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Bonitätsrating BNP Paribas: S&P AA · Moody’s Aa2

wz WARRANTS UND ZERTIFIKATE

November 2010

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Endspurt 2010 Produkte: Gold und Silber für Vorsichtige | Rohstoffe: Rohstoffmärkte im Bann der US-Geldpolitik | DAX® daily Trading: weitere Zuwächse


Silber gehört in jedes Depot.

Hebelprodukte auf Silber. Silber ist auf dem Weg zu seinen Höchstständen aus dem Jahr 2008. Wird es weiter nach oben gehen oder geht dem Aufwärtstrend die Luft aus? Egal welcher Meinung Sie sind, mit unseren Hebelprodukten auf Silber geben wir Ihnen die Möglichkeit, an den Kursbewegungen überproportional zu partizipieren.

Hotline: 0800 0 267 267 (kostenfrei)


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Editorial

Neuer Schwung für den Jahresendspurt? Aktienanleger hatten im Jahr 2010 bis vor Kurzem wenig Grund zum Jubeln. Noch beim Start ins Abschlussquartal stand der DAX® nur knapp über dem Jahresschluss 2009. Der hartnäckige und zunehmend verengte Seitwärtstrend war indes immer nur kurzzeitig von beunruhigenden Marktschwankungen infrage gestellt worden. Letztlich siegte regelmäßig die Stabilität, die uns als sehr positiver Aspekt durch den vorerst lethargischen Verlauf des Börsenjahres begleitete. Damit hat sich eine Phase vollzogen, in der all jene Investoren klar auf der Gewinnerseite standen, die auf Discount Zertifikate, BonusPapiere und Co. gesetzt haben. Denn die ersten drei Quartale des Börsenjahres 2010 waren wie geschaffen für Produkte mit

attraktiven Seitwärtsrenditen. In der uneinheitlichen Markttendenz ohne ausufernde Einbrüche ließ sich durch den Einsatz solcher Papiere vortrefflich Geld verdienen. Seit Mitte Oktober ist nun endlich eine neue Aufwärtsdynamik entstanden. Ob der DAX®-Ausbruch nachhaltig sein wird, bleibt zwar abzuwarten. Aber mit den Grégoire Toublanc, BNP Paribas Deutschland letzten drei Monaten ist ohnehin die beste Börsenzeit des Jahres angebrochen – zumindest stati- schlag jedoch moderat, wenn man den DAX®stisch betrachtet. Das stimmt zuversichtlich. Verlust von 17,51 Prozent im gesamten vierten Seit 1976 ist der DAX® in den drei Monaten Quartal 2008 gegenüberstellt. von Oktober bis Dezember jeweils um durchschnittlich 4,49 Prozent geklettert. Der Mehr solcher statistischer Fakten sowie Großteil dieses Mittelwertes wird sogar erst interessante fundamentale Argumente für während der letzten acht Wochen vor Sil- und wider eine Jahresendrallye diskutieren vester generiert: Für den Zweimonats- wir im Hauptthema ab Seite 10. Vor allem zeitraum November und Dezember ergibt wollen wir dort aber der Frage nachgehen, sich eine Durchschnittsperformance von mit welchen Investmentideen Sie die guten 3,75 Prozent. Von den 34 gemessenen Chancen auf einen freundlichen JahresEinzelergebnissen fielen nur 11 nega- ausklang am deutschen Aktienmarkt nutzen tiv aus. Zuletzt gab es im können. Hier gibt es eine ganze Reihe an miserablen Börsenjahr Möglichkeiten, um das eigene Depot mit 2008 für das Monats- renditeträchtigen Beimischungen kurzfristig duo am Jahresende auf Trab zu bringen. ein Minuszeichen. Mit 3,56 Prozent Zudem stellen wir diesmal die Hausse bei war dieser Rück- Gold und Silber in den Fokus. Viele Anleger möchten jetzt noch auf den fahrenden Edelmetall-Zug aufspringen. Allerdings sind auf dem hohen Kursniveau auch die mittlerweile nicht unerheblichen Absturzgefahren zu beachten. Wie könnte man also abgesichert von einer möglichen Fortsetzung der Rekordjagd profitieren? Die Antwort ist einfach: Unsere Kombinationspositionen aus Discount Zertifikaten und Put-Optionsscheinen lassen sich ebenfalls für Gold und Silber konstruieren. Wie das genau funktioniert, erklären wir auf den Seiten 16 bis 19.

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Inhalt

Hochprozenter am laufenden Band

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Abnehmendes Gewinn-Momentum

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Discount, Bonus und weitere Investment-Highs

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DAX® daily Trading: weitere Zuwächse

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Endspurt 2010

Gold und Silber für Vorsichtige

16

DDV: ZertifikateFamilien im IndexGewand

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Rohstoffmärkte im Bann der US-Geldpolitik

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Bildnachweis Titel: CSA Images Innenseiten: CSA Images, Dreamstime, Fotolia, iStockphoto, Reuters

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Inhalt

Aktuelles Bonus Calls etablieren sich Hochprozenter am laufenden Band

06 07

Meinung Abnehmendes Gewinn-Momentum

08

Hauptthema Endspurt 2010

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Produkte Gold und Silber für Vorsichtige

16

Unsere Selektion DDV: Zertifikate-Familien im Index-Gewand Ausgezeichnete Investments

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Strategie Garantie-Investments selbst konstruieren Discount, Bonus und weitere Investment-Highs

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Rohstoffe Rohstoffmärkte im Bann der US-Geldpolitik

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Währungen Euro gegenüber US-Dollar: temporäre Gewehr der US-Dollar-Bullen zu erwarten

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Trading Basiswerte im Blickwinkel der Charttechnik DAX® daily Trading: weitere Zuwächse

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Zahlen / Buchtipp Lesen und mehr wissen!

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Presse Pressestimmen Neuemissionen

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Bestellseite Für Ihren Wissensvorsprung Impressum

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Aktuelles

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Bonus Calls etablieren sich Im März dieses Jahres hat BNP Paribas mit den neuartigen Bonus Calls eine attraktive Produktinnovation auf den Markt gebracht. Das Konzept kommt an und findet zusehends Verwendung. Zwei wesentliche Einsatzvarianten ergeben sich aus dem Aufbau der Bonus Calls: Viele Anleger betrachten die Papiere als Lieferanten ganz besonders hoher Bonusrenditen, zu deren Erwirtschaftung allerdings auch weit höhere Risiken als bei Bonus Zertifikaten akzeptiert werden müssen. Zudem ist die Nutzung der Bonus Calls als Optionsscheine mit Teilabsicherung beliebt. Dadurch werden reine Hausse-Investments ermöglicht, die gegenüber dem Gebrauch klassischer CallOptionsscheine deutlich verminderte Risiken aufweisen. Der immense Reiz überdimensionaler Bonusrenditen lässt sich leicht nachvollziehen. Wer beispielsweise am 04.10.2010 bei einem DAX®-Stand von 6.134 Punkten die feste Überzeugung hegte, dass der deutsche Standardwerte-Index lediglich bis zum 17.12.2010 niemals auf oder unter 5.200 Punkte abrutschen würde, konnte eine Bonusrendite von gewaltigen 83,27 Prozent p.a. anvisieren. Denn der entsprechende Bonus Call mit der

WKN BN5K4K kostete zu diesem Zeitpunkt nur 17,69 Euro und stellte dabei eine Bonusauszahlung von 20,00 Euro nach dem 17.12.2010 in Aussicht.

einen herkömmlichen Call mit entsprechendem Basispreis (im Beispiel 5.200 Punkte) und dem zugehörigen Totalverlustrisiko im Depot.

Bei einer derart kurzen Laufzeit und mit einem ebenso großen Puffer für die Marktbewegungen wird sich schwerlich ein anderes Produkt finden lassen, das ähnliche Gewinnziele ermöglicht. Schließlich wird dem DAX® nicht einmal eine Seitwärtsbewegung abverlangt. Vielmehr dürfte der Basiswert im statistisch gesehen starken vierten Quartal sogar nennenswert schwächeln, ohne die gut 83-prozentige p.a. Rendite des Bonus Calls in Gefahr zu bringen.

Ausgewiesene Hausse-Investoren bauen indes weniger auf die ganz großen Bonusrenditen, sondern positionieren sich mit einer Teilabsicherung für die unbegrenzte Partizipation an einer ausgedehnten Marktrallye. Auf kurze Sicht hätte sich am Betrachtungsstichtag, dem 04.10.2010, beispielsweise der Bonus Call mit der WKN BN5651 angeboten. Rutscht der DAX® bis zum 17.12.2010 niemals auf oder unter 5.300 Zähler, so liefert dieser Bonus Call jeweils 10,00 Euro als Mindestauszahlung. Gegenüber dem Einstiegspreis von 10,44 Euro ergäbe sich nach einem relativ enttäuschenden Börsenschlussquartal 2010 somit ein leicht verschmerzbarer Verlust von 4,21 Prozent.

Allerdings müssen auch die erheblichen Verlustgefahren im Falle eines rasanten Marktabsturzes beachtet werden. Zu guter Letzt liefert der Bonus Call nur dann die um das Bezugsverhältnis bereinigte Differenz zwischen dem Bonuskurs (im Beispiel 7.200 Punkte) und dem Basispreis (im Beispiel 5.200 Punkte) als Mindestauszahlung, wenn die Barriere (im Beispiel 5.200 Punkte) bis zum Bewertungstag unverletzt bleibt. Würde der Basiswert hingegen die Barriere touchieren, so wäre der Bonusmechanismus ausgeschaltet, und der Anleger hätte nur noch

Ab dem Bonuskurs von 6.300 DAX®-Punkten partizipiert der Bonus Call aber eins zu eins und unbegrenzt wie ein einfacher Call mit 5.300er Basispreis. Oberhalb von 6.344 Zählern (gemäß Produktpreis 10,44 Euro) streicht der Investor folglich ganz ohne Deckelung in einer etwaigen Börsen-Hausse Gewinne ein.

Ausgewählte Produkte: Bonus Calls Die fortlaufend aktualisierte und erweiterte Auswahl an Bonus Calls mit Realtime-Kursen und Kennzahlen finden Sie auf www.derivate.bnpparibas.de im Menüpunkt „Produktsuche“. Stand der Daten: 04.10.2010, DAX®: 6.134 Punkte, EURO STOXX 50: 2.701 Punkte WKN

Basiswert

BN5K4K BN5651 BN5JKP BN5K4L BN5K4N BN6QFG BN6QFJ BN6QFK BN5LTS BN567G BN5LUG BN5LUH BN5LUJ

DAX® DAX® DAX® DAX® DAX® DAX® DAX® DAX® EURO STOXX 50 EURO STOXX 50 EURO STOXX 50 EURO STOXX 50 EURO STOXX 50

Quelle: BNP Paribas

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Basispreis

5.200 5.300 5.400 5.400 5.600 5.000 5.500 5.800 2.400 2.500 2.000 2.200 2.400

BarriereLevel

5.200 5.300 5.400 5.400 5.600 5.000 5.500 5.800 2.400 2.500 2.000 2.200 2.400

Bonuskurs

7.200 6.300 6.400 7.400 7.600 7.000 7.500 7.800 2.900 3.000 3.000 3.200 3.400

Bewertungstag

17.12.10 17.12.10 17.12.10 17.12.10 17.12.10 16.12.11 16.12.11 16.12.11 17.12.10 17.12.10 16.12.11 16.12.11 16.12.11

Geld (in EUR)

Brief (in EUR)

17,66 10,41 9,67 16,30 14,37 16,84 13,02 10,54 4,23 3,48 8,38 6,94 5,44

17,69 10,44 9,70 16,33 14,40 16,87 13,05 10,57 4,28 3,53 8,43 6,99 5,49

Auszahlung im Bonus-Szenario (in EUR)

20,00 10,00 10,00 20,00 20,00 20,00 20,00 20,00 5,00 5,00 10,00 10,00 10,00

Bonusrendite p.a.

Abst. Barriere

83,27%

15,23% 13,60% 11,97% 11,97% 8,71% 18,49% 10,34% 5,45% 11,14% 7,44% 25,95% 18,55% 11,14%

16,22% 171,99% 406,02% 15,25% 42,76% 70,20% 115,42% 457,51% 15,31% 34,80% 64,88%


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Aktuelles

Selbstredend lässt sich genauso gut ein deutlich längerer Anlagehorizont mit einem demgemäß ausgedehnten Aufwärtspotenzial des zugrunde liegenden Index realisieren. Wer zum Beispiel den europäischen Aktienmarkt im Fokus hat und zum 16.12.2011 kräftige Zugewinne des EURO STOXX 50 erwartet, konnte zur Auswertung am 04.10.2010 Gefallen am Bonus Call mit der WKN BN5LUG für 8,43 Euro bei einem Indexstand von 2.701 Punkten finden.

Das Papier profitiert oberhalb des Bonuskurses von 3.000 Punkten grenzenlos von einem steigenden Marktniveau wie ein einfacher Call mit 2.000er Basispreis. Neben den ungedeckelten Gewinnchancen steht hier aber sogar eine einträgliche Bonusrendite bei einer ausgebremsten Marktentwicklung zur Verfügung. Fällt der EURO STOXX 50 bis zum 16.12.2011 nämlich niemals auf oder unter 2.000 Punkte (25,95 Prozent Puffer gegen-

über 2.701 Punkten am 04.10.2010), liefert der Bonus Call bei einem Marktniveau unter 3.000 Zählern seine Bonusauszahlung von jeweils 10,00 Euro und erzeugt damit eine Bonusrendite p.a. von respektablen 15,31 Prozent.

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Hochprozenter am laufenden Band BNP Paribas forciert weiter die stetige Emission attraktiver Aktienanleihen mit stattlichen Zinskupons und aktuellen Basispreisen auf aussichtsreiche Einzelwerte. Allein im September wurden 399 Aktienanleihen mit rund einjähriger Laufzeit neu begeben. Mittlerweile umfasst die Palette 612 Papiere auf 125 deutsche und europäische Aktien der ersten und zweiten Reihe.

ten und gemäß ihrer zuversichtlich stimmenden Geschäftsentwicklung vortreffliche Chancen auf eine zumindest stabile Kursentwicklung haben. Die zum Auswertungstag am 19.10.2010 in der Tabelle präsentierten Aktienanleihen auf BMW und Daimler stellen mit Basispreisen nur leicht über dem aktuellen Basiswertkurs hohe maximale Renditen p.a. im zweistelligen Prozentbereich in Aussicht.

Gute Perspektiven bieten derzeit etwa die Automobiltitel, die im September haussier-

Spannend sind ebenfalls Bankaktien als Basiswerte. Während die Konditionen der zu-

gehörigen Aktienanleihen von der vergleichsweise hohen impliziten Volatilität dieser Titel profitieren (siehe auch Übersicht auf Seite 26), halten sich die Kursnotierungen relativ stabil oberhalb von charttechnischen Unterstützungslinien. In Anbetracht der gleichzeitig geringen Aufwärtsdynamik dieser Basiswerte bieten Aktienanleihen eine chancenreiche Anlagealternative. So lassen sich etwa mit Papieren auf die DeutscheBank- und die Commerzbank-Aktie bei leicht aus dem Geld liegenden Basispreisen deutlich zweistellige p.a. Renditen anvisieren.

Ausgewählte Produkte: Aktienanleihen Alle Aktienanleihen mit Realtime-Kursen und Kennzahlen finden Sie auf www.derivate.bnpparibas.de im Menüpunkt „Produktsuche“. Stand der Daten: 19.10.2010 WKN

Basiswert

BN6XX4 BN6TNX BN6XX9 BN6XYJ

BMW DAIMLER Commerzbank Deutsche Bank

Aktienkurs (in EUR)

Kupon

Basispreis

Bewertungstag

49,05 47,18 6,55 42,27

13,00% 16,50% 17,00% 16,00%

50,00 49,00 6,80 43,00

10.10.11 26.09.11 10.10.11 10.10.11

Geld (in % des Nennwertes)

102,00 103,80 104,10 104,39

Brief (in % des Nennwertes)

Max. Rendite p.a.

102,10 103,90 104,20 104,49

10,73% 12,04% 12,26% 10,86%

Quelle: BNP Paribas

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Meinung

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Abnehmendes Gewinn-Momentum An den Aktienmärkten dürften jetzt vielerorts die Gewinnaussichten reduziert werden. Das ist kein Grund zur Besorgnis, solange die Korrekturen nicht allzu harsch ausfallen.

Vielen Anlegern dürfte es bereits aufgefallen sein: Seit den Sommermonaten sind die guten Nachrichten spärlicher geworden, die eher negativen kommen wieder öfter auf die Titelseiten der Presse. Das spiegelt sich auch in den Analystenschätzungen wider. Der zurückliegende Upgrade-Zyklus war eine tragfähige Stütze. Bei Kursrückschlägen wurden die Aktien jeweils durch die besseren Analystenschätzungen aufgefangen. Aber jetzt läuft dieses positive Momentum aus, und seither bewegen sich viele Aktienmärkte in einer engen Handelsspanne. Die nachlassende Bereitschaft der Analysten, ihre Schätzungen nach oben zu korrigieren, lässt sich auch an konkreten Zahlen festmachen. Unser „Gewinn revisionsIndex“ zeigt seit Frühling wieder nach unten. Dieser Index erfasst das Verhältnis von Aufstufungen (also von „halten“ auf „kaufen“) zu den Abstufungen (also von „kaufen“ auf „halten“ oder „verkaufen“). Parallel dazu sind die Konsenserwartungen zu den Gewinnen pro Aktie zurückgegangen. Und nicht nur für dieses Jahr, auch für 2011 und 2012 nehmen Analysten ihre Schätzungen inzwischen zurück.

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Während der vergangenen 16 Jahre hat sich der Gewinnrevisions-Index als sehr zuverlässiges Prognoseinstrument für die spätere Börsenentwicklung erwiesen, sowohl in Bullen- als auch in Bärenmärkten. Und vor allem gab das Analystenbarometer gute Signale bezüglich der Trendwenden – auch im Frühling 2009, als die Aktienmärkte plötzlich nach oben schossen. Der Rückgang des Gewinnrevisions-Index könnte jetzt noch weiter anhalten. Wenn man alle äußeren Faktoren wie das Wachstum

der Wirtschaft, die Inflationsraten, Rohstoffpreise und die operative Situation der Unternehmen berücksichtigt, dürfte das Gewinnwachstum im nächsten Jahr nach unserer Auffassung eher bei rund 9,00 Prozent liegen. Am Markt rechnet man noch mit einem Plus von circa 16,00 Prozent.

