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TRUPPENZEITUNG JÄGERBATAILLON WIEN 2 MARIA THERESIA

Ausgabe 01/2017

STETS BEREIT

Miliz im Einsatz zur Sicherheit Österreichs Kritische Infrastuktur - Die Bevölkerung Im Interview: Der Militärkommandant von Wien

JgB W2 Maria Theresia 1


INHALT

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Worte des Kommandanten

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Mein Einsatz für die Sicherheit Österreichs

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Die kritische Infrastruktur — sind die Menschen

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Im Interview: Brigadier Kurt Wagner

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Wirtschaft und Miliz — Partner für die Sicherheit Österreichs

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16 Impressionen vergangener Übungen 18

Aktuelles aus dem Club Maria Theresia

19 Termine


Werte Kameraden, Liebe Freunde des Wiener Milizbataillons „Maria Theresia“, Geschätzte Leserinnen und Leser! Willkommen in der Erstausgabe unserer Truppenzeitung die den treffenden Titel „Steht’s bereit“ trägt. Gerade die persönliche Bereitschaft sich für eine gute Sache einzusetzen, ist seit der Gründung des österreichischen Bundesheeres die wesentliche Idee der Miliz. Das verbindet uns. Wir leisten unsere Milizarbeit unaufgeregt und im Hintergrund haltend. Darauf sind wir stolz. Doch nun sind wir auch bereit über uns zu berichten.

Denn das, was wir tun, zeigt, wer wir sind. Werfen wir einen ungeschminkten Blick auf uns und unsere Ausgangslage: Warum ziehen wir alle zwei Jahre die Uniform an, tragen Barett und Stiefel, grüßen und melden, formieren und trennen uns wieder, befehlen und gehorchen, schießen und putzen, frieren und schwitzen, warten und marschieren, raunzen und feiern, mäßig bezahlt und gesellschaftlich kaum für unseren solidarischen Dienst be- und geachtet, kurz:

Warum sind wir Milizsoldaten? Weil wir gebraucht werden und weil wir es können. Es passt. Zwar kein Maßanzug, aber man wächst hinein. Und

eine zeitgemäße Truppenzeitung gehört ab jetzt auch dazu. Unser Magazin soll motivieren und modern sein. Unser Magazin kann das. Mit mir. Mit dir. Mit uns. Auf in unsere erste Ausgabe, die von gelungenen Veranstaltungen, einem interessanten Interview, aufschlussreichen Hintergründen, actionreichen Übungsfotos und ambitionierten Vorhaben zu berichten weiß und signalisieren will, dass wir Teil einer großen grünen Familie sind, die es verdient hat, wertgeschätzt zu werden und auch um im Dir bekannten Kreise beworben zu werden. Für 2017 lautet daher unser Motto:

„Es wird nicht leichter. Wir werden besser.“ Und wahren dabei natürlich unsere beiden Miliz-Identitäts-Kompetenzen:

1. Ziele gemeinsam zu erreichen. 2. Über uns auch Schmunzeln können. Mit kameradschaftlichem Gruß und Handschlag

Impressum

STETS BEREIT Editorial

STETS BEREIT STETS BEREIT ist die Truppenzeitung des Jägerbataillons Wien 2 “Maria Theresia”. Es bietet aktuelle Informationen aus dem Verband und zu relevanten Entwicklungen im Bundesheer. MEDIENINHABER, HERAUSGEBER UND HERSTELLER Republik Österreich/ Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, BMLVS, Rossauer Lände 1, 1090 Wien LEITUNG Oberstleutnant Bernhard Schulyok REDAKTION Chefredakteur: Hauptmann Klaus Stockinger FOTOGRAFIE BMLVS – Heeresbild- und Filmstelle, Wm Stefan Tesch GRAFIK, LAYOUT, SATZ StWm Lukas Bittner KONTAKT Jägerbataillon Wien 2 “Maria Theresia” Maria Theresien-Kaserne Am Fasangarten 2 1130 Wien E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@jgbw2.at HERSTELLUNG BMLVS/Heeresdruckzentrum

Um die Qualität und Quantität zu halten, unterstützen Sie bitte unsere Arbeit mit einer Spende.

Hauptmann Klaus Stockinger Chefredakteur

Spendenkonto: Club Maria Theresia IBAN: AT172011129020225700 BIC: GIBAATWW Verwendungszweck „Truppenzeitung“

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UNSER HEER

WASSER UND STROM: DAS SCHÜTZEN WIR. Die Miliz. Bringt mehr Heer: Unsere Milizsoldatinnen und Milizsoldaten leisten unverzichtbare Beiträge für die Sicherheit unseres Landes. Zum Beispiel beim Schutz der Wasser- und Energieversorgung vor terroristischen Angriffen.

