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Vereinszeitung des SV Westfalen Dortmund – 02 /17

. e l a f t s We

FINSWIMMING: DER ANZUG MUSS PASSEN

INSELSCHWIMMEN, DEMOKRATIE IM SPORT, FLOW-FORSCHUNG 1


R T A B JETSZTELL BE

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Editorial hören und Ratschlag geben gefragt. Das zieht sich durch alle Abteilungen, jeder hat ein Päckchen zu tragen und es tut gut, wenn jemand einen Teil der Strecke das Päckchen einfach mal mitträgt. Wir sind als Verein der „Achtsamkeit“ bereits ausgezeichnet. Diese Achtsamkeit muss und soll sich quer durch alle Abteilungen ziehen. Vom Abteilungsleiter zu den Übungsleitern und Helfern. Jeder sollte auf jeden achten und sich auch gern einmal einmischen. Dadurch wächst der Zusammenhalt innerhalb der Vereins-Familie, was eben auch ein erwünschtes Ziel der Vereinsführung ist. Jedes Mitglied hat eine Stimme und sollte diese auch anwenden. Nicht nur wenn alles schön ist und gut läuft, sondern eben auch, wenn es einmal irgendwo hakt. Alle Mitglieder sind aufgerufen, den Verein mit Leben zu füllen und ihn durch eigene Ideen und Vorschläge mit zu entwickeln und nach vorne zu bringen. Nicht der Vorstand soll dies alleine tun, nein jede Meinung ist gefragt. Vielfältigkeit kann Veränderungen bringen, die sich positiv auf die gesamte Vereinsentwicklung auswirken. Diese Informationen tun dem Verein gut. Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang miteinander zeichnet eine gute Vereinsführung aus: „Miteinander reden –nicht über einander reden“ ist hier das Motto. Innerhalb des Vereins gibt es natürlich auch hier oder da schon einmal Streitpunkte, diese werden aber in der Regel zunächst innerhalb der Abteilungen gelöst. Sollte das nicht geschafft werden, erst dann kommt der Vorstand hinzu. Die Selbstständigkeit und die Entwicklung neuer Ideen und Veranstaltungen der Abteilungen ist deutlich größer geworden. Durch viel „Mit- und Füreinander“ hat sich diese positive Entwicklung, nicht zuletzt auch wegen der neuen Struktur in den letzten Monaten stark entwickelt. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass diese Entwicklung weiterhin positiv verläuft und jeder, wirklich jeder, sich aktiv in das Vereinsleben einbringt. Nur so können wir nach vorne schauen und mit Zuversicht und Stolz auf die 125 Jahre im Jahr 2021 zugehen.

Liebe Westfalen, liebe Freunde des Vereins, SV Westfalen bedeutet Schwimmverein Westfalen. Ein Verein ist, laut Definition aus „Gablers Wirtschaftslexikon“: „Im Sinn des BGB ist ein Verein eine auf gewisse Dauer berechnete Personenvereinigung mit körperschaftlicher Verfassung, die als einheitliches Ganzes gedacht wird, daher einen Gesamtnamen führt und im Bestand vom Wechsel der Mitglieder unabhängig ist. Vereine werden von Mitgliedern getragen, von denen „alle Macht ausgeht”. Sie bestimmen in Versammlungen über Satzungen und Grundsatzfragen, wählen die nachgeordneten Organe und kontrollieren deren Aufgabenerfüllung.“ Sind Vereine, sind wir, der SV Westfalen das wirklich? Nur ein Verein mit allen rechtlichen Pflichten und Aufgaben?? Hier kommt ein klares „Nein“! Ein Verein ist viel mehr, als eine gesetzliche oder rechtliche Definition. Verein heißt natürlich, den Lieblingssportarten nachgehen zu können. Für viele ist dies aber nicht vorrangig der Grund, Mitglied des SV Westfalen zu sein. Verein bedeutet auch, ein soziales Gefüge, eine Familie zu sein. Die Westfalen haben sich dieses Motto „sportlich-familiärmodern“ auf die Fahne geschrieben, um genau das zum Ausdruck zu bringen. Viele Mitglieder freuen sich beim Verlassen des Südbades bereits auf die nächste Woche – wieder alle treffen, quatschen, Sport machen, sich „aufgehoben“ fühlen. Diese soziale Komponente wird eben auch immer wichtiger, sowohl für die Mitglieder aber auch für die ehrenamtlich Tätigen. Vertrauensverhältnisse haben sich entwickelt, oftmals sind die Damen an der Information einfach mal nur zum Zu-

Gut Nass! Marianne Kleff Geschäftsführerin

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Inhalt 18 Zum ersten Mal gewonnen

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Das Training hat sich gelohnt – ein erster Sieg der Wasserball-Jugend

Zwei Stunden durch die Nordsee

Unterwasserrugby entwickelt sich

Finswimmer und UnterswasserrugbySpieler schwammen nach Norderney.

Die Mannschaft wächst, Jugendarbeit geht weiter, Studenten-Training kommt.

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Demokratie im Verein

Lang ziehen

Im SV Westfalen wird man aufgefordert, sich zu beteiligen.

Beim Drachenbootrennen paddelten wir uns auf den 5. Platz.

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FLOWFORSCHUNG

29 Wie du nichts mehr verpasst

Was hat flow mit Demokratie zu tun?

Facebook, Instagram, Twitter, Newsletter, App – wann abonniere ich was?

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Schaut Wasserball

Da spürt man das Kribbeln

Am 04. November veranstalten wir ein internationales Turnier. Turnier-Erfolg in Wuppertal Die Wasserballer meldeten sich aus der Sommerpause zurück.

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DER ANZUG MUSS PASSEN

Im nächsten Jahr stehen die dritten Swim Race Days an. Helft mit! 32 Deutschlands beste Masters

Finswimmerin Imke Rode gewann beim World Cup Gold Ein Interview.

Die Masters der SG Dortmund werden Deutscher Meister und Weltmeister.

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Vereinsleben hält gesund

Wir ehren die Jubilare

NICHTS VERPASSEN!

Wir wussten schon immer, jetzt bestätigt es eine Studie.

Sie wurden auf dem Herbstfest gefeiert und auch hier ehren wir sie.

Folge uns! @svwestfalen

Theaterstück

Impressum

Neue Termine für das Theaterstück „Anne, Tore - sind wir stark“

Der Pflichtteil des Westfalen.

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ZWEI STUNDEN DURCH DIE NORDSEE ÜBER

W i n d u n d We l l e n s c h a u k e l t e n n e u n A t h l e t e n d e s S V We s t f a l e n D o r t mund im Juli b eim Inselschw immen Norderne y durch die Nordse e. Für die erfahrenen Freiwasserschwimmer waren die 8,2 Kilometer durch das offene Meer eines der härtesten Rennen ihrer Laufbahn. Über zwei Stunden schwammen sie barfuß und mit Flossen. Mit vier Siegen in den Altersklassen und zwei Siegen in den Schwimmklassen stiegen die We s t f a l e n a u s d e m S a l z w a s s e r.

