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WARRANTS UND ZERTIFIKATE Bonitätsrating BNP Paribas: S&P AA · Moody’s Aa1

Bonus-Investments ohne Abtauchgefahr Inflationsschutz mit Erdöl-Antrieb DAX daily Trading: Stabilisierung

www.derivate.bnpparibas.de


Es gibt Dinge, von denen kann man nicht genug bekommen – Auszeichnungen zum Beispiel. 1. Platz Anleger-Services 2008 Zertifikate Awards Bester Aktienderivate-Emittent 2008 Euromoney Innovativster Aktienderivate-Emittent in 2008 The Banker Aktienderivate-Emittent des Jahres 2009 Risk Awards Aktienderivate-Emittent des Jahres 2008 Structured Products Europe Aktienderivate-Emittent des Jahres 2008 IFR Equity Strukturierte-Produkte-Emittent des Jahres 2008 + 2009 Risk Awards

Sie suchen einen ausgezeichneten Partner für Ihre Investitionen? Sie haben ihn gefunden. Unabhängige Institute und Fachtitel bewerten jedes Jahr Emittenten nach kundenrelevanten Themen wie Handelsqualität, Service und Sicherheit. Unter den Besten: BNP Paribas. Profitieren Sie von einem Partner, der weltweit für seine Produkte und Strategien ausgezeichnet wird.

Hotline: 0800 0 267 267 (kostenfrei)


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Editorial

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Investment-Baukasten

Das Angebot an Zertifikaten und Hebelprodukten erscheint auf den ersten Blick riesig. Im Mai zählte der Deutsche Derivate Verband 379.373 börsengelistete Produkte. Dennoch ist die Auswahl an grundlegenden, etablierten Strukturen recht überschaubar. Zu den Standardmechanismen gesellen sich in der Regel noch ein paar abgewandelte Funktionsweisen. Aber die immense Gesamtzahl der Papiere resultiert ausschließlich aus der erwünschten Angebotsbreite pro Struktur und pro zugrunde liegendem Titel. Nur so kann der Investor dasjenige Zertifikat finden, welches ihm hinsichtlich der Laufzeit und der Parameterausstattung für den betreffenden Basiswert am meisten zusagt. Jeder Anleger, der sich ernsthaft mit gelisteten Derivaten beschäftigt, weiß aus eigener Erfahrung, dass die einschlägigen Auswahlwerkzeuge im Internet bei detaillierten Vorgaben für ein Engagement nur eine Handvoll an passenden Produkten auswerfen. Die mitunter geäußerte Kritik an der scheinbar unübersichtlichen Angebotsschwemme an Zertifikaten und Hebelprodukten ist demnach nur ein untrügliches Zeichen für die Unkenntnis der Wortführenden. Die Möglichkeiten des Einsatzes von verbrieften Derivaten werden zudem unterschätzt, wenn man die Standardprodukte immerzu isoliert als endgültige Lösung betrachtet. In WARRANTS UND ZERTIFIKATE bringen wir Ihnen daher schon seit Jahren eine offene Sichtweise nahe. Betrachten Sie das Angebot der etablierten Produkte als Baukasten. Erst durch die sinnvolle Einbindung ins Portfolio und durch die Kombination verschiedener Funktionsweisen kosten Sie das Einsatzpotenzial voll aus.

Verschiedene Kombinationsstrategien haben wir in der Vergangenheit vorgestellt. Dazu gehörte beispielsweise der gleichzeitige Kauf von Discount Calls und Discount Puts, um Seitwärtsmärkte abzuschöpfen. Einen besonderen Stellenwert hat indes der kombinierte Einsatz von Discount Zertifikaten und Put-Optionsscheinen erlangt, den wir monatlich mit neuen Positionsvorschlägen unter die Lupe nehmen. Und wer eher den langfristigen Anlagehorizont schätzt, konnte in Ausgabe 03-2009 lesen, wie die Vorzüge einer Rolling-Discount-Struktur in Form des Harewood Covered European Equity Fonds mit den Sicherungsaspekten von Puts verbunden werden können. Diesmal nun steht auf den Seiten 10 bis 15 ein etwas anderer Blick auf das Konzept der Bonus Zertifikate im Fokus. Im letzten Heft hatten wir diskutiert, was bei der Auswahl

geeigneter Bonus-Papiere zu beachten ist. Doch weshalb sollte man dieses leistungsfähige Standardprodukt nur gesondert betrachten? Durch die geschickte Kombination mit Mini Futures Short lassen sich Engagements für ruhige, aber auch für eher trendintensive Marktphasen realisieren. Reizvolle Renditechancen stehen hier vergleichsweise geringen und je nach Strategievariante sogar klar begrenzten Risiken gegenüber.

Viel Erfolg beim Investieren.

Rupertus Rothenhäuser, BNP Paribas Deutschland

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Inhalt

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Auf einen Blick! Aktuelles Verantwortungsbewusste Serviceleistung

06 Meinung Short ist out

08 Meinung Zweimal Fresenius

Anlegen Inflationsschutz mit Erdテカl-Antrieb

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Bildnachweis Titel: Masterfile Innenseiten: Fotolia, Masterfile, Panthermedia, Shotshop

Rohstoffe テ僕markt: Fundamentale Anomalien

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Inhalt

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Hauptthema BonusInvestments ohne Abtauchgefahr

10 Trading Basiswerte im Blickwinkel der Charttechnik

30 Trading DAX daily Trading: Stabilisierung

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Aktuelles Verantwortungsbewusste Serviceleistung

06

Meinung Short ist out Zweimal Fresenius

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Hauptthema Bonus-Investments ohne Abtauchgefahr

10

Anlegen Inflationsschutz mit Erdテカl-Antrieb Garantie-Investments selbst konstruieren Discount, Bonus und weitere Investment-Highs

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Rohstoffe テ僕markt: Fundamentale Anomalien

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Trading Basiswerte im Blickwinkel der Charttechnik DAX daily Trading: Stabilisierung Daily Newsletter: Analysten mit gutem Riecher

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Zahlen/Buchtipp Lesen und mehr wissen!

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Presse Pressestimmen der vergangenen Wochen Neuemissionen

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Bestellseite Impressum

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Aktuelles

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Verantwortungsbewusste Serviceleistung WARRANTS UND ZERTIFIKATE ist jetzt noch ökologischer! Neben dem gewohnten Einsatz von Papier mit FSC-Zertifizierung wird ab sofort auch klimaneutral gedruckt sowie versendet. Die Vorzüge des guten alten bedruckten Papiers sind nach wie vor ungeschlagen. Einen handlichen, robusten Begleiter, den man ohne nervige Datenübertragung und ohne Strombedarf zum gemütlichen Schmökern auf den Balkon mitnehmen kann und beliebig mit Notizen „verzieren“ darf, um ihn nach der Lektüre beim Sonnenbad auch noch als Blendschutz zu verwenden, hat die Technik trotz ihres rasanten Fortschritts bislang nicht hervorgebracht. Jedes Druckerzeugnis, das wir in den Händen halten, verschlingt allerdings eine Menge an Rohstoffen und Energie. Der Ressourcenverbrauch beginnt beim Holzeinschlag zur Zellulose-Gewinnung und endet beim Benzinverbrauch in der Postauslieferung. Grundsätzlich ist die papierlose Informationsbeschaffung demnach der beste Weg, um sich ressourcen- und klimaschonend weiterzubilden. Es ist jedoch nur allzu verständlich, wenn man sich mit dem Lesen von längeren pdf-Dokumenten auf dem PCBildschirm nicht so recht anfreunden kann. Und der eigenhändige Ausdruck einer Zeitschrift mit dem heimischen Drucker ist im Zweifel nicht die sinnvollere Alternative. Die Problemlösung liegt auf der Hand. Nachhaltigkeit und Umweltschutz kann man im Bereich der Druckerzeugnisse gegen Ausgleichszahlungen einkaufen. Das Prinzip lautet auf einen einfachen Nenner gebracht: Nicht verzichten, sondern kompensieren. Wer einen höheren Papierpreis akzeptiert, kann den Rohstoff Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern nutzen. Moderne Druckereien arbeiten zudem mit umweltfreundlichen und ressourcenschonenden

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Mit kleinen Schritten viel erreichen.

Prozessen. Die unvermeidliche Entstehung von CO2 lässt sich im Anschluss durch Kompensationszahlungen ausgleichen, mit denen Projekte zur CO2-Reduktion gefördert werden. Und selbst der Versand- und Transportweg kann durch Fördermaßnahmen an anderer Stelle klimaneutral überwunden werden.

Einsatz von FSC Mix-zertifiziertem Papier Das Thema Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur von BNP Paribas. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, auch bei der Bereitstellung unserer Serviceleistungen verantwortungsbewusst

zu agieren. Einer der wichtigsten Schritte wurde bereits vor über einem Jahr umgesetzt: WARRANTS UND ZERTIFIKATE wird seit Mai 2008 auf FSC Mix-zertifiziertem Papier gedruckt. Der Ausgangsstoff Holz entstammt also einer „Produktgruppe aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern und anderen kontrollierten Herkünften“, so das international angesehene Forest Stewardship Council.


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Aktuelles

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

r E-Mail hsten geht's pe ic dl un re tf el Am umw IFIKATE vom RT RANTS UND ZE Erhalt von WAR f die pdf-Version per E-Mail Wenn Sie den au e st Po r pe r h eine formlos empla uns bitte einfac stanschrift gedruckten Ex Po ten, senden Sie ch ge eri mö sh n (bi lle n ste um rdate Ihren Empfänge -Adresse) an: Nachricht mit ail nutzende E-M und künftig zu

aribas.com derivate@bnpp

Klimaneutraler Druck Ab sofort wird WARRANTS UND ZERTIFIKATE zudem klimaneutral gedruckt. Darunter versteht man einen Ausgleich der durch den Druckprozess entstandenen CO2-Emissionen an anderer Stelle.

investiert wird. Das kann zum Beispiel ein Windpark in Indien, eine Solarküche in Südafrika oder die Energiegewinnung durch Wasserkraft in Guatemala sein. Für die hierzulande entstehende CO2-Emission wird also eine Kompensation durch die Förderung von CO2-reduzierenden Projekten geleistet.

Auf Basis der CO2-Emissionsbilanz leistet BNP Paribas eine Zahlung, die von ClimatePartner in anerkannte Klimaschutzprojekte

Klimafreundlicher Versand durch das GoGreen-Programm Gerade auch der Transport von Drucksachen zum einzelnen Empfänger erzeugt einen Ausstoß von Treibhausgasen. Insgesamt betrachtet ist der weltweite Transport- und Logistiksektor für rund 14 Prozent der CO2-

Emissionen verantwortlich. Im Kampf gegen den Klimawandel können Einsparungen in diesem wichtigen Bereich folglich eine entscheidende Rolle spielen. Die Deutsche Post DHL, die Nummer 1 in der Logistikbranche, hat daher das GoGreen Programm ins Leben gerufen. Mit speziellen GoGreen Produkten und Services bietet DHL seinen Kunden emissionsarme oder emissionsneutrale Transportmöglichkeiten, zum Beispiel bei der Zustellung einer Zeitschrift wie WARRANTS UND ZERTIFIKATE. Als DHLKunde nimmt BNP Paribas durch ein Entgelt am GoGreen Programm teil und ermöglicht so den klimafreundlichen Versand des monatlichen Derivate-Magazins.

Trading-Tipps direkt von den Profis Die dritte Auflage der beliebten BNP Paribas Trading Tour ist in Vorbereitung! Die aktive Anlage in Hebelprodukten kann jedes Depot bereichern. Abhängig von der individuellen Risikoneigung des Investors nehmen Optionsscheine, Mini Futures und Co. dabei eine mehr oder weniger bedeutende Stellung ein. In jedem Fall ist jedoch ein gutes Timing der Kauf- und Verkaufsentscheidungen für den erfolgreichen Einsatz von gehebelten Papieren unerlässlich. An der Technischen Analyse führt dabei kaum ein Weg vorbei, um die Trendumkehrpunkte in der Basiswertentwicklung möglichst treffsicher aufzufinden. Auf der in Kooperation mit GodmodeTrader stattfindenden BNP Paribas Trading Tour erhalten Anleger unmittelbar aus Expertenhand wertvolle Tipps zur Optimierung ihres Tradings. Neben fachlichen Informationen zum aktiven Einsatz von Hebelprodukten referiert Harald Weygand, Head of Trading bei GodmodeTrader und damit auch Kopf des Analystenteams hinter unserem DAX daily Newsletter, über Tipps und Kniffe bei der technischen Wertpapieranalyse. Die Live-Analysen der von Besuchern ausgewählten Titel bilden immer wieder einen Höhepunkt des Vortrags. Nach den ausgebuchten Veranstaltungsreihen in den Jahren 2007 und 2008 ist nun die dritte BNP Paribas Trading Tour in Vorbereitung. Wir werden Sie hier in Kürze informieren, wenn die Veranstaltungsorte und -termine feststehen. Eine rasche Anmeldung ist dann gefragt, um sich frühzeitig einen der begehrten Teilnehmerplätze sichern.

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Meinung

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Short ist out

Der Markt hat wie erwartet Luft abgelassen. Ob Dow Jones, Nikkei oder DAX – alle großen Indizes verbuchten zwischenzeitlich mehr oder weniger deutliche Kursverluste. Doch nicht nur am Aktienmarkt ist die Luft gewichen. Der Euro und die wichtigsten Rohstoffe sind im Parallelflug mit Dow & Co gefallen. Damit hat sich ein Trend der letzten Monate bestätigt, demnach die wichtigsten Asset-Klassen sehr stark korrelieren. Trotz der bevorstehen Sommermonate, die statistisch betrachtet zumeist schlecht laufen, muss einem nicht Angst und Bange sein. Denn Gründe für einen neuerlichen Aufschwung gibt es reichlich: Neben den ersten Anzeichen einer konjunkturellen Erholung ist eine Entspannung auf den Kreditmärkten zu spüren. Die Credit Spreads gehen zurück, die Banken geben langsam ihre Zurückhaltung bei der Kreditvergabe auf, Übernahmen werden wieder finanziert. Zudem steht eine Trendwende bei den Konsensschätzungen für die Unternehmensgewinne bevor

– ein wesentlicher Belastungsfaktor in den ersten Monaten des Jahres. Und zu guter Letzt schlummern immer noch gigantische Summen in Geldmarktfonds und auf Tagesgeldkonten, die nur darauf warten, in den Aktienmarkt zurückzufließen. Am Jahresende sollten wir daher im DAX höher stehen als im Moment. 5.000 plus X lautet die erste vorsichtige Prognose. Im Umkehrschluss heißt das, dass ReverseDiscounter und andere Short-Produkte langsam in Indextracker oder Bonuspapiere getauscht werden können. Beim Euro-Dollar-Kurs darf man gespannt sein, wann er aus seinem Band zwischen 1,38 und 1,42 ausbricht. Die Euro-Befürworter sehen die Rolle des Dollar als globale Leitwährung schwinden. Erst vor Kurzem hat China die Rolle des Dollar im internationalen Währungssystem kritisiert und ein „besseres System“ gefordert. Mit 2.000 Milliarden Dollar auf der hohen Kante leidet China am stärksten unter einem schwachen Dollar. Außerdem droht den USA angesichts der

Thomas Bergmann, Der Aktionär

explodierenden Staatsverschuldung möglicherweise der Verlust des AAA-Ratings – die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering, hätte aber verheerende Folgen für den Greenback. Andere Marktteilnehmer sehen den Dollar dagegen deutlich aufwerten. Ihr Argument ist, dass sich die Konjunktur in den USA schneller erholen wird als die in Europa. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2010 in der Eurozone mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. Die US-Konjunktur soll dagegen um 0,8 Prozent zulegen. Wiederum andere Experten sehen den Dollar als „sicheren Hafen“. Sollte sich die Lage an den internationalen Finanzmärkten noch einmal verschlimmern und die Risikoneigung unter den großen Investoren abnehmen, dürften enorme Dollarströme ins Land zurückfließen und die Währung stärken.

Gipfelstürmer fassen langsam wieder Mut.

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Letzteres erscheint mir als das Szenario mit der geringsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Aus heutiger Sicht der Dinge ist eher mit einer Aufwertung des Euro zu rechnen, wenngleich es ein steiniger und volatiler Weg nach oben sein wird.

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt ausschließlich die Meinung des externen Redakteurs wider, für deren sachliche Richtigkeit BNP Paribas keinerlei Haftung übernimmt.


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Meinung

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Zweimal Fresenius Nach der Tochter stieg die Mutter in den DAX auf. Die beiden Unternehmen unterscheiden sich erheblich. Über Potenzial verfügen jedoch beide Aktien.

