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„HAJIME!“ Nr. 1/März 2007

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www.server-ranch.ch

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„HAJIME!“ Judo und Jiu-Jitsu Club Bern Militärstrasse 36, 3014 Bern

Nr. 1/März 2007 www.jjcb.ch Dojo:

jjcb@jjcb.ch 079 313 98 12

Präsident Robert Wieser, Mattenstr. 33, 3073 Gümligen

P G

031 951 12 24 031 324 50 22

Vizepräsidentin Sabine Zeller, Hallerstr. 60, 3012 Bern

P

031 305 79 40 079 247 77 43

TK Chef, Techn. Leiter Judo Toni Büsch, Alpenstr. 35, 3073 Gümligen

P G

031 951 08 54 031 324 55 92

TK Chef Stv, Techn. Leiter Ju-Jitsu Claudio Toma, Waldstätterstr. 23, 3014 Bern

P G

031 331 21 35 031 325 99 59

Sekretärin Iris Herzig, Holligenstr. 119, 3008 Bern

P

031 371 36 08

Kassier Viktor Horvath, Schulhausstr. 3, 3210 Kerzers

P

031 755 52 02 079 333 78 31

Mutationsführerin Therese Meier, Augässli 3, 3176 Neuenegg

P

031 741 44 03 079 442 00 54

P

031 829 20 87 078 860 77 48

P

034 402 47 67

Werbung Anne Aebi, Riedweg 46, 3043 Uettligen Redaktion Monika Eicher, Napfstr. 46, 3550 Langnau E-Mail: monika.eicher@gmx.ch

Impressum „Hajime“ ist das offizielle Organ des Judo und Jiu-Jitsu Club Bern Erscheint 3x jährlich, Auflage 310 Ex. Druck: Schneider AG, Grafischer Betrieb Stauffacherstr. 77, Postfach 412, 3000 Bern 25 Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 17. August 2007

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Das Wort des Präsidenten Liebe Vereinsmitglieder Am 25. November des vergangenen Jahres hat Marcel Wegmüller mit seinem Team in unserem Dojo einen Anlass unter dem Motto "20 Jahre Wettkampf im JJCB" organisiert. Viele ehemalige und aktive Wettkämpferinnen und Wettkämpfer erlebten einen eindrücklichen Abend, pflegten die Kameradschaft und genossen Filme mit Wettkampfszenen. Eine Diashow dokumentiert die Anfänge des Wettkampfs im JJCB bis heute. Besonders geehrt wurden Rolf Hummel und Jürg Badertscher. Die beiden haben vor 20 Jahren im JJCB wieder eine Judo-Wettkampfmannschaft aufgebaut. Dank ihnen wird der Wettkampfsport in unserem Club gepflegt. Sie haben viele Jugendliche für den Wettkampf geformt, manche Höhepunkte mit ihnen erlebt, zahlreiche durch einen Lebensabschnitt enger begleitet und vor allem eines gelehrt: Judo ist Wettkampf. Im Hajime können wir regelmässig mit Stolz von den Erfolgen berichten. So auch von den Judo Schweizereinzelmeisterschaften vom 18./19. November 2006. Matthias Zimmermann erkämpfte sich in Genf die Goldmedaille. Thomas Marras hatte kein Glück und musste den Wettkampf nach einem guten Start wegen einer Risswunde am Kopf leider abbrechen. Wer erfolgreich sein will, muss die Formel kennen: Können x Moral x Glück. Wenn ein Multiplikator Null ist, ist auch das Resultat Null. Im Ju-Jitsu können wir noch nicht auf eine so lange Wettkampftradition zurückblicken. Vor rund zehn Jahren haben zwei Pioniere, Alfredo Rauber und Claudio Toma, erste nationale und internationale Erfahrungen im DuoSystem gesammelt und auch Erfolge gefeiert. Auch ist unsere Ju-JitsuWettkampfequipe noch nicht so breit wie im Judo. Einen sensationellen Erfolg konnte Stefan Aeschbacher am 26. November 2006 mit seiner Goldmedaille am 3. Genfer Ju-Jitsu Fighting-System-Turnier feiern. Nach nur 40 Sekunden gewann er den Finalkampf mit einem Full Ippon. Auch Anita Gehrig und Luzia Engler erkämpften sich regelmässig vordere Plätze an Duo-SystemMeisterschaften. Leider verlässt uns Luzia im Frühjahr. Sie kehrt aus beruflichen Gründen zurück in ihre Heimat, die Ostschweiz. Ihren Aufenthalt in Bern wird sie zusammen mit Anita mit der Prüfung zum 1. Dan Ju-Jitsu krönen.

