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Umweltbericht 2012


Umweltbericht 2012  | 3  �

Inhalt Editorial ................................................................................................................ 5 Flughafen Berlin Brandenburg GmbH .............................. 6 Unternehmensstruktur .............................................................................................. 6 Unternehmensentwicklung 2012 ............................................................................. 7 Die Umweltleitlinien der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH ........................ 9

Fluglärmmanagement ........................................................................ 13 Verkehrsstatistik ......................................................................................................... 13 Fluglärmmessung ...................................................................................................... 19 Fluglärmberechnung ................................................................................................. 31 Verkehrslärm am Wohnort ...................................................................................... 35 Schallschutz ............................................................................................................... 37 Flugspuren ................................................................................................................. 40

Luftgüteüberwachung ....................................................................... 51 Luftgütemessstelle ................................................................................................... 52 Biomonitoring ............................................................................................................ 56 Bienenmonitoring ..................................................................................................... 58

Energie, Wasser und Abfall ........................................................... 61 Energie ......................................................................................................................... 61 Wasser ......................................................................................................................... 64 Abfall ............................................................................................................................ 71

Natur und Landschaft ........................................................................ 75 Ansprechpartner ...................................................................................... 79 Umweltdaten ............................................................................................................. 80 Berichtsprofil ............................................................................................................. 82 Impressum ................................................................................................................. 82


�  4  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, auf dem Vorfeld des BER.


Umweltbericht 2012  | 5  �

Editorial Flugreisen, ganz ohne die Umwelt

häusern in der Flughafenregion sind

zu belasten, sind leider noch nicht

viele Maßnahmen schon umgesetzt.

möglich. Unser Selbstverständnis ist es jedoch, die Beeinträchtigung von

Mit unserem Biomonitoring und einer

Mensch und Natur so weit als möglich

Messstelle kontrollieren wir konti­

zu minimieren. Dieses Ziel verfolgen

nuierlich die Luftgüte im Umfeld des

wir kontinuierlich mit unserem unter­

Flug­hafens Schönefeld. Beide Untersu­

nehmerischen Handeln.

chungen belegen eindeutig, dass sich in der Luft rund um Schönefeld nicht

Trotz der beträchtlich gestiegenen

mehr Schadstoffe befinden als anders­

Passagierzahlen an unseren Flughäfen

wo am Berliner Stadtrand. Die Ergeb­

hat die Lärmbelastung für die Anlieger

nisse veröffentlichen wir tagesaktuell.

tagsüber kaum zugenommen. Unter

Natürlich auch nach Eröffnung des BER.

anderem deshalb, weil wir den Einsatz lauter Flugzeuge mit unserer Gebüh­

Weil uns auch der Klimaschutz am Her­

renpolitik teurer gemacht haben. Wie

zen liegt, beziehen wir seit Anfang 2012

viel Lärm die in Tegel oder Schönefeld

unseren zugekauften Strom vollständig

startenden und landenden Flugzeuge

aus erneuerbaren Quellen, und das in

erzeugen, können unsere Nachbarn je­

einer Menge, die dem Verbrauch einer

derzeit überprüfen. Wir veröffentlichen

Kleinstadt entspricht. Und in Koope­

nämlich nicht nur regelmäßig die Ergeb­

ration mit der BVG bietet die Flugha­

nisse unserer stationären Messstellen,

fen Berlin Brandenburg GmbH ihren

sondern ermitteln auf Wunsch mit einer

Mitarbeitern seit dem Sommer 2012

mobilen Messstation auch die Lärm­

ein Firmenticket an. Wenn sie mit Bus

belastung in den Umlandgemeinden.

oder Bahn auf dem Weg zur Arbeit sind, leisten die Mitarbeiter der Flughafen­

Unseren Nachbarn im Umfeld des BER

gesellschaft einen aktiven Beitrag zum

bieten wir den bestmöglichen bau­

Klimaschutz.

lichen Schallschutz. Jeder Eigentümer, dessen Wohngebäude oder Grundstück

Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck an

sich innerhalb der Schutzgebiete be­

der Fertigstellung des BER. Mit der

findet, hat dem Grunde nach Anspruch

Inbetriebnahme des neuen Flughafens

auf Durchführung oder Erstattung von

werden wir das Fliegen von und nach

Schutzmaßnahmen. An Kindergärten,

Berlin auch in Zukunft umweltfreund­

Schulen, Altenheimen und Kranken­

licher und energieeffizienter machen.

Hartmut Mehdorn Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


�  6  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Unternehmensstruktur Die Flughafen Berlin Brandenburg

terunternehmen Berliner Flugha­

Passagiere abgefertigt. Damit liegt die

GmbH errichtet am Standort Schö­

fengesellschaft mbH, BFG – den

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

nefeld den neuen Flughafen Berlin

Flughafen Berlin-Tegel (TXL). Die FBB

deutschlandweit auf Platz drei. Eigen­

Brandenburg (BER) und betreibt

ist alleinige Gesellschafterin der BFG.

tümer der FBB sind die Bundesländer

derzeit den Flughafen Schönefeld

Mit rund 1.500 Mitarbeitern wur­

Berlin und Brandenburg sowie die

(SXF) und – über ihr 100%iges Toch­

den in Berlin 2012 mehr als 25 Mio.

Bundesrepublik Deutschland.

Land Brandenburg

Bundesrepublik Deutschland

37  %

26 %

Land Berlin

37 %

visit Berlin, Berlin Tourismus & Kongress GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (vormals Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH)

100 %

FEW Flughafen Energie & Wasser GmbH

100 %

Berliner FlughafenGesellschaft mbH

10 %

100 %

FMT Facility Management Tempelhof GmbH i. L.


Umweltbericht 2012  | 7  �

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Unternehmensentwicklung 2012 2012 nutzten 25,3 Millionen Passagiere die Flughäfen Schönefeld und Tegel. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um 5,1 Prozent. Damit entwickelte sich der Luftverkehr in der Region Berlin-Brandenburg im zehnten Jahr in Folge besser als der Durchschnitt der internationalen Ver­ kehrsflughäfen in Deutschland. Mit diesem Ergebnis hat die FBB zugleich den dritten Platz unter den deut­ schen Verkehrsflughäfen behauptet. Während die Zahl der Passagiere um rund fünf Prozent zunahm, blieb die Zahl der Flugbewegungen mit 242.872 konstant. Die verbesserte Auslastung der Flugzeuge belegt einen gesunden Luftverkehrsmarkt in der Hauptstadt­ region. Darüber hinaus wurden an den Berliner Flughäfen rund 76.000 Ton­ nen Luftfracht (einschl. Trucking) und

serten Umsätze im Bereich Aviation

Umsatzerlösen von 29 Millionen Euro.

5.351 Tonnen Luftpost umgeschlagen.

zurück (2012: 184 Mio. EUR, 2011: 178

Hinzu kommen Erlöse bei Service und

Mio. EUR). Die Umsätze bei Non-Avi­

Sonstiges, die zusammen 12 Millionen

Die Umsatzerlöse konnten im ver­

ation sind dagegen von 47 Millionen

Euro ausmachen. Die gesamten lau­

gangenen Jahr um drei Prozent auf

Euro 2011 auf 45 Millionen Euro 2012

fenden Aufwendungen sind insbe­

270 Millionen Euro leicht gesteigert

leicht gesunken. Der Geschäftsbereich

sondere aufgrund der Risikovorsorge

werden. Dies geht auf die verbes­

Real Estate lag wie im Vorjahr bei

und dem Start der Leasingzahlungen für Parkhäuser und weitere Drittin­ vest-Objekte am BER gestiegen und la­ gen 2012 bei -382 Millionen Euro (2011:

2012 Passagiere Flugbewegungen Mitarbeiter Umsatzerlöse (€)

Schönefeld

Tegel

gesamt

7.097.274 (-0,2%)

18.164.203 (+7,4%)

25.261.477 (+5,1%)

71.758 (-2,5%)

171.114 (+1,0%)

242.872 (0,0%)

-287 Mio. EUR). Hinzu kommt ein hö­ herer Zinsaufwand, da weitere Kredite für den Bau des BER gezogen wurden. Im Ergebnis kommt es so zu einem Jahresfehlbetrag von 185 Millionen

1.408

Euro. Das EBITDA lag mit 58 Millionen

269.600.000

Euro um rund ein Drittel niedriger als im Vorjahr (86 Mio. EUR).


�  8  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


Umweltbericht 2012  | 9  �

Die Umweltleitlinien der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Das dynamische Wachstum des Flug­

ber hinaus das Engagement für Um­

Tätigkeit ergebenden negativen

verkehrs in der deutschen Hauptstadt­

welt- und Klimaschutz als strategische

Umweltwirkungen sowie den Res­

region wollen wir im Hinblick auf den

Führungsaufgabe wahr. Potenziell

sourcen- und Energieverbrauch. Wir

Schutz von Anwohnern und Mitarbei­

negative Auswirkungen unternehme­

ergreifen rechtzeitig weitere Schritte,

tern, Umwelt und Klima verantwort­

rischer Entscheidungen auf Umwelt

falls das Erreichen der umwelt- und

lich gestalten.

und Klima werden bereits in der

energiebezogenen Ziele gefährdet ist.

Grundlagenermittlung bzw. Vorpla­ Die Flughafen Berlin Brandenburg

nung berücksichtigt und vermieden.

Förderung des Umweltbewusstseins

GmbH (FBB) stellt durch die klare

Die umweltbezogene Rechtsetzung

und Einbeziehung unserer Geschäfts-

Regelung von Verantwortlichkeiten

und behördliche Auflagen sind einzu­

partner

und Prozessen einen hohen Umwelt­

halten und sollen, soweit sinnvoll und

Wir schulen und qualifizieren alle

standard im Unternehmen sicher. Die

möglich, übertroffen werden.

Mitarbeiter, damit jeder an seinem

FBB betreibt ein Umwelt- und Energie­

Arbeitsplatz einen Beitrag zum Schutz

managementsystem, das zum Ziel hat,

Kontinuierliche Verbesserung unserer

von Klima und Umwelt leisten kann.

negative Wirkungen der betrieblichen

Umweltleistung und Energieeffizienz

Airlines, Dienstleister und andere Ge­

Tätigkeit auf Umwelt und Klima kon­

Durch den Einsatz moderner Technik,

schäftspartner beziehen wir in unser

tinuierlich zu mindern und ihre Ener­

eine optimierte Betriebsführung und

Umwelt- und Energiemanagement ein.

gieeffizienz fortlaufend zu verbessern.

ein umweltbewusstes Nutzerverhal­ ten verringern wir kontinuierlich den

Information und Dialog

Umwelt- und Klimaschutz als Unter-

Verbrauch von Energie und Ressour­

Wir suchen einen offenen und sach­

nehmensziele

cen. Wir setzen uns konkrete Ziele

lichen Dialog mit den verschiedenen

Wir verstehen Umwelt- und Klima­

im Hinblick auf die Reduzierung des

Anspruchsgruppen der Flughafen­

schutz als Querschnittsaufgaben, zu

Energie- und Ressourcenverbrauchs

gesellschaft. Wir informieren die

denen jeder Mitarbeiter in seinem

sowie negativer Wirkungen auf die

Öffentlichkeit regelmäßig über die

Handlungs- und Verantwortungsbe­

Umwelt. Wir überwachen, bewerten

Umweltauswirkungen und über un­

reich beiträgt. Die Geschäftsführung

und dokumentieren kontinuierlich

sere Anstrengungen zum Schutz von

und die Führungskräfte nehmen darü­

die sich aus der unternehmerischen

Umwelt und Klima.


�  10  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


Umweltbericht 2012  | 11  �

Ein wirkungsvolles Lärmmanagement ist eine der zentralen Herausforderungen der Flughafengesellschaft.


�  12  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


Umweltbericht 2012  | 13  �

Fluglärmmanagement Überwachen, berechnen, mindern

Verkehrsstatistik Mit 242.872 Starts und Landungen im

nen von Schönefeld nach Tegel, um

Jahr 2012 ist die Zahl der Flugbewe­

Synergien mit der Muttergesellschaft

gungen an den Berliner Flughäfen

Lufthansa zu nutzen.

