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RAW RARE MEDIUM RARE MEDIUM MEDIUM WELL WELL DONE über Gitarren

und alles, was dazugehört.

Eine sehr subjektive Vorstellung der Gitarre von Johannes Heitzer Enstanden im 2. Semester BKD im Fach „Visuelle Kommunikation“ bei Prof. Karin Kaiser

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VORWORT

Man stellt sie ins Wohnzimmer, in den Keller, in eine Halle, ins Schlafzimmer oder an einen Baum. Sie wird gestreichelt, geschlagen, angezündet, es wird Geld mit ihr verdient und es wird mit ihr angegeben. Sie kann edel, rauh, abgefuckt, angemalt, verspielt und auch alles auf einmal sein. Aber sie ist auf keinen Fall nur ein Instrument und sie wird je nach Besitzer, Umfeld, Darstellungsart und vielen anderen Faktoren komplett anders wahrgenommen – und das hängt natürlich auch wieder vom Betrachter ab. Deshalb ist dieses Buch extrem subjektiv. Da die Gitarre mein Alltagsheld ist, zeige ich in diesem Buch, was mich daran fasziniert und wie ich sie sehe. Es ist ein winziger Bruchteil einer riesigen Welt, aber genau das ist auch das Reizvolle daran.

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ICH BIN EINE GITARRE!

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IMMER WIEDER SPANIEN DIE GESCHICHTE DER KLASSISCHEN GITARRE

Wann und wo zum ersten mal auf einer Vorgängerin der Gitarre gespielt wurde, ist nicht eindeutig klar. Abbildungen aus Mesopotamien und Ägypten von Saiteninstrumenten mit einem Hals sowie einem Resonanzkörper weisen jedoch auf die frühen Hochkulturen hin (ca. 4000 v.Chr.).

JOCHLAUTEN

Auch die Griechen spielten auf Saiten-Instrumenten, jedoch eines anderen Typs, den sogenannten Jochlauten. Diese bestanden aus einem Schallkörper, der nach oben in zwei seitliche Arme auslief, welche mit einem Querholz verbunden waren. In diesen Rahmen wurden die Saiten gespannt. Eines dieser Jochlauten-Instrumente wurde damals als „Kithara“ bezeichnet.

LEIERINSTRUMENT

Das Leierinstrument erfreute sich, nach der Eroberung Griechenlands, im römischen Reich großer Beliebtheit. Aber auch Saiteninstrumente mit Resonanzkasten und Hals waren in Gebrauch und machten sogar einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung. Der ursprünglich längs über den gesamten Resonanzkörper hinweggehende Hals wurde nämlich stattdessen an den Körper angesetzt, wie es bei heutigen Gitarren auch noch der Fall ist. Diese Instrumente wurden hauptsächlich von der Unterschicht gespielt, also auch den Soldaten, welche das Instrument nach Spanien brachten.

MITTELALTER

Durch den Einfluss des Christentums änderten sich auch die Anforderungen an die Instrumente. Die Entstehung von mehrstimmiger Musik erforderte eine Weiterentwicklung der Bauform. Der Resonanzkörper wurde nun vorwiegend aus Brettchen zusammengeleimt und die Seitenteile nach außen gebogen, um dem Druck, der durch den angesetzten Hals ausgeübt wurde, standhalten zu können. Außerdem hatten die Instrumente keinen bauchigen Körper mehr, sondern einen zunehmend flachen, wie wir es von den heutigen Gitarren her kennen.

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Zwar waren diese Instrumente auch im übrigen Europa bekannt, doch hauptsächlich wurden sie in Spanien verwendet. Seit dem Jahr 711 herrschten dort die Mauren, welche aus ihrer Heimat die vollausgereifte Laute mitbrachten. Von dieser übernahmen die Gitarrenbauer ein paar bedeutsame Details, wie etwa die Bünde am Hals, welche maßgebend für die Stimmung waren. Neben der Gitarre gab es dort ein verwandtes Instrument, die „Vihuela“. Sie wurde als edlere Variante der viersaitigen, meist von der Unterschicht gespielten Gitarre angesehen. Den einzigen wesentlichen Unterschied stellte die Besaitung dar: Eine „Vihuela“ hatte meist sechs oder mehr Saiten und war dadurch schwerer zu spielen.