Robert Wieser ____________________________________________________________________________________


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Bericht aus dem Vorstand Der Vorstand hat dankend zu Kenntnis genommen, dass die von der Gebäudeversicherung beanstandeten kleineren Mängel durch Eric Hänni und Jürg Stalder behoben wurden. Therese Meier hat mit einem Arbeitskollegen die Fassade gehärtet. Aauch dafür herzlichen Dank! Ein Eindringen ins Dojo durch die Oberlichter wird nicht mehr möglich sein. Die Dojoreinigung gibt immer wieder Anlass zu Kritik. Der Arbeitsvertrag mit unserer Raumpflegerin wurde aufgelöst und ein neuer mit ihrer Schwägerin abgeschlossen. Der Vorstand sucht nach einer Lösung, das Dojo durch JJCB Mitglieder zu pflegen. Am Freitag, 4. Mai, werden wir unter Leitung von Eric die Frühjahrsputzete durchführen. Das JJCB Mürren-Wochenende findet am 13./14. Oktober statt. Der Vorstand hat mit Freude von der grossen Beteiligung an unserer ClubWeihnachtsfeier Kenntnis genommen. Toni Büsch und seine Trainingskolleginnen und -kollegen haben uns ein schmackhaftes Buffet und auserlesene Desserts offeriert. Einmal mehr wurde das Dojo feierlich geschmückt, und der Samichlaus mit seinem bewährten Schmutzli hat uns freudige Ereignisse und Mahnungen vorgetragen. Ruten mussten wiederum keine verteilt werden. Vielmehr durften wir in den vollen Sack mit Mandarinen und Nüssen greifen. Die Organisatoren konnten am Schluss der Clubkasse einen ansehnlichen Geldbetrag überweisen. Der Vorstand dankt Toni und seinen zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie Heinz und Sonja herzlich für die Organisation unseres traditionellen Clubanlasses. Schliesslich hat der Vorstand die Hauptversammlung vorbereitet. Wir können eine Jahresrechnung mit einem kleinen Gewinn präsentieren. Die flüssigen Mittel haben einen soliden Stand erreicht. Die Mitgliederbeiträge sollen im Jahr 2008 unverändert bleiben. Die Wahlen werden kaum hohe Wellen werfen, da sich sämtliche Vorstands- und fast alle TK-Mitglieder zur Wiederwahl stellen werden. Der Vorstand beantragt, Anita Gehrig als Ersatz für Luzia Engler in die TK zu wählen. Robert Wieser

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Ecke der TK Trainingsplan Ab Frühjahr übernimmt Anita Gehrig das Ju-Jitsu-Training „Fortgeschrittene / Spezial“ am Donnerstag. Dies weil die bisherige Trainerin Luzia Engler Bern verlässt. An dieser Stelle möchten wir Luzia herzlich danken und Anita viel Erfolg und Spass wünschen. Ferienpass-Schnupperkurse Vorgesehen am Donnerstag 19.4., Mittwoch 8.8. und Donnerstag 11.10. jeweils von 9-11 Uhr. Falls Du Lust hast bei der Kursleitung zu helfen, melde Dich beim TL. Einführungskurse Die nächsten Kurse beginnen nach den Frühlingsferien. Details siehe ab Ende März im Internet oder auf den Flyer im Dojo. Dan-Prüfungen Warum nicht einmal als Zuschauer die Ju-Jitsu-Danprüfung vom 25.3. in Magglingen bzw. die Judo-Danprüfung vom 21.4. in unserem Dojo besuchen ? Diverse Mitglieder trainieren derzeit für diese Prüfungen. Wettkampf und Prüfungen Herzliche Gratulation zu Wettkampferfolgen.

allen

bestandenen

Prüfungen

und

In eigener Sache Immer wieder dürfen wir als TLs oder Trainer die Unterstützung durch Gönner und Mitglieder erleben. Unter vielen nachfolgend einige willkürlich herausgepickte Beispiele: • Das Restaurant „Jardin“ offeriert nach dem ersten Training im neuen Jahr eine Runde. • Therese Zbinden organisiert und kauft den Schmuck für das Weihnachtsessen im Dojo ein, ohne die Ausgaben dem Klub zu verrechnen. • Sandro Stettler meldet sich mit Familie für den Mürrenkurs an, bleibt aber wegen Problemen im Flugplan am Ferienort hängen und kann den Kurs deswegen nicht besuchen. Nachdem er schon soviel Pech hatte schenkt er dem JJCB noch die einbezahlten Kursbeiträge. • Mitglieder springen kurzfristig ein, um ein Training zu leiten, helfen immer wieder bei Anlässen, etc. etc. So macht es Freude und Spass, für den JJCB zu wirken. Vielen Dank. Die beiden TLs

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Gradierungen Judo

Jiu-Jitsu

halbgelb

Hans Bhend Patrick Frischknecht Schäfer Josua

gelb

Roman Friedli Linda Stettler Nicolas Gomes da Silva Valmir Krasniqi Mel Stucki

halborange

Niklaus Hirsig

orange

Ramitan Chandrapalan

gelb

Stucki Fritz Würgler Reto

orange

Grüter Joëlle Wüst Sandra

2. Dan

Lüdi Anita Stutz Benno

Herzliche Gratulation!