Gute Gründe für Gewinnrevisionen Es gibt eine ganze Reihe guter Gründe, die uns zur Zurückhaltung bei den Prognosen veranlassen. Hauptgrund ist für uns die weiterhin holprige wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten. Unsere Analystenkollegen, die sich mit den globalen Wirtschaftsaussichten beschäftigen, gehen von einer Abschwächung des globalen Wachstums von 4,4 Prozent auf 3,8 Prozent aus. Wir rechnen allerdings nicht mit einem massiven Einbruch der Gewinne und befürchten auch keinen „Double Dip“, also das erneute Abgleiten der Konjunktur in eine Rezession. Für die Aktienmärkte erwarten wir bis Jahresende unter dem Strich eine tendenziell stabile Entwicklung ohne größere Ausbruchsbewegungen. Denn eine Wachstumsabschwächung allein dürfte unserer Meinung nach nicht zu einem Ausverkauf an den Aktienmärkten führen, während wir aber gleichzeitig einen


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Ausbruch der Börsen nach oben für unwahrscheinlich halten. Gestützt wird unsere Einschätzung durch die Haltung der Anleger. Sie sind vorsichtiger geworden und haben schon eine gute Dosis Skepsis in die aktuellen Kurse eingepreist. Aktuell sind die europäischen Aktienmärkte mit dem 11,6-Fachen der für 2011 zu erwartenden Gewinne bewertet. Dieses KursGewinn-Verhältnis liegt gut 22,00 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, der sich auf einem Niveau von 13,50 bewegt. In einem wirtschaftlichen Umfeld mit niedrigen Wachstumsraten halten wir eine Bewertung in Höhe der 12,5-fachen Gewinne für angemessen. In diesem Bereich könnten die Aktien auch einigen Gewinnrevisionen widerstehen. Derartige Gewinnrevisionen sind indes nicht unüblich und zunächst auch nicht besorgniserregend. In den 1990er Jahren starteten viele Analysten das jeweilige Geschäftsjahr überoptimistisch und korrigierten die Erwartungen nachfolgend immer wieder nach unten, obwohl viele europäische Firmen in dieser Zeit ihren Gewinn von Jahr zu Jahr steigern konnten. Solange also die Erwartungen nicht allzu heftig nach unten korrigiert werden und sofern die Anleger schon ihrerseits gewisse Abschwächungen durch eine Marktbewertung unter dem bisherigen Analystenkonsens vorweggenommen haben, sind Gewinnrevisionen allein noch keine erhebliche Gefahr.

Sichere Häfen Auch in einem Umfeld der reduzierten Gewinnprognosen sind die verschiedenen Sektoren und Einzeltitel unterschiedlich stark betroffen. Es ist kein Widerspruch, steigende Gewinne zu prognostizieren und defensive

Meinung

Aktien zu favorisieren. Und auch defensive Aktien können sich in einem steigenden Markt besser behaupten als andere Werte. Dieses Muster ließ sich bereits in den vergangenen Jahren beobachten, bevor jeweils eine Trendwende erfolgte.

Hans Redeker, Global Head of Foreign Exchange Strategy BNP Paribas

Mit tieferen Gewinnerwartungen steigt die Bedeutung robuster Gewinne. Die Aktien von Firmen mit wenig schwankungsanfälligen Gewinnen sind dann besonders gesucht und werden gegenüber dem Gesamtmarkt oft mit einer Prämie gehandelt. Aktuell gibt es zwei Sektoren, bei denen die Gewinne weiter steigen und bei denen noch keine Erwartungskorrekturen erfolgt sind:

Dies sind Medienaktien und die Anteilsscheine der Hersteller dauerhafter Konsumgüter. Gerade Medienaktien hatten ein enttäuschendes Jahrzehnt durchlebt. Jetzt steigern einige Branchenschwergewichte wie Vivendi und Reed in den nicht zyklischen Geschäftsbereichen ihre Gewinne laufend. Aktien aus diesem Sektor sind keinesfalls risikofrei, aber unserer Ansicht nach ungleich vielversprechender als andere Sektoren.

Aktien mit Überraschungspotenzial Die Analysten von Exane BNP Paribas liegen mit ihren Gewinnerwartungen bei diesen Titeln deutlich über den Konsensschätzungen. Firma

Sektor

Ericsson Lagardère Peugeot ProSiebenSat.1 Reed Elsevier Richemont Qiagen Heineken Carlsberg Lanxess

Telekomausrüster Medien Automobile Medien Medien Luxusgüter Pharma Getränke Getränke Chemie

Abweichung zwischen der Exane Gewinnerwartung und dem Analysten-Durchschnitt 19% 25% 12% 3% 7% 8% 9% 6% 9% 9%

Quelle: Exane BNP Paribas

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Hauptthema

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Die letzten Wochen des Jahres gehören an der Börse traditionell zu den besten. Auch diesmal stehen die Chancen gut. Zertifikate locken mit vorweihnachtlichen Renditezielen.

Hurra, hurra, der Herbst ist da! Endlos wirkende fünf Monate lang sehen sich Anleger inzwischen mit der lähmenden, zunehmend verengten Seitwärtsbewegung des deutschen StandardwerteIndex DAX® konfrontiert. Doch jetzt könnte möglicherweise eine steigende Trenddynamik einsetzen. Neben dem Blick auf das fundamentale Umfeld (siehe Seite 13 f.) stimmen vor allem die saisonalen Regelmäßigkeiten gemäß einer langfristigen Auswertung der DAX®-Entwicklungen im Jahresverlauf zuversichtlich. Abbildung 1 präsentiert hierzu eine Analyse der Indexzeitreihe seit 1976. Die Balken veranschaulichen die durchschnittliche Performance des DAX® im jeweiligen Monat des Jahres. Die Liniengrafik zeigt die entsprechend standardisierte Indexentwicklung im Jahresverlauf. Unter anderem bekräftigt Abbildung 1 die Börsenweisheit „Sell in May and go away“.

Denn wenngleich im Mittel keine größeren Verlustgefahren während der Sommermonate drohen, landet der Markt nach einem vorübergehenden Aufwind am 30. September ziemlich exakt auf dem Niveau vom 30. April. Rein statistisch gesehen gibt es mit deutschen Standardwerten von Mai bis Ende September also nichts zu verdienen. Folglich gehören Zertifikate mit attraktiven Seitwärtsrenditen, wie etwa herkömmliche Discount-Papiere, unter diesem Blickwinkel während der Sommermonate zum Pflichtprogramm für jeden Anleger. Per saldo hat sich der DAX® im laufenden Jahr zwischen Ende April und Ende September genau an dem langfristigen statistischen Muster orientiert, indem letztlich keine nennenswerte Niveauveränderung zu verzeichnen war. Wir sind am 30.04.2010 bei 6.136 Punkten gestartet und am 30.09.2010 bei 6.229 Zählern gelandet. Wohl dem, der sein Depot ausreichend mit Seitwärtsinvestments bestückt hatte.

Abbildung 1: Langfristige DAX®-Auswertung seit 1976

4,00%

110,00

3,00%

107,50

2,00%

105,00

1,00%

102,50

0,00%

100,00 31.01. 28.02. 31.03. 30.04. 31.05. 30.06. 31.07. 31.08. 30.09. 31.10. 30.11. 31.12.

-1,00%

97,50

-2,00%

95,00

normierte durchschnittliche DAX®-Entwicklung

durchschnittliche Monatsperformance

Durchschnittliche Monatsperformance und daraus abgeleitete Entwicklung im Jahresverlauf

durchschnittliche Monatsperformance des DAX® seit 1976 normierte durchschnittliche DAX®-Entwicklung im Jahresverlauf (auf Basis der durchschnittlichen Monatsperformance) seit 1976

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Quelle: Lenz + Partner AG, BNP Paribas

Positive Vorzeichen bis zum Jahreswechsel Nach der fünfmonatigen Durststrecke gilt es nun, den Blick nach vorn zu richten. Lässt sich das Depot bis zum Jahresende noch ein wenig auf Trab bringen? Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, dass sich die deutschen Standardwerte im November und Dezember noch einmal von ihrer positiv dynamischen Seite zeigen oder wenigstens weiterhin mit Stabilität glänzen. Der in Abbildung 1 erkennbare normierte Jahresverlauf des DAX® dürfte erfahrenen Anlegern sehr vertraut vorkommen. Nur allzu oft startet der Markt verheißungsvoll ins neue Jahr, um dann sehr bald in eine Katerstimmung zu geraten. Ende Januar sind die Gewinne der ersten Tage des neuen Jahres passé (Durchschnittsperformance -0,07 Prozent). Im Februar kehrt dann eine zaghafte Dynamik zurück, bis März und April den Börsianern einen ordentlichen Aufwärtsschub bescheren. Im Mai manifestiert sich die Börsenweisheit „Sell in May and go away“ in einer unbedeutenden Durchschnittsperformance. Recht gute Ergebnisse, gerne bezeichnet als „Sommerrallye“, liefern nachfolgend der Juni und Juli. Nun gilt es, mit dem August und vor allem dem September die beiden schlechtesten Monate des Börsenjahres zu überstehen. Als Beobachter spürt man hier oft eine gewisse Desorientierung der Marktteilnehmer mit einem Hang zur Übergewichtung negativer Nachrichten. Die Halbjahresergebnisse der Unternehmen sind zu diesem Zeitpunkt abgearbeitet. Und bevor das dritte Quartal beendet ist und die neuesten Zahlen eintrudeln, entsteht offenbar schnell eine Unsicherheit, ob auch die zweite Halbzeit des Geschäftsjahres erfolgreich gemeistert werden kann. Natürlich wird die düstere

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Hauptthema

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Abbildung 2: Deutlich weniger schwankungsintensiv und speziell seit dem Jahrtausendwechsel mit wachsendem Renditevorsprung: Saisonalstrategie für den DAX® vs. permanentes DAX®-Investment ab 1976

12.800

Punkte

6.400 3.200 1.600 800

Wenngleich auch der Oktober tiefrote Einzelergebnisse beispielweise aus dem Jahr 1987 vorzuweisen hat, ist er durchschnittlich ein passabler Börsenmonat. Hier können Unternehmensergebnisse zum dritten Quartal den Markt antreiben, und man stimmt sich langsam auf den Jahresendspurt ein. Richtig rosig sieht es im Mittel von Ende Oktober bis Ende Dezember aus. Die letzten acht Wochen des Jahres überzeugen mit einer überaus positiven Performance des StandardwerteIndex DAX®. Die viel zitierte Jahresendrallye zeigt hier ihre volle Kraft. Und das nicht ohne Grund. Schließlich möchten große Adressen wie Fonds zum Jahresende gute Anlageresultate präsentieren. Dass eine gewisse Kaufneigung im November und Dezember die Aktienkurse tendenziell stützt, liegt somit auf der Hand. Zwar ist ausdrücklich zu betonen, dass auch langfristig vorherrschende Regelmäßigkeiten in der Börsenentwicklung nicht etwa auf Kausalzusammenhängen beruhen müssen und erst recht nicht in jedem einzelnen Jahr wie beobachtet auftreten. Die aufgedeckten Monatstendenzen des DAX® im Jahresverlauf werden aber immerhin von einer gewissen Nachvollziehbarkeit flankiert. Vor allem die vor uns liegenden Monate November und Dezember machen Hoffnung auf eine erfreuliche Marktbewegung.

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30.01.10

30.01.06

30.01.08

30.01.02

30.01.04

30.01.00

30.01.96

30.01.98

30.01.92

30.01.94

30.01.88

30.01.90

30.01.86

30.01.84

30.01.82

30.01.78

30.01.80

400 30.01.76

September-Statistik durch Sonderereignisse wie den 11. September 2001 oder die LehmanPleite mitgeprägt, die zufällig im neunten Börsenmonat auftraten. Dass in diesem Jahr und auch 2009 alles andere als eine SeptemberDepression vorherrschte, spricht indes nicht gegen die saisonalen Tendenzen. Vielmehr bedeuten auch langfristige statistische Beobachtungen keineswegs, dass jedes einzelne Jahr in der Vergangenheit dem aufgedeckten Muster folgte, geschweige denn in Zukunft folgen wird.

DAX® im Zeitraum 30.01.1976 bis 30.09.2010 Optimierte Saisonalstrategie für den DAX® im Zeitraum 30.01.1976 bis 30.09.2010: Anlage jeweils nur in den drei statistisch stärksten Zweimonatsperioden vom 28.02. bis 30.04., vom 31.05. bis 31.07. und vom 31.10. bis 31.12.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Quelle: Lenz + Partner AG, BNP Paribas

Die etwas andere Saisonalstrategie für den DAX® Ein besonders spannendes Ergebnis, das sich von der reinen Mittelwertbetrachtung der DAX®-Monatsperformance löst und die fortlaufende Entwicklung in den vergangenen knapp 35 Jahren betrachtet, zeigt Abbildung 2. Bekannte Saisonalstrategien zielen beispielsweise auf einen DAX®-Investitionszeitraum jeweils von November bis April ab. Auch der Ausstieg lediglich im August und September wird praktiziert, so etwa vom DAXplus® Seasonal Strategy Index der Deutschen Börse AG. Unsere zuvor diskutierte statistische Auswertung legt für eine saisonale DAX®-Strategie hingegen etwas mehr Aktivität nahe. So könnte man sich auf die wirklich einträglichen Börsenmonate mit einer Durchschnittsperformance von wenigstens 1,00 Prozent konzentrieren. Damit treten sofort drei Monatspaare in den Fokus: Im März und April, im Juni und Juli sowie im November und Dezember erscheint ein DAX®Investment besonders aussichtsreich. Das Rückrechnungsergebnis dieser abgewandelten Saisonalstrategie in Abbildung 2 kann sich sehen lassen. Der entsprechende „Strategie-DAX®“ würde mit rund 13.400 Punkten nach knapp 35 Jahren heute mehr als doppelt so hoch stehen wie der DAX®. Die jährliche

Rendite beliefe sich auf 9,52 Prozent gegenüber 7,13 Prozent beim permanenten DAX®Investment. Abbildung 2 zeigt aber auch, dass die Saisonalstrategie neben der kräftigen Verminderung der Schwankungsintensität gegenüber der DAX®Entwicklung unter Renditeaspekten erst ab 2001 massiv gepunktet hat. Zuletzt verliehen das weitgehend unbeteiligte Überstehen der Finanzkrise und das nahezu perfekte Abschöpfen der rasanten Erholung im Anschluss unserem zurückgerechneten „SaisonalstrategieDAX®“ einen ordentlichen Performancekick.


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Abbildung 3: Deutschland ist gut durch die Krise gekommen und auf Wachstum getrimmt

Das fundamentale Umfeld – weder paradiesisch noch eindeutig negativ

Nachdem die Börsianer in den zurückliegenden Monaten von den Unternehmen kaum neues Datenfutter zur Beurteilung der Märkte bekamen und sich deshalb von den uneinheitlichen Konjunkturnachrichten übers Parkett treiben ließen, kommt im Oktober endlich die Berichtssaison zum dritten Quartal auf Touren. Vermutlich dürften echte Sensationsmeldungen eher die Ausnahme bleiben, denn gegen atemberaubende Gewinnsprünge sprechen die seit dem Sommer vor allem in den USA eingetrübten Konjunkturdaten. Andererseits erscheint auch die Furcht vor einer Flut

5.500

110

5.000

108

4.500

106

4.000

104

3.500

102

3.000

100

2.500 1. Q. 2002 2. Q. 2002 3. Q. 2002 4. Q. 2002 1. Q. 2003 2. Q. 2003 3. Q. 2003 4. Q. 2003 1. Q. 2004 2. Q. 2004 3. Q. 2004 4. Q. 2004 1. Q. 2005 2. Q. 2005 3. Q. 2005 4. Q. 2005 1. Q. 2006 2. Q. 2006 3. Q. 2006 4. Q. 2006 1. Q. 2007 2. Q. 2007 3. Q. 2007 4. Q. 2007 1. Q. 2008 2. Q. 2008 3. Q. 2008 4. Q. 2008 1. Q. 2009 2. Q. 2009 3. Q. 2009 4. Q. 2009 1. Q. 2010 2. Q. 2010 3. Q. 2010

Die statistisch unterlegte Zuversicht für die DAX®-Performance von Ende Oktober bis zur Feiertagspause um Weihnachten und Silvester wird von positiven Fundamentaldaten speziell seitens der deutschen Wirtschaft weiter gestützt.

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Private Konsumausgaben Kettenindex (Startwert Jahr 2000 = 100; linke Skala)* BIP Kettenindex (Startwert Jahr 2000 = 100; linke Skala)* registrierte Arbeitslose (rechte Skala)

* preis-, saison- und kalenderbereinigt; Quelle: Statistisches Bundesamt, www.destatis.de

an Negativmeldungen der Unternehmen unbegründet. Die deutschen Konzerne bewegen sich in einem vielversprechenden Umfeld. Der brummende Export bildet weiterhin eine wichtige Triebfeder. Aber auch die Binnenkonjunktur überrascht positiv. Dabei dürften sich nicht zuletzt die sinkenden Arbeitslosenzahlen

Tabelle 1: DAX® Bonus Calls Ausgewählte Produkte für eine deutlich positive Markttendenz beim Jahresendspurt Für alle aufgeführten Produkte gilt: Basiswert DAX® | Bewertungstag 17.12.2010 | Bezugsverhältnis 0,01 | Stand der Daten: 04.10.2010 WKN

BN5JKM BN5JKP BN5K4P BN5K4Q

Bonuskurs

6.000 6.400 6.500 6.600

Barriere-Level

5.000 5.400 5.500 5.600

Arbeitslose in Tausend

Indexstand

Sinkende Arbeitslosenzahlen (rote Linie) und stabile bis steigende Konsumausgaben (blaue Linie) auch während der abgehakten Rezession (BIP-Index, orange Linie) erweisen sich neben dem Export als wichtige Stützen der deutschen Konjunktur.

Basispreis

5.000 5.400 5.500 5.600

Briefkurs (in EUR)

12,75 9,70 8,98 8,24

Bonusrendite p.a.

16,22% 70,06% 159,99%

Quelle: BNP Paribas

Von BNP Paribas in diesem Jahr als Innovation erstmals präsentiert und überaus attraktiv sind Bonus Calls. Wer zum Beispiel erwartet, dass der DAX® bis zum 17.12.2010 definitiv nicht unter 5.400 Punkte abtauchen wird und höchstwahrscheinlich neue Jahreshochs oberhalb von 6.400 Punkten markiert, dürfte sich aktuell (04.10.2010) bei einem DAX®Stand von 6.134 Punkten beispielsweise für den Bonus Call mit der WKN BN5JKP zum Preis von 9,70 Euro interessieren. Am Ende gibt es hier bei unverletzten 5.400 DAX®-Zählern mindestens 10,00 Euro als Rückzahlung. Allein daraus resultiert schon eine Bonusrendite p.a. in Höhe von 16,22 Prozent. Schafft der DAX® den Sprung über 6.400 Zähler, partizipiert das Papier per 17.12.2010 ebenso wie ein herkömmlicher Call mit Basis 5.400 vollständig und unbegrenzt.