Te x t : J a n W e c k e l m a n n ; F o t o : K ö n i g E v e n t M a r k e t i n g 6


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D

as Nordseeschwimmen wurde 1989 als Training für Rettungsschwimmer und –taucher ins Leben gerufen. Von 1993 an entwickelte sich daraus ein Event mit Wettkampfcharakter. Die Finswimmer des SV Westfalen Dortmund sind seitdem dabei. Erst schwammen sie mit der Flut von Langeoog nach Bensersiel, seit 2013 mit der Ebbe von Hilgenriedersiel nach Norderney. Die Unterwasserrugby-Spieler des Vereins nutzen seit 2010 das Schwimmen als Ausdauertraining in der Sommerpause. Jedes Jahr stehen die Athleten vor anderen Bedingungen. Regenschauer nahm Sicht auf Leuchtturm Am Sonntag starteten 300 Teilnehmer auf einer Linie von 20 Metern im hüfthohen Wasser vor Hilgenriedersiel. Wenige Minuten vorher regnete es, der Wind blies den Startern entgegen. Wellen störten in Schwimmposition die Sicht auf den Leuchtturm von Norderney. Nach dem Start breitete sich das Schwimmerfeld auf mehrere 100 Meter Breite aus. Jeder Schwimmer nahm seine eigene Route Richtung Insel. Ein kurzer Besuch der Sonne wärmte die Athleten auf, doch der Regenschauer danach stellte sie vor große Herausforderungen: „Ich sah weder Leuchtturm noch andere Schwimmer oder Boote“, berichtet Jan Weckelmann. Mit Orientierungslosigkeit kämpften mehrere Teilnehmer. Während die einen an einer Boje Richtung Surferhafen abbogen, zogen andere weiter Richtung Leuchtturm.

stieg als schnellster Finswimmer mit Stereoflossen aus dem Wasser. Siegfried Lange kam erst 17 Minuten später an, gewann aber auch den ersten Platz in seiner Altersklasse. Die Unterwasserrugby-Spieler Christoph Nikolay, Jan und Kai Weckelmann bezwangen die Nordsee barfuß. Kai Weckelmann erreichte nach 2:24 Stunden nur wenige Sekunden nach Finswimmer Siegfried Lange die Insel. Teamkollege Ralf Schmidt folgte nach zwei Minuten mit Flossen. Die längste Ausdauer des SV Westfalen zeigten Christoph Nikolay und Jan Weckelmann – sie verließen nach 2:36 Stunden und 2:38 Stunden barfuß mit dem Mittelfeld das Meer.

Während die einen Richtung Surferhafen abbogen, zogen andere Richtung Leuchtturm

Vor dem Start wussten Kai Weckelmann, Christoph Nikolay und Jan Weckelmann noch nicht, dass die Bananen für zweieinhalb Stunden reichen müssen.

Foto: König Event Marketing

Durch die schwierigen Bedingungen erreichte Monoflossenschwimmer Michael Köster erst nach zwei Stunden als erster Westfale das Ziel Norderney. Martin Vorschulze befreite sich zwei Minuten später von seiner Monoflosse und holte sich den ersten Altersklassensieg des Vereins. Imke Rode schwamm die 8,2 Kilometer in 2:05 Stunden als schnellste Monoflossenschwimmerin. Zwei Minuten später holte sich ein weiterer Westfale Gold: Matthias Dal-Pos

Die letzten Teilnehmer kamen nach 3:20 Stunden auf Norderney an. Der Veranstalter sagte bei der Siegerehrung, dass der Start in diesem Jahr grenzwertig gewesen wäre. Die Zeiten der vergangenen Jahre machen dies deutlich: Beim ersten Schwimmen auf dieser Strecke waren die Westfalen rund 40 Minuten schneller.

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Foto: König Event Marketing Foto: König Event Marketing

Endlich angekommen. Michael Köster macht ein Finisher-Selfie mit Schwimmer-Kollegen.

Foto: Silke Bartels

Imke Rode (3. v.l.) erreichte Norderney als schnellste Monoflossenschwimmerin.

Diese Unterwasserrugby-Spieler und Finswimmer kämpften gegen Wind, Wellen und Strömung.

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UMWELT SCHONEN Erstmals kommt unsere Vereinszeitung nicht mehr in der reinen Plastikhülle. Gemeinsam mit unserem Druckpartner Koffler Druckmanagement suchten wir nach einer umweltschonenden Alternative. Am liebsten würden wir nur einen Adressaufkleber verwenden, doch unsere Auflage reicht für diese Versandart noch nicht aus. Wir bitten alle, die den Westfalen per Post zugeschickt bekommen haben, die Versandverpackung angemessen zu entsorgen, oder, wenn möglich, wiederzuverwenden. Wenn ihr die Zeitung durchgelesen habt und nicht aufbewahren möchtet, schenkt Sie doch einfach mal Freunden, die unseren Verein noch nicht kennen. Oder fragt bei eurem Arzt oder Friseur nach, ob ihr sie dort zu den Zeitschriften legen dürft. Wir sind uns sicher, dass die Geschichten unserer Mitglieder es wert sind, von so vielen Leuten wie möglich gelesen zu werden.


DEMOKRATIE Te x t : U w e W e c k e l m a n n

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ch bin im achten Jahr Vorsitzender unseres SV Westfalen. Ich habe mir vorgenommen, dieses Amt nach spätestens zehn Jahren an einen Nachfolger zu übergeben. Mein Ziel war es, den SV Westfalen so zu gestalten, dass das Ansehen und das Überleben des SV Westfalen durch das Wirken seiner Mitglieder getragen wird. Der erste Schritt erfolgte direkt nach Amtsübernahme: Die Abteilungen wurden in ihren Entscheidungen selbständiger. Sie bekamen ein Budget sowie die Entscheidungsverantwortung für ihre Abteilung und konnten damit in ihr frei handeln. Diese neue Entscheidungsfreiheit war für viele ungewohnt. Inzwischen wird diese Freiheit von allen Leitern sehr geschätzt. Noch wurde allerdings der Abteilungsleiter durch den Vorstand bestimmt. Mit der letzten Struktur- und Satzungsänderung wird nun auch der Abteilungsleiter von den Mitgliedern der jeweiligen Abteilung selbst gewählt. Damit wurde noch ein Stück mehr Verantwortung in die einzelne Abteilung gelegt. Im nächsten Schritt haben wir Klausurtagungen beschlossen. Damit die Ergebnisse nicht nur vom Vorstand stammen, wurden von Anfang an auch die Mitarbeiter mit einbezogen. Wir haben dabei allerdings auch bemerkt, dass wir noch tatkräftigere Unterstützung aus den Reihen der Mitglieder benötigen. Die Idee den Verein zukunftsorientiert zu präsentieren, erfordert zahlreiche Maßnahmen, die nicht alleine von den derzeitigen Mitarbeitern

geleistet werden können. Die Ansprache der Mitglieder ist uns leider bisher nicht so gut gelungen. Wir haben allerdings auch bemerkt, wie sehr unsere Arbeit geschätzt wird, sodass sich schon erste Mitglieder gemeldet haben und inzwischen auch z.B. bei der Ausrichtung der Swim Race Days mitwirken. Ein erster Anlauf noch mehr Mitglieder zum Mitwirken anzuregen, wurde bei der Mitgliederversammlung unternommen. Hier haben wir mal eure Meinung abgefragt statt nur immer von Erfolgen aus unserer Sicht zu berichten. Es kam zum Glück auch konstruktive negative Kritik. Genau diese Rückmeldung benötigen wir alle, um letztendlich daran zu wachsen. Dieser Schritt hat uns ermutigt, euch nun einzuladen ebenfalls mit zur Klausurtagung zu kommen und den Prozess des Mitgestaltens (und nichts anderes ist Demokratie) fortzuführen. In unserer heutigen Gesellschaft ist leider die Konsumhaltung auf dem Vormarsch. Weder ein Verein noch die Demokratie lebt von der Einstellung „lass mal die anderen machen“, sondern vom Einsatz jeden Einzelnen zum Wohl des Ganzen. Der Vorstand will dazu ein wenig beitragen, damit dies wieder in die Gesellschaft getragen wird. Aus diesem Grund haben wir uns einen Moderator eingeladen, der uns in einem Workshop erklärt, wie alle im Mitglieder des Vereins mit mehr Demokratie in einen Flow (siehe Artikel von Simon Sirch, Seite 12) kommen, der den SV Westfalen wieder zu dem angesehensten Verein in Dortmund macht.

Im Verein lernt man Fähigkeiten, die das Berufsleben oft nicht lehrt.

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Demokratie

IM VEREIN Demokratie braucht Aktivität – auf der Mitgliederversammlung durften die Mitlglieder die Zukunft des Vereins mitgestalten.