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Information für Eltern von „Judokindern“ von Martin Pollheimer Liebe Eltern Ich bin jetzt schon seit dem Sommer 2003 aktiver Trainer des Kinderjudotrainings am Montag. Seit letztem Sommer bin ich nun auch zuständig für das Kindertraining am Donnerstag. Ich möchte an dieser Stelle den vorangegangenen Trainern vom Donnerstag für ihre wertvolle Vorarbeit danken. Da Judo nicht einfach irgendeine Sportart ist, sondern eine, welche auch mit einer gewissen Lebenseinstellung verbunden ist, möchte ich hierbei ein paar Worte darüber verlieren. Was ich den Kindern in meinen Trainings vermitteln will, sind nicht nur Inhalte wie Wurftechniken, Haltegriffe usw. Es sind auch Werte. Werte wie Respekt, Rücksichtnahme, Disziplin, Ehrlichkeit, Verspieltheit, Hilfsbereitschaft, Kameradschaft, Beharrlichkeit, Lebenslust. Im Judo gibt es viele Regeln. Das fängt beim Schuhe-Ausziehen an, geht beim Füsse-Waschen weiter, ................................ und endet schliesslich wenn man die Zoris/Finken/Badeschlarpen wieder in die Trainingstasche versorgt und die Schuhe anzieht. Leider verlieren wir immer wieder viel wertvolle Zeit und Energie mit dem Ermahnen zum Einhalten dieser Regeln. Um die von mir erwähnten Werte, Regeln und Rituale zu beschreiben, erarbeite ich im Moment mit anderen Trainern eine Broschüre über die Regeln und Rituale im Judo. Dies, damit allen bewusst ist, was die „Spielregeln“ sind im Judotraining. Mir ist es ein Anliegen, dass Sie als Eltern über die Regeln & Rituale informiert sind und somit ihre Kinder zum Einhalten dieser Regeln & Rituale unterstützen. Was ich mir wünsche sind: Lernhungrige Kinder, die das Training kaum erwarten können und am Trainingsende finden, dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist. Kinder, die mir aufmerksam zuhören, vor lauter Anstrengung alle Fenster zum beschlagen bringen und am Schluss erschöpft und mit knallroten Pfausebacken von den Matten gehen und „Merci“ sagen. So fertig geträumt! Ich war ja selber manchmal ein Lausebengel und bei meinen Kindern merke ich täglich, welche Knochenarbeit Erziehung bedeutet. Trotzdem, manche „Träume“ werden gottlob wirklich wahr. Nun zu einem anderen Thema. Es wird bis im Sommer einige Absenzen von Seiten der Trainer geben. Thomas Marras wird sich vom 22. März bis Ende Juli für sein Wirtschaftsstudium in Japan aufhalten. Miranda Zryd reist ihm im Juni für 1 Monat nach. Ich selber werde endlich meine angehäuften Ferien beziehen. Und zwar vom 5. Mai bis am 25. Juni. Matthias Zimmermann, welcher schon seit längerer Zeit auch am Montag Hilfstrainer ist, wird Thomas

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und mich in dieser Zeit vertreten. Am Donnerstag vertritt mich u.a. Miranda Zryd. Es ist also dafür gesorgt, dass man um 17:00 nicht vor verschlossenen Türen steht. Falls Fragen zu Regeln oder Absenzen auftauchen: Meldet euch umgehend bei mir. Gruss Tinu

ACHTUNG FOTOTEAM Leider haben wir für die letzten 2 Jahre, trotz mehrmaliger Nachfrage bei Fototeam, für unsere resp. Eure Fotoaufträge, keine Abrechnungen und damit auch kein Geld mehr erhalten. Somit bitten wir Euch, ab sofort KEINE FOTOTASCHEN MEHR AN FOTOTEAM ZU SENDEN !! Schade, denn diese Vereinbarung hat unserem Club doch jedes Jahr einige hundert Franken eingebracht.

Unsere Sponsoren und Gönner für 2006 Im vergangenen Jahr durften wir wiederum einige namhafte Beträge als Zusatzeinnahme für unseren Club entgegennehmen und zwar von -

Hotel Restaurant Jardin, Bern Paul Ringgenberg Eric Hänni ein nicht genannt sein wollendes Mitglied

Euch allen danken wir ganz herzlich für Eure liebevolle Zuwendung und Treue zu unserem Club. Ihr helft uns mit Euren Beiträgen, die Kosten unseres schönen Dojos etwas leichter zu tragen!! Merci. ____________________________________________________________________________________


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Neueintritte Baumgartner Michel Xin Yu Behnd Hans Blum David Nathan Dürr Tobias Folger Jerome Frauenknecht Alexander Gagnebin Solange Gomes da Silva Nicholas Grossenbacher André Hildebrand Jürgen

Lehmann Sandro Leuenberger Timothy Mösching Yannic Schäfer Josua Smolenski Carola Wildhaber Moritz Würgler Reto Zachmann Lucca Zumstein Dominik

Herzlich willkommen im JJCB!

