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Ostwestfalen-Lippe

Ausgabe Nr. 6  Oktober/ November 2011  2.  Jahrgang   KOSTENLOS

Bielefelder

INDUSTRIE

Wirtschaftsmagazin HANDEL    DIENSTLEISTUNG    GESUNDHEIT    KULTUR    GASTRONOMIE

TITELTHEMA

Europa

Fluch oder Segen für OWL?

GESUND & AKTIV

HEIM & WOHNEN

Gut sehen und hören ■ Alternative Heilmethoden ■ VitaSol Therme, Bad Salzuflen

Energiesparen mit Wärmepumpen ■ Wohnträume ■ Kuscheln am Kamin ■ Rittergut Holzhausen

WIRTSCHAFT / RECHT & FINANZEN Transport und Logistik ■ Gut versichert ■ Flughafen Lippstadt

UNTERNEHMEN Interview G.L. Mitsubishi Paper Mills, Bielefeld ■ Produkte aus OWL erobern die Welt


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Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Editorial Liebe Leserinnen und Leser, eines der Themen unseres neuen Heftes ist die griechische und europäische Finanzkrise. Ein Problem, dass uns alle angeht, ist es doch vor allem die Bundesrepublik, die mit Garantien und Bürgschaften maßgeblich an dem Europäischen Rettungsfond und seinen Konstruktionen beteiligt ist. Manch einer stellt sich daher die Frage, ob es noch Sinn macht den wirtschaftlich schwächeren europäischen Ländern zu helfen und viele Menschen hier im Lande haben Angst, dass die Krisenländer, allen voran Griechenland, Europa mit in den Abgrund reißen. Was sagt nun ein griechisch-stämmiger Herausgeber dazu? Was denken die Griechen? Nun liebe Leser, ich will es Ihnen nicht vorenthalten, denn gerade was das angeht, gibt es doch sehr viele falsche Informationen, die vor allem durch die Boulevardpresse platziert werden und das Problem einseitig darstellen. Zunächst einmal gehen die Griechen zurecht auf die Straße und das wäre hier zu Lande nicht anders, wenn man einen Lohn von 1.400 Euro von dem eine Familie leben muss, von einem Tag auf den anderen um 600 Euro kürzt. Es trifft also vor allem die Arbeiter, die sich auch anders nicht wehren können und die bereits jetzt zwei und mehr Jobs machen, um sich über Wasser zu halten. Dabei sind die Arbeiter am wenigsten Schuld an der Misere. Schuld sind vor allem die Regierungen der letzten 35 Jahre, die lieber in eine hochgerüstete Armee investiert haben, als ein effektives kostendeckendes Finanzwesen zu schaffen und Schuld sind die – vor allem Deutsche und FranzösischeBanken, die das hemmungslos im Eigeninteresse und getrieben durch die Waffenlobby finanziert haben. Was also wird jetzt zu tun sein. Eines ist klar. Es wird nicht ohne Schuldenschnitt gehen und die Banken müssen daran maßgeblich beteiligt werden. Es kann nicht sein, dass letzten Endes der deutsche Steuerzahler die Zeche zahlt und im Ergebnis auch nicht etwa um den Griechen zu helfen, sondern um die Abschreibungsverluste der Banken klein zu halten. Hier ist durch die Politik sehr viel Mut erforderlich, man kann gespannt sein, ob dies gelingt. Klar ist aber auch eins. Europa funktioniert nur wenn alle dabei sind. In Krisenzeiten müssen die Starken die Schwachen stützen und die Schwachen müssen zeigen, dass sie es verdienen und sich bemühen Dinge zu ändern. Es müssen alle miteinander ziehen und ohne Polemik und Besserwisserei, denn alle Europäer sitzen längst im selben Boot. Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur sind längst miteinander verbunden und weder Frieden, noch Wohlstand funktionieren im Alleingang. Wir haben in den letzten 60 Jahren in Europa und gemessen an den europäischen Verhältnissen der althergebrachten Kleinstaaterei etwas Einmaliges geschaffen, einen Lebens-, Freiheits-, Friedens- und Wirtschaftsraum für 500 Millionen Menschen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen und wir hoffen alle, dass unsere Regierungen den Mut, die Weisheit und die Durchsetzungskraft haben das Geschaffene zu erhalten. Ihr George Terzakis Herausgeber

George Terzakis Rechtsanwalt und Herausgeber

TITEL

Bielefelder

Wirtschaftsmagazin HERAUSGEBER Bielefelder Stadtzeitung UG (haftungsbeschränkt), vertr. durch Geschäftsführer RA George Terzakis (Verantwortlicher Redakteur und Anzeigenleiter im Sinne des Pressegesetzes NW) Jöllenbecker Str. 165, 33613 Bielefeld Tel.: 0521/ 529 40 99, Fax.: 0521/ 894 90 06 www.bielefelder-wirtschaftsmagazin.de info@bielefelder-wirtschaftsmagazin.de

REDAKTION RA George Terzakis (Chefredakteur/ GT), Aynur Terzakis (AT), Eckhard Hagelganz (EH), StB Friedel Stutzke (FS), Heike Sielemann (HS)

FOTOGRAFIE Bielefelder Marketing, djd, Fotolia LLC,

ANZEIGENLEITUNG Hans-Joachim Gohla anzeigen@bielefelder-wirtschaftsmagazin.de

MEDIENBERATER Rosi Aschenbrenner, Hans-Joachim Gohla, Eckhard Hagelganz, Heike Sielemann

GRAFIK & LAYOUT designrezept | Jessica Thurm www.designrezept.de

DRUCK Druckerei Hermann Bösmann GmbH, Detmold www.boesmann.de

Erscheinungsweise Sechsmal jährlich, nächste Ausgabe im Dezember 2011


Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Ausgabe 6  September/ Oktober 2011

WIRTSCHAFT

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Sonderthema | ENERGIE SPAREN Die Kraft von Mutter Erde: Mit Wärmepumpen voll im Trend

Aktuelles & Wissenswertes

14 Brennpunkt Naher Osten Zwischen Palmzweig und Kalaschnikow Europa: Fluch oder Segen für die heimische Wirtschaft? Einfluss und Bedeutung für den Wirtschaftsstandort OWL » 10

TITELTHEMA

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Europa: Fluch oder Segen für die heimische Wirtschaft? Einfluss und Bedeutung für den Wirtschaftsstandort OWL

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AUTOTRÄUME

Rund ums Automobil

48 Das Phänomen „Car-Mania“ Die Deutschen und ihr liebstes Kind 52 So wird das Auto winterfit Wertvolle Tipps für die kalte Jahreszeit

Fashion & style Mode & Ihre Macher

58 Fashion must go on Herbst-/ Wintersaison 2011/12

Wirtschaft / Politik / Steuer & Recht

18 Gut beschirmt ins Chaos Die Europäische Union am Scheideweg

E 10 - Ein teurer Flop Wer zahlt die Zeche? Natürlich wir alle. » 54

UNTERNEHMEN

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„Ich übernehme Verantwortung für Menschen in Not.“ Im Gespräch mit Charlotte de Brabandt, Moderatorin

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„Jeder hält unsere Produkte täg- lich in Händen.“ - Im Gespräch mit Gerhard Schoon, Geschäftsführer Mitsubishi HiTec Paper Europe

Unternehmer & Unternehmen

90 Bekenntnis zum Standort Herford Brax mit neuem Logistikzentrum 92 Bielefelder Unternehmen in vielen Ländern Marktführer Die Firma Dr. Oetker

GESUND & AKTIV Wellness & Medizin

32 Sonderthema | Rat & Hilfe im Trauerfall Sanfte Hilfe beim Abschied nehmen 38 Fitness & Wellness in OWL Die „Wellness-Paradiese“ unserer Region 40 Eine Brille für alle Fälle Selbsttönende Gläser sind alltagstaug lich geworden 44

„Gutes Management braucht Qualität und keine Quote.“ Im Gespräch mit Bahareh Razavi, VitaSol Therme

REISEN

Freizeit & Region

62 Wandern im Land der Märchen und Mythen Auf dem Weserbergland-Weg 66 Wandern wie die Römer Südtirol entdecken auf der Via Claudia Augusta

Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Inhaltsverzeichnis

BAUEN & WOHNEN Hausbau, Ausbau, Umbau

68 Home sweet Home Die Deutschen wollen wieder „Schöner Wohnen“ 72 Mit Sicherheit in den Urlaub Schutz vor unliebsamen Über raschungen nach der Heimkehr

KULTUR & SERVICE

Veranstaltungen & Kontakt

86 Spektakuläres Dunkel Lichtkunst von Regine Schumann in Bielefeld

Kuscheln vorm Kamin Schnelles und sicheres Anzünden des Scheitholzes » 78

88 Herrenhäuser in Porta Westfalica Rittergut Holzhausen – Ort vieler Erinnerungen 03 Impressum TITELBILD

Frau im Herbstlaub © yellowj - Fotolia.com

Rund um den Pudding Die Themenwelt von Dr. Oetker - Ein Publikumsmagnet in Bielefeld » 64

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Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

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Energie

Die Kraft von Mutter Erde:

Mit Wärmepumpen voll im Trend Nicht erst seit dem Reaktorunglück von Fukushima steht die sogenannte „Erdwärme“ bei privaten Nutzern hoch in der Gunst. Die Nachfrage nach alternativer Energiegewinnung steigt: Nach Auskunft der „Energieagentur NRW“ gibt es in Ostwestfallen-Lippe bereits mehr als 9. 000 Wärmepumpen. Und die arbeiten nach ganz einfachen Prinzipien.

V

iele Menschen denken um, seit klar wurde, wie unsicher Atomstrom in Wahrheit ist. Die von der Politik eingeleitete Energiewende in Deutschland tut ein Übriges, damit alternative Wege der Energiegewinnung wieder eine größere Rolle spielen. Sei es aus ökologischen, sei es aus ökonomischen Gründen.

Erdwärme – unerschöpflich

Foto: © arahan - Fotolia.com

Eine gute Alternative zu fossilen Brennstoffen stellt Erdwärme dar. Sie lässt sich sehr einfach mit Wärmepumpen gewinnen und

als Energiequelle nutzen. Erdwärme entsteht auf natürliche Weise in der Luft, im Erdreich oder im Grundwasser. Je tiefer unterhalb der Erdoberfläche gebohrt wird, desto wärmer wird es. Pro hundert Meter nimmt die Temperatur um 3 Grad Celsius zu. Im Erdinneren, so schätzen Experten, ist es bis zu 6.000 Grad Celsius warm. Dort tut sich also ein unerschöpfliches Reservoir auf. Der Vorteil: Es ist nicht von klimatischen Verhältnissen oder von Tages- oder Jahreszeiten abhängig. Bei konsequentem Einsatz von Wärmepumpen könnte allein das Erdreich 75 Prozent der Energie liefern, die zur Beheizung eines Hauses nötig sind. Den Rest trägt Fremdenergie bei.

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Energie

Einfaches Prinzip – große Wirkung

Wirtschaftlich attraktiv

Selbst im Winter ist der Erdboden in zehn bis fünfzehn Metern Tiefe noch bis zu zehn Grad Celsius warm. Das macht ihn für private Nutzer interessant. Denn diese Erdwärme reicht aus, um etwa die Heizung oder Warmwasserversorgung in einem Privathaushalt zu betreiben. Als Ausrüstung werden dafür Erdwärmesonden und eine Wärmepumpe benötigt. Das Prinzip in groben Zügen: Ein Wärmesammler wird im Boden versenkt. In dem Sammler zirkuliert eine Flüssigkeit, die dem Boden Wärme entzieht. Die Pumpe verdichtet diese Energie noch einmal. Sie ist danach auf einem Niveau, das sie für Heizung oder Warmwasser geeignet macht. Wärmepumpen werden mit Strom oder Gas angetrieben. Puristen nutzen sogar eine Photovoltaikanlage dafür. Am Ende wird die angefallene Abwärme wird wieder in den Boden zurück geführt. Durch diesen geschlossenen Kreislauf unterscheidet sich Erdwärme von anderen Heizsystemen.

Privathaushalte profitieren doppelt von Wärmepumpen, zum einen ökologisch, zum anderen wirtschaftlich. Der ökologische Aspekt: Wärmepumpen tragen deutlich zur Verringerung des CO 2-Ausstoßes in Deutschland bei. Allein die Heizungen in Häusern produzieren bei uns jedes Jahr 25 Prozent der schädlichen Emissionen. Wärmepumpen helfen, den Ausstoß um gut 30 Prozent zu verringern. Ein ebenso starkes Argument ist die wirtschaftliche Entlastung der Haushaltskasse: Wärmepumpen werden staatlich gefördert, etwa mit Zuschüssen und zinsvergünstigten Darlehen. Darüber hinaus geben auch regionale Energieversorger Zuschüsse für alternative Energien. Eine erste Übersicht über Fördermöglichkeiten bietet die Homepage der „Energieagentur NRW“ (www.energieagentur.nrw.de). Nach Schätzungen von Experten liegt das Einsparpotenzial von Wärmepumpen zurzeit bei 50 Prozent im Vergleich zu herkömm■  FR lichen Heizsystemen. ANZEIGE

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Wirtschaft | Aktuell

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Wirtschaft | Aktuell

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Wirtschaft | Aktuell

TITELTHEMA

Europa:

Fluch oder Segen für die heimische Wirtschaft? Geographisch gesehen, liegt Ostwestfalen-Lippe in der Mitte Europas. Und von dem, was in der Mitte liegt, geht immer eine große Ausstrahlung an die Ränder aus.

F

ür den Wirtschaftsstandort OWL bedeutet das, dass er seine starke Dynamik aus den Beziehungen zu seinen Nachbarländern bezieht, vor allem zu den Ländern, die „Kern-Europa“ ausmachen, und das sind die EU-15 -Länder. Mit ihrer Entwicklung ist unsere Region untrennbar verbunden.

10

Maschinen als Exportschlager Ein wichtiger Indikator für den Erfolg stabiler Beziehungen sind der Export und das Ansehen, das eine Region mit seinen Industriezweigen in der Welt genießt. Das Aushängeschild für Kompetenz und Technologieführerschaft weltweit ist der heimi-

sche Maschinenbau, das bekannteste Unternehmen da die Bielefelder Gildemeister AG. Maschinenbau ist die Exportbranche Nr. 1 der Region. Im Bereich der IHK Ostwestfalen betrug ihr Anteil am gesamten Export im vergangenen Jahr 22,5 Prozent. Zum Vergleich: Der ebenfalls sehr starke Möbelbau schaffte nur 10 Prozent. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Foto: © Sven Hoppe - Fotolia.com

Wirtschaft | Aktuell

Die Top-Handelspartner

Foto: © Julian Witte - Fotolia.com

Welche Länder zählten 2010 zu den wichtigen Handelspartnern in NRW? Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hauptsächlich die direkten Nachbarn: Niederlande, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Belgien, Italien. Bei den Einfuhren nach NRW tauchen genau diese europäischen Länder in der Rangliste wieder auf, mit einer Ausnahme: China spielt beim Import mittlerweile eine hervorragende Rolle. Die Volksrepublik steigerte ihren Anteil um mehr als 30 Prozent.

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Bessere Geschäftsbeziehungen Zu diesen Ländern bestehen bereits gute Kontakte. Wie sieht es aber mit den Erwartungen der Unternehmen aus, von welchen Ländern erhoffen sie sich derzeit bessere Geschäftsbeziehungen? Laut jüngster Konjunkturumfrage 2011 der IHK Ostwestfalen erwarten einheimische Firmen eine Verbes-

serung der Beziehungen zu folgenden Ländern: Indien, Türkei, Nah- und Mittelost und Russland. Schlusslicht des Ranking ist erwartungsgemäß Griechenland.

Ins Ausland investieren? Ein anderes Bild ergibt sich bei der Befragung, in welche Länder unsere Unternehmen investieren? Bei Auslandsinvestitionen stehen nämlich die EU-15-Länder im Fokus. 45 Prozent der ostwestfälischen Unternehmen wollen dort 2011 investieren. An zweiter Stelle steht China (34 %), gleichwertig daneben: Die EU-Beitrittsländer ab 2004 (34 %). Ein größerer Prozentsatz in der Region sieht also in Europa attraktive Absatzmärkte, in die Geld für den Aufbau bzw. die Verbesserung etwa von Kundenservice und Vertrieb fließen soll. Russland und Südosteuropa, sowie Asien und Nordamerika haben für heimische Unternehmen keine annähernd so ■  FR große Bedeutung. 11


Interview

Charlotte de Brabandt: Moderatorin auf internationaler Bühne

Charlotte Anabelle de Brabandt:

.

„Ich übernehme . Verantwortung für . Menschen in Not.“ Im Gespräch mit: Charlotte Anabelle de Brabandt, Moderatorin: Sie wirkt erfrischt und ausgeruht, hier im Haus ihrer Eltern in Bielefeld. Und das obwohl ihr Beruf sie ganz schön fordert.

C

harlotte de Brabandt ist für einen großen deutschen Autokonzern tätig, im internationalen Einkauf hat sie viel mit anspruchsvollen Kunden aus dem Ausland zu tun. Daher bewegt sich die 24-Jährige wie selbstverständlich auf dem internationalen Parkett. Um dabei nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren, pflegt die charismatische Managerin ein Hobby, das sie erdet: Sie moderiert Charity-Veranstaltungen, sammelt Geld für Menschen in Not, vor allem für Kinder. Ihre Eltern, ein bekanntes Bielefelder Ärzte-Ehepaar, gaben den Anstoß dazu. 12

Frau de Brabandt, was Sie da tun, ist so ungewöhnlich, dass ich Sie fragen möchte: Wie hat das alles für Sie angefangen? De Brabandt: Schon als Neunjährige stand ich mit meinem Bruder Laurent zusammen auf der Bühne. Wir sangen gemeinsam und haben dann Geld für krebskranke Kinder in Bethel gesammelt. Mein Vater hatte damals diese Veranstaltungen organisiert. Später gaben Fernsehberichte über hungernde Kinder in Ostafrika den Ausschlag, weiter zu machen. Ich ging in der Schweiz auf ein Internat, wo viele Kinder von reichen Eltern unterrichtet wurden. Es

war also einfach für meine Mitschüler und mich, dort ein paar tausend Franken für die eine oder andere Aktion zu sammeln. Ab 2005 haben Sie in London Wirtschaft studiert. Wie konnten Sie Studium und den Wunsch zu moderieren, miteinander vereinbaren? Dank der finanziellen Unterstützung meiner Eltern hatte ich in London die Möglichkeit, vieles zu bewegen - anders als man es als Studentin gewöhnt ist. Ich hatte einfach mehr Zeit für mein Hobby. Dafür bin ich meinem Vater Frederick und meiner Mutter Claudia sehr dankbar! Ich habe Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Foto: © Name - Fotolia.com

Interview

Mode-Shows, Boutique-Eröffnungen, Hochzeiten und Sportveranstaltungen moderiert. Das Geld spendete ich für Not leidende Kinder. Also ist die Moderation Ihre große Leidenschaft? Absolut, ja! Ich rede gerne, verweile unter Menschen, und wenn möglich, stelle ich mich auf die Bühne und moderiere. Wer sind Ihre Auftraggeber? Ganz unterschiedliche: Die Galerie Udo Walz in Berlin zum Beispiel, die Firma Future Film in Berlin, oder auch deutsche und internationale Hilfsorganisationen. Ich habe bis jetzt mehr als hundert Mal auch im Ausland moderiert. Haben Sie mal den Text vergessen? Die Kunst der Moderation besteht darin, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn ich den Text vergesse, muss ich improvisieren können. Schwierig wird es, wenn man Namen verwechselt oder den Beruf oder die Firma. Ich musste solche Erfahrungen schon machen. Wie ist es, wenn Sie mit bekannten Menschen zusammen auf der Bühne stehen, Leute aus dem Showbusiness oder Fernsehen, sind Sie da besonders aufgeregt? Am Anfang war es so, aber ich hatte das Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

Glück, viele Promis persönlich kennenzulernen. Es sind Menschen wie Sie oder ich. Und eigentlich müssten die Promis mehr Sorgen haben als ich, etwas Falsches zu sagen oder zu tun, schließlich wollen sie im Fokus der Öffentlichkeit gut dastehen.

lich Recht geben, wenn man die Einschaltquoten sieht. Muss ich es kommentieren? Schauen Sie sich die kranken Menschen an, mit welchen Sorgen sie sich vor die Kamera stellen. Sie tun mir im Grunde leid.