Auf unsere Miliz ist Verlass. MIT SICHERHEIT.

bundesheer.at 4


STETS BEREIT

Worte des Kommandanten

Geschätzte Leserinnen und Leser, werte Angehörige des Jägerbataillons Wien 2 „Maria Theresia“! „Stets bereit“ prangt es stolz von der Wehrdienstmedaille, die jedem Soldat, der den Grundwehrdienst für die Republik Österreich geleistet hat, feierlich verliehen wird. „Stets bereit …“ heißt es in unserem Traditionsmarsch, der eigens für das Jägerbataillon Wien 2 „Maria Theresia“ komponiert wurde. „Stets bereit“ ist auch der Titel unserer Truppenzeitung, deren erste Ausgabe Sie jetzt in der Hand halten. „Stets bereit“ drückt unsere Haltung, unsere Motivation und unseren Willen aus, gemeinsam mit unseren Partnern, respektive der Österreichischen Staatsdruckerei, und anderen Organisationen für die Sicherheit unserer Heimat, der Republik Österreich, zu sorgen und unserer Bevölkerung zu dienen. Das Jägerbataillon Wien 2 „Maria Theresia“ ist ein Milizverband, dessen Hauptaufgabe der Schutz kritischer Infrastruktur in der Bundeshauptstadt Wien ist, wir können aber auch bundesweit eingesetzt werden. Bedrohungen der letzten Jahre haben aber gezeigt, dass wir uns nicht nur auf den Schutz stationärer Objekte konzentrieren dürfen, sondern vielmehr auf das wahre schützenswerte Gut unserer Gesellschaft – die Bevölkerung! Gerade dazu sind wir „stets bereit“ – besonnen, situationsbewusst, flexibel. Wir bereiten uns auf mögliche Einsätze vor, entwickeln uns ständig weiter. Der hierzu notwendige geistige Horizont bedarf der ständigen Nahrung, die neben anderen Medien durch diese Truppenzeitung abgedeckt wird.

der Unterstützung des familiären Umfelds und der zivilen Arbeitgeber. Hierfür sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön angebracht! Getreu dem Motto „Öffentliche Hand, Wirtschaft und Miliz - gemeinsam für Ihre Sicherheit“ wollen wir hier in der Truppenzeitung „Stets bereit“ genau diesen Mehrwert der Miliz für den militärischen Bereich aber auch für das private Umfeld und den zivilen Arbeitgeber hervorheben und betonen. Die „dual-use“-Fähigkeiten unserer Soldaten sind nicht allen bekannt, Synergieeffekte können genützt werden. Diese aufzuzeigen ist auch ein Ziel dieser Zeitung. Heuer, am 13. Mai 2017, feiern wir den 300. Geburtstag Maria Theresias, den wir würdig begehen werden – blicken wir gemeinsam in eine bewegte Zukunft, getreu ihrem Ausspruch „Haben herzhaft agiert, alles bedacht und alle Kräfte angespannt.“ Die große Herausforderung für das Jägerbataillon Wien 2 „Maria Theresia“ wird heuer, im November 2017, die Verbandsübung „Netzwerk ´17“ zum Schutz kritischer Infrastruktur in unserer Bundeshauptstadt Wien sein – inmitten des öffentlichen Lebens mit dem Zweck genau dieses öffentliche Leben aufrecht zu erhalten und für Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu sorgen, aufbauend auf die Erfahrungen vergangener Jahre und Übungen.

So wie unsere Namenspatronin, Maria Theresia, bekannt ist für ihren großen Reformgeist, so sehen Unsere Truppenzeitung „Stets bereit“ soll aber wir uns in ihrer Tradition – „Aus der Vergangennicht nur nach innen wirken und unsere Solda- heit lernen, in die Zukunft wirken!“ ten ansprechen, sondern auch nach außen – Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, anderen Ihr Organisationen und der Gesellschaft sind unsere Ansprechpartner. Diese Plattform ist bewusst breit angesetzt, denn Sicherheit geht uns alle an. Milizsoldat sein, ist eine besondere Herausforde- Oberstleutnant Bernhard Schulyok, MA rung. Diese Zusatzbelastung, Sicherheit für unser Kommandant Jägerbataillon Land wahrzunehmen, ist nur möglich aufgrund Wien 2 „Maria Theresia“ 5


STETS BEREIT

Im Einsatz

MEIN EINSATZ FÜR DIE SICHERHEIT IN ÖSTERREICH Die Miliz bereitet sich nicht nur auf Einsätze vor. Bereits heute stehen Milizsoldaten auf freiwilliger Basis an der österreichischen Grenze und im Ausland im Einsatz. Wachtmeister Moritz Mayerhofer berichtet in STETS BEREIT über seine Einsätze in der Steiermark und im Burgenland.

Sicherheitspolizeilicher Grenzeinsatz in Spielfeld Ich stand zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 im Assistenzeinsatz am Grenzübergang zu Slowenien in Spielfeld. Die Einsatzvorbereitung erfolgte durch das Jägerbataillon 17 in Strass. Die Milizteile des Personals erhielten eine Auffrischung aller einsatzrelevanten Themen, darunter Crowd-and-Riot-Control, Personenkontrollen und Waffenhandhabung Pistole 80. Nach zwei Wochen intensiver Vorbereitung ging es für uns in den Einsatz. Die ersten Tage im Assistenzeinsatz hielten einige Überraschungen sowie eine sehr flexible Lage an der Grenze für uns bereit. Mein Zug war im Wechsel direkt am Grenzübergang Spielfeld und an der „Grünen Grenze“ aktiv. Auch die täglichen Zahlen an „hilfs- und schutzbedürftigen Fremden“ (HsF) waren sehr unterschiedlich, die Tendenz jedoch sinkend. Anfangs hatten wir täglich um die 500-900 Personen- und Gepäckkontrollen