VIHUELA

Die Musik dieser Zeit, dem 17. Jahrhundert, ist uns in Form von Tabulaturen überliefert. Nach diesen Noten konnten damals sehr berühmte Berufsmusiker aber auch viele Laien spielen. Als jedoch in der Barockzeit die Musik akkordlastiger wurde, schaffte nur die „Guitarra“ die nötigen baulichen Anpassungen. Deren feinere Variante, die Vihuela, starb aus. Auch diese Entwicklung vollzog sich auf spanischem Boden, mit geprägt durch Gaspar Sanz und seine Gitarrenschule. Ab diesem Zeitpunkt wurde diese fünfsaitige Gitarre als „Guitarra española“ bezeichnet.

RENAISSANCE BAROCK ROMANTIK

Mit dem Fortschreiten des 17. Jahrhunderts tendierte die Spielweise wieder vom „rasgueando“, dem Schlagen von Akkorden, zum kontrapunktischem Spiel, dem „punteando“, bis ein endgültiger Bruch schließlich in die Frühklassik mündete. Während dieser Zeit änderte sich die Besaitung der Gitarre ständig, da nun die Melodie als tragendes Element in den Vordergrund trat und viel experimentiert wurde, um neue Erfahrungen zu gewinnen.

RASGUEANDOPUNTEANDO

Auf diese Weise wandelte sich die fünfsaitige Barockgitarre letztendlich zur sechssaitigen Gitarre des 19. Jahrhunderts, mit einer robusteren und, hinsichtlich der vielen Verzierungen der Barockgitarren, funktionaleren Bauweise. Klanglich war der Einbau von Resonanzleisten am prägnantesten, welche die Schwingungen auf den gesamten Körper übertrugen, sodass die Töne lauter wurden.

SECHSSAITIG

Ihre klassische Epoche durchlebte die Gitarre hauptsächlich im deutsch- und französischsprachigen Raum. Die Hauptkomponisten für das Instrument waren neben anderen in Paris Fernando Sor (17781839), Dionisio Aguado (1784-1849) und Napoléon

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Fernando Sor Dionisio Aguado Napoleon Coste

Coste (1805-1883) sowie in Wien Mauro Giuliani (1781- 1828) und Johann Kaspar Mertz (1806 1856). Schon in der Romantik führen jedoch einige Entwicklungen wieder nach Spanien. Der Gitarrist Francisco Tárrega (1852-1909) schlug dort mit seinen bis heute üblichen Griff- und Anschlagtechniken neue Wege ein. Zur gleichen Zeit vervollkommnete der Gitarrenbauer Antonio Torres (1817-1892) die Gitarre in Form und Abmessungen, Anordnung der Resonanzleisten und mechanischen Details. Zwar gab es im 20. Jahrhundert, auch bedingt durch elektronische Technologien, viele Neuerungen, doch deren Auswirkungen werden sich erst zu einem späteren Zeitpunkt beurteilen lassen. Die Torres-Gitarre ist bis heute die Grundlage einer jeden klassischen Konzertgitarre geblieben.

STROMGITARREN DIE GESCHICHTE DER ELEKTRISCHEN GITARRE

LAUTSTÄRKE

Bis Mitte der 30er Jahre kannte man ausschließlich akustische Gitarren, wie sie auch heute noch gebräuchlich sind, obwohl man schon Anfang der 20er Jahre nach Möglichkeiten suchte, Gitarren lauter zu machen. Der rein passiven Möglichkeit d.h. Vergrößerung des Volumens des Korpus sind Grenzen gesetzt, weshalb nur eine aktive, sprich elektrische Verstärkung erfolgversprechend war. Mikrofone nehmen allerdings auch Störgeräusche auf und neigen zu Rückkopplungen, weshalb man auf die Idee kam, die Schwingungen der Saiten direkt am Entstehungsort abzugreifen.

MAGNETSPULE

George Beauchamp und Adolf Rickenbacker entwickelten Anfang der 30er Jahre einen Tonabnehmer, der aus einem Magneten bestand, um den herum eine Spule gewickelt war. Die schwingenden ferromagnetischen Saiten ändern hierbei geringfügig die Stärke des Magnetfelds, so dass in der Wicklung im

