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BDB Architektur & Bildungsreise China 17.10. – 27.10. 2010

- Shanghai-Qingdao - Beijing – Reiseleiter Willi Xu Du Reisebegleiter Jakob Strauß Tagebuch Dieses Tagebuch soll helfen, die Zuordnung der vielfältigen, reichhaltigen und eindrucksvollen Ereignisse der 20.600 km ( Flug und Bus und Zug ) langen Reise zu ermöglichen. Es soll kein literarisches Werk sein. Jeder mag diese Datei auf die eigenen Bedürfnisse und Eindrücke ergänzen, oder verändern. Ein Hilfsmittel eben. Herzlichen Dank für die gute, konstruktive Gemeinschaft in einer der am dichtesten besiedelten Zentren dieser Welt, bis hin zu ländlichen Strukturen und der beeindruckenden, malerischen Bergwelt an der „großen Mauer“. Besonders beeindruckend war die Begegnung mit so vielen, liebenswerten Menschen. Ebenfalls einen herzlicher Dank geht an Junlin „Hans“ Bai für die Vorbereitung der Reise und an das Team von Scharff – Reisen, Micha Laufer und Stefan Niessner für die Umsetzung und Unterstützung aus der Eifel. Die konstruktiven Hinweise in der Bewertung aus der Reisegruppe werden bei der nächsten Reise berücksichtigt. Das Bessere ist des Guten Feind! Die Highlights der Reise habe ich in fetter Schrift gehalten.

101017

(Datum Jahr – Monat – Tag)

Flug ab Frankfurt ist planmäßig verlaufen. Es ist erkennbar, dass der Anteil der chinesischen Reisenden in den in den letzten Jahren immer größer geworden ist und dass es überwiegend Geschäftsleute sind, die in Europa auf Dienstreisen sind. Die Europäer sind überwiegend die Vertreter ältere Generation, die Urlaubsreisen unternehmen. Sollte dies zu denken geben?

101018 Der Empfang der Gruppe durch Willi und Jakob mit der chinesischen Flagge war herzlich und freundschaftlich. Wir haben uns gleich in den Transrapid begeben und die unvorstellbare Geschwindigkeit von 431 km/h erleben können.


Danach sind wir zum Mittagessen in ein Lokal am Bund. Anschließend haben wir einen kleinen Spaziergang am Bund gemacht und die Masse an Menschen bewundert. Das obligate Foto mit der Welt der Wolkenkratzer darf natürlich nicht fehlen. Danach sind wir zur Altstadt gefahren, um den Yu Garten zu besichtigen. Von dort direkt zum Abendessen und Shanghai bei Nacht bewundert. Einchecken und der erste, lange Tag war gelaufen.

101019 Nachfeier der Geburtstage von Horst Nürnberger und Karl Kreuch in der Lobby im Hotel. Das Spruchband langes Leben und Glück und das bekannte Lied sind ein schöner Start in den Tag. Die Fahrt mit dem Bus zum EXPO Gelände bevorzugen wir gegenüber der U Bahn Fahrt. Willi kennt die Schleichwege, über die wir schneller auf das Gelände kommen. Rundgang in der Gruppe vom China Pavilion zur „Kulturmuschel“, über die Hochstraße vorbei an den Ständen links und rechts des Weges bis zum Pavilion Kanada. Dann kommen wir auf das Niveau des Geländes, hin zum Schweizer Pavilion, wo wir einen direkten Zugang ohne Wartezeiten bekommen. Dann haben wir um 14.00 Uhr eine Führung im Stand Austria. 15.00 Uhr ist der Besuch im Deutschen Pavilion. Wir werden von Konsul Dr. Kreuzberger empfangen und erhalten ein umfangreiches Briefing. Der Themenstand China und Deutschland bewegt sich ist unser letztes Ziel. Wir werden um 17.00 Uhr ebenfalls empfangen und umfangreich informiert. Durch die vor vereinbarten Termine und die optimierte Gehstrecke haben wir einen guten Überblick über diese gigantische Veranstaltung erhalten. Mit dem Taxi fahren wir glücklich und zufrieden ins Hotel zurück. Um 19.00 Uhr ist das Abendessen im Feuertopf angesagt. Auch ein Erlebnis, das nicht alltäglich ist.


