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Vinschgau-Cross

parallel

Welt

Neues aus dem Südtiroler Vinschgau: Die Trails am Sonnenberg sind jetzt schon schneefrei und lassen sich zu einem DreiTages-trip verbinden. Auf dem HöhenWeg von Latsch zum Reschensee STOSSEN Biker auf längst vergessene Welten.

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Vinschgau-Cross Text und Fotos Ralf Glaser

Wer so aufwächst, dem steht im Leben jedes Ziel offen. Nur der Berufswunsch „Fußballer“ dürfte den Nachwuchs auf direktem Wege ins Abseits führen. Klar kann man den hiesigen Bergbauern Fleiß und Zähigkeit sicher nicht absprechen. Doch der kleinste Fehltritt – und die Kugel ist weg. Nein, wer hier oben Fußball spielen will, sollte das Ballgefühl wirklich mit der Muttermilch aufgesogen haben oder zumindest eine außergewöhnliche Laufbereitschaft an den Tag legen. Aber machen wir uns nichts vor, den Weg zu den steilen Wiesen der

Chris Riedl, BIke-Guide Das geschäftige Treiben da unten kann mal drei Tage ohne uns klarkommen.

„In drei Tagesetappen über den Vinschger Höhenweg – das ist Transalp und Freeride-Erlebnis in einem.“

„Leger“, hier im Vinschgau, werden sich die Talent-Scouts von Tante Juve sparen können. Auf den Bauernhöfen des Sonnenbergs im Südtiroler Vinschgau wird sich kein neuer Messi finden lassen. Es ist schon ein architektonisches Mysterium, dass sich hier überhaupt ein Haus am Hang halten kann. Von hinten ein Stockwerk, von vorne deren vier – so könnte man das typische Vinschger Bergbauernhaus beschreiben. Und direkt davor: ein Abgrund, als drohe hier das Ende der Welt. Tausend Höhenmeter über dem legendär sonnigen Südtiroler Trockental, auf der Südseite zwischen dem Reschensee und Meran, herrscht

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eine ganz andere Realität. Trotz Auto und Telefon dürfte sich das Leben der Bergbauern heute nur wenig von dem ihrer Vorväter unterscheiden. Die Leger zu bewirtschaften, jene Handvoll bewässerter Oasen, die wie Spinatspritzer auf Babys Lätzchen inmitten der immens steilen Steppe des Sonnenbergs kleben, ist pure Handarbeit. Traktoren kommen mit dieser Steigung kaum zurecht. Eine Sense und der Rechen sind damals wie heute alltägliches Handwerkszeug. Jene drei Biker, die im Bauernkalender-Idyll seltsam deplatziert wirken, dürften sich mit solchen Gedanken kaum zusätzlich belasten. Einen dicken Rucksack und 160 Millimeter Federweg hier hinaufzukurbeln, ist an sich schon Strapaze genug. Noch bevor die Sonne heute Morgen bis in den Talgrund gewandert war, hatten sich die drei auf den Weg gemacht. Vernunft siegt gegen Schlafmützigkeit: Wer den Anstieg auf der Teerstraße zwischen Kastelbell und St. Martin zuspät angeht, wird schon im April mit sengender Sonne und erst recht bleischweren Gliedern bestraft. Matze Gruber, seine Freundin Carry und Chris sind Bike-Guides im Vinschgau. Und heute ist der Tag, an dem sie Matzes neueste Hirngeburt scouten werden. „Früher sind die Biker auf der Via Claudia durch das Tal gerollt, ohne die Abhänge rechts und links eines Blickes zu würdigen“, erklärt Matze seine Idee. „Heute kommen sie wegen All-Mountain-Touren und der Trails her, aber kein Mensch redet mehr von Transalp – dabei gibt’s hier perfekte Möglichkeiten,

