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Gerüstet für die Zukunft: Seit dem Umbau haben die ohnehin guten Gästezahlen im Herforder „Go Parc“ weiter zugenommen.

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Der große Umbau stand jedoch schon länger auf dem Programm. „Ich bin durch den Laden gegangen und habe mich nicht mehr wohlgefühlt“, sagt Büter über die Beweggründe. Die Umstrukturierungen blockierten aber zunächst die nötige Investition. Dann wurde man sich mit der Warsteiner Brauerei und der Firma MBG aus Paderborn einig. „Die haben sich richtig engagiert“, lobt Michael Büter die fruchtbare Zusammenarbeit. 27 Jahre hat der „Go Parc“ inzwischen auf dem Buckel, der letzte Umbau ist 14 Jahre her. Irgendwie irgendwas zu tun kam beim neuen Relaunch für Büter und sein Team nicht in Frage. „Wir versuchen, clubbiger zu sein und wegzugehen von den großen hin zu kleineren Bereichen“, sagt er. Die 3000 qm große Discothek soll Zeichen setzen und damit für die Zukunft gerüstet sein. Dem 47-jährigen Macher ist das bestens gelungen. Kein Wunder, denn mit dem Essener Topgestalter Münter Design und der Bremer Firma Plankontor hat er zwei Unternehmen engagiert, die für besondere Umsetzungen bekannt sind. Zur Seite steht Büter jetzt auch der erst 25-jährige Jochen Rösler, der mit ihm gemeinsam als Clubdisco-magazin 5/12 18

Fotos: Muck (2), Niester (13)

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er legendäre „Go Parc“, der in derVergangenheit schon so viele Preise und Auszeichungen eingeheimst hat, ist wieder mit voller Kraft ans Nightlifenetz zurückgekehrt. Eigentlich war er nie weg vom Fenster. Geschlossen wurde der Tanzpalast nur an einem einzigen Wochenende im März, um mit über 90 Handwerkern die umfassenden Renovierungsarbeiten durchführen zu können. Gerüchte hatte es zuhauf gegeben. Nach der Insolvenz des „Go Parc“ in Münster war im Oktober 2010 auch das Herforder Herz des kleinen Disco-Imperiums von Michael Büter mit ins Unglück gerissen worden. Geöffnet blieb die Großdiscothek, die mehrfach zum besten Betrieb der Republik gekürt worden war, aber stets. Seit Oktober 2010 betreibt die neu gegründete LB Event GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter die Familie Büter ist, den „Go Parc“ sowie das mehrstöckige Parkhaus direkt neben dem Herforder Bahnhof. Büter hat lediglich zwei Industriepartner als Minderheitsgesellschafter an der GmbH beteiligt, die ihn nicht nur finanziell, sondern auch durch enormes betriebswirtschaftliches Knowhow unterstützen.


manager tätig ist. Rösler kann trotz seiner jungen Jahre einschlägige Erfahrungen vorweisen und soll für frischen Wind im Management sorgen. Der Paderborner war bereits im Alter von 18 Jahren erfolgreich als Veranstalter unterwegs und absolvierte danach bei Cartel-Events eine Ausbildung. „Ich bin auf ihn aufmerksam geworden, weil er immer gute Partys gemacht hat“, erklärt Michael Büter. Betriebsleiter im Objekt ist nach wie vor Oliver Glombik. Mit einem grandiosen Werbekonzept, das auch eine Videostaffel enthielt, die hochprofessionell Geschmack auf den neuen „Go Parc“ machte, wurde schon im Vorfeld die Neugier angeheizt. Schöne, stilvolle Menschen wurden dabei gezeigt und interviewt. Das Image einer Großdiscothek in der Provinz sollte abgestriffen werden. Am Ostersamstag gingen erstmals die Türen des umgestalteten Tanzpalasts auf. Lange Schlangen bildeten sich, das Partyvolk war hellauf begeistert. „Das Publikum hat sich vom Niveau gesteigert“, urteilt Jochen Rösler, „es ist wie ausgewechselt, weniger crazy, aber ohne dass die alte Seele verloren geht.“ Der Anspruch heißt „Premium Nightlife“ – auch wenn freitags schon ab 16 Jahren Einlass gewährt wird. Dreidimensionale Spielfläche für den Lightjockey: Über dem Dancefloor hängen 280 LED-Stäbe für dei 3D-Show.