EINLADUNG ZUR KLAUSURTAGUNG DES SV WESTFALEN Wann: 02.02.2018 ab 17:00 Uhr – 04.02.2018 bis 14:00 Uhr Ort: Sport- und Seminar-Center Radevormwald Wer: Alle Mitglieder, jeder Abteilung, jeder Altersgruppe Kosten: übernimmt der Verein Anmeldung: bis 05.11.2017 an der Kasse oder per Mail an: anmeldung@svwestfalen.de (Reihenfolge der Anmeldung zählt)

Feiern - Catering - Events www.cafe-suedbad.de 11


WAS HAT FLOW MIT DEMOKRATIE ZU TUN? G a s t b e i t r a g v o n d e m F l o w - F o r s c h e r D r. S i m o n S i r c h

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Power: die erste Gemeinsamkeit

low ist radikal demokratisch. Das sagte ich öfter, ohne darüber nachzudenken. Bis ich vor Kurzem eine E-Mail erhielt. Im Betreff stand genau die Frage, die dem Artikel als Überschrift dient. Wenn diese Ausgabe erscheint, ist die Bundestagswahl bereits vorbei, dennoch möchte ich meine Gedanken mit Ihnen teilen.

Der zweite Unterschied verweist auf die erste Gemeinsamkeit: Demokratie und flow sind beide politisch. Wie das? — Nun, Politik ist die Ausweitung und Erhaltung von Macht, von Herrschaft, von Gewalt. Manche Erben der deutschen Geschichte bringen so heftige Begriffe kaum über die Lippen. Zu groß ist der Schatten des dritten Reiches. Aber nennen wir sie doch mal anders: Macht ist Kraft. Kraft ist Power. Und Power hat Wirkung.

Also was hat flow mit Demokratie zu tun? Meine erste Antwort lautet: Ich habe keine Ahnung. Denn ich bin weder Politikwissenschaftler noch Politiker einer Partei. Ich bin nur Bürger. Doch aufgemerkt! — Bürger, das sind die, die ein Staatsvolk ausmachen. Wenn die Herrschaft über einen Staat vom Volk ausgeht, nennt man das Demokratie.

Im flow sind Sie kraftvoll und wirksam. Per Definition erleben Sie sich in entspannter Kontrolle über das, was Sie tun. Dieses „Kontrollgefühl“ ist ein Merkmal, das der Begründer der flow-Forschung in unzähligen Büchern beschreibt. Mihaly Csikszentmihalyi blieb es verwehrt, die ersten Lebensjahre in einer Demokratie zu verbringen. Er weiß, wie sich Gefangenschaft anfühlt; kontrolliert von einem diktatorischen Regime. Vielleicht hat er den Rest seines Lebens deswegen dem flow gewidmet. Denn im flow fühlen Sie sich frei.

Bevor ich nach Gemeinsamkeiten suche zwischen flow und Demokratie, halte ich Ausschau nach Unterschieden. Ein erster ist schnell gefunden: Die Demokratie ist eine Staatsform; flow — wie ich es verstehe — ist ein Erleben. Der zweite Unterschied steht weniger offensichtlich da: In einer Demokratie geht es um kollektive Politik, beim flow-Thema geht es um individuelle Politik. 12


Flow-Forschung

Demokratie schafft doppelte Freiheit

Wenn ich mich unfrei fühle, liegt das womöglich an mir. Beim Individuum. An meiner Poltitik. An meiner Power.

Freiheit… was war das nochmal? Es ist die Möglichkeit, zu tun und zu lassen, was man will. Wenn ich frei bin, kann ich wählen. Womit ich zur Demokratie zurück komme: In einer Demokratie entscheidet das Volk über die Verteilung der Macht. Und zwar durch freie Wahl. Als Bürger einer Demokratie haben wir sogar die zweifache Freiheit der Wahl. Erstens kann ich frei wählen, wem ich meine Stimme gebe. Zweitens bleibt mir freigestellt, überhaupt zur Wahl zu gehen. Ich habe nicht nur die Wahl, sondern sogar die Wahl zur Wahl. Unglaublich, aber wahr — doppelte Wahlfreiheit dank Demokratie. Hinzu kommen Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit, Freiheit der Berufsausübung, Freiheit der Wohnung, Freiheit der körperlichen Bewegung… siehe Ar-

tikel 2 bis 5 des Grundgesetzes. Fühlen Sie sich freier, wenn Sie das lesen?

Die Demokratie beschenkt ihre Bürgerinnen und Bürger mit den besten Bedingungen, um sich frei zu verwirklichen. Wer trotzdem meint, dass früher die Menschen freier waren, dem stimme ich nur teilweise zu: Ja, früher gab es einige wenige, die frei waren; auf Kosten der vielen, die unfrei waren. Ich für meinen Teil halte an der Demokratie fest, bis etwas Besseres auftaucht. Für mich gibt es derzeit keine reifere Staatsform, wenn es um mehr flow für alle geht. Hier bin ich gleicher Meinung mit dem Soziologen Hartmut Rosa. Er beschreibt die Demokratie als Resonanzsphäre, die reiche Voraussetzungen für Glückseffekte bietet. Wenn man sich trotz bester äußerer Bedingungen immer noch unfrei fühlt — was offenbar

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nicht wenige tun — dann mag das woanders begründet liegen als im politischen System. Womöglich liegt es an mir: Beim Individuum. An meiner Politik. An meiner Power.

hin. Aber zur Erkenntnis globaler Zusammenhänge hat es leider nicht gereicht. Wer den Klimawandel leugnet, die Ursachen der Einwanderung ignoriert und Andersgläubige abwertet, der hat das Größere nicht verstanden. Da hat wohl die Angst den Verstand eingeengt. Enge im Verstand: das Gegenteil von „open mind“.

Unsichtbare Angst macht unfrei Was entzieht einem die Power? Es ist die Angst. Hier gibt es keinen Unterschied zwischen individueller Politik und kollektiver Staatspolitik: „Angst war schon immer ein schlechter Berater“, spricht weise unsere Kanzlerin. Wenn 12,6 Prozent der Wähler auf Hassparolen, Diskriminierung und Aggression anspricht, steckt nicht nur für mich die Angst dahinter. Die Angst vor dem Verlust stabiler Werte, vor den Folgen der Globalisierung, vor der eigenen Machtlosigkeit. Die andere Seite — die Freiheit von der Angst — ist als Merkmal des flow-Erlebens hundertfach belegt. Wer selten flow erlebt, lebt viel in Angst, ist innerlich unfrei, ist nicht glücklich. Es wäre interessant zu erfahren, wie Wählergruppen im Glücks-Index abschneiden.

Wo Enge ist, kommt es zum Stocken. Nicht nur im Straßenverkehr, nicht nur im Leben, sondern auch im Erleben. Wenn sich Ihr Erleben im Fluss befindet, befinden Sie sich im flow. Sorry, wenn das zu einfach klingt. Aber es ist einfach! flowErleben ist Weite und Leichtigkeit. Die Schwierigkeit besteht nur darin, flow-Bedingungen zu schaffen. Was dabei hilft, ist Aufklärung. Deshalb ziehe ich durch die Lande, mit Vorträgen und Seminaren. Deshalb habe ich mir den Auftrag gesetzt, die Erkenntnisse der flow-Forschung für mehr Menschen aufzubereiten: mit einem einfachen Modell, mit lebenspraktischen Techniken und mit Profis aus Sport, Musik und Business. flow braucht Praxis. Demokratie ist Praxis.