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,die sich im Laufe des Einsatzes aber auf wenige 100 beziehungsweise um die 50 Ende Februar reduzierten. Die Aufgaben des Zuges bestanden in Spielfeld aus der Sicherung des Übergangs bei Nacht und der Durchführung von Personen- und Gepäckkontrollen tagsüber. Eine weitere Aufgabe war, die durch die Polizei überprüften HsF in Marschpakete einzuteilen und vom Kontrollzelt zu den Bussen zu bringen und das Einsteigen zu überwachen. Der Hauptteil der Arbeit war jedoch bei der Personenkontrolle zu verrichten. Der Auftrag lautet, keine HsF nach Österrreich passieren zu lassen, ohne ihnen alle potenziell gefährlichen Gegenstände, Drogen und sonstiges abzunehmen. Abseits der Arbeit in Spielfeld hatten wir einige Beobachtungsposten und Streifen an der „Grünen Grenze“ zu betreiben. Neben dem unmittelbaren Umfeld bei Strass, betrieb unsere Kompanie auch noch den Grenzübergang Radkersburg, wofür jeweils ein Zug dorthin verlegte und dann 24 Stun-


den Dienst versah. Der Dienstplan sah jede Woche sechs Tage Dienst und im Anschluss 48 Stunden Zeit ohne geplante dienstliche Inanspruchnahme vor. Die Stimmung im Zug war durchgehend sehr gut und die Moral hoch. Einen großen Anteil daran hatten die langen Bereitschaftszeiten in denen eine hohe Selbstbestimmung möglich war. Wir nutzten dies hauptsächlich für Sport und Kameradschaftspflege. Nach fast zwei Monaten ging der Einsatz für mich zu Ende. Einige aus meinem Zug verlängerten den Einsatz freiwillig für weitere zwei Monate, im Einzelfall musste jedoch der Einsatzraum gewechselt werden.

Bewältigung von Migration bedeutet nicht nur Leiten von Menschenmengen, sondern auch Unterstützung in zwischenmenschlichen Bereichen.

Grenzraumüber wachung im Burgenland  Nach meinem Einsatz in Spielfeld im Winter 2015/16 wollte ich im Herbst einen Einsatz in Österreich absolvieren. Nach mehreren Telefonaten wurde ich an das Panzerstabsbataillon 4 verwiesen, die gerade eine Assistenzeinheit formierten. Also meldete ich mich zum „AssE GRÜ“ an die burgenländische Grenze. Die Einsatzvorbereitung im Fliegerhorst Hörsching bestand im Grunde aus der Auffrischung der Ausbildung jener Grundwehrdiener, die mit uns als Rahmeneinheit in den Assistenzeinsatz gehen sollten. Ich wurde Teil dieses Ausbildungsbetriebes, da ich als stellvertretender Gruppenkommandant eingesetzt werden sollte.

Organisationstalent beweisen und Überblick bewahren sind notwendig, um die Menschenmenge geordnet weiterzuleiten.

Menschliche Bedürfnisse nach Hygiene, Wärme, Essen und Ruhemöglichkeiten sind Bestandteil des Grenzmanagements.

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Der Dienst erwies sich tagsüber als relativ eintönig, da abseits der Tagespendler niemand die kleinen Grenzübergänge nutzte. An den Bahnhöfen ging es jedoch zu allen Tages- und Nachtzeiten „heiß“ her. Wir hatten in den gut zwei Monaten

unseres Einsatzes 39 Anhaltungen, von denen 36 in Zügen und drei im Gelände erfolgen. Die meisten Anhaltungen erfolgten ohne Widerstand. Ein einziges Mal jedoch mussten wir in Zusammenarbeit mit der Polizei zu Zwangsmaßnahmen gegenüber einem Fremden greifen: Wie sich später herausstellte, handelte es sich um einen Drogenkurier. Der ungarische Staatsbürger hatte ein Kind bei sich. Um sich einer weitergehenden Kontrolle zu entziehen, ließ der Schmuggler das minderjährige Kind zurück und flüchtete. Gemeinsam mit den zwei kontrollierenden Polizisten nahm ich die Verfolgung auf. Auf der Flucht warf er ein Päkchen ins Gebüsch. Als ich den Mann schließlich einholen und überwältigen konnte, kamen mir die Polizisten zu Hilfe und nahmen ihn fest. Dabei verletzte ich mich an der Hand. Später stelle sich heraus, dass in dem Paket Drogen verpackt waren und gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag.

fördert. Nach dem Zwischenfall im Zug arbeiteten wir bei den Kontrollen nur noch gemeinsam mit der Polizei. Es war für alle Beteiligten auch ein Weckruf in dem bis dahin sehr ruhigen Einsatz doch auch auf verschiedene Eskalationen vorbereitet zu sein. Während meines Einsatzes beeindruckte mich die Motivation und hohe Moral der jungen Rekruten. Für sie hatte der Einsatz den Sinn der vorangegangenen Ausbildung wesentlich gezeigt. Rückblickend waren beide Einsätze sehr lehrreiche aber auch anstrengende Erfahrungen für mich.