Schönefeld und Tegel im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben (242.961). Von den Starts und Lan­

Betriebsrichtung

dungen entfielen 70 Prozent auf Tegel

Die vorherrschende Windrichtung

(171.114) und 30 Prozent auf Schönefeld

2012 war in Tegel wie in Schönefeld

(71.758). Das Verhältnis Tegel/Schöne­

Westwind. An beiden Flughäfen

feld hat sich damit im Vergleich zum

starteten und landeten 70 Prozent der

Vorjahr nicht verändert.

Flüge Richtung Westen und 30 Pro­ zent Richtung Osten.

Während sich die Zahl der Flugbe­ wegungen am Flughafen Schönefeld in 2012 gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent verringerte, wurden am

Flugbewegungen 2012

Flughafen Tegel ein Prozent mehr Luftfahrzeuge abgefertigt. Die Ver­

SXF: 30% (71.758)

kehrszunahme in Tegel ist vor allem in neuen Verbindungen der Airlines air­ berlin und Lufthansa begründet, die ursprünglich bereits ab 3. Juni 2012 am neuen Flughafen Berlin Brandenburg abgewickelt werden sollten. Ferner verlagerte Germanwings mit Beginn des Winterflugplans 2012 ihre Maschi­

TXL: 70% (171.114)


�  14  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Effizienz im Luftverkehr an den Flughäfen Schönefeld und Tegel

durchschnittliche Auslastung der in Tegel abgefertigten Luftfahrzeuge stieg gegenüber dem Vorjahr von 100 auf 106 Passagiere. Die Luftfracht spielt an den Flughäfen Schönefeld und Tegel eine vegleichs­ weise untergeordnete Rolle. So wur­ den im Jahr 2012 32.000 Tonnen Luft­ fracht umgeschlagen. Dies entspricht einer Steigerung um ca. drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt hat sich die Effizienz des Berliner Luftverkehrs in den ver­ Flieger von und nach Berlin sind immer besser ausgelastet.

gangenen zwanzig Jahren deutlich erhöht. Während das Passagierauf­

Im Jahr 2012 wurden insgesamt

kommen seit 1993 um 316 Prozent

25.261.477 Passagiere an den Flughä­

zunahm, stieg die Zahl der Flugbewe­

fen Schönefeld und Tegel abgefertigt.

gungen nur um 176 Prozent. Die Flug­

Die Auslastung der Luftfahrzeuge in

zeuge wurden in diesem Zeitraum

Schönefeld stieg im Jahr 2012 auf 99

größer und leiser, die Auslastung der

Passagiere pro Luftfahrzeug an. Die

einzelnen Flugzeuge stieg.

Immer effizienter: Berlins Luftverkehr 350% 300%

Passagiere

+ 316 %

250% 200%

Flugbewegungen

+ 176 %

150%

19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 20 07 20 08 20 09 20 10 20 11 20 12

98

97

96

95

94

Entwicklung 1993 bis 2012:

19

19

19

19

19

19

93

100%

+ 316% Passagieraufkommen

+ 176% gewerbliche Flugbewegungen


Umweltbericht 2012  | 15  �

Flugbewegungen nach Lärmklassen Zahl der lauten Flieger nimmt ab

39.083 Flugbewegungen 2008

Lärmklasse 4

15.527 Flugbewegungen 2012

77 bis 79,9 dB(A)

Lärmklasse 5 80 bis 84,9 dB(A)

1.920 Flugbewegungen 2008

1.153 Flugbewegungen 2012

Lärmklasse 6

40 Flugbewegungen 2008

0 Flugbewegungen 2012

32 Flugbewegungen 2008

2 Flugbewegungen 2012

85 bis 89,9 dB(A)

Lärmklasse 7 ab 90 dB(A)

Die Flugbewegungen der "leiseren" Lärmklassen 1 bis 3 entnehmen Sie bitte den Tabellen auf der folgenden Seite.


�  16  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flugbewegungen nach Lärmklassen Die Zahl der eingesetzten Flugzeuge,

Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl

des Anstiegs in Lärmklasse 3 sind auf

die besonders hohe Lärmimmissionen

der Flugbewegungen von Maschinen,

den allgemeinen Anstieg der Ver­

verursachen, ist in den vergangenen

die der Lärmklasse 3 angehören, deut­

kehrszahlen zurückzuführen.

fünf Jahren an den Flughäfen Schö­

lich zu. Diese Entwicklung geht an

nefeld und Tegel deutlich zurückge­

den Flughäfen Schönefeld und Tegel

Mit Blick auf die Entwicklung des

gangen. Dies verdeutlicht auch die

wohl zu einem Drittel darauf zurück,

Dauerschallpegels über die Jahre 2008

Grafik auf Seite 7. So hat sich die Zahl

dass lauteres Fluggerät (Lärmklasse 4)

bis 2012 lässt sich feststellen, dass die

der Flugbewegungen der Lärmklasse 4

durch modernere Maschinen (Lärm­

Verbesserungen durch den Einsatz

seit 2008 mehr als halbiert.

klasse 3) ersetzt wurde. Zwei Drittel

leiseren Fluggeräts durch den Anstieg

Flughafen Schönefeld Lärmklasse

2008

2009

2010

2011

2012

1 (bis 70,9 dB(A))

8.526

14.349

11.197

9.351

9.485

2 (71 bis 73,9 dB(A))

2.470

4.106

4.193

4.446

5.275

3 (74 bis 76,9 dB(A))

53.008

54.226

58.743

57.889

55.245

4 (77 bis 79,9 dB(A))

3.155

2.535

2.231

1.677

1.580

5 (80 bis 84,9 dB(A))

418

290

207

193

190

6 (85 bis 89,9 dB(A))

32

12

2

8

0

7 (ab 90 dB(A))

28

6

11

14

0

67.637

75.524

76.584

73.578

71.775

Lärmklasse

2008

2009

2010

2011

2012

1 (bis 70,9 dB(A))

6.483

4.404

4.003

3.792

2.696

2 (71 bis 73,9 dB(A))

17.150

18.224

11.218

12.328

11.770

3 (74 bis 76,9 dB(A))

100.148

106.007

118.863

130.514

141.735

4 (77 bis 79,9 dB(A))

35.928

26.195

23.173

21.254

13.947

5 (80 bis 84,9 dB(A))

1.502

1.406

1.280

1.500

963

6 (85 bis 89,9 dB(A))

8

10

8

0

0

7 (ab 90 dB(A))

4

6

4

4

2

161.223

156.252

158.549

169.392

171.113

Summe Flugbewegungen*

Flughafen Tegel

Summe Flugbewegungen*

* Aus technischen Gründen können geringfügige Abweichungen von der Verkehrsstatistik auftreten.


Umweltbericht 2012  | 17  �

der Flugbewegungen wieder aufge­

da sich die Zahl der Flugbewegungen

pegel in der Summe deutlich zurück­

zehrt wurden, so dass die Dauerschall­

lauter Maschinen der Lärmklassen 4

gegangen sind. Dies ist erfreulich,

pegel in den vergangenen Jahren in

und 5 deutlich verringert hat. Die sehr

weil die lauten Einzelereignisse eine

etwa konstant geblieben sind. Den­

lauten Lärmklassen 6 und 7 starteten

besondere Belastung für die Bewoh­

noch fällt das Fazit der Analyse der

und landeten 2012 erstmals mit einer

ner im Umland darstellen.

Flugbewegungen nach Lärmklassen

Ausnahme gar nicht mehr in Berlin.

für die Jahre 2008 bis 2012 positiv aus,

Dies hat zur Folge, dass hohe Maximal­

→ Was ist Lärm und wie kann man ihn messen und berechnen? Bei der Empfindung von Geräuschen spielt es eine

betrachtet werden. In Abhängigkeit von der Wahrneh-

Rolle, ob der Hörende beispielsweise konzentriert

mung bestimmter Frequenzen werden diese unter-

arbeiten will, ein Konzert besucht oder sich ausruhen

schiedlich gewichtet („bewertet“). Um den bewerteten

möchte. Ob ein Geräusch als Lärm empfunden wird,

Gesamtpegel zu kennzeichnen, wird der jeweils

ist von der Situation, der Tätigkeit und persönlichen

verwendete Frequenzfilter hinter der dB-Angabe in

Vorlieben abhängig. Unangenehme, störende oder gar

Klammern ergänzt, z. B. 35 dB(A) bei Anwendung des

gesundheitsgefährdende Schallereignisse werden als

A-Filters. Je nach Pegel des Gesamtgeräuschs kommen

Lärm bezeichnet.

dabei unterschiedliche Filter zum Einsatz.

Der Mensch nimmt Geräusche durch vom Schall verur-

Flugzeuge verursachen im näheren Umfeld von Flug-

sachte Luftdruckschwankungen am Ohr wahr. Ein di-

häfen unregelmäßig Schallereignisse verschiedener

rekter Rückschluss des gemessenen Schalldruckpegels

Intensität. Deshalb sind bei der Erfassung der Lärm-

auf die Geräuschempfindung ist dennoch nur einge-

belastung neben dem maximalen Pegel als wichtigster

schränkt möglich. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass

Einflussgröße auch die Dauer der Schallereignisse und

ein Anstieg des Schalldruckpegels um 10 dB als doppelt

deren Häufigkeit zu berücksichtigen. Im so genann-

so laut wahrgenommen wird. Das Ohr kann eine große

ten äquivalenten Dauerschallpegel (Leq) werden diese

Spanne von Schalldrücken verarbeiten. Das mensch-

Faktoren zusammengefasst. Dabei werden die in

liche Hörfeld liegt etwa zwischen 0 und 120 Dezibel.

einem bestimmten Zeitraum an einem Ort geme­s­ senen Lärmereignisse in ein fiktives Dauergeräusch

Die Hörempfindung ist aber nicht nur vom Schalldruck,

gleichen Energieinhalts umgerechnet. Nach dem

sondern auch von der Frequenz des Schalls abhängig,

Fluglärmgesetz in der Fassung vom 31.10.2007 wird die

weil das Geräusch je nach Frequenz unterschiedlich

Jahresbelastung durch die äquivalenten Dauerschall-

stark an das Innenohr weitergeleitet wird. Um Aussa-

pegel (Leq) getrennt nach Tag- und Nachtzeitraum

gen über die Wahrnehmung eines Schallereignisses

(6 – 22 Uhr/22 – 6 Uhr) ausgedrückt. Als Bezugszeit

treffen zu können, müssen daher die Frequenzzu-

werden dazu die sechs verkehrsreichsten Monate des

sammensetzung sowie weitere Faktoren des Schalls

Jahres herangezogen.


�  18  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


Umweltbericht 2012  | 19  �

Fluglärmmessung Dauerschallpegel SXF

Obwohl in Schönefeld 910 Luftfahr­

ist auf einen Rückgang der nächt­

zeuge weniger abgefertigt wurden

lichen Flugbewegungen um etwa

Am Flughafen Schönefeld findet alle

als im Vorjahr, blieb der Jahresdau­

13 Prozent zurückzuführen.

zwei Jahre die Internationale Luft­

erschallpegel tagsüber mit 57,3 dB(A)

fahrtausstellung (ILA) statt, die mit

in etwa konstant. Die Verringerung

In den Diagrammen ist die Entwick­

lärmintensiven Flugvorführungen

der Flugbewegungen hat sich nicht

lung des über alle Messstellen gemit­­

verbunden ist. Trotz des Stattfindens

auf den Jahresdauerschallpegel aus­

telten Jahresdauer­schallpegels und

der Messe im September 2012 ist der

gewirkt, da der Rückgang der Ver­

die Verkehrsentwicklung der letzten

im Mittel über alle Messstellen hinweg

kehrsbewegungen nicht in den sechs

fünf Jahre ohne Berücksichtigung der

berechnete Jahresdauerschallpegel

verkehrsreichsten Monaten stattfand.