Angst an sich ist jedoch nicht das Grundproblem, sondern eine Grundemotion. Das Problem sehe ich vielmehr darin, dass sich Menschen von der Angst ergreifen lassen. Wer sagt, er hätte keine Angst, den hat sie oft im Griff. Aus diesem Griff löst sich, wer die Angst erkennt. Das ist der erste Schritt, um damit gesund umzugehen. Was schafft Erkenntnis? Aufklärung schafft Erkenntnis, denn sie bildet die Fähigkeit, die Dinge klarer zu sehen und freier zu handeln. Es ist kein Zufall, dass die ersten Demokratien im Zuge der Aufklärung entstanden. Wie etwa im Jahre 1776 die Vereinigten Staaten von Amerika. Auch 240 Jahre später finde ich Aufklärung nach wie vor ein cooles Projekt. Den „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ sehe ich am Ende des Tunnels. Aber bis dorthin ist’s noch ein Stück. Demokratie braucht Aufklärung. flow auch. Aufklärung ist verknüpft mit Bildung. Und zwar mit einer Bildung, die Vielfalt sieht und integriert: die Vielfalt verschiedener Menschen, verschiedener Meinungen, verschiedener Werte, verschiedener Bedürfnislagen. Um Vielfalt zu erkennen, brauche ich Unterscheidungsfähigkeit: Also die Fähigkeit zum Dinge auseinander halten, ohne ihren Zusammenhang aufzutrennen. Die Unterscheidung zwischen verschiedenen Parteien bekamen die meisten noch

Drei Berührungspunkte zwischen flow und Demokratie habe ich angesprochen: Power, Freiheit und Aufklärung. Daneben erkenne ich weitere und einer davon heißt Natürlichkeit: flowErleben ist ein natürlicher Bewusstseinszustand, zu dem alle Zugang haben. Und die demokratische Form des Zusammenlebens ist eine Stufe in der natürlichen Evolution einer Kultur — dafür liefert die Entwicklungswissenschaft anschauliche Hinweise.

Demokratie und flow-Aufklärung berühren sich zudem beim größeren Sinn. Beide folgen der Vorstellung von einer besseren Welt für alle. Beide vertreten höhere Werte wie Selbstentfaltung, Wertschätzung und Verantwortung. Werte ergeben nur Sinn, wenn man sie lebt. Sinnverlust entsteht, wenn wir als Staats- und Weltbürger diese Werte nicht — oder nicht mehr — umsetzen. „Politikverdrossenheit“, so nennen die Medien dieses Symptom. Wie legt so mancher Mitmensch seinen Überdruss an den Tag? Beliebt sind Wegsehen, Video-Serie: Weltflucht, Aggression und Zynismus — alles Symptome der Machtlosigkeit. Was hat flow mit Demokratie zu tun? Machtlosigkeit kommt vom NixmaIn fünf kurzen Video erklärt Dr. chen. Und Macht kommt vom Machen. Simon Sirch, warum flow radikal Hiermit präsentiere ich die griffigste demokratisch ist. Kontaktfläche zwischen flow und Demokratie: Beide brauchen Praxis. flowwww.flowinconcept.com Erleben tritt während einer Tätigkeit 14


Flow-Forschung auf, nicht während des Nichtstuns. Man muss sich in Bewegung setzen. Demokratie braucht ebenfalls Bewegung, ansonsten ist sie tot. Sie lebt von friedvoller Konfrontation, vom Dialog, vom Anpacken — nicht nur auf der Ebene der Damen und Herren Politiker, sondern auf und zwischen allen Ebenen. Machen ja, nur wie? – Eine Anleitung in 5 Schritten flow in concept hat mehr flow und mehr Demokratie zum Ziel. Allen mutigen flow-Demokraten gebe ich deshalb eine Anregung zum Selbermachen: 1. Starten Sie mit der Überlegung, in welcher idealen Welt Sie leben möchten. Und dann, welche Welt Sie allen Kindern dieser Erde hinterlassen wollen. Ob realistisch oder utopisch — entwerfen Sie davon ein kraftvolles Bild. 2. Mit dieser lebhaften Vorstellung stellen Sie sich folgender Frage: Wodurch kann ich beitragen zu dieser idealen Welt? Dazu fällt Ihnen was ein, da bin ich mir sicher. Notieren Sie es auf ein Blatt Papier (Bei mir steht z.B. „Begeisterung versprühen“).

Wirkung bahnen — daran setzt die Anleitung für flow-Demokraten an. Eine Stellschraube im flow4x4 Modell. © Grafik: Dr. Simon Sirch

3. Nehmen Sie anschließend zwei weitere Blätter. Auf das eine notieren Sie sich die Aktivitäten, die Ihnen leicht fallen und Freude bereiten. (Bei mir steht z.B. „Wissenschaftlich forschen“). Auf das andere Blatt schreiben Sie sich die Tätigkeiten, die bei Ihnen Angst auslösen. Seien Sie ehrlich mit sich. Damit lösen Sie sich aus dem Griff der Angst. (Bei mir steht z.B. „vor Menschen vortragen“). Am Ende liegen drei beschriebene Blätter vor Ihnen.

Dr. Simon Sirch ist im Outdoorsport aufgewachsen und seit 15 Jahren selbständiger Trainer im Bildungsbereich. Er weiß: Was Menschen direkt motiviert, sind positive Erlebnisse. Jedes Erlebnis hat „Stellschrauben”, an denen man drehen kann. Nach seiner Promotion und einem Buch zur flowThematik setzte er das Puzzle zusammen: flow hat 16 Stellschrauben. Je mehr man richtig einstellt, desto höher ist die Eintrittswahrscheinlichkeit für flow-Erleben.

4. Jetzt kommt der vorletzte Schritt: Finden Sie Wege, wie Sie die Tätigkeiten auf den verschiedenen Blättern verbinden können — also Ihre Freude mit Ihrem Nervenkitzel mit Ihrem Beitrag.

Am 03. Februar 2018 wird Simon Sirch auf der Klausurtagung des SV Westfalen einen Workshop für interessierte Mitglieder anbieten.

5. Sie haben Verbindungen gefunden? — Dann setzen Sie sich in Bewegung. Bringen Sie sie in die Praxis und raus in die Welt. Denn es ist hochwahrscheinlich die beste Kombination: für Ihren flow und mehr flow für alle!

Mehr flow für alle: www.flowinconcept.com

Und… es ist Ihre Wahl.

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SCHAUT WASSERBALL

Wasserball

4. NOVEMBER 2017 – SÜDBAD DORTMUND 1. INTERNATIONALES BEACH WATER POLO TURNIER

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er SV Westfalen Dortmund von 1896 e.V. veranstaltet in Kooperation mit dem SV Derne 1949 Dortmund e.V. am 04.11.2017 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Südbad das 1. Internationale Dortmunder Beach Wasserball Turnier. Beach Wasserball ist ein alternatives Wasserball-Spielformat: Die Spielfelder sind kleiner. Die Spielzeit ist kürzer und wird von weniger Auszeiten unterbrochen. Gespielt wird im 3 gegen 3 (plus Torwart).

weiteren europäischen Ländern. Als Ehrengast wird eine syrische Wasserballmannschaft eingeladen, dessen Spieler und Trainer unter teilweise dramatischen Umständen geflüchtet sind und nun in unterschiedlichen europäischen Ländern leben. Bei diesem Turnier werden sie das erste Mal seit Jahren wieder als syrische Mannschaft vereint sein und am Wettbewerb teilnehmen. Mit einer ähnlichen Besetzung hat diese Mannschaft bei den Asian Games 2011 gewonnen. Der ehemalige Spieler und Trainer der syrischen Nationalmannschaft, Hussein Abboud, wird sie begleiteten und coachen. In der Veranstaltung wird der Sport im Vordergrund stehen. Humanitäre und kulturelle Gedanken werden jedoch auch prägend für dieses Event sein. Schließlich wird nach dem Turnier für das leibliche Wohl und Party mit Live-DJ gesorgt.

