOLUMEN¹ RÜCKENSYSTEM AUSSTATTUNG

HYDRAPAK Morro 13

OSPREY Syncro 15

PLATYPUS Duthie AM 12

119,95 Euro/www.hydrapak.com 620 Gramm/14 Liter Strukturpolster mit Mesh Trinkblase, Protektoren-Straps

75 Euro/www.ospreypacks.com 736 Gramm/14 Liter Vorgespannter Mesh-Rücken Signalpfeife, Helmhalter, Regenhülle, Rücklichthalter, Lageverstellung, Reflex

124,95 Euro/www.cascadedesigns.com 519 Gramm/14 Liter Strukturpolster mit Mesh Helmhalter, Protektoren-Straps, Hüftgurttaschen, Trinkschlauch-Clips, Trinkblase

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Ungewöhnliche Fächeraufteilung mit teils sehr kleinen Eingriffen. Fehlende Rückenplatte sorgt für schwammiges Tragegefühl und wenig Halt. Schnallen teils schlecht positioniert. Brustgurt sitzt sehr hoch, Hüftgurttaschen sind nach oben offen.

GUT

Gelungene Taschenaufteilung, clevere Details, wie Helmhalter und sehr gute Passform mit gut belüftetem, vorgespanntem Netzrücken. Lediglich Hüftflossen fallen etwas kurz aus, und die langen Verstellbänder baumeln haltlos im Weg herum.

Breite Hüftflossen mit großen Zipp-Fächern geben guten Halt. Liegt großflächig am Rücken auf. Vorsicht beim Beladen: Rückenplatte ist wenig stabil. Taschen-Management geht in Ordnung, das Handling der seitlichen Straps gerät etwas umständlich.

SUPER

SEHR GUT

Die Geschichte einer Legende Nr. 3: BMW 02er ,IMOUSINEs#ABRIOs4OURING

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PREIS/INFOS GEWICHT¹/VOLUMEN¹ RÜCKENSYSTEM AUSSTATTUNG

SCOTT Grafter

VAUDE Trail Light

THE NORTH FACE Litho 18

79,95 Euro/www.scott-sports.com 764 Gramm/12 Liter Strukturpolster, vorgespannt Helmhalter, Fullface-Halter, Regenhülle, Protektorenhalter

60 Euro/www.vaude.com 448 Gramm/12 Liter Strukturpolster mit Mesh Regenhülle, Helmhalter, Rücklichthalter

100 Euro/www.thenorthface.com/eu 785 Gramm/15 Liter Strukturpolster mit Mesh Signalpfeife, Hüftgurttaschen, Rücklichthalter, Fleece-Fach, Helmhalter, Regenhülle

BE W E RT U N G

GEWICHT (15 %)

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TRAGEKOMFORT (30 %)

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VERARBEITUNG (15 %) FAZIT

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Die Verarbeitung des Grafter dürfte etwas wertiger sein. Straps laufen recht rau. Vorgeformte Rückenplatte und kurze Schultergurte passen nicht jedem Fahrertyp. Taschenaufteilung ist durchaus gelungen, Straps bieten Halt für Protektoren und Fullface-Helm.

Sehr leichter Rucksack für Racer mit minimaler Fächeraufteilung. Korrekt befüllt liegt er bequem am Rücken, bietet aber keinen optimalen Halt in technischem Gelände. Kleine Schnallen und schmale Straps erschweren das Handling. Tipp für Minimalisten.

Breite Hüftflügel mit großen Zipp-Taschen sorgen für Stabilität und zusätzlichen Stauraum. Angenehmes Rückensystem mit breiter Auflagefläche. Ein Fach für Werkzeug wäre eine sinnvolle Ergänzung zur ansonsten durchaus gelungenen Ausstattung.

GUT

SEHR GUT

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BIKE-URTEIL²

¹BIKE-Messwerte. ²Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.


NAVIGATION PER SMARTPHONE

Foto: Ronny Kiaulehn

VERFÜHRT...

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… wer sich mit Hilfe des GPS-Signals über die Trails leiten lassen will, greift immer häufiger auch zum Smartphone. Zahlreiche Apps und Touren-Portale buhlen um die Gunst technikverliebter Biker. Doch kann das Handy mit dem klassischen GPS-Gerät mithalten?

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Vorbei sind die Zeiten, in denen flattrige Ausdrucke mit Moser-Touren an den Vorbauten stahlgefederter Hardtails baumelten. Nervige Orientierungsstopps, weil das Auge während der Rüttelfahrt mal wieder einen Wegpunkt zu weit nach unten gerutscht ist, gehören genauso der Vergangenheit an. Heute weisen digital kartierte, satellitengesteuerte Navigationsgeräte den Weg zu Gipfelglück und Kaiserschmarrn. Doch GPS-Empfang alleine lockt mittlerweile kaum mehr einen echten Outdoor-Jünger hinterm Ofen vor. Das Smartphone schickt sich an, den klassischen GPS-Geräten den

Rang abzulaufen. Vollgestopft mit modernster Technik, GPS-Sensoren und ständigem Zugang zur Informationsflut des Internets, bietet es für Abenteuerhungrige ungeahnte Möglichkeiten. Der Einstieg in die Welt der GPS-Geräte beginnt bei etwa 100 Euro. Hochwertige Geräte mit FarbDisplay und Touchscreen knacken jedoch schnell die 300-Euro-Grenze. Wem das zu teuer ist, der verwandelt mit minimalem Kostenaufwand sein Smartphone in einen vollwertigen TourenGuide – so weit die Theorie. GPS-Empfang gehört bei Mobiltelefonen mittlerweile zur Standardausrüstung. Alles, was Sie obendrein noch benötigen, ist die passende NavigationsSoftware mit dazugehörigem Kartenmaterial. Die gibt es zum Teil kostenlos oder schon für wenige Euro im App-Store des Herstellers. Eine besonders große Auswahl an Anwendungen findet sich für die Betriebssysteme iOS von Apple und für Android, das von Herstellern wie Samsung, Motorola und HTC verwendet wird. Doch bieten die Apps auch den vollen Navigationsumfang? Ähnlich wie bei klassischen GPS-Geräten führen die Anwendungen den Biker meist über vorgefertigte Tracks zum Ziel. Dazu nutzen die meisten Hersteller kostenloses

DIE BESTEN ONLINE-TOUREN-PORTALE Auf zahlreichen Online-Plattformen stehen GPS-Tracks aus aller Welt bereit. Gefüttert von Outdoor-Aktivisten oder Tourismus-Verbänden – fast immer kostenlos. Bike GPS Für drei Cent pro Kilometer gibt es auf diesem PremiumPortal die schönsten Touren der Alpen. Alle Touren sind über Satellitenbilder abgeglichen und versprechen 100-prozentige Genauigkeit. Zu den Touren gibt es detailreiche Höhenprofile, ein Roadbook als PDF und reichlich hilfreiche Infos. Für die individuelle Planung muss ein spezielles Programm installiert werden. Den Link finden Sie auf der BIKE-Website www.bike-magazin.de in der Rubrik „Touren“.

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PRO TRACK-VERFÜGBARKEIT GPS-Tracks und Wegpunkte können direkt vor Ort aus dem Internet geladen werden und zur Navigation genutzt werden.

KOSTENLOSE KARTEN Google- oder OpenStreet-Maps können weltweit kostenlos genutzt werden und werden über das Mobilfunknetz nachgeladen.

MULTIFUNKTIONELL Auf einem Gerät laufen Apps für verschiedenste Aktivitäten, z. B. Radfahren, Wandern, PKWNavigation oder Städte-Touren.

KOSTENFAKTOR Wer bereits ein GPS-fähiges Smartphone besitzt, hat meist nur Kosten für spezielles Kartenmaterial. NavigationsSoftware gibt es kostenlos.

CONTRA ROBUSTHEIT Viele Geräte sind nicht für den Outdoor-Einsatz konzipiert und müssen durch spezielle Hüllen geschützt werden.

AKKU-LAUFZEIT Bei eingeschaltetem GPS- und Handy-Empfang reicht die AkkuLeistung kaum für eine Tour.

gpsies Touren können sowohl auf der Webseite als auch über die App gesucht und ausgewählt werden. Eigene Strecken lassen sich über die Webseite planen, hochladen und bearbeiten. Die Tracks werden danach auf dem Smartphone gespeichert und können über die App eines Drittanbieters, wie etwa das kostenlose OruxMaps wiedergegeben werden. Den Link finden Sie auf der BIKE-Website www.bike-magazin.de in der Rubrik „Touren“.

HANDHABUNG

outdooractive Auch auf der Internetseite von Outdooractive kann man Touren für verschiedenste Aktivitäten downloaden oder online stellen. Ein Planungsprogramm steht ebenfalls zur Verfügung. Zugriff auf das Touren-Programm hat man leider nur über die Pro-Version der App. Dafür bietet die App eine kostenlose topografische Karte von Deutschland, Österreich und Südtirol. www.outdooractive.com

MOBILFUNKEMPFANG

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Kompliziertere Bedienung und schlechtere Ablesbarkeit des Displays als bei speziellen GPSGeräten wie Garmin und Co.

Um die Vorteile des Smartphones nutzen zu können (z. B. Online-Karten) ist eine gute UMTS-Verbindung nötig.

05-13 BIKE 95


NAVIGATION PER SMARTPHONE

VIELE APPS BIETEN NEBEN KOSTENLOSEM ONLINE-KARTENMATERIAL DETAILREICHE TOPOGRAFISCHE KARTEN ZUR TOUREN-PLANUNG. Kartenmaterial, wie die OpenStreetMaps oder OpenCycleMaps. Natürlich bieten die Apps auch die Funktion, die aktuelle Tour aufzuzeichnen. Die Routen-Navigation, wie wir sie vom GPS-Gerät kennen, beherrschen jedoch nur aufwändigere und häufig kostenpflichtige Anwendungen wie ViewRanger, TwoNav oder OruxMaps. Dabei bleibt die automatische Zielführung, wie wir sie aus der Straßennavigation kennen, größtenteils den GPS-Geräten vorbehalten. Das Smartphone punktet mit anderen Funktionen, die teils nette Spielerei, teils echten Nutzwert bieten. So kann man zum Beispiel mit der ape@map-Anwendung eine SMS-Nachricht mit den aktuellen Standortkoordinaten absetzen. Besonders hilfreich ist diese Funktion im Falle eines Notfalls und auf dem GPS-Gerät nicht möglich. Auch das aktuelle Wetter lässt sich mit dem Smartphone stets abrufen. Bei der BuddyBeacon-Funktion von ViewRanger können die Freunde Ihre BikeAbenteuer live auf der Karte eines Web-Portals oder über Google-Maps verfolgen. Doch damit nicht genug: Durch die ständige Anbindung ans mobile Netzwerk stellen Smartphones die Verbindung zu Online-Portalen her. Sie haben Lust auf eine spontane Bike-Tour? Durchstöbern Sie vor Ort das Angebot der zahlreichen Portale. Doch Vorsicht: Viele Outdoor-Aktivisten stellen ihre Lieblings-Touren unbearbeitet online. Die Qualität der Tracks schwankt stark, deshalb sollten Sie den Touren-Verlauf vorher auf der digitalen Karte überprüfen. Portale wie ViewRanger oder outdooractive verwenden auch offizielle Touren der Tourismusverbände, meist ebenfalls kostenlos. Die Touren-Beschreibung und dazugehörige Karte werden direkt aufs Handy geladen. Anhand von hochwertigen topografischen Karten, wie etwa der des Deutschen Alpenvereins, lassen sich eigene Routen mit diesen Apps auch vor Ort erstellen. Das kleine Display erschwert die Planung allerdings erheblich. Besser klappt die Touren-Planung zu Hause am PC, allerdings nicht mit den kostenlos downloadbaren Karten. Zur TourenPlanung eignen sich vor allem die Seiten von outdooractive.com, alpenverein.com, gpsies. com oder bike-gps.com. Auch die topografischen Karten der Landesvermessungsämter, etwa die Top25- oder die Alpenvereinskarten eignen sich als hervorragendes Planungs-Tool. 3D-Flug und detailliertes Höhenprofil inklusive. Die fertigen Touren werden dann einfach auf das Smartphone übertragen und die Navigation kann gestartet werden. 96 BIKE 05-13

TRACK Ein Track ist eine Spur, welche das GPS- Gerät während einer Tour aufzeichnet. Wie eine Brotkrümelspur erfasst das Gerät in bestimmten Abständen die Koordinaten der aktuellen Position. Tracks sind ideal für den Austausch übers Internet geeignet. Vor der Weitergabe ist eine Bearbeitung anhand einer digitalen Karte sinnvoll, um z. B. versehentlich gefahrene Umwege zu löschen.

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ROUTE Zur Planung von Touren waren die Routen gedacht. Eine Folge von Wegpunkten wird an den wichtigsten Punkten (Abzweigungen, Hütten, etc.) manuell gesetzt. Das GPS-Gerät lotst den Benutzer entlang dieser Route, indem es jeweils den nächstgelegenen Wegpunkt anzeigt. Routing-fähiges Kartenmaterial errechnet die Strecke zwischen den Wegpunkten anhand der vorhandenen Straßen und Knotenpunkte.

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DIGITALE KARTEN Wer seine Touren am PC plant und Wert auf anschauliche Karten legt, die das Gelände detailreich und mit Höhenlinien darstellen, sollte sich nicht auf OpenSource-Karten verlassen. Digitale, topografische Karten bieten zusätzliche Planungsinformationen, wie Höhenprofil oder 3D-Darstellungen der Landschaft. Es eignen sich beispielsweise die Top25-Karten für Deutschland oder die Amap Fly für Österreich. Auch die digitale Alpenvereinskarte ist ein gutes Planungsinstrument.

OUTDOOR-APPS FÜR BIKER Die ViewRanger-App greift grundsätzlich auf frei zugängliche OpenMapsKarten zurück. Für viele Länder weltweit stehen jedoch detaillierte topografische Karten zum Downloaden zur Verfügung, die auf dem Smartphone gespeichert werden und auch ohne Handy-Signal funktionieren. Auf my.viewranger. com lassen sich Touren planen, suchen und online mit anderen Usern teilen. Die App beherrscht jedoch auch die Touren-Suche vor Ort. Auch eine RoutenNavigation ist möglich, jedoch ohne automatische Zielführung. Zudem arbeitet der Hersteller mit zahlreichen Tourismusverbänden zusammen und bietet deren Touren-Material als kostenlosen Download an.

OruxMaps bietet die Möglichkeit der Navigation über online- und offline-basierte Karten wie z. B. Open-AndroidMaps oder Garmin-Karten.

Upmove Touren suchen, aufzeichnen und nachfahren. Die App von Upmove ist eine All-in-oneLösung für unterwegs.

Locus Zeigt Karten sowohl online als auch offline. Beinhaltet TrackAufzeichnung, Routen-Führung, Wetter-Service und vieles mehr.


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NAVIGATION PER SMARTPHONE

ERST DAS PASSENDE ZUBEHÖR MACHT AUS DEM URBANEN GADGET EIN ROBUSTES, OUTDOOR-TAUGLICHES NAVIGATIONSGERÄT.

HANDY, HALTERUNG UND CO. Halterungen und Schutzhüllen bereiten das Smartphone für den Outdoor-Einsatz vor. Bei häufigem Gebrauch lohnt sich der Kauf eines speziellen Outdoor-Handys. ` KLICKFIX PHONE BAG

TAKWAK TW700 Navigation-, Smartphone- und Walkie-Talkie-Funktionen in einem robusten Gehäuse (IP57-Zertifizierung) vereint. Die Bedienung erfolgt über ein 3,5-Zoll-Display, der Akku soll mit zwölf Stunden Kapazität auch längere Touren überstehen. Preis: 549 Euro. www.takwak.com

Das Phone Bag schützt Smartphones vor widriger Witterung. Per KLICKfix-Quad-Adapter ist es schnell am Lenker montiert und um 90 Grad drehbar. Der Touchscreen bleibt dabei voll bedienbar. Erhältlich sind vier Größen, ab 41,95 Euro. www,klickfix.com ` SONY XPERIA V

Auch wenn die Optik eher nach Abendrobe aussieht, ein kratzfestes 4,3-Zoll-Mineralglas-Display, 11,5-Megapixel-Kamera und Schutzklasse IP55/57 machen das Xperia V outdoor-tauglich. Das Display soll dabei auch bei greller Sonnenstrahlung noch gut lesbar sein. www.sonymobile.com

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Doch bei allem Lob gibt es auch Kritikpunkte. GPS-Geräte sind speziell für den Einsatz im Gelände konzipiert. Doch kaum ein Smartphone ist für den harten Outdoor-Einsatz geschaffen. Keine Dichtung schützt vor Staub und Spritzwasser, und einen Sturz würde wohl keiner der technischen Multitasker überstehen. Daran ändern zum großen Teil auch spezielle Hüllen und Halterungen wenig. Deren Auswahl ist zudem bisher noch arg beschränkt. Gehäuse für das iPhone bieten bereits zahlreiche Hersteller wie Biologic oder Topeak. Doch für die Geräteflut der übrigen Marken hält der Markt nur eine sehr beschränkte Auswahl bereit. Die Touchscreens lassen sich beim Biken nur mit speziellen Handschuhen bedienen. Bei direkter Sonneneinstrahlung verschlechtert sich die Ablesbarkeit der Displays teilweise enorm. Obendrein übersteht kaum ein Handy-Akku bei eingeschaltetem GPS eine komplette Tages-Tour. Es empfiehlt sich auf jeden Fall den Handy-Empfang abzuschalten und das Gerät vor der Tour komplett vollzutanken. Wer sein Smartphone als wirkliche Alternative zum GPS-Gerät nutzen will, sollte auf ein spezielles Outdoor-Handy zurückgreifen. Samsung, Motorola und Sony bieten Modelle, die nach IP67- oder IP57-Zertifizierung spritzwasser- und staubgeschützt sind. Eine weitere Alternative hat die Firma Takwak im Programm. Das robuste tw700 vereint Handy-, Navigations- und Walkie-Talkie-Funktion in einem Gerät.

` SAMSUNG XCOVER 2

Samsungs neues Outdoor-Smartphone ist nach IP67Standard zertifiziert und somit staub- und wassergeschützt. Das Android-4.1-Betriebssystem ist auf dem aktuellen Stand. Die Display-Größe beträgt vier Zoll. Die Akku-Laufzeit soll bis 570 Stunden betragen. www.samsung.com TOPEAK RIDE CASE ` Das Ride Case wird auf der Steuersatz-Kappe montiert und lässt sich sowohl im Winkel als auch in der Ausrichtung (hoch/quer) verstellen. Die Halterung besteht aus einem Fiberglas-CarbonMix. Preis: 39,95 Euro. www.topeak.de

FAZIT STEFAN FREY, BIKE-TESTREDAKTEUR

Die ständige Verfügbarkeit des Internets macht das Smartphone zum starken Partner für Outdoor-Abenteuer. Egal, ob Sie Touren vor Ort auswählen, das Wetter checken, SocialNetworking oder umfangreiches Kartenmaterial nutzen – das Handy hat einiges zu bieten. Die Möglichkeit, einen Notruf mit Koordinaten absetzen zu können, kann zudem Leben retten. Auf anspruchsvollen Bike-Touren ist das GPS-Gerät trotzdem nicht zu schlagen. Es widersteht extremen Bedingungen und verfügt über die bessere Akku-Leistung. Auch beim GPS-Empfang und der Bedienbarkeit hat es meist die Nase vorn.

98 BIKE 05-13

` UPMOVE BIKEHALTER

Im Online-Shop des App-Herstellers Upmove finden sich Halterungen für zahlreiche Smartphone-Typen (iPhone, Samsung, Sony, Motorola), sowohl für die Montage am Lanker als auch für den Vorbau. Preise: ab ca. 19,90 Euro, www.upmove.eu

NOTSTROM-AGGREGATE Bei eingeschaltetem GPS und ständig beleuchtetem Display kann man der Akku-Ladung beim Schrumpfen förmlich zusehen. Für länger anhaltendes Navigationsvergnügen sorgt zum Beispiel das Biologic ReeCharge Case fürs iPhone, mit integriertem 1400-mAh-Akku. Preis: ca. 99 Euro, www.thinkbiologic.com Das Mobile Power Pack von Topeak wird per Klett unter den Vorbau geklemmt und versorgt das Smartphone via Kabelverbindung mit Saft. Die 5400 mAh kosten 89,90 Euro, de.topeak.com


Foto: © Markus Greber

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INTERVIEW

BIKER VERTRÖDELN »IHREVIELE ZEIT HEUTE MIT MATERIAL-FETISCHISMUS, STATT EINFACH EINE GUTE ZEIT AUF DEM RAD ZU HABEN.


Virtuelle Welt Der Mountainbike-Sport zerfasert in immer mehr Sparten, ein Technik-Trend löst den nächsten ab. Ist Biken noch Biken? Florian Wiesmann, Rahmenbauer und Sinnsucher, hat da so seine Zweifel.

Foto: Henri Lesewitz

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Die Läden sind vollgestopft mit Bikes. Trotzdem nehmen Leute ein Jahr Wartezeit in Kauf, um sich von Dir einen Rahmen bauen zu lassen. Warum? Weil sie Bikes wollen, die es sonst kaum noch zu kaufen gibt. Die Leute sind frustriert, weil das Material immer schneller veraltet. Ein Trend jagt den nächsten. Viele kaufen und kaufen, weil sie glauben, das alles unbedingt zu brauchen. Das ist ein bisschen wie bei Drogensüchtigen, die auch immerzu die Dosis erhöhen müssen, um wieder einen Kick zu haben. Der Bike-Kauf wird zum Rausch. Meine Kunden wollen sich von diesem Stress entkoppeln. Es ist auch eine Flucht vor der durchdrehenden, hyperkapitalistischen Welt. Dinge werden weiterentwickelt. Was ist so schlimm daran? Ich finde Technik eigentlich geil. Aber in meine Pubertät fielen Ereignisse wie Tschernobyl, das Waldsterben und der Chemieunfall von Schweizerhalle. Der französische Geheimdienst versenkte damals ein Greenpeace-Schiff, nur weil die Aktivisten darauf gegen Atomtests protestierten. In allen Zeitungen waren die starken Bilder der Umweltproteste. Das hat mir gezeigt, dass wir Menschen einen neuen Weg einschlagen müssen. Das Mountainbike war eine geniale Erfindung, um unabhängig von Fremdenergie mobil zu sein und fernab von Autostraßen die Natur zu erkunden. Zwanzig Jahre später sind wir nun an dem Punkt, dass man zum Biken Energie braucht. Stichworte E-Bikes und Liftshuttle. Das beweist, dass der Mensch so blöd ist, aus der besten Erfindung so viel Geld rauszupressen, bis sie sinnlos wird. Was hat das mit normalen Bikes zu tun? Es geht oft nur noch ums Größer, Bunter, Schneller. Nicht mehr darum, welche Technik wir wirklich brauchen. Dabei ist vieles nur eine Marketing-Inszenierung. Eine klassische Radhose zum Beispiel. Die ist einfach perfekt. Die wird verschlechtert, indem man ein Shorts draus macht. Aber alle fahren in Shorts. Wir sind total anfällig für Marketing-Gequassel. Warum gibt es jetzt den Kunstbegriff „Enduro“? Wir sind so schon vor zwanzig Jahren

gefahren. Viele Biker vertrödeln heute Zeit mit Material-Fetischismus, statt sich einfach auf das Rad zu setzen und ein paar gute Stunden zu haben. Wie sieht für Dich das perfekte Bike aus? Ein Produkt ist immer dann gut, wenn es simpel ist. Aber das widerspricht der Art unseres Denkens. Ein simples Produkt ist nicht demonstrierbar, deshalb wird es von der Masse gar nicht wahrgenommen. Niemand braucht elf Ritzel am Bike. Aber es wird kommen, davon kann man ausgehen. Ist ja auch einfach, ein Ritzel mehr draufzustecken. Jeder kann doch kaufen, was er mag. Das stimmt. Aber man muss schauen, dass man sich nicht kaufen lässt. Ich glaube ja übrigens, dass der Großteil der Biker eher gestresst ist von diesem ständig größer werdenden Überangebot. Viele denken nur noch drüber nach, ob sie die richtige Laufradgröße haben, die perfekte Gangzahl, oder ob ihr neues Bike nächstes Jahr schon wieder veraltet ist. Glück ist ein biochemischer Zustand, messbar anhand der Hormone im Blut. Angenommen, die Bike-Hippies in den Siebzigern waren randvoll mit Glückshormonen. Wozu werden Bikes dann überhaupt weiterentwickelt? Das ist ein philosophischer Bereich. Der Mensch findet Viel und Mehr geil. SUVs zum Beispiel. Der größte Bullshit. Aber die Dinger werden massenhaft verkauft. Das Thema „Twentynine“ geht ja auch ein bisschen in die Richtung. Es macht was her. Der Mensch würde ja sterben vor Langeweile, wenn er nichts hätte, womit er sich beschäftigen kann. Früher war der Tag mit Nahrungssuche ausgefüllt. Diese ganzen Bike-Trends sind letztlich künstliche Beschäftigung. Eine virtuelle Welt. Wie im Film Matrix. Die echte Welt ist nur noch dazu da, die virtuelle am Laufen zu halten. Alles folgt keinem wirklichen Ziel, sondern nur noch dem puren Selbstzweck. Wenn ich mir überlege, wie wir früher um die Akzeptanz des BikeSports kämpfen mussten. Man hat Powerslides vermieden und sich um Rücksicht bemüht. Heute wird mit Liftkarten herumgeworfen, nur damit alle am Berg ihr Geld abladen.

Du warst selbst Downhill-Rennfahrer. Genau dabei ist mir auch irgendwann klar geworden, wie unsinnig das ist: Man verplempert ein ganzes Wochenende für ein paar Abfahrten. Von der katastrophalen Öko-Bilanz ganz zu schweigen. Heute ist Shutteln eine Normalität. Diese modernen Fullys mit 160 Millimetern Federweg, die angeblich voll Uphill-tauglich sein sollen. Viele können ohne solche Bikes gar nicht bergab fahren. Hoch geht’s mit dem Auto. Das E-Bike, so fürchte ich, wird das normale Rad verdrängen. Wenn es mit dem Biken einmal so weit kommen sollte wie beim Skifahren, dann kann ich nur hoffen, dass der Sport ganz schnell ausstirbt. Biken ist ein Volkssport geworden. Ist das nicht generell positiv zu sehen? Das wäre toll, wenn Touren vor allem an der Haustür beginnen würden und die Welt nicht mit China-Ware überschwemmt werden würde. Gibt es gar keine Hoffnung? Vielleicht gibt es ja mal ein Umdenken. Durch einen Öko-Kollaps, eine Naturkatastrophe, was weiß ich. Manchmal wäre es besser, bewusst auf etwas zu verzichten. Aber das liegt uns Menschen nicht im Blut. Interview: Henri Lesewitz

Florian Wiesmann Als 14-Jähriger entdeckte der Schweizer seine Leidenschaft fürs Biken. Nach erfolgreichen Jahren als Rennfahrer begann er, Bremsen in Kleinserie zu fertigen. Seine „Wie-Brake“ gilt als Inspirationsquelle von Shimanos späterer V-Brake. 1992 ging Wiesmann in die USA, um bei Kultschweißer Ben Serotta die Kunst des Rahmenbaus zu erlernen. Heute fertigt Wiesmann im Schwarzwald exzellente Maßrahmen aus Stahl und Titan. Zur Sicherung von Produktund Lebensqualität sind die Stückzahlen limitiert. Derzeitige Wartezeit: zirka ein Jahr. www.wiesmann-bikes.de

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KAUFBERATUNG XXL-BIKES

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125 Kilo, 1,93 Meter – für XXL-Biker wie Gerhard Döhl (55) ist die Auswahl an Bike und Komponenten sehr dünn.


KINGSIZE Zwei Meter groß, 100 Kilo schwer – viele Biker sind in der XXL-Liga unterwegs. Doch jenseits der Standardgrößen sind passende Bikes und solide Teile rar. Die BIKEKaufberatung löst schwer wiegende Probleme.

Fotos: Daniel Simon

W

Wolfram M. ist vermutlich sauer auf uns. „Hallo, ich bin 2,03 Meter groß und 130 Kilo schwer“, begann seine Mail, „Mein Händler hat mir gesagt, dass Fullys nur bis 110 Kilo zugelassen sind und die Dämpfer ohnehin nur 90 Kilo aushalten. Ich hätte aber gerne eines. Könnt Ihr mir helfen?“ Nein, konnten wir bislang nicht, und deshalb hat Wolfram M. auch bis zu diesem Artikel noch keine hilfreiche Antwort bekommen. Sorry, Wolfgang – das Thema ist zu komplex für eine kurze Mail. Die meisten Hersteller verraten nämlich höchstens in den Fußnoten, was ihre Bikes aushalten sollen. Und selbst wenn dort eine vermeintlich klare Zahl steht, hat die Angabe oft einen Haken. Canyon etwa gibt für seine Rahmen ein beachtliches Fahrerhöchstgewicht von 120 Kilo an. Blöderweise senken die Systemlaufräder etlicher Komplett-Bikes dieses Limit auf schlappe 90 Kilo – auf mehr lässt sich deren Hersteller nicht ein. Cube dagegen setzt das Limit für seine Bikes generell bei 115 Kilo, meint aber das „Systemgewicht“. Eine durchaus sinnvolle Angabe, doch dabei addieren sich zum Fahrer selbst noch dessen komplette Ausrüstung und das Bike. Am Ende steht auch hier bloß ein zweistelliges Körpergewicht. Echte Vergleichbarkeit oder zwingende rechtliche Vorschriften? Nicht in der Bike-Branche. Die entsprechende EN-Norm nennt weder klare Zahlen noch ist sie Gesetz. Es gibt zwei gute Gründe, die Herstellerangaben dennoch sehr ernst zu nehmen. Der erste davon sind die Gewährleistung und eine etwaige Herstellergarantie. Die decken zwar keinen Verschleiß ab, wohl aber Materialbruch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch. Und der kommt bei Schweren häufiger vor als bei Durchschnittsgewichten. BIKE-Leser Martin F., 1,93 m groß und 97 Kilo schwer, hat in zwei

Text: Jörg Spaniol

Jahren stolze sechs Hinterbauten zermürbt. Klare Gewährleistungsfälle, die der Hersteller jedesmal anstandslos regelte. Aber, ganz abgesehen vom Aufwand und dem komischen Gefühl, auf bröseligem Material unterwegs zu sein: Nach zwei Jahren ist Schluss mit der gesetzlichen Gewährleistung, denn sie verlängert sich nicht einmal beim Komplettaustausch. Danach gibt es bestenfalls eine freiwillige Herstellergarantie. Und ob so ein unterdimensioniertes Rad überhaupt Spaß macht? Der Spaß unterwegs ist nämlich der zweite Grund, im dunkelgrünen Bereich der Herstellerangaben zu bleiben. Ein besonders guter Grund zudem, wie routinierte Gelände-Biker wissen. Manches XXL-Bike windet sich über den Trail wie gekochte Spaghetti. Viele Schwere verdanken ihr Gewicht nämlich einer überdurchschnittlichen Körpergröße. Zugunsten einer ausgewogenen Optik liegt hier der Griff zum 29er nahe – einer Gattung, der sich BIKE-Tests mit besonderer Akribie widmen. Und dabei stellte sich heraus, dass die großen Laufräder und die dazu passenden Gabeln bei ähnlicher Konstruktion im Vergleich zur klassischen 26er-Radgröße spürbar weniger steif sind. Für Leichte ist das kein großes Thema, doch welcher Große bringt nur 75 Kilo auf die Waage? Auch die schiere Größe eines XXL-Bikes macht den Rahmen weich, wenn der Hersteller nichts dagegen tut. Große Rahmen bestehen aus langen Rohren. Techniker wissen: „Die Biegesteifigkeit verringert sich in der dritten Potenz zur Rohrlänge.“ Was das in der Praxis heißt, verdeutlicht ein simples Beispiel: Man nimmt ein 40 Zentimeter langes Alu-Rohr, das waagrecht in die Luft ragt. Daran hängt man ein Zehn-Kilo-Gewicht. Das Rohr biegt sich einen Zentimeter nach unten. Ragt ein solches Rohr aber 60 Zentimeter he-

„Ein HARDTAIL DARF GERN 15 KILO WIEGEN.“ DIRK ZEDLER SACHVERSTÄNDIGER FÜR FAHRRADTECHNIK Zu Ihnen kommen unter anderem Leute, die einen Crash wegen Technikversagens hatten. Sind das alles Große und Schwere? Mein Job hat sich da zum Glück verändert: Den „worst case“, dass ein Lenker oder eine Gabel unvermittelt bricht, gibt es kaum noch. Die Konstruktionen sind besser geworden. Trotzdem haben Schwere viel mehr Ärger, aber vor allem im Dauergebrauch. Was geht kaputt? Alles, wie bei Normalgewichtigen auch. Aber meistens schneller. Schwere sollten Lenker, Vorbau, Sattel und Sattelstütze grundsätzlich als Verschleißteil betrachten und lieber regelmäßig auswechseln. Laufräder machen viele Probleme, führen aber selten zu Stürzen. Schützt schweres Material vor Ärger? Da gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Dauerschaden und Überlastschaden. Beispielsweise kann ein gut konstruierter, leichter Lenker unter Umständen viel mehr Lastwechsel aushalten als ein schweres Modell. Doch wenn ein Schwerer stumpf in ein Loch fährt, hat dickeres Material bei gleicher Qualität mehr Reserven. Das gilt prinzipiell auch für Rahmen, Felgen und alle anderen Teile. Also kein Leichtbau am XXL-Bike? Es gibt sicher leichte Serienteile guter Marken, die mehr aushalten als ein schweres No-NameTeil. Aber grundsätzlich ist es kein Fehler, beim Material proporzional draufzulegen. Wenn ein dauerhaft haltbares Hardtail für einen 80-KiloFahrer 10 Kilo wiegt, darf es für einen 120-KiloFahrer eben 15 Kilo wiegen. Die Norm EN 14766 sagt, was ein Mountainbike leisten muss. Reicht es nicht, dass ein Bike die Norm erfüllt? Die Norm ist weder verbindlich vorgeschrieben, noch sieht sie explizit ein bestimmtes Fahrergewicht vor. Einzelne Testanforderungen in der Norm wachsen allerdings mit zunehmendem Fahrergewicht. Trotzdem ist die Norm nicht das, worauf es ankommt. Für den Biker bleibt letztlich die Orientierung an dem Fahrer- oder Systemgewicht, das der Hersteller angibt. Wer schwerer ist, hätte juristisch weder bei der Garantie noch bei der Produkthaftung gute Karten.

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KAUFBERATUNG XXL-BIKES

raus, biegt das Gewicht es gut drei Zentimeter. Spröde Mechanik, mit saftigen Folgen für Große: Bleiben Oberrohr und Hinterbau unverstärkt, schlingert die Fuhre. In der Tabelle auf der nächsten Seite steht, wer extragroße Rahmen anbietet oder seine Modelle für besonders hohe Zuladungen auslegt. Ein schneller Blick zeigt, dass die Anforderungen groß und schwer selten gleichzeitig erfüllt werden. Das billigste Mittel gegen einen zu weichen XXL-Rahmen ist das regelmäßige Studium der BIKE-Tests und der dort angegebenen Rahmensteifigkeiten. Auch deren Bedeutung steigert sich mit wachsender Rahmengröße exponentiell. Bei besonderen Anforderun-

gen führt der Weg dann zu einem spezialisierten Rahmenbauer wie Juchem, Nicolai oder Alutech. Klar, dass auch die Komponenten den Spaß nicht verderben sollten. Hier geht es weniger um die Größe als um das Fahrergewicht. Wer immer haarscharf am zulässigen Grenzwert surft, quält das Material und sich selbst. Laufräder, Federelemente, Scheibenbremsen – sie wurden allesamt entwickelt, um bei durchschnittlich Schweren ideal zu funktionieren. Wer schwerer ist, kauft besser Hardcore-Teile: Federgabeln mit dickem Schaft- und Standrohr, breite Felgen, größtmögliche Bremsscheiben. Also „All Mountain“ statt „Marathon“, oder

„Enduro“ statt „All Mountain“. Doch auch damit fährt man schnell in eine technische und rechtliche Grauzone. Mit klaren Angaben zum Gewichts-Limit für Fahrer halten sich die meisten Komponentenhersteller nämlich auffällig zurück. Lediglich die Laufradhersteller sind da auskunftsfreudiger – und sie sind es auch, deren Produkte manches XXL-Bike nur für Leichtgewichte fahrbar machen. Viele Systemlaufräder großer Marken wie DT oder Mavic verdauen nur eine Zuladung von 90 oder 100 Kilo. Das ist nicht mehr als ein Durchschnittsmann mit Klamotten und Transalp-Rucksack. Klassische, individuell aufgebaute Laufräder mit breiten

XXL-TECHNIK IM DETAIL Wenn die Serie nicht ausreicht, helfen Sonderanfertigungen wie dieses Juchem-Bike. Es ist für einen zwei Meter großen 150-Kilo-Fahrer ausgelegt. 1 2

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1 COCKPIT Weil große, schwere Mountainbikes auch breite Lenker brauchen, kommt nur Material in Frage, das der Hersteller für Downhill zulässt. 2 SATTEL Massive Stahl-Sattelgestelle stecken die Überlast am besten weg. Leichtbau ist tabu. 3 RAHMEN Es gibt keinen allgemein gültigen Grund, auf Carbon zu verzichten. Theoretisch ist das XXL-Potenzial gut. Doch bei Aluminium sind Custom-Hersteller flexibler, wenn hochbelastete Stellen stärker ausfallen sollen. Juchem formt und dimensioniert die Rohre selbst. 4 DÄMPFER Die meisten Luftdämpfer kommen

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bei 120-Kilo-Fahrern und Standard-Hinterbauten an ihre Grenzen. Manche XXLer bevorzugen deshalb Stahlfeder-Dämpfer. 5 REIFEN Dicker ist besser. Was der Reifen abfedert, bleibt Rad und Fahrer erspart. 6 FEDERGABEL Dicke Gabelbeine, dicker Schaft – Freeride-Material ist Pflicht. Die SteinerDoppelbrücke steckt sogar in Tandems. 7 ANTRIEB Große achten auf 180er-Kurbeln, Schwere auf bewährtes Material ohne Gewichtsexperimente. Auch die Rohloff-Nabe kann Dank Tandem-Zulassung interessant sein.

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8 LAUFRÄDER Freeride-Felgen mit Außenbreiten über 30 Millimeter und mindestens 32 Speichen sind die Basis. Das 650B-Format ist für XXLFahrer eine Überlegung wert. Steckachsen vorne und hinten bringen Steifigkeit. Individualaufbau ist eine gute Idee. 9 BREMSEN Der Cleg-2-Scheibenbremse mit extra dicken 203-Millimeter-Scheiben bescheinigt Werner Juchem beste Standfestigkeit. Generell sind die größten montierbaren Scheiben gerade groß genug für die dringend nötige Wärmeableitung an diesem sicherheitsrelevanten Bauteil.


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Felgen oder Freeride-Systemlaufräder vermeiden absehbaren Ärger und steigern den Preis nicht unmäßig. Ganz anders ist die Aktenlage bei den Antriebskomponenten. Die beiden großen Schaltgruppen-Anbieter halten sich bedeckt. Weder SRAM noch Shimano geben an, was beispielsweise ihre Tretkurbeln abkönnen. Das müssen sie auch nicht, denn die Verantwortung trägt letztlich der Hersteller des Rades, nicht der Komponentenlieferant. Der persönliche Rat von Michael Wild, Sprecher des deutschen Shimano-Importeurs, ist dennoch klar: SLX, XT und Saint sind seine Favoriten für Schwere. Radikales Gewichts-Tuning ist hier deutlich weniger gefragt als Haltbarkeits-Tuning. Am Ende steht die Erkenntnis, dass der Weg zu einem sicheren XXL-Bike mit gutem Handling häufig über einen Custom-Aufbau führen wird, bei dem jedes Einzelteil auf der Liste steht, das zu Fahrergröße, -gewicht und Fahrstil passt. Gut möglich, dass es am Ende nicht unter 15 Kilo wiegt. Im Verhältnis zum Fahrergewicht kann es damit trotzdem leichter sein als das 11-KiloFully eines Hochleistungshänflings. Und ein Tuning-Teil ist es sowieso – für den eigenen Körper: Nach den Erkenntnissen der letzten BIKE-Umfrage wiegen unsere Leser sieben Kilo weniger als der Bevölkerungsdurchschnitt.

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ZWEI METER ODER ZWEI ZENTNER

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Die gute Nachricht: Es gibt Bikes für Große und Bikes für Schwere. Doch wer beides ist, braucht oft ein Baukasten-Bike oder einen Maßrahmen. Hersteller

Gewichts- Max. Limit Oberrohr

XXL-Modelle

Alutech

135 kg (FG)

640 mm

Modell Fanes mit verst. Hinterbau

Canyon

120 kg (FG)

630 mm

Gilt für Rahmen; niedriger je nach Ausstattung

Conway

120 kg (FG)

650 mm

Q-MR 629, 729, 829

Drössiger

140 kg (SG)

640 mm

Hardtails Pro-Lite, H-29-lite

Fuji

120 kg (FG)

k. A.

Hardtail Tahoe 29”

Giant

120 kg (ZL)

635 mm

durchgängig

Haibike

120 kg (SG)

660 mm

29er Hardtail Curve

Juchem

ca. 160 kg (FG)

bis 690 mm

Einzelanfertigung

Kona

ohne

660 mm

durchgängig

Liteville

ohne

660 mm

Modell 301

Maxx

> 120 kg (FG)

643 mm

Custom-Aufbau, je nach Belastung

Nicolai

> 120 kg (FG)

nach Maß

Einzelanfertigung

Radon

125 kg (FG)

630 mm

durchgängig

Rocky Mountain

130 kg (SG)

650 mm

Modell Instinct/ Element; höheres Gewicht nach Absprache

Scott

110 kg (ZL)

650 mm

Spark, Genius, Scale 600 + 900

Simplon

125 kg (SG)

650 mm

Cirex, Kibo, Cure, Dilly

Trek

136 kg (SG)

bis 663 mm

Rumblefish, Superfly, 29er Race/ Sport Hardtails

Alle Daten in der Tabelle stammen von den Herstellern – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. SG = Systemgewicht (Bike plus Fahrer plus Ausrüstung), FG = Fahrergewicht, ZL = Zuladung (Fahrer plus Ausrüstung)

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KAUFBERATUNG XXL-BIKES

Jake Turner (25), Student Gewicht/Größe 92 kg/2,03 m – Fahrertyp Trails/Enduro – Bike Specialized SJ, XXL

„Mein Budget war zu begrenzt für Custom-Aufbau. Also habe ich ein Stumpjumper in XXL gekauft. Ich fahre mit höherem Luftdruck als empfohlen, damit das Fahrwerk straff genug ist. Ein 29er wäre keine Lösung für meinen Fahrstil, die Laufräder sind zu wenig steif. Mein Problem: Ich verschleiße den Antrieb schnell.“

Gerhard Döhl (55), Frührentner Gewicht/Größe 125 kg/1,93 m – Fahrertyp Tour – Bike Cube AMS 120 29, 23 Zoll

„Trotz meiner Maße fahre ich ein SerienBike ohne Anpassungen und komme damit gut klar. Ich fahre Trails, Treppen, echtes Gelände. Mein Problem: Selbst die XXL-Trikots liegen eng an. Ich wünsche mir lässige Freeride-Trikots mit Taschen dran, doch die gibt es nicht.“ „Von Fall zu Fall entscheiden.“ UWE MATTHIES GESCHÄFTSFÜHRER MAXX BIKES Herr Matthies, Sie haben in Ihrem Baukastensystem die meisten Modelle auch für große und schwere Mountainbiker verfügbar. Würden Sie einem großen Fahrer ein 29er empfehlen? Ja und nein. Beim 29er gibt es Einschränkungen in der Performance und Stabilität bei Laufrädern und Gabeln – diese Teile leiden besonders unter den größeren Hebelkräften. Andererseits stehen die großen Biker auf 29er, weil die Proportionen

114 BIKE 05-13

einfach optisch besser passen. Insofern habe ich zwei Antworten: Wer bis zu zwei Meter groß ist und maximal 100 Kilo wiegt, kann 29er fahren. Wer bei dieser Größe aber deutlich schwerer ist – und das sind viele – ist mit 650B-Rädern besser bedient. Hardtail oder Fully für Schwere? Auch das ist von Fall zu Fall zu entscheiden. Bis 120 Kilo gibt es gute, athletische Fahrer, die ihr Bike beherrschen. Die haben zwar einen höheren Verschleiß an allen Teilen, können aber auch

ein gut angepasstes Fully fahren. Ein schwerer Biker mit Körpergefühl und materialschonender Fahrtechnik belastet das Rad weniger als ein Grobmotoriker mit 90 kg. Oberhalb der 125 Kilo würde ich immer zum Hardtail raten – auch, weil es jenseits dieser Gewichtsgrenze keine geeigneten Dämpfer gibt. Und irgendwie regelt sich das auch von selbst: Es gibt kaum Fahrer, die so ein hohes Gewicht plus Rad zum oberen Ende eines Trails treten können. Wer so schwer ist, bewegt sich automatisch eher in leichtem Gelände.


