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Ausgabe 3-2011

Automobile 2011

GRATIS

Foto: www.porsche.de

Bundestagsvizepr채sident Dr. h.c. Wolfgang Thierse im Interview

Landpartie Lassaner Winkel Foto: W. Zerbian

Leben in Vorpommern

Ihr Journal f체r Wirtschaft, Politik, Kultur und Unterhaltung


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Ausgabe 5-2010

Dossier: Über die Zukunft der ärztlichen Versorgung in Vorpommern

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sos – Retter üben retten

BDH-Klinik Neue Therapie-Option bei Hirnschäden

100 Jahre Friedrich Loeffler Institut

Leben in Vorpommern Ihr Journal für Wirtschaft, Politik, Kultur und Unterhaltung

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Herbst an der Ostsee

neue ausstellung im pommerschen landesmuseum

Leben in Vorpommern Ihr Journal für Wirtschaft, Politik, Kultur und Unterhaltung

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Anja Mirasch Tel. 03834/ 550402 Mail: anja.mirasch@ll-aktuell.de

Das benzinpreis-Rätsel

Im Interview Frithjof Finkbeiner

Kieshofer Moor: Nasse Enteignung

Leben in Vorpommern Ihr Journal für Wirtschaft, Politik, Kultur und Unterhaltung

Jana Heidenreich Tel: 03834/ 550610 Mail: jana.heidenreich@ll-aktuell.de

„Land&Leute“ ist das junge, dynamische Journal für ganz Vorpommern. Mit Spannung erwarten unsere Leser Monat für Monat die neueste, kostenlose Ausgabe. Hohe redaktionelle Qualität sorgt für Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, die Ihrer Öffentlichkeitsarbeit das ideale Umfeld und hohe Wahrnehmung bietet. Nutzen Sie unsere Stärke für Ihre Werbung und erreichen Sie die gesellschaftlich aktiven und politisch sowie kulturell interessierten Leser in unserer Region. Unsere Mediaberaterinnen informieren Sie gern umfassend zu Werbemöglichkeiten und Anzeigenpreisen.

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Liebe Leserin, Lieber Leser! Die närrischen Tage sind definitiv zu Ende, der letzte Narrhallamarsch, der letzte Tusch ist verhallt. Dennoch scheint das bunte, an närrische Tage erinnernde Treiben so mancher Politiker kein Ende nehmen zu wollen. Bestes Beispiel dafür ist die Posse um das Öko-Laberol, den neuen Biotreibstoff. Munter schiebt man sich Schwarze Peter zu, zeigt demonstrativ, dass Krähen einander doch Augen aushacken. Und ganz zum Schluss ist dann der Verbraucher wieder genasführt und zahlt. Zwar gilt das „Heilig`s Blechle“ als des Deutschen Lieblingskind. Aber man darf getrost davon ausgehen, dass es den meisten Fahrzeugbesitzern zunächst um ein zuverlässiges Transportmittel geht, bei dem der Prestigefaktor in toto eine untergeordnete Rolle spielt. Kein Wunder also, dass sich der Benzinkäufer angesichts ständig steigender Lebenshaltungskosten Sorge um die Frage macht, ob sein Vehikel womöglich eine E10-Allergie hat. Ebenso wenig verwundert es, dass sich König Kunde angesichts eines allenfalls marginalen, oft auch gar nicht vorhandenen Preisunterschiedes der Edeldestillate für das kleinere Risiko entscheidet. Weniger ist eben manchmal mehr. Erschwerend kommt hinzu, dass dem Verbraucher die Zusammenhänge zwischen der politischen Lage in Libyen und hiesigen Agrarbrachen, auf denen zum Anbau nachwachsender Rohstoffe Wälder abgeholzt werden, in denen womöglich CO2 schluckende Hupfdohlen nun heimatlos sind und jetzt über Weizenfelder herfallen und Hungersnöte in Kleinasien herauf beschwören, während gleichzeitig weltweit spekulierende Anleger auf steigende Rohstoffpreise bei Weizenkorn setzen und den Abendtrunk unbezahlbar machen, kaum noch zu vermitteln sind. Wer würde sich hierzulande noch wundern, wenn wir demnächst

an Zapfsäulen Aufkleber mit dem Hinweis fänden „Grünkohl kann Getriebeschäden verursachen!“ Cui bono – wer zieht den Nutzen aus diesem Verwirrspiel? Erinnern wir uns: vor vielen Jahren plante die EU-Kommission, den CO2-Ausstoß des Autoverkehrs mittels einer Verordnung deutlich zu begrenzen. Um dieser Regelung zuvorzukommen, gab die europäische, allen voran die deutsche Autoindustrie eine Selbstverpflichtung ab, sich um eine Verringerung zu bemühen. Jedoch folgten den Worten

Foto: Ibefisch/Pixelio

VORWEG! wenig Taten und so kam Plan B zum Zuge, die Einführung des Öko-Laberols mit der Bezeichnung E10. Es hagelte Warnungen von Autoherstellern und Interessenverbänden, dass das Biowässerchen womöglich bei vielen älteren Fahrzeugen den Kolbenhusten auslösen könne. Von weit über zehn Millionen betroffenen Fahrzeugen war die Rede. Flugs wurde ein runder Tisch „Biokraftstoffe“ einberufen, an dem sich neben dem damaligen Umweltminister Gabriel auch Vertreter der Automobil- und Mineralölindustrie trafen. Dass der Biosprit her musste, stand außer Frage. Schon wegen der Schmetterlinge, der Blumen und natürlich wegen des Klimas. Auf einmal stellte die Automobilindustrie fest, dass die Zahl der Fahrzeuge mit Ethanolinsuffizienz deutlich geringer als erwartet war und um die restlichen Bedenken der Bürger zu entkräften, wurde die Bestandsgarantie für Super Plus erfunden, dem fast teuersten der verkauften Treibstoffe. Vielleicht eine Folge der Tatsache, dass wohl alle Rundtischler über den Komfort eines Dienstwagens verfügten.

Als das Rumoren bei den uneinsichtigen Verbrauchern trotz dieser Wohltat nicht enden wollte, wurde die Einführung des Öko-Laberols verschoben und auf weitergehende Aufklärung der Automobilisten gesetzt, die anscheinend aber nicht recht fruchten mochte. Da half auch die klare Rechtslage nicht weiter: wer vor Gericht hundertprozentig nachweisen kann, dass sein altes Vehikel wegen des Biosprits den Geist aufgab, wer alle Tankquittungen der vergangenen 5 Jahre lückenlos vorlegen kann, dem wird Recht geschehen. Inzwischen bitten die Vorstände der Ölkonzerne schon mal um eine milde Gabe pro Liter, um die am Horizont dräuenden Strafzahlungen leisten zu können, die letzten Endes ja der widerborstige Bürger selbst verursacht hat. Wir wünschen Ihnen nur das Beste im Tank und allzeit ein glückliches Händchen bei der Wahl der Zapfpistole! Claus Schwarz mit dem Team von Land&Leute


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Viele starke Partner

Die regionale Tourismusentwicklung ist ein dringendes Anliegen nicht nur der Landesregierung. Auch auf wissenschaftlicher und privatwirtschaftlicher Seite handelt es sich um ein wichtiges Themenfeld. Ein besonders interessantes Projekt in diesem Zusammenhang ist das STITCH. Seit 1998 ist die Zahl der Ankünfte in Hotels in Deutschland um fast 32% gestiegen. Selbst wirtschaftliche Krisenzeiten haben insgesamt betrachtet nur wenig Einfluss darauf gehabt. Zweifellos ist der Tourismus demnach ein ungemein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. In Ansehung der natürlichen Voraussetzungen Mecklenburg-Vorpommerns ist er es vor allem für das am wenigsten entwickelte Bundesland. Die Arbeitslosenquote ist in den vergangenen Jahren zwar von 18 auf 15% gesunken, doch steht die Region anhaltend vor enormen Beschäftigungsproblemen. Einer der Lösungsansätze ist diesbezüglich der Ausbau des Tourismussektors.

Mitarbeiter von rapidrabbit bei der Projektbesprechung

Doch nach wie vor gibt es hier strukturellen Nachholbedarf. Ein Projektpapier der europäischen Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur stellt einen Mangel an „Programmen für offenen Fernunterricht (ODL) und IT-basierte Lernprogramme“ fest. Zur Behebung des Problems haben sich mehrere Partner zusammengeschlossen, um insbesondere die wissenschaftliche Behandlung des Tourismus zu fördern und Bildungsanbietern handhabbare Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis der Initiative hört auf den Namen STITCH – Sustainable and Nature based Tourism IT Course and Handbook – und ist ein Gemeinschaftsprojekt unter anderen der Universitäten Klaipeda (Litauen) und Greifswald, der Sociedade Portuguesa de Inovação (Portugal) und der Tourismusschulen Bad Gleichenberg (Österreich). Ambitioniertes Vorhaben Zielgruppen des Projektes sind laut dem erwähnten Projektpapier „Berufsbildungs- und Hochschulbildungsanbieter, Gemeinden/Regionen mit Tourismusschwerpunkt und Politiker im Bereich Bildung, Arbeits-

David Wulff (Geschäftsführer rapidrabbit)

markt, regionale Entwicklung und Umweltschutz“. Damit ist auch sehr genau umrissen, was das Anliegen von STITCH ist. Es geht darum, die „Tourismusentwicklung nachhaltig, d.h. ökonomisch erfolgreich, sozial verträglich und ökologisch unbedenklich, zu gestalten“. Gerade die zwei Wellen des ungehemmten Massentourismus in den 1960er und 1990er Jahren haben gezeigt, dass es auch ökonomisch sinnvoller ist, vorhandene Ressourcen zu schonen, um langfristig erfolgreich zu sein. Dieses Wissen sowohl extensiver als auch intensiver zu vermitteln, ist daher das Ziel von STITCH. Gelingen soll dies durch modularisiertes Lernen auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus. Damit können einerseits Ausbildungs- und berufliche Qualifikationen, andererseits Kenntnisse auf Bachelor- und Masterniveau erworben werden. Die Europäische Union hat für das Projekt während der Laufzeit von 36 Monaten insgesamt rund 620.000 Euro an Fördermitteln bewilligt. Die Software für STITCH entwickelt das Greifswalder Unternehmen rapidrabbit GbR in enger Kooperation mit dem Projektleiter Prof. Dr. Wilhelm Steingrube von der Universität Greifswald. „So werden wir den hohen Anforderungen aller Partner und der EU-Kommission gerecht“, macht David Wulff (Foto) deutlich. Text: hed / Fotos: David Wulff


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Inhalt

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Vorweg

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Stitch

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Streiflichter

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Titelthema: Automobile 2011

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Testbericht – der neue Jetta

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81. Genfer Auto-Salon

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Jubiläumsrallye Stettiner Haff

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E10 – der neue Treibstoff

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Global Automotive Barometer

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Beleuchtungssysteme 2011

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Grenzüberschreitende Debatten

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Technik für das OZEANEUM

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Erneuerbare Energien in MV

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Nachwuchsarbeit beim GSV 04

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8

Interview mit Bundestagsvizepräsident Dr. Wolfgang Thierse

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Wir Kinder von Bullerbü

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Vertreterversammlung der WGG

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Kleine Schmökerei

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20 14

Landpartie des Monats: Lassaner Winkel

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Supersudoku

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Veranstaltungskalender

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Kommentar, Impressum

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Streiflichter Verleihung einer Ehrenprofessur an Professor Franz Prüß aus Greifswald Der Akademische Senat der Staatlichen Pädagogischen Universität Omsk (Russische Föderation) hat Ende Februar 2011 Prof. Dr. Franz Prüß von der Universität Greifswald zum Ehrenprofessor ernannt. Professor Prüß hat neben Lehraufenthalten an den Universitäten Jekaterinenburg, Tjumen, Omsk, Krasnojarsk, Nowosibirsk und Barnaul ein wissenschaftliches Zentrum für Sozialpädagogik und Sozialarbeit für diese Universitäten in Omsk gegründet und dort mit anderen Wissenschaftlern Workshops und Konferenzen zur Entwicklung der Fachdisziplin Sozialpädagogik/Sozialarbeit durchgeführt und zielgerichtet den wissenschaftlichen Nachwuchs gefördert. Text: Universität Greifswald

Foto: Duft- und Tastgarten

Frühling im Lassaner Winkel Der Duft- und Tastgarten Papendorf lädt vom 26. bis 29. April zu den Papendorfer Gartentagen. Hier wächst, blüht und reift auf einem Hektar eine Vielfalt von Pflanzen, deren Wert für Küche und Hausapotheke meist vergessen ist. Zur Saisoneröffnung werden noch fleißige Hände gesucht, die Spaß an gemeinsamer Gartenarbeit haben. Weitere Informationen bei Simone Schaefer unter: 038374-55 34 4. Traditionell zum Gründonnerstag wird in der Ackerbürgerei Lassan die Gründonnerstagssuppe gekocht. Die Geheimnisse der neun notwendigen Kräuter und vieles mehr zu dieser alten Tradition kann man am 23. April von 10.0014.00 Uhr bei Angelika Mengelkamp in der Ackerbürgerei Lassan erleben und erschmecken. Bitte telefonisch voranmelden unter 038374-51 11.

Pünktlich zum Beginn der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse präsentiert Greifswald seine neuesten Marketingprodukte. Diese wurden in Berlin am gemeinsamen Stand mit dem Europäische Route der Backsteingotik e. V. vorgestellt. Betont werden sollte dort auch die bundeslandweite Städtekooperation. Bestandteil des neuen Stadtmarketings ist unter anderem eine Tragetasche, die einen Innenstadtplan annähernd aus der isometrischen Perspektive zeigt. Außerdem gibt es nunmehr Flyer, die gezielt den Adventsmarkt in schwedischer und englischer Sprache bewerben. „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben ein großes Interesse auf Seiten der Schweden gezeigt“, meint Andrea Reimann von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universitäts- und Hansestadt.

Foto: A. Reimann/Pressestelle Greifswald

Neues Stadtmarketing


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Agalmopsis elegans im OZEANEUM

Foto: DMM

Das OZEANEUM in Stralsund hat eine neue Attraktion. Aus Glas wurde hier vor kurzem die Nachbildung einer Staatsquallenkolonie installiert. Die Idee stammt schon aus dem 19. Jh. und wurde für das Projekt nun vom Meeresbiologen Dr. Götz-Bodo Reinicke wiederbelebt. In der Natur schließen sich die Einzelexemplare der in der Tiefsee lebenden Agalmopsis elegans zu beeindruckenden, funktional differenzierten Gebilden (Staaten) zusammen, um so Jagderfolg und Überleben zu sichern. Historische Zeichnungen und Fotos aus den Tiefen der Meere dienten als Vorlage für eine möglichst originalgetreue Umsetzung. Für das Modell im OZEANEUM wurden spezielle Leuchtgläser verwendet, die im Jenaer Otto-Schott-Institut entwickelt wurden.