Seit Ende März gibt es unter den DAXWerten gleich zweimal den Namen Fresenius: Zunächst sind dies die schon viele Jahre unter den „Top 30“ vertretenen Fresenius Medical Care Stammaktien (FMC). Neu hinzugekommen sind nun die Vorzüge des Mutterkonzerns Fresenius. Die Erklärung: Fresenius hält an FMC „nur“ rund 36 Prozent, weshalb die Tochter – gemessen an der Marktkapitalisierung – kleiner als die Mutter ist, obwohl diese noch weitere eigenständig arbeitende Gesellschaften hält. Beispiele sind Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed. Und da ist natürlich FMC, der weltweit führende Dialysespezialist für Patienten mit Nierenversagen. Per Jahresende 2008 gehörten dazu knapp 2.400 Dialyse-Kliniken, die 184.000 Patienten betreuen. Der Jahresumsatz 2008 lag bei mehr als zehn Mrd. US-Dollar. Der Konzern, dessen Schwerpunkt in den USA liegt, bilanziert auch in dieser Währung. Die Stammaktien befinden sich zu rund 42 Prozent in Streubesitz. Den Rest hält die Else Kröner-Fresenius-Stiftung. Den Vorzügen gelang nun im März der DAXAufstieg. Maßgeblich dafür war die stabile Kursentwicklung in der Börsenbaisse. So legten die Vorzüge in den vergangenen fünf Jahren rund 80 Prozent zu, während der DAX „nur“ circa 17 Prozent gewann. Möglich macht die langfristig gute Performance das Engagement in der konjunkturunabhängigen Gesundheitsbranche. Und auch die Perspektiven der Bad Homburger sehen gut aus. So erklärte Vorstandschef Ulf Schneider, dass der Konzern planmäßig ins Jahr gestartet, von der Konjunkturkrise nicht tangiert ist und auch 2009 Rekordmarken bei Umsatz und Ertrag erreichen wird. Das 2009er KGV

liegt sogar knapp unter zehn. Die Dividendenrendite erreicht circa zwei Prozent. Charttechnisch ist im Bereich von 30,00 Euro eine Unterstützung zu erkennen. Gar nur bei 25,00 Euro befindet sich die Barriere eines Bonus Zertifikats der BNP Paribas (ISIN DE000BN3F782) mit Fälligkeit im Dezember 2010. Es ist jedoch mit einem Cap auf dem Bonus-Niveau bei 45,00 Euro versehen und bringt eine Bonusrendite von 17,4 Prozent oder 12,2 Prozent p.a., wenn die aktuell rund 31 Prozent entfernte Schwelle unverletzt bleibt. Auch bei FMC läuft das Geschäft planmäßig: So soll der Umsatz im laufenden Jahr auf mehr als elf Milliarden US-Dollar steigen. Beim Jahresüberschuss sollte es zu einem Plus zwischen vier und acht Prozent kommen. Fundamental ist FMC teuerer als die Mutteraktie: Das 2009er KGV erreicht 13 und die Dividendenrendite beträgt „nur“ 1,8 Prozent. Hinzu kommt die Problematik mit dem Geschäft im US-Dollar-Raum. Dank des völlig konjunkturunabhängigen Geschäfts erwarten wir jedoch eine Fortsetzung der jüngsten Kurserholung. Als lang-

Wolfgang Raum, ZertifikateJournal, Chefredakteur

fristiges Investment bietet sich ein Bonus Zertifikat – diesmal ohne Cap – auf die FMCStämme der BNP Paribas mit Fälligkeit im Juni 2011 (ISIN DE000BN3KNY7) an. Es bringt eine Bonusrendite von 24,7 Prozent oder zwölf Prozent p.a. Die Barriere befindet sich bei 22,00 Euro und ist damit aktuell mehr als 30 Prozent entfernt. Allerdings beträgt das Aufgeld derzeit heftige 16 Prozent. Dies sorgt beim Schwellenbruch für überproportionale Verluste und verhindert eine klassische „Eins zu eins“-Partizipation, wenn sich der Basiswert über das Bonus-Niveau bei 46,00 Euro bewegen sollte.

So unterschiedlich und doch eng verbunden.

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt ausschließlich die Meinung des externen Redakteurs wider, für deren sachliche Richtigkeit BNP Paribas keinerlei Haftung übernimmt.

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Hauptthema

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Bonus-Investments ohne Abtauchgefahr Bonus Zertifikate können nicht nur auf herkömmlichem Wege isoliert eingesetzt werden. Kombinationsstrategien mit Absicherung bieten vielversprechende Investmentchancen. In der letzten Ausgabe von WARRANTS UND ZERTIFIKATE standen grundsätzliche Aspekte bei der Auswahl von Bonus Zertifikaten im Mittelpunkt. Mit der separaten Betrachtung eines attraktiven Produkts werden die vielfältigen Potenziale von Bonus-Papieren aber längst nicht vollständig erfasst. Viele der etablierten Produkttypen am Zertifikatemarkt ermöglichen Kombinationsstrategien zur Erschaffung völlig neuer Investmentlösungen, mit denen sich die Stärken des jeweiligen Derivate-Konzepts anders als ursprünglich vom Emittenten vorgesehen ausnutzen lassen. Dazu gehört beispielsweise die Kombination von Discount Zertifikaten und Put-Optionsscheinen, die wir in WARRANTS UND ZERTIFIKATE regelmäßig thematisieren (siehe Seite 20 ff.). Genauso sind auch Bonus Zertifikate hervorragend geeignet, um von deren Leistungsfähigkeit mit alternativen Ansätzen zu profitieren. Wenn wir uns hier mit einer entsprechenden Anlagestrategie beschäftigen, dann spielt der Fokus auf geringe Risiken eine entscheidende Rolle. Wer Verlustgefahren durch potenzielle Barrierenbrüche nicht fürchtet, wird ein Bonus Zertifikat in der Regel separat verwenden, um das reizvolle Zusammenspiel von Risikopuffer, Gewinnen bei lethargischen Basiswertentwicklungen und vollen Performanceaussichten in der Hausse nicht zu stören. Je nach Anlegertyp und Portfoliostruktur gibt es jedoch einen großen Bedarf an Investments, mit denen man ganz entspannt und weitgehend ohne schlaflose Nächte verlockende Erträge anvisieren kann. Auf den Einsatz von Bonus Zertifikaten muss man bei dieser Motivationslage keineswegs verzichten, ganz im Gegenteil.

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Man kann ja nie wissen... Sicher ist sicher!

Das etwas andere BonusInvestment Die Grundidee ist denkbar einfach: Man kombiniere ein Bonus Zertifikat mit einem Absicherungsinstrument auf denselben Basiswert. Dadurch lassen sich unter anderem zwei besonders interessante Arten von kombinierten Investments kreieren: Zum einen

kann man auf einen tendenziell eher seitwärts laufenden Basiswert setzen. Oder man bildet eine Kombinationsposition, die von einer etwas stärkeren Richtungsbewegung des zugrunde liegenden Titels – egal in welcher Richtung – profitiert. Die eigenhändige Umsetzung solcher Strategien ist unkompliziert.


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Hauptthema

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Die erste Zutat: ein klassisches Bonus Zertifikat mit geringem Aufgeld Zunächst wird ein klassisches Bonus Zertifikat ohne Cap benötigt, damit das Produkt an einem starken Anstieg des Basiswertes unbegrenzt partizipieren kann. Um unter dem Strich ein attraktives Verhältnis zwischen Chancen und Risiken zu erhalten, muss das Papier ein möglichst geringes Aufgeld besitzen. Schließlich geht das Aufgeld im Falle einer Barrierenverletzung unwiederbringlich verloren. Ein solcher Abschlag ließe sich durch parallel erworbene Short-Produkte allenfalls mit hohen Absicherungskosten auffangen, die im Zweifel jegliche Gewinnaussicht des Gesamtinvestments aufzehren würden. Sie können Bonus Zertifikate mit einer hohen Bonusrendite und dafür einem nicht ganz so üppigen Risikopuffer zwischen Aktienkurs und Barriere wählen. Oder Sie suchen nach Papieren mit einer nur kleinen oder gar nicht vorhandenen Bonusrendite, um im Gegenzug eine besonders tief platzierte Barriere zu nutzen. Aus diesen beiden Alternativen ergeben sich die zwei Stoßrichtungen der Strategiekonzeption.

Put-Optionsscheine eignen sich demnach nur eingeschränkt für unsere Kombinationsstrategie. Wenn Sie im konkreten Fall einen Put-Optionsschein finden, der tief im Geld liegt, ein Delta von nahezu -1 besitzt, (fast) ohne Aufgeld gehandelt wird und mit dem gewählten Bonus Zertifikat eine identische Laufzeit aufweist, so können Sie diesen Schein vortrefflich verwenden. Solche Puts sind allerdings nicht immer verfügbar. Daher diskutieren wir hier einen einfacheren Weg unter der Verwendung von Mini Futures Short. Dort ist die angebotene Palette an Basiswerten und Basispreisen riesig. Das Delta der Mini Futures Short liegt definitionsgemäß bei -1, ein Aufgeld existiert nicht und wegen der unbegrenzten Laufzeit muss man sich über den Abgleich mit dem Bewertungstag des Bonus Zertifikats keine Gedanken machen. Wegen der aktuell ungünstigen Zinskonstellation (der Zinsanpassungssatz von derzeit 2,50 Prozent ist größer als Referenzzins EURIBOR 1 M) fallen zwar

im Laufe der Zeit beim Mini Future Short Finanzierungskosten an. Aufgrund ihrer geringen Höhe kann man diese in der Konzeptionsüberlegung jedoch weitestgehend vernachlässigen. Der Basispreis eines infrage kommenden Mini Futures Short muss natürlich verhältnismäßig hoch angesetzt sein. Denn ein Stop-Loss-Ereignis soll auch im Falle einer positiven Entwicklung des Basiswertes lange keine Rolle spielen.

STRATEGIEVARIANTE 1: Mit Absicherung Bonusrenditen erwirtschaften Sie erwarten für einen Basiswert eine relativ stabile Entwicklung, keine starken Kursverluste, aber auch keine ausufernden Gewinne? Dann können Sie mit wenig Risiko attraktive Renditen anvisieren. Suchen Sie sich zunächst ein passendes Bonus Zertifikat mit

Die zweite Zutat: ein Short-Produkt mit einem Delta von -1 Um die Verlustrisiken eines Bonus Zertifikats während der Laufzeit möglichst gut abzufangen, wird als Kombinationsinstrument ein Short-Produkt benötigt, das die Kursverluste des Basiswertes eins zu eins in Gewinne verwandelt. Das Delta des Absicherungspapiers sollte also möglichst genau -1 betragen. Und Kosten in Form eines Aufgelds sind unerwünscht.

Entspannt investieren ohne böse Überraschungen.

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Hauptthema

reizvoller Bonusrendite p.a. und niedrigem Aufgeld. Zudem sollte die Barriere wenigstens so weit vom Basiswertkurs entfernt liegen, dass Sie deren Unversehrtheit bis zum Laufzeitende eine gute Chance zubilligen. Zusätzlich kaufen Sie einen Mini Future Short auf denselben Basiswert mit einem hohen Basispreis. Der Stop Loss sollte deutlich über dem Bonuskurs des Bonus-Papiers platziert sein. Beide Produkte sind in identischer Stückzahl zu erwerben, wobei gegebenenfalls ein Abgleich über die Bezugsverhältnisse erfolgen muss.

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Abb. 1: Beispiel 1 zu Strategievariante 1 (Stand: 06.07.2009) Kombinationsposition (beide Produkte in gleicher Anzahl) auf den EURO STOXX 50 (2.344 Punkte am 06.07.2009): 1. Bonus Zertifikat, WKN BN3MCV, Bewertungstag 17.12.2010, Barriere 2.000 Punkte, Bonuskurs 3.100 Punkte, Kurs 23,86 EUR am 06.07.2009 2. Pro Bonus Zertifikat ein Mini Future Short, WKN BN4WYN, Basispreis (am 06.07.2009) 4.487,9492 Punkte, Stop Loss (am 06.07.2009) 4.398,1902 Punkte, Kurs 21,47 EUR am 06.07.2009 Preis der Gesamtposition am 06.07.2009: 45,33 EUR 60%

Die kommentierten Abbildungen 1 und 2 (siehe Seiten 12 und 13) verdeutlichen aktuelle Beispiele für diese Strategie.

Während der Laufzeit im Fall einer Barrierenverletzung: 50% Gesamtposition rutscht voraussichtlich gut 3,00 Prozent in die Verlustzone 40% Grund für Verlust: Der Mini Future Short kann den Aufgeldverlust und den Dividendenabschlag beim Bonus 30% Zertifikat nicht auffangen.

1. Strategievariante 1 am Laufzeitende Sie werden Ihr Engagement in aller Regel – wenn überhaupt - nur dann bis zum Laufzeitende halten, wenn während der Laufzeit keine Barrierenverletzung erfolgt.

Nach einer Barrierenverletzung bietet sich der Verkauf der Gesamt20% position an, um neue Chancen aufzusuchen.

Unter dieser Prämisse gibt es vier Szenarien (siehe Abbildungen 1 und 2): a) Der Basiswert ist vom ursprünglichen Einstiegsniveau ausgehend gesunken (ohne Barrierenverletzung). Hier schneidet der Investor mit seiner Gesamtposition besonders erfolgreich ab, da das Bonus Zertifikat die Bonusrendite liefert und der Mini Future Short überdies im Plus liegt. b) Der Basiswert ist auf dem ursprünglichen Einstiegsniveau verharrt. Also liefert

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Performance

Was können Sie grundsätzlich von einer Kombinationsposition der STRATEGIEVARIANTE 1 erwarten?

Am Laufzeitende (Bewertungstag 17.12.2010) bei unverletzter Barriere: Bei leicht gestiegenem, seitwärts gelaufenem und leicht gesunkenem Basiswert winkt ein prozentualer Gewinn der Gesamtposition von bis zu rund 23,00 Prozent. Überaus starke Kurszuwächse des EURO STOXX 50 Index bis über den Bonuskurs (3.100 Punkte) sind nicht im Sinne des Anlegers, da die Erträge der Gesamtposition dann völlig abschmelzen. Auch während der Laufzeit können im Vergleich zu den geringen Verlustrisiken bereits attraktive Gewinne auflaufen. In diesem Fall kann auch ein vorzeitiger Ausstieg aus der Gesamtposition in Erwägung gezogen werden.

Sollte der EURO STOXX 50 während der Laufzeit so extrem haussieren, dass der Stop Loss des Mini Futures erreicht wird (4.398,1902 Punkte am 06.07.2009), ist auch das Bonus Zertifikat sofort zu veräußern, um Verlustrisiken zu vermeiden.

10%

0% 1.600 1.700 1.800 1.900 2.000 2.100 2.200 2.300 2.400 2.500 2.600 2.700 2.800 2.900 3.000

3.100 3.200 3.300 3.400 3.500 Stand EURO STOXX 50

-10% EURO STOXX 50 -20%

Gesamtposition während der Laufzeit nach einer Barrierenverletzung Gesamtposition am Bewertungstag bei unverletzter Barriere

-30%

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: BNP Paribas

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Hauptthema

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

das Bonus Zertifikat die Bonusrendite und der Mini Future Short produziert keinen nennenswerten Gewinn oder Verlust. c) Der Basiswert ist gestiegen, notiert aber unter dem Bonuskurs und hat den Stop Loss des Mini Futures nie berührt. Auch hier fallen Gewinne der Gesamtposition an, da das Bonus Zertifikat mit der Bonusrendite mehr Ertrag produziert als der Mini Future Short an Wert einbüßt. d) Der Basiswert ist gestiegen, notiert über dem Bonuskurs, hat aber den Stop Loss des Mini Futures nie berührt. Nun gleichen die Kursgewinne des Bonus Zertifikats die Verluste des Mini Futures nur noch ungefähr aus. Die Gesamtposition liefert keine positive Rendite mehr.