TEILE-CHECK: GABELN + DÄMPFER An den Gabeln sollte es nicht scheitern. Die meisten Hersteller vertrauen ihnen auch bei hoher Zuladung. Bei den Dämpfern lassen dagegen die verschiedenen Hinterbaukonstruktionen keine klaren Angaben zu. Für Luftfederelemente gilt ein herstellerabhängiger Maximaldruck, meist zwischen 16 und 18 bar. Bei Stichprobenversuchen im BIKE-Testfuhrpark reichte dieser Druck kaum aus, um die Fahrwerke verschiedener Bikes auf deren angegebene Höchstzuladung anzupassen. Der 120-Kilo-Fahrer sackte zu weit durch (Sag über 30 Prozent). Daher kann es für Schwere sinnvoll sein, ein Fully mit niedrig übersetztem Hinterbau zu wählen. Übliche Werte für diese Übersetzung liegen zwischen 1:2 und 1:3. Sie errechnen sich aus dem Federweg des Hinterbaus, geteilt durch den maximalen Kolbenhub des Federelements. Beispiel: 140 mm Federweg: 50 mm Kolbenhub = 2,8. Bei niedrigerer Übersetzung ist der Dämpfer relativ härter. Eine weitere Alternative zum Hochdruck kann der Austausch gegen ein Stahlfeder-Element sein. Dafür unbedingt die Freigabe des Rahmenherstellers einholen.

Hersteller

Modell

Gewichts-Limit

Anmerkungen

Brunn Bikeparts

010, 016, 017, 027

kein Gewichts-Limit

modulare Fertigung, nach Kundenwunsch

Cannondale

Lefty, Fatty

kein Gewichts-Limit

Fox

alle Modelle

kein Gewichts-Limit

German:A.

Gabel Xcite Double XX, Dämpfer Titan

Systemgewicht 150 kg

Magura

alle Modelle

Fahrergewicht 130 kg

Rock Shox

z. B. Lyric

kein Gewichts-Limit

keine Garantie, Erfahrungswerte

Steinerdesign

Doppelbrücke

an Tandem bis 200 Kilo eingesetzt

modulare Fertigung, nach Kundenwunsch

X-Fusion

diverse Dämpfer + Gabeln

kein Gewichts-Limit

Manitou

Marvel Expert

ca. 150 kg

Federhärte auf max. 125 kg Zuladung ausgelegt Doppelbrückengabel; Dämpfer mit 20 bar Maximaldruck

individuelle Anpassung der Dämpfung möglich; immer mit Steckachse

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KAUFBERATUNG XXL-BIKES

LAUFRAD-CHECK Überraschung beim sensiblen Bauteil: Auch für Schwere gibt es super leichte Laufradsätze.

1

Maximale Zuladung erfragen – auch für die Laufräder

Ausstattung eine Kategorie „härter“ wählen. Also: Enduro statt All Mountain

Mit angepasster Federspannung Probe fahren

116 BIKE 05-13

3

HaltbarkeitsTuning statt Gewichts-Tuning

GewichtsLimit

DT Swiss

FX 1950 Tricon

130 kg (ZL)

Mavic

DeeMax

115 kg (ZL)

Syntace

W35/40 MX

120 kg (ZL)

Tune

Freeride 1.530 Gr.

kein Gewichts-Limit

Whizz-Wheels

Individualaufbau

130 kg (ZL)

Veltec

AM-two/ DFR

120/ 150 kg (ZL)

Sun Ringlé

Charger Expert

ca. 150 kg (ZL)

7

Maximal zulässige Bremsscheibengröße wählen

2 510 9

29er nur für leichte Große

4

Lenker, Vorbau, Sattelstütze regelmäßig austauschen

8

Tausch von Fahrwerksteilen nur beim Händler (Gewährleistung)

6

Sattelstütze nie über die Markierung herausziehen

Den Stil verbessern. Gute Fahrtechnik schont das Material

Foto: sportograf

Lange Biker, kurze Antworten: das Destillat aus Leserfragen, Praxiserfahrungen und Experten-Tipps.

Modell

Die Laufräder sind bei den meisten Herstellern das Teil, das für die Gewichtsbegrenzung verantwortlich ist. So sind viele Systemlaufräder, etwa von DT Swiss und Mavic, nur für Zuladungen unter 100 Kilo freigegeben. Richtig weit lehnt sich kein Hersteller aus dem Fenster. Daher sind individuell gebaute Laufräder oft der beste Tipp für Schwere. Zentral ist dabei die Felgenbreite. Freeride-Felgen mit mehr als 30 Millimetern Außenbreite kombiniert mit Steckachsennaben und 32 Speichen sollten den Job tun.

Voller Einsatz: Marathon-Biker Alexander Dirks ist 2,03 m groß und 100 Kilo schwer. Das packt nicht jedes Bike.

DER XXL-MERKZETTEL

Hersteller


HORSETHIEF There’s a new sheriff in town

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SALSA HORSETHIEF 2 29ER TRAILBIKE 120 MM FEDERWEG 142 X 12 MM STECKACHSE

Test at

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ICH LIEBE NATUR

Foto: Johannes Mair, Rider: Gerhard Senfter, Vertriders

Ich liebe Performance

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REPORTAGE

VOLLES PROGRAMM 120 BIKE 05-13


Die Jobs auf La Palma waren ďŹ x, doch bis zum Dienstantritt blieben noch zwei Monate Zeit. Also packten Susanne Moritz und Matthias Breitwieser die Bike-Hänger und strampelten Text: Matthias Breitwieser Fotos: Matthias Breitwieser und Susanne Moritz los Richtung Kanaren. 05-13 BIKE 121


REPORTAGE

Fotos: O. Sxxxxxxxxx Platter, M. Greber, V. Lucasxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

2000 Kilometer lange Ă&#x153;berraschungsfahrt: Hinter jeder Kurve ploppt eine neue Erlebniswelt auf. Der BernardinoPass (re.) wurde allerdings per Tunnel bezwungen.

122 BIKE 05-13


U

Unsere Laune weicht auf, als wäre sie aus Puderzucker. Mit jedem Tropfen Nieselregen rinnt sie ein bisschen mehr dahin. So hatten wir uns den Start in unser Abenteuer nicht vorgestellt. „So eine Scheißidee!“, platzt es schließlich aus Susanne heraus: „Lass uns umdrehen!“ Seit einer Stunde kurbeln wir im Schneckentempo das endlose Serpentinenband des Schweizer Bernina-Passes hinauf. Bei jedem Tritt geht ein störrisches Wippen durch die Federungen unserer Enduro-Fullys, die, wie wir, nicht nur an den zweistelligen Steigungsprozenten zu würgen haben, sondern auch an der angekoppelten Extralast. Die 25 Kilo schweren Anhänger wirken

wie Schleppanker. Eine zähe, zehrende Tortur. Aber wir haben es uns ja selbst eingebrockt. Ein Job-Angebot als Bikeguide auf La Palma hatte mich und meine Freundin auf die Idee gebracht: „Komm, da radeln wir hin.“ Dass bis zum Antrittstermin zwei Monate Zeit waren, ließ uns die Sache zügig beschließen. Doch wie mit zwei Enduro-Bikes auf die Kanaren kommen? Und wohin mit dem Gepäck? Das waren die beiden großen Fragen, über die wir uns tagelang den Kopf zerbrachen. Einrädrige Anhänger erschienen uns schließlich als beste Lösung. Für die Straßenkilometer zogen wir schmale Trekking-Reifen auf. Was lustig aussieht an Bikes mit 160 Millimetern Federweg. Fette Mountainbike-Schlappen haben wir natürlich auch dabei. Immerhin werden wir auf unserer Reise einige der besten Bike-Reviere

Europas kreuzen. Klar, dass wir reichlich Zeit eingeplant haben, um diese zu erkunden. Das ist der Plan: Mit den Rädern von Freiburg nach Andalusien tingeln und von dort mit der Fähre weiter nach La Palma. Zwei Monate lang mit den Enduro-Bikes zum Biken biken, so könnte man es auch formulieren. Doch vielleicht hätten wir daheim einmal eine Proberunde mit diesen verfluchten Anhängern drehen sollen. Dann hätten wir es uns wahrscheinlich noch mal überlegt. Der Bernina-Pass quält unsere Beine und die Laune streikt. Umdrehen? Dann wäre die ganze Plackerei umsonst gewesen. Weiterfahren? Dann wird die Plackerei ewig weitergehen. Das Klingeln meines Handys nimmt uns die Entscheidung ab. „Regen?“, höre ich meinen Kumpel lachen, der im fernen Finale Ligure am Stand herumlümmelt: „Also

Auf den Spuren des legendären EnduroRennens Trans Provence: Susanne erkundet die Wahnsinns-Trails rund um Guillaumes.

05-13 BIKE 123


REPORTAGE

Zwischenstopps: Im französischen Örtchen Luberon treffen Susanne und Matthias FreerideUrgestein „Narbaix“ (2. v. li.). Wenig später machen die beiden eine Woche lang Station in Finestrat im spanischen Kletterparadies Sierra Aitana (ob.)

124 BIKE 05-13

bei uns scheint die Sonne!“ Wir überlegen keine zwei Minuten und fahren mit dem Zug ans Mittelmeer. Bei ausgedehnten Touren unter süditalienischer Herbstsonne treffen wir eine weise Entscheidung: Ab jetzt werden wir einen sinnvollen Mix aus Trekking-Radeln, Zugfahren und Mountainbiken versuchen. Die tristen, viel befahrenen Landstraßen um Marseille, Andorra, oder Alicante lassen ohnehin kaum Fahrfreude erwarten. Und so gewinnen wir mehr Zeit für ausgedehnte Gelände-Touren. Die Côte d’Azur mit ihren Ferrari-fahrenden Monegassen, die uns in den schmalen Tunneln von Monaco fast von der Straße hupen, liegt bald hinter uns. Ab Nizza wird es schlagartig ruhiger, denn die Seealpen folgen als zweiter Bike-Stopp. Im entspannten Städtchen Guillaumes stellen wir unser Zelt auf. Und zwar direkt hinter der Dorfpost. Wir wollen auf Spurensuche des sagenumwobenen Enduro-Rennens Trans Provence gehen. Dank eines Tipps unseres Freiburger Kumpels Christoph werden wir fündig. Auf engstem Raum wechseln die Untergründe von tiefroter Erde zu schwarzem Sand. Die Kulisse mit ihren sattgrünen, sanft geschwungenen Hügeln, ist schon beinahe überperfekt. Zurück in Guillaumes gibt es hausgemachten Kuchen von der netten Frau in der „Snack Vitamine“-Bar, die uns auch den Schlafplatz empfohlen hat. Die Dorfbewohner amüsieren sich sichtlich über die ungewöhnlichen Gäste. Der Supermarktbesitzer muss inzwischen lachen, wenn wir zweimal am Tag bei ihm Unmengen von Essen kaufen. Wir glauben der lokalen Wettervorhersage – „leichter Regen“ – und fahren weiter Richtung Apt. Kurz vor dem Einsetzen von heftigem Schneeregen können wir uns in einen Unterstand retten, wo wir schließlich biwakieren. Der Betonboden ist saukalt. Na herrlich, denke ich, das also ist der viel gelobte warme Süden. Am nächsten Morgen scheint zwar wieder die Sonne. Doch dafür knirscht zentimeterhoher Schnee unter den Reifen. Bei fiesen Minusgraden rackern wir uns mit den Hängern über den Col de Champs. Susanne will am Pass Landschaftsfotos schießen. Ich bekomme fast die Krise. Hände und Füße sind inzwischen taub von der Kälte. Beste Voraussetzungen also für die zehn Kilometer lange Straßenabfahrt entlang des schattigen Nordhangs. Unten angekommen rubbeln wir zu zweit eine halbe Stunde lang an meinen fahlweißen Füßen rum, bis das Gefühl in die Zehen zurückkommt. Sehr romantisch. Wir rollen gerade durch das Örtchen Luberon, als ich kaum meinen Augen traue: Vor uns läuft doch tatsächlich Narbaix über die Straße. Thierry Bernard, genannt „Narbaix“, der Freeride-Veteran aus dem „Kranked 3“Video! Narbaix quartiert uns umgehend bei


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REPORTAGE

Die kleinen Hürden im spanischen Hinterland: schlammige Pisten entlang von Autobahnen und immer wieder Plattfüße wegen Glasscherben.

sich ein. Voller Begeisterung zeigt er uns die Steinfelder, die er damals bei den Filmdrehs runtergeschossen ist – wackelig gefilmt und mit Punkrock unterlegt. Ganz anders als die heutigen Dubstep-Super-Slowmotion-Filmchen in HD. Narbaix malt uns gleich noch weitere Trails in die Karte. „Uah, da müsst ihr hin!“, ruft er aufgeregt und fährt mit seinem Zeigefinger über die Karte: „Und dorthin müsst Ihr auch!“ Alles klar, wir verlängern. Eine Woche später besteigen wir den Zug in Richtung Toulouse, wo wir in der WG eines Studienkumpels unterkommen. Noch am selben Abend geht es zum Worldmusic-Konzert in ein besetztes Haus. Das komplette Kontrastprogramm zu den letzten Wochen. Erholt durch die fahrradfreien Tage kurbeln wir knackige 800 Kilometer weiter bis in die Sierra Aitana. Der Gebirgszug, eingebettet zwischen Valencia und Alicante, soll feinste Bike-Pfade beherbergen. Dummerweise enthält unsere Spanienkarte im Maßstab von 1:400000 weder alle Straßen, noch irgendwelche Infos zu Höhenunterschieden oder Pässen. Weswegen so mancher Tag im Hinterland der Mittelmeer-

126 BIKE 05-13

„WAR DOCH DEINE BESCHEUERTE IDEE“, SCHIEBT MAN SICH GEGENSEITIG DIE SCHULD ZU. DOCH SPÄTESTENS NACH EIN PAAR KEKSEN IST DER STRESS VERGESSEN.

küste zur anstrengenden Überraschung wird. Außerdem erwischt uns die nächste Kaltfront, und wir müssen abends vor dem Kochen das gefrorene Oliven-Öl auftauen. Die Wildzelterei in den teilweise tristen Gegenden Nordspaniens ist alles andere als angenehm. Idyllisch sind die matschigen Schlafplätze in der Nähe von Landstraßen jedenfalls nicht. Während in den Alpen saubere Bäche die Dusche ersetzten, müssen nun wegen der ausgetrockneten Flussbetten Friedhofswasserhähne für gelegentliche Katzenwäschen herhalten. Wenn man dann in der Abenddämmerung den einzigen Campingplatz weit und breit erreicht, der aber leider verschlossen ist, kommen wieder echte Zweifel am Sinn der Reise auf. „War doch Deine bescheuerte Idee, hierher zu fahren“, schiebt man sich die Schuld gegenseitig zu, während man frustriert das Zelt zusammenbaut. Aber spätestens nach der üblichen Portion Nudeln und ein paar Keksen verträgt man sich wieder. Essen, so lernen wir, ist der Beziehungs-Kit Nummer eins bei Rad-Touren. Freud und Leid liegen bei solchen Trips eng beieinander. Doch wir genießen diese langsame, bewusste Art der Fortbewegung. Ein herrliches Gefühl, die verschneiten Pyrenäen hinter uns gelassen zu haben und nun bei Valencia Orangen vom Baum zu pflücken. Wir legen einen Stopp in der Sierra Aitana ein, wo uns zwölf durchgeknallte Schotten der Bergwacht in einem Klosterhotel zum Whiskey-Trinken animieren. Während wir am nächsten Tag verkatert im Zelt liegen, gehen diese Typen doch tatsächlich im strömenden Regen alpine Mehrseillängen-Touren klettern. Als kurz darauf der Wind so orkanartig bläst, dass unser Zeltgestänge zerbricht, starten die anderen Hotelgäste – britische Soldaten – zum Rennradfahren. Wir schütteln verwundert unsere Brummköpfe und flicken erst mal unser Zelt. Ein paar Tage später scheint die Sonne wieder. Wir erkunden die genialen Trails der Sierra Aitana. Uns wird klar, dass wir auf der Suche nach Mountainbike-Spots nur nach Klettergebieten wie der Aitana Ausschau halten müssen. Dort gibt es schließlich zwangsläufig ZusteigTrails, Wanderpfade und WG-artige Kletterhostels mit Campingmöglichkeit. So kommen wir auf die Idee, spontan in dem winzigen Nest El Chorro vorbeizuschauen, wo wir auch gleich zwei Kletterern in die Arme laufen. Planlos steuern wir die nächsten Tage ihre lieb gemeinten Tipps an. Beschreibungen im Stile: „First left, then you see huge tree right and go left.“ Wir glauben schon fast, uns verirrt zu haben, als plötzlich sechs Downhiller vorbeigeschossen kommen. Wir nehmen sofort die Verfolgung auf. Die Gruppe wird von einem Mädel angeführt, die im irrsinnigen Tempo über den matschigen Wald-Trail kachelt. Später kommen wir mit der Truppe ins Gespräch. Nach anschließender


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REPORTAGE

Lohn der Plackerei: Das Panorama am Puig Campagna ist ein Augenschmeichler. Mal abgesehen von den Betonwüsten entlang der Costa Blanca. Rechts: Ankunft an der Fähre in Cadiz.

in die Sierra Nevada. Ein Bus fährt uns von Granada in ein Skigebiet, wo wir bei 30 Zentimetern Schnee aussteigen und mit den Bikes stundenlang bis in die Stadt zurückfräsen. Die letzten Kilometer bis zur Fähre fordern uns noch einmal alles ab. Um das Befahren von Autobahnen zu vermeiden, müssen wir anstrengende, dafür aber landschaftlich tolle Umwege nehmen. Eine Frau, die wir um Trinkwasser fragen, will wissen, wo wir herkommen. Unsere Antwort kann sie kaum glauben. Kopfschüttelnd bekreuzigt sie sich. Dann holt sie uns zwei Bier aus dem Kühlschrank.

INFOS TRANS EUROPA

128 BIKE 05-13

Irgendwann stehen wir geschafft aber glücklich auf der Fähre nach La Palma. Der Hafen von Cadiz entschwindet langsam unseren Blicken. Wir müssen grinsend an die Wutanfälle in den Alpen denken und an die Nächte auf aufgeweichten Campingplätzen. In zwei Monaten werden wir die Rückreise antreten. Mit dem Flugzeug. Irgendwie völlig absurd: Die Dauer des Rückflugs wird vier Stunden betragen.

Wer? Die Freiburger Studenten Susanne Moritz und Matthias Breitwieser sind seit längerem ein Paar und kennen sich aus mit schweißtreibenden Abenteuern. Matthias arbeitet nebenbei als Bikeguide. Susanne fährt Enduro-Rennen im Fizik-Team. Was? Die Idee, mit dem Rad auf die Kanaren zu fahren, reifte im Zuge eines anstehenden Guide-Jobs auf La Palma von Oktober bis November 2012. Zwei Monate blieben Zeit bis zum Dienstantritt. Der perfekte Zeitrahmen, um die besten Bike-Reviere zwischen Freiburg und der spanischen Hafenstadt Cadiz zu erkunden. Um Geld zu sparen und maximales Abenteuer zu erleben, wurde unterwegs konsequent gezeltet. Wo lang? Los ging es in Freiburg direkt vor der Haustür, zunächst nach Chur und zum Bernina-Pass. Ein erstes Motivationsloch wurde in Finale Ligure überbrückt (Zuganreise). Von Nizza kurbelte das Duo weiter Richtung Apt. Über Granada ging es nach Cadiz und von dort aus mit der Fähre bis nach La Palma.

Karte: Infochart

Web-Recherche stellen wir fest, dass wir mit der ehemaligen Junioren-Downhill-Weltmeisterin Manon Carpenter und ihren Worldcup-Kumpels unterwegs waren. Langsam fangen auch Zeit und Kilometer an dahinzurasen. In Granada hausen wir eine Woche lang bei Kumpel Thomas in seiner Chaos-WG mit drei anderen Zirkusschülern. Wir landen auf einer Demo gegen die Finanzskrise, üben Seillaufen und musizieren auf einer Dachterrasse im arabischen Viertel. Granada kommt uns vor wie ein gepimptes Freiburg. Trotz miesem Wetter schaffen wir es auch


/CRAFT Germany


90 TAGE CHALLENGE

Ein Ziel, zwei Trainingsmethoden: Arne wuchtet Eisen, damit er beim BIKE-Four-Peaks-Rennen im Saft steht. Matthias Lysk verbringt mehr Zeit auf dem Rad. Dennoch, seine Ausfahrten muss der M端nchener z端gig abfahren, damit der Trainingsreiz sitzt.


UNTERM EISEN ZUR FORM Drei Biker, drei Monate Zeit, ein Ziel: Um das knüppelharte Etappenrennen BIKE FOUR PEAKS zu schaffen, müssen unsere Kandidaten zunächst die intensive Blitzvorbereitung 90-Tage-Challenge überstehen. Text und Fotos: Björn Kafka

Arne Schöne hängt in den Seilen – körperlich und mental. Der Hamburger versucht gerade, sich mit den Armen in Richtung Decke zu ziehen. Das sah beim Krafttrainingsexperten Olaf Jenewein noch simpel aus: einfach in die Schlaufen fassen, Füße auf den Boden stellen, steif machen und mit den Armen hochwuchten. Aber schon beim ersten Zentimeter Anheben beginnt für Arne ein Kampf gegen die Schwerkraft. 30 Sekunden lang soll er sich an den Seilen festhalten. 20 Sekunden hat er schon – aber sein Gesicht sieht schon nach dem Dreifachem aus. Die 90-Tage-Challenge fordert seit fast vier Wochen Schweiß und Durchhaltewillen von den drei Kandidaten. Matthias Lysk, Daniela Aschoff und Arne Schöne bekamen vom BikeProfi Wolfram Kurschat maßgeschneiderte Trainingspläne, die auf das persönliche ZeitBudget der drei eingehen. Zusätzlich strickte Ernährungswissenschaftlerin Corinne Mäder individuelle Ernährungskonzepte für die drei. „Wir waren erstaunt, wie viel Zeit sich zum Beispiel Matthias oder Daniela für das Projekt freischaufelten. Matthias hat extra mit der Firma einen kleinen Deal ausgehandelt, damit er mehr Stunden auf dem Bike hocken kann“, erzählt Kurschat. Anders sieht es jedoch bei Arne Schöne aus. Der Hamburger, der selbstständig arbeitet,

muss sich jetzt schon die Trainingsstunden aus dem Alltag filetieren. „Na ja, Firma, Kinder und Frau, da bleibt nicht viel übrig“, erklärt er und fährt fort: „Dafür bekomme ich ja das Intensivprogramm.“ Und das spürt er einmal mehr in Rücken und Oberschenkeln. Olaf Jenewein hatte ihn zum Workout antanzen lassen und übt mit dem

„Ich kann das drei Mal, danach ist mein Rumpf wie ein Stück Silikon – ohne Spannung.“ Matthias Lysk 36-Jährigen erst einmal Kniebeugen. „Eine gute Kniebeuge können leider nur die wenigsten Radsportler. Ich fange da immer auf Kindergarten-Niveau an. Also, was ist zum Beispiel eine gerade Haltung? Viele von den Jungs sind so krumm, dass sie sich nicht einmal mehr gescheit aufrichten können.“ Bei Arne sieht das anders aus. „Du bist ein Traum“, lobt Jenewein und lässt den Hamburger noch einige Kniebeugen

mit der Langhantel mehr machen. Der Vorteil des Hamburgers: Durch jahrelangen Leistungssport im Squash hat er eine hohe athletische Ausbildung. Verkürzungen, Kraftdefizite – bei Arne Schöne Fehlanzeige. Das sieht bei Matthias Lysk anders aus. Der Münchener zittert sich seit Wochen durch eine Art Reha-Programm für Senioren. Pezzi- und Medizinball wuchsen ihm in den letzten Wochen regelrecht am Körper fest. Aber der 34-Jährige spürt schon einen Unterschied. „Am Anfang ging echt nix. Nach dem Eingangstest war ich etwas überrascht, wie schwach ich im Rumpf war. Selbst meine Frau, die zum Spaß mal den Test zu Hause nachmachte, schlug mich um Längen. Oder besser: um Minuten.“ Die Minuten verstreichen für Lysk gerade viel zu langsam. Seit 15 Sekunden versucht er, eine Art Brett auf dem Pezzi-Ball zu halten. Dabei legt Matthias die Füße auf den Gymnastikball, während er mit dem Rücken auf dem Boden liegt. Die Hüfte soll er für 30 Sekunden anheben. Lysk zittert mal wieder, atmet schwer und versteift sich. „Ich kann das so drei Mal hintereinander, danach ist mein Rumpf wie ein Stück Silikon, absolut spannungsfrei“, hechelt er und lässt sich auf den Boden plumpsen. „Geschafft“, ruft er und ruht sich für 30 Sekunden aus. „Ich hätte nie

FRAGEN AN OLAF JENEWEIN PHYSIOTHERAPEUT UND KRAFTTRAININGSEXPERTE Du hast mit Arne einen intensiven Trainingstag hinter Dir. Was gibt es über ihn zu sagen? Arne hat von Anfang bis Ende die besten Bewegungsabläufe gezeigt, die ich je bei einem Radsportler gesehen habe. Er hatte sich schon im Vorfeld wirklich angeschaut, was ich mache. Ich habe schon so manche Profis gehabt, die weit hinter ihm stehen. Er hat großes Potenzial, da wir ihn

von Anfang an hart belasten können. Da hat er definitiv einen Vorteil, aber er hat ja auch am wenigsten Zeit.

Was heißt „hart“ belasten? Er wird einmal in der Woche wirklich schwer heben müssen – immer unter meiner Kontrolle, damit die Bewegung sauber ausgeführt wird. Ich beschränke mich dabei auf zwei Grundübungen: die Kniebeuge und das Kreuzheben. Das Kreuzheben werden wir aber seltener

machen, da diese Übung den Gesamtorganismus ziemlich abschießt. Dazu kommt, dass er zwei Mal pro Woche ein intensives Zirkeltraining macht, das auf den Radsport abgestimmt ist. Kettlebells spielen da eine große Rolle.

Wie oft werden die Kandidaten trainieren? Etwa zwei Mal pro Woche. Die Programme werden unterschiedlich sein. Bei dem Einen geht es anfangs um Stabilisierung, der Andere kann schon richtig an der Kraft arbeiten.

05-13 02-13 BIKE 131


90 TAGE CHALLENGE

Hängepartie: Beim Anschauen sah alles noch so einfach aus, aber als Arne sich selber hochziehen sollte, brannten die Muskeln (Bild oben). Lernen: erst Pezzi-Ball, dann Kettlebell – so lernte Arne die Kniebeuge.

gedacht, dass der Kram so anstrengend ist, aber auf dem Bike merkst du nach wenigen Wochen schon einen Unterschied. Die Rückenschmerzen verschwinden langsam“, sagt er und hebt die Hüfte wieder an. Noch einmal 30 Sekunden. Kraft- besonders Rumpftraining stellen bei der 90-Tage-Challenge einen elementaren Bestandteil dar. Die Teilnehmer lernen die

„Arnes Fitness auf dem Bike wird im Grunde unter der Langhantel entschieden.“ Olaf Jenewein richtigen Bewegungsabläufe, damit sie sich später intensiv belasten können. „Das Hauptziel der drei sollten schwere Kniebeugen mit einer Wiederholungzahl von drei bis fünf Beugen sein. Ich versuche die Maximalkraft bei den dreien zu steigern, damit sich die Ausdauerleistung verbessert“, sagt Jenewein und führt fort, dass er aber realistisch bleiben möchte. „Matthias und Daniela werden wir nicht so trainieren können, da die beiden zu viel Nachholbedarf haben. Bei Arne sieht das anders aus. Ich bin wirklich gespannt, was er mit dem schweren Training erreichen kann, denn seine Anlagen sind gut.

Mit dem richtigen Training kann er am Berg sicher einiges wegdrücken. Seine Form wird praktisch unter der Langhantel entschieden.“ Wegdrücken, davon ist bei Daniela Aschoff zur Zeit nicht viel zu sehen. Die Bielefelderin rollt gemütlich auf ihrem neuen Bike durch den Wald. Vor zwei Wochen lag die alleinerziehende Mutter noch flach. „Ich war wie ausgeknipst. Mich hatte diese Hammergrippe erwischt“, erzählt sie. „Selbst Internetsurfen glich fast schon einer sportlichen Herausforderung. Aber jetzt läuft es“, erklärt die 35-Jährige und legt jetzt doch mal einen Gang zu. „Mal sehen, was noch geht“, ruft sie und verschwindet im Trail. Acht Wochen haben die drei Kandidaten noch Zeit, um sich für das Rennen fit zu bekommen. Die ersten Trainingseinheiten hatten schon einiges abverlangt, doch die nächsten Wochen werden noch intensiver. Sie wollen wissen, wie die Kandidaten trainieren und essen, oder gleich selber mit einsteigen? Im Internet finden Sie alle Pläne zum Downloaden, zudem können Sie auf Facebook verfolgen, wie es Matthias, Daniela und Arne ergeht. »ZUM VIDEO Webcode auf www.bike-magazin.de eingeben, oder den QR-Code mit dem Handy einscannen.

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DREI MAL KRAFT ARNES PROGRAMM Das Krafttraining von Arne Schöne ist von Anfang an sehr intensiv. Der Hamburger hat eine extrem gute Rumpfstabilität, die von Anfang an schwere Kniebeugen zulässt. Zudem hat Arne schon etwas Erfahrung im Kraftbereich. Als Trainingsmittel nutzt er sein Körpergewicht, eine Kettlebell (12 kg) und eine Langhantel. Zweimal in der Woche macht er ein Zirkeltraining und einmal schwere Kniebeugen.

MATTHIAS’ PROGRAMM Der Münchener muss an seiner Beweglichkeit und seinem Rumpf arbeiten. Dabei trainiert er mit Pezzi- und Medizinbällen sowie seinem eigenen Körpergewicht. Sein Krafttraining wird zweimal in der Woche ausgeführt, wobei er jeden zweiten Tag ein Workout für die Rumpfstabilität macht. Später wird er mit leichten Kettlebells arbeiten.

DANIELAS PROGRAMM Danielas Training gleicht dem von Matthias’, wobei Jenewein hier noch gesondert auf ihre Dysbalancen in den Beinmuskeln eingeht. Sie führt zum Beispiel einbeinige Kniebeugen durch.

Danke an alle Partner. Die 90-Tage-Challenge ist ein Projekt des BIKE-Magazins mit Unterstützung von 132 BIKE 05-13


INTERVIEW MIT CORINNE MĂ&#x201E;DER ERNĂ&#x201E;HRUNGSWISSENSCHAFTLERIN VON POWERBAR Die Teilnehmer starten mit der 90-Tage-Challenge auch ein Krafttrainingsprogramm. Was sollte man da bei der Ernährung beachten? Die richtige Ernährung unterstĂźtzt den Trainingserfolg. Der Grundbaustein liegt in einer gesunden, bedarfsangepassten und ausgewogenen Ernährung. Ein wichtiger Aspekt ist die ausreichende Zufuhr an hochwertigem Protein, denn Proteine sind das Fundament unserer Muskeln. Besonders tierische Proteinquellen wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier enthalten einen relativ hohen Anteil der essenziellen Aminosäure L-Leucin (Anm. d. Red.: essenziell bedeutet, dass der KĂśrper diesen Proteinbaustein nicht selbst herstellen kann und Ăźber die Nahrung zufĂźhren muss). L-Leucin wird eine SchlĂźsselfunktion im Aufbau von neuem Muskelprotein zugewiesen. Idealerweise sollte man Proteine Ăźber den Tag verteilt essen. Zum FrĂźhstĂźck beispielsweise ein MĂźsli mit Quark. Mittags und abends ein StĂźck Fleisch oder Fisch. Und zwischendurch ein Becher Buttermilch. Zusätzlich sollte dem KĂśrper direkt nach einer intensiven Krafttrainingseinheit â&#x20AC;&#x201C; abhängig von KĂśrpergewicht und Alter â&#x20AC;&#x201C; zirka 20 Gramm Milchprotein zugefĂźhrt werden. Der Grund: Während des Sports verschiebt sich das Stoffwechselgleichgewicht in Richtung Proteinabbau. Durch den gesetzten Trainingsreiz wird der Proteinaufbau im KĂśrper nach der Belastung jedoch angeregt. Daher ist eine Proteinzufuhr direkt nach kĂśrperlicher Aktivität wichtig, um anlaufende Muskelaufbauvorgänge zu unterstĂźtzen. So werden Muskelreparatur und der Aufbau optimal gefĂśrdert. Es gibt verschiedene Produkte: Recovery-Shakes und reine Protein-Shakes. Wann ist welches Produkt denn sinnvoll? Recovery-Shakes enthalten eine Kombination aus Protein und Kohlenhydraten. Reine Protein-Shakes mit Wasser oder fettarmer Milch angemischt, sind energie-und kohlenhydratärmer. Nach sehr kurzen Ausdauer- oder Krafttrainingseinheiten reicht meist ein hochwertiger Protein-Shake, um die Trainingsanpassungen zu fĂśrdern. Anders sieht es nach langen Einheiten aus, besonders, wenn nur wenig Zeit fĂźr die Erholung ist, da zeitnah am nächsten Tag wieder trainiert wird. Hier sollte bereits direkt nach dem Training mit dem AuffĂźllen der entleerten Glykogenspeicher durch Kohlenhydrate begonnen werden. Zum Beispiel mit einem Recovery-Shake oder einem Protein-Shake mit beispielsweise Trockenobst oder gemixt mit Banane und CornďŹ&#x201A;akes als zusätzliche Kohlenhydratquelle â&#x20AC;&#x201C; je nach Bedarf. Das ist aber nicht in Stein gemeiĂ&#x;elt: Faktoren, wie unterschiedliche Nährwerte der Produkte oder individuelle Ziele, wie zum Beispiel GewichtsManagement, kĂśnnen zu einer anderen Empfehlung fĂźhren. Arne belastet sich eher intensiv. Was sollte er essen? Unser Ziel ist die Optimierung gesunder Ernährung, die fĂźr Hobby-Sportler einfach umzusetzen ist. Arnes Ernährung ist zudem nach seinem Trainingsplan periodisiert. Das bedeutet, dass beispielsweise an Tagen mit sehr harten, langen Ausdauereinheiten mehr Kohlenhydrate verzehrt werden. Findet hingegen eine Grundlageneinheit zur Optimierung des Fettstoffwechsels statt, sitzt er auch mal im nĂźchternen Zustand, also ohne FrĂźhstĂźck, auf dem Rad. Auch während der Belastung werden unterschiedliche Kohlenhydratmengen eingesetzt, je nach Trainingsziel, Intensität, Dauer und seinen persĂśnlichen Voraussetzungen.

350 SEITEN



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RADKATALOGE 2013

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TEST LAUFRÄDER

DREH & ANGELPUNKT Sind 29er-Laufräder wirklich weniger steif? Kann ein klassisch aufgebautes Rad gegen Systemlaufräder bestehen? Und wie stabil sind Carbon-Felgen wirklich? Unser Laufradtest liefert überraschende Antworten. Text: Peter Nilges


Fotos: J. Heilmann, S. Doerk

D

Das Tuning-Teil Nummer Eins am Bike ist rund, mal aus Carbon, mal aus Alu, surrt bergab munter vor sich hin und kann im Extremfall locker den Wert eines gebrauchten Kleinwagens übersteigen. Laufräder gibt es in allen erdenklichen Variationen und – wer hätte es vor zehn Jahren gedacht – mittlerweile in drei verschiedenen Durchmessern fürs Mountainbike. Da es angesichts der Laufradvielfalt nahezu unmöglich ist, den Markt auch nur ansatzweise abzubilden, haben wir uns in diesem Test für ausgewählte Modelle der einzelnen Felgengrößen entscheiden müssen. Die Wahl fiel auf zehn Laufradsätze mit neuen Technologieansätzen zwischen 515 und 2889 Euro. Auf der Suche nach Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Laufrad hieß es zunächst testen, testen, testen. Das Mysterium Laufrad ist ein verwobenes Geflecht und lässt sich nur mit hohem Aufwand durchleuchten. Insgesamt acht unterschiedliche Kriterien (S. 137) flossen in die Bewertung der Testkandidaten ein. Um Aussagen wie: „Eine schwere Felge ist für die Beschleunigung schlechter als eine schwere Nabe“ zu bewerten, nutzten wir beispielsweise einen Auditor Inertia Chronographen. Das hochpräzise Messinstrument ermittelt das Massenträgheitsmoment der Laufräder und räumt auf mit Spekulationen. Je weiter die Masse von der Radachse entfernt

Der Feind aller Felgen: Scharfe Kanten lauern überall und können zum Totalausfall führen.

ist, desto höher ist der Widerstand bei der rotatorischen Beschleunigung. Obwohl der Syntace-W30-Laufradsatz mit 1488 Gramm fast 200 Gramm leichter als der Spank-Oozy-Satz ist, lässt sich dieser aufgrund der schmaleren und damit leichteren Felge dennoch leichter in Rotation versetzen. Bei einem Sprint mit dem Bike muss sich jedoch nicht nur das Laufrad drehen, sondern das komplette Rad beschleunigt werden. Hier spielt das Laufradgewicht wieder eine Rolle. Insgesamt fällt die Leistung, die zur Beschleunigung der Laufräder nötig ist, relativ gering aus. Zwischen dem leichten Tune- und dem deutlich schwereren WhizzWheels-Laufradsatz liegen gerade einmal 10,8 Watt Unterschied bei einem fünfsekündigen Sprint auf 36 km/h. Doch Kleinvieh macht auch Mist, spätestens ab Stunde drei im Marathon. Da ein Mountainbike nicht nur auf Asphalt oder Schotterwegen bewegt wird, spielt auch die Stabilität der Felge bei Durchschlägen eine wichtige Rolle. Um zu überprüfen, ob Carbon wirklich ein gutes Felgenmaterial ist, malträtierten wir alle Laufräder in einer Guillotine. Das Resultat: Bis zu einer gewissen Höhe bleibt Carbon unbeeindruckt, während bei Alu bereits die Beulenpest einsetzt. Wird die kritische Höhe allerdings überschritten, kommt es zur Delaminierung und/oder Bruch bei Carbon, während bei Alu lediglich die

Beulengröße zunimmt. Zudem lässt sich eine Beule im Gegensatz zu gesplittertem Carbon meist noch mit überschaubarem Aufwand geradebiegen. Selbstverständlich lassen sich unter Umständen auch Carbon-Felgen reparieren. Dann allerdings nur mit hohem finanziellem und zeitlichem Aufwand sowie nur mit Hilfe eines Fachmanns. Während die Unterschiede bei den Alu-Felgen recht minimal ausfallen, variierte die Durchschlagshöhe bei unseren vier Carbon-Laufrädern stark. Bereits vier Zentimeter Fallhöhe reichen bei der gewichtsoptimierten Felge von bike ahead composites für erste Risse. Die deutlich schwerere Roval-Felge schafft das Doppelte. Um die Stabilität zu erhöhen, verzichtet Roval auf einen Haken am Felgenhorn. Die Wandstärke kann dadurch deutlich dicker ausfallen, was das Felgenhorn stärkt. Ob allerdings auch Reifen mit hoher Toleranz im Durchmesser auf der hakenlosen Felge halten, muss sich in der Praxis noch beweisen. Neben weiteren Standardmessungen zum Rundlauf und der Spannungsverteilung der Speichen haben wir zusätzlich die Härte der Alu-Felgen bestimmt. Der im Testbrief angegebene HRB-Wert zeigt die Härte der Felgenlegierung und lässt Rückschlüsse auf die Zugfestigkeit und damit Stabilität zu. Je höher, desto besser. Ein weiteres Mosaiksteinchen zum optimalen Laufrad. 05-13 BIKE 135


TEST LAUFRÄDER

DIE GRÖSSE MACHT DEN UNTERSCHIED Ein Laufradmodell, drei verschiedene Größen: Wie verändern sich Gewicht, Steifigkeit und Massenträgheit, wenn man bis auf den Durchmesser identische Laufräder miteinander vergleicht? Wir haben drei SRAM-Rise-40-Laufradsätze ganz genau unter die Lupe genommen.

26'' 27,5'' 29'' Gewicht

1731 g

1836 g

1885 g

Steifigkeit vo./hi.

63/62 N/mm

60/55 N/mm

47/45 N/mm

Massenträgheit

763 kg x cm²

915 kg x cm²

1076 kg x cm²

Beschleunigung

23,91 W

25,71 W

26,63 W

Beschleunigung in fünf Sekunden auf 36 km/h

SYSTEMLAUFRAD ODER KLASSISCH EINGESPEICHT?

Größere Laufräder sind schwerer, weniger steif und lassen sich zäher in Schwung versetzen und ebenso wieder abbremsen. Stimmt. Zumindest, wenn man drei Laufräder miteinander vergleicht, die bis auf die Größe ansonsten identisch aufgebaut sind. Doch wie stark wirkt sich die Größendifferenz bei gleicher Felge, Nabe und Speichen tatsächlich aus? Obwohl 27,5 Zoll näher an 26 Zoll dran ist als an 29 Zoll, liegen zwischen 26 und 27,5 Zoll 105 Gramm Gewichtsunterschied. Der Abstand zu 29 Zoll beträgt bei diesen Laufradsätzen lediglich 49 Gramm. Mit wachsender Größe büßen Laufräder drastisch an Steifigkeit ein. Fasst man die Steifigkeit an Vorder- und Hinterrad zusammen, ergibt sich folgendes Bild: Im Vergleich zum 26-Zöller sinkt die Seitensteifigkeit, um acht beim 27,5er, bis zu 16 Prozent beim 29er. Auch wenn der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Extremen 26 und 29 Zoll gerade mal acht Prozent ausmacht, variiert die Massenträgheit um satte 29 Prozent. Ein Indiz dafür, dass der Abstand der Masse von der Drehachse eine entscheidende Rolle spielt.

Es ist eine alte Gretchenfrage. Der Eine bevorzugt nicht nur optisch abgestimmte Systemlaufräder, für den Anderen kommt nichts außer dem klassischen Aufbau in Frage. Was ist nun besser?

136 BIKE 05-13

SYSTEM

KLASSISCH

1807 g

1911 g

Steifigkeit

65/55 N/mm

73/69 N/mm

Massenträgheit

952 kg x cm²

958 kg x cm²

1,15 mm Gesamtabweichung

0,6 mm Gesamtabweichung

Gewicht

Rundlauf/Mittigkeit

PETER NILGES, BIKE-TESTREDAKTEUR

DIE STIMMIGE OPTIK SPRICHT KLAR FÜR SYSTEMLAUFRÄDER. BEI EINEM DEFEKT HAT MAN MIT EINEM KLASSISCHEN LAUFRAD ABER DEUTLICH BESSERE KARTEN. NORMALE SPEICHEN BEKOMMT MAN FAST ÜBERALL.

Fotos: Daniel Simon

Selbstverständlich kann dieser Vergleich nicht stellvertretend für alle System- und klassisch aufgebauten Laufräder dienen. Zu unterschiedlich sind die Konzepte, zu groß die qualitativen Fertigkeiten und das Engagement des Laufradbauers. Um uns exemplarisch dem Thema zu nähern, bestellten wir den Systemlaufradsatz DT Swiss M1700 Spline 650B für 549 Euro. Zum Vergleich lieferte Laufradspezialist Whizz Wheels einen klassisch aufgebauten Satz mit Hope-Naben und identischer DT-M480-650BFelge für minimal günstigere 515 Euro. Wir waren gespannt: Mit 28 Rundspeichen (2,0-1,8-2,0 mm) und Dreifach-Kreuzung sind selbst die DT-SwissLaufräder konventionell aufgebaut. Bis auf die Speichenbefestigung an der Nabe mit geraden Köpfen gibt es in dieser Preisklasse nur wenig extravagante Lösungen mit ausgefeiltem Speichengerüst und technischen Highlights. Das Laufrad von Whizz Wheels setzt auf die gleiche Speichendicke und Felge, verwendet aber 32 Speichen mit Dreifach-Kreuzung. Damit besitzt das DT Swiss die stimmigere Optik und wiegt gut 100 Gramm weniger. In Sachen Steifigkeit und Rundlauf führt jedoch kein Weg am Klassiker vorbei. Auch die Massenträgheitsmomente liegen aufgrund der identischen Felgen nahezu gleich auf.


SO TESTET BIKE Neben den Messungen im BIKE-PrĂźďŹ&#x201A;abor nutzten wir zusätzliche PrĂźfstände der Firma Syntace. Diese Kriterien ďŹ&#x201A;ieĂ&#x;en in die Bewertung ein.