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Takte der Saitenschwingung eine Spannung erzeugt wird, die man auf einen Verstärker führen kann. Der Tonabnehmer und mit ihm die elektrische Gitarre war geboren. Der Vorteil eines solchen Tonabnehmers ist, dass er nur auf die Bewegung von ferromagnetischem Material (d.h. die Schwingung der Saiten) reagiert und keine anderen Störgeräusche aufnimmt. Die damit ausgerüstete Gitarre, die keinen Resonanzkörper besaß und wegen ihrer extrem unkonventionellen Form „Bratpfanne“ genannt wurde, war ab Mitte der 30er Jahre auf dem Markt verfügbar, blieb aber ein Exot. Ungefähr zur gleichen Zeit erschienen mehrere elektrifizierte Gitarren der Firma Gibson. Es handelte sich um akustische Gitarren mit recht voluminösem Korpus, so dass sie auch ohne Verstärker einen Ton ergaben. Der nächste Schritt kam von einem gewissen Leo Fender, der eine Gitarre konstruierte, die keinen Resonanzkörper besaß sondern nur ein Stück Brett. Diese erschien 1948 als Broadcaster. Im Gegensatz zur „Bratpfanne“ war ihre Form jedoch an die damals üblichen akustischen Gitarren angelehnt und damit erheblich kundenfähiger als diese. 2 Jahre später wurde sie aus Gründen des Markenrechts in Telecaster umbenannt. Diese Brettgitarre erlangte schon bald Weltruf.

LEO FENDER

Es folgte 1954 der Knaller in der Historie der Elektrogitarren, der wohl wirklich auch dem unkundigsten Hörer von Pop- und Rockmusik bekannt sein dürfte: Die legendäre Stratocaster, die zudem die erste kommerziell erhältliche E-Gitarre mit Vibratohebel war.

STRATOCASTER

Die Firma Gibson sah sich durch den Newcomer von Fender in Zugzwang und brachte 1952 als Antwort auf die innovative Fender Telecaster mit der Les Paul die erste Solid-Body-Gitarre von Gibson auf den Markt. Die berühmten, von Seth Lover entwickelten Humbucker, die unempfindlich gegenüber dem allgegenwärtigen Netzbrummen waren, kamen erst ab 1957 in der Les Paul zum Einsatz.

GIBSON LES PAUL

Zwar hatten im Laufe der Jahre nicht nur diese Firmen zahlreiche neue Modelle aufgelegt, aber den fantastischen Erfolg der o.g. 3 Modelle konnte keine andere Elektrogitarre wiederholen. Man kann sie nicht nur auch heute noch kaufen, vielmehr teilen sich insbesondere die Stratocaster und die Les Paul inklusive der zahlreichen Nachbauten oder Abwandlungen anderer Firmen stückzahlmäßig fast den kompletten Markt.

KLASSIKER

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SZENE 2

SONNE SCHON AM MORGEN. TATENDRANG. RAUS. ABENTEUER ERLEBEN. ALLE SIND DABEI. FREUDE. FREUNDE. GEMEINSAM. ABENDS FEUER. ERSCHÖPFT UND GLÜCKLICH. STIMMUNG. SAITEN GEZUPFT. KLINGEN LANGE IN DIE NACHT. ETWAS VERSTIMMT. MACHT NIX. BEKANNTE KLÄNGE. LANGER TAG. GUT.

SZENE 1

NUR RUMGEHOCKT. DEN GANZEN TAG. GEHIRNFASCHING. KEIN KLARER GEDANKE. VIEL ZU TUN. KEINE ORDNUNG. ABREAGIEREN. JETZT. SOFORT. KABEL EINSTECKEN. ANSCHALTEN. PLEKTRUM. POTI AUFDREHEN. LOS GEHT‘S MIT GEDONNER. VOLLES BRETT. LAUT. SEHR LAUT. NOCH LAUTER. JAAAAA. ENTSPANNUNG. GUT.

QUERKOPF

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HEY. WAS KOSTET DIE WELT? LOS. ALLES EINFACH. ALLES FRISCH. FRISCHE FARBEN. LUST AUF LEBEN. EXPERIMENT. KURZ EIN PAR TÖNE. KOMISCH UND WITZIG. NEU. FUNKY. ANDERS. VOLL TOLL. ABER JETZT WEITER. DAS WAR DER SOUNDTRACK DAZU. WEGGESTELLT UND LOS GEHT‘S. ICH SCHAFFE ALLES. BUM TSCHACK. BEATS. LIED SUMMEN. GEIL.

SZENE 3


ALL DAS UND NOCH VIEL MEHR ...

