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Christuskirche Selb Nummer 53 46

November Februar –-April Januar 2012 2013

15. 14. Jahrgang 2013 2012


Pfarramt: Tel. 60554 ∙ Fax 965742 Wilhelm-Löhe-Platz 3 95100 Selb Sekretärin: Carolin Frank Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 8:00-11:00 Uhr Fr 13:00-15:00 Uhr Pfarrer: Sandra und Johannes Herold Tel. 9989785 Evangelische Jugendarbeit: Diakon Helmut Lockenvitz Tel. 9659174 E-Mail: oase.lockenvitz@web.de Wochenenddienst: 0176-22361701

Inhalt: Geistliches Wort....................................................1 Eine Legende aus dem Fichtelgebirge................3 Umweltseite............................................................4 Reformation und Toleranz....................................6 Seniorenausflug.......................................................7 Freud und Leid........................................................8 Regelmäßige Veranstaltungen...............................9 Gottesdiensttafel..................................................10 Veranstaltungen der Gemeinde........................11 Gruppen & Kreise in der Stadtkirche Jubiläumsprogramm.............................................12 Der Pabst von Selb..............................................13 Geschichte von Nikolaus....................................14 Brot für die Welt .................................................16 Vorstellung Lockenvitz .......................................17 Gesichter und Profile .........................................18 Die junge Seite......................................................20 Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden................................................21

Nikolaus-Kindergarten: Tel. 964227 ∙ Fax 964228 Leiterin: Birgit Summa Kinderhort Löhehaus: Tel. 67625 ∙ Fax 965490 Leiterin: Gabriele Tröger Gabenkassenkonto: Konto-Nr. 200 280 980 Sparkasse Hochfranken (BLZ 780 500 00) E-Mail und Internet: pfarramt.christuskirche.selb@elkb.de www.christuskirche-selb.de

EINBLICK Gemeindebrief der evang.-luth. Kirchengemeinde Selb-Christuskirche Herausgeber: Ev.-luth. Kirchengemeinde Selb-Christuskirche Redaktion: Herbert Achtziger, Ulrike Hofmann, Gisela Krebs, Johannes Herold V.i.S.d.P.: Johannes Herold Grafik und Titelgestaltung: Heike Arndt Entwurf des Titel-Schriftzuges: Cordula Gebauer Titelfoto: Nikolaus von Myra Satz und Druck: www.buero-arndt-schatz.de klimaneutral Gesamtauflage: 1700 gedruckt

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Geistliches Wort tag, Buß- und Bettag, Ewigkeitssonntag. Eine Reihe von traurigen Tagen, die zur depressiven Novemberstimmung passen. Dazu kommt noch der 9. November, an dem wir der Reichspogromnacht gedenken – eines der finstersten Ereignisse in der deutschen Geschichte. Muss man sich das denn antun? Sollten wir nicht viel lieber fröhliche Feste feiern, wenn es draußen schon so schwer erträglich ist? Ich würde darauf gerne ein „klares Jain“ antworten. Nein, es ist

Liebe Gemeinde, nach dem Goldenen Oktober kommt der graue November. Für viele ist es die schlimmste Zeit im Jahr. Die Tage sind kurz, neblig und kalt. Es ist die Zeit, wo noch kein Schnee liegt, womöglich permanenter Nieselregen herrscht und überhaupt alles zum Davonlaufen ist. Gerade in der älteren Generation ist der November als der „Trauermonat“ bekannt. Eine Frau hat mir mal erzählt: „Der November ist schrecklich! Mein Mann ist in diesem Monat gestorben und meine Mutter auch. Diesen Monat halte ich fast nicht aus.“ Und dann kommen im November auch noch die Gedenktage: Volkstrauer3


auch wichtig, dass wir uns bewusst machen, was uns fehlt. Die lieben Freunde und Verwandten, die wir in unseren Herzen bei uns tragen. Wir wollen sie nicht vergessen, wollen uns dankbar an sie erinnern. Die Erinnerung macht uns sensibel für das, was anders sein könnte, früher anders war. Unsere Verstorbenen erinnern uns auch an die Liebe und die Werte, die wir mit ihnen verbinden. Die Opfer des Holocaust erinnern uns an die Lehre, die wir aus den Verbrechen unserer Vorfahren gezogen haben. Unser Gedenken an Tod und Verbrechen der deutschen Geschichte erinnert uns an unseren Auftrag, dass wir für eine bessere Welt einstehen wollen. In der Ausländer nicht mehr als Schmarotzer und Fremdkörper diffamiert werden, sondern als schutzbedürftige wertvolle Mitglieder in unserer Gesellschaft aufgenommen werden. Diese Lehre aus Volkstrauertag und Holocaust-Gedenktag ist nach wie vor aktuell und wichtig. All das führt zu dem Nein. Wir brauchen die Erinnerung an schwere Zeiten, den Stachel im Fleisch, den Kompass für unsere heutige Zeit. Aber wie gesagt: im „Jain“ steckt auch das Ja. Die Zeit der Trauer wäre womöglich zu schwer, wenn es da nicht auch die Hoffnung gäbe: Die Hoffnung, dass unser Leben nicht in der Trauer stecken bleibt, 4

sondern weitergeht. Die Hoffnung, dass wir durch die Trauer zu einem neuen Licht weitergehen. Das Licht der Adventszeit wartet schon auf uns, das Licht Gottes, der „mitten im tiefsten Winter“ erschienen ist, um unsere Trauer in Freude zu verwandeln. Gerade zur schwersten Zeit sind wir nicht auf uns selbst gestellt, sondern im Glauben mit Gott verbunden. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. (Johannesevangelium 1,4). Ihr Pfarrer Johannes Herold


