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Editorial Das

Vorstandsbericht 2002

Eis brechen und gemeinsam Wellen schlagen.

Wenn es im Winter so kalt ist, dass die Ostsee zufriert, dann werden Eisbrecher eingesetzt, um die Fahrrinnen für die Schifffahrt zu öffnen oder eingefrorene Seefahrzeuge zu befreien. Mit ihrem flachen Bug schieben sich die Spezialschiffe auf das Eis und brechen es kraft ihres Eigengewichts durch. Alle nordeuropäischen Staaten sind auf einen ganzjährigen Seeverkehr angewiesen. Ohne Eisbrecher: Kein Fährdienst. Kein Antarktisurlaub. Kein Handel. Auch wenn es im Winter kalt ist, treffen wir uns am Jahresanfang zur Mitgliederversammlung, zu der dieser Vorstandsbericht veröffentlicht wird. Mit der Broschüre geben wir unseren Mitgliedern und Partnern einen umfassenden Einblick in die Aktivitäten des Jahres 2002. Wir hoffen, dass dieser Bericht "persönliches Eis" bricht und dir Lust auf den JMMV macht. Aber Vorsicht! JMMV macht Spaß ;-) Vielleicht sind wir gerade, weil einem im Norden ein kühlerer Wind ins Gesicht bläst, einer der aktivsten Verbände der deutschen Jugendpresse. Interessante Veranstaltungen wie das Jugendmediencamp, die vielen Seminare für Fotografie, Internet, Layout und Zeitungsredaktion sowie nicht zuletzt unsere Arbeit für mehr politische Mitbestimmung Jugendlicher werden durch Geschichten aus unserem neuen Logbuch erzählt.

Der JMMV ist unabhängig der Wetterlage ständig in Bewegung: Nach ein paar Jahren Engagement folgen unsere Aktiven dem Ruf in die Ferne. Diese Bewegung verhindert, dass wir einfrieren

und fordert von uns immer wieder neue Bemühungen um die Eigendynamik. Wer reinschnuppern oder anheuern will, Lust hat, ein eigenes Projekt aus der Taufe zu heben oder Unterstützer sucht, findet in uns neugierig helfende Freunde. Der Verband lebt von den Visionen seiner Macher. Ohne Aktive: Keine Seminare. Kein Erfahrungsaustausch. Keine Presseausweise. Ruf uns im Büro an, werde Aktiver oder sogar Vorstandsmitglied! Mit einem neuen Vorstand und motivierten Aktiven lassen sich frisch und dynamisch im neuen Jahr wieder gemeinsam Wellen schlagen. Wismar, 25. Januar 2003


Impressum Herausgeber / Redaktion / V.i.S.d.P. Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. - der Vorstand 2002 Pf 109184 18013 Rostock fn 0381 4923254 fx 0381 2003457 email: info@jmmv.de web: http://www.jmmv.de Fotos: http://www.jmmv.de/bilder Auflage: 50 Druck: Eigendruck Titelbild: Hermann Radeloff Layout: Matthias "B채umchen" Baumgart


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Inhalt

Vorstandsbericht 2002

Einleitung Editorial Impressum Inhalt Hauptsache Vorstandsarbeit Hauptamtlichkeit Evaluierung - Quaste Büroarbeit Praktikantin Projekte Teil 1 - Weiterbildungen Teil 2 - Verbandsarbeit Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen Teil 4 - Aufgabenfeld der Moderatorin für Jugendbeteiligung Abschnitt 1 - Vorort in der Region / Projektbegleitung Abschnitt 2 - Landesweites Netzwerk und Öffentlichkeitsarbeit Abschnitt 3 - Und sonst noch Sonstige Angebote Internet Presseausweis Fotolabor Versände Polo-Shirt Außenvertetungen Kooperationen Adressen Anhang Aktuelle Satzung Mitgliedsantrag

3 4 5 6 7 8 10 10 11 12 14 28 29 34 37 39 40 40 40 40 40 41 42 43 45


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Vorstandsarbeit In den Vorstand 16.02.2002 gewählt:

wurden

am

Friederike Richter (Walsmühlen bei Schwerin) Stefanie Ziegler (Rostock) Maik Neubauer (Greifswald) Roman Cieslik (Greifswald) Robert Hacke (Neubrandenburg)

Die Bewältigung von Altlasten aus den Vorjahren kostete Zeit- und Kraftressourcen, die aber durch Hilfe der Alt-Aktiven gedeckt werden konnten.

Die neue Rolle des JMMVs als Arbeitgeber forderte dem Vorstand ein Mehr an Verantwortung ab. Die Beschäftigung der beiden Die Vorstandsarbeit gestaltete sich Angestellten stellte uns vor neue in diesem Jahr unerwartet schwierig. Aufgaben und führte uns zu einem Wegen persönlicher Veränderungen starken Bewußtsein. Wir haben uns schieden Robert am 15. April, Maik der Herausforderung erfolgreich am 02. Juli und Stefanie am 23. gestellt. August durch Rücktritt aus dem Vorstand aus. Sie gaben zwar ihre Die vielen Veranstaltungen, die wir Ämter auf, aber führten ihre angeboten haben zeigen, dass wir Aufgabenbereiche zu einem großen uns mit unserer Arbeit nicht verTeil weiter. Am 06. Juli wurde Carl stecken müssen. Wir können Stolz Berger (Warkstorf bei Wismar) in auf das Erreichte sein. den Vorstand kooptiert. Der JMMV führte eine Reihe von Das Jahr 2003 begreifen wir als eine Veranstaltungen durch, die nachge- Chance, da wir in 2002 gesehen hend beschrieben werden. Durch eine haben, in welche Richtung wir uns hohe Zahl von Abiturienten und bewegen müssen, um ein erfolgreiPrüflingen schrumpfte die Zahl unse- ches Weiterbestehen des Verbandes rer Aktiven. Die Verlagerung der für die kommenden Jahre zu gewährVorstandsarbeit auf wenige hemmt leisten. Gerade für das 10. Jahr des den Elan. Als wesentliches Ziel wurde JMMVs wünschen wir uns das! daher die Anwerbung von neuen Aktiven betrachtet.


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Hauptamtlichkeit Was hat Sorina im ersten Halbjahr gemacht? Büro besetzt, Seminare inhaltlich und organisatorisch betreut, selbst Seminare gegeben und dabei dem Verein eine Einnahme verschafft, Kontakte zu anderen Verbänden gehalten, die Buchführung abgewickelt, Versände organisiert und Beilagen beschafft, Versicherungen abgeschlossen, Öffentliche Stellen und Ämter besucht... Sie hat sich reingehängt in den JMMV und half uns vor allem bei der Aufarbeitung unerledigter Vorgänge. Nach einem Jahr eifriger Arbeit für den JMMV verabschiedet sich unsere hauptamtliche Geschäftsführerin Sorina Miers von der Geschäftsstelle. Sorina hat Anfang September ihren Schreibtisch in unserer Landesgeschäftsstelle verlassen, um sich in ihrer Heimat Schwedt (Oder) neuen Herausforderungen zu stellen. Wir danken ihr für ihre leidenschaftliche Arbeit für den JMMV im Büro und auf den zahlreichen Seminaren im vergangenen Jahr von ganzem Herzen.