QUERKOPF

STRATOCASTER // TELECASTER // KLASSISCH // WESTERNGITARRE // LES PAUL // SUPERSTRAT // HUMBUCKER // SINGLECOIL // TREMOLO // METALAXT // FLYING V // EXPLORER // SG // SEMIAKKUSTIK // JAZZGITARRE // BLUESGITARRE // VINTAGE // SOLOGITARRE // LAGERFEUERGITARRE // 12-SAITER // PROBERAUM // KELLER // STUDIO // KONZERTHALLE // SCHULE // WOHNZIMMER // DRAUSSEN // EDEL // RAUH // ABGEFUCKT // CLEAN // GEPFLEGT // MODERN // ALT // HEAVY // VERSPIELT // ELEGANT // ABGESPACED // ANGEMALT // CUSTOM MADE // ECKIG // RUND // SPITZ // GEMÜTLICH // HI-TEC // OLDSCHOOL // GEFÜHLE AUSDRÜCKEN // ZOCKEN // GELD VERDIENEN // IMPONIEREN // ÜBEN // SACHEN ZERSCHLAGEN // REISEN // HERZEN EROBERN // FEINDE MACHEN // FACHSIMPELN // ABSCHALTEN // ANZÜNDEN // GESCHICHTEN ERZÄHLEN // WÄNDE HOCHZIEHEN // TANZEN // ANGEZERRT // CRUNCHIG // VERZERRT // WARM // RAUH // SAHNIG // FETT // KNACKIG // PRÄSENT // TROCKEN // HALLEND // WEIT // NAH // AGGRESSIV // KLOBIG // SINGEND // DRECKIG // FEIN // PERLEND // SCHNEIDEND // DUMPF // MUFFIG // KALT // DRÜCKEND // ERNERGISCH // SCHÜCHTERN //

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BRETTER MIT MAGNETEN AUFBAU UND FUNKTIONSWEISE EINER E-GITARRE AUFBAU

Grob gesagt besteht eine E-Gitarre aus einem Brett, das eine nahezu beliebige Form besitzen kann. Darauf aufgeschraubt ist der Steg, über den die Saiten laufen. An dieses Brett, den Korpus, angeschraubt oder in dieses Brett eingeleimt ist der Hals, an dem meistens auch die Mechaniken zum Stimmen der Saiten angebracht sind. Bei manchen Gitarren geht der Hals auch durch, wovon man sich einen länger anhaltenden Ton (Sustain) verspricht. Heutzutage sind Gitarren mit durchgehendem Hals wieder selten geworden; am ehesten wird man noch bei Bassgitarren fündig. Zwischen Steg und Hals sind meistens zwischen ein und drei Tonabnehmer angebracht, entweder von hinten durchgesteckt (dann Abdeckplatte auf der Rückseite), auf einer Trägerplatte, die gleichzeitig auch als Schlagbrett dient, oder aber von vorne direkt auf dem Holz montiert.

TONABNEHMER

Sämtliche Gitarrentonabnehmer sind recht ähnlich aufgebaut. Im Prinzip muss man nur einen Stabmagneten mit Kupferdraht bewickeln und hat schon einen Tonabnehmer für eine einzige Saite. Statt 6 einzelne Tonabnehmer zu verwenden, nimmt man aus Gründen der Materialersparnis und auch aus Platzgründen oft sechs Stabmagnete und wickelt um diese gemeinsam eine einzige Spule, wobei eine Papp- oder Kunststoffhalterung verhindert, dass sich die Magnete und die Spule gegeneinander bewegen können. Der Magnet sorgt ohne äußere Einflüsse für ein statisches magnetisches Feld. Die Spule liefert keine Ausgangsspannung, weil nur dann eine Spannung induziert wird, wenn sich das Magnetfeld ändert. Und genau dies passiert, wenn sich eine ferromagnetische Saite dicht über dem Magnetpol bewegt. Die Änderung des magnetischen Flusses ist zwar sehr gering, reicht jedoch aus, um bei einer entsprechend hohen Windungszahl eine Spannung von normalerweise einigen zig bis wenigen hundert Millivolt zu erzeugen. Man unterscheidet bei Tonabnehmern zwischen den einreihigen Singlecoils und den zweireihigen Humbuckern.