Eine Legende aus dem Fichtelgebirge Das geheimnisvolle Weiblein Es war einmal eine bitterarme Familie. Der Vater war Kohlenbrenner und verdiente so wenig, dass seine Kinder kaum etwas zu Essen hatten. Aber auch wenn es ihnen schlecht ging, so fiel kaum jemals in der Hütte ein hartes Wort. Die Eltern waren gut zu ihren Kindern, die Kinder halfen den Eltern und waren stets freundlich zueinander. So freuten sie sich auch auf Weihnachten, obwohl jedes der Kinder wusste, dass nicht viel zu erwarten war. Der Vater hatte in der Stube einen kleinen Baum aufgestellt, den die Mutter mit ein paar hübschen roten Äpfeln behängt hatte. Drei kleine Kerzen leuchteten auf den Ästen, dazwischen hingen bunte Sterne, die die Kinder aus Papierresten ausgeschnitten und zusammengeklebt hatten. Draußen stürmte und schneite es. Die Kinder aber hatten es warm. Jedes saß vor einem Teller voll Dörrpflaumen und einem süßen Pfannkuchen. Da pochte es plötzlich an die Tür. Wer mochte das zu so später Stunde am Heiligen Abend sein? Der Vater öffnete, und ein altes Weiblein schlurfte herein. Es zitterte am ganzen Leib. Schnell rückte man ihm einen Hocker an den Ofen. Die Mutter gab ihm

ihr warmes Schultertuch, jedes der Kinder schnitt ein großes Stück von seinem Pfannkuchen ab und legte es auf einen Teller. Den brachte die Älteste dem Weiblein. Die alte Frau aß mit Heißhunger. Dann sangen sie gemeinsam. Der Vater las aus der Bibel das Weihnachtsevangelium vor, und es wurde ein wunderschöner Abend. Als es auf Mitternacht zuging, sagte das Weiblein, es müsse jetzt gehen. Zum Dank für die Freundlichkeit und Güte wolle es sich erkenntlich zeigen. Es langte tief in seine Rocktaschen und zog ein Dutzend Tannenzapfen hervor, die es an den Christbaum hängte. Dann verabschiedete es sich und schlurfte hinaus in die Nacht. Wie groß war da das Erstaunen und Entzücken der Kinder! Die Zapfen waren teils aus Marzipan, teils aus reinem Gold. Die goldenen Zapfen verkaufte der Vater und erhielt so viel Geld, dass alle Not ein Ende hatte. Die Kinder aber suchten überall nach dem geheimnisvollen Weiblein, um sich bei ihm zu bedanken.Aber dieses war und blieb verschwunden. Man soll nie wieder etwas von ihm gehört haben. 5


Umweltseite Was hat der „Grüne Gockel“ mit dem „Ökologischen Fußabdruck“ zu tun? Ressourcenverbrauch des Menschen berechenbar und anschaulich zu machen. Er erfand dafür eine Formel, den „ökologischen Fußabdruck“. Gemäß dieser Formel „verbraucht“ jeder Mensch auf Erden Land, das ihm für seine Ansprüche zur Verfügung steht, bezeichnet als „global Ausgangspunkt des Vortrags war, dass auf hectar“ (gha). Beispiele der ökologischen der Erde keine Gerechtigkeit herrscht, Fußabdrücke von Einwohnern verschieweil ein geringer Prozentsatz der Erddener Länder: Deutschland 4,5, Nordabevölkerung einen Großteil des Kapitals merika 9,4, China 1,6, Indien 0,8 und Afribesitzt. Ein weiteres gesellschaftliches ka 1,1. Der weltweite Durchschnitt liegt Problem für die Welt ist die Überbevölbei 2,2 gha. kerung. Aktuell ist über eine Milliarde Menschen kritisch unterernährt!! In rei- Fazit: Würden alle Menschen so leben chen Ländern dagegen ist Fettleibigkeit wollen wie wir in Europa, bräuchten wir eine Volkskrankheit. Dazu haben 40 Mil- bald 3 Planeten! Wir leben auf zu großem liarden Menschen keinen Zugang zu sau- Fuß! berem Trinkwasser. Daher wäre es an der Leider hat dieser ökologische FußabZeit, einen neuen Gesellschaftsvertrag druck auch massive Auswirkungen bezügüber eine „Globale Ethik“ zu thematisielich der Klimaveränderung. Durch Anstieg ren: Unsere „Freiheit“, einen beliebigen des CO2-Ausstoßes (entsteht durch VerLebensstil zu wählen, endet dort, wo unbrennung fossiler Stoffe), sowie Austritt sere Lebensart die Freiheit anderer bevon Methan und anderer Gase entsteht schneidet, ein menschenwürdiges Leben der Treibhauseffekt, der für die Klimaerzu führen (ökologisch kategorischer Imwärmung von 2 Grad (Ausblick: 4 Grad) perativ). verantwortlich ist. Die Folgen sind vielBereits vor einigen Jahren machte sich fältig, gefährlich und volkswirtschaftlich Professor Wackernagel aus der Schweiz teuer: Überschwemmungen, Tornados, Gedanken, wie es möglich wäre, den Wüstenbildung, Auswirkungen auf die Der Umweltbeauftragte der Christuskirche, Heinz Ziegler hielt im Frühjahr zusammen mit seiner Kollegin Gabi Neubert beim Freundeskreis der deutsch-tschechischen Verständigung einen Vortrag zu obigem Thema.