JJCB Agenda Fr Do Sa Fr Fr Sa Sa/So Mo Sa Sa

9.3. 15.3. 31.3. 4.5. 15.6. 30.6. 13/14.10. 29.10. 10.11. 1.12.

Lotto in Muntelier TK-Sitzung Kyu-Prüfungen im Dojo um 9 Uhr Dojoputzete TK-Sitzung Kyu-Prüfungen im Dojo um 9 Uhr Klubwochenende 2007 in Mürren TK-Sitzung Kyu-Prüfungen im Dojo um 9 Uhr Klubmeisterschaft und Weihnachtsessen im Dojo

Kurse und Anlässe - des SJV sind bei www.sjv.ch unter „Agenda“, - des KBJV bei www.kbjv.ch unter „Kurse“ und häufig auch am Anschlagbrett im Dojo zu finden.

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Goldmedaille im Fighting System Es ist Sonntag, der 26. 11.06 in Meyrin (GE). Als Claudio und ich im grossräumigen Dojo ankommen, herrscht noch entspannte Mittagspausen-Stimmung beim Fighting System Turnier des Kantons Genf. Sogleich entdecken wir Stefan Aeschbacher, zu dessen Unterstützung wir angereist sind. Seine Gewichtsklasse (-77kg) ist erst in ca. einer Stunde an der Reihe. Er macht zwar einen entspannten Eindruck, meint aber, er sei „unangemessen nervös“. Es ist erst sein zweiter Wettkampf, er kann also nichts verlieren, sondern nur an Erfahrung gewinnen. Solche Sätze allein beruhigen allerdings die angespannten Kämpfernerven nur geringfügig, darum macht sich Stefan schon bald darauf mit Coach Claudio auf den Weg in den Aufwärmraum. Der erste Kampf für Stefan läuft zuerst nicht besonders vorteilhaft für ihn: zuerst schlägt ihm sein Gegner eine Kontaktlinse aus dem Auge, welche er nicht mehr wieder findet, kurz darauf muss er einen schmerzhaften Schlag unterhalb der Gürtellinie einstecken. Doch Stefan lässt sich nicht beirren, kämpft erfolgreich weiter und gewinnt diesen Kampf schliesslich mit Full Ippon. Motiviert startet unser Fighter ins zweite Duell. Diesmal muss er über die gesamte Wettkampfzeit von drei Minuten antreten, doch Stefan ist konditionell gut in Form, arbeitet sich mit effizienten Techniken gut voran und holt sich einen klaren Sieg von 13 zu 5 Punkten. Wir können es alle kaum glauben: Stefan steht im Final! Egal, welche Medaille ihn erwartet, unsere Erwartungen hat er auf jeden Fall übertroffen. Auch für den Finalkampf wolle er sich nichts vornehmen, meint er, einfach nur „fighten“. Diese simple Strategie zahlt sich aus, denn Stefan läuft im Finale zu mentaler und physischer Höchstform auf. Innerhalb von ca. 40 Sek. erkämpft er sich in allen drei Parts (1. Schlagabtausch, 2. Werfen/zu Boden bringen, 3. Bodenkampf) sein Ippon und gewinnt somit verdient durch Full Ippon! Nicht nur für den überglücklichen Stefan, sondern auch für den JJCB ist dies eine Premiere: die erste Medaille im Fighting System, und dann gleich eine goldene! Herzlichen Glückwunsch zur Goldmedaille, Stefan !!! Eliane Glathé

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Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung 2007 des Judo und Jiu-Jitsu Clubs Bern Dienstag, 24. April 2007, 20.00 Uhr Restaurant Jardin, Militärstrasse 38, 3014 Bern

Traktanden 1. Begrüssung 2. Wahl der Stimmenzähler 3. Protokoll der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. April 2006 4. Jahresberichte des Vorstands und der Technischen Kommission 5. Jahresrechnung, Revisorenbericht 6. Déchargeerteilung an den Vorstand und an die Technische Kommission 7. Wahlen (Präsident, übrige Mitglieder des Vorstandes; Technischer Leiter, Stv. Technischer Leiter, übrige Mitglieder der Technischen Kommission; Rechnungsrevisoren) 8. Jahresprogramm 2008 9. Budget 2008 und Finanzplan 2009 10. Ehrungen 11. Verschiedenes Die Jahresrechnung kann beim Kassier 30 Tage vor der Hauptversammlung bestellt werden. Bis Ende 2006 sind keine Anträge der Mitglieder eingereicht worden. Im Anschluss an die Hauptversammlung sind die Vereinsmitglieder zu einem Umtrunk eingeladen.

