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WARRANTS UND ZERTIFIKATE DAS MONATSMAGAZIN rund um Optionsscheine und Zertifikate der BNP Paribas

Schwarzes Gold mit Hebelwirkung Jahresendspurt mit Discount Calls DAX daily Trading: Wechselbad der Gefühle

Bonitätsrating BNP Paribas Moody’s Aa1 S&P AA+


Schwimmen Sie auch bei volatilen Märkten auf einer Welle des Erfolgs.

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Editorial

JUBELSTIMMUNG IM VERBORGENEN

Der Dow Jones hat ein neues Rekordhoch markiert und kämpft mit der Behauptung von 14.000 Punkten! Gleichzeitig hat der DAX die 8.000 Zähler wieder ins Visier genommen! Und dennoch knallen nirgends die Sektkorken, zumindest nicht in der medialen Wahrnehmung. Als die Aktienmärkte im Juli auf ähnlich hohen Niveaus standen, hagelte es noch positive Kommentare in der Erwartung weiter steigender Kurse. Doch die Optimisten sind aktuell weitgehend verstummt. Verwunderlich ist das kaum. Wer voll investiert ist, wird sich auch positiv zum Markt äußern. Folglich waren mahnende Stimmen aus dem Profilager in der ungetrübten Hausse bis Mitte Juli Mangelware. Nachdem nun aber die US-Hypothekenkrise viel Pessimismus erzeugt hat, dürften zahlreiche Börsianer von der plötzlichen Rallye in den letzten Wochen auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Man ist nicht voll engagiert und kann sich über die steigenden Kurse somit nur eingeschränkt freuen. Ambitionierte Prognosen für das vierte Quartal wären da nur kontraproduktiv. Außerdem will sich natürlich niemand die Finger verbrennen. Schließlich kann die Krisenstimmung jederzeit wieder aufflammen.

Das Dunkel um die Subprime-Verluste der Banken lichtet sich zwar langsam. Aber ob die Probleme damit schon ausgestanden sind, bleibt abzuwarten. Als erstes Haus ließ sich die Schweizer UBS auf die Bezifferung ihrer Rückschläge ein, dicht gefolgt von der Citibank und der Deutschen Bank. Die anderen Institute dürften nach und nach folgen. Diese zunehmende Klarheit honorieren die Börsianer. Erfreulich sind die Meldungen deshalb noch lange nicht. Immerhin sind viele Milliarden Euro verbrannt worden. Und es bleibt die Unsicherheit, ob womöglich doch noch weitere Hiobsbotschaften zu befürchten sind. Derweil mehren sich die Anzeichen, dass die US-Wirtschaft deutlich an Fahrt einbüßen wird. Auch in Europa sind die Prognosen nicht mehr ganz so positiv. Dafür sorgt auch der gegenüber dem US-Dollar von Rekord zu Rekord eilende Euro. Gerade für die exportlastige deutsche Wirtschaft könnte das ein Bremsklotz werden. Ebenso hat der Rohölpreis schwindelerregende Höhen erreicht und könnte das Wachstum seinerseits schmälern. Wir bewegen uns also durchaus in einer nachdenklich stimmenden Gesamtlage. Nur an den Aktienmärkten ist von einer Krisenstimmung momentan nichts mehr zu spüren. Wenn die großen Indizes jetzt weiter Stärke beweisen und die erreichten Kursniveaus übertreffen, könnte das vierte Quartal durchaus einen sehr versöhnlichen Abschluss dieses Jahres bescheren. Die Gefahr besteht indes in einer Konstellation, die Charttechniker als Doppeltop bezeichnen: Nach einem Rekordhoch mit folgendem Rückschlag bäumen sich die Kurse noch einmal auf,

können aber nicht nachhaltig neue Spitzenwerte markieren. Daraufhin geht es dann oftmals deutlich bergab. Es hängt jetzt also alles von der Frage ab, ob sich die Subprime-Krise unter anderem durch das beherzte Vorgehen der US-Notenbank so weit verflüchtigt hat, dass die Märkte wirklich die Kraft für neue Gipfelstürme haben. Den Antrieb dafür könnten die noch nicht wieder voll investierten Anleger geben. Denn sie müssten früher oder später den steigenden Kursen hinterherlaufen. Beim Rohölpreis ist die Rekordjagd längst in vollem Gange. Umso mehr freuen wir uns, Ihnen den Vorstoß von BNP Paribas in das Angebot von rohölbezogenen Produkten zu präsentieren (siehe Seite 6 ff.). In unserer Palette von Open End Turbos auf das schwarze Gold finden Sie die passenden Papiere, um mit Hebelwirkung von weiter steigenden Notierungen zu profitieren. Ebenso können Sie natürlich mit Short-Turbos auf einen Rückschlag beim Ölpreis setzen, wenn Sie zum Beispiel nach dem durchwachsenen Sommer einen warmen Winter mit entsprechend geringer Heizölnachfrage erwarten. Auch für die Liebhaber von mittelfristigen Investments mit Teilschutzfunktion ist das passende Produkt verfügbar. Mit unserem ersten Bonus-Zertifikat auf Rohöl erzielen Sie auch dann attraktive Renditen, wenn der Basiswert kaum vom Fleck kommt. Viel Erfolg beim Investieren.

Rupertus Rothenhäuser, BNP Paribas Deutschland

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Ăœbersicht

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Aktuelles

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Produkt Highlight

Beste Discount-Zertifikate aus dem Hause BNP Paribas

Schwarzes Gold mit Hebelwirkung

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Im Fokus Jahresendspurt mit Discount Calls

Privalto Verschnaufpausen willkommen

Sicher anlegen Garantie-Investments selbst konstruieren

Investment Ideen Discount, Bonus und weitere Investment-Highs

DAX daily DAX daily Trading: Wechselbad der GefĂźhle

Zahlen / Buchtipp Lesen und mehr wissen!

Presse Pressestimmen der vergangenen Wochen


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Aktuelles

AUSGEZEICHNET! BNP PARIBAS DISCOUNT-ZERTIFIKATE In der fünften Best Discount Studie des Internetportals Finanztreff.de trat BNP Paribas mit festem Schritt aufs Siegertreppchen.

Bei verbrieften Derivaten gelten DiscountZertifikate weiterhin als Anlegerlieblinge schlechthin. Rund ein Viertel der Börsenumsätze von Anlagezertifikaten entfallen auf die beliebten Rabattpapiere. Kein Wunder, denn ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig, gerade im aktuellen Marktumfeld. Schließlich haben die verstärkten Aktienkursschwankungen seit Mitte Juli die Volatilitäten der Basiswerte nach oben getrieben und Discountern damit deutlich attraktivere Konditionen als zuvor beschert. Die Auswahl eines Produktes sollte jedoch nicht vorschnell erfolgen. Wie sich immer wieder zeigt, herrschen zwischen den Angeboten der Emittenten zum Teil deutliche Unterschiede bei den Renditechancen. Wer vor dem Kauf vergleicht, kann bei weitestgehend identisch ausgestatteten Produk-

ten mitunter einen Prozentpunkt p.a. und mehr als Renditevorteil herausholen. Auf dieser Tatsache basiert das Best Discount Tool auf www.finanztreff.de, mit dem sich die aktuell attraktivsten Discount-Zertifikate zum gewünschten Basiswert ganz einfach per Mausklick anzeigen lassen. Die Renditeoptimierung allein durch die unterschiedliche Angebotsqualität der Emittenten wird somit zum Kinderspiel. Und da solche Selektionswerkzeuge schnell die Frage aufkommen lassen, ob denn bestimmte Emissionshäuser regelmäßig mit den besten Offerten aufwarten, hat Finanztreff.de mittlerweile die fünfte seiner halbjährlich durchgeführten Best Discount Studien veröffentlicht.

In der aktuellen Untersuchung wurden für den Zeitraum vom 01. März bis 31. August 2007 die Produkte von 19 Emittenten detailliert durchleuchtet. Dabei wurde jeweils für zwei Indizes (DAX und EURO STOXX 50) und 18 Einzelwerte in drei Risikoklassen (konservativ, neutral, offensiv) zweimal täglich das Produkt mit der höchsten maximal möglichen Rendite p.a. ermittelt. Als konservativ galten in der Studie Zertifikate, bei denen der Cap mindestens 20 Prozent unterhalb des Basiswertkurses notierte. Neutrale Produkte wiesen einen Höchstkurs von über 80 Prozent bis maximal 100 Prozent des Basiswertkurses auf. Offensive Discounter hingegen setzten mit Caps von über 100 Prozent bis 120 Prozent des Basiswertkurses auf einen moderaten Anstieg des zugrunde liegenden Titels. Insgesamt erhielt Finanztreff.de so 15.062 Best Discount Produkte und kürte anhand dieser Daten die Top-5-Emissionshäuser. BNP Paribas glänzte dabei in derart vielen Analysedurchläufen als Spitzenanbieter, dass in der Gesamtauswertung über alle Erhebungen der Sieg in der neutralen Strategie und durch Top-Platzierungen auch im konservativen und offensiven Bereich insgesamt die Silbermedaille herauskam. In der Einzelwertanalyse, also bei Ausklammerung der beiden Indizes als Basiswerte, konnte BNP Paribas sogar noch mehr überzeugen. Hier gelang auch beim komprimierten Ergebnis über alle Strategien der Schritt ganz nach oben aufs Siegertreppchen.

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Produkt Highlight

SCHWARZES GOLD MIT HEBELWIRKUNG Neue Rekorde beim Rohölpreis! BNP Paribas bietet ab sofort Open End Turbos Long und Short auf den weltweit wichtigsten Energierohstoff.

Mit einem Sortiment von aktuell fast 29.000 Zertifikaten und Hebelprodukten gehört BNP Paribas in Deutschland zu den Anbietern mit der größten Auswahl an verbrieften Derivaten. Gut 12 Prozent der hierzulande insgesamt verfügbaren rund 239.000 Produkte sind bei BNP Paribas „vom Band“ gelaufen. Hinsichtlich der Basiswerte liegt der Fokus bislang eindeutig auf Einzelaktien und Indizes. Dabei wird besonderer Wert auf eine Vielfalt an Parameterkonstellationen und Laufzeiten innerhalb jeder Produktkategorie pro Basiswert gelegt. Der Anleger findet somit jederzeit ein maßgeschneidertes und attraktiv bewertetes Papier, das genau seinen Anforderungen an das gewünschte Investment entspricht. 6

Rohöl als Basiswert rückt nun zusätzlich in den Fokus. BNP Paribas wird auch hier nach und nach ein Angebot mit den gewohnt breiten Auswahlmöglichkeiten aufbauen. Den Startschuss bilden Open End Turbos und ein attraktives BonusZertifikat (WKN: BNOS6J) auf den Energierohstoff. Mit Open End Turbos erhalten Anleger ein transparentes und leicht verständliches Instrument, um mit individuell wählbaren Hebelwirkungen von steigenden, aber auch von fallenden Ölpreisen zu profitieren. Bereits durch einen geringen Kapitaleinsatz lässt sich das eigene Depot folglich mit reizvollen Zusatzerträgen aus dem spannenden Rohölmarkt aufpeppen. Das BonusZertifikat indes bietet die Chance auf einen hohen Bonusertrag sogar im Falle eines moderat schwächelnden Ölpreises

und partizipiert an stark steigenden Notierungen des Basiswertes per Laufzeitende eins zu eins und unbegrenzt. Neu entfachte Rekordjagd beim Rohölpreis Nach einer deutlichen Korrektur in der zweiten Jahreshälfte 2006 hat der Ölpreis in diesem Jahr seinen langfristigen Aufwärtstrend mit neuer Dynamik fortgesetzt. Im Zuge dessen markierte das schwarze Gold im September sogar neue Rekordnotierungen. Jetzt wird es darauf ankommen, ob die neu erreichten Niveaus behauptet und weiter aus– gebaut werden können. Auf Seite 8 haben wir die aktuelle charttechnische Situation genauer unter die Lupe genommen. Die weiteren Aussichten erscheinen durchaus positiv. Aber vor