2. Strategievariante 1 während der Laufzeit Die Kombinationsstrategie der abgesicherten Bonus Zertifikate ist nicht zwingend auf eine Haltedauer bis zum Laufzeitende ausgerichtet. Im Verlauf spielt vor allem die drohende Barrierenverletzung eine Rolle. Es könnten aber auch bereits zufriedenstellende Gewinne auflaufen, die einen vorzeitigen Ausstieg und die Suche nach neuen Engagements nahelegen. a) Im Fall einer Barrierenverletzung fängt der Mini Future Short ausschließlich die Kursverluste des Basiswertes auf. Das Bonus Zertifikat büßt jedoch zudem das (beim Einstieg möglichst kleine) Aufgeld und den Dividendenabschlag gegenüber dem Basiswertkurs ein. Diese zusätzlichen Einbußen dimensionieren bezogen auf den gesamten Investitionsbetrag (Bonus Zertifikat plus Mini Future Short) das

Abb. 2: Beispiel 2 zu Strategievariante 1 (Stand: 06.07.2009) Eine etwas riskantere Kombinationsposition auf die France Telecom Aktie (16,30 EUR am 06.07.2009) mit geringem Puffer bis zur Barriere. Charttechnisch interessant: France Telecom verläuft seit 2003 permanent eher seitwärts in der Zone zwischen 15,40 EUR und 27,30 EUR, die vom ausgesuchten Bonus Zertifikat perfekt aufgegriffen wird: 1. Bonus Zertifikat, WKN BN2CWR, Bewertungstag 17.12.2010, Barriere 15,00 EUR, Bonuskurs 28,00 EUR, Kurs 16,71 EUR am 06.07.2009 2. Pro Bonus Zertifikat 10 Mini Futures Short (wegen Bezugsverhältnis 0,10), WKN BN02YV, Basispreis (am 06.07.2009) 34,3015 EUR, Stop Loss (am 06.07.2009) 32,5864 EUR, Kurs 1,82 EUR am 06.07.2009 Preis der Gesamtposition am 06.07.2009: 34,91 EUR

70% Während der Laufzeit im Fall einer Barrieren60% verletzung: Gesamtposition rutscht voraussichtlich gut 7,50 50% Prozent in die Verlustzone.

Performance

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Grund für Verlust: Der Mini Future 40% Short kann den Aufgeldverlust und den Dividendenabschlag beim Bonus Zertifikat 30% nicht auffangen.

Am Laufzeitende (Bewertungstag 17.12.2010) bei unverletzter Barriere: Bei leicht gestiegenem, seitwärts gelaufenem und leicht gesunkenem Basiswert winkt ein prozentualer Gewinn der Gesamtposition von bis zu rund 35,00 Prozent. Überaus starke Kurszuwächse der France Telecom Aktie bis über den Bonuskurs (28,00 EUR) sind nicht im Sinne des Anlegers, da die Erträge der Gesamtposition dann völlig abschmelzen. Auch während der Laufzeit können im Vergleich zu den geringen Verlustrisiken bereits attraktive Gewinne auflaufen. In diesem Fall kann auch ein vorzeitiger Ausstieg aus der Gesamtposition in Erwägung gezogen werden.

Sollte die France Telecom Aktie während der Laufzeit so extrem haussieren, dass der Stop Loss des Mini Futures erreicht wird (32,5864 EUR am 06.07.2009), ist auch das Bonus Zertifikat sofort zu veräußern, um Verlustrisiken zu vermeiden.

Nach einer Barrierenverletzung bietet sich der Verkauf 20% der Gesamtposition an, um neue Chancen aufzusuchen. 10%

0% 12,00 13,00 14,00 15,00 16,00 17,00 18,00 19,00 20,00 21,00 22,00 23,00 24,00 25,00 26,00 27,00 28,00 29,00 30,00 France Telecom Aktie

Stand France Telecom

-10% Gesamtposition während der Laufzeit nach einer Barrierenverletzung Gesamtposition am Bewertungstag bei unverletzter Barriere -20%

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: BNP Paribas

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Hauptthema

maximal mögliche Verlustrisiko. Bei geschickter Auswahl der Papiere sollte sich dieses Risiko im einstelligen Prozentbereich bewegen, wie die Beispiele in den Abbildungen 1 und 2 zeigen. Nach einer Barrierenverletzung muss man nicht überhastet reagieren. Beide Produkte können ganz in Ruhe zeitgleich abgestoßen werden. Ein Abwarten bis zum Laufzeitende, um den Dividendenabschlag des Bonus Zertifikats wieder auszugleichen, erscheint indes wenig attraktiv.

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Abb. 3: Beispiel 1 zu Strategievariante 2 (Stand: 07.07.2009) Kombinationsposition (jeweils zwei Bonus Zertifikate und ein Mini Future Short) auf den EURO STOXX 50 (2.357 Punkte am 07.07.2009): 1. Bonus Zertifikat, WKN BN28FS, Bewertungstag 18.06.2010, Barriere 1.295 Punkte, Bonuskurs 2.415 Punkte, Kurs 24,21 EUR am 07.07.2009 2. Zu zwei Bonus Zertifikaten jeweils ein Mini Future Short, WKN BN4WYV, Basispreis (am 07.07.2009) 4.876,7007 Punkte, Stop Loss (am 07.07.2009) 4.779,1667 Punkte, Kurs 25,21 EUR am 07.07.2009 Preis der Gesamtposition am 07.07.2009: 73,63 EUR

b) Solange die Barriere nicht verletzt wird, baut das Bonus Zertifikat mit der verstreichenden Laufzeit nach und nach ein Aufgeld auf. Dies führt dazu, dass die Kursgewinne des Bonus Zertifikats größer als etwaige Kursverluste des Mini Futures Short ausfallen können. Möglicherweise entsteht also schon während der Laufzeit eine zufriedenstellende Rendite.

50%

40%

Barriere 1.295 Punkte

Am Laufzeitende (Bewertungstag 18.06.2010) bei unverletzter Barriere:

Nur wer eine Verletzung dieser Barriere bis zum 18.06.2010 für vollkommen unwahrscheinlich hält, kauft die Kombinationsposition zur Ausnutzung einer relativ starken - aber im Falle der Abwärtsrichtung nicht extremen - Trendbewegung des EURO STOXX 50. Denn die jeweils nur 0,5 Mini Futures Short pro Bonus Zertifikat könnten nach einem Barrierenbruch lediglich annähernd die Hälfte der Verluste des Bonus Zertifikats ausgleichen.

Gewinne der Gesamtposition entstehen in beiden Marktrichtungen. Für hohe Renditen ist eine starke Bewegung des EURO STOXX 50 erwünscht, allerdings im Abwärtsmarkt ohne Gefährdung der Barriere von 1.295 Punkten. Bei positiver Marktentwicklung werden die Erträge auch schon während der Laufzeit ähnlich wie per Laufzeitende ausfallen. Auch im Abwärtsmarkt sind bei moderaten Indexverlusten und kurzer Restlaufzeit Gewinne vor dem Bewertungstag möglich. Ein kräftigerer Rückschlag des Basiswertes wird die Gesamtposition während der Laufzeit jedoch in den Verlust drücken.

30%

20%

Performance

c) Wenn der Basiswert extrem haussieren sollte und den Stop Loss des Mini Futures erreicht, wird der daraus resultierende Verlust vom Bonus Zertifikat ungefähr ausgeglichen. In diesem Fall sollte aber auch das Bonus Zertifikat sofort abgestoßen werden, da sich die Intention der Kombinationsstrategie hier erledigt hat.

60%

10%

0% 1.200

STRATEGIEVARIANTE 2: Auf eine moderate Trendbewegung des Basiswertes setzen – egal in welcher Richtung

1.400 1.600 1.800 2.000 2.200 2.400 2.600 2.800 3.000 3.200 3.400 3.600 3.800 4.000 4.200 4.400 4.600 Stand EURO STOXX 50

10% -

Sollte der EURO STOXX 50 während der Laufzeit so extrem haussieren, dass der Stop Loss des Mini Futures erreicht wird (4.779,1667 Punkte am 07.07.2009), ist auch das Bonus Zertifikat zu veräußern, um die Gefahr eines Abschmelzens der bereits erzielten, hohen Gewinne des Gesamtengagements auszuschließen.

20% EURO STOXX 50

Sie erwarten für einen Basiswert eine Trendbewegung, sind sich aber über deren Richtung im Unklaren? Auch in dieser Motivationslage kann eine Kombinationsstrategie mit Bonus Zertifikaten aussichtsreich sein.

14

Gesamtposition am Bewertungstag bei unverletzter Barriere 30% -

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: BNP Paribas


07

Hauptthema

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Suchen Sie sich dafür ein Bonus Zertifikat, dessen Bonuskurs ungefähr auf Höhe des aktuellen Basiswertkurses notiert und das ein lediglich geringes oder nicht vorhandenes Aufgeld besitzt. Die Barriere des Papiers sollte sehr niedrig platziert sein, sodass Sie eine Verletzung während der Laufzeit mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ausschließen können. Solche Bonus Zertifikate sind an sich schon überaus attraktiv, wenn man mit einem sehr komfortablen Risikopuffer auf steigende Basiswertkurse setzen möchte. Wir wollen daraus aber eine Kombinationsposition erstellen, die bei einer etwas stärkeren Aufwärts- wie auch Abwärtsbewegung des Basiswertes einen Gewinn liefert. Dazu werden dem selektierten Bonus Zertifikat Mini Futures Short auf denselben Basiswert mit sehr hohem Basispreis in einer geringeren Stückzahl beigemischt. Zum Beispiel könnte man jeweils zwei Bonus Zertifikate und einen Mini Future Short erwerben

(gegebenenfalls abgeglichen über das Bezugsverhältnis). Die kommentierten Abbildungen 3 und 4 (siehe Seiten 14 und 15) verdeutlichen aktuelle Beispiele für diese Strategievariante.

Was können Sie grundsätzlich von einer Kombinationsposition der STRATEGIEVARIANTE 2 erwarten? 1. Strategievariante 2 am Laufzeitende Sie werden Ihr Engagement in aller Regel – wenn überhaupt - nur dann bis zum Laufzeitende halten, wenn während der Laufzeit keine Barrierenverletzung droht. Unter dieser Prämisse sind drei Szenarien am Laufzeitende zu unterscheiden (siehe Abbildungen 3 und 4):

Barrierenverletzung). Dann liefert das Bonus Zertifikat als Auszahlung den Bonuskurs und verliert hierbei nur an Wert, falls der Kaufpreis ein wenig über dem Bonuskurs lag. Demgegenüber profitiert der Mini Future Short von den gesunkenen Basiswertkursen vollständig und hievt die Gesamtposition ins Plus. b) Der Basiswert ist auf dem ursprünglichen Einstiegsniveau verharrt. Hier können je nach Parameterausstattung der Produkte und je nach Einstiegspreisen kleine Verluste anfallen. c) Der Basiswert ist gestiegen, liegt aber noch unter dem Stop Loss des Mini Futures Short. Somit profitiert das Bonus Zertifikat vollständig von der Hausse und übertrumpft mit seinen Gewinnen die Verluste der zahlenmäßig unterlegenen Mini Futures Short.

a) Der Basiswert ist vom ursprünglichen Einstiegsniveau ausgehend gesunken (ohne 2. Strategievariante 2 während der Laufzeit Auch die Strategievariante 2 ist nicht zwingend auf eine Haltedauer bis zum Laufzeitende ausgerichtet.

Tief Luft holen und auch an moderat sinkenden Kursen Spaß haben!

a) Wenn der Basiswert steigt, werden beim Bonus Zertifikat auch schon während der Laufzeit höhere Erträge als bei den vergleichsweise wenigen Mini Futures Short an Verlusten auflaufen. Wenn dem Investor in einem solchen Szenario die Gewinne der Gesamtposition ausreichen, kann er einen vorzeitigen Ausstieg aus beiden Produkten in Erwägung ziehen. Dies gilt vor allem, wenn der Basiswert derart kräftig haussiert, dass er den Stop Loss des Mini Futures Short erreicht. Die Gesamtposition liegt dann erheblich im Plus und neben

15


Hauptthema

b) Wenn der Basiswert während der Laufzeit deutlich sinkt, muss man etwas wachsamer sein, denn eine komplette Absicherung ist mit den vergleichsweise wenigen Mini Futures Short nicht eingekauft worden. Wer vollständig darauf vertraut, dass die sehr niedrig platzierte Barriere des Bonus Zertifikats bis zum Laufzeitende vom Basiswert nicht verletzt wird, wartet geduldig ab. Möglicherweise können auch im Abwärtsmarkt schon während der Laufzeit ansprechende Gewinne der Kombinationsposition entstehen. Das gilt vor allem bei einer kurzen Restlaufzeit. Dann wird das Bonus Zertifikat auf das sinkende Basiswertniveau angesichts der noch ungefährdeten Barriere nur relativ schwach reagieren. Demgegenüber gewinnen die Mini Futures Short unter Umständen deutlicher an Wert, sodass das Engagement eventuell schon ins Plus läuft. Abhängig vom Einzelfall könnten bereits zufriedenstellende Renditen resultieren. Bei stärkeren Basiswertverlusten wird die Situation vor dem Laufzeitende allerdings irgendwann kippen, weil das Bonus Zertifikat mehr und mehr unter der Baisse leidet. Wer dann große Befürchtungen entwickelt, dass die sehr niedrige Barriere doch noch verletzt werden könnte, steigt angesichts der nicht vollständigen Absicherung aus. Wer sich jedoch nach wie vor sicher ist, dass die Barriere unversehrt bleibt, freut sich auf die möglicherweise sehr attraktiven Gewinne der Gesamtposition per Laufzeitende.

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07

Abb. 4: Beispiel 2 zu Strategievariante 2 (Stand: 07.07.2009) Kombinationsposition (jeweils zwei Bonus Zertifikate und ein Mini Future Short) zur Ausnutzung eines moderaten Abwärtstrends und ebenso eines starken Aufwärtstrends der Dt. Post Aktie (9,35 EUR am 07.07.2009). Charttechnisch interessant: Die Barriere des Bonus Zertifikats, deren weitere Unversehrtheit unbedingt nötig ist, liegt mit 6,00 EUR deutlich unter dem historischen Tiefstkurs der Aktie vom März 2009 bei 6,60 EUR. 1. Bonus Zertifikat, WKN BN2HJ2, Bewertungstag 17.12.2010, Barriere 6,00 EUR, Bonuskurs 9,50 EUR, Kurs 9,47 EUR am 07.07.2009 2. Zu zwei Bonus Zertifikaten jeweils ein Mini Future Short, WKN BN2ZAW, Basispreis (am 07.07.2009) 21,5562 EUR, Stop Loss (am 07.07.2009) 20,4784 EUR, Kurs 12,23 EUR am 07.07.2009 Preis der Gesamtposition am 07.07.2009: 31,17 EUR 60%

50%

40%

30%

Barriere 6,00 EUR

Am Laufzeitende (Bewertungstag 17.12.2010) bei unverletzter Barriere:

Nur wer eine Verletzung dieser Barriere (liegt mit 6,00 EUR unterhalb des historischen Tiefstkurses der Aktie vom März 2009 bei 6,60 EUR) bis zum 17.12.2010 für vollkommen unwahrscheinlich hält, kauft die Kombinationsposition zur Ausnutzung einer relativ starken - aber im Falle der Abwärtsrichtung nicht extremen - Trendbewegung der Dt. Post Aktie. Denn die jeweils nur 0,5 Mini Futures Short pro Bonus Zertifikat könnten nach einem Barrierenbruch lediglich annähernd die Hälfte der Verluste des Bonus Zertifikats ausgleichen.

Gewinne der Gesamtposition entstehen in beiden Marktrichtungen. Für hohe Renditen ist eine starke Bewegung der Dt. Post Aktie erwünscht, allerdings im Abwärtstrend ohne Gefährdung der Barriere von 6,00 EUR. Bei positiver Marktentwicklung werden die Erträge auch schon während der Laufzeit ähnlich wie per Laufzeitende ausfallen. Auch im Abwärtsmarkt sind bei moderaten Aktienverlusten und kurzer Restlaufzeit Gewinne vor dem Bewertungstag möglich. Ein kräftigerer Rückschlag des Basiswertes wird die Gesamtposition während der Laufzeit jedoch in den Verlust drücken.

20%

Performance

dem automatisch ausfallenden Mini Future sollte auch das Bonus Zertifikat veräußert werden, um ein potenzielles Abschmelzen der bereits erzielten Erträge zu verhindern.

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

10%

0% 6,00

7,00

8,00

9,00 9,5010,00

11,00

12,00

13,00

14,00

15,00

16,00

17,00

18,00

19,00

Stand Deutsche Post Sollte die Dt. Post Aktie während der Laufzeit so extrem haussieren, dass der Stop Loss des Mini Futures erreicht wird (20,4784 EUR am 07.07.2009), ist auch das Bonus Zertifikat zu veräußern, um die Gefahr eines Abschmelzens der bereits erzielten, hohen Gewinne des Gesamtengagements auszuschließen.

