Page 1

R E F O R M AT I O N S J U B I L Ä U M I N J E N A

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? W I D E R S TA N D U N D F R E I H E I T

INFORMATIONEN UND BUCHUNG Jena Tourist-Information Markt 16, 07743 Jena Telefon: +49 (0) 3641 49-8050 www.jenatourismus.de tourist-info@jena.de Änderungen vorbehalten! Keine Haftung für Irrtümer oder Fehler! Redaktionsschluss: 15. Februar 2017 2


INHALT

5

Widerstand und Freiheit Klaus Dicke

11

Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung Karl Marx

13

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Veranstaltungsreigen

„Er tut mehr Schaden als Luther und Melanchthon“ J F I.  S A G   G

15 ... Buchbare Angebote 2017 17 ... Januar 2017 19 ... April 2017 21 ... April 2017 23 ... Kirchentag 25 ... Mai 2017 27 ... Juli 2017 29 ... Jazzmeile 31 ... Oktober 2017 33 ... November 2017

35

Übersichtsplan Stadt Jena

A  S J . O  – . M  Markt 7 · 07743 Jena · www.stadtmuseum.jena.de Di, Mi, Fr 10 – 17 Uhr · Do 15 – 22 Uhr · Sa, So 11 – 18 Uhr STADTMUSEUM. Städtische Museen Jena. JenaKultur

3

4


KLAUS DICKE

Widerstand und Freiheit Festvortrag im Jenaer Rathaus anlässlich der Verleihung des Titels „Reformationsstadt Europas“ an Jena am 10. November 2016

Mit dem heutigen Tag darf sich Jena „Reformationsstadt Europas“ nennen und steht in geistiger Korrespondenz zu 73 anderen europäischen Städten, die dieses Label tragen. Und die Verleihung am heutigen Tag stiftet gleich eine ganze Reihe von Koinzidenzen, die über den Anspruch dieses Labels nachzudenken geradezu zwingen. Mit dieser Veranstaltung eröffnet die Stadt Jena ihr Jahr des Reformationsgedenkens. Wir erfahren von einer Vielzahl von Veranstaltungen, in denen des Beginns der Reformation im späten Wittenberger Oktober des Jahres 1517 gedacht wird. Aber schon das Datum 31.10.1517 ist aus guten Gründen nicht unumstritten; der Reformationstag selbst ist ein Label, künstlich geschaffen, um einen fixen Anhaltspunkt zu setzen, der uns die Erinnerung an das Gesamtereignis Reformation ritualisiert, indem dieses Ereignis auf einen Tag im Jahr und einen einzigen Punkt konzentriert wird. Was hat es – so will ich fragen – mit dem Label „Reformationsstadt Europas“ auf sich? Denn da ist eine zweite Koinzidenz: Dieser Festakt findet statt an dem Tag, an dem in 5

Magdeburg die diesjährige Synode der EKD zu Ende geht. Diese Synode stand unter dem Motto „Europa“. Im Eröffnungsgottesdienst wurde Ps. 85 gebetet und das schöne Bild in Erinnerung gerufen, dass Gerechtigkeit und Friede einander küssen, und Bischöfin Junkermann predigte über die Vision des Propheten Micha: „Schwerter zu Pflugscharen“. Der Jenenser Jurist und spätere Altenburger Kanzler Johann Thomas, Oheim von Christian Thomasius, hat 2 Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges ein beeindruckendes Friedensgedicht verfasst, in dem er beide Motive verarbeitete und mit biblischen Bildern den europäischen Friedensschluss von Münster und Osnabrück pries. Europa und Friede – auch darüber nachzudenken fordert der Tag. Da ist drittens der gemeinsame Geburtstag Martin Luthers und Friedrich Schillers, denen Jena auf der Suche nach der Stadt Bestem so viel zu danken hat. Eine Ausgabe der Schriften Luthers war das erste Projekt der 1548 begonnenen und an Lichtmeß 1558 mit der Verlesung des kaiserlichen Privilegs in der Stadtkirche quasi „getauften“ Universität, getauft nach protestantischem Verständnis, das bis ins 18. Jahrhundert hinein die Schmalkaldischen Artikel Luthers zum Bestandteil des Professoreneides machte. Und Friedrich Schiller, dessen Namen die Universität seit 1934 trägt, wirft den Glanz der Klassik auf Stadt und Universität 6


Widerstand und Freiheit – so soll das Motto des Tages und des Reformationsgedenkjahres in Jena lauten. Widerstand, ganz überwiegend friedlicher Widerstand, wurde gestern geleistet in Jena, bei Demonstrationen gegen Thügida, beim Erinnern an die Judendeportation am Westbahnhof und auf dem Marktplatz, auch beim Festakt der Universität zur Rehabilitierung der während der nationalsozialistischen Herrschaft Depromovierten. Aber der Streit geht weiter, und er hat viele Dimensionen. Erstens wird Thügida nicht ruhen – wie gehen wir damit um? Zweitens wird noch ein langer Weg kleinteiliger Politik zurückzulegen sein, bis Verwaltungsgerichte oder der Gesetzgeber sich zu einem symbolischen Republikschutz verstehen können und die hier stattfindenden Deutungskämpfe zugunsten des freiheitlichen Verfassungsstaates Regelungen im Sinne der wehrhaften Demokratie unterwerfen. Stehen wir das mit der gebotenen Geduld durch? Drittens ist Thügida kein spezifisches Jenaer Phänomen, sondern reitet auf einer europäischen, ja globalen Welle, wenn wir in die USA, in die Philippinen, die Türkei und manch anderen Staat schauen. Wie bringen wir das Beharren und die Geduld auf, an den Ursachen zu arbeiten? Und haben wir überhaupt zureichende Erkenntnisse über diese Ursachen? Mit solchen Fragen hat der gestrige 9. November auch das Reformationsgedenken in Jena ins Heute gestellt. Wir tun gut daran, zwei Konsequenzen daraus zu ziehen: Erstens sollte am Anfang eine Analyse der eigenen Zeit, derjenigen Welt, in die hinein das Gedenken geschieht, stehen. Und da können wir Luther folgen, der dem Volk auf dem Marktplatz aufs Maul schaute, um bei seinen Dolmetschdienst am Evangelium ihre Sprache zu treffen, der am Beginn seiner Obrigkeitsschrift auch „vieler Leute Not“, die an ihn herangetragen worden sei, als Auslöser erwähnt hat und dem es um die Gewissensnöte derjenigen zu tun war, die sich dem anmaßenden Verbot des Septembertestaments durch Georg den Bärtigen widersetzten. Aber eine zweite Konsequenz muss gleich hinzutreten: Es kann beim Reformationsgedenken nicht um eine Rosinen pickende und Gewissheiten suggerierende Traditionspflege, die immer aus dem Geist der jeweiligen Zeit heraus geschieht, gehen, (das hatten wir in der Geschichte des Reformationsgedenkens oft genug), sondern die Aufgabe ist anspruchsvoller: Es muss um eine Neuaneignung des Anliegens der Reformation und auch der Klassik und Aufklärung gehen. Denn darin besteht ja der Reichtum der neuzeitlichen und modernen, von Reformation und Aufklärung geprägten Kultur- und Geistesgeschichte, wie sie sich gerade hier in Jena exemplarisch verdichtet: dass immer wieder neu Antworten gesucht wurden auf das, 7

was man die Not der Freiheit nennen kann. Luthers Abheben auf das Glaubensgewissen und seine Rechtfertigungslehre wollten befreien von Ängsten um das Seelenheil in der so apokalyptisch gestimmten Gegenwart um 1500 und wollten die Menschen „fröhlich“ – eines seiner Lieblingsworte – auf einen vertrauensvollen Weg in die Zukunft schicken. Und das im Absolutismus gewachsene zensurbewehrte „betreute Denken“, auf das sich die Despoten Europas nur zu gerne stützten, auf die Freiheit eigenständigen Denkens hin zu durchbrechen war die Absicht der Aufklärer, bei Schiller im Begriff unveräußerlicher Menschenrechte ebenso eingefangen wie in seinem Programm ästhetischer Erziehung zum Weltbürger. Und zu denjenigen, die der Not der Freiheit Abhilfe verschaffen wollten, dürfen wir hier in Jena auch z.B. Eduard Rosenthal zählen, den Vater der ersten demokratischen Verfassung Thüringens, die 1920 den Versuch darstellte, die Pluralität in der Bürgergesellschaft zu schützen und zum Lebenselexier eines freiheitlichen, demokratischen Gemeinwesens zu machen. Es wäre das schlechteste Ergebnis gerade des Jenaer Reformationsgedenkens nicht, die Not und die Nöte der Freiheit und Antworten zu ihrer Behebung zum Leitfaden einer suchenden Aneignung unserer eigenen Tradition zu machen. Dazu mag Schiller uns ermutigen: In den Briefen zur ästhetischen Erziehung des Menschengeschlechts heißt es: „Von dem Menschen wird schlechterdings ein moralischer Widerstand gegen das Leiden gefordert, durch den allein sich das Prinzip der Freiheit in ihm, die Intelligenz, sichtbar machen kann“. Schiller erhebt damit den moralischen Impuls des Menschen zum Widerstand gegen das Leiden zur ratio cognoscendi, zum Erkenntnisgrund der Freiheit und Vernunft des Menschen. Und darin liegt der Schlüssel zu fast allen seinen Dramen, in denen vom Marquis Posa bis zum Tell so oft vom Widerstand die Rede ist: der Freiheit und der Vernunft auf die Spur zu kommen.