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Evaluierung - Quaste der, Ehrenamtliche Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder, Bildungsteilnehmer und Hauptamtliche. Die Ergebnisse der Verbände hat xit untereinander verglichen, Trends und Statistiken aufgestellt. Diese wurden den Verbänden auf Treffen vorgestellt und außerdem gab es eine verbandspezifische Auswertung in Form Auf Initiative des Landesjugendrings eines Gespräches und einer schriftMV und des Sozialministeriums MV lichen Ausarbeitung, die im Büro haben sich eine Reihe von ausliegt. Landesjugendverbänden 2002 evaluieren lassen. Das Programm, das etli- Zusammenfassend lässt sich sagen, che Stimmen als ein "Hosen runter- dass durch die Vielfalt der teilnehlassen" zähneknirschend akzeptier- menden Verbände die Fragebögen für ten, nannte sich "Quaste - die speziellen Vereine nicht ausreiQualitätssteigerung durch die chend ideal und genau waren, Nutzung gemeinsamer Erfahrungen besonders für den JMMV, der im in der Jugendverbandsarbeit". Die Gegensatz zu andern JugendverbänNeubrandenburger xit GmbH hat in den nur eine Hauptamtliche in der verschiedenen Jugendverbänden des Verwaltung hatte, und sogar inzwiLandes Befragungen durchgeführt, schen wieder nur durch relativ junge damit die Verbände aus den Jugendliche selbst getragen wird. Ergebnissen Nutzen ziehen können. Doch ein paar Trends lassen sich Der JMMV nahm an diesem Programm abzeichnen. teil, so dass Du möglicherweise Ende 2001/Anfang2002 befragt wurdest, ob im Telefoninterview oder per Fragebogen. Befragt wurden Mitglie-

Wir beklagten uns, wie die meisten anderen Verbände, über zunehmende bürokratische Hürden bei der


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Beschaffung und Abrechnung von Geld. Die Bedarfsabfrage der Teilnehmer an Bildungsveranstaltungen orientiert sich hin zu Wochenendseminaren. Für uns bedeutete das insbesondere: Als Schwäche stellte sich die Bewältigung der Bürokratie innerhalb und außerhalb des Verbandes in den Vordergrund. Als Stärke können wir unsere Kompetenz auf Seminaren vorweisen. Im Gegensatz zur xit GmbH erschien uns die Befragung wenig repräsentativ. Insgesamt wurden 281 Personen

aus 10 von 22 Landesjugendverbänden angesprochen, davon waren 15 Mitglieder unseres Verbandes, 5 Ehrenamtliche Mitarbeiter bei uns, und 3 unserer Vorstandsmitglieder. Bei der Einwilligung zur Befragung gingen wir, wie alle anderen beteiligten Verbände von einer aktiven Hilfe zur Qualitätssteigerung aus. Diese beschränkte sich allerdings auf die Bestandsaufnahme durch xit. Die Instrumente der Quaste waren durchgängig Fragebögen. Bei der tatsächlichen Qualitätssteigerung sind die Verbände auf sich gestellt. Der Landesjugendring MV hat allerdings eine Referentin für Sozialmanagement eingestellt, die sich mit eben solchen Vorhaben beschäftigt und weiterführende Qualitätssteigerungskonzepte erarbeiten kann. Der Link http://qualität.inmv.de gilt entsprechend. Über eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema wird sich der neue Vorstand verständigen müssen.


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Büroarbeit Die Geschäftsstelle in Rostock konnte durch zwei neue engagierte Mitglieder ehrenamtlich besetzt werden. Seit einem halben Jahr hört ihr am Telefon die Stimmen und lest ihr die Antworten auf eure Mails von Ulla-Kaja Radeloff und Lars-Fabian Berger. Lars und Ulla sind nachmittags nahezu regelmäßig in der Budapester Straße anzutreffen. Die Warnemünderin Ulla schreibt in wenigen Wochen ihr Abitur und Lars - der Graal-Müritzer - schließt im Sommer seine Ausbildung zum Ingenieurassistenten ab. Die beiden haben sich auch schon in der Moderation von Seminaren betätigt. In ihre Zuständigkeit fallen das Foto- und das Layoutseminar sowie "Medienkompetenz zu Weihnachten".

Praktikantin Im Februar absolvierte Kristin Klose von der Uni Rostock (Bereich Erziehungswissenschaften) ein Praktikum in der Geschäftsstelle. Unter Sorinas Anleitung organisierte sie das Grundlagenseminar für SchülerzeitungsredakteurInnen mit und teamte dort auch. Wesentliche Aufgaben waren Verwaltungsarbeit, wie Posteinund Ausgang, Kassenbuch schreiben, Archiv für die Schülerzeitungen sortieren. Aus dem bereitstehenden Material für die Broschüre des Artikelwettbewerbes zum Thema Suzid hat sie einige Hefte zusammengestellt. Ebenso haben wir dank ihr seit Februar einen aktuellen Versandverteiler, weil Kristin die Schulen des Landes angerufen hat, um zu erfahren, ob die jeweilige Zeitung unter dem Namen noch existiert.


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Projekte Teil 1 - Weiterbildungen

Finanz- und Projektmanagement vom 11.01.2002 bis 13.01.2002 in Wismar Ansprechpartnerin: Sorina Miers, Robert Hacke Wie organisiere ich ein Seminar? Diese Frage stand im Mittelpunkt dieser kleinen Fortbildung. Wir haben den Verein als Rechtsform behandelt und sind darauf eingegangen, welche Rechte und Pflichten sich insbesondere für den Vorstand daraus ergeben. Des weiteren haben wir erklärt, welche Schritte zu einem Seminar führen. Angefangen von der Ideenfindung, über die Suche der Projektmittel, Antragsstellung, Abrechnung der Finanzmittel bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. In gemeinsamer Gruppenarbeit haben sich die Seminarteilnehmer anhand des tatsächlich geplanten Projektes "FilmAb 2002" daran versucht, einen Finanzplan zu erstellen. Es wurde ein Konzept geschrieben, wie es für die Antragstellung z.B. bei einer Stiftung notwendig ist. Das Seminar beinhaltete auch Bestandteile des Abrechnungsprozederes und Grundlagen der Buchführung.

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Projekte Teil 2 - Verbandsarbeit

Zukunftswerkstatt Organisationsentwicklung mit Lernwerkstattcharakter vom 18.01.2002 - 20.01.2002 in Greifswald Ansprechpartner: Ulrike Gisbier Eine umfassende Beschreibung befindet sich im Teil 4 dieser Broschüre.

Projektmesse für Toleranz und Demokratie vom 07.02.2002 - 08.02.2002 in Leipzig Ansprechpartner: Johannes Barthen, Björn Richter, Matthias Baumgart, Katrin "Kaddi" Hünemörder Der JMMV war mit den Veranstaltungen "Baltic Youth Cruise" und dem "Jugendmediencamp" auf einer Messe in Leipzig vertreten. Im Leipziger Rathaus haben sich zwei Tage lang etwa 100 Projekte präsentiert, die im Rahmen eines Aktionsprogrammes "Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Gewalt" gefördert wurden.

Auf zwei Ständen des JMMV konnten die Besucher nicht nur Fotos, Prospekte und Plakate der beiden Projekte unter die Lupe nehmen, sondern auch Videos des Jugendmediencamps ansehen und auf den Webseiten der "Baltic Youth Cruise" surfen. Nicht zuletzt konnten sich die Interessierten natürlich auch mit den vier mitgereisten Aktiven des Vereins unterhalten und sich über die Projekte und den JMMV informieren.


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Teil 2 - Verbandsarbeit S o m m e r fe st d e s J M M V vom 06.07.2002 - 07.07.2002 in Warkstorf bei Wismar Ansprechpartner: Lan Böhm, Carl Berger, Juliane Schirmann Mit 25 Gästen feierte der JMMV den Sommer. Leckeres Essen, OpenAirKino, eine Nachtwanderung zum Gruseln und zwei Rekordversuche: Dem Belastungstest wurden ein Smart und ein Transporter unterzogen. 11 Leute fasste der Smart. Der VW-Bus ist mit einer erwiesenen Kapazität von 34 Leuten als SeminarKutsche wohl doch besser geeignet. Nach Hohen Wieschendorf lockte der Strand und so stürzte man sich in die kalten Ostseefluten.

Das Treffen diente vor allem der Festigung der Gruppe und der Anwerbung neuer Aktiver. Den Interessenten wurden dabei viele Gutscheine als Taufe für die Verbandsarbeit überreicht.


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Projekte Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen HTML-Grundlagenseminar vom 01.02.2002 - 03.02.2002 in Güstrow Ansprechpartner: Niels Richter

Grundlagenseminar für Zeitungs-Redaktionen

vom 22.02.2002 - 24.02.2002 in Rostock-Warnemünde Ansprechpartner: Mandy Gogolin, Die Gewinner des Ideenwettbewerbes Sorina Miers, Kristin Klose der Aktion "meck-it" (http:// www.meck-it.de) und Mitglieder des Dieser Text ist beispielhaft und JMMV's nahmen zusammen an diesem erklärt ganz interessant mal aus Seminar in Güstrow teil. Sicht einer Teilnehmerin den Ablauf des Seminars. Nach einer Einführung in die Strukturen und den Aufbau des Internet wendeten wir uns dem eigentlichen Thema "Webseitenerstellung" zu. Die Grundlagen waren fix vermittelt und die Teilnehmer lernten sehr schnell. Aber auch auf die Einbindung, Gestaltung und Komprimierung von Grafiken wurde eingegangen, sowie HTML-Erweiterungen wie JavaScript angesprochen. Die Ergebnisse dieses durchaus gelungenen Seminares sind unter (http://iseminar.jmmv.de/2002) zu finden.