      

WWW.BIKE-MAGAZIN.DE

5

1

e inklusiv

3 4

1. TRĂ&#x201E;GHEIT Mit Hilfe des Auditor Inertia Chronographens ermittelten wir das Massenträgheitsmoment (MOI). Die sehr präzisen und wiederholgenauen Messungen machen sichtbar, wie die Masse innerhalb eines Laufrades verteilt ist und wie sich dies auf die Beschleunigung auswirkt. 2. GEWICHT Die Laufräder werden ohne Schnellspanner und mit Felgenband (23 Gramm) gewogen, falls es sich nicht um eine geschlossene Tubeless-Felge handelt. 3. STEIFIGKEIT Die SteiďŹ gkeit lässt RĂźckschlĂźsse auf die Spurtreue und das mĂśgliche Fahrergewicht zu. Schwere Fahrer sollten unbedingt auf eine hohe SteiďŹ gkeit achten. Bei der Messung wird die Auslenkung des Laufrades bei 10 kg Belastung gemessen. 4. + 5. RUNDLAUF/MITTIGKEIT Die Messung ist zweigeteilt. Zunächst werden Rundlauf und Mittigkeit im Neuzustand geprĂźft. Die zweite Messung erfolgt nach einer seitlichen Belastung mit 30 kg Gewicht. 6. DURCHSCHLAG Beim Crashtest wird das Laufrad im 20-GradWinkel ďŹ xiert. AnschlieĂ&#x;end trifft ein an einem Schlitten befestigter Zylinder (50 mm Durchmesser) auf das Felgenhorn. Als Puffer Ăźber dem Felgenhorn dienen je zwei Lagen Reifenkarkasse und Schlauch. 7. SPANNUNGSABWEICHUNG Mit einem Tensiometer wird die Durchbiegung jeder einzelnen Speiche gemessen. Der angegebene Prozentwert im Testbrief zeigt, wie weit der maximale und minimale gemessene Wert vom Durchschnitt abweicht. 8. FREILAUF Um zu ĂźberprĂźfen, welches Drehmoment der Freilauf Ăźbertragen kann, wird das in einem Rahmen eingebaute Hinterrad ďŹ xiert. Ă&#x153;ber die mit einem Hebelarm verlängerte Kurbel kann nun die maximal Ăźbertragbare Kraft gemessen werden. GEWICHTUNG DER KRITERIEN Trägheit, Gewicht, SteiďŹ gkeit, Rundlauf nach Ă&#x153;berlast und der Durchschlag gehen jeweils mit Faktor 1 ins Endergebnis ein. Der Rundlauf im Neuzustand und die Spannungsabweichung mit 0,5. Der Freilauf mit Faktor 0,2.

Liebe ist ... Das VW CLASSIC Magazin. Die neue Ausgabe.

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TEST LAUFRÄDER

29 ZOLL Ein 29er-Laufrad wird immer schwerer und weicher als ein vergleichbares 26-Zoll-Laufrad sein. Doch die Entwicklung im Laufradbau geht weiter und will mit neuen Konzepten bekannte Nachteile minimieren. Mit bike ahead, E*Thirteen und Roval bieten gleich drei Hersteller interessante Ansätze. Im vergangenen Laufradtest (BIKE 4/12) lag die durchschnittliche Steifigkeit der 29er bei sehr bescheidenen 39 N/mm, 24 Prozent weniger als bei den 26-Zöllern. Das es auch anders geht, beweisen die neuen Probanden. Mit durchschnittlich 58 N/mm liegen sie sogar noch leicht über dem Niveau der drei 26-Zöller dieses Tests. Zugegebenermaßen ist keiner der Laufradsätze ein ausgewiesenes Schnäppchen. Für grenzwertige

2889 Euro ziehen die Carbon-Spezialisten von bike ahead composites alle Register. Mit 1403 Gramm extrem leicht, sensationell zu beschleunigen und mit 65 N/mm außerordentlich steif. Eckdaten, bei denen selbst 26-Zöller neidisch werden, allerdings nicht ohne Einschränkungen beim Fahrergewicht, Luftdruck und Disc-Größe. Ebenfalls mit Carbon-Felge, aber deutlich günstiger, rollen die Laufräder von Roval daher. Um die 29er-Philosophie zu festigen, bedient man sich bei der Specialized-Hausmarke gleich mehrerer Technologien. Das Ergebnis überzeugt. Eine überdurchschnittliche Steifigkeit gepaart mit einem für diese Felgenbreite respektablen Gewicht. Um die Steifigkeit zu erhöhen, verbreitert Roval den

Preis/Infos Beschreibung

Flanschabstand der Nabe (siehe Bild unten links) und erhält so einen flacheren Speichenwinkel. Für niedrigere Herstellungskosten bei gleichzeitig höherer Stabilität wird auf einen Haken am Felgenhorn verzichtet. Wie bei einer Autofelge muss der Reifen an einer geraden Felgeninnenwand halten. Die besten Werte beim Crashtest innerhalb der Carbon-Felgen bestätigen das Konzept. Ob sich in der Praxis Probleme mit abspringenden Reifen ergeben, muss sich noch beweisen. Einen anderen Weg verfolgt E*Thirteen. Die Steifigkeit soll durch größere Nabendurchmesser und kürzere Speichen profitieren. Der gemessene Wert liegt auf gutem 29er-Niveau, hinkt aber den beiden anderen hinterher.

BIKE AHEAD ac-29 biturbo

E*THIRTEEN TRS+ 29

ROVAL Control Carbon

2889 Euro www.bike-ahead.de Vollcarbon-Laufrad, 6 Carbon-Speichen, Acros-Naben mit Sperrklinkenfreilauf, Tubeless-Felge

1099 Euro www.cosmicsports.de Scandium-Felge, 32 zweifach gekreuzte Rundspeichen (2,0-1,5 mm), Sperrklinkenfreilauf, inkl. TL-Ready-Band

Carbon-Felge, 32 Rundspeichen (2,0-1,5 mm) vo. dreif./radial, hi. dreif. gekreuzt, DT-Zahnscheibenfreilauf, inkl. TL-Ready-Band und Adaptern

26", 650B, 29" IS 2000 QR¹, 15 mm, 20 mm, Lefty QR¹, 10 mm Thru, 12 x 142 mm 2,4 Zoll keine Einschränkung / 203 mm

29" IS 2000 QR¹, 15 mm QR¹, 12 x 142 mm 2,3 Zoll 108 kg /200 mm

21,2 mm / HRB-Wert 59 VR 847 g / HR 1020 g / ges.1867 g VR 42 N/mm / HR 49 N/mm VR 478 kg x cm² / HR 493 kg x cm²

21,8 mm / nicht messbar VR 753 g / HR 853 g / ges. 1606 g VR 69 N/mm / HR 55 N/mm VR 471 kg x cm² / HR 460 kg x cm²

Erhältliche Durchmesser

26", 29" IS 2000, tubeless, Tubular Erhältl. Vorderachsstandards QR¹,15 mm, 9 mm Thru, Lefty Erhältl. Hinterachsstandards QR¹, 10 mm Thru, 12 x 142 mm Max. Reifenbreite 2,4 Zoll (mit maximal 2,1 bar Luftdruck) Max. Fahrergewicht/Disc-Größe 95 kg / 185 mm Erhältliche Standards

1199 Euro www.specialized.com

M E S S W E RT E

Felgenweite (innen) / Härte Gewicht² Steifigkeit Trägheit Polar-Diagramm VR/HR Speichendurchbiegung in mm Rot: rechte Seite, blau: linke Seite Speichenspannungsabweichung

21 mm / nicht messbar VR 650 g / HR 753 g / ges. 1403 g VR 68 N/mm / HR 64 N/mm VR 328 kg x cm² / HR 329 kg x cm² Messung der Carbon-Speichen nicht möglich

nicht messbar

Die Spannung der Speichen ist gleichmäßig, ohne große Ausreißer.

Bei Roval wurde Wert auf eine möglichst geringe Spannungsabweichung gelegt.

Vo. li: 10 %, vo. re: 31 %, hi. li: 24 %, hi. re.: 8 % Vo. li: 6 %, vo. re: 30 %, hi. li: 17 %, hi. re: 12 %

Rundlauf/Mittigkeit Neuzustand

QQQQQQQQQQ

QQQQQQQQQQ

QQQQQQQQQQ

Empfindlichkeit bei Überlast

QQQQQQQQQQ

QQQQQQQQQQ

QQQQQQQQQQ

Extrem leicht, sehr gut zu beschleunigen und ausgesprochen steif für ein 29er-Laufrad. Für den exorbitanten Preis gibt es ein tadellos verarbeitetes Laufrad. Im Crashtest geht die Felge recht früh kaputt.

Dank groß dimensionierter Naben liegt die Steifigkeit des relativ schweren Laufradsatzes auf ordentlichem Niveau, allerdings hinter den beiden anderen. Der Überlasttest mit 30 Kilo hinterließ beim TRS+Spuren.

Auch der Roval-Laufradsatz besitzt eine sehr gute Steifigkeit. Zudem schlägt sich die Felge mit hakenlosem FelgenhornDesign im Crashtest sehr gut für Carbon. Fairer Preis. Rundlauf könnte besser sein.

SEHR GUT (486)

GUT (425)

SEHR GUT (479)

Fazit

BIKE-URTEIL³

¹QR steht für Quickrelease = normaler Schnellspanner. ²Gewicht ohne Schnellspanner und inklusive Felgenband. ³Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (620-500), sehr gut (499-450), gut (449-400), befriedigend (399-350), mit Schwächen (349-300), ungenügend (299-0).

138 BIKE 05-13

Fotos: Daniel Simon

Oben: Im Vergleich zu einer herkömmlichen Nabe zeigt sich der große Durchmesser der E*Thirteen-Nabe sehr deutlich. Das verkürzt die Speichenlänge, bringt aber nur minimale Vorteile in der Steifigkeit. Unten: Über mehrere EvolutionsStufen hinweg verbreiterte Roval den Flanschabstand der 142+Naben. Fünf Millimeter mehr zu früher machen sich deutlich in der Steifigkeit bemerkbar.

Die Steifigkeiten und Gewichte der ersten Generation von 29er-Laufrädern zeigten noch starken Optimierungsbedarf. Sind die neuen Konzepte besser?


SCHUTZ

EINZELWERTUNG IM ÜBERBLICK Neben diesen fünf Kriterien fließen Gewicht, Rundlauf/Mittigkeit, sowie die Spannungsabweichung in unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtpunktzahl ein. Je mehr Punkte, desto besser. Rundlauf nach Überlast

Trägheit

Steifigkeit

Durchschlagtest

Freilauf

Spank

96

81

77

100

50

Syntace

98

78

68

100

100

Reynolds

94

77

77

70

25

Whizz Wheels

96

63

94

90

100

Tune

98

106

47

60

20

DT Swiss

92

63

80

90

50

SRAM

100

66

76

90

25

Bike Ahead

100

91

87

40

50

Roval

100

64

83

80

50

E*Thirteen

50

62

60

100

50

MARKUS

KLAUSMANN

Downhill Profi & Mitglied der Deuter Family

Freilauf: erreichtes Drehmoment ohne Durchrutschen: 100 Pkt. = über 400 Nm, 75 Pkt. = über 300 Nm, 50 Pkt. = über 200 Nm, 25 Pkt. = über 100 Nm

CRASHTEST

Foto: Daniel Geiger

Bis zu einer bestimmten Intensität tolerieren Carbon-Felgen Durchschläge noch unbeeindruckt, während es bei Alu bereits zu Beulen kommt. Danach kommt es bei Carbon zum Bruch von Fasern.

ALU GEGEN CARBON Gleicher Schlag, unterschiedliches Material. Ab dieser Schlagintensität werden an der Carbon-Felge erste Risse sichtbar, während die Alu-Felge eine mittlere Beule abbekommt. Eine Reparatur fällt bei Carbon deutlich aufwändiger aus.

ALU GEGEN ALU Trotz unterschiedlicher Materialhärten variieren die Beulen innerhalb der AluFelgen nur minimal. Form und Wandstärke der Felgen spielen ebenfalls eine Rolle. Beulen dieser Größenordnung lassen sich meist noch rausbiegen.

HAKENLOSES HORN Die Carbon-Felge von Roval besitzt ein Felgenhorn ohne Haken, an dem sich der Wulst des Reifens normalerweise einhakt. Dadurch ist die Wandstärke dicker, was sich im Crashtest deutlich bemerkbar macht.

GEWICHT & MASSENTRÄGHEIT Die Gegenüberstellung macht deutlich, wo die Masse liegt. Bei Roval und SRAM Rise 40 29" wurde eine relativ schwere Felge verwendet.

PROTEKTOR

Syntace W30 MX

Reynolds MTN AM

Spank Oozy

SRAM Rise 40 26"

Tune 650B 3.C

DT Swiss

SRAM Rise 40 27,5"

Whizz Wheels

Bike Ahead ac-29 biturbo

Roval Control Carbon 29

E*Thirteen TRS+

SRAM Rise 40 29"

1488 767

1656 779

1680 743

1731 764

1146 566

1807 952

1836 915

1911 958

1403 657

1606 931

1867 971

1885 1076

MIT RUCKSACK

26''

650B

29'' QGewicht in g, QMassenträgheitsmoment in kg x cm²

ATTACK 20 »90 % Stoßabsorption »mehrschlagtauglich »absolut flexibel »Protektor herausnehmbar www.deuter.com Offizieller Ausrüster des Verbands der Deutschen Berg- und Skiführer


TEST LAUFRÄDER

650B 650B boomt. Kein Wunder, dass nahezu alle Laufradhersteller das neue Maß mit ins Programm aufnehmen oder wollen. Günstig, hochpreisig oder sauteuer. Um zu überprüfen, was möglich ist, rollten wir auch eine handverlesene Leichtigkeit von Tune durchs Labor. Mit nur 1146 Gramm und einer sich deutlich vom restlichen Testfeld abgrenzenden Beschleunigung, setzt Tune Maßstäbe. Nur 16 Watt sind nötig, um diese Laufräder in fünf Sekunden auf 36 km/h zu beschleunigen. 40 Prozent weniger als bei Whizz Wheels. Abstriche gibt es dafür in Sachen Steifigkeit und Spannungsabweichung. Trotz 110 kg Freigabe nicht die erste Wahl für schwere Biker.

Zwischenlösung? Laufräder der Größe 650B sind kein fauler Kompromiss, sondern groß im Kommen.

Preis/Infos Beschreibung

DT SWISS M 1700 Spline 650B SRAM Rise 40 27,5"

TUNE 650B 3.C

WHIZZ WHEELS Hope Pro

549 Euro www.dtswiss.com Alu-Felge, 28 dreifach gekreuzte Rundspeichen (2,0-1,8 mm), Zahnscheibenfreilauf

662 Euro www.sram.com Alu-Felge, 24 zweifach gekreuzte Messerspeichen (2,2-1,0 mm), Sperrklinkenfreilauf, inkl. TL-Ready-Felgenband

2374 Euro www.tune.de Carbon-Felge, 28 Messerspeichen (2,2-1,0), vo. radial/zweifach, hinten dreifach gekreuzt, Sperrklinkenfreilauf

515 Euro www.whizz-wheels.de Alu-Felge, 32 dreifach gekreuzte Rundspeichen (2,0-1,8 mm), Hope-Naben mit Sperrklinkenfreilauf

26", 650B, 29" IS 2000 QR¹, 15 mm QR¹, 12 x 142 mm 2,4 Zoll keine Einschränkung / 200 mm

650B IS 2000 QR¹, 15 mm, Lefty QR¹, 12 x 142 mm, 12 x 135 mm 2,4 Zoll 110 kg / 203 mm

26", 650B, 29" IS 2000 QR¹, 15 mm, 20 mm QR¹,10 mm Thru,12 x 142 mm, 12 x 135 mm 2,4 Zoll 100 kg / 203 mm

19 mm / HRB Wert 50 VR 819 g / HR 1018 g / ges. 1837 g VR 60 N/mm / HR 55 N/mm VR 458 kg x cm² / HR 457 kg x cm²

17,9 mm / nicht messbar VR 507 g / HR 639 g / ges. 1146 g VR 35 N/mm / HR 36 N/mm VR 280 kg x cm² / HR 286 kg x cm²

19,5 mm / HRB Wert 25 VR 884 g / HR 1027 g / ges. 1911 g VR 73 N/mm / HR 69 N/mm VR 472 kg x cm² / HR 486 kg x cm²

Erhältliche Durchmesser

26", 650B IS 2000 Erhältl. Vorderachsstandards QR¹, 15 mm Erhältl. Hinterachsstandards QR¹, 10 mm Thru,12 x 142 mm, 12 x 135 mm Max. Reifenbreite 2,4 Zoll Max. Fahrergewicht/Disc-Größe 100 kg / 210 mm Erhältliche Standards

M E S S W E RT E

Gewicht² Steifigkeit Trägheit Polar-Diagramm VR/HR Speichendurchbiegung in mm Rot: rechte Seite, blau: linke Seite Speichenspann.abweichung

19,5 mm / HRB Wert 25 VR 836 g / HR 971 g / ges. 1807 g VR 65 N/mm / HR 55 N/mm VR 477 kg x cm² / HR 475 kg x cm² Es liegt eine sehr homogene Spannung an. Beim Rundlauf gibt es aber Bessere.

Vo. li: 5 %, vo. re: 32 %, hi. li: 24 %, hi. re: 5 %

Vor allem am Vorderrad ist die Spannungsabweichung extrem hoch.

Mit Werten über 50 Prozent fällt die Spannung der Speichen recht unterschiedlich aus.

Da die Räder auf perfekten Rundlauf getrimmt sind, schwankt die Spannung etwas.

Vo. li: 42 %, vo. re: 84 %, hi. li: 37 %, hi. re: 21 % Vo. li: 15 %, vo. re: 51 %, hi. li: 53 %, hi. re: 11 % Vo. li: 16 %, vo. re: 35 %, hi. li: 43 %, hi. re: 9 %

Rundlauf/Mittigkeit Neuzustand

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Empfindlichkeit bei Überlast

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Mit 1146 Gramm beschleunigt der 650BLaufradsatz mit schmaler Carbon-Felge sensationell. Auch wenn das Limit bei 110 kg liegt, sollten schwere Fahrer aufgrund der geringen Steifigkeit lieber verzichten.

Mit der gleichen DT-Swiss-Felge wie beim Spline LRS schickte Whizz Wheels ein klassisches Laufrad mit Hope-Naben. Das Resultat: beste Steifigkeit, bester Rundlauf sehr guter Freilauf. Aber recht schwer.

SEHR GUT (475)

SUPER (504)

Fazit

BIKE-URTEIL³

Das 650B-Systemlaufrad von DT Swiss sticht in keiner Disziplin hervor, liefert aber rundum solide Werte. Im Vergleich zum klassisch aufgebauten Whizz Wheels schlechter im Rundlauf und Steifigkeit.

SEHR GUT (474)

Die großen Schwankungen bei der Speichenspannung sowie ein mittelmäßiger Rundlauf zeugen von wenig Liebe zum Detail beim Einspeichen. Trotz schmaler Felgen ein relativ schwerer Laufradsatz.

GUT (427)

¹QR steht für Quickrelease = normaler Schnellspanner. ²Gewicht ohne Schnellspanner und inklusive Felgenband. ³Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (620-500), sehr gut (499-450), gut (449-400), befriedigend (399-350), mit Schwächen (349-300), ungenügend (299-0).

140 BIKE 05-13

Fotos: Ronny Kiaulehn. Daniel Simon

Felgenweite (innen) / Härte


26 ZOLL ge im Crashtest fßr Carbon recht solide Werte. Das es nicht immer teuer sein muss, beweist Spank. Das Oozy-Factory-Wheel-Set kostet faire 519 Euro und hinterlässt ein rundes Bild. Aufgrund der leichten Felgen punktet der normalgewichtige Satz mit einem geringen Massenträgheitsmoment und akribisch geringen Toleranzen. Der Materialhärtetest bestätigt zudem, dass Spank eine besonders harte Legierung bei der Felge verwendet, was eine gute Beulenresistenz bei Durchschlägen bedeutet.

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Es ist zwar nur die drittbreiteste Felge im eigenen Sortiment, doch bereits die W30 MX von Syntace fällt breiter als der Rest unseres Testfeldes aus. Zudem mit Alu-Felge so leicht, dass kaum ein Carbon-Laufradsatz fßr den gleichen Einsatzbereich mithalten kann. 1489 Gramm bei einer Felgeninnenweite von ßppigen 24,6 Millimetern sind beachtlich. Zum Vergleich: Der Reynolds-Carbon-Laufradsatz bringt mit 19,8 Millimetern breiter Felge 1656 Gramm auf die Waage. Nicht wahnsinnig leicht, dafßr liefert die stabile Fel-

     

Alles beim Alten? Nicht unbedingt. Neben Carbon und erschwinglichen Laufrädern wird auch der 26-Zoll-Bereich um neue Konzepte bereichert. Komponentenhersteller Syntace hinterfragt ßbliche Felgenweiten und geht mächtig in die Breite.

REYNOLDS MTN AM Carbon SPANK Oozy Factory Wheelset SYNTACE W30 MX 1499 Euro www.reynoldscycling.com Carbon-Felge, 28 dreifach gekreuzte Rundspeichen (2,0-1,5 mm), Sperrklinkenfreilauf

519 Euro www.sports-nut.de Alu-Felge, 28 dreifach gekreuzte Rundspeichen (2,0-1,8 mm), Sperrklinkenfreilauf

26", 650B IS 2000 QRš, 15 mm, 20 mm QRš, 10 mm Thru, 12 x 142 mm 2,4 Zoll keine Einschränkung / 200 mm

26", 650B, 29" 26", 650B, 29" IS 2000 IS 2000 QRš, 15 mm, 20 mm QRš, 15 mm, 20 mm QRš, 10 mm Thru, 12 x 142 mm, 12 x 135 mm QRš, 12 x 142 mm, 12 x 135 mm 2,35 Zoll 2,4 Zoll 100 kg / 203 mm 110 kg /203 mm

19,8 mm / nicht messbar VR 761 g / HR 895 g / ges. 1656 g VR 62 N/mm / HR 54 N/mm VR 392 kg x cm² / HR 387 kg x cm²

20,8 mm / HRB Wert 71 VR 786 g / HR 895 g / ges. 1681 g VR 60 N/mm / HR 57 N/mm VR 372 kg x cm² / HR 371 kg x cm²

Die Spannungsabweichung liegt absolut im grĂźnen Bereich.

Die Abweichung fällt bei diesem Laufradsatz am geringsten aus. Penibel zentriert.

Vo. li: 17 %, vo. re: 26 %, hi. li: 36 %, hi. re: 10 % Vo. li: 17 %, vo. re: 16 %, hi. li: 14 %, hi. re: 9 %

998 Euro www.syntace.de Alu-Felge, 28 Messerspeichen (2,2-1,0 mm), vorne zweifach, hinten dreifach gekreuzt, Zahnscheibenfreilauf

24,6 mm / HRB Wert 63 VR 683 g / HR 806 g / ges. 1489 g VR 55 N/mm / HR 47 N/mm VR 383 kg x cm² / HR 384 kg x cm² Die Spannungsabweichung ist am Vorderrad etwas grĂśĂ&#x;er als hinten, aber noch im guten Bereich.

Vo. li: 21 %, vo. re: 32 %, hi. li: 31 %, hi. re: 6 %

   

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Die Carbon-Felge wirkt von auĂ&#x;en wuchtig, besitzt aber nur eine Innenweite von 19,8 mm. DafĂźr liegt das Gesamtgewicht trotz Carbon relativ hoch. Bis auf den Rundlauf ein solides Laufrad. Gerade noch â&#x20AC;&#x17E;sehr gutâ&#x20AC;&#x153;.

Der Laufradsatz kostet gerade mal 519 Euro und besitzt ein unauffälliges Gewicht, dennoch punktet er fleiĂ&#x;ig in den Einzelwertungen. Gute Beschleunigung, hartes Felgenmaterial, sehr gut eingespeicht.

Mit 24,6 mm Innenweite ist der Syntace LRS mit Abstand der breiteste, auch wenn es noch zwei breitere Felgen im Programm gibt. Dafßr fallen Gewicht und Freilaufqualität super aus. Relativ geringe Steifigkeit.

SEHR GUT (455)

SUPER (525)

SUPER (515)

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TEST LAUFRÄDER

FRAGEN AN JO KLIEBER SYNTACE Ihr habt Laufräder mit bis zu 40 Millimetern Felgenbreite im Programm. Welches Konzept steckt dahinter? Die bisher üblichen Felgeninnenbreiten von 17-19 mm passen für über 90 Prozent der MTB-Fahrbedingungen nicht sonderlich gut zu ca. 50-60 mm breiten Mountainbike-Stollen-Pneus. Breite MTB-Felgen mit 25-35 mm Innenbreite klettern besser, bremsen besser, steuern und führen viel besser. Wenn nur das Problem des Mehrgewichts nicht wäre. Doch genau das haben wir mit den Syntace-W-Series-mx Felgen gelöst.

Eure Laufräder sind breiter und dabei leichter als die meisten Carbon-Laufräder. Wie ist das möglich?

FELGENBREITE Auto, Motorrad, Rennrad. An keinem anderen Fahrzeug ist die Differenz zwischen Reifen- und Felgenbreite größer als beim Bike. Machen breite Felgen mehr Sinn? Peter Nilges hat es ausprobiert. Die Idee einer breiten Mountainbike-Felge ist nicht wirklich neu. Die Kombination aus breit und gleichzeitig außergewöhnlich geringem Gewicht hingegen schon. Durch die Verquickung der beiden Extreme belebt Syntace mit seiner neuen Laufradlinie die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer breiten Felge. Über die Jahre wuchsen die Reifenbreiten, doch die Felgenbreiten blieben an Mountainbikes weitestgehend konstant. Felgeninnenweiten von 18 bis 22 Millimeter zählen in Kombination mit bis zu 60 Millimeter breiten Reifen zum Standard. Aber macht die große Diskrepanz überhaupt Sinn? Um der Frage nachzugehen, testeten wir einen Laufradsatz mit fetter 40-Millimeter-Felge (33,5 mm Maulweite) gegen einen normalen 25er (19,5 Millimeter Maulweite) mit Schwalbe-Hans-Dampf-2,35"-Reifen. BREITE GIBT STABILITÄT Für maximalen Grip fanden die ersten Fahrtests auf Asphalt statt. Um zu überprüfen, wie stabil sich der Reifen bei hoher seitlicher Belastung fährt, starteten wir zunächst mit 2,0 bar Luftdruck in Vorder- und Hinterreifen. Enge Kurvenradien bei verschiedener Geschwindigkeit und Wedeltests mit maximalem Pushen. Das Resultat nach schrittweisem Luftablassen: Der Unterschied zwischen schmal und breit ist gewaltig. Während meine persönliche Luftdruckuntergrenze mit der 25er-Felge bei 1,6 bar liegt, kann ich für eine vergleichbare Reifenstabilität mit der 40er den Druck auf sehr niedrige 1,2 bis 1,3 bar ablassen. Wird der Reifen bei diesen Drücken seitlich stark belastet, knickt er mit der

142 BIKE 05-13

schmalen Felge plötzlich weg und schnalzt ebenso plötzlich zurück, während er auf der breiten Felge zwar nachgibt, aber viel kontrollierter einfedert, ohne wegzuklappen. UND IM GELÄNDE? Die schmale Felge fühlt sich für mich mit 1,6 bar vertraut an. Ordentliches Feedback vom Untergrund bei zuverlässiger Traktion. Im direkten Vergleich fährt sich die 40er mit 1,25 bar wie ein Schlauchreifen. Extrem komfortabel und geschmeidig, als wenn das Fahrwerk statt mit Luft- auf einmal mit Stahlfederelementen jedes noch so kleine Steinchen aufsaugt. Allerdings vermisse ich etwas Feedback vom Untergrund und erhöhe auf 1,35 bar, was sich aufgrund des großen Volumens bereits bemerkbar macht. Vor allem in losen Kurven begeistert der Traktionsgewinn, während ich in verblockten Passagen sehr gut meine Linie halten kann, ohne dass die Reifen seitlich verspringen. DURCHSCHLAG Was nutzt der fahrbare, niedrigere Luftdruck, wenn man vielleicht früher einen Durchschlag riskiert? Beim Test im Labor, wo ein Fallbeil exakt zwischen die Stollen des Reifens trifft, zeigte sich keine Tendenz zu Gunsten der breiten oder schmalen Felge. Bei Versuchen in der Praxis schnitt breit je nach Reifenmodell sogar etwas schlechter ab. Der Grund? Bei unserem Testreifen war das Profil so angeordnet, dass die weit auseinander stehenden Felgenhörner der 40er-Felge nie von einem Stollen abgedeckt werden, was Durchschläge dämpfen kann. Es kommt also auch auf den richtigen Reifen an.

Wir haben uns vor dem ersten Zeichenstrich auf die Suche nach einer besseren Alu-Felgenlegierung gemacht. Erst als wir die sehr gut extrudier- und rollbare Legierung gefunden hatten, die bei guter Schweißbarkeit und Ermüdungsbeständigkeit hohe Festigkeiten von typisch 380-400 N/mm² liefert, ging’s an das erste Syntace-W-Series-Profil. Durch die zwischen 30-50 Prozent höhere Materialfestigkeit können wir, bei gleichzeitigem Verzicht auf gesteckte Verbinder sowie einer spannungsoptimierten asymmetrischen Profilgestaltung, leichtere und dabei gleichzeitig robuste Felgen bauen. Aber ein konkurrenzlos leichtes Laufrad wird es durch eine leichte Felge alleine natürlich noch nicht. Deshalb haben wir, dazu passend, die sehr leichten Syntace-HiTorque-mx-Naben entwickelt.

Wieso setzt Ihr ausschließlich auf Alu und nicht auf Carbon? Wäre damit gewichtsmäßig noch mehr drin gewesen? Weil MTB-Carbon-Felgen etwas schlechter Stöße und Einschläge überleben, dabei aber schwerer sind als unsere Syntace-Aluminiumfelgen. Diese Rahmenbedingungen machen zur Zeit Mountainbike-Carbon-Faser-Verbundlaufräder funktionell leicht unterlegen. Bei gleichzeitig mehr als doppelt so hohem Preis und deutlich weniger Innenbreite als die schon 998 Euro teuren Syntace-Laufradsätze.

RICHTIG BREIT 19,5 Millimeter Maulweite gegen 33,5 Millimeter. Durch die breitere Felge wird der Reifen besser unterstützt. Die Seitenwände des Reifens stehen fast gerade auf der Felge. Dadurch neigt der Reifen deutlich weniger zum Wegknicken bei seitlicher Belastung.

Fotos: S. Doerk, O. Soulas

Abknicken: Schmale Felge und wenig Luft sind nicht perfekt für einander gemacht.


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TEST LAUFRÄDER

NEUES RUND UMS RAD Weil Stillstand Rückschritt bedeutet, dreht sich die Entwicklung auch am Laufrad stetig weiter. Wer dabei glaubt, dass sich Neuerungen nur auf die gewachsene Durchmesservielfalt beschränken, liegt jedoch falsch. Oder hätten Sie gedacht, dass es Leuchtdioden gibt, die den Austausch des Carbon-Bauteils anzeigen?

1

SICHERER DURCH CARBON Ein dummer Sturz oder ein harter Durchschlag an einem Stein, und schon geht das Grübeln los. Soll ich den leichten Carbon-Lenker lieber tauschen? Ist die teure Felge aus Carbon noch uneingeschränkt stabil? Kaputt oder nicht? Die Neuentwicklung von bike ahead composites und iNDTact will klare Antworten auf diese Fragen liefern. Über spezielle im Carbon-Bauteil integrierte Sensoren soll eine effektive Schadensfrüherkennung möglich sein. Analog zu den Rezeptoren von Nervenzellen in der Muskulatur werden Mikrorisse und Strukturbrüche mit den damit verbundenen Geräuschwellen und Eigenfrequenzverschiebungen registriert. Ist das Bauteil kaputt, leuchtet beispielsweise eine Diode rot auf.

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DIE WAHL DER PROFIS

EIN GANG MEHR IM MENÜ

Schlauchreifen, oder auch Tubular genannt, sind bisher nahezu ausnahmslos die erste Wahl von Cyclocross-Profis. Doch auch im MountainbikeWorldcup steigt die Zahl der Anhänger. Doch was bringt’s? Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Clincher-System werden Schlauchreifen auf spezielle hornlose Felgen geklebt. Meist besteht der geschlossene Reifen aus einer flexiblen Baumwollkarkasse, in die ein Latex-Schlauch eingenäht wurde. Vorteil: Durch das Felgenprofil können die Reifen mit extrem niedrigen Drücken (um 1,3 bar) bei minimalem Durchschlagsrisiko gefahren werden. Das sorgt für Traktion und Komfort.

Die Überlegung ist simpel und soll Bauteile und Gewicht reduzieren sowie die Funktion vereinfachen. Hinten an der Kassette kommt mit elf Ritzeln eines dazu, während man sich vorne auf nur noch ein Kettenblatt beschränkt. Die XX1-Gruppe von SRAM kombiniert eine weit gespreizte Kassettenabstufung 10-42 Zähne mit einem Single-Blatt vorne. Wer genau weiß, was er mit seinem Bike machen will, kann sich über die Kettenblattgröße den optimalen Einsatzbereich feintunen. Für den Umbau auf XX1 ist allerdings ein neuer Freilaufkörper für die breitere Kassette nötig. Bislang bieten 29 Laufradhersteller einen XX1-Freilaufkörper an.

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WEBCODE #14921 144 BIKE 05-13

Fotos: Daniel Simon

WAS IST HEUTE NOCH STANDARD?

Schnellspanner, Thru-Axle, 15 mm, 20 mm, 142 x 12 mm, 135 x 12 mm. Die Auswahl an Achsstandards ist riesig, doch es scheint sich ein breiterer Konsens in der Industrie zu bilden. So wie sich an hochpreisigen Federgabeln der Taper-Schaft durchgesetzt hat, häufen sich die 15-Millimeter-Steckachsen vorne und die 142 x 12-Millimeter-Achsen hinten. Und zwar vom Hardtail bis zum 160-Millimeter-Fully. Bei längeren Gabeln wird nach wie vor noch eine 20-Millimeter-Steckachse eingesetzt. Der herkömmliche Schnellspanner (Quickrelease) ist wegen seiner geringeren Steifigkeit vom Aussterben bedroht.


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DURCH FELD UND FLUR.

2. April 2013, 26. Jahrgang, Heft 5/2013 LESER-HOTLINE Alles unter einer Nummer: Abo-Service, Kleinanzeigen, Heftnachbestellungen u. v. m. 0521/559-922 BIKE-REDAKTION Steinerstraße 15 d, 81369 München; Postfach 701120, 81310 München, Fon 089/72960-20, Fax 089/72960-240, e-Mail: bikeMag@bike-magazin.de, www.bike-magazin.de

Herausgeber Uli Stanciu Chefredakteur (verantw.) Josh Welz Stellv. Chefredakteur Christoph Listmann Textchef Henri Lesewitz Test, Technik, Zubehör Christoph Listmann (Ressortltg.) Stefan Frey, Peter Nilges, Stefan Loibl, Sebastian Brust Reportage Henri Lesewitz Reise Gitta Beimfohr Fitness, Rennsport, News Björn Kafka Grafik Dagmar Dörpholz (Ltg.) Bildredaktion Georg Grieshaber Event-Betreuung Marc Schneider Redaktionsassistenz Anette Jacoby Schlusskorrektur Janine Tischer Labor, Werkstatt Hans-Peter Ettenberger (Ltg.), Daniel Hooper Fotos Christophe Margot, Markus Greber, Wolfgang Watzke, Phillip Schieder, Matthias Breitwieser, Björn Kafka, Franz Faltermaier, Jörg Reuther, Georg Grieshaber, Daniel Simon Ständige Mitarbeiter Dipl.-Ing. Dirk Zedler, Jörg Spaniol, Stefan Herrmann, Holger Meyer, Karen Eller, Matthias Rotter, Marc Schneider, Markus Greber, Ralf Glaser REDAKTION SCHWEIZ Martin Platter, Fon und Fax 0041/44/7642086, e-Mail: martin.platter@bluewin.ch REDAKTION ÖSTERREICH Lisi Hager, Fon 0043/664/2119164, e-Mail: lisi@nyx.at BIKE erscheint im Delius Klasing Verlag

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ERBEFRAGUNG LES 20 12

91 %

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AGUNG 2012 EFR RB SE LE

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LES ER BE FR A

war die Zahl derjenigen, die sich unser Black Sin 29“ BLACK EDITION auf Facebook angeschaut haben. Hat jemand das Model bemerkt?

8,7kg

39.903 unterschiedliche Artikel gibt es im riesigen Online-Shop von Bike -Discount, dem Megastore im Internet mit Bestpreis-Garantie! bike-discount.com

Das Slide 130 29“ wird beim Bike Festival am Gardasee (3.-5.5.) präsentiert. Es kommt ab 1.999,mit Reverb Stealth serienmäßig. Das gute Stück wird in verschiedenen Ausführungen und in vielen Farben aufgelegt.

Wiegt das neue Black Sin 29“ 10.LE. Die schwarze Sünde kostet 3.499 €, das sind 0,4021 € pro Gramm.

ist die Zahl der verschiedenen RADON Modelle im Jahr 2013. 26“, 28“, 29“, 650B, Hardtail, Fully, CC Fully, AM Fully, ED Fully, DH Fully, Rennrad, Cross, Fitness, Trekking, E-Bike, Kid....

AGUNG 2012 EFR RB SE LE

LE SE R

*Leserbefragung 2012, Basis Kenner der Marke RADON = 100 %

SAVE THE DATE:

11. MAI 2013 Große Eröffnungsfeier des Bike Discount Megastores in Bonn – 10.00-20.00 Uhr: 10 Stunden Powershoppen und abfeiern! Irres Rahmenprogramm!

24.000 qm Ungefähr drei Fußballfelder umfasst die Gesamtgrösse des neuen Bike Discount Megastore Geländes. Pünktlich zum 25. Firmenjubiläum eröffnen wir den Bike-Discount Megastore im Herzen von Bonn! Highlights: CUBE Flagshipstore, RADON-CENTER, ASSOS Proshop, GORE Bike Wear World, Fashion World, Triathlon Store, Outdoor 33, E-Bike Center, Downhill Corner, großer Testparcours open Workshop, Bike-Cinema und und und... » weitere Infos unter: radon-bikes.com oder facebook.com/BikeDiscountMegastore

152 BIKE 5/13

Über eine Million Leser haben unser Oversized Magazin seit der ersten Ausgabe in 2010 gelesen. Das neue Magazin mit allen Highlights rund um die Welt von Radon gibt‘s pünktlich zur Eröffnung des Bike Discount Megastores am 11. Mai 2013.

1.000.000


SLIDE 150 E2 Slide 150mm Frame, Fox 34 Talas CTD Adjust FIT Kashima 160mm, Fox Float CTD Adjust Kashima, SRAM XX1 Ausstattung, Mavic Crossmax SX, Rock Shox Reverb

29“

ist der momentan angesagteste Radumfang (SRAM)

SRAM/SHIMANO

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1999

»9 999,-

175.200 h 20 Jahre x 365 Tage x 24 Stunden gibt es bereits die Marke RADON.

46.278 4 „Gefällt mir“-Angaben

Ist die Höchstgeschwindigkeit, die ein Bob auf der Winterberger Bobbahn erreicht. Wir wollten es wissen und haben unseren Teamfahrer, den ehemaligen Deutschen Vizemeister im DH Andi Sieber mit dem neuen Swoop auf die Bahn geschickt. Das komplette Video des Wahnsinns-Rides gibts unter vimeo.com/60836505

ist die Anzahl unserer Facebook Likes. Bist du dabei?

150 Rund 150 mal stellten wir unsere Modelle in den vergangenen der harten Kritik der nationalen Zeitschriften in ihren Tests und kassieren regelmäßig überragende Ergebnisse – das spornt uns an.

(Stand 7.3.2013)

100

Radon Bikes und der SUZUKI CLUB Europe haben in 2013 ein gemeinsames Projekt. 100 Stück des tollen Sondermodelles SUZUKI Slide gibt es exklusiv für SUZUKI Club Mitglieder unter www.suzuki-club.eu – schnell Mitglied werden!

(Shimano)

· Alu Aluminium 7005 Rahmen · Ro Rock Shox Reba RL 29 · SR SRAM X9 Ausstattung (SRAM) Shimano XT Schaltung (Shimano) Sh · Ma Magura MT2 Discs (SRAM) Avid Elixir 1 Discs (Shimano) Av · Su Sun Ringle Radium LRS · Syntace F149 Vorbau/Vector Lenker Sy · ab 11,8 kg

SLIDE 150 E1

» 2.799,-

lime/blue/white

ZR RACE 29er 6.0

» 3.499,Slide 150mm Frame, Fox 34 Float CTD 160mm, Fox Float CTD Adjust, SRAM XO Schaltung, DT Swiss E2000, Rock Shox Reverb

MARKET

34

ist der Standrohrdurchmesser der 160 mm FOX Federgabel in den neuen Slide 150 E1 und E2

ist der Einstieg in die Welt der Swoops. Swoop 7.0 | 1.999,_Fox 36 Van 180 R _Fox Van RC _Shimano SLX _Magura MTC _Sun Ringle Jumping Flea

Über 30.000 Fotos ist die fette Ausbeute die Starfotograf Stefan Eisend auf seiner Reise durch die Welt von Radon Bikes geschossen hat. USA, Grönland, Südafrika, Kappadokien, Dolomiten, Karibik, Österreich, Deutschland, Mallorca, Kanaren sind nur einige Ziele.

30.000

Ausgewählte Motive gibts zum Download als Wallpaper auf www. radon-bikes.com

134 = 43+23+21+25+22 So alt ist unser neues Enduro Radon Racing Team unter der Leitung von Oliver Fuhrmann. Oliver fährt selbst seit 1982 BMX und seit 1993 Mountainbike-Rennen. In seiner sportlichen Laufbahn war er ebenso Mitglied der BMX Nationalmannschaft, wie auch der Mountainbike Nationalmannschaft. Oliver ist Teamchef, Trainer und Deutscher BMX Meister 2009 und 2011.

200.000

140 km/h

Das ist die Zahl der Downloads unseres Movietrailers Slide und Swoop S See the Ride at vimeo.com/48137205

5/13 BIKE 153


MARKET

Verkäufe BIKES Cannondale Chase 1, Handmade in USA, hellgrün, MZ DJ 2, Blkmrkt Vorb., NS Lenk., Avid, Sram X9, Pivotal + Wedge, versch. Aufbaut. mgl., viele Besonderht., gerne Tausch gg. RR RH 56–57. NP € 1.700,–. VB € 950,–. Tel. 0049/911/ 9790267 PLZ 90768 Web: BIK35021

96er Cube Adventure, RH 18, Sammlerstück abzugeben, Shimano STX 7-fach, Stahlrahmen, Originalzustand, geg. Gebot zu verkaufen. Tel. 09642/3674 Web: BIK36183 Agresti Stahlrahmen, RH 48, neuer, nie aufgebauter oder benutzter Agresti MTBRahmen, klassisch mit V-Brake-Aufnahme, in gelb. FP € 400,–. E-Mail: m.egbert@ gmx.de PLZ 55131 Schmiermittel Kriechöl Reinigungsmittel Korrosionsschutz

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Bergamont Fastlane MGN, Mod. 2011, RH 21, Sram XX Kurbel, Sram X0 Schaltwerk neu, Sram X9 Schalthebel neu, Rock Shox Sid XX Worldcup, das Bike wurde regelmäßig gewartet und gepflegt. NP € 4.499,–. VB € 2.250,–. Tel. 07653/ 6523 Web: BIK35301

154 BIKE 5/13

BMC Fourstroke FS01 SramXX, Mod. 2010, RH 48, Carbon Race Fully 10,4 kg, kaum gefahren, top, DT Swiss Tricon Tubeless, Easton EC70,6, Carbon Flite, Fox Float FIT RLC 100 mm. NP € 5.599,–. VB € 4.199,–. Tel. 0049/176/70633576 PLZ 80335 Web: BIK36009 Bockerl, komplett neu, wegen Fehlkauf, Magura Bremsen, Foto auf Anfrage. NP € 299,–. VB € 260,–. E-Mail: mario14676@ yahoo.de Web: BIK35390 Bulls Black Adder Team Carbon, Mod. 2010, RH 16, XTR Yumeya Komplettausstattung, FSA Sattelstütze und Vorbau, Gewicht ca. 9,6 kg, wenig Kilometer und sturzfrei gefahen. NP € 4.700,–. VB € 1.550,–. E-Mail: tobias.eberhard@t-online.de PLZ 64625 Web: BIK35895

Burn Baby 26 Carbon, Mod. 2011, RH 48, 8,8 kg MTB, u.a. Rahmen Fun Works S-Light, Laufräder Novatec-Light/FRM XMD 333/CN424, Bremsen Formula R1 05/12 gewartet, Details u. Fotos per E-Mail. VB € 2.300,–. E-Mail: marcuswesthoff@ web.de Web: BIK35543

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Cannondale Claymore 2, Bj. 2012, Kaufdatum 06/2012, Größe S, X7, Bremsen Avid Elixir 7, Gabel Fox Van R, 180 mm, Rock Shox Reverb. NP sFr 5.500,–. VB sFr 3.500,–. Tel. 0041/79/6750493, E-Mail: dominique.kohler@gmx.ch PLZ 3027 Web: BIK35378 Cannondale Scalpel 1 29er 2013, Mod. 2013, RH 45, nur 100 km bewegt, wegen falscher Rahmengröße wie neu. NP € 6.499,–. € 4.799,–. Tel. 0049/5562/ 914075 o. 0049/152/34045710, EMail: joergharwardt@web.de PLZ 37574 Web: BIK35955 Cannondale Scalpel 1 29er, Mod. 2013, RH 45, neu, Rahmen einschl. Dämpfer, Gr. M. NP € 3.199,–. € 2.500,–. Tel. 0049/5562/914075 o. 0049/152/ 34045710, E-Mail: joergharwardt@web. de PLZ 37574 Web: BIK35959


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MARKET

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34.