ILA dargestellt.

gegenüber dem Vorjahr etwa gleich

Der Jahresdauerschallpegel für den

geblieben, da die lärmintensiven

Nachtzeitraum ging im Mittel über alle

Flugvorführungen in der Umgebung

Messstellen um 1,2 dB(A) zurück. Dies

1

Fluglärmgesetz vom 31.10.2007

der zukünftigen Südbahn abgewickelt wurden. Die von den Flugvorfüh­

Dauerschallpegel tagsüber Schönefeld (ohne ILA)

wurden daher nicht von den statio­

62,0

nären Messstellen erfasst, die sich in

61,0 60,0

finden. Die Einhaltung der Lärmgrenz­

59,0

werte während der ILA wurde durch mobile Messungen überwacht.

Leq, tag/dB(A)

der Verlängerung der Nordbahn be­

70.000 Tages-Flugbewegungen/Jahr

65.000

58,0 57,0 56,0

57,5 56,0

56,6

56,7

57,3

60.000

55,0

Zur Berechnung des Jahresdauer­ schallpegels werden die sechs ver­ kehrsreichsten Monate herangezogen.1

55.000

54,0 53,0 52,0

50.000 2008

2009

2010

2011

2012

Flugbewegungen

rungen ausgehenden Lärmemissionen


�  20  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Nachtflüge Schönefeld

zurück. Der Dauerschallpegel für den

Die Start- und Landebahn am Flugha­

Nachtzeitraum sank im gleichen Zeit­

fen Schönefeld ist für lautere soge­

raum von 53,2 auf 52,2 dB(A).

nannte Kapitel-3-Flugzeuge in der Zeit zwischen 24 Uhr und 6 Uhr gesperrt, für Kapitel-3-(Bonusliste) und Kapitel4-Maschinen ist die Bahn 24 Stunden geöffnet.

1

1

Die Zahl der nächtlichen Flugbewe­ gungen ging von 2010 mit 10819 auf 7700 Flugbewegungen im Jahr 2012

 ach Annex 16 der ICAO (International Civil Aviation N Organization = Internationale Organisation für zivile Luftfahrt) müssen Flugzeuge, die zugelassen werden, bestimmte Lärmgrenzwerte einhalten. Die Grenzwerte sind in Kapiteln (Chapter) dieses Dokuments festgehalten. Für Strahlflugzeuge ist derzeit das Kapitel 4 gültig. Um die Kapitel-3-Flugzeuge weiter zu differenzieren hat das Bundesverkehrsministerium eine Liste mit leisen Flugzeugen erstellt. Diese Liste wird allgemein als Bonusliste bezeichnet.

Dauerschallpegel nachts Schönefeld 55,0

11.000

nächtl. Flugbewegungen/Jahr

54,5

Leq, nacht/dB(A)

53,5 53,0

10.000

53,4

53,2

52,9

9.500

52,6

52,5

52,2

52,0

9.000 8.500

51,5

Flugbewegungen

10.500

54,0

8.000

51,0

7.500

50,5 50,0

7.000 2008

2009

2010

2011

2012

Nächtliche Flugbewegungen Schönefeld 1200 1000 800 600 400 200 0 Jan

Feb 2012

Mär 2011

Apr

Mai 2010

Jun 2009

Jul

Aug 2008

Sep

Okt

Nov

Dez


Umweltbericht 2012  | 21  �

Dauerschallpegel TXL Dauerschallpegel tagsüber Tegel

schallpegel an den Messstellen in der

68,0

Umgebung des Flughafens Tegel ist im

67,0 66,0

ringfügig um 0,5 dB(A) gestiegen. Der

65,0

Grund hierfür liegt in der Verkehrs­ steigerung (ca. ein Prozent), die in den

Leq, tag/dB(A)

Vergleich zum Vorjahr im Mittel ge­

160.000

Tages-Flugbewegungen/Jahr 64,9 64,4

64,0

145.000

63,5

63,0

62,7

62,5

62,0

für die Berechnung des äquivalenten

61,0

Dauerschallpegels relevanten ver­

60,0

130.000

Flugbewegungen

Der mittlere äquivalente Dauer­

59,0

kehrsreichsten sechs Monaten sogar

115.000

58,0

3,5 Prozent betrug.

2008

2009

2010

2011

2012

Nachtflüge Tegel Nachtflugverbot. Für unvermeidbar

Dauerschallpegel nachts Tegel

verspätete Landungen wird eine Tole­

59,0

ranz von einer Stunde berücksichtigt.

58,0

Ausgenommen von dieser Regelung

57,0

und genehmigungspflichtige Sonder­ flüge.

8.000 56,0

56,0 Leq, nacht/dB(A)

sind Nachtpostflüge, Rettungsflüge

8.500

nächtl. Flugbewegungen/Jahr

55,0

54,4

54,0

53,1

53,0

7.000 6.500

52,6

52,5

52,0

Der durch die Verschiebung des BEREröffnungstermins bedingte starke

7.500

6.000

51,0

Flugbewegungen

In Tegel gilt von 23 bis 6 Uhr ein

5.500

50,0 49,0

5.000

Anstieg der nächtlichen Flugbewe­

2008

2009

2010

2011

2012

gungen um ca. 13 Prozent bewirkte einen Anstieg des nächtlichen Dauerschallpegels um im Mittel 1,6 dB(A) von 54,4 dB(A) auf 56 dB(A). Der Anstieg konzentrierte sich hierbei auf

Nächtliche Flugbewegungen Tegel 1200

die Sommermonate (27 Prozent in den verkehrsreichsten sechs Monaten). Dieser „BER-Verschiebungseffekt“ ist auch deutlich in der unten ste­ henden Grafik ablesbar. Die durch

1000 800 600

die Verschiebung der BER-Eröffnung bedingten nächtlichen Flugbewe­ gungen wurden durch Ausnahmege­

400 200

nehmigungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ermöglicht.

0 Jan

Feb 2012

Mär 2011

Apr

Mai 2010

Jun 2009

Jul

Aug 2008

Sep

Okt

Nov

Dez


�  22  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Fluglärmmanagement Wie die FBB misst und berechnet

FBB-Lärmmessstellen

Windmessung

Radar

Verkehrsdaten

FBB-Fluglärm-Server

Prüfung der Messdaten und -ergebnisse

Fluglärmmessdaten und Flugbewegungen online http://travisber.topsonic.aero

Fluglärmberichte (Monats- und Jahresberichte, Berichte zu mobilen Messungen) Berechnung von Lärmkonturen Berechnungen für die Festsetzung lärmbezogener Start- und Landeentgelte


Umweltbericht 2012  | 23  �

Ständig unterwegs: Die mobilen Messstellen der FBB.

Stationäre Messstellen Flughäfen sind vom Gesetzgeber dazu

sind. Grundsätzlich werden Messstel­

der Messergebnisse, beispielsweise

verpflichtet, auf dem Flughafen und

len entlang der An- und Abflugrouten

durch starken Wind, zu vermeiden.

in dessen Umgebung Messstellen zur

und in einzelnen Ortschaften platziert,

Schließlich werden die Verteilung der

Dokumentation des Fluglärms zu

die von Fluglärm betroffen sind. Bei

Einzel- und Dauerschallpegel sowie

betreiben. Die Flughafen Berlin Bran­

der Auswahl der Standorte werden an­

weitere akustische Kenndaten berech­

denburg GmbH (FBB) hat zu diesem

dere Lärmquellen wie Hauptverkehrs­

net. Durch diese Form der Fluglärm­

Zweck in der Umgebung der Flughä­

straßen oder Bahn­linien gemieden,

überwachung ist die FBB in der Lage,

fen Schönefeld und Tegel insgesamt

die zu einer Verfälschung der Ergeb­

Auskunft über die Lärmimmissionen

18 stationäre Messstellen installiert

nisse führen. Die Messdaten werden

jeder Flugbewegung zu geben und

(Stand 31.12.2012). Die Messergebnisse

einmal täglich von den Messstellen

die Entwicklung der Fluglärmsitua­

werden monatlich an die zuständigen

abgerufen und den Flugbewegungen

tion verlässlich und kontinuierlich

Behörden und die Fluglärmkommis­

auf Basis der Radardaten der Deut­

zu dokumentieren. Die Daten werden

sion übermittelt sowie im Internet

schen Flugsicherung zugeordnet. Die

insbesondere für die Berechnung der

veröffentlicht.

Korrelation erfolgt zunächst auto­

lärmbezogenen Start- und Landeent­

matisch. Lärmereignisse, die durch

gelte sowie für die Bearbeitung von

Standorte

andere Lärmquellen als den Flugver­

Beschwerden herangezogen.

Die Standorte der stationären Mess­

kehr verursacht wurden, werden im

stationen werden in Absprache mit

Nachgang ermittelt und aus der Statis­

Im Jahr 2012 wurden die Messstellen

der Fluglärmkommission festgelegt, in

tik entfernt. Hinzugezogen werden

Karolinenhof-Nord (11) und Dieders­

der die Anrainergemeinden vertreten

Wetterdaten, um eine Verfälschung

dorf (18) neu in Betrieb genommen.


�  30  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


Umweltbericht 2012  | 33  �

Lärmbezogene Landeentgelte 2012 Schönefeld

Lärmklassen

Tegel

bis 70,9 dB(A)

20 €

70 € 71 bis 73,9 dB(A)

30 €

84 € 74 bis 76,9 dB(A)

40 €

105 €

77 bis 79,9 dB(A)

80 €

420 €

840 €

1.680 €

140 €

80 bis 84,9 dB(A)

85 bis 89,9 dB(A)

ab 90 dB(A)

420 €

840 €

1.680 €


�  34  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Verkehrslärm am Wohnort Anzahl der belasteten Einwohner in Berlin, Potsdam und Umland* nachts bei einer Belastung größer 55 dB(A) im Jahr 2012 (Straßen- und Luftverkehr) bzw. 2006 (Schienenverkehr).

Straßenverkehr

ca. 544.000 belastete Einwohner

Schienenverkehr ca. 72.000 belastete Einwohner

ca. 13.000 belastete Einwohner

Luftverkehr


Umweltbericht 2012  | 35  �

Verkehrslärm am Wohnort Belastung durch Lärm nach Verkehrsträgern Je nach Wohnort tragen Straßen-, Schienen- und Luftverkehr in unterschiedlichem Maße zu einer Lärmbelastung bei. Für den Großraum Berlin-Potsdam und die angren­

Verkehrslärm am Wohnort über 24 Stunden Berlin/Potsdam und Umland* 700.000

sich feststellen, dass der Straßenver­

600.000

kehr die mit weitem Abstand domi­ nierende Quelle der Belastung durch Lärm ist. Während die Belastung für den 24 Stunden umfassenden Be­ zugszeitraum (LDEN) bei Schiene und Luftverkehr in etwa gleich ist (oberes

Zahl belasteter Einwohner 1

zenden Städte und Gemeinden* lässt

500.000 400.000 300.000 200.000 100.000

Diagramm), ist die nächtliche Lärm­

0

belastung durch den Schienenver­

> 55 dB(A)

> 60 dB(A)

kehr für wesentlich mehr Einwohner

> 65 dB(A)

> 70 dB(A)

LDEN

gravierend (unteres Diagramm).

Straßenverkehr

Schienenverkehr3

Luftverkehr

Verkehrslärm am Wohnort nachts Berlin/Potsdam und Umland*

2

3

Anzahl der durch Umgebungslärm belasteten Einwohner aufgeteilt nach Verkehrsträgern und Intensität der Belastung im Jahr 2012. Beurteilungsgröße ist hier der über 24 Stunden ermittelte Dauerschallpegel LDEN (Day-EveningNight). Dies ist ein Beurteilungspegel, bei dem die Abend­ stunden und die Nachtzeit mit Zuschlägen von 5 bzw. 10 dB in die Berechnung eingehen.  nzahl der durch Umgebungslärm belasteten Einwohner A aufgeteilt nach Verkehrsträger und Intensität der Belastung im Jahr 2012. Beurteilungsgröße ist hier der nächtliche Dauerschallpegel LN.  ufgrund mangelnder Datenbereitstellung durch das A Eisenbahnbundesamt beziehen sich die Schienenverkehrsdaten auf das Jahr 2006.

