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Christmas sPECIAL

Dezember ‘12


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2012 war ein sehr erfolgreiches Jahr für “Beat the Wheat”. Ein ehrenamtliches Team hat drei Ausgaben zusammengestellt und veröffentlicht, plus ein Extra, nämlich diese Weihnachtsausgabe. Die Belohnung für dieses großartige Engagement ist der Erfolg und der exponentielle Anstieg der Leserzahlen von etwa 700 der ersten Ausgabe zu mehr als 4.000 der dritten, die Ende August veröffentlicht worden ist. Da das Projekt ein so großer Erfolg ist, haben die CYE Delegierten bei der letzten Jahreskonferenz in Helsinki beschlossen, das Bulletin weiterzuführen, um ein Sprachrohr für Zölis in Europa zu sein. Nach der Wahl eines neuen CYE Youth Commitees wurde auch ein neues Redaktionsteam gewählt. Nun präsentieren euch Christia Simillidou (Redakteurin, Zypern), Lana Pavkov (Layout, Serbien), und Manuel Engelsthal (Chefredakteur, Österreich) dieses tolle Weihnachtsspecial. “In Namen des neuen Redaktionsteams möchte ich mich ganz herzlich beim alten Redaktionsteam für ihre großartige Arbeit, für ihre Begeisterung für das Projekt, und für ihre Hilfe beim Zusammenstellen dieser Ausgabe bedanken.” – Manuel Engelsthal. “Ich danke allen Autoren, Korrekturlesen, und vor allem dem alten und neuen Redaktionsteam für ihren Einsatz und die großartige Arbeit, die sie geleistet haben und leisten. Nach zwölf Monaten als Chefredakteurin bin ich froh, dass „Beat the Wheat“ in guten Händen ist und werde es jedes Mal wieder mit großer Begeisterung lesen.“ – Mirjam Eiswirth. “Ich bedanke mich bei allen Autoren und Korrekturlesern für die Mitarbeit am Christmas Special. Ebenso danke ich allen Übersetzern, die eine deutsche Weihnachtsausgabe ermöglicht haben. Besonderer Dank gebührt Lana, die auch unsere deutsche Version in ein schönes Layout gesetzt hat. Ich freue mich auf die kommenden Ausgaben und hoffe auf ebenso gute Zusammenarbeit”, Hannah Dreßen. Wir möchten uns auch bei all unseren Autoren und Korrekturlesern bedanken, die uns dabei geholfen haben, das Onlinemagazin zu dem zu machen, was es heute ist. Wir werden uns nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen, sondern immer daran weiterarbeiten, „Beat the Wheat“ zu verbessern. Werde kreativ und schicke deine Ideen, Artikel und Bilder an: editors.beat.the. wheat@gmail.com. Das alte und neue Redaktionsteam wünschen dir – wo immer und wie immer du Weihnachten und die Tage zwischen den Jahren feierst – ein frohes Weihnachtsfest mit deiner Familie und deinen Freunden. Und nun viel Spaß beim Lesen dieser Weihnachtsausgabe mit leckeren Rezepten, interessanten Artikeln, und einer besonderen Weihnachtsgeschichte…

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h.gvfxdsazc/\145 Hallo Zöli!

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Neues Youth Committee “Networking Young Coeliacs” Während der CYE Konferenz 2012 in Helsinki ist ein neues Youth Committee gewählt worden. Es besteht aus (siehe Foto) Mirjam Eiswirth aus Deutschland (General Coordinator), Giacomo Filippo Porzio aus Italien (Project Manager) und Lana Pavkov aus Serbien (Financial Manager). Um gleich richtig loslegen zu können, haben wir uns schon vier Wochen nach der Konferenz in Florenz getroffen und die Gelegenheit genutzt, am Samstagabend einige italienische Zölis zu treffen. Während unserer Sitzung haben wir uns Ziele für die kommenden zwölf Monate gesetzt. Eine unserer Hauptaufgaben ist natürlich die Arbeit am Jahresprojekt „Glutenfree maps Europe“. Wir werden auch daran arbeiten, die CYE international bekannter zu machen, indem wir Pressemappen an die nationalen Zöli-Medien schicken. Wir werden uns bemühen, unsere finanzielle Situation zu verbessern und sowohl für das Jahresprojekt als auch für die nächste Konferenz noch mehr Unterstützung von Sponsoren zu bekommen. “Finding missing countries” wird wie in den vergangenen Jahren weitergehen – wir werden unsere Sitzungen mit einem Treffen mit Zölis vor Ort kombinieren, um ihnen bei der Gründung einer Jugendgruppe in ihrem Land zu helfen und ihnen die Chancen zu zeigen, die CYE bietet. Aber CYE ist nicht nur das Youth Committee, CYE sind all die Delegierten in all den europäischen Ländern. Wir möchten so viele Zölis wie möglich einbinden, um unserem Motto „Networking Young Coeliacs“ gerecht zu werden. Wenn du also Vorschläge oder Fragen hast, schau doch mal auf unserer Homepage vorbei (www.cyeweb.eu) oder schicke uns eine Mail an cye.board@aoecs.org