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Artenvielfalt usw. Viele Folgen sind noch zu wenig erforscht; z.B. das Abtauen der Polkappen und der Gletscher der Hochgebirge oder des Permafrostbodens, Umkehrung des Golfstromes oder 200 Millionen Klimaflüchtlinge. Ein großer Anteil unseres Fußabdruckes entsteht durch die Essgewohnheiten. 1 kg Rinderschnitzel benötigt den gleichen Fußabdruck wie z.B. 50  kg Kartoffeln, 8 Minuten im Flugzeug oder 2000 km mit der Bahn. Lösungsansätze beinhalten einen niedrigeren Verbrauch von Fleisch und tierischen Produkten, Kauf von Produkten aus Bio-Landbau und fairem Handel, sowie heimischen und lokalen Erzeugnissen.

Beim Wohnen lässt sich der Fußabdruck verringern durch den Einsatz effizienter Geräte, richtiges Dämmen der Gebäude (v.a. des Daches) und Nutzung erneuerbarer Energien, sowie Senkung des Verbrauchs (z.B. bedeutet 1 Grad mehr im Haus 6-8 % mehr Energie!). Bei der Mobilität ließe sich vor allem durch Flugreisen-Einschränkung oder der Verzicht auf manche Autofahrten viel CO2 einsparen. Die Gemeinde der Christuskirche versucht seit 2 Jahren, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Anerkannt wurden diese Bemühungen durch die Zertifizierung mit dem „Grünen Gockel“. Heinz Ziegler 7


Reformation und Toleranz Das Jahr „Reformation und Toleranz“ im Rahmen der Lutherdekade Im Jahr 2017 feiern wir 500 Jahre Reformation. In den 10 Jahren davor, der sogenannten Lutherdekade, ist jedes Jahr einem anderen Thema gewidmet. In diesem Jahr ist es „Reformation und Toleranz“. Dieses Thema lenkt unseren Blick zuerst auf die dunklen Flecken in der Geschichte der reformatorischen Kirchen: Nein, Martin Luther war kein toleranter Mensch, jedenfalls nicht nach unserem heutigen Verständnis. Er schimpfte gegen Juden, dass einem ganz anders wird.

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Wenn wir dieses Jahr der Toleranz feiern, dann auch, um uns daran zu erinnern, dass die Kirche und unser Glaube sich weiterentwickeln. Ecclesia semper reformanda est – die Kirche muss sich immer weiterentwickeln – dem hat schon Margestellt, statt die Erzählungen von Jesus tin Luther zugestimmt. auf ein Evangelium zu reduzieren. Viermal Toleranz bedeutet, anderes und andere wird die gleiche Geschichte erzählt, mit zu ertragen. Andere Meinungen so stehen teils sehr unterschiedlichen Meinungen lassen, andere Ansichten zu akzeptieren. und Vorstellungen, wer dieser Jesus von Ob es nun Katholiken sind, Juden, Musli- Nazareth war. me oder Atheisten – die Meinung meiner Dieser Respekt gegenüber anderen MeiMitmenschen mag mir nicht gefallen.Aber nungen, anderen Glaubensverständnissen der Mensch ist doch genauso wichtig und kann uns noch heute ein Ansporn sein. richtig. Das Jahr der Lutherdekade soll uns daDie Wurzeln der Toleranz können wir rauf hinweisen und uns Mut geben, andeChristen schon in der Bibel finden: So re Meinungen zu tolerieren. wurden vier Evangelien nebeneinander Pfarrer Johannes Herold