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Jeder Gitarrenhersteller wirbt mit dem besonders guten Sound, den seine Gitarren erzeugen. Oft wird dies sowohl mit besonders edlen Hölzern als auch mit besonderen Eigenschaften der verwendeten Tonabnehmer begründet. Hier ist leider ziemlich viel Hokuspokus im Spiel, und eine billige Elektrogitarre muss nicht unbedingt schlechter klingen als eine teure, wobei über die Fertigungsqualität natürlich nichts gesagt ist. Letztere hat hauptsächlich Einfluss auf die Bespielbarkeit und die optische Anmutung aber kaum auf den Sound, wenn man einmal davon absieht, dass ein schlampig eingeschraubter Hals sich negativ auf das Sustain auswirkt und nicht polierte Bünde beim Saitenziehen ein kratzendes Geräusch produzieren. Leider gibt es Billigstgitarren, bei denen nicht nur die Fertigungsqualität überhaupt nicht stimmt, sondern die aus weichen Hölzern hergestellt werden, die man im Gitarrenbau eigentlich tunlichst vermeiden sollte. So etwas ist jedoch mittlerweile selbst im Unter-100-EuroSegment eher selten geworden. In der Szene gibt es zahllose Gerüchte und Legenden, welche Merkmale einer Gitarre angeblich klangbestimmend sind.

HOKUS POKUS

Eine Solid-Body-Elektrogitarre besitzt keinen Resonanzkörper. Deshalb hängt der Klang nur von dem Schwingungsverhalten der Saite selbst und den Wiedergabeeigenschaften des Tonabnehmers und der gesamten Wiedergabekette inklusive Lautsprecher und Raumakustik ab. Das Schwingungsverhalten der Saite wird wiederum in relativ geringem Umfang vom Holz beeinflusst. Ideal wäre, wenn die beiden Auflagepunkte der Saite (Steg und Bünde) unendlich steif miteinander verbunden wären, weil dann das Ausschwingverhalten der Saite nicht durch das geringe Mitschwingen der „Halterung“ beeinflusst wird.

SOLID-BODY

In der Praxis gibt es aber keine unendlich steifen Materialien, so daß vor allem der relativ dünne Hals ein klein wenig mitschwingt und durch die Dämpfung des Holzes der Saite mehr oder wenig stark Energie entzieht und damit abdämpft. Der Grad des Mitschwingens ist sowohl von den Materialeigenschaften und den geometrischen Abmessungen des Halses, als auch von der Anregungsfrequenz, also der Schwingungsfrequenz der Saite, abhängig. Dies hat einen gewissen Einfluss auf das Ausklingverhalten d.h. die Zeit, „wie lange der Ton stehenbleibt“. Die Ausführung und das Material des Halses haben daher wirklich etwas mit dem Schwingverhalten und somit dem Klang zu tun.

HALS

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KORPUS

Der Korpus selbst ist im Vergleich zum Hals sehr dick, weshalb das Holz des Korpus‘ im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung bei Solid-Body-Elektrogitarren keinen nennenswerten Einfluss auf den Klang hat. Maßgebend für den klanglichen Einfluss ist vor allem die Dämpfung. Ist der Korpus dreimal so dick wie der Hals, ist bei gleichem Material und gleicher Breite die Biegesteifigkeit 27mal so groß. Hinzu kommt, dass die Breite zusätzlich linear in das Ergebnis eingeht. Wenn der Korpus also nicht nur dreimal so dick sondern auch viermal so breit wie der Hals ist, ergibt sich eine mehr als 100fache höhere Biegesteifigkeit. Dieses Ergebnis wird wegen der Ausfräsungen für die Tonabnehmer in der Praxis nicht ganz erreicht, zeigt aber ganz klar die Tendenz. Um negative Auswirkungen auszuschließen, sollte man für den Korpus kein sehr weiches Material mit hoher innerer Dämpfung verwenden. Spanplatten sind daher zumindest theoretisch ein denkbar ungeeignetes Material.

GERÜCHTEKÜCHE

Leider hält sich das Gerüchte hartnäckig, dass die Holzart des Korpus hautsächlich für den Klang entscheidend wäre. Oft wird Gitarre A mit Gitarre B verglichen und der klangliche Unterschied vor allem auf ein besonderes Detail zurückgeführt ohne zu berücksichtigen, dass es noch viel mehr konstruktive Unterschiede gibt. Viele davon fallen eben nicht sofort ins Auge, sind aber maßgeblich an der Klanggestaltung beteiligt. Sehr oft wird beispielsweise die Gibson Les Paul mit der Fender Stratocaster verglichen, wobei die tatsächlich vorhandenen Klangunterschiede meistens mit dem Korpusmaterial (Mahagoni mit Ahorndecke statt Esche bzw. Erle) begründet werden. Dass bei der überwiegenden Mehrheit der Les-Paul-Modelle Humbucker statt Single Coils verbaut sind, diese an einer ganz anderen Position sitzen und sowohl eine andere Resonanzfrequenz als auch Güte besitzen, der Hals bei den meisten Les-Paul-Modellen aus Mahagoni statt Ahorn besteht, die Mensur kürzer ist, die Brücke ganz anders konstruiert ist und vieles Andere mehr, wird gern unterschlagen oder vernachlässigt.