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90 99

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PDM 540

95 *

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Trinkflasche (0,75 L), Setpreis 2 Energy Gel (Beutel 38 10.- * g), Energy Source 2:1 (50 g), Energy Bar (Riegel 60 g), 3 Zero-Tabletten

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156 BIKE 5/13


dsetter

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Elite Transfergewebe für optimalen Feuchtigkeitstransport, DirectVent Einsätze für hervorragende Luftzirkulation, anatomische Multibahnen-Schnittführung Flachnähte, silikonfreie Beinabschlüsse. Farbe: weiß/orange Größen: S(46), M(48/50), L(52), XL(54), XXL (56)

Radhandschuhe RC Echtleder-Handfläche Fingerkuppen aus Clarino®, integriertes Micro-Velours Schweißband Farbe: schwarzgelb-weiß Größen: XS(6), S(7), 39.95 ** M(8), L(9), XL(10), XXL(11)

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Coolskin-Handfläche integriertes Schweißband aus Micro-Velours Mesh-Handrücken Farbe: petrol-grün Größen: M(8), L(9), XL(10), 44.95 ** XXL(11)

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MARKET

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00

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34

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Avid X.0 Trail v+h Set Scheibenbremse Modell 2013 - schwarz 200 mm / 180 mm

Procraft Professional Werkzeugkiste

DREHMOMENTSCHLÜSSEL

Sigma BC 16.12 STS wireless Tacho Modell 2013

-0

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*)

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SCHLAUCH 13

)'0

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3

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Continental Mountain King II ProTection - 26x2,2 oder 26x2,4

SLR KIT CARBONIO FLOW

Schwalbe Schlauch 13 SV 36 mm, AV, Dunlop

135

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X.0 TYPE 2 Rock Shox Reverb 125mm Sattelstütze mit Remote Matchmaker rechts 31,6 mm oder 30,9 mm

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Selle Italia SLR Kit Carbonio Flow Sattel - schwarz oder weiß

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MARKET

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Manitou R7 Pro Absolute+ Canti/Disc Federgabel - 100 mm

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PD-M780 XC Hope Pro 2 Evo + NoTubes Stans Flow EX Disc 6-Loch Laufradsatz black-black (VR+HR)

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Camelbak M.U.L.E. Trinkrucksack inkl. Trinkblase - rot

Wir wissen um die Auswirkungen weltweiter CO2 Emissionen, die auch durch den Transport unserer Sendungen entstehen. Daher sorgen wir im Rahmen des GOGREEN Programms schon seit fünf Jahren für einen klimaneutralen Versand – eine von vielen Maßnahmen mit denen wir dazu beitragen die Umwelt nachhaltig zu schützen.

Q\ik`Ôq`\ik\:F)E\lkiXc`k€k gemäß den Vorgaben des Kyoto Protokolls

')+(%,(,.,/$'

(''i\ZpZc\YXi\M\igXZble^\e die über das Duale System verwertet werden

Y`b\$Zfdgfe\ekj%[\

9Xkk\i`\i•ZbeX_d\ und Weiterleitung an einen fachgerechten Entsorger

5/13 BIKE 161


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166 BIKE 5/13

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BIKE REISE

Die Talkerbe des Palm Canyons zieht sich wie eine Schneise durch das kalifornische San-Jacinto-Gebirge. F端r Bobby Root eine Cross-Country-Spielwiese.

Das Schlangengegengift immer in der Tasche: In dieser einsamen Region ist nicht alles Wurzel, was nach harmlosem Kicker aussieht.

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Coahuila-Trail

Bobby Root ist nicht auf der Beach-Boy-Seite Kaliforniens zu Hause, sondern dort, wo sich Klapperschlange und Coyote Gute Nacht sagen: am San-Jacinto-Gebirge. Sein Supertrail wurde einst von den Coahuila-Indianern angelegt.

Fotos: Franz Faltermaier

B

Bei Kalifornien denken die meisten Mountainbiker an Küsten-Trails, die sich über dem Pazifik dahinhangeln. Oder an die California-Boys, die sich samt ihren Dirtbikes in der Luft verrenken. Oder an das Sea-OtterFestival in Monterey. Doch Kalifornien ist groß und reicht bis weit ins Landesinnere. Hier in Indio/Riverside County, wo ich wohne, fahre ich hauptsächlich Cross-Country-Touren. Bikeparks gibt es hier nämlich keine. Also schnappe ich mir mein „Onkel Jimbo“-Bike und mache mich auf den Weg zum San Jacinto. So heißt das einsame Gebirge, durch das sich der heilige Coahuila-Trail schlängelt. Ja, richtig verstanden: heilig, denn der Trail ist ein ehemaliger Wasserpfad der Coahuila-Indianer, die hier im frühen 18. Jahrhundert lebten. Ich spüre den Spirit der Coahuila-Indianer, wenn ich mich die Pfade bergauf mühe. Viele schmunzeln, wenn ich ihnen davon erzähle, doch es ist wirklich so. Indianer-Ehrenwort! Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich den Palm Canyon (offizieller Name) als Supertrail wählte. Glaubt mir, ich war schon auf vielen Trails auf diesem Planeten. Doch dieser Trail hat irgendwie von allem etwas. Man durchquert verschiedene Umgebungen. Mal ist es bewaldet wie an der ligurischen Küste in Italien, mal sandig, wie in der Wüste von Nevada und mal gebirgig wie in den Alpen. Diese Szenerie ist einzigartig, und der Duft der Eukalyptusbäume wirkt entspannend wie ein Wohlfühlbad auf mich. Wenn ich hier morgens hochradle, ist mein Kopf frei, und es fällt mir leicht, Entscheidungen zu treffen oder an Ideen zu feilen. Der Trail ist sozusagen dafür gemacht, meine innere Ruhe zu finden. Zumindest bei der Auffahrt. Geht’s bergab, bin ich weniger nachdenklich. Dann öffnen sich die Adrenalin-Schleusen in den Venen. Jetzt drücke ich mein Bike in staubige Kurven, brettere über Wurzelteppiche und feure mich über Kicker. Und falls das Terrain mal weniger Spielzeuge in den Weg stellt, trete ich so fest in die Pedale wie nur möglich, um den Berg dann auf dem Hinterrad abzurollen. Doch da gibt es etwas, was ich nicht vorenthalten möchte. Auf meinen Touren treffe ich so gut wie niemanden – und trotzdem ist man hier draußen nicht allein: Klapperschlangen lassen sich vor allem in den Sommermonaten blicken. Auch schon gesichtet wurden Coyoten, Taranteln, Skorpione, Rotluchse und Bären. Doch

der größte Feind des Bikers ist die Dehydration. Wer hier im Niemandsland zu wenig Wasser trinkt, ist verloren. Denn ist der Körper erst mal ausgetrocknet, will auch bald der Verstand nicht mehr. Aus diesem Grund habe ich immer mindestens drei Liter Wasser dabei. Außerdem: Gegengift für Schlangenbisse, ein Taschenmesser, zwei Schläuche, Sonnencreme und ein paar Energie-Riegel. Als Nicht-Local sollte man unbedingt eine Karte mitnehmen. Ich hab schon von Leuten gehört, die hier beinahe draufgingen, sie fanden einfach keinen Weg mehr zurück in die Zivilisation. Das sind zwar Dinge, die man beachten sollte, doch Angst muss man deshalb nicht haben. Denn als Gefahrenzuschlag bekommt man eine der vielseitigsten Touren der Welt zu sehen. Man kann auch mit kleineren Runden beginnen, die sich neben dem Palm Canyon rechts und links den Berg hochschrauben. Mein Tipp: Wenn du besonders auf Downhills Wert legst: Probier den Hell Raiser. Die elf Kilometer lange Abfahrt ist voll mit gebauten Sprüngen und technischen Fels-Passagen. Wirklich spaßig! Auch zum Shuttlen geeignet. Hast du danach noch Lust, dann hänge den Lake-Hemets-Hurkey-Creek-Trail dran. Der bietet wundervolle Aussicht, tolle Singletrails, und man kann je nach Lust und Laune zwischen 15 und 25 Kilometer langen Schleifen wählen. Keep the good spirit up!

Rider: Bobby Root (38), Team Rose Fährt Bike seit er denken kann. Fahrertyp Stuntbiker. Der quirlige Amerikaner ist mit drei Einträgen im Guinness Buch der Rekorde vermerkt: Weltrekord im Speedwheelie auf dem Vorderrad und auf dem Hinterrad, sowie die höchste, selbst getretene Geschwindigkeit auf dem Rennrad.


DAUERTEST

DAUERLÄUFER Erst in Schlamm und Fahrtwind offenbart sich, ob ein Teil wirklich taugt. Fast täglich scheuchen die BIKE-Tester brandneues Zubehör über die Trails. Nicht alles hält durch.

tern Am Hin hsen: das c a w n Gore e g fest lent vo a -T d n Allrou

GPS-UHR GARMIN FENIX

les: für al suhr Eine i-Training v a n N ele k andg H s r fü

80 Gramm – 399 Euro (mit Pulsgurt: 450 Euro) Klassische GPS-Klumpen kommen mir nicht ans Bike, auch wenn die Kollegen davon schwärmen. Eine Uhr am Handgelenk ist da schon unauffälliger, auch wenn das 70x70 Pixel große Display mit dem robusten Alu-Gehäuse recht klobig ausfällt. Mit dem mitgelieferten Netzstecker und der USB-Ladeklemme lässt sich die Fenix an PC und Steckdose laden. Das muss man leider ständig tun. Im Aufzeichnungsmodus war im Test nach spätestens 22 Stunden der Saft weg, obwohl Garmin mit utopischen 50 Stunden wirbt. Vom Einschalten bis zum Empfang eines GPS-Signals vergehen zwischen wenigen Sekunden bis drei Minuten. Auf dem Bike lässt sich die dreizeilige Anzeige mit den wichtigsten Werten wie Geschwindigkeit, Höhenprofil und Kilometern bestücken. Über ANT+ lassen sich neben Puls- und Trittfrequenz-Sensoren auch Kraftmesskurbeln koppeln. An einen reinen Rad-Computer (wie Edge 500) kommt die Fenix allerdings nicht heran. Aber dafür kommen eben die GPS-Funktionen hinzu: Für die grobe Navigation eines zuvor auf die Uhr geladenen Tracks reicht das Display auch ohne Karte, die dahinter liegt. Die Trainingsaufzeichnung fürs spätere Auswerten am PC, zum Beispiel über Garmin Connect, klappt einwandfrei. www.garmin.com

Funktionalität CCCC##Haltbarkeit CCCCCCBIKE-Tester: Stefan Loibl

GORE BIKE WEAR FUSION SOFTSHELL 403 Gramm (Größe M) – 169,95 Euro Egal, ob auf Bike-Tour, beim Arbeitsweg, Klettersteigabenteuer oder der Langlaufeinheit: Seit zwei Jahren ist das Allround-Talent von Gore bei eisigen Temperaturen fest mit meinem Hintern verwachsen. Dabei zeigt sie bisher kaum Verschleißspuren. Drunter passt je nach Temperatur eine kurze oder knielange Bibshort. Die Beinweite lässt sich mit zwei Kletts anpassen. Kevlar schützt die Beininnenseite vorm Kettenblatt. Vier ZipperTaschen schlucken Handy, Schlüssel und Pausengeld. Die Zippfunktion der Hosenbeine nutze ich zwar nie, sie stört aber auch nicht weiter. Nur an nassen Tagen wechsle ich zur Regenhose. www.goreapparel.de

Funktionalität Haltbarkeit BIKE-Tester: Stefan Frey

Reißvers und Gurt chlüsse e funkti onieren wie am ersten T 20 Liter – 1150 Gramm – 90 Euro ag. Eigentlich hasse ich Rucksäcke beim Biken. Aber da gelegentlich doch mehr wie Riegel und Ersatzschlauch mit auf Tour müssen, komme ich nicht drum herum. Meinem peniblen Anspruch nach Minimal-Gepäck geschuldet, sammelte der Tracer dementsprechend viele Kilometer, ohne an seine Grenzen gehen zu müssen. Dafür lässt sich der schlanke Tracer dank vieler Spanngurte rückennah komprimieren. Zwei Ersatzschläuche, ein Mini-Tool und ein Notrücklicht fahren unauffällig im Werkzeugfach im Boden mit. Noch eine Etage tiefer versteckt sich die integrierte, mit Rücklichthalterung ausgestattete Regenhülle. Wenn die Rückenlast doch mal etwas höher ausfällt, packen breite Hüftgurte und ein Brustgurt zu – auch wenn der Trail rumpelt wie im Schleudergang. Problematisch wird es nur, wenn man den Tracer bis obenhin vollpackt: Dann schließt oben der Reißverschluss nur noch widerwillig. Nervig: Wer die Helmhalterung beispielsweise mit Knieschonern belädt, kann den Reißverschluss fürs Hauptfach nicht mehr betätigen, ohne vorher die Schnallen der Helmhalterung zu öffnen. Reißverschlüsse, Schnallen und Gurte funktionieren nach hunderten Einsätzen wie am ersten Tag. www.vaude.com

VAUDE TRACER 20

Funktionalität CCCC##Haltbarkeit CCCCCCBIKE-Tester: Stefan Loibl

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Funktionalität CCCC##Haltbarkeit CCCCC#BIKE-Tester: Christoph Listmann

Ungew öhnlic Äußere hes s– stimmig es Kon zept

RIDO RLT 227 Gramm – 85 Euro Zugegeben: Der britische Rido RLT wurde nicht gerade mit feschem Aussehen gesegnet. Selbst mein Hintern spürte beim ersten Aufsitzen das ungewöhnliche Äußere. Dabei geht das Konzept der angehobenen Höcker durchaus auf. Der Dammbereich wird effektiv entlastet. Auch auf längeren Touren musste ich nicht um meine Männlichkeit bangen. Etwas schwer fällt die Suche nach der passenden Sitzposition. Die effektive Sitzfläche fällt durch die abfallenden Flanken etwas gering aus. Racer dürften sich an dem (trotz Titanschienen) recht hohen Gewicht stören. www.onncycle.ch

Funktionalität CCCC##Haltbarkeit CCCCC#BIKE-Tester: Stefan Frey

Hirse-Buchweizen-Brei mit Früchten und Samen

1170 Gramm (Größe 47) – 139 Euro Es gibt Tage, da muss man in knallharte Race-Ballerinas schlüpfen. Und es gibt Tage, an denen will man was Bequemes tragen. Genau dafür haben mir nun fast drei Saisons lang diese Shimano-Schuhe gedient. Verschleiß? Kaum sichtbar. Der SH-M 161 fällt geräumig aus, durch die Ratsche lässt er sich dennoch angenehm fest anpassen. Die Sohle (mit Schraubstollen) ist griffig genug für längere Lauf-Passagen und nicht extrem steif. Für den Rennsport taugt er allein schon wegen des Gewichts nicht optimal. Doch wie gesagt: Dazu fesselt man seinen Fuß ja auch in Carbon. Im Web für 85 Euro zu haben. Tipp: eine Größe größer kaufen! www.paul-lange.de

MorgenStund’

® SHIMANO SH-M 161

Das Frühstück für Siegertypen

Für entspann tere Tage: der bequeme S H-M 161

Platten Kein einziger eter m ilo auf 300 K tz sa in Trail-E

Fotos: Georg Grieshaber

HANS DAMPF SUPER GRAVITY 977 Gramm 26x2,35" – 59,90 Euro Die Heavy-Duty-Version des Hans Dampf soll voll Downhill-tauglich sein und wiegt dank faltbarem Wulstkern unter 1000 Gramm. Als Bewährungsprobe musste der am Hinterrad montierte Reifen 15000 Tiefenmeter während der Trans Provence auf Geröll, Fels und Schlamm überstehen. Das Resultat: kein einziger Platten auf 300 Kilometern Trail-Einsatz. Dafür litt das Profil der Trailstar-Mischung extrem. Während an den Mittelstollen nur die Kanten fehlten, rissen Zwischen- und Seitenstollen stark ein. www.schwalbe.com

Funktionalität CCCC##Haltbarkeit CC####BIKE-Tester: Peter Nilges

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FITNESS JOURNAL

Heuschnupfen kann einem die Freiluftsaison vermiesen. Das heißt aber nicht, dass Sie den ganzen Sommer die Füße stillhalten müssen. BIKE zeigt, was hilft.

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Der Feind wächst am Baum, oder Strauch: Kaum haben sich die Minusgrade verflüchtigt, wartet das nächste Ärgernis – zumindest für Heuschnupfler. Durch das kalte Frühjahr haben viele Pflanzen ihre Blühperiode nach hinten verschoben und explodieren förmlich unter den warmen Temperaturen. Mit den Blüten fliegen aber auch Pollen durch die Luft – dieses Jahr besonders stark. Für allergische Biker beginnt damit die Leidenszeit, da sie beim Fahren tiefer und häufiger einatmen als im Alltag. Sie sind der Pollenbelastung besonders stark ausgesetzt. Da die Pollen nur ein- bis sechs hundertstel Millimeter groß sind, können sie beim Einatmen bis in die Lunge gelangen. Das geschieht besonders beim Atmen durch den Mund. Da schon 20 Pollen pro Kubikmeter Luft bei Pollenallergikern Beschwerden verursachen, müssen jetzt besondere Maßnahmen ergriffen werden, damit das Biken nicht flachfällt. Zum Vergleich: Die Blüten weit verbreiteter Gräser setzen zwei bis fünf Millionen Pollen frei. Aber was macht die Pollen eigentlich so tückisch?

In einem gesunden Immunsystem werden sie normalerweise links liegen gelassen. Bei Allergikern klassifiziert das Immunsystem die Pollen jedoch als Feind. Kurz nachdem die Pollen auf die Schleimhäute treffen, wird eine Immunreaktion in Gang gesetzt: Es wird genießt, getränt und geschleimt. Der Körper des Allergikers versucht, die Pollen so wieder loszuwerden. Dabei aktivieren Antikörper sogenannte Mastzellen und setzen den Entzündungswirkstoff Histamin frei – es folgt die laufende Nase. Bei sehr hoher körperlicher Belastung, einem Rennen zum Beispiel, gelangen Pollen auch in die Lunge und lösen die gleichen Entzündungsvorgänge aus wie in der Nasenschleimhaut. Dadurch kann es zu allergischem Asthma mit Kurzatmigkeit, Atemnot und Hustenanfällen kommen. Das hilft: Gegen leichtere Symptome (Niesen, tränende Nase und Augen) helfen Medikamente, die Antihistaminika enthalten. Bei Asthmatikern sollte ein Lungenfacharzt aufgesucht werden und das Leiden fachärztlich behandelt werden.

Fotos: D. Simon

POLLENTERROR


SCHLUSS MIT NIESEN

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CHEMIEWAFFEN Wer antiallergische Medikamente einnimmt, sollte darauf beim Biken nicht verzichten. Sie schützen besonders beim Sport vor allergischen Reaktionen. In manchen Fällen ist es hilfreich, unmittelbar vor dem Sport die entsprechenden Allergiemedikamente einzusetzen – zum Beispiel Nasen- oder Asthmaspray, Augentropfen. Wer Wettkampfsportler mit Lizenz ist, sollte genau schauen, ob sein Produkt auf der Doping-Liste steht. Wichtig: Auch frei verkäufliche Nasensprays enthalten zum Teil Doping-Bestandteile.

WENIGER DAMPF MACHEN Belasten Sie sich weniger intensiv als sonst. Besonders dann, wenn Sie sich schon geschwächt fühlen. Der Grund: Bei großer Anstrengung ist auch die Pollenbelastung der Lunge größer. Eine weitere mögliche Komplikation bei zu intensiver Belastung ist Atemnot und damit einhergehend eine Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Das wiederum kann zur Hyperventilation bis hin zur Ohnmacht führen.

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RICHTIG ATMEN Versuchen Sie durch die Nase einzuatmen. Die Luft erwärmt sich dabei und wird befeuchtet. Insgesamt gelangen so weniger Pollen in die Lunge.

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DER PERFEKTE ORT Ab etwa 800 Metern Höhe oder am Meer ist die Pollenkonzentration geringer. Deshalb, ab zum Bergtraining.

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STADT ODER LAND – DAS TIMING ENTSCHEIDET Passen Sie die Trainingszeit an: Auf dem Land ist die Pollenbelastung abends, in der Stadt morgens am geringsten.

DAS WARTEN AUF REGEN Direkt nach einem Regenschauer ist ein Freilufttraining weniger belastend, weil sich weniger Pollen in der Luft befinden. Zudem sollten Sie nach dem Training sofort duschen, um die Pollen vom Körper zu waschen. Das Gleiche gilt für die Kleidung – ab in die Waschmaschine damit.

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der deutschen Spitzensportler dopen regelmäßig. Neun Prozent waren schon an einer Wettkampfmanipulation beteiligt: Das sind die Ergebnisse einer Studie der Deutschen Sporthilfe.

BESSER BEISSEN Weniger Zucker, bessere Fettsäuren und mehr Ballaststoffe: Damit werben die neuen Chia-Riegel von Vitalyte. Die Kraftspender greifen dabei auf Chia-Samen zurück, die einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren bereithalten. Beim ersten Reinbeißen fällt gleich auf, dass der Riegel weniger süß ist als seine Kollegen der Konkurrenz. Ab April 2013 soll er in den Geschmacksrichtungen Blaubeere und Erdnuss erhältlich sein. Preis: zirka 2 Euro für den 50-GrammRiegel. Mehr Infos: www.vitalyte.de


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REISE

TRANS PYRENÄEN

ÜBERN KAMM Wieso eigentlich immer über die Alpen? Europa hat noch mehr Gebirge, die man super überqueren kann. Hier die schönsten Traversen. TRANS APENNIN Vom Fuße der Ligurischen Alpen zieht sich der Apennin 1500 Kilometer durch den gesamten italienischen Stiefel dahin. Höchster und landschaftlich interessantester Teil sind die bis zu 2914 Meter hohen Abruzzen etwa in Höhe von Rom. Was ist anders als in den Alpen? Der Apennin-Kamm ist schmaler und damit schneller zu überqueren. Die meisten Straßen und Wege sind asphaltiert und in Nord-Süd-Richtung ausgelegt. Schotterwege und Pfade sind wegen der schlechten Karten schwierig zu finden, daher sollte man sich einem Guide anvertrauen. Das Hochgebirge ist einsam, und die Wolken, die das Meer antreibt, bleiben in den Gipfeln gern hängen. Rifugios sind rar, aber wenn, dann mit echter Pasta-Küche.

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Geführte Touren Von Rom an die Ostküste Pescara über den Gran Sasso in drei verschiedenen Versionen: jeweils sechs Etappen mit insgesamt 5000, 7750 oder 10500 Höhenmetern. Termine: 8.-15.6., 7.-14.9., 28.9.-5.10. Preis inkl. HP: 1075 Euro, Infos www.alpstours.eu

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Von der Adria nach Rom über die Sibillinischen Berge und den höchsten Gipfel, den Gran Sasso: Insgesamt sieben Tage und 474 km/9060 hm. Termine: 31.5.-9.6., 21.6.-30.6., 13.-22.9. Preis: 1049 Euro. Infos www.mtb-fahrtwind.de

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Mit ihrer Länge von 430 Kilometern und insgesamt 200 Dreitausendern riegeln die Pyrenäen die iberische Halbinsel von Europa ab. Geografisch und klimatisch. Höchster Gipfel: Pico de Aneto (3404 m). Über den Kamm verläuft die französisch-spanische Grenze. Was ist anders als in den Alpen? Die Pyrenäen werden nicht über-, sondern der Länge nach durchquert. Das bedeutet, man folgt dem Hauptkamm und quert die Täler. Es geht also immer rauf, runter – und direkt wieder hoch. Daher braucht man vom Mittelmeer zum Atlantik auch mindestens zwei Wochen. Unterwegs wechselt die Route mehrmals die Grenze. Auf der französischen Seite sind die Wege gut ausgebaut, es gibt gute Karten und viele Einkehrstationen. Die spanische Seite ist trockener, verwilderter, die Karten sind ungenauer, und einkehren kann man nur in den Dörfern. Das Klima im Hochgebirge ist erstaunlich rau, und in den Nationalparks muss man das Bike tatsächlich schieben. Nur für gut trainierte Könner!

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Geführte Touren Die Tour startet in der Vulkanlandschaft der Garrotxa und führt weiter auf Hirtenpfaden durch die Zentralpyrenäen bis zur Pantà d’Escalès. Sechs Etappen mit insgesamt 360 Kilometern und 10670 Höhenmetern. Preis inkl. VP, Gepäcktransport und Rück-Transfer: 1515 Euro, Termin: 14.-21.9. Infos www.yoyobike.ch

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Vom Mittelmeer zum Atlantik: 13 Etappen mit 1000 Kilometern und 20000 Höhenmetern. Termine: 23.6.-7.7., 24.8.-7.9. Preis inkl. HP, GT: 1489 Euro. Infos www.almeria-bike-tours.de

Trans Apennin in zwölf Etappen (714 km/ 22200 hm) vom Lago Fiastra nach Carrara mit Begleitfahrzeug. Termin: 16.-29.6. Preis: 795 Euro. Nur GPS-Daten. Preis: 70 Euro (neue Route von 2012). Infos www.seracjoe.de

TRANS OST

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formationen aufwarten, wird die Teilnehmer überraschen. Mücken-Spray nicht vergessen! Geführte Touren Sieben Tage vom Elbsandsteingebirge in einer großen Schleife über sämtliche Grenzgebirge zwischen Deutschland, Tschechien und Polen. Insgesamt 500 km/9000 hm. Termine: 9.-15.6., 7.-13.7., 11.-17.8., 1.-7.9. Preis inkl. ÜF und Gepäck-Transfer: 650 Euro. Infos www.transost.com

Fotos: D. Kammer, S. Kappl, A. Prielmaier

Über sieben Mittelgebirge im Grenzland zwischen Deutschland, Polen und Tschechien. Darunter: Elbsandstein-, Zittauer-, Iser-, Riesen- und Liberec-Gebirge. Was ist anders als in den Alpen? Die Anstiege sind kürzer, aber zahlreicher. Das Panorama fällt flacher aus, dafür haben die Trails im Wald besseren Grip. Der Überraschungsfaktor dieser Tour ist hoch, denn dass Mittelgebirge mit solch skurrilen Fels-


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REVIER-GUIDE KITZBÜHELER ALPEN

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Die Zahnreihe des Wilden Kaisers sieht nicht nur so aus, sie ist geologisch tatsächlich mit den Dolomiten verwandt.

DRECKSPRITZER UND

KASCHMIR-PULLOVER Der Fleckalm-Trail in Kirchberg ist eine dreckige Nummer. Wer sauber unten ankommt, ist hier nicht richtig gefahren. Drüben im feinen Kitzbühel wird man sich an diesen Anblick gewöhnen müssen, denn die Marathon-WM naht. Text: Marc Schneider Fotos: Jörg Reuther

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REVIER-GUIDE KITZBÜHELER ALPEN

Teil der Marathon-WM-Strecke im Juni: der Fleckalm-Trail.

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Und wieder drängt sich der Kaiser ins Bild.

MIT SIEBEN KILOMETERN LÄNGE UND INSGESAMT 1000 HÖHENMETERN IST DER FLECKALM-TRAIL DER LÄNGSTE SINGLETRAIL TIROLS. ER HAT DAS FORMAT EINES ECHTEN KLASSIKERS. 190 BIKE 05-13

Die Art und Weise, wie mich der Fleckalm-Trail gerade ausgespuckt hat, erinnert mich an die wilden Bilder aus Woodstock. Als sich bunt gekleidete Menschen mit langen Zottelhaaren mit Freude in selbst gebauten Schlammrutschen suhlten. Mir ging es eben genauso. Gestern hatte es geschüttet und auf den sieben WurzelpfadKilometern, die mir vorkamen wie ein nie enden wollendes Hendrix-Solo – abwechslungsreich, intensiv und schräg – klatschten in der Summe zwei Zentner Schlamm an mich und mein Bike. Gefühlte fünf Kilo davon widersetzten sich der Schwerkraft und blieben haften. Wow! Das war mal ’ne Nummer! Und was für ein Glück: Am Ende des Trails, am Parkplatz der Fleckalmbahn, hat sich die Bikeacademy eingemietet. Und wie es sich für eine anständige Bike-Station gehört, hat sie einen Schlauch vor der Hütte ausgelegt. Bestimmt kann ich den mal haben. Die Bikeacademy ist die Keimzelle der Kitzbüheler Mountainbike-Bühne. Ihr Chef, Kurt Exenberger, hat die Lokalmatadorin und Gesamtweltcup-Siegerin von 2009, Lisi Osl, gefördert und ihr Fahrtechnik beigebracht. Was mittlerweile sogar direkt vor seiner Hütte möglich ist. Die nächste Lektion ist dann auf dem Lisi-Osl-Trail möglich. Im Zickzack schlägt der sich drüben den Gaisberg hinunter, gewürzt mit ein paar kniffligen Cross-Country-Elementen.


Sanfte Alm-Touren um Kirchberg: Rund ums GrĂźn staffeln sich die Felsriesen â&#x20AC;&#x201C; Panoramakino!

Biker von Kurts Format meistern den lässig, wie auch den â&#x20AC;&#x17E;Grabenâ&#x20AC;&#x153;, die SchlĂźsselstelle des Fleckalm-Trails, die mich zum Aufgeben zwang. In PfĂźtzen stehende, steile Wurzeltreppen waren deďŹ nitiv zu viel. So viel zu viel, dass sie eigens fĂźr mich jetzt eine Umfahrung bauen â&#x20AC;&#x201C; bilde ich mir zumindest ein. Ein Alban Lakata, Marathon-Weltmeister von 2010 und Sieger beim letzten KitzAlpBike-Marathon, wird diesen â&#x20AC;&#x17E;Chicken-Runâ&#x20AC;&#x153; wohl belächeln. Ebenso wahrscheinlich die Teilnehmer der Enduro-Serie, die den Pfad vor zwei Wochen schon mal so richtig eingefahren haben. Auch die hatten in

der Graben-Sektion ihren SpaĂ&#x;. Dennoch ist der Trail auch ohne die schwierigste Stelle alles andere als langweilig. â&#x20AC;&#x17E;Mit dem Alban haben wir hier vor seinem Sieg auch Fahrtechnik trainiertâ&#x20AC;&#x153;, erzählt Hannes, der heute fĂźr Kurt in Kirchberg die Stellung hält. Dazu erteilt er mir die Freigabe zur Schlauchbenutzung. Wasser marsch! ZurĂźck in die Zivilisation! So verdreckt hätte ich mich am Start dieser Tour nicht blicken lassen dĂźrfen. Denn die fĂźhrt zunächst auf dem Radweg nach KitzbĂźhel am Golfplatz vorbei. Da Ăźberholen dich Ăźber

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die Schulter geworfene Kaschmir-Pullover im Cabrio. Es ist das Hansi-Hinterseer-Land, das Land der sanften TĂśne â&#x20AC;&#x201C; klanglich und farblich. Der â&#x20AC;&#x17E;Kitzâ&#x20AC;&#x153; ist halt auch ein Laufsteg fĂźr die graumelierte FĂśhnwellen-Gesellschaft. Mit dreckbesprenkeltem Hintern fĂźhlt man sich hier irgendwie deplatziert. Doch das GefĂźhl verschwindet im ausgewiesenen Bike-Streckennetz von KitzbĂźhel schnell. Zumal es jetzt sogar mit dem Fleckalm-Trail gekrĂśnt ist. Um die Krone geht es auch Ende Juni. Der â&#x20AC;&#x17E;Albanatorâ&#x20AC;&#x153; hat 2012 mit seinem Sieg beim TransKitzAlp-Marathon schon einmal bewiesen,


REVIER-GUIDE KITZBÜHELER ALPEN

Durchschnaufen: eine der chilligen Stellen des Fleckalm-Trails – die höchstens etwas Gleichgewicht erfordert.

Sound machen nur die Kühe mit ihren Glocken und ein paar Grillen. Man kann gar nicht anders, als mit dem Hintern in die Almwiese zu sinken, das Pausenbrot auszuwickeln und damit Teil dieses Postkartenidylls zu werden. Der heimische Bergkäse auf der Zunge passt perfekt zum Duft der Gräser. Je weiter man in die Täler hinein-tourt, desto chilliger wird’s. Ein willkommener Gegenpol zum Paukenschlag mit dem Abfahrtshammer da vorne. Am ruhigsten wird es an der Grenze zum Salzburger Land, am Stangenjoch oder der Filzenscharte, den beiden Passübergängen nach Süden, die sich zu einer zweitägigen Rund-Tour zum Wildkogel zusammenstricken lassen.

dass ihm nicht nur der Stakkato-Schlussakkord, sondern die gesamte Komposition der WMStrecke gut gefällt. Der Kurs um Kirchberg hat mehr zu bieten als den Wurzel-Rock’n’Roll an der Fleckalm. Der erste Berg, der mit 94 Kilometern und 4400 Höhenmetern absolut WM-würdigen Marathonstrecke, gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten. Zwischen dem Spertental, das sich von Kirchberg nach Süden zieht und dem Windautal, das sich parallel ab Westendorf 192 BIKE 05-13

weiter westlich in die Berge schneidet, verläuft ein Höhenzug mit weitläufigen Almen. Diese Grashügel überschreiten die 2000er-Marke nicht. Daher ist die Leinwand für ihre großen Brüder im 2000-Plus-Format drum herum umso breiter. Stets im Sichtfeld: Großer Rettenstein, Wilder Kaiser, Brechhorn und weiter im Süden die eisige Silhouette der Hohen Tauern mit dem Großvenediger. Kenner entdecken in der Ferne sogar die Spitze des Großglockners. Hier ist der Boden für die ruhigeren Töne.

Doch zurück zum Fleckalm-Trail: Man erreicht ihn per Lift oder über eine Auffahrt mit 1000 steilen Höhenmetern den Hahnenkamm hinauf und weiter zur Ehrenbachhöhe. Man kann aber auch starten, indem man den Zielsprung der berühmten Streif quert, was einen zwangsläufig zum Innehalten zwingt. Die Vorstellung, dass über diesen Pistenabgrund Skirennfahrer mit 140 Sachen 50000 kreischenden Zuschauern entgegenfliegen, sorgt für Gänsehaut. Vielleicht wird Ende Juni bei der Marathon-Weltmeisterschaft ein Hauch von dieser Stimmung auch die Mountainbiker erfassen. Die „Streif der Mountainbiker“ wird dann der Fleckalm-Trail sein.


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REVIER-GUIDE KITZBÜHELER ALPEN

Der „Albanator“ bei seiner Siegesfahrt beim KitzAlpBike 2012. Er zählt auch bei der WM Ende Juni wieder zu den Favoriten.

Fünf Dinge, die man in Kirchberg nicht verpassen darf.

1 ALMKÄSE KAUFEN

KUCHEN BEI LORENZONI

Die Kitzbüheler Alpen sind das Land der Almen. Ihr Bergkäse ist ebenso würzig wie die Trails, die über die Almwiesen führen. Überall gibt es Geschäfte und Sennereien, die das heimische Vorzeigeprodukt anpreisen. Tipp, wegen ihrer großen Auswahl: die Sennerei in Westendorf. Infos unter www.sennerei-westendorf.at

2

EIN BAD IM SCHWARZSEE

3

Schöner als in dem dunklen, leicht mystischen Moorsee vor den Toren Kitzbühels spiegelt sich der Wilde Kaiser wohl nirgends. Perfekt ist die Spiegelung allerdings nur, wenn gerade mal kein Badegast im Strandbad für Wellen sorgt. Oder kein Ruderboot das Spiegelbild verzerrt. An heißen Sommertagen müssen Fotografen da viel Geduld mitbringen. Also besser hinein in den See, dem sogar eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Erwachsene zahlen 3,80 Euro Eintritt.

194 BIKE 05-13

Die besten „Energie-Riegel“ in Kirchberg produziert die Café-Konditorei Lorenzoni. Sie liegt, nicht zu verfehlen, am Kreisel im Ortszentrum. Von fruchtig über sahnig bis bombastisch heben die Kalorien-Keile Laune und Blutzuckerspiegel nach getaner Tour. Unser absoluter Favorit: der Schoko-Kuchen. Unbedingt probieren!

4

5

DER WINTER

Die Kitzbüheler Alpen bieten ein riesiges und variantenreiches Skigebiet, das von Kirchberg aus an einem Tag bei Weitem nicht zu erkunden ist. Darüber hinaus sind in der Region eine Vielzahl von Ski-Touren aller Schwierigkeitsgrade möglich. Im Tourismusverband gibt es eine gute SkiTouren-Karte Brixental-Kitzbüheler Alpen. Mehr unter www.woipertouringer.at

TRANSKITZALP-FESTIVAL Das Bike-Event für jedermann findet einmal im Jahr statt. Herzstück ist der Marathon, der über fünf Distanzen ausgetragen wird und in diesem Jahr sogar als offizielle UCI-Marathon-Weltmeisterschaft gewertet wird. Dazu gibt es den legendären Hillclimb von Brixen im Thale sowie einen Sprint ins Windautal. Dieses Jahr findet das verlängerte WM-Festival vom 26. bis 29. Juni und 5. bis 7. Juli statt. Infos: www.kitzalpbike.com


FRAGEN AN MAX SALCHER OK-CHEF BEI DER MARATHON-WM

NEUES

ERFAHREN.

Wo sind die besten Plätze für WM-Zuschauer? Natürlich der Start/Ziel-Bereich bei der Fleckalmbahn mit Ausstellungsareal, Bewirtung, Musik und Moderation. Auf der Strecke positioniert man sich am besten am Hahnenkamm. Dort kommen die Fahrer dreimal vorbei. Aber auch die Hütten im Brixental sind schöne ZuschauerSpots: die Fleckalm, die Staudachstubn oder die Wiegalm mit Panorama-Terrasse.

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DER BESTE PLATZ FÜR WM-ZUSCHAUER IST AM HAHNENKAMM. DORT KOMMEN DIE PROFIS BEIM KAMPF UM DIE KRONE GLEICH DREIMAL VORBEI.

Welche Kategorien gibt es für Hobby-Fahrer? Neben der Ultra-WM-Distanz haben HobbySportlern vier weitere Strecken zur Auswahl. Als beliebteste Distanz hat sich im letzten Jahr die neue Medium-Plus-Strecke etabliert, die mit 50 km und 2300 hm technisch leichter angelegt ist als in den vergangenen Jahren.

Was sind neben dem Marathon die spannendsten Mitmach-Events? Zum Auftakt gibt es am 26. Juni eines der beliebtesten Rennformate des KitzAlpBikeFestivals: Der Hillclimb von Brixen im Thale hat sich als einer der teilnehmerstärksten Bergrennen des Landes etabliert. Neu ist die Westendorfer Radlrallye mit dem Sprint-Rennen über 15 Kilometer und 300 Höhenmeter zur Gamskogelhütte am südlichen Ende des Windautals. Das spannende Enduro-Rennen am 6. und 7. Juli ist sogar Teil einer internationalen Serie.

Was haben Biker in Zukunft von der WM? Gibt es neue Trails oder neue Strecken, die extra für die WM angelegt werden? Um den Streckenanforderungen einer WM gerecht zu werden, wurde vor einem Jahr der FleckalmTrail errichtet, der beim KitzAlpBike-Festival im vergangenen Jahr seine Feuertaufe feierte. Er gilt als längster Singletrail Tirols. Mit der WM können wir im Brixental unsere Bike-Kompetenz unterstreichen, weitere Singletrails sind in Planung.

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REVIER-GUIDE KITZBÜHELER ALPEN

INFOS KIRCHBERG Das Revier Kirchberg liegt genau im Zentrum der weitläufigen Kitzbüheler Alpen, die touristisch in drei Regionen unterteilt sind: im Zentrum das Brixental (Kirchberg, Brixen, Westendorf), im Westen die Ferienregion Hohe Salve und im Osten St. Johann in Tirol. Kitzbühel selbst, in direkter Nachbarschaft von Kirchberg gelegen, hat einen eigenen Tourismusverband. Während im Winter das Herz schon wegen der legendären Streif in Kitzbühel schlägt, finden Biker im benachbarten Brixental mit Kirchberg als Epizentrum die perfekte Tourenausgangsbasis. Unterkünfte: Vier Hotels der Region wurden von Mountain Bike Holidays mit dem Prädikat Bike-Hotel versehen: Bikehotel Klausen, www.klausen.at, Sportalm Gourmethotel, www.hotel-sportalm.at, Alpenhotel Landhaus Küchl,

22,3 km/1143 hm Fahrzeit 2:30 h Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

CCCC# CCCC# CCCC# SCHWER

www.bike-magazin.de

2

Kreuzjöchl-Panorama 32,5 km/1000 hm Fahrzeit 3:30 h Kondition Fahrtechnik Panorama

CCC## CCC## CCCCC

Schwierigkeit

MITTEL

www.bike-magazin.de

3

Quickie mit Lisi 8,1 km/444 hm Fahrzeit 1:15 h Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

CC### CCCCC CCC## SCHWER

www.bike-magazin.de

4

Blitz-Transalp 83,2 km/2208 hm Fahrzeit 8 h (oder lässig als Zwei-Tages-Tour) Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

CCCCC CC### CCCCC SCHWER

www.kitzbuehel-alpen.com

5

Transkitzalp 169,5 km/6844 hm

Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

CCCCC CCC## CCCCC SCHWER

www.kitzbuehel-alpen.com

196 BIKE 05-13

DIE FÜNF TOP-TOUREN Die Roadbooks für die ersten drei Touren können Sie gratis downloaden unter www.bike-magazin.de, Webcode #14867. Dort werden Sie auch direkt zu den GPSDaten aller Kirchberg-Touren weiterverlinkt. Für die GPS-DATEN und RICHTRACKS der ersten drei Touren werden Sie unter o. g. Webcode auf das gemeinsame Touren-Portal von BIKE und Bike-gps.com weiterverlinkt. Dort finden Sie die exakt erstellten Tracks mit allen wichtigen Infos zum Download-Preis von 3 Cent pro Kilometer.

03 QUICKIE MIT LISI 8,1 km 444 hm 1:15 h Der Lisi-Osl-Trail ist eine der heißesten Nummern von Kirchberg. Vom Gaisberg führt der etwas über zwei Kilometer lange Technikpfad auf rund 400 Höhenmetern ins Tal. Weltcup-Star und Lokalmatadorin Lisi Osl hat sich beim Anlegen der Spur ein paar nette Gimmicks einfallen lassen, die herausfordernd sind und technisch versierten Bikern richtig Spaß machen. Wer noch etwas trainieren will, strampelt selbst den Gaisberg hinauf. Mit Muskelkraft ist der Lisi-Osl-Trail auch nach Liftschluss noch offen.

04 BLITZ-TRANSALP 82,3 km 2208 hm 8 h Eine Fitness-Prüfung mit voller Landschaftspunktzahl ist die große Runde hinüber ins Pinzgau. Die beiden Passübergänge – Stangenjoch und Filzenscharte – lassen sich hervorragend zu einer großen Runde verbinden. Wer mehr Zeit mitbringt, kann auch drüben in Neukirchen oder sogar im Wildkogelhaus auf 2000 Metern Höhe übernachten und die Zwei-Tages-Tour mit dem tollen Wildkogel-Trail würzen. Dieser ist ebenso wie der Fleckalm-Trail in Kirchberg auch mit der Gondel von Neukirchen aus zu erreichen.

