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MAG.

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

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Chefredaktor: Michael Rechsteiner (rec) Redaktion: Andy Meier (ame) Claudia Peter (clp) Chanelle (cha) Christoph Schweizer (cs) Cyril Schicker (cys) Danae Loucatos (danae) Dani Zehnder (daz) Danko Jones David Eichler David Gadze (dave) Guelsha Adilji (gsh) Isabelle Riederer Joel Meier (jdm) Lukas Rühli (lru) Marco Rüegg (rgg) Margg Zanella (maz) Mario Corpataux (mac) Patrik Wydler (pat) Pascal Münger (mü) Rainer Etzweiler (rez) Rüebli Rock (rüebli) Sascha Wydler (saw) Schimun Krausz (shy) Timo Wagner (fkk) Vania Kukleta (van) Yves Baer (baer) Elvis Presley (king)

52

Fotos: Cornelius Fischer Shelley Jambresic Melanie Bloch Rüebli Rock Grafik & Layout: Joel Meier Propaganda & Events: Petra Hutter Verkauf: Andrea Nikles Rainer Etzweiler Distribution: Pit Kägi Team Rotkreuz: Martin Schiess Doris Von Euw Henna Matter Bruno Zollinger Gute Seele: Nadine Gujer Promogirls: Denise, Eva, Gigi, Jasmin, Jessica, Jennifer, Jenny, Laetitia, Laura, Luzia, Marc, Maria, Martina, Melanie, Olivia, Severine, Stefanie & Stefanie, Stephanie & Stephanie

Herausgeberin: All 4 Music & Lifestyle GmbH Geschäftsführer: Joel Meier Druck: DZ Hussmann, D-44867 Bochum Vetrieb: All 4 Music & Lifestyle GmbH / Valora AG,Muttenz Jahresabo: CHF 99.- (Ausland Euro 69.-) / abo@rockstar.ch Auflage: 50'000 Ex. Leser: 88 000 (MACH 2008-1) Redaktionsadresse: RockStar Magazine, Zweierstrasse 129, CH-8003 Zürich Telefon:+41 43 333 09 04, Telefax: +41 43 333 09 06, E-Mail: redaktion@rockstar.ch Verlag & Anzeigenverkauf: All 4 Music & Lifestyle GmbH, Riedstrasse 1, CH-6343 Rotkreuz Telefon:+41 41 799 59 50, Telefax:+41 41 799 59 51, E-Mail: rockstar@all4music.ch, Web: www.all4music.ch Anzeigenleitung: Joel Meier, Tel. +41 (0)43 333 09 04, Fax. +41 (0)41 799 59 51 , erfolg@rockstar.ch

IMPRESSUM

MAG.

Jegliche Verwendung des Inhaltes nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Für unaufgefordert eingesandte Dokumente, Druckfehler und irrtümliche Versprechen/Angebote übernimmt der Verlag keine Haftung. Member-Angebote so lange Vorrat. RockStar Magazine ist eine eingetragene Marke der All 4 Music & Lifestyle GmbH (c) 2008 Teilnahmeberechtigt an Wettbewerben, Preisausschreibungen und Verlosungen sind alle Personen. Teilnahme an allen Verlosungen (auch SMS) per Postkarte an RockStar Magazine, Wettbewerb «Betreff», Zweierstrasse 129, 8003 Zürich möglich. Persönliche oder Kontaktangaben sind nur für den internen Gebrauch bestimmt. RockStar Magazine behält sich vor, die Teilnehmer auch in anderem Zusammenhang per Post, E-Mail oder SMS anzuschreiben. Sachpreise können nicht umgetauscht, zurückgegeben oder in bar ausbezahlt werden. SMS-Newsletter abbestellen per SMS mit dem Text «Stop Pass» an die Zielnummer 991. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es wird keine Korrespondenz geführt.

N° 52


24

IN CONCERT On Tour 20/21 Promotion, Promotion 60 Konzert Kritiken 61

ROCKSTARS Amanda Palmer 18 Deichkind 21 Mudvayne 22 The Killers 24-26 Fall Out Boy 28/29 Nightwatchman 30/31 Die Toten Hosen 36/37 Bericht aus Bern 38 Pussyflame USA 43

THEMA Fuck You Award Die Nominierten 12/13 Provinz Aargau 33-35

STYLE

PROVINZ AARGAU33

BAND INDEX

AMANDA PALMER

Amanda Palmer 18 The Beauty Of Gemina 61 Celtic Frost 6 Deichkind 20 Delinquentes Habits 22 Disturbed 61 Fall Out Boy 28/29 Fleet Foxes 21 Hellmute 35 Herman Dune 23

18

ENTERTAINMENT Games 40-43 Gratis Urlaub 44/45 Sports 48 Wrestling 49 Action Dave 49 Bad Toys 56 Movies 57 Movies DVD 58 Hollywood Legends 59 Backstage 66 iPod-Groupie des Monats 66

MAG.

#

52

Fleet Foxes 20 Deichkind 22 Mudvayne 28 Fall Out Boy 30 Nightwatchman 42 Pussyflame USA 21

ANZKRISE

46/47FIN

FINANZ ♣♠ K ♥?

Gesehen 14 Body Mods' 14 Knigge 14 Fashion 16/17 Bikes & Honor 44 Autos & Karren 44 Tools 62

ROCKSTARS

THE KILLERS

Impressum 3 InTratsch 6/7 News 6/8 Danko's Diary 8 Facts About 10 Neil Diamond 10

E KRIS ♥?♣♠ Z N

36

INTRO

GRATIS URLAUB GUIDE

♥?♣♠FIN SE A RI

DIE TOTEN HOSEN

CHARTS Album des Monats 50/51 CD-Reviews 52/53

Johnossi 21 Keane 22 Kid Rock 20 The Killers 24-26 Ladytron 61 Mudvayne 23 Neil Diamond 10 Nightwatchman 30/31 Pendulum 21 Phaser Gun Ultra 35

Pirate Love 23 Pussyflame USA 42 redcharly 6 Slam & Howie 6 Snow Patrol 22 Stoneman 62 Die Toten Hosen 36/37 Travis 22 The Wave Pictures 23

FUCK YOU AWARD 2008: DIE NOMINATIONEN12


Wie Celtic-Frost-Frontmann Tom G. Warrior damals in die RockStarRedaktion stürmte und Heftli durch die Gegend schmiss, hat Adrian Winkler in seiner Doku „A Dying God“ nicht festgehalten. Alles andere aber schon. Am Dienstag, 11. November präsentiert die Musikschau im Zürcher Mascotte die Weltpremiere des Streifens, für den der Filmemacher die Band fast ein Jahr lang auf ihrer Comeback-Tour durch Europa, die USA und Japan begleitete. Weitere Infos auf www.musikschau.ch. Und jetzt entschuldigen Sie uns, wir müssen immer noch ein paar Heftli von der Decke kratzen. (fkk)

SHORT NEWS

Besser als „Ice Age 4“: Celtic Frost TourDoku

IN TR Hä?!?

Roaarr. Amen.

Ampel auf Grün: redcharly Wenn Siro Müller nicht auf die Drums der „Karaoke From Hell“-Band drischt, tut er es bei redcharly. Jetzt haben die Zürcher ihr Debütalbum „Shot By The Muse“ veröffentlicht und womit auch immer diese Muse geschossen hat: Gut gemacht, Mädchen. Das Album kracht mit straightem Rock dem Hörer entgegen, herausragend dabei die Stimme von Sänger Michi Frei. Auf www.redcharly.ch finden Sie die Termine der anstehenden Tour. Und wem nach einem verfrühten und verschwitzten Weihnachtsgeschenk ist, sollte sich unbedingt einen Konzertbesuch gönnen. (fkk)

Pfffff...

No Country For Old Men: Slam & Howie and the Reserve Men

Farin Urlaub meinte in einem Interview, er bewundere Bands wie Tocotronic um ihre Slogans. Hinter den Songs hingegen stecke ihm zuviel Konzept. Geht es hier noch um Bands oder Werbeagenturen?

MAG.

Im Anklagepunkt, den Country weg von John Brack und hin zur augenzwinkernden Muntermachermusik getreten zu haben, sprechen wir Slam & Howie and the Reserve Men gerne schuldig. Mit ihrem neuen Album „Guilty“ satteln die vier Berner jetzt ihre Rösser und haben auf ihrer anstehenden Tournee so einige Tanzscheunen in Deutschland, Italien und der Schweiz auf dem Plan. Schlau machen Sie sich am besten auf www.grandslam.ch, und fesch für den Konzertbesuch bei www.turifunk.ch oder so. (fkk)

N° 52

Nachdem Robert Plant verlauten liess, er würde nicht mit Led Zeppelin auf Tour oder für neue Aufnahmen ins Studio gehen, probt der Rest der Band jetzt mit dem Sänger Myles Kennedy (Alter Bridge) für mögliche Auftritte. Queen haben wenigstens noch gewartet, bis Freddie tot war.

Töööten.

Julian Casablancas von den Strokes hat zusammen mit Mark Ronson ein koreanisches BBQ-Restaurant in Hollywood eröffnet. Vom heissen Scheiss zur warmen Mahlzeit. Die Kleinstadt Warren in Ohio hat eine Strasse nach ihrem berühmtesten Sohn benannt: die Dave Grohl Alley. Früher hiess die Strasse übrigens Market Alley. Nach dem Zusammenbruch der Märkte eine gute Entscheidung.

„Spider-Man: The Musical“, für das Bono und The Edge die Musik komponieren, wächst zur teuersten BroadwayProduktion aller Zeiten heran. Das Budget beläuft sich momentan auf 40 Millionen Dollar und während der Spieldauer werden wöchentliche Kosten von etwa einer Million Dollar erwartet. Bei durchschnittlichen Ticketpreisen müsste das Musical also etwa 8000 Jahre Damon Albarn hat ein Problem: Er arbeitet an den Songs laufen, um die Kosten wieder einzuspielen. zum neuen Gorillaz-Album, doch Zeichner Jamie Hewitt ist Etwa soviel Redezeit müsste auch Bono aufwenden um von den Figuren mittlerweile zu Tode gelangweilt. plausibel zu erklären, wie diese Geldverbrennung Wer will sich schon für immer zum Affen machen? helfen soll, die Probleme in Afrika zu lösen. Carlos Santana hat angekündigt, mit 67 vom Musikbusiness zurück zu treten. Danach möchte er in Maui eine Kirche eröffnen und dort als Priester walten. Wie lange, bis vom „Church Of Santana“ Schild das erste N und letzte A geklaut werden?

Im September 2009 erscheint Nick Cave's neuer Roman „Death of Bonnie Muro“, erhältlich als Buch und Hörbuch. Auf Nick Cave's Schreibtisch wird mehr gestorben als in Steven Seagal's Filmografie. Ob er der nächste Präsident der USA sein wird, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Barack Obama hat zumindest neue Werbemethoden entdeckt: Virtuelle Poster von ihm erscheinen im Game „Guitar Hero 3: Legends of Rock“. Und demnächst „BaRock Band“ auf der Xbox 360?

NEWS

Auf seine Rückkehr warteten einige schon ihr halbes Leben: MTV-Legende Ray Cokes flimmert wieder über die Bildschirme. Und zwar auf dem Online-Musikkanal Putpat, den Viva-Gründer Dieter Gorny ins Netz stellen wird. Und auch wenn Cokes' Alter mittlerweile so hoch ist wie DSL-Übertragungsraten: Anschauen lohnt sich. Eine neue Rock-Supergroup ist am Start: Jubilee. Mit von der Partie sind Aaron North (The Icarus Line) und Michael Schumann (Queens of the Stone Age). Ebenfalls ist eine


RATSCH Phhhhh.

Fertig.

Hello again.

Mir stinkts.

Ausverkauft. Bububu.

Kohle her. Liste möglicher Sänger durchgesickert: Dave Grohl, Trent Reznor, Josh Homme und Maynard James Keenan. Robert Plant sucht sonst vielleicht momentan gerade eine Gelegenheit, seine alte Band eifersüchtig zu machen.

Jackson, bekam Zwillingstöchter. Vater ist der Musikproduzent Michael Lockwood. Kingsized Nachwuchs, auch nach dem Tod.

Musiker wie Radiohead, Kaiser Chiefs, Klaxons oder Robbie Williams haben sich zur „Featured Artist Coalition“ zusammengeschlossen. Die Musiker möchten mehr Mitspracherecht beim Copyright ihrer Songs, damit diese nicht von ihren alten Plattenfirmen auf unzähligen Best Ofs verramscht werden. Wenn es hilft, ausser Kontrolle geratene Biester wie das Kaiser Chiefs'sche „Ruby“ einzudämmen, gerne.

Nachdem sich Kate Moss und Jamie Hince noch einmal zusammen gerauft haben, bat der KillsGitarrist das Model, vom wilden Partyleben abzusehen. Immerhin verschenkte Moss darauf schon mal sämtlichen Champagner aus ihrem Kühlschrank an Freunde.

Schluss mit schmutzig: Die Dirty Pretty Things haben ihre Auflösung bekannt gegeben. Carl Barat's Band wird ihr letztes Konzert am 11. Dezember in London spielen. Schon wieder nach zwei Alben Schluss. Wenn Bands Milch wären, dann ist Carl Barat der Fenstersims an der Sonne.

Rockmusiker hält Supermodel vom Feiern ab? Und demnächst bringen die Österreicher den Brasilianern das Fussballspielen bei?

Jetzt aber.

The Long Blondes gehen getrennte Wege. Aufgrund gesundheitlicher Probleme von Gitarrist Dorian Cox lösen die Sheffielder ihre Band auf. Sängerin Kate Jackson plant bereits eine Solokarriere. Five Non Long Blondes.

IN TRATSCH

MAG.

Elvis wird Grosspapa. Tochter Lisa Marie, Ex von Nicholas Cage und Michael

N° 52


Klarstellung I AC/DC

IN OWN WORDS

Möglicherweise haben Sie gedacht, unserem Redaktor David Gadze sei in der letzten Ausgabe ein Fehler unterlaufen, als er im AC/DC-Bericht Brian Johnson statt Bon Scott sterben liess. Tatsächlich war es so, dass der Wechsel von Scott zu Johnson bereits beschlossene Sache war. Johnson starb jedoch völlig überraschend und wurde als er selber reinkarniert. Um die Trennung medienwirksam zu inszenieren, wurde Bon Scott in seinem Auto mit einer Bee-Gees-Platte zu Tode gequält. Jetzt wissen sie auch, warum man vermutet, er sei an Erbrochenem erstickt.

In der letzten Nummer haben wir auf einer ganzen Doppelseite gefeiert, dass wir im vergangenen Jahr 55% neue Leser gewonnen haben und damit die grossen Sieger der WemfErhebung 2008 sind. Auf der gleichen Doppelseite haben wir unsere 88'000 Leser denjenigen von Partynews gegenübergestellt. Wir müssen ja nicht erklären, wie viel Sieger-Sekt wir intus hatten, als wir die Zahlen zusammenzählten. Damit das aber ein für alle Mal klar ist: Wir haben tatsächlich 88'000 Leser (Wlk). Partynews aber nicht wie falsch errechnet, bloss 42'000, sondern deren 52'000 Leser und hat somit nicht 67%, sondern nur so um die 50% der Leserschaft verloren.

The Peacocks: Pfaugeil „Wir sind toll. Und sehen gut aus.“ – Nach gestandenen 18 Jahren Bandgeschichte ist eine gewisse Begeisterung für sich selber durchaus verständlich. Und bei den Peacocks auch berechtigt. Gelegenheit sich davon zu überzeugen gibt's diesen Herbst. Neben ganz vielen Shows in Deutschland, England und Irland geben sich die Herren aus Winterthur auch hierzulande die Ehre, im November und im Club Ihres Vertrauens (wem Sie vertrauen, schauen Sie am besten unter „Shows“ bei www.thepeacocks.ch). Dort spielen die stolzen Pfauen schweisstreibenden Rockabilly, Haartolle und Kontrabass inklusive. Sehr hörenswert. Und sehenswert. Und sowieso: Elvis lebt. (clp)

N° 52

DANKO'S DIARY Danko Jones gräbt für RockStar in der Plattenkiste vergessener 90's Rockhelden. Diesen Monat:

KARP - SUPLEX (I know in last month's issue I told you that I was designating my space in RockStar Magazine to heralding lost 90's rowdy rock gems but I need to clarify further and state that not one record chosen will be a godforsaken grunge album. Grunge is the most embarrassing tag any band could be given. I cringe when I hear legends like Mudhoney wrongly dubbed as grunge. They're an exemplary garage punk band nothing like the watered down corporate grunge beasts that they and Nirvana help spawn in the mid to late 90's like Staind, Creed and Days Of The New.) This month the first band up is Karp and their 1995 record, "Suplex". This crushing hard rock three-piece stormed the soft and easy shores of 90's indie rock via K Records, an Olympia, Washington label started by Calvin Johnson of The Beat Happening. K is known for housing bands like Mecca Normal and Chicks On Speed so it's no wonder I almost missed the boat on their debut 10" - Moustaches Wild when I first saw the K Records emblem. It actually took someone to almost handcuff me to the stereo and make me listen but I'm glad they did. For a band on K they sure do their best not to sound like a band on K, but rather a snazzy Melvins imitation. In fact, the whole basis for liking Karp is whether or not you like, or rather love, The Melvins. If you have more than a passing fancy, more like a burgeoning obsession for King Buzzo and the boys then Karp is definitely for you. Songs like "Lurch Miller" and "Meet Me In Lacey" could pass as Melvins b-sides and sometimes the similarity is too close for comfort. Singer Jared Warren even does his best King Buzzo impersonation, complete with child-like snarls, caveman barks and hyena yelps. The sludge of Sabbath coupled with the bizarro eccentricities of The Swans and Einstürzende Neubauten that make-up what The Melvins are all about is

MAG.

Klarstellung II Partynews

DJ'S DIARY

not lost on Karp but rather appropriated. As a card carrying Melvins fan sign me up for more appropriation. If there's one criticism I can muster it's that the album's artwork, including band photos, have a silly ironic professional wrestling motif, something that is funny for two minutes but gets old really fast. It's almost as if the band is using irony to apologize for being so heavy on such a sissy label. Personally, I hate the way indie rock generally view heavy rock as low-brow. It's usually done by some pretentious group of anorexic sub-males who take on indie rock affectations to impress some girl anyway and usually doesn't mean anything. Who says you can't enjoy Judas Priest and Tortoise or AC/DC and Band Of Horses? The strange twist to the Karp saga is that after they morphed into Tight Bros From Way Back When and then Big Business, Jared Warren actually ended up in Melvins which he is still a member of appearing on the "(A) Senile Animal" from 2006 and this year's "Nude In Boots". It's almost like a Melvins version of Judas Priest acquiring Tim "Ripper" Owens from a Priest cover band to fill the Rob Halford lead vocal slot as loosely depicted in the 2001 Mark Wahlberg movie, "Rockstar". Personally, I'm happy as a pig in shit that there's a little Karp in the Melvins now and I think both bands would all want it that way - at least the pigs in shit part.


buzzthegame.com

“‰”, “PlayStation” and “ ” are registered trademarks of Sony Computer Entertainment Inc. “ ” is a registered trademark of Sony Corporation. All rights reserved. Buzz!™: Brain Bender ©2008 Sony Computer Entertainment Europe. Published by Sony Computer Entertainment Europe. Developed by Curve Studios / Relentless Software Ltd. Buzz!™: Master Quiz ©2008 Sony Computer Entertainment Europe. Published by Sony Computer Entertainment Europe. Developed by Curve Studios / Relentless Software Ltd. Buzz! and the Buzz! logo are trademarks of Sony Computer Entertainment Europe. All rights reserved.