Wie meinen Sie das? Sehen Sie sich einige Fernsehsendungen an: Viele von den Promis dort haben nicht viel zu sagen. Frustriert versuchen Sie trotzdem, im Gespräch oder auf der „Promibühne“ zu bleiben, etwa durch gegenseitige Einladungen in andere Sendungen. Es geht zu wie in einer Zirkusmanege. Promis sind oft nervös, kleben am Roten Teppich, suchen die Fotografen oder gezielt die Strände und Restaurants der anderen Promis, beklagen sich dann aber über Paparazzi. Manche Promis leiden an seelischen Störungen, z.B. Persönlichkeits-Neurose, wenn es nicht so läuft. So ein Leben möchte ich ganz gewiss nicht führen. Möchten Sie dann noch ins Fernsehen? Durchaus, aber nicht um jeden Preis. Und wenn, dann eher in die seriösen Sendungen und nicht in die sogenannten Nachmittagsshows.

Sie arbeiten bei einem internationalen Autokonzern: Das ist doch sicher mit sehr viel Veantwortung verbunden? Ja, ich bin seit mehr als einem Jahr im internationalen Einkauf tätig und investiere für das Unternehmen viele Millionen Euro, es steht auch viel auf dem Spiel. Ich muss täglich viele Zahlen bewegen und geschickt verhandeln. Aber ist es nicht so, dass jeder gegenüber seinem Arbeitgeber in der Verantwortung steht?

Es gibt auch dort hin und wieder spannende Themen, und den Programmmachern muss man gelegent-

Welche Träume haben Sie noch? Was Reisen angeht oder fremde Kulturen, wird es schwierig, denn ich habe die Welt bereits zwei Mal umreist, es gibt nur wenige Länder, in denen ich noch nicht war. Aber im Ernst: Ich möchte natürlich in meinem Beruf Karriere machen, und ich wünsche mir Zeit für mein Ausgleichshobby, die Moderation. Eine eigene Familie steht im Moment im Hintergrund. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg! Und bestimmt sehen wir Sie eines Tages als Top-Managerin oder als Modera■  FR torin wieder!  13


Foto: © Smulsky - Fotolia.com

Politik

Brennpunkt Naher Osten

Zwischen Palmzweig und Kalaschnikow Das Ende der Diktatoren: Was im Dezember 2010 begann, breitete sich wie ein Flächenbrand in der gesamten arabischen Welt aus - Beginn eines arabischen Frühlings?

E

ine Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen erschütterte die arabische Welt bis auf den heutigen Tag. Ausgangspunkt, die Revolution in Tunesien und in weiteren Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika. Diese Unruhen richteten sich in erster Linie, gegen die dort autoritär herrschenden Regime und die politischen und katastrophalen sozialen Strukturen dieser Länder.

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Zu den Hintergründen: Ursachen für die erhöhte Protestbereitschaft im Nahen Osten sind der Unmut über die autoritären Regime mit einem ausgeprägtem Sicherheitsapparat, fehlende Mitsprachemöglichkeiten der Bürger, sowie Korruption in Staat, Wirtschaft und Verwaltung. Eine weitere Ursache ist die hohe Arbeitslosigkeit insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung.

Hinzu kommen die weltweit steigenden Energie-und Nahrungsmittelpreise, die große Teile der Bevölkerung erschwerend belasten.

Als Teil und ein treibender Faktor des Nahost-Konflikts gilt auch der Kampf zwischen Schiiten und Sunniten in der Region. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Politik

Insbesondere unterstützt der schiitische Iran das syrische Regime als seinen einzigen arabischen Verbündeten. Auch Ägypten hat sich seit dem Sturz von Mubarak dem Iran angenähert, Saudi-Arabien versteht sich traditionell als Schutzmacht der Sunniten und fördert seine zahlreichen Nachbarn wie z.B. Monarchien in Marokko und Jordanien mit Milliarden-Summen.

Die aktuellen Ereignisse haben die Psyche der arabischen Völker und die Machtbalance in der Region entscheidend verändert.

Die jüngsten Proteste in der arabischen Welt zeigen, dass

haben nicht mehr soviel Angst, für ihre Freiheit zu sterben. Sie haben gelernt diese „Mauer der Furcht“ niederzureißen. Das gibt den Menschen Kraft - man hat sich emanzipiert - deshalb wird es von nun an schwer für arabische Regime, einfach so weiterzumachen wie bisher. Das Modell der Diktatoren funktioniert nicht mehr - weder politisch noch wirtschaftlich - noch mit Blick auf den Generationen-Konflikt, in dem die alten Herrscher-Systeme einer dynamischen Jugend gegenüberstehen.

militärische Abschreckung al-

Doch welches tragfähige und

lein die Demonstranten nicht

demokratisch orientierte Mo-

mehr in Schach halten kann.

dell die arabischen Diktato-

Die Menschen der Region, vor allen Dingen die jüngeren Bevölkerungsteile

ren ablösen wird, bleibt abzuwarten! 

■  EH

Foto: © Bastian Ott - Fotolia.com

Die internationale Staatengemeinschaft muss erkennen, dass sie sich mit höchst fragwürdigen Regimen eingelassen hat und dass es sich nicht um einen islamischen Aufstand handelt, sondern um demokratischen Protest.

Natürlich herrschen in jedem arabischen Land spezielle Bedingungen, jedoch stehen alle vor sehr ähnlichen Herausforderungen. Das trifft auch für die Golfstaaten zu, in denen ebenfalls Monarchien an der Macht sind. Diese reichen Länder kennen keine Arbeitslosigkeit und Armut, wie Tunesien, Ägypten, Marokko, Algerien, Syrien, Jordanien und Jemen. Hier läuft es weniger auf Revolte, als auf Reformen hinaus.

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Politik ANZEIGE

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Politik

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Foto: © goodstock - Fotolia.com

Politik

Gut beschirmt ins Chaos:

Die Europäische Union am Scheideweg Wann brauchen wir Deutschen selbst einen Rettungsschirm? Ein wenig stolz sind wir Deutschen ja schon - gerade mit einem blauen Auge davon gekommen - als Klassenbester der Wirtschaftskrise getrotzt.

I

n manch anderen EU-Partnerländern dagegen sieht es weit weniger rosig aus. Schlechte Wirtschaftsdaten, schwächelnde Konjunktur, mangelnde Steuereinnahmen, hohe Zinsbelastungen bei neuen Kreditaufnahmen. Die internationalen Ratingagenturen stufen Länder wie Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und viele andere in ihrer Bonität herab. Die Banken weltweit reagieren nervös und tragen damit zu einer weiteren Verunsicherung bei. Es wird gepokert ohne Ende.

Machen hier vielleicht skrupellose Spekulanten die Europäische Union kaputt? Der Rettungsschirm der Europäischen Union beträgt aktuell rund 440 Milliarden Euro. Deutschland, als stärkste Volkswirtschaft in der Union, ist mit einem Bürg18

schaftsanteil von rund 211 Milliarden Euro dabei. Zahlen, die schwindlig machen. Wie lange eigentlich noch können wir Rettungsschirme dieser Größenordnung schnüren, bis wir vielleicht selbst einen benötigen? Am 30. August brachte das Bundeskabinett den neuen Euro-Rettungsfond (EFSF) auf den Weg. Damit kann jetzt noch mehr deutsches Geld für die Schuldenstaaten in der EU lockergemacht werden. Ziel ist die Stabilisierung des Euro - doch Kritiker fürchten:

Das wird das größte Milliardengrab aller Zeiten! Zu den Fakten: Wie groß wird der Fonds? Die maximale Kreditsumme des EFSF steigt von 250 auf ca. 400 Milliarden Euro. Was darf der EFSF? Er kann jetzt auch vorbeugend Hilfskredite gewähren (z.B. an Griechenland), mit denen u.a. Banken gestützt werden sollen. Künftig kann der Fond

Staatsanleihen von „Wackelstaaten“ oder Banken kaufen, die sie sonst nicht loswerden. Im Gegenzug müssen sich die Staaten reformieren - sprich, ernsthaft sparen.

Doch

daran

darf

gezweifelt

werden, wenn sich die Schuldnerländer nicht in die Karten schauen lassen werden. Deshalb sollte man die Schuldenländer auf den Wahrheitsgehalt ihrer Finanzdaten durch eine unabhängige EU-Kommission überprüfen lassen - denn nur echte Daten sind saubere Daten! Wer kontrolliert das eigentlich? Ohne Zustimmung der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Euro-Staaten kann der EFSF keinem Land helfen. Die Bundesregierung und der Bundestag haben also de facto ein Vetorecht! Prominente Wirtschaftsweisen forBielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Politik

mulieren das so: Ein solcher Ankauf von maroden Staatsanleihen sollte, wenn überhaupt, sehr zurückhaltend und mit strikten Auflagen verbunden werden.

Was kostet das den deutschen Steuerzahler?

hat, wäre das ein fataler Abstieg, für die so wichtige deutschen Exportwirtschaft. Wir wünschen Ihnen, liebe Angela Merkel und Ihrem Kompetenz-Team, für alle noch kommenden Verhandlungen einen klaren Blick und Ihre bekannt starke Durchsetzungskraft im Rahmen des deutschen Beitrags zur Euro-Rettung - und

schnüren Sie bitte nur solche Pakete, die unsere jüngere Generation auch zu tragen imstande ist!

Wir alle möchten gute Europäer sein - doch bitte nicht um jeden Preis. 

■  EH

Foto: © finecki - Fotolia.com

Unmittelbar nichts, was im Bundeshaushalt zu Buche schlägt, heißt es im Gesetzentwurf. Aber die mittelbaren finanziellen Auswirkungen sind nicht bezifferbar - soll wohl heißen, der deutsche Steuerzahler soll es wieder einmal richten. Gott schütze uns und die nachfolgenden Generationen vor einem eintretenden Ernstfall. Und welches Risiko trägt dabei der deutsche Steuerzahler? Deutschland ist mit einem Anteil von ca. 211 Milliarden Euro dabei, wenn alle EFSF-Mittel ausgeliehen werden und kein Cent zurückkäme. Keine schönen Aussichten für unsere Volkswirtschaft. Liebe Angela Merkel, als ich Sie vor kurzer Zeit einmal im Fernsehen sah, sprachen Sie von einem „Dominoeffekt“, wenn wir uns aus diesem Hilfsfonds verabschieden würden, die Eurozone würde dann wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Und als ehemaliger „Export-Weltmeister“ (Kinder wie die Zeit vergeht), der seinen Absatz zu 60% in der Eurozone ANZEIGE

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Foto: © Mitsubishi HiTec Paper Europe GmbH

Politik

Mitsubishi HiTec Paper Europe GmbH: Das neue Management in Bielefeld

Gerhard Schoon:

„Jeder hält unsere Produkte „täglich in Händen.” Im Gespräch mit: Gerhard Schoon, “Mitsubishi HiTec Paper Europe” Der Bielefelder Papierhersteller “Mitsubishi HiTec Paper Europe” (MPE) ist ein Unternehmen mit sehr langer Tradition. Bereits seit 1799 wird am Standort in Hillegossen Papier produziert. Bekannt wurde das Werk vor allem durch die Zugehörigkeit zum ehemaligen „Feldmühle“-Konzern (1930 – 1991).

S

eit 1999 gehört das Werk zum japanischen Konzern “Mitsubishi Paper Mills Ltd. (MPM)”. 2010 fusionierte es mit dem Schwesterwerk “Mitsubishi HiTec Paper” in Flensburg. 540 Mitarbeiter erwirtschaften in Bielefeld einen Jahresumsatz von rund 260 Millionen Euro. Über Spezialpapiere von Mitsubishi und die Arbeit vor Ort befragen wir den Geschäftsführer von Mitsubishi HiTec Paper Europe, Gerhard Schoon. Herr Schoon, “Mitsubishi Paper Mills“ besitzt in Bielefeld ein traditionsreiches Werk, aber kaum ein Bielefelder kennt Ihre Arbeit genau. Beschreiben sie bitte einmal, was sie hier am Standort tun. 20

Gerhard Schoon: Unser Fokus liegt auf der Herstellung hochwertiger Spezialpapiere. Zum Portfolio gehören Selbstdurchschreibepapiere, Inkjet-Medien und ein breites Sortiment an Thermopapieren. Wir sind der einzige Spezialpapierhersteller in Europa, der ein so großes Spektrum anbieten kann. Im Gegensatz zu Dr. Oetker etwa vertreiben wir unsere Produkte aber nicht an den Endverwender, sondern an Weiterverarbeiter, daher unsere relativ geringe Bekanntheit. Und doch hält jeder fast täglich unsere Produkte in Händen, z.B. in Form eines Kassenbons, beim Ausdrucken von Urlaubsfotos oder als Formularsatz z.B. bei Versicherungsformularen.

Man sagt japanischen Vorständen ei-

nen Hang zur Kontrolle nach. Wie schwierig ist es für Sie, hier in Bielefeld Ihre Ideen umzusetzen? Die Zusammenarbeit zwischen Konzernspitze und unserem Werk erfolgt in partnerschaftlicher Abstimmung. Alle strategischen Ausrichtungen legen wir gemeinsam fest. Kulturelle Unterschiede existieren durchaus, stellen aber dank gegenseitiger Akzeptanz kein Problem dar. Sie bereichern uns eher. Und welche Bedeutung hat Bielefeld für den Gesamtkonzern? Mit der Übernahme unseres Standorts haben die Japaner den Grundstein für eine Produktions- und Vertriebsstruktur in Europa gelegt. MPE’s Kernkompetenzen Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Politik

liegen im Veredeln von Papieren. Zusätzlich verfügt MPE über ein weltweites Vertriebsnetz sowie einen internationalen Technischen Service. Die Restrukturierung des Vertriebs in 2010 hat diese flächendeckende Vermarktung noch intensiviert. Durch die Übernahme konnte MPM seine Position als einer der weltweit führenden Hersteller hochwertiger Spezialpapiere weiter ausbauen.

keit oder Temperaturbeständigkeit an die verschiedenen Druckverfahren anzupassen. Denn eine kleine technologische Änderung der Druckverfahren kann für uns unter Umständen eine langfristige und kostenintensive Entwicklungsphase nach sich ziehen. Wir müssen also ständig ein „Ohr am Markt“ haben, um auf Veränderungen reagieren zu können.

Die Qualität Ihrer Spezialpapiere hängt ja auch stark von Forschung und Entwicklung ab. Welche Rolle spielt beides in Bielefeld? Beides ist für uns von essentieller Bedeutung. Die Anforderungen an unsere Produkte werden nicht nur von unseren Kunden und den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten bestimmt. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Entwicklung der verschiedenen Drucktechnologien zur Bedruckung unserer Papiere. Dabei arbeiten wir eng mit den Druckerherstellern zusammen, um unsere Papiere hinsichtlich ihrer Oberflächenbeschaffenheit, Haltbar-

Und wie laufen Ihre Geschäfte? Können Sie schon eine Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr wagen? Aufgrund der volatilen Märkte sind wir starken Kostensteigerungen in den Bereichen Energie und Rohmaterialien ausgesetzt. Bei einem Exportanteil von mehr als 80 Prozent haben auch die instabilen Finanzmärkte und die Wechselkurse große Auswirkungen auf unseren Erfolg. Wir versuchen mit aller Macht, diesen Fremdeinflüssen durch Maßnahmen in der strategischen Ausrichtung, im Projektcontrolling und im Risikomanagement entgegen zu wirken. Mehr lässt sich dazu im Moment nicht sagen.

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Gerhard Schoon - Geschäftsführer von Mitsubishi HiTec Paper Europe (MPE)

Und beim Personal: Stehen Entlassungen bevor? Die weltweiten Finanzprobleme geben natürlich Anlass zur Sorge, und deshalb wäre es unseriös, personelle Maßnahmen grundsätzlich auszuschließen. Aktuell haben wir aber keine Gründe, die Personalstruktur zu verändern. Herr Schoon, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen weiter■  FR hin viel Erfolg in Bielefeld!

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Region

REGION

Es ist herbstlich angerichtet:

Auf zum ShoppingVergnügen in OWL Kommen Sie mit, liebe Leserinnen und Leser auf Shopping-Tour in die Metropolen unserer schönen ostwestfälischen Region.

W

orauf hätten Sie denn Lust? Vielleicht möchten Sie einen Blick auf die neue Herbstmode werfen. Kaufhäuser und Boutiquen haben herbstlich angerichtet und freuen sich darauf Sie modisch zu verführen. Die neue Herbst/ Winter-Mode ist so vielfältig und lässt kaum Wünsche unerfüllt - ob elegant, sportiv oder rustikal - für jeden Fashiontyp ist zur neuen Saison etwas dabei. Oder haben Sie vielleicht Lust auf die neuen Schuhmodelle der Herbst/ Winter-Saison? High-Heels, klassisch oder 22

rustikal, die Schuhdesigner haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet, um Sie liebe Leser mit ihren neuen Kreationen zu überraschen. Nehmen Sie ruhig Ihre, beim Mode-Shopping erworbenen, Kleidungsstücke mit und lassen sich farblich beraten, damit eins zum anderen perfekt passt.

Lassen Sie sich verwöhnen mit einem leckeren Cappuccino oder was es sonst noch an besonderen Kaffeespezialitäten zu entdecken gibt. Vielleicht meint die Herbstsonne es noch einmal gut mit Ihnen und Sie können „Open-Air“, bei frischer Luft, die anderen „City-Shopper“ beobachten, die wie Sie auf Einkaufsbummel sind.

Machen Sie zwischendurch mal

Brauchen Sie vielleicht einen

eine Pause und besuchen eines

neuen attraktiven Duft?

der angesagten Cafés unserer Region.

Gerade zu Herbstbeginn kommen viele neue Kreationen in die Parfümerien - da ist Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Foto: © Franz Pfluegl - Fotolia.com

Region

doch bestimmt etwas für Sie dabei. Lassen Sie sich von erfahrenen „Duftexperten“ beraten - Sie finden bestimmt etwas, was genau zu Ihrem Typ passt und natürlich auch für Ihre Begleitung, denn die Palette neuer Herrendüfte ist riesig und erfüllt noch so ausgefallene Männerwünsche Die frische Herbstluft macht natürlich Appetit. Verweilen Sie in einem der vielen Restaurants und Bistros mit regionaler, nationaler oder internationaler Küche! Aber eine Bratwurst auf die Hand tut es natürlich auch - guten Appetit. Da fehlt doch noch etwas, richtig? Denn auch die Juweliere haben herbstlich angeBielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

richtet - bereit Sie zu verführen. Die neuen Uhren- und Schmuckkollektionen warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Daran vorbeizukommen, wird bestimmt nicht ganz einfach. Vielleicht werden da schon Weihnachtsgeschenkideen in Ihnen wach, doch bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit - doch träumen darf man ja wohl schon heute. Die Einkaufstüten wiegen schwer. Jetzt wird der Parkplatz angesteuert, die Shopping-Ergebnisse verstaut, und wenn Sie jetzt noch das nötige Kleingeld bei der Hand haben, steht einer Heimfahrt eigentlich nichts mehr im Wege.

Zu Hause kann man dann in aller Ruhe noch einmal probieren, was der Einkaufsbummel so alles in die Tüten gezaubert hat. Wir vom Bielefelder Wirtschaftsmagazin würden uns freuen, wenn Sie mit Ihren Shopping-Ergebnissen wieder einmal voll ins Schwarze getroffen haben. Und wer weiß, vielleicht trifft man sich ja wieder auf einem der romantischen Weihnachtsmärkte unserer Region - wir freuen uns ■  EH auf Sie.  23


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Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Private Banking – Kompetenz für die Vermögensanlage bei der Bielefelder Volksbank

Für Vermögenswerte, ob Wohneigentum, Wertpapiere

und neuen attraktiven Produkten, die sich perfekt in die

oder Barmittel, sind Weitsicht, Kompetenz, Seriosität und

Vermögensstruktur einbetten lassen, liefern die Privat-

Erfahrung gefordert, um diese Werte zu erhalten und zu

kundenbetreuer und Wertpapierspezialisten der Biele-

vermehren. Kleine wie auch große Vermögen brauchen

felder Volksbank konsequente Optimierungsansätze im

eine solide Struktur, um langfristig zu wachsen.

Zeichen der ganzheitlichen Finanzplanung. Damit schafft

Für die Bielefelder Volksbank steht dabei die nachhaltige

das regionale Kreditinstitut für seine Kunden Freiräume

Planung der Anlagestrategie im Mittelpunkt, denn die

bei der persönlichen Zukunftsplanung.

einzelnen Anlageformen sollen optimal auf die individu-

Erfolgsfaktoren für kompetentes Private Banking sind

ellen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sein.

für die Bielefelder Volksbank die individuelle Betreuung,

Sich verändernde Märkte, steuerliche Rahmenbedingun-

Transparenz und Zuverlässigkeit. Gegenseitiges Vertrauen

gen, Finanz-innovationen und die sich wandelnden Wün-

ist die Voraussetzung für die langfristige, erfolgreiche und

sche der Kunden erfordern ein ganzheitliches Vermö-

partnerschaftliche Beziehung, die auch Unruhen an den

gensmanagement. Mit kontinuierlich weiterentwickelten

Kapital- und Finanzmärkten schadlos übersteht.