* Nach der Definition der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg der Bereich Stadt-Umland-Zusammenhang von Berlin und Potsdam.

600.000 500.000 Zahl belasteter Einwohner 2

1

400.000 300.000 200.000 100.000 0 > 55 dB(A)

> 60 dB(A)

> 65 dB(A) LN

Straßenverkehr

Schienenverkehr3

Luftverkehr

> 70 dB(A)


�  36  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


Umweltbericht 2012  | 37  �

Schallschutz Die FBB hat Anwohner des zukünf­

nahmen aufgrund des hohen Schutz­

tigen Flughafens Berlin Brandenburg

ziels innerhalb des Tagschutzgebiets

entsprechend den rechtlichen Anfor­

baulich nicht realisierbar oder über­

derungen vor Fluglärm zu schützen.

steigen die erforderlichen Aufwen­

Dabei haben Eigentümer von rund

dungen für den Schallschutz 30 Pro­

Tel. + 49 30 | 6091-73500

25.500 Wohngebäuden und Grundstü­

zent des Verkehrswertes des Hauses,

Fax  + 49 30 | 6091-73499

cken innerhalb des Tag- oder Nacht­

so hat der Eigentümer Anspruch auf

dienstags bis donnerstags

schutzgebiets grundsätzlich Anspruch

eine Entschädigungszahlung.

9.00 bis 16.00 Uhr

auf die Durchführung und Erstattung von Schallschutzmaßnahmen. Durch

Innerhalb eines festgesetzten Ent­

den Einbau von Schallschutzfenstern,

schädigungsgebiets erhalten Eigen­

Lüftungseinrichtungen sowie Fassa­

tümer von Terrassen, Balkonen und

den- bzw. Dachdämmung u.ä. wird

dauerhaft genutzten Kleingärten, die

die Einhaltung der von der Genehmi­

aufgrund des Fluglärms für die Erho­

gungsbehörde festgesetzten Lärmwerte

lung nur noch eingeschränkt nutzbar

tags wie nachts garantiert. Sind Maß­

sind, eine pauschale Entschädigung.

→ Anwohnertelefon Schallschutz


Umweltbericht 2012  | 39  �

Nachdem der Eigentümer einen for­

Der Ablauf Vom Antrag bis zur baulichen Umsetzung

mellen Antrag auf Schallschutz gestellt hat, ermitteln von der FBB beauftrag­ te Ingenieurbüros die notwendigen baulichen Maßnahmen, mit deren

01 Antragstellung

Umsetzung das von der Genehmi­

02 Schalltechnische Objektbeurteilung

gungsbehörde vorgegebene Schutzziel

03 Kostenerstattungs­vereinbarung

erreicht wird. Die schalltechnischen

04 Beauftragung der Fachfirma

Berechnungen des jeweiligen Inge­

05 Abnahme der Baumaßnahmen und Prüfung der Mittelverwendung

nieurbüros sind Grundlage für eine

06 Bezahlung der Rechnung

Vereinbarung, in der Eigentümer und FBB die erstattungsfähigen Kosten bezeichnen. Sowohl die Auftragsertei­

ausführen. Nachdem die fachgerechte

lung zur Umsetzung der Baumaßnah­

Umsetzung der vereinbarten Maßnah­

men als auch die Wahl der ausfüh­

men von der FBB abgenommen und

renden Baufirma erfolgt durch den

die zweckentsprechende Mittelver­

Eigentümer.

wendung festgestellt wurde, werden die Kosten erstattet.

Bewährt hat sich ein von der FBB zusammengestellter Pool regionaler

1

Firmen, die die Bauarbeiten routiniert

 rteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin Brandenburg U vom 25. April 2013

Projektstand Schallschutzprogramm zum 31. Dezember 2012 Bearbeitungsstand Anspruchsberechtigte Fehlende Anträge Antrag liegt vor Davon Anträge in Bearbeitung Davon Bearbeitung abgeschlossen/ Zahlung der Rechnung bzw. Entschädigung 2

Wohneinheiten

Besondere Einrichtungen 2

Außenwohnbereiche

25.500

50

10.000

7.100

10

5.358

18.400

40

4.642

17.593

19

1.622

807

21

3.020

Krankenhäuser, Altenheime, Schulen, Kindergärten u.ä.


�  48  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


Umweltbericht 2012  | 49  �

Auch Bienen wirken beim Schadstoffmonitoring in der Flughafenregion mit.


�  50  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Mit dem Umwelt-Untersuchungsprogramm werden die Emissionen aus dem Luftverkehr überwacht. Alle Ergebnisse werden veröffentlicht.


Umweltbericht 2012  | 51  �

Luftgüteüberwachung Messen, bewerten, handeln

Mit 25 Millionen Fluggästen sind die

Emissionen überlagern sich. Die kli­

Verbreitung von Luftschadstoffen

Flughäfen Schönefeld und Tegel ein

matischen Bedingungen haben zudem

und deren Wirkung auf die Umwelt

zentraler Baustein der Verkehrsin­

starken Einfluss auf die Konzentration

erfasst. Einen weiteren freiwilligen

frastruktur der Hauptstadtregion

und die chemische Umwandlung von

Baustein bildet ein Bienenmonitoring,

Berlin-Brandenburg. Da sowohl bei

Luftschadstoffen.

bei dem Honig, Waben und Pollen auf

der An- und Abreise, zur Versor­

Luftschadstoff-Rückstände analysiert

gung des Flughafens als auch im

Umwelt-Unter­suchungsprogramm

werden. Die Untersuchungen werden

eigentlichen Flugbetrieb überwie­

Um die Luftqualität und die Um­

vom unabhängigen Institut UMW

gend fossile Brennstoffe zum Einsatz

weltwirkungen des Luftverkehrs

Umweltmonitoring München durchge­

kommen, werden beim Betrieb eines

langfristig zu untersuchen, hat die

führt und ausgewertet.

Flughafens auch Schadstoffe freige­

FBB im Jahr 2011 mit Blick auf den

setzt. Hauptquelle sind neben den

BER ein Luftgüte- und Umwelt-

Flugzeugturbinen die Kraftwerke der

Untersuchungsprogramm gestartet.

Flughäfen und die Stromgeneratoren,

Das Unternehmen betreibt an der

die parkende Flugzeuge mit Strom

Start- und Landebahn des Flughafens

versorgen.

Schönefeld eine Luftgütemessstelle, die kontinuierlich die Konzentration

→ Online Luftgüteüberwachung

Die Luftqualität im Umfeld eines

von Schadstoffen in der Luft misst. In

Flughafens wird jedoch auch durch

einem Biomonitoring untersucht die

den sonstigen Kraftfahrzeugverkehr,

FBB zudem freiwillig Luftschadstoffan­

berlin-airport.de >

private Heizungsanlagen, Indus­

reicherungen mit Bioindikatorpflan­

Nachbarn > Luft

trieanlagen, Kraftwerke und die

zen als Stellvertreter für Vegetation

Landwirtschaft beeinflusst. All diese

und Nahrungsmittel. So wird die


�  52  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Luftgütemessstelle

Ergebnisse werden täglich auf der Internetseite der FBB aktualisiert. Benzol, Benzo(a)­pyren (als Leitsub­ stanz der PAK), Kohlenwasserstoffe und Ruß werden über längere Zeiträu­ me gesammelt und vom Landeslabor Berlin-Brandenburg untersucht. Wegen des hohen analytischen Auf­ wands werden die Ergebnisse dieser Proben als Jahresmittelwerte veröf­ fentlicht. Als Standort der Messstelle wurde in Abstimmung mit dem LUGV der öst­ liche Kopf der zukünftigen Nordbahn des BER festgelegt. Luftgütemessstelle Schönefeld.

Ergebnisse An der Luftgütemessstelle „Schönefeld

Die Kohlenmonoxid-, Stickstoffdio­

Flughafen“ werden die verkehrsty­

xid- und Feinstaubkonzentrationen

pischen Schadgase Kohlenmonoxid,

am Flughafen Schönefeld waren 2012

Stickstoffoxide sowie Feinstaub aus

mit den vorstädtischen Monatsmittel­

dem Flugbetrieb, aus dem Kraftfahr­

werten der Luftgütemessstellen des

zeugverkehr und der Hintergrundbe­

LUGV in Blankenfelde-Mahlow und

lastung kontinuierlich erfasst. Diese

Königs Wusterhausen vergleichbar.

Immissionsmessungen werden auf

Bei Feinstaub kam es am Flughafen

Grundlage von Grenzwerten nach der

Schönefeld und in Blankenfelde-

39. Bundes-Immissionsschutzver­

Mahlow zu zehn, in Königs Wuster­

ordnung (BImSchV) bewertet. Diese

hausen zu neun und in Hasenholz

Aufgabe übernimmt das Landesamt

zu sieben von 35 tolerablen Über­

für Umwelt, Gesundheit und Verbrau­

schreitungen, die in einem gesamten

cherschutz Brandenburg (LUGV). Die

Kalenderjahr auftreten dürfen. An


Umweltbericht 2012  | 53  �

der verkehrsexponierten Messstelle Potsdam Zeppelinstraße ergaben sich im Jahr 2012 20 Überschreitungen.

Kohlenmonoxid Gasförmige Kohlenmonoxid (CO)-Im­ missionen werden an den Messstellen

Neben der Luftgütemessstelle auf dem

Schönefeld Flughafen, Blankenfelde-

Flughafengelände sind in den neben­

Mahlow und Potsdam Zeppelinstraße

stehenden Diagrammen zu Vergleichs­

erfasst. Die CO-Konzentrationen auf

zwecken auch andere Messstellen des

dem Flughafengelände Schönefeld

Landes Brandenburg aufgeführt. Der

und innerorts in Blankenfelde-

Standort Potsdam Zeppelinstraße steht

Mahlow waren dabei nur etwa halb so

dabei beispielhaft für eine Messstelle

hoch wie der durch den Autoverkehr

im städtischen Umfeld mit hoher Be­

belastete Messpunkt Potsdam Zeppe­

lastung durch den Straßenverkehr, die

linstraße. An keiner der Messtellen

Messstelle Buckow (OT Hasenholz) re­

wurde der Grenzwert für Kohlen­

präsentiert die Hintergrundbelastung

monoxid erreicht, der zum Schutz

im ländlichen Bereich. Die Messstellen

von Mensch und Umwelt auf zehn

Blankenfelde-Mahlow und Königs

mg/m3 (entspricht 10.000 μg/m3) als

Wusterhausen geben die Luftbelastung

Acht-Stunden-Mittelwert eines Tages

in vorstädtischen Gebieten wieder.

festgelegt ist (39. BImSchV).

Kohlenmonoxid CO (μg/m3) 2012 CO-Konzentrationen in µg/m³ als Monatsmittelwerte 800 700 600 500 400 300 200 100 0 Jul

Aug

Blankenfelde-Mahlow

Sep BER

Okt Potsdam, Zeppelinstr.