"Hallo, ich bin Sorina Stechmücke!" Was mich erwartet? - Keine Ahnung. Kurze Zeit darauf bin ich um einiges schlauer, weiß wie ich, trotz der abgelaufenen Anmeldefrist, noch jemand erreichen kann. Schnell eine E-Mail schreiben! Nächster Tag. Meine Anmeldebestätigung ist da! Kleines Telefonat und alles ist paletti. Noch drei Nächte schlafen. Irgendwie freue ich mich, seit langem wieder an einem Seminar teilzunehmen. Letzten Freitag, 18 Uhr: Mit Spannung verfolge ich in der Jugendherberge in Warnemünde, wie nach und nach alle anderen "Teilis" übrigens eine Abkürzung, die Juliane Schirmann, 17 Jahre und aus


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Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen Warkstorf, kreiert hat - eintreffen. Viele kannten sich. Einige von der Schule, andere von verschiedenen Seminaren des JMMV. Nur ich kannte keinen. Doch wie es im Leben so ist, komme ich schnell ins Gespräch. "Hallo, ich bin Sorina Stechmücke wer bist du?" Mit einem Kennenlernspiel beginnt mein aufregendes sowie etwas anstrengendes Wochenende. Wir sind 17 Jugendliche. Darunter sind nur vier Herren, die sich weiterbilden wollen. "Weiß jemand, wie eine Redaktion aufgebaut ist?", werden wir gefragt. Die einfachen Dinge, wie Chefredakteur, Mitarbeiter und Fotograf wissen alle. Das Eingemachte nicht. "Was ist eine Medienliste?" Einfach erklärt, ist das unter anderem das Impressum. Der Abend, sowie auch der Samstagabend, klingen mit einem Kneipenbesuch aus. Wir lernen uns näher kennen, tauschen Erfahrungen. Die Stimmung ist einfach super! Doch auch ich werde nach gut 18 Stunden wieder müde. Schlafen, nur noch schlafen - mein sehnlichster Wunsch an diesem Abend. Frisch und munter am Sonnabend.

Ein kräftiges Frühstück muss reichen. Die "Arbeit" ruft. Stilformen, Recherche und Interview stehen auf dem Programm. In Gruppen geteilt, erarbeiten wir, was eine Glosse, Reportage, Nachricht und ein Kommentar ist. Der Nachmittag steht

uns völlig zum Schreiben zur Verfügung. Ich nutze die Zeit um einen Artikel über das Seminar zu schreiben. Korrektur mache ich am Sonntag, denk ich mir. Sonntagmittag ist das Seminar auch schon zu Ende. Für mich war es erfolgreich, und ich habe interessante Menschen kennengelernt, fühle mich bestätigt in dem, was ich tue und machen will. [Anita Knüppel SVZ vom 28.02.2002 / gekürzt]


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Projekte Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen

Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald Vortreffen: vom 16.03.2002 - 17.03. 2002 Fahrt: vom 23.03.2002 - 28.03.2002 Nachtreffen: vom 27.04.2002 - 28.04.2002 Ansprechpartner: Stefanie Ziegler, Ludmila Lutz, Mandy Gogolin, Sorina Miers, Friederike Richter

Zur Tradition ist unsere alljährliche Gedenkstättenfahrt geworden. In diesem Jahr fuhren wir mit einer Gruppe von 20 Teilnehmern nach Weimar. Ganz in der Nähe von dieser Stadt befindet sich das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald, das im Mittelpunkt der Fahrt stehen soll-

te. Auf eine ausführliche Führung durch das Lager folgte ein zweiter Besuch zur Sammlung von Eindrücken, zum Skizzieren und Fotografieren sowie zum Besuch der Ausstellungen. Vor und nach der Fahrt fanden zwei zusätzlichen Treffen, je eins zur Vorund Nachbereitung, statt. Um ihre Eindrücke verarbeiten zu können, probierten die Teilnehmer Verschiedenes aus: von Fotografie und Malerei über Schreiben von Gedichten bis zur Erstellung von Plastiken. Ebenfalls stand eine Führung durch das Weimar von 19331945 auf dem Programm. Eingerahmt wurde die Veranstaltung von Lesungen, Gruppenarbeiten und dem Film "Nackt unter Wölfen", dessen Autor selbst Häftling in Buchenwald war. Für viele war eine solch intensive Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus eine neue Erfahrung. In Weimar liegen mit Goethe und Schiller im Gegensatz zu Buchenwald die Erinnerung an Glanz und Grausamkeit dicht nebeneinander.


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Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen

Literaturwettbewerb "Der Trommler" Preisverleihung am: 22.06.2002 in Wismar Einsendeschluß: 24.04.2002 Kooperation JMMV und jupa föv: Ludmila Lutz, Sorina Miers, Vivian Heller, Franka Metzner, Timm Berger, u.a. Grundlage des Textes ist ein Artikel von K. Musilinski (OZ am 24.06.2002). Auch er beschreibt bildhaft das Projekt besser, als es ein nüchterner Bericht kann. Der Artikel vermittelt Eindrücke der Preisverleihung am 22.06.02 im Wismarer Theater. Trommler-Sage inspirierte Talente Nicht umsonst hatten die Veranstalter Gerd Giese gebeten, in der Jury für den landesweiten Literaturwettbewerb "Der Trommler" mitzumachen. Ausgeschrieben war dieser, um junge Leute bis 27 Jahre zu animieren, sich in Kurzgeschichten und Lyrik mit der alten Sage und der Hansestadt auseinander zu setzen. Der Leiter des Stadtarchivs,

selbst Kenner der Stadthistorie und Verfasser von Texten, sollte die Beiträge aus historischer Sicht beurteilen. Viele bezogen sich jedoch eher auf die Gegenwart. So waren schließlich Jury und Verein überrascht, dass die 72 Einsendungen, überwiegend Prosatexte, ein so breites Themenspektrum berührte, das sich von Schule über Eltern, Liebe, Tod, Umwelt, Krieg bis Selbstmord erstreckte. "Die Texte haben mich eigenartig gestimmt und mir viel gegeben. Die meisten sind sehr problembehaftet. Sie zeigen den Leuten in der Politik auf, was sie tun müssen, um euch eure Ängste zu nehmen", sagte Giese in Anwesenheit der Jugend- und Sozialministerin Martina Bunge (PDS). Diese lobte die Eigeninitiative des Vereins in der Scheuerstraße 1a, der die gut besuchte Veranstaltung im Theater am Sonnabend Nachmittag eigenständig organisiert hatte. Das GuidoSaremba-Trio (Jazz), die Rock-Band Eldon, die PAK-Pantomimen Patrik Mirow, Anja Klimmek, Kristina Lormis, die Bongospielerin Dörte Kamarid, Florian Mooskopf (Klavier), Christian Nerbas (Cello) sowie


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Katharina Tess, Steffi Rakow (Gesang) und Thomas Kiesel (Klavier) die mit einer von Heike Reeps getexteten und komponierten Ballade über den Trommler einen wahren Beifallssturm entfesselten, gestalteten ein bunt gemixtes und absolut niveauvolles Programm. Zwischendurch bat Ludmila Lutz die Wettbewerbssieger in den drei Altersgruppen zur Auszeichnung auf die Bühne. Sie erhielten Bücher und Geldschecks. Den mit 500 Euro dotierten Hauptpreis errang Leonid Rasran (27) aus Wismar, der in Kiel promoviert. Geplant ist ein Buch mit allen eingesandten Beiträgen zu drucken. Eine Fortsetzung mit einem ähnlichen Wettbewerb steht an.