(siehe Abbildung 3) als Segen erweisen. Mittlerweile scheint das Unterschreiten der 3Millionen-Marke nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Das hebt die Konsumstimmung. So prognostizierte der Gesamtindikator der monatlichen GfK-Konsumklimastudie nach revidiert 4,3 Punkten im September für Oktober einen Wert von überraschend hohen 4,9 Zählern. Die wachsende Konsumlust der Deutschen wirkt sich zunehmend positiv auf das hiesige Wirtschaftswachstum aus. Die Volkswirte der Forschungsinstitute mussten ihre Erwartungen für 2010 zuletzt nach oben schrauben. Mehrheitlich werden nun 3,4 bis 3,5 Prozent Wachstum in Aussicht gestellt. Im Jahr 2011 soll es gemäß den bisherigen Aussagen der Forscher langsamer vorwärtsgehen. Die Prognosen bewegen sich mehrheitlich um die 2,00 Prozent. Nachdenklich stimmen hingegen die durchwachsenen Daten aus den USA. Ein Double Dip, also das nochmalige Abgleiten in die Rezession, wird aber mehrheitlich für unwahrscheinlich gehalten. Zuletzt zeigte sich die amerikanische Notenbank Fed kämpferisch. Mit zusätzlichen Mitteln soll das USWachstum notfalls angeheizt werden.

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Eine Funktion als Konjunkturmotor der Weltwirtschaft werden die USA aber in nächster Zeit eher nicht erfüllen können. Möglicherweise müssen sich die Börsianer damit abfinden, dass aus den USA vorerst kaum Spitzendaten zu erwarten sind. Der Blick auf die heimische Konjunktur und auf das ungebremste Wachstum in den Schwellenländern, allen voran China, könnte künftig interessanter sein.

Tabelle 2: DAX® Bonus und Capped Bonus Zertifikate Ausgewählte Produkte für eine einigermaßen stabile bis positive Markttendenz beim Jahresendspurt Für alle aufgeführten Produkte gilt: Basiswert DAX® | Bewertungstag 17.12.2010 | Bezugsverhältnis 0,01 | Stand der Daten: 04.10.2010 WKN

Typ

BN3MBL BN6NMP BN6NMT BN6KCA BN6KCE

Bonus Bonus Bonus Capped Bonus Capped Bonus

Bonuskurs

6.200 6.400 6.600 6.350 6.500

Cap

Barriere-Level

6.350 6.500

Briefkurs (in EUR)

3.400 5.350 5.700 5.400 5.600

Bonusrendite p.a.

64,14 62,94 62,67 61,22 61,85

8,59% 29,11% 19,78% 27,79%

Quelle: BNP Paribas

Auch bei klassischen Bonus Zertifikaten mit unbegrenzten Gewinnchancen gibt es auf kurze Sicht vielversprechende Gelegenheiten ohne allzu große Aufgelder gegenüber dem Basiswertkurs. Mit der Erwartung deutlich steigender DAX®-Stände bis kurz vor Weihnachten fällt zum Beispiel das Bonus-Papier mit der WKN BN3MBL ins Auge. Der DAX® darf hier bis zum 17.12.2010 niemals auf oder unter 3.400 Punkte fallen, eine äußerst harmlose Bedingung. Nach dem Bewertungstag kommt bei unverletzter Barriere mindestens der Bonuskurs von 6.200 Punkten, mithin 62,00 Euro je Zertifikat, zur Auszahlung. Das ergäbe einen kleinen Verlust von 3,34 Prozent. Richtig spannend wird es, wenn der DAX® bis kurz vor Weihnachten haussiert und 6.414 Punkte (entsprechend dem Kaufpreis des Produkts) übertrifft. In diesem angestrebten Szenario profitiert der Bonus-Investor eins zu eins und unbegrenzt vom steigenden Marktniveau.

Unter dem Strich stehen die Chancen auf eine Jahresendrallye beim DAX® gut, sofern es in den kommenden Wochen keine größeren Störfeuer gibt. Wenigstens die Absturzgefahr scheint relativ klein zu sein. Und allein das genügt bekanntlich für viele ZertifikateInvestments.

Aussichtsreiche Anlagechancen für schnelle Renditen Von einer hoffentlich stabilen bis positiven DAX®-Entwicklung während der letzten Wochen des Jahres lässt sich mit zahlreichen Zertifikaten profitieren. In den Tabellen 1 bis 6 haben wir eine Auswahl an Papieren für jeden Geschmack zusammengestellt. Mit dem einheitlichen Bewertungstag am 17.12.2010 wurde dabei ausschließlich der kurzfristige Anlagehorizont bis kurz vor Weihnachten ausgelotet. Über die Feiertage kann man die Börse dann getrost ignorieren.

Tabelle 3: DAX® Discount Calls und Discount Calls Plus Ausgewählte Produkte für eine einigermaßen stabile bis positive Markttendenz beim Jahresendspurt Für alle aufgeführten Produkte gilt: Basiswert DAX® | Bewertungstag 17.12.2010 | Bezugsverhältnis 0,01 | Stand der Daten: 04.10.2010 WKN

Typ

BN2KPE BN2KN7 BN31ET BN2KN8 BN4KSR BN5L2J BN3S9H BN35RD BN5CSW

Discount Call Discount Call Discount Call Discount Call Discount Call Discount Call Discount Call Plus Discount Call Plus Discount Call Plus

Basispreis

Cap

Briefkurs (in EUR)

Seitwärtsrendite

Seitwärtsrendite p.a.

Max. Rendite

Max. Rendite p.a.

4.500 4.500 5.400 5.000 5.800 5.500 4.600 5.000 5.400

5.000 5.500 5.900 6.000 6.300 6.500 5.100 5.500 5.900

4,86 9,42 4,10 8,44 3,14 6,31 4,91 4,75 4,39

2,88% 6,16% 21,95% 18,48% 6,44% 0,51% 1,83% 5,26% 13,90%

15,03% 34,29% 166,13% 130,81% 36,05% 2,54% 9,36% 28,77% 90,02%

2,88% 6,16% 21,95% 18,48% 59,24% 58,48% 1,83% 5,26% 13,90%

15,03% 34,29% 166,13% 130,81% 892,22% 869,08% 9,36% 28,77% 90,02%

Quelle: BNP Paribas

Unter den beliebten Discount Calls finden sich neben reinrassigen Hausse-Produkten vor allem auch Investments, die ohne DAX®-Rallye satte Gewinne abwerfen. So wird etwa der 5.400–5.900er Discount Call mit der WKN BN31ET zu 5,00 Euro zurückgezahlt und produziert 21,95 Prozent Gewinn (166,13 Prozent p.a.), wenn der DAX® am 17.12.2010 auf oder über 5.900 Punkten notiert (DAX® aktuell 6.134 Punkte am 04.10.2010). Bei 5.400 Indexpunkten oder weniger am 17.12.2010 würde der Discount Call wertlos verfallen. Eine interessante Alternative sind Discount Calls Plus. Beim Pendant zum obigen Beispielprodukt mit der WKN BN5CSW kommen die angestrebten 5,00 Euro pro Schein auch unterhalb von 5.900 DAX®-Zählern zur Auszahlung, wenn der Index bis zum 17.12.2010 niemals auf oder unter 5.400 Punkte gefallen ist. Für die größere Erfolgswahrscheinlichkeit muss jedoch ein höherer Einstiegspreis von 4,39 Euro akzeptiert werden.

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Tabelle 4: DAX® Sprint Zertifikate Ausgewählte Produkte für eine einigermaßen stabile bis positive Markttendenz beim Jahresendspurt Für alle aufgeführten Produkte gilt: Typ Sprint 2X |Basiswert DAX® | Bewertungstag 17.12.2010 | Bezugsverhältnis 0,01 | Stand der Daten: 04.10.2010 WKN

Basispreis

Cap

4.200 4.400 5.000 5.400 5.500 6.000

BN6AMV BN6AMW BN6AM1 BN6AM3 BN6AM4 BN6AM6

Partizipationsrate

5.200 5.400 5.600 5.900 6.000 6.300

Briefkurs (in EUR)

2 2 2 2 2 2

Seitwärtsrendite p.a.

61,24 62,89 60,54 61,54 62,04 61,58

Max. Rendite

6,27% 9,04% 12,46% 21,34% 25,84% 9,17%

Max. Rendite p.a.

1,24% 1,77% 2,41% 4,00% 4,77% 7,18%

6,27% 9,04% 12,46% 21,34% 25,84% 40,78%

Quelle: BNP Paribas

Auch mit defensiv ausgestatteten Sprint Zertifikaten lassen sich auf kurze Sicht in einem mindestens stagnierenden Markt hohe Renditen einfahren. Dem 2X Sprinter mit der WKN BN6AM3 genügt es zum Beispiel, wenn der DAX® am 17.12.2010 irgendwo auf oder über 5.900 Zählern notiert. Dann resultiert ein Gewinn von 4,00 Prozent beziehungsweise eine Rendite p.a. von reizvollen 21,34 Prozent. Wegen des geringen Aufgelds beim Einstieg gleicht das Risiko der Position ungefähr einem Direktinvestment in den Basiswert. Ab 5.400 Zählern bis zum Outperformance-Punkt von 6.377 Zählern (= 6.132 x 1,04) schneidet der Sprint-Investor jedoch besser als mit einem einfachen DAX®Partizipationspapier (WKN BN3DAX) ab. Stärker positiv gestimmte Anleger bevorzugen ein Produkt mit höherem Cap, wie etwa das 2X Sprint Zertifikat mit einer Sprintstrecke von 6.000 bis 6.300 Zählern (WKN BN6AM6). Steht der DAX® am 17.12.2010 auf oder oberhalb von 6.300 Punkten, winkt hier ein Gewinn von 7,18 Prozent (40,78 Prozent p.a.). Der Outperformance-Punkt ist erst bei 6.572 DAX®-Punkten erreicht.

Tabelle 5: DAX® Discount Zertifikate Ausgewählte Produkte für eine einigermaßen stabile bis positive Markttendenz beim Jahresendspurt Für alle aufgeführten Produkte gilt: Basiswert DAX® | Bewertungstag 17.12.2010 | Bezugsverhältnis 0,01 | Stand der Daten: 04.10.2010 WKN

Cap

BN4YES BN4YEW BN4YEY BN4YE1 BN4YE2

5.500 5.900 6.100 6.400 6.500

Briefkurs (in EUR)

54,23 57,40 58,69 60,16 60,49

Discount

Seitwärtsrendite p.a.

11,59% 6,43% 4,32% 1,93% 1,39%

Max. Rendite p.a.

7,21% 14,53% 20,99% 10,08% 7,15%

7,21% 14,53% 20,99% 35,72% 42,61%

Quelle: BNP Paribas

Tabelle 6: DAX® Discounter-Put-Kombinationspositionen Ausgewählte Produktpaare für eine deutlich positive Markttendenz beim Jahresendspurt Für alle aufgeführten Produkte gilt: Basiswert DAX® | Bewertungstag 17.12.2010 | Bezugsverhältnis 0,01 | Stand der Daten: 04.10.2010 Discount Zertifikate WKN

BN4YE2 BN4YE2 BN4YE3 BN4YE3 BN4YE4 BN4YE4 BN4YE5 BN4YE6 BN4YE6 BN4YE7 BN4YE7

Cap

6.500 6.500 6.600 6.600 6.700 6.700 6.800 6.900 6.900 7.000 7.000

Put-Optionsscheine Briefkurs (in EUR)

60,49 60,49 60,75 60,75 60,98 60,98 61,11 61,20 61,20 61,25 61,25

WKN

BN4LAA BN4LAC BN4LAA BN4LAC BN1H87 BN4LAB BN4LAB BN3VSE BN4LAC BN3VSF BN4LAB

Kombinationsposition

Basispreis

Briefkurs (in EUR)

6.100 6.300 6.100 6.300 6.000 6.200 6.200 5.800 6.300 5.900 6.200

2,32 3,27 2,32 3,27 1,91 2,76 2,76 1,34 3,27 1,61 2,76

Briefkurs gesamt (in EUR)

62,81 63,76 63,07 64,02 62,89 63,74 63,87 62,54 64,47 62,86 64,01

Gewinnschwelle DAX® am Bewertungstag

Min. Rendite

6.281 6.376 6.307 6.402 6.289 6.374 6.387 6.254 6.447 6.286 6.401

-2,88% -1,19% -3,28% -1,59% -4,60% -2,73% -2,93% -7,26% -2,28% -6,14% -3,14%

Min. Rendite p.a.

-13,43% -5,74% -15,18% -7,62% -20,71% -12,76% -13,63% -31,05% -10,75% -26,84% -14,56%

Max. Rendite

3,49% 1,94% 4,65% 3,09% 6,54% 5,11% 6,47% 10,33% 7,03% 11,36% 9,36%

Max. Rendite p.a.

18,42% 9,97% 25,10% 16,21% 36,65% 27,89% 36,21% 62,39% 39,79% 70,00% 55,46%

Quelle: BNP Paribas

Neben den reizvollen Konditionen der herkömmlichen Discount Zertifikate in Tabelle 5 für defensiv bis offensiv gestimmte Anleger sind für letztere Investorengruppe vor allem auch die Discounter-Put-Kombinationspositionen in Tabelle 6 reizvoll. Wer von einem stark steigenden Markt bis 17.12.2010 ausgeht und sein Risiko im Falle einer Fehlprognose auf ein geringes Niveau ohne Wenn und Aber eindeutig begrenzen möchte, ist mit den Paaren aus Discount Zertifikaten und Put-Optionsscheinen (siehe auch Artikel auf Seite 22 ff.) bestens aufgestellt. Wer zum Beispiel einen DAX®-Anstieg zum 17.12.2010 auf mindestens 6.700 Punkte prognostiziert, trägt mit der sechsten Position in Tabelle 6 lediglich ein Verlustrisiko von 2,73 Prozent (Stand 04.10.2010). Und im Gewinnszenario lassen sich bis zu 5,11 Prozent (27,89 Prozent p.a.) einstreichen, wenn der DAX® die besagten 6.700 Zähler erreicht oder übertrifft.

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11 2010

Gold und Silber für Vorsichtige Die Notierungen von Gold und Silber befinden sich auf Rekordjagd. Wer dabei sein möchte, kann die Risiken durch Discounter-Put-Kombinationen auf ein geringes Maß begrenzen.

Wer die Wahl hat …

Im September haben die Aufwärtstrends der Edelmetalle noch einmal richtig Fahrt aufgenommen. Entscheidende charttechnische Widerstandsniveaus wurden problemlos geknackt. Per 14. Oktober 2010 notierte Gold mit 1.381 US-Dollar auf einem neuen Allzeithoch, und Silber war mit 24,66 US-Dollar so teuer wie seit 30 Jahren nicht mehr. Die beeindruckende Hausse hält schon fast zehn Jahre an (siehe Chartgrafiken seit 2001 in den Abbildungen 1 und 2). Momentan verweisen Marktbeobachter neben dem zuletzt beschleunigten Abwärtstrend des US-Dollar überwiegend auf das angeschlagene Vertrauen in die Bonität vieler Staaten, um den Run auf Edelmetalle als Anlageobjekt und Wertaufbewahrungsmittel zu begründen. Vermehrt werden allerdings auch spekulative Kräfte vermutet, die eine gefährliche Preisblase hervorrufen könnten.

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Ob Gold und Silber nun mitten in einer langfristigen Neubewertung stecken und nachhaltig noch viel höhere Preisregionen als heute ansteuern werden oder ob sich hier eine Spekulationsblase aufbläht, die in näherer Zukunft zerplatzt, ist für den einzelnen Anleger jedoch keine sehr hilfreiche Fragestellung. Vielmehr interessiert die Überlegung, wie man jetzt noch auf den fahrenden Zug aufspringen kann, um die Chancen zu nutzen, ohne übermäßig stark unter potenziell heftigen Preiskorrekturen zu leiden.

Der Klassiker: Open-End-Partizipation mit Absicherung Zunächst ist an ein simples Open-EndInvestment mit Absicherung zu denken. Zur Verfügung steht einerseits das Gold OpenEnd Zertifikat von BNP Paribas inklusive Währungssicherung (WKN BN2GLD, siehe

nebenstehender Infokasten). Hiermit partizipiert der Anleger ohne Laufzeitbegrenzung und ohne Berücksichtigung der Währungsschwankungen fast eins zu eins an der Entwicklung des Goldpreises. Die eingerechnete Quantogebühr zur Währungssicherung beträgt derzeit 3,00 Prozent pro Jahr. Zum Schutz gegen sinkende Goldpreise findet der Investor auf www.derivate.bnpparibas.de eine breite Auswahl an Short-Hebelpapieren vom klassischen Put-Optionsschein bis zum Unlimited Short. Sinnvoll kann auch die Nutzung einer anfänglichen (Teil-)Absicherung sein, die nach einer deutlich positiven Entwicklung des Goldpreises aufgegeben wird. Vor dem Rückfall in die Verlustzone kann man sich dann einfach durch ein Stop Loss-Limit auf dem Kaufniveau der Gold-Position (Breakeven-Stopp) schützen.


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11 2010

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Die clevere Alternative: Discounter-Put-Kombinationen auf Gold und Silber

Open-End Zertifikat. Lediglich eine Obergrenze der möglichen Gewinne muss im Gegenzug akzeptiert werden.

Wer den anvisierten Aufwärtstrend bei den Edelmetallpreisen weiterhin „in geordneten Bahnen“ ohne haltlose Übertreibungen ablaufen sieht, könnte bei einem zeitlich begrenzten Anlagehorizont eventuell auf ein unlimitiertes Gewinnpotenzial verzichten. Statt der Nutzung des Gold Open-End Zertifikats mit zusätzlicher Baisse-Absicherung erweist sich dann der Einsatz von Kombinationspositionen aus Discount Zertifikaten und Put-Optionsscheinen möglicherweise als elegantere Alternative. Solche Engagements sind Ihnen von unseren abgesicherten Index- und Aktien-Investments (siehe Seite 22 ff.) bereits bestens bekannt. Die Produktduos können ebenso gut für die Basiswerte Gold und Silber zusammengestellt werden. Der Preisabschlag des jeweiligen Discount Zertifikats finanziert dabei zum Teil den parallel eingesetzten Put-Optionsschein und verbessert so das Chance/Risiko-Profil der Gesamtposition im Vergleich zum abgesicherten

So funktioniert’s Zum Aufbau Ihrer Produktkombination wählen Sie zunächst für den gewünschten Basiswert mit der gewünschten Laufzeit ein Discount Zertifikat, dessen Cap ihren Vorstellungen vom Kurspotenzial des betreffenden Edelmetalls entspricht. Der hinzugezogene Put mit identischer Laufzeit definiert durch seinen Basispreis den Minimalwert des Engagements am Bewertungstag. Der Gesamtpreis beider Papiere sollte möglichst nicht allzu weit über dem aktuellen Basiswertkurs liegen, damit Sie im angestrebten Aufwärtstrend der Performance eines Direktinvestments in den zugrunde liegenden Titel nicht allzu stark hinterherhinken. In der Tabelle auf Seite 19 haben wir eine große Auswahl an reizvollen Discounter-PutKombinationen auf Gold und Silber zusammengestellt. Sie können hier unter vier verschiede-

Abbildung 1: Gold in US-Dollar je Feinunze von 2001 bis 30.09.2010

Open-End QuantoZertifikat auf Gold WKN:

BN2GLD

ISIN:

DE000BN2GLD5

Bezugsverhältnis:

0,10

Ouanto:

Ja

Managementgebühr:

aktuell 3,0000 % p.a.

nen Laufzeiten wählen und finden unter den zahlreichen Cap-Preisen der Discount Zertifikate das passende Engagement für Ihre mehr oder weniger ambitionierte Basiswertprognose. Neben den berechneten Renditechancen und Verlustgefahren sollten Sie auch die angegebenen Gewinnschwellen beachten. Erst ab diesem jeweiligen Basiswertkurs wird die Gesamtposition am Bewertungstag im Plus landen (Annahme: konstanter EUR/USD-Wechselkurs).