Foto: DMM

„Prof. Albrecht Penck“ gerettet Der Förderverein des Deutschen Meeresmuseums hat derzeit allen Grund zur Freude. Die Zukunft der „Prof. Albrecht Penck“ ist nämlich bis auf Weiteres gesichert. Ein Kooperationsvertrag „zwischen der Unternehmensgruppe Krebs, dem Deutschen Meeresmuseum und dem Förderverein“ regelt neuerdings die Nutzung, wie aus einer Pressemitteilung der Stadt Stralsund hervorgeht. Ziel ist es, das Schiff zu einem schwimmenden Klassenzimmer umzufunktionieren. Der Verschrottung entging es letztlich, weil sich die Wismarer Unternehmensgruppe Krebs als neuer Eigner gewinnen ließ. Besonders erfreulich: wie auch das Museum feiert die „Penck“ in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag. Ab Mai soll das ehemalige Forschungsschiff nach Instandsetzungsarbeiten im Stralsunder Hafen liegen.

Baseball in MV Viele Jahre kannten die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern die Sportart Baseball nur aus dem Fernsehen. Nun erobert sie auch unsere Region. Knapp zwei Jahre nachdem sich im Land die ersten Mannschaften gebildet haben, startet im Mai dieses Jahres eine eigene Liga, die Mecklenburg-Vorpommern Baseball-Liga, kurz MVBL. Vier Teams sind in der Premierensaison dabei, die Rostocker Mannschaften Bucaneros und Grizzlys, die Schwerin Diamonds und die Rügen Predators. Das Team von der Insel hat sich im Oktober 2010 gegründet und wird von Julian Cardona Cutino aus Kuba trainiert, hier ist Baseball Volkssport. Die MVBL soll aber weiter wachsen. In Stralsund wird es daher am 2. April um 14 Uhr im „Paul-Greifzu-Stadion“ in der Barther Straße ein Probetraining geben, bei dem Männer und Frauen ab 14 Jahren in den Sport hineinschnuppern können. Erfahrenere Spieler aus Rostock und Rügen werden das Training leiten. Gibt es Interessenten, soll diese Aktion in Greifswald wieText/Foto: Steffen Baxalary derholt werden.

Kontakt: baseball-mv@gmx.de.


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Titelthema

Der sich Bahn brechende Frühling lockt mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und viele Menschen warten schon gespannt auf dauerhaft gutes Wetter. In dieser Ausgabe von Land & Leute haben wir uns in Anbetracht dessen des Schwerpunktthemas „Automobil“ angenommen. Uns interessiert insbesondere, welche Autotrends im aufkommenden Frühjahr angesagt sind. Dazu präsentieren wir Ihnen einen Gastbeitrag, der Neuheiten und interessante Entwicklungen auf dem 81. Genfer Auto-Salon unter die Lupe nimmt. Einen kleinen Einblick, wie sich der neue VW Jetta fährt, liefert unser Autotest. Außerdem gehen wir der Frage nach: E10 – Segen oder Fluch? Die offenbar wenig verbraucherfreundliche Einführung des vermeintlich umweltfreundlicheren Kraftstoffes hat jüngst eine Entwicklung begünstigt, die so sicher nicht abzusehen war. Zu viele Fahrer können selbst jetzt noch wenig mit der kryptischen Bezeichnung anfangen. Es steht zu vermuten, dass die Kommunikation hinsichtlich E10 wenig erfolgreich war – dabei mangelt es nicht an Informationsmöglichkeiten. Automobilverbände veröffentlichen bereits seit Monaten fortwährend aktualisierte Verträglichkeitslisten, um die Verbraucher darüber aufzuklären, ob sie den Treibstoff bedenkenlos tanken können. Einen Blick nach vorn werfen wir mit einem Kurzbeitrag anlässlich der 10. Rallye Stettiner Haff, der diesjährigen Jubiläumsrallye.

Auto mobile

2011 Foto: Kia


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Fahrspaß pur der neue VW Jetta im L&L Test

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Er ist erwachsen geworden, im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einer Gesamtlänge von 4,64 Meter rückt der neue Jetta nah an die Maße des Passat heran. Erfreulich: der Zuwachs kommt maßgeblich dem Innenraum zugute. Der Stufenheck-Viertürer erfüllt damit alle Anforderungen, die an einen Vertreter der Mittelklasse gestellt werden. Auch optisch macht der neue Jetta etwas her. Die schon sportlich zu nennende, leicht gesenkte Dachlinie erinnert an den feschen Passat CC. Die dynamische Frontpartie und das gelungen gestylte Heck runden das durchweg positive Gesamtbild ab. Rundum also ein markanter, gelungener Auftritt, der nichts mehr mit dem bisherigen Erscheinungsbild zu tun hat. Innen zeigt sich der neue Jetta als VW, wie er leibt und lebt. Hochwertige Materialien und tadellose Verarbeitung wissen zu überzeugen. Auf den gut geformten Sitzen, die vielfach verstellbar sind, ist die richtige, ermüdungsfreie Position rasch gefunden. Besonders praktisch sind die vielen Ablagemöglichkeiten für Kleinigkeiten. Selbst die Beinfreiheit im Fond ist jetzt deutlich gewachsen. Das Cockpit selbst ist übersichtlich und gibt trotz der vielen zur Verfügung stehenden Informationen keine Rätsel auf. Einsteigen, wohl fühlen und losfahren ist die Devise. Vier Benziner und zwei Diesel sind momentan im Programm. Für beide Kraftstoffvarianten wird eine Bluemotion-Version angeboten. Mit ausgereifter Technologie bieten sie zum Beispiel eine Start-Stopp-Automatik,

Bremsenergie-Rückgewinnung und natürlich eine Schaltanzeige. Die Basismotorisierung beginnt beim 1,2 TSI mit 105 PS und einem Verbrauch von 4,5 Litern. Spitzentriebwerk ist der aus dem Golf GTI bekannte 2,0 TSI, der eine Leistung von 200 PS bringt. Wer besonders auf Wirtschaftlichkeit achtet, wählt als Motorisierung den 1,6 TDI, den auch wir gefahren haben. Das sparsame Triebwerk mit einem Durchschnittsverbrauch von nicht ganz 5 Litern auf 100 km sorgt Dank seines Drehmoments schon bei niedrigen Drehzahlen für ordentlichen Vortrieb. Das Triebwerk läuft kulti-

ist kaum wahrzunehmen. Zur Basisausstattung (Trendline) des neuen Jetta zählen ESP, Klimaanlage, sechs Airbags, elektrische Fensterheber in allen Türen und ein kühlbares Handschuhfach. Die Comfortline-Variante bringt neben etwas mehr Chrom zum Beispiel 16-Zoll-Alus, Radio-CD-System und einen vorderen Parkpilot ins Ausstattungspaket. Die Top-Variante Highline bietet unter anderem eine Klimaautomatik und Nebelscheinwerfer mit Kurvenlicht sowie eine besonders hochwertige Innenausstattung. Die Preise starten bei 21.990- Euro für den 1,2 TSI. Zusätzlich kann aus

Überzeugt auf ganzer Linie: der neue Jetta

viert und ruhig – auch bei niedrigen Drehzahlen im höchsten Gang – und lädt so förmlich zum entspannten Reisen ein. Das Fahrwerk ist straff und trotzdem komfortabel. Die Federung ist perfekt abgestimmt, in allen Fahrsituationen macht der Fronttriebler einen sicheren Eindruck. Auf Lenkkorrekturen reagiert der neue Jetta präzise und flink. Angenehm ist das niedrige Geräuschniveau, selbst der Fahrtwind

einer ganzer Reihe weiterer Optionen gewählt werden, die den neuen Jetta zusätzlich aufwerten. So etwa das Keyless Access-System oder die Fernlichtautomatik Light Assist. Alles in allem ist der neue Jetta ein extrem gut gelungenes Angebot für automobile Pragmatiker, die auf Wirtschaftlichkeit achten und dabei trotzdem den Fahrspaß nicht aus den Augen verlieren wollen. Text u. Foto: ces Ihr Volkswagen Partner Autohaus Hückstädt GmbH Zum Rauhen Berg 26 18507 Grimmen Telefon (038326) 614 - 0 Telefax (038326) 614 - 13 autohaus.hueckstaedt@web.de www.autohaus-hueckstaedt.de


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Die Autowelt traf sich in Genf Es war bereits das 81. Mal, dass die sieben Ausstellungshallen der GENEVA PALEXPO Medienvertreter, Hersteller, Zulieferer und natürlich ein automobilistisch vielseitig interessiertes Publikum erwarteten. Der Grund: 13 Tage im Zeichen des Genfer Automobil-Salons. Schon vor der Öffnung der Messe am 3. März hatten tausende Medienvertreter über zwei Tage die Möglichkeit, an 84 Konferenzen teilzunehmen. Schwerpunkt des zweiten Pressetages waren die Exponate des grünen Pavillons zu neuen Antriebskonzepten, Technologien und Treibstoffen der Zukunft. Am Donnerstag eröffnete dann die Schweizer Bundespräsidentin Micheline CalmyRey den diesjährigen Automobil-Salon in Genf, wo sich die internationale Autowelt mit nahezu 170 Welt- und Europapremieren traf. Automobile aller Preisklassen Es fällt schwer, die unteren und oberen Grenzen der präsentierten Fahrzeuge zu definieren. Das Spektrum reicht

Fotos: www.salon-auto.ch/de

sprichwörtlich vom Kleinwagen über die „Familienkutsche“ bis zur Nobellimousine für die wohlhabenden Kunden. Diese Bandbreite spiegelt sich auch bei den Neuheiten wider. Die Herstellerliste reicht vom Aston Martin V8 Vantage S, der als Coupé oder Roadster hergestellt wird, bis zur Designstudie Spyder von Wiesmann. Unter den 36 Weltpremieren bei den

Boxter S Black sowie dem Klassiker 911 Carrera Black. In der gehobenen Mittelklasse zeigten die Bayern den BMW 535i xDrive Touring, einen allradgetriebenen Edelkombi und last but not least stellten die Wolfsburger den Mittelklasse-SUV VW Tiguan GP Sport & Style der anwesenden Autowelt vor. Mit vier Saab- und einem neuen Volvo-Modell zeigten die

In diesem Jahr feiert das Automobil seinen 125. Geburtstag; es wird höchste Zeit, auch an seinem noch älteren Otto-Motor etwas zu verändern! Personenkraftwagen befanden sich allein neun in Deutschland hergestellte Modelle von Audi, BMW, Ford, Porsche und Volkswagen. Mit dem neuen Ford KA „Metal“ erhält die Kleinstwagenklasse automobilen Nachwuchs, gefolgt vom Ford Fiesta+ II in der Kleinwagenklasse. Bei den Kompakten stellen die Modelle des RS3 Sportback von Audi sowie das nach jahrelanger Abstinenz wieder eingeführte GolfCabriolet von Volkswagen, das es sogar als BlueMotion-Variante gibt, Weltneuheiten dar. Sportwagenneuheiten dagegen präsentierte Porsche mit dem

Schweden in Genf beeindruckende Präsenz; drei Weltneuheiten bei Peugeot und jeweils eine bei Renault sowie Smart steuerten die Franzosen auf dem Auto-Salon bei. Erfreulich: Nach zwei Jahren Pause stellte der koreanische Autobauer Ssangyong seinen neuen Q-150 erstmalig der Weltöffentlichkeit vor. Schwerpunkt neue Antriebskonzepte In Zeiten horrender Kraftstoffpreise geht das Denken der mobilen Bevölkerung verstärkt zu alternativen


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Antriebskonzepten über. Längst ist der Elektroantrieb auch im Automobilbau angekommen und dient heute nicht mehr allein der Servolenkung oder den Fensterhebern. Nissan präsentierte in Genf den Leaf, das erste 100%ige Elektroauto, in der Halle 6 und bot sogar halbstündige Kennenlernprobefahrten an. nen 125. Geburtstag; es wird höchste Zeit, auch an seinem noch älteren Otto-Motor etwas zu verändern!

Noch hat der rein elektrische Automobilantrieb seinen weltweiten Siegeszug als neue Antriebstechnologie nicht gewonnen! Schwachpunkte sind

Autoschau der Superlative Ohne Zweifel gehörte der 81. Genfer Auto-Salon auch in diesem Jahr erneut zu den attraktivsten und avantgardistischsten Automessen der Welt. Unter den internationalen Veranstaltungen dieser Art gehört die Schweizer Ex-

und bleiben vorerst die unzufrieden stellenden Standzeiten der Batterien, die Fahrstrecken bis knapp unter die 200-km-Marke ohne Nachladung an der Steckdose erlauben. Saab dagegen setzte mit dem Modell 9-5 SportCombi 2.0T Biopower auf natürlichen Kraftstoff, ein Konzept, das die Schweden schon seit längerer Zeit im Motorbau nutzen. Das Hybrid-Auto findet bei immer mehr Herstellern offene Ohren, der Autogasumbau ist bereits in aller Munde. In wenigen Jahren, schätzen Experten der Branche, werden diese heute noch als bivalent oder alternativ geltenden Antriebskonzepte den klassischen Verbrennungsmotor ergänzen oder sogar verdrängen. In diesem Jahr feiert das Automobil sei-

position zu den „Top 5“, denn 260 Aussteller belegten über 80.000 Quadratmeter der Nettoausstellungsfläche. Hersteller aus 31 Ländern vertraten über 700 Fahrzeugmarken. Und nicht nur das. Eine komplette Halle war allein den Zulieferern und Ausstattern der Automobilbranche gewidmet. Ein Frühjahr ohne den Genfer AutoSalon wäre so wie ein Winter ohne Frost. Doch der Trend der Weltpremieren der Automobilindustrie ändert sich allmählich: Mehr als 40 Weltneu-

heiten zeigten umweltfreundliche und alternative Technologien. Kommen und Staunen war in Genf 13 Tage lang angesagt; mit dem neuen Peugeot 308 konnte auch ein Auto gewonnen werden. Der Genfer Auto-Salon war, ist und wird auch weiterhin ein Eldorado für Automobilbegeisterte aus allen Bevölkerungsschichten bleiben. Freuen wir uns also auf die 82. Veranstaltung dieser Art in unserem Nachbarland.

weitere Informationen und Eindrücke zur Messe finden sie unter: http://www.salon-auto.ch/de/ Text: fhr

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Das Hybrid-Auto findet bei immer mehr Herstellern offene Ohren, der Autogasumbau ist bereits in aller Munde.