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Foto: Bielefeld Marketing

Regional

Versuch einer Liebeserklärung:

Kommt ein Fremder in unsere Stadt... …was erzählen Sie ihm, damit er auch bleibt? Vielleicht hat Sie es ja gerade beruflich nach Bielefeld verschlagen.

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as Sie wissen, ist eigentlich nur, dass unsere schöne Stadt irgendwo im nirgendwo zwischen Hannover und Dortmund liegt, vielleicht noch das Bielefeld an der A 2 liegt und das am Bielefelder Berg eine der einträglichsten Blitz-Anlagen unserer Republik steht - das ist fast schon alles. Doch Bielefeld ist mehr, viel mehr. Bielefeld, die freundliche Stadt am Teutoburger Wald ist mehr als Oetker, Schüco, Seidensticker & Co. Eine Metropole, die inzwischen zu den 20 größten Städten in der Bundesrepublik gehört und mit ihren 340.000 Einwohnern ein attraktives Oberzentrum ist. Hätten Sie das vermutet? Sicher nicht? Liebenswerte Westfalen leben hier auf einer Fläche von ca. 258 qkm, um26

geben von viel Grün wie kaum in einer anderen City mit einem hohen Freizeitwert der seinesgleichen sucht. Und sogar der Intercity hält in Bielefeld und verbindet optimal die Städte von Nord nach Süd. Oft wird ja eines ein wenig belächelt „Bielefeld, die freundliche Baustelle am Teutoburger Wald“ und da ist wirklich viel Wahres dran. Wenn man früher über die Detmolder Straße citywärts fuhr, wusste man, jetzt war man in Bielefeld, doch jetzt, nach fast 2-jähriger Bauzeit ist alles wieder im Lot. Der einstige „Flickenteppich“ ist Vergangenheit.

Auch

wirtschaftlich

ist

das

Gildemeister, Schüco, Oetker, Seidersticker, Alcina, Dürkopp-Adler etc.fertigen mit fleißigen Händen anspruchsvolle Produkte für die Märkte in aller Welt. „Made in Bielefeld“ genießt weltweit einen exzellenten Ruf. Wer hart arbeitet, freut sich ganz besonders auf die zahlreichen Freizeit-Angebote unserer lebenswerten Stadt am Teutoburger Wald. Der Botanische Garten, der Tierpark Olderdissen und der Grünzug um die Sparrenburg und die rund 580 km Wanderwege sind beliebte und oft frequentierte Ziele von Naturliebhabern. Auch die attraktive Naherholungs-Anlage am Obersee lockt Spaziergänger und Jogger zum „Frischluft-Tanken“.

Oberzentrum Bielefeld für die

Auch Kunst & Kultur kommen

Zukunft gut aufgestellt:

nicht zu kurz in Bielefeld: Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Regional

Internationale Künstler und Orchester machen gern Station in unserer schönen Stadt. Zwei Theater stillen den Kulturhunger seiner Besucher und locken sogar „Kulturtouristen“ aus dem nahen Umland an. Unsere attraktive Stadthalle mit modernem Anbau und die Seidensticker-Halle bieten einen perfekten Rahmen für Großveranstaltungen aller Art. Bei Konzertfreunden ganz besonders beliebt, die Rudolf-OetkerHalle, die mit ihrer außergewöhnlichen Akustik, Maßstäbe für Hörgenuss setzt. Elf anspruchsvolle Museen ziehen jedes Jahr tausende Besucher mit spektakulären Ausstellungen in ihren Bann. Auch „Open-Air“-Veranstaltungen haben in Bielefeld eine lange Tradition. Leineweber-Markt, Weinmarkt und die Veranstaltungen im Ravensberger-Park sind die großen Publikumsmagneten.

Eine vielfältige „Gastroszene“ stillt den Hunger seiner Gäste: Ob „Westfälisch Genießen“ oder „Fine-Dining“ mit Sterne-Anspruch - hier kommt jeder auf seine Kosten. Aber auch unsere ausländischen Mitbürger bieten ihren Gästen beliebte, landestypische Gerichte - hier kommt leckeres „Multikulti“ auf die Teller anspruchsvoller Gäste.

Der Bielefelder Einzelhandel, ein Shopping-Paradies für anspruchsvolle Kunden: Einkaufen in der Bielefelder City ist immer ein Erlebnis für jung und alt - und

das Angebot ist groß und erfüllt fast alle Wünsche der Besucher aus nah und fern. Besonders „Fashion-People“ kommen bei diesem Weltstadt-Angebot voll auf ihre Kosten. Auch abends werden die Bürgersteige unserer schönen Stadt nicht hochgeklappt. Das „Neue Bahnhofsviertel“ mit seiner Nacht-Arena ist ein beliebter Treffpunkt für Nachtschwärmer der jüngeren Generation. In der Stadtmitte präsentiert sich das Stadtpalais dagegen mit seinen zahlreichen Events einem eher gesetzteren Publikum. Wie man sieht, gibt es zwischen Hannover und Dortmund eine liebenswerte Stadt, die jedem etwas zu bieten hat. Also nicht dran vorbeifahren - sondern einfach mal reinschauen! Es lohnt sich in jedem ■  EH Fall.  ANZEIGE

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Regional

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Das neue Schuljahr hat begonnen und viele Schüler möchten mit guten Zensuren glänzen. Hier hilft das Schulungszentrum am Ostertor 1 in Lemgo weiter. Seit mehr als 25 Jahren bieten Inhaberin Monika Gohla-Krahe und ihr kompetentes Team Nachhilfe in Mathe, BWL, Englisch, Französisch, Latein und weiteren Fächern an. Intensives Einzeltraining und individuelle Terminabsprachen führen schnell zum gewünschten Erfolg. Auch für die Lernstandserhebungen und für die Abschlussprüfungen werden die Schüler im Schulungszentrum Lemgo vorbereitet. Doch nicht nur Schüler erhalten Hilfe hier, Erwachsene haben ebenfalls die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse für Urlaub oder Beruf aufzubessern. Nähere Informationen erhalten Sie unter folgender Telefonnummer: 05261/ 133 58

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Ist das Tier gesund, freut sich der Mensch Viele Köpfe, ein Konzept – Viele Köpfe, ein Konzept – die Tierklinik in Bielefeld vereint viele Spezialisten unter einem Dach.

G

esundheit ist ein Gut, welches selbstverständlich erscheint – bis sie einmal beeinträchtigt wird. Ob für Mensch oder Tier, macht hier keinen Unterschied. Wer einmal erlebt hat, dass sein treuer tierischer Begleiter durch Krankheit leiden muss, weiß um die Sorgen, die sich „Frauchen“ oder „Herrchen“ (oder – bei Katzen – „das Personal“) machen. Die ganze Bandbreite von Geburt über Vorsorge und Heilung bis zum Abschied macht den Alltag der Bielefelder „Tierärztlichen Klinik für Kleintiere“ aus. Mit Anteilnahme, aber auch dem der Sachlichkeit verpflichteten Blick stellt das Team um die Gründer Dr. Lüttgenau und Dr. Flaig langjährige Erfahrung sowie modernste Diagnose- und Behandlungstechniken zur Verfügung. Seit dem Umzug der Klinik in den Neubau an der Bechterdisser Straße 6 im Jahr 2005 wurde die Einrichtung zu einem modernen tiermedizinischen Zentrum ausgebaut. Inzwischen hat sie überregionale Bedeutung erlangt, da Tierhalter und überweisende Haustierärzte gleichermaßen von den Fachabteilungen, z.B. für Chirurgie, Bildgebende Diagnostik, Augenheilkunde und mehr, profitieren. Regelmäßig werden auch Fortbildungsveranstaltungen für interessierte Tierärzte angeboten.

Ein Team für Kompetenz Da unsere Haustiere ihre Sorgen nonverbal mitteilen, besteht die Herausforderung oft in der Diagnosefindung. Eine Augenerkrankung kann eine lokale Ursache haben, aber auch Folge einer inneren Erkrankung sein. In der Tierklinik kümmert sich einer der mittlerweile 16 Tierärzte und Spezialisten um die Anamnese des tierischen Patienten. Die Symptome werden aber nicht isoliert betrachtet, denn ein Austausch mit den Fachkollegen im Hause ist jederzeit möglich. Gerne werden auch 30

Leistungsschwerpunkte: • Allgemeine und spezielle Chirurgie • Physiotherapie und Rehabilitation • Bildgebende Diagnostik: MRT, CT, Ultraschall, Digitales Röntgen, u.v.m. • Innere Medizin • Augenheilkunde

genauere Untersuchungen mit dem Computertomographen (CT) oder dem Magnetresonanztomographen (MRT) von den Haustierärzten in Auftrag gegeben. Diese Geräte sind in weitem Umkreis einzigartig, was neben der Reputation der Ärzte ein weiterer Grund für die Bekanntheit der Tierklinik zwischen Dortmund und Hannover ist. Nicht zuletzt deshalb war der Alltag in der Tierklinik mehrfach Thema der beliebten VOX-Sendereihe „Menschen, Tiere & Doktoren“.

• Laserchirurgie u. Lasertherapie • Zahnheilkunde • Dermatologie

Qualität besiegelt Die Anerkennung über Bielefeld hinaus ist das Ergebnis vielfältiger Bemühungen um besondere Qualität. Im Jahre 2007 wurde die Tierklinik Bielefeld als erste ihrer Art mit dem Qualitätssiegel des BPT „Good Veterinary Practice - GVP“ ausgezeichnet. Mittlerweile hat die erste Rezertifizierung die guten Ergebnisse der ersten Prüfung noch übertroffen.

Gesundheit im Fokus Viel Erfahrung, die nötige Technik und das interne Qualitätsmanagement sind die wesentlichen Bausteine für eine erfolgreiche medizinische Betreuung. So stehen die Chancen gut, die Zeit mit den vierbeinigen Hausgenossen wieder unbeschwert erleben zu können. ■  Norbert Adams Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Rat & Hilfe im Trauerfall

RAT & HILFE...

Sanfte Hilfe beim Abschied nehmen Bielefelder Verein setzt auf Therapie mit Hunden für trauernde Kinder: Brennende Kerzen schwimmen in einem großen, mit Wasser gefüllten Glas. Paula (13) und Genoveva (9) legen andächtig ihre Kerzen dazu. Neben dem Glasbehälter stehen auf einer gelben Karte die Worte: „In

Schmusen mit Therapiehündin Laika: Zu Hunden finden trauernde Kinder schneller Zugang als zu Erwachsenen.

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Foto: djd/Bielefeld Marketing

Erinnerung an ...“

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Rat & Hilfe im Trauerfall

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Foto: djd/Bielefeld Marketing

ie beiden Mädchen denken an einen geliebten Menschen, den sie verloren haben. Paula erinnert sich an ihre verstorbene Mutter, Genoveva an ihren Vater. Das Entzünden einer Kerze ist ein Ritual, mit dem jedes Treffen eröffnet wird. Der Bielefelder Verein „Sterntaler Trauerbegleitung für Kinder e. V.“ hilft Kindern dabei, mit ihrer Trauer umzugehen - ein Konzept, das auch bundesweit für Aufmerksamkeit sorgt.

Große psychische Belastung Ein Trauerfall stellt für Kinder und Jugendliche eine enorme psychische Belastung dar. Der Verein hilft daher gezielt - mit Gesprächsangeboten, kreativen Kursen und vielfältigen Aktivitäten. Im Mittelpunkt jedoch stehen zwei Vierbeiner: die beiden Hündinnen Laika und Kanela, mit denen „Sterntaler“ eine neue Form der Trauerbegleitung für Kinder entwickelt hat. „Die Tiere helfen dabei, schnell Zugang zu den Kindern zu finden. Ein Hund stellt keine Fragen, ist einfach da, kritisiert nicht und gibt Trost über das Streicheln“, sagt die Trauerbegleiterin Ingrid Littmann. Auch an diesem Nachmittag stürzen sich Paula und Genoveva auf die beiden tierischen Spielkameraden. Sie streicheln und kuscheln mit den ausgebildeten Therapiehunden. „Ich freue mich jedes Mal auf die Hunde. Beim Toben kann ich mich ablenken“, sagt Genoveva. Wenn Paula zum Gruppenangebot von „Sterntaler“ kommt, empfindet sie das Gemeinschaftsgefühl als sehr angenehm.

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Ein Bielefelder Verein hat neue Konzepte entwickelt, Ein Bielefelder Verein hat neue Konzepte entwickelt,

Erinnerungen wachhalten Jedes Kind gestaltet beispielsweise eine eigene Erinnerungsschatzkiste mit individuellen Gegenständen. Paula verwahrt in ihrer Box den Führerschein und den Füller ihrer Mutter, eine Spieluhr aus ihrer Kindheit und zwei Ringe. „Die Kinder zeigen sich gegenseitig ihre Kisten. Sie helfen ihnen, die Erinnerung lebendig zu halten“, sagt Trauerbegleiterin Littmann. Unter www. bielefeld-bewegt.de gibt es viele weitere Informationen zur Ar-

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Rat & Hilfe im Trauerfall

Der böse Erbe bekommt nichts Gesetzgeber hat Pflichtteilsregelungen neu festgelegt: Seit dem 1. Januar 2010 gilt ein neues Erbrecht. Es betrifft vor allem das Pflichtteilsrecht, also die gesetzliche Mindestbeteiligung naher Angehöriger am Erbe.

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Testament oder ein Erbvertrag vor der gesetzlichen Erbfolge Vorrang. Der Gesetzgeber schließt jedoch einen engen Verwandtschaftskreis von der vollständigen Enterbung aus. Ehegatte, Kinder – und falls diese schon verstorben, ersatzweise deren Kinder - und die Eltern des Verstorbenen sind pflichtteilsberechtigt. Geschwister sind von dieser Regelung ausgenommen. Ist ein Pflichtteilsberechtigter bereits enterbt, hat er Anspruch auf die Hälfte seines gesetzlichen Erbteils.

Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

emzufolge kann ein Erblasser nun unter gewissen Umständen seinen Abkömmlingen, seinem Ehegatten oder Lebenspartner auch den Pflichtteil entziehen. Eine solche Maßnahme ist beispielsweise dann möglich, wenn der Pflichtteilsberechtigte dem Erblasser nach dem Leben trachtet oder ihm gegenüber eine schwere Straftat begangen hat. Im wesentlichen blieb das Erbrecht ansonsten aber unverändert: Generell hat ein gültiges

Das handschriftliche Testament: muss mit Vor- und Nachname unter dem Testamentstext unterschrieben sein.

Stirbt ein Mensch, gehen mit seinem Tod sein ganzes Vermögen und auch alle Verbindlichkeiten auf den oder die Erben über. Allerdings ist ein Erbender nicht verpflichtet, seine Erbschaft zu behalten. Innerhalb einer bestimmten Frist kann er die Erbschaft durch eine Erklärung beim Nachlassgericht ausschlagen. Das wird vor allem dann der Fall sein, wenn das Erbe überschuldet ist. Das handschriftliche Testament muss mit Vor- und Nachname unter dem Testamentstext unterschrieben sein. Zudem sollte das Testament 34

mit Orts- und Datumsangabe versehen sein, damit bei Vorlage mehrerer Testamente das zuletzt verfasste und somit geltende herausgefunden werden kann. Wer bei seiner Letztwilligen Verfügung auf Nummer Sicher gehen will, dass beim Abfassen keine Fehler entstehen, sollte ein notarielles Testament erstellen lassen. Hier nimmt der Notar den letzten Willen mündlich zu Protokoll. Er sorgt und haftet auch für formelle Erfordernisse, die Richtigkeit des Testaments und die Hinterlegung beim Nachlass■  rgz-p gericht. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Als Bestatter ist man ein „24-Stunden-Mann“ Echte Bürozeiten kennen wir nicht, seit wir das alteingesessene Bestattungshaus Elbreder und Kley im Jahre 2000 übernommen haben. Wir sind rund um die Uhr für unsere Kunden erreichbar, Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr. Es ist wichtig, dass man als Bestatter sofort erreichbar ist, für den Verstorbenen wie auch für seine Angehörigen.

Tod und Trauer der tägliche Begleiter Sterben und Trauer, zwei Worte, die wahrscheinlich jedem einenSchauer über den Rücken jagen. Für uns und unser Team sind es tägliche Begleiter. Am Schreibtisch sind alle Formalitäten zu erledigen, am Telefon melden sich meist von Trauer gezeichnete Menschen, im Raum nebenan fällt der Blick auf Särge, Urnen und Sterbewäsche.

Kann so ein Arbeitsumfeld glücklich machen? Wir machen unsere Arbeit gerne und schämen uns nicht, dies auch zu sagen. Manchmal verdutzt das die Menschen. Aber dann sagen sie meist: Ja, das spürt man. Es ist uns ein großes Bedürfnis, die Menschen in dieser Zeit der Trauer begleiten zu dürfen. Es ist uns ebenso wichtig jemand zu sein, der mitfühlen, mitweinen aber auch vielleicht mitlachen kann, denn wir haben gelernt, dass sich auch in den traurigsten Begegnungen Heiterkeit und Freude verbergen können.

vor allem verständnis- und vertrauensvoller Ansprechpartner zur Verfügung. Im Laufe der Jahre sind wir so, beständig gewachsen. Sie finden uns an den vertrauten Standorten an der Hofstraße 37 und Bleichstraße 221, sowie in Bielefeld-Brake. Nach dem wir die ehemalige Rettungswache an der Braker Straße 101 zu unserem neuen Hauptstandort umgebaut haben, befinden sich neben der modernen Ausstellung und dem Besprechungsbereich, auch die Unterkunft für unseren neuen Bestattungswagen und das Zentrallager, an dem wir die Särge selbst ausschlagen und mit individuellen Griffen versehen. Ein Klimaraum und der neu entstandene Versorgungsbereich mit integriertem Abschiedsraum, komplettieren unser Leistungsangebot.

Bestattungsvorsorge- Eine Sorge weniger Sehr oft bekommen wir auf die Frage wie der Verstorbene sich seinen letzten Weg vorgestellt hat die Antwort: „Darüber haben bzw. konnten wir nicht sprechen!“ Oft wissen die Hinterbliebenen nicht, ob all Ihre getroffenen Entscheidungen richtig sind. Um diesem Vorzubeugen bieten wir Ihnen kostenlos und völlig unverbindlich ein Beratungsgespräch an bei dem sie sich umfassend über alle Bestattungsmöglichkeiten und Absicherungen informieren können.

Sie vertrauen Menschen, die wissen was sie tun. Ihr Vertrauen ist wertvoll. Wir gehen gut damit um.

Ihre Familie Hudalla

Gehe mit der Zeit… Ja, auch beim Bestatter hat der Wandel, wenn auch beschaulich stattgefunden. Kein verstaubtes Image, sondern helle und freundliche Farben erwarten Sie in unserem Bestattungshaus. Über einhundert erfahrungsvolle Jahre liegen hinter uns. Dabei sind wir unseren Wurzeln stets treu geblieben und stehen unseren Kunden seit jeher als fachkundiger, aber

Unser aktuell neuer Bestattungswagen - Mercedes 250 E-Klasse, Bj. 2010 Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

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Rat & Hilfe im Trauerfall

Bestattungsarten Persönliche Vorstellungen und Neigungen bestimmen die Wahl der Bestattungsart. Ob klassischen Erdbestattung, Baumbestattung oder extravagante Diamantbestattung, vieles ist möglich. In jedem Fall sollten die Bestattungswünsche mit den Angehörigen besprochen werden.

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ft sind Angehörige enttäuscht, wenn ohne deren Wissen eine Bestattungsart gewählt wird, die keinen Ort der Trauer in Form einer Grabstätte hinterlässt. Die Form der Bestattung richtet sich in erster Linie nach dem Willen des Verstorbenen. Liegt keine Willenserklärung vor, so entscheidet nach dem Gesetz der Ehegatte bzw. der nächste Angehörige über die Bestattungsart. Lebenspartner ohne amtliche Eheschließung haben gesetzlich kein Entscheidungsrecht. Hier ist eine schriftliche Willenserklärung auf jeden Fall zu empfehlen. Die verschiedenen Bestattungsarten bieten viele Möglichkeiten, dem eigenen Empfinden zu entsprechen. Hier eine Übersicht der Vielzahl an Bestattungsarten:

Die Urne kann je nach Friedhof in einem Familiengrab oder einem besonderen Urnengrab beigesetzt werden.