Weihnachten in Tschechien Familienfest statt Religion

Die Weihnachtszeit beginnt für uns

toffelsalat. Geschenke werden vom „Ježíšek“

mit dem ersten Advent – vier Wochen vor

- dem Baby Jesus - gebracht. Er legt sie nach

Weihnachten. Jeden Sonntag zünden wir an einem Adventskranz eine Kerze an und zählen die Sonntage bis zum 24. Dezember herunter. Am ersten Sonntag eine Kerze, am zweiten Sonntag zwei, und so weiter. Wir backen Weihnachtsplätzchen und dekorieren unsere Wohnräume. Der wichtigste Tag für uns Tschechen ist der 24. Dezember. Wir nennen

Obwohl

wir

Ts-

chechen

eine

der

nicht-religiösesten Nationen der Erde sind ,

feiern

wir

gerne und viel Weihnachten .

dem Abendessen unter den Weihnachtsbaum. Jedes Kind wartet ungeduldig auf das Klingeln der Glocke. Es ist ein Zeichen dafür, dass das Baby Jesus vorbeigekommen ist und die Geschenke unter den geschmückten Weihnachtsbaum gelegt hat. Eine andere Weihnachtstradition ist das Zerschneiden eines Apfels vor dem Abendessen. Du schneidest ihn quer auf

ihn „Stedry den“, frei übersetzt bedeutet das

und wenn im Kerngehäuse ein Stern erscheint,

großzügiger Tag. Das ist der Tag, an dem die

bedeutet das Glück. Es ist ein Zeichen dafür,

Geschenke verteilt werden. Während des Tag-

dass das nächste Jahr ein gutes wird. Ein ver-

es wird gefastet. Es heißt, dass die Leute, die

zerrter Stern bedeutet ein schlechtes Jahr,

wirklich fasten und nicht heimlich schummeln,

Krankheit oder sogar den Tod.

das „goldene Schweinchen“ sehen werden. Wir schauen uns den ganzen Tag Märchen an, trinken Weihnachts-Likör und hören und singen Weihnachtslieder. Gegen 18 Uhr gibt es Abendessen. Das traditionelle Weihnachtsessen wird in mehreren Gängen serviert. Wir essen eine Fischsuppe und zum Hauptgang gebratenen Karpfen mit hausgemachtem Kar-

Weihnachten ist in Tschechien mehr

eine Familientradition, als ein religiöses Fest. Es mag etwas eigenartig klingen, aber obwohl es nicht mit dem Christentum verbunden ist, ist Weihnachten vermutlich der am meisten gefeierte Feiertag in der Tschechischen Republik. Tereza Lasek, Tschechische Republik


Weihnachten auf den Philippinen

Schnee, so weit das Auge reicht, und wärmender Glühwein - auf den Philippinen sind das nur Fantasien. Doch obwohl man auf jeder der tausend kleinen Inseln im Dezember wunderbare Sommertage bei mehr als 30 °C verleben kann, wird Weihnachten dort ganz ähnlich gefeiert wie hier in Europa. Vergangenes Jahr landeten meine Freunde und ich in einer klaren Dezembernacht auf Palawan. Das erste, was wir nach dem anstrengenden Flug beim Verlassen des Flughafengebäudes sahen, war eine gigantische Installation bunter Lichterketten in Gestalt eines traditionellen Weihnachtsbaums. Verwirrt und müde machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof, der von tausenden kleiner handgemachter, bunter Papierlaternen gesäumt war, die Paroles genannt werden. So langsam wurde uns klar, dass Weihnachten auf dieser Insel ein wichtiges Fest ist, zumal viele Filipinos ziemlich religiös sind. Dieser Eindruck bestätigte sich auch auf der - gefühlt unendlichen - Fahrt. In dem ebenfalls von Paroles beleuchteten Jeepney, einer landestypischen Art des Kleinbusses, tönte ein Weihnachtslied nach dem anderen aus dem Radio. So sang beispielsweise Shakin‘ Stevens zur Belustigung der mitreisenden Filipinos „Snow is falling all around me“, während der Bus sich durch den tropischen Urwald bewegte.