Nov

Dez Quelle: FBB/LUGV


�  54  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Stickstoffoxide → Tagesaktuelle Luftgütedaten vom Flughafen Schönefeld

Die Immissionen von Stickstoffoxiden

innerorts in Blankenfelde-Mahlow und

(NOx) werden üblicherweise als NO2

in Königs Wusterhausen gleichauf –

berechnet und angegeben, da Stick­

sie waren doppelt so hoch wie im länd­

stoffoxide zwar überwiegend als Stick­

lichen Hintergrundbereich (Hasen­

stoffmonoxid (NO) emittiert werden,

holz/Buckow), aber nur etwa halb so

in der Atmosphäre aber zu Stickstoffdi­

hoch wie in der verkehrsexponierten

unter

oxid (NO2) oxidieren. Die gasförmigen

Zeppelinstraße in Potsdam. Für NO2 gilt

www.berlin-airport.de > Nach-

Immissionen von Stickstoffdioxid

zum Schutz der menschlichen Ge­

barn > Luft > Luftgütemessung

(NO2) der fünf ausgewählten Luftgü­

sundheit europaweit ein einheitlicher

temessstellen lassen sich miteinander

Ein-Stunden-Grenzwert von 200 μg/

in Relation setzen. Ebenso wie beim

m3, der nicht öfter als 18-mal im Jahr

Kohlenmonoxid lagen die Monatsmit­

überschritten werden darf (39. BIm­

telwerte der NO2-Konzentrationen an

SchV). Dieser Grenzwert wurde 2012 an

der Messstelle Flughafen Schönefeld,

keiner der Messstellen überschritten.

Stickstoffdioxid NO2 (μg/m3) 2012 NO2-Konzentrationen in µg/m³ als Monatsmittelwerte 60 55 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 Jul

Aug

Sep

Okt

Blankenfelde-Mahlow

BER

Potsdam, Zeppelinstr.

Hasenholz (Buckow)

Nov

Dez

Königs Wusterhausen Quelle: FBB/LUGV


Umweltbericht 2012  | 55  �

Feinstaub Die auf dem Schönefelder Flughafen­

Feinstaub PM 2,5 (μg/m3) 2012

gelände registrierten Konzentrationen

PM2,5-Konzentrationen in µg/m³ als Monatsmittelwerte

von Partikeln, deren Durchmesser weniger als zehn Mikrometer beträgt

60

(PM 10), waren vergleichbar mit den

50

anderen Messstellen mit vorstadt­ typischer Belastung (BlankenfeldeMahlow und Königs Wusterhausen).

40 30

Wie im Vorjahr wurde an der durch

20

Straßenverkehr belasteten Luftgü­

10

temessstelle in Potsdam deutlich

0

höhere Werte aufgezeichnet. Es fällt

Jul

auf, dass die im ländlichen Hinter­

Aug

Blankenfelde-Mahlow

Sep BER

Okt Königs Wusterhausen

Nov

Dez

Hasenholz (Buckow)

grundbereich (Hasenholz) gemes­

Quelle: FBB/LUGV

senen PM10-Monatsmittelwerte mit denen auf dem Flughafengelände, in Blankenfelde-Mahlow und in Königs

Feinstaub PM10 (μg/m3) 2012

Wusterhausen vergleichbar waren.

PM10-Konzentrationen in µg/m³ als Monatsmittelwerte

Die Partikel stammen hier vermut­ lich primär aus dem Ferneintrag und landwirtschaftlichen Aktivitäten. Der PM10-Tagesgrenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit von

60 50 40

50 μg/m3 darf gemäß 39. Bundes­

30

immissionsschutzverordnung nicht

20

öfter als 35-mal im Jahr überschritten

10

werden. Am Flughafen Schönefeld wurde 2012 lediglich an zehn Tagen ein Tagesmittelwert > 50 mg/m3 ermittelt. Im Jahr 2012 wurden auch Konzentra­ tionen von Partikeln kleiner 2,5 Mikro­ meter erfasst (PM 2,5). Diese weisen einen ähnlichen Verlauf auf, wobei die Messwerte am Flughafen Schö­ nefeld durchgängig unter denen der Vergleichsmessstellen liegen.

0 Jul

Aug

Sep

Okt

Blankenfelde-Mahlow

BER

Potsdam, Zeppelinstr.

Hasenholz (Buckow)

Nov

Dez

Königswusterhausen Quelle: FBB/LUGV


�  56  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Biomonitoring Die Untersuchung

wurden zu diesem Zweck genormte

zu messen (Hintergrundbelastung).

Gras- und Grünkohlkulturen im

Durch den Vergleich mit weiteren

Beim Biomonitoring steht die tatsäch­

Untersuchungsgebiet aufgestellt. Die

aktuellen deutschen Untersuchungen

liche Einwirkung von Immissionen

Grünkohlkulturen wurden unmittel­

sowie mittels Beurteilungs- und Prüf­

auf die belebte Umwelt im Flugha­

bar am Flughafen Schönefeld, an der

werten für Nahrungsmittel können

fenumfeld im Mittelpunkt. Das heißt,

Autobahn, in und an Siedlungen und

die Ergebnisse der Analysen indirekt

mit Hilfe des Biomonitorings soll die

im landwirtschaftlichen Raum plat­

bewertet werden. Mit Hilfe des Biomo­

Frage beantwortet werden, ob und

ziert, nach acht Wochen geerntet und

nitorings wird auch das Gefährdungs­

wenn ja welcher Schadstoffbelastung

im Labor analysiert. Zwei Messpunkte

potenzial für den Menschen ableitbar.

Gras als Futtermittel oder Grünkohl

wurden in ausreichendem Abstand

als Lebensmittel ausgesetzt ist. Und

zum Flughafen, zu Siedlungen und

Die Region um Schönefeld wurde für

– welchen Anteil daran der Luftver­

Straßen aufgestellt, um die allgemeine

die Untersuchung gewählt, um mög­

kehr hat. Im Sommer und Herbst 2012

Schadstoffbelastung in der Region

liche Veränderungen der Umweltwir­


Umweltbericht 2012  | 57  �

02 Schönefeld keinen relevanten Einfluss (Immissionswirkungen) auf die An­ reicherung der Luft mit Schadstoffen in der Region besitzt. Selbst an den flughafennahen Messpunkten konn­ ten Immissionswerte aus Verbren­ nungsprozessen in keinem signifikant höheren Maße festgestellt werden, als an (luft-)verkehrs- und siedlungsfer­ nen Messpunkten. Die Nickel- und Cadmiumergebnisse waren sehr einheitlich und unauf­ fällig. Ihr Ursprung lässt sich keiner Quelle zuordnen. Hinsichtlich Arsen und Blei zeigten sich Abstufungen,

03

allerdings trat kein Messpunkt signi­ fikant hervor. Antimon- und Chrom­ immissions­wirkungen waren unmit­ telbar an der Autobahn A113 deutlich

01

über den Hintergrundbereich erhöht und, bedingt durch den Kfz-Verkehr, auch östlich der nicht im Betrieb befindlichen Start-/Landebahn Süd des BER. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen

kungen nach Inbetriebnahme des BER

bei der unvollständigen Verbrennung

dokumentieren zu können, denn das

von organischem Material, also Kohle,

Untersuchungsprogramm wird auch

Kraftstoffen, Holz oder Tabak. Neben

in den kommenden Jahren fortge­

Kfz-Verkehr als potenzieller Quelle

setzt. Alle Ergebnisse werden jährlich

kommt der Einfluss häuslicher Klein­

veröffentlicht. Begonnen wurde das

feuerungsanlagen als vornehmliche

freiwillige Programm im Herbst 2011

PAK-Ursache in Frage. Im Jahr 2012

mit der Untersuchung von Grünkohl.

lagen die PAK-Ergebnisse in Grünkohl

Untersuchungsergebnis

01  Schüler der Grundschule

Schulzendorf ernten das Gras unter Anleitung von Dr. Monika Wäber (UMW Umweltmonitoring).

im Hintergrundbereich. Lediglich an der Autobahn A113 und östlich der nicht im Betrieb befindlichen Süd-

Das Biomonitoring 2012 hat wie im

Start-/Landebahn waren sie darüber

Vorjahr ergeben, dass der Flughafen

erhöht.

02  Messpunkt an der A 113. 03  Seit 2012 werden auch Graskulturen untersucht.


�  58  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Bienenmonitoring Das Bienenmonitoring beantwor­

Siedlungen weitgehend unbeeinfluss­

eine Auswahl an Schwermetallen und

tet die Frage, ob der Betrieb eines

ten Landschaft den Nektar sammelt.

auf polyzyklische aromatische Koh­

Flughafens die Qualität des regional

Mit dem Monitoring wurde bereits vor

lenwasserstoffe (PAK) analysiert. Die

erzeugten Honigs beeinträchtigt. Beim

Inbetriebnahme des BER begonnen,

Metalle sind zum Teil als Spurenme­

Bienenmonitoring werden seit 2011

um mögliche Veränderungen der

talle lebensnotwendig wie das Zink,

im Umfeld des zukünftigen Flug­

Rückstandsgehalte dokumentieren zu

können aber in höheren Konzentra­

hafens Berlin Brandenburg Pollen,

können. Es wird folglich nach Inbe­

tionen gesundheitsschädlich wirken,

Wachs und Honig auf Rückstände von

triebnahme des BER fortgesetzt.

wie beispielsweise das Cadmium.

Schadstoffen analysiert, die über die

Die Metalluntersuchung ergab keine

Luft und die Umwelt in die Nahrung

Das Ergebnis der Rückstandsanaly­

systematischen Unterschiede zwi­

gelangen können. Dazu wurden die

sen: Der Flughafenbetrieb hat auf die

schen Proben aus dem Nahbereich

Produkte von zwei bzw. drei Stand­

Qualität des Lebensmittels Honig aus

des aktuellen Flughafenbetriebs und

orten von Bienenvölkern untersucht.

der Flughafenregion keinen Einfluss.

denen vom Referenzstandort fernab

Ein Standort auf dem Betriebsgelände

Honig, Pollen und Wachs sind von den

des Flughafens. Die Rückstandsana­

des Flughafens Schönefeld (seit 2012),

untersuchten Luftschadstoffen unbe­

lysen von akkreditierten Laboren

und ein Standort flughafenfern, als

lastet. Die Bienenvölker, flughafennah

wurden mit dem höchstmöglichen

regionaler Referenzstandort abseits

und -fern, zeigten im Jahr 2012 eine

Empfindlichkeitsgrad durchgeführt.

vom Flughafenbetrieb, etwa sechs

gleichermaßen gute Entwicklung und

Die Metalle konnten aber nur in

Kilometer südwestlich. 2012 wurde zu­

Produktion.

einem Teil aller Pollen-, Wachs- und

sätzlich ein Bienenvolk in der Schorf­

Honigproben gefunden werden, weit

heide hinzu genommen, das in einer

Die Pollen-, Wachs- und Honigproben

unter den Grenzwerten bestehender

von Straßen- und Luftverkehr sowie

wurden ultraspurenanalytisch auf

Richtlinien und Verordnungen. In

02

03

04


Umweltbericht 2012  | 59  �

01

den Honigproben aus dem Umfeld

flügen überfliegen sie ein Gebiet von

des Flughafens wurde lediglich das

bis zu drei Kilometer Radius und

Spurenelement Zink in für Nahrungs­

sammeln Nektar und Blütenpollen.

mittel typischen, niedrigen Mengen

Mit Pollen und Honig ernähren sie

nachgewiesen. Auch konnten nur

ihre Brut. Junge Honigbienen son­

einzelne PAK in für Nahrungsmittel

dern aus Drüsen Bienenwachs ab und

üblichen Mengen in den Honigpro­

verwenden es zum Bau der Waben im

ben gefunden werden. Die PAK sind

Bienenstock. Honig gilt als naturrein

Stoffe, die in Verbrennungsprozessen

und gesund. Die Bienen produzieren

entstehen, z.B. als Rückstände aus

den Honig jedoch heute in einer Um­

dem Kerosin, und teilweise krebserre­

welt, die Schadstoffen aus Industrie,

gend sind. Benzo[a]pyren gilt hierbei

Luftverkehr, Kraftfahrzeugverkehr

als Leitsubstanz. Die im Honig er­

und Hausfeuerungsanlagen ausgesetzt

mittelten Benzo[a]pyren-Rückstände

ist. Über den Luftpfad werden die

lagen, ebenso wie die in Pollen und

Stoffe transportiert, teilweise umge­

Wachs, sehr niedrig und weit unter­

wandelt und in die Umwelt und die

halb bestehender Richtwerte.