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Vorstandsbericht 2002

Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen

Film AB! - Die Zeitung zum Schweriner FilmKunstFest vom 27.04.2002 - 05.05.2002 Ansprechpartner: Falko Fleischmann, Niels Richter, Jule Schirmann Wenn ein Schwan singt.... ...dann kommen die Kinosüchtigen nach Schwerin. Das FilmKunstFest im Zeichen des Schwans war auch 2002 nicht nur für Kinogänger Anlaß die Landeshauptstadt zu besuchen. Wir haben wieder unsere Begleitzeitung "FilmAb!" in einem Praxisseminar erstellt. Die Teilnehmer konnten den Redaktionsablauf einer Tageszeitung live erleben. Vom 27.04. bis zum 05.05 hat der JMMV eine Wohnung direkt im Kino Capitol bezogen, nur zwei Stockwerke über dem FilmFestBüro und in eine Redaktion mit Rechern, Kinozimmer, Schlafräumen und allem was sonst noch dazu gehört verwandelt. Auch dieses Jahr hatte sich ein schönes Team zusammengefunden. Das FilmKunstFest selbst begann erst am ersten Mai, so blieb uns noch genügend Zeit für die Vorbereitung der Arbeit. Theoretische Grundlagen

sollten gelegt werden, ein Konzept für die "FilmAb!" mitsamt der ersten Artikel wurden verfasst. Die Redaktionsarbeit während des Festivals gestaltete sich erwartungsgemäß stressig, aber wir haben erstmalig einen Rekord aufgestellt. Jeden Morgen ging die Zeitung pünktlich in den Druck! Meist war es Niels, der Layouter, der sich gegen halb fünf in die Straßenbahn setzte und zur Druckerei fuhr. Auf dem Rückweg brachte er lecker warme Brötchen mit und weckte das ganze Team. Ein Happening für sich! Ungnädige Gesichter, unwilliges Knurren und Sprüche wie "noch nicht!" oder "Das Bad ist doch gar nicht frei" waren die beliebtesten Reaktionen. Frühstück, Redaktionssitzung, der Tag beginnt und Niels legt sich nach seiner Nachtschicht hin. Es sind tolle Zeitungen entstanden. Stolz ist Falko auf die Internetseiten (http://filmab.jmmv.de) die Bäumchen alias Matthias Baumgart nebenbei erstellt hat. Den Abschluß haben wir wie immer bei einem leckeren Brunch im "Bernstein" gefeiert.


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Kabarett, Theater, Hörspiel, Internet, Camp-Radio, Rhetorik und Plaka(r)t in die Natur. In Diskussionsrunden kamen neben politischen Themen auch gesellschaftliche Streitfragen wie die Anglizismen in der deutschen Sprache und die gentechnische Jugendmediencamp Manipulation von Lebensmitteln aufs vom 17.05.2002 - 21.05.2002 Tapet. Gäste waren hier u.a. der in Kratzeburg Schriftsteller Kooperation von JMMV und Junge Joachim Helfer und Kurt Gawl vom Presse Berlin, Jugendpresseverband Verein Deutsche Sprache, Berlin. Brandenburg Ansprechpartner: Caroline Mekelburg, Ein Open-Air der Rostocker Band Lan Böhm, Steffi Ziegler, Johannes "Fakultät", ein Liedermacherabend Barthen mit Tex Hindenburg (http:// www.texorama.de) und die Kino"Mit der Technik in die Pampa" - Das Nacht rundeten das Programm kultuJugendmediencamp 2002 war ein rell ab. "Das absolute Highlight" war, großer Erfolg. Der idyllische Sprengel laut Juliane Greiner, einer der zwischen zwei Seen und den tiefen Organisatorinnen des JMC, aber "die Wäldern des Müritz-Nationalparks bei Präsentation der Kratzeburg verwandelte sich zu Workshopergebnisse am letzten Pfingsten zum neunten Mal in eine Abend". Die Glut des "Laberfeuers" riesige Zeltstadt. glomm noch bis zum Abbruch der über achtzig Zelte am Dienstag. Wir lockten junge Medienmacher zwischen 12 und 25 Jahren zu Mehr findest du auf Workshops wie Foto, Video- http://www.jugendmediencamp.de: Dokumentation und -Kurzfilm, Bilder, Hörspiel, Video...


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Vorstandsbericht 2002

Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen

Jugendmedientage 2002 "selbstbestimmt statt fremdbespaßt" vom 31.05.2002 - 02.06.2002 in Schwerin Ansprechpartner: Björn Richter, Katrin "Kaddi" Hünemörder, Friederike Richter, Matthias Baumgart Die Jugendmedientage 2002 sind Geschichte - aber was für eine! An dem Wochenende trafen sich 400 junge Medienmacher im Gymnasium Fridericianum in Schwerin, um sich auszutauschen und in mehr als dreißig Workshops intensiv fortzubilden. So konnten die Organisatoren unter anderem Vertreter großer Zeitungen und Wochenzeitschriften gewinnen. "Wir haben auf die Jugendmedientage zudem bewusst Politiker aus allen Parteien eingeladen, damit die jungen Medienmacher sich von ihnen selber ein Bild machen konnten.", so Katrin Hünemörder (22) von der Deutschen Jugendpresse. Unter anderem waren Hans-Joachim Hacker (MdB SPD), Rainer Prachtl (MdL CDU), Gabi Zimmer (Parteivorsitzende PDS), Peter Bond (Spitzenkandidat FDP in Mecklenburg-

Vorpommern) und Niombo Lomba (Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen) dabei. Am Samstag wurden auf den Jugendmedientagen die Gewinner des diesjährigen Schülerzeitungswettbewerb "SZ-Award" durch die Bundesjugendministerin Dr. Christine Bergmann, den Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung Thomas Krüger und die Jugendministerin von MecklenburgVorpommern Dr. Martina Bunge prämiert. "Wir haben uns mehr als zwei Tage mit der Auswahl der Gewinner aus den etwa 250 Einsendungen beschäftigt. Diese rege Beteiligung hat unser Konzept bestätigt und so haben wir den SZ-Award für das nächste Jahr auch schon ausgeschrieben.", so Gunar Fohry vom


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Projekte Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen Schülerhausaufgabenheft "häfft". Als Unterstützer haben in diesem Jahr DINO-Druck aus Augsburg und "young media" aus Köln den "SZAward" ermöglicht.

Fotoseminar

in Rostock und auf dem Darß vom 06.09.2002 - 08.09.2002 und vom 13.09.2002 - 15.09.2002 Nachtreffen vom 12.10.2002 - 14.10.2002 "Die Jugendmedientage sind zwar Ansprechpartner: Ulla-Kaja Radeloff, beendet - sie leben aber in den ein- Lars-Fabian Berger zelnen Bundesländern in Projekten weiter. So finden in Bayern, Das Fotoseminar für Anfänger fand in Schleswig-Holstein und Berlin in der Kooperation mit der Medienwerkstatt nächsten Zeit Nachtreffen statt, wird Rostock statt. Das Jugendgästeschiff es ein gemeinsames Seminar zwi- "Georg Büchner" bot uns (8 schen Niedersachsen und Sachsen- Teilnehmer und 2 Teamer) am ersten Anhalt geben, beginnt eine Wochenende Unterbringung und Zusammenarbeit zwischen einer Seminarraum. Nach Anreise, Fußball Stiftung und dem baden-württember- und Abendbrot folgten wir der gischen Jugendpresseverband...", Einladung zum Hoffest mit Theater, meint Björn Richter vom Filmen und Musik. Organisationsteam der Jugendmedientage. In der Vorbereitung und Der "Ernst" begann am Sonnabend Durchführung der Jugendmedientage früh: Horst Christen, als ein erfahrehaben die Organisatoren zudem das ner Fotograf, gab uns eine ausführliProjekt "politikorange" entwickelt. che Einführung in die Thematik: Neben einem bundesweiten Geschichte der Fotografie, Jugendmagazin beinhaltet die Fototechnik, Bildgestaltung sowie Konzeption auch Tagungszeitungen Sach- und Portraitfotografie beschäfund Kongresse, die allesamt von tigten uns beide Vormittage. Jugendlichen für Jugendliche Währenddessen galten die gemacht werden. Nachmittage der Praxis, und wir zogen mit geschärftem Blick auf