Fragen wir, wo sich heute Nöte der Freiheit zeigen und artikulieren, dann kommt wohl zuerst die seit Jahren anhaltende Tragödie rund um das und auf dem Mittelmeer in den Blick, wo Millionen von Menschen größte Lebensgefahr auf sich nehmen, um dem Leiden ihrer Heimat zu entfliehen und Zuflucht in Europa zu suchen. Und damit kommt zugleich das höchst widersprüchliche Bild in den Blick, das Europa heute bietet: Europa versteht sich gerne als Wertegemeinschaft und lässt zugleich die Tragödie vor seiner Haustüre, an deren Ursachen dieses Europa keineswegs unschuldig ist, zu. Der Blick von Afrika auf Europa ist ein Blick der Hoffnung, aber der Blick vieler Europäer auf ihr Europa ist zu oft ein Blick der Verdrossenheit, ja oft der Wut auf Bürokratie und Establishment. Und letztere wird genährt von Ängsten, weniger um die eigene Zukunft als vielmehr um den befürchteten Verlust all dessen, was man mit dem Begriff „Identität“ umschreibt. Da ist von Freiheit und Vernunft wenig zu spüren, und so stehen auch Emotionen im Vordergrund: Wut, Angst, Verdrossenheit. Wo immer diese geschürt werden, ist Widerstand Bürgerpflicht – auch gegen gewaltbereite Aggressivität. Um in solchem Widerstand Freiheit und Vernunft zu erkennen, mag nun das Reformationsgedenken in besonderer Weise hilfreich sein. Sehen Sie es dem Politikwissenschaftler nach, dass ich mit den politischen Folgen der Reformation beginne. Wolfgang Schäuble hat kürzlich in einem sehr bemerkenswerten Aufsatz auf zwei politische Implikationen der Reformation aufmerksam gemacht: Erstens sei die Reformation ein europäisches Ereignis gewesen, und zweitens sei die Lektion der Reformation für Europa vor allem diejenige gewesen, mit religiöser Pluralität umzugehen zu lernen. Die Reformation und Europa: wir müssen der Versuchung widerstehen, die Reformation auf Luther oder gar auf seinen Hammerschlag zu reduzieren. Schon in Wittenberg gab es einen 8

II.

I.

und hat von der Antrittsrede 1789 bis zum Wilhelm Tell das Bild des freiheitsbewussten Weltbürgers Jena als geistiges Erbe zu treuen Händen übergeben. Luther und Schiller – was haben sie uns heute zu sagen? Auch diese Frage steht am heutigen Tag an. Und da ist eine vierte, eine traurige Koinzidenz. „Jena sagt nein, aber Thügida will“ hat das Akrüzel dieser Woche getitelt. Wir leben im Streit, im Streit einer Bürgerschaft, die weltoffen sein will, mit einer Bewegung von erschreckender Entschlossenheit, die Fremde als Störenfriede einer eingebildeten Behaglichkeit und als Stachel für die Illusion einer hygienisch reinen Nationalphantasie ferngehalten, ja vertrieben sehen will. Jena hat – wieder einmal – Widerstand geleistet, um dem biblischen Gebot „Suchet der Stadt Bestes“ politisch Realität zu geben. Und auch darüber, über unser Leben im Streit, müssen wir reden am heutigen Tag. Und das hat das Gedenken an symbolischen Tagen ja so an sich, dass alleweil auch Ambivalenzen sichtbar werden, die auszuhalten sind, die unser Bedürfnis nach heiler Welt stören mögen, aber oft doch die eigentlichen Herausforderungen darstellen.


Nun weist Schäuble aber auch darauf hin, dass mit den politischen Folgen der Reformation deren Eigentliches, ihr geistig-religiöser Kern noch nicht getroffen sei. Und in der Tat sieht sich gerade der deutsche Protestantismus der Gegenwart nicht ganz zu Unrecht der Kritik ausgesetzt, über das Politisieren nicht zum religiösen Kern durchzudringen. Auch hier, bei der Wiederaneignung des religiösen Kerns der Reformation scheint mir – gerade auch in Jena – ein kritischer Blick in die Rezeptions- und Folgegeschichte der Reformation geboten. Die altprotestantische Orthodoxie hat sich zweifellos bemüht, den religiösen Kern der Reformation und namentlich die Rechtfertigungslehre in eine kirchliche Zukunft hineinzutragen. Aber sie war auch ein Programm scharfer Ab- und Ausgrenzung. Wenn noch im 18. Jahrhundert ein Jenaer Theologe wegen des bloßen Verdachts des Spinozismus der Theologischen Fakultät den Rücken zukehren musste, in der Juristenfakultät Aufnahme fand und dort segensreich wirken konnte, dann ist das immerhin ein Beleg für die Weisheit der vielleicht europäischsten aller europäischen Einrichtungen, nämlich der Universität: Theologen, Juristen und Mediziner in getrennten Fakultäten, aber unter einem Dach unter zu bringen. Diese Weisheit wurde von der Reformation bestärkt, und die Sorge des Protestantismus für die nun neu gedachten und für einige neu gegründete Universitäten, darunter Marburg und Jena, gehört denn auch zu den kulturprägendsten Folgen der Reformation. Was nun den religiösen Kern gerade in einem europäischen Kontext angeht, so ist zunächst auf die verbindenden Kräfte zu verweisen, die aus der evangelischen Theologie erwachsen sind. Dazu gehören sicher, und darauf darf man gerade in Thüringen hinweisen, neue Gestaltungselemente des Gottesdienstes, allen voran die Kirchenmusik, die in den Kantatengottesdiensten des Barock eine ganz eigene, heute weltweit bekannte 9

und geschätzte Frömmigkeitsform und Kunstgattung zugleich entstehen ließ. In der Kirchenmusik vom Konzertsaal bis in die Dorfkirche geschieht Aneignung der Reformation, und Kirchenmusik verbindet ganze Kontinente, von der Bachkantate in Seoul bis zum GospelChor aus Tansania in Weimar. Auf ein weiteres verbindendes Element des lutherischen Gottesdienstes hat Christopher Spehr kürzlich aufmerksam gemacht: der aaronitische Segen verbindet Judentum und Christentum. Die Suche nach solchen verbindenden Elementen des Gottesdienstes und des kirchlichen Lebens und ihre Pflege sind wichtige Bestandteile der Aneignung der Reformation heute. Und sie kann in meinen Augen nicht anders als im ökumenischen Miteinander gelingen. Die Frage nach dem religiösen Kern ist aber vor allem Herausforderung an die Theologie, die reformatorische Botschaft im Rückgriff auf die Ursprünge immer wieder neu in die Gegenwart zu übersetzen. Lassen Sie es mich durch ein biblisches Beispiel verdeutlichen: Ich las kürzlich eine Predigt von Klaus-Michael Kodalle, die mir den Bericht der Apostelgeschichte über Paulus in Athen (Apg. 17) in Erinnerung rief. Da schildert Lukas, wie Paulus in Athen in die Synagoge und auf den Markt geht und die Leute anspricht, sich mit Epikuräern und Stoikern anlegt. Er hatte wahrgenommen, dass Athen religiös ein buntes Panoptikum an Altären für alle möglichen Gottheiten darbot, und ihm war ein Altar aufgefallen, der dem unbekannten Gott gewidmet war. Paulus deutete das als den ängstlichen Versuch zu kompensieren, dass man in dem ganzen Gewimmel von Gottheiten möglicherweise eine ausgelassen haben könnte, die man gar nicht kennt. Und diese aus Angst um Heilssicherheit erfolgte Anrufung eines unbekannten Gottes nimmt er zum Ausgangspunkt seiner Rede auf dem Areopag. Er will Heilsangst in Vertrauen verwandeln, indem er mit der Botschaft und dem Gott Jesu Christi bekannt macht. Und erst als er mit der Auferstehung von den Toten kommt, werden die Athener hellhörig, glaubend einige, skeptisch andere und sich von dem „Spinner“ abwendend eine dritte Gruppe. Hier scheiden sich die Geister. Ich frage mich, ob das nicht exakt eine Beschreibung der Aufgabe der Theologie in unserer Gegenwart ist. In den Medien und im Netz wimmelt es nur so von Gottheiten, und ganze Versicherungsindustrien verdienen sich goldene Nasen an den wabernden Ängsten in unserer Gesellschaft. Wäre nicht der Freiheit ein großer Dienst erwiesen, wenn wenigstens einige dem Angsthaben und Angstmachen in unserer Gegenwart „wenigstens in Worten widerstehen“, um es mit Luther zu sagen? Wäre es nicht die reformatorische Aufgabe der Theologie schlechthin, einen „moralischen Impuls des Menschen zum Widerstand gegen Angst“ wieder und immer wieder neu zu wecken, um es in Anknüpfung an Schiller zu sagen, zugleich aber auch auf das paulinische Skandalon der Predigt vom auferstandenen Christus zu verweisen? So jedenfalls könnte man die Absicht verstehen, das Reformationsgedenken als „gemeinsames Christusfest“ zu begehen.