-10%

-20% Dt. Post Aktie

Gesamtposition am Bewertungstag bei unverletzter Barriere -30%

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: BNP Paribas


07

Anlegen

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Inflationsschutz mit Erdöl-Antrieb Ein Investment, das wirksam gegen eine hohe Inflation schützt, sollte auch im Falle eines Ausbleibens drastischer Teuerungsraten nicht nur Mini-Renditen in Aussicht stellen. Die Furcht vor bald deutlich steigenden Inflationsraten ist weit verbreitet. Die Notenbanken haben die Geldschleusen geöffnet, und die Staatsschulden explodieren förmlich. Ein mulmiges Gefühl beim Blick auf das sauer verdiente Guthaben auf dem Bankkonto ist angesichts dessen allzu verständlich. Hier sind intelligente Lösungen gefragt. Kopflose Panikmache ist indes fehl am Platze. Die gestiegene Geldmenge führt nicht unmittelbar zu einer wachsenden Teuerung bei Gütern und Dienstleistungen. Zunächst muss die Wirtschaft wieder ans Laufen kommen, damit an steigende Preise überhaupt zu denken ist. Und so kann von Inflation derzeit keine Rede sein. Im Juni ist die Preissteigerung in der Eurozone sogar erstmals seit der Einführung des Euros mit -0,1 Prozent in den Bereich des Nullniveaus gesunken. In Deutschland erreichte die Inflation im Mai nach rund 22 Jahren einen Wert von 0,0 Prozent. Erst wenn die Rezession überwunden ist, dürfte es spannend werden. Ob es den Notenbanken dann gelingt, die aufgeblähte Geldmenge wieder einzudämmen, erscheint fraglich. Voraussichtlich wird man sich scheuen, ein zartes Konjunkturpflänzchen durch radikale Zinsanhebungen gleich wieder niederzutrampeln. Und abgesehen davon käme es den hoch verschuldeten Staaten wohl nicht ganz ungelegen, wenn die Schuldenberge durch eine relativ hohe Inflationsrate ein wenig abgetragen würden. Bei der Einleitung von Gegenmaßnahmen sollten Sparer allerdings nicht zu kurzfristig denken. Denn eine hohe Teuerung beispielsweise schon im kommenden Jahr ist unwahrscheinlich. Schutzmechanismen, die

Inflationsentwicklung und Erdölpreis - ein fast untrennbares Gespann.

sich im Laufe des Jahres 2011 und danach direkt auf die tatsächliche Inflationsrate stützen, könnten hingegen ihre Schlagkraft beweisen. Gleichzeitig darf trotz aller Skepsis auch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden, dass es den Notenbanken letztlich doch

gelingen wird, heftige Preissteigerungen im Zuge einer Genesung der Weltwirtschaft erfolgreich zu verhindern. Investments, deren Verzinsung sich ausschließlich an der Teuerungsrate, beispielsweise mit einem Verdopplungsmechanismus, orientiert, böten dann wiederum keine allzu erbaulichen Renditeaussichten.

17


Anlegen

Wie geht man also mit dieser relativ komplexen Ausgangslage um? Die Inflation & Öl Anleihe liefert eine intelligente Antwort.

7,00 Prozent sicherer Fix-Kupon nach einem Jahr Im Jahr 2010 dürfte die Inflationsrate wohl noch nicht auf ein erhebliches Niveau klettern. Die Inflation & Öl Anleihe sieht daher von jeglichen Erfolgsbedingungen nach dem ersten Laufzeitjahr vollständig ab. Stattdessen erhalten Investoren einen hohen FixKupon. Satte 7,00 Prozent des Nennwertes werden am 09.08.2010 als sicherer Kupon ausgeschüttet.

Jährliche Kupon-Chance ab August 2011: Inflationsrate plus 4,00 Prozent Zuschlag Wer sich nicht zu den absoluten Schwarzmalern zählt, wird eine Rückkehr der Wirtschaft auf den Wachstumspfad in näherer Zukunft erwarten. Die Inflationsraten könnten das aktuelle Nullniveau dann weit hinter sich lassen, wobei dieses Szenario grundsätzlich und hinsichtlich des Ausmaßes der Teuerung vom Geschick der Notenbanken bei der Inflationsbekämpfung abhängt. Weitgehend unstrittig erscheint währenddessen, dass der Rohölpreis von einer Konjunkturbelebung zumindest gegen einen deutlichen Rückgang gestützt werden dürfte. Immerhin kostet ein Fass des schwarzen Goldes auch jetzt schon wieder über 60,00 US-Dollar, obwohl die Rezessionstendenzen noch nicht überwunden sind. Um einerseits einen Inflationsschutz zu bieten und ebenfalls attraktive Renditen im

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Falle einer wirtschaftlichen Belebung ohne erhebliche Teuerungsraten in Aussicht zu stellen, betrachtet die Inflation & Öl Anleihe in den Jahren 2011 bis 2014 jeweils im August (03.08.2011, 03.08.2012, 05.08.2013, 04.08.2014) zwei Basiswerte: Zum einen ist der HICP Index Ex-Tobacco entscheidend. Dieser bildet die Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone ab. Die monatlich ermittelte, jährliche Inflationsrate der Eurozone ergibt sich aus der Wertentwicklung des HICP Index gegenüber dem Stand im entsprechenden Vorjahresmonat. Zum anderen arbeitet die Inflation & Öl Anleihe mit dem S&P GSCI Crude Oil Excess Return Index. Dieser Rohstoffindex orientiert sich an der Wertentwicklung der Future-Kontrakte der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) und ist folglich ein unmittelbarerer Repräsentant der Ölpreisentwicklung. Am 31.07.2009 wird der Schlusskurs des Index als Startkurs fixiert. 40,00 Prozent unterhalb dieses Niveaus (also bei 60,00 Prozent des Startkurses) wird die ausschließlich an den jährlichen Beobachtungstagen relevante Barriere angesetzt. Am 03.08.2011, 03.08.2012, 05.08.2013 und 04.08.2014 steht die entscheidende Frage an: Notiert der S&P GSCI Crude Oil Excess Return Index per Schlusskurs auf oder über der Barriere von 60,00 Prozent des Startkurses? Wenn diese Prüfung zu einer positiven Antwort führt, wird für das zurückliegende Laufzeitjahr ein Kupon bezogen auf den Nennwert in Höhe der jährlichen Inflationsrate (anhand des HICP Index ExTobacco) zuzüglich 4,00 Prozent je Anleihe ausgezahlt.

07

Sollte die Barriere hingegen am jeweiligen Beobachtungstag unterschritten sein, entfällt der Kupon für das zurückliegende Laufzeitjahr. Am nächsten Beobachtungstag besteht jedoch erneut die Aussicht auf einen Kupon in Höhe der jährlichen Inflationsrate mit dem 4,00-prozentigen Zuschlag.

Attraktive Renditen auch ohne emporschnellende Inflation Mit ihrem speziellen Mechanismus setzt die Inflation & Öl Anleihe zwar einerseits auf einen kräftigen Anstieg der jährlichen Teuerungsrate in der Eurozone. Wenn sich aber ein für alle Sparer glimpfliches Szenario mit einer Erholung der Wirtschaft, einer daraufhin zumindest relativ stabilen Ölpreisentwicklung, aber einer dennoch nicht außergewöhnlich stark anziehenden Inflation ergibt, haben Sie nicht auf das falsche Pferd gesetzt. Denn durch den festen Aufschlag von 4,00 Prozent auf die jährliche Teuerungsrate können Sie auch dann attraktive Kupons vereinnahmen.

Das Risiko Die Inflation & Öl Anleihe besitzt keinen vollständigen Kapitalschutz. Im denkbar schlechtesten Szenario würde die Inflationsrate zwar deutlich steigen. Entgegen aller üblichen Marktzusammenhänge würde der Ölpreis jedoch drastisch zurückfallen, sodass der S&P GSCI Crude Oil Excess Return Index unter Umständen sogar an allen Beobachtungstagen die Barriere von 60,00 Prozent des Startkurses vom 31.07.2009 unterschreitet. Dann erhielte der Anleger lediglich den 7,00-prozentigen Fix-Kupon nach dem ersten Laufzeitjahr.


07

Anlegen

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Und nach einem Ausfall aller übrigen Kuponzahlungen aufgrund einer Barrierenunterschreitung an wirklich jedem Beobachtungstag würde die Rückzahlung des Nennwertes am Laufzeitende auch noch um die negative prozentuale Wertentwicklung des S&P GSCI Crude Oil Excess

Return Index gegenüber dem Startkurs reduziert. Daraus folgt: Der Erwerb der Inflation & Öl Anleihe ist ausschließlich zielführend, wenn Sie eindeutig eine Überwindung der wirtschaftlichen Rezession im Laufe der kom-

menden fünf Jahre erwarten und einen Anstieg der Inflationsrate für wahrscheinlich halten. Auf Basis dieser Erwartungshaltung ist der für den vollen Investmenterfolg relevante Risikopuffer von 40,00 Prozent für den S&P GSCI Crude Oil Excess Return Index zweifellos komfortabel bemessen.

Funktionsweise der Inflation & Ö l Anleihe

Festlegung des Startkurses (Schlusskurs des S&P GSCI Crude Oil ER Index am 31.07.2009)

1. Beobachtungstag 03.08.2010 keine Prüfungen

Fix-Kupon 7,00 Prozent

ja 2. Beobachtungstag 03.08.2011

nein ja 3. Beobachtungstag 03.08.2012

ja

Kupon: jährliche Inflationsrate + 4,00 Prozent

kein Kupon Kupon: jährliche Inflationsrate + 4,00 Prozent

S&P GSCI Crude Oil ER Index >= 60,00 Prozent des Startkurses? nein ja

5. Beobachtungstag 04.08.2014

kein Kupon

S&P GSCI Crude Oil ER Index >= 60,00 Prozent des Startkurses? nein

4. Beobachtungstag 05.08.2013

Kupon: jährliche Inflationsrate + 4,00 Prozent

S&P GSCI Crude Oil ER Index >= 60,00 Prozent des Startkurses?

S&P GSCI Crude Oil ER Index >= 60,00 Prozent des Startkurses? nein

kein Kupon Kupon: jährliche Inflationsrate + 4,00 Prozent und Nennwertrückzahlung 100,00 Prozent kein Kupon und Nennwertrückzahlung reduziert um proz. Wertentw. des S&P GSCI Crude Oil ER Index ggü. Startkurs

Quelle: BNP Paribas

19


Anlegen

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Garantie-Investments selbst konstruieren Abgesicherte Positionen mit attraktiven Renditechancen durch die Kombination von Discountern und Puts – unsere aktuellen Beispielinvestments. Die Standardwerte-Indizes haben im Juni erste Korrekturtendenzen gezeigt. Ein erneuter Aufwärtsschub ist zwar denkbar; Ungesicherte Long-Positionen bergen jedoch ein erhebliches Risiko. Der kombinierte Einsatz von Discount Zertifikaten und Put-Optionsscheinen bietet angesichts dessen eine sinnvolle Alternative.

Abbildung 1: Basiswert DAX: Chance/Risiko-Profile der beiden Beispielinvestments am Laufzeitende im Vergleich 20 %

max. Rendite p.a. 17,04 %

15 % 10 %

max. Rendite p.a. 7,77 %

Performance

5%

Ebenso wie der DAX (siehe Seite 23) ist auch der EURO STOXX 50 Kursindex Anfang Juni an der Abwärtstrendlinie seit Januar 2008 abgeprallt. Auf ähnlichem Niveau verläuft derzeit der gleitende Durchschnitt über 200 Tage, dessen nachhaltige Überwindung ebenso wenig gelang. Nun müsste sich das europäische Standardwerte-Barometer an der Unterstützungszone zwischen circa 2.320 und 2.350 Punkten behaupten, damit der kurzfristige Ausblick weiterhin positiv bleiben kann.

0% 3.500 -5 % -10 %

DAX-Stand am 18.06.2010 3.700

4.100

3.900

4.300

4.500

4.700

4.900

5.100

5.300

5.500

min. Rendite p.a. -6,65 %

min. Rendite p.a. -6,92 %

-15 % -20 % -25 % DAX

Kombination 1

Kombination 2

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: BNP Paribas

1. DAX: Absicherung + Chance auf hohe Rendite im moderat steigenden Markt

2. DAX: Absicherung + Chance auf hohe Rendite im Abwärtsmarkt

Stand der Daten: 23.06.2009, DAX: 4.690 Punkte Laufzeit: 18.06.2010 Minimale Rendite: -6,83 % bzw. -6,92 % p.a. Maximale Rendite: 7,66 % bzw. 7,77 % p.a. (wird erzielt, wenn der DAX am Laufzeitende auf oder über 5.200 Punkten notiert)

Stand der Daten: 23.06.2009, DAX: 4.690 Punkte Laufzeit: 18.06.2010 Minimale Rendite: -6,57 % bzw. -6,65 % p.a. Maximale Rendite: 16,79 % bzw. 17,04 % p.a. (wird erzielt, wenn der DAX am Laufzeitende auf oder unter 3.600 Punkten notiert)

Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount Zertifikat mit Cap 5.200 Punkte (WKN BN2SN5) und Put-Optionsschein mit Basispreis 4.500 Punkte (WKN BN2E6E) in gleicher Anzahl

Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount Zertifikat mit Cap 3.600 Punkte (WKN BN2SNZ) und Put-Optionsschein mit Basispreis 4.500 Punkte (WKN BN2E6E) in gleicher Anzahl

Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 23.06.2009): 48,30 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 45,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei DAX >= 5.200 Punkte): 52,00 EUR

Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 23.06.2009): 38,53 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 36,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei DAX <= 3.600 Punkte): 45,00 EUR

20

07


Anlegen

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Wer ein Wiedererstarken der Nachfrageseite und demzufolge einen neuen Hausse-Impuls erwartet, könnte sich vortrefflich in der unten präsentierten Discounter-Put-Kombination mit einem Cap bei 2.600 Punkten positionieren. Der 2.200er Put und das 2.600er Discount Zertifikat kosteten am 23.06.2009 mit einem Gesamtpreis von 23,74 Euro (Bezugsverhältnis 0,01) nur unwesentlich mehr als der Index selbst (2.350 Punkte). Die Performancekurve (siehe Abbildung 2) am Bewertungstag, dem 18.06.2010, ist somit in der Spanne zwischen 2.200 und 2.600 Zählern nahezu deckungsgleich mit der des Index. Die Chance auf eine Rendite von bis zu 9,52 Prozent (9,66 Prozent p.a.) steht einem maximalen Verlustrisiko von 7,33 Prozent (7,43 Prozent p.a.) am 18.06.2010 gegenüber.

Abbildung 2: Basiswert EURO STOXX 50: Chance/Risiko-Profile der beiden Beispielinvestments am Laufzeitende im Vergleich 25 % 20 %

max. Rendite p.a. 20,39 %

15 % max. Rendite p.a. 9,66 %

10 % 5% Performance

07

0% 1.500 -5 %

-10 %

EURO STOXX 50-Stand am 18.06.2010 1.600

1.700

1.800

1.900

2.000

2.100

min. Rendite p.a. -7,43 %

2.200

2.300

2.400

2.500

2.600

2.700

2.800

min. Rendite p.a. -7,30 %

-15 % -20 % -25 % -30 % -35 % EURO STOXX 50

Kombination 1

Kombination 2

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: BNP Paribas

1. EURO STOXX 50: Absicherung + Chance auf hohe Rendite im moderat steigenden Markt

2. EURO STOXX 50: Absicherung + Chance auf hohe Rendite im Abwärtsmarkt

Stand der Daten: 23.06.2009, EURO STOXX 50: 2.350 Punkte Laufzeit: 18.06.2010 Minimale Rendite: -7,33 % bzw. -7,43 % p.a. Maximale Rendite: 9,52 % bzw. 9,66 % p.a. (wird erzielt, wenn der EURO STOXX 50 am Laufzeitende auf oder über 2.600 Punkten notiert)

Stand der Daten: 23.06.2009, EURO STOXX 50: 2.350 Punkte Laufzeit: 18.06.2010 Minimale Rendite: -7,21 % bzw. -7,30 % p.a. Maximale Rendite: 20,09 % bzw. 20,39 % p.a. (wird erzielt, wenn der EURO STOXX 50 am Laufzeitende auf oder unter 1.700 Punkten notiert)

Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount Zertifikat mit Cap 2.600 Punkte (WKN BN1C7T) und Put-Optionsschein mit Basispreis 2.200 Punkte (WKN BN294A) in gleicher Anzahl

Hierfür zu kombinierende Produkte: Discount Zertifikat mit Cap 1.700 Punkte (WKN BN3LX0) und Put-Optionsschein mit Basispreis 2.200 Punkte (WKN BN294A) in gleicher Anzahl

Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 23.06.2009): 23,74 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 22,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei EURO STOXX 50 >= 2.600 Punkte): 26,00 EUR

Aktueller Preis der Produktkombination (Stand 23.06.2009): 18,32 EUR Minimaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende: 17,00 EUR Maximaler Wert der Produktkombination am Laufzeitende (bei EURO STOXX 50 <= 1.700 Punkte): 22,00 EUR

21


Anlegen

Der große Vorteil der Produktkombination: Sollte der EURO STOXX 50 zwischenzeitlich einbrechen, muss sich der Investor keinerlei Sorgen machen. Die Verlustgefahren bleiben eindeutig begrenzt, sodass man ohne schlaflose Nächte eine mögliche Aufwärtsbewegung des Basiswertes auf Sicht von knapp einem Jahr abwarten kann. Unsere fortlaufende Beobachtung von Kombinationspositionen auf den DAX brachte im Juni keinerlei neue Erkenntnisse. Die Performancekurve ist seit dem letzten Kassensturz am 22.05.2009 um kaum spürbare 0,07 Prozentpunkte gesunken.