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Vorstandsbericht 2002

Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen Motivsuche durch die Altstadt. Was Born auf dem Darß. Mit der an keinem Abend fehlen durfte, war Fotokamera zogen wir durch den ein Fußballspiel. Nationalpark um zum malerischen westlichen Teil der Halbinsel zu Am darauffolgenden Wochenende gelangen. Zahlreiche Fotomotive bezogen wir den Dreimastschoner füllten unsere Schwarz-Weiß-Filme. "Santa Barbara Anna". Hängematte, Naturnaturnaturnatur und wir in Takelagenklettern und Decksfrüh- spektakulären Szenen. Nach diesen stück - herrliche Rahmenbeding- ausgedehnten Spaziergängen folgten ungen. Dafür ging's auch gleich Freitag mit der Arbeit los. Im Fotolabor der Medienwerkstatt wurden nun die ersten Ergebnisse vom vorigen Wochenende sichtbar. Trotz hohem Zeitaufwand in der Dunkelkammer blieb viel Platz für Kreativität und Experimente. Was die Abendgestaltung anging, sind da ein Fußballspiel zu erwähnen und ein kleiner Einblick in Rostocks gemütliche Abende mit Tee und Nachtleben. Wer mehr Abzüge seiner Glühwein sowie eine wirkungsvolle Bilder im Fotolabor machen wollte, Nachtwanderung. hatte dazu noch Sonntag vormittags Zeit, wonach Horst Christen abschlie- Zum Abschluss schwangen wir uns ßend einen Kurzvortrag zum dann noch mal auf die Fahrräder um Arrangieren der Bilder hielt. Eine auch den Leuchtturm im Darßer Ort Jury entschied über die gelungensten gesehen und fotografiert zu haben. Resultate. Immer mit auf der Reise: Venti, unser liebgewonnener Ventilator, Das Nachtreffen vom Fotoseminar dessen Leidensgeschichte aus einiVom 12.10. bis 14.10.02 verein- gen der Fotos hervorgeht. nahmten wir die Jugendherberge in


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Projekte Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen

Einstieg in die Internetprogrammierung vom 13.09.2002 - 15.09.2002 in Güstrow Ansprechpartner: Niels Richter, Matthias Baumgart

"Viel gelernt habe ich und die Stimmung war auch gut." So wertete Olli Fischer das Seminar am Wochenende. Nach der obligatorischen Kennenlernrunde am Freitag folgte ein Vortrag von Niels Richter über den grundsätzlichen Aufbau des Internets. "Das war sehr interessant und hat viele Fragen beseitigt - abschnittsweise aber zu detailliert", so schätze Tobias von Mach den Freitag ein. Am Samstag folgte dann die Einführung in die Grundlagen des HTML und das eigenhändige Programmieren mit Unterstützung von Niels Richter und Matthias Baumgart. "Ich habe sehr viel gelernt und es hat sehr viel Spaß gemacht. Natürlich habe ich noch lange

nicht alles verinnerlicht, aber ich denke, daß ich die Grundzüge verstanden habe", so die Teilnehmerin Bianca Schulze. Der Sonntag war der Tag des Uploads. Das heißt, daß die erstellten Seiten auf den Server geladen wurden und es folgte die Einschätzung der Projekte. "Rundum ein gelungenes Seminar, mit sehr interessierten Teilnehmern", resümiert Niels Richter. Die Ergebnisse dieses Seminars findet Ihr unter: http://www.iseminar.jmmv.de/2002_2 Und die Ergebnisse aller vergangener Internetseminare sind zu betrachten unter: http://www.iseminar.jmmv.de


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Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen

HOWTO: WEB Einstieg in die Internetprogrammierung Vom 15.11.2002 - 17.11.2002 in Cottbus Ansprechpartner: Niels Richter, Matthias Baumgart in Kooperation mit der JPVB

Das ist Mirko. Mirko ist anders besonders wenn er HTML-Quelltext schreibt. Mirko ist aber auch der Organisator des Seminars :) Der Jugendpresseverband Brandenburg veranstaltete an diesem Wochenende ein Internetseminar und der JMMV unterstützte ihn dabei, indem er zwei Teamer stellte. In einer angenehmen Atmosphäre im Cottbuser Uni-Computerkabinett gingen wir dem Feind HTML mit Texteditor und Browser auf den Leim. Die Kombination aus HTML- und Bildbearbeitungsgrundlagen befähigte die Teilnehmer sehr sehenswerte Ergebnisse zu erstellen. Diese sind zu finden unter : (http:// iseminar.jmmv.de/2002_3)

Wir bedanken uns recht herzlich für die gelungene Zusammenarbeit der beiden Vereine und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.


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Projekte Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen

ging der erste Teil des Seminares Freitag spät abends im Knotenkabinett auf dem ehemaligen Frachter und Pionierschiff "Likedeeler" in Rostock zu Ende. Mit welcher Farbe wird 'Männlichkeit' am besten ausgedrückt? Blau? Schwarz? Braun? Auf jeden Fall ist es sehr tapfer, morgens um halb acht zum Baden in die Warnow zu springen, sich danach für neun Stunden vor einen Rechner im Bildungswerk der Wirtschaft zu setzen um im Crash-Kurs gängige Desktop-Publishing Anwendungen Layout-Seminar kennenzulernen und danach noch bis vom 15.11.2002 - 17.11.2002 in den Morgen die Ideen zu präsenin Rostock Ansprechpartner: Hermann Radeloff, tieren. Noch ist alles ein Scribble.... Ulla-Kaja Radeloff, Lars-Farbian Hände aus den Hosentaschen - das ist kreativ! Berger Die Würfel fielen im Knotenkabinett. Konkret wurde das Seminar an dem Layout eines Kalenders orientiert. "Immer daran denken: Eine Hand Der Kalender wird in Kürze im Büro für's Schiff, denn es könnte schau- erhältlich sein. keln", so die Crew. "Immer daran denken, Kreativität ist Methode", so


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Projekte

Vorstandsbericht 2002

Teil 3 - Seminare, Großveranstaltungen

20:00 Nachrichten, 20:15 Bescherung - Medienkompetenz zu Weihnachten. vom 22.12.2002 - 23.12.2002 in Rostock Ansprechpartner: Carl Berger, Lars-Fabian Berger Wie kompetent ist der Weihnachtsmann? Kann er mit seinem Medium umgehen? Wir stellten ihn auf die Probe. Vom 22. zum 23. Dezember 2002 trafen wir uns mit 20 Teilnehmern und untersuchten ausführlich, was es so mit Weihnachten auf sich hat. Bringt der Weihnachtsmann viel Sexismus mit seinen leichtbekleideten Engeln in die geschmückten Wohnzimmer? Gibt es noch die gemütliche Familienatmosphäre, bei der Geschichten vorgelesen werden? Ist das Geschenk das Wichtigste zu Weihnachten? Die Antworten auf diese drei Fragen wurden ausführlich erlebnispädagogisch erforscht und heißen: Ja, ja, ja. Die Alten Hasen und das Junge Gemüse waren sich einig.

Zum Thema Weihnachten ließ sich das methodisch besonders gut darstellen, denn für dieses Fest gibt es eine Reihe von alten Sitten die sich aufrollen lassen. Wir teilten die Seminargruppe auf und ließen sie typische Weihnachtsszenen nachspielen. Dass hierbei eine weihnachtliche Stimmung aufkam und der Schein einer fröhlichen Weihnachtsfeier, war beabsichtigt.


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Projekte Teil 4 - Arbeitsfeld der Moderatorin für Jugendbeteiligung

Ulrike Gisbier, Jahrgang 68, seit 5 Jahren Moderatorin von Zukunftswerkstätten, ist für den JMMV als Moderatorin im Rahmen der Jugendbeteiligungsakampagne des Landesjugendrings MV tätig. Jugendbeteiligungsgarbeit geht weit über die Arbeits- und Themenfelder der Jugendarbeit und der Aktivitäten der Landesjugendverbände hinaus. Jugendbeteiligung meint, dass Jugendliche mit Erwachsenen zusammen ihre Belange diskutieren, entscheiden und umsetzen. Wenn irgendwo ein Sportplatz gebaut werden soll, eine Autobahn geplant wird oder ein Jugendclub vor dem Abriss steht, müssen Jugendliche die Möglichkeit bekommen, sich in den Prozeß einzubringen, denn er betrifft sie, wenn nicht heute, dann morgen. Das Hauptziel, Jugendliche in den sie betreffenden Prozessen zu beteteiligen, setzt voraus, dass in den Alltagssituationen verschiedene Zielgruppen angesprochen werden: Jugendliche auf der einen Seite, Politiker aller Ebenen auf der ande-

ren. Um diese wiederum zu erreichen, ist es sinnvoll, weitere Zielgruppen zu "bespielen": PädagogInnen und Menschen in der Verwaltung. Klar, dass dieser Bogen nicht einfach zu spannen ist. Jugendliche waren die Partner in Wismar, Krakow am See, Bützow, Grevesmühlen, Gadebusch, aber auch über die Region hinaus in Rostock, Neustrelitz, Greifswald und landesweit anlässlich der Jugendbeteiligungsforen und der Wahltour. Landespolitiker wurden immer zu größeren Veranstaltungen wie Jugend im Landtag, dem Jugendforum am 1.6. 2002 oder den Stationen der Wahltour eingeladen. Kommunale Politiker waren an sich schon jugendnäher und konnten in die Projektarbeit teilweise miteinbezogen werden. Beispielhaft hierfür ist die Stadt Krakow am See. Verwaltungsbeamte baten im Auftrag der Politik um Beratung oder Mithilfe. MultiplikatorInnen wurden insbesondere durch Weiterbildungsveranstaltungen erreicht. Auf dem Weiterbildungsplan der Moderatorin