05 TRANSKITZALP

Fahrzeit 4 Tage Kondition

Tel. 0043/5357/35704, www.gerry-sport.com, Sport 2000 Etz, Hauptstraße 2, Kirchberg, Tel. 0043/5357/3753, www.etz.at Fahrtechnikkurse Bikeacademy Kitzbüheler Alpen an der Talstation der Fleckalmbahn, Telefon 0043/664/9597970, www.bikeacademy.at, die Fahrtechnikschmiede von Weltcup-Star Lisi Osl. Bike-Events 6./7.6.: BIKE Four Peaks, viertägiges Mountainbike-Rennen von Ruhpolding nach Neukirchen, Ziel der zweiten und Start der dritten Etappe in Kirchberg. Alle Infos: www.bike-fourpeaks.de, 26.6. bis 7.7.: KitzAlpBike-Festival mit UCI-Mountainbike-MarathonWM am 29. Juni 2013 und vielen Mitmach-Events wie Hillclimb von Brixen. Alle Infos: www.kitzalpbike.com

169,5 km 6844 hm 4 Tage Besser kann man die gesamten Kitzbüheler Alpen nicht kennen lernen als bei einer Durchquerung von West nach Ost. Start ist in Wörgl, Ziel in St. Johann mit Zwischenstopp in der Kelchsau und in Westendorf. Auch einzelne Etappen sind lohnend, weil es mit dem Zug wieder zum Ausgangspunkt geht. Sportlich anspruchsvoll sind die Tage drei und vier: von Westendorf nach Kitzbühel mit dem knackigen Ehrenbach-Trail nach Kitzbühel hinunter (gesamt: 2030 hm), und dann warten noch mal 2336 Höhenmeter bis nach St. Johann.

Karten: Infochart

1

Hahnenkamm-Hammer

www.kuechl.at und Bikehotel Aschenwald, www.aschenwald.at. Weitere Infos: www.kitzbuehel-alpen.com Anreise Mit dem Auto über die Inntalautobahn bis Kufstein-Süd (mautfrei) und weiter über St. Johann und Kitzbühel nach Kirchberg. Aus Innsbruck kommend bis Wörgl-Ost und erst Richtung St. Johann, bald rechts ins Brixental. Mit dem Zug über Wörgl ins Brixental. Touren-Infos Mountainbike-Karte Kitzbüheler Alpen (1:50000) erhältlich in allen Tourismusbüros. TourenBeschreibungen (mit GPS-Download) finden sich ebenfalls auf der Homepage www.kitzbuehel-alpen.com Bikeshops Toni’s Pro Shop, Bahnhofstraße 2, Kirchberg, Tel. 0043/5357/2447, www.tonis-proshop.at, Gerry Sport, Aschauer Straße 39, Kirchberg,


01 HAHNENKAMM-HAMMER > 22,3 km > 1143 hm > 3,5 h

Alle Infos zu dieser Tour auf der Rückseite

02 KREUZJÖCHL-PANORAMA

> 32,5 km > 1000 hm > 3,5 h

Alle Infos zu dieser Tour auf der Rückseite


01 HAHNENKAMM-HAMMER km

Route

km

Route

> 22,3 km > 1143 hm > 3,5 h

15,98

Einstieg Fleckalm-Trail: rechts und immer weiter den Schildern „KitzAlpBike“ folgen

3,53

Am Bahnhof Schwarzsee durch die Unterführung und am Radweg gerade weiter in die Burgstallstraße in Kitzbühel

18,98

Fleckalm: Einkehr, dann kurz auf Pistenweg bergab und auf Höhe der Schirmbar rechts neben der Piste weiter

4,51

In der Burgstallstraße rechts in den Pulverturmweg und steil bergauf, später auf Schotter links haltend zur Ganslern-Alm

22,32

5,53

Ganslern-Alm: vor der Alm auf Trail über die Streif. Später auf Asphalt kurz bergab Richtung Ortszentrum Kitzbühel

6,17

Abzweig Hahnenkamm. Vorsicht! In Abfahrt scharf rechts bergauf, jetzt immer den Schildern „Hahnenkamm“ folgen

13,88

Kreuzung am Hahnenkamm. Bergstation rechts liegen lassen und links bergauf, am Ende kurz steil, zur Ehrenbachhöhe

15,25

Ehrenbachhöhe (höchster Punkt): an Ochsalm-Bergstation vorbei, jetzt den Schildern „KitzAlpBike“ folgen

Vom Parkplatz der Fleckalmbahn über die Bundesstraße und am START Bach entlang auf dem Radweg nach Kitzbühel

Parkplatz Fleckalmbahn

GPS-Daten: 3 Cent/km Roadbooks gratis unter www.bike-magazin.de Webcode #14867 1800 m 1700 m 1600 m 1500 m 1400 m 1300 m 1200 m 1100 m 1000 m 900 m 800 m 700 m 600 m 500 m

Tour-Beschreibung Vom Parkplatz der Fleckalmbahn in KirchbergKlausen geht es zunächst auf dem Genießer-Radweg zum Schwarsee vor den Toren Kitzbühels. Vor Kitzbühel fährt man zunächst über den Pulverturmweg steil bergauf zur Ganslern-Alm, um den Zielsprung der Streif auf einem Pfad zu kreuzen. Oberhalb von Kitzbühel beginnt dann der stetig steile Anstieg hinauf zum Hahnenkamm. Die Bergstation rechts liegen lassend, geht’s weiter zur Ehrenbachhöhe, dem höchsten Punkt. Den Einstieg zum Fleckalm-Trail erreicht man über einen Forstweg (stets den Schildern „TransKitzAlp“ folgen). Als Einkehrmöglichkeit dient auf halber Höhe die Fleckalm. Der Trail kreuzt jetzt hin und wieder Forstwege, ist aber bis zum Ziel gut beschildert. Am Ende fädelt die Route in den Bikepark ein: gut ausgebaute Steilwandkurven warten!

Ehrenbachhöhe Hahnenkamm

Fleckalm

Zielschuss Streif

0

Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

Klausen

Klausen 5

10

15

20

22.3 km

CCCC# CCCC# CCCC# SCHWER

HÖHENPROFIL QAsphalt Qasphaltierter Radweg QSchotter QWaldweg QTrail QSchieben

02 KREUZJÖCHL-PANORAMA km

Route

> 32,5 km > 1000 hm > 3,5 h

km

Route

Vom Parkplatz der Alpenrosenbahn in Westendorf zunächst auf START Asphalt in die obere Windau (MTB-Brechhornhaus)

15,51

Abzweig Rettenbach-Harlassanger-Trail. Scharf rechts kurz auf Forstwegen zum Trail-Einstieg

4,59

Kurz nach Schrandlhof auf Schotter weiter, stets bergauf Richtung Brechhornhaus, Kreuzjöchlsee

16,04

Beginn des Trails am Pistenrand. Links steil in Graben, dann über Almwiesen später im Wald stets Richtung Rettenbach

7,23

Windaubergbach, Abzweig Wanderweg Brechhorn. Kurz links den Schildern Richtung Alpenrosenbahn folgen

17,49

Trail mündet in Forstweg. Jetzt bergab und den Schildern Rettenbach, später Kirchberg folgen

9,56

Fleidingalm, Abzweig Alpenrosenbahn: rechts Richtung Brechhornhaus, Kreuzjöchlsee

23,20

Vom Kreisel (Zentrum Kirchberg) am Bahnhof vorbei und auf dem Radweg über Brixen bis Westendorf

11,53

Brechhornhaus, Abzweig Brügglbach: links bergauf zum Kreuzjöchlsee

32,54

12,10

Nach Kreuzjöchlsee gerade bergauf zur Liftstation am höchsten Punkt, dann weiter zur Wiegalm

14,39

Von der Wiegalm gerade über den Sattel, und dem Schotterweg bergab (kurz steil) gerade folgen

Ziel an der Alpenrosenbahn in Westendorf.

GPS-Daten: 3 Cent/km Roadbooks gratis unter www.bike-magazin.de Webcode #14867 1800 m 1700 m 1600 m 1500 m 1400 m 1300 m 1200 m 1100 m 1000 m 900 m 800 m 700 m 600 m 500 m

Kreuzjöchlsee Brechhornhaus Fleidingalm

Wiegalm

Tour-Beschreibung Vom Parkplatz der Alpenrosenbahn in Westendorf geht es zunächst angenehm auf Asphalt in Richtung Obere Windau. Ab dem Schrandlhof weiter auf Schotter stets bergauf Richtung Brechhornhaus (Einkehrmöglichkeit) und Kreuzjöchlsee, der vom Gasthaus nur einen Steinwurf entfernt ist. Der Kreuzjöchlsee ist der Passübergang vom Windauins Spertental. Ab hier ist der Orientierungspunkt zunächst die Wiegalm, der schönste Rastplatz auf dieser Runde. Von der Wiegalm folgt man dem Forstweg in Richtung Kirchberg bis zum Abzweig Rettenbach-Harlassanger-Trail. Der Trail gehört zu den schönsten der Region, oben verläuft er mit unendlich viel Flow über kupierte Almwiesen, später etwas anspruchsvoller im Wald. Am Ende des Trails zunächst auf der Rad-Route Richtung Rettenberg, später bis Kirchberg. Mittlerweile ist, so die Infos aus Kirchberg, auch die letzte Sektion des Harlassanger-Trails bis ganz ins Tal fertig, die in dieser Aufzeichnung leider noch nicht enthalten ist. Die Tour lässt sich auch von Brixen oder Kirchberg starten.

Harlassanger-Trail Oberwindau Kirchberg Westendorf

0

Westendorf

Brixen im Thale 5

10

15

20

HÖHENPROFIL QAsphalt Qasphaltierter Radweg QSchotter QWaldweg QTrail QSchieben

25

30

32.5 km

Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

CCCC# CCC## CCCCC MITTEL


ISBN 978-3-7688-3592-3 • € 29,90

©

Colin Stewart

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kolumne. fit auf ex Trainingslager auf Mallorca sind die elefantöseste Form von Leistungsstreberei. Autor Henri Lesewitz wollte den direkten Weg zur Top-Form nehmen. Doch für einen zeitklammen Familienvater ist das nicht ohne Tücken.

Ich spürte eine mittlere Euphorie durch meinen Körper beben. Ach was, ich fühlte mich wie ein Verschütteter beim Eintreffen des Bergungstrupps. Es ist nun wirklich nicht so, dass man die kalte Jahreszeit nicht auch auf dem Sofa rumbekommen würde. Früher fiel man immer vor dem Fernseher in Winterstarre. Man wartete gemütlich auf den Frühling und brachte sich zwei Wochen vor dem ersten Marathon in Form. Irgendwann muss irgendeiner nach Malle geflogen sein, um sich heimlich der Sportstreberei hinzugeben. „Pah, wenn der das macht, dann mache ich das auch“, bekam das ein anderer Sportstreber mit. Und nun hecheln sie alle über den sonnenbestrahlten, spanischen Asphalt und versenken jeden Hauch von Erholungsvorsatz in Meeren aus Schweiß. Radsporturlaub nennt sich das. Doch wenn sie abends zermürbt von ihren Rädern absitzen, stöhnen

200 BIKE 05-13

sie wie Opas, die ihren Ohrensesseln entsteigen. Es ist kein Urlaub. Es ist zölibatäres Alltagsfasten in zu Trainingsklöstern umfunktionierten Pauschalhotels. Eine Art Brachialstählung. Blitzaufladen der Muskeln. Fit auf ex. Den wirklichen Stress haben die Daheimgebliebenen, die sportlich gesehen im Treibsand stehen. Man hat die Wahl zwischen Depression und Stirnhöhlenvereiterung. Joggen, Sellerie-Diät, affiges „Chance your-Body“-Rumgehampel. Hätte ich mir alles sparen können, wenn Mausebärchen mal vorher was gesagt hätte. „Schatz, könnte ich auch eine Anspannungsrunde mit so einer SpeedGruppe vom Hürzeler-Hotel drehen?“, bekam meine Stimmung Thermik. „Na logo!“, nickte Mausebärchen. Dieses gänzliche Fehlen von Widerspruch löste Skepsis bei mir aus. Ein Missverständnis? Oder Miss Verständnis? Es wird ja immer hitzig diskutiert über das ach so schwierige Rollenverhalten von Mann und Frau. War dies hier der Beweis, dass die Evolution entgegen der allgemeinen Meinung doch ganze Arbeit bei der Geschlechterfrage geleistet hatte? Die Evolution war die geniale Konstrukteurin von farbaktiven Chamäleons und sich selbst befruchtenden Würmern. Ihr absolutes Glanzstück aber war ihr offenbar doch mit der Programmierung der menschlichen Geschlechter gelungen. Die Frau ermuntert den Vater des gemeinsamen Sprosses zum Ausleben ausdauerspezifischer Sportlust. Was für ein harmonisches, wünschenswertes Rollenverhalten! „Ich schaue gleich mal, wie das Wetter auf Malle wird“, schnappte ich fast über vor Freude. „Nee, doch nicht jetzt!“, lachte Mausebärchen: „Irgendwann im Herbst! Jetzt ist doch das Meer noch viel zu kalt für den Knirps.“ Ich starrte durch das Fenster auf die Stadt, die von Regen gepeitscht wurde. Trainingslager im Herbst, seufzte ich. Wie Frühstück um Mitternacht. Vielleicht sollte ich ja auf eine Wintersportart umsatteln. Rodeln wäre praktisch. Am besten Doppelsitzer. Papa und Sohn.

Foto: H. Lesewitz

Neulich stand ich mit von Heizungsluft verdorrter Laune am Fenster und schaute dem Wetter beim Trübsein zu. Da sprach meine Freundin: „Hui, ist ja eklig draußen! Wie wäre es mit ’ner Woche Malle?“ Die Worte hatten auf meine wintermürbe Psyche die Wirkung einer Batterie. Seelisch gebrochen vom Dauerdreckswetter war ich Teilnehmer des „Chance your Body“-Programms im Fitness-Studio geworden. Nicht, weil mir die Wonnen mediterraner Trainings-Reviere unbekannt waren. Sondern weil man als junger, pflichtbewusster Vater nun mal damit ausgelastet ist, durch Krabbeltunnel zu robben und „Stinki“-Windeln zu wechseln. Da muss man die eigenen Sportinteressen runterdimmen. Da kann man nicht wochenlang auf spanischen Inseln rumschwitzen, nur weil einem das heimische Wetter missfällt. „Ähm, darf ich dann da auch mal Rad fahren?“, tastete ich behutsam die Rahmenbedingungen der in Aussicht stehenden Familienreise ab. „Ja klar!“, trällerte Mausebärchen wohlgelaunt. „Und, sag mal“, begann ich mutig geworden zu taktieren: „Könnte ich auch einmal eine etwas längere Runde fahren?" „Kein Problem“, lächelte meine Freundin gütig.


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202 BIKE 05-13

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass in der Vorschau angekündigte Themen aus aktuellen Gründen verschoben werden können.

Fotos: W. Watzke, C. Stewart, D. Simon

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BIKE ÖSTERREICH EDITORIAL

lisis welt.

Versprochen ist versprochen … und wird dann doch gebrochen. Von der Unmöglichkeit, Wort zu halten, und was das neue Heft alternativ bietet.

illustration: Richard Wimmer - richart.co.at

Ihr werdet euch vermutlich nicht mehr erinnern, liebe Leser. Aber ich habe euch vor einem Jahr für 2013 „die ultimative Übersicht aller Fahrtechnik-Kurse, Coaching-Angebote und MTB-Camps“ versprochen. Als Hintertürchen hatte ich mir, wohl in weiser Voraussicht, das wundersame Erscheinen eines Praktikanten, der die zugehörige Recherche-Arbeit übernimmt, ausbedungen. Der Praktikant kam nicht. Das allein ist aber nicht der Grund, warum es besagte „ultimative Übersicht“ nicht gibt. Vielmehr bin ich einem Irrglauben erlegen. Ich hatte tatsächlich gedacht, das österreichweite Angebot überblicken und pünktlich zu Saisonbeginn hier präsentieren zu können. Mittlerweile weiß ich: Für dieses Vorhaben bieten viel zu viele viel zu vieles an. Highlights und Empfehlenswertes rauspicken? Möglich. Quer

IMPRESSUM

office@nyx.at, www.nyx.at

BIKE Österreich NYX Sportmanagement GmbH Prof. Dr. Stephan-Koren Straße 10 2700 Wiener Neustadt

Redaktionelle Leitung: Mag. Lisi Hager Fon: +43 664 211 91 64, e-Mail: lisi@nyx.at

durch alle Bundesländer einzelne Offerte hervorheben? Machbar. Sich bestimmter Schwerpunkt-Themen annehmen? Auch das kein Ding der Unmöglichkeit. Aber bei alledem echte Systematik oder gar Vollständigkeit erreichen wollen? Hoffnungslos. Alternativ bieten die Seiten 2–6 Interessantes rund ums Thema (Kursablauf, Lehrinhalte, Ausbildung …) und letztlich doch eine ganze Menge Tipps und Hinweise, wann und wo es Möglichkeiten gibt, etwas dazuzulernen. Wer hingegen die Fahrtechnik schon so gut beherrscht, dass sogar die Schwerkraft aufgibt, ist hoffentlich bei Andi Brewis Porträt anlässlich des achten Vienna Air King gut aufgehoben. Und wer lieber alleine als in einem Camp-Rudel auf Tour geht, findet vielleicht bei der diesmaligen Feierabendrunde ins Salzburger Bluntautal Inspiration … Redaktion: Martin Ganglberger, DI (FH) Erwin Haiden, Ing. Dominik Kiss, DI (FH) Armin Reautschnig, Mag. (FH) Richard Wimmer

Grafik / Illustration: Mag. (FH) Richard Wimmer Anzeigen: Birgit Tuschell Fon: + 43 664 434 13 12, e-Mail: birgit@nyx.at

05-13 BIKE 3


BIKE ÖSTERREICH CAMPS & COACHING

GUIDANCE

Die Winterpause hat an deiner Fahrtechnik genagt? Du willst deinen Urlaub nicht mit Tourenplanung verplempern? Heuer soll's endlich mit den Spitzkehren klappen? Die folgende Story hilft.

Text: Lisi Hager

Es ist noch gar nicht lange her, da herrschte ein gewisser Erklärungsbedarf, was die Notwendigkeit eines Touren-Guides oder Fahrtechnik-Trainers betraf. Radfahren galt als Sport, den ohnehin jeder beherrscht; verlegt ins ruppige Gelände, ging es um Naturerlebnis, Abenteuerlust und Individualität. Ein Führer, der den Weg vorgibt und über die Wurzeln weist, passte da weniger ins Bild. Heute ist das völlig anders, weiß Kurt Exenberger, Betreiber von Österreichs erster Mountainbike-Schule in Kirchberg in Tirol: „Für Einsteiger ist es eine Selbstverständlichkeit geworden, sich einem Guide anzuvertrauen. Und gute Fahrer kommen auch immer mehr.“ Das Marketing der Nullerjahre („Mit Profis auf Tour“ wählte beispielsweise die Angebotsgruppe Mountainbike Holidays als Slogan) hat also gegriffen. Mehr Fahrsicherheit, raschere Fortschritte, moti-

4 BIKE 05-13

vierende Gruppendynamik oder exklusive Insider-Tipps sind Argumente, die dauerhaft Wirkung gezeigt haben. Parallel zur Nachfrage – oder umgekehrt, wer kann das schon sagen – ist auch das Angebot gestiegen und hat sich diversifiziert. Kaum eine Disziplin oder Zielgruppe, die heute nicht durch ein Schwerpunktthema abgedeckt bzw. bedient wird: DH-Racing, Enduro, Freeriden für Jugendliche, Fahrtechnik-Grundkurs, Indoor Jump Skills, Bike & Wellness für Frauen … Den „typischen Kunden“ gibt es angesichts dieser Vielfalt eigentlich nicht. „Das ist ein Mix verschiedenster Gesellschaftsschichten, Nationen, Interessen“, zieht Bernhard Huber aus bislang zwei Jahren Fahrtechnik- und Touren-Wochenenden im Nationalpark Kalkalpen Bilanz. Und auch das Feld der Anbieter ist bunt gemischt: Ex-Profis stellen ihre Dienste ebenso zur Verfügung wie aktive Fahrer, Einzelunternehmer konkurrieren mit großen Bike-Schulen, Sportwissenschafter wetteifern mit Spezialisten aus dem Tourismus. DIE RAHMENBEDINGUNGEN haben vermutlich

maßgeblichen Anteil an diesem Boom – es gibt nämlich keine. „Für keine dieser Tätigkeiten ist eine Ausbildung nötig“, erläutert Manfred Pfeifer von der Vereinigung österreichischer Radführer Bikepro die gesetzliche Situation. Anders als z.B. Bergführer oder Skilehrer haften derlei Dienstleister außer-

Fotos: Gregor John (1), Dominik Kiss (1), TVB Kitzbüheler Alpen Brixental (2)

Biken lehren und lernen im Park, am Trail oder am Übungsparcours: (o.) Coach fährt nach und beobachtet, (r.) Coach hält an und bespricht, (r.o.) Coach demonstriert.


CAMPS & COACHING BIKE ÖSTERREICH

(l.) Helmkameras eröffnen neue Analyse-Möglichkeiten. (u.) Einmal jährlich jobbt Weltcup-Racerin Lisi Osl (mit professioneller Unterstützung) in Kirchberg als Coach.

Fotos: Red Bull Content Pool - Mirjam Geh (1), The Gap (2), Erwin Haiden (1)

GUARANTEED dem nur wie Privatpersonen. „Lediglich bei Betrieben greift die sogenannte Auswahlsorgfaltspflicht,“ so Pfeifer weiter. Hotels, Verleiher oder MTB-Schulen sind, wenn sie sich nicht dem Vorwurf der Fahrlässigkeit aussetzen wollen, derzufolge gut beraten, nur speziell befähigtes Personal (vgl. InfoKasten) zu beschäftigen. Ob freiwillig oder auf Druck von außen: Immer mehr Fahrtechnik-Trainer, Guides und Tourenführer verfügen auch tatsächlich über eine Ausbildung. Alleine bei Manfred Pfeifer haben seit 2007 etwa 200 Guides die Schulbank gedrückt. Ein Vorteil für die praktische Arbeit? „Unbedingt“, findet Bernhard Huber. „Was hilft dir das beste Eigenkönnen, wenn du nicht gelernt hast, es rüberzubringen? Die Vermittlung und der methodisch richtige Aufbau sind sehr wesentlich.“ Womit wir bei des Pudels Kern wären: Was eigentlich lernt man in einem FahrtechnikCamp? Wie läuft ein MTB-Coaching ab? Und wird man durch ein Touren-Wochenende mit Guide zu einem besseren Biker? So vielfältig das Angebot, so unmöglich logischerweise allgemein gültige Antworten

auf diese Fragen. Denn natürlich stehen bei einem Enduro-Camp technische Trails, Sprünge und das Finden der Ideallinie ganz oben im Pflichtenheft, während Einsteiger sich mitunter erst einmal mit ihrem Material anfreunden müssen. Trotzdem machen die einen wie die anderen letztlich das Gleiche: treten, bremsen, lenken, schalten. Nur die Tiefe, in der vermittelt wird, ist eine andere; die Details, auf die es ankommt, werden mehr. DER ABLAUF ist oft dreiteilig: Viel Optimierungspotenzial steckt im anfänglichen Materialcheck samt Cockpit-Einstellung. Dann folgt das Kennenlernen der Teilnehmer, beispielsweise bei einer Sichtungsfahrt im Bikepark oder Fahrtechnik-Basics auf einem Parkplatz (Grundposition, Kurven fahren, richtiges Bremsen, Absteigen im Gelände …). Gute Trainer erkennen bereits hier die Stärken und Schwächen ihrer Schützlinge und gehen in der Folge individuell auf diese ein. Je nach Programm-Schwerpunkt passiert dies auf den Trails, im Park oder auf einem speziellen Übungsgelände – für Kurt Exenberger im Sinne effektiven Arbeitens überhaupt „das

„Letztlich geht’s doch immer um das Überwinden von Angst. Und wenn da einer steht der erkennt, was du falsch machst, Stichwort Pedalstellung, Armhaltung, Körperachse, Blicktechnik, und dir deshalb Schritt für Schritt sagen kann, was zu tun ist, hilft das enorm.“ Armin Reautschnig, Kursteilnehmer

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BIKE ÖSTERREICH CAMPS & COACHING

INFO DER AUSBILDUNGSDSCHUNGEL Es gibt zwar rund ums Thema Guiding und Fahrtechnik keine gesetzlich verpflichtende Ausbildung. Wer sich durch das Angebot an MTB-Coachings und geführten Touren wühlt, wird zwecks Kompetenz-Nachweis trotzdem mit verschiedensten Titulierungen konfrontiert: Lehrwart, Guide, Instruktor, Trainer … Zur besseren Orientierung hier eine Übersicht aktueller, vom Österreichischen Radsportverband (ÖRV) anerkannter Schulungen samt Schwerpunkten und Dauer. Notiz am Rande: Zum Führen des Siegels „staatlich geprüft“ berechtigt in Österreich nur der Abschluss einer Instruktor(früher: Lehrwart) oder Trainer-Ausbildung an einer der vier Bundessportakademien (BSPA) in Wien, Graz, Linz oder Innsbruck …

Um und Auf“. Dort wird erklärt, vorgezeigt und nachgemacht, die Gruppendynamik mindert mentale Blockaden, sofortige Fehleranalysen steigern den Lerneffekt, oftmaliges Wiederholen festigt den Stoff. „Letztlich geht’s doch immer um das Überwinden von Angst. Und wenn da einer steht der erkennt, was du falsch machst, Stichwort Pedalstellung, Armhaltung, Körperachse, Blicktechnik, und dir deshalb Schritt für Schritt sagen kann, was zu tun ist, hilft das enorm“, schildert Armin Reautschnig seine Eindrücke von einem Downhill-Coaching mit The Gap. Von Pylonen-Slaloms hantelte er sich so zu echten Steilkurven, vom Vorderrad-Lupfen zum gelungenen Drop. Einen guten Überblick, welche Fähigkeiten mit welchem Zeitaufwand erlernbar sind, liefert das Schulungsprogramm der Bikeacademy Kitzbüheler Alpen. Unterteilt in fünf Schwierigkeitsstufen, listet dieses 19 Module von „Gleichgewicht“ oder „Hindernisse“ über „Falscher Hase“ und „Floater“ bis zu „Wheelie Drop“ – ungefähre Dauer des jeweiligen Moduls (meist zwischen 30 und 90 Minuten) inklusive. „WAS MAN LERNT, ist abhängig davon, was

man schon kann“, hat Kurt Exenberger in 14 Jahren Schulungstätigkeit beobachtet. Gute Biker geben ihre frisch erworbenen Skills, etwa Spitzkehren-Umsetzen, im Regelfall nicht wieder her. Leicht Fortgeschrittene machen seiner Erfahrung nach besonders in Camps dank Gruppendynamik, guter Stimmung und Simultan-Coaching oft riesige Sprünge. „Danach bauen sie mangels Praxis aber sukzessive wieder

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ab.“ Michaela Preihs ist ein Paradebeispiel für einen solch schleichenden Verlust. Um ihrer Angst auf Downhills Frau zu werden, hat sie einen Workshop der Velochicks besucht. „Wahnsinn, was ich mich da alles getraut habe.“ Mittlerweile verkrallt sie sich bergab wieder in ihren Lenker. Außer Spesen mitunter also nichts gewesen? „Die Sicherheitsaspekte, also Grundposition, Bremsen, Absteigen im Gelände usw., bleiben bei ziemlich jedem erhalten. Und wer einmal einen Kurs gemacht hat, schaut sich von anderen Fahrern das Richtige ab“, relativiert Kurt Exenberger. Sein Tipp: dranbleiben, weiter üben, Gruppenausfahrten. Freilich ist auch der Guide selbst maßgeblich am Lernerfolg beteiligt. „Ein guter Guide ist ein Generalist, der seine Stärken im Profil schärft“, formuliert Manfred Pfeifer. Will heißen: Er kann fahren, führen, hat Kondition und kennt sich bei der Technik aus – und etabliert sich dann in jenem Segment, das ihm am besten liegt. Kurt Exenberger etwa gibt zu, als Freerider im Herzen zuletzt den XC-Sektor ein wenig vernachlässigt zu haben. Bernhard Huber wiederum sieht sich als Individualist und arbeitet deshalb absichtlich allein. „So kann ich eins zu eins umsetzen, was ich anbiete und meine Kunden sehr persönlich betreuen.“ Ein Vorteil, zweifelsohne – außer, es kommt die laut Exenberger schwierigste Gästeschicht daher: eine Männergruppe, schon vorab miteinander bekannt. Dem Selbstbewusstsein dieser Spezies sei nämlich nur auf eine Weise beizukommen: „Du gibst ihnen einen weiblichen Guide mit, dann sind sie lammfromm und haben Respekt.“

MTB-GUIDE Achttägiger Intensivkurs (80 Einheiten) mit Ausrichtung auf den touristischen Bereich. Schwerpunkte: Führungstechniken, Orientieren im Gelände, Eigenkönnen, Materialkunde. Anbieter: private Organisationen (bikepro.at & KiS/BSPA Innsbruck) in Kooperation mit ÖRV FREERIDE-/BIKEPARK-GUIDE Achttägiger Intensivkurs (72 bzw. 80 Einheiten) mit Ausrichtung auf den touristischen Bereich. Schwerpunkte: Methodik, Eigenkönnen, Führungstechniken, Orientieren im Gelände, Materialkunde. Anbieter: private Organisationen (team-works.eu & bikepro.at) in Kooperation mit ÖRV ÜBUNGSLEITER RADSPORT Viertägiger Kurs (40 Einheiten) mit Ausrichtung Leistungssport. Erste Ausbildungsstufe zur fachgerechten Betreuung von RadsportlerInnen auf Vereinsebene; ev. Schwerpunktthema Nachwuchs. Anbieter: private Organisationen (Bikeclub Graz-Stattegg) & Landesverbände (LRV, Sportunion …) in Kooperation mit ÖRV INSTRUKTOR Ehemaliger Lehrwart. Rund 20-tägige Ausbildung (verteilt über ca. ein Jahr) mit Eignungsprüfung und kommissioneller Abschlussprüfung. Seit 2012 wahlweise Ausrichtung auf den touristischen Bereich („MTB und Radtouren“, 150 Einheiten) oder Leistungssport („Radsport“, ca. 200 Einheiten). Anbieter: BSPA (DIPLOM-)TRAINER Mehrjährige Berufsausbildungen (Grundkurs 2 Semester, Spartenund Diplomkurs je 1 Sem.; Voraussetzung: zweijährige Praxis als Instruktor) mit Fokus Leistungssport inkl. Leistungsdiagnostik, Trainingsplanung, Wettkampf-Taktik, Bewegungslehre, Prävention uvm. Anbieter: BSPA FAHRTECHNIKTRAINER Neu 2013: Viertägiger Fortbildungskurs (Teilnahmevoraussetzung: eine der o.a. Ausbildungen), der zum fundierten Fahrtechnik-Unterricht (XC/Touren/Marathon bzw. Enduro/Freeride) befähigt. Schwerpunkte: Bewegungslehre, Krafttraining, Materialkunde. Anbieter: bikeacademy. at in Kooperation mit ÖRV KINDER MOUNTAINBIKE TRAINER Neu 2013: Dreitägiger Fortbildungskurs (Teilnahmevoraussetzung: eine der o.a. Ausbildungen), der zum Arbeiten mit Kindern (6-12 J.) befähigt. Schwerpunkt: kindgerechte Methodik, Sicherheitsstandards, Erlebnisorientierung. Anbieter: bikepro.at in Kooperation mit ÖRV

Foto: Michael Werlberger

In der Gruppe trauen sich Mountainbiker oft viel mehr – vor allem, wenn Trainer Kurt Exenberger vorausfährt.










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BIKE ÖSTERREICH CAMPS & COACHING

AUSGEWÄHLTE TERMINE – LASS DICH FÜHREN!

Nationalpark Kalkalpen Weekends

Gemeinsam mit Freeride-Profi Angie Hohenwarter lädt die Spielberghaus-Wirtin Sabine Höll im Juni auf die Trails und Anlagen rund um Saalbach Hinterglemm. Ein eigener Pump Track, der Hot Pot und das Foto-Service sowie lustige Challenges zwischen den Rides sind nur einige der Highlights der beiden Viertages-Camps. € 419,- www.spielberghaus.at

Wahlweise pure Fahrtechnik (€ 189,-) oder geführte Touren (ab € 229,-) stehen bei den insgesamt 14 eher für Einsteiger gedachten Wochenend-Veranstaltungen von Bernhard Huber im Vordergrund. Genächtigt wird in der Villa Sonnwend in Windischgarsten – da ist auch Platz für Reparatur-Workshops, Fachvorträge uvm. www.outdoorfriends.at

Bike-Gruppe Auf die Anliegen von Touren-Bikern spezialisiert haben sich Wolfgang Neumüller & Guides. Zu neunt schupfen sie nicht nur ein beeindruckendes Portfolio an geführten Tages- bis Wochentouren plus Fernreisen, sondern bieten ab Mai auch fünf Fahrtechnik-Wochenenden à 159 Euro in Spital am Pyhrn. www.bike-gruppe.at

KitzAlp Enduro Camp Nebst einem prall gefüllten Wochenprogramm (geführte Touren, Fahrtechniktrainings in Gruppen oder individuell) veranstaltet die Bikeacademy Kitzbüheler Alpen auch acht Camps verschiedenen Inhalts und Umfangs. Von 14. bis 20.7. geht’s z.B. um € 590,- mit Gondel, Guide und Coaching auf fünf Enduro-Rides plus Abschlussparty. www.bikeacademy.at

Women Only Grund- und Fortgeschrittenen-Kurse nur für Frauen sind die Spezialität von Ex-Profi und Olympiateilnehmerin Bärbel Jungmeier. Stressfrei und spielerisch werden ab April mittels Übungsparcours und kleinen Touren um Krems die Selbständigkeit und Souveränität am Bike gefördert – Pannenhilfe inklusive. www.bjungmeier.at Jugendfreeridetage Sportwissenschafter und Ex-Downhiller Michi Gölles bietet an den Hotspots des Südens (Bikepark Semmering und Maribor, Trail Area Schöckl) eintägige Coachings für Einsteiger (8–17 J.) und Fortgeschrittene (11–17 J.), außerdem ein sechstägiges Summercamp (4.– 10.8.) in Saalbach Hinterglemm. Für Erwachsene u.a. interessant: Individual-Coachings mit Wunschtermin – auch für Tourenbiker! www.the-gap.at

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Bike & Yoga Ex-Racerin Karen Eller war Vorreiterin in Sachen Women Camps. Heuer macht sie an zwei Wochenenden mit ihrem bewährten Kombi-Programm im Ötztal Station: 11.–14.7. Längenfeld (Tourencamp, € 690,- ), 12.–15.9. Sölden (Trailcamp, € 760,-) – Motto: aktiv entspannen, fleißig lernen! www.dierasenmaeher.de

WO SUCHEN? Die allwissende Datenbank zum Thema gibt es leider nicht. Auf der Suche nach Anbietern von geführten Touren ist speziell für Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten die Homepage der Angebotsgruppe Mountain Bike Holidays (bike-holidays. com) ein Tipp. Jedes der zugehörigen Hotels beschäftigt entweder selbst einen Bike-Guide oder kooperiert mit den sog. „Kompetenzzentren“ – großen Bikeschulen in Kirchberg (bikeacademy.at), Lermoos (bikeguiding.at), Sölden (hike-bike. at), Schruns (bikeszene.at), Feld am See (sportschule.at) und Bad Goisern (bikezentrum-salzkammergut.at). Für Ostösterreich lohnt ein Blick auf mtbguide.at, wo sich sieben Guides mit ihrem Touren- und Fahrtechnik-Programm präsentieren. Und laut Auskunft der Tirol Werbung wird die Veranstaltungs-Site sport.tirol.at im Lauf der Saison auch mit Terminen zu Camps und Coachings gefüttert. Die hiesigen Bikeparks sind gute Anlaufstationen vor allem für Fahrtechnik-Camps. Eine kleine Auswahl: In Leogang (bikepark-leogang.com) steigen Wochenend-Kurse zum Thema Bikepark & Freeride, Single Trail und Ladies, großes Highlight sind zwei Freeride Jugendcamps im Juli und August. In Steinach am Brenner (bikepark-tirol.at) werden Frauen (Freeride) bzw. Jugendliche (Downhill, Freeride) von prominenten Coaches wie Amir Kabbani oder den Trek Gravity Girls durch Summer Days begleitet. Wagrain (bikewagrain. com) bietet Downhill-Wochenenden für alle Altersklassen und erstmalig ein Girls Camp, außerdem Spezialeinheiten wie das Feilen am perfekten Foto-Style oder Racing mit Elke Rabeder.

Fotos: Gregor John, Maria Knoll, Bernhard Huber

Ladies Sessions


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DAS MÜHLVIERTLER GRANITLAND IST MOUNTAINBIKEN PUR

PEOPLE BIKE ÖSTERREICH

Die Arbeiten für den 13. Granitmarathon am Pfingstwochenende vom 18. bis 19. Mai laufen bereits auf Hochtouren. Hart wie Granit präsentiert sich die 13. Mühlviertler Ausgabe der Mountainbike Challenge, einer Rennserie der europäischen Bike-Spitze. Die kräfteraubenden Anstiege und die variantenreichen Abfahrten prägen seit Anbeginn den Verlauf der Rennstrecke, die 2013 leicht verändert wurde.

Die selektive Streckenführung mit den zahlreichen Single-Trails und die einzigartige, namensgebende Landschaft, geben dem Granitmarathon seinen besonderen Charakter und haben schon den Weltklasseathleten bei der Europameisterschaft 2011 allen Respekt abverlangt. Die Neuauflage des Rennens findet 2013 wieder am Pfingstwochenende – 18. bis 19. Mai – statt. Das Organisationsteam rechnet auch heuer wieder mit einem RekordStarterfeld von Profis und Amateuren jenseits der Tausender-Grenze wobei der Streckenverlauf für die Hobbybiker etwas „entschärft“ wurde. Wie in der Vergangenheit, erwartet die Teilnehmer auch 2013 ein interessantes

Rahmenprogramm und vor allem die bekannte Mühlviertler Gastfreundlichkeit. Kein Wunder, dass sich in der Teilnehmerliste bereits zahlreiche namhafte Profibiker aus vielen Nationen – so auch Vorjahressieger, Lukas Buchli aus der Schweiz – eingetragen haben. Dazu kommt noch, dass sich die gesamte Region optimal für den Sport eignet – und dass nicht nur einmal im Jahr die Mountainbike-Elite ein Stelldichein im Mühlviertel hält. Mit der Mountainbike Region Granitland steht allen Profi- und Hobbybikern jahresdurchgängig ein ausführlich beschildertes Streckennetz zur Verfügung.

Der Granitmarathon hat sich seinen mittlerweile internationalen, guten Ruf hart erarbeitet. Seit nunmehr 13 Jahren wird dieser Sportevent auf höchstem Niveau organisiert, wie uns Athleten und Funktionäre des Radsportverbandes jährlich bestätigen. Wir setzen alles daran, dass dieses sportliche Ereignis für alle Beteiligten auch in Zukunft ein fixer Bestandteil und ein Highlight im jährlichen Mountainbike Rennkalender bleibt. Granitmarathon Organisator, Klaus Falkinger

RAIFFEISEN

013 2 N O H T A R A MTB-Mnitmarathon.at www.gra

Centurion e MTB Challeng AS V Ö Juniorge n Granit Challene n XC Nachwuchsren

Charity Rennen

182013

MAI

11:00 UHR ASVÖ JUNIOR GRANIT CHALLENGE AUSTRIA YOUNGSTER CUP 19:00 UHR MTB-CHARITY TEAMRENNEN 20:00 UHR GRANITNIGHT

192013

MAI

09:15 UHR RAIFFEISEN CLASSIC 10:00 UHR INTERNORM SMALL 10:30 UHR GRANITLAND LIGHT

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BIKE ÖSTERREICH MELANGE

01.APRIL - 04.MAI

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14.4. Grenzüberschreitender Marathon

20.4. Nordkette Quartett

Der Kaiser hätte seine Freude gehabt! Zum zweiten Mal geht in Eisenberg a.d. Pinka ein österreichungarisches Marathon-Projekt über die Bühne. Wahlweise ein oder zwei Mal gilt es, kupierte 31 Kilometer zu bewältigen, es winken 1.350 Euro.

Vier Disziplinen vereint dieser Staffelbewerb hoch über Innsbruck: Mountainbiken, Skibergsteigen, Freeski und Downhill. Jedes Teammitglied muss rund 700 Hm zurücklegen – die einen bergauf, die anderen bergab.

www.mtb.eisenberg.at

www.nordkette-quartett.at

26.-28.4. Ötztaler MTB Festival

27.4. Attersee Trophy

28.4. 16. Voralpen Marathon

Ein XC-Rennen der HC-Kategorie – da regnet's Punkte und Preisgeld! Vom Nachwuchs über Hobby-Biker bis zur Elite darf in Haiming jeder ran, der will und es auf dem schwierigen Kurs wagt, zum Auftakt wartet ein spannender Eliminator.

Bucklig durchs Hinterland des Attersees führt die vom SC Weyregg kreierte Strecke mit 52 km und 1.550 Hm – Frauen und Junioren dürfen ein bisschen etwas abzwacken. Danach gibt's Pasta, Tombola und Gratis-Massage.

Get the party started! Mit dem Challenge-Auftakt in St. Veit gilt die Marathon-Saison traditionell als eröffnet. Als erste große Herausforderung warten ein bis zwei technisch einfache Runden à 32 km/1.000 Hm – also machbar.

www.hpb-teamhaiming.at

www.sc-weyregg.com

www.mountainbike-challenge.at

6./7.4 Argus Bike Festival

Mit 100.000 Besuchern gilt die Saisoneröffnung am Wiener Rathausplatz als größtes Festival Europas. Und tatsächlich gibt’s zwischen Neuheiten-Schau, Fahrrad-Flohmarkt, Test-Parcours, Kinderwelt, Show-Einlagen und VAK viel zu sehen und tun. www.bikefestival.at

4.-6.5. Grazer Bike-Opening Stattegg

Die MLA startet mit diesem XC bereits in ihre zweite Halbzeit, Sportklasseund Youngster Cup beschließen ihr erstes Drittel, der Junioren- und U23Europacup geht gar schon ins Finale, die Junior Challenge hingegen beginnt erst dort. Klingt nach einem Pflichttermin … www.bike09.at

Jetzt ist offiziell, was schon seit Spätherbst gemunkelt wurde: Karl Markt, Gregor Raggl, Simon Scheiber und Daniel Federspiel bilden eine neue österreichische Weltcup-Mannschaft. Teammanager ist Oliver Schwarz, Geschäftsführer von Ötztal Tourismus. Die Region fungiert als Hauptsponsor und hofft, ihre Bemühungen um das Thema Mountainbike auf diese Weise international bekannt machen zu können. Karl Markt gibt als playing captain den sportlichen Leiter und hat als solcher die Ziele des Tiroler Quartetts klar abgesteckt: Im Weltcup im vorderen Feld positionieren und Erfahrungen sammeln, in Österreich den einen oder anderen Staatsmeister-Titel einfahren. Als weitere Highlights stehen die XCO-EM, die Marathon-WM in Kirchberg sowie die Weltmeisterschaften in Südafrika am Programm. Der Saisonauftakt in Zypern gestaltete sich durchwachsen: Von Platz 10 im dreitägigen Stage Race für Simon Scheiber und der besten Platzierung eines U23-Racers (15. overall) für Gregor Raggl bis zu technischen Defekten beim vorherigen XC und einem verkühlungsbedingten Startverzicht war alles dabei. www.racingteam.oetztal.com

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Neue Weltcup-Mannschaft aus Tirol. v.l.n.r.: Scheiber, Raggl, Federspiel, Markt

Fotos: AleDiLullo, Armin M. Küstenbrück, grubernd, Ötztal Tourismus-Ernst Lorenzi

Ötztal Scott Racing Team


MELANGE BIKE ÖSTERREICH

Einsteigermodell Evil Cross Halfrim

6000 Euro Gesamtpreisgeld winken beim neuen, vom Steirer Jürgen Pail initiierten XC-Europacup für Junioren- und U23-Racer. Die erste von vier Stationen wurde mit dem Bundesliga-Auftakt in Bad Säckingen soeben absolviert, fehlen noch Nals (14.4.), Haiming (27./28.4.) und Graz (5.5.).