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Facts about:

Sir John Peel

INT

RO 724 GRÜNDE, WARUM

NEIL DIAMOND

DER GRÖSSTE KÜNSTLER ALLER ZEITEN IST.

(Gründe 311-320)

311. Brooklyn wurde in den vergangenen Monaten zum Epizentrum des arty Indie-Rocks. Während andere meschugge Gründe wie „bohemisches Ambiente“ oder „günstige Mieten“ dafür verantwortlich machen, ist uns klar: Neil Diamond wurde in Brooklyn geboren und wuchs dort auf, weshalb es bis heute noch in Brooklyns Musikszene kreativ blubbert. Hier einige Bands aus dem Viertel, und wie The Neil ihr Schaffen massgeblich beeinflusst.

Ladies and Gentleman. Träger des Excellent Order of the British Empire, einflussreichster Radio-DJ des 20. Jahrhunderts und Förderer sämtlicher Idole der RockStar-Redaktion. For God and The Empire: Sir John Peel. Vor vier Jahren ist der Radiopionier während eines Urlaubs im peruanischen Andenhochland Cusco einem Herzinfarkt erlegen. Zwar ist weder ein vierter Todestag noch sein 69. Geburtstag, den er dieses Jahr gefeiert hätte, eine runde Zahl für eine Ehrung, aber John Peel sollte man jedes Jahr huldigen. Eigentlich hätten wir Sir Peel ja jeden Monat im Heft, aber leider kniet sogar Papier vor dem Altmeister und wir konnten uns eine nachträgliche Glattpressung nur leisten, weil wir zu Beginn der kommenden Kältezeit unsere warmen Körper an reiche Witwen versteigerten. Hier die vier Gründe, wieso wir für diesen Mann unseren Körper verkaufen.

312. Zusammen mit Rick Rubin produzierte Neil Diamond 2005 das Comeback-Album „12 Songs“. Kurz darauf krallten sich auch MGMT Rick Rubin als Förderer und sind jetzt beim selben Label wie Neil Diamond. Und wie Neil Diamond hat auch MGMTler Ben Goldwasser eine Bar Mitzwa hinter sich.

313. Spielt man Neil Diamonds Hitalbum „Tap Root Manuscript“ mit doppelter Bassstärke und unter blinkenden Neonlichtern, keiner würde den Unterschied zu Yeasayer bemerken. Da haben Sie's. Und das nehmen wir jetzt auch nicht mehr zurück.

314. Gleiches gilt für Vampire Weekend, einfach mit halber Bassstärke und einem Kännchen Rotbuschtee auf dem Tisch.

315. Ohne seinen musizierenden Daddy Albert Hammond hätte es Albert Hammond Jr. wohl nie auf eine Bühne gebracht. Und der Name von Albert Hammond Seniors erster Band? The Diamond Boys.

316. TV On The Radio benannten sich nach der Begrüssung „This is T.V. on the Radio“ des britischen Radio-DJs Tommy Vance. Dieser moderierte in den Sechzigern bei „Radio Caroline“, das nach John F. Kennedys Tochter benannt wurde. Und wie wir alle schon längst auswendig gelernt haben, wurde auch Neil Diamonds Hymne „Sweet Caroline“ von JFK's Fratz inspiriert.

When there was good music on the radio Seine Karriere als Radio-DJ startete John Peel in den USA, wo der Brite dank seines Akzents als Beatles-Experte beliebt war. Zurück in England bekam er seine eigene Show bei der BBC, die er unter wechselnden Namen 40 Jahre lang produzierte. Seine Sendungen waren bekannt für kurze Kommentare, dafür umso mehr Sound. Peel war einer der ersten, der Punk, Reggae und Rap durch den Äther schickte.

Die jungen Wilden an der Leine

Star-Sprangled Sessions

Der Meister war bekannt dafür, junge Bands zu fördern. Und weil BBC weltweit empfangen wird, wussten das auch die Bands dieser Welt. So bekam Peel wöchentlich fast 300 Demos aus aller Welt, mit denen er seine Sendungen färbte. Mainstream war dabei nie sein Ding, Qualität wollte der Mann. Die Musikrichtung war ihm dabei egal. Der Engländer war der bekannteste DJ im Königreich, der Bands wie Aphex Twins oder Killing Joke spielte.

Das nachhaltigste, beliebteste und supertollste Vermächtnis waren seine Peel Sessions. Ohne grossen technischen Aufwand spielten Bands live in seinem Studio. Und nicht irgendwelche Bands. Wir sprechen hier von Sonic Youth, The Smiths, Pink Floyd, Queen, Nirvana, Led Zeppelin, Jimi Hendrix, Blur oder Bob Marley. Insgesamt über 4´000 Bands traten bei ihm live auf. Vieles davon wurde unter dem Namen „Peel Sessions“ auch auf CD veröffentlicht.

Homework

N° 52

MAG.

Während alle Leute ins Radio wollen, kam bei John Peel das Radio zu ihm. In seinem Landhaus in Suffolk richtete er sich ein Studio ein und übertrug seine Sendungen praktisch in den Hausschuhen. John Peel musste also nicht einmal duschen, bevor er Musikgeschichte schrieb.

FACTS ABOUT

The Peel and The Neil 724 plus 1: Bei einer Coverversion von Neil Diamond's „Song Sung Blue“ der Post-Punker Altered Image auf deren Album „Pinky Blue“ steuert John Peel die Backing Vocals bei.

von Pascal Münger

317. Der Name Hercules & Love Affair muss wohl eine Anspielung auf Kevin Sorbo sein, dessen Fernsehrolle als Herkules die Hausfrauen so scharf macht wie Gevatter Tod seine Sense. Und irgendwie müssen die Disco-Wiederbeleber von H&LA mitbekommen haben, dass Sorbo und Neil Diamond in deutschen Filmen denselben Synchronsprecher, nämlich Frank Glaubrecht, haben.

318. Das Album „The Getty Address“ der Dirty Projectors ist ein Konzeptwerk über den Eagles Frontmann Don Henley. Der wiederum spielte früher in einer Band Shiloh, was wiederum der Titel von Neil's Welt!-Hit! anno 1967 ist.

319. Und falls Ihnen Santogold's cräzy Glitzerhemdchen bekannt vorkommen: Solche Stöffchen streifte sich Neil in den Siebzigern backstage ab, kurz bevor er in die Lippen wartender Schönheitsköniginnen tauchte.

320. Wir haben da noch eine Theorie, dass Neil Diamond's Samenleiter an ihrem schlechtesten Tag noch immer mehr Verkehr produziert als die Brooklyn Bridge bei einer Massenpanik. Aber diese Theorie ist noch nicht ganz druckreif.


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3.11.2008

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THEMA

F Y Y F uck

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Bastien Girod „When Spielen mit Holzklötzen aus dem WWF-Shop goes wrong“: Bastien Girod will alle Autos, die Spass machen, von der Strasse verbannen. Grund ist mal wieder die Rundumkeule für ein kollektiv schlechtes Gewissen, der Klimawandel. Und selbst wenn der Jungpolitiker für eine löbliche Sache kämpft, wie gegen das Kleiderausziehen beim Bullenposten, protestieren er und seine dreadlockigen Schergen so, wie man Junge Grüne eigentlich nie sehen will: nackt. Sende SMS: FUCK BASTIEN an 991

?

N° 52

MAG.

d eine mächtige Wut und Mobiltelefone sin ehungen können Kombination. Liebesbezi eger gewählt werden. beendet und FYYFFA-Si , welche der folgenden Per SMS bestimmen Sie 2008 am ärgsten Nervbratzen die Schweiz mit Nachfolger von quälte. Der Sieger und da d Sven Epiney (2007) Chris von Rohr (2006) un an die „RockStar wird von uns schriftlich eier am 16. Dezember From Hell“-Weihnachtsf . Dort steht der auch im Mascotte eingeladen ahl und Hassfels in diesem Jahr aus Wutst Abholung bereit. geschmiedete FYYFFA zur rsönlich erschienen, Und sollte der Sieger pe r noch zwei Eier aus legen wir in diesem Jah ng drauf. Also, voten Schweizer Freilandhaltu gende Personen Sie ohne Gnade. Denn fol enen Monaten auch ng hatten sie in den verga nicht.

FYYFFA 08

Carl Hirschmann Lobenswert, dass Hirschmann mit seinem Club St. Germain in Zürich ein Auffanglager für Investmentbänker, auszubildende Coiffeusen und „In Touch“Prominenz etabliert hat. Jemand muss es ja machen. Trotzdem denken wir immer, da habe jemand Vera Dillier mit einem Saugoof aus dem Spielsalon gekreuzt und in ein stets um einen Knopf zu weit offenes Hemd gesteckt. Da überraschte es auch niemanden, dass Carl als Kicker in „Der Match“ die Zähheit von hellblauer Zuckerwatte bewies. Sende SMS: FUCK HIRSCH an 991

Felix Gutzwiler Wahrscheinlich fiel Gutzwiler als Kind beim Spielen in einen 20 Meter tiefen Aschenbecher. Zumindest scheint der Ständerat und Präventivmedizner (das sind sowas wie Ärzte, die Ihnen Krankheiten verrechnen, die Sie noch gar nicht haben) keine Ruhe zu geben, bis auch der letzte Raucher eine Glatze rasiert bekommt (wegen den Teerrückständen im Haar) und in einen mit Stacheldraht abgetrennten Bereich gesperrt wird. Ausserdem war Gutzwiler am Madonna-Konzert in Dübendorf. Wir hassen Madonna. Sende SMS: FUCK FELIX an 991

Marcel Ospel Würde Ernst Stavro Blofeld die Welt mit geklauten Atombomben erpressen, fände selbst er den Geldbetrag unverschämt, mit dem sich Marcel Ospel nach seinem Abgang bei der UBS die Tränen trocken tupfte. Zugegeben: Marcel Ospel und seine Henchmänner waren wesentlich erfolgreicher, die Welt in Angst und Chaos zu stürzen, als sämtliche Bond-Bösewichte zusammen. Dafür hat er aber trotzdem keine eigene Swatch-Uhr verdient. Höchstens Ihre Stimme. Denn im Gegensatz zu UBS-Generalversammlungen hat die bei uns noch was wert. Sende SMS: FUCK OSPEL an 991


8 0 ' F FA

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N E T R E I N I M O N E I D

Renzo Blumenthal

Mike Shiva

Widerstandsfähig wie eine Kakerlake mit Stahlhelmchen krabbelt Renzo auch geschätzte 34 Jahre nach seiner Wahl zum schönsten Schweizer durch die Presse (und ja, wir sind uns der Ironie bewusst, dass er es auch hiermit tut). Und zwar weil Renzo, mal von Ihrer Geburtstagsfeier abgesehen, an jedem Anlass auftaucht, wo mehr als drei Menschen einen Teller mit Häppchen halten. Ach, und sein BioSchinken mag zwar ganz lecker sein, aber seine neue Schmucklinie tackert er hoffentlich den Kühen zur Markierung ins Ohr statt sie zu verkaufen. Sende SMS: FUCK RENZO an 991

Als hätte man einen Solarium-süchtigen Dschinn aus seiner Flasche befreit, strömte Mike Shiva in den vergangenen Monaten plötzlich über sämtliche Fernsehkanäle. Spät nachts, wenn einsame Männer nach einem langen Arbeitstag ihre Erektion in festen Händen halten und nach barbusigen Call-In-QuizShowmoderatorinnen zappen, nur um ihren traurigen Anblick im Perlweiss von Mikes Grinsen spiegeln zu sehen. Und Shivas astrologische Lebensberatung? Die hat weiterhin den Wert einer Lehman-BrothersAktie und hat wohl bereits auch ähnlich viele Rentnerinnen um ihre Ersparnisse gebracht. Sende SMS: FUCK MIKE an 991

Vincent Raven Sein letzter Trick war auch sein bester: Vincent Raven machte sich wieder unsichtbar. Doch bevor es soweit war, mussten die Fernsehzuschauer auf Pro 7 viel Mystisches, äh, Mistiges ertragen. Als dringend unbenötigter Nachfolger von Uri Geller liess sich der Berner Hybrid aus Patrick Swayze und Hellraiser von seinen Krähen rührende Geschichten aus dem Totenreich flüstern. Und wir dachten, „The Crow 3“ wäre schon grottig. Wir möchten uns hiermit im Namen der Bundesregierung also auch bei den Zuschauern aus Deutschland und Österreich entschuldigen. Sende SMS: FUCK RAVEN an 991

Bauer Marc Bei „Bauer sucht Frau“ auf 3+ zeigte sich Kandidat Marc als glühender Verfechter der Frauenbewegung. Sofern das hiess, die Frau bewegt eine Schubkarre mit Kuhmist von der Wiese in den Stall. Vom Stall ins Gericht musste der fatal frisierte Kampfkuhzüchter, weil er den Vater einer geistig behinderten 18-Jährigen verprügelte, mit der Marc ab und an in die Kiste stieg. Und wir hören jetzt auf den Ratschlag unseres Anwalts und behaupten nicht, dass sowas in der Walliser Alpenwelt zur Tagesordnung gehört. Sende SMS: FUCK BAUER an 991

Patricia Boser

Jubaira Bachmann

Erscheint Patty Boser auf dem Fernsehbildschirm, ist das, als würde man mit einer Cüpliglasscherbe über eine Wandtafel kratzen. Als „Lifestyle“-Moderatorin, die sich bei Rolf Knie zu Hause Salatschüsseln zeigen lässt, schon schwer zu ertragen, erreichte La Boser als verzweifelte Singlefrau in den vergangenen Wochen neue Dimensionen der Volkserschütterung. Als würde Nella Martinetti von Carrie Bradshaw die „Sex and the City“-Kolumne übernehmen und jeden Satz mit „fancy“ anfangen und „seriously“ beenden. Sende SMS: FUCK PATTY an 991

Es habe Jubaira ganz schön gefuchst, im letzten Jahr nur Platz 2 im FYYFFA-Voting belegt zu haben und sie wäre den Preis schampar gern abholen gekommen. RockStar, Fachmagazin für zweite Chancen, schickt die VIVA-Musikchefin deshalb erneut ins Rennen. Und sei es nur dafür, dass ihr nackter Rücken bei der VJ-Suchkampagne „Talente“ wie Clemens Lützen anlockte. Und wenn wir hier schon mal jemanden von VIVA dran haben: Wechselt endlich die VH1-Beiträge. Darin werden J.Lo und Christina noch als relevant abgefeiert. Sende SMS: FUCK JUBAIRA an 991

Roland Nef

So stimmen Sie ab:

Senden Sie eine SMS mit dem Keywort Ihres Favoriten an die Zielnummer 991. (1.-/SMS) Unter allen Teilnehmern verlosen wir 10 Fuck You You Fuckin' Fuck T-Shirts und 10 Eintritte zur Preisverleihung im Mascotte am 16. Dez. Teilnahmeschluss: 20. November 2008

FYYFFA 08

MAG.

2008 verwandelte sich die Schweizer Armee endgültig in „National Lampoon's Animal House“ und hätte das nicht oft ein hässliches Ende genommen, wir hätten uns fast freiwillig wieder einziehen lassen. Momentan ist unser Heer ein flatterndes Hühnchen ohne Kopf, weil der Hühnchenkopf mit der Trennung seiner Freundin so gut umgehen konnte wie eine pubertierende Naomi Campbell. Und wer perverse Sexanzeigen mit der Adresse seiner Ex-Freundin aufgibt, dem fällt bei einem Angriff von Russland bestimmt auch nichts besseres ein, als 100'000 Sardellen-Pizzas an die Adresse von Wladimir Putin zu ordern. Sende SMS: FUCK NEF an 991

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Body Mods' wer macht was: Anker legen

WE ARE

Name: Diego De Alba Shop: Ever Pierced? Body Arts Studio, Ziegelrain 8, 5000 Aarau Stil: Dermal-Anchor Piercing Website: www.ever-pierced.ch

Make Up, sleepyhead! Die neusten Beautyprodukte aus der Welt der Schönen und Bleichen. Keiner versteht mehr davon, neben Frauen aufzuwachen, die am Vorabend noch wesentlich besser ausgeschaut haben, als unser Redaktor Timo Wagner. Was für Beautifulizer er jeweils am nächsten Tag beim heimlichen Handtaschen-Durchwühlen entdeckt, erfahren Sie hier.

Lash Sensation Carbon Black Mascara von Catrice „Damit sah jede ihrer Wimpern aus wie eine nachtschwarze Kletterstange zum Himmel: geschwungen, aufregend, grenzenlos.“

Eyeshadow Topcoat von Essence „Als wären ihre Augenlider ein Planetarium der Verführung, schimmerten sie mir den Weg durch die Dunkelheit in ihr tiefstes Inneres. Und das in drei Farben!“

Superstay Powergloss von Maybelline „Zwölf Stunden lang glänzten ihre Lippen und das Licht brach sich dabei im verführerischen Pink, als hätte sie das Universum geküsst und die Sterne wären dabei kleben geblieben.“

Ohrgiastisch: Metallica-Headphones von Skullcandy

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MAG.