101020 Der Luchao Harbor ist der neue Hafen, der vor dem Baubeginn der EXPO bezogen wurde. Das Expo Gelände war früher Teil des alten Hafens.( http://www.tourbeijing.com/shanghai_attractions/shanghai_luchao_harbor.php) Die Fertigstellung und der vollkommene Ausbau des neuen Hafens schreitet mit großen Schritten voran. Jedes Jahr kommen neue Gebäude dazu, die wie Pilze aus dem Boden wachsen. Wir fahren ans Meer zum Aussichtspunkt und sehen die 30 km lange Brücke, die die zwei Container Plattformen mit dem Festland verbinden. Allein dieses Brückenprojekt fordert den Respekt der Spezialisten ab. Beim Kunstvoll gestalteten Walfisch stellen wir uns für ein Gruppenfoto zur Erinnerung auf. Im Informationscenter verschaffen wir uns einen Überblick über die Gesamtanlage. Die Betreuung an diesem Ort ist nicht mehr besonders intensiv, was darauf schließen lässt, dass diese gigantische Planung breits Normalitätsstatus erreicht hat und neue „Spielzeuge“ aktuell sind. Die Stadtplanungsausstellung ist unser nächstes Ziel. Auf mehreren Ebenen sehen wir die Stadtentwicklung von kleinsten Anfängen bis in die Zukunft, die in einem 360° Kino präsentiert wird. Eine Gesamtpräsentation einer Stadt, wie sie nur schwer zu toppen sein dürfte. Mit diesen Eindrücken gehen wir zwei Straßen weiter in die Nanjing Straße, eine der längsten und belebtesten Einkaufsstraßen der Welt. Unvorstellbar, wie viel Menschen sich hier bewegen und einkaufen. Das Abendessen nehmen wir am Bund ein, bevor wir zur Lichterfahrt starten. Es bietet sich uns ein phantastisches Lichtermeer. Lichter strahlen von Hochhäusern Brücken und Bäumen und allen Farben. Wir nutzen die die Gunst der Stunde und fahren auf den fertig gestellten „Flaschenöffner“, das Finanzzentrum von Shanghai. Der Flaschenöffner ist nahezu 500 Metern hoch und wir sind ganz oben und schauen auf den Jin Mao und den Fernsehturm herunter. Ein unglaubliches Gefühl. Einen schönen Abschluss des Abend nutzen einige und genießen erstklassigen Jazz im Pease Hotel am Bund, das erst vor kurzer Zeit gründlich saniert wurde.

101021 Der von Speer gewonnene Architektur Wettbewerb „Anting Town“ ist unser Ziel


Anting bedeutet übersetzt in etwa „Ruhiger Pavilion“!!! In Rekordzeit wurde die erste Stufe des anspruchsvollen Projekts realisiert und dann aber nicht weitergebaut, nachdem der Abverkauf ins Stocken geraten ist. Es wurden zu viele Wohnungen mit einer Ost / West Ausrichtung realisiert, die von den chinesischen Interessenten nicht akzeptiert werden. Es ist ein unglaublich großer Leerstand zu erkennen und der Zahn der Zeit nagt bereits erheblich an der Substanz. Dieses Projekt wird bereits für Architektur Studenten als Anschauungsobjekt für Baumängel benutzt, also quasi Museum nach wenigen Jahren. Wir besuchen Zhujiajiao und erleben eine Stadt, die von der Familie Zhu um 1580 gegründet wurde. Die verwinkelten Gassen und die mit Kähnen belebten Kanäle erinnern etwas an Venedig. Es ist auch eine Augenweide, die Parkanlage der Familie Zhu zu besichtigen. Hier könnten wir uns länger aufhalten und verweilen. Es war das Anliegen von einigen Mitreisenden, dass die Seidenproduktion besichtigt wird und die Möglichkeit zum Einkauf von Seide geboten wird. Eine interessante Präsentation. Vom Abendessen geht es direkt zur Akrobatik-Show. Diese Show zeigt den hohen Stand dieses Volkssports. Die Präzision zeigt sich am Schluss, als 8 Motorradfahrer in der Stahlkugel ihre gefährlichen Runden drehen. Wieder ist eine langer, anstrengender, aber interessanter Tag zu Ende. Es sind nun noch die Koffer für die Abreise nach Qingdao zu packen.

