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K u l t u r & K i r c he

Wohnungen gibt’s viele – die Menschen machen den Unterschied!

Die Fassade des Bernhard-Nocht Instituts.

stammen von ihm. An Jeder Ecke Hamburgs trifft man auf Gebäude, für die er als Architekt verantwortlich zeichnete. Die Davidswache, das Museum für Hamburgische Geschichte, das Holthusenbad, die Finanzdeputation und das Krematorium in Ochsenzoll, das gerade restauriert wird, sind nur einige davon. Während er eine Behörde mit rund 100 Mitarbeitern leitete, entwarf er Bedürfnisanstalten und Brücken, Polizeiwachen und Krankenhausbauten für Hamburg. Zwischendurch, von 1920 bis 1923 liehen ihn die Hamburger nach Köln aus, wo er unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer einen Generalsiedlungsplan entwickelt, die Schleifung des Festungsrings begleitet und für die Anlage der Kölner Grüngürtel sorgt. Das moderne Köln trägt mindestens ebenso stark seine Handschrift wie Hamburg. Schumacher war zeit seines Lebens Junggeselle und wohnte mit seiner Schwester zusammen. Während er abends über eigenen Plänen und denen seiner Mitarbeiter brütete, las sie ihm aus Büchern zu den unterschiedlichsten Themen vor. Besonders angetan hatten es ihm Schulen, von denen er in Hamburg gut drei Dutzend entwarf. Als liberaler Geist sah er in der Bildung die Voraussetzung für sozialen Fortschritt in der Gesellschaft. So ist es ihm zu verdanken, dass auch alle Volksschulen, die damals gebaut wurden, eine Aula und eine Theaterbühne erhielten, zumeist durch Doppelnutzung der Turnhalle. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten zwangspensioniert. Von Lüneburg aus musste er miterleben, wie die Stadt, die er so maßgeblich gestaltete hatte, und viele seiner Gebäude in Schutt und Asche fielen. In einer beeindruckenden Rede im Hamburger Rathaus skizzierte der inzwischen Schwerkranke die Grundlinien für den Wiederauf bau der Stadt. Sie ist sein geistiges Vermächtnis und hat die Entwicklung Hamburgs weit über seinen Tod im November 1947 hinein beeinflusst. <<

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Ausgabe 1.2011

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