Der Event wird dank dieses Spielformats und der parallelen Durchführung von Spielen auf zwei Feldern sehr spannend für SpielerInnen und ZuschauerInnen sein. Geplant ist ein Turnier mit 8 Mannschaften aus NRW und aus

TURNIER-ERFOLG IN WUPPERTAL

A

m letzten August-Wochenende meldete sich der SV Westfalen aus der Sommerpause zurück. Bei dem Turnier in Wuppertal warfen die Dortmunder Wasserballer genug Tore für zwei Siege – durch zwei Niederlagen blieb am Ende der mittlere fünfte Platz. Das erste Spiel gegen den späteren Turniersieger SGW Solingen/Wuppertal verlor der SV Westfalen nur knapp – der erste Sieg folgte im Spiel gegen Stolberg. Im dritten Spiel gegen

austrainierte Hamburger zeigte sich, dass die Sommerpause ohne Training zu konditionellen Defiziten geführt hat, die sich in mangelnder Präzision beim Torschuss und Unaufmerksamkeit in der Verteidigung äußerten. Das Spiel verloren die Westfalen deutlich. Am Sonntag ging es im Spiel um Platz fünf umso fulminanter zu. Bereits nach 2 Minuten führten die Westfalen mit 3:0. Im Endergebnis (7:3) dokumentierte sich die deutliche Überlegenheit der Westfalen gegenüber dem Düsseldorfer SC. 17


ZUM ERSTEN MAL GEWONNEN N ach dem Schlusspfiff jubelten die Kinder der U13-Wasserballjugend grenzenlos: Zum ersten Mal konnten sie als verdienter Sieger aus dem Becken steigen und sich von den mitgereisten Eltern und ihrem Trainer Klaus-Dieter Schaum beglückwünschen lassen.

Gespielt haben: Niko Markovic (2 Tore), Kyra Jacob, Patrizia Jechalik, Fritz Schunke, Gabriel Borischek, Francis Duesberg, Aljoscha Zeibig (3), Lukas Wieczorek, Mohamed Najib, Mats Baruth (4)

Nach einem frühen Tor für die Westfalen ging es lange Zeit ausgeglichen zu, bevor der nun im Feld spielende Torwart Niko Markovic mit zwei Toren einen 4:7 Vorsprung herstellte. Diese Führung wurde anschließend zäh verteidigt, wobei Abwehrchef Mohamed Najib viele Bälle sichern konnte. Trainer Schaum attestierte allen Spielerinnen und Spielern eine gute Abwehrleistung und eine bravouröse, kämpferische Einstellung. Nur so konnte das Spiel gewonnen werden.

UNTERWASSERRUGBY ENTWICKELT SICH IN DORTMUND

E

rst feierten sie den guten Start, dann kämpften sie um jeden Punkt – die Sealions Dortmund aus SV Westfalen und SV Derne erreichten mit Mühe ihre Saisonziele in der Unterwasserrugby-Bundes- und Landesliga. Die Tabelle zeigt Dortmund auf dem vierten Platz in der 1. Bundesliga-West und auf dem dritten Platz in der Landesliga NRW. Bei der Mannschaftssitzung nach Saisonende war klar: Der Trainer bleibt. Nicht nur die sportlichen Ziele wurden erreicht, sondern auch der Unterwassersport entwickelt sich in Dortmund. Unter Leitung von Jan Fuss engagieren sich immer mehr Spieler im SV Westfalen, um Nachwuchs für den Sport zu motivieren. In der neu gegründeten Jugendmannschaft lernen schon zehn Jugendliche die Grundlagen von

Unterwasserrugby. In der nächsten Saison könnten die ersten Spiele besucht werden, wenn das Team weiter wächst. Die erste Mannschaft taucht in der nächsten Saison ohne Stürmer Christian Müller ab. Vor zwei Jahren holte ihn Jan Fuss aus der zweiten Mannschaft, Müller entwickelte sich zu einem starken Torschützen. Der beruflich begründete Weggang trifft die Sealions schwer. Wie oft Verteidiger Markus Schirmer in der nächsten Saison zur Verfügung steht, ist noch unklar. Für die neue Saison gibt es Möglichkeiten, Talente aus der zweiten Mannschaft hochzuziehen oder sie über die vom Regelwerk erlaubten drei Einsätze für die höhere Mannschaft einzusetzen. In der neuen Trainingseinheit am Montag im Nordbad sollen im nächsten Semester Studierende über den Hochschulsport Bälle unter Wasser versenken dürfen. 18


M LOS E D E J 8 % VON IN! E R E V EN FÃœR IHR ALINA REH LEICHTATHLETIK 19 Jahre

Bisherige Erfolge: 2015: 2 x 1. Platz Junioren EM in Eskilstuna 2016: 9. Platz U20 WM in Bydgosz

: E L L A N E N N I W HIER GE

, R E L T R O P S DEUTSCHE

! E I S D N U N I E R E V R IH SV Westfalen Dortmund von 1896 e.V.

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Hessen

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LANG ZIEHEN Te x t : A n n e t t e H e s s e

A

m 06. Dezember 2016 erhielt ich vom Veranstalter Rhein-Ruhr-Sport Essen die Nachricht, dass es noch nie ein Drachenbootrennen im Ruhrgebiet gab, welches schon so früh ausgebucht, bzw. alle Startplätze so schnell vergeben waren. Was für ein Glück, dass wir uns wieder so rechtzeitig einen

Startplatz gesichert haben, ohne zu wissen, was für ein tolles, sportliches Team, bestehend aus 18 Paddler/innen und eine Trommlerin, am Renntag das Boot mit voller Motivation und Synchronität nach 250 Metern Rennstrecke ins Ziel paddelt! Unterschiedlichste Sportler aus verschiedensten Abteilungen des SV Westfalen und SV Hellas kamen zusammen und fan-

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Drachenbootrennen

Info: Die Drachenbootrennen werden in verschiedene Klassen/ Cups ausgefahren. Durch diesen ersten Lauf wird das Teilnehmerfeld in verschiedene Cups eingeteilt, darin verbleiben sie für die gesammte Regatta. Danach folgen die Zeitläufe 1 & 2, welche addiert werden und mit der Gesamtzeit wird der Finallauf besetzt. Are you ready…attention…go!

den im chinesischen Langboot Platz: Wasserballer, Unterwasserrugbyspieler, Schwimmer und Breitensportler. Wir trafen uns in diesem Jahr Ende August und drei Tage vor dem `großen Tag´ zum Training am Phönixsee, hatten riesigen Spaß und merkten schnell, dass das richtig erfolgreich werden kann für uns am Sonntag! 03. September, 6:45 Uhr Phönixsee Dortmund: Es war dunkel und der Nebel lag noch über dem See, als die ersten Drachenbootverrückten bereits ihre Zelte auf dem Rasen am Südufer aufbauten. Der frühe Paddler fängt den besten Unterkunftsplatz für einen tollen Tag ;-) Hat geklappt und ziemlich flott sahen alle Nachbarn und Besucher die Swimming Paddles vom SV Westfalen von weitem und aus allen Richtungen. Um 9:00 Uhr starteten wir unseren ersten Lauf, das Qualifikationsrennen und paddelten die 250 Meter mit einer Zeit von 1:12,09 ins Ziel. Sehr gute Zeit – Platz 7 von 27 Startern! Wir qualifizierten uns in die beste Klasse, den Motor-CenterHeinen Cup. Unsere Taktik beim Start: 5 dicke, 15 schnelle, dann lang ziehen!

SWIMMING PADDLES – Zeitlauf A = 1:09,13 Zeitlauf B = 1:08,35 Super! Mit einer Zeit von 2:17,48 paddelten wir unser Finale und beendeten das Rennen mit einer Endzeit von 1:10,35! SV Westfalen – gut NASS, gut NASS, gut NASS! 2. Platz im B-Finale Heißt, die Swimming Paddles verbesserten sich um 7 Plätze zum Vorjahr und belegten den 5. Platz von 27 startenden Drachenbooten! 2018 wir kommen!

Im Finale konnte man mit bloßem Auge nicht erkennen, welches Boot als erstes durch das Ziel fuhr.