Evil Eye Halfrim Pro nun auch in XS

Familienzuwachs Die erfolgreiche Evil Eye-Produktlinie von Adidas wird erweitert. Einsteiger kommen über die neue Evil Cross Halfrim vergleichsweise günstig (ab EUR 99,-) in den Genuss eines leichten Halbrahmenmodells. Erhältlich in vier Farben und zwei Größen, können die Nasenpads individuell angepasst werden, die Filter sind austauschbar. Speziell für Sportler mit schmalem Gesicht gibt es das Topmodell Evil Eye Halfrim Pro (ab EUR 219,-) nun auch in Größe XS. Der Mittelpart dieser Brille ist kürzer, die verstellbaren Bügel fallen etwas gerader aus; außerdem kommen mit crystal blue, pink, green, red und black fünf frische Designs (auch in Größe S, L) hinzu. Beide Modelle werden bei Silhouette in Linz gefertigt und können bei Fehlsichtigkeit mit einem optischen Einsatz versehen oder vom Optiker direktverglast werden. www.adidas.com/eyewear

TELEGRAMM

TELEGRAMM

Rad im Railjet. Nichts wird vorerst aus der Ankündigung der ÖBB, ab Frühjahr 2013 Fahrräder auch in den Hochgeschwindigkeitszügen mitnehmen zu dürfen. Laut Pressesprecherin Dr. Sarah Nettel waren nach der letztjährigen Veröffentlichung des Plans, in der Business Class Fahrradabteile à sechs Abstellplätze einzubauen, so viele Änderungs- bzw. Verbesserungswünsche eingegangen, dass nun noch alternative Umbauvarianten geprüft werden. Groß, größer, Kohl. Flagship-Label des neuen Mega-Stores ist BMC

Fotos: Philipp Forstner, Adidas Eyewear

Shopping-Tempel Pünktlich zum Frühlingserwachen haben sich gleich mehrere Radgeschäfte in Österreich fein herausgeputzt: Bereits im Jänner feierte Michi's stylish renovierter Radladen in Kuchl bei Salzburg seine Wiedereröffnung als Specialized Elite Shop. Eine Spur kleiner, aber ebenfalls sehr fesch: der völlig neu gestaltete und mit größerer Auswahl auftrumpfende Peto Bike in Zams. Auch BikeSport Micheldorf heißt seine Kunden seit Anfang März mit neuen Marken auf gründlich adaptierter Verkaufsfläche willkommen. Ebenfalls seit 1.3. gilt Sport Mike in Stockerau als größtes Scott-ReferenceCenter Österreichs. Den Vogel abgeschossen hat jedoch Bernhard Kohl. Mit über 3.000 m² ist der gleichnamige Shop des gefallenen Ex-Profis in Wien-Liesing nunmehr Österreichs größtes Radgeschäft. Last but not least gibt’s seit 15.3. einen Pearl Izumi Factory Store im Fashion Outlet Villaggio in Parndorf.

Die Salzkammergut Trophy bietet eine zusätzliche Strecke speziell für ausdauernde Fully-Fahrer an: Bei der in Bad Ischl startenden 60 km/1.780 Hm-Schleife sind die drei schwierigsten Downhills der A-Strecke eingebaut: Gamsöfen, Rodelweg und Hammerweg. Ein Sonderzug der ÖBB wird die Teilnehmer stressfrei zum Start um 13:00 Uhr shutteln. www.trophy.at

All Mountain Trophy.

Österreichs größte Marathon-Serie ist für den Saisonstart (s. a. Terminkalender) gerüstet. Noch bis 20. April gibt’s den Nenngebühr-Rabatt in Form einer Saisonkarte, gestaffelt von fünf (149,-) bis neun (199,-) Marathons. Die Regionalwertungen gliedern sich heuer in Ost (Pöllau, Graz, Krumbach), West (St. Veit, Kleinzell, Goisern) und Süd (Griffen, St. Michael, Lankowitz) – schon für drei absolvierte Bewerbe winkt hier das begehrte Finisher-Trikot! Und unter allen Finishern der Gesamtwertung wird ein Centurion Bike im Wert von 4.399 Euro verlost. www.mountainbike-challenge.at MTB Challenge 2013.

1. Mai–Ausfahrt in die Wachau. Ob Trainierer (T6und Hobby-Trophy-Auftakt am 11.5.!) oder Tourer - alle sind eingeladen! www.weinsteintour.at Trainer-Fortbildung. 2013 gibt’s zwei neue,

vom ÖRV als Fortbildungskurse laut aktueller Ausbildungsordnung anerkannte Schulungen (vgl. S. 4) für Übungsleiter, Instruktoren oder Trainer: Die Bikeacademy Kitzbüheler Alpen bietet eine viertägige Fortbildung zum Fahrtechniktrainer für XC-, Marathon- und Tourenfahrer (bereits ausgebucht) bzw. für Enduro & Freeride (2.-6-10., EUR 590,- inkl. Unterkunft). Ebenfalls in Kirchberg, aber organisiert von Bikepro, findet von 16.-19.5. eine dreitägige Fortbildung zum Kinder MTB Trainer statt. Kosten: EUR 265 exkl. Unterkunft. www.bikeacademy.at, www.bikepro.at

ZBC-News. Mit einer neuen Kategorie (Lord/ Lady of the Mountain, 115 km/3.460 Hm) wollen die Macher der Zillertal Bike Challenge speziell Hobby-Biker ohne Rennerfahrung zur Teilnahme an der fünften Auflage des dreitägigen Etappenrennens von 5.-7.7. animieren. Noch „gemütlicher“ wird's beim ebenfalls neuen Hill Climb auf den Hintertuxer Gletscher. www.zillertal-bikechallenge.com WC/WM-Package. Saalfelden Leogang hat

WeinSteinTour. Schöne Tradition seit 1998:

bereits ein attraktives Pauschal-Angebot für das DH-Weltcupfinale und die 4X-WM geschnürt: 3 Übernachtungen (19.-22.9.) im Privatzimmer plus 2 Tage Eintritt in die Eventarena inkl.Partys und Löwen Alpin Card ab EUR 100,- pro Person.

Auch heuer lädt der XC Club Mühldorf wieder zur

www.mtb-weltcup.at

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BIKE ÖSTERREICH MELANGE

starschnitt

ANDRE LEZUO

Geburtsdatum: 07.08.1996 Wohnort: Innsbruck Beruf: Schüler (HTL f. Maschinen-Fertigungstechnik) Familienstand: Single Stärken: Regenwetter, schlammige Bedingungen Schwächen: Streckenabschnitte mit losen Steinen – speziell Kurven Verein: Emanon Gravity Racing Tyrol größte Erfolge: U17-Meistertitel und Gesamtsieg Austrian Extreme Cup 2012, 5. Pl. IXS SDC Chur 2011

… steht auf:

… sagt:

weil einer, der Greg Minnaar auffällt, so untalentiert nicht sein kann. Beim letztjährigen Nordkette Downhill nahm der Weltmeister persönlich Andre Lezuo unter seine Fittiche und in sein Team. Schon davor zeigte der Tiroler jedoch als bester U17-Racer im heimischen Downhill-Zirkus auf. Wie zur Bestätigung trudelte heuer die Einberufung ins Talente-Team des ÖRV ein. Über einen Freund vor sechs Jahren zum Biken gekommen, dem Speed des Downhillens erlegen und von Teamkollegen zu stets neuen Levels gepusht, wartet 2013 die erste große Herausforderung auf den begeisterten Skifahrer: der UCI Junioren-Weltcup!

Downhill-Biken und Skifahren, Greg Minnaar, Brook McDonald, Markus Pekoll, Wienerschnitzel mit Pommes

Je schneller desto besser

… fährt mit:

Eine Top 3-Platzierung bei den beiden nächsten ÖMs und AECs, erfolgreiche (= sich qualifizieren) und immer mehr Weltcup-Teilnahmen, bis sich schließlich ein Leben vom Sport ausgeht.

www.fahrrad-miete.at MERIDA ÖSTERREICH BIETET NEUERDINGS SÄMTLICHE BIKES SEINER MODELLPALETTE ZUR MIETE AN. PRIVATE SOLL DIE MONATLICH NIEDRIGE RATE STATT DES EINMALIG HOHEN KAUFPREISES LOCKEN, UNTERNEHMER DIE STEUERLICHE ABSETZBARKEIT. DIE WEBSITE BIETET PREIS- UND MODELLBEISPIELE SOWIE EIN VERZEICHNIS DER TEILNEHMENDEN HÄNDLER.

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Support von Emanon, Spank, o-look24.com, JLSuspension, sportokay.com, Bikeloc, Hayes Bicycle Components, ART Electronics und seinen Eltern

… hofft auf:

www.richart.co.at/shop VÖLLIG UNGENIERT IN EIGENER SACHE, IST DOCH UNSER ART DIRECTOR UND ILLUSTRATOR UNTER DIE LEIBERL-PRODUZENTEN GEGANGEN: VIELE, VIELE BUNTE T-SHIRTS WARTEN IN RICH:ARTS WEBSHOP AUF KÄUFER. VERSPROCHEN: WER SEINE MONATLICHEN ILLUSTRATIONEN AUF SEITE 1 SCHÄTZT, WIRD AUCH DORT FÜNDIG!

Fotos: Thomas Salchegger

http://subbawebtipp.AT

… hat’s in diese Rubrik geschafft,


www.centurion-mountainbike-challenge.at

RION C E NTU Ca r b o n is Numin ate 3 .2 9 Ult im

DIE BELIEBTESTE MTB RENNSERIE ÖSTERREICHS ST. VEIT AN DER GÖLSEN, GRIFFEN, KLEINZELL, ST. MICHAEL OB BLEIBURG, PÖLLAU, MARIA LANKOWITZ, BAD GOISERN, GRAZ / STATTEGG, KRUMBACH

Medienpartner

Challenge Termine 2013 28.04. 09.05. 19.05. 30.05. 15.06. 22.06. 13.07. 18.08. 25.08.

Voralpen Marathon, St. Veit an der Gölsen, NÖ MTB AROUND Schlossberg-Marathon, Griffen, KT Raiffeisen Granit Marathon, Kleinzell, OÖ Südkärnten Flow Country Marathon, St. Michael ob Bleiburg, KT MTB-Marathon Naturpark Pöllauer Tal, Pöllau, ST Stubalpen MTB-Marathon, Maria Lankowitz, ST Salzkammergut Trophy, Bad Goisern, OÖ Grazer Bike-Marathon Stattegg, Graz/Stattegg, ST Bike the Bugles Mountainbike Marathon, Bucklige Welt/Krumbach, NÖ

Junior Challenge 2013 04.05. 08.05. 18.05. 31.05. 16.06. 23.06. 14.07. 11.08. 17.08. 24.08.

Kids Bike-Opening Graz/Stattegg, ST Griffen, KT Kleinzell, OÖ St. Kanzian am Klopeiner See, KT Pöllau, ST Maria Lankowitz, ST Bad Goisern, OÖ Flachau, S Graz/Stattegg, ST Bucklige Welt/Krumbach, NÖ

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BIKE ÖSTERREICH FEIERABENDRUNDE

FELSENKINO

Jochalm Route: Hillclimb in den Nationalpark Berchtesgaden, Abendessen hoch über dem Königsee, Panorama satt.

Ab dem malerischen Bluntausee am Taleingang geht's stetig bergan, bis das Lammertal tief unter einem liegt.

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Text: Lisi Hager Fotos: Dominik Kiss

Das Salzburger Bluntautal, das sich westlich von Golling schnurstracks in das Kalkmassiv der Berchtesgadener Alpen bohrt, war für Mountainbiker bis vor kurzem eine Sackgasse. Im Zuge der Erweiterung der Watzmann-Hochkönig-Runde (vgl. BIKE Österreich 10/2011) wurde die Überschreitung via Torrener Joch nach Berchtesgaden nunmehr freigegeben. Eine asphaltlose Variante von Tag 3 der bayerisch-salzburgerischen Etappenfahrt (Golling – Ramsau/Hintersee) ist das vielleicht bemerkenswerteste Ergebnis dieser Erweiterung. Zweiter positiver Effekt: In Kombination mit der bisherigen Watzmann-Hochkönig-Strecke ergibt sich eine anspruchsvolle Tagestour (2.000 Hm) rund um den Hohen Göll. Drittes Plus – und von diesem soll in der Folge die Rede sein: Die Jochalm Route endet nicht

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mehr, wie bisher, an der Oberen Jochalm, sondern entführt in 300 Meter höher gelegene Gefilde, wo nebst Grenzverlauf und Traumpanorama auch eine lohnende Einkehrstation wartet. EHEMALIGE BÄRENHEIMAT, fürstliches Jagdrevier,

wasserreiches Erholungsgebiet, Paradies für Schmetterlinge – das Bluntautal hat viele Seiten. Mountainbikern auf dem Weg nach oben zeigt das Naturschutzgebiet vorerst sein allerfreundlichstes Gesicht. Am Eingang des Tales, das anfangs noch recht eben in die Wildnis zwischen Hagengebirge und Göllstock führt, herrscht Idylle pur: Wildbach, Bluntaumühle, Blumenwiese, Waldstreifen, Berg-Massiv, Bluntauseen. Vor allem das türkisgrüne Wasser von Letzteren zwingt förmlich zu einem Abstecher. Baden werden in dem von Wasserfällen und Wildbächen gespeisten Eiswasser wohl nur die

Wenigsten. Mit den Zehen pritscheln oder einfach nur ein Weilchen am Ufer sitzen und die Enten füttern geht aber allemal. Nach dem Gasthof Bärenhof macht die nunmehr geschotterte Forststraße allmählich ernst. Zwischen steil abfallenden Bergflanken – links der Schneibstein, rechts der Hohe Göll – schraubt sie sich in zahlreichen Kehren durch lichten Wald. Stellenweise wird der Forstweg so schmal und gräbt sich seitlich so tief in den Fels, dass er dem Berg in mühsamen Verhandlungen Meter für Meter abgerungen scheint. Erst im Bereich der Jochalmen (sporadisch geöffnet) wird das Tal wieder weiter und die Straße legt sich ein wenig zurück. EIN KNAPPER TAUSENDER ist geschafft, nun öffnet sich der Wald und mit freiem Blick in die Berge beginnt das Grande Finale hinauf zum Torrener Joch. Der steinige, steile Pfad


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ist mit gutem Grund als Tragestück ausgewiesen – fahren ist hier einfach nicht. Aber was tut man nicht alles für ein herzhaftes Abendessen auf der Sonnenterrasse des weithin sichtbaren Carl-von-Stahl-Hauses hoch oberhalb vom Königsee? Der Nationalpark Berchtesgaden und seine Nahbereiche präsentieren sich hier in ganzer Pracht: Watzmann, Göllstock, Steinernes Meer, Hagengebirge … Exakt auf der Passhöhe verläuft die Grenze zwischen Bayern und Österreich. Wer sie überschreitet, hat hernach einen weiten Rückweg über den Freistaat bis nach Hallein vor sich. Wer hingegen an dieser Stelle einfach umkehrt, rollt über die zum kniffligen Trail mutierte Tragepassage und durch eine herrliche Naturkulisse schnurstracks wieder ins Tal …

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BIKE ÖSTERREICH PEOPLE

Master of Dirt

Mit Speck fängt man Mäuse, mit Dreck Andi Brewi. Der Kursbauer des Vienna Air King im Porträt.

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Text: Lisi isi Hager

Wenn dieser Tage die Welt-Elite Welt-E Welt-Elit des Freeride-Sports zu ihrer Saisoneröffnung Saisoneröffn Saisoner in die österreichische Bundeshauptstadt Bundeshau Bundeshauptsta pilgert, weiß ein Mann schon ganz gan genau, gen was sie erwartet: Andi Brewi, seit se sieben sieb Jahren Kursdesigner des Vienna Air King am Wiener Rathausplatz. „Alles Alles größer, alles länger“, lä ver verspricht der Streckenbauer reckenbauer für die achte Ausgabe Ausg des Dirt Contests. ntests. Gleichzeitig Gleichzeit soll der Bewerb Be aber, weilil Saison-Opener, seinen „Rookie-Charakter“ „Rookie beibehalten, ibehalten, damit dam sich auch neue ne Talente beweisen weisen können könne (vgl. Info-Kasten). Info-Kast Wiee aber komm Wahlwiene mit bayekommt der Wahlwiener rischen Wurzeln überhaupt dazu, 740 Kubikmeter Lössand vor dem Rathaus zu riesigen Hügeln aufzuschütten, respekteinflößende Rampen in den Boden zu schrauben und einen monströsen Anfahrtsturm hinzupflanzen? „Martin Friedl, der Festival-Organisator, hat mich gefragt.“ Und Andi Brewi, der auf-

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strebende Dirt-Jumper mit privater Buddel-Erfahrung, Downhill-, BMX- und Motocross-Vergangenheit, hat zugesagt.

unterzeichnet, weitere Ideen und Anliegen hätte die ehemalige „Party-Maschine“ zuhauf: mit guten (sprich: flowig, variantenreich, naturnah und sicher) Trails den Sommertourismus vor allem in Wintersport-Regionen ankurbeln, die BMX-Bahn auf der Donauinsel wiederbeleben, Enduro-Strecken im Wienerwald errichten …

EIN ANFALL jugendlichen

MIT SEINEM EIGENEN UNTERNEHMEN schließt sich

Leichtsinns? Wohl eher frühes Wissen um die Fähigkeiten eines Freundeskreises, der bis heute gemeinsam den Vienna Air King baut. Mehr noch: Zusätzlich zeichnet die Crew (dort unter Federführung von Andi Wittmann) seit 2011 für die Monster-Obstacles des Nine Knights verantwortlich. Nach zwei Jahren am Wildkogel wandert dieser Medien-Event heuer zwecks Tapetenwechsel nach Livigno ab – und Andi Brewi wandert für eineinhalb Monate mit. Den Rest seiner Zeit verbringt der selbständige Event-Manager mit Fotoshootings und Videoproduktionen in aller Welt, Show-Acts wie dem Masters of Dirt sowie dem Studium der Landschaftsarchitektur und -planung; auch und vor allem aber mit seinem jüngsten Baby: Balzamico Trail Design. Ende 2012 hat sich der 27-Jährige nämlich mit drei Freunden zusammengetan, um sich als Komplettanbieter in Sachen MTB-Infrastruktur zu etablieren. Wie es zu dem außergewöhnlichen Firmennamen kam? „Selbes Prinzip wie bei einer Speise: Wir servieren die besten Trails und runden diese zusätzlich mit unserem feinsten Essig ab“, grinst der Jungunternehmer. Erste Aufträge sind mit dem Vienna Air King und der Bike Sensation am Donauinselfest (Pumptrack, Leih-Bikes, Dirt Show) bereits

für den gebürtigen Regensburger, der seit seinem achten Lebensjahr in Wien wohnt, ein Kreis. Schon immer war es dem Dirtjumper zu wenig, nur zu biken. Umso wichtiger schien es ihm dafür, den MTB-Sport an die Öffentlichkeit zu bringen. Legendär in diesem Zusammenhang: sein Speed-Duell mit Snowboarder Gian Simmen bei „Wetten dass …?“ Ende 2011 mit 15 Mio. Live-Zusehern. Zwar hat er sein Publizistik-Studium dereinst zugunsten seiner Dirt-Karriere an den Nagel gehängt („Ich war zur Nissan Qashqai Tour eingeladen, Darren Pokoj wohnte bei mir. Das ging sich einfach alles nicht aus.“). Dafür absolvierte er parallel zu drei intensiven Wettbewerbs-Jahren einen Diplomlehrgang in Eventmanagement sowie Sportmarketing-Praktika in München und Fuschl – entsprechende Erfahrungen in Sachen Selbstvermarktung inklusive. Um selbst Contests zu bestreiten, mangelt es dem Vielbeschäftigten mittlerweile an Risikobereitschaft. Umso mehr brennt der Herr der Schaufeln, Bagger und Sägen aber jetzt darauf, die Szene durch seine Streckenbauten und Kursdesigns zu pushen …


PEOPLE BIKE ÖSTERREICH

Vienna Air King 2013 Im Rahmen des Argus Bike Festivals am Wiener Rathausplatz (6./7. April) steigt auch heuer wieder der Vienna Air King. Tausende Zuseher und die einzigartige Kulisse machen den Dirt Contest zu einem Liebling der Rider, 10.000 Euro Preisgeld und jede Menge Punkte für die FMB World Tour (Silver-Kategorie) tun ein Übriges. Die Trainings und Qualis beginnen am Donnerstag, das große Finale findet am Sonntag ab 14:30 Uhr statt. Damit die Slopestyler noch tiefer in ihre Trickkisten greifen, hat Kursdesigner Andi Brewi die Anfahrtsrampe über das Gastro-Zelt verlängert, ergo zehn Meter gewonnen, und die Gaps vergrößert. „Zu viel Gas werden wir aber auch nicht geben. Gerade zu Saisonbeginn sollen auch Rookies ihre Chance haben“, so der Streckenchef. Für 2014 träumt Brewi übrigens von einer „Einmal rundherum“-Strecke: Start wie 2006, Ziel wie jetzt.

www.vienna-air-king.at, www.bikefestival.at

STECKBRIEF 2012 wäre die Dirt Line ob nächtlicher Sintflut beinahe Richtung Ring geronnen. Für heuer betet Andi bereits seit Wochen zum Wettergott.

Name: Andi Brewi Geburtsdatum: 31.05.1985 Wohnort: Wien Beruf: Eventmanager, MTB-Pro, Student (Landschaftsarchitektur) Größte Erfolge: 5. Pl. Vienna Air King 2010, Teilnahme an Nine Knights 2011, Nissan Qashqai Tour 2008, Masters of Dirt-Festivals Sponsoren: GT Bicycles, ION, Sweet Protection, Gloryfy Unbreakable, Spank, Maxxis, Dotz, Masters of Dirt, assembly industries, Sr Suntour Ziele: mit Balzamico Trail Building Erfolg haben und der MTB-Szene Gas geben www.balzamico.at (re.) Bob, ähm … Andi, der Baumeister bevorzugt Gerätschaften, mit denen ordentlich was weitergeht. Sonst wird ihm fad und er treibt Schabernack.

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Datum:

Foto: Blecha

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08. und 09. Juni 2013 Windhaag bei Perg

Bewerbe: 08. Juni 2013 SCHARTNER BOMBE Youngster Grand Prix 09. Juni 2013 SPARKASSE Business Grand Prix ALPINE Marathon ASVÖ Österreich Grand Prix

www.mtb-windhaag.at

Das Höllenloch ruftWindhaag ist bereit! LizenzfahrerInnen suchen die Herausforderung und kämpfen um wertvolle Weltcup-Punkte bei Oberösterreichs einzigem UCI C1 Rennen des ASVÖ Österreich Mountainbike Grand Prix in Windhaag.

Foto: Hotpix.at

Das Bike-Event am 8. und 9. Juni 2013 punktet nicht nur mit der schönen hügeligen Landschaft, die so typisch für das Mühlviertel ist, sondern auch mit ganz besonderen Herausforderungen. Das bringt auch Profis ins Schwitzen! Im Mittelpunkt steht das berühmt-berüchtigte Höllenloch, eine extrem schmale Durchfahrt zwischen schroffen Felsen und so eng, dass es nur Wenige schaffen am Sattel zu bleiben. Doch als ob das nicht die einzige Herausforderung wäre, steht auch noch der „Teufel“ – in der Person des Tour de France-Originals Didi SENFT - persönlich hinter dem Felsspalt und feuert alle BikerInnen mit seinem Dreizack gehörig an.

Drei ÖRV-Rennserien Bereits zum 16. Mal findet dieses Jahr der ASVÖ Österreich Mountainbike Grand Prix in Windhaag bei Perg statt. An den zwei Renntagen lebt die kleine Gemeinde so richtig auf und entwickelt sich zu einem Hexenkessel. Organisiert wird der Event vom Radclub Windhaag. Dieser kann sichtlich stolz auf seine Leistungen sein. 2013 wird gleich in drei ÖRVRennserien gewertet: der Mountainbike Liga Austria (MLA), im Austria Youngsters Cup (AYC) und dem Austria Sportklasse Cup (ASpC). Zusätzlich werden alle HobbyfahrerInnen in der

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GINNER Hobby Trophy gewertet. Als Oberösterreichs einziges Rennen mit UCI C1 Wertung ist ein nationales wie internationales Top-Starterfeld garantiert. Alle SiegerInnen der vergangenen Jahre zeigten sich beeindruckt von der selektiven Streckenführung, der Top-Organisation und dem begeisterten Publikum. Olympia-Starter Karl MARKT (AUT) findet sich ebenso auf den Teilnehmer- oder Siegerlisten vergangener Jahre wie Christoph SOUKUP (AUT), Milan SPESNY (CZE), Hannes METZLER (AUT), Alexander GEHBAUER (AUT), Elisabeth OSL (AUT) oder Anja GRADL (GER).

Jetzt anmelden Für alle Profis, HobbyfahrerInnen, Rennbegeisterte und MTB-Freaks, die auf den Geschmack gekommen sind, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich anzumelden. Der SCHARTNER BOMBE Youngster Grand Prix findet am 8. Juni statt und wird in den Altersklassen U9, U11, U13, U15 und U17 ausgetragen. Firmenteams á drei Personen dürfen sich am 9. Juni beim SPARKASSE Business Grand Prix gegenseitig motivieren. Die Starterinnen und Starter im Teambewerb werden zusätzlich beim ALPINE Marathon einzeln gewertet. Dieser zählt zur GINNER Hobby Trophy und kann in der Medium- oder Light Version absolviert werden. Weiteres Highlight am Sonntag und das große Finale ist der ASVÖ Österreich Grand Prix.

Alle Infos auf www.mtb-windhaag.at und www.facebook.com/mtb.windhaag


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BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

GROSSE BIKE-EXPO Über 1000 Bikes, Parts und Tools zum Testen

GROSSER SPORT Marathon, Enduro-Race, Junior Trophy, King of Dirt

@kX_bkc d [ i i W \ d 7  pkc GEBURTSTAGS-PARTY

Am Samstagabend werden 20 Jahre BIKE-Festival gebührend gefeiert

Das 20. BIKE-Festival sollte niemand verpassen. Testen, Touren, Rennen fahren und feiern: Wer nach Riva kommt, macht mit, ist Teil der Szene – und natürlich ganz nah an deren Puls!


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ADVANCED

MTB


BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

1994 Die Teilnehmer des ersten BIKE-Festivals versammeln sich zum Gruppenbild am Lago.

Unheimlich starker Auftritt Spaß am Biken, Freude auf die erste große Tour, Neugier auf neue Produkte, Rennfieber beim Marathon, staunen bei den Stuntshows, ausgelassene Partys und das Wir-Gefühl. Uli Stanciu bringt auf den Punkt, was das BIKE-Festival in Riva damals bewegt hat und heute noch ausmacht. ULI STANCIU

2011

Initiator des BIKE-Festivals

„Begeisterung“ ist das treffende Wort für die Stimmung beim BIKE Festival Garda Trentino. Als ich zum Jahr 1994 die Idee als Saisonstart vorstellte, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass dieses Konzept 20 Jahre lang erfolgreich sein würde. Aber wir haben es geschafft, mit Beharrlichkeit und Überzeugungskraft. Bis heute hat sich das Festival natürlich weiterentwickelt, es schließt alle Zielgruppen mit ein, vom Touren-Biker bis zum Freerider, vom Genuss-Biker bis zum Marathon-Fan. Aber eines ist immer gleich geblieben: das großartige Erlebnis. BIKE-Festival – der Begriff steht heute als Synonym für das mit 20000 Besuchern größte Bike-Event Europas, von dem man tolle Eindrücke und Ideen mit nach Hause nimmt.

All-Mountain-Test auf den rockigen Lago-Trails.

1994 Kaum zeitlos, aber prägnant: Damals war der Style anders.

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BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

2004

„Riva ist zu einer Institution geworden, Klassentreffen, Saisonauftakt. Viele, ähnliche Events weltweit wurden durch dieses Festival inspiriert, das wiederum seinen Ursprung im legendären Fat Tire Festival in Moab hat.“

Holger Götze kämpft am Berg gegen Hans Grasegger.

Hans Rey, Freeride-Legende

2003

1996

Igor Obu sorgt für ein Feuerwerk beim großen Lake Jump Contest.

Downhill-Elite am Lago mit Petra Winterhalder und Britta Kobes.

„Trails jeder Art, gebaut von vielen unterschiedlichen Nutzern in den letzen 2000 Jahren. Dazu Tausende von Bikern und top organisierte Events. Das ist es: das beste Event der Welt, das großartige Riva-BIKE-Fest!“ Gary Fisher, Grandfather of Mountainbiking

1998 Einer der ersten Marathons: so anspruchsvoll wie heute.

4 BIKE FESTIVAL 2013


2012 Olly Rüsche von der BIKE-Event-Abteilung beweist sein Talent am Würstchen-Grill.

2006 Sabine Spitz fuhr beim Marathon auf den zweiten Platz hinter Daniela Louis.

„Ich erinnere mich gerne an die Zusammenarbeit mit Uli Stanciu, Konrad Delius und dem Team des SURF-Magazins in den 70ern. Uli gründete BIKE, und das Hotel Du Lac hat die Redaktion für BikeTests beherbergt. Dadurch wurde der Lago bekannter. Die SURF-Testwoche hat uns schließlich inspiriert, das BIKE-Festival zu entwickeln.“ Paolo Zontini, Mitbegründer des BIKE Festivals Riva del Garda

1997 Schneefall machte den Marathon zu einer erfrischenden Angelegenheit.

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BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

Die Hingucker am Lago Biker in Riva sind wie Kinder bei Toys ’R’ Us. Hier stellen wir euch nur einige heiße Teile als Appetithappen für das vor, was als Spielzeugwelle nach Riva rollen wird. Das Testangebot wird gewaltig, und Weltpremieren von Bikes und Parts verzücken die Insider.

Alterserscheinungen? Nein, Retro-Coolness! Zehn Jahre Scott Genius, 20 Jahre BIKE Festival Garda Trentino, bei so vielen Jubiläen kommt man aus dem Feiern am Gardasee nicht mehr heraus. Einen ganz besonderen Grund, die Korken knallen zu lassen, hat in Riva aber der glückliche Gewinner, beziehungsweise die glückliche Gewinnerin des Scott-DesignWettbewerbs. Der beste Entwurf wird mit einem fetten Festival-Paket inklusive zwei Übernachtungen mit Frühstück im 4-Sterne-Hotel sowie Startplätzen für die Rennen belohnt. Der Design-Auftrag war einfach: Unterziehe ein brandheißes Scott Genius (Modell 2013/2014) so gekonnt einer stilistischen Alterung, dass der Hobel so elendig cool daherkommt, dass ihn jeder haben will. Allerdings wird ihn nicht jeder bekommen. Die Auflage ist nämlich extrem limitiert: Eines von zwei Retro-Genius’ wird auf www.bike-magazin.de verlost. Das andere wird auf der Charity-Seite von SRAM versteigert – basta! Exklusiver geht es kaum. Natürlich ist das edle Teil auf der Expo in Riva zu bestaunen.

„Das Genius feiert 2013 das Zehnjährige, das BIKE Festival Garda Trentino das 20-jährige Jubiläum. Das ist doch Grund genug, ein tolles Retro-Bike zu designen. Der beste Entwurf wird mit einem fetten FestivalPaket prämiert.“

Das Jubiläums-Genius: nur vom Feinsten L Rahmen: Scott Genius 700 SL (Gr. M) oder 900 SL (Gr. L), Modell 2013/2014 L Gabel: Rock Shox Revelation L Bremsen: SRAM X.O-Trail L Antrieb: SRAM XX1

L Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth L Dämpfer: Scott Nude 2 L Laufräder: Syncros Carbon TR1.0 L Cockpit: Syncros Carbon FL1.0 L Sattel: Syncros TR1.0

Jochen Haar, PR-Manager bei Scott

ALLE AUSSTELLER 100%, 3S Sport, 661 Royal, 6und Zwanzig, 96line Shop, Adidas Eyewear, Alpbachtal, Alpinestars, Alutech, American Classic, Apollo Bikes, Answer, Assos, Axevo, Bergamont, Bianchi, Bikestyler, Bikeunit, Bionicon, Bluegrass, BMC, BOS, Brake Force One, Breezer, Brügelmann, Buff, Camelbak, Cannondale, Canyon, Carpentari, Carver, Centurion, Chromag, Ciclo, Clef Bar, CLEG, Continental, Conway, Corratec, Cotic, Craft, Crankbrothers, Cratoni, Crema, Cube, Deuter, Devinci, Die Rasenmäher, Diga Sports, Dirty, Drössiger Bikes, DT Swiss, Eleven, Endura, Ergan, Esigrips, Evoc, Falk, Felt, fi`zi:k, Fiveten, Focus, Force Flow, Formula, Fox, FSA, Fuji, Fulcrum, Garda MTB, Garda on Bike, Garmin, Geox, Ghost, Giant, Gröden, High 5, Haibike, Hope, Ibis cycles, In Garda, Intense, ION, ISPO BIKE, iXS, Kabuto, Kali Muc Off, KCNC, Knog, Kona, Kreidler, Lapierre, Leatt, Leonardi, Limar, Liteville, Locatelli, Magura, Maloja, Manitou, Marin, Marzocchi, Mavic, Maxxis, Merida, MET, MGSPORTS, Mini, MIO, Monte Baldo, Morewood, Nicolai, Northwave, Onza, Pedros, Polygon, Power Balance, Power Bar, PYGA, Race Face, Radon, Rapha, raSch innovations, Reynolds, Ride-on.info, RIDER, Ritchey, Rocky Mountain, Roeckl, Rose, Rotwild, Rudy Project, Salsa, Salzburger Land, Sapim, Schmolke Carbon, Schwalbe, Scott, Selle Royal, Selle San Marco, Selle SMP SAS, Shimano, Sigma, Simplon, Skins, Sombrie, Sombrio, SPANK, Specialized, SRAM, Stevens, Sun Ringlé, Suntour, Supertrail Map, Suplest, Syntace, Thirty7even, Timezone, Torpado, Trek, Trentino, Trickstuff, Twin Works, Unit 9, Urge, Uvex, Vaude, VDV, Votec, Wheeler, WildZeit, X-Fusion, Xenofit, Xentis, YT Industries, Zefal, Ziener, Zillertal Testmöglichkeit bei den fettgedruckten Herstellern

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INTERVIEW MIT MATTHIAS LEY KOPF DER AGENTUR LEY EVENTS

20-JAHRE-EDITIONEN VON DEUTER UND EVOC Diese beiden Taschen wird es in limitierter Auflage extra zum 20-jährigen Jubiläum geben. Deuter bringt 50 Rucksäcke Race Exp Air mit 20-Jahre-Logo mit nach Riva und verkauft diese zu einem Sonderpreis. Der Erlös geht an einen guten Zweck. Evoc versieht das praktische Washbag mit 20-Jahre-Logo, ebenfalls streng limitiert. Erhältlich am Bikeaction-Stand.

HART GEGEN DEN WIND … … und sanft zur Umwelt: Vaude bringt den Windbreaker aus umweltfreundlichem Material mit an den Gardasee. Ein leichter Helfer mit kleinem Packmaß.

MAVIC MIT KÖPFCHEN Der Laufradspezialist ist von der Rolle. Aus dem vielfältigen Produkt-Portfolio bringen die Franzosen das neue Helmmodell Notch mit an den Lago.

DEN PERFEKTEN SITZ verspricht Fizik mit dem schlanken Sattelmodell Tundra 2 K:ium. Interessierte schwingen ihr „Popometer“ zum Fizik-Stand.

EIN ECHT HEISSES TEIL Specialized präsentiert unter vielen anderen Bikes auch das wirklich attraktive Enduro S-Works 29, eines der Teile, die wohl während des Festivals immer ausgeliehen sein werden.

Wie viele Aussteller werden 2013 beim Festival sein, mehr als die Jahre zuvor? Es wird ein neuer Ausstellerrekord aufgestellt. Auch die Gesamtfläche ist größer geworden. Wir freuen uns sehr, dass sich das Festival 2013 gerade zum 20. Jubiläum einer so riesigen Teilnahmebereitschaft erfreut. Kannst Du ungefähr abschätzen, wie viele Test-Bikes in Riva sein werden? Wir rechnen mit über 1000 Testrädern und einer großen Anzahl an Neuvorstellungen. Es wird für jeden etwas dabei sein. Wo können Bikes und Parts getestet werden? Wie lange sind die Ausleihzeiten? Wie gewohnt können Testmodelle an ExpoStänden ausgeliehen werden. Zudem bieten wir im Action-Gelände (Area Cattoi) erstmalig neue Ausstellerflächen. Besucher haben die Möglichkeit, die Bikes auf der Enduro-Teststrecke schnell zu wechseln und optimal miteinander zu vergleichen. Wer dann noch Kraft hat, kann sich an unserer zentralen Guiding-Base (geführte Touren, Fahrtechnik, Kurse, Camps, Shuttle-Services) für verschiedene Disziplinen einbuchen. Ab wann können Bikes und auch Testprodukte ausgeliehen werden? Wann sollte man spätestens da sein? Die Expo öffnet um 10 Uhr ihre Pforten, und es wird auf Grund des neuen Testareals auf der Area Cattoi zwar eine weitere Fläche für Bike-Anbieter geben, aber der Andrang wird wie die letzten Jahre auch schon morgens sehr groß sein.

FESTIVAL-PARTNER

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BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

2011 Das BIKE-Festival ist längst zu einer Institution in der Bike-Szene geworden.

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Das Herz des Festivals Seit es das BIKE Festival Garda Trentino gibt, bildet die Expo-Area das Zentrum. Besonders das Testangebot wird von den Gästen immer geschätzt, wie Dirk Janz von Rocky Mountain weiß.

INTERVIEW MIT DIRK JANZ ROCKY MOUNTAIN, AUSSTELLER DER ERSTEN STUNDE Plauder mal aus dem Nähkästchen. Wie war’s beim ersten Mal als Aussteller in Riva? Total aufregend, weil wir alle nicht wussten, was uns erwartet. Da herrschte schon Party-Stimmung auf dem Weg da runter, im Auto und auf der „Raste“. Es waren jede Menge Autos mit Bikes und BIKE-Festival-Aufklebern unterwegs. Wie groß war Euer Stand im Vergleich zu heute? Ein VW-Bus und so ein billiges 90-DMEinweg-Partyzelt aus dem Baumarkt. Ich glaube, Lutz Schäfer und ich hatten vier, fünf Bikes dabei, zwei Stühle und genug Bargeld. Wie würdest Du die Stimmung von damals mit der von heute vergleichen? Weniger professionell, weil auch die BIKELeser nicht wussten, was sie zu erwarten hatten. Und: Wer vor 5.00 Uhr morgens ins Bett ging, war ganz klar ein Weichei.

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Was am Festival hat sich am offensichtlichsten geändert? Was ist heute noch wie damals? Neu ist die Größe der Stände, der Kunde legt mehr Wert auf Test-Bikes. Aber der Spaß am Festival für uns als Aussteller wie auch für die Leser ist im Prinzip wie damals. Durchfeiern bis fünf Uhr morgens fällt mir inzwischen aber schwer. Gibt es einen FavoritenJahrgang, das schönste Festival für Dich? Das war, als die Frorider Wade Simmons, Brett Tippie und Richie Schley zum ersten Mal zu uns kamen – kombiniert mit der „Kranked 1“-Premiere. Die Jungs mussten drei Stunden Autogramme schreiben.

Hättest Du 1994 geglaubt, dass Du beim 20sten-Mal auch noch dabei bist? Mir hat’s gefallen, und ich habe gemerkt, dass der Lifestyle der Bike-Branche mein Ding ist. Es ist eh gewaltig, immer noch Rocky Mountain zu vertreiben und das im 25sten-Jubiläumsjahr.

1997 Greg Herbold und Gary Fisher schrauben an der neuen Rock-Shox-Boxxer-Gabel.


Area Cattoi: Hier gibt es eine neue Testrunde Ohne Test-Bikes wäre das BIKE Festival Garda Trentino nur die Hälfte wert. Die Aussteller wollen ihre neuesten Spaßmacher präsentieren, die Biker sind heiß aufs Testen. Um der Lust, möglichst viele Modelle zu vergleichen, gerecht zu werden, wird bei diesem Festival erstmals ein eigener Test-Parcours in der Area Cattoi errichtet. Das ist der große Actionpark nahe des Messeareals, auf dem das ganze Jahr über die Reisebusse der Kaffee-Fahrten parken, Anfang Mai aber die Akrobaten der Lüfte beim King of Dirt das Regiment übernehmen. Neben den mächtigen Sprungschanzen, über die sich nur die Profis trauen, wird es aber auch ein paar zahmere Obstacles geben, die hervorragend geeignet sind, Enduros auf kurzem Wege zu testen.

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Wer ist schneller als Wolfram Kurschat? Wer kann das deutsche Cross-Country-Ass im Uphill schlagen? Dieser Frage widmet sich das spannende Side-Event „Canyon Knack den Kurschat powered by Ergon“. Wolfram hat bereits im Dezember eine FabelZeit am Monte Brione vorgelegt, die es an zwei Festivaltagen (Freitag/Samstag) zu schlagen gilt. Vielleicht bleibt es eine rhetorische Frage, ob einer schneller ist – nach dem Motto: An den Profi kommt sowieso keiner ran. Vielleicht gelingt es aber auch dem ein oder anderen Hochmotivierten, auf den 300 Höhenmetern zum Gipfel des Tafelbergs von Riva dem Weltcup-Fahrer ein Schnippchen zu schlagen. Auch wenn Wolframs Zeit nicht fällt: Dem Schnellsten winken hochkarätige Preise der Kurschat-Sponsoren.

Mit der Kleinfamilie an den Gardasee

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Mini wird als Sponsor des BIKE Festivals Garda Trentino mit neun Fahrzeugen nach Riva reisen. Die gesamte „Mini Family“, das heißt alle Modelle der Produktlinie, werden in Riva nicht nur zu bestaunen sein, sondern auch zum Testen bereitstehen. Einzige Einschränkung des Testangebots: Die Singletrails am Lago sind für die Minis tabu. Aber auch die Straßen am See und Richtung Berge machen Auto-Fans eine Menge Spaß. In der Mini-Lounge können sich Interessierte über das Fahrzeugangebot beraten lassen. Auch für Mini-Besitzer lohnt sich der Weg zur Lounge, denn auch Zubehör-Tipps kann man sich da abholen. Wer einen Mini testen will, meldet sich am besten bereits vor dem Festival an. Die Hotline für den Fahrgenuss lautet: www.mini.de/Probefahrt-Bike.

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BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

Kein Feierabend

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Ein kleines Wortspiel beschreibt den Geist der Bike-Szene: Am Feierabend gibt’s für die Aussteller keinen Feierabend. Samstags schließt die Bike-Messe erst sehr spät. Aber das sind lässige Überstunden an den Messe-Ständen, weil auf der Open Night so richtig gefeiert wird. An vielen Ständen gibt es Musik, Getränke, Essen. Abends bleibt die Zeit für den entspannten Smalltalk, der in der Betriebsamkeit über Tag verloren ging. Die Open Night ist zwar im Vergleich zum Festival noch sehr jung, aber auch nach nur fünf Jahren ist sie als fester Bestandteil des Programms nicht mehr wegzudenken. Unten steht, welche Aktionen von einigen Ausstellern bereits geplant sind. Aber natürlich ist abends am 4. Mai noch viel mehr los.

Große Jubiläums-Party im Spiaggia Olivi Das historische Strandbad Spiaggia degli Olivi in Riva del Garda ist der perfekte Ort, um das 20-jährige Jubiläum des BIKE-Festivals gebührend zu feiern, weil es, wie die BikeSzene, die Historie modern interpretiert. Das mondäne Lokal, in dem Anklänge an den Jugendstil sich mit klassischen und mediterranen Elementen vereinen, ist jetzt mit der modernen Handschrift eines namhaften Innenarchitekten wieder mit Leben erfüllt worden. Mit dieser Synthese fasziniert die Party-Location am Seeufer auch noch 70 Jahre nach ihrer Eröffnung. Nach der Open Night geht es hier nur wenige Schritte vom Expo-Gelände stimmungsvoll weiter. Überraschungen inklusive.

Das Trentino lässt es sich natürlich nicht nehmen, auf der Festival-Messe Werbung für eine Bike-Region zu machen, deren Möglichkeiten weit über das Angebot am Gardasee hinausgehen. Zum Beispiel bietet die Brenta nördlich des Lago tolle Möglichkeiten, oder die Region von Dolomiti Lagorai Bike. Wer mehr wissen will, erfährt dies am Trentino-Stand auf der Expo oder unter www.visittrentino.it 10 BIKE FESTIVAL 2013

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Das ist auf der Open Night bereits jetzt geplant 777 Val Gardena feiert das Grödner Speckfest mit Live-Musik 777 Cannondale grillt American Burgers 777 GT schenkt Ganter-Bier für die Stiftung Wheels for Life aus 777 Craft bringt die Band Raygun Rebels mit 777 Scott sucht den Looping-Biker 2013. Dem besten Rotator winkt ein toller Preis 777 Radon verspricht eine Grill-Party mit Burgern und Kaltgetränken 777 Das Trentino trumpft mit lokalen Köstlichkeiten auf: Grana (Hartkäse), Luciana (Wurst), Äpfel und frisches, knackiges Gemüse 777 Bei Shimano steht Worldcup-Star Dan Atherton am Würstel-Grill. Dazu gibt’s Freibier und fetzige Videos 777 Rocky Mountain zaubert die SommerBowle powered by Berentzen 777 Beim Zillertal gibt’s Freibier zu Party-Musik mit DJ 777 Und das ist noch lange nicht alles …


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INTERVIEW MIT TIMO PRITZEL DIRT-JUMP-IKONE IM UNRUHESTAND

2012 Der King of Dirt im letzten Jahr war ein prickelnds Show-Event.

Rampenfieber Krasse Luftakrobatik untermalt von dreckigem Rock ’n’ Roll“. Beim Bikeunit King of Dirt wird auch dieses Jahr wieder das maximale Adrenalin-Level erreicht. Vorsicht Suchtgefahr! Das ist das Show-Event Nummer eins im Rahmen des BIKE Festivals Garda Trentino. Beim Bikeunit King of Dirt zeigen die besten Dirtbiker der Szene in der Area Cattoi der Schwerkraft wieder die Grenzen auf, wenn sie sich atemberaubend in den Himmel katapultieren. Und während schon die Größe der Kicker und die Sprunghöhe bei normalen Bikern den Angstschweiß ausbrechen lässt, setzen die Akrobaten der Bike-Welt mit schwindelerregenden Tricks noch eins oben drauf. Diese Show am Freitagabend darf sich keiner entgehen lassen. Für Mutige, die erste Lufterfahrung sammeln wollen oder für Dirt-Freaks, die noch etwas trainieren wollen, wird es aber auch ein Luftkissen geben, das die Landung nach einem versuchten Trick nicht unwesentlich sanfter ausfallen lässt.