101022 Wir fahren voll der Eindrücke, die wir in der Stadt der Zukunft gesammelt haben, zum nationalen Flugplatz zu Terminal 2, der neu gebaut wurde. Wieder werden wir von der Großzügigkeit überrascht. Die Abwicklung läuft perfekt und wir sitzen pünktlich in der voll besetzten Maschine. Wir bekommen die Information, dass der Abflug verzögern wird. Diese Information folgt in regelmäßigen Abständen. Aus der Kurzfristigkeit werden zwei Stunden, dann drei und vier. Als die fünfte Stunde in der Maschine abgelaufen waren, haben Willi und ich massiv reklamiert, ohne jedoch an konkrete Informationen zu kommen. Danach haben sich die Emotionen der mitreisenden Chinesen ebenfalls entwickelt und es entstand eine Stimmung der Unzufriedenheit, wie ich diese in China noch nicht erlebt habe. Es sah so aus, als dass sich die Emanzipation der Chinesen auch langsam entwickeln könnte. Wir haben die Information von den Vorgesetzten verlangt, ja erpresst. Es waren Szenen, die einige Mitreisenden mit gemischten Gefühlen verfolgt haben. Die Maschine wurde geräumt, gereinigt und wir konnten wieder einsteigen. Nach 8 Stunden Wartezeit ging es dann auch wirklich los in Richtung Qingdao. Die konkrete Ursache haben wir nicht erfahren könne. Es soll ein Manöver in um Qingdao der Auslöser gewesen sein, sodass der Luftraum komplett gesperrt gewesen sein soll. Diese Information hat sich dann später so bestätigt. Es ging um die Antwort auf japanische Manöver, die im „gelben Meer“ stattgefunden haben. Der Flug war dann gut und das Abendessen noch besser. Mit „Maotai“ haben wir den Abend bei bester Stimmung beschlossen. Eine tolle Team Erfahrung, die uns noch näher als Gruppe zusammen gebracht hat.


101023 Im Tagungsraum des Hotels treffen der Chef Ingenieur Zhan und die führende Mitarbeiterin des Stadtplanungsamtes zu einem Briefing ein. Wir stellen eine Reihe von Fragen, die Herr Zhan sorgfältig beantwortet. Er hat über viele Jahre in Deutschland gearbeitet und spricht ein sehr gutes Deutsch. Kurze Zeit darauf trifft die Architektin, Frau Wu Wei ein, die in Deutschland studiert und gearbeitet hat und berichtet über Ihre Arbeit als Architektin in ihrer Heimatstadt Qingdao.

Wu Wei begleitet uns im Bus zur St. Michaelis Kathedrale , wo wir viele Hochzeitspaare antreffen, die mit Fotografen Hochzeitsfotos machen. In die Kathedrale kommen wir nicht hinein, weil die Kirche für ein großes Konzert vorbereitet wird. Wir machen einen Spaziergang zum Chinesenviertel und schlendern über den bunten, interessanten Markt. Wu Wei zeigt uns einige Objekte, an welchen sie arbeitet und Konzepte zur Sanierung vorgelegt hat. Wir besichtigen Innenhöfe und erkennen die Situation und die anspruchsvollen Aufgaben, die auf Planer warten. Zum Abschluss zeigt sie uns ein umgesetztes, gelungenes Beispiel in der „Fressgasse“. Wir bedanken uns bei Wu Wie für die gemeinsame Zeit und verabschieden uns von ihr.

Das nächste Ziel ist die evangelische Kirche, die gerade heute das 100 jährige Jubiläum feiert. Die Gläubigen füllen die Kirche und den Vorplatz, auf welchen über eine große Videowand der Gottesdienst übertragen wird. Wir kommen aus diesem Grund nicht in die Kirche. Wir vereinbaren einen Termin am frühen Abend, dann wird ein Besichtigungstermin möglich sein. Die Stimmung auf dem Kirchplatz war eindrucksvoll. Nun ist Zeit zum Mittagessen und wir werden von der schmackhaften Shandong Küche verwöhnt. Danach fahren wir zum Gouverneurspalast und machen einen ausführlichen Rundgang in diesem aufwändig gestalteten Gebäude.