Hautnah: In der Warsteiner Lounge können die Gäste direkt am Floor sitzen.

Die Grundarchitektur im „Go Parc“ ist zwar geblieben, doch die einzelnen Bereiche wurden zum Teil neu erfunden. Einher geht der Umbau mit einer längst überfälligen Sanierung, die unter anderem die Böden und Toilettenanlagen betrifft und sukzessive an den Schließtagen weiter umgesetzt wird. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stand deutlich sichtbar die Main-Area, die als „Grand Club“ das Zentrum der Nacht bildet. Die optischen Highlights sind wie überall in der Republik natürlich die LED-Module, die jedoch mit designerischem Gespür verbaut wurden und den eigentlich recht niedrigen Raum regelrecht inszenieren. Das Gestaltungskonzept beruht letztlich auf den Ideen mehrerer Ausstatter und Einrichter, die in den monatelangen Planungen mit im Boot saßen. Den endgültigen Umbau machte mit Frank Münter aus Essen ein Profi, dessen Styles seit vielen Jahren in der Branche begehrt sind. „Es geht um den aktuellen Stand von Video- und LED-Technik“, erklärt Münter, „wir haben für die nächsten Jahre vorgearbeitet.“ An der Kopfseite gegenüber der DJ-Kanzel wurde oberhalb eines neuen, leicht erhöhten VIP-Podests, eine knapp 14 qm große videofähige LED-Wall installiert. Die Decke über dem großen Dancefloor besteht aus 80 quadratischen LED-Kacheln mit 60 cm Kantenlänge, die im Abstand von jeweils 60 cm montiert wurden. Bahnbrechende Innovation sind aber 280 LEDMeterstäbe, die in Matrixformation dreidimensionale Effekte bieten. Möglich ist das ansteuerungstechnisch durch das neueste Update der beliebten „Madrix“-Software, die speziell auch für 3D-Einsätze geeignet ist. Die Basisidee der Kombination aus Wall und Stäben nimmt Lichtguru Jacek Krawczyk aus Minden für sich in Anspruch. Verantwortlich für die spektakuläre Lichttechnik ist letztlich aber der Bayreuther Lichtprofi Fabian Sucker von Infinite Distribution, dessen Projekterfahrung in Entertainment-Metropolen wie Dubai, Las Vegas oder Ibiza dem Herforder Tanzpalast zugute kommt. Abgesehen vom stylischen Eindruck reduzieren die neuen LEDElemente auch die Stromkosten erheblich. Früher hatte die Anlage eine Leistung von 220.000 Watt, nun reichen 50.000 Watt aus. Im Mix mit Dutzenden Moving-lights hat der Lightjockey eine szenische Tastatur zur Verfügung, auf der er nach Herzenslust spielen kann. Sämtliche Effekte spiegeln sich zudem im neuen glänzend schwarzen Steinboden wider. Gesäumt wird der Floor von leicht erhöhten Bar- und Sitzbereichen, die allesamt ganz bewusst unterschiedlich designt wurden. „Je nachdem, wo ich hingucke, habe ich einen anderen Eindruck“, erläutert Münter das Konzept, das ständig neue Erlebnisse schaffen soll. Er setzt auf „Lichteffekte mit plastischer Tiefenwirkung ohne An/Aus-Effekt“, auf ein Spiel aus Licht und Schatten.Typisch dafür ist ein langgezogenen Tresen, der mit großen, per LED hinterleuchteten Elementen in organischen Formen an der Wand inszeniert wird und einen leuchtenden Sockel besitzt. „Das sieht aus, als wenn er schwebt“, gibt Münter zu verstehen. Gegenüber erstreckt sich eine weitere Bar, die von Bacardi gestaltet wurde.

Durch und durch organische Elemente: Das „Space“ ist die wohl beeindruckendste Area im neuen „Go Parc“.

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Ein paar Meter enfernt liegt eine von insgesamt 17 neuen VIP-Lounges für drei bis 20 Personen, die für einen Mindestumsatz von 60 bis 200 Euro vermietet werden.