Die Seebestattungen: Bestattungen Kortstiege bietet die Möglichkeit einer Seebestattung. Die Asche des Verstorbenen wird nach seemännischem Brauch dem Meer übergeben. Die Trauerrede spricht dabei der Kapitän. Möglichkeiten hierfür bestehen auf nahezu jedem Meer, vorwiegend aber auf Nord- und Ostsee.

Die Anonyme Bestattung:

Die Erdbestattung ist die traditionelle Bestattungsart und bedarf in der Regel keiner besonderen Willenserklärung. Die Erdbestattung ist die meistgewählte Bestattungsform. Bestattungen Kortstiege berät individuell bei der Friedhofswahl und erledigt alle anfallenden Formalitäten.

In den letzten Jahren ist eine Zunahme der anonymen Bestattungen festzustellen. Anonym bedeutet: Bestattung der Urne auf einer großen Rasenfläche ohne Kennzeichnung des Grabes. Hier wird teilweise aus dem Grund der Sorge um die Sicherstellung einer späteren Grabpflege, auf eine gekennzeichnete Grabstätte verzichtet und die Urne z. B. in einem Rasenfeld anonym beigesetzt. Die Trauerbewältigung kann jedoch nach einer anonymen Bestattung in vielen Fällen wesentlich schwieriger und problematischer werden, weil die Grabstätte als Anlaufstelle fehlt.

Die Feuer- & Urnenbestattung:

Die Baumbestattungen:

Die Feuerbestattung bietet die Möglichkeit, die Urne auf einem Friedhof Ihrer Wahl bestatten zu lassen. Wenn die Feuerbestattung im Sinne des Verstorbenen ist, sollte seine handschriftliche, zu Lebzeiten verfasste Erklärung vorliegen, die etwa folgenden Inhalt haben kann: ‘Hiermit verfüge ich, nach meinem Ableben eingeäschert zu werden.‘ 21.10.2006 Herbert Mustermann Fehlt diese Erklärung, so können der Ehepartner, der Lebenspartner bzw. der nächste Angehörige bestätigen, dass die Feuerbestattung dem Willen des Verstorbenen entspricht. Die Erklärung bzw. Bestätigung wird vom Bestatter angefordert.

Baumbestattungen werden in Bielefeld ebenfalls angeboten. Auf dem parkähnlichen Friedhof stehen verschiedene Laub- und Nadelgehölze zur Auswahl. Der Gedanke, dass die Asche des Verstorbenen von den Wurzeln eines Baumes aufgenommen wird und der liebe Angehörige somit sinnbildlich in anderer Form ‚weiterlebt‘, scheint vielen Menschen angenehm zu sein.

Die Erdbestattung:

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Das Wahlgrab: Grabstätte für Einzelpersonen oder Familien, Beisetzung von einem Sarg und bis zu zwei Urnen je Grabstätte. Ruhezeit: Je

nach Friedhof 20 - 30 Jahre, Verlängerung ist möglich. Lage: kann frei gewählt werden. Sie übernehmen die Grabpflege selbst oder beauftragen eine Friedhofsgärtnerei.

Das Urnenwahlgrab: Grabstätte für Einzelpersonenoder Familien, Beisetzung von bis zu vier Urnen (je nach Friedhof).Ruhezeit: Auf Bielefelder Friedhöfen 20 Jahre, Verlängerung ist möglich. Lage: kann in der Regel frei gewählt werden. Sie übernehmen selbst die Grabpflege oder beauftragen eine Friedhofsgärtnerei.

Das Kolumbarium: Grabstätte für Einzelpersonen oder Paare, Beisetzung von bis zu vier Urnen. Ruhezeit: 20 Jahre, Verlängerung ist möglich. Lage: kann frei gewählt werden.

Das Sarg-Reihengrab: Grabstätte für Einzelperson; Beisetzung von einem Sarg. Die Vergabe der Grabstätte erfolgt nach der Reihe. Ruhezeit: je nach Friedhof 20 oder 30 Jahre (keine Verlängerung möglich). Sie selbst übernehmen die Grabpflege oder beauftragen eine Friedhofsgärtnerei.

Das Urnen-Reihengrab: Grabstätte für Einzelperson, Beisetzung von einer Urne. Die Vergabe der Grabstätte erfolgt nach der Reihe. Ruhezeit: 20 Jahre(keine Verlängerung möglich). Sie selbst übernehmen die Grabpflege oder beauftragen eine Friedhofsgärtnerei.

Das Sarg-Rasengrab: Grab für Einzelperson im Rasenfeld mit Kennzeichnung der Grabstätte. Ruhezeit: je nach Friedhof 20 - 30 Jahre. Nur auf einigen Friedhöfen in Bielefeld. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Gesund & Aktiv

Fitness & Wellness in OWL Tauchen Sie ein, in die „Wellness-Paradiese“ unserer Region! Wie kaum eine andere Region in Deutschland, bietet Ostwestfalen mit seinem Oberzentrum Bielefeld, ein so vielfältiges Angebot im Fitness- & Wellnessbereich.

E

s ist schon lange kein Geheimnis mehr: Nur wer fit und gesund ist, kann heute den harten Alltagsanforderungen erfolgreich die Stirn bieten. Unsere Region geht da beispielhaft voran. Große und kleine Fitness-Studios buhlen heute um die Gunst einer fitnessorientierten Generation. Schlechte Zeiten für „Couch-Potatoes“, die mit ihrer Kehrseite nicht vom Sofa kommen. Auch die Fitness-Studios haben dazugelernt, haben ihre Angebote den hohen Erwartungen ihrer Klienten angepasst. Professionelle Coaches kümmern sich heute weit intensiver um ihre Gäste. Ein obligatorischer Gesundheits-Check steht deshalb ganz oben, bevor man sich den Geräten nähert. Beratung und Aufklärung gehören heute zu Standard-Programm eines verantwor-

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tungsvollen Studios, bevor es zu einem Start ins „Vitale Leben“ geht. Für alle, die ihre leicht verblassende Sommerbräune noch einmal verlängern möchten, stehen in unserer Region zahlreiche „ Sonnen-Oasen“ zur Verfügung. Geschultes Personal berät und informiert die sonnenhungrigen Besucher, wie sie die Sonne aus der Steckdose am besten für sich nutzen können.

Natürlich sollte man es nicht übertreiben, sonst sieht man nachher aus wie Thomas Anders - aber wer will das schon? Großer Beliebtheit erfreuen sich, gerade jetzt zur Herbstzeit, die Wellness-Thermen

in OWL: Vitasol, Bali-Therme und das H2O in Herford bieten heute ein vielseitiges Fitness- und Wellnessprogramm an, das immer mehr Besucher in ihren Bann zieht. Diese perfekt inszenierten „Wohlfühl-Oasen“ laden ein, zur Erholung für Körper und Geist. Hier kann man sich einfach mal freischwimmen vom Tagesstress und die Seele baumeln lassen.

Ganz oben auf der „WellnessWelle“ schwimmen zurzeit Unternehmen,

die

traditionelle

Thai-Massagen anbieten! Die Thai-Massage kann bei vielen Beschwerdebildern ihren Einsatz finden, aber auch zur Vorbeugung angewendet werden. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Nach so viel Fitness & Gesundheit fehlt doch noch etwas? Jetzt, wo Körper und Geist bestens gestählt sind, sollte man auch etwas für sein „Besseres Aussehen“ tun. Zahlreiche Kosmetikstudios mit qualifiziertem Personal bieten in unserer Region ihre verschönernden Dienste an. Nehmen Sie sich einfach mal Zeit für sich! Bei einer kosmetischen Behandlung, Gesichtsbehandlung oder Mas-

sage, vergessen Sie Raum und Zeit und entfliehen so dem grauen Alltag!

Auch den „Herren der Schöpfung“ empfehlen wir diese „Entspannungsoasen“,

denn

wir

wollen doch alle nur das eine - immer gut aussehen - denn

Foto: © WavebreakMediaMicro - Fotolia.com

Durch sanfte Klänge und Wassergeräusche im Hintergrund, aber auch durch exotische Gerüche, wird der Besucher beim loslassen und entspannen unterstützt. Probieren Sie es einmal aus, liebe Leser - denn wer es einmal erlebt hat, möchte es nie wieder missen!

wie heißt es doch so schön: Die Konkurrenz schläft nicht. In diesem Sinne, liebe Leserinnen und Leser des Bielefelder Wirtschaftsmagazins - kommen Sie gut durch die dunkle Jahreszeit und genießen Sie die zahlreichen Fitness-und Wellnessangebote unserer ■  EH  schönen Region OWL! ANZEIGE

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Gesund & Aktiv

Eine Brille für alle Fälle Selbsttönende Gläser sind alltagstauglich geworden. Tageslicht tut uns gut und sorgt für prima Laune. Doch zu viel Sonnenlicht ist für das empfindliche Auge schädlich. Man ist geblendet, und das Auge wird gereizt. Ein guter Schutz durch dunkle Brillengläser ist daher alles andere als Luxus oder ein bloßes Designelement.

W

enn Brillenträger sich nicht genügend gegen helles Sonnenlicht schützen, hat das meist praktische Gründe. Für Menschen, die etwa beruflich ständig zwischen Innenräumen und draußen pendeln müssen, heißt es: Sonnenbrille runter, Korrekturbrille rauf.

Die neuen „Selbsttönenden“ Wer sich damit nicht mehr herumschlagen möchte, kann jetzt genauso gut zu einer sogenannten phototropen oder selbsttönenden Brille greifen. Denn die Zeiten sind vorbei, dass diese Brillengläser sich nur träge an wechselnde Lichtverhältnisse anpassten. Die Technik der Brillengläser hat sich dank einer Entwicklung des Optikunternehmens Zeiss inzwischen stark verbessert. Seit kurzem gibt es Brillengläser, die mit Molekülen arbeiten, die sich blitzschnell ausdehnen, sobald sie UV-Strahlung ausgesetzt werden. Auf diese Weise färbt sich das Brillenglas dunkel. Je stärker die UVStrahlung ist, umso dunkler wird das Glas. Im Innenbereich funktioniert dieser Prozess umgekehrt.

Die neue PhotoFusion-Technik macht die Herstellung von Brillengläsern möglich, die in Innenräumen so klar wie eine herkömmliche optische Brille sind und die im Außenbereich innerhalb von Sekunden die Funktion einer Sonnenbrille übernehmen. Die Farbtreue der neuen Gläser ermöglicht ein natürliches Sehen bei allen Lichtverhältnissen. Das ständige Wechseln der Brille gehört damit der Vergangenheit an. „Das bedeutet, dass ich nur eine Brille bei mir habe, was das Leben sehr viel einfacher macht. Durch die automatische Tönung und den hundertprozentigen Schutz vor UV-Strahlung sind 40

Foto: djd/Carl Zeiss

Schneller Farbwechsel

Komfortables Sightseeing dank selbsttönender Brillengläser - und zwar auch dann, wenn man gerade alle Hände voll hat.

PhotoFusion Brillengläser zudem ideal für Menschen mit empfindlichen Augen geeignet“, erklärt Dr. Markus Haidl, Physiker und Forschungsleiter Augenoptik bei

Zeiss. Unter www.besser-sehen.zeiss.de findet man spezialisierte Augenoptiker, die die neue Brillenglastechnologie ■  djd/pt anbieten. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Gesund & Aktiv

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as frei Hautforschungsinstitut wollte es genau wissen und hat jetzt 512 deutsche Frauen zwischen 30 und 65 Jahren befragt, auf welche Methoden sie schwören.

Knapp jede vierte Frau vertraut auf die Maske Trotz aller kritischen Berichte über wirkungslose Antifaltencremes und andere Spezialprodukte, ist das Vertrauen in die Kosmetik ungebrochen. So wählen 87 Prozent der Befragten spezielle Anwendungen für schnell sichtbare Ergebnisse. Spitzenreiter ist die Pflegemaske, die mit 24 Prozent alle anderen Methoden weit hinter sich lässt. Auf Platz zwei folgt mit 15 Prozent die kombinierte Anwendung eines Pflegeserums und einer Spezialcreme, dicht gefolgt von Intensivpflegekonzentraten mit 14 Prozent. Auch Peelings haben mit 13 Prozent treue Anwenderinnen und immerhin jede zehnte deutsche Frau vertraut darauf, eine Extraportion Creme aufzutragen.

Pflegerezepte

für

schöne

Foto: djd/frei

Haut im Winter

Für schnell sichtbare Schönheitsergebnisse wählt knapp jede vierte deutsche Frau die Pflegemaske.

Umfrage:

Was macht am schnellsten schön? Pflegemaske liegt bei den Bundesbürgerinnen ganz weit vorne. Im Winter benötigt die Haut häufiger eine Intensivkur für die Schönheit. Viele Methoden versprechen eine schnelle Wirkung. Doch was davon ist vertrauenswürdig und wird letztendlich auch umgesetzt? 42

Speziell im Winter ist die Haut gleich dreifach belastet. Die Kälte und die niedrige Luftfeuchtigkeit entziehen ihr draußen Feuchtigkeit, drinnen strapaziert die Heizungsluft vor allem trockene und sensible Haut. Wichtig ist jetzt, die Haut im Gleichgewicht zu halten und ihr zu geben, was ihr am meisten fehlt: Lipide und Feuchtigkeit. Cremes und Lotionen mit speziellen Wirkstoffkombinationen für trockene Haut, wie beispielsweise „frei Hydrolipid Balance“ aus der Apotheke, können die hauteigene Lipidproduktion anregen und für eine stabile Hautschutzbarriere sorgen. Die Feuchtigkeit kann länger in der Haut bleiben, Trockenheit und Spannungsgefühl können verschwinden. Für empfindliche Haut, die zu Reizungen und Rötungen neigt, empfehlen sich Wirkstoffe wie Aloe vera und Panthenol, die in Kombination mit pflanzlichen Ölen und Urea Hautirritationen lindern und die Abwehrkraft sensibler Haut unterstützen können. Enthalten sind sie beispielsweise in „frei Sensitive ■  djd/pt Balance“.  Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Gesund & Aktiv


Interview

Betriebsleiterin der VitaSol Therme in Bad Salzuflen: Bahareh Razavi

„Gutes Management braucht Qualität und keine Quote.“ 44

Foto: @ VitaSol Therme

Bahareh Razavi

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Interview

In der Reihe „Frauenpower in OWL“: Bahareh Razavi, Bad Salzuflen: Bahareh Razavi schafft den Sprung zwischen Tradition und Modernität. Mit viel Engagement und Leidenschaft leitet die 34-jährige Betriebswirtin seit mittlerweile mehr als zwei Jahren die VitaSol Therme in Bad Salzuflen.

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urch ihre konsequente und innovative Arbeitsweise erlebte der einst staatliche Kurbetrieb in den letzten Jahren einen enormen Wandel vom klassischen Solebad zu einem modernen Gesundheits- und Wellnesszentrum. Seit die Therme 2008 von dem Schweizer Familienunternehmen der Kannewischer Management AG übernommen wurde, erfreut sie sich immer größerer Anerkennung und Beliebtheit. Mit mehr als 100 Mitarbeitern erwirtschaftet Bahareh Razavi einen Umsatz von 4,5 Millionen Euro im Jahr. Als Betriebsleiterin trägt sie die kaufmännische Verantwortung, entwickelt die Unternehmensstrategie mit und kümmert sich um neue Bauprojekte. Mit viel Charme, Einfühlungsvermögen und weiblicher Power spürt sie Trends auf und schafft emotionale Erlebnisse für jung und alt.

Frau Razavi, wie viel Power brauchen Sie, um diese Stelle gut auszufüllen? Bahareh Razavi: Sehr viel! Aber vor allem auch eine sehr gute Qualität der Arbeit, viel Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Darüber hinaus muss ich aber auch meine Ergebnisse präsentieren können. Wir Frauen müssen viel stärker beweisen, dass wir fähig sind optimale Ergebnisse zu erzielen. Die Qualifizierung allein reicht nicht aus. Als Frau werde ich viel öfter hinterfragt, während man Männern mehr durchgehen lässt. Es kommt also nicht nur darauf an, was wir können, sondern wir müssen uns häufiger rechtfertigen und unsere Resultate sichtbar machen. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

Woher beziehen Sie Ihre Kraft für diesen anspruchsvollen Beruf hauptsächlich? Aus meiner lebensbejahenden Einstellung, meiner Leidenschaft für meinen Beruf und aus meiner hervorragenden Beziehung zu meinem Mann und meiner Familie. Sie ermutigen mich, mir selbst keine Grenzen im Kopf zu setzen. Aber auch die Ergebnisse meiner Arbeit motivieren mich, sie geben meinem Tun einen Sinn. Was bedeutet der Begriff „Frauenpower“ für Sie? Er ist ja zu einem richtigen Modewort verkommen, der eigentlich über Frauen wenig aussagt. Richtig! Zuerst einmal bin ich Mensch, danach folgen mein Geschlecht und meine Herkunft. Zum Begriff selbst: Frauen bewerten Situationen im Berufsalltag anders als Männer. Diese Diversität bringt neue Sichtweisen und stellt eine Bereicherung für Wirtschaft und Gesellschaft dar. So gehen Frauen erwiesenermaßen mehr auf ihr Team ein und beziehen mehrere Sichtweisen in ihre Entscheidungsprozesse mit ein. In unserer Gesellschaft können wir es uns nicht mehr leisten, an Schlüsselstellen auf dieses Potenzial zu verzichten. Sie stammen aus einer iranischen Familie, die bereits seit über 20 Jahren in Deutschland lebt. Welches Rollenverständnis haben Sie in dieser kulturellen Spannung für sich als Frau entwickelt? Ich bin davon überzeugt, dass die Prägung und Kenntnis beider Kulturen mich bereichern. Dadurch kann ich Si-

tuationen aus mehreren Perspektiven betrachten und ganzheitlicher denken. Für meine Umwelt war mein multikultureller Hintergrund aber nicht immer einfach. Menschen definieren sich über Abgrenzung, somit bestand die Schwierigkeit darin, dass ich mich nicht so stark von ihnen unterschieden habe, wie sie sich das gewünscht hätten. Ich passte nicht in ihre vorhandenen „Schubladen“. Daraus resultierten Kommentare wie: „Für eine ausländische Frau nicht schlecht!“ Solche Äußerungen erfüllten mich mit Stolz und Melancholie zugleich. Vor einiger Zeit wurde eine staatliche Frauenquote in der Öffentlichkeit diskutiert. Würden Sie sie unterstützen, oder halten Sie diese eher für kontraproduktiv? Ich möchte als Frau nicht durch eine Quote anerkannt werden, sondern aufgrund meiner Fähigkeiten! Wichtig ist doch, dass Management und Führung mit der nötigen Qualität zu den optimalen Ergebnissen führen. Man muss das Richtige richtig und aufrichtig tun, also professionell. Das muss unabhängig vom Geschlecht geschehen. Wir brauchen Qualität, keine Quote. Trotzdem sollten wir uns natürlich fragen, warum so wenige von den qualifizierten Schulabgängerinnen in den Chefetagen ankommen. Wir sollten uns verantwortungsbewusst und differenziert mit dem „Weg in die Chefetage“ auseinandersetzen und uns den Ursachen widmen und nicht nur die Symptome wegdrücken. Frau Razavi, vielen Dank für das Ge■  FR spräch!  45


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Der Bielefelder Allgemeine Pflegedienst:

Ein starker Partner in der Not Was genau ist...? Häusliche Pflege bezeichnet die Versorgung pflegebedürftiger Menschen in ihrer Wohnung bzw. ihrer häuslichen Umgebung außerhalb von teil- oder vollstationären Einrichtungen.

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ie häusliche Pflege ermöglicht dem Pflegebedürftigen, in seinem familiären Umfeld versorgt zu werden, was in der Regel vom Pflegebedürftigen gegenüber einer stationären Pflege, das heißt Pflege bei Unterbringung in einem Heim oder Krankenhaus, bevorzugt wird. In den gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland zur häuslichen Pflege im SGB XI und im SGB XII hat häusliche Pflege stets Vorrang vor stationärer Pflege. Häusliche Pflege kann von Familienangehörigen oder anderen Personen aus dem sozialen Umfeld des Pflegebedürftigen geleistet werden (pflegende Angehörige), auch wenn diese Pflegepersonen keine einschlägige Ausbildung haben.