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Jubiläumstour um das Stettiner Haff

In zwei Etappen werden die Teilnehmer die rund 300 Kilometer um das Stettiner Haff bewältigen. Gestartet wird am 17. Juni 2011 in Eggesin. Das erste Fahrzeug wird dabei pünktlich um 16:01 Uhr die Randowstadt in Richtung Tagesziel Kamminke verlassen. Bis dahin sind noch einige Gleichmäßigkeitsprüfungen und Kontrollpunkte zu befahren. Das Wort Gleichmäßigkeit steht hier nicht für das Erreichen der Höchstgeschwindigkeit, sondern eine vorgegebene Strecke in einer vorgegebenen Durchschnittsgeschwindigkeit zu befahren. Im Fischerdorf Kamminke wird es nach der Zielankunft einen zünftigen Räucherabend mit ausreichend Benzingesprächen geben.

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Seit nunmehr zehn Jahren gibt es mit der RALLYE STETTINER HAFF eine Gleichmäßigkeitsfahrt für Automobile, Krafträder und Lastkraftwagen. Gemeinsam wird diese Rallye vom Eggesiner Verein rallye trans und dem Autoklub Stettin vorbereitet, organisiert und durchgeführt. Unterstützung erhalten die Organisatoren dabei von vielen Freunden der Vereine und im besonderen Maße von der Kommunalgemeinschaft POMERANIA e. V. und aus dem Europäischen Förderprogramm INTERREG IV A.

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Am Samstag startet die Rallye in Richtung Polen. Dabei wird es über Swinemünde und Wolin nach Stettin gehen. Am neuen Museum für Technik und Kommunikation ist ein kurzer Zwischenstopp vorgesehen, bevor die Teilnehmer auf dem Motodrom des Stettiner Autoklubs noch zu einigen Sonderprüfungen aufgefordert sind. Nach einer Stärkung mit polnischen Spezialitäten vom Grill werden die Rallyeteams in Richtung Eggesin starten und ca. gegen 16:30 Uhr im Rallyeziel am Autohaus Aßmann eintreffen. Besonders stolz sind die Organisatoren auf die Teilnahme von mehreren Stoewer Automobilen, die bis 1945 in Stettin gebaut worden sind. So ist es sicherlich nicht verwunderlich, wenn die Rallye auch durch die Eggesiner Stöwerstraße führen wird. Teilnahmeberechtigt an dieser Rallye ist jedermann. Gestartet wird in vier PKW-Klassen, einer Motorradklasse und einer LKW-Klasse. In jeder Klasse werden die drei Bestplatzierten mit Pokalen geehrt. Der Gesamtsieger erhält den Pokal des Bürgermeisters der Stadt Eggesin. Der Verkehrsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Volker Schlotmann, hat den Punktbesten der Automobilklassen 1 und 2 einen Wanderpokal gestiftet und im Weiteren sind noch der Bergpokal und der Pokal der Westpommernetappe zu vergeben.

Wer interessiert ist, kann unter www.rallye-trans.de weitere Informationen erhalten. Text: Michael Näther / Fotos: ces


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Zucker im Tank

An der Zapfsäule nichts Neues

der neue Kraftstoff E10 Seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres gibt es ihn – den neuen Kraftstoff mit der technischen Kennung E10. Bedenkenträger und Enthusiasten haben sich in den vergangenen Monaten reichlich darüber ausgelassen, jeweils mit entsprechender Tendenz. Trotzdem herrscht vielfach noch Unsicherheit. Kann mein Auto den neuen Treibstoff tanken? Was habe ich überhaupt davon? Die Einführung von E10 basiert auf der Richtlinie 2009/30/EG der Europäischen Union. Schon am 23. April 2009 entschied der Staatenbund, die bisherigen gesetzlichen „Spezifikationen für Otto-, Diesel- und Gasölkraftstoffe“ aus der Richtlinie 98/70/ EG anzupassen. Als Hauptargumente sind aus der Begründung die Verringerung der Treibhausgasemission sowie der Schutz von Umwelt und Gesundheit zu entnehmen. Die EU weist in der Novellierung der Richtlinie auch darauf hin, dass zum Anbau biokraftstofftauglicher Ressourcen unter anderen keine Flächen verwendet werden dürften, die besonders schützenswert sind. Monokulturen, die andere Nutzungsarten verdrängen, will sie damit verhindern.

Hinter dem griffigen Kürzel verbirgt sich ein Kraftstoffgemisch, das zu 90% aus gängigem Benzin und zu 10% aus Bioethanol besteht. Bereits im 19. Jahrhundert verwendete Nikolaus Otto für seine Motoren einen aus Kartoffelstärke gewonnenen Treibstoff. Die Idee ist also genau genommen alles andere als neu. Das Benzin trat seinen Siegeszug in der Folge wohl nur deshalb an, weil es im Vergleich deutlich kostengünstiger war und in der ursprünglichen Referenz der Automobile – dem Modell T von Ford – eingesetzt wurde. Erst die Ölkrisen der 1970er Jahre machten die Notwendigkeit einer Alternative offensichtlich. Ergänzend kam sicher auch damals schon der umweltpolitische Aspekt hinzu. Nachdem die 5%-ige Beimischung von Bioethanol bereits seit Jahren üblich ist, wird der Anteil nunmehr erhöht. E10 – was ist das eigentlich? Gewonnen wird Bioethanol aus Stärke oder Zucker. Daher eignen sich jegliche Pflanzen, die diese Stoffe direkt oder indirekt beinhalten zur Herstellung. In Brasilien etwa nutzt man vor allem Zuckerrohr für die Produktion. Aber auch Mais, Kartoffeln, oder Zuckerrüben sind praktikable Ressourcen. Die stärkehaltigen Produkte werden zermahlen und anschließend fermentiert, wobei eine stark zuckerhaltige Masse entsteht. Bei Erzeugnissen auf Zu-

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ckerbasis (z. B. Zuckerrüben) entfällt dieser Schritt freilich. Durch Destillation wird nach der Zugabe von Hefe die Maische soweit gereinigt, dass sie schließlich einen Rohalkoholgehalt von über 99,95% enthält. Wichtig ist dabei, dass aus dem Alkohol das Wasser nahezu vollständig entfernt wird, um technische Schwierigkeiten bei der Mischung mit Benzin zu vermeiden. Bioethanol als Grüne Energie? Die EU führt die Reduktion der Treibhausgasemission und den Schutz von Umwelt und Gesundheit als schlagende Argumente ins Feld. Rein technisch ist Bioethanol auch tatsächlich merklich umweltfreundlicher als konventionelle Treibstoffe auf Mineralölbasis. Er verbrennt nämlich nahezu rückstandslos zu Kohlendioxid und Wasser. Je höher also der Anteil am Kraftstoff ist, desto weniger umweltschädlich verbrennt auch dieser. Problematisch ist bisher die leider noch zu geringe Wirkung auf die Gesamtbilanz der Emission. Diese integriert letztlich auch den Schadstoffausstoß bei der Herstellung. Die prinzipielle Klimabilanz ist zwar deshalb hervorragend, weil die Menge des beim Verbrennungsvorgang freigesetzten Kohlenstoffdioxids theoretisch genau derjenigen entspricht, die während des Wachstums von der Energiepflanze gebunden wurde. Jedoch drückt das bei der Produktion des Ethanols (Anbau und Verarbeitung der Ressourcen) ausgestoßene CO2 diesen Wert. Durch technische

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Fortschritte ist hier aber schon in näherer Zukunft eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse zu erwarten.

den 1970er Jahren verstärkt auf Bioethanolbeimischung gesetzt wird, sind fast alle Modelle für die E10-Nutzung ausgelegt.

Verträglichkeit als Gradmesser Jüngste Absatzprobleme So Erfolg versprechend E10 umwelttechnisch auch sein mag – die Brauchbarkeit steht und fällt mit der ingenieurstechnischen Beurteilung. Hier ist auf Grundlage chemischer Zusammenhänge allererst festzuhalten, dass E10 zu einem leicht erhöhten Verbrauch führt, da – gerechnet auf das

Obwohl schon im Dezember des vergangenen Jahres erste Tankstellen E10 auch in Deutschland eingeführt haben, ist der Absatz des neuen Kraftstoffes bisher weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. So vielfältig die Gründe dafür sein mögen – die

Annähernd 90% aller in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge vertragen E10 ohne Weiteres. gleiche Volumen – konventioneller Treibstoff schlicht mehr Energie bereitstellt. Die Erhöhung bewegt sich in Abhängigkeit von mehreren Faktoren (allgemeiner Verbrauch, Geschwindigkeit, Untergrund, Verkehrsfluss) um etwa 0,6 l/100 km. Schauergeschichten über die Unverträglichkeit des neuen Kraftstoffgemisches kann hingegen bedenkenfrei entgegen getreten werden. Annähernd 90% aller in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge vertragen E10 ohne Weiteres. Für die übrigen 10% gilt immerhin eine Übergangsfrist bis 2013. Service für Autofahrer Unter anderem auf den Internetseiten der großen deutschen Automobilclubs und -verbände kann zudem nachgeprüft werden, ob das eigene Fahrzeug E10 verträgt. Diese sind äußerst aktuell und umfangreich, so dass in aller Regel keine Frage offen bleiben sollte. Falls doch, sind z. B. in der Liste der Deutschen Auto Treuhand (DAT) die jeweiligen Servicenummern der Hersteller angegeben. Bei der Begutachtung der Listen wird schnell offenkundig: insbesondere Direkteinspritzer fast aller europäischen Marken sind nicht E10-tauglich. Bei den US-amerikanischen Herstellern ist das durchaus anders. Da in den USA schon seit

Konsequenz schien Anfang März eine sehr eindeutige. Bis auf Weiteres sollten angeblich Verkauf und Lieferung von E10 gestoppt werden. Diese Meldungen des Mineralölverbandes wurden jedoch genauso schnell dementiert, wie sie in der Presse kolportiert wurden. Angesichts der insgesamt doch recht spärlichen Aufklärungsangebote ist es zudem fraglich, ob die Informationspolitiken aller Beteiligten der Dimension des Problems angemessen waren. Die Verträglichkeitslisten sind zwar gut, aber öffentlich zu geringfügig kommuniziert worden.

Probleme und Auswege Jüngst wurde anfangs behauptet, E10 führe zu einem höheren Verschleiß des Motors, wodurch häufigere Ölwechsel notwendig wären. Aus Frankreich sind derlei Bedenken oder überhaupt nennenswerte Probleme mit dem neuen Treibstoff nicht bekannt. Da es E10 dort schon seit 2009 gibt, darf mit Recht bezweifelt werden, dass das Biogemisch bei der Mehrheit der Automobile ernsthafte Schäden anrichtet. Daneben gibt es Bedenken, was die Nachhaltigkeit von E10 angeht. Vielfach wird befürchtet – und Entwicklungen aus Brasilien scheinen das zu bestätigen –, dass die erhöhte Nachfrage zu einem gesteigerten und vor allem monokulturellen Anbau der Energiepflanzen führt. Den Stopp der Umsetzung der Richtlinie 2009/30/EG kann man indes durchaus als unwahrscheinlich begreifen. Stellte sich die Bundesregierung tatsächlich gegen die Einführung von E10, drohen Strafzahlungen an die EU. Eine sinnvolle Alternative ist das sicherlich nicht. Stattdessen hat man sich nun auf höchster Ebene auf eine umfangreiche Informations- und Aufklärungskampagne verständigt. Text: hed / Foto: Google earth

Wie hier im Bundesstaat Rondonia (Brasilien) werden teils enorme Flächen Regenwald abgeholzt und liegen nach wenigen Jahren wegen monokultureller Nutzung brach.


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Autozulieferer

dieses Jahr so manche Herausforderung bereit. Darin dürfte der Grund dafür liegen, dass nur ein Viertel der Manager an Wachstumsraten über 20% glaubt.

erwarten deutliche

Zuwächse Im vergangenen Jahr befragten die Unternehmensberatung A.T. Kearny und das Marktforschungsunternehmen SupplierBusiness rund 230 Manager von Automobilzulieferern zu ihren Geschäftserwartungen für das kommende Jahr und veröffentlichten die Studienergebnisse im „Global Automotive Barometer“. Gut 60% der Befragten rechnen demnach mit zweistelligen Umsatzsteigerungen für 2011. Im Vorjahr waren es lediglich 15%. Die Erwartungen sind also äußerst positiv. Dennoch hält auch

Sowohl Herausforderung als auch Chance werden 2011 laut „Global Automotive Barometer“ insbesondere wieder die sog. Emerging Markets sein. Beispielsweise in China ist die Nachfrage konstant hoch. Gleichwohl bleibt abzuwarten, ob die dort bedenklich zunehmende Luftverschmutzung regulative Eingriffe der Regierung notwendig macht. Auch die Wirtschaftskrise ist aus Sicht vieler Zulieferer noch nicht ganz ausgestanden. Vor allem anhaltende strukturelle Probleme der gesamten Branche lassen 45% der Befragten glauben, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre eine erneute Krise ihrem Marktsegment zu schaf-

fen machen könnte. „Neben einem klugen Einkaufs- und Kundenmanagement kommen Zulieferer nicht um eine weitere Effizienzsteigerung der internen Prozesse herum, um ihre Kosten- und Cash Flow-Situation zu verbessern“, meint Ute Stahl, Co-Autorin der Umfrage, via Pressemitteilung von A.T. Kearny und SupplierBusiness. Im Fokus steht also im kommenden Jahr die eigene Gesundheit der Unternehmen. Text: hed / Foto: Brian Snelson Anzeige

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Neue Lampen für bessere Sicht sichtbar zu sein. Das soll Unfälle vermeiden. Doch was machen Besitzer älterer Modelle? Hier hilft meist nur ein teurer Nachrüstsatz, um den Sicherheitsvorteil herstellen zu können. Auch ein Besuch in der Werkstatt ist für den Einbau in den meisten Fällen notwendig. Einige Hersteller setzen daher auf besonders leistungsstarke und langlebige Lampen als Abblendlicht. Wichtig ist dabei natürlich die richtige Auswahl. Mittlerweile ist man technisch so weit, dass die Lebensdauer bis zu dreimal so lang ist wie