Viele hohe Politiker der alten und neuen Zeit, aus aller Welt, waren hier zu Gast. Nun führt uns der Weg in die legendäre Brauerei Tsingtau. Nach einer Besichtigung des Brauereimuseums und einem Glas Freibier fahren wir zu einem schön gelegenen Pavilion mit Blick über die Stadt auf die Bucht von Qingdao. Nun fahren wir nochmals zur evangelischen Kirche und finden nun Platz im Inneren. Es wird gerade ein Gottesdienst mit einem sehr guten Chor und einem Dirigenten aus Korea gehalten. Mit diesem bewegenden Eindruck treffen wir auf dem Kirchplatz einen jungen Mann aus Deutschland, der derzeit in Qingdao lebt. Er schildert uns, dass sich die christlichen Kirchengemeinden in China stark vergrößern und sieht den Grund darin, dass speziell die jungen Chinesen auf der Suche nach Sinn sind. Nach dem Abendessen in einem sehr schönen Lokal machen wir einen Spaziergang auf der Flaniermeile, dem Steg in die Bucht, zum Pavilion, dem Wahrzeichen der Stadt und der Brauerei. Trotz der verlorenen Zeit am Vortag haben wir einen sehr guten Gesamtüberblick über die Altstadt bekommen und alle Programmpunkte aufholen können.

101024 Das Frühstück im Drehhotel um 6.30 Uhr verschafft uns nochmals einen Überblick über Teile der Altstadt und die ständig wachsende Neustadt. Schweren Herzens verlassen wir Qingdao, wir wären gern noch etwas geblieben.

Die Geburtstagsfeier für Reinhold haben wir noch in der Lobby gehalten und dann ging es auf die Fahrt zum Bahnhof. Der Eindruck im Bahnhof war stark. Gewundert haben wir uns über den geordneten Andrang der Menschen an einem Sonntag morgen. Die 350 km lange Fahrt gibt Eindrücke vom Leben und Arbeiten auf dem Lande. Die Felder, Teiche, Gewächshäuser und Baustellen aller Art entlang der Strecke geben uns Denkaufgaben auf, die nicht so nebenbei beantwortet werden können. Es hat sich gelohnt, die Bahnfahrt nach Peking zu wählen. Nach ca 5,5 Stunden angenehmer Fahrt im


chinesischen ICE rollen wir in den Südbahnhof von Peking ein. Bei der Besichtigung dieser neuen Anlage, die zu den olympischen Spielen fertig geworden ist, sind wir von der Großzügigkeit und Leichtigkeit, aber auch von Größe und den Menschenmengen beeindruckt. ( täglich ca 500.000 Menschen „Umschlag“ )

Das Olympiastadion, das Vogelnest ist nun das nächste Ziel. Auf der Fahrt dort hin erklärt uns Willi seine Heimat und wir fühlen, dass er zuhause angekommen ist. Nach einem Gruppenfoto vor dem Stadion besichtigen wir das „Wunderwerk“ von innen und wir sind alle beeindruckt, an dieser Stelle stehen zu können. Die Fahrt zum Hotel läuft sehr gut, denn es ist Sonntag und der Verkehr ist mäßig.

101025 Der Himmel ist blau, das Wetter ist schön, aber kalt. Das sind gute Voraussetzungen, für saubere Luft und gutes Fotolicht. Unser Ziel ist der Kohlehügel, die Verbotene Stadt und der Tianamen, der Platz des himmlischen Friedens. Dieser Weg führt uns auf einer Achse von mehreren Kilometern durch die weltweit bekannten Anlagen. Im Park des Kohlehügels angekommen, werden wir von einer großen Zahl von Frühsportlern überrascht, die mit unterschiedlichen Übungen für Ihre Gesundheit und für die Gesellschaft mit anderen Menschen sorgen. Mancher Besucher wünscht sich, ebenfalls so abschalten zu können.