Wir würden Sie nie so infam anlügen und behaupten, über die neuen Metallica-Kopfhörer von Skullcandy klänge „Death Magnetic“ 70% besser. Mit gutem Gewissen stecken wir Ihnen aber: Beim Anhören werden Sie um 80% besser aussehen. Mindestens! Die zwei Modelle „Lowrider“ (mit um 90° drehbaren Hörern im DJ-Style) und „Hesh“ (some kind of Monster mit In-LineVolume-Control und parabolischen Ohrenmuscheln) sorgen für perfekten Studiosound straight ins Lauschzentrum und sind zu kriegen bei www.skullcandy.com. Aber rätschtätsch, die Dinger sind limitiert. (fkk)

Ohren, Nase, Lippe und Intimbereich sind bereits zugetackert, doch Sie bilden sich noch immer akuten Eisenmangel ein? Die Dermal-Anchor-Piercing-Methode verschafft Abhilfe und gibt jeden Zentimeter Haut zum Abschuss frei. Durch die sogenannte Punching-Technik wird ein Loch in die Haut gestochert, das unnütze Stück Haut entfernt und das Unterteil des Piercings, der eigentliche Anker, eingelegt. Die gewählten Aufsätze können nach Tageslaune jederzeit ausgewechselt werden. Doch sollte der Job einem Fachmann überlassen werden, da die Haut ansonsten bald Löcher so gross wie die in der Österreichischen Fussballverteidigung hat. Seit etwa zwei Jahren gibt es die Dermal-Anchor-Technik auch in der Schweiz. Diego De Alba gehört zu den erfahrendsten auf diesem Gebiet und praktiziert in seinem vierstöckigen Piercingund Tattoo-Studio "Ever Pierced"? in Aarau. Für Ihren Anker also am besten gleich mal Segel in seine Richtung setzen. (pat)

RockStar-Knigge: Wieviele Applications darf ein Rockstar auf seinem Facebook-Profil ädden, ohne das es den Anschein macht, dass sich sein Leben nie weiter als einen halben Meter von einer Computertastatur entfernt abspielt? Der Rockstar beschäftigt sich nur Books From mit einem Facebook. Und das ist Boxes: Sumpftour ein kleines, schwarzes Büchlein, in Jeder Satz ist ein Vorschlaghämmerchen. Und das er schäbige Polaroidfotos von jeder Schlag lässt die Entrüstung heraufschnellen seinen Geschlechtspartnern klebt. wie den Unterschenkel beim Doktor. Ja, Hunter Dort darf er aber gerne notieren, S. Thompson schrieb „Fear And Loathing“ in was beim wilden Rumsrums für Las Vegas. Aber HST schrieb noch viel mehr. Applications verwendet wurde Anfang der 70er watet er den amerikanisch(Gummischläuche, Tierkostüme, durch en Polit-Sumpf, wo sich die machthungrigne KrokoGeorge McGovern und Richard Nixon gegenturkmenische Haschklumpen o.ä.). dile seitig zerfleischen. Mr. Gonzo sitzt mit scharfem Blick und noch schärferer Feder daneben, dokumenÜber diese und weitere Themen tiert Schlammschlachten, buddelt nach Intrigen, sich Feinde und verbrennt Unmengen an lässt es sich übrigens wunderbar macht Spesen. Er wäre der geborene RockStar-Redaktor gewesen, hätte er sein Leben nicht vor rund vier in der RockStar Magazine Jahren beendet. Gern zitierte HST das Buch der Offenbarung. Mit der Artikelsammlung „Angst und Facebook Group diskutieren. Schrecken im Wahlkampf“ ist ihm selbst ein zeitloses Zeitdokument gelungen, das diesen Herbst so Ähem. Ja. aktuell ist wie nie mehr, seit es im Januar 1973 durch

GESEHEN

die Druckwalzen rollte. Und das ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen. (rgg) Hunter S. Thompson „Angst und Schrecken im Wahlkampf“ (Heyne, ISBN: 978-3-453-40618-6)


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Zu Befehl: Pony Mädchen Clothing Das lang ersehnte Pflaster für all die seelisch verwundeten, die nie ein Wendy-Abo zu Weihnachten bekommen haben: Das Label Pony-Mädchen schneidert scharf geschnittene Uniformen und Kleidchen, die unsere Flanken ins richtige Licht rücken und die Jungs die Luft einsaugen lassen, als hätten sie grad einen kräftigen Hieb mit den Sporen bekommen. Für weitere Infos auf www.ponymaedchen.com traben. (danae)

Schmuckes zum Selberbasteln: Branding-Kit

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MAG.

Vorweihnachten, eine gefährliche Zeit für Paare. Denn statt mit unseren Liebsten den IKEA-Flokati vor dem heimischen Kamin zu versauen, werden wir zu Weihnachtsessen und Firmenfeiern eingeladen. Die Aushilfspraktikantin hat jetzt Brunftzeit und der Chef möchte einem die Weihnachtsgratifi(c)kation nach der dritten Flasche Freixenet am liebsten in Naturalien erstatten. Deshalb hier ein Tipp um seinen Liebsten daran zu erinnern, welcher Herde er angehört: das Mini-Branding-Kit, bestehend aus: Feuerzeug, Anfangsbuchstaben der Partnernamens (kann man leicht aus diesen stylischen, überdimensionalen Schlüsselanhängern gewinnen), eine Fonduegabel, Sekundenkleber und für Sissis Bepanthenespray. Danach warten, bis er/sie ermattet eingeschlafen ist um schliesslich: SSSSSSSSSSSSSSS!!! Und wenn er/sie aus Rache für die erfahrenen Schmerzen dann doch die Seraina vom Empfang und den Céderic aus der Buchhaltung pimpern: Soll'n sie doch, Spass wird's nicht machen wenn's verbrannt riecht. (danae)

Panti-Christ: Schlüpfer Unser

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Von Claudia Peter Panti-Christ machen Unterhösli. Nicht spitzenbesetzte Schlüpferchen, wie sie Dita Von Teese in monströsen Martinigläsern trägt, obwohl das durchaus auch seinen Reiz hat. Nein, das PantiChrist-Modell sieht relativ harmlos aus. Wenn da nicht das Design wäre. Wild bedruckt sind sie, die Slips, mit Lieblingsmotiven des Rock'n' Roll: Sid Vicious in Pink fürs Punk-Gelage,

schwarz mit „Highway to Hell“-Aufdruck zum Kauf von AC/DC's „Black Ice“, hellblau mit Clownsgesicht, um beim nächsten Zirkus-KnieBesuch Gregory den Finger zu zeigen. Aussuchen und anziehen machen auf jeden Fall genauso viel Spass wie das Ausziehen.

„Panties for women who know what they want“ ist der Slogan und konsequenterweise gibt es ausschliesslich Frauenhöschen sowie ab nächsten Sommer Bikinis. Dem Mann sei PantiChrist im Hinblick auf Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke trotzdem nicht nur


tatement Panti-Christ-Panties machen also vielen Menschen Freude. Aber sie machen auch Partys. So veranstaltet das Label regelmässig Burlesque-Shows, rücken ihre Kreationen in Fotoshootings in bestes Licht und haben neuerdings einen Podcast, den sogenannten Pantycast mit Psych-Rock und Punk der alten Schule. Für den Soundtrack zum Höschen anziehen ist also gesorgt. Und zum ausziehen natürlich auch.

FASHION

MAG.

wärmstens sondern heissestens ans Herz gelegt. Denn: „Frauen berichten von wilden und aussergewöhnlichen Erlebnissen mit ihren Panties”, erzählt Rob Butler von Panti-Christ. Mit Unterhosen Business zu betreiben, war nicht geplant, als Butler sich vor fünf Jahren im Jägermeistersuff zum „Panti-Christ“ deklarierte. Die ersten, handbedruckten Höschen gingen aber flugs weg wie Arbeitsplätze an der Wallstreet, weitere Kollektionen folgten. Mittlerweile operiert man aus Zürich einen Online-Store (www.pantichrist.com), um die grosse Nachfrage zu befriedigen.

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OTON Amanda Palmer „Who Killed Amanda Palmer“ (Roadrunner/MV) erschien Mitte September, „The Big Book Of Who Killed Amanda Palmer“ ab November im Handel.

Knocking On Heaven's Door

Amanda Palmer

Amanda Palmer war neunzig Mal tot. Trotzdem sieht die Sängerin der Dresden Dolls aus, als habe die Schönheit eine Hypothek auf ihrem Gesicht. Mit ihrem Solo-Album „Who Killed Amanda Palmer“ nähert sich die Diva der Unsterblichkeit. Fast so wie Sissi. von Marco Rüegg Amanda, laut dem Album-Cover bist du auf der Bühne gestorben. Was hast du gespielt? Hm. „Living On A Prayer“ von Bon Jovi, glaub ich. Oder vielleicht die Rolle der Cassandra aus „Cats“. Aber das auf der Bühne ist ja nur eine von vielen Todesarten. An Weihnachten erscheint ein Fotoband mit über 90 Bildern meiner eigenen Leiche.

Wie bewusst pflegst du den „AmandaPalmer-Chic“ mit Korsetts und weiten Roben? Ehrlich gesagt, denke ich kaum darüber nach. Einzig über das Ding mit den Korsagen. Weißt du, ich habe von Natur aus einen dicken Bauch. Und Korsagen machen schlank. (flüstert) Ich liebe die V-Form.

Dem unheimlichen alten Mann aus „Twide“ von den Dresden Dolls. Aber meine Songs kommen mit wenig Fiktion aus. Viele Charaktere sind aufgeblähte Ausprägungen meiner Person. Oder sie basieren auf Leuten aus meinem Leben.

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Vom Leben zurück zum Tod – noch ein Zitat für dich. Diesmal vom Chemiker Isaac Wie fühlt es sich an, 90 Tode zu sterben? Diese verträumten Outfits geben dir diesen Asinov: „Wenn mein Arzt mir mitteilt, ich (flüstert) Es ist phantastisch! „Alice im Wunderland“-Look. hätte noch sechs Minuten zu leben, würde (schaut zur Decke, haucht) Yeah. ich nicht lange grübeln. Ich würde Und deine Beisetzung? Da waren natürlich mehrere. schneller tippen.“ Man könnte das als Statement gegen die Sechs Minuten? Da würde ich meditieren. Fashion-Moderne interpretieren. Nehmen wir die echteste. Sechs Minuten gehen schnell vorbei. In 60 Nein, das wäre übertrieben. Klar ist da ein Die wäre vor zwei Wochen tatsächlich Minuten könnte man wenigstens was beinahe passiert. In Belfast, Irland, wollte ich Flair für ältere Sachen – Kleider, Häuser. Aber unternehmen. Dann würde ich alle ich überlege nie, was ich damit ausdrücken eine Strasse überqueren. Einmal auf die Schokoriegel in der Umgebung aufessen und falsche Seite gucken, wusch, lag ich auf einer will. Nimm die Dresden Dolls. Das war ein Unfall. Wir sind keine Konzept-Band wie Alice einen riesigen Capuccino mit Schoko und Motorhaube. Meinen rechten Fuss trage ich Zucker trinken. Ähm, würden alle Menschen Cooper, sondern probierten einige Outfits jetzt noch sechs Wochen in Gips. sterben oder nur ich? aus und blieben irgendwo hängen. Oder Hast du ein Lieblingskleid, in dem du gern mein Songwriting: Ich sitze nie mit einem Plan Nur du. beerdigt würdest? hin. Ich glaube, man muss sich selbst als Oh. Okay. Das ist was anderes. Dann würde Nun, ich bin in 90 Kleidern gestorben und Künstler vertrauen und wissen, was man will ich viele Leute anrufen, um mich zu jedes trägt seinen Teil zur Ästhetik der und mag. Und ich mag keine fucking Pläne! verabschieden. Und dann würde ich die Todesszene bei. Ich glaube, das Kleid auf Australier um ein Staatsbegräbnis in einem Bob Dylan sagt: „Ein Künstler ist jener, der dem Album-Cover wäre ideal – eine weissen Bett bitten. Ich bin sicher, sie wären sich nicht dafür hält.“ Antiquität, gegen 100 Jahre alt. einverstanden. Und wer ist das eigentlich da Und wer hat das Recht darüber zu Wo kriegst du solche Fummel her? entscheiden, was Kunst ist? Als Kind steckt in auf eurem Titel? Jenes ist von einer Freundin aus New York. jedem ein Künstler. Jeder Mensch ist Sissi, eine österreichische Kaiserin. Doch abgesehen von dieser einen artistisch. Der Unterschied ist: Manche folgen (haucht) Sie ist wunderschön. Und wie zur unglaublich coolen Strasse in Melbourne, der Intuition, andere ersticken sie. Hölle kommt die aufs Cover eines RockAustralien, gehe ich kaum shoppen. Ich suche Magazins? Ist sie etwa tot? Du erschaffst in deinen Songs all diese meine Kleider nicht, meine Kleider finden schrägen Charaktere. Welchem möchtest mich. Ich gehe durch die Strassen, plötzlich du auf keinen Fall in einer dunkeln Gasse springt mich eins aus dem Schaufenster an. begegnen?

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Welcome to Rockholm: Johnossi Dass Schweden rockt, wissen wir schon seit den Hellacopters. Spätestens mit den Hives und Mando Diao festigten die Nordlichter ihren Ruf als Rocknation. Noch nicht ganz so gross wie die erstgenannten sind Johnossi. Selbst schuld. Mit sägenden Gitarren, dick knüppelnden Drums und Melodien, die im Gehör kleben bleiben wie Bier im Haar, hätte das Duo nach ihrem selbst benannten Erstling das Zeug zum Massenphänomen gehabt, verweigerten sich aber mit der „Wir schreiben keine fucking Popsongs“-Attitüde auf ihrem zweiten Album „All They Ever Wanted“ trotzig dem Mainstream. Soll uns Recht sein, denn rocken so prall wie Pornoglocken tun die Jungs weiterhin. Zum Beispiel am 14.11. im Kofmehl Solothurn oder am 15.11. im ISC Bern. (fkk)

ON TOUR The Fratellis

10.11. Rohstofflager Zürich Slayer 10.11. Deutweg Winterthur

Adam Green

12.11. Avo Session BaselPendulum 14.11. Rohstofflager Zürich 14.11. Kofmehl Solothurn, 15.11. ISC Bern

Johnossi

Blood Red Shoes

16.11. ISC Bern

The Hoosiers

16.11. Volkshaus

Slipknot

Basel

17.11. Deutweg Winterthur

Wednesday 13

Fleet Foxes

17.11. Rohstofflager Zürich 17.11. Abart Zürich

Iglu & Hartly

18.11. Stall 6 Zürich Cold War Kids 19.11. Abart Zürich Scott Matthew 23.11. Bar 59 Luzern

Monster Magnet

24.11. Volkshaus Zürich 24.11. Mascotte Zürich

Wolf Parade

Bullet For My Valentine

25.11. Volkshaus Zürich 27.11. Stall 6 Zürich

The Faint

Bonaparte

29.11. Kugl St. Gallen

Kid Rock

RockStar presents:

The Fratellis: Beards & Beers

Die Brüder, die sich “die Brüder” nennen aber gar keine Brüder sind, kommen für einen Auftritt in die Schweiz. Im Sommer legten die Schotten ihr zweites Album „Here We Stand“ vor, jetzt stehen die Jungs am 10. November auf der Bühne des Rohstofflagers um zu beweisen, dass Glam-Pop auch mal einen roten Bart tragen darf. Denn zu Riff- und Refrainmonstern wie „Chelsea Dagger“ wurden in den vergangenen Monaten abertausende Bierbecher gehoben, ob jetzt im Pub, Fussballstadion oder in der Indie-Disco. Also: Hingehen und Bierbecher festhalten.

2.12. Maag Event Hall Zürich

Babyshambles

3.12. Deutweg Winterthur

Deichkind 9.12. X-tra Zürich

Seinen, ugh, Sommerhit „All Sommer Long“ klaute sich Kid Rock dermassen dreist zusammen, dass er für die anstehende Tour wahrscheinlich nur auf Bewährung draussen ist. Den Wandel zum rotnackigen Nu-Metaller zum Hits rotzenden Southern-Rocker ist ihm damit aber auch in Europa endgültig gelungen. Am 2. Dezember drum ein paar Humpen Moonshine runterstürzen und dann in die Maag Event Hall wanken, wo Mister R to the O to the C to the K seinen einzigen Gig in der Schweiz spielt. (fkk) RockStar verlost 2x2 Tickets in der Backstage Area. Anmelden mit SMS "PASS" an 991.

Londons Electro-Szene hat ein neues Schatzi: Pendulum, die mit ihrem Rock-infizierten Drum' n' Bass auf dem besten Weg sind, The Prodigy zu beerben. Für die Tour spritzten die drei Australier ihre Band auf sechs Mann fit. Prompt stiegen Pendulum damit in der Festivalsaison 2008 zu einem der meist gefeierten Live-Acts auf. Ihre Adrenalin-geladene Show bringen die Wahl-Engländer jetzt nach Zürich. Am 14. November wird das Rohstofflager mit Beats und Riffs und Bumms durchgeballert. Und Sie sind hoffentlich mitten drin. (fkk)

Fleet Foxes: Gewaltlos in Seattle

Aus Seattle kommt nicht nur schwerwütiger Grunge. Seit Kurt Cobain zu tief in die Schrotflinte geschaut hat, ist der eh tot. Also, der Grunge. Gut, Kurt ebenfalls. Aber auch die Alternative-Rocker von Soundgarden, die HeavyMetaller von Queensrÿche und der Turntable-Akrobat Sir-Mix-A-Lot sind in Seattle vom zarten Independent-Pflänzchen zum stämmigen Major-Baum gereift. Jetzt blüht mit den Fleet Foxes auch noch eine melancholische FolkPop-Blume und fängt an, ihre Samen in die ganze Welt zu verteilen. Das mit den Blumen ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Die Fleet Foxes sind nämlich so etwas wie verkappte Hippies. Aber sie so zu nennen wäre nicht nett; denn das Quintett aus Seattle macht doch so nette Lieder. Und die sind entstanden, nachdem Band-Gründer Robin Pecknold und sein bester Freund und Gitarrist Skye Skjelset zu lange den elterlichen Dachboden nach staubigen Schallplatten durchwühlt hatten. Dabei fanden sie Scheiben von Simon & Garfunkel, den Beach Boys, Bob Dylan und The Mamas & The Papas und nahmen sie in den Proberaum. Dort haben sie mit drei weiteren, mit Rauschbärten bewucherten Freunden Indie-Folk-Songs geschrieben und gespielt. Ab 2006 gaben sie auch auf kleinen Club-Bühnen ihre betörend-schönen Werke zum Besten und wurden schliesslich vom mainstream-inkompatiblen Label Sub Pop gesigned. Im Sommer dieses Jahres erreichte ihr selbstbetiteltes Debüt auch das europäische Festland und im Spätherbst reist die Band gleich nach, um mit ihren pädophilesquen Bärten junge Mütter zu erschrecken und mit ihrer folkigen, fast schon kirchlich erhabenen Musik anspruchsvolle Hörer zu entzücken. Auch in Zürich, und zwar am 17.11. im Abart. (shy)

BANDMIX

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Kid Rockt auch im Herbst

OVERBOARDING FROM DOWN UNDER: PENDULUM

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Zum Donnerwetter: Mudvayne Mudvayne, zu Beginn noch als plumpe Slipknot-Kopie belächelt (obwohl sich die vier Illinoiser bereits Jahre vor den neun Iowahner maskierten) sind dem Ruf einer bestenfalls mittelmässig krachenden Nu-Metal-Band längst entwischt. 2006 und 2007 schienen Mudvayne noch ihren letzten Ton zu pfeifen, Sänger Chad Gray und Gitarrist Greg Tibbett tourten mit Vinnie Paul, ehemaliger Pantera-Drummer und Bruder des viel zu früh verstorbenen Dimebag Darrell, als Hellyeah durch die USA. Dabei muss Mudvayne's Bandkern ordentlich Energie getankt haben, der sich jetzt im neuen Album „The New Game“ entlädt. Die bretterharten Songs zeigen, dass Mudvayne zumindest im Punkt „2008 ein grandioses Album vorlegen, womit keiner mehr gerechnet hätte“ Slipknot kopieren. Und das lässt man gerne durchgehen. (pat)

Männer wie Wohlfühl-Kaffee:

The Wave Pictures & Herman Dune

TIPPS

Der Kessel pfeift fröhlich auf der Herdplatte britischer Indie-Musik: The Wave Pictures veröffentlichen ihr neues Album „Instant Coffee Baby“. Die drei Jungs mögen so cool sein, wie von Mutti zur Party gebracht zu werden, spielen aber klug getexteten Folk-Pop, der einem das Herz ableckt wie ein liebeshungriges Hundebaby. Bevor Ihnen aber ob all diesen frisch verliebten Vergleichen das Obst hoch kommt: Schluffige LoFi-Riffs und nöhliger Violent Femmes Gesang machen The Wave Pictures auch vor den kaltschnäuzigsten Hippstern völlig vertretbar. Und eben noch auf dem T-Shirt von Sänger David, jetzt schon ebenfalls mit neuer LP „Next Year In Zion“ am Start: Herman Dune. Die Franzosen musizieren ähnlich melodieverliebt wie ihre Kumpels aus London und brechen mit Songs wie „My Home Is Nowhere Without You“ garantiert das Herz Ihrer Lieblingsfrau. (rec)