beides unter einen Hut zu bringen.“ Matzes Sonnenberg-Querung ist eine Freeride-Transalp im Miniformat! Sein Plan: eine Biker-Variante des Vinschger Höhenwegs zu kreieren. Drei Trail-lastige Tagesetappen führen von Latsch bis hinauf an den Reschensee. Verpflegung gibt’s in den Buschenschänken, jenen UrSüdtiroler Bauernbeizen ganz oben am Berg. Natürlich wird auch am Berg geschlafen: Einige Almbauern bieten in ihren altehrwürdigen Katen Fremdenzimmer für „Ferien auf dem Bauernhof“ an. Für Touristen ist dies eine willkommene Möglichkeit, sich vom hektischen Stadtleben zu erholen. Für die Bauern ist es ein willkommener Zuverdienst als Tribut an die Tatsache, dass sich von der Arbeit eines Bergbauern heutzutage nicht mehr leben lässt. Und für Mountainbiker? Die lockt der Sonnenberg mit Trails, Trails, Trails. Und einer Tour, die es so in den Alpen kein zweites Mal geben dürfte. Zumal die Vinschger Südseite schon im März garantiert schneefrei ist. Wo

Schiefe Hüfte, aber kerngesund: das Milchvieh in den Steilhängen des Vinschgaus.

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Vinschgau-Cross

Abendstimmung am Sonnenberg: Zur Hütten-Übernachtung taucht man schon mal auf halbe Höhe ins Tal ab.

Abendstimmung am Sonnenberg: Zur Hütten-Übernachtung taucht man schon mal auf halbe Höhe ins Tal ab.

Matze Gruber, Bike-Guide sonst in den Alpen könnte man so früh im Höhenprofil der drei Tage lässt an Matzes Jahr eine Mehrtages-Tour fahren?“ Freeride-Prognose zweifeln: Das Profil steigt wie die Fieberkurve eines Malaria-Kranken, mit Doch was einem während dieser drei Tages­ deutlich steigender Tendenz – schließlich geht etappen blüht, macht schon der erste Morgen es drei Tage lang talaufwärts, bis ganz hoch an klar. 1200 Höhenmeter auf einer konstant den Reschensee. „Wenn wir nach oben fahren, steilen Teerstraße liegen zwischen Kastel- können wir wesentlich mehr und bessere Trails bell im Talgrund und dem kleinen Örtchen einbauen“, verteidigt Matze seinen Plan. Die St. Martin im Kofel, das hoch über Latsch Geschichte würde deutlich flowiger so, auch am Hang klebt. Und auch der Blick auf das wenn so insgesamt mehr Höhenmeter bergauf

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„Die Route von Kastelbell zum Reschensee führt zwar insgesamt mehr bergauf, aber die Trails sind so deutlich schöner.“

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VINSCHGAU-Cross Drei Tage Vinschgau-Trails am Stück sind auch für Local-Guide Chris Riedl eine neue Herausforderung.

Ziel erreicht: der Reschensee. Im Hintergund glänzt der Ortler.

Der finale Trail nach Tanas – dieses Mal ein Uphill – ist sehr selektiv und gleicht im Profil einer Cross-Country-Strecke mit WorldcupNiveau. Es scheint paradox, doch die längste Etappe hoch zum Reschensee ist gleichzeitig die gemütlichste – wobei das Wort „gemütlich“ angesichts eines 1700-Höhenmeter-Anstiegs natürlich relativ zu sehen ist.

an Trails zu überwinden, doch ins Tal zieht es jetzt keinen der drei. So ein Touren-Nachmittag kann kaum entspannter ausklingen, als in diesem Garten am Südwesthang des Sonnenbergs. Während der Hauptort des Vinschgaus schon lange im Schatten liegt, lässt die Abendsonne die Zinnen des stolzen Bergfrieds leuchten. Die Zivilisation dort unten scheint greifbar nah, und doch dringt kein Laut herauf. Beim Abendessen dann entdecken Biker und Bauern ihre Gemeinsamkeiten: einfach, aber gehaltvoll, so ist es richtig. Schließlich steht am nächsten Morgen für beide Seiten einiges an Arbeit an.

als bergab auf der Agenda stehen. Vom Anstieg gezeichnet, rollen die drei Guides in St. Martin ein. Ein Cappuccino und ein Toast in der Bar an der Seilbahn-Bergstation sind Pflicht. St. Martin im Kofel ist so etwas wie der letzte Vorposten der stadtmensch-

kompatiblen Zivilisation am Sonnenberg. Ab jetzt beginnt die Welt der Südtiroler Buschenschänken mit Alpkäse statt Toast und Most statt Coca-Cola. Doch hier beginnt nun auch die Welt der Trails. Statt bergab zu steuern, ist auf Matzes Sonnenberg-Cross erst einmal