Die Swimming-Paddles waren aus den Abteilungen Wasserball, Unterwasserrugby und Breitensport zusammengesetzt. Auch der SV Hellas paddelte mit. 21


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DER ANZUG MUSS PASSEN F o t o s u n d I n t e r v i e w : J a n We c k e l m a n n

I

n jedem Frühjahr zwängt sich Imke Rode in ihren Neoprenanzug, um in der Ruhr, in der Möhne und in der Nordsee zu schwimmen. Niemand bewegt sich im Wasser aus eigener Kraft schneller fort als Finswimmer mit Monoflosse. Und niemand ist in Imkes Altersklasse schneller als sie – das bewies sie bei der Weltmeisterschaft und bereits über 50-mal auf Deutschen Meisterschaften. Im Interview erzählt sie uns über ihre Laufbahn, ihre Motivation und Nachwuchssorgen.

schwamm dort im DUC Duisburg. Wir trainierten zweimal in der Woche im Freibad Wedau und auf der Regattabahn. Früher durfte man dort noch schwimmen. Heute dürfen dort nur noch Ruderer und Kanuten trainieren. Wann kamst du in den SV Westfalen? Nach dem einen Jahr Praktikum in Duisburg ging ich zurück nach Lippstadt. Leider gab es dort keine Möglichkeit, mit Flossen zu schwimmen. 1990 fing ich an, in Dortmund zu arbeiten und traf dort auf die Schwimmer vom „Flossenteam Ruhr“. Es war eine Startgemeinschaft bestehend aus Schwimmern der DLRG Holzwickede, der DLRG Dortmund und des SV Westfalen. So war es möglich, sowohl DLRG-Wettkämpfe zu bestreiten als auch an Wettbewerben des VDST teilzunehmen. Ich glaube, es waren insgesamt 20 bis 30 aktive Schwimmer. Das kann man sich heute kaum mehr vorstellen.

Jan Weckelmann: Jede Schwimmkarriere beginnt mit dem ersten Schwimmzug. Wer hat dir diesen beigebracht? Imke Rode: Meine Eltern brachten mir das Schwimmen in meiner Heimatstadt Lippstadt bei. Mit acht Jahren schwamm ich dann bei Teutonia Lippstadt. Nicht leistungsmäßig. Nur in so einer Breitensportgruppe. Als ich 13 oder 14 Jahre alt war, hatte ich aber keine Lust mehr und hörte auf.

Hier nahm dann also deine Karriere Fahrt auf. Wie bist du zum Finswimming gekommen? Kann man so sagen. Hier lernte ich Heinz-Hubert Voss kennen. Vielen ist er unter dem Namen „Tarzan“ bekannt. Er und das Ehepaar Roolf überredeten mich, Wettkämpfe zu schwimmen. Dafür trainierten wir im Südbad und bei den „Orcas Holzwickede“ in der schönen Flöte.

Erst einmal fing ich über den Hochschulsport in Münster mit Tauchen an. Das war 1981, ich war 19 und studierte Pharmazie. Der Hochschulsport hatte jede Ausrüstung. Das hat Spaß gemacht. Mein damaliger Freund spielte in der Uni-Mannschaft Unterwasserrugby. Früher war das ein großes und erfolgreiches Team. Ich bin einige male mitgegangen. Unterwasserrugby war mir aber zu ruppig.

An welchen Wettkampf kannst du dich noch gut erinnern? An den Halloda-Cup 1994 im Roten Meer. Das war ein Ländervergleichswettkampf über fünf und sieben Kilometer. Wir waren Teil einer Auswahlmannschaft vom Verband deutscher Sporttaucher. Dort machten wir aber nicht nur Finswimming, sondern auch Orientierungstauchen und Streckentauchen.

Aber der Hochschulsport bot auch Finswimming an? Nein, leider nicht. Finswimming entdeckte ich erst fünf oder sechs Jahre später während eines Praktikums in Duisburg. Ich 23


Das Fliegen mit Sportgepäck war da noch ganz entspannt. Wir konnten unsere Monoflossen einfach mit in die Flugkabine nehmen.

junge Menschen. Unser Landesverband engagiert sich zurzeit aber sehr. Die Trainingsbedingungen im Ruhrgebiet sind super. Wir haben in Mülheim einen Leistungsstützpunkt.

Was ist am Finswimming so besonders?

Was war dein größter Erfolg?

Dass man so schnell schwimmt – wenn man es kann. Schneller kommt man nicht mit eigener Kraft durch das Wasser. Mit der Monoflosse spürt man ein ganz neues Gefühl. Immer wieder. Im Wasser ist es außerdem ruhig, das entspannt. Und bei Langstrecken kommt man irgendwann an einen Punkt, wo man nicht mehr an das Schwimmen denkt.

Der Sieg beim World Cup letztes Jahr in Prag über die 3000 Meter. Es war die vierte Auflage des Master World Cup und ich war das erste Mal dabei. Dort kamen die Japaner mit einem ganzen Flieger, die Italiener sogar mit zwei. In diesen Ländern hat der Sport eine größere Bedeutung. Umso mehr hat es mich überrascht, dass ich gewonnen habe.

Der Punkt, wenn man im Flow ist? Ganz genau, den Begriff wollte ich vermeiden, er scheint mir so abgenutzt. Wie entwickelt sich Finswimming in Deutschland? Die Sportart ist leider sehr rückgängig. Mittlerweile sind wir der einzige Verein in der Region, der Finswimming anbietet. Viele DLRG-Ortsgruppen boten Finswimming an – das ist aber vorbei. Der Wettkampf in der Möhne hatte 1987 über 120 Teilnehmer. Letztes Jahr starteten wir mit 15.

Manche denken, man könnte Finswimming nach zweimal Training beherrschen.

Woran liegt das? Finswimming ist sehr anspruchsvoll. Man braucht Geduld. Bis man die Schnelligkeit erreicht, die sich deutlich vom normalen Schwimmen unterscheidet, dauert es gut ein Jahr. Es ist ein Zusammenspiel zwischen Kraft, Koordination und Kondition. Das schreckt ab. Manche denken, nach zweimal Training könnten sie die Sportart beherrschen. Dazu schließen in vielen Kommunen die Hallenbäder. Es gibt außerdem zu viele neue Sportarten, die einfacher sind und mit Finswimming konkurrieren. Wenn der Verband dann noch Meisterschaften absagt und man für Wettkämpfe in den Osten Deutschlands fahren muss, motiviert das kaum 24

Was war dein schönstes Erlebnis beim Finswimming? Ich denke, es war auch der World Cup. Dort ging alles schief. Erst wurde uns vor dem Start die Ausrüstung geklaut und nach dem Rennen wusste ich nicht, welchen Platz ich erreicht habe. Wir warteten drei Stunden auf die Siegerehrung. Als ich hörte, dass ich gewonnen habe, war die Freude umso größer.

Imke Rode (r.) und Siegfried Lange (l.) trainieren an einem Sonntag im Hengsteysee. Wochenend-Termine plant Imke weit im voraus.


Titelgeschichte Gab es auch einmal Momente, in denen du aufhören wolltest? Ja, jedes Jahr im Winter (lacht). Aber dann melde ich mich immer wieder zum Inselschwimmen an. Dadurch bin ich zum Training verpflichtet. Auch mein Anzug muss dann wieder passen. Wie bekommst du Sport und Arbeit unter einen Hut? Ich muss die Tasche mit zur Arbeit nehmen und darf auf keinen Fall vor dem Training nach Hause. Sonst komme ich nicht mehr hoch. Wir motivieren uns aber auch als Team. Es ist schön, die Leute aus dem Verein zu treffen und mit ihnen zu quatschen. Ich bin dem Verein sehr dankbar, dass er uns kleiner Abteilung trotz mangelnder Wasserfläche zwei Bahnen zur Verfügung stellt. Diese müssen wir natürlich auch immer nutzen, sonst gehen sie verständlicherweise an andere Sportarten. Es gibt keinen anderen Verein, der Finswimming in so einem tollen Bad trainiert. Finswimmer mit Monoflosse schwimmen ohne Armzüge, blicken nach vorn

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VEREINSLEBEN HÄLT GESUND Te x t : U w e W e c k e l m a n n