Judo und Jiu-Jitsu Club Bern Der Präsident Die Sekretärin Robert Wieser Iris Herzig


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Medaillenspiegel Judo 2006 Nationales Turnier in Morges Bronze Damen -57kg Severine Bürki Bronze Elite -66kg Thomas Marras Nationales Rheintaler Turnier 5. Platz Damen -57kg Severine Bürki Bronze Elite -66kg Thomas Marras Nationales Turnier in Sierre Bronze Elite -66kg Thomas Marras Nationales Turnier in Murten Silber Elite -90kg Matthias Zimmermann Bronze Damen -57kg Severine Bürki Bronze Elite -66kg Thomas Marras Nationales Turnier in Uster Silber Elite -90kg Matthias Zimmermann Kantonal Bernische Einzel Meisterschaften KBEM Silber Elite -73kg Patrice Seifriz Gold Elite -73kg Thomas Marras Gold Elite -81kg Alex Hofmann Bronze Elite Open Alex Hofmann Schweizer Einzel Meisterschaften SEM Gold Elite -90kg Matthias Zimmermann Int. Turnier in Terralba (Sardinien) Gold Damen -57kg Severine Bürki Gold Elite -73kg Patrice Seifriz Bronze Elite -60kg Martial Seifriz Senior Masters Europameisterschaften in Prag (CZE) Silber Herren M4 -60kg Ignazio Marras Senior Masters Weltmeisterschaften in Tours (F) Bronze Damen F1 -57kg Severine Bürki

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Medaillenspiegel Ju Jitsu 2006 Schweizermeisterschaft 2006 in Biel Silber Duo-System Anita Gehrig Damen Elite Luzia Engler Nationales Turnier „Bern Open“ in Bern Bronze Duo-System Anita Gehrig Open Mixed Luzia Engler Nationales Turnier „Rigi Open“ in Udligenswil 4. Platz Duo-System Anita Gehrig Mixed Elite Luzia Engler Kata Schweizermeisterschaft in Bern Gold Kime-No-Kata Eliane Glathé Ariane Wüthrich Nationales Turnier in Meyrin Gold Fighting-System Elite -72kg Stefan Aeschbacher

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Klubmeisterschaften Judo 2006 Wie gewohnt fanden am Tag des Weihnachtsfestes des JJCB die Klubmeisterschaften statt. Es gab 4 Kategorien. Die spannenden Kämpfe begeisterten die zahlreichen Zuschauer. Ich möchte ein grosses Merci für die Teilnehmer, Helfer und Zuschauer aussprechen. Kategorie Mädchen: 1. 2. 3.

Linda Stettler Marilena Dellas Olivia Jäggi

Kategorie Knaben: 1. 2. 3.

Valmir Krasniqi Patrick Frischknecht Hans Bhend

Kategorie Jugend gemischt: 1. 2. 3.

Jeannine Bieri Argur Krasniqi Luca Stebler

Kategorie Männer: 1. 2. 3.

Martial Seifriz Patrice Seifriz Dominik Hirt

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Klubmeisterschaft Ju Jitsu 2006 Wie jedes Jahr fand im Dezember die Klubmeisterschaft statt. Auch dieses Jahr konnten beide Ju Jitsu-Wettkampfsysteme durchgeführt werden. Teilnehmer:

Duo-System Fighting-System

Helfer:

Kampfrichter Administration

Jury Duo

Team 1: Urs Jordi/Severin Haefliger Team 2: Sandra Wüst/ Claudio Toma Patrick Emonet Stefan Aeschbacher Chrisitan Gruber Anita Gehrig (Duo) Lukas Moser (Fighting) Eliane Glathé Claudio Toma Sonja Amacher Lukas Jordi Heinz Utiger Chrisitan Gruber Stefan Aeschbacher

Die Ju Jitsu Klubmeisterschaft eröffneten die Fighting-Kämpfer. Es waren sehr schöne, spannende und faire Duelle zu sehen, welche nach dem neuen IJJF-Reglement ausgetragen wurden. Den Klubmeister-Titel hat sich Patrick Emonet verdient. Im Duo System standen sich lediglich zwei Teams gegenüber. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl wurde nach dem „Best of 3“-System gekämpft, was bedeutete, dass die beiden Teams durch das pausenlose gegeneinander Antreten ziemlich ins Schwitzen kamen. Gewonnen hat schliesslich Team2 mit Sandra Wüst / Claudio Toma. An dieser Stelle möchte ich allen Helfern und Kämpfern bestens danken und wünsche mir, dass 2007 einige Kämpfer mehr den Mut haben werden, sich für die Klubmeisterschaft einzuschreiben. Das Motto lautet „Spass haben“! Sandra und ich haben bewiesen, dass die Vorbereitung für’s Duo System nicht allzu aufwändig sein muss - unsere Übungszeit betrug gerade mal zwei Wochen.