Nahrungskette eingetragen. Auch der Flughafen Schönefeld stellt regional

Ein Bienenvolk besteht aus etwa

eine potenzielle Quelle bestimmter

40.000 Bienen. Bei ihren Sammel­

Luftschadstoffe dar.

01  Die Analyse von Honig, Pollen

und Wachs wird mit dem höchst möglichen Empfindlichkeitsgrad durchgeführt.

02  Der Flughafenhonig. 03  Imker Dirk Trepke betreut den FBB-Bienenstand.

04  Honig aus der Flughafenregion kann man bedenkenlos genießen.


�  60  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Energiezentrale des Flughafens Berlin Brandenburg.


Umweltbericht 2012  | 61  �

Energie, Wasser und Abfall Sicher, effizient, umweltfreundlich Energie Der Luftverkehr trägt mit rund zwei

sierung sind erhebliche Einsparungen

Brandenburg sind mit Strom, Not­

Prozent zu den vom Menschen in die

möglich, die mit der Inbetriebnahme

strom, Heizwärme und Klimakälte zu

Atmosphäre eingebrachten Kohlen­

des BER voll zum Tragen kommen.

versorgen. Bedeutende Verbraucher

dioxidemissionen bei (Weltklimarat

Durch die Nutzung des Tageslichts im

sind neben den Terminals die Deut­

IPCC). Die Flughäfen haben daran

Hauptterminal sowie des vermehrten

sche Flugsicherung, der Werftbetrieb

zweifellos einen in der Relation zum

Einsatzes von LED werden am BER

sowie betriebliche Einrichtungen des

Flugverkehr verschwindend geringen

auch bei der Beleuchtung Einsparpo­

Unternehmens und seiner Mieter.

Anteil. Dennoch sind Flughäfen als

tenziale genutzt.

große Infrastruktureinrichtungen und Verkehrsknoten wichtige Akteure im

Voraussetzung für den reibungs­

Bemühen um die Reduzierung des

losen Betrieb eines Flughafens ist

Energieverbrauchs und damit des

die unterbrechungsfreie Versorgung

Ausstoßes klimarelevanter Gase. Ins­

aller Betriebsteile mit Energie. Die

besondere durch eine moderne und

Flughäfen Schönefeld und Tegel

optimal gesteuerte Gebäudeklimati­

sowie der zukünftige Flughafen Berlin

1

 is Sept. 2010 erzeugte die FBB Fernwärme in einem B eigenen Kraftwerk. Danach erfolgte die Versorgung durch die Blockheizkraftwerke der Eon.edis, deren Verbrauch unter Fernwärme, Fernkälte und Elektroenergiebezug ausgewiesen wird. Der Erdgasbezug 2012 weist den Verbrauch für die Beheizung der Zentralen Baustelleneinrichtung aus. Die provisorischen Check-in-Schalter wurden während des Probebetriebs mit Heizöl beheizt.

Energieverbrauch Flughäfen Schönefeld/BER Wärme

2009

2010

2011

2012

Erdgas- und Heizölverbrauch zur Wärmeerzeugung

MWh

42.136

28.705

0

745

erzeugte Wärme

MWh

38.707

19.887

0

0

Fernwärmebezug

MWh

0

22.604

54.020

59.228

davon Eigenverbrauch

MWh

28.997

25.228

23.727

43.966

davon Verbrauch Externe

MWh

9.710

17.263

30.293

15.262

2009

2010

2011

2012

1

Elektroenergie Elektroenergiebezug

MWh

29.973

34.113

34.905

78.350

davon Anteil Grünstrom

MWh

0

0

0

41.031

davon Eigenverbrauch (inkl. Kältererzeugung)

MWh

17.575

18.820

16.717

16.267

davon Verbrauch Externe

MWh

12.398

15.293

18.188

17.206


�  62  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Schönefeld/ BER

Flughafen Tegel

Der Energieversorger E.ON edis hat

gel wird durch ein Erdgas betriebenes,

in der Airport City BER Energieerzeu­

betriebseigenes Heizwerk sicher­

gungsanlagen errichtet und stellt –

gestellt. Hinzu kommen dezentrale,

sowohl für die Infrastruktur des Flug­

mit Heizöl befeuerte Anlagen. Die

hafens Berlin Brandenburg als auch

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

für den Flughafen Schönefeld – Wär­

versorgt flughafeneigene Gebäude,

me, Kälte und Strom zur Verfügung.

alle Mieter auf dem Flughafengelände

Die Wärmeversorgung am Standort Te­

sowie ein Gebäude der Bundeswehr. Das Jahr 2012 war durch die Sondersi­

Die Bundeswehr versorgt flughafen­

tuation gekennzeichnet, dass sowohl

eigene Gebäude in Tegel-Nord mit

die Flughäfen Tegel und Schönefeld

Fernwärme aus einem ebenfalls mit

in Betrieb mit Energie zu versorgen

Erdgas betriebenen Heizwerk.

waren, als auch der seit Jahresmitte weitgehend fertiggestellte Flughafen Berlin Brandenburg.

Energieverbrauch Flughafen Tegel Wärme

2010

2011

2012

Erdgas- und Heizölverbrauch zur Wärmeerzeugung

MWh

44.648

53.361

44.193

48.2971

erzeugte Wärme

MWh

40.989

48.623

40.074

43.768

Fernwärmebezug

MWh

823

778

1.000

1.109

davon Eigenverbrauch

MWh

41.812

29.042

33.236

35.135

davon Verbrauch Externe

MWh

0

20.359

7.838

9.742

2009

2010

2011

2012

Elektroenergie

1

2009

Elektroenergiebezug

MWh

39.910

41.799

41.916

50.839

davon Eigenverbrauch (inkl. Kältererzeugung)

MWh

27.358

29.465

30.901

39.514

davon Verbrauch Externe

MWh

12.552

12.334

11.015

11.325

Erdgasverbrauch für 2012 noch vorläufig


Umweltbericht 2012  | 63  �


�  64  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Die Wurzelraumkläranlage des Flughafens Schönefeld.

Wasser Die FBB betreibt an den Standorten

verständigen geprüft. Grundlage der

Tegel und Schönefeld sowie am BER

Prüfungen bilden dabei die Vorgaben

technische Anlagen, in denen was­

des Wasserhaushaltsgesetzes und der

sergefährdende Stoffe gelagert bzw.

Verordnungen über Anlagen zum

verwendet werden. Dazu zählen zum

Umgang mit wassergefährdenden

Beispiel Tankstellen, Lager für Heizöl

Stoffen und über Fachbetriebe.

und Betriebsmittel oder Aufzugsan­ lagen. Zum Schutz von Boden und

Teile der Ver- und Entsorgungsinfra­

Grundwasser werden diese regel­

struktur des zukünftigen Flughafens

mäßig kontrolliert und von Sach­

Berlin Brandenburg werden bereits


Umweltbericht 2012  | 65  �

seit 2010 für den Bestandsflughafen Schönefeld genutzt und erhöhen so den Standard zum Schutz der Gewässer. Das Schmutzwasser wird der Kläranlage Waßmannsdorf der Berliner Wasserbetriebe zugeführt. Das Regenwasser wird differenziert behandelt. In der frostfreien Zeit wird dieses Wasser von Dächern, Straßen und Rollbahnen, wenn es sauber ist, entweder direkt vor Ort versickert oder in modernen Rückhalteboden­ filtern auf dem Flughafen behandelt. Ziel des Bodenfilters ist es, die bela­ steten Regenwassermengen soweit zu behandeln, dass sie entweder versi­ ckert oder in den Glasowbach bzw. den Selchower Flutgraben abgeleitet werden können. In den Wintermona­ ten dienen die Rückhaltebodenfilter ebenfalls der Behandlung des mit Enteisungsmitteln belasteten Regen­ wassers. Automatische Messstationen überwachen die Reinigungswirkung des Bodenfilters. Werden die vorgege­ benen Einleitgrenzwerte für die oben beschriebene Ableitung nach der Behandlung in den Retentionsboden­ filtern überschritten, so besteht die Möglichkeit, das Niederschlagswasser zum Klärwerk nach Waßmannsdorf zu pumpen.

Auslaufbauwerk des Bodenfilters.


�  66  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Entwässerungskonzept Flughafen Berlin Brandenburg

Unbelastete Niederschlagswasser

Belastete Niederschlagswasser

Schmutzwasser

Passage Behandlungsanlage (Bodenfilter)

Passage der Messstation

Versickerung oder Ableitung in Vorfluter

Ableitung ins Klärwerk


Umweltbericht 2012  | 67  �

Trinkwasser und Abwasser Der Trinkwasserverbrauch und das Abwasseraufkommen hängen von verschiedenen technischen Prozessen ab. Einer der signifikanten, nicht be­ einflussbaren Punkte für das Abwas­ seraufkommen ist das Wetter. So wird zum Beispiel während des Winter­ betriebes das mit Enteisungsmitteln belastete Regenwasser in Schönefeld über eine Wurzelraumkläranlage geführt bzw. bei zu hoher Schmutz­ fracht oder Menge der Kläranlage

dem Winterbetrieb dem Schmutzwas­ sernetz zugeführt werden musste. Die Verbräuche der Standorte SXF und BER werden ab 2012 zusammen­ gefasst ausgewiesen. Die beachtlich gestiegenen Trinkwasser- und Abwas­ sermengen des Standortes SXF/BER in 2012 resultieren daraus, dass Gebäu­ de und Anlagen des BER in Betrieb gegangen sind. Um Verkeimungen des BER-Trinkwassernetzes durch den ruhenden Betrieb vorzubeugen, müssen in großem Umfang Leitungen gespült werden.

zugeleitet. In Tegel werden die mit Enteisungsmittel belasteten Wässer bei Einhaltung der Grenzwerte dem Vorfluter zugeführt, bei Überschrei­

Wasserverbrauch

tung erfolgt die Ableitung zur Kläran­

Wasserverbrauch

lage. Dies erklärt, warum in manchen

2009

2010

2011

2012

SXF/BER1

Jahren mehr Abwasser anfällt, als

Trinkwasserverbrauch

m3

115.717

120.666

103.882

272.730

  je Verkehrseinheit

l/VE

16,8

16,3

14,4

–2

Abwasseraufkommen

m3

116.750

123.212

103.786

177.014

  je Verkehrseinheit

l/VE

17,0

16,7

14,4

Trinkwasserverbrauch

m3

197.679

186.026

220.252

257.860

der Passagierzahlen zurückzuführen.

  je Verkehrseinheit

l/VE

13,7

12,1

12,8

13,95

Die über die Schmutzwasserkanalisa­

Abwasseraufkommen

m3

252.847

221.076

280.683

270.405

tion abgeführte Abwassermenge hat

  je Verkehrseinheit

l/VE

17,5

14,4

16,3

14,6

dem öffentlichen Netz an Trinkwasser entnommen wird. Der Flughafen Tegel verzeichnete ge­ genüber dem Vorjahr einen um 17 Pro­

TXL

zent erhöhten Trinkwasserverbrauch. Dieser ist vor allem auf den Anstieg

sich 2012 verringert, da deutlich weni­ ger belastetes Niederschlagswasser aus

1 2

Ab 2012 sind SXF und BER Verbräuche zusammengefasst. Aufgrund der Sondersituation BER entfällt die Angabe des Wasser- und Abwasseraufkommens je Verkehrseinheit


�  68  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Bei der Flugzeugenteisung müssen Sicherheitsaspekte ganz oben stehen – ohne die Umwelt mehr als notwendig zu belasten.

Enteisung

abfließende Wasser in möglichst ge­

Der Winter stellt im Hinblick auf die

zu belasten. Umweltrelevante Aspekte

Sicherheit hohe Anforderungen an die

sind deshalb auch fester Bestandteil

Flughafenbetreiber. Zum einen müs­

des Organisationshandbuches, das die

sen innerhalb kurzer Zeit alle Flächen,

Praxis des betrieblichen Winterdiens­

auf denen sich Flugzeuge und Service­

tes verbindlich regelt.

ringem Umfang mit Enteisungsmitteln

fahrzeuge bewegen, von Schnee und Eis befreit werden. Zum anderen sind

Zur Enteisung der Start- und Lan­

die Flugzeuge zu enteisen und vor er­

debahnen, der Taxiways und des

neutem Wiedervereisen zu schützen.