Abbildung 2: Silber in US-Dollar je Feinunze von 2001 bis 30.09.2010 24 22 20 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7

1400 1300 1200 1100 1000 900 800 700 600 500 400

6 5

300

4 2001

2002

2003

2004

Quelle: Lenz + Partner AG, Investox

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Quelle: Lenz + Partner AG, Investox

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Eigenhändig errechnen Sie die Gewinnschwelle über den Einstiegspreis der Position, der mit dem Bezugsverhältnis und dem aktuellen EUR/USD-Wechselkurs abgeglichen wird (zum Beispiel markierte Position  in der Tabelle: 99,75 / 0,1 x 1,3634 = 1.359,99). So weit, so einfach. Zu beachten bleibt allerdings darüber hinaus die Wechselkursproblematik.

Währungsrisiken Die klassischen Discount Zertifikate und PutOptionsscheine von BNP Paribas auf Gold und Silber besitzen keine Währungssicherung. Daher gelten alle Berechnungen in der Tabelle auf Seite 19 unter der Annahme, dass der EUR/USD-Wechselkurs am Bewertungstag ebenso wie am Auswertungstag (30.09.2010) unverändert bei 1,3634 EUR/USD steht. Höchstwahrscheinlich wird sich die Devisenrelation am Ende aber merklich von ihrem Ausgangswert entfernt haben. Daraus erwachsen Risiken für Ihr Engagement, denen jedoch ebenfalls Währungschancen gegenüberstehen. Dass der Euro zum US-Dollar im ersten Halbjahr 2010 aufgrund der Griechenland-Panik abtauchte, während der Goldpreis gleichzeitig kletterte, war eher ein Ausnahmefall. Mittlerweile kommt wieder die übliche Korrelation zum Tragen: Der haussierende Goldpreis geht Hand in Hand mit einem einbrechenden USDollar (steigende EUR/USD-Notierungen). Für Gold- und Silber-Investments ohne Währungssicherung, also auch für unsere Discounter-Put-Kombinationspositionen, ist ein Anstieg der Währungsrelation EUR/USD nachteilig. Denn der am Bewertungstag ermittelte Endwert der Gesamtposition lautet in US-Dollar und muss zur Berechnung des Euro-Erlöses durch den Währungskurs divi-

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diert werden. Demnach ist bei einer Rallye des Euro sogar ein Abtauchen des jeweiligen Engagements in die Verlustzone möglich, obwohl der Gold- beziehungsweise Silberpreis wie erhofft gestiegen ist.

am 01.03.2011 keinen Verlust, obwohl der Goldpreis bei 1.300 US-Dollar oder weniger notiert, wenn das EUR/USD-Währungspaar gleichzeitig auf 1,2970 oder weniger abgerutscht ist (Basispreis Put 1.300 x 0,1 / 100,23 = 1,2970).

Bei der zweiten () markierten Kombinationsposition in der Tabelle auf Seite 19 wäre die Verlustzone beispielsweise bei einem EUR/USDWechselkurs am 01.03.2011 auf oder oberhalb von 1,4966 erreicht, auch wenn Gold mindestens 1.500 US-Dollar kostet (Cap 1.500 x Bezugsverhältnis 0,1 / Einstiegspreis der Position 100,23 = 1,4966).

Ausschaltung der Währungsrisiken und Währungschancen

Für ein Investment ohne Währungssicherung (zur Währungssicherung siehe übernächster Abschnitt) sollten Anleger also grundsätzlich die Erwartung hegen, dass die betreffenden Edelmetallnotierungen anziehen, aber in Euro nicht von einem abrutschenden US-Dollar komplett ausgebremst werden.

Währungschancen Der klassische Zusammenhang Dollarschwäche–Edelmetallstärke und umgekehrt Dollarstärke–Edelmetallschwäche ist für die Discounter-Put-Kombinationspositionen ohne Währungssicherung im Abwärtsmarkt aber auch eine Chance. Sinkt nämlich der jeweilige Basiswert des ausgewählten Produktduos per Bewertungstag unter den Basispreis des verwendeten Put-Optionsscheins und droht mit der Position somit der klar begrenzte Maximalverlust, so hilft ein parallel eingeknickter EUR/ USD-Wechselkurs. Die in der Tabelle berechneten Verlustgefahren (siehe Spalte „min. Rendite“) unter der Annahme einer konstanten Devisenrelation könnten dadurch abgemildert oder sogar überkompensiert werden. Zum Beispiel erzeugt die zweite () markierte Kombinationsposition in der Tabelle auf Seite 19

Wer sich mit den Währungsrisiken nicht beschäftigen möchte, dafür aber auch auf die Währungschancen verzichtet, kann seine Discounter-Put-Kombinationsposition gegen das Auf und Ab der EUR/USD-Währungsrelation weitestgehend immunisieren. Dazu werden Long-Hebelprodukte auf EUR/USD benötigt. Für ein konkretes Beispiel unter der Verwendung üblicher EUR/USD-Call-Optionsscheine als Währungsabsicherung beziehen wir uns auf die markierte Position  in der Tabelle auf Seite 19. Der Anleger hat hier die Erwartung, dass der Goldpreis zum 01.06.2011 kräftig bis auf mindestens 1.700 US-Dollar zulegt. Das Discounter-Put-Gespann war am 30.09.2010 für 102,37 Euro zu haben. In US-Dollar entsprach das einem Einstiegspreis von 139,57 (= 102,37 x 1,3634). Dieser Betrag wird nun exemplarisch über einen EUR/USD-Call mit identischer Laufzeit und einem Basispreis von 1,35 EUR/USD abgesichert (WKN BN3AYG). Angesichts des Bezugsverhältnisses von 100 werden pro Discounter-PutKombination auf Gold 1,3957 (= 139,57 / 100) Call-Optionsscheine auf EUR/USD gekauft, die am 30.09.2010 jeweils 4,85 Euro kosteten. Für das gesamte Engagement mit Währungssicherung mussten folglich 109,14 Euro (= 102,37 + 1,3957 x 4,85) aufgebracht werden. In der Realität würde der Anleger beispielweise 100 Discounter-Put-Kombinationen für 10.237,00 Euro sowie aufgerundet 140 EUR/USD-Calls für 679,00 Euro erwerben.


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Produkte

Von steigenden Basiswertkursen mit begrenztem Verlustrisiko profitieren: Beispiele für Produktkombinationen aus Discount Zertifikaten und Put-Optionsscheinen auf Gold und Silber Stand der Daten: 30.09.2010

 

Annahme für Gewinschwelle und Renditeberechnungen: Wechselkurs EUR/USD wie zum Auswertungszeitpunkt 1,3634

Basiswert

Bewertungstag

Discount Zert. WKN

Cap

GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD GOLD SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER SILBER

01.03.11 01.03.11 01.03.11 01.06.11 01.06.11 01.06.11 01.06.11 01.12.11 01.12.11 01.12.11 01.12.11 01.12.11 01.12.11 01.06.12 01.06.12 01.06.12 01.06.12 01.06.12 01.06.12 01.03.11 01.03.11 01.03.11 01.03.11 01.06.11 01.06.11 01.06.11 01.06.11 01.06.11 01.06.11 01.12.11 01.12.11 01.12.11 01.06.12 01.06.12 01.06.12 01.06.12

BN6UNR BN6UNS BN6UNT BN6UPZ BN6UP0 BN6UP1 BN6UP2 BN6URR BN6URS BN6URT BN6URU BN6URV BN6URW BN6UST BN6USU BN6USV BN6USW BN6USX BN6USY BN6UWH BN6UWJ BN6UWK BN6UWL BN6UXK BN6UXL BN6UXM BN6UXN BN6UXP BN6UXQ BN6UYY BN6UYZ BN6UY0 BN6UZW BN6UZX BN6UZY BN6UZZ

1.450 1.500 1.600 1.500 1.600 1.700 1.800 1.500 1.600 1.700 1.800 1.900 2.000 1.500 1.600 1.700 1.800 1.900 2.000 25,00 26,00 27,00 28,00 25,00 26,00 27,00 28,00 29,00 30,00 25,00 28,00 30,00 25,00 26,00 28,00 30,00

Briefkurs (in Euro)

Put-Opt. WKN

Basispreis

Briefkurs (in Euro)

Gesamtpreis KombiKombination

94,52 95,00 95,57 93,47 94,41 95,00 95,39 91,01 92,30 93,21 93,87 94,36 94,74 88,91 90,41 91,53 92,38 93,04 93,57 15,53 15,66 15,76 15,83 15,13 15,29 15,42 15,53 15,61 15,69 14,52 14,97 15,19 13,97 14,15 14,46 14,71

BN5US9 BN5US9 BN5US9 BN31SG BN31SG BN31SG BN31SG BN31SP BN31SP BN31SP BN31SP BN31SP BN31SP BN56L2 BN56L2 BN56L2 BN56L2 BN56L2 BN56L2 BN56MT BN56MT BN56MT BN56MT BN5UVB BN5UVB BN5UVB BN5UVB BN5UVB BN5UVB BN5UVH BN5UVH BN5UVH BN56M8 BN56M8 BN56M8 BN56M8

1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 1.300 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00 21,00

5,23 5,23 5,23 7,37 7,37 7,37 7,37 10,49 10,49 10,49 10,49 10,49 10,49 13,14 13,14 13,14 13,14 13,14 13,14 1,18 1,18 1,18 1,18 1,54 1,54 1,54 1,54 1,54 1,54 2,19 2,19 2,19 2,90 2,90 2,90 2,90

99,75 100,23 100,80 100,84 101,78 102,37 102,76 101,50 102,79 103,70 104,36 104,85 105,23 102,05 103,55 104,67 105,52 106,18 106,71 16,71 16,84 16,94 17,01 16,67 16,83 16,96 17,07 17,15 17,23 16,71 17,16 17,38 16,87 17,05 17,36 17,61

Gewinnschwelle (Basiswertkurs am Bewertungstag)

1.359,99 1.366,54 1.374,31 1.374,85 1.387,67 1.395,71 1.401,03 1.383,85 1.401,44 1.413,85 1.422,84 1.429,52 1.434,71 1.391,35 1.411,80 1.427,07 1.438,66 1.447,66 1.454,88 22,78 22,96 23,10 23,19 22,73 22,95 23,12 23,27 23,38 23,49 22,78 23,40 23,70 23,00 23,25 23,67 24,01

max. Rendite

max. Rendite p.a.

min. Rendite

min. Rendite p.a.

6,62% 9,77% 16,42% 9,10% 15,30% 21,80% 28,48% 8,39% 14,17% 20,24% 26,51% 32,91% 39,40% 7,81% 13,33% 19,13% 25,12% 31,25% 37,47% 9,73% 13,24% 16,90% 20,73% 10,00% 13,31% 16,77% 20,31% 24,03% 27,71% 9,73% 19,68% 26,60% 8,69% 11,85% 18,30% 24,95%

16,64% 25,08% 44,07% 13,92% 23,74% 34,32% 45,48% 7,13% 11,99% 17,06% 22,26% 27,53% 32,84% 4,60% 7,78% 11,04% 14,35% 17,67% 20,97% 24,99% 34,80% 45,50% 57,22% 15,32% 20,55% 26,09% 31,86% 38,00% 44,17% 8,26% 16,60% 22,34% 5,11% 6,93% 10,58% 14,26%

-4,41% -4,87% -5,41% -5,44% -6,32% -6,86% -7,21% -6,06% -7,24% -8,05% -8,63% -9,06% -9,39% -6,57% -7,92% -8,90% -9,64% -10,20% -10,65% -7,82% -8,54% -9,08% -9,45% -7,60% -8,48% -9,18% -9,77% -10,19% -10,61% -7,82% -10,24% -11,38% -8,70% -9,66% -11,27% -12,53%

-10,27% -11,30% -12,50% -8,03% -9,30% -10,08% -10,59% -5,20% -6,22% -6,92% -7,43% -7,80% -8,08% -3,98% -4,82% -5,43% -5,88% -6,23% -6,51% -17,77% -19,28% -20,42% -21,21% -11,16% -12,42% -13,42% -14,25% -14,85% -15,44% -6,73% -8,82% -9,81% -5,30% -5,90% -6,91% -7,70%

Wechselkurs EUR/USD zum Auswertungszeitpunkt: 1,3634; Bezugsverhältnisse: 0,1 bei allen aufgeführten Produkten auf Gold, 1,00 bei allen aufgeführten Produkten auf Silber; Quelle: BNP Paribas

Nehmen wir nun an, dass der Goldpreis am 01.06.2011 bei 1.750 US-Dollar steht und gleichzeitig der Euro unerwünscht auf 1,83 USDollar gestiegen ist. Die Discounter-Put-Kombination auf Gold liefert nun ihre maximal mögliche Auszahlung von 170 US-Dollar (= Cap 1.700 x Bezugsverhältnis 0,1), die dem Anleger nach der Umrechnung eine Überweisung von 92,90 Euro einbringt. Hier wird das Währungsrisiko sehr drastisch deutlich, denn trotz Gold-Hausse endet das Engagement isoliert betrachtet wegen der starken Dollarschwäche im Verlust. Abhilfe schaffen aber die EUR/USD-Calls. Sie liefern in unserem Beispielszenario am 01.06.2011 einen inneren Wert von jeweils

48,00 US-Dollar. In Euro sind das 26,23 und mit der Gewichtung von 1,3957 resultiert pro Discounter-Put-Duo ein Betrag von 36,61 Euro, der zu den besagten 92,90 Euro hinzukommt. Insgesamt hat der Anleger nun also 129,51 Euro auf dem Konto, während beim Einstieg 109,14 Euro pro währungsgesicherter und goldbaissegeschützter Position bezahlt wurden. Es resultiert ein Gewinn von 18,66 Prozent. Das sind zwar knapp drei Prozentpunkte weniger als die maximal erreichbare Rendite der Position unter der Annahme eines konstanten Währungskurses (siehe Tabellenspalte „max. Rendite“). Unter Inkaufnahme der Währungscall-Versicherungsprämie profitiert der Anleger jetzt aber überhaupt erst vom steigenden Goldpreis, statt wegen der Dollarschwäche letztlich im Verlust zu landen.

Fazit Wer positiv für Gold und/oder Silber gestimmt ist und die attraktiven Kombinationsmöglichkeiten von Discount Zertifikaten und PutOptionsscheinen nutzen möchte, um von der Edelmetall-Hausse ohne die Angst vor Basiswertkorrekturen zu profitieren, sollte auch das Währungsrisiko im Blick haben. Ist man sich unsicher und fürchtet eine Dollarschwäche, so ist die eigenhändige Währungsabsicherung mithilfe von Long-Hebelprodukten auf EUR/ USD zweifellos sinnvoll. Die dafür zu entrichtende Versicherungsprämie ist allemal besser zu verschmerzen, als wenn ein steigender EUR/USD-Wechselkurs am Ende das gesamte Engagement verhagelt.

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Zertifikate-Familien im Index-Gewand Die von der European Derivatives Group berechneten Zertifikate-Indizes zeigen die Eigenschaften der Produkttypen. Im September dominierten ausnahmslos positive Tendenzen.

Bonus-Index 1.300

1.000 800 600 400 02.01.2006 02.01.2007 02.01.2008 02.01.2009 02.01.2010

Discount-Index 1.300

1.000 800 600 400 02.01.2006 02.01.2007 02.01.2008 02.01.2009 02.01.2010

Outperformance-Index

Goldene Aussichten im Herbst.

1.500 1.300 1.100

Seinem Furcht einflößenden Ruf als schlechtester Börsenmonat des Jahres ist der September nun schon zum zweiten Mal in Folge nicht gerecht geworden. Bereits 2009 kletterte der europäische Standardwerte-Index EURO STOXX 50 im September um 3,53 Prozent. Und diesmal belief sich das Monatsplus sogar auf 4,76 Prozent. Parallel dazu verbuchten auch die ZertifikateIndizes erfreuliche Gewinne. Die Barometer für Discount Zertifikate und Aktienanleihen legten im September um 2,15 Prozent beziehungsweise um 2,23 Prozent zu. Dabei wirkte sich die sinkende Volatilität als zusätzlicher Performancemotor aus. Mit der erneut positiven Entwicklung haben die Rabattpapiere ihre Stellung als Top-Performer des Jahres 2010 weiter gefestigt. Die prozentuale Entwicklung erreichte bis zum 30.09.2010 gegenüber dem Jahresschluss 2009 mittler-

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weile 3,59 Prozent für das DiscountBarometer und 4,48 Prozent für den Durchschnitt der Aktienanleihen. Hält man den Verlust des EURO STOXX 50 in Höhe von 7,70 Prozent dagegen, so erhält das positive Resultat der Zertifikate-Indizes umso mehr Gewicht. Einen kleinen Zugewinn von 0,19 Prozent im September konnte auch der Garantie-Index verzeichnen. Derweil ging es bei den Outperformance Zertifikaten mit einem Plus von 5,26 Prozent passend zum Auftrieb des EURO STOXX 50 dynamisch zur Sache. Der Bonus-Index hinkte dem Markttrend indes ein wenig hinterher und kletterte „nur“ um 3,45 Prozent. Dafür hat sich im Jahresverlauf aber der Risikopuffer der Bonus-Papiere bezahlt gemacht. Dem Aktienmarktverlust von 7,70 Prozent bis 30.09.2010 steht ein Rückgang von lediglich 0,56 Prozent beim Zertifikate-Barometer gegenüber.

900 700 500 300 02.01.2006 02.01.2007 02.01.2008 02.01.2009 02.01.2010

Garantie-Index 1.300

1.000 800 600 400 02.01.2006 02.01.2007 02.01.2008 02.01.2009 02.01.2010

Aktienanleihen-Index 1.300

1.000 800 600 400 02.01.2006 02.01.2007 02.01.2008 02.01.2009 02.01.2010

Quelle: Scoach


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Unsere Selektion

Ausgezeichnete Investments

Die Liste der 5-Sterne-Produkte finden Sie hier: www.wz-magazin.de/themen/magazin

Mit ihren Ratings bietet die European Derivatives Group einen Wegweiser durch das Zertifikate-Universum. Fünf Sterne erhalten die Top-Produkte in der jeweiligen Risikoklasse.