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Produkt Highlight

allem auch fundamental spricht viel für einen weiter anziehenden Rohölpreis. Kurzfristig saisonal bedingt könnte der bevorstehende Winter den Notierungen aufgrund einer steigenden Heizölnachfrage Rückenwind geben. Die HurrikanSaison verlief in diesem Jahr zwar weitgehend glimpflich für die wichtige Ölförderung im Golf von Mexiko. Derweil heizte aber der gemeldete Rückgang der Rohölreserven in den USA den Ölpreis an. Vor allem ist jedoch langfristig kein Abebben des weltweiten Nachfrageüberhangs zu erwarten. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt den Rohölverbrauch im laufenden Jahr auf stolze 86 Mio. Barrel pro Tag. Dem steht nach Analystenangaben nur ein Angebot von 84,4 Mio. Barrel pro Tag gegenüber. Im Jahr 2008 erwartet die IEA einen weiteren Anstieg der weltweiten Ölnachfrage um 2,4 Prozent. Die zuletzt vom OPECKartell angekündigte Erhöhung der Fördermenge um 500.000 Barrel ab 01. November dieses Jahres wird demzufolge als viel zu gering eingestuft und konnte den Ölpreis keineswegs in die Knie zwingen. Eine substanzielle Erhöhung der Fördermengen erscheint angesichts der Endlichkeit des Rohstoffs und eines jahrelangen Vorlaufs zum Aufbau neuer Kapazitäten kaum realistisch. Im Gegenteil, langfristig ist nach der Theorie der „Hubbert-Kurve“ trotz intensiver Bemühungen zur Erschließung neuer Ölquellen mit einem Absinken der Fördermengen zu rechnen. In Verbindung mit dem ständig wachsenden Öldurst speziell in China ist diese Prognose brisant. Vorübergehende Rückgänge, beispielsweise durch eine eventuelle Abschwächung der Weltkonjunktur, sind selbstredend jeder-

zeit möglich. Der aufwärts gerichtete Basistrend des Rohölpreises dürfte aber nur schwer zu kippen sein. Open End Turbos auf Rohöl Die starken Bewegungen der Ölnotierungen bieten die Chance auf hohe Erträge sowohl für kurzfristig orientierte Trader wie auch für Anleger, die von den vielfach ausgedehnten, mittelfristigen Trendbewegungen profitieren möchten. Um diese Chancen ausgiebig bei geringem Kapitaleinsatz zu nutzen, sind Hebelprodukte das Mittel der Wahl. Open End Turbos haben sich in diesem Zusammenhang als besonders beliebtes Instrument etabliert. Die Vorteile dieser Papiere liegen auf der Hand: Eine Laufzeitbegrenzung muss nicht berücksichtigt werden, so dass eine erfolgreiche Position ohne weiteres auch mittel- oder gar langfristig im Depot gehalten werden kann. Vor allem aber enthält der Preis von Open End Turbos unter normalen Marktbedingungen kein Aufgeld, das die Einschätzung der Preisentwicklung wie beispielsweise bei klassischen Optionsscheinen erschweren würde. Die zusätzlich eingebaute Stop Loss-Schwelle soll ferner die Gefahr eines Totalverlustes mit Open End Turbos minimieren. Schließlich gehören die Scheine zu den Knock Out-Produkten, die durch eine ungünstige Preisentwicklung des Basiswertes jederzeit vom Markt verschwinden können. Ausgangspunkt für die transparente Preisberechnung eines Open End Turbos ist der Basiskurs. Dieser liegt beim Open End Turbo Long, mit dem der Anleger auf einen steigenden Basiswert setzt, unterhalb des aktuellen Basiswertkurses und

beim Open End Turbo Short darüber. Unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses entspricht der aktuelle Preis des Open End Turbos nun ganz einfach dem so genannten inneren Wert. Dieser ergibt sich aus der positiven Differenz zwischen dem Kurs des zugrunde liegen-

BASISWERT: DER BRENT CRUDE OIL FUTURE Rohöl ist nicht gleich Rohöl. Zwar spricht man gerne allgemein vom „Rohölpreis“. Tatsächlich gibt es aber durchaus markante Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Sorten. Und streng genommen muss man jedes Mal auch hinzufügen, von welchem Future-Kontrakt mit welchem Verfallmonat man spricht. Zertifikaten und Hebelprodukten liegt regelmäßig nicht physisches Rohöl zugrunde, sondern die Produkte beziehen sich auf die Preisentwicklung eines Rohöl-Futures. Das kann der für Produkte der BNP Paribas tonangebende Brent-Future oder der WTI-Future sein. Der Brent-Future bildet den Terminkontrakt für Rohöl, das aus zwei wichtigen Ölfeldern in der Nordsee stammt. Für den WTI (West Texas Intermediate) Crude Oil Future ist in Nordamerika gefördertes Öl maßgeblich. Beide Sorten fallen in die Kategorie der „süßen“ Leichtöle, die sich durch eine geringe Dichte und einen niedrigen Schwefelgehalt auszeichnen. Sie sind besonders für die Herstellung hochwertiger Produkte wie Autobenzin oder Kerosin geeignet und werden daher teurer als Schweröle gehandelt. Schnell denkt man beim Thema Rohöl auch an die OPEC. Diese ermittelt aber einen eigenen Korb-Kurs für ihre verschiedenen Ölsorten. Für Zertifikate und Hebelprodukte ist dieser in aller Regel nicht entscheidend. Die Rohöl-Futures werden vor allem an zwei Terminbörsen gehandelt. Den Produkten von BNP Paribas liegt der Brent-Future zugrunde. Sein Preis wird fortlaufend auf der elektronischen Handelsplattform Intercontinental Exchange (ICE) ermittelt. Der WTI-Future hat hingegen an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) seine Heimatbörse.

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Produkt Highlight

den Titels und dem Basiskurs. Im Falle von Open End Turbos auf Öl ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Brent Crude Oil Future als Basiswert in US-Dollar notiert. Ebenso wird auch der Basiskurs in US-Dollar angegeben. Folglich ergibt die Berechnung des inneren Werts zunächst ein Ergebnis in US-Dollar. Hier muss noch die Umrechnung über den momentanen Euro/US-Dollar-Wechselkurs in Euro erfolgen, um den tatsächlichen Kurs des Open End Turbos zu erhalten. Notiert der Brent Crude Oil Future beispielsweise bei 80 US-Dollar, während der Basiskurs 60 US-Dollar beträgt und für einen Euro 1,42 US-Dollar bezahlt werden müssen, so ergäbe sich der Kurs eines entsprechenden Open End Turbos Long (Bezugsverhältnis 1:1) mit 14,08 Euro (= (80 – 60) / 1,42). Damit ist die Theorie zur Berechnung des momentanen Preises eines Open End Turbos auf den Röhöl-Future bereits abgearbeitet. Vor allem wenn eine mittelfristige Positionierung geplant wird, darf die Einschätzung zur Wechselkursentwicklung aber nicht ausgeklammert werden. Hieraus ergeben sich durchaus nennenswerte Chancen auf Zusatzerträge, aber eben auch Preisrisiken zusätzlich zu denen aufgrund einer ungünstigen Basiswertentwicklung. Wer sich nicht allein auf das IntradayTrading beschränken möchte, sondern seine Open End Turbos länger als einen Tag halten will, muss sich ferner mit dem Thema der Finanzierungskosten vertraut machen. Diese sind beim Long-Papier sofort nachvollziehbar, da der Emittent im Open End Turbo die absoluten Kursschwankungen des Basiswertes für den Anleger eins zu eins abbildet, aber nur einen Bruchteil des Basiswertkurses als Produktpreis verlangt. Selbstredend muss der Investor die daraus resultierenden Finanzierungskosten übernehmen. Dies geschieht ganz einfach, indem der Basiskurs täglich um einen geringen Betrag erhöht wird. Gemäß der oben vorgestellten Preisberechnung für den Open End Turbo Long führt eine solche Basiskurserhöhung zu einer entsprechenden Wertbelastung des Produkts. Der Umfang 8

CHART CHECK: DER BRENT CRUDE OIL FUTURE Ende 1998 erreichte der Ölpreis mit rund 10 US-Dollar seinen langjährigen Tiefstkurs und startete daraufhin die beeindruckende Rallye bis zum heutigen Tage. In knapp neun Jahren hat sich der Kurs nun in etwa um den Faktor acht verteuert. Das ist umso bemerkenswerter, als in dieser Gesamtentwicklung eine fast vierjährige Konsolidierung zwischen September 2000 und Juni 2004 enthalten ist. Im langfristigen Wochenchart (siehe Grafik 1) lässt sich derweil eine ungebrochene Aufwärtstrendlinie seit Ende 1998 aufzeigen. Die Korrektur in der zweiten Jahreshälfte 2006 führte den Preis per Anfang 2007 zwar nahe an diese Trendlinie heran. Unter anderem die Unterstützungszone bei rund 51 US-Dollar half aber, das Niveau zu behaupten und einen neuen Aufwärtsimpuls zu starten. 1. Langfristig: Brent Crude Oil Future Wochenchart seit Ende 1998 AroonUp, AroonDown 100 80 60 40 20 0

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Grafik 2 zeigt die Situation im Tageschart seit Juli 2006. Die Korrektur bis Januar 2007 zeigt sich hier besonders drastisch. Immerhin sank der Ölpreis in diesem Zeitraum um mehr als 35 Prozent. Dafür gelang es nun mit der neu entfachten Stärke, nach nur einem Fehlversuch im Juli eine neue Rekordmarke Ende September zu erklimmen. Vom erreichten Höchststand bei 81 US-Dollar ist der Kurs zwar aktuell wieder leicht unter das ehemalige Allzeithoch bei 78,50 US-Dollar abgerutscht. Gelingt eine Stabilisierung möglichst über dem Niveau von 76 US-Dollar, so ist die derzeitige Pause aber durchaus positiv als Kräftesammeln zu interpretieren, dem neue Höhenflüge folgen könnten. Im Falle von sinkenden Notierungen finden sich die nächsten Unterstützungen derweil bei 68,30 US-Dollar und bei 64,80 US-Dollar. Knapp unterhalb von 58 US-Dollar (ansteigend) verläuft momentan die langfristige Aufwärtstrendlinie. Und sollte sich ein stärkerer Einbruch ergeben, könnte noch der Bereich um 51 USDollar eine Stabilisierungszone bieten. 2. Kurzfristig: Brent Crude Oil Future Tageschart seit Juli 2006 AroonUp, AroonDown 100 80 60 40 20 0

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RSI 70 60 50 40 30

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GB: Brent Oil-Future ICE 82 80 78 76 74