Die Highlights der Tour Drei Tage Auf der Sonnenseite des Vinschgaus – von Latsch an den Reschensee. Vom Tal aus betrachtet, erscheint der Vinschger Sonnenberg als eine karge Steppe. Um hier Landwirtschaft zu betreiben, mussten die Bergbauern seit Jahrhunderten einen immensen Aufwand betreiben – und schufen dabei eine Kulturlandschaft, wie sie in den Alpen einzigartig ist. Hier die Highlights der Tour: Die Waalwege: Ohne künstliche Bewässerung wächst am Sonnenberg gar nichts. Heute wird das Wasser zumeist über vergrabene Leitungen transportiert. In früheren Zeiten zweigte man das kostbare Nass über die „Waale“ von den Gebirgsbächen ab. Dank dieser offenen Bewässerungskanäle mit nur geringem Gefälle, an deren Rand immer auch ein kleiner Waalweg für die Wartung des Waals verlief, konnten auch abgelegenere Wiesen bewässert werden. Heute

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sind die meisten dieser Waale trocken – und geben dem Begriff „Flowtrail“ eine ganz andere Dimension. Die Burgen: Die historische Bedeutung des Vinschgaus lässt sich auch an dessen vielen Schlössern und Burgen ablesen. An zwei der All-Mountain-Kombedeutendsten von ihnen, nämlich fort:Schloss Beide Bikes Schlandersberg bei Schlanders und der Churburg bei Mals, führt die Tour direkt vorbei. Die Bauernhöfe: Als Berghotels oder -Restaurants darf man sich die Höfe und Buschenschänken am Sonnenberg nicht vorstellen. Gastronomie und Tourismus sind für die Bauern Nebenerwerb, den sie aber mit viel Herz betreiben. Eine Speisekarte wird man hier meist vergeblich suchen. Man isst, was es gibt – etwa den Apfelkuchen, den die Bäuerin heute frisch gebacken hat.

Ein kräftezehrendes Up-and-down prägt schließlich auch die zweite Tagesetappe. Der Tanz geht gleich nach dem Frühstück los. Der Trail in die Schlandraun-Schlucht verlangt mit seinen engen Kehren höchste Konzentration und präsentiert sich völlig Vinschgau-untypisch lehmig und feucht. Besser, man schiebt, zumal die folgende Passage auf dem Waalweg die Lebensgeister in Wallung bringt. Dann zeigt der Kortscher Sonnenberg, dass er seinem Latscher Pendant in nichts nachsteht: weder in Sachen Anstrengung bergauf, noch in Sachen Fahrspaß bergab.

Auf Forstwegen durch schöne Lärchenwälder erreichen Matze, Carry und Chris bald die Höfe oberhalb von Schluderns. Hier knickt das Vinschgau nach Norden in Richtung Reschenpass ab. Zum ersten Mal auf dieser Tour sind die drei Biker im Schatten unterwegs – wenn überhaupt, dann wird höchstens hier im Frühjahr noch mit Schneeresten zu rechnen sein. Die Malettes-Böden oberhalb von Mals markieren schließlich das Ende des Sonnenbergs. Ab jetzt steuern die Trails direkt auf den Reschensee zu. Kaputt, aber glücklich, klatschen die drei an der Staumauer ab. Übrigens: Hier sind die Wiesen wieder flach, eine Runde Fußball spielen wäre hier also kein Problem.