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Abbildung 3: DAX seit 1976 mit einer exemplarischen, mittel- bis langfristigen Indikatoranalyse zur Erkennung vermeintlicher Auf- und Abwärtstrends

8000 7000 6000 5000

8000 7000 6000 4839,46

4000

4000

3000 2500

4918,45 2500

2000

2000

1500

1500

1000

1000

3000

500

500 Short Long 77 78

Aufwärtschancen mit Einzelwerten E.ON machte zuletzt durch die geplante Beteiligung an einem Konsortium auf sich aufmerksam, das im großen Stil Solarstrom in der Sahara produzieren möchte und damit schon in zehn Jahren deutsche Verbraucher beliefern will. Positiv werteten die Börsianer zuletzt auch die Aussicht auf einen Verkauf der Stadtwerkeholding Thüga. Die E.ON Aktie kämpft derzeit mit einem Widerstand bei circa 26,00 Euro. Knapp darüber verläuft momentan der gleitende Durchschnitt über 200 Tage. Eine kurzfristige Unterstützungslinie findet sich bei etwa 24,00 Euro. Wer auf Sicht bis zum 18.12.2009 einen positiven Trend der E.ON Aktie erwartet, könnte das Discount Zertifikat mit 30er Cap (WKN BN2CA1, Kurs 24,84 Euro am 24.06.2009) und dazu jeweils zehn Put-Optionsscheine mit 24er Basispreis erwerben (WKN BN2MQ7, Kurs 0,19 Euro am 24.06.2009). Bei einem Aktienkurs von 26,13 Euro am 24.06.2009 war die Kombinationsposition nur wenig teurer (26,74 Euro). Falls sich die Anteilsscheine von E.ON als Rohrkrepierer erweisen und am 18.12.2009 auf oder unter 24,00 Euro notieren, wird die Kombinationsposition zum minimal möglichen Wert von 24,00 Euro getilgt. Daraus ergäbe sich ein Verlust von 10,25 Prozent. Der maximal mögliche Gewinn wird eingefahren, wenn der Basiswert bis kurz vor Weihnachten auf oder über 30,00 Euro anzieht. Die Auszahlung des Cap-Preises pro Discount Zertifikat führt dann zu einem Gewinn von 12,19 Prozent (26,77 Prozent p.a.).

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Short 79 80

L S Long 81 82 83

84

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86

S 87

S Long 88 89

90

S Long S Long S Long 91 92 93 94 95 96

97

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Long Short L S Long 99 00 01 02 03 04

05

06

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Short 08 09

Quelle Daten: Lenz + Partner AG, Chartsoftware: Investox

Abbildung 4: Fortlaufende Positionsbeobachtung (31.08.2007 bis 24.06.2009) von Discount + Put-Kombinationen mit Umschichtungen gemäß Trendanalyse aus Abb. 3

124 % DAX 118 %

3

Discount + Put Strategie

4

112 % 106 % 100 % 1

2

94 % 88 % 82 % 76 % 70 %

1 Startposition “Long” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 09-2007 64 %

WKN BN4YDD (8.400er Discount) + WKN BN7VF3 (7.700er Put)

2 Umschichtung in Position “Short” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 02-2008 58 % 52 %

WKN BN0K8D (5.600er Discount) + WKN BN2DMC (6.800er Put)

3 Umschichtung in neue Position “Short” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 02-2009 WKN BN0K7Z (4.200er Discount) + WKN BN7ZMX (4.500er Put)

4 Umschichtung in Position “Long” aus WARRANTS UND ZERTIFIKATE 05-2009 WKN BN7CQP (4.900er Discount) + WKN BN1H8R (4.400er Put) 46 % 31.08.2007 01.12.2007 01.03.2008 01.06.2008 01.09.2008 01.12.2008 01.03.2009 01.06.2009 Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Quelle: Lenz + Partner AG und eigene Berechnung BNP Paribas


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Anlegen

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Discount, Bonus und weitere Investment-Highs Tragfähige Unterstützungszone?

Auch im Juni folgte der DAX punktgenau der charttechnischen Analyse. Am 02.06.2009 stieß der Index an die Abwärtstrendlinie seit Januar 2008, hangelte sich ein paar Tage an dieser talwärts geneigten Geraden entlang und fiel schließlich deutlicher zurück. Nun steht die Unterstützungszone im Bereich von 4.700 bis 4.830 Zählern auf dem Prüfstand. Die Bedeutung der psychologisch relevanten Marke von 5.000 Punkten hat zuletzt merk-

lich abgenommen. An den ersten Juni-Tagen gelang der Sprung über dieses Niveau ohne Probleme. Daraufhin sank die Kaufbereitschaft der Börsianer allerdings rapide. Verwunderlich war das nicht. Schließlich bremste zum einen der Höchstkurs vom 06.01.2009 bei 5.111 Zählern als Widerstand. Und vor allem bildete die Abwärtstrendlinie seit Januar 2008 eine mächtige Hürde. Am 02.06.2009 wies diese sinkende Gerade ein Niveau von knapp 5.200 Punkten auf und hinderte den DAX an weiteren Kursgewinnen.

DAX und VDAX-New Januar 2007 bis 24.06.2009 8000 7500 7000 6500 6000

DE: DAX, GD

8000 7500 7000 6500 6000

5500

5500

5000

5000

4500

4500

4000

4000

3500 80 60 40 20

VDAX-New 30,37 am 24.06.09

Close von DE: VDAX-NEW

'07 Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez '08 Feb Mrz Apr Mai Jun Jul

3500 80 60 40 20

Aug Sep Okt Nov Dez '09 Feb Mrz Apr Mai Jun

Quelle Daten: Lenz + Partner AG, Chartsoftware: Investox

Aktuelle Volatilitäts-Spitzenreiter unter den von BNP Paribas abgedeckten Basiswerten (Stand 03.07.2009) ARCANDOR HYPO REAL ESTATE VOLKSWAGEN INFINEON PORSCHE VZ TUI FREENET SOLARWORLD SWISS RE COMMERZBANK AIXTRON DEUTSCHE POSTBANK SALZGITTER DEUTSCHE BANK UBS DEUTSCHE BÖRSE LANXESS HOCHTIEF CREDIT SUISSE THYSSEN KRUPP

0%

20%

40%

60%

80%

100%

120%

140%

160%

180%

200%

Auch die Ausbruchsversuche an den Folgetagen blieben erfolglos. Mittlerweile (24.06.2009) ist die Abwärtstrendlinie auf rund 5.100 Punkte gesunken. Demnächst wird sie mit der runden 5.000er-Marke zusammenfallen. Die nächste markante Widerstandszone für den deutschen Leitindex wartet bereits im Bereich von 5.300 bis 5.380 Zählern. Vermutlich wird ein wirklich starker Aufwärtsschub erst gelingen, wenn die Marktteilnehmer auch ein Überwinden dieser Barriere für möglich halten. Die Zielmarken lägen dann in der Region von 5.500 Punkten und mehr. Von einem solchen Erfolgsszenario sind wir allerdings noch deutlich entfernt. Aktuell ist eher eine Konsolidierung wahrscheinlich, wenn der Markt nicht sehr bald etwa durch überraschend positive Nachrichten aus der Wirtschaft einen Hausse-Impuls erhält. Auch die saisonale Einordnung spricht tendenziell für eine Verschnaufpause, da die Nachfrageseite in den Sommermonaten nicht selten recht schwach ausgeprägt ist. Durchaus wichtig erscheint hierbei die Frage, ob der DAX die Unterstützungszone zwischen circa 4.700 und 4.830 Punkten behaupten kann. Derzeit (24.06.2009) bewegen sich die Notierungen exakt in diesem Bereich. Gelingt die Stabilisierung, so darf man auf einen Aufwärtsschub hoffen. Ansonsten ist mit nachgebenden Kursen zu rechnen. Dann tritt zunächst die Unterstützung um 4.450 Punkte in den Fokus. Darunter findet sich die nächste charttechnische Stabilisierungslinie bei knapp 4.200 Zählern. Primär entscheidend bleibt jedoch nach wie vor, dass der DAX nicht unter 4.000 oder gar unter 3.600 Punkte abtaucht, damit das Szenario der mittelfristigen Stabilisierung seine Gültigkeit behält.

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Anlegen

Deutsche Bank – stark dank Investmentbanking Kreditbürgschaften, Rettungsschirme oder Kapitalbeteiligungen - während Vertreter aus Automobilbau, Einzelhandel und Co. beim Kanzleramt vielfach vergeblich um Staatshilfen buhlen, ist die Liste der Hilfsmaßnahmen für angeschlagene Kredithäuser lang. Die Gefahr weiterer Schreckensmeldungen aus der Bankenlandschaft dürfte allerdings trotz der schützenden Regierungshand noch nicht vollständig gebannt sein. Zumindest die Anteilsscheine der Finanzinstitute scheinen aber ihr Dasein als Prügelknaben der Börsianer allmählich überwunden zu haben. Mutige Investoren konnten in diesem Jahr mit Bank-Titeln bereits stattliche Gewinne einfahren. Die Deutsche Bank ist mit einem

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Kursplus von knapp 50,00 Prozent seit Jahresbeginn ein absoluter Top-Performer im DAX. Auch fundamental konnte das größte deutsche Kredithaus im ersten Quartal überzeugen. Mit einem Umsatzplus von 56 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro und einem Überschuss vor Steuern von 1,8 Mrd. Euro meldete sich die Bank nach einem desaströsen vierten Quartal 2008 eindrucksvoll in der Gewinnzone zurück. Da die Privatkundenbetreuung und Vermögensverwaltung in Deutschland allerdings kaum noch signifikante Wachstumsraten versprechen, setzt das Institut als Zugpferd einmal mehr auf sein traditionell florierendes Kapitalmarkt- und Beratungsgeschäft. In den ersten drei Monaten 2009 legte das Investmentbanking immerhin um satte 3,4 Mrd. Euro zu und steuerte insgesamt 4,9 Mrd. Euro zu den positiven Geschäftszahlen der

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Deutschen Bank bei. Für das zweite Quartal schlagen Analysten nach dem fulminanten Jahresbeginn ebenfalls optimistische Töne an. Auch Vorstandschef Josef Ackermann bestätigt den robusten Geschäftsverlauf, hält sich jedoch mit Prognosen aufgrund der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen bedeckt.

Die charttechnische Situation Günstigere Einstiegskurse als am 21.01.2009 dürften Anleger wohl so bald nicht mehr sehen. Ausgehend von ihrem Tief bei 15,38 Euro konnte sich die Deutsche Bank Aktie zwischenzeitlich mehr als verdreifachen. Mittlerweile hat die Aufwärtsbewegung allerdings deutlich an Schwung verloren. Legt der Titel im weiteren Verlauf den Rückwärtsgang ein, könnte die Unterstützungslinie bei knapp 33,00 Euro möglicherweise Halt bieten.

Anregungen für Ihre Watchlist AroonUp, AroonDown 50

50 RSI

60 40 20

60 40 20 90 80 70

Dt.Bank NA, Mai 2008 bis 24.06.2009 mit gleitenden Durchschnitten über 30, 90 und 200 Tage

90 80 70

60

60

50

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40

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30

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20

5 12 19 26 2 9 16 23 30 7 14 21 28 4 11 18 25 1 8 15 22 29 6 13 20 27 3 10 17 24 1 8 15 22 5 12 19 26 2 9 16 23 2 9 16 23 30 6 1420 274 11 1825 1 8 15 22 Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan 2009 Feb Mrz Apr Mai Jun

Quelle Daten: Lenz + Partner AG, Chartsoftware: Investox

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Trotz der vielversprechenden Geschäftsaussichten warnt die Gefahr weiterer Schreckensmeldungen aus der Bankenbranche vor dem direkten Einstieg in die Deutsche Bank Aktie. Bei Zertifikaten mit erheblichem Risikopuffer könnte die Kaufentscheidung hingegen leichter fallen.

1. Bonus-Chance und Risikopuffer Mit der WKN BN3KL9 sichern sich Anleger die volle Partizipation an möglichen Kurssteigerungen der Deutsche Bank Aktie. Im Vergleich zum Direktinvestment macht der Blick ins Depot allerdings auch dann Freude, wenn die erhoffte Kursrallye ausbleibt. Annualisierte 20,89 Prozent Ertrag produziert das Produkt selbst dann, wenn sich der zugrunde liegende Titel eine leichte Verschnaufpause gönnt. Wer der technischen Unterstützungszone bei knapp 33,00 Euro volles Vertrauen schenkt, dürfte bei dem Bonus-Papier kaum schlaflose Nächte haben. Denn die für den Bonus-


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Anlegen

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

mechanismus entscheidende Barriere notiert mit 30,00 Euro noch einmal gut 9,00 Prozent unter der unterstützenden Chartmarke. Wird die Sicherheitsschwelle bis zum Bewertungstag am 18.06.2010 weder berührt noch unterschritten, steht dem Erhalt der Bonuszahlung nichts im Weg. Erweist sich der Sicherheitspuffer von aktuell knapp 30,00 Prozent (Stand 24.06.2009) hingegen als zu gering, droht ein Verlust, da der Zertifikatswert dann am Bewertungstag dem Aktienkurs entspricht.

2. Volle Gelassenheit bei leichten Rücksetzern Geht die Erwartung steigender Kurse der Deutsche Bank Aktie nicht auf, besteht für Besitzer der WKN BN21Y1 kein Grund zur Unruhe. Selbst einem Kurseinbruch des Basiswertes bis auf 32,00 Euro am 18.12.2009 können die Discount-Käufer ganz gelassen entgegensehen, da hier der Höchstkurs (Cap) angesetzt ist Die maximale Renditeausbeute gerät erst in Gefahr, wenn die Aktie am

Metro – gute Karten auch in Krisenzeiten Dass in der aktuellen Wirtschaftskrise eine Hiobsbotschaft nach der anderen über die Ticker jagt, ist für die meisten Börsianer schon fast zur Gewohnheit geworden. Die Negativnachrichten lassen dabei kaum eine Branche aus. Bisher glimpflich kam vor allem der Einzelhandel davon. Im Kreise einer TV-Talkshow gab jüngst auch Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick zähneknirschend zu, dass die Ursachen der Karstadt-Insolvenz weder in der Finanzkrise noch im Konjunktureinbruch zu finden seien. Vielmehr hätten die oft zitierten Managementfehler den Weg in die Sackgasse geebnet. Aber was des einen Leid, ist ja be-

Bewertungstag mehr als 24,92 Prozent unter ihrem aktuellen Niveau von 42,62 Euro (Stand 24.06.2009) steht. Maximal 7,85 Prozent (16,20 Prozent p.a.) spielt das Investment im Erfolgsfall bereits nach weniger als sechs Monaten ein. Verlustsorgen sind erst von Bedeutung, wenn sich die Aktie am 18.12.2009

nicht über dem Einstiegspreis des Zertifikats (26,69 Euro am 24.06.2009) behaupten kann. Im Vergleich zum Direktinvestment fallen mögliche Einbußen beim Discounter aber stets geringer aus, da der beim Kauf vereinnahmte Rabatt dem Anleger uneingeschränkt zugute kommt.