Mir ist bis heute nicht klar, ob es an den Abgasen lag, die ins Businnere eindrangen, oder ob wir doch einfach die positive Stimmung einatmeten - aber es dauerte nicht lange, und wir sangen mit den Einheimischen mit. Wir taten ihnen anscheinend leid, weil wir so eine lange Reise hinter uns hatten und nun so weit weg von Zuhause waren, und so luden sie uns zu ihren Weihnachtsfeiern ein. Die Filipinos sind sehr gastfreundlich und nett, so dass wir unmöglich ablehnen konnten. Und so fanden wir uns am nächsten Abend in einer kleinen Kirche wieder, in der sich außer uns auch die ganze Bevölkerung von El Nido versammelte hatte (zumindest kam es uns so vor). Zwar verstanden wir kaum etwas

von dem, was dort vor sich ging, aber wir folgten, so gut wie eben möglich, dem Gottesdienst und wurden am Ende von einem ausgedehnten Mahl überrascht, zu dem sich die gesamte Verwandtschaft einfand. Die Tische waren gefüllt mit Speisen, von denen fast alle von Natur aus glutenfrei waren. Am liebsten mochte ich eine besondere Art von Reiskuchen, die dort fast nur in der Weihnachtszeit gegessen werden. Das Beste an diesem Tag war jedoch der Moment, als wir den Kindern der Familien die kleinen Geschenke überreichten, die wir am Nachmittag gekauft hatten. Es waren zwar nur einige Süßigkeiten und kleine Holzspielzeuge, aber die leuchtenden Augen der Kinder werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen. Während dieser wenigen Tage habe ich gelernt, dass es ganz gleich ist, wo man Weihnachten feiert, solange man ein paar gute Freunde in seiner Nähe hat. In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe Weihnachten, ganz egal, wo oder wie ihr feiert. Manuel Engelsthal, Österreich


Lebkuchenmann

Zubereitungszeit: 30 min Zutaten:

* 1 extrafeines braunes Reismehl * 1 Becher Arrowroot Stärke * 1/2 Dunkle Melasse * 1/4 Zucker * 1/4 weiche Butter * 2 Lebkuchengewürze * 1 Zimt * 1/2 Muskat * 1 Vanille Extrakt * 1/2 Salz *1/2 Backpulver * 1/2 Guaran * 1/2 extra Reismehl zum Stauben und Ausstechen Streusel Zuckerglasur

Ofen vorheizen auf 350 Grad F Zubereitung:

1) Bereite das Packpapier und Packblech vor. 2) Vermische alle trockenen Zutaten und stell diese zur Seite. 3) Schlage Butter und Zucker 3 bis 5 Minuten auf der höchsten Stufe, bis die Masse leicht und luftig. 4) Füge nun Melasse und Vanille bei und mixe auf einer niedrigeren Stufe, bis sich diese mit der Butter verbunden haben. 5) Mische nun die trockenen Zutaten langsam unter und mixe weiter, bis du einen zähen Teig erhältst. 6) Lege den fertigen Teig zwischen zwei mit Reismehl gestaubten Plastikfolien und rolle diesen etwa daumendick aus. 7) Stich nun die Männchen aus und lege diese auf das vorbereitete Packpapier. Sollte der Teig zwischenzeitlich zu weich werden, lege ihn einfach für 5 Minuten in den Kühlschrank. 8) Für 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 175°C OberUnterhitze (oder 155°C Umluft) backen und nach dem Auskühlen nach Lust und Laune dekorieren.