Die guten von den neuen: Wenn nicht schon das ganze Album, dann folgende Songs vom Netz ziehen. Travis „Ode To J. Smith“ (seit dem 26. September erhältlich): ? „J. Smith“ ? „Before You Were Young“ ? „Quite Free“ Keane „Perfect Symmetry“ (seit dem 10. Oktober erhältlich): ? „Spiralling“ ? „The Lovers Are Losing“ ? „Better Than This“

Clear Drinks in Black Forest: Delinquent Habits

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Der deutsche Schwarzwald wird gemeinhin selten mit dem hothothot Fuego Lateinamerikas in Verbindung gebracht. Echte mofo-Rapper brechen aber nicht nur die popeligen normalen Gesetze, sie heben auch die der Natur auf. Darum hat sich die LatinKopfnicker-Truppe Delinquent Habits aus Los Angeles in ihren rostigen Konserven-Bus gesetzt und ist erst wieder ausgestiegen, als sie den zum „Neuwerk 13“-Aufnahme-Studio umgebauten Stall in besagtem Schwarzwald erreicht hatte. Neben der Vernichtung von grünem Kraut hatte ihr Aufenthalt dort vor allem einen Zweck: Die Huldigung ihres nicht minder betäubenden Lieblings-Gesöffs Tequila. Da es des Musikers Job ist, Musik zu machen, haben die Delinquent Habits darum einen Lobgesang über das Agaven-Getränk verfasst und vertont. Das Verfassen haben wir fotografiert, das Vertonte hören Sie unter. (shy)

BANDMIX

Snow Patrol „A Hundred Million Suns“ (seit dem 24. Oktober erhältlich): ? „Take Back The City“ ? „The Golden Floor“ ? „Engines“ The Wave Pictures „Instand Coffee Baby“ (seit dem 24. Oktober erhältlich): ? „Strange Fruit For David“ ? „I Love You Like A Madman“ ? „Cassius Clay“ Herman Dune „Next Year In Zion“ (seit dem 19. September erhältlich): ? „My Home Is Nowhere Without You“ ? „Someone Knows Better Than Me“ ? „Try To Think About Me“ Pirate Love „Black Vodoun Space Blues“ (seit dem 31. Oktober erhältlich): ? „The Lovely Streets“ ? „Laughing Gas“ ? „Broken Soul #2“ Mudvayne „The New Game“ (ab dem 14. November erhältlich): ? „Dull Boy“ ? „Do What You Do“ ? „A New Game“


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Das Plattencover verrät es: The Killers, dieser glitzernde Stern am Musikhimmel, mutieren zur Diskokugel. Mit mehr Beats und weniger Bombast zelebrieren sie die Erneuerung. In London sprachen wir mit dem wortkargen Sänger Brandon Flowers und dem Gitarristen Dave Keuning über das kommende Album „Day & Age“, Amerika und ihr neues altes Leben als Familienväter. Noch vor etwas mehr als vier Jahren galten die Killers als das next big thing der Musikszene. Dann haben die Hits wie „Somebody Told Me“ und „Mr. Brightside“ die Band innert kürzester Zeit zu einem Riesending heranwachsen lassen, das Arenen füllt, Millionen von Platten verkauft und die Konkurrenz mühelos distanziert. Von Anfang an gab es nur ein Ziel: ganz nach oben und darüber hinaus. Selbst in einer Zeit der Rezession und sinkender Börsenkurse sieht Dave für seine Band weiterhin viel Wachstumspotenzial: „Es gibt immer noch eine Menge Leute, die noch nie etwas von uns gehört haben und die wir erreichen möchten.“ Die Erfolge verwirklichten einen Traum, den sich die Band selbst ins Programm geschrieben hatte. „Manchmal fällt es mir schwer, das alles richtig einzuordnen“, gibt Brandon zu. Und der Traum ist noch lange nicht ausgeträumt: „Es gibt immer noch Dinge, von denen wir träumen können. Wir sind noch lange nicht am kreativen Höhepunkt angekommen. Ich glaube, dass in uns immer noch bessere, grössere Songs schlummern als die bisherigen. Und jeder Musiker will einmal im WembleyStadion spielen. Es gibt also noch einiges zu erledigen.“

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Meet the Parents So sehr die Killers den plötzlichen Ruhm genossen, bald mussten sie feststellen, dass das Rampenlicht auch Schatten wirft. Insbesondere Brandon war anfangs mit seiner exponierten Rolle überfordert. Der scheue Frontmann schlitterte in eine Identitätskrise. „Die Musik hat mir nicht geholfen, die Krise zu überwinden oder die Antwort zu finden auf die Frage, wer ich bin“, erzählt der 27Jährige und wimmelt die Frage mit einem Lachen gleich wieder ab. Auch seit sein Sohn Ammon vor mehr als einem Jahr auf die Welt kam, habe sich nicht viel verändert, ausser dass er jetzt öfter zu Hause sei. Dave, selbst seit drei Jahren Vater eines Sohnes, sieht die Angelegenheit etwas differenzierter: „Natürlich haben die Familien unser Leben beeinflusst. Wir versuchen, unseren Zeitplan so zu gestalten, dass wir immer wieder eine Woche zu Hause sein können. Wir sind keine Lahmärsche, aber wir schätzen die Zeit, die wir mit unseren Familien verbringen. Ich kann nicht beurteilen, ob diese neue Situation

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auch unsere Musik beeinflusst hat oder nicht. Wir haben jedenfalls denselben Spass wie früher, auch on the road. Einfach anders.“ Brandon hält fest: „Wir sind immer noch dieselben Personen. Zusammen unternehmen wie diese seltsame Reise, die oft auch eine Achterbahnfahrt ist. Du weisst nie, was als nächstes passieren wird. Das macht es spannend.“ Neu um jeden Price Ein neuer Zwischenstopp auf der Reise ist das neue Werk „Day & Age“. Produziert wurde die Platte von Stuart „Thin White Duke“ Price, der sich um die Jahrtausendwende mit den Electroclash-Projekten Zoot Woman und Les Rhythmes Digitales einen Namen gemacht und einen Grossteil von Madonna's Album „Confessions On A Dancefloor“ komponiert und produziert hat. Nachdem die Killers bereits auf ihrer letzten Platte „Sawdust“ beim Track „Leave The Bourbon On The Shelf“ mit Price zusammengearbeitet hatten, engagierten sie ihn für ihr drittes Studioalbum. „Er ist sehr musikalisch. Seine Eltern waren beide klassisch ausgebildete Pianisten“, sagt Brandon. „Stuart ist grossartig darin, elektronische Sounds zu finden und sie mit deiner Musik zu verknüpfen. Einige seiner Ideen funktionierten, andere nicht. Er ist jung und ambitiös und es war spannend, mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Dave ergänzt: „Er macht seine Sache sehr gut und arbeitet sehr schnell. Ausserdem brachte er immer wieder neue Inputs, was uns nicht nur unseren Teil der Arbeit erleichterte, sondern uns auch einen Schritt nach vorne brachte. Ausserdem ist er etwa gleich alt wie wir und mag dieselbe Musik.“

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Die Arbeit an „Day & Age“ begann bereits vor zwei Jahren,


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als Brandon bereits während der Tournee erste Songs schrieb. „Dieses Album entstand auf der ganzen Welt – von Panama über Rio, Budapest, Texas bis nach London“, erzählt er. „Tourneen geben der Musik einen Drive. Ich versuche das zu nutzen und finde auch unterwegs immer genügend Zeit, mich ins Songwriting zu vertiefen.“ Um sich selbst neu herauszufordern, gönnte sich die Band eine sechsmonatige Pause, in der jeder für sich an neuem Material arbeitete und es per Mail an die anderen schickte – auch an Stuart Price, der von Anfang an in den kreativen Prozess eingebunden wurde. Schliesslich schloss sich die Band im April und Mai in Las Vegas zu ersten Aufnahmesessions in ihr eigenes Studio ein, ehe Price dazu kam und den Sound aufpumpte. Nach dem breitschultrigen Bombast-Rock auf „Sam's Town“ wollten die Killers ursprünglich ein Album machen, das schlanker und zugleich experimenteller daherkommt. „Die Idee war, zwischendurch auch ohne Keyboards, vielleicht sogar akustisch zu arbeiten. Doch als sich herausstellte, dass wir mit Stuart zusammenarbeiten würden, haben wir diesen Plan verworfen. Mit ihm an der Seite nutzten wir jede Technologie, die uns zur Verfügung stand“, erzählt Dave. Entstanden ist eine Platte, auf der Rock und Disco ineinander übergehen, die durchaus auch ihre kitschigen und grosskotzigen Seiten zeigen darf und die die KillersAnhängerschaft vor die Treueprüfung stellen wird. Das Ziel war, den Sound der ersten beiden Studioalben fortzuführen und in einen neuen Kontext zu überführen. „Wir versuchen immer, musikalisch weiter zu wachsen und besser zu werden. Das kann man nur, wenn man verschiedene Sachen ausprobiert. Und diese Platte ist definitiv anders als die letzten beiden“, sagt Brandon. Dave doppelt nach: „Wir wollen mit jedem Album beweisen, dass wir eine relevante Band sind, die es wert ist, gehört zu werden.“ Talkin' about America Während „Sam's Town“ eine romantisch-verklärte Liebeserklärung an die amerikanische Kultur symbolisierte, geht Brandon im Song „Human“ wieder auf Distanz. In der Zeile „Are we human/or are we dancer?“ greift er einen Kommentar von Hunter S. Thompson auf, der einst sagte, in Amerika werde eine neue Generation von Tänzern herangezüchtet – als Metapher für eine von aussen gelenkte Körperhülle ohne eigenen Willen und Individualität. Auch was die bevorstehenden Wahlen und die mit der Kandidatur Barack Obamas verbundene Hoffnung auf eine Änderung der amerikanischen Politik angeht, gibt sich Brandon nachdenklich: „Ich hoffe, dass sich die Dinge bessern und die Leute Amerika in einem neuen Licht sehen werden.“ „Er erinnert mich an Clinton, er bringt frische Ideen und will etwas bewegen“, fügt Dave an. „Selbst wenn er nicht immer die Möglichkeit dazu haben sollte – ich will jemanden haben, der es wenigstens versuchen möchte. Wir haben eine Menge Probleme, die gelöst werden müssen.“ Einst sagte Brandon, die Musik der Killers mache die Welt zu einem besseren Ort. Dazu steht er auch heute noch: „Unsere Musik ist sehr optimistisch. Sie hat etwas Ergreifendes und Mystisches und gibt den Menschen die Möglichkeit, sich in eine eigene Realität zurückzuziehen. Ich glaube, dass das einen positiven Effekt hat.“ Wozu braucht es also noch Präsidenten?

The Killers „Day & Age“ erscheint am 21. November. Live am 18. März 2009 in Zürich (Maag Event Hall).

THE KILLERS „Day & Age“ Leider war die Platte bei Redaktionsschluss immer noch geheimer als der Aufenthaltsort von Osama Bin Laden. Dank unserer guten Kontakte zur CIA konnten wir dennoch einen Teil des Albums schon hören. Wenn die eine Hälfte hält, was die andere verspricht, könnte „Day & Age“ zu einem Höhepunkt am Jahresende werden. The Killers zeigen sich so experimentierfreudig wie noch nie, putschen den ohnehin schon pompösen Sound mit knackigen Disco-Beats auf und kleistern die Songs mit Saxofon-Parts und StreicherArrangements zu zusätzlicher Fülle. Natürlich ist das stellenweise überladen – aber nur so schlägt es auch richtig doll ein. Freuen Sie sich also auf diese Platte wie unsere Kollegen von der CIA auf Osama. (dave)

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26.01.2007

16:02:17 Uhr


Fall Out Boy:

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Drei Männer und ein Babe

„Ich bin zwar Straight Edge, aber ich liebe es, einen Haufen Kokain vor mir zu sehen. Einfach, weil es cool auschaut.“ –Andy Hurley

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Erst hassten ihn die Jungs, weil ihre Freundinnen zu seinen Handynacktfotos im Internet masturbierten, dann, weil er ihnen Ashlee Simpson wegheiratete. Doch für „Infinity On High“, dem letztjährigen Album seiner Band Fall Out Boy, muss man Pete Wentz bewundernd die Hand schütteln. Der vierte Longplayer machte die Chicagoer in den USA zu A-Ligisten in Sachen MTV-tauglichem Rock. Jetzt ist der Nachfolger „Folie À Deux“ im Kasten. Und im hippen Glas- und Betonkasten des ME Hotels in Barcelona trafen wir die Band (Sänger und Gitarrist Patrick Stump, Bassist und Langschläfer Pete Wentz, Gitarrist Joe Troham und Drummer Andy Hurley) anlässlich der Eröffnung von Pete's Bar Angels & Kings.

ROCKSTARS

Ursprünglich hätte „Folie À Deux“ am Tag der amerikanischen Präsidentschaftswahl erscheinen sollen. Jetzt wurde der Release auf den 12. Dezember verschoben. Warum? Patrick: Vor sechs Monaten dachten wir noch, es wäre eine lustige Idee. Aber dieser Election Day ist nicht der richtige Zeitpunkt für witzige Ideen. Das wird die wichtigste Wahl der heutigen Zeit. Und obwohl „Folie À Deux“ auch einen sozialen Bezug nimmt und wir unsere Standpunkte zu den Kandidaten öffentlich kommentiert haben, wollen wir nicht den Anschein erwecken, dass wir


Hoffen wir, das Warten lohnt sich. Patrick: Nach „Infinity On High“ ist „Folie À Deux“ das zweite Album, von dem ich sagen kann, damit vollkommen zufrieden zu sein. Wir haben alle vier unseren Teil dazu beigetragen und ich denke, die Fans werden den Spass spüren, den wir bei den Aufnahmen dazu hatten. Wie seid ihr die Sache angegangen? Patrick: Pete schreibt alle Texte und ich den grössten Teil der Musik. Ich denke es ist mir ziemlich gut gelungen, das Feeling von Pete's Texten in die Musik zu übertragen. Nehmen wir den Song „I Don't Care“ als Beispiel. Die Lyrics sind ziemlich brutal und direkt. Also habe ich dieses ungeschminkte Blues-Riff genommen. Gleichzeitig wird es aber überdeckt von Synthies und dem völlig überproduzierten Drum. Ich denke, damit wurden Pete's Lyrics perfekt eingebettet. Oder? Pete nickt müde, aber zufrieden. „Infinity On High“ erntete von der Kritik fast nur Lob, trotzdem sind Fall Out Boy eine Band mit mindestens sovielen Gegnern wie Fans. Treffen euch die Anfeindungen? Patrick: Ich hasse es, wie die Leute über Pete herziehen. Es gibt Menschen, die kommen zu mir und sagen „Hey, ich liebe deine Band und deinen Gesang, aber euren Basser hasse ich“. Doch wer Pete hasst, der hasst auch die Band, denn er ist ein wichtiger Teil in dieser Band. Echt jetzt: Dass ich jetzt hier sitze, habe ich Pete zu verdanken. Ich war früher Schlagzeuger und Pete hat an mich als Sänger geglaubt und mich dazu ermutigt, ans Mikro zu treten. Und das wirst du auch bei der anstehenden Tour. Erinnert ihr euch noch an den Schweizer Gig im letzten Jahr? Joe: Wir kommen immer wieder gern in alle Länder zurück. Es gibt praktisch kein Land, das wir nicht mehr sehen möchten. Bei euch kann ich mich dran erinnern, dass jemand im BackstageBereich „Everybody Loves Raymond“ geguckt hat. Das gibt einige Pluspunkte! Ich liebe diese Show. Habt ihr irgendwelche Rituale, die ihr vor jeder Show durchzieht oder worauf könnt ihr backstage auf keinen Fall verzichten? Patrick: Wir haben einfach unsere kleinen Dinge, die jeder braucht. Und unsere Instrumente, um uns aufzuwärmen. Andy: Ich bin zwar Straight Edge, aber ich liebe es, einen Haufen Kokain vor mir zu sehen. Einfach, weil es cool auschaut. Patrick: Und wir haben vor jeder Show eine spezielle Art, uns ein „High-Five“ zu geben. Joe: Aber nicht irgendwie auf sexuelle Weise, ähem! Kommen wir noch einmal auf den Election Day. Im Wahlkampf wird ja gerne eine bessere Welt versprochen. Habt ihr ein paar Tipps für eine solche? Andy: Ja, ich möchte meine Freunde häufiger küssen. Frei nach dem Motto: „Küsse für meine Freunde, Kugeln für meine Feinde“. Patrick: Ich werde Solarzellen an mein Haus montieren. So kann ich unabhängig Strom für mein Haus erzeugen. Ha. Pete: Und mit weniger Sprechen mache ich die Welt zu einem besseren Ort.

Fall Out Boy Showcase, Angels & Kings Barcelona, 9. Oktober Wer mit grosser Kelle anrührt und seine erste Bar ausserhalb den US of A eröffnet, der muss auch mit grossen Löffeln die Suppe auslöffeln: Mit Red Carpet (der violett war) und Sushi-Bar luden Fall Out Boy zu einem 30-minütigen Set. Bereits im zweiten Song erwies sich die Band als Rettungsschwimmer und hauchte dem eigentlich bereits in unzähligen Coverversionen ersoffenen „Beat It“ von Jacko neues Leben ein. Danach schwamm die Band in vertrauten Gewässern wie „Thanx For The Memories“ oder „Dance, Dance“ und sorgte mit der neuen Single „I Don't Care“ für Begeisterungswellen. Zum Schluss übergab FOB-Lyriker Pete Wentz seinen Bass dem Roadie und griff selbst zum Mikro, um sich die Seele aus dem Leib zu schreien. Der Schlachtruf bewies: Die Jungs sind heiss gelaufen, die Tour kann losgehen. (saw)

This ain't a scene, it's Pete's Bar: Angels & Kings Barcelona

Pete Wentz muss das Bruttosozialprodukt eines kleines Staates haben: Er textet und spielt den Bass bei FOB, betreibt ein Kleider- und Plattenlabel und veröffentlichte 2005 das Buch „The Boy With The Thorn In His Side“. Im April letzten Jahres eröffnete Pete ausserdem die erste Angels & Kings Bar im New Yorker East Village. Eine in Chicago folgte und mit Barcelona hat der Mann, der vorgeben muss, Ashlee Simpson's Musik zu mögen, auch in Europa eine Stadt für seine gastronomische Vision gefunden. Das Angels & Kings ist im sechsten Stock des ME Hotels und soll ein Treffpunkt für Musiker und Fans sein, ohne VIP-Bereich und Blackberry-Konferenzen. Für das Deko-Konzept war Herr Wentz höchstpersönlich zuständig. Typisch ist der gothische und dunkle Stil: Wenig Licht, schwarze Stühle und Wände, geziert mit Mugshots von Promis. Speziell am katalanischen Engels-Bruder ist der grosse Aussenbereich mit Pool. Partys, die man noch bis Menorca hört, sind also garantiert. (saw)

Doppelt spinnt besser: Folie À Deux Einen französischen Albumtitel und einen Typen im Bärenkostüm, der einen leibhaftigen Bären Huckepack nimmt? Will uns Fall Out Boy damit einen Bären aufbinden? Nein, tatsächlich symbolisiert dieser Bär den Albumtitel. 1877 hat Ernest-Charles Lasègue diesem Phänomen der „Geistesstörung zu zweit“ erstmals einen Namen gegeben. Es bezeichnet die relativ seltene, ganze oder teilweise Übernahme einer Wahnsymptomatik durch einen nahe stehenden Partner, der aber selber nicht wahnkrank ist. Beispiel: Kumpel meint „Das neue Album von Sir Colin ist ja wohl geil“, und Sie sagen „Ja, das find ich auch.“ (saw)

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einfach auf der Welle der Wahl reiten. Da wir den Termin nun verschieben, werden wir natürlich einige Specials auf die CD packen oder die PreOrders honorieren. Mal schauen, in welcher Form.