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Produkt Highlight

der täglichen Basiskursanpassung lässt sich derweil wieder sehr transparent nachvollziehen (siehe Grafik unten). Bezogen auf den aktuellen Basiskurs wird mit dem Marktzinssatz und einem Zinsaufschlag (Zinsanpassungssatz) der Finanzierungsaufwand für einen Tag ermittelt. Dieser wird auf den alten Basiskurs aufgeschlagen, um den Basiskurs für den neuen Tag zu erhalten. Unser zuvor bereits bemühtes Beispielprodukt mit einem Basiskurs von 60 US-Dollar hätte am nächsten Tag etwa einen Basiskurs von 60,0108 US-Dollar, wenn der Marktzins bei 4,5 Prozent p.a. und der Zinsanpassungssatz bei 2 Prozent p.a. läge (= 60 x (1+ (0,045 + 0,02) x 1/360) = 60,0108). Diese Anpassung mutet natürlich winzig an. Würde man das Produkt aber beispielsweise 50 Tage im Depot halten, stiege der Basiskurs unter der Annahme gleich bleibender Zinssätze immerhin schon auf 60,5441 US-Dollar. Bei einem konstanten Kurs des Brent Crude Oil Futures von 80 US-Dollar und einem ebenso konstanten Wechselkurs von 1,42 Euro/US-Dollar würde der Preis des Open End Turbos aus unserer ersten Beispielrechnung jetzt nicht mehr 14,08 Euro, sondern nur noch 13,70 Euro betragen. Der Anleger hätte in den 50 Tagen seines Engagements also 0,38 Euro an Finanzierungskosten pro Papier zu tragen gehabt. Bei Short-Produkten kann nach dem analogen Vorgehen der Basiskursanpassung grundsätzlich ein täglicher Finanzierungsertrag entstehen. Der Basiskurs wird hier jedoch auf Grundlage des Marktzinssatzes abzüglich des Zinsanpassungssatzes adjustiert. Damit sich eine Anhebung ergibt, die sich entsprechend positiv auf den Preis des Open End Turbos Short auswirkt, muss der Marktzins folglich – wie aktuell der Fall – größer als der Zinsanpassungssatz sein. Doch welche Rolle spielt nun die eingangs erwähnte Stop Loss-Schwelle? Sie hat für den aktuellen Wert des Open End Turbos keine Bedeutung. Beim LongPapier notiert sie über und beim ShortProdukt unter dem Basiskurs. Hierbei ist ein konstanter prozentualer Abstand vorgesehen. Bei den derzeit verfügbaren

Open End Turbos auf den Brent Crude Oil Future wurde dieser Abstand mit 4 Prozent definiert. Und genau dieser prozentuale Puffer zwischen dem ansteigenden Basiskurs und der Stop Loss-Schwelle soll erhalten bleiben. Also wird die Stop LossSchwelle täglich parallel zur Basiskursanhebung mitgezogen, um wieder die vierprozentige Distanz zu gewährleisten. Diese Erhaltung des Abstands ist wichtig, da die Stop Loss-Schwelle ja im Falle einer zwangsweisen Fälligstellung des Open End Turbos einen Restwert bewahren soll. Sobald der Basiswert die Schwelle nämlich erreicht oder unterschreitet (Open End Turbo Long) bzw. erreicht oder überschreitet (Open End Turbo Short), verschwindet das Produkt vom Markt.

Bei einem solchen Ereignis löst BNP Paribas die für die ausstehenden Open End Turbos gehaltene Absicherungsposition im Basiswert innerhalb von höchstens drei Stunden auf. Aus dem dafür realisierten Preis wird sodann die Differenz zum Basiskurs berechnet und so (unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses und des Euro/US-DollarWechselkurses) der Restwert des Produkts ermittelt. Im Extremfall könnte es aber auch hier wie bei klassischen Turbos zum Totalverlust kommen. Dieser droht, wenn der Basiswert unmittelbar nach der Verletzung der Stop Loss-Schwelle weiter stark in die unerwünschte Richtung läuft und die Auflösung der Absicherungsposition erst am Basiskurs oder noch

OPEN END TURBOS: EINFACH ZUM INNEREN WERT ANLEGEN Maßgeblich für den aktuellen Kurs des Open End Turbos ist jeweils der nächstfällige Brent Crude Oil Future. Die folgenden Angaben beziehen sich auf Open End Turbos Long und gelten für Open End Turbos Short analog mit umgekehrten Vorzeichen: – Der Preis des Open End Turbos Long entspricht der Differenz zwischen dem Kurs des Brent Crude Oil Futures und dem Basiskurs. Dieser Preis muss nun noch mit dem aktuellen Euro/US-Dollar-Wechselkurs in Euro umgerechnet werden, da der Brent Crude Oil Future in US-Dollar notiert. - Der Basiskurs wird täglich im Rahmen der anfallenden Zinskosten angehoben. - Die Stop Loss-Schwelle wird parallel dazu in einem festen Abstand von 4 Prozent zum Basiskurs täglich erhöht. Vor dem Verfall des aktuell maßgeblichen Brent Crude Oil Futures muss der Rollover in den Kontrakt mit der darauf folgenden Fälligkeit erfolgen. Die Preisdifferenz zwischen den beiden Kontrakten wird dann am Rollover-Tag erhöhend bzw. vermindernd bei der täglichen Basispreisanpassung berücksichtigt, um ungerechtfertigte Preisänderungen des Open End Turbos auszuschließen. Tägliche Anpassung von Basiskurs und Stop Loss am Beispiel eines Open End Turbos Long

Tag 1

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0 Kurs Brent Crude Oil Future (nächstfälliger Kontrakt) Innerer Wert = Preis des Open End Turbos Long

Tag 3

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Basiskurs t1 = Basiskurs t0 x (1 + (Referenzzinssatz + Zinsanpassungssatz) x Anpassungstage/360) Stop-Loss = Basiskurs x 1,04 (allg. Basiskurs x Stop Loss-Schwellen-Anpassungssatz)

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schlechter ermöglicht. Auf einen Restwert müsste dann verzichtet werden. Relevant ist diese Gefahr speziell dann, wenn der Basiswert in der Eröffnung einer neuen Handelssitzung einen heftigen Kurssprung vollzieht und gleich die Stop Loss-Schwelle sowie den Basiskurs verletzt. Beim Einsatz von Open End Turbos sollte man sich aufgrund der Stop Loss-Gefahr grundsätzlich nicht zum Erwerb übertrieben spekulativer Papiere hinreißen lassen. Zwar können hier besonders hohe Hebelwirkungen locken. Aber die Gefahr des Stop Loss-Ereignisses, dem der Anleger möglichst aus dem Weg gehen sollte, wäre entsprechend hoch. Abschließend steht nun noch eine Frage im Raum: Wie sind überhaupt Open End Turbos darstellbar, wenn doch der Basiswert ein Future, also ein unbedingtes Termingeschäft mit Laufzeitbegrenzung ist? Auch diese Problematik ist denkbar einfach gelöst. Das Papier bezieht sich aktuell immer auf den besonders liquiden Brent Crude Oil Future-Kontrakt mit dem nächsten Verfalltermin. Vor dem Verfall muss BNP Paribas den Future in den nächstfälligen Kontrakt „rollen“. Dieser kann teurer („Contango“) oder billiger („Backwardation“) als der alte Kontrakt sein. Die Contango-Situation gilt dabei als Normalfall. Durch den höheren Preis des neuen Future-Kontrakts würde der Preis eines Open End Turbos Long nun am Rolltag theoretisch positiv und beim Short-Papier negativ beeinflusst. Um diesen ungerechtfertigten Effekt auszugleichen, wird der Basiskurs neben der üblichen Finanzierungskostenanpassung an diesem Tag auf Grundlage der Differenz zwischen den Kontraktpreisen adjustiert. In der Contango-Situation wird der Basiskurs beim Open End Turbo Long und Short am Rolltag also entsprechend stärker erhöht. Ein Preiseffekt durch den Rollvorgang wird somit abgewendet. 10

Bonus-Zertifikat auf Rohöl Selbstverständlich ist die aussichtsreiche Preisentwicklung bei Rohöl nicht nur geeignet, um hohe Gewinne aus der aktiven Anlage mit Hebelprodukten zu erzielen. Auch alle anderen Zertifikatetypen mit ihren attraktiven Chance/Risiko-Profilen eignen sich grundsätzlich, um das Depot auf Basis des Energierohstoffs mit sinnvollen Positionen zu diversifizieren. Vor allem Bonus-Zertifikate erscheinen hierbei geeignet, denn sofern der Ölpreis mittelfristig erwartungsgemäß weiter stark ansteigen wird, kann der Anleger daran eins zu eins partizipieren. Sollte sich hingegen eine eher enttäuschende Entwicklung ergeben, kann ein Bonus-Zertifikat auch nennenswerte Kurseinbußen des Basiswertes durch seinen Teilschutzmechanismus unter Umständen abfangen und am Laufzeitende sogar in eine attraktive Bonusrendite verwandeln. BNP Paribas hat ein solches BonusZertifikat auf den Brent Crude Oil Future mit einer dreijährigen Laufzeit aufgelegt. Das Papier ist ab 22.10.07 handelbar, während die Barriere am Festlegungstag, dem 19.10.07, bei 60 bis 65 Prozent des Startkurses (Schlusskurs des Basiswertes an diesem Tag) fixiert wird und somit einen Risikopuffer von mindestens 35 Prozent gewährt. Maßgeblich für das Zertifikat während der Laufzeit ist jeweils

der nächstfällige Brent Crude Oil FutureKontrakt. Sinkt dieser niemals bis auf oder unter die Barriere, so wird am Bewertungstag (22.10.2010) eine Auszahlung pro Zertifikat von mindestens 120 Euro ermittelt. Gemessen am Nennwert von 100 Euro beträgt die Bonusrendite also 20 Prozent bzw. gut 6,2 Prozent per annum. Damit sind die Chancen des BonusZertifikats jedoch nicht erschöpft. Liegt der relevante Kontrakt des Brent Crude Oil Futures am 22.10.2010 über 120 Prozent des Startkurses, so profitiert der Anleger vollständig und unbegrenzt von der positiven Performance, wobei Wechselkurseffekte keine Rolle spielen. Die prozentuale Wertentwicklung gegenüber dem Startkurs schlägt sich eins zu eins in einer entsprechend erhöhten Nennwertrückzahlung pro Zertifikat nieder. Dies gilt auch, wenn der Brent Crude Oil Future während der Laufzeit die Barriere verletzt hat. Sofern sich der Basiswert bis zum Bewertungstag dann allerdings nicht wieder erholt hat und weiterhin unter dem Startkurs liegt, wirkt sich die negative Performance ebenso vollständig in einer geminderten Nennwertrückzahlung aus. Der große Risikopuffer von mindestens 35 Prozent bis zur Barriere sollte ein solches Negativszenario aber mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindern können.

Bonus-Zertifikat auf Rohöl WKN / ISIN: Laufzeit: Basiswert: Nennwert: Bonus: Bonuslevel: Barriere: Zeichnungsfrist: Ausgabepreis:

BN0S6J / DE000BN0S6J3 bis 22.10.2010 (Bewertungstag) Brent Crude Oil – ICE Futures / Bloomberg: CO1 CMDTY; der nächstfällige an der ICE in USD gehandelte Future-Kontrakt bezogen auf ein Barrel Brent Rohöl 100,00 EUR je Zertifikat 20,00 EUR je Zertifikat 120% des Startkurses 60% - 65% des Startkurses (genaue Festlegung nach dem Ende der Zeichnungsfrist am 19.10.2007) bis 19.10.2007, ab 22.10.2007 Notierung im Freiverkehr der Frankfurter und Stuttgarter Wertpapierbörse 100,00 EUR zzgl. 1,00 EUR Ausgabeaufschlag je Zertifikat


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Im Fokus

JAHRESENDSPURT MIT DISCOUNT CALLS Ein starkes viertes Börsenquartal 2007 könnte sich mit Discount Calls vielfach erfolgreicher als mit anderen Hebelprodukten nutzen lassen. 1. Discount Call WKN BN8ZE5, Bewertungstag 21.12.07, Basispreis 7.700 Punkte, Cap 8.200 Punkte, Kurs 3,24 EUR 2. Call-Optionsschein WKN BN2DKG, Bewertungstag 21.12.07, Basispreis 7.700 Punkte, Kurs 4,86 EUR 3. Turbo Long WKN BN0SSA, Bewertungstag 14.12.07, Basispreis = Knock Out 7.700 Punkte, Kurs 3,38 EUR 4. Open End Turbo Long WKN BN0S72, Basispreis (Stand 09.10.07) 7.696,716 Punkte, Stop Loss (Stand 09.10.07) 7.773,684 Punkte, Kurs 2,88 EUR

Die Börsenstimmung hat sich mit dem Beginn des Abschlussquartals 2007 deutlich aufgehellt. Gut möglich, dass diese Tendenz weiter anhält und abermals ein weit überdurchschnittlich erfreuliches Börsenjahr zu Ende gehen wird. Zum aktuellen Zeitpunkt steht daher die Frage an, wie sich bei einer positiven Erwartungshaltung in den nächsten gut zwei Monaten möglichst noch ein paar zusätzliche Renditepunkte ins Depot holen lassen. Wenn nur ein kleiner Kapitaleinsatz dem Gesamtdepot auf die Sprünge helfen soll, führt an Hebelprodukten kaum ein Weg vorbei. Unverzichtbar ist jedoch eine realistische Erwartungshaltung bei der Auswahl des passenden Papiers. Sonst kann der vermeintliche Renditekick schnell in einer Enttäuschung enden.