Dieses Rezept ist frei nach einem ähnlichen Rezept von Jacqueline Mallorca aus ihren Kochbuch “The wheat free cook” adaptiert. Dieses Rezept ist natürlich glutenfrei und extra würzig, also je nach Geschmack einfach weniger Lebkuchengewürze beimischen. Pascal Ewert, Luxemburg

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Rezepte

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Lebkuchenhaus Tur 1x Vorderseite mit Tur 1x Ruckseite mit Tur

2x Seite

400 g Zuckerrübensirup 250 g Zucker 900 g glutenfreies Mehl (am besten eines für Nudeln oder Brot) 1/2 Päckchen Backpulver 50 g Kakao (Bitterkakao, Backkakao) 4 Eigelb 200 ml Wasser 1 Päckchen Lebkuchengewürz 4 Eiweiß 1 kg Puderzucker und gaaaaaanz viel Dekoration, zum Beispiel: Gummibächen, Belegkirschen, Schokosplitter, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Lebensmittelfarbe, Zuckersplitter, Weihnachtsdeko, Kekse... (alles auf Glutenfreiheit prüfen)

2x Dach

Ganz wichtig: Da ihr den Zuckerguss mit Eiweissß macht (so klebt er besser), musst ihr unbedingt ganz frische Eier nehmen.


Schritt Zucker und Sirup in einem Topf schmelzen lassen, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat. Dann Mehl, Backpul-Schritt ver, Kakao, Eigelb und Gewürze mischen. Unter den Zuckersirup nun vorsichtig das Wasser mischen und mit einer Küchen1: 2: maschine oder von Hand unter das Mehl kneten. Hausteile beim Auskühlen Den Teig ca. 1/2 bis 1 cm dick ausrollen. Am besten geht das zwischen zwei Stücken Frischhaltefolie oder Dauerbackpapier. Nun die Schablonen auflegen und alle Teile ausschneiden. Die Fenster könnt ihr mit Ausstechförmchen machen! Es bleibt noch genügend Teig für eine Bodenplatte und gegebenenfalls für ein paar Figuren.

Schritt 3:

Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft 15-20 Minuten backen. Dann den Lebkuchen vollständig auskühlen lassen, am besten über Nacht. Hält am Anfang nur mit Abstützen... Eischnee steif schlagen und den Puderzucker unterrühren, bis ein ziemlich fester Zuckerguss entsteht. Er muss sehr zäh und dickflüssig sein. Nun klebt ihr damit alle Hausteile außer dem Dach zusammen, ihr müsst wahrscheinlich trotzdem etwas mit Gläsern oder Zahnstochern abstützen. Lasst das Ganze etwas trocknen und klebt nach einer Stunde das Dach auf, das ihr sicher auch abstützen müsst. Lasst es nun nochmal mindestens 1-2 Stunden abtrocknen, dann könnt ihr mit dem Verzieren anfangen. Klebt alles mit dem restlichen Zuckerguss auf oder macht aus dem Zuckerguss Eiszapfen am Dach. Dekoriert euer Haus, wie ihr wollt! Dann kann Weihnachten kommen. Im Folgenden noch ein paar Bilder mit ergänzenden Kommentaren inklusive der Schablonen für die einzelnen Teile.

Schritt 4:

Svenja Nink, Deutschland


Selbstgemachter Eierlikor zu Weihnachten Zutaten: 300 ml Brauner Rum 1 Dose (250 ml) Kondensmilch 200 ml Schlagsahne 6 Eigelb 250 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker

1.Die Eigelbe mit Zucker und Vanillezucker mischen und solange rühren, bis die Masse schaumig ist.

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Kurzanleitung zu diesem Rezept: Eigelbe, Vanillezucker und Zucker vermengen. Es dauert ein bisschen, bis sich der Zucker auflöst; du musst ungefähr 10 Minuten rühren. Kondensmilch und Schlagsahne hinzufügen. Den Rum Tropfen für Tropfen hinzufügen. In eine Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb eines Monats verbrauchen. Es kann sich etwas Flüssigkeit absetzen. Keine Sorge - Vor dem Servieren einfach gut schütteln. 3.Anschließend Schlagsahne und Kondensmilch hinzufügen. Beide Zutaten sind dickflüssig, daher kann es ein oder zwei Minuten dauern, bis alles gut vermischt ist. Farbe und Konsistenz sollten gleichmäßig sein.consistency.