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Über ein SMS-Bestätigungssystem wird die Reservierung für den Gast bindend. Bei Nichterscheinen kann er für weitere Reservierungen gesperrt werden. Den Gast erwarten in der VIP-Zone Obst und Snacks. Schon in den ersten Tagen kristallisierte sich heraus, dass vorrangig Flaschenware wie Three Sixty oder Grey Goose Vodka und Bacardi und Jim Beam geordert werden, während die Gäste an den normalen Theken ihren Wodka-Energy im Glas oder das Fläschchen Salitos Tequila bzw. Ice bestellen – erstaunlich gut soll auch Tradewind’s Peach Eistee laufen.

Magnet für Black-Fans: Den „Gold Club“ hat Designer Frank Münter gestaltet.

Unterhalb der LED-Wall direkt an der Tanzfläche befindet sich die WarsteinerVIP-Lounge, das größte Areal dieser Art, das in Tischgruppen unterteilt werden kann. An drei der vier Ecken des Floors wurden jeweils hinter dem Laufweg VIP-Cocoons gebaut, die unterschiedlich gestylt und nach den Marken Effect, Salitos und Three Sixty benannt sind. Aufregende LED-Installationen setzen die VIP-Gäste in ein ganz besonderes Rampenlicht. Wichtig ist dabei die Nähe zum Floor. „Da ist man Teil der Party“, meint Jochen Rösler. Geblieben ist die Position der DJ-Kanzel und der dahinterliegenden rundum zugänglichen Bar. An der dortigen Wand befinden sich mehrere Monitore, die per ArKaos Software bespielt werden. Die Main-Area wirkt aufgrund der neuen VIP-Podeste kompakter. Das war auch das Ziel der Aktion. Der benachbarte Black-Bereich „Gold Club“ stammt ebenfalls aus der Feder von Frank Münter. Auch hier ist eine neue Erlebniswelt entstanden, die bei den einschlägigen Musikfans gut ankommt. Die plastisch ausgearbeiteten Strukturtapeten mit echter Blattgoldauflage ergänzen harmonisch das gesamte Szenario. Aus drei wurden zwei Tresenlandschaften, das DJ-Pult wurde verlegt und von außen mit Polsterelementen verkleidet, und für die nunmehr obligatorischenVIP-Zonen wurden Podeste geschaffen. Im Randbereich lädt eine rote Sitzecke zum Verweilen ein, die Jim Beam-Lounge an der gleichnamigen Bar. Hingucker im „Gold Club“ ist aber eine „Ahnengalerie“ hinter der zweiten Bar mit Porträts von Black-Stars wie Rihanna, Lil Wayne und 50 Cent.

Modernes Design: Gepolsterte Wände und Perrier Flachen im Buschdesign geben dem „Date“ eine besondere Note.

Die wohl deutlichste Veränderung hat aber der House-Floor „Space – Effect Club“ erfahren, für dessen Umbau Plankontor aus Bremen zuständig war. Der gesamte Bereich besteht aus organischen Formen, die auch vor den Lichteffekten nicht halt machen. Clou ist ein Deckeneffekt aus verschiedenen unregelmäßig gebogenen LED-Röhren italienischer Provenienz. Michael Büter hatte die ungewöhnlichen „Knot“-Designleuchten der Firma Slide bei seiner Rundreise durch über 100 Discotheken und diverse Messen in ganz Europa entdeckt. Ausgestattet sind die Neon Flex-Röhren – vom Haustechniker liebevoll „Sprühwürste“ genannt – mit RGBLEDs und strahlen rundherum ab. Sitzbänke und Tische und sogar die Projektionsflächen für die vier Sanyo Beamer sind allesamt in organischen Formen gestaltet. Kantig ist dagegen das schneeweiße Pioneer Equipment, das nur in limitierter Stückzahl erhältlich ist und optimal zum Styling des Raums passt. Der House-Club ist nicht nur in Anbetracht der kurzen Umbauzeit ganz besonders gut gelungen. „Das Space ist ein Objekt, über das in Deutschland noch geredet wird“, glaubt Clubmanager Jochen Rösler. Stilvoll kommt aber auch die Verteilzone „Date“ daher. Der Rückzugsort mit vielen bequemen Sitzbereichen und gepolsterten Wandelementen beherbergt die Cocktailbar und den Infopoint und wird mit dezenter Loungemusik beschallt. Für das gediegene Design zeichnet ebenfalls Plankontor verantwortlich.

Besonderer Effekt: Die lange Bar im „Grand Club“ scheint zu schweben.