Vorfeldes kommen Natrium- und

Ziel des Winterdienstes ist es, sichere

Kaliumformiate zum Einsatz. Dabei

Starts und Landungen zu gewährlei­

handelt es sich um Salze der Ameisen­

sten und dabei das von den Flächen

säure, die gut biologisch abbaubar sind


Umweltbericht 2012  | 69  �

Milder Winter 2011 / 12 mindert den Enteisungsmittel­ bedarf. und nach deutschem Wasserrecht als

Dies zeigt sich in einem signifikaten

schwach wassergefährdend (Was­

Rückgang der Verbräuche an Flüssig-

sergefährdungsklasse 1) gelten. Der

und Feststoffenteiser.

Zustand der Start- und Landebahnen wird permanent überwacht und mit

Als Luftfahrzeugenteisungsmit­

speziellen Messfahrzeugen kontrolliert.

tel kommen Propylenglykole zum

Ist der Einsatz von Enteisungsmitteln

Einsatz, die der Wassergefährdungs­

erforderlich, werden diese mit mo­

klasse 1 (schwach wassergefährdend)

dernen Streufahrzeugen gezielt und

zugeordnet sind. Diese werden mit

sparsam nach tatsächlichem Bedarf

Hilfe von Spezialfahrzeugen in genau

ausgebracht. Grundsätzlich wird die

definierten Mischungsverhältnissen

mechanische Schneeräumung der

heiß auf das Flugzeug gesprüht. Die

chemischen Behandlung der Flächen

Einsatzmenge hängt dabei wesentlich

vorgezogen. Das Aufbringen von

von den vorherrschenden Witterungs­

Enteisungsmitteln auf nicht zuvor

bedingungen sowie der Größe des zu

mechanisch geräumten Flächen wird

enteisenden Flugzeugs ab. Überschüs­

vermieden. Jeder Enteisungsmittelein­

siges Enteisungsmittel tropft ab und

satz wird genau dokumentiert.

mischt sich mit dem abfließenden Niederschlagswasser. Die biologisch

Aufgrund der Witterungsbedin­

abbaubaren Enteisungsmittel-Wasser-

gungen mussten in der Winterperiode

Gemische werden Kläranlagen der

2011/2012 an deutlich weniger Tagen

Berliner Wasserbetriebe und der be­

Enteisungsmittel ausgebracht werden

triebseigenen Wurzelraumkläranlage

als in den vorangegangenen Wintern.

in Schönefeld zugeführt.

Enteisung Flugbetriebsflächen 2008 / 2009

2009 / 2010

2010 / 2011

2011 / 2012

SXF Flüssigenteiser

t

487

585

520

153

Feststoffenteiser

t

286

266

256

77

Flüssigenteiser

t

637

1.1341

867 2

252

Feststoffenteiser

t

305

373 3

482 4

108

TXL

1, 2, 3, 4

Korrigierte Zahl


�  70  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Entwicklung des Abfallaufkommens in Schönefeld und Tegel 15.439 Tonnen

Schönefeld

4.076 Tonnen 1.708 Tonnen

2009

1.839 Tonnen

2010

2011

2012

Tegel 35.615 Tonnen

26.233 Tonnen

3.244 Tonnen

2.970 Tonnen

2009

2010

2011

2012


Umweltbericht 2012  | 71  �

Abfall Der Bilanz der Flughafengesellschaft

zusätzlichen Reinigungsmaßnahmen

höheren Jahresmengen in 2009 und

zuzurechnende Abfälle entstehen im

im Kanalnetz. Demgegenüber war das

2010 resultieren aus dem Rückbau

Fluggastbereich, bei der Instandhal­

Jahr 2010 geprägt durch die Entsor­

versiegelter Flächen. Die bei diesen

tung und Reparatur von Flugbetriebs­

gung von Abfällen aus dem Rückbau

Baumaßnahmen angefallenen gefähr­

flächen, Gebäuden und technischen

größerer Gebäudekomplexe im Südteil

lichen und nicht gefährlichen Abfälle

Anlagen sowie in vom Unternehmen

des Flughafengeländes (gefährliche

konnten überwiegend der Verwertung

genutzten Büros und Werkstätten.

und nicht gefährliche Abfälle).

zugeführt werden.

Bei der Entsorgung wird gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz zwischen

Am Flughafen Tegel war 2012 ein

gefährlichen Abfällen (z.B. Schlämme

geringfügiger Anstieg des Abfallauf­

aus Öl-/Wasserabscheidern, Leucht­

kommens gegenüber 2011 zu ver­

stofflampen oder Bauabfälle mit

zeichnen. Während die Menge der

gefährlichen Inhaltsstoffen) und nicht

nicht gefährlichen Abfälle nahezu

gefährlichen Abfällen (z.B. Verpa­

konstant blieb, stieg die Menge der

ckungen, Straßenkehricht oder unbe­

gefährlichen Abfälle (Abfälle aus Öl-/

lasteter Beton) unterschieden. Zum

Wasserabscheidern). Die deutlich

Teil unterliegen die Abfallmengen im Vergleich mehrerer Berichtsjahre starken Schwankungen. Diese ergeben

Abfallaufkommen

sich beispielsweise aus Rückbauar­ beiten oder aus der bedarfsgerechten Entsorgung von Abfällen aus Öl-/Was­ serabscheidern. Am Flughafen Berlin-Schönefeld

Abfallaufkommen, gesamt   gefährliche Abfalle   nicht gefährliche Abfälle

züglich der Gesamtabfallmenge für

TXL

Durchschnittsjahre ohne relevante

Abfallaufkommen, gesamt

ferenz bei den gefährlichen Abfällen resultiert im Wesentlichen aus dem Zyklus der Abscheiderentsorgung und

2010

2011

2012

1.708

15.439

1.839

4.076

238

2.437

222

2.734

1.470

13.002

1.617

1.342

35.615

26.233

2.970

3.244

1.550

2.510

631

848

34.065

23.723

2.339

2.396

SXF

stehen die Jahre 2012 und 2011 be­

Rückbaumaßnahmen. Die Mengendif­

2009

  gefährliche Abfalle   nicht gefährliche Abfälle * Alle Angaben in Tonnen


�  72  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

EXXXXX XXXXX


Umweltbericht 2012  | 73  �

Auf den vielfach mageren Flughafenböden hat sich eine reiche Pflanzenwelt angesiedelt.


�  74  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH


Umweltbericht 2012  | 75  �

Natur und Landschaft Erholungs- und Lebensräume

FlughafenLandschaftspark Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sorgt mit zahlreichen Pro­ jekten dafür, dass die unvermeid­ baren Veränderungen der Landschaft durch den Ausbau des Flughafens ökologisch ausgeglichen werden. Die Erfüllung dieser Auflagen aus der Planfeststellung ist dem Unternehmen nicht Pflicht, sondern Herzensange­ legenheit. Wo Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren gingen, wurde daher an anderer Stelle hochwertiger Ersatz geschaffen. Ein „grünes Band“ rund um den BER mit attraktiven Erholungsorten für Anwohner und Besucher wertet die Landschaft auf.

ökologische Aufwertung der Zülow­

in Dahlewitz und Großziethen sowie

niederung. Die 2.600 Hektar umfas­

die neu angelegten Parkanlagen In

sende, landwirtschaftlich geprägte, of­

den Gehren, Am Dörferblick und Am

fene Niederungslandschaft zwischen

Vogelwäldchen in Schönefeld. Die FBB

Groß Machnow und Mittenwalde wird

wird in den kommenden 25 Jahren

aus Mitteln des Flughafens in den

sicherstellen, dass sich diese als Kom­

kommenden Jahren gemeinsam mit

pensation für den Flughafenausbau

den örtlichen Agrarbetrieben gestaltet.

geschaffenen Grünflächen optimal

Im Rahmen detaillierter Planungen

entwickeln.

werden derzeit die Maßnahmen mit den Landwirten abgestimmt und für die Umsetzung vorbereitet. In Zukunft werden sich nicht nur die Lebens­ bedingungen für Flora und Fauna verbessern, auch für die Menschen wird der Naturraum Zülowniederung ein attraktiver Erholungsraum.

Wertvolle Grünflächen

Lebensraum für Tiere und Pflanzen Für jeden Baum, der auf dem Baufeld weichen musste, wurden im Umfeld des Flughafens neue Bäume gepflanzt. Wertvolle Bäume konnten mit auf­ wändigen Verfahren geschützt und erhalten werden.

Tiere und Pflanzen finden in diesem vernetzten Landschaftspark einen

Darüber hinaus hat die FBB in den

Beim Bau des Flughafens Berlin Bran­

Lebensraum.

Nachbargemeinden historische Parks

denburg hat das Unternehmen mit

und Grünanlagen instand gesetzt oder

großem Aufwand besonders geschütz­

Das größte Einzelprojekt der Aus­

weiter entwickelt. Dabei handelt es

te Tierarten wie Amphibien und Fle­

gleichs- und Ersatzmaßnahmen ist die

sich um die historischen Gutsparks

dermäuse kartiert, in der Bauplanung


�  76  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

berücksichtigt oder in Ersatzlebens­

Flughafen Berlin Brandenburg hat das

räume umgesiedelt. Mehrere Tausend

Rotberger Becken, ein Regenrückhalte­

Exemplare besonders gefährdeter und

becken östlich des Flughafengeländes,

geschützter Arten wie Knoblauch­

erweitert und ökologisch aufgewertet,

kröte und Moorfrosch wurden vor

und damit einen neuen Lebensraum

Baubeginn in ihren angestammten

für Fledermäuse geschaffen.

Lebensräumen eingesammelt und in neu angelegte Ersatzgewässer umgesiedelt. Die Entwicklung der

01  Bienenhotel.

Umwelt-Workcamp

Amphibien in den neuen Gewässern

Mit Unterstützung der FBB findet

wurde kontinuierlich von Biologen

seit vielen Jahren ein internationales

überwacht. Mittlerweile ist die dau­

Workcamp junger Menschen statt, die

erhafte Ansiedlung der Tiere in den

sich rund um die Gemeinde Rangsdorf

neu geschaffenen Teichen erfolgreich

für die Natur- und Tierwelt engagie­

abgeschlossen.

ren. Im Sommer 2012 legten die 17 Jugendliche aus zehn Nationen einen

In einigen ungenutzten Gebäuden des

rund zwei Kilometer langen Rundweg

alten Flughafens Schönefeld und in

durch den Gutspark Groß Machnow

zahlreichen, im Zuge des Ausbaus zur

an, bauten eine Brücke und bastelten

Fällung vorgesehenen alten Bäumen

Informationstafeln und Nistkästen.

hatten Fledermausarten wie Zwerg­ fledermaus und Großer Abendsegler ihr Sommerquartier. Bevor Gebäude abgerissen und Bäume gefällt wurden, ließ das Unternehmen das Baufeld zum Schutz der seltenen Kleinsäuger umfassend untersuchen. Bäume, in denen Fledermäuse saßen, wurden gekennzeichnet und erst gefällt, nachdem die Fledermäuse in ihre

02  Fledermauskasten.

Winterquartiere gezogen waren. Der

Landschaft Mehrere landschaftlich reizvolle Gut­ sparks im Umfeld des Flughafens wur­ den in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigt oder gärtnerisch verän­ dert. Im Rahmen der Ausgleichsmaß­ nahmen hat die Flughafengesellschaft diese kulturlandschaftlichen Kleinode


Umweltbericht 2012  | 77  �

03  Gutspark Groß Machnow.

nach historischem Vorbild wiederher­

Kinderbauernhof bietet Kindern

gestellt und ökologisch aufgewertet.

und ihren Eltern eine wohnortnahe

Heute können sich dort die Bürger in

Erholung und Kontakt mit Tieren. So

attraktiv gestalteten Grünanlagen er­

bildet der von der FBB neu gestaltete

holen. Zugleich bieten die Parks vielen

Gutspark heute das attraktive Zentrum

Tieren und Pflanzen eine Heimat.

am Dorfanger von Schönefeld-Groß­ ziethen.