Für alle PKW, die in der Eurozone neu zugelassen werden, gilt seit dem 7. Februar 2011 eine Pflicht zur Ausstattung mit Tagfahrlicht. Im Kern geht es vor allem darum, für andere Fahrer durch eingeschaltetes Licht besser

die bisher üblicher Fabrikate. Das ist essentiell, da durch den Dauerbetrieb eine häufigere Ersetzung nötig werden kann. Mit Blick auf Auslandsreisen ist der Austausch der alten Lampen fast schon obligatorisch. Viele europäische Staaten verpflichten Autofahrer schon seit Jahren zum Tagfahrlicht. In Polen beispielsweise drohen Bußgelder bei Missachtung dieses Teils der dortigen Straßenverkehrsordnung. Auch für Fahrten nach Schweden, Italien oder Portugal lohnt sich daher der Einbau der neuen Technologie. Text: hed / Foto: hacks_pixelio

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Grenzüberschreitende

Debatten EURES-T. Hinter dem etwas sperrigen Akronym verbirgt sich der nicht minder sperrige European Employment Service TriRegio. Dieser ist ein Netzwerk für grenzüberschreitende Kontakte zwischen Tschechien, Polen und Deutschland. Eingegliedert ist er in ein gesamteuropäisches Programm (EURES), das verstärkt den bi- bzw. multilateralen Arbeitnehmeraustausch fördert. Mehr als 13 Staaten beteiligen sich an dem Netzwerk mit insgesamt 20 Projekten. Derzeit liegt noch ein klarer geografischer Fokus auf Westeuropa, doch wird hier in den kommenden Jahren sicher ein Wandel einsetzen. Mit dem Start der uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit im Mai dieses Jahres wird es insbesondere für Polen noch einfacher zum Zwecke der Arbeit nach Deutschland zu kommen. Dies war der Anlass für das deutschpolnische Wirtschaftsforum, im Rahmen der „Grenzüberschreitenden Debatten“ schon zu Beginn des Jahres sowohl EURES-T vorzustellen als auch die sozioökonomischen Prognosen zu diskutieren. Eingeladen hatten die Vertreter der Städte Torgelow und Stettin. Keine Arbeiterströme Die Referate der Experten offenbarten indes wenig Neues, wenngleich der Bedarf einer Vertiefung der wichtigsten Erkenntnisse vorhanden zu sein schien. Eine sprunghafte Arbeitsmigration erwartet etwa der Geschäftsstellenleiter des Arbeitsamtes Pasewalk, Christian Justa, wie viele andere nicht. Er machte erneut klar, dass die

Polen, die tatsächlich in Deutschland arbeiten wollten, längst hier seien. Zudem ziehe es sie mit Sicherheit nicht in die strukturschwachen Gegenden, sondern dorthin, wo bereits Freunde oder Verwandte leben. Das sind erfahrungsgemäß die wirtschaftlich besser gestellten Bundesländer NordrheinWestfalen und Hamburg. Der Direktor des Wojewodschaftsarbeitsamtes Stettin, Andrzej Przewoda, wies ergänzend darauf hin, dass die Arbeitslosigkeit in seinem Verwaltungsbereich der in einigen grenznahen deutschen Landkreisen ähnlich sei. Zudem wäre ein großer Anteil langzeitarbeitslos und für den deutschen

ihr Land verlassen. Seit einigen Jahren kommt es in Baden-Württemberg sogar zu einem besonderen Phänomen. Aufgrund niedrigerer Grundstückspreise kaufen einige Franzosen Häuser auf der deutschen Seite und arbeiten nach wie vor in Frankreich. Bislang ist vor allem für gering Qualifizierte die Arbeit in Frankreich interessant, da dort ein gesetzlicher Bruttomindestlohn von rund 8,50 Euro gezahlt wird. Im Falle des deutschpolnischen Verhältnisses ist es vorrangig der insgesamt höhere Lohn in Deutschland, der anziehend wirkt. Als Grund für den einseitigen Arbeitnehmeraustausch machte die Stettiner

Derzeit ist der grenzüberschreitende Arbeitnehmeraustausch eine Einbahnstraße Arbeitsmarkt ohnehin nicht vermittelbar. Freilich hat dies sehr komplexe und vielfältige Ursachen. Unterstützt wurde er von der Warschauer Wirtschaftsprofessorin Iglicka, die anhand umfangreicher Daten belegen konnte, dass die Arbeitsmigration sich nicht allein am Lohngefälle entscheide. Stattdessen haben auch die kulturelle und geografische Nähe zum Auswanderungsland einen erheblichen Einfluss. Strukturelle Hindernisse Momentan scheint der grenzüberschreitende Arbeitnehmeraustausch jedoch eine Einbahnstraße zu sein. Ebenso wie im Falle der Oberrheinregion bleiben Deutsche in Deutschland, während Franzosen bzw. Polen wenigstens zu Beschäftigungszwecken

EURES-Beraterin Iwona Ziejewska insbesondere die Vorstellung polnischer Arbeitgeber aus, deutschen Arbeitnehmern keine attraktiven Arbeitsbedingungen bieten zu können. Im Zentrum steht auch hier das teils erhebliche Lohngefälle. Allerdings sei zudem die Sprachbarriere ein entscheidendes Hindernis. Zu Recht kann ein polnischer Arbeitgeber erwarten, dass seine Mitarbeiter die Landessprache beherrschen. Da gebe es bisher noch einige Defizite. Sollte sich Stettin jedoch zu der Metropolregion entwickeln, die sie ihren Anlagen nach sein kann, wird wohl auch hier ein Umdenken stattfinden. Gerade für grenznahe Arbeitskräfte kann es dann lohnend sein, in Polen zu arbeiten. Text: hed


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Besuch im

Dornröschen Speicher

Der Stralsunder Dornröschenspeicher am Hafen

es notwendig, das gesamte Gebäude mit einer neuen Gründung zu versehen. Da die Bausubstanz erstens in sehr schlechtem Zustand und zweitens als ehemaliger Getreidespeicher nicht für den zukünftigen Zweck ausgelegt war, musste nach der nahezu vollständigen Entkernung ein eigenständiger Betonkörper in die Hülle eingebaut werden – ein Haus im Haus. Vor allem das hohe Gewicht der Technik machte diesen Schritt unausweichlich.

Schon seit längerem beherbergt das Gebäude im hinterem Komplex einen erheblichen Teil der Strom- und Wärmeversorgungstechnik für das maritime Vorzeigeprojekt der Stadt am Strelasund. Nachdem die Stralsunder Stadtwerke den Zuschlag für die Lieferung von Warm- und Kaltwasser bekommen hatten, wurde anfangs ein Provisorium eingerichtet, dass die Verteilung gewährleistete. Mittels dreier Kaltwasserpumpen, einem Transformator und einem Notstromaggregat wurde so der Betrieb sicher gestellt. Dabei erzeugt das OZEANEUM den benötigten Strom nicht selbst, sondern nutzt die Dienste der e.on Hanse.

Künstliche Kühlung unerlässlich Mittlerweile dient der viergeschossige Komplex unter anderem als Regelstation. Der dem städtischen Netz entnommene Strom wird hier von 20 kV auf 400 V heruntertransformiert. Zudem wird vom Dornröschenspeicher aus die Beheizung mit Erdgas gesteuert. Verantwortlich sind hierfür mehrere Kessel mit einer Leistung von 640 kW. Eher überraschend ist wohl, dass auch gezielt und willentlich Kälte mit einer Kompressionsanlage generiert wird. Die Wasserpumpen, welche die Aquarien und Becken versorgen, erzeugen nämlich Wärme. Für einen Teil der Arten ist es jedoch lebenswichtig, von vergleichsweise kühlem Wasser umgeben zu sein. Daher ist eine künstliche Kühlung bisweilen unerlässlich. Die übrige Abwärme entweicht über zwei spezielle Hybridkühltürme. Dafür

Haus im Haus Innerhalb einer Bauzeit von drei bis vier Monaten wurde der Technikkomplex in der Folge ausgebaut. Dabei war

benutzen die Techniker destilliertes Wasser, um eine Verkalkung der Leitungen zu vermeiden. Notstrom für mehrere Tage Zusammen mit seinen Kollegen ist Eberhard Wollenbecker für die

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Am Hafen, in direkter Nähe zum OZEANEUM ist mit dem im Jahre 1905 errichteten Türmchenspeicher eines der repräsentativsten Objekte der Hansestadt Stralsund gelegen. Wegen des an einer der hafenseitigen Ecken angebauten, märchenhaft wirkenden Türmchens wird er von vielen Stralsundern auch Dornröschenspeicher genannt. Derzeit wird er zum Archiv für das OZEANEUM umgebaut.


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fach- und sachgerechte Wartung zuständig. Etwa drei Mal in der Woche inspiziert er zusätzlich zur Fernüberwachung die Anlagen. Bisher gab es allerdings keine nennenswerten Störmeldungen. Für den Fall, dass selbst geringste Dosen des stark ammoniakhaltigen Kühlmittels austreten sollten, würden Warnanlagen die kontaminierte Luft sofort an das System melden. Sollte es hingegen tatsächlich einmal zu größeren Stromausfällen kommen, so bricht die Versorgung auch nicht zusammen.

Auch beherbergt das Gebäude heute das Restaurant „Speicher 8“.

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Neue Lagermöglichkeiten In Rollregalen, die maximal je eine halbe Tonne Gewicht tragen können, lagern bereits einige der Exponate. So etwa Teile der Sammlung von Seehund- und Walknochen. „Schon jetzt ist aber abzusehen, dass am Ende wahrscheinlich nicht alles hineinpassen wird – trotz zweier Etagen“, erläutert Thomas Menzel. Letztlich sollen die Eiersammlung, die Vogelbalgsammlung, die Fischereisamm-

Als problematisch erweist sich ein für Museen übliches Phänomen: der Bestand wächst schneller als der verfügbare Lager- und Ausstellungsplatz.

Originalsubstanz erhalten Die zweite Nutzung des Speichers ist ähnlich wichtig für das OZEANEUM. Für eine lange Zeit wurden in Stralsund fast auf das gesamte Stadtgebiet verteilt allerlei Räumlichkeiten genutzt, um die Bestände des Archivs zu lagern. Nicht immer war das in den geeignetsten Gebäuden – mitunter wurden sogar Keller angemietet. Um diesen Zustand zu verbessern, wurde Mitte 2007 begonnen, den vorderen Teil des Speichers umzubauen. Abgeschlossen wurden die Arbeiten zwar erst im September 2010, doch kann sich das Ergebnis sehen lassen. In Teilen konnten die originalen Holzbalken sowie Stahlträger (gefertigt im schlesischen Kattowitz) erhalten werden.

lung sowie zahlreiche in Alkohol konservierte Präparate Raum finden. Als problematisch erweist sich ein für Museen übliches Phänomen: der Bestand wächst schneller als der verfügbare Lager- und Ausstellungsplatz. „Manchmal vermachen uns Menschen enorm spannendes Material, das uns aber wegen des Umfangs vor große Herausforderungen allein bei der Sichtung, geschweige denn Aufbereitung stellt“, gibt Menzel zu bedenken.

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Datenbank in Entstehung Hoffnungen auf eine begleitete Öffnung der Archive erteilt er denn auch eine Absage. Die eigentliche Ausstellung im OZEANEUM hat eindeutig Vorrang. Die Präsentation der magazinierten Bestände ist derzeit noch zu aufwendig. „Auch personell könnten wir das derzeit nicht angemessen leisten“, gibt Menzel zu bedenken. „Sie müssen berücksichtigen, dass jedwede Ausstellung ausreichend vorbereitet und durchgeführt werden muss. Unsere Kuratoren sind schon mit dem OZEANEUM gut ausgelastet.“ Woran der Kulturträger allerdings arbeitet, ist eine Datenbank der Bestände. So sollen einem noch breiteren Publikum die Schätze des Museums digital zugänglich gemacht werden.

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„Den Notstrombetrieb könnten wir für ca. zwei bis drei Tage aufrechterhalten“, meint Wollenbecker. Selbst eine Notsituation im städtischen Netz könne man zeitweilig begrenzt kompensieren. Auch die eigene Versorgung ist gut aufgestellt. „Wir haben rein planerisch Redundanzkapazitäten vorhalten müssen. Wenn also eine der Anlagen ausfällt, dann können wir das gut auffangen und müssen keinen kompletten Ausfall befürchten“, sagt Wollenbecker.

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Beträchtliches Wirtschaftspotential Erneuerbare Energien versprechen umwelfreundlichere Stromerzeugung. Auf dem Weg zur Erhöhung des Anteils an der Versorgung müssen allerdings noch einige Probleme ausgeräumt werden. L&L sprach mit dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Dr. Stephan Rudolph. Unternehmen motivieren

© photocase

L&L: Herr StS Dr. Rudolph, sind die Erneuerbaren Energien (EE) ein möglicher Wirtschaftsmotor für M-V? StS Dr. Rudolph: Eindeutig ja. EE sind ein Wirtschaftsfaktor für MV. Wir verzahnen eine umweltfreundliche Energieversorgung mit Industriepolitik und halten möglichst viel Wertschöpfung im Land. Erfolge haben sich mittlerweile eingestellt. Waren im Sommer 2008 ca. 40 Unternehmen mit ca. 2.000 Beschäftigten in der Windenergiebranche tätig, so hat sich ihre Anzahl auf gegenwärtig ca. 3.800 Beschäftigte im Land erhöht. Und die EE sind auch deshalb sehr interessant für unsere maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Sinne sind strategische Konzepte für eine nachhaltig breite Basis der Volkswirtschaft in MecklenburgVorpommern gefragt. Neue Zukunftsfelder, wie die Energietechnologien für die industrielle Wertschöpfung zu erschließen, sind hierauf aus meiner Sicht die passende Antwort. Ich denke, dass wirtschaftliches Wachstum nur durch den intensiven Einsatz innovativer Technologien gelingen kann. Dies ist eine Möglichkeit für Unternehmen aus MV, neue Produkte und Verfahren zu entwickeln, die internationale Marktchancen haben. In MV existieren gute Rahmenbedingungen für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Neu eingeführt haben wir z. B. die Verbundforschungsförderung.