Seniorenausflug

Als der Knabe kam zur Eger… Zur Eger kam nicht nur ein Knabe – auch der Seniorenkreis der Christuskirche machte sich dorthin auf. Unter der Anleitung und Begleitung von Frau Töffling und Herrn Achtziger fuhren wir mit dem Bus zur Egerquelle bei Weißenstadt. Trotz des durchwachsenen Wetters hatten wir das Glück, genau zu ein paar geistlichen Gedanken blauen Himmel und Sonnenschein zu haben – auch wenn wir das abschließende Lied an der Quelle unter Regenschirmen singen mussten. Anschließend fuhren wir zur Weißenhaider Mühle, wo wir Kaffee und Kuchen genießen durften und auch die Gelegenheit zu einem kleinen Waldspaziergang

hatten. Gekrönt wurde der Ausflug von einem spontanen Abstecher zum Felsenlabyrinth bei Kirchenlamitz. Hier lernten wir, dass Labyrinthe im Gegensatz zum Irrgarten nicht dazu da sind, sich zu verlaufen, sondern dem Pilgern dienen. So erklären sich auch die vielen Labyrinthe in Kirchenböden, die pilgerndes Meditieren schon auf kleinstem Raum möglich machen. Ein schöner und interessanter Ausflug, für den wir Frau Töffling und Herrn Achtziger herzlich danken! Pfarrer Johannes Herold 9


Freud und Leid Getraut wurden Jochen und Verena Reich, Erlenweg 19 Mario und Christina Komma, Adolf-Cloeter-Str. 18 Roland und Melanie Graf, Ernst-Reuter-Str. 9

Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gefährtin machen, die um ihn sei. (1.Mose 2,18)

Gestorben sind Ernst Fischer, 90 Jahre, Robert-Koch-Str. 36 Bärbel Waldmann, 73 Jahre, Röntgenstr. 11 Tamara Grossmann, 60 Jahre, Robert-Koch-Str. 20 Gerlinde Sonnenwald, 73 Jahre, Robert-Koch-Str. 24 Erika Schaffner, 73 Jahre, Robert-Koch-Str. 26 Peter Heidler, 65 Jahre, Häusellohweg 59

Christus spricht : „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird leben, auch wenn er stirbt.“(Joh.11,25)

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Regelmäßige Veranstaltungen Mitarbeiterkreis der Jugend Für Mitarbeiter der Jugendarbeit und die, die es werden wollen: Wir treffen uns von 18:30 – 19:30 Uhr in der Oase, am 1.Oktober, 5. November und 3. Dezember Konfirmandenunterricht

Kirchenchor Der Kirchenchor trifft sich im zweiwöchigen Rhythmus um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche. Bitte Tagespresse und Schaukasten beachten. Leitung: Karola Meier Tel. 67172 Kirchenkaffee Am Sonntag, dem 24.11., 15.12., 19.1., jeweils im Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindesaal der Christuskirche. Hauskreis jeden Montag ab 20 Uhr i.d.R. bei Anne und Dieter Wolf in Stopfersfurth 22, Tel. 67469.

Immer mittwochs (außer in den Schulferien) im Gemeindesaal : 15.00 Uhr Gruppe 1 16.15 Uhr Gruppe 2 Seniorenkreis monatlich donnerstags um 14.30 Uhr Ansprechpartner: Herbert Achtziger, Tel. 63 12 und Dietlind Töffling, Tel. 66 59 905 Achtung neue Telefonnummer! Termine: 21.11. Steine, Karten und Gedanken. Ein Nachmittag mit Spielen und Raten. 19.12. Seht, die gute Zeit ist nah, … Adventsfeier des Seniorenkreises. 16. Januar: Unterwegs zur Arche Noah. Hans Popp erzählt von seiner Reise zum Ararat. 11


Gottesdiensttafel Datum Zeit Ort Predigt Besonderheit 03.11........9:30......Christuskirche ....Seyferth 10.11........9:30......Christuskirche ....Geipel ..................................Team 17.11........Kein Gottesdienst in der Christuskirche.Wir laden herzlich in die Stadtkirche ein! 20.11........9:30......Christuskirche ....Pfr. Herold + Kinderhort....Buß- und Bettag 20.11........19:00.... Silberbach ........... Pfr. Herold ..........................Buß- und Bettag, Abendmahl 24.11........9:30......Christuskirche ....Pfr. i.R. Seißler ..................Ewigkeitssonntag, Kirchen chor, Abendmahl 01.12........9:30......Christuskirche ....Pfrin Herold + Team .......Abendmahl 08.12........9:30......Christuskirche ....Pfr. i.R. Reichelt 15.12........8:15......Silberbach ........... Seyferth 15.12........9:30......Christuskirche ....Seyferth 22.12........9:30......Christuskirche ....Thumser 24.12........14:30....Christuskirche ....Geipel + Kindergarten ...Familiengottesdienst 24.12........17:00....Christuskirche ....Geipel + Posaunenchor...Christvesper 25.12........8:15......Silberbach ........... Pfr. Herold ..........................1.Weihnachtsfeiertag, Abendmahl 25.12........9:30......Christuskirche......Pfr. Herold ..........................1.Weihnachtsfeiertag, Abendmahl 26.12........Kein Gottesdienst in der Christuskirche.Wir laden herzlich in die Stadtkirche ein! 29.12........9:30......Christuskirche......Seyferth 31.12........17:00....Christuskirche ....Pfr. Döbrich.........................Altjahresabend, Abendmahl 01.01........17:00....Christuskirche ....N.N........................................Neujahr 05.01........9:30......Christuskirche ....Pfr. Münster 06.01........9:30......Christuskirche ....N.N........................................Epiphanias 12.01........9:30......Christuskirche ....Geipel 19.01........8:15......Silberbach ........... Pfr. Döbrich 19.01........9:30......Christuskirche ....Seyferth 26.01........9:30......Christuskirche ....N.N........................................Team, Bibelsonntag Bei einigen Gottesdiensten sehen Sie in der Spalte „Predigt“ den Hinweis „N.N.“ Wer die Predigt hält, entnehmen Sie bitte der Tagespresse und den Abkündigungen im Gottesdienst. 12