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2.Nun braucht man einen größeren Topf, der zur Hälfte mit kochendem Wasser gefüllt ist. Dann setzt man den kleineren Topf hinein und lässt die Masse im Wasserbad langsam köcheln. Dabei die ganze Zeit rühren. Das Kochen dauert ca. 15 Minuten. Wenn man das befolgt, sind die Eier nicht mehr roh. 5.Jetzt ist der Likör fertig und man kann ein Glas heißen Likör genießen. Den Rest mit Hilfe eines Trichters in saubere Flaschen füllen und abkühlen lassen. 4.Dann den Rum hinzugeben und gut verrühren.

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Tereza Lasek, Tschechische Republik


Zutaten:

Für den Plätzchenteig 400g frischer Orangensaft 530g gutes Olivenöl oder Sonnenblumenöl 50g Butter 30g Puderzucker Schale einer Orange, fein gerieben (am besten eine unbehandelte Bio-Orange) 1200g glutenfreies Mehl ½ Tl Backpulver ½ Tl gemahlener Zimt Für den Sirup 500g Wasser 700g Zucker Eine Orange, in zwei Hälften geschnitten 2 Zimtstangen 100g Thymianhonig Zum Verzieren 1 ½ Tassen fein gehackte Walnüsse Thymianhonig

Melomakarona Honigplätzchen mit Walnüssen

Für den Teig: Mische alle flüssigen Zutaten in einer Schüssel – Öl, Butter, Orangensaft – und mische alles mit einem Holzlöffel. Dann füge das Mehl hinzu und knete den Teig gut durch, von der Mitte nach außen. Knete nicht zu viel, damit der Teig nicht zu hart wird, nur so, dass sich Mehl und Flüssigkeit verbinden.

Für den Sirup: Mische Zucker, Zimt, Orangenhälften und Wasser in einer großen Pfanne bei großer Hitze. Bringe es zum Kochen ohne zu rühren bis der Zucker sich aufgelöst hat. Lasse die Masse dann für zwei Minuten kochen und nehme sie danach vom heißen Herd. Der Sirup wird langsam dicker und dunkler werden. Füge den Honig hinzu und lasse die Masse abkühlen, am besten in einer andere Pfanne. Heize den Ofen auf 200°C vor und lege zwei Backblecke mit Backpapier aus. Nimm Stückchen von Teig, je etwa 35 Gramm, und rolle sie in ovale Bällchen. Nimm dann eine Gabel und mache ein kreuzförmiges Mutter in die Mitte des Plätzchens. Lege die Plätzchen auf das Backpapier und backe sie für 22 bis 28 Minuten goldbraun. Lege die Plätzchen in den kalten Sirup, wenn sie gerade heiß aus dem Ofen kommen. Lasse sie etwa eine Minute darin ziehen und lege sie dann zum Abtropfen auf ein Gitterrost. Lege die Plätzchen auf einen großen Teller und träufle etwas Honig darauf. Verziere sie dann mit den gehackten Walnüssen. Traditionell werden diese in Honig getränkten Plätzchen mit Walnüssen und Zimt in Zypern und Griechenland während der Festtage um Weihnachten und Neujahr gebacken. Der leckere Ölteig führt zu kuchenähnlichen Plätzchen mit Orangen- und Brandygeschmack. Die Plätzchen werden in Honig getränkt und mit gehackten Walnüssen verziert. Christia Simillidou, Zypern