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In den restlichen Bereichen wurden bislang nur Details verändert. Die Kaffeebar „Cup & Cino“ erhielt neue, ansprechendere Sitzmöbel und einen direkten Zugang zum „Almdudler Partystadl“, der einen Rundlauf ermöglicht und damit die hinteren Bereiche beider Zonen aufwertet. Im Stadl schwingt DJ Arnie als Resident das Zepter und lässt mit markigen Sprüchen am Mikro die Puppen tanzen. Eine Erfrischungskur gab es für den verpachteten Restaurantbereich „Mangiare Italiano“, der nun ansprechender geworden ist. Im Angebot stehen Pizza, Pasta, Salate und andere kleine Snacks.


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vor Jahrenergefallen“, erzählt er. Die Installation im „Sfera-Club“ hatte es650 ihm Club in der Braunschweiger Innenstadt ist überschaubar. angetan. Die Dimensionen der Großdiscothek sprengten jedoch den Rahqm misst er, unterteilt in zwei Tanzbereiche und eine flurähnliche men des Braunschweiger Clubs. grundsätzliche Idee aber warDoch geboren. Verbindungszone. Das Die klingt nicht außergewöhnlich. die „Wenn ichDiscothek eine große Halloween-Dekoration gemacht hätte“, Frei spielt ganz vorne mit – und das nicht ersterklärt seit dem die Problematik und Wirklichkeit, „hätte ich keinen Platz mehr aktuellen Umbau.von Anspruch„Go Parc“ Wittekindstr. 22 für die Gäste gehabt. Jetzt kann ich Atmosphäre auf Knopfdruck machen.“ Herford Die fünfeinhalb LED-Walls werden dann32051 mottogerecht bespielt. gerade die Vor Jahren hatte Gennadi Frei die RäumeSoinwurde dem Parkhauswww.go-parc.de neue Eventreihe gestartet. Früher hattedas Gennadi Frei komplex mitten in„Unterwasserparadies“ Braunschweig angemietet. Vorher war dort „Velvet“ Event GmbH, Herford zwei echte Duschkabinen aufLB der Bühne stehen. flexibler, zumal untergebracht. Der gebürtige Kasache brachte das Jetzt Lokalistmiterseinen Brüdern Birgit Alice Nolte sich und der Voyeurismus im Laufe der puncto Zunächst Attraktivität abnutzt. Leo Georg auf Vordermann. DerMonate Betriebinboomte. kamen vor Michael Büter, Jochen Rösler Videoszenarien sorgen fürdann realitätsgetreues Ambiente. „Welcome to Ibiza“ allem Russlanddeutsche, mischte sich das Publikum. Beim letzten Oliver Glombik heißt eine weitere Veranstaltung, Filme aus den Clubs der Partyinsel großen Umbau 2008 (disco-magazin berichtete) schätzte Gennadi Frei den 3000für qmdie eingespielt werden. Derauf Gastetwa ist damit mittendrin im Geschehen der Anteil der Nichtrussen 20 Prozent. Inzwischen machen sieangedie 1985 sagtender Topclubs. Dasaus. ist Die die7.moderaten Hauptsache. DennSauberkeit im „Privileg“ richtig Hälfte Besucher und wird Sicherheit April 2012 Preise, ca. Mio. Euro gefeiert. Die Tanzfläche fülltausschlaggebenden sich0,8schon früh, dieGründe. Stimmung istdie optimal, und hält der 32-Jährige für die Auch Zahl der Münter Design, Essen (Grand Club + Gold Club) + die an den Wänden ein farbenfrohes Video einer attraktiven Badenixe, Firmenfeiern hatläuft zugenommen. Plankontor, Bremen Date)einzigartig. Echte durchs blaue Wasser zu schweben scheint. Das(Space ist neu+ und Distribution, Face, Emsdetten Bilder und12. nicht nur psychedelische Animationen. Seit dem August dürften Infinite die Schlangen vorBayreuth der Tür (LED), noch länger