Veranstaltungen der Gemeinde St. Martin am 11. November

dienst zu kommen und sich zum Dank für Ihr Engagement mit Sekt und Häppchen von uns verwöhnen zu lassen.

Um 17:00 Uhr feiern wir mit den Kindern aus unserem Nikolauskindergarten eine Grenzweihnacht Martinsandacht in der Christuskirche. am 14. Dezember Eingeladen sind natürlich alle großen und Die Grenzweihnacht findet dieses Jahr kleinen Kinder mit ihren Eltern. am 14.12. bei der Grenzkapelle am Ackerl statt. Die Feier beginnt um 17:00 Uhr und ab 15:30 ist der Pendelverkehr ab dem Buß- und Bettag Meilerplatz eingerichtet. am 20. November Am Buß- und Bettag, am Mittwoch, den 20.11. feiern wir um 9:30 in der Christuskirche einen Familiengottesdienst zusammen mit den Kindern aus unserem Kinderhort im Löhehaus. Und dann um 19:00 Uhr einen traditionellen Beichtgottesdienst mit Abendmahl in Silberbach. Wegen einer Mitfahrgelegenheit melden Sie sich bitte beim Pfarramt.

Mitarbeiterdank am 1. Dezember Eine Gemeinde lebt von den Menschen, die sich in ihr engagieren. Davon haben wir in der Christuskirche Gott sei Dank sehr viele. Wir wollen Sie deshalb herzlich einladen, am 1. Advent zum Gottes13


Jubiläumsprogramm der Stadtkirche Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Eine dieser Wohnungen wird dieses Jahr 150 Jahre alt – die Stadtkirche St. Andreas. Dazu gibt es ein reichhaltiges Programm, auf das wir hier gerne hinweisen: Samstag 23. November 10 Jahre St-Andrew-Singers Gospelkonzert Leitung: C. Schweizer-Elser Beginn: 19:30 Uhr, Rosenthal-Theater Samstag 7. Dezember Felix Mendelssohn-Bartholdy 2. Sinfonie „Der Lobgesang“ und Psalm 42 Sonntag 10. November Kunst und Kuriosa um die Stadtkirche Eröffnung der Ausstellung Beginn: 11:00 Uhr, Lutherheim Dauer: bis 1. Dezember 2013 (Eintritt 2.- € / 1.- € ermäßigt) Donnerstag 14. November Die Geschichte der Kirchengebäude in Selb Vortrag mit D. Arzberger Beginn: 19:30 Uhr, Stadtkirche (Eintritt 2.- € / 1.- € ermäßigt) 14

Chor des WGG und Kantorei der Stadtkirche, Musica Juventa (Halle), Leitung: C. Schweizer-Elser und F. Popel Beginn: 19:00, Stadtkirche (Karten im Pfarramt) Sonntag 8. Dezember Festgottesdienst mit Abendmahl Anschließend Empfang im Lutherheim Predigt: Regionalbischöfin Dr. D. Greiner Beginn: 9:30 Uhr, Stadtkirche


Der Pabst von Selb Beim Neubau der Stadtkirche wirkte der Baupraktikant Hans Pabst aus Bayreuth mit. Dieser sollte in der weiteren Geschichte von Selb eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Nachdem Lorenz Hutschenreuther 1856 die Fabrik seines verstorbenen Vaters Carolus Magnus in Hohenberg verlassen hatte, begann er nach dem Kauf der Ludwigsmühle in Selb eine eigene Porzellanfabrik zu errichten. Seine 1846 geborene Tochter Linda vermählte sich mit dem Ingenieur und Bauführer beim Selber Kirchenbau Hans Pabst. Dieser war von 1876 bis 1880 Bürgermeister der Stadt Selb. Zu den Verdiensten des Fabrikbesitzers Pabst gehört die Errichtung einer gewerblichen Fortbildungsschule, in der täglich Abendunterricht mit 6 Lehrern erteilt wurde. Ebenso gründete er eine eigene Malschule zur Verbesserung der Handmalerei. 1895 trat Hans Pabst aus der Direktion der Firma Hutschenreuther aus und sein Sohn Alfred übernahm seinen Posten. In der Chronik des Dekans Hermann Bohrer kann man lesen, dass der Prinz Leopold anlässlich eines hier in der Gegend abgehaltenen Manövers am Abend des 16. September 1901 in einem „Fuhrwerk“ des Herrn Fabrikbesitzers Pabst in Selb eintraf. Er wurde vom Bürgermeister und den Honoratioren der Stadt herzlich begrüßt.