Das an Goethes Gretchenfrage anknüpfende Programm, das die Universität zum Kirchentag auf dem Weg beisteuert, beabsichtigt deshalb gerade nicht, eine musealisierte Reformation zu befeiern, sondern Grundfragen der Reformation ins Heute und konkret ins Gespräch mit Wissenschaften zu stellen, der Entstehung von Religionen nachzuspüren und Felder Ängste bannender Freiheitserfahrungen in Kunst, Riten, Film und anderen Medien abzuschreiten. Die Universität verdankt der Reformation ihre Gründung, sie kann auf eine reiche Tradition nachhaltigen Freiheitsdenkens mit europäischer Ausstrahlung zurückgreifen, deren wichtigste Botschaft aber vielleicht die ist: dass Reformation nicht abschließbar ist, im Heute beginnen und ihren befreienden Geist dort finden muss, wo es gilt, Nöten der Freiheit zu wehren. Das mag anspruchsvoll sein, aber es ist einer „Reformationsstadt Europas“ angemessen und würdig. 10

IV.

III.

Melanchthon, der in vielem als Gegenpol zum Polarisierer Luther gewirkt hat, zugleich aber die befreiende Botschaft des dreifachen „sola“ mit großer Wirkung in Bildungsprogramme übersetzt und so in die Schule gebracht hat. Und Schäuble erinnerte auch daran, dass die von Calvin beeinflusste Reformation in den Niederlanden, in England und schließlich in den USA sich durch die Konzentration auf die Gemeinde als demokratieaffiner erwiesen habe als die Rezeption der lutherischen Obrigkeitslehre in Deutschland. Vielfalt und Pluralität, aber auch Rezepte zum Umgang mit Pluralität sind in derTat die politisch wichtigsten Folgen der Reformation. Das Erlernen des Umgangs mit solcher Pluralität war ein schmerzlicher und blutiger Prozess, der im staatlich gesicherten rechtlichen Schutz von Minderheiten und im Grundrecht der Religionsfreiheit tragfähige Lösungen hervorgebracht hat. Die in Luthers Obrigkeitsschrift mehrfach erwähnten Potenziale des Menschen, die in den Dienst am „Schwert“ einzubringen sind: Leib, Gut, Ehre und Seele werden bei dem Puritaner John Locke im 17. Jahrhundert zu der Trias Leben, Freiheit und Eigentum mit der Pointe, dass kein Mensch in diesen drei Grundgütern der Menschheit verletzt werden dürfe. Man kann sehr wohl bei allen dazwischen liegenden Brüchen eine Linie von der Reformation über die Aufklärung zum heutigen Bekenntnis zu unveräußerlichen Menschenrechten ziehen. Damit ist nicht gesagt, dass nicht diese Linie auf sehr kurvenreichen Zeilen gezogen wäre, und damit ist keineswegs alles gerechtfertigt, was heute als Menschenrecht behauptet oder gefordert wird. Neuaneignung bedeutet hier vielmehr, kritisch zu prüfen, ob es Grundgüter der Freiheit sind, die unter menschenrechtlichen Schutz zu stellen sind. Letztlich ist es die Frage danach, wie Europa über den Menschen denkt – und hierüber scheint mir Europa ebenso dringend einer Verständigung zu bedürfen wie die Reformation Angebote für eine Antwort bereithält: simul iustus et peccator, freier Herr und freier Knecht, zum Dienst an der Welt berufen und andere mehr.


KARL MARX

Gedanke und Wirklichkeit [...] Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muß gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift. Die Theorie ist fähig, die Massen zu ergreifen, sobald sie ad hominem |am Menschen| demonstriert, und sie demonstriert ad hominem, sobald sie radikal wird. Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel für den Menschen ist aber der Mensch selbst. Der evidente Beweis für den Radikalismus der deutschen Theorie, also für ihre praktische Energie, ist ihr Ausgang von der entschiedenen positiven Aufhebung der Religion. Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, daß der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Verhältnisse, die man nicht besser schildern kann als durch den Ausruf eines Franzosen bei einer projektierten Hundesteuer: Arme Hunde! Man will euch wie Menschen behandeln! Selbst historisch hat die theoretische Emanzipation eine spezifisch praktische Bedeutung für Deutschland. Deutschlands revolutionäre Vergangenheit ist nämlich theoretisch, es ist die Reformation. Wie damals der Mönch, so ist es jetzt der Philosoph, in dessen Hirn die Revolution beginnt. Luther hat allerdings die Knechtschaft aus Devotion besiegt, weil er die Knechtschaft aus Überzeugung an ihre Stelle gesetzt hat. Er hat den Glauben an die Autorität gebrochen, weil er die Autorität des Glaubens restauriert hat. Er hat die Pfaffen in Laien verwandelt, weil er die Laien in Pfaffen verwandelt hat. Er hat den Menschen von der äußeren Religiosität befreit, weil er die Religiosität zum inneren Menschen gemacht hat. Er hat den Leib von der Kette emanzipiert, weil er das Herz an die Kette gelegt. Aber, wenn der Protestantismus nicht die wahre Lösung, so war er die wahre Stellung der Aufgabe. Es galt nun nicht mehr den Kampf des Laien mit dem Pfaffen außer ihm, 11

es galt den Kampf mit seinen eigenen innern Pfaffen, seiner pfäffischen Natur. Und wenn die protestantische Verwandlung der deutschen Laien in Pfaffen die Laienpäpste, die Fürsten samt ihrer Klerisei, den Privilegierten und den Philistern, emanzipiert, so wird die philosophische Verwandlung der pfäffischen Deutschen in Menschen das Volk emanzipieren. Sowenig aber die Emanzipation bei den Fürsten, sowenig wird aber die Säkularisation der Güter bei dem Kirchenraub stehenbleiben, den vor allem das heuchlerische Preußen ins Werk setzte. Damals scheiterte der Bauernkrieg, die radikalste Tatsache der deutschen Geschichte, an der Theologie. Heute, wo die Theologie selbst gescheitert ist, wird die unfreieste Tatsache der deutschen Geschichte, unser status quo, an der Philosophie zerschellen. Den Tag vor der Reformation war das offizielle Deutschland der unbedingteste Knecht von Rom. Den Tag vor seiner Revolution ist es der unbedingte Knecht von weniger als Rom, von Preußen und Österreich, von Krautjunkern und Philistern. Einer radikalen deutschen Revolution scheint indessen eine Hauptschwierigkeit entgegenzustehen. Die Revolutionen bedürfen nämlich eines passiven Elementes, einer materiellen Grundlage. Die Theorie wird in einem Volke immer nur so weit verwirklicht, als sie die Verwirklichung seiner Bedürfnisse ist. Wird nun dem ungeheuren Zwiespalt zwischen den Forderungen des deutschen Gedankens und den Antworten der deutschen Wirklichkeit derselbe Zwiespalt der bürgerlichen Gesellschaft mit dem Staat und mit sich selbst entsprechen? Werden die theoretischen Bedürfnisse unmittelbar praktische Bedürfnisse sein? Es genügt nicht, daß der Gedanke zur Verwirklichung drängt, die Wirklichkeit muß sich selbst zum Gedanken drängen. [...] Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung Siehe: Karl Marx/ Friedrich Engels - Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 1. Berlin/DDR. 1976, S.385, 386. 12


V E R A N S T A LT U N G S R E I G E N

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Jena und Weimar stellen ihre zahlreichen Denkanstöße im Reformationsjahr unter das Motto „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Die Gretchenfrage aus Goethes „Faust“ scheint geeignet, ausgehend von der Würdigung der berühmten und folgenreichen Thesenpublikation Martin Luthers 1517, Assoziationsräume zu eröffnen, die aktuelle Bezüge erlauben. In Jena wird dabei das Spannungsfeld zwischen Widerstand und Freiheit das verbindende Thema der zahlreichen Projekte sein. Hierbei wird anknüpfend an die konfliktreiche Reformationsgeschichte der Saalestadt der Bogen von der Reformation über die Aufklärung bis in die Gegenwart gespannt.

Die Bedeutung Jenas als Reformationsstadt wird durch die Auszeichnung „Reformationsstadt Europas“ unterstrichen, die die Gemeinschaft Europäischer Kirchen in Europa (GEKE) auf Grund des gewachsenen Miteinanders von Stadt, Kirche und Universität der Stadt verliehen hat.

Der kompakte Veranstaltungsreigen mit Ausstellungen, Konzerten, Performances, Diskussionsrunden, Wettbewerben, Bibelarbeit und Gebeten beginnt schwerpunktmäßig zum Osterfest im April, erreicht mit dem Kirchentag auf dem Weg einen ersten Höhepunkt am Himmelfahrtswochenende im Mai und erstreckt sich über den Reformationstag Ende Oktober bis hin zum Martinstag am 10. November, der sowohl der Geburtstag von Martin Luther als auch von Friedrich Schiller ist.