gewor- (Ton) + Eigenleistung den sein. Gennadi Frei hat wieder investiert. Rund eine Viertel Millionen Infinite LED-Wall (1,9 x 7,2 m, Pixelpitch 10 mm) Zweiter ist eine „Discokugel“ Swarovski-KristalleleEuro hatEyecatcher er ausgegeben, um riesige seine Gäste erneut zuaus überraschen. Das ist ihm 280 x Infinite 3D-LED-Matrix-Stäbe à 1 m Länge menten. Hundert der gigantische der gelungen. Erst dreiKilogramm Jahre liegt80wiegt der letzte Umbau zurück. Gennadi Frei findet Infinite LED-Kacheln mit Kugelkronleuchter, Plexiglasabdeckung einen Durchmesser von einem Meter aufweist und nur fünf Mal in ganz den Renovierungsrhythmus genau richtig. Im Hauptbereich, dem „Privileg18 Clubtechnik „Beam 250“-Moving-Beamer Deutschland verkauft worden soll. Sitzzonen Ab„575 und Spot“-Moving-Spots anund zischt auch kräftig am Club“, hat er die Bühne, die separierten denesChillout-Bereich 12sein Clubtechnik Slide „Knot“-LED-Neon Flex-Designröhren Dancefloor.lassen. Dann Der kommt der8wurde ebenfalls CO2-Jet zum Einsatz undaussorgt entfernen Boden mitneue dunklen Feinsteinzeugfliesen 600 m LED-Stripes, Geblieben Inoage „Madrix“-LED-Steuerung für überraschende Momente. gelegt, die Podeste coole erhielten Industrielaminat. ist die Grundfarbe MA-Lighting „grandMA Braun. „Das finde ich gut, das ist warm, das istfullsize“ pflegeleicht“, sagt Frei, MA-Lighting „grandMA In neuem GlanzSchrank zeigt sich zweite derist, nunistunter dem „es sieht nach aus,auch aberder wenn dasTanzbereich, LichtVPU“-Video-Processing-Unit nicht an sowieso MA-Lighting „grandMA on PC“ mit 2 Touchscreens, MIDI-Keyboard Namen „Privileg-Lounge“ läuft und überwiegend russische Musik bietet. alles schwarz.“ Offene Gestaltung ist angesagt. Live-Bands waren gestern, + Faderdesk, ArKaos „MediaMaster Pro“ Auch dort Firma Grandios Bau steht aus Lostau das Mobiliar heute stehtwurde der DJvon imder Rampenlicht. Das Pult im Mittelpunkt, dererneuGast ArKaos „MediaMaster Express“, ArKaos „grand VJ“ ert. Jetzt zurauf Verfügung. LED-Röhren, zuvor kann demstehen DJ vonmehr allenSitzplätze Seiten die Finger sehen. Das die klingt fastan JBL aus „SRX-700“-Soundsysteme den Wänden hingen,„Damals wurden3war an die Decke umpositioniert. Die Theke wurde schon gewöhnlich. die Philosophie, dass jeder seine eigene Pioneer „CDJ-2000“, 2 Pioneer „CDJ-2000 Ltd. Edition“ in Weiß umgestaltet und das erklärt Tresenbrett mit einer schwarzweißen Fotocollage aus Ecke haben wollte“, Frei, „seit zweiLtd.Jahren hat sich das 1Gennadi Pioneer „DJM-900 Nexo Edition“ in Weiß PromiporträtsJetzt beklebt. Insgesamt wirktBrauereibindung der Club dunkler, aber auch offener 10 Theken, mit Warsteiner gewandelt.“ ist Sehen-und-gesehen-werden gefragt. Herforder Pils 0,3 l: EUR 3.-, König Ludwig Weizen 0,5 l: EUR 4,50 als vorher. Warsteiner Lemon, 0,33 l: EUR 3,20 Der Clou, der Hype und das neue Gesicht des Herforder Clubs istGrapefruit jedoch die unglaubSalitos Tequila 0,33gibt l: Jacek EUR Coca-Cola 0,2 l:mehr. EUR 2,50 Die Gäste sind begeistert. Freie Tischrunden es 4,20, schon lange nicht liche LED-Wand. 37 qm hat Technikvirtuose Krawczyk, Chef und Granini Säfte 0,2 l: EUR 2,90, Effect Energy 0,25 l: EUR 3,70 Wer sitzen will, frühzeitig reservieren – und dann konsumieren. FlaKreativpart bei Jmuss C Music