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HADCORE SONATE FÜR GITARRE.

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QUERKOPF

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DIIIII DIDELDIDÜÜÜÜOOOO WWWWWÄÄÄÄÄÄOOUUU DADADADAAAAAA DIDÜÜÜÜÜ DIDELDÜ DIDELDÜ DIDELDÜ DIDELDÜ DADELDÜ DIDELDÜ DADELDÜ DIDELWWWÄÄÄNN WANWANDI WANWANDÜ WANWANFIIIIIOOOOOOOOOOOOUUUUUP DÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜ DIIIIIIIIII DIIIIIIII DIIIIIIIIIIIIII DIDELDIDEL DIDEL DIDELDÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜOOOOOOOAAAAA AAAA AAAAAA AAAAAA WOUUUUAAAAAAAA.

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BOOUWWWACK TSCHAK. TSCHICKE TSCHACK TSCHAK. TSCHUKUTSCHACKU BOUWWWACK UUEEEEEEEENNNNN

BOOUWWWACK TSCHAK. TSCHICKE TSCHACK TSCHAK. TSCHUKUTSCHACKU BOUWWWACK UUEEEEEEEENNNNN

TSCHACK. TSCHAK.

FUNKSESSION.

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TSCHACK TSCHICKE TSCHACK TSCHICKE

TSCHACK TSCHICKE TSCHACK TSCHICKE PLING

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QUERKOPF

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TSCHUCK TSCHUKU TSCHICKE TSCHACK.

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LAUTES GETÖSE DIE ENTWICKLUNG UND GESCHICHTE DES E-GITARREN VERSTÄRKERS Die E-Gitarre. Es gibt sie in allen Größen, Formen, aus seltenen Hölzern, aus Acrylglas und auch mit 3 Hälsen – aber ohne den Verstärker wäre die E-Gitarre völlig nutzlos. Es gibt übermannsgroße Boxentürme mit Verstärker oben drauf (Head) bis zum kleinen 20cm x 20cm Brüllwürfel mit eingebautem Lautsprecher (Combo) fürs Wohnzimmer. Man unterscheidet zwischen Amps (engl. amplifier) mit Röhren- und mit Transistorenverstärkung und dann gibt es da auch noch Mischformen ...

RÖHRENAMPS In den Anfangstagen waren Gitarrenverstärker einfach nur für die Lautstärke zuständig. Allerdings war das gar nicht so einfach, da die Röhren in den Verstärkern (wie bei Röhrenradios) ab gewissen Lautstärken übersteuerten und den Klang verzerrten. Dies war anfangs noch ein ungewünschter Effekt, den die Hersteller mit allen Mitteln zu unterdrücken versuchten.

LAUTSTÄRKE

Da es keine PA- Anlagen wie heute gab, kam der Gitarrensound direkt aus den Gitarrenverstärkern. Bei großen Konzerten musste natürlich dementsprechend aufgedreht werden, was unweigerlich zu Rückkopplungen und Verzerrung durch die völlig übersteuerte Endstufe im Verstärker führte. Doch sehr bald wurden diese Sounds aktiv von Musikern genutzt, um ganz neue raue Klänge erzeugen zu können. Das geschah manchmal einfach durch einen Tritt in den Lautsprecher, der nun bei voller Lautstärke umso mehr dreckig und übersteuert klang. Nun begannen auch die Techniker, nach gewollten Lösungen für Verzerrung zu suchen. Musiker wie

60ER

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Jimmi Hendrix, Jeff Eck und Jimmy Page benutzen Zerreffekte, die den ohnehin schon übersteuerten Amp nochmals anpusteten.

70ER

Da plötzlich ein Bedarf an Zerrsound entstand, entwickelten die Amphersteller, besonders Marshall, eine Übersteuerung die bereits in der Verstärkervorstufe stattfand und somit auch bei geringeren Lautstärken eingesetzt werden konnte. Durch einen „Master“-Regler konnte nun die Lautstärke über die Endstufe geregelt werden. Bis heute scheiden sich die Geister daran, ob eine Vorstufenzerre an eine Endstufenübersteuerung herankommt. Fakt ist allerdings, dass damit ein großer Schritt für die Gesundheit des Gitarristen getan wurde. Ein Endstufenfetischist wird diese Streitfrage mit „Wie bitte, ich hab die Frage akustisch nicht verstanden“ beantworten.