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Senioren-EM Prag vom 16. - 19. November 06 1. Tag (Donnerstag) Nach der langen Zugsreise kommen wir in Prag an. Uns wurde abgeraten, ein Taxi zum Hotel zu nehmen. So entschieden wir uns für die Metro. Da kamen wir unweigerlich in Kontakt mit der Bevölkerung, denn wir wussten ja nicht, welche Metro wir nehmen mussten. Doch halt, die Tschechen können nebst tschechisch nur noch.... tschechisch!!!!! Nach langem Hin und Her haben wir dann doch die richtige Metro gefunden. Aber kaum eingestiegen wurde eine Panne gemeldet, und es ging erneut auf die Suche - zum Glück diesmal mit kompetenter Hilfe zweier Metroangestellter. Nach ca. 1 ½ Stunden betraten wir unser Hotel. Anmelden und wiegen war angesagt. Gemäss Programm nur für Simon. Ignazio (immer noch auf Diät) musste bis Samstag warten. Doch plötzlich hiess es, dass auch Ignazio bereits jetzt wiegen durfte, und somit war für ihn alles paletti. Simon wog 79 kg und Ignazio 59.8 kg. Ab zum Mittagessen (um 15.00h), am Abend blieben wir im Hotel und nahmen 3-4 Bierchen zu uns! Für Simon im Nachhinein wahrscheinlich 1-2 zuviel ... 2. Tag (Freitag) Früh auf. Morgenessen. Shuttlebus bis zur Halle. Für Simon ging es ab 10.00 Uhr los. In der Kategorie M3 -81 kg war die Teilnehmerzahl mit 28 Judokas die größte und wahrscheinlich auch die stärkste. Nebst dem Weltmeister von diesem Sommer (Senioren WM in Tours/F) waren alle Medaillengewinner dabei!!! Beim Aufwärmen konnte Simon schon sehr viel profitieren, da Gilbert Pattillon (WM-Dritter in Tours und durch Fürst Marcel, Ex-Schweizermeister -86 kg, gecoacht) sein Partner war. Die Halle war gut besetzt. Es standen - zum Staunen einiger Judokas - aber nur 3 Kampfmatten zur Verfügung. Gut aufgewärmt ging es los. Beim zweiten Kampf in dieser Kategorie musste Simon ran!!! Der Gegner war ein Spanier. Der ging relativ rasch mit yuko in Führung! Danach musste Simon in den restlichen 2 Kampfminuten alles geben um aufzuholen! Ignazio spornte ihn an! Nach kurzer Zeit hatte er mit einem ko-uchi -gari schon die erste Wertung. Koka. Wenig später folgte - mit der gleichen Wurftechnik - die zweite Wertung. Wieder Koka (laut Ignazio hät-

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te es aber Yuko heissen müssen!). Also weiter mit Angriffsjudo. Ein uchi-mata wurde vom Spanier geblockt! Der Spanier hatte bis dahin nur diesen einzigen Angriff gemacht! Kurz nach Beginn der letzten Kampfminute wurde das Angriffsjudo von Simon jäh beendet - Ippon für den Spanier. Der Spanier verlor (führte mit yuko) 5 Sekunden vor Schluss mit wazari seinen zweiten Kampf und das Turnier war für Simon vorbei …. Gilbert hingegen gewann den ersten Kampf. Den zweiten verlor er gegen den späteren Finalisten und Europameister. Danach gewann er 3 Kämpfe überlegen. Den Kampf um die Bronzemedaille verlor er aber sehr unglücklich. Am Schluss hiess es für ihn Rang 5. Was gleichwohl super war! Den Abend verbrachten wir, Marcel, Gilbert, Ignazio und Simon zusammen und gingen relativ spät resp. früh morgens ins Bett!!! 3. Tag (Samstag) Das Aufstehen war mühsam. Kopfschmerzen waren angesagt. Der Lärm wurde zu einem Problem. Wir gingen in die Judohalle (ohne Morgenessen) und schauten uns ein paar Kämpfe zum Entspannen an, und danach besuchten wir Prag. Wunderschön! Empfehlenswert ... Am Abend wurde Nahrung aufgenommen. Diesmal ohne einen Tropfen Alkohol gingen wir früh ins Bett !! 4. Tag (Sonntag) Nach dem Morgenessen fuhren wir mit dem Shuttlebus bis zur Halle. Für Ignazio ging es ab 12.45 Uhr los in der Kategorie M4 -60 kg Das Teilnehmerfeld bestand aus 5 Judokas: 2 Franzosen, 1 Deutscher, 1 Ukrainer, 1 Italiener (der lebt und arbeitet in der Schweiz). Ignazio wurde von Simon aufgewärmt und vorbereitet. Ignazio musste im ersten Kampf gegen einen der beiden Franzosen antreten. Er dominierte den Franzosen und ging rasch mit Yuko in Führung. Kurze Zeit später kam die Erlösung: Mit einem soto maki komi entschied er den ungleichen Match mit Ippon. Ignazio war im Final! Einfach super! Fantastisch! Der Gegner wurde einstudiert. Der Ukrainer war stark am Boden und immer bereit für einen Beinwurf. Danach heizte Simon Ignazio nochmals so richtig ein: Die taktische Marschroute: nicht zu Boden gehen, und ihn nicht an den Beinen fassen lassen! Gesagt getan. Das italienische Publikum klatschte und jubelte Ignazio zu. Das tat gut. Nach etwas mehr als 2 Kampfminuten hatte Ignazio noch keine Wertung! Aber der Ukrainer auch nicht. Und viel stärker als Ignazio schien er nicht zu sein. Ignazio lieferte einen sensa-