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Teil 4 - Arbeitsfeld der Moderatorin für Jugendbeteiligung

stand im Jahr 2002 eine fünftägige Reise nach Riga zur Orientierung im Aktionsprogarmm "JUGEND" der Europäischen Union mit verschiedenen Seminarmethoden und eine zwei Tage währende EUNDC- Weiterbildung für Quartiersmanager [1] zum Kennenlernen verschiedener Großgruppenanimationsmöglichkeiten, speziell der Zukunftskonferenz und Open Space. [1] EUNDC = Bundesmodellprogramm zu Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten

Vorort in der Region: Projektbegleitung Für die wismar-goeren, den Stadtschülerrat Wismar und die Stadt Krakow am See: Mit diesen Partnern wurden ständig Gespräche geführt und Arbeitsvereinbarungen getroffen. Zum OUTPUT gehören das 2. JUFO (lang: landesweites Jugendbeteiligungsforum) in Wismar, Hilfe bei der Finanzierung des Literaturwettbewerbs "Der

Trommler", der Jahresplan des jugendparlament fördervereins wismar e.V., der Schulvergleich in Wismar und verschiedene Zukunftswerkstätten.


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Projekte Teil 4 - Arbeitsfeld der Moderatorin für Jugendbeteiligung

2. Landesweites Jugendbeteiligungsforum und Gründung Jugendforum: wismar-goeren.de am 01.06.2002 in Wismar weiterer Ansprechpartner: Martin Börner für jupa föv u. a. Zwar ist es kein Jugendparlament, wie anfangs geplant war, aber das Jugendforum in seiner offenen Arbeitsweise bietet Jugendlichen genauso eine Plattform in der Hansestadt. "Wir wollen Jugendliche fit machen, ihre eigenen Interessen gegenüber der Stadt durchzusetzen und arbeiten mit dem Jugendforum darauf hin, dass Kinder und Jugendliche unserer Stadt mit allen ihren Ideen und Wünschen ernst genommen werden", gibt sich Vorstandsmitglied Martin Börner (17) selbstbewusst. Kein Wunder, dass die Internetplattform des Forums www.wismar-goeren.de heißt. Die Feierlichkeiten am 1. Juni waren gekoppelt mit dem 2. Forum Jugendbeteiligung MV, deren Veranstalter diesmal der JMMV war. Um 11 Uhr eröffnete Monty Schädel, ehemaliger jugendpolitischer

Sprecher der PDS-Landtagsfraktion, das Forum im Wismarer Rathaus. Im Anschluss daran gab es eine Jugendfragestunde, in der die Jugendlichen aus ganz MV heftig mit Politikern der Region diskutierten. Am Nachmittag wurde in vier verschiedenen Workshops zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung gearbeitet. "Wir wollten z.B. mit Hilfe von Videokameras eine Straßendokumentation erstellen, uns über die Ursachen der Politikverdrossenheit klar werden und Jugendlichen etwas über Projektplanung beibringen. Auch an die Kleineren war gedacht: Mit der Aktion "99 Luftballons" wollten wir sie für die Kinderrechte sensibilisieren", erzählt Martin. Das große Überraschungsevent sollte das Aufsteigen eines Heißluftballons vom Marktplatz sein, frei nach dem Motto "Jugendbeteiligung beflügelt" - doch machte der Wind den WismarGören einen letzten Strich durch die Rechnung. Stattdessen gab es einen Trommelumzug durch die Stadt. Die Ballonfahrt soll schnellstmöglich nachgeholt werden. Später abends wurde - wiederum in der Scheuerstraße - der in Wismar gedrehte Film "Nosferatu" gezeigt.


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Den Grundanliegen der Veranstaltung, der landesweite Austausch von Beteiligungsprojekten und die Förderung von Jugendbeteiligung bzw. des lokalen Akteurs in Wismar wurde durch die Symbiose des Jugendmedienverbandes MV e.V. und des jugendparlament fördervereins e.V. im Rahmen der Kampagne "misch-dich-ein" verwirklicht.

Zukunftswerkstatt Stadtschülerrat Wismar "Was tun? -Was tun!" vom 27.-28.4.2002 in Burg Stargard

Auf einem der monatlichen Treffen wurde deutlich, dass sich die Schülervertreter einmal ein intensiveres Miteinander wünschten. Der Vorschlag einer Zukunftswerkstatt wurde mit der Idee eines stadtweiten Schulvergleichs verbunden. Fazit der Eine umfangreiche Öffentlichkeitsar- drei Phasen in der wirklich zu empbeit wurde durchgeführt. Es gab 4 fehlenden Jugendherberge (schön, verschiedene Pressemitteilungen im ...mit lecker Essen und Rentnerchor) Vorfeld, 6000 Postkarten wurden war ein Aktionsplan, der einen gedruckt und verteilt, drei verschie- Fragebogen für SchülerInnen, einen dene Plakate und Flyer wurden erar- Steckbrief für allgemeine Daten der beitet, diskutiert und verteilt, Schule wie Grünflächenanteil, unzählige Mails wurden versandt. Vorhandensein von Schülerzeitung, -radio oder Auslandskontakten, "17 Fragen an den Direx" und eine Checkliste zur Benotung der Räumlichkeiten und Ausstattung enthielt. Noch sind nicht alle Schulen gecheckt, die notwendige Zeit wurde dann doch ein wenig unterschätzt. Am Ende der Serie soll es eine Artikelreihe in der Ostsee-Zeitung geben, die die Besonderheiten sowohl die negativen als auch die positiven - hervorheben soll.


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Projekte Teil 4 - Arbeitsfeld der Moderatorin für Jugendbeteiligung Zukunftswerkstatt plus Schulprojekttag: vom 10.-12.05. 2002 01.11.2002 in Krakow am See

und

am

Vermittelt durch die Kreisjugendpflegerin enstand der Kontakt zum Bürgermeister, der sich eine konkrete Zusammenarbeit mit den Jugendlichen seiner Stadt wünschte. Die Zukunftswerkstatt führte

Jugendclub fixiert. Im Jahr 2003 sollte dieser für die Jugendlichen einzugsbereit sein. Das Erstellen des Nutzungskonzepts für unterschiedliche jugendliche Interessengruppen steht noch aus. Nachdem sich in der Schule der Erfolg der Werkstatt herumgesprochen hatte, wurde schnell ein Projekttag vorbereitet, der im November stattfand.

Meine Stadt 2010 Zukunftswerkstatt für Jugendliche und Politiker am 13.11.2002 in Bützow Bützow arbeitet seit langem im Rahmen der Lokalen Agenda 21. Der dortige Jugendrat wird vorbildlich durch den Bürgermeister und die Gemeindevertreter, also Kommunal- Stadt unterstützt und war somit politiker, Bürgermeister und interes- wichtigster Partner im Prozess. sierte Jugendliche aus dem örtlichen Ulrike dazu: "Selten habe ich soviel Jugendclub in Neu Sammit zusam- Umsicht, Neugier und Offenheit zwimen. Im Ergebnis wurde ein schen jung und alt (und zwar richtig Aktionsplan erstellt, der die gemein- alt!) und zwischen Politik und Laien same Zusammenarbeit beim Bau erlebt." Die Zukunftswerkstatt war einer Sportanlage, bei der lediglich ein Ausschnitt des Organisation der Freizeitmöglich- Prozesses, Ergebnisse schlagen sich keiten und im neu zu errichtenden hoffentlich bald in der Verbesserung


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Teil 4 - Arbeitsfeld der Moderatorin für Jugendbeteiligung

der Freizeitsituation der Jugendlichen der Stadt nieder. Bilddokumente wurden per Videokamera erstellt, sie sprechen für die gute Kommunikation während der Werkstatt und auch darüber hinaus.