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Tom Morello: Die Qual der Wahl ROCKSTARS

Pünktlich zum US-Wahlkampf schiesst Tom Morello aka The Nightwatchman auf dem neuen Album „The Fabled City“ mit scharfer Rhetorik und angriffigen Texten gegen das Politestablishment. Im Interview erklärt er, warum es in den USA keinen guten Präsidenten geben kann, selbst wenn er Barack Obama heissen sollte. von David Gadze


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Die vollständige Rehabilitierung des Kantons Aargau (musikalisch und auch sonst)

2001 hat angerufen, es möchte seine AargauerWitze zurück. 2005 hat auch angerufen, es möchte seine '2001 hat angerufen"-Witze zurück. Und nachdem wir all die Anrufe entgegen genommen haben, stellen wir fest: Beim Thema Aargau wird noch immer viel gehämt und fremd geschämt. Nachdem RockStar in der Vergangenheit das Image von Neil Diamond, Pro-Wrestling und Chihuahuas wieder aufgepäppelt hat, legen wir jetzt den Arm um diese 1'404 Quadratkilometer und flüstern: „Hör nicht hin. Die Leute meinen das nicht so. Sie wissen es nicht besser. Wir lieben dich.“ Denn für jedes AKW gibt es im Aargau ein tolles Label. Für jeden Autobahnkilometer eine auscheckenswerte Band. Und für jeden an einem Samstag Abend im Palavrion getrunkenen WodkaRed Bull einen fantastischen Song im Radio.

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von Michael Rechsteiner (Heimatort Appenzell, geboren und seit 27 Jahren wohnhaft in Zürich)

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Monica Morell fing nie mehr was an einem Sonntag an, weil ein Sonntag ihr ihren Glauben nahm. Mag Ihnen vielleicht egal sein, Ihre Eltern hingegen schneuzten sich in den Siebzigern die verheulte Visage zum Song „Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an“. Der Schlager schaffte es in der damals noch nicht globalisierten Welt in die Deutschen und Schweizer Charts, ergo: Welthit! Monica Morell aus Menziken (damit auch inoffizielle Wegbereiterin für Amanda Amann aus Abtwil) war die erste, René Baumann aus Kölliken der grösste: Sein „Chihuahua“ erreichte 2002 in der mittlerweile globalisierten Welt in drei Ländern Platz 1 der Charts. Welt-hit! Musikästheten mögen sich nach solchen Beispielen zitternd unter die Dusche stellen, trotzdem ist erwiesen: Die Fahrkarte „Aargau – Weltkarriere“ wurde schon gelöst. Zwar unter schrecklichen Klängen und Tanzbewegungen, doch sich über den Musikgeschmack von Teenagern zu erbosen ist wie sich über die Nässe des Meeres zu ärgern. MoMo und Bobo sind mittlerweile tot oder Piraten, die Buchstabenkombination AG kämpft aber weiterhin nicht erst seit dem Zusammenbruch der Aktienmärkte mit einem miesen Ruf. Die Klischees sind bekannt. Die Eingeborenen wissen davon. „Im Aargau entscheidest du dich irgendwann zwischen Basel und Zürich um in deinem Leben noch was zu erreichen“, klärte uns neulich eine junge Dame aus Rupperswil auf. Tatsächlich: Das Stoner-Rock-Trio Zamarro verlegte seine Homebase nach Basel. Lo-Fi Electro-Blueser Urban Jr. siedelte derweil nach Zürich-Wiedikon um. Beide Acts gehören definitiv auf ein „Awesome Asskickin'est Bands Of Switzerland“Mixtape, wenn Sie es Ihrem ausländischen Kumpel mit gutem Gewissen reichen wollen. Doch auch ohne diese zwei Hochrangigen, halten im Aargau so einige tapfere Soldaten die Stellung. Eine Auswahl, so zufällig wie weiterempfehlenswert: Fugo (Rock, der viel Zeit At The Drive-In verbracht hat) Leech (sphärischer Postrock, um in der Badewanne zu versinken), The Vibes (Southern Rock, auf dem Whiskey ausgeleert und Zigaretten ausgedrückt werden), Pub La Bomba (frisch aus der Garage rollende Sixties Rocker und Roller), The Strivers (Supporter of the Stars à la Kings Of Leon, Mando Diao, Vampire Weekend oder The Rifles und verdammt grossartig at it), Christopher Christopher (as British as Ray Davie's Black Pudding Gabel, nur jünger und heisser).

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Von einem anderen Stern, der sich aber in einem Probekeller in Lenzburg befindet, kommen Phaser Gun Ultra. 2007 um ein geschenktes Keyboard herum gegründet, sorgen die drei jungen Jungs seither mit ihren Konzerten für a) Entsetzen, b) Begeisterung, c) all of the above. PGU's hibbeliger und in seiner Kaputtheit in der Schweiz sicher einzigartige Electro-Punk, scheint eher wie in Hippster-Underground-Stuben von NYC oder Berlin ausgebrütet. „Klar würden wir in solchen Städten vielleicht mehr Leute ansprechen, weil ihnen dort sowas vertrauter ist oder die Leute einfach Freak genug sind um zu sagen: Wow, PGU, was für ne abgefuckte Scheisse“, meint Sänger Marco „Clinic“ Bock. Doch bevor es soweit ist, wetzt die Band weiter ihre dreckigen Kinderschuhe ab und finden doch hoffentlich bald mal ein Label, das wahnsinnig genug ist, sie zu signen. PGU schlugen den anderen Kindern noch das Sandschäufelchen über den Schädel, als sich 1993 in Zofingen eine andere Combo gründete: Hellmute. Fünf Jahre später war das Trio die erste Band, die vom Aargauer Kuratorium einen kleinen Förderbatzen erhielt. Seither sind „15 years, six Records, a million beers”(record klein) vergangen, wie Gitarrist Schwe zufrieden reüssiert. Jetzt zieht das Trio den Zündschlüssel aus ihrem Bulldozer-Rock und spielt am 20. Dezember ihr Abschiedskonzert im KiFF in Aarau. Gründe? „Zeit und Gesundheit. Von beidem hat besonders unser Bassist und Sänger Kudi seit etwa anderthalb Jahren nicht allzu viel geschenkt bekommen.“ Ein definitiver Verlust für den Aargauer Schweinerockstall. Wobei: „Nirgends wurden wir so lange als ‚primitive

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Rocker' belächelt wie in Aarau, und da kommt schliesslich ein Teil unserer Band her.“ Doch darauf geschissen haben sie schon immer und so wird es beim Abdankungsgig noch einmal ordentlich krachen, wenn die Spülung ein letztes Mal gezogen wird. „Grösste Erfolge? Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Hellmute endlich überzeugen konnten, mit Musikmachen aufzuhören. Das war vielleicht ein langer Prozess!“, augenzwinkert Jürg Morgenegg von Fistfucker Records, Hellmute's Label. Der Zwei-Mann-Laden aus Aarau hat mittlerweile sieben Acts im Köcher, darunter Urban Junior, die Failed Teachers und Blusbueb. Gegründet wurde das Label 2004 für Blusbueb's Debütalbum „Super Tortas Gigantes“ von Frank Niklaus (früher Gitarrist bei HNO, zusammen mit Jürg an den Drums und Urban Junior als Sänger. HNO, wissen Sie noch? „I don't care, I don't care, if you're Madonna or Cher, dü-dü-dü-düdü!“ Jaha? Super.). Jetzt muss FFRecords in ein neues Büro ziehen, der momentane Standort macht 2012 Platz für ein neues Stadion des FC Aaraus. Den Abriss übernehmen die eigenen Bands bei einer grossen Dichtmachfeier gleich selbst. Zürich oder Bern locken Jürg als mögliche Headquater-Standorte aber so gar nicht: „Guck dir doch mal die Fussballstadien an. In Zürich hast du eine doofe Leichtathletik-Bahn vor der Nase und in Bern spielen sie auf Kunstrasen. Basel hätte hingegen Vorteile, weil man Päckchen nach Deutschland ennet der Grenze günstig verschicken kann.“ Doch mal von Fussballstadien und pornografisch ausladenden Frankierpreisen abgesehen, wartet Jürg mit einem Argument auf, das uns die Frage stellen lässt, wer hier eigentlich die Peinlichen sind: „Es sind die Anlässe in anderen Städten, welche die Lebensqualität in Aarau doch extrem steigern: Fasnacht in Luzern und Basel, Streetparade, Zürcher Seenachtsfest.“ Wer besoffen grossen Pappköpfen beim Trommeln zu sehen oder in giftgrünen Federboas ums Seebecken zucken möchte, muss im Aargau in die Nachbarkantone. Und für die, die zurück bleiben, ist gesorgt. Denn einsam über triste Holzböden wehende Rosendornenbüsche sucht man in den Locations Flösserplatz, Boiler, KiFF sowie dem Merker in Baden definitiv vergebens. Speziell das im Gemäuer der ehemaligen KunathFutterfabrik beheimatete KiFF (K!ultur I!n der F!utterf!abrik: K-i-F-F!) fächert jeden Monat ein breites Programm aus, für das man gerne erst die falsche Einfahrt zur Autohandlung nebenan nimmt. Dank Veranstaltern wie Arthole (die haben auf der nächsten Seite übrigens ein Infoböxli. Sowie PGU und Hellmute auch, vergassen wir vorhin zu erwähnen.) finden dabei regelmässig internationale Bands ihren Weg ins Mittelland, nach denen man sich auch in Zürich die Finger lecken würde. „Das KiFF ist die Homebase vor allem für die Rock- und gesamte elektronische Szene. Grundsätzlich ist das KiFF offen für jegliche neue Ideen. Wer veranstalten will, ist hier am genau richtigen Ort und lernt das Handwerk von der Pike auf“, verrät Christian Hosmann, Geschäftsleiter vom KiFF. Und um hier gleich noch zwei Ks draufzulegen: Kanal K. Wie die 150 freiwilligen Helfer des KiFFs rackern auch dort ein Grossteil der Leute umsonst. Für kein Geld. Gratis, weil's eine gute Sache ist. Und die gute Sache ist in diesem Fall ein „Musik- und Mitmachradio“ aus Aarau. Katy Perry, die gerade ein Girl gekisst und es geliket hat, gibt's nicht. Dafür, und dazu machen wir jetzt mal spontan das Radio auf www.kanalk.ch an: The Little Ones gefolgt von Of Montreal gefolgt von Deerhunter. Daneben fungiert die Station als eine Art offener Kanal oder anders: Grundsätzlich ist Kanal K offen für jegliche Ideen. Wer Radio machen will, ist hier genau am richtigen. Und jetzt läuft da grad auch noch Lambchop! Wir seufzen glücklich und meinen: Machen Sie doch in Zukunft gefälligst einen anderen Kanton zur Sau. Zum Beispiel Nidwalden.


Dances with We Are Wolves: Indie Air Festival So jung, das man die Instrumentenkabel als Nabelschnüre bezeichnen könnte: Das Indie Air Festival im Aarauer Club Flösserplatz geht am 14. und 15. November in sein zweites Jahr. Das mittelgross, grossartige Zusammentrommeln nationaler und internationaler Bands auf Angesagtheitsstufe „HOT“ findet nach der gelungenen Premiere 2007 jetzt mit Acts wie Team Robespierre (tanzbodenständiger Electro-Rock aus Brooklyn), Aie ça gicle (In-die-Fresse-Gitarrengewitter aus Basel, wütend und verschlafen zugleich) und We Are Wolves seine Fortsetzung. Die drei Kanadier, die sich auf Pressefotos auch mal gerne selber copy-pasten, sirenten sich in den vergangenen Monaten mit schehr schexy Punk-Electronica auf die Lieblingslisten tanz- und trendfreudiger Menschen. Und ihre Musikvideos erst. Auschecken! So wie alle weiteren Infos und den Ticketvorverkauf zum Indie Air. Und zwar auf www.floesserplatz.ch.

Aloha again: Girls In Hawaii Der Band, die mit ihrem Namen das Publikum gleich zweimal anlügt, scheints an ihrem februärlichen Gig im KiFF gefallen zu haben. Die fünf Belgier schrammeln und nuscheln sich am 28. November erneut auf der Saalbühne durch ihre schmucken Indie-Rock-Seufzer. Nur Blätterrascheln klingt herbstlicher und sollte deshalb dringend in Ihr Herz und Ihre Wochenendplanung eingeschlossen werden. Veranstaltet wird das Konzert übrigens vom ge- und beherzten Label Arthole. Dessen Konzerte und Partys sollten Sie ebenfalls dringend im Auge behalten, am besten auf www.myspace.com/warholwasanarthole.

Out with a Gang Bang: Hellmute Unter uns, Sie werden sich wünschen, es wäre Ihre eigene Beerdigung. Hellmute pinkeln nach 15 Jahren Bandgeschichte das Feuer aus und widmen sich alternativen Wegen der Welteroberung. Sechs Alben haben die drei Jungs eingespielt, zuletzt das mit straightem Sau-raus-Rock rappelvolle „The He-She Strikes Back“. Zum finalen Arschtritt am 20. Dezember im KiFF haben sich illustre Gäste angekündigt. So stehen auf der Bühne Mitglieder von Leech, Slam & Howie, Stronzos, Dogs Bollocks, Pub la Bomba und Stereo Satanics sowie Reverend Beat-Man und Brother Janosh. Für die finalen Tränenmeere und Schweissbäche sorgen Zofingers liebste, oder zumindest lauteste, Söhne dann selber bei ihrem letzten Konzert. Ever. Schade. Sehr. Deshalb unbedingt dabei sein und kondolieren auf www.hellmute.ch.

A Schockwork Orange: Phaser Gun Ultra

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„Oooo-kay“ und ein leeres Schlucken sind typische Reaktionen nach einem Konzert von Phaser Gun Ultra. „One of the most confused bands of Switzerland“? Absolut. Dabei aber grandios abgefuckt, anders-, einzig- und abartig? Definitiv. Seit 2007 spielen die drei Lenzburger manisch gequietschkrächzten Lo-Fi-Electro-Punk-Krach, verstanden werden sie damit wohl erst im Jahr 2047. Oder auch nie. Egal. Live sollte einem dazu mindestens mal der Unterkiefer auf den Boden fallen. Vom 28.2. bis 8.3.2009 wird Irland auf der „Pillage Your Village“-Tour überfallen, Soundproben gibt es auf www.phasergunultra.ch.

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DIE TOTEN HOSEN „Der Frage nach dem Älterwerden o

so Befindlichkeitsscheisse an mir se interessieren mich nicht mehr.“- Camp „In aller Stille“

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In aller Stille? Von wegen! „Hört her und öffnet eure Ohr'n/Wir sind zurück wie neu gebor'n“, stellt Campino in „Strom“ gleich unmissverständlich klar. Und tatsächlich: So frisch, so laut und so kompromisslos waren die Hosen in den letzten zehn Jahren nie mehr. Wer befürchtet hatte, die Düsseldorfer könnten berechenbar und schlimmstenfalls belanglos werden, wird mit totalem Angriff eines Besseren belehrt. Studioalbum Nummer zwölf glüht vor lauter Punkrock-Krachern mit meterhohen Gitarrenwänden, den typisch hymnenhaften Melodien und einer Tankladung Adrenalin – immer 50% mehr als gewohnt. Selbst der Electrobeat-Punk-Hybrid „Disco“ haut den Löffel aus der Tasse. Fast ohne Verschnaufpause prügeln sie einem die dreizehn Tracks um die Ohren und spielen sich dabei die Seele vom Leib – direkt in die Musik und zurück zum Glück. (dave)

LEGENDS


pino

Beim Release eures letzten Albums „Zurück zum Glück“ warst du gerade Vater geworden. Jetzt ist dein Sohn Lenny vier Jahre alt und ein richtiger kleiner Mensch. Wie erlebst du das? So eine Entwicklung mitzumachen ist der Wahnsinn. Damals war es eine kleine Kackmaschine, und heute ist es jemand, mit dem man über grundsätzliche Dinge diskutieren kann, der seine eigenen Meinungen hat und der einen zum Lachen bringen kann. Neulich, als ich aus der Dusche kam, sagte er zu mir: „Papa, wenn ich fünf bin, habe ich einen genauso grossen Pimmel wie du.“ Inwiefern hat dich denn das Vatersein verändert? Man stellt sein Leben komplett um und muss die Prioritäten anders setzen. Diese kleine Person hat mich so fest erzogen wie niemand mehr, seit meine Eltern feststellen mussten, dass ich kein Kind mehr bin. Lenny lässt mich Dinge überdenken, wozu ich mit meinem Egoismus bisher nicht bereit war. Wenn's mir zu eng wurde, bin ich früher einfach abgehauen. Das läuft nicht mehr. Und mir ist klar geworden, dass mir zwei Sachen wichtig sind: der Junge und die Band. Beide brauchen 100%igen Einsatz, und den kann ich gerade noch geben. Platz für anderes gibt es kaum. Auch die Frage nach dem Älterwerden oder so Befindlichkeitsscheisse an mir selber interessieren mich nicht mehr. Begreift der Kleine, wer sein Vater ist uns was er macht? Er weiss, wer sein Papa ist, und das Unwichtigste daran ist, dass er Sänger in einer Band ist. Ich halte ihn da weitgehend raus und singe mit ihm lieber Kinderlieder als TotenHosen-Songs. Lustigerweise nennt er mich manchmal Campino. Das passt für mich nicht.