Noch heute erinnert der Name der „Pabstkolonie“ an der Längenauerstraße an die Stiftung von acht Häusern durch Hans Pabst. Sein Porträt hängt im Gang zum Sitzungssaal im Selber Rathaus. Die Namen der hier genannten Familienangehörigen von Hans Pabst sind auf dem Hutschenreuthergrabmal im Selber Friedhof verzeichnet: Hans Pabst, geb.11.07.1832, verst. 17.08.1918; Lina Luise Johanne Pabst, geb. Hutschenreuther, geb.09.01.1846, verst. 12.03.1872; Alfred Pabst, geb.07.09.1868, verst. 27.07.1938. Herbert Achtziger 15


Geschichte von Nikolaus Niklaus ist ein guter Mann, dem man herzlich danken kann … Nun stehen sie schon wieder seit Anfang September in den Supermarkt-Regalen: die in glänzend rotes oder lila Papier eingewickelten Schokoladen-Nikoläuse mit dem mehr oder weniger intelligenten Grinsen im Gesicht. Sie sind die ziemlich kitschigen, nichtsdestotrotz aber sehr beliebten Abbilder des heiligen Nikolaus. Wer aber war dieser Mann eigentlich? Über das Leben der historischen Person wissen wir relativ wenig. Er war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra in Kleinasien, der heutigen Türkei. Während der Christenverfolgung soll er gefangen genommen und gefoltert worden sein. Seine Teilnahme am Konzil von Nizäa, auf dem wichtige Grundsatzentscheidungen für die christliche Lehre getroffen wurden, ist nicht sicher belegt. Wegen seiner Kinderliebe, Hilfsbereitschaft und Freigiebigkeit aber war er nicht nur äußerst beliebt und verehrt, es bildeten sich auch viele Legen-

den. So soll er einmal drei Mädchen davor bewahrt haben, zu Prostituierten zu werden, weil sie sich ihre Aussteuer nicht leisten konnten. Er warf nachts drei Goldklumpen durch den Schornstein direkt in die Strümpfe der Mädchen, die am Kamin zum Trocknen hingen. Zur Erinnerung daran bildete sich der Brauch der Kinder, am Vorabend des Nikolaustages Strümpfe an den Kamin zu hängen (oder Stiefel vor die Tür zu stellen). Häufig tritt auch der Bischof Nikolaus persönlich (in Gestalt eines Verwandten oder Freundes) auf, um die Kinder zu beschenken. Früher erhielten sie auch noch einen Streich mit der Rute. Sie war das Symbol für den lebendigen Zweig, der bei einer Berührung Fruchtbarkeit verheißt. Mit der Zeit geriet dieser ursprüngliche Sinn in Vergessenheit – die Rute wurde zur Bestrafung der Kinder umfunktioniert.

Eine weitere Legende ist die von der Rettung der Stadt Myra aus einer Hungersnot: Nach einer langen Dürreperiode waren in der Stadt alle Kornvorräte aufgebraucht, Mensch und Tier litten große Not. Da breitete sich die Nachricht aus, dass drei Schiffe aus Alexandria auf dem 16

Weg nach Konstantinopel, vollbeladen mit Korn, sich dem Hafen näherten. Viele Menschen liefen zum Hafen, in der Hoffnung, etwas Korn für sich und ihre Familie kaufen zu können. Doch die Besatzung


der Schiffe verweigerte jegliche Abgabe ihrer wertvollen Fracht. Auch Bischof Nikolaus war zum Hafen gekommen. Nun verlangte er den obersten Kommandanten der Schiffe zu sprechen. „Du siehst, Kapitän, die Leute hier leiden großen Hunger. Deine Schiffe sind bis über den Rand gefüllt. Verkaufe den Leuten einen Teil der Ladung!“ Der Kapitän antwortete: „Das darf ich nicht. In Alexandria wurde die Ladung gewogen. Wenn in Konstantinopel auch nur ein Pfund fehlt, kostet es mich meinen Kopf!“ Da bat der Bischof erneut: „Hilf uns! Und kein Körnchen wird dir an deiner Ladung fehlen!“ Der Kapitän überlegte kurz und sagte dann: „Also gut. Ihr könnt von dem Korn nehmen, so viel ihr wollt. Doch ihr schüttet es auf den Hafenplatz. Wenn es stimmt, dass mein Schiff nicht leichter wird, könnt ihr es behalten, ansonsten müsst ihr das Korn wieder einladen.“ Und er nahm eine Kreide und zog einen Kreidestrich an die Bordwand der Schiffe auf Höhe der Wasserlinie. Nun füllten einige Männer aus Myra Säcke mit Korn von den Schiffen und leerten sie auf den Platz. Immer höher wuchs der Körnerhaufen. Die Besatzungen beobachteten genau die Kreidelinie. Doch so viel Korn auch von den Schiffen getragen wurde – die Linie blieb auf gleicher Höhe. Ungläubig starrte auch der Kapitän auf die schwarzen Planken: Das Schiff hob sich nicht ei-