Um einen weitgehend fairen Vergleich einiger Produktvarianten aufzustellen, ist eine Grundannahme für die Anlagemotivation nötig: Es möge in diesem Zusammenhang nicht um die kurzfristige Spekulation von Tag zu Tag gehen, sondern um eine Positionierung im DAX, die prinzipiell bis kurz vor Weihnachten aufrecht erhalten wird. Discount Calls und Call-Optionsscheine stehen dafür mit einer Laufzeit bis 21.12.2007 zur Verfügung. Turbos werden mit einem kurz davor liegenden Verfalltag am 14.12.2007 angeboten. Und bei Open End Turbos spielen Fragen der Laufzeit ohnehin keine Rolle. Am Betrachtungsstichtag (09.10.07) notiert der DAX bei 7.984 Punkten. In der Erwartung steigender Notierungen bis Mitte/Ende Dezember werden nun die folgenden Produkte in den Vergleich geschickt:

Discount Call vs. klassischer Call-Optionsschein Der oben aufgeführte Discount Call auf den DAX und sein Gegenspieler, der klassische Call, besitzen einen identischen Basispreis und eine übereinstimmende Laufzeit bis 21.12.07. Der große Unterschied wird beim Blick auf den Preis sofort deutlich. Da der Discount Call von einem kletternden DAX-Stand per Laufzeitende nur bis zum Cap bei 8.200 Punkten profitieren kann, ist er viel günstiger zu erwerben als der Call mit theoretisch unbegrenzten Gewinnchancen. In den meisten realistischen Marktszenarien – gerade im Rahmen des hier sehr kurzen Anlagehorizonts – hat der Discount Call aber aufgrund seines günstigen Einstiegspreises die Nase am Ende vorn, wie auch die Grafik auf Seite 12 zeigt. 11


WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Im Fokus

Die mit dem Discount Call erzielbare Maximalperformance wäre damit allerdings auch fast erreicht. Oberhalb von 8.200 Punkten profitiert der klassische Call weiter von einem DAX-Anstieg und würde seinen Discount-Widersacher letztlich, genauer ab 8.450 Punkten, im Renditewettlauf überholen. Ob der DAX aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit per 21.12.07 über den Outperformancepunkt hinaus steigen wird, erscheint doch sehr fraglich. Nur wenn man sich dessen nahezu sicher wäre, käme eine Entscheidung gegen den Discount Call und für den klassischen Call unter Chance/Risiko-Gesichtspunkten infrage. Discount Call vs. Turbos Turbo-Optionsscheine zeichnen sich im Gegensatz zu klassischen Optionsscheinen vor allem aufgrund ihres viel geringeren Zeitwerts aus. Durch den niedrigen Kaufpreis wird die Gewinnschwelle am Laufzeitende schneller erreicht und dennoch sind die Gewinnchancen unbegrenzt. Zu akzeptieren ist dafür die Gefahr einer vorzeitigen Wertlosigkeit der Position, wenn der Basiswert bis auf oder unter die Knock Out-Schwelle sinkt. Und wie schneidet nun Beispielprodukt Nummer 3, ein Turbo Long auf den DAX, gegenüber dem bereits betrachteten Discount Call ab? Beide Papiere haben einen identischen Basispreis, wobei die Laufzeit des Turbo-Optionsscheins eine Woche kürzer (14.12.07) als die des Discount Calls ist. Dennoch muss für den Turbo sogar ein wenig mehr (3,38 EUR) als für den Discount Call (3,24 EUR) 12

bezahlt werden. Das Rabattkonzept führt in diesem Beispiel tatsächlich dazu, dass der Turbo nicht die billigere und damit unbedingt chancenreichere Variante ist. Ab DAX-Notierungen über 8.221,60 Punkten würde der Turbo jedoch beginnen, den Discount Call in der Performance abzuhängen, was schon deutlich wahrscheinlicher als das Überholmanöver beim klassischen Call anmutet. Die Bedingung dafür ist jedoch, dass der DAX zuvor niemals auf oder unter die Knock Out-Barriere von 7.700 Zählern gesunken ist. Das könnte bei einem kleinen Marktrücksetzer schnell geschehen. Je nach individueller Abwägung würde man also vermutlich erneut dem Discount Call den Vorzug geben. Denn angesichts der nicht unbedingt höheren Rendite des Turbos wiegt die Gefahr eines unglücklichen Knock Outs vor dem Zieleinlauf als Nachteil schwer. Ganz ähnlich sieht es beim Vergleich des Discount Calls mit dem vierten Beispiel-Produkt, einem Open End Turbo Long, aus. Bei aktuell ungefähr identischem Basispreis ist dieser zwar zunächst

deutlich günstiger (2,88 EUR) als der Discount Call (3,24 EUR). Durch die tägliche Anhebung des Basispreises laufen allerdings auch hier zeitlich bedingte Kosten auf, so dass sich die Performance am 21.12.07 keineswegs in jedem Fall höher als beim Discount Call erweisen muss. Außerdem ist die Gefahr des vorzeitigen Exitus, wenn auch mit Restwert, beim Open End Turbo durch die täglich steigende Stop Loss-Schwelle sogar noch größer als beim klassischen Turbo. Dem Discount Call hingegen können vorübergehende Schwächen seines Basiswertes nichts nachhaltig anhaben. Fazit Bei der vorgegebenen Anlagemotivation mit einem kurzen Zeithorizont und in der aktuellen Marktsituation scheint der Discount Call seine Konkurrenzprodukte recht deutlich ausstechen zu können. Damit wird wieder einmal deutlich, dass die verschiedenen Produktvarianten vor einer Kaufentscheidung sehr genau abgeklopft werden sollten. Discount Calls gehören dabei unbedingt auf die Beobachtungsliste.

VERGLEICH CALL-OPTIONSSCHEIN VS. DISCOUNT CALL AUF DEN DAX MIT KURZER LAUFZEIT BIS 21.12.07: KLARER PERFORMANCE-VORTEIL DES DISCOUNT CALLS BIS ZU 8.450 DAX-PUNKTEN AM BEWERTUNGSTAG 80% Performance Call und Discount Call

Bereits ab 8.024 (= 7.700 + 3,24 x 100) DAX-Punkten gerät der Discount CallBesitzer am Laufzeitende in die Pluszone. Das stellt sich beim Call-Optionsschein ganz anders dar. Damit hier am Ende kein Verlust erlitten wird, muss der DAX bis auf mindestens 8.186 (= 7.700 + 4,86 x 100) Zähler ansteigen. Hier läge der Discount Call bereits 50 Prozent im Gewinn.

60% 40% 20% 0%

7500 -20%

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DAX-Stand am 21.12.2007

-40% -60% -80%

-100% Performance Discount Call WKN BN8ZE5 am Laufzeitende (Bewertungstag 21.12.2007)

Performance Call-Optionsschein WKN BN2DKG am Laufzeitende (Bewertungstag 21.12.2007)


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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Privalto

VERSCHNAUFPAUSEN WILLKOMMEN Um 5 Prozent Jahreskupon zu erzielen, genügt ein Verlauf des EURO STOXX 50 innerhalb der breiten Zone zwischen 2.500* und 6.000 Punkten. sich auf gut 6,2 Prozent. Das ist erfreulich, wirkt aber im Vergleich zu den vorübergehend riesigen Gewinnen und ebenso schmerzvollen Verlustphasen eher mager. Genau diese Beobachtungen bilden die Ausgangslage für das neue 5% Index Garantiezertifikat auf den EURO STOXX 50 Kursindex. Als wichtigsten Bestandteil besitzt dieses Investment zunächst einmal einen vollständigen Nennwertschutz am Laufzeitende nach vier Jahren. 100 EUR je Zertifikat werden somit ohne Wenn und Aber zurückgezahlt, so dass die oben angesprochenen Kapitalrisiken eines Direktinvestments im Index komplett ausgeschlossen sind. Der europäische Leitindex EURO STOXX 50 hat in den vergangenen neun Jahren drei markante, mittelfristige Trendbewegungen durchlaufen. Am Ende der 1990er Jahre herrschte zunächst die Interneteuphorie vor und trieb den Aktienmarkt bis März 2000 auf sein Rekordhoch. Die anschließende, dreijährige Börsenbaisse ließ auch die Standardwerte scheinbar ins Bodenlose abstürzen. Und seit mittlerweile über vier Jahren blicken wir auf gleichmäßig steigende Indexwerte ohne größere Zwischenkorrektur. Im Gegensatz zum Dow Jones und zum heimischen DAX sind die alten Höchststände des EURO STOXX 50 aber noch über 1.000 Punkte oder rund 23 Prozent entfernt. Und wenn man den Blick noch einmal auf den gesamten Zeitraum von neun Jahren richtet, verbleibt der Eindruck von kräftigen, langfristigen Schwankungen innerhalb eines sehr breiten Wertebereichs. Per Saldo hat sich für den langfristig und konstant engagierten Investor nicht übermäßig viel getan. Die jährliche Rendite in den vergangenen neun Jahren beläuft

Daneben liegt der Fokus selbstredend auf den Ertragschancen. Mit einem jährlich möglichen Kupon von 5 Prozent des Nennwertes fallen die in Aussicht stehenden Renditen zwar etwas geringer aus als in der oben durchgeführten Vergangenheitsrechnung zum EURO STOXX 50. Dafür muss der Index aber auch nicht steigen, um die attraktiven Gewinne des Zertifikats zu ermöglichen. Vielmehr wird ein ausgedehnter Wertekorridor zwischen 2.500* und 6.000 Punkten aufgespannt.

Die Erwartung des Anlegers zielt nun darauf ab, dass sich der Basiswert in den kommenden vier Jahren wie auch in aller Regel in den vergangenen neun Jahren innerhalb dieses Korridors bewegen wird. Moderate Kursanstiege, sogar bis leicht über das ehemalige Allzeithoch, Seitwärtstendenzen und selbst merklich sinkende Notierungen sind also willkommen. Entscheidend ist nur, dass der EURO STOXX 50 nicht zwischenzeitlich aus dem Korridor ausbricht. Das wird in den vier einjährigen Referenzzeiträumen kontrolliert. Nach jedem dieser Zeiträume erfolgt die Ausschüttung eines Kupons von 5 Prozent des Nennwertes, wenn die Korridorgrenzen unverletzt geblieben sind. Sonst müsste für das betreffende Jahr auf den Kupon verzichtet werden. Danach stünden aber wieder alle Chancen offen. Bis zum Laufzeitende können somit pro Zertifikat maximal 20 EUR an Kuponzahlungen eingesammelt werden, wobei am Ende auch der Nennwert von 100 EUR pro Papier an den Anleger zurückfließt. *Untere Grenze wird am Festlegungstag (31.10.07) zwischen 2.500 und 3.000 Punkten fixiert.