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tionellen Kampf und hielt den Ukrainer in Schach! Jetzt hiess es konzentriert so weiter kämpfen. Mit ein wenig Glück wäre die Sensation perfekt!!! Bei einem Angriff (sasa-tsuri-komi- ashi) des Ukrainers gingen beide zu Boden (Ignazio ein bisschen vorher). Zum Erstaunen der Fans gab der Schiedsrichter ein koka! Danach war der Couch gefordert. Er spornte Ignazio heftig an. Angriff war angesagt, doch der Ukrainer überstand glücklich die restlichen 45 Sekunden und Ignazio verlor diesen spannenden und intensiven Final. Schade, es hätte klappen können. Sofort (und zwar wirklich sofort) ging es zur Medaillenübergabe (deshalb auch keine Fotos). Danach wurde diskutiert und allen war klar: es war niemals ein Koka! Der Abend verlief ruhig. Essen, 3-4 Bierchen und ab ins Bett. Um 05.00 aufstehen und die Rückfahrt begann. 19.45 h Ankunft in Bern. Es war toll!

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Wochenende in Grindelwald vom 19./20. Januar 2007 Am Freitag/Samstag 19./20. Januar 2007 jährte sich zum 10. Mal das JJCBHappening im Hotel „Gletscherschlucht“ in Grindelwald. Wie gewohnt, trafen sich am Freitag gegen 18 Uhr um die 20 JJCBler zum von Paul Ringgenberg organisierten und gestifteten Apéro im gemütlichen Stübli des Hotels Gletscherschlucht. Schon gut in Fahrt stiegen wir dann hinunter ins Restaurant zum traditionellen Fondue chinoise, das bis zur Polizeistunde dauerte. Dank einer stattlichen Reserve Bier und anderer Tranksame war der Rest des Abends und ein grosser Teil der Nacht für alle Unermüdlichen gerettet: da das Hotel fest in JJCB-Händen lag, konnte ungeniert plagiert, gelacht und gewitzelt werden. Am Samstag war sonniges Wetter angesagt, jedoch der Schnee bekanntlich Mangelware. Nach dem feinen Frühstück schnallten wir somit nicht die Skier an, sondern montierten die wohlweislich mitgebrachten Wanderschuhe. Zu Fuss ging’s zur Talstation der First-Bahn und mit den Gondeln hinauf zur Mittelstation Port. Von einem Aufstieg wurde uns infolge vereisten Weges abgeraten. Hier auf ca. 1600 m präsentierte sich die Alpenwelt nicht weiss, sondern grünbraun! Nun hielt uns nichts mehr zurück: ein rechter JJCBler braucht Bewegung, vor allem nach durchzechter Nacht, wenn nicht auf den Tatamis oder auf der Piste, dann wenigstens auf Pfaden in luftiger Höhe! Auf einem Spaziergang bei Sonnenschein mit Panoramablick auf’s Wetterhorn überraschte uns ein Rudel Gämse. Ganz nahe konnten wir die zahlreichen, schönen Tiere bestaunen, die dank schneefreien Alpweiden alle satt und zufrieden erschienen. Im Restaurant Port sassen wir dann noch einmal in geselliger Runde beisammen, bevor es auf zum Teil glitschigem und vereistem Weg sturzfrei hinunter ins Tal ging. Vielen Dank Paul und Marthe Ringgenberg für das Organisieren dieses wiederum unvergesslichen Anlasses und die Gastfreundschaft. Wir kommen wieder! Anne Aebi