Die Zusammenarbeit mit der Polizei, die auf unserer Ebene sehr gut funktionierte, wurde von den Kommandanten ge-

INFO

Mitte September verlegten wir ins Burgenland. Dort wies uns der Zugskommandant in den Einsatzraum ein. Wir fuhren den Verantwortungsbereich ab und erarbeiteten mögliche Beobachtungsposten, beurteilten Schwachstellen und blinde Flecken. Wir erfuhren, dass der überwiegende Teil der Anhaltungen entlang der beiden Bahnlinien von und nach der ungarischen Stadt Sopron stattgefunden hatte. Somit war für uns auch das Schwergewicht des Einsatzes klar. Neben den Bahnlinien gab es entlang der Grenze noch mehrere kleine Grenzübergänge welche entweder durch einen ständigen Posten überwacht wurden, oder im Rahmen der motorisierten Streife angefahren wurden. An allen fixen Posten waren entweder Container aufgestellt oder wir errichteten Zelte, um die kalten Nächte etwas abzufedern.

Wachtmeister Moritz Mayerhofer, Jahrgang 1994, studiert Rechtswissenschaften in Wien. Beordert als Mechanikerunteroffizier in der Stabskompanie des Jägerbataillons Wien 2 „Maria Theresia“.

Wachtmeister Moritz Mayerhofer wurde durch den Militärkommandanten Burgenland, Oberst des Generalstabes Gernot Gasser,

DANK UND ANERKENNUNG für die vorbildliche Einsatzführung ausgesprochen. Wachtmeister Mayerhofer konnte am 10.10.2016 bei einer gemeinsamen Kontrolle mit der Polizei einen Verdächtigen bei einem Fluchtversuch stellen, die Person wurde mittels Haftbefehl gesucht und hatte Drogen bei sich. Dieses ausgezeichnete vorbildliche Engagement von Wachtmeister Mayerhofer wurde deswegen auch durch den Bataillonskommandanten im Rahmen des Jahresabschlusses der Miliz 2016 entsprechend gewürdigt. Wir sind stolz, solche Soldaten zu haben! 8


STETS BEREIT Einsatzvorbereitung

DIE KRITISCHE INFRASTRUKTUR – SIND DIE MENSCHEN Bei einer Informationsveranstaltung zur Thematik „Aktuelle Sicherheitsherausforderungen – Polizei an ihren Grenzen? Neue und alte Aufgaben für das Bundesheer …“ wurde am 7. November 2016 im Festsaal des Garnisonskasinos der Wiener Maria Theresien-Kaserne über die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Inneren Sicherheit diskutiert.

Das Jägerbataillon Wien 2 „Maria Theresia“ veranstaltet im Rahmen seines alljährlichen Milizarbeitskalenders neben praktischen Ausbildungsvorhaben sowie einem großen Übungsvorhaben im zweijährigen Rhythmus, auch Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen. Unsere Soldaten sind Teil der Gesellschaft und als „Staatsbürger in Uniform“ Repräsentanten der Republik Österreich. Als solches sind sie in der Lage, zu Themen der Sicherheitspolitik sowie gesellschaftspolitischen Belangen, basierend auf fundierten Grundlagen ihre persönliche Meinung zu bilden und im Diskurs Stellung zu beziehen.

schwebt das Damoklesschwert des Terrorismus, hybride Konflikte und Cyber-Angriffe. Diese Bedrohungen sind nicht mehr Fiktion, sondern Realität. Die Wirtschaftslage zeigt nur mäßigen Aufwärtstrend, die Versuche, die Migranten zu integrieren, spaltet die Bevölkerung. Generell ist eine Polarisierung zu beobachten.

exekutive, sprich Polizei, zuständig. Das Österreichische Bundesheer kann in diesem Fall sicherheitspolizeiliche Assistenz leisten, so wie es dies aktuell zur Bewältigung der Migration und zur Entlastung der Exekutive beim Schutz bestimmter Einrichtungen in der Bundeshauptstadt Wien, z.B. Botschaftsbewachung, leistet.

In diesem angespannten Umfeld wird der Ruf nach Sicherheit laut. Für die innere Sicherheit sind in Österreich grundsätzlich die Sicherheitsbehörden und die Sicherheits-

Für die äußere Sicherheit ist das Bundesheer zuständig, eine Assistenzleistung durch andere Organisationen ist nicht vorgesehen – die militärische Landesverteidigung ist alleini-

Unsicheres Umfeld Europa steht vor großen Herausforderungen. Die Migrationsströme werden Österreich auch in den nächsten Jahren betreffen, die Vorgänge in der Türkei, im Nahen Osten, in Afrika bis hin nach Afghanistan haben ihre Auswirkungen auf Europa. Der Konflikt in der Ukraine ist weiterhin ungelöst, die Lage am Balkan ruhig aber angespannt. Über all dem

Höchstes schützenswertes Gut sind Menschen, dies erfordert auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, wie hier der Polizei.