5% Index Garantiezertifikat auf den EURO STOXX 50 Kursindex WKN / ISIN: Laufzeit: Basiswert: Referenzzeiträume: Kupon: Korridor: Kapitalschutz: Zeichnungsfrist: Ausgabepreis:

BN0S8Q / DE000BN0S8Q4 bis 28.10.2011 (Bewertungstag) DJ EURO STOXX 50 / ISIN: EU0009658145 (1) 01.11.2007 – 31.10.2008, (2) 03.11.2008 – 30.10.2009, (3) 02.11.2009 – 29.10.2010, (4) 01.11.2010 – 28.10.2011 5 % des Nennwertes 2.500* Punkte < — Kurs des Basiswertes > — 6.000 Punkte vollständige Rückzahlung des Nennwertes zur Endfälligkeit bis 31.10.2007 (14:00 Uhr) 100,00 EUR zuzüglich 1,50 EUR Ausgabeaufschlag

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Finanzkrise wirkt bis 2008 Experten bef체rchten, dass die Situation auf dem Kreditmarkt angespannt bleibt, ein Anhalten der Krise wird immer wahrscheinlicher. Die Auswirkungen auf die Aktienm채rkte sind ungewiss. Fast unausweichlich wird einer Steigerung der Inflation durch die fast unausweichlich wird eine Steigerung der Inflation durch die Liquidit채tsspritzen der

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Sicher anlegen

GARANTIE-INVESTMENTS SELBST KONSTRUIEREN Mit Discountern und Puts zu hohen Renditechancen und Kapitalgarantie bei kurzen Laufzeiten – unsere aktuellen Beispielinvestments DIE CHANCE/RISIKO-PROFILE DER DREI BEISPIELINVESTMENTS AM LAUFZEITENDE IM VERGLEICH 30% 25% 20%

Neben dem Einsatz attraktiver Kapitalgarantie-Zertifikate „von der Stange“ können Sie sich auch ganz einfach selbst zu jedem beliebigen Zeitpunkt Positionen ohne Verlustrisiko am Laufzeitende mit aktuellsten Konditionen und einem beliebigen Anlagehorizont zusammenstellen. Dazu ist lediglich die strategische Kombination von Discount-Zertifikaten und Put-Optionsscheinen nötig, die sich vor allem für den Basiswert DAX anbietet. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen regelmäßig drei Beispiele für solche Produktkombinationen. Die folgenden Daten basieren auf dem DAX-Stand vom 26.09.07 bei 7.805 Punkten.

15%

Performance

Jedes sinnvoll diversifizierte Depot besitzt entsprechend der Risikoneigung des jeweiligen Investors einen mehr oder weniger großen Prozentsatz von sicheren Anlagen, die eine Sockelrendite für den langfristigen Vermögensaufbau liefern.

10% 5% 0% 5.600

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DAX-Stand am 19.12.08 -10% -15% -20% -25% -30%

DAX

Kombination 1

Kombination 2

Kombination 3

1. Fest definierte Rendite

2. Kapitalgarantie + Chance auf hohe Rendite im moderat steigenden Markt

3. Kapitalgarantie + Chance auf hohe Rendite im Abwärtsmarkt

Laufzeit bis 19.12.2008

Laufzeit bis 19.12.2008 Minimale Rendite: 0,19% bzw. 0,15% p.a. Maximale Rendite: 9,18% bzw. 7,38% p.a. (wird erzielt, wenn der DAX am Laufzeitende auf oder über 8.500 Punkten notiert) Hierfür zu kombinierende Produkte: DiscountZertifikat mit Cap 8.500 Punkte (WKN BN4YDE) und Put-Optionsschein mit Basispreis 7.800 Punkte (WKN BN7VF4) in gleicher Anzahl Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 26.09.07): 77,85 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 78,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei DAX >= 8.500 Punkte): 85,00 EUR

Laufzeit bis 19.12.2008 Minimale Rendite: 0,16% bzw. 0,13% p.a. Maximale Rendite: 24,39% bzw. 19,37% p.a. (wird erzielt, wenn der DAX am Laufzeitende auf oder unter 6.200 Punkten notiert) Hierfür zu kombinierende Produkte: DiscountZertifikat mit Cap 6.200 Punkte (WKN BN7CPQ) und Put-Optionsschein mit Basispreis 7.700 Punkte (WKN BN7VF3) in gleicher Anzahl Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 26.09.07): 61,90 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 62,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei DAX <= 6.200 Punkte): 77,00 EUR

Rendite (wird sicher erzielt): 5,54% bzw. 4,47% p.a. Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount-Zertifikat mit Cap 4.500 Punkte (WKN BNP8UB) und Put-Optionsschein mit Basispreis 4.500 Punkte (WKN BN7XY1) in gleicher Anzahl Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 26.09.07): 42,64 EUR Sicherer Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 45,00 EUR

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Investment Ideen

DISCOUNT, BONUS UND WEITERE INVESTMENT-HIGHS Höchststände geraten wieder ins Visier Nachdem es an den ersten Septembertagen fast so aussah, als würde sich im Zuge der US-Immobilienkrise die zweite Verkaufswelle an den Aktienmärkten anbahnen, wurden alle Börsenbären ab dem 10.09.07 eines Besseren belehrt. Hier stoppte der sinkende DAX an der Unterstützungslinie von 7.350 Punkten und seither ist eine beachtenswerte Aufholjagd im Gange. Diese wurde natürlich vor allem durch die Zinssenkung der US-Notenbank am 18.09.07 entfacht. Erstaunlich hierbei war, dass die durchaus kräftige Lockerung der Zinsschraube um 50 Basispunkte nicht im Umkehrschluss zu Ängsten führte. Schließlich hätte der große Schritt auch im Sinne einer befürchteten Rezession interpretiert werden können. Doch offenbar standen auf der Käuferseite genug Börsianer, die einfach nur auf den Startschuss zum Einstieg warteten, ohne gleich wieder Unkenrufe aufkommen zu lassen.

Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass bis zum Jahresende auch der Rekord vom Juni/Juli bei 8.150 Zählern geknackt wird. Ansonsten müsste man ernsthaft die Ausbildung eines Doppeltops befürchten. In diesem negativen Fall müssten wieder die Unterstützungen herhalten, um größeres Ungemach abzuwenden. Sie liegen beim DAX bei etwa 7.350 Punkten, darunter

bei 7.190 Zählern und recht markant im Bereich von 7.000 bis 7.040 Punkten. Die steigende Aufwärtstrendlinie seit März 2003 hat mittlerweile schon ein Niveau von 6.920 Punkten erreicht. Und Unterstützungen für regelrechte CrashSzenarien finden sich zwischen 6.450 und 6.500 Punkten sowie zwischen 6.160 und 6.200 Zählern.

8200

8200

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Close von VDAX-New

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VDAX-New 17,75 am 08.10.07

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Im DAX zeigt sich die stark aufgehellte und fast schon als überkauft zu bezeichnende Lage an einem neuerlichen Kampf mit den runden 8.000 Punkten. Der Dow Jones indessen hat sich bereits zu neuen Höchstmarken emporgeschwungen. Und auch in der zweiten Reihe gibt es bemerkenswerte Signale. So kletterte der TecDAX über 1.000 Zähler. Nach dem Desaster des Neuen Marktes von 2000 bis 2003 hat der Nachfolgeindex TecDAX ein solches Niveau noch nie erreicht. Triebkräfte sind heute aber auch nicht mehr InternetLuftschlösser, sondern zum Beispiel handfeste Solarenergie-Unternehmen, die mit glänzenden Geschäftsentwicklungen und hohen Unternehmensgewinnen aufwarten können.

31 7 14 21 28 4 11 18 25 2 9 16 23 30 6 13 20 27 4 11 18 27 8 15 22 29 5 12 19 26 5 12 19 26 2 1016 23 307 14 21 29 4 11 18 25 2 9 16 23 30 6 13 20 27 3 10 17 24 1 August September Oktober November Dezember Januar 2007 Februar März April Mai Juni Juli August September (c) Investox

AKTUELLE VOLATILITÄTS-SPITZENREITER UNTER DEN VON BNP PARIBAS ABGEDECKTEN BASISWERTEN (STAND 01.10.07) Freenet Aixtron MLP Solarworld Salzgitter Arcandor Hochtief Epcos Deutsche Börse Porsche Vz ABB TUI Celesio Qiagen Hypo Real Estate MAN Deutsche Postbank Lanxess

Bei den Standardwerten steht nun viel auf dem Spiel. Überwindet der DAX nachhaltig die Marke von 8.000 Punkten, so ist die 16

Nokia Thyssen Krupp 0%

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

20 15


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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Investment Ideen

Arcandor wieder mit Gewinn Der ehemaligen KarstadtQuelle AG, jetzt Arcandor, gelang im zweiten Quartal ein deutlicher Umsatz- und Ergebnissprung. So zogen die Konzernerlöse im Zeitraum zwischen April und Juni um stattliche 73 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2006 auf 4,37 Mrd. EUR an. Dabei konnte das Unternehmen insbesondere von seiner Touristiksparte profitieren. Die Tochter Thomas Cook erwirtschaftete 2,54 Mrd. Euro und damit mehr als die Hälfte der Konzernerlöse. Einen positiven Beitrag zur Umsatzentwicklung steuerte auch die Versandhandelssparte Primondo bei, bisher das Sorgenkind des Konzerns. Es gelang der Tochter, erstmals seit fünf Jahren in einem zweiten Quartal wieder einen Umsatzzuwachs auszuweisen. Die bereinigten Erlöse legten um 1,1 Prozent auf 0,89 Mrd. Euro zu. Bei den Karstadt-Warenhäusern waren die Erlöse im zweiten Quartal hingegen rückläufig. Die Umsatzentwicklung wurde durch die Schließung von unrentablen Standorten sowie durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer belastet. Ebenso machte sich der Wegfall der positiven Effekte der Fußballweltmeisterschaft bemerkbar, die sich im vergangenen Jahr beträchtlich auf die Umsatzentwicklung bei Karstadt Sports ausgewirkt hatte. Die insgesamt verbuchten Erfolge des Essener Handelskonzerns zeigten sich auch operativ. Nachdem 2006 noch ein Verlust von 69,2 Mio. EUR hinzunehmen war, bescherte das zweite Quartal 2007 nun ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 27,5 Mio. EUR. Auch hierbei konnte insbeson-

dere die Touristiksparte glänzen. Das einbezogene bereinigte Ebitda der Tochter Thomas Cook legte im zweiten Quartal auf stattliche 53,7 Mio. EUR zu und konnte die Verluste der übrigen Konzernsparten mehr als ausgleichen. Die Versandhandelssparte reduzierte ihre Verluste immerhin um 47 Prozent auf -17,8 Mio. EUR. Das Defizit der Warenhäuser verringerte sich derweil um circa 5 Prozent auf 8,4 Mio. EUR. Angesichts dieses erfolgreichen zweiten Quartals sieht sich Arcandor bezüglich der Verwirklichung seiner Ziele auf Kurs. Konzernchef Thomas Middelhoff erwartet einen starken Abschluss des dritten Vierteljahres. Für 2007 insgesamt hält er an seiner bisherigen Prognose fest. Demnach sollen das Vorjahresergebnis in allen drei Geschäftsbereichen und der Konzernumsatz deutlich gesteigert werden.

Auf mittelfristige Sicht strebt Arcandor ein Ebitda von mehr als 1,3 Mrd. EUR sowie einen Umsatz von mehr als 23 Mrd. EUR an. Auch beim Konzernumbau wird an den bisherigen Plänen nicht gerüttelt. So soll sich der geplante Verkauf des 49-prozentigen Anteils an der Immobiliengesellschaft Highstreet positiv entwickeln. Aus dieser Transaktion erwartet Arcandor Mittelzuflüsse in Höhe von circa 800 Mio. EUR. Für das Warenhausgeschäft Karstadt sucht der Handelskonzern nach wie vor einen Partner. Entsprechende Gespräche mit potenziellen Kandidaten seien jedoch bereits aufgenommen worden. Bezüglich der geplanten Trennung vom Versandhausunternehmen Neckermann.de will sich Arcandor alle Optionen offen halten. In Betracht kommt ein Börsengang im ersten Quartal 2008. Auch ein Komplettoder Teilverkauf steht zur Debatte.

