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Wir konnten feststellen, dass die kath. Kirche in Polen einen nach wie vor hohen Stellenwert inne hat. Die Wertschätzung und die Verehrung von Papst Joh. Paul II ist allüberall zu sehen und zu erleben. Sinnbildlich brauchen wir Brückenbauer, damit die Wege noch besser zueinander führen und wir alle als Europäer davon profitieren. Hohe Anerkennung verdient die Wiederaufbauleistung nach den zweiten Weltkrieg. Die Restaurierung, die mit viel Liebe zum Detail (künstlerisch und handwerklich ) erfolgt ist und jetzt nach der Wende wieder mit viel Farbgefühl Anziehungspunkte für Besucher geschaffen wurden. Dies alles ohne finanzielle Unterstützung der Bündnispartner in der sozialistischen Zeit. Die jetzt geleisteten Zahlungen von EU und UNESCO sind gut investierte Mittel; allemal besser wie Finanzierung in Waffen zu Zeiten des kalten Krieges. Ich denke, wir können alle Botschafter für unsere Nachbarn Polen sein, für die Menschen, die eine lange, gemeinsame Geschichte mit uns teilen. Polen ist in Europa angekommen und wir profitieren alle von diesem großen und freien Staatengebilde, trotz aller Aufgaben, die noch zu lösen sind. Mein Wunsch war und ist es, möglichst vielen Jungen Menschen den Hinweis zu machen, Polen zu besuchen und enge Kontakte zu knüpfen, um die gemeinsame Zukunft zu gestalten. Dank zu sagen an die ganze Gruppe, an den umsichtigen Fahrer Peter und alle regionalen Städteführer ist ohne jede Einschränkung angebracht. Eine ganz besondere Anerkennung verdient unser Reiseleiter Jacek Gorecki, der es verstanden hat, mit unendlichem Fachwissen und sehr gutem Einfühlungsvermögen uns die Zusammenhänge der wechselhaften, schwierigen gemeinsamen Geschichte nahe zu bringen. Seine sachlichen und objektiven Erklärungen sind gute Wegweiser von der Vergangenheit über die Gegenwart zur Zukunft. Viel Spaß. 110626 Datum 11 = Jahr 06 = Monat 26 = Tag Wir starten in Liberec / Reichenberg und fahren über Jablonec / Gablonz und von dort über das Riesengebirge, das Tschechien und Polen, Böhmen und Schlesien trennt. Der Wetterbericht für den heutigen Tag ist nicht besonders gut. Das mit Wolken verhangene Riesengebirge gibt Raum für die Spekulation, wann und wo der Rübezahl auftauchen wird. Die Straße ist gut ausgebaut und wir bemerken kaum, dass wir nach etwa einer Stunde Fahrt die Grenze zu Polen passiert haben ( natürlich ohne Formalitäten ). Wir fahren durch einige Ortschaften, die erkennbar auf den Wintersport ausgerichtet sind. Nach etwa 30 Minuten erreichen wir Hirschberg / Jelenia Gora. Hier nehmen wir unseren Reiseleiter Jacek auf. Wir sind gespannt, wie er uns empfangen wird. Sofort steigt er ins Thema ein und erklärt eine Reihe von Details für die hier geborenen Langer Brüder. Jürgen Langer ergreift das Mikro und schildert einige Details der Familiengeschichte.

Profile for Jakob Strauss

Tagebuch Polen 2011 22.7.-3.7.2011  

Ein wesentlicher Punkt in der Aufholjagd ist die Infrastruktur. Hier wurde schon sehr viel erledigt, aber die Aufgaben sind noch groß. Das W...

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