13

14


MOMOLO ZIRKUSZELT Burgauer Weg 9 Veranstalter: Friedemann Ziepert Thematischer Stadtrundgang

MARTIN LUTHER UND DIE REFORMATION IN JENA Folgen Sie den Spuren Martin Luthers in Jena: in die spätgotische Hallenkirche St. Michael mit der originalen Luthergrabplatte, in den Schwarzen Bären und in die Karmelitenkloster-Ruine. Ganzjährig, für Gruppen Treffpunkt: Jena Tourist-Information Buchbares Angebot, Dauer: 1 ½ - 2 h, Gruppenpreis 90 € (russisch 115 €) , max. 25 Pers. Veranstalter: JenaKultur, Jena Tourist-Information Thematischer Stadtrundgang

DURCHSETZUNG DES LUTHERTUMS IN JENA Luther oder Melanchthon u.a. galten nach der Trennung von der katholischen Kirche als Reformer oder Ketzer, die bekämpft wurden. Der Rundgang führt Sie zu Schauplätzen in Jena. Ganzjährig, für Gruppen Treffpunkt: Jena Tourist-Information Buchbares Angebot, Dauer: 1 ½ h, Gruppenpreis 90 €, max. 25 Pers. Veranstalter: JenaKultur, Jena Tourist-Information

Programm des Sommersemesters 2017 der Theologischen Fakultät

REFORM UND REFORMATION Das Programm der Theologischen Fakultät wird in Vorlesungen, Seminaren und Übungen dem Generalthema des Semesters „Reform und Reformation“ in allen theologischen Disziplinen nachgehen. Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prodekanin Prof. Dr. Miriam Rose Menü

Kostümführung

TEUFEL, NONNEN, ABLASSHANDEL: REFORMATION IN JENA Auf dem Weg zu Luthers originaler Grabplatte mit Anna von Herden, der Wirtin des Gasthofes „Zur Sonne“, erhalten Sie spannende Einblicke in den Jenaer Alltag vor 500 Jahren. Ganzjährig, für Gruppen Treffpunkt: Marktplatz, Haus „Zur Sonne“ Buchbares Angebot, Dauer: 1 ½ - 2 h, Gruppenpreis 95 €, max. 25 Pers. Veranstalter: JenaKultur, Jena Tourist-Information Kostümführung

SPEISEN WIE ZU LUTHERS ZEITEN 1522 war es Martin Luther, der unter dem Pseudonym „Junker Jörg“ im Schwarzen Bären in Jena bewirtet wurde. Heute können Sie sich mit dem 4-Gang-Schlemmermenü „Speisen wie zu Luthers Zeiten“ im Hotel-Restaurant Schwarzer Bär verwöhnen lassen. Auf Buchspänen geräuchertes Forellenfilet mit geriebenem Meerrettich und gebuttertem Landbrot folgt eine klare Brühe vom Ochsen mit Eierstich und Pfefferklößchen, als Hauptgericht wird bardierte Perlhuhnbrust auf Weinkraut mit Trauben und Kartoffelstampf und als Dessert Grütze von Waldbeeren mit geschlagenem Rahm serviert. Ganzjährig, auch für Individualgäste Treffpunkt: Restaurant „Schwarzer Bär“ Buchbares Angebot, Preis 28 € p. P. Veranstalter: JenaKultur, Jena Tourist-Information

SIBYLLE VON KLEVE ERZÄHLT VON DER REFORMATION Die Gattin von Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen ist nach der Lektüre des Nostradamus versehentlich in unsere Zeit geraten und wundert sich über den Wandel in der Stadt. Ganzjährig für Gruppen Treffpunkt: Jena Tourist-Information Buchbares Angebot, Dauer: 1 ½ h, Gruppenpreis ab 110 € (englisch 135 €), max. 25 Pers. Veranstalter: JenaKultur, Jena Tourist-Information

15

16

BUCHBARE ANGEBOTE 2017

BUCHBARE ANGEBOTE 2017

Multireligiöses bzw. interreligiöses Gebet


MARTIN LUTHER IM SPIEGEL MAX WEBERS Auf Anregung des Max-Weber-Kollegs soll der Workshop den Sachstand der Weber-Forschung mit dem zeitgenössischen Bild Martin Luthers im Vorfeld des Reformationsgedenkens miteinander ins Gespräch bringen. Neben der „Weber-These“ zum Protestantismus und einem Überblick über das Bild Luthers und des Luthertums am Beginn des 20. Jahrhunderts werden Einzelfragen wie Berufs- und Dienstethik, Mystik, Politik und Kirchenbegriff diskutiert.

Studientag der Theologischen Fakultät

CHANCEN DES NEUANFANGS. BEICHTE – BUSSE – VERGEBUNG HEUTE Ausgehend von Luthers theologischer „Initialzündung“, den 95 Thesen zur Kraft der Ablässe, wird anlässlich des Reformationsjubiläums nach Beichte und Buße in Geschichte und Gegenwart gefragt. In der Aula der Friedrich-Schiller-Universität werden ab 9 Uhr Perspektiven aus verschiedenen theologischen Disziplinen zur Thematik geboten und somit die Gegenwartsrelevanz reformatorischer Einsichten akzentuiert und diskutiert. Die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, wird in ihrem Vortrag die kirchenleitende Sicht darstellen. Abends diskutieren im Hörsaal 3 (Campus) prominente Theologen, Juristen, Psychologen und Politikwissenschaftler über die höchst aktuelle Thematik „Wer ist schuld? Warum alle nach Schuldigen suchen und es keiner gewesen ist.“ Anschließend lädt die Landesbischöfin zu einem Empfang. Der Studientag wendet sich an Studierende, Pfarrerinnen und Pfarrer, Lehrerinnen und Lehrer sowie besonders am Abend an die interessierte universitäre und städtische Öffentlichkeit. 25.01.2017, 9:00-17:00 Uhr, Vorträge - Aula der Friedrich-Schiller-Universität, Fürstengraben 1 25.01.2017, 18:15-20:00 Uhr, Podiumsdiskussion - Campus HS 3, Carl-Zeiss-Str. 3 Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Christopher Spehr

Ringvorlesung

LUTHER(GE)DENKEN – DIE REFORMATION IM WERK JENAER GELEHRTER Im Sommersemester 2017 wird dienstagabends in einer Ringvorlesung die Wahrnehmung und Rezeption Luthers durch bedeutende Professoren der Jenaer Universität vorgestellt und entfaltet. Der Bogen wird vom 16. Jahrhundert bis in die jüngste Zeit gespannt und umfasst nicht nur Theologen, sondern auch Vertreter anderer Disziplinen. Gefragt wird nach der Bedeutung der Reformation für die protestantische Religion und Gelehrtenkultur. Zugleich wird damit ein genuiner Beitrag zur Ideen-, Universitäts- und Stadtgeschichte Jenas geboten. 04.04. bis 27.06.2017, dienstags jeweils 18:15 bis 20:00 Uhr Friedrich-Schiller-Universität Jena, HS 204, Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1 Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Christopher Spehr Akademische Gottesdienste

SOLA! – ALLEIN CHRISTUS, GLAUBE, GNADE, SCHRIFT Die reformatorischen Grundlagen. Zur Wesensbestimmung des evangelischen Glaubens fasste man die reformatorische Theologie in Exklusivpartikel zusammen: „Allein Christus“ (solus Christus), „allein die Gnade“ (sola gratia), „allein der Glaube“ (sola fide), und „allein die Schrift“ (sola scriptura). Anhand dieser Grundaussagen wird die Gottesdienstreihe im Sommersemester 2017 den zentralen Inhalten von Luthers Theologie nachspüren und ihre Bedeutung für christliches Leben heute thematisieren.

ab 04.04.

Tagung mit Vorträgen

31.03.

31.03.2017, 17:00 Uhr, Details siehe S. 14

ab 04.04.

DURCHSETZUNG DES LUTHERTUMS IN JENA

10.01. bis 04.03.2017, Ernst-Abbe-Bücherei 20.05. bis 06.06.2017, Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Fotoklub UNIFOK Jena e.V.

19.01.2017, 9:00-17:00 Uhr Senatssaal der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 1 Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Klaus Dicke mit Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt und der Internationalen Martin Luther Stiftung

25.01.

Thematischer Stadtrundgang

MARTIN LUTHER NACHGEBLICKT…

04.04.2017, 19:30 Uhr Stadtkirche (Semestereröffnungsgottesdienst)

07.05., 11.06.2017 jeweils 10:00 Uhr, Friedenskirche 30.06.2017 (Schillertag), 17:00 Uhr Stadtkirche St. Michael 02.07.2017, 10:00 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena , Prof. Dr. Corinna Dahlgrün Pascal von Wroblewsky & Micha Winkler

09.04.

ab 10.01. 19.01.

Ausstellung

LUTHER UND JAZZ 09.04.2017, 16:00 Uhr Kulturkirche Jena-Löbstedt Veranstalter: Kirchenkreis Jena, Ralf Kleist

AUSSER THESEN ALLERHAND GEWESEN Präsentiert werden wertvolle Handschriften und Drucke aus den herausragenden Beständen der ThULB aus der Reformationszeit: Schriftzeugnisse zum Thesenanschlag von 1517, Bücher aus der Sammlung Georg Rörer und der Bibliotheca Electoralis, Autographen Martin Luthers und Dokumente zur Reformation in Jena wie etwa die Jenaer Lutherausgabe. Auch das Jenaer Exemplar von Martin Luthers „Deutscher Messe“ von 1526, das 2015 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe ernannt wurde, wird gezeigt.