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ge Aufgabe des Bundesheeres und somit ein Alleinstellungsmerkmal.

Terroranschlag: Und dann? Polizeimajor Rudolf Haas, stellvertretender Stadtpolizeikommandant von Floridsdorf, stellte die Einsatzorganisation der Polizei in Wien vor. Die Landespolizeidirektion Wien umfasst ca. 6 000 Polizeibeamte, davon befinden sich ständig zwischen 1 200 und 1 600 im Tagdienst sowie 600 im Nachtdienst. Im Falle eines größeren Ereignisses, zum Beispiel eines Terroranschlages, sind zwar rasch Kräfte der Polizei zusammenziehbar, jedoch die Durchhaltefähigkeit ist stark begrenzt. Hier kommt das Bundesheer zum Tragen. Genau dieser Umstand bedingt, dass nicht nur Präsenzkräfte

des Bundesheeres rasch als Ergänzung und Verstärkung bzw. Ablöse verfügbar sind, sondern für deren Ergänzung und Ablöse auch entsprechende Milizkräfte. Man denke hier nur an Situationen, wie in Paris oder Brüssel. Auch der Vorfall in München, wo ein Amokläufer tausende Polizisten in Trab gehalten und eine Stadt einen ganzen Tag lahmgelegt hat. Nicht auszudenken, wenn die Informationen, dass an mehreren Orten gleichzeitig Anschläge stattgefunden haben, tatsächlich so gewesen wären. Das Chaos – nicht auszudenken! Bei derartigen Szenarien ist nicht so sehr der vorgestaffelte Schutz die Herausforderung – der Schutz kritischer Infrastruktur, insbesondere der jeweilige Kräftebedarf, ist planbar. Genauso wie der Kräfteeinsatz bei einem Großereignis (z.B. Sportveranstaltung,

Demonstrationen) und die entsprechende Einsatzorganisation planbar ist. Vielmehr ist die Schutzaufgabe nach einem gelungenen Anschlag die Herausforderung. Man denke an einen „Blackout“ und was bei einem umfassenden Stromausfall alles nicht funktioniert. Da bekommt die Aufgabe Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit ganz eine andere Bedeutung.

Schutz kritischer Infrastruktur - eine der Hauptaufgaben der Miliz in der Zukunft. Das Sicherheitspaket der Bundesregierung vom Herbst 2016 sieht, unter anderem, neue originäre Aufgaben für das Bundesheer vor – Schutz kritischer Infrastruktur, Botschaftsbewachung. Diese Aufgaben sollen dann nicht mehr

Schutz kritischer Infrastruktur erfordert kleine, mobile Elemente, nur so ist der flexible Einsatz der Kräfte möglich.

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als klassische Assistenzleistung wie bisher erfolgen, sondern eben im Anlassfall auf Beschluss der Bundesregierung als selbständige Aufgabe des Bundesheeres. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen hierbei zum Tragen kommen, gilt es noch im Detail zu klären, inkl. der erforderlichen Gesetzesanpassungen. Klar ist jedoch auch: Die Miliz wird in Zukunft eine Schwerpunktaufgabe haben, den Schutz der kritischen Infrastruktur. Diese umfasst jedoch nicht nur Umspann-, Kraft- und Wasserwerke. Eine wesentliche „kritische Infrastruktur“ ist die Bevölkerung. Gerade wie die jüngsten Terroranschläge gezeigt haben – sogenannte weiche Ziele, Menschen, sind gefährdet. Das Bundesheer und damit auch das Jägerbataillon Wien 2 muss sich hier auf mögliche sensible Einsätze vorbereiten. Diese erfordern von jedem Soldaten Fingerspitzengefühl und Flexibilität. Neue, komplexe Bedrohungsszenarien – Terrorismus, hybride Konflikte, Cyber-Angriffe etc. – erfordern eben einen neuen, umfassenden Ansatz – nur unter Einbindung aller Institutionen und Organisationen, also unter anderem durch eine enge Zusammenarbeit von Polizei und Bundesheer, kann man zukünftigen Bedrohungen erfolgreich begegnen.