Höhenmeterhalten angesagt. Der Trail-Zauber beginnt am Forrahof. Ultra flowig führt der Pfad am Hang entlang durch die Leger und den Föhrenwald. Mit Fernblicken über das ganze Vinschgau bis hinüber zur Gletscherwelt im Nationalpark Stilfser Joch. Deutlich schwindelerregender aber sind jetzt auch die Tiefblicke: Die Abhänge werden hier zwar nur gequert, doch sind sie dermaßen steil, dass ein kleiner Fahrfehler einen bösen Direttissima-Freeride zur Folge hätte. Am Fallerbach wird das Bike kurz geschultert, dann führt der Trail fahrbar bergauf bis zum offen gelassenen Berghof Patsch – und hier beginnt das Flow-Finale des ersten Tages. Zuerst noch technisch anspruchsvoll, mit kleinen Stufen und kurzen, verblockten Stellen, führt der 14er bergab. Doch je weiter runter die drei Biker kommen, desto mehr spielt der Trail seine Stärken aus. Im schnellen Riesenslalom wickelt er sich durch den Föhrenwald. Alles fahrbar. Sogar mit guter Geschwindigkeit. Kurz vor Schlanders dann kehrt rechts: ein kurzer Anstieg noch auf Teer, und mit dem Bergschlössl ist die erste Etappenunterkunft erreicht: Der Bauernhof der Familie Stecher liegt direkt neben dem liebevoll restaurierten Schloss Schlandersberg. Bis zum Ortsrand von Schlanders wären von hier noch gut 200 Höhenmeter

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INFOS Vinschgau-Cross Lage

DIE ETAPPEN

das erste Drittel auf Asphalt noch zur Verdauung Vinschgau-Cross hilft, ist der folgende Trail bergauf sehr selektiv In drei Etappen auf der Sonnenseite des Vinsch­ und gleicht in seinem Profil einer CC-Strecke mit gaus von Latsch bis an den Reschensee. Weltcup-Niveau. Die letzten Höhenmeter durch Gesamt: 92 km und 4590 hm das Bergdorf Tanas lassen den Tag ausklingen.

DIE Route Etappe 3: Gasthof Paflur (1559 m) – UnterfriniEtappe 1: Goldrain (663 m) – Latsch (638 m) – Hof (1722 m) – Gschneirwaal (1390 m) – Kurtatsch Kastelbell (577 m) – Seilbahn St. Martin (1740 m) – Berghof Forra (1707 m), Trailhead Wanderweg 14 (1404 m) – Patsch – s’Bergschlössl (1061 m) Etappenlänge: 28,26 km/1433 hm KONDITION ★★★★ ★ ★ FAHRTECHNIK ★★★★ ★ ★

Nach dem gemütlichen Einrollen auf der Via Claudia von Goldrain nach Kastelbell, beginnt der lange Anstieg nach St. Martin im Kofel. 1200 Höhenmeter auf konstant steiler Teerstraße. Zum Trost warten tolle Ausblicke auf die Gletscher der Ortlergruppe im Talschluss des Martelltals. Nach Einkehr in St. Martin beginnen die Flowtrails, die zu Beginn recht ausgesetzt verlaufen. Vorsicht ist daher angebracht. Bis zum verfallenen Zuckbichl Hof verliert die Strecke kaum an Höhe. Ab Patsch beginnt dann das Flow-Finale über den begeisternden 14er in Richtung Schlanders. 200 Meter oberhalb des Ortes führt ein letzter Teerausstieg zum Etappenziel am Bauernhof s’Bergschlössl.

(1370 m) – Matsch (1580 m) – Alsack (1525 m) – St. Valentin (1536 m) – Staum. Reschensee (1501 m) Etappenlänge: 41,17 km/1718 hm KONDITION ★★★★★★ FAHRTECHNIK ★★★★★★

Trotz insgesamt 1700 Höhenmetern ist die dritte und längste Etappe des Vinschgau-Cross’ gleichzeitig die gemütlichste. Meist spielt sich diese Etappe auf Forstwegen ab. Einige sehr schöne Trail-Abschnitte sind zwar auch dabei, müssen aber nicht mehr bergauf überwunden werden. Wer den Vinschgau-Cross sehr früh im Jahr angeht, könnte vielleicht im Schattenhang am Beginn des Matschertals noch auf Schneereste treffen, der Rest der Strecke verlangt aber fahrtechnisch keine großen Fähigkeiten. Der Rückweg vom Reschensee nach Latsch führt über die Via Claudia Augusta und nur noch bergab – hier lohnt mehrfach ein Blick nach links auf den Sonnenberg: Einige dieser Trails werden mit Sicherheit in Erinnerung bleiben!