Die neue Qualität der Verbundforschungsförderung für Unternehmen verschafft ihnen den Rückenwind, den sie brauchen. Jetzt können wir auch die Unternehmen unterstützen, die aufgrund ihrer geringen Kapitaldecke die Vergabe von Forschungsaufträgen an Universitäten lange Zeit scheuten. Nur der Innovationsgrad und die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Verwertung eines solchen Vorhabens sind der Gradmesser beim Einsatz dieser Fördermittel. Unsere Unternehmen müssen gestärkt und motiviert werden, in international wettbewerbsfähige Produkte und Verfahren zu investieren. Und das insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie wir sie erlebt haben. Diesen enorm anspruchsvollen Herausforderungen mit geeigneten Aktionen zu begegnen, Konzepte zu entwickeln und zu diskutieren, prägte unsere Arbeit vor allem im Jahr 2010. Dem Motto des Wissenschaftsjahres 2010 „Die Zukunft der Energie“ folgend haben wir z. B. zu einem Landeswettbewerb „Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Wirtschaft oder von Verbünden WissenschaftWirtschaft im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz“ aufgerufen. Die Förderung von Produkten und Verfahren in diesem Bereich ist für uns ein Schwerpunkt bei der Förderung regionaler Entwicklungsprozesse. Interdisziplinarität nutzen Der neue Ansatz ist dabei die wirtschaftsrelevante Anwendung, denn der Energiemarkt ist ein Wachstumsmarkt mit erheblichen wirtschaftlichen Potentialen. Wir versprechen uns durch

die Förderung des Technologiefeldes nachhaltige und zukunftsfähige Arbeitsplätze im Land. Wie im Rahmen unserer Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation standen auch bei unserem neuen Wettbewerb zwei zentrale Herausforderungen im Mittelpunkt: Zum einen wollen wir gezielt das Zusammenwirken vielfältiger Fachdisziplinen fördern, was gerade in diesem Feld unerlässlich ist. Zum anderen soll durch frühzeitige Einbindung der Industrie sichergestellt werden, dass die innovativsten Ideen aus Labor und Werkstatt in die Erprobung und schließlich in marktreife Produkte überführt werden. Der Wettbewerb hat den Blick auf weitere innovative Forschungsfelder gelenkt. Außerdem hat er Räume geschaffen, Ingenieur- und Naturwissenschaften, Informatik sowie Wissenschaft und Unternehmen in beispielhafter Weise miteinander zu verknüpfen. Die Resonanz mit insgesamt 49 Bewerbungen war im positiven Sinne überraschend. Für die Förderung der Projekte steht ein siebenstelliges Budget aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Forschung an Brennstoffzellen Schwerpunkte im Wettbewerb waren die Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen, dezentrale Energieversorgungssysteme, solares und energieeffizientes Bauen sowie Elektromobilität. Aber unabhängig von diesem Wettbewerb haben wir in den zurückliegenden Jahren bereits zahlreiche Forschungsvorhaben von Unternehmen unterstützt. Beispielhaft sei hier die Entwicklung neuartiger Wärmepumpen im Bereich der


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Tabelle1 eigene Darstellung auf Basis der Daten des Landeswirtschaftsministerium MV

Vielfältige Bereiche Die Potentiale der Windkraftindustrie in MV können mit der Erschließung der Offshore-Windkraft erheblich ausgebaut werden. Das Land verfügt mit den hier ansässigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen über die notwendige Kompetenz für den Ausbau. Die Offshore-Windenergie ist deshalb ein aufstrebender Wirtschaftsfaktor. Sie bietet zudem die Chance, für unsere Küstenregion maritime Wirtschaft und Windenergie zu einem neuen dynamischen Wirtschaftszweig zu verbinden. Durch die Einbeziehung der vielfältigen Bereiche, z. B. Herstellung von Windenergieanlagen und Komponenten, Metallbe- und -verarbeitung (z. B. Stahlindustrie, Gießereien), Bau- und Kunststoffindustrie, Elektrobranche, zahlreiche Dienstleistungsbereiche wie Logistik, Planer und Gutachter,

Stromerzeugung 2009 (in MWh)

2500000 2000000 1500000 1000000 500000

Unternehmen für Service & Wartung oder Finanzdienstleister kommt der Windkraftindustrie eine wichtige Bedeutung für MV zu. Unternehmen der Windkraftindustrie sind fester Bestandteil der Wertschöpfungsketten von Schlüsselbranchen des Landes (z.B. die Industrie an der Kaikante). Das wirtschaftliche Potential ist beträchtlich: Pro Offshore-Windpark werden bis zu über 1 Milliarde Euro investiert. So werden eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze für hoch qualifiziertes Personal eingesetzt und auch neue Berufsbilder entstehen. Insbesondere der Bereich Service und Wartung von Offshore-Windparks bietet großes Potential für Mitarbeiter: Windenergie ist eine Zukunftsbranche für neue Jobs im verarbeitenden Gewerbe. 21.000 Arbeitsplätze als Ziel Wir haben aber auch Produktionsstandorte für andere Wirkträger Erneuerbarer Energien. So zum Beispiel für Photovoltaikanlagen (Wismar und Greifswald). Darüber hinaus verdienen viele kleinere Unternehmen ihr Geld bei Bau, Montage und durch Dienstleistungen für die ErneuerbareEnergien-Anlagen. Aber wir sind damit noch nicht zufrieden. Wir müssen es schaffen, dass dieser Wirtschaftszweig massiv ausgebaut wird. Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 wenigstens 21.000 Arbeitsplätze im Lande zu

haben, die direkt oder indirekt dem Ausbau der Erneuerbaren Energien zugerechnet werden können. Darauf werden wir in Zukunft noch stärker unser Augenmerk bei der Wirtschaftsförderung richten. L&L: Wie viel Strom wird derzeit je nach Quelle (Sonne, Wind, Biomasse) aus erneuerbaren Energien in M-V gewonnen? StS Dr. Rudolph: 51% der Stromerzeugung in MV stammt aus Erneuerbaren Energiequellen. Die wichtigste Ökostromquelle im Land ist die Windkraft, gefolgt von biogenen Energieträgern, wie Biogas und flüssiger oder fester Biomasse. Photovoltaik hat insbesondere in den letzten Jahren stark zugenommen macht aber nur 1,4% der Ökostromeinspeisung aus. Die Stromerzeugung aus Geothermie ist noch relativ bedeutungslos. Im Jahr 2009 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 3,8 Millionen Megawattstunden elektrischer Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen und in das allgemeine Versorgungsnetz eingespeist. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Amtes war das nur 1 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008. Gleichzeitig ist die Seite 1 Stromerzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern um 22 Prozent gesunken (längerer Ausfall des 500 MW Steinkohle-Kraftwerkes Rostock), so

Windkraft

Biogener Anteil des Abfalls

Photovoltaik

Geothermie/Wasserkraft

Deponiegas/Klärgas

Biomasse

0 Biogas

Von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist auch die Windenergiebranche. In MV hat sie sich in den letzten Jahren mit einer beeindruckenden Dynamik weiterentwickelt. Von der Projektentwicklung und Konzeption über die Produktion und Zulieferung bis hin zu Service und Wartung befinden sich national und international tätige Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette im Land, d. h. ob Fundamente, Türme, Turbinen, Gondeln oder Rotorblätter – alle Produkte werden hier hergestellt. Wissenschaftliche Partner der Windenergiebranche sind unsere Universitäten und Fachhochschulen sowie öffentliche und private Institute.

Stromerzeugung in 2009

MWh

Erdwärmenutzung oder die Entwicklung von Kohlenfaserhochdruckbehältern für Wasserstoff genannt. Weiterhin haben Energieversorgungssysteme auf Brennstoffzellenbasis für Seezeichen und die Entwicklung von Werkstoffen für Brennstoffzellen Schlagzeilen gemacht.


Entwicklung der Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen eigene Darstellung auf Basis der Daten des Landeswirtschaftsministerium MV

Tabelle1

24 14000 12000 10000

dass der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion auf 51 Prozent angewachsen ist.

8000

2005 2020

6000 4000

L&L: Welche Zuwächse können in den kommenden fünf bis zehn Jahren erwartet werden? StS Dr. Rudolph: Gegenüber 2005 wollen wir den Einsatz von EE bis 2020 im Strombereich um fast das 6-fache und im Wärmebereich um fast das 5-fache steigern. Die steigende Tendenz wird sich fortsetzen, wenn die aufzunehmenden Versorgungsnetze dementsprechend ertüchtigt und ausgebaut werden. Das Wirtschaftsministerium (WM) als eines der Ressorts für Energie und Klimaschutz in MV hat im letzten Jahr federführend die Gesamtstrategie „Energieland 2020“ erarbeitet. Mit Hilfe dieser Strategie konnte das WM mit dem in diesem Jahr vom Landtag verabschiedeten „Aktionsplan Klimaschutz“ erstmals Zielstellungen für das Jahr 2020 formulieren. Diese Ziele sind in 55 Aktionen zu finden, die direkt und indirekt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Land beitragen sollen. L&L: Können wir tatsächlich – wie es einige Studien behaupten – den Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien decken? StS Dr. Rudolph: Es gibt nur sehr wenige Studien, die dies behaupten. Unter anderem im europäischen Rahmen die McKinsey-Studie im Auftrag der Europäischen Klimastiftung. Hier werden allerdings 15% Strom aus der nordafrikanischen Wüste unterstellt. Die weitaus meisten Studien kommen zu dem Ergebnis, dass wir auch weit nach dem Jahr 2050 auf konventionelle Energieträger angewiesen sind. Das bisherige Energiekonzept der Bundesregierung geht im Jahr 2050 von einem Anteil Erneuerbarer Energien von 80% an der Stromerzeugung aus. Durch den Einsatz intelligenter Energiemanagementsysteme will die

2000 0 Stromsektor (in GWh)

Bundesregierung weiterhin eine deutliche Erhöhung der Energieeffizienz erreichen, um den Stromverbrauch zur Mitte des Jahrhunderts um ein Viertel zu senken. Es verbleiben aber auch bei Erreichung dieser äußerst ambitionierten Ziele 20% an benötigter Stromerzeugung, die nach derzeitigem Kenntnisstand nur durch konventionelle Energieträger erzeugt werden können. L&L: Zum Stichwort Bioenergiedorf: Unter welchen Voraussetzungen sind lokal strikt begrenzte Erzeugung und Verbrauch von Energie eine praktikable Lösung? StS Dr. Rudolph: Wir verbrauchen zur Zeit knapp über die Hälfte unserer Energie in Form von Wärme und nur etwa 18% in Form von Strom (Rest: 32% Verkehr). Dezentrale Lösungen oder lokal begrenzte Lösungen sind daher immer dann sinnvoll, wenn auch die Wärmeversorgung mit EE zu akzeptablen Preisen sichergestellt werden kann. Das ist in aller Regel eine schwer zu lösende Aufgabe. Macht man dies mittels gängiger Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (also nicht über Mikro-KWK im Haus) dann kommen zu den Erzeugungskosten relativ teure Nah- und/oder Fernwärmenetzkosten hinzu. Eine autarke Stromversorgung – also nicht einfach den Strom ins Netz einspeisen, sondern zur unmittelbaren Bedarfsdeckung vor Ort verwenden – ist ebenfalls eine wirtschaftliche Höchstherausforderung, da für den Ausfall der Erzeugungsanlage Reservekapazitäten oder Speicher vorgehalten werden müssen. Im Übrigen sollte

Wärmesektor (in GWh)

eine Kommunalisierung des Stromnetzes mit der Gemeinde als Versorger und Netzbetreiber in jedem Fall gut durchdacht werden, da der Kaufpreis des Netzes gegen die regulierten Netzentgelte abgewogen werden und das Ergebnis nicht immer den Ertragserwartungen entspricht. Im übrigen haben sehr viele Gemeinden im Land (70-80%) in den letzten Jahren erst neue Konzessionsverträge – in der Regel mit 20jähriger Laufzeit – mit den regionalen Versorgern abgeschlossen, so dass dort eine Kommunalisierung der Strom- und Gasversorgung in nächster Zeit nicht ansteht. Fördermöglichkeiten sondieren Zum Bioenergiedorf gehören aber auch Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz. Diese amortisieren sich sehr oft sehr schnell. Diese Möglichkeiten, die ja auch sofort die Betriebskosten senken, werden noch zu selten genutzt. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf Fördermöglichkeiten hinweisen. Zum Beispiel die KfW-Programme zur Gebäudesanierung, das Marktanreizprogramm Seite 1 zum Einsatz Erneuerbarer Energien oder die Energieeinsparberatung der KfW für kleine und mittlere Unternehmen. Für Kommunen und Unternehmen stehen auch Förderprogramme des Landes zur Verfügung, wenn Investitionen einer weiteren Unterstützung bedürfen. Das Wirtschaftsministerium hat sowohl im Bereich der Bioenergie als auch im Bereich der Energieeinsparung seit 2008 mehrere Projekte erfolgreich unterstützt. Zu nennen


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wären zum Beispiel die Energieeinsparinvestition in einer Wäscherei auf Rügen, Nahwärmenetze im Zusammenhang mit Biogasanlagen oder auch die Europapromenade Usedom. Mit dem Ausbau der Promenade zwischen Heringsdorf und Swinoujscie entsteht die längste grenzüberschreitende Strand-

und konventionellen Energien und erzeugen 86% des Stroms. Wenn man diese bis 2020, ungeachtet wirtschaftlicher, naturräumlicher oder technischer Möglichkeiten, durch EE ersetzen würde, würden 50.000 bis 60.000 der neuesten, leistungsstärksten Windenergieanlagen

Die Bundesregierung erreicht einen Anteil von 35% erneuerbarer Energie an der Bruttostromerzeugung im Jahr 2020. promenade Europas. Dieses Projekt ist aber auch durch weitere Alleinstellungsmerkmale von besonderer Bedeutung. Herausforderungen der Zukunft Erstmals werden im Rahmen einer solchen Baumaßnahme innovative Lösungen in den Bereichen der Energie-, Verkehrs- sowie Ver- und Entsorgungsstruktur umgesetzt. Für die Promenade wurden die Möglichkeiten der CO2-Einsparung und -Vermeidung untersucht. Die Themen Elektromobilität, Energieeinsparung und die Nutzung der Solarenergie werden entlang der Promenade, aber auch für die Entwicklung der gesamten Region, von besonderer Bedeutung sein und in Etappen umgesetzt. So kann mit der Gestaltung der Promenade deutlich gemacht werden, dass sich auch diese Region den Herausforderungen der Zukunft stellt. L&L: Prognosen gehen davon aus, dass Deutschland bis 2020 einen zusätzlichen Energiebedarf von etwa 300.000 MW hat. Selbst wenn die neuesten Forschungen an Windkraftanlagen erfolgreich sind, würde das bedeuten, dass ca. 60.000 solcher einzelnen Anlagen gebaut werden müssten. Könnten andere erneuerbare Energiequellen die Lücke schließen? StS Dr. Rudolph: Drei Viertel der deutschen Stromerzeugungskapazitäten beruhen zur Zeit auf Atomkraft

oder 110.000 der üblichen kleineren Biogasanlagen (1 MW) oder 60 Mio. Photovoltaikanlagen auf Hausdächern (10 kW) benötigt und darüber hinaus noch zusätzlich Speicher in nicht zur Verfügung stehender Größenordnung. Ich persönlich meine, zum Ausstieg aus der Kernkraft gibt es keine verantwortbare Alternative. Doch über Zeit und Weg muss sachlich diskutiert und verlässlich entschieden werden.

noch nicht tragfähig. Die Bundesregierung geht im gegenwärtigen Energiekonzept im Jahr 2020 von einem Energiemix aus Anlagen auf Basis konventioneller und EE aus. Von der insgesamt installierten Kraftwerksleistung von 182.000 Megawatt entfallen rund die Hälfte auf EE, 40% auf Kohle, Gas, Öl und ca. 10% auf Atomkraft. Von 90.000 MW EE-Kapazitäten entfallen etwa ein Drittel auf Windkraft, ein Drittel auf Photovoltaik und knapp 10% auf Biomasse. Damit würde die Bundesregierung einen Anteil der EE an der Bruttostromerzeugung in Deutschland von 35% im Jahr 2020 erreichen. Im Übrigen – abgesehen von der Atomkraft – verfolgt die Landesregierung mit Energieland 2020 ein ähnliches Konzept wie die Bundesregierung: verstärkter Ausbau EE bei einem ausgewogenen Energiemix.