Ausgewählte Produkte: Discount Zertifikate mit einem 5-Sterne-Rating der European Derivatives Group EDG Basiswert

Bei der Auswahl von Zertifikaten kann das Rating der European Derivatives Group EDG eine wertvolle Hilfestellung geben. Fünf Sterne liefern den Hinweis, dass das betreffende Zertifikat sehr gut für Anleger geeignet ist, die in der jeweiligen Risikoklasse ein Investment suchen. Sie finden das EDGRating auf www.derivate.bnpparibas.de in der Titelzeile der Detailansicht eines Zertifikats und ausführlicher aufbereitet ebenfalls in der Detailansicht im Menüpunkt „Rating und Value at Risk“. In den untenstehenden Tabellen haben wir einige ausgewählte Papiere aufgelistet, die in verschiedenen Risikoklassen das Top-Rating erhalten haben.

WKN

Cap

Bewertungstag

BN52EF 14,00 17.06.11 AIXTRON BN59PT 46,00 17.06.11 BASF BMW BN5Y2K 42,00 17.06.11 DAIMLER BN6AGK 55,00 15.06.12 DEUTSCHE BÖRSE BN59U7 38,00 21.12.12 INFINEON BN52MJ 6,00 17.06.11 LINDE BN5933 92,00 17.06.11 MAN BN5ZA2 85,00 17.06.11 MERCK KGAA BN6JLS 55,00 20.05.11 METRO BN34EW 40,00 17.06.11 MÜNCHENER RÜCK BN4M9T 95,00 17.06.11 RWE BN6J8B 40,00 17.06.11 SAP BN5ZE9 36,00 18.03.11 SIEMENS BN5V63 85,00 17.06.11 SOLARWORLD BN50K3 7,00 16.09.11 TOGNUM BN45AE 14,00 16.09.11 TUI BN4UY2 6,00 16.09.11 VOLKSWAGEN VZ. BN5ZJF 85,00 16.12.11 Quelle: BNP Paribas, Stand der Daten: 08.10.2010

EDG-Rating

Seitwärtsrendite p.a.

5 Sterne | begrenzt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | begrenzt risikobereit 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | begrenzt risikobereit 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit

7,48% 13,62% 8,86% 7,74% 7,53% 9,70% 9,93% 11,28% 7,08% 7,88% 9,28% 6,78% 11,75% 10,21% 9,83% 7,16% 7,42% 11,57%

Ausgewählte Produkte: Bonus und Capped Bonus Zertifikate mit einem 5-Sterne-Rating der European Derivatives Group EDG

Die EDG überwacht ihre Ratings fortlaufend und führt eine wöchentliche Aktualisierung durch. Dabei kann sich das Rating logischerweise im Zeitablauf verändern. Beispielsweise kann ein Zertifikat zunächst sehr gut für spekulativ orientierte Anleger geeignet sein. Wenn sich der Basiswert aber nachfolgend sehr positiv entwickelt, könnten die Ausstattungsparameter später sehr konservativ werden und dann ein Top-Rating in einer deutlich niedrigeren Risikoklasse einbringen. Die EDG-Ratings sind also immer eine Momentaufnahme und sollten kurz vor einer Entscheidung über neue Positionen oder Umschichtungen zurate gezogen werden. Genaue Erläuterungen zum Konzept und zur Durchführung der EDG-Ratings finden Sie auf www.derivate.bnpparibas.de in der jeweiligen Produkt-Detailansicht im Menüpunkt „Rating und Value at Risk“.

Basiswert

WKN

Typ

ALLIANZ BAYER COMMERZBANK AG DEUTSCHE BANK DEUTSCHE BÖRSE E.ON FRESENIUS MERCK KGAA MÜNCHENER RÜCK RWE SAP ADIDAS AIXTRON BASF BEIERSDORF BMW DAIMLER DEUTSCHE TELEKOM INFINEON LINDE LUFTHANSA MAN METRO RWE SOFTWARE AG

BN46Z0 BN461U BN460V BN5V00 BN58E3 BN48J1 BN6NU7 BN54UD BN57JM BN57JS BN6GSH BN6ENS BN4NJL BN4NPW BN4Q7Z BN5WFJ BN5YCD BN4REC BN4Q9U BN6AWK BN4RFP BN5QA6 BN4RJU BN6AXQ BN43VY

Bonus Bonus Bonus Bonus Bonus Bonus Bonus Bonus Bonus Bonus Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus Capped Bonus

Bewertungs- EDG-Rating tag 16.12.11 17.06.11 17.06.11 17.06.11 17.06.11 18.03.11 16.12.11 15.06.12 17.06.11 17.06.11 15.06.12 17.06.11 16.12.11 16.09.11 16.12.11 16.12.11 16.12.11 17.06.11 17.06.11 15.06.12 16.12.11 17.06.11 16.12.11 16.09.11 17.06.11

5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | spekulativ 5 Sterne | vermehrt risikobereit 5 Sterne | spekulativ

Bonusrendite 10,23% 8,23% 11,73% 6,54% 7,87% 5,37% 10,61% 15,56% 6,67% 7,57% 13,28% 7,25% 14,00% 7,39% 8,67% 10,47% 11,89% 7,83% 7,91% 13,13% 10,42% 7,34% 15,05% 7,58% 6,90%

BonusAbstand rendite p.a. Barriere 8,54% 12,14% 17,44% 9,62% 11,60% 12,61% 8,86% 8,95% 9,81% 11,15% 7,67% 10,68% 11,66% 7,89% 7,25% 8,74% 9,91% 11,54% 11,67% 7,59% 8,70% 10,81% 12,53% 8,10% 10,15%

41,34% 32,78% 37,05% 41,74% 29,65% 24,83% 14,86% 21,56% 24,96% 28,20% 23,80% 27,66% 51,54% 37,98% 34,31% 39,86% 44,56% 29,75% 38,61% 33,32% 36,26% 35,01% 31,43% 38,46% 36,34%

Quelle: BNP Paribas, Stand der Daten: 08.10.2010

21


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Strategie

11 2010

Garantie-Investments selbst konstruieren Abgesicherte Positionen mit attraktiven Renditechancen durch die Kombination von Discountern und Puts – unsere aktuellen Beispielinvestments.

Angesichts der seit Monaten lethargischen Entwicklung des DAX® ist dieses Zwischenergebnis akzeptabel. Für attraktivere Performancedaten fehlt es an einer dynamisch aufwärtsgerichteten Marktbewegung. Vielleicht gelingt dem deutschen Aktienmarkt im Herbst der lang ersehnte Befreiungsschlag.

Abbildung 1: Basiswert DAX®: Chance/Risiko-Profile der beiden Beispielinvestments am Laufzeitende im Vergleich 25%

max. Rendite p.a. 19,29 % 20%

max. Rendite p.a. 18,55 %

15% 10% Performance

Der DAX® erreichte im September wieder einmal die obere Begrenzung seines Seitwärtstrends. Im Zuge dessen konnte die aktuelle Discounter-PutKombination in unserer fortlaufenden Positionsbeobachtung (siehe Abbildung 4) bis zum 24.09.2010 leicht zulegen und erreichte ein Plus von immerhin 2,08 Prozent gegenüber der letzten Umschichtung am 15.03.2010.

5%

DAX®-Stand am 16.09.2011

0% 4.800 5.000 5.200 5.400 5.600 5.800 6.000 6.200 6.400 6.600 6.800 7.000 7.200 7.400 7.600 7.800 8.000 -5%

min. Rendite p.a. -7,32 %

-10% -15%

min. Rendite p.a. -10,89 %

-20%

DAX®

Kombination 1

Kombination 2

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: BNP Paribas

1. DAX®: Absicherung + Chance auf hohe Rendite im Aufwärtsmarkt

2. DAX®: Absicherung + Chance auf hohe Rendite im Abwärtsmarkt

Stand der Daten: 24.09.2010, DAX®: 6.268 Punkte Laufzeit: 16.09.2011 Minimale Rendite: -10,66 % bzw. -10,89 % p.a. Maximale Rendite: 18,11 % bzw. 18,55 % p.a. (wird erzielt, wenn der DAX® am Laufzeitende auf oder über 7.800 Punkten notiert)

Stand der Daten: 24.09.2010, DAX®: 6.268 Punkte Laufzeit: 16.09.2011 Minimale Rendite: -7,17 %, bzw. -7,32 % p.a. Maximale Rendite: 18,83 % bzw. 19,29 % p.a. (wird erzielt, wenn der DAX® am Laufzeitende auf oder unter 5.000 Punkten notiert)

Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount-Zertifikat mit Cap 7.800 Punkte (WKN BN55CX) und Put-Optionsschein mit Basispreis 5.900 Punkte (WKN BN5736) in gleicher Anzahl

Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount-Zertifikat mit Cap 5.000 Punkte (WKN BN5ADB) und Put-Optionsschein mit Basispreis 6.400 Punkte (WKN BN574E) in gleicher Anzahl

Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 24.09.10): 66,04 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 59,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei DAX® ≥ 7.800 Punkte): 78,00 EUR

Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 24.09.10): 53,86 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 50,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei DAX® ≤ 5.000 Punkte): 64,00 EUR

22


11 2010

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Strategie

K+S im Fokus Abbildung 2: Basiswert EURO STOXX 50: Chance/Risiko-Profile der beiden Beispielinvestments am Laufzeitende im Vergleich 35%

max. Rendite p.a. 35,19 %

30% 25%

max. Rendite p.a. 21,57 %

20% 15% Performance

Die K+S-Aktie weist zum Beobachtungszeitpunkt am 24.09.2010 eine außerordentlich spannende Chart-Konstellation auf. Ausgehend vom Baisse-Tief im Oktober 2008 verläuft eine flache Aufwärtstrendlinie. Diese bildet zusammen mit einer ebenfalls nur moderat geneigten Abwärtstrendlinie seit Juni 2009 eine mittelfristige Keilformation, die zuletzt bereits relativ eng zusammengelaufen war. Am 20.09.2010 glückte nun ein positiver Ausbruch mit einem lehrbuchmäßigen Pullback bis zum 24.09.2010 auf die überwundene Abwärtstrendlinie. Möglicherweise wurde hier der Startschuss für eine länger anhaltende Aufschwungphase gegeben.

10%

EURO STOXX 50-Stand am 16.09.2011

5% 0% 2.000 -5%

2.200

2.400

2.600

2.800

3.000

-10% -15%

3.200

3.400

3.600

3.800

4.000

min. Rendite p.a. -9,41 %

min. Rendite p.a. -10,69 %

-20%

Ein Zielniveau für den Aktienkurs bei 55,00 Euro oder mehr am 17.06.2011 ließe sich beispielsweise hervorragend mit der Kombination aus je einem 55er Discount Zertifikat

EURO STOXX 50

Kombination 1

Kombination 2

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: BNP Paribas

1. EURO STOXX 50: Absicherung + Chance auf hohe Rendite im Aufwärtsmarkt

2. EURO STOXX 50: Absicherung + Chance auf hohe Rendite im Abwärtsmarkt

Stand der Daten: 24.09.2010, EURO STOXX 50: 2.780 Punkte Laufzeit: 16.09.2011 Minimale Rendite: -10,47 % bzw. -10,69 % p.a. Maximale Rendite: 34,30 % bzw. 35,19 % p.a. (wird erzielt, wenn der EURO STOXX 50 am Laufzeitende auf oder über 3.900 Punkten notiert)

Stand der Daten: 24.09.2010, EURO STOXX 50: 2.780 Punkte Laufzeit: 16.09.2011 Minimale Rendite: -9,21 % bzw. -9,41 % p.a. Maximale Rendite: 21,05 % bzw. 21,57 % p.a. (wird erzielt, wenn der EURO STOXX 50 am Laufzeitende auf oder unter 2.300 Punkten notiert)

Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount-Zertifikat mit Cap 3.900 Punkte (WKN BN55EA) und Put-Optionsschein mit Basispreis 2.600 Punkte (WKN BN6F6F) in gleicher Anzahl

Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount-Zertifikat mit Cap 2.100 Punkte (WKN BN5AL7) und Put-Optionsschein mit Basispreis 2.800 Punkte (WKN BN6F6K) in gleicher Anzahl

Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 24.09.10): 29,04 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 26,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei EURO STOXX 50 ≥ 3.900 Punkte): 39,00 EUR

Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 24.09.10): 23,13 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 21,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei EURO STOXX 50 ≤ 2.100 Punkte): 28,00 EUR

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Foto: www.www.k-plus-s.com

Strategie

11 2010

Abbildung 3: DAX® (wöchentlich) seit August 2000 bis 24.09.2010 mit einer exemplarischen, mittel- bis langfristigen Indikatoranalyse zur Erkennung vermeintlicher Auf- und Abwärtstrends 8000

8000

7000

7000

5000

6268,34 6000 5547,16 5000

4000

4000

3000

3000

6000

Short

2001

Long

Short

2002

Long

2003

Short

2004

Long

2005

Short Long

2006

2007

Short

Long

2008

2009

2010

Quelle: Lenz + Partner AG, Investox

(WKN BN4QTL) und je negativen Trends „Möglicherweise wurde bei K+S mit zehn 42er Puts (WKN des Aktienkurses dem Ausbruch aus der charttechniprognostiziert, kann BN6MZM) anpeilen. Am schen Keilformation eine längere für eine Baisse24.09.2010 kostete dieses Aufschwungphase eingeleitet." Position zum Engagement 46,18 Euro Beispiel ebenfalls bei einem Kurs der K+SAktie in Höhe von 44,25 Euro. Die maximal den genannten 42er Put (WKN BN6MZM) erzielbare Rendite des Discounter-Put- verwenden. Im Zusammenspiel mit einem Gespanns beläuft sich auf stolze 19,10 Prozent 32er Discount Zertifikat (WKN BN5Y7Y) resul(27,10 Prozent p.a.), wenn der Basiswert am tieren Gewinnchancen von bis zu 21,18 17.06.2011 tatsächlich mindestens 55,00 Euro Prozent (30,16 Prozent p.a.), wenn K+Skosten wird. Dagegen steht ein Verlustrisiko Aktien am 17.06.2011 lediglich 32,00 Euro von bis zu 9,05 Prozent (12,21 Prozent p.a.), oder weniger kosten. Bei stabilen Basiswertwenn die Anteilsscheine von K+S wieder notierungen von 42,00 Euro oder mehr fällt zurückfallen und am 17.06.2011 die Marke am Bewertungstag hingegen der maximal drohende Verlust in Höhe von 7,67 Prozent von 42,00 Euro touchieren oder unterbieten. (10,38 Prozent) an. Wer den positiven Ausbruch des Basistitels aus der charttechnischen Keilformation Siemens im Fokus jedoch als Strohfeuer ansieht und einen stark Bei der Siemens-Aktie dreht sich derzeit alles

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um die Frage, ob nach mehreren gescheiterten Angriffsversuchen demnächst endlich der Sprung über die viel beachtete Widerstandslinie bei circa 80,00 Euro gelingen kann. Am 24.09.2010 kostete der Titel nach einer sehr positiven Entwicklung im September bereits 78,56 Euro. Für 81,02 Euro ließ sich zur gleichen Zeit ein Gespann aus jeweils zehn 75er Put-Optionsscheinen (WKN BN53ST) und einem 90er Discounter (WKN BN5ZG7) ins Depot legen. Hier locken 11,08 Prozent (15,52 Prozent p.a.) als maximale Rendite, wenn die SiemensAktie am 17.06.2011 mindestens 90,00 Euro kostet. Im schlechtesten Fall hingegen führt ein Aktienkurs von 75,00 Euro oder weniger am 17.06.2011 zu einem Verlust der Kombinationsposition in Höhe von 7,43 Prozent (10,05 Prozent p.a.).


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Strategie

Foto: www.siemens.com

11 2010

Abbildung 4: Fortlaufende Positionsbeobachtung (31.08.2007 bis 24.09.2010) von Discount+Put-Kombinationen mit Umschichtungen gemäß Trendanalyse aus Abb. 3 130%

DAX® Discount+Put-Strategie

3

118%

4

112%

Volatilität p.a. im Zeitraum: 31.08.2007 bis 24.09.2010

106% 100% 1

Siemens-Pessimisten bevorzugen stattdessen ein Short-Engagement aus Discountern und Puts. Beispielsweise kosteten am 24.09.2010 je ein 60er Rabattpapier (WKN BN34QG) zusammen mit zehn 75er Puts (WKN BN53ST) exakt 64,52 Euro. Diese Investition schrumpft per 17.06.2011 auf einen Minimalbetrag von 60,00 Euro (Verlust 7,01 Prozent beziehungsweise 9,49 Prozent p.a.), wenn die SiemensAktie 75,00 Euro oder mehr kostet. Die Kasse klingelt bei sinkenden Basiswertnotierungen. Der erzielbare Gewinn in der Baisse beläuft sich auf bis zu 16,24 Prozent (22,94 Prozent Rendite p.a.), wenn die Anteilsscheine von Siemens nach einem Abrutsch am 17.06.2011 bei 60,00 Euro oder tiefer notieren.

6

5

124%

DAX®: 29,04 Prozent

2

Discount+Put-Strategie: 6,69 Prozent

94% 88% 82% 76% 70% 64% 58% 52%

1 Startposition „Long” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 09-2007 WKN BN4YDD (8.400er Discount) + WKN BN7VF3 (7.700er Put)

2 Umschichtung in Position „Short” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 02-2008 WKN BN0K8D (5.600er Discount) + WKN BN2DMC (6.800er Put)

3 Umschichtung in neue Position „Short” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 02-2009 WKN BN0K7Z (4.200er Discount) + WKN BN7ZMX (4.500er Put)

4 Umschichtung in Position „Long” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 05-2009 WKN BN7CQP (4.900er Discount) + WKN BN1H8R (4.400er Put)

5 Umschichtung in neue Position „Long” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 10-2009 WKN BN2SNR (6.200er Discount) + WKN BN3VQT (5.600er Put)

6 Umschichtung am 15.03.2010 in neue Position „Long” gemäß Ankündigung auf www.wz-magazin.de vom 12.03.2010 WKN BN4YE2 (6.500er Discount) + WKN BN3VSE (5.800er Put)

46% 31.08.2007

31.01.2008

30.06.2008

30.11.2008

30.04.2009

30.09.2009

28.02.2010

31.07.2010

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: Lenz + Partner AG und eigene Berechnung BNP Paribas

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Strategie

11 2010

Discount, Bonus und weitere Investment-Highs Überraschend positiv

Allen Bedenken zum Trotz ist es doch wieder geglückt: Nachdem der DAX® Ende August knapp unter die 200-TageLinie gerutscht war, hat sich die Situation mit dem Start in den September schlagartig aufgehellt, sodass die viel beachtete gleitende Durchschnittslinie zurückerobert wurde. Damit hat sich der deutsche Leitindex nun schon zum achten Mal in diesem Jahr an der 200-Tage-Linie orientiert und diese nach einer kurzen Verletzung letztlich behauptet. Bis zum Betrachtungsstichtag am 24.09.2010 fehlte für den ganz großen Sprung jedoch abermals der entscheidende Impuls. Mehr als ein Heranpirschen an die Jahreshochs vom April, Juni und August brachte der positive Stimmungsumschwung daher noch nicht hervor. Den Marktteilnehmern fehlt ganz offensichtlich eine klare Orientierung. Einerseits ist Nachfrage vorhanden, die von einigen positiven Wirtschaftsdaten gerade aus Deutschland gestützt wird und überhaupt ein Aktienmarktniveau nahe unterhalb der Jahreshochs ermöglicht. Andererseits ersticken beispielsweise die oftmals negativen Konjunkturdaten aus den USA die Zuversicht, dass der DAX® jenseits von 6.400 Zählern weiter klettern könnte. Tatsächlich lässt auch die Charttechnik einige Hürden ab 6.450 Punkten erkennen, die sich allerdings aus früheren Jahren ableiten und somit nicht überbewertet werden sollten. Insofern erscheint es aber verständlich, dass die Börsianer auf klare Signale warten, die eine Einschätzung der künftigen Entwicklung zumindest erleichtern. Momentan sind solche Signale Mangelware. Es ist also weiterhin Geduld gefragt.