Der King of Dirt findet 2013 erstmals ohne Dich statt, wie geht es Dir dabei? Natürlich freue ich mich, dass es wieder einen King of Dirt gibt. Auch wenn ich jetzt mit 36 nicht mehr daran teilnehme, juckt es mir schon in den Fingern, und ich werde mitfiebern, wenn die anderen jumpen. Und beim Zuschauen bin ich sicher noch mehr aufgeregt, als wenn ich selber teilnehmen würde. Aber das Event ist auch wirklich für alle sehr aufregend. Das sollte keiner verpassen. Auch ohne großen Auftritt beim Dirt Jump kommst Du nach Riva. Was reizt Dich daran? 2013 wird mein sechzehntes Mal in Riva sein! Und trotz der langen Strecke von Berlin, gibt es gar keine Zweifel, dass ich wiederkomme. Ich freue ich mich jedes Mal, wieder dort zu sein und die tolle Stimmung in Riva zu genießen. Ganz untätig wirst Du aber in Riva nicht sein? Nein! Diesmal freue ich mich darauf, am Gardasee Yoga für Biker zu unterrichten. Yoga ist meine ruhige Seite. Es lohnt sich, auch sie kennen zu lernen. Kommt vorbei!

So war’s damals beim Lake Jump

2001 Mächtige Rampen: Der Lake Jump war erwachsen geworden.

Dirt Jump, was soll das? Vor rund zehn Jahren waren die Luftakrobaten des BIKE Festivals Garda Trentino keine „Dreckspatzen“, sondern echte Saubermänner. Wer um die Lufthoheit mitkämpfen wollte, musste gleich ein Bad im See nehmen. Aus einer spritzigen Idee auf noch für Normalos nachvollziehbaren Rampen – Dimension Einmeterbrett – entwickelte sich nach und nach ein riesiges Show-Spektakel mit den mutigsten Bike-Akrobaten der Szene. Ein Highlight in der Historie des BIKE-Festivals. Spätestens 2001 mit einem finanzkräftigen Hauptsponsor am Start und Anlauframpen, die eher an mächtige Skisprungschanzen erinnerten, ging es dann beim Night-Event so richtig zur Sache. 20000 Zuschauer drängten sich am Seeufer, um die MegaShow mitzuerleben. Da blieb sicher kein Auge trocken.

Wer Tricks trainieren will, findet in der Area Cattoi auch ein Luftkissen vor.

Wer hätte das gedacht? Der Meister der Stunt-Action, DirtJump-Star Timo Pritzel, zeigt sich in Riva von seiner ruhigen, meditativen Seite. Wer sich von Timo im Yoga unterrichten lassen will, fragt einfach bei Scott am Stand nach, wann der „Guru“ Zeit hat. BIKE FESTIVAL 2013 11


BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

Die Anspannung entl채dt sich: Start des Rocky Mountain Bike Marathons in Riva.

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Start für die neue Strecke Pünktlich zum zwanzigsten BIKE Festival Garda Trentino präsentiert sich der Rocky Mountain Bike Marathon powered by Vaude mit drei brandneuen Runden. Es ist nicht die erste Streckenänderung in der Historie des Rocky Mountain Bike Marathons Garda Trentino, aber diese neue Route ist wirklich viel versprechend. Mit einem echten Wegekenner, dem Bikelocal Loris Tagliapietra, ist Uli Stanciu im letzten Herbst ausgezogen – auf der Suche nach versteckten Mulattiere, den kleinen, versteckten Wegen nordwestlich von Riva. Herausgekommen sind drei

neue Strecken zwischen Sarca-Tal und Val Lomasone mit dem Riesenvorteil, dass man nicht mehr die Talseite wechseln muss. Einmal im Trail-Revier bleibst du drin im Vergnügen, bis dich der Berg Richtung Ziel wieder ausspuckt. Lediglich die Ronda Facile für MarathonEinsteiger bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Alle Infos zur neuen Strecke gibt es unter www.bike-festival.de

Wer bei diesem grandiosen Saisonauftakt dabei sein will, meldet sich am besten gleich im Internet an. www.online-registration.de

STRECKEN-INFOS RONDA EXTREMA RONDA GRANDE RONDA PICCOLA RONDA FACILE

93,93 km 75,70 km 44,79 km 26,60 km

3813 hm 2822 hm 1523 hm 597 hm

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BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

INTERVIEW MIT CARSTEN BRESSER

Speicherbelegung Hier war eigentlich ein Bild von der PastaParty für Marathon-Fahrer geplant, aber diese Pizza machte so viel Lust aufs Reinbeißen, dass wir sie nehmen mussten. Natürlich bleibt jedem frei, abends vor dem Rennen eine leckere Pizza essen zu gehen. Möglichkeiten gibt es in Riva genug. Für jeden, der es nudelig mag, gibt es Samstag ab 17 Uhr Pasta satt.

TEAM ROCKY MOUNTAIN Wie oft bist Du beim Marathon in Riva schon mitgefahren? Boah, das ist schwierig. Ich bin mehr oder weniger seit 1996 dabei. Gibt es Höhepunkte, an die Du Dich besonders gut erinnerst? An mein erstes Mal. Ich war Zweiter oder Dritter. Völlig kaputt im letzten Anstieg steht plötzlich der Zweitplatzierte vor mir, ein Däne. Er konnte auch nicht mehr, stand verzweifelt über sein Rad gebeugt. Ich hab’ kurz mit ihm geredet und mich ins Ziel gequält. Was ist heute anders beim Riva-Marathon als früher? Die Leistungsdichte ist höher. Früher war der Marathon nicht so etabliert, die Besten fuhren im Cross-Country-Worldcup. Es gab nur wenige Spezialisten wie Eki Dörschlag. Heute sind die Abstände gering und die Rennen spannend bis zum Schluss. Was macht den besonderen Charakter von Riva aus? Es ist super, auch mal die anderen Disziplinen, wie Downhill und Dirt zu sehen. Und nach meinem Rennen treffe ich mich mit ein paar alten Kollegen, und es wird gefeiert. Das gibt es bei keinen anderen Marathon.

Das ist der Service für Marathon-Fahrer Ä Powerbar stellt an verschiedenen Verpflegungsstellen entlang der Strecke Energieriegel, Gels und isotonische Getränke zur Verfügung. Hier können die Teilnehmer wieder kräftig Energie tanken. Natürlich besteht bei Powerbar vor dem Rennen auch die Möglichkeit, eine Grundausstattung zu erwerben. Shimano bietet allen Marathon-Teilnehmern bei akuten Problemen technische Hilfe an, bittet aber alle Ä Marathonisti, bereits mit einem durchgecheckten und funktionstüchtigen Bike in Riva anzureisen. Die NotfallHelfer können nicht über 2000 Schaltungen einstellen. Ä GPS-Daten der neuen Marathon-Strecken gibt es zum Downloaden auf www.bike-gps.com. Die Höhenprofile mit Streckenbeschreibungen können auch unter www.bike-festival.de bestaunt werden.

Zukunftssieger Beim ersten BIKE-Festival 1994 waren diese Kids definitiv noch nicht dabei. Aber vielleicht startet hier bereits der Sieger des großen Marathons beim Seefest in 20 Jahren.

B`[jXdJkXik1 JX%((%''L_i 14 BIKE FESTIVAL 2013

Nein, das 20-jährige Jubiläum können die Kids, die an der Scott Junior Trophy teilnehmen, freilich noch nicht feiern, Aber sie machen Hoffnung auf weitere, tolle Wettkämpfe in Zukunft. Wobei, die Junior Trophy ist natürlich selbst schon ein toller Wettkampf für Jungen und Mädchen von 3 bis 14 Jahren. Gestartet wird natürlich in verschiedenen Altersklassen. Es gibt tolle Preis zu gewinnen. Anmeldung unter: www.bike-festival.de


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Spannende Downhills sind die Würze der Enduro-Wertungsprüfungen.

Auf Federwegen Das neue Rennformat „Enduro“ ist der neue Hit der Bike-Szene. Die beliebte Specialized-SRAM Enduro Series gastiert jetzt erstmals am Gardasee. Ein Pflichttermin für alle Enduristen! Enduro-Rennen sind das heißeste Rennformat. Da war es nur an der Zeit, dass mit der Specialized-SRAM Enduro Series die bekannteste und spektakulärste Rennserie dieser Art im (nicht mehr nur) deutschsprachigen Raum auch am Gardasee gastiert. Enduro-Rennen funktionieren etwas anders als Bike-Marathons. Ein Renntag ist – vergleichbar mit Rallye-Wettkämpfen – in Wertungsprüfungen unterteilt. Zu den einzelnen Prüfungen geht es entwe-

Bei Enduro-Rennen sind die technischen Fähigkeiten besonders gefragt.

der mit dem Shuttle oder ohne Zeitmessung ganz lässig mit dem Bike. Erst in den Wertungsprüfungen wird dann Gas gegeben, was der Herz-Kreislauf-Motor und die eigenen technischen Fähigkeiten hergeben. Enduro-Rennen sind keine reinen Downhills. Man muss auch bergauf zeigen, was man drauf hat. Es ist ein Mix, der den Rennteilnehmern vielfältige Fähigkeiten abfordert. Die Region rund um Riva del Garda bietet für dieses Format beste Bedingungen. Hier gibt es tolle Möglichkeiten für abwechslungsreiche Wertungsprüfungen. Insofern sind alle sehr gespannt auf die Premiere der Serie am Gardasee. Lohnend für Zuschauer ist der Prolog in der Area Cattoi am Freitagnachmittag. Den Termin unbedingt vormerken!

INTERVIEW MIT ANNEKE BEERTEN SPECIALIZED-TEAM-FAHRERIN Was ist so speziell an der Enduro Series? Es geht um den Spaß am Rennenfahren. Du hast die Chance, mit deinen Freunden zum Fahren zu gehen und dann in den Downhill-Sektionen gegen sie anzutreten. Ich bin BMX, Downhill, Fourcross und Cross Country gefahren – mit dieser Erfahrung ist Enduro die Disziplin, die gut zu mir passt. Wie gut kennst Du die Trails am Lago? Es gibt viele verschiedene Levels, technische Downhills, aber auch Easy-Trails. Ich denke aber, dass auch die Anstiege sehr herausfordernd sind, weil es recht steil aufwärts geht. Die Serie gastiert zum ersten Mal am Gardasee. Wie sind Deine Erwartungen? Ich war bereits einige Male am Gardasee, und er ist einer meiner Lieblings-Spots. Die Szenerie und die Trails sind wunderbar. Ich denke, das Enduro-Rennen wird großartig werden. Ich freue mich riesig darauf und natürlich auf das beste Gelato der Welt.

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BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

touren

Rund um Riva Am Gardasee befindet sich ein Touren-Revier par excellence. Wer sich nicht auskennt, tut gut daran, sich einer geführten Tour anzuschließen. Besser kann man das Revier nicht kennen lernen. Das Touren-Angebot im Rahmen des BIKE Festivals Garda Trentino wird immer umfangreicher. 2013 sind drei Teams am Start, um mit Gästen die Trails am Lago zu erkunden. Action Bike Tours, Garda on Bike und Fahrtwind. In Summe ist das ein Touren-Angebot, das wirklich jeden spannenden Winkel des Bike-Reviers abdeckt. Hier genügt der Platz nur, um beispielhaft ein paar Touren vorzustellen. Wie wär’s mit der Tour Passo Rocchetta von Action Bike Tours? Nach einer spektakulären Auffahrt mit Seeblick erreicht man vom Ledro-Tal über steile Trails die Bocca dei 16 BIKE FESTIVAL 2013

Fortini mit herrlichem Panorama. Von dort geht es zum Passo Rocchetta mit einer Abfahrt über einen felsigen Trail und Waldwege mit großartiger Aussicht. Finale ist die alte Ponalestraße nach Riva. Oder wie wär’s mit der Tour Boca di Trat von Fahrtwind? Über den Ledro-See geht es zum Einstieg des Uphills zur Bocca di Trat. Oben auf 1600 Metern Höhe wartet ein unbeschreiblicher Ausblick vom Rifugio Nino Pernici. Anschließend geht’s zum Teil auch mal schiebend noch weiter nach oben, bis das Panorama auf 1800 Metern noch einmal besser wird. Sagen-

hafte Trails, die auch Schwindelfreiheit voraussetzen, brennen diese Auffahrt und den nun folgenden Downhill als eines der besten Erlebnisse in die Biker-Seele. Garda on Bike bietet unter anderem die All-Mountain-Tour mit dem viel versprechenden Namen Singletrail-Attack an, der Name ist bei dieser Runde Programm. Übrigens haben alle Touren-Anbieter auch Shuttle-Touren im Programm, die perfekt auf die Wünsche von Freeridern ausgelegt sind. Darüber hinaus gibt es spezielle Fahrtechnik-Workshops in verschiedenen Levels, in denen jeder seine Künste verbessern kann. Last but not least geben sich in Riva viele Stars der Szene die Ehre und fahren gerne mit Festivalgästen. Wer einen Promi schnappen will, hört sich am besten einfach an den Expo-Ständen um.


Vom Monte Altissimo ist der Blick auf den nördlichen Gardasee gewaltig.

INTERVIEW MIT LORIS TAGLIAPIETRA BIKELOCAL UND BIKEGUIDE AUS ARCO

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Auf welche geführten Touren dürfen sich Festival-Teilnhemer in Riva freuen? Es wird natürlich Touren für jeden Anspruch geben. Wir haben Strecken ab rund 500 Höhenmeter bis über 2000 Höhenmeter im Programm. Nicht zu vergessen ist das anspruchsvolle Angebot, das wir für ambitionierte Freerider bieten. Mit dem Shuttle geht es auf diesen Touren in die besten Downhill-Trails von Riva. Was sind Deine persönlichen Lieblings-Touren? Welche Runde kannst Du besonders empfehlen? Ich liebe die Tour nach San Giovanni, die ich wohl, so zumindest die Planung, auch beim Festival führen werde. Ich komme aus Arco und kenne wirklich jeden Weg in der Nähe meines Heimatortes. Ich freue mich darauf, sie mit Gästen des Festivals zu erkunden. Für starke Touren-Biker kann ich zudem nur den Klassiker, die Bocca dei Fortini empfehlen – technisch und sportlich eine echte Hausnummer. Bei welcher Tour kommen Freerider mit viel Federweg auf ihre Kosten? Im Val del Diaol oberhalb von Nago. Das ist ein spektakulärer Trail mit vielen Felsen, Sprüngen und North-Shores – schnell, technisch, rutschig. Nur für Biker, die hart im Nehmen sind.

Das sind die Anbieter der Festival-Touren

Ganz typisch für den Gardasee sind alte Karrenwege wie dieser.

Drei Touren-Anbieter stehen mit ihren erfahrenen Guides für die Gäste in Riva bereit. Wer sich zu den Touren anmelden will, kann das vor Ort an der zentralen Guiding-Base tun. Diese befindet sich nicht auf dem ExpoGelände, sondern in der Area Cattoi beim Dirt-Jump-Gelände. Infos und Formulare zur Touren-Anmeldung gibt es aber auch online: Action Bike Tours www.carpentari.com Garda on Bike www.gardaonbike.com Fahrtwind www.mtb-fahrtwind.de BIKE FESTIVAL 2013 17


BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

„Du magst Trails, hast keine Angst vor Spitzkehren, und Wurzeln machen dir Spaß? Du hast Lust, mit einer Bande cooler Mädels unterwegs zu sein und noch den einen oder anderen Tipp zu bekommen? Dann komm’ mit zum Scott Enduro Ride – nur für Mädels! Kostet 20 Euro und startet Freitag um zwei und Sonntag um zehn.“ Karen Eller, Scott Contessa Team

Nur für Girls: Genießer-Tour mit den Contessas Die Mädels-Tour mit dem Scott Contessa Team startet am Freitag um 12 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. Zu schaffen ist diese Tour, das verspricht Karen Eller, auch für Einsteigerinnen mit wenig MountainbikeErfahrung. Die Kondition sollte aber für rund 650 Höhenmeter reichen. Wer Lust hat, kann gerne eines der neuen, leichten Bikes für Mädels bei Scott ausleihen und testen. Die

Tour führt über die atemberaubende, in den Fels am Lago gehauene alte Ponalestraße, leicht ansteigend bis in das Örtchen Pregasina. Dort wird auf einen Cappuccino halt gemacht, bevor es entspannt hinab nach Riva rollt, wieder mit den schönsten Blicken auf den Lago. Die Tour für maximal sieben Mädels kostet nichts, ein weiterer Cappuccino an der Rasenmäher-Bar inklusive.

Riva on the Rocks mit den Freeride-Legenden

„Unsere Touren mit den Festivalteilnehmern sind immer gut gebucht, nicht ohne Grund. Meist strapazieren wir den Zeitrahmen deutlich über. Hier und da wird angehalten, um den einen oder anderen Trick zu probieren oder den Gästen einen Tipp zu geben. Seid wieder dabei, es lohnt sich auf alle Fälle.“ Guido Tschugg, eine der Legends of Freeride

„Du fährst hoch am liebsten mit dem Shuttle, scheust aber kurze Uphills nicht, bergab liebst du es flowig und anspruchsvoll? Du willst gleich noch das 2013erScott Genius LT oder das Genius 650B testen? Na dann, für 20 Euro gibt’s den Shuttle, eine Menge Spaß und den Cafe Coretto an der RasenmäherBar.“ (Fr. 15 Uhr, So. 10 Uhr)

Die besten Freerider der Welt lieben den Gardasee, und sie freuen sich, beim Festival mit Gästen zum Fahren zu gehen. Die illustre Liste ist noch lange nicht vollständig, aber diese Granaten haben bereits zugesagt: Die Legends of Freeride, das sind Richie Schley, Dan Atherton und Guido Tschugg, der ebenso legendäre Hans „No Way“ Rey, die Frorider Brett Tippie und Wade Simmons, „Mr. Genius“ Holger Meyer und Trial-Star Tom Öhler. Infos zu den Freeride-Touren gibt es an den Ständen der Bike-Marken, für die die Jungs fahren, oder an der Guiding-Base.

Holger Meyer, Team Rasenmäher

Mit guter Fahrtechnik steigt auch der Spaß Das Bike-Revier am Gardasee hat auch so seine Tücken, denn schnell landet man in einem Trail, der alle technischen Fähigkeiten fordert. Und das auf der ersten richtigen Tour zu Saisonbeginn. Da würde ein FahrtechnikWorkshop bei Fahrtwind im Rahmen des BIKE-Festivals doch Sinn machen. Die erfahrenen Guides bieten Technik-Seminare in drei Levels an. Da ist für jeden die richtige Lerndosis dabei. Übrigens findet freitags um 14.30 Uhr das Craft-Fahrtechnik-Training für nur fünf Euro statt. Sonst kostet’s 29 Euro. Alle Infos unter www.mtb-fahrtwind.de

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„„Ich bin wieder total aufgeregt, weil Riva ein toller Platz ist, den Winter hinter sich zu lassen und geile Trails zu fahren. Ich freue mich auf die Sonne, und mit meinen europäischen Freunden und den Gästen des Festivals zu fahren. Die Riva-Trails haben einfach alles: super Downhills und lange CrossCountry-Strampeleinheiten.“ Wade Simmons, Frorider aus Kanada


Zart geschupptes Blau, umsäumt von keck geformten Bergsensationen: typisch Lago.

Urlaub gefällig? Am Nordufer des Gardasees liegt vielleicht das beliebteste BikeRevier. Das hat zwei Gründe: Zum einen gibt es tolle Wege zu Hauf, zum anderen ist die Trentiner Lebensart kaum zu toppen. Von den Habsburgern bis Nietzsche, von Goethe bis Thomas Mann und Rilke – der Gardasee hat Kaiser und Prinzen, berühmte Philosophen, Künstler und Poeten begeistert – und er hat von seinem Charme über die Jahrhunderte nichts verloren. Heute gesellen sich zu den Schöngeistern auch viele Sportler, vor allem Surfer und Mountainibiker. Die finden hier ein TopRevier mit vielen Möglichkeiten, das mit einer langen Saison auftrumpfen kann. Wenn oben in den Bergen noch Schnee liegt, knackt der Lago bereits lässig die 20-Grad-Marke. Genau das ist der Grund, warum sich Biker nicht nur von den Trails, sondern ganz besonders von dem Dolcefar-niente, dem süßen Nichtstun nach einer tollen Bike-Tour, verführen lassen. Der Lago ist ein magischer Platz, an dem das Blau des Wassers auf das Grün und den Duft der mediterranen Vegetation trifft. Unzählige Routen schlängeln sich durch die Berge. Was bleibt, ist die Qual

der Wahl. Mit dem Bike kann man jeden Tag neu erleben, sei es bei aufregenden Abfahrten auf den Trails oder bei einer ruhigen Tour. Es gibt viele Bikeshops mit Bike-Verleih und Karten mit den eingezeichneten Routen: von leicht bis schwer. Wer wirklich alle charakteristischen Aspekte kennen lernen möchte, darf aber – bei aller Vorliebe für den Sport – die kulinarische Tradition nicht vergessen. Hier gibt es einen einzigartigen regionalen Mix, mehr als Pasta und Pizza. Typische Produkte sind Salzfleisch (Carne Salata), Fisch, Susinen aus Dro, Brokkoli aus Torbole oder Maronen aus Drena. Angerichtet wird mit Olivenöl von Garda Trentino, begleitet von Weinen wie Nosiola, Schiava, Merlot, Traminer, Pinot grigio, Moscato Giallo. Und zum Schluss darf ein aromatischer Grappa und ein nobler Vino Santo Trentino mit einem leckeren Dessert nicht fehlen. Wenn das mal nicht Lust macht. Also, ab zum Lago.

Infos zu Unterkünften und Bike-Touren Alle Informationen zu geführten Bike-Touren, Bike-Shuttles, Bikeshops sowie eine Übersicht aller Bike-freundlichen Gastgeber findet man auf der offiziellen Homepage der Region InGarda Trentino. www.gardatrentino.it. BIKE FESTIVAL 2013 19


BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

Die Top-Touren Das sind die Top-Touren von InGarda Trentino, vorgestellt von Redakteuren der BIKE-Redaktion. Es ist nur eine Auswahl. Mehr Touren gibt es auf der Internetseite der Region.

„Garda Trentino freut sich auf Euch zum Festival und für den Rest des Jahres.“ Marco Benedetti, Präsident InGarda Trentino

Es ist uns eine große Ehre, Gastgeber des BIKE-Festivals zu sein. Im reichen Programm habt Ihr die Möglichkeit, die Aufregung verschiedener Strecken zu erleben und die faszinierendsten Trails des Garda Trentino zu erforschen. Verpasst nicht die Chance, an von erfahrenen Bikern organisierten Touren teilzunehmen. Über die Jahre haben wir versucht, unser Gebiet Bikergerecht und -freundlich zu gestalten. Wir haben eine für Sportler geeignete Gastlichkeit gefördert, sogenannte „Outdoor friendly“-Häuser, mit spezifischen Dienstleistungen wie geführten Touren, Bikeshops, Shuttle-Transfers. Garda Trentino freut sich auf Euch, nicht nur zum BiIKE-Festival 2013, sondern auch für den Rest des Jahres.

„Nirgends kommen sich Almhüttenromantik und mediterranes Flair näher als auf der Malga Grassi.“ Henri Lesewitz, BIKE-Redakteur

MALGA GRASSI Die Malga Grassi ist ein beliebtes Ziel für eine Bike-Tour, das von Riva gut zu erreichen ist. Der Anstieg ist stetig und mit über 1000 Höhenmetern nicht kurz, aber meist geht es auf ruhigen Seitenstraßen durch malerische Dörfer dahin. Ein wunderschönes Tal zum Hochcruisen, an dessen Ende die Almhütte – wie es sich gehört – auf einer grünen Wiese am Waldrand steht. Sie bietet

„Das Steinerne Meer bei Pietramurata ist eine Schau. Diese geologische Besonderheit muss man gesehen haben.“ Gitta Beimfohr, BIKE-Redakteurin

MAROCCHE Das ist eine echte Genießer-Tour ins Sarca-Tal. Sie ist genau das Richtige für Einsteiger oder für diejenigen, die sich nach der Jubiläums-Party-Nacht, die natürlich etwas länger ging, nur mal etwas bewegen wollen. Das Ziel dieser Tour, das Marocche, ist in jedem Fall sehr reizvoll. Die Gesteinsmassen des riesigen Bergsturzgebietes stammen vom Monte Brento (1544 m) 20 BIKE FESTIVAL 2013

kulinarische Leckerbissen, die man sonst nur in Hütten weiter oben in den Bergen erwartet. Die Malga ist ein perfekter Ort zum Ausspannen. Auf der Abfahrt geht es von der Alm zunächst auf typischen Karrenwegen durch den Wald bis zum kleinen Dorf Campi. Nun folgt das Finale, die letzten Meter bergab, über Riva und den Gardasee, vorbei an der Kapelle von Santa Maria Maddalena und der Bastione, bieten ein herrliches Panorama. 25,6 km/1076 hm Fahrzeit 3 h Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

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und Monte Casale (1632 m). Geschätzt eine Milliarde Kubikmeter an Gesteinsblöcken liegen auf zwei mal acht Kilometern verteilt. Der Lago di Cavedine wurde durch diese Erdstürze aufgestaut, er kann als Variante über einen steinigen Rumpelpfad in die Tour eingebaut werden. Über die kleine Straße, die durchs Marocche führt, gelangt man so nach Dro, von wo es auf dem Radweg zurück nach Arco geht. Natürlich ist die Tour auch lässig von Riva aus möglich (plus zehn Kilometer). 27,5km/ 242 hm Fahrzeit 2:30 h Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

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„San Giovanni ist seit Moser-Zeiten ein Lago-Klassiker. Dort oben bieten sich darüber hinaus viele Spielmöglichkeiten.“ Ole Zimmer, BIKE Magazin TV

SAN GIOVANNI Das Gebiet nordwestlich von Arco ist für Biker eines der reizvollsten am Gardasee. Eingerahmt vom Tennosee, dem Val Lomasone, dem Gipfel des Monte Casale und dem Sarca-Tal finden Biker ein unendlich verzweigtes Wegenetz, das Lust auf mehr macht. Nicht umsonst führen auch die Strecken des Rocky Mountain Bike Marathon powered by Vaude in diesem Jahr nur durch

„Ich mag das Revier um den Monte Altissimo. An dem Berg kann man sich so richtig schön auspowern.“ Stefan Loibl, BIKE-Redakteur

DOS CASINA Der Monte Altissimo über dem nordöstlichen Gardaseeufer ist ein Klassiker für Höhenmeterfresser, und die asphaltierte Straße von Nago hinauf zur Malga Casina ist (bis zum Sendemasten) gerade wegen der hammermäßigen Blicke über den gesamten Gardasee beliebt. Die Straße ist kaum befahren. Höchstens zum Festival könnten ein paar mehr Shuttle-Busse Freeri-

„Anspruchsvolle Sektionen, kleine Sprünge und natürlich schnelle, flowige Passagen wechseln sich ab. Spaß pur!“ Wolfgang Watzke, BIKE-Fotograf

VAL DEL DIAOL Dieser Downhill trägt auch den Spitznamen „The Skull“, weil an dessen Einstieg früher mal ein Tierschädel lag – das Bild ist bezeichnend, weil ungeübte Biker hier verrecken würden. Nicht so jedoch ambitionierte Freerider mit viel Federweg. Mit einem Bike mit mehr als 160 Millimetern kommt auf dem Trail erst richtig Spaß auf. The Skull reizt besonders durch seine Vielseitigkeit.

dieses Areal. Was als Beweis für die vielen Spielmöglichkeiten gelten darf. San Giovanni ist mit Sicherheit das prominenteste Ziel auf dieser Seite mit reizvoller Auffahrt durch die lichten Olivenhaine und Abfahrt mit Blick zum Lago. San Giovanni ist aber auch ein perfekter Ausgangspunkt für Expeditionen in dieses zauberhafte Touren-Revier. Ein Tipp wäre zum Beispiel, die Tour auch mit Abschnitten des Bike-Marathons zu kombinieren. 33 km/1166 hm Fahrzeit 3:30 h Kondition Fahrtechnik Panorama

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Schwierigkeit

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der zum Einstieg des Downhills Val del Diaol bringen. Diese Tour sammelt die 2000 Höhenmeter aber nicht auf dem Weg zum Gipfel des Altissimo, sondern auf einer interessanten Variante über seine Nordflanke hinüber nach Brentonico. Nun fällt der Blick hinab ins Vallagarina mit Rovereto. Bei Loppio ist man in dem Tal angelangt, das von Rovereto nach Torbole führt. Auf dem Radweg geht es zurück nach Nago und am Busatte bergab nach Torbole. 55 km/2050 hm Fahrzeit 5:30 h Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

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Technisch anspruchsvolle Sektionen, kleine gebaute Sprünge und natürlich schnelle, flowige Passagen reihen sich abwechslungsreich aneinander. Der Trail wird von den lokalen Bikeguides gerne als Shuttle-Tour angeboten, übrigens auch zum BIKE-Festival. Durch die asphaltierte Auffahrt von Nago in Richtung Malga Casina ist der Aufstieg aber auch mit einem schwereren Rad mit mehr Federweg noch relativ leicht zu bewältigen – tolles Panorama inklusive. 6,5 km/700 hm bergab Fahrzeit 1 h Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

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IMPRESSUM BIKE Festival Garda Trentino ist ein Extraheft von BIKE – Europas größtem Mountainbike-Magazin BIKE-Redaktion, Steinerstraße 15 d 81369 München, Tel. 089/7296020 e-Mail: bikemag@bike-magazin.de Internet: www.bike-magazin.de Chefredakteur Josh Welz

Redaktion Marc Schneider Grafik Robert Scheuerer Fotos H. Endler, R. Niedring, R. Kiaulehn, F. Faltermaier, A. Küstenbrück, M. Greber, L. Scharl, M. Knoll Schlussredaktion Janine Tischer

Veranstalter Delius Klasing Verlag, Siekerwall 21, 33602 Bielefeld Organisation Ley Events, Johnsallee 62, 20148 Hamburg Das Festival im Netz www.bike-festival.de

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BIKE FESTIVAL GARDA TRENTINO

Drei Tage Vollbedienung Von Freitag, 3. Mai bis Sonntag, 5. Mai kommen Biker in Riva voll auf ihre Kosten. Es gibt Wettkämpfe für jedermann, atemberaubende Shows, grenzenlose Testmöglichkeiten und rauschende Partys. Hier kommt der Überblick über die tollen Tage am Gardasee. Donnerstag, 2.5.2013 16.00 – 18.00 Uhr 16.00 – 18.00 Uhr

Info-Center / Teilnehmer-Registrierung Freies Training Bikeunit King of Dirt

Freitag, 3.5.2013 Training Specialized-SRAM Enduro Series: Start im Fahrerlager Busatte in Torbole 7.30 Uhr Akkreditierung Enduro (Startnummern/Transponder) 8.00 – 11.00 Uhr Hauptshuttlezeit (hohe Frequenz) 11.00 – 13.00 Uhr Shuttle (niedrigere Frequenz) Expo / Area Cattoi 9.00 – 19.00 Uhr Info-Center / Teilnehmer-Registrierung 10.00 Uhr Offizielle Festivaleröffnung an der BIKE-Bühne 10.00 Uhr Eröffnung Vernissage 20 Jahre BIKE-Festival im Palazzo Congressi 10.00 – 18.00 Uhr Guiding / Geführte Touren 10.00 – 19.00 Uhr BIKE Festival Riva Expo (Eintritt frei) 10.00 – 19.00 Uhr BIKE Festival Riva Enduro – Testgelände geöffnet 10.00 – 19.00 Uhr Freies Training Bikeunit King of Dirt 10.00 – 19.00 Uhr Canyon Knack den Kurschat powered by Ergon 11.30 Uhr und 14.30 Uhr Tom Öhler - Trailshow vor der BIKE-Bühne 16.00 Uhr Enduro Prolog / First Stage auf der Area Cattoi 19.00 – 21.00 Uhr Bikeunit King of Dirt 21.00 Uhr Siegerehrung Bikeunit King of Dirt mit anschließender Party

Samstag, 4.5.2013 Specialized-SRAM Enduro Series: Start im Fahrerlager Busatte in Torbole 6.30 Uhr Akkreditierung Enduro (Startnummern/Transponder) 7.30 – 10.00 Uhr Hauptshuttlezeit (hohe Frequenz) 10.00 – 12.00 Uhr Shuttle (niedrigere Frequenz) EXPO / Area Cattoi 10.00 – 18.00 Uhr BIKE Festival Riva Enduro – Testgelände geöffnet 10.00 – 18.00 Uhr Guiding / Geführte Touren 10.00 – 18.00 Uhr Dirts geöffnet 10.00 – 18.00 Uhr Canyon Knack den Kurschat powered by Ergon 10.00 – 19.00 Uhr Info-Center / Teilnehmer-Registrierung (Marathon, Side-Events) 10.00 – 22.00 Uhr BIKE Festival Riva Expo (Eintritt frei) 11.00 Uhr Scott Junior Trophy mit anschließender Siegerehrung 11.30 Uhr und 14.30 Uhr Tom Öhler Trailshow vor der BIKE-Bühne 17.00 Uhr Marathon-Pasta-Party 18.00 Uhr Fahrer-Briefing Rocky Mountain Bike Marathon powered by Vaude 19.00 – 22.00 Uhr Open Night auf dem Expo-Gelände 20.00 Uhr Siegerehrung Specialized-SRAM Enduro Series 20.30 Uhr Siegerehrung Canyon Knack den Kurschat powered by Ergon 22.00 Uhr Disco Night 20 Jahre Riva del Garda im Spiaggia Olivi

Sonntag, 5.5.2013 6.00 – 07.30 Uhr 7.30 – 08.30 Uhr 10.00 – 16.00 Uhr 10.00 – 16.00 Uhr 10.00 – 16.00 Uhr 10.00 – 16.00 Uhr 11.30 Uhr und 14.30 Uhr 15.00 Uhr 16.00 Uhr

22 BIKE FESTIVAL 2013

Marathon-Nachmeldungen Start Rocky Mountain Bike Marathon powered by Vaude BIKE Festival Riva Expo (Eintritt frei) BIKE Festival Riva Enduro – Testgelände Guiding / Geführte Touren Dirts geöffnet Tom Öhler Trailshow vor der BIKE-Bühne Siegerehrung Rocky Mountain Bike Marathon powered by Vaude Offizieller Festivalabschluss


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DREI GROSSE GEBIETE: LAGORAI – BRENTA – GARDA INFOS ZU DEN TRAILS UND BIKEPARKS


TRENTINO-SPECIAL

Im Trentino erleben Biker ursprüngliches Italien in all seinen Facetten, vor allem aber einen schmackhaften Cocktail aus jenen Zutaten, die den Reiz des Mountainbikens ausmachen: epische Trails in prachtvoller AlpenKulisse, urige Hütten zum Rasten und Genießen, grüne Hochplateaus mit weiten Panorama-Blicken, Bikeparks zum Austoben und jede Menge Seen für Badepausen. Auch die Renaissance-Altstadt von Trento ist mehr wert als nur einen schnellen Cappuccino-Stopp.

Zackiger Aufstieg im Val di Fassa direkt unterhalb des Sassolungo, dem Langkofel.

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DOLOMITI BRENTA BIKE Berge, Seen und Bären-Trails: die große Brenta-Schleife

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DOLOMITI LAGORAI BIKE Vom Valsugana durch vier Täler zu den dramatischen Felsenriesen

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MOUNTAIN & GARDA BIKE

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ÜBERSICHT Die Touren-Gebiete und ihre Bikeparks auf einen Blick

Die GPS-Tracks der beschriebenen Touren gibt es auf www.bike-magazin.de Der Download startet mit dem Webcode #14821

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TRENTINO-EVENTS Marathons, Transalp, Festival und Worldcup: 2013 wird gefeiert

Fotos: O. Sxxxxxxxxx Platter, M. Greber, V. Lucasxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Zu neuen Ufern: klassische und ganz neue Routen rund um den Lago


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Fotos: O. Sxxxxxxxxx Platter, M. Greber, V. Lucasxxxxxxxxxxxxxxxxxxx


TRENTINO-SPECIAL


EINSAME SPITZEN DOLOMITI BRENTA BIKE Wer beim Wort „Dolomiten“ nur an die beeindruckenden Felszacken östlich des Etschtales denkt, hat die dramatischen Wände der Brenta-Dolomiten noch nicht gesehen. Wo Brunos Brüder durch die Wälder streifen, surfen Biker nahezu ungestört über einsame Trails.

Kontrastreich: unterwegs im grünen Val Rendena. Mit Blick zur grauweißen Brenta-Gruppe.

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TRENTINO-SPECIAL

Cruisen unterhalb des Monte Peller, danach geht’s rasant bergab ins Val di Sole. Rechts: Von der Paganella sieht man zur Brenta über den türkisleuchtenden Molveno-See.

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Keine Geschichte über die Brenta-Dolomiten ohne das Bären-Thema. Obwohl die Bike-Region Meister Petz im Logo trägt und mit bärenstarken Trails wirbt, sind die braunen Gesellen einfach nicht zu entdecken. Selbst Davide Aldrighetti, schon seit Jahren mit dem Bike in der Brenta unterwegs, kennt den „Herrscher des Waldes“ nur aus den Tourismusbroschüren. Was Davide aber wirklich gut und definitiv persönlich kennt, sind die Trails auf der Brenta-Runde. Ich habe Mühe, an seinem Hinterrad zu bleiben, auf der kurvigen Abfahrt vom Rifugio Peller im Wald hinab ins Val di Sole. Davide lässt vor den Kurven einfach sehr lange das Gas stehen, und weil ich ihn nicht verlieren will, machen sich meine Discs schon mit leichtem Brandgeruch bemerkbar. Glücklicherweise können sich meine Scheiben auf den letzten Ki-

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lometern Radweg am Fluss nach Dimaro dann abkühlen. Wir sind gerade im Mittelteil der ExpertRoute unterwegs, eine ausgeschilderte Strecke einmal komplett um diesen 30 Kilometer langen Dolomit-Koloss. Eigentlich umrunden wir kein Gebirge sondern ein Riff, das sich vor über 200 Millionen Jahren aus einem Tropenmeer erhob. Heute zeugt nur noch der typische Aufbau der Dolomiten von dieser prähistorischen Phase: steile, zackige Felsnadeln und mächtige Blöcke, an deren Fuß sich Schutt ablagert. Weiter unten schließen dann die grünen Regionen des Waldes und der Almen an. Dass die Dolomiten so abrupt steil aufragen, ist eines der Charakteristika der Riffe und in der Brenta gut zu sehen. Mehrere dieser Gipfel westlich des Etschtales recken sich über 3000 Meter hoch in den Himmel. Geologisch gehören die Dolomiti di Brenta zu ihren Verwandten auf der östlichen Seite des Etschtales, auch wenn die tiefe Schneise, in der die Brenner-Autobahn verläuft, einen gegenteiligen Eindruck erweckt. Als Gesamtwerk wurden die Dolomiten 2009 zum Welterbe der UNESCO erklärt. Auch ohne offizielle Weihen ist die BrentaRegion ein Traum für Mountainbiker, das ganze Gebiet präsentiert sich viel ruhiger und vor allem im Hochsommer nicht so überlaufen wie beispielsweise die Sella oder die Drei Zinnen. „Mir wird es nie langweilig, auch wenn ich hier schon

mehrere Jahre unterwegs bin. Die Landschaft ist wunderschön, und ich entdecke immer noch neue Trails, die ich einmal ins Wegenetz integrieren will“, erzählt mir Davide. Sein Traum ist es, zusätzlich auf der Expert-Runde noch Freeride- und Trail-Varianten einzubauen. Dabei denkt Davide vor allem auch an seine eigenen Vorlieben – er surft mit 160 Millimetern Federweg über die Trails der Brenta. Neben seinem Job als Guide arbeitet Davide Aldrighetti an der Programmierung der Dolomiti-Brenta-Bike-Website und war maßgeblich an der Ausarbeitung der Beschilderung beteiligt. Wie er das alles unter einen Hut bringt, ist mir ein Rätsel. Aber offenbar bleibt noch reichlich Zeit zum Biken, wie sein schmerzfreier Downhill-Stil beweist. Einer seiner Lieblingsplätze auf der Runde ist das Rifugio Peller auf über 2000 Metern Höhe. Der Hüttenwirt besaß früher eine Elektrofirma, war viel in den Bergen unterwegs und beschloss irgendwann, seinen Laden zu verkaufen und nur noch das Rifugio auf dem Monte Peller zu betreiben. Dies tut er nun mit Leib und Seele, und Mountainbiker sind ihm besonders liebe Gäste. Obwohl es schon spät am Nachmittag ist und die letzten Hüttengäste gerade gegangen sind, packt Roberto für uns noch einmal Schinken und Käse aus dem Kühlraum. Dazu brüht er einen Cappuccino auf, der unseren Blutdruck blitzschnell wieder anhebt. Doch als die Flasche Hüttenschnaps auf


den Tisch kommt, winke ich ab. Auf der Abfahrt vom Peller rauscht man nämlich mal eben 1200 Höhenmeter ins Val di Sole, das Sonnental, das die Brenta-Dolomiten von den Adamello-Riesen trennt. Die dicht mit Laub bedeckten Waldwege fordern blindes Vertrauen, doch Davide surft zielsicher die Kehren hinab. Unten wird es dann etwas feuchter, die Wege weicher, und als uns der Wald in Malè ausspuckt, sehen wir aus – aber vor allem unsere Bikes – wie nach dem Schlamm-Catchen. Kein Problem, das Bike-Hotel in Dimaro besitzt natürlich einen Dampfstrahler in der Tiefgarage, und die müden Knochen wärme ich mir im großen Well-

Mehr Seen. In der Brenta-Region liegen türkisfarbene Gebirgsseen direkt unterhalb der markanten Dreitausender-Gipfel. ness-Bereich in der Sauna wieder auf. Zum Abendessen gesellen sich die Verantwortlichen für den Mountainbike-Worldcup zu uns, der wieder Mitte Juni in Daloasa stattfinden wird. In schnellem Italienisch wird gefachsimpelt, man merkt allen an, wie stolz sie darauf sind, dass eine offizielle UCI-Veranstaltung schon mehrmals ins Val di Sole vergeben wurde, wo 2011 auch die Weltmeisterschaften stattfanden. Ein anderer Ort der Brenta-Dolomiten

lebt ebenfalls vom Ruhm einer offiziellen Rennveranstaltung: Madonna di Campiglio richtete auch 2013 wieder einen FIS-Slalom aus. Als wir am nächsten Tag dort ankommen, weisen überall Banner, Flaggen und Plakate in den Sportgeschäften darauf hin. Ein typischer Skiort, der im Sommer und Herbst eher ein wenig verschlafen wirkt und sich daher immer mehr den Mountainbikern öffnet. Vom 1500 Meter hoch gelegenen Ortszentrum

DAVIDE ALDRIGHETTI, TERME DI COMANO, GUIDE WAS IST DER TRUMPF DER BRENTADOLOMITEN? Dass man bei der Umrundung der Brenta absolut flexibel in Bezug auf Planung und Streckenlänge ist. Und man erlebt eine Wahnsinnslandschaft. Die Trails in den Wäldern gehören zum Feinsten und laufen oft sehr flowig. Wer immer Vollgas fahren will – was ich nicht empfehlen würde – kann die 170 Kilometer der Expert-Runde in zwei Tagen machen. Von drei bis sechs Tagen kann man sich seine eigenen Pakete schnüren. WIE PLANT MAN DEN TRIP? Auf der Website lässt sich die perfekte Route in Bausteinen zusammenstellen, mit Ge-

päcktransport von einer Unterkunft zur anderen, in ganz individuellen Distanzen. Wer unabhängig sein will, lädt sich den GPS-Track herunter. Aber die Runde ist komplett beschildert, die Markierungen geben immer die Entfernungen und Höhenmeter an. Zudem gibt es eine Light-Version, die Country-Runde mit 4600 Höhenmetern. DEINE HIGHLIGHTS? Ich mag die Blicke von den Seen, wie dem Lago di Molveno, wo man Richtung Westen auf die Dreitausender blickt. Noch schöner finde ich es aber oben auf den höchsten Stellen der Brenta-Runde. Oberhalb des Lago di Vallagola zum Beispiel. Der Blick vom Sattel

auf 1900 Metern in die Brenta-Gruppe ist phantastisch. Mein Lieblings-Spot ist das Rifugio Peller. Dort ist es sehr ruhig, und der Wirt kocht für Mountainbiker immer auf. DER BESTE STARTORT? Ich wohne in der Nähe von Terme di Comano. Das kann ich als Startort empfehlen, weil die Tour dadurch eine Dramaturgie hat – von den grünen Hügeln zu den steilen Wänden der Brenta. Man kann aber auch direkt am Fuße der Dolomiten im Val di Sole starten, in Dimaro zum Beispiel. Wichtig ist, dass man die Runde gegen den Uhrzeigersinn fährt. Die Abfahrten sind so besser und die Panorama-Blicke auch.