Du stammst aus einer Grossfamilie. Wolltest du nie selbst eine haben? Ich finde Grossfamilien fantastisch und bin glücklich, aus einer zu kommen. Zu meinen Geschwistern habe ich ein tolles Verhältnis. Bei mir selbst hat das früher einfach nicht gepasst. Ich war dauernd unterwegs und zu sehr mit meinem eigenen Scheiss beschäftigt. Ich wäre kein guter Vater gewesen. Hat dir die Band die Familie ersetzt? Ja. Punkt. Ihr habt euch sogar eine eigene Grabstätte gemietet. Im ersten Moment war es bloss ein Scherz, doch als wir genauer darüber nachgedacht haben, war das völlig schlüssig. Schliesslich verbringt man eine sehr lange Zeit auf dem Friedhof, und dann ist es schon gut, wenn man weiss, wer neben einem liegt. Bei „In aller Stille“ hab ihr zum ersten Mal in eurer Geschichte – ausser bei den Roten Rosen – ohne den Produzenten Jon Caffery gearbeitet. Wie war das? Wenn wir eine Stärke haben, dann ist es die Fähigkeit zur Selbstkritik. Wir waren nicht zufrieden mit der letzten Scheibe. Auf „Zurück zum Glück“ haben wir viel zu viele Lückenfüller zugelassen, wir waren viel zu schnell zu Kompromissen bereit und hatten ein Rezept gekocht, von dem wir wussten, dass es schmecken würde. Ich fand diesen Prozess sehr schwerfällig. Es kam mir vor, als wären wir ein grosser Tanker, der manövrierunfähig ist. Also mussten wir unbedingt mehr Spritzigkeit kriegen. Und da man nicht das Team rausschmeissen kann, musste eben der Trainer daran glauben. So schwer es war, sich mit Jon zu unterhalten und zu diesem Ergebnis zu kommen – wenn man so lange zusammen ist und plötzlich der Sound dafür verantwortlich gemacht wird, dass irgendwelche Sachen nicht klappen, ist das ungerecht. Es hätte ja sein können, dass es mit uns selber zu tun hat. Das mussten wir erst herausfinden. Jon ist immer noch Teil der Familie, und vielleicht machen wir die nächste Platte wieder mit ihm. Es ist aber auch wahnsinnig erfrischend, wenn dir ein neues Gesicht über die Schulter kuckt, das andere Erwartungen, Ansätze und Blickweisen hat. Sind die Kompromisse, die du erwähnt hast, eine Folge der Erfolgserwartungen, die man an sich stellt – erst recht, wenn man das Rezept dazu kennt? Es lag nicht am Erfolg, dass wir so schlampig gearbeitet haben, sondern an dem, was sich in unserer privaten Welt abgespielt hat. Zu der Zeit war meine

damalige Freundin schwanger und ich musste immer wieder, auch in wichtigen Momenten, den Proberaum verlassen. Das hat mich völlig durcheinander gebracht. Man schafft es nicht immer, seine Alltagssorgen vor dem Proberaum zu lassen und sich zu konzentrieren. Machen solche Sorgen eine Platte nicht persönlicher? Das ist nicht so einfach. Ich finde es gibt eine gewisse ethische Grenze, wie weit man mit seinem persönlichen Glück und Unglück hausieren geht. Du willst dir nicht immer in die Karten schauen lassen und versuchst dich zu verstecken, weil diese Nacktheit unangenehm sein kann. Ich finde es legitim, seine Erlebnisse zu benutzen, um Geschichten zu erzählen. Wenn diese aber immer nur therapeutisch sind und sich nur um die eigene Person drehen, finde ich das schwierig. Ich sehe den Sinn darin, Leute zu berühren und ihnen das Gefühl zu geben, sich selbst in den Songs ein stückweit zu erkennen. Dann ist für mich eine Platte geglückt. Du hast neulich in einem Interview die Toten Hosen mit einem Fussballspiel verglichen und gesagt, ihr wärt jetzt etwa in der 75. Minute. Folgt jetzt die gefährliche Schlussviertelstunde? Oder gibt's sogar Verlängerung? Selbst wenn wir Müdigkeitserscheinungen haben sollten, werden wir weiter laufen, weil uns das Publikum nach vorne schreit. Wir werden nicht auf Ergebnis sichern spielen, denn wenn man sich zu sehr nach hinten zieht, rappelt's in der Bude. Also tragen wir den Ball weiter nach vorne. Wir brauchen keine Angst vor dem Gegner zu haben. Auch wenn du sagst, dass dir das Älterwerden nichts ausmacht – spürst du bereits den Abpfiff kommen? Es wundert mich immer, dass man eine solche Frage Nick Cave nie stellen würde. Das mag daran liegen, dass er es schafft, seine Musik nicht ans Alter zu koppeln. Bei den Stones kommen mittlerweile zwar ambivalente Gefühle auf, aber dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass es für uns auch so lange weitergehen kann. Und wenn nicht, ist auch gut. Ich habe keine Angst vor dem Moment, wo wir spüren werden, dass wir nichts mehr zu geben haben. Ich habe immerhin ein grosses Stück vom Kuchen mitnehmen können. Und irgendwo hoffe ich, dass man mit dem Älterwerden eine gewisse Ruhe kriegt.

LEGENDS

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oder elber

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von David Gadze

Vier Jahre nach der letzten Studioplatte und drei seit dem „Unplugged“-Abenteuer melden sich die Toten Hosen „In aller Stille“ zurück. Mit aufgeladenen Batterien und einem neuen Antreiber greifen die Düsseldorfer wieder an und wollen die Kritiker Lügen strafen, die sie bereits ins Grab geschrieben hatten. Im Interview mit dem RockStar Magazine spricht Campino über seine Vaterrolle und seine Familie, die Schwierigkeiten der letzten Jahre und die Zukunft der Band – auch über den Tod hinaus.


BERICHT AUS BERN Von und mit Mario Corpataux

Stan Or Itchy: No Doubt in sexy dunkel

Teil I

Fri-Son 25 Jahre in 4 Kapiteln

Seit 25 Jahren ist das Fri-Son die grösste alternative Konzerthalle der Westschweiz mit heute 1'400 Plätzen und einem Programm, das immer wieder ganz und gar nicht unbe-kannte Namen in die Provinz nach Freiburg holt. Für eine Stadt mit 35'000 Einwohnern äusserst beachtlich.

Februar 1983:

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Soundschock ist so perfekt, dass er immer wieder hin muss. Weitere Auftritte 1989: fast die gesamte Im Anschluss an die 500-jährige Mitgliedschaft des Seattle-Grunge-Mafia, Element Of Crime, Kantons Freiburg in der Eidgenossenschaft, Einstürzende Neubauten, Soul Asylum (??? – entsteht 1981 eine vielfältige, wilde Kulturszene, wurden 1992 mit „Runaway Train“ extrem weltweit aus der auch das Fri-Son hervorgeht. Mitten im berühmt). Stadtzentrum bieten ein paar Freaks Punk, Dark Wave und Impro-Musik an. Vorher war dort ein Geld fehlt aber immer noch, was im Dezember Spital, nachher die Jugendherberge – eigentlich 1991 zur vorübergehenden Schliessung führt. ein ganz „gesundes“ Umfeld für den in alle Während der Zwangspause wird der erste Richtungen experimentieren-den Untergrund. Im Herbst 1984 war auf Anordnung der (Gesundheits- bezahlte Arbeits-platz eingeführt, um Ordnung in die unorganisierten Strukturen zu bringen. Die ?)Behörden trotzdem Schluss mit Fri-Son I. Stadt Freiburg wirft zudem einen Kredit für die Verbesserung der immer noch schändlichen Sommer 1985: Soundanlage auf. April 1992 öffnet der Klub seine Direkt neben dem heutigen Standort wird das neue Türen erneut. Der Ton ist zwar massiv besser, aber Fri-Son in einer abgewrackten Industriehalle immer noch bei weitem ungenügend. eingerichtet. Geld ist noch immer nicht wirklich im Nichtsdestotrotz spielen immer bekanntere Bands Spiel, trotzdem holt man erste international in Freiburg: Die Beastie Boys, Stereo MC's, White bekannte Acts wie Anne Clark, Alien Sex Fiend Zombie, Keziah Jones. oder Christian Death nach Freiburg. Eines ist allen Auftretenden gemein: Sie müssen sich mit einer Dann der grosse Knall: Einer der beiden Programunwürdigen Tonanlage herumschlagen. Im Herbst mateure und Fri-Son-Mitgründer wird entlassen 1987 war auch Fri-Son II Geschichte. Die Keller der (1993). Die Hälfte des Teams geht mit ihm, es wird Ruine waren Sommer und Winter überschwemmt Zeit für einen Generationenwechsel. Ein neuer und eine Heizung fehlte komplett. Vorstand putscht sich an die Spitze und krempelt um, was nicht bei drei auf den Lautsprechertürmen Juni 1988: ist. Er führt das System mit den sich selbst organisierenden Arbeitsgruppen ein, was Fri-Son III findet seinen heutigen Platz an der Giessereistrasse 13. Am 11. Juni 1988 wagt sich der bis heute Bestand hat. Schreiber zum ersten Mal in diese verrufene Hölle. Die Monsters und die Und wie es ab da weiter ging Flowerpornoes treten auf . Der Kultur- und gibt's in der nächsten Ausgabe.

BERICHT AUS BERN

Die Superlative der letzten 25 Jahre im Fri-Son Am lautesten: Nicht Motörhead 1998, sondern Mogwai 2001. Da halfen auch die gelben Ohrstopfer nicht mehr.

„Ich hasse Ska“, musste der Promoter von Stan Or Itchy hören. Nun, wir mögen Ska noch immer nicht allzu fest. Aber der süss-scharfe Appeal der Berner Band, für den sicher auch die bezaubernde Sängerin verantwortlich ist, lässt das nervige Grundgerüst dieses Stils vergessen. Natürlich zuckt der SkaMetronom fast unentwegt vorwärts, wird aber immer ein- und überholt von erfrischend launischen Popmelodien. Stan Or Itchy boxen ihr eigenes SkaVerständnis konsequent durch. Puristen werden aufschreien bei so viel Stilverwässerung – sollen sie sich doch das Saxophon in alle Körperöffnungen stecken.

Am kürzesten: Zoot Woman 2001: 35 Minuten inklusive Zugabe. Die Zugabe bestand aus einem Song, den sie schon als Einstieg gespielt hatten. Am häufigsten: Die Melvins. Das können nur noch die Young Gods toppen. Am günstigsten: Adam Green 2004: freier Eintritt. Am schnellsten ausverkauft: Queens Of The Stone Age 2002. Noch vor Plakatdruck waren alle Tickets weg. Am be(ver)zauberndsten: Beth Gibbons and Rustin Man 2003, die Stimme von Portishead

Brutus: Kopfweh ist schön Wieder einmal Saïko Records, das heisst, ein Trip auf und über den Röstigraben. Brutus heisst die nette Band aus Lausanne, die sich in Sie verbeisst. Verstörend arhythmisch und sich repetitiv steigernd verhaken sich die Vier in Ihren Eingeweiden, reissen den Dünndarm raus und schmeissen ihn vor die Füsse, wohin Sie sowieso schon lange starren, wenn Sie solche Musik lieben. Brutus stehen nie still, klimpern nervös auf Gitarren, sodass das Kopfweh danach eine komplexe Erlösung ist. Irgendwie klingt das auch wie The Notwist, aber schräg und laut.


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Guitar Hero® World Tour © 2008 Activision Publishing, Inc. Guitar Hero, Activision and RedOctane are registered trademarks of Activision Publishing, Inc. Patents Pending. ”2”, ”PlayStation” and ”PLAYSTATION” are registered trademarks of Sony Computer Entertainment Inc. Microsoft, Xbox, Xbox 360, Xbox LIVE, and the Xbox logos are trademarks of the Microsoft group of companies. Wii AND THE Wii LOGO ARE TRADEMARKS OF NINTENDO. All other trademarks and trade names are the properties of their respective owners. All rights reserved. Activision makes no guarantees regarding the availability of Ins_Lordi_Rockstar_225x146mm 17.10.2008 10:02 Uhr Seite 1 online play, and may modify or discontinue online service in its discretion without notice, including for example, ceasing online service for economic reasons due to a limited number of players continuing to make use of the service over time.

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GAMES

MO TORSTOR M Pacific Rift

Drill, baby, drill! Wenn Bastien Girod nachts schreiend aufwacht, hat er vielleicht gerade von „Motorstorm Pacific Rift“ geträumt. Denn beim zweiten Teil der Motorstorm-Reihe für die PlayStation 3 wird der Klimaschutz vom Platz getreten wie der FC Basel von Lionel Messi. Und was Girod schreiend aufwachen lässt, macht uns natürlich tierisch Spass. Denn mit mehr Power unter der Haube, kürzeren Ladezeiten, dem im Vorgänger schmerzlich vermissten Splitscreen-Multiplayer-Modus und einem Soundtrack von Bands wie Nirvana, Slipknot und Fatboy Slim schicken die Evolution Studios mit „Pacific Rift“ einen grandios zockbaren Nachfolger aus der Garage. Auf 16 Strecken geht es mit acht verschiedenen Vehikel-Typen durch und über Schlamm, Wasser, Geröll und Lava. Zu den sieben bekannten Rollviechern des Vorgängers (Mud Pluggers, AVTs, Rallycars und so) wurden die Monstertrucks dem Fuhrpark neu zugefügt. Hier mal eine kleine Auflistung über den Benzinverbrauch dieser Babys, an realen Vorbildern gemessen:

von Theodore Wagner

Buggy (Strandbuggy): Muscle Car (69' Dodge Charger): LKW (Mercedes Actros): Motorrad (Bandit 600 S): Rallycar (Peugeot 206 WC): ATV (LTZ 400) Mud Plugger (Land Rover Defender):

3,5 Liter / 100 km 30 Liter / 100 km 40 Liter / 100 km 6 Liter / 100 km 8,6 Liter / 100 km 7,5 Liter / 100 km 12,5 Liter / 100 km

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MAG.

Auf 16 Strecken à zehn Kilometern à drei Runden wäre das bei einem Teilnehmerfeld von 14 Fuhrwerken ein Verbrauch von rund 470 Litern Öl. Nicht berücksichtigt wurde bei dieser Rechnung der Monstertruck. Dieses benzinfressende Ungetüm frässe sich mit seinem unermesslichen Hunger durch das komplette Iraker Ölvorkommen. Und selbst wenn bei „Motorstorm Pacific Rift“ das Benzin umsonst ist, virtuelle Treibstoffknappheit wird auch weiterhin bei „Call Of Duty 4“ gelöst, wo auch ein Jahr nach Release die Pixelirakis über den Jordan geschickt werden. Also: 99 Stutz für „Motorstorm Pacific Rift“ ausgeben und dafür Tausende Franken an Benzinkosten sparen.

GAMES


Dead Space Da verliert die Kommandozentrale doch prompt bei einer Routinemission den Kontakt zur USG Ishimura! Schauen wir besser mal nach, was los ist. Dank eines Angriffs mordlustiger Monster wird das Team auseinandergerissen, also muss des Spielers Alter Ego einen Weg finden, möglichst schnell aus dieser Hölle zu entkommen. Auf der Suche begegnen uns einige unfreundlich gesinnte Zeitgenossen, die mittels meist selbst zusammengebastelten und verbesserten Waffen dem Erdboden gleich gemacht werden. Die Atomsphäre dabei ist schlicht sensationell: Eine Mischung aus „Event Horizon“ und „Aliens“, untermalt mit einem starken klaustrophobischen Touch. Der Spieler wird von der ersten Minute weg ins Geschehen hineingezogen und dank überzeugender Story sowie packender Action etwa ein dutzend Stunden geschockt und hervorragend unterhalten. „Resident Evil“ in Space: Horror erster Güte mit einer guten Portion Action. Top! (ame)

Golden Axe – Beast Rider In den achtziger Jahren holte Sega zu einem Paukenschlag aus und produzierte mit Golden Axe einen Genre-Klassiker für die Spielhallen. Nach knapp zwei Jahrzehnten folgt jetzt ein neuer Ableger für die PlayStation 3. Bereits kurz nach dem ersten Anspielen wird offensichtlich, dass die damals begeisternde Technik es nicht ins zwanzigste Jahrhundert geschafft hat. Was aber viel schlimmer wiegt, ist das Kippen des 2-Player Mode, immerhin der spassigste Faktor beim Urahn. Mit „God of War“ oder „Devil May Cry“ hat es auf dem Markt dementsprechend massiv bessere Alternativen. Selbst Fans des Originals dürften hier leider enttäuscht werden. Simple und teils unfaire Action führt durch langweilige Levels mit fader Storyline. (ame)

Far Cry 2 Gings beim Vorgänger noch auf einer tropischen Insel zur Sache, schickt einen „Far Cry 2“ nach Afrika. In einem fiktiven, von Bürgerkrieg zerrütteten Staat schlägt sich der Spieler als Söldner zu High-End-Grafik durchs Open-World-Szenario. Ähnlich „Just Cause“ und „Mercenaries“ erledigt man dabei Aufträge verschiedener Fraktionen, um sich Geld für neue Wummen zu verdienen. Ob man dabei behutsam vorgeht oder einfach alles mit dem Raketenwerfer in Schutt und Asche legt, bleibt einem selbst überlassen. Erwischt's den Helden dabei, puhlt er sich im Rambo-Style die Kugel einfach mit dem Messer selbst aus der Wunde. Das allein macht diesen Edelshooter bereits zum Must-Have. Ballern und Bolzen und erst noch hübsch anzusehen. (fkk)

Pro Evolution Soccer 2009

GAMES

MAG.

Einst als Geheimtipp zu EA's Konkurrenzprodukt gehandelt, sammelt Konami seit einigen Jahren zunehmend mehr Fans rund um die Fussballsimulation. Leider wurden jene im Jahr 2008 von einem unfertig wirkenden Spiel enttäuscht. Mit der neuen Jahreszahl im Titel wird auch das Spiel wieder deutlich besser. Die Geschwindigkeit wurde leicht reduziert und die Verteidigung gestärkt. Dadurch fallen deutlich weniger Resultate, die man einem Eishockeyspiel zuordnen würde. Optisch gibt es noch immer viel zu verbessern, da überzeugt FIFA deutlich mehr. Zudem holte sich Konami zwar die Champions-League-Lizenz, leider ist neben einigen Teams und Ligen aber kein einziger Bundesliga-Verein mit dabei. Auch der Online-Modus wurde stark verbessert und endlich darf auch bei PES im „ein-Mann-im-Team“-Modus gespielt werden. All das, gepaart mit einer immer noch sehr hochstehenden Spielbarkeit machen PES zum zweitbesten Fussi-Spiel des Jahres. Fussball auf hohem Niveau, leider zu wenig Lizenzen und grafisch nur durchschnittlich. (ame)

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GAMES

PUSSYFLAME USA:

New Blood Rising - Part III

Raging in Rome & Guitar Hero World Tour im Gepäck

Zwei Redakteure spielten „Rock Band“ auf der Xbox - und neu auch auf der Playstation 3. Something went wrong. Jetzt nennen sie sich Pussyflame USA. Das ist ihr Weg zum Ruhm. Wie „Buzzin'“ auf MTV. Nur ohne, naja, Talent.

Als wären sie Postboten in Kaninchenfleischhosen wurden Pussyflame USA vom Übermut in den Arsch gebissen. Nachdem sie erfolgreich Rom als neue Destination auf ihrer Tournee frei gespielt hatten, wagte es das Duo, den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Das auf mittelschwer vorgetragene „Won't Get Fooled Again“ von The Who geriet zur musikalischen Selbstzerstümmelung, worauf sich ein Grossteil der Fans von PFUSA abwandte. Doch nach einem ordentlichen Besäufnis und ausgiebigem Tränenfluss in fötaler Stellung blicken Gitarrist Anne T. Dote und Drummer Tiger McJaguar bereits wieder nach vorne: Activision veröffentlicht mit „Guitar Hero World Tour“ den vierten Teil seiner Erfolgsreihe.

„Zum ersten Mal wird es bei ‚Guitar Hero' möglich sein, als komplette Band zu spielen. Nebst einem verbesserten Gitarren-Controller gibt es auch ein Drumkit“, schwärmt Anne. „Ich habe den Motherfucker gesehen: Drei Pads, zwei Becken, ein Bassdrum-Pedal. Und ich muss dir sagen, Mann: Ich habe auf den Seychellen Affen gesehen, die versuchten mit meinem Elfenbeinbong Liebe zu machen. Aber sowas, nein, sowas hab ich noch nie gesehen. Dieses Drumkit lässt meine Hosen explodieren, als wäre ein Feuerwerkstruck beim Wenden auf meiner Spasszone ausser Kontrolle geraten und hochgegangen.“ pflichtet Tiger bei.