Bonus Zertifikat WKN BN3KL9

ISIN DE000BN3KL97

Bonuskurs 55,00 EUR

Barriere 30,00 EUR

Bezugsverhältnis 1,00

Geld 45,56

Brief 45,66

Bonusrendite 20,53 %

Bonusrendite p.a. 20,89 %

Bewertungstag 18.06.2010

Discount Zertifikat WKN BN21Y1

ISIN DE000BN21Y17

Höchstkurs (Cap) 32,00 EUR

Bezugsverhältnis 1,00

Outperf.-Pkt. 46,32

Geld 29,62

Brief 29,69

Maximalrendite 7,85 %

Maximalrendite p.a. 16,20 %

Bewertungstag 18.12.2009

Capped Bonus Zertifikat WKN BN26L9

ISIN DE000BN26L90

Bonuskurs 38,00 EUR

Barriere 18,00 EUR

Höchstkurs 38,00 EUR

Geld 34,51

Brief 34,61

Bonusrendite 9,80 %

Bonusrendite p.a. 10,24 %

Bewertungstag 18.06.2010

kanntlich des anderen Freud. Und so liegt bereits der Handelsriese Metro auf der Lauer, um sich als Profiteur der Krise in Szene zu setzen. Gleich 60 der 90 Karstadt-Filialen will sich der Mischkonzern zum Schnäppchenpreis aus der Insolvenzmasse des ehemaligen Warenhauskonkurrenten einverleiben. Zusammen mit den bereits vorhandenen Einzelhandelsmar-

Bezugsverhältnis 1,00

ken Saturn, Media Markt, Real und Galeria Kaufhof könnten shoppingfreudige Konsumenten dann nur noch schwer an den Einkaufstempeln des Düsseldorfer Unternehmens vorbeisteuern. Mit den Geschäftszahlen für das erste Quartal konnte Metro hingegen weniger punkten. So spülten die Kunden in den ersten drei

25


Anlegen

07

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Monaten rund 15,2 Mrd. Euro und damit knapp 2,5 Prozent weniger in die Unternehmenskasse als im Vorjahreszeitraum. Auch beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) musste durch negative Währungseinflüsse ein Rückgang von 22,6 Prozent auf 3,77 Mrd. Euro verkraftet werden. Positiven Beifall erntete die Konzernleitung von den Analysten dennoch. Denn mit dem verlockend klingenden Effizienzprogramm „Shape 2012“ will Metro kräftig auf die Kostenbremse treten und in den nächsten drei Jahren bis zu 1,5 Mrd. Euro einsparen.

AroonUp, AroonDown

50

50 RSI

60 40 20

60 40 20 60 55 50

METRO ST, Mai 2008 bis 24.06.2009 mit gleitenden Durchschnitten über 30, 90 und 200 Tage

60 55 50

45

45

40

40

35

35

30

30

Die charttechnische Situation

25

25

Im Laufe der letzten Monate erwies sich vor allem die Marke von 20,00 Euro als wichtige Unterstützung für die Metro Aktie. Im Oktober 2008 hatte sich der Kurs mit 16,74 Euro noch dem letzten Baisse-Tief von Ende 2002 und Anfang 2003 bei rund 15,00 Euro angenähert. Spätestens in diesem Bereich könnte die Aktie im Falle eines Sturzflugs Halt finden. Vorerst steht aber die 20er-Unterstützung im Fokus, sodass dieses Kursniveau auch bei der Parameterauswahl von Zertifikaten als Richtschnur dienen kann.

20

20

Anregungen für Ihre Watchlist Unabhängig von einer möglichen KarstadtÜbernahme scheint der Metro-Konzern für einen möglichen Konjunkturaufschwung gut gerüstet zu sein. Auch die geringe Inflation könnte dem Konsumriesen in die Hände spielen. Risikofrei bleibt der Einstieg in die Metro Aktie indes nicht. Mit risikogepufferten Zertifikaten lassen sich die Verlustgefahren allerdings deutlich verringern, ohne auf lukrative Renditen verzichten zu müssen.

5 1219262 9 1623 307 1421 284 11 18 251 8 1522296 1320273 10 1724 1 8 1522 5 1219 262 9 16 232 9 16 23306 1420274 11 18251 8 15 22 Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan 2009 Feb Mrz Apr Mai Jun

Quelle Daten: Lenz + Partner AG, Chartsoftware: Investox

1. Satter Puffer mit Extra-Bonus bei schwächelnden Kursen Bei Capped Bonus Zertifikaten akzeptiert der Anleger bewusst eine Begrenzung der Kursgewinne. Dafür erhält er eine besonders reizvolle Kombination aus Risikopuffer und Bonusrendite. Verliert der Basiswert leicht an Wert oder dümpelt bis zum Laufzeitende vor sich hin, beschert die gedeckelte Produktvariante dem Zertifikatebesitzer in der Regel den größeren Ertrag als ein klassisches Bonus Zertifikat. Das Papier mit der WKN BN26L9 offeriert nach knapp einjähriger Restlaufzeit eine Bonusrendite von 10,24 Prozent p.a. Die Barriere von 18,00 Euro liegt sogar noch unter der charttechnischen Unterstützungsmarke von 20,00 Euro. Ausgehend vom Metro-Kurs am 24.06.2009 bei 36,00 Euro

Discount Zertifikat WKN ISIN BN2CDG DE000BN2CDG4

Höchstkurs (Cap) 26,00 EUR

Bezugsverhältnis 1,00

Outperf.-Pkt. 37,25

Geld 24,87

Maximalrendite 4,12 %

Maximalrendite p.a. 8,51 %

Bewertungstag 18.12.2009

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Brief 24,97

liegt der Risikopuffer bis zur Barriere bei nervenschonenden 50,00 Prozent. Bleibt die Sicherheitsschwelle bis zum Bewertungstag am 18.06.2010 unberührt, ist die Bonusrendite in trockenen Tüchern.

2. Einstiegskurse nach Maß mit einem Discount Zertifikat Besonders niedrige Einstiegsniveaus im Vergleich zum Aktienkurs können Anleger mit einem Discount Zertifikat realisieren. Für die WKN BN2CDG waren bei einem Basiswertstand von 36,00 Euro am 24.06.2009 lediglich 24,97 Euro zu zahlen. Wird die Metro Aktie auf Sicht von sechs Monaten immer noch auf dem aktuellen Niveau gehandelt oder rutscht zumindest am Bewertungstag (18.12.2009) nicht unter den Cap von 26,00 Euro, wird die Maximalrendite des Discounters eingestrichen. Allzu hoch sollten die Erwartungen allerdings nicht gesteckt werden. Respektable 4,12 Prozent, mithin 8,51 Prozent p.a., lassen sich bei der kurzen Restlaufzeit mit stark vermindertem Verlustrisiko im Vergleich zum Aktieninvestment aber im Idealfall immerhin einspielen.


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Rohstoffe

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Ölmarkt: Fundamentale Anomalien Die Entwicklung des Ölpreises zieht derzeit wieder viel Aufmerksamkeit auf sich. Das verwundert wenig, schließlich haben sich die Notierungen für WTI im laufenden Jahr annähernd verdoppelt. Ob die deutliche Preiserholung nachhaltig sein wird, hängt nicht zuletzt auch von der Entwicklung der Fundamentaldaten ab. Im Zuge der starken Preisschwankungen der vergangenen beiden Jahre wurde immer wieder darauf verwiesen, dass die Entwicklung sich nicht mehr durch die fundamentalen Gegebenheiten erklären lasse. Dadurch konnte bei manchen Anlegern der Eindruck entstehen, diese seien nur noch von untergeordneter Bedeutung. Grundsätzlich sollte aber nicht vergessen werden, dass die vorherrschenden Marktbedingungen in diesem Zeitraum nicht als gewöhnlich bezeichnet werden können. Nachdem sich gegenwärtig die Zeichen für eine Normalisierung des Geschehens auf den Finanzmärkten verdichten, sollten nun auch auf dem Ölmarkt die Fundamentaldaten wieder stärker in den Vordergrund treten. Wenn die Rede von Fundamentaldaten ist, handelt es sich dabei um eine Vielzahl von Faktoren, die das Marktgleichgewicht beeinflussen. Im Gegensatz zu „weichen“ Daten wie beispielsweise der Psychologie beziehungsweise des Sentiments lassen sich diese in der Regel besser quantifizieren, also durch Zahlen abbilden. Deshalb werden sie landläufig auch als „harte“ Daten bezeichnet. Welche Faktoren dabei einbezogen werden, hängt auch von der Sichtweise des jeweiligen Betrachters ab. Allgemein lässt sich jedoch eine Reihe von Konstanten identifizieren, die den Rahmen des Preisbildungsprozesses abstecken. Wenig überraschender Ausgangspunkt der Betrachtung sind zunächst immer das Angebot und die Nachfrage. Diese kön-

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Immer schön im Fluss halten!

nen als Ausdruck der vielen vor- und nachgelagerten preisbeeinflussenden Faktoren verstanden werden. Bei vorgelagerten Faktoren handelt es sich um Gegebenheiten, die zum Zeitpunkt der Betrachtung bereits Bestand haben. Dabei sind zunächst die Produktionskosten zu nennen, aber auch die Lagerbestände sowie die relevanten Wechselkurse und das Zinsniveau. Neben diesen Punkten müssen auch die Saisonalität als Ausdruck typischer Verbrauchsmuster sowie generell die Volatilität als Gradmesser der Marktverfassung einbezogen werden. Als nachgelagerte Faktoren lassen sich die marktspezifischen Gegebenheiten bezeichnen, die nur auf den betrachteten Markt zutreffen. Von großer Bedeutung sind dabei die Anzahl und der Organisationsgrad der Anbieter (z.B. OPEC), aber auch der Nachfrager (z.B. IEA). Ein wichtiger Punkt ist auch die Preiselastizität des Angebots und der Nachfrage, sie bezeichnet die Reaktionsfähigkeit beider Seiten auf Preisveränderungen. Daneben stellt sich auch die Frage, ob ein Rohstoff praktisch substituierbar, also durch

einen anderen Rohstoff mit ähnlichen oder gleichen Eigenschaften ersetzbar ist. Selbstverständlich reicht es nicht, nur diese Punkte abzuhaken, um eine qualifizierte fundamentale Analyse des Ölmarktes zu erstellen. Dennoch ist es auf diese Weise möglich, sich den Marktgegebenheiten auf vergleichsweise einfache und realistische Art und Weise anzunähern. Es geht wohlgemerkt nicht darum, zur „Wahrheit“ zu gelangen, sondern lediglich zu einem differenzierten Bild, das die eigene Entscheidungsfindung unterstützen soll. Da eine umfassende Analyse des Ölmarktes an dieser Stelle zu weit führen würde, soll das Augenmerk im weiteren Verlauf nur auf aktuelle Auffälligkeiten am Markt gerichtet werden. Das Auftreten von Anomalien kann unter Umständen ein bedeutender Indikator für die zukünftige Marktentwicklung sein. Von einer Anomalie kann gesprochen werden, wenn Fundamentaldaten und Marktverhalten sich nicht gleichläufig entwickeln. Das momentan wohl augenfälligste Beispiel dafür ist die Entwicklung der Öllagerbestände. Normalerweise besteht eine inverse Beziehung zwi-


07

Rohstoffe

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

schen den Lagerbeständen und der Entwicklung des Ölpreises. Ein Ansteigen der Lagerbestände sollte also zu sinkenden Preisen führen, ein Sinken der Bestände zu steigenden Preisen. Obwohl die Bestände sich weiterhin auf nahezu historisch hohen Niveaus bewegen, stieg der Ölpreis aber zwischen Februar und Mai 2009 dennoch deutlich an. Mittlerweile reichen die Lagerbestände der OECD, um ihren Bedarf für 96 Tage zu decken. Das ist der höchste Wert seit Mitte der 90er Jahre. Diese offensichtliche Anomalie bewegt einige Marktteilnehmer dazu, an der Nachhaltigkeit der Rallye zu zweifeln. Sie verweisen auf den Umstand, dass ähnliche Entwicklungen zwar in der Vergangenheit bereits beobachtet wurden, diese aber für gewöhnlich nicht von Dauer waren. Dementsprechend bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Lage sich wieder normalisieren wird. Eine Normalisierung würde nach diesem Verständnis bedeuten, dass die Preise kurz- bis mittelfristig sinken, bis die Lücke sich wieder geschlossen hat. Eine weitere Auffälligkeit stellt die rückläufige Nachfrageentwicklung dar, die dennoch mit steigenden Preisen einhergeht. Die Internationale Energie Agentur (IEA) rechnet im laufenden Jahr mit einem durchschnittlichen Tagesverbrauch von 83,3 Millionen Barrel. Gegenüber dem Vorjahr würde das einen Verbrauchsrückgang von 2,9 Prozent bedeuten. Der derzeitige Nachfragerückgang ist auf die schlechte Verfassung der Weltwirtschaft zurückzuführen. Im langjährigen Vergleich übersteigt die Anzahl der Jahre mit steigendem Verbrauch die der Jahre mit sinkendem Verbrauch jedoch um ein Vielfaches. Festzuhalten bleibt also, dass die aktuelle Nachfragesituation eigentlich nicht für steigende Notierungen spricht. Aus dieser Perspektive können steigende Notierungen nur mit der

Erwartungshaltung der Marktteilnehmer begründet werden, die eine zukünftige Erholung der Nachfrage einpreist. Diese kann jedoch nicht als fundamental begründet verstanden werden, da sich zwar eine Reihe von Frühindikatoren verbessern, aber bisher noch keine tatsächliche Trendwende stattgefunden hat. Als grundsätzlich auffällig ist auch die derzeit positive Korrelation zwischen der Ölpreisentwicklung und der Aktienmarktentwicklung zu bezeichnen. Gewöhnlich weisen diese eine negative Korrelation auf – wenn der Ölpreis steigt, dann sinken die Aktienkurse außerhalb des Sektors. Schließlich verteuern sich die Produktionskosten der Unternehmen, ihre Margen und Gewinne sinken. Die Konsumenten müssen ebenfalls höhere Kosten für Heizung oder Benzin tragen, weshalb sie zumindest theoretisch den Unternehmen weniger Waren abkaufen können. Immer wieder ist deshalb zu hören, ein steigender Ölpreis sei Gift für die Aktienmärkte. Im bisherigen Verlauf der Ölpreisrallye war jedoch von dieser Beziehung wenig zu spüren. Steigende Aktienkurse führten fast sicher auch zu steigenden Ölpreisen. Eine Zeit lang lässt sich eine solche Abkoppelung auch rational erklären; schließlich stiegen die Aktienkurse wegen der Aussicht auf eine wirtschaftliche Erholung. Bei einer wirtschaftlichen Erholung würde auch die Nachfrage nach Erdöl wieder zunehmen. Allerdings könnte sich das Blatt auch sehr schnell wieder wenden. Mittlerweile stellt der Ölpreis bereits wieder eine Bedrohung für die wirtschaftliche Entwicklung dar. Je höher er läuft, desto geringer könnte eine Erholung ausfallen. Insgesamt kann die Ölpreisrallye statistisch betrachtet als ungewöhnlich bezeichnet wer-

den. Ein Bullenmarkt liegt laut einer weithin akzeptierten Definition dann vor, wenn ein Markt um mehr als 20 Prozent zulegt. Betrachtet man alle Erdölbullenmärkte seit Beginn des täglichen Börsenhandels im Jahr 1986, beträgt die durchschnittliche Steigerung 66,09 Prozent bei einer durchschnittlichen Dauer von 217 Tagen. Die gegenwärtige Rallye hält seit mehr als 120 Tagen an, der Zugewinn beträgt über 110 Prozent. Somit haben die Notierungen in etwa der Hälfte der durchschnittlichen Zeit etwa doppelt so viel zugelegt als es statistisch zu erwarten gewesen wäre. Somit sprechen gegenwärtig viele Gründe für eine baldige Korrektur der Ölpreise. Ein weiteres Ansteigen der Notierungen ließe sich nur schwerlich fundamental begründen. Die bisherige Rallye wurde allem Ermessen nach von spekulativen Marktteilnehmern getragen, und das Volumen der LongPositionen in Rohstoffen an der NYMEX nähert sich derzeit wieder den Spitzenwerten des vergangenen Jahres an. So schnell diese Positionen eröffnet wurden, können sie auch wieder geschlossen werden. Möglicher Auslöser könnte ein Rücksetzer am Aktienmarkt sein, der unweigerlich Rückkoppelungseffekte auf den Rohstoffmarkt zur Folge hätte. Auch wenn der Ölpreis in den kommenden Wochen durchaus noch weiter steigen könnte, ist mittlerweile große Vorsicht geboten. Wer jetzt noch auf den Zug aufspringt, sollte genau festlegen, wann er wieder abspringen will.

Martin Pachtner

Ein Service der BörseGo AG

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Trading

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

07

Basiswerte im Blickwinkel der Charttechnik INTEL – DIE BULLEN HABEN ES NICHT LEICHT, ABER... INTEL (Abbildung 2) Kursstand: 16,79 US-Dollar

Viel Spaß im Kurskarussell!