Realistische Ziele setzen Unabhängig davon, dass dies über Nacht nicht zu schaffen ist, fehlt z. B. für die Windkraftanlagen der benötigte Platz. Für die Biogasanlagen gäbe es zwar genügend Platz, aber nicht für den Anbau der Rohstoffe (ohne die Lebens- und Futtermittelversorgung zu gefährden) und die Kosten der Photovoltaik würden jeglichen Subventionsrahmen sprengen. Auch wenn man einen Mix aus EE einsetzt und zusätzlich beträchtliche Mengen Strom einspart sind solche 100%-EE-Konzepte wegen der hohen Kosten zum gegenwärtigen Zeitpunkt und bei den existierenden Technologien Biogasverstärker

Bild: HAASE Energietechnik AG, Neumünster

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe von L&L den zweiten Teil des Interviews!


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Erfolgreiche Nachwuchsarbeit

Seit Jahren ist erfreulicherweise die Nachfrage größer als das Angebot an Trainingsmöglichkeiten, meint Jens Stein. Der Trainer der F2-Jugend macht zudem deutlich, dass man von Seiten des Vereins darauf bedacht ist, die Stärke der einzelnen Trainingsgruppen – gerade in der Jugend – bei maximal 15 Spielern zu begrenzen. Früh soll so eine optimale Ausbildung ermöglicht werden. Optimal heißt hier vor allem individuell. Es sind vorrangig die technischen Fähigkeiten, die in einem Alter von 7 bzw. 8 Jahren gestärkt werden sollen. Deshalb ist die

Arbeit mit dem Ball zentral. „Der Ball soll gewissermaßen der Freund der Kinder werden“, drückt es Stein in einem Satz aus. Langfristiges Ziel ist es, etwa die Hälfte aller Nachwuchsspieler in die Männermannschaften zu bringen. Um dabei nicht nur die Spieler zu unterstützen, reist das DFB-Mobil durch das Bundesland. Zusätzlich zur Anerkennung für die geleistete Arbeit bietet es nämlich auch Trainingsdemonstrationen. So können beide Seiten ihren Horizont erweitern. Die Spieler trainieren einmal mit anderen Übungsleitern und die Trainer erhalten Informationen über alternative Trainingskonzepte im Bereich der Nachwuchsförderung. Monetäre Unterstützung Alle institutionelle Unterstützung kann jedoch eines nicht ersetzen: den Rückhalt der Eltern. Diese sind nach Steins Erfahrung grundsätzlich immer gerne bereit, Hilfe zu leisten. Vor allem kleinere organisatorische

Trainer Jens Stein (r.) mit dem Kader der F2-Jugend

Die F2-Jugend des GSV 04 beim Training

Aufgaben übernehmen sie. „Mit der Zusammenarbeit kann ich daher nur sehr zufrieden sein“, sagt der Trainer. Auch finanziell hätten sich in der Vergangenheit einige Eltern im Verein durch Spenden schon mehrfach engagiert. Das ließe darauf schließen, dass das Interesse nicht beim eigenen Kind aufhöre, sondern der Nachwuchsarbeit insgesamt gewidmet sei. Text: hed / Foto: jhe

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Auf einer Tour durch MV befindet sich gerade das Mobil des DFB. Die Visite bei einigen Vereinen ist als Anerkennung für deren erfolgreiche Nachwuchsarbeit gedacht. Einer der besuchten Vereine ist der Greifswalder SV 04.


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Gut, dass wir vorher bei Krafczyk waren...

... hoffentlich macht uns das keiner nach!?


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„Ich muss die Bürger überzeugen“ L&L sprach mit Bundestagsvizepräsident Thierse über Föderalismus, Volksentscheide und gesellschaftliches Engagement L&L: Herr Dr. Thierse, vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit nehmen. Wie kann man Ihrer Meinung nach das anscheinend verlorene Vertrauen in Politiker zurück gewinnen? Dr. Thierse: Ich bin mir nicht sicher, ob es aktuell tatsächlich so etwas wie eine Politikerverdrossenheit gibt. Bedenken Sie, dass derzeit auch auf kommunaler Ebene die Wahlbeteiligungen gering sind. Da kennt man die Kandidaten sehr gut. Es hat vielmehr etwas mit Enttäuschungserfahrungen und Zukunftsunsicherheit vieler Menschen zu tun. Daraus resultiert mitunter ein Bedürfnis, für die Probleme die schnellen, starken und einfachen Lösungen zu suchen. Die gibt es aber in der Wirklichkeit nicht und die kann die Demokratie auch nicht anbieten. Demokratie heißt immer Lösungen über den gemeinsamen Streit zu finden. Das ist eine langwierige, schweißtreibende und sicher auch enttäuschungsgefährdete Angelegenheit. Ärger und Verdruss helfen uns aber nicht, sondern nur Einmischung in die eigenen Angelegenheiten. L&L: Haben wir denn eingedenk z. B. der Rufe nach einem stärkeren Präsidenten zu wenig aus den Defiziten der Weimarer Republik gelernt? Dr. Thierse: Ich lobe die Langsamkeit der Demokratie. Nur wenn Prozesse

langsam ablaufen, können sich möglichst viele an der Entscheidungsfindung beteiligen. Ein Alleinherrscher, ein Diktator kann ganz schnell entscheiden. Ich hoffe nicht, dass sich irgendwann wieder einmal eine Mehrheit der Deutschen einen solchen zurück wünscht. Wir sehen gerade in der arabischen Welt, was die Menschen mit ihren Diktatoren anstellen. Sie wollen die mühselige Demokratie. Das sollte man gelegentlich auch begreifen. L&L: Teilen Sie den Eindruck, dass angesichts der langwierigen Entscheidungsfindung und der vielen teils widerstrebenden Interessen der Föderalismus nicht mehr zeitgemäß ist? Dr. Thierse: Es gibt sicher Übertreibungen des Föderalismus, die man abbauen muss. Insgesamt ist Deutschland mit dem Modell des solidarischen Föderalismus‘ allerdings immer gut gefahren.

an den Föderalismus, sondern Abbau und Verringerung von Überbürokratisierungen. L&L: Zum Beispiel eine Konzentration des Bildungsressorts auf Bundesebene? Dr. Thierse: Nein, aber erstens sollte es weiterhin Kooperationen zwischen Bund und Ländern in Sachen Bildung geben. Zweitens sollten die Länder in diesem Bereich besser als bisher zusammenarbeiten – gemeinsame Bildungsziele und -standards formulieren, auf die sich dann die Schulen in vielfältiger Weise einlassen können. L&L: Aktuell erleben wir vielfach Protest, wo Entscheidungsprozesse ablaufen. Haben wir bei solchen Vorgängen nicht zu viele beteiligte Interessen? Dr. Thierse: Ich halte zunächst einmal nichts davon, das, was wir derzeit erleben, unter der Überschrift

Ich bin ein Verfechter der Parteiendemokratie Aber wir müssen ihn entbürokratisieren; z. B. ist es unsinnig, dass wir in Deutschland so viele unterschiedliche Verantwortlichkeiten und Organisationsstrukturen in Sachen Bildung haben. Das kann keiner verstehen! Diese Art von Vereinfachung halte ich für notwendig. Keine generelle Absage

„Deutschland ist mit dem Föderalismus immer gut gefahren.“

„Wutrepublik“, „Dagegenrepublik“ oder „Wutbürger“ zu rubrizieren. Da nehmen Bürger ihre Interessen wahr. Das ist ein ganz demokratischer Vorgang! Ich bin davon überzeugt, dass demokratisches Engagement immer auch dann entsteht, wenn man mit etwas nicht einverstanden ist. Dann mischen sich Menschen ein und fragen sich: Was kann ich ändern? Mit wem kann ich das ändern? Regierungen, politische Parteien und Unternehmen müssen lernen, die Bürger von ihren Anliegen zu überzeugen. Ich kann nicht erwarten, im Büro irgendwelche Pläne zu machen, die dann einfach umgesetzt werden. Ich muss die Bürger überzeugen. Nur so ist es demokratisch. Das kostet Zeit und Nerven, aber es wird dauerhaft nicht funktionieren, die Bürger von der Entscheidung auszuschließen.

(Foto: ces)


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Dr. Thierse: Die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus ist nicht nur eine Sache der sog. Berufspolitik oder der staatlichen Behörden, sondern auch der Gesellschaft insgesamt. Also auch eine Aufgabe der Schulen, der Familien sowie auch der Bürger und Bürgervereinigungen vor Ort. Das Wichtigste ist, den Menschen Gelegenheit zur selbstständigen und eigenveranwortlichen demokratischen Entscheidung zu bieten. Sie also nicht nur abstrakt und theoretisch, sondern ganz praktisch zur Demokratie einzuladen und die Chance zur Einmischung zu geben. Dann lernen sie, wie Demokratie funktioniert, wie Entscheidungen entstehen und wie sie auch ihre Umwelt selbst beeinflussen können. L&L: Die Parteien lediglich als Multiplikator? Dr. Thierse: Jein. Nach unserem Grundgesetz sollen die Parteien an der politischen Willensbildung mitwirken und sich nicht an ihre Stelle setzen. Ich bin ein Verfechter der Parteiendemokratie, aber eben auch für mehr Mög-

lichkeiten direkter Bürgerbeteiligung z. B. auf Bundesebene. Das können etwa Volksentscheide, Volksbefragungen oder Volksinitiativen sein. Die Parteiendemokratie in einer solch komplexen Gesellschaft wie der unseren ablösen zu wollen, ist unsinnig. Aber sie zu revitalisieren, lebendiger zu machen, damit die Bürger auch zwischen den Wahlen die Chance haben, etwas im Bundestag mit Gesetzesinitiativen zu bewirken, halte ich für dringend geboten. L&L: Was müsste aus Ihrer Sicht getan werden, um auch junge Leute wieder verstärkt für politisches Engagement zu gewinnen? Dr. Thierse: Moralpredigten helfen nicht! Wichtig ist, junge Leute zur Einmischung einzuladen und diese auch zu ermöglichen. Ihren Meinungen und Interessen muss man sich schon öffnen – wenn sie diese denn haben. Wer nichts verändern will, der geht ja nicht in die Politik. Das gilt aber für alle möglichen gesellschaftlichen Gruppen: für Parteien, für Gewerkschaften, für Kirchen etc. Wenn junge Menschen bemerken, dass sie etwas für sich und ihre Interessen tun können, dann werden wir auch wieder mehr politisches Engagement sehen.

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L&L: Gerade die ländlichen Räume in Vorpommern sehen sich bisweilen in hohem Maße mit rechtsextremen Strukturen konfrontiert. Welchen Beitrag zusätzlich zur politischen Bildung können Parteien tatsächlich leisten, um dem entgegenzuwirken?