80ER

Jetzt kamen die „Kühlschränke“ zum Einsatz. Damit sind riesige Racksysteme aus Vorstufen, Verstärkern und Effekten gemeint die sich die Gitarristen als hohen Turm auf die Bühne stellten. Oft waren diese Sounds durch eine Überdosis an Effekten total überladen und nicht mehr wirklich als Gitarrensound ausmachbar.

90ER

Auf diese hochgezüchteten Gitarrensounds gab es in den 90er Jahren eine wahre Renaissance der Einfachheit und des rohen Sounds. Durch die Stilrichtung „Grunge“ war es wieder schick, einfach die Gitarre an den Amp zu schließen und loszulegen. Auch die alten Effektgeräte der 60er Jahre wurden wieder verwendet und haben bis heute nicht an Popularität verloren.

HEUTE

Heute wird alles gespielt. Soundpuristen schwören auf ihre Einkanäler mit Übersteuerungsverzerrung. Technik-Freaks spielen mit digitalen Amp-Modeling und Effektprozessoren. Auch Hybridverstärker, eine Mischung aus Röhren- und Transistoramps erfreuen sich einer großen Beliebtheit, weil sie wesentlich preisgünstiger sind als ein Verstärker auf Vollröhrenbasis.

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TRANSISTORVERSTÄRKER UNBELIEBT

Transistorverstärker kamen in den 60er Jahren auf und erwarben sich schnell einen schlechten Ruf. Der Ton, den sie abgaben, kam bei den Gitarristen überhaupt nicht an. Außerdem waren sie sehr empfindlich gegenüber falscher Behandlung und gaben oft völlig unvermittelt ihren Geist auf.

VORTEILE

Auf der anderen Seite haben Transistoren aber doch einige Vorzüge: Sie kennen keine Alterung, d. h. entweder sind sie sind vollkommen in Ordnung oder ganz defekt, dazwischen gibt es nichts. Sie sind bei gleicher Leistung um etliche Kilo leichter und entwickeln weniger Wärme, wodurch die Bauteile länger halten. Außerdem sind sie weitaus kostengünstiger als Röhrenverstärker.

WEITERENTWICKLUNG

Diese Argumente ließen viele Hersteller nicht ruhen, sie systematisch zu verbessern und ihre anfänglichen Schwachstellen auszumerzen. Die Ausfallsicherheit ist heute dank ausgeklügelter Schaltungskonzepte und besserer Transistoren äußerst hoch. Auch der Klang ist sehr viel besser geworden. Die Schaltungsentwickler haben in mühevoller Kleinarbeit gründlich erforscht, woher die unterschiedlichen Klangeigenschaften kommen, und viel unternommen, um mit Halbleitern das Verhalten von Röhren zu imitieren. Das hat dann zumindest teilweise auch zu Erfolg geführt. Wenn moderne TransistorGitarrenverstärker im Klang vielleicht auch noch nicht an die besten Röhren-Modelle heranreichen, so tönen sie doch um Klassen besser als die aus den 60er Jahren.

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OH, OH, OH OH OH OH OH OH OH OH OH OH, OH OH, OH OH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH

I LOOK AT YOU ALL SEE THE LOVE THERE THAT‘S SLEEPING WHILE MY GUITAR GENTLY WEEPS I LOOK AT YOU ALL STILL MY GUITAR GENTLY WEEPS

WHILE MY GUITAR GENTLY WEEPS. (THE BEATLES) I LOOK AT YOU ALL SEE THE LOVE THERE THAT‘S SLEEPING WHILE MY GUITAR GENTLY WEEPS I LOOK AT THE FLOOR AND I SEE IT NEED SWEEPING STILL MY GUITAR GENTLY WEEPS I DON‘T KNOW WHY NOBODY TOLD YOU HOW TO UNFOLD YOU LOVE I DON‘T KNOW HOW SOMEONE CONTROLLED YOU THEY BOUGHT AND SOLD YOU I LOOK AT THE WORLD AND I NOTICE IT‘S TURNING WHILE MY GUITAR GENTLY WEEPS WITH EVERY MISTAKE WE MUST SURELY BE LEARNING STILL MY GUITAR GENTLY WEEPS