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as eigentlich schon jeder von uns irgendwie gefühlt hat, wurde nun auch wissenschaftlich untermauert. Wer im Verein Sport betreibt, lebt gesünder. Dabei ist die alleinige körperliche Gesundheit nicht das entscheidende, denn wer alleine Sport betreibt, kann sich auch körperlich fit halten. Die großen Vorteile des Vereinslebens sind das seelische und soziale Wohlbefinden. Dies kann nur durch Aktivitäten in einer Gruppe, sprich in einem Verein, erreicht werden. Diese Effekte wirken schon bei den Jugendlichen. Wer von Anfang an seinen Sport im Verein ausübt, hat besseren sozialen Halt. Das Selbstbewusstsein wird außerdem bei den Jugendlichen entscheidend gestärkt. Eine Studie in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Bundes-Sportorganisation belegt dies in beeindruckender Weise. Die Erkenntnisse aus der Studie werden wie folgt zusammengefasst: •

• •

Die aktive Mitgliedschaft im Sportverein in der Jugend trägt zur Eingliederung in die Gesellschaft bei (und schützt Jugendliche davor, auf die schiefe Bahn zu geraten). Die aktive Mitgliedschaft im Sportverein stärkt das Selbstvertrauen von Jugendlichen, insbesondere von Mädchen. Die aktive Mitgliedschaft in einem Sportverein hat positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit (z.B. 26

Vitalität). Diese sind stärker als beim selbstorganisierten Sporttreiben. Sportvereinsmitglieder sind mit ihrem Leben zufrieden(er). Die Mitgliedschaft in einem Sportverein macht Spaß und bringt soziale Unterstützung mit sich. Dies führt auch zu einer regelmäßigeren sportlichen Betätigung. Aktive Mitglieder in einem Sportverein sind gesünder als Personen, die keinen Sport oder selbstorganisiert Sport treiben.


THEATERSTÜCK ANNE, TORE – SIND WIR STARK

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Die aktive Mitgliedschaft im Sportverein führt zu einem gesünderen Verhalten (z. B. Ernährung, Rauchen). Aktive Mitglieder in einem Sportverein bewegen sich mehr als Personen, die selbstorganisiert Sport treiben.

Der SV Westfalen Dortmund versucht mit seinen reichhaltigen Angeboten im sportlichen und sozialen Bereich diesem Anspruch gerecht zu werden. Ihr selbst könnt noch mehr für eure Gesundheit tun, wenn ihr euch ins Vereinsleben einbringt (siehe Artikel „Demokratie im Verein“).

Im Rahmen des Pilotprojektes „Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“ im Land NRW wurde in enger Zusammenarbeit mit StadtSportBund Dortmund e. V. und Landessportbund NRW von und mit der Dortmunder Theaterpädagogin Anja Bechtel das Theaterstück „Anne, Tore – sind wir stark“ entwickelt. Das Präventionstheaterprogramm vermittelt mit Leichtigkeit, Witz und Charme den Kindern Mut machende Inhalte zum Thema Gefühle, Berührungen und Hilfe holen. In den einzelnen Szenen geht es um unterschiedliche Situationen im Sport und in unterschiedlichen Sportarten, die Grenzverletzungen im sportlichen Vereinsleben beschreiben und den Umgang damit thematisieren. Die Kinder im Publikum werden in das Theaterstück mit einbezogen und können mittels roter, gelber und grüner Karten eine Rückmeldung geben, wie sich die Kinder in der gerade vorgespielten Szene ihrer Meinung nach fühlen. Nach dem Theaterstück arbeiten Kinder, Mädchen und Jungen nach Geschlechtern getrennt, Eltern und Übungsleiter/ innen in getrennten Gruppen in Workshops das Gesehene auf und besprechen und vertiefen die dargestellten Situationen. Die nächsten Termine für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren: • Montag, 06.11.2017 von 16:00 Uhr - 18:00 Uhr und • Montag, 20.11.2017 von 16:00 Uhr - 18:00 Uhr im Haus des Sports, Beurhausstraße 16-18. Anmeldung über die Gruppenleiter.

Quelle: http://www.bso.or.at/de/schwerpunkte/soziales-und-gesellschaftspolitik/sport-und-gesundheit/studie-psychosozialegesundheit/ Studie zum Nachlesen: http://www.bso.or.at/fileadmin/Inhalte/Dokumente/Studie_ Effekte-Sportverein-Gesundheit_%C3%84GU-BSO_2016.pdf


Wasserball

Kursgebühren jetzt bequem mit Karte zahlen.

Wir wollen an unserer Information im Südbad das Bargeld reduzieren. Kursgebühren oder sonstige Zahlungen könnt ihr ab sofort mit EC-Karte, VisaCard, Master-Card, American Express oder Apple-Pay bezahlen. Kontaktlos, mit Chip oder Magentstreifen. Wir nutzen dafür das Kartenterminal von „sum up“. Foto: sum up 28


WIE DU NICHTS MEHR VERPASST D

men lesen, abonniere unseren Twitter-Kanal. Willst du nur Fotos schauen oder zusätzlich unterhalten werden, folge uns auf Instagram. Falls du nicht jederzeit alle Informationen bekommen möchtest, abonniere über unsere Webseite einfach unseren Newsletter und du erhälst im Abstand von mehreren Wochen eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen der letzten Zeit. Wenn dir Inhalte gefallen, vergiss nicht, sie zu teilen. Informiere auch deine Freunde über unsere Kanäle, lade sie zu Veranstaltungen sein und bring sie ins soziele Netzwerk Sportverein.

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Swim Race Days

DA SPÜRT MAN DAS KRIBBELN Te x t u n d F o t o s : J a n W e c k e l m a n n

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enn das Licht am Samstagabend im Südbad ausgeht, kribbelt es in den Körpern der Schwimmer und Zuschauer. Die Spots hinter den Startblöcken warten darauf, den Wasserspritzern der hineinspringenden Finalisten eine grüne Kontur zu geben. Das Herz der Zuschauer soll genau so stark schlagen wie das der Sportler. Nach dem ersten Jahr sorgten wir uns, ob wir uns im zweiten Jahr noch steigern können. Doch die Bilder im Internet überzeugten Vereine aus sieben Nationen, im zweiten Jahr nach Dortmund zu kommen. Noch vor Meldeschluss waren die Swim Race Days ausgebucht. Insgesamt 13 Vereinen mussten wir absagen. Das Interesse stieg auch bei den Sponsoren, die uns ermöglichten, noch ein bisschen besser zu werden. Auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau schaute sich das Ausscheidungsrennen an und erlebte ein Finale, das selbst die letzten Haare zum Stehen brachte. Mika Max Bovensmann und Kast Boersma schlugen zeitgleich an. Die Stimmung im Südbad: unbeschreiblich. Die Swim Race Days überzeugten Ullrich Sierau und er sagte die Unterstützung der Stadt zu.

Wir können uns also auch im kommenden dritten Jahr noch einmal steigern. Die Planungen für die Swim Race Days 2018 am 3. und 4. März sind in vollem Gange. Wer noch teil des Organsisationsteam werden möchte, kann sich bei uns melden. Wer im März mit anpacken möchte, sollte sich das Datum fest in den Kalender eintragen. Wir brauchen jede helfende Hand, um unseren über 700 Gästen einen angenehmen Aufenthalt bei uns zu gestalten. Für den reibungslosen Ablauf benötigen wir jeden Kampfrichter, der an diesem Wochenende Zeit hat. Die Swim Race Days sollen den Schwimmsport zuschauerfreundlich machen und Schwimmerinnen und Schwimmer aus der ganzen Welt zusammenbringen. Hier treffen sich nicht nur Spitzensportler sondern auch Nachwuchsathleten. Bei den kommenden Swim Race Days müssen die Schwimmerinnen und Schwimmer jedoch eine gewisse Schnelligkeit mitbringen. Durch Richtzeiten erhöhen wir das schwimmerische Niveau der Veranstaltung. Wer wird sich 2018 für das Ausscheidungsrennen qualifizieren? Wer wird um den Ursula Happe Pokal schwimmen? Die Ausschreibung ist online: swimracedays.com

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DEUTSCHLANDS BESTE MASTERS Te x t : M a r k u s R e i n h a r d t

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und 30 Schwimmerinnen und Schwimmer von 20 bis 80 Jahren trainieren im Team der SG Dortmund Masters: individuell oder gemeinsam zu unseren Trainingszeiten. Was uns antreibt, ist die Freude an der schnellen Fortbewegung im Wasser. Wir nehmen das ganze Jahr über an Wettkämpfen teil. Staffeln in unterschiedlicher Zusammensetzung und die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Masters sind die Highlights unserer Wettkampfreisen.