DEUTSCHE BÖRSE – EINSTIEGSCHANCE, WENN… DEUTSCHE BÖRSE AG (Abbildung 1) Kursstand: 53,85 Euro Rückblick: Die Aktie der Deutschen Börse erreichte im Dezember 2007 ein Allzeithoch bei 136,02 Euro. Ende Dezember 2007 scheiterte die Aktie noch einmal dort und es setzte ein massiver Absturz ein. Dieser führte die Aktie auf ein Tief bei 29,50 Euro und damit auf den Aufwärtstrend seit März 2003 zurück. Dieser Trend bot im März 2009 ausreichend Unterstützung. Dort kam es zunächst zu Shorteindeckungen und dann zu einer starken

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Erholung. Bis auf 65,27 Euro zog die Aktie bis Anfang Juni 2009 an. Damit notierte sie auch über dem Abwärtstrend seit Dezember 2007. Allerdings konnte sich der Wert bisher nicht darüber etablieren. Vielmehr pendelt er in einer Flaggenkonsolidierung um diesen Trend herum und nähert sich dabei dem 38,2-Prozent-Retracement bei 51,61 Euro an. Unterhalb dieser Marke wäre bei 43,40 bis 43,16 Euro eine wichtige Unterstützungszone zu finden. Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig könnte es noch zu Abgaben in den Bereich um 51,61 Euro kommen. Dort besteht dann die Chance auf eine Rallye bis circa 65,27 Euro. Sollte die Aktie der Deutschen Börse aber per Wochenschlusskurs unter 51,61 Euro abfallen, droht eine starke Korrekturwelle mit Abgaben bis circa 43,40 bis 43,16 Euro.

Rückblick: Die Intel Aktie startete nach einem fehlgeschlagenen Ausbruchsversuch über die 27,49 US-Dollar Marke im Dezember 2007 eine Abwärtsbewegung, welche Ende 2008 in einem heftigen Kursrutsch endete. Dabei fiel die Aktie unter die Tiefs aus 2008 und 2007 zurück, was zu einem Abverkauf bis 12,06 USDollar führte. Seit Anfang März vollzieht die Aktie nun eine starke Kurserholung. Unterhalb des 2007er Tiefs bei 16,75 US-Dollar pendelte sie dabei im Juni seitwärts, um zuletzt eine Rückkehr über diese Marke zu versuchen. Charttechnischer Ausblick: Im übergeordneten Bild ist die Erholung der letzten Monate bislang nicht viel mehr als ein bärischer Rücklauf an die Tiefs der letzten Jahre. Ob daraus eine größere Aufwärtsbewegung entstehen kann, bleibt zunächst abzuwarten. Erst ein nachhaltiger Anstieg über 18,05 US-Dollar würde ein weiteres Aufwärtspotenzial bis circa 20,00 und 22,00 US-Dollar eröffnen. Oberhalb von 22,00 USDollar entstehen größere Kaufsignale mit erstem Ziel bei 27,49 US-Dollar. Kurzfristig kritisch wäre jetzt ein signifikanter Rückfall unter 14,95 US-Dollar zu werten, dann könnte es zu einer Abwärtskorrektur bis in die Region zwischen 13,65 und 13,85 oder sogar bis 12,06 US-Dollar kommen.


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Trading

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

MERCK KGAA - DAS SIEHT WEITERHIN BULLISCH AUS MERCK KGAA (Abbildung 3) Kursstand: 74,82 Euro

Abbildung 1: Deutsche Börse AG, Kursverlauf vom 26.05.2006 bis 02.07.2009 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Quelle: Börse Go AG

Rückblick: 109,26 Euro musste man im Juni 2007 in der Spitze für eine Aktie der Merck KGaA auf den Tisch legen. Dies war allerdings der höchste Kurs, den die Aktie jemals erreicht hat, also das Allzeithoch. Anschließend kam der Wert massiv unter Verkaufsdruck. Über 50 Prozent ging es abwärts. Ende Oktober 2008 markierte Merck dann ein Tief bei 53,00 Euro. Anschließend lief der Kurs mehrere Monate volatil seitwärts. Am 10.06.2009 gelang ihm allerdings der Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung nach oben. Dies löste sofort eine kleine Rallye auf 74,10 Euro aus. Dieses Hoch attackiert die Aktie derzeit nach einem Pullback an die alte obere Begrenzung der Seitwärtsbewegung bei 69,23 Euro. Bei 68,87 Euro treffen aktuell die beiden exponentiellen gleitenden Durchschnitte über 50 und 200 Tage Chart aufeinander. Diese Marke ist also eine weitere wichtige Unterstützung. Charttechnischer Ausblick: Ingesamt überwiegen die bullischen Aspekte zunächst klar. Eine Rallye bis circa 79,44 Euro ist also wahrscheinlich. Sollte die Aktie aber unter 68,87 Euro abfallen, droht eine Verkaufswelle in Richtung 61,50 Euro.

Abbildung 2: Intel, Kursverlauf vom 12.07.2004 bis 02.07.2009 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Quelle: Börse Go AG

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Trading

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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METRO - DIE AKTIE HAT NOCH AUFWÄRTSPOTENTIAL METRO (Abbildung 4) Kursstand: 35,82 Euro Rückblick: Im September 2007 erreichte die Aktie von Metro nach einer mehrjährigen Rallye ein Hoch bei 68,60 Euro. Diese Rallye wurde aber in gut einem Jahr wieder nahezu komplett abverkauft. Bis auf ein Tief bei 16,74 Euro fiel die Aktie ab und notierte damit nur noch 1,52 Euro über dem Tief von Oktober 2002. Seit Oktober 2008 kann die Aktie aber wieder deutlich zulegen. In der Spitze notierte sie bereits bei 39,09 Euro. In der Rallye zu diesem Hoch durchbrach die Aktie auch eine innere Trendlinie, die aktuell bei 34,07 Euro verläuft. Derzeit wird die Aktie klar über dieser Trendlinie gehandelt. Damit behaupten sich die Notierungen klar über dem 38,2-ProzentRetracement bei 33,01 Euro.

Abbildung 3: Merck KGaA, Kursverlauf vom 14.07.2006 bis 02.07.2009 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Quelle: Börse Go AG

Charttechnischer Ausblick: Seit dem Hoch bei 39,09 Euro konsolidiert Metro. Diese Konsolidierung dauert noch an, kann aber quasi jederzeit beendet werden. Anschließend ist mit einer Rallye gen 39,09 und 42,02 Euro zu rechnen. Ein Wochenschlusskurs unter 33,01 Euro wäre ein erster Warnschuss für die Bullen. Aber erst ein Rückfall unter 31,26 Euro wäre als klares Verkaufssignal zu sehen. Dann würden Abgaben in Richtung 25,00 Euro drohen. Abbildung 4: Metro, Kursverlauf vom 07.07.2006 bis 02.07.2009 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Quelle: Börse Go AG

Analyse von Ein Service der BörseGo AG

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Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt ausschließlich die Meinung der externen Redakteure wider, für deren sachliche Richtigkeit BNP Paribas keinerlei Haftung übernimmt.


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Trading

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

DAX daily Trading: Stabilisierung Die Treffsicherheit der DAX daily Tagesprognosen hat sich im Juni wieder deutlich verbessert. Das Grundsystem holt gegenüber der Trendfilterstrategie zusehends auf. von elf durchgeführten Trades konnten mit einem Gewinn beendet werden. Zwei Totalverlusten des jeweils eingesetzten Kapitals (10,00 Prozent des letzten Kapitalkurvenstands in fiktiven Turbos mit Hebel 50) standen drei Volltreffer gegenüber, bei denen schnell das Gewinnziel erreicht wurde.

Besonnen und ausgeglichen läuft es auch beim Trading besser.

Möglicherweise steuern die fiktiven Kapitalkurven unserer Testsysteme zur fortlaufenden Überprüfung der Handelssignale im DAX daily Newsletter auf eine neue Gewinnserie zu. Im Verlauf des Juni waren die Analysten jedenfalls weitaus erfolgreicher bei der Beurteilung der DAX-Schwankungen als in den vorhergehenden Wochen. In der aktuellen Betrachtungsperiode vom 22.05.2009 bis zum 26.06.2009 konnte unser Grundsystem, das jede Richtungsprognose im Newsletter (Aufwärts oder Abwärts) ohne weiteres Hinterfragen als Einstiegssignal befolgt, fast alle zwischenzeitlichen Verluste seit Ende Februar wettmachen. Am 27.02.2009 hatte die fiktive Kapitalkurve mit 353.339

Euro ihren vorläufigen Höchststand erreicht. Unmittelbar mit dem Beginn der großen Erholung des DAX wurde der Weg jedoch merklich holpriger. Nun stimmt die jüngste Entwicklung zuversichtlich. Einige treffsichere Signale haben das Testsystem wieder auf Kurs gebracht. Der Pegelstand des fiktiven Kapitals hat sich auf 331.909 Euro per 26.06.2009 erhöht und ist damit nahe an das Allzeithoch herangerückt. Gegenüber dem Kassensturz am letzten Stichtag, dem 22.05.2009, ergibt sich eine Performance von 30,60 Prozent. Den Erfolg im jüngsten Betrachtungszeitraum brachte eine Trefferquote der DAX daily Tendenzprognosen von 63,64 Prozent. Sieben

Zunächst stand aus unserer letzten Untersuchung in WARRANTS UND ZERTIFIKATE noch ein Short-Trade vom 22.05.2009 offen. Dieser wurde zur Handelseröffnung am 26.05.2009 mit einem kleinen Ertrag von 8,49 Prozent geschlossen und in eine Aktion auf der Long-Seite gedreht. Die eingesetzten 25.688 Euro (10,00 Prozent des letzten Kapitalkurvenstands) brachten durch den 50er Hebel bis zum 28.05.2009 einen Gewinn von 61,20 Prozent. Darauf folgte unmittelbar der erste Rohrkrepierer, indem die DAX daily Analysten fälschlicherweise ein sinkendes Marktniveau prognostizierten. Ferner wurden vom 04.06.2009 bis 11.06.2009 drei unbedeutende Trades im Long-Short-Wechsel durchgeführt, die mit zwei kleinen Verlusten (-3,67 Prozent und -11,68 Prozent) sowie einem Plus im einstelligen Prozentbereich (+7,91 Prozent) endeten. Die Spannung stieg ab 11.06.2009. Hier wurde eine Short-Aktion eingeleitet, die den fiktiven Kapitaleinsatz (24.349 Euro) bis zum 15.06.2009 per Gewinnzielstopp um 112,32 Prozent mehr als verdoppelte. Weitere 128,63 Prozent Performance gab es am 17.06.2009 zu feiern, als der am Vortag eingeleitete Short-Trade seine angestrebte Zielmarke erreichte. Der nachfolgende Totalverlust auf der Long-Seite (18.06.2009 bis 22.06.2009) brachte zwar einen Dämpfer, wurde aber durch einen Volltreffer mit fiktiven Turbos Long am 24.06.2009 nach nur einem Tag Haltedauer mehr als ausgeglichen (+142,31

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Trading

Prozent auf den Einsatz). Zuletzt startete am 25.06.2009 ein Short-Trade. Dieser lag zum Auswertungsstichtag am 26.06.2009 vorerst mit komfortablen 56,21 Prozent im Plus. Interessante Erkenntnisse liefert der Vergleich mit dem Trendfiltersystem. Hier werden nur jene Tendenzprognosen der DAX daily Analysten als Einstiegssignale befolgt, die mit der Trendaussage des Indikators Adaptive Stochastic (10/500) in Einklang stehen. Bis Anfang März dieses Jahres zahlte sich die Filterung der Markteinschätzungen ganz erheblich aus. Da die Adaptive Stochastic seit Januar 2008 permanent eine negative Markttendenz anzeigte, wurden nur Short-Trades durchgeführt, die in der Baisse eine hervorragende Trefferquote aufwiesen. Im Ergebnis lief die fiktive Kapitalkurve des Filtersystems derjenigen des Grundsystems rasant davon. Jetzt zeigen sich aber die Schwächen eines mittelfristig agierenden Trendindikators: Die Erholung des DAX wurde mit starker Verzögerung nachvollzogen. Erst ab Juni wurden Aktionen auf der Long-Seite zugelassen. Hier war der Marktaufschwung aber schon ausgereizt. Seit 18.06.2009 akzeptiert die Adaptive Stochastic nun wieder ausschließlich ShortTrades. Solange der DAX seine derzeitige Unentschlossenheit nicht überwindet, wird unser Filter-Indikator noch einige sinnlose Wechsel der Selektionsrichtung vollziehen. Immerhin wurden von der abgewandelten Strategie im Zeitraum vom 22.05.2009 bis 26.06.2009 vier Aktionen durchgeführt. Ein Short-Trade vom 25.05.2009 auf den 26.05. 2009 brachte 38,74 Prozent Gewinn auf den Kapitaleinsatz. Es folgten wie im Grundsystem zwei Long-Trades am 04.06.2009 und am 10.06.2009, die kleine Verluste einspielten. Und zuletzt stand ebenso analog zum

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Grundsystem der Short-Trade ab 25.06.2009 mit vorläufigen 56,21 Prozent Gewinn noch offen. Unter dem Strich hat sich der fiktive Kapitalbestand des Filtersystems von 365.422 Euro am 22.05.2009 auf 394.779 Euro um

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8,03 Prozent vermehrt. Derweil ist der ehemals riesige Vorsprung zum Grundsystem deutlich zusammengeschmolzen. Wenn die Trendintensität des DAX weiterhin zu wünschen übrig lässt, wäre sogar ein baldiger Führungswechsel im Wettlauf der Testsysteme keineswegs verwunderlich.

Monatliche Testbeobachtung: Trading-Ergebnisse auf Basis von Einstiegssignalen aus den Analysen im DAX daily Newsletter 1.a) Kapitalkurve seit Start des DAX daily Newsletters am 26.11.2004 bis 26.06.2009

Quelle: Investox

1.b) Ausschnitt von Januar 2009 bis 26.06.2009

Quelle Daten: Lenz + Partner AG, Chartsoftware: Investox

2) Strategie wie in 1.a) bzw. 1.b), aber Long- und Short-Trades gefiltert durch mittelfristigen DAX-Trend anhand der Adaptiven Stochastic (10/500); Kapitalkurve seit Start des DAX daily Newsletters am 26.11.2004 bis 26.06.2009

Quelle: Investox Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.


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Trading

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Daily Newsletter: Analysten mit gutem Riecher Mit treffsicheren Prognosen lieferten die daily Newsletter im Juni ertragreiche Handelssignale für gehebelte Trades mit Rohöl, Edelmetallen und dem EUR/USD-Währungspaar. Die globale Finanzwelt befindet sich weiterhin in schwierigem Fahrwasser. Nachdem die letzten Monate auf breiter Front deutliche Kurssteigerungen hervorbrachten und insbesondere der Mai die Anleger mit starken Gewinnen in vielen Anlageklassen erfreute, schien die Erholungsrallye im Juni vorerst ins Stocken zu geraten. Wurden selbst schwache Wirtschaftsdaten von den Börsianern eben noch beharrlich ignoriert oder gar mit Käufen quittiert, wird nun trotz zum Teil besser ausfallender Konjunkturdaten vermehrt auf den Verkaufsknopf gedrückt. Der DAX beispielsweise verlor von seinem vorläufigen Hoch am 02.06.2009 bis Mitte Juni rund 8,00 Prozent an Wert. Auch in anderen Anlageklassen war von der Frühlingsstimmung nichts mehr zu spüren. Fraglich ist nun, ob es sich bei der Marktkonsolidierung lediglich um eine vorübergehende Schwäche oder um den jähen Abbruch des kurzen Börsenaufschwungs handelt. Auffällig ist die rückläufige Risikobereitschaft der Akteure. So stiegen beispielsweise die Insiderverkäufe amerikanischer Führungskräfte auf ein neues Hoch seit Juni 2007. Die Insider aus Unternehmen des breit aufgestellten S&P 500 Index haben 14 Wochen lang netto Aktien verkauft. Das lässt Investoren aufhorchen. Während sich die Bewegungen am Aktienmarkt jedoch im Juni trotz steigender Nervosität in relativ engen Kursspannen abspielten, zeigten sich vor allem bei Edelmetallen und beim Rohöl zum Teil recht starke Ausschläge. Den Analysten der daily Newsletter gelang es, einige dieser Impulsbewegungen rechtzeitig zu prognostizieren.