QUERKOPF

I DON‘T KNOW HOW YOU WERE DIVERTED YOU WERE PERVERTED TOO I DON‘T KNOW HOW YOU WERE INVERTED NO ONE ALERTED YOU

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WALKING INTO A PLACE CALLED THE BAR PEOPLE LOOKING LIKE A GHOST HAS ARRIVED AND HE FEEL THE EYES, CAN YOU FEEL THE EYES

GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD THEY CAME FROM THE ROAD AND OUT OF THE DARK WENT INTO A PLACE EVEN DARKER GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD

DRIVING INTO THE CITY UNKNOWN 10 SMALL HOUSES IS WHAT HE FACES IN THE COLD AND HE FEELS THE NIGHT, CAN YOU FEEL THE FIRE

THERE‘S A CADILLAC OUT IN THE DARK THERE‘S A GUITAR GANGSTER LIGHTING A SMOKE AND HE FEELS THE NIGHT, AND HE FEELS THE FIRE

GUITAR GANGSTER & CADILLAC BLOOD (VOLBEAT)

QUERKOPF

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GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD THEY CAME FROM THE ROAD AND OUT OF THE DARK WENT INTO A PLACE EVEN DARKER GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD

DEAR LADIES/GENTLEMEN, DON‘T BE AFRAID WE ARE HERE TO EASE YOUR PAIN LET IT ALL START WITH A SONG THEN I‘M SURE WE‘LL GET ALONG

GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD THEY CAME FROM THE ROAD AND OUT OF THE DARK WENT INTO A PLACE EVEN DARKER GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD


ICH BIN EIN STEAK!

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WIE HÄTTEN SIE IHR STEAK DEN GERNE?

RAW

RARE

Roh und blutig. Sowohl Spieler als auch die Gitarre sind kantige rohe Typen, die kaum voneinander zu unterscheiden sind. Entweder wird die Gitarre mit inst Bett genommen oder nach jedem Konzert zerschlagen. Diese Kategorie ist für die Extreme in der Gitarrenwelt und nichts für schwache Gemüter.

Leicht angebraten und blutig. Harte Gitarren und brüllende Verstärker sind hier angesagt. Proberaum, Bier, und laute Livekonzerte sind eine Selbstverständlichkeit. Doch nichts desto Trotz gehen die Spieler meist „normalen“ Arbeiten nach, das eine angebratene Hülle um den rohen Kern bildet.

Stilrichtungen: Hardrock, Metal, Hardcore, Grunge, Punk, purer Gitarrenrock

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Stilrichtungen: Rock, Metal, Punk,

MEDIUM RARE Saftig. Fetter, schöner Gitarrensound. Dicke Soundwände aber auch schöne Leadlines im Stromgitarrenbereich und kräftiges Saitenschlagen im Pub von der Akkustikfront. In dieser Kategorie lassen sich viele verschiedene Leute und Stile finden, die allesamt für eine Mischung aus sauberem Klang und Rockerherzen stehen. Stilrichtungen: Rock, Hardrock, Indierock, Progressivrock, Crossover, Experimentalrock, Akkustikrock, Blues Rock


MEDIUM WELL DONE MEDIUM WELL Halb durch. Hier findet man die ausgewogenen Töne und schönen Klänge der Gitarrenwelt, kombiniert mit ein wenig Biss. Akustikballaden mit bissigen Texten. Poprocker mit Punkallüren und singende Gitarrensoli. Stilrichtungen: Pop-Rock, Brit-Rock, Songwriter, Folk, Glamrock, Funk, Jazz, Blues, Raggae, Ska

Fast ganz durch. Schön, nett, gemütlich, gedankenverloren, melancholisch und unaufdringlich. Songwriter mit schönen Balladen und harmonische unplugged Sessions beschreiben diese Stufe am besten. Elektrische Gitarrenklänge sind hierbei unverzerrt und harmonisch oder leicht jazzig angehaucht. Stilrichtungen: Rock-Balladen, Songwriter, Jazz, unplugged Sessions

Abgerundet und durch. Diese Stufe ist die absolute klangliche Perfektion ohne Fehler, Schnarren und Störgeräusche. Sauber klingende Saiten und elegante Spieler, die ihr Instrument niemals mit ans Lagerfeuer nehmen würden. Die Gitarre wird gehegt und gepflegt wie der eigene Augapfel. Schöne Melodien mit Schnörkeln und technisch ausgereifte Läufe kommen hier zum Einsatz. Stilrichtungen: Klassik, Songwriter

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RAW, RARE, MEDIUM RARE, MEDIUM WELL, WELL, WELL DONE