Die Erneuerung des rund 25.000 Quadratmeter großen Gutsparks

Auch der jahrzehntelang brachlie­

Großziethen berücksichtigte die

gende, gut 73.000 Quadratmeter

kultur­historische Bedeutung des Ge­

große denkmalgeschützte Gutspark

ländes ebenso wie dessen ungenutzte

Dahlewitz in der Gemeinde Blanken­

ökologische Potenziale. In dem Areal

felde-Mahlow wurde im Zuge der

mit einem wertvollen Altbaumbestand

Kompensationsmaßnahmen nach

und Relikten der Mitte des 19. Jahr­

historischem Vorbild rekonstruiert.

hunderts angelegten Parkanlage wur­

Dabei wurden die historischen Wegbe­

den das ursprüngliche Wegesystem

ziehungen wiederhergestellt, knapp

und die alten Sichtachsen wiederher­

zwei Kilometer neue Wege angelegt,

gestellt. Darüber hinaus wurde der

das Teich- und Grabensystem wie­

Schweinepfuhl entschlammt sowie

derbelebt, vier Brücken gebaut und

Spiel- und Obstwiesen neu ange­

Wiesenflächen von über 10.000 Qua­

legt. Der in den Gutspark integrierte

dratmetern geschaffen. Die vielfältigen


�  78  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Rund um den Flughafen Berlin Brandenburg entsteht ein Landschaftspark mit wertvollen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.

Lebensräume für Tiere und Pflanzen,

Bereich der Midfield Gardens östlich

die durch die Verwilderung des Gelän­

des Terminals eine typisch märkische

des entstanden waren, blieben weitge­

Landschaft mit Sanddünen und

hend erhalten und werden behutsam

Kiefern. Die Verbindungsachsen im

weiterentwickelt.

repräsentativen Bereich der Airport City werden durch die für den städ­

Gutspark Großziethen.

Von einer Anhöhe aus lassen sich in

tischen Raum typischen Lindenalleen

dem 280.000 Quadratmeter großen

gesäumt. Die Lindenalleen umfassen

Landschaftspark „In den Gehren“

auch den zentral gelegenen Willy-

in Zukunft Wildpferde beobachten,

Brandt-Platz, der am südlichen Rand

deren Weideflächen von Gehölzen

von einem über 100 Meter langen

umgeben sind. Im Landschaftspark

Wassertisch gefasst wird. Insgesamt

„Am Dörferblick“ können Kinder und

wurden auf dem Gelände des Flugha­

Erwachsene auf 150.000 Quadrat­

fens über 1.300 Bäume gepflanzt, die

metern mithilfe unterschiedlicher

die Struktur des Areals prägen und

Aktionsfelder die Natur entdecken.

einen wichtigen Beitrag für das Mikro­

Der Park grenzt an den aus Krieg­

klima am Flughafen leisten.

strümmern angeschütteten, 86 Meter hohen Berg „Dörferblick“ auf dem ein wertvolles Biotop entstand, das

Versiegelungsabgabe

heute zahlreichen seltenen Vogelarten

Die mit dem Neubau des Flughafens

Lebensraum bietet.

verbundenen Flächenversiegelungen

Grünflächen am BER

gleicht die Flughafen Berlin Bran­ denburg GmbH durch Zahlungen von 35 Millionen Euro an den Naturschutz­

Auch bei der Gestaltung der neuen

fonds des Landes Brandenburg aus.

Grünanlagen auf dem Gelände des

Mit diesen Mitteln werden Natur­

Flughafens spielen Landschaftsäs­

schutzprojekte in den Nachbarge­

thetik und ökologische Wertigkeit

meinden des Flughafens und anderen

eine zentrale Rolle. So entstand im

Regionen Brandenburgs finanziert.


Umweltbericht Ansprechpartner  2012  | 79  �

Ansprechpartner Bei Fragen rund um das Thema Um­ welt bei der Flughafen Berlin Bran­ denburg GmbH helfen die Mitarbeiter der FBB gern weiter. Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Flughafen Schönefeld 12521 Berlin Jochen Heimberg

Dr. Kai Johannsen

Umwelt: 030 6091 73010

Abteilungsleiter Umwelt

Beauftragter für Lärmschutz und

umwelt@berlin-airport.de

Umweltmanagement, Umweltkommuni-

Luftreinhaltung

kation, Klimaschutz, Nachhaltigkeit

Lärmberechnung, Immissionsschutz

Guido Jost

Richard Klauß

Schallschutz: 030 6091 73500 schallschutz@berlin-airport.de

Gewässerschutzbeauftragter

Vogelschlag- und Wildtier­management

Abteilung Infrastrukturelle Planung

Umweltabteilung

Entwässerungsplanung und -Ausbau

Stephanie Stenzel

Karsten Holtmann

Peter Lehmann

Betriebliches Abfallmanagement

Umweltplaner

Schallschutzbeauftragter

Bereich Real Estate

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen,

Beratung, Bürgeranfragen

Grünplanung Umweltabteilung


�  80  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Umweltdaten Flughafen Schönefeld (ab 2012 inkl. BER) 2009

2010

2011

2012

Flugbetrieb  Flugbewegungen

Anzahl

75.538

76.595

73.577

71.758

 Passagiere

Anzahl

6.797.158

7.297.911

7.113.989

7.097.274

 Luftfracht

t

4.246

4.908

4.788

5.206

 Luftpost

t

2.979

4.752

4.082

1.126

6.869.405

7.394.504

7.202.693

7.160.592

918

958

1.001

996

 Verkehrseinheiten

VE

Mitarbeiter  Mitarbeiter

Anzahl

Energie  Energieverbrauch, gesamt (Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Elektroenergie)

MWh

72.109

85.422

89.230

145.673

 Erdgas

MWh

42.088

28.541

0

6871

 Heizöl

MWh

48

165

0

58

 Fernwärme

MWh

0

22.604

54.020

59.228

 Fernkälte

MWh

0

0

304

7.350

 Elektroenergiebezug

MWh

29.973

34.113

34.905

78.350

  Anteil Grünstrom

MWh

41.031

Wasser  Trinkwasserverbrauch

m3

115.717

120.666

103.882

272.730

  je Verkehrseinheit

l/VE

16,8

16,3

14,4

 Abwasseraufkommen

m3

116.750

123.212

103.786

177.014

  je Verkehrseinheit

l/VE

17,0

16,7

14,4

Abfall   Abfallaufkommen, gesamt

t

1.708

15.439

1.839

4.076

  gefährliche Abfalle

t

238

2.437

222

2.734

   nicht gefährliche Abfälle

t

1.470

13.002

1.617

1.342

2008/2009

2009/2010

2010/2011

2011/2012

Enteisung Flugbetriebsflächen je Winterperiode

1

 Flüssigenteiser

t

487

585

520

153

 Feststoffenteiser

t

286

266

256

77

 is Sept. 2010 erzeugte die FBB Fernwärme in einem eigenen Kraftwerk. Danach erfolgte die Versorgung durch die Blockheizkraftwerke der Eon.edis, deren Verbrauch unter Fernwärme, B Fernkälte und Elektroenergiebezug ausgewiesen wird. Der Erdgasbezug 2012 weist den Verbrauch für die Beheizung der Zentralen Baustelleneinrichtung aus. Die provisorischen Check-inSchalter wurden während des Probebetriebs mit Heizöl beheizt.


Umweltbericht 2012  | 81  �

Umweltdaten Flughafen Tegel 2009

2010

2011

2012

Flugbetrieb  Flugbewegungen

Anzahl

156.262

158.570

169.384

171.114

 Passagiere

Anzahl

14.180.237

15.025.600

16.919.820

18.164.203

 Luftfracht

t

25.057

31.767

31.166

26.933

 Luftpost

t

2.651

55

668

4.226

14.457.313

15.343.817

17.238.154

18.475.800

548

510

435

353

 Verkehrseinheiten

VE

Mitarbeiter  Mitarbeiter

Anzahl

Energie  Energieverbrauch, gesamt (Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Elektroenergie)

MWh

85.382

95.939

87.276

100.245

 Erdgas

MWh

43.662

52.044

42.835

46.0702

 Heizöl

MWh

986

1.317

1.525

2.227

 Fernwärme

MWh

823

778

1.000

1.109

 Elektroenergiebezug

MWh

39.911

41.800

41.916

50.839

 Trinkwasserverbrauch

m3

197.679

186.026

220.252

257.860

  je Verkehrseinheit

l/VE

13,7

12,1

12,8

13.95

 Abwasseraufkommen

m3

252.847

221.076

280.683

270.405

  je Verkehrseinheit

l/VE

17,5

14,4

16,3

14,6

Wasser

 Abfall   Abfallaufkommen, gesamt

t

35.615

26.233

2.970

3.244

  gefährliche Abfalle

t

1.550

2.510

631

848

   nicht gefährliche Abfälle

t

34.065

23.723

2.339

2.396

2008/2009

2009/2010

2010/2011

2011/2012

Enteisung Flugbetriebsflächen je Winterperiode

1

 Flüssigenteiser

t

637

1.134

867

252

 Feststoffenteiser

t

305

373

482

108

Erdgasverbrauch noch vorläufig


�  82  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Berichtsprofil

Impressum

Der vorliegende Bericht richtet sich

Herausgeber:

an die Anwohner im Flughafen­

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

umfeld, Verbände und Initiativen,

Pressestelle

kommunale Mandatsträger und

12521 Berlin

Behörden sowie unsere Gesellschafter und die Mitarbeiter des Unterneh­

www.berlin-airport.de

mens. Wir wollen einen Überblick

www.facebook.com/berlinairport

über die wesentlichen Umweltaspekte und Aktivitäten geben, die in Zusam­

Tel. +49 (0)30 | 6091-70 100

menhang mit unseren Tätigkeiten

Fax: +49 (0)30 | 6091-70 070

stehen. Der Bericht erscheint jährlich.

E-Mail: pressestelle@berlin-airport.de

Der letzte Bericht erschien für das Berichtsjahr 2011. Die Berichtsperiode

V.i.S.d.P.: Ralf Kunkel

des vorliegenden Berichts umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis

Konzept / Redaktion: Jochen Heimberg

31. Dezember 2012. Die Daten umfassen die drei Standorte

Grundlayout: Scholz & Friends

der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, die Flughäfen Schönefeld,

Gestaltung, Realisation:

Tegel sowie den Flughafen Berlin

andesee Werbeagentur GmbH & Co. KG

Brandenburg. Die Finanzdaten sind dem Geschäftsbericht 2012 der FBB

Fotos, Abbildungen:

entnommen.

Gregor Aisch / Information Visualization Architect: S. 25, 26, 29, 31, 32, 38, 40, 42, 43, 44, 46, 47 andesee Werbeagentur GmbH & Co. KG: S. 6, 15, 22, 33, 34, 66, 70 und sämtliche Tabellen und Diagramme Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: S. 23, 52 jala / photocase.com: S. 72-73 Kimnatnya / istockphoto: S. 48-49 Oliver Kossler: S. 77 Michal Krakowiak / istockphoto: S. 36 Matt Kunz / istockphoto: S. 50 Alexander Obst / Marion Schmieding: S. 8, 14, 63 Sebastian Rothe / fotolia: S. 59 Bruce T. Smith / istockphoto: Titel UMW Umweltmonitoring: S. 57 Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH:

Diese Broschüre ist gedruckt auf Envirotop Recycling­

S. 4, 7, 10-11, 12, 18, 30, 56, 57, 58, 60, 64, 65, 68, 74, 76, 78, 79

papier, hergestellt aus 100 % Altpapier, zertifiziert mit dem Umweltzeichen Blauer Engel.

Stand August 2013


www.berlin-airport.de

Umweltbericht 2012 der Berliner Flughäfen  
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