Professionelle ambulante Pflegedienste oder Sozialstationen unterstützen und entlasten gegen Entgelt die Pflegepersonen in ihrer Pflegetätigkeit. Wird die häusliche Pflege von Angehörigen oder sonstigen Privatpersonen durchgeführt, zahlt die Pflegekasse ein pauschales Pflegegeld an die pflegebedürftige Person, die in dessen Verwendung frei ist; die teilweise häusliche Pflege durch Pflegedienste gilt als eine Sachleistung der Pflegeversicherung. Deren Bezahlung bis zur monatlichen Maximalgrenze regeln Pflegekasse und ambulanter Dienst direkt miteinander. Daneben kann es sein, dass pflegende Angehörige keine Entschädigung oder dergleichen erhalten. Am eigenen Leib zu erfahren pflegebedürftig zu werden oder es mitzuerleben, wenn ein nahestehender Mensch pflegebedürftig wird, ist für die meisten Menschen mit Angst und Unsicherheit verbunden. Neben den drängenden menschlichen Fragen wird man in dieser Situation auch noch mit fremdartigen Begriffen, Vorschriften und Regeln konfrontiert, die oft unmenschlich wirken. Hier ist ein starker, einfühlsamer Partner gefragt, der die menschliche und fachliche Erfahrung hat um den Betroffenen in der schwierigen Zeit eine wertvolle Stütze zu sein. Der Bielefelder „Allgemeine Pflegedienst OWL „ bietet eben jene Mischung aus Menschlichkeit und Erfahrung, der Sie sich und/ oder Ihre lieben Menschen anvertrauen können. Eine gute Planung und Organisationsorgt dafür, dass die Patienten im Wochenrhythmus zu festen Zeiten und von denselben Mitarbeitern besucht werden. Im Notfall sind fachkundige Mitarbeiter 24 Stunden am Tag über den Bereitschaftsdienst erreichbar. Der Allgemeine Pflegedienst (www.allgemeinder-pflegedienst.de) arbeitet eng mit Ärzten, Fachärzten, Sozialarbeitern, Krankengymnasten, Sozialdiensten und dem Hausnotruf zusammen. Bei Bedarf werden auch Haushaltshilfen, Essen auf Rädern, Fußpflege oder andere erprobte und bewährte Dienstleistungen vermittelt. Ebenso werden bei Bedarf Arzt- und Behördengängen geholfen, ebenso wie bei der Stellung der erforderlichen Anträge für Pflegestufen, beim Sozialamt und allem was dazu gehört. Der Bielefelder Allgemeine Pflegedienst ist zudem Mitglied im Bad e.V. und ist über dessen Netzwerk immer auf dem neuesten Stand wenn es um das Thema Pflege und zum Pflegerecht geht.

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Fernab des Alltags entspannen und neue Energie tanken Die VitaSol Therme Bad Salzuflen bietet vielseitige

Die VitaSol Therme bietet Unternehmen die Möglich-

Möglichkeiten für Entspannung, Gesundheit und Wohl-

keit seinen Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern

gefühl. Ob beim Relaxen in der ThermenLandschaft, im

ein besonderes „Dankeschön“ zu bescheren und gleich-

weitläufigen SaunaPark oder bei einer entspannenden

zeitig neue Energie zu schöpfen. Mit kleinen Wohlfühl-

Massage in der WellnessLounge: Regeneration und Ge-

Auszeiten werden nicht nur Entspannung und Erholung

nuss rundum sind garantiert.

garantiert, sondern gleichzeitig wird auch etwas für das

Nun, da sich das Jahr langsam dem Ende entgegen neigt, wird es Zeit Kraft zu schöpfen und neue Ener-

Unternehmen getan: denn auf Entspannung und Regeneration folgt mehr Motivation und Leistungsbereitschaft.

gie für den Alltag zu tanken. Um munter ins neue Jahr

Die attraktiven Wohlfühl-Gutscheine haben den Vorteil,

zu starten, ist es wichtig, sich Zeit für die eigene Erho-

dass man sie für jedes Budget und jeden Typen individuell

lung zu nehmen. Was gibt es Schöneres als dass zum

gestalten kann – als Eintritt in Therme und Sauna oder aber

Jahreswechsel Ruhe einkehrt, man sich nach getaner

für eine Wellness-Behandlung. Überschreitet man dabei mo-

Arbeit etwas Gutes gönnt und einfach mal die Seele

natlich nicht die € 40,00 – Grenze, sind diese Geschenke für

baumeln lässt?

Unternehmen und deren Mitarbeiter auch noch steuerfrei.

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Deutschland hegt und pflegt:

Das Phänomen „Car-Mania“ Die Deutschen und ihr liebstes Kind: Fast schon ein Ritual, jeden Samstag, während die Hausfrauen das Mittagessen vorbereiten, werden Deutschlands Männer unruhig.Da wartet etwas vor der Haustür, das Liebe und Pflege erwartet - es ist der Deutschen liebstes Kind, der fahrbare Untersatz.

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ichtig, die Deutschen waschen ihr Auto, das geliebte. Und sie gehören damit zur Speerspitze jener 44% deutscher Bürger mit fahrbarem Untersatz, die die Pflege ihres „Besten Stücks“ als sehr wichtig erachten. Allerdings ist nicht jeder Deutsche so fleißig und reinlich, wenn es um den Lack schädigende Insektenkadaver und Vogeldreck geht, denn im Jahresdurchschnitt wird jedes privat genutzte Auto nur siebenmal gewaschen - deutsche Gründlichkeit? Weit gefehlt. Doch ab und zu findet man sie, die Gründlichen, die Vorbildlichen. Denn immerhin geben 20% an, ihr „Gutes Stück“ mindestens alle zwei Wochen zu reinigen. Vielleicht ist es aber auch eine willkommende Gelegenheit, dem heimischen „Hausdrachen“ für kurze Zeit zu entfliehen. Und dann gibt es ja auch noch diejenigen, die auf die Waschstraße verzichten und selbst Hand anlegen, denn bekanntlich ist das ja das Beste für ihr Auto. Doch aufgepasst, wenn da mal nicht der Gesetzgeber Wind davon bekommt - schließlich ist die per Hand vorgenommene Wäsche verboten und schlägt mit einem nicht unerheblichen Bußgeld zu Buche.

Nachbarn, die mit einem Kissen auf dem Fenstersims die Szene beobachten, sollten sich

und andererseits zeigt, dass deutsche Männer zum Lieben befähigt sind - alles nur Blech, doch die Deutschen lieben es über alle Maße.

Doch werfen wir mal einen Blick über den „großen Teich“, da tut sich was. Die Amerikaner, gleichfalls der „Car-Mania“ verfallen, haben es da schon viel besser - da waschen gutproportionierte „Pin-ups“ die Autos, da kommt bei Autobesitzern schon einmal Freude auf. Und irgendwann schwappt ja jeder verrückte Trend über den „großen Teich“. Also liebe Männer, Augen auf und aufgepasst!

Nach so viel Oberflächenkosmetik, hier noch ein Tipp für unsere Automobilisten: Schauen Sie sich bitte, liebe Autofahrer auch einmal Ihre Reifen an, denn zu Beginn der dunklen Jahreszeit sollte man die Winterreifen aus dem Keller holen, damit Ihr Fahrzeug für den kommenden Winter gut gerüstet ist. Denn unserer Verkehrsminister Peter Ramsauer und auch die deutschen Versicherer kennen bei einem Crash kein Pardon, wenn die Profiltiefe Ihrer ■  EH Reifen nicht in Ordnung ist.

ja schon öfter als anonyme De-

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lia.com - Foto Foto

Nur gut, das die meisten Deutschen sich gesetzestreu verhalten und sich pflichtbewusst einer der modernen und schonend arbeitenden Waschanlagen anvertrauen. Eine Umfrage hat ergeben, dass in deutschen Waschstraßen jährlich ca. 235 Millionen Fahrzeuge maschinell gereinigt werden, was mit einem Branchenumsatz von etwa 1,5 Milliarden Euro zu Buche schlägt. Was einerseits beweist, dass es uns Deutschen, die sich einen fahrbaren Untersatz leisten können, so schlecht gar nicht geht

rks -artwo : © kk

Foto: © alexanderanissov - Fotolia.com

nunzianten profiliert haben.

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Oktober und März aufs Neue eine Herausforderung im Straßenverkehr dar. Je härter der Winter, desto mehr Unfälle - das zeigte sich auch 2010, als ihre Zahl erstmals seit elf Jahren wieder um 4,2 Prozent stieg. Die gesetzliche Unfallversicherung gibt im Rahmen der Kampagne „Risiko raus!“ wertvolle Tipps, um das eigene Auto winterfest zu machen und sicher und entspannt durch den Winter zu kommen.

Foto: © Name - Fotolia.com

Der richtige Grip

Winterliche Straßenverhältnisse stellen für Autofahrer alle Jahre wieder eine echte Herausforderung dar.

So wird das Auto winterfit Risiko raus: Wertvolle Tipps für die kalte Jahreszeit

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aureif auf den Feldern und stetig kühler werdende Tem p er a t u r en : Keine Frage, die kalte Jahreszeit

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beginnt. Autofahrer stehen nun vor einer harten Probe. Vereiste Scheiben, schlechte Sichtverhältnisse und glatte Fahrbahnen stellen jedes Jahr zwischen

Ein vorsichtiger und rücksichtsvoller Fahrstil ist ganzjährig Pflicht. Bei Glatteis, Schneeglätte oder Schneematsch, Eis- oder Reifglätte verlangt die Straßenverkehrsordnung „Matsch und Schnee“-Reifen. Diese sind durch das Schneeflocken- oder M+S-Symbol gekennzeichnet. Generell gilt: Autofahrer sollten zwischen Oktober und Ostern durchgehend auf Winterbereifung setzen. Wer bei der Montage auf fachmännischen Wechsel und das wichtige Auswuchten verzichtet, spart am falschen Ende. Reifenhändler und Werkstätten bieten beide Services für durchschnittlich 40 Euro an. Die Pneus sollten qualitativ hochwertig und nicht älter als fünf Jahre sein. Es ist ratsam, dass ihre Profiltiefe mindestens vier Millimeter beträgt. Das Risiko ungewollter Rutschpar-

tien wird so auf ein Minimum reduziert.

Den Durchblick behalten Wer auf Nummer sicher gehen will, darf das Frostschutzmittel nicht vergessen. Rechtzeitig eingefüllt, verhindert es das Einfrieren von Kühl- und Scheibenwaschwasser und sorgt dafür, dass Autofahrer im Winter nie den Durchblick verlieren. Eine Kontrolle der Vorder- und Rückleuchten garantiert die eigene Sichtbarkeit. Ebenfalls wichtig ist ein Check der Autobatterie - führt diese doch mit klarem Vorsprung die Liste der Pannenursachen in der kühlen Jahreszeit an. Das schleppende Anspringen des Autos bei Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunkts ist meist ein deutliches Zeichen für den notwendigen Tausch. Rundum winterfit wird das Fahrzeug durch das richtige Bordzubehör. Mit Eiskratzer, Handfeger, Decke, Taschenlampe, Starthilfekabel, Abschleppseil und Anfahrhilfe sowie Schneeketten sind Autofahrer im Winter auf alle Eventualitäten bestens vorbereitet - und können trotz Eis und Schnee ihr Ziel jederzeit entspannt erreichen. Unter der Internetadresse www.risiko-raus.de gibt es weitere Informationen. ■  djd/pt

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Quote, dürften vermutlich für die Branche zwischen 300 und 400 Millionen Euro liegen, so vermutet der Chef der Aral-Mutter BP-Europe, Uwe Franke.

Begleichen soll die Rechnung aber der Kunde an der Zapfsäule

Foto: © Gerhard Seybert - Fotolia.com

Noch höhere Benzinpreise sollen die Kosten für mögliche Strafzahlungen wieder ausgleichen. Es ist wie so oft im Leben, wenn man sich verweigert, kann und wird es für uns alle teuer werden - wollen wir das eigentlich?

E 10 - ein teurer Flop:

Wer zahlt die Zeche? Natürlich wir alle. Wenn ein starker Arm es will, stehen alle E 10-Zapfsäulen still. Endlich mal eine konzertierte Verweigerung der deutschen Autofahrer. Die mündigen Verbraucher akzeptieren nicht, was ihnen Politiker und Mineralmultis ins Klassenbuch schreiben wollen.

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er Begriff von „Wir sind das Volk“ bekommt auf einmal eine aktuelle Bedeutung.

Eines ist jedoch sicher, die allgemeine

Verweigerung

wird

uns alle noch teuer zu stehen kommen. 54

Der Mineralölkonzern BP prescht vor, will mögliche Strafzahlungen an die Kunden weitergeben. Diese werden fällig, wenn die Ölmultis, den von der Politik vorgeschriebenen Absatz nicht erfüllen. Und danach sieht es aus: Denn E 10 ist und bleibt ein „Ladenhüter“, ohne Akzeptanz beim deutschen Autofahrer. Die Quintessenz - der deutsche Michel soll es mal wieder bezahlen. Die Kosten für die Nichterfüllung der

Der ADAC macht sich wieder einmal stark für die deutschen Autofahrer und rechnet vor: Angesichts der Preisdifferenz von durchschnittlich 3 Cent je Liter zwischen E 10 und dem teureren E 5 seien mögliche Strafzahlungen bereits eingepreist. Peter Meier, ADAC-Präsident sieht es so: Die Mineralölkonzerne legen seit Beginn des E 10 Einführungs-Prozesses im vergangenen Februar, die fälligen Strafzahlungen bereits auf den Benzinpreis um.

Eigentlich hätte E 10 schon zu Jahresbeginn

flächendeckend

eingeführt werden sollen. Wegen mangelnder Verbraucherakzeptanz durch die Autofahrer hatte die Mineralölwirtschaft die Umstellung der TankstellenNetze und Raffinerien jedoch auf halbem Weg gestoppt. Fazit: Im Juni 2011 griff nur rund jeder siebte Tankstellen-Kunde zum neuen Bio-Kraftstoff. Die deutschen Verbraucher haben wieder einmal Mut bewiesen und sich eindrucksvoll verweigert, doch das „Dicke Ende“ kommt bestimmt, denn am Ende zahlt er wie immer, die nicht gerade unerhebliche Zeche. Zur nächsten Wahl werden uns die Politiker wieder einmal umgarnen, doch die allgemeine Politikverdrossenheit wird weiter wachsen, wenn es immer wieder zu solchen ■ EH Auswüchsen kommt. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Foto: djd/Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG

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Bis zum 30. November kann jeder seine Kfz-Versicherung kündigen. Das gilt auch für neu gekaufte Autos.

So nutzen Autofahrer den Jahreswechsel sinnvoll Kündigen und Kfz-Versicherung mit ausgezeichneter Schadenregulierung wählen: Millionen Autofahrer überlegen sich jährlich im Herbst, ihre Autoversicherung zum 1. Januar zu wechseln. Ein günstiger Preis spielt für viele eine große Rolle bei der Auswahl des neuen Kfz-Versicherers.

I

m Trend sind derzeit Basisangebote mit reduzierten Leistungen, die besonders günstig sind. Doch Vorsicht: Wichtiger als der Preis ist die Qualität der Schadenregulierung. Kluge Autofahrer nutzen deshalb den Jahreswechsel, um die Leistungen ihrer Kfz-Versicherung auf den Prüfstand zu stellen. Damit können sie sich im Ernstfall teuere Überraschungen sparen.

Im Schadenfall zeigt sich die Qualität „In der Regel zeigt sich erst im Schadenfall, wie gut eine Versicherung tatsächlich 56

ist. Deshalb ist es am besten, die Erfahrungen anderer Versicherter oder neutrale Bewertungen zu Rate zu ziehen“, sagt Dr. Armin Zitzmann, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Nürnberger Versicherungsgruppe. Er ergänzt: „Als erster deutscher Versicherungskonzern erhielten wir für unsere Kfz-Schadenregulierung 2010 das TÜV Nord Zertifikat ‚Geprüfte Service-Qualität‘, was ein hervorragendes Service- und Leistungsniveau belegt.“ Für die Kundenzufriedenheit bekam der Anbieter die Note 1,71. Das Zertifikat wurde im Frühjahr 2011 erneut bestätigt. Spitzenwerte erzielte der Versicherer bei der Erreichbarkeit: 90 Prozent aller

Anrufe werden innerhalb von 20 Sekunden angenommen. Die Schadenmanager kümmern sich persönlich um alles Weitere. Auch nachts, am Wochenende und während der Feiertage wird schnell und unbürokratisch geholfen. Auf Kundenwunsch wird sofort mit Hilfe einer elektronischen Landkarte eine zur Fahrzeugmarke passende Werkstatt ermittelt. Selbst der Reparaturtermin wird für den Kunden vereinbart. Repariert wird in einem Marken- oder Meisterbetrieb des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Und die Bestätigung zur Übernahme der Reparaturkosten innerhalb von nur zwei Stunden sorgt für einen kurzen Werk■ djd/pt stattaufenthalt. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Foto: Š BRAX/Leineweber

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Fashion & Style

Herbst/ Winter-Saison 2011/ 12

Fashion must go on Die Mode-Must-Haves für einen perfekten Herbst/ Winter Auftritt. Liebe Leserinnen, liebe Leser des Bielefelder Wirtschaftsmagazins, ein traumhafter Modeherbst und Winter kommt auf Sie zu, mit einer verschwenderischen Fülle von neuen Ideen und Looks für eine neue, spannende Mode-Saison.

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er Erfindergeist der angesagtesten Designer beweist einmal mehr pulsierende Kreativität und professionelle Stilsicherheit in einer faszinierenden Vielfalt an Kollektionen.

Kurze taillierte Blazer, ausgestellte Hosen und weitschwingende Röcke - von knieumspielt bis midi gehören zu neuen Mode-Saison absolut dazu. Schmale Gürtel, welche die Taille betonen machen den 50-er Jahre Retro-Look absolut perfekt.

Was wird Trend, was tragen wir

Kernige und natürliche Looks

zur neuen Herbst/ Winter-Sai-

sind absolut angesagt

son 2011/ 2012? Geht der Modetrend eher hin zu einer femininen, figurbetonten Silhouette, oder ist weite, den Körper umhüllende Kleidung angesagt? Wie sehen sie aus, die neuen Jacken, Mäntel, Hosen, Kleider, Röcke und Oberteile für den kommenden Herbst / Winter? Eines ist jedoch ganz sicher, erst die passende Kombination von Garderobe, Schuhen & Accessoires sorgen für ein perfektes Erscheinungsbild.

Kernige, naturverbundene Outfits haben seit langem ihren festen Platz in der Mode. Für die neue Herbst / Winter-Saison standen dafür Armee-Uniformen, TrapperOutfits und die Pioniere der Fliegerei Pate. Cargo-Hosen, Breitcord-Hosen, Karotten-Hosen und lässig fließende Jersey-Tops mit sportiven Elementen aus der Jagdbekleidung sind total en Vogue. Der Parka

mit großem Kragen und Kapuze feiert sein Comeback und auch rustikale LammfellJacken setzen ihren modischen Siegeszug fort.

Coole Looks liegen wieder voll im Trend Futuristisch, skulptural und kühl sind die Attribute für einen kosmopolitischen Look im Stil der 80-er Jahre. Asymmetrische Oberteile und kurze taillierte Blazer werden zu Röhrenjeans, Lederleggins und schmalen Jerseyhosen kombiniert. Schmucksteine und Lurex-Effekte verleihen den nötigen Glamour. Seien Sie also neugierig auf das, was Mode wird und genießen Sie mit uns die faszinierende Aufbruchsstimmung in eine ■  EH neue fashionable Modesaison.

Seien Sie also neugierig und genießen Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Aufbruchsstimmung in eine neue, faszinieren-

Charme und Charisma sind die Protagonisten der neuen Herbst/ Winter-Mode. Dabei stehen lässige Outfits und kernige Mode neben den wieder neu entdeckten Klassikern. Ein Comeback der Klassiker - die Eleganz der 50-er Jahre kommt eindrucksvoll zurück und wird neu und topmodisch interpretiert. Der Blick auf das Wesentliche zählt. Moderne Extravaganz zwischen Strenge und Verschwendung setzt neue Zeichen und erweitert den klassischen Look – hochwertige Materialien versprechen dabei einen Hauch von Luxus. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

Foto: © BRAX/Leineweber

de Mode-Saison!

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Fotos: djd/Weserbergland Tourismus e.V.

REISEN

Begegnungen mit Märchenfiguren: Der Mythenweg bei Lügde hält Überraschendes bereit.

Wandern im Land der Märchen und Mythen Auf dem Weserbergland-Weg Figuren wie Lügenbaron und Rattenfänger begegnen

W

enn der Herbst die Natur in unzählige Farbfacetten taucht und die tief stehende Sonne ein besonderes Licht spendet, dann werden im Weserbergland Märchen und Mythen wieder lebendig: Die Mittelgebirgsregion birgt für den Wanderer zahlreiche Geheimtipps, die sich auf eigene Faust erkunden lassen. Der Herbst mit seinem milden Klima ist dafür die beste Jahreszeit: Schlösser und Burgen, historische Altstädte sowie Wildparks, Hochmoore und tiefe Wälder säumen den rund 210 Kilometer langen Weserbergland-Weg - die Weser, die der Region den Namen gibt, ist oft in Sichtweite. 62

Reizvolle Natur

Entspanntes Wandern durch das Weserbergland: Im Solling findet der Urlauber Naturerlebnis und Ruhe.