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Die Durchsetzung des Judo als Kampfsport in Japan Den im Ko-do-kan unterrichteten Sport nannte Kano Judo, was soviel wie „sanfter Weg“ oder „weicher Weg“ bedeutet. Mit der Silbe „Do“ wollte er darauf hinweisen, dass sich der Übende nie am Ziel seiner Ausbildung befindet. Immer ist er auf dem Weg dorthin... immer ist er Lernender. Mit der Silbe „Ju“, die ja auch schon früher im Ju-jutsu enthalten war, soll das Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ verdeutlicht werden. Es kam Kano also nicht nur auf die Kunstfertigkeit (Jutsu) der Techniken an. Er wollte durch die Silbe „Do“ auf das geistigmoralische Prinzip seines „Ju-do“ hinweisen. Allerdings gab es „Ju-do“ bereits. Die Ji-ki-shinSchule nannte ihre Kampfkunst ebenfalls „Ju-do“. Um sich von diesem System zu unterscheiden, hiess die von Kano gelehrte Kampfsportart „Ko-dokan Ju-do“; also das „Ju-do“, das im Ko-do-kan gelehrt wurde. Viele der alten SamuraiKampftechniken waren im neuen Judo ersatzlos gestrichen. Neue Techniken wurden entwickelt. Am Ende war eine Kampfsportart entstanden, die gefahrlos als Zweikampf-Sportart betrieben werden konnte und heute weltweit anerkannt ist. Judo sollte jedoch nicht nur Kampfsport, sondern auch geistiges Training sein. Körper und Geist sollten in einen Zustand der Harmonie und Ausgeglichenheit versetzt sein. Recht lange hat es jedoch gedauert, bis das Kodokan und das dort unterrichtete Judo anerkannt wurden. Konkurrierende Schulen betrachteten das Kodokan im negativen Sinne als Schule für Intellektuelle. Judo wurde nicht ernst genommen. Die Führer anderer Schulen erklärten öffentlich, dem Kodokan würden die praktischen Fertigkeiten fehlen. Sie bezeichneten Kano als einen Bücherwurm, der seine Techniken bei den echten Meistern der Kampfkünste gestohlen habe. Besonders angegriffen wurden Kano und das Kodokan durch die Schule Ryoi shinto-Ryu. Der Führer dieser Schule, Totsuka Hikosuke, zog in Presseartikeln über das Ko-do-kan her. Zusammenstösse seiner Schüler mit den Schülern Kanos wurden bewusst provoziert. Im Jahre 1886 ordnete die Kaiserliche Polizeiverwaltung die Durchführung eines Entscheidungskampfes zwischen den beiden Schulen an. Man war entschlossen, Ordnung in das Erziehungssystem im Lande zu bringen. Als Norm beabsichtigte man eine einzige, besonders effektive Schule auszuwählen. Hierzu sollte dieser Entscheidungskampf dienen. Beide ____________________________________________________________________________________


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Schulen stellten jeweils 15 ihrer besten Meister auf. Kanos Schüler gewannen, mit Ausnahme von zwei Unentschieden, alle Kämpfe. Kein Kodokan-Meister verlor auch nur einen Kampf. Deutlicher konnte die Überlegenheit des neuen Systems gegenüber dem alten Jiu-Jitsu kaum ausfallen. Kano vervollkommnete und ergänzte seine Judotechniken weiter. Systeme wie die Go-Kyo wurden geschaffen. Bis zum Jahre 1894 leitete Kano seine Schule allein. Dann wurde ein Gremium, der Kodokan-Rat ins Leben gerufen. 1900 kam als weiteres Organ die Vereinigung der Dane (Dan = Meister) hinzu. • • • • • •

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1909 erhielt das Kodokan den Status einer Stiftung. Präsident wurde Jigoro Kano. 1911 gründete Kano den japanischen Amateursportverband und wurde dessen erster Präsident. 1918 Gunji Koizumi (damals 7. Dan) begann Judo in England zu lehren und gründete den Budokwai in London. 1922 Mikinosuke Kawaishi (damals 7. Dan) lehrte Judo in Frankreich 1930 fanden in Japan die ersten nationalen Meisterschaften im Judo statt. 1938 am 4. Mai, starb Kano im Alter von 79 Jahren an einer Lungenentzündung während der Rückreise von Europa nach Japan. Jiro Nango wurde sein Nachfolger als Präsident des Kodokan. 1946 Jiro Nango stellte sein Amt als Präsident des Kodokan zu Gunsten von Kanos Sohn, Risei Kano, zur Verfügung. 1952 Sumiyuki Kotani (damals 8. Dan) unterrichtete erstmals ausländische Judoka (der American Air Force) im Kodokan. 1958 wurde das Kodokan erneut verlegt. In Tokyo wurde ein komplett neues Dojo erstellt. 1964 Bei den Sommerspielen in Tokyo wurde Judo zum ersten Mal eine olympische Sportart.

Nachdem auch das neue Dojo des Kodokan nicht mehr ausreichte, wurde in der Zeit von1982 bis 1984 ein komplett neuer Trainingstrakt angebaut. In sieben Etagen kann man dort Judo trainieren. Die 8. Etage ist als Galerie mit 460 Sitzplätzen ausgebaut. Von dort aus kann man auf das „Main-Dojo“ mit 420 Tatami in der 7. Etage blicken.

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