L&L: Herr Dr. Thierse, vielen Dank für das Gespräch! Anzeige


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Wir Kinder von Bullerbü Erziehung und Bildung. Außerdem bietet Bullerbü zusätzliche Qualifikation von Fachkräften an. Dabei geht es vorrangig um den Ausbau der vorhandenen Qualität, nicht der Quantität. Der Landkreis Ostvorpommern steht beim nominellen Angebot von Tagespflegestellen im

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Vergleich nämlich ganz gut da. Im Zentrum steht daher eher eine gezielte Fortbildung mit dem Ziel, die Kinder zu fördern und Fachkräfte sowie Eltern für Probleme zu sensibilisieren. „Ganz wichtig dabei ist, kooperativ zu agieren und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger aufzutreten“, betont Ute Bendt, Vereinsvorsitzende. So könnten eigene Kompetenzen bewusst gemacht und gleichzeitig gestärkt werden. Eines der erfolgreichen Beispiele ist ein Projekt mit Kindern aus Berlin-Neukölln. Einige von ihnen hatten zuvor noch nie einen Urlaub verbracht und wurden nun damit konfrontiert, dass sie sich ihre Schlafgelegenheiten (Jurten) erst einmal selbst herrichten mussten. Zudem mussten sie sich ihre Essen selbst zubereiten. „Das klappte ganz wunderbar“, erinnert sich Ute Bendt. Schnell hätten die Kinder ihre Fähigkeiten aktiviert und sämtliche Befürchtungen eines Scheiterns des Projektes zerstreuten sich. Ein anderes Beispiel – das Aktionsprogramm Kindertagespflege – wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. „Allerdings geht es uns nicht um Projektgelder“, versichert Ute Bendt. Im Vordergrund stehen nach wie vor die in der Satzung festgelegten Ziele der Erziehungshilfe. Anzeige

Wer sich auf die Suche nach Erfolgsgeschichten in Greifswald macht, kommt schnell auf den Bullerbü e. V. Im November 2007 gegründet, wurde er 2009 als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Die Vereinsarbeit konzentriert sich auf Unterstützung von Eltern bei der Betreuung,

Text: hed


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Verantwortung übernehmen bei der

WGG

Wer genossenschaftlich wohnt, der verpflichtet sich auch dazu, Verantwortung zu tragen. In der Greifswalder WGG wird das insbesondere durch die Vertreterversammlung realisiert. Gemäß der Satzung der WGG ist eines von einhundert Mitgliedern als Vertreter abzustellen. Diese befinden zusammen mit dem Aufsichtsrat und dem Vorstand regelmäßig darüber, wie sich die Entwicklung der Genossenschaft gestalten soll. Vertreter zu sein, ist also kein Ehrenamt, dass die eigene Freizeit, sondern den genossenschaftlichen Gedanken mit Leben erfüllt. In demokratischer Abstimmung werden hier Entschei-

dungen getroffen, die einen unmittelbaren Einfluss auf die Wohnqualität haben können. Als Legitimation der Vertreter dient die sie ins Amt setzende Wahl, die laut Satzung gemäß den demokratischen Grundsätzen geheim, gleich, allgemein und unmittelbar durchgeführt wird. Die Mitglieder der Vertreterversammlung haben zudem Möglichkeiten der direkten Einflussnahme auf das Geschehen innerhalb der Genossenschaft. So kann etwa jedes Mitglied zur Gemeinschaftshilfe angehalten werden. Die Richtlinien hierfür beschließt die Vertreterversammlung. Außerdem ermöglicht die Vertreterversammlung ein hohes Maß an Transparenz der

Genossenschaft. Ihr ist nämlich stets der Jahresabschlussbericht mit Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung vorzulegen. Daher können die Mitglieder stets im Bilde sein, was die betriebswirtschaftliche Lage des Unternehmens betrifft. Auch bei Abstimmungen innerhalb der Vertreterversammlung schlagen sich die demokratischen Elemente der WGG nieder – jeder Vertreter hat genau eine Stimme, die nicht übertragbar ist. So ist eine Fremdsteuerung, die der Idee der eigenverantwortlichen Mitgestaltung zuwiderliefe, theoretisch ausgeschlossen. Text: hed Anzeige


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Die Kompetenz

Exklusiv bei JACOB CEMENT BAUSTOFFE Die Laura Ashley Fussboden-Kollektion Wer davon träumt, sich klassisches Landhausflair in seine vier Wände zu holen, der sollte sich einmal die neuen Laminatböden aus der Laura Ashley Home Kollektion anschauen. Der hochwertige, in vielen Dekoren erhältliche Bodenbelag sorgt für ein wohnliches Ambiente, das sich an den englischen Landhausstil anlehnt. Gerne führen Ihnen die freundlichen Mitarbeiter von JACOB CEMENT BAUSTOFFE die große Auswahl der unterschiedichsten Dekore vor. Egal ob Vintage-Style, Holznachbildungen in hellen Tönen oder Patina-Dekor, für jeden Einrichtungsstil findet man in der Laura Ashley Fussboden-Kollektion das richtige Fundament. So bleibt kein Einrichtungstraum unerfüllt. Dass die Laura Ashley Laminate aus besten Materialien hergestellt werden und allen Anforderungen genügen, versteht sich da schon fast von selbst. Die aufwendig reproduzierte Dekorschicht aus organischen Farben wird durch eine hochabriebfeste Deckschicht geschützt. Die Rückseite des Bodenbelags ist feuchtigkeitsabweisend. Die patentierte Klick-Mechanik und eine authentische Optik der Oberflächenstruktur, ergänzt durch eine V-Fuge, sorgen für ein perfektes Ergebnis und hohe Wohnqualität zum attraktiven Preis. Ob englischer Landhauslook oder mediterrane Lebensart – die exklusiv bei JACOB CEMENT BAUSTOFFE präsentierte neue Laura Ashley Laminatboden-Kollektion bietet Ihnen alles, um Ihrer Wohnung ein stilvolles Landhausambiente zu verleihen.


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20 Jahre Freund & Partner Greifswald Die „Gründerzeit“ nach der politischen Wende in Deutschland nutzten Viele, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Auch für Dr. Horst-Jürgen Schröder ergab sich die Notwendigkeit einer beruflichen Neuorientierung. Gerade die Anfangszeit war für ihn interessant. Anfangs besuchte er über mehrere Jahre etliche Schulungen und Seminare – meist am Wochenende. Parallel arbeitete er am Aufbau der Kanzlei. Um von der Erfahrung etablierter Unternehmen profitieren zu können, schloss er sich der größten deutschen Steuerberatungsgesellschaft an. Freund & Partner hat derzeit mehr als 700 Niederlassungen mit etwa 5.000 Mitarbeitern und vereint Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte in einem kompetenten Netzwerk. Eigenständige Kanzlei im Verbund Besonders die damals fast konkurrenzlose Marktsituation reizte den studierten Ingenieurökonomen. Das Steuerrecht musste er sich praktisch aber fast gänzlich selbst aneignen. In den ersten sieben bis zehn Jahren zahlte sich der Aufwand mit einem enormen Wachstum des Mandantenstammes aus. Mit dem Erfolg war zunehmend auch eine Verstärkung des Teams notwendig. Das alte Büro in der Fleischmannstraße wurde bald zu klein, weshalb man sich entschied, im Jahre 1995 in der Anklamer Straße neu zu bauen. Heute arbeiten hier neben Dr. Schröder weitere drei Steuerberater zusammen. Dabei ist Freund & Partner Greifswald mit Blick auf die Beratungsleistungen sowie wirtschaftlich komplett eigenständig. Auf die Expertise der ebenfalls im Verbund von Freund & Partner organisierten Rechtsanwaltskanzlei, die ein Stockwerk oberhalb residiert, kann man schnell und unkompliziert zurückgreifen. Das hängt aber immer vom Einzelfall ab. Jeder Mandant ist individuell zu beraten – ein allgemeingültiges Lösungskonzept


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gibt es nicht. Freund & Partner Greifswald ist zwar auf ein breites Spektrum von Beratungsleistungen ausgerichtet, doch gibt es auch einige spezielle. So etwa die wirtschaftliche und steuerliche Beratung für Heilberufler (ADVITAX) oder die Steuerberatung für Senioren (SFS). Gelebte Vernetzung

Unsere Mitgliedschaft in der European Tax & Law ist ihr Vorteil

Dem Vernetzungsgedanken entsprechend werden neue Produkte direkt mit allen Mitgliedern geteilt. So entwickelt Freund & Partner stetig neue, leistungsfähigere Software und hat mit Eurodata ein Datenverarbeitungsprogramm geschaffen, dass europaweit eingesetzt wird. Gerade deshalb ist man bei Freund & Partner Greifswald zu Recht stolz darauf, technisch hochmodern zu sein. Hier wird geboten, was gerade in der Region kaum einer der Konkurrenten leistet: papierloses Büro, automatisierte Bankübernahme, hochspezialisierte Software. Dass das Unternehmen mit der Zeit Schritt hält, ist dabei von essentieller Bedeutung. Seit Jahren steigen die Anforderungen; vor allem der Kommunikationsaufwand mit den Finanzbehörden hat sich um fast 50% erhöht. Trotzdem hat die Kanzlei kontinuierlich effizient gewirtschaftet. Profile schärfen – Nachhaltigkeit stärken Das 20. Jubiläum der Firmengründung nutzt das Unternehmen auch, um die Erfolge der vergangenen Jahre zu reflektieren. So werden seit 19 Jahren pro Jahr drei bis vier junge Menschen ausgebildet. Einige der besten Absolventen wurden – sofern sie in der Region blieben – gerne übernommen. Insgesamt wurden etwa 60 Azubis in dieser Zeit zum Steuerfachangestellten ausgebildet. Sechs davon fanden den Weg in die Kanzlei. Diese waren auch eine gute Verstärkung für die rund 20-köpfige Mitarbeiterschaft. Das Unternehmen betreut sowohl unterschiedliche Gesellschaftsformen als auch Branchen. Die breite Streuung des Mandantenstammes stimmt optimistisch. Die Kunden können sich stets auf fundierte Fachkenntnisse in einer Vielzahl branchenspezifischer Fragen verlassen. Kontinuität und Innovation Ebenso umfangreich sind die Leistungen der Kanzlei. Diese reichen von der üblichen Steuerberatung über die Beratung zu zahlreichen betriebswirtschaftlichen Vorgängen mit Bezug zum Steuerrecht bis hin zur Ratingberatung. Insofern bietet die Niederlassung von Freund & Partner in Greifswald alle gängigen Dienstleistungen eines Steuerbüros an. Das Besondere für die Region sind jedoch die jahrelange Erfahrung in diesen Bereichen sowie die stetige Eigenkontrolle und Verbesserung des Angebotes. Seit Jahren gibt es zudem auch in Stralsund und Grimmen Niederlassungen von Freund & Partner, in denen auch einige der Mitarbeiter aus Greifswald tätig sind. Bei Bedarf kann man also auf deren Erfahrungen und Kompetenz zurückgreifen.

Freund & Partner GmbH Steurberatungsgesellschaft Anklamer Straße 8-9 17489 Greifswald

Telefon: (03834) 57 78 -0 Telefax: (03834) 57 78 26 fp-greifswald@etl.de www.etl.de/fp-greifswald Dr. Horst-Jürgen Schröder Steuerbevollmächtigter Thomas Pudack Steuerberater thomas.pudack@etl.de Henrike Morawietz Steuerberaterin henrike.morawietz@etl.de Manuela Matz Steuerberaterin | Diplom-Kauffrau advitax-greifswald@etl.de Matthias Wollschläger Steuerberater matthias.wollschlaeger@etl.de


Am Peenestrom, 36 am Peenestrom Da liegt ein Wrack aus Holz und Stein Seit fünf mal hundert gleichen Jahrn die alte Stadt Lassan

Die Stadt liegt da auf Grund und träumt Und kommt nie los und wird nie flott Und möcht gern auf die Ostsee fahrn die alte Stadt Lassan

Landpartie im

Lassaner Winkel

Es ist immer noch ruhig und verträumt am Peenestrom, aber heute ist das „alte Wrack Lassan“ herausgeputzt. Die Kirche St. Johannis und das barocke Pfarrhaus sind restauriert. Viele Häuser in der Altstadt leuchten in frischen Farben.

Das Ortsbild hat sich seit dem Mittelalter kaum verändert. Noch heute würde man sich mit der Stadtansicht von 1761 zurecht finden können. Lassan hat mit Abwanderung und Arbeitslosigkeit die gleichen Probleme wie so viele andere Orte in Vorpommern. Fährt man um 9.00 Uhr durch den Ort, rücken sich hier und da Neugierige die Polsterkissen auf den Fenstersimsen zurecht, um die „Lassaner Tagesschau“ zu gucken. Aber es weht ein frischer Wind durch Lassan. Kreative und Sinnsuchende fühlen sich durch die Unberührtheit dieser Gegend angezogen. Angelika Mengelkamp kam z. B. vor vielen Jahren aus Essen hierher. Sie betreibt in ihrer „Ackerbürgerei“ Pension, Restaurant und Tagungshaus und ist über die Region hinaus für ihre Koch- und Kräuterkurse bekannt. Ende der Achtziger Jahre war Frank Schubert aus Leipzig beim Neuen

Unser kleines Gasthaus mit Café-Terrasse und Garten bietet

· ein reichhaltiges Angebot an regionalen Gerichten sowie leckere Kräutergerichte · soweit es das Wetter erlaubt am Donnerstag Bio-Vollkornbrot und ab 18.30 Uhr Pizza im Holzbackofen auf der Terrasse · ein gemütliches Urlaubsquartier in 12 Ferienwohnungen und Zimmern (auch für Kleingruppen geeignet, Seminarraum vorhanden) mit Frühstück und Halbpension. Geöffnet ab 1.4. täglich ab 15 Uhr, So. ab 12 Uhr, Mi. Ruhetag Ackerbürgerei Lassan Lange Straße 55, 17440 Lassan Tel. (03 83 74) 51 11 www.ackerbuergerei.de info@ackerbuergerei.de

Lesane hieß die kleinste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns im Mittelalter, das heißt „die Leute aus dem Wald“. Holz hatte für die Einwohner Lassans über Jahrhunderte eine besondere Bedeutung. Noch heute sind an vielen Häusern Zunftzeichen der Tischler, Stellmacher oder Holzbildschnitzer zu sehen. Vor hundert Jahren lebten mehr als 200 Handwerker in Lassan von der Arbeit mit Hobel und Stechbeitel. Entlang der beiden schmalen Strassen, die zum Hafen führen, entstanden die kleinen Häuser der Handwerker, Fischer und Ackerbürger. Fotos Seite 36: W. Zerbian

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So schrieb Wolf Biermann in der „Ballade von der alten Stadt Lassan“. Er war häufig zu Gast in der kleinen Stadt. Meist, um sein Boot in der Werft wieder flott machen zu lassen.


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Die unberührte Natur, Ruhe und Abgeschiedenheit zogen auch die Gründer der Akademie der Heilenden Künste in diesen Landstrich. Der Dokumentarfilm „Die Siedler am Arsch der Welt“, des Grimme-Preisträgers Claus Strigel, begleitete den Aufbau des Projekts in Klein Jasedow. Mittlerweile ist die Akademie ein Magnet für Interessierte an kreativen Heilmethoden. Für ihr Engagement, Kultur und Wirtschaft im Lassaner Winkel zu beleben, wurde der Verein 2005 vom Bundeskanzleramt ausgezeichnet. Ein Highlight in Klein Jasedow, das Besucher aus ganz Vorpommern an-

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Man muss anpacken können, wenn man hier leben will. Und das tut man. In Papendorf z. B. wurde Mitte der Neunziger Jahre der Duft- und Kräutergarten vom Mirabell e. V. angelegt. Mittlerweile hat sich aus der privaten Initiative ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen ausgegliedert. Die Kräutergarten Pommerland eG produziert für den Naturkosthandel Teesorten mit fantastisch klingenden Namen wie z. B. Venusmond, Elfentraum oder Drachenglut. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 20-jähriges Jubiläum.

Wenn Sie nicht mehr so lange warten wollen, besuchen Sie am Samstag, den 16. April, das Herrenhaus Libnow. Um 16.00 Uhr wird dort die Ausstellung des Berliner Malers und Grafikers Mohamad-Said Baalbaki eröffnet.