Wir queren die Straße und kommen über den Hintereingang in den Kaiserpalast, die verbotene Stadt. Es ist überwältigend, die Ausmaße und die Details zu sehen. 999 Gebäude umfasst dieser Palast. Es ist erschlagend, mit wie vielen Details die Ming Architekten gestaltet haben. Zu den Olympischen Spielen wurde mit er viel Liebe und Aufwand restauriert. Es hat sich gelohnt. Wir nähern uns dem „Platz des Himmlischen Friedens“ und hören Erklärung zum tragischen Ereignis 4.6.1989. Wir erkunden diesen riesigen Platz und sammeln uns anschließend zur Fahrt zum Mittagessen. Die nächste Attraktion ist der Himmelstempel, der bis zum Ende der Kaiserzeit 1911 vom Kaiser als Opferstätte genutzt wurde. Das obligate Foto auf dem Mittelpunkt der Welt wird geschossen.

Beeindruckt von dieser Gesamtanlage und mit müden Beinen fahren wir zur Präsentation von Frau Dr. Wang, die uns die traditionelle, Chinesische Medizin vorstellt und dann die Fußmassage zukommen lässt. Die anschließende Pulsdiagnose trifft bei den meisten „Patienten“ den Nagel auf den Kopf. Das Treffen mit Bai Junlin, diese Reise geplant hat, schließen wir mit einer interessanten Diskussion ab.

101026 Wir fahren in die Stadt zum Stadtplanungsamt und sind begeistert von der Architektur dieses Gebäudes, aber auch von der gebotenen Präsentationstechnik, die die Entwicklung aus dem alten China bis in die Neuzeit und die Zukunft aufzeigt. Auch die Modelle der Stadien der olympischen Spiele 2008 sind hier zu sehen. Auf dem Werk zur Community City, die unmittelbar an der „Großen Mauer“ errichtet wurde, machen wir einen Stopp bei einer Fabrik, die Zuchtperlen verarbeitet. Das darf bei einer Chinareise nicht fehlen. Die Community City wird uns erklärt von Anke Delling aus Immenau / Thüringen, die in dieser Anlage derzeit ein Praktikum macht. Wir starten mit einem Mittagessen im zentral gelegenen Hotel. Danach besichtigen wir die Villen der Anlage, die ausschließlich von Architekten aus dem asiatischen Raum geplant wurden. Die


ansprechenden Gebäude zeigen interessante Grundrisse. Die Bauausführung zeigt aber, wie wichtig ein Erfahrungsaustausch mit der westlichen Welt sein kann.

Die Große Mauer ist nun der krönende Abschluss dieser Reise. Wir steigen voller Erwartung aus dem Bus und besteigen dieses Bauwerk mit gemischten Gefühlen. Es ist ein großes Erlebnis, einmal hier gewesen zu sein. Wir stellen fest, dass eine Menge Kondition notwendig ist, gleich das erste Steilstück zu überwinden. Wir bekommen einen Eindruck, welche menschliche Leistung es wohl gekostet hat, dieses Bauwerk zu errichten.


Das letzte Abendessen in gemütlicher Runde mit anschließenden Reden zum Reiseverlauf zeigt, dass wir auf eine informative, umfangreiche und anstrengende Reise zurückblicken können. Die Eindrücke werden noch lange nachwirken. Die Spendenaktion der Gruppe wird Junlin Bai für sein Schulprojekt für die Kinder in der Provinz Yunan überreicht. Mit diesem Betrag können 9 Mädchen armer Eltern für ein Jahr in einem Internat verpflegt werden. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer! Mit den Spenden der anderen Reisegruppe werden also 15 Mädchen ein Jahr gefördert.

Die Auswertung der Reisebeurteilung durch die Teilnehmer ist sehr gut ausgefallen. Das genaue Ergebnis werde ich in Kürze mitteilen.

