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K i r c he & K u l t u r

Auch an die Umwelt ist gedacht, zum Beispiel mit Grün auf dem Vordach und Glasvitrinen mit Pflanzen, die im Innern für ein gutes Raumklima sorgen.

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen der Gebäudetechnik in den letzten fünfzehn Jahren führten dazu, dass sich das Verwaltungsgebäude heute durch zahlreiche technische und energetische Besonderheiten auszeichnet. M o derne U mweltte c hnik

In den siebziger Jahren zum Beispiel, als Schreibmaschine, Zeichenbretter und Rechenschieber noch dominierende Arbeitsmittel waren, gab es für die Beleuchtung einen einfachen Anspruch: sie musste hell sein. Mit der Einführung der Bildschirmarbeitsplätze änderten sich auch die Anforderungen an die Beleuchtung. Statt hell soll sie nun gerichtet sein, blendfrei und unter Umständen auch abgedunkelt sein. Durch Optimierung von Rastern und Spiegeln und den Einbau neuer elektronischer Vorschaltgeräte konnten die Anzahl der Leuchtmittel und der Stromverbrauch deutlich verringert werden.

Von 1997 bis 2000 wurde die Elektro-, Daten und Kommunikationstechnik erneuert. Highlight in punkto Technik ist die DrainagewasserNutzungsanlage. Uwe Mohrmann: „Unser Tiefkeller steht im Grundwasser, das wir mittels Drainage abpumpen müssen. Dieses Wasser nutzen wir zum Beispiel für das Kühlen und Wärmen verschiedenster Bereiche des Hauses. Auch die WC-Spülung oder die Bewässerung von Pflanzentrögen übernimmt das Drainagewasser. Wir sparen dadurch 11 Millionen Liter Trinkwasser ein.“ M it W asserst o ffbussen auf U mweltt o ur

Unter dem Dach „Visionen für die Stadt der Zukunft“ werden zahlreiche Veranstaltungen angeboten, darunter auch Umwelttouren, bei denen Interessierte gemeinsam mit Fachleuten Hamburgs ökologische Seiten erkunden. Auch Vattenfall hat zwei Touren im Angebot. Auf den

Spuren neuer Technologien lädt die Vattenfall Europe Innovation GmbH und die Hamburger Hochbahn zu einer weiteren Umwelttour ein. Unterwegs mit einem wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen Hybridbus der Hamburger Hochbahn erhalten Interessierte die Möglichkeit, mehr über den Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff zu erfahren. Eine Wasserstofftankstelle betreibt Vattenfall bereits seit 2003 in Hummelsbüttel und betankt dort die eingesetzten Linienbusse der Hochbahn mit Wasserstoff, der über Grünstrom-Zertifikate mit Erneuerbarer Energie erzeugt wird. Mit der zukünftigen Wasserstoffstation in der HafenCity betritt Vattenfall Neuland. Mit Europas größter Station mit Vororterzeugung wird Vattenfall unter anderem herausfinden, wie schwankend eingespeister Strom aus Erneuerbarer Energien in Form von Wasserstoff gespeichert werden kann, um als Treibstoff für Busse und Pkw zur Verfügung zu stehen. <<

 Umwelttechnik im Architekturdenkmal Führung durch das Vattenfall Gebäude. Jeden dritten Donnerstag im Monat, jeweils 17 Uhr, Anmeldung: besichtigungen. citynord@vattenfall.de

 H2amburg Mit dem Wasserstoffbus einer zukunftsweisenden Technologie auf der Spur. Termine am 4. Mai, 6. Juli, 7. Sept., 2. Nov. 2011, jeweils 16 Uhr, Treffpunkt ZOB. Anmeldung: umwelttour.wasserstoff@vattenfall.de

Foto: www.ullsteinbild.de

Arne Jacobsen war ein echter Purist Arne Emil Jacobsen, geboren am 11. Februar 1902 in Kopenhagen, gilt als international bedeutendster Architekt und Designer Dänemarks im 20. Jahrhundert. 1924 machte er eine Lehre als Steinmetz und studierte dann bis 1927 an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen Architektur. 1929 schloss er sich mit dem Architekten Flemming Lassen zusammen, um mit ihm das „Haus der Zukunft“ zu entwerfen. Seine ersten DesignArbeiten waren Möbel aus Metall,

die er für die Einrichtung dieses Hauses entwickelte. 1932 begann die Zusammenarbeit mit dem Möbelhersteller Fritz Hansen. 1936 gewann Jacobsen den Wettbewerb für das neue Rathaus von Århus. Als es 1942 fertiggestellt wurde, war der jüdische Jacobsen mit seiner zweiten Frau bereits vor den Nazis nach Schweden geflohen. 1956 begann er die Arbeiten am SAS Royal Hotel. Für dieses erste Hochhaus in Kopenhagen hat Jacobsen alle Details selbst entworfen, vom

Gebäude über die Textilien bis zum Besteck. Einige seiner bekanntesten Sitzmöbelentwürfe, wie Ei und Schwan, entstammen dem 1960 vollendeten SAS-Projekt. 1964 wurden Arbeiten von ihm auf der documenta III in Kassel gezeigt. 1965 entwarf er das Christianeum in Hamburg-Othmarschen. 1968 erhielt er den International Design Award des American Institute of Interior Designers. Am 24. März 1971 starb er in Kopenhagen. <<

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Ausgabe 1.2011

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