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DAX® und VDAX®-New Januar 2009 bis 24.09.2010 6400

DE: DAX®, GD

6400

6200

6200

6000

6000

5800

5800

5600

5600

5400

5400

5200

5200

5000

5000

4800

4800

4600

4600

4400

4400

4200

4200

Close von DE: VDAX®-NEW

VDAX®-New 19,52 am 24.09.2010

40 30

40 30

20

20 Apr 2009

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Jan 2010

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Quelle: Lenz + Partner AG, Investox

Aktuelle Volatilitäts-Spitzenreiter unter den von BNP Paribas abgedeckten Basiswerten (Stand 11.10.2010) AIXTRON TUI INFINEON HOCHTIEF FREENET LANXESS PORSCHE VZ DEUTSCHE BANK COMMERZBANK UBS SOLARWORLD MAN CREDIT SUISSE DAIMLER SALZGITTER BMW QIAGEN THYSSEN KRUPP DEUTSCHE BÖRSE CONTINENTAL 0%

5%

10%

15%

20%

25%

30%

35%

40%

45%

50%


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Strategie

Die leicht positive Grundtendenz des Aktienmarktes bleibt indes bestehen. Diese Feststellung gilt umso mehr mit Blick auf die überraschend positive Entwicklung im September, der ja statistisch gesehen eigentlich den zweifelhaften Ruf des schlechtesten Börsenmonats im ganzen Jahr genießt.

5.600 und 5.470 Zählern, zwischen 5.300 und 5.380 sowie 5.120 und 5.170 Punkten, auf dem glatten 5.000er-Niveau und zwischen circa 4.700 und 4.830 DAX®-Zählern mögliche Abfederungen gegen sinkende Marktniveaus.

Falls es jedoch mit dem DAX® bergab gehen sollte, bietet ein ganzes Arsenal an charttechnischen Unterstützungen die Chance auf Stabilisierungen: Die 200-Tage-Linie verläuft mittlerweile bei etwa 6.000 Punkten (steigend). Darunter finden sich bei aktuell rund 5.800 DAX®-Zählern die flache Aufwärtstrendlinie seit August 2009 und eine Etage tiefer die markante horizontale Unterstützungslinie bei circa 5.750 Punkten. Ferner bieten die Chartmarken bei etwa

Deutsche Bank – Kapitalerhöhung und Übernahmepoker Die Würfel sind gefallen. Während Analysten noch darüber debattieren, wie stark sich international ausgerichtete Großbanken auf das Geschäft mit Privat- und Firmenkunden fokussieren sollten, hat die Deutsche Bank die Weichen gestellt. Mit einer Milliardeninvestition stemmte das Institut die Übernahme der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und die 30-prozentige Beteiligung an der Postbank. Geht es nach Josef Ackermann, soll die Postbank noch in diesem Jahr vollständig einverleibt werden. Im Visier der Deutschen Bank liegt das Ertragspotenzial im Privatkundenbereich, da dieses Geschäftsfeld aktuell im Gesamtkonzern deutlich unterrepräsentiert ist.

Bisher machen die Erträge mit Kleinanlegern und Firmenkunden lediglich 29,4 Prozent am Gesamtumsatz aus. Großbanken wie die französische Société Générale oder die spanische Bank Santander erzielen weit über zwei Drittel ihrer Erträge im Privat- und Geschäftskundenbereich. Ein Potenzial, das auch die Deutsche Bank nicht ungenutzt lassen will. Gelingt die Integration der Postbank reibungslos, könnte das Institut nach Branchenschätzungen direkten Vertriebszugang zu rund 14,00 Millionen Neukunden erhalten und seine Kundenbasis damit verdoppeln. Ungeachtet der positiven Übernahmeeffekte gibt es aber auch skeptische Stimmen. Vor allem die dürftige Kapitalbasis der Postbank gibt den Analysten zu denken. Im Vergleich zur soliden Kernkapitalquote von 11,3 Prozent bei der Deutschen Dank kann die Postbank leidglich 7,3 Prozent vorweisen. Auch schlummernde Abschreibungsrisiken in den Büchern der Postbank lassen die Börsianer verhalten reagieren. Die Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme und zur Stärkung der Eigenkapitalquote wurde hingegen positiv vom Markt aufgenommen. Insbesondere vor dem Hintergrund künftig verschärfter Eigenkapitalvorschriften sehen Analysten die Deutsche Bank gut gerüstet.

Foto: www.www.deutsche-bank.de

Die charttechnische Situation Die Deutsche-Bank-Aktie ist charttechnisch angeschlagen. Nach der großen Erholung vom Finanzkrisen-Tief im Januar 2009 bei 14,03 Euro verläuft der Titel seit Juni 2009 in teilweise recht ausgeprägten Kurzfristtrends zwischen rund 36,00 Euro und gut 55,00 Euro letztlich seitwärts. Immerhin eine minimal aufwärtsgerichtete Tendenz konnte

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Foto: www.www.deutsche-bank.de

Strategie

Privatkunden stehen verstärkt im Fokus.

dabei der maßgeblichen Unterstützungslinie attestiert werden. Zuletzt wurde diese Unterstützung allerdings unterboten, nachdem der Aktienkurs auch schon den 200Tage-Durchschnitt nicht mehr behaupten konnte. Hoffnung auf eine positive Wende macht jetzt noch die Zone um die temporären Tiefs vom Januar und Februar dieses Jahres. Dieser Bereich zwischen circa 38,70 Euro und 39,70 Euro könnte möglicherweise eine tragfähige Auffangzone bieten.

Anregungen für Ihre Watchlist Wo die Deutsche-Bank-Aktie nach der Postbank-Übernahme hinsteuern wird, bleibt abzuwarten. Mit defensiv ausgerichteten Anlagezertifikaten lassen sich trendschwache Phasen ertragreich überbrücken. Infolge der Kapitalerhöhung sollten Anleger

AroonUp, AroonDown 50

50

70 60 50 40 30

RSI

70 60 50 40 30

56 54 52 50

Dt.Bank NA, August 2009 bis 24.09.2010 mit gleitenden Durchschnitten über 60, 90 und 200 Tage

56 54 52 50

allerdings die wertneutral angepassten Ausstattungsparameter der Produkte beachten.

1. Volle Aufwärtschance mit Risikopuffer Für ein Investment in das Bonus Zertifikat mit der WKN BN3KME ist eine moderat positive Meinung zur Deutschen Bank die Grundvoraussetzung. Geht die Erwartung auf, nimmt der Zertifikatebesitzer an den Kurssteigerungen des Basiswertes per Laufzeitende unbegrenzt teil. Im Vergleich zu einem Direktinvestment liegt der Vorteil in der zusätzlichen Teilabsicherung auf dem Weg nach unten. Während der Aktionär lediglich bei einem deutlichen Basiswertanstieg auf seine Kosten kommt, stehen die Gewinnchancen für das Bonus Zertifikat deutlich besser. Neben der ungebremsten Aufwärtschance trumpft das Papier nämlich mit einer lukrativen Bonusrendite im Falle schwächelnder oder stagnierender Kurse auf. Bleibt die Barriere von 25,55 Euro zu jedem Zeitpunkt bis zum Bewertungstag am 17.06.2011 unangetastet, kommt mindestens die Bonusrendite in Höhe von 14,40 Prozent p.a. zur Geltung (Stand: 24.09.2010). Verliert die Deutsche-Bank-Aktie hingegen komplett den Boden, droht dem Zertifikat im Falle einer Barrierenverletzung aufgrund des aktuellen Aufgeldes zum Aktienkurs ein erhöhter Verlust im Vergleich zum direkten Investment in den Basiswert.

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2. Szenario Seitwärtstrend

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34

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32

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Geht die Übernahme der Postbank nicht reibungslos über die Bühne oder lassen erhoffte Synergieeffekte vorerst auf sich warten, dürfte sich die Kursfantasie für die Deutsche Bank in Grenzen halten. Derweil lassen sich in unentschlossenen Märkten mit Discount Zertifikaten reizvolle Renditeziele verfolgen.

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30 3 101724317 14 21285 1219 262 9 16 23307 14 21 4 1118 251 8 15221 8 152229612 19263 1017 24317 14 21285 1219262 9 16 23306 13 20 August September Oktober November Dezember Jan 2010 Februar März April Mai Juni Juli August September

Quelle: Lenz + Partner, Investox

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11 2010

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Einzig maßgebend für den Erfolg des Discounters mit der WKN BN4PAQ ist der Basiswertkurs am 16.09.2011. Notiert die Aktie zum Handelsschluss am Bewertungstag auf oder oberhalb des Caps von 38,32 Euro, wird die maximale Rendite von derzeit 13,87 Prozent p.a. erzielt (Stand: 24.09.2010). Geht die Erwartung nicht auf, kommt der beim Kauf vereinnahmte Einstiegsrabatt zum Einsatz. Der aktuelle Discount von 17,51 Prozent würde im Abwärtsszenario als Sicherheitspuffer zur Verfügung stehen (Berechnung: 1 – Zertifikatspreis / Bezugsverhältnis / Basiswertkurs = 1 – 37,00 / 1,0959 / 40,93).

Strategie

Bonus Zertifikat WKN ISIN BN3KME DE000BN3KME1

Bonuskurs 56,57 EUR

Barriere 25,55 EUR

Bezugsverhältnis 1,0959

Geld 56,03

Bonusrendite 10,25%

Bonusrendite p.a. 14,40%

Bewertungstag 17.06.2011

WKN ISIN BN4PAQ DE000BN4PAQ7

Cap 38,32 EUR

Bezugsverhältnis 1,0959

Outperf.-Pkt. 46,46

Geld 36,92

Maximalrendite 13,50%

Maximalrendite p.a. 13,87%

Bewertungstag 16.09.2011

Brief 56,23

Discount Zertifikat

Brief 37,00

Foto: www.deutsche-bank.de

Münchener Rück – Versicherung mit neuem Gesicht Mit dem Leitslogan „Versichern heißt verstehen“ gibt sich das Versicherungsunternehmen ERGO bodenständig und volksnah. Ganz neu ist der scheinbar aus dem Nichts aufgetauchte und in sämtlichen Werbemedien plötzlich omnipräsente Versicherer aber nicht. Hinter dem Logo verbirgt sich das Erstversicherungsgeschäft der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Munich Re), das früher unter den geläufigen Namen Hamburg-Mannheimer oder Victoria firmierte. Mit einer komplett umgestalteten Außendarstellung strebt der Konzern im Vertrieb einen Neuanfang an. Während die Schadenund Unfallversicherung bereits ertragreich läuft, will Vorstandschef Nikolaus von Bomhard vor allem im zuletzt schwierigen Geschäftsfeld der Lebensversicherungen

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Strategie

Boden gutmachen. Auch eine Fokussierung Mit Blick auf die Geschäftszahlen fällt die auf innovative Bereiche wie zum Beispiel die Bilanz des Konzerns bisher dennoch positiv Versicherung von Fotovoltaikanlagen soll dem aus. Mit einem Plus von 5,20 Prozent konnte Konzern neue Ertragsdas Unternehmen sein felder eröffnen. Ergebnis vor Steuern und „In den vergangenen Monaten Zinsen trotz der Zusatzkonnte sich die Münchener-RückAktie fast durchgängig über dem Im Hauptgeschäftsfeld belastungen durch die viel beachteten Pegelstand von der Rückversicherung Ölkatastrophe auf 2,21 100,00 Euro behaupten." sieht sich der Konzern Milliarden Euro steigern. einem stagnierenden Umfeld gegenüber. Nachdem der Wirbelsturm Die charttechnische Situation „Katrina“ im Jahr 2005 schätzungsweise 70,00 Das im Frühling 2010 erreichte Milliarden US-Dollar Schaden anrichtete und Zweijahreshoch von 123,55 Euro entpuppte Hurrikan „Ike“ 2008 für Verwüstungen im sich als kurzes Strohfeuer. Ende April brach Umfang von rund 20,00 Milliarden US-Dollar die Münchener-Rück-Aktie rasant ein, sorgte, blieben Jahrhundertnaturkatastrophen unterschritt dabei die Aufwärtstrendlinie seit mit Bedeutung für die Münchener Rück in März 2009 und fiel im Mai leicht unter die jüngster Vergangenheit aus. Ein noch nicht psychologisch wichtige Marke von 100,00 abzuschätzendes Risiko resultierte derweil aus Euro. Der befürchtete Verkaufsdruck blieb menschlichem Versagen: Die Explosion der allerdings aus, sodass sich die Aktie trotz der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 22. April zwischenzeitlich zweistelligen Notierungen dieses Jahres sorgte für verheerende Umwelt- in den vergangenen Monaten fast durchschäden im Golf von Mexiko. gängig über dem viel beachteten Pegelstand

Ökostrom aus der Wüste – eine Initiative der Münchener Rück.

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von 100,00 Euro behaupten konnte. Nach oben bildet die mit dem Kursgap vom 29.04.2010 korrespondierende Zone zwischen rund 109,00 Euro und 111,00 Euro eine bisher unüberwindbare Hürde. Einen möglichen Auffangbereich im Falle stärkerer Rückschläge der Münchener-Rück-Aktie bilden die Tiefstände aus den Jahren 2008 und 2009 in einem Chartabschnitt zwischen etwa 76,00 Euro bis 80,00 Euro.

Anregungen für Ihre Watchlist Klare Signale für steigende Kurse lassen sich im Chart der Münchener Rück derzeit nicht ausmachen. Ausgewählte Seitwärtsinvestments bieten hingegen ansehnliche Renditechancen bei gelichzeitig cleverer Risikoteilabsicherung.

1. Maximaler Erfolg jenseits der 100-Euro-Marke Die vorläufige Stabilisierung oberhalb der charttechnischen Unterstützung von 100,00


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Euro weckt die Hoffnung auf eine zumindest einigermaßen stabile Kursentwicklung. Discount Zertifikate lassen sich für ein solches Szenario aussichtsreich einsetzen. Das Papier mit der WKN BN34GD ist für Anleger geeignet, die der Münchener-Rück-Aktie im Sommer nächsten Jahres eine dreistellige Notierung zutrauen. Denn bei Aktienkursen oberhalb des Caps von 100,00 Euro am 17.06.2011 spielt das Papier die maximale Rendite in Höhe von 13,88 Prozent p.a. ein. Rutscht die Münchener-Rück-Aktie unter 100,00 Euro ab, steht ein Risikopuffer in Höhe des aktuellen Discounts von 11,05 Prozent (Stand: 24.09.2010) bereit. Solange der Basistitel am Bewertungstag nämlich über dem Einstiegspreis des Zertifikats (derzeit 91,00 Euro) notiert, sind Verluste ausgeschlossen.

2. Tiefe Barriere und attraktive Renditechance Wer die jüngsten Stabilisierungstendenzen der Münchener-Rück-Aktie positiv bewertet, zwischenzeitliche Basiswertverluste aber nicht guten Gewissens ausschließen kann, findet in Capped Bonus Zertifikaten aussichtsreiche Investmentlösungen. Das Papier mit der WKN BN4Q8X legt mit einem derzeitigen Risikopuffer von 41,35 Prozent den Schwerpunkt klar auf die Absicherung nach unten. Der Absturzschutz reicht sogar noch deutlich unter die Aktienkurs-Tiefstände aus den Jahren 2008 und 2009. Maximal 6,59 Prozent Bonusrendite p.a. lassen sich dem Produkt am Laufzeitende entlocken, wenn die Barriere von 60,00 Euro zu jedem Zeitpunkt bis zum Bewertungstag am 16.12.2011 unversehrt bleibt. Dann kommt der Bonuskurs von 120,00 Euro je Zertifikat zur Auszahlung. Höhere Rückflüsse können Anleger mit dem gecappten Produkt nicht vereinnahmen.

Strategie

Discount Zertifikat WKN BN34GD

ISIN DE000BN34GD6

Cap 100,00 EUR

Bezugsverhältnis 1,00

Outperf.-Pkt. 112,42

Geld 90,90

Brief 91,00

Maximalrendite 9,89%

Maximalrendite p.a. 13,88%

Bewertungstag 17.06.2011

Capped Bonus Zertifikat WKN BN4Q8X

ISIN Bonuskurs DE000BN4Q8X8 120,00 EUR

Barriere 60,00 EUR

Cap 120,00 EUR

Geld 110,78

Brief 110,98

Bonusrendite p.a. 6,59%

Bewertungstag 16.12.2011

Bonusrendite 8,13%

Bezugsverhältnis 1,00

Weitere Strategien finden Sie hier: www.wz-magazin.de/themen/strategien

AroonUp, AroonDown 50

60 40 20 124

50 RSI

Münchener Rück vNA, August 2009 bis 24.09.2010 mit gleitenden Durchschnitten über 60, 90 und 200 Tage

60 40 20 124

122

122

120

120

118

118

116

116

114

114

112

112

110

110

108

108

106

106

104

104

102

102

100

100

98

98 3 101724317 14 21285 1219262 9 1623307 14 21 4 11 18251 8 15221 8 1522296 121926 3 1017 24317 14 21285 1219 262 9 16 23306 13 20 August September Oktober November Dezember Jan 2010 Februar März April Mai Juni Juli August September

Quelle: Lenz + Partner AG, Investox

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Rohstoffe

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Rohstoffmärkte im Bann der US-Geldpolitik

Klarmachen für die nächste Zentralbankgeldschwemme!