Auf der Strecke, die vom Ursprung des Flusses bis zum Beginn der norddeutschen Tiefebene verläuft, erlebt der Wanderer immer wieder andere Reize: angefangen beim Dornröschenschloss Sababurg der Gebrüder Grimm über das Hochmoor Mecklenbruch bis in die Münchhausenstadt Bodenwerder. Doch nicht nur den Spuren des Lügenbarons kann der Urlauber folgen. Auch Begegnungen mit Figuren wie dem Rattenfänger von Hameln und anderen Sagengestalten warten auf die Wanderer. Die Tourgestaltung wird dem Reisenden auf dem Wanderweg leicht gemacht: Er Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Fashion & Style Herbstzeit ist Wanderzeit – Attraktive Regionen wie das Weserbergland liegen direkt vor der Haustür.

braucht lediglich den Markierungen „XW“ zu folgen und entdeckt immer wieder neue Märchenschlösser, idyllische Städte oder weite Ausblicke. Viele wanderfreundliche Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen bieten spezielle Arrangements - bis hin zur Übernachtung im fünf Meter hohen Baumhaushotel. Für Wanderer, die lieber festen Boden unter den Füßen behalten, ist eine Übernachtung in einem restaurierten Schlafwagen der Bahn aus dem Jahr 1953 eine ungewöhnliche Alternative.

Wandern ohne Gepäck Besonders bequem: Bei vielen Pauschalpaketen ist der Gepäcktransport bereits organisiert, so dass die Wanderer unbeschwert von Station zu Station wei-

terziehen können. Eine Woche kostet beispielsweise ab 340 Euro per Person inklusive Wanderkarte, Übernachtungen und Koffertransfer. Informationen gibt es unter Telefon 05151-93000 oder unter www.weserbergland-tourismus.de ■  djd/pt im Internet.  ■ REISETIPP Geheimnisvolle Routen: Nicht nur auf dem WeserberglandWeg begegnen dem Wanderer unentwegt Märchenfiguren. Ein besonderer Tipp ist der fünf Kilometer lange Mythenweg bei Lügde. Die Rundstrecke ist bequem auch für Wanderneulinge zu meistern. Für eine längere Tour eignet sich der 400 Kilometer lange Märchenlandweg bei Bad Karlshafen: Die

Strecke durchquert den Reinhardswald mit seinen knorrigen Eichenund Buchenbeständen und führt zu alten Schlössern und Burgruinen sowie einladenden Fachwerksorten. Unter w w w.weserbergland-tourismus.de gibt es viele weitere Tipps.

Neue Kräfte tanken: Ein Wanderurlaub, wie hier im Hochmoor Mecklenbruch, ist dafür ideal.

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Fotos: djd/Eurohike

Reisen

Wandern wie die Römer Südtirol aktiv entdecken auf der Via Claudia Augusta – Hohe Berge, mittelalterliche Burgen sowie fruchtbare Obst- und Weingärten: Das Südtiroler Vinschgau ist eine uralte Kulturlandschaft.

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er auf der antiken Via Claudia Augusta von Ort zu Ort wandert, kommt Land und Leuten besonders nah. Die insgesamt 700 Kilometer lange Straße, die nach ihren Erbauern benannt ist, gilt als erste Verbindung zwischen Donau und Adria. Der Abschnitt zwischen Reschensee und Kalterer See bietet sich für eine Wanderreise, wie sie beispielsweise der österreichische Spezialveranstalter Eurohike anbietet, besonders gut an. Sie eignet sich für Individualisten, die gerne auf eigene Faust unterwegs sind und organisatorische Details wie Übernachtungen, Gepäcktransport und Routenführung lieber den Profis überlassen. Start der Tour ist der Stausee mit seinem aus dem Wasser ragenden Kirchturm. Bis zum Ziel in der mediterran anmutenden Weingegend südlich von Bozen gehen die Wanderer rund 1.200 Höhenmeter bergab. Die vier- bis sechsstündigen Tagesetappen führen sie von der alpinen Hochebene durch dichte Wälder bis in die Obstgärten des Vinschgaus. Zu den Hö66

hepunkten zählen die Kurstadt Meran, der Besuch von Reinhold Messners Mountain Museum sowie die spektakulären Ausblicke von den Waalwegen auf das Etschtal

und die gegenüberliegenden Gipfel. Unter www.eurohike.at gibt es Informationen zu dieser und zahlreichen anderen Wanderreisen in ganz Europa. ■ djd/pt

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Wohnen wie die Könige Im Schatten des wunderschönen Riesengebirges liegt das verträumte Schloss „Palac Wojanow“. Es zählt zu den größten und modernsten Schlosshotels Polens.

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n einer traumhaften Umgebung mit wunderschönen Gartenanlagen, angelegt vom Gartenbaumeister PeterJoseph Lenne‘, kann der Gast die Ruhe genießen und ausspannen. Das Hotel bietet 91 stilvoll eingerichtete Zimmer und Suiten in einem einmaligen luxuriösen Ambiente. Das Spa- und Wellness Angebot lässt keinen Wusch offen, vom Swimmingpool, Fitness Studio, Sauna, Massagen und für die aktiven Gäste, Mountain Bike, Tennis, Volleyball, Billard usw. Auch zur kälteren Jahreszeit gibt es mehrere Angebote, um den Winterurlaub zu gestalten. Das Hotel bietet neben dem privaten Bereich auch Tagungsräume mit Über-

nachtungen für größere Gesellschaften an. Nach einem ausgedehnten Tag können die Gäste des Hotels im Restaurant oder auf der schönen Gartenterrasse das Angebot der Küche genießen. Die Reise nach Polen (Jelenia Gora, Hirschberg) in das Schloss „Palac Wojanow“, www.palac-wojanow.pl ist nur zu empfehlen, da es in jeder Hinsicht ein Erlebnis sein wird. Es stehen noch zwei weitere Schlösser in unmittelbarer Umgebung zur Auswahl, einmal das Schloss Hotel „Palac Paulinum“, www.paulinum.pl und das Schlosshotel „Palac Debowy“ www.palac-debowy.pl Auch diese Schlösser bieten ein luxuriöses Ambiente in einer ■  RA wunderschönen Umgebung. 

Palac Wojanow: bei Nacht

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Bauen & Wohnen

Foto: Š openlens - Fotolia.com

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Bauen & Wohnen

Home sweet Home

Die Deutschen wollen wieder „Schöner Wohnen“ Ein Trend setzt sich durch: Gerade jetzt wo die Tage kürzer werden und es draußen dunkler wird. Die Deutschen ziehen sich zurück in die eigene Innerlichkeit und die eigenen vier Wände. Ganz oben auf der Wunschliste der Deutschen - heimelige Nestwärme, deutsche Gemütlichkeit und Rückzug ins Private, sind die Trends der Stunde.

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n den Möbelhäusern unserer Region sind sie jetzt wieder unterwegs und lassen sich von den vielfältigen EinrichtungsIdeen inspirieren. Mit Kind und Kegel wird probegelegen und probegesessen - immer kompetent beraten von fachkundigen und freundlichen Eirichtungsberatern.

Dabei ist ein Trend auszumachen, die Deutschen achten wieder vermehrt auf Qualität und Design -

Das hat zwar seinen Preis, doch der wird gerne investiert, denn schließlich möchte man mit seiner Familie „Schöner Wohnen“. Unternehmen wie beispielsweise IKEA haben vor allen Dingen die jungen Familien im Blick und punkten in diesem Segment mit attraktiven Lösungen zum bezahlbaren Preis. Und wenn dann erstmal das Kultregal „Billy“ aufgebaut wird, weiß wie viel Spass das macht - oder etwa nicht? Dann schafft man es auch sich an größere Aufgaben heranzuwagen - ein wenig Geschick sollte man natürlich an den Tag legen - doch wir Männer schaffen das schon - aber nur dann, wenn uns unsere charmanten Damen mit ihren „fachmännischen“ Anweisungen unterstützen.

Ebenfalls voll im Trend - das Kochen mit guten Freunden am heimischen Herd, vielleicht in einer modernen neuen Küche mit all seinen technischen Errungenschaften. Auch die Küchenstudios unserer Region haben jetzt Hochsaison. Ob Blockküche, oder eine individuell geplante Küchen-Lösung stehen auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Unsere heimischen Küchen-Hersteller sind bereit, auf fast jeden Verbraucherwunsch perfekt zu reagieren, das Ergebnis steht dann beim einschlägigen Küchen-Händler vor Ort und lädt zur Besichtigung ein. Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

Foto: © M.Rosenwirth - Fotolia.com

Gelsenkirchner Barock ade.

Die Küche ist ein Lebensmittelpunkt der deutschen Gemütlichkeit - hier trifft man sich mit guten Freunden, einem Glas Wein in der Hand und fachsimpelt darüber, wie man einem zarten Rinderbraten mit einem guten Schuss Barolo den letzten Schliff gibt. Wenn man dann, nach gemeinsamer „Küchen-Schlacht“ an einer schön gedeckten Tafel sitzt und die Kerzen brennen, stellt sich mit Sicherheit das allgemeine Wohlbefinden ein - und so soll es ja auch sein. Und am Ende eines schönen Abends verabredet man sich zur nächsten „Küchenschlacht“ wo sich einmal die anderen mit ihren Koch-Talenten beweisen können.

Noch ein Tipp zum Schluss: Kaum eine andere Region in Deutschland kann mit so vielen Einrichtungshäusern aufwarten wie Ostwestfalen - schließlich haben hier prominente Hersteller ihren Unternehmenssitz. Und Qualität „Made in Ostwestfalen“ hatte ja schon immer ■  EH einen guten Ruf.  69


Bauen & Wohnen

Pressemeldung

Ausgezeichnete Qualität am Bau Bauunternehmer Gerhard Schüring aus Lage erhält bundesweiten Qualitätsaward Göttingen, im Oktober 2011 - Der Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. (VQC) mit Sitz in Göttingen vergab den VQC Qualitätsaward 2011 an den Town & Country – Lizenzpartner Gerhard Schüring HausBau GmbH aus Bad Salzuflen. Ausgezeichnet wurde ein hohes Qualitätsniveau und ein kontinuierliches Engagement zur ständigen Qualitätsverbesserung.

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ie Sorge um die Qualität am Bau raubt vielen Bauherren den Schlaf. Die Anforderungen an eine optimale Verarbeitung von Baumaterialien wachsen mit der zunehmenden Technisierung der Häuser. Verarbeitungsfehler sind laut VQC die Ursache von bis zu 80% der später sichtbaren Mängel. Die Sachverständigen des VQC wissen, wovon sie reden: über 6.000 Ein- und Mehrfamilienhäuser haben die Ingenieure während der Bauphase bereits begleitet. „Bauherren-Familien haben einen Anspruch auf eine qualitativ hochwertige und technisch einwandfreie Immobilie“, betonte VQC-Vorstandssprecher Udo Schumacher-Ritz bei der Preisverleihung. „Die Nominierten und Preisträger des VCQ-Qualitätsawards 2011 haben das nicht nur verstanden, sondern tragen

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Die Gerhard Schüring HausBau GmbH, Lizenzpartner von Town & Country Haus für Ostwestfalen-Lippe aus Bad Salzuflen wurde aus einer Gruppe von rund 150 Bauunternehmen nominiert und erhielt den VQC-Qualitätsaward in der Kategorie „bis 25 pro Jahr fertiggestellte Häuser im Jahr 2010“. Inhaber Gerhard Schüring freute sich über die Auszeichnung und versteht sie als Ansporn, um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess gemeinsam mit dem VQC weiter zum Wohle seiner Kunden fortzusetzen.

auch aktiv dazu bei, die bereits erreichten hohen Qualitätsstandards ständig noch zu verbessern.“

■ Firmenkontakt Gerhard Schüring HausBau GmbH Town & Country Lizenz – Partner Weizenkamp 1, 32107 Bad Salzuflen Tel.: 05222 / 363340 www.TownCountry-OWL.de

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Mit Sicherheit in den Urlaub Ein Alarmsystem schützt vor unliebsamen Überraschungen nach der Heimkehr. Wenn in der Hochsaison ganze Wohnsiedlungen verwaist scheinen, denken Ganoven nicht an den Urlaub im sonnigen Süden.

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anz im Gegenteil: Ferien- und Feiertage zählen nach wie vor zu den gefährlichsten Zeiten im Jahr, was Einbruchsversuche betrifft. „Wenn die Abwesenheit der Bewohner für Kriminelle auf den ersten Blick erkennbar ist und kein Alarmsystem installiert wurde, haben die Einbrecher oft leichtes Spiel“, sagt Ralf Mikitta, Experte beim Sicherheitsunternehmen Micycle.

Die Anlage warnt nicht nur bei Einbruchsversuchen, sondern lässt sich mit anderen Gefahrenmeldern koppeln, beispielsweise für Rauch, Gas oder Wassereinbruch im Haus. Unter www.listener.de oder www.

micycle.com gibt es weitere Informationen. Adressen von Fachbetrieben, die bei der Planung und Installation behilflich sind, können dort über „Kontakt“ in Erfahrung ■  djd/pt gebracht werden. 

Noch vor den Ferien handeln Dabei sind es nicht allein der Diebstahl und der Vandalismus, die vielen Betroffenen zu schaffen machen. Ralf Mikitta: „Sachschäden ersetzt in aller Regel die Versicherung. Viel schwerer wiegen die psychischen Folgen, die das Eindringen von fremden Personen in die vermeintlich geschützte eigene Privatsphäre hat.“ Eine Alarmanlage kann das Risiko wesentlich minimieren, da sie Einbruchsversuche erkennt und durch laute Sirenensignale die Täter zumeist direkt in die Flucht treibt. Die Erfahrung zeigt, dass Einbrecher schnell das Weite suchen, wenn der Alarm anschlägt. „Installation und Bedienung von modernen Systemen sind einfach. Ein Einbau ist kurzfristig vor dem Start in den Urlaub noch möglich“, lautet der Tipp von Ralf Mikitta.

Bei modernen Anlagen müssen nicht einmal mehr Leitungen zu den Alarmsensoren an Fenster und Türen verlegt werden - was bei älteren Systemen oft zusätzlichen Aufwand verursachte und mehr Geld und Zeit kostete. Geräte wie der „Listener V7“ beispielsweise arbeiten auf Funkbasis, so dass die Anlage in kurzer Zeit betriebsbereit ist. Der Alltag wird dadurch nicht beeinträchtigt, denn das System kann normale Geräusche der Bewohner von außergewöhnlichen Ereignissen unterscheiden. 72

Kriminelle nutzen insbesondere Ferien und Feiertage für Einbruchsversuche

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Foto: djd/LISTENER Sicherheitssysteme GmbH

Rundum geschützt


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Frank BEckendorf Bedachungen:

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Südstraße 102 • 33647 Bielefeld Tel.: (0521) 350 98 65 Fax: (0521) 400 83 80 Mobil: (0172) 521 02 20 info@bedachungen-fb.de www.bedachungen-fb.de

Experte für Dacharbeiten

D

as Unternehmen Frank Beckendorf Bedachungen ist schon seit vielen Jahren für seine Kunden im Großraum Bielefeld tätig. Die langjährige Erfahrung ermöglicht es, auf die individuellen Wünsche der Kunden einzugehen oder diese bei der Objektplanung zu beraten und zu betreuen. FB-Bedachungen hat sich in den vergangen Jahren als Experte im Bereich diverser Dach arbeiten etabliert und genießt einen dementsprechenden Ruf.

Unter dem Motto “Aus Alt mach Neu“ ist FB-Bedachungen:

Ihr Spezialist für Dachsanierungen, Instandsetzungen und Reparaturen aller Art. Der Servicegedanke und die Zufriedenheit der Kunden genießen allerhöchste Priorität, denn nur so können individuelle Ansprüche und Vorstellungen realisiert werden.

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Hightech-Sicherheit im Zeichen der Zeit

I

n Zeiten steigender Einbruchszahlen sichern sich immer mehr Geschäftsleute, aber auch private Haushalte mit modernen Schließanlagen ab. Die Experten der Twistel Schließtechnik GmbH in der Jöllenbecker Straße 100 stehen ihren Kunden in Sachen elektronischer und mechanischer Schließsysteme und vielem mehr rund um die Sicherheit mit Rat und Tat zur Seite. Dabei wurde das bekannte Ladenlokal gerade umfassend renoviert, modernisiert und kundenfreundlich umgestaltet. Neben den elektronischen und mechanischen Schließsystemen gehören auch Sicherheitsschlösser, Beschläge, Zutrittskontroll- und Zeiterfassungsanlagen, Tresore, Fluchtwegsicherung, Hausabsicherung und Briefkastenanlagen aller führenden Hersteller zum Leistungsspektrum der Firma Twistel. Der Schlüsseldienst mit sämtlichen Sorten von Schlüsseln und ein 24-Stunden-Schlüsselnotdienst runden das Angebot ab. Besonders gefragt sind im Moment moderne elektronische Schließsysteme, die beispielsweise über Karte zu öffnen sind und bei Schlüssel- oder Kartenverlust neu programmiert werden können. Somit ist das Objekt sofort wieder sicher, ohne dass die komplette Schließanlage aufwendig ausgetauscht werden muss. Ein weiteres aktuelles Thema ist die Haus-

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absicherung vom Dach bis zum Keller. Mit zahlreichen verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, angefangen bei der Sicherung der Eingangstüren, über Schutzbeschläge, Fenster-, Rolladen- und Gitterrostsicherungen, bis hin zu Schutzbeschlägen, Zusatzschlössern und Panzer-Riegelschlössern, verschafft die

Twistel Schließtechnik GmbH viele Wege die Schwachstellen eines Hauses oder einer Wohnung zu beheben. Bei der Sonderaktion „Tresorwochen“ bietet die Firma Twistel bis Ende Dezember Tresore sowohl für den privaten, als auch gewerblichen Einsatz, zu besonders günstigen Konditionen an.

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Gartentipps für den Herbst Die grüne Oase winterfest machen - Die Blätter fallen, die Tage werden kürzer, die Freiluftsaison neigt sich dem Ende zu. Für Hobbygärtner heißt es aber nach wie vor: ran ans Werkzeug!

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enn auch im Herbst gibt es alle Hände voll zu tun, zum Beispiel Laub beseitigen, Hecken beschneiden und Gartenmöbel reinigen. Der Grundstein für eine erfolgreiche kommende Gartensaison wird in dieser Jahreszeit gelegt. Das heimische Grün muss weiterhin gepflegt und winterfest gemacht werden.

Der goldene Schnitt Damit Hecken und Sträucher im Frühling richtig wachsen können, sollten sie vor dem ersten Frost gestutzt werden. Es empfiehlt sich, vor allem dürre und zu dicht stehende Zweige zu entfernen. So bekommen die verbleibenden Äste genügend Licht. Doch Vorsicht bei Heckensträuchern wie der Forsythie, denn diese entwickeln ihre Blütenansätze schon im Herbst. Ideal für den Herbstschnitt sind komfortable Heckenscheren wie das neue Modell HS 46 des Herstellers Stihl - die weltweit leichteste Benzin-Heckenschere ihrer Klasse. Auf einem großen Gartengrundstück fallen natürlich auch Holzarbeiten an, die sich nur mit einer kompakten Motorsäge 74

erledigen lassen. Beim Auslichten von Gehölzen, dem Fällen kleinerer Bäume oder wenn der vom Sturm gefällte Obstbaum zu Brennholz verarbeitet werden soll, ist man mit einer Stihl Motorsäge wie der vibrationsarmen MS 211 immer bestens gerüstet.

Herbstputz Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, sind Rasen und Hecken schnell mit Laub bedeckt. Bleibt dieses liegen, verursacht es Schimmel und unschöne braune Flecken. Mit einem Blasgerät lässt sich das Herbstlaub im Handumdrehen beiseiteräumen und in einer Ecke zu einem „Bett“ für Igel anhäufen. Auch Sonnenliegen und Co. ziehen jetzt ins Winterquartier. Doch vor dem Einlagern müssen sie gründlich gesäubert werden. Hochdruckreiniger wie der neue RE 143 PLUS von Stihl mit integriertem Textilflachschlauch zur Wasserversorgung lösen Schmutz und Erde besonders schnell. Um Gartenmöbel schonend zu reinigen, empfiehlt sich ein gefächerter Strahl mit einem Abstand von mindestens 50 Zentimetern. Mehr Informationen gibt es unter www.stihl.de.  ■  djd/pt Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

Foto: djd/STIHL

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Kuscheln vorm Kamin Mit den ersten kühlen Tagen hält die Romantik im Wohnzimmer Einzug: Erste Herbststürme peitschen in den Straßen, die Temperaturen werden kühler und Laub wirbelt durch die Gegend - was eingefleischte Sonnenanbeter traurig dreinblicken lässt, ist für die Besitzer eines Kamins oder Kaminofens eine willkommene Gelegenheit, es sich so richtig gemütlich zu machen. Gerade Paare schätzen diese romantische Gemütlichkeit.