JOHANNES-PASSION Solisten - Kammerorchester der Jenaer Philharmonie | Akademischer Chor der medizinischen Universität Lublin | Kantorei St. Michael Jena Leitung: Dominik Mielko, KMD Martin Meier

14.04.

ab 22.02.

Chorkonzert Ausstellung Schätze der Reformationszeit in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena

14.04.2017, 17:00 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Kantorei St. Michael Jena

22.02. bis 14.12.2017, Mo-Fr 9:00-16:00 Uhr bzw. nach Absprache Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Bibliotheksplatz 2, Zimelienraum Anmeldung an zentraler Infotheke: 03641 / 940100, Gruppenführungen auf Anfrage. Eintritt frei. Veranstalter: Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek ThULB, Dr. Joachim Ott 17

18


ERÖFFNUNG

17.04.

Karmelitenkloster am Engelplatz Eröffnung Karmelitenkloster mit dokumentarischer Ausstellung

KLOSTERGESCHICHTE UND DRUCKEREI DER REFORMATION Ein authentischer Ort der Reformation in Jena: das Karmelitenkloster am Engelplatz. Zum Reformationsjubiläum wird in Jena durch eine bestandswahrende Sanierung ein Kleinod für die Öffentlichkeit erschlossen. Unterhalb des heutigen Engelplatzes stand vor 500 Jahren das Karmelitenkloster. Nach seiner Säkularisierung wurde es geschlossen und in ein Spital umgewandelt. Später richtete Kurfürst Johann Friedrich hier eine Druckerei ein, in der schließlich die Jenaer Lutherausgabe gedruckt wurde. Historiker und Theologen messen ihr übrigens eine weit höhere Bedeutung als der Wittenberger bei, da sie „reines Luthertum“ verkörpere. Das kleine Areal ist ein idyllischer Ort zum Innehalten mitten in der Stadt. Man kann es durchschreiten und so ein Gefühl für das einstige Kloster bekommen. Zudem werden die beiden noch vorhandenen Innenräume als Ausstellungsräume genutzt, die bei Führungen zugänglich sind. Mit Sakristei und Kapitelsaal vermitteln sie einen lebendigen Eindruck von gotischer Baukunst und klösterlichem Leben in einem kleinen Konvent, wovon sich auch andernorts nur selten bauliche Zeugnisse erhalten haben. Eine Ausstellung, die bis Ende 2018 zu sehen sein wird, erläutert die Geschichte des Karmelitenklosters Jena, informiert über die Jenaer Lutherausgabe und über die zukünftige Gestaltung des Areals. Der traditionelle ökumenische Jenaer Ostergottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Stadtkirche St. Michael und endet in diesem Jahr am Karmelitenkloster.

19

Es sprechen Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Ulf Häder, Direktor der Städtischen Museen Jena, Sebastian Neuß, Superintendent des Ev.-Luth. Kirchenkreises Jena Stephan Riechel, Pfarrer der röm.-kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist Thomas Stender, Kommunale Immobilien Jena 17.04.2017 (Ostermontag), 11:00 Uhr Areal neben Theatervorplatz Ein Projekt der Stadt Jena Tipp

SONDERFÜHRUNGEN ZUR ERÖFFNUNG Begeben Sie sich mit unseren Gästeführern auf eine einstündige Tour zur Klostergeschichte in Jena, angefangen beim Karmelitenkloster zu den baulichen Resten des ehemaligen Jenaer Dominikanerklosters bis zum Standort des einstigen Zisterzienserinnenklosters. Beginn: nach dem Festakt ca. 12:00 Uhr Areal am Karmelitenkloster Hinweis: Führungen durch die Innenräume sind nur auf Voranmeldung über die Jena TouristInformation möglich!

20


28.04.

25.04. bis 30.04.2017 Volksbad Jena Veranstalter: cellu l’art – Festival Jena e.V. Kostümführung

SIBYLLE VON KLEVE ERZÄHLT VON DER REFORMATION 28.04.2017, 17:00 Uhr, Details siehe S. 14

Ausstellung Hessel und Luther

FREIHEIT, MENSCHENBILD UND STANDHAFTIGKEIT ZUR ZEIT DER REFORMATION UND HEUTE Der Reformator Martin Luther kritisierte die zeitgenössische Kirchenlehre. Seine Empörung leitete vor 500 Jahren die Reformation ein. Heute greift das Unbehagen um sich, dass der Mensch z.B. gegen die Eigengesetzlichkeiten von Finanzkapitalismus und Bürokratie machtlos zu sein scheint. Der Diplomat Stephane Hessel erinnert in seiner millionenfach verkauften Streitschrift „Empört euch!“ an die Werte der Aufklärung und fordert zu engagierter Empörung auf. Diese Wanderausstellung will die beiden unterschiedlichen Empörer miteinander ins Gespräch bringen und nach deren Vorstellung von Freiheit, Menschenbild und Standhaftigkeit fragen. Die Ausstellung wird in Jena eröffnet und anschließend vor allem in Schulen gezeigt.

28.04.2017, ab 17:00 Uhr

14.05. bis 25.06.2017 Friedenskirche Jena Veranstalter: Förderverein Johannisfriedhof Jena e.V. in Kooperation mit FSU Jena, Theologische Fakultät und Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien

Konzert der Jenaer Philharmonie

Internationaler Orgelsommer

Museumsnacht

LANGE NACHT DER MUSEEN JENA

BEIM KLANG DES PROPHETEN Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847) „Elias“ op. 70, Sopran: Gesine Adler, Mezzosopran: Christine Mothes, Alt: Britta Schwarz, Tenor: Patrick Grahl, Bass: Georg Gädker, Philharmonischer Chor Jena, Mitglieder der Suhler Singakademie, Leitung: Berit Walther

500 JAHRE REFORMATION Orgelkonzerte, Konzerte für Orgel und andere Instrumente, weitere Konzerte Künstlerische Gesamtleitung: KMD Martin Meier 24.05. bis 13.09.2017, jeweils mittwochs 20:00 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Kantorei St. Michael Jena, Kirchenmusikdirektor Martin Meier

ab 12.05.

04.05.

28.04.2017, 20:00 Uhr Volkshaus Jena Veranstalter: JenaKultur, Jenaer Philharmonie Jenaer Liederfrühling

THE PLAYFORDS - LUTHER TANZT 04.05.2017, 20:00 Uhr Friedenskirche Veranstalter: Kirchenkreis Jena, Ralf Keist Kleines Glashaus im Paradies

EUROPÄISCHES PLEINAIR SYMPOSIUM LANDSCHAFT – BEGEGNUNG – AUSTAUSCH Zum 3. Mal kehrt das “Europäische Pleinair Symposium“ an seinen Entstehungsort Jena zurück. Im Zentrum der Aktivitäten stehen erneut das Glashaus im Paradies und der Volkspark Oberaue. Künstler aus Frankreich, Russland, Israel, Palästina, Italien, Großbritannien, Kroatien und Kanada sind eingeladen, sich eine Woche mit der Jenaer Umgebung und ihren Künstlerkollegen auseinanderzusetzen und dem Publikum ihre Sicht auf Jena zu präsentieren. Eine Woche lang schaffen die teilnehmenden Künstler ganz im Sinne des Pleinairs Kunstwerke, beeinflusst durch die umgebende Natur, aber auch durch die anderen Künstler. Der Austausch und die Auseinandersetzung mit dem Anderen, Fremden stellt die Andersartigkeit des „Europäischen Pleinair Symposiums“ dar. 12.05. bis 20.05.2017 Veranstalter: Kunsthandlung Huber und Treff

21

ab 14.05.

CELLU L’ART Außerhalb des Wettbewerbsprogramms (30.04.2017, 17:00 Uhr) läuft ein 90-minütiger Filmabend zum Thema „500 Jahre Reformation - Glaube im Kurzfilm“.

ab 24.05.

ab 25.04.

Internationales Kurzfilmfestival

22


V E R A N S T A LT U N G S R E I G E N

ab 25.05.