nen Fingerbreit aus dem Wasser! „Genug, ihr Männer“, sagte Nikolaus schließlich. „Das Korn reicht aus. Wir haben genug zum Essen und für eine neue Aussaat.“ Da fielen alle, die dabei gewesen waren, auf die Knie nieder und lobten und dankten Gott. (Erzählt nach W. Fährmann, in: Hausbuch der christlichen Familie, Köselverlag, München 1982, S. 311-313) So ist der heilige Nikolaus auch der Schutzheilige der Schiffer und Kaufleute geworden. Seine (angeblichen) Gebeine wurden im 11. Jahrhundert von süditalienischen Kaufleuten nach Bari gebracht, wo die Reliquien bis heute in der Basilika San Nicola verehrt werden. Ulrike Hofmann

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Brot für die Welt Der Blick geht nach vorn Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Bürgerkrieg in Angola Fast dreißig Jahre Bürgerkrieg machten ein normales Leben in Angola unmöglich. Der Krieg brach aus, kurz bevor die Portugiesen Angola 1975 in die Unabhängigkeit entließen. Erst 2002 schlossen die beiden Kriegsparteien, die ursprünglich marxistische MPLA und die vom Westen unterstützte UNITA, einen dauerhaften Frieden. Julia José ist heute 28 Jahre alt und wurde in der Zeit des Bürgerkriegs geboren. Die meisten Jahre ihres Lebens verbrachte sie mit knurrendem Magen. Der Besuch einer Schule war ihr kaum möglich. In ihrem Dorf Cassombo tobte der Krieg bis zuletzt. Zurückkehren konnte sie erst nach dem Frieden von 2002. Doch die Lehmhütten waren zerstört und die Felder lagen brach. Der Neubeginn war schwer. Die von Brot für die Welt geförderte christliche Jugendorganisation ACM-KS (Associacao Crista da Mocidade Regional do Kwanza Sul), der angolanische Ableger des CVJM, verteilte zu dieser Zeit mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe in Cassombo Lebensmittel, später Saatgut und Hacken. Vor ein paar Jahren initiierte die Organisation dann eine genossenschaftlich organisierte Saatgutbank. Dort erhalten die Kleinbauernfamilien Samen für die 18

Julia José und ihre Familie sortieren ihre Bohnenernte. Foto: Jörg Böthling, Brot für die Welt.

Aussaat. Nach der Ernte müssen sie die doppelte Menge zurückgeben. Seit neuestem besorgt sich Julia José dort auch die Samen verschiedener Gemüsesorten. Wie sie das Gemüse am besten anbaut und zubereitet, hat sie in einem Kurs von ACM-KS gelernt. Alle in der Familie sind nun seltener krank.

Projektträger: Associacao Crista da Mocidade Regional do Kwanza Sul (ACM-KS) Finanzierungsbetrag (3 Jahre): 324.530,- Euro Kostenbeispiele: 25 Maniok-Stecklinge: 13,00 Euro Halbtägiges landwirtschaftliches Training je Dorf: 60,00 Euro Zwei Ochsen mit Pflug: 1.300,00 Euro


Vorstellung Diakon Lockenvitz

Der neue Diakon stellt sich vor Liebe Christusgemeinde! Seit September bin ich in Selb auf der Stelle der schulbezogenen Jugendarbeit für die Leitung des Schülercafes OASE verantwortlich. Ich bin Rummelsberger Diakon und Sozialpädagoge, Jahrgang 1959, und wohne mit meiner Frau schon viele Jahre in Hof. Seit 1980 bin ich verheiratet. Wir haben drei erwachsene „Kinder“ und sind seit wenigen Tagen stolze Großeltern.

Neben der Familie ist die Schule für alle Kinder und Jugendlichen eine prägende Lebenswelt. Hier entscheidet sich meist, ob und wie das Hineinwachsen und die Integration der jungen Menschen in unsere Gesellschaft gelingt. Mit dem Schülercafe OASE bietet unsere evangelische Jugendarbeit allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrem kulturellen, sozialen, familiären oder persönlichen Hintergrund einen Ort, wo sie „Platz haben“, Zuwendung, Geborgenheit und Gemeinschaft erfahren – für das Wohl von Leib, Seele und Geist.