Das Jahr 2017 begann leider mit einer traurigen Nachricht. Der am längsten aktive Master Rainer Opitz ist kurz nach seinem 75. Geburtstag verstorben. Seine leise Zuverlässigkeit, große Kompetenz und sein riesiges Engagement für den Schwimmsport sind uns dadurch mit einem lieben Freund verloren gegangen. Traditionell finden zu Beginn des Jahres die Deutschen Langstreckenwettbewerbe statt. Im April in Wetzlar starteten 13 Damen und Herren. Wir gewannen 7x Gold, 1x Silber und 1x Bronze . Dominiert haben wir die Staffeln über 4x200 Freistil Herren , Damen und Mixed. Zudem entschieden wir die wieder ins Programm aufgenommenen 4x200 Brust der Herren für uns. Einzeltitel sicherten sich unsere alten Herren Gerd

Die Mannschaftsmeisterschaften im Herbst 2016 markierten den Beginn der Wettkampfsaison. 109 Teams aus ganz Deutschland traten zum Vorkampf an. Die besten 18 Teams ermittelten dann am 12. November im Endkampf den Meister. Wir fuhren mit einem 11köpfigen Team (5 Damen/6 Herren) nach München. Am Ende hatten wir genau 22200 Punkte erschwommen und gewannen damit den Titel mit einem deutlichen Vorsprung vor der langjährigen Konkurrenz aus Berlin. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert und mit den Berlinern gemeinsam das Münchener Nachtleben genossen. Bereits zwei Wochen später nahmen wir an den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Hannover teil. Dort waren wir mit einem kleinen Team von 6 SchwimmerInnen angetreten. Sie gewannen 11 Einzeltitel. Siegreich waren unsere Sprinter Mandy Blum, Jennifer Thater und Dirk Neuhaus sowie unser Ausdauerspezialist Michael Prüfert. 32


SG Dortmund WM Ergebnisse:

Keitmann über 200 Rücken (AK65) und Wolfgang Burkowsky (AK80) über 400 Lagen sowie unsere Powerdame Jennifer Thater (AK25 über 200 Schmetterling).

3000 Freistil: Prüfert 42:30,8; 800m Freistil: Prüfert 9:28,11; 100 Freistil: Thater 0:57,78; Blum 0:59,76; 50 Schmetterling: Thater 0:28,19; Burczyk 0:30,91; 50 Freistil: Thater 0:26,10; Blum 0:26,81; 200 Lagen: Blum 2:29,46; 100 Schmetterling: Thater 1:02,94; Burczyk 1:10,97; 100 Rücken: Blum 1:09,11; Pfuhl 1:19,58; 200 Schmetterling: Thater 2:23,14; 50 Rücken: Pfuhl 0:36,33

Im Juni fuhren wir zu den Deutschen Kurzstreckenwettbewerben in der Magdeburger Elbe-Schwimmhalle. Die 13 Aktiven der SG Dortmund Masters konnten 25 Medaillen mit nach Dortmund nehmen. Herausragend: Jennifer Thater mit 4x Gold je über 50 und 100 Freistil und Schmetterling. Dabei schwamm Jenny einen neuen Deutschen Rekord über 50 Freistil! Mandy Blum gewann 2x Gold im Einzel (200 Lagen, 50 Rücken) und 3x Gold in den Mixed Staffeln mit Jenny, Flemming Reinhardt und Rouven Nagel. In der AK 55 verteidigte Markus Reinhardt seine drei Titel aus dem Vorjahr erfolgreich (50, 100, 200 Freistil). Unser ältester Dortmunder Teilnehmer Wolfgang Burkowsky errang 2x Gold in der AK 80 über 200 Lagen und 50 Brust. Für den Stimmungshöhepunkt sorgte der Sieg der 4x100 Lagen Staffel. Für die vier Freunde, Max Munggenast, Erik Storck sowie Rouven und Flemming, alle ehemalige A-Kader Athleten, war es der erste Start bei den Masters. Am wohlsten fühlt sich Michael Prüfert momentan im Freiwasser. Er holte sich bei den Deutschen in Magdeburg die beiden Titel über 2500 und 5000 in der AK 50. Zum Abschluss der Saison reisten fünf Aktive zur Weltmeisterschaft nach Budapest. Die Freiwasser-Athleten schwammen im Plattensee um die Medaillen. Über 3000m erkämpfte sich Michael Prüfert bei viel Wind und hohen Wellen den 3. Platz in der AK50. Bei den anschließenden Beckenwettbewerben krönte sich Jennifer Thater zur erfolgreichsten Schwimmerin der Masters WM! Jenny dominierte in der AK 25 die 50, 100 und 200 Schmetterling. Zudem schnappte sie sich die Goldmedaillen über 50 und 100 Freistil. Dabei gelangen ihr drei persönliche Bestzeiten.

Die Master der SG Dortmund besteigen ein Treppchen nach dem anderen. Egal ob bei Deutschen Meisterschaften oder bei Weltmeisterschaften.

Mandy Blum, die in der gleichen AK startet wie Jenny, machte mit ihrer Vizeweltmeisterschaft über 50 Freistil den Dortmunder Doppelsieg perfekt. Bronze bekam sie für ihren 3. Platz über 100 Freistil. Ebenfalls für die SG Dortmund bei der Weltmeisterschaft starteten Dominique Burczyk und Nadja Pfuhl. Beide landeten bei ihren Einsätzen jeweils in der oberen Hälfte des Starterfeldes. Nach einer langen Saison war für uns Masters dann im Sommer Zeit zur Regeneration. Aber spätestens seit der Saisoneröffnung der SG Dortmund begann für uns wieder die Vorbereitung auf die im Herbst stattfindende Mannschaftsmeisterschaft 2017. Da ist schließlich der Meistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen! 33


WIR EHREN DIE JUBILARE Auf dem Herbstfest stießen wir auf unsere langjährigen Mitglieder an. Auch hier danken wir unseren Mitgliedern mit rundem Mitglieds-Jubiläum:

50 Jahre:

25 Jahre:

Jörg Moesta

Gerhard Konzack

45 Jahre:

20 Jahre:

Helmut Moesta Margret Moesta Thorsten Moesta Markus Reinhardt

Florian Lemmer

40 Jahre: Sabine Bernard

35 Jahre: Erich Boerner

10 Jahre: Uwe Weckelmann Doris Weckelmann Sarah Weckelmann Ingo Schroers Ernst Hoff Hans-Peter Bellen Thomas Priese Joerg Busatta

Jan-Philipp Schlüter Martin Behler-Appel Wilhelm Biermann Nadine Decker Luca Kaluzny Lukas Straub Alkan Bice Helmut Krieg Silke Tempelhoff Marie Kleff Henry Kleff Johannes Schmidt Jan Kierfeld

IMPRESSUM Westfale – Vereinszeitung des SV Westfalen Dortmund Ausgabe 5, Oktober 2017 Herausgegeben vom Schwimmverein „Westfalen“ Dortmund von 1896 e.V. Schönhauser Str. 7, 44135 Dortmund post@svwestfalen.de Redaktion: Jan Weckelmann

Mitarbeit: Uwe Weckelmann, Annette Hesse, Marianne Kleff, Markus Reinhardt, Imke Rode, Enrico Michelini Titelfoto: Jan Weckelmann Auflage: 1.000, Versand an Mitgliedshaushalte und Auslagen in Dortmund

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Druck: Koffler DruckManagement GmbH Emil-Figge-Straße 76, 44227 Dortmund Tel. 0231.9742.7440, www.koffler-druck.de Layout: Jan Weckelmann Feedback an: presse@svwestfalen.de


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Westfale Herbst 2017  
Westfale Herbst 2017  

Vereinszeitung des SV Westfalen Dortmund

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