Die Notierungen an den Edelmetallmärkten scheinen kein Halten mehr zu kennen. Gold erreicht mittlerweile beinahe täglich neue nominale Allzeithochs, Silber steigt auf den höchsten Wert seit 30 Jahren, Platin und Palladium legen kräftig zu. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch auf den Industriemetall- und Agrarmärkten, selbst Öl schickt sich an, aus der mehrmonatigen Handelsspanne zwischen 70 und 80 US-Dollar auszubrechen. An den fundamentalen Angebots- und Nachfragebedingungen hat sich dabei wenig geändert. Die Märkte werden von der Erwartung einer erneuten quantitativen Lockerung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed getrieben.

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Quantitative Easing Das Schlagwort „Quantitative Easing 2“ (QE2) ist das derzeit bestimmende Thema an den Finanzmärkten. Konkret geht es dabei um den Kauf von Anleihen durch eine Notenbank, die auf diese Weise dem Markt mehr Liquidität zuführt. Diese „unkonventionelle“ Maßnahme der Geldpolitik wurde als eine Art Notfallreaktion auf die Verwerfungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise implementiert. Allein die amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) erwarb zwischen August 2008 und März 2010 hypothekenbesicherte Wertpapiere und US-Treasuries im Wert von 1,75 Billionen USDollar. Auch andere Zentralbanken wie die Bank of England (BoE) und zuletzt die Bank of Japan (BoJ) folgten diesem Beispiel. Die zusätzliche Liquidität solle helfen, die wirtschaftliche

Genesung zu beschleunigen, so die offizielle Erklärung der Maßnahmen. Falls die Programme denn Wirkung zeigten, scheint diese nicht sonderlich lang angehalten zu haben. Nach einer erstaunlich schnellen wirtschaftlichen Erholung präsentieren sich die Wachstumsaussichten der meisten Industrienationen im laufenden Jahr wieder eingetrübt. Während in der ersten Jahreshälfte noch die Einstellung von geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen auf der Agenda stand, hat sich das Bild mittlerweile wieder vollkommen gewandelt. Marktteilnehmer erwarten nun eine zweite Runde der quantitativen Lockerung (QE2) durch die Fed. Diese Ansicht wird sowohl durch Worte als auch durch Taten der Währungshüter gefestigt.


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Rohstoffe

Ausgewählte Produkte: Mini Long Zertifikate auf Rohöl, Gold und Silber WKN BN2TDF

Typ Unlimited Long

BN2STH BN2STK

Unlimited Long Unlimited Long

Basiswert NYMEX LIGHT SWEET CRUDE OIL Nov. 10 GOLD SILBER

Basispreis 56,48 USD

Geld (Volumen) 17,89 EUR

Brief (Volumen) 17,91 EUR

Hebel 3,2

754,8964 USD 8,6293 USD

41,69 EUR 10,11 EUR

41,71 EUR 10,13 EUR

2,3 1,6

Jüngste Äußerungen von Fed-Offiziellen legen Nachfrage. Die Rohstoffrallye der vergangenahe, dass nicht die Absicht besteht, es bei dem nen Wochen lässt sich damit also nur schwer abgespeckten Prozedere belassen zu wollen. begründen. Der tatsächliche Katalysator dürfEine ganze Reihe von Ökonomen hat daraus te vielmehr die Sorge vor den möglichen bereits ein konkretes Wunschdatum für weite- Nebenwirkungen der US-Notenbankpolitik re Schritte abgeleitet: Anlässlich der nächsten sein: einer steigenden Inflation und einer Sitzung des Offenmarktausschusses am 3. deutlichen Abwertung des US-Dollar, verbunNovember rechnen sie mit der Ankündigung den mit einer ungewöhnlich starken eines weiteren Aufkaufprogramms in Höhe von Korrelation zwischen den Asset-Klassen zunächst etwa 500 Aktien und Rohstoffe. Milliarden US-Dollar. Investoren fürchten Allerdings werde es dabei „Mittlerweile erwarten MarktInflation wohl nicht bleiben, meint teilnehmer eine zweite Runde Das Inflationsargument beispielsweise Jan Hatzius, der quantitativen Lockerung (QE2) durch die Fed." liegt auf der Hand, so man Amerika-Chefvolkswirt bei sich den Mechanismus Goldman Sachs. Er geht von einem schrittweisen Vorgehen der Fed aus, des Quantitative Easing vor Augen führt. wodurch das Volumen des Gesamtpakets auf Technisch wird der Vorgang des Anleihekaufs mindestens 1 Billion US-Dollar anwachsen soll. als „Bilanzverlängerung“ der Notenbanken Die Frage, ob es überhaupt zu QE2 kommen beschrieben. Faktisch werden die Geldpressen werde, haben die Analysten der Bank bereits angeworfen, um diese Anleihen überhaupt auf ihre Weise beantwortet: Die potenziellen bezahlen zu können. Die Zentralbank druckt Effekte des Programms wurden bereits in den also Geld, um Schuldtitel in gewaltigem Ausmaß zu erwerben. Dadurch soll zum einen US-Wirtschaftsausblick 2011 integriert. das Zinsniveau gesenkt werden, zum anderen QE2: Auswirkungen auf mehr Liquidität auf den Märkten zirkulieren. Rohstoffmärkte? Wie lange die Notenbank die erworbenen Titel Warum sollten nun gerade unkonventionelle zu halten gedenkt wird nicht näher spezifiziert. Maßnahmen der Geldpolitik starken Einfluss Anhaltspunkte geben allenfalls die allgemeiauf die Rohstoffpreise haben? Grundsätzlich nen Äußerungen der Verantwortlichen zur könnte argumentiert werden, dass jede geldpolitischen Linie: Darin heißt es mit schöerfolgreiche wirtschaftliche Stimulierungs- ner Regelmäßigkeit, die Fed werde die rekordmaßnahme positiv für den Rohstoffmarkt zu tiefen Leitzinsen falls nötig „für eine ausgeinterpretieren sei, schließlich werde die dehnte Periode“ beibehalten. Ein Ende der Nachfrage angeregt. Dieser Ansatz erscheint „kostenlosen“ Zentralbankgeldschwemme ist jedoch zu kurz gegriffen, auch wenn er prinzi- demnach in unmittelbarer Zukunft nicht abzupiell richtig ist. Der wirkliche Wachstumstrei- sehen. Auch wenn unter einigen Ökonomen ber der Rohstoffnachfrage ist der zunehmen- noch immer die Angst vor einer Phase der de Bedarf der Schwellenländer, die ohnehin Deflation grassiert, sprechen zumindest die robustes Wirtschaftswachstun verzeichnen. Edelmetallnotierungen eine andere Sprache: Diese Entwicklung ist nicht neu und wiegt Der Markt stimmt mit den Füßen ab und verdeutlich schwerer als die Aussicht auf eine sucht sich in die scheinbare Sicherheit von „künstliche“ Belebung der amerikanischen Gold, Silber und Sachwerten zu retten.

Flucht aus dem US-Dollar Diese Aussichten bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Wechselkursentwicklung. Investoren verlieren zunehmend den Glauben an den Wert der Weltreservewährung USDollar. Die Warnung des IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn vor regelrechten Währungskriegen erscheint vor diesem Hintergrund durchaus nicht aus der Luft gegriffen. Derweil weigert sich China weiter beharrlich, dem Wechselkurs des Renminbi Yuan mehr Raum zu geben. Unter dem Strich lässt sich ein Vertrauensverlust in alle Papierwährungen konstatieren, weshalb Investoren zunehmend die Flucht in Sachwerte ergreifen. Je weiter der USDollar fällt, desto höher steigen dabei die hauptsächlich in US-Dollar notierten Rohstoffe.

Korrelation treibt Rohstoffpreise Neben Inflationssorgen und der Abwertung des US-Dollar spielt die Entwicklung der Aktienmärkte eine wichtige Rolle für die Rohstoffmärkte. Auch wenn die gefühlte Korrelation zwischen den beiden AssetKlassen höher sein mag als in tatsächlichen Zahlen ausgedrückt, ist sie weiterhin deutlich positiv. Wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist, lässt sich kaum seriös prognostizieren. Sollten sich die Befürchtungen der Skeptiker erfüllen, könnte sich die nominale Rallye bei Rohstoffen noch deutlich fortsetzen. Einige Marktbeobachter gehen sogar davon aus, dass die US-Notenbank QE2 starten wird, um mit dem dann schwächeren USDollar Inflationsdruck nach China zu exportieren und Peking dadurch zu einer Aufwertung des Renminbi zu zwingen.

Jochen Stanzl

Ein Service der BörseGo AG

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Währungen

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Euro gegenüber US-Dollar: temporäre Gegenwehr der US-Dollar-Bullen zu erwarten Im Juni dieses Jahres erreichte das Währungsverhältnis Euro gegenüber US-Dollar (EUR/USD) ein markantes zyklisches Tief bei 1,1877 USD. Seitdem befindet sich EUR/USD im Aufwärtstrend, und alle charttechnisch projizierten Kursziele wurden erreicht. Zuletzt auch das Ziel bei 1,4000 USD. Die Luft nach oben wird kurzfristig dünner. Entweder ausgehend von 1,4050 oder aber 1,4400 USD dürfte eine zwischengeschaltete Korrektur einsetzen. Chartgrafik 1 zeigt EUR/USD seit März dieses Jahres. Blau dargestellt ist der Prognosetendenzpfeil. Werfen Sie auch einen Blick auf Chartgrafik 2, die den US-Dollar Index Future seit September 2007 zeigt. Der US-Dollar Index Future zeigt die Stärke und Schwäche des US-Dollar an. Es handelt sich um den Kurs des US-Dollar gegenüber einem Korb an Währungen.

„EUR/USD dürfte spätestens ausgehend von 1,4400 USD mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit korrigieren. Kurzfristig ist EUR/USD ausgehend von 1,4050 USD und 1,4400 USD ein Trading Short." EUR/USD und US-Dollar Index Future weisen tendenziell eine gegenläufige Korrelation auf. Steigt EUR/USD, fällt der US-Dollar Index Future. Fällt EUR/USD, steigt der USDollar Index Future. Von dem Chartbild des einen der beiden Basiswerte kann man auf das des anderen Rückschlüsse ziehen. In diesem technischen Währungsartikel wird der US-Dollar Index Future deshalb vorgestellt, weil sich dessen mittelfristiger Abwärtstrend einer wichtigen, seit dem Jahr 2008 bestehenden Unterstützungslinie bei 76,50 Punkten nähert. Derzeit notiert der Future bei 77,34 Punkten. Im Bereich von Unterstützungen steigt die Wahrscheinlichkeit,

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Währungen

Kursverlauf Euro gegenüber US-Dollar (EUR/USD) seit Mai 2010

dass es zu einem Nachfrageüberhang und zu einem Abebben des Angebotsüberhangs kommen kann. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit für eine nach oben gerichtete Gegenbewegung ist erhöht. Im 76,50-Punkte-Bereich ist im US-Dollar Index Future mit einem Abprallen nach oben und einer temporären Dollarstabilisierung zu rechnen. Das wiederum heißt, dass EUR/USD dann korrigieren müsste. EUR/USD dürfte also spätestens ausgehend von 1,4400 USD mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit korrigieren. Was bedeutet dies für den aktiven Anleger? Kurzfristig ist EUR/USD ausgehend von 1,4050 USD und 1,4400 USD ein Trading Short. Mit Turbo Puts lässt sich also auf kurzfristig fallende EUR/USD-Kursnotierungen spekulieren. Die erwartete Zwischenkorrektur bietet in EUR/USD wieder gute Kaufmöglichkeiten des Euro gegenüber dem Greenback. Wie immer werden Ihnen am Ende dieses Artikels wieder drei KnockOut-Produkte vorgestellt, mit denen Sie die weitere mittelfristige Euro-Aufwertung in Richtung des Kurszielbereichs von 1,5000–1,5500 USD handeln können.

Quelle: GodmodeTrader.de

Kursverlauf US-Dollar Index Future seit Oktober 2008

Quelle: GodmodeTrader.de

Ausgewählte Produkte: Hebelprodukte auf EUR/USD WKN BN6RJK BN6RH0 BN6WXT

TYP Mini Long Unlimited Long Mini Long

Basispreis 1,3004 USD 1,3306 USD 1,3403 USD

Stop Loss 1,3134 USD 1,3537 USD

Aktueller Hebel 17,09 26,32 33,78

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Trading

Basiswerte im Blickwinkel der Charttechnik GOOGLE – NEUES KAUFSIGNAL IST AKTIV

eine inverse SKS-Trendwendeformation ausbilden. Mit dem Ausbruch über den Bereich 505,00–520,00 US-Dollar wurde diese dann auch nach oben nachhaltig aufgelöst.

GOOGLE (Abbildung 1)

Anlagezertifikat: Um an der Stabilisierung zu partizipieren, gleichzeitig aber auch noch einen Sicherheitspuffer zu erhalten, bietet sich das Discountzertifikat mit der WKN BN5Y6J an. Dieses ist mit einem Cap bei 500,00 US-Dollar ausgestattet, sodass die mögliche Rendite von 12,37 % p.a. auch erzielt werden kann, wenn Google zunächst noch einmal konsolidiert. Der Sicherheitspuffer von 10,21 % lässt zum Ende der Laufzeit erst unter 474,03 US-Dollar Verluste zu. (Alle Angaben erfolgen unter der Annahme eines konstanten EUR/USD-Wechselkurses.)

Kursstand: 530,01 US-Dollar Rückblick: Eine steile Rallye startete Google nach der Bodenbildung im März 2009. Es ging nach einem Abverkaufstief bei 247,30 US-Dollar wieder steil bis auf 629,51 US-Dollar nach oben. Die Notierungen korrigierten diesen Anstieg dann aber 2010 wieder ausgiebig. Es wurde dabei die bei 452,00 US-Dollar derzeit liegende exp.GDL 200 (rot) auf Wochenbasis noch einmal getestet. Google prallte daran nach oben ab und konnte im Verlauf der vergangenen Monate darüber

Charttechnischer Ausblick: Ein neues Kaufsignal ist somit aktiv, das wieder Potenzial bis an die Hochs bei 597,84 US-Dollar und 629,51 US-Dollar bietet. Im Bereich des Ausbruchsniveaus bei 505,00–520,00 US-Dollar kann es allerdings zunächst noch einmal zu einem Pullback kommen. Eine Seitwärtsbewegung in diesem Bereich ist einzukalkulieren. Es wäre aber erst ein deutlicherer Rückfall unter dieses Niveau, unter 500,00 US-Dollar auf Wochenschlusskursbasis, bärischer zu werten.

800.00

747,24

700.00

0.000 (629.51) 597,84

Discount-Zertifikat auf Google

600.00

530.01 500.00

520,00

WKN: ISIN: Kursstand: Cap: Laufzeit: Discount: Seitwärtsrendite: Outperformance bis: Verlust ab:

BN5Y6J

433,63

S K

S

DE000BN5Y6J0

400.00

34,19 Euro 300.00

500,00 US-Dollar 1.000 (247.30)

16.03.2012

50M

10,21 % 12,37 % p.a. 556,81 US-Dollar 474,03 US-Dollar

0 Oct Dec Feb Apr Jun Aug Oct 2009

Dec Feb Apr 2010

Jun Aug Oct

Abbildung 1: Google, Kursverlauf vom 29.09.2009 bis 07.10.2010 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Quelle: BörseGo AG

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Trading

SIEMENS MIT RELATIVER STÄRKE, ABER… SIEMENS

bewegung, die bei 70,00 Euro Halt fand. Zuletzt startete Siemens dann wieder einen Angriff auf die 80,00-Euro-Marke, der aber mit dem Gesamtmarkt scheiterte.

Anlagezertifikat: Bei Siemens bietet sich in der aktuellen Situation das Discount Zertifikat mit der WKN BN34QK an. Dieses besitzt ein Cap bei 80,00 Euro, sodass die maximale Rendite von 20,04% p.a. bereits erzielbar ist, sollte sich Siemens knapp über den Widerstand bewegen können. Aber auch im Seitwärtstrend ist eine Rendite von derzeit 14,31 % p.a. zu erzielen. Gegenüber einem Direktinvestment bietet sich darüber hinaus ein Puffer von 9,01 %, denn erst unter 70,26 Euro kommt es zum Ende der Laufzeit zu Verlusten.

(Abbildung 2)

Kursstand: 65,05 Euro Rückblick: Im März 2009 konnte sich Siemens nach einem drastischen Abverkauf bereits bei 37,30 Euro wieder fangen und startete dann auch gleich zu einer umfassenden Kurserholung. Es ging zunächst innerhalb einer umfassenden Rallye bis auf 69,39 Euro nach oben, bevor eine Konsolidierung gestartet wurde. Daraus brachen die Notierungen im März 2010 nach oben aus, um sich weiter bis an die bei 80,00 Euro liegende starke Widerstandsmarke vorzuarbeiten. In den vergangenen Wochen folgte dann eine Seitwärts-

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Charttechnischer Ausblick: Die Seitwärtsbewegung der Vormonate ist weiter aktiv, der Aufwärtstrend seit Ende vergangenen Jahres bleibt aber ebenfalls intakt. Dies bietet für Siemens die Chance eines baldigen Kursausbruchs über 80,00 Euro nach oben. Für ein entsprechendes Kaufsignal bleibt der Anstieg über die 81,00 Euro auf Basis des Wochenschlusskurses noch abzuwarten. Ist das der Fall, dann sind weitere Gewinne bis auf 85,57 Euro, aber auch eine Rallye-Verschärfung in Richtung 90,00 Euro möglich. Bei einem Scheitern im Bereich der 80,00 Euro muss auch ein Rücklauf bis auf 70,00 Euro nochmals einkalkuliert werden.

Weitere Trading Infos finden Sie hier: www.wz-magazin.de/themen/trading

Analyse von Ein Service der BörseGo AG

90.000

85,57

Bonus-Zertifikat auf Siemens AG

80.000 76.860

80,00 69,39

WKN:

70.000

BN34QK

ISIN:

DE000BN34QK0

Kursstand:

70,26 Euro

Cap:

80,00 Euro

Laufzeit:

15.06.2011

Discount:

57,14

60.000

50.000

45,77

9,01 %

50M 0

Seitwärtsrendite:

14,31 % p.a.

Maximalrendite:

20,04 % p.a.

Outperformance bis:

87,93 Euro

Dec Feb 2009

Apr Jun

Aug Oct

Dec Feb 2010

Apr

Jun Aug Oct

Abbildung 2: Siemens AG, Kursverlauf vom 03.11.2008 bis 08.10.2010 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Quelle: BörseGo AG

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Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt ausschließlich die Meinung der externen Redakteure wider, für deren sachliche Richtigkeit BNP Paribas keinerlei Haftung übernimmt.


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Trading

DAX® daily Trading: weitere Zuwächse Im jüngsten Beobachtungszeitraum bis 23.09.2010 setzte das DAX® daily Trading seine Erholung mit leichten Erträgen fort. Die Trades wurden vergleichsweise lange gehalten. kleinen Zugewinn von 4,93 Prozent mit vier Trades, davon drei auf der Long-Seite und einer in Short-Richtung. Auffällig war die verhältnismäßig lange Haltedauer der Positionen. Dies führte dazu, dass die Standardstrategie trotz der relativ geringen Anzahl an Trades permanent im Markt war. Die Ursache hierfür liegt auf der Hand: Die Zone, in der sich der DAX® derzeit unmotiviert seitwärts bewegt, ist erneut etwas enger geworden. Somit verging teilweise eine gesamte Handelswoche, bis ein Trade den anvisierten Ertrag oder den Verluststopp erreichte oder durch ein gegenläufiges Einstiegssignal beendet wurde.