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TRENTINO-SPECIAL

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Nach dem Aufstieg von Campiglio geht’s durch baumlose Hochalmen. Links: Die letzten Sonnenstrahlen fallen auf den Adamello-Gletscher.

Markierte Trails und unsichtbare Braunbären. In den Brenta-Dolomiten sind Mountainbiker ungestört in wilder Landschaft unterwegs. von Madonna biken wir entspannt zu den Cascate di Mezzo, breite Wasserfälle, die eine steile Felswand hinabrauschen. Davide interessiert weniger die tosende Gischt, vielmehr will er einen schmalen Weg unterhalb der Cascate ausprobieren. Bingo, ein herrlicher Rollercoaster. In runden Rampen und Riesenslalom-Kurven gleiten wir durch den Wald, bevor wir an der Lichtung am Taleingang Vallesinella erneut einen Blick auf die Bergzinnen haben. Ab da klingelt laufend Davides Handy, und ich fahre schon mal gemächlich voraus. Die Beschilderung der Brenta-Runde ist vorbildlich. Es stehen nicht nur Schilder an Kreuzungen und Abzweigungen, es sind auch auf jeder Markierung die

Entfernung und die Höhenmeter bergauf zum nächsten markanten Punkt der Route angegeben. In Verbindung mit der offiziellen Dolomiti-Brenta-Bike-Karte weiß man immer, wo man sich befindet und was vor einem liegt. Allein folge ich dem stetig ansteigenden Schotterweg im dichten Wald hinauf zur Malga Valagola kurz vor dem kleinen gleichnamigen Bergsee. Wenn es einen Preis für ein makelloses Bergidyll gäbe, dieser Platz hätte ihn verdient. Da stören nicht einmal die knapp 300 Höhenmeter, die man nun tragen muss. Oben auf dem Pass Bregn da l’Ors befindet man sich auf halber Augenhöhe mit dem höchsten Brenta-Gipfel, dem Cima Tosa. Ein

Blick auf die Karte verrät mir, dass wir uns nun genau gegenüber dem Lago di Molveno befinden, den wir am Einstieg der Runde passiert haben. Durch die vielen Trail-Abschnitte und die unzähligen Auf- und Abfahrten war mir gar nicht bewusst, dass wir den Kreis schon fast geschlossen haben. Zum Finale Grande leitet mich Davide noch durchs lauschige Val Algone, wo sich immer wieder Seitentäler mit Almen und Hütten öffnen und geradeaus der breite Weg immer schön bergab verläuft. Ganz verdutzt schieße ich aus dem Tal, wir sind zwei Stunden früher zurück am Startort als gedacht. Von Bruno und seinen Freunden haben wir nicht mal ein paar Tatzenabdrücke entdeckt. Schade!

Großes Kino Downhill-Spaß im Bikepark Paganella mit Blick in die Brenta. Im Skigebiet Paganella (Gipfel 2124 m) warten präparierte Trails, Anlieger und die üblichen Elemente wie Northshore-Bauten oder Drops – das Ganze mit Riesenblick in die Brenta-Dolomiten. Ein Enduro-Trail führt naturbelassen im Wald bergab. Betreiber Ezi Cattani ist anscheinend Kino-Fan, anders sind die Namen der Lines nicht zu erklären: „Apocalypse now“, „Rocky Balboa“ oder „Mad Max“. Den Ort Fai della Paganella erreicht man über die Brenner-Autobahn und die Ausfahrt San Michele/Mezzocorona und weiter über Mezzolombardo. Neben dem Sessellift gibt es einen Shuttleservice, Bike-Verleih und geführte Touren. Infos (italienisch): www.paganellabikepark.com, Tel. 0039/328/1892260.

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TRENTINO-SPECIAL

Wie eine monumentale Achterbahnrunde: Man schraubt sich auf 2000 Meter unter mächtige Wände, dann kippt der Weg und kurvt wieder zum Talboden hinunter. Oberhalb von Madonna di Campiglio rollt man auf Augenhöhe mit der BrentaGruppe (oben). Ein Muss: die Übernachtung auf der einsam gelegenen Peller-Hütte auf 2000 Metern.

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INFOS DOLOMITI BRENTA BIKE Bike-Routen Die Strecken in und um das Brenta-Gebirgsmassiv sind komplett markiert, die Umrundungen bewegen sich auf zwei Levels. Leichter als die rechts beschriebene Expert-Runde mit dem höchsten Punkt Rifugio Graffer (2262 m) ist die Country-Variante. Sie weist 136 km und 4600 hm auf und verläuft eine Etage tiefer. Die höchste Stelle liegt hier auf 1650 Metern. Diese Touren können organisiert oder auf eigene Planung befahren werden. Sie sind optimal beschildert mit Angaben von Distanz und Höhenmetern zu den nächsten, wichtigen Punkten der Runde. Fast 100 Hotels sind als Partnerbetriebe dabei. Von diesen aus kann man sein Gepäck für einen Tages-Obolus von 13 Euro (pro Stück/ Person) von einer Station zur nächsten transportieren lassen. Man kann auch Gesamtpakete bei Dolomiti Brenta Bike buchen. Es gibt vier Varianten, drei bis fünf Tage, ab vier Personen mit Kosten von 198 bis 475 Euro pro Teilnehmer. Neben den Runden sind sogenannte Explorer-Touren möglich. Sechs davon sind ausgeschildert (gesamt 230 km/10300 hm). Sie führen bis zu den Ausläufern des AdamelloGletschers, auf die Hochebene des Monte Gazza mit Traumblicken über Gardasee und Brenta, oder in wilde Täler und auf Almen wie im Val di Breguzzo. Regionen und Lage Das landschaftliche Spektrum der Dolomiti Paganella reicht von den grünen Apfelplantagen im Val di Non, über den Mittelgebirgscharakter um Terme di Comano bis zu den alpinen Felswänden im Val di Sole, Madonna di Campiglio und Val Rendena. Das Valli Giudicarie liegt unterhalb des AdamelloGletschers. Nördlich begrenzen das Rabbi-Joch und der Mendelpass die Brenta, im Süden der Lago di Toblino bei Sarche. Mehr Infos im Internet: campigliodolomiti.it – valdisole.net visitgiudicarie.it – visitdolomitipaganella.it visitacomano.it – visitvaldinon.it dolomitibrentabike.info Bikeshops In Madonna di Campiglio, Giustino, Molveno, Tione, Andalo, Cles, Malè, Dimaro, Folgarida, Commezzadura. Adressen und Telefonnummern in der Broschüre von Dolomiti Brenta Bike. Karten Official Trail Map DBB, 1:50000 im Tourismusbüro oder http://shop.dolomitibrentabike.it., Kompass-Karte Nr. 73, Gruppo di Brenta, 1:50000. 4Land-Karte Nr. 124, Val di Sole MTB, 1:40000 Anreise Je nach Startort. Von der BrennerAutobahn über Bozen nach Kaltern und über den Mendelpass ins Val di Non und Val di Sole. Über Ausfahrt Trento Richtung Gardasee bis Sarche und über die SS 237 nach Terme di Comano. Naturpark Im 620 Quadratkilometer großen Naturpark Adamello-Brenta wurden zwischen 1999 und 2002 zehn Braunbären freigelassen, derzeit dürften um die zwanzig unterwegs sein (minus Bruno), die man als Biker kaum sehen wird. Infos: www.pnab.it

EXPERT-RUNDE BRENTA 171 km 7700 hm 3 bis 6 Tage

Zwei Routen umrunden das 30 Kilometer lange Massiv der Brenta-Dolomiten, deren höchster Gipfel, der Cima Tosa, 3173 Meter misst. Selten erlebt man in fünf Tagen so viel Abwechslung. Bikeguide Davide Aldrighetti zeigte mir die besten Spots. Wir starteten von Terme di Comano. Durch Weinreben und Olivenbäume nähert man sich respektvoll hügelauf, hügelab den Felsriesen der Brenta. Man passiert schmucke Dörfchen wie Moline, wo die Zeit stehen geblieben ist. Am Ufer des MolvenoSees cruisen wir über flowige Trails und blicken zu den weißgrauen Türmen des Hauptmassivs. Von Molveno nach Andalo steigt es an, dann rollt es auf einsamen Trails nach Sporminore, dem Einstieg ins Val di Sole. Zu den Höhepunkten der Expert-Runde geht es knackig bergauf. Von Cles oberhalb des Lago di Santa Giustina schraubt man sich am Eselsrücken, dem

Dosso dell’Asino, hinauf zum Monte Peller auf 2320 Meter, das sind immerhin 1300 Höhenmeter am Stück. Nach der urigen Hüttenübernachtung, die man einplanen sollte, geht es zügig bergab und auf dem Talradweg nach Dimaro. Zum bekannten Skiort Madonna di Campiglio und einem möglichen Abstecher zum Rifugio Graffer heißt es nochmals über tausend Höhenmeter klettern. Durch dichte Wälder rauscht man zum Lago di Valagola, wo das einzige Tragestück (300 Höhenmeter) ansteht. Vom Pass Bregn da l’Ors belohnt ein Wahnsinnsblick in die Brenta. Auf Trails und Schotter geht’s dann Richtung Val Rendena, man umrundet den Monte Iron oder nimmt die wirklich lohnenswerte Variante durchs Val Algone und rollt über Stenico zurück. Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

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GRAN TURISMO DOLOMITI LAGORAI BIKE Viel zu groß für nur einen Bike-Urlaub: Das Lagorai-Gebiet erstreckt sich von den Badeseen des Valsugana bis San Martino di Castrozza, durchs Val di Fiemme und Val di Vassa bis zur Marmolada. Dazwischen: tausende Kilometer Bike-Trails, die man auf der neuen Grand-Tour erkunden kann.

Das Panorama lässt die Anstrengungen des Aufstieges vergessen: am Passo Valles, am Fuße der schroffen Pala-Gruppe.

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TRENTINO-SPECIAL

Grenzwertig schön: Cruisen auf den Almhöhen direkt unterhalb der schroffen Dolomiten-Massive. Berauschende Aussichten im Val di Fassa, am Sassolungo (oben). Die Königin der Dolomiten: die immerweiße Marmolada, hier vom Passo Sella gesehen.

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Grand-Tour heißt die neueste Erfindung der rührigen Bike-Touristiker im DolomitiLagorai-Gebiet. Sozusagen die Alternative zur Transalp, denn man durchquert, gewürzt mit einzelnen Tagesrunden, die vier Gebiete der Region, die, jede für sich genommen, schon eine Woche Bike-Urlaub wert sind. Dabei kann man wählen, ob man in den hoch gelegenen Dolomiten-Regionen des Val di Fassa startet, oder im Süden die Runde im Uhrzeigersinn beginnt. Ausgangspunkt dort ist Levico Terme am gleichnamigen Badesee Lago di Levico unweit von Trento. An dessen Ufer treffe ich Massimiliano Chemelli, eigentlich Sparkassenangestellter und nebenberuflich Bikeguide im LagoraiGebiet. Sein sportliches, superleichtes Hardtail und die aus den engen Bike-Hosen hervorquellenden Oberschenkel lassen nichts Gutes ahnen. Bestimmt ist Max, wie er sich mit einem kräftigem Händedruck vorstellt, eine dieser italienischen Cross-Country-Raketen. Er soll mir ein paar Highlights der Region zeigen, wie sie auch in der Grand-Tour eingebunden sind. Nach kurzer Diskussion einigen wir uns auf eine eher harmlos aussehende, kürzere Runde oberhalb von Levico, die weite Blicke ermöglicht und uns zum Val dei Mocheni, dem Fersental, führt. Dies ist nur ein Teil der ersten Etappe der

Grand-Tour, die im Original dann weiter über den Pass Palù und den Manghen-Pass nach Cavalese im Val di Fiemme verläuft. Zum Glück legen wir den Asphaltanstieg hinauf nach Vetriolo schweißsparend im Shuttle zurück. In unzähligen Kehren schraubt sich die kleine Provinzstraße den Monte Fronte hinauf. Exakt 1000 Höhenmeter später stehen wir am Startpunkt der Tour delle Pozze. Außer uns tummeln sich hier noch einige Gleitschirmflieger. In dem leicht verschlafenen Dörfchen herrscht nur in der Bar gegenüber des Parkplatzes etwas Leben – das muss an dem überirdischen Blick hinab ins Valsugana und zu den gegenüberliegenden Brenta-Dolomiten liegen. Als Max kurz darauf gemächlich mit der Kette auf dem mittleren Blatt den Waldweg bergauf tritt, bleibt mir erst mal die Luft weg. Wie ein Hamster im Laufrad strample ich mit höchster Frequenz und komme doch nicht hinterher. Der Kerl ist noch fitter als befürchtet. Am liebsten würde ich jetzt mit dem Dicken von vorhin tauschen, der so entspannt unter seinem Gleitschirm hing. Doch spätestens bei der Abfahrt auf einem superschmalen Singletrail von La Bassa weiß ich wieder, dass ich doch in der richtigen Sportart gelandet bin, mehr Spaß kann man auch beim Fliegen kaum haben. Leichtes Gefälle, handtuchbreiter Pfad in der Almwiese. Auf dem Geläuf sind gerade so viele Steine und später im Wald Wurzeln drapiert, dass man konzentriert bleibt, aber nicht überfordert wird – perfekt. Später geht’s dann in heftigeren Kehren und über ein paar höhere Stufen hinab zur Schotterstraße Richtung Rifugio Serot. Eine kleine Genugtuung für mich: An den kniffeligen Stellen schultert Max prompt sein Hardtail und sieht mir lieber zu, wie ich auf meinem 140er-Fully um die Spitzkehren zirkle. „Das habe ich mir gedacht, dass

Dir der Weg gefällt“, grinst er. „Ich bin viele Rennen gefahren. Da weiß ich aus Erfahrung, dass ich an solchen Stellen zu Fuß schneller bin.“ Obwohl die Speisekarte der Agritur Rincher verlockend klingt, ziehen wir uns nur schnell einen doppelten Espresso rein, was sich als vorteilhaft erweist. Denn nach der Pause geht es noch einmal bergauf, und Max kennt keine Gnade. Ich bin wirklich froh, als ich die kleine Bar in Vetriolo wiedersehe. Am nächsten Tag erkunde ich mit Daniele Acler, Guide und Mitbesitzer eines BikeHotels in Levico, die gegenüberliegende Talseite. Eine alte Militärstraße aus dem ersten Weltkrieg führt uns auf die Hochebene von Lavarone und den Kamm des Cima di Vezzena. Auch von hier erstreckt sich der Blick bis in die bleichen Türme der Brenta-Dolomiten. Als Highlight hat Daniele eine Abfahrt über den alten Kaiserjägersteig eingeplant, die er eventuell als Tour für seine Bike-Gäste anbieten möchte. Doch die ist haarig. An vielen Stellen geht es linkerhand senkrecht bergab, der Trail ist oft weniger als einen Meter breit – absolute Schwindelfreiheit, Bike-Beherrschung und gute Nerven sind Voraussetzung für diesen ausgesetzten Bike-Spaß. Unten in Quaere muss ich erst einmal die verkrampften Unterarme ausschütteln. Für sichere Biker ein Traum, für alle anderen eher ein Alptraum. „Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Wegenetz der Miliärstraßen“, versichert mir Daniele beim Abschluss-Cappuccino. Das glaube ich gerne, allein diese zwei Tage haben mir das unglaubliche Spektrum des Valsugana gezeigt. Szenenwechsel. Statt mit dem Bike läuft der Transfer ins Val di Fiemme mit dem eigenen Auto. Dort wartet der Chef der Bike-Schule Dolomiti Experience, Giancarlo Bettin, auf mich. Zwar fährt auch er ein Hardtail, lässt es aber bergauf

DIEGO BOZZETTA, VAL DI FIEMME, GUIDE & HOTELIER WAS BIETET DER URLAUB IN DEN LAGORAI-DOLOMITEN BESONDERES? Wir sind verkehrsmäßig gut angebunden, von der Brenner-Autobahn ist man in einer halben Stunde hier im Val di Fiemme oder Val di Fassa. Die Vielfalt der Landschaft und der Touren ist unglaublich groß. Im Valsugana beherrschen Hochebenen mit weiten Blicken die Region. Von den ausgebauten Radwegen in den Tälern, die sich gut für Familienausflüge eignen, bis zu herausfordernden Singletracks zwischen steilen Dolomiten-Zinnen liegen die Touren nur wenige Stunden auseinander. Vom Val di Fiemme ausgehend erreicht man die

dramatische Pale-di-San-Martino-Gruppe oder den sagenhaften Rosengarten und das Latemar. Nur wenige Kilometer nach Norden ragen um das Val di Fassa die bekanntesten Gipfel wie Marmolada und Platt- und Langkofel auf, oder der mächtige Sella-Stock. DIE DOLOMITEN SIND FÜR ZÄHE ANSTIEGE BEKANNT. DAS IST NICHT JEDERMANNS SACHE. Kein Problem, bei uns kann jeder Höhenluft schnuppern und sich inmitten der Dolomiten-Wände bewegen, ohne sich zu verausgaben. Dafür sorgen Gondeln und Lifte, bei bestimmten Hotelangeboten für

Biker sind die Liftkarten für mehrere Tage umsonst inbegriffen. Dazu kommt unsere ausgezeichnete Streckenbeschilderung, die Karten dazu gibt es vom Tourismuszentrum. Wer ganz sicher sein will, vertraut sich einem auf Biker spezialisierten Hotel an, das geführte Touren anbietet, oder bucht einen Guide. WANN IST DIE BESTE ZEIT? Im Tal kann man ab Ende Mai/Anfang Juni biken. Im Hochsommer ist es nicht zu heiß, durch unsere Höhenlage. Der Herbst ist sowieso ein Traum, durch die klare Luft, allerdings können die Temperaturen auf der Höhe dann schon etwas frischer sein.

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TRENTINO-SPECIAL

wesentlich entspannter angehen als sein Kollege Max aus dem Valsugana. Zudem haben wir vier italienische Gäste dabei, für die Fahrspaß eindeutig vor Konditionsbolzerei geht. Zum Warmfahren geht’s auf Schotterwegen von Cavalese hinauf zum Passo Cugola (Kugelpass) und weiter zum Passo d’Oclini. Diese Region erfährt man sich am zweiten Tag der Grand-Tour von Cavalese aus. Die Postkarten-Dolomiten-Kulisse von

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Rosengarten und Latemar baut sich vor uns auf, eine Hütte nach der anderen steht zur Einkehr bereit – Genuss-Biken vom Feinsten. Am nächsten Tag guidet mich Giancarlo allein über den Passo Rolle ins Traumtal der Region, ins Val Venegia, über dem die bleichen Zacken und Türme der berühmten Pale di San Martino aufragen. Diese Region ist ein absolutes Muss für jeden Mountainbiker. Direkt am Fuß der bleichen Wände

entlangzufahren und dann vom Passo Costazza zurückzublicken, ist schwer zu toppen. Bei der Grand-Tour ist dies Teil der vierten Etappe, und man übernachtet dann in San Martino di Castrozza. Ich kehre mit Giancarlo schweren Herzens zurück nach Predazzo – ein erster Schneefall im Frühherbst macht die hoch gelegenen Touren gerade leider nicht fahrbar. So kann mir der perfekt deutsch sprechende Giancarlo nur vorschwärmen von den


Schöner fliegen im Park Belvedere vor dem SellaStock. Links: Cruisen oberhalb von Cermis, im Hintergrund die Pala-Gruppe.

weiteren Touren im Val di Fassa, die man auch noch bequem mit den Seilbahnen des Skigebiets erreichen kann. Natürlich darf der Klassiker, die Umrundung des Sella-Stocks, in der Aufzählung nicht fehlen. Oder die relativ harte Tour ins Val Duron und auf die herrlich gelegene Hütte Micheluzzi. Vom Pordoi-Joch aus, oberhalb von Canazei, erschließen sich weitere Traum-Touren, dabei begleitet einen die Königin der Dolomiten, die Marmolada mit ihrem charakteristischen großen, schneebedeckten Pult. Könnten wir der Grand-Tour folgen, ginge es von San Martino di Castrozza hinauf auf den Passo della Gobbera, weiter nach Canal San Bovo und durchs Val Cia, von wo man sich auf den Passo 5 Croci hocharbeiten muss. Mit Blick auf das Massiv des Cima d’Asta läuft es dann fast zwanzig Kilometer bergab nach Telve Valsugana. Der sechste und letzte Etappentag schließt dann die Runde: über die Agritur Rincher nach la Bassa und hinab nach Levico Terme – da wäre ich genau auf der Tour vom ersten Tag. Nach diesen Highlights in den verschiedenen Ecken des Lagorai ist mir klar: Die Grand-Tour steht fest auf meiner Liste. Am liebsten mit allen meinen neuen italienischen Freunden. Aber Max darf erst am letzten Tag vorne fahren.

Spielwiesen mit Aussicht Vier Bikeparks in den Dolomiten mit spektakulären Blicken. Da musste erst ein Snowboarder kommen, bevor das Potenzial für Bikeparks im Skigebiet Val di Fassa genutzt wurde. Der 38-jährige William Basilico kümmert sich im Skigebiet von Pozza di Fassa um den Bikepark Buffaure und den neueren Belvedere bei Canazei. Spektakulärer als hier können Strecken kaum liegen. Vom Col dei Rossi (2383 m) geht’s unterhalb des Pordoi-Jochs in den Ort (1450 m) hinunter. Drei Varianten (DH, Fourcross und Freeride) sind angelegt. Im Park Buffaure liftet man auf den gleichnamigen Berg (2050 m) und kann über Downhill- oder Freeride-Strecken hinab nach Pozza di Fassa rauschen. Durch die Höhenlage öffnen beide Parks erst Mitte Juni und schließen Ende September. Von 8.30 bis 12.30 Uhr und 13.45 bis 17.20 Uhr laufen die Steighilfen. Kann William die Lift-Betreiber überzeugen, geht’s ab 2013 ohne Mittagspause. Geeignete Leih-Bikes gibt es im angeschlossenen Shop Northland in Canazei, Strada del Piz15, Tel. 0039/0462/601656. Weitere Infos auf www.fassabike.com Gegenüber von Cavalese ist auf der Alpe Cermis eine Fourcross-Strecke eingerichtet, die auf vier Kilometern 400 Höhenmeter vernichtet. Geöffnet ab Juni, www.freeridecermis.com Im Sommer 2013 soll an der Alpe Tognola die San Martino Bike Arena öffnen. Die Gondel fährt hinauf zum Rifugio Tognola, dann geht es vor der imposanten Kulisse der PalaGruppe 700 Höhenmeter auf fünf Kilometern zügig bergab nach San Martino di Castozza.

Gespickt mit Panorama- und Trail-Highlights: die Gran Tour, das Aushängeschild im Gebiet Dolomiti Lagorai Bike.

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TRENTINO-SPECIAL

Auf dem Kamm des Cima di Vezzena: Blick zur Brenta und ins Valsugana, wo sich die Zwillingsseen Lago di Levico und Lago di Caldonazo aneinanderschmiegen.

Überall hat der Erste Weltkrieg Spuren hinterlassen im Valsugana. Glücklicherweise auch in Form von unzähligen Pfaden.

INFOS DOLOMITI LAGORAI Bike-Routen 45 ausgeschilderte Bike-Touren summieren sich zu 1150 Kilometern mit 42000 Höhenmetern unter dem Schirm der DolomitiLagorai-Region. Neu: Die Grand-Tour (6 Tage) im Uhrzeigersinn startet in Levico Terme und weist 320 km/8800 hm auf. Beim Start in Moena geht es gegen den Uhrzeigersinn über 353 km/10470 hm. Aber: Lift-Benutzung möglich! Regionen und Lage Zu den Regionen Valsugana (östlich von Trento), Val di Fiemme und Val di Fassa (zwischen Latemar und Marmolada) kommt 2013 noch das kleine Gebiet San Martino di Castrozza, am Fuße der Pale-di-San-Martino-Gruppe. Das Valsugana liegt zwischen Trento und dem Veneto, die Badeseen Lago di Caldonazzo und der Lago di Levico liegen auf etwa 500 Metern Höhe und sind Ausgangspunkte für Touren auf die umliegenden Berge. Die Saison kann hier schon im April beginnen und bis Oktober reichen. Infos: www.visitvalsugana.it Das Val di Fiemme ist im Winter Langlaufparadies, größte Orte sind Predazzo und Cavalese. Auf der nördlichen Hangseite führen die Touren hinauf zum Jochgrimm und zum Lavazé-Pass an die Grenze nach Südtirol mit Latemar- und Rosengartenpanorama. Südlich erhebt sich die Lagorai-Gruppe mit Gipfeln bis 2800 Meter. Infos: www.visitfiemme.it Das Val di Fassa schließt sich nördlich ans Val di Fiemme an, rundherum liegen die schönsten Dolomiten-Gipfel wie Sella, Rosengarten, Latemar,

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Langkofel und die eindrucksvolle Marmolada mit ihrer typischen Schneefläche. Sella Ronda Wie eine uneinnehmbare Festung ragt das wuchtige Sellamassiv über den Orten Wolkenstein, Corvara und Canazei. Doch Mountainbiker können die Festung in nur einem Tag kapern: mit Hilfe der Bergbahnen. Canazei auf 1500 Metern ist Startpunkt der Sella-Ronda, gut 50 Kilometer und 3500 Höhenmeter legt man gegen den Uhrzeigersinn zurück, nur etwa 1500 davon muss man selber pedalieren. Im Uhrzeigersinn: 60 Kilometer, 4380 Höhenmeter (netto zutreten: 730). www.fassa.com San Martino di Castrozza hat den besten Blick auf die Pale di San Martino. Erst 2013 schließt es sich an die Bike-Projekte Lagorai an, von daher ist die Infrastruktur noch nicht komplett. Immerhin soll an der Alpe Tognola mit Gondel eine Downhill-/ Freeride-Strecke eröffnet werden, der neue Bikepark heißt San Martino Bike Arena. www.sanmartino.com Bikeshops In Levico Terme, Pergine Valsugana, Caldonazzo und Borgo Valsugana. In Cavalese, Predazzo, Ziano, Tesero. In San Martino di Castrozza und Primiero. In Moena, Soraga, Pozza di Fassa, Canazei. Zu finden auf den jeweiligen Bike-Karten der Tourismusbüros. Shuttles und Schule: Giancarlo Bettin, www.dolomiti-experience.com Unterkünfte Auf der Website findet man alle Bike-Hotels der Regionen. Hier bikt der Chef: im Val di Fiemme Hotel Panorama Panchìa,

www.albergopanorma.it Im Val di Fassa Hotel Césa Tyrol, www.hotelcesatyrol.com Im Valsugana Hotel Cristallo, www.hotelcristallotrentino.it Karten Bike-Karten Valsugana, San Martino di Castrozza und Primiero, Val di Fiemme und Val di Fassa des Tourismusverbandes. Kompass-Karten Nr. 686 Val di Fassa, Nr. 618 Val di Fiemme, Nr. 622 San Martino di Castrozza, Nr. 75 Trento-Levico-Lavarone und Nr. 621 Valsugana-Tesino, 4Landkarte Nr. 107 und 108, Val di Fiemme Orientale u. Occidentale. Anreise Über die Brenner-Autobahn Ausfahrt Trento erreicht man nach 30 Minuten das Valsugana. Im Juli und August hat der Regionalzug von Trento Platz für 32 Bikes. Von Ostern bis September befördert ein Bus Bikes auf der Strecke Trento-Bassano (nur am Wochenende). Die Regionen Val di Fiemme und Val di Fassa erreicht man über die Ausfahrt Egna/Auer, von dort etwa 30 Minuten Fahrt nach Canazei. Von Predazzo in 30 Minuten über Passo Rolle nach San Martino di Castrozza, 20 min weiter ins Primiero-Tal (12 km) Touren-Literatur Bike-Guide Dolomiten, Ralf Glaser, Delius Klasing Verlag, www.delius-klasing.de »Hotelangebote Mit diesem QR-Code geht es direkt zu den Angeboten aller Bike-Hotels in der Region Dolomiti Lagorai.

www.dolomitilagoraibike.it


DOLOMITI-LAGORAI-TOUREN VALSUGANA – TOUR DELLE POZZE

CAVALESE-PÄSSE- UND ALMEN

VAL VENEGIA – PALE SAN MARTINO

26 km 1050 hm 3 h

40 km 1200 hm 5:30 h

53 km 1700 hm 6 h

Diese hoch gelegene Runde startet auf über 1400 Metern Höhe in der kleinen Ortschaft Vetriolo und führt an den Hängen des Monte Panarotta, zwischen dem Valsugana und dem Valle dei Mocheni, entlang. Der Parkplatz an einer kleinen Bar ist auch Startplatz für die Paragleiter. Weite Blicke Richtung Bassano del Grappa und hinab ins Valsugana zeichnen diese Runde neben zwei weiteren Pluspunkten aus: ein genialer Singletrail mit leichtem Gefälle parallel zum Hang und mehrere Hütten zur Einkehr wie die Agritur Rincher. Fährt man die Runde im Uhrzeigersinn (entgegen der Angabe in der MTB-Karte) brennen zwar beim ersten Anstieg die Oberschenkel, da keine Zeit zum Warmfahren bleibt, dafür wartet definitiv mehr Abfahrtsspaß in dieser Richtung. Ab dem höchsten Punkt La Bassa (1830 m) geht’s auf Trails, Waldwegen, Schotter und Teer bergab. Nach der Einkehr im Rincher warten noch einige Höhenmeter auf dem Weg zurück, auf die man wirklich gerne verzichten könnte.

Joche und Pässe bis zum Abwinken und dazu einer der schönsten Blicke in die Dolomiten: die hoch erhobenen, steilen Riffe von Catinaccio (Rosengarten) und Latemar. Vor diesem Panorama stehen allerdings knapp 1000 Höhenmeter auf dem Tacho, die man sich von Cavalese zum Kugeljoch gemächlich hochgeschraubt hat. Bei der anschließenden Umrundung des Corno Nero mit Blick auf Corno Bianco rollt man zum Passo d’Oclini und weiter zum Passo di Lavaze, der die Grenze des Trentino zur Provinz Südtirol markiert. Größtes Problem der Tour stellt die Wahl der Mittagseinkehr dar. Denn die Almen scheinen sich mit den PanoramaBlicken übertrumpfen zu wollen. Erste Station wäre die Grundinalm. Die Auer-LegerHütte hat den einzigen Nachteil, dass man von der Route abweicht, mit zusätzlichen 80 Höhenmetern. Die Malga Varena bietet den weitesten Blick nach Südosten bis zum Schlern. Leckere Pasta haben sie alle, glücklicherweise geht es danach nur noch bergab zurück ins Val di Fiemme.

Direkt unterhalb der Pale di San Martino, der bleichen Berge, führt eine alte Militärstraße in mehreren Schleifen und wunderbar tretbarer Steigung entlang. Im Vergleich zum vorherigen Anstieg zum Passo Lusia ein Traum. Begleitet von Cimon della Pala und Cima della Vezzana erobert man komplett im Frieden mit sich und allen anderen den Passo Costazza. Von der dort gelegenen Baita Segantini gönnt man sich einen Cappu und blickt genüsslich zurück. Eine ebenso wunderbar gelegene Terrasse wartet auf der Capanna Cervino, deren Fotos die Ski- und Langlauf-Legenden der Region zeigt. Durchs Skigebiet rauscht man hinab zum Lago di Paneveggio und an dessen Ostufer entlang. Bärig die enge Schlucht Sotto Sassa, die uns zurück nach Predazzo führt. Die Tour startet dort mit langem Asphaltanstieg ins Skigebiet Lusia und ist dann eine Kombination aus Nr. 232 und Nr. 234 der Val-di-Fiemme-Bike-Karte. Wer nur das Val Venegia erkunden will, kann dies auch in 22 Kilometern tun.

Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

CCC## CCC## CCCC# MITTEL

Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

CCC## CC### CCCCC MITTEL

Kondition Fahrtechnik Panorama Schwierigkeit

CCCC# CC### CCCCC SCHWER

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FACELIFT MOUNTAIN & GARDA BIKE Übers Biken am Gardasee zu schreiben, ist wie Kiesel an dessen Strand zu tragen. Doch wenn man dem Lago lange genug den Rücken kehrt, erschließen sich im Umland neue, spannende Varianten und Extra-Touren.

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Fotos: O. Sxxxxxxxxx Platter, M. Greber, V. Lucasxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

TRENTINO-SPECIAL


Fotos: O. Sxxxxxxxxx Platter, M. Greber, V. Lucasxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Monte Altissimo: Der vielleicht schönste Ausblick auf den Gardasee entlohnt für entbehrungsreiche 2000 Aufstiegshöhenmeter.

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TRENTINO-SPECIAL

Um den grünen Ledrosee warten schnucklige Trails. Rechts: Spielwiese für Biker und Flieger ist der Monte Bondone vor der BrentaKulisse.

F

Fette Wolkenfetzen hängen sich genau an der steilen, felsigen Kante des Monte Tremalzo fest. Der frische Rückenwind beschleunigt unsere Abfahrt noch. Kaum haben wir den tropfenden Tunnel durchfahren, bietet sich eine neue, spannende Szenerie: Grüne, mit Felsen durchsetzte Rücken und Kämme tauchen aus dem grauen Meer auf und verschwinden wieder im Nebel. Da blitzt die Sonne kurz hervor und wirft ihren Spot direkt auf ein blaues Fleckchen weit, weit unten – den Gardasee. Statt endloser Sicht gönnt uns das durchziehende Tief heute eine dramatische Show mit schnellen Wolken, handverlesenen Sonnenstrahlen und Landschafts-Puzzleteilchen. Wow, so habe ich den Tremalzo noch nie erlebt, auch wenn ich mich schon oft und von verschiedenen Seiten auf den Klassiker hinaufgequält habe. Dieser Tag ist der beste

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Beweis, dass man jede Menge verpasst, wenn man sich nur bei strahlendem Sonnenschein in den Sattel schwingt. Als wir nach drei Stunden immer noch nicht nass sind, grinst auch mein Begleiter Loris Tagliapietra. Beim Frühstück lag der Lago noch vor uns wie eine Erbsensuppe, Bindfäden pieselten traurig herab, und Loris checkte zum dritten Mal das Regenradar auf seinem Tablet-PC. Für einen Italiener gibt es, glaube ich, nichts Schlimmeres, als im Regen Rad zu fahren. Deswegen plante Loris unseren Trip minutiös nach dem Satellitenbild aus dem Internet: Um elf lässt es nach, dann sollte es ein paar Stunden nicht regnen, und abends kommt die zweite Front durch. Ich war skeptisch, doch es lief genau nach Plan. Als uns der Shuttle am Ledrosee kurz vor Mittag ablädt, fallen nur noch Tröpfchen aus den tiefen Wolken. Tatsächlich bleiben wir die ganze Tour über trocken – äußerlich. Abends, fünf Minuten nach unserer Ankunft in Riva, rauscht dann schon wieder der erste Schauer über den See. Obwohl ich dachte, den Tremalzo gut zu kennen, hat mir diese Tour wieder gezeigt, warum man als Biker jahrelang an den Gardasee fahren kann und immer wieder überrascht wird. Je nach Wetter und Stimmung erscheinen altbekannte Strecken neu und anders. Zudem hat mir Loris eine Abfahrtsvariante rund um den Cima Casèt hinab zum Ledrosee gezeigt, den wir anschließend auf der

westlichen Uferseite umrunden, um über die bekannte Ponale-Straße zurück zum „großen“ Lago zu rauschen. Wir waren auf den Spuren des legendären Rampiledro unterwegs, ein Rennen für echte Bergbeißer, das zu den ersten Veranstaltungen am Ledrosee zählte und bis 2007 zehn Mal stattfand. Der Name ist Programm, auch die zahlreichen neu hinzugefügten Betonabschnitte haben die Rampen ab Molina di Ledro bergauf zum Passo Nota nicht wirklich flacher gemacht. Erst ab dem Bocca dei Fortini beruhigt sich der Anstieg, und wir können mit normaler Pulsfrequenz weiterkurbeln. Die Abfahrt vom Tremalzo nach Tiarno ist ein bunter Mix aus Schotter, Trails und mit Beton befestigten Abschnitten. Den Abschluss bildet entspanntes Cruisen am Ufer des Ledrosees, der bei besserem Wetter mit vier Badestränden lockt. Ich bin schon zufrieden mit dem Lokal Cima d’Oro direkt am Ufer, das extrem leckere Pasta mit Pilzen auftischt. Perfekter i-Punkt ist der schnelle Abstieg von Molina di Ledro über den Radweg. Doch neben den Klassikern am und um den Gardasee versuchen die TouristikManager, weitere Routen im Umland zu etablieren. Der Monte Bondone, der Hausberg der Provinz-Hauptstadt Trento, ist ein Teil der Riesenrunde vom Nordufer des Gardasees bis Terlago, der über den Monte Casale und an den Flanken des Monte Misone entlang über Tenno und den Ledrosee zurückführt. Um vom Valle


dei Laghi auf den immerhin 1600 Meter hohen Bondone zu starten, beginnen Loris und ich die Auffahrt in Dro. Von dort sind es nur fünf Kilometer nach Drena, wo sich eine schmale Asphaltstraße Richtung Monte Stivo bergauf windet. Tausend Höhenmeter und gefühlte hundert Kehren später, zweigen wir an einer Kurve mit einem Jesuskreuz links in den Forst ab und befinden uns nun in einem endlos erscheinenden Netz von Forstwegen, die die Flanken des Monte Bondone durchziehen. Selbst Loris, der für die Marathons des BIKE-Festivals die Region immer wieder durchkämmt, zückt an diesem Tag mehr als einmal die Karte,

Ob man drüber steht oder im quirligen Treiben der Uferstädte – der Lago macht süchtig. Wer hier unterwegs war, kommt immer wieder. um sich zu vergewissern, dass wir uns noch auf der richtigen Strecke befinden, die er ausgeklügelt hat. Wir sind die Einzigen auf dem Rad am Bondone, an diesem Spätsommertag streifen außer uns nur Ausflügler und die ersten Pilzsammler durch die Wälder – ein Sport, den die Locals mit solcher Leidenschaft betreiben, dass es gesetzliche Einschränkungen für die Sammelmengen gibt. Stolz zeigen uns drei Frauen ihre Funde:

mächtige, duftende Steinpilze, bei deren Anblick mir schon das Wasser im Munde zusammenläuft. Vorerst bleibt mir nur ein Biss vom Fruchtriegel und ein Schluck aus der Plastikflasche. Unser Pausenziel, die Agritur Malga Brigolina auf 997 Metern, ist noch über eine Stunde entfernt. Die Sennerei und Käserei, einst wichtiger Betrieb des Sopramonte, gehört inzwischen einem großen Milchproduzenten. Sie bietet

KERSTIN BRACHTENDORF, RIVA, MTB-PROFI WAS ZOG DICH AN DEN LAGO? Obwohl viele der Gardasee-Biker ständig auf der Suche nach neuen, fahrbaren Trails sind, hat sich nichts an der Tatsache geändert, dass man hier fast ausschließlich in technisch anspruchsvollem Gelände unterwegs ist. Die wirklich flowigen Singletrails sucht man immer noch vergeblich. Trotzdem kommt hier jeder auf seine Kosten, ob Einsteiger oder Cracks. Was vor allem alle Biker gemeinsam haben: Wer einmal am Gardasee war, wird wiederkommen. Die Region macht süchtig, das kann ich ohne Übertreibung behaupten. Für viele ist der Gardasee mittlerweile wie Heimkommen.

DEIN PERFEKTER TAG? Es gibt nichts Herrlicheres als morgens den ersten Cappuccino in der Sailingbar in Riva zu trinken, den ganzen Tag in den Bergen zu verbringen, auf urigen Almhütten Pause zu machen und am späten Nachmittag wohlig erschöpft den Staub der Tremalzo-Abfahrt mit einem Spritz in Meckis Bar hinunterzuspülen. Da kommt selbst bei den hartgesottensten Kilometerfressern Urlaubsstimmung auf. Das war auch genau das, was mich von Anfang an am Gardasee fasziniert hat. Oben am Monte Altissimo eine unglaubliche Stille, Almwiesen und weidende Kühe, unten quirliges Treiben und echtes Italien-Flair.

TIPPS FÜR SPOTS? Mein neu entdeckter Lieblingsberg ist der Monte Zugna oberhalb von Rovereto. Dort warten flowige, nicht allzu steile Trails auf griffigem Untergrund. Im Spätsommer und Herbst ist für mich der Monte Casale unschlagbar. Während sich auf der Asphaltstraße hinauf nach San Giovanni noch Heerscharen von Bikern quälen, trifft man oberhalb vom Rifugio nur noch wenige. Was mich jedes Mal erstaunt, denn man kann bis auf den Gipfel fahren, steht direkt gegenüber der Brenta. Am Rifugio Don Zio gibt’s Maroni direkt aus dem Feuer. Die Abfahrt vom Monte Casale ist mit Trails aller Schwierigkeitsgrade gespickt.

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TRENTINO-SPECIAL

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Hammerblick von der Paganella zum Lago (links). Auf dem Weg zum Monte Bondone oberhalb des Valle dei Laghi.

leckere Spezialitäten wie den würzigen Vezzena-Käse, Frischkäse, selbst gemachten Yoghurt mit Waldfrüchten und natürlich die Trentiner Hausmannskost: kalorienreiche Pasta und Polenta, in allen Variationen. Der Blick schweift weit übers Tal hinüber zur Paganella. Wir schwingen uns wieder aufs Bike, um hinunter ins Valle dei Laghi zu rollen. Loris checkt noch ein paar versteckte Trails aus. Nach einigen kleineren, ungeplanten Umwegen landen wir wieder auf der richtigen Route, die uns nach Vezzano führt. Der weitere Heimweg läuft entspannt auf dem teils neu gebauten Radweg im Tal entlang, vorbei an den Seen der Region. Der Lago di Santa Massenza schließt sich an den Lago di Toblino an, kurz vor Dro umrunden wir noch den Lago di Cavedine. Um zum Ufer das Gardasees zurückzugelangen, hätten wir noch die markierte Strecke am Monte Casale dranhängen können – da hätten noch ein paar hübsche Trails auf der Abfahrt gewartet. Doch meine Beine fühlen sich gerade gar nicht danach an. Dieser Bike-Tag im Valle dei Laghi hatte einen ganz anderen Charakter als die üblichen Lago-Touren. Statt einer heftigen Auffahrt und langer Abfahrt, mäandert die Tour an den Flanken des Bondone immer wieder bergauf und bergab, das kostet Kraft. Als ich abends das GPS checke, wird mir klar, warum: Weit über 2000 Höhenmeter stehen in der Auswertung – da hätte ich gut noch einen Nachtisch essen können.

Trial and Error Knackige Cross-Runden im Bikepark Busatte in Torbole. Da einige der klassischen Downhill-Strecken am Gardasee durch das dichte ShuttleAngebot bereits einen riesigen Bikepark darstellen, muss man den Park am Busatte eher als eine Spielwiese für Cross-Country-Fahrer betrachten: Das kleine Abenteuerareal oberhalb von Torbole bietet Trial-Hindernisse, eine BMX-Bahn und drei CrossCountry-Strecken in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (blau, rot, schwarz). Der schwarz markierte sogenannte Ability-Track beinhaltet Balance-Abschnitte, Stufen auf und ab, eine Wippe und technische Auf- und Abfahrten. Immerhin waren und sind die Strecken die Standard-Testrunden der BIKE-Redaktions-Crew. So ist gewährleistet, dass man ein Bike (und den Piloten) an die Grenzen des Möglichen bringen kann. Geöffnet ist der Parco le Busatte vom 24. März bis 15. Juni von 11.00 bis 18.00 Uhr, ab 16. Juni verlängern sich die Zeiten auf 10 bis 19 Uhr. Ab Oktober bis Anfang November ist der Park nur an den Wochenenden von 11 bis 18 Uhr offen und schließt am 4. November. Weitere Infos unter Tel. 0039/347/2880570 oder auf www.busatteadventure.it

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TRENTINO-SPECIAL Dem Lago einfach mal den Rücken kehren. Über die Flanke des Altissimo dreht man eine weite Schleife Richtung Trento.

Wer seine Oberschenkel fordern will, erarbeitet sich die 1000 Höhenmeter am Stück Richtung Altissimo mit eigener Muskelkraft.

INFOS MOUNTAIN & GARDA BIKE Bike