AroonUp, AroonDown 100 80 60 40 20 0

100 80 60 40 20 0

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Arcandor XETRA, Komp, Komp-2, Komp-3 30 29 28 27 26 25

30 29 28 27 26 25

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Investment Ideen

Derzeit buhlen nach Angaben des Konzerns noch fünf Finanzinvestoren innerhalb einer zweiten Bieterrunde um den Versender. Ob tatsächlich ein Börsengang stattfinden soll oder der Verkauf favorisiert wird, entscheidet sich in Kürze.

BONUS-ZERTIFIKAT WKN ISIN BN63E3 DE000BN63E36

Bonuskurs EUR 29,00

Barriere-Level EUR 17,00

Geld 24,72

Bonusrendite 16,84 %

Bonusrendite p.a. Bewertungstag 13,55 % 19.12.2008

Brief 24,82

Bezugsverhältnis 1

 Die charttechnische Situation Nachdem die Arcandor Aktie Ende des Jahres 2004 endlich ihren Tiefpunkt gefunden hatte, ging es zunächst gut zwei Jahre lang steil bergauf. Bis zum April dieses Jahres verteuerte sich der Kurs um den Faktor 4,5 und geriet schließlich bei rund 29,50 EUR ins Stocken. Die nachfolgenden Abschläge wurden erst im Bereich von 17,50 EUR gestoppt, wo sich nun eine markante Unterstützung ausmachen lässt. Im Zuge der stürmischen Erholung seit September rückt nun die Marke von 25,50 EUR in den Fokus. Sollte dieses Niveau in absehbarer Zeit nicht überwunden werden und sich stattdessen eine erneute Schwäche ergeben, müssten Charttechniker die Entstehung einer Ungemach verheißenden Schulter-Kopf-Schulter-Formation befürchten. Bleibt die Kauflaune hingegen erhalten, so stünde nach dem Widerstand bei 25,50 EUR die nächste wichtige Marke im Bereich von 29,50 EUR zur Überwindung an.  Anregungen für Ihre Watchlist Wirklich überzeugen konnte die Aktie der ehemaligen KarstadtQuelle AG in diesem Jahr noch nicht. Auch die Umfirmierung in Arcandor AG brachte vorerst keine kursbewegenden Impulse. Vielmehr brachen die Notierungen des Anteilsscheins seit Mitte April vom Zwischenhoch bei 29,50 EUR sukzessive auf unter 18 EUR ein. Erst positive Meldungen über die Gewinn- und Umsatzentwicklung der Holding konnten dem Kurs im September wieder auf die Sprünge helfen. 1. Risikopuffer für Optimisten Mit einem aktuellen Kurs von 23,48 EUR notiert die Arcandor Aktie bereits fast 18

DISCOUNT-ZERTIFIKAT WKN ISIN BN0EFP DE000BN0EFP0

Höchstkurs EUR 22,00

Bezugsverhältnis 1

Geld 19,23

Maximalrendite 13,81 %

Maximalrendite p.a. 19,50 %

Brief 19,33

40 Prozent über ihrem Tief von Ende August. Dieser rasante Anstieg weckt einerseits die Hoffnungen auf eine weiterhin positive Performance. Andererseits wachsen aber auch die Ängste, dass das Pulver für ein weiteres Kursfeuerwerk zunächst verschossen sein könnte. Um an potenziellen Wertsteigerungen der Arcandor AG teilzuhaben, ohne jedoch das vollständige Risiko eines Direktinvestments in Kauf nehmen zu müssen, empfehlen sich Bonus-Zertifikate. Das Papier mit der WKN BN63E3 verfügt zu diesem Zweck über einen großzügigen Sicherheitspuffer in Höhe von 27,60 Prozent. Erst wenn der Basiswert bis zum Laufzeitende, dem 19.12.2008, wider Erwarten auf oder unter den Barriere-Level von 17,00 EUR fällt, drohen dem Zertifikatebesitzer Verluste. Einem solchen Negativszenario könnte jedoch die technische Unterstützungslinie bei 17,50 EUR Einhalt gebieten. Denn sofern die Barriere bis zuletzt unberührt bleibt, kann sich der Anleger zumindest auf die Realisierung der Bonusrendite in Höhe von 16,84 Prozent (13,55 Prozent p.a.) einstellen. Bei einem stärkeren Anstieg des Basiswertes winken indes zusätzliche Erträge. Denn oberhalb des Bonuskurses in Höhe von 29,00 EUR partizipiert das Zertifikat vollständig und unbegrenzt an den steigenden Notierungen des Basiswertes.

Bewertungstag 20.06.2008

2. Hohe Seitwärtsrendite bei kurzem Anlagehorizont Positive Fundamentaldaten geben den Aktienkursen in der Regel kräftigen Rückenwind. Ob der Essener Mischkonzern nach den jüngsten Erfolgsmeldungen auch in Zukunft für positive Überraschungen bei den Investoren sorgen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Wer seinen Anlageerfolg deshalb nicht von Kursgewinnen des Basiswertes abhängig machen möchte und zudem Gefallen an einer eher kurzen Laufzeit findet, könnte das Discount-Zertifikat mit der WKN BN0EFP in Erwägung ziehen. Das Produkt bietet dem Anleger bereits im Falle stagnierender Kurse eine attraktive Seitwärtsrendite in Höhe von 13,81 Prozent (19,50 Prozent p.a.). Zudem ist das bis zum 20.06.2008 laufende Zertifikat mit 19,33 EUR aktuell deutlich günstiger zu erwerben als die Aktie des ArcandorKonzerns. Demzufolge ergibt sich im Falle sinkender Basiswertnotierungen ein zusätzlicher Sicherheitspuffer, da Verluste erst drohen, wenn der Kurs des zugrunde liegenden Titels am Verfalltag unter dem Kaufpreis des Zertifikates liegt. Um in den Genuss der Vorteile zu kommen, müssen Investoren jedoch auf einen Teil der Gewinnchancen verzichten, da die Rückzahlung des Discounters auf einen Höchstkurs von 22,00 EUR begrenzt ist.


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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Investment Ideen

ThyssenKrupp mit Rekordquartal Dank einer guten Branchenkonjunktur konnte der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp seinen Umsatz und sein Ergebnis im dritten Geschäftsjahresquartal deutlich steigern. Nach 12,1 Mrd. EUR im Vorjahr legten die Erlöse um 11 Prozent auf 13,4 Mrd. EUR zu. Ebenso konnte das Unternehmen gut gefüllte Auftragsbücher vorweisen. Der Auftragseingang betrug 15,6 Mrd. EUR, was einem Zuwachs von 25 Prozent zum Vorjahr entspricht. Das Ergebnis vor Steuern kletterte indes um 51 Prozent auf 1,2 Mrd. EUR. Insbesondere die Entwicklung der Kerngeschäftsfelder wirkte sich positiv auf die Gewinnentwicklung bei ThyssenKrupp aus. Die Stahlsparte verbesserte ihren Gewinn von 386 auf 428 Mio. EUR. Der Edelstahlbereich verdoppelte seinen Beitrag zum operativen Konzerngewinn gegenüber dem Vorjahr sogar auf 296 Mio. Euro. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen netto 300 Mio. EUR mehr als im dritten Quartal des Vergleichszeitraums 2005/06 (Geschäftsjahr endet am 30.09.). Der Periodenüberschuss legte um 62 Prozent auf 759 Mio. EUR zu. Diese erfreulichen Zahlen markieren die Fortsetzung des positiven Trends im aktuellen Geschäftsjahr. Über den gesamten Zeitraum vom 01.10.06 bis 30.06.07 kumuliert stiegen die Umsätze um 12 Prozent auf 38,9 Mrd. EUR. Der Auftragseingang legte mit 42,8 Mrd. EUR um 16 Prozent zu. Beim Vorsteuerergebnis verbuchte ThyssenKrupp derweil einen deutlichen Sprung: Der Gewinn verbesserte sich um 42 Prozent auf 2,8 Mrd. EUR. Damit hat der Stahlkocher letztlich 1,6 Mrd. EUR erwirtschaftet, 43 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

AroonUp, AroonDown 100 80 60 40 20 0

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RSI 80 70 60 50 40 30

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ThyssenKrupp XETRA, Komp, Komp-2, Komp-3 48

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3 10 17 24 31 7 14 21 28 4 11 18 25 2 9 16 23 30 6 13 20 27 4 11 27 8 15 22 29 5 12 19 26 5 12 19 26 2 1016 23 307 14 21 294 11 18 25 2 9 16 23 30 6 13 20 27 3 10 17 24 Juli August September Oktober November DezemberJanuar 2007 Februar März April Mai Juni Juli August September (c) Investox

Angesichts dieser Erfolge gibt sich der Vorstand des Konzerns auch für das mittlerweile beendete Gesamtgeschäftsjahr optimistisch. Nachdem ThyssenKrupp bereits im Mai seinen Ausblick für 2006/07 nach oben korrigiert hatte, wurden die Prognosen zuletzt abermals angehoben. Alles in allem erwartet der Vorstand einen Umsatz oberhalb von 50 Mrd. EUR. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern soll sich nun bei etwa 3,6 Mrd. EUR einpendeln, nachdem bis dato ein Vorsteuergewinn von 3,5 Mrd. EUR erwartet worden war. An den mittel- und langfristigen Zielen hält der Stahlkonzern unverändert fest. Nach Angaben von Vorstandschef Ekkehard Schulz wird weiterhin davon ausgegangen, dass der Jahresumsatz bis 2010 auf rund 60 Mrd. EUR anzieht. Für das Ergebnis vor Steuern liegt die Messlatte derweil bei 4 Mrd. EUR. Langfristig sind die Zielgrößen noch ambitionierter. Jährlichen Umsatzerlösen von 65 Mrd. EUR, insbesondere nach Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätten

in Nordamerika, sollen dann bereinigte Vorsteuerergebnisse zwischen 4,5 und 5 Mrd. EUR gegenüberstehen.  Die charttechnische Situation Seit ihrem Tiefpunkt im März 2003 kann die ThyssenKrupp Aktie eine der beeindruckendsten Kursentwicklungen im deutschen Standardwerteindex DAX vorweisen. Nach der ersten großen Aufwärtswelle bis Anfang 2004 und der anschließenden Verschnaufpause bis Sommer 2005 erfolgte im zweiten Schub bis zum Sommer dieses Jahres nochmals eine Kursverdreifachung. Doch seit Mitte Juli herrschte nun im Einklang mit dem Gesamtmarkt eine Konsolidierung vor. Im August schien sogar kurzzeitig ein Test der Unterstützung aus dem alten Rekordhoch vom Januar 2000 bei 34,50 EUR in greifbare Nähe zu rücken. Doch dann behauptete sich der Titel über seiner 200-Tage-Linie. Mittlerweile hat sich die charttechnische Situation wieder 19


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Investment Ideen

deutlich aufgehellt und die im Juni sowie Juli markierten Allzeithochs im Bereich von 46,60 EUR werden erneut vorsichtig anvisiert. Ein nachhaltiger Sprung über dieses Niveau dürfte weiteres Aufwärtspotenzial entfalten. Technische Unterstützungen finden sich hingegen bei 39,70 EUR, bei 34,50 EUR und in der Zone zwischen 28 und 29 EUR.  Anregungen für Ihre Watchlist Die Fundamentallage von ThyssenKrupp und die charttechnische Situation der Aktie stimmen durchaus positiv. Doch die einstige Dynamik der Kursentwicklung wurde auch hier im Zuge der jüngsten Börsenkorrektur eingebüßt. Entscheidend wird nun sein, ob die Aktiennotierungen bald die wichtige Marke von ca. 46,60 EUR hinter sich lassen können und damit den langfristigen Aufwärtstrend fortsetzen oder ob die Konsolidierung seit Juli weiter anhält. 1. Volle Chancen im Aufwärtsmarkt Trotz der positiven Geschäftsentwicklung in einem boomenden Markt mit einer global wachsenden Stahlnachfrage ist auch ThyssenKrupp vor zukünftigen Risiken etwa durch potenziell sinkende Stahlpreise nicht gefeit. Um die entsprechenden Verlustgefahren einer Aktienanlage abzufedern, ohne dabei auf attraktive und unbegrenzte Gewinnaussichten verzichten zu müssen, eignen sich insbesondere Bonus-Zertifikate. Größtes Augenmerk sollte bei dieser Produktgattung stets auf den BarriereLevel gelegt werden. Wird dieser während der Laufzeit berührt oder durchbrochen, drohen Verluste, die nur durch einen erneuten Anstieg des Basiswertes über den Einstiegspreis des Zertifikats kompensiert werden können. Bei dem Produkt mit WKN BN0NWQ beträgt der Sicherheitspuffer aktuell komfortable 32,77 20