Fortbildung Mobiles Beratungsteam vom 28.10.2002 - 30.10.2002 in Güstrow Methodentraining Zukunftswerkstatt: Die Methode der Zukunftswerkstatt ist geeignet, basisdemokratisch kreative Prozesse auszulösen, oft dann, wenn andere Methoden versagen. Menschen mit Ideen, die sonst in Diskussionen und Entscheidungsfragen gehemmt und sprachlos bleiben oder anders benachteiligt sind, können darin zu Wort kommen. Hierarchien können geknackt, neue Modelle entwickelt werden. Das Mobile Beratungsteam für Demokratie und Kultur Mecklenburg-Vorpommern ließ sich in Sachen Moderation von Zukunftswerkstätten fortbilden. Das "mbt", welches in Trägerschaft des Vereins RAA e.V. und der Evangelischen Akademie wirkt, möchte dem Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern mit Demokratie und Kultur die Stirn

bieten und bewegt sich somit wie die Betetiligunsgkampagne im Feld der Politikverdossenen. In den drei Tagen beim Schabernack e.V. wurden nicht nur Fachinhalte zur Methode Zukunftswerkstatt diskutiert, sondern auch thematische Überschneidungen mit der Beteiligungskampagne besprochen. Bei Problemen, Fragen und Kritik solltet ihr euch unbedingt an das "mbt" wenden. Partizipation in der Jugend- und Jugendsozialarbeit vom 25.04.2002 - 26.04.2002 in Güstrow Dieses Seminar beim Verein Schabernack sollte ursprünglich als Erstkontakt zu den Jugend- und Jugendsozialarbeitern dienen. Einmal verabredet wurde dann eine Seminarthematik daraus, bei der die TeilnehmerInnen umfassend über gesetzliche Hintergünde, Formen und Methoden von Jugendbeteiligung in Europa, auf Bundesebene und in Mecklenburg-Vorpommern informiert wurden. Praxisorientierung wurde durch das direkte Ausprobieren methodischer Kniffe vermittelt.


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Landesweites Netzwerk Öffentlichkeitsarbeit:

und fundenen Wahltour zu den Wahlen

Jugend im Landtag Workshop Arbeit und Abwanderung vom 20.03.2002 - 23.2.2002 in Schwerin Anknüpfend an die Veranstaltung im Jahr 2000 wurden 80 Jugendliche ins Schweriner Schloss zum Erarbeiten eigener Ideen, Konzepte und Forderungen eingeladen. Selbstredend auch die Landespolitiker. Wohl mehr aus dem Selbstverständnis der Mitbestimmung heraus, denn die PoliterInnen waren jeweils zu kurz angebunden, um wirklich intensiv mitzuarbeiten. Die Moderatorin befasste sich in einem Workshop mit dem Thema "Arbeit und Abwanderung", neben drei MinisterInnen waren zehn Jugendliche und weitere LandespolitikerInnen zugegen. Im Ergebnis entstanden 8 Fragen bzw. Forderungen zum Thema, die neben den Ergebnissen der anderen Workshops (Mitbestimmung, Schule, Globalisierung, Gewalt, Mobilität) zu einem der 6 Wahlprüfsteine wurden. Besagte Wahlprüfsteine dienten als Grundlage der im September stattge-

am 22.09.02. JUGEND im LANDTAG soll nach Meinung der Kampagnenmacher anderthalbjährlich stattfinden. Das heißt, Mitte November 2003 folgt die dritte Auflage.

2. landesweites Jugendbeteiligungsforum am 01.06.02 in Wismar Das zweite landesweite Jugendbeteiligungsforum (kurz JUFO) ist ein Austausch von Jugendlichen, die in MV für mehr Beteiligung kämpfen. Diese Veranstaltung war kombiniert mit der Gründung der Wismarer Beteiligungsform "jugendforum wismar-goeren.de". Die Beschreibung findet sich unter Abschnitt 1.

Redaktion Nullnummerzwei vom 11.07.2002 - 14.07.2002 in Hermannshagen Zu den regelmäßigen OUTPUTs der Beteiligungskampagne zählen neben den zwei landesweiten JUFOs pro Jahr auch die Beteiligungszeitungen.


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Die NULLNUMMERZWEI entstand kurz nach dem JUFO in Wismar. In den Beiträgen ist deutlich zu spüren, dass diese Ausgabe "wismarlastig" ist. Im Rahmen der dreitägigen Redaktionssitzung wurden der Seitenspiegel, das Layout im Groben und einzelne Beiträge erstellt. In den darauffolgenden 5 Tagen wurden die Beiträge vervollständigt und zum Fertigstellen an den Mückenschweinverlag gesendet, so dass die NULLNUMMERZWEI nach den Sommerferien und insbesondere zur Wahltour verteilt werden konnte. Einzelne Exemplare können bei Ulrike in Wismar (03841/252497) oder Manja in Schwerin (0385/7607614) bestellt werden.

Wahltour vom 31.08.2002 - 22.09.2002 insbesondere in Wismar, Grevesmühlen und Bützow In drei anstrengenden Wochen rollten eine alte Feuerwehr, einige PKWs, ein LKW und fröhliche Jugendliche mit den Moderatoren durchs Land. Den zur Landtagswahl direkt kandidierenden PolitikerInnen

wurden die Wahlprüfsteine oder andere Fragen vorgelegt. Als vertrauensbildende Maßnahmen gab es im Programm jeder der 19 angefahrenen Städte ( Pardon: 18 Städte und ein Dorf) einen Mix aus Spiel, Rollentausch, Diskussion und Verabredungen. Oft wurde mit Musik von Schülerbands oder anderweitigem Kulturporgramm aufgelockert bzw. abgeschlossen. In Wismar schwebte vom Marktplatz aus ein Heißluftballon vollbesetzt mit Kindern in ferne Dimensionen. In Ulrikes Region war Station in Wismar, Grevesmühlen und Bützow.


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2. landesweites Jugendbeteiligungsforum, Workshop Projekte 2003 vom 22.11.2002 - 24.11.2002 in Bergen/Rügen

bei entstanden witzige Präsentationen [2].

[2] http://jugend.inmv.de/content/einIn Bergen steht seit mehr als einem mischen/beteiligungskampagne/jufhalben Jahr ein ziemlich zentral obergen.shtml gelegener Jugendclub leer, während die Pfadfinder keine Bleibe hatten und auch der Kreisjugendring in Redaktion Nullnummerdrei Sassnitz sein Dasein fristen mußte. vom 06.12.2002 - 08.12.2002 Grund genug, für den Kollegen aus in Dreilützow Greifswald, dass dritte JUFO dort zu platzieren. An einem echt unkonven- In diesem Seminar wurden zweierlei tionellen Wochenende durften wir Anliegen verknüpft: Zum einen wollschlafen, essen, arbeiten und feiern ten sich Jugendliche aus Schwerin zu in einem Raum - teilweise mit Kraft- Möglichkeiten und Visionen des sportlern, ordentlichen Punks und Kinder- und Jugendrats verständieiner Mexikanerin. Drei Workshop- gen, zum anderen sollte das Gerüst themen beschäftigten uns: Selbst- für die NULLNUMMERDREI erstellt verwaltung im Haus konkret, werden. Es zeigte sich bald, dass ein Selbstverwaltung für Jugendclubs weiterer Focus auf einen Jugendclub allgemein und Projekte 2003 allge- im "Mueßer Holz" lag. Interessanmein. Für das letzte, freieste Thema terweise bestand breiter direkter zeichnete Ulrike moderationstech- Diskussions- und Philosophierbedarf, nisch verantwortlich. Zwei Ideen dem größtmöglicher Raum gegeben wurden auf ihre Machbarkeit geprüft wurde. Neben Konsumverzicht durch und erste Umsetzungsschritte ver- Leben im Bauwagen wurde globale einbart: Eine einwöchige Gedenk- Ungerech-tigkeit thematisiert und stättentour durch MV und die heftigst über das Gute und Schlechte Jugend-meets-Politik-Tour durch die im Menschen gestritten. Schön utoRegionalschulen in MV. Ganz neben- pisch! Die Hintergünde und Aussagen