STETS BEREIT Information

WICHTIGE BEGRIFFE Bei hybriden Konflikten geht es dem Angreifer nicht vorrangig um die Zerschlagung gegnerischer Streitkräfte, sondern um die Destabilisierung von Staaten und Gesellschaften sowie um die Schwächung des nationalen Zusammenhalts. Dies wird unterhalb der Schwelle eines offenen Konflikts durch Propaganda, Terrorismus, Wirtschaftspolitik, Unterstützung für Separatisten und den verdeckten Einsatz von Spezialkräften durchgeführt. Resilienz beschreibt die Fähigkeit einer Gesellschaft, externe Störungen zu verkraften und auch bei schweren Schäden zentrale Funktionen aufrechtzuerhalten. In Österreich bedeutet das die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit von Staat und Gesellschaft nach Krisen. Diese Fähigkeit ist für Österreich und seine Leistungsfähigkeit als Staatsgebilde entscheidend. Kritische Infrastrukturen sind jene Infrastrukturen (Systeme, Anlagen, Prozesse, Netzwerke oder Teile davon), die eine wesentliche Bedeutung für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen haben und deren Störung oder Zerstörung schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit, Sicherheit oder das wirtschaftliche und soziale Wohl großer Teile der Bevölkerung oder das effektive Funktionieren von staatlichen Einrichtungen haben würde. Die Umfassende Sicherheitsvorsorge (USV) verknüpft zivile und militärische Sicherheitsaspekte und schließt z.B. auch Wirtschafts-, Sozial-, Integrations-, Entwicklungs-, Finanz-, Verkehrsund Infrastrukturpolitik mit ein. Auch die Privatwirtschaft wird (z.B. beim Schutz kritischer Infrastruktur) eingebunden. Das erhöht den Schutz vor hybriden Bedrohungen im Graubereich zwischen Frieden und Krieg. Die Umfassende Landesverteidigung (ULV) wurde 1975 im Bundesverfassungsgesetz (Art. 9a, Abs. 2) verankert. Sie umfasst die militärische, die geistige, die zivile und die wirtschaftliche Landesverteidigung. Durch die geänderte Bedrohungslage seit dem Kalten Krieg gibt es Stimmen, die eine Anpassung der Umfassenden Landesverteidigung fordern. Unter „militärische Landesverteidigung“ wird die „Abwehr von Gefahren von außen“ verstanden, wobei darunter insbesondere die Abwehr feindlicher Streitkräfte zu verstehen ist. Weiters fällt unter diesen Begriff die Abwehr aggressiver Handlungen im Staatsinneren, wenn sie mit äußeren Gefahren verbunden sind und nur mit militärischen Mitteln abgewehrt werden können. Der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz dient je nach Bedrohungsfall dem Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen und ihrer Handlungsfähigkeit, dem Schutz der demokratischen Freiheiten der Einwohner sowie der Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren Österreichs überhaupt. Dabei handelt das Bundesheer nach klar definierten Aufgaben der zivilen Sicherheitsbehörden.

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STETS BEREIT

Im Interview mit...

BRIGADIER KURT WAGNER

– MILITÄRKOMMANDANT VON WIEN

Die Übung des Jägerbataillons Wien 2 wird 2017 wieder in Wien stattfinden und dem Schutz der kritischen Infrastruktur dienen.

Herr Brigadier, mit der aktuellen Reform des Bundesheeres, der LV 21.1, wird das Militärkommando Wien in ein Hauptstadtkommando umstrukturiert. Wie stellen sich die wesentlichen Änderungen für den Befehlsbereich Wien dar? Das Militärkommando Wien ist jetzt schon die zentrale militärische Einrichtung in Wien, die für Service, Repräsentation und die Erfüllung aller Einsatzaufgaben inklusive der Einsatzvorbereitung und Ausbildung zuständig ist. Nun sollen bisher aufgesplitterte Kompetenzen im Militärkommando Wien zusammengeführt werden und noch mehr Unterstützungsleistungen, insbesondere für die Zentralstelle, erfolgen als bisher. Das betrifft z.B. die militärische Sicherheit und den Kraftfahrbetrieb. Mit dem im September 2016 beschlossenen Sicherheitspaket der Bundesregierung wird der Schutz der kritischen Infrastruktur als Hauptaufgabe der Miliz verankert. Was bedeutet dies konkret für die strukturierte Miliz in Wien? Es ist kein Geheimnis, dass es gerade in Wien die höchste Anzahl an Objekten der kritischen Infrastruktur aller Bundesländer gibt. Als logische Konsequenz werden daher neben den bestehenden Jägerbataillonen Wien 1 („Hochund Deutschmeister“) und Wien 2 („Maria Theresia“) sowie der Pionierkompanie Wien drei neue Jägerkompanien in Wien aufgestellt, deren Hauptaufgabe der Schutz der kritischen Infrastruktur und der Bevölkerung ist; die Aufstellung zusätzlicher Jägerkompanien ist vorgesehen. Einerseits wird die strukturierte Miliz bestimmte Einsatzszenarien auf militärischen Übungsplätzen trainieren, andererseits werden regelmäßig konkrete Einsatzübungen an bestimmten zugewiesenen Objekten der kritischen Infrastruktur gemeinsam mit den Betreibern und der Polizei erfolgen. 12

hier brauchen wir noch richtige Fotos

Seit dem letzten Budget ist ein merklicher Aufschwung im Bundesheer zu spüren. Auch in der Bevölkerung wird das Bundesheer verstärkt wahrgenommen. Welche konkreten Maßnahmen sind zur Steigerung der Einsatzbereitschaft der Miliz geplant? Ein erheblicher Teil des zusätzlichen Budgets soll in die Verbesserung der Ausrüstung der Miliz fließen, das betrifft vor allem die Ausstattung mit modernen Kampfhelmen, mit Nachtsichtmittel und mit IKT-Geräten. Erste Tranchen dieser neuen Ausrüstung wurden bereits an Milizkompanien übergeben. Ich hoffe sehr, dass die Wiener Miliz diesbezüglich bald nachziehen kann. Eine weitere Verbesserung der Einsatzbereitschaft der Miliz erwarte ich mir auch durch das verstärkte Üben mit Simulationstechnik.