101027 Herzlichen Dank an alle Teilnehmer für die aktive und konstruktive Zusammenarbeit, ganz besonders an Horst Nürnberger, der die Organisation übernommen hat. Es war eine gute Zeit. Ich wünsche Gesundheit, Erfolg und ein langes Leben. ________________________________________________________________________

101017 ( Sondereinlage Jakob Strauß) Ursprünglich war vorgesehen, dass ich direkt nach Shanghai fliege und dann die nächste Reisegruppe empfangen würde. Bai hat mir aber vorgeschlagen, dass er für mich einen Fahrer organisiert, der mich nach Yiwu, ca 350 km südwestlich von Shanghai, dem Marktplatz der chinesischen Produkte für den Export, bringen wird. Diese Fahrt war dann eine interessante Abwechslung für mich. Spät in der Nacht kommen wir an und es wartet ein tolles Hotel auf mich. Hier übernachten die Einkaufsbosse der internationalen Großeinkäufer. Diese Stadt kennt kaum jemand. Zunächst habe ich einen Baumarkt besichtigt. Die ca 8 km lange Straße wird an beiden Seiten von Geschäfte für alle Baubelange gesäumt. Vom Kanalrohr bis zu high quality Fliese ist alles zu bekommen. Einfach unvorstellbar. Danach erfolgt der Besuch in der Yiwu International Trade City. Unglaublich für Alle, die das noch nicht gesehen haben. Hier sind die Einkäufer aus der großen, weiten Welt anzutreffen. Man kann hier Schwarzwälder Kuckucksuhren Made in China für 20 € kaufen, aber auch wertvolle und teuere Uhren. Die Preise sind unglaublich niedrig. Man müsste eine siebenstellige Summe frei zur Verfügung haben, für einen Start in einen interessanten Markt. Auf dem Weg habe ich eine Chinesin, Julia getroffen, die mir die Suche nach den Fachrichtungen erleichtert hat. In der Mittagspause haben wir einen Araber aus dem Jemen getroffen, der uns zum Abend Tee in sein Lokal eingeladen hat. Bei Wasserpfeife, Tee und allerlei Leckereien aus Arabien haben wir den Abend genossen. Der Mann von Julia ist Generalmanager der Qingdao Brauerei und ist zuständig für den Markt in Südchina. So klein ist die Welt. Am 18. werde ich an den Flughafen Shanghai Pudong gebracht, um die nächste Gruppe aus Bamberg zu empfangen.

101028 Der Alltag begann und es bleibt die Erinnerung an eine erlebnisreiche Reise, deren Eindrücke noch lange nachwirken werden. Diese Zeilen und die dazugehörige Foto CD sollen mit dazu beitragen. Wer die CD möchte, möge diese bei mir, oder bei Scharff Reisen anfordern. Vielleicht sehen wir uns bei einer der nächsten Reisen wieder. Danke für die gemeinsame Zeit. Jakob Strauß


Jakob Strauß Brunisachweg 23 D 88677 Markdorf 0049 7544 2642 0049 7544 72649 0049 174 32 87 596 info@strauss-jakob.de

Provinzen, die wir bei unserer Reise kennen gelernt haben. Shanghai Shandong Peking

Texte Ginkgo Optimist und Pessimist Wimpel Horoskope Danke Wachstum Albert Schweitzer Alles nur geliehen China Daten und Provinzen Wimpel

Filmempfehlungen / DVD / Buchempfehlungen Der Chinaschock, Econ Verlag ISBN 978-3-430-30025-4 Nachbar China ISBN 10:3-430-30004-5 Ein besonderes Werk, das einiges auch zur Mongolei und der Welt sagt. Der letzte Kaiser, DVD Marco Polo, http://www.moviepilot.de/movies/marco-polo-2 Sven Hedin, einige Werke, siehe im Internet Mongoleiführer, Unterwegs im Land der Nomaden ISBN 978 3 89794 1175 Mongolei Reise Know How, Fred Volkert ISBN 3831713642

Nachtreffen der Reisegruppe Es war der allgemeine Wunsch, dass wir uns als Gruppe ( mit Partnern )wieder treffen, um die gemeinsamen Eindrücke mit Bildern und Filmen nachbearbeiten. Ich werde dazu noch zu einem späteren Zeitpunkt einladen.

Namen und Adressen der Teilnehmer: Die Adressen der Teilnehmer habe ich bereits verteilt

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