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Teil 4 - Arbeitsfeld der Moderatorin für Jugendbeteiligung

aus diesen Debatten finden sich zum Teil in der NULLNUMMERDREI wieder. Auch diese Zeitung für landesweite Jugendbeteiligung ist über Ulrike in Wismar (03841/252497) oder Manja in Schwerin (0385/7607614) erhältlich.

ging es kräftig an den Kragen. Schonungslos wurden zuerst alle Kritikpunkte herausgearbeitet und dann diskutiert. Warum zum Beispiel sieht keiner in den Finanzen durch? Oder warum loben wir uns nicht öfter gegenseitig? Dann präsentierten wir mit Hilfe von kreativen Methoden wie Theaterspiel oder Pantomime Und sonst noch: unseren Idealverein. Zu guter Letzt ging es darum, wie Grundsätzlich wird Ulrike auf sich unsere Träume mit der Realität Anfrage tätig, wenn es um des Vereins und der Jugendarbeit im Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit allgemeinen vereinbaren lassen. oder konkrete Moderationen geht. Dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen und kann nur mit Zukunftswerkstatt Hilfe alter und vor allen Dingen Organisationsentwicklung mit Lern- neuer Aktiver abgeschlossen werden. werkstattcharakter vom 18.01.2002 - 20.01.2002 in Greifswald Die Aktiven des Vereins luden ein, mit ihnen zusammen die Zukunft des JMMV zu träumen. Darin inklusive: Was eine Zukunftswerkstatt ist und wie Du sie selbst durchführen kannst Blick hinter die Kulissen des Jugendmedienverbandes Hafenromantik in Greifswald Nur ein Wochenende, aber dem JMMV


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Projekte Teil 4 - Arbeitsfeld der Moderatorin für Jugendbeteiligung

Gruppenleiterschulung Sportjugend vom 20.01.2002 - 21.04.2002 in Wismar Möglichkeiten der Jugendbeteiligung: Auf Anfrage wurde ein Tag gestaltet, in dem angehende JULEICA-InhaberInnen einiges über die Beteiligungskampagne, Hintergründe und Möglichkeiten erfuhren.

Zeitungsseminar Jugendgruppe Lokale Agenda 21 am 02.11.2002 in Neustrelitz weitere Ansprechpartner: Friederike Richter, Johannes Barthen Der Neubrandenburger Moderator bat den JMMV um Hilfe beim Anschieben eines Zeitungsprojekts im Rahmen der Lokalen Agenda 21. Die Gruppe Jugendlicher kannte sich bereits ein wenig und hatte beschlossen, eine stadtweite Jugendzeitung auf den Weg zu bringen. Gesagt, getan und gut getan. Gut getan hat ihnen jedenfalls die Hilfe durch Friederike, Johannes und uns ModeratorInnen.


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sonstige Angebote jmmv.de - Internet und Intranet Ansprechpartner: Niels Richter Die Homepage konnte um einen interessanten Teil erweitert werden. Seit Oktober hat unsere Internetseite ein wenig mehr zu bieten. Wir haben in unserem Archiv gekramt und dabei eine Unmenge an Bildern gefunden. So ist es ab sofort möglich, sich über die Aktionen der Jahre 1997 - 2002 zu informieren und durch die Impressionen der einzelnen Seminare zu stöbern. Also wenn du dich auf einem der 2057 Bilder von 64 Veranstaltungen suchst, oder einfach mehr über unsere Tätigkeit wissen möchtest, dann besuche http://www.jmmv.de/bilder Newsletter. Wichtig. Diskus. Privat. Zukunft. Meierpudding. Gerüchteküche. Layout. Foto. Internet. Interesse. JMT-ORG. JMC-ORG. Die Mailinglistenstruktur der Aktiven wurde optimiert. Mittlerweile unterhält der Verband neben dem Newsletter mit 400 Lesern, ein Dutzend Mailinglisten zur Abwicklung des "Tagesgeschäfts", sortiert nach Dringlichkeit und Art des Nachrichteninhalts. Inklusive

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sind Listen zum fachlichen Austausch über Seminare (Layout, Foto, Internet), Innovationen aber auch zum privaten Spaß. Dieses Mailinglistensystem, das auf den ersten Blick verwirrend erscheinen mag und von außen mit seiner großen Anzahl von Emails wie Abschottung wirkt, hat einen entscheidenden Vorteil: Die Diskussionen in den Mails können schneller verfolgt und nachvollzogen werden. Mit der genauen Filterung der Mails beweisen wir Medienkompetenz.


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sonstige Angebote Fotolabor Ansprechpartner: Lars-Fabian Berger Ein privater Gönner hat uns beim Aufbau eines Fotolabors in Rostock unterstützt. Du kannst es zum Entwickeln deiner eigenen Bilder nutzen. Melde dich einfach bei LarsFabian im Rostocker Büro Presseausweise Wir stellen dir den Jugendpresseausweis aus, vorausgesetzt du bist aktiver Jugendmedienmacher. Das bringt dir viel Erleichterung bei deiner Recherche in Sachen Eintrittsgelder, Demonstrationen und anderen Ereignissen, denn er legitimiert deine journalistische Arbeit. Zusätzlich arbeiten unsere Außenvertreter in der Deutschen Jugendpresse mittels unserer engen Kontakte zur dju in ver.di und dem Deutschen Journalistenverband an einer offiziellen Anerkennung der Jugendpresseausweise durch die Profiverbände. Nähere Informationen gehen dir zu, sobald wir Nägel mit Köpfen gemacht haben.

Versände Unser Versandverteiler erreicht dich und 750 andere Jugendliche, Jugendmedienmacher und Interessierte im jährlichen Durchschnitt alle 8 Wochen. Seminareinladungen, Rundbrief, aktuelle Informationen, kurzum: der JMMV kommt so durch den Schlitz des Briefkastens direkt zu dir nach Hause. Polo-Shirt Das ist eine feine Geschichte zur Stärkung des Wir-Gefühls. Johannes alias Bobble hat 20 Shirts mit dem schicken JMMV-Logo besticken lassen. Jetzt können wir als Gruppe auf Veranstaltungen des JMMVs oder anderer deutlich Farbe bekennen. Auch du bist dazu eingeladen: Melde dich bei bobble@bobble.de und du wirst alle deine anderen Oberbekleidungsstücke weit hinten im Kleiderschrank sortieren. Außenvertretungen Vorstand Deutsche Jugendpresse Katrin "Kaddi" Hünemörder Björn Richter


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Kooperationen

Eine Reihe der Veranstaltungen entstand in Zusammenarbeit mit oder durch Unterstützung folgenden/r Partner: Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Deutscher Journalistenverband, Deutsche Jugendpresse, Dr. Hildegard Hansche-Stiftung, Evangelische Akademie Rostock, FC Flick Stiftung, Friedrich-EbertStiftung Schwerin, Häfft Schülerhausaufgabenheft institut für neue medien rostock,

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Jugendmediengruppe Wismar, jugendparlament förderverein wismar, Junge Medien Greifswald, Landesjugendamt MecklenburgVorpommern, Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern, Landeszentrale für politische Bildung, Rostocker Stadtjugendring, Stiftung Demokratische Jugend Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen auch bei den nichtgenannten Helfern und hoffen auf eine Fortsetzung in 2003.


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Kontakte Unsere Postanschrift Jugendmedienverband MV e.V. Postfach 10 91 84sgh 18013 Rostock info@jmmv.de Jugendpressefabrik & Geschäftsstelle in Rostock Jugendmedienverband MV e.V. Budapester Straße 7 18055 Rostock fn: 0381 492 32 54 fx: 0381 200 34 57 buero@jmmv.de Jugendpressefabrik in Greifswald Jugendmedien Greifswald e.V. Lange Straße 14a 17489 Greifswald fn: 03834 77 76 40 fx: 03834 89 45 23 Jugendpressefabrik in Wismar Jugendmediengruppe Wismar e.V. Scheuerstraße 1a 23966 Wismar fn: 03841 22 42 807 fx: 03841 73 48 94 Moderatorin für Jugendbeteiligung Ulrike Gisbier Scheuerstraße 1a 23966 Wismar fn 03841 252497 fx 03841 73 48 94 ulrike.gisbier@jmmv.de


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Der Jahresbericht 2002

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