Kirchentag Kirchentag auf dem Weg

NUN SAG, WIE HAST DU’S MIT DER RELIGION? Mit einem Programm zwischen Kultur und Wissenschaft laden Jena und Weimar ein, der Gretchenfrage nachzuspüren und Antworten zu finden. Zeitgleich mit dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg findet vom 25. bis 28. Mai einer von insgesamt acht Kirchentagen auf dem Weg in Jena und Weimar statt. Den Willkommensabend am 25. Mai richtet Weimar aus, den Abschluss- und Sendungsgottesdienst am Samstag Jena. Dazwischen locken nicht nur die traditionellen Kirchentagsformate wie Gottesdienste, Tageszeitengebete, Bibelstunden, Gesprächskreise u.ä., sondern es gibt ein sehr buntes hochkarätiges kulturelles Programm für alle Altersgruppen, alle Konfessionen, ja auch für Atheisten. Was heißt das für Jena? In der Aula der Jenaer Universität wird der Gretchenfrage im Plural wissenschaftlicher Disziplinen in mehreren Vorträgen und Workshops nachgegangen. Wer nach einer Verbindung zum Universum sucht, findet sie spätestens, wenn das ZeissPlanetarium Jena für einen Abend zur Kirche wird. Daneben gibt es Gesprächsrunden mit Prominenten zu ethischen Fragen des Alterns, zur Rüstungsproduktion, zur Landflucht oder zur religiösen Dimension des Fußballs. Hinzu kommt ein interkulturelles Kinder- und Familienfest und die Kunstaktion „Engel der Kulturen“, ein christlich-jüdisch-muslimisches Projekt. Besonders hervorzuheben sind auch die zahlreichen ganz unterschiedlichen 23

Konzerte: Die Musik- und Kunstschule Jena zeigt mit Theaterhaus Jena und Kinderzirkus MoMoLo eine multimediale ökumenische Messe in der Stadtkirche St. Michael. Die Jenaer Philharmonie bringt gemeinsam mit einem Chor aus Tallinn Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2„Lobgesang“ zu Gehör. Während am Freitagabend auf dem Jenaer Markt ein Programm unter der Überschrift Widerstand einlädt - mit dabei: Hasenscheiße, Ton Steine Scherben und Airtramp -, kommt am Samstag an gleicher Stelle mit einem Weltmusikmix die Freiheit zum Zuge und gibt dem Sendungsgottesdienst einen stimmungsvollen Rahmen. Kurzum: Wer an diesem verlängerten Frühlingswochenende in Jena ist, der kann aus zahlreichen Programmangeboten wählen, kann sich auf ganz unterschiedliche Weise anregen, inspirieren, begeistern oder auch einfach seine Seele baumeln lassen. Termin: 25.05. bis 28.05.2017 (Himmelfahrtswochenende) Ort: Jena und Weimar

Das ausführliche Programm finden Sie unter www.r2017.org/programm oder als App unter www.r2017.org/app oder unter Tel. / E-Mail 03491 6434847 / k.tetzlaff@r2017.org 24


26.05. ab 31.05.

Thematischer Stadtrundgang

DURCHSETZUNG DES LUTHERTUMS IN JENA 26.05.2017, 17:00 Uhr, Details siehe S. 14 Konzert Jenaer Philharmonie

UTOPIE? - FREUDENKLÄNGE Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125, Sopran: Hrachuhí Bassénz, Mezzo: Anette Bod, Tenor: Michael Siemon, Bass: Uwe Schenker-Primus, Dirigent: GMD Marc Tardue, Philharmonischer Chor, Einstudierung: Berit Walther 31.05.2017, 20:00 Uhr Volkshaus Jena Veranstalter: JenaKultur, Jenaer Philharmonie

ab 12.06.

08.06.2017, 10:00 Uhr 09.06.2017, 18:00 Uhr 10.06.2017, 18:00 Uhr 11.06.2017, 16:00 Uhr Theaterhaus Jena Wissenschaftliche Tagung

REFORMATIO ET MEMORIA. 1. TEIL: DIE LUTHERISCHE REFORMATION IN IHREN KERNLANDEN. BILANZ UND PERSPEKTIVEN Die interdisziplinäre Fachtagung des „Netzwerks Reformationsforschung in Thüringen“ befasst sich mit der lutherischen Reformation in ihren Kernlanden. Die Tagung will das Augenmerk auf die Eigentümlichkeiten der Reformation vor Ort legen, um so die historischen Kontexte zu präzisieren, den idealtypischen Vergleich zu konturieren und Alternativen in den bislang bekannten Reformationskonzepten zu ermitteln. Nachwuchswissenschaftler sind besonders willkommen. Seit 2014 zeugen Workshops zu zentralen Themen, Methoden und Quellen von der Vielschichtigkeit der reformationsgeschichtlichen Forschungslandschaft und eröffnen Synergien zwischen den beteiligten Universitäten und Forschungseinrichtungen. 12.06. bis 14.06.2017 Rosensäle Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Christopher Spehr

25

Theateraufführungen, Gespräche, Lectures

ab 16.06.

FREMDE. HEIMAT. Fremde. Heimat 2017 entsteht im Prozess, im Austausch, in der Begegnung unterschiedlicher Künste. Rund 80 Kinder und Jugendliche, aus verschiedenen Ländern der Welt, mit und ohne Fluchtgeschichte, laden ein, ihre gemeinsame Reise im Juni 2017 mitzuerleben. Drei Gruppen des Kinderzirkus MoMoLos und fünf der Musik und Kunstschule Jena stellen sich der Herausforderung, gemeinsam mit Spielern des teenparks ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen aufeinander abzustimmen, um eine musiktheatrale Zirkusperformance zu schaffen. Inhalt der Unternehmung sind zwei uralte mit Emotionen und Deutungen aufgeladene Begriffe: Fremde und Heimat. Was ist Heimat? Was Fremde? Wie werden diese Begriffe im Heute besetzt? Breakdance, Streichorchester, Jonglage, klassischer Tanz, Trapez, Chor, Video und Weltmusik treffen aufeinander und treten in Dialog mit dem 1940 entstandenen Text DIE FREMDEN von Karl Valentin. Kooperation von Theaterhaus Jena mit Musik- und Kunstschule Jena und Kinder- und Jugendzirkus MoMoLo, Künstlerische Leitung: Kerstin Lenhart, Mirella Ostreicher, Franziska Keune

MARTIN LUTHER PROPAGANDASYMPOSIUM KURATIERT VON BORIS NIKITIN Der 1979 geborene Künstler Boris Nikitin beschäftigt sich in seinen Projekten schon seit über zehn Jahren mit dem Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Fiktion, Dokumentarischem und Propaganda. Auslöser hierfür war der Tod seiner Großmutter, aufgrund dessen er von ihrer und damit auch seiner unausgesprochenen jüdischen Vergangenheit erfuhr. Die zentralen, hochaktuellen und zugleich brisanten Fragen, die Nikitin seither immer wieder stellt, lauten: Wie wird aus Fiktion Wahrheit? Wie oft müssen wir etwas hören, sagen und tun, bis wir es selbst glauben? Wie entstehen daraus Potentiale der Selbstermächtigung, der Poesie, der Freiheit, aber auch die schweigenden Anfänge jeden Terrors? Das Wort PROPAGANDA vom lat. „propagare“ (= sich ausbreiten) abgeleitet, wurde im 17. Jahrhundert unter Papst Gregor XV. zum Schlagwort der Gegenreformation und dann ab der Französischen Revolution zu einer weltlichen Bezeichnung für die Verbreitung politischer Ideen generell. So entfaltet der Titel des Veranstaltungskomplexes zugleich einen vielschichtigen Assoziationsraum, der sich nicht nur aus der interessanten Bedeutungsgeschichte des Begriffes Propaganda ableitet, sondern gleichzeitig aus den unterschiedlichen kulturellen Erfahrungsmustern des Kurators speist, dessen kosmopolitisches Elternhaus – der Vater halb Ukrainer halb Franzose, die Mutter Slowakin – ihn stark geprägt hat. Termin: 16.06., 17.06.,18.06.2017 Stadtkirche St. Michael, Theaterhaus Jena, Volksbad Jena Kostümführung

30.06.

ab 08.06.

Zirkustheatrale Musikperformance

SIBYLLE VON KLEVE ERZÄHLT VON DER REFORMATION 30.06.2017, 17:00 Uhr, Details siehe S. 14 26


26.08. bis 27.08.2017 Paradies-Bahnhof bzw. Zugstrecke zwischen Jena und Naumburg Veranstalter: Datenstrudel & Hohes Gut e.V., Kunstfest Weimar, JenaKultur, Bauhausuniversität Weimar Gefördert von Freistaat Thüringen, Thüringer Staatskanzlei und Impulsregion e.V.

Thematischer Stadtrundgang

Wissenschaftliche Tagung

DURCHSETZUNG DES LUTHERTUMS IN JENA 28.07.2017, 17:00 Uhr, Details siehe S. 14

ab 05.08.

MARTIN LUTHER – EIN MÖNCH VERÄNDERT DIE WELT Der Hamburger Illustrator und Cartoonist Johannes Saurer hat schon mehrmals in der Kneipengalerie ausgestellt. Im letzten Jahr gab es schon ein Preview der geplanten Ausstellung. Das Heft kann käuflich erworben werden. Noch ein kleiner Hinweis. Schon seit vielen Jahren befindet sich in einer gemütlichen Ecke des unteren Gastraums der Noll hinter dem Ofen links ein Porträt des Reformators als Zinnabguss der Grabplatte (Stadtkirche), der vor etwa einhundert Jahren seinerzeit vom Zinngießer Hering angefertigt wurde. Die „Lutherecke“ wird komplettiert durch einen geschnitzten Spruch Luthers, das Saufen betreffend.

17.08.

05.08. bis 22.09.2017 Veranstalter: Restaurant und Hotel Zur Noll, Oberlauengasse 19 Vortrag

ANEIGNUNGEN DES REFORMATORS IM NATIONALSOZIALISMUS Eröffnungsvortrag der Veranstaltungsreihe „Der missbrauchte Luther? Die Aneignung des Reformators im 20. Jahrhundert“, Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Lehmann, Göttingen

25.08.