Doch Oberarme wie Baumstämme und Finger wie Spechtschnäbel sind nicht das einzige, was es für „Guitar Hero World Tour“ braucht. Erstmals sind auch die Songwriter-Qualitäten des Spielers gefragt. Mit einem Musikstudio bietet das Game die Möglichkeit, selber digitale Songs einzuspielen und online zu stellen. „Eine geile Entwicklung, Mann. Pussyflame USA wollen nicht in die Geschichte eingehen als eine Coverband in Unterhosen. Die Songs anderer Leute mit möglichst hoher Prozentzahl abzudrücken ist ein nettes Vorspiel. Aber Tiger und ich, wir wollen das volle 15-Stunden-Tantra. Und dazu brauchen wir eigenes Material.“ Sein Partner pflichtet bei. „Wir haben bereits ein wenig mit eigenen Ideen herumexperimentiert. Nichts, das Tangerine Dream wie Toni Basil aussehen lässt...“ „Scheiss Toni Basil!“ „...aber da hat's definitiv ein paar süsse Muffins im Ofen, wenn du verstehst, was ich meine.“

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MAG.

Doch die grösste Herausforderung dürfte der „Battle Of The Bands“-Modus sein. Bis zu acht Spieler verteilt auf zwei Bands können dabei Über 85 Songs stehen auf „Guitar gegeneinander Hero World Tour“ bereit zum antreten. Sind Nachspielen. „Ich sehe da einige Pussyflame USA Herausforderungen.“ räumt Anne T. bereit, sich der Dote ein. „Jimi Hendrix ist mit ‚Purple Welt zu stellen? Haze' vertreten. ‚Satch Boogie' von Joe „Scheisse, ja. Satriani. ‚Hot For Teacher' von Van Glaubt da draussen jemand, es mit uns Halen. Das ist erste Liga, Mann. Ich aufnehmen zu können? Newsflash, will ehrlich sein: Ich habe Angst, Mann. Motherfucker: Euer Delfin mäht Angst davor zu scheitern. Es soll kein unserem Delfin den Rasen.“ Anne zweites Rom geben für Pussyflame doppelt nach: „Ich habe gehört, in USA.“ Tiger McJaguar knackt seine Korea gäbe es ein paar fingerfertige müden Knöchel. „Wir masturbieren so Kids, die den ganzen Tag nichts oft wir können. Zur Stärkung der Hand- anderes machen, als ‚Guitar Hero' zu und Armmuskulatur. Ich weiss bald klimpern und Kaugummi zu nicht mehr, worin ich mir Maggie kauen. Nun ja. Wenn Pussyflame Gyllenhaal noch vorstellen soll.“ USA mit euch fertig sind, könnt ihr immerhin weiterhin Kaugummi kauen.“

GAMES

"Guitar Hero World Tour“ für PS2, PS3, Wii und Xbox 360 ab dem 7. November besorgen und Pussyflame USA herausfordern. Und glauben Sie uns:

There will be blood.


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Holt raus, was nicht reingehรถrt.

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ROADCREWsing Season's End Zumindest was das ROADCREWsing betrifft, können die Bikes schon mal zum Überwintern in die Garage gestellt werden. Im Oktober ging mit etwas mehr als 70 Maschinen der letzte Ride-Out dieser Saison über die Strasvon Chris Schweizer sen vom Ottikoner Hinterland. Zwar werden durch die Auflagen der StVO und Polizei nicht mehr so grosse Teilnehmerzahlen wie in den Vorjahren erreicht, doch findet das ROADCREWsing mit jeder Ausfahrt mehr begeisterte Anhänger. Für laute Strassen ist also auch im nächsten Jahr gesorgt.

REIFENPRÜFUNG

BIKES&HONOR

Kein Schlüssel zum Glück: Mercedes-Benz SL 500 Roadster haben bei Mercedes eine lange Tradition. Die offenen SL-Modelle können auf eine über fünfzigjährige Geschichte zurückblicken. Damals und noch für lange Zeit sorgte der 300 SL mit seinen Flügeltüren für Furore und feuchte Höschen. Die Flügeltüren sind unterdessen leider längst verschwunden. Für ein neues Blechkleid reicht's aber allemal. Ein relativ teures, wie der geneigte Leser angesichts des Kaufpreises von 173'000.- Stutz einzuwenden mag. Dafür kriegt er dann aber auch ein zündschlüsselloses „Keyless-go“System, das auf Befehl des Starterknopfs die schlaff herunterhängenden Zeiger der neuen Instrumentierung bis zum Anschlag ausschlagen lässt. Und wer über Fünfzig ist, hat das schon irgendwie nötig.

Augen zu: Nissan Nuvu

The Pneu, the Pneu is on Fire Die grosse Sommerliebe 2008: Das Harley-Modell XR 1200. Schnell, wendig und auf den Spuren der legendären XR 750, begeisterte die Maschine durchs Band. Doch nach all den Fahrten musste der Gummi gewechselt werden. Bevor es aber soweit war, quälten wir den alten mit einem ordentlichen Tire Burnout. Fotograf Beda Schmid von www.imageline.ch setzte das ganze in Szene. Und bevor uns jetzt ein SWATTeam der Strassenpolizei die Bude einrammt: Das ganze fand auf einem Privatgrundstück im Ausland statt. Captain Jack wants you

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Mit ordentlich Jack on deck steigt im Roadhouse am 28. November an der Kernstr. 14 in Zürich die vorletzte Jack Daniel's Night. Am 20. Dezember geht es bei der Preisverlosung dann um den fingerlicking Hauptpreis, eine Jack Daniel's Klampfe. Und sollte man verlieren, gibt's ja immer noch einen Doppelten mit Eis.

MOTORS

Immer mehr Menschen wohnen in Städten. Darum werden die Verkehrsprobleme in Zukunft kaum abnehmen. Nissan hat dafür gemäss eigenen Vorstellungen die perfekte Lösung: der Nuvu. Nissan nennt das eine Idee. Und der Name dieser Idee soll „Niu-Viu“ ausgesprochen werden. Neue Sicht. Diese neue Sicht ist knapp drei Meter lang, über anderthalb Meter hoch und vor allem eines: Unglaublich hässlich. Und weil der Nuvu so unglaublich kurz und hässlich ist, wurde er hier auch in unglaublich kurzen und hässlichen Sätzen beschrieben. Hugh!

Kleiner Grosser: Seat Exeo Sich selbst und andere zu kopieren ist kein Privileg der Musikindustrie. Nein, auch andere dürfen das. So zum Beispiel die erste klassische Stufenhecklimousine von Seat. Das Kleid hebt sich in seiner betonten Unaufgeregtheit und Zeitlosigkeit wohltuend von der besonders im Kleinwagensektor um sich greifenden Flut verbrecherischer Design-ExperimentUnfälle (siehe oben) ab. Dass er dabei, abgesehen von kleinen Änderungen an Front- und Heckpartie, der alten Audi-A4Generation ähnelt wie Beni Turnheer nach seinem neuesten Face-Lifting Beni Turnheer vor seinem neusten Face-Lifting, verzeiht man ihm deshalb gerne.


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Ein spontaner Wochenendtrip? Stecken Sie sich im Elektronikladen die Mikrowelle unter den Mantel und gehen zum Ausgang. Oder doch für längere Zeit einfach mal ein bisschen die Seele baumeln lassen? Dann lassen Sie doch bei der nächsten Steuererklärung einfach ein paar Nullen weg. Lassen Sie sich einfach auf frischer Tat ertappen und überlassen den Rest den Ordnungshütern.

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ARABIEN

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Abu Ghuraib-Jail/Irak. Hochsicherheits-Rating: ****1/2

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Bombenstimmung, da nur einen Granatenwurf von Baghdad entfernt. Takeover durch US-Truppen 2004. Seither keine HR mehr, dafür elektrisierendes Freizeitprogramm dank ausgebautem We(h)llness-Bereich für Folterkammer-Freaks. Klientel: Aufgr. zentraler Lage viele Durchreisende. Infrastruktur: Nach Ausbau über 8000 Schlafplätze. Massentouris-mus führt jed. zu teils unfreundlichem, kaum mit der nationalen Kultur vertrautem Personal. Promi-Tipp: Satar „Soapbox“ Jabar, Lynndie England.

KARIBIK

KALIFORNIEN (USA) 2

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Folsom Prison, Folsom, CA/USA. Hochsicherheits-Rating: **

Los Angeles County Frauenanstalt, Lynwood, CA/USA **

Das John-Goodman-Gefängnis schlechthin: hässlich, trist und ständig voll. Seit das Pentagon den Militärstützpunkt im Frühling 2002 erschloss, strömen Besucher des unteren Alterssegments aus Vorderasien in die Karibik wie der Whiskey in die Gurgel von David Hasselhoff. Klientel: Unpopulär bei Locals, doch dank Pauschaltouristen der afghanischen Unterschicht sind die Kapazitäten mehr überlastet als das Telefonnetz an Silvester. Infrastruktur: SoCo in Ausnahmefällen. Mangelnde Hygiene. Kein RAsp. Promi-Tipp: Keine.

Der Himmel ist höllisch langweilig. Darum flattern gefallene Engel nach Folsom. Zum Beispiel Hell's-AngelsDevil Sonny Barger. Und alle, die einen Mann in Reno erschossen, nur um ihn sterben zu sehen. Seit 1968 Johnny Cashs Absätze über die Bodenplatten gewetzt sind, ist das Betreten des Gemeinschaftsraumes sträflicher als ein Striptease in der Blauen Moschee. Klientel: Ex-HST, inzw. Sicherheitsstufe für C-Promis (Danny Trejo, Rick James, Suge Knight). Infrastruktur: HR ab 1937 nach San Quentin ausgelagert. Exquisiter Service dank 1000 Angestellten auf 4000 Gefangene. S-S-Verpflegung. Promi-Tipp: Charles Manson

Paris war ob ihrem neuen Hilton zu Tränen gerührt. Doch schon davor verbrachten Damen aus der kalifornischen High-Society ihre Gitterwochen in Lynwood, das sich nicht nur wegen der benachbarten Drogen-Rehab als Ein- und Ausflugsziel etabliert hat. Klientel: „It's a womans world“ Infrastruktur: Exklusives Ambiente. Anfahrtsweg grossz. berechnen, da oft durch Paparazzi blockiert. Promi-Tipp: Nicole Richie, Lindsay Lohan

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Camp Delta, Guantanamo/Kuba. Hochsicherheits-Rating: *****

REISEN


prisreisen on Legende: SoCo = Solitary Confinement; Isolierhaft HST = Hochsicherheitstrakt; Intensiv SoCo RAsp = Rechtsanspruch; Menschenrechte bezgl. UNO-Abkommen ZiS = Zimmerservice; für Medikamente und Mahlzeiten S-S = Self-Service; Kollektiv-Verpflegung Hochsicherheits-Rating: * = Rein und raus, einfacher als mit Vaseline ** = Eingeschlossen? Ausgeschlossen! *** = Rechtsweg ausgeschlossen, linksweg kein Problem **** = Hier landen nicht die langen, sondern die wirklich schlimmen Finger ***** = So sicher wie die Kopfschmerzen nach der RockStar-Weihnachtssause

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EUROPA

Seit 20 Jahren schreibt Prison-Reisen Ferien mit «F» wie Festnahme Petrovka 38, Moskau/Russland. Hochsicherheits-Rating: ****

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Justizvollzugsanstalt Stuttgart, Stuttgart/Deutschland ****

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So wie ein ordentlicher Schluck Wodka die Kehle durchputzt, säubern die Moskauer Beamten die Strassen von Demonstranten, Revoluzzern und Krawallbrüdern. Die meisten spült es hinter die russischen Gardinen der Wache Petrovka Road 38. Keine Besuchszeiten, kein Telefon. Klientel: Jeder, der die Worte „Kreml“ und „Gauner“ in einem Satz verwendet. Infrastruktur: Für die einen ist es ein Loch im Boden, für die anderen die urchigste Toilette der Welt. Promi-Tipp: Garry Kasparov

Die S-Klasse der germanischen Strafanstalten diente in den 70-ern zur Verwahrung RAFfinierter Terroristen. Eröffnet 1963 an idyllischer Lage am nördlichen Rand des Stuttgarter Kessels im Stadtteil Stammheim. Klientel: Einst Trend-Herberge v. Polit-Aktivisten. Hat jedoch nach Ausbau viel vom revolutionären Charme eingebüsst. Infrastruktur: 17 Anstalten und 27 Aussenstellen für 877 Gäste. Frühbuchung dennoch empfohlen! Seit 1975 gepanzerter, abgetrennter HST inkl. Stahlnetzen z. Schutz vor Hubschrauber-Lärm. Promi-Tipp: Andreas Baader, Gudrun Ensslin

Wormwood Scrubs, London/UK. Hochsicherheits-Rating: **

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Wormwood ist die angebrochene Sprosse in der Karriereleiter der Londoner Unterwelt. Jede Nacht im Kategorie-B-Kittchen an der Westschale des Stadtkerns (Bezirk Hammersmith/Fulham) ist so ungemütlich wie Gölä auf Heavy-Rotation. Immerhin nette Architektur. Sofern man etwas für missgebildete Disney-Schlösser übrig hat. Klientel: Keith Richards hielt es 1967 ganze 30 Stunden im Scrubs aus. Und die Küche ist seither nicht wirklich besser geworden. Infrastruktur: Auch die ist seit 1967 nicht wirklich besser geworden. Promi-Tipp: Pete Doherty

ASIEN

USA (Ostküste) 5

SÜDAFRIKA 6

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Z30D Thu Duc, Binh Thuan/ Vietnam**

Robben Island, Kapstadt/ Südafrika. *

Wer hinter diesen Mauern landet, muss es Faustdick hinter den Ohren haben. Sonst werden einem die Lauscherchen prompt von eingebuchteten Profiboxern abgeknabbert, in der staatlichen Strafanstalt von Maryland, nahe der US-(Fr-)ostküste. Klientel: Szene-Tipp für Drogenmissbraucher, Falschparker, Nippel-Entblösser und andere Schwerstverbrecher. Infrastruktur: Internat. Standard. Kein HST. Gute medizin. Versorgung., unbedingt die Antidepressiva kosten! Promi-Tipp: Mike Tyson

Hinter Gitter wird Glitter fitter: Vietnam offerierte Gary Grüsel ein Einzelzimmer in Thu Duc, dem Kittchen am südöstlichsten Zipfel Südostasiens. Weil Gary seinen Zipfel nicht unter Kontrolle hatte, durfte er sich gleich dreimal an Chinesisch-Neujahr Feuerwerk um die Ohren böllern lassen. Klientel: Authentisches Ambiente bewegt Ausländer zu längeren Aufenthalten – bis 33 Monate. Infrastruktur: Gemeinschaftsräume mit S-S. SoCo mit ZiS auf Anfrage. Bei Aufenthalt ab 24 Mt. gratis Transfer zum Ho Chi Minh City Airport. Promi-Tipp: Gary „Brusthaar wie ein Reisfeld“ Glitter.

Zehn Kilometer vor Kapstadt liegt das Kap der verlorenen Hoffnung, das Alcatraz von Südafrika. Das einstige Hochsicherheitsgefängnis für die unterste Gesellschaftsschicht. Klientel: Zu Zeiten der Apartheidregierung floss ein schwarzer Strom vom Festland auf die Sträflingsinsel. Heute fliesst nur noch Kohle aus den Geldbörsen der Touristen in die Staatskasse Südafrikas. Infrastruktur: Dank Steinbruch das Mekka für Outdoor-Aktivitäten. Standard Mitte der Siebziger auf internationalen Druck angehoben. Promi-Tipp: Nelson Mandela residierte hier stolze 27 Jahre.

REISEN

MAG.

County Jail, Rockville, MD/USA. Hochsicherheits-Rating: ***

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Sie malten mit Gewalt:

DIE GRÖSSTEN KÜNSTLER DES

PROSchwarz aufWeiss: WRESTWintersporturlaub in Afrika LING 28 Wer seinen Winterurlaub in der Schweiz oder Österreich verbringt, trifft entweder auf unglaublich reiche Russen, die tagsüber stundenlang am Skilift anstehen und sich nachts ins Koma saufen. Oder man schlägt sich mit unglaublich schnodderigen Snowboardfahrern rum, die tagsüber stundenlang am Skilift anstehen und sich nachts ins Koma saufen. Höchste Zeit also, in diesem Winter das Weite noch weiter zu suchen. Nämlich in Afrika. Dort gibt es nicht nur prächtig verschneite Hügel zum Runterrutschen, den Kofferplatz fressenden Wintermantel können Sie auch gleich zu Hause lassen. Weil Sie ihn nämlich an einer Safari gleich selber schiessen. Das macht Sie zwar zu einem schlechten Menschen, aber einem, der wenigstens schön warm hat. von Thadeus Wagner und Michael Rechsteiner

Erst schiessen! Buchen Sie jetzt Ihre Jagdsafari auf www.progress-safaris.com, denn nach dem 30. November müssen die Schiesseisen wieder bis zum 1. Februar schweigen. Zwei Wochen lang holterdipoltern Sie dann mit dem Jeep durch die Kalahari und ballern auf Ihren zukünftigen Warmhalte-Pelz. Waffen stehen übrigens leihweise bereits zur Verfügung. Abends wird dann im luxuriösen Zeltcamp übernachtet und dem Gebrüll der Löwen gelauscht. Sofern Sie noch ein paar davon übrig gelassen haben.

Dann ski-ssen!

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MAG.

Mit neuer Garderobe geht es dann nach Rhodes ins Tiffindell Ski-Resort (www.snow.ca.za). Dort stehen drei Pisten bereit, einen Ski-Kurs gibt es für umgerechnet 150 Stutz. Ebenfalls winterwonderländlich ist das vier Autostunden von Johannesburg entfernte Lesotho Afri-Ski Leisure Kingdom (www.afriski.net), das den Besuchern sogar einen Golfplatz bietet. Beide Ski-Gebiete liegen 3000 Meter über dem Meeres-spiegel und locken zu jeder Saison mit Schnee. Übernachtet wird in komfortablen Luxusunterkünften auf der Spitze oder an den Berghängen in Hütten, die extra aus Estland importiert wurden. Abends erwartet Sie Mongozo, das afrikanische Bierpendant aus gegorenen Bananen. Und spätestens dann können Sie sich endlich ungestört ins Koma saufen.