Etappe 2: s’Bergschlössl (1061 m) – Gsalhof (1370

Die original Roadbook-Karten und GPS-Daten aus dem neuen Guidebook Vinschgau gibt’s zum Downloaden: www.bike-magazin.de, Webcode: 3959

m) – Wallental Hof (1489 m) – Gasthof Sonnegg, Einkehr (1099 m) – Laaser Großboden (1243 m) – Gasthof Paflur (1559 m) Etappenlänge: 22,57 km/1440 hm KONDITION ★★★★★★ FAHRTECHNIK ★★★★★★

Literatur

Guidebook Vinschgau von Ralf Glaser und Matze Gruber, ISBN: 978-3-00-032510-6, 148 Seiten DIN A4, 32 Touren mit RoadbookKarten zum Heraus­ nehmen, GPS-Daten zum Downloaden, Preis: 24,80 Euro.

Infos allgemein

Übernachtung

Alle Infos über das Vinschgau: www.ferienregionvinschgau.com

Bike-Hotels im Tal gibt’s unter www. vinschgaubike.com

Ö S T E R R E I C H St. Valentin Dorfl

Haidersee

I T A L I E N

Plawenn

SS40

AL

Alsack Burgeis

Lago di Vernago

N

Planeil 2324 m Sp i t zig e L un

Start Tour

Vernago

SP3

IE

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Die SonnenbergCross-Deluxe-Tour gibt’s auch mit Guide. Termin: 27.4.-1.5., Info: www.vinschgaubike. com

Vinschgau

Reschensee

Schleis

Geführte Tour

IT

Die zweite Tagesetappe zeigt einen ganz anderen Charakter: Heute werden auch die Uphills viel auf Trails gefahren. Trotz der kurzen Strecke ist also in Sachen Kondition wie Konzentration einiges gefordert: Auf der sehr technischen, mit Spitzkehren gespickten Abfahrt in die Schlandraun-Schlucht werden wohl die meisten schieben, doch das Sahnestück auf dem Waalweg bis zum Dökterle Waldele versöhnt für vieles. Der folgende Teeranstieg zum Kortscher Sonnenberg ist anfangs sehr steil, flacht aber bei den Höfen ab. Die folgende Trail-Abfahrt steigert sich. Geht es zuerst holprig durch die Steppenlandschaft, wird der Trail im Wald zum Traum aller Singletrail-Fans: Anliegerkurven, schnellere und engere Kehren, Flow total! Am Fuße des Sonnenbergs folgt man dem Forstweg bis nach Allitz und kehrt dort beim Gasthof Sonnegg ein. Nachmittags steht der abwechslungsreiche Anstieg nach Tanas bevor. Während

oder www.bike-holi­ days.com. Während der Tour: Tag 1: s’Bergschlössl, Schlandersberg, Tel. 0039/0473/730703, www.sbergschloessl. com Tag 2: Gasthof Pa­ flur, Tanas, Tel. 0039/0473/739977, www.paflur.com Tag 3: entweder am Reschensee oder in Latsch übernachten.

Das Südtiroler Vinsch­ gau beginnt am Re­ schensee und verläuft erst in südlicher Rich­ tung bis Schluderns und knickt hier nach Osten ab. Reschenpass und Latsch trennt ein Höhenunterschied von 800 Metern. Sei­ ner Lage zwischen A l p e n h a u p t ka m m und Ortlergruppe ver­ dankt das Vinschgau sein spezielles Klima mit langen Schönwet­ terperioden: Egal, wo­ her die Wolken kom­ men, sie verfangen sich an hohen Bergen und regnen ab. Anreise mit dem Auto: über den Brenner bis Bozen, dann über Meran nach Latsch. Oder vom Inntal über den Reschenpass in das Vinschgau. Mit dem Zug: über Bozen nach Meran und mit dem Vinschgerzug nach Latsch.

Madonna

VI N SCHGAU

Matsch Mals

2410 m

Tartsch

Laatsch Glurns

K a l te r e r

Schluderns

Gschnair SS40

3109 m Zerminiger G 2580 m r a u e Wa n d

Oberfrini Paflur

Lichtenberg

4 km

2950 m We i ß e R i e p e l

Allitz

Vermoi Spitz 2929 m

S’Bergschllössl

SS38

Patsch Prad SS38

Tschengls

Laas

Schlanders

SS38

Goldrain

Kastelbell Latsch

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