In kleinen Schritten weiter aufwärts.

Die Trefferquote der Tagestendenzprognosen im DAX® daily Newsletter ist weiterhin gut und bescherte uns im Strategietest während der Auswertungsperiode vom 23.08.2010 bis 23.09.2010 drei erfolgreiche Positionsabschlüsse sowie einen noch offenen, aber bereits deutlich im Gewinn liegenden Trade. Insgesamt war das Standardsystem ohne übergeordnete Trendfilterung der DAX® daily Prognosen im Beobachtungszeitraum sechsmal aktiv. Unter dem Strich resultierte aus den Engagements bis zum 23.09.2010 immerhin ein Gewinn der fiktiven Kapitalkurve von 10,77 Prozent. Die Tradingbeobachtung mit realen Produkten auf

www.wz-magazin.de schnitt mit +11,52 Prozent sogar ein wenig besser ab. Bei der Trendfilter-Strategie auf Basis der Adaptiven Stochastic (siehe Abb. 3) ergab sich ein 13,74-prozentiger Anstieg der fiktiven Kapitalkurve. Dieses System setzt aufgrund seiner mittelfristigen Marktbeurteilung nach wie vor ausschließlich Long-Trades um. Ganz im Gegensatz dazu handelte das Directional-Movement-System (siehe Abb. 4) durchgängig die ShortPrognosen der DAX® daily Analysten und büßte dabei vom 23.08.2010 bis 23.09.2010 leicht tolerierbare 2,93 Prozent ein. Währenddessen verbuchte die MomentumTrendfilter-Strategie (siehe Abb. 5) einen

Am 24.08.2010 wurde zunächst der noch aus der letzten Auswertung offenstehende Short-Trade über das Gewinnziel geschlossen. Vom 25.08.2010 bis 01.09.2010 ging es dann auf der Long-Seite weiter, und es wurde erneut das angepeilte Ertragstopp mit einem Backtesting-Gewinn von 101,51 Prozent auf den Kapitaleinsatz in Höhe von 10,00 Prozent des letzten Kapitalkurvenstands vor dem Trade erreicht. Der nachfolgende Long-Trade war mit +62,08 Prozent auf den Einsatz ebenfalls erfolgreich, bis ein unglückliches Short-Engagement vom 06.09.2010 bis 13.09.2010 einen Totalausfall der Position aus fiktiven Turbos Short mit Hebel 50 hervorrief. Mit 27,78 Prozent moderat im Verlust landete die anschließende Long-Aktion vom 14.09.2010 bis 20.09.2010. Und noch offen, aber nach einem am 21.09.2010 beinahe ausgelösten Stop Loss mittlerweile gut im Gewinn steht der zuletzt gestartete Short-Trade seit 20.09.2010. DAX® daily Trading finden Sie täglich unter: www.wz-magazin.de/themen/trading

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Trading

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Trades im jüngsten Beobachtungszeitraum vom 23.08.2010 bis 23.09.2010 Abb. 1: DAX® daily Trading Standard-Teststrategie

+10,77 Prozent seit 23.08.2010 Anzahl der Trades: 6 3 Gewinne (Gewinnziel erreicht: 2) 2 Verluste (Verluststop erreicht: 1) 1 Trade am 23.09.2010 noch offen Performance im Beobachtungszeitraum: 10,77 %

2

Langfristige Backtestings seit 26.11.2004 (Start des DAX® daily Newsletters) bis 23.09.2010 Für alle Backtesting-Berechnungen gilt: eingerechnete Gebühren 4,60 Prozent je Trade für Einstieg, Ausstieg und Slippage; Steuern unberücksichtigt Abb. 2: Kapitalkurve der Standard-Teststrategie Jede Tendenzprognose im DAX® daily Newsletter wird als potenzielles Ein-/Ausstiegssignal für Trades berücksichtigt.

+1.328,89 Prozent seit 26.11.2004

Abb. 3: Kapitalkurve der Trendfilter-Teststrategie Adaptive Stochastic Tendenzprognose im DAX® daily Newsletter wird nur als Einstiegssignal berücksichtigt, wenn im Einklang mit mittelfristigem DAX®-Trend anhand der Adaptiven Stochastic (10/500).

+2.909,03 Prozent seit 26.11.2004 640.000

320.000

320.000 160.000

160.000 80.000

80.000 40.000

40.000

20.000 10.000 26.11.2004

20.000

26.07.2005

26.03.2006

BacktestingZeitraum Startniveau

26.11.2006

26.07.2007

26.03.2008

26.11.2004 bis 23.09.2010 10.000 EUR

26.11.2008

26.07.2009

26.03.2010

Niveau 23.09.2010 max. Drawdown Trefferquote

142.889 EUR 83,70 % 53,57 %

Abb. 4: Kapitalkurve der Trendfilter-Teststrategie Directional Movement Tendenzprognose im DAX® daily Newsletter wird nur als Einstiegssignal berücksichtigt, wenn im Einklang mit mittelfristigem DAX®-Trend anhand Directional Movement über 30 Tage (+DI größer oder kleiner als –DI).

+5.521,89 Prozent seit 26.11.2004

10.000 26.11.2004

BacktestingZeitraum Startniveau

640.000

26.11.2006

26.07.2007

26.11.2004 bis 23.09.2010 10.000 EUR

26.03.2008

26.11.2008

26.07.2009

Niveau 23.09.2010 max. Drawdown Trefferquote

26.03.2010

300.903 EUR 64,19 % 59,05 %

Abb. 5: Kapitalkurve der Trendfilter-Teststrategie Momentum Tendenzprognose im DAX® daily Newsletter wird nur als Einstiegssignal berücksichtigt, wenn im Einklang mit mittelfristigem DAX®-Trend anhand Momentum (Long: 40-Tage-Momentum > 100; Short: 60-Tage-Momentum < 100).

640.000 1 320.000

160.000

160.000

80.000

80.000

40.000

40.000

20.000

20.000

BacktestingZeitraum Startniveau

26.03.2006

+7.229,49 Prozent seit 26.11.2004

1 320.000

10.000 26.11.2004

26.07.2005

26.07.2005

26.03.2006

26.11.2006

26.07.2007

26.11.2004 bis 23.09.2010 10.000 EUR

26.03.2008

26.11.2008

26.07.2009

Niveau 23.09.2010 max. Drawdown Trefferquote

26.03.2010

562.189 EUR 47,32 % 60,00 %

10.000 26.11.2004

BacktestingZeitraum Startniveau

26.07.2005

26.03.2006

26.11.2006

26.07.2007

26.11.2004 bis 23.09.2010 10.000 EUR

26.03.2008

26.11.2008

26.07.2009

Niveau 23.09.2010 max. Drawdown Trefferquote

26.03.2010

732.949 EUR 39,54 % 61,62 %

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: Lenz + Partner, Investox

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Zahlen / Buchtipp

Lesen und mehr wissen! Zahlen des Monats Inflation:

In Deutschland rechnen inzwischen

1,0 %

Deutschlands Verbraucherpreisindex im August 2010 ggü. August 2009 Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland

EZB-Leitzins:

1,00 % Quelle: EZB

48 % 83 der Befragten in den nächsten sechs Monaten mit steigenden Aktienkursen. Das ist ein Plus von

Quelle: Fed

Arbeitslosenzahl:

3,031 Mio.

registrierte Arbeitslose in Deutschland im September 2010 (-9,4 % ggü. Vorjahresmonat) Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland

ifo Geschäftsklimaindex:

106,8

im September 2010 (nach 106,7 im August 2010; letzter Höchstwert 108,70 im Dezember 2006) Quelle: ifo Institut für Wirtschaftsforschung

Prozentpunkten gegenüber dem zweiten Quartal des Jahres 2010. Quelle: (1)

50%

Bei Fusionen und Übernahmen sind es

Quelle: (5)

Das wären 1.500.000.000 Handys verkauft werden. 8,7% mehr als 2010. Quelle: (3)

Jahre – so lange brauchte eine Postkarte aus Brüssel, bis sie endlich ihr Ziel erreichte. Dabei legte sie gerade einmal Kilometer zurück.

45 17

Fed-Leitzins:

0-0,25 %

2011 sollen

Quelle: (2)

51,5%

beträgt die Kurssteigerung der BMW-Aktie. Somit ist sie die Aktie mit dem stärksten Zuwachs*. (*Stichtag: 08.10.2010) Quelle: (4)

2.200.000.000 Dollar hat die globale Krise das Finanzsystem [nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF)] gekostet. Quelle: (5)

der Allianzen von Unternehmen scheitern.

80%.

30.463 3.386

Tonnen Gold halten die Staaten der Welt in ihren Tresoren unter Verschluss. Tonnen Gold wurden im Jahr 2009 nachgefragt. Quelle: (6)

Quellen: (1) faz.net, (2) welt.de, (3) Focus Money, (4) BNP Paribas, (5) Handelsblatt, (6) Financial Times Deutschland

Buch des Monats Christian Pohl – Strategisch investieren in Devisen Die Stärke einer Volkswirtschaft verdeutlicht sich an der Kraft ihrer Währung. Genau diesem grundsätzlichen Zusammenhang wird die künstlich niedrig gehaltene Währung Chinas nicht gerecht. Vor allem die USA fordern vehement eine Aufwertung – bisher ohne durchschlagenden Erfolg. Das dauernde Auf und Ab der frei schwankenden Wechselkurse hat währenddessen auch eine erhebliche Bedeutung für jeden Anleger, der internationale Aktien oder andere Basiswerte in ausländischer Währung nutzt. Christian Pohl managt für die DWS den ersten reinen Währungsfonds in Deutschland. Nach seiner Überzeugung lassen sich durch gezielte Währungsinvestments nicht nur hervorragende Gewinne realisieren, sondern auch das eigene Depot stabilisieren. Pohl erläutert das Geschehen an den internationalen Währungsmärkten in seinem neuen Buch kenntnisreich und mit vielen Praxisbeispielen. Dabei präsentiert der Autor mehrere Erfolg versprechende Basisstrategien, um von einer prognostizierten Devisenkursentwicklung zu profitieren. Auch die Beleuchtung der Risiken wird hierbei nicht vernachlässigt. Autor: Christian Pohl

Strategisch investieren in Devisen. Alles, was Sie über die Anlageklasse Devisen wissen müssen

ca. 250 Seiten, Hardcover 29,95 Euro (D); 30,80 Euro (A); 47,90 SFR (CH)

ISBN 978-3-89879-608-8 FinanzBuch Verlag, München 2010 www.finanzbuchverlag.de

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Presse

11 2010

Pressestimmen der vergangenen Wochen Wirtschaftswoche, 27.09.2010

finanztreff weekly, 04.10.2010

„Laut offiziellen Daten werden an der Euwax 84 Prozent der Aufträge innerhalb von zehn Sekunden ausgeführt, 58 Prozent der Orders sogar innerhalb von drei Sekunden. Werte für jeden einzelnen Emittenten suchen Anleger jedoch vergebens, die Banken veröffentlichen sie seit diesem Jahr nicht mehr. Eine der wenigen Ausnahmen ist die französische BNP Paribas. Sie schneidet bei der Ausführungsgeschwindigkeit überdurchschnittlich gut ab und hat ihre Zeiten veröffentlicht.“

„Kurz darauf schoss die Aktie von Beiersdorf intraday um zehn Prozent nach oben, weil Procter & Gamble Interesse an dem Nivea-Hersteller geäußert hatte. […] Interessant ist daher ein nur noch bis Mitte Dezember laufendes Sprintzertifikat der BNP Paribas [WKN BN3525] mit einem Seitwärtsertrag von immerhin rund acht Prozent und der Chance auf einen kleinen Zuschlag, wenn die Aktie noch leicht zulegt.“

finanztreff weekly, 04.10.2010 „Noch optimistischer zeigen sich die Kollegen von Equinet, die Fraport mit einem Kursziel von 52 Euro eindeutig zum Kauf empfehlen. Genau diese 52 Euro zahlt die BNP Paribas als Höchstbetrag bei einem bis Ende 2011 laufenden Bonus Cap Zertifikat [WKN BN6D7A] auf Fraport. Durch das gut dreiprozentige Aufgeld ist die Gewinnchance allerdings auf 13 Prozent beschränkt. Dafür bekommen Anleger aber auch einen Risikopuffer von fast 30 Prozent.“

Börse Online, Nr. 40/2010

Börse Online, Nr. 40/2010

„Die BNP Paribas bietet als eine der wenigen großen Adressen auch Zugänge über Facebook und Twitter.“

„Darüber hinaus werden wir DAX-Capped-CallOptionsscheine (WKN BN6 QTC, […]) mit knapp einjähriger Laufzeit ins Depot legen – für ein dynamisches Depot ein defensives Basisinvestment. Der angestrebte Gewinn von 23 Prozent wird erzielt, sofern der deutsche Blue-Chip-Index am 16. September 2011 bei mindestens 5500 Punkten notiert.“

Euro am Sonntag, Nr. 41/2010 „Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von zehn, auf Basis der geschätzten Gewinne für 2011, ist der Wert günstig. Dies zeigt, dass derzeit keinerlei Übernahmefantasie eingepreist wird. Mittel- bis langfristig wird dieses Thema aber auch die Stada-Aktie und die gesamte Branche wieder erfassen und aufwecken. Daher trauen wir dem Titel ein Comeback zu, das mit einem Bonuszertifikat gehoben werden kann. Es kommt von der BNP Paribas (ISIN: DE000BN6VBW6) und läuft bis November 2011. Sofern die Barriere bei 17 Euro (Abstand 20,8 Prozent) unverletzt bleibt, winkt eine attraktive Bonusrendite von 13,3 Prozent oder 11,7 Prozent p.a.“

Hebelprodukte Report, Nr. 15/2010 „Der BNP-Discount-Call auf den DAX-Index mit Bewertungstag 18.3.11, Basispreis bei 4.800 Punkten, Cap bei 5.300 Punkten, BV 0,01, ISIN: DE000BN5L2V9, wird auch bei einem empfindlichen Rückgang des DAX-Index noch für positive Rendite sorgen. Beim DAX-Stand von 6.331 Punkten wurde der Discount-Call mit 4,48–4,50 Euro gehandelt. Wenn der Index am Bewertungstag auf oder oberhalb des Caps von 5.300 Punkten notiert, dann wird der Schein mit einem Hundertstel der Differenz zwischen dem Basispreis und dem Cap, also mit 5 Euro, zurückbezahlt. Somit ist mit diesem Schein auch bei einem DAX-Kursrückgang von 16 Prozent ein Ertrag in Höhe von 11,11 Prozent (=18,36 Prozent p.a.) möglich.“

Laufend aktuell Auch in den zurückliegenden Wochen wurde die momentan knapp 61.700 Anlagezertifikate und Hebelprodukte umfassende Produktpalette von BNP Paribas mit fortlaufenden Emissionen ständig auf den aktuellsten Stand gebracht. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der fast täglichen Neuauflage von Turbo Optionsscheinen, Unlimited Turbos und Mini Futures in den Anlageklassen Indizes, Aktien, Rohstoffe und Währungen, um jederzeit marktgerechte Papiere mit attraktiven Hebelwirkungen anzubieten. Daneben fanden zwischen dem 03.09.2010 und dem 29.09.2010 insgesamt 2.071 neue Produkte den Weg aufs Börsenparkett.

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Süddeutsche Zeitung, 23.09.2010 „Doch es macht sich wieder Optimismus breit. ‚Das Produktverständnis der Kunden verbessert sich stetig. Aktienanleihen sowie Discount- und Bonuszertifikate sind heute so etabliert, dass Kunden die Chancen und Risiken der jeweiligen Produkte auch selbständig sehr gut abwägen können‘, sagt Christian Glaser, Zertifikatexperte der BNP Paribas. Zudem stelle die große Konkurrenz der Emittenten stets sicher, dass die Margen niedrig ausfielen zum Vorteil für den Kunden.“

Neuemissionen von BNP Paribas Datum

Emission

Basiswerte

03.09.2010 06.09.2010 07.09.2010 08.09.2010 08.09.2010 09.09.2010 09.09.2010 13.09.2010 14.09.2010 14.09.2010 16.09.2010 17.09.2010 21.09.2010 24.09.2010 27.09.2010 28.09.2010 29.09.2010

335 Capped Bonus Zertifikate 1 Strategie Zertifikat 62 Aktienanleihen 101 Bonus Zertifikate 188 Discount Zertifikate 217 Bonus Zertifikate 1 Capped Reverse Bonus Zertifikat 21 Capped Bonus Zertifikate 1 Strategie Zertifikat 66 Aktienanleihen 109 Aktienanleihen 112 Bonus Zertifikate 175 Bonus Calls 10 Bonus Zertifikate 10 Reverse Bonus Zertifikate 162 Aktienanleihen 500 Discount Zertifikate

Aktien Index Aktien Index Aktien Aktien Index Aktien Index Aktien Aktien Aktien Index Index Index Aktien Rohstoffe


11 2010

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Wer erfolgreich in Zertifikate und Hebelprodukte investieren möchte, muss über die Funktionsweise und die speziellen Eigenschaften der Papiere genau informiert sein. BNP Paribas möchte Sie dabei unterstützen: Ob Bonus Zertifikate, Mini Futures oder eine andere Produktgruppe – BNP Paribas bietet Ihnen umfassende Informationen zu den wichtigsten Zertifikatetypen und Hebelprodukten. Ihr persönliches Informationspaket können Sie sich nach Belieben zusammenstellen, wir senden es Ihnen dann umgehend per Post zu. Ein Anruf genügt. Alle Broschüren finden Sie auch als PDFDownload unter der Rubrik „Wissen – Broschüren" auf unserer Webseite www.derivate.bnpparibas.de.

Impressum W | Z MAGAZIN Herausgeber: BNP Paribas Europa-Allee 12 · 60327 Frankfurt am Main Fon: 069 - 71 93 23 10 · Fax: 069 - 71 93 34 99 Redaktion: Sebastian Schmidt, eveniat GmbH Gesamtbearbeitung und Gestaltung: LAD-fc, LINKING ADVERTISING, Maria Trippler, www.LAD-fc.com Art Director: John Fell Druck: Druckhaus Berlin-Mitte GmbH Verlag: SC Marketing GmbH Kontakt BNP Paribas Europa-Allee 12 · 60327 Frankfurt am Main Hotline: 0800 0 267 267 (oder 069 - 71 93 23 10) Fax: 069 - 71 93 34 99 e-mail: derivate@bnpparibas.com Internet: www.derivate.bnpparibas.de Reuters: BNPWTS

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