17.08.2017, 19:00 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Stiftung Ettersberg sowie die Internationale Martin Luther Stiftung Kostümführung

SIBYLLE VON KLEVE ERZÄHLT VON DER REFORMATION

ab 03.09.

13.07.2017, 20:00 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Kirchenkreis Jena , Ralf Kleist

Ausstellung

ab 26.08.

Dieses heiter-nachdenkliche Kunstprojekt thematisiert auf besondere Weise den Wegfall des ICE-Haltes in Jena.

PAUL TILLICH – REFORMATION UND REVOLUTION Vom 03.09. bis 06.09.2017 findet in Jena die erste gemeinsame Tagung aller Paul Tillich Gesellschaften weltweit statt. Neben der Deutschen Paul Tillich Gesellschaft (DGTP), der frankophonen Tillichgesellschaft (Association Paul Tillich d‘expression froncophone APTEF), der amerikanischen Paul Tillich Society sind auch die niederländische und die brasilianische Paul Tillich Gesellschaft vertreten. Reformation und Revolution markieren hierbei ein spannungsvolles Gegensatzpaar in der Selbstbeschreibung der Moderne. Es verweist einerseits auf die Reformation Martin Luthers sowie auf die Französische Revolution als grundlegende Zäsuren der Erinnerungskultur, womit sich Paul Tillich in seinem Werk auf die vielfältigste Weise beschäftigt hat. 03.09. bis 06.09.2017 Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1 Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena , Prof. Dr. Martin Leiner Chorkonzert zum Reformationsjubiläum

GOTT DER HERR IST SONN UND SCHILD John Rutter: „Magnificat“ - Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 79, Ausführende: Kantorei St. Michael, Jena, Kantorei Sonneberg, Chor „Unicanto de Londrina“ (Brasilien) - Philharmonisches Orchester Marienbad (CZ) Leitung: KMD Martin Meier 24.09.2017, 16:00 Uhr Stadtkirche St. Michael Thematischer Stadtrundgang

DURCHSETZUNG DES LUTHERTUMS IN JENA 29.09.2017, 17:00 Uhr, Details siehe S. 14

25.08.2017, 17:00 Uhr, Details siehe S. 14 Inszenierungen für vorbeifahrende Züge

BEWEGTES LAND Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Zug und auf einmal passieren in der vorbeifliegenden Landschaft unerwartete Dinge, Bäume bewegen sich, Häuser sind mitten im Sommer verschneit oder Szenerien mit Menschen wirken plötzlich - wie bei der Modelleisenbahn - eingefroren. So wird Ihre Zugreise zu einem Erlebnis, weil auf einmal auch das, was zwischen dem Start- und Zielpunkt Ihrer Reise liegt, mit Bedeutung aufgeladen wird. Einzelne Bilder fügen sich zu einer Geschichte über Land und Leute, der Zug wird zur Kamera, Sie sind das Aufnahmegerät.

27

24.09.

MESSE H-MOLL BWV 232 The Chorus of Westerly (USA) und Barockorchester Musica Laetitia Leipzig

29.09.

13.07. 28.07.

Johann Sebastian Bach

28


LUTHERPROJEKTE DER

Konzert Duo Markus Burger / Jan von Klewitz

SPIRITUAL STANDARDS Jazz & Mittelalter zur Lutherdekade Termin: 29.09. bis 03.12.2017 Veranstalter: LAG Jazz in Thüringen e.V., Thomas Eckardt Konzert

VINCENT COURTOIS „MEDIUMS“ LUTHER PROJEKT Von Vincent Courtois 2010 gegründet, spielte das Trio seither ca. 50 Konzerte in ganz Europa. Die CDs „Mediums“ und „West“ wurden von der Presse gefeiert. „Für mich zeigt ein Musikstück eine Richtung an, es bewegt sich von einem Punkt zu einem anderen, es nimmt uns zu einem anderen Ort mit“, so Vincent Courtois. Sanfte Töne von kammermusikalischer Eleganz entlocken die zwei Saxophonisten und der Cellist ihren Instrumenten. Die Stücke strahlen oft eine meditative Ruhe aus, doch unaufhaltsam baut sich in ihnen eine Woge der Intensität auf, die dann ebenso organisch wieder abebbt, wodurch man sich dem Eindruck eines ewig Fließenden nicht entziehen kann. Lyrische Cellopassagen führen den Hörer in melancholisch-friedvolle Innenwelten, aus denen aber eine unglaubliche Kraft und eine fast zwingende Schönheit hervorgeht. Daniel Erdmann und Jean Michel Hannecart erarbeiteten 2014 die Performance „Le délit Miroir“ im Duo und luden für mehrere Konzerte den Cellisten Vincent Courtois als Gastmusiker ein. Das Konzept der Performance funktioniert so: Die Musiker und der Künstler suchen am Konzerttag in der internationalen Presse nach interessanten Fotos. Einige ausgewählte Fotos werden am Abend während des Konzerts von Jean Michel Hannecart live abgezeichnet und neu gestaltet . Der Künstler benutzt eine Technik die aus der flämischen Schule des 15. Jahrhunderts stammt: flüssige Kreide wird auf ein Schwarzes Brett aufgetragen und mit Schwamm, Wasser und Pinsel entsteht dann das Bild. Während das Bild entsteht, spielen die Musiker Klangfarben, die den Prozess 29

unterstützen, die Musik kann aber auch in den Vordergrund treten, denn ein gemaltes Foto entsteht in 10 bis 15 Minuten, und so ist genug Platz für die Musik, da auch ihren melodiösen Charakter komplett zu entfalten. Die Idee der Performance ist es Jazz mit aktuellem Tagesgeschehen auf poetische Weise zu verbinden. Die Musik entsteht im Augenblick und verschwindet sobald der letzte Ton verklungen ist, dadurch gewinnt sie an Dringlichkeit. Dieses Element wird auch von Jean Michel Hannecart benutzt, denn das fertige Bild wird jedes mal wieder weggewischt und es bleibt nur das schwarze Holzbrett übrig. Vincent Courtois - Cello, Daniel Erdmann - Saxophone, Robin Fincker - Saxophone, Jean Michel Hannecart - Zeichnung, Malerei Termin: 29.09. bis 03.12.2017 Veranstalter: LAG Jazz in Thüringen e.V., Thomas Eckardt Jazz & Mittelalter zur Lutherdekade

DIE ZEIT IST AUS DEN FUGEN Die Lutherdekade feiert den Reformator Martin Luther (1483 -1546) für seine Erneuerung der Kirche. Luther war Teil einer sich rapide verändernden spätmittelalterlichen Welt, auf die er und andere Reformatoren mit ihren Ideen maßgeblich Einfluss nahmen. Wie sah der Kontext aus, in dem Luther lebte und wirkte? Wie war das Leben auf der Straße beschaffen, und wie gingen die einfachen Leute vor und während der Reformationszeit mit ihrem Glauben und ihrem Alltag um? Welche verschiedenen, auch widersprüchlichen Weltanschauungen zwischen Glauben, Märchen und Aberglauben existierten im mittelalterlichen Europa? Saints & Fools - Heilige & Narren, Komposition - Almut Schlichting & „Shoot The Moon“ 11.10.2017, 20:00 Uhr Café Wagner Veranstalter: LAG Jazz in Thüringen e.V., Thomas Eckardt 30

11.10.

01.10.

ab 29.09.

Jazzmeile Thüringen


EURE FORMATION ein musikalisches Theaterstück über Leben und Werk Martin Luthers

15.10.2017, 15:30 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Kirchenkreis Jena , Ralf Kleist

27.10. 28.10. 30.10.

30.10. 2017, 19:30 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Kirchenkreis Jena, Ralf Kleist

Eröffnung des Jenaer Lesemarathons

FERIDUN ZAIMOGLU LIEST AUS SEINEM LUTHER-ROMAN „EVANGELIO“ 20.10. 2017, 20:00 Uhr Volkshaus, Raum 10/11 Festveranstaltung der Kirchenstiftung St. Michael Jena

MICHAELSBEGEGNUNG 2017 mit Vortrag von Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Röm.-Kath. Bistum Erfurt) „500 Jahre Reformation – ökumenische Perspektiven“ Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung über www.kirchenstiftung-jena.de 25.10.2017, 18:30 Uhr Hotel Steigenberger Esplanade Veranstalter: Kirchenstiftung St. Michael Kostümführung

SIBYLLE VON KLEVE ERZÄHLT VON DER REFORMATION 27.10.2017, 17:00 Uhr, Details siehe S. 14 Sarah Kaiser

REFORMATIONSPROGRAMM 28.10.2017, 19:30 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Kirchenkreis Jena, Ralf Kleist Ehrenpromotionen der Gründerfakultäten

AKADEMISCHER FESTAKT AUS ANLASS DES 500. REFORMATIONSGEDENKENS 30.10. 2017, 18:00 Uhr Aula der FSU Jena Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena

30.10.

30.10.

Musiktheater Play Luther

HYMNUS-LUTHER

Stationenweg

THEOLOGISCH-POLITISCHER STATIONENWEG IN JENA Vor oder in öffentlichen Gebäuden Jenas werden kurze Präsentationen zu Impulsen der Reformation geboten. 30.10.2017, früher Nachmittag Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena

31

Kantatengottesdienst

31.10.