Veranstaltungstechnik in Minden, installiert. Der Almdudler 0,25 l: EUR 2,70, Schweppes 0,2 l: EUR 2,90 schenware also wird der geordert, Gläser sind beinahe schon peinlich. Fast immer ist Pixelpitch, Abstand zwischen den einzelnen Dioden, beträgt enge Perrier 0,33 l: EUR 3,20, ViO Mineralwasser 0,25 l: EUR 2,70 es Wodka, fast immer mit Energy-Drink. Gennadi Frei hat Kurzem die 59.10 mm. Damit ist die Wall absolut videofähig. ÜberThree 70.000 Euro hatl:das Longdrinks: ab EUR 3,70, Sixtyseit Vodka 0,7 EUR Schwarze Dose 28 gelistet, der es Vodka auch Energizer-Sonderabfüllung Meisterwerk gekostet. Jacekvon Krawczyk hatte eine aufl:Gennadi Freis Wunsch Grey Goose 0,7 EUR 120.-, Bacardi Razz hin 0,7 l: EUR 69.im silbernen Gebinde gibt. lassen. Auf mehreren Tischen stehen die Grappa großen ein Sondermaß anfertigen „Ich da drei in China, Jim Beam 0,7 l:habe EUR 59.-, ScaviFabriken & Ray OroDrei4,5 l: EUR 1250.Liter-Flaschen Smirnoff. 200brauche“, Euro kostet der er. Spaß, 20Meter Filler inklusive. „Die die mir das bauen, was ich verrät 1,30 Meyer’s Bitter Kräuterlikör 0,02 l: EURhoch 2,70 sind die Scavi Ray alle Prosecco 0,75 EUR 19.Leute kaufen die großen Flaschen, und sollen es l:sehen“, erklärt Gennadi Module, die rundum im Raum die & Wände zieren. Das dürfte im Clubbereich Dom Perignon Magnum 1,5 dem l: EUR 550.-für die gelaFrei und greift in den der großen Eiskübel, deranderen auf Tisch einzigartig sein.dann Krawczyk, schon in vielen Top-Betrieben wie Cup Cino Cappuccino: EUR 3,30, Pizzeria „Mangiare denen„Sfera-Club“ Premierengäste steht.seine Ein&Visitenkarten kleines Longdrinkglas wird zu zwei Drittel dem in Melle, abgegeben hatte, beließ es Italiano“ OPC „ChipCard“ mit Wodka gefüllt, obendrauf kommt der ein LED-Elemente. Schüsschen Powerbrause. Prost und aber nicht nur bei der Bereitstellung Sein GeschäftsmoProsec Security Services, Herford weg heißt damit.Komplettlösung Knapp 20 Minuten später folgtSoftware die nächste MitAnsonsten dabei sitzt dell aus Hardware, undRunde. Content. : donnerstags bis samstags auch der Key-Accounter von EUR Diageo. ErEUR freut 2010 hatte der „Privilegwären Aufwand und Investition wohl „Du kannst aus jeder zweiten 6.- +nutzlos. 4.- sich. Mindestverzehr (vor 24 Uhr: EUR 3.- + EUR 4.-) Club“ in beim Spirituosenkonzern sieben Tonnen Waremachen“, abgenommen. Wand einer deutschen Discothek auch so etwas glaubtDarunter Krawsollen„aber 50 Hektoliter sein.Materie nicht aus. Wir helfen!“ czyk, die LeuteSmirnoff kennen gewesen sich mit der Der gebürtige Pole zählt zu den absoluten Experten, sorgt für die passenden Vor einem Jahr Frei denSpielwiese Gratiseintritt bis 24zuUhr eingeführt. Programme undhatte Pulte,Gennadi um die riesige mit Leben füllen. Beim Einen großen Teil dererEinnahmen er sowieso und Controlling entschied sich diesmalhatte für ArKaos. Nochals vorVergnügungszwei Jahren war Mehrwertsteuer abführen müssen. „Da blieb der nicht viel hängen“, Die er gar nicht begeistert von den Produkten Belgier. Das hatsagt sicher.nun erstaunliche Erkenntnis ist inzwischen: Gäste das gesparte geändert. „Die neue Version von ArKaos Die ist sehr gutgeben geworden“, urteilt Geld der für GetränkeGennadi aus. DerFrei Pro-Kopf-Umsatz ist somit gleich geblieben. Fachmann. kann zufrieden sein.