BONUS-ZERTIFIKAT WKN ISIN BN0NWQ DE000BN0NWQ4

Bonuskurs EUR 56,00

Barriere-Level EUR 30,00

Geld 46,26

Bonusrendite 20,79 %

Bonusrendite p.a. Bewertungstag 10,05 % 18.09.2009

Brief 46,36

Prozent, so dass eine Verletzung der Barriere bei 30,00 EUR erst bei einem stärkeren Kursrutsch droht. In allen anderen Fällen bleibt der Bonusmechanismus hingegen intakt und gewährt dem Investor per Laufzeitende, dem 18.09.2009, eine stattliche Mindestperformance in Höhe von 20,79 Prozent (10,05 Prozent p.a.). Der Renditesegen kann allerdings noch deutlich höher ausfallen, denn das Zertifikat ermöglicht zudem die volle Partizipation an starken Basiswertgewinnen oberhalb des Bonuskurses von 56,00 EUR. 2. Gesteigerte Bonuschance mit dem Step Up-Prinzip Klassische Bonus-Zertifikate zeichnen sich vor allem durch die Chance auf theoretisch unbegrenzte Gewinne aus. Wer dem Basiswert aber keine großen Kurssprünge zutraut, kann sich mit Step Up Bonus-Zertifikaten aussichtsreicher positionieren. Bei dieser Produktgattung gibt sich der Anleger nämlich von vornherein mit einer festgelegten Maximalrendite zufrieden, erhält im Gegenzug jedoch ein verbessertes Verhältnis aus Bonusrendite und Sicherheitspuffer. Das Produkt mit der WKN BN0KQS soll dabei

Bezugsverhältnis 1

für einen Vergleich mit dem oben beschriebenen klassischen Bonus-Zertifikat herhalten. Mit einem Bewertungstag am 19.06.2009 und einer Barriere bei 30,00 EUR verfügt es zwar über einen identischen Sicherheitspuffer. Die Laufzeit fällt aber etwas kürzer aus. Und dennoch hat das Step Up-Papier die Nase beim Vergleich der Bonusrenditen vorn. Während das klassische Bonus-Zertifikat hierbei 10,05 Prozent p.a. in Aussicht stellt, winken mit der Step Up-Variante knapp fünf Prozent mehr. Mit seinen 15,04 Prozent Bonusrendite p.a. erweist sich das gedeckelte Produkt demnach als klarer Favorit, sofern sich die Kursschwankungen der Aktie in Grenzen halten. Legen die Anteilsscheine von ThyssenKrupp hingegen kräftig zu, entwickelt der Höchstkurs von 60,00 EUR seine volle Bremswirkung. An steigenden Basiswertnotierungen oberhalb dieser Marke kann das Step Up Bonus-Zertifikat nicht weiter partizipieren. Das klassische Papier spielt dann seine Stärke aus. Wer sich mit der 30er Barriere ausreichend abgesichert fühlt, sollte die Entscheidung zwischen den beiden Zertifikatetypen also von seiner persönlichen Erwartung zum Aufwärtspotenzial des Basiswertes

STEP UP BONUS-ZERTIFIKAT WKN ISIN BN0KQS DE000BN0KQS8

Bonuskurs EUR 60,00

Barriere-Level EUR 30,00

Höchstkurs EUR 60,00

Geld 47,03

Bonusrendite 27,31 %

Bonusrendite p.a. 15,04 %

Bewertungstag 19.06.2009

Brief 47,13

Bezugsverhältnis 1


Jetzt ist es offiziell: Scoach – Die neue europäische Zertifikate-Börse startet Handel in Frankfurt.

Die SWX Group und die Deutsche Börse bündeln ihre Stärken im Bereich strukturierte Produkte und gründen Scoach. Der neue Handelsplatz in Frankfurt eröffnet Ihnen unerwartete Perspektiven. Scoach bietet die größte Produktauswahl mit permanenter Liquidität. Realpush-Kurse sorgen beim Handeln für maximale Transparenz. Ganz nebenbei ist Scoach die schnellste Zertifikate-Börse Europas: Bis zu 90 % aller Orders werden innerhalb von 10 Sekunden ausgeführt! Handeln ist angesagt: www.scoach.com


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DAX daily

DAX DAILY TRADING: WECHSELBAD DER GEFÜHLE Auf einen klaren Markttrend warteten Anleger nach der August-Korrektur wochenlang vergebens. Dies erwies sich als Gift für das DAX daily Trading.

Während die US-Hypothekenkrise im September ihren Schrecken für die Aktienmärkte zunehmend verlor, wurde das DAX daily Trading ordentlich in Mitleidenschaft gezogen. Eine zweite Korrekturwelle deutscher Standardwerte, die nach dem Rebound in der zweiten Augusthälfte durchaus nicht unwahrscheinlich war, blieb bislang völlig aus. Gleichsam ging der DAX aber bis Mitte September ebenso wenig in eine stürmische Aufwärtsentwicklung über. Somit blieb es zunächst bei starken Schwankungen im Tagesverlauf, ohne dass sich per Saldo eine deutliche Trendrichtung abzeichnete. Die DAX daily Analysten, die sich im August so hervorragend auf die gewandelte Marktstimmung 22

eingestellt hatten, produzierten angesichts dieser undurchsichtigen Börsenverfassung bis zum 24. September überwiegend Fehlprognosen. Und wegen der hohen Volatilität häuften sich in unserem fortlaufenden Strategietest die ausgestoppten Positionen. Pro Aktion werden jeweils 10 Prozent des vorhandenen Kapitals in fiktive Turbos mit Hebel 50 gesteckt. Eine zweiprozentige, gegenläufige DAX-Bewegung genügt also bereits, um das unterstellte Papier ins Jenseits zu befördern. Seit unserer letzten Betrachtung am 29.08.07 geschah das gleich viermal. Kein Wunder also, dass sich die riesigen Erträge des vorhergehenden Beobachtungszeitraums (01.08.07 bis 29.08.07) bis zum 24.09.07 wieder komplett in Luft auflösten. Der Kapital-

kurvenstand des DAX daily Grundsystems sank von 52.750 EUR bis auf 37.160 EUR um fast 30 Prozent. Von der atemberaubenden Gewinnserie im ersten Halbjahr ist damit zwar noch der überwiegende Teil übrig. Schließlich startete die Kapitalkurve mit lediglich 20.040 EUR ins Jahr 2007. Demgegenüber liegen wir nach neun Monaten also mehr als 85 Prozent im Gewinn. Der September hat aber wieder einmal unmissverständlich gezeigt, welche Unsicherheiten im aktiven Trading schlummern, so dass vom gesamten Anlagekapital immer nur ein kleiner Teil für solche riskanten Geschäfte verwendet werden darf. Bleibt zu hoffen, dass die DAX daily Analysten auch mit der schwierigen Marktlage bald wieder


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DAX daily

zurande kommen und im Abschlussquartal 2007 an die Erfolge des ersten Halbjahres anknüpfen. Im Betrachtungszeitraum war zunächst noch ein Long-Trade vom 28.08.07 offen. Dieser wurde am Morgen des 31.08.07 sehr erfolgreich durch ein Short-Signal beendet. Der Kapitaleinsatz von 5.115 EUR hatte sich durch den 50er Hebel um stolze 76,7 Prozent auf 9.037 EUR vermehrt. Doch damit waren die Erfolge für die nächsten Wochen auch schon erschöpft. Der am 31.08.07 eingeleitete Short-Trade mit riskierten 5.507 EUR musste bereits einen Tag später vollständig abgeschrieben werden, da der DAX kräftig zulegte. Daraufhin weiter steigende Kurse des DAX zu prognostizieren, war jedoch ein folgenschwerer Trugschluss der DAX daily Analysten. Die am 05.09.07 aufgebaute Position in fiktiven Turbos Long mit 50er Hebel verabschiedete sich ebenso einen Tag später. 4.956 EUR waren damit verwirkt. Das neuerliche Long-Signal am 07.09.07 war sogar noch schneller zum Scheitern verurteilt. Der DAX verlor an diesem Tag so kräftig, dass die Position im Umfang von 4.459 EUR noch vor dem Läuten der Schlussglocke aus den Büchern zu streichen war. Dann gab es erst einmal eine dreitägige Phase mit Seitwärtsprognosen als Erholungspause. Die Erwartung sinkender DAX-Stände am 13.09.07 lief allerdings erneut ins Leere. Schon während der Börsensitzung geriet der Trade deutlich ins Minus. Den Todesstoß gab es dann drei Tage später, als die Fed am 18.09.07 die Zinsen senkte und damit einen Freudentaumel der Börsianer auslöste. 4.012 EUR Einsatz hatten sich damit erledigt.

ABB. 1: MONATLICHE TESTBEOBACHTUNG: TRADING-ERGEBNISSE AUF BASIS VON EINSTIEGSSIGNALEN AUS DEN ANALYSEN IM DAX DAILY NEWSLETTER 1.a) Kapitalkurve seit Start des DAX daily Newsletters am 26.11.2004

1.b) Ausschnitt seit April 2007

Die spannendsten Aktien als Morgenlektüre Der neue Trading-Newsletter AKTIEN daily liefert täglich vor Markteröffnung attraktive Anlageideen mit aussichtsreichen Einzelwerten. Jetzt anmelden! Im Internet unter www.derivate.bnpparibas.de oder per gebührenfreier Hotline 0800 0 267 267

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DAX daily

Angesichts der anstehenden Sitzung der US-Notenbank und der nicht besonders negativen Detailanalyse an diesem Tag im DAX daily Newsletter hätte man die Short-Position in einem realen Trading vielleicht schon morgens vorsichtshalber geschlossen. Doch für unseren Strategietest, der ausschließlich die täglichen Tendenzaussagen mit einem einfachen Regelwerk umsetzt, sind solche Überlegungen nicht relevant. Am 21.09.07 sind die DAX daily Analysten nun ins Bullenlager gewechselt. 3.610 EUR hat unser System daraufhin in fiktive Turbos Long gesteckt und liegt damit am 24.09.07 vorerst knapp 30 Prozent im Plus. Die Position ist noch offen. Vielleicht wird sich hier endlich wieder der erste Erfolg nach den herben Verlusten einstellen. Betrachtet man den Zeitraum seit dem Korrekturbeginn des DAX Mitte Juli, so hat sich das getestete Grundsystem mit Befolgung aller DAX daily Marktprognosen aber noch recht tapfer geschlagen. Um knapp 17 Prozent fiel die Kapitalkurve seit 16.07.07, was mit Blick auf die vorhergehende Gewinnserie im ersten Halbjahr akzeptabel ist. Bei der abgewandelten DAX daily Tradingstrategie mit Trendfilterung der Einstiegssignale fiel die Bilanz im gleichen Zeitraum mit -33 Prozent indes viel schlechter aus. Als Hauptproblem erwies sich, dass die hohen Erträge des Grundsystems im August hier nur in viel geringerem Ausmaß anfielen, da lediglich Short-Trades umgesetzt wurden. Die verpassten Gewinne aus den Long-Signalen bis 31.08.07 fehlten nun als Gegengewicht

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ABB. 2: STRATEGIE WIE IN ABB. 1, ABER LONG- UND SHORTTRADES GEFILTERT DURCH MITTELFRISTIGEN DAX-TREND ANHAND DER ADAPTIVEN STOCHASTIC (10/500) 2.a) Kapitalkurve seit Start des DAX daily Newsletters am 26.11.2004

2.b) Ausschnitt seit Januar 2007

zu den Kapitalkurvenverlusten im September. Mit einem geforderten Wert des Trendindikators Adaptive Stochastic (10/500) von über 50 als Indiz für einen mittelfristig positiven Markttrend hätte man zwar die beiden verlustreichen Long-Signale vom 05.09.07 und 07.09.07 ignorieren können. Da aber auch die

Short-Prognosen nur Kapitalrückschläge einbrachten, half das im betrachteten Zeitraum bis zum 24.09.07 auch nicht viel. Mittlerweile wird wieder ein Aufwärtstrend für den DAX unterstellt. Ob sich dies als korrekt erweist, ist jedoch in diesem unentschlossenen Markt sehr fraglich.