Im Jahr 2017 übt das Jägerbataillon Wien 2. Worin liegt Ihre Absicht für diese Übung? Welche Schwergewichte sollen gesetzt werden? Die Übung des Jägerbataillons Wien 2 wird 2017 wieder in Wien stattfinden und dem Schutz der kritischen Infrastruktur dienen. Dazu werden wir in enger Abstimmung mit der Stadt Wien und der Landespolizeidirektion Wien ausgewählte Schutzobjekte intensiv bewachen und überwachen. Das flexible Reagieren auf überraschende Lageentwicklungen wird dabei alle übenden Teile gehörig fordern. Wir können bei dieser Einsatzübung auf die äußerst lehrreichen Übungen in den Jahren 2011 durch das Jägerbataillon Wien 2 selbst und 2014 durch das Jägerbataillon Wien 1 aufbauen, die dem gleichen Zweck dienten.

Die Entwicklung des Jägerbataillons Wien 2 über die letzten Jahre war bereits eine Erfolgsgeschichte. In den nächsten 10 Jahren erwarte ich mir auch aufgrund des im Österreichischen Bundesheer spürbaren Aufschwun-

Herr Brigadier, vielen Dank für das Gespräch.

INFO

Das Jägerbataillon Wien 2 wurde vor etwas mehr als 10 Jahren formiert. Wo sehen Sie diesen Verband in 10 Jahren?

ges eine Fortsetzung dieser Entwicklung und sehe das Jägerbataillon Wien 2 in 10 Jahren als einen sehr gut geführten, personell voll aufgefüllten, ausgezeichnet trainierten und modern ausgerüsteten Infanterieverband, der jederzeit dazu in der Lage ist, zugewiesene Objekte der kritischen Infrastruktur und die Bevölkerung wirkungsvoll zu schützen.

Brigadier Kurt Wagner ist seit 1. März 2012 Militärkommadant von Wien. Davor war er Leiter des Instituts für höhere militärische Führung sowie Projektleiter des Strategischen Führungslehrganges an der Landesverteidigungsakademie in Wien. Bgdr Wagner wurde 1962 in St. Pölten geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Anfang der 1990er Jahre absolvierte er den Generalstabslehrgang und 2004 das NATO Defense College in Rom.

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STETS BEREIT

Miliz: Partner der Wirtschaft

WIRTSCHAFT UND MILIZ – PARTNER FÜR DIE SICHERHEIT ÖSTERREICHS Komplexe Herausforderungen benötigen eine gesamtheitliche Sichtweise. Sicherheit geht alle an! Partnerschaften zwischen Militär, öffentlicher Hand und Wirtschaft sind eine gute Möglichkeit dazu. Österreichs bewegtes sicherheitspolitisches Umfeld bedingt ganzheitliche Lösungsansätze und Verständnis für den Beitrag des jeweils anderen. Partnerschaften zwischen dem Bundesheer und Institutionen des öffentlichen Lebens sowie gemeinsame Aktivitäten fördern dieses Verständnis. Am 9. September 2016 wurde eben eine solche Partnerschaft feierlich begründet. Im Rahmen der Kommandoübergabe unterzeichnete der neue Kommandant des Jägerbataillons Wien 2 „Maria Theresia“, Oberstleutnant Bernhard Schulyok, und Herr Mag. Helmut Lackner, Geschäftsführer der Österreichischen Staatsdruckerei GmbH, die Partnerschaftsurkunde. Eine exklusive Betriebsbesichtigung der Österreichischen Staatsdruckerei, ein hochmodernes Sicherheitstechnologieunternehmen, durch Angehörige des Bataillons folgte bereits am 15. September 2016. Vor Ort werden unter anderem qualitativ hochwertige Reisedokumente für Staaten auf fünf Kontinenten angefertigt – dadurch wird Fälschern das 14

Leben schwer gemacht. Bundesheer und Staatsdruckerei wirken so an der Sicherheit des Grenzverkehrs mit. Diese Partnerschaft ist ein lebendiges Beispiel für vernetztes Sicherheitsdenken. Gemeinsames Auftreten bei Großveranstaltungen, wie Nationalfeiertag, sowie gemeinsame Veranstaltungen aller

Art sind der Mehrwert dieser Partnerschaft. Darüber hinaus ermöglicht die Partnerschaft die exklusive und unentgeltliche Teilnahme am Bildungsangebot des Bundesheeres. Nur wer versteht, welchen Beitrag die jeweils andere Organisation für die Sicherheit leistet, ist in der Lage, zur gemeinsamen Zielerreichung beizusteuern.