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„Wir gehen jetzt in eine andere Richtung“, kündigt der GastroVier gewinnt: die Clubmanager Jochen nom an. Er will die neue Spielfläche nicht einfach nur alsRösler und Michael Büter mit Ulla Büter flackernde Effektwand nutzen. „Videomixing hat mir schonund Oliver Glombik (v.l.) disco-magazin 5/12 21

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Eine starke Präsenz haben im neuen „Go Parc“ gleich mehrere Marken. „Jeder Bereich hat Brandings“, sagt Michael Büter und freut sich über das kräftige Engagement der Industrie, „wir haben sie alle mit im Boot.“ Allerdings war das gar nicht einfach. Die Zeiten haben sich geändert. Nur anzufragen und zu erzählen reicht nicht aus, um ein bisschen Unterstützung herauszukitzeln. „Dafür war es nötig, vernünftige Planungen und Visuals zu machen“, erklärt Büter, „das verlangt die Industrie heute.“ Die beiden engagierten Designunternehmen konnten diese Anforderungen erfüllen und integrierten geschickt die Marken in ihre Konzepte. „Man muss alle glücklich machen, aber nicht auf eine flache Art und Weise, sondern viel gediegener“, meint Frank Münter zur gelungenen dezenten Einbindung der Partner.

ausgetauscht, die übriggebliebenen Kräfte mit Schulungen und Motivationstraining fortgebildet. Zur Steigerung des Teamgeists erhielten sie auch eine neue einheitliche Mitarbeiterkleidung, nur im „Space“ sind die Outfits etwas clubbiger. Für den neuen Überbau sorgt Büters Schwester Ulla, die jahrelang in der klassischen Gastronomie in leitender Funktion tätig war und von den Kenntnissen so mancher Tresenkraft überrascht war. „Die wussten teilweise gar nicht, wie man Bier zapft“, lacht sie. Das hat sich inzwischen geändert. Und auch für den Bruder hat sie ein Statement parat. „Michael ist wie ein Wahrsager“, staunt sie, „der weiß immer, ob der Abend voll wird oder nicht.“ Tatsächlich berücksichtigt sie die Prophezeiungen bei ihrer Personalplanung.

Beendet ist die Umbauphase damit keineswegs. Nach und nach werden Böden erneuert, weitere Sanitärbereiche aufgepeppt und der Biergarten fertiggestellt, der in asiatischem Style im Frühsommer eröffnen soll. Die Gäste dürften somit permanent Neues entdecken, was für wichtigen Gesprächsstoff sorgt. Dass aber nicht nur der optische Eindruck entscheidend für den Erfolg ist, weiß Michael Büter genau. „Der Umbau ist die Hardware“, erklärt er, „aber wir haben auch die Software upgedatet.“ Dazu zählt er besonders das neue Management mit frischen Köpfen und die Qualifizierung des Personals. Rund 30 Prozent wurden

Ob der neue „Go Parc“ funktioniert, steht schon nach wenigen Tagen außer Frage. Die Gäste stehen Schlange und hoffen auf Einlass, wobei die Selektion an der Tür etwas härter wurde. „Jetzt geht’s nach vorne“, sagt Michael Büter ungewohnt forsch und verrät seinen großen Traum. Wenn wieder genügend Geld vorhanden ist, will er das „Bailando“-Konzept umsetzen. Das jetztige Partystadl wird dann komplett vom „Go Parc“ abgetrennt und separat als Ü30-Club betrieben. In Münster hatte das separierte Tanzlokal bestens funktioniert. Das nötige Händchen hat Büter bekanntlich fürs Geschäft. „Ich habe mein Leben lang Disco gemacht“, gesteht er, „ich kann nichts anderes.“ Aber das kann er sichtbar gut.

Durch und durch organische Elemente: Das „Space“ ist die wohl beeindruckendste Area im neuen „Go Parc“.

Da kommt Freude auf: In der Warsteiner Lounge hinter der Tanzfläche können VIP-Tiche reserviert werden.

Durch und durch organische Elemente: Das „Space“ ist die wohl beeindruckendste Area im neuen „Go Parc“.

Durch und durch organische Elemente: Das „Space“ ist die wohl beeindruckendste Area im neuen „Go Parc“.

Preiswert und schnell: Die Pizzeria wird stark frequentiert.

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Der Partyhirsch: DJ Arnie ist Resident im „Almdudler Partystadl“.

Die Größen der Nacht: Ahnengalerie der Stars in der Black-Area „Gold Club“


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Disco Magazin Bericht