Hochgenuss aus Sommerland

Text: mia

Foto: artedeposito

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Foto: S. Mersch

Zu Pfingsten am 11.-13. Juni 2011 laden Künstler und Kunsthandwerker Besucher wieder ein, ihnen im Rahmen von KUNST:OFFEN über die Schulter zu schauen. Sie werden überrascht sein, wie viele Ateliers, Galerien und Kirchen ihre Pforten öffnen.

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zieht, ist der Holundermarkt, der jedes Jahr am ersten Juni-Wochenende stattfindet. Der weißen Blütenpracht des Holunderbusches wird mit Holunderblütenpunsch, Holunderküchlein und Holundergeschichten gehuldigt. Kunsthandwerker und Bio-Bauern aus dem Lassaner Winkel bieten hier ihre Produkte an und es gibt viel Musik zum Mitmachen.

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Forum. Die Suche nach einem alternativen Lebensmodell führte ihn in den Lassaner Winkel. Heute betreibt er zusammen mit seiner Frau Sabine Barkowsky den „Brennesselhof“ in Wangelkow. Außer vielen Schlaglöchern, einem weiteren Bio-Bauernhof und zwei schönen Seen gibt es nichts in Wangelkow. Trotzdem kommen machmal hunderte Besucher zu Konzerten auf dem „Brennesselhof“.


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Puzzle 4 (Medium, difficulty rating 0.53)

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Puzzle 3 (Hard, difficulty rating 0.61)

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Auflösung aus dem letzen Heft: 46 Die Gewinner des letzen Sudokus sind: 1. Preis (Buch „Das alte Pommern“): Gerda Zieris, Süderholz 2. Preis (Heilkreide Cremeset): Margit Lücker, Berlin 3. Preis („Inselkrimi“): H. Seidlein, Greifswald

Die Preise für unser neues Sudoku: 1. bis 3. Preis: 3 x Kräutertee des Kräutergarten Pommerland aus ökologischem Anbau Lösen Sie das Sudoku und addieren die Zahlen in den farbig unterlegten Feldern. Die korrekte Summe notieren Sie auf einer Postkarte und senden diese an: Verlag Land & Leute Brandteichstr. 20 17489 Greifswald Einsendeschluss ist der 11. April 2011. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.


www.feeling-greifswald.de

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Rah´s

Eye

FOTOSTUDIO GRAFIKDESIGN

www.rahs-eye.de


Termine April

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Kunst und Kultur

Konzerte

Aktivitäten

23.03.2011 | 19:30 Uhr Buchvorstellung - Der Golm und die Tragödie von Swinemünde  Stadtbibliothek - 17438 Wolgast

23.03.2011 | 19:30 Uhr 4. Philharmonisches Konzert Theater Stralsund, Olof-Palme-Platz

26.März 2011 | 20.00 Uhr Horst Lichter Tour 2011 – live in Stralsund, Hansedom “Kann denn Butter Sünde sein?”

25.03.2011 | 10.00 Uhr Sonderausstellung NaturArt Tiermalerei von Ute Bartels, Jens Hamann und Christopher Schmidt. Müritzeum Waren 30.03.2011| 15.00 Uhr Aquarellkurs für Anfänger Töpfer- und Maleratelier MüllerSchoenefeld - 18347 Ahrenshoop 12.04.2011 | 18:00 – 20:00 Uhr Malerei und Bewegung als Begegnung erleben  Das Dorfhaus, Gessin 7a 17139 Gessin 16.04.2011| 16.00 Uhr Vernissage Mohamad-Said Baalbaki Beirut/Berlin Eintritt frei 23.04 - 30.04 Bernsteinwoche auf Usedom Ückeritz

25.03.2011 | 20.00 Uhr Livemusik mit „HOT BOX“  Usedomer Kunsthaus „Villa Meyer“ 17454 Zinnowitz 26.03.2011 | 19 Uhr LIVE-Konzert, Drei Bands aus der Region Jugendhaus Peenebunker, Wolgast 01.04.2011 | 20 Uhr Konzert mit den Stormbirds Klanghaus am See in Klein Jasedow 07.04.2011 | 20.00 Uhr Chris Thompson und Mads Eriksen Band DER SPEICHER, Schwerin 30.04.2011| 20.00 Uhr Alphaville Mehrzweckhalle Greifswald 30.04.2011 Vorklang Nordischer Klang Greifswald

31.03.2011| 19:30 Uhr Frühlingsgala Sport- und Kongresshalle - Güstrow 04.04.2011| 20.00 Uhr Helge Schneider – LIVE in Rostock Stadthalle Rostock “Buxe voll” 23.04.2011 Oster- und Blumenmarkt Marktplatz Greifswald 23.04.2011 | 10.00 Uhr Ummanzer Ostermarkt Bauernhof Kliewe 23.04.2011 | 10.00 Uhr Die Gründonnerstagssuppe wird in der „Ackerbürgerei“ gekocht Ackerbürgerei 26.04. bis 29.04 Papendorfer Gartentage im Duft- und Tastgarten

Alphaville „Catching Rays on Giant“ Tour 2011 Es ist ein Wiederhören mit nachhaltiger Wirkung: „I Die For You Today“ heißt die neue Single von Alphaville. Und bereits nach wenigen Takten entwickelt sich die unverkennbare Aura der Berliner Elektronikpioniere. Jenes Zusammentreffen von Rhythmus und Sound mit Marian Golds unverkennbarer Stimme. Der Alphaville-Moment stellt sich ein: Emotional, ergreifend, eindringlich. Als würde ein guter Freund von einer langen Reise zurückkehren. Gleichzeitig markiert „I Die For You Today“ den Auftakt zur aktuellen künstlerischen Bilanz der Band. „Ein Neustart, was die Produktionsbedingungen angeht“, sagt Marian Gold. Schließlich waren sie in den letzten Jahren weltweit unterwegs. Im letzten Winter konnten Alphaville mit einem gefeierten Konzert in Prag ihr 25jähriges Bandjubiläum feiern. Ein Spektrum von den frühen Welthits „Big In Japan“ und „Forever Young“ bis hinein in die Jetztzeit. Foto: www.alphaville.nu


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Theater Theater Vorpommern in Greifswald

Theater Vorpommern in Stralsund

Freitag 1.4. | 19.30 Uhr Großes Haus Premiere „Die Fledermaus“

Freitag 15.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „Die Fledermaus“

Samstag 2.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „Theaterball“

Samstag 2.4. | 20.00 Uhr Rubenowsaal „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“

Samstag 16.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „4 + 1 – Die Elemente“

Samstag 9.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „Daphnis und Chloë / Quattro forme per corpi / Boléro“

Sonntag 3.4. | 15.00 Uhr Foyer Salonorchester „Blauer Pavillon“ „Der Frühling hat sich eingestellt“ 18.00 Großes Haus „Mutter Courage und ihre Kinder“

Sonntag 17.4. | 15.00 Uhr Rubenowsaal „Hexe Hillary geht in die Oper“

Dienstag 5.4. | 10.00 Uhr Rubenowsaal „Der kleine Rabe Socke“ Mittwoch 6.4. | 20.00 Uhr Rubenowsaal „Fisch zu viert“ Donnerstag 7.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „Die Fledermaus“ Freitag 8.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „Operngala“ Samstag 9.4. | 15.00 Uhr Rubenowsaal „Der kleine Rabe Socke“ 18.00 Großes Haus „Nachtasyl“ Sonntag 10.4. |16.00 Uhr Großes Haus „La Traviata“ Mittwoch 13.4. | 10.00 Uhr Rubenowsaal Premiere „Hexe Hillary geht in die Oper“ Freitag 15.4. | 10.00 Uhr Rubenowsaal „Hexe Hillary geht in die Oper“

Dienstag 19.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „5. Philharmonisches Konzert“ Donnerstag 21.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „Antigone“ Samstag 23.4. | 19.30 Uhr Großes Haus „Daphnis und Chloë / Quattro forme per corpi / Boléro“

Sonntag 10.4. |11.00 Uhr Foyer Matinee zu „Der Zerbrochne Krug Donnerstag 14.4. | 8.00 Uhr Gustav-Adolf-Saal Deutsche Erstaufführung „Livia, 13“ 19.30 | Großes Haus „Operngala“ Samstag 16.4. | 19.30 Uhr Großes Haus Premiere „Der zerbrochne Krug“

Livia, 13 Für die 13-jährige Livia wird ihre erste Party zu einem Schicksalsschlag. Dabei war es dort am Anfang richtig schön. Zusammen mit ihren Freundinnen hatte sie viel gelacht, Jungen kennengelernt und etwas getrunken. Doch zu viel getrunken, als sie später mit Dave auf ein Zimmer ging. Was dort passiert ist, weiß sie nicht mehr genau. Nur noch, dass sich in ihrem Kopf alles gedreht hat und sie ohnmächtig geworden ist. Jetzt kursieren anzügliche Fotos von ihr im Internet, und mit Livia will niemand mehr etwas zu tun haben, auch ihre besten Freundinnen nicht. – Was hat sich auf dieser Party wirklich abgespielt? Warum hat niemand eingegriffen? Vier Darsteller rekonstruieren das Geschehen in wechselnden Szenen. Sie schlüpfen in die Rollen der Täter, der Opfer, der Mitwisser und der Erwachsenen, die zu verstehen versuchen. Aber wie gewinnt man das Vertrauen eines Teenagers? Viele Perspektiven verdichten sich zu einer tiefgründigen Geschichte, und durch die Verschmelzung von Text, Bild, Musik und junger Spielfreude eröffnet sich eine interaktive Welt. Mit „Livia, 13“ präsentiert die Schweizer Autorin Christine Rinderknecht ein aktuelles und couragiertes Jugendstück über Sexualität, Gewalt, Freundschaft, Ausgrenzung und die Macht der digitalen Bildwelten. Mit einem unverhofften und ermutigenden Ende.


KOMMENTAR

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Quo vadis Transport? Ein Kommentar von Henri Dörre Der vergangene Winter hat erneut teils schwere Schäden auf städtischen und Bundesstraßen hinterlassen. Schlaglöcher, die eher an Fallgruben erinnern, wurden zwar flugs mit Kaltasphalt geflickt. Doch dass das lange hält, glauben selbst die Straßenmeistereien nicht. Zu allem Überfluss wird, wer die meisten seiner Wege mit dem Automobil zurücklegt, mit dem Hickhack um den neuen Kraftstoff E10 verwirrt. Auf lange Sicht mehr verbrauchen oder doch lieber das weit teurere Super Plus tanken? Die Wahl fällt nicht leicht, zumal unweigerlich der Eindruck entsteht, als tasteten sich die Mineralölkonzerne planvoll, langsam und sicher an eine neue „psychologische Grenze“ heran. Jahrelang lag die angeblich bei 1,50 Euro/Liter. Man darf gespannt sein, welcher Preis demnächst als dem Verbraucher nicht mehr vermittelbar bezeichnet wird, um ihn später doch zu pulverisieren. „Kein Problem!“, mag mancher denken. „Dann fahre ich einfach mit der Bahn.“ In der Tat scheint das dieser Tage angesichts der Spritpreise eine wirklich reizvolle Alternative zu sein. Man lernt außerdem neue Menschen kennen, schließt vielleicht sogar neue Freundschaften während der gemeinsamen Bahnreise. Genügend Zeit, diese zu vertiefen, haben Passagiere in spe allemal. Denn „Reise“ ist aktuell natürlich irreführend. Mit dem Konzept der entgeltlichen Personenbeförderung von A nach B hat der Bahnverkehr momentan oft genug herzlich wenig zu tun. Es kann freilich dahingestellt bleiben, ob in diesem konkreten Fall der Effekt der verstärkten sozialen Bindung dem der infrastrukturellen Verbindung überzuordnen ist. Rechtzeitig und planmäßig anzukommen, ist den unfreiwillig Wartenden aber sicherlich wichtiger. Am Ende bleibt die Frage: Quo Vadis Transport? Vielleicht ist ja ein wenig Eigeninitiative die Antwort. Fahrgemeinschaften waren gestern – Nadel, Faden und ein wenig physikalisches Hintergrundwissen sind heute. Anleitungen, wie man z. B. Zeppeline im Eigenbau herstellen kann, sind leichterdings aus dem Internet zu kopieren (aber bitte den Quellennachweis beachten!). Natürlich müssen die Dimensionen etwas angepasst werden. Je nach Transportbedürfnis ist dann nur noch etwas individuelle Kreativität gefragt. Der nostalgische Charme in Kombination mit der vergleichsweise geringen Schadstoffbelastung der Luftschiffe wäre zudem ein weiteres Plus für das Tourismus- und Gesundheitsland M-V. Wenn also demnächst ein Zeppelin am Greifswalder Dom vertäut wird, wissen Sie: das ist keine absonderliche Spinnerei, sondern eine wahrhaft zukunftsträchtige Idee.

Impressum

Verlag Land & Leute Inh.: Heike Radtke Brandteichstraße 20 17489 Greifswald Tel.: 03834 - 550 610 Fax.: 03834 - 550 222 E-Mail: info@ll-aktuell.de Herausgeber und V.i.S.d.P.: Claus E. Schwarz Chefredaktion: Henri Dörre (hed) Redaktion: Manuel Opitz (mo), Gastautor: fhr Claus E. Schwarz (ces), freie Mitarbeiter Artwork und Layout: Lex Anzeigenberatung: Jana Heidenreich (jhe) Tel: 03834/ 550610 Anja Mirasch (mia) Tel. 03834/ 550402 Mindestauflage: 17.500 Exemplare Verteilung: Lesezirkel, Hausverteilung in ausgewählten, wechselnden Gebieten, Tourist-Informationen, Kurverwaltungen, Hotels, Gastronomie, Firmen und Geschäften Erscheinungsweise: 12 mal jährlich Anzeigenpreise: Preisliste 1, gültig ab 1.11.2009 Druck: ODR Rostock GmbH Mit Namen oder Kürzel gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder. Alle Inhalte unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Autoren oder des Verlages. Nachdruck,Vervielfältigung oder Wiedergabe in elektronischen Medien ohne Genehmigung des Verlages ist untersagt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Sie haben ein interessantes Thema? Leserpost für uns? Anregungen oder Kritik? Ab die Post an unsere Anschrift oder an die E-Mail Adresse: info@ll-aktuell.de Ausgabe 2/2011


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Land & Leute  

Leben in Vorpommern | Ausgabe 3/2011

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