SPORTS

FOLGE

„Action-Dave?“ „Ja?“ „Wir haben einen Auftrag für dich.“


Nach dem Zweiten Weltkrieg füllte der japanische Nationalstolz kaum eine Streichholzschachtel. Mit Rikidozan tauchte in den 1950er Jahren ein heldenhaft männlicher Mannsheld auf, für den das Volk wieder Feuer und Flamme fangen konnte. Dass er dabei eigentlich aus Korea stammte, wurde erst nach seinem Tod bekannt. Rikis Denkmäler liessen die Japaner trotzdem stehen, denn ohne ihn stünde in Japan keine Wrestling-Hochburg, wie man sie sonst nur noch in den USA und Mexiko kennt. Nach einer zehnjährigen Karriere als Sumoringer tauschte Rikidozan die Riesenwindel gegen Wrestlingshorts. Da auch das Zuschauerinteresse an Wrestling in Japan zu diesem Zeitpunkt in eine Streichholzschachtel passte, zog Rikidozan zunächst durch die USA und machte sich dort, barfuss kämpfend und mit gefürchtetem Handkantenschlag, einen Namen. Zurück in der Heimat gründete er mit der Japan ProWrestling Alliance die erste Wrestlingliga Japans und avancierte mit Siegen über die verhassen Amerikaner zum Nationalhelden. Die Kämpfe des Ex-Sumos füllten bald schon

die grössten Stadien und waren nicht selten der Grund, warum sich japanische Familien eines dieser neuen TV-Geräte in die Wohnung stellten. Seine über 60-minütige Schlacht gegen den damals amtierenden NWA World Champion Lou Thesz verfolgten 1957 rund 87% der japanischen Fernsehzuschauer. Neben dem Business zwischen den Ringseilen kontrollierte Rikidozan bald schon ein Imperium aus Immobilien, Golfplätzen und Nachtclubs. Und wer sich Nachtclubs in Japan hält, stolpert früher oder später über einen Yakuza. Dummerweise stolperte Rikidozan einem solchen im eigenen Club gleich ins Messer. Nachdem die Ärzte zunächst keine schlimme Verletzung ausmachten, starb Rikidozan eine Woche später 39-jährig an inneren Blutungen. Klingt nach mördermässigem Filmmaterial? Dachten sich die Koreaner auch und drehten 2004 den Biopic „Rikidozan“. Anschauen. Haut rein und rührt zu Tränen. (rec)

Rikidozan

versus:

Rugby

Nach dem Kung-Fu-Training in der letzten Ausgabe konnte Action-Dave ein paar neue Angriffstechniken in sein Repertoire aufnehmen. Zur Allesvernichtungsmaschine macht das zwar noch niemanden, doch wurden die Grenzen der Schmerztoleranz grosszügig erweitert. Diese neu gewonnene Härte will natürlich erprobt werden. Und so entschied ich mich für eine Runde Rugby. Schliesslich bringen die All Blacks vor jedem Spiel gestandene Männer durch blosses Tanzen zum Heulen. Die All Blacks sind übrigens die Neuseeländische Rugby-Nationalmannschaft. Die tanzen vor jedem Spiel einen HAKA, einen alten Maori-Kriegstanz, und sehen dabei aus, als hätten sie keine Skrupel, Pandabären bei lebendigem Leib zu fressen. Mit Hundewelpenblut als Dip.

Zwei je zehn Kampfsau starke Testosteron-Gruppierungen rannten aufeinander los, irgendwo im Gewühl das Rugby-Ei der Begierde. Ich hielt mich zurück. Einerseits aus nackter Angst vor dem Tod durch Zerteilung. Andererseits war mir nicht immer ganz klar, wo sich eigentlich der Spielball befand. Erst als ein Gegenspieler damit auf mich zurannte, konnte ich es mit vollkommener Gewissheit feststellen. Und noch schlimmer: Ich musste mich ihm in den Weg stellen. Augen zu und durch. Bereits nach der AufwärmOder drauf. Doch mein runde auf der Berner Allmend Sprung ging ins Leere. Statt musste ich untrainierter, den Gegner Hals voran rauchender, trinkender Hobbyniederzureissen, schlug held mit mehr oder weniger dieser ein, zwei Haken und allen Mitteln versuchen, nicht liess mich das Gras küssen. Mail mit Auftrag an: einen Merz zu machen und beDoch vielleicht lagen meine redaktion@rockstar.ch reits aus den Sportsocken zu kipStärken ja auch mehr im angriffspen, bevor diese blutgetränkt wurden. technischen Bereich. Nicht lange und ich hatte mir den Ball für einen gewaltDer Trainer stellte mich glucksenden, ächzenden tätigen Vorstoss gesichert. Sekundenbruchteile Neuzugang der Mannschaft vor. Die amüsierten verstrichen und von allen Seiten sprinteten Grinser der versammelten Muskelpaläste liessen Männer mit mörderischen Gesichtsausdrücken mich mit meinem Leben abschliessen. Doch noch auf mich zu. Nach einem Sprint, der mich gefühlte bevor ich vor dem geistigen Auge meine fünf Zentimeter weiterbrachte, regnete es auch Hinterlassenschaft an die vorgesehenen Erben schon Muskelphasern und Knochen auf mich verteilen konnte, wurde das Spiel angepfiffen. herab. Von hinten schoben meine Mannschafts-

Holen Sie

ACTIONDAVE

kollegen und vor mir standen immer mehr Typen. Um nicht das letzte bisschen Lebensodem ausgequetscht zu bekommen, gab ich den Ball frei und mich geschlagen. Immerhin überlebte ich so das Spiel und rettete mich in die dritte Halbzeit. Ein Begriff, der mir bis anhin nur aus dem Fussball bekannt war und meines Wissens für die Keilereien unter Hooligans steht. Da beim Rugby aber bereits auf dem Feld mehr gekeilereit wird als bei einer Media-MarktNeueröffnung, findet die letzte Halbzeit vor Biergläsern statt. Eine Disziplin also, bei der ich längst den Schwarzen Gürtel trage. Ach, und falls auch Sie mal Ihr Gesicht im Dreck haben und sich danach wesentlich männlicher fühlen wollen, die Jungs vom www.rugbybern.ch helfen gerne.

SPORTS

MAG.

So meldete ich mich also beim Rugby-Club Bern für ein Training der Nati-A-Mannschaft. Mit Rage Against The Machine im Köpfhörer und Pudding in den Knien machte ich mich auf den Weg zum Schlachtfeld, dessen Rasen wohl erst kürzlich von getrockneten Blutspritzern gesäubert wurde. Die Regeln waren vom Trainer denkbar schnell erklärt: Ziel sei es, den Ball hinter der Linie am Spielfeldende zu deponieren, beziehungsweise den Gegner mit mehr oder weniger allen Mitteln davon abzuhalten, dasselbe zu tun.

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THE SUBWAYS

(UK) & blood red shoes (uk) & blackmarket (usa). krachender garage-rock in doppelter ausführung. tür: 18h mo. 17.11. - live:

FLEET FOXES (USA)

& j. tillmann (usa). überwältigend schöne und absolut verführerische musik aus seattle. tür: 20h di. 18.11. - live at volkshaus:

SIMPLE PLAN

(CAN) & zebrahead (usa) & kids in glass houses (uk). die pop-punk stars aus montreal. tür: 18h30 di. 18.11. - live:

TOMTE

(D) & novillero (can). der inbegriff für besten deutschsprachigen gitarrenpop. tür: 19h mi. 19.11. - live at rohstofflager:

PARKWAY DRIVE (AUS)

& unearth (usa) & despised icon (can) & architects (uk) & whitechapel (usa). tür: 18h mi. 19.11. - live:

COLD WAR KIDS (USA)

& guests. vom hype der blogosphere zur festen grösse der us-indie-szene. tür: 20h do. 20.11. - live:

QNTAL (D)

& elane (d). mittelaterlklänge treffen auf moderne elektronik. in zusammenarbeit mit divus modus. tür: 20h sa. 22.11. - live at z7 pratteln:

FLOGGING MOLLY (IRL/USA)

& street dogs (usa) & skindred (uk) & time again (usa). die weltweit beliebtesten irish-folk-punks. tür: 17h30 mi. 26.11. - live:

FUNERAL FOR A FRIEND (UK) 1-1-RS_GIT_OK.indd 1

& cancer bats (can) & shadows of defeat (ch). die post-hardcore-screamo helden aus wales. tür: 19h30 mo. 01.12. - live:

BLACKMAIL

(D) & gulliver (ch). genialer indie rock mit stoner anleihen. tür: 20h mi. 03.12. - live at rohstofflager:

THE DANDY WARHOLS

(USA) & the sheep (nl). exzessiver und unberechenbarer indie-rock’n’roll aus portland. tür: 19h fr. 05.12. - live at rohstofflager:

OPETH (S)

& cynic (usa) & the ocean (d). ambitiöser und progressiver death metal. tür: 19h

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mo. 08.12. - live:

AGAINST ME! (USA)

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& fucked up (can). die kombination aus punk, folk, country und melodiösem hardcore. tür: 19h30

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di. 09.12. - live:

PETE MURRAY

(AUS) & guests. der superstar aus down under zum ersten mal in der schweiz. tür: 19h30

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mi. 10.12. - live:

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MO. 17. NOVEMBER 2008 Eishalle Deutweg Winterthur Einziges CH-Konzert! MO. 17. NOVEMBER 2008 Rohstofflager Zürich MO. 17. NOVEMBER 2008

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FARIN URLAUB RACING TEAM + SPECIAL GUEST

OOMPH!

Einziges CH-Konzert! DI. 02. DEZEMBER 2008 Rohstofflager Zürich Einziges CH-Konzert! MI. 03. DEZEMBER 2008 Eulachhalle Winterthur

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SOULFLY

FR. 20. FEBRUAR 2009

SO. 15. FEBRUAR 2009 Kongresshaus Zürich

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JUDAS PRIEST

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MI. 11. MÄRZ 2009 Sportzentrum Tägerhard Wettingen

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DEEP PURPLE dienstag, 18. november 2008, 20 h st. jakobshalle basel

mittwoch, 11. februar 2009, 20 h hallenstadion zürich

sonntag, 31. mai 2009, 20 h hallenstadion zürich

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Promotion! RockStar macht Tamtam für Partylabels und Konzertveranstalter. Oder anders:

Promotion!

von Rainer Etzweiler

Einsteins So gross die Auswahl an Lokalitäten im Zürcher Nachtleben auch ist, genretechnisch lässt die Vielfältigkeit oft zu wünschen übrig. Minimal und R&B geniessen noch immer die Vorherrschaft und eine Hochburg vom Housegraus ist die Limmatstadt sowieso. Die Damen und Herren des Labels First Productions finden das auch und bringen deshalb die „Einsteins“-Party nach Z-Stadt. Im Januar 2008 startete die Mixmaschinerie im Luzerner Club Knascht. Die beiden Turntable-Akrobaten Johnny Roxx und Karl Schall präsentierten der Innerschweiz ein völlig neues Musikkonzept: Rock, Elektro, Rap und Breakbeats in ein Paket gesteckt, eng zugeschnürt, durchgeschüttelt und per Express auf den Dancefloor geschickt. „Wir wollten was neues und innovatives in die Schweizer Clubs bringen. Etwas, das Personen aus verschiedenen Szenen und Styles anspricht“, erzählt Ober–Einstein Pascal Apostol und wir meinen „Mission Completed“. Die Party ging ab wie ein Olympisches Abschlussfeuerwerk und so wird seither mindestens einmal pro Monat veranstaltet.

Cocuna, die neue an der Langstrasse

Und wenn der Mix passt, passt auch das Publikum. Private-Fiction-Leguan-Frisur-Agglos mit überstylten Haarunfällen suchen bei „Einsteins“ den Tilllate-Fotografen vergeblich und gehen deshalb woanders hin. Sie als formschöner, leguanloser RockStar-Leser aber nicht. Denn alles ist relativ und diese Sause ist relativ sehr geil. Soon-to-be-EinsteinsPartypläuschler flitzen jetzt also rasch zum Kalender und machen ein fettes Kreuz bei folgenden Daten:

Wenn das dreibeinige DJ-Stativ mal nicht das Partyvolk aufmischt, sorgen sie in der Cocuna Bar für lauschige Kammermusik zum lecker Futter und (Feuer-)Wasser. Das kürzlich eröffnete Lokal an der Zürcher Langstrasse 93 taugt für Kaffeekränzchen und Sau-raus-Party gleichermassen. Und das zu Preisen, die nicht den ortsüblichen „Kuchenstückzum-Preis-eines-Kleinwagens“-Tarifen unterliegen. Also unbedingt mal reinrauschen (ab 9:00) und bei Gibt's seit: Gelegenheit nachfragen, ob man für das CocunaVeranstaltet wo: Logo zu lange auf eine Cornetto-Packung aus den Achtzigern gestarrt hat. Veranstaltet was:

Die drei !!! Johnny Roxx (aka Slice), Karl Schall (aka Kid Sleazy) und Prinz Pogo (aka Prince Boogie) derwischen an den „Einsteins“ hinter dem Mischpult und sorgen dafür, dass die Tanzstuben zum kochenden Hexenkessel werden. Eigentlich kommen die drei Jungs allesamt aus der Boarderund Blackmusic-Szene. Als sie sich dort ständig den Kopf an den musikalischen Grenzmauern stiessen, traten sie diese kurzerhand ein. Seither mixen und mash-uppen die drei Musketiere so gekonnt, dass auch der unmöglichste Musikspagat gelingt, ohne dass danach die Schenkel kneifen.

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8. Nov. 2008, Knascht, Luzern | 22. Nov. 2008, Abart, Zürich | 6. Dez. 2008, Terminus, Olten

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Zu finden unter:

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Frischebox: Rüegsegger Acoustics Aus Wald kommen nicht nur drei RockStarPromogirls, sondern auch Heinz Rüegsegger. Ja, Wald, der Ort. Nicht Wald, wo's Bäume hat. In Wald (ohne Bäume) hat Heinz seinen Emer-gency Room für kaputte Lautsprecher eröffnet. Falls Sie also das letzte Bloc-Party-Bassmonster zu laut aufdrehten oder einen Stuhl in die Boxen warfen, aus Entsetzen über das neue Album von dieser Band, die mal Queen war: Hier wird Ihr Topf zu vernünftigen Preisen wieder fit gemacht. www.lautsprecherreparaturen.ch

?

Wenn Stoneman auf Tour sind, halten sich danach besorgte Mütter schmerzverzerrt den Bauch, weil sie panisch ihre Töchter ins Zimmer sperrten und den Schlüssel runterschluckten. Hilft aber meistens nichts. Auch diesen Sommer haben die Mädchen in Deutschland und Italien aus der ersten Reihe auf die Bühne gekreischt. Nach sommerlichen Gigs mit Xandria, Exile und Wednesday 13 atmen die, neues Wort!, Glamdustrial-Metaller aus Zürich kurz im Studio durch. Wir klopften kurz an und fragten:

Und was spielt ihr so?

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tolpern wir sonst üblicherweise bei den Bands in den Proberaum, landen wir bei Stoneman gleich im eigenen Studio. Geprobt und getüftelt wird auf der Bühne oder eben hier. Betrieben wird das Tonstudio von Bassist Dave Snow, der uns gemeinsam mit Sänger Mikki Chixx und Gitarrist Fly begrüsst. Schlagzeuger Rico befindet sich gerade im Training für die bereits schon wieder anstehende Tour indem er Groupies mittlerer Gewichtsklasse als Hanteln benutzt. Momentan feilt die Band an zwei neuen Songs für das anstehende Album. „Devil In Me“ dürfte mit seinen massigen „Hey, hey, hey“-Einlagen vorallem Fans der frühen Shame 69 verzücken. Der zweite, noch namenlose Song orientiert sich dagegen stark an den neueren Shame 69. Also wenn Sie Shame 69 durchs Band weg toll finden: Da kommt ein Fest auf Sie zu. Für die Aufnahmen verwendet Dave die RecordingSoftware Pro Tools HD3 Accel auf einem Mac G5. Angehört wird alles auf den Quested-Studio-Monitoren

TOOLS

und gemischt über ein 32-Kanal-Soundtracs-Solitaire Mischpult. Die Songs entstehen jeweils, indem Fly mit auf seiner Schecter-Gitarre ein paar Riffs spielt und Dave daraus den ganzen Rest bastelt. Dazu verwendet er einen Epiphone Thunderbird Bass sowie Mesa Boogie V12 mit 6x10“ & 1x15“ Boxen. Mikki stellt sich jeweils hinter ein Shure SM58 Mikrophon. Den Popschutz kann er dabei nach den Konzerten wie einen vollgesogenen Schwamm ausdrücken. Und kreischenden Mädchen an die Stirn klatschen. Oder so. Wenn Sie übrigens das Popschutzausdrücken live mal sehen wollen (im Preis inbegriffen ist auch ein ganzes Konzert der Band), tun Sie das am besten am 29.11. im Zürcher Dynamo. Da spielen Stoneman einen der seltenen Schweizer Gigs.


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iPodGroupie des Monats

mit Schimun Krausz Michèle Alter: 25 Wohnort: Winterthur iPod (oder MP3-Player) Typ: iPod Classic, 18GB, weiss Welchen Song hörst du gerade? The View – Same Jeans Woran musst du dabei denken? An den RockStar-Redakteur, der mich gerade als iPod-Groupie interviewt. Hab ihn schon mal gesehen – mit denselben Jeans!!! Was hast du zuletzt draufgeladen? Das Album „Vampire Weekend“ von „Vampire Weekend“ Peinlichster Song auf dem Player? DJ Bobo – Somebody Dance With Me Welcher Song rotiert am häufigsten in deinem Player? Dúné – John Wayne Vs. Mary Chain Name:

Guest-Promogirl des Monats:

Amanda Palmer

Diesen Song auf meinem Player höre ich: nach meiner Entlassung:

Last Days Of April – Aspirins And Alcohol Shout Out Louds – Hurry Up Let's Go vor einer Prüfung: Tilly And The Wall – Do You Dream At All? beim Retten einer Familie aus einem brennenden Haus: The Redneck Zombies – Proof Of Love bei Kafi mit dem Grosi: The Clash – Julie's In The Drug Squad beim Drinks Trinken: The Rifles – Robin Hood beim ersten Schnee: Black Rebel Motorcycle Club – Ain't No Easy Way wenn ich enge Jeans trage: The Futureheads – A Picture Of Dorian Gray nach dem Sex:

La Palmer's Schmachtblick lässt selbst Sissi wie eine rumänische Kantinenköchin ausschauen.

Weltbewegende Ereignisse im Novemver-Rain

Isch wünschte isch wäre eine iPhone.

06.11.1991 Der Westen gewinnt! Der KGB wird offiziell eingestellt. 09.11.1966 John Lennon trifft in einer Londoner Gallerie zum ersten Mal Yoko Ono. 18.11.1985 Tiger im Tank: Das erste "Calvin & Hobbes" Comic erscheint in den Zeitungen. 30.11.1955 Mit zünftigem "Rebel Yell" enflutscht Billy Idol dem Mutterleib. 30.11.1982 Michael Jackson veröffentlicht "Thriller". "Thriller", Mann. "Thriller".

„Pourquoi?“

„´ardcore.“

1) Diese Stimme. Dieser Blick. Dieser Schal. Wir konn-ten nicht anders. Tobey Lucas von Jesh in der RockStar Redaktion beim „Oasis Singalong“-Wettbewerb, wobei er sich zwei Tickets für deren Gig in London sicherte. 2)„Würde jetzt bitte der nächste Bewerber für die frei werdende Stelle als Malerlehrling herein...oh, Moment, das sind ja Fall Out Boy.“ Und zwar beim Promotag in Barcelona.

„Beware, Lady Jaye! With so sharp a tongue you could cut your own throat!“

3) Durch die Antennen ähnliche Fingerhaltung versuchen Disturbed gemeinsam mit Redaktor Patrik Wydler einen Radiosender zu empfangen. Klappte aber nicht. 4) Es gibt nichts Gutes ausser man tourt es. Das AccousticRock Duo Kerhof-Walser tingelten im Oktober durch Zypern, das Tagebuch gibt es auf www.myspace.com/kerkhofwals er. 5) Redaktor Schimun Krausz kann das ständige „Warum kannst du nicht ein bisschen mehr wie Nora Hesse vom Blick am Abend sein??“ des Chefredaktors nicht mehr ertragen und heult sich neben Beauty-Journalist Timo Wagner aus. MAG.

-Destro

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„Die gehen weg wie geschnittään Brot."

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