Foto: © Name - Fotolia.com

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amit das Holz schnell angenehme Temperaturen liefert, sollten die Scheite im Ofen auch schnell entzündet werden. Ideal dafür sind spezielle Kaminanzünder, mit denen dies im Handumdrehen gelingt. Allerdings empfinden viele Kaminbesitzer üble Gerüche, wie sie etwa durch chemische Anzünder entstehen, als störend. Geruchsneutral und zudem klimaneutral sind Kaminanzünder aus natürlichen Rohstoffen wie beispielsweise die „Kamin Flamis Sticks/Woodies“ von proFagus, die aus unbehandelten Holzspänen und pflanzlichen Ölen hergestellt werden. Um das Holz schnell zu entzünden, werden zwei bis drei Anzünd-Sticks zwischen eine dünne Lage Holz gelegt und dann mit einem Streichholz oder Feuerzeug angezündet. Wenn das Holz Feuer gefangen hat, kann zunächst die Luftzufuhr erhöht werden, damit der Sauerstoff das Feuer richtig entfacht. Sobald das Holz hell brennt und überall angekohlt ist, kann die Luftzufuhr verringert werden, damit es nicht zu schnell ■  djd/pt abbrennt. 79


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DIE BADGESTALTER - komplett mein Bad

Erste Marke für KomplettbadKompetenz in Bielefeld – Der Bielefelder Badspezialist Rost Haustechnik GmbH und sein Team werden künftig unter dem Markennamen DIE BADGESTALTER - komplett mein Bad, eine qualitätsgeprüfte Gesamtleistung anbieten. Diese umfasst Beratung, Planung und Ausführung eines Badezimmers als individuell gestalteter Lebensraum. Wer heute sein Bad modernisieren möchte oder ein völlig neues Bad plant, steht vielen Anbietern und einem schier unübersichtlichen Angebot an Produkten und Einrichtungslösungen gegenüber. Ratsam ist es, zunächst einmal die zahlreich vorhandenen Informationsquellen zu nutzen. Am Ende aber ist der Verbraucher vor eine zentrale Frage gestellt: „Welchem Spezialisten kann ich eine solche Aufgabe anvertrauen? Wer hat die Kompetenz? „ Diese Endscheidung will gut überlegt sein: Ein neues Bad leistet man sich nicht alle Tage. Und die Investition kann je nach Ausstattung den Wert eines Mittelklasse-Wagens erreichen. Badinteressenten eine Orientierungshilfe zu geben und Kompetenz erkennbar zu machen - das war der Anlass für die Leistungsgemeinschaft SHK mit bundesweit rund 900 Handwerksbetrieben eine Marke für „Komplettbad-Kompetenz“ zu schaffen. Diese Marke DIE BADGESTALTER - komplett mein Bad ist die erste Marke in Deutschland, die Planungskreativität, Produktqualität und Handwerkskompetenz zu einer Komplettleistung bündelt.

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Die Lizenz zur Markenführung erhalten dabei nur bestens qualifizierte Betriebe, die sich der Wahrung einheitlicher Markenstandards verpflichten, sich permanent qualifizieren und ihr Know-how alle zwei Jahre einer Qualitätsprüfung unterziehen. Für Rost Haustechnik GmbH ist die Marke eine Auszeichnung seines Engagements für die Badgestaltung aus einer Hand: „Jedes Bad ist anders. Es muss genau den Anforderungen und Erlebniswünschen genügen, die seine künftigen Nutzer mit ihm verbinden. Deshalb gibt es für Rost Haustechnik GmbH keine Lösungen von der Stange. Uns ist es wichtig, zunächst einmal die Vorstellungen des Badinteressenten genau kennen zu lernen. Erst dann beginnen wir zu planen, kümmern uns um die Koordination sämtlicher Gewerke vom Fliesenleger über den Elektriker und Installateur bis hin zum Maler und realisieren das Projekt mit Fixtermin und zum Festpreis.“

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Foto: SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland

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Eine großzügige Glasdusche macht den Start in den Tag zum erfrischenden Vergnügen.

Rundum erfrischt:

Glasduschen und Spiegel für das Wohlfühlbad

E

ganz nach individuellen Bedürfnissen. Ebenso formschön wie praktisch sind beispielsweise ebenerdige Duschen. Wo ausreichend Platz ist, können Duschen auch großzügiger und mit mehr Bewegungsfreiheit geplant werden. Ob als transparenter Blickfang oder Dekorelement: Glasduschen überzeugen durch ihre Widerstandsfähigkeit und gleichbleibende Ästhetik. Sie sind zudem pflegeleicht und durch Sicherheitsglas wie beispielsweise „Securit“ ungefährlich. Eine attraktive Variante, die auch Sichtschutz

Kundendienst • Wartung • Badrenovierung • Solaranlagen • Regenwassernutzung • Bauklempnerei

rfrischung und Reinigung, Erholung und Entspannung: Das moderne Bad soll eine Vielzahl von Ansprüchen erfüllen. Bei der Gestaltung zählt deshalb nicht mehr nur die Funktionalität. Eine klare und zugleich angenehme Atmosphäre lässt sich mit Glas schaffen, das bei der Gestaltung von Bädern nahezu unverzichtbar ist. Duschkabinen oder -abtrennungen ganz aus Glas sind eine Einladung an die Sinne. Und sie sind in allen denkbaren Variationen erhältlich,

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bietet, sind Duschkabinen oder Trennwände aus Ornamentglas wie etwa „Masterglass“. Spiegel spielen im Bad eine Hauptrolle. Neben ihren praktischen Funktionen überzeugen sie auch mit ästhetischen Vorzügen: Sie geben kleinen Räume mehr Größe, verteilen das Licht im Raum und verführen zum Spiel mit Licht und Perspektive. Für Badezimmer eignen sich besonders Chromspiegel wie „Mirastar“, die korrosionsfest und unempfindlich gegen ■  bbs Wasserdampf sind. 

Badkultur

Sanitär und Heizungstechnik

Meisterbetrieb Werner Koppert Gustavstr. 19 • 33659 Bielefeld

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und Küche, Badmöbel, Whirlsysteme und Accessoires.

Besucher buchstäblich erleuchten, denn nach dem Um-

nichts lieber als ein heißes Bad nehmen und eine

Erhältlich sind alle bekannte Markenhersteller sowie die

bau der Ausstellungsfläche, wurden verschiedene Licht-

Pause vom Alltag. Aber nicht jedes Bad ist gerade

neuesten Designideen. Auf www.sanitaerausstellung.de

lösungen integriert, die Kunden begeistern werden.

das, was man eine Wellness-Oase nennen könnte.

lässt sich die große Ausstellung schon vorab anschauen.

Doch wie zaubert man aus der schnöden Nasszelle

Das hautnahe Erleben gibt es aber natürlich nur direkt

Die kompetente und ausführliche Beratung

ein Paradies der puren Erholung? Na ganz einfach,

vor Ort. Dort löst die erst im Sommer 2010 neu gestalte-

gibt es natürlich immer dazu. Wer sich mit konkreten

indem man einfach in die Sanitärausstellung der

te Bad- und Sanitärausstellung der Brötje Handel Breu-

Umbauplänen für die eigenen vier Wände beschäf-

Brötje Handel Breuer KG in Minden geht und sich

er KG das Versprechen ein, immer die neuesten und

tigt, sollte idealerweise gleich den Fachhandwerker

ein neues Traumbad zusammenstellen lässt.

aktuellsten Trends und Designs für neue Badezimmer

seines Vertrauens mitbringen. Dann können Sanitär-

zu bieten. Zum Beispiel kann die neue GROHE Blue®

berater und Handwerker zusammen mit dem Kun-

Auf über 600 qm findet man bei der Brötje Han-

2 Küchenarmatur dort direkt ausprobiert werden. Kun-

den individuell und genau passend beraten.

del Breuer KG alles, was das Herz begehrt: Bad-

den sind eingeladen, sich von der Qualität und Funktion

Als

und Duschwannen, Waschtische, Armaturen für Bad

selbst zu überzeugen. Zusätzlich wird die Ausstellung

Manfred Breuer sein junges und engagiertes Team seit

persönlich

haftender

Gesellschafter

führt

Juli 2006 und freut sich sehr über den Erfolg der letzten vier Jahre. „Im Unterschied zu großen Ketten und Unternehmen, bin ich persönlich für Erfolg und Misserfolg verantwortlich und hafte buchstäblich bis zum letzten Hemd. Deshalb engagiere ich mich für meine Mitarbeiter und Kunden mit vollem Einsatz. Unser Team kümmert sich um jeden Kunden immer individuell und berät kompetent und zuverlässig - das macht den Unterschied“, fasst Breuer das Geheimnis des Erfolges zusammen. „Aber wir bieten nicht nur den Endverbrauchern eine große Sanitärausstellung, sondern auch unseren Fachhandwerkskunden unter anderem einen Brötje Warmschulungsraum. Dort können Produkte auf Herz und Nieren getestet werden.“ Die Brötje Handel Breuer KG ist der Fachgroßhandel für Gebäude- und Umwelttechnik in Minden. Den Fokus auf Mensch und Umwelt nimmt das Unternehmen als Teil der G.U.T.-Gruppe (Gebäudeund Umwelttechnik) sehr ernst und achtet bei den Produkten daher nicht nur auf leicht bedienbare und wirtschaftliche Produkte, sondern auch darauf, klimaschonende Technik anzubieten. Die G.U.T. Unternehmensgruppe bündelt verschiedene Kontakte, Erfahrungen und Kenntnisse traditionsreicher Familienunternehmen. So entsteht eine homogene, handlungsfähige Gruppe, die sich optimal auf die Wünsche ihrer Kunden einstellen kann. Zum Leistungsspektrum der Brötje Handel Breuer KG gehören: Beratung, Planung, Schulungen der Fachhandwerks, Lieferservice, Ausstellungswagen, Abhollager ABEX und vieles mehr. KONTAKT: Brötje Handel Breuer KG / Sanitärausstellung Minden Stiftsallee 9a, 32425 Minden Tel.: 0571/ 3 88 38-0, Fax: 0571/ 3 88 38-100 info@sanitaerausstellung.de Öffnungszeiten: Montag - Freitag 09:00 - 18:00 Uhr Samstag 09:00 - 13:00 Uhr Sonntag Schautag 11:00 - 17:00 Uhr Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

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Clayton Creativ Bad:

Badekultur á la Ostwestfalen Bad, Heizung und WELLNESS – In der Bielefelder Altstadt werden Träume wahr.

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ereits die alten Griechen und Römer wussten es: Keine hohe Lebensqualität, ohne ein anspruchsvolles Bad. Wer wirklich etwas auf sich hielt, der sorgte dafür, dass das Bad ein Ort der Entspannung, Erholung und

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Kommunikation war. Dies hat sich bis heute nicht verändert, wobei man heute allerdings kein Krösus sein muss um sich ein anspruchsvolles Bad zu leisten und zu gönnen. Wenn Sie dazu noch Ideen und Anregung, oder einfach nur eine fachmännische Beratung suchen, dann sind Sie bei dem Spezialisten „creativ-bad“ im Altstadt Carree in Bielefeld, in jedem Fall an der richtigen Adresse. Hier finden Sie nicht nur alles was Sie sich in Punkto Bad, Heizung und Wellness schon immer erträumt haben. Sie finden auch und vor allem zuvorkommende Fachleute, die z.B. für Sie gesamte Planung übernehmen und visualisieren können. So können Sie z.B. in Form eines „3-D Badkinos“ bereits im Vorfeld sehen, wie Ihr Traumbadezimmer einst aussehen wird. Auch hinsichtlich Ihrer Fragen und Wünsche zum Thema Solaranlagen, Photovoltaik und Wärmepumpen, bzw. energiegerechtes Heizen insgesamt, finden Sie hier die richtigen Ansprechpartner und viel Ansichtsmaterial. Dies gilt auch dann, wenn Sie Ihr altes „Schätzchen“ umbauen, oder sanieren wollen. Bevor Sie zum Baumarkt rennen und draufloslegen, lohnt sich in jedem Fall ein Besuch der Neustädter Str. 29 in der Bielefelder Altstadt. Hier bekommen Sie Planungshilfen, um Ihr Haus wirklich optimal, modern und energiesparend zu gestalten. Dies beinhaltet auch das Zusammenspiel von Elementen wie Licht und Farbe, wobei auch das Thema Umweltschutz nicht zu kurz kommen darf. Wenn Sie schließlich nach etwas besonderem suchen, so finden Sie hier den Zugang zu den Kreationen einiger bekannter Designer, wie z.B. des dänischen Architekten und Designers Arne Jacobsen und seiner geistigen Nachfolger TeitWeylandt und Carsten Overgaard, Direktor von Vola A/S, die Ihr Bad, durch zeitloses Design und modernster Technik in das 21. Jahrhundert katapultieren. Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick auf www.creativbad-owl.de und vereinbaren einen Beratungstermin unter: Tel. 0521-56 00 920, oder schauen Sie einfach mal vorbei.

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Kunst & Kultur

KUNST & KULTUR

Lichtkunst von Regine Schumann in Bielefeld

Spektakuläres Dunkel Ein dunkler Raum; der Blick fällt auf sanft leuchtende Farben. Auf bauchige

Formen, die seltsam fluoreszieren. Ein Zwischenreich aus Dunkelheit und Glanz. Nur langsam gewöhnt sich der Betrachter an den Halbdämmer. Die Unsicherheit ist gewollt, sie gehört zum Konzept der „Galerie Samuelis Baumgarte“, die Lichtkunst von Regine Schumann präsentiert.

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Kunst & Kultur

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enige Objekte genügen, und die Aura des Geheimnisvollen entsteht: Helle Farbflächen, monochrome Wandskulpturen, ein Wandteppich aus fluoreszierenden Leuchtschnüren. Die Kölnerin beherrscht ihr Material, das von Künstlern selten verwendete Acryl. „Lichträume“: Ihre Wirkung ist die, die in traditionellen Gesellschaften Kirchenfenster besaßen: Sie holen Licht aus der jenseitigen Welt in die diesseitige, machen geistige Welten transparent. Doch so vermessen ist Regine Schumann nicht, das für ihr Werk zu postulieren. Ihre hypermodernen Sinnzeichen spiegeln den Schwebezustand unseres heutigen Lebensgefühls. Es schwankt zwischen Anwesenheit und Abwesenheit von Sinn. Aus der Resonanz zwischen Betrachter und Schumanns Objekten entsteht ein vorläufiger Bedeutungsentwurf. Eindeutig ist nichts an diesen ungewöhnlichen Werken. Galerist Alexander Baumgarte arbeitet schon länger mit der renommierten Künstlerin zusammen. Etwa bei der atmosphärischen Gestaltung von Räumen. Ihre stärkste Wirkung entfalten Schumanns Arbeiten in zeitgenössischer Architektur. Baumgarte ist fasziniert von den „Lichträumen“: „Sie sind ein Spiegel der Seele … zwischen dem, was ich sehe, und dem, was ich empfinde. Sie stellen einen Transfer her“. Diesen Transfer wünscht er sich auch zwischen Besucher und Ausstellung. Er ist bis zum 29. Oktober 2011 möglich. ■  FR ■ Regine Schumann Connect, back to back Lichträume Ort: Samuelis Baumgarte Galerie Niederwall 10, 33602 Bielefeld

Foto: © Name - Fotolia.com

Zeitraum: 16. September 29. Oktober 2011

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Alexander Baumgarte

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10 - 18 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr

- Bielefelder Galerist

Im Internet: www.samuelis-baumgarte.com 87


Kunst & Kultur

Herrenhäuser in Porta Westfalica:

Rittergut Holzhausen – Ort vieler Erinnerungen Lilo von Ohe imb - große Da me

in den 30ern

Portrait einer ZEitzeugin: Die Fenster sind zerschlagen, die Mauern eingerissen, der Park verwildert. Das ehemalige Herrenhaus von Rittergut Holzhausen verfällt zusehends, seit es leer steht. 1911 wurde hier Lilo von Oheimb geboren. Die charismatische Künstlerin war die Letzte ihrer Familie, die das Gut intakt erlebte. Vor ihrem Tod im Jahr 2005 gab die Zeitzeugin Erinnerungen aus ihrem Leben weiter.

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hr Elternhaus? Lilo von Oheimb wollte es nicht wiedersehen, sie weigerte sich hartnäckig. Jahrzehnte der Vernachlässigung, zuletzt durch den heutigen Eigentümer, eine Firma, hatten Spuren hinterlassen. Der Anblick des verfallenen Herrenhauses trieb noch der 90Jährigen Tränen in die Augen. Der Verlust schmerzte die Adelige, sie empfand Scham darüber, dass sie den Familiensitz nicht hatte retten können.

Ende einer reichen Familie Seit 1772 saßen die Oheimb auf dem Rittergut mit dem barocken Herrenhaus und dem alten schönen Park. „Wir waren eine sehr reiche Familie“, erinnerte sich Lilo von Oheimb. Der Niedergang setzte mit ihrem Vater ein, Hans-Joachim von Oheimb. Der elegante Rittmeister pendelte gern zwischen Weser und Berlin. In der

en - in altem Glanz Rittergut Holzhaus

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Hauptstadt glänzte er mit seinem aufwändigen Lebensstil und häufte Schulden an. Pleite und krebskrank trennte er sich nach dem Krieg von Holzhausen. Für seine Tochter war es der Untergang ihres Kindheitsparadieses.

Rosen für den Kaiser Kindheit und Jugend waren ihre glücklichsten Jahre auf dem Gut. Das aufgeweckte Mädchen wurde in dem Wissen erzogen, die Familientradition weiterzuführen. Ihre Erziehung erfolgte mit militärischem Drill. Als Teenagerin musste Lilo lernen, mit dem Gewehr umzugehen: „Vater wollte, dass ich unseren Besitz auch mit Waffen verteidigen konnte. Er hatte Angst, dass ich als Frau nicht stark genug war, um das Gut zu halten.“ Das Vorbild für die Erziehung junger Adeliger war der Kaiser. Ihre Eltern hätten mit Wilhelm II. verkehrt, sagte Lilo von Oheimb. Sie begegnete ihm 1918 in Kassel, ehe er ins Exil ging. Mit ihrer Mutter stand die Siebenjährige in einem Ehrenaufgebot: “Ich machte einen Knicks und überreichte ihm Rosen. Dann machte ich noch einen Knicks, aber so tief, dass ich von da unten nur seine Stiefel und seinen Hund sah. Er ging gleich weiter“. Später sei es zu einem Tumult gekommen, sie habe Sätze gehört wie: “Majestät, Sie müssen Deutschland verlassen, sonst gibt es wieder Krieg!“ Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


Kunst & Kultur

Erfolge am Theater 1932 zog Lilo von Oheimb, volljährig geworden, nach Berlin. Sie schätzte ihre Freiheit höher als ihre Herkunft, deshalb war sie glücklich, das konservative Milieu verlassen zu können. Ihr Traum war, Balletttänzerin zu werden. Unmöglich, fand ihre Familie: „Tänzerin! Das war so, als wollte ich Hure werden! Erst als ich Erfolg hatte, war man wieder stolz auf mich. Vater kam in jede Aufführung“. Mit Begabung, Witz und gutem Aussehen machte die lebenslustige Ballerina in Berlin Karriere. Sie tanzte und schauspielerte am legendären Schillertheater. Ihre Partner waren Größen wie Heinrich George und Gustaf Gründgens. In Filmen der UFA trat sie als Statistin auf.

ihre Heimat zurück. Eine Zeit lang lebte sie bei ihrer Schwester Rosemarie von Schellersheim auf Gut Eisbergen. Sie sah ihren Vater wieder, den sie während des Krieges selten gesehen hatte. Angesichts hoher Schulden hatte der schwerkranke Mann zugelassen, dass auf Holzhausen eine Privatklinik eingerichtet wurde. In den letzten Jahren seines Lebens entglitt ihm der Besitz, und auch Gut Hudenbeck bei Lübbecke, Lilos Erbe, vermochte er nicht zu halten. 1953 starb der Rittmeister. Mit ihm hörte die Familientradition zu existieren auf.