Gewinnträchtiger Juni beim FX daily Obwohl sich das Währungspaar Euro/USDollar seit dem letzten Betrachtungsstichtag Ende Mai volatil zeigte, konnten Trader mit den Analysen im FX daily Newsletter erhebliche Gewinne einfahren. Mit dem Wechsel der Trendprognose am 28.05.2009 zu aufwärts/ seitwärts rückte der vorgestellte Mini Long mit der WKN BN3K59 in den Fokus und legte von 2,33 Euro bis zum 08.06.2009 auf stolze 3,22 Euro um 38,20 Prozent zu. Nachfolgend wechselten die Trends zu häufig, als dass nennenswerte Erfolge hätten verbucht werden können. Dies änderte sich aber recht schnell mit der Long-Prognose der Experten vom 17.06.2009. Der im Newsletter präsentierte Turbo Long mit der WKN BN3LL8 war an diesem Tag für 2,13 Euro zu haben. Bis zum Ende des Betrachtungszeitraums am 24.06.2009 kletterte der Schein bereits um 57,28 Prozent auf 3,35 Euro.

Ö L daily-Prognose ermöglicht fast 150 Prozent Gewinn Wie schon im Vormonat war Rohöl auch im Juni mit seiner kräftigen Hausse-Bewegung unter vergleichsweise geringen Schwankungen ein idealer Basiswert, um mit geeigneten Derivaten an der Entwicklung zu partizipieren. Die bereits am 15.05.2009 ausgegebene Long-Empfehlung der ÖL daily Analysten hatte in den täglichen Betrachtungen über einen Monat Bestand. Wer den Unlimited Turbo Long mit der WKN BN3H21 ab Mitte Mai (Einstiegspreis 5,22 Euro) entsprechend lange hielt, konnte am 16.06.2009 satte 12,96 Euro als Ausstiegskurs und somit 148,28 Prozent Gewinn realisieren. Dass eine treffsichere Markteinschätzung jedoch keine Selbstverständlichkeit ist, zeigte sich mit der vorhergesagten Trendumkehr am 16.06.2009. Trader, die sich entsprechend der Abwärts-Prognose den Unlimited Turbo Short (WKN BN3NM0)

Brent Crude Oil Future Tageschart Mai 2008 bis 25.06.2009 150 140 130 120 110 100

GB: Brent Oil-Future ICE

200-Tage-Linie

150 140 130 120 110 100

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5 12 19 26 2 9 16 23 30 7 14 21 28 4 11 18 25 1 8 15 22 29 6 13 20 27 3 10 17 24 1 8 15 22 295 12 19 26 2 9 16 23 2 9 16 23 30 6 13 20 27 4 11 18 25 1 8 15 22 Mai '08 Jun '08 Jul '08 Aug '08 Sep '08 Okt '08 Nov '08 Dez '08 Jan 2009 Feb '09 Mrz '09 Apr '09 Mai '09 Jun '09

Quelle Daten: Lenz + Partner AG, Chartsoftware: Investox

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Trading

an jenem Tag zu 6,31 Euro ins Depot legten, blickten zwei Tage später auf einen Verlust in Höhe von 11,73 Prozent. Eine von den ÖL daily Analysten erneut vermutete Haussebewegung legte den Verkauf des Scheins nahe. Tatsächlich folgte aber eine weitere Abwärtsbewegung, welche die Rohöl-Notierungen wieder in den Bereich von 66,00 USDollar führte.

EDELMETALL daily – hohe Gewinne trotz eines späten Ausstiegs Die negative Entwicklung der Edelmetalle Gold und Silber im Juni konterkarierte die Rallye des zurückliegenden Betrachtungszeitraums. In beiden Basiswerten liefen bereits seit dem 29.04.2009 (Mini Long auf Silber, WKN BN2UQ5) beziehungsweise seit dem 18.05.2009 (Mini Long auf Gold, WKN BN2JWC) gehebelte Trades. Obwohl beide Produkte nicht annähernd im Bereich der Höchststände von Anfang Juni verkauft wurden, bleibt unterm Strich zumindest bei Silber ein passables Ergebnis. Mit dem Mini Long auf Silber konnte bis zum 15.06.2009 (Verkauf zu 2,30 Euro, Einstieg am 29.04.2009 zu 1,03 Euro) ein stattlicher Gewinn von 123,30 Prozent erwirtschaftet werden. Beim Hebeltrading mit Gold wurde durch den Verkauf zu 4,64 Euro am 15.06.2009 letztlich ein verschmerzbarer Verlust in Höhe von knapp 2,00 Prozent realisiert (Einstieg am 18.05.2009 zu 4,72 Euro). Ärgerlich war dieser unglückliche Ausstieg dennoch, da der Schein zu Anfang Juni sehr komfortabel in der Gewinnzone lag. Bei den Metallen der Platingruppe konnten Anleger mit den Empfehlungen der EDELMETALL daily Experten ansehnliche Erträge erzielen. Die Hebeltrades auf Platin und Palladium starteten bereits am 05.05.2009. Anleger, die den Trendeinschätzungen der Analysten konsequent folgten, konnten den Mini Long auf Platin (WKN BN27UQ) bei 2,09 Euro fast am Hoch verkaufen und damit hervorragende 62,02 Prozent verdienen (Einstieg am 05.05.

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

2009 zu 1,29 Euro). Auch der Mini Long auf Palladium (WKN BN3B57) bescherte den Hebeltradern einen respektablen Gewinn. Wer den Schein entsprechend der geänderten

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Basiswerteinschätzung durch die Experten am 19.06.2009 zu 3,90 Euro verkaufte, durfte sich über einen Gewinn von 27,45 Prozent freuen.

Silber Tageschart Mai 2008 bis 25.06.2009 20 19 18 17

Silber USD/Unze Forex

200-Tage-Linie

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Quelle Daten: Lenz + Partner AG, Chartsoftware: Investox

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Zahlen / Buchtipp

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

Lesen und mehr wissen! Zahlen des Monats Inflation:

Entwicklung Volkswagen vom 16.07.2008 bis 15.07.2009

+0,0 % Deutschlands harmonisierter Verbraucherpreisindex im Mai 2009 ggü. Mai 2008 Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland

EZB Leitzins:

FED Leitzins:

1,00 % 0-0,25 % Quelle: EZB

Quelle: FED

Arbeitslosenzahl:

3,410 Mio. registrierte Arbeitslose in Deutschland im Juni 2009 (+7,9 % ggü. Vorjahresmonat) Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland

ifo Geschäftsklimaindex:

85,9 im Juni 2009 (nach 84,3 im Mai 2009; letzter Höchstwert 108,70 im Dezember 2006) Quelle: ifo Institut für Wirtschaftsforschung

Volumen ausgeführte Kundenorders mit derivativen Wertpapieren über EUWAX und Scoach:

4,329 Mrd. Euro im Mai 2009 Quelle: Deutscher Derivate Verband

Entwicklung Commerzbank vom 16.07.2008 bis 15.07.2009

+35,7% -75,3% Entwicklung MTU Aero Engines vom 16.07.2008 bis 15.07.2009

Entwicklung Conergy vom 16.07.2008 bis 15.07.2009

+41,7% -85,6% Entwicklung Arcandor vom 16.07.2008 bis 15.07.2009

-92,2% Entwicklung Salzgitter vom 16.07.2008 bis 15.07.2009

Entwicklung Aixtron vom 16.07.2008 bis 15.07.2009

+69,2% Entwicklung Salzgitter vom 16.07.2004 bis 15.07.2009 (5 Jahre)

-39,6% +540,6% Quelle: Reuters

Buch des Monats Mit der richtigen Tradingtaktik den Markt schlagen Der Autor Jeffrey Greenblatt publiziert seit vielen Jahren weltweit in Finanztiteln, gibt selbst das Magazin „The Fibonacci Forecaster“ heraus und ist bei Tradingkongressen ein gern gesehener Redner. Mit seinem Buch möchte Greenblatt dem Leser neue Aspekte der Technischen Analyse vermitteln. Er arbeitet dabei intensiv mit Elliott-Wellen, Fibonacci-Zahlen und anderen Projektionstechniken. Einfache Regelwerke auf Basis von technischen Indikatoren, die sich problemlos in der Handelssystemsoftware auf dem heimischen PC nachprogrammieren lassen, liefert der Autor indes nicht. Greenblatts Timingmethode erfordert eine individuelle Umsetzung anhand der jeweiligen Chartgrafik und bedarf zweifellos einiger Übung. An Chartbeispielen und kommentierten Übungsgrafiken mangelt es im Buch folglich nicht. Der Autor erläutert sein Vorgehen detailliert, um den Leser zur Erkennung von Zeitreihenmustern mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit der resultierenden Prognosen fit zu machen. Die Thematik wird leicht verständlich aufbereitet, sodass sich das Buch durchaus auch für Neulinge im Bereich der Technischen Analyse eignen dürfte. Autor: Jeffrey Greenblatt

Mit der richtigen Tradingtaktik den Markt schlagen Mit Elliott-Wellen, Lucas-Reihen und Fibonacci-Zahlen die lukrativsten Chancen entdecken

304 Seiten, Hardcover 44,90 Euro (D); 46,20 Euro (A); 72,90 SFR (CH)

ISBN 978-3-89879-382-7 FinanzBuch Verlag, München 2009 www.finanzbuchverlag.de

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Presse

WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Pressestimmen der vergangenen Wochen Zertifikate-News, Nr. 13/2009 „Bei den Emittenten bietet aktuell BNP Paribas gute Konditionen. Ein geringes Emittentenrisiko muss nicht unbedingt schlechtere Konditionen bei Discountern bedeuten. […] Auffällig ist die hohe Präsenz von Produkten der BNP Paribas. Die französische Großbank bietet derzeit in mehreren unterschiedlichen Discountkategorien die höchsten Renditen.“

ZertifikateJournal, Nr. 25/2009 „Wir erwarten in den kommenden Monaten einen orientierungslosen Handel. […] Ganz ohne Risiko geht es auch beim „Discount Put“ [WKN BN2KSU] der BNP auf den DAX nicht. Jedoch ist das Wagnis mit Blick auf die kurze Laufzeit und die Ausgestaltung recht überschaubar. Das Papier wirft eine maximale Rendite von 20,5 Prozent oder 112,9 Prozent p.a. ab, sofern der Leitindex am 18. September unter 5.200 Punkten notiert.“

Der Börsen-Spiegel, 06.06.2009

ZertifikateBrief, Juli 2009

„Sie können die Entwicklung der Roth & RauAktie auch hebeln. Mit dem Roth & Rau-HebelLong-Zertifikat (DE000BN3JB84) der BNP Paribas partizipieren Sie an Kursgewinnen bzw. Kursverlusten mit dem Faktor 3,1.“

„Wer die laufende Korrektur in Russland zum Einstieg nutzen möchte, findet im MSCI Russia Index-Zertifikat (DE000BN2RUS1) der BNP Paribas ein geeignetes Produkt, das die Dividendenerträge der enthaltenen Unternehmen im Verlauf berücksichtigt.“

Der Börsen-Spiegel, 17.06.2009

Der Börsen-Spiegel, 17.06.2009

„Sie können die Entwicklung der BiotestVorzüge auch hebeln. Mit dem Biotest-HebelLong-Zertifikat (DE000BN3H705) der BNP Paribas partizipieren Sie an Kursgewinnen bzw. Kursverlusten mit dem Faktor 3,3.“

„Wer von Ihnen offensiver an ein MetroInvestment herangehen möchte, findet im MetroHebel-Long-Zertifikat (DE000BN3FLQ7) der BNP Paribas ein geeignetes Zertifikat. […] Der Hebel liegt aktuell bei 3,1.“

Feri Rating & Research AG, Beurteilung einzelner Zertifikateanbieter „In dieser Rangliste fällt zunächst einmal BNP Paribas ins Auge: Die Gesellschaft hat insgesamt zwar nur 33 Nennungen erhalten, die jedoch alle positiv sind […]. Obwohl der oben beschriebene Quotient angesichts des Fehlens negativer Nennungen nicht gebildet werden kann, erscheint es naheliegend, BNP auf den ersten Platz der Rangliste zu setzen.“

Laufend aktuell Auch in den letzten Wochen wurde die momentan rund 22.800 Anlagezertifikate und Hebelprodukte umfassende Produktpalette von BNP Paribas mit fortlaufenden Emissionen ständig auf den aktuellsten Stand gebracht. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der fast täglichen Neuauflage von Turbo Optionsscheinen, Unlimited Turbos und Mini Futures in den Anlageklassen Indizes, Aktien, Rohstoffe und Währungen, um jederzeit marktgerechte Papiere mit attraktiven Hebelwirkungen anzubieten. Daneben fanden zwischen dem 02.06.2009 und dem 30.06.2009 insgesamt 1.720 neue Produkte den Weg aufs Börsenparkett.

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ZertifikateNews, Nr. 14/2009, 08.07.2009 „Halbzeit-Bilanz Volatilität: Während der Dax nach mehr als 25-prozentigem Wertverlust seit Jahresbeginn und anschließender Erholung nun rund sieben Prozent im Minus liegt, konnten sich Dax-Discountzertifikate mit niedrigem Cap gut behaupten. Zwei Beispiele dafür sind die Zertifikate von BNP Paribas (WKN: BN7CP5) und Commerzbank (WKN: CB2265), die im Januar vorgestellt wurden. Mit 6-Monatsrenditen von 4,1 und 6,46 Prozent lassen die Zertifikate den Dax selbst deutlich hinter sich.“

Börse Online, Nr. 26/2009 „Einige Institute, allen voran die französischen Anbieter BNP Paribas und Société Générale, stellen seit Beginn der Krise auf ihrer Homepage transparent ihre Bonität heraus. Nicht ganz ohne Eigennutz, schließlich navigieren beide Institute bislang recht stabil durch die Krise, was sich in ihrer Bonität und den CDSWerten widerspiegelt.“

ZertifikateJournal, Nr. 27/2009 „Toublanc: Unsere Systeme werden kontinuierlich verbessert. Bei den Intraday-Emissionen arbeiten wir derzeit intensiv an der Umsetzung.“

Neuemissionen von BNP Paribas Datum 02.06.2009 03.06.2009 04.06.2009 05.06.2009 05.06.2009 05.06.2009 08.06.2009 08.06.2009 08.06.2009 10.06.2009 12.06.2009 15.06.2009 16.06.2009 24.06.2009 25.06.2009 30.06.2009

Emission 125 Discount Zertifikate 128 Discount Zertifikate 13 Bonus Zertifikate 84 Bonus Zertifikate 71 Capped Bonus Zertifikate 172 Discount Calls 159 Discount Puts 675 Discount Zertifikate 1 Down and Out Put 6 Capped Reverse Bonus Zertifikate 2 Discount Zertifikate 11 Bonus Zertifikate 4 Reverse Bonus Zertifikate 21 Discount Zertifikate 247 Capped Bonus Zertifikate 1 Safe Cap Zertifikat

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE

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Wer erfolgreich in Zertifikate und Hebelprodukte investieren möchte, muss über die Funktionsweise und die speziellen Eigenschaften der Papiere genau informiert sein. BNP Paribas möchte Sie dabei unterstützen: Ob Bonus Zertifikate, Mini Futures oder eine andere Produktgruppe – BNP Paribas bietet Ihnen umfassende Informationen zu den wichtigsten Zertifikate-Typen und Hebelprodukten. Ihr persönliches Informationspaket können Sie sich nach Belieben zusammenstellen, wir senden es Ihnen dann umgehend per Post zu. Ein Anruf genügt. Alle Broschüren finden Sie auch als PDFDownload unter der Rubrik „Wissen – Broschüren" auf unserer Webseite www.derivate.bnpparibas.de.

Impressum Monatsmagazin WARRANTS UND ZERTIFIKATE Herausgeber: BNP Paribas Grüneburgweg 14 · 60322 Frankfurt Fon: 069/71 93 2310 · Fax: 069/71 93 34 99 Redaktion: Sebastian Schmidt, eveniat GmbH Gesamtbearbeitung und Gestaltung: Michi Gehrmann, Jana Gehrmann, Maria Trippler, LINKING ADVERTISING Art Director: Ivone Delazzer-Böhmer Druck: Druckhaus Berlin-Mitte GmbH Verlag: SC Marketing GmbH Kontakt BNP Paribas Grüneburgweg 14 · 60322 Frankfurt Hotline: 0800 0 267 267 (oder 069 / 71 93 23 10) Fax: 069 / 71 93 34 99 e-mail: derivate@bnpparibas.com Internet: www.derivate.bnpparibas.de Reuters: BNPWTS

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WARRANTS UND ZERTIFIKATE | 0709