15.10. 20.10. 25.10.

Choralfantasien mit der Sächs. Bläserphilharmonie

KANTATE „ACH GOTT VOM HIMMEL SIEH DAREIN“ Felix Mendelssohn Bartholdy, Text: Martin Luther, für Bass-Solo, Chor und Orchester, Kantorei St. Michael – Collegium musicum, Leitung: KMD Martin Meier 31.10.2017, 10:00 Uhr, Stadtkirche St. Michael. Kirchplatz Im Anschluss an den Gottesdienst ab 11:30 Uhr Reformationsfest auf dem Kirchplatz Veranstalter: Kirchenkreis Jena, Ralf Kleist Ausstellung Johann Friedrich I. von Sachsen als Glaubenskämpfer in der Gefangenschaft

ER TUT MEHR SCHADEN ALS LUTHER UND MELANCHTHON Der nach dem Schmalkaldischen Krieg entmachtete sächsische Kurfürst ist in Thüringen als Stifter der Universität Jena bekannt. Doch als bedeutendster Förderer Luthers war er der politische Kopf der Reformation. „Hanfried“ verhalf dem neuen Glauben in Mitteldeutschland zum Durchbruch und sicherte den Bestand des neuen Bekenntnisses. Selbst in den fünfeinhalb Jahren entbehrungsreicher kaiserlicher Gefangenschaft (15471552) hielt er unbeirrbar an diesem Glauben fest, gab damit seinem Land Halt und wurde so zum „Märtyrer“ der Reformation. Der Fokus der Ausstellung ist auf diese bedeutsame, aber bisher nur wenig beachtete Zeit der Gefangenschaft gerichtet. Gezeigt wird der Alltag in der Gefangenschaft. Dabei erscheint der Herrscher als facettenreicher Mensch, der sich auch in dieser schwierigen Zeit als ein politischer Garant der Reformation erwies. 31.10.2017, 15:00 Uhr, Eröffnung Stadtkirche St. Michael Ausstellung bis 04.03.2018 Stadtmuseum Jena Veranstalter: Städtische Museen Jena Kostümführung

SIBYLLE VON KLEVE ERZÄHLT VON DER REFORMATION 31.10.2017, 14:00 Uhr, Details siehe S. 14 Alte Musik in neuen Arrangements

„THE PLAYFORDS“ 31.10.2017, 19:00 Uhr Stadtkirche St. Michael Veranstalter: Kirchenkreis Jena, Ralf Kleist

32


Ausstellung

WIDERSTAND UND FREIHEIT Feierlicher Abschluss des Jenaer Reformationsjahres. Enjott Schneider: „Eine feste Burg“ - Sinfonisches Gedicht für Orchester, Joh. Sebastian Bach: Musikalisches Opfer BWV 1079: Ricercar à 6 voci in der Bearbeitung für Orchester von Anton Webern, Fazil Say: Gezi Park 1 - Konzert für zwei Klaviere und Orchester, Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

ZWISCHEN BILDERSTURM UND WIEDERAUFERSTEHUNG – DIE JENAER MARIENKRÖNUNG In den meisten Kirchen fanden sich Bilder und Plastiken, die nicht nur der Andacht dienten, sondern auch der Veranschaulichung christlicher Legenden, die das einfache Volk nicht lesen und in der lateinisch vorgetragenen Messe nicht verstehen konnte. Mit der Bibelübersetzung durch Martin Luther und deren rascher Verbreitung änderte sich das grundlegend. Der Reformator wandte sich gegen die Rolle Marias als Himmelskönigin, da für ihn die Erlösung durch den Opfertod Christi vollkommen sei und keines Mittlers bedürfe. In der Folge verschwanden die meisten Marienbildnisse aus den reformierten Kirchen. Eine Marienkrönung (Stadtmuseum Jena, um 1520), die kurz vor der Reformation als Andachtsbild aufgestellt wurde, bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung, die sich mit dem Marienkult und seiner Bedeutung für die christliche Kirche, insbesondere für die Stadtkirche St. Michael in Jena, beschäftigt. Doch auch die Geschichte der Marienkirche in Ziegenhain, die wegen eines wundertätigen Marienbildes im Mittelalter Wallfahrer von weit her angezogen hat, wird im Bedeutungskontext erzählt. Zu sehen sind ebenfalls Schnitzplastiken aus dem Besitz des Stadtmuseums Jena, die bisher noch nicht öffentlich präsentiert und eigens für die Ausstellung restauriert wurden.

03.12.

09.11. 2017, 20:00 Uhr Volkshaus Kantatengottesdienst

„NUN KOMM, DER HEIDEN HEILAND“ Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 62 für Soli, Chor und Orchester Solisten - Kantorei St. Michael - Collegium musicum Leitung: KMD Martin Meier 03.12.2017, 10 Uhr Stadtkirche St. Michael

31.12.

A-capella-Programm mit Luther-Liedern

WISHFUL SINGING 31.12.2017,17:00 Uhr Volkshaus Jena

bis 31.12.2017 Stadtmuseum Jena Veranstalter: Städtische Museen Jena

Jena, die Stadt an der Saale, umgeben von Weinbergern und den Burgen des Saaletals, wurde im Zuge der Reformation zur Universitätsstadt. Als solche prägt sie seither streitbar und wandlungsfähig das Geistesleben weit über Deutschland hinaus. Gleichwohl ist Jena die geschichtsträchtige Unbekannte unter den Städten der Reformation. Zahlreiche Orte und Schätze künden aber noch heute von den reformatorischen Einflüssen in der „Lichtstadt“. Dieses Journal führt zu jenen Schätzen und Orten und damit zugleich durch die Jahrhunderte der Stadtgeschichte: zum „Schwarzen Bären“, in dem der als Junker Jörg getarnte Martin Luther 1522 nächtigte und 1524 mit Andreas Bodenstein von Karlstadt stritt; zur originalen Grabplatte Luthers in der Stadtkirche als einem Sinnbild lutherischen Andenkens, und zur Universität, die zum Zentrum des Luthertums und später zum Hort der Aufklärung wurde. Der Streifzug führt schließlich in die Umgebung Jenas mit ihren Kirchen, Burgen und Schlössern, die von der Vielfalt der reformatorischen Entwicklungen im mittleren Saaletal zeugen.

LITERATURTIPP ZUM REFORMATIONSJAHR 33

Orte der Reformation: Jena, hrsg. von Christopher Spehr und Joachim Bauer unter Mitarbeit von Tobias Stäbler, Evangelische Verlagsanstalt Leipzig: Leipzig 2017. 9,90 Euro (erscheint im März 2017). 34

bis 31.12.

09.11.

Konzert der Jenaer Philharmonie


16


JenaKultur

INNENSTADTPLAN JENA

1 Markt mit Hanfried 2 Stadtkirche St. Michael 3 Stadtmuseum mit Kunstsammlung 4 Romantikerhaus 5 Volksbad Jena 6 Schillers Gartenhaus 7 Theaterhaus Jena 8 Karmelitenkloster 9 Collegium Jenense 10 Jentower 11 Friedenskirche mit Johannisfriedhof 12 Zeiss-Planetarium Jena 13 Volkshaus Jena 14 Universitätshauptgebäude

Widerstand und Freiheit

Feierlicher Abschluss des Jenaer Reformationsjahres

09. 11. 2017 | 20:00 Uhr | Volkshaus Mit Werken von Enjott Schneider, Johann Sebastian Bach, Fazil Say und Ludwig van Beethoven. Ausführliches Programm auf Seite 30

www.jenaer-philharmonie.de

15 Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena

16 17

16 Kath. Kirche St. Johannes Baptist Lutherweg

Nun sag, wie hast du‘s mit der Religion? - Widerstand und Freiheit Sie suchen nach Antworten? Dann kommen Sie doch zu einer unserer Stadtführungen. Durchsetzung des Luthertums in Jena Thematischer Stadtrundgang 31.03., 26.05., 28.07., 29.09.2017 Sibylle von Kleve erzählt von der Reformation in Jena Kostümführung 28.04., 30.06., 25.08., 27.10., 31.10.2017 Treffpunkt: 17 Uhr, am 31.10.2017 bereits 14 Uhr, Jena Tourist-Information, Markt 16 www.jenatourismus.de | tourist-info@jena.de | Tel. 03641 49-8050

C/O JENAKULTUR Knebelstraße 10, 07743 Jena jenakultur@jena.de Telefon: 03641 49-8000 www.jenakultur.de Werkleiter: Jonas Zipf (Gesamtverantwortung) Redaktionsleitung: Birgit Liebold Bildnachweis: C. Persch, Veit Gröschner, Ingenieurbüro für Denkmalpflege Rudolstadt, ThULB, Christian Häcker, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Universitätsarchiv und JenaKultur/A.Hub, M. Heinrich, J. Hochmuth (zeitort.de), J. Hauspurg AUTORENHINWEIS Klaus Dicke ist Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Profile for JenaKultur

Flyer Reformation 2017 Jena  

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Widerstand und Freiheit - Reformationsjubiläum in Jena

Flyer Reformation 2017 Jena  

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Widerstand und Freiheit - Reformationsjubiläum in Jena

Advertisement