Die offene Jugendarbeit ist für mich ein neues Tätigkeitsfeld. Bisher habe ich in ver- Als Teil der evangelischen Jugendarbeit in schiedenen Einrichtungen der Diakonie in Selb freue ich mich über die Verbindung der klassischen Jugendhilfe gearbeitet. Die zur Christuskirche und grüße Sie herzlich. Vernetzung mit Schulen war mir immer Ihr Helmut Lockenvitz ein besonderes Anliegen. Da sehe ich auch meine persönliche „Brücke“ zur OASE.

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Gesichter und Profile Birgit Summa 30 Jahre Dienstjubiläum, seit 35 Jahren für unsere Kinder da: Birgit Summa, genannt „Gigi“, die Leiterin des Nikolauskindergartens Gisela Krebs: Gigi, du hattest im September 30jähriges Dienstjubiläum. Birgit Summa: Ich begann 1978 mit meiner Ausbildung zur Erzieherin. Zuerst absolvierte ich ein Jahr Praktikum im Löhehaus, dann folgten zwei Jahre Studium an der Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik in Hof. Mein berufspraktisches Jahr leistete ich im Evangelischen Kindergarten in Schönwald ab, der mich auch zum 01.09.1983 übernahm. G.K.: Wie kamst du nach Selb? B.S.: Da ich bereits Leitungserfahrung in Schönwald sammeln konnte, bewarb ich mich auf die Nachfolge von Frau Töffling und erhielt 1989 die Leitung des Kindergartens Löhehaus.

in der Arbeit um – statt abgeschlossener Gruppen in einzelnen Räumen arbeiten wir offen, es gibt Funktionsräume, und die Kinder entscheiden selbst, wo und mit wem sie spielen. G.K.: Meine persönliche Erfahrung beschränkt sich auf fünf Tage Löhehaus Ende der 60er Jahre; seither haben sich ja nicht nur die Räume und die Arbeitsweise verändert – was hat sich noch verändert?

B.S.: Die Eltern und Kinder sind anders als früher. Die Kinder der vorigen Generationen konnten sich noch über Kleinigkeiten freuen, jetzt haben sie schon alles zuhause und erwarten, dass wir das Angebot nochmal toppen. Aber sie sind dankG.K.: Die Jahre seither waren ja nicht barer und empfänglicher für Zuwendung und Lob. Die Eltern haben heute eine ohne – was ist alles passiert? B.S.: Ein großer Einschnitt fand 1999 statt, hohe Erwartungshaltung an das, was der als der gesamte Kindergarten in den neu Kindergarten leisten soll. Früher zeigten gebauten Nikolauskindergarten umzog. sie ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl 2006/2007 stellten wir die Konzeption zum Kindergarten und organisierten zum 20


Beispiel Ausflüge für Kindergartenkinder und Eltern. Unsere pädagogische Arbeit wird nun vom Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz geregelt. Wir haben schon immer unsere Arbeit dokumentiert, aber nun richten wir uns nach den Vorgaben des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes. G.K.: Das klingt aber ganz schön zeitaufwändig. B.S. Ja, das stimmt. Ich arbeite 35 Stunden pro Woche, davon entfallen 20 Stunden auf Verwaltungstätigkeiten wie Mitarbeiterbesprechungen, Elterngespräche, Dokumentationen, Abrechnungen usw. Für meine Arbeit in der Nestgruppe habe ich 15 Stunden zur Verfügung, bei der mich 2 Kinderpflegerinnen unterstützen sowie eine Sozialpädagogin, die im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Chancen bei uns arbeitet. G.K.: Was gefällt dir am besten in der Arbeit mit Kindern? B.S.: Das Leuchten in den Kinderaugen an Heiligabend, der unmittelbare Ausdruck von Lebensfreude, wenn Kinder glücklich sind. Kinder können noch staunen über die scheinbar kleinen Dinge wie eine Raupe.

G.K.: Was magst du gar nicht? B.S.: Getratsche. Wenn Kleinigkeiten zu Riesenproblemen aufgebauscht werden. Unwetter. Erdbeben. G.K. Erziehungsarbeit ist ja sehr anstrengend, wie schöpfst du neue Kraft für deinen Arbeitstag? B.S.: Ich tanke vor allem in meiner Familie auf. Seit 2012 bin ich Oma aus Leidenschaft. Und dann gibt es die Häusellohe, die meine „zweite Heimat“ ist. Ich bin Kassier des Vereins ENKL. Die Arbeit dort macht mir ungemeinen Spaß. Außerdem bin ich Vorstandsmitglied der Buchwald-Schützen. G.K.:Was wünscht du dir für die Zukunft? B.S.: Für meine Arbeit viele Kinder, und dass ich nicht zu alt für die Kinder werde... Für mich selbst, dass ich mich mehr um mich kümmere, um fit zu bleiben. G.K.: Liebe Gigi, vielen Dank für das Gespräch – und ganz herzlichen Dank für das, was du für unsere Kinder getan hast und tust! Gisela Krebs

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Die junge Seite

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Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden


Gemeindebrief053