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Zahlen / Buchtipp

LESEN UND MEHR WISSEN!  Zahlen des Monats INFLATION:

+1,9 % Deutschland Verbraucherpreisindex im August 2007 ggü. August 2006 Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland

EZB LEITZINS:

487,9 Mio. t

456,8 Mio. t

Erdölförderung in Russland (2004)

+4,00 % Quelle: EZB

ARBEITSLOSENZAHL:

3,543 Mio. Registrierte Arbeitslose in Deutschland im September 2007 (-16,4% ggü. Vorjahresmonat)

327,1Mio. t

Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland

IFO GESCHÄFTSKLIMAINDEX:

104,20 im September 2007 (nach 105,80 im August 2007; letzter Höchstwert 108,70 im Dezember 2006)

927,3 Mio. t

Quelle: ifo Institut für Wirtschaftsforschung

GESAMTUMSATZ ANLAGEZERTIFIKATE UND HEBELPRODUKTE AN DEUTSCHEN BÖRSENPLÄTZEN:

Mineralölverbrauch der USA (2004)

308,6 Mio. t 123,2 Mio. t

13,265 Mrd. Euro

Mineralölverbrauch Volksrepublik China (2004)

im September 2007 (nach 18,209 Mrd. Euro im Vormonat) Quelle: Deutsches Derivate Institut e.V.

Erdölförderung in SaudiArabien (2004)

Mineralölverbrauch Deutschland (2004)

Erdölförderung in den USA (2004)

35,4%

des kommerziellen WeltEnergieverbrauchs wird durch Erdöl gedeckt. (2004)

(Quelle: Der Fischer Weltalmanach, 2007)

WALTER KOZUBEK, BETTINA PFLUGER

 Investieren mit Anlagezertifikaten Zertifikate sind aus dem heutigen Angebot an Instrumenten zum Vermögensaufbau nicht mehr wegzudenken. Die Fülle an Einsatzmöglichkeiten ist überwältigend. Von konservativen Strategien mit vollständiger Kapitalgarantie über rendite-/risikooptimierte Investments mit Seitwärtsrenditen und Teilschutzmechanismen bis hin zur profitorientierten Ausnutzung starker Trends in exotischen Märkten lässt sich fast jede Anlageidee umsetzen. Entsprechend riesig ist die Auswahl an verfügbaren Papieren. Gemessen an diesem Boom bietet der Buchmarkt relativ wenige Titel, die gerade Neulingen einen schnellen, aber dennoch nicht zu oberflächlichen Einstieg in die Materie ermöglichen und einen soliden Überblick verschaffen. Walter Kozubek und Bettina Pfluger haben nun ein gelungenes Buch vorgelegt, das genau hier ansetzt. Es ist leicht verständlich geschrieben und verliert sich nicht zu stark in Details. Gleichzeitig geht es aber tief genug, um dem Leser ein recht umfassendes Grundverständnis zu vermitteln und alle derzeit gängigen Produkttypen komprimiert zu erklären. Wer sich noch nicht zu den „alten Hasen“ bei der Nutzung von Zertifikaten zählt, erhält hier ein tragfähiges Basiswissen.

Bibliographie:

Investieren mit Anlagezertifikaten

160 Seiten, broschiert

ISBN: 978-3-7093-0173-9

Walter Kozubek, Bettina Pfluger

Der sichere Umgang mit der neuen Anlageform

19,90 EUR (D) / 41,10 EUR (A) / 63,00 SFR (CH)

Linde Verlag, Wien 2007, www.lindeverlag.de

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Presse

 Pressestimmen der vergangenen Wochen Effecten-Spiegel, Nr. 39, 20.09.2007

Effecten-Spiegel, Nr. 41, 04.10.2007

„[…] Bei Kepler lautet die Empfehlung der e.on Aktie unv. auf „Buy“ mit Kursziel 145 (akt.: 125,88) E. Spekulativ interessant ist der e.on/BNP-Call (ISIN: DE000BN5DWT8/WKN: BN5DWT) mit einem 120er Strike […]“

„Börsenfavoriten. […] Hochspekulative Profis setzen auf 21er TUI/BNP-Call-OS […] ISIN: DE000BN62BV0 […] Haltepositionen. Unsere SAP-Call-OS BNP […] kamen noch nicht so recht vom Fleck. Mit Blick auf die neue Mittelstandssoftware „Business By-Design“ ist das Potential allerdings groß […] ISIN: DE000BN5D1R9“

Effecten-Spiegel, Nr. 39, 20.09.2007 „Börsenfavoriten. […] Hochspekulative Vollprofis setzen jetzt auf e.on-Call-OS BNP […] Haltepositionen. Die VW/BNP-Calls […] dürften weiter von der VW-Story profitieren. […] ISIN: DE000BN7WCQ2“

Der Aktionär, Nr. 36/2007

Investmentecke weekly, Nr. 38/07, 21.09.2007

„Bonuszertifikat BN8Z50. […] Ideales Szenario. Mit der Personalentscheidung kommt sicherlich neue Fantasie in die Metro-Aktie, allerdings hat diese mit einem 2008er-KGV von knapp 20 bereits ein ambitioniertes Bewertungsniveau erreicht, sodass zumindest keine enormen Kurssprünge zu erwarten sind. Ein ideales Szenario also für ein Bonuszertifikat. Das vorgestellte Papier bietet dem Anleger eine steuerfreie Bonusrendite von knapp 16 Prozent per annum, sofern Metro bis zur Fälligkeit niemals die Barriere bei 52,00 Euro verletzt. […] Kursanstiege über den Cap bei 81 Euro nimmt das Zertifikat nicht mit. Das stört jedoch nicht weiter, da ein derart deutlicher Anstieg über das Allzeithoch bei 78,50 Euro in den nächsten 15 Monaten unwahrscheinlich ist.“

 Laufend aktuell Auch in den letzten Wochen wurde die mittlerweile fast 29.000 Anlagezertifikate und Hebelprodukte umfassende Produktpalette von BNP Paribas mit fortlaufenden Emissionen ständig auf den aktuellsten Stand gebracht. Neben der fast täglichen Neuauflage von Turbos und Open End Turbos kamen zwischen 13. September und 10. Oktober folgende Produktserien an den Markt:

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„Best Discount 2007: BNP Paribas attackiert Commerzbank. […] Und der Preisvergleich lohnt. Denn in der regelmäßig durchgeführten BestDiscount-Studie zeigen sich immer wieder erhebliche Renditeunterschiede bei Produkten mit nahezu identischer Ausstattung.”

NEUEMISSIONEN VON BNP PARIBAS Datum 10.10.2007

Emission 69 Bonus-Zertifikate

Basiswerte DAX und EURO STOXX 50 Index

09.10.2007

324 Optionsscheine

08.10.2007

231 Bonus-Zertifikate

04.10.2007

163 Bonus Step Up-Zertifikate

02.10.2007

226 Discount-Zertifikate

28.09.2007

211 Bonus-Zertifikate

27.09.2007

202 Bonus Step Up-Zertifikate

deutsche und europäische Standard- und Nebenwerte deutsche und europäische Standard- und Nebenwerte deutsche und europäische Standard- und Nebenwerte deutsche und europäische Standard- und Nebenwerte deutsche und europäische Standard- und Nebenwerte deutsche und europäische Standardwerte

25.09.2007

216 Discount-Zertifikate

20.09.2007

401 Optionsscheine

18.09.2007

321 Discount-Zertifikate

17.09.2007

316 Optionsscheine

14.09.2007

177 Bonus Step Up-Zertifikate

13.09.2007

83 Bonus-Zertifikate

deutsche und europäische Standard- und Nebenwerte deutsche und europäische Standard- und Nebenwerte deutsche Standardund Nebenwerte DAX und EURO STOXX 50 Index deutsche und europäische Standardwerte internationale Aktien

Laufzeiten Okt 08, Nov 08, Dez 08, Jun 09, Sep 09, Okt 09, Okt 10, Dez 10 Dez 07, Mrz 08, Jun 08, Dez 08 Okt 08, Dez 08, Jun 09 Nov 08, Dez 08, Jun 09 Sep 08, Dez 08, Jun 09 Okt 08, Nov 08, Dez 08, Jun 09 Okt 08, Nov 08, Dez 08, Mrz 09, Jun 09, Jul 09, Sep 09, Dez 09 Okt 08, Nov 08, Dez 08, Jun 09 Okt 07, Dez 07, Jan 08, Mrz 08, Jun 08, Dez 08, Jun 09, Dez 09 Okt 08, Nov 08, Dez 08, Jun 09 Okt 07, Nov 07, Dez 07, Jan 08, Feb 08, Mrz 08, Jun 08, Sep 08, Dez 08 Okt 08, Nov 08, Dez 08, Jun 09, Jul 09, Sep 09 Sep 08, Okt 08, Dez 08, Jun 09


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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Zertifikatepaket / Impressum

UNSER ZERTIFIKATEPAKET FÜR IHREN WISSENSVORSPRUNG! Wer erfolgreich in Zertifikate und Hebelprodukte anlegen möchte, muss über die Funktionsweise und die speziellen Eigenschaften der Papiere genau informiert sein. BNP Paribas möchte

Sie dabei unterstützen und hält ein komplettes Zertifikatepaket für Sie bereit. Sichern Sie sich Ihre Mappe mit den Broschüren zu jeder Produktgruppe und profitieren Sie von umfangreichem

Fachwissen. Zusätzlich zu jedem Heft erhalten Sie auch die beliebten Kurzbeschreibungen für ein schnelles Verständnis der Produkte und zur jederzeitigen Auffrischung Ihres Wissens.

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IMPRESSUM Monatsmagazin WARRANTS UND ZERTIFIKATE Herausgeber: BNP Paribas Grüneburgweg 14 · 60322 Frankfurt Fon: 069/71 93 2310 · Fax: 069/71 93 34 99 Redaktion: Sebastian Schmidt, eveniat GmbH Gesamtbearbeitung und Gestaltung: Michi Gehrmann, Jana Gehrmann, Maria Trippler, LINKING ADVERTISING Art Director: Ivone Delazzer-Böhmer Druck: Druckhaus Berlin-Mitte GmbH Verlag: SC Marketing GmbH Kontakt BNP Paribas Grüneburgweg 14 · 60322 Frankfurt Hotline: 0800 0 267 267 (oder 069 / 71 93 23 10) Fax: 069 / 71 93 34 99 e-mail: derivate@bnpparibas.com Internet: www.derivate.bnpparibas.de Reuters: BNPWTS

0800 0 267 267

(gebührenfrei)

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Lizenzerklärung Die Marke „DAX® 30” (DAX®) ist eingetragene Marke der Deutsche Börse AG. Die Bezeichnung „Dow Jones EURO STOXX® 50 Kursindex” (EURO STOXX® 50) ist eingetragenes Warenzeichen der STOXX LIMITED, Zürich (Schweiz).

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