Im Dunstkreis der Nazis Lange Zeit verkannte die Künstlerin die politischen Verhältnisse im Dritten Reich. „Erst als ein Freund verschwand, begriff ich, was um mich herum geschah. Er war Schauspieler, ein Halbjude. Er wurde halbtot ins Krankenhaus eingeliefert, wo er starb. Nazis hatten ihn zu Tode geprügelt.“ Dem „Führer“ begegnete sie im Theater: „Ich lief eilig durchs Foyer, dabei stieß ich fast einen Mann um, es war Adolf Hitler. Er war trotz des Zwischenfalls sehr charmant zu mir.“ Die Vorliebe der Nazis für die Bühne war bekannt. In Schloss Karinhall musste Lilo von Oheimb Hermann Göring erklären, warum sie unerlaubt in Jagdflugzeugen mit flog. Ihr Freund war Luftwaffen-Offizier, und sie wollte das Fliegen lernen. Als er und später auch ihr zweiter Verlobter im Luftkampf abgeschossen wurden, brach sie mit diesem Teil ihrer Biographie. Krieg, Ehe und Nationalsozialismus waren keine Themen mehr, über die sie sprach.

Wieder in der Heimat Das Kriegsende erlebte Lilo von Oheimb als Luftwaffenhelferin. Bei einem Angriff wurde sie verletzt, aber sie entkam aus dem untergehenden Berlin. Nach Stationen in Travemünde und Hamburg kehrte sie in Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

Rittergut Holzhausen - heute

Neuanfang im Ungewissen Lilo von Oheimb tat das Naheliegende in der Not: Sie gründete eine Ballettschule. Später arbeitete sie als Sekretärin bei der Britischen Armee in Minden. Um 1975 herum unternahm sie den Versuch, Holzhausen zurückzukaufen. Das Gut gehörte damals dem Deutschen Roten Kreuz, es betrieb im Herrenhaus ein Mütterheim. Das DRK lehnte ab. Natürlich war die ehemalige Tänzerin, die ihr gesamtes Vermögen verloren hatte, zu arm für einen Rückkauf, aber der Plan beschäftigte ihre Fantasie. Sie lebte dann nach Werten, die sie dank ihrer christlich-preußischen Erziehung verinnerlicht hatte: Demut, Würde und Verzicht. Verständnisvoll wandte sie sich Menschen und Dingen zu. Sie starb als unabhängige, noble Frau: Eine Überlebende aus dem Alten Europa, das 1945 für ■  FR immer untergegangen war.  89


Unternehmen

Bekenntnis zum Standort Herford Brax mit neuem Logistikzentrum: 600.000 Bekleidungsteile lagern im neuen Brax-Logistikzentrum in Herford. Auf eine Million ist es erweiterbar. Diese Größenordnung deutet an, was der Modehersteller künftig plant. Am 9. September wurde das Gebäude eröffnet.

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Geschwindigkeit zählt „Unser Ziel ist weitere Expansion auf internationalen Märkten, dafür ist Herford der Dreh- und Angelpunkt“, erklärte Brax-Geschäftsführer Stefan Brandmann bei der offiziellen Inbetriebnahme. Rund 4.000 Kunden in 60 Ländern will das Unternehmen künftig noch schneller beliefern. Als zentraler Warenumschlagplatz spielt dabei der Erweiterungsbau nahe der Verwaltung eine entscheidende

Rolle. Die verarbeitete Hochleistungstechnik funktioniert vollautomatisch und erlaubt den Versand großer Stückzahlen. „Geschwindigkeit zählt“, machte CoGeschäftsführer Thomas Dalsaß vor Gästen und Mitarbeitern deutlich: “Aufträge, die am Vormittag eingehen, können wir noch am selben Tag verschicken. Die Auslieferung wird schneller, das spürt der Kunde.“ Bis zu 5.000 Teile pro Stunde können nun erfasst und ausgeliefert werden. Damit re-

Foto: © BRAX Logistik

as alte Oberstoff lager in der Weberstraße hatte ausgedient, es wurde großräumig erweitert und modernisiert. Auf vier Ebenen entstand so im vergangenen Jahr eine Fläche von 18.000 m² Größe. Brax investierte gut zehn Millionen Euro in das neue Logistikzentrum. Täglich können jetzt bis zu 35.000 Bekleidungsteile ausgeliefert werden.

BRAX Inhaber Joachim Tengelmann gibt gemeinsam mit der BRAX Geschäftsführung und dem Bürgermeister den offiziellen Startschuss für die neue Logistik: Wolfgang Drewalowski, Thomas Dalsaß, Joachim Tengelmann, Bruno Wollbrink, Bürgermeister Herford, Stefan Brandmann (v.l.n.r.)

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Unternehmen

Feierliche Einweihung: Das neue Brax-

Foto: © BRAX Logistik

Logistikzentrum in Herford

agiere das Unternehmen auf die gestiegene Nachfrage nach seiner Bekleidung.

Rasantes Wachstum Mit dem jetzigen Stand des Ausbaus seien die Möglichkeiten aber nicht erschöpft, fügte Brandmann hinzu: „Wir können die Kapazität des Lagers künftig auf eine Million Teile erweitern, das stellt eine Verdopplung dar!“ Hinter dieser nüchternen Bilanz steht der Wunsch, künftig weiterhin schnell zu wachsen.

Zum siebten Mal in Folge legte der Modehersteller das beste Ergebnis seiner Firmengeschichte hin: Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz 258 Millionen Euro. Und im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen bereits ein Umsatzplus von 7 Prozent. Weltweit will es die Zahl seiner Stores bis 2012 erhöhen: Von derzeit 50 auf 74. Ein Ende der Expansion sei bislang nicht in Sicht. „Wir werden weiter in die Marke und in unsere Mitarbeiter investieren“, versprach Geschäftsführer Wolfgang Drewalowski.

Positive Zeichen Für die Stadt Herford ist das Modeunternehmen einer der wichtigsten Steuerzahler. Bürgermeister Bruno Wollbrink würdigte daher die Investition in das neue Logistikzentrum als „deutliches Bekenntnis zum Standort Herford“. Darüber hinaus freute sich der Politiker, dass das Unternehmen plane, einhundert neue Stellen zu schaffen. Solche positiven Zeichen seien in Krisenzeiten von enor■  FR mer Bedeutung.  ANZEIGE

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Bielefelder

Tiefkühlpizzen von Dr. Oetker:

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in vielen Ländern Marktführer: Sie schmecken einfach

Rund und lecker

köstlich, sind problemlos zuzubereiten, und ihr Preis-LeistungsVerhältnis überzeugt noch den verwöhntesten Kenner!

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en Tiefkühlpizzen von Dr. Oetker scheint ein Geheimnis innezuwohnen, das andere Hersteller nicht lüften können. Nicht umsonst ist der Bielefelder Nahrungsmittel-Konzern mit seinen Tiefkühlpizzen in Deutschland die Nummer Eins am Markt. Und in sage und schreibe 17 weiteren Ländern auch!

Größer, besser, erfolgreicher!

Foto: © Dr. Oetker

Bedeutenden Anteil an diesem Erfolg von Dr. Oetker hat die „Ristorante Pizza“. Das Sortiment bereichert nun schon seit 26 Jahren Handel und Haushalte. Sie ist seit 1985 das erfolgreichste Produkt in deutschen Tiefkühltruhen. Wie bei allen anderen Marken auch, steht und fällt die Akzeptanz beim Kunden mit den verwendeten Zutaten. Und die scheinen wirklich einen besonderen Geschmack getroffen zu haben. Aber wie es sich mit so überaus erfolgreichen Produkten nun mal verhält: Ihre Rezeptur bleibt oft ein streng gehütetes Geheimnis. Nur so viel sei verraten: „Ristorante“ besteht aus knusprig-dünnem Boden, reichhaltiger Auflage und ausgewählten Zutaten. So bleibt die Pizza unwiderstehlich für alle, die es wie beim Italiener mögen. Die Topsorte unter den 30 Geschmacksrichtungen ist, ganz klassisch, die „Ristorante Salame“, eine Salami-Pizza. Und mit den herzhaften Scheiben wird selbstverständlich nicht gegeizt, Dr. Oetker verarbeitet jedes Jahr so viel davon, dass sich damit rund 2000 Fußballfelder belegen ließen.

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Pizza und Innovationsfreude Die Jubiläumskreation der Bielefelder ist die „Salame Mozzarella Pesto“, sie kam im Jubiläumsjahr 2010 auf den Markt, belegt Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011


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Foto: © Dr. Oetker

Das Geheimnis des Erfolgs

mit Zutaten in den Landesfarben Italiens. Mit dieser Sorte feierte Dr. Oetker die 25-jährige Erfolgsgeschichte seiner „Ristorante Pizza“, die 1985 mit Salami- und Schinken-Pizzen begonnen hatte. Bereits drei Jahre später war der Konzern damit Marktführer in dem Segment der italienischen Pizzen mit dem typisch knusprigdünnen Boden. Seit 1997 ist „Ristorante“ auch das umsatzstärkste Sortiment im Tiefkühlmarkt. Für das Traditionsunternehmen aber kein Grund, sich auf dem Erfolg auszuruhen! Denn das Sortiment wird ständig erweitert, und die Rezepturen immer verbessert. Und das belohnen die Verbraucher mit großem Appetit. Allein von der „Ristorante“-Salami-Pizza werden mittlerweile jedes Jahr rund 20 Millionen Stück verkauft. Dabei ist „Ristorante“ nur eins von insgesamt sechs Sortimenten, die Dr. Oetker herstellt.

Köstlicher Geschmack in vielen Variationen Eine Pizza ist ein intensives Geschmackserlebnis - und ein einmaliges noch dazu. Es lässt sich zwar variieren, aber nicht unendlich und beliebig. Der Geschmack des Verbrauchers bestimmt, ob der Bielefelder Marktführer mehr auf das Bewährte setzt oder eine Innovation wagt. Die Bandbreite des Genusses, der bei Pizzen möglich ist, liegt zwischen rustikal und exotisch. Das ist die Herausforderung, und sie nimmt Dr. Oetker an, indem das Unternehmen traditionelle Rezepte behutsam abgewandelt. Im Einklang mit dem Zeitgeist werden sie dem heutigen Geschmack angepasst. Dank dieses hohen Anspruchs sind bis heute sechs unterschiedliche Sortimente entstanden: Steinofen Tradizionale (dünne Kruste und aus dem Steinofen), Culinaria (knusprigloBielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

ckerer Boden mit landestypischen Auflagen), Die Ofenfrische (abwechslungsreich belegter Rohteig, backt im Ofen frisch auf), Big Americans (typisch amerikanisch, luftig-lockerer Teig), Flammkuchen Elsässer Art (typisch französisch), Ristorante (vielfältig belegter, vorgebackener Teig). Sie alle haben sich längst einen Spitzenplatz im Handel erobert. Genießer verbinden mit ihnen eine lange Tradition und die hohe Kunst des Pizza-Backens. Eine Tradition übrigens, die mehr als 40 Jahre zurückreicht.

Pioniertat von Dr. Oetker Es war die Zeit des Wirtschaftswunders, die Deutschen reisten wieder ins Ausland, vor allem nach Italien. Dort lernten sie in den 1960er-Jahren auch die Pizza kennen, und die passte so vorzüglich zu dem, was man sich vom italienischen Lebensstil erhoffte, nämlich Leichtigkeit und Frische. Die Begegnung verlief aber nicht einseitig, denn auch die vielen Gastarbeiter aus Italien brachten ihre Rezepte mit, sie sorgten dafür, dass ihre Lieblingsspeise in Deutschland dankbare Anhänger fand. Als italienische Pizza immer beliebter wurde, erkannte Dr. Oetker den Trend der Zeit - und packte zu: Als erstes Unternehmen überhaupt brachten die Bielefelder eine Tiefkühlpizza auf den deutschen Markt. Das war 1970, und sie hieß „Pizza alla Romana“: Ein Rohteig in einer Alu-Schale, belegt mit echt italienischem Mozzarella und Provolone-Käse, Mortadella, Tomaten und Paprika. So einfach wie die damalige Pioniertat klingt, so erfolgreich ist sie bis heute. Sie trat vor mehr als 40 Jahren einen unvergleichlichen Siegeszug an, und Pizza fehlt heute wohl in keinem europäischen Tiefkühler.

Woran lag es, dass die Nachfrage nach diesem Convenience-Produkt stetig wuchs? Die Antwort ist ganz einfach: Das typisch italienische Geschmackserlebnis, verbunden mit der bequemen Angebotsform, kam den Bedürfnissen der Verbraucher nach schneller und einfacher Zubereitung sowie Lagerung entgegen. Genießer holten sich ohne großen Aufwand ein Stück mediterrane Unbeschwertheit ins Haus. Dr. Oetker hatte mit feinem Gespür für künftige Entwicklungen also eine echte Marktnische entdeckt, die so schnell keiner besetzen sollte. Bereits zehn Jahre nach der Markteinführung baute der Konzern in Wittlich sogar ein eigenes Pizza-Werk. Heute werden dort und in dem zweiten, später entstandenen Werk in Wittenburg jedes Jahr eine Million Pizzen gebacken und das für 50 unterschiedliche Sorten. Die Qualität der Produktion stellt sicher, dass Dr. Oetker mit 32 Prozent die Marktführerschaft im deutschen TiefkühlpizzaMarkt hält.

Rund und besser als ihr Ruf Auch für gesundheitsbewusste Genießer gibt es keinen Grund, sich vor Pizza zu fürchten. Alles andere als Junk-Food, enthalten die belegten Teige doch viele Stoffe, die die Gesundheit fördern. Zu diesem Ergebnis kommen jedenfalls Mediziner und Ernährungswissenschaftler. So sollen allein die Pizza-Gewürze Oregano, Thymian, Majoran, Basilikum und Rosmarin Forschungen zufolge mit ihrer Substanz Beta-Caryophyllen (E-BCP) gut gegen Entzündungen sein und „freie Radikale“ abfangen. Und das in Tomatenmark zu findende Lycopin soll vor Krebs- und Herzkreislauf-Erkrankungen schützen. Noch ein Beispiel von vielen: Das Olivenöl im Teig besitzt ungesättigte Fettsäuren, die sich günstig auf die Blutfettwerte auswirken. Wer auf sein Gewicht achten möchte, findet unter der Bezeichnung „Leggera“ schmackhafte Pizzen, die dem Trend nach weniger fettem Essen mit einer Fettreduktion von 50 Prozent Rechnung tragen. Die hochwertigen Rohstoffe und die hohe Qualität der Verarbeitung machen Tiefkühlpizzen von Dr. Oetker so einzigartig ■ im Geschmack.  93


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Rund um den Pudding Deutschlands Puddinghauptstadt liegt in Ostwestfalen: Jedenfalls steht in Bielefeld nicht nur

Foto: djd/Bielefeld Marketing

dank des hier ansässigen Nahrungsmittelwerks die süße Versuchung hoch im Kurs.

Überraschende Entdeckungen - Die Markenausstellung zeigt den Weg eines

Tischgespräche - In diesem Ausstellungsraum werden vier

Produkts von den Rohstoffen bis zur fertigen Ware.

festliche Anlässe dargestellt.

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und um den Pudding – So lautet der Titel eines neuen Tagesprogramms, das eine Stadtrundfahrt durch Bielefeld, einen Besuch in der Dr. Oetker Welt und ein westfälisches Mittagessen umfasst. Die Dauerausstellung des Unternehmens, angesiedelt in einem ehemaligen Produktionsgebäude, hat sich mit jährlich über 50.000 Besuchern zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt. Auf neun Themenflächen lässt sich der Weg eines Produkts von den Rohstoffen bis zur fertigen Ware verfolgen. Zugleich können die Besucher selbst aktiv werden, indem sie auf einer Rezeptwiese ihre Lieblingsgerichte pflücken, in einer Küche appetitliche Düfte erraten oder bei Tischgesprächen als Zuhörer dabei sind. Auch der Genuss kommt nicht zu kurz: Per Knopfdruck fließt aus dem „Puddingwunder“ das warme Vanilledessert in die Tasse. Eine Busrundfahrt durch Bielefeld und ein herzhaftes westfälisches Mittagessen in der Altstadt runden den abwechslungsreichen Tag ab. Das Gruppenangebot kostet 28 Euro pro Person. Alternativ als Halbtagesprogramm werden von montags bis samstags täglich drei Führungen durch die Markenwelt angeboten. Informationen gibt es unter Telefon 0521-516999 oder unter www. bielefeld-bewegt.de im Internet. ■ djd/pt Bielefelder Wirtschaftsmagazin 6.2011

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Moderner Leicht-Tragschrauber im Rundflug über Bielefeld

Der Tragschrauber die perfekte und kostengünstigste Lösung: Was ist eigentlich ein Tragschrauber genau? Ein Tragschrauber, auch Gyrocopter genannt, ist ein Drehflügler und ähnelt in seiner Funktionsweise einem Hubschrauber.

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m Gegensatz zu diesem wird allerdings hier der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern passiv durch den Fahrtwind in Drehung versetzt. Der Auftrieb ergibt sich dabei durch den Widerstand des sich drehenden Rotorblattes bei nach hinten geneigter Rotorfläche. Der Vortrieb erfolgt, wie beim Starrflügelflugzeug, meist durch ein Propellertriebwerk. Seit einem Jahr ist die Firma Gyrowings am Flugplatz Porta Westfalica stationiert und gibt Flugbegeisterten seitdem die Möglichkeit, eine Runde mit ihrem Tragschrauber zu drehen. Viele werden das orangefarbende Gerät schon in der Luft gesehen haben. Das ungewöhnliche Objekt fällt aber nicht nur in der Luft auf. Auch auf der Erde macht der Gyrokopter einiges her und sorgt für bestaunende Bli-

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cke. Mehr über den „Mini-Hubschrauber“, von wo gestartet wird und wieso er überhaupt fliegt, erfahren Sie auf der Seite www.gyrowings.de. Aufgrund der Wendigkeit des Gyrocopters und seiner einzigartigen Langsamflugfähigkeit bis hin zum Stillstand, ist er für Filmaufnahmen, Fotoaufnahmen und Beobachtungsflüge perfekt geeignet. Und das, da keine störenden Fenster oder Tragflächen die Sicht einschränken. Die Firma Gyrowings möchte die Möglichkeit bieten, das Objekt oder Projekt der Auftraggeber aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren. Die Kunden sollen Luftbildaufnahmen für ihre Projektplanung nutzen. So erhalten sie einen weiteren Überblick & Unterstützung für die Planung, Gestaltung und Einhaltung von Richtlinien.

Gestochen scharfe Bilder aus luftiger Höhe... und bei Bedarf organisiert die Firma Gyrowings auch gleich einen professionellen Fotografen mit dem richtigen Blick. Ein Rundflug mit dem Gyrocopter ist exklusiv, aber nicht teuer.

Erfüllen Sie sich diesen Traum Für 15 Minuten zahlt man 40 Euro, 30 Minuten kosten 80 Euro und für 145 Euro kann man eine ganze Stunde mit dem Tragschrauber durch die Lüfte gleiten. Sprechen Sie uns einfach an! Gerne stellen wir Ihnen auch ein individuelles Angebot nach Ihren Wünschen zusammen. Wir fliegen an 365 Tagen im Jahr, sofern es das Wetter zulässt. Einen Helm mit Intercom ■ stellen wir zur Verfügung. 

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VORSCHAU Die nächste Ausgabe erscheint im Dezember 2011. Liebe Leserinnen und Leser , wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Magazin gefallen hat. Da wir dieses kontinuierlich verbessern möchten benötigen wir Ihre Meinung und Kritik. Lassen Sie uns an Ihren Gedanken und Ideen teilhaben! Insbesondere suchen wir die Könner unter Ihnen und zwar auch als Mitarbeiter. Können Sie über ein Thema informativ und unterhaltsam schreiben, schießen Sie tolle Fotos und kennen sich in der Bielefelder Wirtschaftsszene gut aus, oder kommen Sie aus einem anderen Zweig der Verlagsbranche? Dann bewerben Sie sich bitte bei uns unter bewerbung@bielefelder-wirtschaftsmagazin.de. Wir möchten, zusammen mit unserem weiteren Verlagsprodukt, der neuen „Bielefelder Stadtzeitung“ (www.bielefelder-stadtzeitung.de) und gemeinsam mit Ihnen die Nr. 1 in Bielefeld werden. Gerne nehmen wir auch Anrufe und E-Mails von Unternehmen entgegen, die demnächst mit uns, für sich und Ihre Leistungen werben möchten. Rufen Sie uns an unter: 0521/ 52 940 99 oder schreiben Sie uns an anzeigen@bielefelder-wirtschaftsmagazin.de Wir freuen uns auf Sie. Ihr George Terzakis, Chefredakteur 98

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