Bubo, der glutenfreie Hamster Es war einmal ein Feldhamster namens Bubo. Er hatte Zöliakie und konnte deshalb nicht so viel essen. Wenn er Gluten fraß, bekam er schlimme Bauchschmerzen. Die anderen Hamster lachten ihn aus, denn sie glaubten nicht an Zöliakie. Eines Tages hörte Bubo, dass irgendwo weit weg eine Gruppe von Hamstern lebte, die auch Zöliakie hatten. Bubo beschloss, zu ihnen zu gehen, und wollte rechtzeitig zu Weihnachten dort eintreffen. Es blieben ihm nur noch fünf Tage! Die Reise wurde sehr anstrengend. Zuerst musste Bubo ein Weizenfeld durchqueren - dort fand er natürlich nichts, was er fressen konnte. Aber auch danach wurde es mit dem Futter nicht viel besser, weil alle Felder schon ganz verschneit waren. Einen ganzen Tag lang fand er nichts außer Schnee und Eis, um seinen Hunger zu stillen. Als er endlich das Weizenfeld hinter sich gelassen hatte, stieß er auf einen Eichhörnchenbau und fragte dort, ob er vielleicht ein paar Nüsse haben könne. Das Eichhörnchen wollte ihm aber keine geben. Der hungrige Bubo lief weiter zu einem Mäusebau und fragte auch dort nach Nüssen. Die Mäuse hatten aber selber schon Zweifel, ob sie den Winter allein überleben würden. Bubo fragte weiter jeden, dem er begegnete - eine kleine Krähe (die ihn fast selbst gefressen hätte), ein weiteres Eichhörnchen und sogar einen anderen Feldhamster, aber niemand wollte ihm etwas geben. Traurig und halb verhungert lief er weiter und schlief schließlich hungrig in einer kleinen Schneehöhle ein. Am nächsten Tag kam Bubo an einen zugefrorenen Fluss, den er überqueren musste. Dabei fror er sich fast die Pfoten ab, aber die Aussicht darauf, andere Hamster kennen zu lernen, die keinen Weizen fressen dürfen, trieb ihn weiter. Endlich am anderen Ufer angekommen, traf er eine junge Maus, die nett sein wollte und ihm ein paar Weizenkörner aus ihrem Vorrat anbot. Bubo war inzwischen so hungrig, dass er die Körner am liebsten gierig verschlungen hätte - aber er musste der hilfsbereiten Maus sagen, dass er dieses Futter leider nicht vertragen würde. Da lachte ihn die Maus, die wohl doch nicht so nett war, einfach aus. Der hungrige und inzwischen sehr traurige Bubo wanderte weiter. Nach vielen endlos scheinenden Stunden hatte endlich ein Eichhörnchen Erbarmen mit ihm und gab ihm ein paar Nüsse ab. Mit seinem vollen Bauch ruhte sich Bubo jetzt etwas aus - aber es waren nur noch wenige Tage bis Weihnachten und er wollte endlich einmal mit anderen feiern, die ihn nicht vom Festmahl ausschlossen. So brach er bald wieder auf. Frisch gestärkt, war er wieder schneller zu Fuß und gelangte bald an einen Hamsterbau, an dem ein Schild hing: Der Zöliakie-Hamster-Club! Er trat ein und wurde mit großem Jubel begrüßt, nachdem er sich vorgestellt und erzählt hatte, was für einen langen, hungrigen und kalten Weg er zurückgelegt hatte. Die Zöli-Hamster, wie sie sich nannten, boten ihm gleich einen gemütlichen Schlafplatz an und zeigten ihm ihre glutenfreien Vorräte. Bubo traute seinen Augen kaum - da gab es kleine Amaranth-Körner, bildhübsche Quinoa-Flocken, golden leuchtende Maiskörner und wunderbaren weißen, braunen und schwarzen Reis. Bei fröhlichen Gesprächen aß sich Bubo zum ersten Mal in seinem Leben richtig satt, und bald gingen alle Hamster schlafen. Am nächsten Tag war es soweit: Der Weihnachtshamster kam und bescherte allen Zöli-Hamstern wunderbare Geschenke. Bubo bekam einen kleinen Wollanzug, der ihn immer wärmen würde, auch, wenn mal wieder andere Hamster sich über seine glutenfreie Diät lustig machten. Nach der Bescherung wurde natürlich wieder glutenfrei geschlemmt - an diesem besonderen Tag gab es auch noch geröstete Nüsse und getrocknete Früchte von Äpfeln über Pflaumen bis hin zu Mangos! Bubo dachte, er würde bald platzen (obwohl er seine Hamsterbacken schon gut ausgenutzt hatte, war sein Bäuchlein sehr, sehr voll). Aber er war glücklich, so glücklich wie nie in seinem Leben. Weil Bubo sich mit den anderen Zöli-Hamstern bestens verstand, blieb er einfach bei ihnen. Er lebte mit den anderen im Zöliakie-Club, wo ihn niemand mehr auslachte. Zu zweit und zu dritt zogen die Zöli-Hamster auch immer wieder aus, um anderen Hamstern zu erklären, wie man sich gut und lecker glutenfrei ernähren kann. Hannah Beth Lipow, Deutschland

Christmas Special 2012_Deutsch  

Es gibt ein Christmas Special des "Beat the Wheat". Mit Hilfe der deutschen Uebersetzer haben wir auch eine deutsche Version des Specials he...

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