In der Partnerschaftsurkunde heißt es: „...Mögen unsere gemeinsamen Kontakte mithelfen, die uns übertragenen Aufgaben zum Wohle der österreichischen Bevölkerung und der Republik Österreich auch in Zukunft erfolgreich zu bewältigen.“


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STETS BEREIT Impressionen

IMPRESSIONEN DER WAFFENÜBUNGEN „SCHLAGKRAFT 2013“ UND „HERBSTWACHT 2015“ IN ALLENTSTEIG 1

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1. Vorstoß einer Jägergruppe in der Ortskampfanlage. 2. Teamarbeit ist beim Zusammensetzen des überschweren Maschinengewehrs gefragt. 3. Soldaten bereiten die Munition für den schweren Granatwerfer sorgfältig vor. 4. Der Kontrollposten durchsucht Besucher mittels Metalldetektor. 5. Feuer und Bewegung beim Eindringen in ein Gebäude. 6. Entschlossenheit und Tempo zählen im Angriff. 7. Der Zugskommandant gibt letzte Befehle bevor der Angriff startet. 8. Gezielter Nebeleinsatz blendet den Feind und deckt die angreifenden Soldaten. 9. Höchste Konzentration beim Schießen mit der Pistole 80.


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STETS BEREIT

Aktuelles aus dem Club Maria Theresia

AKTUELLES AUS DEM CLUB MARIA THERESIA

Der 2008 gegründete Club Maria Theresia ist ein wehrpolitisch relevanter Verein, der fördernden Mitgliedern, aktiven und ehemaligen Angehörigen des Bataillons die Möglichkeit bietet Kontakt zu halten und wehrpolitisch tätig zu sein. Hier wird Tradition groß geschrieben. Der Wiener Bezirksmarsch - Traditionsmarsch des JgB W2 Am 15. September 2012 fand unter der Leitung von Oberstleutnant Erich Cibulka - damals Obmann des Club Maria Theresia, heute Brigadier und Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft - der erste Wiener Bezirksmarsch statt! Es war der erste Kameradschaftsmarsch dieser Art, der selbständig von Milizsoldaten durchgeführt wurde, und diente auch als Vorbild für den Deutschmeistermarsch (seit 2013) und den Graf-Starhembergmarsch (seit 2014).

Ganz Wien an einem Tag Die Marschstrecke verlief damals wie heute vom Rosenhügel spiralförmig durch alle 23 Wiener Gemeindebezirke, Ziel ist das Militärkasino am Schwarzenbergplatz. Auf über 30 Kilometern erreichen die Marschteilnehmer etwa die Maria Theresien-Kaserne, die Radetzky-Kaserne, die Donauinsel, den Prater, das Arsenal, das Belvedere, die Stiftskaserne, den Maria Theresien-Platz, den Deutschmeisterplatz und bedeutende Teile der historischen Ringstraße. 18

Alles neu macht der 13. Mai Anlässlich des 300. Geburtstag von Maria Theresia am 13. Mai 2017 - gleichzeitig der Gedenktag des Jägerbataillons Wien 2. – bekommt der Bezirksmarsch den neuen Charakter des Maria Theresien-Marsches, der von der Maria Theresien-Kaserne über sämtliche Maria-Theresien-Gedenkorte Wiens zum Maria Theresien-Platz führt!

„Bedeutung über das Bataillon hinaus“ Bataillonskommandant Obstlt Bernhard Schulyok zum geplanten Event: „Der 300. Geburtstag von Maria Theresia ist die beste Gelegenheit über die Bataillonsgrenzen hinweg, durch eine hohe Marschteilnehmerzahl die Verankerung der

Miliz in der Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen.“ Erstmals wird am 13. Mai 2017 auch ein spezielles Marschabzeichen verliehen.

Kameradschaftsabend im „Kasino“ Ein ambitioniertes Ziel mit großen Herausforderungen an Oberwachtmeister Stefan Cibulka, der im Club Maria Theresia für die Organisation der Märsche verantwortlich ist. Durch einen Prolog vom Rosenhügel in die Maria Theresien-Kaserne werden weiterhin alle 23 Bezirke besucht. Nach einem Festakt im Ziel ist ein Kameradschaftsabend im Militärkasino am Schwarzenbergplatz geplant. Weitere Informationen: www.clubmariatheresia.at


STETS BEREIT Termine APRIL

Wiener Neustadt

Kaderfortbildung Führungsverfahren auf der gefechtstechnischen Führungsebene – erstmals abgestützt auf Simulation (Steel Beasts professional; http://catt-sb.miles.ac.at)

28 - 29

Rm Wien

MAI

Gedenktag Jägerbataillon Wien 2 – 300. Geburtstag Maria Theresias! Maria Theresien-Marsch und Festakt beim Maria Theresien-Denkmal am Maria Theresien-Platz inmitten Wiens!

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JUNI

Maria Theresien Kas.

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Gedenktag Garde – 60 Jahr-Feier!

MAI

06

JUNI

08 - 09

JUNI

26 - 28

Stammersdorf Milizschießen

Rm Amstetten OSTARRICHI-Marsch

Maria Theresien Kas. Vorbereitende Waffenübung (VWÜ) Jägerbataillon Wien 2 (Vorbereitung der Truppenübung im November)

Alle Termine des Jahres 2017 sind im Milizarbeitskalender unter www.jgbw2.at abrufbar!

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MobUO Offizierstellvertreter Thomas KOLLER unter miliz.garde@bmlv.gv.at 19


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Stets Bereit, Ausgabe 01/2017  

"Stets Bereit" ist die Truppenzeitschrift des Österreichischen Jägerbataillon Wien 2 "Maria Theresia".

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